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eco.nova Dezember 2014

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Ausgabe Nr. 18 / Dezember 2014, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00

JUNG UND GUT Der Jungunternehmerpreis 2014

ENERGIESTRATEGIE

Ist Tirol bis 2050 energieautonom?

AN IDEEN VERDIENEN

So funktioniert Crowd-Investing

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DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN


25 Jahre Qualit채t, die besteht. Die Profil Wohnbau bedankt sich bei ihren treuen Partnern und Kunden. Wir w체nschen allen ein frohes Fest, viel Gesundheit, Freude und Erfolg f체r das Jahr 2015.

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Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck eco.nova-Herausgeber

STI-HI-LLE NACHT So, jetzt hat es uns also auch erwischt. Das erste Mal überhaupt. Und dann so knapp vor Weihnachten. Wo doch eigentlich Friede und Freude herrschen sollte. Aber das gibt’s bei dem Thema generell nicht: der Verbindung über die Kalkkögel nämlich.

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as über uns hereingebrochen ist, ist eine Gegendarstellung, die die Naturfreunde bezugnehmend auf einen Beitrag in der September-Ausgabe begehren. Sie finden auf Seite 10 dieser Ausgabe also einen Abdruck, der aus juristischen Gründen notwendig ist. Eben weil die Naturfreunde mit einigen Passagen im Artikel „Die Berge erlebbar machen“ so gar nicht einverstanden sind. Folglich haben wir ein mäßig freundliches Schreiben vom Anwalt ebendieser erhalten, der uns unmissverständlich zu einer Entgegnung (und gleichzeitig zur Überweisung seiner Honorarnote) aufforderte, widrigenfalls eco.nova mit einer Klage zu rechnen hätte. Darauf verzichten wir aber gerne und drucken die Gegendarstellung ab – emotionslos und wertfrei. Wenngleich wir uns doch wundern. So ein bisschen. Gleichzeitig ist es so typisch für das Thema. Es geht um Emotionen und Befindlichkeiten und gar nicht mehr so sehr um die Sache an sich. Das Thema „Brückenschlag“, das die Naturfreunde so eigentlich nicht benannt haben möchten, scheint jedenfalls schon lange nicht mehr sachlich diskutiert zu werden, sondern in die Mikado-Ebene abgerutscht zu sein: Wer sich als Erster bewegt, verliert. Das ist schade; egal, was schlussendlich herauskommt. Ein Ergebnis muss her. Es mutet jedoch fast so an, als wäre „Aussitzen“ ein adäquater Zustand für die Regierung geworden – in vielen Bereichen, und nicht nur in Tirol. Auch wenn es in manchen Fällen vielleicht kurzfristig funktioniert: Probleme tot zu schweigen, heißt nicht, dass sie nicht (mehr) da sind. Allenfalls müssen sich nach einiger Zeit eben andere damit beschäftigen. Der Weg ist nicht immer das Ziel. Das Ziel ist das Ziel! Das gilt auch für das Jahr. 2014 neigt sich dem Ende zu und wir befinden uns quasi im Endspurt. Ins letzte Wirtschaftsmagazin des Jahres haben wir wieder viele Geschichten gepackt, die zeigen sollen, wie innovativ unser Land ist, dass es abseits von Zankereien und vermeintlichen Krisen allerortens auch Mutige, Kreative und Anpacker gibt. Menschen, die ihre Vorhaben in die Tat umsetzen, sich Ziele stecken ... und diese erreichen. Deshalb holen wir im Zuge unserer Titelgeschichte u. a. die Gewinner des heurigen Jungunternehmerpreises vor den Vorhang, die Motivation und Ansporn für das eigenen Handeln sein sollen und die uns positiv gestimmt Richtung Weihnachten entlassen ... Auch wir haben uns übrigens ein Ziel gesteckt: Unsere erste große Herausforderung für 2015 wird sein, alle beteiligten Parteien zum Thema Kalkkögel an einen Tisch zu bringen. Für diese Ausgabe hat’s leider nicht geklappt. Aber wir bleiben dran.

Eine ruhige Adventszeit und frohe Weihnachten wünscht Ihre Redaktion der eco.nova

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SILVESTERBRUNCH

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SILVESTER-BRUNCH (10-16 Uhr) Duett vom Lachs mit Soja-Senfsauce • Getrüffeltes Kartoffelschaumsüppchen • Mangaliza Schwein und Flusskrebs „Szegediner Art“ • Wolfsbarschfilet auf Kürbis-Ingwersud • Zartrosa gebratene Entenbrust mit winterlichem Gemüse • Variation von der Zitrone & Bergamotte • Euro 55,-

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SILVESTER-GALAMENÜ Silvesteraperitif • Variation vom Beef mit Wachtelei, Blumenkohl und Ibericoschinken • Hummerschaumsüppchen • Jakobsmuschel mit Avocado, Birne & Cidre • Heilbuttfilet mit Cous-Cous & Zitronen-Olivenfond • Granny Smith & Shisosorbet • Zartrosa gebratener Kalbsrücken mit Topinambur, Trüffel-Kartoffelpüree & Vincottosauce • Schokoladen-Silvestertraum mit Ingwer • Euro 95,Gerne können Sie auch à la carte bestellen! (Preis pro Person inkl. Aperitif)

Ein guter Grund zum Gründen

Die Gewinner des diesjährigen Jungunternehmerpreises und viele Infos zum Thema Gründen.

ECO.WIRTSCHAFT

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Standortbestimmung

Jahresrückblick 2014: Ein Schritt vor, zwei zurück.

Energiestrategie

Wird Tirol bis 2050 energieautonom? Josef Geisler im Interview.

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Arbeitgeberkultur

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Unternehmen müssen sich klar zu ihren Werten bekennen.

Von 0 auf 100

Holly Kaffeesysteme im Porträt.

Licht ohne Schattenseiten

Häntschel und die Folien ...

Glücklich ohne Haube

Warum immer mehr Gastronomen das Prinzip Gault Millau ablehnen.

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steuer.berater

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recht.aktuell

IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin // Assistenz: Ruth Loreck Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Bruno König, Renate Linser-Sachers, MMag. Paul Salchner, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Mag. Barbara Wildauer, Marion Witting, M.Sc. // eco.zukunft: Dr. Barbara Hoffmann-Ammann // eco.geld: Dr. Michael Posselt, Michael Kordovsky // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Martin Weissenbrunner, Tanja Ischia, Hannelore Weissbacher // Grafik: Sophie Frenzel // Druck: Radin-Berger-Print GmbH // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben)

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eco.nova

Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.


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eco.inhalt

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ECO.ZUKUNFT

080 Tirol innovativ

Tirol rockt. Drei innovative Unternehmer zeigen, wie und warum.

084 Können Reiche die Welt retten? Das Tiroler IT-Genie Charly Kleissner und seine Idee des Social-Impact-Investings.

088 Smart Money

CAST-Geschäftsführer Florian Becke über zündende Geschäftsideen.

090 Brutstätte für Unternehmer Hermann Hauser und das „Cambridge Phenomenum“.

094 Barrierefrei

© Doris Kirchebner

Menschen mit Behinderung verdienen gleichberechtigte Teilhabe.

096 Technologieförderung

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist essenziell für die Zukunft.

ECO.GELD

108 Crowd-Investing

An innovativen Ideen verdienen.

ECO.MOBIL

GEGENDARSTELLUNG

eco.nova Nr. 09/September 2014, Seite 38/39 KEIN STADTTURM IN DEN KALKKÖGELN! Die Betreiber des Projekts „Brückenschlag“ haben sich einen anmutigen Namen ersonnen: Vermittelt doch der Begriff „Brücke“ positive Gefühle wie Einklang und Verständnis. Ein Bild, das den Eingriff in ein Naturschutzgebiet verharmlost. Dieses Projekt verbindet nicht, es zerstört das Ruhegebiet Kalk­kögel. Dabei erübrigt sich schon aus rein rechtlicher Sicht die Debatte um den Seilbahnbau. Denn die dazu notwendige Errichtung zweier Liftstützen mit 20 und 40 Metern Höhe – das entspricht nahezu dem Innsbrucker Stadtturm – in diesem Ruhegebiet ist illegal! Das Ruhegebiet der Kalkkögel wurde 1983 geschaffen, um eine ursprüngliche Bergwelt zwischen zwei bestehenden Schigebieten zu erhalten. Rechtliche Rahmenbedingungen wie das Tiroler Naturschutzgesetz und die Alpenkonvention verpflichten uns, bestehende Schutzgebiete zu erhalten und verbieten deren lifttechnische Erschließung. Der „Brückenschlag“ missachtet diese Gesetze und bedeutet die Zerstörung dieses Ruhegebietes. Auch wirtschaftlich macht das Projekt keinen Sinn. Erstinvestitionen von 64 Mio. Euro und weiteren 54 Mio. Euro für die Infrastruktur werden sich nicht rechnen. Die Naturfreunde gehen davon aus, dass durch eine bloße Querverbindung zweier KleinSkigebiete 118 Mio. Euro niemals erwirtschaftet werden können. Damit ist auch das Argument der Arbeitsplatzsicherung hinfällig. (NF Innsbruck)

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eco.nova

118 Neustart in der Luxusklasse Die Oberklassen der Premiumhersteller stellen sich völlig neu auf.

120 Im Test

120: BMW X3 – frisch gemacht 121: Seat Leon – four drive 122: Mitsubishi ASX: Alles fix 124: KIA Sportage: Kompakter Luxus

ECO.LIFE

134 Kulinarische Verlockung

s’Kulinarium in Wörgl: neu, modern und wandlungsfähig.

136 Heißes für kalte Tage

Glühwein, Punsch und Jagatee treffen auf Prickelndes zum Jahresende.


... eine neue Bühne in Innsbruck ...

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eco.mmentar

ÖKOLOGIE VS. ÖKONOMIE Bäume oder Arbeitsplätze? Grüne und Wirtschaft sind sich oft nicht grün. Dass diese Auseinandersetzungen in Tirol besonders intensiv sind, liegt in der Natur des beengten Lebensraumes. Problematisch werden die Diskussionen dann, wenn statt Sachargumenten Glaubenssätze ausgetauscht werden.

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as Match Ökologie gegen Ökonomie wird an allen Standorten dieser Welt tagtäglich gespielt. Mit unterschiedlicher Mannschaftsstärke und unterschiedlichen Spielregeln. Der Spielverlauf ist daher von vornherein ein anderer, ob dieses Kräftemessen in China oder in Deutschland geführt wird, und wiederum ein anderes, ob es in den USA oder in Brasilien stattfindet. In Tirol gelten erneut eigene Regeln. In einem Land, das schon aufgrund der Topographie höchst sensibel ist und einen extrem hohen Tourismusanteil aufweist, spitzen sich Sachargumente zu Glaubensfragen zu. Insbesondere wenn in der Landesregierung bürgerliches Denken auf Umweltideologie trifft. Das Denken in Extremen führt – auf beiden Seiten – zu unerwünschten Ergebnissen: Zu viel Ökonomie bedroht den Lebensraum, zu viel Ökologie bremst den Standort und kostet Arbeitsplätze und Wohlstand. In den ersten Monaten der Koalitionsregierung konnten diese Differenzen noch rhetorisch elegant zugedeckt werden, inzwischen sind die Unvereinbarkeiten längst ausgeapert. Bei der Wasserkraft wird um jeden einzelnen Bach gefeilscht. Da hilft auch der Hinweis der Kraftwerksbefürworter nichts, dass Wasserkraft eine nachhaltige und ökologisch verträgliche Energiequelle sei. Auch der Bau des GKI im Oberland kann nicht über die grundsätzlich gegensätzliche Sichtweise hinwegtäuschen. Dieses Projekt stammt noch aus einer Zeit weit vor dieser Legislaturperiode. Es darf nicht vergessen werden, dass es das erste Großprojekt der TIWAG seit sage und schreibe 34 Jahren darstellt. Wasserkraftwerke bauen war also schon immer schwierig in Tirol – kein Wunder, dass es jetzt in der aktuellen politischen Konstellation noch schwieriger geworden ist. Bei der Novelle zum Naturschutzgesetz gab es geradezu einen Aufschrei der Wirtschaft. Industriellenverei-

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eco.nova

nigung und Wirtschaftskammer gingen damit scharf ins Gericht und bezeichneten das Gesetz als ein Instrument, das Öko-Fundamentalisten in die Hände spiele. Noch deutlicher kann man seine Bedenken nicht ausdrücken. Das neue Naturschutzgesetz sei ein Bremsklotz für neue Kraftwerke, schütze Arten, wo es gar nichts zu schützen gebe, und überschwemme die Unternehmen mit einer Flut an Bürokratie, Gutachten und zusätzlichen Kosten, so der vernichtende Befund der Wirtschaftsvertreter. Das absolute Epizentrum der ideologischen Auseinandersetzungen ist jedoch der so genannte Brückenschlag, die geplante Liftverbindung über die Kalkkögel. Noch nie hat ein einzelner Lift Tirol derart in zwei Lager gespalten – außer vielleicht die Erschließung des Piz Val Gronda. Die Gegner sehen in dieser Verbindung der Axamer Lizum mit der Schlick 2000 (und der Mutterer Alm) die Zerstörung der Kalkkögel, unerlaubte Beihilfen und zweifeln an der Wirtschaftlichkeit des Projektes. Dass im Regierungspakt der Brückenschlag als einziger Punkt im koalitionsfreien Raum festgelegt wurde, lassen sie nicht gelten, weil ja dadurch auch das Naturschutzrecht oder das Seilbahnprogramm des Landes verändert werden müsste. Es fragt sich dann allerdings, wozu der koalitionsfreie Raum überhaupt definiert wurde. Die Befürworter argumentieren, dass nur der Zusammenschluss die in die Jahre gekommenen Skigebiete um Innsbruck langfristig sichern kann, verweisen, dass keine neuen Pisten oder Lawinenverbauungen gebaut werden, und verteidigen die neue Erlebnisbahn als geringstmöglichen Eingriff in die Natur, der mit einer Stütze im Ruhegebiet verwirklicht werden könnte. Schön wäre es, wenn sich die Diskussion über dieses Projekt auf sachliche Argumente stützen würde. Doch oft werden die Einwände der Gegner gar nicht angehört. Drei

MMag. Klaus Schebesta

Argumente sind aus meiner Sicht vollkommen ungeeignet für Debatten am Stammtisch: Ob das Projekt dem EU-Beihilfenrecht entspricht, lässt sich nicht beim dritten Bier und der zweiten Brezel klären, das müssen Experten nachrechnen. Diese haben auch den Auftrag von der Landesregierung, das bis zum März-Landtag, in dem eine endgültige Entscheidung über das Projekt gefällt werden soll, vorzulegen. In die gleiche Kategorie fällt die juristische Abwägung, ob der Brückenschlag mit der Alpenkonvention vereinbar ist oder nicht und welche Strafzahlungen allenfalls zu leisten wären. Und was gar nicht geht: über die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu befinden. Politik und Interessenvertretungen maßen sich mittlerweile an, die unternehmerische Tauglichkeit von Projekten zu beurteilen. Wenn das um sich greift, hört sich Wirtschaften in Tirol auf und wir landen bei Planwirtschaft – die bekanntlich nicht funktioniert hat. Es ist immer noch dem jeweiligen Unternehmer überlassen, einzuschätzen, ob sich ein Engagement rechnet oder nicht. Wie auch immer die Entscheidung im März getroffen wird – hoffentlich geht dem eine inhaltliche Auseinandersetzung voraus und nicht ein bloßes Austauschen von Glaubensfloskeln. Es kommt beim Match Ökologie – Ökonomie nämlich nicht darauf an, dass eine Partei geschlagen das Spielfeld verlässt. Wenn es keine Bäume mehr gibt, ist das genauso schlecht wie wenn es keine Arbeit mehr gibt. Es kommt darauf an, dass beide beim Schlusspfiff einigermaßen zufrieden sind. Mehr als ein Remis ist in dieser Partie nicht drin.


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Tirol in Zahlen TIROLER WIRTSCHAFT IN ZAHLEN NÄCHTIGUNGEN IN TIROL IN DER SOMMERSAISON*), IN MIO.: Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, in %: 0,9

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Ankünfte in der Sommersaison, in Mio.: 4,4 • Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, in %: 1,8 Anteil der Nächtigungen von Mai bis September an der Sommersaison, in %: 90 Nächtigungszuwachs in %, bei gewerblichen Ferienwohnungen: 6,2 / privaten Ferienwohnungen: 6 / 4- und 5-Sterne-Hotellerie: 1,1 Nächtigungsrückgang in %, bei 3-Sterne-Hotels: 0,4 / Privatquartieren: 2,7 Anteil der Tiroler Unterkunftsbetriebe, die mit der Buchungslage für den Winter (sehr) zufrieden sind, in %: 75 Betriebe mit einem ähnlichen Buchungsstand wie im Vorjahr, in %: 63 Betriebe mit einem höheren Buchungsstand als im Vorjahr, in %: 12

BESCHÄFTIGTE IM HANDELSSEKTOR IN TIROL:

52.200

Nettoumsatz in Mrd. Euro: 18,6

Nominelles / reales Umsatzplus in den ersten drei Quartalen 2014, in %: 1,2 / 0,2 Anteil der Tiroler, die heuer Weihnachtsgeschenke kaufen, in %: 88 Summe, die pro Person durchschnittlich für Weihnachtsgeschenke ausgegeben werden, in Euro: 350 Erwarteter Umsatz im Weihnachtsgeschäft, in Mio. Euro: 150

BETRIEBE IN TIROL:

41.543

davon EPUs, in %: 53,1 • Betriebe mit weniger als 10 Mitarbeitern: 89,9 Unselbständig Beschäftigte: 235.093 Gesamtbeschäftigung: 323.786 *) Stand Mitte Oktober

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Kopf der Ausgabe D

u musst hinaus zu den Menschen. Sitz nicht im Studio herum! Mit diesem Satz wurde der angehende Journalist Wolfgang Böhmer 1994 vom ersten Chefredakteur vor die Tür gejagt. Dieser wollte keine fertigen Geschichten gut vernetzter Agenturen. Geschichten von Menschen waren gefragt, die man im Supermarkt, in der Straßenbahn oder am Stammtisch hört. Damals hat der junge Redakteur den Wert des Zuhörens gelernt: „Das wirkliche Hinhören ist die Grundvoraussetzung, um als Reporter eine Geschichte erzählen zu können.“ Seit 1999 ist Wolfgang Böhmer Ö3-Korrespondent und gehört mittlerweile zu den bekanntesten Radiostimmen Österreichs. Zum ORF ist er per Zufall gekommen. Nach Abschluss des Tourismuskollegs jobbte er im Lokal seines Freundes. Dieser machte ihn darauf aufmerksam: „Das wär’ doch was für dich, der ORF.“ Ein paar Tage später hat er sich tatsächlich beworben – in Jeans und T-Shirt.

GALTÜR 1999 – DER ERSTE GROSSE EINSATZ

Wolfgang Böhmer ist seit vielen Jahren als Radiojournalist für den ORF tätig. Im Buch „Nachbeben“ verarbeitet er seine Erlebnisse auf sehr persönliche Weise, gibt einen Einblick in sein Leben und darüber, wie sehr diese Erfahrungen die Sicht auf das eigene Leben in einer Wohlstandsgesellschaft verändert haben.

„DIE AUGEN LASSEN DICH NICHT MEHR LOS“ Radioreporter Wolfgang Böhmer erzählt in seinem Buch „Nachbeben“, wie es den Menschen an den Krisenschauplätzen der Welt geht. Er schildert berührende Schicksale, die sich in der Stille abspielen, abseits der Schlagzeilen. Ein Journalist mit Gespür für Menschliches. // Text: Julia Sparber, Fotos: Gerhard Berger, Privat 16

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Böhmer fuhr mit einem Kameramann ins Paznauntal, um von den Menschen zu berichten, die seit Tagen eingeschneit waren. „Die Aufregung war groß. Deutsche Medien haben schon befürchtet, die Menschen würden verhungern. Wir waren zunächst gelassen und haben mit Augenzwinkern reagiert, weil die Menschen im Paznaun ja Schnee gewöhnt sind.“ Zurück in der Kaserne in Landeck kam der Funkspruch von der Lawine. „Das war die erste Situation als Reporter, die mir wirklich nahe gegangen ist. Ich wollte aber niemanden ins Mikro weinen lassen, sondern Würde bewahren.“ Diese Art der achtsamen Berichterstattung gefiel auch dem damaligen Radiodirektor. Für Wolfgang Böhmer folgten weitere Einsätze in Krisengebieten wie Kosovo, Somalia und Thailand. Weihnachten 2004. Der Tsunami verwüstete weite Teile thailändischer Touristengebiete. Wolfgang Böhmer entscheidet sich innerhalb kurzer Zeit zur Abreise: „Da kommt natürlich Angst und Ungewissheit auf. Ich habe mich damals mit einem unguten Gefühl von meiner Familie verabschiedet. Ich wusste ja nicht, was mich erwartet.“ Vorbereitung sei bei Einsätzen dieser Art utopisch, da immer alles anders kommt. „Die


kopf der.ausgabe

Arbeit vor Ort ist chaotisch und gefährlich. Offizielle Daten und Fakten gibt es erst nach Tagen. Bis dahin bist du völlig auf dich alleine gestellt“, erzählt er. Es brauche das richtige Gespür, wem man vertrauen kann, um an die richtigen Geschichten heranzukommen. Die Menschen in den Krisengebieten befinden sich im Ausnahmezustand und „jeder hat seine Art von Wahrheit“, so Böhmer. Diese genau zu filtern, um dem Publikum zu Hause einen fundierten Überblick geben zu können, sieht der Reporter als einen wichtigen journalistischen Grundsatz. Trotzdem leistet er sich sein persönliches Berührtsein: „Auch wenn ich 100 Mal darüber berichte, bin ich persönlich betroffen. Ich bin fest überzeugt, dass ein Journalist sachlich bleiben und menschlich sein muss.“

VON ANALYSEN UND URTEILEN

Wolfgang Böhmer analysiert aus der Sicht des Medienprofis: Nach der Tsunami-Katastrophe will der Hörer wissen, wie hoch die Welle war, wie viele Menschen betroffen sind. Dann folgt eine Hilfsaktion, von der auch noch intensiv berichtet wird. Im besten Falle spendet der Medienkonsument an eine Hilfsorganisation, um sein eigenes Seelenheil wiederherzustellen. Später wird man vom Alltag eingeholt und niemand will mehr etwas von der Katastrophe hören. „Plötzlich wird Angelina Jolies Kleid wieder wichtiger.“ Früher hat er jede Form des Wegschauens und das sogenannte oberflächliche Leben kritisiert. Bei einem Kitzbühel-Wochenende aber gab es ein Schlüsselerlebnis: „Nach meiner Rückkehr aus Thailand 2004 musste ich über das Skirennen berichten. Der ganze Promirummel war schrecklich für mich. In einem Café warf ein Gast neben mir 500 Euro auf die Theke und schrie ‚Schampus‘!“ Der Journalist dachte, wie viel sinnvolle Hilfe man mit diesem Geld auf der anderen Seite der Welt leisten könnte. Zunächst schockiert und zornig, blickte er diesem Mann ins Gesicht und sah einen sympathischen Menschen, der sich einfach vergnügen wollte: „Ich dachte mir, wer bin ich, dass ich verurteile? Weiß ich, was dieser Mensch leistet, um teuren Schampus bezahlen zu können? Weiß ich, ob er an Hilfsbedürftige spendet? Ich kenne ihn nicht, deshalb steht mir auch kein Urteil zu.“ Seit diesem Erlebnis ist er reflektierter und achtsamer geworden im Umgang mit Urteilen. Der erfahrene Radiojournalist hat seine Wahrneh-

Wolfgang Böhmer reiste 2012 nach Mali und berichtete vom Bürgerkrieg: Rund 20.000 Flüchtlinge suchten damals Zuflucht in Burkina Faso.

mung geschärft, seit er die Krisen der Welt kennengelernt hat. Manchmal kränkt ihn jedoch, wenn er hört, dass man mit Spenden hungernden Menschen ohnehin nicht helfen könnte. Er erzählt von Somalia. Vom leeren Lager und der langen Schlange an Frauen und Kindern, die Hunger litten: „Was sage ich diesen Menschen? Wir haben leider nichts mehr. Und außerdem haben wir ohnehin schon genug gespendet.“ Wolfgang Böhmer sieht die korrupten Systeme in diesen Ländern, für die der einzelne Mensch nicht verantwortlich gemacht werden kann. Doch ist er sich bewusst, dass der Hunger und das Schicksal diesen einen Menschen fokussiert, dessen Leid gerade unerträglich ist. „Die Augen der leidenden Menschen lassen dich nicht mehr los und du siehst und fühlst, dass es nie genug Hilfe geben kann. Jedes leichtfertige Urteil erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht.“

VOM ABSTAND MIT BESTAND

Distanz von den Erlebnissen an den Krisenschauplätzen der Welt schafft sich Böhmer zu Hause. Dort angekommen, beruhigen sich seine Sinne wieder: „Besonders wenn ich mit meinen Kindern spiele, fühle ich mich wie in Watte gepackt und gewinne Abstand.“ In seinem Buch „Nachbeben“ widmet er seiner

Frau die erste Seite: Für Heike, die mich ziehen lässt, wenn mich die Unruhe packt. Seine Familie ist sein Halt im Leben, aber es brennt das journalistische Feuer in ihm, das immer wieder aufs Neue gelöscht werden muss. „Ich glaube daran, dass man als Journalist etwas bewegen kann, und liebe diesen Beruf. Aber natürlich ertappe ich mich auch bei dem Gedanken, dass meine Geschichten in fünf Minuten wieder vergessen sind.“ Zum Ausgleich sucht er Beständigkeit: Das Malen ist eines seiner liebsten Hobbys und das Bücherschreiben ist Wolfgang Böhmers beständiger Begleiter geworden.

ABSEITS DER SCHLAGZEILEN

In seinem Reporterdasein lebt er nach den Gesetzen des Medienalltags – die Geschichte von heute ist morgen schon alt. In seinem Buch „Nachbeben“ erzählt der Reporter weiter. Wie es den Menschen nach ihrer Flucht geht, wie sie in den Kriegsgebieten weiterleben müssen, nachdem sich die Öffentlichkeit abgewandt hat. „Nachbeben“ ist kein leichtes Lesebuch. Wolfgang Böhmer schildert eindringlich, was ihn wirklich beschäftigt und bewegt: Menschen und ihre Geschichten, für die sich das Rausgehen, Zuhören und Mitfühlen immer wieder lohnt. eco.nova

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Wirtschaft. WIRTSCHAFT & UNTERNEHMEN

Bundesminister Andrä Rupprechter mit Martin Partoll // Foto: ekpr/tadros

KNAPP VORBEI – TROTZDEM GUT Bereits zum siebten Mal suchte das Bundesministerium für Landund Forstwirtschaft gemeinsam mit dem ORF nach visionären Konzepten für aktiven Klimaschutz. Eingeladen wurden Einzelpersonen und Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen, um die putzige Blumenstatuette für sich zu gewinnen. Bewertet wurden neben dem innovativen Ansatz auch klimarelevante Auswirkungen, Energie- und Kosteneffizienz, Vorbildwirkung und Übertragbarkeit auf andere Projekte.

Insgesamt wurden heuer 255 Projekte eingereicht, aus denen eine Jury 16 nominierte und in die nähere Begutachtung schickte. „Um dem Klimawandel entgegenzusteuern, müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam aktiv werden. Der Österreichische Klimaschutzpreis holt dafür besonders innovative Klimaschutzprojekte vor den Vorhang. Er zeigt, wie einfache Maßnahmen einen großen Beitrag zu einer noch lebenswerteren Umwelt leisten und wirtschaftlicher Erfolg und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Die eingereichten Projekte sind beeindruckend, weder Jury noch Publikum hatten es leicht mit der Wahl der Besten“, erklärte Umweltminister Andrä Rupprechter anlässlich der Verleihung. Nominiert war mit der „Aktiv Klimahaus Süd GmbH“ aus Kramsach auch ein Tiroler Unternehmen. Martin Partoll verwirklicht derzeit in Graz Österreichs innovativste Wohnanlage mit 162 Wohnungen. Vorbild dafür war die Aktiv-Klimahaus-Wohnanlage in Kramsach. Die Passivhausanlage in natürlicher Holz-Lehmbauweise ist bereits fertiggestellt und mehrfach ausgezeichnet. Die zwölf kompakten, bis zu fünfgeschoßigen Häuser in Graz sind eine neuerliche Weiterentwicklung und breits vorab mit dem Österreichischen Umweltpreis in der Kategorie „Stadt der Zukunft“ bedacht worden. Geplant wurden die Häuser so, dass sie mehr Energie erzeugen als sie selbst benötigen. Neu ist dabei die Erweiterung der Systemgrenze vom Einzelobjekt auf den Siedlungsverband, der neue Möglichkeiten der Energieeffizienzsteigerung und damit auch des Klimaschutzes bringt. Multifunktionale Gebäudeverbände bewirken aufgrund ihrer unterschiedlichen Nutzungs- und Lastprofile zahlreiche klimarelevante Synergieeffekte. Das Projekt war eines der vier Nominierten in der Kategorie „Gemeinden und Regionen“, hat es aber ganz knapp nicht zum Sieg geschafft. Trotzdem gilt das Pilotprojekt als international richtungsweisend im ökologischen Wohnbau und das Unternehmen als Pionier auf dem Gebeit der energietechnischen Vernetzung von Stadtteilen. Und das ist letzlich, was zählt.

TAGESAKTUELLE NEWS UNTER WWW.ECONOVA.AT

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eco.wirtschaft

ENGLISH IN 2 MINUTES

Mag. Alexandra Gina Edwards ist Trainerin und Übersetzerin für Englisch und Russisch mit Schwerpunkt Sales und Marketing. Als Austro-Amerikanerin geht sie in ihrer Arbeit auf interkulturelle Unterschiede ein und hilft ihren Kunden „besser anzukommen“.

FROHE WEIHNACHTEN?

Zimmermann Ganahl Aktiengesellschaft Obere Lend 14 Laut einer Studie vonA-6060 RegioPlan verliert Weihnachten für den EinzelHall in Tirol handel kontinuierlich Bedeutung, T +43an (0)5223/579 65-0auch wenn der Umsatz voraussichtlich nominellinfo@zimmermann-ganahl.com um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen wird. www.zimmermann-ganahl.com

Dennoch wird er nur drei Prozent vom Gesamtjahres­umsatz ausmachen – in den 1950er-Jahren waren es noch stattliche zehn. „Dieser Rückgang hat einerseits damit zu tun, dass größere Anschaffungen im Einzelhandel nicht nur zu Weihnachten gemacht werden, andererseits dass immer mehr Reisen, Wellness-, Erholungs- oder Bildungsangebote – also Dienstleistungen – geschenkt werden“, erklärt der Handelsexperte und RegioPlan-Geschäftsführer Wolfgang Richter. Nach Branchen betrachtet profitieren vom Weihnachtsumsatz am meisten der Bekleidungs-, Elektrosowie der Lebensmittelhandel (235 Millionen Euro). Die höchsten Onlineanteile werden nach wie vor mit Büchern erwirtschaftet. Hinzu kommt, dass es immer mehr Menschen gibt, für die Weihnachten weniger oder gar keine Bedeutung mehr hat. Und das hat gar nicht so sehr mit dem Glauben an sich zu tun. Vielen ist der Rummel schlichtweg zu viel. Die so genannten „Escaper“ verbringen die Weihnachtszeit lieber woanders. So zeigt sich im langfristigen Jahresvergleich, dass Winter­urlaube deutlich am Steigen sind. In Tirol ist die Situation ähnlich. Der Tiroler Handel verzeichnet zwar generell stabile Entwicklungen, in Bezug auf das Weihnachtsgeschäft zeigt man sich dennoch verhalten. Wichtig ist diese Zeit vor allem für den Tiroler Sportartikelhandel, der rund ein Drittel seines Umsatzes mit Wintersportware macht. Auch wenn das vorweihnachtliche Geschäft insgesamt nicht unter den besten Voraussetzungen angelaufen ist, hofft Handelsobmann Martin Wetscher dennoch auf ein gutes Ergebnis. Denn laut Umfrage wollen sich auch heuer wieder 88 Prozent der Tiroler als Christkindl betätigen und Weihnachtsgeschenke kaufen – im Schnitt werden dafür pro Person 350 Euro eingeplant.

STILLE ZEIT, VERFLUCHTE ZEIT? Fluchen in der Fremdsprache muss gekonnt sein. Auf Englisch hat sich für viele Fluchwörter eine abgeschwächte Form etabliert. So auch für Fluchwörter mit religiösem Background. In den USA gibt es einige sehr gläubige Menschen, weshalb man durchaus überlegen sollte, ob das jeweilige Schimpfwort angebracht ist. Im Zweifelsfall lieber auf die „safe version“ zurückgreifen! Safe: • Oh my gosh! – Oh my goodness! – Oh my God! – OMG • holy: Hier kommt's auf die Kombination an. Während „Holy cow!“ und andere nette Varianten durchaus o.k. sind, klingt „Holy sh*t!“ schon sehr scharf. Achtung! „Jesus (Christ)!“ sowie „God d*mn it!“ sollten Sie lieber vermeiden. Stattdessen besser: • Geez! (statt „Jesus (Christ)“) • Darn it! (statt „God d*mn it!“)

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EIN GUTER GRUND ZU GRÜNDEN Eine Idee zu haben, sie zu einem Unternehmen zu entwickeln und damit den Markt erobern zu wollen – für diese mutige Entscheidung gab es auch heuer wieder unter den über 150 Teilnehmern am Jungunternehmerpreis die begehrte Auszeichnung der Wirtschaftskammer Tirol zum Jungunternehmer des Jahres. Die Junge Wirtschaft Tirol schüttet an die Gewinner in drei Kategorien jeweils 3.000 Euro in bar aus. Alle neun Nominierten bestachen auch heuer wieder mit ihren einzigartigen Geschäftsideen und viel Unternehmergeist. // Text: Marion Witting, Fotos: Julia Türtscher

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DIE GEWINNER DES JUNGUNTERNEHMERPREISES KATEGORIE KREATIVE DIENSTLEISTUNG

Sieger: Wolfgang Lausecker – CoolTech, Stanzach

Wolfgang Lausecker verändert mit Tieftemperaturbehandlung das Gefüge und nimmt die Materialspannung aus Werkstoffen wie Aluminium oder Stahl. Ganz neu ist die Anwendung seines Verfahrens auf Musikinstrumente. Klingt gut und hat enormes Entwicklungspotenzial.

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Eiskalt entspannen Wenn ein Musiker seine geliebte Klarinette in eine Tieftemperaturanlage legt, sie einer Temperatur von minus 180 Grad aussetzt und erst nach 15 Stunden wieder herausholt, muss er entweder felsenfest davon überzeugt sein, dass sie diesem Prozess standhält und er an ihr eine neue Tonqualität erfährt, oder er macht es nicht. Wolfgang Lausecker hat es gemacht: „Die Klarinette habe ich von meinem Großvater bekommen, als ich zehn war“, gibt er mit einem erleichterten Grinsen zu. Das Experiment war geglückt und das Ergebnis ein Erfolg. Mit diesem Mut und seinem unermüdlichen Forschergeist verschaffte sich der gelernte Wirtschaftsingenieur einen neuen Impuls für sein selbst entwickeltes Verfahren zur Tieftemperaturbehandlung. Das Verfahren erlaubt eine Behandlung am komplett fertigen Instrument. Es löst vorhandene Materialspannungen, altert die Materialien und verleiht so dem Instrument einen offeneren, freien Klang. „Wir wenden das Verfahren bei jeder Art von Blechblasinstrumenten wie Trompete oder Posaune an sowie bei Saxophon und Querflöte. Unser neuestes Anwendungsgebiet sind E-Gitarren und E-Bässe“, betont Lausecker nicht ohne Stolz. Noch immer fasziniert von den Möglichkeiten, die sich aus den Erkenntnissen ergeben, nach Durchführung einer Testphase mit unterschiedlichen Materialien, darunter auch Holz, erzählt der findige Unternehmer von einem Effekt, den er in dieser Ausprägung nicht erwartet hatte: „Auf Wunsch eines Kunden haben wir seine nagelneue E-Gitarre in einem Stück dem Tieftemperaturverfahren unterzogen, um die Spannungen aus den Saiten und aus dem gesamten Korpus herauszunehmen sowie um ihren Klang zu verändern. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir den Deckel der Tiefkühlkammer öffneten: Der Lack auf dem Gitarrenkörper war leicht gesprungen, als hätten wir das wertvolle Instrument auf eine Zeitreise zurück


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in die 1960er-Jahre geschickt und ein Lieblingsstück aus der Jimy-Hendrix-Sammlung zurückbekommen!“, schwärmt Lausecker: „Der Kunde war begeistert vom Vintagelook sowie vom Klang seiner neuen E-Gitarre, der schon sehr nahe an der einer sehr alten war, und wir waren mit unseren privaten Forschungen wieder einen Schritt weiter.“ Natürlich stecken hinter derartigen „Versuchen“ langläufige Vorversuche und Recherchen im Vorfeld auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Anwendung von cryogenen Behandlungen. Das Know-how holt sich Wolfgang Lausecker aus enger Zusammenarbeit mit Universitäten und Instituten: „Diese Arbeit macht mir Spaß, denn wir stoßen beinahe täglich auf neue Erkenntnisse und haben damit enormes Potenzial im Bereich der Tieftemperaturanwendung.“ Die Technologie, faszinierte den damals noch angestellten Entwickler im pulvermetallurgischen Bereich bereits vor über 20 Jahren, als er während eines beruflichen USA-Aufenthaltes einen TV-Beitrag dazu sah. Er nahm Kontakt mit dem in der Sendung genannten Unternehmen auf. Von da an ließ ihn das Thema nicht mehr los. Er wollte das Verfahren nach Europa und speziell in den deutschsprachigen Raum bringen. Dazu pflegte er seine Kontakte zu eingeführten Anbietern in den USA und in Spanien. 2009 war die „Zeit reif“, wie Lausecker es nennt, sich selbstständig zu machen. Auf dieser Basis war es ihm endlich auch möglich, in enger Zusammenarbeit mit Universitäten und Instituten in ganz Europa Entwicklungen im Bereich cryogene Behandlungen voranzutreiben und mehr Wissen und Erfahrung auszutauschen. Lausecker arbeitete intensiv an der Weiterentwicklung der TTB, holte sich eine Tiefkühlkammer in der Größe von 1000/500/600 mm (L/B/H) aus Spanien und stattete sie mit seiner eigenen Technologie aus. Dabei werden in einem computergesteuerten Prozess zu behandelnde Teile bei Raumtemperatur eingelegt. Die Tempe-

ratur wird innerhalb von eineinhalb bis zwei Stunden schrittweise um jeweils zwei Grad je Minute auf minus 180 Grad abgesenkt. Nach einigen Aufwärm- und Abkühlzyklen im Ablauf von circa 13 Stunden erfolgt die Aufwärmung bis auf Raumtemperatur im selben Tempo. Der gesamte Prozess dauert 15 Stunden. „Die Tieftemperaturbehandlung wirkt nicht nur auf die Oberfläche, sondern auf das gesamte Volumen des Werkstoffes. Mit der Tieftemperaturbehandlung wird die Verschleißbeständigkeit erhöht, im Material werden Spannungen abgebaut und auch eine erhöhte Dauerfestigkeit erreicht“, erklärt Lausecker. Zudem ist die Methode umweltfreundlich, weil weder Abfälle noch Rückstände produziert werden. Gestartet ist das Unternehmen Cooltech als klassischer „Garagenbetrieb“ in Miete. Im Jänner 2015 soll nun eine Betriebshalle in Stanzach entstehen, in der auch Platz für das zweite Standbein des Betriebes – die CryoSauna – eine Einzelkabine zur Tieftemperaturanwendung für Personen im Bereich Medizin und Schmerztherapie, Sport sowie Wellness und Beauty sein wird. CoolTech bietet sein Verfahren zur Tieftemperaturbehandlung als Dienstleistung, aber auch die gesamte Anlage inklusive Prozess als Produkt für Betriebe an. // www.cooltech.at

KATEGORIE MODERNE TRADITION

Sieger: Silvia Bischofer – Peter Moser rustikale Holzbearbeitung, Alpbach Alles andere als alt Die Patina des Alters ist in Mode. Während der Vintage-Look im Konsumbereich, wie Bekleidung, Schuhe, Accessoires oder Dekoartikel, in absehbarer Zeit abgelöst werden wird, geht der Trend im Bereich Holz mit stetigem Wachstum in diese Richtung. Der Markt will bedient werden. Der Bestand an altem Holz

ist jedoch schwindend: „Echtes Altholz aus jahrzehntealten Gebäuden und Ställen wurde vielerorts bereits abgetragen und entweder wiederverwendet oder entsorgt“, weiß Silvia Bischofer, die in der Tischlerwerkstatt ihres Vaters Peter Moser in Inneralpbach aufgewachsen ist und daher das „G’riss“ um altes Holz kennt, sei es zum Restaurieren von alten Gebäuden und bestehenden Holzstuben, -schlafzimmern, -küchen und Türen oder zur Einrichtung von Neubauten im natürlichen Vintagestil. Die rustikale Holzbearbeitung mit Hilfe von selbst entwickelten, eigens darauf ausgerichteten Maschinen hat im Hause Moser lange Tradition. Vater Peter Moser hat schon vor 30 Jahren getüftelt und entwickelt und aus seinem ganz individuellen Bedarf heraus zwei Holzbearbeitungsmaschinen gebaut, die ihm die Arbeit erleichtert haben. Schon damals war es sein Ziel, Holzoberflächen in einer Art zu bearbeiten, dass sie einen gebrauchten Eindruck vermitteln, die Qualität jedoch neuwertig ist. „Im Bereich Restaurierung sind die Auflagen und Richtlinien ziemlich streng – speziell dann, wenn es sich um denkmalgeschützte Gebäude handelt“, erklärt Bischofer. Aber was tun, wenn das Material knapp und fast nicht zu bekommen ist? Es ging darum, den Altholzcharakter von urtypisch mit dem Breitbeil händisch bearbeitetem Holz herzustellen, dabei aber die Bearbeitungsdauer entscheidend zu verkürzen. Eine Herausforderung, der sich Silvia Bischofer und ihr Mann Mathias, gelernter Tischler, mit vollem Einsatz widmen wollten. Sie gründeten im Februar 2013 ihre eigene Firma, die Peter Moser rustikale Holzbearbeitung GmbH, und begannen akribisch und vor allem mit Herzblut an der Weiterentwicklung einer entsprechenden Maschine zu arbeiten. „Wir haben uns voll dahintergeklemmt und uns mit Peter Moser in den verschiedensten relevanten Bereichen beraten, haben diskutiert, getüftelt und ausprobiert. In einem von uns verfassten Konzept

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wurde auch die Technik, die der Computer beherrschen musste, klar dargelegt. Und dann haben wir angefangen, gemeinsam mit den kompetentesten Partnern die Maschine zu bauen“, erzählt das Unternehmerpaar voller Euphorie. Nach beinahe genau einem Jahr, im Jänner 2014, war das „Glanzstück“ des Betriebes fertiggestellt: „Wir konnten sehr viel Wissen aus dem Schatz der Erfahrung im bestehenden Betrieb schöpfen, denn mein Vater brachte sein ganzes Know-how ein und unterstützte uns mit Begeisterung“, freut sich Bischofer über das gute Verhältnis, das nach wie vor im Hause Moser-Bischofer herrscht. Auf 1.150 Meter

Seehöhe wird dort bereits seit 30 Jahren Holz bearbeitet. „Allerdings war es bis zum Einsatz dieser neuen, hochleistungsstarken Maschine nicht möglich, bei der Bearbeitung von Brettern und Holzbalken in einer derart hohen Stückzahl zu fahren“, wie Mathias Bischofer betont: „Diese leistungsstarke Maschine lässt es zu, Dreischichtplatten bis 6 Meter Länge und 2,10 Meter Breite zu bearbeiten. Die großen Maße werden vor allem für die Produktion benötigt. Der integrierte Computer ‚kennt‘ acht Millionen verschiedene Hackmuster. Damit entsteht auf keinem einzigen Brett ein wiederkehrendes Hackmuster auf einer Fläche von 400 Quad-

ratmetern“, erklärt er die Technik. „Auf diese Weise erreichen wir ein Bearbeitungsergebnis, das dem ursprünglichen zum Verwechseln ähnlich ist. Damit ist die Produktion der Nachfrage entsprechend gewährleistet.“ 500.000 Euro haben die beiden in die Konstruktion dieses vollautomatischen und computergesteuerten Prototypen gesteckt. Aber dieses Kapital muss man erst haben. „Der intensive Zusammenhalt und die ideale Struktur im Familienverbund ist uns hier sehr entgegengekommen“, erklärt Silvia Bischofer. Seniorchef Peter Moser ist mit Gründung der Firma in Pension gegangen. Die Peter Moser rustikale Holzbearbeitung GmbH ist seither Pächterin der väterlichen Betriebsanlage. „Wir konnten daher parallel zur Bau- und Entwicklungsphase laufend mit den bestehenden Maschinen arbeiten. Ganz ohne Kredit ging es jedoch nicht“, erklärt die Mutter von drei kleinen Buben im Alter von acht, sieben und drei Jahren. Ohne den Rückhalt in der gesamten Familie wäre es der Vollblutunternehmerin auch nicht möglich gewesen, so viel Energie und Euphorie in das Projekt zu stecken. „Mein Vater steht uns nach wie vor als technischer Berater zur Seite und die ganze Familie hilft, wo es geht“, sagt Silvia Bischofer mit einem stolzen Lächeln. Und das wird auch in Zukunft mit zum Geheimnis des Erfolges der jungen Firma mit tief traditionellen Wurzeln gehören, denn die Auftragsbücher sind voll und die Nachfrage nach hoher Qualität in diesem sehr exklusiven Holzproduktionszweig wird auch so bald nicht nachlassen. // www.holz-moser.at

KATEGORIE NEUE IDEEN – NEUE PRODUKTE – NEUE MÄRKTE

Sieger: Matthias Senn – SennAlpin Consulting, Rinn

Alt ist nur der Look, und der ist gewollt. Der Rest ist neueste Technik, viel Know-how und ein Boom, der nachhilft: Silvia und Mathias Bischofer lassen neues Holz alt aussehen.

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Nachhaltige Vorreiterrolle Der Schnee, der Wintersportbegeisterte auf die Pisten holt, muss mittlerweile fallen, wenn es die Liftbetreiber wollen. Mit technischen Beschneiungsanlagen ist das auch beinahe während der gesamten Wintersaison möglich. Fast keine Skipiste kommt heute mehr ohne Schneekanonen aus. Die weiße Pracht ist gesichert, aber auch die Natur darf nicht darunter leiden. Die technische Beschneiung verschlingt enorme Mengen an Wasser. Daher ist sicherzustellen, dass die Qualitätsanforderungen des verwendeten Wassers eingehalten werden, um aus hygienischer Sicht jegliches Risiko einer negativen Beeinträchtigung von Mensch und Umwelt ausschließen zu können.


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Dafür gibt es strenge Bestimmungen der Behörden, welche Qualität das verwendete Wasser haben muss. In Tirol muss das Wasser für die technische Beschneiung bakteriologisch untersucht Trinkwasserqualität haben und jährlich gemäß den ÖNORMen sowie der „Richtlinie für Beschneiungsanlagen“ überprüft werden. Um diese Wasserqualität zu erreichen, installieren Liftbetreiber teure UV-Anlagen, die zudem wartungsintensiv sind. Das ist die Ausgangslage, mit der Matthias Senn konfrontiert war, als 2009 einen Liftbetreiber aus dem Tiroler Oberland auf ihn zukam und die enormen Anschaffungs- und Wartungskosten für die zur Wasserentkeimung verwendeten UV-Anlagen in Frage stellte. „Das muss auch

anders gehen“, war Senn überzeugt. Von seiner Perspektive als Biologe motiviert und mit dem Pioniergeist im Kopf, etwas Neues zu entwickeln, war sein Ziel, einerseits die Kosten für Skiliftbetreiber zu senken und andererseits die Nachhaltigkeit im Umgang mit der Ressource Wasser zu fördern. Er nahm die Herausforderung an und entwickelte im Rahmen seiner Doktorarbeit ein Verfahren, das die hygienischen Risiken bei der technischen Beschneiung beurteilt. Das technische Know-how für das umfangreiche Projekt konnte er sich bereits während seiner Studienzeit als Angestellter im väterlichen Ingenieurbüro aneignen. Somit war es Senn möglich, das Pilotprojekt aus eigenen Mitteln zu bestreiten: „Es war mir wichtig, freie Hand zu

Mit der Entwicklung eines bahnbrechenden Verfahrens zur Beurteilung von hygienischen Risiken bei der technischen Beschneiung erwirkt Matthias Senn auch einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Win-win für Natur und Wirtschaft.

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haben und meinen Weg zu gehen“, erklärt er den Prozess der vielen kleineren und größeren Entwicklungsschritte bis zum ausgereiften Produkt: „Aus der engen Zusammenarbeit mit der Tiroler Landesregierung und Partnern aus der Wirtschaft ist ein tolles Netzwerk entstanden, das heute noch sehr gut funktioniert.“ Das neue Verfahren zur Risikoanalyse wurde in den Leitfaden für Beschneiungsanlagen aufgenommen, der bundesweit Gültigkeit hat und ein einheitliches Behördenverfahren garantiert. „Das ist ein Schritt, der dem nachhaltigen Umgang mit der Natur sehr entgegenkommt“, sagt Senn und beschreibt die unterschiedlichen Regelwerke für die Wasserqualität bei der Erzeugung von Kunstschnee: „In Tirol muss zur technischen Beschneiung Trinkwasserqualität in bakteriologischer Hinsicht verwendet werden, in den restlichen Bundesländern ist eine Wasserqualität gefordert, die den von Badeseen entspricht, das heißt: Die mikrobiologische Belastung darf die menschliche Gesundheit nicht beeinträchtigen.“ Das stellt für Liftbetreiber eine wettbewerbsverzerrende Situation dar. Die Anschaffungskosten für UV-Anlagen zur Herstellung von Trinkwasserqualität liegen bei 30.000 bis 50.000 Euro mit zusätzlichen Kosten für die laufende Wartung in Höhe von 1.500 bis 2.000 Euro jährlich. Die Risikoanalyse kostet einen Bruchteil davon. Sie beinhaltet zudem ein dreiteiliges Programm zur Probeentnahme aus dem Wasserspeicher vor Beginn der Schneisaison, während der Hauptbeschneiungszeit und am Ende der Schneesaison sowie eine Beurteilung des gesamten Einzugsgebietes der Wasserquelle. „Das Gute an dieser Methode ist, dass der Schiliftbetreiber sich mehr mit den natürlichen Ressourcen auseinandersetzt und darauf schaut, dass die Wassergüte gewahrt bleibt, damit die Messungen entsprechend ausfallen“, freut sich Senn, denn die Nachhaltigkeit im Umgang mit einem unserer höchsten Güter, dem Wasser, war dem Biologen das größte Anliegen in seiner Entwicklungsarbeit. Dass er mittlerweile 13 Projekte in Tirol, zum Beispiel für die Bergbahnen See, Ischgl und St. Anton, ausführen konnte und für das nächste Jahr bereits sechs neue Projekte in den Auftragsbüchern stehen, ist ein Beweis, dass das revolutionäre Verfahren beginnt, sich in der Branche zu etablieren. „Die große Nachfrage hat mich im November 2013 dazu bewogen, aus dem Betrieb meines Vaters auszusteigen und mein eigenes Unternehmen zu gründen“, freut sich der sportbegeisterte Radler, Kletterer und Schifahrer, der mit 31 Jahren eine solide Basis für sein junges Unternehmen gelegt hat. Matthias Senn denkt, dass man sich die Ziele relativ hoch stecken, aber keinesfalls aus den Augen verlieren darf. Eine gesunde Einstellung, mit der er sich in Tirol eine Vorreiterrolle gesichert hat. // www.sennalpin.at >


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KATEGORIE KREATIVE DIENSTLEISTUNG

Verena Covi

Susanne Parth

Andreas Salvenmoser

Lukas Furtenbach

Armin Margreiter

Helmut Hein

2. Platz: Verena Covi – Gastrotheater, Innsbruck

Die Schauspielerin Verena Covi hat ihre Leidenschaft in eine Geschäftsidee verwandelt und mit Cityfox eine kreative Dienstleistung geschaffen, die Theater zum Erlebnis macht. „Die ganze Stadt ist eine Bühne“, erklärt sie ihr spannendes Angebot für Firmen zur Förderung des Teambuildings auf humorvolle Weise: „Cityfox ist ein interaktiver Mitmachkrimi. Bei einer mörderischen Stadtrallye übernehmen die Personen selbst die Ermittlungen und durchforsten gemeinsam die ganze Stadt für Ermittlungen. Teamgeist ist gefragt und bringt jede Menge Spaß.“ Mit ihrem fünfköpfigen Stammteam und einer Gruppe von Schauspielerkollegen will sie Cityfox im Westen von Österreich ausbauen und denkt daran, ihre kreative Idee auch für Touristen mit kriminalistischer Spürnase zur unterhaltsamen Stadterkundung anzubieten. Ein weiterer Ausbauschritt soll der Hüttenkrimi mitten in der Natur sein. Es bleibt spannend im Gastrotheater von Verena Covi. // www.gastrotheater.at

3. Platz: Susanne Parth-Blackman – Hochzeitsredner Tirol, Innsbruck

„Niemand sollte auf eine persönliche Trauung mit festlichem Charakter, Ringtausch und der Traufrage verzichten müssen“, war die Vision von Susanne Parth-Blackman nach ihrer eigenen individuell gestalteten Hochzeit. 2010 gründete sie das Unternehmen Hochzeitsredner Tirol und hat mit ihrem Team Elfi, Annemarie und Sandra bereits über 200 Trauungen durchgeführt. Damit hat die gelernte Medienfachfrau einen Trend erkannt, denn „die Nachfrage ist steigend“, erklärt Susanne Parth: „Wir bieten freie Zeremonien für alle, die nicht kirchlich heiraten wollen oder können.“ Der Fokus wird dabei auf Individualismus und Authentizität gelegt. Das Ja-Wort können sich Paare an ihren liebsten Plätzen geben: am Berg, auf dem Wasser, auf einer Burg oder im eigenen Garten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Zeremonie wird feierlich gestaltet und soll zukünftig auch sprachlich auf die Wünsche der Paare eingehen mit Englisch, Holländisch, Französisch und Russisch. // www.hochzeitsredner-tirol.com

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KATEGORIE MODERNE TRADITION

2. Platz: Andreas Salvenmoser – Gasthof Pension Jägerwirt – Genuss mit Weitblick, Scheffau am Wilden Kaiser

Ganz ohne Geschmacksverstärker, Gluten und Inhaltsstoffe, die niemand braucht, kommt die schmackhafte, ehrliche und moderne Küche im Jägerwirt aus. Am Fuße des Wilden Kaisers fährt Andreas Salvenmoser „eine neue Schiene“, wie er es nennt, und zeigt in seinem durch und durch auf „Zurück zur Natur“ und „Bio“ eingestellten Gasthaus neben einer rein auf regionale Produkte abgestimmten Speisekarte nicht nur in diesem Bereich Weitblick: Der grandiose Ausblick auf der Jägerwirt-Terrasse nahe Scheffau trägt ebenso dazu bei. „Wir leben den Jägerwirt mit Herz und Freundlichkeit“, verrät Andreas Salvenmoser sein natürliches „Rezept“ für Authentizität und konsequente Umsetzung moderner Nachhaltigkeit. Von 8 bis 21 Uhr wird durchgehend gekocht. Darüber hinaus bietet der Gastronomiebetrieb auch eigene Produkte, wie etwa Brot, Essig, Marmelade, die schon bald auch im zweiten Geschäft des überzeugten Unternehmers, in „Jägerwirt’s Genussladl“, erhältlich sein sollen. // www.jaegerwirt.cc

3. Platz: Lukas Furtenbach – Furtenbach Adventures GmbH, Innsbruck

Lukas Furtenbach, 37 Jahre alt, will als innovativer Veranstalter das Thema Bergreisen und Expeditionen neu und modern interpretieren. Seine Dienstleistung fasst er unter dem Begriff „Next Step Adventure Travel“ zusammen und versteht darunter, dass den Wünschen und Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt sind – außer die der Natur. Im Programm finden sich sowohl alle sechs „neuen“ Achttausender als auch effiziente Doppelexpeditionen und mehr. Furtenbach Adventures veranstaltet exklusive Abenteuerreisen in den Bereichen Heliskiing, Skitouren, Trekking und Bike sowie Erlebnisreisen in den Alpen mit genau auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmten Guides und einem individualisierten Rundum-Service. Dabei setzt das junge Unternehmen auf Nachhaltigkeit und faire Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort. „Mit unserem Angebot wollen wir den Menschen das Erlebnis ihres Lebens schenken“, nennt Lukas Furtenbach sein wichtigstes Unternehmensziel für die Zukunft. // www.furtenbachadventures.com

KATEGORIE NEUE IDEEN – NEUE PRODUKTE – NEUE MÄRKTE

2. Platz: Armin Margreiter – Golden Fly Sports GmbH, Sistrans

Armin Margreiter, CEO der Golden Fly Sports GmbH, hat sich auf innovative Sportkonzepte mit Schwerpunkt Leichtathletik spezialisiert und aus der Fülle seiner langjährigen Erfahrung in diesem Bereich einen Prototyp geschaffen, der sich in allen großen Städten der Welt sehen lassen kann. Mit „The FlySwat“ hat er die größte mobile Leichtathletikanlage der Welt konstruiert, die auch vom Weltverband zertifiziert wurde und damit weltrekordtauglich ist. Damit werden Leichtathletik-Events publikumswirksam in die Ballungszentren gebracht – auch wenn keine fixe Sport-Infrastruktur vorhanden ist. „Fans und Passanten erleben die Athleten hautnah und spüren deren bis zu 40 km/h schnellen Fahrtwind beim Anlauf. Das ist das Geheimnis unseres Erfolges“, erklärt Armin Margreiter, der mit seiner Pionierleistung eine Werbeplattform für den Sport bietet und damit Wertschöpfung für die ganze Region erzielt. Sein Ziel ist, eine Formel 1 der Leichtathletik zu schaffen, die mit der „Golden Fly Series“ bereits auf dem besten Weg ist. // www.goldenflysports.com

3. Platz: Helmut Hein – Hybrid Manufaktur Tirol, Reutte

Helmut Hein hat mit der TiRollerin ein neues, einspuriges Zweirad für Erwachsene für den urbanen sowie alpinen Raum entwickelt. Der Roller kann mit Muskelkraft und elektronisch betrieben werden, daher auch der Name Hybrid. Gut versteckt, aber stark in der Wirkung kommt der Strom aus dem Trinkflaschenakku am vorderen Rad. Damit hat der Fahrer den Antrieb im Griff. Egal ob sie oder er mit High Heels oder festerem Schuhwerk, im Dirndl oder Anzug, sportlich mit oder ohne Elektroantrieb unterwegs ist, der Fahrspaß bleibt ungetrübt. Das Ein-Personen-Unternehmen von Helmut Hein arbeitet mit lokalen Produzenten zusammen und spricht mit dem Hybrid-Tretroller im modernen und ansprechenden Design Jung und Alt an, weil er für jeden geeignet ist. „Mit unserem Produkt wollen wir in Zukunft noch mehr Menschen die Freude vermitteln, die man beim Fahren wirklich hat“, erklärt der innovative Entwickler, der bereits am Tüfteln ist für eine weitere Ausbaustufe. // www.bigaitch.at eco.nova

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HIER BIN ICH DER CHEF ... ... und übernehme volle Verantwortung für mein Unternehmen. Das hier Klein(er)gedruckte ist Tiroler Neugründern sehr bekannt. Sie lassen sich im Vorfeld gut beraten. Was es aber tatsächlich bedeutet, selbstständig zu sein, erfährt jeder Gründer für sich wie ein spannendes Abenteuer. Je besser man vorbereitet ist, desto geringer sind die Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Mario Eckmaier

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ie einen tun es, die anderen nicht. Sich mit einer eigenen Idee selbstständig zu machen und seinen Traum umzusetzen, ist eine mutige Entscheidung. „Dabei scheinen manche Dinge anfangs schwieriger als sie in der Umsetzung dann tatsächlich

sind“, sagt Mario Eckmaier, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol. Tatsächlich ist es so, dass viele Gründer, die sich ausführlich informieren und gründlich auf ihr Unternehmen vorbereiten, in der Theorie gewisse Hürden höher sehen, weil sie gerade im betriebswirtschaftlichen Bereich (noch) nicht so

WAS MACHT DIE JUNGE WIRTSCHAFT?

sattelfest sind. In der Praxis sind diese Dinge dann sehr oft leichter umzusetzen, weil sie einem logischen Ablauf folgen und schnell in „Fleisch und Blut“ übergehen. „Die Grundlage dafür ist und bleibt aber, sich vor dem Start ins eigene Unternehmen alle Informationen zu holen und sich in jedem Bereich beraten zu lassen“, betont Stefan Scholze, Leiter des Gründerservice in der Wirtschaftskammer Tirol: „Die Anlaufstelle im Herzen des neuen Service-Center der Wirtschaftskammer in Innsbruck ist der One-Stop-Shop für Gründer mit der Ausstellung des Antrags zum Neugründungs-Förderungsgesetz (NeuFöG), dem Gründerleitfaden sowie wichtigen Informationen über Steuern, Sozialversicherung oder Gewerberecht. Alle Beratungsservices werden aber auch in den Bezirksstellen der WK Tirol angeboten.“

GRÜNDEN IST NICHT SCHWER ...

... Unternehmer sein dagegen sehr. Dass dem Unternehmer selbst nach bester Gründungsvorbereitung der Wind nicht immer in den Rücken bläst, weiß Mario Eckmaier aus eigener Erfahrung und aus unzähligen Gesprächen mit jungen Unternehmern in seiner Funktion

Die Gründerzahlen in Tirol sind konstant. 2013 gab es insgesamt 2.442 Neugründungen, im ersten Halbjahr 2014 wurden bereits 1.223 verzeichnet. Die Junge Wirtschaft setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für Jungunternehmer zu verbessern, zum Beispiel bei der Unternehmensfinanzierung. „Alternative Finanzierungsformen werden speziell von Start-ups immer stärker in Betracht gezogen“, sieht Mario Eckmaier eine steigende Tendenz hin zu Crowdfunding und Crowdinvesting. Bei dieser Finanzierungsform beteiligen sich zahlreiche Personen, sogenannte Mikroinvestoren, mit geringen Geldbeträgen über Internet an jungen Unternehmen. Damit wird die Vorfinanzierung für Projekte möglich gemacht, die sonst nicht zu Stande kämen. Eine Studie der Jungen Wirtschaft hat ergeben, dass diese Art der Unternehmensfinanzierung vor allem im regionalen Bereich, aber auch auf den diversen Internetplattformen gut ankommt. „Mit der Anhebung der Prospektpflicht von derzeit 100.000 Euro auf 250.000 Euro konnte die Junge Wirtschaft die Rahmenbedingungen für Crowdfunding entscheidend verbessern und setzt sich weiter für mehr Rechtssicherheit in diesem Bereich ein“, so Eckmaier: „Auch mit der Senkung des Mindestkapitals von bisher 35.000 Euro auf 10.000 bei der Gründung einer GmbH neu, die seit Juli 2013 möglich ist, konnte eine große finanzielle Hürde für junge Unternehmen aus dem Weg geräumt werden.“ Neben großen Würfen in der Interessenvertretung gelingt es der Jungen Wirtschaft aber auch laufend, interessante Veranstaltungen anzubieten, die exakt auf den Bedarf junger Unternehmer zugeschnittene Inhalte thematisieren und zugleich auch zum Austausch untereinander beitragen. „In diesem Rahmen werden Kontakte geschmiedet, gemeinsame Projekte vereinbart und neue Lösungsansätze gefunden“, beschreibt Eckmaier den Mehrwert solcher Zusammentreffen aus eigener Erfahrung. Auch er hat 2007 als EPU mit seiner eigenen Agentur für Marketing und Kommunikation begonnen und hat sich heuer mit zwei Partnern erfolgreich zur „p&p Marketing GmbH“ zusammengeschlossen. Zusammen beschäftigt das Unternehmen nunmehr 20 Mitarbeiter und arbeitet für Kunden aus Österreich und Deutschland. „Der Jungunternehmerwettbewerb gehört zu unseren werbewirksamsten Veranstaltungen. Die eingereichten Projekte zeigen ein zukunftsfähiges Spiegelbild der Tiroler Jungunternehmerschaft. Auch aus dem Uni-Bereich kommt immer mehr Unternehmergeist. Wir wollen den Start ins Unternehmen erleichtern und vor allem Mut machen für den weiteren Weg auf der Siegerstraße“, freut sich Eckmaier mit allen Preisträgern. // www.jungewirtschaft.at/tirol

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WAS GRÜNDER BEWEGT In Österreich wurden 2013 insgesamt 36.946 Unternehmen gegründet, der Anteil an Frauen ist mit 57,3 Prozent im Steigen begriffen. In Tirol lag die Zahl der Betriebsneugründungen 2013 bei 2.442. Was bewegt Gründer dazu, sich selbstständig zu machen? Eine repräsentative Umfrage unter knapp 1.400 Gründern ergab, dass die ausschlaggebende Motivation in den meisten Fällen darin lag, flexibler zu sein, mehr Verantwortung einbringen zu können sowie neue Perspektiven im Beruf zu erfahren. Die Ergebnisse im Detail Angaben in Prozent • Wollte in meiner Zeit- und Lebensgestaltung flexibler sein: 63,54 • Wollte das Ausmaß an Verantwortung, das ich als Angestellter zu tragen hatte, in das eigene Unternehmen einbringen: 59,71 • Lieber der eigene Chef sein als einen Chef haben: 57,91 • In meinem Alter bietet Selbstständigkeit eine neue Berufsperspektive für mich: 57,76 • Wollte immer schon selbstständig sein: 52,89 • Wollte mein Einkommen steigern: 50,56 • Durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt habe ich in der Selbstständigkeit eine Alternative gesehen: 40,06 • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist in der Selbstständigkeit leichter umsetzbar: 39,68 • Wollte mir in der Selbstständigkeit ein zweites Standbein zu meinem Beruf schaffen: 35,56 • Ich glaube, ich habe als Angestellter keine Chance mehr am Arbeitsmarkt: 14,93 • Die Unternehmensgründung ist mir auf Grund der zur Verfügung stehenden Förderungen besonders günstig erschienen: 12,38 • Ich bin bereits seit längerem selbstständig, habe mein Unternehmen erweitert und ein weiteres Gewerbe angemeldet: 10,28 • Ich wurde in die Selbstständigkeit gedrängt: 10,05 • Bin in der Schule/Fachhochschule/ Universität für das Gründen begeistert worden: 8,25 • Es war klar, dass ich den Familienbetrieb übernehme: 5,63 • Habe das Unternehmen, für das ich vorher tätig war (nicht Familienunternehmen), übernommen: 4.13 • Das AMS hat mir zum Schritt in die Selbstständigkeit geraten: 3,90 Quelle: WKÖ: 1. HJ 2014; Mehrfachnennungen möglich.

als Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft. Wenn eine Idee zur echten Geschäftsidee gereift ist, sind die formalen Modalitäten, also das Gründen an sich, in ein paar Stunden abgewickelt. Auch beim ersten Kontakt mit dem Steuerberater erweisen sich die Handlungsschritte logisch und nachvollziehbar. Ab geht’s mit viel positiver Energie und dem vorherrschenden Gedanken „Ich will etwas Neues und ich will es besser machen“ ins Unternehmen. Der persönliche Einsatz ist groß, der Ertrag ist anfangs oft niedrig bis nicht vorhanden. „Den Aufwand von Zeit und Geld nehmen Jungunternehmer in Kauf und lassen sich nicht von jedem ersten Gegenwind umblasen“, sagt Eckmaier. Andererseits erwarten junge Unternehmen aber auch eine Menge Regularien, Vorschriften und Bestimmungen, beispielsweise im Bereich Hotellerie oder bei der Genehmigung von Betriebsanlagen. Kein Wunder, dass auch die Frage auftaucht – soll ich mir das wirklich antun?

JUNGUNTERNEHMER GUT VORBEREITET

„Aus den Unterlagen für die Einreichungen zum Jungunternehmerpreis konnten wir Jurymitglieder feststellen, dass sich die Leute in Tirol sehr gut auf ihr Unternehmen vorbereiten“, erklärt Eckmaier. In der Auszeichnung zum Jungunternehmer des Jahres sieht er in erster Linie eine Ermutigung dafür, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, dran zu bleiben und an die eigene Idee zu glauben, auch wenn es manchmal Klippen zu überwinden gibt. Das alles zu meistern mache am Ende die Unternehmerpersönlichkeit aus. In Richtung Politik gibt er zu bedenken, dass die neue Mobilität von jungen Unternehmen stark unterschätzt werde: „Junge Menschen sind flexibel und wandern ab, wenn die Rahmenbedingungen nicht passen. Und damit könnte der Tiroler Wirtschaft viel innovatives Potenzial verloren gehen.“ >

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VON DER IDEE ZUM EIGENEN UNTERNEHMEN Was brauchen Gründer? Informationen, Beratung, Förderungen, Checklisten, Netzwerke und jede Menge gute Tipps. Stefan Scholze, Leiter Gründerservice der Wirtschaftskammer Tirol

im Rahmen der Organisation Junge Wirtschaft, mit dem Aus- und Weiterbildungsprogramm des WIFI oder in den jeweiligen Fachgruppen, Innungen und Gremien.

DIE SERVICES KONKRET

Vom Ausstellen des NeuFöG-Formulars über die Abklärung gewerberechtlicher Fragen bietet das Gründerservice auch ein Bündel an Informationen zur Sozialversicherung, über zu erwartende Steuerzahlungen oder zu den Förderungen (Förderservice). Alle relevanten Themen werden ausführlich im Gründerleitfaden behandelt. Diese praktische Broschüre bekommt jeder in die Hand, der seine Gründergedanken mit den Beratern im Gründerservice teilt. Im Leitfaden sowie in der Mappe findet man alle Ansprechpartner sowie Servicestellen, hilfreiche Seiten im Internet und zahlreiche Partnereinrichtungen für Finanzierungen, Förderungen und vertiefenden Informationsbedarf.

DER WEG IN DIE SELBSTÄNDIGKEIT

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em Gründungsgedanken kommen zahlreiche Serviceeinrichtungen mit speziellen, auf Unternehmensgründer zugeschnittenen Leistungen und Informationen entgegen. Eine der ersten Anlaufstellen für Gründer in Tirol ist das Gründerservice der Wirtschaftskammer in Innsbruck. Leiter Stefan Scholze dazu: „Bei uns bekommen GrünFragen, auf die ich positive Antworten finden sollte, um auf dem richtigen Weg zu sein: • Wem bringt mein Produkt einen Nutzen? • Warum soll ein Kunde ausgerechnet bei mir kaufen, was ist mein Alleinstellungsmerkmal? • Wie groß ist der Markt und wie entwickelt sich dieser? • Wer sind meine Mitbewerber? • Wie komme ich an meine Kunden heran und ist mein Standort ein guter? • Welche finanziellen Mittel benötige ich und welche Kosten kommen auf mich zu? • Welche Gewinne sind zu erwarten?

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der alles aus einer Hand nach dem Prinzip des One-Stop-Shop. Das Gründerservice unterstützt den administrativen Teil des Gründens. Fragen, die eventuell erst im Laufe des Erstberatungsgesprächs auftauchen und in einen spezifischen Bereich fallen, wie zum Beispiel zum Betriebsanlagenrecht, können direkt vor Ort geklärt werden. Im Service-Center der Wirtschaftskammer finden Betriebsgründer die Experten und Rechtsberater an einer Stelle, wenn eine Frage die andere ergibt.“ Gründungswillige müssen sich also nicht auf einen Spießrutenlauf von A nach B und über C weiter nach D einstellen, sondern bekommen ihre wichtigen Informationen als Paket geschnürt. „Der Großteil der Gründer in Tirol geht seinen Weg ins Unternehmertum über unsere Serviceeinrichtung. Mit dieser Drehscheibe für alle Fragen rund ums Gründen können wir junge Unternehmer sehr gut auf das vorbereiten, was sie erwartet, und in den ersten drei Jahren ab Firmengründung unserem Leistungsangebot entsprechend betreuen“, freut sich Scholze und verweist darauf, dass die Wirtschaftskammer auch in den weiteren Lebenszyklen des Unternehmens Services bietet, etwa

Die Art und der Beweggrund, den Schritt in die Selbstständigkeit zu machen, können sehr unterschiedlich sein. Von der Idee für ein neues oder verbessertes Produkt oder eine Dienstleistung gibt es auch die Möglichkeit, einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. Immerhin stehen in den nächsten zehn Jahren österreichweit über 45.000 Betriebe zur Übernahme bereit. Weitere Möglichkeiten ergeben sich im Bereich Franchising sowie durch die Auslagerung gewisser Dienstleistungen im Unternehmen, die bisher als Angestellter durchgeführt wurden, Outsourcing genannt. // Infos unter: www.gruenderservice.at/ nachfolge, www.nachfolgeboerse.at, www.gruenderservice.at/franchise, www.franchiseboerse.at Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen Für jede gewerbliche Tätigkeit ist eine Gewerbeberechtigung notwendig, die von der Gewerbebehörde ausgestellt wird (BH, Magistrat). Dabei werden folgende Arten von Gewerben unterschieden: Freie Gewerbe (ohne Befähigungsnachweis) sowie reglementierte Gewerbe und Handwerke und Teilgewerbe (mit Befähigungsnachweis). Betriebsanlagen, auch Neu- und Umbauten, sind in der Regel genehmigungspflichtig und unterschiedlichen Verfahren zu unterziehen.


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Auch die Auswahl der Rechtsform ist eine Überlegung, die gut durchdacht sein sollte. Die Möglichkeiten reichen vom Einzelunternehmen über die Offene Gesellschaft (OG), Kommanditgesellschaft (KG), Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) bis zur Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR). In diesem Zusammenhang sollte auch der Name des Unternehmens genau überlegt werden. Gebühren und Abgaben Die Sozialversicherung stellt eine Pflichtversicherung nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) dar. Außerdem sind Abgaben vorzusehen für Unfallversicherung, Krankenversicherung, Selbständigenvorsorge sowie Pensionsversicherung. // Hinweis: Für Gewerbetreibende, die sich erstmalig selbstständig machen, gelten im Gründungsjahr und den darauf folgenden zwei Kalenderjahren niedrigere Beitragsgrundlagen, die zu einem reduzierten Beitrag führen! Unter bestimmten Voraussetzungen gelten auch für Kleingewerbetreibende Ausnahmen von der Kranken- und Pensionsversicherung nach dem GSVG. Infos: http://esv-sva.sozvers.at Bei der Umsatzsteuer gibt es eine Ausnahme, die Kleinunternehmerregelung (für Jahresumsätze unter 30.000 Euro). Hier besteht keine Umsatzsteuerpflicht, aber auch kein Vorsteuerabzugsrecht. Die Einkommensteuer ist gestaffelt und nach der Höhe des steuerpflichtigen Jahreseinkommens an das Finanzamt abzuführen: Für die ersten 11.000 Euro – 0 Prozent, für die nächsten 14.000 Euro – 36,5 Prozent, für die nächsten 35.000 Euro – 43,21 Prozent, für alle weiteren Beträge – 50 Prozent. Die Tourismusabgabe richtet sich nach der Berufsgruppen- und Ortsklasseneinteilung und wird von den steuerbaren Umsätzen des Unternehmens berechnet. Zudem ist jeder Unternehmer verpflichtet, für jede Berechtigung eine Grundumlage an seine Fachorganisation zu entrichten. Für Fragen dazu stehen die jeweiligen Fachgruppengeschäftsführer in der Wirtschaftskammer Tirol zur Verfügung. // Infos: wko.at/tirol Wirtschaftliche Grundlagen Als Unternehmer besteht die Verpflichtung, Belege zu sammeln und Aufzeichnungen zu führen und diese mindestens sieben Jahre aufzubewahren. Einnahmen und Ausgaben werden dadurch ersichtlich und dienen zur Ermittlung des Gewinns. Zur Buchhaltung zählen alle Verfahren, die das gesamte betriebliche

Geschehen zahlenmäßig erfassen und überwachen, somit auch die Ermittlung aller Steuern und Abgaben, die monatlich, vierteljährlich oder jährlich abgeführt werden müssen. Eine genaue Kalkulation der Erlöse und der Kosten (Planung) ist notwendig, um das zukünftige Unternehmen in Zahlen abzubilden. // Tipp: Als Vorbereitung für die unternehmerische Kalkulation dient Jungunternehmern die Mindestumsatzberechnung online, die auch kostenlos als praktische App erhältlich ist unter www.gruenderservice.at/ mindestumsatzberechnung. Eine gute Finanzierung ist die Grundlage für den erfolgreichen Aufbau des Unternehmens. Dazu muss der Kapitalbedarf genau ermittelt werden, um den richtigen Weg zur Kapitalbeschaffung zu gehen. Um andere Möglichkeiten der Finanzierung zu erwirken, ist der beste Ausgangpunkt, eigenes Kapital in die Firma einzubringen. Weitere Möglichkeiten stellen neben einem Bankkredit auch vermehrt Finanzierungen durch Venture Capital oder Business Angels dar. Venture Capital ist eine Art der Beteiligungsfinanzierung und damit Risiko- oder Eigenkapital für das Unternehmen ebenso wie Business Angels als Personen agieren, die jungen Unternehmen mit Eigenkapital, aber auch Managementerfahrung und Businesskontakten zur Seite stehen. Infos unter www.gruenderservice.at/publikationen, www.awsg.at // Hinweis: Die Tiroler Adlerrunde investiert als privater Kapitalgeber in junge Unternehmen, die eine hervorragende Geschäftsidee in Tirol umsetzen möchten. Durch eine nunmehr intensivierte Zusammenarbeit mit der Standortagentur Tirol wollen die Investoren noch mehr Tiroler Jungunternehmern in der schwierigen Startzeit finanziell unter die Arme greifen, da Banken in der Gründerphase oft aus Mangel an Eigenkapitaldeckung aussteigen. Dazu hat die Tiroler Adlerrunde Beteiligungskapital in Höhe von insgesamt

520.000 Euro für Investitionen reserviert. // Infos: www.standort-tirol.at Ein durchdachtes Marketingkonzept ist das Um und Auf, damit sich Ihr Unternehmen auf dem Markt positionieren kann. Dabei geht es vor allem um Ziele und entsprechende Strategien. // Tipp: Bringen Sie ihr Konzept zu Papier, begnügen Sie sich nicht damit, es im Kopf zu haben. Beim Schreiben sind Sie gezwungen, Ihre Gedanken genau zu formulieren. Dadurch können Sie Ihr Konzept auch nach einem gewissen Zeitraum überdenken und möglicherweise Verbesserungen einfließen lassen. // Infos unter www.gruenderservice.at/ businessplan >

FÖRDERUNGEN

Neben dem Neugründungs-Förderungsgesetz (Neufög) gibt es für Jungunternehmer spezielle, teilweise individuelle Förderprodukte. Die wichtigsten Förderstellen für junge Unternehmen sind das Land Tirol mit dem Tiroler Wirtschaftsförderungsfonds (TWFF), die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und die Österreichische Hotel- und Tourismusbank GmbH (ÖHT). • https://www.tirol.gv.at/arbeitwirtschaft/wirtschaftsfoerderung/ wirtschaftsfoerderungsfonds/ • http://www.awsg.at/Content.Node/ gruenden/foerderungen/95462.php • http://www.oeht.at/finanzierungund-foerderungen/top-tourismusfoerderung/ Tipp: Im Vorfeld eines Projektes oder speziell in der Planungsphase einer Unternehmensgründung kann keine Förderdatenbank oder Übersicht über Förderungen die persönliche Beratung ersetzen. Ausführliche Informationen und individuelle Beratungsgespräche bietet das Förderservice der Wirtschaftskammer Tirol. // Infos: http://wko.at/tirol/foerderungen

TIPP

„Wer auf Nummer sicher gehen will, findet ein optimales Angebot zur Vorbereitung auf die Selbstständigkeit in der Tiroler Gründerakademie“, verweist Stefan Scholze auf eine Seminarreihe speziell für Unternehmensgründer, die kostengünstig (350 Euro) sowie in Zusammenhang mit dem Bildungsgeld des Landes Tirol update (30 Prozent Förderung) in Anspruch genommen werden kann: „In diesem Rahmen erhalten Gründer ausführliche Informationen und viele Tipps von Experten in den Bereichen betriebswirtschaftliche Planrechnung, Finanzierung und Förderungen, Recht, Steuern, Marketing sowie Unternehmenskonzept.“ Weitere Informationen: Wirtschaftskammer Tirol Gründerservice Mag. Stefan Scholze, Tel.: 0590905-2222, gruenderservice@wktirol.at

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DIE ERSTEN DREI JAHRE SIND DIE HEIKELSTEN Klaus Schaller, KSV-Niederlassungsleiter in Innsbruck, zeigt die „Dos und Don’ts“ für Jungunternehmer aus seiner Sicht auf und beleuchtet dabei konkret die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

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ch bin ein Mann der Zahlen“, beschreibt Klaus Schaller seine eigene Kernkompetenz und damit auch seinen unverzichtbaren Input als Jury-Mitglied bei der Bewertung der über 150 Einreichungen von Geschäftsideen beim diesjährigen Jungunternehmerpreis der Wirtschaftskammer Tirol. Beeindruckt von den vielen innovativen Ideen der Teilnehmer an diesem Wettbewerb gibt der Zahlenexperte aber auch zu bedenken, dass eine gute Idee noch keinen guten Unternehmer ausmacht: „Viele Unternehmensgründer verfügen nicht über das betriebswirtschaftliche Handwerk und scheitern dadurch schon bevor das Unternehmen richtig losgeht in den ersten drei Jahren. Rund 30 Prozent (konkret 29,3 Prozent von 393 Pleiten in Tirol) der verzeichneten Insolvenzen im Jahr 2013 haben in Tirol sogenannte Jungunternehmer betroffen. Das heißt, dass die Unternehmen in den ersten drei Jahren ihres Bestehens in die Insolvenz schlittern. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass die handelnden Personen häufig nur über sehr eingeschränkte betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Sehr oft fehlt es an Eigenkapital und jeglichen finanziellen Reserven. Dadurch wird der unternehmerische Handlungsspielraum aufgrund von Liquiditätsproblemen schnell eng und führt schlussendlich zur unausweichlichen Insolvenz.“ Mit diesem Hinweis auf den „Worst Case“ will Klaus Schaller Gründungswilligen aber nicht abraten, sondern im Gegenteil bereits vom Start weg darauf hinweisen, sich so gut als möglich in allen Bereichen und speziell in finanzieller Hinsicht ausführlich beraten zu lassen. Ergänzend zur umfangreichen Beratung durch das Gründerservice der Wirtschaftskammer Tirol bietet der KSV1870 ein eigenes Starterpaket für Jungunternehmer und berät auch gerne persönlich.

MIT VOLLEN AUFTRAGSBÜCHERN IN KONKURS?

Das kann vermieden werden. Klaus Schal-

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VIELE UNTERNEHMEN WERDEN IN DEN ERSTEN DREI JAHREN IHRES BESTEHENS INSOLVENT. DER HAUPTGRUND LIEGT DARIN, DASS DIE HANDELNDEN PERSONEN HÄUFIG NUR ÜBER SEHR EINGESCHRÄNKTE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE KENNTNISSE VERFÜGEN. ler hat für startende Unternehmen hilfreiche Tipps, die dagegen wirken. • Begeisterung für das eigene Projekt ist gut, aber sie sollte auch das Bewusstsein für das Risiko beinhalten, das mit der Gründung eines Unternehmens eingegangen wird. Nach diesen beiden wichtigen Kriterien sollte auch gehandelt werden. • Wichtig ist eine nachhaltige Planung durch Überlegung eines ausführlichen Finanzplanes über die ersten fünf Jahre mit Festlegung von konkreten Umsatzzielen, die realistisch und erreichbar sind. Derzeit ist das Zinsniveau der Banken niedrig und daraus profitieren Unternehmen, speziell in der Gastronomie und im Tourismus. Eine Trendumkehr und damit steigende Zinsen sind jedoch zu erwarten und in der Finanzplanung unbedingt einzurechnen. • Umsatz ist nicht Gewinn! Expansionen im Betrieb sollten erst dann gemacht werden, wenn die Ertragsstruktur auch entsprechend ist. Betriebserweiterungen mit Augenmaß sind vergleichbar damit, wie man seine eigene „Geldbörse“ verwaltet, Hausverstand ist auch im Unternehmen gefragt. • Der ständige Soll-Ist-Vergleich durch eine zum Betrieb passende laufend durchgeführte Kontrolle des Umsatzes und der Kosten verhindert überhöhte Investitionen zu einem verfrühten Zeitpunkt. Wachstum sollte schrittweise und der Liquiditätsentwicklung angepasst erfolgen.

Unterberger Immobilien unterstützt Start-ups und Jungunternehmer mit passenden Räumlichkeiten in modernen Kleinbürocentern. // Foto: fotolia/goodluz

BÜROS FÜR DEN PERFEKTEN START Unternehmensgründer und Jungunternehmer müssen auf dem Weg zum wirtschaftlichen Erfolg viele Hürden überwinden. Wichtige Fragen, die es gleich am Beginn zu klären gilt, sind: Wo siedle ich mich mit meinem Unternehmen an? Stehen mir die passenden Räumlichkeiten zu leistbaren Konditionen zur Verfügung? Bin ich für die Kunden gut sichtbar und auch erreichbar? Von welchen Synergien und Netzwerken kann ich profitieren?

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nterberger Immobilien greift Jungunternehmern und Start-ups jetzt beim Schritt in die Eigenständigkeit unter die Arme. „Auf mutige Menschen, die den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen, kommen vor dem Erfolg oft viele Hindernisse zu. Ein wichtiger und sicher auch erfolgsentscheidender Faktor ist die Wahl des richtigen Firmensitzes. Unterberger Immobilien besitzt in Kufstein, Söll und Brixlegg Kleinbürocenter und hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Start-ups bei der Suche nach den passenden Räumlichkeiten zu fördern. In den ersten drei Jahren bieten wir motivierten Neuunternehmern für unsere Kleinbüros speziell gestaffelte Mietpreise zu äußerst günstigen Konditionen“, so Mag. (FH) Barbara Trapl zur Unterstützung der zukünftigen Wirtschaftstreibenden.

HÜRDEN MIT UNTERSTÜTZUNG ÜBERWINDEN

In den Kleinbürocentern des Immobilienexperten genießen Mieter sämtliche Vorteile, die für den Unternehmensstart äußerst praktisch sind. So werden etwa Küche, Besprechungsräume und Sanitäreinrichtungen mit anderen Mietern geteilt, was sich natürlich im Mietpreis bemerkbar macht. „Auch Synergieeffekte und Vernetzungen sind nicht zu unterschätzen“, weiß Barbara Trapl, „und die optimale Infrastruktur sowie Lage der Kleinbürocenter ist ebenfalls von Vorteil für den Start ins Unternehmertum.“ Mit dieser Unterstützung von Unterberger Immobilien können Jungunternehmer und Start-ups die Hürde der Standortsuche gut überwinden.

KONTAKT

MMag. Klaus Schaller Leiter der Niederlassung Innsbruck des Kreditschutzverbandes von 1870 Tel.: 0501870-3030 schaller.klaus@ksv.at www.ksv.at

UNTERBERGER IMMOBILIEN GMBH Mag. (FH) Barbara Trapl Tel.: 0664/8131638 barbara.trapl@unterberger-immobilien.cc www.unterberger-immobilien.cc

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BOGEN SPANNEN – WELTEN BEWEGEN Andreas Juen und Christian Uhl haben sich jahrelang mit den Prinzipien des Erfolgs auseinandergesetzt – mit ihrem eigenen und dem von Spitzensportlern. Die Aventurin Bogenwelten sind das Ergebnis. Die einzigartige Verbindung von altem Wissen aus dem Zen-Bogenschießen und aktuellen Erkenntnissen aus der Psychologie des Spitzensports bietet neue Antworten auf die Herausforderungen der heutigen Zeit.

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as ich von meinem Zen-Meister gelernt habe: Wenn du zweimal die Zehn schießt, dann sieht der Außenstehende nur das Ergebnis, nämlich zweimal die Zehn. Was er aber nicht sieht, ist das Gefühl, die innere Haltung, wie du diese Zehn beim ersten und beim zweiten Mal erzielt hast. Er weiß nicht, ob dieses Ergebnis mit Freude und Leichtigkeit oder Anstrengung und Verbissenheit entstanden ist“, so Andreas Juen, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer der Aventurin Bogenwelten. „Auch im beruflichen und privaten Alltag zählt für mich nicht nur das Ergebnis, sondern die Qualität, in der ich etwas erlebe. Die innere Haltung verbessert nicht nur mein eigenes Energiemanagement, sondern auch meine Ausstrahlung und Wirkung auf Geschäftspartner, Freunde und Familie“, fügt Juen mit einem Augenzwinkern hinzu.

NEUEN RAHMENBEDINGUNGEN BEGEGNEN

Die heutige Zeit stellt Unternehmer und

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Führungskräfte, aber auch Menschen ganz allgemein vor neue Herausforderungen. Der Takt der Veränderung wird immer schneller. Werte, Anschauungen und Ansprüche driften auseinander. Die Komplexität nimmt zu. „Was brauchen wir in diesem Umfeld, um uns selbst und andere erfolgreich zu führen, innovativ und kreativ zu bleiben und gute Entscheidungen zu treffen?“, fragt Juen und meint: „Den Rahmen können wir nur bedingt ändern, sehr wohl aber unsere Einstellung und den Um-

RUDERST DU SCHON SELBST?

gang mit gegebenen Bedingungen. Für Unternehmer und Führungskräfte sind heute für den beruflichen Erfolg und die persönliche Zufriedenheit andere Kompetenzen und ein anderes Bewusstsein nötig als noch vor 20 Jahren.“ Auch sein Aventurin-Partner Christian Uhl sieht das Potenzial in der persönlichen Weiterentwicklung: „Wir brauchen starke Persönlichkeiten, die ihre Talente nicht nur erkennen, sondern auch auf dem Boden eines stabilen Wertefundaments weiterentwickeln.“

In einem unserer Basisseminare haben wir in der Halbzeitbesprechung danach gefragt, welche Denkprozesse gerade in den Köpfen der Teilnehmer abliefen. Eine Teilnehmerin hat dabei folgendes Bild skizziert: „Ich sitze auf einem Ruderboot inmitten eines kleinen, idyllischen Badesees. Rechts und links des Ruderboots liegen meine zwei Ruder, die mir zur Fortbewegung dienen. Wenn ich beide Ruder in die Hand nehme, kann ich dorthin rudern, wohin ich insgeheim schon immer wollte. Doch nicht immer nehme ich die Ruder selbst in die Hand. Des Öfteren lasse ich sie im Wasser hängen, oder ich lasse sie mir aus der Hand nehmen – sei es von einer zweifelnden inneren Stimme oder einem entmutigenden Feedback von außen. Damit ist jetzt Schluss. Ich habe beschlossen, ab jetzt selbst zu rudern!“


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Wissen aus der Sportpsychologie. Wir sehen den Teilnehmer nicht nur als Führungskraft, sondern auch als Person in einer Beziehung, mit Familie und mit persönlichen Wünschen und Bedürfnissen. Für uns ist der Mensch nicht teilbar.“

SICH SELBST ERKENNEN Die beiden Gründer und Geschäftsführer Christian Uhl und Andreas Juen

„SIE MÜSSEN AUS IHRER KOMFORTZONE HERAUSGEHEN, UM ZU ENTDECKEN, WER SIE WIRKLICH SIND.“ Christian Uhl

ERFOLG IST NICHT GLEICH ERFOLG

Die Aventurin Bogenwelten bieten einen Weg, sich mit den Prinzipien des Erfolgs neu und anders auseinanderzusetzen. „Wir reisen mit unseren Teilnehmern auf außergewöhnliche Weise durch unsere acht Bogenwelten. Wir geben ihnen ganz spezielle Werkzeuge und Erlebnisse mit, die sie in ihrem Denken und Handeln in Beruf und Alltag weiterbringen“, so die beiden Geschäftsführer zu ihrem Seminarkonzept. „Unser Zugang verschafft den Teilnehmern Klarheit darüber, was in ihnen steckt, wohin sie möchten und wie sie dorthin kommen – mit spielerischer Leichtigkeit und einem tiefen Hintergrund“, erklärt Uhl das Erfolgsrezept. Dabei gehen die beiden mit dem Begriff Erfolg sehr behutsam um, „da Erfolg immer nur das Produkt aus gelingenden Beziehungen, persönlicher Freiheit und Selbstentfaltung sein kann.“ Selbst Olympiasieger, die am Podest ganz oben stehen, sind nach dieser Definition noch nicht notgedrungen erfolgreich.

ÜBERRASCHEND ANDERS UND WIRKUNGSVOLL

„Immer wieder wurde an uns der Wunsch nach einem Seminarkonzept mit nachhaltiger Wirkung herangetragen. Mit der Entwicklung der Aventurin Bogenwelten haben wir uns dieser Herausforderung gestellt. Wir möchten den Menschen in die Umsetzung bringen und ihn dauerhaft stärken“, so Uhl, und freut sich: „Dies scheint uns zu gelingen. Denn unsere Teilnehmer berichten immer wieder, wie viel sie in kürzester Zeit erkennen und bewegen.“ Andreas Juen sieht den Grund dafür im speziellen Zugang zum Menschen: „Die Aventurin Bogenwelten verbinden altes Wissen aus dem Zen-Bogenschießen mit neuem

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass erst durch die Verbindung von Emotion und Verstand Wissen wirksam verankert wird. Deshalb spielt in den Seminaren das Zen-Bogenschießen eine doppelte Rolle. Den Seminarteilnehmern wird nicht nur wertvolles Wissen aus der dahinter liegenden Philosophie vermittelt. Sie haben auch die Möglichkeit, sich selbst im aktiven Tun mit Pfeil und Bogen zu erfahren. „Um aus einem einmaligen Verhalten eine immerwährende Haltung zu machen, braucht es Emotion, Begeisterung und simultanes Erproben. So kann ich Erfolgsspuren im Gehirn eingravieren“, erklärt Uhl und Juen ergänzt: „Sobald unsere Teilnehmer Pfeil und Bogen in der Hand halten, verändert sich in ihnen etwas. Wir sehen das an ihren faszinierten Blicken. Oft sind sie selbst überrascht, wie schnell und unmittelbar ihnen Pfeil und Bogen etwas über ihr eigenes Inneres widerspiegeln.“

ERFOLGSGEWOHNHEITEN SCHAFFEN

„Die beste Methode ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Was nützt einem Sportler die neueste Pulsuhr, wenn sie verpackt im Schrank liegt?“, fragt Sportpsychologe Christian Uhl. Aus seiner Arbeit mit Weltmeistern und Olympiasiegern weiß er: „Erfolg hat System. Mit unserer Trilogie, die aus drei in sich geschlossenen Seminaren besteht, können wir unsere Kunden aktiv über einen längeren Zeitraum unterstützen. Zum Erfolgssystem gehört natürlich auch ein Trainingsplan, um die erlernten Werkzeuge zu automatisieren und den Erfolg für sich selbst zu messen.“

GRÜNDER UND GESCHÄFTSFÜHRER Andreas Juen, Meister im Bogensport, hat in seiner langjährigen Laufbahn zahlreiche erste Plätze auf internationaler, Staats- und Landesebene errungen. Vor vielen Jahren hat er die Philosophie von Pfeil und Bogen für sich entdeckt, um beruflich und privat noch erfolgreicher zu werden und Herausforderungen souverän zu meistern. Er nutzt dafür seine Erkenntnisse, die er sich über Tausende von Schüssen und während seiner Jahre als Schüler eines Zen-Bogenmeisters erarbeitet hat. In den Aventurin Bogenwelten und in speziellen Privatcoachings gibt er dieses Wissen weiter – alltagstauglich für Führungskräfte übersetzt. Denn mit seinen umfangreichen Ausbildungen speziell zum Unteroffizier beim österreichischen Bundesheer und seinen persönlichen Erfahrungen als erfolgreicher Unternehmer weiß er, worauf es in Wirtschaft und Management ankommt. MMag. Dr. Christian Uhl, Sportpsychologe von Olympiasiegern und Weltmeistern, hat u. a. das psychologische Erfolgssystem der österreichischen Skisprungnationalmannschaft mit aufgebaut und ist seit neun Jahren der Mentalcoach der österreichischen „Super-Adler“. Als Spezialist für Krafttraining im Kopf betreut er in seiner sportpsychologischen Praxis nicht nur Leistungssportler, Mannschaften und Trainer, sondern auch Führungskräfte verschiedenster Unternehmen. Sein Profil wird abgerundet durch eine arbeits- und wirtschaftspsychologische Ausbildung sowie eine einjährige Leadership-Ausbildung in den USA. In den Seminaren stattet er die Teilnehmer mit den Mentalwerkzeugen der Spitzensportler aus.

ANKOMMEN

Noch einmal erinnert Juen an die Worte seines Trainers, einer der wenigen Zen-Bogenmeister im deutschsprachigen Raum, nach dem Abschuss von zehn perfekten Pfeilen: Andreas, dein Verhalten und dein Schussbild zeigen uns, dass du angekommen bist. Das, was du an der Zielscheibe stecken siehst, ist das Spiegelbild deiner Seele. „Dieses Gefühl, angekommen zu sein – nicht als letztes Ziel, sondern als innere Haltung, die notwendig ist, um seine Ziele zu erreichen. Das ist es, was wir unseren Kunden weitergeben wollen.“

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EIN SCHRITT VOR, ZWEI ZURÜCK In der ersten Ausgabe des neuen Jahres haben wir eine Standortbestimmung vorgenommen und einen Blick auf die politischen und wirtschaftlichen Baustellen in Tirol geworfen. Es ging darin um den Fokus auf die Hot-Spots, die das Land im heurigen Jahr beschäftigen werden. Das Fazit war, dass nur kleine Schritte zu erwarten sind. Jetzt, am Ende des Jahres, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und zu schauen, wo diese Schritte gegangen wurden – und in welche Richtung. // Text: Klaus Schebesta

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ein wirtschaftlich betrachtet stellte sich die aktuelle Situation zu Beginn des Jahres wie folgt dar: Die Konjunkturumfragen gingen von einem Mittelmaß aus. Das bedeutete, dass heimische Betriebe verhalten investieren und auch private Konsumausgaben sich nur schleppend entwickeln würden. Diese Diagnose hat sich bestätigt – und sogar noch verschärft. Im heurigen Jahr gab es einige Rankings namhafter Institutionen, in denen Österreich weitere Plätze eingebüßt hat. Der Standort ist gerade dabei, vom Spitzenplatz ins Mittelfeld abzurutschen. Für das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO schrillen gar die Armglocken und es wird vor einer drohenden Rezession gewarnt. Österreich ist auch nicht mehr länger das Land in der EU mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Da helfen nicht einmal mehr die statistischen Tricksereien mit ausufernden AMS-Schulungen und überdurchschnittlichen Frühpensionierungen. Im Geschäftsklimaindex der Weltbank verlor Österreich gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze und landete auf Rang 21. Der Ifo-Index, in dem es um die Einschätzung der Manager in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes geht, fiel auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Auch in der Studie der großen Unternehmensberatung A.T. Kearney schaffte es Österreich nicht mehr unter die Top-25-Standorte. Die Liste ließe sich beliebig fortführen, der Trend bleibt derselbe: Es geht langsam, aber stetig, bergab.

GEPFLEGTER STILLSTAND AUF BUNDESEBENE

Bundespolitisch lautete der Befund Anfang des Jahres, dass sich die große Koalition in

einer Situation gepflegten Stillstandes befindet und sämtliche Reformvorhaben im Stadium vager Ankündigungen stecken geblieben sind. Weiterhin ist keine Spur zu sehen von großen Würfen: kein Abbau der über Jahrzehnte aufgetürmten Schulden; keine radikale Verschlankung des Staatsapparates; keine Entfernung bürokratischer Hindernisse und keine Eindämmung der Gesetzesflut; keine nachhaltige Sicherung des Pensionssystems. Um all diese großen Brocken machte die Bundesregierung das ganze Jahr mehr oder weniger elegant einen weiten Bogen und behalf sich weiterhin mit Einzelmaßnahmen, Korrekturen und Kosmetik.

HARTE ZEITEN FÜR DIE WIRTSCHAFT

Der Wirtschaft wurden dieses Jahr zwei harte Eier ins Nest gelegt: Das Energieeffizienzgesetz und die Allergen-Verordnung. In beiden Fällen setzte Österreich Richtlinien der Europäischen Union um. Wirtschaftsvertreter sind allerdings der Meinung, dass der Gesetzgeber dabei einmal mehr über das Ziel hinausgeschossen hat und die ohnehin schon scharfen Vorgaben noch weiter verschärft hat. Die Kritik am Energieeffizienzgesetz lautet, dass es mit Anreizen auch gegangen wäre und die Politik auf Strafen und ausufernde Kontrollen verzichten hätte können. Ein zentrales Problem liegt darin, dass es um Verbesserungen in der Energieeffizienz geht – und damit Betriebe, die bereits jetzt sehr hohe Energiestandards umgesetzt haben, indirekt bestraft werden. Wer energietechnisch in der Steinzeit lebt, hat es leicht, in Zukunft Einsparungen nachzuweisen. Wer schon jetzt am letzten Stand der Technik ist, steht vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

Skurriles Detail am Rande: Auch Tankstellen müssen – anders als in anderen Ländern – Einsparungen bei ihren Kunden (!) nachweisen. Das bedeutet, dass Tankstellenbetreiber, überspitzt formuliert, aus Autofahrern Radfahrer machen sollten, um sich in letzter Konsequenz selbst abzuschaffen. Trotz massiver Einwände der Wirtschaftskammer ist dieser Passus derzeit im Gesetz vorgesehen und kann enorme Strafzahlungen für Tankstellenbetreiber auslösen. Bei der Allergenkennzeichnung geht es um Ähnliches: Die Gastronomie hätte sich mehr Eigenverantwortung und Hausverstand gewünscht und findet den Strafrahmen bis 100.000 Euro heillos überzogen. Während also in Sonntagsreden munter von Entbürokratisierung und Entlastung der Betriebe gesprochen wird, findet in der Praxis das Gegenteil statt.

PERSONALROCHADE

Immerhin hat eine politische Rochade seitens der ÖVP neuen Schwung gebracht: Michael Spindelegger, der in Bezug auf eine starke Führung seiner Partei schon vorher weitgehend unsichtbar war, ist endgültig und über Nacht im Sommerloch verschwunden. Die ÖVP konnte mit Hans-Jörg Schelling einen Finanzminister aus dem Hut zaubern, an dessen Wirtschaftskompetenz nicht einmal dessen Gegner zweifeln. Das ist immerhin eine Leistung. Speziell die Wirtschaft verspricht sich vom neuen Finanzminister Bodenhaftung und Wirtschaftsverstand, da er unternehmerische Erfahrung mitbringt und als Praktiker weiß, wie hart es ist, am Ende des Monats Löhne und Mieten zu bezahlen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass auch der neue ÖVP-Obmann Reinhold Mittereco.nova

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VIELE POLITISCHEN SPANNUNGEN WERDEN SICH AUCH IN NÄCHSTER ZEIT NICHT LÖSEN – IM GEGENTEIL. DIE GRÜNEN WERDEN IN IHRER UREIGENSTEN KOMPETENZ KAUM KOMPROMISSE EINGEHEN, DA SIE AUCH DEN DRUCK DER BASIS SPÜREN. UND WIE LANGE DIE ÖVP ES SICH LEISTEN KANN, SICH NACHSAGEN LASSEN ZU MÜSSEN, DER GRÜNE SCHWANZ WEDLE MIT DEM SCHWARZEN HUND, WIRD SICH ZEIGEN. DIE GRÖSSTE HERAUSFORDERUNG FÜR BEIDE KOALITIONSPARTNER WIRD ES SEIN, DIE SENSIBLE PARTNERSCHAFT NICHT ÜBERZUSTRAPAZIEREN.

lehner mehr als eine Verlegenheitslösung darstellt. Das haben offenbar auch die Mitglieder des Parteitages so gesehen, die Mitterlehner mit 99 Prozent eine enorme Rückendeckung beschert haben. Es sieht zumindest zum jetzigen Zeitpunkt so aus, dass Reinhold „Django“ Mitterlehner seinen Couleurnamen in der Austro Danubia nicht zufällig verliehen bekommen hat und er tatsächlich in der Lage sein könnte, die Fliehkräfte der VP in den Griff zu bekommen und der SPÖ das Fürchten zu lehren. Mitterlehner hat es mit einem taktisch klugen Schachzug geschafft, die ÖVP bei der Steuerreform aus der Dauerdefensive zu bringen. Er schaffte die Schubumkehr dadurch, indem er der großen Koalition für die Steuerreform eine Frist bis März kommenden Jahres gesetzt hat. Gleiches gelang ihm inhaltlich. Nun liegt ein ÖVP-Reformvorschlag auf dem Tisch und sorgt damit für Themenführerschaft, während die Volkspartei bisher ausschließlich damit beschäftigt war, Entwürfe seitens der SPÖ und der Gewerkschaft abzublocken, was kein besonders gutes Bild abgegeben hat. Die Nagelprobe freilich kommt erst im Frühjahr 2015. Dort wird sich zeigen, ob es Mitterlehner gelingt, die völlig unterschiedlichen Ansätze innerhalb der ÖVP, speziell zwischen ihrem Wirtschafts- und Arbeitnehmerflügel, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Und dann auch noch den Koalitionspartner zu einem Kompromiss zu drängen, den er parteiintern gerade noch als Erfolg verkaufen kann. Die Quadratur des Kreises ist im Vergleich dazu eine geradezu lächerliche Aufgabe.

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UND IN TIROL?

Da ticken die Uhren etwas anders, lautete die Diagnose Anfang des Jahres. Immerhin sehen die politischen Machtverhältnisse ganz anders aus als auf Bundesebene. Nunmehr ist die Schwarz-Grüne Regierung (die viele inzwischen für eine Grün-Schwarze halten) seit eineinhalb Jahren im Amt. Standardthemen meistert die Koalition souverän – dazu gehört auch die Tatsache, dass die Landesregierung ganz im Gegensatz zu anderen Bundesländern, vom Bund ganz zu schweigen, das Budget im Griff hat. Das aktuelle Doppelbudget sieht vor, bis 2016 (wie auch schon in den Jahren 2013 und 2014) keine neuen Schulden zu machen. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt auf vertretbare 376 Euro, den niedrigsten Wert in ganz Österreich. Trotzdem ist Geld da, um Investitionen und investitionsfördernde Maßnahmen zu setzen. Zum Teil wesentlich mehr Mittel als in den Vorjahren gibt es auch für die Bereiche Soziales & Jugendwohlfahrt, Bildung, Wissenschaft & Forschung, Vereinbarkeit Familie & Beruf, Wohnbauförderung, Breitbandausbau und öffentlicher Nahverkehr. Das ist eine Leistung. Ebenfalls gelungen ist eine Neuausrichtung der Arbeitsmarktförderung: Die Landespolitik reagiert auf die kritische Lage am Arbeitsmarkt und fördert Bildungsmaßnahmen wie nie zuvor. Die Arbeitsmarktförderung des Landes Tirol unterstützt daher ab 2015 Arbeitnehmer mit einem Bündel an Maßnahmen, den Anforderungen des Arbeitsmarktes gewachsen zu sein. Jährlich stehen rund 7,4 Millionen Euro an Fördermitteln für die Unterstützung der Aus- und

Weiterbildung sowie für den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Eckpunkte der neuen Arbeitsmarktförderung lauten: Bessere Förderungen, höhere Einkommensgrenzen, größerer Bezieherkreis, vereinfachte Förderabwicklung. Auch das einstige Kampfthema Agrargemeinschaften ist mit dem neuen Gesetz aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden. Das zeichnete sich schon zum Jahreswechsel ab, wie damals eine Befragung der TT zeigte: Nur mehr 21 Prozent der Tiroler forderten eine Rückübertragung, 30 Prozent waren für Deregulierungen im Einzelfall und 42 Prozent wollen sich mit dem Thema schlicht und einfach nicht mehr befassen. Das Dauerthema, das jahrelang die Landespolitik prägte, ist durch das Agrargesetz und die Substanzverwalter für die Gemeinden tatsächlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

SPANNUNGSFELDER

Wo es allerdings im Gebälk knirscht, sind Umweltthemen. Genau diese Themen bestimmen die Berichterstattung über die Koalition in den Medien und nehmen über Gebühr die Energie der Landespolitik in Anspruch. Damit sind wir gleich beim ersten Stichwort: Energie. Der kürzlich abgefeierte Spatenstich zum Gemeinschaftskraftwerk Inn kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies das erste Großprojekt der TIWAG seit 1980 darstellt. Daran wird deutlich, dass Kraftwerksbauten in Tirol offenkundig immer schon schwierig waren. Dass jetzt mit der grünen Regierungsbeteiligung und in Zeiten wach-


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sender Bürgerbewegungen die Umsetzung noch schwieriger geworden ist, ist nicht weiter verwunderlich. Und so wird auf der einen Seite weiterhin von Nachhaltigkeit und sauberer Energie gesprochen und auf der anderen Seite über jedes einzelne Rinnsal diskutiert. Dass die Wasserkraftnutzung in Zukunft in Tirol einfacher wird, ist mehr als unwahrscheinlich. Das zeigt sich auch bei den heftig geführten Debatten zum Wasserrahmenplan und der Ausweisung von Natura-2000-Gebieten, insbesondere in Osttirol. Zwischen den Positionen von Schwarz und Grün liegt hier eine ausgeprägte politische Wasserscheide. Auch das neue Naturschutzgesetz hat zu heftigen Reaktionen von Wirtschaftsvertretern geführt. Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung bezeichneten den Entwurf als Werkzeug für Öko-Fundamentalisten, was an Schärfe kaum zu wünschen übrig ließ. Die Wirtschaft kritisierte insbesondere die Ausweitung auf den gewässerökologischen Bereich, die Ausdehnung des Feuchtgebiets- und Auwaldschutzes, den Umgebungsschutz für Natura-2000-Gebiete, die gesetzliche Verankerung der Biotop-Kartierung und die für die Tiroler Unternehmen wenig praktikablen Regelungen für Werbe-

einrichtungen. Verärgert hat die unternehmerischen Interessenvertreter auch die Tatsache, dass die Stellungnahmefrist für den Entwurf derart kurz gewählt war, dass eine seriöse Einarbeitung von Einwänden ohnehin kaum möglich gewesen wäre. Die Retourkutsche der Grünen ließ nicht lange auf sich warten und wagte sich weit in unternehmerische Kompetenzen vor. Georg Willi kündigte an, dass sich die Grünen in Zukunft vermehrt unter anderem im Bereich Wirtschaft positionieren wollen – eine Kampfansage an WK und Industriellenvereinigung. Grüne und Wirtschaft waren sich nie besonders grün, allerdings waren die Gräben noch nie so tief wie heute. Das Thema Verkehr ist ebenfalls ein Bereich, bei dem Grüne und Wirtschaft (und damit vor allem auch die ÖVP) noch nie eine besondere Einigkeit in ihren Standpunkten hatten. Die Verordnung des Dauer-Hunderters auf einem Teil der heimischen Autobahnen verursacht bei der Wirtschaft Kopfschütteln. Insbesondere wird die Verlässlichkeit der Ausgangsdaten für diese Entscheidung angezweifelt. Es ist seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass vor allem die Messstelle Vomp an einem Steigungsstück bei der Ausfahrt

einer Tankstelle außerordentlich ungünstig platziert ist, was zu verfälschten Messwerten führt. Da die Positionierung jedoch gerade noch im Rahmen des rechtlich Zulässigen ist, denkt die Landesregierung nicht daran, diese zu ändern. Das mag juristisch korrekt sein, fair ist es nicht und es trägt auch nicht dazu bei, das Gesprächsklima zu versachlichen. Die Härte der Debatte stammt auch daher, dass der Luft-Hunderter eine Vorleistung zur Wiedereinführung des sektoralen Fahrverbots ist, dessen Sinnhaftigkeit seitens der Wirtschaft ebenfalls angezweifelt wird. Man könne Lkw nicht danach beurteilen, was auf der Ladefläche liege, sondern müsse sie danach bewerten, welche Emissionen das jeweilige Fahrzeug verursache, meinen Wirtschaftsvertreter. All diese Meinungsunterschiede in Umweltfragen kumulieren beim Projekt Brückenschlag, der geplanten Liftverbindung zwischen der Schlick 2000 und der Axamer Lizum über die Kalkkögel. Die Diskussion ist verfahren und wird völlig emotional geführt. Sachargumente haben kaum eine Chance, wahrgenommen zu werden. Eine Entscheidung darüber will der Landtag im März fällen – für Spannung im wahrsten Sinne ist also gesorgt.

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ENERGIEAUTONOMIE 200? Bis 2050 will Tirol energieautonom sein, die Stromautonomie will es sogar schon 2030 erreichen. Kein einfaches Ziel, aber eines, das erreichbar ist, wenn alle zusammenhalten, meint der zuständige Landesrat, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. // Text: Uwe Schwinghammer, Foto: Land Tirol/Berger

„DAS HAUPTPROBLEM BEIM ENERGIEEFFIZIENZGESETZ IST DIE UMSETZUNG. ES IST ZWAR GUT GEMEINT, ABER MEINES ERACHTENS SCHLECHT GETROFFEN.“ Josef Geisler, Landeshauptmann-Stellvertreter

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s ist ein ambitioniertes Ziel, das sich die Tiroler Landesregierung mit ihrer Energieautonomie bis zum Jahr 2050 gesteckt hat. Sie hat quasi die „Energiestrategie 2020“ überholt und sieht im Groben vor, die erneuerbaren Energien auszubauen und gleichzeitig den heutigen Energieverbrauch um 50 Prozent zu senken. Und hier liegt die Crux: Die Strategie geht nämlich nur auf, wenn beide Teile auch wirklich erfüllt werden. Dies klingt nun angesichts der aktuellen politischen Konstellation gerade in Bezug auf den Kraftwerksbau – nennen wir es – ehrgeizig. Es stellt sich außerdem die Frage, wie der heutige Energieverbrauch halbiert werden soll – bezieht man den (hoffentlich) wirtschaftlichen Fortschritt und das Bevölkerungswachstum mit ein. Einsparungspotenzial hat man etwa in der Sanierung von Häusern geortet; die angepeilte Sanierungsquote von drei Prozent liegt mit gerade einmal einem Prozent jedoch ungleich daneben. Und irgendwie drängt sich bei der Betrachtung des Weges bis 2050 das Gefühl auf, das Energieproblem wurde erst einmal in die Zukunft verschoben, denn bis 2020, so scheint’s, ist das Ziel, das aktuelle Verbrauchslevel erst mal zu halten. Von Einsparungen ist man noch weit entfernt. Wie also soll’s bis 2050 gehen? Wir sprachen mit Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler, der als Landesrat u. a. auch für das Energiewesen zuständig ist. Eines vorweg: Er zeigt sich naturgemäß optimistisch. ECO.NOVA: Zur Erreichung der Energieautonomie soll der Verbrauch um 50 Prozent reduziert und die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien um 30 Prozent gesteigert werden. Ist diese große Reduktion realistisch angesichts der wachsenden Bevölkerung, der ständig steigenden Automatisierung etc.? JOSEF GEISLER: Es ist ein mutiges Ziel, weil man bei näherer Betrachtung ja meinen müsste, dass es bei wachsender Bevölkerung und einer sich hoffentlich erholenden Wirtschaft auch mehr Energie brauchen wird. Das war zumindest bisher ein Naturgesetz. Wenn man aber die letzten sechs Jahre betrachtet, wo in Tirol gesamt ein Wirtschaftswachstum von 18 Prozent und ein Bevölkerungswachstum von etwa fünf Prozent verzeichnet wurde, gleichzeitig aber der Energieverbrauch um sechs Prozent gesunken ist, stellen wir eine ganz interessante Entwicklung fest. Wir sind also auf dem richtigen Weg, weil wir bisher schon versucht haben, Energieeffizienzmaßnahmen umzusetzen. Ganz besonders im

Bereich des Wohnbaus, der Wärmedämmung. Hier sind wir ganz gut unterwegs. Daher glaube ich, dass dieses Ziel erreichbar ist, wenn wir gemeinsam diese Anstrengungen unternehmen. Von alleine geht das natürlich nicht. Wer ist mit „gemeinsam“ gemeint? Gemeinsam bedeutet alle. Darum haben wir auch das Projekt „Tirol 2050“ aufgestellt, um nicht nur die Entscheidungsträger, sondern die gesamte Bevölkerung mitzunehmen und ihr klarzumachen, dass es allen nützt, wenn wir wegkommen von den fossilen Energieträgern. Wenn man bedenkt, dass wir jährlich überschlagsmäßig zwei Milliarden Euro für Öl und sonstige fossile Energieträger ins Ausland transferieren, ist es durchaus ein Vorteil, wenn man diese Energie innerhalb einer Generation im eigenen Land erzeugen kann und auch weniger verbraucht. Und wenn man die nachwachsenden Rohstoffe besser nützt, heißt das auch mehr Wirt-

sehr viel leichter tut. Und wir müssen unsere Ressourcen, das ist hauptsächlich die Wasserkraft, nutzen. Natürlich gibt es auch die Photovoltaik. Doch hier ist das Potenzial begrenzt, weil wir nicht den Platz dazu haben und unsere Berge nicht damit zupflastern wollen. Das wäre in einem Tourismusland kaum wünschenswert. Auch die Windkraft ist sehr begrenzt einsetzbar, weil wir wenige Gegenden haben, wo es ständig die notwendige Windstärke gibt, damit sich der Einsatz wirtschaftlich rechnet. Darum versuchen wir uns in Tirol auf die Wasserkraft, die Solarenergie und – als sehr interessanter Aspekt – die Geothermie zu konzentrieren. Der Spatenstich für das Gemeinschaftskraftwerk Oberer Inn (GKI) ist erfolgt, beim Ausbau der Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz läuft das UVP-Verfahren, bei sonstigen Bauvorhaben spießt sich’s. Ist so die Stromautonomie zu erreichen?

„UNTERSCHIEDLICHE INTERESSEN SIND DAZU DA, UM GEORDNET ZU WERDEN. ES BRAUCHT EINE ABWÄGUNG, WAS WICHTIGER FÜR DAS LAND IST. ES WIRD IMMER EINZELINTERESSEN GEBEN, DIE EINEM PROJEKT ENTGEGENSTEHEN. DAS IST EBEN SO IM LEBEN.“ Josef Geisler, Landeshauptmann-Stellvertreter

schaftskraft, mehr Wertschöpfung in der Region, einen Mehrwert für alle. Dieses Ziel versuchen wir gemeinsam zu verfolgen. Stromautonom will man bereits vor 2050 sein. Welche zeitlichen Teilschritte gibt es auf diesem Weg? Wir haben eine Energiestrategie des Landes, in der eine Stromautonomie 2030 angestrebt wird. Und dieses Ziel ist erreichbar. Wir haben vor Kurzem einen Rahmenplan für das Tiroler Oberland vom Umweltministerium genehmigt bekommen, in dem die prioritären Kraftwerke im Verfahren ein verstärktes öffentliches Interesse bekommen. Das wirkt, weil man sich mit Interessenabwägungen zwischen Naturschutz, Wasserkraft usw.

Wenn man es so betrachtet, spießt es sich überall. Bei jedem Gehsteigbau gibt es ein paar Leute, die dagegen sind. Unterschiedliche Interessen sind dazu da, um geordnet zu werden. Es braucht eine Interessenabwägung, was wichtiger für das Land ist. Es wird immer Einzelinteressen geben, die einem Projekt entgegenstehen. Das ist eben so im Leben. Aber grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg. Sellrain-Silz ist sehr gut aufgestellt. Durch den Rahmenplan haben sie einen weitaus besseren Stellenwert. Und auch wenn es mit dem Kaunertal noch längere Zeit dauern wird, entsteht dort ein Mehrwert. Das Kaunertal ist als strategisch wichtiges Kraftwerk im europäischen Bereich nominiert. Das heißt, unsere Pumpspeicherkraftwerke haben eco.nova

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nicht nur einen Wert für die Stromerzeugung, sondern auch die -speicherung. Mit solchen Kraftwerken lässt sich in der Nacht bei Überspannung Strom aus dem Netz bringen. Wenn man die europäische Komponente betrachtet, haben wir sozusagen Windkraft im Norden, Solarenergie im Süden und die Speicherbatterien in den Alpen. Dazu braucht es natürlich noch die Übertragungsnetze. Gott sei Dank sind wir in Tirol diesbezüglich ganz gut ausgerüstet. Das Problem hat man eher in Deutschland. Dort ist man draufgekommen, dass mehrere 1.000 Kilometer an Übertragungsnetzen fehlen werden, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet werden. Kehren wir zurück zum Sparen. Wo liegen die größten Einsparungspotenziale? Es ist absehbar, dass der größte Bereich der Energieeffizienz der Gebäudebereich ist. Da gibt es sehr viele Beispiele, wo sich bis zu 80 Prozent Energie einsparen lassen. Wir haben Gebäude aus den 1950er- und 1960er-Jahren mit einer sehr mangelhaften Wärmedämmung, wo man zwei Zentimeter Heraklith draufgemacht hat. Das ist schlicht ineffizient. Neue Häusertypen erreichen nicht nur Niedrigenergie-, sondern Passivhaus-Standards. Zum Teil gibt es sogar Projekte von Positivenergie-Häusern, wo man mit Solar- und Wärmepumpen-Komponenten mehr Energie erzeugen kann, als man verbraucht. Das zeigt, dass im Gebäudebereich sehr großes Potenzial liegt. Auch auf dem Mobilitätssektor: Zum einen muss der öffentliche Verkehr gestärkt und zum anderen das Thema Wasserstoffenergie verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Autokonzerne sind nicht nur in der Forschung, sondern schon bei der zweiten oder dritten Generation derartiger Technologien, und es könnte in absehbarer Zeit durchaus zur Marktreife kommen. Hier werden wir in Zukunft ein sehr interessantes Projekt mit Südtirol starten. In Bozen gibt es eine Anlage, in der aus überschüssigem Strom Wasserstoff produziert wird und im Versuchsstadium ein paar Autobusse damit fahren. Wir werden dort dabei sein, um zu zeigen, dass diese Technologie durchaus Potenzial hat, marktfähig zu werden. Denn bei Elektroautos besteht nach wie vor das Problem der Reichweite. In einer Stadt funktioniert das, aber in einem Gebirgsland ist irgendwann der Strom aus und du hast salopp gesagt keine Steckdose zur Verfügung. Daher ist die Technologie der Wasserstoffautos, die über eine viel größere Reichweite verfügen,

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sicher jene, die meines Erachtens gute Zukunftschancen hat. Bekanntermaßen reagieren die Menschen meist nur, wenn man ihnen Anreize gibt. Welche Förderungen/Maßnahmen plant die Landesregierung, um ihr Sparziel zu erreichen? Die Hauptanreize sind natürlich Gebäudesanierungsmaßnahmen über die Wohnbauförderung. Wir bieten momentan eine gehaltsunabhängige Sanierungsförderung, die nicht nur die Bezieher unterer Einkommen bekommen, sondern jeder, der ein sanierungsbedürftiges Gebäude besitzt. Das ist natürlich ein riesiges Potenzial, auch die Förderung für den öffentlichen Personennahverkehr bis hin zur Förderung alternativer Energien. Das sind aber nur Anreize, denn Ziel sollte es schon sein, marktfähig zu werden, ohne Förderungen zu benötigen. Bei der Solarenergie ist dies beinahe der Fall, hier sind wir fast marktkonform. Die angepeilte Sanierungsquote bei Häusern liegt bei drei Prozent – derzeit wird aber gerade einmal ein Prozent erreicht. Wie soll dann dieses Ziel zu schaffen sein? Dieses Ziel ist möglich: Nimmt man nur die Gebäude, die aktuell noch zu sanieren sind, haben wir ungefähr zwei Prozent jährlich, die wir tatsächlich sanieren. Und eine gewisse Steigerung werden wir in den nächsten Jahren auch noch schaffen, indem wir für diesen Bereich etwas mehr Geld zur Verfügung haben werden, weil aus meiner Sicht der Neubaubedarf etwas zurückgeht. Das heißt, wir können die Wohnbauförderung bei Neubauten zurücknehmen und beim Altbestand mehr Geld für die Sanierung hingeben. Das resultiert daraus, dass viele Gebäude vor allem in Dörfern nur mehr durch einen älteren Menschen bewohnt sind. Diese Gebäude kommen irgendwann wieder auf den Markt. Das bedeutet, dass wir weniger neue Häuser hinstellen müssen, wenn man diese Altbestände neu nutzt. Es gibt Programme wie die Dorferneuerung, im Zuge derer diese Altbestände revitalisiert und attraktiver gemacht werden. Daher werden wir in den nächsten drei bis fünf Jahren auf diese drei Prozent kommen. Das Potenzial haben wir, weil in Tirol die Wohnbauförderung in unserer eigenen Hand liegt. Wir haben drei Milliarden Euro an ausstehenden Darlehen, die in den nächsten 15 bis 20 Jahren zurückfließen. Andere Bundesländer haben diese Gelder längst schon verhökert. Wir haben dieses Kapital noch und können daher planen und bestimmen, wie wir die nächsten Jahre gestalten.

Ab 1. Jänner 2015 tritt das neue Energieeffizienzgesetz in Kraft. Das trifft einerseits die Energielieferanten, andererseits große Energiekonsumenten. Hat aus Ihrer Sicht Tirol großen Handlungsbedarf ? Und wenn ja, wo? Das Hauptproblem bei diesem Gesetz ist die Umsetzung. Es ist zwar gut gemeint, aber meines Erachtens schlecht getroffen. Weil man Energieerzeuger dazu anhält, weniger zu erzeugen oder zu verkaufen. Das ist für jemanden, dessen Geschäftsfeld die Energieerzeugung ist, natürlich eine schwierige Aufgabe. Momentan beraten Experten, wie sich dieses Gesetz in der Praxis umsetzen lässt. Wir haben kürzlich im Energiebeirat einige Herren nominiert, die sich damit beschäftigen. Momentan ist man nicht in der Lage, das Gesetz 1:1 umzusetzen, weil noch viele Fragen offen sind. Es ist ein Gesetz, das sehr viele Kompromisse beinhaltet und das nicht ganz praxistauglich ist. Und es gibt auch verfassungsrechtlich ein paar Punkte, wo man es wieder aufknüpfen könnte. Der Ausgangspunkt dieser Übung auf nationaler Ebene ist die EU-Energieeffizienzrichtlinie. Ziel ist natürlich, zu versuchen, den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Problem ist nur, dass das schwer machbar ist, wenn man dies auf die Ebene einzelner Unternehmen herunterbricht. Ein Beispiel: Was macht man mit einer Tankstelle, die auch von dem Gesetz betroffen ist, weil sie über dem Schwellenwert liegt? Die müsste theoretisch jedes Jahr 1,5 Prozent weniger Sprit verkaufen. Muss die Strafzahlungen leisten, wenn sie zu viel verkauft? Was kann der Tankstellenpächter dafür, wenn mehr Autos zu ihm hinfahren? Bei der TIWAG wird das einfacher gehen. Die wird etwas weniger Strom verkaufen, weil durch die Effizienzmaßnahmen ohnedies eine Dämpfung eintritt. Wir haben dem Bund auch schon mitgeteilt, dass wir Effizienzmaßnahmen, die uns allenfalls als Strafe auferlegt werden, selbstverständlich im eigenen Land durchführen werden. Wir werden nicht Geld nach Wien schicken und dann wieder darum ansuchen. Zweckmäßiger wäre jedenfalls, das Gesetz auf nationale oder Länderebene herunterzubrechen. Möglicherweise gibt es eine Weiterentwicklung dieser gesetzlichen Norm. Sinnvoll sind Benchmarks, die zeigen, wie sich der Energieverbrauch entwickelt. Lässt ein Land den Verbrauch überproportional ansteigen oder setzt zu wenig Energieeffizienzmaßnamen, gibt es Konsequenzen.


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MEILENSTEIN Das größte Flusskraftwerkprojekt Österreichs entsteht zur Zeit im Oberen Gericht: Mit einer Leistung von 89 MW, einem Regelarbeitsvermögen von ca. 414 GWh jährlich und einem Investitionsvolumen von 461 Millionen Euro ist das Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) eine der größten Investitionen im Tiroler Oberland seit Jahrzehnten und ein Meilenstein der umweltfreundlichen Energieerzeugung. // Fotos: Vandory, GKI

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ie heimische Wasserkraft leistet durch ihre ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit einen wichtigen Beitrag für die Attraktivität Tirols als Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit dem GKI startet die TIWAG die Umsetzung des Wasserkraftausbaus in Tirol als wesentlichem Eckpfeiler der Tiroler Energiestrategie – es ist dies das erste große Wasserkraftprojekt des neuen Jahrtausends, das in Tirol realisiert wird.

VORZEIGEPROJEKT

Das derzeit größte Flusskraftwerk Österreichs entsteht zurzeit im Oberen Gericht. Bereits auf Schweizer Seite wird der Inn auf einer Länge von 2,6 km gestaut und sein Wasser über den 23,2 km langen Triebwasserstollen zum Krafthaus in Prutz abgeleitet. Der dort erzeugte Strom kann umgerechnet 100.000 Haushalte versorgen.

Seit 2003 arbeiten die TIWAG, Engadiner Kraftwerke (EKW ) und VERBUND gemeinsam an der Planung und Umsetzung dieses Konsortialkraftwerkes im Oberen Gericht an der schweizerisch-österreichischen Grenze. Ab April 2007 durchlief das Projekt eine lange und sehr komplexe Prüf- und Genehmigungsphase der zuständigen Behörden in der Schweiz und Österreich. Seit 2013 liegen rechtskräftige Genehmigungen vor – das GKI gilt damit als das derzeit bestgeprüfte Kraftwerksprojekt Österreichs und erfüllt höchste ökologische Ansprüche und Kriterien.

GERINGE EINGRIFFE

Am 14. November fand in Prutz die offizielle Spatenstichfeier statt, v. l.: Bürgermeister Walter Gaim (Prutz), Karl Heinz Gruber (Geschäftsführer Verbund Hydro Power), VBM Josef Siegele (Ried), Martin Schmid (Ständerat und Verwaltungsratspräsident Engadiner Kraftwerke/EKW), Bruno Wallnöfer (TIWAG-Vorstandsvorsitzender), Wolfgang Anzengruber (Vorstandsvorsitzender Verbund AG), Michael Roth (Direktor Engadiner Kraftwerke) und Manfred Bauer (Firma Hinteregger)

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Das Ausleitungs-Laufwasserkraftwerk GKI erstreckt sich über das Gebiet von acht Gemeinden und besteht aus drei Elementen: Stauraum und Wehranlage, Triebwasserstollen und Krafthaus. Größtenteils unterirdisch gebaut, werden so Eingriffe in das Landschaftsbild minimiert und ein möglichst leiser Betrieb gewährleistet. Die Wehranlage entsteht in Ovella im Grenzgebiet und staut den Inn auf einer Länge von 2,6 Kilometern. Maximal 75 m3/s Wasser werden dort in den 23,2 Kilometer langen Triebwasserstollen geleitet, der zum Krafthaus Prutz führt. Hier erzeugen zwei leistungsstarke Maschinensätze, bestehend aus je einer Francisturbine und einem Generator, umweltfreundlichen und nachhaltigen Strom. Während dieser über das benachbarte


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Das Krafthaus Prutz-Ried

100.000 Haushalte bzw. rund 200.000 Menschen versorgen. Die Stromproduktion erfolgt ohne den Ausstoß von Schadstoffen. Das GKI vermeidet so – im Vergleich zu einem modernen Kohlekraftwerk – die Emission von 322.000 Tonnen Kohlendioxid, 168 Tonnen Schwefeldioxid, 180 Tonnen Stickoxide und acht Tonnen Staub jährlich.

ÖKOLOGISCHE NACHHALTIGKEIT

Das Gesamtprojekt GKI legt größten Wert auf eine ökologische Verbesserung des Inn. In den Sommermonaten ermöglicht ein dynamisches Restwassermodell ein natürliches Abflussverhalten. Auch an extrem trockenen Tagen garantiert das GKI eine Mindestabflussmenge von 10 m3/s. Gleichzeitig trägt es auch zur Schwallreduktion bei und sorgt für eine gleichmäßige Wasserabgabe. Selbst im ökologisch sensiblen Winter garantiert das GKI noch eine kontinuierliche Wasserabgabemenge von mindestens 5,5 m3/s, wodurch sich Fische und Kleinstlebewesen in der winterlichen Ruhephase ungestört entwickeln können. An der Wehranlage wird zudem eine Fischwanderhilfe aus stufenförmig angeordneten Becken errichtet. Die Anlegung eines weitläufigen Biotops inklusive Schotterbänken, Schilfzonen und Auwald in Maria Stein wird den Inn als Lebensraum nachhaltig verbessern und unterschiedliche Lebensräume mit permanenten und temporären Gewässern schaffen.

Stauraum und Wehr bei Ovella

„MIT DER ERRICHTUNG DES GKI WIRD EIN WESENTLICHER BEITRAG ZUM AUSBAU DER HEIMISCHEN, ERNEUERBAREN WASSERKRAFT UND DAMIT ZUR LANGFRISTIG ANGESTREBTEN ENERGIEAUTONOMIE SOWIE ZUR REDUKTION DES CO2-AUSSTOSSES GELEISTET.“ Dr. Bruno Wallnöfer, TIWAG-Vorstandsvorsitzender

Umspannwerk des Kraftwerkes Kaunertal ins Netz eingespeist wird, fließt das Wasser anschließend vom Krafthaus durch einen unterirdischen Kanal in den Inn zurück. Das GKI nutzt das vorhandene, erneuerbare Wasserkraftpotenzial zur CO2-frei-

en Stromerzeugung und verringert damit die Abhängigkeit und den Import von Strom aus fossilen und nuklearen Energieträgern. Nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2018 wird das GKI pro Jahr circa 414 GWh sauberen Strom erzeugen und somit umgerechnet

MEILENSTEIN FÜR DEN WASSERKRAFTAUSBAU

Im Juni 2014 hat die TIWAG die Mehrheit an diesem technisch und wirtschaftlich attraktiven Projekt übernommen – das Landesunternehmen hält nun 76 Prozent der Anteile am GKI, die Engadiner Kraftwerke (EKW) 14 Prozent und der Verbund 10 Prozent. Neben den ökologischen und energiewirtschaftlichen Vorteilen bringen Errichtung und Betrieb des GKI auch wichtige wirtschaftliche Impulse für die Region, eine hohe regionale Wertschöpfung sowie eine Vielzahl an qualifizierten Arbeitsplätzen. Daraus entsteht eine volkswirtschaftliche Gesamtwertschöpfung, die das eigentliche Investitionsvolumen von 461 Millionen Euro weit übersteigt. Die gesamte Region profitiert schon während der Bauphase deutlich. Bis zu 400 Fachkräfte werden vor Ort tätig sein, wovon auch die Gemeinden durch zusätzliche Kommunalsteuereinnahmen profitieren.

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EIN TOPMODERNES MEDIZIN GEBÄUDE ENTSTEHT Das Gebäude für Innere Medizin Süd (IMS) der Klinik Innsbruck ist in die Jahre gekommen. Der nun begonnene Neubau bietet für die TILAK eine Vielzahl von Chancen, ihre moderne Strategie weiter umzusetzen. Für die Patienten bedeutet die neue IMS ab 2018 eine noch bessere Versorgung in modernen Zentren, für die Mitarbeiter ein helles und freundliches Umfeld. // Text: Uwe Schwinghammer, Visualisierungen: renderwerk Das neue Gebäude in der Kaiser-Josef-Straße ist etwas breiter als das alte und bietet großzügigen Raum

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen helle und moderne Arbeitsplätze

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as Gebäude der Inneren Medizin wurde 1953 errichtet und entsprach nicht mehr heutigen Anforderungen. Die TILAK entschloss sich daher zu einem zweiteiligen Vorgehen. Der Nordtrakt wurde renoviert und 2011 wieder in Betrieb genommen. Der Südtrakt wurde im Frühjahr 2014 abgerissen. Am 13. November fand der Spatenstich für den Neubau statt. Mit Jahreswechsel 2017/18 soll die neue IMS in Betrieb gehen. Mit dem Neubau eröffnen sich zahlreiche Chancen. Einerseits wird der Gedanke der so genannten Zentrumsmedizin – für jede Krankheit

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Ein Eingang in der IMS öffnet das Klinikareal nun auch von der Ostseite her


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„FÜR UNSERE PATIENTEN UND DEREN ANGEHÖRIGE WIRD DIE TILAK IN DER NEUEN INNEREN MEDIZIN SÜD STRUKTUREN FÜR EINE BESTMÖGLICHE MEDIZINISCHE VERSORGUNG, EIN ANSPRUCHSVOLLES AMBIENTE UND HOTELKOMFORT AUF HOHEM NIVEAU SICHERSTELLEN. UND NICHT ZULETZT WERDEN FÜR DIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER GUTE ARBEITSBEDINGUNGEN IN EINEM FREUNDLICHEN RÄUMLICHEN UMFELD GESCHAFFEN.“ Mag. Stefan Deflorian, TILAK-Vorstandsdirektor

Zum Spatenstich am 13. Oktober erschienen rund hundert Gäste auf der Baustelle am LKI-Areal. „Dieser nach aktuellsten Erkenntnissen konzipierte hochmoderne Neubau wird ganz erheblich zum Gesundwerden und Gesundbleiben der Menschen beitragen. Hier werden Maßstäbe für ein Krankenhaus der Zukunft gesetzt“, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter.

eine zentrale Anlaufstelle – weiter verfolgt. Dementsprechend ist im 2. Stock des neuen Gebäudes das Comprehensive Cancer Center – Innsbruck (CCC-I) geplant. Hier werden zukünftig Krebspatienten behandelt und erhalten ihre Chemotherapie. Angedockt ist ein Forschungszentrum für Onkologie (Oncological Trial Center – OTC), das die Ergebnisse der Grundlagenforschung rasch zum Patienten bringen soll. Ebenfalls auf dieser Gebäudeebene befindet sich das Interdisziplinäre Schmerzzentrum, das sich mit Patienten befasst, die an chronischen Schmerzen leiden. Auch hier liegt der Schwerpunkt bei den Onkologiepatienten.

ZENTRALE ANLAUFSTELLE

Ebenfalls zentral zusammengefasst sind in dem Neubau IMS in Zukunft die Ambulanzen nahezu aller Bereiche der Inneren Medizin. So entsteht eine zentrale Anlaufstelle für internistische Patienten. Im ersten Stock werden zukünftig die Ambulanzen von Medizin I, II, IV und VI untergebracht sein. Lediglich die Kardiologie, Hämatologie und Onkologie werden ihre Ambulanzen in anderen Teilen des Landeskrankenhauses Innsbruck haben. Durch die Zusammenlegung der Ambulan-

zen ergeben sich für die Patienten kurze Wege, gleichzeitig können bei der Raum- und Gerätenutzung Synergien genutzt werden. Im dritten Obergeschoß wird die Intensivstation der Inneren Medizin mit 18 Intensivbetten untergebracht sein. Da die Normalstation der Inneren Medizin im benachbarten Medizinzentrum Anichstraße (MZA) liegt, können im Bedarfsfall Patienten rasch von einer Station auf die andere verlegt werden.

PLATZ FÜR FORSCHUNG

Das vierte und fünfte Stockwerk gehören der Forschung und deren praktischer Umsetzung. Im vierten Obergeschoß werden Forschungsflächen für die Medizinuniversität (MUI) geschaffen, die nicht fix vergeben, sondern projektbezogen zugeteilt werden. Im fünften Stock werden Medizinprodukte hergestellt. Einerseits für die Forschung, andererseits für die Routineversorgung der Patienten. Unter anderem auch Zytostatika für die Krebsbehandlung, die zukünftig nur mehr drei Stockwerke tiefer geschickt werden müssen. Diesen Bereich teilen sich MUI und TILAK. Im letzten Obergeschoß befindet sich schließlich die Technik, die vor allem die oberen Stockwerke versorgen soll. Selbst hier do-

minieren also kurze Wege. Doch auch unter der Erde und im Parterre wird sich im neuen IMS vieles verändern. Unterirdisch wird vor allem ein Problem gelöst, das die TILAK schon lange beschäftigt: Im ersten Untergeschoß wird eine Zufahrt für Ambulanzfahrzeuge und Krankentaxis gebaut. Patienten können durch die Anbindung an das unterirdische Gangsystem dann weitertransportiert werden. Dadurch wird das Klinikareal zukünftig deutlich vom Verkehr entlastet werden. Im Parterre wird der bislang unzugängliche Gebäudeblock über ein zentrales Eingangsfoyer mit Portierloge von der Kaiser-Josef-Straße her geöffnet und zugänglich gemacht. Dass das gesamte Gebäude barrierefrei, energieeffizient und nachhaltig errichtet wird und GreenBuilding-Status hat, versteht sich bei so viel Innovation beinahe von selbst.

PLANUNG: ARCHITEKTURHALLE

Nettonutzfläche: 7.500 m² (ohne Verkehrs- und Technikflächen) Nettogeschoßfläche: 13.550 m² Bruttogeschoßfläche: 16.270 m² Bruttorauminhalt: 65.300 m³

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WERTE MESSBAR MACHEN

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In Zeiten von Massenware, Austauschbarkeit und Standardisierung sehnen sich die Menschen wieder mehr nach Individualität, Werten und Sinn. Auch und vor allem bei der Arbeit. In der Arbeitswelt findet aktuell eine Art sanfte Revolution statt, an deren Ende jene Unternehmer als Sieger hervorgehen werden, die über eine klar definierte Kultur verfügen – und diese auch leben. // Text: Marina Kremser

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itarbeiter sind das wichtigste Gut eines Unternehmens. Ohne entsprechende personelle Ressourcen, qualifizierte und motivierte Leute im Betrieb ist auch die beste Geschäftsidee schwierig zu verwirklichen. Das Problem ist: Wie finde ich genau diese Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels und wie lässt sich Personalarbeit messen? Wir sprachen mit Mag. Barbara Jäger von Business Pool Austria, einem Unternehmen, das einen klaren Fokus hat: Die Förderung von Unternehmenskultur. Business Pool Austria berät Unternehmen, ist aber kein klassischer Unternehmensberater. „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt – sowohl aus individueller als auch organisatorischer Sicht.“ Bei den Beratungen geht es einerseits um Organisationsentwicklung, also das Schaffen von Rahmenbedingungen für Mitarbeiter – durch das Erarbeiten von Strategien, Leitbildern, Organigrammen oder die Definition von Werten –, auf der anderen Seite um Personalentwicklung und Führungskräftetrainings, Mentoring oder Coachings. „Noch viel wichtiger für uns ist jedoch der Aspekt des Messbar-Machens“, so Jäger. „Das Verhältnis von Investition zu Output ist gerade in der Personalarbeit ein Riesenthema. Was investiere ich und was bekomme ich zurück?“ Die Schwierigkeit bei Personalthemen ist dabei ähnlich dem Marketing: Ich investiere 100, 50 Prozent davon ist vergebens. Die Frage ist: Welche 50 Prozent? Jäger: „Mit unserer Methode können wir diese 50 Prozent herausfiltern, klar sagen, wo Handlungsbedarf besteht. Und: Wir können den Erfolg messen und Unternehmen damit Planungsinstrumente für die so genannten ‚weichen‘ Faktoren an die Hand geben.“ Voraussetzung ist, dass sich Unternehmer und Führungskräfte mit ihrem eigenen Betrieb konsequent und objektiv auseinandersetzen. > eco.nova

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kann, ist intern im Unternehmen. Hier liegt viel Potenzial, es birgt aber auch viel Arbeit. Kontinuierlich und konstant dranbleiben ist die Kunst der guten Führung. Und Verbindlichkeit, abgegebene Versprechen halten. Viele werden auch vom operativen Tagesgeschäft eingenommen, was hintansteht, ist die Führungsarbeit.

Mag. Barbara Jäger, M.Sc., CEO von Business Pool Austria, www.businesspool.at

JE ZUFRIEDENER DER MITARBEITER UND JE STÄRKER ER HINTER DEM UNTERNEHMEN STEHT, DESTO PRODUKTIVER IST ER. KRANKENSTÄNDE GEHEN ZURÜCK, DIE FLUKTUATION REDUZIERT SICH, DIE MOTIVATION STEIGT – WAS SICH LETZTENDLICH AUCH POSITIV IN DEN WIRTSCHAFTLICHEN ZAHLEN DES UNTERNEHMENS NIEDERSCHLÄGT. ECO.NOVA: Inwieweit beschäftigen sich Unternehmer mit sich selbst? Wissen Unternehmen wirklich, wofür sie stehen? BARBARA JÄGER: Jein. Bei den meisten Betrieben ist die Unternehmenskultur wohl irgendwie präsent, aber nicht klar definiert. Viele leben intuitiv danach. Durch ein schriftliches Festhalten wird das Leitbild verbindlich und die Kommunikation zum Mitarbeiter erleichtert. Hat sich eine Unternehmenskultur gefestigt und weiß ein Unternehmen klar, wofür es steht, weiß auch der (künftige) Mitarbeiter, ob er dazu passt. Unsere Arbeit ist deshalb nicht die eines klassischen Unternehmensberaters. Wir geben keine Strukturen vor und präsentieren Lösungen, wir erarbeiten diese gemeinsam mit dem Unternehmer und dieser wiederum mit seinen Mitarbeitern. Alles, was von oben oktroyiert wird, funktioniert nicht. Dieser gemeinsame Prozess ist zwar der mühsamere Weg, aber der effektivere und nachhaltigere. Hinter den definierten Werten stehen schlussendlich auch die Mitarbeiter und letztendlich ist Unternehmertum eine Situation, in der Unternehmer und Mitarbeiter zusammenspielen müssen. Richtige Führung klingt in der Theorie relativ simpel. Warum ist es dennoch so schwer?

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Natürlich lässt sich das Lehrbuchwissen theoretisch auf jedes Unternehmen herunterbrechen. In der Praxis ist es aber meist nicht so einfach. Wir betreuen viele kleinere Betriebe, die häufig in die Situation kommen, dass der Unternehmer gleichzeitig in die Rolle der Führungskraft rutscht – nolens volens. Die meisten haben sich mit dem Thema Führung nicht ausreichend auseinandergesetzt, doch Führung ist ein ganz eigener Job. Wie ein Handwerker seinen Beruf lernt, kann man auch Führung lernen. Es braucht ein paar Grundwerkzeuge, mit denen man viel erreichen kann. Diese sollte man beherrschen. Werden zu viele Führungskräfte einfach in ihre Position befördert und zu wenig entwickelt? Ja. Und viele sind auch nicht glücklich damit, weil es eine ganz andere Art von Arbeit ist. Ein fachlich guter Arbeiter ist nicht automatisch auch eine gute Führungskraft. Dessen werden sich Gott sei Dank immer mehr bewusst, die Sensibilisierung für das Thema steigt. Und eines ist auch klar: Über die Führung hat man einen großen Hebel, etwas im Unternehmen zu verändern. Verkaufspreise werden meist vom Markt bestimmt, im Einkauf gibt es meist auch nur einen gewissen Handlungsspielraum. Wo man ansetzen

Können Unternehmer zu wenig delegieren? Ideal wäre, dass das operative Geschäft auch ohne Chef laufen kann – zumindest ein paar Wochen lang. Das ist bei kleinen Unternehmen naturgemäß schwierig ... aber machbar. Viele Unternehmer meinen, alles selber machen zu müssen, nehmen nie Urlaub. Doch hier beißt sich die Katze in den Schwanz: Sie bauen niemanden auf, weil nicht delegiert werden kann. Möchten sie es dann doch, ist niemand da. Die Folge: Man macht’s erst wieder selbst. Wie schwer ist es gerade bei Familienoder Kleinbetrieben, derer es in Tirol viele gibt, solche festgefahrenen Strukturen aufzubrechen? Wie sehr vieles ist auch das fast ausschließlich Kopfsache. Man kann an der internen Organisation sicher einiges verändern und optimieren. Wenn es von der Firmenleitung oder dem Inhaber jedoch nicht mitgetragen wird, wird’s naturgemäß schwer. Ganz stark lässt sich dies bei Übergaben erkennen. Der Gründer oder aktuelle Inhaber sollte den Übergabeprozess idealerweise bewusst mittragen und zulassen. Das ist vor allem eine Sache der inneren Einstellung. Je aktiver sich der Firmengründer daran beteiligt, umso mehr kann er die Weichen für die Zukunft stellen. Und zwar so, wie er es gerne möchte. Es gilt, geregelte Strukturen zu schaffen. Das wiederum schafft die Möglichkeit, mitzugestalten und nicht darauf zu warten, dass sich das Problem auf biologische Weise löst. Dann nämlich fangen die Probleme erst richtig an – zumindest für die Nachfolgegeneration. Was macht für Sie einen guten Arbeitgeber aus? Verschiedene Aspekte, aber um es auf den Punkt zu bringen: Ein guter Arbeitgeber fordert und fördert seine Mitarbeiter. Nur Schöngeisterei zu betreiben, reicht aber nicht. Das Ergebnis muss sich auch im betriebswirtschaftlichen Erfolg zeigen. Arbeit muss immer ein gesundes Maß zwischen Geben und Nehmen sein. Und ein Unternehmer muss die Ausrichtung seines Unternehmens kennen, wissen, wo er hin will. Nur so kann er seine Mitarbeiter auch mitnehmen. Unbedingten Laissez-faire-Stil halte ich hingegen nicht unbedingt für das Beste.


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Mitarbeiter brauchen sehr wohl Rahmenbedingungen. Führungskräfte müssen Ziele formulieren – den Weg dorthin kann der Mitarbeiter selbst wählen. Schlussendlich geht es darum, Aufgaben und Verantwortung zu verteilen und auch klar zu definieren, wer welche Entscheidungen treffen kann. Letztendlich kanalisiert sich wieder alles an der Firmenleitung, wenn niemand entscheiden darf. Mit der Generation Y („Why“) tritt eine ganz neue Arbeitskultur auf den Plan. Arbeit hat nicht mehr den vorrangigen Stellenwert wie früher, die Work-Life-Balance wird wichtiger. Wie reagiert man darauf ? In erster Linie bekommt Arbeit einen anderen Stellenwert: Für die Generation Y muss Arbeit Sinn haben und Spaß machen. Früher war Arbeit verbunden mit Pflichtbewusstsein und Karriereleiter. Die neue Generation sagt: Arbeiten ja, aber nicht mehr um jeden Preis. Das heißt: Auch die Sinnstiftung ist wichtig – da schließt sich der Kreis: Unternehmen müssen Werte definieren, diese klar kommunizieren und dazu stehen. Dann zieht man auch die „richtigen“ Leute an. Natürlich müssen sich auch die Arbeitsmodelle anpassen. 9-to-5-Jobs sind nicht mehr zeitge-

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mäß. Man wird sich also überlegen müssen, wie neue Modelle ausschauen können, damit sie für die Mitarbeiter und das Unternehmen gleichermaßen Sinn ergeben. Zu sagen „Arbeite, wenn du willst“ ist auch nicht der Weg. Es braucht auch hier Regeln. Die neue Generation, die auf den Arbeitsmarkt kommt, weiß, was sie will, und ist auch sehr fordernd. Inwieweit kann/muss/ soll sich ein Unternehmen selbst ändern, um dieser neuen Generation gerecht zu werden. Wie viel Veränderung kann man einem Unternehmen zumuten und verlangen, dass es sich mit dem System mitverändert? Ich bin davon überzeugt, es wäre der falsche Ansatz, wenn sich ein Unternehmen komplett anpassen würde. Das wäre nicht authentisch. Es gilt, eigene Werte und Einstellungen zu hinterfragen, aber nicht gleich alles komplett umzukrempeln. Sich um 180 Grad zu drehen, macht einen nicht unbedingt glaubwürdig und würde auch nicht funktionieren. Eine Anpassung wird aber sein müssen. Auch ob des Fachkräftemangels, der uns definitiv eingeholt hat. Früher hat sicher der Unternehmer aus vielen Bewerbern den besten aussuchen können, jetzt dreht es sich um. Man

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muss sich Gedanken machen, wie man zu den besten Leuten kommt. Sind sie dann im Betrieb, beginnt die eigentliche Arbeit: Nämlich sie auch zu halten. Also Anpassung ja, aber nicht um jeden Preis. Immer mehr Unternehmen greifen für bestimmte Projekte auf Freelancer zurück, eine Art freie Mitarbeiter. Ist das eine sinnvolle Entwicklung? Es kann für gewisse Bereiche absolut Sinn machen – für Arbeitnehmer und -geber. Die Zeit, dass ein Mitarbeiter ein Leben lang bei einem Unternehmen bleibt, ist generell vorbei. Sinn macht es vor allem bei in sich abgeschlossenen Projekten. Nur darf man das System nicht ausreizen. Sich fürs Ongoing-Business jemanden punktuell ins Unternehmen zu holen, ginge wohl schon in Richtung Leiharbeit. Wie das meiste hat auch projektbezogenes Arbeiten seine Vor- und Nachteile. Firmen holen sich Know-how von außen, geben aber internes Wissen auch weiter, das wiederum aus dem Unternehmen mitgenommen wird. Dadurch wächst der Wissenstransfer, ein wichtiger Aspekt in der heutigen Denkgesellschaft. Eine solche Arbeitsweise darf aber nie zu Lasten einer Gruppe gehen.

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Das Team der Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG, stehend von links: Mag. Monika Kritzinger, Dunja Pradler, Claudia Bernhart, Mag. Mechthild Rhomberg, Dr. Peter Rhomberg, Willi Eder und Christina Ringler // sitzend von links: Mag. Michaela Mittermann, Elmira Papachristou und Mag. Waltraud Bösch

10 JAHRE HAUSVERWALTUNG Die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG aus Innsbruck feiert heuer ihr zehnjähriges Jubiläum in der Gebäudeverwaltung. Das kompetente Team rund um Dr. Peter Rhomberg und Mag. Mechthild Rhomberg bietet sämtliche Dienstleistungen, um Immobilien effizient abwickeln zu können. Auch wenn Jubiläen grundsätzlich Anlass sind, zurückzuschauen, so ist der Blick des Immobilienunternehmens klar nach vorne gerichtet. // Fotos: Julia Türtscher, Rhomberg Immobilien

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egründet wurde die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG 2004, um die alteingesessene Franz Voglsanger KG, seit 1630 im Familienbesitz, als Stammfirma um ein wichtiges Geschäftsfeld zu erweitern. Der Schwerpunkt der Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG liegt auf dem Bereich der Hausverwaltung und sämtlichen damit verbundenen Dienstleistungen. Das Unternehmen ist jung, dynamisch und effizient und durch seine Wurzeln die gelebte Verbindung aus Modernität und Tradition. Dieser spannende Mix findet sich auch in den verwalteten Immobilien wieder. Mit viel Erfahrung, Know-how und Fingerspitzengefühl führen der konzessionierte Immobilientreuhänder

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Dr. Peter Rhomberg und die konzessionierte Hausverwalterin Mag. Mechthild Rhomberg die Geschicke des Unternehmens. Wir sprachen mit den beiden zum Jubiläum. ECO.NOVA: Was zeichnet die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner besonders aus? Unser Schwerpunkt liegt klar auf der Hausverwaltung, allerdings vertrauen uns immer mehr Kunden auch die Vermietung und den Verkauf von ihren Objekten an. Aufgrund firmeneigener Liegenschaften kennen wir das Metier sehr genau und wissen um die Bedürfnisse und Anforderungen von Liegenschaftseigentümern. Wir sind die wohl einzige Hausverwaltung, die auch selbst baut. Das prägt unsere Arbeit und gibt uns entspre-

chendes Know-how im Umgang mit Baufirmen, bei Ausschreibungen, in der Kalkulation und Kostenkontrolle. Und: Unser Büro ist von Montag bis Freitag ganztägig geöffnet, in Notfällen sind wir auch am Wochenende oder an Feiertagen erreichbar. Das ist unser Verständnis von Dienstleistung. Dazu kommt es uns auch auf die menschliche Komponente an – ein respektvolles Miteinander in den Liegenschaften ist uns extrem wichtig. Während mancherorts oft angelernte Kräfte zum Einsatz kommen, ist Ihr Team perfekt ausgebildet. Warum? Wir legen Wert auf entsprechende Qualifikationen, weil die Anforderungen stetig steigen und sich die (rechtlichen) Rahmenbedingun-


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Mag. Mechthild Rhomberg und Dr. Peter Rhomberg

KOMMEN SIE ENTSPANNT NACH HAUSE UND GENIESSEN SIE IHRE FREIZEIT MIT FACILITY MANAGEMENT VON IMMOBILIEN DR. RHOMBERG & PARTNER KG Wir erledigen für Sie: Kaufmännische Hausverwaltung: • Vorschreibung der Betriebs- und Heizkosten • Erstellen der Jahresabrechnung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben • Abwicklung des gesamten Zahlungsverkehrs • Kautionsverwaltung • Mahnwesen • Mieterbetreuung, Vorschreibung der Mieten Tradition & Moderne: Das Portfolio der betreuten Immobilien der Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG ist breit gefächert.

gen ändern. Aufgrund der ÖNORM B1300 sind die Hausverwalter zum Beispiel mit immer mehr Prüf-, Kontroll- und Überwachungspflichten konfrontiert. Außerdem erfordert die Hausverwaltung Spezialwissen auf rechtlichem, technischem, steuerlichem und buchhalterischem Gebiet. Wir müssen uns auf Augenhöhe mit unseren Auftraggebern unterhalten können und haben dementsprechend eine überdurchschnittlich hohe Akademikerquote in unserem Haus. Wir investieren viel in die Aus- und Weiterbildung, um sicher durch die komplexe Materie des Wohnrechts navigieren zu können. Sie sind gerade dabei, Ihre eigenen Räumlichkeiten umzugestalten und zu erweitern, und haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Wo soll die Zukunft hingehen? Unser Team ist zwischenzeitlich auf zehn Mitarbeiter angewachsen. Das Unternehmen befindet sich im Wachstum und es braucht entsprechende Personalressourcen, um dem erhöhten Arbeitsaufkommen gerecht zu werden und die Immobilien mit gleichbleibend hoher Qualität zu betreuen. Auf der anderen Seite möchten wir künftig natürlich in der Lage sein, neue Liegenschaften zu akquirieren. Auch dazu braucht es entsprechendes Personal. Die Immobilien Dr. Rhomberg & Partner KG ist auch Ansprechpartner in der Abwicklung von Immobiliengeschäften, der Vermietung, dem An- und Verkauf, der Immobilienveranlagung bis hin zur Verpachtung und der Suche nach geeigneten Objekten für die Kunden – das ist nur mit entsprechend motivierten und engagierten Mitarbeitern möglich.

Technische Hausverwaltung: • Erhaltung der Betriebstüchtigkeit und Betriebssicherheit des Gebäudes • Beauftragung und Kontrolle von Wartungs- und Serviceverträgen • Evidenzhaltung von Prüfbüchern, Plänen, Bescheiden, Bewilligungen • Abwicklung, Beauftragung, Überwachung und Abrechnung von Reparaturen • Abwicklung von Versicherungsschäden Allgemeine Hausverwaltung: • Sparsamer Umgang mit Ressourcen • Abhalten von Hausversammlungen • Koordination von Beschlussfassungen • Führung und Wartung der Stammdaten • Vertretung gegenüber Behörden • Regelmäßige Begehung der Liegenschaften • Kontrolle des Hausmeisters, der Reinigung und der Außenanlagen • u.v.m.

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Von 0 auf 100 „KAFFEE IST ECHT GUT“

Das sagt einer, der’s wissen muss: Bernhard Peskoller von Holly in Hall. Interviews gibt er eigentlich nicht so gerne, mit uns hat er dennoch ziemlich entspannt geplaudert. Über die Marke Holly und guten Kaffee. // Fotos: Tom Bause Bernhard Peskoller vor dem ersten Holly-Kaffeeautomaten überhaupt

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olly Kaffeesysteme wurde 1976 gegründet und hat seitdem vieles erlebt. Auch wenn Bernhard Peskoller sich immer wieder fragt, was noch Neues kommen soll. Aber: „Man muss sich laufend anpassen, weil sich auch die Kundenbedürfnisse verändern.“ Dass Holly dabei etwas entscheidend richtig macht, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass Kunden dem Unternehmen schon bis zu 30 Jahre die Treue halten – auch trotz billigerer Konkurrenz. ECO.NOVA: Was war für Sie die größte Herausforderung in der Firmengeschichte? BERNHARD PESKOLLER: Der größte Meilenstein bisher war mit Sicherheit die Euro-Umstellung, im Zuge derer wir sämtliche Automaten umprogrammieren mussten. Wir haben dafür die Münzen im Vorfeld bekommen – zum Stichtag haben alle rund 3.000 Automaten funktioniert. Das war logistisch schwierig und hat dazu wahnsinnig viel Geld gekostet. Sie haben 2003 die beiden Firmenstandorte in Mils und Absam in Hall quasi zusammengelegt. Warum? Platznot. Wir haben mit dem Neubau unsere Flächen verfünffacht – und uns anfangs gedacht: Was machen wir nun damit? Und heute ist es schon wieder alles zu klein. Wir wachsen auch heuer wieder stark und sind bereits dabei, zu überlegen, ob wir zu-, umoder komplett neu bauen. Langfristig steht sicher ein Neubau am Plan, die Frage ist nun, ob der schon zu einem kurzfristigen Projekt wird. Wir hätten Grundstücke hier in der Nähe und brauchen nur noch die entsprechende Widmung. Daran hängt’s aktuell. Holly verbindet man vielfach mit Kaffeeautomaten. Doch die Marke steht für weit mehr. Vor fünf Jahren sind Sie in die Gastronomie eingestiegen. Auch ein Meilenstein? Mit Sicherheit. Aber wenn ich vorher gewusst hätte, was es in diesem Bereich an Konkurrenz gibt, hätte ich vermutlich die Finger davon gelassen. Heute bin ich froh, dass ich es nicht wusste, weil sich das Segment sehr gut entwickelt. Der Automatensektor ist mehr oder weniger ausgeschöpft, rein auf Verdrängung aufgebaut. Wie kann man sich den Gastrobereich vorstellen? Generell ist es ein Zusammenspiel aus Produkt und Service, wobei vor allem der zweite

„WIR BEWEGEN UNS IM GASTRONOMIEBEREICH SICHERLICH IM HOCHPREISSEGMENT. ABER SO WIE ES AUSSCHAUT, HABEN WIR UNSEREN PLATZ GEFUNDEN.“ Bernhard Peskoller

Bereich stark wächst. Wir garantieren, innerhalb von drei Stunden flächendeckend in ganz Tirol vor Ort zu sein, sind über die Automatenschiene sehr breit aufgestellt und können auch wirklich halten, was wir versprechen! Im Gastrobereich werden Maschinen verkauft oder überlassen, dazu übernehmen wir das technische Service. Alle drei Monate wird von uns ein Komplettservice durchgeführt. Das ist uns sehr wichtig, weil unsere Marke davon abhängt. Wir sind Exklusivpartner von Afro und haben unsere eigene Kaffeemarke, die in die Maschinen gefüllt wird. Wo Holly draufsteht, soll auch Holly drin sein. Und für eine entsprechende Qualität braucht es ein optimales Service. Aufgrund dessen gibt es diese Serviceverträge. Wirte haben oft das Problem, dass bei mangelhafter Qualität der Maschinenhersteller dem Kaffee die Schuld gibt und umgekehrt. Lösung ist so natürlich keine zu erwarten. Bei Holly weiß man, an wen man sich wenden kann. Wir bieten alles aus einer Hand und sind ein Servicepartner mit Handschlagqualität. Ihre Philosophie ist eng verknüpft mit Regionalität und Nachhaltigkeit. Wie sieht die Umsetzung in Ihrem Unternehmen dabei konkret aus? Die Themen liegen mir sehr am Herzen. So weit wie möglich beziehen wir unsere Produkte aus der näheren Umgebung. Regionalität darf nicht nur ein Wort sein und gesagt werden, weil’s gut klingt. Man muss überzeugt sein, es umsetzen und schlussendlich auch leben. Unsere Wertschöpfung beziehen wir großteils von den Tirolern. Der Regionalitätsgedanke ist ein kleiner Beitrag, den wir zurückgeben können. Deshalb investieren wir auch viel in Kultur, Sport und den sozialen Bereich. In schwierigen Zeiten ist es wichtig und nicht nur aus ökologischen Gründen sinnvoll, die Nähe zu suchen. Es braucht Zusammenhalt, um diese Zeiten zu überwinden. Wir leben Nachhaltigkeit durch und durch. Das würde ich mir auch vom ein oder anderen Unternehmen mehr in Tirol wünschen.

Was braucht ein Unternehmen/ein Unternehmer, um über lange Zeit erfolgreich zu sein? Wir müssen immer Ausschau nach Neuem halten, wobei man das Rad nicht unbedingt zweimal erfinden muss. Aber man darf sich neuen Ideen gegenüber nicht verschließen. In einer Zeit, in der es alles bereits zu geben scheint: Wie viel Innovation ist heute noch möglich? Unternehmertum ist eine ständige Entwicklung. Entsprechend ist noch sehr viel möglich, auch wenn ich mich selbst immer wieder wundere. Mit dem Trend zum „Coffee to go“ sind etwa unsere Automatenumsätze zurückgegangen, weil Kaffee plötzlich an jeder Ecke zum Mitnehmen angeboten wurde. Unsere Gegenmaßnahme waren neue Automaten – die 300-ml-Papierbecher und den Deckel dazu auswerfen. Mit unserem Genuss-im Raum-Konzept übernehmen wir zudem die gesamte Planung von Aufenthaltsräumen samt Bestuhlung, Tischen und Einbauten. Auch das findet Anklang. Früher hat man den Kaffeeautomat unter die Kellerstiege gestellt, damit man ihn ja nicht sieht, heute steht er mitten im Raum. Über Geschmack und Image des Automatenkaffes lässt sich natürlich diskutieren. Unser Instantkaffee „Holly Gold“ ist ein milder, löslicher Bohnenkaffee, von dem ich täglich 10 bis 12 trinke, aber andererseits nehme ich den guten Espresso auch gerne im Gasthaus zu mir. Heutzutage ist der Kaffeeautomat zu einer Kommunikationsplattform geworden, andem man sich trifft. Da kann ein „Coffee to go“ nicht mithalten. Sie sind selbst Kaffeesommelier. Was macht für Sie einen guten Kaffee aus? Der Geschmack ist natürlich subjektiv – der eine mag’s bitterer, der andere lieber ein bisschen milder. Generell macht für mich einen guten Kaffee aus: milder Abgang, starkes Aroma und anhaltendes Kaffeegefühl. Kaffee ist so vielfältig und ein irrsinnig spannendes Thema. Vor allem, wenn man weiß, wie viel positive Eigenschaften in ihm stecken. Kaffee verfügt über 800 Inhaltsstoffe, davon über 600 sehr positiv für den Körper. // www.holly.at eco.nova

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LICHT OHNE SCHATTENSEITEN Glas schafft Durchblick, lichtdurchflutete Räume und ist ein beliebtes und modernes Gestaltungselement. Transparentes Bauen mit viel Glas bringt aber nicht nur Licht und Transparenz, sondern auch Hitze, Blendung und andere unerwünschte Nebeneffekte. Räume und vor allem die Menschen darin brauchen also Schutz und den bieten Spezialfolien. // Text: Barbara Wildauer

Auch die Stadtwerke Kufstein haben sich entschlossen, ihre Energiebilanz und das Raumklima für die Mitarbeiter zu verbessern. Auf der Süd-, Ost- und Westfassade sowie im Bereich der Dachverglasung des Firmengebäudes am Fischergries in Kufstein wurde auf 870 Scheiben insgesamt 2.100 Quadratmeter Folie aufgebracht. Das gesamte Projekt war in acht Wochen abgeschlossen. Die Mitarbeiter freuen sich über weniger Hitze und weniger Blendung und die Klimaanlage wird deutlich entlastet. Häntschel entschied sich für Helios von LLumar, die auf der Außenseite der Verglasung installiert wurde. Die Spezialfolie ist intensiv auf Witterungsbeständigkeit, Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit getestet. Helios-Folien erfüllen ihre Funktion bis zu 10 Jahre und sind perfekt auf moderne Isolierverglasungen zugeschnitten.

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as Unternehmen Häntschel in St. Johann beschäftigt sich intensiv mit Folien und ist Generalimporteur für Österreich von LLumar-Folien, innovative Hightech-Tausendsassas, die ein vielfältiges Einsatzgebiet von Sonnenschutz über Blendschutz bis zu Energieeinsparungen oder Graffiti-Schutz bei senkrechten und schrägen Glasflächen an Gebäuden und auf Autos bieten. Joachim Häntschel und sein Team sind schon lange im Sonnenschutzgeschäft. Dauerhafte Folien, die langlebig – also besonders UV-beständig – sind und alle Witterungsverhältnisse aushalten, sind Mangelware. In Amerika wurde Häntschel durch einen Zufall

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auf die innovativen LLumar-Folien aufmerksam und ist seit 1991 Generalimporteur.

DER FEINE UNTERSCHIED

Die Qualität einer Sonnenschutzfolie ist für niemanden von außen erkennbar. Joachim Häntschel: „Die Qualität eines Produktes zeigt sich erst, wenn es aufgebracht ist. Die Versprechungen zu Spezialfolien sind dabei von allen Herstellern sehr groß. Die Produkte von LLumar wie Helios zeichnen sich durch eine breite Palette an Spezialfolien für eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten ganz besonders durch Haltbarkeit und Langlebigkeit bei lang anhaltender Funktionalität aus. LLumar-Folien sind dabei sogar ‚einfacher‘ aufge-

HELIOS-FOLIEN FÜR AUSSEN VON LLUMAR

Der Hersteller der Helios Folie Solutia/ CPFfilms verfügt über mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Folienproduktion und -technologie. Zu den LLumar-Produktlinien gehören Autoglasfolien, Funktionsfolien für den Architekturbereich, Sicherheits- und Schutzfolien, Anti-Graffiti-Folien und Designfolien. Bei der Entwicklung liegt der Fokus auf mehreren Faktoren: Komfort, Ästhetik, Energieeinsparung, Sicherheit und Schutz. In Kooperation mit Designern, Herstellern und Kunden wird das LLumar-Produktportfolio stetig optimiert und erweitert. Das Unternehmen ist in Europa durch SGS United Kingdom Ltd. ISO 9001: 2008 zertifiziert.


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Das von der Raiffeisen Bau Tirol errichtete Bürogebäude am Hauptbahnhof Innsbruck wurde von Häntschel mit Fensterfolien für Hitze- und Blendschutz ausgestattet und auch hier war Energieeinsparung ein Thema. Die Klimaanlage fällt durch Schutzfolien nicht weg, aber sie wird deutlich entlastet. Insgesamt wurden am Gebäude 1.300 Quadratmeter Folie auf 590 Scheiben aufgebracht.

baut als die Folien der Mitbewerber. Alle Schutzfolien bestehen aus mehreren Schichten, Hauptkriterium für Qualität bei Schutzfolien ist die UV-Beständigkeit, die in der Produktionsweise festgelegt wird. Das Geheimnis liegt dabei in den aufeinander abgestimmten Funktionen jeder einzelnen Schicht der Folie und nur bei LLumar-Produkten ist nahezu jede Schicht mit einem leistungsfähigen UV-Absorber veredelt. Das garantiert hohe Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit.“

WOZU EINE FOLIE AUFBRINGEN?

Sonneneinstrahlung erwärmt Gebäude. Je größer die Fenster- bzw. Glasflächen sind, umso größer wird die Erwärmung. Das trifft auch bei mehrfachverglasten Scheiben zu. Das Problem dabei ist, dass die Infrarotstrahlung, die die Wärmeentwicklung erzeugt, ausgesperrt werden muss. Häntschel: „Die Folien bewirken, dass Infrarotstrahlung reflektiert wird, und sorgen dafür, dass ungewollte Wärme draußen bleibt. Neben der Wärmeentwicklung ist Blendung ein großes Thema in Gebäuden mit viel Glas. Auch hier haben sich außen angebrachte Helios-Folien bestens bewährt. Ein dritter Bereich ist das Thema Energieeinsparung. Folien ersetzen nicht die Klimaanlage, sorgen aber dafür, dass diese weniger zu tun hat.“

DAMIT DIE KLIMABILANZ STIMMT

Den Energieeinsatz für Kühlung durch zu viel Wärmeeintrag zu senken ist sowohl in modernen Bürogebäuden als auch in der Hotellerie ein wichtiges Thema, das in vielen Betrieben bereits ganz oben auf der Tagesordnung steht. Der Energieeinsatz für Kühlen ist in den letzten Jahren in vielen Gebäuden bereits höher als für Heizen.

HÄNTSCHEL-FAKTEN

Joachim Häntschel ist seit 1991 LLumar-Generalimporteur in Österreich. Das Häntschel-LLumar-Service Center Austria in St. Johann ist anerkannter Spezialist im Sektor Hightech-Folien für Auto- und Gebäudeglas. Am Firmensitz in St. Johann werden im hauseigenen Schulungszentrum auch die 100 Stützpunktpartner in Österreich laufend geschult und mit den neuesten Produkten versorgt. Tel.: 05352/61960 www.haentschel.at

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In der Leopoldstraße entsteht bis Ende 2016 das „Stadthaus Leopold“ mit 54 Wohnungen. Das Projekt ist eines der jüngsten im Portfolio der Innreal, die dabei den Verkauf übernimmt.

INVESTITION MIT BESTAND In Immobilien zu investieren, ist nach wie vor eine im wahrsten Sinne begreifbare Alternative zu abstrakten Investments am Finanzmarkt. Immobilien stehen für Sicherheit, Stabilität und Werte, sie sind Geldanlage und Wohnraum gleichermaßen. Und gerade weil sie das sind, ist eine Kauf- bzw. Verkaufsentscheidung nicht leichtfertig zu treffen. Es braucht den richtigen Partner, der die rechtlichen Rahmenbedingungen ebenso kennt wie die Marktentwicklung. Und der auch zwischenmenschlich zu einem passt. Denn Immobilien sind vor allem eines: Vertrauenssache. // Rendering: renderwerk.at, Fotos: Klaus Maislinger, Birgit Koell

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er Immobilienmarkt scheint sich vor allem in Tirol mancherorts abseits der Ratio zu bewegen. Wohnraum ist knapp, die Preise sind entsprechend hoch. Das freut natürlich Verkäufer, Käufern tun sich indes Hürden auf. Dabei ist das Finanzmarktumfeld

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mit den aktuellen Niedrigstzinsen eigentlich optimal, um in (Wohn-)Eigentum zu investieren. Dennoch sollte eine Entscheidung zum Kauf oder Verkauf einer Immobilie nicht zu unbedacht getroffen werden, denn es ist eine Entscheidung, die das eigene Leben maßgeblich beeinflusst.

Immobiliengeschäfte sind für die meisten nicht alltäglich. Gerade beim Verkauf sind viele Dinge zu beachten, gesetzliche Rahmenbedingungen einzuhalten und Fachkenntnisse vor allem in rechtlichen und steuerlichen Belangen vonnöten. Es braucht Wissen über das aktuelle Markt­umfeld, um


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einen angemessenen Verkaufssumme zu erzielen, bzw. für Käufer, einen fairen Preis für die Immobilie zu bezahlen. Man kann nun der Meinung sein, dies alles selbst zu schaffen, in den meisten Fällen tauchen aber früher oder später Probleme auf – auch wenn sie oft erst ganz zum Schluss, nämlich im Zuge der Bezahlung, auftreten. Die Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler ist deshalb dringend empfehlenswert, denn er gibt die nötige Sicherheit und navigiert Käufer wie Verkäufer von der Aufnahme des Objektes über die Unterschrift beim Notar bis hin zur Übergabe. Wir sprachen mit Brigitte und Gebhard Jenewein von Innreal, Wohn- und Wirtschaftsimmobilien GmbH. ECO.NOVA: Sie verfügen beide über langjährige Erfahrung im Immobilienbereich. Was hat sich im Laufe der Zeit verändert? Die Maklerlandschaft ist einem ständigen Wandel unterworfen. Die Preise steigen, aber auch die Anforderungen der Kunden. Sie werden durch das Internet, die Vergleichbarkeit und ständige Verfügbarkeit der Daten anspruchsvoller, stellen konkrete Fragen und verlangen darauf fundierte Antworten und Informationen. Und auch die Anzahl der Makler nimmt laufend zu. Das macht es naturgemäß nicht einfacher, den passenden für sich zu finden. Was unterscheidet Innreal von anderen Immobilienmaklern? Wir können nicht sagen, was uns von anderen unterscheidet, aber wir können sagen,

was uns ausmacht: Wir sind als rein privates Immobilienunternehmen ohne Banken- oder Konzernstruktur im Hintergrund zu 100 Prozent unabhängig und damit ausschließlich unseren Kunden verpflichtet. Unsere Aufgabe ist es, Käufer und Verkäufer auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen und dafür zu sorgen, dass sich beide mit dem Ergebnis wohl fühlen. Wir bieten fachliche Expertise und Diskretion und verfügen über langjährige Erfahrung in der Branche. Das heißt, wir kennen den Markt, seine Veränderungen und Launen. Unsere Kunden sollen einfach das Gefühl haben, bei uns gut aufgehoben zu sein. Vertrauen wird vor allem durch Menschen geschaffen. Nach welchen Gesichtspunkten wählen Sie Ihre Mitarbeiter aus? Bis jetzt wurden wir eher von unseren Mitarbeitern gefunden, als dass wir nach ihnen gesucht hätten. Wir wachsen langsam, aber stetig. Fluktuation ist bei uns kein Thema. Unser Team besteht mittlerweile aus zwölf Leuten, einige davon haben über 35 Jahre Erfahrung in der Immobilienbranche. Alle unsere Mitarbeiter haben die Immobilienmaklerprüfung absolviert, sind also hoch qualifiziert und gut ausgebildet. Bei uns herrscht eine gute Atmosphäre, beinahe schon familiär, alle haben Freude am Arbeiten. Und das spüren auch unsere Kunden, die wir teilweise durch ihr ganzes Immobilienleben und verschiedene Lebensphasen begleiten. Was ist die Grundvoraussetzung für die Arbeit bei Innreal?

„DER BERUF DES IMMOBILENMAKLERS HAT SEINE BERECHTIGUNG – SONST WÜRDE ES IHN NICHT SCHON SO LANGE GEBEN.“ Gebhard Jenewein, Innreal

Wir legen Wert auf fachliche und menschliche Qualität und Kompetenz. Wir haben ein internes Leistungsversprechen für unsere Kunden verfasst, das über zehn DIN-A4Seiten umfasst. Es geht darum, Partner für unsere Kunden zu sein. Wir sind uns aber auch unserer sozialen Verantwortung bewusst und laden immer wieder Praktikanten zu uns ein. Wir möchten auch jungen Leuten ihre Chance geben. Welche Bereiche umfasst das Leistungsportfolio der Innreal? Unser Angebot umfasst Vermietung, Verkauf und Projektentwicklung. Wir sind tirolweit tätig, haben die Zentrale in Innsbruck und dazu zwei Außenstellen in Kufstein und Telfs, um näher am Kunden zu sein. Im Durchschnitt finden sich 110 Immobilien in unserem Bestand, aktuell sind es sogar rund 150 – bedingt durch das „Stadthaus Leopold“, unser derzeit größtes Projekt mit 54 Wohnungen. Nicht alle Immobilien sind auch immer auf der Homepage angeführt, deshalb freuen wir uns natürlich auch über unverbindliche Anfragen. Und das Internet kann ein persönliches Gespräch sowieso nie gänzlich ersetzen.

Das Innreal-Team rund um Brigitte und Gebhard Jenewein

INNREAL – WOHN- UND WIRTSCHAFTSIMMOBILIEN GMBH Meraner Straße 9, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/574600 office@innreal.at, www.innreal.at

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HAUBEN ALS KÜCHENMASS DER DINGE? Er ist wieder da. Heiß ersehnt oder mit flauem Gefühl im Magen erwartet - der GaultMillau-Führer 2015, die Bibel der kulinarischen Szene. Seine Tester heben in ruhmvolle Höhen oder vernichten. Viel Spielraum liegt da nicht wirklich dazwischen. Man liefert sein Image auf Gedeih und Verderb dem Guide aus oder verweigert sich seinen (subjektiven) Kriterien. Wie auch immer. Er spaltet die Gourmetnation. In seine bedingungslosen Gläubiger und in seine Apostel, die sich von dieser Maschinerie bewusst distanzieren. Die Hauben als wirtschaftlicher Fluch oder von Erfolg gekrönter Segen. // Text: Renate Linser-Sachers, Fotos: privat, Renate Linser-Sachers 62

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ir haben uns auf kritische Recherche in zwei Topküchen des Landes begeben, wo symbolschwanger die Zweischneidigkeit des Haubenschwertes demonstriert wird. Einmal der Wirt, der jahrelang mit einer und in Folge zwei Hauben bedacht wurde und nun gänzlich auf stressige und unwirtschaftliche Begleiterscheinungen verzichtet. Und zwei Durchstarter, die mit „nur“ noch zwei Hauben (statt der bisherigen drei) und legererem Konzept besser leben als je zuvor. Ruhm und Haubenehre samt illustrem, monetärem Publikum auf der einen Seite, hohe und teils überzogene Ansprüche seitens auch oft selbst ernannter Feinspitze, enormer Personal- und Materialaufwand auf der anderen, der wirtschaftlichen (Schatten-)Seite. Speisekarten, die die Kreativität von gestern nochmals übertreffen sollen und deren Erstellung schon mal schlaflose Nächte bereite. Fatal der Fehler, sich auf einer einmal verliehenen Haube auszuruhen, knallhart die Tester, die kaum bis gar nichts verzeihen. Und die neben dem Küchen- auch den Angstschweiß auf die Stirn unter der Kochmütze treiben. Wann wird meine Leistung für die nächste Ausgabe des Guides kontrolliert? Wer könnte es sein? Der Herr auf Tisch fünf benimmt sich so auffällig unauffällig ... Wie ist meine Tagesverfassung? Genügt sie am Tag der Tage den gnadenlos strengen Kriterien? Was, wenn ich den (ja doch ganz persönlichen) Geschmack des Testers nicht treffe? Die ursprüngliche Freude am Kochen kann da ganz schnell in eine dauerhafte (An-) Spannung umschlagen. Denn dreht sich das Haubenrad einmal, wird der Küchen-Maestro unweigerlich zum Hamster, gefangen im nicht immer nur goldenen Feinschmeckerkäfig. Wer daneben noch leben, sich und seine Betriebsstruktur selbst bestimmen möchte und nicht die Besessenheit der ganz großen Leader in sich hat oder (nicht mehr) haben will, wird kulinarischen Auszeichnungen und ihren Folgen wohl mehr Fluch als Segen attestieren. Viele etablierte, bestens frequentierte Lokale mit kontinuierlicher Topqualität wollen sich daher diesem Zwang bewusst nicht weiter oder nur noch eingeschränkt unterwerfen und vertrauen ihrem Können, auch ohne mit


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Hauben, Gabeln & Co prämiert zu sein. Sie können ihr gesundes Preisniveau halten und setzen auf die Treue und den Applaus ihrer Gäste. Nur sie sind das Barometer für Erfolg. Denn der Gast – und nur der Gast – vergibt schlussendlich Punkte und entscheidet, wo und bei wem es ihm am besten schmeckt. In diesem Sinne wünschen wir wohl zu speisen. Mit Hauben gekrönt oder nicht.

NEUE LEBENSQUALITÄT OHNE HAUBEN

Hannes Hell, Der Metzgerwirt in Uderns, ist seit Juli 2013 in den Haubenstreik getreten und hat für sich und sein Restaurant beschlossen, diesen Weg nicht mehr zu gehen. Weder wirtschaftliche und schon gar nicht private Einbußen, weder Kosten noch Zeitaufwand hätten die Ehren von Hauben weiterhin gerechtfertigt, wie der begnadete Koch seine Haltung begründet. Er kennt beide Seiten, erkochte sich in den ersten Jahren eine und in den letzten Jahren zwei Hauben. „Keine Frage, dem Ego hat es in Aufbauzeiten natürlich gut getan und geschmeichelt, wenn Leistung honoriert wird. Es war auch viel leichter, qualifiziertes Personal zu finden. Ich möchte diese Jahre sicher nicht missen. Man ist jung, will sich beweisen, denkt noch nicht so sehr an den finanziellen Hintergrund. Doch nach Familiengründung mit zwei kleinen Kindern habe ich begonnen, nachzudenken und den wirtschaftlichen Aspekt realistischer zu betrachten“, sinniert Hell. Fertige Pläne inklusive der Kreditzusage, Zimmer für seine Gourmetgäste zu bauen, wurden, je näher die Realisierung rückte, immer mehr hinterfragt und letztendlich im Familienkreis beschlossen, dass das nicht die Zukunft ist. „Ich war nicht mehr bereit, Geld zu leihen, mir mehr Arbeit und Sorgen zu kaufen, noch mehr Zeit und Energie – auch die meiner Familie – zu investieren. Wenn noch dazukommt, eigentlich zu wenig zu verdienen, um den (Hauben-)Betrieb am Laufen zu halten, stellt sich irgendwann die Sinnesfrage“, ist Hannes Hell als „Haubenflüchtiger“ voll und ganz von seiner Entscheidung überzeugt. Ganz nebenbei sei es nie seine Intention gewesen, eine Hemmschwelle für den heimischen Gast aufzubauen, sondern immer nur, jeden Gast glücklich zu machen. Detail am Haubenrande: Der Guide hatte

sich seinerzeit vorbehalten, im Rahmen der Pressefreiheit und des öffentlichen Interesses (Zitat) den Metzgerwirt nicht nur zu nennen, sondern auch eine nicht mehr gewollte Haube zu verleihen ...

DAS LEBEN DANACH

„Ich koche mit dem gleichen Herzblut, aber mit verändertem Fokus und habe mich ohne mentalen und finanziellen Druck in meiner Küche noch nie so wohl gefühlt. Das ganze Arbeits- und Privatleben hat sich zum Positiven gewandelt und die Bestätigung kommt ja in letzter Instanz sowieso vom Gast! Wir sind nicht da, um Tester zu befriedigen und Kriterien zu erfüllen. In der Gastronomie geht es doch nicht darum, primär banalen Hunger zu stillen – vielmehr, sich eine Auszeit aus dem Alltag zu nehmen. Meine Frau, als Diplom-Sommelière voll in den Betrieb involviert, und ich sehen es als unseren Auftrag, diese Stunden so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Neben einem guten Essen sehnt sich der Mensch vor allem nach Ruhe im Kopf. Ich will Hauben nicht negieren, sie haben ihre Berechtigung hinsichtlich Qualität, sie fördern den Antrieb und die Kreativität. Die Frage, ob Haubenlokale örtlich immer passen und/oder das Einzugsgebiet groß und attraktiv genug ist, das ist eine ganz andere Geschichte.“ Regionale Gäste besuchen den Metzgerwirt ohne haubengekrönte Schranken wieder verstärkt, im Speziellen schätzen auch Leute des öffentlichen Lebens das nun viel entspanntere Ambiente. Und Hannes Hell führt ein lebenswerteres Leben, in dem er trotzdem das tut, was er liebt: Kochen mit Leib und Seele. So gut wie eh und je. Aber jetzt unter anderen Voraussetzungen. Nach seinen Regeln, mit neuem Lebenskonzept für sich und seine Familie. // www.dermetzgerwirt.at

„WIR VERBIEGEN UNS NICHT MEHR“

Das sagen zwei Ausnahmetalente, die sich im Schindlhaus in Söll einen Namen gemacht haben, von GaultMillau verehrt werden und trotzdem dem Guide das neue Konzept in der Schwedenkapelle in Kitzbühel, wo sie noch bis Ende der Wintersaison für Aha-Erlebnisse sorgen, „nur“ noch zwei statt der bisherigen drei Hauben wert gewesen war. Christian und Markus Winkler kochten sich

„WIR SIND NICHT DA, UM TESTER ZU BEFRIEDIGEN UND KRITERIEN ZU ERFÜLLEN“. Hannes Hell, Der Metzgerwirt, selbst gewählt haubenlos

von 2000 bis 2012 als „junge Wilde“ in die Topliga der österreichischen Haubenküche. Und das in einem Ort ohne Infrastruktur, ohne Spitzenhotellerie, ohne Golfplatz und daher ohne besonderen Anreiz für zahlungskräftiges Schlemmerpublikum. „Wir sind im Schindlhaus auf den Zug aufgesprungen, die verliehenen Hauben haben uns geholfen, dahin zu kommen, wo wir heute sind. Dafür sind wir Gault Millau sehr wohl immer dankbar! Aber mittlerweile ist es uns egal, ob wir zwei Hauben haben, oder drei, oder gar keine. Natürlich wollen wir in der Topliga spielen, uns deshalb jedoch nicht verfälschen. Im Großen und Ganzen geht es nur darum, sich selbst treu zu bleiben“, so die beiden aus einem Munde. Die Brüder sind überzeugt davon, dass der Gast oft gar nicht zwischen zwei oder drei Hauben, geschweige denn noch von detaillierten Punktezahlen unterscheiden kann. Christian und Markus stellt sich nur die existenzielle Frage, ob’s den Gästen gefallen hat oder nicht. „Wir präsentieren ganz leger Essen als Lebensgefühl und kochen nun hier in der Schwedenkapelle sicher noch besser als im Schindlhaus. Wir sind ja schließlich gewachsen (Christian war am Beginn der Selbständigkeit 26, Markus zarte 19 Jahre alt). eco.nova

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ner Freizeit sucht. „Viel Druck ist weg, dafür mehr Menschlichkeit da. Wir können nun gelassener an das Ganze herangehen“, so die leidenschaftlichen Gastronomen. Stellt sich die Frage, warum eigentlich trotz voller Reservierungsbücher nur noch bis Ende dieser Wintersaison in der Schwedenkapelle? Das Haus wird laut akuteller Info völlig überraschend vom Besitzer (einem Zahnarzt) verkauft. Die engagierten Winkler-Brüder, die sich Schritt für Schritt ihren Vorbildern und Förderern in den Anfängen, den Obauer-Brüdern, annähern – und das nicht wegen der vier Hauben, sondern angesichts der Tatsache, dass zwei Brüder so lange durchgehend auch wirtschaftlich erfolgreich sind –, stehen daher in den Startlöchern für die nächste Station auf ihrem gemeinsamen Erfolgsweg. Wo, steht derzeit noch in den (Michelin-)Sternen ... // www.schwedenkapelle.com

HAUBEN-FACTS

„VIEL DRUCK IST WEG, DAFÜR MEHR MENSCHLICHKEIT DA.“

Christian & Markus Winkler, Schwedenkapelle,, über ihr neues Haubenkonzept

Auch unsere Crew ist gereifter. Heute denken und agieren wir auch Richtung Wirtschaftlichkeit, was in den ersten Jahren noch keinen besonderen Stellenwert hatte.“ Da war es vorrangig darum gegangen, auf möglichst hohem Niveau Fuß zu fassen. Doch zwölf Jahre Vollgas war nicht mehr der Weg, der weitergegangen werden wollte. „Stocksteifes Gourmetessen reizt mich persönlich heute vielleicht noch einmal im Jahr zu einem ganz speziellen Anlass“, so Christian Winkler, der damit offensichtlich die Meinung seiner vielen Stammgäste – vorwiegend anspruchsvoll-betuchte Kitzbüheler Klientel – teilt,

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die sich in lockererer Atmosphäre rundherum wohl fühlen. Auch, dass „durchdesigntes“ Interieur nicht wirklich maßgebend für Erfolg ist, haben die beiden in ihrem Intermezzo in der doch unspektakulär gestalteten Schwedenkapelle gelernt. Die Qualität aus Küche und Keller muss passen, ebenso wie das Preis-Leistungs-Verhältnis, und beides auf höchstem Niveau. Diese Voraussetzungen werden erfüllt wie all die Jahre davor. Völlig unabhängig von Führern und aufgesetzter Etikette. Jetzt aber mit dem ausschlaggebenden Quäntchen selbstbewusster Lässigkeit, die der Mensch in sei-

GaultMillau bewertet die Frische (Saison) und Qualität der verwendeten Produkte. Kreativität (zeitgemäße Zubereitung der Landesküche) bzw. Einfallsreichtum in Bezug auf neue Gerichte. Harmonie der Zubereitung (Erhaltung des Eigengeschmacks). Beschaffenheit der Suppen und Saucen, Exaktheit der Garung. Alles unter Berücksichtigung des persönlichen Geschmacks der GaultMillau-Tester. Die Benotung erfolgt nach dem GaultMillau-Punktesystem: 20 von 20 als Idealnote, bis dato noch nie vergeben. Vgl. mit den drei Besten Österreichs – 4 Hauben und je 19 Punkte für Simon Taxacher, Kirchbichl, Karl und Rudolf Obauer, Werfen, und Heinz Reitbauer, Steirereck im Stadtpark, Wien. • 4 Hauben (19 von 20 Punkten) – Höchstnote für die weltbesten Restaurants • 3 Hauben (18 und 17 von 20 Punkten) – höchste Kreativität und Qualität, bestmögliche Zubereitung • 2 Hauben (16 und 15 von 20 Punkten) – hoher Grad an Kochkunst, Kreativität und Qualität • 1 Haube (14 und 13 von 20 Punkten) – sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet • Erwähnung (12 und 12,5 von 20 Punkten) – gute Küche, wie man sie in jedem gutbürgerlichen Haus voraussetzen kann Die Noten beziehen sich nur auf die Küche, nicht aber auf Ausstattung und Service.


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STEUERSPARCHECKLISTE – ENDSPURT 2014 Alle Jahre wieder ... Machen Sie hier Ihren persönlichen Steuercheck 2014 und lesen Sie, wo Sie jetzt noch gestalten können. Text: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Raimund Eller und STB Mag. Eva Messenlechner, Foto: Hofer

CHECK 1

Hochrechnen, investieren und 13 Prozent kassieren Mit dem Gewinnfreibetrag (GFB) können Sie auch heuer wieder bis zu 13 Prozent Ihrer Gewinne steuerfrei lukrieren, wenn Sie entsprechend investieren. Alles, was Sie dazu brauchen, ist eine entsprechende Berechnung von Ihrem Steuerberater. Dann heißt es nur noch investieren und kassieren. Begünstigt sind Neuanschaffungen abnutzbarer, körperlicher Anlagegüter (Ausnahmen: Luftfahrzeuge, PKWs und Software) – und heuer neu: Anstelle der bisher zugelassenen Wertpapierinvestments sind ab 2014 nur noch Wohnbauanleihen dem Gewinnfreibetrag zugänglich. Weitere Voraussetzung ist wie bisher die Einhaltung einer vierjährigen

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Behaltefrist. Da Wohnbauanleihen längerfristig ausgelegt sind, empfehlen wir Ihnen rechtzeitig ein Beratungsgespräch mit Ihrer Bank. Es gibt nämlich durchaus die Möglichkeit, am Sekundärmarkt eine gebrauchte Wohnbauanleihe mit einer kürzeren Laufzeit zu erwerben oder auch einen vorzeitigen Verkauf nach vier Jahren zu planen. Um die Papiere bei eventuell künftig steigenden Zinsen auch anzubringen, raten Banker zu einer Variante mit variablen Zinsen. Weitere Details finden Sie im Beitrag „Gewinnfreibetrag“ (Seite 18–19).

CHECK 2

Fremdwährungsverluste absetzen Haben Sie das Bedürfnis, vorzeitig Schulden zurückzuzahlen und führt dies zu Kursverlusten, so sollten Sie das vorrangig mit Ihren be-

trieblichen Krediten tun. Die Frage, ob es aus steuerlicher Sicht besser ist, dies noch vor oder erst nach dem Jahreswechsel zu tun, hängt von der Höhe Ihres steuerpflichtigen Gesamteinkommens und den anstehenden Kursverlusten ab. In manchen Fällen kann auch eine Aufteilung des Gesamtvolumens auf zwei oder auch mehrere Steuerjahre sinnvoll sein. Bitte konsultieren Sie vor einer Entscheidung auch in dieser Sache jedenfalls Ihren Steuerberater. Selbst wenn man aus Angst vor einer Verschlechterung der Kurssituation rasch handeln möchte, ist es ratsam, dennoch auch die steuerlichen Auswirkungen mit ins Kalkül zu ziehen. Hinsichtlich der Kursunsicherheiten gibt es übrigens die Möglichkeit eines sogenannten Kurssicherungsgeschäftes, mit dem z. B. der heutige Kurs für einen späteren Umstiegs- oder Tilgungstermin fixiert werden


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kann. Seit 2012 will die Finanz für Kursverluste nur noch einen Sondersteuersatz von 25 Prozent gelten lassen. Da diese Gesetzauslage in Fachkreisen jedoch heftig umstritten ist, raten wir, solche Verluste wie bisher in die reguläre Gewinnermittlung mit aufzunehmen und tarifmäßig zu versteuern. Die weitere Entwicklung und Rechtsprechung zu diesem Thema bleibt jedoch abzuwarten. Daher empfehlen wir bei der Planung des Gewinnfreibetrages (siehe Check 1) für den Fall der Fälle hier vom „Worst Case“ auszugehen.

CHECK 3

Latente Immobilienertragsteuer – neue Zwänge Da seit 2012 Gewinne aus privaten Immobilientransaktionen generell steuerpflichtig sind, müssen seither alle dafür relevanten Unterlagen auch im privaten Bereich aufbewahrt werden. Haben Sie also 2014 Immobilien gekauft oder Instandsetzungs- und Instandhaltungsarbeiten an bestehendem privaten Immobilienvermögen vorgenommen, so sollten Sie die entsprechenden Belege unbedingt in sicherer Art und Weise aufbewahren. Immobilienunterlagen sind nun bis zum Verkauf des entsprechenden Objektes ewig aufzubewahren. Die ewige Aufbewahrungspflicht gilt für Transaktionen ab dem 1.4.2002. Daher empfiehlt es sich, vorbeugend auch schon mal alle diesbezüglichen Unterlagen bis zurück ins Jahr 2002 sicherzustellen und geordnet aufzubewahren. // Tipp: Weiterhin steuerfrei bleiben Verkaufserlöse von Hauptwohnsitzen und selbst erstellten Immobilien. Diese Ausnahmeregelungen gehen allerdings nicht auf die Rechtsnachfolger über. Ist also ein Verkauf durch die Nachkommen wahrscheinlich, so kann es in Fällen einer möglichen Hauptwohnsitz- oder der Herstellungsbefreiung günstiger sein, die Immobilie zuerst zu verkaufen und sodann den Verkaufserlös steuerfrei zu schenken oder zu vererben. Dies gilt zumindest noch so lange wir weiterhin keine Erbschafts- und Schenkungssteuer in Österreich haben.

CHECK 4

Schenkungen melden Schenkungen zwischen nahen Verwandten in einem Wert von mehr als 50.000 Euro innerhalb eines Jahres und zwischen Fremden von mehr als 15.000 Euro innerhalb von fünf Jahren sind meldepflichtig. Die Meldepflicht ist innerhalb von drei Monaten wahrzunehmen und trifft sowohl den Geschenkgeber als auch den Geschenknehmer. Bei Nichtmeldung kann es Strafen von bis zu 10 Prozent der Zuwendung setzen.

// Tipp: Haben Sie eine solche Meldepflicht übersehen, so können Sie innerhalb eines Jahres nach Ablauf der Meldefrist noch eine strafbefreiende Selbstanzeige einbringen.

CHECK 5

SVA-Meldungen und Anträge Selbständige können sich von der Beitragspflicht zur Pensionsversicherung der SVA ausnehmen lassen, wenn • die selbständigen Einnahmen insgesamt nicht über 30.000 Euro zu liegen kommen und • der jährliche Gewinn daraus nicht mehr als 4.743,72 Euro ausmacht. Zudem darf in den letzten fünf Kalenderjahren nicht mehr als ein Jahr Sozialversicherungspflicht bestanden haben. // Achtung: Der Antrag muss bis zum Jahresende eingebracht werden, damit er für das laufende Jahr gilt. Später eingebrachte Anträge sind nicht mehr möglich. Hat man nun schon einen solchen Antrag eingebracht und zeichnet sich ab, dass eine der Grenzen wider Erwarten überschritten wird, so sollte auch das noch vor Jahresende gemeldet werden. Passiert dies nicht, so kommt es zu einem Strafzuschlag von 9,3 Prozent. // Tipp: Ob so oder so – rechtzeitig melden zahlt sich aus und kann einige hundert Euro einbringen.

CHECK 6

Weihnachtsfeier & Weihnachtsgeschenke Für Weihnachtsfeiern und andere Betriebsfeiern sowie für Betriebsausflüge können pro Mitarbeiter jährlich bis zu 365 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei untergebracht werden. Zudem darf jeder Mitarbeiter pro Jahr Sachgeschenke im Wert von 186 Euro von seinem Dienstgeber steuerfrei im Rahmen von Feierlichkeiten entgegennehmen. // Achtung: Bargeld ist ausgenommen. Lösung: Gutscheine.

CHECK 7

Kirchenbeitrag eventuell noch einzahlen An Kirchenbeiträgen können bis zu 400 Euro p. a. von der Steuer abgesetzt werden, insofern dieser Betrag auch tatsächlich einbezahlt wurde.

CHECK 8

Kosten für Betreuung und Ausbildung von Kindern Auch dafür gibt es unter bestimmten Voraussetzungen einen steuerlichen Absetzposten von bis zu 2.300 Euro für die Kinderbetreuung bzw. von bis zu 1.320 Euro bei auswärtiger Berufsausbildung pro Kind und Jahr. // Tipp: Sorgen Sie auch hier rechtzeitig für

entsprechende Nachweise (Kindergartenbestätigung, Inskriptionsbestätigung, Schulbesuchsbestätigung etc.). Zudem können Sie bis Jahresende auch für Ihre Mitarbeiter Kosten für die Kinderbetreuung übernehmen. Die Höhe des für den Mitarbeiter steuerfreien und für Sie voll absetzbaren Zuschusses beträgt 1.000 Euro pro Kind. // Achtung: Es ist direkt an die Betreuungseinrichtung bzw. an die Betreuungsperson zu überweisen. Und: Gleichbehandlungsgrundsatz beachten. Zudem muss diese Auszahlung am Lohnkonto des betreffenden Mitarbeiters stehen. // Tipp: Rechtzeitige Meldung an Ihre Lohnverrechnung.

CHECK 9

Spenden & Steuersparen Auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen (www.bmf.gv.at) finden Sie eine Auflistung steuerlich absetzbarer Spenden. Begünstigte Spendenempfänger sind, neben bestimmten Einrichtungen wie Universitäten, Museen etc., auch eine Reihe humanitärer Organisationen, Umwelt-, Natur- und Artenschutzorganisationen sowie die freiwilligen Feuerwehren, die Landesfeuerwehrverbände und Tierheime. Auch Spenden an Hochwasseropfer sind steuerlich absetzbar. Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2014 wurden die begünstigten Spendenempfänger auf EU-Staaten und Staaten, mit denen eine umfassende Amtshilfe vereinbart wurde, ausgeweitet. Dies gilt für alle noch offenen Veranlagungsjahre. Ein Österreichbezug ist jedoch weiterhin erforderlich.

CHECK 10

Verlustbeteiligungen Verluste aus einer Beteiligung an einem verlustbringenden Unternehmen oder einer Liegenschaftsvermietung (Vorsorgewohnung, Bauherrenmodell) können steuerlich abgesetzt werden. Achtung, die Finanz akzeptiert nicht alles! // Tipp: Suchen Sie sich ein Projekt nach Ihrem Geschmack aus und lassen Sie es vor Unterfertigung auf steuerliche Verwertbarkeit prüfen. Bedenken Sie bitte auch, dass es sich hier um Veranlagungen mit erheblichem Risiko handeln kann!

CHECK 11

Kilometerstand Bitte notieren Sie am 31.12.2014 wieder den Kilometerstand Ihres Autos. Dies kann für steuerrelevante Berechnungen sehr nützlich sein. Zudem kann damit auch für den Fall einer Steuerprüfung eine Prophylaxe zur Verteidigung der angesetzten Autokosten erfolgen. > eco.nova

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CHECK 12

Geld vom Finanzamt zurückholen Steuerpflichtige, die keine selbständigen Einkünfte haben und nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, können freiwillig eine sogenannte Arbeitnehmerveranlagung beim Finanzamt einreichen und so steuerlich absetzbare Ausgaben geltend machen. Dies kann bis zu fünf Jahre rückwirkend gemacht werden. Somit ist es heuer noch möglich, bis ins Jahr 2009 zurück Steuern zu sparen.

CHECK 13

Investitionen vorziehen Für Investitionen im ersten Halbjahr kann die Abnutzung für ein ganzes Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Anschaffungen nach dem 30.6. schlagen mit einer Halbjahresabschreibung zu Buche. Das gilt auch dann, wenn die Inbetriebnahme erst am 31.12. erfolgt. // Tipp: Das Vorziehen von für Anfang 2015 geplanten Investitionen spätestens in den Dezember 2014 kann daher Steuervorteile bringen. Zudem kann das Wirtschaftsgut, von Ausnahmen abgesehen, dann auch noch für den 13-prozentigen Gewinnfreibetrag (siehe Check 1) herangezogen werden.

junge Aktien und Genussscheine können, wenn auch sehr eingeschränkt, steuerlich verwertet werden. Ab einem Einkommen von 36.400 Euro vermindert sich der absetzbare Betrag kontinuierlich, bis bei 60.000 Euro davon nichts mehr übrig bleibt. // Tipp: Sonderausgaben soll jener Partner tragen, der das geringere Einkommen erzielt!

CHECK 17

Reisekostenabrechnungen Bitte verwenden Sie dazu entsprechende Checklisten. So können Sie sicherstellen, dass Ihnen auch wirklich nichts durch die Lappen geht. Auch Besorgungsfahrten, Fahrten zu Vorstellungsgesprächen und zum Erfahrungsaustausch oder ähnliches sind beruflich bzw. betrieblich veranlasste Reisen. Checken Sie, ob Sie hier auch wirklich keine Fahrt vergessen haben. // Tipp: Um bei sogenannten Mischreisen (z. B. einer beruflichen Reise wird ein Privaturlaub angehängt oder umgekehrt) den betrieblichen Teil steuerlich unterzubekommen, sollten die vorrangige berufliche Veranlassung sowie das Vorliegen getrennter Reiseabschnitte dokumentiert und belegt werden.

CHECK 18

Zukunftssicherung der Mitarbeiter Die Bezahlung von Prämien (Er- und Ablebensversicherungen, Pensionskassenbeiträge) ist bis zu 300 Euro pro Jahr und Mitarbeiter steuerfrei und voll betrieblich absetzbar. Es ist der Gleichheitsgrundsatz einzuhalten, d. h. eine entsprechende Zusage kann nur allen zusammen oder nach bestimmten Kriterien festgelegten Mitarbeitergruppen angeboten werden.

Gewinnausschüttungen & Sozialversicherung Gemäß § 25 Abs. 1 GSVG sind die Einkünfte eines GmbH-Geschäftsführers sozialversicherungspflichtig. Für Gesellschafter-Geschäftsführer gilt dies auch in Hinblick auf Gewinnausschüttungen. Da Letztere steuerrechtlich endbesteuerte Kapitaleinkünfte darstellen, scheinen sie im Steuerbescheid nicht auf. Aus diesem Grund versuchen die Sozialversicherungsanstalten nun mittels entsprechender Schreiben diese Beträge direkt abzufragen. Folgt keine Antwort, so können Strafen bis zu 440 Euro verhängt und die Beiträge zur Sozialversicherung einfach auf Basis der Höchstbeitragsgrundlage vorgeschrieben werden. Die überhöhten Beiträge sind zudem steuerlich nicht absetzbar und erhöhen auch nicht die späteren Pensionseinkünfte. // Tipp: Liegen Ihre Tätigkeitsvergütungen als Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH zusammen mit Ihren Gewinnausschüttungen unter der Höchstbemessungsgrundlage von derzeit 63.420 Euro p. a., so sollten Sie unbedingt reagieren.

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Veranlagungsfreibetrag nützen Steuerzahler, die ausschließlich über Einkünfte aus unselbständiger Tätigkeit verfügen, können pro Jahr bis zu 730 Euro außerhalb eines Dienstverhältnisses steuerfrei dazuverdienen. Haben solche Personen für Ihr Unternehmen Leistungen erbracht, so führt dies für Sie zu einem steuerwirksamen Aufwand, ohne dass es für den Empfänger zu einer Steuerbelastung kommt. // Tipp: Achten Sie auf eine korrekte Rechnungslegung zur steuerlichen Absetzbarkeit.

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„Topfsonderausgaben“ aus dem richtigen Topf nehmen Kranken-, Unfall- und Lebensversicherungen, Wohnraumschaffung und -sanierung,

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Vorgeschriebene Mindestkörperschaftsteuern kontrollieren Aufgrund des Zickzackkurses der Regierung rund um die GmbH light wurde das geforder-

te Mindeststammkapital für GmbHs zum Jahresanfang von bisher 35.000 auf 10.000 Euro abgesenkt und mit Wirkung 1.4.2014 für bestehende Gesellschaften wieder auf das alte Niveau angehoben. Da die Mindestkörperschaftsteuer (KÖSt) sich in Höhe von 5 Prozent des Mindeststammkapitals bemisst, ist es damit bei den Quartalsvorschreibungen 2014 zu einem ordentlichen Durcheinander gekommen: Gesetzeslage bis 30.3.2014: • Mindest-KÖSt: 500 Euro p. a. • somit je 125 Euro für ein Quartal • ergibt 125 Euro Gesetzeslage ab 1.4.2014: • Mindest-KÖSt 1.750 Euro p. a. • somit je 437,50 Euro für drei Quartale • ergibt 1.312,50 Euro • Gesamt Mindest-KÖSt für das Jahr 2014 somit 1.437,50 Euro • Erfolgte Jahresvorschreibung 2014 insgesamt gerundet: 1.437 Euro Und weil die EDV der Finanz erst verzögert aktualisiert wurde, beliefen sich die Vorschreibungen für das 2. und 3. Quartal fälschlicherweise weiterhin auf 125 Euro. Im 4. Quartal wurde dies korrigiert, indem die Differenz auf die gesamte laut Gesetz für das Jahr 2014 vorzuschreibende Mindestkörperschaftsteuer in Höhe von 1.062 Euro vorgeschrieben wurde. Im Klartext waren bzw. sind folgende Beiträge einzuzahlen: 1. Quartal 2014: 125 Euro 2. Quartal 2014: 125 Euro 3. Quartal 2014: 125 Euro 4. Quartal 2014: 1.062 Euro Gesamt 2014: 1.437 Euro Das ist zwar sehr verwirrend und von der zeitlichen Zuordnung her auch nicht richtig, aber in Summe stimmt’s.

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Spekulieren mit Steuertiming Seit dem Vorjahr sind Kursgewinne aus Kapitalveranlagungen steuerpflichtig. Kursverluste können ausschließlich mit Gewinnen aus Kapitalvermögen verrechnet werden. Ein Vortrag ins nächste Jahr ist nicht möglich. // Tipp: Bei bereits eingetretenen oder absehbaren Kursverlusten ist eine gezielte Kompensation mit Kursgewinnen im selben Jahr möglich.

CHECK 21

Steuerplanung für Pauschalierer – bis zu 23,44 Prozent und mehr steuerfrei lukrieren! Es ist möglich, die Ausgaben pauschal in Höhe von 12 Prozent der Einnahmen anzusetzen. Dies macht immer dann Sinn, wenn die


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tatsächlichen Ausgaben geringer sind als die 12-Prozent-Pauschale. Zusätzlich ist ein Gewinnfreibetrag in Höhe von 13 Prozent (maximal 3.900 Euro) möglich. Werden nun zuerst die 12 Prozent von den Einnahmen und vom Rest sodann nochmals 13 Prozent abgezogen, so ergeben sich daraus insgesamt 23,44 Prozent der Einnahmen, die so ganz legal jedenfalls steuerfrei bleiben. Neben diesen Pauschalsätzen können zusätzlich bestimmte tatsächlich getätigte Ausgaben wie Sozialversicherungsbeiträge, Personalausgaben und auch Steuerberatungskosten in Abzug gebracht werden. // Tipp: Lassen Sie von Ihrem Steuerberater einen Günstigkeitsvergleich unter Berücksichtigung aller relevanten Aspekte machen. Dabei kann sich auch herausstellen, dass Sie mit dem Ansatz der Echtkosten günstiger fahren. Zudem ist zu bedenken, dass auch bei der Pauschalvariante ein Teil Echtkosten zusätzlich als sogenannte Werbungskosten von eventuellen Gehaltseinkünften abgesetzt werden können. Dafür kommen insbesondere Fachliteratur, Mitgliedsbeiträge, Aus- und Fortbildungskosten (Seminare, Kurse, Schulungen mit allen Nebenkosten wie Fahrtkosten und Diäten) sowie auch Kosten für eine

doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten in Frage. // Zusatztipp: Zahlen Sie solche Rechnungen jetzt und tätigen Sie entsprechende Vorauszahlungen. Diese sind dann noch heuer steuermindernde Werbungskosten.

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Ballast abwerfen Am 31.12.2014 endet die siebenjährige Aufbewahrungspflicht für die Unterlagen des Jahres 2007. Das heißt, beim Weihnachtsputz können Sie jedenfalls aus steuerlicher Sicht alle Unterlagen aus 2006 und den Vorjahren entsorgen. Gleich nach Silvester können Sie dann auch mit den 2007er-Belegen ein Feuerwerk machen. // Achtung: Ausnahme: Für Unterlagen zu Immobilien gilt eine zwölfjährige Behaltefrist. In bestimmten Fällen (nichtunternehmerische Grundstücksteile mit Vorsteuerabzug) verlängert sich diese Frist sogar auf 22 Jahre. Immobilienunterlagen betreffend Neuzugänge, Instandhaltungen und Instandsetzungen ab 2012 sind aufgrund der Immobilienertragsteuer im Privatbereich gar für immer und ewig aufzubewahren. Zudem müssen Unterlagen für ein anhängiges behördliches

Koproduktion der EMF TEAM TIROL STEUERBERATER GMBH und den ÄRZTESPEZIALISTEN vom TEAM JÜNGER: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner, STB Raimund Eller, v. l.

oder gerichtliches Verfahren jedenfalls auch weiterhin aufbewahrt werden. // Tipp: Darüber hinaus sollten freilich jedoch wichtige Geschäftsunterlagen wie Kauf-, Miet-, Leasingverträge mit aktueller Gültigkeit, Lohn- und Gehaltsverrechnungsunterlagen etc. aufbewahrt werden.

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RUDERN SIE NOCH ODER OPTIMIEREN SIE SCHON? Papierflut an Rechnungen, Stapel an Zeitaufzeichnungen, fixe Melde- und Abrechnungstermine, Erfüllung gesetzlicher Anforderungen – das bringt jeden Unternehmer ins Rudern. Durch eine optimale Gestaltung von Rechnungswesen und Personalverrechnung sparen Sie nicht nur Energie, sondern können diese für Controlling- und Unternehmensoptimierungen sinnvoll nutzen. // Text: Isabell Krug, Elisabeth Steinlechner

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echnungswesen und Personal sind zwei zentrale Bereiche in Unternehmen. Nachfolgend stellen wir die wichtigsten Anforderungen und Optimierungsmöglichkeiten dar.

ORGANISATORISCHE ANFORDERUNGEN

Zeit ist Geld – dies gilt auch für die organisatorischen Optimierungen in Rechnungswesen und Personalbereich. Durch adäquate Gestaltungen der Abläufe verbunden mit

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technischer Unterstützung können sowohl innerbetriebliche Abläufe als auch die Kommunikation mit dem Steuerberater optimiert werden. Sofern Rechnungswesen und/oder Personalverrechnung im Unternehmen selbst erstellt werden, sollten Zuständigkeitsbereiche und Abläufe klar geregelt sein. Ein an die internen Abläufe angepasstes Internes Kontrollsystem vermeidet unbeabsichtigte oder beabsichtigte Fehler. Dadurch ist gesichert, dass zum Beispiel nicht freigegebene Bestel-

lungen, Fehlüberweisungen oder gar betrügerische Manipulationen frühzeitig entdeckt werden. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, um Effizienz ohne Qualitätsverluste zu steigern. Eine entscheidende Rolle spielt hierbei die Auswahl eines geeigneten Softwareprogramms. Fragen Sie Ihren Softwareanbieter, was das Programm alles kann. In der Regel kann das Programm weit mehr, als Ihnen als Benutzer bekannt ist. Andere Überlegungen gelten, wenn Ihr Steuerberater Sie im Bereich Buchhaltung oder Personalverrechnung unterstützt. Das größte Risiko beim Outsourcing von Leistungen liegt im Informationsverlust. Dieser kann nur durch einen strukturierten Informationsfluss vermieden werden. Durch entsprechende technische Lösungen kann Ihr Berater auf eingescanntes Belegmaterial, Arbeitszeitaufzeichnungen und Grundaufzeichnungen zugreifen und daraus eine Buchhaltung bzw. Personalverrechnung erstellen. Werden diese durch das Unternehmen selbst erstellt, kann der Berater bei Anfragen in die Systeme einsteigen und konkrete Fragestellungen schnell und effizient beantworten. Bei krankheitsoder urlaubsbedingtem Mitarbeiterausfall kann Ihr Steuerbüro kurzfristig einspringen und die Lücke füllen. Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft, sich in fremde Programme hineinzudenken und entsprechend variabel zu arbeiten. So verfügen Mitarbeiter von Deloitte über Kenntnisse zu den verschiedensten am Markt angebotenen Softwareprogrammen und scheuen sich nicht, sich auch auf eine neue Softwareumgebung einzulassen.

EINSATZ DIGITALER SYSTEME IM TÄGLICHEN ABLAUF

Warum Papierberge entstauben, wenn es möglich ist, Belege und Unterlagen elektronisch zu archivieren. Sie werden vor allem ältere Belege im elektronischen System weit schneller finden als bei einer Ablage in Papier, egal ob es sich um interne Rückfragen, Fragen des Steuerberaters oder des Finanz-


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amts im Rahmen einer Betriebsprüfung handelt. Ganz abgesehen davon, vergilben elektronische Belege nicht und verlieren nicht an Lesbarkeit. Den Platz, den Sie bisher mit Aktenordnern gefüllt haben, können Sie nun anderweitig nützen. Für die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater bringt eine Umstellung auf digitale Zusammenarbeit jedenfalls substantiellen Zeitgewinn. So fällt der Transport der Buchhaltungs- und Personalverrechnungsunterlagen weg. Weiters ist es möglich, flexibel auf die Bedürfnisse des Mandanten einzugehen. Es gibt verschiedenste Formen der elektronischen Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Steuerberater: • Die Führung der Buchhaltung inklusive entsprechender Meldungen erfolgt im Unternehmen vor Ort, nur die Übermittlung der Umsatzsteuervoranmeldungen erfolgt durch den Steuerberater. • Die Buchhaltung und die entsprechenden Meldungen werden vom Unternehmen erstellt. Der Steuerberater verprobt die Buchhaltung in Form eines Quickchecks laufend oder einmalig und übermittelt die Umsatzsteuervoranmeldungen. • Die Vorkontierung erfolgt in Papierform oder elektronisch im Unternehmen. Der Steuerberater spielt diese Daten ein und stellt die Buchhaltung inklusive Meldungen fertig. • Es existieren noch viele andere Möglichkeiten einer Zusammenarbeit, bei der jeder Partner seine Stärken nutzt. Im Personalbereich bieten sich insbesondere Web- und Workflow-Lösungen an. So sind elektronische Freigaben von Urlauben und die Genehmigung von Zeitausgleichen durch den Vorgesetzten bzw. Abruf von Lohn-/Gehaltszetteln durch den Mitarbeiter selbst möglich. Durch Zeiterfassungssysteme kann die „Zettelwirtschaft“ bei Arbeitszeitaufzeichnungen vermieden werden, ebenso wie diese Daten automatisch durch Personalverrechnung abgerufen werden können. Elektronische Personalakten und Weblösungen erhöhen die Transparenz für den Unternehmer und sind effizient in der Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

GEWONNENE ZEIT OPTIMAL EINSETZEN

Die größte rechtliche Herausforderung im Zusammenhang mit der Erstellung einer Buchhaltung liegt sicherlich in der Beachtung der Vorschriften zur Umsatzsteuer. Im Umsatzsteuergesetz findet sich eine Vielzahl an Normen zu den erforderlichen Rechnungsmerkmalen, zum Vorsteuerabzug, zu Regelungen über den Leistungs- und Lieferort u.v.m. Diese Regelungen

sind von großer Bedeutung für die Geltendmachung des Vorsteuerabzuges. Deren Nichteinhaltung kann kostspielige Folgen haben, wenn beispielsweise der Vorsteuerabzug verwehrt wird. Drei Beispiele für Fehlerquellen im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer: • Prüfung von Eingangsrechnungen hinsichtlich der Vollständigkeit der Rechnungsmerkmale, welche Voraussetzung für den Vorsteuerabzug sind. Diese kann bei neueren Programmen auch automationsunterstützt erfolgen. • Hinterfragung des umsatzsteuerlichen Sachverhalts zur Feststellung des richtigen Leistungsortes und damit verbunden des richtigen Umsatzsteuersatzes. • Anwendung eines falschen Steuersatzes für die konkrete Leistung. Zahlreiche gesetzliche und kollektivvertragliche Anforderungen sind auch für den Personalbereich relevant. Arbeitszeitgesetz, Urlaubsgesetz, Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz, Datenschutzgesetz, kollektivvertragliche Regelungen sind nur ein paar davon. Typische Risikobereiche lassen sich wie folgt definieren: • Arbeitszeitaufzeichnungen • Korrekte Einstufung nach Kollektivvertrag • Ansatz von Sachbezügen (z. B. PKW) • Reisekosten und Fahrtenbücher Durch Schwerpunktsetzungen treffen Prüfer bei Außenprüfungen, bei Umsatzsteuersonderprüfungen und bei der gemeinsamen Prüfung von lohnabhängigen Abgaben (GPLA) den wunden Punkt. Vielfach kommt es dadurch zur schmerzlichen Nachzahlung. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten für Ihr Unternehmen die relevanten Angriffspunkte bekannt sein. Deloitte bietet für diesen Fall den Personalverrechnungs- und Umsatzsteuercheck an. Hilfreich könnte auch ein auf Ihr Unternehmen zugeschnittener Umsatzsteuerworkshop sein.

WEITERE OPTIMIERUNGSMÖGLICHKEITEN

Versuchen Sie stets die Belege bereits mit Erhalt in eine strukturierte Ordnung zu bringen, egal ob dies in Papier- oder in elektronischer Form geschieht. Wenn Ihr EDV-Programm die Aufbewahrungsvoraussetzungen der Bundesabgabenordnung erfüllt, warum sollten Sie sich noch mit Papierbergen quälen? Für die Optimierung Ihres Rechnungswesens können Sie sich zum Einstieg die folgenden Fragen stellen: • Was können meine EDV-Programme? • Wie erfolgt die Übermittlung der Daten an den Steuerberater? Können diese Daten

links: MMag. Isabell Krug, Steuerberaterin bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner rechts: Mag. Elisabeth Steinlechner, Wirtschaftsprüferin bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner

kostengünstig direkt eingespielt werden? • Erfolgt die Erstellung der Meldungen (UVA, ZM, Intrastat u. Ä.) händisch oder elektronisch? Werden sämtliche Meldefristen überwacht? • Wo liegen die steuerlichen Risiken in meiner Buchhaltung? Versuchen Sie, den richtigen Mix aus Eigenund Fremdleistung sowie Papier- und elektronischer Abwicklung für sich zu finden. Personal ist nicht nur aufgrund der hohen Lohnnebenkosten in Österreich ein bedeutender Kostenfaktor. Umso wichtiger ist es, einerseits alle steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile zu nutzen und andererseits unternehmens- und branchenbezogene Aspekte zu berücksichtigen. Folgende Fragestellungen dienen als Grundzugang für die Optimierung im Personalbereich: • Welcher „Dienstnehmermix“ ist aus Kostensicht optimal? • Werden alle steuerlichen Begünstigungen (z. B. Zulagen, freiwillige Mitarbeiterzuwendungen, Prämienmodelle usw.) genützt? • Sollen Mehr- und Überstunden ausbezahlt oder konsumiert werden? Wie geht man mit Sonn-und Feiertagsarbeit um? • Mit welchem Personal werden Spitzenzeiten abgedeckt? Kontakt & Info unter www.deloitte-tirol.at

FAZIT

Durch die Zusammenarbeit von Unternehmer und Steuerberater ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, Abläufe zu optimieren, Risiken zu minimieren sowie Rechnungswesen und Personalverrechnung als Controlling- und Steuerungsinstrument zu nutzen.

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recht.aktuell

VORSICHT VOR TOURISTISCHER NUTZUNG Airbnb, Widmu & Co – Privatzimmervermietungen über Internetplattformen mit rechtlichen Stolpersteinen. // Text: Ivo Rungg & Johannes Barbist, Binder Grösswang Rechtsanwälte, Innsbuck

Ivo Rungg

D

ass viele private User Internetplattformen nutzen, ist nichts Neues. Üblicherweise treten sie dabei aber als Nachfrager auf. Es gibt auch auch einen Trend zu privaten Anbietern im WWW z. B. über die Plattform „Airbnb“, über die Wohnungen oder Zimmer gegen eine geringe Vermittlungsgebühr für die betreffende Internetplattform tage- und wochenweise an Touristen vermietet werden können. Die Einkünfte sind dabei regelmäßig um ein Vielfaches höher, als dies bei einer regulären Dauermiete der Fall wäre. Derartige Unterbringungsmöglichkeiten erfreuen sich auch bei Urlaubern immer größerer Beliebtheit.

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Der Oberste Gerichtshof (5 Ob 59/14h) hat dieser Art der Privatzimmervermietung jedoch kürzlich insofern Schranken gesetzt, als bereits die Nutzung eines einzigen Wohnungseigentumsobjektes eines Wohnhauses als Ferienappartement für Touristen schutzwürdige Interessen anderer Wohnungseigentümer beeinträchtigen und damit als genehmigungsbedürftige Widmungsänderung der Wohnung qualifiziert werden kann. Im konkreten Fall vermietete ein Privater seine Wohnung über das Internet als Appartement für zwei bis vier Personen für Zeiträume zwischen zwei und 30 Tagen – also auf „kurzfristige“ Dauer. Der Oberste Gerichtshof stellte hier eine höhere Frequentierung des Wohnhauses durch ständig wechselnde hausfremde Personen fest und bejahte – wie schon das Berufungsgericht – die Möglichkeit einer Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen anderer Wohnungseigentümer. Bereits aus früheren Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs (zuletzt 3 Ob 158/11y) geht hervor, dass schon die Möglichkeit einer Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen anderer Wohnungseigentümer den „vermietwilligen“ Wohnungseigentümer dazu verpflichtet, die Zustimmung aller Mitglieder der Eigentümergemeinschaft oder die Genehmigung durch den Außerstreitrichter einzuholen. Damit steht fest, dass eine laufende kurzfriste Vermietung einer Wohnung oder eines Zimmers etwa über Airbnb, Widmu oder vergleichbare Internetplattformen bei als „Wohnung“ gewidmetem Wohnungseigentum nur dann möglich ist, wenn entweder keine Beeinträchtigung schutzwürdiger Interessen der Miteigentümer möglich ist oder alle übri-

gen Miteigentümer ihre Zustimmung erteilen bzw. die fehlende Zustimmung eines oder mehrerer Miteigentümer durch gerichtlichen Beschluss im wohnrechtlichen Außerstreitverfahren ersetzt wird. Dem Außerstreitrichter obliegt es, in diesem Fall zu beurteilen, ob eine Beeinträchtigung der Interessen der übrigen Wohnungseigentümer in einem solchen Ausmaß gegeben ist, dass die beabsichtigte „touristische“ Nutzung nicht bewilligt werden kann. Erfahrungsgemäß wird eine Zustimmung der Wohnungseigentümer bzw. ein Beschluss durch einen Außerstreitrichter in vielen Fällen eine beträchtliche Hürde darstellen. Vor einer Aufnahme einer derartigen Vermietung sollte die Widmung des Objektes im Wohnungseigentumsvertrag geprüft werden, um unangenehme Unterlassungsansprüche schon im Vorfeld zu vermeiden. Nicht erfasst von der Entscheidung wird eine nur einmalige kurzfristige Vermietung (für wenige Tage oder Wochen) oder die Vermietung während eines Ortswechsels des Vermieters. Im dargestellten Fall war der Vermieter selbst Eigentümer. Für Fälle, in denen ein Mieter beabsichtigt, seine Wohnung oder einzelne Räume zu vermieten, ist zusätzlich auch das Einvernehmen mit dem Vermieter herzustellen. Dem Mietvertrag ist zu entnehmen, ob es dem Mieter überhaupt gestattet ist, die Wohnung unterzuvermieten und/oder zu touristischen Zwecken zu vermieten. Rechtlich sind in Bezug auf boomende Internetplattformen wie Airbnb und Co noch viele Fragen offen. Diese betreffen neben dem Wohnrecht unter anderem auch das Steuerrecht oder das Gewerberecht. Das alles sollte zumindest mit ins Kalkül genommen werden, bevor Private Angebote online stellen.


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QUALIFIZIERUNG NACH MASS: DIESES ANGEBOT KANN DAS BETRIEBLICHE UND BERUFLICHE LEBEN VERÄNDERN.

Größere Unternehmen mit hohem Fachkräftebedarf haben meist professionelle Methoden, Fachkräfte zu finden, zu qualifizieren und zu halten. Kleinere und mittlere Betriebe oder solche, die seltener Fachkräfte aufnehmen, haben oft keine geeigneten Strategien und laufen Gefahr, ihren Bedarf nicht decken zu können. AMS und amg tirol bieten genau in dieser Situation mit „Qualifizierung nach Maß“ ein großartiges Programm an. // Foto: Paul Weber men aus- und weiterbilden lassen wollen und ein Arbeitsverhältnis im Ausbildungsbetrieb anstreben. Für die beim AMS Tirol gemeldete freie Stelle trifft das AMS gemeinsam mit dem Unternehmen und der amg tirol eine Vorauswahl, im Teamwork werden individuelle Bildungspläne entwickelt, die dann durchschnittlich in 1,5 Jahren mit betriebsinternen und/oder -externen Qualifizierungen umgesetzt werden. 2013 wurden für 97 Personen, 2014 bislang für 81 Personen solche Konzepte entwickelt.

KOSTEN FÜR DAS UNTERNEHMEN

W

elcher Unternehmer kennt das nicht: Die Auftragslage steigt, man sucht Mitarbeiter und findet sie – trotz hoher Arbeitslosigkeit – nicht. Es melden sich schon Bewerber, oft auch mit guten Basisausbildungen, aber entscheidende Qualifikationselemente fehlen. Welcher Arbeitsuchende kennt das nicht: Der Arbeitsplatz ging verloren, man denkt, einiges an Können und Erfahrung anbieten zu können, und dennoch hagelt es Absagen, weil spezielle Qualifikationen, die das jeweilige Unternehmen dringend benötigt, fehlen. „Gemeinsam mit dem Land Tirol entwickelte das AMS als Antwort darauf die Implacement-Stiftung „Qualifizierung nach Maß“. In Kooperation mit dem Unternehmen werden konkrete, bedarfsangepasste Qualifizierungs- und Einarbeitungsprozesse gestaltet. Und das zu Bedingungen, die Unternehmen finanziell kaum belasten“, wirbt AMSTirol-Chef Anton Kern für dieses moderne, flexible Instrument in der Bekämpfung

des Fachkräftebedarfs. Zielgruppen sind Unternehmen, die qualifizierte Mitarbeiter benötigen, und beim AMS Tirol gemeldete Personen, die sich in einem Unterneh-

Diese bestehen aus einer ausbildungsbedingten Zuschussleistung von 300 Euro (plus 4,5 Prozent Dienstgeberbeitrag) pro Monat und StiftungsteilnehmerIn. Individuelle Aus- und Weiterbildungskosten (betriebsexterne Qualifizierung) werden durch das Land Tirol in der Höhe von 50 Prozent, jedoch max. 1.000 Euro pro Stiftungsteilnehmer übernommen. Die auszubildenden Personen erhalten vom AMS Arbeitslosengeld weiterbezahlt, sie bekommen zusätzlich die ausbildungsbedingte Zuschussleistung von 300 Prozent. Die Kontaktnahme ist sowohl über die Geschäftsstellen des AMS Tirol als auch über die amg tirol möglich.

UND SO FUNKTIONIERT „QUALIFIZIERUNG NACH MASS“

• Beispiel: Chemieverfahrenstechnik • Teilnehmerin: Weiblich, Tiroler Oberland, Jahrgang 1986. • Lebenslauf: 2004 Abschluss Bundesfachschule für wirtschaftliche Berufe. Von 2004 bis 2012 in Winter- und Sommersaison Tätigkeit in Gastronomie. Wunsch nach Ausbildung im Bereich Chemie bei Teilnehmerin schon länger vorhanden. Arbeitslosigkeit vor „Qualifizierung nach Maß“: fünf Monate. • Praxisbetrieb: mittelständischer Betrieb in der Baustoffherstellung im Oberland. Suche nach ChemieverfahrenstechnikerInnen über das AMS. • Vorschlag AMS Imst: Ausbildung über Tiroler Implacementstiftung „Qualifizierung nach Maß“. • Stiftungsdauer: 12.11.2012 bis 31.10.2014 • Ausbildungsplan: Besuch von vier Klassen Berufsschule in Linz. Abschluss der Berufsschule mit Auszeichnung. • Ergebnis: Die Fachkraft wurde nach Stiftungsende in ein fixes Dienstverhältnis als Chemieverfahrenstechnikerin übernommen. Die Lehrabschlussprüfung erfolgt Anfang 2015. Informationen erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service für Unternehmen beim AMS Tirol. Besuchen Sie auch unsere Homepage www.ams.at/tirol oder kontaktieren Sie die AMS-ServiceLine unter 0512/581999.

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HAFTUNG DER ÖRTLICHEN BAUAUFSICHT FÜR AUSFÜHRUNGSMÄNGEL Gerade in der Baubranche ist es ein nur allzu gut bekanntes Phänomen, dass die tatsächlich zur Ausführung gelangten Gewerke nicht immer den vertraglich vereinbarten Vorstellungen des Werkbestellers – regelmäßig des Bauherren – entsprechen. Unabhängig vom Grad der Abweichung vom eigentlich gewollten Bauwerk spricht man juristisch von Leistungsmängeln, die entweder im Rahmen der Gewährleistung oder des Schadenersatzes vom Werkbesteller aufgegriffen werden können. Gerade diese Geltendmachung stellt sich jedoch oft als langwierig und kostspielig dar. Aufgrund der Einbindung von meist zahlreichen Subunternehmern ist der Verantwortliche für einen Mangel häufig nicht ohne weiteres zu ermitteln. Die Notwendigkeit von Sachverständigengutachten bei einer gerichtlichen Verfolgung der Ansprüche sowie die oftmals hohen Streitwerte führen zu einem durchaus erheblichen Kostenrisiko.

U

m Baumängeln samt ihren unerfreulichen Folgen von vornherein vorzubeugen, kommt der (örtlichen) Bauaufsicht eine entscheidende Bedeutung zu. Die Bauaufsicht ist für die Koordination und Steuerung der Baustelle zuständig. Sie vertritt die unmittelbaren Interessen des Bauherrn vor Ort und übt das Hausrecht auf der Baustelle aus. Sie hat zu überwachen, dass das Gewerk in Übereinstimmung mit den Plänen, in der vertraglich festgesetzten Zeit und Qualität sowie unter Einhaltung der geltenden Vorschriften hergestellt wird. Die örtliche Bauaufsicht nimmt laufend die Leistungen der ausführenden (Sub-)Unternehmer ab, stellt eventuelle Mängel fest und veranlasst deren Behebung. Sie ist dabei jedoch im Gegensatz zur Bauleitung ausschließlich für den Bauherrn und nicht für die ausführenden Unternehmen tätig. Wenn sich nun dennoch an einem hergestellten Gewerk Mängel offenbaren, stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmaß die Bauaufsicht hierfür zur Verantwortung gezogen werden kann, da sie ja gerade dafür beauftragt und bezahlt worden ist, solche Mängel schon in der Entstehung festzustellen und beseitigen zu lassen. Die rechtlich zu klärende Frage ist demnach folgende: Haftet die Bauaufsicht für die Fehlleistung eines (Sub-)Unternehmers?

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Wie beim Verhältnis zwischen dem Werkbesteller und dem Werkunternehmer schuldet auch die Bauaufsicht eine bestimmte vertragliche Leistung, wie sie eingangs beschrieben wurde. Um Gewährleistungsansprüche auszulösen – oder schadenersatzpflichtig zu werden –, muss folglich auch die Leistung der Bauaufsicht selbst mangelhaft sein. In Übereinstimmung mit der herrschenden Lehre stellte hierzu auch der Oberste Gerichtshof in ständiger Rechtsprechung unmissverständlich klar, dass grundsätzlich jeder Werkunternehmer primär selbst für seine Fehlleistungen gegenüber dem Werkbesteller zu haften hat. Ein „pauschaler Haftungsübergang“ auf die Bauaufsicht ist bereits deshalb nicht denkbar, weil eine Erfolgshaftung für ein vertragswidriges oder schuldhaftes Verhalten Dritter ohne eine korrespondierende eigene Vertragspflicht in der österreichischen Rechtsordnung nicht vorgesehen ist. Darüber hinaus soll die Bauaufsicht alleine die Interessen des Bauherrn schützen. Aufgabe der Bauaufsicht ist nicht, die einzelnen Werkunternehmer gänzlich aus ihren vertraglichen Pflichten zum Schutz des Bauherrn (insbesondere aus dem Gewährleistungsrecht) zu entlassen. Das bloße Vorhandensein einer Bauaufsicht führt nicht unmittelbar zu deren Haftung für Ausführungsmängel, weil alleine daraus noch auf keine Fehlleistung der Bauaufsicht geschlos-

sen werden kann. Die Ausführungsgewerke sind schließlich keine von der Bauaufsicht geschuldeten vertraglichen Leistungen. Vielmehr darf auch die Bauaufsicht darauf vertrauen, dass die ausführenden Unternehmer ihre Gewerke sach- und fachgerecht herstellen. Die Bauaufsicht hat gemessen am Sorgfaltsmaßstab der Sachverständigenhaftung die Erstellung der Gewerke zu überwachen und diese ebenso bei Fertigstellung abzunehmen. Sie hat jedoch nur dort einzuschreiten, wo für sie Mängel erkennbar werden. Wenn sich auch die Bauaufsicht im Hinblick auf die Erkennbarkeit eines Mangels einen strengeren Sorgfaltsmaßstab gefallen zu lassen hat, so ist sie doch nicht verpflichtet, jede auch nur denkbare Fehlerquelle von sich aus ohne Veranlassung zu erforschen. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass es vor allem im eigenen Interesse des Bauherrn selbst gelegen ist, bei der Wahl des für die örtliche Bauaufsicht Zuständigen äußerst sorgfältig vorzugehen und seine (einzige) unmittelbare Interessenvertretung vor Ort mit Bedacht zu wählen. Zwar ist die Bauaufsicht dafür bestimmt, Ausführungsmängel durch die Werkunternehmer möglichst hintanzuhalten, sie ist aber nur dann für mangelhafte Gewerke verantwortlich, wenn erkennbare Mängel nicht wahrgenommen und beanstandet wurden.


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ZERTIFIZIERTE QUALITÄT AM BFI TIROL Unternehmen und ihre Mitarbeiter profitieren am BFI Tirol vom hohen Praxisbezug der Firmentrainings, bedarfsgerecht maßgeschneiderten Kursen und den zahlreichen anerkannten Abschlüssen.

A

m BFI Tirol stehen Qualitätsmanagement sowie eine zeitgemäße Wissensvermittlung im Vordergrund. Zahlreiche Auszeichnungen und Zertifizierungen untermauern die Qualität des BFI Tirol und seines Bildungsangebots: • Das BFI Tirol ist ISO9001-zertifiziert – die weltweit anerkannte Norm EN ISO 9001 bietet einen prozess- und systemorientierten Ansatz zum Qualitätsmanagement sowie zur kontinuierlichen Verbesserung des Unternehmens und seines Angebots. • Auch Ö-Cert bestätigt die hohe Qualität des BFI Tirol. Der Ö-Cert-Qualitätsrahmen stellt für die Erwachsenenbildung in Österreich ein überregionales Modell zur Anerkennung von qualitätssichernden Maßnahmen der Anbieter dar.

• Zahlreiche zertifizierte Ausbildungen im Kursangebot bestätigen die anerkannten, qualitätsgesicherten Abschlüsse und die erworbenen Kompetenzen (z. B. von SystemCert, TOEIC, ON CERT u. v. a.) • Im Bereich Metalltechnik verfügt das BFI Tirol in den ABZ Metall in Wattens und Kufstein über TÜV-zertifizierte Ausbildungen mit Werkstätten am neuesten Stand der Technik. • Ständiger Austausch mit den rund 900 Trainern und Fachexperten aus der Praxis über aktuelle Entwicklungen und technische Neuerungen, die laufend in die Kurse und die vermittelten Fachinhalte übernommen werden. • Konsequente Qualitäts- und Kundenorientierung sind fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Das BFI Tirol bietet sowohl individuelle Firmenschulungen als auch die gesamte Palette von rund 4.000 Kursen jährlich. Mit zahlreichen zusätzlichen Infoveranstaltungen und Fachvorträgen ist das BFI Tirol die Netzwerkplattform im Bereich der beruflichen Weiterbildung. Erleben Sie am BFI Tirol Bildung – Freude inklusive.

Kontakt Firmenschulungen

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Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck Tel. 0512/59660, info@bfi-tirol.at www.bfi-tirol.at

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NEUER WIND FÜR DIE GESELLSCHAFT BÜRGERLICHEN RECHTS? Am 22. Oktober 2014 wurde die Neufassung der gesetzlichen Bestimmungen für die Gesellschaft bürgerlichen Rechts im Nationalrat beschlossen. Diese Bestimmungen des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (ABGB), welche in ihren Grundsätzen aus dem Jahr 1811 stammen, werden nun mit Wirkung ab 1. Januar 2015 reformiert. Handelt es sich wirklich um eine tiefgreifende Reform oder nur um eine sprachliche Anpassung und welche Änderungen sind nun zu beachten? // Text: Barbara Egger-Russe, Franz Pegger

D

ie Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die seit der Kodifizierung des ABGB in ihren Grundsätzen im Wesentlichen unverändert blieb, wird nun per 1. Januar 2015 reformiert. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist sehr verbreitet, da diese sehr flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse der Gesellschafter angepasst werden kann, die Gründung kostengünstig und ohne großen Aufwand erfolgen kann und sich auch der Alltag grundsätzlich von der Gesellschaftsform her unbürokratisch gestaltet. Es stellt sich nun die Frage, wie sich diese Rechtsform ab 1. Januar 2015 ändern wird und insbesondere welche neuen Vorschriften bei der Gründung beachtet werden müssen bzw. welche Änderungen sich für bestehende Gesellschaften ergeben.

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DIE GESBR BISHER

Grundsätzlich ist es ausreichend, wenn die Gesellschafter sich einig sind, einen gewissen Zweck zu verfolgen. Schriftliche Gesellschaftsverträge, formelle Gründungstermine bei Notaren, eine Eintragung im Firmenbuch etc. sind für die Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts derzeit nicht notwendig. So wird diese Gesellschaftsform einerseits bewusst für sogenannte Arbeits- und Gelegenheitsgesellschaften genutzt, wird aber anderseits auch – oft unbewusst – gegründet, wenn zwei Personen beispielsweise gemeinsam ein Haus bauen. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist jedoch – entgegen den Regelungen mancher in anderen Ländern als in Deutschland – selbst nicht rechtsfähig. Das bedeutet, dass

sie keine selbstständige Person im Rechtssinn ist und somit für sich selbst keine Rechtsgeschäfte abschließen kann. Lediglich die einzelnen Gesellschafter können – je nach Vereinbarung – gemeinsam und/oder im Namen der Übrigen handeln.

GRUNDZÜGE

Vorab ist festzuhalten, dass die gesetzlichen Regelungen über die Gesellschaft bürgerlichen Rechts grundsätzlich weitgehend dispositiv sind, somit durch Regelungen der Gesellschafter im Gesellschaftsvertrag oder per Gesellschafterbeschluss abgeändert werden können. Die Gründung erfolgt – wie auch bisher – durch Abschluss des Gesellschaftsvertrages, der jedoch keiner bestimmten Form bedarf. Es genügt sohin, dass die Gesellschaf-


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ter sich darüber einig sind, gemeinsam einen bestimmten Zweck verfolgen zu wollen. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist selbst auch weiterhin nicht rechtsfähig; sie kann somit nicht Trägerin von Rechten und Pflichten sein. Daraus folgt, dass dieser Gesellschaft auch direkt kein Vermögen zugeordnet werden kann. Das „Vermögen der Gesellschaft“ ist somit den Gesellschaftern selbst zuzurechnen und wird von diesen den gemeinsamen Zielen der Gesellschaft gewidmet und hierfür eingesetzt.

DIE GESELLSCHAFT IM INNENVERHÄLTNIS

Hinsichtlich des Innenverhältnisses zwischen den Gesellschaftern zueinander kommt es künftig zu einer Anpassung an die Regelungen, welche derzeit bereits für die Offene Gesellschaft gelten. Die Einlagen der Gesellschafter stellen nun ebenfalls feste Kapitalanteile dar, durch die in weiterer Folge auch das Ausmaß der Beteiligung an der Gesellschaft bestimmt wird. Eine Abänderung bedarf grundsätzlich eines Gesellschafterbeschlusses. Bei Gesellschafterbeschlüssen bestimmen diese festen Kapitalanteile das Ausmaß des Stimmrechtes, sodass in der Regel die Mehrheit der Kapitalanteile bei der Fassung von Beschlüssen entscheidend ist. Auch bilden die festen Kapitalanteile die Grundlage für die Gewinn- und Verlustverteilung, es sei denn, Arbeitsgesellschafter sind ebenfalls an der Gesellschaft beteiligt; in einem solchen Fall ist die Arbeitseinlage eines Gesellschafters zu bewerten und im Rahmen der Verteilung des Erfolges entsprechend zu berücksichtigen. Neu ist auch, dass die Gesellschafter mit Mehrheitsbeschluss eine Nachschusspflicht der Gesellschafter normieren können; dies selbst wenn solche nicht im Gesellschaftsvertrag vorgesehen sind, vorausgesetzt es ist dies für die Fortführung der Gesellschaft unerlässlich. Die Geschäftsführung – sohin die Entscheidungsfindung im Innenverhältnis im Einzelfall – obliegt grundsätzlich allen Gesellschaftern. Sofern jedoch ein Einzelner oder auch mehrere die Geschäftsführung übertragen erhalten, sind die übrigen Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen. Steht die Geschäftsführung allen

Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Pegger, Rechtsanwalt

oder mehreren Gesellschaftern zu, kann hier grundsätzlich jeder alleine handeln, wenn nicht ein anderer Gesellschafter widerspricht. Für außerordentliche Geschäfte bedarf es der Zustimmung aller.

DIE GESELLSCHAFT IM AUSSENVERHÄLTNIS

Wie erwähnt, ist die Gesellschaft weiterhin nicht rechtsfähig. Dies bedeutet insbesondere, dass eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als solche keine Verträge abschließen kann; Vertragspartner und Ansprechpersonen im Außenverhältnis sind jeweils die Gesellschafter. Wenn nichts anderes bestimmt wird, deckt sich grundsätzlich die Vertretungsbefugnis mit der Geschäftsführungsbefugnis. Es kann natürlich – wie bei Arbeitsgesellschaften üblich – ein „federführender Gesellschafter“ bestimmt werden, welcher die Gesellschaft nach außen vertritt und somit nach außen für die Gesellschaft handelt; hierfür ist jedoch eine Regelung im Gesellschaftsvertrag oder ein entsprechender Gesellschafterbeschluss notwendig. Zum Vermögen der Gesellschaft gehörende Forderungen können nur von sämtlichen Gesellschaftern gemeinsam geltend gemacht werden.

KÜNDIGUNG UND AUSSCHLUSS

Grundsätzlich kann ein Gesellschafter eine auf unbestimmte Zeit gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts zum Ende eines Geschäftsjahres kündigen. Es muss hierfür jedoch eine Frist von sechs Monaten eingehalten werden. Die Auflösung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts aus wichtigem Grund sowie auch der Ausschluss eines Gesellschafters wird zukünftig nur noch durch gerichtliche

MMMag. Barbara Egger-Russe, Rechtsanwältin

Entscheidung möglich sein. Dies bedeutet, dass auch alle übrigen Gesellschafter nicht mehr einen Gesellschafter ausschließen können, ohne hierfür eine Klage einbringen und ein entsprechendes Urteil erwirken zu müssen. Dies gilt jedoch nicht nur für unternehmerisch tätige Gesellschaften, sondern auch für solche, die keinen kommerziellen Zweck verfolgen und unbewußt gegründet wurden.

ÜBERGANGSREGELUNG

Für bestehende Gesellschaften bürgerlichen Rechts ist es in einer Übergangsphase wesentlich, dass sich die Gesellschafter bis 30. Juni 2016 entscheiden müssen, ob – bei gewissen Bestimmungen – für ihre Gesellschaft die bisherigen oder die neuen Regelungen gelten sollen. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit, ein Opting-Out zu erklären. Für zukünftige Gesellschaften bürgerlichen Rechts und für solche, die vom Opting-Out keinen Gebrauch machen, gilt, dass diese Gesellschaftsform sich nun künftig in einem starken Ausmaß – abgesehen jedoch von der Rechtsfähigkeit – an die Offene Gesellschaft angenähert hat. Insbesondere bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts, welche nicht unternehmerisch tätig sind und deren Gesellschafter sich zum Teil auch der Existenz einer solchen Gesellschaft nicht bewusst sind, wird sich weisen, wie praktikabel die neuen Regelungen sind.

GREITER PEGGER KOFLER & PARTNER

Rechtsanwälte Maria-Theresien-Straße 24 6020 Innsbruck www.lawfirm.at

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Zukunft. BILDUNG & INNOVATION

AUSGEZEICHNET

Präsentierten anlässlich des Tiroler Innovationstages 2014 Industrie4.0-Maßnahmen, v. l.: Harald Gohm (Standortagentur Tirol), Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Marcus Rasch (Forcam) und Roland Larch (ECI Manufacturing)

INDUSTRIE 4.0 Der von der Standortagentur Tirol veranstaltete Tiroler Innovationstag stand ganz im Zeichen von „Industrie 4.0“, also der Vernetzung von Information und Kommunikation zwischen Menschen, Maschinen und Produkten. Dadurch soll nicht nur die weitere Automatisierung der Produktion erreicht werden, sondern soll die heimische Industrie vor allem gegenüber jener in Niedriglohnländern wettbewerbsfähig bleiben. Der Bund stellt in den kommenden zwei Jahren 280 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um Industrie 4.0 in Österreich voranzutreiben, auch die EU fördert über mehrere Ausschreibungen Industrie-4.0-Ini­ tiativen. „Von diesen Fördermitteln müssen auch Industrie und Produktion in Tirol profitieren und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Daher wird die Standortagentur Tirol aktiv an Unternehmen herantreten, auf Fördermöglichkeiten aufmerksam machen und zu Förderungen beraten, beim Aufbau entsprechender Konsortien unterstützen und bei der Förderabwicklung begleiten“, kündigte Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf beim Tiroler Innovationstag 2014 an.

Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg mit Rainer Blatt und Christian Roos

Preisträger Alexander Levitzky mit Rektorin Helga Fritsch

RAINER BLATT & CHRISTIAN ROOS

ALEXANDER LEVITZKI

Der renommierte Experimentalphysiker Rainer Blatt ist Träger des mit 14.000 Euro dotierten Tiroler Landespreises für Wissenschaft 2014. Christian Roos, langjähriger Mitarbeiter von Rainer Blatt, erhielt im November den mit 4.000 Euro dotierten Förderpreis des Landes Tirol.

An der Medizinischen Universität Innsbruck erhielt Prof. Alexander Levitzki den Ilseund-Helmut-Wachter-Preis. Der israelische Biochemiker ist einer der weltweit bekanntesten Krebsforscher. Seine Erkenntnisse haben maßgeblich dazu beigetragen, neue Medikamente gegen Krebs zu entwickeln.

AUSSERDEM Die Historikerin Brigitte Mazohl und der Althistoriker Christoph Ulf wurden mit dem Wissenschaftspreis für außergewöhnliche Forschungsleistungen der Stiftung Südtiroler Sparkasse ausgezeichnet. Für sein erfolgreiches Wirken als Vizerektor und als Bibliotheksdirektor in Innsbruck sowie als Impulsgeber für ein modernes österreichisches Bibliothekswesen erhielt Hofrat Dr. Martin Wieser das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

EHRUNGSTAG

// Foto: MUI/ Hetfleisch

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Im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste aus dem politischen und universitären Umfeld verlieh die Medizinische Universität Innsbruck den Titel einer Ehrensenatorin an Hertha Tuba, die Ehrenprofessur an Univ.-Doz. Mag. Dr. Clemens Decris­ toforo, PD Dr. Markus Kofler und Prim. Univ.-Doz. Dr. Helmut G. Weiss, M.Sc. Jeweils mit einem Ehrendoktorat geehrt wurden die Kardiologen und Pionie­ rinnen auf dem Gebiet der Gendermedizin, Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek von der Charité Berlin und Prof. Dr. Karin Schenck-Gustafsson aus Schweden (Karolinska Institut). Beide sind seit Jahren, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit der österreichischen Gendermedizinexpertin Univ.-Prof. Dr. Margarethe Hochleitner, eng mit der Medizinischen Universität Innsbruck verbunden.


experten.tipp

ARTHROSKOPISCHE OPERATIONEN AN FUSS UND SPRUNGGELENK Viele Erkrankungen des Fußskeletts bzw. der den Fuß umgebenden Weichteile sind sehr schmerzhaft und bedürfen einer operativen Therapie.

BESTES SPIEL DES JAHRES Der futurezone Award 2014 für das beste Spiel des Jahres ging nach Tirol. Die „stillalive Studios“ haben ein innovatives Multi-Multi-Player-3rd-Person-FantasyComputerspiel entwickelt, das die Jury von futurezone und FH Technikum Wien überzeugen konnte. „Son of Nor“ ist ein Action-Adventure, bei dem die Spieler in die Rolle einer Heldin oder eines Helden mit speziellen Kräften schlüpfen. Julian Mautner, Firmengründer und Chefprogrammierer, wurde mit seinem innovativen Start-up bei der Unternehmensgründung vom Tiroler Gründungszentrum CAST unterstützt.

Die „Künstliche Wolke“ wurde im Freiluftlabor in Obergurgl erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zu sehen ist die innere (grün) und die schützende äußere Membran. // Foto: pro.media

INNOVATIVER SCHNEE In Obergurgl wurde erstmals eine Labortechnik erprobt, mit der hochwertiger Neuschnee mit relativ geringer Dichte, deutlich reduziertem Energieverbrauch und wesentlich effizienterer Nutzung der Ressource Wasser in einer künstlichen Schneewolke hergestellt wird. Die im Obergurgler Freiluftlabor angewandte „NEUSCHNEE-Technologie“ verspricht feingliedrige, echte Schneekristalle, wie sie bislang nur die Natur erzeugt. In einer künstlichen Wolke ist es nun möglich, aus einem Kubikmeter Wasser bis zu 15 Kubikmeter Pulverschnee zu erzeugen. Gemeinsam mit Kollegen der Universität für Bodenkultur Wien und der Technischen Universität Wien beschäftigt sich der wissenschaftliche Leiter des Projektes, DI Michael Bacher, schon seit 2009 mit dem Thema der Schneeerzeugung. Den ganzen Winter über wird in Obergurgl unter realen Bedingungen geforscht, um die neue Technologie im großen Stil einsetzen zu können.

Links: arthroskopische Achillessehne // Mitte: arthroskopische Usgarthrodese Rechts: arthroskopische Versteifung des oberen Sprunggelenkes

Die bei Fußoperationen erhöhte Wundproblematik und der steigende Mobilitätsanspruch seitens der Patienten haben zur Entwicklung minimalinvasiver bzw. arthroskopischer Operationstechniken an Fuß und Sprunggelenk geführt. Üblicherweise werden zwei Hautinzisionen mit einer Schnittlänge von jeweils ca. fünf Millimetern angelegt. Durch eine dieser Inzisionen wird eine Kamera mit Lichtquelle eingebracht, durch die andere ein Arbeitsinstrument. Somit kann unter direkter Sicht durch ein „Schlüsselloch“ gearbeitet werden. Zu den häufigsten arthroskopisch durchgeführten Eingriffen an Fuß und Sprunggelenk zählen heutzutage Versteifungsoperationen der Sprunggelenke. Eine weitere Anwendung findet die Arthroskopie in der Abtragung von Knochenanlagerungen am oberen Sprunggelenk, was v. a. bei Laufsportlern auftritt. Auch der dorsale Fußhöcker (Haglundexostose) und der sogenannte „untere Fersensporn“ (plantare Fasziitis) können arthroskopisch behandelt werden. Neben knöchernen Eingriffen lassen sich auch einige Erkrankungen der Sehnenstrukturen endoskopisch therapieren. Dazu zählen das Syndrom der chronisch schmerzhaften Achillessehne sowie schmerzhafte Sehnenveränderungen der Beugesehne des Großzehs. Die bei einer offenen Operation hier immer auftretenden störenden Narbenbildungen können damit praktisch völlig vermieden werden. Der große Vorteil dieser Technik liegt darin, dass keine Muskeln durchtrennt werden, es wegen der geringen Weichteilschädigung zu einer schnellen Heilung kommt und postoperativ weniger Schmerzen zu erwarten sind. Dies resultiert in einer insgesamt schnelleren Mobilisierbarkeit nach einer solchen Operation. In den Händen eines erfahrenen orthopädischen Chirurgen stellen die arthroskopischen Techniken eine sehr sichere Methode dar, die zu guten Ergebnissen und zu früh mobilisierbaren Patienten führt.

WEITERE INFOS:

ofz orthopädie + fußzentrum Dr. Ambros Giner & Dr. Gerhard Kaufmann Innrain 2, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/563900 praxis@ofz-innsbruck.at, www.ofz-innsbruck.at

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Tirol innovativ

TIROL ROCKT Die meisten Tiroler werden wohl mit Skiern an den Füßen geboren. Und dass es heute immer mehr um Individualität statt Massenware geht, ist auch kein Geheimnis. Deshalb starten wir unsere „Tirol innovativ“-Reihe dieses Mal mit einem jungen Ladiser, der beides unter einen Hut kriegt. // Text: Tamara Kainz, Fotos: ZiarmRocker, Tamara Kainz, Julia Türtscher, Roland Mühlanger

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Sebastian Strobl mit seinen handgemachten ZiarmRockern

„MEIN VATER WAR ES, DER MIR RIET, FÜR DIE SKIER ZIRBENHOLZ ZU VERWENDEN. DARAUF HÄTTE ICH ANFANGS NICHT GESETZT. ABER ES BEWÄHRT SICH.“ Sebastian Strobl, ZiarmRocker

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er astronomische Winteranfang ist heuer am 22. Dezember, aber wir hoffen natürlich schon vorher auf Schnee (zumindest zu Redaktionsschluss war noch nicht viel davon zu sehen). Das tut wahrscheinlich auch Sebastian Strobl. Denn er baut Skier. Den anderen beiden Unternehmen dürfte die Jahreszeit wohl egal sein, denn einen guten Duft braucht’s immer und auch für die Solarthermie ist vor allem wichtig, dass die Sonne scheint. Egal wann. ZiarmRocker, Acqua Alpes und TiSun im Porträt.

IN DER ZIARM LIEGT DER ROCK

„Einer meiner Ski ... nicht ein Paar. Ein Ski besteht aus 17 Einzelteilen. Für das Design nutze ich kreative Phasen. Ich setze mich nur hin, wenn ich wirklich den Kopf dafür habe“, macht Sebastian Strobl deutlich, dass er zum Skibauen nicht nur Zeit, sondern auch Lust braucht. Der 29-jährige Ladiser hat vor gut zwei Jahren seine eigene Skimarke entworfen. „ZiarmRocker“ nennt er die Brettln, die er im ganz kleinen, sehr feinen Stil produziert. Wie

der Name vermuten lässt, hat das Ganze etwas mit der Zirbe zu tun: „Zirbenholz ist für den Skibau genial. Es ist leicht und biegsam, also sehr flexibel. Um die nötige Härte in die Ski zu bekommen, verbaue ich teilweise auch Eschenholz oder mische die beiden Holzarten“, erklärt Strobl. Man merkt schon: Der Mann weiß, wovon er spricht. Und das kommt nicht von ungefähr. Papa Toni ist Schnitzer, Sebastian demnach mit Holz aufgewachsen. Ein Fachmann ist der Junior aber speziell, was die Produktion von Skiern angeht. Als Jugendlicher zog er aus, um beim Schweizer Skihersteller Stöckli das Handwerk des Skibauers zu lernen. In Lech war Sebastian Strobl später als Skischuhschäumer tätig. Mit seinem eigentlichen Beruf hatte das freilich nur noch im Entferntesten zu tun. „Schade um die Lehre, dachte ich mir eines Tages“, erzählt der Oberländer. Logische Konsequenz: Das Wissen nutzen und selber Ski bauen. In Tonis Werkstatt fertigt der 29-Jährige seine ZiarmRocker. „Mein Vater war es übrigens auch, der mir riet, Zirbenholz zu ver-

wenden. Darauf hätte ich anfangs nicht gesetzt. Aber es bewährt sich“, schmunzelt Strobl. 2010 hielt der Tüftler sein erstes, selbst entwickeltes Paar Ski in Händen. Es folgten Testläufe und Optimierungen. „Das Feedback war gut und bald stellte sich die Frage, ob ich weitermache und Richtung Verkauf steuere“, erzählt der Ladiser. Seither sind die ZiarmRocker offiziell zu haben. Sowohl die Pisten- als auch die Tourenmodelle werden höchsten Qualitätsansprüchen gerecht: Von heimischem Holz über Stahl, Kunststoff, Aluminium, Carbon und Fiberglas bis hin zu Kautschuk werden verschiedenste Materialschichten in Sandwichbauweise zusammengepresst. In der gesamten Ausführung ist Präzision eines der Prädikate, die Strobls Brettln ganz besonders auszeichnen: „Ich lege zum Beispiel sehr großes Augenmerk auf Biegelinie und Flex. Da muss alles zu hundert Prozent harmonieren. Wir bewegen uns hier im Zehntelmillimeter-Bereich, aber ich will einfach, dass die Fahreigenschaften perfekt sind“, beschreibt der Jungunternehmer sein Konzept. Die Modelle werden außerdem individuell an den jeweiligen Kunden angepasst: „Er bekommt sozusagen ein maßgeschneidertes Produkt.“ Dann gibt es noch einen gravierenden Unterschied zur „Stangenware“. Den Zeitfaktor. Die Ruhe, mit der Strobl insgesamt an das Unternehmen Skibau herangeht, spiegelt sich auch in der Herstellung der ZiarmRocker wider. „In den großen Skifabriken wird natürlich Masse produziert. Alles muss schnell gehen. Bei mir nicht. Meine Ski werden einen halben Tag anstatt wie sonst üblich eine halbe Stunde lang gepresst. Und ich lasse sie von selbst auskühlen, spare mir die Schockgeschichte. Das sind so die kleinen Details, womit sich meine von den sonst am Markt üblichen Erzeugnissen abheben.“ Ganz besonders wichtig ist dem 29-Jährigen auch der persönliche Kontakt mit dem Kunden: „Darauf lege ich größten Wert. Deshalb werden meine ZiarmRocker auch nur direkt über Intersport Kirschner in Serfaus und nicht übers Internet vertrieben.“ Die Nachfrage nach den Skiern ist gut. Trotzdem fertigt der Ladiser pro Jahr noch nicht mehr als 18 Paar an. Strobl will, dass seine Firma langsam und stetig wächst und befasst sich bis dato nur nebenberuflich mit dem Skibau. Preislich sind die exklusiven Teile im obersten Segment angesiedelt. Aber sie spiegeln Authentizität wider. Sind schlicht und trotzdem ansprechend – stehen einfach für eine klare Tiroler Linie. // www.ziarmrocker.at eco.nova

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Lara Balacco, Daniel und Benjamin Deutsch haben mit Acqua Alpes den Duft Tirols eingefangen.

te als Firmenpräsente dienen.“ Der Vertrieb läuft schon über mehr als 20 Partner in Österreich und Deutschland. Logisch, dass Acqua Alpes auch weiterhin auf Expansion setzt: „Wir wollen neue, chice Läden eröffnen und weiterhin edle Erlebnisse für die Sinne entwickeln. Für Weihnachten beispielsweise werden noch je ein neues Parfum für Frau und Mann, eine Seife und ein Raumduft komponiert.“ // www.acquaalpes.com

SOLARTHERMIE: EIN HEISSES THEMA

„FÜR EINEN FLAKON BRAUCHT ES RUND 40 UNTERSCHIEDLICHE DUFTBAUSTEINE, DAMIT DER DUFT AUF DER HAUT HÄLT UND SICH OPTIMAL ENTFALTEN KANN. ALLES WOLLEN WIR ABER NICHT VERRATEN, DER REST IST BETRIEBSGEHEIMNIS.“ Acqua Alpes

BERGWIESEN IN FLASCHEN

Vielleicht hat er auch Ihre Nase schon angenehm überrascht: Der neue Duft, der seit einigen Monaten aus dem Geschäftslokal in der Innsbrucker Hofgasse 2 weht. Auf 20 erfrischend weiß-türkis getünchten Quadratmetern eröffnet sich den Besuchern die blumige Atmosphäre der Tiroler Alpenwelt auf ganz neue Art und Weise. Es ist der erste Store der Parfum-Manufaktur Acqua Alpes. „Gesucht und gefunden, einfach perfekt für uns“, freut sich Lara Balacco über die kleine, aber feine Räumlichkeit in prominenter Lage und zeigt auf das einladende Schaufenster und die liebevoll dekorierten Präsentationsnischen unter altstadttypischem Gewölbe. Die aus der Essenz der Alpen kreierte Kollektion umfasst Parfums für Sie und Ihn, Body Lotions, Duschgels, Raumdüfte und Erfrischungstücher. Die Idee für Acqua Alpes hatten Lara Balacco, ihr Lebensgefährte Daniel Deutsch und dessen Bruder Benjamin vor gut zwei Jahren: „Als wir mal in einer Bergwiese lagen, dachten wir uns, wie schön es wäre, wenn man diesen Duft einfangen und mit nach Hause nehmen könnte.“ Rasch wurde im Heimatort Inzing ein Labor eingerichtet, wo es seither ans Eingemachte geht. Die Basis für die Kompositionen bilden erlesene Bergblüten und Gletscherwasser. Von der Entwicklung über die Herstellung der In-

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halts- und Duftstoffe bis hin zur Abfüllung wird alles selbst und von Hand gemacht. „Dass Lara ausgebildete Pharmazeutin ist, kommt uns dabei sehr zugute“, schmunzelt Daniel Deutsch. Das Fachliche erläutert also seine bessere Hälfte: „Für einen Flakon braucht es rund 40 unterschiedliche Duftbausteine, damit der Duft auf der Haut hält und sich optimal entfalten kann. Alles wollen wir aber nicht verraten, der Rest ist Betriebsgeheimnis.“ Neben Noten wie Saphir und Ambre punktet das junge Unternehmen mit Authentizität: „Wir wollen etwas Besonderes anbieten. Deshalb legen wir neben bester Qualität auch größten Wert darauf, dass Acqua Alpes als Tiroler Parfummarke auch eine rein Tiroler Herkunft besitzt.“ Der Stolz über dieses absolute Alleinstellungsmerkmal ist den Dreien anzusehen, denn die Philosophie gefällt. „Die Acqua-Alpes-Linie ist äußerst gefragt“, berichten die Geschäftsführer Lara und Daniel. „Sicher ist das Publikum hier unweit des Goldenen Dachls international. Araber, Japaner, Spanier, natürlich Italiener und Deutsche sowie Kunden aus vielen anderen Nationen schauen bei uns rein und gönnen sich oder ihren Lieben zu Hause ein Stück Berge als Urlaubssouvenir. Interessanterweise sind es aber fast noch öfter die Einheimischen, die bei uns einkaufen. Gute Geschäfte ergeben sich auch im touristischen Bereich oder wenn unsere Produk-

Heimatliebe und Hightech, Tradition und Zukunft, Bodenständigkeit und Innovation – diese scheinbaren Gegensätze vereint die TiSUN GmbH seit 25 Jahren erfolgreich. Was Wissen und Know-how im Bereich Solarthermie angeht, können den Tirolern auch international nur wenige Unternehmen das Wasser reichen. Die Spitzentechnologie aus Söll ist weltweit gefragt, brilliert sie doch in jeder Klimazone und das selbst bei extremsten Bedingungen. TiSUN exportiert rund 83 Prozent seiner Produkte in 50 internationale Märkte. Hinsichtlich der Entwicklung von Solarthermie-Systemen nehmen die Unterländer gemeinsam mit anderen österreichischen Firmen global eine führende Rolle ein. „Fragt sich nur, wie lange noch“, kommentiert Geschäftsführer Robin M. Welling. „Österreich droht der Verlust der Poleposition. Es gibt zu wenig echte Anreize für den Einsatz alternativer Energieformen“, ärgert sich der TiSUN-Chef, was seiner Ansicht nach ganz einfach daran liegt, „dass sich die Politik viel zu wenig mit der Energiewende identifiziert“. Trotzdem gibt der Geschäftsführer ein klares Bekenntnis zum Standort Tirol ab. Mehr noch: Im Werk in Söll wird massiv aufgerüstet, obwohl die Zeiten für die Solarindustrie unter anderem auch wegen der niedrigen Preise für fossile Rohstoffe schwierig sind. Antizyklisch investieren lautet die Devise und so wurden im heurigen Jubiläumsjahr gleich mehrere neue Produktgruppen im Bereich Kollektoren, Solarspeicher, Solarstationen, Solarregelungen und Verrohrungssysteme eingeführt. Besonders stolz zeigt man sich auf die neuen Kollektorrahmenverbindungen als Highlight der TiSUN-Plug-&-Flow-Modulkollektoren. Geforscht und entwickelt wird hausintern, viele der innovativen Herstellungsprozesse sind patentiert. Ständiges Ziel der Experten ist es, aus der vorhandenen Sonneneinstrahlung die maximale Leistung zu generieren. Davon profitiert der Endkunde: „Sogar in mehrfacher Hinsicht! Denn die Sonne scheint das ganze Jahr über gratis, die


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Versorgung ist sicher, umweltschonend und energiesparend“, fasst Marketingmanagerin Antje Laaß die wesentlichen Vorteile der Solarthermie zusammen. Vom Einfamilienhaus bis zum 5-Sterne-Hotel, vom Gewerbe- und Industriebetrieb bis hin zur Freizeiteinrichtung – TiSUN hat für jeden Interessenten die optimale Lösung. Eine Kompetenz, die seit der Gründung der Firma im Jahr 1989 auf Überzeugung basiert. Deshalb hat der heutige Geschäftsführer auch keinerlei Ambitionen, zusätzlich auf anderen Feldern wie etwa dem der Photovoltaik aktiv zu werden: „Erstens ist das, als würde ein Autohändler plötzlich Dachstühle verkaufen, und zweitens ist die Solarthermie ohnedies die rundum intelligentere Wahl“, erläutert Welling. Gründe nennt er viele – von weit wartungsärmeren Anlagen bis zu echter Netzunabhängigkeit durch das eigene kleine Kraftwerk zu Hause. Nachsatz: „Die momentane Zurückhaltung bei der Investition in erneuerbare Energien wird sich durch entscheidende Faktoren schon bald wieder zu unseren Gunsten wenden. Ich bin sicher, dass wir uns dann vor lauter Aufträgen kaum erwehren können. Zudem gibt es immer noch den Plan, bis 2020 ein Fünftel des Energiebedarfs in Europa mit erneuerbarer Energie abzudecken. Die nächste heiße Phase kommt also bestimmt – wir sind bereit.“ // www.tisun.at

Robin M. Welling, TiSUN-Geschäftsführer

„DIE MOMENTANE ZURÜCKHALTUNG BEI DER INVESTITION IN ERNEUERBARE ENERGIEN WIRD SICH DURCH ENTSCHEIDENDE FAKTOREN SCHON BALD WIEDER ZU UNSEREN GUNSTEN WENDEN.“ TiSUN-Geschäftsführer Robin M. Welling

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KÖNNEN DIE REICHEN DIE WELT RETTEN? Charly Kleissner zählte zu den wichtigsten Softwareentwicklern der Welt und erlangte in Silicon Valley ein kleines Vermögen. Heute betreibt er leidenschaftlich und hauptberuflich Social-Impact-Investing – eine Form von Investment, das die Welt retten oder zumindest ein wenig besser machen soll. // Text: Doris Helweg, Fotos: Tom Bause, privat

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eboren und aufgewachsen in Innsbruck, zog es den jungen Charly nach seinem Schulabschluss zum damals noch nicht so weit verbreiteten Informatikstudium nach Wien. Während eines Studienaufenthaltes in Hawaii lernte er seine Frau Lisa kennen. Nach der Hochzeit in Österreich und einigen Jahren als Universitätsassistent an der TU Wien war Kleissner drauf und dran, sich an der TU Wien zu habilitieren. Doch es kam anders, Lisa konnte sich aufgrund damaliger bürokratischer Hürden in Wien nicht als Architektin selbstständig machen und auch Charly Kleissner wollte in die Businesswelt hineinschnuppern – und wenn, dann gleich richtig. Und so zog es das umtriebige Paar ins Silicon Valley, nicht nur weil es ein Hotspot der IT-Branche ist, sondern weil es auch nahe Lisas Heimat Hawaii liegt. Eine Bilderbuchkarriere folgte und so entwickelte Kleissner unter anderem mit Apple-Gründer Steve Jobs das Betriebssystem OS X, das auch noch heute die Basis jeden iPhones, iPads oder Macs bildet. Der Ausstieg als Chief-Technical-Officer bei Ariba brachte ihm schlussendlich in etwa hundert Millionen Dollar ein – eine Summe, die Lisa und Charly Kleissner zum Nachdenken brachte. Nachdenken, was man denn mit diesem vielen Geld Sinnvolles anstellen kann. ECO.NOVA: Sie haben in Silicon Valley eine wirklich spannende Karriere hinter sich, haben unter anderem an der Seite von Steve Jobs die Software OS X entwickelt und es im wahrsten Sinne des Wortes zu Ruhm und Reichtum gebracht. Wann ist in Ihnen der Entschluss gekeimt, dieses Leben hinter sich zu lassen? CHARLY KLEISSNER: Es kam schon während meiner hochaktiven Zeit als Manager manchmal die Frage in meinen Ge-

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Charly Kleissner mit seiner Frau Lisa

Ja, definitiv. Es geht da wie dort um globale Netzwerke. Heute ist die Technologie für mich Mittel zum Zweck. Durch die verstärkte Handynutzung erreicht man auch die Menschen in den armen Ländern. In Indien ist zum Beispiel die Handynutzung in den letzten fünf Jahren von 300 Millionen auf 1,2 Milliarden angestiegen, mit Video und Anbindung an das Internet können so Serviceangebote aus dem Gesundheitswesen und der Bildung, zur Bewirtschaftung von Land etc. in Plattformen zu den Menschen transportiert werden.

danken auf, als ich so auf irgendeinem Flughafen auf der Welt wartete: „Bin das wirklich ich? Möchte ich bis zu meinem Lebensende so weiterleben?“ Ich war am Höhepunkt einer Karriere und bekam sehr viele Angebote, auch noch viele Jahre nach meinem Ausstieg bei Ariba. Ich war damals 45 und wir waren bis zu diesem Zeitpunkt vorher eine normale mittelständische Familie, nicht arm und nicht reich. Wenn man dann innerhalb von ein paar Jahren zu einem Vermögen von 100 Millionen Dollar kommt, muss man sich auch überlegen, wie man dieses Geld sinnvoll anlegt. Und nicht nur so, wie es die Analysten vorgeben, sondern wie es sich mit unseren Wertevorstellungen vereinbaren lässt. Deshalb wollte ich mir ganz bewusst die Zeit nehmen, um einen Weg zu finden, mit diesem Geld etwas Sinnvolles anzufangen. Wie kamen Sie auf die Idee des Social-Impact-Investings? Wir wollten einen Weg finden, der beides möglich machen soll: Gutes tun und dabei vielleicht auch noch Geld verdienen. Wir waren und sind der Meinung, dass sich beides nicht ausschließen muss. Damals wurde das noch nicht so akzeptiert und wir mussten zweimal unsere Berater feuern, weil sie unser Anliegen nicht verstanden haben. Wir haben uns angesehen, wie Philanthropie und Kapitalismus funktioniert, und haben dabei festgestellt, dass klassische Philanthropie genauso Teil der Probleme ist wie die Maximierung von Geld. Denn massiv Geld ausgeben, ohne eine Leistung zu verlangen, kreiert immer nur neue Abhängigkeiten. Wir wollten eine Kombination. Wir wollen, dass unser Geld einen positiven Einfluss hat. Wir legen unser Geld nicht in Banken an,

wo keine Transparenz herrscht, wo die Rüstungsindustrie, Kriege oder alte Kohleindustrie mitfinanziert wird. Im Unterschied zur klassischen Philanthropie will man beim Social-Impact-Investing einen finanziellen Return haben. Das hängt natürlich davon ab, welches Risiko man eingeht und welche Wirkung man haben will – auf der ökologischen und sozialen Seite. Was erwarten Sie sich davon für die Zukunft? Ich finde es sehr spannend, wie man ein kapitalistisches System und die Makroökonomie ändern muss, um in Bezug auf Investitionen auf gesamtheitliche Nachhaltigkeit zu kommen. Ich werde in den nächsten 20 Jahren daran arbeiten, dass diese Form von Investments dann Normalität wird. Wir werden manchmal abgetan als Esoteriker, derweil sehen wir nur die langfristigen Trends schon etwas früher, denn die Menschheit muss lernen, innerhalb dessen, was die Erde für uns bereithält, weiterzuleben. Es ist nicht eine Frage, ob es passieren soll, es muss sich einfach ändern! Auf der ökologischen Schiene sehen das viele auch schon so, im sozialen Bereich noch sehr wenige. Um soziale Ungerechtigkeiten auszumerzen, braucht es subventioniertes Kapital. Hier kann man sich noch keine finanzielle Rendite erwarten. In Großbritannien gibt es seit etwa zwei Jahren erste Finanzprodukte, die sogenannten Social-Impact-Bonds, wo eine Rendite nur ausbezahlt wird, wenn man den sozialen Aspekt auch wirklich berücksichtigt. Können Sie Ihre Erfahrungen aus Ihrem ersten Leben als Softwareentwickler und Manager auch in Ihrem heutigen Engagement einbringen?

Ihre Frau Lisa und Sie vertreten vehement die Ansicht, dass sich Gutes zu tun und dabei auch Geld zu verdienen nicht ausschließen muss. Kann dieser Ansatz mehr Reiche dazu bewegen, in soziale oder ökologisch nachhaltige Produkte zu investieren? Ja, da spielen auch die Netzwerke, die wir gegründet haben, eine große Rolle. Die wenigsten Reichen möchten wissentlich den Planeten verschmutzen, aber bislang gab es viel zu wenig Finanzprodukte mit sozialem oder ökologischem Nutzen. Seitdem es aber immer mehr Produkte mit Social Impact gibt, erhalten wir sehr viel Zuspruch von anderen Reichen. Viele davon stellen wie wir die Makroökonomie, die klassische Philanthropie sowie auch die gängigen Investitionsstrategien in Frage. Die neue Generation der reichen Familien hinterfragt auch sehr wohl „the meaning of wealth“: Warum sind wir privilegiert und welche Verantwortung kommt dadurch auf uns zu? Ich arbeite sehr gerne mit jungen Menschen und in Amerika herrscht auch ein weitaus offenerer Umgang mit Geld als hier in Europa. Hier ist Geld eher noch immer ein Tabuthema, über das man hinter verschlossenen Türen spricht. Immer mehr Reiche steigen aus den sogenannten „dirty industries“ wie Erdölgeschäfte, Kohleindustrie und Rüstungsindustrie aus und wollen in nachhaltige Unternehmungen investieren. Und so treffen wir auf immer mehr Gleichgesinnte auf der ganzen Welt. Beim 100-Prozent-IMPACT-Netzwerk, das Teil des Toniic-Netzwerks ist, verpflichten sich weltweit bereits 48 Investoren, 100 Prozent ihres investierbaren Vermögens in der Höhe von einer Million Dollar bis hin zu einer Milliarde Dollar mit sozialen und ökologischen Renditen anzulegen. Als wir dieses Netzwerk vor ungefähr 18 Monaten gegründet haben, hätten wir nie mit diesem regen Zuspruch gerechnet. Das bestätigt uns in unseren täglichen Bemühungen der letzten sieben Jahre. Wir wollen einfach bei den Reieco.nova

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chen dieser Welt das Bewusstsein schaffen, ihr Geld nicht nur irgendwie zu vermehren, sondern etwas Sinnvolles damit zu erreichen. Und je mehr Milliarden mit Social Impact weltweit investiert werden, umso mehr Gewicht erhalten wir auch irgendwann gegenüber den Pensionsfonds und der Politik. Wie kann nun so ein Social-Impact-Investing aussehen? Es fängt schon damit an, auf welcher Bank ich mein Konto eröffne und mein Geld deponiere. Mein Vorschlag ist, dass jeder Tiroler oder jeder Österreicher mal zu seiner Bank geht und hinterfragt: „Was macht Ihr überhaupt mit meinem Geld?“ und Transparenz einfordert. In Amerika zum Beispiel investieren alle Großbanken in die Rüstungsindustrie. So einer Bank können wir kein Geld anvertrauen, das lässt sich mit unserer Philosophie nicht vereinbaren. In Deutschland gibt es zum Beispiel die GLS Bank mit einem Ableger in Salzburg, die zumindest völlig transparent agiert und jedes Jahr 30 bis 40 Prozent Steigerungsraten einfährt. Dann gibt es je nach Höhe des Anlagevermögens immer mehr Finanzprodukte auf dem Markt, ob Bonds oder Fonds oder auch öffentliche Anleihen. Aber ganz egal, welche Anlageform man als Investor wählt, wichtig ist immer, auf die Transparenz zu achten! Wie hoch liegt das Risiko? Können Investoren in diesem Bereich auch mit nachhaltigen Renditen rechnen? Wir haben vor einem Jahr einen Bericht über die finanzielle Rendite unserer Stiftung herausgebracht, wo wir zeigen, dass wir sehr wohl kompetitive finanzielle Rendite einfahren konnten, obwohl wir nun 100 Prozent unserer Anlagen im Impact-Bereich tätigen. Im Fondsbereich gibt es auch in Europa interessante Produkte im Microfinance- wie auch im Social-Venture-Bereich, die durchaus eine Rendite von vier bis acht Prozent abwerfen. Auch Social-Impact-Bonds sind mittlerweile in mehreren europäischen Ländern auf dem Markt. Hier wird die finanzielle Rendite vom sozialen Impact abhängig gemacht und beträgt zwischen 0 und 13 Prozent. Sie haben gemeinsam mit Ihrer Frau auch die KL Felicitas Foundation gegründet. Wen unterstützt sie? Die KL Felicitas Foundation unterstützt vor allem Inkubatoren und Akzeleratoren, die wiederum interessante und nachhaltige Start-up-Unternehmen auf der ganzen Welt

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unterstützen. Wir haben in den letzten Monaten in Wien eine Investorengruppe gegründet, die im zentraleuropäischen Raum kleine Unternehmen unterstützen will, wie wiederverwendbare Windeln aus Serbien oder eine Online-Gesundheitsplattform in Rumänien. Im Frühjahr dieses Jahres haben wir in die Gebrüder Stitch in Wien investiert, die maßgefertigte Ökojeans völlig ohne Chemie herstellen. Ein weiteres Vorzeigeunternehmen, das die Felicitas Foundation vor zwei Jahren unterstützt hat und jetzt schon profitabel ist, ist Biolite. Das sind kleine, mobile Holzöfen für Camping oder Garten mit minimalen Emissionen, mit denen man nebenbei auch noch über einen USB-Port das Handy aufladen kann. Wie viel Ihres Vermögens haben Sie persönlich nach Ihren Prinzipien veranlagt? Bei unserer Stiftung liegen wir bei 100 Prozent, beim Rest unseres investierbaren Vermögens bei ungefähr 50. In unsere Foundation haben wir zehn Millionen Dollar investiert. 70 Prozent unseres Gesamtvermögens wird nach unserem Ableben in unsere Stiftung einfließen. Der nicht investierbare Teil unseres Vermögens steckt in Grundstücken in Hawaii und Big Sur, wo wir ebenso auf Nachhaltigkeit setzen. Was treibt Sie heute an, sich so stark für Ihr Social-Impact-Investing zu engagieren? Sie könnten sich doch auf Ihren Lorbeeren ausruhen und alle viere gerade sein lassen? Ich glaube, Menschen, die Zeit haben, über den Sinn des Lebens zu reflektieren, die wissen auch, was zu tun ist. Es dann nicht zu tun, wäre aus meiner Sicht ein großer Fehler. Seitdem ich regelmäßig Yoga betreibe, sind Körper und Geist in einem „Flow“ und mir passieren die besten Dinge im Leben, ohne dass sie geplant sind. Wenn die Intentionen im Leben rein sind und nicht nur auf sein eigenes Ego gerichtet, und wenn man weiß, wozu man auf der Welt ist, kann man eigentlich gar nicht anders. Dann ist das ein innerer Antrieb. Reichtum kann nämlich durchaus auch belasten. Für mich ist die einzige Möglichkeit, damit umzugehen, etwas Gutes damit zu tun. Wäre schön, wenn mehr Menschen auf der Welt so denken würden. Sollen demnach Ihrer Meinung nach die Reichen sozusagen die Welt retten? Nicht nur die Reichen, sondern alle. Aber wenn die Reichen ihren Beitrag nicht leisten,

dann müssen sie auch die Konsequenzen tragen, persönlich und gesellschaftlich. Auch in Tirol leben Millionäre. Wie wollen Sie diese von Ihrer Idee überzeugen? Jeder, der mitmachen kann, ist herzlich willkommen! Ich war überrascht, dass in Österreich tatsächlich sehr viel Vermögen vorhanden ist, aber bis jetzt werden uns die Türen noch nicht eingerannt. Vielleicht fühlt sich ja schon der ein oder andere Vermögende bereit dazu, mit uns einmal ins Gespräch zu kommen. Mich würde es freuen. Unsere Türen stehen jederzeit offen! Wo leben Sie heute vorrangig? Unser Lebensmittelpunkt ist in Big Sur zwei Stunden südlich von Silicon Valley, eine sehr inspirierende Gegend mit wunderbaren Redwood-Trees. Ich bin zur Zeit sehr viel in Europa unterwegs, um den europäischen Impact-Markt anzutreiben. Unsere europäische Dependance ist in Innsbruck, ab April 2016 möchten wir hier ein Jahr lang unseren Hauptstützpunkt einrichten und von da aus Europa und die Welt bereisen. Wann werden Sie sagen können, meine Mission ist erfüllt? Die wird nie ganz erfüllt sein. Die Vision ist einfach, dass wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt liefern. Durch die Tatsache, dass so viel Geld zu uns gekommen ist, haben wir auch erkannt, dass Geld eine der Hebelwirkungen ist. Und Impact-Investing ist die Hebelwirkung im finanziellen Bereich. Unser Beitrag ist aber nicht nur auf der finanziellen Ebene, sondern dass wir vor allem auch die Bewusstseinsbildung dafür auf der ganzen Welt vorantreiben. Das ganz große Geld auf der Welt wird von den Pensionsfonds und Versicherungen investiert, rund 40 Billionen Dollar. Dieses Geld wird in fossile Brennstoffe und alte Minen investiert und verdreckt damit unsere Welt. Im Vergleich dazu haben die Reichen dieser Welt rund vier Billionen Dollar zu veranlagen. Selbst wenn ich alle Reichen dieser Welt vom Impact-Investing überzeugen könnte, wären das erst wenige Prozent des gesamten investierbaren Vermögens auf der Welt. So gehen unsere Überlegungen in die Richtung, wie wir die Pensions- und Versicherungsfonds davon überzeugen können, umzusteigen. Wenn nur zehn der größten Pensionsfonds aus den fossilen Brennstoffgeschäften aussteigen, würde sich auch das System ändern. Daran glauben wir und daran arbeiten wir.


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MIT SMART MONEY UND TEAMGEIST ZUM ERFOLG Seit nunmehr zwölf Jahren betreut und fördert das CAST (Center for Academic Spin-offs Tyrol) zündende Geschäftsideen von Mitarbeitern der Tiroler Hochschulen. Seit einem Jahr werden die Geschäfte des Tiroler Gründungszentrums von Florian Becke geleitet. // Text: Barbara Hoffmann-Amann, Fotos: CAST/Birgit Koell

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ir haben mit dem überzeugten Teamplayer über Erfolgsformeln, Smart Money, die Entrepreneurship-Kultur in Tirol und Dienstleistungen des CAST gesprochen. Der Experte für Technologietransfer wünscht sich die Schaffung eines Inkubators für Start-Up Unternehmen in Tirol. ECO.NOVA: Was sind wichtige Fragestellungen bei Unternehmensgründungen? FLORIAN BECKE: Im Wesentlichen geht es bei der Umsetzung einer Geschäftsidee um drei Bereiche: Team, Technologie und Finanzierung. Das Team muss motiviert

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sein, die Herausforderungen bei der Unternehmensgründung anzunehmen, die Technologie soll ein zentrales Problem auf dem Markt lösen, und ohne Finanzierung kein Unternehmen. Darüber hinaus sind eine Reihe von betriebswirtschaftlichen Kompetenzen und Soft-Skills notwendig, um ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen. In den meisten Fällen können Teams nicht alle Kompetenzen, die im Zuge des Gründungsprozesses gebraucht werden, abdecken. Das CAST schließt diese Lücken vorrübergehend mit erfahrenen Beratern sowie über Know-how-Vermittlung und unterstützt so den erfolgreichen Gründungsprozess.

Sind Fördergelder nicht der entscheidende Faktor, um Ideen aus der Wissenschaft umzusetzen? Geld alleine ist nicht ausreichend, genauso wenig, wie es ausreicht, nur Infrastruktur bereitzustellen. Wichtig ist eine Kombination aus Infrastruktur, finanziellen Mitteln und Coaching. Das ist es auch, was man unter dem Begriff Smart Money versteht. Eine Kombination aus Geld und Beratung, um Ideen aus der Forschung langfristig auf dem Markt als Produkt zu etablieren. Wer kann sich an das CAST wenden? Das CAST ist das Gründungszentrum der


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akademischen Einrichtungen Tirols. An uns können sich alle Mitarbeiter der Tiroler Hochschulen wenden, die innovative Ideen, ein Interesse an der Unternehmensgründung oder auch schon fertige Geschäftskonzepte haben. Wie lange begleitet das CAST die Firmengründungen? Wir haben kein Patentrezept, sondern beraten individuell nach Bedarf. Die zeitliche Intensität ist vom Gründungsteam und den Bedürfnissen abhängig. Die Begleitung kann über mehrere Jahre dauern, vor allem in den forschungsintensiven Hightech-Branchen. In den meisten Fällen unterstützen wir Gründungsteams von der Vorgründungphase bis hin zum Markteintritt. Der Kontakt zu den Teams ist uns jedoch nicht nur während der Gründungsphase wichtig. Auch wenn die Unternehmen bereits am Markt etabliert sind, halten wir weiterhin den gegenseitigen Kontakt aufrecht. Wir stellen ein Netzwerk bereit, auf das die Teams jederzeit zurückgreifen können, und durch die wachsenden Unternehmen tun sich auch für das CAST neue Netzwerke auf. Gibt es eine Formel für erfolgreiche Gründungen? Eine einfache Formel gibt es nicht. Aber es gibt Rahmenbedingungen, die es wahrscheinlicher machen, dass eine Idee erfolgreich umgesetzt wird. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist das Team selbst und die Businesserfahrungen, die Mitglieder mitbringen. Jede Gründung ist eine Reise ins Unbekannte. Ein gutes Team kann auf die Herausforderungen während des Gründungsprozesses reagieren und mit ihnen umgehen. Es lässt sich bei Rückschlägen nicht entmutigen, sondern bleibt begeistert von der Idee und arbeitet weiter an deren Verwirklichung. Mit gutem Support, wie dem vom CAST, können Rückschläge besser aufgefangen werden. Was ist aus Sicht des CAST ein Erfolg? Wenn der Technologietransfer gelingt und es gute Forschungsergebnisse auf den Markt schaffen – in welcher Form auch immer! Jede Kommerzialisierung von Ideen aus den akademischen Hochschulen ist ein Erfolg. Ob es sich dabei um eine Ausgründung, eine Lizenzierung oder um den Verkauf von Forschungsergebnissen an etablierte Unternehmen handelt, ist nebensächlich. Was raten Sie Tirols Erfindern und Entwicklern? Sich aktiv und kreativ darüber Gedanken zu machen, wie man seine Ideen kommerzialisieren kann, und den Mut zu haben, die-

sen Weg auch zu gehen. Darüber hinaus rate ich dazu, sich Unterstützung zu holen. Am Standort Tirol, aber auch bundesweit gibt es im Gründungs- und Unternehmensbereich hochwertige kostenlose Beratung und lukrative Förderungen, die es wahrscheinlicher machen, ein konkretes Gründungsvorhaben erfolgreich in die Tat umzusetzen. Beim Vorantreiben einer Idee aus der Akademie heraus unterstützen das Team von CAST sowie die Transferzentren der Universitäten. Stichwort Entrepreneurship-Kultur in Tirol – wie beurteilen Sie die Szene? In Tirol gibt es eine aufgeweckte, wachsende und dynamische Start-Up-Szene, die sehr viel Ausbaupotenzial in sich trägt. Ziel muss es sein, den Gründungsgeist in Tirol wachzuhalten. „Gründung und Innovation“ muss in Tirol einen Kultstatus erlangen dürfen, der sich in großen Metropolen wie Berlin oder Wien bereits eingestellt hat und diese Orte zu Hotspots der Start-Up-Szene werden ließ. Daran arbeiten wir zusammen mit der Standortagentur, der Wirtschaftskammer und den Tiroler Hochschulen. Auf welche Unternehmenskultur setzt das CAST selbst? Das CAST setzt auf Teamarbeit und lebt vom Engagement seiner Mitarbeiter – so, wie es auch jedes Start-Up tut. Freude macht uns, innovative Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Forschungs- und Technologiebereichen bei der Verwirklichung ihrer Ideen zu unterstützen. Alle Teammitglieder des CAST verfügen über einen akademischen Hintergrund und verbinden wissenschaftliches Know-how mit unternehmerischer Erfahrung. Das ist wichtig, um das breite Forschungsspektrum der Tiroler Hochschulen – aus denen unsere Gründungen kommen –, optimal abdecken zu können und so qualitativ hochwertige Beratung zu gewährleisten. Was würden Sie sich für das Gründerland Tirol wünschen? Wichtig wäre die Schaffung eines Inkubators, also eines Raumes für innovative Geschäftsideen. Ich meine das aber nicht virtuell, sondern einen realen Ort. Dort sollten Leute aus den unterschiedlichsten Branchen zusammenarbeiten und die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsideen umzusetzen. Darüber hinaus sollte die Infrastruktur vorhanden sein, erste Prototypen selbst zu bauen und erste Wachstumsschritte realisierbar zu machen. Der große Vorteil eines solchen Inkubators ist es, dass Gründer, die zwar aus den verschiedensten Branchen kommen, alle jedoch die gleichen

Herausforderungen zu bewältigen haben, an einem Ort zusammenkommen. Dadurch können sie sich gegenseitig unterstützen, der Austausch wird gefördert, sie profitieren von den Erfahrungen der anderen und Ideen werden schneller vorangetrieben. Was sind die wichtigsten Ziele des CAST? Wir sind als akademisches Gründungszentrum in Tirol mittlerweile etabliert. Unser Ziel ist es, die Gründungsszene in Tirol gemeinsam mit den Transferzentren der Universitäten, der Standortagentur und der Wirtschaftskammer zu stärken. Dafür möchten wir unsere bestehenden Netzwerke für Gründer nutzen, die Zusammenarbeit forcieren und Synergien schaffen. Natürlich wollen wir weiterhin viele spannende Gründungen aus den Tiroler Hochschulen begleiten. Was war für Sie persönlich Ihre bisher zündendste Idee? 2004 mit meiner Familie aus München nach Tirol zu kommen, war sicherlich meine bisher beste Idee.

DR. FLORIAN BECKE

• Gründungs- und Patentberater, CAST Gründungszentrum GmbH • Projektleiter der Technologietransferstelle im Nationalen Genomforschungsnetz (TT-NGFN), Fraunhofer-Patentstelle für die Deutsche Forschung • Patentmanager im Projekt Bayern Patent, Universität Augsburg und Fachhochschulen Augsburg, Kempten und Neu-Ulm • Promotion zum Dr. rer. nat., Universität Regensburg • Studium der Biologie, Universität Regensburg

CAST – CENTER FOR ACADEMIC SPIN-OFFS TYROL CAST Gründungszentrum GmbH Wilhelm-Greil-Straße 15 A-6020 Innsbruck Tel.: 0512/282283-0 Email: office@cast-tyrol.com www.cast-tyrol.com

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BRUTSTÄTTE FÜR ERFOLGREICHE UNTERNEHMEN Die Innsbrucker Ursulinensäle waren am 29. 10. mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Forschung und Politik bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein Grund dafür war wohl die Person Hermann Hauser, einer der erfolgreichsten Tiroler weltweit. // Text: Walter Ischia

Der Tiroler Hermann Hauser ist international erfolgreich

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ermann Hauser hat an diesem Abend erzählt, wie er es geschafft hat, selbst einer der erfolgreichsten Unternehmer Englands zu werden und dabei die ganze Region Cambridge federführend mitzuentwickeln. Das wirklich Besondere an diesem Abend war, dass er dabei das Angebot gemacht hat, mit dem International Enterpreneurship Center Tirol – I.E.C.T. in Wörgl – seine Erfahrungen und sein Netzwerk inklusive dem Venture-Capital-Potenzial auch in Tirol nutzbar zu machen. Die Motivation des I.E.C.T. – Hermann Hauser ist klar definiert: „We produce successful enterpreneurs.“ Das I.E.C.T. in Wörgl ist eine private und nicht durch öffentliches Geld geförderte Institution mit dem Ziel, Unternehmerpersönlichkeiten zu wirtschaft-

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lichem Erfolg zu führen. „Wir fördern Personen, die ihre Unternehmensidee mit Kreativität und Leidenschaft umsetzen möchten. Eine ganzheitliche Infrastruktur soll potenziellen Entrepreneuren zur Verfügung stehen und so eine Entwicklung vom Bewusstsein über das Unternehmersein zu den Chancen und Risiken des Unternehmertums, bis hin zum effektiven und nachhaltigen Erfolg, ermöglichen“, erläuterte Cousin Joseph P. Hauser, Inhaber und Geschäftsführer der Spectrum Werbeagentur, die Vision.

DAS „CAMBRIDGE PHENOMENUM“

Wie das funktioniert, hat Hermann Hauser in Cambridge erfolgreich vorexerziert: Man muss innovativen Menschen mit ausgezeichneten Ideen einen Mix aus Ausbildung für ihr

Unternehmertum, Netzwerk, Plattformen für den Austausch, technischen Voraussetzungen und Kapital zur Verfügung stellen. Auf diesem Nährboden entstehen neue und expansive Unternehmen. Die Bilanz von Cambridge verdeutlicht dies eindrucksvoll. Über 1.500 Unternehmen mit 57.000 Mitarbeitern und einem kumulierten Umsatz von über 13 Mrd. Pfund sind auf diese Weise in den letzten drei Jahrzehnten in der Region Cambridge gewachsen. Mittlerweile wird diese einzigartige Erfolgsgeschichte sogar als „Cambridge Phenomenum“ bezeichnet. Unter den neu entstandenen Companies befinden sich viele Weltmarktführer, wie der Mikroprozessorhersteller ARM, an dem auch Hermann Hauser selbst beteiligt ist. „ARM hat mit RISC Chips für Mobile Devices ei-


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nen Marktanteil von über 95 Prozent weltweit“, so Hauser. Alleine im Jahr 2014 wird ARM über eine Milliarde solcher Mikroprozessoren verkaufen, also mehr Stück als der bekannte Mitbewerber Intel in seiner ganzen bisherigen Firmengeschichte.

BRÜCKENSCHLAG

Diese Fakten waren es auch, die den Tiroler Unternehmer Joseph P. Hauser auf die Idee gebracht haben, eine Brücke zwischen Cambridge und Tirol zu bauen. Seit seiner ersten Studienreise im Jahr 2002 hat sich Hauser, der als Geschäftsführer der Spectrum Werbeagentur einen markentechnischen Zugang zu dem Thema hat, die Frage gestellt, wie das enorme Potenzial und die bestehende Infrastruktur von Cambridge für Tirol nutzbar sein könnten. „2014 war die Zeit reif, den nächsten Schritt zu gehen und das I.E.C.T. einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, so Hauser. Nicht zuletzt garantiert der Name Hermann Hauser höchste Qualität. Die Einzigartigkeit der Institution in Kombination mit Cambridge und die gewünschte Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen haben das Potenzial, Tirol als international anerkannte Start-up-Region zu positionieren.

GROSSES INTERESSE

Sehr angetan zeigten sich auch Vertreter der Politik und der Hochschulen von der Idee, ein internationales Zentrum für innovatives Unternehmertum in Tirol zu schaffen. Im Vorfeld der Präsentation wurden die Initiatoren von Unirektor Tilmann Märk, von Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Industriellenvereinigung, Tirol Werbung und dem Forum Alpbach auf ein erstes Gespräch eingeladen. Das Echo war äußerst positiv und die Bereitschaft zur Unterstützung mehr als vorhanden. Ebenso positiv waren die Reaktionen der zahlreichen Besucher mit vielen bekannten Gesichtern aus der Tiroler Unternehmer-, Politik- und Hochschullandschaft. „Das Interesse an unserer Initiative ist riesengroß. Wir spüren eine tolle Aufbruchstimmung. Es wurde die Chance, die sich mit dem I.E.C.T. für Tirol bietet, erkannt“, freuten sich die Initiatoren.

KERNBEREICHE DES I.E.C.T.

Es sind vier Bereiche, die das I.E.C.T. abdecken wird. Diese orientieren sich im We-

Die Institutionen im Hauser Forum in Cambridge stehen in den Startlöchern für den Wissenstransfer nach Tirol

sentlichen an den vorhandenen Einrichtungen im Hauser Forum und der Universität in Cambridge. Im Bereich I.E.C.T. learning kann auf ein einzigartiges Lernsystem zurückgegriffen werden, das im Centre for Entrepreneural Learning entwickelt wurde. Dieses konzentriert sich auf das Lernen für die Praxis und ermöglicht es den Teilnehmern, ihre jeweiligen Ideen weiterzuentwickeln und dabei ein hohes Maß an Selbstsicherheit aufzubauen. Die Basis für die Weiterbildung im I.E.C.T. learning sind die Unternehmensidee, der bestehende Businessplan sowie die eigenen Vorkenntnisse. Nach dem Motto „we don’t teach about entrepreneurship, we teach for entrepreneuership“ wird nicht nur allgemeines unternehmerisches Denken und Handeln vermittelt, sondern der Fokus auf die notwendigen Tools für den Start und die Entwicklung des neuen Unternehmens gelegt. Im I.E.C.T. idea space geht es darum, die Ideen von Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich umzusetzen. Im idea space treffen die Gründer zusammen und erhalten günstige Räumlichkeiten mit Arbeitsplätzen und moderner IT- und Kommunikationsinfrastruktur. Ein wichtiger Aspekt des idea space ist der Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen den Gründern, aber auch das Zusammentreffen mit erfahrenen Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft. Nicht zuletzt erhalten die Geschäftsmodelle des idea space einen Zugang zu Business Angels und Investoren. I.E.C.T. projects: In diesem Bereich ist eine enge Kooperation mit den Cambridge

Consultants geplant, ein Netzwerk, bei dem über 400 Ingenieure, Wissenschafter und Designer beschäftigt sind. Diese entwickeln und designen auf Basis von Anforderungen und Ideen bis hin zum Prototyp. In einem weiteren Schritt ist auch die Bereitstellung einer eigenen Infrastruktur für Prototyping samt Maschinenausstattung in Tirol angedacht, um den Entrepreneuren die Möglichkeit zu geben, mit professioneller Ausstattung und Unterstützung Produktideen umzusetzen. Im Bereich I.E.C.T. service geht es um die Beziehungsebene. In dieser Säule werden dem Unternehmer primär Kontakte zur Verfügung gestellt. Networking ist der Kern erfolgreichen Unternehmertums. Der Aufbau eines nationalen und internationalen Beziehungsmanagements und eines branchenübergreifenden Netzwerkes stehen im Fokus. Eine tolle Chance wird den innovativen Unternehmern, die vom I.E.C.T. in Wörgl begleitet werden, auch durch die Möglichkeit geboten, ihre Fähigkeiten in Cambridge weiterzuentwickeln.

EINLADUNG ZUM MITMACHEN

„Natürlich sind die Voraussetzungen von Cambridge mit denen in Tirol nicht ganz vergleichbar. Wir haben die Chance, auf die Erfahrungen und die Zusammenarbeit eines der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte Europas zurückzugreifen. Die Basisarbeit ist geleistet. Nun laden wir alle ein, mit uns zusammen dieses Erfolgsrezept für unsere Region zu übersetzen, für ein Einzugsgebiet, das weit über die Tiroler Grenzen hinausgeht“, schlossen die Initiatoren ihre Ausführungen ab. eco.nova

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ZERTIFIKAT FÜR TRAINER Erweitern Sie Ihre beruflichen und persönlichen Perspektiven! Werden Sie zertifizierter Trainer in der Erwachsenenbildung. // Foto: Stephan Elsler ner einen möglichst objektiven Nachweis über vorhandene individuelle Kompetenzen. Welchen Nutzen bietet die Zertifizierung? Mit einem Personenzertifikat zeigt ein Trainer, dass seine methodisch-didaktischen Kompetenzen – also sein Können, lehrend und lernbegleitend tätig zu sein – in einem standardisierten Verfahren überprüft und nachgewiesen wurde. Trainerausbildungen auf dem Markt werden zahlreicher und immer unüberschaubarer, das Personenzertifikat ist ein Wettbewerbsvorteil für den Einzelnen.

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mmer mehr Leute drängen auf den heiß umkämpften Trainermarkt. Das WIFI bietet jetzt die beste Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben und sich einen einzigartigen Vorteil zu verschaffen: Heuer gibt es erstmals die Möglichkeit, sich als Trainer zertifizieren zu lassen – im WIFI Tirol wird die Trainerzertifizierung vor Ort exklusiv angeboten. Als zertifizierte/r Trainer/in in der Erwachsenenbildung (ZTEB) nach EN ISO/ IEC 17024 erlangen Trainer einen nach internationalen Standards ausgearbeiteten Nachweis über ihre Fähigkeiten. Dadurch können informell erworbene Qualifikationen und Kompetenzen nachgewiesen werden. Des Weiteren wird mit der ZTEB die Fähigkeit, lebendiges und nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, bestätigt. Da der Schwerpunkt im Praxisbezug liegt, können vor allem erfahrene Trainer dieses Zertifikat erlangen. Wir sprachen mit Martina Purtscheller, Koordinatorin und Prüferin der Zertifizierungsstelle.

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Wie kann ich mich zertifizieren lassen? Der Trainer stellt einen Antrag bei der Zertifizierungsstelle. Trainererfahrung, Ausund Weiterbildung usw. sind mit dem Antrag nachzuweisen. Nach der Zulassung durchläuft man ein Feststellungsverfahren – die Zertifizierung: Neben der Erstellung einer Praxisarbeit und der Bearbeitung einer Vor-Ort-Fallstudie ist ein Fachgespräch vor einer Expertenjury abzulegen und eine schriftliche Überprüfung der fachlichen Kenntnisse notwendig. Eine Rezertifizierung ist nach fünf Jahren erforderlich. ECO.NOVA: Was wird bei der Trainerzertifizierung bestätigt? MARTINA PURTSCHELLER: Wichtig ist, darauf zu achten, wer den Zertifizierer zertifiziert, denn nur so ist eine Qualitätssicherung gegeben. Eine unabhängige dritte Partei bestätigt, dass eine Person in einem bestimmten Gebiet – in diesem Fall der Bereich Training in der Erwachsenenbildung – über entsprechendes Wissen, Erfahrung und umsetzerisches Können verfügt. Das Zertifikat bietet die Möglichkeit, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Für welche Personen ist die Zertifizierung interessant? Für alle mit informellen Qualifikationen, die einen formalen Nachweis für ihre Trainingskompetenz erlangen wollen, Trainer und Fachexperten, die sich selbständig machen möchten, oder Unternehmen und Trainingsinstitute, die gut ausgebildete Trainer beauftragen. Mit der Zertifizierung erhält der Trai-

Mag. FH Martina Purtscheller

Alle Informationen finden Sie unter wifi.at/zertifizierungsstelle. Ansprechpartnerinnen im WIFI Tirol sind Mag. FH Martina Purtscheller und Daniela Scherl unter 0590905 -7601 oder daniela.scherl@wktirol.at.


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BARRIEREFREI Die UN-Behindertenrechtskonvention hat schon im Jahr 2006 festgelegt, dass die möglichst gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit Behinderung am Leben und in der Gesellschaft zu ermöglichen ist.

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ie UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet grundsätzlich zur Herstellung völliger Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen – für geh-, aber auch seh- und hörbehinderte Personen – und beschreibt das mit

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dem Aspekt des „Universellen Design“. Gefordert ist dazu die Gestaltung von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen in der Weise, dass sie von allen Menschen möglichst selbstständig und ohne Anpassung genutzt werden können. Univ.-

Prof. Dr. Michael Ganner, Institut für Zivilrecht an der Universität Innsbruck, befasst sich umfassend mit den Entwicklungen im Behinderten- und Altenrecht in Österreich und vergleichend in anderen Ländern sowie der UN-Behindertenrechtskonvention


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Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner

und ihren Auswirkungen in verschiedenen Rechtsbereichen. In seinem Buch „Grundzüge des Alten- und Behindertenrechts” behandelt er die komplexen und in vielen Bereichen festgelegten rechtlichen Grundlagen von Einrichtungen wie Altersheimen bis zur rechtlichen Umsetzung der von der UN geforderten größtmöglichen Selbstbestimmung für Behinderte. Das Buch spannt dabei einen sehr weiten Bogen über eine Vielzahl von rechtlichen Themenkreisen und beschreibt diese auch für Nichtjuristen sehr praxisorientiert. Barrierefreiheit im nationalen Recht verankert Österreich hat die von der UN im Jahr 2006 verabschiedete Behindertenrechtskonvention bereits im Jahr 2008 ratifiziert. In einem ersten Staatenbericht sowie einem daraus abgeleiteten nationalen Aktionsplan 2012 bis 2020 hat Österreich nun in den letzten Jahren begonnen, die Vorgaben der UN in nationales Recht zu implementieren. Einige bestehende Defizite und Handlungsbedarf wurden vor allem in den Bereichen Sachwalterrecht, persönliche Assistenz, Inklusion, Diskriminierungsschutz sowie Barrierefreiheit aufgezeigt. eco.nova: Verändern sich die rechtlichen Anforderungen im Bereich Behindertenrecht in Österreich und sind auch Unternehmen gefordert, aktiv zu werden? Michael Ganner: Die Menschen werden immer älter und altersbedingte Einschränkungen nehmen zu. Mit mehr Betroffenen steigt auch die Sensibilität für deren Bedürfnisse und Ansprüche. Der Gesetzgeber reagiert darauf und schafft Rahmenbedingungen, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Teilnahme am Gesellschaftsleben ermöglichen. Das betrifft alle Bereiche des Lebens:

z. B. barrierefreies Wohnen, Dienstleistungen zu Hause (Unterstützung, Pflege etc.), das Konsumverhalten von Personen mit Behinderungen (Einkaufen, Fernsehen, Internet etc.), das Arbeitsleben und den Zugang zu Behörden und sozialen Leistungen. Das betrifft natürlich auch private Unternehmen. Der Hintergrund dabei ist immer, dass alle Leistungen auch für Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt zugänglich sind. Wie weit ist Inklusion bereits in das Bewusstsein der österreichischen Gesellschaft aus rechtlicher Sicht vorgedrungen? Passiert ist in Österreich aus rechtlicher Sicht noch nicht allzu viel, trotzdem hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde von Österreich im Jahr 2008 zwar ratifiziert, aber gleichzeitig unter Erfüllungsvorbehalt gestellt und begründet somit keine unmittelbar subjektiven Rechte für Betroffene. Aber die UN-Vorgabe verlangt trotzdem die vollständige Inklusion von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen und damit z. B. auch beim Wohnen. Im Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz kommt diese allgemeine Forderung auch bei privatrechtlichen Rechtsverhältnissen und Leistungen zur Anwendung, soweit diese der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Das ist immer dann der Fall, wenn sie der Allgemeinheit angeboten werden. Darunter fällt zum Beispiel auch Vermietung und Verkauf von Immobilien. Das Gleiche gilt für alle touristischen Angebote (Hotels, Pensionen, Privatzimmervermieter) und ganz generell ist davon auszugehen, dass alle Verbrauchergeschäfte darunter zu subsumieren sind. Das heißt, dass alle Gebäude, Wohnungen, Einrichtungen und auch Dienstleistungen generell barrierefrei sein sollten? Ja, aber es gibt zwei wesentliche Ausnahmen: Einmal wenn die Beseitigung der Barrieren mit unverhältnismäßig hohen finanziellen Belastungen verbunden oder wenn die Beseitigung der Barrieren gesetzwidrig wäre, also z. B. dem Denkmalschutz widerspräche. Ein Sonderausnahmetatbestand besteht auch noch für Wohnraum. Hier ist der Bedarf der betroffenen Person an der Benutzung der jeweiligen Wohnung ausschlaggebend. Damit wird auf Vermieter Rücksicht genommen, die durch die geforderte Barrierefreiheit überfordert würden. Wann treten die Regelungen in Kraft? Es wurden im Bereich Barrierefreies Wohnen zum Teil sehr lange Übergangsfristen

festgelegt, die aber nun langsam ablaufen. Für bauliche Barrieren bei Bauwerken, deren Baubewilligung vor dem 1.1.2006 erteilt wurde, kommt das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz (BGStG) für den Zeitraum bis 31.12.2015 nur dann zur Anwendung, wenn Barrieren schon nach damaligem Recht rechtswidrig errichtet oder nicht beseitigt wurden, obwohl der Aufwand dafür nicht mehr als 5.000 Euro betragen hätte. Ab 1.1.2016 findet das BGStG Anwendung, wenn eine Diskriminierung vorliegt, und dann ist jeder Beseitigungsaufwand zumutbar. Gibt es Strafen oder Sanktionen? Im Fall der Diskriminierung besteht nach dem BGStG kein Anspruch auf Beseitigung der Barriere, die diskriminierte Person hat Ersatzansprüche für materielle Schäden und zusätzlich einen immateriellen Schadenersatzanspruch. Wo können sich Unternehmen praktische Informationen zu den Themen holen? Es ist sicher anzuraten, sich mit den rechtlichen Änderungen auseinanderzusetzen. Eine Anlaufstelle in allen Fragen der Inklusion ist das Bundessozialamt, das sich auch mit rechtlichen Voraussetzungen für barrierefreies Bauen beschäftigt, sowie der ÖZIV – die Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen. Die Implementierung der von der UN geforderten Gleichberechtigung bei allen Behinderungen hat gerade begonnen und wird in den nächsten Jahren noch zu weiteren Änderungen in verschiedenen Rechtsbereichen und auch in der gesellschaftlichen und unternehmerischen Praxis führen.

GRUNDZÜGE DES ALTENUND BEHINDERTENRECHTS Univ.-Prof. Dr. Michael Ganner ISBN 978-3-7097-0030-3 Jan Sramek Verlag 2. Auflage, Wien 2014

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MEHR ÜBERSICHT, ATTRAKTIVERE FÖRDERUNGEN Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist essenziell für die Zukunft des Standortes Tirol. Die Technologieförderung des Landes soll Innovationen vorantreiben, wurde dazu heuer neu aufgestellt und schreibt in Kürze neue Projekte im Programm K-Regio aus. Rainer Seyrling, Vorstand der Abteilung Wirtschaft und Arbeit im Amt der Tiroler Landesregierung, mit Neuigkeiten aus der Tiroler Innovationsförderung.

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ir sprachen mit Rainer Seyrling, Vorstand der Abteilung Wirtschaft und Arbeit im Amt der Tiroler Landesregierung, über die Vorteile der neuen Technologieförderung des Landes und die bevorstehende neue Ausschreibung im Programm K-Regio. ECO.NOVA: Das Land hat heuer seine Technologieförderung neu gestaltet. Was genau ist neu? RAINER SEYRLING: Die erste Änderung gab es zu Jahresbeginn, nämlich mit einer Ausdehnung des Angebots. Seit 1. Jänner besteht eine Kooperation mit der FFG, der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Jedes Tiroler Projekt, das über das Basisprogramm der FFG gefördert wird, wird automatisch mit einem 20-prozentigen Landesdarlehen zusätzlich gefördert. Das heißt, die Förderquote beläuft sich insgesamt auf 70 Prozent – bis zu 50 Prozent Zuschuss bzw. Darlehen der FFG und eben die 20 Prozent Darlehen des Landes Tirol. Das hat für die Tiroler Unternehmen den Vorteil, dass sie nicht noch einen Förderantrag in Tirol stellen müssen, sondern dass es über den FFG-Antrag läuft. Ein weiterer Vorteil ist, dass über die FFG auch große Unternehmen gefördert werden – auch wenn in Tirol 99,8 Prozent der Unternehmen KMU sind, darf man nicht vergessen, dass gerade diese 0,2 Prozent enorm innovativ sind. Und die Neuheiten bei den regionalen Programmen? Die Herausforderung war, dass wir sechs sehr gute Programmlinien hatten, was aber für die Unternehmen nicht ganz leicht zu durchschauen war – sechs verschiedene Antragsformulare, sechs verschiedene Richtlinien. Das wollten wir in eine übersichtliche Richtlinie gießen, ohne Schwerpunkte aufzugeben. Mit der Tiroler Innovationsförderung ist uns das gelungen – eine Richtlinie, ein Formular und trotzdem die drei Schwerpunkte Initiativprojekte, einzelbetriebliche oder kooperative Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte sowie als Begleitmaßnahme die Innovationsassistenten. Nur mehr K-Regio, der Leuchtturm für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, hat eine eigene Richtlinie.

Welche konkreten Verbesserungen ergeben sich für die heimischen Unternehmen? Diese können unmittelbar einordnen, in welchen Schwerpunkt ihr Thema passt. Ist zum Beispiel noch nicht klar, ob ein Innovationsprojekt technisch und wirtschaftlich umsetzbar ist, bzw. weiß man noch nicht, ob die Idee überhaupt neu ist, welches Potenzial sie am Markt hat oder ob sich ein Kooperationspartner findet, ist der Schwerpunkt „Initiativprojekte“ relevant. Wenn es bereits um die Entwicklung eines neuen Produktes geht oder um die Anwendung einer neuen Technologie, reichen sie im Schwerpunkt „Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte“ - kurz FEI genannt - ein. Wie schaut es mit den Fördergeldern aus? In allen drei Schwerpunkten sind die Gesamtbemessungsgrundlagen erhöht worden, damit steigen über die Förderquote auch die Barwerte der Förderungen. So können im Schwerpunkt FEI für Einzelprojekte 36.000 Euro an Mitteln abgeholt werden, vorher waren es 30.000 Euro; bei Kooperationen können 140.000 Euro an Mitteln eingeworben werden. Im Vergleich waren es vorher 120.000 Euro. Gibt es bei der Programmlinie „InnovationsassistentIn“ Änderungen? Bis jetzt mussten Projekte vorhanden sein, für die Innovationsassistenten beantragt wurden. Die Begutachtung baute auf dem Projekt auf, Innovationsassistenten konnten auch nur für dieses eingesetzt werden. Nun wollten wir den Begriff erweitern, gerade bei KMU geht es oft nicht nur um ein Projekt, sondern darum, dass Innovationsassistenten das Unternehmen als Ganzes weiterbringen und innovativer machen sollen. Auch die Teilnahme an einem konkreten Innovationslehrgang ist nicht mehr verpflichtend. Qualifizierungskosten können gefördert werden, wenn sie als sinnvoll erachtet werden. Bleiben wird das Call-System, damit wir die Anträge direkt vergleichen können. Die Förderlinie für Translational Research wird nicht mehr weitergeführt? Parallel zu Änderungen in der anwendungsorientierten Forschungsförderung gab es auch Änderungen bei der Förderung von

Grundlagenforschung in Tirol. Der Wissenschaftsfonds wurde im Rahmen einer Förderungskooperation mit dem FWF, dem österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, auf vier Millionen Euro aufgestockt. Das hat uns zu der klaren Trennung zwischen Unterstützung anwendungsorientierter Forschung und der Förderung von Grundlagenforschung bewogen. Wie geht es mit den K-Regios weiter? K-Regio bleibt weiterhin unser Flaggschiff als eigenes Förderprogramm mit einer Ausschreibung pro Jahr seitens der Standortagentur Tirol, bei der je nach budgetärer Möglichkeit bis zu drei Projekte den Zuschlag bekommen. Sehr erfreulich ist, dass wir in absehbarer Zeit eine Ausschreibung starten. Betriebe und F&E-Einrichtungen werden dabei die Option haben, gemeinsame Pläne zu konkretisieren und ihre Anträge einzureichen. Die Konsortien können für bis zu dreijährige Projekte bis zu 900.000 Euro an Fördermitteln abholen. Für Initiativprojekte und FEI kann hingegen laufend eingereicht werden. Ja, diese Volumina sind ganzjährig organisiert. Unternehmen bekommen hier, wenn alle Unterlagen vorliegen und positiv begutachtet werden konnten, sehr rasch eine Förderung. Das ist oft ein großer Anreiz für die Umsetzung eines Projektes. Welchen Tipp haben Sie für Unternehmen, die sich für eine Zusammenarbeit mit den Tiroler Forschungseinrichtungen, zum Beispiel im Rahmen von K-Regio, interessieren? Ich rate zu einem Beratungstermin in der Standortagentur Tirol. Diese vernetzt zu den richtigen Partnern und weiß über die Cluster zudem, was zu den verschiedensten Themen am Standort gerade passiert. Über die Projekte und Themen, die in den Clustern vorangetrieben werden, können sich zusätzliche Synergien ergeben. Andererseits findet sie über das Enterprise Europe Network bei Bedarf auch europäische Technologiepartner. Zudem profitieren Tiroler Unternehmen von deren Know-how rund um Projektanbahnung, Geheimhaltung und Kooperationsvereinbarung. eco.nova

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Martin Reinstadler (li.) und Reinhard Wörle

DIAMANTENE TOURISMUS-INSZENIERUNG Punktgenau zum Start in die Wintersaison hat das Gebäude des Tourismusverbandes Obergurgl einen neuen Schliff erhalten. Im Rahmen einer aufwendigen Generalsanierung erstrahlt das Objekt nun wahrlich in innovativem Glanz. Architektonisch gebührend der Obergurgler Eigendefinition als „Diamant der Alpen“ in Szene gesetzt. // Text: Renate Linser-Sachers, Fotos: a4L architects, reinstadler I woerle gmbh

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ie beiden jungen Außerferner Architekten Martin Reinstadler und Reinhard Wörle von a4L architects in Breitenwang bei Reutte hatten den ausgeschriebenen Wettbewerb mit ihrem bemerkenswert authentischen Konzept gewonnen, in dem sich nicht nur die natürlichen Materialien der Region wiederfinden, sondern für den Bauherrn Ötztal Tourismus mit Leopold Holzknecht, BA, Destinationsleiter Obergurgl-Hochgurgl, erfreulicherweise auch die budgetären Vorstellungen eingehalten wurden. Kein Zufall, orientierten sich die Architekten doch ganz bewusst nachhaltig an Mutter Natur und den kurzen Wegen zu ihren Schätzen. Obergurgl mit dem größten Zirbenwald Tirols lieferte selbst den nachweislich gesunden und unvergleichlich duftenden Baustoff Holz, schwarzer Schiefer und Tiroler Lo-

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den komplettieren das heimische Materialangebot, das auf etwa 250 Quadratmetern Fläche stilvoll und funktional seine Verwendung findet. Durch die Verwendung von Zirbe, der Königin der Alpen, wird die Architektur in der vierten Dimension spürbar. Von der umfassenden Sanierung profitieren weiters die örtliche Skischule und Polizei, die mit dem

TVB unter einem Dach beheimatet sind. Funkelndes Highlight in den Tourismusräumlichkeiten ist die repräsentative Glaswand mit dem Panorama von Obergurgl, die mit geschliffenen Crystals aus dem Hause Swarovski beschichtet ist, einen immensen planerischen Aufwand inkludierte und permanent glitzernden Schnee suggeriert. Ein einzigartiges Meisterwerk mit Kultcharakter in Kooperation mit Andreas Altmayer vom Wattener Unternehmen. Das funkelnde Crystalpanorama wurde mit Swarovski und den a4L architects als Premiere erstmalig entwickelt und umgesetzt. Obergurgl als Diamant der Alpen manifestiert sich auch in der imposanten und im Empfangspult integrierten Gletscherspalte, mit höchster Kreativität realisiert und mit Kristallen übersät eine unendliche Tiefe erzeugend. Dem Ötztal-Gast präsentiert sich sein Urlaubsort dank planerisch perfekt integrierter Charakteristika schon beim Betreten auf den ersten Blick. Unverkennbar, unvergleichlich und schillernd wie die berühmte Urlaubsdestination.

ARCHITEKTUR

a4L architects reinstadler I woerle gmbh Mühlfelderstraße 3 6600 Breitenwang Tel.: 05672/21078-0 Fax: 05672/21078-11 Mobil: 0676/4113609 office@a4L-architects.com www.a4L-architects.com

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ZUKUNFTSFELD MECHATRONIK Der Begriff Mechatronik ist ein Schachtelwort aus Mechanical und Electronic Engineering und ein interdisziplinäres Feld aus Mechanik, Elektronik und informationstechnischen Elementen. Mit einem Wort: zukunftsträchtig. Aus diesem Grund hat die UMIT gemeinsam mit der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ein gemeinsames Studium entwickelt, das kürzlich von den ersten Teilnehmern abgeschlossen wurde. Insgesamt bekamen fünf Absolventen den Titel des Diplomingenieurs verliehen.

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echatronik fasst im Groben alle Ansätze und Techniken zur Entwicklung von Systemen, Verfahren, Geräten und Produkten zusammen, in denen die wesentlichen Eigenschaften durch Integration und Interaktion von mechanischen, elektroni-

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schen und informationsverarbeitenden Komponenten erzielt werden. Erst diese Integration der Methoden und Techniken aus den vormals eigenständigen technischen Fachbereichen ermöglicht die Entwicklung von modernen Systemen mit hoher Funktionalität, Effizienz und Leistungsfähigkeit.

Diese auf den naturwissenschaftlichen Disziplinen Mathematik, Physik und Chemie aufbauende Synthese der ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik spiegelt die fächerübergreifende technologische Herausforderung in moderner Verfahrens- und Ge-


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„BEI DER KONZEPTION DES STUDIUMS SIND DIE VERANTWORTLICHEN VOLLKOMMEN NEUE WEGE GEGANGEN. ERSTMALS WURDE IN ÖSTERREICH EIN UNIVERSITÄTSSTUDIUM GEMEINSAM VON EINER STAATLICHEN UNIVERSITÄT – DER LEOPOLD-FRANZENSUNIVERSITÄT INNSBRUCK – UND EINER PRIVATUNIVERSITÄT – DER UMIT – KONZIPIERT, DAS AUCH IN DER LEHRE GEMEINSAM ABGEWICKELT WIRD. “ Sabine Schindler, UMIT-Rektorin

rätetechnik und gilt als wesentlicher Motor für gegenwärtige und zukünftige Produktinnovationen. Im Jahr 2009 hat die UMIT als private Universität gemeinsam mit der staatlichen Leopold-Franzens-Universität ein eigenes Mechatronikstudium implementiert, das auch vom Land aus den Mitteln der Technologieoffensive unterstützt wird, um Tirol als Wissenschaftsstandort weiter zu stärken.

ERSTE MASTERABSOLVENTEN

Aus dem Mechatronikstudium sind kürzlich die ersten Absolventen hervorgegangen. UMIT-Rektorin Sabine Schindler freut sich: „Bei der Konzeption des Studiums sind die Verantwortlichen vollkommen neue Wege gegangen. Erstmals wurde in Österreich ein Universitätsstudium gemeinsam von einer staatlichen Universität und einer Privatuniversität konzipiert, das auch in der Lehre gemeinsam abgewickelt wird. Der eingeschlagene Weg hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Das zeigen auch die aktuellen Studierendenzahlen. Insgesamt sind aktuell im gemeinsamen Studium Mechatronik 141 Bachelor-Studierende, 32 Master-Studierende und 13 Doktorats-Studierende inskribiert. Seit dem Start des Studiums haben 36 Studierende ihr Bache-

Landeshauptmann Günther Platter, UMIT-Rektorin Sabine Schindler und LFU-Rektor Tilmann Märk mit Philipp Kronthaler, einem der ersten Diplomingenieure aus dem Mechatronik-Studium

lor-Studium und heuer im Herbst fünf das Master-Studium abgeschlossen.“ Auch für den Rektor der LFU, Tilmann Märk, ist die Mechatronik an der Universität Innsbruck und der UMIT eine Erfolgsgeschichte: „Zu den sehr erfolgreich laufenden Studien kommt ein neuer Forschungsbereich dazu, den wir in den vergangenen fünf Jahren etablieren konnten. Sechs schon besetzte und ausgeschriebene Stiftungsprofessuren allein an der Universität Innsbruck, neue Mechatroniklabore am Campus Technik und insgesamt fast eine Verdopplung der Studierendenzahlen an der nunmehrigen Fakultät für Technische Wissenschaften in den vergangenen zehn Jahren, nicht zuletzt dank der Mechatronik, sprechen eine eindeutige Sprache.“ Einer der ersten Diplomingenieure aus dem neuen Studium ist Philipp Kronthaler. Warum er sich damals für das Studium entschieden hat, erklärt er so: „Nachdem ich die HTL Innsbruck abgeschlossen und den Grundwehrdienst beim Bundesheer geleistet hatte, begann ich bei Kathrein Austria in Niederndorf in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Obwohl mir die Arbeit dort sehr gut gefallen hat, wurde mir in den sechs Monaten klar, dass ich mich gerne weiterbilden möchte. In einer Zeitung habe ich

„ICH BIN FROH, ALS PIONIER IM MECHATRONIKSTUDIUM DABEI ZU SEIN. DAS STUDIUM AN DER UMIT IST GUT DURCHDACHT. ICH KANN ES FÜR TECHNISCH INTERESSIERTE PERSONEN NUR WEITEREMPFEHLEN. “ Absolvent Philipp Kronthaler

im Sommer 2009 entdeckt, dass im Herbst in Hall ein Mechatronikstudium in Kooperation mit der LFU starten wird. Da mir die HTL-Zeit in Innsbruck bereits sehr gut gefallen hat, war ich von der Idee, in Tirol ein Mechatronikstudium zu beginnen, begeistert. Ein Infonachmittag an der UMIT hat gezeigt, dass die Lehrinhalte des Studiums sich sehr mit meinen Interessen überschneiden, und daher habe ich mich für das Studium inskribiert.“ Generell loben die Studenten vor allem die Praxisnähe, das hohe Niveau und das Lernklima in der Kleingruppe. Der Lernerfolg sei dadurch wesentlich höher im Vergleich zu Vorlesungen mit komplett überfüllten Hörsälen. Neben theoretischen Vorlesungen und Proseminaren wird ein Schwerpunkt auch auf Experimente und Laborübungen gelegt. Die Elektroniklabors dafür liegen auf höchstem technischen Standard. Wie es für Kronthaler in näherer Zukunft weitergeht? „Seit März 2014 arbeite ich sehr viel mit Besi Austria, da ich in Kooperation mit dem Unternehmen am Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (IACE) der UMIT meine Diplomarbeit mit dem Titel ‚Model Based Control Design for a Thermo-Compression Process‘ verfasst habe. Nun wurde mir auch eine Dissertation an der UMIT in Kooperation mit der Besi Austria GmbH angeboten, die ich bald beginnen werde. Meine Forschungen werden hierbei in Richtung vertiefter Einsatz von modernen Methoden der Regelungstechnik bei Handhabungsprozessen gehen“, so der Diplomingenieur. eco.nova

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EIN LAUTES SCHNALZEN Das Team der Unfallambulanz, v. l.: Dr. Gernot Sperner, Dr. Burkhart Huber, Dr. Jürgen Oberladstätter, Dr. Karl Golser und Dr. Sebastian Heel

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ndere Skifahrer sammelten seine beiden Skier und die Stöcke zusammen. Ein Helm und sein Rückenprotektor hatten Schlimmeres verhindert. Mit der Hilfe seiner Frau war er mit großer Mühe wieder auf die Beine gekommen. Doch es fehlte die Stabilität im linken Knie. Daniel glaubt sich an ein lautes Schnalzen im nun schmerzenden Knie beim Sturz zu erinnern. Zudem schmerzt der Rücken. Erst

mal nach Hause fahren. Das wird schon wieder. Drei Stunden nach dem Sturz. Es ist eine deutliche Schwellung am Knie erkennbar. Daniel entscheidet sich im Sanatorium Kettenbrücke anzurufen. Nach telefonischer Voranmeldung können Patienten mit akuten Verletzungen auch am Wochenende in die Unfallambulanz oder in das Wirbelsäulenzentrum kommen. Nach kurzem Informationsaustausch am Telefon ist klar: Daniel muss

TIPPS FÜR DIE VORBEREITUNG AUF DIE SKISAISON Was Sie beachten sollten: • Bereiten Sie sich durch entsprechendes Muskeltraining sechs Wochen vor dem ersten Mal Skifahren auf die nahende Skisaison vor. • Wärmen Sie sich mit leichten Übungen auf, bevor die Abfahrt beginnt, und trinken Sie keinen Alkohol. • Schützen Sie sich immer mit einem Helm und tragen Sie einen Rückenprotektor. • Fahren Sie Ihrem Können und Ihrer Kondition angepasst und vermeiden Sie extreme Belastungen.

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Es war nur der Bruchteil einer Sekunde und doch kam ihm der Sturz wie eine Ewigkeit vor. Als guter Skifahrer liebt Daniel die Geschwindigkeit. Die Eisplatte direkt hinter der Kuppe hatte er nicht gesehen.

sofort zur Abklärung ins Sanatorium. Der diensthabende Arzt wartet auf ihn. Für die Diagnostik steht modernstes technisches Equipment (MRT, CT) bereit. Sein Rücken wird von einem Spezialisten im Wirbelsäulenzentrum untersucht. Erste Entwarnung: Am Rücken handelt es sich nur um eine Prellung. Aber das Kreuzband ist gerissen. Daniel wird noch am selben Tag operiert. Zwei Stunden später erholt er sich bereits in seinem Bett. Das Ärzteteam, das ihn operiert hat, Dr. Oberladstätter und Dr. Heel, erklärt Daniel, wie es nun weitergeht. Gemeinsam mit der hausinternen Physiotherapie begleiten ihn die beiden Fachärzte auch nach der Operation bei den weiteren Behandlungsschritten. Daniel atmet lange aus. Er hatte Glück im Unglück. Nach rascher Abklärung und sofortiger Operation wird bereits am nächsten Tag mit physiotherapeutischen Heilbehandlungen begonnen. Bei komplikationslosem Ver-


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lauf und einer intensiven Rehabilitation kann Daniel bereits nach fünf bis sechs Monaten wieder auf den Skiern stehen.

AMBULANZ AUCH AM WOCHENENDE

Die neuen Operationssäle zählen zu den modernsten in Österreich. © Eichholzer

Die Unfallambulanz Sanatorium Kettenbrücke besteht aus fünf Unfallchirurgen. Dr. Karl Golser und Univ.-Doz. Dr. Gernot Sperner sind seit vielen Jahren Belegärzte im Sanatorium. Auf sie vertrauten schon Marlies Schild und Benjamin Raich. Dr. Jürgen Oberladstätter, Dr. Sebastian Heel und Dr. Burkhart Huber, Primar im Rehabilitationszentrum Bad Häring, machen das Expertenteam komplett. Die Operationen werden immer von zwei erfahrenen Fachärzten gemeinsam durchgeführt. In der Innsbrucker Privatklinik stehen vier modernste Operationssäle zur Verfügung. „Als operierende Ärzte begleiten wir den Patienten von der Erstdiagnose bis hin zur Entlassung und Nachbetreuung. Alle Einrichtungen sind unter einem Dach vernetzt: von der Radiologie über das Wirbelsäulenzentrum bis hin zur Physiotherapie. So können wir für Daniel und für alle unsere Patienten eine rasche Diagnostik, schnelle Entscheidungen und Behandlungen ohne Wartezeit ermöglichen. Das schafft optimale Voraussetzungen für den bestmöglichen Heilungsverlauf“, erklären die beiden diensthabenden Ärzte Dr. Oberladstätter und Dr. Heel.

Von der Abklärung über die Operation bis zur Nachbetreuung: Das Sanatorium Kettenbrücke vereint alle Leistungen eines optimalen Heilungsverlaufes.

Der neue OP-Trakt wurde im Mai letzten Jahres eröffnet. Die vier modernsten Operationssäle Österreichs, der Aufwachtrakt, die Intensivversorgung und die Sterilisation wurden im Sinne einer perfekten Prozesskette im Sanatorium Kettenbrücke umgesetzt. Im Fall eines medizinischen Notfalls steht rund um die Uhr eine Intensivstation mit intensivmedizinisch ausgebildetem Personal zur Verfügung. Das Sanatorium ist die einzige Privatklinik in Österreich, die über eine derartige intensivmedizinische Einheit verfügt.

EXZELLENTE MEDIZIN MIT KOMFORT

Das Sanatorium Kettenbrücke verbindet exzellente Medizin mit persönlicher Zuwendung und individueller Pflege. Eingebettet ins Grüne, zentral in Innsbruck gelegen, schafft die größte Privatklinik Westösterreichs ein erholsames Umfeld für ihre Patienten. Diese Philosophie lebt das Team aus 150 Ärzten und 300 Mitarbeitern jeden Tag.

© Trescher

MODERNSTE MEDIZINISCHE TECHNIK

Marlies Schild verlässt sich auf das Team im Sanatorium Kettenbrücke

UNFALLAMBULANZ SANATORIUM KETTENBRÜCKE

Die Unfallambulanz Sanatorium Kettenbrücke (USK) kümmert sich um die Akutbetreuung nach Unfällen und akuten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Im Fokus stehen Sportverletzungen und Verletzungen durch Stürze. Kontakt information@sanatorium-kettenbruecke.at Tel.: 0512/2112 An Feiertagen und Wochenenden: Akuthotline 0800/80 81 82 Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern Sennstraße 1, 6020 Innsbruck www.sanatorium-kettenbruecke.at www.unfall.cc

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INNERE MEDIZIN HOCHRUM: 7 TAGE BEREITSCHAFT Das Ärztezentrum in der Privatklinik Hochrum orientiert sich ganz an den Bedürfnissen unserer Zeit nach einer unmittelbaren, individuellen Abklärung unterschiedlicher Krankheitsbilder. Vor allem Selbstständige und Führungskräfte wollen zeitliche Flexibilität, geringe Wartezeiten und kurze Wege.

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eit kurzem stehen im Ärztezentrum Hochrum auch Fachärztinnen und Fachärzte der Inneren Medizin in ihrer Gemeinschafts-Wahlarztordination an sieben Tagen pro Woche zur Verfügung. Dieses Angebot richtet sich an akut Erkrankte. Für die Patientinnen und Patienten bietet die „Innere Medizin Hochrum“ zahlreiche Vorteile, wie die individuelle Betreuung durch den erfahrenen Facharzt sowie eine umfangreiche medizinische Infrastruktur, die nur ein Krankenhaus bieten kann. Dies ist vor allem bei akuter Erkrankung ein Vorteil, und eine stationäre Aufnahme in der Privatklinik Hochrum ist jederzeit möglich. Das Ärztezentrum als Standort vieler Spezialzentren und Fachordinationen ermöglicht dem behandelnden Internisten bei Bedarf eine enge, persönliche Zusammenarbeit mit Experten verschie-

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dener Fachbereiche. In der Regel können für eine Diagnose notwendige Untersuchungen zeitnah im Haus durchgeführt werden. Eine vorherige Anmeldung über die Notfall-Hotline 0512/234-567 ist vor allem bei Abendund Wochenendterminen notwendig.

SPEZIALISTEN UND UNIVERSALISTEN

Der medizinische Fortschritt hat besonders im Bereich der Inneren Medizin zur Spezialisierung der Ärzte und Etablierung so genannter Additivfächer geführt. Von den Ärzten mit Zusatzfach werden besonders tiefe Kenntnisse und viel Erfahrung mit einem bestimmten Krankheitsbild erwartet. Sie ermöglichen dem Arzt, sich schwerpunktmäßig auf die Diagnose und Behandlung dieses Krankheitsbildes zu konzentrieren und so für den Patienten

die bestmögliche Therapie zu finden. Die themen- und fächerübergreifende Zusammenarbeit des Internistenteams in der Privatklinik Hochrum garantiert sowohl die ganzheitliche Betreuung als auch eine spezialisierte Diagnose und Behandlung durch den jeweiligen Experten. So befinden sich Patienten jedenfalls in den besten Händen! An der Privatklinik Hochrum sind Spezialisten folgender Additivfächer tätig: Kardiologie (Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems), Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen (hormonell oder stoffwechselbedingte Erkrankungen), Hämatologie und Onkologie (Behandlung von Blutund Krebserkrankungen), Gastroenterologie (Erkrankung der Verdauungsorgane), Nephrologie (Nierenerkrankungen) sowie Rheumatologie (Erkrankungen des Muskel- und Skelett-


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systems). Weiters ist auch die Pulmonologie (Lungenheilkunde) als eigenständiges Fach vertreten. Im therapeutischen Bereich unterstützen der Wirbelsäulenstützpunkt und das hauseigene Physiotherapie-Zentrum die Genesung und helfen bei der Vorbeugung degenerativer Erkrankungen.

che Pflege das ideale Umfeld für die Genesung. Patienten schätzen auch die sonnige Lage, die hervorragende Pflege und Betreuung und die vorzügliche Küche. Die Seele des Hauses, der Geist der Nächstenliebe, getragen vom Engagement der Gründerinnen, den Kreuzschwestern, ist auch heute noch unvermindert zu spüren.

BESTENS BETREUT

WAHLARZTTARIF

Ist ein stationärer Aufenthalt nötig, so bieten die ruhige Atmosphäre und die fürsorgli-

über der Behandlung in einer öffentlichen Krankenanstalt werden von privaten Krankenversicherungen getragen – auch im Falle einer stationären Aufnahme.

Die Verrechnung aller Leistungen erfolgt nach dem Wahlarzttarif. Mehrkosten gegen-

WAHLARZTORDINATIONEN

für Innere Medizin in der Privatklinik Hochrum Notfall-Hotline:0512/234-567

Das Team: Univ.-Doz. Dr. Michael Fiegl & Dr. Walter Gritsch // Dr. Andreas Niederwanger // Univ.-Doz. Dr. Albert Propst // Dr. Aijsa Sahanic // Dr. Osman Ucar

Persönlich betreut vom Facharzt Ihrer Wahl Einfühlsame und kompetente Pflege Hochwertige Medizintechnik, modernste OP-Säle Freundliche, helle Zimmer am sonnigen Plateau über Innsbruck Vorzüglich speisen, Wahlmenüs und Diätküche, frisch zubereitet SanatOrIuM DEr KrEuZScHWEStErn GMbH a-6063 rum · Lärchenstr. 41 · tel. 0043/512/234-0 · Fax DW-287 E-Mail: office@privatklinik-hochrum.com · www.privatklinik-hochrum.com pri-inserat 185x122.indd 1

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Geld. FINANZIEREN & VERSICHERN

NEGATIVZINSEN FÜR SPARER // Text: Michael Posselt

Nicht nur Banken und Großanleger sind von den Negativzinsen betroffen. Über Versicherungsverträge, Pensionsansprüche oder Geldmarktfonds sind diese längst beim Privat­anleger angekommen. Was auf den ersten Blick wie ein Hohn klingen mag, könnte

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sich aber auch als Wachstumsmotor für das Privatvermögen und die Realwirtschaft herausstellen. Im Frühsommer hat die EZB zum ersten Mal die Nulllinie unterschritten. Seither müssen Banken, die Geld bei ihr parken,

einen Strafzins von derzeit 0,2 Prozent bezahlen. Ab Dezember verrechnet die erste deutsche Großbank Minuszinsen auf Einlagen von Groß- und Kommerzkunden. Doch auch wenn heimische Banken noch abwinken, so sind die Negativzinsen schon längst beim Privatanleger angekommen. Und das nicht nur, wenn man von den nur noch mageren Zinsen die Geldentwertung – sprich Inflation – in Abzug bringt. Denn: Von den Negativzinsen betroffen sind insbesondere institutionelle Großanleger – neben Banken sind dies Versicherungen, Pensionskassen oder Investmentfonds – an deren Rendite Privatanleger über Versicherungs- und Pensionskassenansprüche oder über die Liquiditätsreserve von Immobilien- und Investmentfonds partizipieren. Nichtsdestotrotz bleiben – wenn auch mit Abschlägen – Sparbuch, Bausparvertrag und Lebensversicherung die beliebtesten Anlageformen von Herrn und Frau Österreicher. Wen wundert’s, wenn kaum Alternativen locken beziehungsweise diese mit vermeintlich hohem Risiko verbunden sind. Doch was bleibt anderes übrig: Wer sein Geld heute richtig anlegen will, muss sich von vermeintlich sicheren Anlageformen verabschieden und diversifizieren. Dazu kann der auf den ersten Blick unmoralische Strafzins durchaus einen Beitrag leisten, endlich die ungebotene Zurückhaltung so vieler Anleger gegenüber höherwertigen Anlageformen zu brechen. Als Langfristanlage sind Aktien dabei unschlagbar, doch auch Anleihen oder die erst heuer wieder ein wahrscheinlich wenig beachtetes Comeback feiernden Trendfolger sind notwendige und sinnvolle Portfoliobausteine. Diversifikation ist die Zauberformel, die höhere Renditen bei gleichem oder im Vergleich zu undiversifizierten Anlagen sogar geringerem Risiko verspricht. Aus volkswirtschaftlicher Sicht könnte der Strafzins also das bewirken, was Konjunkturund Liquiditätsprogramm nicht geschafft haben. Milliarden liegen auf heimischen Konten und Sparbüchern. Das Vertrauen in vermeintliche Sicherheit und die Angst vor möglichen Kursverlusten hemmt nicht nur das reale Vermögenswachstum, sondern fehlt vielfach auch der Realwirtschaft. Höchste Zeit also, verängstigte Anleger aus ihrer Schockstarre zu befreien. In ihrem eigenen und im Sinne der Wirtschaft und Gesellschaft.


experten.tipp Ewald Zobler, MBA, BA Landesdirektor der Wüstenrot Gruppe

STAATLICH WIRD NICHT STATTLICH SEIN! Spätestens seit Versand der Pensionskonto-Mitteilungen ist klar, dass die staatliche Pension im Ruhestand nur bei wenigen ausreichen wird. Sichere und ertragreiche Vorsorgelösungen stehen deshalb hoch im Kurs.

SOFORT VERFÜGBAR Zwischen Juli 2013 und Juni 2014 wurde in Österreich jeder vierzehnte Euro oder 7,4 Prozent des Einkommens gespart. Hintergrund der geringen Geldvermögensbildung ist vor allem das moderate Wachstum des nominell verfügbaren Einkommens. Die Haushalte entschieden sich übrigens überwiegend für sofort verfügbare Veranlagungen wie Bargeld oder täglich fällige Einlagen bei Banken und schichteten ihr Vermögen zulasten gebundener Einlagen um. Während Anleihen von inländischen Banken und Unternehmen – nicht zuletzt wegen des geringen Angebots – kein Interesse bei privaten Haushalten hervorriefen, rückten Investmentzertifikate wieder zunehmend in den Anlagefokus. Auf der „Einkaufsliste“ der Haushalte standen vor allem Anteile von Rentenfonds, aber auch gemischte Fonds und Immobilienfonds waren gefragt. Auch Vorsorgeprodukte spielen weiterhin eine wichtige Rolle für den Aufbau des Geldvermögens. // Quelle: OeNB

DIE AKTUELLE ZAHL

566

Mrd. Euro Geldvermögen privater Haushalte in Österreich

Nach aktuellen Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank beträgt das von Haushalten in Österreich gehaltene Geldvermögen 566 Mrd. Euro. Es ist somit in den letzten zwölf Monaten um circa 18 Mrd. Euro oder 3,4 Prozent gewachsen. Der Anstieg ist einerseits durch neue Veranlagungen zu erklären, andererseits stieg das Geldvermögen auch aufgrund von Wertsteigerungen bestehender Anlagen.

Wie unsere Zukunft aussehen wird, wissen wir nicht. Eines ist jedoch sicher: Wir werden immer älter und die Geburtenrück­gänge in Zukunft größer. Zu bedenken ist auch, dass die Fixkosten für Miete, Strom und Verpflegung gleich bleiben, wenn nicht sogar steigen werden. Die staatliche Pension wird bei wenigen reichen, um im Ruhestand den gewohnten Lebensstandard halten zu können. Nur wer die Pensionslücke, die Differenz zwischen dem letzten Nettogehalt und der staatlichen Pension, durch eine private Vorsorge selbst stopft, kann heute beruhigt in die Zukunft blicken.

STEUERVORTEIL NUTZEN

Für all jene, die noch viel vorhaben, bietet Wüstenrot sichere und ertragreiche Lösungen. Die Wüstenrot Extrapension*) garantiert eine monatliche Zusatzrente – ein Leben lang, steuer­ frei und ohne Risiko. Und das Beste daran: Auch der Staat belohnt diesen Vorsorgegedanken mit einer jährlichen Prämie. Lebensqualität bedeutet aber auch, sich nicht darum sorgen zu müssen, ob man die Miete, die Heiz­ kosten oder das Auto bezahlen kann. Um sich in der Pension seine Fixkosten leisten zu können, bietet Wüstenrot mit der FIXkosten-Versicherung die optimale Lösung.

PENSIONSLÜCKE SCHLIESSEN

Bereits mit kleinen monatlichen Beträgen kann man gezielt die Pensionslücke schließen. Dann heißt es nur mehr: Zurücklehnen und sich aufs Altwerden freuen – mit der Gewissheit, dass das Geld ein Leben lang reichen wird! *) Die Wüstenrot Extrapension ist eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge gemäß §§ 108 a bis 108 i EstG. Staatliche Förderung 4,25 % für 2014, unter Vorbehalt von Änderungen des Einkommenssteuergesetzes. Steuerlich begünstigt, nach derzeitiger Gesetzeslage. Die Kapitalgarantie gilt bei widmungsgemäßer Verwendung im Sinne des § 108 i (1) Z 2 und 3 EStG.

Bei Fragen und zur Vereinbarung eines persönlichen Termins wenden Sie sich an die Landesdirektion Tirol, Tel.: 057070-452, innsbruck@wuestenrot.at Berater und Filialen in Ihrer Nähe finden Sie unter www.wuestenrot.at

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AN INNOVATIVEN IDEEN VERDIENEN Wo Banken meist aufhören, wird es für Crowdinvestoren häuf ig besonders interessant und Jungunternehmer setzen damit ihre Ideen um. Gemäß dem Motto „Viel Kleinvieh macht auch Mist“ ist es beim Crowdinvesting möglich, von zahlreichen Anlegern, die je nach Plattform bereits ab 100 bzw. 250 Euro einsteigen können, pro Projekt in Summe bis zu 250.000 Euro zu beschaffen. // Text: Michael Kordovsky

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as Exportvolumen von in Österreich angesiedelten Unternehmen summiert sich derzeit pro Jahr auf ca. 57 Prozent der Wirtschaftsleistung. Der Export lebt dabei von neuen Ideen. Diese bedürfen am Anfang einer Finanzierung als Starthilfe. Genau da kommen die Crowdinvesting-Plattformen als Vermittler zwischen ( Jung-)Unternehmern und Kapitalgebern aus der Menge (der Crowd) ins Spiel. Diese neue Finanzierungsform hatte ihren Ursprung 2012 im kontroversiell diskutierten „Fall Heini Staudinger“. Der Gründer der Waldviertler Schuhwerkstatt wollte sich über die Öffentlichkeit einen Kredit beschaffen. Bereits 200 Anleger finanzierten ein Volumen von drei Millionen Euro. Dann gab es Ärger mit den Aufsichtsbehörden, denn es handelte sich um ein Einlagengeschäft („kreditbasiertes Crowdfunding“), das in Österreich eine Bankenkonzession erforderte. Dies löste in der Politik heftige Debatten aus, aus denen schließlich das heutige Crowdinvesting-Modell hervorging. Nachdem im Sommer 2013 die Prospektgrenze für aus der Menge finanzierte Projekte von 100.000 auf 250.000 Euro angehoben wurde, kam es zum Aufbau organisierter Crowdinvesting-Plattformen als Anlaufstelle für kleinere und mittlere Unternehmen, die sich auf diese Weise alternativ zur Bank finanzieren. Laut einer Studie der WKO, des Austria Wirtschaftsservice und mastermind werden bereits von 20 Prozent der Unternehmen Bankkredite nicht mehr als Finanzierungsquelle in Betracht gezogen. Hingegen haben aber 28,3 Prozent der befragten Unternehmen Interesse an alternativen Finanzierungsquellen wie Crowdinvesting. Zu den Crowdfunding-Plattform-Pionieren gehören die niederösterreichische Regional Funding-Waldviertel, 1000X1000.at,

Conda und Green Rocket die sich auf ökologische Projekte spezialisiert hat.

SO FUNKTIONIERT’S

Beim Crowdinvesting beschaffen sich Unternehmen als Projektträger Gelder aus der Masse der Privatanleger (der Crowd). Privatanleger können sich bereits mit Kleinbeträgen ab 100 Euro an einem Unternehmen beteiligen und so die Projekte mitfinanzieren. In der Regel erwerben sie dabei Substanzgenussrechte und sind damit am Unternehmen und den zukünftigen Gewinnen beteiligt. Sie haben aber kein Mitspracherecht. Am Ende der Laufzeit von meist zehn Jahren können sie die Anteile entweder an die Unternehmer bzw. das Unternehmen oder andere Investoren verkaufen. Risikofaktor ist dabei die zukünftige Liquidität des Unternehmens bzw. der Unternehmer. Werden sie in zehn Jahren auch flüssig genug sein, um die Genussrechte – wahrscheinlich viel teurer als bei der Ausgabe – zurückzukaufen? Eine Plattform vermittelt auch stille Beteiligungen, bei denen eine Rücksprache mit einem Steuerberater von Vorteil wäre. Auch hier stellt sich die kritische Frage nach der Handelsliquidität bzw. der zukünftigen Veräußerbarkeit. Die Plattform nimmt bei diesen Finanzierungen die neutrale Position der Vermittlerin zwischen Projektträgern (Unternehmen) und den Projektsponsoren (Privatanlegern) ein. An sie werden die einzelnen zur Finanzierung anstehenden Projekte von den Unternehmen herangetragen. Da es in ihrem Interesse liegt, bei den Investoren einen guten Ruf zu haben, werden die Projekte genau selektiert. Unternehmerteam, Machbarkeit und unternehmerische Logik der Projekte werden genau analysiert. Viele Plattformen bieten noch Zusatzdienstleistungen wie Unternehmensberatung und den Zugang zu ei-

nem Netzwerk an Mentoren und Experten (Rechtsanwälte, PR-Agenturen ...) an. Die Plattformen üben eine treuhändische Funktion aus, indem sie Gelder vom Publikum einsammeln und diese abzüglich Kosten an die Unternehmen auszahlen. Voraussetzung dafür ist, dass während der Zeichnungsfrist die Fundingschwelle (häufig 50.000, manchmal auch nur 25.000 oder 30.000 Euro) erreicht wird. Scheitert die Finanzierung, da nicht genügend Mittel aufgebracht werden, wird das bereits eingesammelte Geld an die Investoren rasch rücküberwiesen. Klappt es hingegen, dann erhalten die Investoren regelmäßige Infos und – bei entsprechender Ertragslage – auch teils sehr lukrative Ausschüttungen. Eine knapp zweistellige Größenordnung ist bei zahlreichen Projekten längerfristig durchaus möglich. Allerdings stellt sich immer die kritische Frage, was passiert, wenn die Plattform eines Tages ihren Betrieb einstellen sollte, die Beteiligungen aber noch weiterlaufen? Grundsätzlich wird dann das Unternehmen, in das investiert wurde, oder eine neue Treuhandschaft das Kapital verwalten. Diese übernimmt auch gewünschte Auszahlungen nach Ablauf einer Bindefrist und die Kommunikation mit den Investoren.

ERFINDER UND IDEEN MIT POTENZIAL

So manche Crowdfunding-Plattform entwickelt sich langsam in Richtung „virtuelle Erfindermesse“. Auch wenn die Resultate erst nach mehreren Jahren feststehen, ist dies eine positive Entwicklung, zumal Anleger mit Kleinbeträgen investieren können. Dies hält auch mögliche Risiken in einer überschaubaren Größenordnung. Green Rocket, die sich auf ökologische Projekte spezialisiert hat, bietet besonders viele zeitgemäße Sonderchancen mit „Reichtumspotenzial“. >

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INNOVATIONS-HIGHLIGHTS BEI GREEN ROCKET • Hydroconnect: Das jüngste schnell finanzierte grüne Highlight war hier die stromerzeugende spaltfreie Drehrohr-Doppelwasserkraftschnecke Hydroconnect mit „Albrecht fishLift inside“, die bei Kraftwerksstaustufen eine verletzungsfreie und stressfreie Wanderung der Fische ermöglicht. Das Unternehmen Hydroconnect aus Niederösterreich startete mit Green Rocket Österreichs bisher erfolgreichstes Crowdfunding. Der Entwickler und Hersteller des innovativen „Fisch-Lifts“ konnte innerhalb von nur 23 Stunden und wenigen Minuten die Fundingschwelle von 50.000 Euro erreichen. Bis 100.000 Euro erreicht waren, vergingen lediglich 90 Stunden, und nach nur 24 Tagen war das Crowdfunding-Projekt mit 249.990 Euro komplett ausfinanziert. Hydroconnect konnte bereits die Verbund AG als ersten Kunden gewinnen, der den Fisch-Lift bereits zum Jahresende an einem Wasserkraftwerk an der Sulm in der Steiermark einsetzen wird. Das Potenzial ist enorm: In der EU müssen nämlich mehr als 60.000 Staustufen mit Fischwanderhilfen ausgestattet werden. • SunnyBAG: Als Produzent von Solartaschen startete SunnyBAG als erstes Unternehmen im Oktober 2013 auf Green Rocket und konnte innerhalb des Finanzierungszeitraums von 30 Tagen ein Kapital von 157.950 Euro aufstellen. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen Crowdfunding-Projekte in Österreich bei max. 80.000 Euro erreichtem Finanzierungsvolumen. An SunnyBAG beteiligten sich unter anderem auch der AWS Gründerfonds und die Steirische Beteiligungsfinanzierungsgesellschaft (kurz „StBFG“, Beteiligungsgesellschaft des Landes Steiermark). • Quantum Voltaics: Das Linzer Hightech-Start-up entwickelt eine Nanobeschichtung, die den Wirkungsgrad von Solarzellen erhöht. Mit der von Quantum Voltaics entwickelten Technologie kann man den Wirkungsgrad erhöhen und somit die Herstellungskosten (pro kW) deutlich verringern. Somit bietet Quantum Voltaics DIE Lösung zur Effizienzsteigerng für die gesamte internationale Photovoltaikindustrie, sowohl als (Nano-)Komponentenzulieferer als auch durch Lizenzvergaben (immerhin jährliche Marktvolumina von zirka 15 Mrd. Euro). Mit seiner Crowdfunding-Kampagne bei Green Rocket konnte Quantum Voltaics als erstes Unternehmen in Österreich die Prospektpflichtgrenze von 249.990 Euro erreichen. Das Unternehmen wurde in der Startphase unter anderem vom Linzer Start-up-Inkubator tech2b begleitet. • BikeCityGuide: Mobilität vor Ort für Städtetouristen ist ein besonders aktuelles Thema. Ein Unternehmen, das auf diesen trendigen und erfolgversprechenden Zug aufgesprungen ist, ist die Firma BikeCityGuide aus Graz. Es handelt sich dabei um eine Fahrrad-App mit Echtzeit-Navigation, die speziell für die Bedürfnisse von Radfahrern in Städten entwickelt wurde. Präzise Sprachansagen führen den Radfahrer auf dem schnellsten oder sichersten Weg von A nach B und begleiten ihn auf einer Vielzahl vordefinierter Radtouren. Die App ist gratis auf Apple- und Android-Geräten zum Download, ein spezielles „Städte-Paket“ kostet 4,49 Euro. Insgesamt kann man so schon durch 35 europäische Städte radeln. BikeCityGuide startete 2011 mit 1.500 Euro, ist zur Zeit frei von Fremdkapital und Schulden, erreichte 2013 mehr als 320.000 Euro Umsatz und konnte durch ein ausgefeiltes Geschäftsmodell in den ersten vier Monaten 2014 bereits mehr als 250.000 Euro umsetzen. • Pumpmakers: Beheimatet in St. Veit an der Glan, entwickelte das Unternehmnen die weltweit erste „Do-it-yourself-Solar-Brunnenpumpe". Mithilfe der Pumpmakers-Plattform kann die Solar-Brunnenpumpe von jedem selbst gebaut werden. Dort erhält man Zugriff auf Video- und Bauanleitungen und über den Webshop ist der Selbstbausatz mit den Key-Komponenten zu beziehen. Somit kann sich jeder eine NSP-Solarpumpe errichten oder auf Basis eines Qualitätsproduktes als Franchisepartner selbstständig machen. Das Produkt ist somit ideal, um Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser mit Trinkwasser zu versorgen. Dietmar Stuck, der Gründer und Geschäftsführer, erhielt bereits mehrfache Auszeichnungen, unter anderem den „Green Business Social Award 2014“.

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AKTUELLE CROWD-INVESTITIONSMÖGLICHKEITEN BEI CONDA • Pas Peschak Autonome Systeme: Das Unternehmen entwickelt und erforscht autonome Systeme für das Transportwesen und die Landwirtschaft und das damit verbundene „precision farming“ (die auf Daten basierte Optimierung der Landwirtschaft). Das Geschäftsmodell basiert also auf selbstfahrenden Traktoren, die vor allem im landwirtschaftlichen Bereich eine revolutionäre Anwendung ermöglichen. Der Autopilot für landwirtschaftliche Maschinen steuert nicht nur autonom und intelligent, sondern ermöglicht mit „Precision Farming“ eine effizientere, nachhaltige und ökologischere Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die Firma wurde erst im September 2014 gegründet und die Fertigstellung des seriennahen Prototypen ist noch für Ende dieses Jahres geplant. Mit Oktober 2015 ist die Serienreife des autonomen Traktors projektiert. Bisher wurden 10.000 Euro eingesammelt. Das maximale Investitionsvolumen beträgt 150.000 Euro. Bei einer Investition von 1.000 Euro winkt laut Angaben des Emittenten eine Gesamtauszahlung von bis zu Euro 4.847 binnen sieben Jahren (vorausgesetzt das Unternehmen hat Erfolg). Bei der Veranlagung handelt es sich aber um keine Beteiligung sondern lediglich um ein Nachrangdarlehen mit sieben Jahren Mindestlaufzeit. Bei nachrangigen Darlehen wird man im Insolvenzfall erst nach den normalen Gläubigern (Banken, Behörden, Lieferanten etc.) bedient. Dieses höhere Risiko wird mit höheren Zinsen und Erfolgsboni (hier Beteiligung an Unternehmenswertsteigerung) abgegolten. • Lebensfeuer: „Lebensfeuer“ misst die Gesundheit und schafft durch eine Analysesoftware eine neue und einzigartige Leistungs- und Regenerationsdiagnostik. Die rund 100.000 Herzschläge pro Tag und zigtausende Atemzüge ergeben ein riesiges Datenvolumen, das – im Unterschied zum herkömmlichen EKG – von der hoch spezialisierten Autonom-Health®-Software analysiert wird. So stellt „Lebensfeuer“ ein leicht erfassbares Abbild der individuellen Gesundheit und des Gesamtzustandes eines Menschen dar – eine innovative und einzigartige Diagnostik- und Untersuchungsmethode. • Bereits abgeschlossen: All i need: Das österreichische Biogrünteegetränk ist bereits ausfinanziert. Das Biogrünteegetränk steht für Fairtrade, Nachhaltigkeit und Relevanz. Mit der Crowdinvesting-Kampagne auf Conda wurden über 193.800 Euro von 250 Investoren lukriert. Crowdinvesting war für „All i need“ ein Teil der Gesamtfinanzierung, der aber perfekt zur Unternehmensphilosophie des Unternehmens passt. Kunden, die sich mit dem Produkt identifizieren, konnten sich direkt am Unternehmen beteiligen und partizipieren. „All i need“ ist inzwischen in über 2.000 Einzelhandelsfilialen gelistet (Merkur, Spar, Billa, dm, etc.) und in mehr als 220 Gastronomieobjekten erhältlich. Treffen die Planzahlen ein, dann winkt bis 2017 eine Wertsteigerung von 335 Prozent.

INTERESSANTE PROJEKTE BEI 1000X1000.AT • Woodero: Woodero Tablet Case ist ein edles, funktionales Tablet Case aus Holz für das iPad 2, iPad 3 und iPad 4 mit Retina-Display. Beim Woodero handelt es sich um ein weltweit einzigartiges Vollholzcase, das sowohl die Vorderseite als auch die Rückseite des iPads schützt. Bei einer Investition von 1.000 Euro rechnet das Unternehmen vor, dass inkl. Gewinnbeteiligung und Unternehmenswertbeteiligung nach drei Jahren ein Gewinn von 9.000 Euro möglich sei. Natürlich mit der Zusatzbemerkung, dass es sich um eine Planung handelt und der Gewinn höher oder niedriger sein kann. // Bereits ausfinanziert • Schneeerlebniswelt Wien: 94 Crowdinvestoren mit einem Volumen von 90.000 Euro finanzieren zwei „Zauberteppiche“ im neuen Wiener Ganzjahreswintersportmekka an der U2 im Stadtentwicklungsgebiet Aspern. Den Wienern steht somit ab Dezember 2014 ein 5.000 Quadratmeter großes Gelände für Skifahrer zur Verfügung. Die prognostizierte Rendite p. a. soll 15 Prozent über die nächsten sieben Jahre betragen. Weiters sollen die Investoren „Goodies“ wie Saisontickets oder Schitage mit ÖSV-Stars erhalten.

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„FÜR VIELE UNTERNEHMER IST DIE EIGENE ARBEITSKRAFT UNVERZICHTBAR.“ Christian Klausner

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VERDRÄNGTES RISIKO Die meisten Unternehmen sind gut versichert – gegen Maschinenbruch, Lieferengpässe, Einbruch, Haftungsrisiken etc. Anders sieht es in vielen Fällen beim Unternehmer selbst aus. Was aber passiert, wenn der Chef einmal für mehrere Monate oder überhaupt ausfällt? Wurde für diesen Ernstfall entsprechend vorgesorgt – und welche Versicherung ist dafür überhaupt geeignet? // Text: Michael Posselt

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orgens als Erster in der Firma und abends der Letzte im Büro. So sieht der Berufsalltag von so manchem Unternehmer oder Selbständigen aus. Doch was passiert, wenn der Chef einmal ausfällt? Wer sorgt für die nächsten Aufträge, wickelt die Geschäfte mit Lieferanten, Banken und anderen Geschäftspartnern ab? Oft steht und fällt vieles im Unternehmen mit dem Chef – und trotzdem ist für einen Ausfall des Unternehmers im Betrieb nicht entsprechend vorgesorgt. „Zumeist ist das in unseren Klein- und Mittelbetrieben auch gar nicht so einfach möglich, doch lässt sich beispielsweise mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung – die man auch für den Ausfall der eigenen Arbeitskraft abschließen kann – zumindest der finanzielle Ausfall für einen gewissen Zeitraum (maximal bis zu 12 Monate) absichern“, so Christian Klausner, Versicherungsmakler und Chef des gleichnamigen Maklerbüros in Innsbruck. Klausner selbst hat um sich herum ein kompetentes Mitarbeiterteam aufgebaut, so „dass der Geschäftsbetrieb sicher eine ganze Weile sehr gut aufrechterhalten bleiben kann“. Doch was wäre, wenn der berufliche Ausfall länger, vielleicht sogar von Dauer sein sollte? Gründe dafür gibt es viele: In Österreich ist jede fünfte Pension eine Invaliditätspension, jeder dritte Berufsunfähigkeits-Neuzugang ist jünger als 50 Jahre (nicht berücksichtigt ist dabei, dass nur etwas mehr als die Hälfte aller Ansuchen positiv behandelt wird). Und obwohl sich die Österreicher laut Studien sehr wohl mit Themen wie Krankheit oder Unfall und den damit verbundenen Folgen wie Berufsausfall und dergleichen auseinandersetzen, treffen sie nur selten die entsprechenden Vorkehrungen. Nur rund fünf Prozent aller Österreicher verfügen über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die meisten Menschen verlassen sich noch immer darauf, dass im Falle des Falles der Staat für sie sorgen wird. Dabei ignorieren sie, dass sich das schon allein

mit Blick auf unser Staats- und Sozialbudget nicht ausgehen kann. Ein Indiz dafür ist die gesetzliche Änderung per 1.1.2014 (Sozialversicherungsrechtsänderungsgesetz, SVRÄG), die keine befristete Berufsunfähigkeitspension für unter 50-Jährige mehr vorsieht. Stattdessen erhält der Patient ein Rehabilitations- bzw. Umschulungsgeld ausbezahlt, das bei 50 bis 60 Prozent des letzten Bruttoverdienstes liegt. Und auch die staatliche Berufsunfähigkeitspension – falls diese bewilligt wird – ist wesentlich geringer als das Erwerbseinkommen. Im Durchschnitt liegt sie derzeit bei 979 Euro monatlich, bei Frauen noch weniger, bei Männern etwas darüber.

PENSIONSKONTO SCHAFFT KLARHEIT

Wie hoch sie bei jedem Einzelnen tatsächlich ist, kann jeder selbst herausfinden. Ein Blick aufs Pensionskonto oder ein Anruf bei der Sozialversicherung reicht, und man hat es Schwarz auf Weiß. Doch für die meisten Unternehmer könnte dies negative Auswirkungen nach sich ziehen. Insbesondere schwankende Einkommen, Jahre mit geringem oder gar negativem Einkommen senken die Bemessungsgrundlage und erhöhen die Lücke zwischen Erwerbs- und Pensionseinkommen beträchtlich. „Doch auch, wenn man viele Jahre an oder über der Höchstbemessungsgrundlage verdient und einbezahlt hat, so ergibt sich nicht zuletzt aufgrund des mittlerweile schon sehr langen und bis 2028 noch steigenden Durchrechnungszeitraumes ebenfalls eine teilweise beträchtliche Lücke“, so Klausner. Um diese zu schließen, ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar. Diese bietet als Einzige einen umfassenden Schutz, unabhängig von der Ursache für den Ausfall. Und das ist wichtig, sind nämlich die Gründe für die Berufsunfähigkeit vielfältig und reichen von körperlichen Gebrechen über Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs bis hin zu psychischen Störungen und Burnout. „Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht darauf an, warum jemand be-

rufsunfähig wird. Das Einzige, was zählt, ist, ob die versicherte Person noch in der Lage ist, ihren Beruf langfristig, sprich über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr, auszuüben oder nicht“, so Mathias Erler, Partner im Büro von Christian Klausner. Kann er oder sie das nicht, zahlt die Versicherung die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente – unabhängig von der gesetzlichen! „Im Prinzip ist die Berufsunfähigkeitsversicherung ein einfaches Produkt“, so Klausner. Nichtsdestotrotz kommt es auf ein paar Dinge an, teilweise gibt es doch beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Deshalb rät Klausner auch von Onlinevergleichen oder gar -abschlüssen ab. Last, but not least kommt es nämlich im Falle des Falles nicht auf die Prämie, sondern auf die Leistung an. „Und die ist Ihnen beim Abschluss über den Makler Ihres Vertrauens allemal sicherer“, so der Experte.

Christian Klausner, ck Versicherungsmakler GmbH

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„FÜR UNS IST DAS GANZ NORMAL“ Das Hotel Schwarz in Mieming errichtet das erste Mitarbeiterhaus in Passivhausqualität in Österreich. Hotelier Franz Pirktl sen. spricht über Veränderungen im Tourismus und in der Mitarbeiterführung und erklärt, warum er auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit setzt.

ECO.NOVA: Sie haben das heutige Hotel Schwarz in Mieming 1964 von Ihrem Vater übernommen. Damals war es ein kleiner Gastronomiebetrieb. Heute führen Sie ein 30.000 Quadratmeter großes Fünf-SterneResort mit 240 Betten. Wenn Sie zurückblicken, welche war die wesentlichste Entscheidung? FRANZ PIRKTL: 1964 hatten wir Gastronomie und Landwirtschaft. Die wichtigste Frage war also, die Landwirtschaft ausbauen oder die Gastronomie? Es war damals schon keine große Rechenaufgabe, sich für die Gastronomie zu entscheiden. Die großen Entscheidungen danach hingen immer mit dem

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Ausbau und der Verbesserung des Angebots zusammen – zuerst 1972, wo wir Zimmer mit Bad und Dusche eingerichtet haben, 1980 kam ein neues Gebäude dazu, das Obstgartl 1. Es folgte der Bau des Hallenbads. Wir hätten dann gut und friedlich so weitermachen können oder das Haus noch einmal vergrößern. Heute gibt es ein Obstgartl 2 und ein Obstgartl 3. Zudem haben wir einen 4.000 Quadratmeter umfassenden Wellnessbereich, einen Golfplatz usw. 50 Jahre sind Sie jetzt Hotelier. Das ist eine stattliche Zeit. Was hat sich grundlegend geändert im Tourismus?

Die Werte eines Gastgebers sind immer die gleichen. Der wichtigste ist der persönliche Kontakt zum Gast. Die Wünsche und Vorstellungen des Gastes aber haben sich wesentlich geändert. Ein Hotelier wird von den Gästen nie darauf aufmerksam gemacht, was er für die Zukunft besser machen könnte. Vielmehr muss er herausfinden, was er besser machen könnte. Man muss die geheimen Wünsche des Gastes erahnen, diese erfüllen und die Sicherheit sowie das Glück haben, dass es die richtigen waren. Das ist die Kunst. Wir haben offensichtlich immer auf das richtige Pferd gesetzt – und dafür bisher über 40 internationale Preise erhalten. Im


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Vordergrund stand und steht für uns: Wofür ist der Gast bereit zu zahlen? Ich baue nicht für mich, sondern für den Gast. Sonst würde man Luftschlösser bauen, was auch einige tun. Sie kriegen nicht nur Preise für das Fünf-Sterne-Resort, sondern auch für die vorbildliche Mitarbeiterführung. Wertschätzung für Mitarbeiter ist gerade im Tourismus nicht immer selbstverständlich. War Ihnen das immer schon wichtig? Hier sind die Jungen dahinter, also meine Söhne, die auch im Betrieb arbeiten, und meine Schwiegertochter. Sie sind sehr engagiert in diesem Bereich. Früher, in meiner Generation, war das kein Thema. Da gab es arbeiten, sieben Tage die Woche, jeden Tag, Überstunden wurden nicht bezahlt. Das wäre heute undenkbar. Derzeit errichten Sie um sechs Millionen Euro ein Mitarbeiterhaus mit 70 Einheiten und in Passivhausqualität. Was machte es notwendig? Bis dato haben wir die Unterkünfte immer angemietet. Bei solchen Objekten kann man nicht eingreifen. Wir haben also entschieden, ein Mitarbeiterhaus zu bauen, das wir den Bedürfnissen entsprechend planen können. War von Anfang an klar, dass es ein Passivhaus sein soll? Nein, da muss ich auch die Jungen zitieren. Sie predigen mir seit Jahren, dass wir umweltschonend und nachhaltig agieren müssen. Primär wollten wir einfach alles unternehmen, damit so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Wir haben uns sehr intensiv mit den Möglichkeiten befasst und überlegt, was für die Mitarbeiter gut wäre. Wir haben uns schließlich für ein Gebäude in Passivhausqualität entschieden und plötzlich stellte sich heraus, dass das innovativ ist, dass wir etwas total Fortschrittliches machen, nämlich das erste zertifizierte Mitarbeiterhaus in Passivhausqualität in ganz Österreich, möglicherweise sogar in Europa. Ihnen war es sehr wichtig, eine Zertifizierung für das Passivhaus zu erhalten. Warum? In Zukunft wird es in der Hotellerie darum gehen, so energieeffizient wie möglich zu bauen. Ein zertifiziertes Passivhaus, das ist die erste Liga. Wir sind ein Fünf-Sterne-Haus,

es war also nur konsequent. Wir haben in der Beschäftigung mit dem Thema sehr viel darüber gelernt, wie wir in Zukunft bauen müssen. Wobei die Zertifizierung für ein bestehendes Hotel nicht möglich ist, bei Zubauten kann man das aber berücksichtigen. Die Passivhausbauweise ist wirklich kostensparend. Nur ein Beispiel: Wir haben jetzt eine Heizungsanlage, die all unsere Häuser versorgt. Wenn wir noch einmal dazubauen, dann brauchen wir unter den derzeitigen Bedingungen ein weiteres Heizhaus. Wenn wir den Zubau aber in Passivhausbauweise machen und Energiesanierungen am Bestehenden durchführen, benötigen wir kein zusätzliches Heizhaus – das bedeutet eine immense Ersparnis. Im Mitarbeiterhaus wird es nicht nur Unterkünfte unterschiedlicher Größe, sondern unter anderem eine Bibliothek geben, einen Gymnastikraum, Seminarräume. Manche würden sagen, das ist Luxus. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter sich wohlfühlen, dass sie in ihrer Freizeit etwas Sinnvolles und Gesundes machen können. All das, was Sie aufgezählt haben, war für uns daher völlig normal mitzudenken. Interessanterweise haben viele gesagt: Was ihr da wieder macht. Aber man muss einfach den modernen Anforderungen gerecht werden: Wir wollen keine Betonwüste. Deshalb errichten wir Natursteinmauern mit Bepflanzung. Wir überlegen, unseren Mitarbeitern Räder und Roller, eventuell Kleinelektroautos, zur Verfügung zu stellen, damit

sie rasch in ihre Unterkunft kommen. Es wird zudem alles vorbereitet, um später einen Wellnessbereich und ein Schwimmbad auf dem Dach errichten zu können. Investitionen in touristische Infrastruktur sind ein notwendiges, aber auch riskantes Geschäft, gerade in den letzten Jahren hat es immer wieder große Insolvenzen gegeben. Nun geben Sie allein für das Mitarbeiterhaus sechs Millionen aus. Das ist gewagt, nicht? Wir haben notwendige Investitionen nie gescheut und immer ein gutes Händchen gehabt bei den Entscheidungen. Die Hypo Tirol Bank ist unsere Hausbank: Sie war schon beim ersten größeren Ausbau unser Partner. Sie kennt die Entwicklung unseres Betriebs und wir schätzen sehr, dass sie bei entsprechend sinnvollen Investitionen und verantwortungsbewussten Investoren voll mitmacht. Gibt es schon Pläne für die Erweiterung des Ressorts? Natürlich. Wir haben vor kurzem Grundstücke dazugekauft, sodass wir großzügig erweitern können, und wir haben auch schon konkrete Ideen. Aber zuerst machen wir das Mitarbeiterhaus fertig.

Eine Initiative der Hypo Tirol Bank www.impulse-tirol.at eco.nova

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Mobil. AUTO & MOTOR

EINFACH MEHR AUTO

FESCHER KERL MIT ORDENLICH MUSKELN

Der neue Fabia von Skoda legte am Pariser Autosalon eine wahrlich emotionale Weltpremiere hin. Der Kleinwagen war der absolute Star – kein Wunder, denn sein knackiges Design, das clevere Raumkonzept samt großem Kofferraum und die bunte Farbenvielfalt überzeugen. Neue Assistenzsysteme sorgen dazu für noch mehr Sicherheit und Komfort, sodass aus dem Kleinen ganz schön viel Auto wird. Was auffällt: Das gestraffte Design hat ein paar mehr Ecken und Kanten und Designelemente aus dem Showcar VisionC abgekriegt. Was dem Fabia nicht schlecht bekommt und ihn schnittiger macht. Und auch der Preis ist durchaus fair: Die 60-PS-Basisversion gibt’s ab 12.720 Euro.

Viele mögen es ja nicht, wenn man Autos mit menschlichen Attributen belegt. Aber der BMW X6 ist nun mal echt unwiderstehlich. Mit geschärfter Präsenz im Design und herausragender Performance festigt er seine Position als Vorreiter für exklusive Fahrfreude. Die zweite Generation des weltweit bereits fast 250.000 Mal verkauften Sports-Activity-Coupés genießt im Wettbewerbsumfeld der X-Modelle einen Sonderstatus, der auf Ausstrahlung, faszinierenden Performanceeigenschaften und innovativem Luxus basiert. Der extrovertierte Athlet kommt agil, mit einer imponierenden Leistung von 450 PS und vorbildlicher Effizienz daher und vermittelt außen wie innen pure Emotion. Gestartet wird bei 74.500,01 Euro (kein Schmäh!).

ERFOLGSTYP

KLEIN, ABER FEIN

Seit der Markteinführung im Herbst 2011 ist die Q3-Baureihe ein Erfolgsmodell der Marke Audi. Aber auch Gutes macht Audi immer besser. Und so rollt das aktuelle Modell nicht nur mit aufgehübschter Optik an, sondern hat auch eine Vielzahl an technischen Neuheiten mit dabei. Die Leistungspalette reicht von 120 bis 220 PS, die Preise beginnen bei 32.710 Euro. Ausgeliefert wird in Österreich ab Februar 2015.

Mit der Einführung der neuen Generation i20 setzt Hyundai seine erfolgreiche Präsenz im B-Segment fort. Die neue Generation soll am Erfolg des Vorgängers anknüpfen und neue Zielgruppen ansprechen. Offiziell wird der neue i20 in Österreich auf der Vienna Auto Show 2015 vorgestellt. Der Einstiegspreis für den hübschen Flitzer liegt bei 11.990 Euro.

WEITERE TESTBERICHTE, NEWS UND MEHR UNTER WWW.ECO-MOBIL.AT 116

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eco.mmentar

Bruno König, Motorredaktion

ZULASSUNGSPLUS Der österreichische Neuwagenmarkt liegt mit 264.308 Neuzulassungen nach den ersten zehn Monaten des Jahres zwar um 3,8 Prozent hinter den Vorjahreszahlen, aber dennoch auf einem hohen Niveau. Knapp 27.000 Neuzulassungen allein im Oktober bescheren dem heimischen Markt dabei erstmals seit sieben Monaten mit 0,8 Prozent wieder ein leichtes Plus gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Schon seit September ist eine leichte Stabilisierung des Marktes feststellbar, die sich im Oktober weiter verstärkte. Aktuelle Prognosen lassen deshalb wieder einen Gesamtmarkt von über 300.000 neu zugelassenen PKW erwarten. Volkswagen hält mit seinen Konzernmarken 35,6 Prozent Marktanteil und damit das Rekordniveau von 2013.

WER PORSCHE FÄHRT, MAG’S SPORTLICH Und genau dafür ist der Cayenne GTS gemacht, denn die Sportlichkeit trägt er quasi schon im Namen: Das Kürzel GTS geht zurück auf den berühmten 904 Carrera GTS von 1963. Als erster Porsche der Neuzeit erweckte es der Cayenne im Jahr 2007 zu neuem Leben. Seitdem steht GTS bei Porsche für die besonders sportbetonte Modellvariante. Der neue Cayenne GTS leistet stattliche 440 PS und spurtet in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Serienmäßig gibt’s eine Sportabgasanlage, die den gewohnt kernigen Sound dazu liefert. Kernig wird’s auch fürs Geldbörserl: Der Einstiegspreis liegt bei 124.250 Euro. Für wen es nicht gleich die GTS-Variante sein muss, der wählt den neuen „normalen“ Cayenne ab 81.428 Euro. Auch noch genug Geld, aber doch um ein Drittel günstiger.

Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at

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Unsere Gutscheine bringen Bewegung in Ihr Fest. Gutscheine erhältlich an den ÖAMTC Stützpunkten, den Fahrtechnik Zentren, unter www.oeamtc.at/gutschein und Telefon (02253) 817 00 32100 www.facebook.com/fahrtechnik A 701738 | G 1577_14

Möchte man sich den neuen Vitara von Suzuki auf der Homepage ansehen, muss man sich erst mal registrieren. So viel Versteckspiel macht naturgemäß neugierig. Was hinter dem Auto steckt? Der Vitara hat 1988 die Kategorie der SUVs definiert – urbane Geländewagen, kompakt und leicht und gleichzeitig tolle Offroadfähigkeiten bei voller Alltagstauglichkeit. Nun wirbt Suzuki mit der „Wiedergeburt einers Klassikers“. Trotz geringerer Abmessungen ist der Japaner merklich erwachsener geworden. Die Linienführung ist markant, aber harmonisch. Protzen ist das Seine nicht. Hat er auch nicht nötig. Weltpremiere hat er in Frankreich gefeiert, kommen wird er im ersten Quartal 2015.

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Für aktives Fahren

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Der neue Audi-Chefdesigner Marc Lichte lässt mit der fünf Meter langen A9-Studie erahnen, wo’s künftig hingeht

Jaguar wird 2016 mit einem SUV auf den Markt kommen

Der BMW X6 kommt noch heuer zu den Händlern

S-Klasse von Mercedes Benz ist vor allem bei der feinen Gesellschaft beliebt

NEUSTART IN DER LUXUSKLASSE Die Oberklassen der Premiumhersteller stellen sich völlig neu auf. Audi, BMW und Mercedes bringen in den nächsten Monaten komplett neue Luxusfahrzeuge auf den Markt. Aber auch Maserati, Jaguar und Cadillac wollen es in den nächsten Jahren noch einmal wissen. // Text: Bruno König

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uch wenn wir in Zeiten leben, in denen kleine Autos mit sparsamen Motoren und geringem CO2-Ausstoß gefragt sind, läuft das Luxussegment wie geschmiert. Große Autos mit starken Motoren und edler Ausstattung verkaufen sich nach wie vor prächtig. Deshalb ist es auch wenig überraschend, dass alle Premiumhersteller mit Hochdruck daran arbeiten, neue Luxusmodelle auf den Markt und damit an die Kundschaft zu bringen. Besonders bei den deutschen Herstellern scheint die Lust auf neue Oberklassenautos am größten zu sein. Audi zum Beispiel will sich mit seinem neuen Chefdesigner Marc Lichte gänzlich neu aufstellen und die Marke mit den vier Ringen nicht nur durch Design, sondern auch mit Vorsprung durch Technik wieder an die Spitze stellen. Das erste Modell des neuen Designchefs wird noch in die-

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sem Monat in Los Angeles gezeigt. Zwar kommt das Luxuscoupé Audi A9 frühestens in zwei Jahren auf den Markt, trotzdem soll die über fünf Meter lange Studie schon mal auf die neue Linie von Marc Lichte einstimmen. Wie das Lichte-Design in der Realität aussehen wird, kann man schon Anfang 2015 sehen. Dann nämlich kommt der längst überfällige neue Q7 auf den Markt, der das Segment der Luxus-SUV neu aufmischen soll. 300 Kilo abgespeckt und mit einem unwiderstehlichen Design will der Q7 dem BMW X5 und dem Mercedes GL das Leben schwer machen. Einen umweltfreundlichen Plug-in-Hybrid wird es vom Q7 ebenso geben. Später im Jahr kommt der lang ersehnte neue A4, bevor Audi 2016 mit dem A8 ein weiteres Luxusfahrzeug neu positionieren will. „Dieses Auto wird die gesamte Kompetenz der Marke Audi unter Beweis stellen“,

verspricht Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und meint damit effizientere Antriebe mit mehr Leistung und immense Fortschritte hin zum autonomen Fahren.

BMW 8ER UND X7

Natürlich schlafen auch die anderen Hersteller nicht und wollen ein großes Stück des Kuchens in der Luxusklasse abbekommen. Sie überlassen das Feld mit Sicherheit nicht kampflos. BMW konzentriert sich derzeit voll auf den neuen 7er, der in gut einem Jahr serienreif sein sollte. Es soll sogar Pläne geben, wonach die Blau-Weißen mit einem völlig neuen 8er noch einen draufsetzen. Fix ist bereits, dass es einen X7 geben wird, der auf der Plattform des X5 in ein bis zwei Jahren gegen Range Rover und Co. antreten wird. Der aufgefrischte X6 ist bereits fertig und kommt noch heuer zu den Händlern.


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mann mit drei Sitzreihen folgen. Letzterer ist allerdings grundsätzlich gepanzert, wird in Handarbeit hergestellt und nur in kleinen Stückzahlen etwa für Präsidenten und andere VIPs gebaut.

MASERATI, JAGUAR & CO.

Maserati ist seit Langem fixer Bestandteil des Luxussegments

COMEBACK DES MAYBACH

Auch Mercedes arbeitet hart an der Erweiterung des Luxussegmentes. Zwar stellen die Schwaben mit ihrer S-Klasse bereits das beliebteste Modell bei der Hautevolee und konnten seit Einführung des neuen Modells bereits mehr als 100.000 Fahrzeuge davon verkaufen, dennoch gibts auch dort neue Pläne.

bauträger

makler

Zum Jahreswechsel soll das Comeback von Maybach kommen – allerdings nicht mehr als eigene Marke, sondern als Topversion des S600 mit noch mehr Radstand und FirstClass-Sitzen im Fond. Dieses Modell wird vor allem für Kundschaft in China und Amerika eine Rolle spielen. Später soll noch eine Cabrio-Version der S-Klasse sowie ein Pull-

bewertung

Dass das Luxussegment gute Gewinne abwirft, wissen auch andere Hersteller. Aus allen Ecken der Welt drängen Hersteller in diese stetig wachsende Nische. Maserati will schon 2015 seinen ersten Luxus-SUV auf den Markt bringen, auch Alfa-Romeo, Bentley und sogar Rolls-Royce sind auf den Geschmack gekommen. Jaguar wird 2016 fix einen luxuriösen SUV präsentieren und auch Lamborghini wäre schon bald startklar. Volvo bringt nächstes Jahr den neuen XC90 und will im Segment der großen SUV die Benchmark setzen. Nicht zu vergessen sind Underdogs wie Hyundai und KIA, die natürlich ebenso drauf und dran sind, hochwertige Luxusfahrzeuge zu bauen und in Europa auf die Straßen zu bekommen. Das Oberhaus-Segment scheint also ein guter Boden für die Zukunft zu sein und verspricht einiges an Spannung unter den Herstellern.

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FRISCH GEMACHT Seit rund vier Jahren ist der BMW X3 in dieser Generation erfolgreich am Markt. Nun hat das kompakte bayrische SUV eine dezente optische Modellpflege erfahren und geht mit einem modernisierten 20d-Triebwerk an den Start. // Text und Fotos: Bruno König

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ufgrund des anhaltenden Erfolges des BMW X3 gab es für den Münchner Hersteller kaum einen Grund, an seinem Parade-SUV tiefgreifende kosmetische Überarbeitungen durchzuführen. Dementsprechend halten sich die Neuerungen sehr in Grenzen. Unter anderem wurden die Doppelniere, der vordere Stoßfänger und die Hauptscheinwerfer überarbeitet. Die seitlichen Blinker sitzen nun statt am Kotflügel in den beiden Außenspiegeln und die feschen Aluräder erstrahlen im neuen Design. Damit sind die wichtigsten optischen Neuheiten auch schon aufgezählt. Ähnlich schnell geht’s mit den Neuerungen im Innenraum. Ein bissl mehr Chrom und Klavierlack, dazu neue Becherhalter ... und fertig ist das Interieur des X3. Wie schon

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beim Vorgänger ist auch das aktuelle Modell mit tollen Materialien sehr hochwertig verarbeitet und bietet damit wahre Premiumqualität. Weiter verbessert wurde auch das iDriveBediensystem, das Head-up-Display gibt’s nun auch im X3 – allerdings gegen Aufpreis. Das Platzangebot ist von der Überarbeitung unberührt geblieben und ausgesprochen großzügig. Der Kofferraum schluckt nach wie vor 550 Liter Gepäckvolumen und ist durch Umklappen der Rückbank bis zu 1.600 Liter erweiterbar. Damit ist der X3 seinen direkten Wettbewerbern klar überlegen.

NEUES UNTER DER HAUBE

Die wesentliche Änderung des X3 steckt nicht sichtbar unter der Motorhaube. Der 2,0-Diesel in unserem 20d-Testwagen ist in der ak-

tuellen Ausführung weiter erstarkt. Statt 184 leistet das neue Triebwerk nun 190 PS und stemmt 400 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Darüber hinaus fühlt sich der Motor ruhiger, souveräner und deutlich kräftiger an. Auch das Zusammenspiel des 20d mit der Start-Stopp-Automatik konnte spürbar verbessert werden. Daraus resultiert ein überaus geringer Verbrauch, der mit 6,8 Liter im Schnitt für ein Fahrzeug dieser Klasse schon beachtlich erscheint. Fahrwerkstechnisch ist der neue X3 glücklicherweise ganz der Alte geblieben. Sprich, er federt sportlich, aber trotzdem komfortabel. Die feinfühlige Lenkung leistet Präzisionsarbeit und steigert das Fahrvergnügen dadurch zusätzlich. Angesichts des rundum gelungenen BMW X3 geht schlussendlich auch sein Anschaffungspreis in Ordnung. Den Einstieg markiert der 150 PS starke heckgetriebene X3 sDrive 18d bei guten 40.000 Euro. Für einen allradgetriebenen 20d xDrive werden mindestens 46.150 Euro fällig. Qualität, Design und Effizienz rechtfertigen diesen Preis jedoch allemal.

FACTS BMW X3 20D XDRIVE • • • • • • • • •

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel Leistung: 140 kW/190 PS Drehmoment: 400 Nm Beschleunigung: 8,1 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 210 km/h Testverbrauch: 6,8 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 131 g/km Crashsicherheit: 5***** (88 % lt. NCAP) Preis: ab 40.650 Euro


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FOUR DRIVE Der Seat Leon ST liegt nun noch sicherer auf der Straße. Als „4Drive“ mit dem Haldex-Allradantrieb meistert er jeden Untergrund durch vier angetriebene Räder und mutiert damit zum praktischen Alleskönner. Im Test: der 1,6 TDI mit 105 PS. // Text und Fotos: Bruno König

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er rassig gestylte Seat Leon hat sich sowohl als Kompakter als auch in der Kombiausführung ST bestens etablieren können. Jetzt, einige Monate nach Markteinführung, reichen die Spanier unter dem Kürzel „4Drive“ eine allradgetriebene Version nach. Das Antriebssystem mit einer Haldexkupplung der fünften Generation ist im Konzern bereits im Golf 7, dem T5 Bus und dem Skoda Octavia erfolgreich im Einsatz. Wie es bei Skoda auch eine geländetauglichere Version des Octavia mit dem Namen Scout gibt, bietet auch Seat seit wenigen Wochen eine verschärfte Variante des Allrad-Leon und taufte diese auf den Zusatz „Experience“. Unser Testfahrzeug ist ein Leon ST mit 1,6-Liter-TDI-Motor, Sechs-Gang-Schaltgetriebe und 105 PS Leistung. Diese reicht zwar aus, um unaufgeregt und sicher alle Straßen befahren zu können, doch sportliche Attribute fehlen dem kleinen Triebwerk gänzlich. Für den Sprint auf 100 vergehen gut elf Sekunden. Der 150-PS-TDI schafft dies in nur 8,7. Dafür gibt sich der 1.600er mit

5,4 Liter im Schnitt sehr bescheiden. Trotzdem empfehlen wir die Version mit 150 PS im 2,0 TDI.

GROSSZÜGIGE PLATZVERHÄLTNISSE

Von außen ist der Allrad-Leon nur an dem dezenten Schriftzug am Heck „4Drive“ zu erkennen. Innen gibt es durch die Haldexkupplung an der Hinterachse keinen Platzverlust im Kofferraum. Wie sein frontgetriebener Bruder schluckt der 4WD zwischen 587 und 1.470 Liter Gepäck. Das Sitzen im Leon ist für vier Personen sehr bequem, auch für den Fall, dass vorne zwei Großgewachsene Platz genommen haben. Das Cockpit ist – wie aus dem Leon bekannt – aufgeräumt und sachlich. Es gibt erfreulich wenig Schalter und Knöpfe, die sich zudem gut bedienen lassen. Das Fahrwerk gibt sich dabei stets souverän, unabhängig vom Fahrbahnuntergrund. Zur stabilen Kurvenlage tragen zusätzlich die elektronischen Differenzialsperren „XDS“, die an beiden Achsen verbaut sind, bei. Das System verteilt

die Kräfte blitzschnell an jenes Rad mit der meisten Traktion. Da kann es schon mal vorkommen, dass nur ein einziges Rad den festgefahrenen Wagen befreien kann. Der Topausstattungslinie „FR“ ist darüber hinaus ein adaptives Fahrwerk samt Progressivlenkung vorbehalten. Das Seat-Leon-ST-Allradmodell ist als 1,6 TDI in der Ausstattungslinie „Reference“ bereits ab 24.140 Euro zu haben.

FACTS SEAT LEON ST 1,6 TDI

• Motor: 1,6-Liter-VierzylinderTurbodiesel • Leistung: 77 kW/105 PS • Drehmoment: 250 Nm • Beschleunigung: 11,1 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 191 km/h • Testverbrauch: 5,4 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 99 g/km • Crashsicherheit: 5***** (94 % lt. NCAP) • Preis: ab 24.140 Euro

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ALLES FIX Die Auffrischung des Mitsubishi ASX bringt nicht nur optische Neuheiten, sondern auch technische. So kann das Automatikgetriebe jetzt auch mit dem 150-PS-Dieselmotor kombiniert werden. // Text: Bruno König, Fotos: Tom Bause

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k., die Überarbeitungen des ASX-Facelifts halten sich in Grenzen. Man muss entweder ein Kenner sein oder schon ganz genau hinschauen, um Unterschiede zum Vorgänger zu erkennen. Doch für größere Einschnitte im Design ist der „Mitsu“ einerseits noch zu jung (erst seit 2010 am Markt), andererseits schaut der ASX ja eh fesch aus. Am auffälligsten sind die großflächig lackierte Front und die neu geformten seitlichen Lufteinlässe. Die Einsätze der Nebelscheinwerfer werden nun von einer dezenten Chromspange umrahmt; der Innenraum punktet mit einem neuen Lenkrad. Ansonsten hat sich weder vom Laderaum noch von der Sitzposition etwas geändert. 419 Liter Ladevolumen, das bis zu 1219 Liter erweiterbar ist, stehen nach wie vor auf dem Papier. Hinten wie vorne sitzen Erwachsene trotz Panoramadach mit ausreichend Kopffreiheit sowie großzügigem Knieraum. Die Gestal-

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tung des Armaturenbrettes ist gelungen und glänzt durch einfache, intuitive Bedienung. Die Materialien sowie deren Verarbeitung konnten zusätzlich verbessert werden. Einzig die versteckten Schalter für die Sitzheizung könnten bedienungsfreundlicher platziert werden. Die Sitze selbst sind nach wie vor bequem, die Lenkung samt neuem Lenkrad kann in drei unterschiedlichen Stufen an den Fahrstil angepasst werden. Der sieben Zoll große Touchscreen arbeitet schnell, zuverlässig und mit scharfer Grafik.

NEUE KOMBINATION

Mit dem Facelift ist nun auch die Kombination aus 150 PS starkem 2,2-Liter-Dieselmotor und Allradantrieb verfügbar. Die neue Antriebsvariante arbeitet mit adaptiver Sechsstufenautomatik inklusive zuschaltbarem Allradantrieb und beeindruckt mit spontanem Antritt und sparsamem Verbrauch. Beachtliche 360 Nm Drehmoment schieben

den ASX bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h nach vorne. Dank moderner Technik und trotz fehlender Start-Stopp-Automatik (gibt es nicht beim Automatikgetriebe) gab sich der praktische ASX während unseres Tests mit 7,1 Litern auf 100 Kilometer zufrieden. Im leichten Gelände und nach Aktivierung der 4WD-Taste wird das Drehmoment variabel auf alle vier Räder verteilt, was im kompakten SUV ein sehr sicheres Fahrgefühl ermöglicht. Für härtere Einsätze verlangt der ASX nach „4WDLock“, was ihm mehr Kraft auf der Hinterachse zuteil werden lässt. Damit wird der geländetaugliche Mitsubishi zum braven Begleiter auf allen Wegen und gefällt mit aufgefrischter Optik und dem neuen 150-PS-Diesel samt Automatik und Allrad. Der Einstiegspreis dafür liegt bei 31.990 Euro.

FACTS MITSUBISHI ASX

• Motor: 2,2-Liter-VierzylinderTurbodiesel • Leistung: 110 kW/150 PS • Drehmoment: 360 Nm • Beschleunigung: 10,8 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 190 km/h • Testverbrauch: 7,1 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 153 g/km • Crashsicherheit: 5***** (86 % lt. NCAP) • Preis: ab 16.990 Euro (ASX Inform 2 WD)


Foto: Die Fotografen

Die Familie Isser und alle MitarbeiterInnen wünschen allen Econova-LeserInnen einen heimeligen Advent, Zeit für Vorweihnacht und die richtige Sicht für die schönste Zeit des Jahres... Das sind Augenblicke...!

45 JAHRE

AUGENBLICK(E)! „Wer aufhört, das Gute zu verbessern, hört auf, gut zu sein“ – so lautet das Motto der Familie Isser aus Seefeld - seit 45 Jahren! Am 3. 11. 1969 gründete Helmut Isser als damals jüngster Optikermeister Österreichs mit 22 Jahren seinen Ein-Mann Betrieb in der Innsbrucker Fallmerayerstraße, unterstützt von seiner späteren Frau Gudrun. 1972 eröffneten die beiden dann ihre erste Filiale im Rathaus in ihrem Wohnort Seefeld. Höchste Präzision, Kompetenz, individuelle und wirklich persönliche Beratung sowie ein technisch modernster Geräte- und Maschinenpark komplettierten die „Qualität zum Durchschauen“ von Isser-Optik. Viele zufriedene Kunden und ein engagiertes Team um die Firmengründer ermöglichten die Eröffnung weiterer Filialen in

www.isser.at info@isser.at isser.optik

Telfs (1978) und in Innsbruck in der Meinhardstraße (1986). Die zweite Generation mit Wolfgang Isser (Lehrabschluss 1991, HTL für Optometrie mit Meisterprüfung inkl. Kontaktlinsenkonzession) und Christian Isser (Matura 1995 - HTL für Maschinenbau, Lehrabschluss, Meisterprüfung inkl. Kontaktlinsenkonzession, 2013 Bachelor of Science, Jena, Vorsitzender des Berufsbildungsaus schusses der Bundesinnung in Österreich) führt seit 2006 gemeinsam als Geschäftsführer das Team von Spezialisten und Fachkräften bei Isser-Optik mit über 20 MitarbeiterInnen. Qualität zum Ansehen, Qualität mit Einsicht: die durchaus progressive Architektur in allen Filialen verfolgt mit Ihrer puristischen Ästhetik den Zweck, die ganze Aufmerksamkeit auf den Artikel Brille zu fokussieren. Formal reduzierte, ganz auf Funktion hin entwickelte Möbel, gepaart mit einer ausgetüftelten Lichtplanung, erfüllen diese Aufgabe optimal. Unverwechselbar ist neben der Architektur aber auch die Freude am Beruf. Diese Freude

Innsbruck Fallmerayerstraße 3, 6020 Innsbruck Tel. +43 512 58 47 12

Innsbruck Meinhardstraße 3, 6020 Innsbruck Tel. +43 512 58 04 69

spiegelt sich in der Unternehmensphilosophie der Geschäftsführung der zweiten Generation wider: „Wir schätzen und umsorgen unsere Kunden und freuen uns über deren Zufriedenheit!“

*wuf

f* We wish you a merry Christmas and a happy new year! Für den Weihnachtswuff:

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LUXUS IM KOMPAKTFORMAT Kia hat seinen Topseller, den kompakten Sportage, geliftet – zwar dezent, aber dennoch gelungen. Die dritte Generation des Kompakt-SUV ist seit seinem Debüt im Jahr 2010 am Markt und ungebrochen erfolgreich. Im Test: das Topmodell mit 184-PS-Diesel und CVT-Automatik. // Text und Fotos: Bruno König

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m abgelaufenen Jahr konnten die Koreaner von ihrem Sportage knapp 90.000 Exemplare allein in Europa verkaufen. Auch in Österreich rennt das seit 2010 in dritter Generation gebaute Kompakt-SUV überaus erfolgreich und ist nach dem Ceed das beliebteste Kia-Modell. Ob dieses Erfolges fallen die Änderungen am facegelifteten Sportage zurückhaltend aus. Die deutlichsten Unterschiede an der Außenoptik sind der chromeingefasste Kühlergrill und die geänderten Heckleuchten mit 3-D-Effekt. Aufgeputzt wurde

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auch der Innenraum. Dieser glänzt nun mit Klavierlack, Softtouch-Oberflächen, neuem Instrumenten-Layout mit indirekter Beleuchtung und weiteren Komfortfeatures. Dank verbesserter Geräuschdämmung und neuer Verbund-Frontscheibe ist es innen außerdem deutlich ruhiger geworden. Ebenso überarbeitet wurde der Antriebsstrang im 2014er-Modell. Eine steifere Getriebeaufhängung und eine neue Anordnung der Antriebswellen ergeben ein ausgeglichenes und harmonisches Fahrgefühl. Wer wie in unserem Testfahrzeug zur Topausstattung „Gold“ greift, verfügt auch über eine variable „FlexSteer“-Lenkung, die in drei Stufen dem eigenen Fahrstil angepasst werden kann.

ÜPPIGE AUSSTATTUNG

Überhaupt glänzt die Topversion „Gold“ mit einer üppigen Serienausstattung: schlüsselloser Zugang, Startknopf, 7-Zoll-Touch-Display, Premium-Soundsystem, feines Ledergestühl, Lenkradheizung, Einparkassistent, Rückfahrkamera und noch einiges mehr. Motorisiert war unser Testwagen mit dem 2,0-CRDi-Diesel und 184 PS in Kombination mit dem neuen CVT-Automatikgetriebe. Dieses Triebwerk liefert knapp 400 Nm Drehmoment und verbrauchte im Schnitt

7,2 Liter auf 100 Kilometer. Die neue Automatik sortiert die Gänge nun deutlich flotter und sanfter, trotzdem erscheint sie ab und zu noch etwas nervös. Ansonsten beeindruckt der Sportage mit Komfort und Laufruhe sowie der spürbar direkteren Lenkung. Der facegeliftete Kia Sportage gefällt mit seinem zeitgemäßen Design, dem qualitativ ansprechenden Interieur und dem durchzugsstarken, sparsamen Dieselmotor. Die Preisliste für das beliebte SUV startet bei 22.690 Euro für den 1,6-GDI-2WD in der Ausstattungslinie „Titan“. Allrad gibt’s ab 30.290 Euro im 2,0-CRDi mit 136 PS.

FACTS KIA SPORTAGE 2,0 CRDI 4WD „GOLD“

• Motor: 2,0-Liter-VierzylinderTurbodiesel • Leistung: 135 kW/184 PS • Drehmoment: 392 Nm • Beschleunigung: 9,8 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 195 km/h • Testverbrauch: 7,2 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 189/km • Crashsicherheit: 5***** (93 % lt. NCAP) • Preis: ab 22.690 Euro


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„In Zukunft können wir auch den Ford Mondeo und Galaxy mit Allradantrieb anbieten.“ Autopark-Geschäftsführer Michael Mayr

„Mit dieser Produktpalette bieten wir das attraktivste Fahrzeugangebot überhaupt.“ Autopark-Gesamtverkaufsleiter Micha E. Hauser

„DIE ZUKUNFT BEGINNT HEUTE“ Zu einem ganz besonderen „Fleetday“ lud der Autopark in den bis auf den letzten Platz gefüllten Congresspark Igls. Neben der größten Ford-Sonderschau aller Zeiten mit rund 15 Modellen konnten Autopark-Chef Michael Mayr und Gesamtverkaufsleiter Micha Hauser auch zwei Österreich-Premieren präsentieren.

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eute am 11.11.2014 beginnt nicht nur die Faschingszeit, sondern auch die Zukunft“, betonte Autopark-Geschäftsführer Michael Mayr vor mehr als 200 geladenen Gästen im bis auf den letzten Platz gefüllten Congresspark in Igls. In den nächsten Monaten bringt Ford nämlich gleich mehrere neue Modelle auf den Markt: Neben Ford Focus und Mondeo kommen auch C-Max und Grand C-Max, Ecosport, S-Max und der brandneue, bärenstarke Mustang zu den Händlern. Später folgten der Galaxy und der Racer Focus RS, jetzt wieder

mit Allradantrieb. „Nicht nur der Focus RS wird wieder einen Vierradantrieb haben, sondern auch Mondeo und Galaxy können dann mit Allrad bestellt werden“, verriet Mayr, der die Wichtigkeit des 4WD-Antriebes speziell in Tirol betonte. Der Aufpreis dafür soll bei moderaten 1.600 Euro liegen. Anschließend gewährte Gesamtverkaufsleiter Micha Hauser den zahlreich Anwesenden einen Blick in die künftige Ford-Welt und präsentierte ein attraktives Fahrzeugangebot. Darunter auch die neuesten Fuhrpark-Highlights im Autopark, die zahlreiche Sondermodelle für jeg-

lichen Einsatz bereithalten. Im Zuge dessen konnte der Autopark auch gleich zwei Österreich-Premieren feiern: Die zwei brandneuen Modelle Ford Focus und Mondeo konnten vor den bereits gespannten Besuchern erstmals enthüllt werden.

MARKUS LINDER AUF REISEN

Bevor zum Galadiner geladen wurde, offenbarte Komödiant Markus Linder auf seiner Tour durch die verschiedensten Musikgenres einen völlig neuen, aber überaus amüsanten Einblick in die Welt-Musikgeschichte.

SCHWEDENLADUNG Neidische Blicke erntet man in einem Volvo eher selten. Die Besitzer genießen mehr im Geheimen. Doch wer schon mal in einem aktuellen Volvo saß, steigt mit Begeisterung aus. So geschehen auch beim Platzwunder V70. // Text und Foto: Bruno König

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uf der Straße zählt ein Volvo eher zu den Underdogs. Man kann damit völlig entspannt, weil unaufdringlich, am Verkehr teilnehmen. Dabei bieten die Schwedenmodelle Fahrkomfort, Sicherheit, Qualität und edle Materialien aus Oberklassen-Autos. Doch spätestens wenn jemand in einem aktuellen Volvo-Modell Platz genommen hat, steigt dieser begeistert aus. So auch mehrmals passiert während unseres Tests mit dem großen Kombi Volvo V70. Der platzfreudige Kombi wirkt auf den ersten Blick sachlich und recht kühl. Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch sein souveräner und grundsolider Charakter. Er bietet enorm viel Platz und verkörpert dabei Ruhe, Gelassenheit und Understatement. Unser Testauto, ein V70 D4 Geartronic Summum, gefällt mit seiner üppigen Ausstattung, die keine Wünsche offen lässt. Die angenehm duftenden und elektrisch bedienbaren Ledersitze können nicht nur beheizt, sondern auch gekühlt werden. Der Innenraum wirkt dazu hochwertig und aufgeräumt.

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Feine Materialien, ein enormes Platzangebot, beste Verarbeitung und eine intuitive Bedienbarkeit aller Schalter und Hebel zeichnen die Modellpflege des Volvo V70 aus. Aber nicht nur die Optik zeigt sich aufgefrischt, auch technisch gibt es einige Neuerungen – so etwa den sparsame Vierzylinder-Diesel mit 181 PS, der sich während unseres Tests mit nur 7,2 Litern zufriedengab, und die neue

Acht-Gang-Automatik, die nun seidenweich die Gänge wechselt. Der Volvo V70 ist ein komfortabler und luxuriöser Reisewagen. Der neue Motor in Kombination mit dem aktuellen Automatikgetriebe macht aus dem Platzwunder einen überaus sparsamen Kombi. Ein Schnäppchen ist der V70 allerdings nicht. Der Einstiegspreis liegt zwar bei moderaten 38.700 Euro, die Aufpreisliste ist jedoch lang.


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ES GEHT NOCH SMARTER Mit „SmartRide“ des Verkehrsverbund Tirol (VVT) hatte man bereits jetzt alle Fahrpläne immer und überall im Griff. Die App ist ein wahres Allroundtalent, lässt sich ganz unkompliziert aufs Smartphone laden und ermöglicht es, sämtliche Öffi-Verbindungen quasi in der Jackentasche mit sich zu tragen. Nun wurde die smarte App noch einmal um zusätzliche Features erweitert und zeigt ab sofort alle Fahrplandaten für ganz Österreich! Neben dem Fußweg können Sie nun außerdem auch Radwege und Autorouten anzeigen lassen. Damit wird die App zu einem nicht mehr wegzudenkenden Reisebegleiter quer durchs ganze Land.

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martRide ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Kein Wunder, denn die Leistungen sind einfach und übersichtlich, die Bedienung unkompliziert und logisch. Schon bisher war die VVT-App ein Allroundtalent für die mobile Fahrplanauskunft in Tirol. Abgefragt werden können Abfahrtszeiten und Verbindungen aller öffentlichen Verkehrsmittel, dazu werden die entsprechenden Fußwege zu den Haltestellen angezeigt. SmartRide funktioniert dabei ganz einfach per Adresseingabe.

INFOS FÜR GANZ ÖSTERREICH

Ab sofort kann die App aber noch mehr. In der Version 3.0.0 erweitert SmartRide seinen Radius. So können ab sofort alle Fahrplandaten für ganz Österreich abgefragt sowie Fuß- und Radwege und sogar Autorouten berechnet werden. Die Installation mehrer Fahrplan-Apps für Österreich fällt somit weg. Wird SmartRide gestartet, sind am Abfahrten-Tab sofort alle umliegenden Haltestellen und Bahnhöfe sowie Fußwege zu diesen ersichtlich. Lediglich die GPS-Ortung am Handy muss aktiviert sein. Sind Startpunkt

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der Reise und die gewünschte Destination eingegeben, werden im Fahrten-Tab mehrere Routenvorschläge inkl. Zeitaufwand angezeigt. Einfach die gewünschte Reisevariante wählen und schon gibt’s zusätzliche Infos zu Tarifen, Linien und Umsteigemöglichkeiten. Eine Karte dient zudem als Orientierungshilfe. Mit der Integration der neuen Features wurde auch das Design optimiert und noch

bedienfreundlicher gemacht. Zur Einführung läuft noch bis 21. Dezember ein entsprechender Spot auf TirolTV, der kürzlich auch mit einem Tirolissimo in der Kategorie TV/Kino-Spot ausgezeichnet wurde. Wer ihn noch nicht kennt, einfach reinklicken unter www.vvt.at/SmartRide (oder einfach auf YouTube nach „VVT SmartRide“ suchen).

SMARTRIDE-FUNKTIONEN IM ÜBERBLICK • • • • • •

Haltestellensuche via GPS – alle umliegenden Haltestellen werden angezeigt Fahrtenvorschläge inkl. Zeitaufwand und Tarif Verbindungsversand via E-Mail oder SMS Übertragung der gewählten Verbindung in den elektronischen Kalender Übersichtliche Kartendarstellung Wiederwahlmöglichkeit, Favoriten

Neue Funktionen in der Version 3.0.0 • Österreichweites Routing • Abfahrts- und Ankunftszeiten mit Echtzeitinfo • Multimodale Auskunft – realistischer Vergleich der Reisezeit sowie des CO2-Ausstoßes der jeweiligen Modalität und Verbindung wird möglich • Neues Design und verbesserte Usability, verbesserte Hintergrundkarte • Alle Reiseinformationen inklusive (Verkehrsinfo, Umleitungen, Staus, Baustellen ...) SmartRide kann unter www.vvt.at (Reiter Fahrplan – Mobile Fahrplanauskunft) kostenlos heruntergeladen werden. Die App ist im Apple- und im Google-PlayStore erhältlich.


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ACHTUNG: FAHRPLANWECHSEL Wenn Sie die VVT SmartRide-App installiert haben, können Sie die neuen Fahrpläne sofort am Handy abrufen – für alle anderen haben wir hier eine kurze Übersicht über die Änderungen des Fahrplans per 14. Dezember 2014. Der Fahrplanwechsel bringt im Wesentlichen drei große Veränderungen – neue Zugverbindungen zwischen Innsbruck und Lienz bzw. Innsbruck und Bozen, mehr umweltfreundliche Mobilität im Zillertal und Verbesserungen für Stubaier Pendler.

IM STUNDENTAKT

Die umfangreichsten Verbesserungen gibt es ab 14. Dezember im Zugverkehr zwischen Innsbruck und Lienz. Auf der Strecke werden künftig 13 Zugverbindungen angeboten – das heißt neben den täglichen vier schnellen Direktbussen gibt es alle zwei Stunden einen Zug von Lienz nach Innsbruck mit passendem Anschluss in Franzensfeste. Die Fahrtzeit beträgt knapp 3:45 Stunden. Auch zwischen Lienz und Franzensfeste wird ab Fahrplanwechsel ein neuer Stundentakt eingerichtet. Bis zu 30 Züge der Marke Flirt bedienen wochentags die Strecke. Dazu werden die Busverbindungen entlang der Strecke entsprechend angepasst. Neues gibt es ebenso Richtung Südtirol – mit Mitte Dezember wird eine tägliche Verbindung (morgens und abends) zwischen Innsbruck und Bozen etabliert. Der Zug 1879 fährt um 21 Uhr Richtung Bozen, morgens retour und erreicht Innsbruck wieder um 9:38 Uhr. Diese zweite Verbindung am Tagesrand ergänzt die bereits bestehenden EC-Züge im Zweistundentakt in jede Richtung und die bereits bestehende morgendliche Verbindung von Innsbruck südwärts. Der Fahrplanwechsel verbessert das Nahverkehrsangebot in der Europaregion Nord-, Süd- und Osttirol deutlich.

VERBESSERUNGEN FÜR PENDLER

Ergänzungen wird es auch im Zillertal geben. Montag bis Freitag morgens fährt ein

Expresszug von Mayrhofen nach Jenbach, der als beschleunigter Pendlerzug 13 Minuten weniger braucht, wodurch Sie in Jenbach den Anschluss an den REX um 6:51 Uhr nach Innsbruck erreichen. Neue Kurse werden zudem zwischen Strass und Bruck installiert. Ab Fahrplanwechsel verbindet ein neues Angebot die beiden Ortschaften samt dem Brucker Ortsteil Immering, in einer Schleife über die Bahnhaltestelle Schlitters kommt der Bus zurück in den Ort. Gefahren wird je dreimal am Vor- und Nachmittag. In einem zweiten Schritt soll bis 2015 auch Hart mitgenommen werden. Und zu guter Letzt werden im

Zillertal die Gemeinde Rohr sowie die Bergbahnen Zell an den öffentlichen Linienverkehr angeschlossen. Verbesserungen für Pendler wird es auch im Stubaital geben. Bereits jetzt fahren zusätzliche Busse im Morgenverkehr und ein Schnellbus am Abend. Auch am Samstag bedienen schon mehr Busse das Tal. Mit 14. Dezember wird es zudem einen neuen täglichen (Abfahrt Volderau: 7:46 Uhr – Ankunft Innsbruck: 8:51 Uhr) sowie einen neuen Kurs am Samstag (Abfahrt Volderau: 6:35 Uhr – Ankunft Innsbruck: 7:32 Uhr) geben. An Schultagen fährt außerdem um 17:50 Uhr ein neuer Schnellkurs von Innsbruck retour. eco.nova

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Lifestyle. LUXUS & TRENDS

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WINTERMUST-HAVES

3. SUUNTO AMBIT 3 PEAK

1. MARKER KINGPIN (TOUREN-ALPIN-BINDUNG)

Die komplett neu entwickelte Marker Kingpin mit TÜV-Zertifikat ist eine Pin-TechBindung mit einem herkömmlichen Hinterbacken für perfekte Kraftübertragung. Mit dieser Bindung haben Sie alles in einem: Sicherheit, Leichtigkeit und beste Performance.

2. HESTRA-HANDSCHUHE

Die große Liebe zum Detail, das unverwechselbare skandinavische Design sowie die Umweltachtung und Verwendung von natürlichen und recycelbaren Materialien, die alle mit großer Sorgfalt persönlich von den Brüdern Magnusson ausgesucht werden, verleihen der Hestra-Kollektion ihre Einzigartigkeit.

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Die neue Suunot Ambit 3 Peak mit Herzfrequenzmesser ist eine Innovation fürs Handgelenk. Jede Tour wird mit GPS und Barometer genau aufgezeichnet und kann dank Bluetooth direkt auf das Smartphone übertragen werden. Durch diese Verbindung sieht man auf dem „Zifferblatt“, wer anruft, und kann so ein lästiges „Handy aus dem Rucksack wühlen“ sparen. Klein, aber fein.

4. SWEET GRIMNIR MIPS SKIHELM

Grimnir ist nicht nur ein Tarnname des nordischen Hauptgottes Odin, es ist auch ein Skihelm von Sweet Protection, der seinen Träger bestmöglich auf den und jenseits der Pisten schützen soll. Nicht Zauberkräfte walten hierbei, sondern die feinsten Technologien auf dem Helmmarkt.

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5. BLACK DIAMOND JETFORCE (LAWINENRUCKSACK)

Der Jetforce-Lawinenrucksack hat einen Lithium-Polymer-Akku verbaut und entnimmt die Luft aus einer unbegrenzten Quelle – der Atmosphäre. Mit einer vollen Akkuladung gehen sich vier oder mehrere Auslösungen ohne lästiges Kartuschewechseln aus. // Alle Produkte gesehen bei Alber Sport in St. Anton, www.alber-sport.com


Ring aus 18 kt Roségold, Brillanten und Mondstein, 2.880 Euro

PFERD UND TISCHTRÄGER 1998 Sammlung RLB Tirol AG // Foto: Elmar Peintner

DAS FENSTER 1983 Bleistift, Aquarell

// Foto: Gerhard Watzek

Ringe in 18 kt Weißbzw. Roségold mit Brillanten, 1.590 / 2.030 Euro

Ringe aus 18 Kt Weißbzw. Roségold mit Brillanten, ab 6.520 Euro

NUR DAS ECHTE IST VON DAUER Einen Ring zu schenken ist ein Statement. Ein Ring ist persönlich und individuell, ein Zeichen von Zuneigung und ein Geschenk von besonderem Wert. Schmuck ist nicht funktionell oder nützlich, sondern einzig und alleine dazu da, Freude zu bereiten. Und gerade deshalb so besonders. Eine wunderbare Auswahl an edlen Stücken finden Sie bei Juwelier Norz in Innsbruck, vieles davon von Christoph Norz selbst kreiert. // www.norz.eu.com

NATUR UND MENSCH Elmar Peintner gehört zu den international bekannten Künstlern Tirols. In all seinen Werken erweist er sich als stiller Beobachter der Natur und des Menschen. Zugleich aber ist er ein Künstler, für den das Zeichnen und Malen stets mit dem Freilegen von Strukturen und dem Blick hinter die rein äußeren Erscheinungsformen der Natur und des Menschen zu tun haben. Nicht das naturalistische Abbilden von Natur steht im Vordergrund seiner Arbeiten, sondern vielmehr der Versuch, über den Realismus der Mikrostrukturen des Vegetativen zur physischen und psychischen Struktur des Menschen vorzudringen. Unter dem Titel „Enigma“ zeigt der mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Künstler noch bis 25. Jänner 2015 einen Querschnitt seines Werks sowie aktuelle Arbeiten im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. // www.tiroler-landesmuseen.at

Engelmusikanten von Wendt & Kühn // Teddy von Steiff // Engel von Lladrò

FEINES ZUM SCHENKEN Weihnachten ist auch immer die Zeit des Gebens. Wunderbare Kleinigkeiten finden Sie bei Höbel in der Herzog-Friedrich-Straße 3 in Innsbruck – feines Porzellan, Kuscheliges von Steiff, Sammlerartikel, Schnitz- und Krippenkunst und ganz viel Persönliches. // www.hoebel.at

Von der Suppe bis zum Kuchen – Feinkost

mit Liebe gemacht Leopoldstraße 31a, 6020 Innsbruck Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 7:30 bis 20 Uhr Sa. von 7:30 bis 13 Uhr, So. von 9 bis 13 Uhr www.deliris.at

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DESIGN AUF DÄNISCH Besondere Geschenke, die man sich manchmal auch gern selber macht ...

GIPSY COLLECTION Farbe war der Leitgedanke, als Charlotte Lynggaard ihr erstes Paar der Gipsy-Ohrringe entwarf. Farbenprächtige Edelsteine in einer Unzahl leuchtender Schattierungen wurden aus allen Ecken der Welt zusammengetragen, um diesen großartigen Schmuck zu erschaffen. Abgeleitet von der LotusKollektion strahlt Gipsy mit einer Fülle satter Farben und weicher Linien in bohemischem Luxus.

LOTUS COLLECTION Mit einer Fülle an kräftigen Farben und weichen Formen strahlt die Kollektion im Luxus der Boheme. Inspiration für die Kollektion bot die Lotusblume: Gold und Silber schmiegen sich in Blattform um große, cabochongeschliffene Edelsteine in unzähligen Nuancen.

CHARMS COLLECTION Die Vielfältigkeit dieser Kollektionen erlaubt es, sich seinen individuellen Look mit unendlichen Möglichkeiten zu schaffen. Die raffinierten Charms mit ihren erlesenen Edelsteinen sind das Ergebnis höchster Goldschmiedekunst.

Qualität geht vor. Die meisten Schmuckstücke von Ole Lynggard Copenhagen werden in der Werkstatt in Dänemark gefertigt. Hier können Ole und Charlotte Lynggaard dem Herstellungsprozess genau folgen und die Qualität kontrollieren. Jedes Stück ist Handarbeit und wird erst nach kritischer Überprüfung ausgeliefert. Die Edelsteine werden sorgfältig nach Form und Farbe ausgewählt, bis sie die Erwartung der Designer erfüllen. Dank der hohen Qualität und derzeitigen Designs bringt ein Schmuckstück von Ole Lynggaard Copenhagen über Jahre und Generationen hinweg Freude!

Ausgewählter Schmuck erhältlich bei Juwelier Bosshart, Meraner Straße 3, 6020 Innsbruck

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SCHENKEN MACHT FREU(N)DE SPAR-Warengutscheine und -Gutscheinkarten sind das perfekte Geschenk für jeden Anlass. ter Freunden: Gutscheinkarten und Warengutscheine von SPAR sind rund ums Jahr das perfekte Geschenk. SPAR-Warengutscheine aus Papier gibt es für fünf und zehn Euro, die Gutscheinkarten können mit einem beliebigen Betrag zwischen fünf und 200 Euro aufgeladen werden. Sie sind im ganzen Land erhältlich und können in allen SPAR-, EUROSPAR- und INTERSPAR- sowie Hervis-Märkten eingelöst werden.

GESCHENKTIPP

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b Geburtstag des großen Bruders, Silberhochzeit der Eltern, Namenstag der Nichte, ein Mitbringsel zum Familienfest oder einfach eine kleine Aufmerksamkeit un-

Anderen eine Freude zu bereiten ist schön, aber nicht immer einfach. Daher sind die Gutscheinwertkarten und Warengutscheine von SPAR das perfekte Geschenk für jeden Anlass. Darüber freut sich der passionierte Hobbykoch mit extravaganten Wünschen genauso wie die Studentin mit Mini-Budget, die Großfamilie oder die ältere Nachbarin: Die Gutscheinwertkarten und Warengutscheine lassen sich – je nach Gusto und Belieben – in individuelle Genussmomente umwandeln.

FLEXIBEL IN GANZ ÖSTERREICH EINLÖSBAR Die Gutscheinwertkarten im edlen schwarzen Design mit Tomaten-, Birnen- oder Artischockenmotiv sind nicht nur praktisch, sondern auch ein besonders individuelles Geschenk. Verpackt in eine Hülle, passen die Gutscheinkarten in Scheckkartenformat in jede Geldtasche. Die Aktivierung der Karte erfolgt individuell über einen mitgesandten Code. Alle Gutscheinkarten sind wiederbeladbar.

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w w w. k a e l t e p o l . a t eco.nova

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KULINARISCHE VERLOCKUNG Ganz neu, modern, wandlungsfähig und reduziert auf das Wesentliche, nämlich auf den kulinarischen Genuss, präsentiert sich das brandneue s’Kulinarium im Zentrum von Wörgl. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: Roland Defrancesco Mit Hilfe von Kältepol wurden elegante Räumlichkeiten mit viel Bezug zur Natur geschaffen

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er Wirt des s’Kulinarium, Michael Junker, hat sich mit der Eröffnung seines Lokals einen Traum erfüllt. Bei der Gestaltung wurde der Bestand der historischen Räumlichkeiten des komplett renovierten Gasthof Neue Post, der auch die Central-Apotheke beherbergt, mit einbezogen. „Wir haben auf natürliche Materialien wie Holz und Leder geachtet, um die Schlichtheit der schönen Räumlichkeiten zu unterstreichen“, beschreibt Junker sein Lokal. Im Stil der französischen Bistros sind die Tagesangebote auf einer großen schwarzen Tafel ablesbar. Mit knappen 40 Sitzplätzen steht das Lokal auch für geschlossene Gesellschaften und Feiern zur Verfügung.

DAS PROGRAMM

Ab 7.30 Uhr wird mit einem herzhaften Frühstück der Tag begonnen. Zu Mittag werden täglich wechselnde Mittagsme-

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nüs geboten und am Abend verwöhnt das s’Kulinarium seine Gäste beim Fine-Dining mit seiner unverwechselbaren Küche und feinen Weinen. Dazwischen gibt es Café und Kuchen, Apéro und Antipasti – im Sommer auch auf der Loungeterrasse. // Tipp: Jeden Samstag steht ein Weiß-

wurst-Frühstück bis zum 12-Uhr-Läuten am Programm. Mit Brez’n, Obazda und Weißbier, mit oder ohne Alkohol.

DIE KÜCHE

Gerichte aus aller Welt, das sind die Gaumenfreuden, die man auf der Tages- und


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Wirt Michael Junker

Abendkarte findet. Eine Crossover-Küche im besten Sinne, mit dennoch starkem regionalem Bezug. Gastgeber Michael Junker war viele Jahre mit seinem Zwillingsbruder und Koch Alexander – der auch für das Küchenkonzept verantwortlich zeichnet – in der Welt unterwegs. „Wir haben einfach unsere Lieblingsgerichte zusammengestellt“, kommentieren die beiden Brüder die Speisen. Und da darf Mediterranes wie Pastagerichte und Risotto, hausgemachte Tafelspitzsulze und Steaks „american style“ nicht fehlen. Ein Lieblingsthema der beiden sind asiatische Gerichte wie das Tuna

Tataki oder die Curry-Kokos-Suppe. Küchenchef Daniel Erler, der viele Jahre an der Seite von Spitzenkoch Alexander Junker kochte, lässt sich in der offenen Schauküche des s’Kulinarium auch gerne über die Schulter schauen. Eine große Auswahl an offenen Weinen aus der Bouteille, vorwiegend aus Österreich und Italien, spiegelt die Aromen der Gerichte wider und rundet den kulinarischen Genuss ab. Wer auf der Suche nach einem besonderen Geschenk für Genießer ist, für den ist der schön gestaltete Gutschein vom s’Kulinarium genau das Richtige.

s’KULINARIUM

Restaurant, Café, Bar Andreas-Hofer-Platz 1 6300 Wörgl Tel.: 05332/23907 info@kulinarium-restaurant.at Öffnungszeiten: 7.30 bis 23 Uhr, warme Küche von 11.30 bis 21.30 Uhr Ruhetag: Sonn- und Feiertage Mittagsmenüs auf: www.kulinarium-restaurant.at

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HEISSE UND PRICKELNDE DRINKS FÜR KALTE TAGE Die Tage sind wieder kürzer, die Nächte länger geworden und damit ist auch die Zeit gekommen, in der wir es uns gerne in den eigenen vier Wänden gemütlich machen und die Kälte draußen lassen. Heiße Getränke wie Glühwein, Punsch und Jagatee sind derzeit der große Renner. Je näher Weihnachten und die Jahreswende rücken, gesellen sich auch noch Schaumweine dazu. Die meisten Tiroler Weinfachhändler haben neben hochwertigen Weinen auch diese Produkte im Sortiment und beraten ihre Kunden kompetent und nach deren Bedürfnissen. // Text: Paul Salchner

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n unnachahmlicher Weise beschrieb der österreichische Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl (1897–1973) Kindheitserlebnisse aus seiner Heimat, auch jene zur stillsten Zeit des Jahres: „Der Advent ist die Zeit der köstlichen Gerüche. Es duftet nach Wachslichtern, nach angesengtem Reisig, nach Weihrauch und Bratäpfeln. Ich sage nichts gegen Lavendel und Rosenwasser, aber Vanille riecht schon auch gut, oder Zimt und Mandeln.“ In der Erzählung über den Advent seiner Kindheit geht es auch um Zucker, Teig, Nüsse, Lebkuchen und viele andere Herrlichkeiten. Auch auf viele Erwachsene übt diese besinnliche Zeit eine besondere Faszination

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aus und Gerüche, vor allem wenn sie aus der Kindheit vertraut sind, lassen uns selbst bei Minustemperaturen nicht kalt. Sie vermitteln ein wohliges Gefühl und zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Wenn die Temperaturen draußen wieder ins gefühlte Bodenlose sinken, haben vor allem Heißgetränke Hochsaison, die mit eben diesen zauberhaften Düften und Gerüchen locken. Erlaubt ist, was schmeckt. Neben Kaffee, Tee und Kakao werden um diese Zeit vor allem auch Glühwein, Punsch und Jagatee getrunken. „Am Anfang der Saison, die so gegen Ende November losgeht, freuen sich viele von uns auf diese beliebten Getränke“, ist Thomas Kerschhaggl überzeugt. Er ist Geschäftsführer

der Getränke Kerschhaggl GmbH in Stumm im Zillertal, die 1995 gegründet wurde und verschiedenste alkoholfreie und alkoholische Getränke im Sortiment hat. Den Weinhandel, den eigentlichen Ursprung des Unternehmens, gibt es hingegen schon länger.

KLASSISCHE HEISSGETRÄNKE

Der Glühwein kann auf uralte Wurzeln verweisen: auf einen römischen Würzwein aus der Antike nämlich. Im Mittelalter waren kalt getrunkene Würzweine, die in den Gewürzzutaten und im Geschmack dem heutigen Glühwein ähnelten, sehr beliebt. Der heute gebräuchliche Glühwein enthält vorwiegend Rot- oder Weißwein. „Die beliebtere Sorte ist


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„DIE ZEIT VON GLÜHWEIN, PUNSCH UND JAGATEE WIRD VON VIELEN ALLJÄHRLICH FREUDIG ERWARTET.“ Thomas Kerschhaggl

zweifelsohne jene, die mit Rotwein hergestellt wird. Seinen typischen Geschmack erhält der Glühwein dadurch, dass er mit verschiedenen Gewürzen wie Zimt, Nelken, Sternanis und Kardamom sowie Zitrusfrüchten aromatisiert wird. Der Alkoholgehalt beträgt so ab 10,5 Prozent. Der Zuckeranteil variiert von Rezept zu Rezept. Der Glühwein sollte natürlich eine gewisse Süße aufweisen, allerdings nicht zu süß sein“, betont Kerschhaggl. Um diese Jahreszeit ebenso beliebt ist der Jagatee (auch Jagertee oder Jägertee), eine typische österreichische Spezialität aus Schwarztee und Inländer-Rum, die, je nach Rezept, mit Kräuterauszügen und weiteren Zutaten aromatisiert wird. Den Jagatee sollen bereits im 19. Jahrhundert die Jäger, Förster und Waldarbeiter in Vorarlberg und Tirol bei Waldarbeiten geschätzt haben. Beim Jagatee gibt es unterschiedliche Trinkstärken: Neben der trinkfertigen Variante mit 14,5 bis 17 Prozent Alkoholgehalt ist auch ein Konzentrat mit rund 40 Prozent erhältlich, das noch mit Wasser verdünnt werden muss. „In der Gastronomie wird in der Trinkstärke von 14 bis 17 Prozet am meisten Jagatee nachgefragt. Von den Konsumenten quasi erfunden wurde der ‚Wilderer‘, bei dem es sich um eine Mischung aus Glühwein und Jagatee zu gleichen

Teilen handelt. Dieses Getränk hat sich in der Gastronomie sehr gut durchgesetzt und wird gerne getrunken“, weiß Kerschhaggl. Punschgetränke können aus Saft, Hochprozentigem oder Früchtetee und schwarzem Tee zubereitet werden. Je nach Rezept wird das Getränk mit Gewürzen aromatisiert und Zucker darf natürlich auch nicht fehlen. Ursprünglich kommt der Punsch aus Indien. Die Übersetzung des Wortes bedeutet „fünf“ und bezieht sich auf die Zahl der traditionellen Zutaten: Zucker, Zitrone, Gewürze und Wasser oder Tee sowie Arrak, einer der ältesten Spirituosen der Welt. Nach Europa kam das Getränk im 17. Jahrhundert durch englische Seefahrer der britischen Ostindien-Kompanie. Heute wird der Punsch in den unterschiedlichsten Variationen angeboten, für die lieben Kleinen auch als alkoholfreie Variante. Beim Punsch gibt es weit mehr Sorten als beim Glühwein. „Wir haben ausschließlich alkoholfreien Punsch im Sortiment, auf Basis eines naturtrüben Apfelsaftes. Natürlich lässt sich daraus, durch Zugabe von beispielsweise Schnaps oder Wodka, auch rasch ein alkoholhaltiger Punsch erzeugen“, so Kerschhaggl.

KORKENKNALLEN IN DER STILLE

Neben alkoholischen Heißgetränken erfreuen sich zu Weihnachten und natürlich zum Jahreswechsel auch Schaumweine großer Beliebtheit, die von Frankreich aus ihren Siegeszug um die ganze Welt angetreten haben. Unter diesem Oberbegriff vereinen sich zahlreiche weinhaltige Getränke in Flaschen, die aufgrund ihres Gehaltes an Kohlendioxid unter Druck stehen, oder anders gesagt – alle perlenden Weine. Dazu zählen so unterschiedliche Vertreter wie der französische Champagner, der deutsche oder österreichische Sekt, aber auch der italienische Prosecco oder der spanische Cava. Die Rebsorten, aus denen Schaumweine heute hergestellt werden, sind erstaunlich vielfältig. Häufig verwendet werden etwa Pinot Noir oder Chardonnay für den Champagner oder Riesling beim deutschen Winzersekt. „Das beliebteste Produkt aus dem Schaumweinsegment ist nach wie vor der Prosecco – wegen des Geschmacks und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Es ist inzwischen eine liebgewonnene Tradition, zum Jahreswechsel einen Schaumwein zu öffnen, aber auch abseits dieser Zeit erfreut er sich großer Beliebtheit. Vor allem durch Mischgetränke wie den Hugo oder den Veneziano entwickelte sich der Schaumwein zunehmend zu einem Ganzjahresprodukt“, so Kerschhaggl.

SCHAUMWEINE ZUM JAHRESWECHSEL Champagner Champagner wird nur in der Champagne – einer kleinen Region im Nordosten von Frankreich – hergestellt. Ausschließlich Trauben aus der Champagne, die von Hand gelesen, schonend gepresst und in Flaschen zur Gärung gebracht werden, dürfen für das festliche Getränk verwendet werden. Champagner wird in verschiedenen Geschmacksrichtungen, von süß bis sehr trocken, angeboten. Sekt Mit Sekt oder Winzersekt wird Schaumwein bezeichnet, der in Österreich und in Deutschland hergestellt wird. In der Regel geschieht das im Tankgärverfahren, aber es gibt auch Sorten, die im Flaschengärverfahren produziert werden – das ist auf dem Etikett nachzulesen. Der Name Sekt leitet sich vom lateinischen Wort „siccus“ ab und bedeutet schlicht und einfach „trocken“. Cava Der Cava ist ein spanischer Qualitätsschaumwein und eine der bekanntesten Spezialitäten der Region Katalonien. Für ihn gelten vergleichbare Anforderungen wie für den Champagner aus Frankreich. Cava wird nach dem Flaschengärverfahren aus den weißen Rebsorten Macabeo, Parellada, aber auch aus Chardonnay-Trauben hergestellt.

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Lifestyle IM GESPRÄCH

BILDWELTEN Mit einer Auswahl von sieben österreichischen Positionen widmet sich die RLB Kunstbrücke aktuell der reduzierten Formensprache. Die Ausstellung ist noch bis 30. Jänner während der Banköffnungszeiten zu sehen. // www.rlb-kunstbruecke.at Die Künstlerische Leiterin der Kunstbrücke, Silvia Höller, mit RLB-Vorstand Hannes Schmid // Foto: Raiffeisen/Peischer

Stadtrat Markus Stoll, Ingrid Partl und Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer

AUSZEIT IN IGLS Unter diesem Motto bietet Ingrid Partl ein neues Coaching-Angebot für all jene Menschen, die im Beruf wie im Privatleben ihr Potenzial weiterentwickeln und ihre Ressourcen ausschöpfen möchten. In Seminaren und Workshops, aber auch Einzelcoachings wendet Partl international anerkannte Methoden an und bietet Firmen auch maßgeschneiderte Trainings. // www.ingrid-partl.com

AUSGEZEICHNET

Stolzer Gastgeber: Alban Scheiber

Landesrätin Beate Palfrader und Herbert Peer vom Verein „Netzwerk Tirol hilft“ mit Yvonne Auer

„Turm mit Sinn“ als Beschreibung für den Gebäudekomplex Headline in der Innsbrucker Brunecker Straße trifft präzise das unternehmerische Credo von PEMA-Gründer Markus Schafferer. Daher freut sich der Innsbrucker Unternehmer sehr über die LEED-Zertifizierung in Gold für sein Gebäude, die ihm kürzlich vom U.S. Green Building Council verliehen wurde. Dieses Zertifizierungssystem wurde im Jahre 1988 entwickelt und ermöglicht verschiedenste Gebäude in Hinblick auf ihre Nachhaltigkeit zu beurteilen.

HILFE FÜR FAMILIEN

BENEFIZKONZERT

2005 ins Leben gerufen, zählt der Gastro Day in Obergurgl-Hochgurgl heute zu den nachhaltigsten Wohltätigkeitsveranstaltungen Tirols. Auch in diesem Jahr erzielte der beliebte Branchentreff wieder einen Rekorderlös in Höhe von 39.000 Euro.

Einen unterhaltsamen Abend genießen und gleichzeitig Gutes tun war das Motto des Benefizkonzertes von Maria Kofler and the sax’n’more orchestra im Silbersaal des SZentrum Schwaz. Zahlreiche Besucher swingten mit.

BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG

Li.: Heinrich Geissler, Toni Innauer, Silvia Lieb und Hermann Petz (Tiroler Tageszeitung) sowie TGKK-Obmann Werner Salzburger // Re.: Durch den Abend führte Peter Frizzi vom „Team Gesundheitsförderung“ der Tiroler Gebietskrankenkasse

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Die 1. Enquete zur Betrieblichen Gesundheitsförderung, veranstaltet von der Tiroler Gebietskrankenkasse in Medienkooperation mit der Tiroler Tageszeitung, trug den Titel „Erfolgreiche Unternehmen – Gesunde Mitarbeiter“. Rund 350 Teilnehmer aus Tiroler Betrieben informierten sich vor allem zum Thema „Führung und Gesundheit“. Die hochkarätigen Referenten Prof. Dr. Heinrich Geissler und Mag. Toni Innauer fokussierten in ihren Vorträgen anschaulich die Themen Wertschätzung und Anerkennung als Beitrag zur Erhaltung der Mitarbeitergesundheit.


Thomas Hudovernik (Stadtmarketing Innsbruck), Brigitte Tschoner (Arkadenhof) und Hausherr Alexander Gottardi

Winzer unter sich: Markus Kirnbauer, Stefan Krispel und Gerhard Pfneisl

GALERIEERÖFFNUNG IM KLEINEN RAHMEN In der seit Sommer am Bozner Platz in Innsbruck ansässigen Galerie KM0 findet man moderne und zeitgenössische italienische Kunst. Bei einer kleinen Feier, bei der Sternekoch Herbert Hintner vom Restaurant zur Rose in Eppan die von eco.nova geladenen Gäste verwöhnte, wurde über Kunst & Co diskutiert.

Lukas Schmittner (Weingut Poggio Rozzi – Conti Toggenburg), Silvia Pircher (Gottardi) und Bruno Resi (La Dottoressa)

Thomas Schneider (Gottardi & Partner) mit Silvia Vanucci (Piaggia di Silvia Vanucci) und Laura Ciacci (Tenuta di Collosorbo)

// Fotos: Tom Bause

HERBSTVERKOSTUNG

Die Entertainment-Highlights in Tirol! Bryan Adams 13. Dezember 2014 Olympiahalle

Hansi Hinterseer & das Tiroler Echo 15. Dezember 2014 Olympiahalle

Zauber der Weihnacht 18. Dezember 2014 Olympiahalle

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Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH Tel.: +43 (512) 33838-0 Fax: +43 (512) 33838-200

MAMA AFRICA „Khayelitsha“ 01. Februar 2015 Olympiahalle

Mit der jährlichen Herbstweinverkostung setzte Gottardi auch heuer wieder den Startschuss für die Wintersaison 2014/15. Mit dabei: Das Who is who der nationalen und internationalen Weinkunst. Insgesamt waren 16 Weinproduzenten angereist, die rund 300 Weininteressierte in den Stammsitz nach Innsbruck lockten.

sports. business. entertainment.

Udo Jürgens „Mitten im Leben“ 06. März 2015 Olympiahalle

Olympiastraße 10 6020 Innsbruck E-Mail: marketing@olympiaworld.at

www.olympiaworld.at

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Reinhard Hauser, Präsident Georg Schiestl, Gründerin Maria Allmeier und Kurt Moser, Regionalleiter der BTV Hall und Organisator der Aktion // Foto: Günther Schlesinger // Foto: Die Fotografen

HAPPY BIRTHDAY Isser Optik mit Standorten in Innsbruck, Telfs und Seefeld feiert heuer seinen 45. Geburtstag. Seit 2006 führen Wolfgang und Christian Isser das Unternehmen in zweiter Generation, über 20 Mitarbeiter sorgen für perfekte Beratung. // www.isser.at

HILFE, WO SIE AM NÖTIGSTEN IST Dank großzügiger Sponsoren und mit Unterstützung des Einkaufszentrums DEZ veranstaltete der Lions Club Hall eine Tombola zugunsten österreichischer Schmetterlingskinder. Insgesamt kamen dafür über 8.000 Euro zusammen.

WIEDER GANZ OBEN Bereits zum 12. Mal kürt der Elite Report die Elite der Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum. Von den österreichischen Banken schaffte es die Schoellerbank wieder auf Platz eins. // www.elitereport.de

DOPPELT GRUND ZUM FEIERN Andreas Plunser hatte mit seinem Unternehmen Holzbau aktiv gleich zweimal Grund zum Feiern: Zum einen beging er die Eröffnung der neuen Betriebsstätte in Ranggen mit einem (durchwegs gut besuchten) Tag der offenen Tür, zum anderen wurde das Gebäude mit einer Auszeichnung für energieeffizientes Bauen mit dem „klimaaktiv GOLD“ ausgezeichnet – verliehen von Bundesminister Andrä Rupprechter.

WK-Präsident Jürgen Bodenseer, Gremialobfrau Barbara M. Thaler und Bundessparten-Geschäftsführer René Tritscher

HANDEL GOES WWW Der Internethandel boomt. Vor diesem Hintergrund hat die Sparte Handel der Wirtschaftskammer Tirol kürzlich zum Infoevent „Handel goes WWW“ geladen. Dabei wurden die Erfolgsgeheimnisse des „E-Commerce“ sowohl Onlineneulingen als auch Handelsunternehmen, die schon eine Website haben, näher gebracht.

GENERATIONSWECHSEL Seit bald fünf Jahrzehnten zählt das Familienunternehmen Rainalter zu den führenden Installateuren Tirols. Juniorchefin Heidi Rainalter übernimmt nun gemeinsam mit dem langjährigen Mitarbeiter Mario Hauser die Führung des Traditionsbetriebes mit Stammsitz in Landeck.

HANDELSTAG UNTERLAND VON SPAR Über 200 Händler und Geschäftspartner aus Wirtschaft und Politik folgten der Einladung zum „Handelstag Unterland“ in die SPAR-Zentrale Wörgl. Präsentiert wurden u.a. aktuelle Zahlen und Themen aus dem Tiroler Handel. SPAR-Aufsichtsratspräsident Hans M. Reisch, Geschäftsführer Christof Rissbacher, SPAR-Vorstandsdirektor Hans K. Reisch, Assistenz der SPAR-Geschäftsführung Patricia Sepetavc, WK-Spartenobmann Martin Wetscher, WK-Gremialgeschäftsführer Stefan Wanner und WK-Spartengeschäftsführer Alois Schellhorn // Foto: SPAR

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Genuss. Kultur. Edelpilz. Diese Albatrüffel wird in Italien, in der Region Piemont, gefunden. Ihre Saison beginnt Mitte September und dauert bis Mitte Jänner. Frische Trüffel und Trüffelfeinkost sind unsere Leidenschaft und täglich frisch für Sie in unserem Haus. Besuchen Sie uns in unserem Fachgeschäft im Herzen der Stadt, dort finden Sie alles rund um das Thema Genuss.


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TIROLS TOURISMUSWERBUNG FEIERTE JUBILÄUM Das Festspielhaus Erl bildete den stilvollen Rahmen für ein besonderes Jubiläum: Rund 700 Gäste feierten „125 Jahre Werbung für Tirol“. // Fotos: Die Fotografen, Tirol Werbung Die Bühne als TV-Studio: In den Diskussionsrunden gab es viel Lob für den Tiroler Tourismus, aber auch kritische Reflexionen.

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as Publikum erlebte ein völlig neues Format: Konzipiert als modernes TV-Studio, wurden unterschiedliche Themen in filmischen Beiträgen und hochkarätig besetzten Diskussionsrunden präsentiert. Der erste Beitrag verfolgte dabei die Spuren der Pioniere und die Entwicklung zum Tourismusland. Mit Mut, Tatkraft, Unternehmergeist, Weitblick, aber auch Grenzüberschreitungen schufen die touristischen Vorreiter die Grundlage für den Erfolg Tirols. Kritisch wurde dabei die Frage beleuchtet, ob die Touristiker von heute noch den gleichen Gestaltungsspielraum wie früher vorfinden.

VON DER POSTKARTE ZUM „I LIKE“

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Geschichte des Werbens in Tirol – eine Historie, die reich an Höhepunkten ist. Von den Anfängen mit idyllischen Postkarten und

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Rund 700 Gäste kamen zur Jubiläumsfeier ins Festspielhaus Erl


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Gemeinsam mit der Musicband Franui brachte Eva Lind eine neue Version von „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ dar

Unterhielten sich prächtig: Bergsteigerlegende Peter Habeler (l.), Österreich-Werbung-Chefin Petra Stolba und Almliterat Sepp Kahn

Olympiasieger Stefan Eberharter und Wolfgang Fasching-Kapfenberger von Google Austria

Tirol-Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter begrüßte zwei ehemalige politische Begleiter der Tirol Werbung: Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner und Alt-Tourismuslandesrat Franz Kranebitter (v. r.)

Zwei kritische Geister mit Herz für Tirol: Schauspieler Tobias Moretti (l.) und der ehemalige Geschäftsführer der Tirol Werbung, Andreas Braun V. l. Harald Gohm (Standortagentur Tirol), Eric Veulliet (alpS), Stefan Wolf (Standortag.)

Jürgen Bodenseer, Präsident Wirtschaftskammer Tirol, im Gespräch mit Jack Falkner/Bergbahnen Sölden

David Kreiner, Olympiasieger und Axel Naglich, Extremsportler Andreas Ermacora, Präsident Oesterreichischer Alpenverein

kunstvollen Plakaten über den Schriftzug „Tirol“, der von Arthur Zelger entworfen und ab 1996 in der roten Box zur Marke wurde, bis hin zur heutigen vernetzten Kommunikationswelt von Facebook und Co. Immer wieder schaffte es Tirol, sich emotional in Szene zu setzen. Das Spannungsfeld zwischen Klischee, Kitsch und Kommerz, zwischen Tradition und dem modernen alpinen Lebensgefühl wurde im dritten Themenblock kritisch reflektiert. Das Fazit: Heute gelingt Tirol fast mühelos der Spagat zwischen Hüttengaudi und Moderne. Längst glänzt das Tourismusland im Sinne einer Standortmarke auch in anderen Branchen mit nachhaltigen Spitzenleistungen – etwa in Wissenschaft und Industrie.

EMOTIONALES ENDE

Martin Sieberer, Haubenkoch Trofana Royal/ Ischgl und Team

Peter Trost, Wirtschaftskammer Tirol, mit Gerhard Föger, Tourismusabteilung/Land Tirol

Zwei international bekannte Tiroler Künstler sorgten am Ende des Abends für emotionale Momente. Opernstar Eva Lind überbrachte musikalische Glückwünsche. Sie gab gemeinsam mit der Musicbanda Franui, die den Abend musikalisch begleitet hatte, eine Neuinterpretation von „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ zum Besten. Ebenso frenetisch gefeiert wurde Schauspieler Tobias Moretti, der mit einer starken Rede sein großes Herz für Tirol bewies. Moretti hob besonders die Identität und Authentizität der Menschen im Land hervor: „Die Touristen suchen bei uns etwas, das sie zuhause nicht vorfinden: die Kongruenz aus Landschaft und Bewohnern.“ eco.nova

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MODEWINTER Auf knapp 500 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet das Tiroler Familienunternehmen Elviro seit Kurzem im Innsbrucker DEZ jede Menge neuer, frischer Labels für Damen und Herren. Innerhalb von nur sechs Wochen wurde die ehemalige Fläche von Libro im ersten Obergeschoß dafür komplett umgebaut.

PERSONALLEITER-TREFF Das BFI Tirol lud Unternehmens- und Personalverantworliche zum Vortrag von Joachim Hofmann unter dem Titel „Führung – Menschen und Organisationen wachsen lassen“. Zahlreiche interessierte Gäste verfolgten die Ausführungen gespannt ... BFI-Tirol-Geschäftsführer Wolfgang Richter und Simone Riedl mit dem Referenten Joachim Hoffmann (Mi.) // Foto: BFI Tirol

HAUBEN-GENUSS Mit dem Erscheinen des neuen Gault Millau hatte vor allem einer großen Grund zur Freude: Christian Rescher. Der Koch und das Team des hoteleigenen Restaurants Aurelio’s in Lech am Arlberg wurden mit 17 Punkten und somit drei Hauben ausgezeichnet.

Im Rahmen des CYTA-Abendshoppings eröffneten Künstler Ernest Exner, CYTA-Geschäftsführer Erich Pechlaner, Künstlerin Brigitta Exner und der Kulturreferent der Gemeinde Völs, Reinhard Schretter, die Vernissage „Leben“. // Foto:

CMI-Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Weißenböck, Geschäftsführer Christian Mayerhofer, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Sabine, Mitarbeiterin der Come-Inn Gastro GmbH // Foto: CMI

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ABENDSHOPPING

MESSE-TÖRGGELEN Congress und Messe Innsbruck (CMI) lud heuer erstmals zum Törggelen mit Südtiroler Weinspezialitäten und ganz viel Genuss. Unter anderem ließen es sich Flughafenchef Marco Pernetta und Manred Tschopfner (Finanzabteilung des Landes) schmecken.

Auch heuer lud das Völser Einkaufs­ zentrum Cyta zum bereits traditionellen Abendshopping. Die tausenden Besucher erwarteten dabei viele Schnäppchen und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm – u. a. mit Roberto Blanco, Sänger David Blabensteiner und Dschungelqueen Melanie Müller.

V. l.: Ivo Greiter, Paul Meier (Präsident des Fürstlichen Landgerichtes Liechtenstein), Oswald Mayr, Herwig Frei und Melanie Gassler-Tischlinger // Foto: GPK

KANZLEIVORTRAG Vor Kurzem fand in der Anwaltskanzlei Greiter Pegger Kofler & Partner eine Infoveranstaltung zu einem brisanten Thema statt: „Mitarbeiterkontrolle am Arbeitsplatz – Was Arbeitgeber dürfen und was nicht.“ Die beiden auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwälte Melanie Gassler-Tischlinger und Herwig Frei berichteten aus der Praxis.

PERSONALIE DGKS Michaela Manzl, BScN wurde im Sommer als Pflegedirektorin der Privatklinik Hochrum bestellt und übernahm nunmehr diese Position, nachdem Pflegedirektorin Renate Ronacher-Canal, M.Sc. in den wohlverdienten Ruhestand übertrat. Die 44-Jährige ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

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MUSIK-TIPP!!! Am Samstag, den 13.12.2014 um 19.30 Uhr gastiert die Meissnitzer Band mit „Advent im Gebirg“ im Bergbauernmuseum z‘Bach in der Wildschönau. Weitere Termine unter www.meissnitzerband.com


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Eröffnungsredner Prof. Hermann Simon

GEOX-Gründer Mario Moretti Polegato

Moderatorin Birgit Fenderl im Interview mit FC-Bayern-Vorstand Jörg Wacker

GLOBAL ERFOLGREICHE HIDDEN CHAMPIONS AlpEuregio.ExecutiveForum 2014: „Hidden Champions gehen ihren Weg erfolgreicher und entschiedener als je zuvor“, so der bekannteste deutschsprachige Managementdenker Prof. Hermann Simon, der am 23.10.2014 das diesjährige AlpEuregio.ExecutiveForum im Münchner HVB Forum der UniCredit eröffnete. // Fotos: Katrin Streicher

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em Motto des Events „Global erfolgreich. Auch 2030?“ folgend diskutierten zahlreiche europäische Hidden Champions ihre unternehmerischen Erfolgsstrategien für 2030 mit 300 Teilnehmern. Unter ihnen zahlreiche Gäste aus Nord- und Südtirol. „Viele Leute haben eine gute Idee, aber man muss diese auch verfolgen und weiterentwickeln“, so GEOX-Chairman Mario Moretti Polegato bei seiner vielbeachteten Rede beim 3. AlpEuregio.ExecutiveForum. Wie kaum ein anderes Unternehmen verbindet GEOX italienisches Design und Mode mit innovativer Technologie. Aber auch Topmanager weltweit führender Konzerne wie Google, Intel und Siemens brachten sich im Rahmen des hochkarätigen Forums als Referenten und Interviewpartner in die Diskussion über nachhaltigen globa-

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len Erfolg ebenso ein wie Zukunftsforscher Dr. David Bosshart (CEO GDI Gottlieb Duttweiler Institut), Innovationsexperte Prof. Kurt Matzler (Universität Innsbruck) und Top-Consultant Dr. Martin C. Wittig (Kühne+Nagel International AG). Das jährlich stattfindende AlpEuregio. ExecutiveForum wird vom europäischen Top-Business-Netzwerk AlpEuregio.BusinessClub veranstaltet, das 2012 in Bozen von europäischen Topmanagern gegründet wurde. Hauptsponsoren sind UniCredit und Siemens. Dem Vorstand des Netzwerkes gehören u. a. Prof. Christoph Achammer (ATP), Prof. Andreas Altmann (MCI), Dr. Michl Ebner (Athesia), Dr. Erich Hampel (UniCredit Bank Austria), DI Anton Kathrein (Kathrein-Werke), Michael Seeber (Leitner), Franz Senfter (Grandi Salumifici Italiani) und Stararchitekt Matteo Thun an.

RA Prof. Franz Pegger, UniCredit-Vorstand Lutz Diederichs und ZIMA-CEO Alexander Nußbaumer

Südtirols Paradeunternehmer und AlpEuregio. BusinessClub-Vorstände Michael Seeber (Präsident Leitner Lifte) und Franz Senfter (Präsident Senfter-Holding)

Martin C. Wittig (Verwaltungsrat Kühne+Nagel International) im Gespräch mit Prof. Christoph Achammer (CEO ATP) und Ralf Kalmbach

Prof. Andreas Altmann (MCI), Markus Sappl (Bank Austria) und Prof. Stephan Laske


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