Ausgabe Nr. 06 / Juni 2014, P.b.b. Verlagspostamt 6020 Innsbruck, ZNr. GZ 02Z030672 M, Euro 3.00
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DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN
LEBENSZIEL FRÜHPENSION? Tirol überaltert: Das Dilemma des demographischen Wandels. KAMMER-KAMPF
Der Zank zwischen Wirtschafts- und Arbeiterkammer.
INVESTIEREN IN INNOVATION Am Anfang war die Idee ...
25 Jahre Qualität besteht.
Am Rande der Reichenau, angrenzend an den Reut-Nicolussi-Park, entsteht die attraktive Wohnanlage »Durigstraße«. Die hervorragende Infrastruktur bietet Schulen, Kindergärten, Sportstätten und zahlreiche Geschäfte sowie beste Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. In Profil-Wohnbau-Qualität besticht das teilweise wohnbaugeförderte Projekt durch die besondere Lage und solide ausgestattete Wohnungen in allen Größen. Baustart Herbst 2014
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Mag. Sandra Nardin und Christoph Loreck eco.nova-Herausgeber
TOLERANZ DARF NICHT ZUM TRENDTHEMA WERDEN Toleranz ist auch eine Frage der Wertekultur – bei uns teilweise leider einer überholten.
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un hat Conchita Wurst also für Österreich den Song Contest gewonnen und selbst wer sich nicht für das Gesinge interessiert, hat es mitbekommen. Weil sie damit wieder ein Thema hervorgekramt hat, das vielfach gerne in Schubladen verschwindet. Wer Toleranz nun als Trend sieht, hat grundsätzlich etwas missverstanden. Toleranz kommt und geht nicht; sie ist vielmehr eine Sache des Charakters und der (emotionalen) Intelligenz. Und es ist traurig genug, dass wir in einer zivilisierten Welt wie der unseren überhaupt noch darüber reden müssen, dass es andere Lebensweisen und Anschauungen gibt als die eigene. Toleranz indes betrifft sämtliche Bereiche des Lebens und geht weit über den Klassiker der Sexualität hinaus. Ohne Rücksicht, Einsicht und Weitsicht kann eine Gesellschaft nur mäßig funktionieren. Wir müssen endlich weg von diesem einfältigen Schubladendenken und gegenseitigen Schuldzuweisungen. Schuld sind prinzipiell eh immer die anderen: die Alten, die Jungen, die Ausländer. Nur bedenken die wenigsten, dass sie in den Augen ihres Gegenübers auch selbst die „anderen“ sind. In unserer Titelgeschichte gehen wir diesmal dem demographischen Wandel und dessen Auswirkungen auf den Grund. Eines wird dabei deutlich: Wir brauchen einander, um das Wirtschaftssystem am Laufen zu halten. Die „Alten“ mit ihrem wertvollen Erfahrungsschatz, die Jungen mit ihrer Frische und neuen Ideen, das bis dato vielfach brach liegende Potenzial der Frauen und jede männliche Arbeitskraft. Wir brauchen Zuwanderer, die uns helfen, den Fachkräftemangel auszugleichen, und wir brauchen wieder mehr Kinder. Wir kommen also gar nicht umhin, weltoffener und toleranter zu werden, allein deshalb, weil einer ohne den anderen nicht kann. Dabei darf es keine Rolle spielen, welcher Religion er angehört, woher er kommt, bei welcher Partei er sein Kreuzchen macht oder zu wem er sich abends ins Bett legt. Dieser Wertewandel wird nicht von heute auf morgen gehen. Es braucht seine Zeit, bis er sich in den Köpfen manifestiert. Tolerant wird man auch nicht durch eine Anhäufung von Radiospots, die das Thema penetrant in den Medien halten, oder durch eine Frau mit Bart, die schöne Lieder singt. Tolerant wird man durch seine Umgebung, die einem zeigt, wie viel einfacher das Leben sein kann, wenn man andere sein lässt, wie sie eben sind. Toleranz ist ein Gefühl, das keiner Erklärung bedarf. Hoffen wir, dass das Thema eben nicht nur ein kurz aufflackernder Trend ist, sondern nachhaltig zu einer Änderung in der Gesellschaft führt und sich in einigen Jahren niemand mehr über eine Conchita Wurst aufregt.
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ECO.TITEL
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Im Un-Ruhestand
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Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Wirtschaft.
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Kammer-Kampf
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Wie tief sind die Gräben zwischen Wirtschafts- und Arbeiterkammer? Kontroverse Themen im Check.
Startbahn frei
Flughafenchef Marco Pernetta im Porträt.
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Von 0 auf 100
Manfred und Thomas Pfurtscheller, Idee Exclusiv
Urlaub als Beruf(ung)
Die Geschichte hinter Eurotours.
Best- vs. Billigstbieter
Anton Rieder im Interview zum fairen Wettbewerb.
Die Profi-Werber
Günther Eder, die wilden kaiser, im Interview.
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Privatsache Bildung
Wie privat darf Bildung sein? Und braucht es eine internationale Schule in Tirol? Stimmen aus der Wirtschaft.
In den Schuhen seiner Kunden
Ein Tiroler Start-up setzt auf mobile Ethnografie statt auf klassische Marktforschung.
Wirtschaftsfaktor E-Mobilität
Potenziale der Elektromobilität im ländlichen Raum.
Die Erforschung des Alterungsprozesses
Gesund sein bis ins hohe Alter.
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Tirol innovativ
Gründer und Innovative im Porträt
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23.05.14 11:31
Baustelle Altersvorsorge
Seit Jahren wird am Pensionssystem herumgedoktert. Was es bringt – oder auch nicht.
Demographie trifft Geldanlage
Die demografisch ausgerichtete Anlagestrategie.
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Tiroler Fondskonzept mit niedrigen Gesamtkosten und attraktiven Gewinnchancen.
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Thomas Gassner im kreativen Interview.
102 Berümht und berüchtigt
Otto Mühl und Günter Brus in der Galerie Rhomberg.
104 Besondere Beziehung
Tirol–München im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.
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IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/290088, E-Mail: redaktion@econova.at, www.econova.at Geschäftsleitung: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin Assistenz: Ruth Loreck // Chefredaktion: Marina Kremser Redaktion: eco.wirtschaft: MMag. Klaus Schebesta, Mag. Sandra Nardin, Bruno König, Renate Linser-Sachers, MMag. Paul Salchner, Barbara Liesener, DI Caterina Molzer-Sauper, Uwe Schwinghammer, Mag. Barbara Wildauer, Manuel Fasser, Marion Witting, MSc. // eco.zukunft: Dr. Barbara Hoffmann // eco.geld: Dr. Michael Posselt, Michael Kordovsky // eco.kultur: Julia Sparber // eco.mobil: Bruno König // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // recht.aktuell: RA Mag. Dr. Ivo Rungg // eco.life: Marina Kremser // Anzeigenverkauf: Ing. Christian Senn, Bruno König, Martin Weissenbrunner, Tanja Ischia // Grafik: Sophie Frenzel // Druck: Radin-Berger-Print GmbH // Jahresabo: EUR 25,00 (14 Ausgaben) Unternehmensgegenstand: Die Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. // Grundlegende Richtung: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Lifestyle beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.
ECO.MOBIL
110 Im Test
110: Range Rover Evoque 2,2 SD4 Dynamic 112: BMW X5 30d x-Drive 114: Mazda 3 Sport G120 Revolution 116: Skoda Rapid Spaceback 1,2 TSI 118: Mini Cooper S
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Die längste Hängeseilbrücke der Welt entsteht in Tirol.
126 Hoteltipps
126: Sporthotel Achensee 128: Kinderhotel Oberjoch 137: Hotels around the world
130 Kulinarium
130: Welcher Wein zu welchem Essen? 133: Bauernkiste – wissen, woher’s kommt
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eco.nova unterwegs.
HINTER DER MASKE TIROLER VOLKSKUNSTMUSEUM BIS 9. NOVEMBER 2014 www.tiroler-landesmuseen.at
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MMag. Klaus Schebesta
BUDGET, DAS <büd ’sche:>
ODER: „ÖSTERREICH LEBT UNTER SEINEN VERHÄLTNISSEN“ Das Budget ist die in Zahlen gegossene Politik, heißt es. Wenn aber schon Polit-Sprech unverständlich ist, was passiert dann erst, wenn man diesen auch noch in Zahlen gießt? Wir bringen Licht ins Dunkel.// Text: Klaus Schebesta
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ehen Sie sich mit uns an, warum das mit der Steuerreform nie was werden kann. Und lesen Sie, was der Finanzminister in seiner Budgetrede eigentlich gemeint hat – freilich ohne es tatsächlich zu sagen. Alles ohne Anspruch auf Vollständigkeit und garantiert politisch unkorrekt. Die Ausgangslage: Die Budgetrede von Finanzminister Spindelegger. Der Finanzminister sagte: „In unserem Land der Berge gibt es einen Berg zu viel, das ist der Schuldenberg. Das ist jener Berg, der ständig wächst und wächst und höher wird. So kann es nicht weitergehen! Mit dem Schuldenmachen in dieser Periode muss Schluss sein, meine Damen und Herren! Das ist das Ziel!“ Er meinte: „Ziele in der Politik sind verdammt wichtig. Ziele in ferner Zukunft sind nicht nur wichtig, sondern auch bequem. Ein bisschen unangenehm ist es mir allerdings schon, dass die immer noch steigenden Schulden selbst bei mir als geübten Bergsteiger Schwindelgefühle auslösen. Aber was hätte ich denn sonst einleitend sagen sollen?“
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Er sagte: „Damit wird eine Trendwende für einen ausgeglichenen Haushalt ab 2016 ermöglicht.“ Er meinte: „So, jetzt habe ich ‚Trendwende‘ sechs Mal in dieser Rede verwendet. Damit müssten sie es eigentlich kapiert haben. Und gelogen habe ich auch nicht: Wir haben zwar mehr Schulden, mehr Zinsen und mehr Steuern denn je. Aber ich habe ja nicht gesagt, in welche Richtung der Trend gewendet wird.“ Er sagte: „Die Budgets 2014 und 2015, die ich heute dem Hohen Haus vorlege, bereiten den Weg dafür, dass wir ab dem Jahr 2016 ein strukturelles Nulldefizit erreichen.“ Er meinte: „Hauptsache, ich konnte das marketingtechnisch geniale Wort ‚Nulldefizit‘ in meiner Rede unterbringen. Mit dem winzigen Zusatz ‚strukturell‘ kann eh keiner was anfangen. Und somit checkt auch keiner, dass wir in Wahrheit auch 2016 noch ordentlich mehr ausgeben als einnehmen werden.“ Er sagte: „Die Feuerwehr ist nicht schuld am Schaden, sondern der Brandstifter muss aus-
findig gemacht werden.“ Er meinte: „Ich bin richtig stolz auf diese geradezu literarische Metapher, die in die Schulbücher Eingang finden wird. Hoffentlich kommt keiner drauf, dass dieser Vergleich hinkt: Wenn nämlich die Feuerwehr aufs Löschen vergisst und nur blöd zuschaut, dann ist das nicht gerade die feine Englische.“ Er sagte: „Mit Schulden, die heute gemacht werden, begründet man die Steuern von morgen und übermorgen.“ Er meinte: „Auch das klingt ziemlich gut. Dass die irre hohen Schulden, die wir gestern gemacht haben, die irre hohen Steuern von heute begründet haben, muss ich ja nicht extra dazu sagen.“ Er sagte: „Meine Damen und Herren, in Zeiten, wo alle den Gürtel enger schnallen müssen, muss der Staat mit gutem Beispiel vorangehen.“ Er meinte: „Na, diese Pointe sitzt wieder einmal. Und klingt auch viel besser, als zu erwähnen, dass der Staat eigentlich in Geld schwimmt. Die Einnahmen sind nämlich in
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den letzten drei Jahren um 14 Prozent gestiegen. Und bis 2018 erwarte ich ein Plus von weiteren 19 Prozent. Muss ich aber wohl niemandem auf die Nase binden, oder?“ Er sagte: „Das Rückgrat unserer Wirtschaft sind die kleinen und mittleren Betriebe. Wir haben einen Handwerkerbonus, der genau dort ansetzen soll, dass die kleinen und mittleren Unternehmen eben nicht in die Schwarzarbeit abgleiten, sondern dass sie auch etwas davon haben.“ Er meinte: „Ein bisschen peinlich ist es mir schon, den Handwerkerbonus überhaupt zu erwähnen. Die dafür reservierten dreißig Millionen Euro für zwei Jahre sind ja gerade mal 0,02 Prozent des Budgets, die wir hier groß abfeiern. Das wird in Nullkommanix ausgeschöpft sein und außer ein bisschen Publicity gar nichts bewirken. Aber ‚Handwerkerbonus‘ klingt halt so gut – super Wortschöpfung! Warum fällt so was meinen PR-Experten nie ein?“ Er sagte: „Ich gehe daher davon aus, dass es berechtigt ist, dass das durchschnittliche Antrittsalter der Pension von 58,5 Jahren auf 60,1 Jahre bis 2018 steigen wird. Auch das ist
eine Trendumkehr ...“ Er meinte: „… auf die wir schon seit Jahrzehnten warten. Anderswo sind sie irgendwie fleißiger. In Schweden zum Beispiel arbeiten 73 Prozent der 55- bis 64-Jährigen. Bei uns sind es 43 Prozent. Alter Schwede! Das wird nie was.“ Er sagte: „Lassen Sie mich nun zum Thema Bildung kommen: Eine solide Bildung ist natürlich die Voraussetzung für jede Zukunft in Österreich, für unsere Kinder.“ Er meinte: „Zum Glück passt bei diesem Kapitel eh keiner auf. Solange die Heinisch-Hosek Daten verschludert und PISA versemmelt, die Zentralmatura versenkt und einen Sauhaufen am Bifie hat, bin ich aus der Schusslinie.“ Die Budgetrede war aber erst der Anfang. Inzwischen ist der Ruf nach einer Steuerreform laut geworden, so laut, dass sich Kanzler und Vizekanzler die Ohren zuhalten. Die offensivsten Forderungen kommen von der AK: Beispielsweise hält der SPÖ-nahe AK-Funktionär Markus Marterbauer das Defizit für „erstaunlich niedrig“ und warnte vor einer „Defizithysterie“. „Österreich lebt unter seinen Verhältnissen“, meinte er und setzt damit
einen österreichweit neuen Standard in Realitätsverweigerung. Die Zugänge von SPÖ und ÖVP in Bezug auf eine Steuerreform sind diametral entgegengesetzt und unüberbrückbar. Kanzler Werner Faymann will eine Steuerentlastung sofort – koste es, was es wolle und wenn es neue Schulden sind. Die ÖVP will zunächst reformieren – was freilich ein Unterfangen ist, das seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, verkündet wird und daher langsam an Glaubwürdigkeit verliert. Aber wir wären nicht in Österreich, würde nicht eine österreichische Lösung gefunden werden: Um die Bürokratie einzudämmen, wird ein „Amt der Bundesregierung“ neu geschaffen. Während anderswo Verwaltungsebenen eingespart werden, wenn’s ums Reformieren geht, wird bei uns eine zusätzliche draufgesetzt. Interessanterweise soll das ominöse Amt erst 2016 starten, also dann, wenn wieder einmal alles zu spät ist. In anderen Ländern würden die Bürger die Politik für einen derart haarsträubenden Vorschlag mit nassen Fetzen davonjagen, bei uns hat man sich an windschiefe Kompromisse offenbar gewöhnt. Hauptsache Conchita hat gewonnen. Alles andere ist Wurst.
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Tirol in Zahlen TIROLER BÄDER BESUCHERZAHLEN TIROLER BÄDER, WINTERSAISON 2013/2014, IN MIO.: Umsatz in Mio. Euro: 14,1
1,43
Durchschnittlicher Erlös pro Gast in Euro: 9,98
Gesamteindruck der Bäder in Schulnoten, bewertet von Gästen: 1,4
Anzahl der Tiroler-Bäder-Betriebe im Sommer: 110
KONJUNKTURBAROMETER TOP-TIROL TOP-UNTERNEHMEN, DIE 2014 EINE EHER BESSERE WIRTSCHAFTSLAGE ERWARTEN ALS 2013, IN %: eher schlechter: 17 • etwa gleich: 70
UNTERNEHMEN, DIE 2014 EINE EHER STEIGENDE ARBEITSLOSIGKEIT ERWARTEN, IN %: eher sinkend: 5 • etwa gleich: 55
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UNTERNEHMEN, DIE 2014 EINE EHER BESSERE EIGENE BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE SITUATION ERWARTEN, IN %: eher schlechter: 15 • etwa gleich: 66
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ERWARTUNGEN DER UNTERNEHMER AN DIE NEUE BUNDESREGIERUNG IN %:
Bildungssystem reformieren: 57 • Zugang zu alternativen Finanzierungsquellen: 51
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme: 39 • Investitionsanreize schaffen: 37 Bürokratieabbau: 37 • Fachkräfte sichern: 18 • Lohnnebenkosten senken: 13 • F&E-Förderungen erhöhen: 13
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Quelle: WK Tirol
Mehr Arbeitszeitflexibilisierung: 75 • Steuer- und Abgabenquote senken: 60
© Bilder Mike Rab enst einer und M arc Cain
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Kopf der Ausgabe
FLORIAN LANG
ÖSTERREICHISCHER CLIMATE-LEADER & INHABER VON NEXT MARKETING INNOVATIONS Der Kemater Florian Lang ist Marketingunternehmer im Bereich Strategie, Innovation, New Media und Campaining und betreibt mit NEXT Marketing Innovations eine Agentur in Innsbruck (www.thisisnext.cc). Kürzlich wurde er von Al Gore zum „Climate Leader“ ausgebildet und zum europäischen Botschafter der „I am a pro snow“-Kampagne ernannt. Damit zählt er zu den wenigen Europäern, die rund um den Globus als Botschafter für die Initiative des ehemaligen US-Vizepräsidenten und eine stärkere Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit eintritt. // Foto: Birgit Koell 10
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as „Climate Reality Project“ von Al Gore ist DIE Klimainitiative weltweit und schließt unter ihrer Dachmarke auch zahlreiche andere Klima- und Nachhaltigkeitsinitiativen mit ein. 2006 brachte Gore seinen Film „An Inconvenient Truth“, die unbequeme Wahrheit, heraus. Ein Jahr darauf erhielt er den Friedensnobelpreis. Sein Climate Reality Project ist vor allem in Amerika bekannt und verbreitet, schlägt aber Wellen quer über die Welt – auch nach Tirol. In Form von Florian Lang. Wir trafen auf einen enthusiastischen jungen Mann mit Mut, etwas zu bewegen – beim Klima und auch in seinem Brotberuf als Inhaber einer Marketingagentur, die hierzulande einen etwas anderen Weg gehen will. ECO.NOVA: Sie wurden kürzlich vom ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore zum „Climate Leader“ ernannt und waren dafür einige Tage zum Training in Südafrika. Wie kann man sich dieses Programm dort vorstellen? FLORIAN LANG: Das einwöchige Training wurde in einem Konferenzzentrum in Johannesburg abgehalten, wobei wir auch einen kompletten Trainingstag mit Al Gore persönlich verbringen konnten. Er ist eine immense Persönlichkeit mit viel Charisma, hat uns Anleitungen gegeben, wie wir die Initiative verbreiten und bekanntmachen können, und viel aus seinem Leben erzählt. Dazu gab’s die ganze Woche über Präsentationen, Softskills- und Rhetoriktraining. Und wir haben viele Projekte in Kleingruppen ausgearbeitet. Welche Leute waren mit Ihnen dort? Toll war vor allem die Vielfalt – ich habe so viele verschiedene Menschen kennengelernt. Es kamen Leute aus dem tiefsten Afrika, die barfuß und in ihrer Stammestracht einmarschierten, über CEOs großer Solarfirmen und Politiker bis hin zu Vertretern kleiner Kommunen und Kindergärtnerinnen. Es ist eine riesige Bereicherung, so viele Menschen kennenzulernen, ihre Geschichten zu hören. Es bringt einen aber auch sehr zum Denken. Bei uns bedeutet Nachhaltigkeit, weniger mit dem Auto zu fahren oder regionale Produkte zu essen. In vielen Regionen geht es jedoch wirklich um Leben und Tod – etwa wenn das Wasser in Dörfern knapp wird und Brunnen versiegen. Das kann Kriege auslösen.
Was sind die konkreten Aufgaben eines Climate Leader? Es gibt viele Mythen rund um den Klimawandel, wobei vieles vollkommener Blödsinn ist. Al Gore’s Thesen werden vom Großteil der breiten Klimastudien und anerkannten Professoren der angesehendsten Universitäten weltweit gedeckt. Es gibt tausende Wissenschaftler, die sich mit dem Klima(wandel) von Berufs wegen beschäftigen. Unserer Aufgabe ist es, daraus die Quintessenz, das Wahre, zu generieren und über verschiedene Kanäle und Netzwerke zu transportieren. Wie kommt man in so jungen Jahren überhaupt zu einem solchen Thema wie dem Klimaschutz? Ich habe als Kind den Al-Gore-Film sicher 20 Mal gesehen. Was dort gezeigt wurde, hat mich schockiert. Es gibt Gegenden, da gehen ganze Landstriche unter. In der Schule habe ich begonnen, mich intensiver damit zu befassen. Zum Climate Reality Project hat mich ein Geschäftspartner gebracht, der der erste Climate-Leader in Österreich war. Ich hab mich in einem aufwändigen Verfahren beworben – mit Motivationsschreiben und konkreten Zielen. Das Projekt ist weit mehr als eine romantische WeltverbessererGruppe. Man muss sich schon sehr damit auseinandersetzen. Und: Es ist alles ehrenamtlich, man bekommt nichts bezahlt. Überschneidet sich Ihre Tätigkeit als Climate Leader in irgendeiner Weise mit Ihrer beruflichen Laufbahn als Gründer von NEXT Marketing Innovations? Es sind beides Herzensangelegenheiten, aber abgesehen davon ist beides komplett getrennt. Das Thema Nachhaltigkeit finde ich aber generell wichtig. Dieses Thema gehört in die Köpfe, deshalb möchte ich auch meine beruflichen Kunden ein bisschen in die Richtung CSR (corporate social responsibility) bringen. Sie betreiben eine Full-Service-Agentur im Marketingbereich. Worum geht es Ihnen konkret? Ich habe eine Marketing-Innovation-Firma mit fünf Gebieten: Campaining, digital media, innovation, events und strategy. Wir fokussieren uns darauf, wie man Marketing möglichst innovativ gestalten kann.
Wie lassen sich durch virale Kommunikation Kunden erreichen? 86 Prozent der Menschen glauben nicht mehr an klassische Werbung, auch weil sie ihnen oft schlichtweg auf die Nerven geht. Hier gibt es durchaus effektivere und modernere Wege, mit denen man den Kunden abholen kann, die er akzeptiert und als Mehrwert, als brauchbar, ansieht – etwa durch Social Media, das sich für jede Firma nutzen lässt, vom kleinen über mittleren bis zum Großunternehmen. Heute geht es darum, die Essenz aus der gesamten Informationsflut herauszufiltern und dem Kunden zugänglich zu machen. Dieses Herausholen ist das Wichtige. Man kommuniziert das richtige Produkte an genau jene Person, für die es Wichtig ist. Radio, Fernsehen, Plakate – Werbung für die breite Masse ist heute schwierig. Es muss neue Wege geben, wo man auch physische und Onlinemedien verknüpfen kann. Hier gibt es interessante Zukunftstrends. Seit wann gibt es NEXT Marketing Innovations? Erst sehr kurz, seit 2013. Ich habe die HAK in Innsbruck mit Spezialisierung auf „global marketing“ besucht und wurde von einem Topprofessor im Bereich Marketing unterrichtet. Er war Praktiker, Manager bei namhaften Großunternehmen in Amerika und Europa. Dementsprechend war sein Unterricht. Er hat uns viele Methoden gelehrt, einiges davon auch aus Amerika, wie das „Campaining“, das auch bei uns immer mehr kommen wird. Wir haben in Tirol viele tolle (Traditions-)Unternehmen, die auch global agieren. Ich möchte ihnen zeigen, wie sie es schaffen, den Kunden lokal anzusprechen. Darum wird es in Zukunft immer mehr gehen. Auch um Trendconsulting: Wie lassen sich Trends und Innovationen für das eigene Unternehmen nutzen und in die Markenstrategie integrieren. Ich kann das Marketing nicht neu erfinden, vor allem in den großen Unternehmen sitzen Top-Marketingmanager, aber ich kann sie mit einer jungen, frischen Sichtweise unterstützen und ihnen Anstöße geben, die sie in ihrem täglichen Geschäft mit den kurzen Produktzyklen selbst nicht mehr schaffen können. Manchmal braucht es einfach den Blick von außen und oft ist es nur ein kleiner Anstoß, um die Abläufe zu optimieren. eco.nova
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Wirtschaft. WIRTSCHAFT & UNTERNEHMEN
STANDORTFAKTOR
URBANE SICHERHEIT // Text: Verena Rothart*)
Österreichs Städte, insbesondere die Landeshauptstädte, wachsen. Grund dafür ist die stetige Zuwanderung. Laut Statistik Austria wuchs bundesweit die Zahl der Einwohner von 1.1.2013 bis 1.1.2014 um 52.990 Personen auf 8.504.850 an. Spitzenreiter dabei ist Wien. Die Bevölkerung stieg dort um 24.400 Menschen – also um 46 Prozent des gesamtösterreichischen Bevölkerungswachstums. Auch Tirol liegt über dem bundesweiten Durchschnitt und verzeichnete einen Bevölkerungsanstieg um 0,8 Prozent. Innsbrucks Bevölkerung stieg um ca. 2 Prozent. Die steigende Urbanisierung stellt Politik, Wirtschaft und Verwaltung vor enorme Herausforderungen. Aktiv und nicht bloß reaktiv müssen Änderungen der Lebensstile – Stichwort Singlehaushalte, steigende Mobilität, zunehmende soziale Segregation, Ausweitung der Stadtperipherie und zunehmender innerstädtischer Wohnbau – gemanagt werden. Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt, der bisher nur in geringem Ausmaß im Rahmen der steigenden Urbanisierung beachtet wurde. Denn je heterogener und größer die Menschenansammlungen in den Städten werden, desto wichtiger, vielfältiger und umfangreicher werden auch die öffentlichen Sicherheitsanforderungen, deren Facetten nun von Sicherheit im öffentlichen Raum über den Umgang mit Klimarisiken bis hin zu Gefährdungen für die Gesundheit reichen und somit den Rahmen der „klassischen“ Sicherheitsbelange wie Kriminalität (die sich lediglich in einer Aufstockung der Sicherheitskräfte und Überfüllung der Justizanstalten äußert) oder Sicherheit im Straßenverkehr sprengen. Da das Streben nach Sicherheit das fundamentalste menschliche Bedürfnis darstellt,
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gewinnt eine integrale veranschaulichte Sicherheitspolitik in Standortfragen an Dominanz. Dafür muss eine Sicherheitskultur etabliert werden, die kontinuierlich die aktuelle Situation der Städte analysiert und langfristige Entwicklungstendenzen erarbeitet. Steigende Urbanisierung erfordert Investitionen, obwohl einige Politiker diese Entwicklung hauptsächlich unter dem Aspekt steigender Steuereinnahmen betrachten. Ei-
rolle zu. Kinder könnten bereits von klein auf zu umfassendem Verantwortungs- und Risikobewusstsein, zu einem Verständnis von nachhaltiger Entwicklung und sozialer Sensibilität erzogen werden. Denn Kinder bilden den Immunstoff einer robusten Gesellschaft sowie das utopische Potential für eine bessere Zukunft. Einen Ansatz dazu leistet bereits das Projekt „Kinderstadt“ der Kinderfreunde, in der Kinder in die Welt von Erwachsenen
JE HETEROGENER UND GRÖSSER DIE MENSCHENANSAMMLUNGEN IN DEN STÄDTEN WERDEN, DESTO WICHTIGER, VIELFÄLTIGER UND UMFANGREICHER WERDEN AUCH DIE ÖFFENTLICHEN SICHERHEITSANFORDERUNGEN, DEREN FACETTEN VON SICHERHEIT IM ÖFFENTLICHEN RAUM ÜBER DEN UMGANG MIT KLIMARISIKEN BIS HIN ZU GEFÄHRDUNGEN FÜR DIE GESUNDHEIT REICHEN UND SOMIT DEN RAHMEN DER „KLASSISCHEN“ SICHERHEITSBELANGE SPRENGEN.
ne finanzielle Entlastung könnte auf sicherheitspolitischer Ebene erzielt werden, indem die Gesellschaft als Akteur integriert wird. Sie müsste in ihrem Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein sensibilisiert und in ihrer Widerstandsfähigkeit gestärkt werden. So würden beispielsweise Ehrenamtlichkeit, Nachbarschaftshilfe, Shared-Spaces und -Services oder die Bildung von Transitiontowns wertvolle Dienste leisten. Unserem Bildungssystem kommt dabei eine Schlüssel-
eintreten und diese nach ihrem Verhaltenskodex selbst gestalten. Bemerkenswert hierbei ist, dass sich „Kinder-Communities“ vielfach ohne Polizei organisieren. Offenbar verstehen sie bereits das Prinzip: Freiheit und Vertrauen fördern die soziale Verantwortung. Das Gebot der Stunde lautet: Sicherheit muss umfassend und von unten her neu gedacht werden. Nur so können die ausufernden Kosten für einen lebenswerten Staat in den Griff bekommen werden.
*) Dr. MMag. Verena Rothart widmet sich im Rahmen ihres Unternehmens Chi-Quadrat der strategischen Vorschau für Unternehmen und Institutionen. Sie studierte Betriebswirtschaft sowie Kunstgeschichte und promovierte auf dem Gebiet der Statistik. Sie lehrt an in- und ausländischen Universitäten.
eco.wirtschaft
eco.mmentar Dr. Peter Rhomberg, Rhomberg Immobilien, Innsbruck
RUF NACH INDUSTRIEPAKET „Nur in einem wettbewerbsfähigen Europa können Unternehmen für Arbeit, soziale Sicherheit und Wachstum sorgen. Es muss zu Kurskorrekturen kommen, damit der Industrie- und Wertschöpfungsstandard nicht gefährdet wird“, fordern der Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Reinhard Schretter, sowie die Vizepräsidenten Christoph Gerin-Swarovski und Hermann Lindner, denn: „Die Welt sprintet, Europa spatziert.“ Europas Anteil an der weltweiten industriellen Wertschöpfung ist seit dem Jahr 2000 von 25 auf weniger als 21 Prozent gesunken. Damit wird es immer schwieriger, den sehr hohen Standard an Sozialleistungen zu halten. Das werden auch Österreich und Tirol zu spüren bekommen. Denn die Tiroler Industrie mit ihren 40.000 Beschäftigten leidet zusehendes unter den standortfeindlichen Entscheidungen und der europaweit drohenden De-Industrialisierung. Handlungsbedarf sei dringend gegeben. Leitbetriebe fordern Planbarkeit, Vorhersehbarkeit, Innovation und Wachstum. Es braucht also langfristig einen bindenden, verlässlichen Rechtsrahmen für Investitionen und Technologieentwicklung.
ZUKUNFT FAMILIE „Die Familie ist die Schnittmenge aller gesellschaftlichen Themen: sozial, politisch und wirtschaftlich“, ist Roman Eberharter, Obmann Familienbund Tirol, überzeugt. „In die Familie zu investieren, vom Kleinkind bis zum alten Menschen, heißt, in die Zukunft unserer Gesellschaft und Regionen zu investieren.“ Und so wird auch die Familienpolitik zur Standortfrage, denn je familienfreundlicher das Lebensumfeld, desto interessanter ist die Ansiedlung für Unternehmen, ist Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Schwaz, Martin Wex, überzeugt. Das Thema Familie dürfe daher nicht länger als „Emanzenthema“ stigmatisiert werden, findet Eberharter: „Wir müssen uns der modernen Realität stellen und Abschied von veralteten Positionen nehmen.“ Familienarbeit sei ein hochwertiger Beitrag für die Gesellschaft und muss positiv anerkannt werden. Ziel des neu gegründeten Familienbund Tirol ist auch die Sensibiliserung für das Thema Frauen & Wirtschaft, schlichtweg, weil es sich die Wirtschaft nicht leisten kann, auf das Wissen und die soziale Kompetenz der immer besser ausgebildeten Frauen zu verzichten. Diese nach einer Geburt wieder zurück ins Arbeitsleben zu holen, gelingt jedoch nur, wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert wird. Umgekehrt muss es auch den Männern zugestanden werden, Zeit mit ihren Kindern verbringen zu können.
WIE FREI DARF MIETE SEIN?
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ir investieren, wenn wir etwas zurückbekommen. Richtiger: wir investieren, wenn wir ERWARTEN, dass wir etwas zurückbekommen. Meistens lässt sich diese Erwartung auch in Zahlen fassen. Ein MUSS, wenn wir für die Investition Fremdkapital benötigen. Der Kapitalgeber muss von der Sinnhaftigkeit der Investition genauso überzeugt sein wie der Investor. Der Richtwertmietzins gestattet in Tirol eine Miete von 6,58 Euro pro Quadratmeter. Strebt der Investor einer Vorsorge- oder Anlagewohnung eine Rendite von vier Prozent an (davon geht noch die Einkommensteuer weg), so darf der mutige Anleger nicht mehr als 1.974 Euro pro Quadratmeter für diese Wohnung (samt Grundkostenanteil und Nebenkosten) bezahlen. Das ist nicht zu schaffen. Wer Richtwertzins für alles verlangt, stoppt den Neubau. Leistbares Wohnen ist für unsere Gesellschaft unbedingt notwendig – eine Diskussion rund um die Begrenzung von Mietzinsen ist dazu kein geeignetes Mittel. Das verschreckt alle, die bereit sind, Geld in Immobilien zu investieren (und daran hängt der Bau und das Baunebengewerbe und und und ...). Der Mietzins muss frei sein dürfen. Denn der Richtwert richtet uns – und zwar zugrunde ... ... meint Dr. Peter Rhomberg
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IM (UN)RUHESTAND Der demographische Wandel ist kein rein österreichisches Problem, betrifft uns jedoch genauso. Die Auswirkungen können verheerend sein, müssen es aber nicht, wenn wir beginnen, das Alter neu zu denken. // Text: Marina Kremser
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ie die meisten Industrieländer ist auch Österreich vom demographischen Wandel betroffen, der sich uns dummerweise gleich von zwei Seiten nähert: Einerseits werden wir immer älter, andererseits verschieben die niedrigen Geburtenziffern die Altersstruktur kontinuierlich nach oben. Kurzum: Auch Tirol wird über kurz oder lang alt. Diese „stille Revolution“, wie es Bundesminister Reinhold Mitterlehner und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl nennen, stellt uns künftig vor neue Herausforderungen: das Sozialsystem genauso wie Unternehmen und ganze Wirtschaftsbranchen. Neue Konzepte und Systemreformen für den Wirtschaftsstandort müssen her. Es gilt, den Arbeitsmarkt auf die veränderten Bedingungen einzustellen, den Bildungsbereich in Richtung Höherqualifikation zu entwickeln, in der Familienpolitik die Vereinbarkeit von Beruf und Familie voranzubringen und das Gesundheitsund Pensionssystem entsprechend zu überdenken und anzupassen. Allein: Österreichs
Reformtempo liegt international nur im Mittelfeld, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung ergab. Sie sieht unser Land nur als „bedingt zukunftsfähig“. Wie die Tageszeitung „Der Standard“ im April berichtete, kommt Österreich trotz leichter Verbesserungen gegenüber der letzten drei Jahre zurückliegenden Erhebung über einen Platz im Mittelfeld nicht hinaus und liegt mit Gesamtrang 19 noch hinter Ländern wie Belgien oder Frankreich und sogar Tschechien. Die Experten sehen „erhebliche strukturelle Defizite“ in den Bereichen Bildung, Pensionen und Migration. Für den Projektleiter der Bertelsmannstiftung, Daniel Schraad-Tischler, habe das Modell der Sozialpartnerschaft in Österreich zwar große Vorteile, doch gerade in solchen Systemen seien grundlegende Reformen schwierig.
GEBURTENRÜCKGANG FÜHRT ZU FACHKRÄFTEMANGEL
Schraad-Tischlers Aussagen decken sich weitestgehend mit jenen von Stefan Garbislander, Leiter der Abteilung Wirtschaftspoli-
TIPPS FÜR UNTERNEHMEN– ANPASSUNG NACH INNEN: • Demografie-Check: Analysieren Sie regelmäßig die Altersstruktur in Ihrem Unternehmen. Setzen Sie diese als wichtige Entscheidungsgrundlage und Steuerungselement ein. • Lebensphasenorientierte Arbeitsorganisation: Schaffen Sie alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze, z. B. über flexible Arbeitszeitsysteme. Karrieremodelle sollten so verändert werden, dass Mitarbeiter auch ohne ständige Beförderung Perspektiven haben und die Grenze zwischen Berufsleben und Pension durchlässiger wird. • Wissenstransfer organisieren: Mentoring-Programme sind ein Instrument, Wissen direkt bei der Arbeit weiterzugeben und bei der Qualifizierung jüngerer Kollegen Kosten zu sparen.
ANPASSUNG NACH AUSSEN: • Service und Information als Mehrwert: Best Ager sind erfahrene Kunden und in hohem Maße serviceund informationsorientiert. • Generationsübergreifende Ansprache statt 50-Plus-Labels: Statt ungewollt Handicaps und Hilfsbedürftigkeit Älterer anzusprechen, muss das Marketing den Nutzen und den Komfort des Produktes oder der Dienstleistung klar herausstellen. • Innovative Vertriebskanäle nutzen: Best Ager sind Neuem gegenüber viel aufgeschlossener, als man oft meint. Nutzen Sie daher verstärkt die Vertriebswege über das Internet oder Telefon. Quelle: Best Ager – der Silberne Markt, Schriftenreihe des WIFI Nr. 336; Demografische Fitness, Schriftenreihe des WIFI, Nr. 342
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tik und Strategie in der Wirtschaftskammer Tirol, mit dem wir die Situation auf unser Bundesland heruntergebrochen haben. „Entscheidend beim Thema Überalterung ist, dass wir in den für uns spannenden Jahren von 2015 bis 2035 einen massiven Umbruch in der Bevölkerungsstruktur Tirols bekommen werden. Das für den Arbeitsmarkt relevante Segment der 15- bis 59-Jährigen nimmt in Tirol in den kommenden Jahren um rund 30.000 Personen ab. Das heißt, es wird hier einen Rückgang geben, der der ungefähren Größe des Bezirkes Reutte entspricht. Auf der anderen Seite wird es einen massiven Anstieg der über 60-Jährigen von 164.000 auf 245.000, also um 80.000 Personen, geben. Das ist die große Herausforderung, vor der wir in Tirol, aber auch in anderen Regionen Österreichs stehen. Eines der größten Probleme des Geburtenrückgangs und der Überalterung ist dabei sicher jenes des Fachkräftemangels.“ Für Garbislander gibt es im Wesentlichen drei wirtschaftspolitische Punkte, bei denen sich ansetzen lässt: „Die drei zentralen Stellhebel sind für mich eine intelligente Zuwanderung, die schrittweise Anpassung des Pensionsalters an die Lebenserwartung und eine höhere Erwerbsquote bei Frauen.“ Innenpolitisch ist das Thema Zuwanderung zwar problematisch und führt oftmals zu polemischen, emotionalen Diskussionen, doch Garbislander ist überzeugt: „Wir können uns gar nicht aussuchen, ob wir ein Zuwanderungsland sein wollen. Wir müssen einfach eines sein.“ Deutlich wird dies durch folgende Rechnung, unter der Prämisse, dass die Zuwanderung ungefähr so bleibt, wie sie aktuell ist: Die Zahl der 15- bis 59-Jährigen wird in Tirol von 450.000 aus im Jahr 2012 auf rund 415.000 Mitte der 2030er-Jahre zurückgehen, ohne Zuwanderung fallen wir auf 360.000 zurück, das heißt, die für den Arbeitsmarkt relevanten Personen gingen nicht um 30.000, sondern um 90.000 zurück. Ohne Zuwanderung wäre das Problem am Arbeitsmarkt folglich weitaus schlimmer. Man müsse also eine vernünftige Zuwanderung sicherstellen, meint Garbislander in Richtung Politik. Das Instrument der Rot-Weiß-RotCard sei ein guter Ansatz, bis dato jedoch nur bedingt erfolgreich. Das Problem der Überalterung ist kein rein österreichisches. Man muss sich also relativ rasch am internationalen Markt umsehen, um entsprechend gut ausgebildete Arbeitskräfte ins Land zu bekommen. Weil:
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Fit in den Frühling MENÜ MAI | JUNI
„WIR KÖNNEN UNS GAR NICHT AUSSUCHEN, OB WIR EIN ZUWANDERUNGSLAND SEIN WOLLEN. WIR MÜSSEN EINFACH EINES SEIN.“ Stefan Garbislander, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik und Strategie, Wirtschaftskammer Tirol
Auch andere Länder brauchen sie. Es wäre nur rational, Menschen aus südlichen Ländern oder solchen mit hoher ( Jugend-)Arbeitslosigkeit zu uns zu holen. Doch in diesem Bereich fehlt es nach wie vor an Flexibilität. Was in Amerika wunderbar funktioniert – die Wanderung zwischen den Bundesstaaten – hinkt bei uns. Auch weil die Sprachbarriere und vielfach unterschiedliche Mentalitäten hemmen. Also kommt unsere größte Arbeiter-Einwanderergruppe aus Deutschland. Deutschland hat allerdings selbst ein Demographieproblem und ist zudem in den letzten Jahren als Arbeitsland wieder attraktiv geworden. Das Land hatte in den Jahren 2005 bis zur Krise starke Probleme, hat sich jetzt aber wieder bewährt und ist selbst zum Zuwanderungsgebiet geworden. Die Frage stellt sich also, wie lange wir noch von Deutschland profitieren können. Von den rund 56.000 ausländischen Arbeitskräften in Tirol kommen 15.500 aus Deutschland – Tendenz in den letzten Jahren stark steigend. 2004 waren es noch 6.500. Ausländische Arbeitskräfte aus der Türkei sind übrigens stabil geblieben (2004: 7.600 / 2013: 7.700), jene aus dem ehemaligen Jugoslawien haben sogar stark abgenommen (12.000 / 6.600). Insgesamt fehlt es bei der Einwanderungspolitik generell an Strategie.
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07.06.
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ERFOLGSFAKTOR ERFAHRUNG
Das leidige Thema des Pensionsantrittsalters hingegen ist nicht neu und zieht sich schon durch einige Legislaturperioden. Was verwunderlich ist, weil die Lösung quasi am Silbertablett läge. Wenn es gelänge, die Leute zumindest dazu zu bringen, bis zum gesetzlichen Pensionsalter zu arbeiten und man dabei Möglichkeiten schaffte, sie auch im wachsenden Segment der Generation 60+ noch im Arbeitsprozess zu halten, wären die Auswirkungen des Wandels weitaus geringer. „Da sind wir in Österreich aber leider wenig erfolgreich“, bringt es Garbislander auf den Punkt und verdeutlicht: „Wir haben bei den Männern nach wie vor ein durchschnittliches Pensionsantrittsalter von 59 Jahren, bei einer Lebenserwartung von knapp 80 Jahren.“ Und diese Spreizung geht immer weiter auseinander: Nicht nur, dass die Menschen tendenziell immer früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden, sie werden auch immer älter. Der Zeitraum der Pension wird also immer größer. Bessere Gesundheitsversorgung und allgemeines Wohlstandswachstum steigern die Lebenserwartung massiv. Anfang
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ERFAHRUNG SCHÄTZEN LERNEN Helmut Kritzinger, Obmann des Tiroler Seniorenbundes, im Interview über die heutige Generation 50+, Pensionsalter und die schwierige Entscheidung zwischen Beruf und Familie. rolle zu spielen, sondern indem er in der Gemeinschaft versucht, etwas zu erreichen, durch Gespräche oder Freundschaften. Die Gehirnforschung zeigt, wenn sich ein Mensch in die Gesellschaft einbringt, Freunde hat, er auch seine geistigen Fähigkeiten eher beibehält.
ECO.NOVA: Die Gesellschaft wird immer älter, gleichzeitig sind die Menschen heute auch im Alter noch aktiv. Was unterscheidet für Sie die Generation 50- oder 60-Plus von jener von vor 20 Jahren? HELMUT KRITZINGER: Hier ist definitiv eine gewaltige Veränderung passiert. Früher hat sich jemand fast wörtlich „zur Ruhe“ gesetzt; ist er in Pension gegangen, war für ihn logisch, dass er ab sofort nichts mehr tut. Ich erinnere mich an meine Großmutter, die mit 72 Jahren auf der Bank saß, die Hände im Schoß, und gedacht hat, sie wird auf diese Weise wohl gesund bleiben. Doch das ist nicht der Fall. Ich kenne selbst in meinem engsten Freundeskreis Leute, die nach der offiziellen Pensionierung gesagt haben: Und jetzt ist es aus, ich will meine Ruhe haben und meine Pension genießen. Allein: Sie haben sie nicht allzu lange genossen. Heute muss man auch im Alter aktiv sein, Sport betreiben, sich bewegen, mitdenken. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, um seine (geistige) Gesundheit zu erhalten. Es gibt Studien, dass Menschen, die in Frühpension gehen, tendenziell früher sterben. Einfach, weil ihnen die Aufgabe fehlt? Ja. Man muss den Leuten klarmachen, dass es notwendig ist, auch nach der Pensionierung aktiv zu bleiben. Hier hat sich in der Entwicklung etwas Gewaltiges getan: Eine 60-jährige Person ist heute fit, sie fährt Ski, Rad, debattiert. Ich bin der Ansicht, dass sich die Menschen alle gegenseitig brauchen. Jeder Mensch ist wichtig, muss sich einbringen. Und das kann er nur, indem er nicht versucht, eine Sonder-
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Finden Sie, dass die Wirtschaft auf diesen Wandel angemessen reagiert? Die Wirtschaft nimmt eine Schlüsselstellung ein, denn es hat jahrelang die Tendenz bestanden, den teuren älteren Arbeitnehmer zu entlassen und ihn durch einen jungen zu ersetzen. Man hat mit der Entlassung des Älteren jedoch eine Erfahrungsbörse, eine riesige Erfahrungsmasse, vom Betrieb ausgeschlossen. Ein älterer Mensch liefert gute Gedanken und ich glaube auch gute Vorschläge, aber er muss wissen, dass er gebraucht wird und nicht, dass der Chef überlegt, ihn auszuschalten, ihn wegzudrängen, eben weil er etwas teurer ist. Das hat der Wirtschaft nicht gut getan und wird es auch künftig nicht. Gerade heute, wo man weiß, dass es leider Gottes weniger Jugendliche gibt, die in den Arbeitsprozess eintreten, ein Handwerk lernen. Man müsste deshalb unbedingt darauf Wert legen, dass der Ältere dem Betrieb erhalten bleibt und dass man auch im Pensionsrecht neue Regelungen schafft. Die Debatte, das Pensionsalter anzuheben, ist nicht neu. Liegt das Problem Ihrer Meinung daran, dass die älteren Menschen nicht mehr arbeiten wollen oder dass man sie von Unternehmensseite nicht mehr lässt? Ich glaube, dass jene Menschen, die nicht mehr arbeiten wollen, die Ausnahme bilden. In erster Linie ist es künftig wichtig, das gesetzliche Pensionsalter einzuhalten, nämlich 60 für Frauen und 65 für Männer. Das würde auch den Staat viel weniger an Zuschüssen kosten. Wenn man die Zahl als wahr annehmen darf, sollen gegenwärtig über 8 Milliarden Euro vom Staat als Zuschuss in die Pensionskassen fließen. Die Kaufkraft der Pensionisten steigt an, damit geben sie wieder Geld zurück in die Wirtschaft. Schafft die Wirtschaft genügend Angebote für Senioren – abseits von der Arbeitsthematik? Der ältere Mensch hört und sieht schlechter, er kann auch nicht mehr auf einen hohen Berg hinauflaufen. Die körperlichen Kräfte lassen nach, manche können nicht mehr so gut ge-
hen. Das bringt das Alter mit sich. Aber das muss nicht generell die Leistung mindern, die ein Älterer zu vollbringen vermag. Der ältere Mensch wird heute schon als Wirtschaftsfaktor anerkannt. Ich glaube aber, die Wirtschaft wäre gut beraten, wenn sie sich noch mehr mit älteren Kunden auseinandersetzen und konkretere Angebote machen würde – ob im Bereich der Kleidung, der Technik ... War das ein Grund für die Initiierung einer eigenen Seniorenmesse? Ich wurde anlässlich der Innsbrucker Messe vor einigen Jahren gefragt, ob’s eine solche Seniorenmesse überhaupt braucht. Natürlich ist der Bedarf da: Genau wie die Jugend muss auch der Senior angesprochen werden. Es gibt viele Bereiche, die speziell den Senior beschäftigen, der sich nicht nur für Bekleidung, sondern auch für Bäder, Duschen oder Kosmetik interessiert und in diesen Bereichen ganz andere Vorstellungen hat als ein Jugendlicher. Daher ist eine Seniorenmesse einfach notwendig und berechtigt. Das Altwerden ist vor allem für junge Menschen immer noch sehr negativ behaftet. Dabei haben sich die Senioren von heute grundlegend gewandelt. Sie sind aktiv, rüstig und auch vielseitig interessiert. Dieses Dogma werden wir leider so schnell nicht ändern können, weil das Alter natürlich auch sehr oft mit Krankheit, mit Behinderungen verbunden ist. Wenn ein alter Mensch die Stiegen nicht mehr allein bewältigen kann, dann ist diese Einschränkung klar mit dem Alter verbunden. Das Alter muss aber auch oft zu Unrecht als Erklärung oder Argument herhalten. Gibt es von Ihrer Seite konkrete Forderungen an Wirtschaft oder Politik, um es den Senioren einfacher zu machen? Im Zuge der Pensionsdebatte werden bereits intensive Gespräche geführt. Ich finde, man sollte das System flexibler gestalten und den Menschen dabei auch die Möglichkeit geben, länger als bis 65 zu arbeiten. Natürlich wird hier so mancher Missbrauch getrieben werden, vor allem wenn jemand eine Stelle hat, in der er gut verdient und sie einfach nicht verlassen will. Das kann gut möglich sein. Aber im Vergleich zum allgemeinen Nutzen müsste man diese Regelung akzeptieren. Vor allem müsste man auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie einiges tun und den Müttern die Möglichkeit geben, länger bei ihren Kindern zu Hause zu bleiben. Man soll sich nicht zwischen zwei Lebensweisen (Karriere oder Familie) entscheiden müssen.
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„ICH GLAUBE, DASS WIR IN ÖSTERREICH LEIDER EINE KULTUR HABEN, IN DER LEUTE EINFACH GERNE FRÜH IN PENSION GEHEN. DAS SCHEINT UNSER OBERSTES LEBENSZIEL ZU SEIN.“ Stefan Garbislander
des 20. Jahrhunderts hatten 60-jährige Männer im Schnitt noch 13 Jahre zu leben, heute sind es 21, bei Frauen sogar 25 Jahre. Bereits jetzt können 60-Jährige davon ausgehen, dass sie einen Großteil ihres Lebens noch vor sich haben, und zwar bei größter Vitalität und bester Gesundheit, wie es eine Schriftenreihe des WIFI formuliert. Untersuchungen zeigen anhand konkreter Zahlen, wie sich dazu das Pensionsalterssystem verändert hat: Das Pensionsantrittsalter bei Männern ist in Österreich seit Mitte der 1960er-Jahre um 7,8 Jahre gesunken, die Lebenserwartung jedoch um sechs Jahre gestiegen. Interessant ist der Vergleich mit Deutschland: Während die Lebenserwartung bei Männern um 3,5 Jahre gestiegen ist, gehen sie auch 1,6 Jahre später in Pension. Deutschland hat hier also wesentlich erfolgreicher reagiert als Österreich, indem sie das Pensionsantrittsalter auf 67 Jahre angehoben haben. Leider rudern unsere nördlichen Nachbarn nun aber wieder zurück und ermöglichen in bestimmten Fällen, bereits mit 63 in Pension zu gehen. Leider ein falsches Signal. Ohne ältere Menschen wird unsere Arbeitswelt jedoch künftig nicht mehr funktionieren. Schlichtweg weil entsprechende Arbeitskräfte und vorrangig Fachkräfte fehlen. Vor allem aber ist es älteren Menschen heute durchaus zumutbar, länger im Berufsleben zu stehen, weil Wachstum und Pro-
duktivität vorrangig nicht mehr auf schwerer körperlicher Arbeit basieren, sondern auf geistiger, immaterieller Wertschöpfung. Ältere Arbeitnehmer sind also ein unglaublicher Erfahrungsschatz. „Arbeit wird von vielen nur als Belastung gesehen, als ‚Job‘ im negativen Sinn und nicht als Beruf in Form von Berufung. Aber das ist eine grundsätzliche Einstellung, die man nicht von heute auf morgen ändern wird können“, meint Garbislander. Was man ändern kann, ist das Pensionsalter, das endlich erhöht und an die Lebenserwartung gekoppelt gehört. Auch wenn sich dadurch das Problem nicht sofort löst, die positiven Effekte würden in den nächsten 15 bis 20 Jahren spürbar sein.
fairerweise auch eines sagen muss: Die Erhöhung des Pensionsantrittsalters bleibt nicht ohne Folgen für den Arbeitsmarkt. Wir haben in Österreich auch deshalb eine so geringe Jugendarbeitslosigkeit, weil viele Ältere früh aus dem Arbeitsleben austreten. Als Schweden etwa sein Pensionssystem reformiert hat, war das zwar gut für die Älteren, auf der anderen Seite hat es zu einem Anstieg bei arbeitslosen Jugendlichen geführt. Menschen länger im Berufsleben zu halten wird also nicht gänzlich ohne Preis sein.“
DIE SCHULDFRAGE
Es gibt durchaus Meinungen, dass das Problem der frühen Pensionierungen nicht in erster Linie darin bestehe, dass die ältere Generation nicht arbeiten wolle, sondern dass man sie schlichtweg nicht (mehr) ließe. Garbislander: „Es wird auch solche Fälle geben, aber ich bin überzeugt, dass wir in Österreich leider eine Kultur haben, in der Leute einfach gerne früh in Pension gehen. Das scheint unser oberstes Lebensziel zu sein.“ Tatsächlich scheint es so, dass sich vor allem die Generation 50+ vielfach noch nicht von verstaubten Erwerbsbiografien und Nine-to-five-Jobs
AM STÄRKSTEN WIRD DIE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNG IN DEN 20 JAHREN ZWISCHEN 2015 UND 2035 SPÜRBAR SEIN, WENN DIE BABYBOOMGENERATION DAS PENSIONSALTER ERREICHT.
„Das Pensionsalter ist sicher die Achillesferse Österreichs, für den Staat ist es die Finanzierbarkeit des Systems. In der Pensionsregelung war man im Vergleich zu anderen Ländern bisher am mutlosesten. Wobei man
der ehemaligen Industriegesellschaft verabschiedet hat. Anders sehen das die Pensionistenvertreter Karl Blecha und Andreas Khol in ihrem gemeinsamen Buch „Fressen uns die Alten den Kuchen weg?“. Sie gehen davon
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AUFHOLBEDARF BEI VORSORGE UND PFLEGE Der demografische Wandel strahlt auch auf die Versicherungsbranche aus. Vor allem im Bereich der Vorsorge, gesundheitlich wie finanziell, hat in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Damit anfangen kann man nicht früh genug.
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eit vielen Jahren ist das Pensionssystem in Österreich Thema. Dass die staatlichen Pensions- und Rentensysteme für die Sicherung eines angemessenen Ruhestandseinkommens reichen werden, davon sind nur noch die wenigsten überzeugt – auch Hubert Hotter nicht, Leiter der Landesdirektionen Tirol und Vorarlberg der Allianz Elementar Versicherungs-AG in Innsbruck: „Ich schätze, dass im Jahr 2030 ein Erwerbstätiger auf einen Pensionisten kommt. Die Methodik des Umlageverfahrens im Pensionssystem wird damit nicht tragfähig bleiben und unfinanzierbar.“ Die private Säule wird künftig also eine immer wichtigere Rolle spielen. Wir sprachen mit Hubert Hotter über Vorsorge und die Wichtigkeit der Beratung in der Versicherungsbranche. ECO.NOVA: Immer weniger Menschen vertrauen rein auf die staatliche Pension. Welche Methode empfehlen Sie gerade in einem finanzwirtschaftlich schweren Umfeld zur privaten Vorsorge? HUBERT HOTTER: Die Allianz war eine der Ersten, die sich mit dem Thema Pensionskonto auseinandergesetzt hat. Hier sehen die Menschen schwarz auf weiß, dass die finanzielle Absicherung in der Pension nicht gerade rosig sein und sich eine Versorgungslücke auftun wird. Wir helfen ihnen dabei, diese zu berechnen und den tatsächlichen Bedarf zu eruieren. Um diesen schließlich zu decken, müssen wir den Leuten eine Alternative zum Geld unterm Kopfkissen bieten. Dabei sehen
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wir ganz klar, dass der Ruf nach Sicherheit immer lauter wird. Lebensversicherungen, konservativ veranlagt, sind zwar als Produkt eher unspektakulär, aber das Produkt unserer Wahl, wenn es darum geht, gerade auch in einem schwierigen Finanzmarktumfeld eine sichere private Vorsorge zu bieten. Viele Menschen haben auch die Möglichkeit genutzt und Versicherungszeiten für ihr Pensionskonto nachgekauft. Hier stellt sich für mich die Frage nach der Sinnhaftigkeit, gerade in Niedrigzinszeiten wie diesen. Bevor man diesen Schritt macht, wäre es eventuell sinnvoll zu überlegen, das Geld in alternative Anlageformen zu investieren und davon auch finanziell zu profitieren. Es gibt Vertreter auch von öffentlicher Seite, die das derzeitige staatliche Pensionssystem nach wie vor für sicher halten, weil sie davon ausgehen, dass jeder Beitragszahler quasi für seine eigene Pension einbezahlt. Dieser Gedanke widerspricht völlig dem Umlageverfahren, auf dem unser Pensionssystem fußt, und würde vom Gedankengang her eher zu einer privaten Vorsorge passen. Während die Pensionsvorsorge gut in den Köpfen der Menschen verankert scheint, besteht im Bereich der Pflege noch Aufholbedarf, obwohl das Thema vielfach als DIE Herausforderung der Zukunft gesehen wird. Warum ist das so? Weil das Pflegethema vor allem für junge Leute maximal unsexy und noch unendlich weit weg ist. Damit will man sich nicht be-
fassen, weil es auch einen sehr negativen Beigeschmack hat. Das Problem ist, dass man sich meist erst dann damit auseinanderzusetzen beginnt, wenn ein Pflegefall bereits eingetreten oder man unmittelbar damit konfrontiert ist. Vorzusorgen beginnt man im Idealfall jedoch so früh als möglich, um die Prämien entsprechend niedrig zu halten. In diesem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, dass sich viel zu wenig Menschen mit dem Thema der Berufsunfähigkeit auseinandersetzen. In Österreich werden jedes Jahr rund 25.000 Menschen berufsunfähig, können nicht mehr arbeiten. Was dann? Beinahe scheint es grotesk: Die Leute bringen ihr Auto jährlich zum Service, gehen zur Gesundheitsvorsorge ... Aber ihre finanzielle Situation durchleuchten sie selten bis nie. Man sollte sich bewusst und regelmäßig Zeit dafür nehmen, um seine Finanzen einem Check zu unterziehen, und gegebenenfalls handeln. Das kann man aber nur, wenn man seine aktuelle Situation kennt. Welche Rolle spielt die Beratung in der Versicherungsbranche? In der Versicherungswelt wird es künftig mehr um Beratung gehen (müssen). Nicht bei den „einfachen“ Produkten, die werden vielfach übers Internet abgeschlossen. Für eine intensivere Beratung braucht es jedoch das persönliche Gespräch. Das heißt aber auch, dass man sich mit sich selbst auseinandersetzen muss. Das Sich-Zeit-Nehmen rückt in den Vordergrund: seitens der Berater genauso wie von Seiten der Kunden. Wir von der Allianz haben ein System erstellt, nach dem sich der Kunde eine optimale Vorsorge Stück für Stück aufbauen kann – von unten nach oben, wie bei einer Pyramide. Beim untersten Baustein gilt es, zuerst die existenziellen Bedürfnisse (auch für Hinterbliebene) abzusichern, dann geht es um die Altersvorsorge und um alle Bereiche des Wohnens. Wenn diese Bedürfnisse gestillt sind, können (größere) Anschaffungen ins Auge gefasst werden, was dann noch überbleibt, wird gespart. Um unsere Kunden und deren Bedürfnisse zu verstehen, nehmen wir uns viel Zeit; ich lege Wert auf eine hohe Beratungsqualität. Natürlich verfügen unsere Berater über ein Top-Know-how, was die Produkte und den Finanzmarkt betrifft, aber sie haben auch die entsprechenden SoftSkills, um unsere Kunden individuell zu beraten. Das halte ich für extrem wichtig. Um für unsere Kunden da zu sein, braucht es aber auch eine entsprechende Unternehmensstruktur. Die Allianz ist ein solides Unternehmen mit starker Kapitalbasis, die es uns ermöglicht, befreit zu arbeiten. www.allianz.at
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DIE ANHEBUNG DES PENSIONSALTERS LIEGT SCHON LÄNGER AM POLITISCHEN TISCH. DAS DILEMMA: DIE WACHSENDE ÄLTERE GENERATION VERFÜGT ÜBER EINE ZUNEHMEND HÖHERE WAHLQUOTE UND WIRD DADURCH NOCH BESTIMMENDER. DESHALB SCHEUT SICH DIE POLITIK, REFORMEN GEGEN EINE ZAHLENMÄSSIG STEIGENDE WÄHLERSCHICHT ZU BESCHLIESSEN. DOCH ES GIBT THEMEN, BEI DENEN DARF MAN NICHT IN LEGISLATURPERIODEN DENKEN, SONDERN MUSS ENDLICH MUT BEWEISEN.
Source: Universum Survey & CHE
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aus, dass Ältere durchaus gewillt sind, zu arbeiten: „Arbeit gibt es in unserer Gesellschaft genug, den Willen zu arbeiten und die Erfahrung dazu auch. Viele, sehr viele ältere Bürgerinnen und Bürger würden gern wieder Verantwortung übernehmen. Materiell abgesichert durch die Pension, kommt es manchen nicht nur auf das Geld an. Viele schätzen es, geringfügig beschäftigt zu sein: Fast 400 Euro dazuzuverdienen bedeutet für den Durchschnittspensionisten eine wesentliche Aufbesserung der Pension, viele finanzieren sich dadurch das Auto – für Ältere ein ganz wichtiger Garant für Lebensqualität.“ Als problematisch sehen die beiden die Zuverdienstgrenze, die oft im Graubereich liegt und Pensionisten damit in die Illegalität dränge (erst nach Erreichen des Regelpensionsalters kann uneingeschränkt dazuverdient werden). „63.000 Österreicher arbeiten im Ruhestand derzeit schon weiter, entweder im alten Unternehmen (mit neuem Job oder Vertrag) oder in neuen Jobs. Noch viel mehr, das heißt geschätzte 100.000 pfuschen, weil sie als Frühpensionisten nur geringfügig dazuverdienen dürfen. ‚Schwarz‘ erwirtschaften sie so immerhin rund zwei Milliarden Euro. Viele der 60- bis 65-Jährigen, die weder senil noch gebrechlich sind, würden gerne arbeiten.“ In der jüngeren Generation, vorrangig bei höher ausgebildeten Leuten, sieht auch Garbislander einen Paradigmenwechsel: „Höher ausgebildete Arbeitskräfte, deren Arbeit meist weniger manuell denn intellektuell ist, haben durchaus eine höhere Bereitschaft, länger zu arbeiten. Wir müssen die Leute im Arbeitsprozess halten. Das geht umso leichter, je höher sie ausgebildet sind. Ich habe vollstes Verständnis, dass harte manuelle Arbeit ab einem gewissen Alter nicht mehr zumutbar ist. Auf der anderen Seite weiß man, dass die geistige Produktivität der älteren Mitarbeiter nicht unmittelbar abnimmt. Es spräche vieles dafür, diese erweiterte Lebensphase zu nützen.“ Ergo werden auch die Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten steigen. Der langfristige Trend im Bildungssystem zu höheren Bildungsniveaus entspricht diesem Anspruch.
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Auch Frauen werden künftig vermehrt zum Erfolgsfaktor. Wir werden es uns nicht mehr leisten können, auf deren Potenzial zu verzichten. Die aktuellen Zahlen zu Frauen im Erwerbsleben indes sind mau: In Schweden stehen 90 Prozent der Frauen im mittleren
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ZUKUNFTSMARKT BEST AGER Best Ager sind anspruchsvolle und konsumfreudige Genießer. Das WIFI und die Wirtschaftskammern Österreich haben gemeinsam mit dem (damals noch) Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und dem Zukunftsinstitut die Lebensstile und Konsummuster der Generation 50+ in Kategorien eingeteilt. Die wichtigsten sind die Silverpreneure, Super-Grannys und Greyhopper. • Silverpreneure: Der Lebensstil ist geprägt von einem langen, aktiv gestalteten Berufsleben. Sie sind technikaffin, neugierig und aufgeschlossen. Konsummuster: Produkt: intelligent, erprobt, Qualität plus Service // Preis: Preis-Leistungs-orientiert // Kommunikation: Onlinemedien und Fachmagazine // Distribution: Onlineshops, Versand- und Fachhandel • Super-Grannys: Erfahrene, selbstbewusste Kunden, die den „dritten Lebensabschnitt“ aktiv und selbstbestimmt gestalten wollen. Anspruch nach hoher Qualität ist Ausdruck nach mehr Lebensqualität. Konsummuster: Produkt: hochwertig, beständig, authentisch, Handarbeit, Service // Preis: Premium, Angebote // Kommunikation: Qualitäts-/Kulturjournalismus, persönliche Empfehlungen // Distribution: Fachhandel, Boutiquen, Museumsshops • Greyhopper: Wagen noch einmal den Aufbruch. Ihre Konsumgewohnheiten, Freizeitaktivitäten und Einstellungen ähneln denen junger Erwachsener. Konsummuster: Produkt: hochwertig-funktional, jugendliches Image // Preis: Premium // Kommunikation: Fach- und Onlinemedien, persönliche Empfehlung // Distribution: Fachhandel, lokale Geschäfte, Onlineshops Best Ager in Zahlen: • 39 % der 55- bis 74-Jährigen nutzen das Internet. • 59 % der über 55-jährigen Österreicher sind gerne bereit,für besondere Qualität von Produkten auch mehr zu bezahlen. • 50- bis 70-Jährige unternehmen so viele Urlaubsreisen wie keine andere Altersgruppe. • 45 % der Österreicher meinen, dass man sich heute zwischen 60 und 70 Jahren im neuen „mittleren Alter“ befindet. Quelle: Best Ager – Lebensstile & Konsumtrends, www.unternehmerservice.at/publikationen
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oder – unschön ausgedrückt – im „gebärfähigen“ Alter im Arbeitsprozess, in Tirol sind es magere 74 Prozent und damit auch weit weniger als im Österreichschnitt. Garbislander: „Wir haben auch durch die duale Ausbildung eine sehr hohe Erwerbsquote zu Anfang, zum durchschnittlichen Zeitpunkt der Familiengründung gibt es einen Knick, den es z. B. in Schweden nicht gibt. Selbiges gilt für das Thema ‚länger arbeiten‘. Schweden hat bei den knapp 60-jährigen Frauen noch eine Erwerbsquote von über 80 Prozent, bei uns sind es gerade einmal 46. Dieses Arbeiten im hohen Alter zahlt Schweden allerdings mit einer höheren Arbeitslosigkeit am Beginn. Es ist also ein zweischneidiges Schwert.“ Grundaussage dieses Vergleichs mit Skandinavien: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss dringend verbessert werden. Das wird uns zwar ad hoc nicht mehr Kinder bescheren, doch es geht auch darum, die Frauen im Erwerbsleben zu behalten. Umfragen zeigen, dass die meisten Frauen gerne zwei Kinder hätten (also genau jenen Schnitt, denn wir in unserer Gesellschaft bräuchten). Garbislander: „Lange hat man geglaubt, es reichen monetäre Anreize. Doch das ist es nicht. Das zeigen Länder wie Frankreich oder Skandinavien, die weniger finanzielle Familienbeihilfe ausschütten, aber über eine flächendeckende Infrastruktur verfügen. Hier hat man bei uns einiges verschlafen, auch wenn die urbanen Bereiche wie Wien aktuell einiges bewegen. In Tirol mit all seinen Tälern
„ÄLTERE MENSCHEN KÖNNEN VIELLEICHT NICHT MEHR SO SCHNELL RENNEN WIE DIE JÜNGEREN, DAFÜR KENNEN SIE DIE ABKÜRZUNGEN.“ Aus: Fressen uns die Alten den Kuchen weg?, Residenz Verlag
ist’s da schon schwieriger. Dennoch braucht es entsprechende Einrichtungen, um es Frauen zu ermöglichen, Kind und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Dann wird auch die Geburtenrate wieder steigen, die aktuell bei 1,6 Kindern pro Frau liegt. Und diese Zahl schaut noch düsterer aus, wenn man die Nicht-Österreicher herausnimmt.
WIRTSCHAFTSFAKTOR BEST AGER
Was auch immer man vom demographischen Wandel halten will: Neben Auswirkungen auf Arbeitswelt und Politik sind die „neuen Alten“ auch ein nicht unwesentlicher Wirtschafts- und Konsumfaktor, der systematisch unterschätzt wird. Die Generation 50+, Best Ager oder Silver Generation – wie charmant man sie auch immer nennen möchte – von heute ist mit jener von früher nicht mehr zu vergleichen. Sie sind der Zukunftsmarkt abseits überholter Klischees. Die meisten fühlen sich jünger als sie sind. Und sehen auch so aus. „Die heutigen Best Ager sind bunt, d. h. die reife Individualität“ heißt es im Folder „Best Ager – Lebensstile und Konsummuster“ des WIFI. Sie wollen ihren erreichten Wohlstand und ihre besten Jahre selbstbewusst genießen, lang gehegte Wünsche realisieren. So vielfältig wie die Lebensformen jüngerer Menschen, so unterschiedlich sind die Lebensstile und Konsummuster der Best Ager. Auch darauf wird sich unsere Gesellschaft einstellen müssen.
SPAR-Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher, Mag. Patricia Sepetavc (Assistenz der Geschäftsführung), Mag. Matthias Schwarzmann (Leiter Personal und Ausbildung) und Betriebsrat Franz Hechl
FAMILIENBEWUSST Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, ist eine der größten Herausforderungen im Arbeitsleben. SPAR setzt sich besonders für eine familienbewusste Personalpolitik ein und wurde dafür mit dem staatlichen Gütesiegel „berufundfamilie“ ausgezeichnet.
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n der SPAR-Zentrale in Wörgl sind insgesamt 539 Mitarbeiter beschäftigt, 184 Frauen/355 Männer, 81 in Teilzeit. „Familienfreundlichkeit ist seit jeher ein wichtiges Thema und es gab bereits viele Initiativen, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum Ziel hatten“, so SPAR-Geschäftsführer Dr. Christof Rissbacher. Dieses Engagement wurde nun auch in Form einer Auszeichnung verdeutlicht. Seit November 2013 begleitet das staatliche Gütesiegel „berufundfamilie“ die Unternehmenspolitik. Der Verleihung ging ein mehrmonatiges Audit voraus, in dem die SPAR-Regionalzentrale familienfreundliche Maßnahmen erarbeitete, die in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden. Dadurch soll das Thema Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben noch besser im Unternehmen verankert werden. Rissbacher: „Wir sind sehr stolz darauf, dass die erarbeiteten Maßnahmen den Evaluierungsprozess bestanden haben. Damit sind wir das erste Unternehmen im Bereich Lebensmittelhandel, das in Tirol mit dem Zertifikat ausgezeichnet wurde.“
STARKE ZUKUNFT DURCH STARKE FAMILIEN
Das Audit „berufundfamilie“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Jugend. Ziel ist es, die Familienfreundlichkeit des „Arbeitsraumes“ in Unternehmen systematisch zu prüfen, zu unterstützen und gleichzeitig eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung für eine familienbewusste Personalpolitik zu gewährleisten. Das Audit ist ein nachhaltiger Prozess, der individuell auf die Bedürfnisse der beteiligten Personen eingeht. Die Umsetzung und Abwicklung wird laufend geprüft.
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MOBIL IN JEDEM ALTER Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Ein Spruch, der in Zeiten lebenslangen Lernens zwar etwas abgedroschen klingt, aber dennoch viel Wahres birgt – vor allem in Bezug auf den öffentlichen Verkehr. Wenn schon die Kids an den Umgang mit den Öffis gewöhnt werden, ist die Hürde als Erwachsener umso kleiner. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) setzt deshalb schon bei den Kleinen an ... und entlastet damit auch die Eltern.
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inder werden heute immer früher selbständig, möchten mobil und unabhängig sein. Viele von ihnen kommen bereits während ihrer Schul- oder Lehrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Kontakt – nämlich dann, wenn diese sie zu ihrer Schule oder zum Ausbildungsplatz bringen. Mit einem zusätzlichen Plus ermöglicht der Verkehrsverbund Tirol, auch abseits von Schul- & Lehrzeiten maximal mobil zu sein. Mit dem so genannten SchulPlus- und LehrPlus-Ticket können alle Jugendlichen ein Jahr lang um nur 96 Euro in ganz Tirol unterwegs sein. Und das mit großem Erfolg, denn bislang nutzen über 23.500 junge
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Menschen das Angebot. Um dem Ansturm heuer noch besser gerecht zu werden, werden die nächsten Antragsformulare bereits jetzt ausgegeben mit der Bitte, diese bis Schulende zu retournieren. Damit können die Tickets über die Sommerferien ausgestellt und gleich zu Schulbeginn ausgeliefert werden. Gültig ist das Ticket schließlich von 1. September 2014 bis 31. August 2015, auch an den Wochenenden und in den (Sommer-) Ferien, auf allen Bussen, Bahnen oder Trams in Tirol, inklusive Innsbruck (Kernzone), den Nightlinern Innsbruck (Kernzone) und Großraum Innsbruck, dem Regio Nightliner Ötztal und natürlich auch dem Direktbus Lienz–Innsbruck.
DIE ZUKUNFT VON TAXI MAMA
Mit dem SchulPlus- und LehrPlus-Ticket kann ab sofort auch das Elterntaxi getrost in der Garage bleiben, weil der Nachwuchs ganz unkompliziert und sicher zum Schwimmen, Fußball, Tennis, zum Chillen mit Freunden oder zu Verwandtenbesuchen kommt. Jeder, der selbst Kinder hat, weiß, wie anstrengend es sein kann, den Nachwuchs ständig von A nach B kutschieren zu müssen. Eine richtige organisatorische Herausforderung wird es dann, wenn mehrere Kids zur selben Zeit an verschiedene Orte müssen. Hier entstresst die Mobilitätskarte des VVT ungemein und hilft dabei, sich nicht laufend zwischen Karriere und Kids entschei-
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den zu müssen. Mit dem SchulPlus- und LehrPlus-Ticket geht beides, weil der Nachwuchs eigenständig unterwegs sein kann und sich Eltern damit viele Wege sparen – und Zeit für sich gewinnen. Auf diese Weise wird die nächste Generation auch spielerisch an das Thema öffentlicher Verkehr herangeführt. Zahlreiche Gimmicks wie die Smartphone-App VVT SmartRide machen es ungemein einfach, die Öffis im Griff zu haben. Die Nutzung des öffentlichen Verkehrs wird immer cooler und man lernt gleichzeitig, dass es nicht immer das Auto sein muss, das einen rasch ans gewünschte Ziel bringt. Denn die Kids von heute sind die Fahrgäste von morgen. Und je weniger Autos auf den Straßen, desto besser für die Umwelt ... und die Nerven, weil damit gleichzeitig der Verkehr entlastet wird.
LEARNING BY DOING
Um SchülerInnen der 3. bis 6. Schulstufe den sicheren Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln, das Lesen von Fahr-, Zonen- und Liniennetzplänen, das Errechnen von Fahrpreisen und die Nutzung moderner Infosysteme näher zu bringen, bietet der VVT zusammen mit dem Klimabündnis Tirol den Schulworkshop „ÖffisChOOL“ an. In insgesamt drei Unterrichtseinheiten wird das rich-
tige Verhalten im Mobilitätsalltag trainiert, um auch den Eltern die Angst zu nehmen, den Nachwuchs alleine mit Bus oder Bahn fahren zu lassen. Gearbeitet wird an verschiedenen Stationen in der Gruppe, zum Abschluss wird eine Einheit an einer Haltestelle und im Bus abgehalten, um die Theorie auch gleich in die Praxis umzusetzen. Kosten sind damit übrigens keine verbunden, eine Anmeldung via www.vvt.at/school reicht aus.
VON JUNG BIS ALT
Eine ähnliche Erfolgsstory schreibt das Jahres-Ticket SeniorIn, das im ersten Jahr bereits über 15.000 Mal verkauft wurde. Konkret können damit alle ab 61 Jahren das gesamte VVT-Liniennetz ein Jahr lang (gültig ab Ausstellungsdatum) um günstige 240 Euro nutzen. Für alle ab 75 kostet das Ticket sogar nur die Hälfte, also 120 Euro. Mit dem Allround-Ticket sind SeniorInnen sicher, verlässlich und einfach in ganz Tirol unterwegs und auch das lästige Kleingeldzählen oder das Anstellen vorm Ticketautomaten vor jeder Busoder Bahnfahrt fällt weg. Somit ist der Verkehrsverbund Tirol generationenübergreifend unterwegs: Enkel können mit ihren Großeltern preiswert Tirol entdecken und dabei Zeit miteinander verbringen, ältere Menschen können gemeinsam durch
Tirol touren oder ihre Familie unkompliziert und ohne viel Aufwand besuchen. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos: Von kulturellen Ausflügen und Theaterbesuchen bis zum Kaffee mit Freunden oder zum Wandern in der Umgebung. Ein besonderes Goodie wartet dabei auf alle SeniorInnen, die bis zum 31. Juli 2014 ihr Jahresticket erwerben: Sie bekommen kostenlos den Tyrolia Wander- und Kulturführer „Wege in die Vergangenheit in Tirol“ mit 55 Kulturwanderungen zwischen Arlberg und Großglockner. Start- und Zielpunkt jeder Wanderung ist eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs – damit der Ausflug besonders unkompliziert beginnt und endet. Für alle SeniorInnen, die sich im Umgang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht (mehr) ganz so sicher fühlen, bietet der Workshop „ÖV-Know-how“ Hilfestellungen und praxisnahe Tipps und Hinweise. Der Workshop dauert ca. zwei Stunden und wird gemeinsam mit dem Klimabündnis Tirol durchgeführt. Infos dazu gibt es bei Sonja Gamper unter 0512/583558-18 oder sonja.gamper@klimabuendnis.at. Das Angebot eignet sich auch perfekt für Seniorenvereine! Auch das Programm „Senior on Tour in IBK“ bietet wertvolle Hilfestellungen und führt in Form von Kurztrips mit den Öffis zu interessanten Zielen in Innsbruck. eco.nova
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an kann schon drauf wetten: Sagt WK-Präsident Jürgen Bodenseer „Vorwärts“, folgt umgehend ein „Zurück“ von AK-Präsident Erwin Zangerl. Lässt der eine über die Arbeiterkammerzeitung ausrichten, dass es nach links geht, antwortet ihm der andere umgehend in der Tiroler Wirtschaft, dass es nach rechts gehen müsse. Ganz egal, ob bei der Arbeitszeit, dem Handwerkerbonus oder beim Crowdfunding. Die beiden Kammern stehen sich diametral gegenüber. So scheint es jedenfalls. Hinter vorgehaltener Hand hört man aber auch immer wieder, dass der eine dem anderen durchaus zuweilen in einer Sache Recht gebe. Nur zugeben könne er’s in der Öffentlichkeit nicht, um nicht gegenüber den „eigenen Leuten“ das Gesicht zu verlieren. Was ist also Sache? Wir haben Jürgen Bodenseer und Erwin Zangerl zu einer Positionsbestimmung bei ein paar heißen Eisen gebeten. Und diese Positionen liegen oft weit näher, als es in der Öffentlichkeit den Anschein hat.
THEMA: STANDORTAGENTUR TIROL
ARBEITERKAMMER: Grundsätzlich gibt es keinen Interessenkonflikt zwischen der Ansiedelung neuer Betriebe und dem Schaffen bzw. Erhalten guter Rahmenbedingungen für bestehende Firmen. Was der AK bisher fehlt, ist eine Kosten-Nutzen-Analyse der bisherigen Tätigkeit der Standortagentur. Hier gibt es nur einen Bericht des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2003. Zangerl fordert: „Man kann von der Standortagentur durchaus das verlangen, was sie schon im Namen trägt, nämlich Betriebe am Standort Tirol anzusiedeln. Die neueste Arbeitslosenstatistik zeigt, dass wir dringendst neue Unternehmen brauchen. Dass man die bestehenden Betriebe pflegt, ist ja selbstverständlich. Aber das kann nicht dazu führen, dass keine neuen angesiedelt werden.“ Die AK fordert daher eine Gesamtbilanz über die Arbeitsplätze jener Betriebe, die von der Standortagentur nach Tirol geholt wurden. Sie will auch wissen, ob es sich um Ganzjahresarbeitsplätze, Teilzeitstellen oder sonst irgendwie zeitlich begrenzte Arbeitsverhältnisse gehandelt hat. Und schließlich, ob und wie weit der Ist-Stand und der von der Standortagentur angekündigte Soll-Stand bei den Arbeitsplätzen auseinanderklaffen. Die letzte Forderung der AK schließlich: Sie will einen Platz in der Standortagentur, um die Interessen der Arbeitnehmer bei der Entwicklung des Standortes Tirol zu vertreten.
KAMMER-KAMPF In den letzten Monaten, so scheint’s, ist der Sinn für eine Sozialpartnerschaft zwischen Wirtschafts- und Arbeiterkammer völlig verloren gegangen. Doch wie tief sind die Gräben wirklich? // Text: Uwe Schwinghammer 26
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WIRTSCHAFTSKAMMER: Vom Gedanken her ist die Standortagentur Tirol gut und wichtig. Um Investoren und Unternehmen die Vorzüge und Potenziale Tirols zu präsentieren, wirbt die Standortagentur auf internationalen Konferenzen, Fachmessen und Standortpräsentationsterminen. So wurden im abgelaufenen Jahr 112 Projekte von der Standortagentur betreut, bei 19 Projekten wurden konkrete Investitionen in Tirol getätigt. Damit entstehen 102 neue Arbeitsplätze. Durch Auftritte bei acht internationalen Karrieremessen wurde Tirol auch als interessanter Arbeitsort für – vor allem technische – Fachkräfte beworben. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Betreuung der fünf Tiroler Cluster in den Fachbereichen Erneuerbare Energie, Informationstechnologien, Life Sciences, Mechatronik und Wellness dar. Für die Mitglieder in den Clustern gab es im Jahr 2013 insgesamt 104 Veranstaltungen, die von 2.251 Teilnehmern als Plattform zur Vernetzung, zum Technologietransfer, zur Qualifizierung und Vermarktung genutzt wurden. Letztgenannte Zahlen zeigen allerdings auch eine gewisse Schwäche der Standortagentur: „Sie ist leider vom Ursprung zu weit in andere Themen gerutscht. Ich rate dazu, sich nur um den Kernauftrag der Ansiedelung, Betriebserweiterung und damit der Schaffung neuer Arbeitsplätze zu kümmern. Es würde mich auch als Präsident der WK Tirol freuen, wenn
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hier die mitgestaltende Kraft und Expertise der Wirtschaftskammer in das Steuerungsgremium endlich eingebunden wird“, so Bodenseer.
THEMA: TEILZEITARBEIT
WIRTSCHAFTSKAMMER: Laut einer Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria stieg der Anteil der Vollzeitdienstverhältnisse zwischen 2004 und 2012 von 40,3 auf 40,9 Prozent an; der Teilzeitanteil von 10,7 auf 14,3 Prozent. Der Anteil der nicht Erwerbstätigen sank im selben Zeitraum von 28,7 auf 24,1 Prozent. Es geht daher Teilzeit nicht auf Kosten von Vollzeit. Für Bodenseer beweisen diese Zahlen vielmehr: „Teilzeitarbeit ist gut und wichtig, besonders für Mütter, Frauen, Bauern oder Studenten. Zur Teilzeit gehört auch – wie ein Trachtenpärchen – die Arbeitszeitflexibilisierung, Homeoffice oder Jobsharing; alles neue Arbeitsformen, die erst durch neue Technologien und Innovationen möglich wurden und nicht durch AK und Gewerkschaften abgelehnt werden sollten. Diese Formen sichern und schaffen Arbeit.“ Dank Teilzeit hat sich die Erwerbstätigenquote bei Frauen von 60,7 auf 67,3 Prozent erhöht. Nur durch Teilzeit können Mütter oft Familie und Beruf unter einen Hut bringen und überhaupt am Erwerbsleben teilnehmen. Außerdem sind Teilzeitangebote vom Steuer- und Sozialsystem begünstigt: Oft fallen keine Lohnsteuer und kein Arbeitslosenversicherungsbeitrag an, während volle Arbeitslosenversicherung besteht. Überdies ist der Netto-Stundenlohn von Teilzeitbeschäftigten in vielen Fällen höher als von Vollzeitbeschäftigten.
• Verlängerung der Sperrfrist von sechs auf acht Wochen. • Endgültiger Verlust von Arbeitslose bzw. Notstandshilfe bei wiederholter Jobverweigerung. • Erhöhung der zumutbaren täglichen Wegzeit zum und vom Arbeitsplatz. • Befristung der Notstandshilfe auf zwei Jahre. • Anrechnung geringfügiger Tätigkeiten auf Transferleistungen. • Keine Verlängerung des Arbeitslosengeldes bei Krankenstand.
ARBEITERKAMMER: Bei der Arbeiterkammer sieht man die steigende Teilzeitbeschäftigung indes höchst kritisch. Sie kann zwar für eine Vielzahl von Lebenssituationen die richtige Wahl sein, hat allerdings im Vergleich zur Vollzeitarbeit große individuelle und gesellschaftliche Nachteile: • Wer in Teilzeit arbeitet, hat ein geringeres Einkommen. Und zwar nicht nur, weil er weniger Stunden arbeitet. Auch der Stundenlohn ist fast um ein Viertel geringer als bei Vollzeitstellen im selben Beruf. Dieses geringe Einkommen schlägt sich langfristig auch in einem geringen Pensionsanspruch nieder. Teilzeitbeschäftigte sind daher im Alter eher armutsgefährdet. • Laut Statistik Austria fühlen sich rund 16.000 Teilzeitbeschäftigte unterbeschäftigt. Sie würden gerne mehr arbeiten, finden aber keine passende Beschäftigung. • Teilzeitbeschäftigte sind innerhalb eines Betriebes in vielen Bereichen benachteiligt. Sie haben weniger Chancen auf Weiterbildung, Teilzeit und Führungspositionen sind unvereinbar. • Teilzeitbeschäftigung bedeutet, dass viele unter die Einkommenssteuergrenze fallen. Diese Einnahmequelle des Staates zerbröselt daher. Durch diesen Einnahmenentgang steigt der Druck auf den Staat, Massensteuern (z. B. die Mehrwertsteuer) anzuheben. Diese trifft Geringverdiener aber wieder härter als Besserverdiener. Zangerl sieht hinter all diesen Fakten eine große Gefahr: „Wenn man heute nur mehr in ‚schlampigen Arbeitsverhältnissen‘ oder Teilzeit tätig sein muss, weil es nichts anderes gibt, dann hat man keine Planungssicherheit, keine Perspektiven. Da fragen sich berechtigterweise die jungen Menschen: Was habt ihr vor mit uns?“
THEMA: ARBEITSLOSE(NGELD)
WIRTSCHAFTSKAMMER: Einerseits werden Fachkräfte knapp, andererseits steigt die Zahl der schwer vermittelbaren Personen. Das erfordert seitens des AMS nicht nur auf diese Kunden zugeschnittene Förderinstrumente, sondern vor allem die konsequente Anwendung des international bewährten Prinzips „Arbeit vor Transferleistung“. Die Zumutbarkeitsbestimmungen müssen daher dringend verschärft werden: eco.nova
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Bankenrebell Heini Staudinger als Vorreiter des heimischen Crowdfunding erfahren musste.
„NUR DURCH TEILZEIT KÖNNEN MÜTTER OFT FAMILIE UND BERUF UNTER EINEN HUT BRINGEN UND ÜBERHAUPT AM ERWERBSLEBEN TEILNEHMEN.“ WK-Präsident Jürgen Bodenseer
Bodenseer zu diesen Forderungen der Wirtschaftskammer: „Das ist ein Gebot der Stunde. Unsere soziale Hängematte ist heutzutage schon allzu bequem. Ich gehe sogar so weit, dass Langzeitarbeitslose im Sozialdienst, in der Altenpflege oder im Gesundheitsdienst eingesetzt werden sollten.“ ARBEITERKAMMER: Arbeitslosigkeit trifft zunehmend Personen der Altersgruppe 50+. Allein in Tirol stieg die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe im ersten Quartal 2014 um mehr als 14 Prozent. In der Regel haben diese Personen keine Chance, wieder einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Die Forderung nach einer Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen würde keine Abhilfe schaffen, sondern diese Menschen nur noch schneller in ihrer finanziellen Existenz bedrohen. Denn 2013 lag der durchschnittliche Tagsatz des Arbeitslosengeldes in Tirol bei 28,90 Euro pro Tag. Ein Betrag, mit dem die meisten Betroffenen im besten Fall „gerade so“ durchkommen. Die Sichtweise der Arbeiterkammer hält Zangerl schlicht für zynisch: „Will die Wirtschaftskammer jetzt ernsthaft, dass ein Diplomingenieur mit 55 Jahren zwangsweise in Ischgl als Tellerwäscher arbeiten muss? Der hat sich ja nicht selbst arbeitslos gemacht, sondern das war genau die Wirtschaft, die ihn nicht mehr beschäftigt. In einer solchen Gesellschaft, wie sie hier von der Wirtschaftskammer angesprochen wird, möchte ich persönlich nicht leben.“
THEMA: CROWDFUNDING
ARBEITERKAMMER: Die Arbeiterkammer sieht das Thema streng aus der Sicht des Konsumentenschutzes. Publikationsvorschriften und Haftungen sind ungenügend geregelt. Eine durch die Arbeiterkammer Österreich durchgeführte Studie von Crowdfunding-Plattformen ergab, dass die Risiken sehr unterschiedlich dargestellt werden. Die Forderung, auch noch die Informationspflicht aufzuweichen beziehungsweise ein Stufenmodell bei der Prospektpflicht einzuführen, weicht die Transparenz- und Publizitätsbestimmungen vollends auf, die dem Schutz der Anleger dienen. Wenn überhaupt, so will Zan-
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gerl diesem Modell enge Grenzen setzen: „Wenn ich jemandem in meinem eigenen Dorf Geld für eine Geschäftsidee gebe, dann kenn ich den und es werden vermutlich auch keine so großen Geldmengen fließen. Aber je weiter das Unternehmen räumlich entfernt ist, desto mehr entzieht sich das meiner Kontrolle. Ohne Informationspflicht habe ich keine Chance, abzuchecken, wie es diesem Unternehmen geht. Bei dieser Vorgangsweise gebe ich Geld hin, im bloßen Vertrauen, dass es funktioniert. Aus unserer Sicht ist das eine reine Umgehung der Konsumentenschutzrechte.“ Abgesehen davon gibt es selbst laut einer im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführten Befragung für 86 Prozent der Unternehmen keine „Kreditklemme“. WIRTSCHAFTSKAMMER: Gerade eben hat die Junge Wirtschaft ( JW) einen Leitfaden zum Crowdfunding herausgebracht. Denn speziell für Jungunternehmer und Startups ist es schwierig, über Banken an Kapital zu kommen. Die JW sieht hier daher enormes Potenzial. Bodenseer dämpft diese Begeisterung allerdings etwas: „Es ist eine nette Idee, die als Mikroangebot einen Platz hat, nie aber die ‚normalen‘ Banken ersetzen soll und darf.“ Gleichzeitig fordert er aber, Auswüchse in der Bankenlandschaft (und auch außerhalb) zu reglementieren: „Es braucht endlich scharfe internationale Regeln für Banken und einen Stopp fürs Casino im Cybergeld-Computerbankenland. Back to the Roots ist angesagt.“ Dennoch fordert man bei der JW einen attraktiven Rahmen für Crowdfunding. Demnach soll die Grenze der kostspieligen Prospektpflicht angehoben werden. Die volle Prospektpflicht liegt derzeit bei 250.000 Euro, EU-Regelungen ermöglichen jedoch einen Rahmen von bis zu fünf Millionen Euro, der voll ausgeschöpft werden soll. Darunter soll es je nach Projektvolumen unterschiedliche Informationspflichten geben. Ebenso zentral ist die Änderung des Bankwesengesetzes. Momentan ist es für Unternehmen hochproblematisch, Investitionen für ihr Unternehmen von Privatpersonen via Crowdfunding zu lukrieren. Wie Schuhmacher und
THEMA: HANDWERKERBONUS
WIRTSCHAFTSKAMMER: Ab 1. Juli 2014 kommt der Handwerkerbonus und mit ihm ein wichtiger Beitrag zur Eindämmung der Schwarzarbeit. Für das restliche Jahr 2014 sind zehn Millionen Euro im Fördertopf, für 2015 20 Millionen. Gefördert werden damit Sanierungen und Renovierungen von Wohnraum. Förderbare Kosten sind die Arbeitsleistung des Handwerkers und Fahrkosten, nicht jedoch Materialaufwand. Bei der Einreichung werden 20 Prozent dieser Kosten bis maximal 3.000 Euro akzeptiert. Pro Förderwerber, Wohneinheit und Jahr werden daher maximal 600 Euro ausgeschüttet. Insgesamt wird österreichweit heuer mit Wertschöpfungseffekten von 17 Millionen Euro und im Jahr 2015 von 38 Millionen Euro gerechnet. Und auch auf die Beschäftigung wird der Handwerkerbonus positive Auswirkungen haben: Schätzungen zufolge werden dadurch über 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Nach der eineinhalbjährigen Pilotphase werden die Effekte des Handwerkerbonus evaluiert. Die Wirtschaftskammer geht bei positiven Ergebnissen davon aus, dass der Handwerkerbonus dann dauerhaft etabliert und deutlich ausgeweitet wird. Bodenseer möchte sich den Handwerkerbonus jedenfalls nicht madig machen lassen: „Er ist ein gutes ‚Werkzeug‘, um nachhaltige Qualität und Regionalität zu fördern und Pfusch und Schwarzarbeit zu bekämpfen. Der Handwerkerbonus ist eine Win-win-Situation für Konsumenten und Staat. Der Staat bekommt mehr Geld, Arbeitsplätze in Mittelstandsbetrieben werden gesichert und Konsumenten bekommen hochwertige Qualitätsarbeit ins eigene Heim geliefert.“ ARBEITERKAMMER: Die Arbeiterkammer freut sich, dass ihre alte Forderung endlich aufgegriffen wurde. Der Staat wird durch diesen Bonus ohnedies nicht belastet, da er so Umsatz- und Gewinnsteuern erhält, die ihm bei Schwarzgeldzahlungen durch die Finger gegangen wären. Allerdings fordert sie, dass nicht nur Arbeit oder Fahrtkosten, sondern auch der Materialeinsatz zur Abrechnung des Handwerkerbonus eingereicht werden dürfen. Außerdem ist sie gegen die Limitierung des ausschüttbaren Bonus, denn so kann es sein, dass gegen Jahresende viele Einreicher nichts mehr bekommen. Zangerl: „Die Vorgehensweise von der Solarförderung, wo man innerhalb von fünf Sekunden im Internet ei-
experten.tipp eco.wirtschaft Ewald Zobler, MBA, BA Landesdirektor der Wüstenrot-Gruppe
nen Antrag gestellt haben muss, sonst ist man Zweiter, setzt sich hier fort. Unabhängig davon, dass ich nichts von Schwarzarbeit halte, hält der Handwerkerbonus in derzeitiger Form niemanden davon ab, schwarz zu zahlen, weil er ja nicht weiß, ob überhaupt noch Geld im Topf ist und er etwas kriegt.“ Die AK geht daher einen Schritt weiter und fordert, dass bei offiziellen Handwerkerrechnungen die Umsatzsteuer refundiert wird.
THEMA: FLEXIBLE ARBEITSZEIT
WIRTSCHAFTSKAMMER: Für die Wirtschaftskammer muss die Zukunft der Arbeit flexibel sein. Ohne Flexibilität bei den Arbeitszeiten verlieren heimische Betriebe Aufträge, da sie diese nicht termingerecht fertigstellen können. Ein nicht ausgelasteter Betrieb muss aber wieder Arbeitsplätze abbauen. Zeiten erhöhter Arbeit können selbstverständlich auch durch Freizeitblöcke abgebaut werden. Die Familie wird sich darüber freuen. Konkret geht es um eine Ausdehnung der täglich möglichen Arbeitszeit auf zwölf Stunden bei Beschäftigten mit Gleitzeit, bei Dienstreisen und Montagetätigkeiten. Die wöchentliche Gesamtarbeitszeit bleibt dabei wie bisher. Dass die Arbeitnehmervertreter im Gegenzug eine sechste Urlaubswoche für langjährige Mitarbeiter fordern, würde die Wirtschaft laut einer Berechnung der Industriellenvereinigung mit 780 Millionen Euro jährlich belasten. Bodenseer ist klar gegen diese Forderung: „Die derzeit kritische Lage am Arbeitsmarkt lässt sich nicht mit neuen Bremsen für die Wirtschaft lösen. Ein Großteil der Schreibtischtäter in Politik und Interessenvertretungen hat offenbar den Ernst der Lage noch nicht erkannt.“ ARBEITERKAMMER: Aus Sicht der Arbeiterkammer ist die Einführung flexiblerer Arbeitszeiten eine völlig unnötige Forderung, da es in bestimmten Bereichen die Möglichkeit, zwölf Stunden zu arbeiten, bereits gibt. Generell lehnt die AK dies jedoch ab. Bei besonderen Fällen, wie etwa bei Monteuren, die auswärts arbeiten und
„TEILZEITARBEIT KANN ZWAR FÜR EINE VIELZAHL VON LEBENSSITUATIONEN DIE RICHTIGE WAHL SEIN, HAT ALLERDINGS IM VERGLEICH ZUR VOLLZEITARBEIT GROSSE INDIVIDUELLE UND GESELLSCHAFTLICHE NACHTEILE.“ AK-Präsident Erwin Zangerl
sonst dort übernachten müssten, weil sie mit der Heimreise die erlaubte Arbeitszeit überschreiten würden, besteht die Möglichkeit von Einzelvereinbarungen. Sonst stellt Zangerl aber klar: „Wir werden sicher nicht zwölf Stunden arbeiten. Das ist eine Ankündigung von einigen Politikern, wo nichts dahinter steht, außer dass sie die Bevölkerung völlig verunsichern.“ Entkoppelt von der 12-Stunden-Arbeitszeitflexibilisierung fordert die AK eine sechste Urlaubswoche für alle ab einem bestimmten Alter. Derzeit gibt es das in einigen Bereichen bereits, wenn ein Arbeitnehmer eine bestimmte Zeit durchgehend in derselben Firma gearbeitet hat. Zangerl: „Weil man heute aber sehr oft den Job wechseln muss, erreicht das ja fast niemand mehr. Daher ist es unsere Forderung, das allgemein bei Erreichen eines bestimmten Lebensalters einzuführen. Denn je älter man wird, desto länger sind die benötigten Erholungsphasen.“
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WOHNFINANZIERUNG MIT KÖPFCHEN
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STARTBAHN FREI Nach der fast 30-jährigen Ära von Reinhold Falch am Flughafen Innsbruck tritt Marco Pernetta als Direktor in seine Fußstapfen. //
Text: Marion Witting, Foto: Tom Bause
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irektflug Berlin–Innsbruck mit Zwischenstopp in Stuttgart. Mit Handgepäck jeweils an den Wochenenden nach Innichen in Südtirol, hin und retour. Klingt wie eine fixe Buchung von Destinationen im Leben des 46-jährigen Marco Pernetta. In Wahrheit war es die Liebe, die diese Reiseroute festlegte und bis heute bestimmt. „Durch Zufall“, sagt der gebürtige Berliner mit einem sympathischen Lächeln, hat er während seiner Studienzeit an der Technischen Universität in Berlin 1988, wo er sechs Jahre Raumfahrttechnik mit Schwerpunkt Flugführung für die Pilotenausbildung studierte, seine heutige Frau Ingrid kennen gelernt. Sie begleitete damals
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ihren Vater bei einer Geschäftsreise und studierte in Innsbruck an der Universität Germanistik im Lehramt. Zwei Wochen später führte ihn diese Bekanntschaft mit der Toch-
dent seine Wochenenden in Tirol oder Südtirol, der Liebe wegen. Nach dem Studium, 1991, trat Pernetta eine Stelle im leitenden Management beim Deutschen Flughafenver-
„AN STARKEN TAGEN, MIT BIS ZU 17.500 PASSAGIEREN AM FLUGHAFEN INNSBRUCK, LÄUFT IMMER ETWAS ANDERS, ALS MAN ES GEPLANT HAT.“ Marco Pernetta
ter eines Hotelier-Ehepaars aus Innichen in Südtirol zum ersten Mal nach Innsbruck und sollte der Beginn seines Pendlerlebens sein. Mindestens einmal und mit der Zeit mehrmals im Monat verbrachte der junge Stu-
band in Stuttgart an. Sein Aufgabenbereich im Fachausschuss für Flughafendirektoren lag in der Luftverkehrspolitik und hier vor allem in der Pflege der internationalen Beziehungen zum Flughafenmanagement aus
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Marco Pernetta will die mit Reinhold Falch gemeinsam begonnene Strategie des qualitätsbewussten Regionalflughafens mit betonter Nachhaltigkeit in der Preisentwicklung weiterführen.
dem gesamten deutschsprachigen Raum – Deutschland, Schweiz und Österreich. In Rahmen seiner Verbandstätigkeit machte er sich bei seinen Dienstreisen weltweit mit den Flughäfen vertraut und war durch den Kontakt zum europäischen Topmanagement über die aktuellen Entwicklungen im Fluggeschehen bestens informiert. Auf diesem Weg traf er erstmals auch auf Reinhold Falch, den Direktor des Flughafens Innsbruck, und lernte ihn persönlich kennen. Die private Wochenendstrecke über den Fernpass nach Innsbruck und weiter über den Brenner nach Innichen war von Stuttgart zwar kürzer, aber mit dem Auto – fürs Fliegen fehlte nämlich das Geld – immer noch ein weiter Weg. Als
ein Jahr nach der Hochzeit 1996 Sohn Lucas zur Welt kam, war es Zeit, über eine weitere Verkürzung der Pendlerstrecke ernsthaft nachzudenken, denn Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen wurde zunehmend schwieriger für den jungen Vater. Es lag daher nahe, den Flughafen Innsbruck anzupeilen. Die Anfrage bei Reinhold Falch führte zwar nicht sofort auf die Landebahn in Innsbruck, aber schon eineinhalb Jahre später folgte der Anruf, dass eine passende Stelle zu besetzen wäre. Der Check-in am Alpen-Airport bereits am nächsten Tag führte zum erfolgreichen Vertragsabschluss und zum Start in ein neues Aufgabengebiet als Betriebsleiter. Ab 1999, im selben Jahr, in dem auch Tochter
Laura zur Welt kam, wechselte Marco Pernetta in den operativen Bereich des Managements und hat diesen Schritt bis heute nicht bereut: „Es hat Spaß gemacht, in die Praxis einzutauchen“, wirft Pernetta einen Blick zurück und gibt zu, anfänglich voll damit beschäftigt gewesen zu sein, den Flughafenbetrieb in Innsbruck mit seinen Besonderheiten zu verstehen. 50 Prozent des gesamten Jahresaufkommens von knapp einer Million Passagieren wird in der Hauptsaison von Weihnachten bis Ostern erzielt. Mit den typischen Wetterlagen für Innsbruck, vom Föhn bis zum Schneefall, sowie dem außergewöhnlich schwierigen Einflug für Piloten, die für den Lande- und Startvorgang eine eigene Ausbildung am Simulator absolvieren müssen, hat Innsbruck einige Herausforderungen zu bieten. „Bei uns ist es nicht selbstverständlich, dass bei schlechter Wetterlage, vor allem im Winter, Flugzeuge abheben oder landen oder dass die Passagiere überhaupt erst aus den Tälern anreisen können. Hier heißt es flexibel sein und Lösungen finden.“ Von Anfang an hat Marco Pernetta, wie er sagt, gemerkt, wie viel Motivation in den 150 Mitarbeitern, die im Winter mit den Aushilfskräften auf fast das Doppelte anwachsen, am Flughafen Innsbruck steckt: „Gerade die Besonderheit im Ablauf am relativ kleinen Flughafen Innsbruck mit begrenzter Infrastruktur, aber hohem Passagieraufkommen, macht die Mitarbeiter stolz und erhöht die Freude am Job.“ Umso wichtiger ist es dem neuen Flughafendirektor, nach 15-jähriger Tätigkeit als Betriebsleiter weiterhin nach dem Motto „safety first“ zu agieren und einen unfallfreien Betrieb zu gewährleisten: „Es ist nicht mein vorrangiges Ziel, die Million beim Passagieraufkommen zu knacken. Die Sicherung der Arbeitsplätze mit dem wirtschaftlichen Erfolg und ohne öffentliche Subventionen zu beziehen steht an vorderster Stelle.“ Es habe sich über die Jahre gelohnt, sagt Pernetta, Billigfluglinien nicht um jeden Preis nach Innsbruck zu holen. Damit sei es gelungen, gerade im Winter mit diesen Airlines auf lange Sicht Win-win-Konditionen zu erreichen. „Generell profitiert der Flughafen Innsbruck auch davon, dass Tirol als Winterdestination ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet“, ist Pernetta, selbst begeisterter Schifahrer, überzeugt. Im Sommer steigt er gern aufs Fahrrad, pendelt aber trotzdem nach wie vor lieber mit dem Auto zwischen Innsbruck und Innichen, wo sich am Wochenende nicht nur die Familie, sondern auch Max, ein dreieinhalbjähriger Berner Sennenhund, auf ihn freut. eco.nova
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UNTERNEHMER SEIN HEISST, RISIKO EINZUGEHEN Die Gründung des Unternehmens Idee-Exclusiv mit Sitz in Völs ist eigentlich einem Zufall geschuldet. Und dem Mut, eine gut bezahlte Stelle als Prokurist aufzugeben, um ein Produkt zu verkaufen, das anfangs niemand kannte. // Text: Marina Kremser, Foto: Tom Bause
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anfred Pfurtscheller, Gründer und Alleineigentümer von IdeeExclusiv, ist ein Mann mit klaren Prinzipien, der seinen Weg geht und dabei auch in Kauf nimmt, mit einem Projekt zu scheitern. Was durchaus passiert ist, ihn aber nicht ins Straucheln brachte. Anfang des Jahres hat Sohn Thomas die Geschäftsleitung übernommen und wird aktuell vom Vater in Stellung gebracht. Wir trafen die beiden zum Gespräch. ECO.NOVA: Sie hatten einen guten Job als Prokurist eines Schweizer Konzerns und sind dann auf den Weinschrank gekommen. Wie kam’s dazu? MANFRED PFURTSCHELLER: Ich war auf einem Messebesuch in Hamburg, wo die Firma Butenschön den ersten Weinklimaschrank der Welt vorgestellt hat. Der kostete damals ca. 14.000 DM und bot Platz für 68 Flaschen. Und ich dachte, daraus lässt sich etwas machen. Ich bin nach Hause gefahren, hab meiner Frau davon erzählt ... und mich selbständig gemacht. Ein ziemlich gewagter Schritt ... Durchaus. Vor allem, weil ich als Angestellter richtig gut verdient habe. Viele Bekannte haben mich belächelt und gesagt, ich ticke nicht richtig. Für mich selbst war jedoch klar, dass ich etwas machen möchte, das ich selbst zu 100 Prozent im Griff habe. In einem Konzern kann man in höherer Position zwar vermeintlich Entscheidungen treffen, schlussendlich können Sie aber gar nichts entscheiden; man hat sich einer Konzernstruktur unterzuordnen und danach zu handeln. Das hat mich extrem genervt. Wie haben Sie den Einstieg ins Unternehmertum finanziert? Finanziell ist es mir glücklicherweise sehr gut gegangen. Ich hab’ privat 300.000 Schilling in die Hand genommen und mir als Erstes Drucksorten vom Feinsten geleistet. Ich bin vom ersten Augenblick aufgetreten, als hätte ich ein etabliertes Unternehmen; wer es nicht kennt, ist nicht am Puls der Zeit. In meinem vorigen Job hatte ich intensive Beziehungen zur Topgastronomie, also bin ich nach Wien gefahren und konnte im ersten Jahr bereits 35 solcher Schränke verkaufen. Obwohl niemand einen Weinschrank auch nur ansatzweise kannte. Schlussendlich war das Weinaccessoire-Geschäft aber nicht kostendeckend. Ich musste mir eine Alternative überlegen und kam auf Ladenbaueinrichtungen. Es war jene Zeit, als die Bekleidungsmarke Champi-
on extrem erfolgreich war. Dr. Jürgen Bodenseer kannte ich bereits und ich habe schließlich mit ihm gemeinsam in Deutschland, Österreich und der Schweiz sämtliche Geschäfte eingerichtet – quasi als Zweitjob. Eigentlich habe ich Dr. Bodenseer viel zu verdanken, der mich damals sehr gutes Geld verdienen hat lassen, das ich folglich wieder in meine Firma stecken konnte. Idee-Exclusiv hat zusätzlich die Generalvertretung für Global-Messer für Österreich und Deutschland inne. Warum diese Ergänzung zum Weinzubehör? Ich dachte, Weinzubehör könnte irgendwann nicht mehr modern sein, und habe nach etwas gesucht, das auf Dauer erfolgreich sein kann, bin auf Messer gekommen und hab’ vor fast 30 Jahren die Global-Vertretung übernommen. Auch das war damals neu. Ein gutes Messer hat zu dieser Zeit 150 Schilling gekostet, ich habe 600 verlangt – und wurde wieder belächelt. Wie definieren Sie Erfolg? Erfolg entsteht generell damit, dass man eine Idee zu 100 Prozent konsequent zu Ende führt. Ich denke, selbst die unmöglichsten Ideen können verwirklicht werden, indem jemand daran glaubt und investiert. Wir hatten unser Geschäftsleben lang nie eine Bankfinanzierung. Ein eigenes Kapitalpolster zu haben, hilft natürlich ungemein. Was bedeutet für Sie Selbständigkeit? Ich denke, dass Selbständigkeit damit anfängt, dass man sich als Angestellter bewährt, halbwegs vernünftig Geld verdient und etwas davon auf die Seite legt, um sich anschließend etwas Eigenes aufzubauen. Wenn jemand von vornherein über kein Geld verfügt oder welches hat, aber nichts riskieren will, ist man als Unternehmer nicht richtig. Unternehmer sein heißt, ein gewisses Risiko zu übernehmen. Und: Wenn man selbständig ist, muss man arbeiten. Viel. Letztendlich ist Erfolg aber keine Frage davon, ob man selbständig oder angestellt ist: Jemand, der den Zug zum Tor hat, hat ihn. In jeder Position – ob im Sport, im Beruf oder wo auch immer. Es gibt Leute, die packen etwas an und haben Erfolg. Und es gibt Leute, die packen dieselbe Sache an und scheitern. Weil ihnen der letzte Kick fehlt. Würden Sie sich heute, mit den aktuellen Rahmenbedingungen, wieder selbständig machen? Ja! Weil ich der Meinung bin, dass gute Ideen immer funktionieren – wenn auch heute
mit anderen Methoden. Die aktuell erfolgreichsten Unternehmer weltweit sind fast durchwegs junge Leute, die kaum zehn Jahre selbständig sind. Das Problem ist: Viele glauben, es braucht eine gute Ausbildung, ein Studium. Das mag einiges erleichtern, aber es reicht nicht. Man muss seine Ziele konsequent verfolgen. Für die Ausbildung bezahlt einem niemand etwas, sondern dafür, was man daraus macht. Mit Anfang des Jahres haben Sie die Geschäftsleitung übernommen. War dieser Schritt immer schon klar? THOMAS PFURTSCHELLER: Nein. Ich bin nicht ins Unternehmen hineingeboren. Mir wurde die Freiheit gelassen, auch einen anderen Weg einzuschlagen. Es wäre kein Problem gewesen, in eine komplett andere Berufsrichtung zu gehen. Aber es war auch klar, dass ich im Unternehmen eine tragende Rolle spielen kann, wenn ich das möchte. Ist es für Sie ein Problem, dass Ihr Vater noch so in der Firma verankert und präsent ist? Das Unternehmen ist seit Beginn erfolgreich, ein Zeichen dafür, dass vieles richtig gemacht wurde. Deshalb bin ich auch froh, dass Papa noch da ist, weil er Ratschläge gibt und Hintergrundinfos, die man in jungen Jahren und mit wenig Berufserfahrung schlichtweg noch nicht durchblickt. Das erleichtert mir die Arbeit sehr. Ich denke, wir bilden eine gute Kombination aus Erfahrung und einer neuen, jungen Sichtweise. Das schafft Synergieeffekte, weil von beiden Seiten Input kommt. Gibt es konkrete Zukunftspläne? Veränderungen gibt letztlich die Zeit vor. Wir verlieren Wiederverkäufer, weil sie ihr Geschäft schließen. Das Problem ist, dass es immer weniger Detailgeschäfte gibt und wir versuchen müssen, die weißen Flecken auf der Landkarte übers Internet zu bedienen. Wenn wir zwischen Innsbruck und Bludenz keinen Kunden haben, weil es eben kein einziges Geschäft mehr gibt, können wir nicht zur Tagesordnung übergehen und einfach so weitermachen. Das heißt, wir müssen die Möglichkeiten zum Einkauf schaffen und sind gerade dabei, das Thema Webshop zu intensivieren. Wir möchten damit jedoch nicht in Konkurrenz zum Fachhandel treten, wir müssen ihn ergänzen. Österreich hat diesen Bereich generell völlig verschlafen. // www.idee-exclusiv.com eco.nova
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URLAUB ALS BERUF(UNG) Wer als Zwei-Mann/Frau-Betrieb in der Reisebranche unter dem starken Namen Eurotours an den Start geht, begibt sich unaufhaltsam auf Erfolgskurs. // Text: Marion Witting, Fotos: Eurotours
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it dem Unternehmermut eines jungen Paares gründeten Hans-Dieter Toth und seine Frau Christina 1980 ein kleines Reisebüro, das Tagesausflüge organisierte und Hotels vermittelte. Die Firmenbezeichnung Eurotours war damals ein ambitionierter Name, der dem Unternehmen 34 Jahre später mit insgesamt 2,6 Milliarden Euro Umsatz und rund 340 Mitarbeitern mehr als gerecht wird. „Ich habe von Anfang an versucht, meine Kunden und ihre Bedürfnisse zu verstehen und den größten Nutzen für den Kunden bereit zu stellen“, verrät Hans-Dieter Toth sein Erfolgsgeheimnis und unterstreicht mit einem Lächeln: „Ich wusste damals schon, dass der Name passen wird.“ Die optimistische Einstellung führte zu einem Paradeunternehmen, das jährlich über 1,3 Millionen Urlaubern die schönste Zeit des Jahres unvergesslich macht. Bis es so weit war, galt es einen weiten Weg mit vielen Meilensteinen zurückzulegen. Die Studienzeit, in der er die Fächer Maschinenbau und später Wirtschaft belegte, um dann an der Technischen Universität in Wien das Studium der Mathematik und Informatik mit Auszeichnung abzuschließen, finanzierte sich Hans-Dieter Toth mit diversen Jobs vom Zeitungsausträger und Teppichverkäufer bis zum Campingplatzverwalter. „Mit Geld konnte ich immer schon gut umgehen“, erklärt Toth und wirft einen Blick zurück: „Die Gäste am Campingplatz in Wien Hütteldorf hatten an den Wochenenden keine Möglichkeit, Geld zu wechseln. Daher lieh ich mir von der Bank übers Wochenende eine Million Schilling und eröffnete eine Art Wechselstube am Campingplatz. Nach dem Wochenende brachte ich die Devisen wieder im Plastiksackerl in die Bank. Es blieb der Gewinn aus den Wechselkursen. Was heute undenkbar ist, war damals ein Geschäft, das nur auf Vertrauensbasis funktionierte“, ist dem Geschäftsmann klar. Zu dieser Zeit organisierte Toth für die Campinggäste über das Österreichische Verkehrsbüro (OVB) auch Stadtrundfahrten und Kurztrips in die nähere Umgebung. Mit dem Verdienst konnte er interessante Reisen unter anderem nach Afrika und Hawaii unternehmen. „Durch meine Reisetätigkeit verschaffte ich mir ein erweitertes Weltbild“, sieht Hans-Dieter Toth seine logische Entwicklung hin zur Reisebranche.
SKIVERLEIH IN KITZBÜHEL – WAS SONST?
Während seiner Studienzeit lernte Toth als Reiseleiter Tirol kennen. Nach dem Studium zog es ihn gemeinsam mit seiner Frau,
die in Wien Tourismus studiert hatte, nach Kitzbühel. Er setzte alles auf die Bretter, die in Kitzbühel die Welt bedeuten, und gründete einen Skiverleih. Aus Euroski wurde nach zwei Jahren Eurotours. Das war die Geburtsstunde der heute größten Incoming-Agentur und eines der größten Direkt-Reiseveranstalter Mitteleuropas. Im Incoming-Bereich vermarktet Eurotours die touristischen Angebote Österreichs und seiner Nachbarländer weltweit in Form von organisierten Reisen, von Individualreisen in Ferienregionen, Städtereisen bis zu Gruppenreisen, Incentives und Conventions. Eurotours bringt vor allem Gäste aus Österreich, Deutschland, Italien, Polen, Holland, der Schweiz und Slowenien in interessante Urlaubsdestinationen auf der ganzen Welt.
ALLES AUS EINER HAND
Das Know-how des Reiseveranstalters steckt im Detail: Erfahrung gemischt mit viel Kreativität macht die Reisepackages zu einem individuellen Reiseangebot nach dem „Onestop-shop“-Prinzip. Die Zusammenstellung der Angebote geschieht in der Zentrale in Kitzbühel. Um Belange rund um Städtereisen kümmern sich in der Niederlassung in Wien rund 40 Mitarbeiter. 340 Mitarbeiter, darunter Reiseexperten aus 20 Nationen, sind in-
„WENN ICH VON ETWAS ÜBERZEUGT BIN, GEHE ICH DIESEN WEG.“ Hans-Dieter Toth
tensiv damit befasst, neue Reisepakete zusammenzustellen und bestehende Produkte laufend zu verbessern, um sie den sich ändernden Bedürfnissen der reisefreudigen Gesellschaft anzupassen. „Unsere Mitarbeiter verfügen mitunter über die Fähigkeit, die Wünsche der Kunden von ihren Augen abzulesen“, erklärt Hans-Dieter Toth und unterstreicht damit noch einmal, wie wichtig es sei, eigene Reiseerfahrungen in die Branche mitzubringen, um die emotionalen Strickmuster der Kunden in den Herkunftsländern zu verstehen: „Jeder, der im Tourismus arbeitet, sollte zumindest ein Jahr Erfahrungen im Ausland gesammelt haben“, ist er überzeugt. Nicht umsonst bestätigt eine kürzlich durch-
geführte Umfrage dem Reiseveranstalter höchste Kundenzufriedenheit mit 98 Prozent positiven Antworten und der Bereitschaft, Eurotours weiterzuempfehlen, bei einer Rücklaufquote von 30 Prozent. Diese Zahlen bestätigen sich auch im Beschwerdemanagement: Die übliche Beschwerderate bei Reiseveranstaltern von drei Prozent unterschreitet Eurotours mit 0,54 Prozent im Jahr 2013 deutlich. Eurotours kann auf ein breit gespanntes Partnernetz in 64 Ländern zurückgreifen. Die unterschiedlichen Vertriebskanäle bieten den Kunden Reiseangebote zum bestmöglichen Preis und dazu alles aus einer Hand. Reiseanbieter, wie Alltours etwa, können sich somit auf ihre zentrale Aufgabe, den Vertrieb der Eurotours-Produkte in ihren Ländern, konzentrieren.
DAS WICHTIGSTE SIND INNOVATIONEN
Eurotours ist Trendsetter für innovative Produkte, die heute in der Branche selbstverständlich sind. Die erste touristische Vorteilskarte, Familienpauschalen oder die Umsetzung von All-inclusive-Buchungen in der kleinstrukturierten Ferienhotellerie in den Alpen wurden im Hause Eurotours geboren und zu heute gängigen Verkaufsprodukten weiterentwickelt. Auch der Verkauf von Reisen im Supermarkt ist eine Innovation, die bei Eurotours mit Hofer Reisen heuer ein 10-jähriges Erfolgsjubiläum feiern kann. „Selbst veranstaltete Reisen mit dem Etikett einer starken Marke zu vertreiben, bedarf höchster Professionalität in der Abwicklung und bei der Produktwahl. Wenn hier etwas nicht passt, erleidet die Marke einen Schaden. Das muss einem bei der Zusammenarbeit mit gut etablierten Unternehmen bewusst sein“, erklärt Hans-Dieter Toth den hohen Stellenwert dieser gut funktionierenden Partnerschaft. Diese Reisen zum besten Preis führen in über 90 Länder aller Kontinente und wurden in den zehn Jahren von mehr als 3,5 Millionen Urlaubern in Anspruch genommen. Allein 2013 waren 530.000 Personen mit Hofer Reisen unterwegs, womit der Reiseanbieter zu den größten und einer kürzlich vom Gallup Institut durchgeführten Studie zufolge auch zu der beliebtesten Österreichs zählt. Die treuesten Stammkunden waren in zehn Jahren 128 Mal mit dem Reisevermittler unterwegs. Auch die erst kürzlich vereinbarte exklusive Partnerschaft mit Mercedes Benz Travel im B2B-Bereich ist das Ergebnis aus einer Auswahl von 20 Anbietern beim deutschen Daimler-Konzern. Die Wahl fiel auf Eurotours, eco.nova
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denn Daimler fand die hohe Innovationskraft und große Flexibilität zu ihrer Firmenphilosophie passend. Mit der Premiummarke Mercedes-Benz wurde bei Eurotours ein weiterer Vertriebskanal für Reiseprodukte, die höchsten Ansprüchen genügen, geöffnet. Eurotours organisiert auch Gruppenreisen für Betriebe, Vereine, Pfarreien usw. Für jedes Zielgebiet stehen gut geschulte Kundenmanager mit Betreuung, von der Anfrage bis zur Abreise, zur Verfügung. Seit Herbst 2013 bietet Eurotours erstmals über die neue Buchungsplattform www. justaway.com Reisen an, die vom Kunden direkt gekauft werden können. Im Vordergrund stehen attraktive Produkte mit Erlebnissen, die nicht überall zu bekommen sind. „Es geht um Innovationen, neue Features, um Dinge, die die Menschen überraschen“, macht Toth auch bei diesem Produkt deutlich. Im März 2014 ging justaway in den Niederlanden online, im Herbst wird Polen folgen.
Die Europazentrale von Eurotours International hat die architektonische Form eines Schiffs und liegt in Kitzbühel, nahe dem Schwarzsee mit Blick auf den Wilden Kaiser.
MITARBEITER SIND DAS HÖCHSTE KAPITAL
Die Philosophie im Hause Eurotours ist „den Kunden ins Zentrum unseres Denkens und Handelns zu stellen“ und, wie es Hans-Dieter Toth auf den Punkt bringt, „zu neuen Ufern aufzubrechen und Bestehendes immer wieder zu hinterfragen.“ Eine der besten Voraussetzungen, diese Philosophie zu leben, ist, dass sich die Mitarbeiter beim Arbeiten wohl fühlen. Dafür sind die Rahmenbedingungen im „Schiff“ am Schwarzsee bestens geeignet. Das Stammhaus hat, dieser Philosophie folgend, die architektonische Form eines Schiffsrumpfes. Im großzügig gestalteten Eingangsbereich befinden sich ein hauseigenes Reisebüro und der Empfang. Die Büros in offener Großraumatmosphäre sind im 1. und 2. Stock untergebracht. Schulungs- und Seminarräume im dritten Stock sowie einladende Sitzecken zwischen den Büroeinheiten werden als Inseln des Rückzugs und des Austauschs genutzt. Neben sportlichen Angeboten wie Zumba-, Pilates- oder Yogakursen steht den Mitarbeitern auch ein Betriebskindergarten mit Spielplatz, unterteilt in zwei Gruppen mit vier Betreuerinnen, zur Verfügung. Die hauseigene Kantine wird vom „Kulinarium“ der Diakonie Kitzbühel geführt, in dem auch sechs Menschen mit Behinderung beschäftigt werden. Die Kosten trägt das Unternehmen, und wie eine Mitarbeiterbefragung kürzlich ergab, wird das kulinarische Angebot sehr geschätzt.
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Die Büroflächen im ersten und zweiten Stock des lichtdurchfluteten Firmengebäudes sind großzügig angelegt mit Grünpflanzen, Getränke- und Obstinseln und bequemen Sitzecken.
FAKTEN • • • • •
2,5 Milliarden Euro Umsatz und 15 Millionen Urlauber in 34 Jahren über 1.300 Geschäftskunden in 64 Ländern mehr als 2.500 Hotelpartner und weitere 3.000 Leistungsanbieter 340 Mitarbeiter Niederlassungen in Kitzbühel (Hauptsitz), Wien, Salzburg, Italien, Polen, Slowenien, Deutschland, Tschechien • Auslandsvertretungen in Großbritannien, Kroatien • Portfolio: Studienreisen, Erlebnisreisen, Themenreisen („Special interest tours“), religiöse Reisen & Wallfahrten, Europatouren, Betriebs- und Vereinsausflüge, Saisoneröffnungs- und Abschlussfahrten, klassische Arrangements & Komplettlösungen, Zwischenübernachtungen www.eurotours.at
Sichtlich wohl fühlen sich die Kleinsten im Betriebskindergarten mit Mittagstisch, der auch für Kinder aus der Umgebung offen ist.
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BESTER VS. BILLIGSTER Der Wettbewerb innerhalb der österreichischen Bauwirtschaft wird schärfer. Billigstanbieter mit Billigstarbeitern werden zunehmend zum Problem für den Erhalt regionaler Arbeitsplätze. Während der Grundlohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort gesetzlich geregelt ist, gibt es immer noch beachtliche Unterschiede bei der Höhe der Lohnnebenkosten und damit oftmals Vorteile für ausländische Mitbewerber. // Text: Caterina Molzer-Sauper
betrachten ist. Man hat erkannt, dass spätere Probleme am Bau oftmals schon ganz vorne bei der Vergabe beginnen. Wenn immer nur das Billigste gerade gut genug ist, darf man sich nicht wundern, dass diese Mentalität auf die Dauer nicht zielführend ist. Was kann und soll die aktuelle Initiative dazu bewirken und wie geht sie weiter vor? Es handelt sich hier um ein Gemeinschaftsprojekt dreier Fachgewerkschaften, zwölf Bundesinnungen und weiterer Partner. Mit dieser breiten Basis touren wir jetzt durch alle Bundesländer und präsentieren unser 6-Punkte-Programm. Grundsätzlich geht es darum, dass es in Zukunft zwingend „Bestbieter vor Billigstbieter“ heißen muss. Noch besteht die Wahlmöglichkeit für den öffentlichen Auftraggeber, das soll sich ändern. Qualitäts- und Regionalitätskriterien müssen bei der Vergabe eine Rolle spielen, um zukünftig vernünftig bauen, wirschaften und arbeiten zu können.
„FAIRE VERGABE SICHERT AUCH LANGFRISTIG ARBEITSPLÄTZE.“ DI Anton Rieder
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irekt nach der Pressekonferenz Mitte April zum Thema „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“ durch die Sozialpartner-Initiative von drei Fachgewerkschaften und zwölf Bundesinnungen haben wir den Landesinnungsmeister des Tiroler Baugewerbes, Anton Rieder, zum Gespräch gebeten. ECO.NOVA: Die Problematik zum Thema „faire Vergaben“ beschäftigt Betroffene und Medien seit dem EU-Beitritt verstärkt. Gibt es mittlerweile Fortschritte und Lösungstendenzen? ANTON RIEDER: Verändert hat sich ein gewisses Bewusstsein. In der Zwischenzeit nehmen auch Arbeitnehmervertreter an der Diskussion teil, was natürlich als Vorteil zu
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Wie definiert sich ein sogenannter Bestbieter ihrer Meinung nach? Faktoren wie Erfahrung, Qualifikation, Ökologie, Service-Einsatzzeiten, Betriebsmentalität, Mitarbeiterführung, Eigenpersonal und vieles mehr spielen hier eine entscheidende Rolle. Im Forderungskatalog sind die Parameter ausführlich angeführt und nachzulesen. Fest steht, dass die Billigstbietervergabe klare Nachteile mit sich bringt, die in ihrer Folgewirkung noch größere Probleme verursachen. Das Ergebnis aus zu umfangreichen Ausschreibungen und spekulativen Angebotslegungen, fernab aller baubetriebswirtschaftlicher Kalkulation, sind ständige Diskussionen über Verträge und die Kostenoptimierung mittels Subunternehmen. Billige Arbeitskräfte und günstigste Materialien führen zu enorm hohem Arbeits- sowie Erfolgsdruck, der sämtliche Beteiligte an die eigenen Grenzen bringt, auch an jene der Wirtschaftlichkeit.
DIE INITIATIVE „FAIRE VERGABEN SICHERN ARBEITSPLÄTZE“ IM ÜBERBLICK
Die Sozialpartner-Initiative „Faire Vergaben sichern Arbeitsplätze“ hat einen 6-Punkte-Forderungskatalog erarbeitet, der unter anderem eine Adaptierung des Vergaberechtes sowie eine Novellierung des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes fordert. Durch eine neue EU-Vergaberichtlinie ergeben sich neue Chancen, nach sozialen, umweltbezogenen und nachhaltigen Aspekten auszuschreiben. Alle Möglichkeiten, regionale Arbeitsplätze zu sichern, sollen genutzt werden. Der 6-Punkte-Forderungskatalog sieht Maßnahmen für einen fairen Wettbewerb in Österreich vor: 1. Adaptierung des Vergaberechts – Best- vor Billigstbieterprinzip 2. Maßnahmen gegen die Gründung und Geschäftstätigkeit von Scheinfirmen 3. Novellierung des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes 4. Aufrechterhaltung des Befähigungsnachweises als Ausübungsund Qualifikationskriterium 5. Änderung sonstiger Rahmenbedingungen, wie z. B. Gewerbeordnung, Zweckbindungen der Wohnbauförderung, Sanierungsbonus als Absetzbetrag 6. Rasche Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie in nationales Recht 7. Auch auf europäischer Ebene ergeben sich neue Chancen für faire Vergaben. Das EU-Parlament und der EU-Rat haben am 26. Februar eine neue EU-Vergaberichtlinie beschlossen. Dadurch haben EU-Mitgliedsländer die Möglichkeit, nach sozialen, umweltbezogenen und nachhaltigen Aspekten auszuschreiben. Weitere Informationen unter: www.faire-vergaben.at
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UNTER EINER DACHMARKE Bereits zu Jahresbeginn wurde die Medalp Group GmbH mit Sitz in Innsbruck gegründet, welche die Kliniken in Imst, Mayrhofen und Sölden sowie das 4health-Physiotherapie-Programm im Aqua Dome in Längenfeld und neu die Orthopädie Landeck unter ein Dach zusammenführt. Die bis dato eigenständig agierenden Einheiten werden damit in einer Servicegesellschaft gebündelt, die neben dem permanent hohen Anspruch optimaler Patientenversorgung verbessertes unternehmerisches Handeln ermöglicht und Synergien, Gemeinsamkeiten, Kreativität, Marktauftritt sowie permanente Weiterentwicklung vorantreibt.
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er Patient im Mittelpunkt – dieses Credo war den Gründungsmitgliedern der Medalp-Kliniken von Anfang an ein großes Anliegen und wird mit der Bündelung in der Gruppe nun noch mehr verstärkt und zum gemeinsamen unternehmerischen Ziel erklärt. Die Kliniken wurden mit der Medalp Group auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, um sie aneinander anzugleichen und damit am Markt stärker zu positionieren. Die Servicegesellschaft mit Sitz in Innsbruck als zentralem Knotenpunkt kümmert sich um die Entwicklung der einzelnen Standorte und formt zugleich ein gemeinsames Unternehmen. „Eine ausgeprägte Unternehmenskultur, gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung, transparentes Handeln und die Bereitschaft für Veränderungen zeichnen jeden einzelnen Standort aus und sollen auch unter einem gemeinsamen Management nicht verblassen“, so Mag. Horst Grassegger, Geschäftsführer der Medalp Group. „Diese Grundsätze sollen uns auch für die nächsten zehn Jahre begleiten
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und die Voraussetzung für eine gemeinsame wirtschaftliche Basis bilden – bei gleichbleibender Individualität und Kreativität.“
KRÄFTEBÜNDELUNG
Wir sprachen mit Horst Grassegger über die Gründung der Medalp Group, Patientenversorgung im Allgemeinen und den Konflikt zwischen öffentlichen und privaten Kranken anstalten. ECO.NOVA: Bis vor Kurzem waren alle Medalp-Kliniken eigenständige Institutionen. Warum kam es schließlich zur Gründung der Gruppe? MAG. HORST GRASSEGGER: Grundsätzlich geht es darum, Synergiepotenzial zu heben; sei es in Bezug auf die Mitarbeiter, das Marketing oder bei der Vertragsgestaltung mit Versicherungsunternehmen. Im Herbst 2013 haben wir sämtliche notwendigen betrieblichen Analysen durchgeführt, geschaut, wo wir stehen, wo die Zusammenarbeit bereits gut funktioniert
und wo noch Verbesserungsmöglichkeiten liegen. Schlussendlich ist man in der Gruppe immer stärker als als Einzelkämpfer. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl noch zu verstärken, haben wir die Namen, die Logos und auch die Betriebskonzepte untereinander angeglichen – auch, um am wesentlichen internationalen Markt eine Wiedererkennung herbeizuführen. Unser System soll transparent sein. Wir möchten mit gleichbleibender Qualität in allen Häusern ein verlässlicher und stabiler Partner für unsere in- und ausländischen Patienten, deren Versicherungen sowie Tourismusunternehmungen sein. Warum bekamen die Medalp-Kliniken 2012 den Exportpreis der Wirtschaftskammer Österreichs? Je nach Standort werden in unseren Häusern zwischen 65 Prozent (Imst) und 85 Prozent (Mayrhofen) ausländische Patienten behandelt. Damit wird diese spezielle Dienstleistung in das Ausland quasi mit dem Patienten exportiert und natürlich auch ausländische Kaufkraft
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importiert, was sich ökonomisch gesehen positiv auf unsere Handelsbilanz auswirkt. Das hat vor allem damit zu tun, dass rund 80 Prozent unserer Leistungen von Dezember bis April erbracht werden, womit neben der hohen Auslandsdichte auch noch extreme Leistungsspitzen bewältigt werden müssen. Wir teilen hier das Schicksal mit einem Großteil unserer heimischen Tourismusbetriebe, denen wir uns im Übrigen generell sehr verbunden fühlen. Wir sind darauf angewiesen, mit den Versicherungsgesellschaften sowohl innerhalb der Europäischen Union, aber zunehmend auch in ehemaligen Ostblockstaaten zu kooperieren, um den Patienten möglichst hohe Kostenrefundierung garantieren zu können. Unsere Tarife sind an jene öffentlicher Kliniken angelehnt und wir sind schon im Vorfeld der Behandlung bemüht, eine Kostendeckung bei den Versicherungen zu erwirken. Ein effizientes System sowie jahrelange verlässliche Verbindungen am europäischen Versicherungsmarkt ermöglichen uns so eine hohe Inkassosicherheit. Sehen Sie sich als Wettbewerber der öffentlichen Krankenanstalten Tirols? Nein. Das öffentliche Gesundheitssystem ist sehr gut für die Anforderungen des Marktes aufgestellt, was auch im Bundesländervergleich klar dokumentiert wird. In Tirol ist man aber vor allem im Winter durch den hohen touristischen Zuzug mit einer extremen Mehrfrequenz konfrontiert. Diese hohen Leistungsspitzen werden durch unser Zutun etwas entlastet und können durch unsere Betriebsformen flexibel und effizient wirksam werden, weshalb wir das öffentliche Gesundheitssystem kostenseitig eher entlasten. Zusätzlich ersparen wir zahlreichen Touristen einen vorzeitigen Urlaubsabbruch, weil unser Konzept auf eine „One-Stop-Versorgung im Skigebiet“ ausgerichtet ist. Die Medalp Group ist aus touristisch-ökonomischer Sicht also die Antwort auf die Bedürfnisse des Marktes, wenn man so will. Wir schließen als privater Anbieter eine Lücke, treten nicht in direkte Konkurrenz zu öffentlichen Häusern, sondern sind Ergänzung zum öffentlichen Angebot. Warum entsteht der Eindruck der teuren privaten Gesundheitsversorgung? Dieser Eindruck basiert vermutlich darauf, dass die Tarifwelt in öffentlichen Häusern sehr schwer durchschaubar ist, während unsere Leistungen direkt abgerechnet werden. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass ihre Behandlung in öffentlichen Häusern genauso Geld kostet, nur eben im Rahmen eines Umlageverfahrens von Sozialversicherungen und Gebietskörperschaften getragen wird. Dem gegenüber sind wir auf eine transparente
sofort nach Hause gebracht werden, sondern kann seinen Urlaub in Tirol fortsetzen. Zusätzlich kümmern wir uns neben der Behandlung der Patienten um deren individuelle Situation am Urlaubsort. Deshalb stehen die Touristiker sehr hinter uns.
„DIE MEDALP GROUP HAT SICH MIT DER BÜNDELUNG DER KRÄFTE FÜR DIE HERAUSFORDERUNG DER KOMMENDEN JAHRE GERÜSTET. WIR MÖCHTEN UNSERE PATIENTEN AUCH WEITERHIN OPTIMAL BETREUEN UND UNSERE KERNVERPFLICHTUNGEN NIE AUS DEM AUGE VERLIEREN.“ Mag. Horst Grassegger, Geschäftsführer der Medalp Group
Preis-Leistungs-Qualität angewiesen, die uns naturgemäß auch in die Diskussion der Tarifgestaltung führt. Eine Hauptaufgabe der Medalp Group wird sein, die Beziehungen zu den Versicherungsgesellschaften international zu verbessern und zukunftssicher für die nächsten Jahre zu gestalten. Die Group bündelt ihr Wissen und schließt Verträge als zentrales Organ für alle Standorte mit einem festen Tarifmodell ab und leistet international wichtige Aufklärungsarbeit. Die Häuser der Medalp Group sind in großen touristischen Zentren platziert. Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Tourismus? Wir haben in den unterschiedlichen Regionen partnerschaftliche Tourismuskonzepte etabliert und sehen den Bedarf an privaten Einrichtungen klar gegeben. Unser Ziel ist es, unter den öffentlich widrigen Umständen durch Effizienz und Standortwahl im touristisch geprägten Markt überlebensfähig zu bleiben. Viele Patienten können in unseren Kliniken umfassend versorgt werden und anschließend im Hotel bleiben. Der Großteil der Patienten muss nicht
In diesem Zusammenhang spielt auch der Gesundheitstourismus eine große Rolle: Abseits von der Versorgung von Unfällen möchten Sie auch die Lifestyle- und Sportmedizin vorantreiben. Das ist ein Bereich, in dem wir unsere bestehende Infrastruktur aktiv nutzen können. Unfallpatienten kommen aufgrund ihres ungeplanten Ereignisses, weshalb wir hier von einer bedingten Nachfrage sprechen. Wir nehmen aber zunehmend Programme in unseren Kliniken auf, die Patienten und Gäste im Rahmen eines Gesundheitstourismus aktiv zu uns führen. In enger Kooperation mit der Hotellerie vor Ort wollen wir in den kommenden Jahren Pakete entwickeln, die über ein Wellnesssangebot deutlich hinausgehen. Unser hoher medizinisch-technischer Ausstattungsgrad erlaubt im Rahmen von präventivmedizinischen Angeboten eine umfassende Diagnostik mitten in den Urlaubsregionen. Kosmetische Chirurgie und sogenannte Lifestyle-Gesundheitskonzepte gepaart mit den Dienstleistungen unserer ausgezeichneten Tourismuspartner runden das Programm ab. Hier liegt noch viel Arbeit vor uns, nicht nur in den eigenen Betrieben, sondern auch bei allen Stakeholdern der heimischen Tourismuswirtschaft. Auch wenn es bereits ein grundsätzliches Bekenntnis dazu gibt, sind noch nicht allzu viele Rahmenbedingungen umgesetzt, die unser Land zu einer Gesundheitsdestination werden lassen. Darauf zu hoffen ist zu wenig, wir müssen auch etwas dafür tun, und dazu sind wir bereit. Die Medalp Group GmbH hat ihren Sitz in Innsbruck. Warum? Sie soll als eigenständige Servicegesellschaft wahrgenommen werden, die die Standorte quer über Tirol verbindet. Wir sind mehr oder weniger über ganz Tirol verstreut und haben Innsbruck aufgrund der Symbolkraft als zentralen Servicestandort gewählt, von dem aus wir die Betriebe im gesamten Bundesland servicieren.
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KENNEN SIE MYTHEN ÜBER HADERER ODER DENKMÄLER FÜR ZAUDERER? Eben. Ewig Unentschlossene schreiben nun mal keine Geschichte. Also haben sich „die wilden kaiser“ vor fünf Jahren aufgemacht, mit ihren Kunden das schillernd bunte Reich von Marketing und Werbung zu stürmen, in neue Gefilde vorzudringen und in jedem Fall Geschichten zu schreiben. Storytelling, wie es im Fachjargon heißt. Oder Herzen erobern, wie es Agenturgründer Günther Eder nennt. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: die wilden kaiser
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ir trafen Günther Eder zum Gespräch über Image, Werbung und das Zusammenspiel von Kreativität und Effizienz. ECO.NOVA: Der Name Ihrer Agentur weckt einige Assoziationen welche hatten Sie bei der Gründung im Sinn? GÜNTHER EDER: Nun, man möchte meinen, dass einzig die berühmte Bergkette der Namensgeber war, zumal ja auch unser Agentursitz in Oberndorf bei Kitzbühel vor der Kulisse des Wilden Kaisers liegt. Aber nein, wir haben nach einem eingängigen, wirkungsvollen Namen gesucht, der in erster Linie unsere Philosophie auf den Punkt bringt: jede gestellte Aufgabe strategisch optimal zu lösen, dabei aber mit der Leitidee und einer ungewöhnlichen Kreation originell aufzufallen – also die goldene Mitte zwischen „wild“ und „kaiserlich“ zu finden. Aus unserer Sicht essenzielle Werte für gute Kommunikation.
WER SICH VOLLENDS ZUFRIEDEN GIBT, KOMMT NICHT MEHR WEITER.
Günther Eder, Geschäftsführer und Wilder Kaiser
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Also Imagefeldzüge führen, Kunden erobern und Umsätze erbeuten? Nein, im Gegenteil. Wir sind eine Agentur für strategische Markenführung, Werbung und PR und bieten die gesamte Bandbreite in Sachen Kommunikation. Wir reißen nicht das Schwert in die Luft oder schlagen uns kämpferisch brüllend auf die Brust, um die Menschen dann unserer Botschaft zu unterwerfen. Natürlich soll Werbung am Ende Erfolge bringen. Aber die Zeiten, in denen man nur oft und laut genug zu schreien brauchte, um zu überzeugen, sind vorbei. Heute ist der Weg weitaus feinsinniger und er führt mit viel Balance und Geschick über die Herzen in die Köpfe. Man muss die Menschen berühren, um sie für eine Sache zu gewinnen, anstatt sie zu überrennen.
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Wie würden Sie also einen „Wilden Kaiser“ charakterisieren? Er vereint Gegensätze. Im Grunde geht es darum, dass wir in unserer Agentur und vor allem in der Arbeit für unsere Kunden einerseits mutige, starke, ungezähmte, aber auch mal romantische Lösungen finden. Aber immer leidenschaftlich bei der Sache und voller Begeisterung, um andere anzustecken. Was ist das Wichtigste beim Werben? Werben heißt Aufmerksamkeit erregen – und zwar indem man echt und sich selbst treu bleibt. Love Brands sind immer Love Storys. Und für echte Liebe sind Wahrheit und Authentizität unerlässlich. What you see is what you get. Lügen kommen im heutigen Informationszeitalter schnell ans Tageslicht. Und ein Imageschaden ist nur schwer wieder auszubügeln bzw. bleibt immer ein schaler Beigeschmack. Wie macht man also Werbung schmackhaft? Die wichtigsten Zutaten sind Gehirnschmalz und viel Gefühl. Heutzutage geht es hauptsächlich darum, dem Konsumenten einen emotionalen Mehrwert zu bieten. Ein Markenimage zu kreieren, das ihn begeistert und mit dem er sich identifizieren kann. Die meisten Produkte und Dienstleistungen verfügen über nahezu identische USPs, da wird die Entscheidung meist auf emotionaler Ebene getroffen. Und wie äußert sich dieser Anspruch für Ihre Kunden? Mein Team und ich sehen uns nie wirklich am Ziel. Wer sich vollends zufrieden gibt, kommt nicht mehr weiter. Unser Anspruch ist stets, jede gestellte Aufgabe strategisch passend zu lösen, dabei aber mit der Leitidee und einer ungewöhnlichen Kreation positiv aufzufallen. Gibt es bei den Wilden Kaisern Branchenschwerpunkte? Nein. Unsere Kunden kommen aus den verschiedensten Bereichen. Ein Großteil der Aufträge bezieht sich auf klassische Werbung – von Logo und CI über eingängige Radiospots bis hin zu Onlineaktivitäten, oder kurz gesagt: der medienübergreifenden Kampagne. Zudem unterstützen wir vermehrt in der strategischen Beratung, wobei es nicht nur um Werbestrategien geht, sondern auch verstärkt um Markenführung und Markteintrittsstrategien. Unser geografisches Ausbreitungsgebiet ist dabei nicht auf Tirol beschränkt, wir sind großflächiger unterwegs.
Hat sich Werbung verändert? Werbung ist seit einigen Jahren stark im Wandel. Ich bin seit 1991 in der Branche tätig, in Tirol, in München, habe an verschiedenen großen Etats gearbeitet und stelle viele Veränderungen fest. Werbung ist ein Dialog geworden, der schon aufgrund der technischen Möglichkeiten sehr vielfältig und komplex funktioniert. Das fängt damit an, dass wir unseren Kunden heute nicht nur dabei helfen, in eine echte Beziehung mit ihren Konsumenten zu treten, sondern auch in Bezug auf die Medien für diesen Dialog die richtige Auswahl zu treffen. Die Herausforderung heute ist, viel vernetzter zu denken. Die Transparenz im digitalen Zeitalter ist enorm, daher müssen wir aus der Marke und dem Produkt heraus eine rundum authentische Geschichte erzählen. Was ist Ihre Aufgabe in der Agentur? Ich kümmere mich hauptsächlich um die Konzeption und die wirtschaftliche Seite. Um Qualität nicht nur zu halten, sondern ständig auszubauen, ist es notwendig, immer wieder die Grenzen auszuloten und neu zu definieren. Dabei trauen wir uns oftmals neue Pfade zu beschreiten. Wer das nicht wagt, wird es schwer haben, etwas wirklich Neues und Ungesehenes zu schaffen. Gibt es in der Welt der Werbung noch Neuerungen oder war alles schon mal da? Es gibt jeden Tag etwas Neues in der Werbung. Allein im digitalen Bereich flattert uns fast täglich ein neuer Trend um die Ohren, den wir einfangen und im Sinne unserer Kunden prüfen. Die Vernetzung finde ich extrem spannend. Allein was Onlinewerbung an Chancen bietet, ist auch für mich immer wieder erstaunlich. Hier
sind wir für unsere Kunden Sparringpartner und Thinktank zugleich, wobei wir ständig schauen, welche Neuheiten für welchen Kunden Sinn machen und effizient sind. Passen Kreativität und Effizienz überhaupt zusammen? Tja, auch hier gilt es, beides in perfekten Einklang zu bringen. Ich bin der kreative Kopf, aber auch der Zahlenmensch in der Agentur, doch letztlich stelle ich nur Arbeiten vor, hinter denen wir zu 100 Prozent stehen. Wie sehen Sie die zukünftige Entwicklung der Branche? Das Thema Wirtschaftlichkeit ist allgegenwärtig. Aber genau dafür sind wir ja da und als gute Dienstleister stellen wir uns dem natürlich gern. Die Basis für erfolgreiche Zusammenarbeit ist immer das Vertrauen. Das gilt heute und wird auch in Zukunft gelten, in Richtung unserer Kunden ebenso wie in Richtung Markt. Wenn uns der Kunde nicht glaubt, dass wir das Beste für ihn erreichen wollen, wird Erfolg von vornherein schwierig. Die Werbebranche ist und bleibt eine Branche der Menschen, in der Emotion, Vertrauen, Begeisterung, aber eben auch Freiheit und manchmal Wildheit die zentrale Rolle spielen.
DIE WILDEN KAISER
Strategische Markenführung, Werbung, PR Pass-Thurn-Straße 23 / ArcheNEO 1b 6372 Oberndorf/Kitzbühel Tel.: 05356/73412 www.diewildenkaiser.com
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PERSONENVERSICHERUNGEN ALS STEUERABSETZPOSTEN? Beiträge zu Personenversicherungen können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich angesetzt werden. Dabei gibt es mehrere Spielarten. Während manche Beiträge zur Gänze steuermindernd wirken, dürfen andere nur zu einem Bruchteil als so genannte Sonderausgaben und wieder andere gar nicht geltend gemacht werden. // Text: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Raimund Eller und STB Mag. Eva Messenlechner, Foto: Foto Hofer
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m Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick welche Personenversicherungen steuerlich in welchem Umfang untergebracht werden können.
1. PFLICHTVERSICHERUNGEN
Trifft einen Steuerpflichtigen eine Beitragsleistung aufgrund einer zwingenden Vorschrift (z. B. gesetzliche Pensions-, Kranken-und Unfallversicherung), so können diese Beiträge zur Gänze steuermindernd in Ansatz gebracht werden.
2. FREIWILLIGE BEITRÄGE ZUR GESETZLICHEN PENSIONSVERSICHERUNG (PV)
Personen, die nicht zur Leistung von Beiträgen zur gesetzlichen Pensionsversicherung verpflichtet sind, können unter bestimmten
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Voraussetzungen in Form von freiwilligen Leistungen zur gesetzlichen Pensionsversicherung für ihre Pension steuerwirksam vorsorgen. Dies gilt auch für den Nachkauf von Versicherungszeiten.
TIPP:
Es können auch Beiträge für den Nachkauf von Versicherungszeiten des Ehegatten ohne Betragsbegrenzung abgesetzt werden. Der Nachkauf sollte daher von jenem Ehegatten erfolgen, der die höhere Steuerprogression zu tragen hat.
3. FREIWILLIGE HÖHERVERSICHERUNG IN DER GESETZLICHEN SOZIALVERSICHERUNG
Eine Möglichkeit zur Steigerung der gesetzlichen Pension ist die freiwillige Höherversicherung. Bis zu € 9.060,– pro Jahr kön-
nen derzeit zusätzlich zu den verpflichtenden PV-Beiträgen bezahlt werden. Ein simpler Erlagschein zum Jahresende genügt. Diese Zusatzzahlungen erhöhen die gesetzliche Pension und sind unverfallbar. Von den tatsächlich geleisteten Zahlungen können steuerlich maximal € 2.920,– p. a. als Sonderausgaben herangezogen werden. Für Alleinverdiener können weitere € 2.920,– p. a. sowie ab 3 Kindern weitere € 1.460,– p. a. berücksichtigt werden. Aufgrund der Deckelung der tatsächlichen Zahlungen werden diese Ausgaben als Topfsonderausgaben bezeichnet. Topfsonderausgaben wirken sich zudem nur mit einem Viertel der gedeckelten bzw. der niedrigeren tatsächlich bezahlten Beiträge auf die Steuerbemessungsgrundlage aus. Zudem kommt bei einem Jahreseinkommen zwischen € 36.400,– und € 60.000,– eine
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Einschleifregelung gleichmäßig auf null zur Anwendung, sodass ab einem Jahreseinkommen von € 60.000,– die Topfsonderausgaben steuerlich unwirksam werden.
ponente berührt, sodass die geleisteten Prämien voll absetzbar sind. In einem derartigen Fall stellen jedoch geleistete Versicherungsvergütungen Betriebseinnahmen dar.
4. PRIVATE RENTENVERSICHERUNGEN
Da im Ernstfall bei Spitzenverdienern von einer betrieblichen Risikoversicherung für die Kreditabdeckungen nach Steuern deutlich weniger als die Versicherungsleistung zur Verfügung steht, empfiehlt es sich, seine Lieben vor der Belastung betrieblicher Kredite nicht mit einer Kreditrestschuldversicherung zu schützen. Dieser Schutz wäre nur ein halber Schutz bzw. müsste eine Versicherung in nahezu doppelter Höhe, d. h. zu den doppelten Kosten abgeschlossen werden, um wirklich eine volle Deckung zu bieten. Alternativ könnte zur Absicherung der Familie einfach eine allgemeine private Ablebensversicherung in ausreichender Höhe abgeschlossen werden. Alle anderen, nicht in Punkt 6. und 7. angesprochenen Er- und Ablebensversicherungen, die vor dem 1.6.1996 abgeschlossen wurden, sind bestenfalls beschränkt als Topfsonderausgaben (vgl. Punkt 3. und 4.) absetzbar. Prämien in Zusammenhang mit nach diesem Datum unterzeichneten Verträgen führen nicht mehr zu Sonderausgaben.
Wie die freiwillige Höherversicherung (vgl. Punkt 3.) sind auch diese Beiträge nur im Rahmen der oben erläuterten Topfsonderausgaben steuerlich wirksam. In diese Rubrik fallen auch Beiträge zu freiwilligen Witwen-, Waisen-, Versorgungs- und Sterbekassen sowie zu Pensionskassen. Dies gilt auch dann, wenn für den Abschluss der freiwilligen Versicherung eine berufliche oder betriebliche Mitveranlassung gegeben ist. Wurde eine staatliche Pensionsvorsorgeprämie in Anspruch genommen oder handelt es sich um eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge, so ist gar kein steuerlicher Ansatz möglich.
5. PRIVATE KRANKENZUSATZ- UND UNFALLVERSICHERUNG
Hier kommt, so wie bei den beiden vorangegangenen Punkten, nur ein beschränkter Ansatz im Rahmen der gedeckelten Topfsonderausgaben (siehe oben) in Frage.
6. ER- UND ABLEBENS- VERSICHERUNGEN
Solche Prämien stellen ausnahmsweise dann zur Gänze steuerlich abzugsfähige Betriebsausgaben dar, wenn die entsprechende Versicherung ausschließlich als Tilgungsträger für einen Betriebskredit abgeschlossen wurde und mit der Kreditlaufzeit abgestimmt ist. In einem solchen Fall kann der auf die Zinsen entfallende Teil sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Der Prämienanteil ist zu aktivieren. Achtung! Wenn die Versicherungsleistung höher als die Summe der aktivierten Prämien ist, unterliegt der Unterschiedsbetrag der Ertragsbesteuerung.
TIPP:
Aus diesem Grunde sollte die Versicherung sogar bewusst nicht absetzbar und somit nicht steuerpflichtig gestaltet sein! Bitte involvieren Sie unbedingt Ihren Steuerberater in diese Überlegungen.
7. RISIKOLEBENSVERSICHERUNG
Damit sind Kreditrestschuldversicherungen gemeint, welche zur Tilgung eines Kredites im Todesfall oder für den Fall der Erwerbsunfähigkeit des Kreditnehmers abgeschlossen werden. Handelt es sich bei einem so besicherten Kredit um einen betrieblichen Kredit, so ist damit vorrangig die betriebliche Kom-
TIPP:
8. TEILHABERVERSICHERUNG
Koproduktion der EMF TEAM TIROL STEUERBERATER GMBH und den ÄRZTESPEZIALISTEN vom TEAM JÜNGER: STB Dr. Verena Maria Erian, STB Mag. Eva Messenlechner, STB Raimund Eller, v. l.
Prämien für die Versicherung bestimmter Gliedmaßen oder Körperteile, die für die Berufsausübung von besonderer Bedeutung sind (z. B. die Hände eines Chirurgen oder Pianisten, das Augenlicht eines Zahnarztes) gelten als betrieblich bzw. beruflich veranlasst und sind daher voll steuerwirksam in Ansatz zu bringen.
Prämien, die von einer Personengesellschaft zu deren Gunsten für den Fall des Ablebens eines Mitgesellschafters bezahlt werden, sind steuerlich nicht abzugsfähig.
11. RESÜMEE
9. BETRIEBSUNTER- BRECHUNGSVERSICHERUNG
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Prämien zu einer Versicherung, welche den „Verdienstentgang“ ersetzt, der durch eine gänzliche oder teilweise Unterbrechung des Betriebes infolge eines Schadenereignisses eintritt, sind als Betriebsausgaben absetzbar. In diesem Sinne versicherbare Schadensereignisse sind z. B. Krankheit, Brand etc. Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit ist, dass im Schadensfall maximal der tatsächlich entgangene Betriebsgewinn ersetzt wird.
10. BERUFSUNFÄHIGKEITS- VERSICHERUNG
Voraussetzung für die steuerliche Abzugsfähigkeit ist, dass ausschließlich ein typisches Berufsrisiko versichert wird. Bezieht sich der Versicherungsgegenstand auch auf eine Berufsunfähigkeit infolge jeglicher Ursache so geht der Gesetzgeber davon aus, dass die allgemeine Vorsorge für die Zukunft im Vordergrund steht und damit keine betriebliche Veranlassung besteht. Solcherart allgemeine Berufsunfähigkeitsversicherungen sind dem Steuerabzug nicht zugänglich.
Vereinfachend gibt es 3 Arten von Personenversicherungen, die einem vollen Steuerabzug zugänglich sind. Es sind dies
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gesetzliche Pflichtversicherungen (Pensions-, Kranken- und Unfallversicherung), gesetzlichen Pflichtversicherungen nachgebildete Versicherungen (Weiterversicherung zur gesetzlichen Pensionsversicherung, Nachkauf von Versicherungszeiten, Pflichtbeiträge zu Vorsorgeeinrichtungen der Kammern) und ausschließlich betrieblich veranlasste Versicherungsbeiträge (z. B. Prämien zu Betriebsunterbrechungsversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen im Falle typischer Berufsrisiken).
Steuerpflichtige mit einem jährlichen Einkommen von unter € 60.000,– können zudem einen begrenzten Anteil der Prämien für private Renten-, Kranken- und Unfallversicherungen von der Steuer absetzen, insoweit nicht eine staatliche Pensionsvorsorgeprämie in Anspruch genommen wurde oder es sich um eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge handelt. eco.nova
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DIE FINANZ STEHT VOR DER TÜR Wenn die Finanz eine Betriebsprüfung ankündigt, wird fast jeder Unternehmer etwas nervös. Einerseits weil man sich fragt, ob irgendwelche Fehler passiert sind, andererseits weil man nicht weiß, was im Zuge der Betriebsprüfung auf einen zukommt. Es gibt jedoch keinen Grund zur Besorgnis oder gar Angst, wenn Sie die Betriebsprüfung sorgfältig sowie gezielt vorbereiten und mit professioneller Begleitung durchführen.// Text: Mag. Andreas Kapferer, MMag. Isabell Krug
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us Sicht der Finanzverwaltung besteht die Betriebsprüfung aus drei Phasen:
1. PRÜFUNGSAUSWAHL UND -VORBEREITUNG
Die Auswahl des zu prüfenden Unternehmens kann anhand einer gezielten Auswahl oder durch mathematische Zufallsauswahl erfolgen. Steht ein Prüfungsfall auf der sogenannten Prüfungsliste der Finanzverwaltung, so beschafft sich der Betriebsprüfer vorab den Steuerakt sowie die notwendigen externen
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Informationen, wie beispielsweise Firmenbuchauszug, Grundbuchauszug, Melderegister, KFZ-Abfrage, u. v. m., um sich entsprechend vorzubereiten. Mindestens eine Woche vor Prüfungsbeginn kündigt der zuständige Prüfer die Betriebsprüfung in der Regel an. Im Zuge der Ankündigung teilen die meisten Prüfer bereits mit, welche Unterlagen zu Prüfungsbeginn benötigt werden. Der Betriebsprüfer erstellt im Rahmen der Prüfungsvorbereitung den Prüfungsauftrag, der die zu überprüfenden Steuerarten,
den Prüfungszeitraum, Datum und Uhrzeit des Prüfungsbeginns enthält. Eine Erweiterung der Steuerarten sowie des Prüfungszeitraums während der Prüfung ist möglich.
2. PRÜFUNGSDURCHFÜHRUNG
Zu Beginn wird der Prüfungsauftrag vom Steuerpflichtigen und Prüfer unterschrieben. Plant der Steuerpflichtige eine strafbefreiende Selbstanzeige, so ist diese vor Unterfertigung des Prüfungsauftrages zu erstatten. Die vom Prüfer angeforderten Unterlagen sollten zu Prüfungsbeginn bereits vorlie-
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gen. Eine Betriebsbesichtigung wird von der Finanzverwaltung mehr und mehr gefordert, um ein Gesamtbild über das Unternehmen zu erhalten. Von Seiten der Finanzverwaltung wird auch forciert, in den Räumlichkeiten des Unternehmens zu prüfen. Am Ende der Prüfung findet die Schlussbesprechung statt. Die strittigen Punkte werden dem Steuerpflichtigen in der Regel vor der Schlussbesprechung mitgeteilt, von beiden Seiten für die Schlussbesprechung aufbereitet und anschließend diskutiert. Über die Schlussbesprechung wird eine Niederschrift verfasst, welche auch die Feststellungen und die steuerlichen Auswirkungen beinhaltet. Wenn Sie die Betriebsprüfung selber betreuen, ist es ratsam, Ihren Steuerberater frühzeitig bei Diskussions- oder Streitpunkten hinzuzuziehen.
3. PRÜFUNGSBESCHEIDE
Werden im Zuge der Betriebsprüfung Feststellungen getroffen, so werden von der Finanzverwaltung neue Bescheide erlassen. Zur Bekämpfung dieser Bescheide ist das ordentliche Rechtsmittel – die Beschwerde – innerhalb der offenen Frist von einem Monat zulässig. Nachdem Sie nun einen Überblick über den Ablauf einer Betriebsprüfung aus Sicht der Finanzverwaltung erhalten haben, folgen nun ein paar Tipps und Tricks, wie Sie sich auf eine Betriebsprüfung vorbereiten können:
1. VEREINBARUNG DES PRÜFUNGSBEGINNS
Der Beginn der Betriebsprüfung wird in der Regel gemeinsam zwischen Unternehmer und Betriebsprüfer festgelegt. Falls Ihnen bestimmte Termine nicht möglich sind, sprechen Sie dies offen an. Zum Beispiel: Der Prüfer will den Prüfungsbeginn auf Anfang August 2014 legen und Sie wissen bereits jetzt, dass Sie zu diesem Zeitpunkt im Ausland auf Geschäftsreise sind, dann sagen Sie ihm das und es stellt sicherlich kein Problem dar, einen Ersatztermin zu finden.
2. DIE RICHTIGE PLATZWAHL
Überlegen Sie sich vor Prüfungsstart, wo der Betriebsprüfer während der Prüfung sitzen soll. Steht im Betrieb keine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung, so ist eine Prüfung beim Steuerberater oder gar im Finanzamt möglich. Erfahrungsgemäß wird von Unternehmen eine Prüfung beim Steuerberater präferiert, da die Unterlagen vor Ort sind und der Geschäftsablauf nicht beeinflusst wird. Eine Prüfung im Finanzamt wird jedoch nur im Ausnahmefall akzeptiert. Wenn die Prüfung im Unternehmen statt-
findet, kann dies unter Umständen den normalen Geschäftsablauf stören und müssen für die Beantwortung von Fragen des Betriebsprüfers sowie die Aufbereitung von Unterlagen Zeitreserven eingeplant werden. Achten Sie auf ein gutes Prüfungsklima und glauben Sie nicht, dass Sie den „ungebetenen Gast“ tatsächlich früher loswerden, indem Sie ihm ein kleines dunkles Kämmerlein im Keller zur Verfügung stellen.
3. PRÜFUNGSVORBEREITUNG
Fragen Sie den Betriebsprüfer bereits bei der Festsetzung des Prüfungsbeginns, welche Unterlagen benötigt werden. Schauen Sie sich diese Unterlagen vorab hinsichtlich Vollständigkeit und Ordnungsmäßigkeit durch. Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang auch, ob sämtliche Abgaben zeitgerecht gemeldet und entrichtet wurden. Ziehen Sie für diese Tätigkeit bereits einen Steuerexperten hinzu, damit heikle oder problematische Sachverhalte vorab erkannt, verstanden und begründet werden können. Es ist einfacher, diverse Fragen vorab zu klären und aufzubereiten als im Zuge der Prüfung. Es gilt stets zu bedenken, dass die Unterlagen den ersten Eindruck darstellen, den der Prüfer vom Unternehmen erhält. Legen Sie daher Ihre Buchhaltungsunterlagen und Belege laufend und nach standardisierten Regeln ab, um einen guten ersten Eindruck zu vermitteln. Bei einer Betriebsprüfung ist es nicht notwendig, dass der Unternehmer persönlich durchgehend zur Verfügung steht. Es ist möglich, dem Prüfer Auskunftspersonen innerhalb oder außerhalb des Betriebes bekannt zu geben. Es ist jedoch unerlässlich, diese Personen über die Betriebsprüfung und ihren Auskunftsbereich zu informieren. Sprechen Sie die heiklen Punkte bereits vor Prüfungsbeginn mit Ihrem Steuerberater durch und überlegen Sie auch die Möglichkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige. Von einer Übermittlung der Buchhaltungsunterlagen an den Betriebsprüfer vor offiziellem Prüfungsbeginn ist abzuraten, da im Falle einer Offenlegung grundsätzlich die strafbefreiende Wirkung verloren geht.
4. PRÜFUNGSDURCHFÜHRUNG
Wurde im Zuge der Vorbereitung festgestellt, dass eine Selbstanzeige eingereicht werden soll, so ist diese vor Unterfertigung des Prüfungsauftrages zu erstatten. Die Selbstanzeige kann schriftlich oder mündlich erfolgen. Verhalten Sie sich gegenüber dem Betriebsprüfer kooperativ, freundlich und sachlich. Schaffen Sie für den Prüfer angemessene Arbeitsbedingungen. Wirken Sie aktiv bei der
Links: Mag. Andreas Kapferer LL.M., Partner bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner Rechts: MMag. Isabell Krug, Steuerberaterin bei Deloitte bzw. Kapferer Frei Grüner
Prüfung mit und stellen Sie die entsprechenden Unterlagen bereit. Die gegenseitige Achtung verbessert das Klima und legt die Basis für eine konstruktive Abwicklung der Betriebsprüfung.
5. PRÜFUNGSABSCHLUSS
Fordern Sie die bisherigen Feststellungen an und bereiten Sie die Argumentationslinie gemeinsam mit Ihrem Steuerexperten auf die Schlussbesprechung vor und führen Sie die Schlussbesprechung mit ihm gemeinsam. Seien Sie nicht verwundert, wenn auch von Seiten der Finanzverwaltung mehrere Personen an der Schlussbesprechung teilnehmen. Je nach Größe des Unternehmens und strittigen Punkten wird der Prüfer von seinem Teamleiter oder entsprechenden Fachexperten aus dem Fachbereich unterstützt. Beliebte Prüfungsschwerpunkte: - Rohaufschlagabweichungen - Betriebsvergleiche - Kraftfahrzeuge - Verprobung von Stundensätzen - Instandhaltung/Aktivierung - Ausschüttungen/Einlagen - Mengenrechnungen - Anlagenabschreibung - Reisekosten - Spenden/Repräsentation - Auslandsbeziehungen - Verrechnungspreise - Verhältnis Gesellschaft zu Gesellschaftern - formelle Ordnungsmäßigkeit - u. v. m. Kontakt & Info unter www.deloitte-tirol.at eco.nova
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TOTGEGLAUBTE LEBEN LÄNGER Geldzahlungen mit Zahlschein gelten vielfach als antiquiert. Nicht zuletzt aufgrund der Fehleranfälligkeit, z. B. durch falsches händisches Ausfüllen oder unrichtiges Abtippen beim Online-Banking, haben Unternehmen jahrelang versucht, dieses Zahlungsmittel zurückzudrängen. // Text: Ivo Rungg/Johannes Barbist, Binder Grösswang Rechtsanwälte, Innsbruck
Ivo Rungg
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eben dem Entfall allfälliger Nachbearbeitungen liegen (aus Unternehmersicht) im Massengeschäft die Vorteile eines Bankeinzugs oder einer Lastschrift auf der Hand. Als Anreiz, auf diese Zahlungsweisen umzustellen, verlangen viele Unternehmen ein gesondertes Entgelt, wenn für die Bezahlung Zahlscheine verwendet werden. Argumentiert wird, dass damit die zusätzlichen Kosten abgedeckt und kein „Körberlgeld“ verdient werden soll. Viele Kunden wollen aber die Übersicht über ihre Verbindlichkeiten nicht aus der Hand geben und (erst nach entsprechender Überprüfung der Rechnungen) lieber mit Zahlschein einzahlen. Dass dafür „Ge-
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bühren“ anfallen, war Verbraucherschützern seit langem ein Dorn im Auge. Daher hat der Verein für Konsumentenschutz (VKI) in den letzten Jahren mehrere Unterlassungsklagen gegen Unternehmen eingebracht, die „Zahlscheingebühren“ verrechnen. Begründet wurde dies rechtlich damit, dass das Zahlungsdienstegesetz (ZaDiG) seit 1. November 2009 solche Zusatzentgelte für die Bezahlung per Zahlschein oder Onlinebanking grundsätzlich verbiete. Tatsächlich sieht § 27 Abs 6 ZaDiG vor, dass die „die Erhebung von Entgelten durch den Zahlungsempfänger im Falle der Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes“ unzulässig ist. Dieses österreichische Gesetz beruht auf der der sogenannten „Zahlungsdienste-Richtlinie“ der EU. Ihr Zweck ist unter anderem die Förderung der Preisklarheit, der Preistransparenz im Wettbewerb der Anbieter sowie der Nutzung effizienter Zahlungsinstrumente. Dazu können die Mitgliedstaaten das Recht auf Erhebung von Entgelten für Zahlungsinstrumente untersagen oder begrenzen. Für die Einhebung von „Zahlscheingebühren“ wurde argumentiert, dass das ZaDiG bzw. die Zahlungsdienste-Richtlinie ausschließlich auf sogenannte „Zahlungsdienstleister“ (z. B. Banken) anzuwenden sei und andere Unternehmer durch diese Bestimmung nicht gebunden sind. Das strittige Thema landete schließlich beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Vorabentscheidung. Der EuGH (09.04.2014, Rs C-616/11) urteilte, dass die Zahlungsdienste-Richtlinie auch auf Vertragsverhältnisse zwischen
Unternehmen, die keine „Zahlungsdienstleister“ sind, und ihre Kunden anwendbar ist. Nach den Vorgaben der Zahlungsdienste-Richtlinie können die Mitgliedstaaten nämlich auch das Verhältnis zwischen „Zahlungsempfängern“ und „Zahlern“ unmittelbar regeln, indem sie die Erhebung von Entgelten verbieten oder begrenzen, wenn dies nach Auffassung der Mitgliedstaaten der missbräuchlichen Preisgestaltung oder möglichen nachteiligen Preisgestaltung auf die Nutzung bestimmter Zahlungsinstrumente vorbeugt. Der EuGH bestätigte zudem, dass eine Überweisung von Geldbeträgen, die entweder mit einem vom Zahler eigenhändig unterschriebenen Zahlschein oder im Onlinebanking eingeleitet wurden, ein Zahlungsinstrument im Sinne des Unionsrechts und das österreichische Verbot der zusätzlichen Erhebung von Entgelten für bestimmte Zahlungsinstrumente unionsrechtlich zulässig ist. Den Mitgliedstaaten komme ein weites Ermessen für die Entscheidung zu, ob und wie sie von der unionsrechtlichen Möglichkeit Gebrauch machen, Aufschläge wie die Zahlscheingebühr zu begrenzen oder gänzlich zu verbieten. Nun liegt der Ball wieder beim OGH, der im laufenden Verfahren zu entscheiden hat. Auf Grundlage der EuGH-Entscheidung sind die Würfel dafür aber wohl bereits gefallen. Dann aber droht allen Unternehmen Ungemach, die Zahlscheingebühren verrechnet haben: Der VKI rührt nämlich bereits kräftig die Trommel dafür, dass Verbraucher die zu Unrecht bezahlten Zahlscheingebühren von den diversen Unternehmen zurückfordern.
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QUALIFIZIERUNG NACH MASS: MENSCHEN FÖRDERN. WIRTSCHAFTSSTANDORT SICHERN. Die Stiftung „Qualifizierung nach Maß“ setzt sich zum Ziel, dringend benötigte Arbeitskräfte in Tiroler Unternehmen bedarfsgerecht auszubilden. Sucht ein Unternehmen bestimmte Facharbeiter, die am heimischen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen, bietet diese Stiftung dem Unternehmen die Möglichkeit, einen Arbeitsuchenden, der noch nicht über die nötige Qualifikation verfügt, im Rahmen der Stiftung ausbilden zu lassen.// Foto: DoRo
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ls eines der erfolgreichsten Interventionsinstrumente zur Lösung von Problemen in der Abstimmung von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt stellten sich die Arbeitsstiftungen heraus. Die Regionale Implacementstiftung „Qualifizierung nach Maß“ dient zur Unterstützung und Förderung der regionalen Unternehmen. Über die „Qualifizierung nach Maß“ können zugleich Ausbildungsinteressierte, die beim AMS Tirol gemeldet sind, im Rahmen der Arbeitsstiftung bedarfsgerecht und überwiegend betriebsintern auf einen konkreten Arbeitsplatz geschult und im Anschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden. Ende des Jahres 2007 wurde die „Qualifizierung nach Maß – Implacementstiftung Tirol” gestartet. Der Schwerpunkt der Ausbildungen im Rahmen dieser Stiftung lag in
einer ersten Phase im Bereich Metall-Elektro, um dem Facharbeitermangel in dieser Branche entgegenzuwirken. In der Folge wurde diese Stiftung rasch auch auf andere Bereiche ausgedehnt, in denen Qualifikationsbedarf besteht. „Die Arbeitsstiftung ‚Qualifizierung nach Maß‘ stellt eine gelungene Ergänzung zu den bereits bestehenden arbeitsmarktpolitischen Instrumenten des AMS Tirol dar“, betont Dr. Bernhard Pichler vom AMS Tirol, „sie belegt aber auch die sinnvolle und hervorragende Zusammenarbeit von AMS und Land Tirol“. Unternehmen werden beim Aufbau von passgenau qualifiziertem Personal unterstützt und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Tirol wird dadurch weiter verbessert. Arbeitsuchenden bietet sich die Möglichkeit, sich unter idealen Rahmenbedingungen weiterzubilden und im Anschluss an die Ausbildung ein dauerhaftes
Dienstverhältnis aufzunehmen. Die Kostenbeteiligung von AMS Tirol und Land Tirol schafft die Voraussetzung dafür, dass für beide Seiten – Unternehmen wie Arbeitsuchende – eine Win-win-Situation entsteht.
Informationen erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Service für Unternehmen beim AMS Tirol. Besuchen Sie auch unsere Homepage www. ams.at/tirol oder kontaktieren Sie die AMS-ServiceLine unter 0512/58 19 99.
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GRUNDERWERBSSTEUER NEU – voraussichtliche Rechtslage ab 01.06.2014
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ie Grunderwerbsteuer besteuert Erwerbsvorgänge an inländischen Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Sie beträgt grundsätzlich 3,5 %, bei nahen Angehörigen 2 % von der Gegenleistung. Gemäß § 1 GrEStG unterliegen folgende Rechtsvorgänge der Grunderwerbsteuer: • ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übereignung begründet; • der Erwerb des Eigentums, wenn kein den Anspruch auf Übereignung begründendes Rechtsgeschäft vorausgegangen ist; • ein Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Abtretung eines Übereignungsanspruches begründet; • der Erwerb eines der vorgenannten Rechte, wenn kein Rechtsgeschäft vorausgegangen ist, das den Anspruch auf Rechte begründet. Nach der alten Rechtslage wurde die Grunderwerbsteuer vom Wert der Gegenleistung – im Normalfall also vom Kaufpreis – bemessen. In Fällen, wo keine Gegenleistung bestand (zum Beispiel Erbschaft, Schenkung, Sacheinlage etc.) wurde der dreifache Einheitswert der Liegenschaft als Bemessungsgrundlage herangezogen. Mit Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs vom 27.11.2012, AZ G77/12-6, wurde diese Rechtslage aufgehoben. Das Höchstgericht erachtete die unterschiedliche Behandlung von verschiedenen Arten des Grundstückerwerbes als sachlich nicht gerechtfertigt. Aufgrund der seit Jahr-
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zehnten unterlassenen Fortschreibung bzw. Neufeststellung entsprechen die Einheitswerte auch nicht mehr den realen Verhältnissen der Grundstücke. Die Aufhebung dieser Gesetzeslage wurde mit Wirkung ab 31.05.2014 ausgesprochen. Nunmehr liegt ein reformierter Gesetzesentwurf zur „Grunderwerbsteuer neu“ vor, welcher ab 01.06.2014 in Kraft treten soll. Wäre der Gesetzgeber bis Ende Mai nicht tätig geworden, wären künftige Grundstücksübertragungen anhand des – höheren – Verkehrswertes zu besteuern gewesen. Die Neufassung des Grunderwerbssteuergesetzes hält am Konzept der Einheitswerte so weit wie möglich fest. Der vom Verfassungsgerichtshof beanstandeten Differenzierung zwischen Verkehrs- und Einheitswert wird nun dadurch begegnet, dass maßgeblicher Anknüpfungspunkt nicht mehr die Entgeltlichkeit bzw. Unentgeltlichkeit des Erwerbsvorganges ist, sondern ob eine Grundstücksübertragung innerhalb oder außerhalb des gesetzlich festgelegten Familienkreises erfolgt. Zum Familienkreis zählen folgende Personen: • der Ehegatte, • der eingetragene Partner, • der Lebensgefährte, sofern ein gemeinsamer Haushalt besteht oder bestanden hat, • der jeweilige Elternteil, • Kinder, Enkelkinder, Stiefkinder, Wahlkinder oder Schwiegerkind des Übergebers. Als Bemessungsgrundlage im Familienkreis bleibt der dreifache Einheitswert ebenso weiter aufrecht bestehen wie der begünstigte
Steuersatz von 2 %. Beim Erwerb durch andere Personen gelten nach wie vor die 3,5 %. Zusammenfassend kann daher festgehalten werden, dass Grundstücksübertragungen innerhalb der Familie nach wie vor eine privilegierte Stellung einnehmen. Im Vergleich zur alten Rechtslage wird der begünstigte Familienkreis sogar um den Lebensgefährten erweitert – dies allerdings nur unter der Voraussetzung eines gemeinsamen Hauptwohnsitzes. Liegenschaftstransfers außerhalb des Familienkreises werden künftig mit dem Wert der Gegenleistung als Bemessungsgrundlage besteuert. Bei Kaufverträgen stellt dies der Kaufpreis dar. Bei unentgeltlichen Liegenschaftstransfers infolge Schenkungen oder im Erbwege wird hingegen der – höhere – Verkehrswert herangezogen, der im Einzelfall mittels Schätzgutachten zu ermitteln und gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen ist. Ob die Neuregelung dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes ausreichend Rechnung trägt, darf aus verfassungsrechtlicher Sicht allerdings bezweifelt werden, zumal am besonders hinterfragten Einheitswert nach wie vor festgehalten wird.
WEITERE INFORMATIONEN: Advokatur Dr. Herbert Schöpf LL.M., Rechtsanwalt-GmbH, Arkadenhof, Maria-Theresien-Straße 34, 6020 Innsbruck, advokatur@dr-schoepf.at
Nachhaltigkeit als zentrale Zielsetzung
Wallnöfer: „Schon seit ihrer Gründung ist die TIWAG mit der Stromerzeugung aus heimischer, nachhaltiger, sauberer und CO2-freier Wasserkraft untrennbar verbunden. Die europäische Energiewende, die eine Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen anstrebt, bestätigt unsere Strategie: Den nachhaltigen Ausbau der heimischen Wasserkräfte!“
Fotos: TIWAG/Lechner
Energie effizient einsetzen
Nachhaltigkeit als Geschäftszweck – dies belegt der Nachhaltigkeitsbericht der TIWAG, dessen erste Ausgabe die Vorstandsmitglieder Erich Entstrasser, Bruno Wallnöfer und Johann Herdina (v. li.) in Innsbruck präsentierten.
TIWAG präsentiert ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht Wer das Alleinstellungsmerkmal der alpinen Topographie und des Wasserreichtums in Tirol seit Jahrzehnten zur Stromerzeugung nutzt, für den gehört Nachhaltigkeit zum Geschäftsmodell.
Seit 90 Jahren gewinnt die TIWAG emissionsfrei und mit einem anderweitig unerreichten Wirkungsgrad von 90 Prozent Strom aus heimischer Wasserkraft zum Nutzen der Bevölkerung und Wirtschaft Tirols.
Dies betonten TIWAG-Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer und seine Vorstandskollegen Dr. Erich Entstrasser und DI Johann Herdina anlässlich der Präsentation des ersten TIWAG-Nachhaltigkeitsberichtes.
Der Fischaufstieg besteht aus der Kombination eines naturnahen Umgehungsgerinnes und eines sog. Schlitzpasses, über die die Fische das Wehr umgehen können.
Neben der Erzeugung von elektrischer Energie aus Wasserkraft hat sich in den vergangenen Jahren unter dem gesamthaften Blickpunkt der Nachhaltigkeit noch eine zweite Säule des TIWAGGeschäftsmodells entwickelt: die Energieeffizienz. „Seit 2009 fördern wir mit jährlich geschnürten Energieeffizienzpaketen Initiativen zur sparsamen Energieverwendung, was unsere Kunden sehr schätzen. Darüber hinaus engagieren wir uns selbst im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit für die Schwerpunkte Gebäude und Mobilität“, ergänzt Entstrasser. Insgesamt werden TIWAG und TINETZ in diesem Jahr 2.472.000 Euro für Energieeffizienz-Maßnahmen in Tirol bereitstellen, also um rund eine halbe Million Euro mehr als 2013. Beispiel für ein TIWAGNachhaltigkeitsprojekt:
Im Rahmen eines Maßnahmenprogramms zur Sanierung von Fließgewässern hat die TIWAG soeben eine Fischwanderhilfe bei ihrer Wasserfassung an der Pitze errichtet. Die Fischwanderhilfe soll eine ganzjährige Passierbarkeit für Fische und eine angemessene Wasserführung in der Restwasserstrecke der Pitze von Wenns bis zur Mündung in den Inn sicherstellen. Herdina: „Das rund 140 m lange Bauwerk besteht aus der Kombination eines naturnahen Umgehungsgerinnes und eines sogenannten Schlitzpasses, über die Fische – hier hauptsächlich Bachforellen – das Wehr umgehen können. Ergänzend dazu wird eine Dotiereinrichtung die regelmäßige Abgabe von Restwasser (600 l/s) sicherstellen, was einen Verzicht auf Stromerzeugung von immerhin 3 Mio. KWh/Jahr bedeutet. Diese Maßnahme ist als Pilotprojekt zu verstehen. In den kommenden Jahren werden wir an weiteren Kraftwerkstandorten um viele Millionen Euro vergleichbare Fischwanderhilfen errichten.“ Bezahlte Einschaltung
Zukunft.
// Foto: Uni Innsbruck
AUSGEZEICHNET
BILDUNG & INNOVATION
GROSSES GOLDENES EHRENZEICHEN
Zu seinem 70. Geburtstag erhielt Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Er wurde für seine Leistungen als Wissenschafter und Hochschulmanager ausgezeichnet. Märk hat bereits zwei Ehrendoktorate sowie eine Vielzahl an wissenschaftlichen Auszeichnungen erhalten und kann auf mehr als 750 Publikationen in anerkannten Wissenschaftszeitschriften verweisen.
ARBEITSPLÄTZE DURCH INNOVATION Die Standortagentur Tirol als EU-Servicestelle macht auf das EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 aufmerksam. Das 80-Milliarden-Euro-Programm ist wirtschaftsorientiert und übernimmt bis zu 100 Prozent der Kosten für Forschung und Innovation. „Gerade durch Forschung und Entwicklung sowie internationale Zusammenarbeit können unsere Betriebe Vorsprung aufbauen und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen“, betont Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. „Horizon 2020 ist wirtschaftsorientierter als bisherige EU-Programme. So unterstützt es erstmals auch innovative Produktentwicklungen. Mit einer Förderquote von 100 Prozent für Forschungsmaßnahmen und 70 Prozent für Innovationsprojekte ist es zudem finanziell ausgesprochen attraktiv. Des Weiteren ist die Administration deutlich vereinfacht und die Auswahlverfahren wurden beschleunigt. Interessierten Betrieben helfen die ExpertInnen der Standortagentur Tirol bei der Partnersuche, der Projektentwicklung und der Vorbereitung optimaler Anträge.“
STAATSPREIS INNOVATION 2014
Für die Entwicklung des Bonebridge-Knochenleitungsimplantates wurde MED-EL mit dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet. Aus insgesamt 510 Einreichungen wurden 23 Projekte für den Preis vorgeschlagen. Eine Expertenjury wählte Bonebridge schließlich als innovativstes Produkt.
KÖPFE PRIMAR ERICH MUR
Primar Univ.-Prof. Dr. Erich Mur leitet seit Anfang des Jahres das neue Landesinstitut für Physikalische Medizin und Rehabilitation. Am Landeskrankenhaus Innsbruck – Universitätskliniken waren die physiotherapeutischen Fachbereiche bislang dezentral in den Kliniken organisiert. Erich Mur ist seit seiner Facharztausbildung für Physikalische Medizin (1987–1992) am LKH Innsbruck tätig. 2003 habilitierte er an der Medizinischen Universität Innsbruck. 2009 war er an der Gründung des Instituts für Orthopädische Physiotherapie an der UMIT maßgeblich beteiligt und übernahm dessen Leitung.
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QUALITY CARE CENTER
Das „Restless Leg Syndrom“ gehört zu den häufigsten Störungen im Bereich der neurologischen Schlafmedizin. Als erstes Zentrum außerhalb der USA wurde das Schlaflabor der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie (Direktor: Werner Poewe) als Quality Care Center/QCC ausgezeichnet. Dem Schlaflabor (Leiterin: Birgit Högl) gelingt damit der Sprung in die Reihe der renommiertesten Einrichtungen weltweit.
experten.tipp
OPERATIONS-INNOVATION Die minimalinvasive Hallux-valgus-Operation.
BEFÜRCHTETE STRAFE STEIGERT KOOPERATIONSBEREITSSCHAFT Menschen neigen dazu, einander zu helfen: Warum das so ist, haben Innsbrucker Ökonomen untersucht. Dr. Daniela Glätzle-Rützler, Mag. Philipp Lergetporer und Mag. Silvia Angerer vom Institut für Finanzwissenschaft der Universität Innsbruck haben sich unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Matthias Sutter die Kooperationsbereitschaft von Kindern in Experimenten angesehen. Teilgenommen haben rund 1.100 Kinder zwischen 7 und 11 Jahren aus Meran in Südtirol. Das Ergebnis: Allein schon die Befürchtung von Strafe reicht, um die Kooperationsbereitschaft zu steigern.
NEUES K-PROJEKT Im Rahmen des Kompetenzzentren-Programms COMET werden elf neue K-Projekte mit Bundesmitteln gefördert. „Das Tiroler Projekt VASCage – Research Center of Excellence in Vascular Ageing – Tyrol wurde dabei in das Förderprogramm aufgenommen“, freuen sich Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg und gratulieren ao. Univ.-Prof. Dr. Stefan Kiechl von der Universitätsklinik für Neurologie in Innsbruck und seinem Team zur positiven Entscheidung über die Bundesförderung. Ziel des Projektes ist die Erforschung altersbedingter Krankheiten, die mit Durchblutungsstörungen zusammenhängen. Bei den neuen K-Projekten arbeiten Hochschulen und Forschungszentren mit Unternehmen an Innovationen und neuen Technologien. Das Land Tirol wird für VASCage eine Förderung in Höhe von rund 475.000 Euro zur Verfügung stellen.
Die Fehlstellung des Großzehs, auch Hallux valgus genannt, ist kein rein kosmetisches Problem, sondern häufig mit Schmerzen im Großzehengrundgelenk und auf der Fußsohle verbunden. Durch die Fehlstellung kommt es zu einer Fehlbelastung des gesamten Fußes, der in einer schmerzhaften Arthrose des Großzehengrundgelenkes sowie einer Überlastung der anderen Mittelfußknochen resultieren kann. Da die Fehlstellung kontinuierlich schlechter wird, ist mit einer Zunahme der Symptomatik zu rechnen. Mit konservativer Therapie wie Schienen lässt sich die Fehlstellung weder korrigieren noch verbessern. Es ist daher sinnvoll, die operative Korrektur schon in einem früheren Stadium durchzuführen, um den pathologischen Prozess stoppen zu können. Bei fast allen Operationstechniken muss eine Bandstruktur des Großzehs und der erste Mittelfußknochen durchtrennt und verschoben werden. Ziel ist es, einerseits den störenden, zur Seite abweichenden großen Zeh zu begradigen und andererseits den Fuß insgesamt zu verschmälern. Da bei den geläufigen Operationsmethoden mit längeren Hautschnitten gearbeitet wird, ist mit einer länger anhaltenden Schwellneigung, Schmerzen und dadurch einer Beeinträchtigung der Mobilität zu rechnen. Bei minimalinvasiven Techniken können diese Nachteile verringert werden. Dabei wird über eine Stichinzision von ca. 5 mm mit einer dünnen Fräse gearbeitet. Anders als bei den bis dato vereinzelt durchgeführten minimalinvasiven Techniken wird bei einer von Dr. Gerhard Kaufmann entwickelten und erst kürzlich vorgestellten minimalinvasiven Operationstechnik keine Fehlstellung der Gelenksfläche und damit auch keine Dauerschädigung des Großzehengrundgelenkes provoziert. Im Rahmen einer Studie wurde früher und in höherem Prozentsatz eine größere Patientenzufriedenheit bei deutlich gesunkenem Schmerzniveau nachgewiesen. Die Operation erfolgt meistens in lokaler Betäubung, bereits am ersten Tag nach der Operation kann die Gehbelastung mittels Verbandsandalen begonnen werden. Durch die minimalinvasive Technik ist im Vergleich zur herkömmlichen Hallux-valgus-Operation mit einem kürzeren stationären Aufenthalt aufgrund der deutlich geringeren postoperativen Schmerzsituation zu rechnen. Sportliche Aktivitäten sind nach ca. 6 bis 8 Wochen wieder möglich.
WEITERE INFOS:
ofz orthopädie + fußzentrum Dr. Ambros Giner & Dr. Gerhard Kaufmann Innrain 2, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512/56 39 00 praxis@ofz-innsbruck.at, www.ofz-innsbruck.at
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Tirol innovativ
UND PLテ傍ZLICH WAR ES
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Was ist bei jemandem, der als Schulabbrecher den Staatspreis fテシr Bildung bekommt und dessen Mutter einen Monat lang heult, weil er seinen Job gekテシndigt hat, schiefgelaufen? Gar nichts. Ganz im Gegenteil. Er hat etwas verdammt richtig gemacht.Er hat ein Unternehmen gegrテシndet. // Text: Marina Kremser, Tamara Kainz, Fotos: Tom Bause, Birgit Koell
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s war eine Veranstaltung der Jungen Wirtschaft Tirol, die uns im Vorfeld der Vorträge mit Business-Angelina Selma Prodanovic, die seit vielen Jahren Start-ups unterstützt und bereits rund 300 davon betreut hat, und Jungunternehmer Ali Mahlodji zusammengebracht hat. Der Titel „Do what you love! Unternehmertum wagen“ spiegelt sich in den beiden perfekt wider, weil sie mit einem derartigen Enthusiasmus über ihre(n) Beruf(ung) reden, dass das Gespräch auf der Terrasse der Villa Blanka zu einer entspannten Unterhaltung wurde.
„WENN MAN HEUTE UNKONVENTIONELL IST, ETWAS UNERWARTETES MACHT, WIRD MAN MEIST SCHIEF ANGESEHEN. DOCH ES BRAUCHT DIESE VERRÜCKTEN MENSCHEN, DIE AN ETWAS GLAUBEN.“ Selma Prodanovic
INVESTIEREN IN IDEEN Selma Prodanovic und Mario Eckmaier, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol, im Gespräch über Motivation, Finanzierung und die Dickköpfigkeit der Tiroler. ECO.NOVA: Die Rahmenbedingungen zur Unternehmensgründung sind heute nicht gerade einfach. Was motiviert Sie, Start-ups zu unterstützen? SELMA PRODANOVIC: Ich arbeite mit Menschen, die in einer positiven Stimmung sind, die etwas verwirklichen, etwas entstehen lassen wollen. Und die im Normalfall voll und ganz hinter der Sache stehen. Ich habe die Möglichkeit, mit Menschen zu arbeiten, die diesen gewissen Drive haben, die etwas Positives bewirken und die ein Problem lösen wollen. Ist jeder zum Unternehmer geeignet? PRODANOVIC: Manchmal bedeutet Unterstützung auch, zu sagen, dass man ein gewisses Vorhaben nicht umsetzen soll. Eines meiner Aufgabengebiete ist, die richtigen Fragen zu stellen und zu erkennen, ob ein Unternehmen Sinn macht oder nicht. Ich glaube nicht, dass ich alles besser weiß, aber ich glaube, dass ich mit der Zeit Wege ent-
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wickelt habe, wie ich Menschen unterstützen kann, damit sie ihren eigenen Weg finden und dass sie auch an diesen Weg glauben. Eine Gesellschaft kommt nur voran, wenn es immer wieder neue Ideen gibt, mutige Menschen, die sich etwas trauen. Das Problem ist oft die Finanzierung. MARIO ECKMAIER: Es ist nicht Aufgabe einer Bank, jemandem, der einen Laptop im Kinderzimmer stehen hat, eine Million Euro in die Hand zu geben. Das kann nicht funktionieren. Aber möglicherweise gibt es Menschen, die genau an diese Idee, diese Unternehmerpersönlichkeit glauben und sich über Crowdfunding oder ähnliche Modelle beteiligen wollen. Wir sehen das als keine alternative Finanzierungsmethode in Form von Entweder-oder, sondern als Ergänzung für all jene Projekte, die Banken in unser aller Interesse nicht finanzieren sollten. PRODANOVIC: Eine Methode ist auch, das Family-Friends-Netzwerk zu aktivieren. Dieser Gedanke ist in Österreich noch nicht sonderlich präsent. Schlussendlich gibt es verschiedene Stufen der Finanzierung, die wir in Österreich aber erst verankern müssen. Als wir 2012 die Austrian Angel Investors Association (AAIA) gelauncht haben, haben viele gesagt, das braucht kein Mensch. Doch bereits jetzt sind wir ein super funktionierender Verein mit knapp 100 aktiven Mitgliedern, die tatsächlich auch Geld investieren. Die Arbeiterkammer hat das Prinzip des Crowdfunding massiv kritisiert. Können Sie verstehen, warum? ECKMAIER: Der Einwand ist, dass man das investierte Geld auch verlieren kann. Ja! Und das muss im Vorhinein auch klar und transparent für jedermann ersichtlich sein. Aber es geht hier auch ein Stück weit um Eigenverantwortung. Der Staat traut uns auch zu,
PRODANOVIC: Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn man dazu beitragen kann, dass Menschen ihre Ideen verwirklichen können. So viele Menschen dort draußen machen großartige Dinge und bekommen dafür keine Finanzierung. Und sie machen es trotzdem, weil sie glauben, dass es richtig ist. Ich möchte Wege finden, wie man diese Leute unterstützt bekommt. Bei Investments ist oft das grundlegende Thema, wie viel man am Ende des Tages herausbekommt. Von diesem Ansatz müssen wir weg. ECKMAIER: Man braucht uns nicht vor uns selber zu schützen. Viele Ideen werden dadurch nicht umgesetzt oder – und das ist für uns als Wirtschaftsstandort viel schlimmer – sie entstehen woanders. Das ist es, wovor wir Angst haben sollten: Dass die klugen Köpfe das Land verlassen. Gerade in Tirol haben wir durch die Universitäten unglaublich viel Know-how, dann sollten wir doch sehen, dass daraus unternehmerische Ideen entstehen. Doch dazu braucht es die entsprechenden Rahmenbedingungen. Tiroler haben den Ruf, etwas engstirnig zu sein, durch die Berge einen engen Horizont zu haben. Sie kommen aus Wien, wie nehmen Sie die Tiroler wahr? PRODANOVIC: Dieses Vorurteil kann man auch positiv sehen. Es ist eine wesentliche Eigenschaft eines Unternehmens, dickköpfig zu bleiben, um die eigenen Ideen verwirklichen zu können. Tirol müsste demzufolge die besten Unternehmer haben. ECKMAIER: Man kann stur auch im Sinn von „standhaft bleiben“ sehen. Die Tiroler Unternehmen sind durchaus in der Lage, die Berge zu erklimmen und sich von oben einen Überblick zu verschaffen. Wie vorbereitet sind Jungunternehmer generell? Gehen sie an das Thema Selbständigkeit eher blauäugig oder eher reflektiert heran?
„IN TIROL GIBT ES UNGLAUBLICH VIELE KLUGE JUNGE KÖPFE, DIE IHRE VISIONEN VERWIRKLICHEN WOLLEN. DIE GEHÖREN UNTERSTÜTZT!“ Mario Eckmaier
Lotto zu spielen. Dort hat man eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, das eingesetzte Kapital nie wieder zurückzuerlangen. Deshalb soll es auch möglich sein, in eine unternehmerische Idee zu investieren – wohlwissend, dass das Geld auch verloren gehen kann.
PRODANOVIC: Sie sind auch oft blauäugig. Aber das ist nichts Schlimmes, so lange man sich bewusst ist, dass man nicht alles kann und weiß. Es geht darum, sich vor Augen zu halten, dass man in manchen Bereichen Hilfe braucht. Es braucht diese gewisse Verrücktheit
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und dazu den entsprechenden Background. Sonst bleibt man einfach ein Spinner und das Unternehmertum ist wenig nachhaltig.
MAMA, DAS DING KÖNNT’ ECHT WAS WERDEN Ali Mahlodji kommt in quietschgrünen Shorts und Kapuzenhoodie an den Tisch – und mit ihm eine spannende Geschichte. 1981 in Teheran/Iran geboren, erlebt er eine turbulente Zeit, bringt es aber als Schulabbrecher – weil ihm das Schulsystem in seiner derzeitigen Form nicht behagt – zum Gründer von „whatchado“ und setzt damit einen Kindheitstraum in die Tat um. whatchadoo ist eine Art „Das Leben der anderen“: Unter
Eltern folgten einem Bauchgefühl und blieben in Österreich. Wir waren im Flüchtlingsheim in Traiskirchen, dann in Baden, schließlich in Wien. Als ich zehn Jahre alt war, hatten wir bereits 13 Wohnungen hinter uns. Mögen Sie Menschen? Durch unser Herumziehen habe ich extrem viele davon kennengelernt. Und ich hatte eigentlich schon mit 14 Jahren den Grundgedanken zu watchado – angelehnt an die Freundschaftsbücher, in denen alle Kids ihre Lieblingsfarbe, Hobbys etc. eintragen. Damals meinte meine Mutter: Na Ali, was willst du mal aus deinem Leben machen? Aber Ali wusste das nicht. Und genau das ist die Idee hinter watchado: Eine Art Freundschafts-
„WIR VERBRINGEN EINEN GROSSTEIL UNSERES ALLTAGS IN DER ARBEITSWELT. WIR KÖNNEN ES UNS DESHALB NICHT LEISTEN, DINGE ZU TUN, DIE WIR NICHT MÖGEN.“ Ali Mahlodji
www.whatchado.com sind die unterschiedlichsten Lebensmodelle zu finden, in Form von kurzen Videos, auf denen Menschen erzählen, was sie beruflich machen und was sie antreibt. Sie sollen Inspiration für das eigene Leben sein. Gestartet wurde mit gerade einmal 17 Videos, aktuell sind über 1.700 Lebensgeschichten online. Auch Mahlodji wurde von Selma Prodanovic gecoacht und es verwundert kein bisschen, dass die beiden gut miteinander können, weil auch er ein herrlich entspannter, extrem sympathischer und unkomplizierter Typ ist, der gerne aus seinem Leben erzählt, selbst wenn er seine Geschichte sicher schon zigmal schildern musste ... eco.nova: Sie blicken auf eine bewegte Kindheit zurück. Wie kamen Sie schlussendlich nach Österreich? ALI MAHLODJI: Ich wurde im Iran geboren, meine Eltern – beide Akademiker – hatten ein gutes, finanziell abgesichertes Leben, waren aber zugleich immer bei Demonstrationen gegen das damalige Regime von Chomeini und kamen dadurch auf eine Art Blacklist, eine Fahndungsliste. Also sind wir in einer Nacht-und-Nebel-Aktion über die Grenze geflohen und im kurdischen Teil der Türkei angekommen. Amnesty International hat uns dann nach Österreich gebracht. Hier waren wir eigentlich nur auf der Durchreise und wollten ursprünglich in die USA. Meine
buch für Erwachsene mit immer denselben Fragen zum eigenen Leben. Und wenn man irgendwo sitzt und sich fragt, was man aus seinem Leben machen will, schlägt man in diesem Buch nach und sieht, was andere Menschen so treiben. Die Idee ist eigentlich sehr simpel. Und ja, ich mag Menschen. Bis zur Umsetzung hat’s dennoch gedauert. Ich habe bereits mit 15 angefangen zu arbeiten. Ich wollt immer wissen, welche Jobs ich nicht machen wollte, und hab’ deshalb bis zum heutigen Tag rund 40 davon ausprobiert. Aber es gab schlussendlich keinen, der mir wirklich Spaß gebracht hätte. 2010 hab ich meine Kinderidee wieder rausgekramt und mir gedacht: Gut, dann bauen wir mal dieses Handbuch der Lebensgeschichten. Kann doch nicht so schwer sein. Internet gibt’s, Video gibt’s. Los geht’s. Total naiv. Und dann hab ich Selma kennengelernt und sie hat mich komplett gechallenged, aber die Dinge haben ihren Lauf genommen und plötzlich eine Eigendynamik entwickelt. Vor allem, als der ORF einen Zweieinhalb-Minuten-Beitrag in der Zeit im Bild gebracht hat. Am nächsten Tag hat sich die erste Firma gemeldet, die mit ihren Mitarbeitern dabei sein und dafür bezahlen wollte. Plötzlich hatten wir einen Businessplan und vier Unternehmer innerhalb einer Woche an Bord. 2011 habe ich zu meiner Mutter gesagt: Mama, das Ding kann echt was werden.
Wie hat Ihre Familie darauf reagiert, dass Sie einen gut bezahlten Job gegen die Selbstständigkeit getauscht haben? Meine Mutter hat einen Monat lang nur geheult und gemeint: Du lebst in Österreich, bekommst Urlaubs- und Weihnachtsgeld, wir sind geflohen aus dem Iran, du hast hier alles. Und ich hab gesagt: Mama, ich hab keine Kinder und keinen Hauskredit. Was soll mir passieren? Ich lebe in Österreich. Wenn ich mir die Hand breche, gehe ich ins Spital, wenn ich Durst hab’, kann ich zur nächsten Wasserleitung gehen. Mir kann hier nichts passieren. Wenn du es nicht hier machst, wo sonst? Also haben wir im Jänner 2014 zu viert das Unternehmen gegründet. Unser Plan war es, irgendwann mal 200 Videos zu haben und vielleicht mal in andere Länder zu gehen. Bis heute haben wir über 2.000 Lebensgeschichten eingefangen, online sind 1.700. Wir sind in drei Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz) operativ tätig, Videos haben wir aus über 100 Nationen von fünf Kontinenten. Es gibt uns jetzt zwei Jahre und wir sind mittlerweile 32 Leute. Was hat Ihnen zu Beginn am meisten geholfen? Ein Start-up lebt stark davon, dass jemand daran glaubt. Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, unseren Mitarbeitern die großen Gelder zu bezahlen. Wir bezahlen Kollektivvertrag und Hoffnung. Das Problem als Start-up: Du hast nichts vorzuweisen, brauchst aber Leute, die dir helfen; sei es mit Know-how, Kontakten oder auch Geld. Nur dann kann etwas daraus entstehen. Nun ist nicht jeder ein Typ, ein „Macher“ wie Sie ... ... doch! Jeder Mensch, der herausfindet, was er machen möchte, ist so. Ich war der Bub, bei dem alle gesagt haben, den interessiert eh nix, der nur in der Gegend rumgeschaut hat. Nur ein Lehrer meinte: „Wisst ihr, das ist der Ali, der sich vielleicht bei manchem schwer tut, aber wenn du ihm bestimmte Computerspiele gibst, ist er der Schnellste, der alles durchspielt. Der kann nicht deppert sein. Nur, es interessiert ihn halt nicht.“ Mittlerweile wissen wir aus der Gehirnforschung, wenn dich etwas nicht interessiert, geht es nicht in deinen Kopf. Das war auch bei mir lange so: Naja, schau’n wir mal, interessiert mich nicht ... und plötzlich war’s da. Das dürften sich auch die folgenden drei Tiroler Unternehmer gedacht haben, die wir Ihnen im Anschluss wieder in der Reihe „Tirol innovativ“ vorstellen. > eco.nova
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„WIR KÖNNEN EIGENTLICH ALLES IN INFRAROTER WÄRME STRAHLEN LASSEN, WAS WIR INFRAROT BESTRAHLEN LASSEN WOLLEN.“ Markus Villinger
FRISCH LACKIERT
Wir nehmen Kurs auf ein unauffälliges Gebäude im Gewerbegebiet bei Mieders im Stubaital. Der vor der Tür geparkte Kombi mit dem Kennzeichen „Fly 1“ verrät bereits, dass man sich bei der „Villinger – Research & Development“ dem Fliegen verschrieben hat. Im einem der hellen Büros im ersten Stock sitzt Firmenchef Markus Villinger neben einem überdimensional großen Computerbildschirm. Der 57-Jährige lenkt von hier aus die Geschäfte, die sich mittlerweile nicht mehr nur auf Europa konzentrieren. Sein jüngster Coup nämlich ist gerade dabei, ganz groß einzuschlagen. Das Team von Villinger sorgt mit einem beheizbaren Lack für Furore, der
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unter anderem die Luftfahrt revolutionieren kann. Im Gegensatz zu herkömmlichen Technologien etwa zur Enteisung von Flugzeugen ist die neuartige Methode viel effizienter. „Wir alle kennen die Drähte, mit denen Heizungen normalerweise betrieben werden. Unsere Lösung setzt auf eine gleichmäßige Wärmestrahlung. Dafür haben wir diesen Lack mit einer sehr hohen infraroten Emission entwickelt. Mit Hilfe von Strom können wir so Teile in ihrer Gesamtheit erhitzen“, erklärt der Wahl-Telfer. Das bringt für die verschiedensten Bereiche Vorteile mit sich. „Unser Spezial-Kunststoff – ein halbleiterfähiges, einstellbares Polymer – ist sehr leicht und trotzdem äußerst robust. Das Ganze funkti-
oniert also auch unter Extrembedingungen. Überzieht man beispielsweise Flugzeugpropeller mit dem Lack, bleibt die Aerodynamik optimal. Bei den bisher gängigen, aufklebbaren Heizpads ist das nicht der Fall. Die Form wirkt sich nachteilig auf die Leistung des Fliegers aus. Durch das flächendeckende Auftragen aber ist das Heizsystem integriert und das bringt eine deutliche Treibstoff- und damit Kostenersparnis sowie eine geringere Belastung für die Umwelt mit sich.“ Ruhig wickelt Villinger einige telefonische Anfragen ab, während die Songs des Internetradio-Senders Paradise im Hintergrund die insgesamt sehr entspannte Stimmung unterstreichen. Ja, der Unternehmer ist einer von jenen, die ihren Job voller Hingabe ausüben; die Arbeit gar nicht als solche empfinden. Ein innovativer Geist, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat und deshalb in seinem Tun völlig aufgeht. In Villingers Fall war das schon immer so. Er gehört zu den wenigen, die mutig genug sind, stets neue Wege zu beschreiten: „Zeit meines Lebens beschäftige ich mich mit der Fliegerei. Ich bin gelernter Kaufmann und habe mich dann im Alter von 25 Jahren selbständig gemacht. Anfangs galt meine Leidenschaft der Drachenfliegerei und meiner damaligen Firma Wills Wing, dann Airwave; später kam ich zum Motorfliegen. Da begegnete ich auch erstmals dem Problem vereister Teile im Flugbetrieb, was ab einer gewissen Flughöhe vorkommen kann. Ich sah, dass hier enormes Verbesserungspotenzial besteht. Nicht zuletzt auch, um die Sicherheit zu erhöhen.“ Dem Bedarf kann nun nach Jahren der Forschung auf dem Boden und in der Luft entsprochen werden. Da Villinger und sein aktuell siebenköpfiges Team jedoch „überhaupt alles in infraroter Wärme strahlen lassen können, was wir infrarot bestrahlen lassen wollen“, ist man derzeit dabei, die Anwendergebiete massiv zu erweitern: „Sei es seitens der Automobilbranche oder in der Industrie – das Interesse ist enorm. Unser elektrisch beheizbarer Kunststoff ist wirklich universell geeignet“, will der findige Stubaier noch nicht alle Details zu laufenden Testreihen verraten. Nur so viel: Zu den nächsten Schritten wird es gehören, Fahrzeuge zwecks
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Komfortsteigerung mit homogenen Infrarot-Heizfeldern auszustatten und die Technologie bei der Enteisung von Windrädern zu nutzen. Die Villinger R & D ist außerdem dabei, „Vivitis“, die therapeutisch-medizinische Schiene in Sachen infrarote Tiefenwärme, als zweites Standbein am Markt zu etablieren. Zu Terminen reist der passionierte Pilot und zertifizierte Luftfahrtexperte übrigens gerne mit dem eigenen Flieger, seiner Einpropellermaschine „Moni“. Und wenn er dann über den Wolken schwebt, kommen ihm schon wieder neue, aufregende Ideen in den Sinn. Die nächsten zukunftsweisenden Challenges hat der dreifache Familienvater im Kopf bereits gestartet. www.villinger.com
(SPORTLICHER) AUFWIND
Körperbewusstsein ist in. Bewegung und gesunde Ernährung sind untrennbar mit einem modernen Lifestyle verbunden. Da ist es mit dem sporadischen Skitag oder einem gemütlichen Spaziergang oft nicht mehr getan. Skitouren gehen oder Mountainbiken heißen die „echten Herausforderungen“. Sich richtig anstrengen und an die eigenen Grenzen kommen – das ist es, wozu sich längst nicht mehr nur Leistungs-, sondern zunehmend auch Hobbysportler aufraffen. Auch MMag. Nina und Dr. Robert Schaiter kennen das Gefühl der Überwindung gut. Die 35-Jährige aus Vorarlberg und der 43-jährige Ellbögener haben unter anderem mehrere Ironman-Bewerbe erfolgreich abgeschlossen. Unweigerlich waren sie dabei auch mit der Frage konfrontiert, welche Sporternährung sie bei ihren Aktivitäten am besten unterstützt. Genau wie unsereins das vielleicht bis heute tut, studierten die beiden Etiketten, verglichen Eiweiß- und Kohlehydratwerte und versuchten, komplizierte Bezeichnungen zu entschlüsseln. Und dabei begannen sie, den Einsatz diverser Inhaltsstoffe auf deren Sinnhaftigkeit zu prüfen. „Wir haben uns jahrelang intensiv damit beschäftigt. Letztendlich kamen wir zum Schluss, dass uns keines der auf dem europäischen Markt vorhandenen Produkte wirklich zufrieden stellen konnte.“ Obwohl die Palette denkbar breit gefächert ist. Fast alle Hersteller verwenden etwa Fructose – ein Riesenhandicap, wenn man so wie Robert an Unverträglichkeit leidet. Außerdem wird sehr viel mit künstlichen Süß-, Füll- oder anderen, völlig unnötigen Zusatzstoffen gearbeitet. Bis aus diesen Erkenntnissen 2011 die Gründung des Unternehmens „WESTBERG – sports & health nutrition“ resultier-
„WIR HABEN UNS BEWUSST FÜR DEN NAMEN WESTBERG ENTSCHIEDEN: ER PASST ZU DEN BERGEN UND IST DEUTSCH, FUNKTIONIERT ABER AUCH INTERNATIONAL.“ Nina und Robert Schaiter
te, dauerte es nicht mehr allzu lange. Mit dem Background fundierter beruflicher Erfahrungen zum Thema beschloss das Paar, eine eigene, hochqualitative Sporternährungslinie zu kreieren. „Dann sind wir vor dem leeren Blatt Papier gesessen“, lachen sie. Welchen Weg sie in der Umsetzung beschreiten würden, stand allerdings schon fest. „Sich auf das Wesentliche konzentrieren ist unser Credo. Unsere Produkte sind radikal anders. Sie versorgen den Körper mit den nötigen Treibstoffen, enthalten aber ausschließlich die dafür notwendigen Bausteine. Weniger ist mehr!“ Stolz sind die sympathischen Jungunternehmer außerdem darauf, dass WESTBERG-Drinks, -Gels, -Bioriegel und -Kapseln anti-doping-zertifiziert, super verträglich sowie einzigartig in Geschmack und Design sind. Von der ansprechenden Verpackung bis zum gehaltvollen Inhalt wird jede einzelne Komponente in Österreich, der Schweiz und Deutschland hergestellt. Basierend auf neuesten wissenschaftlichen Studien wurde das Modulsystem für Phasen der Prävention, Ak-
tivität und Regeneration entwickelt. „Um eine individuelle Abstimmung zu ermöglichen“ machen Nina und Robert Schaiter Gusto auf einen gezielten Einsatz des (Voll-)Sortiments, egal, ob im lockeren Training oder bei schweißtreibenden Wettkämpfen. „Ganz große Hoffnungen legen wir in unseren eigens erfundenen Energy-Tee, das erste heiße isotonische Teegetränk überhaupt.“ Ein rundum schmackhaftes Konzept also, dessen Rezepturen – obwohl preislich nicht so günstig wie die der Konkurrenz – bereits Athleten im In- und Ausland munden: „Deshalb haben wir uns auch für WESTBERG als Firmennamen entschieden: Er passt zu den Bergen und ist deutsch, funktioniert aber auch international.“ Im Verhältnis zum Kundenstamm habe man bereits viele Stammkunden, freut sich das innovative Paar darüber, mit dem in Innsbruck angesiedelten Unternehmen „brutal im Aufwind zu sein“. „Nein, den Entschluss, sich selbständig zu machen, haben wir nie bereut – auch wenn es anfangs hart war und wir eine wahneco.nova
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sinnig hohe Frustrationstoleranz an den Tag legen mussten, wir all unsere Ersparnisse in das Projekt investiert haben und auch wenn es manchmal sehr stressig ist, da wir alles zu zweit stemmen und zwischenzeitlich unser Sohn Felix zur Welt gekommen ist. So gesehen haben wir jetzt eben zwei Babys ...“ WESTBERG-Produkte gibt es in Apotheken, im gut sortierten Sporthandel oder im Onlineshop unter www.west-berg.com. Und wenn Sie sehen wollen, wie das Ganze in Japan ankommt, werfen Sie doch einen Blick auf www.westberg.co.jp.
INDIVIDUELLES SPASSGERÄT MIT POTENZIAL
„Viele Entscheidungen sind falsch, weil sie nicht (rasch) getroffen werden“, formulierte es Unternehmer Franz Koch von Koch Media einmal. Helmut Hein kann das Erfolgsmotto seines ehemaligen Chefs nur unterstreichen. Auch er ist ein Macher. Einer, der nicht lange überlegt, sondern lieber gleich zur Tat schreitet. „Es ist nie zu spät, etwas Neues zu beginnen“, sagt der Reuttener, der sich was (zu)traut. So war es auch kein Zufall, dass der erste elektrobetriebene Schupfroller für Erwachsene aus seiner [H]YBRID Manufaktur im September vergangenen Jahres Weltpremiere feierte. Nach nur neun Monaten Entwicklungszeit. Inzwischen wird das Gefährt
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in vier unterschiedlichen Ausführungen produziert und hat als „TiRollerin“ am Zweirad-Markt bereits deutliche Reifenabdrücke hinterlassen. Die Idee ist bisher einzigartig: „Das Ganze ist aus dem eigenen Bedarf heraus entstanden“, holt der 47-Jährige aus. „Für meinen Weg zur Arbeit habe ich ein Fortbewegungsmittel gesucht, das man unter anderem auch im Anzug gut fahren kann und das geländegängig ist, zugleich aber auch ökologische Aspekte erfüllt.“ Nirgends wur-
rad und darf auf der Straße ohne Helm mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h plus Toleranz gefahren werden“, erklärt der findige Außerferner. Zusätzlich zum technischen Know-how versteht er es auch, die Werbetrommel zu rühren: „Ich gebe zu, den Roller als hybrid zu bezeichnen, ist provokantes Mittel zum Zweck. Allerdings könnte die Bezeichnung E-Roller sonst auf einen simplen Scooter reduziert werden. Unser innovatives Zweirad ist unisex, niederschwellig, leicht und wendig. Dank der großen Bereifung ist das Fahrgefühl auch auf Kopfsteinpflaster oder Schotter angenehm.“ Prominente Tester wie LHStv. Ingrid Felipe oder WK-Präsident Jürgen Bodenseer haben Hein das längst bestätigt. Mit den energieeffizienten 36-Volt-Motoren können bis zu 16 Prozent Steigung problemlos bewältigt werden, eine Stromladung reicht für rund 40 Kilometer. Cool und flott wie der Roller des Weges braust, findet er aber auch beim jüngeren Publikum Gefallen. „Für Jung und Alt, in der Stadt oder am Land, barfuß oder im Lackschuh – das Einsatzgebiet ist schier unbegrenzt“, freut sich Hein über zunehmende Nachfrage. Mittlerweile ist die [H]YBRID Manufaktur Tirol schon ein Familienbetrieb, in den von den großen Söhnen Lukas und Nikolas über Lebensgefährtin Isabell Valier bis zu Opa Gerhard alle involviert sind. Mit der Domain „bigaitch“ ist zudem schon für den internationalen Durchbruch Vorsorge getroffen. „Global denken, lokal handeln, lautet unsere Devise. Wir versuchen immer mehr der benötigten Teile in der Region fertigen zu lassen, kaufen auch Kleinteile nach Möglichkeit nicht im Internet“, betont Hein. Der Preis des Rollers gestaltet sich je nach Ausstattung – zu haben ist er ab rund 2.000
„ICH GEBE ZU, DEN ROLLER ALS HYBRID ZU BEZEICHNEN, IST PROVOKANTES MITTEL ZUM ZWECK. ALLERDINGS KÖNNTE DIE BEZEICHNUNG E-ROLLER SONST AUF EINEN SIMPLEN SCOOTER REDUZIERT WERDEN.“ Helmut Hein
de Hein fündig. Da machte sich der Softwareingenieur selbst ans Werk. Er hat schon von klein auf gerne und viel gebastelt und kannte somit keine Berührungsängste. Hein betrieb Recherche und experimentierte mit verschiedensten Komponenten. Bald schon war ein Prototyp kreiert. Das Konzept sieht so aus, dass ein zugekauftes Basismodell adaptiert wird. Der Antrieb erfolgt wahlweise mit Muskelkraft oder mit Hilfe eines Freilauf-Radnaben-E-Motors. „Aus gesetzlicher Sicht ist unser Roller in Österreich ein Fahr-
Euro. In naher Zukunft sieht sich Hein weiter auf Expansionskurs: „Wir denken an die Eröffnung einer Betriebsstätte mit Reparaturkaffee. Auch den Bereich ‚Accessoires‘wollen wir weiter ausbauen und irgendwann werden wir dann auch eigene Rahmen machen, um damit eine absolute Alleinstellung zu erreichen.“ Zu sehen ist der hybride Roller aus Tirol unter anderem am 17. und 18. Juni beim von der Standortagentur Tirol ausgerichteten E-Mobilitätskongress in Innsbruck. www.bigaitch.at
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TIROLER TÜFTLER GIBT GUMMI Im Gummiwerk wird Naturlatex zu Ballons und für technische Zwecke verarbeitet. // Fotos: Johannes Plattner
Gummiwerk-Chef Dominik Czermak und seine kunterbunte Luftballonwelt.
NEUE TECHNOLOGIEN UND VERFAHREN
Die Produktpalette hat sich seit der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg gewandelt. Czermaks Vater erwarb den ehemaligen Rüstungsbetrieb nach Kriegsende und verlegte sich auf zivile Waren. Damals war es in Österreich schwierig, Massenware zu produzieren, also spezialisierte sich das Unternehmen auf Figurenballons. „Das war weltweit einzigartig und die Ballons wurden auf Jahrmärkten in ganz Europa verkauft.“ Doch das Kaufver-
halten hat sich gewandelt. „Mittlerweile spielen die Kinder lieber mit Handys als mit Luftballons“, meint Czermak und beobachtet, wie die Aluminiumscheiben einer seiner Maschinen in ein Fass mit rosafarbenem Latex eintauchen. Heute produziert das Gummiwerk vorwiegend Riesenballons für Events, zu Dekorationszwecken und für die Werbung. Darüber hinaus fertigen Czermak und sein Team Spezialgummiteile für Hartmetallhersteller, die Karbonfaserverarbeitung, für die Verpackungsindustrie, den medizinisch-technischen Bereich, die Formel 1 oder den Skirennsport. „Wir produzieren auch Badehauben und Kleber zum Beschichten, etwa von Schuhsohlen.“ Gemeinsam mit Kunden und Unternehmen entwickelt der Tüftler laufend neue Technologien und Verfahren.
rohstoff aus Malaysia. Doch was kaum jemand weiß: Die Produkte sind biologisch abbaubar. „Wir sind keine ,Stinkebude‘, die Plastikwaren herstellt – wie manche vielleicht meinen. Unsere Produkte verrotten, ähnlich wie die Blätter eines Baums“, betont Czermak und drückt zwei Mädchen, die ihren Kopf zur Tür hereinstecken, ein paar Luftballons in die Hand. „Die Kinder wissen, dass wir Luftballons herstellen, und kommen manchmal vorbei“, freut sich der Unternehmer. Und bei 30.000 Stück pro Tag brauchen sich die Kleinen wegen des Nachschubs wohl keine Sorgen zu machen. Wir sind stolz auf auf sie. Ihre Unternehmerkammer Ihr Kontakt im Bezirk: Tel.: 05 90 90 5-3110, imst@wktirol.at
AN DEN MARKT ANPASSEN
Als Unternehmer sei es wichtig, sich an die verändernden Marktbedingungen anzupassen und neue Geschäftsfelder zu suchen. „Wir sind in einer extremen Nische tätig. Deshalb entwickeln und bauen wir unsere Geräte und Vorrichtungen selbst“, berichtet der Chef stolz und führt in einen Raum, in dem Luftballons bedruckt werden. „Luftballons sind ein lustiges Geschäft: Erfreuliche Anlässe und gut gelaunte Menschen. Das ist spaßiger, als mit nüchternen Technikern über Vulkanisationsstufen zu diskutieren“, sagt Czermak und lacht. Und als Vortragender bei Ballonseminaren erklärt er Künstlern und Dekorateuren, wie man Ballons richtig aufbläst und zubindet.
BIOLOGISCH ABBAUBAR
Die Arbeit mit Latex ist in Europa eher exotisch. Das Gummiwerk importiert den Natur-
WKO.at/tirol/imst
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as graue Betongebäude liegt unscheinbar in der Morgensonne. Ab und zu dringen Geräusche aus dem Inneren und vermischen sich mit dem Gezwitscher der Vögel. Auf den ersten Blick ahnt niemand, dass sich hinter diesen Wänden eine kunterbunte Luftballonwelt verbirgt. „Ohne dieses Unternehmen zum Tüfteln hätte ich mir ein Modellflugzeug oder eine Eisenbahn zugelegt“, feixt Dominik Czermak, holt tief Luft und bläst den orangen Luftballon in seiner Hand zu einem freundlich dreinblickenden Kurzohrhasen auf. „Du brauchst Kondition und die richtige Technik“, meint der Profi mit geheimnisvollem Blick. Eigentlich wollte der Tiroler nach seinem Studium (Elektrotechnik und Maschinenbau) Kryotechniker am Cern in Genf werden. Doch dann erkrankte im Betrieb seines Vaters, dem Gummiwerk Czermak und Feger, der Techniker und Czermak sollte für ein Jahr einspringen. „Aus diesem einen Jahr wurden 28. Aber ich bereue es nicht. Als Unternehmer kann ich Ideen leichter umsetzen und ich bin in einer sehr abwechslungsreichen und bunten Branche tätig.“
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Imst hat mehr zu bieten, als man glaubt.
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DAUERBRENNER ENERGIEBERATUNG Verheizen Sie in Ihrem Betrieb auch noch zu viel Energie und damit unnötige Kosten? Dann wäre es Zeit, über ein Energiekonzept nachzudenken. Denn neben der Wahl des Energieträgers und der Wärmedämmung spielen in Unternehmen auch die Prozessabläufe eine zentrale Rolle. Ein Patentrezept gibt es nicht. Aber ein individuell abgestimmtes Beratungsangebot in der Wirtschaftskammer Tirol umfasst kostenlose Energiechecks sowie geförderte Beratungen zum Thema Energieeffizienz. // Text: Doris Helweg, Fotos: WK Tirol, Birgit Koell
Wolfgang Egger vom Jägerhof in Kolsassberg hat sich für eine Energieberatung der Wirtschaftskammer Tirol entschieden und seinen Betrieb auf ein Biomasse-Mikronetz umgestellt. Begleitende Maßnahmen wie Wärmerückgewinnung, der Einsatz hocheffizienter Pumpen und die Umstellung auf eine hygienische Warmwasserbereitung mit Frischwassermodulen tragen entscheidend zur Energieeinsparung bei.
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„DIE ENERGIEPREISE WERDEN MITTEL- UND LANGFRISTIG STEIGEN! EIN MÖGLICHST EFFIZIENTER EINSATZ DES ENERGIETRÄGERS IST SOMIT REIN AUS WIRTSCHAFTLICHEN GRÜNDEN ANZUSTREBEN.“
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erade in älteren betrieblich genutzten Gebäuden finden sich oft enorme Einsparungspotenziale“, weiß Ing. Richard Stöckl, Ansprechpartner für Energieberatungen in der Wirtschaftskammer Tirol. Das Problem für Unternehmen beginnt dabei oft schon bei der Bestandsanalyse. Denn jedes Gebäude ist anders, jeder Unternehmensablauf individuell. Und dann gibt es da ja die unterschiedlichsten Energieträger, vom alteingesessenen Erdöl über Erdgas bis hin zu Biomasse, Erdwärme oder Photovoltaik. Welche Kombination ist die richtige für mein Unternehmen? Und welche Förderungen gibt es? Wichtige Entscheidungen, die nicht gerade zum Tagesgeschäft gehören. Umso mehr Bedeutung kommt einer professionellen Ist-Analyse und einem darauf abgestimmten Energiekonzept zu. Wir haben Ing. Richard Stöckl gefragt, was er Tiroler Unternehmen in puncto Energieeffizienz raten kann. ECO.NOVA: Sie führen seit vielen Jahren Energieberatungen für Unternehmen durch. Warum soll ein Unternehmer oder Hotelier eine Energieberatung in Anspruch nehmen? RICHARD STÖCKL: Die Energiepreise werden mittel- und langfristig steigen! Ein möglichst effizienter Einsatz des Energieträgers ist somit rein aus wirtschaftlichen Gründen anzustreben. Die Energieberatung der Wirtschaftskammer Tirol zeigt Einsparpotenziale in bestehenden Unternehmen auf und erstellt zukunftsorientierte Energiekonzepte. Ein individuell auf den betrieblichen Bedarf abgestimmtes Energiekonzept bringt Energieeinsparung, optimale Förderungen und schont die Umwelt. Mit welchem Einsparungspotenzial können Unternehmer rechnen? Das hängt im Wesentlichen vom Ist-Zustand und den Maßnahmen zur Energieeinsparung ab. Natürlich bringen thermische Sanierungen und eventuelle Umstellungen auf andere Energieträger auch Investitionen mit sich. Investitionen, die sich aber für die Zukunft lohnen. So sind zum Beispiel die laufenden Kosten bei Biomasse um 40 Prozent günstiger und es handelt sich um einen erneuerbaren Energieträger, jedoch ist die Investition höher als bei einer Öl- oder Gasheizung. Die Sinnhaftigkeit von Umstellungen auf andere Energieträger hängt im Endeffekt von der Amortisationszeit der Investition und von deren Finanzierbarkeit ab.
Richard Stöckl
Welche Trends zeichnen sich ab? Gas ist derzeit für viele Unternehmen ein attraktiver Energieträger, man muss jedoch bedenken, dass Gas nicht erneuerbar ist und die Versorgungssicherheit gewisse Fragezeichen hat. Wärmepumpen sind im Neubau bei Niedrigenergiebauweise ideal, jedoch im Zuge von Sanierungsmaßnahmen eher schwierig umzurüsten. In puncto Stromgewinnung liegt Photovoltaik absolut im Trend. Im Gegensatz zu früher werden Photovoltaikanlagen nur mehr auf den Eigenstrombedarf ausgelegt, da Einspeistarife und Förderungen stark rückläufig sind. Bei einer zu erwartenden Nutzungsdauer von 30 Jahren sind die Investitionen für eine Photovoltaikanlage nach 15 Jahren abbezahlt und somit 15 Jahre gratis Strom zu erwarten. Diese Form der Stromerzeugung gewinnt gewerblich wie privat enorm an Bedeutung. Auch die Wärmerückgewinnung aus Lüftungs- und Kälteanlagen insbesondere bei Hotels macht im Rahmen eines Gesamtkonzeptes durchaus Sinn. Was gilt es in puncto Förderungen besonders zu beachten? Förderanträge müssen unbedingt vor Beginn der Maßnahmen bei den jeweiligen Stellen eingereicht werden. Auf www.ecotirol.at – einer gemeinsamen Plattform von Land Tirol, Wirtschaftskammer Tirol und Energie Tirol – können sich Unternehmen über Umweltberatungen, Förderungen, Energieeffizienz, Energiemanagement, umweltfreundliche Mobilität, Umweltzeichen, CSR und vieles mehr informieren. Was raten Sie Unternehmern bei Umbauten oder Neubauten in puncto Energieeffizienz? Neubauten wie auch Umbauten sollten nach
Möglichkeit in Niedrigenergiestandard ausgeführt und die Energieversorgung dem Aufwand entsprechend dimensioniert werden. Denn betrachtet man die Gesamtkosten eines Bauwerkes auf seinen Lebenszyklus, rechnen sich die Investitionen in die thermische Hülle wie auch die Anlagentechnik mit größter Wahrscheinlichkeit. Nutzen Tiroler Unternehmen Ihre Energieberatungen und zeigen sie sich auch umweltbewusst? Absolut, ja! Wir führen im Jahr ca. 180 Beratungen durch und aufgrund der niedrigen Zinssituation sind die Unternehmer auch gerne bereit, in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Natürlich liegt die Entscheidung letztendlich beim Unternehmer, jedoch zeigen viele durchaus ein gesundes Umweltbewusstsein. Erfolgreich umgesetzte Beispiele für Energiekonzepte: ez-isolierungen GmbH in Jenbach, Hotel Jägerhof in Kolsassberg, Motoreninstandsetzung Müssigang in Thaur oder Bunte Hotel Fischer am See in Heiterwang.
DREI KURZE ENERGIESPAR TIPPS OHNE KOSTEN:
• Die Raumtemperatur prüfen! Die Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad bedeutet ca. 6 Prozent Energieeinsparung. • Lüftungseinstellung kontrollieren, denn die doppelte Menge an Frischluft bedeutet das 8-fache an Energie! • Stand-by-Verluste minimieren: Geräte und Beleuchtung sollten nur bei Bedarf eingeschaltet sein.
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BILDUNG ALS PRIVATSACHE? Der Vergleich mag mittlerweile schon einen Bart haben. Nehmen wir aber Conchita Wurst, die das (ja nicht neue) Thema Toleranz aktuell zum viel diskutierten in Europa macht, hat die etwas holprige Standortsuche der Tyrol International School (TIS) die Debatte rund um Privatschulen zumindest in ihrer Außenwirkung vertieft. Soll, darf bzw. muss Bildung neu definiert werden in Zeiten, wo PISA-Studien gestoppt und neue Maturakonzepte zum zentralen Stolperstein werden? // Text: Renate Linser-Sachers, Fotos: Land Tirol/Aichner, Hofer, privat, Linser-Sachers
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ir haben uns auf unserer Meinungsbildungsreise zweier aktueller Bespiele angenommen: Der Tyrol International School für 10- bis 18-Jährige, die sich bekannterweise auf Herbergssuche befindet, sowie der erst im Herbst 2013 gegründeten, ersten privaten, bilingualen Grundschule in Innsbruck – der COLE Privatschule-Private School für ABC-Schützen, die ab dem Schuljahr 2014/15 durch eklatante Platznot in Container ausweichen muss. Die Schule ist konzipiert für Kinder, die in Englisch UND Deutsch auf hohem Niveau unterrichtet werden – was für Schüler aus Tirol wie aus dem Ausland gleichermaßen gilt. Ein schlichtweg elementar wichtiger Punkt für die Mitarbeiterstruktur großer Firmen, denn Fakt ist, dass Manager in Spitzenpositionen (nicht nur aus dem Ausland) ihren Nachwuchs nicht in staatliche Schulen schicken. Schon gar nicht bei einem Jobwechsel, wenn die Kinder vorher bereits private Einrichtungen – vom Kindergarten bis zur (Volks-)Schule – besucht haben. Global agierende, in Tirol stationierte Unternehmen können ein Lied davon singen, wenn Angebot und Nachfrage in Sachen Bildung in dieser sozialen Oberschicht nicht vereinbar sind.
MEILENSTEIN IN DER TIROLER SCHULSZENE
In der COLE Privatschule-Private School – verkehrstechnisch ideal im Sieglanger gelegen – wird der Unterrichtsstoff nach österreichischem Lehrplan in beiden Sprachen synchron von zwei ausgebildeten Lehrkräften vermittelt, die Alphabetisierung erfolgt also parallel in Deutsch und Englisch. Ein Segen für englischsprachige Kinder und deren Eltern, die hier mit Selbstverständnis der Sprache ihrer neuen Heimat mächtig werden. Bereits vor 25 Jahren hatte Rosie Ladner-Cole in reiner Privatinitiative mit einer Kindergruppe und damals drei Kindern in ihrem (dann ehemaligen) Wohnzimmer mit englischer Betreuung begonnen. Sprösslinge von Chefs international tätiger Firmen sowie Förderungen von Stadt, Land und Bund haben dazu beigetragen, dass die Kindergruppe kontinuierlich gewachsen ist. Überzeugt von der weit überdurchschnittlichen Förderung ihrer Kleinen, strebten die Eltern eine Weiterführung dieses zukunftsorientierten Projektes mit Ausdehnung auf die Grundschule an. So konnte als Novum in der Tiroler Schulszene im September 2013 die COLE Privatschule-Private School ihrer Bestimmung übergeben werden; möglich gemacht durch die Gründung eines Elternvereins sowie einer Stiftung als Starthilfe. Wegen der steigenden Nachfrage an Schulplätzen und bis dato acht
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COLE PRIVAT SCHOOL
Die COLE Privatschule-Private School ist konfessionsfrei (katholischer Religionsunterricht z. B. hinsichtlich Erstkommunion in Kooperation mit dem Pfarrer des Innsbrucker Stadtteils möglich), wird als gemeinnütziger Verein geführt, unterliegt dem österreichischen Lehrplan mit akademisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt und verschreibt sich dem Credo, dass sich die Kinder zu verantwortungsbewussten, akademisch gut gebildeten, ethisch und global denkenden Erwachsenen von morgen – mit Englisch als Weltsprache der Kommunikation – entwickeln. Ein Quereinstieg, sprich Schulwechsel, ist jederzeit möglich, weder Deutsch- noch Englischvorkenntnisse sind erforderlich. Everybody’s welcome auf der Summer-Party am 29. Juni von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Freigelände des Veranstaltungszentrums Hafen am Innrain, wo der Schulschluss gefeiert wird und sich während des ganzen Nachmittags Interessierte über die Aktivitäten des Cole Englisch Centre for Kids ausführlich informieren können. Rosie steht weiters nach Terminvereinbarung jederzeit gerne für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. www.cole.at
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Neuanmeldungen sind die privaten Kapazitäten nun endgültig erreicht. Zum Vergleich: Derzeit genießen vier Schüler mit zwei Lehrpersonen in Wohnzimmeratmosphäre die Bildungseinrichtung. Ab dem neuen Schuljahr, in dem nun auch gesundes Mittagessen von „Mama bringt’s“ und Nachmittagsbetreuung angeboten wird, müssen Container als provisorische Lösung aufgestellt werden, bis ein Grundstück in dieser bevorzugten, von Ost wie West dank Autobahnanschluss perfekt erreichbaren Lage gefunden wird. Kein leichtes Unterfangen für Schulleiterin Rosie Ladner-Cole und den Elternverein mit Obfrau Verena Plank. Denn derzeit laufen sämtliche Aktivitäten praktisch zur Gänze über die Stiftung, allein die Lehrergehälter verschlingen über 80.000 Euro im Jahr. Öffentliche Unterstützung ist nur im Minimalbereich vorhanden, wie Ladner-Cole bedauert. Wobei sie an dieser Stelle ein herzliches Danke an Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und die Stadtplanung richtet, von deren Seite die Hälfte des Parkplatzes vor der Schule für die Installation der dringend nötigen Container zur Verfügung gestellt wird. Hinsichtlich des (realistischen) Zukunftstraumes, die Schüler bis zum Maturaabschluss zu unterrichten, sollten das wohl wirklich nur interimistische „Klassenzimmer“ sein dürfen. „Irgendwann werden Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung aufwachen und unsere Schule endlich finanziell unterstützen“, blickt die engagierte Gründerin optimistisch in die Zukunft. Und fragt sich, warum die Tyrol International School keine Kooperation mit der COLE Privatschule-Private School sucht statt im Alleingang zu agieren.
INTERNATIONALITÄT SUCHT ADÄQUATE BLEIBE
Seit der Botschaft, dass das Projekt der Tyrol International School am Standort Rinn nicht weiter bearbeitet wird, haben eine Vielzahl von Tiroler Gemeinden ihr Interesse an der Ansiedelung der internationalen Schule bekundet. eco.nova hat sich auf die Spurensuche mit DI Leonhard Pertl von TIS Development über das Projekt an sich und den Stand der Dinge begeben: „Derzeit werden 17 Gemeinden auf die erforderlichen Makrokriterien überprüft. Unter die Lupe genommen werden u. a. diverse ortsstrukturelle Merkmale, das Umfeld der Standorte, deren freizeitsportliches Potenzial, vorhandenes traditionelles, soziales und sportliches Vereinswesen ebenso wie Image und Außenwirkung“, definiert Pertl Punkte aus dem Anforderungsprofil. Neben Wochenschülern aus der Region sind hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus der ganzen Welt im Alter von 10 bis 18 Jahren die
Klientel der privaten, internationalen Schule. Ein wesentliches Ziel besteht darin, den Bildungsauftrag dahingehend zu erfüllen, dass nach Abschluss der Ausbildung die erfolgversprechenden Weichen für den Besuch internationaler Universitäten gestellt werden. Ein weiteres Augenmerk liegt darin, den Schülern die Kultur des Landes näher zu bringen und sie in einem bewusst offen gestalteten System über das Sport- und das Vereinswesen in die örtliche Gesellschaft zu integrieren. Über beratende Ausbildungsagenturen werden die Eltern und deren Kinder akquiriert, die künftig in fescher Schulkleidung wo auch immer in Tirol auf das Leben vorbereitet werden. Denn Nordtirol hatte nach eineinhalbjähriger Analyse, in der u. a. auch Salzburg oder die Obersteiermark geprüft worden sind, eindeutig den Zuschlag für die internationale Schule „Mountain, Sports and Nature“ erhalten. Initiator des Projektes ist KR Alois Wegscheider, Chef der Unternehmensgruppe aus Wörgl. Der Aufbau wird Schritt für Schritt über ca. acht bis zehn Jahre in Abschnitten erfolgen, als Endziel sind ca. 350 Schüler vorgesehen. Es ist geplant, mit ca. 40 Schülern im Schuljahr 2016/17 zu starten. „Für die Standortgemeinde/die Region bringt die Ansiedelung neben der Kommunalsteuer (im Endausbau sind an der Schule rund 100 Personen beschäftigt) eine Fülle von weiteren Vorteilen: Neben der permanenten internationalen Bewerbung als qualitätsvoller Bildungs- und Lebensraum sind die Kinder lebenslange Botschafter. Allein die laufenden Besuche der Eltern, Verwandten und Freunde sind ein nicht zu unterschätzender zusätzlicher Wirtschaftsfaktor. Für den Standort Tirol ist die internationale Schule eine ganz wichtige Einrichtung, da für Spitzenkräfte aus Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie deren Familien eine derartige Ausbildungsstätte ein ‚Must‘ darstellt. Der Erfolg der Schweiz auf diesen Sektoren basiert maßgeblich auf dem Vorhandensein derartiger Schulen“, positioniert Pertl die Tyrol International School.
BYE, BYE, SCHULE IN RINN ...
„Was gestern nicht war, darf morgen nicht sein“, so das resignierende Bild, das der Rinner Bürgermeister Friedrich Hoppichler von seiner Gemeinde zeichnet. Das klare Votum gegen die geplante Tyrol International School im Orsteil Judenstein (800 von etwa 1.700 Bürgern hatten eine Bürgerinitiative per Unterschrift unterstützt) sei schon sehr überraschend für ihn gewesen. Er hätte den Mut gehabt, dieses Projekt – mit zugesagter Unterstützung von LH Platter und BM Oppitz-Plörer – durch-
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Friedrich Hoppichler, Bürgermeister Rinn
DI Leonhard Pertl von TIS Development
individuell. effizient.
zusetzen, wenn die TIS als Betreiber das Interesse nach den vernichtenden Umfragen nicht zurückgezogen hätte, bekräftigt das langjährige Gemeindeoberhaupt und spricht von einer großen wirtschaftlichen Chance verbunden mit sicheren Arbeitsplätzen, die nun vertan sei. „Wenn wir 700 Gäste von unserer Infrastruktur her versorgen können, wäre das auch mit 300 Schülern möglich gewesen. So verlieren wir nun Kommunalsteuern, die sich pro Budgetjahr mit 200.000 bis 250.000 Euro zu Buche geschlagen hätten“, skizziert Hoppichler die nach seinem Geschmack neumodische Einstellung der Menschen, gegen alles und jeden Protest einlegen zu müssen, wo Hintergründe oft gar nicht interessieren würden. Und denkt dabei mit Wehmut an seinen Amtsvorgänger, der 1971 den auch nicht unumstrittenen Bau des Golfplatzes einfach durchgezogen hatte, ohne die Bevölkerung mit einzubeziehen. „Heute erhalten wir in Rinn von dieser Seite eine garantierte Jahrespacht von 180.000 Euro, 20 Mitarbeiter – einschließlich Restaurant und Verwaltung – sind großteils das ganze Jahr über beschäftigt“, zieht er enttäuscht den direkten Vergleich mit dem nun nicht realisierten Schulprojekt, das noch ganz anders dimensionierte positive Auswirkungen auf die Mittelgebirgsgemeinde erreicht hätte. Und betont, dass ihm das Bürgermeistersein trotz allem nach wie vor Freude bereite.
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Die Bürgerinitiative Rinn als offene, basisdemokratische Gemeinschaft (daher ohne offiziellen Sprecher) und ganz spontan nach Durchsickern der Schulpläne formiert, möchte festhalten, dass sie sich nicht generell gegen ein Bildungsprojekt gestellt hatte. Anlass zum Einspruch waren jedoch Hintergrundfragen wie in welcher Größe das Projekt verwirklicht werden sollte und ob es wirklich so viele internationale Arbeitnehmer gäbe, die für ihre Kinder in Tirol eine private Schule suchen/brauchen! In der Öffentlichkeit vorwiegend reduziert darauf, dass Wanderwege verlegt, der Hund auf einer neuen Route Gassi gehen, Wald gerodet und eventuell eine breitere Straße gebaut werden muss, seien die Beweggründe des Protestes primär in ganz anderen Bedenken gelegen. Wie etwa dem Misstrauen gegen den Betreiber NEN (Nobel Education Networks) als herausragender Kritikpunkt, da sich diese der Bürgerbewegung eher als gewaltiger Immobilienspekulant denn als seriöser Betreiber einer Bildungseinrichtung präsentiert hätte. So würde NEN – eine Gesellschaft, u. a. gegründet von Alexander Olek, ehemaliger Initiator der Phorms Privatschulen in Deutschland, wo von ursprünglichen vierzehn nur mehr eine Handvoll existieren sollen – am Beispiel der Vienna International School auf ihrer Homepage auf 200 Schüler verweisen, von denen tatsächlich nur 36 die Schulbank drücken. Laut Rinner Bürgerinitiative ein absoluter Reinfall, der die Frage aufwerfe, wie dieses Projekt in der Region Innsbruck funktioniere, wenn es in Wien schon keinen Erfolg habe. In den Raum gestellt wurde weiters, ob die Schüler aus der ganzen Welt nur zum Klettern und Skifahren, getreu dem Schulmotto „Mountain, Sports und Nature“, nach Tirol kommen sollen? „Mit diesem Wissen und der Weigerung seitens Gemeinde sowie TIS, eine Bedarfsstudie anzufertigen und uns vorzulegen, mussten wir dem Projekt einfach skeptisch gegenüberstehen“, so die Bürgerinitiative, die mit ihrer Unterschriftenaktion das Wunschblatt des Bürgermeisters gewandelt hatte. Ganz nebenbei sei für die Bewegung festzustellen gewesen, dass zuerst nur mit internationalen Schülern geworben wurde. Je umstrittener sich das Projekt herauskristallisiert hatte, desto mehr sei der Bezug zu Tirol hergestellt worden. Woraus für die überwiegend kampfbereiten Rinner Bürger die Frage resultierte, wozu man dann so viele Internatsplätze gebraucht hätte. >
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STIMMEN AUS DER ÖFFENTLICHKEIT
Dr. Reinhard Schretter, Präsident Industriellenvereinigung Tirol „Der Markt ist reif dafür“
Aus ureigensten Interessen müssten sich Industrie und Wirtschaft in Richtung international geprägter Topbildung wohlwollend, sprich subventionierend einbringen. Inwieweit ist die Industriellenvereinigung in den Auf- und Ausbau von Privatschulen involviert? Beispiel COLE Private School, die nun Container aufstellen muss ... Die Exportquote der Tiroler Industrie hat die 70-Prozent-Grenze längst überschritten. Leitbetriebe, Familien-, Klein- und Mittelbetriebe sind überwiegend international ausgerichtet, einige multinationale haben auch Standorte in Tirol. Allein vor diesem Hintergrund ist uns die internationale Ausrichtung unserer Bildungslandschaft ein großes Anliegen. Wir waren bei diversen Schulprojekten in Tirol auch Anstoß bzw. mit Einmalfinanzierungen dabei. Doch auch hier sollten die Regeln der Marktwirtschaft gelten. Der Run auf die COLE Private School sagt ja schon, dass der Markt für derartige Einrichtungen reif ist. Wo kollidieren (möglicherweise) öffentliche und private Interessen? In unseren privaten Unternehmen spielt das Kostenmanagement eine große Rolle. Einnahmen und Ausgaben müssen sich die Waage halten, um das Überleben langfristig zu sichern. Initialzündungen und Einmalfinanzierungen öffentlicher Einrichtungen durch Interessenvertretungen der Wirtschaft sind manchmal notwendig, weil es um gut ausgebildete Mitarbeiter geht. Doch längerfristig müssen derartige Projekte von der Nachfrage leben lernen. Das Interesse der öffentlichen Hand ist hier naturgemäß etwas anders gelagert: Es geht um die öffentliche Infrastruktur (Räumlichkeiten), um Lehrkörper und Schulangebote. Wie und in welchem Rahmen kann die Industriellenvereinigung konkrete Maßstäbe setzen bzw. sich weitblickend unterstützend einbringen? Wir bringen uns laufend auf breiter Basis in die Aus- und Weiterbildung ein: von der Unterstützung diverser MINT-Projekte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) bis hin zum Angebot „Englisch vom Kindergarten bis hin zur Matura“. In Zukunft möchten wir die Attraktivität Tirols auch für internationale Fach- und Spitzenkräfte steigern. Hier würden internationale Schulen den Erfordernissen unserer Zeit nur gerecht. Das internationale Schulnetzwerk käme Kindern oder Familienangehörigen der in Tirol lebenden auswärtigen Führungskräfte bzw. Wissenschafter zugute; doch auch Einheimische könnten von solchen Bildungseinrichtungen profitieren. Überhaupt: Ein Schuss mehr Internationalität tut unserem Land gut. In unserer Bildungsbroschüre „Schule 2020: Lernen – Wachstum – Wohlstand“ erläutern wir ausführlich die Rolle der Bildung in unserer Innovationsgesellschaft. Einzelne Punkte daraus setzen wir auch auf regionaler Ebene um. So konnte die neue HTL für Chemie in Kramsach bereits im Herbst starten. Von uns unterstützt werden auch Lehrstühle an der Universität, Forschungsinstitute, Fachhochschulen sowie Kindergärten, Volksschulen oder Gymnasien. Das Spektrum ist breit, das wir laufend abdecken. Die Zukunft gilt der Internationalisierung, auch und besonders im Bildungsbereich.
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Dr. Beate Palfrader, Bildungslandesrätin Land Tirol: „Bildung muss leistbar sein“
Sind private Schulen vor allem auch aktuell hinsichtlich PISA-Ende und der anhaltenden Lehrerdiskussionen ergänzend notwendig, um einerseits allen Bildungsschichten und andererseits dem internationalen Niveau wie auch den international besetzten Toppositionen in der Wirtschaft gerecht zu werden? Privatschulen sind sicherlich ein wichtiger Bestandteil der Tiroler Bildungslandschaft. Meine Aufgabe als Bildungspolitikern ist aber vorrangig, Qualität an den öffentlichen Schulen anzubieten. Internationale öffentliche Schulen gibt es bereits in Tirol: Die bereits bestens bewährte Innsbruck Elementary School an der Volksschule Saggen wird an der International School Innsbruck am Akademischen Gymnasium Innsbruck perfekt weitergeführt. Diese Schulen werden vom Land besonders finanziell gefördert, stellen eine wertvolle Bereicherung für die Tiroler Schullandschaft dar und bringen eine Aufwertung für den Wirtschaftsstandort Tirol. Eine internationale Schule mit Internat, in welcher der Schulplatz mehrere tausend Euro im Monat kostet, ist aus bildungspolitischer Sicht keine Alternative. Inwieweit greift das Land in die Fördertöpfe bzw. in welchem Rahmen und bei welchen Voraussetzungen ist das überhaupt möglich? Ungeachtet der klaren Zuständigkeit des Bundes für die Finanzierung des Privatschulwesens fördert das Land die Tiroler Privatschulen über die Abteilung Finanzen auf freiwilliger Basis. Jährlich 405.000 Euro sind dafür im Tiroler Landesbudget vorgesehen. Ich trete dafür ein, dass das gemäß dem Privatschulgesetz für die Subventionen bzw. Finanzierung zuständige Bildungsministerium die Privatschulen derart unterstützt, dass sowohl die Elternbeiträge leistbar als auch die Gehälter der Pädagogen angemessen sind.
Dr. Jürgen Bodenseer, Präsident Wirtschaftskammer Tirol „Eliten werden dringend gebraucht“
Sind in unserem Schulsystem Privatschulen generell ergänzend notwendig? Gesellschaft und Bildung leben von der Vielfalt. Private und internationale Schulen sind eine wichtige Ergänzung. Wenn sie fehlen, fehlt ein wichtiger Baustein, der auch damit einen Standortfaktor darstellt. Welche Vorteile bringen Privatschulen für die Wirtschaft? Privatschulen fallen wohl in die Kategorie Eliteschulen. Da werden Eliten ausgebildet, die nicht kapitalistisch verwerflich sind, sondern in der Gesellschaft, Kultur, Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft auch dringend gebraucht werden. In welche spezielle Richtung würden Sie einen Ausbau forcieren? Wir haben in Tirol internationale Betriebe mit klingenden Namen. Zudem wollen wir Innovation und Technologie weiter ausbauen. Dazu brauchen wir Topmanager und internationale Spitzenfachkräfte, die hier auch entsprechende Schulplätze für ihre Kinder erwarten bzw. suchen. Der zielgerichtete Ausbau sollte im Bereich Innsbruck – Kufstein beginnen. Dort, wo auch die Nachfrage besteht. Wie groß ist die Gefahr, dass die Zweiklassengesellschaft dadurch (noch) größer wird? Nicht eine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft sollte die Problemstellung sein. Wir müssen Vielfalt leben und diese auch zulassen. Es geht mehr darum, dass alle „Klassen“ in der Gesellschaft lernen, Integration zu leben und dabei den Stolz auf ihre Persönlichkeit, ihre Herkunft und ihr Können behalten. Egal in welche „Klasse“ bzw. „Schublade“ sie von egoistischen Nationalisten gesteckt werden.
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IN DIE SCHUHE SEINER KUNDEN SCHLÜPFEN Um Produkte oder Dienstleistungen zu verbessern, setzt ein Tiroler Start-up auf mobile Ethnografie statt auf klassische Marktforschung mittels Fragebögen. Das Tool „myServiceFellow“ ermöglicht es, ein Kundenerlebnis Schritt für Schritt aufzuzeichnen und auszuwerten. Der Service-Design-Experte Marc Stickdorn wird gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern Jakob Schneider und Klaus Schwarzenberger eine erste Version der Software (Beta) ab Juli anbieten. 1.000 Interessierte haben sich bereits für die Testversion registriert. Mit Unterstützung des Tiroler Gründungszentrums CAST will das akademische Spin-off des Management Center Innsbruck vor allem international durchstarten. // Text: Barbara Hoffmann Service-Design-Experte Marc Stickdorn
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er kennt sie nicht: Nach dem Besuch in einem Autohaus oder einem Hotel erhalten Kunden einen Fragebogen zur Produktverbesserung. Die klassische Marktforschung setzt häufig auf vorgefertigte Fragen, um die Kundenzufriedenheit zu messen und Verbesserungspotenzial von Produkten oder Dienstleistungen zu eruieren. Was ist allerdings, wenn dabei genau die Frage nicht gestellt wird, die eigentlich wichtig gewesen wäre, um Mängel aufzuzeigen? Mit der mobilen Ethnografie gibt es in der Marktforschung mittlerweise eine In-
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tracking ermöglicht eine genaue Registrierung, wann und wo eine Dienstleistung bewertet wurde. Die Möglichkeit, Videos, Tondokumente oder Fotos heraufzuladen, ergänzt die Dokumentation an den sogenannten „Touchpoints“ – also den kritischen Situationen innerhalb einer Servicekette, an denen ein Kundenkommentar aufgezeichnet wurde. Die App funktioniert auch offline, erst wenn wieder eine Internetverbindung zur Verfügung steht, können die Daten hochgeladen werden, was den Einsatz des Programms auch außerhalb des heimischen Mobilfunknetzes zum Beispiel auf Reisen vereinfacht. Die erhobenen Daten werden mit einer ausgeklügelten Software analysiert, die Ergebnisse können schließlich direkt in die Produktverbesserung einfließen. Die Kosten für das Tool sind überschaubar: Schon ab 39 Euro können Unternehmen „myServiceFellow“ nutzen. Gewinnspiele und Gutscheine schaffen bei den Kunden den Anreiz, die GratisApp von „myServiceFellow“ einzusetzen. Der günstige Preis und die einfache Bedienung sollen das Angebot auch für KMUs interessant machen, erklärt Marc Stickdorn.
FORSCHUNGSPROJEKTE ALS BASIS novation, die es ermöglicht, dass Kunden ein Produkt oder eine Dienstleistung aus ihrem Alltagsleben heraus bewerten – quasi in Echtzeit und ungefiltert mit Hilfe eines Smartphones oder Tablet-PCs. Auf diese Methode setzt auch „myServiceFellow“. Mit dem Tool soll die Datenerhebung und Auswertung einfach und simpel werden. Dienstleistungsanbieter oder Produzenten nutzen „myServiceFellow“, indem sie ihren Kunden eine Gratis-App zum Herunterladen anbieten. Diese können dann mit ihrem Smartphone ihr Kundenerlebnis unkompliziert und detailliert dokumentieren. Geo-
Eine Besonderheit des Start-ups ist seine akademische Perspektive: „myServiceFellow“ ist das Ergebnis der jahrelangen wissenschaftlichen Arbeit von Stickdorn in verschiedensten, auch internationalen Forschungsprojekten. Marc Stickdorn war Lektor am MCI in Innsbruck und ist inzwischen ein international anerkannter Service-Design-Experte. Gemeinsam mit dem in Köln tätigen Jakob Schneider ist er Autor von „This is Service Design Thinking“, ein in mehrere Sprachen übersetztes Standardwerk zum Thema, das bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat, darunter den reddot-DesignAward 2011.
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INTERNATIONALES NETZWERK NUTZEN
Firmensitz des neuen Unternehmens „myServiceFellow“, das in Kürze gegründet wird, ist Innsbruck. Ein Großteil der Kunden wird allerdings nicht aus Österreich kommen: Durch zahlreiche Einladungen zu Vorträgen in aller Welt zum Thema Service Design ist Marc Stickdorn weltweit vernetzt. Seine internationale Reputation setzt der 34-Jährige auch dafür ein, Werbung für sein neues Produkt zu machen. Ein Großteil der über 1.000 Interessenten, die sich auf der Webseite von „myServiceFellow“ für die Testversion registriert haben, kommt daher nicht aus dem deutschsprachigen Raum, sondern aus ganz Europa, den USA und Asien.
SCHUTZ VOR COPY-CATS
Wichtiger Partner bei der Markteinführung des akademischen Spin-offs ist das Center for Academic Spin-offs Tyrol (CAST). „Neben der CAST-Förderung haben wir Unterstützung dabei bekommen, die Pre-Seed-Förderung des Austria Wirtschaftsservices (aws) zu erhalten“, sagt Stickdorn. Hilfreich war auch das Beratungsangebot des CAST beispielsweise bei der Erstellung von Arbeitsverträgen oder in Bezug auf den Schutz der Unternehmensidee. „Da unserer Produkt auf zahlreichen bereits publizierten Forschungsarbeiten beruht, verfolgen wir die Schutzstrategie der sogenannten defensiven Publikation“, erklärt Stickdorn. Patente können nicht auf etwas
erteilt werden, was schon publiziert ist. Einen Schutz vor Copy-Cats, also dem Kopieren oder Nachahmen einer Geschäftsidee, gibt es dabei nicht. „Unsere Glaubwürdigkeit, die wir uns durch unsere wissenschaftliche Tätigkeit in diesem Bereich erarbeitet haben, kann nicht kopiert werden“, sagt Stickdorn. Hilfreich bei der Suche nach Investoren war auch der Input von innet. investorennetzwerk tirol, einer Initiative von CAST und Land Tirol. „Wir hatten schon sehr viel Erfahrung darin, wie wir unser Produkt potenziellen Kunden präsentieren müssen“, erklären Stickdorn und sein Geschäftspartner Klaus Schwarzenberger. „Was für uns allerdings neu war, ist die Vorstellung von myServiceFellow vor potenziellen Investoren.“ Für die beiden Start-up-Gründer war es beispielsweise lehrreich, ihre Geschäftsidee in nur kurzer Zeit im Rahmen eines vom innet organisierten Meetings zu „pitchen“ – also innerhalb von nur wenigen Minuten vorzustellen. Die Investmentsuche war inzwischen erfolgreich: Das Innsbrucker Unternehmen für mobile Software, mohemian, ist als Investor mit an Bord.
AUS FEHLERN GELERNT
Dass jetzt auch die Firmengründung mit „myServiceFellow“ gelingt, davon ist Marc Stickdorn überzeugt. Eine Erfolgsformel ist für ihn die Zusammenarbeit mit seinen Geschäftspartnern Jakob Schneider und Klaus Schwarzenberger. „Ich habe die strategische Kompetenz, Jakob Schneider ist für das De-
Stickdorns Geschäftspartner Jakob Schneider (Design) und Klaus Schwarzenberger (technische Umsetzung)
sign verantwortlich und Klaus Schwarzenberger sorgt für die richtige technische Umsetzung. Strategie, Design und die technische Umsetzung sind die drei wichtigsten Komponenten für ein erfolgreiches Start-up in unserer Branche“, erklärt Stickdorn. Die drei kreativen Köpfe hinter „myServiceFellow“ profitieren darüber hinaus von ihrer Erfahrung: 2011 haben sie smaply gegründet, ein Onlinetool zur Visualisierung von Kundenerlebnissen innerhalb von Produkt-Service-Systemen. „Dabei haben wir auch viele Fehler gemacht. Heute wissen wir, dass wir bei Kunden nicht zu hohe Erwartungen wecken und den Release eines neuen Features nicht zu früh ankündigen dürfen“, meint Stickdorn. // www.myservicefellow.com eco.nova
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E-MOBILITÄT IST NICHT SEXY. ODER? Private Nutzung von Elektromobilität hat Potenziale für den ländlichen Raum. // Foto: iStockphoto
Technische und wirtschaftliche Schwächen haben E-Autos bald aufgeholt. Begeistern müssen sie noch.
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WER WILL MICH?
Experten wie jene, die bei den Elektromobilitätstagen der Cluster Erneuerbare Energien, IT und Mechatronik der Standortagentur Tirol am 17. und 18. Juni in Innsbruck die
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Auch Tiroler Unternehmen orten in der Elektromobilität Chancen, wie der Schwazer Fahrzeugentwickler Alois Bauer: „Elektrische Antriebe befreien den Fahrzeugbau aus seinem seit 100 Jahren vorgegebenen Skelett. Der zukünftige Gestaltungsspielraum und die daraus resultierende Produktvielfalt wird auch die zentralisierten Großfabriken in Frage stellen.“ Ähnlich sieht das Otto Handle, dessen Innsbrucker Firma enerChange Österreichs größter Hersteller intelligenter Ladesäulen ist: „Umweltfreundlich sind Elektrofahrzeuge, wenn sie erneuerbare Energien nutzen. Diese stehen, insbesondere aufgrund des Solarbooms der letzten Jahre, in ausreichender Menge zur Verfügung. Wir können mit unseren Ladesäulen den steigenden Strombedarf der rasch wachsenden Flotte von Elektrofahrzeugen zeitlich staffeln, um die Erzeugungsüberschüsse der erneuerbaren Energien optimal in den Fahrzeugen zu verwenden.“
Potenziale der E-Mobilität unter die Lupe nehmen, sind sich einig, dass E-Autos in wenigen Jahren die letzten technischen Hürden nehmen werden. Dadurch würden sich auch die Anschaffungskosten eines E-Autos halbieren. Der geringe Wartungsaufwand und Steuervorteile würden E-Autos zusätzlich für den Massenmarkt interessant machen. Allerdings mangle es an breiter Akzeptanz für E-Autos. „Neben technischen und finanziellen Aspekten spielt die Emotion eine Rolle, da müssen sich E-Autos mit den Leistungsprofilen klassischer Autoantriebe messen lassen. Daher laden wir alle Tiroler ein, sich am 18. Juni vor dem Landestheater in Innsbruck selbst ein Bild zu machen und Elektromobile auszuprobieren“, appelliert Gohm. Infos, was wann Probe gefahren werden kann, finden sich unter www.standort-tirol.at/elmo-tage.
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WIRTSCHAFTSFAKTOR E-MOBILITÄT
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lektromobilität – das wird allgemein mit der Stadt verbunden: O-Busse, Straßenbahn und der kleine Stadtflitzer. Unser Mobilitätsverhalten zeigt aber deutlich, dass Elektroautos gerade auf dem Land ihre Stärken ausspielen können: Laut Tiroler Mobilitätserhebung 2011 legen die Tiroler täglich 31 Kilometer zurück, wofür sie auf 4,1 Wegen 75 Minuten brauchen. Während in Innsbruck fast zu gleichen Teilen Alltagsstrecken zu Fuß, mit dem Auto oder dem Fahrrad erledigt und Öffis zwischen Innsbruck und Umland vermehrt genutzt werden, dominiert tirolweit das Auto: 56 Prozent aller Wege werden werktags mit dem Pkw zurückgelegt, 21 Prozent zu Fuß, mit dem Rad und Öffis nur 11 bzw. 10 Prozent. „Kurzstrecken machen die Hälfte aller Wege aus. Mit Reichweiten zwischen 100 und 150 Kilometern sind E-Autos fit für den Alltagseinsatz und gerade für den ländlichen Raum interessant. Nicht zuletzt, da Tirol das ehrgeizige Ziel verfolgt, durch die Förderung umweltfreundlichen Mobilitätsverhaltens jährlich 70.000 Tonnen CO2 und 16 Tonnen Feinstaub einzusparen, kommt der Elektromobilität im Individualverkehr eine wichtige Rolle zu“, so Dr. Harald Gohm, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol.
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ERFOLGSMODELL LEHRE UND MATURA Das Land Tirol unterstützt seit 2008 das Projekt „Lehre und Matura“. Bereits 215 Lehrlinge gehen mit der allgemeinen Hochschulreife doppelt sicher in die Zukunft.
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irol genießt international große Anerkennung als idealer Wirtschaftsstandort. „Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere hoch motivierten und durch eine Lehre bestens qualifizierten Fachkräfte“, sagt Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Die Bedeutung der Lehre ist auch für unsere Jugend sehr groß. In Tirol entscheiden sich 49 Prozent der Jugendlichen für eine Lehrausbildung. Andererseits machen sehr viele junge Menschen eine rein schulische Ausbildung. „Es ist uns gelungen, dass eine Lehre und eine höhere schulische Ausbildung einander nicht mehr ausschließen“, erklärt Zoller-Frischauf. Das Modell „Lehre und Matura“ verbindet seit 2008 eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife und wird gerade auch durch die Unterstützung des Landes kostenlos angeboten. „Bereits 215 Lehrlinge (98 Frauen, 117 Männer) gehen nunmehr doppelt sicher in die Zukunft. Sie konnten erfolgreich neben ihrer Berufsausbildung die Maturaprüfung ablegen“, freut sich die Wirtschaftslandesrätin über den Erfolg des Modells. In Tirol wird die Ausbildung „Lehre und Matura“ vom WIFI und vom BFI durchgeführt. Dabei kann zwischen einem „Begleitenden Modell“ und einem „Integrierten Modell“ gewählt werden. „Lehre und Matura“ kombiniert die Lehrausbildung in der Praxis im Betrieb mit der schulischen Vorbereitung auf die Matura. Die Jugendlichen können damit höherqualifiziert und doppelt sicher in die Zukunft starten.
ALLGEMEINE INFORMATION
Die Matura wird in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und dem Fachbereich abgelegt. Der Fachbereich richtet sich nach dem Lehrberuf.
MODELLE
• 1. Integriertes Modell Das integrierte Modell ist Bestandteil des Lehrverhältnisses und muss mit dem Lehrbetrieb abgeklärt sein. Der Unterricht findet bei diesem Modell einmal pro Woche am Vormittag oder Nachmittag statt. • 2. Begleitendes Modell Im begleitenden Modell findet der Unterricht in der Freizeit statt. Damit ist der Unterricht unabhängig vom Lehrbetrieb und es gibt keine Überschneidungen mit dem Berufsschulunterricht.
KOSTEN
Die Finanzierung des Ausbildungsmodelles „Lehre und Matura“ erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) mit Unterstützung des Landes Tirol. Damit können diese Kurse vom BFI Tirol und WIFI Tirol für Lehrlinge kostenlos angeboten werden.
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mit zwei ausbildungen doppelt sicher in die zukunft. Lehre & Matura verbindet eine vollständige Berufsausbildung mit der allgemeinen Hochschulreife. In Tirol wird dieses Angebot vom WIFI und vom BFI durchgeführt. Weitere Informationen unter www.tirol.gv.at Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Wirtschaft und Arbeit
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DIE ERFORSCHUNG DES ALTERUNGSPROZESSES Ewige Jugend war schon immer ein Traum der Menschheit. Diesen Wunsch kann man nicht erfüllen, aber versuchen, ein Leben in guter Gesundheit bis ins hohe Alter zu gewährleisten. Mit dieser Aufgabe beschäftigt sich das Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung der Universität Innsbruck. // Text: Barbara Wildauer
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rof. Dr. Beatrix GrubeckLoebenstein, Leiterin des Forschungsinstituts: „Biologische Alternsforschung ist Grundlagenforschung mit dem Zweck, Mechanismen der Alterung von Zellen und biologischen Systemen zu verstehen, um Maßnahmen entwickeln zu können, wie man ihnen vorbeugen bzw. entgegenwirken kann.“
IM ALTER LÄNGER GESUND BLEIBEN
„Die Alternsforschung hat auch eine starke gesellschaftspolitische Komponente. Je älter die Menschen werden und je mehr der Anteil der über 80-Jährigen in der Gesamtbevölkerung steigt, umso wichtiger ist es, dass so viele als möglich lange gesund bleiben“, so Prof. Grubeck-Loebenstein, deren Spezialgebiet das Altern des Immunsystems ist. Auch hier gilt es altersbedingte Veränderungen und Funktionsverluste aufzudecken, um neue Wege der Prävention bzw. Therapie zu
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finden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Grundlagenforschung können dann z. B. Impfstoffe und andere immunstimulierende Maßnahmen entwickelt werden, die für ältere Menschen besonders geeignet sind.
Auswirkungen auf die Entstehung altersassoziierter Erkrankungen sowie Veränderungen des Fettgewebes im Alter.
VOM KLEINEN WURM ZUM KOMPLEXEN WISSEN
Die Alternsforschung ist weltweit stark vernetzt, die Innsbrucker Forscher sind aktuell in mehreren großen EU-Projekten eingebunden. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil Alternsforschung interdisziplinär ist. Sie betrifft praktisch alle Bereiche unserer Gesellschaft, von der Altersmedizin (Geriatrie) über technische Disziplinen bis zu den Sozialwissenschaften, in denen es unter anderem darum geht, wie Pflege in Zukunft organisiert und finanziert werden kann. Ein gutes Beispiel für die Interdisziplinarität der Alternsforschung sind Impfungen für ältere Personen. Die Grundlagenforschung befasst sich mit der Charakterisierung von altersbedingten Immundefekten, die Industrie stellt darauf basierend neue Impfstof-
Ein anderer Schwerpunkt des Instituts sind Untersuchungen an dem in der Alternsforschung häufig verwendeten Modellorganismus Caenorhabditis elegans (C. elegans), einem kleinen Wurm, der nur wenige Wochen lebt und dessen Genom bereits voll charakterisiert ist. Prof. Grubeck-Loebenstein: „Wir lernen am C. elegans, welche Gene für den Alterungsprozess verantwortlich sind und wie ihre Expression modulierbar ist. In der Folge kann dann überprüft werden, ob beim Menschen analoge Prozesse wirksam sind.“ Weitere am Institut bearbeitete Schlüsselfragen sind Fragen der Stammzellenforschung, Entzündungen im Alter und ihre
VERNETZT UND INTERDISZIPLINÄR
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Caenorhabditis elegans (C. elegans) – der kleine Wurm, an dem die Wissenschaftler lernen, welche Gene für den Alterungsprozess verantwortlich sind
fe her, die Geriatrie führt klinische Studien durch. Die Psychologie ist in die Vermarktung der Produkte eingebunden, um die Menschen auch von neuen Verhaltens- und Vorsorgemaßnahmen zu überzeugen, sodass sie diese auch annehmen. Altern kann nicht verhindert, aber aufgrund der Ergebnisse der Alternsforschung können Empfehlungen gegeben werden, was unternommen werden kann, damit der Mensch gesund alt wird. Neue Impfungen für Menschen ab dem 50. Lebensjahr oder neue Ernährungsempfehlungen sind Beispiele dafür. Wichtig ist dabei, dass Interventionen begonnen werden müssen, bevor ein allzu hohes Alter erreicht wird. Schon mit ca. 40 Jahren beginnt der Alterungsprozess irreversible Veränderungen zu bewirken. Es ist deshalb wichtig, bereits frühzeitig die Grundlagen für ein möglichst gesundes Alter zu legen. Jeder Mensch hat hierbei die Möglichkeit, individuell vorzugehen, z. B. mit maßvoller und gesunder Ernährung, zu der es viele neue Erkenntnisse gibt, oder mit speziellen Bewegungsstrategien. Auch die Politik setzt im Gesundheitsbereich mit Maßnahmen wie der Vorsorgemedizin oder Impfempfehlungen konkrete Schritte. Prof. Dr. Beatrix Grubeck-Loebenstein, Leiterin des Forschungsinstituts für Biomedizinische Alternsforschung der Universität Innsbruck
GROSSER ANDRANG BEI DER LANGEN NACHT DER FORSCHUNG
Anfang April öffnete das Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung im Rahmen der Langen Nacht der Forschung seine Tore für Interessierte aller Altersgruppen und bot einen Einblick in verschiedene Forschungsprojekte. Unter dem Motto „Welche Lebensmittel helfen uns, gesund älter zu werden?“ konnten die Besucher sogenannte „Anti-Aging“- Lebensmittel kosten und sich bei einem Glas Rotwein über die positiven Effekte des darin enthalten Resveratrols informieren. Junge Wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsprojekte zu den Themen Kalorische Restriktion, Stammzellen und Wundheilung, Verlängerung der Lebensspanne im Modellsystem Wurm sowie Immunologie und Impfungen im Alter. Praktische Beispiele boten Antworten auf Fragen wie „Kann man den Unterschied zwischen einem jungen und einem alten Wurm unter dem Mikroskop sehen?“, „Wie werden aus Fettgewebe Stammzellen isoliert?“, „Wie helfen Stammzellen bei der Wundheilung?“ oder „Wie sehen T-Zellen aus und wie verändern sie sich im Alter?“. Die Besucher konnten an mehreren Stationen praktisch erleben, wie Grundlagenforschung funktioniert. Der Besucherandrang war riesig, bis tief in die Nacht wurden neugierige Fragen von Jung und Alt beantwortet.
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VON MENSCH ZU MENSCH Human Resource Management: Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter/innen sind der Schlüsselfaktor für erfolgreiche Unternehmen. zur Teilnahme sind eine mindestens dreijährige Berufserfahrung und Vorkenntnisse aus dem Personalbereich. Wenn Sie bereits Fachwissen mitbringen (z. B. Arbeitsrecht, Personalverrechnung, Recruiting o. a.), bereichert dies das Erfahrungslernen innerhalb der Gruppe.
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Im Human Resource Generalist Professional können die Absolventen des Basis-Lehrgangs sowie Personen mit viel praktischer Personalerfahrung ihr Wissen in aktuellen relevanten Personalfragen analysieren und daraus Strategien für die weitere Personal- und Organisationsentwicklung vertiefen – und das sehr praxisorientiert. Teilnahmevoraussetzungen sind ein positiver Abschluss des Lehrgangs „Human Resource Generalist Basis“ oder eine schriftliche Bewerbung mit einem Praxisnachweis über fünf Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen des HRM.
UNIVERSITÄTSLEHRGANG PERSONAL MANAGEMENT, FÜHRUNG UND ORGANISATION, MSC
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ielfach wird übersehen, wie vielfältig das Aufgabengebiet im Personalmanagement sein kann. Von HR-Assistenztätigkeiten über Recruiting und Personalverrechnung bis hin zur Personalentwicklung und der Mitgestaltung der Unternehmensstrategie herrscht eine unglaubliche Bandbreite. Je nach Branche und Unternehmensgröße gibt es für einzelne Aufgaben Experten oder Generalisten, die alles oder zumindest vieles in Personalunion abdecken. Daher sind ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefragt. Diese Kompetenzen können Sie in unseren WIFI-Lehrgängen aufbauen.
Die beiden WIFI-Lehrgänge dienen als optimale Vorbereitung zum Einstieg in den Universitätslehrgang. Sie werden optimal auf die Leistungsfeststellung der Kernfächer des 1. und 2. Semesters an der Donau-Universität Krems vorbereitet. Die Studiendauer verkürzt sich bei positiver Beurteilung entsprechend. Führungskräfte und HR-Professionals benötigen neben einer erstklassigen Fachausbildung auch emotionale Intelligenz, ein ganzheitliches Managementverständnis, hohe Selbstmotivation, ein vernetztes Denken und soziale Kompetenz.
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Informationsabend: Mo., 22.09.2014, 18 bis 20 Uhr
„HUMAN RESOURCE MANAGEMENT IST DIE SCHLÜSSELPOSITION IN VIELEN BETRIEBEN. DIE LEHRGÄNGE VERBINDEN THEORIE UND PRAXIS UND ERMÖGLICHEN DIE DIREKTE UMSETZUNG IM UNTERNEHMEN.“ Mag. (FH) Ulrike Aigner, Lehrgangsleiterin
HUMAN RESOURCE GENERALIST BASIS
Im Human Resource Generalist Basis werden Sie sattelfest in den wichtigsten Personalfragen wie Arbeitsrecht, Recruiting oder Personalentwicklung. Sie lernen die Instrumente des modernen HR-Managements kennen, setzen sie erfolgreich ein und sind in der Lage, zielgerichtet zu kommunizieren und Konflikte zu lösen. Voraussetzungen
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• Lehrgang: 10.10.2014 bis 08.05.2015, 120 LE • Fr. von 14 bis 22 Uhr, Sa. von 9 bis 17 Uhr • Kosten: 2.990 Euro Hier direkt online buchen: www.tirol.wifi.at/34260014
HUMAN RESOURCE GENERALIST PROFESSIONAL Informationsabend: Di., 23.09.2014, 18 bis 20 Uhr • • • •
Lehrgang: 24.10.2014 bis 22.05.2014, 120 LE Fr. von 14 bis 22 Uhr, Sa. von 9 bis 17 Uhr Kosten: 3.490 Euro Hier direkt online buchen: www.tirol.wifi.at/34280014
KONTAKT UND INFORMATION Patricia Schmeißner, patricia.schmeissner@wktirol.at Tel.: 05 90 90 5-7254
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PERSONALENTWICKLUNG MIT HÖCHSTER QUALITÄT Eine professionelle Personalentwicklung ist mitentscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Das BFI Tirol ist der flexible und verlässliche Partner mit höchster Qualität für Ihr Unternehmen.
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it maßgeschneiderten Konzepten, hoher Flexibilität, hervorragenden Trainern und praxisorientierten Bildungskonzepten ist das BFI Tirol die erste Adresse für Firmentrainings. Auch mit der erfolgreichen Durchführung hochqualitativer Fachkongresse beweist das BFI Tirol seine führende Stellung. So wurden heuer bereits der Baurechtstag, der Sicherheitsfachkrafttag und zuletzt der Landesimmobilientag mit großem Echo ausgerichtet. Bildung am BFI Tirol bietet Ihnen wesentlich mehr als nur Wissen. Nutzen Sie das vielfältige Angebot und erleben Sie Bildung – Freude inklusive.
BFI TIROL
Ing.-Etzel-Straße 7, 6010 Innsbruck, Tel. 0512/59 660, info@bfi-tirol.at, www.bfi-tirol.at
Vom Einzelcoaching bis zum Fachkongress bietet das BFI Tirol ein breites Angebot mit führenden Experten für alle Branchen
AUSWAHL AUS DEM SEMINARANGEBOT • Sommersprachkurse ab 11. August 2014 • Lehrgänge Buchhaltung, Personalverrechnung und Bilanzbuchhaltung ab September 2014 • Werkmeisterschulen für Elektrotechnik, Maschinenbau, Mechatronik und Informationstechnologie (neu) ab September 2014 • Ausbildung zur Sicherheitsfachkraft ab Oktober 2014 • Fachlehrgang Grafik und Mediengestaltung mit ISO-Zertifikat 23. September 2014 bis 2. Juni 2015
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IT-POTENZIAL KREATIV NUTZEN Wir kommen fast täglich mit ihr in Berührung und nutzen dennoch nur einen Bruchteil ihres Potenzials: Die Informationstechnologie von heute kann als elektronisches Superhirn so viel mehr, als wir tatsächlich anwenden. Die breite Ausbildungspalette des WIFI bietet Lösungen für sämtliche Aufgabenstellungen rund um die IT. Das Schulungsangebot deckt den unterschiedlich gelagerten Bedarf an Qualifizierung ab und ermöglicht die höchsten Bildungsabschlüsse wie beispielsweise den universitären Master-Titel.
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ie Informationstechnologie ist schon lange keine abgegrenzte, für sich allein funktionierende Arbeitszelle mehr. Sie ist vielmehr zum zentralen Steuerorgan für eine Vielzahl von Unternehmensprozessen geworden. Ihr Vormarsch macht intelligentes Informationsmanagement zum unternehmerischen Erfolgsfaktor. Die „Generation Multitasking“ bedient sich auch des Multichannelings: Kaum ein Tag ver-
geht, an dem wir nicht den Computer, das Smartphone oder Tablet benutzen. Wir surfen von der Fotobearbeitung ins Layoutstudio und direkt weiter in die Social Media-Cloud. Dazwischen bearbeiten wir eine Unternehmensdatenanalyse und kümmern uns um Prozessoptimierungen. Dies alles wäre nicht möglich ohne eine funktionierende IT. Dabei geht es nicht vorrangig um die Hardware, sondern darum, richtig und konsequent damit umzugehen.
Die tägliche Nutzung ermöglicht uns bereits eine gewandte Handhabung, trotzdem gibt es in den elektronischen Superhirnen noch viel Potenzial auszuschöpfen. „Learning by doing“ mag für die tägliche Routine und Schnelligkeit nützlich sein, für das Kennenlernen neuer Tools jedoch eher weniger. Schlicht, weil man über das Vorhandensein vieler Möglichkeiten gar nichts weiß. Auf diese Weise wird das Selbststudium sehr zeitintensiv und führt
OB GRUNDLEGENDE IT-ANWENDUNGSKENNTNISSE ODER SPEZIALISIERTES FACHKNOW-HOW: DIE ZIELORIENTIERTEN UND PRAXISNAHEN WIFI-KURSE MACHEN SICH IN JEDEM FALL BEZAHLT. DENN MIT DER RICHTIGEN ANLEITUNG SPART MAN KOSTBARES GELD UND WERTVOLLE ZEIT. 78
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nur in kleinen Schritten weiter. Unter professioneller Anleitung indes geht es schneller und effektiver: In verschiedenen Lehrgängen und Fachakademien am WIFI erhält man klar und direkt Lösungen für ganz konkrete Aufgabenstellungen, obendrein lernt man etliche neue Features kennen, mit denen sich völlig neue und effizientere Möglichkeiten der Programmnutzung auftun.
UNI-ABSCHLUSS AM WIFI
Um Qualifikationen bzw. ein Qualifizierungsniveau richtig einschätzen und bewerten zu können, gewinnen höhere Bildungsabschlüsse in der IT-Branche immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund bietet das WIFI Tirol mit der „Fachakademie für Angewandte Informatik“ sowie dem Masterlehrgang „Management in Information and Business Technologies“ ganzheitliche Ausbildungen, die weit über rein fachliches Wissen hinausgehen. (Zukünftige) IT-Manager erlangen damit Qualifikationen, die an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik gebraucht werden. In zwei Jahren erwerben die Teilnehmer/innen das Knowhow, um Menschen und Organisationen in die IT-Zukunft zu führen. Es sind besonders der starke Praxisbezug, neue Karrieremöglichkeiten und der hohe Qualifizierungsanspruch, die als Hauptgründe für die Ausbildungswahl gelten. Der Universitätslehrgang „Management in Information and Business Technologies“ spannt den Bogen von der Hightech-Ebene zu den Menschen hinter den Maschinen. Wissenschaftliche und praktische IT-Kenntnisse werden ebenso vermittelt wie Führungskompetenz. Die universitäre Ausbildung richtet sich an Personen, die sich fürs Management qualifizieren und auf wirt-
DITECH-GUTSCHEINE FÜR WIFI-KURSE EINLÖSEN! Wer bis August 2014 einen IT- oder Berufsreifeprüfungskurs (Deutsch, Mathematik, Englisch) am WIFI bucht, kann dafür DiTech-Gutscheine einlösen und bis zu maximal 10 Prozent des Kurspreises damit bezahlen. Der Kurs bzw. die Kurse können zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt stattfinden – ausschlaggebend ist alleine das Buchungsdatum. Ist der Wert des Gutscheins höher als 10 Prozent der Summe aller gebuchten Kurse, verfällt der Rest des Gutscheins. Aktion gültig ab sofort. Keine Refundierung bei Stornierung der Buchung.
schaftsnahem Weg und abseits universitärer Strukturen einen akademischen Titel erlangen wollen. Bereichsübergreifendes Wissen vermittelt auch die „Fachakademie für Angewandte Informatik“ als höchste Ausbildung in der IT abseits eines Studiums. Ein/e Diplomierte/r Fachwirt/in punktet mit fachlichen, betriebswirtschaftlichen und persönlichen Kompetenzen. Voraussetzungen, mit denen sich viele neue berufliche Chancen ergeben.
SOCIAL MEDIA-EXPERTE
Social Media beherrscht unseren Alltag, ob als Informationsquelle oder als Raum der Kommunikation und Unterhaltung. Der richtige Umgang damit ist vor allem in der Berufswelt ein wichtiger Faktor, um die Unternehmens identität richtig nach außen zu tragen. Der Kurs „Social Media Community Manager/in“ verbindet einerseits die strategische Planung und Umsetzung sowie rechtliche und finanzielle Aspekte (Social Media Manager) mit den Softskills, die es erlauben, die Community entsprechend bei Laune zu halten, zu texten, bloggen und posten (Community Manager). Besonders in kleinen Unternehmen ist eine Trennung der beiden Bereiche kaum möglich – und auch nicht sinnvoll –, deshalb gibt die Ausbildung Einblicke in beide Projektsäulen. In sieben Modulen werden technische Grundlagen ebenso fokussiert wie Kommunikation und Kreativität.
THE WORLD OF ADOBE
Für kreatives Arbeiten führt kein Weg an Adobe vorbei. Auch hier bietet das WIFI eine Reihe an Kursen von den Grundlagen bis zur Vertiefung. Die einzelnen Kurse zu den unterschiedlichen Programmen können unabhängig voneinander besucht werden, für Grafiker und Kreativschaffende ist es jedoch von Vorteil, sich in der gesamten Adobe-Palette zumindest Grundwissen anzueignen. Die WIFIKurse bieten dazu perfekte Einführungen und Anwendungstipps, um sich in der Welt der Pixel, Vektoren und HTML-Programmierungen bestens zurechtzufinden. Geht es um das Entwerfen professioneller Drucksorten (von Plakaten und Broschüren bis zu Magazinen oder Büchern), kommen Sie heute um Adobe InDesign nicht herum. Basis dafür sind Kenntnisse im Photoshop. Im entsprechenden Kurs wird das richtige Bearbeiten von Bildern und Fotos vermittelt – Wissen, das auch für den privaten Gebrauch äußerst hilfreich ist. Homepages gestalten Sie indes mit Adobe Dreamweaver, Flashprojekte lassen sich mittels ActionScript3 hochwertig und effizient umsetzen. Wer die verschiedenen Adobe-Programme kennenlernen möchte, die zur Erstellung von druckfertigen Printprodukten zur Verfügung stehen, für den ist der Creative Grafik Workshop das Richtige (grafische Kenntnisse vorausgesetzt).
TERMINE Fachakademie für Angewandte Informatik Infoabend: 25.07.2014, 18.30 Uhr Ausbildung: 16.09.2014 bis 05.07.2016 // Di., Fr. abends, 14-tägig Sa. ganztags Masterlehrgang Management in Information and Business Technologies Infoabende: 13.06. und 08.09.2014, jeweils 18.30 Uhr Ausbildung: 24.10.2014 bis 01.10.2016 // 14-tägig Fr. und Sa. Social Media Community Manager/in Infoabende: 11.06. und 02.09.2014, jeweils 18.30 Uhr Ausbildung: 18.09. bis 18.12.2014, Do. abends Adobe-Kurse InDesign – Grundlagen: 10.06. bis 24.06.2014 // Di., Do. abends InDesign – Fortgeschritten: 01.07. bis 10.07.2014 // Di., Do. abends Photoshop – Grundlagen: 09.09. bis 18.09.2014 // Di., Do. abends ActionScript3 – Grundlagen: 16.09. bis 02.10.2014 // Di., Do. abends Dreamweaver – Grundlagen: 16.09. bis 25.09.2014 // Di., Do. abends Creative Grafik Workshop: 15.09. bis 15.10.2014 // Mo., Mi. abends
INFORMATION UND ANMELDUNG
Angelika Margreiter Tel.: 05 90 90 5-7256, E-Mail: angelika.margreiter@wktirol.at tirol.wifi.at/it
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DAS STÄRKSTE KURSBUCH ALLER ZEITEN Das WIFI Kursbuch 2014/15 ist soeben erschienen und wartet mit einigen Neuerungen auf. Mag. Wolfgang Sparer MAS, Geschäftsführer des WIFI, zeichnet für das umfassende Bildungsangebot für Unternehmen in ganz Tirol verantwortlich und freut sich, dass mit dem neuen Kursbuch einige Neuerungen gelungen sind. // Text: Barbara Wildauer, Fotos: fotolia, Stefan Elsler Genussakademie bietet absolute Highlights für alle, die sich ja sonst nichts gönnen. Topexperten und Stars führen ein in die Welt des Genusses.
WIFI STEIGERT EIGENE EFFIZIENZ
„ICH WAR ANFANGS SEHR SKEPTISCH. WER 26 JAHRE EINEN ARBEITSSTIL PFLEGT, HÄLT GERNE DARAN FEST. ICH HABE MICH ABER BEWUSST AUF DAS NEUE BÜROMANAGEMENT EINGELASSEN UND STELLE FEST: DIE UMSETZUNG WAR RICHTIG BEFREIEND.“
Das WIFI bietet nicht nur Kurse für Büromanagement in vielfacher Form an, sondern hat im vergangenen Jahr das eigene Büromanagement im Zuge eines Großumbaues auf eine völlig neue Basis gestellt. Sparer: „Wir haben unsere Büroeffizienz mit einigen grundlegenden Änderungen um 20 Prozent gesteigert. Ein Büro heute hat ganz andere Aufgabengebiete. Büros sind Beratungs- und Begegnungszone, die eine Vielzahl an verschiedenen Aufgaben erfüllen sollen. Dem haben wir im WIFI selber Rechnung getragen. Die erstaunlichste Erfahrung für alle war wohl, dass 75 Prozent des Stauraumes weggefallen sind, und niemand vermisst die Flächen.“
Produktmanagerin im WIFI
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as Kursbuch ist erstmals als Ganzjahresprogramm ausgelegt und bietet auf 440 Seiten 3.500 Veranstaltungen. Mag. Wolfgang Sparer: „Praxisnahes Managementwissen bietet 2014/15 wieder unser innovatives Excellence-Programm. Ganz konkrete Handlungsempfehlungen unterstützen Unternehmerinnen und Unternehmer dabei, ihren Standort zu bestimmen und Schritt für Schritt zum Champion zu werden.“ Das Excellence-Programm für Management umfasst sehr praxisorientierte und einfach umsetzbare Unterstützung bei Fragen wie „Was brauche ich für den Unternehmenserfolg, wo stehe ich dabei und wie setze ich Neuerungen bestmöglich im Unternehmen um?“. Alle Excellence-Programme sind praxisorientiert aufgebaut und ein Mix aus Analyse, persönlichem Coaching, Training und Begleitung, die immer vor dem Hintergrund der Gesamtstrategie des Unternehmens vermittelt werden – von Unternehmensführung bis Selbstmanagement.
Sprachwissen für alle Branchen, Unternehmensbereiche und Anforderungen. Das WIFI bietet exklusiv in Tirol das CambridgeZertifikat an. Auch Sprachzertifikate für Mitarbeiter zum Nachweis des deutschen Spracherwerbs wie das ÖSD-Zertifikat oder das ÖIF-Zertifikat werden im WIFI entsprechend oft angeboten, so dass auch enge Fristen erreicht werden können.
SPRACHEN ALS TOR ZUR (GESCHÄFTS)WELT
Und wer dann noch Zeit oder das Bedürfnis hat, endlich wieder mal für sich persönlich etwas zu tun, wird im umfangsreichen Persönlichkeitsbereich fündig werden. Die
Ein Schwerpunkt des WIFI-Programms liegt seit jeher auf der Vermittlung von
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BITTE UMDREHEN
Das WIFI Kursbuch ist heuer erstmals ein Wendebuch. Eine Seite lädt ein zum Durchbruch mit den neuen Möglichkeiten der Akademisierung, die vom WIFI in Zusammenarbeit mit österreichischen Hochschulen auch für Nicht-Maturanten angeboten werden. Der Master (MAS) z. B. gewinnt gerade im Managerbereich immer mehr an Bedeutung.
GENIESSEN LERNEN MIT DER TIROLER GENUSSAKADEMIE
DAS NEUE WIFI KURSBUCH 2014/15 IST DA. Bestellung kostenlos unter Tel.: 05 90 90 5-7000. Das neue Kursbuch zum Blättern gibt's unter: www.tirol.wifi.at/blaettern
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TOURISMUSAUSBILDUNG Die Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT und die Universität Innsbruck bieten ein gemeinsames Bachelorstudium mit Fokus auf die alpine Tourismus-, Gesundheits- und Freizeitwirtschaft an.
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b kommenden Herbst wird in Landeck im Tiroler Oberland ein Bachelorstudium für Wirtschaft, Gesundheit, Sport und Tourismus angeboten. Der Studiengang wird vom Land Tirol gefördert und von der Universität Innsbruck und der Tiroler Gesundheitsuniversität UMIT in Hall gemeinsam durchgeführt. Eine hochqualifizierte universitäre Ausbildung kommt so direkt in die Tourismusregion. Das neue Bachelorstudium bietet (vorbehaltlich der Genehmigung durch AQ-Austria und des Senates der Uni Innsbruck) eine profunde wirtschaftswissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung mit einem Schwerpunkt in alpiner Freizeit und Gesundheitstourismus und bereitet die Studierenden auf leitende, planende, analysierende und beratende Tätigkeiten in Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft vor. Das sechssemestrige Bachelorstudium ist auf den nachhaltigen Gesundheits- und Sporttourismus ausgerichtet und wendet sich an Personen, die ihre berufliche Zukunft in der alpinen Tourismus-, Gesundheits- und Freizeitwirtschaft sehen. Neben Maturanten will das Studium auch Personen mit Hochschulreife ansprechen, die bereits in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft tätig sind. Der erfolgreiche Abschluss des Bachelorstudiums befähigt zur Aufnahme eines wirtschafts- oder gesundheitswissenschaftlichen Masterstudiums.
BACHELOR-, MASTER- UND DOKTORATSSTUDIEN AN DER UMIT Mechatronik, Psychologie, Betriebswirtschaft im Gesundheitswesen, Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaften. Über das Studienangebot der UMIT kann man sich bei den Infonachmittagen am Campus der Universität in Hall, die jeweils am letzten Freitag im Monat stattfinden, oder unter www.umit.at bzw. unter Tel. 050 8648-3817 informieren.
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IMMOBILIENMARKTSTUDIE Bereits zum neunten Mal veröffentlichte Prochecked seinen Immobilienmarktbericht „WOhnen & WIrtschaften in Innsbruck“. Seit 2005 analysiert das Team die realen Kaufpreise von Innsbrucks Immobilien, schlüsselt die gewonnenen Daten auf und bettet sie in die Entwicklung der vergangenen Jahre ein. Das Ergebnis ist eine exakte Information zur Immobilienpreisentwicklung in Vergangenheit und Gegenwart samt Ausblick in die Zukunft. Der jüngste Marktbericht basiert auf Daten von rund 950 Kauftransaktionen, seit 2005 wurden knapp 10.000 Kaufverträge ausgewertet. Was eine wirklich mühsame Arbeit ist, bringt keine wirklichen Neuigkeiten ans Tageslicht, das Schwarz-auf-Weiß-Ergebnis ist dennoch erschreckend: Wohnen in Innsbruck ist teuer. Kaufen noch viel mehr. So sind Eigentumswohnungen in Innsbruck im Preis um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 gestiegen, allein im letzten Jahr zogen die Preise um über 12 Prozent an. Das schlägt sich auch in den Verkaufszahlen nieder, die um rund ein Zehntel zurückgingen. Trotz knapper Grundflächen wurden jedoch immerhin noch 42 Transaktionen bei Grundstücken gezählt, rund ein Viertel davon in Hötting mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 463 Euro pro Quadratmeter. Am teuersten ist der Grund im Mittel in Hötting West–Allerheiligen (746 Euro) und Amras (626 Euro); Höchstpreise werden indes immer noch in sehr guten Lagen in Hötting erzielt, wo die Preisspanne interessanterweise am weitesten auseinandergeht (min. Kaufpreis: 12 Euro / max. Kaufpreis: 1.285 Euro). Der typische Wohnungskäufer ist übrigens eine männliche Einzelperson aus Österreich. Vom Südtiroler-Ansturm ist hingegen wenig zu spüren: Knapp über fünf Prozent der ausgewerteten Immobilien wurden von Italienern erworben. Das typische Objekt ist generell eine Altbauwohnung (Wiederverkauf ) zwischen 40 und 70 Quadratmetern, der Kaufpreis-Mittelwert liegt dabei bei 2.714 Euro pro Quadratmeter. Der Erstverkaufspreis kratzt im Mittel mit 3.944 Euro derweil stark an der 4.000er-Marke.
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Die Generali blickt in Tirol auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück; in keinem anderen Bundesland konnte der Versicherer eine derart hohe Prämiensteigerung erzielen. Konkret erhöhte sich das Prämienaufkommen um 2,9 Prozent auf 167,4 Mio. Euro. 61 Prozent der Prämieneinnahmen der Generali Tirol entfallen dabei auf die Schaden-/Unfallversicherung. Zulegen konnte man trotz aggressiven Konditionenwettbewerbs hier bei den Kfz-Versicherungen und bei der Unfallversicherung, bei der vor allem die neu eingesetzten Unisex-Tarife punkten konnten. Diese sorgten auch für rege Nachfrage bei den Krankenversicherungen. Insgesamt werden in Tirol rund 200.000 Kunden mit über 480.000 Verträgen von der Generali betreut. Im Jänner wurden dafür zehn neue Mitarbeiter eingestellt, weitere 25 sollen noch folgen. Neu ab Juni kommt der Generali LifePlan mit Rentenvariante. Das Hybridprodukt kam bereits in seiner Basisvariante gut an und sorgte nach dem ersten Halbjahr 2013 für eine ordentliche Steigerung bei den Lebensversicherungen.
GENERALI TIROL: PRÄMIENVOLUMEN
in Mio. Euro • Schaden-/Unfallvers.: 101,6 Unfallversicherung: 12,1 Kfz-Versicherung: 39,0 Sachversicherung: 50,5 • Lebensversicherung: 49,4 • Krankenversicherung: 16,5
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Kernkapitalquote österreichischer Banken Im Jahr 2013 hat sich die konsolidierte Kernkapitalquote österreichischer Banken auf 11,9 Prozent (70,5 Mrd. Euro) der risikogewichteten Aktiva erhöht. Somit ist die Kernkapitalquote seit 2008 kontinuierlich angestiegen. Betrug diese Kennziffer zum Jahresende 2008 noch 7,7 Prozent, so stieg sie bis zum Jahresende 2010 auf 10,0 Prozent und nunmehr auf 11,9 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2012 stieg die Kernkapitalquote erneut um 0,9 Prozentpunkte. Eine ausreichende Kernkapitalausstattung (hartes Kernkapital oder Tier-I-Kapital) österreichischer Banken ist eine wesentliche Voraussetzung für die Krisenresistenz des heimischen Finanzmarktes. Quelle: OeNB Einer der Top-Performer in diesem Bereich ist übrigens die Schoellerbank AG, deren Kernkapitalquote zum 31. Dezember 2013 bei 23,96 Prozent lag und per Ende April 2014 auf 30,3 Prozent kletterte.
Dr. Christof Splechtna
GOLDENE FINANZIERUNGSREGEL Warum Umlaufvermögen kurz- und Anlagevermögen langfristig finanziert werden sollte.
TASCHENGELDREPORT Erstmals wurden in 13 Ländern Europas Eltern befragt, wie sie es mit den finanziellen Zuwendungen an ihre Kinder halten, und damit eine erste europäische Vergleichsstudie erstellt. Österreichische Kinder haben es demnach gut, denn die Daten der ING International Study legen dar, dass hierzulande 44 Prozent der Kids regelmäßig Taschengeld erhalten, 18 Prozent werden von ihren Eltern unregelmäßig und bei Bedarf unterstützt, 9 Prozent erhalten das Geld direkt auf ihr Konto. Ein keiner Teil muss im Haushalt mithelfen, um zu Barem zu kommen, 26 Prozent erhalten überhaupt kein Taschengeld. „Finanzbildung fängt zuhause an“, meint Roel Huisman, CEO der ING-DiBa Direktbank Austria, und fährt fort: „Das eigene Taschengeld ist Teil davon und wichtig, damit Kinder den richtigen Umgang mit Geld erlernen können.“ Husiman empfiehlt, ab der Volksschule mit dem Taschengeld zu starten. Anfänglich genügen ein bis zwei Euro pro Woche, der Betrag kann dann langsam gesteigert werden. Als wichtig erachtet er hierbei die Regelmäßigkeit. Kinder sollten den Betrag wöchentlich erhalten, Jugendliche monatlich. Unabhängig von der Höhe hält Huisman das Reden über Geld für besonders wichtig: „Über Geld sollte in der Familie offen gesprochen werden können. Dies lernt man anhand des Taschengeldes von Kindesbeinen an. Eltern sollten mit ihren Kindern besprechen, wofür das Taschengeld ausgegeben wird bzw. wurde oder welche Ausgaben damit zu decken sind. Wichtig ist auch Alternativen aufzuzeigen, wie das Sparen oder die Möglichkeiten, das Taschengeld aufzubessern.“
Ein wesentliches Element einer Finanzierung ist deren Laufzeit. Diese reflektiert den Verwendungszweck, weil Betriebsmittelkredite nur Forderungen oder Warenlager finanzieren. Langfristige Kredite dagegen bezahlen Gebäude oder Maschinen, die erst durch langfristige Nutzung ausreichend Geld für die Rückzahlung erwirtschaften. Sollte dies bei der Festlegung der Laufzeit unberücksichtigt bleiben, wird dies das Unternehmen in seinem Geschäftsverlauf bremsen: So wird eine Investition, der eine Planung für Zins- und Tilgungszahlungen zugrunde lag, die Erwartungen nur erfüllen, wenn die geplanten Rückzahlungstermine halten. Bei einer zu kurzfristigen Finanzierung werden Zahlungen fällig, bevor die Investition diese „verdient“ hat. Diese Beträge müssen mit anderen Produkten verdient oder aus anderen Quellen finanziert werden. Schlimmer wäre, wenn keine eigene Liquidität für diese Zahlungen zur Verfügung steht und die kurzfristigen Linien im erhofften, aber nicht vereinbarten Zeitraum nicht weiter gewährt werden. Anders als beim Betriebsmittelkredit zahlt sich der Investitionskredit nämlich nicht durch den (planmäßigen) Verkauf des Lagers und den Eingang der Kundenforderungen zurück, sondern stellt fristenkongruent auf den freien Cashflow des Unternehmens ab. Wird dies nicht berücksichtigt, kann ein Unternehmen sich in oft existenzbedrohende Liquiditätsprobleme stürzen. Unternehmen und Bank sollten daher danach trachten, die Laufzeit einer Finanzierung an der wirtschaftlichen „Lebensdauer“ des finanzierten Vermögens auszurichten.
WEITERE INFOS:
Splechtna Gesellschaft m.b.H. Grabenweg 3, 6020 Innsbruck, www.splechtna.eu
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BAUSTELLE ALTERSVORSORGE Seit Jahren wird am österreichischen Pensionssystem herumgedoktert. Und auch wenn uns so manche Politiker weiszumachen versuchen, die Pensionen seien gesichert, so ist das – trotz zahlreicher Pensionssicherungsreformen, die die zukünftigen Pensionsbezieher noch sehr viel Geld in Form einer unerwartet niedrigen Rente kosten werden – angesichts steigender Budgetzuschüsse bei gleichzeitig leeren Staatskassen und steigenden Staatsschulden nicht der Fall.* // Text: Michael Posselt
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* oder wie es der Sozialwissenschafter und Pensionsexperte Bernd Marin ausdrückt: „Die Pensionen können nicht sicherer sein, als es die laufende Beitragslücke zulässt. Demnach sind die Renten derzeit zu etwa zwei Drittel durch Beiträge gedeckt (und damit eigentumsähnliche, durchsetzbare Rechtsansprüche), zu etwa einem Drittel bei dem Diktat leerer Staatskassen haltlose Versprechen.“
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„EIN BLICK AUF DEN PENSIONSKONTOAUSZUG MACHT JEDEM EINZELNEN KLAR, WIE SEHR SICH DAS PENSIONSEINKOMMEN AUS HEUTIGER SICHT VERRINGERN WIRD.“ Hermann Mair, gewerblicher Vermögensberater, Swiss Life Select
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ufschluss darüber, wie hoch die zukünftige Pension ausfallen wird, soll den Bürgern das neue Pensionskonto verschaffen, das ab Juni hunderttausenden Österreichern zugehen wird. Doch viele haben noch nicht einmal die Schreiben der Pensionsversicherungsanstalt, in denen sie aufgefordert wurden, ihre Versicherungszeiten zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen, retourniert, so Winfried Pinggera, Generaldirektor der PVA. Rund 3,3 Millionen Briefe hat die PVA seit November 2012 verschickt. Angeschrieben wurden alle jene Personen, bei denen ab dem 15. Lebensjahr Lücken bestehen, z. B. alle mit einer höheren Schulbildung, aber auch, wenn man erst mit 15 Jahren und neun Monaten zu arbeiten begonnen hat, können Versicherungszeiten fehlen, ebenso Kindererziehungszeiten, Auslandsaufenthalte etc., die nicht automatisch im System erfasst werden, erklärt Pinggera. Diese Zeiten sind wichtig für die Ermittlung der so genannten Kontoerstgutschrift, mittels der die bisher erworbenen Rechte ins neue APG (Allgemeines Pensionsgesetz) übergeführt werden. Natürlich können Fehlzeiten auch noch später nachgefordert werden, allerdings verlieren jene, die dies nicht fristgerecht (bis Ende 2016) tun, das Recht auf die so genannte Vergleichsrechnung. Damit können sie je nach Alter durch die Überführung in das APG nur einen maximalen Gewinn/Verlust zwischen 1,5 und 3,5 Prozent erleiden. Stichtag für diese Vergleichsrechnung war der 1.1.2014. Das heißt, bis zu diesem Zeitpunkt werden allfällige Verluste ausgeglichen, für ab 1.1.2014 erworbene Zeiten gibt es keine „Abfederung“ mehr.
SCHONUNGSLOSE OFFENLEGUNG
Was das alles für den Bürger und unsere zukünftigen Pensionen bedeutet, legt das Pensionskonto schonungslos offen. Dabei ist das Pensionskonto selbst keine Pensionsreform (diese fand teilweise schon vorher statt). So wurde beispielsweise bereits 2003 be-
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schlossen, den Durchrechnungszeitraum für die Berechnung der Bemessungsgrundlage von 15 auf 40 Jahre zu erhöhen. Stufenweise um zwölf Monate pro Jahr beginnend mit 1.1.2004 bis 31.12.2028. Wer also heuer in Pension geht, für den zählen nicht mehr die besten 15, sondern bereits 25 Jahre, womit natürlich automatisch auch mehr Jahre mit niedrigeren Einkommen hinzukommen. Zusätzlich erhalten damit aber auch die Aufwertungsfaktoren ein höheres Gewicht. Und da diese praktisch durchwegs unterhalb der Inflation geblieben sind, wirkt sich auch dieser Faktor negativ auf die zukünftige Pensionshöhe aus, erklärt Walter Worresch, Gründer und Vorstand des Vereins „Die Pensionsbeitragszahler“ (www.diepensionsbeitragszahler.at). Ebenfalls schon seit der Pensionsharmonisierung 2005 gilt die Grundformel 65/45/80. Das heißt, nur wer mit 65 Jahren in Pension geht und 45 Jahre gearbeitet hat
das aufgrund fehlender Versicherungsmonate und/oder Beitragszeiten gleich viel weniger Pension, so Worresch. Und wer dann auch noch vor Erreichen des Regelpensionsalters in Pension geht, für den gibt es nochmals empfindliche Abschläge von 4,2 Prozent pro Jahr (bis max. 15 Prozent). Ausnahmen gibt es nur bei der Invaliditätspension und für Schwerarbeiter (Hacklerregelung).
BETRAG AM KONTO IST NUR VIRTUELL
Etwas, worüber das Pensionskonto ebenfalls hinwegtäuscht, ist die Sache mit den erworbenen Rechten und den einbezahlten Geldern. Auch wenn das Pensionskonto zukünftig Schwarz auf Weiß einen Betrag und die sich daraus ergebende monatliche Rente ausweist, so besteht dieser Betrag nur virtuell (am Papier). Denn nach wie vor gilt in Österreich das Umlageverfahren und werden mit den Geldern der Beitragszahler die Renten der Pensionsbezieher bedient, und das so, dass sich das inklusive staatlichem Zuschuss Monat für Monat ausgeht, aber eben auch kein Überschuss bleibt, wie Direktor Dr. Christian Bernard von der PVA Tirol erklärt. Angesichts dieser Tatsachen könnte das Jahr 2014 ein Meilenstein für die private Vorsorge werden, sind sich Vertreter der Versicherungswirtschaft einig. Laut aktuellen
„DARAUF ZU VERTRAUEN, DASS VATER STAAT DAS PENSIONSPROBLEM IN DEN GRIFF BEKOMMT, MACHT WENIG SINN. SELBST VORZUSORGEN IST DIE DEVISE.“ Ewald Zobler, MBA, BA, Landesdirektor Wüstenrot Gruppe
(540 Versicherungsmonate erworben hat), soll 80 Prozent seines durchschnittlichen Erwerbseinkommens als Pension (Rente) erhalten**. Daraus ergibt sich auch die Reduktion der Steigerungspunkte von zwei Prozent (= 80:40) auf 1,78 Prozent (= 80:45). Seit 1.1.2004 bekommt man daher pro Versicherungsjahr nur mehr 1,78 Prozent der Beitragsgrundlage (= Bruttolohn) gutgeschrieben, weshalb man erst nach 45 Versicherungsjahren auf den vollen Pensionsanspruch von 80 Prozent kommt. Für Akademiker oder andere Personen mit einem späteren Berufseintritt oder unterbrochenem Erwerbsleben heißt
Umfragen rechnen bis zu 80 Prozent der Österreicher damit, dass die Pensionen in Zukunft sinken werden. Ebenso sorgen auch mehr als die Hälfte aller Bürger bereits privat vor – einige davon mit mehr als einem Produkt, wie etwa allein die Zahl der abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge (nämlich 9,8 Millionen lt. Versicherungsverband Österreich) beweist. Nichtsdestotrotz liegt Österreich im internationalen Vergleich in diesem Bereich weit hinter anderen Ländern zurück. So fließen in Österreich nur rund 2,1 Prozent der Wirtschaftsleistung (gemessen am BIP) in
ANTWORTEN AUF FRAGEN ZU BANK, KREDIT UND BÖRSE
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PENSIONSSCHOCK NICHT AUSGESCHLOSSEN In den nächsten Wochen werden Hunderttausende Österreicher Post von ihrer Sozialversicherung erhalten. Inhalt: Detaillierte Informationen über ihr Pensionskonto. Und auch wenn uns so manche Politiker nach wie vor versprechen, die Pensionen seien sicher, so wird es für viele Betroffene angesichts des Betrages den ihr persönliches Pensionskonto aufweist, einen negativen Aha-Effekt geben, oder wie es der Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt Winfried Pinggera formulierte: „Ein Pensionsschock kann nicht ausgeschlossen werden.“ Tatsächlich dürfte den meisten Betroffen bislang nicht wirklich bewusst sein, welche massiven Eingriffe die Pensionssicherungsreformen der letzten Jahre für ihre zukünftige Pension bedeuteten und welche negativen Auswirkungen auf deren Höhe diese haben. So bringt allein die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes (von 15 auf 40 Jahre ab 2028) für die Berechnung der Bemessungsgrundlage massive Kürzungen mit sich, da kaum jemand 40 Jahre über ein hohes Einkommen verfügt hat. Verkürzt sich dann noch die Arbeitszeit/ das Erwerbseinkommen aufgrund von Ausbildung oder Karenz (auch Jahre mit Teilzeitarbeit oder geringfügiger Beschäftigung reduzieren die Bemessungsgrundlage!), so wird rasch klar, wohin dies am Ende führen wird. Wer dann etwa noch Abschläge für vorzeitige Alterspension in Kauf nehmen muss (wollen wird das ja wohl kaum jemand), wird kaum mit viel mehr als einer Grundversorgung aus der staatlichen Pension rechnen können. Die private (und betriebliche) Vorsorge ist daher unabdingbar und bietet allen Unkenrufen (der Politiker, die uns dieses Schlamassel eingebrockt haben) zum Trotz ausreichend Chancen und Möglichkeiten, die sich auftuende Lücke zu schließen. Wichtig ist dabei der Faktor Zeit oder wie es Hermann Mair vom Beratungsunternehmen Swiss Life Select formuliert hat: Je früher, desto besser. Jetzt mag dies für Betroffene älterer Semester etwas zynisch klingen, doch angesichts steigender Lebenserwartung kann auch ihnen Mut gemacht werden. Die private Pensionsvorsorge hört nicht automatisch mit 65 auf, sondern kann auch über diesen Zeitpunkt hinaus sinnvoll veranlagt ihren Beitrag für die private Rente leisten. Letztendlich hat es jeder selbst in der Hand: Wer angesichts dieser Tatsachen weiter den Kopf in den Sand steckt, macht es nicht viel besser als jene Politiker, die uns weismachen, dass in Sachen Pension ohnehin alles in Ordnung sei.
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die Lebensversicherung, während es im westeuropäischen Durchschnitt 4,5 Prozent sind. Demgemäß sind auch die Einkommen aus kapitalgedeckter Altersvorsorge in Österreich deutlich niedriger als im europäischen Vergleich. Diese betragen nämlich weniger als zwei Prozent, im Gegensatz zu 20 Prozent im OECD-Durchschnitt, 44 Prozent in Großbritannien, 47 in Holland oder 51 Prozent in Kanada, so Bernd Marin, Pensionsexperte und Direktor des europäischen Zentrums für Wohlfahrts- und Sozialforschung in Wien. Umgekehrt gibt kaum ein Land mehr Geld für das staatliche Pensionssystem aus als Österreich. Mit 14,1 Prozent des BIP liegt Österreich hier auf Platz drei in Europa (hinter Frankreich mit 15,3 Prozent und Italien mit 14,6 Prozent). Am wenigsten Geld für das staatliche Pensionssystem in Europa wenden die Niederlande mit 6,8 Prozent auf. Trotz dieses hohen Aufwands beträgt die durchschnittliche Pension in Österreich aber nur 48 Prozent des durchschnittlichen Einkommens. Damit liegt Österreich weltweit auf Platz 20, während die Franzosen mit 59 Prozent oder die Italiener gar mit 80 Prozent ih-
und weitgehend auszugleichen. Dabei werden verschiedene Bausteine – wie Bausparvertrag, Lebensversicherung und diverse Vermögensansparpläne – optimal kombiniert und auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten des Kunden zugeschnitten. Dabei gilt insbesondere bei der Pensionsvorsorge eine wichtige Grundregel: Je früher begonnen wird, desto besser, oder: Ersatzpension = Geld x Zeit.
PRIVATE VORSORGE UNVERZICHTBAR
„Heute für morgen vorzusorgen ist inzwischen wichtiger denn je geworden“, weiß auch Ewald Zobler, Landesdirektor der Wüstenrot-Gruppe. In Zeiten sinkender Geburtenraten und kürzeren Lebensarbeitszeiten sinken die Pensionen fast jährlich. „Darauf zu vertrauen, dass Vater Staat dieses Problem in den Griff bekommt, macht wenig Sinn. Selbst vorzusorgen ist die Devise“, so Zobler. Mit wie viel staatlicher Pension wir letztlich rechnen können, ist für ihn angesichts der vielen Faktoren, die diese bestimmen, nicht exakt bestimmbar, „aber mit viel mehr als 60 Prozent des letzten Nettoeinkommens soll-
„INSBESONDERE BEI DER AUSZAHLUNG ALS LEBENSLANGE RENTE ERGIBT SICH DER ERTRAG ERST AUFGRUND DER TATSÄCHLICHEN LEBENSERWARTUNG DES KUNDEN.“ Andreas Uhl, Leiter Lebensversicherung, Tiroler Versicherung
res Durchschnittseinkommens in der Pension rechnen können (Quelle: Allianz Versicherung, Pensionsbarometer, Nachhaltigkeitsindex der Pensionssysteme). „Das neue Pensionskonto schafft erstmals Transparenz und Klarheit in Bezug auf die zu erwartende staatliche Pension und ist eine solide Basis für die Berechnung der zukünftigen Pensionslücke, so Hermann Mair, gewerblicher Vermögensberater und akademischer Finanzdienstleister und Büroleiter von Swiss Life Select in Innsbruck, der bereits seit einigen Monaten Vorsorgeberatung mit dem persönlichen Pensionskontoauszug*** seiner Kunden anbietet. „Ein Blick auf den Pensionskontoauszug macht jedem Einzelnen klar, wie sehr sich das Pensionseinkommen aus heutiger Sicht verringern wird“, so Mair. Swiss Life Select bietet seinen Kunden daher eine Pensionssicherungsstrategie an, die hilft, diese Lücke frühzeitig zu erkennen
te nicht gerechnet werden.“ Und die sich daraus ergebende Lücke müsse aus der privaten Tasche geschlossen werden. Ähnlich sieht dies auch Andreas Uhl, Leiter Lebensversicherungen bei der Tiroler Versicherung. Aus seiner Sicht wird die Lücke wahrscheinlich viel höher ausfallen als viele bislang vermuten und auch viel höher als für viele leistbar. Angesichts dessen plädiert Uhl dafür, „so viel wie möglich für die Altersvorsorge aufzuwenden“. Auf die niedrigen Garantiezinsen angesprochen verweist der LV-Experte auf die weiteren Versicherungsleistungen, die mit der Kapitallebensversicherung einhergehen, so etwa der Hinterbliebenenschutz oder die aktuellen Sterbetafeln, die auch im Rentenfall garantiert werden. Bei der Altersvorsorge steht für Uhl ohnedies nicht die Kapitalbildung im Vordergrund. „Insbesondere bei der Auszahlung als lebenslange Rente ergibt sich der Ertrag erst aufgrund der tatsächlichen Lebenserwartung des Kunden.“
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experten.tipp Aber auch auf dem Weg dorthin sieht Uhl noch so manchen Absicherungsbedarf, etwa die Absicherung im Falle eines (zwischenzeitlichen) Verdienstausfalls durch eine schwere Krankheit, Unfall oder Berufsunfähigkeit. Diese Versicherungsleistungen sollten laut Uhl wieder verstärkt in den Vordergrund gerückt werden, denn letztendlich nützten dem Kunden die besten Renditen nichts, wenn er aufgrund eines Zwischenfalls nicht in den Genuss dieser kommt, weil die Besparung vorzeitig abgebrochen oder die Versicherung mangels Liquidität aufgelöst werden musste.
„MERKUR LEBENSVORSORGE: DAMIT SIE SICH IM ERNSTFALL GANZ AUF SICH SELBST KONZENTRIEREN KÖNNEN.“ Harald Spadinger, Landesdirektor Tirol Merkur Versicherung AG
LEISTUNGEN WICHTIGER ALS RENDITE
Mit dieser Einschätzung trifft Uhl im Übrigen auch die Mehrheit der Österreicher, wie erst kürzlich eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Versicherungsverbandes Österreich (VVO) ergab. Demnach sind in erster Linie eine lebenslange Rente (42 Prozent), die finanzielle Absicherung der Familie beziehungsweise Hinterbliebenen im Todesfall (29 Prozent) und die Vermögensbildung beziehungsweise Kapitalaufbau für die Zukunft (28 Prozent) die wichtigsten Gründe für den Abschluss einer Pensionsversicherung. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) ist dabei die garantierte Leistung das zentrale Kriterium beim Abschluss einer Lebensversicherung. Eine möglichst hohe Rendite ist dagegen nur für 20 Prozent ein wesentliches Motiv für den Abschluss.
FAZIT
Wenn es um Zukunftsfragen geht, so steht das Thema Pension oder Altersvorsorge bei Herrn und Frau Österreicher ganz weit oben. Mit der Einführung des Pensionskontos wurde erstmals eine solide Basis geschaffen, die aufzeigt, wie hoch die zu erwartende Pension tatsächlich ausfallen wird. Dass diese zumeist deutlich niedriger sein wird als erwartet (oder erhofft), ist die traurige Wahrheit. An der privaten Vorsorge wird daher niemand vorbeikommen, wenn er auch im Ruhestand seinen Lebensstandard erhalten und sich nicht einschränken will. Versicherungs- und Vorsorgelösungen bieten dafür eine solide Basis. Allerdings sollte man dabei nicht ausschließlich auf die zu erwartende Rendite achten, sondern auch Garantien und Versicherungsleistungen während der Anspar- ebenso wie in der Rentenphase nicht außer Acht lassen. Wenn man dann noch auf verschiedene Produkte und Anlageklassen setzt, kann die Altersvorsorge gelingen.
KRITERIEN FÜR DEN ABSCHLUSS EINER LEBENSVERSICHERUNG: • Garantierte Leistungen: 52 Prozent • Sicherheit der Veranlagung meines eingesetzten Kapitals: 46 Prozent • Sicherheit des Versicherungsunternehmens: 30 Prozent • Eine möglichst hohe Rendite unabhängig vom Veranlagungsrisiko: 20 Prozent • Weiß nicht/keine Angabe: 16 Prozent • Quelle: VVO, Gfk Austria 2014
** Das Pensionsantrittsalter der Frauen liegt noch bei 60 Jahren, wird aber ab 2024 bis 2033 (Anhebung um 6 Monate pro Jahr) an jenes der Männer herangeführt. Das bedeutet, dass für Frauen mit einem Geburtsdatum ab 02.12.1963 bereits ein erhöhtes Antrittsalter für die Alterspension gilt. *** Ihren persönlichen Pensionskontoauszug können Sie mittels Bürgerkarte oder Handysignatur jederzeit aus dem Internet www.pensionsversicherung.at, www.dasneuepensionskonto.at herunterladen oder sich bei einem zertifizierten Berater Ihres Vertrauens besorgen lassen.
UNBESCHWERT AN SPÄTER DENKEN Der „Privatplan Meine Zukunft“ der Merkur Versicherung ist eine Vorsorgelösung für Ihre finanzielle Sicherheit im Krankheitsfall. Besonders für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer bietet diese Lebensvorsorge die notwendige finanzielle Sicherheit bei einem Einkommensausfall.
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as Leben ist nicht immer fair: ein Zeckenbiss mit schwerwiegenden Folgen, die unerwartete Diagnose Krebs oder auf fremde Pflegehilfe angewiesen sein. Plötzlich ändert sich einfach alles. Damit Sie sich im Krankheitsfall ganz auf sich selbst konzentrieren können, braucht es finanzielle Sicherheit. Der „Privatplan Meine Zukunft“ der Merkur Versicherung stellt im Ernstfall sofort Kapital zur Verfügung – ob für die finanzielle Abdeckung von Medikamenten oder Therapien, die nicht oder nur teilweise von den Krankenkassen übernommen werden, oder für notwenige Umbauarbeiten im Pf legefall. Der große Vorteil: Mit dem Privatplan Meine Zukunft haben Sie jedenfalls eine finanzielle Absicherung, auch wenn der Ernstfall nicht eintreten sollte, denn die abgeschlossene Versicherungssumme wird auf jeden Fall zum Stichtag ausbezahlt. Da dieses Kapital nicht zweckgebunden ist, steht das angesparte Geld zur individuellen Verfügung bereit. Bei Pf legebedürftigkeit ab Pf legestufe 3 werden sogar 130 Prozent der Versicherungssumme zuzüglich der bis dahin angesammelten Gewinnanteile ausbezahlt. Außerdem sind alle Kinder der versicherten Person im Alter von 3 bis 17 Jahren automatisch mit je einem Drittel der Versicherungssumme (max. 11.000 Euro) im Fall einer schweren Erkrankung mitversichert – etwa bei Erblindung oder Taubheit. Bis zu einer Versicherungssumme von 150.000 Euro kann der Vertrag ohne ärztliche Untersuchung abgeschlossen werden, auch eine Nachversicherung erfolgt ohne erneute Gesundheitsprüfung. Leopoldstraße 17 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59840 www.merkur.at
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„MIT DER STEIGENDEN LEBENSERWARTUNG UND VERWEILDAUER IN DER PENSION IST AUCH DIE FREIZEITGESTALTUNG DER MEIST NOCH LANGE RÜSTIGEN RENTNER EIN THEMA. IM BEREICH SPORT UND FREIZEIT SOLLTE VOR ALLEM EIN BLICK AUF ANBIETER VON SPORTGERÄTEN UND -BEKLEIDUNG GEWORFEN WERDEN.“
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DEMOGRAFIE TRIFFT GELDANLAGE Weltweit führen abnehmende Geburtenraten zu einer Überalterung der Bevölkerung – ein Trend, der klar erkennbar ist. Danach lässt sich auch die persönliche Anlagestrategie ausrichten. Der Vorteil: Ein konstanter zuverlässiger Trend, der langfristig solide Erträge ermöglichen könnte, sofern man ein paar wichtige Details berücksichtigt. // Text: Michael Kordovsky
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nfolge des wachsenden Wohlstands gehen die Geburtenraten weltweit zurück – von 4,7 Kindern pro Frau im Zeitraum von 1970 bis 1975 auf 2,6 Kinder in den Jahren 2005 bis 2010. Wuchs die Weltbevölkerung 1968 um 2,1 Prozent, so waren es 2013 nur noch 1,1 Prozent. Überproportional war dabei der Rückgang in den entwickelten Ländern und China, wo sich die Folgen der Ein-Kind-Politik bemerkbar machen. Allein der Rückgang der Geburtenrate führt langfristig zu einer Überalterung der Bevölkerung. Aber auch die Lebenserwartung ist im Steigen. Die Folge: Der Anteil der über 59-Jährigen an der Weltbevölkerung steigt kontinuierlich an. Den Vereinten Nationen zufolge lag er 1950 bei 8 Prozent, 2010 bei 11 Prozent und die Projektion sagt für 2050 einen Anteil von 22 Prozent voraus. 2050 werden ca. 80 Prozent der über 60-Jährigen in den heutigen Entwicklungsund Schwellenländern leben, denn dort wird die durchschnittliche Lebenserwartung bis 2050 von 51 auf 66,5 Jahre steigen. Ebenfalls weiter steigt die Lebenserwartung in den Industrieländern, weshalb hier 2050 bereits 32 Prozent der Bevölkerung über 59 Jahre alt sein werden. Tendenziell ist in den technologisch am weitesten entwickelten Ländern auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung am höchsten. Der Altersmedian lag 2013 in Japan und Deutschland bei jeweils 45,8 bzw. 45,7 Jahren, in Frankreich bei 40,6 und in Großbritannien bei 40,3 Jahren verglichen mit 37,2 Jahren in den USA, die von einer
kontinuierlichen Zuwanderung profitieren. Überalterung führt zu einer steigenden Verweildauer in der Pension und belastet den Staatshaushalt. Das wird vor allem für Japan ein enormes Problem, dessen Staatsverschuldung mittlerweile bei über 240 Prozent des BIP liegt. Hier hat sich in den vergangenen 26 Jahren bis 2010 der Anteil der über 64-Jährigen auf 22 Prozent verdoppelt. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Japan wird 2060 bereits bei 87,5 Jahren liegen, der Anteil der über 65-Jährigen bei über 40 Prozent der Bevölkerung.
ANLAGESTRATEGIE
Eine demografisch ausgerichtete Anlagestrategie beschränkt sich auf die Anlageklassen Aktien und Anleihen, die ausgewogene Anleger jeweils zur Hälfte gewichten sollten. Alle paar Jahre sollte dabei ein Rebalancing des Portfolios vorgenommen werden, um dieses Mischungsverhältnis aufrechtzuerhalten. Short in Staatsanleihen der entwickelten Staaten und Long in Emerging-MarketsBonds: Vor allem die Auswirkung demographischer Entwicklungen auf die Bonität bzw. das Creditrating von Staaten ist nicht zu unterschätzen. Berücksichtigt man den Barwert zukünftiger Pensionsansprüche und Zahlungsverpflichtungen des Staates, so liegen die so berechneten impliziten Staatsschulden sogar weit über den offiziell ausgewiesenen öffentlichen Schulden, die lediglich das Ergebnis akkumulierter vergangener Haushaltsdefizite sind. Die Folge sind Nachhal-
tigkeitslücken (offizielle plus „versteckte“ Staatsschulden aus aktuellen und zukünftigen Zahlungsversprechungen) in Höhe der mehrfachen Wirtschaftsleistung. In diese Kerbe schlägt das im Juli 2013 veröffentlichte Projekt „Schulden-Check“ des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Dazu Dr. Ulrich Schuh, Leiter von EcoAustria: „Der österreichische Staat gibt nach geltender Rechtslage derzeit lebenden und zukünftigen Generationen die Zusage der Bereitstellung von Geld- und Sachleistungen. Mit der Methode des Generational Accounting werden aufgrund der geltenden Rechtslage sämtliche gegenwärtigen und künftigen Leistungszusagen des Staates den zu erwartenden Einnahmen des Staates gegenübergestellt und eine vollständige Bilanz des Staatshaushaltes erstellt." Das Ergebnis war ernüchternd. Zum Schuldenstand 2012 von 73,2 Prozent des BIP kommt eine implizite Staatsschuld von 177,8 Prozent hinzu, wovon 108,3 Prozent auf die Verschuldung an lebende und 69,5 Prozent an künftige Generationen fallen. In Summe resultiert daraus eine Nachhaltigkeitslücke von 251 Prozent des BIP (offizielle plus implizite Staatschuld). Das bedeutet langfristig hohe Belastungen. Laut Schuh liegt das langfristig strukturelle Defizit, also die Differenz zwischen laufenden Ausgaben und Einnahmen bei konstanten Zinszahlungen, bei 3,8 Prozent des BIP. Noch krasser ist die Situation im Kern der Eurozone, nämlich den einstigen Euro12-Staaten (Italien, Deutschland, Finneco.nova
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land Österreich, Frankreich, Portugal, Belgien, Niederlande, Spanien, Griechenland, Luxemburg und Irland), wo die „tatsächliche Gesamtverschuldung“ mittlerweile über 340 Prozent der Wirtschaftsleistung liegt. Angesichts dieser zukünftigen demografisch bedingten Zahlungslawinen ist langfristig in den entwickelten Ländern von kontinuierlichen Bonitätsverschlechterungen auszugehen. Bei Standard&Poors (S&P) verloren deshalb im Jahr 2011 selbst die USA ihr AAA-Rating, im Jänner 2012 war Österreich an der Reihe. Bei Fitch war Irland im März 2009 noch mit AAA bewertet. Bis 9. Dezember 2010 folgte eine Herabstufung auf BBB+. Spanien genoss vom 10. Dezember 2003 bis 28. Mai 2010 AAA, ehe die DowngradeWelle anrollte und bis 7. Juni 2012 beim Fitch-Rating eine Erosion auf BBB einsetzte. Auch wenn es zwischenzeitlich aufgrund gewisser Übertreibungen in der vorangegangenen Herabstufung der europäischen Peripherieländer zu Rating-Hochstufungen kommt, so sollte folgender Langfristtrend nicht aus
LÄNDER MIT EINER JUNGEN BEVÖLKERUNG Land:.................................Durchschnittsalter Philippinen:..................................................22,9 Südafrika:......................................................25,0 Ecuador:........................................................ 25,7 Mongolei:......................................................26,2 Indien:.............................................................26,2 Peru:................................................................26,2 Malaysia:....................................................... 26,8 Mexiko:............................................................ 27,1 Vietnam:........................................................27,8 Kolumbien:.................................................. 28,0 Indonesien:...................................................28,2 Türkei:.............................................................28,5 Brasilien:........................................................29,3 Quelle:worldstat.info
Achtung: Anleihen von Schwellenländern erfordern häufig hohe Mindestinvestments. Kleinanleger können alternativ in Emerging-Markets-BondsFunds investieren, wobei auch Fonds mit Schwerpunkt Lokalwährungsanleihen interessant erscheinen, deren Vorteile gegenüber Dollarbonds in höheren Renditen und derzeit auch Währungschancen liegen. Grundsätzlich sollte aufgrund der hohen Ausfallrisiken einzelner Schwellenländer einem breit diversifizierten Fonds gegenüber Einzeltitel-Portfolios der Vorzug gegeben werden.
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den Augen verloren werden, der zu einem gewissen Teil auch demografisch erklärbar ist: Von 2000 bis 2012 stieg die Staatsschuldenquote der entwickelten Länder von 71,4 auf 107,9 Prozent des BIP; im gleichen Zeitraum ist in den Entwicklungs- und Schwellenländern die Staatsschuldenquote von 48,7 auf 35,5 Prozent des BIP gesunken. Angesichts dieser Tatsachen ist die strategische Richtung am Bondmarkt klar: Langfristig setzt man auf fallende Staatsanleihenkurse in Europa, Japan und den USA, während man in Papiere der Schwellenländer investiert. Dabei sollte jedoch nicht blind auf fallende Anleihenkurse gesetzt werden. Analog einem Fußgängerübergang sollte darauf geachtet werden, dass die Ampel grün ist. Das wäre der Fall, wenn am Monatsende der Futures-Preis unter dem gleitenden 200-Tages-Durchschnitt liegt. Sofern dies so ist, kann man Shortpositionen eröffnen bzw. short bleiben. Liegt er hingegen darüber – Hände weg von Shortpositionen bzw. bestehende glattstellen. Dieses einfache System hat sich in den vergangenen Jahrzehnten durchaus bewährt. Noch wesentlich einfacher ist es mit den Long-Positionen in Anleihen demografisch gesunder Schwellenländer, die in Deutschland notiert sind. Die jüngsten Anleihenkursrückgänge und Wechselkursverluste der Emerging-Markets-Währungen gegenüber Euro und US-Dollar bieten unter langfristigen Aspekten Einstiegschancen. Über eine junge Bevölkerung verfügen u. a. die Länder in der Factbox, deren Anleihen – sofern für Privatanleger in Deutschland erhältlich – auf die Sicht von zwei Jahrzehnten durchaus attraktiv erscheinen.
AKTIEN-GEWINNER
Ein klarer Gewinner ist die Gesundheitsbranche, da die Gesundheitsausgaben getrieben von quantitativen (die Alten werden mehr) und qualitativen (mit dem steigenden Wohlstand kann sich auch die Bevölkerung ärmerer Länder eine bessere Gesundheitsvorsorge leisten) Einflussfaktoren ansteigen. Die Emerging Markets haben dabei enormen Aufholbedarf bei Gesundheitsleistungen. Während in den USA 2011 die Gesundheitsausgaben pro Kopf bei 8.608 US-Dollar lagen, waren es in China und Indien nur 278 bzw. 59 US-Dollar. Aufgrund sich abzeichnender Gesundheitsreformen in den USA und Europa sowie der starken Nachfrage aus den Schwellenlän-
dern profitieren Generikahersteller. Generika sind billige Nachahmungspräparate von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. Der Preis eines Generikums kann bei mindestens gleicher Qualität wie das Originalprodukt um bis zu 90 Prozent günstiger sein. Der weltweit größte Generikaproduzent ist dabei die israelische Teva Pharmaceutical Industries, die mit einem KGV (2014 erw.) von 10,6 günstig bewertet ist. In Indien über eine gute Marktstellung verfügt Dr. Reddy’s Laboratories. Hochspekulativ interessant ist auch der kanadische Genenerikahersteller IntelliPharmaCeutics International. Als Biotechunternehmen nach der jüngsten Korrektur Einstiegschancen bieten der Weltmarktführer bei HIV/Aids-Medikamenten Gilead Sciences und der Branchenpionier Amgen, die jeweils mit einem für 2014 erwarteten KGV von 12,5 bzw. 13,9 Value-Investmentperlen einer im Schnitt überbewerteten Branche sind. Unter den klassischen Pharmaunternehmen erscheinen der Dauerbrenner Johnson & Johnson, Merck & Co, Roche, Sanofi und GlaxoSmithKline interessant. Letztere zeichnet sich durch eine Dividendenrendite von 5,4 % aus. Attraktiv sind auch Medizintechnik-Unternehmen wie Medtronic und Stryker. Letztere bietet u. a. orthopädische Implantate an – ein Wachstumsmarkt angesichts zunehmender Knochenschäden im Alter. Da vor allem weltweit die Anzahl der über 80-Jährigen rapide ansteigt, sollte noch mit Pflegeimmobilien-Unternehmen bzw. Betreibern von Pflegeheimen diversifiziert werden. Unter den US-REITs, die in Pflegeimmobilien und Seniorenheime investieren, aufgrund attraktiver Dividendenrenditen mögliche Investmentalternativen wären Senior Housing Properties Trust (6,7 % Forward-Dividendenrendite), HCP (5,4 % Forward-Dividendenrendite) und LTC Properties (5,3 % Forward-Dividendenrendite). Allerdings sollten vor einem Investment in REITs die steuerlichen Rahmenbedingungen abgeklärt werden. In Deutschland als börsennotierter Pflegeheimbetreiber interessant erscheint die Marseille Kliniken AG. Mit der steigenden Lebenserwartung und Verweildauer in der Pension ist auch die Freizeitgestaltung der meist noch lange rüstigen Rentner ein Thema. Im Bereich Sport und Freizeit sollte vor allem ein Blick auf Anbieter von Sportgeräten und -bekleidung geworfen werden. Nike, Adidas, Decker Outdoor und der Sportgerätehersteller Brunswick fallen in diese Kategorie.
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GUT GEPLANT IST HALB GEWONNEN Noch nie war professionelle Finanzplanung so wichtig wie heute. Die 5 Vorteile integrierter Finanzplanung
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arkus Sappl, Direktor, Leiter Firmenkunden der Bank Austria Tirol, im Gespräch über die richtige Finanzplanung für Unternehmen.
ECO.NOVA: Warum wird das Thema Finanzplanung immer bedeutender? MARKUS SAPPL: Eine wesentliche Ursache für Unternehmenskrisen ist mangelnde Planung. 40 Prozent aller Insolvenzen in den letzten Jahren können auf finanzwirtschaftlichen Blindflug zurückgeführt werden. Eine der Hauptaufgaben erfolgreicher Unternehmensführung ist daher die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, um auf rasche Marktveränderungen adäquat reagieren zu können. Theoretisch weiß das jedes Unternehmen. Weshalb bleibt das Thema in der Praxis trotzdem so oft auf der Strecke? Vor allem in Klein- und Mittelbetrieben führen geringe personelle Ressourcen und Spardruck dazu, dass auf eine umfassende Finanzplanung verzichtet wird. Oder es werden „selbstgestrick-
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Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit Mehr unternehmerischer Handlungsspielraum Übersichtliche, strukturierte Unterlagen auf Knopfdruck Verbesserung der Bonität Professionelle Basis für das Bankgespräch
te“ Excel-Tabellen eingesetzt, die aus Zeitmangel nicht regelmäßig aktualisiert werden. Dann wird „aus dem Bauch heraus entschieden“. Häufig werden auch falsche Annahmen getroffen – dass etwa mit dem Gewinn aus dem letzten Jahresabschluss im nächsten Jahr automatisch genügend Liquidität zur Verfügung steht. Wie lässt sich die Liquidität mit einfachen Maßnahmen verbessern? Vor allem kleinere Unternehmen können ihren Mittelbedarf in vielen Fällen selbst reduzieren, indem sie zum Beispiel ihr Warenlager richtig dimensionieren. Eine zu große Lagerhaltung bindet unnötig viel Kapital. Rechnungen sollten unmittelbar nach Leistungserbringung gestellt und der Zahlungseingang sollte selbstbewusst und konsequent verfolgt werden. Hilfreich sind auch Anzahlungsvereinbarungen – vor allem bei Projekten, die über einen längeren Zeitraum laufen. Wie unterstützt die Bank Austria bei der Liquiditäts- und Finanzplanung? Die Bank Austria bietet professionelle Ser-
PROFESSIONELLER SERVICE VON DER BANK AUSTRIA
• Der SmartPlanner – Unternehmensplanung leicht gemacht (für Kleinstunternehmen) • Der BusinessPlanner – das professionelle Planungs- und Controlling-Tool (verschiedene Versionen für alle Unternehmen) • Der PlanungsWorkshop – der gecoachte Einstieg in die Finanzplanung • Das QuartalsReporting – der integrierte, automatisierte Budgetierungsprozess
vice-Tools an – allen voran den BusinessPlanner. Das ist eine einfach anzuwendende Software, die eine integrierte Finanzplanung erlaubt und drohende Liquiditätsengpässe rechtzeitig anzeigt. Kann der BusinessPlanner von allen Unternehmen verwendet werden? Grundsätzlich ja. Er ist mit allen gängigen Buchhaltungssystemen kompatibel. Mit dem SmartPlanner haben wir auch eine spezielle Version für die sehr kleinen Unternehmen entwickelt, die in der Regel eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führen. Erleichtert eine gute Planung das Gespräch mit der Bank? Ein professionelles betriebswirtschaftliches Berichtswesen ist die Basis für den Zugang zu einer optimalen Finanzierung. Es schafft Vertrauen durch Information. Diese kann wiederum die Bonität des Unternehmens verbessern. Die Bank kann dadurch rascher und einfacher zusätzlich benötigte Liquidität zur Verfügung stellen. Gibt es einen zeitsparenden Crash-Kurs für richtige Finanzplanung? Die Bank Austria bietet eintägige PlanungsWorkshops an, in denen wir die Unternehmen mit den Möglichkeiten der integrierten Finanzplanung vertraut machen. Dabei werden auf Basis des BusinessPlanners eine Plan-G&V, eine Planbilanz und ein Finanzplan erstellt. Die wichtigsten Funktionen und Zusammenhänge werden präsentiert, analysiert und diskutiert. Nach einem solchen Workshop sollten die Unternehmen in der Lage sein, ihre Finanzplanung mit Hilfe des BusinessPlanners selbstständig und mit wenig Zeiteinsatz durchzuführen.
Für weitere Informationen steht Ihnen Markus Sappl, Direktor, Leiter Firmenkunden der Bank Austria Tirol, unter Tel. 05 05 05 –65431 bzw. per E-Mail unter markus.sappl@unicreditgroup.at gerne zur Verfügung.
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FONDS-INNOVATION Die Hypo Tirol Bank hat gemeinsam mit Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber, Professor am Institut für Banken und Finanzen der Universität Innsbruck, ein neues Fondskonzept entwickelt, das bei niedrigen Gesamtkosten durchaus attraktive Gewinnchancen bietet. // Text: Michael Kordovsky ist eine halbjährliche Portfolio-Anpassung und Investment ausschließlich in die liquidesten ETFs (kostengünstige Indexfonds) vorgesehen. Je nach Risikoneigung werden zwei Fondsalternativen angeboten. Während der „Profit100“ bis zu 100 Prozent in Aktien und Rohstoffwerte investieren kann, liegt deren maximaler Anteil im defensiveren „Profit40“ bei 40 Prozent. Der Backtest dieser Anlagestrategien ergab ein vielversprechendes Ergebnis: In den vergangenen fünf Jahren (per 30.04.2014) brachte es der „Profit40“ ohne Berücksichtigung von Kosten auf 4,91 Prozent p. a., der „Profit100“ 6,73 Prozent p. a. Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber hat gemeinsam mit der Hypo Tirol Bank ein innovatives Konzept entwickelt, das einen völlig neuen Trend in der Fondsbranche auslösen könnte
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ie aktuelle Niedrigzinsphase begrenzt das Performancepotenzial von Mischfonds. Um wirklich noch attraktive Erträge zu erzielen, müssen Anleger derzeit zunehmend hohe Risiken eingehen und beispielsweise in HighYield-Bonds und Aktien investieren. Doch wer hier am falschen Fuß erwischt wird, erleidet binnen kürzester Zeit zweistellige Verluste. Dass kurzfristige Aktienkursprognosen und kurzfristiges Markttiming unmöglich sind, hat der Nobelpreisträger Eugene Fama belegt. Robert Shiller, ein anderer Nobelpreisträger, relativierte dies dahingehend, dass längerfristig sehr wohl gewisse Vorhersagen möglich sind. Darauf baut das Konzept des in Tirol erdachten und von der Hypo Tirol Bank und Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber umgesetzten Profit-Fonds. Diese Fonds kombinieren in ihren Portfolios die Anlageklassen Aktien, Rohstoffe und Anleihen. Dabei erfolgt die Aufteilung zwischen den einzelnen Anlageklassen mit einem wissenschaftlich fundierten Modell für die Berechnung eines risikominimierten Portfolios (Mini-Varianz-Portfolio). Zur Minimierung der Transaktionskosten
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IM INTERVIEW
Wir sprachen mit Univ.-Prof. DDr. Jürgen Huber über das Profit-Fonds-Konzept. ECO.NOVA: Was unterscheidet einen Profit-Fonds von herkömmlichen TotalReturn-Produkten? JÜRGEN HUBER: Mehrere Punkte, die zugleich das Besondere am Fonds ausmachen. Das sind zuallererst die bewusst minimal gehaltenen Kosten: Während der durchschnittliche österreichische Fonds Gesamtkosten (Total Expense Ratio) von fast genau 2,0 Prozent pro Jahr hat, sind es bei den Profit-Fonds zwischen 0,5 und 0,7 Prozent, also nur ein Drittel. Auch der Ausgabeaufschlag ist mit 2,5 Prozent deutlich niedriger als der Durchschnitt von 4,5 Prozent. Die niedrigen Kosten sind nur durch weitgehenden Gewinnverzicht der emittierenden Bank, seltenes Umschichten und Investment in die liquidesten und günstigsten ETFs möglich. Zweitens wird das Prinzip der Risikostreuung (Diversifikation) äußerst konsequent umgesetzt, d. h. investiert wird in Aktien, Anleihen und Rohstoffe, und hier wiederum in die breitest gestreuten Weltfonds. Drittens werden verwertbare Erkenntnisse von Wissenschaftern umgesetzt, d. h. es wird anerkannt, dass Stockpicking nicht systematisch erfolgreich betrieben werden kann (zumindest nicht, wenn man nicht zig Milliarden zu investieren hat, Eugene Fama, Nobelpreis 2013); dass aber ein gewisses
Markttiming aufgrund des KGV möglich ist (Robert Shiller, Nobelpreis 2013). Viertens bieten die Fonds dem Kunden absolute Flexibilität, d. h. es ist ein jederzeitiger Aus- und Einstieg mit beliebigen Beträgen möglich. Haltefristen gibt es nicht. Rohstoffe sind historisch betrachtet „Korrelationsbrecher“ in einem Mischportfolio bestehend aus Anleihen und Aktien und daher hervorragend zur Diversifikation geeignet. In welcher Form werden Rohstoffe berücksichtigt? Genau um die Diversifikation zu optimieren haben wir Rohstoffe in die Fonds einbezogen. Dabei verwenden wir die liquidesten und breitest gestreuten Rohstoff-ETFs. Welche Signale sind ausschlaggebend für Umschichtungen im Portfolio? Robert Shiller zeigte, dass die zukünftige Rendite über längere Zeiträume (ein bis 10 Jahre) durch das KGV zu einem gewissen Grad prognostiziert werden kann. War das KGV hoch (z. B. über 35), war man also an der Spitze einer Hausse oder sogar Bubble, so waren die Renditen in den nächsten Jahren meist sehr niedrig oder sogar negativ. Umgekehrt waren die Renditen nach niedrigen KGVs (unter 14) in den nächsten Jahren meist im zweistelligen Bereich. Dies machen wir uns zunutze, indem der Anteil, der „riskanter“ investiert wird, also in Aktien und Rohstoffe, sich nach dem KGV richtet und umso höher ist, je niedriger das KGV. In einem weiteren Schritt wird der Anteil von Aktien bzw. Rohstoffen mittels eines GARCH-Korrelations-Modells (Robert Engle, Nobelpreis 2003) risikominimiert, was notwendigerweise immer vergangenheitsbezogen, aber bei Volatilitätsclustern dennoch nützlich ist. Wird das „Signal-System“ laufend weiterentwickelt? Wir halten das System schon jetzt für sehr gut, arbeiten aber an einer Verfeinerung, so dass wir ein wirklich aussagekräftiges, fair gewichtetes und zuverlässiges Maß für das KGV weltweit bekommen, nach dem sich dann der Anteil der riskanteren Komponenten Aktien und Rohstoffe richtet.
Die neue 5-Euro-Banknote PORTRÄTWASSERZEICHEN Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, ein Fenster und die Wertzahl sichtbar.
PORTRÄTHOLOGRAMM Beim Kippen erkennt man das Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das €-Symbol, ein Fenster und die Wertzahl.
SMARAGDZAHL Beim Kippen bewegt sich ein Lichtbalken auf und ab. Die Farbe der Zahl verändert sich von Smaragdgrün zu Tiefblau.
PAPIER UND RELIEF Das Papier fühlt sich griffig und fest an. Auf der Vorderseite kann man am linken und rechten Rand erhabene Linien ertasten. Auch Hauptmotiv, Schrift und große Wertzahl haben ein fühlbares Relief.
SICHERHEITSFADEN Hält man die Banknote gegen das Licht, wird ein dunkler Streifen mit €-Symbol und Wertzahl sichtbar.
www.oenb.at | www.neuesgesichtdeseuro.eu | oenb.info@oenb.at | +43 1 404 20 6666
OESTERREICHISCHE NATIONALBANK EUROSYSTEM
„Es scheint solange unmöglich, bis es jemand macht.“
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DER MAZDA CX-5. Künstler Phil Hansen beweist, dass mit Kreativität jedes Hindernis überwunden werden kann. Mit derselben Überzeugung entwickelte Mazda die bahnbrechende SKYACTIV-Technologie sowie die i-ACTIVSENSE Assistenzsysteme und geht neue Wege. MAZDA. LEIDENSCHAFTLICH ANDERS. Verbrauchswerte: 4,6–6,6 l/100 km, CO2-Emissionen: 119–155 g/km. Symbolfoto.
Innsbruckerstr. 57-59, 6176 Innsbruck-Völs Tel: 0512-3100-0, Fax: 0512-3100-39 www.meisinger.at MAZ_CX5_Hansen_200x128_LO 01.indd 1
Andechsstr. 67-71, 6020 Innsbruck Tel: 0512-353 353, Fax: 0512-353 353-4 e-mail: info@gp-autoservice.at 07.03.14 10:31
Art. KUNST & KULTUR
SO MUSS THEATER!
Links oben: Lucio Fontana in Innsbruck. Fontana war ein italienischer Avantgardekünstler der Nachkriegsgeneration, der durch seine Schnittbilder weltberühmt wurde. Die Hauptausstellung in der neuen Kunstgalerie KmO in Innsbruck ist dem plastischen Schaffen von Lucio Fontana (1899–1968) gewidmet, fokussiert auf seine keramischen Arbeiten aus zwei Schaffensperioden. // Foto: collectortribune Links unten: Agnes Prammer: Bub aus der Serie „Alte Donau“ // Foto: Galerie KmO Innsbruck Oben: „Take a picture of my dream“ von Pola Ayumi // Foto: Milano Montrasio Arte
ITALIENISCHE KUNST NEU ENTDECKEN Anfang Mai eröffnete in Innsbruck die Galerie „KilometroZero“ – kurz: Km0 – und mit ihr ein Ort, in dem ab sofort italienische Kunst ein Zuhause bekommt. Präsentiert werden am Bozner Platz 2 italienische Künstler mit Österreichbezug. Gestaltet wurden die Räumlichkeiten mit einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern verteilt auf drei Etagen von der Architektin Michela Genghini, die hier außerdem einen Bookshop sowie einen Show-Cooking-Room unterbrachte. Partner des Projektes sind die italienischen Firmen Allemandi Editore, Valucine und Fossat Interni, die ebenso in den Räumen präsent sind. Zur Eröffnung werden aktuell vier Parallelausstellungen gezeigt, wobei die Hauptausstellung mit dem Titel „Eine Weltanschauung“ dem italienischen Avantgardekünstler Lucio Fontana gewidmet ist. Der Fokus liegt dabei auf seinen keramischen Ar-
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beiten aus zwei gänzlich unterschiedlichen Schaffensperioden. Dazu ist eine erlesene Auswahl an Zeichnungen ausgestellt. In der oberen Etage ist die Ausstellung „Raw Materia“ von Agenore Fabbri zu sehen, die in Zusammenarbeit mit der VAF-Stiftung von Volker Feierabend realisiert wurde, der seine Sammlung italienischer Kunst dem MART in Rovereto als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat. Das Untergeschoß indes ist jungen Künstlern gewidmet: Zum Start sind es Fotoarbeiten von Agnes Prammer unter dem Titel „muscles & bones“. Im Bookshop interpretiert Ayumi Kudo „In my territory“ die Küche des Sternekochs Giancarlo Morelli. Kuratiert wird die Ausstellung von Peter Weiermair. Er war Direktor bedeutender Museen moderner und zeitgenössischer Kunst in Österreich, Deutschland und Italien und ist nach wie vor als internationaler Kurator tätig.
Bereits zum vierten Mal findet in Uderns das STEUDLTENN Theaterfestival statt. Es präsentiert sich seit 23. April bis 28. Juni in einem einzigartigen Ambiente. Das Theaterfestival für alle von 4 bis 99 spannt einen breiten Bogen von Theater über Musik, Tanz und Malerei. Regisseur und Autor Hakon Hirzenberger bot heuer mit seinem eigenen Pop-Rock-Musical ein besonderes Highlight: „Der letzte Ritter oder Liebt Europa!“ (siehe Bild) überzeugte mit einem spielfreudigen Ensemble, fetzigen Rhythmen und hochaktuellen politischen Botschaften. Auch im Juni zahlt sich ein Besuch aus: „Schlaf gut süßer Mond“ und „An der Arche um Acht“ ist beste Unterhaltung für die ganze Familie. Freunde des Kabaretts kommen mit Uli Böttcher, Bernd Kolhepp oder Andreas Vitasek auf ihre Kosten. Mit „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer und „Die Wahrheit“ von Florian Zeller stehen zwei wunderbare Komödien auf dem Programm. Alle Liebhaber der bildenden Kunst können sich auf die „Vernissage Gerhard Kainzner & Friends“ und auf das Theaterstück zur Vernissage „Nipple Jesus“ von Nick Hornby freuen. // www.steudltenn.com
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Die österreichische Indie-Pop-Band Garish // Foto: Julia Grandegger
Ausstellung „Kind & Ritual“ von Gert Chesi
SOMMER-KULTUR 2008 wurde unter der Patronanz des Haller Kulturstadtrats Johannes Tusch der „Verein zur Förderung der Kultur in der Burg Hasegg“ initiiert, mit dem Ziel, eine vielfältige Veranstaltungsreihe ins Leben zu rufen. Unter dem Dach des BurgSommers finden seither in den Sommermonaten hochkarätige Kulturveranstaltungen statt. Kulturschaffende aller Genres aus der Region, aber auch überregionale Künstler finden hier ihren Platz.
AUSSTELLUNG KIND & RITUAL
Heuer wird die Veranstaltungsreihe erstmals mit einer Ausstellung eröffnet: ubuntu – die Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf – präsentiert eine Fotoausstellung von Gert Chesi: Der Fotograf, Journalist und Autor hat Kinder im Kontext spiritueller Riten in Togo, Indien und Thailand fotografiert. Die Vernissage ist gleichzeitig die Eröffnung des BurgSommers Hall. // Wann? Do., 12. Juni 2014, 19 Uhr
DRUCKFRISCH So lautet der Titel der Sommerausstellung im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, die vom 13. Juni bis 26. Oktober dort zu sehen sein wird. Während heutige Kommunikationswege mit E-Mail und sozialen Netzwerken raschen Veränderungen unterworfen sind, steht der Innsbrucker Universitätsverlag Wagner seit 375 Jahren für eine Kontinuität, die im deutschsprachigen Raum einzigartig ist. Ihm wird in der Ausstellung ebenso Tribut gezollt wie dem Buchdruck in Tirol im Allgemeinen. Gezeigt wird die gesamte Spannbreite von Notendrucken aus dem 17. Jahrhundert bis zur Informationsvermittlung der Gegenwart. Als Teil des Rahmenprogramms finden Konzerte und eine wissenschaftliche Tagung statt, die diese Schau in einen größeren Kontext betten. // www.tiroler-landesmuseen.at
INDIE-POP ABSEITS DES MAINSTREAM
Die österreichische Indie-Pop-Band Garish zählt zu den bekanntesten Vertretern deutschsprachiger Musik abseits des musikalischen Main stream. Ihr neues Album „Trumpf“ ist ein in jeder Hinsicht an die Spitze getriebenes Garish-Album: Gefinkelt, dezent wütend an der Oberfläche, ironisch bis zynisch im Unterton. // Wann? Mi., 18. Juni 2014, 20:30 Uhr
MEHR ALS „NUR“ MAGIE
Der Haller Zauberkünstler Philipp Oberlohr bringt seine Show „closer“ von London zum BurgSommer. Er nimmt sein Publikum bei der Hand und lässt etwas ganz Besonderes entstehen: Er weiß Dinge von den Zusehern, die er unmöglich wissen kann, Metall verbiegt sich wie von selbst in seinen Händen, er liest Gedanken und lässt seine lesen. Ist er Mentalist, Trickser oder Schauspieler? // Wann? Do., 26. Juni 2014, 20 Uhr
HALLER GASSENSPIELE
Die „Haller Gassenspiele“ verwandeln seit drei Jahren während der Sommermonate ausgewählte Plätze in Bühnen, auf denen Theater mit viel Musik dargeboten wird. Beim Schauspielerensemble wird auf eine Mischung aus erfahrenen Profis und ambitionierten Laien gesetzt. Heuer steht Lope de Vegas Komödie „Tumult im Narrenhaus“ am Programm. // Wann? Fr., 4. Juli 2014, 20 Uhr (Premiere). Aufführungen bis 2. August 2014
BURGSOMMER HALL: 12. JUNI BIS 2. AUGUST Kartenvorverkauf und Informationen: Tourismusverband Region Hall-Wattens Wallpachgasse 5, 6060 Hall in Tirol, Tel.: 05223/45544-0 www.hall-wattens.at, www.burgsommer-hall.at Karten auch an der Abendkassa erhältlich, freie Platzwahl
Links: Sabine Müller-Funk (*1958) // rechts: Martin Bruch (*1961)
MIXED MEDIA Foto, Video & Objekte: Martin Bruchs „FotoSignaturen“ zeigen Aufnahmen von Menschen, die sein Leben bisher kreuzten, während Sabine Müller-Funk sich seit Jahren mit den Themen Verdichtung und Membranen beschäftigt: Die Galerie Nothburga zeigt mit ihrer Juni-Ausstellung einen spannenden Mix, der nur auf den ersten Blick völlig konträr wirkt. Beide verweben in ihren Arbeiten Subjekt und Objekt miteinander – der eine durch das Mittel der Fotografie, die andere durch Glas und andere transparente Medien, die wie Gitter oder Schleier verwendet werden. Membranen werden von Müller-Funk als Zonen des Übergangs, des Durchgangs, der Öffnung, der Durchlässigkeit zwischen dem Davor und Dahinter, zwischen dem Eigenen und dem Fremden definiert, der Blick wird auf das Davor, das Dahinter oder die Membranen fokussiert. Bruchs Fokus richtet sich indes klar auf jene Menschen, die ihm nach dem Erwerb seines iPhones über den Weg liefen. // www.galerienothburga.at eco.nova
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eco.art Thomas Gassner, Schauspieler und Intendant des Kulturfestivals „Stummer Schrei“ im Zillertal.
„ICH FINDE ES GROSSARTIG, WENN SICH MENSCHEN NICHT SO ERNST NEHMEN. LEIDER WIRD DIE SELBSTIRONIE ZU WENIG PRAKTIZIERT.“ Thomas Gassner
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MIT RESPEKT UND SELBSTIRONIE ZU NEUER VOLKSTHEATER-IDENTITÄT Müde, aber mit breitem Lächeln sitzt Thomas Gassner im Kaffeehaus. Die Proben für das Kulturfestival „Stummer Schrei“ laufen auf Hochtouren und „da kann es schon mal später werden“. Zuhause noch schnell die Kinder „befrühstückt“ und jetzt endlich selbst ein Croissant mit Café au lait. // Text: Julia Sparber, Fotos: Birgit Pichler
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uhe ist ihm aber nicht lange gegönnt, die Fotografin möchte ihn ablichten: „Oje, mit meiner Frisur! Die ist heute einfach so entstanden“, verrät er lachend. Thomas Gassner ist ein gutes Model, weil er nicht auf die Kamera achtet. Er erzählt einfach – ungekünstelt und unfrisiert. Vom Bühnenleben und einem Klowagen, von humorvoller Kritik und respektvoller Salamitaktik. ECO.NOVA: Wie geht es Ihnen mit der Aufgabe, ein Intendant zu sein? THOMAS GASSNER: Eine schöne, anstrengende Aufgabe. Ich habe das Festival umstrukturiert, denn meine Vision als künstlerischer Leiter lag darin, den Verein „Stummer Schrei“ vor Ort besser zu verankern. Ich habe einen Vorstand installiert, der aus dem Zillertal kommt. Das finde ich für die Identität wichtig. Ansonsten würde es heißen: „Da kommt der G’scheide aus Innsbruck und will alles anders machen.“ So fühlen sich die Menschen vor Ort eingebunden, identifizieren sich und bringen ein unglaubliches Engagement ein – das bisweilen fast schon kuriose Blüten treibt. Kurioses Engagement? Wie ist das zu verstehen? Tja, da gibt es die lustige Klowagen-Geschichte, die sämtliche Faschingsumzüge im Zillertal beschäftigt hat. Wir waren auf der Suche nach einem Klowagen und unser Obmann hat von ei-
nem günstigen gelesen, den er selbst mit dem Traktor abholen wollte. Er hat aber nicht dazu gesagt, dass dieser Klowagen irgendwo im deutschen Rheingau steht und eine Traktorfahrt rund zehn Stunden dauert. Er hat es trotzdem gemacht. Nach einer Traktor-Odyssee durch Deutschland kam der Klowagen im Zillertal an – leider kaputt. Über die Sinnhaftigkeit kann man nun diskutieren, aber man muss sich diesen unheimlichen Einsatz vorstellen. Mir ist ein großes Anliegen, das Engagement der Menschen in die richtige Richtung zu lenken. Sie haben also einen Vorstand gegründet, um Engagement zu bündeln? Am Anfang war das schwierig, weil bisher alles in einer Hand lag. Ich habe aber mit Martin Flörl einen musikalischen Leiter, der zum Team der ersten Stunde gehört und daher gut verankert ist. Mit Ludwig Glaser ist ein Obmann an der Spitze, der für die Logistik vor Ort spezialisiert ist und viele Privatsponsoren aufgetrieben hat. Mit Katrin Jud arbeite ich seit Jahren zusammen, sie ist quasi die Schnittstelle zu allen und die Festivalleitung im erweiterten Sinn. So können wir gemeinsam Altlasten abbauen und uns gleichzeitig gut weiterentwickeln. Ihre Betonung liegt auf gemeinsam. Sie halten viel von Partizipation? Klar, weil man alleine nicht halb so viel schafft. Ich bin ein Liebhaber der Salami-Taktik – das
scheibchenweise Vorgehen. Mit Geduld und vor allem Respekt bekommt man von Menschen unheimlich viel zurück. Man darf nur nicht alles auf einmal wollen. Ein Beispiel ist unser diesjähriges Hauptstück „Der Bockerer“. Dafür habe ich 23 Laienspieler akquirieren müssen. Ohne meine Regisseurkollegen oder den Theaterverband wäre ich nie zu den geeigneten Personen gekommen. Ich habe zum Beispiel einen Schauspieler gesucht, der die „Berliner Schnauze“ kann. Da ist mir ein in Kufstein lebender Berliner empfohlen worden. Er spricht so echt, wohl kein anderer Schauspieler hätte es besser machen können. Warum haben Sie sich für den „Bockerer“ entschieden? Ich möchte den Stummen Schrei nicht nur organisatorisch umstrukturieren, sondern auch inhaltlich. Ich möchte, dass das Festival mehr in Richtung Volkstheater geht, weil da die größte Ressource liegt. >
THOMAS GASSNER
geboren 1969 in Innsbruck Schauspieler / Künstlerischer Leiter des Kulturfestivals „Stummer Schrei“ / Psychodramatiker / Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften verheiratet mit der Schauspielerin Luka Oberhammer Vater zweier Kinder
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„MAN SCHWEBT STÄNDIG ZWISCHEN DER EIGENEN PERSÖNLICHKEIT UND DER FIGUR, DIE MAN SPIELT. NATÜRLICH GIBT ES DA ÜBERSCHNEIDUNGEN. DA MUSS JEDER FÜR SICH ENTSCHEIDEN, INWIEWEIT MAN SICH SELBST IN DIE ROLLE MIT EINBRINGT. EINE SENSIBLE ANGELEGENHEIT.“ Thomas Gassner
Gibt es nicht schon genug Volkstheater-Festivals? Volkstheater heißt für mich: Geschichten zu erzählen von Leuten aus der Region für die Region. Weil damit die größtmögliche Identifikation auf allen Ebenen stattfindet. Die Identifikation von Geschichte zu Schauspieler sowie die von Schauspieler zu Publikum. Damit wird Volkstheater so lebendig, dass es auch für Menschen außerhalb der Region attraktiv wird. Authentizität ist für Mitspieler und Zuschauer gleichermaßen wichtig. Gelingt die positive Vernetzung zwischen Vorstand und Schauspieler so gut, weil Sie auch selbst authentisch sind? Ich bin am Anfang einer Begegnung immer zurückhaltend. Wenn ich mich fachlich kompetent fühle, habe ich keine Berührungsängste, bleibe aber dem Fachlichen verbunden. Das ist ein guter Anknüpfungspunkt, um Menschen besser kennen zu lernen und so die Beziehung persönlicher werden zu lassen. Wohl fühle ich mich dann, wenn ich lachen kann. Wenn ich humorvoll bin, weiß ich, dass die Beziehung stimmig ist, dann entspannt sich die Situation. Ich stelle mir gerade eine Probensituation vor, bei der Sie als Regisseur Kritik üben müssen. Sind Sie auch in diesen Situationen humorvoll entspannt? Mir ist eine angenehme Probensituation sehr wichtig. Ich halte es überhaupt nicht aus, wenn Unausgesprochenes im Raum steht. Ich habe da ganz feine Sensoren. Wenn es etwas gibt, dann spreche ich das auch an. Offenheit ist unbedingt notwendig und ich übe auch schonungslose Selbstkritik. Sie meinen ironische Selbstkritik? Das ist ein Mechanismus, den ich mir schonungslos zunutze mache. Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht, warum wir drei vom „Feinripp-Ensemble“ zum Beispiel selbst vor dem Bischof Schimpfwörter benutzen dürfen, ohne dass man auf uns böse ist. Es ist unser eigenes Scheitern, das wir zelebrieren und
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das der Zuschauer bei sich selbst erkennt. Offenbar sogar der Bischof. Ich finde es großartig, wenn sich Menschen nicht so ernst nehmen. Leider wird die Selbstironie zu wenig praktiziert. Natürlich, weil es eine schwierige Gratwanderung ist. Auf der anderen Seite ist es doch manchmal offensichtlich, dass man Mist gebaut hat. Ehrlich? Meinen Sie wirklich? Wenn sich der „Mistbauer“ dreht und windet, um aus der Situation herauszukommen. Es funktioniert aber nicht, weil es jeder merkt. Das ist ein unglaublich feiger Umgang mit eigenen Fehlern. Das versuche ich zu vermeiden. Wie gelingt es Ihnen, bei Proben kritisch, aber nicht verletzend zu sein? Auch da verwende ich die Salamitaktik: Ich versuche den Schauspieler langsam in eine Richtung zu führen. Wenn er nicht mitgeht, verstärke ich mein Ansinnen. Bis zu dem Punkt, an dem ich merke: Da kommt er jetzt nicht mit. Dann revidiere ich meine Vorstellung und versuche mit dem Schauspieler den Weg zu gehen, der für ihn machbar ist und der für mich noch passt. Kritik üben mit Lob funktioniert da besonders gut. Kritisches Loben – haben Sie ein Beispiel? Manchmal sage ich: „Wow, ihr seid jetzt schon auf 35 Prozent.“ Das ist Lob und Kri-
tik zugleich. Oder ich verwende die wunderbare Theater-Platitüde: „Da war schon viel Schönes dabei.“ Kritik mit Humor vorgebracht ist meistens erfolgreich. Jeder weiß, was gemeint ist, aber keiner fühlt sich angegriffen. Den Schauspieler zu attackieren oder vor anderen bloßzustellen, geht für mich gar nicht. Der Respekt vor den Grenzen des Menschen ist einfach einzuhalten! Bringt jeder Schauspieler auch ein Stück weit seine eigene Geschichte mit auf die Bühne? Man schwebt ständig zwischen der eigenen Persönlichkeit und der Figur, die man spielt. Natürlich gibt es da Überschneidungen. Da muss jeder für sich entscheiden, inwieweit man sich selbst in die Rolle mit einbringt. Eine sensible Angelegenheit. Leider gibt es genug Regisseure, die den Schauspieler bei den Proben ausweiden und ihn dann im eigenen Blut liegenlassen. Sprechen Sie aus eigener Erfahrung? Ja, deshalb lasse ich es nicht zu. Auch wenn ich nur als Mitspieler dabei bin, mische ich mich ein. Ich bin kein Fan von konfliktfreien Räumen, Bauchpinseln alleine funktioniert natürlich nicht. Aber der Respekt muss immer und überall gewahrt bleiben. Sie sind auch Psychodramatiker. War bei Ihnen schon immer ein Interesse an der menschlichen Psyche da? Durch diese Ausbildung lernte ich mich selbst besser kennen. Eine gruppendynamische Methode, um Handlungsgewohnheiten spielerisch zu beeinflussen und Alltagsrealitäten zu klären. Als Regisseur hat man ständig mit gruppendynamischen Prozessen zu tun, die ich seither besser bewältigen kann. Ich weiß heute, wenn es Zeit ist, Gas zu geben, aber auch wenn Zurückhaltung angebracht ist.
KULTURFESTIVAL „STUMMER SCHREI“ 20. Juni bis 3. August 2014 www.stummerschrei.at
Tickets & Infos Festivalbüro: geöffnet vom 10. Juni bis 3. August 2014 Mo. bis Fr. von 9 bis 12 Uhr & 16 bis 18 Uhr Sa. von 9 bis 12 Uhr Dorfstraße 34, 6275 Stumm Tel.: 0680/2304061 Eröffnungsfest „Aufschrei“: Fr., 20. Juni ab 15 Uhr, Dorfplatz Stumm Premiere „Der Bockerer“: Sa., 21. Juni, 20 Uhr, Dorfbäck – Stadl Stumm
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Otto Mühl, „Für Marlene“, 1986, Öl auf Leinwand // © Galerie Rhomberg
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Günter Brus, „Eine Dienstreise in den Dunstkreis“, 1990, Mappe mit 12 Blättern
BERÜHMT UND BERÜCHTIGT Otto Mühl und Günter Brus zählen zu den wohl radikalsten Protagonisten des Wiener Aktionismus. Noch bis 21. sind in der Galerie Rhomberg in Innsbruck Malerei- und Papierarbeiten aus deren Schaffenszeiten von den späten 1960er- bis in die 1990er-Jahre zu sehen.
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er Wiener Aktionismus ist eine der wichtigsten kulturgeschichtlichen Einschnitte in der österreichischen und internationalen Kunst des 20. Jahrhunderts. War die Zeit von 1962 bis 1970 an sich schon künstlerisch provokant, trieben es die zentralen Protagonisten Hermann Nitsch, Rudolf Schwarzkogler, Günter Brus und Otto Mühl mit ihrer Aktionskunst auf die Spitze. Die beiden Letzeren sind aktuell mit ihren Werken in der Galerie Rhomberg zu sehen, dabei nach wie vor spitzzüngig und herausfordernd, aber ganz weit weg von aktionistischen Ferkeleien.
WIE AUFREGEND DARF KUNST SEIN?
Mühl (* 1925 / † 2013) und Brus (* 1938 / lebt und arbeitet in Graz und auf den Kanarischen Inseln) trafen einander erstmals in den 1950er-Jahren in Wien. Eine intensive gemeinsame Arbeitsphase begann. 1966 entwarfen sie schließlich die Idee der Tota-
laktion als Verbindung der Materialaktion Mühls und der Brus’schen Selbstverstümmelungen. Die aufsehenerregenden Darstellungen unter dem Motto „Kunst und Revolution“ sind dem breiten Publikum bekannt, kaum aber die Werke nach dem Ende der etwas bissigen Bewegung. Die Schau in der Galerie Rhomberg zeigt einen vielseitigen Querschnitt durch das charakteristische Œuvre der beiden Künstler. Vom umstrittenen Otto Mühl werden dabei vornehmlich malerische Arbeiten gezeigt, die in ihren stilistischen Ansätzen vom Neo-Expressionismus bis hin zum Informel reichen. Brus stellt dem grafische Werke gegenüber, denen er sich seit 1970 widmet, quasi im Anschluss an seine letzte Aktion „Zerreißprobe“. Die Ausstellung zeigt nicht nur auserlesene Werke von zwei der bedeutsamsten österreichischen Künstler, sondern gibt gleichzeitig Einblick in das generationenübergreifende Spannungsfeld der modernen Kunst der Nachkriegszeit bis heute.
Günter Brus, „Kurzschluss“, 1990 Radierung auf Büttenpapier
OTTO MÜHL | GÜNTER BRUS MALEREI UND ZEICHNUNG noch bis 21. Juni
Galerie Rhomberg Templstraße 2–4, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/58 80 80 www.galerie-rhomberg.at Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 9.30 bis 18 Uhr Sa. von 9.30 bis 12.30 Uhr
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EINE BESONDERE BEZIEHUNG Das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum beleuchtet mit der Schau „Tirol – München“ die facettenreichen Beziehungen zwischen der Kunst in München und jener in Tirol seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Im Zentrum stehen die Ausbildung Tiroler Künstler, ihre rege Reisetätigkeit, Künstlervereinigungen und der Ausstellungsbetrieb in München. Die Schau spannt den Bogen weiter bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der München nach einer langjährigen Durststrecke wieder für Tiroler Künstler an Attraktivität gewinnt. // Fotos: Wolfgang Lackner
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chon lange bevor München in den 1890er-Jahren neben Paris international zu einer der wichtigsten Kunstmetropolen avanciert, gibt es ei-
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nen regen künstlerischen Austausch zwischen Bayern und Tirol. Die Landschaft Tirols als Motiv der bildenden Kunst spielt bereits seit der Entdeckung der Alpen eine besondere
Rolle. Große Bedeutung erlangt sie vor allem im 19. Jahrhundert, als die Künstler der „Münchner Schule“ die Alpen mit Zeichenblock und Pinsel in der Hand durchwandern.
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Umgekehrt kommt seit dem Barock dem süddeutschen Raum für Künstler aus Tirol überregionale Bedeutung als Auftraggeber für Fresken und Altargemälde zu.
DIE MÜNCHNER AKADEMIE
Durch das Wirken von Karl Theodor von Piloty entwickelt sich die Münchner Akademie ab 1856 zu einem herausragenden Ausbildungsort. Einheimische und Zugereiste, Maler wie Wassily Kandinsky oder Paul Klee, Schriftsteller wie Frank Wedekind und Henrik Ibsen und Komponisten wie Max Reger treffen Ende des 19. Jahrhunderts in München aufeinander. Ort der Begegnung ist u. a. der Biergarten, der zu einem beliebten Thema in der Malerei wird. Die bekanntesten Tiroler Künstler, die in dieser Zeit in München ihre Ausbildung erfahren, sind Franz von Defregger, Mathias Schmid, Alois Gabl und Albin Egger-Lienz, der als Erneuerer der Tiroler Malerei des 20. Jahrhunderts gilt.
KÜNSTLERKOLONIEN
Abseits von München treffen sich führende Maler wie Wilhelm Leibl und Joseph Wopfner am Chiemsee. Auch im lieblichen Dachauer Moos im Umland von München entsteht eine Künstlerkolonie. Theodor von Hörmann schafft eine Reihe von Gemälden mit Buchenwaldmotiven – Stimmungsbilder, bei denen der Maler das Wirken der Natur und ihre Seele einfängt. Insbesondere ab 1874 wird auch das Südtiroler Städtchen Klausen zum weithin
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geschätzten Treffpunkt für Kunstschaffende aus München und dem süddeutschen Raum.
PARADIGMENWECHSEL UM 1900
Noch stärker als Wien bildet München um 1900 die Keimstätte für das Aufkommen einer künstlerischen Moderne, die auch auf Tirol Auswirkungen hat. Als Abspaltung von der konservativen Münchner Künstlergenossenschaft wird 1892 die „Münchener Secession“ gegründet. Statt realitätsgetreuer Abbildung thematisieren ihre Vertreter die Malmittel selbst und stellen die Komposition von Farben, Formen und Lichteffekten in den Mittelpunkt. In der Ausstellung zu sehen sind eindrucksvolle Arbeiten von Rudolf Nißl, Eduard Thöny, Leo Putz und Hans Josef Weber-Tyrol. Beleuchtet wird u. a. auch das Wirken der Gruppen „Blauer Reiter”, „Die Scholle“ und der politisch-satirischen Wochenschrift „Simplicissimus“.
AUFSCHWUNG NACH 1968
Die Ausstellung im Ferdinandeum spannt den Bogen weiter über die Zwischenkriegszeit und die „entartete Kunst“ bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nach einer langjährigen Durststrecke gewinnt München ab den 1968er-Jahren wieder für Tiroler Künstler an Attraktivität. Als Gegenpole zur noch traditionell ausgerichteten Akademie der bildenden Künste hebt „Tirol – München“ das Studio UND sowie Gruppierungen wie „Geflecht“, „Kollektiv Herzogstraße”, „WeibsBil-
der“ und „King Kong Kunstkabinett“ hervor. Neben hochkarätigen Exponaten – Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen – arrivierter Künstler wie Franz von Defregger, Leo Putz, Albin Egger-Lienz, Gabriele Münter, Alexander Kanoldt, Gerhild Diesner, Heinz Gappmayr oder Peter Kogler sind spannende Arbeiten der jüngsten Generation zu sehen: Beeindruckend Peter Senoners mehrere Meter hohe Installation „Zack“ sowie Josef Rainers Installation mit alten Fernsehern aus den 1970er-Jahren.
TIROL – MÜNCHEN
Begegnungen von 1880 bis heute bis 24. August 2014 im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum www.tiroler-landesmuseen.at Führungen: So., 1. und 22. Juni, 6. und 20. Juli, 3. und 24. August, jeweils 11 Uhr Vortrag: Do., 26. Juni, 19 Uhr: „Architektur Tirol–München“ mit Christoph Hölz Konzert: So., 29. Juni, 11 Uhr: „Ludwig Thuille: Violinsonaten“ Kinder-Werkstatt: Di., 5. August, 9 bis 12 Uhr: „Wasser, Luft und Farbe“, ab 6 Jahren mit Anmeldung
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PERFEKTION IN DREIZACK-MANIER So ein Maserati ist schon was Feines. Auch wenn für den Quattroporte mindestens 107.700 Euro hingelegt werden müssen: So viel Eleganz, Luxus, Stil und Style kriegen Sie sonst kaum wo. Der Name Maserati ist gleichbedeutend mit Faszination und Innovation, mit Stolz auf italienische Automobiltradition und Liebe zum Detail. Im Quattroporte vereinen sich dazu Luxuslimousine und Sportwagen auf einzigartige Weise zu einem harmonischen Gesamtkonzept. Erhältlich ist der noble Athlet in zwei spektakulären Motorisierungen, wobei die Allradversion mit 410 PS die leistungsärmere ist. Wer richtig Gas geben will, wählt den 3,8-Liter-V8-Twin-Turbo mit stattlichen 530 PS. Und wie es schon das Äußere vermuten lässt: Auch innen ist italienisches Design tonangebend. Soll heißen: sexy-elegant, edel und geschmeidiges Leder von Poltrona Frau.
Audi präsentiert mit dem S3 Cabriolet pure Dynamik unter freiem Himmel. Schon optisch macht der Oben-ohne-Ingolstädter eine sportliche Figur und ist in seinem Segment quasi konkurrenzlos. Sein 2.0-TFSI-Motor bringt es auf 300 PS und 380 Nm Drehmoment und verbraucht mit der S-tronic im Mittel 7,1 Liter. Die Kraftübertragung: blitzschnell; das Fahrwerk: dynamisch; das Interieur: schwarze Coolness; das Niveau: Oberklasse. Preislich startet das S3 Cabrio bei 48.500 Euro.
EXTROVERTIERTER KRAXLER Mitte Juli ist’s so weit: Dann nämlich rollt der BMW X4 zu den Händlern und mit ihm ganz viel sportliche Eleganz, die der Neue mit den typischen Merkmalen der erfolgreichen X-Familie kombiniert. Passend zum temperamentvollen Charakter stehen drei Motoren mit 184, 306 und 313 PS zur Auswahl, der Einstiegspreis liegt bei 51.300 Euro. Dafür gibt es Fahrvergnügen auf Topniveau bei niedrigem Verbrauch.
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Bruno König, Motorredaktion
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ABGENOMMEN Dank intelligentem Leichtbaukonzept wurde die C-Klasse von Mercedes rund 100 kg leichter. Doch anders als beim menschlichen Magerwahn sind bei der Marke mit dem Stern die Proportionen und Kurven immer noch so, wie sie sein sollten. So präsentiert sich die Limousine sinnlich im Design und leichtfüßig-agil in den Fahreigenschaften und entfernt sich doch mutig von ihrem Vorgänger. Im Interieur zeigen sich immer wieder feine Details, die sich zu einem hochklassigen Ganzen zusammenfügen. Unaufdringlicher, moderner Luxus, fließende Formen und wertige Materialien begleiten Fahrer und Insassen, technische Gimmicks machen aus der C-Klasse auch ein Spaßmobil. Die Motorisierung beginnt im „kleinen“ Diesel bei 115 PS, das Spitzenmodell, ein Sechszylinder-Benziner, leistet 333 PS. Die Preise starten bei 35.350 Euro.
Der Cherokee ist das neue Mittelklasse-SUV von Jeep und hat sich in seiner vierten Generation zu einer frischen Interpretation von „Go anywhere, do anything“ – dem Motto der legendären amerikanischen Marke – gewandelt. Die neue Generation ist sowohl mit Allrad- (vor allem in Tirol wärmstens empfohlen!) als auch Vorderradantrieb erhältlich, das Leistungsspektrum geht von 140 bis 170 Diesel-PS. In Österreich wird auch ein Benziner mit Neungang-Automatik angeboten. Das Karosseriedesign wurde indes deutlich schlanker, was den Cherokee insgesamt athletischer erscheinen lässt. Zentrales Element dabei ist die „Wasserfall“-Motorhaube mit dem ikonischen Kühlergrill und jenem markanten horizontalen Knick, der schon in einigen historischen Jeep-Modellen zu sehen war. Auch innen wurde aufgeräumt, das Interieur klarer, moderner und harmonischer. Alles in allem hebt der aktuelle Cherokee die 4x4-Qualitäten eines Jeep auf ein neues Niveau und bietet ein Allwetterfahrzeug für sämtliche Bodenbeschaffenheiten. Weil man schließlich nie weiß, wie der Sommer so wird ... Der Listenpreis startet bei 37.000 Euro.
STABILER AUTOMARKT Der österreichische Automarkt entwickelt sich bisher recht stabil. Von Jänner bis April 2014 konnten 110.521 neue Fahrzeuge verkauft werden. Das sind nur um 310 Autos oder 0,28 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Was den Händlern allerdings etwas Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass nur der Feber eine Steigerung (+30,1 %) brachte und die restlichen drei Monate im Minus blieben. Bemerkenswert dabei: Nur SUVs weisen mit einem Plus von 6,1 Prozent ein signifikantes Wachstum auf. Besonders populär sind heuer kleine SUVs wie der Opel Mokka, Renault Captur oder Peugeot 2008. Verloren haben hingegen Microvans (–14 %) und Kleinwagen (–8 %). Leicht erholen konnten sich Mittelklassefahrzeuge mit einer Steigerung von gut sechs Prozent. Den stärksten Zuwachs unter den Volumensmarken in Österreich sicherte sich mit einem Plus von mehr als 23 Prozent Mazda. Der Zulassungs-Mix von Benziner und Diesel blieb mit 43 zu 57 Prozent nahezu unverändert. Die Nachfrage nach Elektroautos ist nach wie vor gering. Anregungen und Kommentare bitte an koenig@econova.at
SERIEN-STUDIE Mit der Sportwagen-Studie R 400 untermauert VW das athletische Potenzial der Golf-Baureihe und beweist auch den Mut, das Serienfahrzeug ganz nah am Concept-Car zu lassen. Design und Technik des Golf R 400 orientieren sich klar am Rennsport: So steht das „400“ im Namen für eine Leistung von 400 PS, die die VW-Neuheit in nur 3,9 Sekunden auf 100 km/h und insgesamt auf 280 km/h peitscht. Die ausgestellten Kotflügel sind eine Hommage an den legendären Rallye-Golf G60, der intelligente Allradantrieb 4MOTION bringt die außergewöhnliche Leistung dazu souverän auf die Straße.
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LIFESTYLE IN 9 GÄNGEN Mit gleich neun Fahrstufen in seinem „ZF“-Getriebe verfügt der Range Rover Evoque im Modelljahr 2014 derzeit noch über ein Alleinstellungsmerkmal. Die neue Schaltbox macht den Lifestyle-SUV aus England nicht nur agiler, sondern vor allem deutlich sparsamer. // Text: Bruno König, Fotos: Tom Bause
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ußerlich ist dem Evoque das neue Modelljahr kaum anzusehen. Warum auch, hat doch der fesche SUV seit seiner Einführung 2011 eingeschlagen wie selten ein Auto zuvor. Ein neues Felgendesign, neue Spiegel, neue Lacke fürs schicke Blechkleid und mehr Farbauswahl für den Innenraum ... damit hat sich’s auch schon. Dafür hat sich unter der Haube einiges getan. Etwa das völlig neue 9-Gang-Automatikgetriebe von ZF. Dieses ist bis dato das weltweit erste in einem Serienfahrzeug verbaute und wird es auch noch eine Weile bleiben. Bis Chrysler nämlich ein solches im Jeep Cherokee anbieten kann, wird’s dauern. Die neue Automatik soll den „kleinen Range“ vor allem spritsparender machen. Dies erreicht man zum einen mit weniger Drehzahl, zum anderen mit verringerter angetriebener Masse. Aus diesem Grund koppelt das neue Getriebe ab 35 km/h die Hinterachse einfach ab und macht den Evoque zum Fronttriebler, bleibt aber stets in Einsatzbereitschaft. Braucht die Hinterachse Traktion, ist diese in wenigen Millisekunden da. Das spart Sprit und macht den Evoque auch agiler, spritziger und fahrdynamischer. Verbrannten die 6-Gang-Automaten in Verbindung mit dem 190-PS-Diesel noch um die neun Liter, so waren es während unseres Tests mit dem selben Motor und neun Fahrstufen nur mehr 7,4 Liter im Schnitt. Wie oft und flink das Getriebe die Gänge wechselt, spürt man kaum, sieht es aber an einer neuen Grafik im Anzeigendisplay. Autobahntempo 130 geht nun unter 2.000 Touren. Das sind fast 800 Umdrehungen weniger als mit der Vorgängerautomatik. Beeindruckend.
NEUE ASSISTENZSYSTEME
Mit der neuen Getriebegeneration ziehen zeitgleich mehrere Assistenzsysteme in den Evoque ein: Abstandsradar mit Stauassistent, Notfallbremsassistent, Spurhalte-Helfer, Verkehrsschilderkennung, automatisches Ein- und Ausparken sowie ein Kollisionswarnsystem stehen dem Fahrer im Alltag unterstützend zur Seite. Ist man aus der Stadt raus, kommt das „Wade-Sensing-System“ zum Einsatz, das automatisch die Wassertiefe misst, während man einen Fluss durchfährt. Zurück auf der Landstraße, glänzt der Evoque mit einem sportlichen, aber dennoch komfortablen Fahrwerk und einer besonders gefühlvollen Lenkung. Wenn es am Evoque überhaupt etwas zu meckern gibt, dann einzig die Grafik und etwas komplizierte Bedienung des Navibildschirmes. Auch der Empfang für das Radio könnte besser sein. Wie aber in Erfahrung zu bringen war, wird von Herstellerseite daran bereits mit Hochdruck gearbeitet.
FACTS RANGE ROVER EVOQUE 2,2 SD4 DYNAMIC
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Motor: 2,2-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel Leistung: 140 kW/190 PS Drehmoment: 400 Nm ab 1.740 U/min Beschleunigung: 8,5 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 195 km/h Testverbrauch: 7,4 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 159 g/km Preis: ab 35.600 Euro
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HALLO CHEF Seit 1999 am Markt, zählt der X5 von BMW zu den Segmentgründern der „Sports Activity Vehicles“, kurz SAV genannt. Seit November 2013 fährt die mittlerweile dritte Generation vor und legt die Latte für ihre Marktbegleiter wieder in luftige Höhen. // Text: Bruno König
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ie Messlatte liegt gewaltig hoch: Nicht nur für die Mitbewerber, sondern auch für BMW selbst. Denn von den beiden Vorgängerversionen wurden weltweit nicht weniger als 1,3 Millionen Exemplare verkauft. Damit ist der X5 das erfolgreichste Fahrzeug seiner Klasse und seit Jahren die unangefochtene Nummer eins. Die neueste Generation soll natürlich an diese großen Erfolge anknüpfen und ihre schärfsten Konkurrenten (Audi, Range Rover, Mercedes, Porsche) weiter auf Distanz halten. Dafür haben sich die Bayern ordentlich ins Zeug geschmissen: Obwohl die Außenmaße des neuen X5 nahezu identisch blieben, wirkt der Neue noch wuchtiger, dynamischer und souveräner als der Vorgänger. Die Proportio-
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nen werden wie schon bei den vorhergehenden X5-Modellen von kurzen Überhängen, einem langen Radstand sowie der kraftvollen Gestaltung der BMW-Niere bestimmt. Dazu kommen neu gestaltete Scheinwerfer und große Lufteinlässe im Frontbereich.
EDLES INTERIEUR
Elegant, sportlich und perfekt verarbeitet zeigt sich das Interieur des neuen X5. Design, Farbgebung und Materialauswahl sind optimal aufeinander abgestimmt und sorgen für einzigartiges Wohlfühlambiente. Die neuen Sitze bieten nun noch mehr Komfort und Seitenhalt. Das Head-up-Display verwöhnt den Fahrer mit einem vollständigen Farbspektrum und neuen Anzeigeinhalten. Der in unserem Testfahrzeug verbaute
Drei-Liter-Diesel sorgt für enormes Drehmoment bei weiter verbesserter Effizienz. 560 Nm schieben das überzeugende Gefährt in nur 6,9 Sekunden auf Tempo 100. Im Durchschnitt gönnte sich der durch moderne Materialien leichter gewordene X5 (2.070 kg) nur rund acht Liter im Test. Die serienmäßige Acht-Gang-Automatik verrichtet dabei präzise und nahezu unbemerkt ihre Arbeit. Wer den Fahrerlebnisschalter öfter in der Einstellung „ECO PRO“ verweilen lässt, kann den Verbrauch sicherlich noch weiter senken. Dazu kommen zahlreiche Sicherheitssysteme und internetbasierte Dienste, die das Fahren im neuen X5 mal für mal zum Erlebnis machen – egal auf welchem Untergrund.
FACTS BMW X5 30D XDRIVE • • • •
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Motor: 3,0-Liter-Sechszylinder-Diesel Leistung: 190 kW/258 PS Drehmoment: 560 Nm Beschleunigung: 6,9 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 230 km/h Testverbrauch: 8 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 158 g/km Crashsicherheit: 5***** (96 % lt. NCAP) Preis: ab 57.250 Euro
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Verbrauch: 4,0–5,5 l/100 km. CO2-Emission: 106–127 g/km.
Der neue ŠKODA Rapid Spaceback mit bis zu 2.440,– Euro1) Preisvorteil. Jetzt neu: attraktive Plus-Pakete2) z. B. für den Elegance inkl. Navi, Xenon, Freisprechanlage uvm. Zusätzlich 1.500,– Euro Rapid Plus-Bonus3). Alle angegebenen Preise sind unverb., nicht kart. Richtpreise inkl. NoVA und MwSt. Aktionen gültig solange der Vorrat reicht. Details bei Ihrem ŠKODA Berater. Symbolfoto. Stand 04/2014. 1) Gesamtpreisvorteil in Höhe von 2.440,– Euro enthält bereits 1.500,– Euro Rapid Plus-Bonus. 2) Die Rapid Spaceback Preisvorteils- Pakete unterscheiden sich je nach Ausstattungslinie Rapid Spaceback Active, Ambition oder Elegance. Die angeführten Ausstattungsdetails sowie der Preisvorteil von 940,– Euro beziehen sich auf das Elegance Plus-Paket. 3) Der Rapid Plus-Bonus wird vom Listenpreis des Rapid Spaceback abgezogen und kann pro Kauf nur einmal in Anspruch genommen werden.
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EIN 3ER ZUM ERFOLG Mazda freut sich über ein sehr erfolgreiches abgelaufenes Jahr. Hauptverantwortlich für diesen Erfolg waren gleich drei Modelle: CX-5, Mazda6 und Mazda3. Wie schon die beiden Erstgenannten wusste auch Letzterer in unserem Test zu überzeugen. // Text: Bruno König 150 PS starke Diesel angeboten. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzen die Mazda-Ingenieure nicht auf „Downsizing“, sondern auf ein besonders hohes Verdichtungsverhältnis des Motors und nennen es „Rightsizing“.
HUBRAUM STATT TURBO
Statt kleine Motoren mittels Turbolader aufzublasen, spendiert Mazda den Motoren eine extrem hohe Verdichtung, um sie sparsam zu machen, behält jedoch den Hubraum bei. Diese Methode bestätigt sich in der Praxis. Schon bei niedriger Drehzahl hängt der Motor gut am Gas und dreht willig hoch. Akustisch bleibt der Mazda3 dabei dezent. Trotz seiner sportlichen Fahrleistungen bleibt der Japaner mit 6,5 Litern im Schnitt recht sparsam. An das gut in der Hand liegende Lederlenkrad muss man sich wegen seiner zahlreichen Schalter zwar erst gewöhnen, dafür gefällt das 7 Zoll große Farbdisplay inklusive Internet auf Anhieb.
ORDENTLICHE LOCKERHEIT
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er Mazda3 als G120 in der Revolution-Ausstattung hat einiges zu bieten: Neben seiner neuen „KODO“-Designsprache, die seit dem CX-5 schon gut ankommt, glänzt das kompakte C-Segment-Modell mit üppiger Serienausstattung und einem sehr guten Raumangebot. Abgedunkelte Scheiben hinten, LED-Tagfahrlicht und Rückleuchten, Bi-Xenon-Schweinwerfer, Bose-Audio, Sitzheizung, Tempomat, Touchscreen-Display und eine elektrische Servolenkung zählen ebenso zur Grundausstattung wie Leder-
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Zu gefallen wusste auch der Innenraum. Das funktionale Cockpit mit den zwei klar abgetrennten Zonen für Fahrer und Beifahrer wird durch die asymmetrische Armaturentafel und Mittelkonsole miteinander verbunden. Alles vermittelt einen ordentlichen und qualitativ hochwertigen Eindruck. Eine leichte Verspieltheit lockert diesen braven Eindruck auf eine sympathische Art auf. Der Mazda3 hat damit sicher das Zeugs im hart umkämpften Kompaktsegment ganz vorne mitzuspielen. Sein Bruder CX-5 hat’s eh schon vorgemacht. lenkrad und Start-Stopp-Funktion. Gerade die letztgenannte Funktion konnte während unseres 14-tägigen Tests gespickt mit hohem Stadtverkehranteil überzeugen. Genauso leise und schnell wie das System den Motor an der Ampel abstellt, startet es ihn auch wieder. Eine Anzeige im Cockpit gibt Auskunft darüber, wie viel man sich dadurch im Laufe der Zeit einspart – und das ist einiges. Der 120-PS-Motor ist nach dem Einstiegsmodell mit 100 PS und dem derzeit stärksten 165-PS-Benziner die zweitstärkste Motorisierung im Programm. Daneben wird noch der
FACTS MAZDA3 SPORT G120 REVOLUTION
• Motor: 2,0-Liter-VierzylinderBenziner • Leistung: 88 kW/120 PS • Drehmoment: 210 Nm bei 4.000 U/min • Beschleunigung: 8,9 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 195 km/h • Testverbrauch: 6,5 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 119 g/km • Crashsicherheit: 5***** (93 % lt. NCAP) • Preis: ab 16.990 Euro
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SPACIGER SKODA Die tschechische Marke im VW-Konzern erfreut sich besonders in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Hauptverantwortlich dafür sind die Modelle Octavia, Yeti und Fabia. Jetzt zeigt sich Skoda noch mutiger und geht mit dem Rapid im Revier von Golf, Astra und Focus auf Kundenfang. Im Test: der Spaceback mit 105-PS-TSI-Motor. // Text: Bruno König, Fotos: Tom Bause
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berraschend beim Skoda Rapid Spaceback ist, dass er zwar deutlich schmäler als ein Golf ist, ihn in der Länge aber gleich um drei Zentimeter überragt. Das macht den Skoda praktischer, denn mit 415 bis 1.380 Liter Kofferraumvolumen schluckt er um satte 35 Liter mehr Gepäck als sein Halbbruder aus dem VW-Konzern. Erfreulicherweise ging das nicht zu Lasten des Designs, denn der Spaceback macht optisch eine gute Figur. Die Front im typischen Skoda-Markengesicht gefällt ebenso wie das knackige Heck und die kurzen Überhänge. Dazu bietet er viel Platz, zahlreiche Staufächer und ordentliche Materialien. Obendrein ist er wirklich sauber verarbeitet und zeigt sich auch im Innenraum modern – besonders im edlen Grau-Schwarz unseres Testautos. Einige Bauteile wie das Radioteil oder der Bordcomputer sind zwar noch aus dem Golf VI, was aber nicht weiter stört.
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Clever zeigt sich der Skoda bei Detaillösungen wie dem eingebauten Halter für einen Müllsack oder dem Eiskratzer, der im Inneren des Tankdeckels aufbewahrt wird.
SPRITZIGER BENZINER
Der uns zur Verfügung gestellte Rapid Spaceback im feschen Black Magic war mit dem spritzigen, 105 PS starken 1,2-LiterTSI-Benzinmotor ausgestattet. Dieses Triebwerk konnte durch seine spontane Gasannahme, aber auch durch Sparsamkeit überzeugen. Maximal 6,1 Liter Sprit gönnte sich der Turbobenziner während unseres zweiwöchigen Testlaufes. Ein akzeptabler Wert angesichts des flotten Vorankommens. Die Sitze sind ausreichend bequem, könnten aber etwas mehr Seitenhalt bieten. Ansonsten zeigt sich der Skoda im Inneren von seiner besten – sprich ordentlichsten – Seite. Auch das Fahrwerk wusste zu überzeugen:
Sicher und gut liegt der Kompakte auf der Straße. Auch heftigere Schlaglöcher bringen den Tschechen nicht wirklich aus der Ruhe. Mit all diesen Eigenschaften hinterlässt der Skoda Rapid Spaceback einen starken Eindruck. Besonders das Verhältnis von Qualität zu Preis begeistert. Gespannt darf man deshalb auf das SUV sein, das Skoda in etwa zwei Jahren auf den Markt bringen wird.
FACTS SKODA RAPID SPACEBACK 1,2 TSI • • • • • • • • •
Motor: 1,2-Liter-Vierzylinderturbo Leistung: 77 kW/105 PS Drehmoment: 160 Nm bei 1.750 U/min Beschleunigung: 10,2 sec von 0 auf 100 km/h Spitze: 193 km/h Testverbrauch: 6,1 Liter/100 km CO2-Ausstoß: 125 g/km Crashsicherheit: 5***** (lt. NCAP) Preis: ab 16.670 Euro
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NEUER SCHLAGERSTAR Gute Nachrichten für Mini-Freaks: Der neue Mini sieht aus wie ein Mini und fährt sich noch immer genauso; trotzdem wurde er weiter verbessert und erwachsener – vor allem sein Innenleben. // Text und Fotos: Bruno König
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ie Scheinwerfer etwas flacher, die Rücklichter größer: Das ist das Erste, was mir am neuen Mini auffällt. Ansonsten ist und bleibt er einfach unverkennbar ein Mini. Und das, obwohl der Neue in Länge, Breite und Radstand gewachsen ist. Bemerkbar macht sich dies vor allem auf der Rückbank, die nun mehr Platz für Mitfahrende bietet, aber auch am gewachsenen Kofferraum. Der Innenraum ist es auch, der am meisten Veränderungen in den Mini brachte. Der Tacho rutschte nach rechts neben den Drehzahlmesser und im riesigen, mittig platzierten Display werden nun Telefon, Radio und Heizung bedient. Highlight ist der farbige LED-Ring, der in wechselnden Farben leuchtet: grün, wenn man im Eco-Modus unterwegs ist, blau, wenn ein Anruf über Bluetooth hereinkommt, oder rot, wenn die Heizung nach oben gedreht wird. Der neue Mini soll auch in Zukunft den Führungsanspruch im Segment der Premium-Kleinwagen behalten, so wünscht es sich
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zumindest der Hersteller. Dazu wurden die Sitze verbessert und die Materialien noch feiner gewählt. Die Verarbeitung ist speziell für einen Kleinwagen auf einem Toplevel. Die früher etwas verspielt angebrachten Schalter sind nun besser zu finden und leichter zu erreichen.
NOCH STÄRKER
Der von uns getestete Cooper S wurde in der jetzigen Generation noch stärker. Statt aus dem bekannten 1,6-Liter-Motor schöpft der neue Vierzylinder-Turbo nun aus einem 2,0-Liter-Hubraum und 192 PS. Der macht ordentlich Dampf und schießt den Mini in nur 6,7 Sekunden auf Tempo 100, untermalt von einem kernigen Sound. Die Spitze liegt jetzt bei beachtlichen 233 km/h. Beibehalten konnten die Ingenieure das typische Gokart-Feeling auf zügig gefahrenen Landstraßen. Der optionale „Driving-Mode“-Schalter schärft die Charakteristik im Sport-Modus zusätzlich. Auf Wunsch leuchtet der Mini nun mittels
LED-Scheinwerfern die Straße aus, regelt den Abstand von selbst und zeigt die wichtigsten Informationen auf einem Head-upDisplay an. Den hohen Fahrspaß lässt sich Mini allerdings auch gut bezahlen. Der Einstiegspreis beim neuen liegt bei 17.940 Euro für den One. Beim Cooper S sind mindestens 25.690 Euro fällig.
FACTS MINI COOPER S
• Motor: 2,0-Liter-VierzylinderTurbobenziner • Leistung: 141 kW/192 PS • Drehmoment: 300 Nm bei 4.750 U/min • Beschleunigung: 6,7 sec von 0 auf 100 km/h • Spitze: 233 km/h • Testverbrauch: 6,9 Liter/100 km • CO2-Ausstoß: 122 g/km • Preis: ab 17.940 Euro (One), ab 25.690 Euro (Cooper S)
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„ICH ERWARTE EIN RECHT GUTES JAHR“ Das Autohaus Niederkofler in Innsbruck vertreibt seit 1972 die Marke Nissan (damals noch Datsun) und zählt damit zu den Pionieren der japanischen Marke in Österreich. // Text: Bruno König, Foto: Tom Bause
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nhaber Martin Niederkofler ist nicht nur Inhaber des Autohauses, sondern seit letztem Jahr parallel Verkaufs- und Markenleiter seines Betriebes. Wir sprachen mit ihm über Ziele, Modelle und die neue Nova. ECO.NOVA: Wie zufrieden sind Sie denn nach den ersten vier Monaten in diesem Jahr? MARTIN NIEDERKOFLER: Mit dem heurigen Jahr bin ich bisher sehr zufrieden, da ich das Verkaufsergebnis deutlich steigern konnte. Natürlich brachte der Feber kurz vor Einführung der neuen Nova-Berechnung einen Ausreißer nach oben, aber auch die restlichen Monate waren gut für uns. Insgesamt konnten wir von Jänner bis April um 14 Autos mehr verkaufen als im Vergleichszeitraum des letzten Jahres. Wie hat sich die Neuberechnung der Nova seit 1. März auf das Geschäft ausgewirkt? Nicht so dramatisch, wie man es vielleicht erwartet hätte. Jetzt kommen Kunden ins Haus und sagen: „Schau, die Autos sind ja günstiger als vor dem 1. März.“ Leider hat sich dieser Vorteil durch eine Preiserhöhung des Importeurs rasch wieder aufgewogen. Wie gut kommt denn der neue Nissan Quashqai an? Sehr gut. Das überraschte auch mich, dass man nach so einem großen
Erfolg des Vorgängermodells dieses nochmals toppen kann. Die Nachfrage jedenfalls ist groß. Ab Mitte dieses Jahres bekommen wir mit dem neuen X-Trail ein Modell auf Basis des Quashqai, das wahlweise auch als 7-Sitzer angeboten wird. Was erwarten Sie sich vom restlichen Jahr und welche Ziele verfolgen Sie? Momentan verzeichnen wir – wie viele andere wohl auch – einen leichten Einbruch. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass das Geschäft wieder anzieht. Spätestens mit unseren neuen Modellen ab Mitte des Jahres. Ich rechne heuer mit dem Verkauf von 120 Neuwägen und 60 Gebrauchten.
VON TIROL IN DIE WELT Das Speditionsunternehmen Pact Logistics mit Sitz in Thaur bietet komplette Logistikund Dienstleistungslösungen. Kunden stehen Lagerkapazitäten von rund 4.000 Palettenstellplätzen sowie überdachte und absperrbare Freilagerflächen für sperrige Güter zur Verfügung. Fachgerechte Lagerlogistik, Lagerhaltung, Kommissionierung sowie die Distribution bis zum Empfänger unter Nutzung sämtlicher Transportwege werden hier entsprechend geplant und abgewickelt.
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gal ob Stückgut, Teil- oder Komplettladungen – mit dem umfangreichen Fuhrpark werden Sendungen schnell, pünktlich und sicher an ihren Bestimmungsort geschickt. Und wenn es einmal richtig brennt: Mit dem Overnight-Service ist Pact Logistics auch für Sonderfahrten und Expresslieferungen jederzeit startklar. Überdies gilt das Unternehmen als Spezialist für Messetransporte. Der Messeservice von Pact Logistics koordiniert und plant minutiös. Der enge Kontakt
PACT LOGISTICS GMBH
Bert-Köllensperger-Straße 6a, 6065 Thaur, office@ pact-logistics.at, www.pact-logistics.at
zwischen den lokalen Messespediteuren und dem Tiroler Speditionsunternehmen stellt sicher, dass das Equipment just in time am Stand bereitsteht, wenn das Aufbauteam eintrifft. Alle notwendigen Dokumentationen und Formalitäten werden punktgenau im Vorfeld veranlasst. Dazu runden Privat- und Firmenumzüge sowie Delogierungen das speditionelle Paket ab.
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Durch die geografisch zentrale Lage in Tirol und Europa können auch Länder wie Frank-
reich, Schweiz, Italien, Deutschland, Großbritannien und die Benelux-Staaten rasch beliefert werden. So konnte sich das Unternehmen weit über die Grenzen hinaus einen Ruf als moderner und zuverlässiger Dienstleister erarbeiten. Die Kunden werden flexibel, kompetent und verlässlich bedient und finden bei Pact Logistics einen Ansprechpartner, der als zentrale Anlaufstelle zur Seite steht. Von dem Wissen, der Kompetenz und der Erfahrung, mit denen Pact Logistics in den Jahren gewachsen ist, sollen auch die Kunden profitieren. eco.nova
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Lifestyle. LUXUS & TRENDS
HORST PHILIPP MACHT LOTTE Es sieht auf den ersten Blick ein klein bisschen aus wie Knabbergebäck fürs Vogelhäuschen – nur ungleich größer. In Wahrheit ist’s eine Art Heumandl ... eine Stimmungsleuchte, die vom Designlabel Tante Lotte stammt. Früher verwendete man Heumandln im Alpenraum, um Gras zu trocknen. Die Leuchte entstand in Anlehnung daran. Der „Stipfel“ ist aus massivem Eichenholz, das in einem innovativen Prozess (entwickelt mit Organoid Technologies) eine echte, duftende Almwiese umgewickelt bekam. Von Hand eingestreute Blumen geben jedem Heumandl seinen individuellen Charakter. Die Idee zu Tante Lotte kommt vom Innsbrucker Designer Horst Philipp und damit von keinem Unbekannten auf dem Terrain schrägen Möbeldesigns. Philipp steht auch hinter dem Label Pudelskern, mit dem er bereits beachtliche Erfolge erzielen konnte. Herrlich ist auch die Homepage: Reinklicken unter www.tantelotte.at
hotel.tipp
ALLES NEU MACHT DER MAI „Der Krallerhof****S“ in Leogang startet mit vielen Neuigkeiten in den Frühling.
// Visualisierung: www.zuchna.at
Wie die Gäste des exklusiven Wellnesshotels zu neuem Tatendrang erwachen und frische Energie tanken, so grünt und blüht auch der Krallerhof selbst. Das familiär geführte Haus zählt zu den schönsten Wellnesshotels Österreichs, ist Mitgliedsbetrieb der Best Wellness Hotels Austria und liegt auf einem sonnigen Hochplateau in Leogang im Salzburger Land, umgeben von Wiesen, Feldern und Bergen. Zum Frühlingserwachen lädt der Krallerhof zu entspannten und aktiven Tagen in der Natur, die neben dem vergrößerten Fitnessbereich im Hotel selbst zum Trainingsfeld avanciert. Direkt vor dem Hotel lockt zudem ein neues Putting-Green, das Wellnessrefugium bekam mit „Balance Alpine 1000+“ ebenfalls ein neues Gewand übergestreift. Und gewohnt wird im Stammhaus ab sofort in topumgebauten Zimmern. Die Kulinarik beweist indes immer noch, dass Gesundheitsbewusstsein und Genuss kein Widerspruch sind. Und für alle, die im im Winter kommen möchten: Ab Dezember 2014 gibt’s eine neue 10er-Gondel, die direkt vor dem Haus startet.
WELLNESSHOTEL „DER KRALLERHOF****S“
Familie Altenberger Rain 6, 5771 Leogang, Tel.: 06583/8246, www.krallerhof.com
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reise.tipp
NEUES WOHNEN Das Zillertal scheint Einrichtungshäuser irgendwie magisch anzuziehen. Ende Mai jedenfalls startet Franz Hollaus in Mayrhofen mit seinem neuen „LIVING :wohn(t)raum“ mit großen Schauräumen und praktischen Einrichtungsprogrammen für Küchen, Bäder, Wohn-, Schlaf-, Kinder- und Jugendzimmer sowie Büro- und Geschäftsräume. Als Tischlereibetrieb und Gesamtausstatter bietet das neue Einrichtungshaus professionelle Beratung, individuelle Planung und exakte Umsetzung maßgeschneiderter Wohnideen. Der Stil? Die komplette Bandbreite vom modernen italienischen Wohnarrangement bis zum traditionellen Landhausstil; dazu eine umfassende Auswahl an Heimtextilien, Beleuchtung und Gestaltungsmöglichkeiten für Wand und Boden. Im Living-Shop gibt’s zudem Geschenkideen und Dekoartikel.
Ausgezeichnet mit dem World Travel Award 2013, als Mauritius’ führendes Hotel, wird es Ihnen im Oberoi Hotel & Resort an nichts fehlen. Ein Refugium für Entspannung und Ruhe der Extraklasse erwartet Sie. Direkt an der „Schildkrötenbucht“ können Sie vom Alltag abschalten und die Gedanken auf Urlaub schicken!
ENTSPANNUNG AUF MAURITIUS
(JOGHURT-) ICE, ICE, BABY Wir geben’s zu: Wir gehören auch zu denen, die finden, dass das Eis aus der Gelateria Tomaselli mit das Beste ist, was die Landeshauptstadt an frostigen Köstlichkeiten zu bieten hat. Weil das Eis so herrlich cremig und richtig fruchtig ist. Deshalb freuen wir uns, dass die drei Innsbrucker Standorte (Hofgasse, Herzog-Friedrich-Straße, Maria-Theresien-Straße/Bar Centrale) wieder geöffnet haben. Besonders empfehlen können wir das frische Joghurt-Eis, das in vielen verschiedenen Varianten daherkommt. Amarena ist immer zu haben, dazu gibt’s ein wechselndes Angebot. Das gelato naturale wird täglich frisch aus hochwertiger Tirol Milch, frischen Früchten und viel italienischer Tradition und Amore hergestellt. Und das schmeckt man! Also für alle, die Joghurt lieber schlecken als löffeln: Nix wie hin! // www.gelateria-tomaselli.at
Eintauchen in eine Welt voll Farben, Exotik und unendlicher Schönheit. Entdecken Sie einen der schönsten Plätze der Erde, die Perle des Indischen Ozeans: Mauritius. Die einzigartige Vielfalt und Herzlichkeit der Einwohner gibt der Insel ihr ganz eigenes Flair. Nirgendwo sonst trifft man auf so viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, die auf engstem Raum zusammenleben. Hindus, Muslime und Christen sitzen nebeneinander im Bus und unterhalten sich prächtig über die Neuigkeiten des Tages. Glasklares Wasser lädt zu allen möglichen Wassersportarten ein, die Golfplätze zählen zu den schönsten der Welt und die farbenfrohe und artenreiche Unterwasserwelt gilt entdeckt zu werden. Die herzliche Gastlichkeit und eine erstklassige, multikulturelle Küche, die vom asiatischen, europäischen und afrikanischen Völkergemisch beeinflusst wurde, versprechen Gaumenfreuden für jeden Geschmack.
TIPP
Entspannungssuche auf Mauritius im Oberoi Hotel & Resort jetzt bequem ab München ab 327 Euro pro Person und Nacht Infos und Buchungen: Reisestudio QoolTOUR, Fürstenweg 55, Innsbruck www.qooltour.at
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REVOLUTIONÄRER BRÜCKENSCHLAG Mit der Realisierung der längsten Hängeseilbrücke der Welt durch die WLF Projekt GmbH und Strabag geht ein Traum der kongenialen strategischen Partner – dem planenden Ideengeber Architekt Armin Walch und Geschäftsführer der Burgenwelt Ehrenberg sowie dem TVB Naturparkregion Reutte mit Obmann Hermann Ruepp – in Erfüllung. Ein international Beachtung findendes Flaggschiff der Region wird geboren; mit einem legendären Detail am Rande: Die berühmt-berüchtigte (Stau-)Route B 179 gelangt damit erstmals in positive Schlagzeilen. // Text: Renate Linser-Sachers, Renderings: Strabag, Foto: privat
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garantiert, dass die „highline179“ als längste Hängeseilbrücke der Welt in den Annalen des Guinnessbuches der Rekorde landet.
TECHNISCH ABENTEUERLICHES MEISTERWERK
Die „highline179“ wird von insgesamt vier Tragseilen mit jeweils 60 Millimetern Durchmesser getragen und über eine Gehwegbreite von 1,2 Metern verfügen. 16 Felsanker, die in den Boden gesetzt und jeweils 17 Meter lang sind, halten das 77 Tonnen schwere Eigengewicht der Brücke sowie das der Fußgänger problemlos. Ein spezielles Ticketsystem wird Sorge dafür tragen, dass sich zu jeder Zeit maximal 500 Personen auf der Brücke befinden. Die Brücke ist so konzipiert, dass sie ganzjährig begehbar sein wird.
TOURISTISCHER MAGNET DER SUPERLATIVE
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eim Spatenstich am 7. Mai 2014 schien somit – wenn auch meteorologisch im nasskalten Tief angesiedelt – die Sonne in den Herzen all derer, die seit über zehn Jahren mit dem spektakulären Projekt befasst waren und im Laufe der Planungs- und Umsetzungsphase einen Hürdenlauf der Sonderklasse absolvieren mussten. Doch Ende gut, Brücke gut: Die „highline179“ wird ab Oktober nach ihrer Fertigstellung in einer Maximalhöhe von stolzen 115 Metern u. a. die B 179 überqueren und die beiden Burgenareale der Burgruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia verbinden. Mit einer Länge von 403 Metern ist
Die ganz im Westen Tirols angesiedelte und zu Deutschland grenznahe Naturparkregion schmückte sich bereits bisher in ihrer Außenwirkung zu Recht als „Das Tor zu Tirol“. 3,5 Millionen Autos mit etwa 10 Millionen
Menschen passieren jährlich den Fernpass. Wenn nur ein einziges kleines Prozent der Transitgäste künftig die Brücke betritt, ist damit die Frequenz von 100.000 Besuchern und ergo eine wirtschaftliche Absicherung erreicht. Gemeinsam mit dem Naturpark, dem Lechweg, der neuen Alpentherme Ehrenberg und dem Familienerlebnis Burgenwelt Ehrenberg (Letztere war in den vergangenen Jahren mit immensem Aufwand revitalisiert worden) setzt diese Region revolutionäre Impulse. Sowohl der touristische als auch wirtschaftliche Faktor wird sich künftig in völlig neuen Dimensionen manifestieren. Topaktuell ist die freudige Nachricht, dass die „highline179“ ab 2015 neben Schloss Neuschwanstein, Venedig, Florenz, Heidelberg und Rothenburg ob der Tauber im auflagenstärksten amerikanischen Individualreiseführer in einem Atemzug genannt und in diesen Routenvorschlag integriert wird. Und wer die US-Bürger kennt, weiß, dass sie sich penibel an Reiseprogramme halten ... Das „Tor zu Tirol“ wird nicht zuletzt mit diesem marketingtechnischen Brückenschlag eine neue Ära in einer wahrlich hohen Liga erreichen.
SCHWINDELERREGENDE FAKTEN • • • • •
Höhe: 115 Meter Länge: 403 Meter Gehwegbreite: 1,2 Meter Konstrukt: 4 Tragseile mit je 60 mm Durchmesser Sicherheit: 16 Felsanker mit je 17 Metern in den Boden gesetzt • Eigengewicht: 77 Tonnen • Brückenlast: max. 500 Personen
Visionär Architekt Armin Walch
Bauherr: WLF Projekt GmbH als Privatinvestor Idee/Konzeption: Arch. DI Armin Walch, Reutte Totalunternehmer: Strabag AG Subunternehmer: Swissrope Brückentechnik Statik: Nessler Ziviltechniker GmbH, Reutte www.highline179.com
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DER SOLITÄR UNTER DEN GOLDSCHMIEDEN 1764 – 2014: GOLDSCHMIED NORZ FEIERT 250 JAHRE 1764 wurde die älteste Goldschmiedewerkstatt Tirols gegründet und befindet sich seit zehn Generationen durchgehend in Familienbesitz. NORZ steht als Tirols führender Goldschmied und Juwelier für hochwertigen, individuellen Schmuck aus eigener Werkstätte.
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andwerk und Gestaltung, Perfektion und Präzision, ein ausgeprägtes Gefühl für Formen und eine individuelle Formensprache. Das sind die wesentlichen Fähigkeiten, über die ein Goldschmied verfügen sollte“, beschreibt Christoph Norz die Erfolgsfaktoren seiner Branche. Um ein Unternehmen so lange in Familienhand zu halten, braucht es nicht nur leidenschaftliches Engagement über viele Generationen, sondern auch ein Gespür für Trends und Design.
Beides vereint Christoph Norz als Goldschmiedemeister und Kreativkopf, der das Unternehmen in der 10. Generation führt. Der Werdegang des Diamantenfachmanns ist ebenso lupenrein wie seine Steine. Nach der Matura schließt er sowohl die Lehre als auch die Meisterprüfung mit Auszeichnung ab. Danach studiert Christoph Norz an der Hochschule für Schmuckdesign in Pforzheim. Seit 1999 führt er das Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Frau Andrea.
Die Goldschmiede-Dynastie Norz: 1. Reihe: Gertraud und Michael Norz; 2. Reihe: Sohn Julius mit Andrea Norz und Tochter Valentina mit Vater Christoph Norz
INDIVIDUELLER SCHMUCK AUS DER EIGENEN WERKSTÄTTE Vier Goldschmiede setzen laufend unter der Führung von Christoph Norz die Entwürfe in der hauseigenen Werkstätte um. Dafür werden nur hochwertige Materialien wie ausschließlich 18-karätiges Gold in den Varianten Gelbgold oder Weißgold sowie Platin verwendet. Besondere Kompetenz wurde in der Verarbeitung von Diamantschmuck entwickelt. Mit dem 1992 am renommierten Diamanteninstitut Hoge Raad voor Diamant (HRD) in Antwerpen erworbenen Diamantenfachmann-Diplom verfügt Christoph Norz über mehr als 20-jähriges Fachwissen: „Bei Diamanten geht es um die Qualität und darum, wie man ihn perfekt in Szene setzt, und das erfordert Routine und Erfahrung“, meint Christoph Norz. Für besondere Momente im Leben wie einen Heiratsantrag, einen runden Hochzeitstag oder zur Geburt eines Kindes überstrahlt der Solitär alles. Besetzt mit einem einzel-
Beim Norz-Jubilee sind sowohl Fassung als auch Ringschiene mit Brillanten besetzt.
Handgearbeitete Gelbgoldringe mit exklusiven Edelsteinen liegen derzeit im Trend
nen Diamanten im Brillantschliff, ist er immer noch die schönste Liebeserklärung der Welt. Das weiß auch Andrea Norz: „Der Diamantring ist das perfekte Symbol für Liebe und Wertschätzung. Er symbolisiert Beständigkeit und steht als Ring ohne Anfang und Ende für die Unendlichkeit und damit
auf der Wunschliste der Damen ganz oben.“ Neben dem Klassiker liegen zur Zeit handgearbeitete Gelbgoldringe in 18-karätigem Gold mit facettierten Edelsteinen wie Turmalin, Peridot, Topas oder Pinksaphir im Trend. Aber auch von Hand geschmiedete Ketten mit einer lebendigen Oberfläche sind gefragt und verleihen jedem Outfit eine besondere Note. Und wer auf der Suche nach einer besonderen Perlenkette ist, wird unter den exquisiten, sanft grau schimmernden Tahitiperlen sicher fündig. Zu jedem gefertigten Schmuckstück aus eigener Werkstatt wird ein eigener Schmuckpass mit detaillierten Angaben über Gewicht und Qualität der verwendeten Metalle, Steine, Schliffart etc. ausgestellt. Weiters gehören Umarbeitungen, Reparaturen, Gravuren und eine professionelle Schmuckreinigung zum umfangreichen Service der Goldschmiede Norz. // www.norz.eu.com
Der Schliff bestimmt mehr als jeder andere Faktor die Schönheit des Diamanten
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FAMILIENSACHE Urlaub mit Kindern ist oft so eine Sache: Für die Kids ein Eintauchen in eine ungekannte Spaßwelt, für die Eltern jedoch meist weniger erholsam, eben weil der Nachwuchs auch im Urlaub Aufmerksamkeit braucht. Die Lösung: Sommerfrische in einem der weltbesten Kinderhotels. Mit vier Sternen und fünf Smileys sowie einer ganzen Reihe an Inklusivleistungen zählt das Familienparadies Sporthotel Achensee zu den besten Kinderhotels im deutschsprachigen Raum und garantiert Urlausbsspaß, Entspannung und Erholung für die ganze Familie. Und zwar wirklich für alle!
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m Urlaub „wellnessen“ ist längst nicht mehr nur bei den Erwachsenen gefragt. Auch die Kinder sind in ihrem Schulalltag voll eingespannt, körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Herausforderungen ausgesetzt. Eine Auszeit ist also auch für sie wichtig. Umso schöner ist es, wenn die Zeit von der gesamten Familie gemeinsam genutzt werden kann. Solche Familienzeit kann man sich zwar auch zu Hause nehmen, viel feiner ist’s je-
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doch, wenn man diese in entspannter, fröhlicher Atmosphäre verbringt, in der alle Familienmitglieder gleichermaßen verwöhnt werden. Unser Tipp: Das Sporthotel Achensee in Achenkirch. Dieses zählt laut Travellers’ Choice Award zu den 25 besten Familienhotels weltweit und trägt den Relax-Guide-Spa-Award. Auf Basis der vier Säulen Bewegung, Ernährung, Massage und Kosmetik bietet das 1.500 Quadratmeter große Spa samt eige-
nem Kinderwellnessbereich Anwendungen für Genießer aller Größen.
WOW-EFFEKT
Das 200-Betten-Haus liegt direkt am Eingang zum Naturschutzgebiet Karwendel, unweit vom Nordufer des Achensees. In der hoteleigenen Reitanlage stehen acht Haflinger und zwei Isländer. Hier bieten ausgebildete Reitlehrer für Kinder ab sechs Jahren pro Woche dreimal zwei Stunden Schnup-
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perreiten in der Gruppe, außerdem haben die Kids die Möglichkeit, beim Schnuppergolfen die neue Trendsportart schon früh kennenzulernen. Für Kinder aller Altersgruppen bietet das Sporthotel Achensee zudem 80 Stunden Kinderbetreuung pro Woche und einen 700 Quadratmeter großen Indoor-Abenteuerspielplatz mit Softplayanlage, Kletterwand, Kreativbereich, interaktiven Lerncomputern, Kino und allem Drum und Dran. Zu den Lieblingstreffpunkten der Kleinen zählen die Kinderdisco, ein Theater und die Zauberschule. Auf diese Weise wissen die Eltern den Nachwuchs gut aufgehoben, sodass sie sich ganz ohne schlech-
tes Gewissen ganz auf sich konzentrieren können.
KULINARISCHE GENÜSSE
Zu einem gelungenen Familienurlaub gehört auch das richtige Essen. Küchenchef Martin Sinke legt Wert auf eine ausgewogene, saisonale und gesunde Kost – zubereitet aus Produkten aus vorwiegend regionaler Erzeugung. Und das Beste: Im Rahmen der Super-All-inclusive-Pension gibt’s die kulinarischen Köstlichkeiten den ganzen Tag über. Der Tag beginnt mit einem köstlichen Frühstücksbuffet, geht weiter mit einem fantasievollen und leichten Mittags-
buffet oder einer Tiroler Nachmittagsjause mit österreichischen Kuchenspezialitäten. Abends können sich die Eltern durch Themenbuffets oder fünfgängige Wahlmenüs (inkl. Weinbegleitung von Sommelier Timo Seidel) schlemmen, während ein eigenes Kinderbuffet alles auf den Tisch bringt, was den Kleinen gut tut und schmeckt. Getränke vom Getränkebrunnen sind den ganzen Tag ganz unkompliziert inklusive, sodass man sich hier um nichts kümmern muss. Für Babys gibt es während der Essenszeiten eine eigene Hipp-Babyspeisekarte. Die Babyküche mit Fläschchenwärmer, Vaporisator und Mikrowelle ist zudem rund um die Uhr geöffnet.
FAMILIENPARADIES SPORTHOTEL ACHENSEE**** Familie Hlebaina, 6215 Achenkirch 114 Tel.: 05246/6561 info@sporthotel-achensee.com www.sporthotel-achensee.com
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AUSGEZEICHNETER URLAUB Das Kinderhotel Oberjoch im bayrischen Oberallgäu erreicht nach dem großzügigen Um- und Ausbau vor zwei Jahren gleich zwei begehrte Auszeichnungen. „Bestes Kinderhotel 2013“ und der „Travellers’ Choice Award 2014“ setzten ein klares Zeichen, dass hier Wohlfühlen für die ganze Familie am Programm steht.
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er Travellers' Choice Award von TripAdvisor zählt für die Hoteliersfamilie Mayer zu den allerwichtigsten Trophäen, weil er einzig und allein durch die Beurteilungen der Hotelgäste zustande kommt. Auf HolidayCheck.de, dem größten deutschsprachigen Meinungsportal für Reise und Urlaub im Internet, erhielt das Hotel eine Weiterempfehlungsrate von 98 Prozent bei 2.000 Bewertungen. Das kommt nicht von ungefähr, denn das Angebot im Kinderhotel Oberjoch ist außergewöhnlich: Die ganze Woche gibt es bis zu 13 Stunden täglich Baby- und Kinderbetreuung in fünf altersgerechten Gruppen – und ein 2.000 Quadratmeter großes Spielparadies mit Kino und Theater, Gokart-Bahn, Softplayanlage und Turnsaal. Diese Tatsache brachte dem Kinderhotel Oberjoch bereits 2012 den Family Cup für die beste Kinderbetreuung ausgewählter Familienhotels.
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Im großzügigen Wellness- & SPA-Bereich geht der Alltag baden oder wird einfach „wegmassiert“. Highlights für die Kids sind das eigene Kinderhallenbad „Planschen am Bauernhof“ und die Reifen-Wasserrutsche, mit 128 Metern die längste unter Deutschlands Hotel-Wasserrutschen. Zum „Schlemmer-All-inclusive-Angebot“ zählen ein Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagsbuffet sowie alkoholfreie Getränke. Das neue Panorama-Familienrestaurant „Greenorama“ und die neue „König Ludwig Bar“ sind Treffpunkte für alle, die Genuss auf gehobenem Niveau schätzen.
ZEIT ZU ZWEIT
Dank der großzügigen Kinderbetreuungszeiten im Kids-Club können Eltern auch Zeit zu zweit genießen. In den Händen von 20 professionellen Kids-Coaches wissen sie ihre kleinen „Schätze“ bestens betreut. Hautnahe Naturerlebnisse warten vor der Hoteltü-
re: ein Abenteuer-Kletterwald etwa und ein Minizoo mit Esel, Ponys, Alpakas, Hasen und Vögeln. Inzwischen genießen die Eltern die Ruhe in der Panorama-Bade- und Saunalandschaft mit Dampfbad, Salz- und Panoramasauna oder im Wellnesscenter mit mehreren Behandlungsräumen. Kraft und Energie tanken die Großen bei Fitnesskursen, BauchBeine-Po oder Gerätekrafttraining. Eine Empfehlung für den richtigen Rhythmus und die Balance im Urlaub sind der afrikanische Trommel-Workshop mit Aladji und der Jonglierkurs.
KINDERHOTEL OBERJOCH Am Prinzenwald 3 D-87541 Bad Hindelang-Oberjoch Tel.: 0049/8324/709-0 info@kinderhoteloberjoch.de www.kinderhoteloberjoch.de
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Josef-Wilberger-Strasse 59 . A-6020 Innsbruck Telefon: +43 (0) 512 266 265 Fax: +43 (0) 512 266 285 Email: office@stein-reich.at . www.stein-reich.at eco.nova
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DER ANLASS BEDINGT DIE WAHL DES WEINES Für ein gutes Gläschen Wein ergibt sich fast immer die passende Gelegenheit, wie etwa zum Essen, während der Lieblingsserie im Fernsehen oder bei einem gemütlichen Abend zu zweit. Eine Herausforderung für den Gastgeber in puncto Weinauswahl sind mitunter besondere Anlässe wie eine große Familienfeier oder ein feierliches Jubiläum. Es tauchen Fragen auf wie jene, welchen Wein man dazu servieren soll, oder jene nach der benötigten Menge. Mit Hilfe der Tiroler Weinhändler, die den Kunden kompetent beraten, kann dieser aus einer großen Zahl an vorrätigen Weinsorten jene herausfiltern, die zum jeweiligen Anlass passen. // Text: Paul Salchner
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eht man rein nach der Statistik, wird Wein zumeist zum Essen getrunken, doch es gibt noch eine Reihe weiterer Anlässe, eine gute Flasche Wein zu öffnen: eine gemütliche Runde, ein Partyabend, ein romantisches Picknick etc. Zusammenkommen, plaudern und Spaß haben steht häufig im Mittelpunkt – ein edler Tropfen verleiht vielen dieser Begegnungen eine besondere Note. Ist man im kleinen, privaten Kreis unterwegs und kennt man seine Gäste gut, fällt die Weinauswahl sicherlich leichter als bei einer größeren Feier, etwa einer Hauseinweihungsfeier oder sogar einem Firmenevent. Verschiedene Anlässe erfordern spezielle Weine. „Es gibt keinen Wein, der immer passt. Das ist unter anderem abhängig von der Stimmung, von der Tages- bzw. Jahreszeit oder ob man ihn zu Speisen reicht“, meint Dip-
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lom-sommelier Siegfried Daxl, der seine Passion für Wein zu seinem Beruf gemacht hat. Er blickt auf 20 Jahre Erfahrung im heimischen und internationalen Weingeschäft zurück. Mit seinem Unternehmen auxilio consult & trade betreibt er in Wattens und Innsbruck einen Lagerverkauf hochwertiger, ausgewählter heimischer und internationaler Qualitätsweine. Daxl ist ferner international zertifizierter Unternehmensberater (CMC = Certified Management Consultant) und unterstützt Winzer im In- und Ausland bei der Entwicklung von Verkaufs- und Marketing strategien.
BERATUNG DURCH DEN FACHHANDEL
Beim Weinkauf sollte man daran denken, dass bei den meisten Anlässen, für die man einen Wein benötigt, es nicht darum geht, dass der
Wein im Mittelpunkt steht, sondern dieser den Moment viel mehr unauffällig untermalen soll. Natürlich sollte der Wein der Wahl von angemessener Qualität sein, denn man hört schließlich viel lieber ein begeistertes „Ah“ anstatt eines Kommentars wie „furchtbarer Tropfen“. Außergewöhnliche Anlässe verlangen jedoch mitunter nach einem besonderen edlen Tropfen, der das Interesse der Gäste auf sich zieht. „Wir erkundigen uns bei der Beratung nach dem vorhandenen Budget, nach dem genauen Anlass, welche Speisen serviert werden etc. Auch die Frage, ob ein österreichischer Wein oder einer aus einer anderen Region gewünscht wird, ist wichtig. Wird zum Beispiel der Wein für eine Hochzeit gesucht, dann hilft uns enorm weiter, wenn wir die komplette Speisenfolge wissen, denn dadurch können wir die passenden Rebsorten ausfindig machen. Generell gilt für uns Wein-
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„ALS UNIVERSALWEINE FÜR VIELE ANLÄSSE GELTEN DER ROSÉWEIN UND GEHOBENE SCHAUMWEINE.“ Siegfried Daxl
händler: Je mehr Information wir bekommen, desto besser können wir auf die Wünsche des Kunden eingehen“, so Daxl zur Frage der optimalen Weinberatung im Fachhandel.
UNIVERSALBEGLEITER GIBT ES KAUM
Den ultimativen Wein für jeden Anlass gibt es nicht, trotzdem ortet der Weinexperte einen Tropfen, der als Universalwein gelten kann: „Weiß man gar nicht, welchen Wein servieren, sollte man an den Roséwein denken. Dieser passt zum kalten Buffet ebenso wie zu kalten Fischplatten. Auch gehobener Schaumwein wie Sekt und Champagner ist vielseitig einsetzbar. Dieser eignet sich als Aperitif und mundet ebenso gut zur Hauptspeise und Nachspeise. Schaumwein ist der klassische Allrounder, vor allem weil es ihn in verschiedenen Zuckergraduationen gibt“, so Daxl. Bei Geburtstagen und anderen feierlichen Ereignissen liegt man zum Anstoßen mit einem Schaumwein, der durch seine frische Note den Genießer bezaubert, sowieso richtig. Als eine Art Universalweine für bestimmte Anlässe werden Produkte wie „Terrassenwein“, „Kaminwein“ oder „Spargelwein“ beworben. „Solche Weine werden im Weinhandel verkauft, wobei das Ganze oft eine reine Marketinggeschichte ist. So gibt es zum Beispiel den ‚Spargelwein‘ per se nicht, son-
dern lediglich Weine, die mehr oder weniger gut zu Spargelgerichten munden. Entscheidend sind, wie bei allen Speisen, zu denen Wein serviert wird, die Zutaten bzw. die Art der Zubereitung. Wird der Spargel mit Sauce Hollandaise oder mit Buttersauce serviert, dann braucht es einen komplexeren Weißwein mit präsenter Säure“, erläutert Daxl.
WIE VIEL WEIN BRAUCHT EIN ANLASS?
Wer eine Familienfeier, ein festliches Dinner oder dergleichen organisiert, wird zwangsläufig damit konfrontiert, abzuschätzen, wie viel Wein benötigt wird. Es gilt eine Reihe von Einflussfaktoren wie die Tageszeit, die Jahreszeit, die Geschlechterverteilung oder auch die Altersstruktur zu berücksichtigen. So wird in der Regel am Vormittag weit weniger Wein getrunken als an einem lauen Sommerabend. In der wärmeren Jahreszeit wird vermutlich häufiger zu Durstlöschern wie Limonade oder Bier anstatt zu Wein gegriffen. Männern sagt man in der Regel nach, dass sie mehr Wein trinken als Frauen. Auch das gilt es zu berücksichtigen, wie die Tatsache, dass Leute unter 30 eher zu Bier, Cocktails oder alkoholfreien Getränken greifen. Faustregeln gibt es natürlich sehr wohl: Bei Anlässen, bei denen nur Getränke und kleine Snacks serviert werden, kann man mit
einem Achtelliter Wein pro Person und Stunde rechnen. Dazu muss man mindestens dieselbe Menge an alkoholfreien Durstlöschern einkalkulieren. Bei einem ausgiebigen Essen kann man pro Person rund 0,3 bis 0,35 Liter Wein einplanen, somit also für je zwei Gäste eine Flasche Wein. Das sollte reichen. Die Dauer des Essens spielt kaum eine Rolle. Auch hier sollte man dieselbe Menge an alkoholfreien Getränken bereithalten. Reserve schafft Sicherheit – das ist bei der Frage nach der erforderlichen Menge Wein zentral. Denn es ist äußerst unangenehm, wenn ein Wein ausgeht, der bei den Gästen gut ankommt. Deshalb sollte man beim Weinkauf bei der Menge großzügig sein. Doch was passiert, wenn man zu viel Wein geordert hat? „Ein seriöser Weinhändler kommt dem Kunden unter Umständen insofern entgegen, dass er Wein auch auf Kommission liefert. In der Regel nimmt er den Wein – allerdings nur im Originalkarton – wieder zurück; das wird vom Kunden sehr geschätzt. Ich mache das etwa bei Hochzeiten oder größeren Gesellschaften“, so Daxl.
WEINTIPP VON SIEGFRIED DAXL: Ferrari Perlé 2006 Ein hochwertiger Blanc de Blanc „millesimato“, vinifiziert aus ChardonnayTrauben aus den eigenen Rebbergen. Die lange Flaschenreifung führt zu einer harmonischen Synthese von Frische und Eleganz. • Rebsorten: sorgfältige Auswahl von Chardonnay-Trauben, Mitte September von Hand gelesen • Anbaugebiete: eigene Weinberge in den Hügeln von Trient, ausgerichtet nach Südost und Südwest, auf 300 bis 700 Metern Seehöhe gelegen • Reifung: ungefähr fünf Jahre auf ausgewählten Hefen aus eigenen Kulturen • Alkoholgehalt: 12,5 % vol. • produziert seit: 1971 Degustationsnotizen • Farbe: strohfarben, mit leicht goldenen Reflexen • Bouquet: intensives, feines Bouquet von Mandelblüten und RenetteÄpfeln, mit Noten von knusprigem Brot • im Gaumen: trocken, sauber und elegant mit weichem, vollem Aroma; ein Hauch von reifen Äpfeln, Noten von süßen Mandeln und Hefe sind typisch für ein nuancenreiches Chardonnay-Finale
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Lifestyle IM GESPRÄCH
Bruno und Patricia Niederwieser, Tirol-Werbung-Geschäftsführer Josef Margreiter, Elvis, Andrea und Denis / alle Mitarbeiter von Obst & Gemüse Niederwieser // Foto: Gerhard Berger
MITMACHKRIMI Am 10. Mai feierte das Gastrotheater in Innsbruck mit dem neuen Mitmachkrimi „Cityfox“ Premiere. Im Gegensatz zum klassischen Krimidinner wird die Mordsjagd dabei über eine ganze Stadt ausgedehnt – unter Einbindung verschiedener Schauplätze, Cafés, Geschäfte oder Museen. Cityfox ist ein ganz besdoneres Teamevent, mörderisches Incentive und auf alle Fälle ein Riesenspaß. Der Kriminalfall „Die Akte Da Vinci“ mit Einsatzort Innsbrucker Innenstadt findet an fünf Terminen (7. Juni, 5. Juli, 2. August, 6. September und 4. Oktober) statt, für Gruppen gibt's auch ganzjährig individuelle Termine. Infos unter www.gastrotheater.at
Wendelin Juen, Klaus Böck (Posthotel Kassl), Marcel Kellner (Gasthof Walzl), Stefanie Eisenmann (Alpengasthof Gruber) und Josef Geisler
In Tirol gibt es nur mehr 20 reine Obstund Gemüsegeschäfte, was zeigt, dass das Überleben für die Fachgeschäfte nicht unbedingt einfach ist. Niederwieser setzt als traditioneller Familienbetrieb seit 55 Jahren auf absolute Regionalität und unterstützt Tiroler Bauern, indem saisonal möglichst viel über sie bezogen wird. Wir hoffen, dass sich dieses Konzept auch andernorts wieder öfter durchsetzen wird. In der Gastronomie funktioniert das Prinzip Regionalität indes schon recht gut. Das zeigen einmal mehr die Kalbli-Wochen, in denen vom 9. Mai bis 9. Juni in den 25 Bewusst-Tirol-Betrieben wieder vermehrt das Tiroler Vollmilchkalb auf der Karte steht.
Nachdem im vergangenen Jahr das Jaguar-F-Type-Cabriolet eingeführt wurde, reichte der Hersteller kürzlich auch das langersehnte Coupé nach. Grund genug für Denzel-UnterbergerMarkenleiter Michael Schotzko, das brandneue Katzencoupé im Rahmen einer After-Work-Party zu präsentieren.
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Festgäste: Karl Gostner, Obmann Innsbruck Tourismus, Tirol-Werbung-Marketingleiterin Karin Seiler-Lall und Stephan Beck, Sporthotel Igls
Anwalt Herbert Schöpf mit Rita CausioSchöpf und Vermögensberater Andreas Haller mit einer russischen Studentin
REGIONALITÄT
STARKES KÄTZCHEN
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Schlossbesitzer Hans und Pia an Eenennaam-Beck, Neo-Honorarkonsul Hans Unterdorfer und Honorar-Generalkonsulin von Tunesien und Herausgeberin des Magazins „Society “ Gertrud Tauchhammer
Landtagspräsident Herwig van Staa, Pia van Eenennaam-Beck, die russische Designerin Alla Denissova, Generalkonsul der Russischen Föderation und Laudator Sergej Smirnov, Getrud Tauchhammer und Hans Unterdorfer
NASTROVJE Im April wurden 90 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Österreich und Russland gefeiert und gleichzeitig das erste Honorarkonsulat der Russischen Föderation in Innsbruck eröffnet. Hans Unterdorfer, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Sparkasse Bank AG Innsbruck, wurde bereits im Jänner vom russischen Botschafter im Beisein der Landesregierung zum Honorarkonsul bestellt. Nun ist es auch offiziell – wenn auch zu einem etwas unglücklichen Zeitpunkt. Begangen wurde die Feier im Schloss Igls, in das neben zahlreichen „Amtskollegen“ aus aller Welt über hundert Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Tourismus kamen.
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WISSEN, WOHER’S KOMMT Gerade bei Lebensmitteln ist das Wissen um die Herkunft und das Vertrauen in die Qualität besonders wichtig. Die Bauernkiste, ein bäuerlicher Zustelldienst, liefert jede Woche frische Produkte aus der Region vor die Haustür. Therese Fiegl hat die Bauernkiste vor 17 Jahren ins Leben gerufen
nach Wunsch kann man bei jeder Bestellung seinen individuellen Warenkorb zusammenstellen oder auch einzelne Produkte oder eine Produktauswahl als Abo bekommen. Den Bauern bietet die Bauernkiste eine Möglichkeit, ihre Erzeugnisse ohne großen zusätzlichen Aufwand wie Verkauf, Werbung, Abrechnung oder Zustellung zu vermarkten. Bei jedem einzelnen Produkt ist für den Kunden klar ersichtlich, woher und von welchem bäuerlichen Betrieb es kommt.
STÄRKUNG BÄUERLICHER STRUKTUREN UND ARBEITSPLÄTZE
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und 700 Haushalte im Großraum Innsbruck und im Tiroler Oberland werden wöchentlich mit frischen, saisonalen und regionalen Nahrungsmitteln von der Bauernkiste beliefert. Und das funktioniert ganz einfach: Alle Bestellungen, die bis Montagabend eingehen, werden am Donnerstag oder Freitag – also gerade rechtzeitig vor dem Wochenende – ausgeliefert.
Bestellungen erfolgen größtenteils über den Onlineshop, können aber auch telefonisch, per E-Mail oder per Fax abgegeben werden. Ganz
Kunden der Bauernkiste tragen auch dazu bei, die bäuerlichen Strukturen in ihrer Region zu stärken. Nur so kann auch in Zukunft eine große Vielfalt an Produkten erzeugt werden. Zudem schafft der Absatz von bäuerlichen Produkten Arbeitsplätze in der Umgebung – auch ein wichtiger Grund, regionale Produkte zu kaufen!
PRODUKTE AUS DER REGION
Ohne eine dauerhafte Verpflichtung einzugehen, kann man aus einem reichhaltigen Sortiment an Gemüse, Obst, Brot, Milchprodukten, Käse, Fleisch- und Wurstwaren, frischem Fisch, Marmeladen, Säften und vielem mehr auswählen. Die angebotenen Produkte stammen aus naturnaher bzw. biologischer Landwirtschaft und legen nur kurze Transportwege zurück. Ausgewählte saisonale Produkte, wie frische Gartenkräuter im Topf, Tomaten, Paprika, Melanzani, Beeren und Obst zum Einkochen oder Einlagerungsaktionen für Getreide, Mehl und verschiedene Fleisch-Mischpakete finden bei den Bauernkistenkunden großen Anklang.
EINFACH KOMFORTABEL
Die Einkäufe bei der Bauernkiste werden ganz einfach von zu Hause aus erledigt. Das spart Zeit und vermeidet Autofahrten. Die
So bunt kann eine Bauernkiste aussehen
WEITERE INFOS
www.bauernkiste.at oder während der Bürozeiten immer am Montag von 9 bis 12 und 15 bis 19 Uhr unter: Tel.: 05238/88188 (für den Großraum Innsbruck bis Schwaz) oder unter Tel.: 0650/8889412 (für das Tiroler Oberland ab Hatting).
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Kurt Kornherr, Audi-Mann Andreas Resch, Paul Fink und Salomon-Rennchef Günter Mader
AUDI SKI & GOLF 2014 Knapp 50 Teilnehmer stellten sich heuer der Herausforderung, die Richtzeit von „The Cat“ Fritz Strobl auf der Skipiste in St. Anton zu knacken. In 4er-Teams versuchten die Hobbyrennläufer die Zeit des ehemaligen ÖSV-Stars zu schlagen. Erfolglos! Obwohl sogar Skilegende Karl Schranz die Läufer lautstark anfeuerte. Der folgende Sonntag stand dann im Zeichen des Golfbewerbes am Platz des GC Innsbruck-Igls. Schlussendlich konnten sich Clemens Rainer, Lukas Trenkwalder, Felix Plaikner und Johannes Wolfram durchsetzen.
SCHÜLER TUN GUTES Auch heuer veranstaltete die BHAK/ BHAS Innsbruck ihr traditionelles Fuß- und Völkerballturnier ... und tat damit gleich Gutes. Mit Hilfe von Sponsoren und freiwilligen Spenden von Schüler- und Lehrerseite konnten insgesamt 650 Euro für die Kinderkrebshilfe Tirol gesammelt werden. Damit sollen Kids unterstützt werden, denen es durch einen Schicksalsschlag nicht (mehr) möglich ist, ihrem Lieblingssport nachzugehen. Die Spendenaktion soll auch künftig als Tradition weitergeführt werden. Daumen hoch!
Schuler-Chef-Thaur Romed Weber, Hobby-köchin Christine Purner, Weinexperte Alexander Gottardi und Mühle-Chef Tamer Kacar
AUFGEKOCHT Beim Kochkurs in der Schuler Aktiv Küche in Thaur wurde dieses Mal Köstliches aus See und Meer zubereitet. Die nächsten Kurse finden Sie unter www.schuler.co.at.
Christoph und Andrea Norz mit Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer
250 JAHRE NORZ
Li.: Statiker Paul Nessler, Brückentechniker Theo Lauber/Swissrope, Bauherr und Investor Stefan Lochbihler/WLF GmbH, Strabag-Geschäftsführer Martin Kathrein, Heiner Ginther/Architekturbüro Walch, Reuttes Bürgermeister Luis Oberer, TVB-Geschäftsführer Ronald Petrini, TVB-Obmann Hermann Ruepp, Architekt Armin Walch und Dietmar Koler/Obmann Burgenwelt Ehrenberg Re.: Stefan Lochbihler, Karl Hold/Storf Hoch- und Tiefbau (jetzige Strabag) und Armin Walch
Norz ist die älteste Goldschmiedewerkstätte Tirols in Familienbesitz. Zum 250-Jahr-Jubiläum präsentierten Christoph und Andrea Norz u. a. ihre Bürgermeisterkette, die seit vielen Generationen von den amtierenden Innsbrucker Bürgermeistern zu hohen Anlässen getragen wird.
SPATENSTICH FÜR HÄNGENDEN WELTREKORD Wolkenverhangen der Himmel, aber strahlend die Gesichter beim Spatenstich für die längste Hängeseilbrücke der Welt in der Naturparkregion Reutte, die mit ihren stolzen 403 Metern Spannweite ab Herbst die beiden Burgenareale der Burgruine Ehrenberg mit dem Fort Claudia verbindet und ihre Eintragung ins Guinnessbuch der Rekorde finden wird. Als vor über zehn Jahren diese Vision im Kreativkopf des Architekten Armin Walch zu spuken begann, wollte zuerst jeder nur an ein Hirngespinst denken. Dass der Glaube an ein scheinbar wahnwitziges Projekt nicht nur Berge versetzt, sondern diese auch in luftiger Höhe 115 Meter über dem Meeresboden verbindet, ist der Beharrlichkeit des Ideenlieferanten ebenso zuzuschreiben wie der langen strategischen Partnerschaft mit dem TVB Naturparkregion Reutte mit Obmann Hermann Ruepp. Die Gemeinde wurde ebenso überzeugt wie Privatinvestoren und innovative ausführende Firmen, so dass Anfang Mai die Schaufeln gezückt und der Startschuss für die Realisierung fallen konnte. Ein Meilenstein für die internationale touristische Außenwirkung der Region, die im Areal der Burgenwelt Ehrenberg auch die Kapazitätssteigerung von Betten, Gastronomie und Parkplätzen inkludiert. Namenspatin der Brücke „highline179“ ist übrigens die B 179 über den Fernpass, über die die Brücke führt und die durch permanente Staumeldungen nicht nur nationale Berühmtheit erlangte. // Fotos: Renate Linser-Sachers
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Robert Hieger, Obmann im Bundesgremium der Handelsagenten, Dieter Unterberger, Kabarettistin Marion Petric und Giovanni Di Valentino
WOHIN GEHT DIE REISE? Im zuge des 2. Tiroler Handelsagententages lud Robert Hieger zu Denzel Unterberger nach Innsbruck, wo sich ein Vortrag mit allen Fragen rund ums Elektroauto beschäftigte. Außerdem konnte der BMW i3 Probegefahren werden. Kabarettistin Marion Petric sorgte für gute Unterhaltung.
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Rennfahrer Jürgen Schmarl, Seat-Markenleiter Peter Ensfellner und Peter Unteregger
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Veranstalter Anton Bauernfeind/s’Aschach, Maria Mair/Der Hundeladen, Hall, und Diplomsommelier Markus Bonmasar Monika Frenzel, Präsidentin Jeannine Meighörner, LR Christine Baur (Flüchtlingsbeauftragte) und Maria Glanzl
SPENDENBEREITSCHAFT Der Soroptimist-Club Innsbruck feiert heuer seinen 30. Geburtstag. Bereits im Vorfeld der Festivitäten sammelte der Club im Rahmen einer Benefizveranstaltung mit Autor und Dramatiker Felix Mitterer 7.000 Euro für das Projekt „Hilfe für Flüchtlingsfamilien aus Syrien“. Die Mitterer-Lesung dazu fand im ausverkauften Konservatorium statt, begleitet wurde er von der Frauenmusikgruppe „Dreierlei“. Alle Künstler traten unentgeltlich auf.
OLDTIMERTREFFEN Bereits zum 3. Mal fand in Volders im Park des Schlosscampings Aschach im Restaurant s’Aschach ein Oldtimertreffen statt. Wunderbare Raritäten an Oldtimern fanden sich dort in großer Zahl ein. Das Oldtimertreffen ist zu einem fixen Programmpunkt zum Sommerstart geworden. Viele interessierte Besucher konnten sich an Speis, Trank und alten Autos erfreuen. Nächstes Oldtimertreffen unter www.restaurant-aschach.at
GÄNSEHAUT Gute Stimmung herrschte beim Premierenkonzert von „Maria Kofler and sax’n’more orchestra“ in der Aula der UMIT. Das Publikum war begeistert von der musikalischen Zeitreise, die das 15-köpfige Orchester und Solistin Maria Kofler unternommen haben.
Die Entertainment-Highlights in Tirol! Afro Meeting 2014 13.-14. Juni 2014 Olympiahalle
Vergnügungspark 21. Juni - 13. Juli 2014 Parkplatz West
Circus Roncalli „Time is honey“ 19. Juli - 3. Aug. 2014 Parkplatz West
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Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH Tel.: +43 (512) 33838-0 Fax: +43 (512) 33838-200
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10 Tänze WM Standard & Latein 18.-19. Oktober 2014 Olympiahalle
Die Schlagernacht des Jahres 25. Oktober 2014 Olympiahalle
Olympiastraße 10 6020 Innsbruck E-Mail: marketing@olympiaworld.at
www.olympiaworld.at
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Die Innsbrucker Fahrschule Peter ist bekannt dafür, nicht alltägliche Autos im Fuhrpark zu haben. Neben einem BMW X5, Porsche Cayman und Golf GTI zählt seit Kurzem auch ein nagelneuer 122 PS starker Seat Leon FR in Giftgrün dazu.
ECO.GAMBRINUS Haben gut lachen: Klaus Schebesta und Schauspieler Martin Leutgab trafen mit der heurigen Gambrinusrede am Gauder Fest mitten ins Schwarze. Mit diesem satirischen Jahresrückblick wird der anwesenden Politprominenz ordentlich der Kopf gewaschen. Leutgeb trug die Rede dafür heuer erstmals in der Rolle des Gauder Bockes vor. Für den Text verantwortlich war Politik- und Wirtschaftsjournalist und eco.nova-Kolumnist Klaus Schebesta. Fortsetzung folgt ...
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AROUND THE WORLD World Hotel Book gehört zu den führenden Online-Plattformen für die Bereiche Hotellerie, Gastronomie und Touristik. Auf www.worldhotelbook.com finden Sie die schönsten Hotels, die besten Insider-Tipps sowie einzigartige Hotspots rund um den Globus. Gemeinsam mit Nadine Tschiderer-Mitterrutzner haben wir hier ein paar für Sie ausgewählt. VICEROY HOTEL & RESORT SANTA MONICA
Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. Nur wenn Sie das Viceroy als Location möchten, wird empfohlen, eine kleine Ausnahme zu machen, denn das Hotel & Resort Santa Monica überstrahlt so manches andere Luxushotel in Kalifornien und ist besonders für Hochzeiten heiß begehrt. Der Gast fühlt sich hier sofort zuhause, was vor allem am außergewöhnlichen Service und der Luxusausstattung der Zimmer liegen könnte. Unsere Empfehlung: Buchen & feiern! // www.viceroyhotelsandresorts.com
THE PEARL MARRAKESCH (EHEMALS DELANO)
Was für eine Stadt! Was für ein Hotel! Das The Pearl in Marrakesch orientiert sich an seinem orientalischen Ambiente und kombiniert dieses außergewöhnliche Design mit moderner Ausstattung und Komfort. Es entsteht tatsächlich eine Oase im bunten und leuchtenden Marrakesch, in der man als Gast Ruhe und Entspannung findet. Das The Pearl bezaubert und lädt zum Träumen ein, weit weg vom Alltag. // www.thepearlmarrakech.com
LA RESIDENCIA MALLORCA
Sommer, Sonne, Strand und Mallorca – wer noch nie dort war, möchte zum Teil kaum glauben, was diese Insel alles bietet. Wunderschöne Olivenhaine, traumhaft abgelegene Buchten – und das La Residencia. Inmitten von grünen Hügeln und weitab von turbulenten Touristenstädten bietet dieses Hotel tatsächlich All-Inclusive-Entspannung. Wer auch Family & Friends einpacken möchte: Als besonderes Feature kann man gleich eine ganze Villa in der Anlage mieten. // www.hotel-laresidencia.com
12 APOSTLES SÜDAFRIKA
Das Fünf-Sterne-Boutiquehotel ist Mitglied bei den „Leading Small Hotels of the World“ und liegt in unverbauter malerischer Lage am Fuße der als 12 Apostel bekannten Felsformation des Tafelberges. Alle 70 luxuriösen Gästezimmer und Suiten bieten einen traumhaften Panoramablick – entweder auf die zwölf steilen Felsenspitzen oder den Atlantischen Ozean. Als Highlight bietet das Hotel ein Privatkino mit 16 Ledersitzen für gemütliche Privatvorstellungen. // www.12apostleshotel.com
PORTRAIT HOTEL FLORENZ
Das neue Portrait in Florenz ist eine Anerkennung für den zeitlosen Luxus der großen Designer, die die Stadt geprägt haben. Dies spiegelt sich in den Farben, Materialien und Details wider. In einer privilegierten geografischen Lage mit Blick auf den Arno befindet sich das Hotel nur wenige Minuten von den kulturellen und historischen Reichtümern sowie den kulinarischen Highlights der Stadt entfernt. // www.portraitfirenze.com
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Nadine TschidererMitterrutzner
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BAD MIT GÄSTELISTE Mit der Enthüllung des Edelbades Amadea Royal von Villeroy & Boch (veredelt mit 22-Karat-Blattgold und Swarovski-Kristallen) im 1.300 Quadratmeter großen Bäderparadies eröffnete Opbacher Installationen im Mai seinen neuen Schauraum. Um 20.15 Uhr – pünktlich zur Primetime – begrüßte die charmante ServusTVLady Miriam Hie die rund 120 geladenen Gäste zum privaten Get-together in den „Opbacher-Premium“-Räumlichkeiten in Fügen. Mit dabei u. a.: WK-Präsident Jürgen Bodenseer, FC-Wacker-Tirol-Trainer Michael Streiter, Andrea Leifert (Vertriebsleiterin Villeroy & Boch Österreich) sowie Privat- und Hotellerie-Kunden der Familie Opbacher. Das kulinarische Abendprogramm gestaltete Haubenkoch Steve Karlsch, der die Anwesenden mit köstlichen Fingerfood-Kreationen und erlesener Weinbegleitung verwöhnte. Opbacher ist übrigens der österreichweit einzige Installateur, der das neu erschienene Amadea Royal vertreiben darf. // www.opbacher.at
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BMW i
Symbolfoto
Freude am Fahren
ELEKTRISCH. UND ELEKTRISIEREND.
Als erstes Premium-Elektrofahrzeug zeigt der BMW i3, wie Sie mit nachhaltiger Mobilität perfekt vorausfahren: Intelligenter Leichtbau, Fertigung mit Wind- und Wasserkraft, 160 km rein elektrische Reichweite und rundum ein Netz an Services für elektrisierende Freude am Fahren.
DER NEUE BMW i3.
Unterberger – Denzel GmbH & Co KG Griesauweg 32, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/33435, info@unterberger-denzel.bmw.at www.unterberger-denzel.bmw.at
BMW i3: 125 kW (170 PS), Kraftstoffverbrauch gesamt 0,0 l/100 km, CO2-Emission 0 g/km bei Nutzung von Strom aus 100% regenerativen Quellen.
WKO.at/tirol
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