JULI/AUGUST 2026 | P.B.B. VERLAGSPOSTAMT 6020 INNSBRUCK | ZNR. GZ 02Z030672 M | EURO 3.00
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Beratung mit Handschlagqualität Die Wirtschaftstreuhand Tirol hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zu einer der führenden Steuerberatungskanzleien in Tirol entwickelt. Als mittelständische Kanzlei an den Standorten Innsbruck, Stans bei Schwaz und Perchtoldsdorf betreuen wir mit unserem 70-köpfigem Team unsere Mandanten, von Klein- und Mittelbetrieben bis hin zu Konzernen, in den Bereichen Bilanzierung, Steuerberatung, Buchhaltung und Personalverrechnung sowie in der Unternehmensberatung – als zuverlässiger und greifbarer Partner. Mit vollumfänglichem Wissen und langjähriger Erfahrung führen wir unsere Mandanten sicher durch die komplexe Welt der Steuern und Finanzen und bieten eine umfassende Beratung, die auf ihre individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen zugeschnitten ist. Die Zufriedenheit unserer Klienten und unseres Teams steht dabei stets im Mittelpunkt.
Gründung im Jahr 2000 — 14 Steuerberater & 1 Wirtschaftsprüfer — 3 Standorte Innsbruck, Stans & Perchtoldsdorf — 70 Köpfe bilden 1 starkes Team — Ø Alter 35,1 Jahre
Auf den Punkt gebracht. Die wtt-Geschäftsführung betreut und berät gemeinsam mit dem wtt-Team Unternehmen in Tirol und darüber hinaus.
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INVIBE – the Gym stellt sein Führungsteam neu auf und festigt damit seine Position als größter Fitness- und Gesundheitsdienstleister in Tirol. Ein einziges Abo, über 20 Standorte in ganz Tirol, grenzenlose Freiheit. Fitness, Wellness und Physio vereint unter einem Dach. Dazu mehr als 300 Group-Fitness-Kurse pro Woche.
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Eigentümer & Aufsichtsrat
Florian Streiter Eigentümer & CEO
Tanja Wille
Geschäftsführerin Physio & Verwaltung
Harald Rainer
Geschäftsführer & COO
NEUES FÜHRUNGSTEAM „Als Gesundheitsdienstleister entlasten wir effektiv und nachhaltig das österreichische Gesundheitssystem.“
Was vor wenigen Jahren als große Vision begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: INVIBE ist zum größten Fitnessanbieter Tirols gewachsen. Mehr als 26.000 Mitglieder, die INVIBE vertrauen, über 200 Mitarbeitende mit Herzblut und erstklassige Standorte von Zams bis Kitzbühel – das ist gelebte Leidenschaft. Mit 20 Standorten zählt INVIBE heute auch österreichweit zu den Top 3 im Premium-Segment. Zudem behauptet sich INVIBE als Tiroler Unternehmen erfolgreich im Wettbewerb mit großen internationalen Ketten und setzt seine Expansion kontinuierlich fort.
EIN ABO. GRENZENLOSE FREIHEIT.
Das Erfolgsrezept ist so einfach wie überzeugend: ein Mitgliedschaftsmodell, das wirklich Freiheit schenkt – mit nur einem einzigen Abo in ganz Tirol trainieren, wo und wann das Herz es möchte. INVIBE denkt weiter und vereint Fitness, Wellness und Physiotherapie unter einem Dach – ein ganzheitliches Erlebnis für Körper, Geist und Seele. Über 300 Kurse pro Woche und eine Betreuung, die jeden Menschen sieht, begleiten jedes Ziel – vom ersten mutigen Schritt bis zur grenzenlosen Bestleistung.
IMMER EINEN SCHRITT WEITER
Weil Qualität für das Führungsteam Herzenssache ist, werden jährlich € 3 Mio. in die Studios investiert: Mo-
dernste Geräte, innovative Konzepte und der mutige Blick auf kommende Trends – INVIBE entwickelt sich stetig weiter. Doch Innovation allein macht noch kein großartiges Training – es sind die Menschen, die den Unterschied machen. Deshalb bietet die INVIBE Academy fachlich fundierte Ausbildungen bis hin zur Fitnesstrainer-B-Lizenz für beste Betreuung im Studio an. „Wir sehen uns als präventiven Gesundheitsdienstleister.“ erklärt Florian Streiter. „Denn wer aktiv in seine Gesundheit investiert und konsequent vorsorgt, entlastet nicht nur sich selbst, sondern das gesamte Gesundheitssystem. Prävention ist günstiger und nachhaltiger als jede Behandlung von Krankheiten oder Verletzungen im Nachhinein.“
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eco.nova-Herausgeber Sandra Nardin (re.) und Christoph Loreck mit Chefredakteurin Marina Bernardi
DIE KRAFT DES GESTALTENS Seit vielen Jahren ist unsere alljährliche Top-500Ausgabe mehr als eine reine Rangliste. Sie ezählt jedes Jahr ein Stück Wirtschaftsgeschichte.
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ie Welt scheint derzeit wenig Interesse an Stabilität zu haben. Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Verwerfungen, technologische Umbrüche und gesellschaftliche Veränderungen sorgen beinahe täglich für neue Schlagzeilen. Planbarkeit ist zur knappen Ressource geworden. Und doch lohnt gerade jetzt der Blick auf jene, die gestalten statt abzuwarten. Die heurige Top-500-Ausgabe zeigt wieder eindrucksvoll, dass wirtschaftlicher Erfolg auch in herausfordernden Zeiten möglich ist. Es sind Mut, unternehmerisches Geschick und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, die darüber entscheiden, wer Herausforderungen in Chancen verwandelt. Die Unternehmen, die wir gemeinsam mit dem KSV1870 in unserem traditionellen Ranking präsentieren, stehen exemplarisch für diese Fähigkeit. Sie bilden die Spitze der Tiroler Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze, investieren, entwickeln neue Geschäftsmodelle und tragen wesentlich zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts bei. Gleichzeitig wäre es zu kurz gedacht, die Stärke Tirols ausschließlich an den größten Betrieben festzumachen. Denn die besondere Qualität unseres Wirtschaftsstandorts liegt seit jeher auch in seiner Struktur. Tirol lebt von seinen Familienunternehmen, Handwerksbetrieben, Nischenanbietern und den zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen, die oftmals abseits großer Schlagzeilen Tag für Tag Wertschöpfung schaffen. Sie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft, sorgen für Stabilität, Innovationskraft und regionale Verankerung. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich dieses Mal den Themen Führung und Künstliche Intelligenz und damit zwei Bereichen, die die Zukunft von Unternehmen maßgeblich prägen werden. Technologie kann Prozesse beschleunigen und neue Möglichkeiten eröffnen. Führung wiederum entscheidet darüber, wie diese Möglichkeiten genutzt werden. Die Zeiten mögen herausfordernd sein, doch sie bieten auch Chancen für jene, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, vorauszudenken und Neues zu wagen. Die Welt ist unruhig, aber Jammern war noch nie ein Geschäftsmodell. Haben Sie einen feinen Sommer! Ihre Redaktion der eco.nova
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Die Zeit fordert. Doch wir möchten einen langsamen Takt einkehren lassen. In lichtdurchfluteten Räumen Gelassenheit und Ruhe spürbar machen und Ihnen unsere ganze ungeteilte Aufmerksamkeit und Zeit zum Entschleunigen schenken.
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WIRTSCHAFT | ZUKUNFT | Menschen | TRENDS
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FOTOS: BARBARA NIDETZKY, THOMAS STEINLECHNER, MARIAN KRÖLL, DINO BOSSNINI
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W I R T S C H A F T S . S TA N D O R T 20 MEHR MUT, WENIGER BREMSEN
UNTERNEHMEN.FÜHRUNG 90 TIROLS GRÜNDERBOOM:
Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, über hohe Kosten, globale Unsicherheiten und warum Österreich wieder Lust auf Leistung machen muss.
Mit 3.285 Neugründungen verzeichnete Tirol 2025 einen historischen Höchststand. Ein Aufbruch aus Überzeugung oder ein Ausweg aus dem System?
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PLANBARKEIT UND SPIELRÄUME
Tirols Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler fordert mehr Verlässlichkeit für Betriebe und echte Reformen. 26 Arbeitsmarktdaten
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BESTANDSAUFNAHME
Drei offene Fragen. Vielfältige Antworten. Vertreter*innen unterschiedlicher Branchen über aktuelle Entwicklungen, konkrete Forderungen und Zukunftsperspektiven.
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MUT ZUM OPTIMISMUS
Die Industrie steht unter Druck. Wirtschaftlich und (geo)politisch. Gleichzeitig bleibt sie eine tragende Säule für Wohlstand, Innovation und Beschäftigung. 62 Geschäftsklimaindex
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PLAN B
Der Plan A war die Globalisierung, der Friede und der Fortschritt durch internationalen Handel. Dieser Plan ist nicht gescheitert, aber er braucht Alternativen. Ein Zustandsbericht in mehreren Feldern.
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VOLLE BETTEN, NIEDRIGE MARGEN
Der heimische Tourismus kämpft mit sinkenden Gewinnen trotz guter Auslastung. 74 Tourismusdaten
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GESCHEITER(T)
Martin Granig ist mit seinem Startup Monkee gescheitert – und dadurch gescheiter geworden. Ein Lehrstück.
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PLATZWECHSEL
Warum eingesessene Sofas ihren Charme haben und es trotzdem manchmal neue Möbel braucht. Wie Unternehemnsübergaben funktionieren können.
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MUT ZUR ZUKUNFT
Wie bleibt eine Marke relevant, wenn sich Rahmenbedingungen permanent verschieben?
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KOMPETENZEN IM KI-ZEITALTER
Fünf Thesen für eine Arbeitswelt im Wandel.
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FÜHRUNGSFRAGEN
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Stimmt nicht, sagt Verhaltensökonom Matthias Sutter.
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GEKOMMEN, UM ZU BLEIBEN
Alpenzoo-Direktor Andre Stadler im Interview.
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DORTHIN GEHEN, WO ES WEH TUT
Uniprofessor Kurt Matzler über leichte Lungenödeme und schwere Entscheidungen.
TIROLS BANKEN
Eine Branche zwischen Vorsicht und Zuversicht. 84 Tirols Banken in Zahlen
10 EDITORIAL 14 FOTO DER AUSGABE 16 KOMMENTAR 18 KREATIVE IMPULSE 154 ECO.SERVICE 166 KURZ & BÜNDIG 184 IM.GESPRÄCH
IMPRESSUM HER AUSGEBER & MEDIENINHABER:
eco.nova Verlags GmbH Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, redaktion@econova.at, www.econova.at GESCHÄF T SL EITUNG: Christoph Loreck, Mag. Sandra Nardin A S SIS TENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAK TION: Marina Bernardi REDAK TION: eco.wirtschaft: Marian Kröll, Alexandra Keller, MMag. Klaus Schebesta, DI Caterina Molzer-Sauper, Isabella WalserBürgler // eco.zukunft: Doris Helweg // eco.geld: Michael Kordovsky // eco.mobil: Felix Kasseroler // steuer.berater: Dr. Verena Maria Erian // eco.life: Marina Bernardi ANZEIGENVERK AUF:
Ing. Christian Senn, Yvonne Knoll, BA L AYOUT: Tom Binder LEK TOR AT: Mag. Christoph Slezak DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH COVER: Conny Wechselberger UNTERNEHMENS GEGENS TAND: Die
Herstellung, der Verlag und der Vertrieb von Drucksorten aller Art, insbesondere der Zeitschrift eco.nova. GRUNDLEGENDE RICHT UNG: Unabhängiges österreichweites Magazin, das sich mit der Berichterstattung über Trends in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Architektur, Gesundheit & Wellness, Steuern, Recht, Kulinarium und Life style beschäftigt. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Für die Rücksendung von unverlangt eingesandten Manuskripten und Bildmaterial wird keine Gewähr übernommen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. JAHRE SABO: EUR 29,00 (13 Ausgaben). Sind Beiträge in dieser Ausgabe in der Kopfzeile mit dem FIRMENNAMEN gekennzeichnet, handelt es sich um BEZAHLTE ANZEIGEN bzw. KOOPERATIONEN!
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EARTHSET
Das Bild wurde am 6. April 2026 um 18:41 Uhr Eastern Daylight Time aufgenommen, als die Artemis-II-Astronaut*innen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch sowie Jeremy Hansen während ihres historischen Testflugs hinter der erdabgewandten Seite des Mondes vorbeiflogen. Es ist eines von vielen Fotos, die während des siebenstündigen Vorbeiflugs entstanden sind – darunter Bilder einer totalen Sonnenfinsternis, des Lichts mehrerer benachbarter Planeten und der langen Schatten entlang der sogenannten Terminatorlinie, wo Mondtag und Mondnacht aufeinandertreffen.
Das Interesse am Mond ist in den letzten Jahren aus mehreren Gründen stark zurückgekehrt – wissenschaftlich, technologisch, wirtschaftlich und auch geopolitisch. Programme wie Artemis sind deshalb nicht nur eine neue Mondlandung, sondern Teil einer langfristigen Strategie. Und auch die Besatzung ist symbolisch bedeutsam: Christina Koch hat als erste Frau in der Geschichte den Mond umrundet, Victor Glover war der erste schwarze Astronaut im Mondraum, Jeremy Hansen der erste Kanadier. Reid Wiseman leitete als Kommandant mit viel Erfahrung und Verantwortung.
© NASA
Weitere spektakuläre Fotos gibt’s unter dem QR-Code.
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FOTO DER AU S G A BE
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ERDUNTERGANG Es ist eines dieser Bilder, die sich sofort ins kollektive Gedächtnis brennen: Bei einem „Earthset“ scheint die Erde hinter dem Horizont des Mondes unterzugehen. Ein stiller, fast apokalyptischer Moment, aufgenommen von der Crew der Artemis-II-Mission auf ihrem historischen Flug um den Mond. Ein Art Weltuntergang und doch erzählt dieses Bild eigentlich genau das Gegenteil. Während Kriege, Krisen, wirtschaftliche Unsicherheiten und gesellschaftliche Spannungen den Alltag dominieren, richtet die Menschheit ihren Blick wieder nach oben. Mehr als fünf Jahrzehnte nach Apollo 17 fliegen erstmals wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Nicht als nostalgische Wiederholung vergangener Heldengeschichten, sondern als Auftakt für etwas Neues: internationale Zusammenarbeit, technologische Innovation und die Idee, dass Fortschritt auch heute noch möglich ist. Die Artemis-Missionen stehen dabei für eine neue Generation der Raumfahrt. Moderne Technologien, private Unternehmen, globale Kooperationen und wissenschaftliche Visionen treffen aufeinander. Der Mond wird zum Labor der Zukunft – für neue Energieformen, Materialien, Kommunikationstechnologien und als Ausgangspunkt für spätere Marsmissionen.
WAS DAS MIT TIROL ZU TUN HAT?
Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Auch hier entstehen Innovationen oft dort, wo Menschen bereit sind, größer zu denken: in Forschungseinrichtungen, Familienunternehmen, Technologieparks und Startups. Der Standort Tirol lebt von genau diesem Geist, von Mut, Neugier und der Fähigkeit, trotz aller Unsicherheiten nach vorne zu schauen. Das Bild zeigt damit nicht den Untergang der Welt, sondern soll eine Erinnerung daran sein, dass Fortschritt immer dann entsteht, wenn Menschen ihren Horizont erweitern.
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DIE SCHWERKRAFT GILT AUCH IN DÄNEMARK
Österreich sucht neue Steuern, neue Ausreden und neue Gegenfinanzierungen. Ein Blick nach Dänemark zeigt: Es ginge anders. Schulden, Stillstand und Reformstau sind keine Naturgesetze. Sie sind politikgemacht.
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sterreich ist ein erstaunliches Land. Staatsquote: V O N K L A U S S C H E B E S TA rund 55 Prozent. Schuldenquote: gut 81 Prozent. Defizit: über Maastricht. Wachstum: bei den Schlusslichtern in Europa. Seitens der Politik heißt es: Es ist alles gerade sehr schwierig. Trump ist unberechenbar. Der Krieg im Iran bremst. Die Weltwirtschaft ist nervös. Und überhaupt: Was kann Österreich dafür, wenn draußen die Welt verrückt spielt. Komisch nur: Das gibt es bei anderen auch. Auch Dänemark liegt nicht auf einem anderen Planeten. Auch dort gelten Geopolitik, Weltwirtschaft und – so weit bekannt – sogar die Schwerkraft. Und trotzdem kriegen sie es besser auf die Reihe. Überschuldung, Null-Wachstum und Reformstau sind keine Naturgesetze. Sie sind menschengemacht. Genauer: Sie sind politikgemacht. Dänemark zeigt, wie groß der Unterschied zwischen Verwalten und Gestalten ist. Die Schuldenquote liegt dort unter 30 Prozent, der Staat schreibt Überschüsse, und das Pensionssystem steht auf einem Fundament, das diesen Namen verdient. In Pensionsplänen liegt ein Vermögen von mehr als 200 Prozent des BIP. Österreich steht hier bei verschwindenden sieben Prozent. Den Rest müssen künftige Generationen für künftige Pensionisten erst verdienen. Unser Pensionssystem verlässt sich seit Jahrzehnten auf das Umlageverfahren – obwohl das Verhältnis zwischen Einzahlern und Pensionisten immer ungünstiger wird. Ein Viertel aller Staatsausgaben versickert bei uns in einem tiefen Pensionsloch, Tendenz steigend. Kein Wunder, dass das Budget aus dem Ruder läuft. Wir haben zwar die dritthöchsten Steuereinnahmen in der EU – aber geben sie auch ungehemmt aus. Die Staatsquote ist in den letzten sieben Jahren von 49 auf 55 Prozent geschnellt. Wäre sie nur mit der Inflation gestiegen, hätten wir jetzt Überschüsse und müssten uns nicht mit dem Defizitverfahren der EU herumschlagen. Wir tanzen seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, am ökonomischen Abgrund. Und verfallen immer in dieselben Reflexe: Anstatt ernsthaft bei
den Ausgaben anzusetzen, werden krampfhaft neue Steuern gesucht und gefunden. Paketsteuer. Höhere Körperschaftsteuer für erfolgreiche Unternehmen. Verlängerte Bankenabgabe. E-Auto-Sachbezug. Höhere Immobilienertragsteuer. Und wenn das nicht reicht, wird wieder über das Eldorado neuer Einnahmen diskutiert: Vermögenssteuern. Endlich „die Reichen“ erwischen – obwohl es am Ende mit voller Wucht den Mittelstand, Familienbetriebe und investiertes Betriebsvermögen treffen würde. Und wir reiten uns noch tiefer in die Unbeweglichkeit, indem wir bei der Umsetzung von EU-Recht immer mit demselben Musterschüler-Reflex agieren: Brüssel sagt A, Österreich macht A plus B plus C. Plus Formblatt 17. Andere Staaten betrachten Vorgaben mit der nötigen Lässigkeit. Wir legen eine Schleife Bürokratie darum und wundern uns, warum Unternehmer Antidepressiva brauchen. Dass das aktuelle Doppelbudget unter dem Motto „Aufschwung. Gerechtigkeit. Reformen“ steht, ist die blanke Flucht nach vorn – vor allem, wenn man auf andere Länder wie eben Dänemark blickt. Dort würde niemand mit einem Dauerabo im Wachstumskeller von Aufschwung reden; keiner angesichts der drückenden Steuerlast von Gerechtigkeit sprechen; und tunlichst nicht das Wort Reformen in den Mund nehmen, solange nur an kleinen Schräubchen gedreht wird. Der Finanzminister hat das „verlässliche Politik“ genannt. Na ja, auch die Titanic hat verlässlich Kurs gehalten, als sie auf den Eisberg zugesteuert ist. Nein, ein „großer Wurf“, wie es der Bundeskanzler nennt, ist das Doppelbudget definitiv nicht geworden. WIFO und IHS zweifeln sogar an, dass es hält – es sei „auf Kante genäht“. Die Finanzen reichen – wie immer – gerade, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Für Reformen fehlt der Mut. Für Entlastung fehlt der Spielraum. Für Zukunftsinvestitionen fehlt das Geld. Und für Selbstkritik fehlt offenbar die Zeit, weil man gerade die nächste Gegenfinanzierung sucht. Jedes Land hat die Chance, den Kurs zu ändern. Dänemark hat in den 90er-Jahren mit harten Reformen das Ruder herumgerissen. Davon sind wir meilenweit entfernt.
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Bevor Sie das nächste Erfolgsvideo anschauen: Vielleicht hilft ein guter Kaffee mit den richtigen Menschen mehr.
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er heute wissen möchte, wie man erfolgreich wird, muss nicht lange suchen. „Business-Gurus“ predigen auf LinkedIn täglich, wie man richtig führt. Auf YouTube verraten selbsternannte Expert*innen die fünf Geheimnisse erfolgreicher Unternehmer*innen. Und daneben verspricht jemand finanzielle Freiheit in 90 Tagen. Noch nie war Unternehmertum so einfach erklärt. Und vielleicht war es noch nie so kompliziert.
DER MYTHOS VOM IDEALEN ERFOLGSREZEPT
Die sozialen Medien sind voll von Menschen, die genau wissen, wie man ein Unternehmen aufbaut. Vermeintlich zumindest. Oft inklusive Diagrammen, Motivationssprüchen und atemberaubenden Umsatzzahlen. Was dabei gerne vergessen wird: Die meisten erfolgreichen Unternehmen entstehen nicht nach Bauplan. Es gibt keine universelle Anleitung für Unternehmertum. Keine zehn Schritte, die garantiert zum Erfolg führen. Und schon gar keinen Algorithmus für Vertrauen. Denn die entscheidenden Dinge im Geschäftsleben lassen sich nicht downloaden.
MENSCHEN BLEIBEN ERFOLGSFAKTOR NR. 1 Unternehmer*innen erinnern sich nicht an den Marketingkniff, der ihr Unternehmen verändert hat. Sie erinnern sich an die Person, die ihren Erfolg ins Rollen gebracht hat. An die Kundin, die einem eine Chance gegeben hat. An den Mentor und seinen Rat. An das Gespräch, das zufällig entstanden ist und plötzlich neue Perspektiven eröffnet hat. Kurz: Die besten Ideen entstehen zwischen Menschen.
BEGEGNUNGEN WERDEN WIEDER WERTVOLL
Kein Wunder also, dass immer mehr Unternehmen bewusst Räume für Begegnungen schaffen. Events, Community-Formate, Branchentreffen oder Netzwerkabende gewinnen wieder an Bedeutung – besonders in der Kreativwirtschaft Tirols. Immer mehr Agenturen verlassen den klassischen Rahmen ihrer Dienstleisterrolle. Sie organisieren Veranstaltungen, bringen Menschen zusammen und schaffen Plattformen für Austausch, Inspiration und Sichtbarkeit. Sie werden zu Vernetzerinnen. Denn gute Events wirken als Multiplikator für Beziehungen, Ideen und neue Möglichkeiten.
Tirol bringt ideale Voraussetzungen mit, um wertvolle Netzwerke aufzubauen: Die Wege sind kurz. Man begegnet sich immer wieder. Und man versteht die unternehmerischen Herausforderungen, die das Gegenüber beschäftigen. Das schafft etwas, das keine Online-Plattform ersetzen kann: echte Beziehungen. So können Kooperationen, Projekte oder Geschäftsideen wachsen und gedeihen. Durch Gespräche. Durch Empfehlungen. Durch Menschen, die sich kennen und einander vertrauen.
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Die Vorstellung, dass Erfolg ausschließlich auf dem Smartphone stattfindet, ist eine große Business-Illusion unserer Zeit. Denn die wertvollsten Kontakte entstehen selten im Feed. Und die besten Geschäftsbeziehungen selten durch den nächsten selbsternannten Business-Propheten. Sondern durch Menschen, die sich begegnen, austauschen und gemeinsam etwas aufbauen. Oder anders gesagt: Nicht jede*r Unternehmer*in braucht einen Guru. Aber jede*r Unternehmer*in braucht ein gutes Netzwerk.
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M E H R M U T,
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WENIGER B R E M S E N . ECO.NOVA: Wie beurteilen Sie aktuell die wirtschaftliche Lage in Österreich und speziell in Tirol? Wo stehen wir konjunkturell tatsächlich und was wird oft unterschätzt? MARTHA SCHULTZ: Österreichs Wirtschaft kommt derzeit nur langsam wieder in Schwung. Im ersten Quartal gab es zwar ein kleines Plus von 0,2 Prozent, wie es weitergeht, hängt aber stark von den Entwicklungen in der Welt ab. Geopolitische Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und Konkurrenz aus China sind sicher nicht förderlich. Dazu kommen in Österreich hohe Kosten für Löhne, Energie und Bürokratie, die es den Unternehmen schwer machen, zu investieren und zu wachsen. Laut WIFO wird die österreichische Wirtschaft bis 2031 nur um durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr wachsen. Es braucht daher gezielte Entlastungen für Unternehmen und bessere Rahmenbedingungen für den Standort Österreich.
Viele Betriebe stehen unter Druck durch geopolitische Verwerfungen und unsichere Lieferketten. Was raten Sie insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen konkret? Für Unternehmen wird es immer wichtiger, Veränderungen in der Welt früh zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Das gilt besonders für Österreich als kleine, exportorientier-
„FÜR UNTERNEHMEN WIRD ES IMMER WICHTIGER, V E R Ä N D E R U N G E N I N D E R W E LT FRÜH ZU ERKENNEN UND RICHTIG D A R A U F Z U R E A G I E R E N . D A S G I LT BESONDERS FÜR ÖSTERREICH ALS K LE IN E , E XPORTOR IENTIERTE U N D VO N K L E I N E N U N D M I T T L E R E N U NTE R N E H M E N G E PR ÄGTE V O L K S W I R T S C H A F T. “
Martha Schultz, Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, über hohe Kosten, globale Unsicherheiten und warum Österreich wieder Lust auf Leistung machen muss. I N T E R V I E W : K L A U S S C H E B E S TA
te und von kleinen und mittleren Unternehmen geprägte Volkswirtschaft. Unsere AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA bietet Beratungsangebote für heimische Betriebe. Sie hilft Unternehmen, auch im Kontext eines komplizierten geopolitischen Umfelds Chancen im Ausland zu nutzen. Gleichzeitig setzen wir uns als Wirtschaftskammer für Freihandelsabkommen ein, die unseren Betrieben globale Chancen eröffnen. Zudem müssen wir den europäischen Binnenmarkt stärken und weiter ausbauen, weil er unser Heimmarkt mit hohem Wachstumspotenzial ist.
Wo sehen Sie in den kommenden Monaten die größten Chancen für den Standort Österreich. Und wo die größten Risiken? Die größten Chancen liegen in der Innovationskraft und dem Unternehmergeist unserer Betriebe, in gut ausgebildeten Arbeitskräften und in einem modernen Wirtschaftsstandort. Risiken resultieren, wie erwähnt, aus den globalen geopolitischen Veränderungen sowie den hohen Kosten bei Löhnen, Energie und Bürokratie in Österreich, mit denen unsere Unternehmen konfrontiert sind und die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit sehr schwächen. Daher müssen wir gegensteuern, wo dies eben möglich ist, damit aus der nur allzu verständlichen Verunsicherung wieder Zuversicht wird. Wir brauchen gerade jetzt mehr unternehmerisches Denken und Handeln in Österreich – mehr Mut, mehr Dynamik und mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit unserer Betriebe. Unsere Vorstellungen, wie es gelingen kann, den Standort zurück auf die Überholspur zu bringen, haben wir als Wirtschaftskammer Österreich in unseren „Interessenpolitischen Schwerpunkten 2026+“ vorgelegt. Jetzt heißt es: gemeinsam anpacken.
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© BARBARA NIDETZKY
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DENKEN UND HANDELN IN Ö S T E R R E I C H – M E H R M U T, M E H R DY N A M I K U N D M E H R V E R T R A U E N I N D I E L E I S T U N G S FÄ H I G K E I T U N S E R E R B E T R I E B E .“
Energiesicherheit und vor allem die Energiepreise sind zentral für die Wettbewerbsfähigkeit. Welche konkreten Schritte fordert die Wirtschaftskammer hier? Energiesicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise sind zentrale Voraussetzungen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Gerade der Strompreis spielt dabei eine Schlüsselrolle, weil viele Unternehmen ihre Produktion und Prozesse zunehmend elektrifizieren. Österreich hat bereits einen sehr hohen Anteil erneuerbarer Energie. Trotzdem kommen die Vorteile günstiger Stromerzeugung bei den Betrieben noch nicht an. Gleichzeitig steigen die Kosten für Netze und Infrastruktur weiter an. Deshalb braucht es eine Synchronisierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und der Speicher. Klar ist aber auch: Österreich kann diese Herausforderungen nicht alleine lösen. Wir brauchen einen starken europäischen Energiemarkt und Rahmenbedingungen, die wettbewerbsfähige Energiepreise ermöglichen. Dazu gehört auch, die CO2-Bepreisung so weiterzuentwickeln, dass Industrieproduktion und Arbeitsplätze in Europa gehalten werden können.
Was muss aus Ihrer Sicht auf EU-Ebene passieren, damit der Standort wieder wettbewerbsfähiger wird? Wo drückt aktuell der Schuh am meisten? Europa muss seine Wettbewerbsfähigkeit jetzt konsequent stärken, vor allem durch einen spürbaren Abbau der Bürokratie. Derzeit wenden österreichische Unternehmen im Schnitt 13 Arbeitsstunden pro Woche allein für administrative Pflichten auf. Diese Zeit fehlt im operativen Geschäft. Gerade kleine und mittlere Betriebe brauchen einfachere, verständlichere und praxistaugliche EU-Vorgaben statt zusätzlicher Belastungen. Gleichzeitig müssen der Binnenmarkt vertieft und wettbewerbsfähige Energiepreise sichergestellt werden. Wichtig ist außerdem, neue Handelsabkommen rasch abzuschließen, um Europas Wirtschaft breiter aufzustellen und neue Märkte zu erschließen. Jetzt braucht es weniger Regeln, schnellere Verfahren und insgesamt mehr wirtschaftliche Dynamik in Europa. Sie sprechen immer wieder vom enormen bürokratischen Aufwand für Betriebe. Wo würden Sie konkret als Erstes ansetzen, um vor allem KMU spürbar zu entlasten? Wir wissen, dass die Überfülle an Vorschriften und Auflagen speziell kleine und mittlere Unternehmen überfordert. Im Entbürokratisierungspaket, das die Regierung im Dezember 2025 vorgelegt hat, wurden einige langjährige Forderungen der Wirtschaft berücksichtigt, die insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen entlasten. Etwa die Vereinfachungen bei Registrierkassen und Belegen oder die höheren Umsatzgrenzen für die Buchführungspflicht. Jetzt darf keine Zeit mehr verloren gehen, alle vorgeschlagenen Entlastungen müssen rasch bei den Betrieben ankommen. Außerdem liegen bereits weitere Abbauforderungen auf dem Tisch, zum Beispiel, dass die Umsatzschwelle angehoben wird, ab der die Betriebe nur vier Mal jährlich die Mehrwertsteuer voranmelden müssen. Das wird insbesondere kleine und mittlere Unternehmen weiter entlasten.
Die Lohnnebenkosten werden ab 2028 um einen Prozentpunkt gesenkt. Ist das ausreichend? Eine Senkung um einen ganzen Prozentpunkt ist in jedem Fall ein großer Schritt, der den Betrieben eine spürbare Entlastung bringt. Hier geht es um ein Volumen von zwei Milliarden Euro, was vor allem angesichts der budgetären Situation sehr beachtlich ist. In der Vergangenheit gab es zwar bereits Maßnahmen bei den Lohnnebenkosten, aber diese bewegten sich in weitaus kleinerem Rahmen. Wir sind daher überzeugt, dass die Senkung um einen Prozentpunkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe stärken und Arbeitsplätze sichern wird. Aber natürlich müssen wir den Weg der Entlastung des Faktors Arbeit weitergehen. Längerfristig ist unser Ziel, bei den Lohnnebenkosten auf deutsches Niveau zu kommen.
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„ E U R O PA M U S S S E I N E W E T T B E W E R B S F Ä H I G K E I T J E T Z T K O N S E Q U E N T S TÄ R K E N , V O R A L L E M D U R C H E I N E N S P Ü R B A R E N A B B A U D E R B Ü R O K R AT I E . D E R Z E I T W E N D E N ÖSTERREICHISCHE UNTERNEHMEN IM SCHNITT 13 A R B E I T S S T U N D E N P R O W O C H E A L L E I N F Ü R A D M I N I S T R AT I V E P F L I C H T E N A U F. D I E S E Z E I T F E H LT I M O P E R AT I V E N G E S C H Ä F T. “
Sie haben eine Entlastung der Mitgliedsbetriebe um 100 Millionen Euro bis 2030 angekündigt. Was können sich die heimischen Unternehmen noch vom Reformprozess der Wirtschaftskammer erwarten? Wir stellen die Wirtschaftskammer grundlegend neu auf: Sparsamer, schlanker und stärker – konsequent an den Bedürfnissen unserer Betriebe ausgerichtet. Es geht nicht um einzelne Maßnahmen, sondern um einen nachhaltigen Wandel. Ziel ist es, Strukturen zu straffen, Abläufe zu vereinfachen und die Organisation insgesamt schlagkräftiger aufzustellen. Einsparungen sind dabei kein Selbstzweck: Strukturelle Entlastungen sollen konsequent im Sinne eines besseren Mitgliedernutzens wirksam werden. Wie stehen Sie zur aktuellen Diskussion über Vermögens- und Erbschaftssteuern – gerade in einer Phase, in der die Konjunktur wieder anläuft? Jede neue Steuer ist ein No-Go für uns. Wir haben bereits sehr hohe Steuern und Abgaben. Davon müssen wir runter. Gerade jetzt brauchen die Betriebe Entlastung, damit sie den weiteren wirtschaftlichen Aufschwung bewältigen können. Was Erbschafts- und Vermögenssteuern betrifft: Sie bestrafen unsere Familienbetriebe, die über Generationen hinweg aufgebaut wurden und gut gewirtschaftet haben. Der Staat greift dort zu, wo Menschen für ihre Kinder vorsorgen. In Wahrheit trifft es Familienbetriebe, Höfe und Arbeitsplätze.
Welche Rolle sollte die Sozialpartnerschaft in wirtschaftlich unsicheren Zeiten spielen und wo braucht es aus Ihrer Sicht neue Ansätze? Gerade in unsicheren Zeiten braucht es die Sozialpartnerschaft. Sie ist so etwas wie ein stabiler Anker. Das hat sie in der Vergangenheit schon oft bewiesen und wichtige Dienste für den Zusammenhalt der Gesellschaft geleistet – und sie tut das nach wie vor. Denken Sie nur an die Kollektivverträge. Österreich hat eine KV-Abdeckung von 98 Prozent. Das ist international ein Spitzenwert, um den uns andere Länder beneiden. Aber natürlich muss sich auch die Sozialpartnerschaft weiterentwickeln und sich vor allem der Zukunftsthemen annehmen, etwa der Digitalisierung oder des demografischen Wandels. Sie sind Unternehmerin, Tirolerin und jetzt an der Spitze der Wirtschaftskammer Österreich.
Was bringen Sie aus dieser Perspektive anders ein als Ihre Vorgänger? Ich bin Unternehmerin am Land, kenne das Auf und Ab der Saisonen, die Sorge um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Investitionen und Finanzierung und weiß, welche Erwartungen es an eine Interessenvertretung gibt, die in schwierigen Zeiten nicht wegschaut, sondern anpackt. Als langjährige Funktionärin und frühere Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol habe ich viele Betriebe persönlich kennengelernt – vom Ein-Personen-Unternehmen bis zum Industriebetrieb. Deren Vertrauen ist für mich Verpflichtung. Meine Tiroler Wurzeln geben mir besonders jetzt die Energie und Kraft, aus der ich schöpfen kann.
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„DIE BETRIEBE B R AU C H E N P L A N U N G S SICHERHEIT UND S P I E L R ÄUM E “ Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler über mangelnde Planbarkeit, steigenden Kostendruck und die Kammerreform. Sie fordert mehr Verlässlichkeit für die Betriebe, eine echte Staatsreform – und erklärt, wie die Wirtschaftskammer Tirol selbst Entlastung schafft. I N T E R V I E W : K L A U S S C H E B E S TA © PATRICK SARINGER
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„PUNKTUELLE VERBESSERUNGEN REICHEN N I C H T. N E U E B E L A S T U N G E N U N D A U F L A G E N S I N D K E I N E A N T W O R T. U N S E R S TA N D O R T W I R D S I C H N I C H T G E S U N D R E G U L I E R E N L A S S E N .“
Im Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Tirol gab es dazu einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Worum geht es darin? Wir setzen damit ein Signal für Augenmaß. Wenn die Lohnstückkosten stärker steigen als bei unseren Mitbewerbern, verlieren wir Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb braucht es niedrigere Lohnnebenkosten und eine Lohnpolitik, die Beschäftigung, Kaufkraft und Standort im Blick hat. Es geht darum, zu verhindern, dass sich Preise und Löhne erneut gegenseitig nach oben treiben. Was erwarten Sie sich von der Politik? Stabilität, Verlässlichkeit und Hausverstand. Österreich hat definitiv ein Ausgabenproblem. Trotzdem kommen immer wieder neue Steuern, statt endlich die großen Strukturreformen anzugehen.
Wo sehen Sie den dringendsten Handlungsbedarf ? Dort, wo seit Jahren diskutiert wird: bei Pensionen, Gesundheit, Staatsreform und Bürokratieabbau. Punktuelle Verbesserungen reichen nicht. Neue Belastungen und Auflagen sind keine Antwort. Unser Standort wird sich nicht gesundregulieren lassen. Die Betriebe brauchen Spielräume für Leistung und Investitionen. Die Wirtschaftskammer zeigt vor, dass Reformen möglich sind – wenn man sie wirklich will.
Wie sehen die Entlastungen durch die Kammerreform konkret aus? Die Wirtschaftskammer Tirol senkt den Hebesatz der Kammerumlage 2 bis 2029 von 0,27 auf 0,22 Prozent. Das entlastet die Mitgliedsbetriebe ab 2030 jährlich um rund 6,2 Millionen Euro. Insgesamt sinkt die KU2 um mehr als 20 Prozent. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Lohnnebenkosten. Bei Letzteren setzt die KU2-Senkung an, weil zehn Prozent der Betriebe 90 Prozent der Umlagen aufbringen. Flankierend gibt es ein Bündel weiterer Maßnahmen. Die Reform berücksichtigt alle Zielgruppen – von KMU bis zu Leitbetrieben. Wie finanziert die Wirtschaftskammer Tirol diese Entlastung? Durch Kostendisziplin, Effizienzsteigerungen, interne Einsparungen und den Abbau von Rücklagen. Dahinter steht ein größerer Reformprozess in der gesamten Wirtschaftskammerorganisation; österreichweit beträgt das Entlastungsvolumen rund 100 Millionen Euro. Entscheidend ist: Wer von anderen Reformen verlangt, muss auch selbst reformbereit sein. Was verbessert sich für die Mitglieder? Neben der Reduktion der Kosten richten
wir die Wirtschaftskammer noch stärker an den Bedürfnissen der Betriebe aus. Wir sind mitten in einem Prozess der Kundenzentrierung. Und möchten die Kammer verständlicher, serviceorientierter und näher an den Betrieben ausrichten. Deshalb fokussieren wir stärker auf Bereiche mit echtem Mehrwert – etwa Rechtsberatung, Betriebsübergabe oder Unterstützungen in wirtschaftlich schwierigen Situationen. Auch die Krisen- und Insolvenzprävention wurde überarbeitet. Zusätzlich haben wir gerade eine Streitkasse eingerichtet.
Wie muss man sich dieses neue Instrument vorstellen? Wer in Österreich Recht hat, hat noch lange nicht Recht bekommen. Deshalb richtet die Wirtschaftskammer Tirol eine Streitkasse für Musterprozesse ein. Sie unterstützt Betriebe dort, wo Regeln zu Benachteiligungen führen oder uneinheitlich angewendet werden. Es geht nicht um Einzelfälle, sondern um Themen für ganze Branchen. Gerade kleinere Betriebe können rechtliche Grundsatzfragen oft nicht allein austragen. Der Fonds schließt diese Lücke. Die Wirtschaftskammer Tirol tritt weiter politisch für bessere Rahmenbedingungen ein – und, wenn nötig, auch vor Gericht.
© PATRICK SARINGER
ECO.NOVA: Welche Entwicklungen bereiten Ihnen die größten Sorgen? BARBARA THALER: Die nächste Welle internationaler Unsicherheit. Viele Betriebe hatten gerade das Gefühl, dass nach schwierigen Jahren etwas Luft hereinkommt. Jetzt sehen wir neue geopolitische Spannungen, den Krieg im Nahen Osten, Sorgen um Energiepreise und mögliche Verwerfungen auf den Märkten. Das trifft eine Wirtschaft, die noch nicht auf voller Kraft läuft. Dazu kommt: Die Inflation ist zuletzt wieder auf 3,7 Prozent gestiegen. Daraus kann eine gefährliche Dynamik entstehen – bis hin zur Gefahr, dass sich die Lohn-Preis-Spirale dreht.
„W E R V O N A N D E R E N R E F O R M E N V E R L A N G T, M U S S A U C H S E L B S T R E F O R M B E R E I T S E I N .“
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ARBEITSMARKTKOMPASS Eine aktuelle Längsschnittuntersuchung zur Stimmung am österreichischen Arbeitsmarkt des Online-Research-Instituts Marketagent in Kooperation mit Leitbetriebe Austria zeigt: Der Arbeitsmarkt verliert weiter an Leichtigkeit.
82 %
38 %
SIND DERZEIT MIT IHREM AKTUELLEN JOB (SEHR) ZUFRIEDEN.
ZEIGEN EINE (EHER) HOHE BEREITSCHAFT, DEN JOB ZU WECHSELN.
DER ZUFRIEDENHEITSWERT ZIEHT SICH GROB DURCH ALLE GENERATIONEN, WOBEI DIE BABYBOOMER MIT FAST 90 PROZENT GANZ VORNE LIEGEN.
INNERHALB DER GENERATION Z IST DIE WECHSELBEREITSCHAFT MIT 50 % BESONDERS HOCH. IM VERGANGENEN JAHR LAG DER MITTELWERT BEI 21 %. DER AKTUELLE WERT IST DER HÖCHSTE SEIT ERHEBUNGSBEGINN.
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33 Std. BEVORZUGTE WOCHENARBEITSZEIT
ÜBER DIE HÄLFTE HÄLT 31 BIS 40 STUNDEN FÜR OPTIMAL, RUND EIN VIERTEL 21 BIS 30 STUNDEN. 14 % MÖCHTEN LIEBER WENIGER ARBEITEN, 6 % MEHR ALS 40 STUNDEN.
40 %
IDEALER HOMEOFFICE-ANTEIL
22 %
MEHR GEHALT WIRD BEI EINEM JOBWECHSEL ERWARTET. RUND 7 PROZENT ERWARTEN KEINE GEHALTSERHÖHUNG, CA. 4 PROZENT MEHR ALS 50 PROZENT. IM JAHR 2024 LAG DER SCHNITT NOCH BEI RUND 27 %.
56 %
DER UNSELBSTÄNDIG BESCHÄFTIGTEN EMPFINDEN ES ALS SCHWIERIG, AKTUELL EINEN JOB ZU FINDEN. IM VERGANGENEN JAHR HIELTEN ES 55 % NOCH FÜR EINFACH, EINEN NEUEN JOB ZU BEKOMMEN.
23 km MAXIMAL AKZEPTIERTE PENDELDISTANZ
FÜR RUND EIN DRITTEL DARF DER WEG BZW. DIE ANREISE ZUR ARBEITSSTÄTTE NICHT LÄNGER ALS 10 KILOMETER SEIN, 6 % WÜRDEN AUCH 50 KILOMETER UND MEHR FAHREN.
„Der Arbeitsmarkt steht aktuell in einem Spannungsfeld: Einerseits steigt die Unsicherheit, andererseits bleibt die Zufriedenheit hoch und die Wechselbereitschaft nimmt zu.“ MONICA RINTERSBACHER, GESCHÄFTSFÜHRERIN VON LEITBETRIEBE AUSTRIA
PRIORITÄTEN BEI DER JOBSUCHE 59 % Gutes Gehalt / faire Bezahlung 52 % Gutes Arbeitsklima 41 % Flexible Arbeitszeiten 39 % Wertschätzung 38 % Jobsicherheit
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84 % 84 %
AKTUELLE TIROLER ARBEITSMARKTDATEN
70 % 66 %
349.000
AKZEPTIEREN ÜBERSTUNDEN, WENN SIE FAIR ABGEGOLTEN WERDEN.
DENKEN, DASS ÜBERSTUNDEN IN DEN MEISTEN BERUFEN UNUMGÄNGLICH SIND.
FINDEN, ÜBERSTUNDEN SOLLTEN IM JOB NICHT AN DER TAGESORDNUNG STEHEN.
SEHEN ÜBERSTUNDEN ALS MITTEL ZUM ZWECK, UM MEHR ZU VERDIENEN.
46 %
SEHEN ÜBERSTUNDEN ALS ZEICHEN FÜR EINE INEFFIZIENTE ARBEITSWEISE.
60 % 40 %
KÖNNEN SICH MIT DER ARBEITSPHILOSOPHIE „WORK HARD, PLAY HARD“ IDENTIFIZIEREN.
27 %
IST EINE WORK-LIFEBALANCE SEHR WICHTIG. FÜR 2 % STEHT DIE KARRIERE KLAR IM VORDERGRUND
MÖCHTEN JOB- UND PRIVATLEBEN STRIKT TRENNEN.
BESCHÄFTIGTE SCHNITT 2025: 360.434
17.882
VORGEMERKTE ARBEITSLOSE MAI 2025: 18.358 (–2,6 %) SCHNITT 2025: 17.168 (+4,2 %)
4,9 % ARBEITSLOSENQUOTE SCHNITT 2025: 4,5
7.122
GEMELDETE OFFENE STELLEN MAI 2025: 7.147 (–0,3 %) SCHNITT 2025: 6.772 (+5,2 %)
380
LEHRSTELLENSUCHENDE MAI 2025: 379 (+0,3 %) SCHNITT 2025: 448
SIE MÖCHTEN TIEFER IN DIE DATEN EINTAUCHEN? MIT DEM QR-CODE GEHT’S ZUM DASHBOARD.
1.184 GEMELDETE OFFENE LEHRSTELLEN MAI 2025: 1.089 (+8,7 %) SCHNITT 2025: 1.080
Quelle: Marketagent.com, Erhebungszeitraum: 1. Jänner bis 31. März 2026, 724 Netto-Interviews, Kernzielgruppe: Unselbständig Berufstätige im Alter von 18 bis 69 Jahren / AMS Tirol
MAI 2026
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INTERWORK PERSONALSERVICE
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F L E X I B I L I TÄT A L S E R F O L G S FA K T O R Wirtschaftliche Unsicherheit, schwankende Auftragslagen und steigender Flexibilitätsbedarf prägen den Markt. Interwork hat diese Entwicklung früh erkannt und sich als verlässlicher Partner für Unternehmen in ganz Österreich etabliert.
D
ie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben angespannt. Unsichere Märkte, geopolitische Krisen und schwankende Auftragslagen erschweren vielen Unternehmen die langfristige Personalplanung. Für die InterWork Personalservice GmbH aus Rum bei Innsbruck eröffnet genau diese Entwicklung neue Chancen: So konnte der Personaldienstleister trotz der schwierigen Wirtschaftslage eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen und seine Marktpräsenz weiter ausbauen. „Viele Unternehmen können derzeit nicht mehr mit derselben Planungssicherheit agieren wie noch vor einigen Jahren. Deshalb steigt die Nachfrage nach flexiblen Perso-
FACTS • 3 Standorte: Rum bei Innsbruck, Salzburg und Wien • Aktuell über 300 Mitarbeiter*innen beschäftigt • Im Jahr 2025 begründete Interwork rund 870 Dienstverhältnisse und wickelte knapp 2.400 Personalüberlassungen ab.
nallösungen“, erklärt Geschäftsführer Rainer Körber. Betriebe würden zunehmend auf Personalüberlassung setzen, um Auftragsspitzen abzufedern und gleichzeitig wirtschaftliche Risiken zu minimieren.
STABILER PARTNER
Die positive Entwicklung des Tiroler Unternehmens spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Im vergangenen Jahr begründete Interwork rund 870 Dienstverhältnisse und wickelte knapp 2.400 Personalüberlassungen für Betriebe ab. Das Unternehmen arbeitet heute mit Kund*innen unterschiedlichster Größenordnungen in ganz Österreich zusammen – vom Neusiedler See bis zum
INTERWORK PERSONALSERVICE
WIR UNTERSTÜTZEN UNTERNEHMEN AU S D E M H A N DW E R K , D E R I N D U ST R I E , D E M BAU - U N D BAU N E B E N G E W E R B E S OW I E D E R P F L EG E U N D D E M TO U R I S M U S DA B E I , Q U A L I F I Z I E R T E FAC H K R Ä F T E K U R Z F R I S T I G U N D B E DA R F S G E R E C H T E I N Z U S E T Z E N .“ R a i ner Körber
29 Bodensee. „Wir unterstützen Unternehmen aus dem Handwerk, der Industrie, dem Bau und Baunebengewerbe sowie der Pflege und dem Tourismus dabei, qualifizierte Fachkräfte kurzfristig und bedarfsgerecht einzusetzen“, erklärt der Geschäftsführer. Für die Unternehmen bedeutet das mehr Flexibilität bei gleichzeitig hoher Planungssicherheit. Mitarbeiter*innen können rasch in Projekte integriert werden, ohne dass langfristige personelle Verpflichtungen eingegangen werden müssen.
NACHHALTIGE VERMITTLUNG
Von diesem Modell profitieren auch die Beschäftigten. Interwork setzt auf eine kontinuierliche Weitervermittlung der Mitarbeitenden und sorgt dafür, dass diese nach Projektende möglichst nahtlos in neue Einsätze wechseln können. „Unser Ziel ist es, Beschäftigung langfristig zu sichern und unseren Mitarbeiter*innen laufend neue Perspektiven zu bieten“, so Körber. Der erfolgreiche Kurs von InterWork wurde zuletzt auch durch externe Auszeichnungen bestätigt: Im April 2026 wurde das Unternehmen von IMWF Austria und KURIER als „Top-Berater des Landes“ ausgezeichnet. Zudem erhielt InterWork 2026 bereits zum fünften Mal in Folge das Kunu-
nu-Siegel„Top Company“. Beide Auszeichnungen unterstreichen den Anspruch des Unternehmens, Kund*innen sowie Mitarbeitende mit Qualität, Verlässlichkeit und nachhaltigen Lösungen zu begleiten.
Mit diesem Ansatz hat sich InterWork seit über zehn Jahren als verlässlicher Partner für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen positioniert. PR
AUF WACHSTUMSKURS
Ein weiterer Meilenstein ist die kürzlich erhaltene Konzession für den deutschen Markt. „Künftig möchten wir unsere Aktivitäten insbesondere im bayerischen Grenzraum ausbauen und damit den nächsten Wachstumsschritt setzen“, betont Körber. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten erweisen sich Anpassungsfähigkeit, regionale Nähe und persönliche Betreuung als entscheidende Erfolgsfaktoren.
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INTERWORK PERSONALSERVICE GMBH Bundesstraße 25, 6063 Rum Tel.: 050 178902 office@interwork.co.at
www.interwork.co.at
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Bestands aufnahme 30
Drei offene Fragen. Vielfältige Antworten. WELCH E ENT WICK LU NG EN BERE ITEN IHNEN DER ZEIT IM WIRTSCHAFTLICHEN B Z W. ( G E O ) P O L I T I S C H E N U M F E L D D I E GRÖSSTEN SORGEN?
W E L C H E K O N K R E T E M A S S N A H M E H A LT E N SIE UNTER DEN AKTUELLEN R AHMENBEDINGUNGEN FÜR REALISTISCH UND NOT WEN DIG , UM DIESEN H ER AUSFOR DERU NG EN WIRKSA M ZU BEGEGNEN?
WA S G I B T I H N E N T R O T Z D E R A K T U E L L E N S I T U AT I O N A N L A S S Z U O P T I M I S M U S ?
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© ANGELO LAIR
GERHARD KAISER GESCHÄFTSFÜHRER DER CURA COSMETIC GROUP IN INNSBRUCK
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er Iran-Krieg mit der Sperre der Straße von Hormus inklusive der Folgen daraus ist für unser Geschäft am schädlichsten: Es verteuern sich Rohstoff- und Energiepreise, es verlängern sich Vorlaufzeiten bei Transporten und Lieferungen. Diese Entwicklungen können und wollen wir weder an unsere Kund*innen noch an die Konsument*innen weitergeben.
Da die Wirtschaft der Willkür der Politik in diesem (wie auch in vielen ähnlichen Fällen) ausgeliefert ist, gibt es realistischerweise nur die Möglichkeit, sich in der Planung der Beschaffungszeiten und hinsichtlich der Preiskalkulationen möglichst vorsichtig zu verhalten und abzuwarten, was auf der internationalen Bühne passiert. Der Fokus auf die etablierten Geschäftsbereiche ist einer expansiven, schwer planbaren Geschäftsausweitung vorzuziehen. Die bisherigen Erfahrungen früherer Krisen sowie der aktuell noch sehr zufriedenstellende Geschäftsverlauf lassen uns dennoch positiv in die Zukunft schauen. Wir nutzen die Zeit, um uns intern gut aufzustellen, Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und KI-Unterstützung konkret anzupacken, um damit letztendlich gestärkt aus dieser Krise zu gehen, getreu dem Motto: Die VUCA-Welt* ist da draußen, wir halten unsere „Insel“ inzwischen sauber und zukunftsorientiert … *) VUCA ist ein englisches Akronym und bezeichnet die Herausforderungen in der von schnellem und unvorhersehbarem Wandel beeinflussten Welt. Es steht für volatility (Volatilität), uncertainty (Unsicherheit), complexity (Komplexität) und ambiguity (Ambiguität/Mehrdeutigkeit).
ERWIN ZANGERL SEIT 2008 PRÄSIDENT DER ARBEITERKAMMER TIROL
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in wesentliches Problem bleibt die hohe Inflation, die wieder permanent steigt. Dass der Staat nach Jahren des Geldverteilens unter dem damaligen Motto von Ex-Bundeskanzler Kurz „Koste es, was es wolle“ sparen muss, ist die logische Konsequenz, allerdings kann es nicht sein, dass der Großteil der Budgetsanierung auf Kosten der Familien, Arbeitnehmer*innen und Pensionist*innen erfolgt. Geopolitisch sind es auf der einen Seite die massiven weltweiten Krisen- und Kriegsherde, auf der anderen Seite ist es ein Thema, das meiner Ansicht nach in der öffentlichen Debatte zu kurz kommt, nämlich die enorme Verschuldung der USA. Die USA tragen eine Schuldenlast, die im Jahr 2025 bereits rund 122 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen hat, wir sprechen hier von rund 40 Billionen Dollar. Problematisch ist dabei der rasante Anstieg der Schulden innerhalb kurzer Zeit. Die Zinsausgaben der USA liegen mittlerweile bei rund 4,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Hinzu kommen die hohen Auslandsverbindlichkeiten von rund 70,5 Billionen Dollar mit einer negativen Netto-Auslandsposition von rund 27,5 Billionen Dollar. Selbst wenn wir hier über die weltweit größte Volkswirtschaft sprechen, wären stark steigende Zinsen auf US-Staatsanleihen, ein dauerhaft schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Inflation und ein deutlicher Vertrauensverlust in den Dollar brandgefährlich für die Weltwirtschaft. Was die geopolitische Lage anbelangt, spielt Österreich nur eine sehr kleine Rolle. Im Land geht es darum, die Staatsfinanzen zu sanieren, dazu brauchen wir Fortschritte: Das reicht von einer effizienzorientierten Reform des Steuersystems bis hin zu einer Strommarktreform, da das aktuelle System der Merit-Order ebenso wie der Österreich-Aufschlag stark wettbewerbsverzerrend und für die Konsument*innen viel zu teuer sind.
Es ist die Hoffnung, dass sich geopolitisch gesehen gewisse Systeme abnutzen und ein Ende finden werden. Ich bin überzeugt, dass der überwiegende Teil der Menschen einfach in Frieden ihr Leben leben möchte mit der Möglichkeit, sich entwickeln zu können, Chancen und Perspektiven zu haben. Dazu zählt auch, dass die Löhne mit den Preisen mithalten müssen. Das ist bzw. wäre die Aufgabe der Politik. Die Beschneidung oder Einengung der Rechte und der Freiheit, die Ungerechtigkeit und die Chancenungleichheit waren in der Geschichte immer Auslöser von teils tiefgreifenden Veränderungen. Man kann Politik nicht auf Dauer gegen die Mehrheit der Bevölkerung machen und wenn die Reformen nicht von oben kommen, kommen sie früher oder später von unten – es wäre wichtig, wenn die politischen Entscheidungsträger*innen sich das jeden Tag klarmachen würden, sonst braucht man sich nicht zu wundern, dass bei den kommenden Wahlen auch in Österreich extreme Positionen bezogen werden.
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PETER GRÜNER © ANDREAS FRIEDLE
SEIT 2003 SOZIALARBEITER I M D O WA S I N N S B R U C K
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LISA PEGRITZ F Ü H R T E I S E N O R G L E R I N S C H WA Z I N 5 . G E N E R AT I O N
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öhere Abgaben, wachsende Ausgaben für Personal, Energie und IT sowie zunehmende Bürokratie erhöhen den wirtschaftlichen Druck derzeit erheblich. Gleichzeitig wird erwartet, mit weniger Personal mehr Leistung zu erbringen. Auch der Druck durch große Konzerne, die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie die Konkurrenz durch den Onlinehandel stellen viele Betriebe vor Herausforderungen. Besonders kritisch sehen wir die fehlende Gleichbehandlung im Wettbewerb. Unternehmen, die in Österreich Handel betreiben, sollten unabhängig von ihrer Größe oder Herkunft denselben steuerlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen unterliegen.
Notwendig sind daher ein Ausbau des öffentlichen Wohnbaus, Maßnahmen gegen Spekulation sowie eine Bodenpolitik, die Grund und Boden nicht als Ware behandelt. Am Arbeitsmarkt braucht es existenzsichernde Löhne und stabilere Beschäftigung. Arbeitslosigkeit muss als strukturelles Problem verstanden werden, nicht als individuelles Versagen. Soziale Absicherung darf nicht ausschließlich an Erwerbsarbeit gebunden sein. Ein unkritischer Optimismus ist nicht angebracht. Entscheidend ist eine Haltung, die gesellschaftliche Probleme klar benennt, ohne in Resignation zu verfallen. Statt bloßer Zuversicht braucht es die Einsicht, dass gesellschaftliche Verhältnisse veränderbar bleiben.
Auf betrieblicher Ebene setzen wir auf konsequente Kosteneinsparungen, gezielte Marketingmaßnahmen und einen starken Fokus auf Dienstleistungen. Besonders bei aufwendigen Projekten halten wir die Einführung von Beratungspauschalen für sinnvoll. Politisch wünschen wir uns eine stärkere Förderung des Wirtschaftsstandorts, Maßnahmen zur Senkung der Arbeitslosigkeit und zur besseren Nutzung vorhandener Arbeitskräfte sowie eine höhere Transparenz bei der Verwendung öffentlicher Gelder. Gleichzeitig wäre es notwendig, den Mittelstand finanziell zu entlasten. © MARIAN KRÖLL
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OWAS ist eine Einrichtung für Menschen in schwierigen Lebenslagen, insbesondere bei Wohnungslosigkeit und Existenzsicherung. Im Alltag geht es um Beratung, Krisenintervention und die Absicherung grundlegender sozialer Rechte. Besonders besorgt sind wir aufgrund der zunehmenden Verschiebung sozialer Risiken auf das Individuum. Soziale Sicherheit wird stärker an persönliche Verantwortung und Erwerbsfähigkeit gekoppelt. Probleme wie Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Armut werden weniger als gesellschaftliche, sondern als individuelle Probleme verstanden. Dies zeigt sich im Umbau der Mindestsicherung in Tirol, bei Verschärfungen im Arbeitslosengeld und der Notstandshilfe sowie in der Entwicklung des Wohnungsmarktes hin zu einem Anlage- und Spekulationsobjekt. Gleichzeitig führen prekäre Beschäftigung, niedrige Löhne und Teilzeitarbeit dazu, dass viele Menschen trotz Arbeit nicht ausreichend abgesichert sind. Im Hintergrund steht ein Spannungsverhältnis zwischen sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Freiheit. Im Anschluss an Max Horkheimer verschiebt sich Freiheit zunehmend in Richtung Markt- und Eigentumsfreiheit, während soziale Gleichheit an Bedeutung verliert.
Auch wenn der Eindruck entsteht, dass Leistung, Eigenverantwortung und selbstständiges Denken zunehmend an Bedeutung verlieren, bin ich der Meinung, dass wir Menschen soziale Wesen sind, die den persönlichen Austausch brauchen. Deshalb glaube ich nicht, dass der Handel zukünftig ausschließlich online stattfinden wird. Jedoch wird man sich Maßnahmen einfallen lassen müssen, um nicht durch den Rost zu fallen. Unsere Branche war schon immer herausfordernd, doch wir verfügen über langjährige Erfahrung, Anpassungsfähigkeit und einen sehr guten Standort am Bahnhof. Auch wenn viele Eisenwarenhändler in unserem Umkreis aus diversen Gründen ausscheiden, bin ich mit meinen 33 Jahren zu jung, um den Kopf in den Sand zu stecken. Wir werden uns durch schwierigere Zeit kämpfen und versuchen, im Auge des Sturms zu bleiben, bis er sich beruhigt.
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HARALD SCHNEIDER GESCHÄFTSFÜHRER VON ARBAS TIROL
Inklusion erfordert Verlässlichkeit – auf finanzieller, struktureller und persönlicher Ebene. Werden Betriebe gezielt unterstützt, fachlich begleitet und durch passgenaue Förderinstrumente entlastet, können deutlich mehr Potenziale in nachhaltige, inklusive Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse überführt werden. • Ausbau finanzieller Anreize für Unternehmen, die Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten beschäftigen (z. B. Lohnkostenzuschüsse sowie Förderungen für Arbeitsplatzanpassungen) • Stärkung verbindlicher Rahmenbedingungen für Inklusion, etwa durch die Weiterentwicklung bestehender Ausgleichstaxen-Systeme und klar definierte Zielvorgaben für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen • Anerkennung der Teilqualifizierung als berufliche Qualifizierung mit dementsprechender Entlohnung im Kollektivvertrag Diese Maßnahmen tragen dazu bei, Inklusion planbar, umsetzbar und langfristig erfolgreich zu gestalten.
© LISI LEHNER FOTOGRAFIE
Was uns optimistisch stimmt, sind die vielen Tiroler Unternehmen, die offen und bereit für berufliche Inklusion sind. Wir sehen täglich, dass aus Chancen echte Arbeitsplätze werden können, wenn die richtigen Rahmenbedingungen und Unterstützungen vorhanden sind.
© BIRGIT PICHLER
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us Sicht von arbas Tirol bestehen die größten Herausforderungen in Entwicklungen, die gesellschaftliche Teilhabe erschweren – insbesondere zunehmender wirtschaftlicher Druck, wachsende soziale Ungleichheit sowie unsichere Rahmenbedingungen. Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten sind überdurchschnittlich häufig von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Steigende Lebenshaltungskosten verschärfen diese Lage zusätzlich und erschweren den Zugang zu stabilen beruflichen Perspektiven. Unser Auftrag bleibt daher zentral: Wir schaffen Verbindungen zwischen Menschen und Betrieben, stärken individuelle Potenziale und leisten gezielte Unterstützung, damit aus bestehenden Chancen nachhaltige und inklusive Beschäftigungsverhältnisse entstehen.
E L I S A B E T H R AT H G E B D I R E K T O R I N D E R C A R I TA S T I R O L
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us Sicht der Caritas Tirol bereiten aktuell vor allem die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten, steigende Wohnpreise und eine wachsende soziale Ungleichheit große Sorgen. (102.000 Menschen leben laut Landesstatistik in Tirol an oder unter der Armutsgrenze.) Besonders betroffen sind Menschen mit niedrigen Einkommen, Alleinerziehende sowie ältere Personen (Mindestrentner*innen). Zunehmend geraten auch Erwerbstätige unter Druck, da ihre Einkommen mit den Kosten nicht Schritt halten – bis hin zu „Working poor“. Auch die psychische Belastung durch diese vielschichtigen Krisen macht sich besonders bei Jugendlichen bemerkbar (Suchterkrankungen, Ängste, Depressionen). Finanziell und organisatorisch bereiten uns in der Caritas die Kürzungen im Förderbereich in den Bundes- und Landesbudgets große Sorgen: Mehr Menschen brauchen Hilfe, aber die Mittel dafür werden weniger. Eine regelmäßige Inflationsanpassung zentraler Sozialleistungen ist deshalb unabdingbar (Familienleistungen, Mindestpensionen, Mindestsicherung…). Dadurch wird Kaufkraft gesichert und zugleich die regionale Wirtschaft gestärkt. Denn jeder Euro an Sozialleistungen fließt unmittelbar zurück in die Wirtschaft. Wichtig ist ein einfacher und unbürokratischer Zugang zu diesen Leistungen sowie eine stärkere Fokussierung auf Kinder und Familien, um Armutsrisiken zu reduzieren. Kindergrundsicherung und eine Anpassung des Ausgleichszulagenrichtsatzes an die Armutsgrenze könnten langfristig einen effizienten Schutz gegen Armut bieten und Bürokratie reduzieren. Dringend gelöst werden muss auch die Frage, wie Wohnen in Tirol wieder leistbar wird. In der Caritas erleben wir täglich die große Solidarität in Tirol: Viele Menschen engagieren sich und unterstützen soziale Initiativen durch freiwilligen Einsatz oder finanzielle Beiträge. Auch das Spendenaufkommen ist stabil. Gleichzeitig funktionieren die grundlegenden Strukturen wie Sozialstaat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. In Tirol tragen die relativ gute Beschäftigungslage, ein starker Tourismus- und Industriesektor sowie funktionierende regionale Netzwerke dazu bei, Krisen abzufedern. Das gibt Sicherheit und erlaubt uns insgesamt einen sehr hohen Lebensstandard. Positiv ist auch das gestiegene Bewusstsein für Armut und soziale Ungleichheit als Gefahr für den sozialen Frieden und Zusammenhalt im Land.
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© FOTO HOFER
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ALEXANDRA UNTERBERGER UND DORIS BARTH S I N D I M V O R S TA N D D E S V E R E I N S RETTET DAS KIND TIROL
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as uns derzeit große Sorgen bereitet, ist die zunehmende Unsicherheit – wirtschaftlich, gesellschaftlich und auch geopolitisch. Wir erleben steigende Lebenshaltungskosten, finanzielle Belastungen für Familien, Unsicherheit am Arbeitsmarkt und gleichzeitig eine spürbare Verunsicherung in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass Kinder die Folgen solcher Entwicklungen oft unmittelbar mittragen, obwohl sie selbst nichts dafür können. Wenn Familien unter massivem finanziellem Druck stehen, betrifft das nicht nur Wohnen, Energie oder Lebensmittel, sondern auch Bildungschancen, soziale Teilhabe und die psychische Gesundheit von Kindern. In unserer täglichen Arbeit sehen wir, dass immer mehr Familien trotz Arbeit an ihre Grenzen kommen. Hilfe wird häufig nicht nur kurzfristig, sondern über längere Zeiträume notwendig. Gerade deshalb sind Themen wie Lernhilfe, unbürokratische Soforthilfe und langfristige Unterstützung heute wichtiger denn je. Sorge bereitet uns auch, dass soziale Probleme oft erst sichtbar werden, wenn Situationen bereits eskalieren. Viele Kinder versuchen lange, Belastungen zu verbergen – aus Scham oder aus Angst, nicht dazuzugehören. Kaum jemand gibt gerne zu, bei der Sportwoche, beim Schulschikurs oder einer Abschlussfahrt nicht mitfahren zu können, weil zuhause das Geld fehlt. Oder wenn Kinder nicht auf Geburtsfeiern mitgehen oder selbst keine Feier machen können. Auch nicht, wenn selbst ein Kinobesuch mit den Freunden unmöglich ist, weil man für das Geld wieder ein einfaches Abendessen zubereiten kann. Umso wichtiger ist es, als Gesellschaft aufmerksam zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und das soziale Bewusstsein nicht zu
verlieren. Denn gerade in schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt und konkrete Hilfe sind.
Gleichzeitig spüren aber auch wir als Verein die Auswirkungen der Teuerung. Viele Menschen würden gerne helfen, müssen aber selbst genauer auf ihre Ausgaben achten. Da wir unsere Arbeit beinahe ausschließlich durch Spenden oder Patenschaften finanzieren und keine öffentliche Unterstützung erhalten, sind wir besonders darauf angewiesen, dass Menschen und Unternehmen weiterhin soziale Verantwortung übernehmen. Unser Vorstand arbeitet ehrenamtlich, der Verein ist bewusst schlank strukturiert; somit kommt die Spende fast zur Gänze direkt den betroffenen Kindern und Familien in Tirol zugute. Wir glauben, dass gerade jetzt Zusammenhalt und gesellschaftliche Verantwortung wichtiger sind denn je. Denn nachhaltige Hilfe entsteht dort, wo Menschen bereit sind, nicht wegzuschauen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wir halten vor allem langfristige und gezielte Unterstützung für notwendig. Viele soziale Probleme lassen sich nicht mit einmaliger Hilfe lösen. Gerade Kinder und Familien, die über längere Zeit unter finanziellen Belastungen leiden, brauchen Stabilität, Bildungschancen und verlässliche Unterstützung. Deshalb sind Maßnahmen wichtig, die früh ansetzen – insbesondere im Bildungsbereich. Lernhilfe, psychologische Unterstützung und unbürokratische Soforthilfe können verhindern, dass Kinder dauerhaft den Anschluss verlieren. Wir ermöglichen daher den Kindern mit den Spenden Nachhilfestunden, die viele Familien selbst nicht finanzieren können. Wenn Kinder wieder Anschluss finden, bessere Leistungen erzielen
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„O P T I M I S T I S C H M AC H T U N S , DA S S E S I N T I RO L V I E L E M E N S C H E N U N D U N T E R N E H M E N G I B T, D I E SOZI A LE S E N G AG E M E NT N I C HT N U R A L S KUR ZFRISTIGE HILFE SEHEN, SONDERN ALS TEIL G E S E L L S C H A F T L I C H E R V E R A N T WO R T U N G .“ Alexandra Unterberger & Doris Barth
und Erfolgserlebnisse haben, wirkt sich das positiv auf ihr Selbstvertrauen und ihre psychische Gesundheit aus. Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen, weil Chancengleichheit eine wichtige Grundlage für unsere gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung ist, vor allem im Hinblick auf den Arbeitsmarkt und den Fachkräftemangel.
Gleichzeitig braucht es Rahmenbedingungen, die soziales Engagement erleichtern. Viele Vereine und soziale Initiativen übernehmen Aufgaben, die ohne Spenden und private Unterstützung kaum möglich wären. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es deshalb wichtig, Unternehmen und Menschen weiterhin für gesellschaftliche Verantwortung zu sensibilisieren und langfristige Partnerschaften zu stärken. Wir glauben, dass nachhaltige Hilfe dort entsteht, wo Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen – nicht kurzfristig, sondern mit Blick auf die Zukunft der Kinder und somit unser aller Zukunft. Trotz vieler Herausforderungen haben wir auch einen Anlass zu Optimismus: die große Bereitschaft vieler Menschen, gerade diese Verantwortung zu übernehmen und langfristig zu helfen. Wir erleben seit vielen Jahren eine außergewöhnliche Treue unserer Spenderinnen und Spender, Patinnen und Paten sowie unterstützenden Unternehmen. Viele begleiten unseren Verein und „ihre“ Kinder über lange Zeiträume hinweg und ermöglichen dadurch großartige Hilfe, die nachhaltig wirkt. Besonders ermutigend ist für uns, dass diese Unterstützung tatsächlich etwas verändert. Wir sehen immer wieder, wie Kinder durch Lernhilfe wieder Selbstvertrauen gewinnen, wie Familien in schwierigen Situationen entlastet werden oder wie langfristige Unterstützung neue Perspektiven eröffnet. Oft sind es gerade die scheinbar kleinen Hilfen, die im Alltag einen großen Unterschied machen. Optimistisch macht uns auch, dass es in Tirol viele Menschen und Unternehmen gibt, die soziales Engagement nicht nur als kurzfristige Hilfe sehen, sondern als Teil gesellschaftlicher Verantwortung. Ein großer Teil unserer Unterstützung erfolgt auch durch Lebensmittelgutscheine für Familien in akuten Notlagen. Diese Hilfe kommt schnell und unbürokratisch an und wird direkt bei Lebensmittelgeschäften in Tirol eingelöst. Gleichzeitig muss erwähnt werden, dass diese Hilfe auch wirklich in Tirol bleibt und wir mittlerweile rund
4.700 Kinder und Familien in Tirol unterstützen. Die Spenden helfen also genau dort, wo Unterstützung dringend gebraucht wird, und fließen unmittelbar wieder in unseren gesellschaftlichen und regionalen Kreislauf zurück. Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig Zusammenhalt und Menschlichkeit sind und in weiterer Folge Kindern in unserem Bundesland Stabilität und Perspektiven geben können. Dass unser Verein im kommenden Jahr bereits seit 60 Jahren besteht, sehen wir deshalb nicht nur als Jubiläum, sondern auch als Zeichen dafür, wie viel durch gemeinsames Engagement möglich wird. Über sechs Jahrzehnte hinweg haben unzählige Menschen dazu beigetragen, Kindern Chancen, Unterstützung und Hoffnung zu geben. Das Beeindruckende dabei ist, dass wir immer wieder auch Spenden von Menschen bekommen, deren Familien vor Jahren selbst Hilfe von unserem Verein erhalten haben und jetzt, wo es ihnen besser geht, selbst helfen und damit der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen. Das zeigt, dass Hilfe weiterwirken kann – oft weit über den ursprünglichen Moment hinaus. Solange Menschen bereit sind, hinzuschauen, mitzutragen und Kindern Perspektiven zu eröffnen, gibt es auch Grund zur Hoffnung.
SIE WOLLEN HELFEN?
RETTET DAS KIND TIROL ist eine unabhängige Hilfsorganisation für notleidende Kinder in Tirol. Seit fast 60 Jahren setzt sich der Verein für die Schwächsten in unserer Gesellschaft ein – für Kinder in Not, die schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen. Möglich ist diese Hilfestellung nur durch zahlreiche private Spender*innen, die den Verein regelmäßig unterstützen, und auch viele Tiroler Firmen, deren Mitarbeiter*innen sammeln oder auf Feiern und Geschenke verzichten, um Tiroler Familien in Not zu helfen. Auch zahlreiche Vereine und Schulen basteln und unterstützen auf vielfältige Art, um den bedürftigen Kindern in Tirol Freude zu schenken. Sie wollen auch helfen? Infos und Spendenmöglichkeit unter www.rettet-das-kind.tirol oder scannen Sie einfach den QR-Code.
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GEORG HUBER R E C H T S A N W A LT B E I G P K P E G G E R K O F L E R & PA R T N E R I N I N N S B R U C K
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orge bereitet mir der anhaltende Rechtsruck in vielen Staaten, weil er Rechtsstaatlichkeit, unabhängige Institutionen und demokratische Kultur schrittweise erodieren lässt. Parallel nimmt die politische und wirtschaftliche Fragmentierung zu: neue Zölle, handelspolitische Konflikte und Machtblöcke erschweren verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Investitionsentscheidungen. Hinzu kommt die weiterhin hohe Abhängigkeit Europas von autoritären Regimen bei Energie und kritischen Rohstoffen wie seltenen Erden und Energie, was unsere Verwundbarkeit gegenüber geopolitischen Erpressungsversuchen deutlich erhöht. Und schlussendlich bleibt der Klimawandel ein Dauerthema. Aus meiner Sicht braucht es derzeit weniger neue Regulierung als vielmehr eine klare strategische Stärkung der europäischen Souveränität, insbesondere im digitalen Bereich – von Cloud-Infrastrukturen über Daten- und KI-Kompetenz bis hin zu Cybersicherheit. Ergänzend dazu sollte die europäische Energiepolitik konsequent auf Versorgungssicherheit und Diversifizierung setzen, um Abhängigkeiten von einzelnen autoritären Lieferstaaten schrittweise zu reduzieren. Auf betrieblicher Ebene heißt das für Unternehmen, ihre Resilienz zu erhöhen – durch stärkere Diversifizierung von Lieferketten, Investitionen in digitale Unabhängigkeit und eine bewusste Reduktion kritischer Klumpenrisiken bei Energie und Schlüsseltechnologien.
Trotz aller Risiken macht mich optimistisch, wie anpassungsfähig viele Unternehmen in Österreich und Europa sind – gerade der Mittelstand reagiert bemerkenswert schnell auf neue Rahmenbedingungen und investiert in Digitalisierung, Effizienz und neue Geschäftsmodelle. Zuversichtlich stimmt mich auch, dass geopolitische Verwundbarkeiten inzwischen sehr klar erkannt werden und in Wirtschaft und Politik ein stärkeres Bewusstsein für technologische, energiepolitische und sicherheitspolitische Souveränität entsteht.
H O L LY K A F F E E S Y S T E M E I N H A L L
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orgen bereitet mir vor allem, dass wir in Europa und auch in Österreich zunehmend den Bezug zur realen Wirtschaft verlieren. Gerade im Kaffeesektor erleben wir enorme Schwankungen bei den Rohkaffeepreisen und in den Lieferketten, wodurch langfristige Planung immer schwieriger wird. Über diese internationalen Entwicklungen hinaus machen vielen Betrieben aber vor allem die „hausgemachten“ Probleme Sorgen. Oft entsteht der Eindruck, dass politische Entscheidungen getroffen werden, ohne ausreichend zu berücksichtigen, wie sich diese in der Praxis auf Unternehmen, Mitarbeiter*innen und ganze Branchen auswirken. Sorge bereitet mir aber auch die gesellschaftliche Entwicklung rund um das Thema Leistung und Ausbildung. Wir sprechen sehr viel über Akademisierung, aber viel zu wenig über jene Menschen, die praktisch arbeiten, produzieren, reparieren und Dienstleistungen erbringen. Ohne Fachkräfte – und damit ohne Fachberufslehre – funktioniert kein Wirtschaftsstandort.
Was wir dringend brauchen, sind bessere Rahmenbedingungen. Dazu zählen aus meiner Sicht vor allem weitere Entlastungen bei den Lohnnebenkosten, weniger Bürokratie sowie mehr Planungs- und Investitionssicherheit. Zusätzlich braucht es wieder mehr gesetzlich mögliche Wochenarbeitsstunden, weniger Feiertage und geringere Lohnanpassungen, wie sie im letzten Jahr erfolgt sind. Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen hinter echten Reformen und Sparmaßnahmen stehen würden – selbst dann, wenn sie einen persönlich betreffen –, wenn man endlich das Gefühl hätte, dass auch auf politischer Ebene spürbar und glaubwürdig vorangegangen wird.
Optimistisch stimmt mich vor allem, dass es trotz aller Herausforderungen noch immer unglaublich viele Menschen gibt, die jeden Tag mit Leidenschaft und Verantwortung arbeiten. Gerade in schwierigen Zeiten erkennen viele Menschen wieder den Wert von ehrlichem Handwerk, persönlichem Einsatz und regionaler Produktion. Besonders Hoffnung geben mir junge Menschen. Oft wird ihnen zu wenig zugetraut, dabei erleben wir in der Praxis viele motivierte Jugendliche, die bereit sind Leistung zu bringen, wenn man ihnen Vertrauen schenkt, Perspektiven gibt und sie ernst nimmt. © DIE FOTOGRAFEN
© BLICKFANG PHOTOGRAPHY
B E R N H A R D P E S KO L L E R IST SEIT 2018 MITEIGENTÜMER VON
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A N TO N R I E D E R GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER © CHRISTOPH ASCHER
VON RIEDER BAU IN KUFSTEIN
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ie größten Sorgen bereiten mir wie vielen die Preisentwicklung aufgrund von geopolitischen Konflikten, die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen auf die Baubranche sowie das fehlende Investitionsklima in Österreich und Deutschland.
Notwendig, aber realistisch? Radikaler Bürokratieabbau, Abgabenquote unter 40 Prozent, Staatsausgabenquote unter 50 Prozent, Investitionsanreize. Was mir Anlass zum Optimismus gibt? Wir leben in einer starken Region und verfügen über topmotivierte Mitarbeiter*innen. Besonders erfreulich ist, dass unser Design-&-Build-Ansatz trotz verhaltener Baukonjunktur gut nachgefragt wird.
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Heute studieren, was morgen gefragt ist.
Master-Studien für Health Professionals Geblockte Lehrveranstaltungen und innovative Online- und Blended-Learning Elemente garantieren, dass die Master-Studien an der Tiroler Privatuniversität UMIT TIROL mit dem Beruf vereinbar abgewickelt werden. Die Master-Studien für Health Professionals:
rbst 2026 Neu ab He ium d Master-Stu pie* a r e Psychoth
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Health Care Management (CE)
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Pflegewissenschaft ANP | Pflegepädagogik | Pflegemanagement
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Public Health
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Medizinische Informatik (CE) (Online Studium)
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Health Information Management (Online Studium)
Infos unter: www.umit-tirol.at/master studentservice@umit-tirol.at, Tel.: +43 50 8648 3817 *vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria – „AQ Austria – Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung“
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M A X K LO G E R PRÄSIDENT DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG TIROL
M JUWELIER WINKLER IN LANDECK
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ie größten Herausforderungen sehe ich derzeit in den geopolitischen Unsicherheiten, den steigenden Kosten und der spürbaren Konsumzurückhaltung, insbesondere im mittleren und unteren Preissegment. Internationale Konflikte und zunehmende Regulierungen erschweren langfristige Planung und Investitionen. Gleichzeitig verändert sich das Kaufverhalten: Kund*innen entscheiden bewusster und erwarten neben Qualität auch Vertrauen und Nachhaltigkeit. Das stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet aber zugleich die Chance, sich durch echte Werte und Kundennähe nachhaltig zu positionieren.
Jetzt braucht es einen echten Schulterschluss zwischen Wirtschaft und Politik – und nicht nur leere Versprechungen. Unternehmen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen. Investitionen in Digitalisierung, Fachkräfte und regionale Wertschöpfung müssen gezielt unterstützt werden. Gleichzeitig stärken wir konsequent unsere Standorte, denn der stationäre Handel bleibt relevant, wenn er sich laufend weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Kund*innen anpasst. Der Erfolg wird zunehmend durch Omnichannel-Strategien bestimmt: Digitale Präsenz, persönliche Beratung und technologische Unterstützung müssen nahtlos zusammenspielen. Optimismus kann gerade in herausfordernden Zeiten als echter „Force Multiplier“ wirken. Zuversicht geben mir die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit unserer Unternehmen. Erlebnis, Aufenthaltsqualität und Kundenbindung werden zunehmend zu entscheidenden Erfolgsfaktoren. Wir setzen bewusst auf die Symbiose aus digitaler Präsenz und lokaler Kompetenz: moderne Sichtbarkeit kombiniert mit persönlicher Beratung, Vertrauen und echter Servicequalität. Trotz aller Herausforderungen sehen wir, dass Menschen weiterhin Wert auf Qualität, Beständigkeit und persönliche Betreuung legen. Genau darin liegt eine große Chance für den heimischen Handel und jene, die langfristig denken und verantwortungsvoll handeln.
Entscheidend ist ein Standortpaket mit zwei rasch wirksamen Hebeln: wettbewerbsfähige Energiepreise und weniger Bürokratie. Das angekündigte Industriestrompaket mit Industriestrompreis und weiterentwickelter Strompreiskompensation ist ein wichtiger Schritt, wenn es rasch, unbürokratisch und ausreichend dotiert umgesetzt wird. Es muss bei den Betrieben ankommen, nicht in Verfahren hängen bleiben. Gleichzeitig brauchen Unternehmen schnellere Genehmigungen, klare Fristen und digitale Verfahren. Gerade in einer Phase schwacher Investitionen muss der Staat alles vermeiden, was Projekte verzögert, verteuert oder unnötig verkompliziert.
Optimistisch macht mich die Stärke unserer Betriebe. Gerade Tirol lebt von familiengeführten Industrieunternehmen, die in ihren Nischen zu Weltmarktführern geworden sind. Sie entwickeln hochspezialisierte Produkte, investieren in Menschen, Technologie, Nachhaltigkeit und Effizienz – und denken in Generationen, nicht in Quartalen. Wenn die Politik wieder stärker ermöglicht statt belastet, kann diese unternehmerische Kraft wieder ihr volles Potenzial entfalten.
© IV TIROL / FRANZ OSS
PETER WINKLER I S T T E I L D E S FA M I L I E N U N T E R N E H M E N S
ich beschäftigt weniger eine einzelne Entwicklung als ihr Zusammenwirken. Der Krieg in der Ukraine, die Eskalationen im Nahen Osten, neue Handelskonflikte und wachsende sicherheitspolitische Risiken treffen auf schwache Exportmärkte, hohe Energie- und Arbeitskosten und eine Bürokratie, die immer erdrückender wird. In Summe entsteht daraus ein massiver Verlust industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Österreichs Wohlstand beruht auf industrieller Wertschöpfung, Export und technologischer Kompetenz. Der Wettbewerb um diese Wertschöpfung ist vor allem ein innereuropäischer: Investitionen und Know-how folgen nicht politischen Appellen, sondern konkreten Standortbedingungen. Sie gehen dorthin, wo Energie planbar, Verfahren schnell, Kosten wettbewerbsfähig und Entscheidungen verlässlich sind.
tionen GmbH acher Installa b p O r, e ch a b Veronika Op
Mehr Wertschätzung für Wertschöpfung
Unternehmertum bedeutet Verantwortung übernehmen. Für MitarbeiterInnen, für Qualität, für Leistung. Für alle.
Der Podcast für mehr Wertschätzung. Mit Veronika Opbacher, Geschäftsführerin der Opbacher Installationen GmbH und Barbara Thaler, Präsidentin der WK Tirol: wertschaetzung-fuer-wertschoepfung.letscast.fm
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M U R AT C O S K U N INHABER DES KOSMETIKINSTITUTS © NILS LANG
AURORA IN INNSBRUCK
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ch spüre aktuell vor allem eine große Unsicherheit – sowohl bei Unternehmen als auch bei den Menschen selbst. Steigende Kosten, hohe Bürokratie und der Fachkräftemangel setzen viele Betriebe in Österreich zunehmend unter Druck. Gleichzeitig konsumieren Kund*innen deutlich bewusster und zurückhaltender. Gerade in Tirol, wo Tourismus, Hotellerie und Dienstleistung eine zentrale Rolle spielen, merkt man, dass Qualität wirtschaftlich immer schwieriger darstellbar wird. Internationale Krisen und politische Spannungen verstärken zusätzlich die allgemeine Zurückhaltung.
Optimistisch stimmt mich, wie viel Leidenschaft, Qualität und Innovationskraft viele Unternehmer*innen in Tirol und Österreich mitbringen. Menschen sehnen sich wieder stärker nach echter Qualität, Wohlbefinden und persönlicher Betreuung – genau darin liegen große Chancen für unsere Branche. Tirol hat international weiterhin einen hervorragenden Ruf im Tourismus-, Wellness- und Gesundheitsbereich. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass sich viele Menschen wieder mehr Zusammenhalt und Orientierung wünschen. Gerade Österreich war immer dann besonders stark, wenn man gemeinsam an Lösungen gearbeitet hat. © MARCEL KLUCKNER
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Ich glaube, dass wir den Mittelstand und familiengeführte Betriebe stärker entlasten müssen. Weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und einfachere Rahmenbedingungen für Mitarbeiter*innen wären wichtige Schritte. Unsere Branche lebt von Menschen, Service und Qualität – das lässt sich nicht automatisieren. Gleichzeitig sollten regionale Wertschöpfung und Kooperationen innerhalb Österreichs stärker gefördert werden.
ANDRÄ STIGGER GESCHÄFTSFÜHRER DES KLIMABÜNDNIS TIROL
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urzfristige Krisen und langfristige Umbrüche überlagern sich und setzen die bisher gewohnte Ordnung außer Kraft. Geopolitische Spannungen, Energie- und Rohstoffunsicherheiten und eine zunehmende Polarisierung treffen auf eine Klimakrise, die sich als realer Standortfaktor bemerkbar macht. Österreich ist mit einer Erwärmung um 3,1 °C seit 1900 vom Klimawandel deutlich stärker betroffen als der globale Durchschnitt – und Extremereignisse wie Hitze, Dürre, Starkregen und Muren nehmen zu. Für Tirol ist das besonders relevant, weil damit Tourismus, Infrastruktur, Gesundheit, Wasserhaushalt und alpine Räume gleichzeitig unter Druck geraten.
Für besonders wirksam halten wir einen verbindlichen regionalen Investitions- und Ordnungsrahmen für klimafitte Gemeinden und Unternehmen – mit klarem Fokus auf Energieeffizienz, Gebäudesanierung, Hitzeschutz sowie den Ausbau klimafreundlicher Mobilität. Vorsorgender Klimaschutz und Anpassung sind langfristig deutlich kostengünstiger als das Reparieren von Schäden. Wichtig wäre dabei Planungssicherheit: also verlässliche Förderkulissen, und ein regulatorisches Umfeld, das klimafreundliche Investitionen beschleunigt. Ökologische, ökonomische und soziale Fragen können nicht getrennt behandelt werden, sondern müssen systemisch zusammen gedacht werden, nachhaltige Lösungen werden damit zur strategischen Innovations- und Resilienzfrage. Optimistisch stimmt uns, dass die Handlungsoptionen heute klarer sind denn je. Der 2. österreichische Sachstandsbericht zum Klimawandel zeigt Handlungsspielräume auf: Die Klimaziele sind erreichbar und Klimaschutz, Anpassung und wirtschaftliche Entwicklung müssen zusammen gedacht werden. Der Wandel besteht nicht nur aus Krisen, sondern auch aus neuen Lösungsmustern. Gerade Tirol hat dafür gute Voraussetzungen: starke Gemeinden, engagierte Betriebe und ein wachsendes Bewusstsein, dass Klimaschutz kein Verzichtsprojekt ist, sondern ein Modernisierungsprojekt für Regionen. Wenn wir die Transformation aktiv gestalten, kann daraus ein Standortvorteil entstehen – wirtschaftlich, sozial und ökologisch.
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BRIGITTE TRENKER © DIE FOTOGRAFEN
V O R S TÄ N D I N D E R M E D A L P M I T S TA N D O R T E N
JOSEF HECHENBERGER PRÄSIDENT DER LANDWIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
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inige der größten Herausforderungen sehen wir derzeit in den zunehmenden weltpolitischen Unsicherheiten. Daraus ergeben sich unter anderem starke Schwankungen auf den Märkten sowie steigende Betriebskosten, bedingt durch hohe Energie- und Betriebsmittelpreise. Das führt zu angespannten wirtschaftlichen Situationen in verschiedenen Produktionssparten der Landwirtschaft. Einen land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb kann man nicht von heute auf morgen neu ausrichten, dementsprechend schwierig ist es, auf solche Änderungen zu reagieren und langfristig zu planen. Zusätzlich wirken sich immer strengere regulatorische Vorgaben in Kombination mit bürokratischem Aufwand direkt auf die landwirtschaftliche Produktion aus. Sicherheit und Planbarkeit für die Betriebe wären jetzt wichtig – faire Partnerschaften mit dem Handel könnten einen Teil dazu beitragen.
Notwendig und realistisch ist eine stärkere Entlastung der Betriebe durch praxistaugliche, unbürokratische Rahmenbedingungen. Eine Anpassung an die Realität auf unseren Höfen, die zum Großteil im Nebenerwerb geführt werden, ist absolut notwendig. Auch das Credo „gleiche Produktionsstandards für gleiche Produkte“ beim Import würde den Preisdruck auf heimische Betriebe reduzieren. Letztendlich braucht es Planungssicherheit – gerade in Hinblick auf die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union. Die Landwirtschaft ist eine der letzten Branchen, die in Europa noch autark funktionieren, das müssen wir für die Zukunft absichern.
Die Landwirtschaft zeigt sich resilient und anpassungsfähig und mit klarer Ausrichtung auf Qualität, Regionalität und Zukunftsfähigkeit. Optimistisch stimmen mich viele engagierte junge Betriebsführer*innen, die – gut ausgebildet – ihre Zukunft auf den Höfen gestalten. Gerade im Hinblick auf die Versorgungssicherheit ergibt sich daraus ein klarer Auftrag, der durch den Ausbau von Regionalität und Transparenz unterstützt werden kann. .
I N I M S T, S Ö L D E N U N D I M Z I L L E R TA L
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as zentrale Thema, das uns derzeit beschäftigt, ist die zunehmende Überlastung des europäischen Gesundheitssystems, verbunden mit Fachkräftemangel, steigenden Kosten und einer immer komplexeren regulatorischen Landschaft. Gleichzeitig erleben wir geopolitische Unsicherheiten, die Lieferketten, Energiepreise und Investitionsentscheidungen beeinflussen. Im Gesundheitsbereich trifft das auf einen massiv steigenden Bedarf durch die demografische Entwicklung. Hinzu kommt, dass Patientinnen und Patienten immer höhere Erwartungen an Geschwindigkeit, Qualität und Verfügbarkeit medizinischer Leistungen stellen. Gerade in einem Tourismusland wie Tirol ist eine funktionierende, moderne Gesundheitsversorgung auch ein zentraler Standortfaktor. Private Gesundheitsbetriebe wie die Medalp übernehmen hier zunehmend Verantwortung, indem sie dabei unterstützen, Versorgungslücken zu schließen, indem sie Innovation ermöglichen und damit auch öffentliche Strukturen entlasten. Notwendig erscheint mir ein starker partnerschaftlicher Zugang zwischen öffentlichem und privatem Gesundheitswesen. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Investitionen in moderne Infrastruktur, Digitalisierung und qualifizierte Mitarbeitende erleichtern, und weniger bürokratische Hürden bei der Umsetzung innovativer Versorgungskonzepte. Ebenso wichtig ist eine nachhaltige Fachkräftestrategie mit attraktiven Arbeitsbedingungen und mehr Ausbildungsinitiativen im Gesundheitsbereich. Optimistisch stimmt mich, dass Tirol über eine außergewöhnlich hohe medizinische Kompetenz, unternehmerischen Mut und eine starke regionale Vernetzung verfügt. Die Menschen schätzen Qualität, persönliche Betreuung und schnelle Versorgung mehr denn je. Genau darin liegt auch die Chance für spezialisierte Gesundheitsanbieter: Medizin effizienter, menschlicher und patientenorientierter zu gestalten. Wenn es gelingt, Innovation, Qualität und Zusammenarbeit weiter auszubauen, sehe ich für Tirol als Gesundheits- und Wirtschaftsstandort großes Potenzial.
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ZEMIT Z E N T R U M M I G R AT I O N I N T E G R AT I O N TEILHABE GMBH, INNSBRUCK
Die aktuelle geopolitische Lage – geprägt von Kriegen, globalen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und den Folgen des Klimawandels – wird in den kommenden Jahren voraussichtlich zu weiteren Flucht- und Migrationsbewegungen führen. Europa und Österreich werden dabei relevante Zielregionen bleiben. Gleichzeitig beobachten wir, dass gesellschaftliche Verunsicherung und ökonomischer Druck zunehmend von rechtspopulistischen Kräften aufgegriffen werden. Diese Entwicklungen gefährden langfristig gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität. Zugleich erleben wir in der Praxis, dass Integrations- und Unterstützungsstrukturen unter finanziellen Druck geraten oder reduziert werden – obwohl der Bedarf steigt. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit wären stabile Strukturen jedoch zentral. Arbeitsmarktintegration: etwa vereinfachte Zugänge zu Arbeitserprobungen, Praktika, Teilzeitmodellen, Qualifizierungen und Anerkennungsverfahren. Österreich ist wirtschaftlich und demografisch auf Zuwanderung angewiesen – gleichzeitig wollen viele Menschen mit Flucht- oder
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Migrationserfahrung arbeiten, sich selbst erhalten und Teil der Gesellschaft werden. Dafür braucht es jedoch funktionierende Strukturen und mehr Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Sozialpartnern, Bildungseinrichtungen und Unternehmen. Beratungseinrichtungen wie ZeMIT übernehmen dabei eine wichtige Brückenfunktion: Viele Menschen scheitern nicht an fehlender Motivation, sondern an hochkomplexen rechtlichen und administrativen Hürden. Optimistisch stimmt uns, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin große Offenheit und Kooperationsbereitschaft bei vielen Unternehmen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und einzelnen Akteur:innen erleben. Der Bedarf an professioneller Beratung, Begleitung und Vernetzung ist hoch – ebenso die Bereitschaft vieler Menschen, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen mitzutragen. Der ZeMIT-Jahresbericht 2025 zeigt deutlich, wie relevant diese Arbeit geworden ist: Allein 2025 wurden in Tirol und Vorarlberg 4.871 Menschen beraten und begleitet, unter anderem in den Bereichen Arbeitsmarktintegration, Anerkennungsberatung und gesellschaftliche Teilhabe.
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TOP 500? NUR MÖGLICH, DANK UNSERER MITARBEITENDEN. WERDE TEIL UNSERER MANNSCHAFT.
© PH TIROL/VANDORY
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O S K A R P L AT T N E R Ö F F E N T L I C H E R N O TA R I N L A N D E C K UND SEIT 2025 PRÄSIDENT D E R N O TA R I A T S K A M M E R F Ü R T I R O L UND VORARLBERG
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eopolitisch sorgen mich die Konflikte in der Ukraine, in Gaza und mit dem Iran sowie ihre wirtschaftlichen Folgen sehr. Die Hoffnung, dass nach dem Ende des Kalten Krieges alles nur besser werden würde, hat sich leider zerschlagen. Zudem entsteht der Eindruck, dass machtgetriebene ältere Männer die Weltpolitik prägen und die Demokratie an Boden verliert. Auch die fortschreitende Klimaveränderung, die den Alpenraum besonders stark treffen wird, bekommt politisch derzeit zu wenig Aufmerksamkeit. Ohne Anpassungen befürchte ich erhebliche Probleme für den Tourismus in Tirol. Auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz bereitet mir Sorgen. Ich bin überzeugt, dass wir an einem Wendepunkt zu einem neuen Zeitalter stehen. Noch kann niemand verlässlich sagen, welche Auswirkungen KI und Robotik auf Wirtschaft und Leben haben werden. Es braucht eine Politik, die die Sorgen der Menschen ernst nimmt und echte Veränderungen anstrebt, statt nur auf Wiederwahl zu setzen. Dazu gehören klare Regeln für einen sinnvollen Umgang mit KI ebenso wie eine ernst gemeinte Entbürokratisierung, die ich derzeit noch nicht erkenne.
Trotz aller Unsicherheiten bin ich überzeugt, dass in der Rechtsdienstleistung auch künftig trotz Digitalisierung und KI der Mensch und seine Empathie in der Beratung unverzichtbar bleiben. Selbst wenn Leistungen wie ein Testament oder ein Vertrag künftig von KI besser erstellt werden können, braucht es weiterhin jemanden, der beurteilt, ob diese Leistung für den jeweiligen individuellen Klienten auch tatsächlich die richtige ist.
R E G I N E M AT H I E S R E K T O R I N D E R PÄ D A G O G I S C H E N HOCHSCHULE TIROL
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orge bereiten mir vor allem die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, der Vertrauensverlust in demokratische Institutionen und die wachsende Tendenz zur Vereinfachung komplexer Zusammenhänge. Junge Menschen wachsen in einer Welt auf, die von Krisen, Unsicherheit und permanenter digitaler Reizüberflutung geprägt ist. Gleichzeitig verschärfen wirtschaftlicher Druck und globale Konflikte soziale Ungleichheiten. Schulen und Bildungseinrichtungen spüren diese Entwicklungen unmittelbar – etwa durch steigende psychische Belastungen, sinkende Konzentrationsfähigkeit oder eine geringere Bereitschaft zum respektvollen Diskurs. In der Pädagog*innenbildung geht es daher zunehmend um die Frage: Welche Lehrer*innen, welche Pädagog*innen braucht das Land, und wie müssen Bildungseinrichtungen gestaltet sein – infrastrukturell, kulturell und rechtlich –, damit Lehrende darin auch wirksam sein können. Für unbedingt erforderlich halte ich eine strukturelle Aufwertung der Lehrer*innenbildung – nicht als Lippenbekenntnis, sondern als politische Priorität. Ich glaube, dass es gerade jetzt – paradoxerweise – ein Fenster gibt. Die Krisen machen sichtbar, was lange übersehen wurde: dass Bildung kein Kostenfaktor ist, sondern das Fundament gesellschaftlicher Resilienz. Politiker*innen, die das erkennen und mutig handeln, investieren in die Stabilität des demokratischen Zusammenhalts.
Optimistisch stimmt mich die große Zahl engagierter Menschen im Bildungsbereich. Ich erlebe täglich Studierende, Lehrpersonen und Schulleitungen, die mit hoher Professionalität, Kreativität und Menschlichkeit arbeiten. Junge Menschen bringen zudem ein ausgeprägtes Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Diversität mit. Bildung kann nicht alle gesellschaftlichen Probleme lösen, aber sie schafft die Grundlage dafür, dass Menschen verantwortungsvoll, kritisch und solidarisch handeln. Genau darin liegt ihre enorme Zukunftskraft, weil Bildung am Ende das Einzige ist, was eine Gesellschaft wirklich aus sich selbst heraus erneuern kann.
Autowelt Innsbruck Denzel & Unterberger GmbH & Co. KG Griesauweg 28, 6020 Innsbruck, Tel.: 0512 3323 0, E-Mail: info@denzel-unterberger.cc landrover-innsbruck.at Range Rover Sport 26MY: Kraftstoffverbrauch (kombiniert): 12,4 – 7,1 l/100 km, CO₂-Emissionen (kombiniert): 282–168 g/km, nach WLTP. Weitere Informationen unter www.autoverbrauch.at. Symbolfoto.
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D AV I D P R I E T H G E S C H Ä F T S F Ü H R E R D E R P M K – P L AT T F O R M M O B I L E K U LT U R I N I T I A T I V E N
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us Sicht der PMK bereitet uns derzeit weniger eine einzelne Entwicklung Sorge als die Gleichzeitigkeit mehrerer Umbrüche: ökonomischer Druck, steigende Betriebs- und Produktionskosten, Verunsicherung am Arbeitsmarkt, soziale Vereinzelung, politische Verhärtung und der Verlust gemeinsamer Erfahrungsräume. Diese Entwicklungen betreffen Kultur nicht nur von außen. Sie verändern auch, wie Menschen zusammenkommen, wie Öffentlichkeit entsteht und wie Gesellschaft mit Konflikten, Unsicherheit und Veränderung umgeht. Gerade deshalb braucht es freie Kulturorte. Nicht als dekorativen Zusatz und auch nicht nur als förderabhängige Nische, sondern als Teil demokratischer und sozialer Infrastruktur. Orte wie die PMK schaffen Räume, in denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern teilnehmen, organisieren, widersprechen, lernen und gemeinsam etwas aufbauen können. Das ist eine harte gesellschaftliche Leistung – auch wenn sie sich nicht immer unmittelbar in betriebswirtschaftlichen Kennzahlen abbilden lässt.
GESCHÄFTSFÜHRER DER PLETZER GRUPPE
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ie Unbeständigkeit ist mittlerweile unsere fixe Begleiterin. Eine Krise folgt auf die nächste, aktuell im Nahen Osten. Das betrifft uns auch in Tirol. Umso wichtiger ist es, als Unternehmen ständig agil und flexibel zu blieben und damit auch auf Entwicklungen rasch mit innovativen Lösungen reagieren zu können. Das haben wir bis jetzt gemeinsam mit unseren Mitarbeiter*innen ganz gut gemeistert. Die PLETZER-Gruppe steht trotz der großen Herausforderungen durch die Diversifizierung in drei unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen sehr stabil da.
Realistisch und notwendig wäre daher, freie Kulturorte langfristig als Infrastruktur zu behandeln: mit mehrjähriger, indexierter Basisabsicherung, leistbaren Räumen, weniger kurzfristiger Projektlogik und klareren Zuständigkeiten bei Fragen von Stadtentwicklung, Nachtkultur, Nutzungskonflikten und kultureller Teilhabe. Wer Standortpolitik ernst meint, darf nicht nur über Unternehmen, Verkehr und Tourismus sprechen. Ein resilienter Standort braucht auch Orte, an denen gesellschaftliche Umbrüche produktiv verhandelt werden können.
Anlass zu Optimismus gibt uns, dass trotz aller Belastungen weiterhin viele Menschen reale Räume suchen, in denen sie nicht nur Publikum sind. In der PMK entstehen Konzerte, Diskussionen, kollektive Praxis, neue Initiativen und Begegnungen, die anderswo kaum stattfinden würden. Das ist nicht naiv, sondern konstruktive Aufbauarbeit. Gerade in einer Zeit, in der vieles auseinanderdriftet, zeigt freie Kultur, dass Öffentlichkeit, Zusammenarbeit und demokratische Erfahrung weiterhin hergestellt werden können.
© LUKAS MICKA
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MANFRED PLETZER
Generell wünsche ich mir – gerade in Zeiten wie diesen – mehr Kontinuität und weniger Aktionismus seitens der politischen Verantwortungsträger. Das betrifft insbesondere die nationale und EU-Ebene, die sich hier nicht besonders ausgezeichnet haben. Gerade in der Klimapolitik und auch für Unternehmen gibt es eigentlich nur einen Weg: die schnellstmögliche Dekarbonisierung unseres Kontinents! Dann sind wir auch nicht weiter von den Großmächten abhängig und können unser eigenständiges Profil als starker und eigenständiger Kontinent entwickeln.
Die PLETZER-Gruppe leistet mit Österreichs größtem Wärmepumpenhersteller iDM schon jetzt einen wirksamen Beitrag für die Energieund Wärmewende. Die Nachfrage nach unseren Geräten ist enorm und hat durch den Nahost-Konflikt noch einmal einen zusätzlichen Schub erhalten. Das Bewusstsein und die Notwendigkeit sind im Markt angekommen. Die Politik ist gut beraten, nicht wieder irgendwelche Hürden einzubauen bzw. vor der Öl- und Gas-Lobby in die Knie zu gehen. Gerade im Bereich grüner Energie haben Tirol und Österreich ein großes Potential und können hier europaweit eine Führungsrolle einnehmen.
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von wirtschaftlichem erfolg und wachstum bis zu sinn, haltung und echtem mehrwert: wie der tiroler tourismus neu definiert, was wirklich zählt. impulse | gedanken | diskussionen
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Hubert J. Siller Vordenker alpiner Tourismusentwicklung
Denise Seeholzer Expertin für globale Hospitality-Trends
Benedikt Böhm Grenzgänger zwischen Leadership & Extremalpinismus
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T I N A R I E S E R -W I N K L E R GESCHÄFTSFÜHRERIN VON RADIO U1 TIROL
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m meisten Sorge bereitet mir derzeit die anhaltende Unsicherheit. Viele Unternehmen stehen aufgrund steigender Kosten und einer insgesamt schwachen Konjuktur massiv unter Druck. Das spüren wir auch als regionales Medium sehr direkt, wenn aufgrund dieser Kombination Werbebudgets gekürzt werden. Zudem steigt der Druck internationaler Plattformen auf lokale Medien und Werbemärkte. Social Media und Sharing-Plattformen sind den österreichischen Medien schon aufgrund ihrer Größe und der Plattformökonomie überlegen. Zusätzlich werden sie auch in regulatorischer und steuerlicher Hinsicht bevorzugt behandelt. Notwendig wäre aus meiner Sicht vor allem mehr Verlässlichkeit und weniger Belastung für Unternehmen. Politik und Verwaltung sollten alles tun, um Betriebe zu entlasten. D. h. weniger Bürokratie, planbare Energie- und Standortpolitik sowie gezielte Unterstützung dort, wo regionale Wertschöpfung entsteht. Aus medienpolitischer Sicht braucht es einen klaren Schulterschluss für regionale Meiden und regionale Wirtschaft. Medien brauchen faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber globalen Plattformen. Die steuerliche Bevorzugung muss abgeschafft und diese Marktverzerrung abgebaut werden. Den globalen Plattformen muss volle Verantwortung für ihr Geschäftsmodell abverlangt werden. Österreichische Medienunternehmen tragen mehrfach zur Wertschöpfung in Österreich bei. Sie leisten über Lohn- und Ertragssteuern, Umsatzsteuer und Werbeabgabe einen fairen Beitrag zum österreichischen Staatshaushalt.
Social-Media Plattformen sind von den steuerlichen Belastungen weitestgehend ausgenommen. Sie beteiligen sich an der Finanzierung des Staatshaushalts nur über die Digitalsteuer. Deshalb sollte diese auf ein effektives Niveau von 10–15 % anstatt der bisherigen 5 % weiterentwickelt werden.
Optimistisch stimmt mich, dass unsere Wirtschaft trotz aller Krisen sehr widerstandsfähig ist. Gerade regionale Unternehmen zeigen viel Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein und Nähe zu den Menschen. Tirol hat starke Betriebe, gut ausgebildete Mitarbeiter*innen und eine hohe Lebensqualität. Wenn es gelingt, diese Stärken mit Innovation, Zusammenhalt und pragmatischer Politik zu verbinden, sehe ich gute Chancen für den Standort und für die Zukunft. Allerdings braucht es JETZT Taten. Die Politik muss sich – und damit meine ich alle Fraktionen – darauf besinnen, dass Lösungen gefragt sind: keine lautstarken Befindlichkeiten, keine Eitelkeiten und kein Abstecken eigener Pfründe. Optimistisch stimmt mich, dass Radio immer noch Nähe schafft. Aktuelle Studien des Landes Tirols zeigen, dass gerade das Medium Radio seitens der Bevölkerung sowohl in der Nutzung als auch in der Vertrauensfrage ganz vorne liegt. Radio U1 Tirol lebt von der Nähe zu den Hörer*innen, zu Vereinen, Veranstaltungen und Betrieben. Solange wir authentisch bleiben, unser Publikum ernst nehmen und uns gleichzeitig digital weiterentwickeln, sehe ich für unser Unternehmen, die Branche und den Standort Tirol sehr gute Chancen.
MICHAEL ZENTNER LANDESDIREKTOR UNIQA TIROL
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as mich persönlich am meisten beschäftigt, ist weniger ein einzelner Konflikt als das Gesamtbild und Tempo der Entwicklungen. Aktuelle Ereignisse zeigen, wie schnell geopolitische Krisen heute globale wirtschaftliche Folgen haben können. Besonders herausfordernd ist daher aktuell die Kombination aus geopolitischen Unsicherheiten, schwacher Konjunkturentwicklung in Europa und der zunehmenden Regulierung. Viele Unternehmen sehen sich mit steigenden Kosten, hoher administrativer Belastung und gleichzeitig sinkender Planbarkeit konfrontiert. Das wirkt sich auf Investitionsentscheidungen ebenso aus wie auf die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts insgesamt. Was es jetzt braucht, sind verlässliche und wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen. Dazu zählen schnellere Genehmigungsprozesse, weniger Bürokratie sowie stärkere Anreize für Innovation und Digitalisierung. Ebenso wichtig sind Investitionen in Aus und Weiterbildung, damit Unternehmen auch künftig ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden. Entscheidend ist zudem ein konstruktiver Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft, um langfristige Perspektiven zu schaffen und Vertrauen zurückzugewinnen. Anlass zu Optimismus geben die Innovationskraft und das Verantwortungsbewusstsein vieler Unternehmen. Gerade in Tirol erleben wir einen starken Mittelstand mit hoher Anpassungsfähigkeit und großer regionaler Verbundenheit. Auch die Versicherungswirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilität – als verlässlicher Partner für Unternehmen und Privatkunden in einer Zeit zunehmender Unsicherheit. Ich bin überzeugt, dass der Standort Österreich gute Voraussetzungen hat, gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen.
© TIROL WERBUNG/GERHARD BERGER
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KARIN SEILER SEIT 2022 GESCHÄFTSFÜHRERIN DER TIROL WERBUNG
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it den aktuellen geopolitischen Spannungen haben die Sorgen auch in der Tourismusbranche zugenommen – vor allem, weil die Unsicherheit auf Seiten der Reisenden deutlich spürbar ist. Die gute Nachricht für Tirol ist: Wir gelten als sicheres Urlaubsland und sind für unsere wichtigsten Märkte – allen voran Deutschland – nah und gut erreichbar. Gleichzeitig führt die aktuelle Unsicherheit zu noch mehr Kurzfristigkeit bei Reiseentscheidungen und Buchungen. Das erschwert die Planung in den Betrieben deutlich. Hinzu kommen veränderte Gästebedürfnisse, welche die Nachfrage verschieben.
Bei den genannten Herausforderungen sind wir als Tourismusbranche selbst am meisten gefordert. Auf Seiten der Betriebe braucht es größtmögliche Flexibilität, um mit Unsicherheit und Kurzfristigkeit umzugehen. Als Tirol Werbung forcieren wir unsere Schwerpunkte entlang veränderter Gästebedürfnisse. Ein konkretes Beispiel ist der Spätwinter: Auf die rückläufige Nachfrage reagieren wir mit einem Bündel an Maßnahmen. Dazu zählt neben gezielten Kampagnen das Projekt „Attraktiver Ganzjahrestourismus“, um unter anderem gemeinsam mit unseren Tourismusverbänden passende Angebote für die Monate März und April zu entwickeln. Tirols Tourismus hat in seiner weit mehr als hundertjährigen Geschichte immer wieder bewiesen, dass er mit Herausforderungen umgehen kann und diese erfolgreich meistert. Das gibt mir ebenso Zuversicht wie die Tatsache, dass die Kernqualitäten unseres Landes – Berge, Landschaft und Natur kombiniert mit erstklassiger Infrastruktur und qualitativ hochwertigen Betrieben – weiterhin hohe Anziehungskraft entfalten.
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MARCUS HOFER WURDE 2025 FÜR WEITERE DREI JAHRE ALS GESCHÄFTSFÜHRER DER S TA N D O R TA G E N T U R T I R O L B E S TÄ T I G T
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Optimistisch stimmen mich vor allem die Unternehmen selbst. Viele stecken den Kopf nicht in den Sand – sie handeln, entwickeln neue Produkte, verbessern ihre Dienstleistungen und optimieren ihre Prozesse. Das ist gelebter Unternehmergeist. Hinzu kommt: Der Wirtschaftsstandort Tirol ist strukturell sehr gut aufgestellt. Mit Industrie, Tourismus und Gewerbe verfügen wir über drei starke, einander ergänzende Säulen – eine Diversität, die uns Stabilität und Resilienz auch in schwierigen Zeiten sichert. © STANDORTAGENTUR TIROL
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Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Wer Krisen erfolgreich gemeistert hat, hat nie aufgehört, nach vorne zu schauen. Der Schlüssel heißt Innovation – und zwar in einem umfassenden Sinn. Es geht nicht nur um technologischen Fortschritt, sondern um neue Produkte, optimierte Prozesse und weiterentwickelte Dienstleistungen. Unternehmen, die jetzt in ihre Zukunftsfähigkeit investieren, verschaffen sich Wettbewerbsvorteile, die weit über die aktuelle Krise hinauswirken. Die Standortagentur Tirol unterstützt diesen Weg aktiv.
© TIROLER/HOHLRIEDER
ir erleben derzeit eine Gleichzeitigkeit von Krisen, die in dieser Dichte neu ist: geopolitische Spannungen, volatile Energiemärkte, instabile Lieferketten und ein allgemeines Klima der Unsicherheit, das unternehmerische Planung massiv erschwert. Das betrifft nicht nur Tirol – aber als exportorientierte Region mit stark international vernetzten Unternehmen spüren wir diese Entwicklungen besonders deutlich. ISOLDE STIEG S E I T 2 0 2 1 V O R S TA N D S D I R E K T O R I N DER TIROLER VERSICHERUNG
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nternationale Konflikte, neue Handelslogiken und zunehmende regulatorische Anforderungen verändern wirtschaftliche Strukturen spürbar und erschweren langfristige Planung. Gleichzeitig steigt die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen auf neue Entwicklungen reagieren müssen. Entscheidungen müssen unter deutlich volatileren Voraussetzungen getroffen werden als noch vor wenigen Jahren. Diese Dynamik verlangt ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit, Mut und unternehmerischem Weitblick.
Gerade in volatilen Zeiten braucht es Verlässlichkeit und Planungssicherheit für Unternehmen. Politische und regulatorische Entscheidungen müssen nachvollziehbar, praktikabel und langfristig orientiert sein. Gleichzeitig sind Unternehmen gefordert, flexibel zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und gezielt in ihre Zukunftsfähigkeit zu investieren – durch Innovation, Digitalisierung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der eigenen Organisation. Entscheidend ist, trotz aller Dynamik, handlungs- und entscheidungsfähig zu bleiben und Veränderungen aktiv mitzugestalten. Optimistisch stimmt mich die hohe Lösungsorientierung und Anpassungsfähigkeit vieler Unternehmen. Die Tiroler Wirtschaft zeichnet sich vor allem durch ihre große Diversität an Betrieben aus. Und diese Betriebe denken langfristig, investieren weiterhin und entwickeln neue Lösungen – auch unter anspruchsvollen Voraussetzungen. Diese Haltung, verbunden mit unternehmerischem Engagement und einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein, ist eine wesentliche Stärke unseres Wirtschaftsstandorts und macht mich zuversichtlich für die kommenden Jahre.
© ANDREAS FRIEDLE
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MICHAEL REIMAIR S T E U E R B E R AT E R I N I N N S B R U C K UND PRÄSIDENT DER KAMMER D E R S T E U E R B E R AT E R * I N N E N U N D WIRTSCHAFTSPRÜFER*INNEN FÜR TIROL
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eopolitisch sind vor allem die Industrie in Tirol und die Automobilzulieferer unter Druck. Hier sind wir ganz stark abhängig von Deutschland und der Weltkonjunktur und Deutschland. Auch am Bau zeigt sich ein differenziertes Bild und rückläufige Aufträge. Große Sorgen bereiten mir auch die komplett unverständlichen Rückforderungen der Corona-Hilfsgelder und die massive Verschlechterung der Steuergesetzgebung für Selbständige, anstatt dass bei den Ausgaben gespart wird.
Optimistisch stimmt mich, dass vor allem der Tourismus nach wie vor stark ist, auch wenn die Gewinne stagnieren oder leicht rückläufig sind. Auch das technologische Know-how der Tiroler Industrie und die Qualität des Handwerks und der Dienstleistungen geben Anlass zu Optimismus.
DIETER UNTERBERGER LEITET DIE UNTERBERGER GRUPPE IN Z W E I T E R G E N E R AT I O N G E M E I N S A M M I T S E I N E N BRÜDERN GERALD, FRITZ JR. UND FLORIAN
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ie größten Sorgen bereiten zweifelsfrei die Unsicherheiten und Unruhen der letzten Jahre. Jede Form der Unsicherheit ist schlecht für die Wirtschaft. Unternehmen brauchen Planbarkeit und stabile Verhältnisse.
© BLICKFANG PHOTOGRAPHY
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Budgetpolitisch bräuchte es meines Erachtens mehr Einsparungen bei den Ausgaben und vor allem ein Entrümpeln in der Verwaltung. Unternehmer*innen werden mit Bürokratie überhäuft, anstatt dass sie gefördert werden. Die massiven Lohnkostenund Preissteigerungen der letzten Jahre führten zu Wettbewerbsnachteilen, die wir noch Jahre spüren werden. Es bräuchte eine unternehmerfreundlichere Steuergesetzgebung und nicht neue Belastungen durch Strafen, Bürokratie und höhere Steuern, wie wir es gerade erleben. Außerdem braucht es wieder mehr Anerkennung und Förderung, wenn Menschen bereit sind, mehr zu leisten als nur das Notwendige.
Vieles liegt nun in der Hand der Politiker*innen und Entscheider*innen der großen Global-Player-Staaten. Wichtig für uns Firmenchefs ist es jedoch, diese Unsicherheit nicht nach außen zu tragen und damit noch zu verstärken. Wir müssen wie ein Kapitän auf stürmischer See Ruhe ausstrahlen und das Gefühl vermitteln, das Schiff sicher zu steuern. Weiters können wir durch ein betriebliches Streben nach Kontinuität im Kleinen zu Stabilität beitragen. Für unser Unternehmen gibt uns die Zukunftsorientiertheit unserer Automarken – allen voran BMW – Grund zum Optimismus. Hier wurden viele richtige Entscheidungen getroffen, die die Marken auch in bewegten Zeiten attraktiv und zukunftsfit machen. Was die Branche betrifft, freut es mich, immer wieder zu sehen, dass das Thema Individuelle motorisierte Mobilität auch heute noch und entgegen vielen anderslautenden Zukunftsprognosen der letzten Jahrzehnte einen enormen Stellenwert in der Bevölkerung hat. Das Auto erzeugt mehr Emotion denn je und die Innovation schreitet in Windeseile voran. Bezüglich Wirtschaftsstandort kann man ganz klar festhalten, dass der Leistungswille eines Großteils der Bevölkerung immer noch ungebrochen ist und unsere Infrastruktur ausgezeichnet ist. Leider werden viele Entscheidungen und Gesetze der letzten Jahre am Leistungsprinzip vorbei getroffen, was eine Reduktion der Leistungsfähigkeit unserer Volkswirtschaft zur Folge hat.
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J E ROM E DA N D R I E U X GENERAL MANAGER FÜR DEN S TA N D O R T W A T T E N S B E I S W A R O V S K I
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ie aktuellen Rahmenbedingungen sind von hoher Unsicherheit geprägt. Insbesondere die anhaltenden geopolitischen Spannungen wirken sich direkt auf Energiepreise, Lieferketten und Handelsbeziehungen aus – und erschweren damit Investitionsentscheidungen und langfristige Planung erheblich. Gleichzeitig beobachten wir einen zunehmenden regulatorischen Druck. Hohe Bürokratiekosten und komplexe Genehmigungsverfahren bremsen Innovation und mindern die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Europa. Hinzu kommt ein strukturell steigender Kosten- und Lohndruck, der exportorientierte Unternehmen besonders belastet. Gerade in einem global wettbewerbsintensiven Umfeld sind diese Faktoren entscheidend für die Sicherung von Wachstum und Beschäftigung.
Aus meiner Sicht braucht es jetzt klare und pragmatische Schritte, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Ein zentraler Hebel ist der spürbare Abbau von Bürokratie und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Unternehmen müssen schneller investieren und Innovationen umsetzen können, statt Ressourcen in administrative Prozesse zu binden. Gleichzeitig ist die Sicherstellung von leistbarer Energie, stabiler Versorgung und leistungsfähiger digitaler Infrastruktur essenziell. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen gibt es für mich klare Gründe für Zuversicht – und der wichtigste
davon sind unsere Mitarbeiter*innen. Ihr Engagement, ihr Innovationsgeist und ihre tiefe Verbundenheit mit dem Unternehmen bilden das Fundament unseres Erfolgs. Darauf aufbauend profitieren wir von einer starken globalen Marke, die für Kreativität, Handwerkskunst, technologische Innovationskraft und höchste Qualität steht – verbunden mit einer einzigartigen emotionalen Strahlkraft. Nicht zuletzt ist es unser robuster Standort Tirol, der uns Zuversicht gibt: Die enge Verzahnung von Industrie, Innovation und Ausbildung sowie kontinuierliche Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung sichern langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit.
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SCHNELL G E F R AG T top.500
Wir haben Kund*innen, Partner*innen und Freund*innen im Zuge einer survio-Kurzumfrage um ihre Meinung zu aktuellen Entwicklungen gebeten. Die Welt wird derzeit von zahlreichen Krisen geprägt – von Inflation über geopolitische Spannungen bis zu wirtschaftlicher Unsicherheit. Wie sehr beeinflusst Sie diese Entwicklung persönlich?
Sehr stark
12,4 %
Eher stark Teilweise Kaum
Gar nicht
26,5 % 46 % 13,3 % 1,8 %
Viele Menschen passen ihren Alltag oder ihre Entscheidungen an die gegenwärtige Lage an. Welche Maßnahmen treffen Sie persönlich derzeit am ehesten?
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Ich konzentriere mich stärker auf Familie, Gesundheit und persönliche Stabilität: 19,3 % Ich informiere mich intensiver über Politik und Wirtschaft: 13,5 % Ich verschiebe größere Anschaffungen oder Investitionen: 11,6 % Ich lege mehr Geld zur Seite / spare bewusster: 11,1 % Ich ändere aktuell wenig an meinem Verhalten: 10,6 %
Ich reduziere meine Ausgaben für Urlaub und Reisen: 9,7 % Ich spare stärker beim alltäglichen Konsum: 9,7 %
Ich achte stärker auf Energie- und Wohnkosten: 7,7 %
Ich arbeite mehr oder suche zusätzliche Einnahmequellen: 6,3 % Anderes: 0,5 %
Welche gesellschaftlichen und/oder globalen Entwicklungen bereiten Ihnen aktuell die größten Sorgen?
Kriege und geopolitische Instabilität: 24,0 %
Inflation und steigende Lebenshaltungskosten: 14,5 % Klimawandel und Umweltkrisen: 14,2 %
Gesellschaftliche Spaltung und Polarisierung: 11,6 % Wirtschaftliche Entwicklung Österreichs: 9,5 %
Demokratieverlust und Vertrauenskrise in Institutionen: 5,8 % Gesundheitssystem und Pflegeversorgung: 5,1 % Zukunft des Arbeitsmarktes: 3,7 %
Energieversorgung und mögliche Rohstoffkrisen: 3,6 % Migration und Integrationsfragen: 3,3 %
Soziale Ungleichheit und Armutsentwicklung: 2,5 %
Technologischer Wandel / künstliche Intelligenz: 2,2 %
Direkt aus den Bergen – mit Liebe gemacht. Was gibt Ihnen aktuell am meisten Zuversicht?
Vertrauen in sich selbst
Familie und Freunde
gesunde Beziehungen
Sport, gemeinsame Freizeit
Vertrauen in die Demokratie und die EU
Natürliche Luftreinigung mit der Kraft der Zirbe!
ein Wiederanziehen der Wirtschaft
positiv denkende Menschen
„Dass in der Geschichte schon vermehrt Krisen überwunden wurden, wir alle hoffentlich etwas daraus lernen und Wertschätzung, Leistung und Zusammenhalt wieder mehr in den Fokus rücken.“
unsere Jugend Wohlstand der Eltern kreative und innovative Unternehmen
„Dass auf Krisen immer wieder Hochs folgen.“
Optimismus
die eigenen Kinder
stabiler Arbeitsplatz und stabile Partnerschaften
positive Nachrichten (ja, die gibt es!)
innere Zufriedenheit und Gelassenheit „Die Hoffnung, dass für die Menschheit irgendwann ein positives Umdenken erfolgt – im Sinne von Klimawandel, Hunger in armen Ländern, Unterdrückung und Krieg.“
Erfahrung
„Das Wissen, dass sich jedes Problem lösen lässt.“ Heimat / in Österreich zu leben
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der Glaube an die eigene Wirkungsund Schaffenskraft
kritischer Journalismus
Gesundheit
finanzielle Unabhängigkeit
„Die Hoffnung auf Stabilität und umgeben zu sein von Menschen, die den Blick nach vorne richten.“ Austausch mit Familie und Freunden „Dass sich Europa etwas standhafter gegen internationalen Einfluss anderer Großmächte stellt und auch mal widerspricht.“ S TAT I S T I S C H E S : Rund 65 % der Teilnehmer*innen sind zwischen 40 und 59 Jahre alt (60 Jahre und älter: 20 %, 20 bis 39 Jahre: 13 %, der Rest ist jünger) // 53 % sind weiblich, 47 % männlich // knapp die Hälfte der Teilnehmer*innen befindet sich in einem Angestelltenverhältnis, 37 % sind selbstständig, 10 % Pensionist*innen // 45 % schätzen ihre finanzielle Situation als mittelmäßig ein, 43 % als (sehr) gut
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MUT ZUM Die Industrie steht unter Druck. Wirtschaftlich und (geo)politisch. Gleichzeitig bleibt sie eine tragende Säule für Wohlstand, Innovation und Beschäftigung. INTERVIEW: MARINA BERNARDI
weltweiten Kund*innen und dort hat die Industrie definitiv kein Imageproblem. Natürlich geht es aber auch um heimische Stakeholder, um die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber oder darum, wie die Industrie gesellschaftlich wahrgenommen wird. Hier gibt es durchaus Fehleinschätzungen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Heil oft in der Dienstleistung gesucht. Viele Länder haben sich von der Industrie wegentwickelt, um dann festzustellen, dass diese ein zentraler Bestandteil ist. Viele Dienstleistungen wären ohne Industrie gar nicht möglich. Schauen Sie sich die IT an: Ohne Halbleiterindustrie gäbe es am Ende auch keine IT-Dienstleistungen. Industrie schafft die Grundlage für vieles andere und viele Länder haben zunehmend erkannt, dass eine starke Industrie essentiell für den Wohlstand einer Volkswirtschaft ist. Deshalb glaube ich nicht, dass die Industrie grundsätzlich ein Imageproblem hat, doch man muss kontinuierlich daran arbeiten, die Branche als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Gerade im aktuell stark umkämpften Arbeitsmarkt.
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n Tirol trägt die Industrie rund 35 Prozent zur gesamten Wirtschaftsleistung bei und ist trotz Dauerkrisen erstaunlich resilient. Wir haben mit Karlheinz Wex, Obmann der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Tirol, über die Herausforderungen eines exportorientierten Standorts, Bürokratie und Fachkräftemangel gesprochen und über die Frage, warum Optimismus für Unternehmer*innen keine Option, sondern Voraussetzung ist.
E C O. N OVA : Tirol gilt in der Wahrnehmung nicht als
klassisches Industrieland wie etwa Oberösterreich und dennoch ist die Industrie ein zentraler Wertschöpfungsmotor. Wird die Bedeutung der Industrie für Tirol politisch und gesellschaftlich Ihrer Meinung unterschätzt? KARLHEINZ WEX: Die Frage ist eher: Hat die Industrie ein Image- oder ein Wahrnehmungsproblem? In Tirol ist das Thema Tourismus kommunikativ natürlich sehr stark besetzt, gleichzeitig ist die Industrie stark export orientiert. Unsere primären Ansprechpartner sind unsere
Fachkräfte zu finden, bleibt branchenübergreifend schwierig … Durchaus. Das hängt klar mit der demografischen Entwicklung zusammen. Darunter leiden wir wie viele andere auch. Ein zentrales Thema für uns ist die Lehre, die für die Industrie nach wie vor ein wesentlicher Grundpfeiler in der Ausbildung von Facharbeiter*innen ist. Doch auch hier haben wir ein Problem. Ich habe die Erwartung, dass ein Kind nach neun Jahren Pflichtschule zumindest die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen so weit beherrscht, um eine Lehre erfolgreich abzuschließen. Leider ist das heute nicht immer der Fall. Das ist aus meiner Sicht ein grundsätzliches Problem unseres Bildungssystems. Dabei reden wir nicht von höheren Anforderungen als früher, sondern von elementaren Kulturtechniken. Zur demografischen Entwicklung kommt also noch diese Schwäche in unserem Bildungssystem dazu. Das ist leider Realität. Wir haben bei Plansee beispielsweise nicht das Thema, zu wenige Bewerbungen für Lehrstellen zu bekommen. Jedes Jahr bewerben sich rund 130 Jugendliche für ca. 35 Lehrstellen. Wir schaffen es am Ende allerdings gerade einmal, davon jene 35 auszuwählen, bei denen wir davon ausgehen, dass sie die Lehre auch erfolgreich abschließen können. Das zeigt sehr eindrücklich, wie herausfordernd die Situation geworden ist. In der Industrie ist der Anteil an Großbetrieben im Vergleich zu anderen Branchen verhältnismäßig hoch, dennoch ist Tirol stark von KMU-Strukturen und Familienunternehmen geprägt. Ist genau diese Struktur in Krisenzeiten eher ein Stabilitätsfaktor oder fehlt dadurch manchmal die industrielle Schlagkraft? Wenn man auf Österreich als Gesamtes blickt, sieht man, dass in der
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
Industrie in den vergangenen sechs Jahren im Schnitt rund 10.000 Arbeitsplätze pro Jahr verloren gegangen sind. In Tirol ist die Anzahl der Beschäftigten vergleichsweise stabil geblieben. Das zeigt, wie resilient unsere Unternehmen sind. Das hängt vor allem stark mit unserem Branchemix zusammen. Wir haben starke Bereiche wie die Pharmaindustrie, die Elektroindustrie oder den Maschinenbau. Auch die Bauindustrie ist generell ein starkes Standbein, wobei diese derzeit sehr zu leiden hat. Dazu kommen viele mittelständische Familienunternehmen. Gerade Unternehmen im Privateigentum denken oft langfristiger und ich bin überzeugt, dass dieses langfristige Denken widerstandsfähiger gegenüber Krisen macht. Und von denen hatten wir in den vergangenen Jahren genug. Man hat mit Covid, dem Ukrainekrieg und dem Nahostkonflikt das Gefühl einer Dauerkrise. Trotzdem entwickelt sich unsere Industrie erstaunlich stabil.
fünf neue dazukommen. Dazu kommt diese österreichische Tendenz zur Übererfüllung von Vorgaben. Hier schießt man klar übers Ziel hinaus. Natürlich brauchen wir Regeln, diese Überregulierung führt langfristig jedoch zu einem Wohlstandsverlust. Dieses Bewusstsein ist in Österreich aus meiner Sicht zu wenig ausgeprägt. Andere Länder zeigen, dass es auch anders geht. Dänemark zum Beispiel hat dieselben EU-Vorgaben, setzt diese jedoch völlig anders um. Mit deutlich besseren Ergebnissen für Mensch und Wirtschaft. Ich bin generell ein Verfechter der sozialen Marktwirtschaft, die uns sehr erfolgreich gemacht hat. Mittlerweile haben wir uns jedoch in Richtung Regulierungswirtschaft entwickelt. Unternehmen brauchen Verlässlichkeit und Klarheit. Auf dieser Basis wird in die Zukunft investiert. Die Regulierungswut sorgt für Verunsicherung, weil Regeln von heute morgen nicht mehr gelten. Es ist geopolitisch bereits chaotisch genug, deshalb braucht es zumindest nationale Stabilität.
„Am Ende des Tages ist es der Markt, der entscheidet.“
Europa spricht viel von strategischer Autonomie, Resilienz und Reindustrialisierung. Kommt davon in der Praxis etwas bei den heimischen Industriebtrieben an? Wenn man sich die industriepolitischen Rahmenbedingungen anschaut, passiert aus meiner Sicht nach wie vor viel zu wenig. Ein großes Thema ist die Bürokratie. Noch immer. Besonders problematisch wird es, wenn europäische Richtlinien in Österreich noch zusätzlich verschärft werden, das sogenannte Goldplating. Man sieht das aktuell etwa bei der Entgelt-Transparenzrichtlinie oder der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Grundidee dahinter ist oft sinnvoll, aber die Umsetzung wird so komplex, dass das Thema am Ende negativ wahrgenommen wird. Dazu kommt unsere föderale Struktur. Europäische Richtlinien werden in Österreich nicht nur national umgesetzt, sondern teilweise noch in jedem Bundesland unterschiedlich interpretiert. Das macht vieles unnötig kompliziert. Damit verlieren wir international an Wettbewerbsfähigkeit, etwa durch steigende Energiepreise und Arbeitskosten. Österreich lag bei den Energiepreisen früher leicht unter dem europäischen Durchschnitt, heute deutlich darüber. Auch die Inflation wurde bei uns damit stärker angeheizt als in vergleichbaren Ländern. Stichwort Bürokratie und Regulierungswut: Fehlt in Österreich der Mut zu handeln oder anders gefragt, ist Österreich zu vorsichtig geworden? Diese überbordende Bürokratie ist schon ein strukturelles Problem. Wir reden immer von Bürokratieabbau, aber derzeit habe ich das Gefühl, dass für jede Regel, die man mühsam abbaut,
Viele Unternehmer*innen sprechen inzwischen weniger von „Wachstum“ als von „Standortsicherung“. Ist das ein Mentalitätswechsel oder Ausdruck von Verunsicherung? Das ist vor allem ein realistischer Blick auf die globale Entwicklung. Die großen Wachstumsraten sind vorbei, gleichzeitig ist der internationale Wettbewerb deutlich härter geworden. Andere Regionen haben massiv aufgeholt, technologisch und strategisch. Deshalb spricht man heute stärker über Standortqualität. Die Frage lautet: Können wir bestimmte Produkte morgen überhaupt noch wettbewerbsfähig in Österreich herstellen?
War Europa in diesem Zusammenhang zu selbstsicher? Ja, wahrscheinlich schon. Europa hat sich in manchen Bereichen überschätzt und Risiken unterschätzt. Wenn man sich die USA oder China anschaut, sieht man einen viel stärkeren strategischen Fokus, wenn auch auf verschiedene Weisen. China hat sich gezielt Ressourcen und Technologien gesichert und arbeitet fokussiert auf das Ziel hin, die Nummer eins der Welt zu werden. Europa war hier teilweise zu blauäugig.
Tirol positioniert sich gerne als Innovationsstandort. Wo sehen Sie internationale Spitzenpositionen Tiroler Industriebetriebe? Innovation ist tatsächlich eine große Stärke Tirols. Wir gehören heute zu den Top-30Industrieregionen in Europa, im Zuge der Tiroler Industriestrategie möchten wir Richtung Top 20 kommen. Wenn
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WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
wir uns die Kennzahlen dieses Rankings anschauen, sind wir in Bezug auf Innovation dort extrem gut positioniert. Die Tiroler Industrie investiert jährlich rund 450 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung. Dazu kommt die gute Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten. Tirol ist in vielen Bereichen technologisch hervorragend aufgestellt, hier jemanden Spezifischen herauszugreifen, würde allen anderen Unrecht tun. Wenn wir von einem Innovationsstandort als Gesamtes reden, dann ist das keine Selbstüberschätzung, sondern faktisch belegbar. Wo besteht in diesem Zusammenhang Aufholbedarf? Ganz klar bei Infrastruktur und Basisbildung. Die Verkehrsinfrastruktur ist ein großes Thema. Der Flughafen Innsbruck beispielsweise ist ein echtes Problem, die internationalen Anbindungen sind sehr schwach. Auch die Start-up-Kultur ist hierzulande leider noch wenig ausgeprägt. Wirklich neue Ideen tun sich in Österreich oft schwer in der Umsetzung.
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glaube an die Technologie und bin überzeugt, dass wir die Probleme, die wir heute haben, nicht mit zusätzlichen Regeln lösen werden, sondern mit Technologie. Die Politik muss einen Rahmen vorgeben und klare Ziele setzen. Die richtigen Ideen zu finden, um diese zu erreichen, obliegt den Unternehmen. Die meisten Probleme, die wir derzeit im Land haben, liegen seit Langem auf dem Tisch. Wird man nicht irgendwann müde, immer wieder darauf hinweisen zu müssen? Natürlich ist manches frustrierend. Viele Entscheidungen oder eben Nicht-Entscheidungen sind stark interessengeprägt. Ich habe oft das Gefühl, bei Diskussionen ums Gesundheitssystem geht es nicht um die Patient*innen, in der Bildung nicht um die Schüler*innen. Es geht nicht um den Wohlstand, den es am Ende des Tages zu mehren gilt, und nicht darum, Optimismus für die nächste Generation zu schüren. Das Ergebnis sind ideologische, faktenbefreite Entscheidungen. Dennoch darf man den Mut nicht verlieren. Die Industrie und Unternehmertum im Allgemeinen braucht einen gewissen Grundoptimismus. Ohne diesen Optimismus kann man nicht unternehmerisch denken und investieren.
„Man kann sich gegen Veränderungen nicht wehren. Wer wettbewerbsfähig bleibt, wer schneller bleibt und mehr Ideen hat, der wird sich durchsetzen.“
Wie gut ist Tirol in Sachen Digitalisierung und Automatisierung aufgestellt? Automatisierung und Digitalisierung waren für die Industrie immer zentrale Themen. Nun kommt noch die Künstliche Intelligenz dazu, die unsere Gesellschaft massiv verändern wird. Am Ende des Tages geht es darum, im internationalen Wettbewerb zu bestehen, und wer bei neuen Technologien nicht dranbleibt, verliert sehr schnell an Boden.
Auch Nachhaltigkeit ist längst mehr als nur eine Imagefrage, sondern Kosten- und Wettbewerbsfaktor. Wie sehen Sie das Thema? Das Thema Nachhaltigkeit scheint in der letzten Zeit etwas nach unten auf der Prioritätenliste gerutscht zu sein, doch für mich steht es nach wie vor ganz oben. Für mich ist Nachhaltigkeit eng mit langfristigem Denken verbunden. Ein Unternehmen, das sich nicht damit auseinandersetzt, wird langfristig weder als Arbeitgeber attraktiv sein noch wirtschaftlich erfolgreich bleiben. Dabei geht es nicht nur um Themen wie CO2-Reduktion oder Umweltfragen, es geht genauso um soziale Verantwortung und den Umgang mit Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Lieferant*innen. Nachhaltigkeit zeigt sich oft besonders in Krisenzeiten: Dann erkennt man, ob Beziehungen langfristig und vertrauensvoll aufgebaut wurden. Wie kann Tirol ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben? Wir sind sehr innovativ und haben viele starke Unternehmen. Entscheidend sind die Rahmenbedingungen: Bürokratie, Arbeitskosten, Infrastruktur, Bildung, Gesundheitssystem. All das beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit. Und für mich ganz wesentlich: Technologieoffenheit. Ich
Wie verorten Sie die aktuelle Stimmung in der heimischen Industrie? Sehr differenziert. Manche Branchen laufen sehr gut, andere kämpfen massiv, etwa die Automobilzulieferindustrie oder Teile der Bauindustrie. Insgesamt ist die Stimmung jedoch besser als vor einem Jahr. Die Nahostkrise hat einiges an Optimismus gedämpft, dennoch ist die Branche heute insgesamt etwas positiver gestimmt als zuletzt.
Wie macht man jenen Unternehmen Mut, die aktuell stark unter Druck stehen? Der Schlüssel liegt in der Innovation. Unternehmen müssen neue Produkte, neue Anwendungen und neue Märkte erschließen. Genau das hat unsere Industrie in der Vergangenheit stark gemacht. Wenn ein Unternehmen irgendwann keine Chance mehr sieht, bestimmte Produkte in Österreich wettbewerbsfähig herzustellen, beginnt die Verlagerung. Und ist ein Unternehmen einmal weg, kommt es nicht zurück. Deshalb müssen wir uns auf jene Bereiche konzentrieren, in denen wir innovativ und wettbewerbsfähig bleiben können.
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TIROLER SPARKASSE
TIROLER INDUSTRIE IM DIALOG In einer Zeit wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit und gleichzeitig neuer technologischer Möglichkeiten stand eine Veranstaltung der Tiroler Sparkasse und Industriellenvereinigung Tirol ganz im Zeichen einer „Resilienten Industrie 2035“.
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nfang Juni fanden auf Einladung der Tiroler Sparkasse und der Industriellenvereinigung Tirol führende Vertreter*innen aus Industrie, Forschung und Finanzwelt zusammen. Ziel war es, einen fundierten, realistischen Blick auf die aktuelle Lage zu ermöglichen und gleichzeitig konkrete Perspektiven für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes aufzuzeigen. Die Keynotes des Abends lieferten dabei eine Einordnung der wirtschaftlichen Lage sowie konkrete Einblicke in strategische Handlungsfelder für Unternehmen. Stefan Haigner von der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung analysierte die aktuellen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und zeigte auf, welche strukturellen Herausforderungen und Entwicklungen für Unternehmen und Standort entscheidend sind. Dabei betonte er die Bedeutung von Anpassungsfähigkeit in einem zunehmend komplexen Umfeld: „Resilienz bedeutet nicht, Krisen zu vermeiden. Resilienz bedeutet, auch unter veränderten Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Gerade für exportorientierte Industriestandorte wie Tirol wird es daher entscheidend sein, Unternehmen jene Rahmenbedingungen zu bieten, die Investitionen, Innovationen und erfolgreiche Anpassungsprozesse ermöglichen. Denn globale Entwicklungen können wir nicht steuern – unsere Reaktion darauf sehr wohl.“ Karlheinz Wex, Vorstandsvorsitzender der Plansee Holding, gab anschließend Einblicke in die Perspektive eines global agierenden Industrieunternehmens und beleuchtete, wie Resilienz, internationale Produktionsnetzwerke und strategische Entscheidungen dazu beitragen, Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Aus seiner Sicht ist dabei vor allem ein vorausschauender Zugang entscheidend: „Resilienz einer Organisation entsteht durch lang-
Stefan Haigner (Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung), Eduard Fröschl (Fröschl Gruppe und Bundesvorsitzender Junge Industrie), Patrick Götz (Tiroler Sparkasse), Sabine Herlitschka (Infineon Technologies Austria), Michael Mairhofer (Industriellenvereinigung Tirol), Kerstin Polzer (Moderation), Joe Empl (EMPL Fahrzeugwerk) und Karlheinz Wex (Plansee Holding)
fristiges Denken. Es berücksichtigt dabei strukturelle Trends wie technologische Veränderungen, geopolitische Risiken und Nachhaltigkeitsanforderungen. Potenzielle Disruptionen werden dadurch frühzeitig erkannt und es kann proaktiv gehandelt werden. Resilienz bedeutet vorbereitetes Entscheiden und nicht Improvisation.“ Sabine Herlitschka, CEO von Infineon Technologies Austria, richtete den Blick indes auf die Zukunft technologischer Innovationen
und unterstrich die Bedeutung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Mikroelektronik für die internationale Positionierung Österreichs. Sie hob hervor, dass Resilienz allein nicht ausreicht, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein: „Resilienz ist eine wichtige Basis für einen wettbewerbsfähigen Industriestandort – sie allein reicht aber nicht. Für Österreichs Weg in die Top 10 braucht es technologische Stärke und industrielle Skalierung, insbe-
TIROLER SPARKASSE
sondere in Schlüsseltechnologien. Wir erleben gerade Strukturwandel in Echtzeit: KI bringt große Veränderungen und Potenziale, insbesondere für Innovation, aber auch Produktivitätswachstum. Entscheidend ist, diesen Wandel nun proaktiv zu gestalten.“ Gemeinsam zeigten die Beiträge, dass neben klassischen Standortfaktoren insbesondere Innovation, Geschwindigkeit und klare strategische Entscheidungen über zukünftigen Erfolg entscheiden.
UNTERNEHMERTUM TRIFFT FINANZWELT
Im Zentrum der anschließenden Podiumsdiskussion stand der direkte Austausch zwischen Industrie, Finanzwelt und Unternehmertum. Unterschiedliche Perspektiven wurden zusammengeführt, um zentrale Fragen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung offen zu diskutieren. Mit Ingo Bleier, Vorstand für Corporates & Markets der Erste Group Bank, Karlheinz Wex und Sabine Herlitschka sowie Joe Empl von EMPL Fahrzeugwerk und Eduard Fröschl, Fröschl Gruppe und Bundesvorsitzender Junge Industrie, trafen internationale Banken- und Industriekonzerne, mittelständische Unternehmen und die Perspektive der jungen Unternehmergeneration aufeinander. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen globaler Entwicklungen auf Unternehmen, die Rolle von Investitionen und Finanzierung, die Bedeutung von Innovationskraft sowie die Anforderungen an eine zukunftsorientierte Standortpolitik. Dabei wurde auch deutlich, wie stark unternehmerischer Erfolg von klaren Rahmenbedingungen und Innovationsfähigkeit abhängt. Eduard Fröschl betonte insbesondere die Bedeutung von Leistungsanreizen und unternehmerischem Mut für die nächste Generation: „Junge Menschen brauchen vor allem eines: das Gefühl, dass sich Einsatz lohnt. Wer Verantwortung übernimmt, Risiken eingeht und Leistung bringt, muss dafür echte Chancen und spürbare Anerkennung bekommen. Weniger Bürokratie, mehr Vertrauen und klare Leistungsanreize schaffen den Raum, in dem Mut entsteht – und der Wille, groß zu denken und Zukunft aktiv zu gestalten.“ Joe Empl gab dazu einen Einblick in die strategische Ausrichtung seines Unternehmens und die Rolle von Spezialisierung und Innovation in einem internationalen Wettbewerbsumfeld. Er verwies zudem auf die Bedeutung laufender Investitionen in neue Technologien und Marktsegmente: „Wir investieren laufend in die
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Anpassung unserer Produkte hinsichtlich neuer Antriebstechnologien und stärken gleichzeitig unsere Position in Bereichen mit besonderen Anforderungen, etwa im Verteidigungs- sowie Sicherheits- und Katastrophenschutzsektor.“ Die Diskussion machte deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg zunehmend von Zusammenarbeit und vernetztem Denken zwischen Industrie, Finanzwelt und wirtschaftspolitischen Akteurinnen und Akteuren abhängt.
SCHLÜSSEL ZUR WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Die Veranstaltung unterstrich die zentrale Rolle von Zusammenarbeit in Zeiten des Wandels. Die Industriellenvereinigung Tirol brachte als zentrale Interessenvertretung der Industrie die Perspektiven ihrer Mitgliedsunternehmen ein und setzte Impulse zu wesentlichen Zukunftsthemen wie Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Standortpolitik. Die Tiroler Sparkasse ergänzte diese Perspektive als langfristige Finanzierungspartnerin der Wirtschaft und unterstützt Unternehmen aktiv in Transformations- und Investitionsprozessen.
Bereits zur Eröffnung des Abends wurde diese partnerschaftliche Rolle deutlich. „Gerade in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ist es entscheidend, Unternehmen nicht nur finanziell zu begleiten, sondern auch Plattformen für Orientierung und Austausch zu schaffen. Gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Tirol wollen wir genau diesen Raum bieten“, betonte Patrick Götz, Vorstand der Tiroler Sparkasse. Und auch aus Sicht der Industrie ist der Austausch zentral. „Die Herausforderungen für die Industrie sind aktuell enorm, sie reichen von Energie über Fachkräfte bis hin zu globalem Wettbewerb. Umso wichtiger ist der direkte Dialog zwischen Unternehmen, Finanzwelt und Interessenvertretung. Die Partnerschaft mit der Tiroler Sparkasse ermöglicht genau diesen Austausch auf Augenhöhe“, so Michael Mairhofer, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol. Gemeinsam schufen beide Partner eine Plattform, die Perspektiven verbindet, den offenen Austausch stärkt und konkrete Orientierung bietet. Damit leistete die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Tirol. PR
AUFHELLUNG MIT VORBEHALT Tirols Industrie blickt trotz geopolitischer Unsicherheit wieder zuversichtlicher nach vorne. Der IV-Tirol-Geschäftsklimaindex steigt auf 33,0 Punkte. Die Betriebe erwarten in den kommenden Monaten mehr Produktion und eine bessere Geschäftsentwicklung.
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DAVON 36 GROSSBETRIEBE (AB 250 BESCHÄFTIGTE), DAS ENTSPRICHT RUND 31 % ALLER GROSSBETRIEBEN IN TIROL.
DAS ENTSPRICHT RUND 98 BESCHÄFTIGTEN PRO BETRIEB. LEHRLINGE: 1.086
TIROLER INDUSTRIEBTRIEBE
INDUSTRIEMITARBEITER 2024
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13,5 MRD. EURO DIREKTE, INDIREKTE UND INDUZIERTE REGIONALE BRUTTOWERTSCHÖPFUNG DAMIT WIRD RUND 35 % DER TIROLER BRUTTOWERTSCHÖPFUNG VON PRODUZIERENDEN BETRIEBEN ERBRACHT.
14,4 MRD. EURO INDUSTRIEPRODUKTION
ABGESETZTE PRODUKTION INKL. BAUINDUSTRIE
23 %
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DER BEFRAGTEN BETRIEBE BEURTEILEN IHRE DERZEITIGE LAGE ALS GUT
MELDEN EINEN GUTEN AUFTRAGSBESTAND
BERICHTEN VON EINER GUTEN EXPORTAUSLASTUNG
47 % ALS DURCHSCHNITTLICH, 30 % ALS SCHLECHT. Q4/2025: 28 % / 42 % / 30 %
46 % EINEN DURCHSCHNITTLICHEN, 30 % EINEN SCHLECHTEN. Q4/2025: 25 % / 46 % / 29 %
Q4/2025: 25 %
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„Die Aufhellung ist erfreulich, aber sie ist noch keine Entwarnung. Viele Betriebe stehen weiterhin unter Druck: Schwache Aufträge, hohe Kosten und unsichere Märkte prägen in vielen Unternehmen den Alltag. Entscheidend ist jetzt, ob aus besseren Erwartungen wieder konkrete Investitionen, zusätzliche Produktion und sichere Beschäftigung werden.“ MAX KLOGER, PRÄSIDENT DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG TIROL
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RECHNEN IN SECHS MONATEN MIT EINER GUTEN GESCHÄFTSLAGE 56 % MIT EINER DURCHSCHNITTLICHEN ENTWICKLUNG, 1 PROZENT MIT SCHLECHTER Q4/2025: 31 % / 60 % / 9 %)
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ERWARTEN IN DEN NÄCHSTEN DREI MONATEN EINE STEIGENDE PRODUKTION 51 % GEHEN VON EINER STABILEN ENTWICKLUNG AUS, 1 PROZENT RECHNET MIT EINEM RÜCKGANG Q4/2025: 29 % / 55 % / 16 %
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DER UNTERNEHMEN RECHNEN MIT EINEM STEIGENDEN PERSONALSTAND 54 % GEHEN VON EINER STABILEN ENTWICKLUNG AUS, 25 PROZENT RECHNEN MIT EINEM RÜCKGANG Q4/2025: 21 % / 43 % / 36 %
Quellen: IV-Tirol-Geschäftsklimaindex, Tiroler Wirtschaft in Zahlen/Wirtschaftskammer Tirol
LICK
KONJUNKTURPROGNOSE Die von der GAW im Auftrag der Industriellenvereinigung Tirol erstellte Konjunkturprognose erwartet für Tirol 2026 ein Wachstum von 0,5 Prozent. Während der Bau die Entwicklung bremst, bleibt die exportstarke Kernindustrie eine zentrale Stütze der regionalen Konjunktur. Österreich kommt 2026 nur langsam aus der wirtschaftlichen Schwächephase. Das Institut für Höhere Studien (IHS) prognostiziert ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von +0,5 Prozent, während das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) je nach Szenario von einer Bandbreite zwischen +0,2 und +1,1 Prozent ausgeht. Damit zeichnen die wichtigsten Wirtschaftsforschungsinstitute des Landes das Bild einer nur moderaten konjunkturellen Erholung. Vor diesem Hintergrund zeigt sich auch für Tirol ein ähnliches Bild. Die aktuelle Wirtschaftsprognose der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) erwartet für Tirol 2026 ein Wachstum von +0,5 Prozent.
Die Tiroler Industrie zeigt sich dabei als deutliche Stütze des in Summe nur verhaltenen Wachstums in Tirol. So wird die Tiroler Industrie inklusive Bau 2026 laut Prognose mit leicht unter +1,0 Prozent deutlich über dem Tiroler Schnitt wachsen. Ohne den Bau liegt die Wachstumsprognose für die Kernindustrie sogar bei +1,4 Prozent. Dass der Bau so stark auf das Gesamtergebnis durchschlägt, liegt sowohl daran, dass der Tiroler Bau mit rund einem Viertel selbst stark das Bild der Tiroler industriellen Struktur prägt, als auch daran, dass sich der Bau 2026 deutlich schwächer entwickeln wird als die Kernindustrie. Die Tiroler Industrie insgesamt profitiert dabei vom Wachstum der tendenziellen Schwergewichte innerhalb der Industrie, die zudem überdurchschnittlich exportstark sind. Dazu zählen etwa die Sektoren Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie der Maschinenbau, für die die Wachstumsprognosen für 2026 bei +2,0 Prozent und darüber liegen. Quelle: Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung/GAW
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Der PLAN A war die Globalisierung, der Friede und der Fortschritt durch internationalen Handel. Dieser Plan ist nicht gescheitert, aber er braucht Alternativen. Tirol hat das Know-how und die Voraussetzungen, sie zu entwerfen und umzusetzen. Woran es noch fehlt, ist das Know-why. Souveränität im 21. Jahrhundert fängt nicht an der Staatsgrenze an, sondern bei Energie, Ernährung, Wissen und Infrastruktur. Ein Zustandsbericht in mehreren Feldern. TEXT: MARIAN KRÖLL
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Doch diese Selbstgewissheit braucht ein materielles Fundament. Eine wehrhafte Demokratie definiert sich im 21. Jahrhundert nicht mehr nur über intakte Institutionen, sondern auch über ihre Lieferketten. Wer bei der Energie von Autokraten abhängig ist, wessen Landwirtschaft am Tropf globaler Rohstoffmärkte hängt und wer den technologischen Herzschlag seiner Industrie nach Asien ausie Krise besteht gerade darin, dass das Alte stirbt und das gelagert hat, hat sich erpressbar gemacht. Und ErpressNeue nicht geboren werden kann: In diesem Interregnum barkeit ist nun einmal das Gegenteil von Souveränität. Es treten die vielfältigsten morbiden Erscheinungen auf. Antobraucht einen Plan B. Der kann nicht Isolation und das nio Gramscis Beschreibung ist heute mehr denn je zeitgemäß Schmoren im eigenen Saft bedeuten, sondern den Ausbau und zeitengemäß. Mit den morbiden Erscheinungen – vielder eigenen Handlungsfähigfach plakativ als Monster überkeit und kollektiven (Selbst-) setzt – meinte der marxistische Wirksamkeit, sei es im EnerPhilosoph gesellschaftliche KriDIE ENERGIEWENDE giesektor, in der nachhaltigen sensymptome wie RadikalisieLandwirtschaft, in der Indusrung, politischen AutoritarisIST KEIN ÜBERAMBITIOtrie – eigentlich in allen Sekmus, Verschwörungstheorien toren des Wirtschaftslebens. oder den Aufstieg reaktionärer NIERTES TECHNIKPROGlobalisierung ist der Plan A. Bewegungen. Gegenwärtig gibt JEKT, SONDERN EINE Lange Zeit ist er aufgegangen. es von all diesen Dingen mehr Es ist alles andere als fix, dass als genug. Der Niedergang der GESAMTGESELLSCHAFTdas so bleibt. bestehenden Ordnung hat sich LICHE ANSTRENGUNG. bereits im letzten Vierteljahrhundert nach der JahrtausendENERGIEPOLITIK IST TIROL HAT DAS WASSER. wende angekündigt. Zunächst STANDORTPOLITIK WAS ES NOCH BRAUCHT, schleichend, 2008/2009 dann Stabile und günstige Energiemit einem großen Knall. Dem versorgung ist die AchillesIST DEN MUT, ES ÜBERALL ersten, dem in immer kürzeren ferse einer jeden VolkswirtAbständen weitere gefolgt sind schaft. Hier hat Europa durch DORT ZU NUTZEN, WO – Pandemie, Krieg in Europa, seine – in der Vergangenheit ES SINNVOLL IST. Energiekrise, ein möglicher sehenden Auges herbeigeFlächenbrand in der Golfregiführte – Abhängigkeit von on und die Mutter aller Ölkrisen, die sich immer mehr abfossilen Brennstoffen, die hier nicht ausreichend „natürzuzeichnen beginnt. Und Donald John Trump, Klappe die lich“ zur Verfügung stehen, einen internationalen WettbeZweite. Die erste Amtszeit war chaotisch, die zweite ist gewerbsnachteil. Tirol könnte anders (sein). Öl gibt es hier fährlich chaotisch, zumal der erratischste US-Präsident der ebenso wenig wie Gas. Die Sonne scheint, der Wind weht, neueren Zeit anders als 2016 sich nur noch mit Ja-Sagern aber das ist andernorts auch so. Tirol sitzt allerdings auf und Speichelleckern umgibt, die weder das Rückgrat noch einem Wasserschatz und hat dem Gelände, dieses Wasdie Autorität haben, ihn einzuhegen. Donald Trump ist nicht ser auch als Speichermedium nutzbar zu machen. Das die Krise. Er ist bloß ihr (lautestes) Symptom. ist in der Vergangenheit bereits geschehen, sollte jedoch Gegenwärtig deutet nur wenig darauf hin, dass dieses intensiviert werden. Energiepolitik ist Standortpolitik. Gramsci’sche Interregnum nur ein kurzes Intermezzo bleiDie Energiewende braucht nicht nur die Sonntagsrede, ben wird. Schockstarre und Vogel-Strauß-Politik sind keine sondern den Rückhalt einer Bevölkerung, der bewusst probaten Mittel, um dem Weltenlauf zu begegnen. Es braucht ist, dass viel auf dem Spiel steht. Schafft man es durch mehr Mut und Selbstgewissheit und das Vertrauen darauf, die Energiewende, die teuren fossilen Kraftwerke aus dass die Demokratie und ihre Institutionen diese Phase der dem Markt zu drängen, wirkt das preisdämpfend, für Instabilität überdauern können. Das ist garantiert, wenn es den Endverbraucher ebenso wie für die energiehungBürger*innen gibt, die ein Bewusstsein dafür entwickeln, rige Industrie. dass Demokratie historisch nicht die Regel, sondern die Ausnahme ist, die es zu bewahren gilt. Winston Churchill hatte vollkommen recht: „Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Die Demokratie braucht einen starken Arm, um dem Rad der Zeit in die Speichen greifen zu können.
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DER PLAN B KANN NICHT ISOLATION UND DAS SCHMOREN IM EIGENEN SAFT BEDEUTEN, SONDERN DEN AUSBAU DER EIGENEN HANDLUNGSFÄHIGKEIT UND KOLLEKTIVEN (SELBST-)WIRKSAMKEIT IN ALLEN SEKTOREN DES WIRTSCHAFTSLEBENS.
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Die Energiewende ist kein überambitioniertes Technikprojekt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Tirol hat das Wasser. Was es noch braucht, ist den Mut, es überall dort zu nutzen, wo es sinnvoll ist. „Wenn wir die absolute Dringlichkeit der Energiewende jetzt noch nicht begriffen haben, dann frage ich mich: Wann dann?“, fragt sich nicht nur TIWAG-Vorstandsdirektor Michael Kraxner. Und ja, die Energiewende bringt unvermeidliche Konflikte mit dem Naturschutz. Sie wird nicht unsichtbar gemacht werden können, wiewohl ein beträchtlicher Teil der Infrastrukturen – etwa in Pumpspeicherkraftwerken – tatsächlich unterirdisch ist. Die Energiewende wird beträchtliche Investitionen in die Netzinfrastruktur mit sich bringen müssen. Der Ausbau der Solarenergie bringt Gegenverkehr in die früheren Einbahnstraßen. Photovoltaik macht jeden zum potenziellen Stromproduzenten. Stromleitungen werden verstärkt und neu gebaut werden müssen. Man kann versuchen, sie zu verstecken – oder herzuzeigen, denn diese Leitungen sind die Arterien der modernen Zivilisation.
WELTFREMDE EXCEL - ÖKONOMIE
Landwirtschaft, könnte man annehmen, hat mit alledem nichts zu tun. Weit gefehlt. Tirols traditionell kleinstrukturierte Landwirtschaft betreibt Landschafts- und Imagepflege für das Tourismusland Tirol. Das ist ein Teil der Wahrheit. In der größeren Perspektive ist moderne Landwirtschaft heute nichts anderes als die Umwandlung fossiler Energie in Kalorien. Damit das effizient funktioniert, braucht es Düngemittel. Sie werden wesentlich aus fossilen Energieträgern erzeugt. Die Blockade der Straße von Hormus sorgt für ihre Verknappung am Weltmarkt. Das lässt wiederum die Preise steigen und – weit gravierender – die globale Ernährungssicherheit kollabieren. Das alte System der scheinbar grenzenlosen, billigen Agrar-Globalisierung stößt an seine geopolitischen und physischen Grenzen. Der Tiroler Plan B in der Landwirtschaft könnte ausgerechnet jener Topografie und Kleinstrukturiertheit entspringen, die im internationalen Wettbewerb lange Zeit als romantischer, aber ineffizienter Nachteil belächelt wurde. Die regionale Antwort auf globale Krisenanfälligkeit könnte alpine Kreislaufwirtschaft heißen. Erzeugergenossenschaften wie Bioalpin mit ihrer etablierten Marke „Bio vom Berg“ könnten die Grundlage für diese Resilienz sein. Was auf den ersten Blick nach einem cleveren Marketinginstrument für qualitätsbewusste Konsumenten aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als elementarer Bestandteil der Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln – aus dem Land für das Land. Wird auf energieintensiv hergestellte Kunstdünger weitestgehend verzichtet und stattdessen der
Fokus auf geschlossene, regionale Futter- und Nährstoffkreisläufe gerichtet, entkoppelt die Landwirtschaft ihre Höfe ein Stück weit vom globalen Wahnsinn. Dabei bleibt die Wertschöpfung im Land, die Transportwege kurz. Subsistenz und Vernetzung dürfen nicht als Rückfall in die vorindustrielle Zeit gedeutet werden, sondern vielmehr als hochaktuelle Überlebensstrategie. Wer seine Betriebsmittel vor dem eigenen Hoftor findet, den kann die Blockade einer Seestraße nicht länger aus der Ruhe bringen. Billiger werden Nahrungsmittel dadurch freilich nicht. Der zunehmende Preisdruck geht aber von den internationalen Bedingungen – sprich Knappheit – aus und wird hoch bleiben. Die Jahrzehnte des Überflusses scheinen vorerst vorbei zu sein. Der Klimawandel – „El Niño“ wird heuer super – trägt ein Übriges dazu bei. Das Weltklima wird nicht in Tirol gemacht und auch nicht maßgeblich von den hiesigen ökonomischen und sonstigen Aktivitäten beeinflusst. Macht nichts. Dennoch setzt das Land schon seit vielen Jahren auf eine möglichst saubere Industrie und saubere Umwelt. Sie ist nicht nur in der touristischen Wertschöpfung das Kapital Tirols. Eine intakte Umwelt ist die Grundlage der Lebensqualität. Die Tiroler*innen sind stolz darauf, dort zu leben, wo viele Menschen ihren Urlaub verbringen wollen. Der Klimawandel macht aber gerade vor Europa und ganz besonders den Alpen nicht Halt. Ganz im Gegenteil ist die Erwärmung dort überdurchschnittlich. Die Folgen sind gravierend und bringen nicht nur die Artenvielfalt im Alpenraum, sondern auch den menschlichen Siedlungsraum und die Ernährungssicherheit unter Druck. Hochdekorierte Ökonomen wie William Nordhaus verstiegen sich zur wissenschaftlich verbrämten Behauptung, dass klimabedingte Störungen der Landwirtschaft, da sie – konkret auf die USA bezogen – nur drei Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, keine „sehr großen Auswirkungen auf die US-Wirtschaft“ haben würden. Für die globale Wirtschaft gilt Ähnliches. Das ist natürlich weltfremde Excel-Ökonomie. Es ist erstaunlich, dass es noch immer Ökonomen gibt, denen nicht ausreichend bewusst ist, dass man Geld nicht essen können wird, wenn es durch den Klimawandel zu einem gleichzeitigen Ernteausfall in den globalen Hauptanbaugebieten (multiple breadbasket failure) kommt. Das System ist fragiler als gemeinhin angenommen, rund die Hälfte der weltweiten Kalorienzufuhr basiert auf den drei Kulturen Mais, Weizen und Reis. Was das mit Tirol zu tun hat? Tirol muss auf seine Landwirtschaft achten und ihr ermöglichen, zu erblühen. Die Konsument*innen müssen in den Supermarktregalen bewusster Ja zu Produkten aus Tirol sagen, nicht nur, sondern gerade weil die Preise für Grundnahrungsmittel aus anderen Teilen der Welt dyna-
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misch steigen werden und dadurch die nachhaltige Inlandsproduktion wettbewerbsfähiger wird.
NICHT AUF SAND GEBAUT
Essen ist ein Grundbedürfnis. Wohnen auch. Bauland ist in Tirol begrenzt und teuer. Das ist ein topografisches Faktum, aber nur sem Szenario einen Strich durch die Rechnung. Es gibt aber ein Teil der teuren Heimat. Der Plan A bei den Baustoffen hieß mittlerweile ein Bewusstsein für klimafitte Wirtschaftswälauch hier jahrelang global, ohne Rücksicht auf die Emissionsder und Forstwirtschaft. Schließlich kommt das Prinzip der bilanz und möglichst billig. Stahl, Zement und erdölbasierte Nachhaltigkeit nicht von ungefähr. Resilienz ist kein einmaDämmstoffe waren in der globalen Bauwirtschaft das Maß lig zu erreichendes Ziel, sondern ein instabiler Zustand, der der Dinge. Extrem energieintensiv in der Herstellung und mit ständig erarbeitet werden muss und Anpassungen erfordert. zunehmend fragilen Lieferketten. Ihr großer CO2-Fußabdruck ist angesichts steigender Bepreisung vom ökologischen zum ökonomischen Risiko geworden. Wer heute noch so baut wie TIROL IST NICHT TAIWAN im späten 20. Jahrhundert, baut auf Sand. Im wahrsten SinAuf Tirols Almen gibt es zwar seltene Pflanzen, aber eben keine des Wortes, denn selbst dieser elementare Rohstoff wird ne seltenen Erden. Halbleiter, neben dem elektrischen Strom immer mehr zur globalen Mangelware. Dabei liegt der Bauein weiteres Herzstück unserer Zivilisation, lassen sich nicht stoff, auf dem der Tiroler Plan aus Holz schnitzen. Hier stößt B basieren kann, direkt vor der die Kreislaufwirtschaft und ReHaustür. Beton ist vielseitig, Holz gionalisierung an ihre Grenzen. ist genial. Das mag ein WerbeEinen Tiroler Weg kann es aber DAS INNTAL IST claim sein, aber es steckt etwas auch hier geben. Tirol ist nicht NICHT DAS SILICON Wahres dahinter. Die RückbesinTaiwan und wird es auch nie nung auf den Baustoff Holz, der werden. Energie, Ernährung und VALLEY. NIEMAND WIRD heute durch neue ProduktionsBaumaterial lassen sich bis zu bzw. Verarbeitungsmethoden so einem gewissen Grad regionaliHIER CHIPFABRIKEN vielseitig und leistungsfähig ist sieren. In der Mikroelektronik ist BAUEN. DIE HARDWARE wie nie zuvor, hat nichts mit ardie Abhängigkeit ganz Europas chitektonischer Nostalgie oder erdrückend. Sollte China einen WIRD MAN AUCH ZUgar alpiner Almhüttenromantik Angriff auf Taiwan wagen, legt KÜNFTIG NICHT HIER zu tun. Sie kann als technologidie globale Wirtschaft binnen sche Kampfansage an die fossile kürzester Zeit eine VollbremSOURCEN KÖNNEN, (Bau)ordnung gelesen werden. sung hin. Wie könnte hier ein ABER DIE SOFTWARE, Tirols Unternehmen aus der Holrealistischer Plan B aussehen? zindustrie sind nicht umsonst Das Inntal ist nicht das SiliDAS KNOW-HOW, INweltweit im Spitzenfeld angesiecon Valley. Niemand wird hier delt. Auch hier heißt das ZauberChipfabriken bauen. Die HardTELLECTUAL PROPERTY, wort wieder Kreislaufwirtschaft, ware wird man auch zukünftig SEHR WOHL. die restlose Verwertung der Resnicht hier sourcen können, aber source. Aus dem Stamm entsteht die Software, das Know-how, InBrettsperrholz, ein Hightech-Material, das es in puncto Statik tellectual Property, sehr wohl. Wie es gehen könnte, zeigt und Brandschutz in vielen Anwendungen mittlerweile sogar heute schon die Tiroler Medizintechnik, allen voran MEDmit Stahlbeton aufnehmen kann. Der Abfall, die SägenebenEL, ein Weltmarktführer bei komplexen Hörimplantaten, der produkte wie Rinde oder Späne, wird nicht etwa entsorgt, sonauf hohe Fertigungstiefe vor Ort setzt, anstatt Kernkompedern in Biomassekraftwerken zu grüner Energie und Wärme tenzen aus Kostengründen an Auftragsfertiger auszulagern. umgewandelt oder zu Pellets gepresst. „Zero Waste“ ist hier Ein weiteres Name-Dropping bleibt Ihnen hier erspart, die keine Worthülse aus dem Marketing, sondern gelebte Praxis. Unternehmen, die Tirol prägen und gestalten, sind ohnedies Holzgebäude speichern CO2, Holz heißt Unabhängigkeit von überwiegend in der Liste der 500 umsatzstärksten Unternehmen in diesem Heft (ab Seite 196) zu finden. den volatilen globalen Rohstoffmärkten. Das Inntal hat darüber hinaus ein gewisses Potenzial, Während globale Frachtraten und Produktionskosten eine Art Quantum Valley zu werden und die nächste Revoexplodieren, wächst der Tiroler Plan B in den heimischen lution nach KI mitzugestalten. Die Anfänge sind gemacht, Wäldern nach. Es sei denn, der Klimawandel macht diees gibt vielversprechende universitäre Spin-offs. Die Saat ist mit Spin-offs wie Alpine Quantum Technologies (AQT) und ParityQC bereits gesät, nun gilt es darauf zu achten, dass nicht wieder andernorts geerntet wird. Nämlich dort, wo ohnehin bereits alle Fäden unserer datenzentrierten Zivilisation zusammenlaufen.
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TECHNOFEUDALISMUS GEHT UNS ALLE AN
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POLITIK DENKT UND PLANT NUN EINMAL IN LEGISLATURPERIODEN. DAS IST DAS WESEN DER DEMOKRATIE, ABER NIRGENDWO STEHT GESCHRIEBEN, DASS ETWAS MEHR WEITSICHT VERBOTEN WÄRE.
Bei den Techbros mit ihren Fantastilliarden und ihrer Skrupellosigkeit, die sich immer offener zeigt und denen die Demokratie mit ihren Spielregeln und ihrer Behäbigkeit und egalitären Teilhabe lästig geworden zu sein scheint. Aus ostentativen California Lefties ist binnen einiger weniger Jahre ein Kabal geworden, das eigene Regeln für sich beansprucht, sich von der Normalität und den Lebensrealitäten der normalen Bürger*innen abschottet. Was droht, ist der Technofeudalismus, an dessen Spitze die heutigen Tech-Oligarchen wie digitale Feudalherren agieren und alle anderen – die modernen Leibeigenen – mit ihren Daten abhängig gemacht werden. Auch dagegen braucht es einen Plan B, der freilich nicht von Tirol ausgehen wird, sondern ein Akt demokratischer Selbstbehauptung sein muss, der überall dort beheimatet ist, wo das Herz der Demokratie noch schlägt. Auf die Region heruntergebrochen kann das heißen: Wer seine Energieversorgung, seine Nahrungsmittelproduktion, seine Baustoffe und sein technologisches Know-how als materielles Fundament der eigenen Handlungsfähigkeit begreift, baut an einer Resilienz, die sich diesen neuen Feudalherren nicht widerstandslos unterwirft und ihnen auch nicht schutzlos ausgeliefert ist. Diese Warnung mag heute noch alarmistisch klingen, die Stoßrichtung der Superreichen kristallisiert sich aber zunehmend klarer heraus. DOGE, das obskure Department of Government Efficiency, dessen Leitung unter Trump II von Elon Musk übernommen wurde, ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was droht, wenn Demokratie zahnlos wird und die Reichsten das Kommando übernehmen: Die Mehrheit der Weltbevölkerung wird zum Spielball, zur Verschubmasse degradiert. Mit der Digitalisierung schreitet zudem auch die Finanzialisierung sämtlicher Lebensbereiche voran. Rekordverdächtige Bewertungen bei IPOs bzw. Börsengängen – jüngst SpaceX – bringen einerseits die ersten Billionäre hervor, andererseits kommen ETFs um diese abenteuerlich bewerteten Unternehmen ob ihrer schieren Größe kaum herum. In der Praxis heißt das, dass auch die Portfolios von Pensionsfonds und Kleinanleger*innen mit den Aktien von SpaceX und Co. „angereichert“ werden. Die Aktien besparende Allgemeinheit wird dadurch zum Bagholder. Wer zugleich Sinn für Humor und Zynismus hat, möge sich die Prospektunterlagen zum Börsengang von SpaceX ansehen. Dort steht schwarz auf weiß, auf welchen völlig realitätsfernen Annahmen – Rechenzentren im Weltall, Raketen als Alternative zum Flugzeug auf der Erde und andere Dinge, die an Science-Fiction erinnern – die utopi-
sche Bewertung des Unternehmens aufbaut. Mondfabriken und dergleichen sollen wohl die Mondpreise rechtfertigen, die für SpaceX-Anteile bezahlt werden. In breiterem Kontext heißt das, dass sich die Umverteilung von unten nach oben nach der Pandemie weiter beschleunigt hat. Der Cantillon-Effekt* ist in den vergangenen Jahren bedrückend eindrucksvoll sichtbar geworden. Ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegensatz zum Finanzkapitalismus, von dem überwiegend die Shareholder profitieren, sind in der gemäßigten Demokratie die Stakeholder maßgeblich. Sie bezieht ihre Legitimation daraus, die Bedürfnisse der ganzen Bevölkerung, der Vielen und nicht der wenigen Privilegierten, im Auge zu behalten. So wie es die Aufgabe der Politik ist, auf die Bevölkerung zu schauen, ist es umgekehrt die Aufgabe des Wahlvolks, auf die Demokratiequalität zu achten. Das geht allein dadurch, dass man sich nicht aus dem Diskurs und der politischen Willensbildung herausnimmt und protestiert, wenn etwas zu weit geht.
SOUVERÄN IN DER KRISE
Will Tirol als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in seinen bisherigen Stärkefeldern reüssieren, braucht es weiterhin Grundlagenforschung auf höchstem Niveau, wie sie an der Universität Innsbruck praktiziert wird. Es ist nicht hilfreich und kurzsichtig, wenn die Bundesregierung bei den Universitäten den Rotstift ansetzt. Politik denkt und plant aber nun einmal in Legislaturperioden. Sie sind für die Politik die einzig relevanten Zeiträume, denn etwaige Leitbilder und Visionen werden meist kommentarlos abgeräumt, wenn nach den Wahlen das Sesselrücken stattfindet. Das ist das Wesen der Demokratie, aber nirgendwo steht geschrieben, dass etwas mehr Weitsicht – und analog zu eigentümergeführten Unternehmen, die nicht allein dem Shareholder-Value verpflichtet sind, politisches Handeln und Denken in Generationen – verboten wäre. Denn diese Weitsicht ist es, die den Unterschied zwischen bloßem Re(a)gieren und echter Souveränität ausmacht. Letztlich ist nicht nur die Politik angehalten, daran mitzubauen, dass Tirol den Stürmen widersteht, die in dieser Zeit der Monster heraufziehen, sondern alle Unternehmen und nicht zuletzt alle Bürger*innen. Souverän ist, wer den Ausnahmezustand gestaltet. *Dieser Effekt besagt, dass neu geschaffenes Geld niemals gleichmäßig oder zeitgleich bei allen Menschen ankommt. Wer zuerst an der frischen Geldquelle sitzt (z. B. Banken, Großkonzerne, Staat), profitiert am stärksten, da er Güter noch zu alten, niedrigeren Preisen einkaufen kann. Bei Normalverdienern kommt das Geld zuletzt an, wenn die Preise bereits gestiegen sind.
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LAGE MIT MEHRWERT
Einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität des Projekts leistet zudem der Standort. Die Höttinger Au zählt zu den gefragtesten Wohn-
lagen Innsbrucks und verbindet die Vorzüge urbanen Lebens mit unmittelbarer Nähe zu Natur- und Erholungsräumen. Das Innufer befindet sich nur wenige Schritte entfernt, ebenso die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten der Nordkette. Gleichzeitig sind Nahversorger, Bildungseinrichtungen, medizinische Angebote sowie die Innsbrucker Innenstadt schnell erreichbar. Gerade diese Verbindung von Stadt und Natur gewinnt angesichts wachsender urbaner Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Kurze Wege im Alltag, ein vielfältiges Freizeitangebot und die Möglichkeit, Natur unmittelbar zu erleben, zählen heute zu den entscheidenden Faktoren moderner Lebensqualität. AU5 versteht sich damit nicht nur als Wohnprojekt, sondern als Beitrag zu einer zeitgemäßen Wohnkultur. Im Fokus stehen nachhaltige Qualität, ein angemessener Maßstab und ein Wohnkonzept, das den Bedürfnissen moderner Menschen nach Komfort, Effizienz und Lebensqualität gerecht wird. www.boe.at PR
BOE BAUMANAGEMENT GESELLSCHAFT M.B.H. Rennweg 7, 6020 Innsbruck Tel.: 0512 5355, boe.innsbruck@boe.at
www.boe.at
Terrassen und Freiflächen erweitern den Wohnraum ins Freie und bieten zusätzlichen Raum für Erholung und Entspannung.
71
top.500
VOLLE BET TEN, N I E D R I G E M A R G E N . Der heimische Tourismus kämpft mit sinkenden Gewinnen trotz guter Auslastung.
72
TEXT: ANDREAS KAPFERER
T
rotz Rekordnächtigungen in der diesjährigen Wintersaison bleibt die Stimmung in den österreichischen Tourismusbetrieben verhalten, vor allem mit Blick in die nahe Zukunft. Das zeigt die aktuelle Branchenanalyse „Tourismusbarometer 2026“ von Deloitte und der ÖHV. Viele Betriebe arbeiten operativ erfolgreich, wirtschaftlich geraten sie aber zunehmend unter Druck. Steigende Kosten, unsichere Rahmenbedingungen und ein tiefgreifender struktureller Wandel prägen die Lage. Im Rahmen des „Tourismusbarometers“ analysiert Deloitte Österreich gemeinsam mit der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) jährlich die aktuelle Lage der heimischen Tourismusbranche. Für die diesjährige Ausgabe haben rund 230 Touristikerinnen und Touristiker aus ganz Österreich ihre Einschätzungen abgegeben. Dabei wird deutlich: Die allgemeine Stimmung hat sich im Vergleich zum letzten Jahr weiter verschlechtert. Vor allem die konjunkturellen Erwartungen für die nächsten Monate trübt das Bild.
KOSTENDRUCK BREMST DIE BRANCHE Auf den ersten Blick wirkt die Lage stabil. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen konnten ihren Umsatz in den vergangenen Jahren steigern, vor allem die Wintersaison 2025/26 wird mit der Note 2,6 besser bewertet als die Vorsaison (2,8). Gleichzeitig berichtet jeder zweite Betrieb, dass sich der Gewinn schlechter entwickelt hat als der Umsatz. Die Branche kämpft also nicht mit fehlender Nachfrage, sondern mit sinkender Ertragskraft. Der Grund dafür ist vor allem die Kostensituation. Diese wird von den Betrieben mit der Schulnote 4,3 bewertet und ist damit der mit Abstand kritischste Faktor. Viele der hohen Kostenpunkte können den Gästen nicht angelastet werden und entwickeln sich damit immer mehr zur finanziellen Hürde. Auch die Steuer- und Abgabenlast bleibt eine große Belastung. Für viele Tourismusbetriebe bedeutet das: Selbst bei guter Auslastung bleibt am Ende zu wenig übrig. Volle Betten allein reichen nicht mehr aus, wenn Energie, Personal und laufender Betrieb immer teurer werden. Auch beim Investitionsverhalten zeigt sich die angespannte Lage. So reduzieren vier von zehn Betrieben ihre geplanten Investitionen für 2026, während diejenigen, die aktiv bleiben, vor allem in Bereiche mit langfristigem Hebel investieren: Qualitätssteigerung, Energieeffizienz und Digitalisierung stehen dabei ganz oben auf der Liste. Das zeigt, dass die Branche weiterhin starkes Vertrauen in ihre Zukunft hat – wenn auch unter deutlich schwierigeren Voraussetzungen als noch vor ein paar Jahren.
© DIE FOTOGRAFEN
top.500
Andreas Kapferer, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Partner bei Deloitte Tirol
TRANSFORMATION WIRD ZUM ENTSCHEIDUNGSFAKTOR Der Tourismus befindet sich inmitten einer strukturellen Transformation. Tourismusbetriebe fühlen sich gezwungen, ihre Strategie zu überdenken und an neue Zielgruppen und deren Nachfrage anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr als zwei Drittel haben ihr Geschäftsmodell in den vergangenen fünf Jahren bereits verändert oder planen dies, primär in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung. Angetrieben wird diese Entwicklung neben dem vorherrschenden Kostendruck vor allem durch veränderte Gästebedürfnisse: So machen sich etwa sinkende Nebenausgaben pro Gast bemerkbar, insbesondere in den Bereichen Gastronomie und Wellness sowie bei Zusatzangeboten wird gespart. Die Folge sind Angebotsanpassungen, neue
Preispakete oder eine stärkere Fokussierung auf jene Leistungen, die wirtschaftlich tatsächlich tragfähig sind. Auch der Klimawandel verändert den Markt bereits spürbar. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe beobachtet Saisonverschiebungen, vor allem im ländlichen Raum. Kürzere Winter, unsichere Schneelagen und neue Reisegewohnheiten bringen viele Betriebe dazu, ihr Angebot breiter und wetterunabhängiger aufzustellen. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die Nachfrage und Kosten zusätzlich beeinflussen: Für die bevorstehende Sommersaison gehen neun von zehn Betrieben von Kostensteigerungen aufgrund des Iran-Kriegs aus. Auch das Ausbleiben von Gästen aus dem asiatischen Raum wird bereits bei einem Großteil (74 %) wahrgenommen und dämpft die Erwartungen an das kommende Sommergeschäft. Der Tourismus muss sich also nicht nur an ein neues Konsumverhalten, sondern auch an ein volatileres und schwerer planbares Umfeld anpassen. Gerade darin liegt aber auch eine Chance. Das aktuelle Tourismusbarometer zeigt, dass viele Betriebe die Notwendigkeit zur Veränderung erkannt haben. Wer jetzt gezielt in Qualität, Energieeffizienz, Digitalisierung und neue Angebotslogiken investiert, kann seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken. www.deloitte.at/tirol
Hier geht’s zum Tourismusbarometer 2026
73
TOURISMUSLAND TIROL Der Tourismus blickt in Tirol auf eine lange Historie zurück. Während man bis etwa Ende des 19. Jahrhunderts von einem so genannten „Durchgangs-Fremdenverkehr“ spricht – Tirol liegt im Schnittpunkt wichtiger Nord-Süd- und West-Ost-Verbindungen – steigt insbesondere mit Beginn des 20. Jahrhunderts die Nachfrage nach Tirol als Urlaubsland. Die aktuellen Zahlen.
12,8 Mio.
TOURISMUSJAHR 2024/25*
ANKÜNFTE
+3,2 % IM VERGLEICH ZUM VORJAHR 47 % DER ANKÜNFTE ENTFALLEN AUF DEN WINTER.
74
7 Mio.
49,6 Mio.
DAMIT WAR DER FEBRUAR DER STÄRKSTE MONAT DES TOURISMUSJAHRES. IM SOMMER WAR ES DER AUGUST MIT 6,5 MIO. NÄCHTIGUNGEN.
+1,7 % IM VERGLEICH ZUM VORJAHR 53 % DER NÄCHTIGUNGEN ENTFALLEN AUF DEN WINTER.
32 %
NÄCHTIGUNGSSTÄRKSTE TOURISMUSVERBÄNDE
NÄCHTIGUNGEN ENTFALLEN ALLEIN AUF DEN FEBRUAR.
DER GESAMTNÄCHTIGUNGEN IN ÖSTERREICH (154,3 MIO.) ENTFALLEN AUF TIROL.
55 %
DER GÄSTE KOMMEN AUS DEUTSCHLAND. 11 % NIEDERLANDE / 10 % ÖSTERREICH / 5 % SCHWEIZ
3,9
TAGE DURCHSCHNITTLICHE AUFENTHALTSDAUER
6,2 Mrd. EURO WERTSCHÖPFUNG
3,3 MRD. EURO IM WINTER / 2,6 MRD. EURO IM SOMMER
NÄCHTIGUNGEN
Ötztal
4,5 Mio. Nächtigungen
Innsbruck
3,8 Mio. Nächtigungen
Paznaun – Ischgl
2,7 Mio. Nächtigungen
NÄCHTIGUNGEN NACH UNTERKUNFTSARTEN 35 % 5/4-Sterne-Hotels 13 % 3-Sterne-Hotels 8%
2/1-Sterne-Hotels
17 % Private Ferienwohnungen 16 % Gewerbliche Ferienwohnungen 5%
Campingplätze
3%
Privatquartiere
3%
Sonstige
26,9 Mio.
WINTERSAISON 2 0 2 5 / 2 6 **
NÄCHTIGUNGEN
+1,8 % IM VERGLEICH ZUR VORJAHRESSAISON
4,3
6,3 Mio. ANKÜNFTE
TAGE DURCHSCHNITTLICHE AUFENTHALTSDAUER
+2,5 % IM VERGLEICH ZUR VORJAHRESSAISON
24.000 km
BERGSOMMER 2025
574
27
TRAILRUNNINGREGIONEN
301
BLASMUSIKKAPELLEN MIT RUND 16.600 MITGLIEDERN
158
HÜTTEN UND BERGRESTAURANTS
730
AUSGEBILDETE BERGFÜHRER*INNEN
SPORTKLETTERGÄRTEN
7.200 km BESCHILDERTE UND GENEHMIGTE MOUNTAINBIKE-ROUTEN
2.080
BEWIRTSCHAFTETE ALMEN
22
GOLFPLÄTZE
UND MEHR ALS 1.800 BERGWANDERFÜHRER*INNEN
*)
160
SOMMER-BERGBAHNEN
DREITAUSENDER
8
WANDERWEGE
Tourismusjahr 2024/25: 1. November 2024 bis 31. Oktober 2025 Wintersaison 2025/26: 1. November 2025 bis 30. April 2026
**)
Quellen: Lebensraum Tirol Holding – Daten & Zahlen zum Tourismus in Tirol (Landesstatistik Tirol, WIFI, Statistik Austria, MCI Tourismus), www.fact.tirol
359
QUALITÄTSGEPRÜFTE BAUERNHÖFE
278
GASTRONOMIE- UND HOTELLERIEBETRIEBE MIT DER AUSZEICHNUNG „BEWUSST TIROL“
F.acT: F.acT – das Zentrum für Tourismus, Forschung und Medien von MCI Tourismus und der Universität Innsbruck liefert laufend aktuelle und detaillierte Statistiken. Hinter dem QR-Code finden Sie eine Fülle von Informationen und Daten.
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top.500
TIROLS TOP-HOTELS PLATZ
RANKING*
1
173
3
211
5
286
7
310
2
182
4
213
6
291
8
317
10
348
12
364
14
380
9
347
11
360
13
368
15
381
FIRMENNAME
ORT
MA
UMSATZ
Stanglwirt GmbH
Going
326
53.000.000 (g)
Pirktl Holiday GmbH & Co. KG
Mieming
276
Ischgl
155
Auszeit Mountain Resort Fieberbrunn GmbH
Fieberbrunn
Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld GmbH & Co. KG
Längenfeld
Hotel Trofana Royal GmbH Stock GmbH
Finkenberg
Interalpen-Hotel Tyrol GmbH
Telfs
2
48.500.000 (g)
265
39.890.000 (g)
180
241
40.150.000 (g) 28.800.000
28.000.000
26.590.000 (g)
Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH
Lermoos
202
26.000.000
Lanserhof GmbH
Lans
154
24.000.000 (g)
Stiebleichinger GmbH
Innsbruck
157
22.600.000 (g)
Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH
Gurglhof GmbH
Obergurgl
Vivea Bad Häring GmbH
Bad Häring
Hotel der Engel GmbH
Christian Mühlberger Hotelbetriebs-GmbH
Maurach
Grän *)
Kössen
228
164 230 192 169
24.000.000 (g)
23.000.000 (g) 22.000.000 (g) 21.500.000 (g) 21.500.000 (g)
Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt
76
TIROLS TOP-SEILBAHNEN PLATZ
RANKING*
1
70
2
112
3
131
5
149
7
157
9
187
4
136
6
155
8
171
10
191
FIRMENNAME
ORT
MA
UMSATZ
Silvrettaseilbahn AG
Ischgl
455
117.600.000
Bergbahn AG Kitzbühel
Kitzbühel
325
70.226.714
Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG Sölden – Tirol
Sölden
161
60.000.000 (g)
Seilbahn Komperdell GmbH
Serfaus
290
59.000.000 (g)
Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG
Tux
Skiliftgesellschaft Sölden-Hochsölden GmbH
Sölden
Arlberger Bergbahnen AG
Innsbruck
Mayrhofner Bergbahnen AG
Mayrhofen
Fisser Bergbahnen GmbH
Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG
Fiss
*)
Kaltenbach
405 301
240 176
260
135
79.390.000 (g) 67.000.000 (g)
59.300.000 (g) 55.068.105
46.420.000 (g)
45.000.000 (g)
Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt
TOP
© by Doppelmayr
© by TVB Paznaun – Ischgl
© by TVB Paznaun – Ischgl
© by zhero
© by TVB Paznaun – Ischgl
ARCHITEKTUR zhero
Pardatschgrat Tal
Pardatschgrat Berg
Trittkopfbahn Mitte
Ischgl | 2005
Ischgl | 2012
Ischgl | 2014
Ischgl | 2014
Zürs | 2015
© by Das Kronthaler
Pardorama
Wohnanlage
Das Kronthaler
Tauern Alpin
The Green
Kirchberg | 2017
Fügenberg | 2024
Achenkirch | 2012-26
Obertauern | 2026
Uderns | 2026
VAYA
Mountain Suites
Kirschental
Klammstrasse
Aurum
Gaschurn | 2026
Oberndorf | 2026
Innsbruck | 2026
Innsbruck | 2026
Ischgl | 2026
© by Michael Huber
Mountain Chalet
I H R A R C H I T E KT.CO M
TRAPP INSURANCE
UNTERNEHMENSSCHUTZ NEU GEDACHT © BLICKFANG PHOTOGRAPHY
Wenn Verantwortung zur Haftung wird.
78
Das Team der TRAPP Versicherungsmakler rund um Geschäftsführerin und Miteigentümerin Mag. (FH) Ursula Hintringer und Prokurist Marco Pirchl, BA MA, MBA (sitzend Mitte): hinten, v. li: Marco Föger, Anita Wahlmüller, Christoph Zoller, Monika Paregger und Oliver Masik, vorne: Karyna Panchenko und Mateo Stefancic
I
n einer Zeit, in der unternehmerische Risiken dynamischer und schwerer kalkulierbar werden, gewinnt die strategische Absicherung an Bedeutung. Vermögensschadenhaftpflicht, D&O (Directors and Officers / Managerhaftpflicht), Cyberrisiken oder W&I-Versicherung (Warranty & Indemnity / Gewährleistungsversicherung) sind längst keine Nischenthemen mehr. Die Mit-
arbeitenden der TRAPP Versicherungsmakler GmbH zeigen, warum es für den Mittelstand Zeit ist, umzudenken.
GANZHEITLICHES RISIKO MANAGEMENT STATT STÜCKWERK
Vertrauen, Datensicherheit und echte Handschlagqualität: Auf diesen Fundamenten grün-
TRAPP INSURANCE
FINANCIAL LINES SIND KEIN GROSSKO N Z E R N -T H E M A . S I E S I N D E I N Z U K U N F T S T H E M A FÜR ALLE UNTERNEHMER*INNEN.
DIE NEUE DIMENSION DER ORGANHAFTUNG © BLICKFANG PHOTOGRAPHY
dete Mag. (FH) Ursula Hintringer im Jahr 2020 die TRAPP Versicherungsmakler GmbH. Heute begleitet das neunköpfige Team zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen über die Landesgrenzen hinaus. Das Besondere daran: TRAPP verbindet tiefgehendes Marktverständnis mit betriebswirtschaftlicher Expertise und setzt auf einen ganzheitlichen Beratungsansatz. „Wir analysieren Unternehmen nicht nur hinsichtlich bestehender Gefahren, sondern begleiten sie vorausschauend bei zukünftigen Entwicklungen und regulatorischen Veränderungen“, erläutert Ursula Hintringer. Neben klassischen Versicherungslösungen wird das Team vor allem für Honorarberatungen im Schadensfall sowie einmalige Vertragsanalysen geschätzt.
DIE KETTENREAKTION DIGITALER BEDROHUNGEN
Ein wesentlicher Treiber für die verschärfte Risikolage ist die fortschreitende Digitalisierung. Cyberangriffe sind heute hochprofessionell und wirtschaftlich motiviert. Die Schäden reichen von Betriebsunterbrechungen über Reputationsverlust bis hin zu massiven Haftungsansprüchen. „Klassische Versicherungsansätze reichen hierbei nicht mehr aus“, betont Prokurist Marco Pirchl. „Cybervorfälle lösen oft Kettenreaktionen aus, die mehrere Risikobereiche gleichzeitig betreffen. Wir betrachten Cyberversicherungen daher nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit D&O-Versicherungen und weiteren FinancialLines-Lösungen.“ Ziel von TRAPP ist es nicht, bloß Versicherungsverträge zu verkaufen, sondern die Resilienz von Unternehmen nachhaltig zu stärken – durch Risikoaufklärung, Prozessoptimierung und maßgeschneiderte Konzepte. Ergänzt wird dieses Kern-Know-how durch Sonderpakete für Branchen wie Bau, Immobilien, Handel sowie das exklusive Konzept der „TRAPP Cover“ für weltweite Ferienimmobilien. PR
TRAPP VERSICHERUNGS MAKLER GMBH
Kaiserjägerstraße 30, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/312 612 office@trapp-insurance.at www.trapp-insurance.com
79
D
ie Zeiten, in denen IT-Risiken und die persönliche Haftung der Geschäftsführung sauber getrennt waren, sind endgültig vorbei. Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die europäische NIS2-Richtlinie. Sie nimmt die Unternehmensleitung so strikt in die Pflicht wie nie zuvor: Kommt es aufgrund unzureichender IT-Sicherheitsmaßnahmen zu einem Schadensfall, können Geschäftsführer*innen persönlich und mit dem Privatvermögen haftbar gemacht werden. Das Entscheidende daran: Diese Verantwortung für Cybersicherheitsanforderungen ist ausdrücklich nicht delegierbar. Für die D&O-Versicherung bedeutet dies eine völlig neue Dimension. Die Absicherung von Organhaftungsrisiken muss heute zwingend mit Cyber- und Compliance-Aspekten verzahnt werden. Spezialisierte Beratung agiert in diesem Spannungsfeld als unverzichtbare Schnittstelle zwischen Unternehmen, Versicherern und Regulatorik. Die Frage für Führungskräfte lautet heute nicht mehr, ob das Thema relevant wird – sondern wann. Marco Pirchl, BA MA MBA, Prokurist bei TRAPP
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
Zwischen Vorsicht und Zuversicht Patrick Götz, Obmann der Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Tirol, über die anhaltende Verunsicherung in Wirtschaft und Gesellschaft, die Rolle der Banken als Stabilitätsanker und die Frage, was es braucht, damit Investitionen wieder Fahrt aufnehmen.
80
I
nflation, geopolitische Krisen, Investitionszurückhaltung und eine schwächelnde Konjunktur prägen derzeit das wirtschaftliche Umfeld. Gleichzeitig zeigen sich viele Tiroler Unternehmen bemerkenswert resilient. Patrick Götz spricht über die Stimmung in der Branche, den Wandel beim Sparen und Anlegen sowie die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Österreich.
ECO.NOVA: Wie würden Sie die derzeitige Stimmung in der Tiroler Bankenbranche beschreiben? PATRICK GÖTZ: Die Stimmung ist aktuell vorsichtig optimistisch. Die Banken verzeichnen solide Ergebnisse, gleichzeitig bleibt das Umfeld jedoch anspruchsvoll, etwa durch geopolitische Krisen, aber auch wegen der verlängerten
INTERVIEW: MARINA BERNARDI
Bankenabgabe und zunehmend komplexen regulatorischen Anforderungen. Die vergangenen Jahre mit hoher Inflation, steigenden Zinsen und schwachem Wachstum haben Spuren hinterlassen. Wir beobachten bei Privatkund*innen ebenso wie bei Unternehmen eine gewisse Unsicherheit. Diese zeigt sich nicht nur wirtschaftlich, sondern auch psychologisch: Entscheidungen werden hinausgezögert, Investitionen zurückgestellt, und insgesamt ist eine größere Zurückhaltung spürbar. Trotz dieser Belastungen bleibt der Bankensektor stabil und erfüllt weiterhin eine zentrale Rolle als verlässlicher Finanzierungspartner.
Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Gesamtlage in Österreich? Ist die Verunsicherung der Bevölkerung aus Ihrer Sicht größer als die tatsächliche wirtschaftliche Gefahr? Die wirtschaftliche Lage ist in einigen Bereichen angespannt und von strukturellen Heraus-
forderungen geprägt. Österreich kämpft im europäischen Vergleich weiterhin mit einer hohen Inflation bei gleichzeitig schwachem Wachstum, eine Kombination, die Haushalte wie Unternehmen erheblich belastet. Hinzu kommt eine schwierige Budgetsituation: Die hohe Staatsverschuldung begrenzt den finanziellen Handlungsspielraum und erschwert dringend notwendige Zukunftsinvestitionen in Bildung, Forschung und Innovation. Gleichzeitig schränken steigende Zuschüsse aus Steuermitteln in das staatliche Pensionssystem, die notwendig sind, um die Beitragslücke zu füllen, den Handlungsspielraum für öffentliche Investitionen oder Abgabenentlastungen stark ein. Hier sind größere Reformschritte mittlerweile unausweichlich. Die Verunsicherung ist daher nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern hat reale Auswirkungen: Investitionen werden verschoben, Konsum wird gedämpft. Umso wichtiger sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen und ehrli-
„Aufgrund des demografischen Wandels wird private Vorsorge immer wichtiger. Die Stärkung von kapitalgedeckten Pensionssäulen kann hier eine tragende Rolle für langfristige finanzielle Stabilität spielen.“
© THOMAS STEINLECHNER
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
Patrick Götz, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer Tirol
che Kommunikation, um Vertrauen zurückzugewinnen und die wirtschaftliche Dynamik wieder zu stärken.
Viele Menschen spüren auch, dass ihr Geld trotz Lohnerhöhungen real weniger wert ist. Verändert das das Spar- und Anlageverhalten der Kund*innen? Der Kaufkraftverlust ist für viele Menschen – insbesondere bei niedrigen Einkommen – deutlich spürbar. Dennoch verändert sich das Spar- und Anlageverhalten in Österreich nur langsam. Klassische Produkte wie Sparbuch oder Bausparer genießen weiterhin großes Vertrauen, obwohl sie in Inflationsphasen real oft an Wert verlieren. Gleichzeitig wird das Potenzial breiter gestreuter Kapitalmarktanlagen zunehmend erkannt. Fonds, ETFs oder langfristige Wertpapiersparpläne bieten Chancen, Vermögen real zu erhalten und auszubauen. Dieser Bewusstseinswandel erfolgt schrittweise, gewinnt aber insbesondere auch bei jungen Menschen deutlich an Bedeutung. Gerade mit Blick auf die Altersvorsorge ist das entscheidend: Aufgrund des demografischen Wandels wird private Vorsorge immer wichtiger. Die Stärkung von kapitalgedeckten Pensionssäulen kann hier eine tragende Rolle für langfristige finanzielle Stabilität spielen. Länder wie Dänemark, Schweden oder die Niederlande sind dafür Erfolgsbeispiele. Es müssten dafür in Österreich
entsprechende Rahmenbedingungen und stärkere Anreize geschaffen werden. Welche Bereiche beobachten die Banken derzeit besonders genau: private (Immobilien-)Kredite, Unternehmensinsolvenzen oder das internationale Umfeld? Welche Segmente bereiten Ihnen aktuell besonders Sorgen? Im Fokus steht derzeit klar das internationale Umfeld. Geopolitische Spannungen – etwa im Nahen Osten oder der Ukraine – erhöhen die Unsicherheit und treiben die Energiepreise an, was wiederum die Inflationsentwicklung weiter beeinflusst. Im Inland fällt vor allem die Investitionszurückhaltung auf. Auch in Tirol werden Projekte verschoben oder reduziert, was auf gedämpfte Wachstumserwartungen hindeutet. Tirol ist neben dem Tourismus auch eine stark spezialisierte Wirtschaftsregion. Rund 35 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung werden dabei durch die Industrie getragen und diese ist unter anderem stark vom Export abhängig. Die Attraktivität hat in den letzten Jahren durch gestiegene Lohnkosten, hohe Energiekosten und teilweise überschießende regulatorische und bürokratische Anforderungen gelitten. Zusätzlich sehen wir strukturelle Herausforderungen für den Standort Europa allgemein: Hohe Abhängigkeit in verschiedenen Bereichen wie bei bestimmten Rohstoffen, Energie, im IT-Sektor und der Künstlichen Intelligenz
einerseits und steigende regulatorische Anforderungen andererseits. Diese Faktoren setzen die Wettbewerbsfähigkeit unter Druck und bremsen die Investitionsbereitschaft.
Auf der anderen Seite: Welche Entwicklungen stimmen Sie positiv? Positiv stimmt vor allem die Anpassungsfähigkeit vieler Unternehmen. Gerade in Tirol gibt es zahlreiche Betriebe, die sich erfolgreich als „Hidden Champions“ oder Weltmarktführer positionieren und international wettbewerbsfähig bleiben. Auch der Tourismus zeigt eine stabile Entwicklung und unterstreicht die Bedeutung von Qualität, Innovation und nachhaltigen Konzepten. Banken wiederum bleiben verlässliche Partner und bieten in einem unsicheren Umfeld Stabilität und Orientierung. Auf europäischer Ebene eröffnen Initiativen wie die Spar- und Investitionsunion neue Chancen. Gleichzeitig besteht in Österreich weiterhin Aufholbedarf beim Aufbau eines leistungsfähigen Kapitalmarkts und resilienter Altersvorsorgemodelle. Auch wenn der Immobilienmarkt in Tirol nach den herausfordernden Jahren eine moderate Erholung zeigt und insbesondere die Nachfrage nach Eigentumswohnungen wieder spürbar steigt, ist die Finanzierung von Wohnungseigentum hierzulande nach wie vor schwierig. Wie schätzen Sie diese Entwicklung in
81
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
82
den kommenden Jahren ein? Finanzierbares Wohnen bleibt eine zentrale Herausforderung. Der Tiroler Markt ist geprägt von hoher Nachfrage, begrenztem Angebot und entsprechend hohen Preisen. Gerade für junge Familien ist das eine große Herausforderung beim Einstieg ins Eigenheim. Leistbares Wohnen und die Förderung von Eigenheimen erfordern ein Bündel an politischen, wirtschaftlichen und planerischen Maßnahmen, die einerseits das Angebot erhöhen können – beispielsweise durch Mobilisierung von Bauland und Leerständen, Nachverdichtungen, Aufstockungen, Nutzung brachliegender Flächen, aber auch schnellere und weniger bürokratische Genehmigungsverfahren. Auch das Tempo beim Klima-Update im Gebäudesektor sollte weiter erhöht werden. Hohe Baukosten sind ein weiterer Hauptgrund für teure Wohnungen. Standardisierung, Serienbau, modulare Bauweise, Absenkung von Auflagen und strenge Bauvorschriften wären hier wesentliche Stellschrauben einer Entlastung. Auch steuerliche Anreize hätten hier einen spürbaren Effekt. Die Abschaffung der Grundbuchs- und Pfandrechtseintragungsgebühr sowie der Grunderwerbsteuer für die Eigenimmobilie hätten positive Auswirkungen auf die Leistbarkeit. Die Wohnbauförderung als Bau- und Sanierungsturbo zu nutzen, könnte über die Modernisierung der Wohnbaufördermittel oder die Einführung von Eigenkapitalersatz-Modellen als Hilfe beim Startkapital (z. B. Bürgschaften) ein taugliches Instrument sein. Gesellschaftlich betrachtet geht es aber um mehr als das Wohnen: Eigentum bedeutet Vermögensaufbau, Altersvorsorge und Unabhängigkeit. Die größten Hürden liegen häufig nicht nur im Kaufpreis selbst, sondern eben auch in den verschiedenen regulatorischen Anforderungen. Hier braucht es neue, praxistaugliche Lösungen. In der Wirtschaftskammer wurden bereits Modelle und Vorschläge dazu ausgearbeitet, die auch bei begrenzten Eigenmitteln realistische Zugänge eröffnen. Entscheidend wird sein, dass Politik und Wirtschaft gemeinsam handeln, um finanzierbares Wohnungseigentum nachhaltig zu ermöglichen. Allerdings senden gerade hier wieder stringente regulatorische Kreditvergaberichtlinien, wie die Einführung von Systemrisikopuffern für gewerbliche Immobilienfinanzierungen, wie sie das FMSG empfiehlt, ein gegenteiliges Signal an den Markt und wir
„Banken bleiben verlässliche Partner und bieten in einem unsicheren Umfeld Stabilität und Orientierung. Auf europäischer Ebene eröffnen Initiativen wie die Spar- und Investitionsunion neue Chancen.“ befürchten, dass dies die Investitionsbereitschaft weiter eindämmen könnte, wenn zusätzliche Eigenmittelbindung den Finanzierungsspielraum für Banken bei privaten Wohnungsneubauprojekten einschränkt.
Aktuell treibt die EZB die Arbeiten am digitalen Euro weiter voran. Welche Auswirkungen hat eine solche digitale Zentralbankwährung auf Geschäftsbanken? Der digitale Euro soll darauf abzielen, Europas Abhängigkeit von US-Zahlungsdienstleistern zu reduzieren, um die finanzielle Souveränität der EU zu stärken, was grundsätzlich von einem europäischen Blickwinkel aus zu begrüßen wäre. Der digitale Euro wäre aber auch ein tiefgreifender Eingriff in das bestehende Finanzsystem. Er könnte einen direkten Wettbewerb zwischen staatlichen und privatwirtschaftlichen Zahlungslösungen auslösen. Offene Fragen betreffen insbesondere Datenschutz, mögliche Auswirkungen auf staatlichen Einfluss auf Zahlungsströme sowie die hohen Kosten des Projekts, die schlussendlich auf die Kund*innen umgelegt werden müssten. Zudem ist der konkrete Mehrwert für Konsument*innen im Vergleich zu bestehenden Bezahllösungen bislang noch nicht eindeutig erkennbar. Aus Sicht der Banken sollte daher der Fokus zunächst auf dem Ausbau und der Vernetzung bestehender europäischer Zahlungssysteme und privater Initiativen wie dem Wero der European Payments Initiative (EPI), die bereits entwickelt und ausgerollt werden, liegen. In Österreich besteht nach wie vor eine hohe Affinität zu – haptischem – Bargeld. Wie schätzen Sie die Bereitschaft der Bevölkerung zur Nutzung des digitalen Euros ein? Digitale Zahlungsformen gewinnen auch in Österreich kontinuierlich an Bedeu-
tung, gleichzeitig bleibt Bargeld fest verankert, denn nicht alle Bürger*innen wollen nur digitales Geld. Bei Umfragen zeigt sich eine teilweise skeptische Haltung in der Bevölkerung zu reinen digitalen Geld- und Zahlungsmitteln, die durch die Sorge vor Überforderung (z. B. ältere Menschen) und den Wunsch nach anonymem Bezahlen bedingt ist. Die Akzeptanz eines digitalen Euro wird daher stark von seiner konkreten Ausgestaltung abhängen. Grundsätzlich unterstützen Banken eine unabhängige europäische Zahlungsinfrastruktur. In der Praxis sehen sie jedoch in bestehenden und neuen privatwirtschaftlichen Lösungen oft die effizientere und kundennähere Alternative zum digitalen Euro.
Wenn Sie einen Blick nach vorne wagen: Was müsste politisch oder wirtschaftlich passieren, damit sich Konsum, Investitionen und die allgemeine Stimmung nachhaltig verbessern? Entscheidend sind stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Unternehmen und Haushalte brauchen Planungssicherheit, um Investitions- und Konsumentscheidungen treffen zu können. Dazu zählen strukturelle Reformen, etwa im Pensionssystem, beim Bürokratieabbau und in der öffentlichen Verwaltung. Ebenso wichtig sind gezielte Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Am Ende geht es um Vertrauen: Klare politische Signale, wirtschaftsfreundliche Maßnahmen und Zukunftsinvestitionen sind der Schlüssel, um Wachstum zu ermöglichen und die Stimmung nachhaltig zu verbessern.
Ihr Vermögen. Unsere Verantwortung. Mit unserem sinnstiftenden Vermögensmanagement begleiten wir Familien seit Jahrzehnten durch alle Lebensphasen – und sichern Werte, die Bestand haben. Wann sprechen wir über Ihre Pläne?
Schoellerbank Tirol Museumstraße 5 6020 Innsbruck Tel.: +43 512 582 817-0
schoellerbank.at
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top.500
TIROLS TOP-BANKEN BANK
BILANZSUMME
EGT
MITARBEITER
Bank für Tirol und Vorarlberg
15.912,6 Mio. Euro
183,3 Mio. Euro
1.599
Hypo Tirol
7.946,8 Mio. Euro
Raiffeisen Landesbank Tirol
10.474,7 Mio. Euro
Tiroler Sparkasse
4.884,7 Mio. Euro
Volksbank Tirol
3.549,8 Mio. Euro
Raiffeisenbank Kitzbühel – St. Johann
1.865,4 Mio. Euro
Sparkasse Kufstein
3.037,6 Mio. Euro
Sparkasse Schwaz
Raiffeisen Bezirksbank Kufstein
62,3 Mio. Euro
59,4 Mio. Euro
25,1 Mio. Euro
45,2 Mio. Euro
21,9 Mio. Euro
450
565
400
313
258
149
1.836,2 Mio. Euro
18,6 Mio. Euro
223
1.651,2 Mio. Euro
16,6 Mio. Euro
160
1.727,4 Mio Euro
Sparkasse Imst
55,5 Mio. Euro
17,9 Mio. Euro
208
TIROLS TOP-VERSICHERER VERSICHERUNG
PRÄMIENVOLUMEN
VERTRÄGE
UNIQA
463,7 Mio. Euro
293.000
Generali Tirol
248,0 Mio. Euro
608.000
Donau Versicherung
73,1 Mio. Euro
56.100*)
Wiener Städtische
262,0 Mio. Euro
Tiroler Versicherung
84
*)
213,2 Mio. Euro
MITARBEITER
350
k. A.
137
634.624
435
267 37
*) Kundenanzahl, Anzahl der Verträge wird nicht bekanntgegeben
TOP-5-VERSICHERUNGEN IN ÖSTERREICH VERSICHERUNG
PRÄMIENVOLUMEN
UNIQA Österreich Versicherungen AG
MARKTANTEIL
4.702,9 Mio. Euro
Wiener Städtische Versicherung AG
Generali Versicherung AG
16,9 %
1.443,2 Mio. Euro
6,4 %
3.276,0 Mio. Euro
Allianz Elementar Versicherungs-AG DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group
20,8 %
3.766,0 Mio. Euro
985,9 Mio. Euro
14,7 % 4,4 %
Quelle: VVO, Unternehmenskennzahlen
D I E G R O S S E N F Ü N F I M D E TA I L Spalte 3: Vergleich zum Vorjahr
RAIFFEISEN-LANDESBANK TIROL
BANK FÜR TIROL UND VORARLBERG Bilanzsumme
Betriebserträge*
Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss
15.912,6 Mio. Euro
+ 3,4 %
Bilanzsumme
183,3 Mio. Euro
– 30,8%
Ergebnis vor Steuern / EGT
482,5 Mio. Euro
157,7 Mio. Euro
– 29,5 %
9.040,6 Mio. Euro
+ 2,8 %
Einlagen
10.057,9 Mio. Euro
Eigenmittel
1.860,6 Mio. Euro
Ausleihungen Eigenmittelquote Kernkapital
Kernkapitalquote
Mitarbeiter*innen
– 5,2 %
+ 3,1 % + 5,5 %
19,70%
18,10%
16,80%
15,60%
1.588,6 Mio. Euro
1.599
+ 4,5 % 1.568
Betriebserträge
Jahresüberschuss Einlagen
Ausleihungen Eigenmittel
Eigenmittelquote Kernkapital
Kernkapitalquote
Mitarbeiter*innen
10.474,7 Mio. Euro 136,5 Mio. Euro
+ 1,9 %
– 10,6 %
55,5 Mio. Euro
+ 23,1 %
2.287,3 Mio. Euro
+ 2,8 %
37,9 Mio. Euro
3.474,7 Mio. Euro 588 Mio. Euro
+ 11,5 % + 6,5 % + 5,4 %
16,80%
16,70%
16,30%
16,00%
570,1 Mio. Euro
ca. 450
+ 5,1 %
450
© MARTINA DRAPER
GENERALI
HYPO TIROL BANK Bilanzsumme
7.946,8 Euro
– 0,3 %
62,3 Mio. Euro
– 23,8 %
Einlagen
4.087,9 Mio. Euro
– 6,3 %
Eigenmittel
745,5 Mio. Euro
Betriebserträge*
Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss Ausleihungen Eigenmittelquote Kernkapital
201,4 Mio. Euro 41,3 Mio. Euro
– 33,0 %
5.253,6 Mio. Euro
+ 15,4 %
21,30%
21,50%
20,20%
19,90%
4.884,7 Mio. Euro
+ 3,6 %
59,4 Mio. Euro
+ 8,0 %
707,1 Mio. Euro
Kernkapitalquote
– 8,0 %
Mitarbeiter*innen
565
+ 2,7 %
+ 5,3 % 592
Oliver Freudenschuß, Generali-Regionaldirektor für Tirol und Vorarlberg
FÜR JUNGE AKTIVE
TIROLER SPARKASSE Bilanzsumme
Betriebserträge
Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss
137,2 Mio. Euro
44,2 Mio. Euro
+ 6,3 %
Einlagen
3.870,3 Mio. Euro
+ 2,7 %
Eigenmittel
355,4 Mio. Euro
+ 9,3 %
Ausleihungen
3.673,6 Mio. Euro
Eigenmittelquote Kernkapital
Kernkapitalquote
+ 1,2 %
22,80%
18,10%
22,30%
18,10%
3.549,8 Mio. Euro
+ 2,4 %
25,1 Mio. Euro
+7,3 %
307,7 Mio. Euro
Mitarbeiter*innen
ca. 400
+ 7,9 % ca. 400
VOLKSBANK TIROL Bilanzsumme
Betriebserträge
Ergebnis vor Steuern / EGT Jahresüberschuss Einlagen
Ausleihungen
Eigenmittel
Eigenmittelquote Kernkapital
Kernkapitalquote
Mitarbeiter*innen
116,5Mio. Euro 17,8 Mio. Euro
2.496,9 Mio. Euro
– 0,4 %
– 0,6 %
+ 4,1 %
2.998,2 Mio. Euro
+2 ,3 %
23,80%
23,30%
22,70%
22,20%
485,6. Euro
463 Mio. Euro
313
+ 3,5 %
+ 3,5 %
EINL AGEN: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden // AUSLEIHUNGEN: Forderungen an Kunden
*In den Betriebserträgen wurden die Positionen Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss und sonstige betriebliche Erträge zusammengefasst. // Zahlen per 31. 12. 2025
Die Generali erweitert mit Smart fit ihr Home of Health.
+ 7,8 %
318
S
mart fit ist ein Produkt, das speziell auf junge, gesundheitsbewusste Menschen zugeschnitten ist. Der Krankenversicherungstarif verbindet präventive Leistungen mit digitalen Services und Lifestyle-Angeboten, abgestimmt auf einen aktiven Alltag. „Junge Menschen wünschen sich flexible, niederschwellige Angebote, die sie ausprobieren und einfach in den Alltag integrieren können. Mit Smart fit haben wir die Antwort und schaffen genau dafür ein Zusatzangebot, das zur Lebensrealität dieser Generation passt“, erklärt Oliver Freudenschuß, GeneraliRegionaldirektor.
SMART FIT
Beim neuen Zusatztarif erhalten Kund*innen ab 18 Jahren alle zwei Jahre Zugang zu einem vielfältigen Spektrum innovativer Angebote – wahlweise digital oder vor Ort bei ausgewählten Vertragspartner*innen. Das Leistungspaket reicht von Anwendungen zur Entspannung und mentaler Balance über Metabolismus- und Glukoseanalysen bis hin zu Fitness- und Biohacking-Leistungen. Damit setzt die Generali neue Maßstäbe in der präventiven Gesundheitsvorsorge.
ERWEITERUNG VON HOME OF HEALTH
Mit Home of Health denkt die Generali Gesundheit gesamthaft – über alle Lebensphasen hinweg. Der Ansatz bündelt vielfältige Angebote rund um Gesundheit, Prävention und individuelle Begleitung. Dazu gehören persönliche GesundheitsCoachings ebenso wie digitale Services – etwa Online-Sprechstunden, einfache Terminbuchungen oder eine 24/7-Gesundheitshotline. PR
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HYPO TIROL
Vertrauen schafft Werte Robert Lang, Leiter des Private Bankings der Hypo Tirol, setzt auf eine Verbindung aus persönlicher Beratung, Investmentkompetenz und modernen digitalen Möglichkeiten. Im Interview spricht er über die Zukunft des Private Bankings, langfristigen Vermögensaufbau und die Bedeutung ganzheitlicher Betreuung.
ECO.NOVA: Sie haben kürzlich die Leitung
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des Private Bankings der Hypo Tirol übernommen. Mit welchen Ansprüchen und welcher Vision gehen Sie in diese Rolle? ROBERT LANG: Mein Anspruch ist es, die Stärken des Private Bankings konsequent weiterzuentwickeln und dabei die Kund*innen noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Ich möchte eine Beratung fördern, die ganzheitlich denkt, unterschiedliche Lebens- und Unternehmensphasen berücksichtigt und langfristige Perspektiven aufzeigt. Meine Vision ist ein Private Banking, das persönliche Nähe, hohe fachliche Kompetenz und die Möglichkeiten eines modernen Bankings optimal miteinander verbindet. Gleichzeitig stärken wir den Bereich organisatorisch und schaffen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum. Einen ersten wichtigen Schritt haben wir bereits mit der Besetzung der neu geschaffenen Leitung Co-Betreuung gesetzt, die Valentina Planchensteiner übernommen hat. Gemeinsam mit dem weiteren Ausbau unserer Führungs- und Betreuungsstruktur stellen wir die Weichen für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Private Bankings. Dabei wollen wir die persönliche Beratung, unseren Bestin-Class-Ansatz bei der Auswahl von Invest mentlösungen und die hauseigene Vermögensverwaltung weiterhin gezielt stärken.
Valentina Planchenstainer, Leitung Co-Betreuung Private Banking in der Hypo Tirol
Die Hypo Tirol blickt heuer auf 125 Jahre Geschichte zurück. Was hat sich aus Ihrer Sicht im Verständnis von Vermögenssicherung und Veranlagung in dieser Zeit verändert? Der Wunsch nach finanzieller Sicherheit, Stabilität und dem langfristigen Erhalt von Vermögen ist über Generationen hinweg unverändert geblieben. Verändert haben sich jedoch die Rahmenbedingungen. Die Finanzwelt ist deutlich komplexer, transparenter und digitaler geworden als noch vor einigen Jahrzehnten. Kund*innen erwarten heute individuelle Lösungen, eine breitere Betrachtung ihrer finanziellen Situation und eine Beratung, die unterschiedliche Lebensbereiche miteinander verbindet. Gleichzeitig gewinnen eine vertrauensvolle Partnerschaft und die Möglichkeit, die eigene finanzielle Situation jederzeit und ortsunabhängig im Blick zu haben, zunehmend an Bedeutung. Worin liegt die größte Stärke des Hypo Tirol Private Bankings – und wie profitieren Kund*innen konkret davon? Unsere größte Stärke liegt in der Verbindung von
regionaler Nähe, hoher Beratungskompetenz und einer eigenen Investmentexpertise im Haus. Die Vermögensverwaltung wird direkt in der Zentrale der Hypo Tirol Bank am Bozner Platz in Innsbruck durch unser Asset Management gesteuert. Dadurch sind die Wege kurz und die Abstimmung zwischen Beratung, Vermögensverwaltung und den jeweiligen Kundenbedürfnissen besonders eng. Gleichzeitig verfolgen wir bei der Portfoliogestaltung einen Best-in-Class-Ansatz und wählen aus einem breiten globalen Angebot jene Investmentlösungen aus, die unseren Qualitätsansprüchen am besten entsprechen. Vor allem bei Unternehmerfamilien sind private Finanzthemen zudem eng mit den unternehmerischen verknüpft. Mit unserem dualen Beratungsansatz arbeiten PrivateBanking-Berater*innen deshalb auch eng mit Firmenkundenbetreuer*innen zusammen, um beide Sphären ganzheitlich zu begleiten. Ergänzt wird dies durch die Stabilität und Verlässlichkeit einer Bank mit sehr gutem Rating – ein wesentlicher Faktor für langfristiges Vertrauen und nachhaltigen Erfolg.
© WALTER OBERBRAMBERGER
Wie lässt sich Vermögen in einem Umfeld, das von Krisen, Volatilität und raschen technologischen Veränderungen geprägt ist, langfristig und zukunftssicher anlegen? Langfristiger Vermögensaufbau basiert aus meiner Sicht weniger auf kurzfristigen Marktbewegungen als auf einer klaren Strategie und einer breiten Diversifikation. Gerade in volatilen Zeiten ist es wichtig, Anlageentscheidungen nicht von Emotionen leiten zu lassen, sondern auf Qualität, Risikostreuung und einen langfristigen Anlagehorizont zu setzen. Entscheidend ist dabei, dass die gewählte Anlagestrategie zur individuellen Risikoneigung und zu den bisherigen Erfahrungen der Kund*innen passt. Ebenso wichtig ist eine regelmäßige Überprüfung der Anlagestruktur, um auf veränderte Marktbedingungen und persönliche Lebenssituationen reagieren zu können. Unser Best-in-Class-Ansatz ermöglicht es uns, aus einem breiten globalen Angebot jene Lösungen auszuwählen, die zu den jeweiligen Zielen und Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden passen. Viele Anleger*innen wünschen sich Sicherheit, gleichzeitig braucht langfristiger Vermögensaufbau oft Mut zu Veränderungen. Wie gelingt dieser Balanceakt in der Beratungspraxis? Der Schlüssel liegt darin, Sicherheit und Rendite nicht als Gegensätze zu sehen, sondern eine ausgewogene Balance zu finden. Entscheidend dafür ist ein klares Verständnis der persönlichen Ziele, des Anlagehorizonts und der individuellen Risikobereitschaft. Eine fundierte Beratung schafft Transparenz und hilft dabei, Chancen und Risiken nachvollziehbar einzuordnen. Dabei ist es wichtig, die Entwicklungen an den Kapitalmärkten verständlich aufzuzeigen. Der Blick auf frühere Krisen, aber auch auf die langfristigen Chancen der Märkte hilft, Vertrauen in eine langfristige Strategie aufzubauen und Schwankungen an den Kapitalmärkten besser zu verstehen. Dabei gilt es stets zu berücksichtigen, dass vergangene Entwicklungen keine Garantie für zukünftige
Ergebnisse darstellen, jedoch wertvolle Orientierung für Entscheidungen bieten können. So entstehen Lösungen, die zukunftsfähig sind und auch in unterschiedlichen Marktphasen Bestand haben können.
Junge, vermögende Kund*innen haben oft andere Erwartungen als frühere Generationen, etwa beim Thema Transparenz, Digitalisierung und Impact Investing. Wie verändert das die Beratungskultur? Jüngere Generationen erwarten einen hohen Informationsgrad, schnelle Verfügbarkeit von Informationen und digitale Zugänge zu ihren Finanzthemen. Gleichzeitig stehen ihnen über digitale Medien und soziale Netzwerke so viele Informationen wie nie zur Verfügung. Umso wichtiger wird die Rolle der Beratung, relevante Informationen einzuordnen, unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen und Orientierung zu geben. Der Wunsch nach persönlicher Beratung und vertrauensvollen Ansprechpartner*innen ist dabei unverändert hoch. Die Beratung wird dadurch dialogorientierter und individueller. Themen wie Transparenz, Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Berücksichtigung persönlicher Werte gewinnen an Bedeutung. Dazu zählt auch der Wunsch, bei Veranlagungen bestimmte gesellschaftliche oder nachhaltigkeitsbezogene Aspekte mit zu berücksichtigen. Für uns bedeutet das, moderne digitale Möglichkeiten mit persönlicher Betreuung und hoher Beratungskompetenz zu verbinden.
Das Private Banking der Hypo Tirol ist nicht nur in der Zentrale am Innsbrucker Bozner Platz beheimatet, sondern auch in der Niederlassung in Wien. Welche Bedeutung hat diese überregionale Aufstellung für die strategische Weiterentwicklung und welche Synergien entstehen zwischen Innsbruck und Wien? Die Präsenz in Tirol und Wien verbindet regionale Verwurzelung mit einem erweiterten Marktzugang. Während Tirol mit der Zentrale in Innsbruck seit jeher das Funda-
ment unserer Beratungskompetenz bildet, schafft unser Standort in Wien eine wichtige Brücke zu wirtschaftlichen Netzwerken und Kund*innen weit über die Landesgrenzen hinaus. Davon profitieren sowohl Unternehmer*innen als auch Privatkund*innen, die in beiden Regionen aktiv sind oder entsprechende Kontakte pflegen. Gleichzeitig ermöglicht die enge Zusammenarbeit der Standorte einen laufenden Kompetenzaustausch. Die Verantwortlichen in Tirol und Wien arbeiten dabei eng und regelmäßig zusammen, um eine einheitliche Beratungsphilosophie, gemeinsame Qualitätsstandards und einen konsistenten Marktauftritt sicherzustellen. So verbinden wir die Nähe und Verlässlichkeit einer regionalen Bank mit den Chancen und Perspektiven eines überregionalen Netzwerks und können unsere Kundinnen und Kunden noch umfassender begleiten. Wenn Sie fünf bis zehn Jahre vorausblicken: Wie wird sich Private Banking verändern und welche Rolle möchte die Hypo Tirol in diesem Zukunftsbild spielen? Private Banking wird in den kommenden Jahren noch stärker von der Verbindung aus persönlicher Beratung und digitalen Möglichkeiten geprägt sein. Standardisierte Dienstleistungen werden zunehmend digital abgewickelt werden, während individuelle Beratung und strategische Begleitung weiter an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus wird sich Private Banking zunehmend zu einer zentralen Anlaufstelle für komplexe finanzielle Fragestellungen entwickeln, in der unterschiedliche Fachkompetenzen und Spezialisten eng zusammenarbeiten. Unsere Aufgabe wird es sein, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und moderne Technologien dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert schaffen. Die Hypo Tirol möchte dabei ihre Position als verlässlicher und langfristiger Partner weiter stärken – mit persönlicher Nähe, hoher fachlicher und digitaler Kompetenz.
HYPO TIROL BANK – PRIVATE BANKING
Meraner Straße 8, 6020 Innsbruck Tel.: 050 700-0 privatebanking@hypotirol.com
hypotirol.com/privatebanking
87
© DIE FOTOGRAFEN
SCHOELLERBANK
Das Tiroler Team der Schoellerbank mit Standortleiterin Burgi Vrba (Mitte) und Regionalleiter Johannes Böhler zu ihrer Linken
WEGBEGLEITER UND WEGBEREITER IN ALLEN VERMÖGENSFRAGEN
88
Vermögen bedeutet Verantwortung. Für viele Menschen geht es dabei nicht nur um die eigene Lebensplanung, sondern auch um unternehmerische Entscheidungen, familiäre Ziele und die nächste Generation. Die 1833 gegründete Schoellerbank verfolgt deshalb seit jeher einen ganzheitlichen Beratungsansatz, mit dem Anspruch, komplexe Vermögensstrukturen vorausschauend zu gestalten und langfristig abzusichern.
S
eit vielen Generationen ist die Schoellerbank als verlässlicher Wegbegleiter und Wegbereiter in Vermögensfragen bekannt – und das mit einem klaren Fokus auf nachhaltiges Wachstum und maßgeschneiderte Lösungen. Das Traditionshaus hat sich in seiner fast 200-jährigen Geschichte einen Ruf als Spezialist für anspruchsvolles und sinnstiftendes Vermögensmanagement erarbeitet, das neben Kapital auch Werte und Weitblick berücksichtigt. Die Zielgruppen umfassen Privatpersonen, Familien, Unternehmer*innen sowie institutionelle Kunden. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten unterstreicht Burgi Vrba, Leiterin der Schoellerbank in Innsbruck, die Bedeutung
von Verlässlichkeit und Transparenz: „Unsere Aufgabe ist es, unseren Kund*innen einerseits Orientierung zu geben sowie Komplexität einzuordnen und andererseits den Wohlstand durch fundierte Beratung zu sichern. Das Vertrauen, das wir schaffen, ist für uns die entscheidende Basis im Sinne unseres ganzheitlichen Beratungsansatzes.“
PERSÖNLICHE BERATUNG IN EINER KOMPLEXEN WELT
Modernes Vermögensmanagement bedeutet in der Schoellerbank wesentlich mehr als reine Geldanlage, denn die Expert*innen sind überzeugt, dass sie die Bedürfnisse ihrer Kund*innen – die der Bank bereits mehr als 14 Milliarden Euro anvertrauen – gesamt-
heitlich verstehen müssen. Ob globale Familienportfolios, Nachfolgebetrachtungen im Familienunternehmen, Fondsansparpläne für Kinder oder die Veranlagung des Gewinnfreibetrags – in der Schoellerbank fließen private, unternehmerische und familiäre Aspekte ineinander. Ergänzt durch Finanz- und Liquiditätsplanung, Stiftungskompetenz sowie individuell abgestimmte Vorsorge- und Spezialfondslösungen. Digitale Entwicklungen nutzen die Vermögensexpert*innen gezielt, um noch mehr Raum für persönliche Gespräche zu schaffen. Denn gerade in einer unübersichtlichen Welt braucht es persönliche Beratung mit Vermögensintelligenz, Erfahrung und einem Gespür für das Wesentliche.
© LUKAS BEZILA
SCHOELLERBANK
„ E R F O LG I M P R I VAT E B A N K I N G B A S I E R T A U F S TA R K E N , V E R T R A U E N S VO L L E N B E Z I E H U N G E N . D E S H A L B I ST ES MIR EIN BESONDERES ANLIEGEN, ALLEN KUND*INNEN FÜR IHR V E R T R A U E N Z U DA N K E N .“ B u r g i Vrba , L eit er i n der S choel lerba n k In n sbr uck
DIE HOHE KUNST DES VERMÖGENSMANAGEMENTS Vertrauen entsteht nicht durch kurzfristige Erfolge, sondern durch konsequente Leistung über viele Jahre hinweg. Im Vermögensmanagement zählen Beständigkeit, Stabilität und Verlässlichkeit zu den wichtigsten Faktoren einer erfolgreichen Kundenbeziehung. Die Schoellerbank ist heute eine der meistprämierten Privatbanken Österreichs und wurde in den vergangenen Jahren regelmäßig von unabhängigen nationalen und internationalen Institutionen ausgezeichnet. Beim „Handelsblatt Elite Report“ wurde die Bank beispielsweise bereits zum 13. Mal mit der höchstmöglichen Auszeichnung „Summa cum laude“ bedacht. Dieser Test, der zu den umfassendsten im deutschsprachigen Raum zählt, analysierte in der aktuellen Prüfsaison 386 Anbieter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Hans-Kaspar von Schönfels, Elite-Report-Chefredakteur, in seiner Würdigung: „[…] Die Schoellerbank verkörpert die Kunst des Private Banking in ihrer reinsten Form – verbindlich im Stil und präzise in der Umsetzung, mit jener Beständigkeit, die aus Vertrauen über Generationen entsteht.“ Für die Schoellerbank sind Auszeichnungen kein Selbstzweck, sondern eine Bestätigung ihrer langfristigen Ausrichtung. Sie zeigen, dass persönliche Beratung, fachliche Kompetenz und nachhaltiges Denken auch in einem sich wandelnden Marktumfeld ihre Relevanz behalten. Gerade in Zeiten hoher Informationsdichte und kurzfristiger Trends suchen vermögende Kund*innen nach Orientierung, Verlässlichkeit und einem klaren Fokus auf langfristige Vermögensziele. In einem Markt, der zunehmend von kurzfristigen Gewinnen geprägt ist, bleibt die Frage, wie viele Anbieter*innen den Anspruch an Stabilität und individuelle Betreuung dauerhaft erfüllen können. Die verdienstvolle
Historie und die über viele Jahre erzielten Bestnoten bestätigen: Die Schoellerbank erfüllt die höchsten Ansprüche der Branche und ihrer Kund*innen.
BESTLEISTUNGEN AUS ÜBERZEUGUNG
Getreu dem Leitsatz „Investieren statt Spekulieren“ konzentriert sich die Schoellerbank auf nachhaltige Anlagestrategien mit Beständigkeit. Im Mittelpunkt stehen individuelle Lösungen, die auf die jeweilige Lebenssituation, die persönlichen Ziele und die langfristigen Vorstellungen der Kund*innen abgestimmt sind. Jedes Vermögen ist einzigartig und verdient daher eine ebenso individuelle Betrachtung. Die Verbindung aus Tradition und Innovationskraft bildet dabei die Grundlage des Erfolgs. Seit beinahe zwei Jahrhunderten begleitet die Schoellerbank Generationen von Kund*innen durch unterschiedliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Dieses gewachsene Verständnis für langfristige Vermögensplanung verbindet sie mit einem modernen Beratungsansatz, der aktuelle Herausforderungen ebenso berücksichtigt wie zukünftige Chancen. In Innsbruck – und überall dort, wo es die Kund*innen wünschen – berät ein erfahrenes Team unter der Leitung von Regionalleiter Johannes Böhler und Standortleiterin Burgi Vrba in sämtlichen Vermögensfragen. Die Verbindung aus regionaler Nähe, persönlicher Erreichbarkeit und der internationalen Kompetenz eines global vernetzten Traditionshauses schafft jene Vertrauensbasis, die für erfolgHinweis: Hierbei handelt es sich um keine Anlageberatung oder Produktempfehlung. Veranlagungen in Finanzinstrumente können mit erheblichen Verlusten verbunden sein. Eine individuelle, persönliche Beratung ist jedenfalls erforderlich.
reiches Wealth Management entscheidend ist. „Als Standortleiterin der Schoellerbank Innsbruck erlebe ich täglich, wie wertvoll langfristige Beziehungen im Wealth Management sind. Vertrauen steht im Mittelpunkt unserer Beratung. Unser Ansatz geht weit über Zahlen hinaus: Es geht darum, individuelle Strategien zu entwickeln, die nachhaltig Werte schaffen und die persönlichen Bedürfnisse unserer Kund*innen berücksichtigen. Jedes Vermögen hat eine Geschichte und unsere Aufgabe ist es, diese zu verstehen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln“, betont Burgi Vrba. PR
SCHOELLERBANK INNSBRUCK Museumstraße 5, 6020 Innsbruck Tel.: +43 512/582 817-0 info@schoellerbank.at www.schoellerbank.at
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
• Gründung 1833 • Spezialist für anspruchsvolle Vermögensanlage • Verwaltetes Kundenvermögen: 14,39 Mrd. Euro (per Ende April 2026) • Nachfolge- und Vorsorgeplanung, Immobilienservice, Family Office, Stiftungsservice, Finanzierungen (Effektenlombardkredit), ESGInvestments, individuelle Spezialfonds • hauseigene Kapitalanlagegesellschaft Schoellerbank Invest • eigener Beirat für Ethik und Nachhaltigkeit • Standorte: Wien, Salzburg, Bregenz, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, St. Pölten, Burgenland • 100%-Tochter der UniCredit Bank Austria und Kompetenzzentrum der UniCredit für Wealth Management in Österreich
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top.500
TIROLS GRÜNDER BOOM: 90
AUFBRUCH AUS ÜBERZEUGUNG ODER AUSWEG AUS DEM SYSTEM?
Mit 3.285 Neugründungen verzeichnete Tirol 2025 einen historischen Höchststand. Fast jede zweite Gründung eines Einzelunternehmens erfolgt mittlerweile durch eine Frau. Auch Menschen mit Migrationshintergrund gründen immer häufiger. Doch ist der Boom im Land ein Ausdruck wirtschaftlicher Zuversicht oder eine Reaktion auf eine Arbeitswelt, in der viele Menschen an ihre Grenzen stoßen? T E X T : I S A B E L L A WA L S E R - B Ü R G L E R
-
© IMPACT HUB TIROL/VERENA NAGL
top.500
it 3.285 Neugründungen innerhalb eines Jahres verzeichnete Tirol laut Gründungszahlen der Wirtschaftskammer im Jahr 2025 so viele neue Unternehmen wie noch nie zuvor. Dabei sank das Durchschnittsalter der Gründer*innen auf 36,5 Jahre. Dass mehr als zwei Drittel aller Tiroler Unternehmen auch fünf Jahre nach ihrer Gründung noch am Markt bestehen, spricht für die Wirtschaftskraft des Standortes, denn dieser Wert liegt weit über dem österreichischen Durchschnitt. Nach außen erzählen diese Zahlen eine Erfolgsgeschichte. Kritisch betrachtet muss es aber auch als Warnsignal verstanden werden, wenn die Gründungszahlen trotz schwächelnder Konjunktur steigen. Es drängt sich also die Frage auf, ob viele Menschen die Selbstständigkeit vielleicht ausgerechnet deshalb suchen, weil sie in den klassischen Erwerbsbiografien keine Perspektive mehr sehen.
SINN STATT SICHERHEIT
Eines lässt sich immerhin mit großer Sicherheit feststellen: Die Gründungsmotive haben sich in den letzten zehn Jahren stark verändert. Zwar gelten finanzielle Unabhängigkeit und Einkommenschancen weiterhin als wichtig, andere Beweggründe stehen aber zunehmend im Vordergrund. „Das Motiv, das aktuell am stärksten ausgeprägt ist, ist der Wunsch nach Selbstverwirklichung und sinnvoller Arbeit“, erklärt Lena Obermair, Geschäftsführerin des Impact Hub Tirol. Sie beobachte regelmäßig Gründer*innen, die ihre eigene Arbeit stärker mit ihren persönlichen Werten in Einklang bringen wollen. Besonders evident sei diese Entwicklung bei jungen Menschen. Viele wagen bereits nach dem Studium oder nach den ersten Berufserfahrungen den Schritt in die Selbstständigkeit: „Diese jungen Gründer*innen möchten Arbeit einfach anders gestalten, als sie das aus der oft als starr empfundenen Arbeitswelt mitbekommen.“
„Das Motiv, das aktuell am stärksten ausgeprägt ist, ist der Wunsch nach Selbstverwirklichung und sinnvoller Arbeit.“ LENA OBERMAIR
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DIE WEIBLICHE GRÜNDUNGSWELLE Bei den klassischen Unternehmensgründungen in Tirol fällt die starke weibliche Beteiligung ins Auge. Im Bereich der Einzelunternehmen entfallen mittlerweile sogar ganze 47,8 Prozent auf weibliche Gründer. Für Martina Entner, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Tirol, ist diese Entwicklung kein Zufall: „Viele Frauen gründen, weil die Selbstständigkeit Planbarkeit und damit eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie schafft.“ Gerade in Tirol, wo die peripheren Zonen oft eine zeitliche Herausforderung darstellen, gewinne diese Flexibilität trotz des vielfach praktizierten Homeoffice an Stellenwert. Ähnliches konstatiert auch die Tiroler Midlife-Strategin Margit Bacher, die vor allem Frauen in beruflichen Umbruchphasen begleitet. Selbst bei modernen Paaren falle die Betreuung von Kindern nach wie vor überwiegend den Frauen zu. Viele kehrten später als geplant in den Beruf zurück oder könnten ihre ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr ausüben, weil diese nicht mit Teilzeitmodellen vereinbar sei. Zu dieser Problematik gesellen sich diverse gesellschaftliche Erwartungen: „Viele Frauen drängen sich selbst in bestimmte Rollen, um den allge-
top.500
zutage. „Letztes Jahr gingen laut dem ‚EY Female Start-up Funding Index 2025‘ nur 0,6 Prozent des investierten Kapitals in Österreich an rein weibliche Gründungsteams. Das ist doch einigermaßen symptomatisch. Wer nämlich ständig erklären muss, warum etwas scheitern könnte, pitcht natürlich anders als jemand, der vor allem nach Chancen gefragt wird“, so Obermair. © DIE FOTOGRAFEN
UNTERNEHMERTUM ALS INTEGRATIONSMOTOR
„Selbstständigkeit schafft Planbarkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.“ MARTINA ENTNER
meinen Erwartungen zu entsprechen“, sagt Bacher. „Die Lebensmitte wird dadurch für viele Frauen zum Wendepunkt.“ Sobald die Kinder nämlich älter werden und die eigene berufliche Entwicklung trotz guter Ausbildung stagniert, stelle sich häufig die Frage, ob man die nächsten 20 Jahre so weitermachen wolle. „In diesem Kontext erscheint die Selbstständigkeit zunehmend als attraktive Alternative, um berufliche Erfüllung und Karriereziele neu zu definieren. Und dieser Mut zur Veränderung ist wichtig. Denn dauerhaft in einem Job unglücklich zu sein, kann krank machen“, ergänzt Bacher.
würden häufiger nach Risiken und Absicherungsstrategien gefragt als Gründer, Männer wiederum öfter nach Wachstum und Marktpotenzialen als Frauen. Dieser Gegensatz tritt auch anhand des Gender-Funding-Gap
© SABINE KELZ
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Die Frage, warum Menschen gründen, stellt sich nicht nur mit Blick auf Geschlecht oder Lebensphase. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind in der Selbstständigkeit überdurchschnittlich stark vertreten. Die Gründe dafür sind jedoch noch einmal anders gelagert. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist die Selbstständigkeit oft eine Antwort auf grundlegende Hürden im regulären Arbeitsmarkt. Philipp Seirer-Baumgartner vom Arbeitsmarktservice Tirol verweist in diesem Kontext auf zahlreiche Herausforderungen: „Sprachbarrieren, die Anerkennung ausländischer Qualifikationen, fehlende Kenntnisse über den österreichischen Arbeitsmarkt, Diskriminierungserfahrungen oder mangelnde soziale Netzwerke erschweren vielen den Einstieg in eine unselbstständige Beschäftigung. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit gerin-
DAS START- UP - PARADOXON
Trotz aller Fortschritte im Bereich der Einzelunternehmen bleibt die männliche Dominanz in der technikaffinen und innovationsgetriebenen Start-up-Welt auffällig. Die Gründe dafür sind vielschichtig, allerdings scheint auch in diesem Zusammenhang die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf keine unwesentliche Rolle zu spielen. „Die Start-up-Kultur ist meist noch immer von einer ‚Hustler-Mentalität‘ geprägt. Dieser steht die klassische Care-Arbeit gegenüber“, erklärt Obermair. Solange Betreuung und Pflege überwiegend von Frauen übernommen würden, seien die Voraussetzungen ungleich verteilt. Hinzu kommen tief verwurzelte Rollenbilder. Start-up-Gründerinnen
„Selbstständigkeit wird für Menschen mit Migrationshintergrund oft zur pragmatischen Lösung.“ PHILIPP SEIRER-BAUMGARTNER
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© BLICKFANG PHOTOGRAPHY
gen Aufstiegschancen und eingeschränkter Arbeitsplatzsicherheit stellen zusätzliche Probleme dar. Vor diesem Hintergrund wird Selbstständigkeit für viele Menschen mit Migrationshintergrund zur pragmatischen Lösung.“ In gewisser Weise schafft die Selbstständigkeit somit Einkommen und gesellschaftliche Teilhabe, da klassische Karrierewege nur schwer zugänglich sind.
VIELFALT SCHLÄGT STEREOTYPE
Die Daten des Erwerbskarrierenmonitorings (EWKM) von AMS und Sozialversicherung zeigen jedoch, dass migrantisches Unternehmertum in Tirol weit vielfältiger ist, als gängige Klischees vermuten lassen. Insgesamt sind mehr als 10.400 Selbstständige mit Migrationshintergrund in Tirol erfasst. Entgegen der weit verbreiteten Annahme konzentrieren sich diese keineswegs ausschließlich auf Gastronomie oder Handel. Die größte Gruppe findet sich mit rund 2.700 Personen im Gesundheits- und Sozialwesen, das sind immerhin 25,6 Prozent. Allein im Bereich Sozialwesen ohne Heime sind mehr als 2.400 Menschen selbstständig tätig. Dahinter folgen Beherbergung und Gastronomie mit rund 1.700 sowie das Bauwesen mit gut 1.000 Selbstständigen. Auch in wissensintensiven Bereichen sind Menschen mit Migrationshintergrund durchaus stark vertreten, was wiederum für ihre Qualifikation spricht: Rund 730 Personen sind in wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen tätig, weitere 240 in der Unternehmensberatung. Bemerkenswert sind auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede. Im Gesundheits- und
„Die Lebensmitte wird für viele Frauen zum Wendepunkt.“ MARGIT BACHER
Sozialwesen stellen Frauen mit Migrationshintergrund die überwältigende Mehrheit der Selbstständigen, während Männer im Baugewerbe klar dominieren. Damit treten hier ähnliche Muster zutage wie in der österreichischen Gründerlandschaft insgesamt.
FAZIT
In Anbetracht all dieser Teilaspekte wird sich die eigentliche Erfolgsgeschichte des Tiroler Gründerbooms zukünftig nicht allein an der Zahl neuer Unternehmen messen lassen. Entscheidend wird einerseits sein, wer künftig welches Unternehmen in welcher
Branche gründet, und andererseits, ob es gelingt, die Chancen des Unternehmertums allen gleichermaßen zugänglich zu machen. Daneben dürfen auch die Herausforderungen klassischer Unselbstständigkeit nicht übersehen werden, die in vielerlei Hinsicht die Gründung von Unternehmen erst recht bedingen. So oder so wird die Zukunft einer innovativen Tiroler Wirtschaft wohl davon abhängen, geeignete Menschen in geeignete Positionen zu bringen, ohne Familienfürsorge, Geschlecht oder Herkunft zu den ausschlaggebenden Argumenten zu machen.
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tirol.wifi.at/fit
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AUSTRIALPIN
EN HIDD P ION M A CH
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Bewegende 30 Jahre: Mutige Entscheidungen, große Erfolge, herausfordernde Rückschläge und persönliche Geschichten prägten die Firmengeschichte von AUSTRIALPIN. (V. li.) Juniors Klemens und Michael Hörtnagl, Firmengründer und Gesellschafter Bruno Hörtnagl, CEO Katrin Mark-Winkler, Firmengründer und Gesellschafter Andreas Hörtnagl mit den Juniors Mario und Armin Hörtnagl.
V O M S T U B A I TA L B I S I N S W E LTA L L Ihre innovativen und hochwertigen Produkte und Komponenten sind weltweit im Einsatz. Im Bergsport. Bei Rettungseinsätzen. Und überall dort, wo Sicherheit gefragt ist. Dass sie auch beim Artemis-Space-Programm den Weg ins Weltall gefunden haben und bei zahlreichen Actionfilmen in Hollywood zu sehen sind, hat selbst die kühnsten Erwartungen der Gründungsmitglieder übertroffen. Wir blicken zurück auf 30 spannende Jahre eines echten Hidden Champions aus dem Stubaital: AUSTRIALPIN. T E X T : D O R I S H E LW E G
B
ergsportprodukte haben im Stubaital eine lange Tradition. Während der frühere Bergbau nicht von langfristigem Erfolg gekrönt war, haben sich Schmieden und Metallbaubetriebe seit dem 15. Jahrhundert über verschiedenste Krisen hinweg erfolgreich etabliert. Seit 1897 haben
sich mehrere solcher Schmieden in einer Genossenschaft zusammengeschlossen und ihre Produkte gemeinsam am internationalen Markt vertrieben. Weltruhm erlangten neben den Werkzeugen insbesondere die qualitativ hochwertigen Bergsportprodukte, die bei zahlreichen Expeditionen beispiels-
weise von Wolfgang Nairz auf den Nanga Parbat oder Mount Everest zum Einsatz kamen. Trotz ihrer großen Erfolge fühlten sich einige Bergsportproduzenten mit dem Vertrieb der Genossenschaft, die in ihren Aktivitäten sehr werkzeuglastig agierte, nicht mehr gut vertreten. Entschlossenen
AUSTRIALPIN
Schrittes fanden sich schließlich vier mutige Bergsportproduzenten zusammen und gründeten 1996 AUSTRIALPIN als gemeinsames Vertriebsunternehmen. Dabei sprangen die Gründungsmitglieder Bruno und Andreas Hörtnagl, Franz Wurzer, Ernst Ribis und Elisabeth Kuprian sprichwörtlich ins kalte Wasser. Denn die qualitativ hochwertigen Produkte wie Karabiner, Steigeisen und Eispickel unter dem neuen Namen AUSTRIALPIN auf dem Weltmarkt zu etablieren, war anfänglich ein steiniger Weg.
DIE PRODUKTE ÜBERZEUGEN
Doch die Produkte überzeugten und mit der 1998 auf den Markt gebrachten COBRA® Quick Release Schnalle begann eine unglaubliche Erfolgsgeschichte. Nicht sofort, sondern Schritt für Schritt baute Hans Denifl als erste Handelsagentur für AUSTRIALPIN den Vertrieb für die hochwertigen Erzeugnisse auf. „Es gab sehr viele Neuentwicklungen und so konnten wir sukzessive den Markt aufbauen“, erinnert sich Hans Denifl an die durchaus spannenden Anfangsjahre. Spannend auch insofern, weil die erfindungsreichen Produzenten einige Herausforderungen zu meistern hatten. So zerstörte beispielsweise ein Brand den Mitgliedsbetrieb Krösbacher und die Unternehmen ABA Hörtnagl und Wurzer übernahmen kurzerhand die Produktion von Eispickeln und Eisklettergeräten. „Dank der Tatsache, dass wir sämtliche Produktionsschritte beginnend von der Entwicklung bis hin zur Verpackung im eigenen Haus bewerkstelligen, können wir schnell reagieren“, betonen Andreas und Bruno Hörtnagl, die seit 2015 alleinige Inhaber des Unternehmens sind. „Es gab Momente, da stand es Spitz auf Knopf. Doch wir haben nie aufgegeben und an unsere Produkte geglaubt.“ Der Erfolg gab ihnen recht. Denn die qualitativ hochwertigen Produkte und allen voran die COBRA®-Schnallen eroberten die Weltmärkte zusehends. Anfang der 2000er-Jahre übernahm Michael Uhrmann die Geschäftsleitung von AUSTRIALPIN. Selbst Extremsportler und Paragleiter setzte er auf außergewöhnliches Marketing und die Einführung eines professionellen Athletenteams. „Er polarisierte. Er war genau der richtige Mann. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, so die einhellige Meinung der Gesellschafter. In seine Zeit fiel auch der große Durchbruch der COBRA®-Schnallen: Der nord-
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Weltmarktführer und Nischenweltmeister: COBRA®-QUICK-RELEASE-Schnallen haben Kultstatus erreicht. Erhältlich in unterschiedlichsten Varianten ist die COBRA® überall dort im Einsatz, wo es um Sicherheit für Mensch und Material geht.
„ES GAB MOMENTE , DA S TA N D E S S P I T Z A U F K N O P F. DOCH WIR HABEN N I E AU FG EG E B E N UND AN UNSERE PRODUKTE G E G L A U B T.“ A nd r e a s u nd Br u no Hör t n a g l
amerikanische Vertrieb präsentierte die damalige Produktpalette auf einer großen Outdoormesse in den USA. Dabei wurde das amerikanische Militär auf die einzigartigen Sicherheitsschnallen aufmerksam und inkludierte sie prompt in ihre Ausrüstung.
COBRA ® - SCHNALLE ERLANGT KULTSTATUS
Ein wahrer Höhenflug begann. COBRA®Schnallen sind in Weltraumprogrammen ebenso vertreten wie in Hollywoodfilmen. Bei Feuerwehren und anderen Rettungsorganisationen. In der Army und bei Police Officern. Und nicht zuletzt als Statement bei Fashion Bags. Die COBRA®-Sicherheitsschnalle hat Kultstatus erlangt. „Das war für uns ein echter Quantensprung“, erinnern sich Andreas und Bruno Hörtnagl. Inspiriert von ihrem Cousin Vinzenz Hörtnagl waren und sind auch sie im Kraftsport aktiv. Andreas hält noch immer den österreichischen Gewichtsrekord in seiner Klas-
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„W I R B E W E R K S T E L L I G E N S Ä MT L I C H E P R O D U K T I O N S S C H R I T T E B EG I N N E N D VO N D E R E N T W I C K LU N G B I S Z UM F E R T I G V E R PAC K T E N P R O D U K T I M E I G E N E N H A U S .“ A nd r e a s u nd Br u no Hör t n a g l
In Zusammenarbeit mit Profis und Rettungsorganisationen werden die Bergsportgeräte auf ihre absolute Sicherheit und Tauglichkeit im Einsatz entwickelt und getestet.
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se, Bruno ist zweifacher österreichischer Meister im Bodybuilding. Der allgegenwärtige Sportsgeist zog auch immer mehr Leistungssportler*innen ins Unternehmen. „Vor 20 Jahren stieß die heutige Geschäftsführerin Katrin Mark-Winkler frisch vom Sportstudium und Snowboard-Rennzirkus zum AUSTRIALPIN-Team. Als rechte Hand der Geschäftsleitung war sie von Anfang an in viele Entscheidungsprozesse eingebunden. Nach dem plötzlichen Tod von Michael Uhrmann bei einem tragischen Paragleitunfall übernahm sie 2011 kurzerhand und mutigen Schrittes die Geschäftsführung. „Anfangs dachte ich immer, dass eigentlich Michael jetzt hier sein sollte“, erinnert sich Katrin Mark-Winkler an diese persönlich und für das Unternehmen schicksalhafte Zeit. Aber der Sprung ins kalte Wasser gelang. Mit Doris Günther, WM-Medaillengewinnerin und Gesamtweltcup-Siegerin im Snowboarden, und Karoline Sinnhuber
aus dem Kletterweltcup kamen weitere Spitzensportlerinnen ins AUSTRIALPIN-Team.
DER WEG ZUM WELTMARKTFÜHRER
2013 erfolgte der langersehnte Umzug in ein eigenes, neu errichtetes Vertriebsgebäude. Seit 2019 ist auch das Hauptgebäude der Produktion in direkter Nachbarschaft zum Vertriebsgebäude angesiedelt und wird laufend erweitert. Heute exportiert der Stubaier Hidden Champion in mehr als 60 Länder der Welt, die Zahl der Mitarbeiter*innen hat sich in den letzten 15 Jahren auf rund 117 Beschäftigte verdreifacht. Der Umsatz konnte seit 2018 fast verdoppelt werden und liegt derzeit bei knapp 20 Millionen Euro. Über eine Million COBRA®-QUICK-RELEASESchnallen verlassen jährlich den Stubaier Qualitätsbetrieb, AUSTRIALPIN ist hinsichtlich der COBRA®-Schnalle zum Weltmarktführer und Nischenweltmeister avanciert.
Trotz aller Erfolge sind die beiden verbliebenen Inhaber Andreas und Bruno Hörtnagl stets am Boden geblieben. Jedes einzelne Stück wird von ihnen nochmal in die Hand genommen und überprüft. „Bei uns geht es um Sicherheit. Würde ein Produkt versagen, könnten Menschenleben davon abhängen“, betonen Andreas und Bruno Hörtnagl. Sie sind damit aufgewachsen. Schon ihr Vater Hans Hörtnagl verbrachte zu Hause am Zeichentisch Stunden damit, neue Produkte zu entwickeln – beispielsweise einen neuartigen Paragleitkarabiner. Andreas ist für die Produktentwicklung sowie für den Werkzeugbau zuständig, Bruno für die Produktion. Sämtliche Entwicklungs- und Produktionsschritte erfolgen im eigenen Betrieb, Roboter unterstützen beim Fräsen, Drehen, Pressen und in der Oberflächenbehandlung. Sechs Werkzeugbauer stellen in Eigenregie alles her, was für die Produktion gebraucht wird. „Die Präzision im Werkzeugbau ist die Königsklasse. Das ermöglicht uns eine große Flexibilität.“
AUF DEM WEG IN EINE GRÜNE ZUKUNFT
Was erwirtschaftet wird, wird wieder in innovative Produktentwicklungen investiert. Auf den Lorbeeren ausruhen ist für das gesamte Team kein Thema. Man blickt nach vorne. Wie eine große Familie arbeiten die über 100 Mitarbeiter*innen im ZweiSchicht-Betrieb daran, den hohen Qualitätslevel noch weiter voranzutreiben. Die kurzen Wege, eine großflächige Photovoltaikanlage sowie weitere nachhaltige Produktionsschritte tragen zudem zu einer grünen Zukunft bei. „Wir sind mit vier Nachfolgern, die schon im Unternehmen tätig sind, in der glücklichen Lage, die Firma im Familienbesitz zu behalten“, freuen sich die Firmengründer. Die Erfolgsgeschichte wird also fortgeschrieben. Und damit ein wertvoller Arbeitgeber in der Region in eine erfolgreiche Zukunft geführt. www.austrialpin.at PR
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Unsere klare Linie:
Gleichstellung der LGBTIQ+ Community in der Arbeitswelt. Das AMS setzt sich für Sie unabhängig von sexueller Orientierung, Geschlecht und Geschlechtsidentität ein.
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Damit wir gemeinsam Risiken erkennen und vorsorgen. So schützen wir, was uns wichig ist.
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TIROLER WIRTSCHAFTSBUND
JA , I C H W I L L . W E I L Z U S C H AU E N N I C H T R E I C H T. Unternehmer*innen tragen tagtäglich Verantwortung. Aber wer trägt ihre Anliegen dorthin, wo entschieden wird? Genau dafür braucht es den Tiroler Wirtschaftsbund. Als Gesinnungsgemeinschaft. Als Netzwerk. Und vor allem: als politische Kraft für die Tiroler Wirtschaft.
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itglied beim Tiroler Wirtschaftsbund zu sein, ist mehr als ein Eintrag in einer Datenbank. Es ist auch mehr als der Besuch einer Veranstaltung, ein Händedruck bei einem Empfang oder ein Foto nach einem Betriebsbesuch. Es ist eine Entscheidung. Eine Entscheidung dafür, dass unternehmerisches Denken in diesem Land Gewicht haben muss. Eine Entscheidung dafür, dass jene, die investieren, ausbilden, Arbeitsplätze schaffen und Verantwortung übernehmen, nicht nur dann gefragt sind, wenn Steuern fällig werden. Sondern auch dann, wenn Gesetze geschrieben, Verordnungen beschlossen, Budgets verhandelt und Zukunftsentscheidungen getroffen werden. Wirtschaft braucht praxistaugliche Rahmenbedingungen. Und Rahmenbedingungen entstehen nicht zufällig. Sie entstehen dort, wo politische Mehrheiten entstehen – durch Argumente, Verhandlung und Überzeugung. Genau dort muss die Stimme der Unternehmer hörbar sein.
T JE T Z IE D L G MI T D EN: W ERir t s c ha f t s -
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NETZWERK IST GUT. ENTSCHEIDEND IST, WAS DARAUS ENTSTEHT.
Natürlich ist Netzwerken wichtig. Gerade in Tirol. Wer sich kennt, versteht einander schneller. Wer einander vertraut, kommt leichter ins Tun. Begegnung, Austausch und Zusammenhalt sind ein wesentlicher Teil des Wirtschaftsbundes. Aber seien wir ehrlich: Ein Netzwerk allein senkt keine Lohnnebenkosten. Ein Stammtisch verhindert keine überbordende Bürokratie. Und ein gutes Gespräch ersetzt keine politische Durchsetzungskraft. Der Tiroler Wirtschaftsbund ist deshalb nicht einfach ein Club der Unternehmer*innen. Er ist die stärkste wirtschaftspo-
litische Kraft in Tirol. Er bringt wirtschaftliche Realität dorthin, wo sie oft zu kurz kommt: in politische Entscheidungen.
WER SONST?
Wer setzt sich sonst konsequent und branchenübergreifend für die Unternehmer*innen ein, wenn es unbequem wird? Wenn neue Vorschriften in der Praxis kaum umsetzbar sind, Betriebe unter Bürokratie leiden, Arbeitskosten steigen und Lehrbetriebe Unterstützung brauchen? Wenn wieder einmal alle über Verteilung reden – aber kaum
jemand darüber, wer den Wohlstand eigentlich erwirtschaftet? Dann braucht es Menschen aus der Praxis, die nicht nur über Wirtschaft reden, sondern sie verstehen. Menschen, die wissen, was es heißt, Verantwortung für Mitarbeiter*innen, Kund*innen, Investitionen und Familienbetriebe zu tragen. Menschen, die nicht aus ideologischer Distanz urteilen, sondern aus unternehmerischer Erfahrung handeln. Genau das ist die Stärke des Wirtschaftsbundes: Bei uns sind Unternehmer*innen nicht Zielgruppe. Sie sind die Basis. Aus ihrer Erfahrung, ihrer Verantwortung und ihrer gemeinsamen Haltung entsteht eine Kraft, die es in dieser Breite und Verankerung in Tirol kein zweites Mal gibt.
TIROLER WIRTSCHAFTSBUND
Exklusive Veranstaltungen, starke Netzwerke, direkter Austausch: Der Tiroler Wirtschaftsbund bringt Unternehmer*innen und Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zusammen.
WIR BRINGEN WIRTSCHAFT IN DIE POLITIK Der Tiroler Wirtschaftsbund verhandelt, nimmt Stellung, verbessert, hilft und fordert. Für einen Standort, der nur dann stark bleibt, wenn Unternehmertum möglich bleibt. Das klingt selbstverständlich. Ist es aber nicht. Denn in der politischen Debatte wird oft so getan, als wäre Wirtschaft etwas Abstraktes. Als wären Betriebe anonyme Strukturen. Als wäre Wertschöpfung einfach da. Als könne man immer neue Belastungen beschließen, ohne die Leistungsfähigkeit jener zu gefährden, die das alles tragen. Aber Wirtschaft ist konkret. Wirtschaft ist die Tischlerei, die Lehrlinge ausbildet. Das Hotel, das Familien Einkommen gibt. Der Industriebetrieb, der
international bestehen muss. Das Ein-Personen-Unternehmen, das Risiko trägt, ohne Netz und doppelten Boden. Diese Menschen halten Tirol am Laufen. Und genau deshalb brauchen sie eine starke Vertretung.
EINE GESINNUNGSGEMEINSCHAFT MIT AUFTRAG
Der Tiroler Wirtschaftsbund ist eine Gesinnungsgemeinschaft. Das ist ein starkes Wort. Und es ist bewusst gewählt. Denn es geht nicht nur um einzelne Forderungen. Es geht um eine gemeinsame Grundhaltung: Wir glauben an Eigenverantwortung. An Leistung. An Mut. An Innovation. An Leistungsträger, die nicht warten, bis andere handeln, sondern selbst anpacken.
Diese Haltung verbindet rund 10.000 Unternehmer*innen in Tirol. Menschen aus unterschiedlichen Branchen, Regionen und Betriebsgrößen. Sie alle wissen: Allein kann man viel leisten. Gemeinsam kann man mehr bewegen. Gerade in einer Zeit, in der internationale Krisen, Arbeitskräftemangel, Automatisierung, Energiewende, Bürokratie und Kostendruck gleichzeitig auf die Betriebe wirken. In der einfache Antworten oft laut sind, aber selten tragfähig. Und in der unternehmerische Anliegen nur dann Gewicht bekommen, wenn sie gebündelt, vertreten und politisch durchgesetzt werden. Genau dafür steht der Tiroler Wirtschaftsbund: für eine starke Stimme der Wirtschaft. Eine Stimme, die nicht bei der Analyse stehen bleibt, sondern in die Umsetzung geht. Eine Stimme, die nicht nur kritisiert, sondern handelt. Eine Stimme, die nicht jeder Mode hinterherläuft, sondern bei den Grundsätzen bleibt: Freiheit, Leistung und Verantwortung. PR
JETZT MITGLIED WERDEN
Direktor Patrick Taxacher, Präsidentin Martha Schultz und Landesobfrau Barbara Thaler laden ein: Werde Teil der starken Stimme der Tiroler Wirtschaft.
Wer Unternehmer ist, weiß: Zukunft entsteht nicht durch Zuschauen. Sie entsteht durch Entscheiden. Durch Verantwortung. Durch Tun. Genau darum geht es auch beim Tiroler Wirtschaftsbund. Mitglied zu sein heißt: Teil einer Gemeinschaft zu sein, die nicht nur redet, sondern wirkt. Die wirtschaftliche Interessen bündelt. Die politische Entscheidungen mitgestaltet. Die Unternehmer verbindet. Und die dort laut wird, wo andere schweigen. Du gehörst noch nicht zu den rund 10.000 Leistungsträger*innen der Tiroler Wirtschaft, die hinter dieser starken Stimme stehen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Ja zu sagen – zu einer Gemeinschaft, die Unternehmer*innen verbindet, Interessen bündelt und politische Entscheidungen mitgestaltet. Ja, ich will Mitglied werden beim Tiroler Wirtschaftsbund.
POLITISCHE ANZEIGE DES TIROLER WIRTSCHAFTSBUNDES. ANLASS: MITGLIEDER- UND INFORMATIONSKAMPAGNE. TRANSPARENZBEKANNTMACHUNG: WIRTSCHAFTSBUND-TIROL.AT/TTPA
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GESCHEI T E R(T) WA S V O M S TA R T- U P T R A U M Ü B R I G B L E I B T. Martin Granig ist mit seinem Start-up Monkee gescheitert – und dadurch gescheiter geworden. Reich werden die meisten Gründer*innen bloß an Erfahrung. Nach Monkee hat er den Austausch mit anderen Gründern gesucht, weil es rund ums Start-up-Ökosystem einiges zurechtzurücken gilt. „Momentan habe ich die Muße, die Zeit und auch das Bedürfnis zum Austausch“, sagt er. Als Vergangenheitsbewältigung betrachtet er das nicht. „Für unseren Wirtschaftsstandort würde ich mir wünschen, dass es ein paar so richtig große, erfolgreiche Start-ups gibt“, meint Granig. Diese würden Sogwirkung für den ganzen Standort erzeugen. „Selbst bei Gründern gibt es häufig ein falsches Verständnis und unrealistische Erwartungshaltungen“, sagt er. Welche das sind, haben wir erkundet. INTERVIEW & FOTOS: MARIAN KRÖLL
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ECO.NOVA: Es ist noch nicht allzu lange her, dass wir über Wir sind mit deutlich niedrigeren Runden als unsere WettMonkee gesprochen haben. Sie hatten ein sinnvolles bewerber – die alle vor uns weggestorben sind – zwei bis Fintech-Produkt, das dem finanziell gefährlichen und dreimal so lange ausgekommen, weil wir wenig Geld für nicht nachhaltigen Paradigma „Buy now, pay later“ etPaid Acquisition ausgegeben haben. Wer viel Geld in Mewas entgegensetzen wollte. Warum ist Monkee trotzta, Google und Co. schiebt, wächst auch extrem. Sobald dem gescheitert? MARTIN GRANIG: Ganz verkürzt gesagt: man aber mangels frischen Geldes damit aufhören muss, stirbt einem das weg. Wir hatten zu wenig Kapital, um Uns ist das Geld ausgegangen und wir haben keine neue die geforderten Wachstumsfantasien aufrechtzuerhalten. Investmentrunde mehr bekommen im gegenwärtigen Umfeld. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum das so War diese Sparsamkeit auch Ihrer Produktidee „Sagewesen ist. Man tut sich leichter, über die externen Umve now, buy later“ geschuldet? Definitiv. Ich bin kein stände zu sprechen als über die Fehler, die man vielleicht Fan davon, rein über Bezahlkanäle groß zu werden. Das selbst gemacht hat. Wir haben von Anfang an gewusst, ist erstens sündhaft teuer und absolut nicht nachhaltig. dass Monkee eine signifikante Menge an Kapital braucht, Wird der Geldhahn zugedreht, fehlt sofort die Traction. damit das Geschäftsmodell profitabel betrieben werden Wir haben versucht, nachhaltiger zu wachsen. Das daukann. Wir haben pro Kunde nur relativ wenig verdient, ert deutlich länger. Diese Geschwindigkeit war zu wenig. deshalb braucht es eine große Menge an Kund*innen. Wir haben in einer Zeit begonnen, in der B2C-Fintechs, die Lösungen für Endkonsument*innen entwickelt haben, noch Niemand hat heute mehr Zeit für das lange Spiel. Das gut Kapital bekommen haben. Zwischenzeitlich hat sich hat auch mit der Logik der Investmentfonds zu tun. Die der Investmentmarkt verändert. Fonds haben InvestmentperioDie Venture-Capital (VC)-Unterden. Zunächst sammeln sie Geld nehmen haben bemerkt, dass die von reichen Menschen ein, welMAN TUT SICH IPOs und Exits, die sie brauchen, ches sie im Lauf dieser Periode um ihr Geld mit Rendite wieder in Start-ups investieren. Am EnLEICHTER, ÜBER DIE zurückzubekommen, sich noch de der Periode wird es Zeit für EXTERNEN UMSTÄNDE nicht eingestellt haben und teildie Ernte. Dann weiß der Fonds, weise unrealistisch waren. dass er nur noch wenig Zeit hat, ZU SPRECHEN ALS ÜBER aus deinem Start-up mit einem DIE FEHLER, DIE MAN Faktor 10 auszusteigen. Diese Warum? Teilweise waren die VIELLEICHT SELBST Rechnung geht nur auf, wenn das Preise bzw. Bewertungen, die Start-up weit überproportional man bezahlt hat, viel zu hoch. GEMACHT HAT. wächst. In diese Logik hat MonDie Rechnung ist vielfach nicht MARTIN GRANIG kee nicht mehr hineingepasst. aufgegangen. Das sieht man auch Wir haben noch versucht, uns jetzt wieder in dieser AI-Bubble von einer reinen Consumer-App in Richtung B2B-Integmit zahlreichen Start-ups, die gerade viel Geld bekommen. ration zu verändern. Das ist uns mangels Zeit nicht mehr Diese Blase wird auch wieder platzen. gelungen. Für Investor*innen wäre das grundsätzlich interessant gewesen, die wollten uns aber alle schon mit Wie reagieren VCs auf diese Entwicklung, dass sie eidiesem neuen Feature am Markt sehen. gentlich zu viel Geld bezahlt haben, das sich kaum zurückverdienen lässt? Investor*innen müssen ihre AnteiDas ist ein spannender Reality-Check. An der Romanle verkaufen, um ihr Geld zurückzubekommen. Das geht tisierung von Start-ups sind auch wir Medien nicht über den Exit oder einen Börsengang. Beides passiert im unschuldig. Wollte man diese dekonstruieren, wo Moment sehr wenig. Deshalb stecken sie ihr Geld lieber in sollte man anfangen? Start-up-Romantik herrscht vor Start-ups, die kurz vor dem Exit oder Börsengang stehen allem bei denen, die nichts mit Start-ups zu tun haben. oder de facto bereits profitabel sind. Investor*innen haben Mitarbeiter*innen und Gründer*innen von Start-ups sebegonnen, uns immer mehr nach der „Road to profitabihen das differenzierter. lity“ zu fragen. Wird Monkee in den nächsten sechs Monaten profitabel sein? Anfänglich ging es nur darum: Wie schnell wächst Monkee? Die Hypothese war, dass man eine Hatten Sie anfangs, vor und unmittelbar nach der Community monetarisieren kann, sobald sie groß genug Gründung von Monkee, auch die rosarote Brille auf? ist. Das hat sich nicht bewahrheitet. In einem so schwieNatürlich, sonst hätten wir es nicht gemacht. Wir warigen Umfeld bekommt man als B2C-Start-up nur noch ren komplette Quereinsteiger im Fintech-Bereich. Ich Geld, wenn man zu den aggressivst wachsenden gehört habe vorab mit Expert*innen in meinem Netzwerk geund sich bei den Investor*innen FOMO (fear of missing sprochen, die uns abgeraten haben. Die Regulierung sei out, Anm.) einstellt. zu hoch, wir würden da keine App bauen können. Zwei amerikanische Freunde haben uns dazu geraten. Als Outsider würden wir ein Produkt bauen können, das Das traf auf Monkee nicht zu? Das waren wir nicht. Wir den Menschen weiterhilft, ohne von Anfang an alles aus sind immer sehr frugal mit unserem Geld umgegangen.
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einer Regularienperspektive zu sehen. Bis zum Launch von Monkee haben wir ein Problem nach dem anderen gelöst, von dessen Existenz wir vorher nicht gewusst haben. Hätten wir alles, was auf uns zukommen würde, von vornherein gewusst, hätten wir es wahrscheinlich tatsächlich nicht gemacht. Ich bin aber froh, dass wir es trotzdem gemacht haben, auch wenn das mit Monkee nicht funktioniert hat. Ich bereue nichts. Die Frage, ob man früher oder später die Reißleine zieht, kann man sich immer stellen. Ich würde niemandem ausreden wollen, Gründer zu werden. Ganz im Gegenteil. Man muss einen gewissen Realismus haben, es braucht aber auch Optimismus und vielleicht sogar ein bisschen Naivität, um diesen verrückten Ride zu beginnen.
Claudia Elzenbaumer
claudia.elzenbaumer@raiffeisen-immobilien-tirol.at +43 664 6211156
Die Haltung „Build it and they will come“, nach der ein gutes Produkt automatisch zum Erfolg führt, ist wohl ein fataler Irrglaube? Ja, meistens gewinnt nicht das beste Produkt, sondern das mit der besten Kapitalisierung im Hintergrund, einem guten Netzwerk und dem richtigen Timing. Das Start-up-Ökosystem ist ein Haifischbecken, und die Gründer*innen sind nicht die Haie. Es ist ein asymmetrisches Spiel. Als Gründer sitzt man Leuten gegenüber, die Dutzende Deals abgewickelt und alles bereits zigfach durchgemacht haben und genau wissen, wie dieses Spiel läuft. Ich würde mit meinem heutigen Wissen manches anders machen. Das heißt allerdings nicht, dass der Erfolg dadurch garantiert wäre.
GANZ BEI IHNEN.
WIR MACHT’S MÖGLICH.
Optimismus schadet nicht, wahrscheinlich würde aber etwas mehr Realismus dem Ökosystem guttun? Ja, gerade was Bewertungen und Timing angeht. Als Gründer arbeitet man oft sehr produktzentriert, feilt ewig lange herum und möchte gar nicht launchen, weil es noch nicht perfekt ist. Nach dem Launch überlegt man sich, wie man das Produkt bekannt machen kann. Man hat es im App-Store platziert, macht ein bisschen Marketing, ... und geht viral. Das ist die Vorstellung. Viele Gründer*innen unterschätzen völlig, dass Kundenakquise sehr teuer und zeitaufwendig ist. Da kann man Gründern wirklich nur nahelegen: Seht eure Social-Media-Kanäle und E-Mail-Listen als Produkt 1.0. Das eigentliche Produkt ist dann die Version 2.0. Es ist zu spät, erst über das Produkt zu reden, wenn es gelauncht ist.
Ist das gegenwärtige europäische Start-up-Ökosystem fundamental kaputt? Kaputt ist das falsche Wort. Kapital hat nun einmal die Angewohnheit, dorthin zu fließen, wo es sich am besten verzinst. Heute Fintech, morgen Krypto, übermorgen AI oder etwas anderes. Geld ist flüchtig. Der deutschsprachige Investmentmarkt leidet unter einem massiven Midmarket-Problem. Investmentrunden zwischen drei und 50 Millionen gibt es bei uns kaum. In den USA ist das Start-up-Ökosystem drei Generationen älter. Ist es ein Mentalitätsproblem oder liegt es an strengeren Regularien? Es gibt kapitalfreundlichere Märkte, aber ich würde nicht alles immer auf Regularien schieben. In Österreich und auch hier in Tirol gibt es viel Kapital. Altes Geld aus der Hotellerie, der Industrie oder dem Immobi-
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ZUR PERSON
Nach 15 Jahren Corporate Innovation, zuletzt als Global VP of Innovation bei Swarovski, gründete Martin Granig 2019 das FinTech Monkee. Die Erfahrungen aus der Insolvenz des Start-ups nutzt er heute zur ungeschönten Aufklärung über die VC-Szene. Mittlerweile überträgt er die Prinzipien langfristiger finanzieller Vorsorge auf die Gesundheit: Gemeinsam mit seiner Frau Claudia führt er das eigenfinanzierte Longevity-Start-up Bare Skin GmbH. Zudem lehrt der Familienvater Innovation und Marketing am MCI sowie der Universität Innsbruck und gibt seine Erfahrungen als Start-up-Advisor weiter.
liensektor. Unternehmer*innen investieren in Modelle, die sie nachvollziehen können. Digitale Businessmodelle und deren Kapitalisierung sind nicht immer völlig logisch. Es gibt zwar gelegentlich Exits mit zehn, 20 oder sogar 50 Millionen. Das reicht aber nicht aus. Es bräuchte hier Exits und IPOs in der Größenordnung von zum Beispiel Bitpanda, damit danach signifikant Kapital in digitale Modelle investiert werden kann.
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manche einen Exit mit einer schwarzen Null machen und einige wenige das gesamte Portfolio tragen. Für VCs sind nur die Start-ups lukrativ, die überüberüberperformen. Selbst Bewertungen von einer Milliarde sind oft zu wenig, damit diese Rechnung aufgeht. Da braucht es schon drei bis fünf Milliarden, viel Vision, Forward Selling, Fantasie – und einen Trend, der einen trägt. The trend is your friend.
Dabei sollte man als Gründer*in Bewertungen nicht überbewerten. Sie haben gesagt: Die Terms sind der Deal, nicht die Bewertung. Was bedeutet das? Bewertungen sind plakativ, sie stehen in den Schlagzeilen. Sie müssen von Finanzierungsrunde zu Runde steigen. In den Investmentverträgen kommt es für Gründer*innen aber auf das Kleingedruckte an. Investor*innen ist die Bewertung manchmal sogar (relativ) egal, wenn sie sich sicher sind, dass sich nach ihnen jemand finden wird, der bereit ist, noch mehr zu bezahlen. Das ist ein Stück weit ein Greater Fool GaSTART-UPme. Investor*innen wissen, dass ROMANTIK HERRSCHT oftmals die Schätze im KleingeVOR ALLEM BEI druckten zu holen sind, etwa in der Liquidation Preference, ein DENEN, DIE NICHTS unscheinbarer Begriff.
Gehen wir einmal der dahinterliegenden Mathematik auf den Grund. Nehmen wir ein Beispiel: Rateboard, ein Innsbrucker Start-up, das einen Exit mit einem niedrigen achtstelligen Betrag gemacht hat. Davon fließt meist ein größerer Teil an die Investor*innen. Den Gründer*innen bleibt dann vielleicht ein niedriger Euro-Millionenbetrag, mit dem man gut leben und sich Immobilien kaufen kann, aber meist nicht genug, um ein Start-up-Ökosystem anzuschieben.
Verkauft man sich als Gründer*in nicht Finanzierungsrunde über Finanzierungsrunde mit Haut und Haaren an Investor*innen bzw. in der Folge an MIT START-UPS ZU die Liquiditätsinteressen seiner Investoren? Schon rein maMit folgenschwerer Bedeutung TUN HABEN. thematisch gehört einem mit jefür Gründer*innen? Bei der LiMARTIN GRANIG der Runde weniger vom eigenen quidation Preference geht es um Unternehmen. Das ist logisch. Irdie Reihenfolge, in der das Geld im gendwann hat man nicht mehr die alleinige Mehrheit, um Fall eines Exits zurückgezahlt wird. Ist dort Faktor drei Entscheidungen zu treffen, und ist im Portfolio-Game der vereinbart, heißt das, dass der Investor bei einem Exit, Investor*innen angelangt. Es gibt auch strategische Inveswenn er zehn Millionen investiert hat, 30 bekommt – erst toren, bei denen nicht allein die finanzielle Perspektive danach wird der Rest noch einmal auf Basis der Anteile zählt. Sobald man sich als Gründer*in jemanden ins Unverteilt. Wirbt man 50 Millionen ein und macht mit 150 ternehmen holt, ändert sich zwangsläufig – durch ReporMillionen einen Exit, bekommt der Investor diese 150 Milliting- und Freigabe-Pflichten – die Unternehmensführung. onen. Die Medien feiern das ab, als Gründer*in schaut man durch die Finger, ebenso wie die Anfangsinvestor*innen, die keine Liquidation Preference festgeschrieben haben. Kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem man sich Die ist gewissermaßen eine Risikoabsicherung des Invesals Gründer*in nur mehr als erster Mitarbeiter seitors, der bereit ist, sehr hohe Bewertungen zu bezahlen. ner Investor*innen begreift? Ich habe manchmal im Scherz gesagt, dass man unter einem bestimmten Unternehmensanteil nur noch ein besserer Angestellter im eiDie Liquidation Preference als eine Art Risikobogenen Unternehmen ist. Was Risiko und Workload betrifft, nus lässt sich von Gründer*innen dann wohl kaum ist es absolut nicht so. Für einen Gründer ist das Start-up hinunterverhandeln? Wenn man als Gründer*in die dieser eine Schuss, der sitzen muss. Geht es daneben, hat Wahl zwischen mehreren verschiedenen Term Sheets man jahrelang umsonst gearbeitet. Beim Investor bist du hat, nimmt man eben das bessere und könnte die Inveseine Variable in einer Portfoliomathematik, die davon tor*innen gegeneinander um bessere Terms bieten lasausgeht, dass die meisten Start-ups wieder untergehen, sen. Anthropic hat aktuell diesen Luxus. Die allermeisten
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MAN MUSS EINFACH GNADENLOS OPTIMISTISCH SEIN, SONST KANN MAN DAS NICHT MACHEN. MARTIN GRANIG
Start-ups werden aber wahrscheinlich nicht in diese Situation kommen. Erfahrenere Gründer*innen werden wissen, worauf sie sich bei den unterschriebenen Terms eingelassen haben – haben aber manchmal einfach keine Wahl.
Warum unterschreiben Gründer*innen Deals mit unvorteilhaften Terms? Ist es Optimismus – „vergiss die Liquidation Preference, wir werden eh ein Unicorn“ – oder schlicht Alternativlosigkeit? Es ist teils Zwangsoptimismus. Man kann das Spiel mitspielen – wissend, dass sich der eigene Monetarisierungszeitpunkt dadurch nach hinten verschiebt –, oder die Lichter gehen aus. Ab welchem Zeitpunkt war Ihnen klar, dass bei Monkee die Lichter ausgehen würden? Es ist unwahrscheinlich schwierig zu sagen, was richtig und falsch ist. Ich habe vor Kurzem von einem VC, Harry Stebbings, gelesen, der sagt, dass er nur in psychopathische Gründer*innen investiert. Mit ihnen hat er die besten Erfahrungen gemacht, weil es den Punkt des Aufhörens für sie überhaupt nicht gibt. Dann waren Sie folglich zu wenig verrückt zum Weitermachen? Wahrscheinlich. Selbst in der Phase, als es bei uns schwierig geworden ist, hätten wir noch Kapital bekommen, um ein, zwei weitere Monate zu überleben. Mein Mitgründer und Kollege Christian Schneider und ich haben uns gefragt, ob wir in dieser Zeit das Ruder herumreißen können. Wir sind zur realistischen Einschätzung gelangt, dass wir das nicht schaffen werden. Wir hätten die Finanzmittel für mindestens zwölf Monate gebraucht, um das neue Geschäftsmodell zu implementieren. Deswegen haben wir Geld, das uns ein Investor angeboten hat, nicht mehr genommen. Von unseren bestehenden Investoren haben wir uns deshalb einiges anhören müssen.
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ging auch darum, dass wir als Geschäftsführer mit neWie muss man sich das Ende eines Start-ups vorgativer Fortführungsprognose zur Insolvenzanmeldung stellen? Es gibt zwei Dimensionen: Eine finanzielle, das verpflichtet gewesen sind. Wir haben Monkee ordentist wie ein langsames Ausbluten. Finanzierungsrunden lich abgewickelt. Es sind einige Dinge vorgefallen, über dauern immer länger als geplant. Deshalb geht man in die ich nicht öffentlich reden werde. Das hat mir dabei Vorleistung, um seine Mitarbeiter*innen bezahlen zu geholfen, mich emotional vom Unternehmen zu lösen. können, kürzt das eigene Gehalt, streicht das Marketingbudget zusammen. Unsere Mitarbeiter*innen waren Welche Fehler würden Sie rückblickend kein zweiimmer sehr verständnisvoll und unterstützend. Während tes Mal machen? Ich würde früher in Richtung Profiman finanziell langsam ausblutet, ist es psychologisch tabilität arbeiten, früher an einem B2B-Case arbeiten. dagegen eher wie ein Cut: Du bist so lange optimistisch, Investor*innen nehmen mittlerweile sehr ungern für redest dir das schön, bis der eine Punkt kommt, an dem B2C-Lösungen Geld in die Hand, weil ein großer Teil des man selbst nicht mehr daran glaubt. Danach wird es sehr investierten Kapitals als Durchläufer für Customer Acschwierig, zurückzukommen. So wie bei einem Angequisition bei Google und Meta landet. Wir haben unsere stellten, der eine Kündigung ausgesprochen hatte und Ressourcen zu langsam in Richtung B2B umgeschichtet. doch noch zum Bleiben bewegt wurde, aber danach nicht Das war rückblickend betrachtet ein Fehler. Fundraimehr richtig präsent ist. Es gibt keinen Weg mehr zurück. sing war keine unserer großen Dazu kommt dann das Thema Stärken. Ein amerikanischer Insolvenzverschleppung. Wir Wettbewerber hat 30 Milliobeiden Gründer haben FamiWAHRSCHEINLICH nen mit einer Vision eingelien und Kinder, da stellt man worben, die ich mich nicht sich zusätzlich die Frage, ob WAREN WIR ZU WENIG zu präsentieren getraut hätte. es das Ganze wert ist, eine anAGGRESSIV, ZU WENIG schließende Privatinsolvenz zu FORWARD SELLING, ZU Waren Sie zu wenig Selbstriskieren. darsteller, zu wenig RamREALISTISCH IN DEN pensau für die laute StartWie viel Selbstbetrug und VISIONEN, DIE WIR up-Welt? Wahrscheinlich Selbstausbeutung waren waren wir zu wenig aggressiv, in den letzten Jahren Ihrer PRÄSENTIERT HABEN. zu wenig Forward Selling, zu Arbeit bei und an Monkee MARTIN GRANIG realistisch in den Visionen, die verbunden? Ich weiß nicht, wir präsentiert haben. ob ich das als Selbstbetrug bezeichnen würde. Man muss einfach gnadenlos optimisWas würden Sie Gründer*innen mit auf den Weg tisch sein, sonst kann man das nicht machen. geben? Sich zunächst gut zu überlegen, ob man in das VC-Game einsteigen möchte oder lieber Bootstrapping Ist das nicht eine Form toxischer Positivität, wenn oder Seedstrapping macht – die langsameren Wege, die sie sich kaum mehr mit der Realität in Einklang brinjedoch wahrscheinlich nachhaltiger sind. Sobald man VCs gen lässt? Wahrscheinlich. Einer unserer Investoren an Bord hat, gibt es nämlich nur noch diesen einen Weg. hat uns den gemeinsamen Nenner seiner erfolgreichen Ich rate außerdem dazu, genauer auf die Terms und die Gründer*innen verraten: Sie waren alle unglaublich stur, Investor*innen zu achten und mit anderen Gründer*insind drangeblieben, bis es eines Tages funktioniert hat. nen zu sprechen, die schon einige Schritte weiter sind. Man sollte zudem nicht zu sehr auf das Feedback von Das sind dann aber bloß die wenigen ErfolgsgeFreunden und Familien aufbauen, weil man da nicht die schichten. Von der Mehrheit der Gescheiterten reungeschminkte Wahrheit zu hören bekommt. Sondern det niemand. So ist es, aber wenn ein Investor einem möglichst früh launchen und das Feedback direkt von so etwas sagt, geschieht das natürlich nicht ohne Grund. echten Kunden einholen. Gibt der Gründer auf, ist das Investment abgeschrieben. Zudem hat man als Gründer*in eine ungeheure intrinSie waren in einem Fintech-Start-up, jetzt machen sische Motivation, bis einem irgendwann die Kraft, die Sie gemeinsam mit Ihrer Frau etwas im Bereich LonKonzepte und Pläne fehlen, wie doch noch alles gut gevity. Kann es sein, dass Sie im Hype-Train nur eiwerden kann. nen Waggon weiter nach vorne gegangen sind? Wir sind nicht mehr in diesem VC-Game, sondern finanzieren Wie sind Sie mit dem Trennungsschmerz von Mondas Wachstum des Start-ups selbst. Das Unternehmen kee umgegangen? Einen Teil der Trauerarbeit habe ist von der ersten Minute an profitabel gewesen und ich schon geleistet, bevor wir Insolvenz angemeldet entwickelt sich gut. Longevity ist ein Megatrend im Gehaben. Die schlaflosen Nächte hatte ich überwiegend sundheitsbereich. Ein Trend ist nichts Schlechtes. Es ist davor. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung habe ich einfacher, auf einer Welle zu reiten, als gegen den Strom psychologisch schon einiges reflektiert. Einige unserer zu schwimmen. Investoren waren natürlich nicht begeistert, aber es
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Die IKB bietet viele Leistungen rund um Energie und Infrastruktur in Tirol: Strom, Wasser, Kanal sowie Lösungen für Wärme, Kälte, Lüftung, Photovoltaik, Batteriespeicher, E-Ladelösungen, LED-Außenbeleuchtung, Telekommunikation und mehr. Alles aus einer Hand – eine Ansprechperson.
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oderne Energiesysteme sind komplex, da sie intelligent miteinander vernetzt sein müssen. Echte Energieeffizienz entsteht nämlich erst dann, wenn Systeme für Strom, Wärme, Kühlung und Lüftung perfekt zusammenarbeiten. Nur so wird Energie genau dann bereitgestellt, wenn man sie wirklich braucht. Das gilt für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher genauso wie für Rechenzentren oder moder-
ne LED-Beleuchtung. Diese Bereiche optimal aufeinander abzustimmen ist eine technologische Meisterleistung. Die IKB ist dabei Ihre verlässliche Partnerin. „Mit über 100 Jahren Erfahrung im kommunalen Bereich garantieren wir Stabilität und Nachhaltigkeit“, betont Walter Pertinger aus dem Geschäftsbereich Energieservices. „Wir liefern ausschließlich sauberen Strom aus 100 Prozent regionalen, erneuerbaren Quellen. Unser Fokus liegt
auf langlebigen Lösungen für die nächsten Jahrzehnte. Unser Strom hat sozusagen ein Mascherl“, so Walter Pertinger.
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Mit seinem sechsköpfigen Team betreut DI Walter Pertinger MA ressourcenschonende und komplexe Energielösungen aus einer Hand.
unabhängigkeit (Autarkie). Eine der nachhaltigsten Methoden dafür ist die Nutzung von vor Ort vorhandener Wärme aus Grundwasser oder Luft mittels Wärmepumpen. Da die Kombination aus Wärmepumpen und Photovoltaik technisch komplex und investitionsintensiv ist, bietet die IKB flexible Contracting-Modelle an. Diese senken das finanzielle Risiko: Kundinnen und Kunden sparen sich die hohen Anschaffungskosten, lagern das Betriebsrisiko aus und profitieren direkt von der effizienten Technik. „Unsere oberste Prämisse ist es, jede Anlage exakt nach den Kundenbedürfnissen zu planen und nahtlos in bestehende Gesamtsysteme zu integrieren“, betont Walter Pertinger. Während die klassischen kommunalen Leistungen wie Strom, Trinkwasser und Abwasser auf das Stadtgebiet von Innsbruck beschränkt sind, stehen alle modernen Energieservices dem gesamten Bundesland Tirol offen.
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Platzwechsel Warum eingesessene Sofas ihren Charme haben und es trotzdem manchmal neue Möbel braucht. TEXT: MARINA BERNARDI
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für jenes tief verankerte Vertrauen, dass hier jemand sein Tun über Generationen hinweg perfektioniert hat.
DIE WURZELN DES WIRTSCHAFTENS
radition ist eine komische Sache. Kaum ein Begriff wird so selbstverständlich verwendet und zugleich so häufig missverstanden. Es gibt eine feine Trennlinie zwischen dem echten Bewahren einer Geschichte und dem bloßen Ausruhen darauf. Wer Tradition nur als ein tief ausgelegenes, allzu gemütliches Sofa versteht, auf dem man die Beine hochlegt, hat die ökonomische und menschliche Natur dieses Begriffs gründlich missverstanden. Wahre Tradition ist kein Zustand des passiven Stillstandes. Sie ist eine ständige Bewegung. Die erfolgreichsten Unternehmen sind selten jene, die alles anders machen wollen. Es sind jene, die wissen, was sie bewahren müssen. Und was sie verändern dürfen. Gerade in einer Zeit, in der Märkte, Technologien und die Bedürfnisse von Kund*innen immer schneller wechseln, gewinnt eine Frage an Bedeutung: Was bleibt, wenn sich alles verändert? Traditionsreiche Familienunternehmen agieren vermeintlich langsam, doch sie setzen in einer Krise nicht sofort die halbe Belegschaft vor die Tür und investieren mit einem Zeithorizont, der nicht in Quartalen, sondern in Jahrzehnten bemessen wird. Man könnte sie als träge beschreiben, in Wahrheit sind sie unendlich resilient. Doch welchen Wert hat diese Tradition heute noch für Kund*innen? Reicht ein groß gefeiertes Jubiläum im Zeitalter der totalen Transparenz und der Jagd nach dem billigsten Klick noch aus, um relevant zu sein? Die ehrliche Antwort: Tradition allein interessiert kaum, wenn sie nicht in spürbare Kompetenz, kompromisslose Qualität und Haltung übersetzt wird. Der Kunde von heute sucht keine verstaubten Urkunden an der Wand, Tradition ist kein Möbelstück, das man einfach in die Auslage stellt. Sie ist die unsichtbare Basis
Um zu verstehen, wie aus Geschichte eine solch unerschütterliche Kompetenz erwächst, lohnt ein Blick auf die Wurzeln unseres Wirtschaftens: das Handwerk und seine jahrhundertealten Zünfte. Das Prinzip der alten Meisterschulen beruhte auf einer fast radikalen Konsequenz. Wenn ein Handwerk, das Wissen über ein widerspenstiges Material und die Präzision der eigenen Hände weitergegeben werden sollte, gab es in den ersten Jahren keinen Raum für Experimente. Der Lehrling musste die Handgriffe des Meisters kopieren. Er musste nachmachen, wiederholen, verinnerlichen, selbst jene Griffe, deren physikalische oder ästhetische Logik er in jungen Jahren vielleicht noch gar nicht vollständig begreifen konnte. Erst wenn die Kopie perfekt war, wenn die Hand das Material ohne Nachdenken beherrschte, war die Wurzel tief genug, damit ein neuer Baum ausschlagen konnte. Das Neue entsteht im Handwerk nie aus dem Nichts, es ist das Ergebnis aus der absoluten Beherrschung des Alten. Tiefgreifendes Wissen erwächst nicht nur aus dem Lehrbuch, sondern durch Weitergabe. Dieser Logik liegt ein Gedanke zugrunde, der weit über das Handwerk hinausreicht, denn auch Unternehmen funktionieren ähnlich. Der größte Schatz eines Mehrgenerationenbetriebes liegt weniger in den bilanzierten Vermögenswerten denn auf einer informellen Ebene. Es sind die Geschichten, die Überzeugungen und die Haltungen, die wie durch Osmose von den Eltern auf die Kinder übergehen. Wirklich erfolgreiche Familienunter-
nehmen geben nicht bloß Geschäftsmodelle weiter. Sie vererben Denkweisen, Werte und Prinzipien, die oft nie aufgeschrieben und dennoch jeden Tag gelebt werden. Wie geht man mit Kund*innen um? Wie verhält man sich in schwierigen Zeiten? Wie trifft man Entscheidungen, wenn es keine optimale Lösung gibt? Wie geht man mit Mitarbeiter*innen um, mit Lieferant*innen und Partner*innen? Viele dieser Antworten stehen in keinem Organigramm. Natürlich garantiert Tradition keinen Erfolg. Im Gegenteil. Wer sich auf vergangenen Erfolgen ausruht, riskiert irgendwann den Anschluss. Auch das gehört zur Wahrheit. Tradition kann bequem machen. Sie kann dazu verleiten, sich auf dem Sessel des Erreichten niederzulassen, und doch zeigt sich immer wieder: Dort, wo Tradition mit Offenheit verbunden wird, entsteht etwas Besonderes. Etwas, das Start-ups oft erst mühsam aufbauen müssen – wenn sie nicht ohnehin für den großen Exit gegründet wurden. Vertrauen. Kompetenz. Kultur. Identität. Dinge, die sich nicht beschleunigen lassen. Diese Haltung spüren die Mitarbeiter*innen in der Art der Führung, die Lieferant*innen in der gelebten Handschlagqualität, die Kund*innen bei der erlebten Kompetenz. Ein anonymes, rein zahlengetriebenes Unternehmen kann Marketingkampagnen über Werte entwerfen, ein Familienbetrieb braucht keine Kampagne, er ist die Botschaft selbst. Besonders spürbar wird das in einer Branche, in der es um die feinsten Nuancen des menschlichen Daseins geht: beim Wohnen. Ein Raum ist niemals nur die Summe seiner Quadratmeter. Möbel und Räume haben eine tiefere, fast poetische Aufgabe: In ihrer Schönheit, in Material, Farbe und Proportion spiegeln sie etwas in uns wider, das Halt gibt, Zuversicht schafft und das Gefühl
DER G L AU B E A N STEU ER BA R K E IT I ST H A R T N Ä C K I G , D I E R E A L I TÄT M E I S T W E N I G E R K O O P E R AT I V. D A S D A Z W I S C H E N – A U F U N D A B , M U LT I P L I Z I E R T M I T R I S I K O – IST UNTERNEHMERTUM.
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vermittelt, wirklich bei uns zu Hause zu sein. Ein stimmiger Raum gibt Halt, ohne laut zu werden. Er erinnert seine Bewohner*innen an eine geordnete, klare und vielleicht auch bessere Version ihrer selbst. Das funktioniert in seelenlosen, austauschbaren Möbelpalästen nicht. Das braucht ein Umfeld, das diese Atmosphäre selbst atmet.
DIE KRAFT DER TRADITION
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Ein Paradebeispiel für die Symbiose aus gewachsener Tradition und visionärer Weiterentwicklung ist das Einrichtungshaus Wetscher in Fügen. Seit vielen Jahren gehört Wetscher (wirtschaftlich) zu den Größten unter den Kleinen in der europäischen Einrichtungsbranche und hat ein spezifisches Profil geschärft, das in dieser Form Seltenheitswert hat. Die kompromisslose Fusion aus den renommiertesten italienischen Spitzenmarken wie Minotti, Poliform oder Flexform (dessen neues Studio kürzlich eröffnet wurde), höchster Handwerkskompetenz und Innenarchitektur ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis eines tiefen Verständnisses für die Bedürfnisse anspruchsvoller, designaffiner Menschen. Hier arbeiten Innenarchitekten, Tischlerinnen, Einrichtungsberater, Projektleiterinnen, Monteure und Spezialisten unterschiedlichster Disziplinen gemeinsam an einem Ziel: Wohnräume zu schaffen, die funktionieren und sich gleichzeitig richtig anfühlen. Wetscher verkauft keine Möbel, sondern gestaltet Lebensräume. Und das gelingt nur, wenn unterschiedliche Kompetenzen unter einem Dach zusammenkommen. Während viele Anbieter entweder Händler oder Handwerker sind, vereint Wetscher beides. Maßgeschneiderte Einrichtungen entstehen dort nicht als Gegenentwurf zum Design, sondern als dessen Ergänzung. Es ist eine Verbindung, die über Jahrzehnte gewachsen ist. Genau darin zeigt sich die Kraft der Tradition, denn Kompetenz entsteht nicht über Nacht. Sie entwickelt sich Schritt für Schritt, Projekt für Projekt, Generation für Generation. Wer durch die Ausstellung geht, begegnet hochwertigen Marken und sorgfältig ausgewählten Materialien. Vor allem aber begegnet er Menschen. Mitarbeiter*innen, die teilweise seit Jahrzehnten im Unternehmen sind. Innenarchitekt*innen, die Projekte über Monate begleiten. Tischler*innen, die Lösungen finden, wenn Standardprodukte an ihre Grenzen stoßen. Monteur*innen, die dafür sorgen, dass aus einer Pla-
DIE ÜBERGABE IST VIELLEICHT DIE EIGENTLICHE REIFEPRÜFUNG EINES FA M I L I E N U N T E R N E H M E R S . N I C H T DA S A U F B A U E N . N I C H T D A S D U R C H H A LT E N . S O N D E R N DA S W E I T E RG E B E N .
nung am Ende ein Zuhause wird. Vertrauen kann man nicht importierten. Das wächst. Kund*innen spüren hier etwas, das sich nur schwer rational erklären lässt. Es ist jenes Gefühl, das vielen Traditionsunternehmen zu eigen ist. Die Gewissheit, dass hinter den Produkten mehr steckt als ein Geschäftsmodell. Dass hier Menschen arbeiten, die Verantwortung übernehmen, nicht nur für das nächste Quartal, sondern für die nächste Generation. Passenderweise steht Wetscher aktuell selbst an einem solchen Wendepunkt. Martin Wetscher, der das Unternehmen aktuell in vierter Generation führt, bereitet die Übergabe an seine Söhne Maximilian und Johannes vor. Ein Prozess, der nicht mit einer Unterschrift beginnt und auch nicht mit ihr endet. Nachfolge ist kein Ereignis, es ist eine Reise. Genau darüber hat Martin Wetscher kürzlich einen wirklich wunderbaren Blogbeitrag geschrieben. Ausgangspunkt ist eine Zugreise durch das südliche Afrika, doch
schnell wird klar, dass es eigentlich um etwas anderes geht. Um Verantwortung. Um Loslassen. Und die Frage, was geschieht, wenn ein Unternehmer nach Jahrzehnten erstmals vom Lokführer zum Passagier wird. „Führung besteht vielleicht nicht darin, immer vorne zu sein – sondern zu wissen, wann es Zeit ist, den Platz zu wechseln“, schreibt er.
VOM LOKFÜHRER ZUM PASSAGIER
Kaum ein Thema beschäftigt Familienunternehmen derzeit mehr. Sie machen in Tirol rund die Hälfte aller Betriebe aus, in den kommenden Jahren stehen in Tirol insgesamt rund 5.000 Betriebe zur potenziellen Übergabe an. Das ist fast jedes vierte Arbeitgeberunternehmen. Viele finden keinen Nachfolger, andere scheitern an Konflikten zwischen den Generationen. Die eigentliche Herausforderung besteht dabei oft nicht im Übernehmen. Sondern im Loslassen, im Raum geben, im Vertrauen schenken und im Zulassen, dass Dinge künftig anders gemacht werden. Es
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„Zwischen all den Eigenarten jedes einzelnen Mitarbeiters gibt es nach meiner Erfahrung nur einen produktiven Umgang: zu erkennen, was jemanden wirklich besonders macht. Führung bedeutet nicht, Menschen zu verändern, sie zu verbiegen. Sie bedeutet, vorhandene Stärken sichtbar zu machen.“ MARTIN WETSCHER (AUS SEINEM BLOG „KURZE GESCHICHTE EINER LANGEN REISE“)
geht darum, den tiefsitzenden Impuls des Eingreifens, Erklärens und Beschleunigens auszuhalten, sich in der nüchternen Disziplin der Geduld zu üben und zu erleben, dass der Zug einer ganz eigenen Logik folgt. Die Übergabe ist kein Verschwinden, sie ist die anständigste Art der Fortsetzung. Der Zug in Fügen steht nicht still, er hat seine Reise längst fortgesetzt. Maximilian Wetscher ist als ausgebildeter Tischler in mittlerweile fünfter Generation bereits seit zehn Jahren im Unternehmen verankert. Er hat sich zum kaufmännischen Kopf entwickelt, zum Strategen im Hintergrund, der sich mit kühlem Verstand um die Banken, die kaufmännischen Belange und Immobilien kümmert. Er sorgt dafür, dass die Grundlage stabil bleibt, auf der kreative Visionen überhaupt erst wachsen können. Er erfüllt jene harte Pflicht des Familienunternehmens, niemals „out of cash“ und zugleich niemals „out of passion“ zu sein. Sein Bruder Johannes bringt die pure Leidenschaft für das Produkt, den Raum und die Kund*innen mit. Nach seinem Studium am MCI hat er eine Ausbildung zum Interiordesigner an der EBS Kuchl absolviert. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, zwei unterschiedliche Stärken und genau deshalb eine vielversprechende Kombination. Unterstützt werden sie dabei auch von Martin Wetschers Cousin Benjamin Wetscher, der als weiteres Familienmitglied in leitender Funktion Verantwortung im Unternehmen trägt und die familiäre Kontinuität der Wetscher-Erfolgsgeschichte zusätzlich unterstreicht. Nachfolge bedeutet nicht, den Vorgänger zu kopieren. Sie bedeutet, auf einem starken Fundament etwas Eigenes aufzubauen. Wie im Handwerk: Die Wurzel bleibt, der
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Martin Wetscher hat über seine Zugreise durch das südliche Afrika einen Blogbeitrag geschrieben, der letztlich weniger Urlaubsbericht denn einer der wohl schönsten Texte über Unternehmertum und Nachfolge geworden ist, den wir je gelesen haben. Viele Unternehmensgeschichten wirken konstruiert, weil man nach einer Geschichte sucht. Hier ist die Geschichte bereits da. Gleichzeitig steckt in ihr etwas Universelles. Jeder Unternehmer versteht die Herausforderung der Übergabe. Jeder Mitarbeiter spürt den Wert einer guten Unternehmenskultur. Und jeder Kunde merkt letztlich, ob hinter einem Unternehmen nur ein Geschäftsmodell steht. Oder eine Haltung.
Den QR-Code scannen oder reinklicken unter stories.wetscher.com (Kurze Geschichte einer langen Reise)
Baum wächst weiter. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Die Übergabe eines Familienunternehmens gehört wahrscheinlich zu den größten unternehmerischen Leistungen überhaupt. Größer als Umsatzrekorde, schwieriger als Expansionen, nachhaltiger als jede kurzfristige Erfolgskennzahl. Denn am Ende geht es mehr als um Zahlen. Es geht darum, etwas weiterzugeben, das sich nicht messen lässt. Eine Kultur. Eine Haltung. Eine Verantwortung. Und vielleicht auch eine Melodie, wie es Martin Wetscher nennt. Ein gutes Unternehmen müsse nicht nur funktionieren, es müsse tragen: „Mitarbeiter, Kunden, Familie, Entscheidungen, Krisen, Hoffnungen. Es braucht Ordnung, Maß, Verlässlichkeit und jene stille Form von Charakter, die Menschen spüren, lange bevor sie sie benennen können“, beschreibt es Martin Wetscher. Gerade darin liegt der eigentliche Wert der Tradition: Nicht im Alter eines Unternehmens, sondern in seiner Fähigkeit, Erfahrungen weiterzugeben und gleichzeitig offen für Neues zu sein. Für Kund*innen bedeutet das Verlässlichkeit, für Mitarbeiter*innen Perspektive, für Regionen Stabilität und für Unternehmer*innen die vielleicht schönste Aufgabe überhaupt: Etwas aufzubauen, das über die eigene Generation hinaus Bestand hat. Wetscher zeigt seit Jahrzehnten, wie das gelingen kann. Mit internationalen Designmarken und regionalem Handwerk. Mit Innenarchitektur und Tischlerkompetenz. Mit wertgeschätzten Mitarbeiter*innen und einer klaren Haltung. Vor allem aber mit dem Bewusstsein, dass ein Unternehmen niemals nur aus Gebäuden, Produkten oder Bilanzen besteht. Sondern aus Menschen. Und aus dem, was sie einander weitergeben.
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Die historische Villa in Kitzbühel erstrahlt seit Juli des Vorjahres nach zweieinhalb Monaten Umbauzeit in neuem Glanz.
In der Innsbrucker Museumstraße wurde der Standort grundlegend erneuert und ausgebaut. Die Wiedereröffnung wurde kürzlich offiziell gefeiert.
Die Renaissance der Nähe
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In einer Zeit, die von disruptiven Technologien, geopolitischen Verschiebungen und volatilen Finanzmärkten geprägt ist, braucht es konstante Ankerpunkte, die Orientierung geben. Wirtschaftliche Resilienz entsteht selten aus kurzfristigen Trends, sondern gründet auf einem soliden Fundament aus Verlässlichkeit, Erfahrung, Anstand und unabhängiger Beratung. Erfolgreiches Wirtschaften braucht Partner, die über den Moment hinausdenken.
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irtschaftlicher Erfolg folgt selten einer geraden Linie. Wer die Entwicklungen an den internationalen Märkten beobachtet, weiß, wie eng Chancen und Risiken miteinander verwoben sind. Umso wichtiger ist ein Umfeld, das auch in bewegten Zeiten Orientierung bietet. Erfahrung wird dabei zu einer Ressource, die sich weder digitalisieren noch beschleunigen lässt. Diese Philosophie ist untrennbar mit der Geschichte des Bankhaus Spängler verbunden, der ältesten Privatbank Österreichs. Die Wurzeln der Eigentümerfamilie reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert, als die Brüder Johann und Georg Spängler im heutigen Südtirol erste Warentransporte organisierten. Wein und Seide wurden nach Norden gebracht, Salz trat den Weg in die Gegenrichtung an. Es waren nicht nur Wa-
renströme, die damals entstanden, sondern auch Verbindungen, die weit über wirtschaftliche Interessen hinausreichten.
FLEISS UND KAUFMÄNNISCHE WEITSICHT
Der Grundstein für das heutige Bankhaus wurde schließlich 1828 gelegt. Mit Alois Duregger begann die Geschichte einer Institution, die bis heute unabhängig und in Familienhand geblieben ist. Die Verbindung zwischen Südtirol und Österreich ist dabei weit mehr als eine historische Fußnote. Sie prägt das Selbstverständnis des Hauses bis heute. Aus ihr erwächst ein tiefes Verständnis für regionale Wirtschaftsräume ebenso wie für die Herausforderungen und Bedürfnisse von Familienunternehmen, Stiftungen und Privatvermögen. Tradition wird im Bankhaus Spängler nicht als Blick zurück verstanden,
sondern als Haltung. Bewährte Werte wie Anstand, Vertrauen und Verlässlichkeit bilden die Basis, auf der Zukunft gestaltet wird. Das schafft jene Substanz, die anspruchsvolle Kund*innen heute erwarten. Dass sich ein langfristiger, werteorientierter Ansatz auch wirtschaftlich auszahlt, zeigt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2025. Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen erwirtschaftete das Bankhaus Spängler ein Betriebsergebnis von 25,3 Millionen Euro, das betreute Kundenvolumen wuchs von 11,6 auf 12,8 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich das Wertpapier- und Beratungsgeschäft: Das Provisionsergebnis legte um mehr als zehn Prozent auf 41,7 Millionen Euro zu. „Wir erleben derzeit eine klare Entwicklung: In einer zunehmend digitalen Welt wird das persönliche Gespräch wieder stärker gesucht. Diese ‚Renaissance der Nähe‘
BANKHAUS SPÄNGLER
A L S Ä LT E S T E P R I VAT B A N K Ö S T E R R E I C H S U N D A L S FA M I L I E N U N T E R N E H M E N Z E I C H N E N U N S I N SB ESON DER E ZWE I DI NG E AU S: E I N E S TA B I L E E I G E N T U M S S T R U K T U R U N D G E L E B T E U N A B H Ä N G I G K E I T.
spiegelt sich auch in einem außergewöhnlich hohen Neukundenwachstum wider“, so Vorstandssprecher Werner G. Zenz. Die Zahlen geben der Strategie recht und zeigen zugleich, wie groß das Vertrauen in die Expertise des Hauses ist. Das gilt insbesondere für die hauseigenen Anlagestrategien wie die standardisierten CARL-Vermögenslösungen, die mittlerweile über eine Milliarde Euro verwalten. Gleichzeitig verdeutlichen Spezialisierungen wie das hochprofessionelle Spängler Family Management oder das zukunftsweisende Segment „Female Finance“, wie sich eine moderne Privatbank mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzt und neue Bedürfnisse aufgreift. Auch künstliche Intelligenz hat dabei ihren Platz gefunden. Sie hilft, Prozesse effizienter zu gestalten und Informationen für die Bera-
tung gezielt aufzubereiten. Die entscheidende Rolle spielt jedoch weiterhin der Mensch. Technologie kann unterstützen, strukturieren und beschleunigen. Vertrauen hingegen entsteht nach wie vor im persönlichen Gespräch.
VON WURZELN UND ÄSTEN
Die Verbindung von starker regionaler Verwurzelung und dem Blick über die Grenzen hinaus gehört seit jeher zum Selbstverständnis des Bankhaus Spängler. Besonders sichtbar wird das in Tirol. Von den Standorten Innsbruck und Kitzbühel aus betreut ein spezialisiertes Team mit zwölf Mitarbeiter*innen ein Geschäftsvolumen von mehr als 957 Millionen Euro. Mit dem Wachstum indes sind auch die Ansprüche an die Beratungsumgebung gestiegen. Entsprechend wurde gezielt in die Standorte investiert. In Kitzbü-
hel wurde eine historische Villa umfassend revitalisiert, in Innsbruck die Niederlassung in der Museumstraße modernisiert und auf 260 Quadratmeter erweitert. Von Innsbruck aus schließt sich auch der Kreis zu den historischen Wurzeln des Hauses: Die Betreuung von Kund*innen aus dem Raum Südtirol erfolgt von hier aus mit jener kulturellen und wirtschaftlichen Vertrautheit, die sich nicht künstlich herstellen lässt, sondern kontinuierlich wächst. Die neuen Räumlichkeiten mit ihrem weiten Blick auf die Nordkette schaffen dafür einen passenden Rahmen. Sie stehen für Offenheit und Vertrauen und sind zugleich ein sichtbares Bekenntnis zu einer Region, die wirtschaftlich viel Potenzial mitbringt. Dass das Bankhaus Spängler zu den führenden Adressen im deutschsprachigen Raum zählt, wird regelmäßig auch von unabhängiger Seite bestätigt. Im aktuellen Rating von Fuchs | Richter („TOPs 2026“) belegt das Haus den ersten Platz unter den Vermögensmanagern und führt zudem die „Ewige Bestenliste“ an. Der „Elite Report“ verlieh erneut das Prädikat „Summa cum laude“. Wer Vermögen langfristig sichern und entwickeln will, Stiftungen verantwortungsvoll führen oder ein Familienunternehmen durch die Herausforderungen unserer Zeit navigieren möchte, sucht mehr als einen klassischen Finanzdienstleister. Dafür braucht es ein Gegenüber, das zuhört, Zusammenhänge versteht und auch dann den Fokus behält, wenn die Rahmenbedingungen komplex werden. Und dessen Beratung auf Erfahrung, Unabhängigkeit und gelebten Werten beruht. Denn die wirtschaftliche Realität zeigt immer wieder: Dauerhafter Erfolg entsteht nicht aus kurzfristigen Moden, sondern auf einem Fundament, das auch dann trägt, wenn sich alles andere verändert.
BANKHAUS SPÄNGLER
Jochberger Straße 2, 6370 Kitzbühel Tel.: 05356/71588 Museumstraße 1, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/3750000
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IMP VOR UL S TR A G
MUT ZUR ZUKUNFT Das Bewusstsein gilt als Fundament der Veränderung – ein Beginn von etwas Neuem, das Loslassen von Altem. Märkte verändern sich rasant. Konsument*innen treffen bewusster Entscheidungen, Erwartungen an Marken steigen und Retail wird zunehmend zum Erlebnisraum statt zur reinen Verkaufsfläche. In diesem Spannungsfeld stellt sich eine zentrale Frage: Wie bleibt eine Marke relevant, wenn sich Rahmenbedingungen permanent verschieben? TEXT: MARINA BERNARDI
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© DAJOHA
ie Sehnsucht nach dem Früher ist groß. Nach den ehrwürdigen Bankhäusern Londons, glamourösen Kinosälen vergangener Jahrzehnte oder Fluglinien, die einst für Stil und Luxus standen. Früher schien alles opulenter, weniger glatt und uniform. Doch war früher wirklich alles besser? Oder betrachten wir die Vergangenheit lediglich durch einen nostalgischen Filter? Gerade Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, sich in einer Welt zu behaupten, in der nahezu alles sichtbar geworden ist. Und gleichzeitig immer weniger Bedeutung zu haben scheint. Aufmerksamkeit ist jederzeit verfügbar, die Auswahl fast grenzenlos. Konsument*innen entscheiden auch deshalb immer bewusster. Das bedeutet für Unternehmen, Relevanz zu schaffen, ohne beliebig zu werden. Vor allem in Zeiten, die so voller Möglichkeiten stecken, gilt es für Unternehmen, Klarheit zu schaffen. Nach außen, aber auch nach innen.
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S U B S TA N Z , O R I E N T I E R U N G U N D K O N S E Q U E N T E MARKENFÜHRUNG SIND HEUTE ENTSCHEIDENDER ALS K U R Z F R I S T I G E T R E N D S . L A U T S TÄ R K E I S T K E I N E N A C H H A LT I G E S T R AT E G I E .
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„Differenzierung entsteht heute nicht primär über Werbung, sondern über Wahrnehmung“, sagt Lorenz Kilga. Er ist Managing Director und Mitgründer der Design Network GmbH, die ihren Kund*innen dabei hilft, differenzierte Markenwelten zu schaffen, die Menschen emotional erreichen. „Unsere Arbeit beginnt nicht bei Oberflächen, sondern beim Verständnis für Menschen, Märkte und Markenidentitäten. Denn starke Marken entstehen dort, wo Positionierung, Identität und Markenerlebnis zusammenfinden. Dabei verstehen wir Design nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für Differenzierung, Relevanz und langfristige Markenwirkung. Nicht laut. Sondern bedeutungsvoll“, beschreibt er. Mitte Mai war Lorenz Kilga am Innsbruck-Standort des Bankhauses Spängler zu Gast und sprach in seinem Impulsvortrag „Differenzierung und Relevanz in Zeiten des Wandels“ genau darüber.
DER UNTERSCHIED MACHT DEN UNTERSCHIED
Klassische Markenführung funktioniert längst nicht mehr ausschließlich über Reichweite oder Sichtbarkeit. Entscheidend ist vielmehr die Frage, wie Unternehmen wahrgenommen werden, von Kund*innen ebenso wie von den eigenen Mitarbeiter*innen. Der Wandel, von dem derzeit überall gesprochen wird, ist längst keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern Realität. Die Grenzen ganzer Branchen verschwimmen zusehends. Kilga nennt dafür das Beispiel des Interior Designs: Früher arbeiteten Möbelhändler, Tischlereien, Architekten und Innenarchitekten in klar voneinander getrennten Bereichen, heute verschmelzen diese Kompetenzen zu hybriden Gesamtkonzepten. Der Möbelhändler plant Innenräume, Tischlereien verkaufen Serienprodukte, Architekten werden zu Markeninszenierern. Und keiner weiß mehr, was das Ganze eigentlich ist. Es gibt Bereiche, in denen mag das durchaus Sinn machen, doch Unternehmen laufen damit Gefahr, austauschbar zu werden. „Sehr viele versuchen heute, ein möglichst brei-
ZUR PERSON
Lorenz Kilga stammt aus einer Unternehmerfamilie, die bereits seit mehreren Generationen in der Möbel- und Designbranche tätig ist, und ist Mitgründer der Design Network GmbH, ein Marken- und Designstudio mit Standorten in Innsbruck und Wien. Sein Verständnis von Design geht dabei über die reine Ästhetik hinaus. Für ihn ist Design eine strategische Disziplin, die Märkte, Menschen und Marken miteinander verbindet. So begleitet Design Network Unternehmen im Retail-, Interiorund Lifestylebereich dabei, starke Marken mit Klarheit, Haltung und kultureller Relevanz zu entwickeln sowie ihre Positionierung zu schärfen und ihre Markenidentität zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Seine internationale Ausbildung im Bereich Design Management sowie Consumer and Retail Entrepreneurship, unter anderem an der Parsons School of Design in New York, prägte seinen ganzheitlichen Blick auf Veränderungsprozesse und Markenentwicklung. www.designnetwork.at
tes Angebot abzudecken, und tragen einen Bauchladen vor sich her“, beobachtet Kilga. Das Ergebnis ist ein Zustand zwischen Vielfalt und Austauschbarkeit. Es ist eine simple Rechnung: Je niedriger die Differenzierung, desto breiter die Zielgruppe, aber auch der Mitbewerb. Je höher die Differenzierung, desto weniger Angebot gibt es in diesem Bereich. Man wird damit zwar weniger relevant für die breite Masse, aber umso relevanter für einen spezifischen Kundenkreis. Deshalb gewinnt die Frage nach der eigenen Positionierung an Bedeutung: „Möchte ich einer von vielen sein oder doch lieber einer von wenigen“, formuliert Kilga die zentrale strategische Entscheidung. Beides hat seine Berechtigung, doch wer versucht, für alle relevant zu sein, riskiert, für niemanden wirklich bedeutsam zu werden.
Funktionierten die Märke früher noch nach dem einfachen Prinzip von Angebot und Nachfrage, hat dieses Nutzen-Bedürfnis-Gleichgewicht heute Konkurrenz bekommen: die Begeisterung. Wer sich abheben will, muss seine Kund*innen emotional erreichen. Für Kilga liegt die strategische Richtung deshalb klar in der Spezialisierung, Konkretisierung und Schärfung. Viele erfolgreiche Marken werden heute nicht breiter, sondern bewusst spitzer. Sie konzentrieren sich kompromisslos auf eine Haltung, ein Produkt oder eine klar definierte Welt. Lorenz Kilga nennt Beispiele: Eine Bäckereikette mit mittlerweile 27 Standorten in China etwa verkauft ebendort genau eines: Lemon Tartes. Sonst nichts. Auf der Website gibt es dazu die unterschiedlichsten Vorschläge, was man mit dieser Tarte machen kann. „Daran sieht man, wie spitz ein Sortiment tatsächlich geführt werden kann.“ Der Brillenanbieter Gentle Monster nimmt in seinen Retail-Stores die Perspektive einer Ameise ein, inszeniert überproportional und -dimensional, sodass die Läden eher an Kunstinstallationen erinnern als an einen Optiker. „Damit schafft die Marke Erlebnisse, die weit über das eigentliche Produkt hinausgehen, und somit eine emotionale Bindung zu ihren Kund*innen“, beschreibt Kilga. Oder Red Bull als heimisches Beispiel, dessen Kommunikationswelt ausschließlich ein Lebensgefühl transportiert. „Auf deren Instagram-Feed ist keine einzige Dose zu sehen, nicht eine“, so Kilga. Dass Relevanz oft gerade in kleinen Ideen entsteht, zeigt das Beispiel Barilla: Der Pastahersteller veröffentlicht Spotify-Playlists, deren Liedlänge exakt der Kochzeit unterschiedlicher Nudelsorten entspricht. Eine einfache Idee, die jedoch den Alltag der Menschen unmittelbar berührt und dadurch enorme Aufmerksamkeit erzeugt. Das dänische Restaurant Noma zeigt indes konsequent Haltung und hat sich vom vieldekorierten Sternehaus zu einem Forschungslabor entwickelt. Und Miele hat sich gemeinsam mit einem Kaschmirhersteller die Frage gestellt, wie hochwertige Materialien richtig gepflegt werden kön-
© JENNY HAIMERL
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nen. Schlussendlich geht es darum, bekannte Dinge neu zu denken und sich bewusst auf Veränderung einzulassen. „Es braucht definitiv Mut zur Zukunft“, appelliert Lorenz Kilga.
KERNKOMPETENZ: ZUHÖREN
Gleichzeitig reicht eine perfekte Außendarstellung längst nicht mehr aus. Marken werden heute viel stärker daran gemessen, ob ihre Haltung intern glaubwürdig erlebt wird. Zwischen Markenversprechen und Realität entsteht eine neue Transparenz, die Unternehmen kaum noch kontrollieren können. Deshalb braucht es auch nach innen ein ehrliches, verlässliches und authentisches Handeln. Wenn Nachhaltigkeit
„Wir müssen unsere Haltung bewahren, dafür, wofür wir stehen wollen.“ LORENZ KILGA
oder soziales Engagement kommuniziert, aber im Alltag nicht sichtbar gelebt wird, verliert selbst die beste Kampagne an Wirkung. „Zukunft heißt Veränderung. Zukunft heißt Anpassung. Und für uns heißt Zukunft auch ganz klar Zuhören“, sagt Kilga. Gerade daran mangle es vielen Unternehmen noch immer. Zu oft dominiert die Haltung, dass Dinge, die schon immer funktioniert haben, auch weiterhin funktionieren werden. Das ist ein Trugschluss. Veränderung passiert heute schneller denn je. Technologien verbreiten sich innerhalb weniger Monate über die ganze Welt, Trends entstehen beinahe in Echtzeit. Während das Auto Jahrzehnte benötigte, um breite gesellschaftliche Relevanz zu erreichen, schafften es digitale Phänomene wie Pokémon Go innerhalb weniger Tage. Märkte reagieren schneller, Konsumgewohnheiten ändern sich schneller und auch Erwartungen an Marken entstehen schneller. Umso wichtiger wird die Fähigkeit, zuzuhören und sich auf neue Perspektiven einzulassen. Erfolgreiche Markenführung ist keine Sache der Vorstandsetage mehr, sondern besteht darin, unterschiedliche Blickwinkel ernst zu nehmen. Eine starke Marke muss heute vor allem von innen entstehen. Lorenz Kilga erzählt von einem Workshop, den sein Design Network leiten durfte und bei dem eine junge Mitarbeiterin auf die Frage, welches Getränk ihr Unternehmen wäre, wenn es denn eines sein müsste, mit „Aperol Spritz“ geantwortet hat: „Ein Lifestyle-Produkt, hochwertig und italienisch geprägt, und man gönnt sich etwas, wenn man mit uns zusammenarbeitet, aber wir sind nicht Champagner.“ Aus dieser spontanen Assoziation entwickelte sich letztlich eine neue Markenfarbe und ein Identifikationssymbol für das gesamte Unternehmen. Kilga: „Plötzlich entsteht etwas ganz Spannendes und die Mitarbeiterin geht stolz durchs Unternehmen und weiß, das war ihre Idee.“ Für Lorenz Kilga liegt genau darin die Zukunft erfolgreicher Markenführung: in Klarheit, Konsequenz und echter Beteiligung. Unternehmen müssen Haltung zeigen, nicht jedem Trend hinterherlaufen, sondern jene Relevanz schaffen, die langfristig bleibt. Das macht Arbeit, weil es eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst voraussetzt. Wer ist man, wer möchte man sein, wo möchte man hin. In einer Welt permanenter Veränderung wird Differenzierung weniger zu einer Frage des Marketings als zunehmend eine Frage der Identität.
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FISSMED
MEDIZINISCHE I N N O VAT I O N A M S O N N E N P L AT E AU In Fiss verbindet Dr. Christoph Stengg in seiner Praxis-Clinic FISSMED regionale Verwurzelung mit einer technologischen und therapeutischen Ausstattung, die man sonst eher in städtischen Zentren vermutet.
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M
it der jüngsten Modernisierung schärft die Klinik vor allem ihr Profil in der Diagnostik und der spezialisierten Gelenktherapie, um Einheimischen wie Gästen eine Versorgung auf höchstem Niveau zu bieten. „Es geht darum, medizinische Qualität auf hohem Niveau mit unserer regionalen Verbundenheit zu vereinen“, so Dr. Christoph Stengg.
FORTSCHRITT AUS TRADITION
Schon seit der Gründung war FISSMED darauf ausgerichtet, der Zeit ein Stück voraus zu sein. Als visionärer Vorreiter setzte die Praxis bereits früh auf Meilensteine wie digitales Röntgen und ein eigenes CT. Seit Dr. Christoph Stengg die Pra-
xis 2023 von seiner Mutter übernommen hat, führt er diesen Weg konsequent fort. Mit dem aktuellen Umbau garantiert er eine lückenlose und umfassende Diagnostik direkt vor Ort. Egal ob Sportverletzung, akuter Notfall oder chronische Beschwerden – die High-End-Ausstattung ermöglicht eine rasche, präzise Abklärung für Einheimische und Gäste, um sofort die richtige Therapie einzuleiten.
EIN MEILENSTEIN IN DER DIAGNOSTIK: DAS OFFENE MRT
Die Basis jeder erfolgreichen Gelenktherapie ist eine präzise Bildgebung. Hier setzt das neue offene MRT-System der Praxis-Clinic an, welches
FISSMED
Dr. Christoph Stengg (re.) und Dr. Michael Wittner
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Neues Herzstück: Das offene KI-MRT-System ist das erste seiner Art in Westösterreich und bietet im Vergleich zur sonst engen Röhre mehr Raum, Bewegungsfreiheit und Sicht nach außen und somit deutlich mehr Komfort. Das System arbeitet KI-gestützt und liefert trotz offener Bauweise präzise Bilder.
das erste seiner Art in Österreich ist. Das KI-gestützte Komplettsystem liefert in kürzester Zeit besonders scharfe Aufnahmen von Bändern, Sehnen und Gelenken. Dank der offenen Bauweise bietet das Gerät deutlich mehr Platz, was besonders für Menschen mit Platzangst oder für Kinder eine große Erleichterung darstellt und maximalen Komfort bei der Ursachenforschung von Gelenkschmerzen bietet.
SPEZIALISIERTE THERAPIE BEI ARTHROSE UND GELENKSCHMERZEN
Über die Diagnostik hinaus liegt der Schwerpunkt von FISSMED auf der gezielten Behandlung von arthrotischen Gelenken und chronischen Schmerzen. Neben punktgenauen Gelenkinjektionen (wie der Hyaluron-Therapie zur „Gelenkschmierung“) setzt die Klinik auf innovative, regenerative Alternativmethoden. Die ACP-Eigenbluttherapie
Dr. Christoph Stengg mit Stephanie Stengg
nutzt körpereigene Wachstumsfaktoren zur gezielten Regeneration von Gewebe, während die moderne Magnetfeldtherapie die Zellregeneration nachhaltig unterstützt. Diese Verfahren lindern Gelenkschmerzen effektiv und kommen sowohl bei Abnutzungserscheinungen als auch bei Sportverletzungen zum Einsatz. PR
PRAXIS - CLINIC FISSMED
Fisser Straße 27–29, 6533 Fiss in Tirol www.fissmed.at
• Leitung: Dr. Christoph Stengg • Schwerpunkte: Umfassende Diagnostik, Orthopädie & Gelenktherapie, Unfallchirurgie, Notfall- und Sportmedizin • Innovation & Highlights: Erstes offenes KI-MRT-System („Hyper Clarity“) in Österreich; ACP-Eigenbluttherapie, Hyaluron-Injektionen & innovative Magnetfeldtherapie.
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KO M P E T E N Z E N
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I M K I - Z E I TA LT E R Fünf Thesen für eine Arbeitswelt im Wandel. TEXT: JULIAN JUST & RUTH BREU
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WA S E S I N Z U K U N F T B R A U C H T, I S T D I E F Ä H I G K E I T, ORIENTIERUNG ZU GEBEN. SIE ENTSTEHT DURCH KL ARES D E N K E N U N D D I E B E R E I T S C H A F T, K O N T I N U I E R L I C H D A Z U Z U L E R N E N . D I E S E R F O R D E R T G E Z I E LT E N K O M P E T E N ZAU FBAU U N D ES B R AUCHT DI E OFFEN H E IT U N D DEN M U T, B I S H E R I G E A N N A H M E N Z U Ü B E R D E N K E N .
s gibt Momente in der Geschichte, in denen sich die Spielregeln einer ganzen Epoche verschieben. Aktuell verändert Künstliche Intelligenz, kurz KI, grundlegend die Art und Weise, wie wir Informationen erzeugen, verarbeiten und für Entscheidungen nutzen können. KI greift gleichzeitig in fast alle Branchen, Berufsbilder und Hierarchieebenen ein. Buchhalter*innen, Anwält*innen, Softwareentwickler*innen, Marketingfachleute, Strategieberater*innen: Kein Wissensberuf bleibt unberührt. Frühere technologische Revolutionen haben vor allem körperliche Arbeit automatisiert. Die aktuelle Revolution hingegen, ausgelöst von Generativer KI, insbesondere LLMs, greift in den Kern der Wissensarbeit ein. Diese Modelle zeigen nie zuvor dagewesene Fähigkeiten im Verarbeiten von Informationen, Erkennen von Mustern in Daten oder Generieren von Texten, Sprache und Bildern. Die neuesten Modelle im Bereich Agentischer KI können potenziell eigenständig Aufgaben ausführen und Entscheidungen auf der Basis vordefinierter Zielfunktionen treffen. Für leitende Mitarbeiter*innen in Unternehmen stellen sich dadurch zentrale Fragen mit neuer Dringlichkeit. Welche Kompetenzen braucht es, um in diesem Umfeld nicht nur zu bestehen, sondern aktiv Wert zu schaffen? Was unterscheidet Mitarbeiter*innen und Organisationen, die technologische Entwicklungen strategisch gestalten, von jenen, die lediglich auf sie reagieren? Und was bedeutet es, Verantwortung zu tragen, wenn Maschinen zunehmend Aufgaben übernehmen, die bisher menschliches Fachwissen und menschliche Entscheidungsfähigkeit erforderten? THESE 1:
NEUGIERDE UND ANPASSUNGSFÄHIGKEIT SIND PFLICHT. Die ehrlichste Aussage über Künstliche Intelligenz lautet derzeit vermutlich, dass wir noch nicht genau wissen, wohin diese Entwicklung führen wird. Wir befinden uns in einem offenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lernprozess.
Gerade deshalb braucht es einen nüchternen und verantwortungsvollen Umgang mit Technologie. Problematisch ist weniger die Unsicherheit als der Eindruck, bereits eindeutige Antworten zu haben, sei es in Form überzogener Visionen oder pauschaler Ablehnung. Was die Gegenwart stattdessen verlangt, ist eine offene und lernorientierte Grundhaltung. Die Kunst ist dabei, Neugierde mit Struktur zu verbinden und im schnellen, gezielten Experimentieren schnell neue Erkenntnisse zu schaffen. Wer sich nicht ernsthaft mit den Technologien auseinandersetzt, mit denen das eigene Team arbeitet, verliert die Fähigkeit, Qualität zu beurteilen und Richtung zu geben. Anpassungsfähigkeit bedeutet, eigene Arbeitsweisen nicht einmal jährlich, sondern kontinuierlich im Arbeitsalltag zu hinterfragen. Wo Veränderungen nicht aktiv adressiert werden, entstehen Reibungsverluste: Mitarbeiter*innen nutzen unabgesprochen Chatbots, es entstehen parallel unterschiedliche Praktiken ohne gemeinsame Standards und Hinterfragen des Nutzens. Der entscheidende Kompetenzsprung im KI-Zeitalter besteht deshalb darin, Unsicherheit in Innovationsprozessen produktiv zu nutzen. THESE 2:
URTEILSVERMÖGEN UND DIE RICHTIGEN FRAGEN MACHEN DEN UNTERSCHIED. Als GPT-4 das amerikanische Anwaltsexamen im oberen Perzentil bestand, löste das eine Welle der Besorgnis aus. Die Schlussfolgerungen, die daraus gezogen wurden, sind jedoch häufig zu simpel. Was Sprachmodelle mit Bravour beherrschen, ist explizites Wissen. Dieses Wissen war schon immer der am wenigsten schützenswerte Teil professioneller Expertise, lediglich teuer und zeitaufwändig zu erwerben. Ein Studium der Rechtswissenschaften dauert nicht deshalb sechs bis sieben Jahre, weil Gesetzestexte so komplex sind, sondern weil die Entwicklung juristischen Urteilsvermögens Zeit braucht. KI macht explizites Wissen überflüssig günstig. Das Urteilsvermögen bleibt in menschlicher Hand. Was Maschinen nicht replizieren können, ist implizites Wissen. Michael Polanyi formulierte es präzise: „We can know more than we can tell.“ Es ist das Wissen der Unternehmensberaterin, die im Erstgespräch aus Körpersprache und dem, was nicht gesagt wird, die eigentliche Problemdi-
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FRÜ H ER E TECH NOLOG I SCH E R E VO LU T I O N E N H A B E N VO R A L L E M KÖ R P E R L I C H E A R B E I T A U T O M AT I S I E R T. D I E A K T U E L L E R E VO LU T I O N H I N G EG E N GREIFT IN DEN KERN DER WISSENSARBEIT EIN.
agnose ableitet. Es entsteht durch Praxis, durch Scheitern, durch Entscheidungen, deren Konsequenzen man gespürt hat. Hinzu kommt die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen. Generative KI ist außerordentlich leistungsfähig darin, Antworten zu geben. Antworten auf falsch gestellte Fragen helfen jedoch wenig weiter. KI generiert auf Basis statistischer Muster aus dem Vergangenen. Der Mensch kann das Ungedachte denken.
te Apps bauen. Die Grenzen zwischen Disziplinen werden durchlässiger, weil KI Wissenslücken überbrückt. Tiefe Spezialisierung bleibt dennoch dort entscheidend, wo implizites Wissen und intuitive Urteilsfähigkeit gefragt sind. Für leitende Mitarbeiter*innen bedeutet diese Fluidität ein grundlegendes Umdenken. Statt starre Stellenbeschreibungen zu verteidigen, gilt es, die Flexibilität der eigenen Teams zu fördern. Die strategisch falsche Frage ist, wie viele Mitarbeiter*innen durch KI ersetzt werden können. Die strategisch richtige ist, wie Mitarbeiter*innen durch KI befähigt werden können, wertschöpfungsreichere Aufgaben zu übernehmen. THESE 5:
KI - UND DATENKOMPETENZEN ERMÖGLICHEN ENTSCHEIDUNGSFÄHIGKEIT. Für Mitarbeiter*innen wird die Fähigkeit wichtig, fundiert zu entscheiden, wann eine Aufgabe sinnvoll an KI delegiert
THESE 3:
GENERALISTEN UND SPEZIALISTEN WERDEN GEBRAUCHT.
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Generalist*innen werden durch KI außerordentlich gestärkt, weil Entscheidungen in komplexen realen Systemen selten eindimensional sind und weil die Integration zwischen Disziplinen menschliche Brücken braucht. Wer Zusammenhänge versteht, ist erheblich besser positioniert als jemand, der nur eine dieser Dimensionen durchdringt. KI kann dabei den Aktionsradius generalistischer Entscheidungen erheblich erweitern und das Verbinden von Themen erleichtern, die früher kaum in einer Hand lagen. Spezialisten sind wertvoll, weil sie implizites Wissen akkumuliert haben, das KI nicht besitzt, und weil sie sich nun vollständig auf das konzentrieren können, was KI nicht kann. Hier spielt das Jevons-Paradox eine wichtige Rolle. Wie günstigere Dampfmaschinen nicht zu weniger Kohlekonsum führten, sondern zu mehr, führt etwa günstigere Softwareentwicklung nicht zu weniger Bedarf an Software. Weil mehr Unternehmen in mehr Bereichen, mit mehr Ideen Software einsetzen können, die ihnen bisher zu teuer war, steigt die Nachfrage nach erfahrenen Spezialisten, die diese wachsende Komplexität architektonisch führen können. Was unter Druck gerät, ist die Mitte des Kompetenzspektrums. Wenn KI den Aufwand zum Erwerb von Grundkenntnissen drastisch reduziert, verliert mittlere Kompetenz ihren strukturellen Schutz. Das Dazwischen ist die gefährlichste Position im KI-Zeitalter. THESE 4:
KOMPETENZPROFILE VERSCHWIMMEN ZUNEHMEND. Wenn explizites Wissen überall verfügbar ist, verliert klassische Spezialisierung in vielen Bereichen an Bedeutung. Ein Marketingspezialist kann grundlegende Datenanalysen durchführen, ein Produktmanager mittels Vibe-Coding ers-
WISSENSTRANSFER
Das Institut für Informatik der Universität Innsbruck versteht Technologietransfer seit Jahren als eine seiner Kernaufgaben. Mit der AI Factory Austria wurde vor kurzem eine zentrale Anlaufstelle für KI-Projekte geschaffen, die Unternehmen und öffentliche Institutionen bei der Einführung von KITechnologien unterstützen – von Workshops und Webinaren über die Begleitung konkreter Projektphasen bis zum Zugang zu Recheninfrastrukturen. Über den Digital Innovation Hub West treibt das Institut zusammen mit zahlreichen regionalen Partner*innen Wissenstransfer in die Praxis voran. Ab Herbst 2026 kommt ein weiteres Format hinzu: Mit „Daten.Software. KI“ entsteht ein modulares Weiterbildungsangebot, das gezielt unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Fachkräfte unterschiedlicher Berufsfelder können mit diesem Angebot ein fundiertes Grundverständnis für Daten, moderne Softwareentwicklung und KI aufbauen und in Projekten anwenden.
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DIE FÜNF THESEN SOLLEN EINEN DENKR AHMEN FÜR MENSCHEN BIETEN, DIE IN UNTERNEHMEN ENTSCHEIDUNGEN U NTE R B E DI NGU NG E N TI E FG R E I FE N DE R TECH NOLOG I SCH E R VER ÄNDERUNG TREFFEN MÜSSEN.
werden kann und wann menschliches Urteil unverzichtbar bleibt. Das setzt kein tiefes Spezialwissen voraus, nicht jeder muss ein Model trainieren können. Jedoch braucht es ein solides Grundverständnis davon, wie Sprachmodelle funktionieren, wie proprietäre Daten gezielt genutzt werden können und wann spezialisierte Modelle leistungsfähiger sind als große universelle Systeme. Ein Beispiel aus der Softwareentwicklung veranschaulicht das gut. Dort verschiebt sich der Fokus von reinem Implementieren hin zu Architektur, Qualitätssicherung und strategischer Steuerung. KI produziert Code schneller, aber nicht automatisch wartbaren oder sicheren Code. Gerade im Zeitalter des Vibe-Codings wird tiefgehendes Wissen über KI und moderne Softwareentwicklung wichtiger denn je. Auf allen Ebenen gilt dieselbe zentrale Frage: Wann braucht es menschliche Expertise, wo kann KI übernehmen, und wie können Mensch und KI optimal zusammenwirken?
DIE GEWACHSENE BEDEUTUNG VON WISSENSTRANSFER
Die fünf Thesen basieren auf aktuellen Beobachtungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie auf Erfahrungen aus Forschung und Lehre am Institut für Informatik an der Universität Innsbruck. Sie entstehen in einem Moment, in dem das riesige KI-Experiment bereits läuft. Vielleicht wird sich manches davon in den nächsten Jahren als unzutreffend erweisen. Anderes wird durch die Realität bestätigt werden. Und möglicherweise entstehen Entwicklungen, die unsere heutigen Vorstellungen vollständig sprengen. Die fünf Thesen sollen einen Denkrahmen für Menschen bieten, die in Unternehmen Entscheidungen unter Bedingungen tiefgreifender technologischer Veränderung treffen müssen. Das grundsätzliche Ziel bleibt dabei unverändert: Technologien sinnvoll nutzen, Mitarbeiter*innen weiterentwickeln und Wert schaffen. Neu ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der bestehende Gewissheiten infrage gestellt werden. Prozesse und Berufsbilder könnten in ihrer gegenwärtigen Form verschwinden oder sich grundlegend wandeln. Gleichzeitig entstehen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Das vielleicht Bedeutsamste ist etwas, das sich keiner der fünf diskutierten Thesen allein zuordnen lässt und dennoch alle verbindet: die Fähigkeit, Orientierung zu geben. Sie entsteht durch klares Denken und die Bereitschaft, kontinuierlich dazuzulernen. Dies erfordert gezielten Kompetenzaufbau und es braucht ebenso Offenheit und den Mut, bisherige Annahmen zu überdenken. Genau deshalb ist Wissenstransfer heute wichtiger denn je. Österreich verfügt über leistungsfähige Universitäten, die im KI-Be-
ZU DEN PERSONEN
Ruth Breu ist Professorin am Institut für Informatik der Universität Innsbruck mit Schwerpunkt Software Engineering. Sie hat zahlreiche Forschungskooperationen in Zusammenarbeit mit Unternehmen geleitet und engagiert sich in leitenden Funktionen im Technologietransfer, unter anderem im Rahmen der AI Factory Austria, des Digital Innovation Hub West sowie der akademischen Weiterbildung. Julian Just ist KI- und Innovationsexperte bei der AI Factory Austria am Institut für Informatik und Innovationsforscher am Institut für Management und Marketing an der Universität Innsbruck. Er setzt aktuell zahlreiche Forschungskooperationen im Bereich KI gemeinsam mit Unternehmen um.
reich nicht nur mithalten, sondern methodisch neue Wege weisen. Erst kürzlich sorgte die Übernahme von Emmi AI – ein Start-up entstanden im Umfeld der Johannes-Kepler-Universität Linz – durch den führenden europäischen KI-Player Mistral AI für Schlagzeilen. Auch in anderen Forschungsbereichen zeigen datensparsame und strukturzentrierte KI-Modelle, dass Europa einen eigenständigen Kontrapunkt zu den energie- und datenhungrigen LLMs setzen kann. Dieser Ansatz steht auch mit europäischen Werten und regulatorischen Anforderungen im Einklang. Spitzenforschung allein genügt nicht. Sie muss in die Praxis diffundieren. Kooperative Forschungsprojekte schaffen gemeinsam Innovationen, die weder Wissenschaft noch Praxis allein hervorbringen würden. Unternehmen, die ihre Herausforderungen einbringen, schärfen den Blick der Forschung für das, was tatsächlich zählt. Forscher*innen und Studierende, die an realen Unternehmensproblemen arbeiten, bringen neue Methoden in die Praxis. Die digitale Zukunft wird nicht allein in Laboren im Silicon Valley entschieden. Sie entsteht dort, wo Neugier auf Erfahrung trifft und Wissen mit Freude an der Umsetzung aktiv verbunden wird. All das ist in Tirol, Österreich und Europa vorhanden.
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STANDORTAGENTUR TIROL
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D AT E N A L S T R E I B S T O F F DER ZUKUNFT Globale Krisen, volatile Märkte und unsichere Lieferketten stellen auch Tiroler Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Datenökonomie bietet neue Chancen, um resilienter, innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden. Die Standortagentur Tirol unterstützt Betriebe dabei, dieses Potenzial gezielt zu nutzen.
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er Krisen erfolgreich meistern will, darf nicht auf Sicht fahren, sondern muss nach vorne schauen. Der Schlüssel heißt Innovation – und Daten sind dafür eine unverzichtbare Grundlage“, sagt Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol. Das Stichwort dafür lautet: Datenökonomie. Doch was genau bedeutet Datenökonomie? Darunter versteht man die Erzeugung, Verarbeitung, Analyse und wirtschaftliche Nutzung von Daten. Daten werden dabei zu einem eigenständigen Wirtschaftsgut. Mithilfe neuer Technologien lassen sich aus ihnen wertvolle Erkenntnisse gewinnen, die Prozesse verbessern, die Kund*innenansprache optimieren oder sogar neue Geschäftsmodelle ermöglichen.
ZUSAMMENARBEIT FÖRDERT INNOVATION Unternehmen, die Daten gezielt nutzen, treffen fundiertere Entscheidungen, erkennen Marktchancen früher und können schneller auf Veränderungen reagieren. Besonders großes Potenzial entsteht dort, wo Daten nicht isoliert genutzt, sondern zwischen Unternehmen geteilt werden. In sogenannten Datenökosystemen entstehen neue Formen der Zusammenarbeit, aus denen innovative Produkte, Dienstleistungen und Wertschöpfungsmodelle hervorgehen. „Viele dieser Anwendungen wären für einzelne Unternehmen allein nicht realisierbar“, erläutert Marcus Hofer. Damit diese Potenziale genutzt werden können, braucht es jedoch sichere Rahmenbedin-
gungen. Unternehmen müssen jederzeit die Kontrolle über ihre Daten behalten und selbst entscheiden können, wer diese zu welchem Zweck verwendet. Datensouveränität wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
DATAHUB.TIROL ALS DATEN - DREHSCHEIBE
Genau hier setzen die Digitalisierungsservices der Standortagentur Tirol an: Das Expert*innen-Netz digital.tirol arbeitet daran, die Chancen der Digitalisierung allen Tiroler Unternehmen näherzubringen. Über den European Digital Innovation Hub werden Qualifizierungen, Unterstützungen und Begleitung von Use Cases angeboten. Das Innovationsökosystem der
STANDORTAGENTUR TIROL
„ U N T E R N E H M E N , D I E DAT E N G E Z I E LT N U T Z E N , T R E F F E N F U N D I E RT E R E E N T S C H E I D U N G E N , E R K E N N E N M A R K TC H A N C E N F R Ü H E R U N D KÖ N N E N S C H N E L L E R A U F V E R Ä N D E R U N G E N R E AG I E R E N .“ Ma r c u s Hofer
INFRASTRUKTUR, VERNETZUNG UND BILDUNG Die Digitalisierungsservices der Standortagentur Tirol gehen weit über die Bereitstellung einer technischen Infrastruktur hinaus. Das Angebot basiert auf drei zentralen Säulen: Vernetzung, Qualifizierung und praktische Umsetzung. Über die Community- und Netzwerkangebote werden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Expert*innen zusammengebracht. Verschiedenste Initiativen vermitteln Wissen rund um Datenmanagement, Data Governance, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Ergänzend unterstützt der datahub.tirol Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter datengetriebener Projekte, von der ersten Idee bis zur praktischen Anwendung. „Die Tiroler Unternehmen geben uns allen Anlass zur Zuversicht. Viele investieren bereits heute in neue Produkte, bessere Prozesse und innovative Dienstleistungen. Mit unseren Services sowie dem datahub.tirol schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit sie die Chancen der Datenökonomie bestmöglich nutzen können“, betont Hofer. www.standort-tirol.at PR © STANDORTAGENTUR TIROL
Standortagentur Tirol vernetzt Unternehmen untereinander sowie mit Forschungseinrichtungen, der datahub.tirol schafft die Voraussetzungen für eine sichere und verantwortungsvolle Datennutzung im Land: Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen werden in diesem gemeinsamen Datenökosystem vernetzt und erhalten Zugang zu verschiedenen Data Spaces. „Viele Tiroler Unternehmen verfügen bereits über wertvolle Datenschätze. Die entscheidende Frage ist, wie diese sicher genutzt werden können, um daraus Innovation und Wertschöpfung zu schaffen. Genau dabei unterstützen unsere Initiativen“, erklärt Hofer. Data Spaces sind digitale Räume, in denen Datenanbieter*innen und Datennutzer*innen kontrolliert zusammenarbeiten können. Dabei bleiben Eigentum, Zugriffsrechte und Verwendungszwecke jederzeit souverän und nachvollziehbar. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von diesem Ansatz, da sie Zugang zu Daten halten, die bisher oft nur großen Konzernen vorbehalten waren.
DREI FRAGEN AN MARCUS HOFER, GESCHÄFTSFÜHRER DER S TA N D O R TA G E N T U R T I R O L
Welche Herausforderungen beschäftigen Unternehmen derzeit besonders? MARCUS HOFER: Wir erleben eine Gleichzeitigkeit von Krisen, von geopolitischen Spannungen bis zu instabilen Lieferketten. Für eine exportorientierte Region wie Tirol erschwert das die Planung massiv. Das spüren natürlich auch die Tiroler Unternehmen.
Was ist jetzt entscheidend? Der Schlüssel liegt in Innovation. Unternehmen müssen ihre Produkte, Prozesse und Dienstleistungen weiterentwickeln. Genau hier spielt die Nutzung von Daten eine zentrale Rolle. Wer Daten strategisch einsetzt, kann schneller reagieren und sich Wettbewerbsvorteile sichern. Warum gibt es Anlass zur Zuversicht? Viele Unternehmen handeln bereits sehr aktiv und zukunftsorientiert. Tirol ist zudem breit aufgestellt – mit Industrie, Tourismus und Gewerbe. Diese Vielfalt macht unseren Standort resilient. Mit Initiativen wie dem datahub.tirol unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Daten souverän zu nutzen und die Chancen der Digitalisierung voll auszuschöpfen.
CHANCEN NUTZEN Für Unternehmen, die den Einstieg in die Datenökonomie suchen, bietet der datahub.tirol regelmäßig Weiterbildungsangebote an. Im Basiswebinar „Datenökosystem“ erhalten Teilnehmer*innen praxisnahe Einblicke in Themen wie Datenökonomie, digitale Transformation, Datenmanagement, Data Governance und KI-Anwendungen. Ziel ist es, erste datengetriebene Innovationsprojekte anzustoßen und Unternehmen auf ihrem Weg in die digitale Zukunft zu begleiten. datahub.tirol
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eco.mmentar
UNSICHTBARE MITARBEITENDE Wie kleine Betriebe KI nutzen, ohne IT-Profis zu sein. VON: SANDRA TRUMMER-GABLER
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s ist halb acht abends, der Laden ist längst zu, und die Unternehmerin sitzt noch immer am Schreibtisch. Das Geschäft läuft nicht schlecht, ganz im Gegenteil. Aber nach einem vollen Tag ist der Stapel liegen geblieben, der mit dem eigentlichen Handwerk wenig zu tun hat: die dritte fast identische Anfrage des Tages beantworten, einen Social-Media-Beitrag für die kommende Woche schreiben, die Rechnung von gestern fertigstellen. Wer selbstständig ist oder einen kleinen Betrieb führt, kennt diesen zweiten Arbeitstag nach dem Arbeitstag. Und genau dort, im wenig glamourösen „Klein-Klein“ des Alltags, entscheidet sich gerade, was künstliche Intelligenz für einen Großteil der österreichischen Wirtschaft tatsächlich bedeutet. Die Zahlen zeichnen ein interessantes Bild. Unsere aktuelle YouGov-Befragung* unter heimischen Unternehmen zeigt, dass mehr als jedes dritte Unternehmen heuer ein festes Budget für KI einplant. Im selben Atemzug jedoch nennt fast jeder zweite Betrieb fehlende Zeit als größtes Hindernis bei der Digitalisierung. Der Wille ist also da, das Geld zunehmend auch – und trotzdem bleibt vieles liegen.
VOM HYPE ZUM „ECHTEN“ WERKZEUG Lange wurde über KI gesprochen wie über ein Zukunftsthema, das man der Forschung, den Konzernen oder Technologieabteilungen überlässt. Diese Zeit ist vorbei. Denn wer einen kleinen Betrieb führt, braucht heute kein Spezialwissen mehr, um von der Technologie zu profitieren – und noch weniger eine eigene IT-Abteilung. Die meisten alltagstauglichen Anwendungen stecken längst in den Programmen, die ohnehin schon genutzt werden: im E-Mail-Postfach, im Website-Baukasten, im Buchhaltungstool. Sie warten nur darauf, eingeschaltet zu werden. Das Bild der künstlichen Intelligenz als geheimnisvolle, hochkomplexe Maschine führt hier in
ZUR PERSON
Sandra Trummer-Gabler ist Geschäftsführerin von world4you, dem führenden Registrar für .at-Domains. Das 1998 in Oberösterreich gegründete Unternehmen mit Sitz in Linz und Wien betreut über 130.000 Kundinnen und Kunden sowie rund 300.000 Domains und gehört zur börsennotierten IONOS Group SE. Trummer-Gabler beschäftigt sich seit Jahren mit den digitalen Anforderungen kleiner und mittlerer Betriebe in Österreich.
eco.mmentar
I N S A C H E N K I G I B T E S I M U N T E R N E H M E R I S C H E N A L LTA G E I N E T I E F E K L U F T Z W I S C H E N D E M , WA S T E C H N I S C H M Ö G L I C H WÄ R E , U N D D E M , WA S I M TA G E S G E S C H Ä F T E I N E S K L E I N E N B E T R I E B S TAT S Ä C H L I C H A N K O M M T.
die Irre. Für eine Tischlerin, einen Steuerberater oder ein Familienunternehmen mit fünf Angestellten muss KI nicht in einen technologischen Quantensprung münden. Regelmäßig genutzte KI-Funktionalitäten kommen vielmehr stillen Mitarbeitenden im Hintergrund gleich – und zwar welche, die nie müde werden, keine Pausen brauchen und genau jene Aufgaben übernehmen, die niemand gern selbst erledigt.
WO DIE ENTLASTUNG BEGINNT
Stille Mitarbeitende sind überall dort am wertvollsten, wo sich Arbeit wiederholt. Die tägliche Korrespondenz etwa: Anfragen zu Preisen, Terminen oder Verfügbarkeiten ähneln einander oft bis aufs Wort, werden jedoch jedes Mal neu aufgesetzt. Moderne E-Mail-Lösungen sortieren wiederum das Postfach vor und erstellen heute fast sendungsfertige Antwortentwürfe – was nicht nur Minuten spart, sondern den ständigen Wechsel zwischen Kundenkontakt und Kerngeschäft entzerrt, der so viele kleine Unternehmen ausbremst. Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Sichtbarkeit. Eine gepflegte Website und regelmäßige Beiträge in sozialen Netzwerken sind für viele Betriebe der wichtigste Weg, neue Kundinnen und Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Doch ausgerechnet dafür fehlt im Alltag häufig die Zeit. Hier liefert KI den ersten Entwurf für einen Text oder Beitrag, den man dann nur noch in die eigene Sprache bringt. Der eigentliche Gewinn ist nicht der fertige Text – es ist das überwundene leere Blatt am Anfang des Kreationsprozesses. Und es sind die unscheinbaren Handgriffe dazwischen, bei denen sich am verlässlichsten Entlastung einstellt: Besprechungsnotizen zusammenfassen, die wichtigsten Punkte aus einer langen Mail herausziehen, Zahlen aus dem Website-Verkehr verständlich aufbereiten. Nichts davon ist in sich spektakulär. Doch in der Summe ergeben sich schnell jene zwei, drei Stunden pro Woche, die am Ende über die Work-Life-Balance und damit nicht zuletzt die Lebensqualität einer selbständigen Person entscheiden.
DIE KUNST, KLEIN ANZUFANGEN
So einfach der Einstieg ist, so leicht kann man sich auch verrennen. Der häufigste Fehler ist paradoxerweise zu viel Ehrgeiz: Wer für jede Aufgabe ein eigenes neues Werkzeug einführt, schafft sich genau das Chaos, das er eigentlich loswerden wollte. Sinnvoller ist es, mit der Optimierung einer einzigen, nervenden Routine zu beginnen und zu schauen, was sie bringt.
Ebenso wichtig ist ein gesundes Misstrauen: KI liefert Entwürfe, jedoch keine geprüften Ergebnisse. Gerade bei Kundentexten, Zahlen oder rechtlich sensiblen Fragen muss das letzte Wort selbstredend beim Menschen bleiben. Und schließlich der Datenschutz, der gern vergessen wird – denn auch der kleinste Betrieb verarbeitet sensible Daten, und welche davon man welchem Programm anvertraut, sollte von Anfang an nicht nur eine bewusste Entscheidung, sondern auch gesetzeskonform sein. Hinter all dem steht eine einfache Erkenntnis, die über Erfolg und Misserfolg entscheidet: KI hilft kleinen Betrieben immer dann am meisten, wenn sie sich in die bestehenden Abläufe einfügt statt neue, zusätzliche Prozesse zu erzwingen. Ein Werkzeug, das Umwege, extra Logins oder Klicks bedeutet, bleibt im durchgetakteten Alltag von Kleinunternehmen ungenutzt – so leistungsfähig es auch sein mag. Der Nutzen entsteht dort, wo die Technologie zum selbstverständlichen Teil dessen wird, was man ohnehin jeden Tag bearbeitet.
EINE FRAGE DER WETTBEWERBSFÄHIGKEIT
Am Ende geht es um mehr als gesparte Zeit. Für Selbstständige und kleine Unternehmen ist die kluge Nutzung digitaler Werkzeuge zunehmend eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit – und damit der Standortqualität insgesamt. Denn die Stärke der österreichischen Wirtschaft liegt nicht nur in den großen, bekannten Namen, sondern in den vielen kleinen Betrieben, die das Land im Innersten zusammenhalten. Wenn diese die gewonnene Zeit wieder dorthin lenken können, wo sie wirklich gebraucht wird – zu den Kundinnen und Kunden, zu neuen Ideen, zum Wachstum –, dann sind die unsichtbaren KI-Mitarbeitenden mehr als nur eine technische Spielerei. Sie werden zu dem, was Digitalisierung im besten Fall immer sein sollte: ein Werkzeug für alle statt nur Privileg der Großen. Und die Unternehmerin von vorhin? Die sitzt vielleicht bald nicht mehr bis halb acht am Schreibtisch. Oder falls gewollt, dann zumindest mit mehr Raum dafür, ihre Kreativität auszuleben und ihr Unternehmen wirklich voranzubringen.
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WIR GEWINNT Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Stimmt nicht, sagt Verhaltensökonom Matthias Sutter. In seinem neuen Buch „Gemeinsam stark“ zeigt er zusammen mit OeNB-Gouverneur Martin Kocher, dass Kooperation der eigentliche Motor unseres Wohlstands ist. Ein Gespräch darüber, warum das vermeintliche Nullsummenspiel ein moralischer Freibrief für Egoisten ist, weshalb Führungskräfte Trittbrettfahrer sanktionieren müssen und warum Kooperation produktiver ist als Ellbogenmentalität. INTERVIEW: MARIAN KRÖLL // FOTOS: DINO BOSSNINI
ECO.NOVA: Wir leben heute in einer Gesell-
schaft, die von Ich-AGs dominiert wird. Ellbogenmentalität, Brinkmanship und ein Hang zur Egozentrik scheinen belohnt zu werden. Das gilt für die ökonomische, aber noch mehr die politische Sphäre. Dabei zeigen Sie mit Ihrem Buch, dass Kooperation besser ist als Alleingänge. Warum werden wir dann nicht von Teamplayern geführt? Warum sitzt im Weißen Haus kein Teamplayer? MATTHIAS SUTTER: Es gibt interessante Befunde, die erklären können, warum wir in den USA weniger Teamplayer sehen – nicht nur Donald Trump. Es hat sich dort die Vorstellung verfestigt, dass das Leben ein Nullsummenspiel ist: Was der eine bekommt, wird dem anderen weggenommen. Diese Haltung erklärt, warum man auf Konkurrenz setzt und nicht auf Kooperation. Das Nullsummenspiel ist der moralische Freibrief für schrankenlosen Egoismus. Wir Ökonomen bezeichnen Kooperation als Positivsummenspiel. Wenn man kooperiert, kann man Ziele erreichen, die man allein verfehlen würde. Der Kuchen wird dadurch größer. Deshalb ist unser Buch auch ein Plädoyer für Kooperation. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Welt den Regeln eines Positivsummenspiels gehorcht. Matthias Sutter war Ende April an der Pädagogischen Hochschule Tirol zu Gast, um unter anderem sein neues Buch „Gemeinsam stark“zu präsentieren.
„ U N S E R B U C H I S T E I N P L Ä D OY E R F Ü R K O O P E R AT I O N . I C H B I N D AV O N Ü B E R Z E U G T, D A S S U N S E R E W E LT DEN REGELN EINES POSITIVSUMMENS P I E L S G E H O R C H T. “
Woher rührt diese falsche Vorstellung von der Welt als Nullsummenspiel? Wir wissen nicht genau, warum dieses Denken zugenommen hat. Es untergräbt Kooperationsbereitschaft und macht die Welt unsicherer. Wir wissen seit 200 Jahren, dass der internationale Handel ein Positivsummenspiel ist. Trump interpretiert ihn aber eindeutig als Nullsummenspiel und setzt mit seiner Zollpolitik Maßnahmen, die einen großen Teil seiner Wähler schädigen.
Damit wäre das geklärt: Es ist gut belegt, dass Kooperation für alle Beteiligten vorteilhaft ist. Was muss getan werden, um der Fähigkeit und dem Willen zur Zusammenarbeit eine gute Basis zu bereiten? Die beste Basis dafür wird tatsächlich zu Hause gelegt. Durch Eltern, die einen kooperativen Erziehungsstil vorleben. Kooperationsfähigkeit korreliert auch mit dem Bildungsgrad der Eltern. In der Kindheit wird der Grundstein gelegt. Die gute Nachricht ist, dass die Kooperation in einer wirtschaftlich und politisch stabilen Ge-
sellschaft tendenziell mit dem Lebensalter selbst dann zunimmt, wenn man nicht so sozialisiert wurde. Neben dem guten Beispiel funktionieren auch Anreize, sich kooperativ zu verhalten. Das können Zuckerbrot oder Peitsche sein. Gruppenzugehörigkeit korreliert auch mit der Kooperationsbereitschaft. Je stärker man sich mit einer Gruppe identifiziert, umso kooperativer verhält man sich. Mitbestimmungsmöglichkeiten sind auch ein Faktor. Wichtig ist überdies der Zeithorizont: Ist absehbar, dass länger zusammengearbeitet wird, nimmt die Bereitschaft zur Kooperation zu, weil auch die erwartbaren Gewinne größer sind. Deshalb sind Teams, die kurz vor der Auflösung stehen, zuletzt auch nicht mehr allzu kooperativ. Sie haben auch strukturelle Faktoren genannt. Wie viel soziale Ungleichheit verträgt eine Gesellschaft, bevor der Kooperationswille kippt? Es gibt keinen genau definierten Grad an Ungleichheit, an dem der Kooperationswille kippt. Sehr große Ungleichheit innerhalb von Gruppen ist aller-
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„ M E I N E K O O P E R AT I O N S B E R E I T S C H A F T S T E I G T, W E N N I C H G L A U B E , D A S S S I C H M E I N G E G E N Ü B E R E B E N F A L L S K O O P E R AT I V V E R H A LT E N W I R D. M A N L E G T S E I N S C H I C K S A L DA B E I E I N S T Ü C K W E I T I N D I E HÄNDE EINES ANDEREN, DESSEN HANDELN MAN NICHT D I R E K T B E E I N F L U S S E N K A N N . DA S I S T V E R T R AU E N .“
dings der Kooperation nicht förderlich, weil sich jene, die weniger davon profitieren, die berechtigte Frage stellen, warum sie denn überhaupt noch mitarbeiten sollten. Es gibt dazu eine gute Studie aus dem Profifußball: Sind die Gehaltsunterschiede in einem Team sehr groß, rennen die schlechter bezahlten Jungs nicht mehr ganz so viel.
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Auch wenn die These in der Wissenschaft durchaus umstritten ist: Die gefühlte soziale Ungleichheit nimmt zu. Das ist ein wichtiger Punkt. Kooperation hat ganz viel mit Wahrnehmung zu tun. Wird die Welt als zunehmend unfair wahrgenommen, trägt das nicht zur Kooperation bei. Reden wir über Vertrauen. Welche Rolle spielt Vertrauen in der Kooperation? In der wissenschaftlichen Literatur sind die beiden relativ scharf getrennt, obwohl das aus unserer Sicht – aus Martin Kochers und meiner – eigentlich zusammengehört. Kooperation ist stark auf den Vertrauensvorschuss angewiesen. Eine der wichtigsten Einsichten aus der Kooperationsforschung ist, dass sehr viele Menschen auf bedingte bzw. konditionale Kooperation setzen: Meine Kooperationsbereitschaft steigt, wenn ich glaube, dass sich mein Gegenüber ebenfalls kooperativ verhalten wird. Man legt sein Schicksal dabei ein Stück weit in die Hände eines Anderen, dessen Handeln man nicht direkt beeinflussen kann. Das ist Vertrauen.
Vertrauen schenken klingt zunächst einmal naiv, weil es in der heutigen Welt nichts geschenkt gibt. Warum ist das aber grundsätzlich rational und zahlt sich auch ökonomisch aus? Ich habe viele Sommer in der Glasfabrik meines Onkels gearbeitet, der seine Verträge mit Handschlag besiegelt hat. Da brauchte es keine Juristen und Notare, er hat darauf vertraut, dass sich seine Partner an die Abmachungen halten würden. Mein Onkel hat aber nicht blind vertraut – das wäre tatsächlich naiv gewesen –, denn schließlich ist auch ein
GEMEINSAM STARK Matthias Sutter und Martin G. Kocher, ecowing Verlag, 240 Seiten, EUR 26,– Aufeinander eingespielte Sportteams feiern mehr Siege, Forschungen kommen eher zu einem guten Ende, wenn die Mitarbeitenden einander vertrauen: Kooperation führt zu positiven Ergebnissen, wenn die Teammitglieder sich aufeinander verlassen können. Matthias Sutter und Martin G. Kocher haben die wichtigsten Indikatoren für gelungene Kooperationen zusammengestellt. Entstanden ist ein Buch über Erfolge, die aus Zuverlässigkeit in der Zusammenarbeit entstehen, und das klar zeigt: Die Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lassen sich nur gemeinsam meistern.
mündlicher Vertrag ein Vertrag, dessen Einhaltung gerichtlich eingeklagt werden kann. Handschlagqualität macht wirtschaftliche Entscheidungen sehr viel schneller und damit effizienter. Wir Ökonomen sprechen davon, dass das die Transaktionskosten senkt. Deshalb tut Vertrauen unserer Wirtschaft gut. Eine internationale Studie hat gezeigt, dass Volkswirtschaften, in denen das Vertrauen größer ist, höhere Wachstumsraten aufweisen als misstrauische. Vertrauen ist nicht nur zwischenmenschlich betrachtet eine schöne Emotion, sondern macht unser wirtschaftliches Handeln effizienter. Ein letzter Satz noch zur Naivität: Martin Kocher und ich leiten seit vielen Jahren Forschungsteams. Unsere Devise war immer: Wir vertrauen unseren Leuten bedingungslos, bis sie uns erfolgreich das Gegenteil bewiesen haben. Wir arbeiten mit Vertrauensvorschuss, sind aber nicht blauäugig. Wir schauen auch hin. Es heißt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Das ist wirklich falsch. Das ist Micromanagement, das Vertrauen zerstört. Vertrauen ist besonders dann erfolgreich und kann wachsen, wenn es Kontrollmöglichkeiten gibt. Die darf man allerdings auf keinen Fall überstrapazieren. Es reicht aus, wenn es ein Bewusstsein dafür gibt, dass kontrolliert werden kann. Noch einmal zurück zu Ihrem Onkel: Es wird in unseren Breiten sehr ausdauernd über den Bürokratieabbau gesprochen. Ein Handschlag ist maximal unbürokratisch – und produktiv. So ist es. Ich möchte aber die Bürokratie in Schutz nehmen: Bürokratie an sich, als Regelung von Verfahrensschritten, ist positiv zu sehen, weil sie die diskriminierungsfreie Behandlung aller Bürger garantiert. Das ist grundsätzlich gut. Es ist mir allerdings auch schon passiert, dass ich auf einem österreichischen Formular mehrmals meinen Wohnsitz angeben musste. Das ist einfach nur dämlich. Ich halte es auch für über das Ziel hinaus-
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geschossen, wenn Mittelständler in der EU die Lieferanten der Lieferanten ihrer Lieferanten kontrollieren müssen. Das ist nicht gut für den Wirtschaftsstandort.
Ihr Ausritt zur grundsätzlichen Verteidigung der Bürokratie, der Lieblingsfeind im politischen Diskurs, ist ehrenwert. Kommen wir zurück zur Sache: Kooperation erodiert ohne Sanktionsmöglichkeit langsam. Ist ein Kuschelkurs in Unternehmen langfristig der Tod der Kooperation? Ich fürchte ja, auch wenn wir alle gern das Gegenteil glauben möchten. Führungskräfte sind dann gut, wenn sie ein breites Instrumentarium zur Verfügung haben, das über Sanktionsmöglichkeiten hinausgeht. Stellen wir uns ein zehnköpfiges Team vor: Alle bis auf eine Person arbeiten gemeinsam daran, ein Projekt zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Dann ist es Aufgabe einer Führungskraft, diese Person darauf aufmerksam zu machen, dass ihr Verhalten nicht erwünscht ist. Das ist bereits Teil der Sanktion. Die wenigsten Menschen mögen es, wenn man ein unangenehmes Gespräch mit ihnen führt. Sie verändern daraufhin ihr Verhalten im Sinne der sozialen
ZUR PERSON
Matthias Sutter ist Direktor der Abteilung Experimentelle Ökonomie am Max Planck Institute for Behavioral Economics und Professor an den Universitäten Innsbruck und Köln. Der gebürtige Vorarlberger promovierte und habilitierte sich an der Universität Innsbruck, wo er viele Jahre gemeinsam mit Martin Kocher forschte. Sutter zählt zu den international renommiertesten Verhaltensökonomen im deutschsprachigen Raum und beschäftigt sich insbesondere mit Kooperation, Vertrauen, Entscheidungsverhalten und sozialer Interaktion. Gemeinsam mit Kocher veröffentlichte er zuletzt das Buch „Gemeinsam stark. Kooperation und Vertrauen“.
Norm und werden kooperativer. Wenn man nichts gegen Trittbrettfahrer unternimmt und stattdessen auf Schweigen, Laissez-faire und Kuschelkurs setzt, demotiviert man alle Kooperativen. Das ist unglaublich wichtig und wird leider häufig übersehen.
Gibt es in der Kooperationsbereitschaft denn so etwas wie soziodemografische Unterschiede? Oder kulturelle? Oder geschlechtliche? Wir sehen immer wieder, dass die Kooperationsbereitschaft bei höher gebildeten und reicheren Menschen größer ist. Es gibt den verbreiteten Irrtum, dass es Ellbogenmentalität braucht, um nach oben zu kommen. Die Arbeitsmarktökonomie zeigt Gegenteiliges: Je kooperativer jemand ist, desto eher steigt er auf. Natürlich gibt es immer wieder Fälle, bei denen man sich fragt, wie jemand bloß in die Position gelangen konnte, die er einnimmt. Das widerlegt nicht die Statistik, die klar zeigt, dass es sich auszahlt, kooperativ zu sein. Sind Frauen etwa die besseren Kooperiererinnen? Dazu findet man in der wissenschaftlichen Literatur alles Mögliche: Frauen sind besser, schlechter, beide Geschlechter
btv.at/nachhaltigegeldanlage
Unser Geld in unserer Welt Investieren mit Geist und Haltung bedeutet: Ressourcen schonen, sozial handeln und faire Geschäfte tätigen. Das wirkt und bewirkt!
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ration illusorisch erscheinen. Dem muss ich leider zustimmen.
Ich hätte mir Widerspruch erhofft. Lassen Sie es mich etwas positiver formulieren: Intertemporale Probleme sind so etwas wie die Königsklasse des Kooperationsproblems. Der Klimawandel ist wahnsinnig komplex. Außerdem können einzelne Staaten kaum messbare Auswirkungen erzeugen. So entsteht ein Gefühl der Ohnmacht. Das reduziert die Anreize zur Kooperation. Dem Klimawandel als intergenerationale Herausforderung wird man – diese These vertreten wir in unserem Buch – mit Technologie begegnen müssen, die aber heute – oder besser noch gestern – entwickelt werden muss. Vor 20 Jahren war das Narrativ: Lasst uns doch Weltmarktführer bei Greentech werden, auch deshalb, um unseren Wohlstand zu sichern. Heute herrscht dagegen eine Verbotskultur vor, die mit Einschränkungen operiert. Das macht es bedeutend unattraktiver, die Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Wir sollten uns aber überlegen, wie wir Umweltschutz und Profitabilität vereinen können. Dafür bräuchte man mehr Fridays for Education statt Fridays for Future, denn jeder verlorene Schultag kostet Humankapital.
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„ K O O P E R AT I O N S F Ä H I G K E I T K O R R E L I E R T AUCH M IT DE M B I LDU NG SG R A D DER E LT E R N . I N D E R K I N D H E I T W I R D D E R G R U N D S T E I N G E L E G T. “
sind gleich. Dieses Muster in den Daten spricht dafür, dass es tatsächlich keinen signifikanten Unterschied gibt.
Wir entfernen uns international wieder von einem System, das auf Kooperation und gemeinsamen (völker)rechtlichen Normen beruht. Might makes right heißt die neue Devise. Warum hat die Kooperation momentan so einen schweren Stand, obwohl sie – man nehme die Globalisierung – riesige Wohlstandsgewinne gebracht hat? Selbst jemand wie Donald Trump könnte mehr bewegen, wenn er die Zusammenarbeit und nicht die Konfrontati-
on suchen würde. Ein gemeinsames Amerika und Europa haben auf der Weltbühne mehr Gewicht. Ein anderes Beispiel: Wenn Taylor Swift und Ed Sheeran einen gemeinsamen Song aufnehmen würden, profitieren beide davon, obwohl sie es eigentlich gar nicht nötig haben. Auch für sich genommen starke Player gewinnen durch Kooperation. Der Klimawandel bedroht die Zivilisation. Die Beherrschung der Klimawandelfolgen braucht internationale Zusammenarbeit, für die es momentan keine tragfähige Grundlage zu geben scheint. Das lässt eine effektive globale Koope-
Das klingt sehr technologie- und fortschrittsoptimistisch. Haben Sie denn schon eine These, wie die Interaktion mit der Maschine, sprich die Künstliche Intelligenz, sich auf das menschliche Kooperationsvermögen auswirken wird? Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Die Frage ist aber sehr spannend.
Sie haben mit Martin Kocher trotz unterschiedlicher Teepräferenzen – Sie sind im Team grüner Tee, Martin Kocher trinkt Schwarztee – viele Jahre lang zusammengearbeitet und auch dieses Buch geschrieben. Ist einer von Ihnen beiden im Zuge Ihrer Zusammenarbeit Trittbrett gefahren? Nie im Leben. Wir haben uns in Innsbruck ein Wochenende kaserniert und uns überlegt, wie wir das Buch strukturieren werden. Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt und es bestand nie auch nur der leiseste Zweifel daran, dass jeder seinen Beitrag leisten würde.
Das klingt vortrefflich. Würden alle so kooperieren wie Kocher und Sutter, wären wir wohl kollektiv bereits einen Schritt weiter? Ich glaube, ja.
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WERKSTATTWORT
immer interessiert“, sagt sie. „Dinge funktionieren viel leichter, wenn Menschen sich gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass oft genau das Gegenteil passiert. Heute trägt mich der Gedanke, dass Menschen oft nur einen kleinen Schubs brauchen, ein bisschen Rückenwind, um wieder ins Tun zu kommen.“ Im Interview spricht sie über Selbstreflexion und Wertschätzung und darüber, dass viele Probleme weniger aus fehlender Kompetenz denn aus fehlender Klarheit herrühren.
ECO.NOVA: Was bedeutet echte Entwicklung für Sie? MARINA KARACA: Im Prinzip geht es darum, sich ehrlich die Frage zu stellen: Was will ich eigentlich? Was sind meine Bedürfnisse, meine Ziele, meine Sehnsüchte? Und wie setze ich diese um. Entwicklung bedeutet für mich auch, sich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren, sonst wird man am Ende nur zu einer schlechten Kopie eines anderen.
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„Menschen wollen gesehen werden.“ Persönliche Entwicklung ist vielfach zum Buzzword geworden. Marina Karaca geht tiefer. Ein Gespräch über ehrliche Kommunikation, nachhaltige Führung und warum echte Entwicklung immer bei uns selbst beginnt. INTERVIEW: MARINA BERNARDI
K
aum ein Unternehmensleitbild oder ein Karriereprofil kommt heute noch ohne Begriffe wie Wachstum oder Potenzialentfaltung aus. Doch was bedeutet Entwicklung tatsächlich? Marina Karaca begleitet Men-
schen und Unternehmen in Veränderungsprozessen und beschäftigt sich intensiv mit Kommunikation und Führung. Mit ihrem WERKstattWORT in Kufstein bietet sie Business Consulting, Coachings und Trainings an. „Mich hat menschliches Verhalten schon
Um seine Potenziale zu entfalten, muss man zuerst überhaupt wissen, wo seine eigenen Stärken (und Schwächen) liegen. Das braucht ein hohes Maß an Selbstreflexion. Warum tun sich viele Menschen und auch Unternehmen so schwer, ehrlich auf sich selbst zu schauen? Viele wissen schlicht nicht, wie das geht, weil sie es nie gelernt haben. Kaum jemand setzt sich hin und sagt: Lass uns einmal abseits von den reinen Zahlen anschauen, was gut gelaufen ist und wie wir uns entwickelt haben. Was wir hingegen sehr früh lernen, ist Kritik. Wir bekommen Rückmeldungen darüber, was wir nicht können oder falsch machen. Oft ungefragt. Und irgendwann beginnen Menschen, diese Außenwahrnehmung zu glauben. Dabei wäre es viel wichtiger, sich bewusst Menschen zu suchen, deren Meinung wirklich relevant ist, denen man vertraut und die ehrliches Feedback geben können. Wie sieht gutes Feeback für Sie aus? Einfach und konkret. Es geht darum, den Menschen zu sehen. „Ich habe gesehen, wie du mit deinen Mitarbeiter*innen umgehst. Das finde ich großartig.“ Oder „Ich finde deinen Pullover für diesen Anlass total chic.“ Viele Menschen erwarten bei Feedback automatisch ein „aber …“, als müsste nach jedem Lob noch Kritik kommen. Dabei reicht es oft völlig, positive Dinge bewusst anzusprechen. Grundsätzlich sollte Kommunikation
WERKSTATTWORT
klarmachen, was ich wirklich sagen will, ohne versteckte Botschaften.
Ist genau das eines der größten Kommunikationsprobleme? Mangelnde Klarheit und dass Aussagen zu schnell persönlich werden? Absolut. Viele Menschen sprechen aus einem eigenen Weltbild heraus und interpretieren ständig. Das ist im Alltag normal, im beruflichen Kontext allerdings problematisch. Es macht einen großen Unterschied, ob ich sage „Das Ergebnis entspricht nicht den Anforderungen“ oder „Das hat du schlecht gemacht“. Im ersten Fall beschreibe ich die Sache, im zweiten greife ich die Person an. Oft liegt das Problem genau darin, dass man Person und Sache vermischt. Verlernen wir auch durch die zunehmend digitale Kommunikation echte Gesprächskultur? Ja, definitiv. Schriftliche Kommunikation hängt extrem davon ab, in welcher Stimmung jemand sie liest. Dasselbe Wort kann völlig unterschiedlich verstanden werden. Ich habe mir an-
nigkeiten. An ständig zusammengekniffenen Lippen, an permanenter Zurückhaltung oder daran, dass jemand immer nur sagt: Ja, passt schon. Das alles braucht jedoch Zeit. Eine Führungskraft muss Zeit haben, zu führen. Führung bedeutet eben nicht nur, Ergebnisse zu kontrollieren, sondern sich die Menschen genau anzuschauen. Kann man dieses Feingefühl lernen? Ja, durchaus. Letztlich sind Führungskräfte auch nur Menschen mit eigenen Bedürfnissen, Erwartungen oder Unsicherheiten, aber Kommunikation kann man lernen. Wichtig ist vor allem, Tatsachen zu beschreiben und nicht den Menschen zu bewerten. Unterm Strich geht es in Teams um Lokomotion und Kohäsion, also um Handlungsorientierung und gleichzeitig um soziale Bindungen, nicht jedoch um persönliche Zuschreibungen.
Konflikte gelten gemeinhin als Störung. Was braucht es, damit sie auch produktiv sein können? Konflikte sind oft Hinweise darauf, dass sich etwas verändern muss. Entscheidend ist auch hier, Person und
„Menschen sind, wie sie sind. Die Frage ist, wie wir mit ihnen umgehen.“ gewöhnt, vor allem Nachrichten, die aus einer Emotion heraus geschrieben werden, nie sofort abzuschicken. Je emotionaler ein Thema ist, desto länger lasse ich Texte liegen. Oft liest man die Nachricht am nächsten Tag völlig anders und merkt erst dann, wie viel Interpretation oder Vorwurf darin eigentlich steckt. Viele Teams funktionieren nach außen scheinbar problemlos, intern herrscht jedoch Frust. Woran erkennt man frühzeitig, dass etwas nicht stimmt? Eine Führungskraft muss lernen, Verhalten zu beobachten, nicht nur Ergebnisse. Teams brauchen immer beides: einen Arbeits- und einen Beziehungsanteil. Man merkt relativ schnell, ob Teams nur noch funktional kommunizieren oder ob es noch echte Gespräche gibt. Wie reden die Menschen miteinander? Gibt es Austausch außerhalb rein sachlicher Themen? Bringen sie sich in Meetings ein? Oft erkennt man Spannungen schon an Klei-
Sache voneinander zu trennen. Das klingt simpel, ist allerdings unglaublich schwer. Statt zu sagen „Der ist schwierig“, müsste die Frage eigentlich lauten „Worum geht es inhaltlich?“ Viele Konflikte eskalieren, weil Menschen persönliche Kränkungen mit Sachthemen vermischen. Hat man gelernt, diese beiden Ebenen zu trennen, kommt man oft sehr schnell zum eigentlichen Kern. Wichtig ist, die Haltung und Konflikte zuzulassen und sie nicht zu vermeiden. In der Regel gehen die nicht von allein wieder weg und es ist die Aufgabe der Führungskraft, sie zu lösen. „Das regelt ihr schon untereinander“, funktioniert nicht. Und ganz ehrlich: Wenn Mitarbeiter mit einem Konflikt zu einer Führungskraft kommen, dann haben sie meist schon versucht, ihn selbst zu lösen.
Führungskräfte sollen heute empathisch, klar, motivierend, resilient und gleichzeitig effizient sein. Ist modernes Leadership manchmal überfordernd
und hat sich Führung verändert? Die Erwartungshaltung an Führung hat sich massiv verändert, die Führung selbst oft nicht. Viele Menschen werden aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz zu Führungskräften gemacht, ohne darauf vorbereitet zu sein. Gleichzeitig erwarten vor allem jüngere Mitarbeiter*innen heute Orientierung, Entwicklungsmöglichkeiten und eine klare Kommunikation. Auch wenn es oft anders scheint: Ich denke, gerade jungen Menschen ist eine gewisse Struktur wichtig. Sie möchten wissen, wo es langgeht, was sie erwartet und wie sie sich weiterentwickeln können. Wenn sie das nicht sehen, fragen sie sich, wozu sie überhaupt da sind. Und sie haben völlig recht damit. Große Unternehmen investieren stärker in Führungskräftentwicklung, kleinere Unternehmen tun sich schwerer damit, allein deshalb, weil die Ressourcen dafür fehlen. Dort passiert Führung eher nebenher, doch Führen ist eine Aufgabe an sich.
Einer Ihrer Schwerpunkte liegt in nachhaltiger Führung. Was verstehen Sie darunter? Nachhaltige Führung bedeutet für mich, ein Unternehmen als soziales System zu sehen. Mitarbeiter*innen sind nicht einfach Ressourcen, sondern Menschen mit Potenzialen und Bedürfnissen. Wenn ich Mitarbeiter*innen weiterbringe, bringe ich automatisch auch mein Unternehmen weiter. Wertschätzung bedeutet dabei nicht nur Bonuszahlungen oder Jubiläumsfeiern. Echte Wertschätzung zeigt sich im Verhalten. Höre ich zu? Nehme ich Ideen ernst? Interessiere ich mich für Menschen oder spreche ich erst mit ihnen, wenn Probleme eskalieren? Nachhaltig ist Führung dann, wenn Menschen langfristig bleiben wollen und nicht nur so lange, bis sich eine andere Gelegenheit ergibt. Wenn man all diese Themen zusammennimmt – Entwicklung, Kommunikation, Führung: Unterschätzen viele Menschen letztlich ihren eigenen Einfluss darauf, was sie verändern können? Ja, absolut. Viele fühlen sich Situationen ausgeliefert, weil ihnen die Handlungsoptionen fehlen. Natürlich kann man nicht die ganze Welt verändern, aber ich kann beeinflussen, wie ich in meinem eigenen Umfeld handle, privat genauso wie beruflich. Wir sind nicht hilflos und niemandem ausgeliefert. Oft beginnt Veränderung damit, dass man erkennt, man kann etwas tun. www.werkstattwort.com
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© FRED EINKEMMER
eco.mmentar
VISION ALS ENTSCHEIDUNGSARCHITEKTUR Warum Orientierung zur strategischen Führungsaufgabe wird. 138
U
nternehmerische Herausforderungen sind VON ANDREA MADDALUNO heute selten eindeutig. Märkte verändern sich, Geschäftsmodelle stehen unter Anpassungsdruck, Verantwortung verteilt sich auf mehrere Ebenen und Generationen. Viele Unternehmen verfügen über hohe fachliche Kompetenz, engagierte Mitarbeiter*innen und tragfähige Strukturen – und stehen dennoch vor der gleichen Frage: Wie können Entscheidungen unter zunehmender Komplexität tragfähig getroffen werden? In diesem Kontext gewinnt ein Begriff an Bedeutung, der häufig missverstanden wird: Vision. Vision wird oft mit Leitbildern, Kommunikationsmaßnahmen oder idealisierten Zukunftsbildern gleichgesetzt. In der unternehmerischen Praxis erfüllt sie jedoch eine andere, deutlich zentralere Funktion. Vision ist kein Idealbild. Sie ist ein Orientierungsrahmen für Entscheidungen. Sie strukturiert Wahrnehmung, priorisiert Handlungsoptionen und schafft Kohärenz zwischen Strategie, Organisation und Führung. Gerade in etablierten Unternehmen und größeren Familienbetrieben ist Vision selten explizit formuliert. Sie ist gewachsen – aus der Geschichte des Unternehmens, aus der Haltung der Eigentümer*innen, aus Entscheidungen über viele Jahre hinweg. Diese implizite Vision hat lange getragen. Doch in Phasen von Wachstum, Internationalisierung, Nachfolge oder strategischer Neuausrichtung stößt sie an Grenzen: Wenn Orientierung fehlt, werden Entscheidungen schwerer. Entscheidungen werden dann nicht falsch – aber schwerer. Unterschiedliche Führungsebenen interpretieren Prioritäten unterschiedlich. Strategische Diskussionen verlaufen zäh. Verantwortung konzentriert sich auf wenige Personen.
Die Belastung entsteht weniger durch operative Komplexität als durch fehlende gemeinsame Orientierung.
Vision wirkt dort, wo sie bewusst gemacht wird. Sie beantwortet grundlegende Fragen: • Wofür übernimmt dieses Unternehmen Verantwortung – jenseits von Produkten und Märkten? • Welche Entscheidungen sind damit vereinbar – und welche nicht? • Was soll auch unter veränderten Rahmenbedingungen Bestand haben?
In dieser Funktion wird Vision zu einer Art Entscheidungsarchitektur. Sie ersetzt keine Analyse – aber sie gibt ihr Richtung. Sie vereinfacht nicht die Realität – aber sie reduziert Beliebigkeit. Und vor allem: Sie entlastet Führung. Denn nicht jede Entscheidung muss neu begründet werden. In der Praxis zeigt sich das besonders deutlich bei strategischen Investitionsentscheidungen: In einem mittelgroßen Familienunternehmen führten unterschiedliche Vorstellungen über Wachstum und Risiko dazu, dass Entscheidungen immer wieder vertagt wurden. Erst als die unternehmerische Vision bewusst geklärt wurde – insbesondere die Frage, welche Verantwortung das Unternehmen langfristig tragen will –, konnten Optionen eingeordnet und priorisiert werden. Die Entscheidung selbst wurde dadurch nicht einfacher, aber: nachvollziehbarer und tragfähiger. Strategie braucht Richtung, nicht nur Analyse. Auf dieser Grundlage entsteht Strategie. Strategie ist nicht die Summe von Maßnahmen, sondern die bewusste Auswahl eines Weges. Sie beschreibt, wie eine Vision unter konkreten Markt-
VISION GIBT RICHTUNG. S T R AT E G I E Ü B E R S E T Z T S I E . STRU KT U R TR ÄGT S I E . IN ZEITEN HOHER UNSICHERHEIT IST DIESE KLARHEIT KEINE
IN BAU – FERTIGSTELLUNG ENDE 2027
OPTION – SONDERN EINE ZE NTR A LE FÜ H RU NG SAU FGA B E .
bedingungen umgesetzt wird – und ebenso, welche Optionen bewusst ausgeschlossen werden. Ohne Vision bleibt Strategie technokratisch und austauschbar. Mit Vision wird sie konsistent, nachvollziehbar und anschlussfähig. Gerade für KMU und Familienunternehmen ist diese Klarheit zentral. Je größer die Organisation, desto höher der Bedarf an gemeinsamer Orientierung. Hier zeigt sich die Rolle von Struktur. Organisation wird häufig mit Effizienz, Prozessen oder Kontrolle assoziiert. In ihrer eigentlichen Funktion dient Struktur jedoch einem anderen Zweck: Sie trägt Vision im Alltag. Sie übersetzt strategische Orientierung in Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten und Prioritäten. Gute Struktur stabilisiert, ohne zu erstarren. Sie schafft Verlässlichkeit, ohne Flexibilität zu verhindern.
ENTLASTUNG DURCH KLARE VERANTWORTLICHKEITEN
In wachsenden Unternehmen bleibt Verantwortung häufig informell bei der Geschäftsführung, obwohl operative Entscheidungen längst delegiert werden müssten. Die Folge: Rückfragen, Unsicherheit, Überlastung. Dort, wo Vision als gemeinsamer Orientierungsrahmen definiert und in klare Verantwortlichkeiten übersetzt wird, berichten Führungskräfte von spürbarer Entlastung – nicht durch weniger Aufgaben, sondern durch klarere Zuständigkeiten. Besonders deutlich wird diese Dynamik in Familienunternehmen mit mehreren Generationen. Vision ist hier oft eng mit der Gründerpersönlichkeit oder der Unternehmerfamilie verbunden – und gleichzeitig selten klar ausgesprochen. In Übergangs- oder Nachfolgephasen treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Struktur wird dann entweder vermieden – aus Sorge vor Starrheit – oder überbetont, um Sicherheit zu schaffen. Beides kann Beziehungen ebenso wie das Unternehmen belasten. Eine bewusst geklärte Vision schafft nicht nur unternehmerische Orientierung, sondern auch Transparenz im Miteinander. Sie macht Entscheidungen nachvollziehbar und entlastet Führung, weil Verantwortung klar verortet ist. Struktur wird so zum stabilisierenden Element – nicht zum Kontrollinstrument. Unternehmerische Entlastung entsteht in diesem Verständnis nicht durch weniger Verantwortung, sondern durch klar getragene Verantwortung.
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ZUR PERSON
Andrea Maddaluno ist Unternehmensberaterin und begleitet KMU und Familienunternehmen in Phasen erhöhter Komplexität. Ihr Fokus liegt auf strategischer Orientierung, klaren Strukturen und tragfähigen Entscheidungsprozessen – insbesondere in Übergabe- und Nachfolgesituationen.
Ihr Kontakt: Nicole Bletzacher +43 664 8247117| nicole.bletzacher@zima.at | zima.at
eco.mmentar
KI IM RECRUITING Klarer Wettbewerbsvorteil, aber der Mensch bleibt unverzichtbar. V O N : H E R M A N N PAV E L K A - D E N K
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er an künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag denkt, hat meist automatische E-Mails, Chatbots oder schnell erstellte Präsentationen im Kopf. Dass wir uns sofort etwas darunter vorstellen können, zeigt: KI hat in unserer Arbeitswelt Fuß gefasst. Trotzdem zeigen aktuelle Zahlen einer McKinsey-Studie, dass aktuell nur etwa 20 Prozent der Human-Resources (HR)-Prozesse KI-gestützt sind. Von vollständiger Integration im Unternehmen kann also noch lange nicht die Rede sein. Ausgerechnet in einem Bereich, in dem Fehlentscheidungen besonders teuer werden können, wird ihr Potenzial nämlich noch viel zu selten genutzt: bei der Auswahl von Führungskräften. Die passende Wahl der Führungskraft ist einer der entscheidendsten Faktoren für den Unternehmenserfolg. Studien zeigen seit Jahren, dass Mitarbeitende ein Unternehmen oft nicht wegen der Aufgaben oder des Gehalts verlassen, sondern wegen schlechter Führung. Und Nachbesetzungen sind enorm zeit- und kostenintensiv. Umgekehrt können gute Führungskräfte Motivation, Leistung und Bindung erheblich steigern. Trotzdem werden viele Führungspositionen anhand von Bauchgefühl, erstem Eindruck oder gar Vitamin B getroffen. All das hat zwar in Maßen vielleicht seine Daseinsberechtigung, problematisch wird es aber, wenn sie die alleinige Grundlage bilden. Denn oftmals stellen wir fest, dass Menschen gerne jemanden einstellen, der ihnen sympathisch oder ähnlich ist, oder nach subjektiven Kriterien beurteilen, die oft nicht dem entsprechend, was für das Unternehmen passend wäre. Genau hier kann künstliche Intelligenz eine Kursänderung bewirken. Die Vorstellung, dass künftig KI-Modelle über Besetzungen entscheiden, sorgt bei vielen dann doch für Unbehagen. Doch das entspricht nicht der Realität, denn: KI-Systeme in der HR sind nicht dazu da, menschliche Erfahrung zu ersetzen, sondern sie bei Aufgaben zu unterstützen. Richtig
eingesetzt, agiert KI im Recruiting als rationaler Sparringpartner. Konkret heißt das: Sie analysiert und strukturiert Daten, erkennt Muster und schafft eine Vergleichsbasis. Die Entscheidung bleibt jedoch beim Menschen. Genau diese Kombination wird künftig über die Qualität von Personalentscheidungen bestimmen.
KI KANN MEHR, ALS LEBENSLÄUFE SCANNEN
Viele Unternehmen haben dieses Potenzial zwar erkannt, nutzen KI im Recruiting allerdings oft nur für das Filtern von Lebensläufen, Terminvereinbarungen oder zum Beantworten von E-Mails. Dabei liegt die Stärke von KI dort, wo große Datenmengen ausgewertet werden müssen. Und jede Bewerbung enthält Unmengen von Daten. Neben den fachlichen Qualifikationen spielen auch Persönlichkeit, Kommunikations- und Führungsstil eine Rolle und ob die Person in die Unternehmenskultur passt. Bei einer Masse an Bewerbungen stößt der Mensch schnell an seine Grenzen. KI kann genau diese riesigen Datenmengen für uns analysieren und strukturieren. Sie kann auch Gespräche dokumentieren, Inhalte auswerten und daraus unter anderem Stärkenprofile erstellen. Dabei geht es nicht darum, Menschen auf Kennzahlen zu reduzieren, sondern darum, Informationen systematisch zu erfassen und vergleichbar zu machen. Stärkenprofile können beispielsweise sichtbar machen, wie stark bestimmte Kompetenzen bei einer Person ausgeprägt sind. Wie klar kommuniziert jemand? Wie entscheidungsfreudig ist eine Person? Wie geht sie mit Verantwortung um? Diese Insights sind besonders wertvoll, wenn sie mit konkreten Anforderungen einer Position abgeglichen werden. Denn die ideale Universal-Führungskraft gibt es nicht. Was in einem Unternehmen als Stärke gilt, kann woanders irrelevant sein. Genau hier sitzt der größte Vorteil von KI-gestützten Personalstrategien: Sie schaffen eine objektivere Grundlage für
eco.mmentar
D I E PA S S E N D E WA H L D E R F Ü H R U N G S K R A F T I S T E I N E R D E R E N T S C H E I D E N D S T E N FA K TO R E N F Ü R D E N U NTE R N E HME N SE R FOLG . STU DI E N ZE IG E N SE IT JA H R E N , D A S S M I TA R B E I T E N D E E I N U N T E R N E H M E N O F T N I C H T W E G E N D E R A U F G A B E N O D E R D E S G E H A LT S V E R L A S S E N , SONDERN WEGEN SCHLECHTER FÜHRUNG.
Entscheidungen, die zum jeweiligen Unternehmen passen. Der Mensch ist dabei nicht überflüssig, die KI ermöglicht nur eine differenziertere Bewertung der Daten. Das Prinzip „Human in the Loop“ ist über den gesamten Bewerbungsprozess essenziell. Die KI analysiert, strukturiert und liefert Erkenntnisse. Die Interpretation, Einordnung und finale Entscheidung liegen weiterhin beim Menschen.
FAIR ODER UNFAIR? EINE FRAGE DER BASIS
Besonders relevant ist auch die Frage: Kann KI tatsächlich fairer entscheiden? Maschinen haben keine Gefühle, keine Sympathien und keine Vorurteile (wenn sie richtig voreingestellt sind). Sie bewerten Daten nach den eingegebenen Kriterien. Aber sind sie deshalb fairer? Die Frage ist komplex, aber recht einfach zu beantworten: Menschen haben einen sogenannten „Unconscious Bias“. Das sind unbewusste Denkmuster und Vorurteile, die ihre Entscheidungen beeinflussen können. KI hilft dabei, diese unbewussten Vorurteile zu reduzieren. Sie bewertet anhand standardisierter Parameter alle Bewerber*innen nach den gleichen Kriterien, wodurch auch die Fairness steigt. Damit hilft KI bei einer der größten Herausforderungen im Recruiting: weniger Bauchgefühl, mehr objektive, datenbasierte Entscheidungen. Ein kleiner Denkanstoß: Wären wir Recruitingprozesse gewohnt, in denen immer eine KI entscheidet, wäre der Aufschrei groß, wenn plötzlich Menschen mit „all ihren Emotionen und persönlichen Erfahrungen“ entscheiden würden. Allerdings sind Algorithmen nicht automatisch diskriminierungsfrei. Auch sie können verzerrte Ergebnisse liefern, denn eine KI ist immer nur so gut wie die Daten, mit denen sie arbeitet. Deshalb ist die Qualität der Datengrundlage entscheidend für das Ergebnis. Unternehmen müssen klar definieren, welche Kompetenzen und Persönlichkeiten tatsächlich relevant sind. Erst wenn Anforderungen präzise beschrieben werden, kann KI sie sinnvoll analysieren und bewerten. Ebenso wichtig ist die KI-Technologie selbst. Wir sprechen in der HR nicht von frei zugänglichen KI-Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity, sondern von geschlossenen KI-Systemen, die nicht auf Informationen aus dem Internet zugreifen. Professionelle KI-Lösungen sollten immer mit klar definierten Daten, fairen Kriterien und wissenschaftlich fundierten Modellen arbeiten und regelmäßig geprüft werden.
VERMEINTLICH HOHE KOSTEN ALS HÜRDE
Viele scheuen sich vor vermeintlich hohen Kosten. Dabei entstehen im Vergleich zu klassischen Strategien bei einer
KI-gestützten Methode nicht automatisch höhere, sondern oft sogar niedrigere Kosten, da besonders zeit- und ressourcenintensive Aufgaben „ausgelagert“ werden. Egal ob beim internen HR-Team oder bei externen Berater*innen. Die größten Kosten entstehen in der HR meist durch Fehlbesetzungen. Wenn der KI-Einsatz die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen reduziert, entstehen langfristig wirtschaftliche Vorteile. Gleichzeitig gewinnen Recruiter*innen mehr Zeit für persönliche Gespräche, strategische Analysen und die Begleitung von Kandidat*innen. Mit dem Einsatz moderner KI-Systeme können sich Personaler*innen während Gesprächen rein auf die Unterhaltung konzentrieren. Den Rest, wie Dokumentieren, Transkribieren und Analysieren, übernimmt die KI. Aussagen können so später überprüft, nachgeschlagen und Qualifikationen gezielt ausgewertet werden. Das reduziert Missverständnisse, vage Erinnerungen und verhindert, dass Informationen verloren gehen. Die Zukunft des Recruitings ist deshalb weder rein menschlich noch vollständig automatisiert. Erfolgreiche Unternehmen werden jene sein, die die jeweiligen Stärken beider Seiten intelligent miteinander verbinden. Künstliche Intelligenz liefert Struktur, Analyse und Vergleichbarkeit. Menschen bringen Erfahrung, Kontext und Verantwortung ein. Wer KI lediglich als Werkzeug zur Effizienzsteigerung betrachtet, denkt zu kurz. Ihr größter Wert liegt nicht darin, Prozesse schneller zu machen, sondern Entscheidungen besser. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und steigendem Wettbewerbsdruck ist das ein klarer Wettbewerbsvorteil. Am Ende entscheidet nicht die richtige Technologie über den Unternehmenserfolg, sondern die Menschen, die hier arbeiten. KI kann dabei helfen, die richtigen zu finden. Die Verantwortung für die richtige Entscheidung bleibt jedoch weiterhin dort, wo sie hingehört: beim Menschen.
ZUR PERSON
Hermann Pavelka-Denk berät seit 14 Jahren klein- und mittelständische sowie internationale Unternehmen wie Strabag und BELIMO. Er wurde mehrfach ausgezeichnet und spricht regelmäßig bei HR-Formaten. 2012 gründete er seine Personal- und Unternehmensberatung. Das Leistungsportfolio umfasst datenbasierte Leadership-Diagnostik, KI-gestützte Talentidentifizierung und Matching-Intelligenz, Beratung für Recruiting-Strategie, Talent-Acquisition und HR-Entwicklung sowie strukturierte Executive-Search-Methoden und exklusive Netzwerke im gesamten DACH-Raum. www.pavelka-denk.at
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Die klügere Arche Noah
Seit 1. Jänner 2018 ist André Stadler Direktor des Innsbrucker Alpenzoos. Wir haben mit ihm über die Bedeutung von Zoos im Allgemeinen und des Alpenzoos im Speziellen gesprochen, über Artenschutz, wirtschaftliche Verantwortung und Führung auf Vertrauensbasis. Und warum er gerne in Tirol bleiben möchte. INTERVIEW: MARINA BERNARDI
enschen mögen Zoos. Zumindest der Großteil. Und die Tiroler*innen mögen ihren Alpenzoo. Touristen übrigens auch. Das Verhältnis zwischen Einheimischen und Gästen unter den Besucher*innen liegt bei etwa 50:50, rechnet Direktor André Stadler: „Wir sind eines der bedeutendsten touristischen Ziele in Tirol, gleich hinter den Kristallwelten und der Nordkette, gleichzeitig sind wir der Zoo der Tiroler.“ Was viele nicht wissen: Der Alpenzoo ist nicht nur der unsrige, er ist ein Global Player, einer der führenden Zoos der Welt. Dabei mag André Stadler den Begriff gar nicht so gerne, sondern spricht lieber von wissenschaftlich geführten, modernen zoologischen Gärten, weil der Terminus „Zoo“ an sich nicht geschützt ist. Jeder, der einem Publikum drei Wildtierarten für sieben Tage zugänglich macht, kann sich so nennen. Theoretisch auch das Aquarium beim Chinesen. Zoos, also die wahren, haben sich vier Hauptaufgaben verschrieben: dem Arterhalt, der Bildung,
der Forschung und der Erholung. Und sie erfüllen damit, so Stadler, eine klare gesellschaftliche Funktion. Während die Welt zunehmend urbanisiert und sich der Mensch zusehends von der Natur entfernt, werden Orte, an denen echte Begegnungen mit Tieren stattfinden, immer wichtiger. Nicht also bloße Schau, sondern als Plattform für so genannte „Conservation Education“, also Naturschutzbildung. „Es geht nicht darum, den Menschen die Tiere einfach nur zu zeigen und die wichtigsten Fakten dazu zu erzählen. Die kann man auch auf Google nachlesen.
„Ich klinge nicht so, aber ich fühle mich wie ein Tiroler. Und wenn mich die Tiroler nicht fortjagen, will ich hierbleiben.“ A NDR É S TA DL E R
© ANDREAS FRIEDLE
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Es geht darum, bewusst zu machen, warum es sich lohnt, den Steinbock zu retten, warum der Bartgeier wichtig ist, warum sich eines unserer Artenschutzprojekte mit der Wühlmaus beschäftigt. Unser Ziel ist es, dass die Besucher*innen ein bisschen klüger wieder nach Hause gehen, als sie in den Alpenzoo gekommen sind. Und im besten Fall werden sie selbst zu Artenschützer*innen.“ ECO.NOVA: Welche Bedeutung haben Zoos
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heute und welche werden sie in Hinblick auf Klimawandel und Artensterben in der Zukunft haben? ANDRÉ STADLER: Aufbauend auf ihre klaren Aufgaben – Artenschutz, Bildung, Forschung und Erholung – haben Zoos eine sehr hohe Bedeutung, die in Zukunft noch stärker werden wird. Vielen Tieren, Pflanzen und Organismen geht es nicht gut und die Herausforderungen verschärfen sich. Klimawandel, Pestizide, Überjagung, Lebensraumveränderungen. Arten sterben immer wieder aus, das gehört zur Evolution, aber das Tempo ist aufgrund menschengemachter Probleme einfach zu hoch. Zoos werden deshalb wichtiger, weil wir eine so genannte Reservepopulation aufbauen, eine Art moderne Arche Noah. Allerdings ein bisschen cleverer als Noah, der von einer Rasse nur je ein Männchen und Weibchen mitgenommen hat. Wir arbeiten mit genetischer Vielfalt und langfristigen Strategien mit dem Ziel, Tiere entsprechend wieder auszusiedeln. Aktuell wildert der Alpenzoo etwa fünf bis acht Tierarten pro Jahr aus, mein Ziel ist es, diese Zahl bis 2030 auf 15 bis 20 zu erhöhen. Der Alpenzoo ist dabei übrigens weltweit führend: Wir sind seit vergangenem Jahr Mitglied der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources). Damit zählt der Zoo zu einem der wichtigsten internationalen Netzwerke im Natur- und Artenschutz. Unter anderem ist dieses verantwortlich für die Rote Liste der bedrohten Arten. Ganz konkret steht bei uns aktuell die Bayrische Kurzohrmaus im Fokus, die viele Jahre lang als verschollen oder lokal ausgestorben gelistet war. Generell arbeiten wir als Alpenzoo sowohl ex situ, also im Zoo selbst, als auch in situ direkt im Lebensraum der Tiere. Diese Kombination macht modernen Artenschutz aus.
„Wir haben die häufigen Tierarten genauso lieb wie die seltenen, aber die häufigen brauchen ein kleines bisschen weniger unsere Hilfe, als die anderen sie gerade brauchen.“
Wie wird entschieden, welche Tiere in den Fokus rücken? Wir orientieren uns stark an der Gefährdung. Arten, die auf der Roten Liste ganz rechts stehen, sind besonders bedroht und brauchen vermehrt unsere Unterstützung. Was nicht heißt, dass wir die häufigen Arten nicht genauso brauchen. An ihnen können wir lernen und betrachtet man die Veränderungen in der Natur, muss vielleicht auch für sie eines Tages die Arche Noah losfahren. Welche Tiere im Alpenzoo gehalten werden, richtet sich nach dem sogenannten Collection Plan, im Zuge dessen Kurator*innen entscheiden, warum wir welche Tiere halten.
Ist den Tiroler*innen bewusst, welchen Schatz sie mit dem Alpenzoo quasi direkt vor der Haustür haben? Jein. Der Alpenzoo ist im Bewusstsein der Bevölkerung sehr positiv behaftet. Wir hatten letztes Jahr die zweitbeste Besucherzahl überhaupt. Viele kommen allerdings wegen der Säule „Erholung“. Und das ist auch völlig legitim. Sie wollen einen schönen Tag haben, Kaffee
trinken, Tiere gucken. Meine Aufgabe ist es, den Besucher*innen nebenher etwas mitzugeben. Wenn sie rausgehen und denken: Stimmt, ich könnte ja auch etwas für den Artenschutz tun, dann haben wir viel richtig gemacht. Klar ist auch, das schaffen wir nicht bei jedem. Deshalb bauen wir laufend neue Formate wie den Artenschutzpavillon mit Wasserspielplatz. Während die Kinder spielen, erzählen wir den Eltern unsere Geschichten. Das ist der Trick. Außerdem haben wir einen Podcast, mit dem wir in kurzen oder etwas längeren Episoden Einblick in unsere Welt geben.
Woher kommt Ihre eigene Leidenschaft für Zoos? Ich erzähle immer gerne die Geschichte von Bernhard Grzimek. Ich war ein kleines Kind, hab Professor Grzimek im Fernsehen gesehen und meine Mutter gefragt, was der denn macht. Sie sagte, er sei ein Zoodirektor. Da war für mich klar: Das will ich auch werden. Ich habe dann ziemlich konsequent darauf hingearbeitet, Biologie studiert, promoviert, immer mit Bezug zu Zoos. Ich habe meine erste Assistentenstelle bekommen und so fort. Als die Stelle im Alpenzoo europaweit ausgeschrieben wurde, habe ich mich beworben. Seit 2018 bin ich nun hier und wenn mich die Tiroler*innen weiter haben wollen, bleibe ich gerne. Ich habe mich bewusst hierhin beworben. Die Lebensqualität in Tirol ist unglaublich hoch und ich habe einen fantastischen Zoo mit einem fantastischen Team. Die Frage nach einem Lieblingstier erübrigt sich bei einem Zoodirektor vermutlich? Ich habe dauernd neue Lieblingstiere. Im Grunde sind es immer jene, mit denen ich mich gerade beschäftige. Ich kann mich für viele Tierarten sehr begeistern, aber die ehrliche Antwort ist: mein Hund. Der ist das einzige Lebewesen, das sich immer freut, mich zu sehen.
Wie finanziert sich der Alpenzoo? Wir sind ein gemeinnütziger Verein mit einer Eigendeckungsquote von rund 91 Prozent. Den Rest decken projektbezogene Subventionen von Stadt und Land, für die ich sehr dankbar bin. Zudem haben wir den Förderverein „Freunde des Alpenzoos“. Es gibt viele Menschen, die sich zum Alpenzoo bekennen. Das macht mich stolz und ist auch einer der Erfolgsfaktoren.
© ANDREAS FRIEDLE
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Woran lässt sich der Erfolg eines Zoos messen? Natürlich hat Erfolg mit Wirtschaftlichkeit zu tun. Im Jahr kommen rund 310.000 Menschen in den Alpenzoo und mit den Besuchen entstehen zusätzliche Effekte: Nächtigungen in Hotels, Konsum in der Gastronomie, Frequenz im Handel. Der Zoo wirkt nicht isoliert, er strahlt in die Stadt und darüber hinaus. Es gibt Menschen, die kommen tatsächlich wegen des Zoos nach Innsbruck. Der Alpenzoo ist also kein Zusatz zum Tourismus, sondern ein Argument. Eine kürzliche Analyse hat gezeigt: Durch den laufenden Betrieb entsteht allein in Tirol eine Wertschöpfung von 23,6 Millionen Euro, österreichweit sind es über 33 Millionen. Zählt man das Konsumverhalten der Tagesgäste hinzu, ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Wirkung von rund 46 Millionen Euro. Der Alpenzoo selbst beschäftigt 45 Mitarbeiter*innen, gleichzeitig sichern wir rund 280 Arbeitsplätze in Tirol und mehr als 400 in ganz Österreich. Das ist schon ziemlich cool. Sie sind seit 2018 Direktor im Alpenzoo. Wir würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben? Sehr vertrauensbasiert. Es gibt ein konkretes Ziel, ich gebe Leitplanken vor, innerhalb derer die Mitarbeiter*innen frei entscheiden können, und wenn sie meine Hilfe brauchen, bin ich da. Sie haben jederzeit meinen Rückhalt. Ich bin davon überzeugt, dass Menschen besser arbeiten, wenn sie Verantwortung übernehmen dürfen, und ich vertraue jedem Mitarbeiter ab Tag eins zu 100 Prozent, sonst hätte ich ihn nicht eingestellt. Da gucken viele erst mal verdutzt. Führung muss eigentlich langweilig werden. Das Unternehmen muss auch ohne mich funktionieren. Gleichzeitig ist mir der regelmäßige Austausch wichtig. Jeden Morgen sieht mich jeder Mitarbeiter, einmal die Woche gibt es einen Jourfixe, damit ich Smalltalk-fähig bleibe, wie ich es nenne. Ich möchte über jeden meiner Mitarbeiter*innen mindestens einen privaten Satz sagen können. Das braucht natürlich klare Strukturen und es muss einen Entscheider geben, Anarchie funktioniert auch nicht. Mitarbeiter*innen wollen auch ein Stück weit geführt werden, sie müssen wissen, wo die Reise hingeht, aber innerhalb dieser Strukturen sollen sich die Leute entfalten können. Das setzt auch eine gute Gesprächskultur voraus. Meine Mitarbei-
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ZUR PERSON
André Stadler ist Diplom-Biologe und seit 2018 Direktor des Alpenzoos. Der 47-jährige Deutsche setzte sich dabei gegen 26 internationale Bewerber*innen durch. Er ist in Wuppertal geboren, studierte in Bochum und war von 2007 bis 2017 Kurator im Zoo Wuppertal. Unter anderem ist Stadler aktuell Mitglied im Beirat für Tiergartenbiologie, Zoologie und Ökologie der Schönbrunner Tiergarten-Gesellschaft, EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) Chair of the Technical & Assistance Komitees und EAZA Felid Tag Vice-Chair sowie Vorstandsmitglied im VdZ (Verband der Zoologischen Gärten). Er hat einen Sitz im Council der WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) als Vertreter für Europa und Vorderasien, seit Juni 2023 ist er im Tierschutzrat der Republik Österreich. Selbst hat er – ganz klassisch – einen Hund.
ter*innen sollen wissen, dass sie jederzeit zu mir kommen können, auch und vor allem, wenn Fehler passieren. Nur wer nicht arbeitet, macht keine Fehler.
Welche Projekte stehen im Alpenzoo in naher Zukunft an? Wir haben noch einen ganzen Haufen an Projekten vor. Ich möchte das Arten- und Naturschutzzentrum immer weiter ausbauen und noch mehr bedrohte Tierarten retten. Ich will mehr Erlebnisse für die Besucher*innen schaffen. Dafür gibt es einen klaren Entwicklungsplan, den ich allerdings nicht nach außen kommuniziere, weil sich die Dinge oft schneller ändern, als man schauen kann. Unterm Strich ist mir wichtig zu sagen: Das Glas ist halb voll! Im Artenschutz wurde viel zu lange schwarzgemalt. Natürlich haben wir Probleme, wir haben aber auch Lösungen. Auf diesem Erdball leben rund 8,3 Milliarden Menschen. Wenn jeder ein bisschen was tut, dann bekommen wir das Ruder auch herumgerissen. Deshalb freue ich mich, wenn ganz viele Menschen zu Artenschützern werden. Das ist unsere Aufgabe.
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VO N L E I C H T E N L U N G E N Ö D E M E N UND SCHWEREN E N T S C H E I DUNGEN 146
Kurt Matzler ist Professor für strategisches Management an der Universität Innsbruck. In seiner Freizeit geht er noch einer anderen sitzenden Tätigkeit nach: Matzler ist Ultracycling-Weltmeister und mehrfacher Solo-Finisher des Race Across America (RAAM), das zu den härtesten Radrennen der Welt gehört. INTERVIEW & FOTOS: MARIAN KRÖLL
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„ DIE ZIELLINIE IST NICHT DER ALLEINIGE FOKUS. E S I S T D I E M O N AT E L A N G E V O R B E R E I T U N G , W O E S G R O S S E L E I D E N S C H A F T B R A U C H T. “
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urt Matzler hat die Ereignisse seines letzten RAAM-Antritts in Buchform gegossen: „Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!“ Wir hätten ihn fragen können, was man daraus für die Welt der Unternehmensführung lernen kann und was Management und Extremsport gemeinsam haben und dergleichen nicht unspannende, aber zigfach wiederholte Thesen. Haben wir nicht. Stattdessen sind wir dorthin gegangen, wo es– so wie im Radsport und im echten Leben – auch einmal richtig weh tun kann. ECO.NOVA: Als Wissenschaftler liegt noch
eine jahrzehntelange Karriere vor Ihnen, für den Extremsportler Kurt Matzler tickt die Uhr dagegen schneller. Wie wollen Sie als Adrenalinjunkie Ihre weitere Karriere gestalten? KURT MATZLER: Ultracycling kann man bis ins hohe Alter machen. Der Franzose Dominique Briand hat vergangenes Jahr mit 72 das RAAM gefinished. Geistert der als Vorbild in Ihrem Kopf herum? Nein. Ich plane von Jahr zu Jahr und absolviere meistens nur ein Rennen. Ich bin kein Profi, muss nicht mehr machen und tue folglich, wozu ich Lust habe. Bei mir steht das Erlebnis im Vordergrund und weniger das Ergebnis.
Wenn man in Ihrem Buch von den Qualen und Strapazen liest, die Sie auf sich genommen haben, dürften Sie vermutlich eine andere Definition von Spaß haben als die meisten anderen Menschen? Auch das ist relativ. Ich habe jahrelang dafür trainiert. Natürlich gehe ich an meine Grenzen – und die sind wahrscheinlich weiter als die Grenzen anderer Hobbysportler. Es stellt sich die Frage: Warum macht man so etwas Extremes überhaupt?
Warum? Der Psychologe Mihály Csikszentmihalyi hat es in seinem Flow-Konstrukt auf den Punkt gebracht: Die schönsten Momente in unserem Leben haben wir in der Regel nicht in der Ruhe oder Entspannung, sondern immer dann, wenn wir psychisch oder physisch an unsere Grenzen gehen, um etwas zu erreichen, was wir uns kaum zugetraut haben. Darum geht’s eigentlich. Sind Sie also weniger Adrenalin-Junkie als jemand, der nach dem Flow sucht? Im Grunde ja. Die Ziellinie ist nicht der alleinige Fokus. Es ist die monatelange Vorbereitung, wo es große Leidenschaft braucht. Sonst verschwindet irgendwann einmal die Begeisterung für das Ziel. Der Weg ist das Ziel. Ist es tatsächlich so einfach? Ich bin wie gesagt kein Profisportler, sondern mache das aus Begeisterung, aus Leidenschaft. Erziele ich beim Rennen ein gutes Ergebnis – und Platzierungen zählen für mich nicht –, ist das das Resultat von Begeisterung und Leidenschaft für das Training und das Radfahren…
… und einer gewissen Lust an der Selbstüberwindung? Ja, es gehört dazu, die eigenen Grenzen auszuloten und zu erfahren, wozu man fähig ist. Verbunden damit ist die Erkenntnis, dass man zu weit mehr fähig ist, als man geglaubt hätte. Das ist eine interessante Erfahrung.
Zum Flow-Zustand: Haben Sie es denn schon einmal mit Yoga probiert? Ja. Ich meditiere zwar nicht übertrieben viel, wende aber Atemtechniken an, vor allem dann, wenn ich nach intensiven Trainings physisch gestresst bin und Einschlafschwierigkeiten habe. Das ist sehr wirksam.
Sie widmen Ihr Buch Ihren Söhnen. Gleichzeitig beschreiben Sie, dass Sie die Sponsion Ihres Sohnes in Madrid abgesagt haben, um das Infektionsrisi-
ko vor dem Rennen zu minimieren. Sie haben die Feier online am Pool verfolgt. Wo zieht man die Grenze zwischen absoluter Zielorientierung und der Verantwortung als Vater? Welches Signal sendet es jungen Menschen, dass ein sportliches Projekt schwerer wiegt als ein so bedeutender familiärer Meilenstein? Das sportliche Projekt war nicht wichtiger. Ich habe mich in den USA in der Wüste auf das RAAM vorbereitet. Das ist absolut notwendig, um nicht hitzebedingt in den ersten Tagen auszuscheiden. Nachdem alles fertig geplant war, hat sich herausgestellt, dass Felix’ Sponsion drei Tage vor Rennbeginn sein wird. Die Sponsion war mir so wichtig, dass ich einen Flug nach Madrid und retour für einen Tag gebucht habe. Das ist vor so einem Rennen nicht besonders günstig. Ich wollte dabei sein, habe mir aber beim Training in der Wüste eine Infektion eingefangen. Ein Langstreckenflug so kurz vor dem Rennen wäre eine enorme Belastung für meinen Körper gewesen: Aus gesundheitlichen Gründen habe ich entschieden, dass das keinen Sinn macht. Ich bin online dabei gewesen und wir haben die Sponsion entsprechend nachgefeiert. Diese Entscheidung dürfte Ihnen als Familienmensch nicht leicht gefallen sein? Das war eine sehr schwere Entscheidung, mit der ich bis zum letzten Augenblick gewartet habe. Im Nachhinein war sie richtig, weil ich sonst zum Rennauftakt sicher krank geworden wäre. Als Professor für Strategie lehren Sie Risikoabwägung und rationales Handeln. Im Rennen sind Sie trotz eines Lungenödems und massiver Atembeschwerden weitergefahren. Hätten Sie einem CEO, dessen Unternehmen – in diesem Fall Ihr Körper – kurz vor dem Totalkollaps steht, ernsthaft geraten, „einfach weiterzumachen“? Wo endet bei Ihnen die wissenschaftliche Ratio und wo beginnt
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eine Obsession, die an der Grenze zur Unverantwortlichkeit steht? Das ist der entscheidende Punkt: An der Grenze, nicht über der Grenze. Ich hatte einen Arzt im Team, der mich untersucht hat. Es war alles unter Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt am Cuchara-Pass, dem letzten Pass der Rocky Mountains, habe ich bemerkt: Mein Puls steigt, ich bringe keine Leistung mehr und habe Schwierigkeiten beim Atmen. Der Arzt hat ungefähr 100 Höhenmeter vor der Passhöhe ein leichtes Lungenödem gehört. Bei einem Lungenödem gibt es nur eine Möglichkeit: hinunter. Er hat mir für die Abfahrt grünes Licht gegeben. Im Grunde war es kein besonderes Risiko. Ich habe sowieso nach unten fahren müssen, ob auf dem Fahrrad oder im Auto. Es war unter Kontrolle. Entscheidend ist: Man sollte niemals über die Grenzen gehen, sondern an die Grenzen – und dazu muss man wissen, wo die Grenze ist. Ich habe meinem Arzt absolut vertraut. Hätte er mir dazu geraten, abzusteigen, hätte ich das natürlich getan.
ZUR PERSON
Als Professor für strategisches Management forscht und lehrt Kurt Matzler an der Universität Innsbruck. Seine eigenen Strategien testet er am liebsten auf dem Asphalt: Er ist UltracyclingWeltmeister und hat mehrfach das härteste Radrennen der Welt, das Race Across America (RAAM), erfolgreich absolviert. Wie nah Managementlehre und Extremsport beieinander liegen, beschreibt er in seinem aktuellen Buch „Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!“. Mit seinen Radrennen treibt er zudem als engagierter Fundraiser die weltweite Bekämpfung von Polio voran.
Schlagen wir die Brücke ins Wirtschaftsleben: Der Unternehmer hat keinen Arzt an der Seite, der ihn vor verantwortungslosen Handlungen bewahrt und ihm die Grenzen aufzeigt. Wie lässt sich Ihre Grenzerfahrung in eine Managementweisheit übersetzen? Auch ein Unternehmer sollte niemals einsam seine Entscheidungen treffen. Unternehmer sollten sich mit Menschen umgeben, denen sie vertrauen, und auch delegieren und Kompetenzen abgeben. Können sie das, sind sie in der gleichen Situation wie ich beim Rennen. Man sollte sich also nicht mit Yes-Men umgeben, sondern mit handlungsfähigen Menschen, die auch im Angesicht der Krise ihre Meinung offen sagen können? Genau. Menschen, die objektiv und unabhängig entscheiden und geradeheraus sagen, ob irgendetwas passt oder nicht passt. Haben Sie sich Ihr Team bewusst zusammengestellt oder sind die Mitglieder in
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„ E S G E H Ö RT DA ZU, D I E E I G E N E N G R E N ZE N AU S Z U LOT E N U N D Z U E R FA H R E N , WOZ U M A N F Ä H I G I S T. V E R B U N D E N D A M I T I S T D I E E R K E N N T N I S , DA S S M A N ZU W E I T M E H R F Ä H I G I S T, A L S M A N G E G L A U B T H ÄT T E . “
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ihre jeweiligen Rollen hineingewachsen und haben sich emanzipiert? Beides. Einige Rollen sind ganz entscheidend: Der Arzt hat die medizinische Autorität und entscheidet ohne lange Diskussionen, ob ich weiterfahren kann oder nicht. Ansonsten ist es so, dass sich das Team findet und sich Rollen – korrespondierend mit den jeweiligen Fähigkeiten der Mitglieder – herauskristallisieren. Das Team findet sich selbst. Ich nehme keinen großen Einfluss darauf, weil ich glaube, dass ein Team ohne Interventionen am besten funktioniert, wenn man die richtigen Menschen ausgewählt hat. Sie preisen die stoische Gelassenheit als Kern des Erfolgs. Doch als der Druck im Rennen zu groß wurde, haben Sie Ihr Rad voller Wut gegen einen Baum geschleudert. Sie schreiben selbst, dass Sie sich dafür geschämt haben. Zeigt dieser Moment nicht die Zerbrechlichkeit Ihrer Philosophie, wenn der Schmerz real wird? Ist der Stoizismus, den Sie lehren, vielleicht doch eher eine Philosophie, die nur funktioniert, solange alles im „grünen Bereich“ ist? Das kann man so sehen. In der letzten Etappe waren wir alle komplett am Limit. Ich vor allem körperlich mit all den Problemen, die ich gehabt habe. Dann reicht oft ein kleiner Funke aus. Da ist das passiert. Stoizismus ist eine Haltung, die mein tägliches Leben prägt. In solchen Extremsituationen – mit Schmerzen, Schlafentzug und so weiter – kann man schon einmal die Kontrolle verlieren. Wichtig ist, wie man damit umgeht. In dem Moment, in dem ich das Rad an den Baum geworfen habe, habe ich schon gewusst: Das war falsch, weil es meinem Prinzip der Gelassenheit widerspricht. Und dann korrigiert man das sehr schnell.
Sie wirken normalerweise sehr kontrolliert und formulieren mit Bedacht. Haben Sie in diesem Moment eine neue Seite an sich entdeckt? Ja.
WENN DU IN DER HÖLLE BIST, FAHR WEITER Kurt Matzler, Egoth Verlag, 254 Seiten, EUR 31,10 Ein außergewöhnliches Buch über Höchstleistung unter Extrembedingungen – geschrieben von einem, der sie selbst erlebt hat. Kurt Matzler nimmt die Leser*innen mit auf seine Fahrt in einem der härtesten Radrennen der Welt: das Race Across America. Er erzählt von Grenzerfahrungen, die den Menschen verändern, und zeigt, wie man mit Rückschlägen umgeht, warum Aufgeben oft eine Illusion ist und wie aus Leid Erkenntnis entsteht. Doch das Buch ist weit mehr als eine spannende Geschichte aus dem Extremsport. Matzler schildert nicht nur, was geschieht, wenn der Körper nicht mehr will, sondern reflektiert, was solche Situationen lehren können. Aus persönlichem Erleben, psychologischen Einsichten und philosophischen Gedanken entsteht ein Buch über Selbstführung und Lebenshaltung – für Sportler*innen, Führungskräfte und alle Menschen, die wachsen wollen und verstehen möchten, was es heißt, weiterzugehen, wenn der Weg am schwersten ist.
Wie haben Sie diese neue Seite an sich in Ihr Selbstbild integriert? Ich war selbst überrascht, weil ich mir das eigentlich so nicht zugetraut habe. Ich bin viele, auch schwierige Rennen gefahren. Mein Team sagt über mich, dass ich selbst in den schwierigsten Situationen die Kontrolle bewahre. Hier war es einmal nicht so. Nachdem sich das nicht mit meinen Grundwerten deckt, habe ich es sofort bereut – und darüber geschrieben und gesprochen. Damit ist das bereinigt. Ihr Buchtitel „Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!“ ist ein kraftvoller Slogan. Aber wir leben in einer Zeit von Burnout und massiver psychischer Belastung in der Arbeitswelt. Geben Sie Führungskräften mit diesem Mindset nicht eine gefährliche Legitimation an die Hand, Grenzen – die eigenen wie die ihrer Mitarbeiter – dauerhaft zu ignorieren? Besteht die Gefahr, dass Ihre Lehre als Rechtfertigung für eine ungesunde Leistungskultur missbraucht wird? Genau das soll es nicht sein. Der Hintergrund des Titels ist, die größte Lektion zu beschreiben, die ich in diesem Rennen gelernt habe: Ich hatte alle erdenklichen Probleme – die Stimme verloren, ein Lungenödem, ein Zehennagel ist mir abgegangen und hat bei jedem der täglich 60.000 Tritte geschmerzt, und dann noch ein Nackenproblem (Shermer’s Neck, Anm.), nach dem ich den Kopf nicht mehr halten konnte. „Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!“ Die Lektion daraus ist, dass man niemals Entscheidungen treffen sollte, wenn man am Tiefpunkt ist. Beim RAAM gibt es den Spruch: „Never quit at night, and never quit during a breakdown.“ In solchen Situationen kann man nicht mehr klar denken. Am Tiefpunkt sollte man nichts Wichtiges entscheiden, weil man extrem negativ denkt und alles dramatisiert. Entscheide später, wenn du in einem besseren Zustand bist und auch wieder einen Blick für die positiven Seiten hast. Entscheidungen, die man in Ausnahmezuständen trifft, dauern an – die Krise geht aber vorüber. Darum geht’s.
Sie wollen Ihr Buch explizit nicht als Rechtfertigung einer ungesunden Leistungskultur missverstanden wissen? Absolut. Schon bei meinem ersten Buch „High Performance Mindset“ war ich mit der Frage nach einer etwaigen negativen Konnotation in Richtung Stress und Burnout konfrontiert. Dabei muss Erfolg jeder für sich selbst definieren. Erfolg ist subjektiv. Erfolgreich ist jemand, der die eigenen Ziele erreicht oder übertrifft. Positive, selbst gesteckte Ziele zu
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erreichen, mit denen man sich identifizieren kann, hat einen positiven Effekt. Dafür braucht es Disziplin, und das ist nichts Negatives. Disziplin heißt für mich nicht Verzicht, sondern Fokus.
Wie gehen Sie mit Ihrem inneren Kritiker um? Evolutionär bedingt ist bei uns Menschen ein Negativitätsbias angelegt: Der Säbelzahntiger beansprucht unsere Aufmerksamkeit mehr als der schöne Sonnenuntergang. Negatives schlägt Positives, und zwar im Verhältnis 1:4. Es braucht vier positive Erlebnisse, um ein negatives aufzuwiegen. Die Hälfte unserer Zeit lassen wir unseren Gedanken freien Lauf, und dabei kreist sehr viel um Negatives. Der erste Schritt zum Ausbruch aus der Negativitätsfalle besteht darin, sich ihrer bewusst zu werden. Ich mache mir negative Gedanken bewusst, erkenne sie an und – auch wenn es vielleicht esoterisch klingt – führe positive Selbstgespräche. Das wirkt. Erzählst du dir positive Dinge, veränderst du deine Wahrnehmung.
Ihr RAAM-Projekt ist eine enorme logistische Leistung: Hunderte Kilo Gepäck, High-End-Equipment und eine neunköpfige Crew, die Ihnen den Rücken freihält. Ist dieses „High Performance Mindset“ am Ende nicht ein Privileg derer, die über solche Ressourcen verfügen? Wie viel von Ihrer Botschaft lässt sich wirklich auf den Alltag einer Alleinerziehenden oder eines normalen Angestellten übertragen? Es stimmt, dieses Projekt ist eine riesige logistische Aufgabe und braucht ein großes Budget. Die Prinzipien, die ich daraus ableite, kann aber jeder Einzelne in unterschiedlichen Lebenssituationen anwenden. Das ist nicht Rocket Science. Ein Beispiel: Wer sich mit Optimisten umgibt, wird selbst einer.
Sie sind mit Ihren Projekten als Fundraiser zur Ausrottung von Polio sehr erfolgreich. Dient der karitative Zweck manchmal auch als moralische Rechtfertigung für den massiven zeitlichen und finanziellen Aufwand eines privaten Extremhobbys? Wie gehen Sie mit diesem
Spannungsfeld um? Ich habe das Privileg, meine Leidenschaft für das Radfahren mit einem wohltätigen Zweck zu verbinden. Im Grunde ist so etwas aber immer auch egoistisch, weil mir das auch etwas gibt: ein gutes Gefühl. Altruismus hat grundsätzlich auch eine egoistische Seite. So ein Projekt bekommt einen ganz anderen Stellenwert, wenn man erkennt, dass das eigene Leiden einen zusätzlichen Sinn hat und anderen hilft. Daraus schöpfen Sie Kraft? Absolut. Viktor Frankl hat geschrieben: „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ Wenn man ein Warum hat, hält man viel aus. Diese Spenden erfüllen einen höheren Zweck.
Steigen Sie beim nächsten Race Across America wieder in den Sattel? Als Hobbysportler kann man so ein Rennen nicht jedes Jahr machen, weil dafür fast der gesamte Jahresurlaub aufgewendet werden muss. Ich habe meinen Jungs versprochen, nicht mehr anzutreten. Ich würde nur fahren, wenn sie es mir explizit erlauben. Ich habe aber einige andere Projekte geplant, möchte mit einem Freund Northcape4000 fahren. Das ist allerdings mehr Abenteuerurlaub als Extremrennen.
Sie haben in Ihrem Buch elf Lektionen formuliert. Welcher Satz in diesem Buch bereitet Ihnen selbst das meiste Kopfzerbrechen, weil Sie spüren, dass Sie ihn zwar als Professor lehren, ihm aber als Mensch nicht immer gerecht werden? Ich muss mich immer wieder daran erinnern, anderen Menschen zu vertrauen, ihnen etwas zuzutrauen und Dinge abzugeben. Das lernt man beim Race Across America. Sobald du an der Startlinie stehst, gibst du alle Entscheidungen ab. Da braucht es das Vertrauen, dass dein Team die richtigen Entscheidungen trifft. Ich bin in manchen Dingen perfektionistisch, deshalb fällt es mir schwer, Aufgaben abzugeben. Wer alles selbst in die Hand nehmen muss, nimmt anderen die Möglichkeit, sich zu entwickeln.
„W E R A L L E S S E L B S T I N D I E H A N D N I M M T, N I M MT A N D E R E N D I E M Ö G L I C H K E I T, S I C H Z U E N T W I C K E L N .“
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TYROLIT
ZUKUNFTSTECHNOLOGIE MADE IN TIROL
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Mit den Tyrolit techtalks macht Tyrolit industrielle Zukunftsthemen sichtbar und zeigt, wie technologisches Wissen aus Tirol in konkrete Anwendungen, moderne Fertigung und langfristige Ausbildung übersetzt wird.
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echnologie beginnt selten mit einem großen Knall. Meist beginnt sie mit einer Frage. Etwa damit, wie neue gesetzliche Anforderungen in der industriellen Praxis umgesetzt werden können. Oder wie aus einer Entwicklung, die zunächst nach Regulierung klingt, ein technologischer Fortschritt entsteht. Die Industrie kennt diese Fragen gut. Sie muss Entwicklungen früh erkennen, einordnen und schließlich in robuste wirtschaftliche Anwendungen übersetzen. Genau an dieser Schnittstelle setzt Tyrolit mit dem neuen Format Tyrolit techtalk an. Unter dem Leitgedanken „Aus der Industrie. Für die Industrie“ schafft das Unternehmen eine Plattform für fachlichen Austausch, technologische Orientierung und anwendungsnahe Expertise. Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte allein, sondern Zusammenhänge: Was verändert sich in industriellen Märk-
ten? Welche Anforderungen entstehen daraus? Und welche Technologien braucht es, damit Innovation nicht Theorie bleibt, sondern in der Serie funktioniert?
WENN REGULIERUNG TECHNOLOGIE ANTREIBT
Der erste Tyrolit techtalk widmet sich einem Thema, das die Automobilindustrie in den kommenden Jahren wesentlich beschäftigen
TYROLIT TECHTALK
• neues redaktionelles Format von Tyrolit • Fokus auf industrielle Zukunftsthemen, Expert*innenwissen sowie konkrete Anwendungen • Ziel: technologische Entwicklungen verständlich machen und industrielle Lösungskompetenz sichtbar positionieren www.tyrolit.group/de/techtalk
wird: Euro 7. Neben klassischen Abgasemissionen rücken dabei auch Feinstaubemissionen durch Bremsabrieb stärker in den Fokus. Was auf den ersten Blick nach einem Spezialthema klingt, berührt zentrale Fragen moderner Industrie: Wie lassen sich Materialien widerstandsfähiger machen? Wie können Komponenten langlebiger werden? Und wie gelingt es, neue Standards nicht nur einzuhalten, sondern wirtschaftlich in großen Stückzahlen umzusetzen? Ein Beispiel dafür sind hartstoffbeschichtete Bremsscheiben. Sie können dazu beitragen, Bremsabrieb deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig ist ihre Herstellung und Nachbearbeitung technisch anspruchsvoll. Besonders deutlich wird diese Herausforderung beim Hochgeschwindigkeits-Lasercladding. Durch die hohe Energiedichte moderner Laserbeschichtungsverfahren verändern sich Materialeigenschaften, Mikrogefüge
TYROLIT
und Schleifbarkeit der Hartstoffbeschichtung. Was in Labor- und Testumgebungen funktioniert, muss in der Serienfertigung stabil, reproduzierbar und effizient bleiben. Genau hier kommt die Schleiftechnologie ins Spiel. Werkzeuge, Maschine und Prozessparameter müssen exakt aufeinander abgestimmt sein. Hochpräzise Diamant- und CBN-Werkzeuge, Prozessstabilität, geeignete Schnittgeschwindigkeiten und maximale Steifigkeit werden zu entscheidenden Faktoren für die wirtschaftliche Bearbeitung hartstoffbeschichteter Bremsscheiben.
WISSEN, DAS ANWENDBAR WIRD
Die Tyrolit techtalks machen diese Zusammenhänge sichtbar. Sie ordnen ein, warum Themen wie Euro 7 für die Industrie relevant sind, welche technologischen Anforderungen daraus entstehen und welche Rolle spezialisierte Fertigungsprozesse dabei spielen. Damit positioniert sich Tyrolit nicht nur als Hersteller hochwertiger Schleif- und Abrichtwerkzeuge, sondern als Technologiepartner mit tiefem Verständnis für industrielle Anwendungen. Denn bei Zukunftstechnologien geht es nicht allein um das einzelne Werkzeug. Es geht um das Verständnis des gesamten Prozesses, von der Beschichtung bis zum finalen Schliff. Das Format ist bewusst fachlich und redaktionell angelegt. Es erklärt, verdichtet und macht komplexe Themen zugänglich. Gerade in hochspezialisierten Branchen ist das entscheidend. Technologische Kompetenz wird erst dann wirklich sichtbar, wenn sie verständlich und wenn klar wird, welchen Beitrag sie zur Lösung konkreter industrieller Herausforderungen leistet. Für Tyrolit sind die techtalks damit mehr als ein Kommunikationsformat. Sie sind ein Schaufenster für Know-how. Und sie zeigen, wie eng Zukunftsthemen, Anwendungskompetenz und industrielle Praxis miteinander verbunden sind.
VOM GESPRÄCH IN DIE FERTIGUNG
Dass Tyrolit Zukunftstechnologien nicht nur diskutiert, sondern am Standort auch konkret vorbereitet hat, zeigt die strategische Stärkung der Produktionskapazitäten in Tirol. Am Produktionsstandort Stans hat das Unternehmen mit der Erweiterung von Werk 5 frühzeitig die Basis für zusätzliche Hightech-Fertigung geschaffen. Der Ausbau umfasst 1.700 Quadratmeter zusätzliche Fläche und schafft Platz für eine hochinnovative, vollautomatisierte Fertigungsstraße. Dort entstehen Hightech-Schleifwerkzeuge, die
unter anderem für die Bearbeitung hartstoffbeschichteter Bremsscheiben relevant sind. Der Bogen zu den Tyrolit techtalks ist damit unmittelbar: Was im Format als industrielles Zukunftsthema eingeordnet wird, findet am Hauptstandort seine produktive Entsprechung. Tyrolit hat die dafür notwendigen Kapazitäten nicht reaktiv aufgebaut, sondern aus technologischer Weitsicht gestärkt. Die Werkserweiterung steht für moderne Fertigungstechnologien, zusätzliche Lieferfähigkeit und ein klares Bekenntnis zum Standort Tirol. Sie stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und zeigt zugleich, welche Rolle der Hauptstandort für die technologische Weiterentwicklung der Gruppe spielt.
FACHKRÄFTE ALS ZUKUNFTSFAKTOR
Technologie braucht Maschinen. Vor allem aber braucht sie Menschen, die sie verstehen, bedienen und weiterentwickeln können. Auch deshalb hat Tyrolit gezielt in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen investiert. Rund um das Headquarter wurde eine neue bzw. erweiterte Lehrwerkstatt eröffnet. Auf 400 Quadratmetern Gesamtfläche, darunter ein 100 Quadratmeter großer Schulungs- und Automatisierungsbereich, werden Lehrlinge in den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik und Prozesstechnik ausgebildet. Aktuell bildet Tyrolit insgesamt 30 Lehrlinge aus, 21 davon profitieren direkt von den neuen Räumlichkeiten. Junge Talente werden dort früh an Maschinen, Automatisierungstechnologien und industrielle Prozesse herangeführt. In Zeiten des Fachkräftemangels wird Ausbildung damit zu einem zentralen Bestandteil der Standortstrategie.
So entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Der Tyrolit techtalk erklärt, welche technologischen Entwicklungen die Industrie bewegen. Die Werkserweiterung in Stans zeigt, wie das Unternehmen diese Entwicklungen in moderne Produktionskapazitäten übersetzt. Die neue Lehrwerkstatt macht sichtbar, wie das dafür notwendige Knowhow langfristig am Standort gesichert wird. Tyrolit investiert damit entlang mehrerer Zukunftsfelder: in technologischen Dialog, moderne Fertigung und qualifizierte Fachkräfte. Das Unternehmen verbindet internationale Industriekompetenz mit klarer regionaler Verankerung. Für den Standort Tirol bedeutet das Investition in Gebäude und Maschinen sowie in Wissen, Ausbildung und industrielle Zukunftsfähigkeit. Oder anders gesagt: Zukunftstechnologie entsteht dort, wo man sie versteht, produziert und weitergibt. www.tyrolit.group PR
TYROLIT
• 15 Millionen Euro Investition in Werk 5 – 1.700 m² zusätzliche Produktionsfläche mit hochinnovativer Fertigungsstraße • Fokus auf praxisnahe Ausbildung und Sicherung von Know-how am Standort: 30 Lehrlinge insgesamt in erweiterter Lehrwerkstatt • Starkes F&E-Team mit klarem Fokus auf Euro-7-Anforderungen für die Automobilindustrie bzw. E-Mobilität • 4.500 Mitarbeiter*innen weltweit an über 30 Standorten • Fokus auf praxisnahe Ausbildung und Sicherung von Know-how am Standort • neue hochinnovative, vollautomatisierte Fertigungsstraße • Relevanz für Automobilindustrie, E-Mobilität und Euro-7-Anforderungen • klares Bekenntnis zum Standort Tirol • neue bzw. erweiterte Lehrwerkstatt rund um das Headquarter
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DIE
Abschaffung D E S G E W I N N F R E I B E T R AG E S F Ü R W E R T PA P I E R E 154
UND IHRE
AUF PL ANUNG
Auswirkungen
UND TIMING VON INVESTITIONEN Laut Begutachtungsentwurf zum aktuellen Budgetbegleitgesetz soll es ab 2027 nicht mehr möglich sein, durch die Anschaffung von Wertpapieren in den Genuss des Gewinnfreibetrages (GFB) zu kommen. TEXT: STB DR. VERENA MARIA ERIAN, STB RAIMUND ELLER
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Die Ärztespezialisten vom Team Jünger: StB Mag. Dr. Verena Maria Erian und StB Raimund Eller
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er investitionsbedingte Gewinnfreibetrag von bis zu 13 Prozent kann wie bisher von der Steuerbemessungsgrundlage in Abzug gebracht werden, allerdings nur noch dann, wenn in diesem Ausmaß körperliche Wirtschaftsgüter angeschafft werden. Bis dato war dies auch dann möglich, wenn in bestimmte, dafür zugelassene Wertpapiere investiert wurde. Damit konnte man ganz unkompliziert selbst dann in den Genuss dieser Steuerbegünstigung kommen, wenn gar kein Investitionsbedarf gegeben war. Dies ist jetzt nur noch vorläufig letztmalig für das Jahr 2026 möglich. Daraus ergeben sich folgende Handlungsempfehlungen:
INVESTITIONSAUFSCHUB BIS 2027
Da Sie für 2027 den Gewinnfreibetrag nur noch für Investitionen in körperliche Wirtschaftsgüter lukrieren können, kann es vorteilhaft sein, sich dafür bereits jetzt zu wappnen, indem aktuell anstehende Anschaffungen nach Möglichkeit in das kommende Jahr verschoben werden.
INVESTITIONSPLANUNG 2027 BIS 2029
Wenn es so kommt, wie aktuell geplant, so soll es für die Wertpapiere ab 2030 ein Comeback geben. Das heißt, für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2029 beginnen, soll es wieder zulässig sein, den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag auch wieder mit bestimmten Wertpapierpositionen zu decken. Damit ist es ratsam, sich über eine Investitionsplanung für den Zeitraum 2027 bis 2029 Gedanken zu machen und entsprechend zu dosieren. Davon sind jedoch nicht alle Wirtschaftsgüter gleichermaßen betroffen, da nicht alle dem GFB zugänglich sind. So sind unkörperliche Wirtschaftsgüter (Software), bauliche Maßnahmen und PKW ausgenommen und brauchen daher nicht bei der Investitionsplanung
berücksichtigt zu werden. Vielmehr kann es auf Grund eines möglichen Investitionsfreibetrages (IFB) für diese Posten in die andere Richtung gehen.
INVESTITIONSEMPFEHLUNG FÜR 2026
Das gilt zum Beispiel für Elektrofahrzeuge. Für diese gibt es 2026 einen erhöhten IFB von 22 Prozent, der im Jahr 2027 wieder auf 15 Prozent absinkt. Da für einen PKW generell kein GFB zulässig ist, wohl aber für Elektrofahrzeuge ein „Ökologisierungs-IFB“ zusteht, kann es sich durch den für 2026 befristet erhöhten IFB auszahlen, hier noch im heurigen Jahr zu investieren. Aber Achtung: Handelt es sich bei dem Elektrovehikel um ein vorsteuerabzugsberechtigtes Fahrzeug (Klein-LKW und Kleinbusse wie VW-Multivan), so ist es genau umgekehrt. Hier steht ein GFB zu, der steuerlich deutlich mehr bringt als der IFB. Ähnliches gilt für so genannte Mieterinvestitionen (bauliche Maßnahmen in eine betriebliche Mietimmobilie). Hierfür gibt es in der Regel keinen GFB, wohl aber einen IFB, der 2026 mit 20 Prozent stärker zum Tragen kommt als im Jahr 2027 mit nur noch 10 Prozent.
DAS STEUERLICH PERFEKTE TIMING
Die Abschaffung des Gewinnfreibetrages wirkt aktuell wie eine Investitionsbremse, da es steuerlich besser ist, anstehende Investitionen in die Zukunft zu verschieben und in den kommenden drei Jahren gut zu dosieren.
• 2026 sind Investitionen mit Ausnahme von Elektro-PKW und Mieterinvestitionen steuerlich schlecht platziert. • A nstehende Anschaffungen GFB-fähiger Wirtschaftsgüter sollten nach Möglichkeit in das Jahr 2027 verschoben werden. • 2027 sollte nur investiert werden, was für die maximale Ausnutzung des GFBs erforderlich ist. Alles darüber hinaus ist als Munition für die Jahre 2028 und 2029 steuerlich gesehen besser investiert.
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HAGELE & PARTNER
N E UAU S R I C H T U N G
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Mit dem Bezug neuer Räumlichkeiten und der Umfirmierung auf Hagele & Partner zieht in der bereits in vierter Generation agierenden Steuerberatungskanzlei von MMag. Dr. Philipp Hagele frischer Wind ein. Nicht nur optisch. Auch strategisch und organisatorisch zeigt sich die Kanzlei auf neuestem Stand der Technik. Mit großem Fokus auf Sonderberatungen. T E X T : D O R I S H E LW E G
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o wie die Steuerberatungskanzlei bereits seit drei Generationen von zwei Familien geführt wird, so persönlich und freundschaftlich gestaltet sich bei Hagele & Partner auch die Partnerschaft mit Kundinnen und Kunden. „Bei uns kennt jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter jeden unserer Klienten. Das Thema Wertschätzung ist bei uns ein zentraler Punkt, ganz egal, ob unseren Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern gegenüber.“ Diese Wertschätzung spiegelt sich nun auch in den ansprechenden Kanzleiräumlichkeiten im neu errichteten MIO-Gebäude in der Innsbrucker Lieberstraße 2 wider. Zeitgemäß eingerichtet und mit leicht italienischem Touch präsentiert sich die Kanzlei in komplett neuem Gewand. Nur einen Steinwurf vom bisherigen Standort entfernt, bieten die großzügigen Räumlichkeiten Mitarbei-
tenden ein attraktives Arbeitsumfeld. Und Klientinnen und Klienten einen gehobenen Empfang in stilvollem Ambiente mit stylischer Lounge. Alles auf einer Ebene von 400 Quadratmetern samt Parkplätzen im Innenhof. Hier sind Wohlfühlräume entstanden, die inspirieren. Ein Umfeld, das die Kanzlei auf ein neues Niveau hebt. Auf die derzeit vielseits gängigen Großraumbüros hat Philipp Hagele ganz bewusst verzichtet: „Jeder soll seinen eigenen Schaffensraum in seinem persönlichen Individualbüro finden.“ Seit 2012 ist Philipp Hagele Kanzleipartner, mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten wurde die Steuerberatungskanzlei in Hagele & Partner umfirmiert. Günther Bangratz bleibt als langjähriger Inhaber weiterhin als Konsulent tätig, auch Bruno Hagele ist im stolzen Alter von 83 Jahren weiterhin für seine langjährigen Klienten
HAGELE & PARTNER
als Berater tätig. Die Leidenschaft für die „Berufung Steuerberater“ setzt sich also nun bereits in vierter Generation fort und hat mit Philipp Hagele eine neue Ära betreten. Die seit 2018 voll digital agierende Kanzlei wird in den neuen Räumlichkeiten den papierlosen Weg noch konsequenter fortsetzen und mit Komplettpaketen unter dem Motto „CFO as a service“ weiter daran arbeiten, die Erwartungen der Kunden nicht nur zu erfüllen, sondern zu übertreffen. „Unsere Dienstleistung sehen wir vor allem darin, Unternehmen wirtschaftlich und steuerlich zu optimieren“, sagt Philipp Hagele. Dabei bringt er als studierter Betriebswirt und promovierter Jurist ein besonders tiefes Verständnis für Steuerberatungsleistungen als Schnittstelle zwischen Recht und Steuern ein. Die Kanzlei überzeugt mit ihrem persönlichen und individuellen Service für unterschiedlichste Unternehmen und Institutionen. „Durch die jahrelange Begleitung unserer Klientinnen und Klienten haben sich schon freundschaftliche Beziehungen entwickelt. Großer Wert wird auch darauf gelegt, dass unsere Klienten die Auswertungen verstehen und proaktiv von uns dahingehend beraten und betreut werden, ihr Unternehmen nicht nur steuerlich, sondern auch wirtschaftlich zu optimieren. Wir sind Teil des Erfolges unserer Kunden und gestalten diesen ganzheitlich und zukunftsorientiert mit.
Vertraulich, seriös und persönlich“, so Philipp Hagele. Dabei gehe es insbesondere darum, Probleme zu erkennen. Dafür braucht es ein tiefgreifendes Verständnis der Betriebe und eine gegenseitige Vertrauensbasis. Mit Petra Fischbacher, Andreas Mrass und Mario Plattner hat er drei weitere Wirtschaftstreuhänder und Steuerberater an seiner Seite. Dazu kommt ein zwölfköpfiges Team aus Buchhaltern und Lohnverrechnern, das für zeitgemäßes Rechnungswesen und verlässliche Personalverrechnung steht.
BETRIEBSÜBERGABEN UND UMGRÜNDUNGEN
Ein großer Schwerpunkt liegt neben den herkömmlichen Steuerberatungsleistungen, Buchhaltung und Personalverrechnung insbesondere in Sonderberatungen. Betriebsübergaben und Umgründungen sind das große Steckenpferd der etablierten Steuerberatungskanzlei, ein Bereich, in dem Hagele & Partner auch für andere Kanzleien tätig ist. In Tirol und ganz Österreich. Agenden wie die Konzeptionierung von Betriebsgründungen, -übergaben, -veräußerungen oder -aufgaben, Rechtsformwechsel zur Steueroptimierung, Beratungen in internationalen Steuerfragen, der Gründung und Führung von Privatstiftungen oder Mitarbeiterbeteiligungen bis hin zur Beratung und Verteidigung in Finanzstrafverfahren gehören ebenso zu den Sonderberatungsleistungen von Hagele & Partner wie die Abwicklung
von Betriebsprüfungen und Rechtsmittelverfahren, Steuerplanung und Strategieentwicklung sowie die Beratung in Zusammenhang mit EDV-gestütztem Rechnungswesen. Neben renommierten mittelständischen und kleinen Unternehmen vor allem aus den Bereichen Industrie, Handel, Hotellerie und Gastronomie, Handwerk und Dienstleister, Freiberufler wie Ärzte, Gesundheitsberufe, Notare, Rechtsanwälte, Land- und Forstwirte, Musiker, Künstler und Sportler, Vermietungen und Hausbesitzgemeinschaften zählen daher auch Gemeinden, Vereine oder Privatstiftungen zu den zufriedenen Klientinnen und Klienten der Kanzlei. „Neue Kunden kommen vielfach auf Empfehlung zu uns. Das ist für uns die höchste Auszeichnung“, freut sich Philipp Hagele über die gelungene Neuausrichtung in den ansprechenden Räumlichkeiten. PR
HAGELE & PARTNER
Lieberstraße 2, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/59 55 50 kanzlei@hagele-partner.at www.hagele-partner.at
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HAFTUNGSFA L L E L O H N P FÄ N D U N G Wie Unternehmen rechtssicher durch das Verfahren kommen. T E X T : D R . E S T H E R P E C H T L - S C H AT Z
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ohnpfändungen gehören in vielen Unternehmen zum Alltag – und doch bergen sie erhebliche Risiken. Wird gegen einen Arbeitnehmer Exekution geführt, rückt der Arbeitgeber automatisch in die Rolle des Drittschuldners. Damit übernimmt er eine rechtlich anspruchsvolle Funktion, die bei Fehlern schnell teuer werden kann. Wer als Unternehmer die Abläufe kennt, interne Prozesse sauber organisiert und moderne digitale Lösungen nutzt, kann Haftungsfallen vermeiden und gleichzeitig seine Mitarbeiter fair behandeln. Die Pfändung wird mit Zustellung des Zahlungsverbots an den Arbeitgeber wirksam. Ab diesem Zeitpunkt darf nur noch der unpfändbare Teil des Einkommens an den Mitarbeiter ausbezahlt werden. Der pfändbare Teil ist direkt an den Gläubiger zu überweisen. Ein Verstoß gegen dieses Zahlungsverbot führt zur sogenannten Doppelzahlungspflicht: Der Arbeitgeber müsste den Betrag sowohl an den Arbeitnehmer als auch an den Gläubiger leisten. Rechtlich geschützt ist er nur, wenn er entsprechend
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E I N E F R Ü H Z E I T I G E J U R I S T I S C H E B E R AT U N G I S T K E I N Z E I C H E N V O N U N S I C H E R H E I T, S O N D E R N E I N S T R AT E G I S C H E R S C H R I T T, U M H A F T U N G S R I S I K E N Z U M I N I M I E R E N .
dem gerichtlichen Beschluss handelt und kein grob fahrlässiges Verhalten vorliegt.
DAS ZAHLUNGSVERBOT UND SEINE UNMITTELBAREN FOLGEN
ten. Unternehmer sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und auf die gesetzliche Regelung verweisen.
Die Berechnung des pfändbaren Einkommens ist komplex und folgt einem mehrstufigen System. Ausgangspunkt ist das Nettoeinkommen, von dem unpfändbare Bestandteile abgezogen werden. Der unpfändbare Freibetrag orientiert sich am Ausgleichszulagenrichtsatz und erhöht sich bei fehlenden Sonderzahlungen sowie für jede gesetzlich unterhaltsberechtigte Person. Je mehr Unterhaltspflichten bestehen, desto geringer fällt der pfändbare Betrag aus. Übersteigt das Einkommen den Freibetrag, bleiben dem Arbeitnehmer zusätzlich 30 Prozent des Mehrbetrags sowie weitere zehn Prozent pro Unterhaltspflicht. Einkommensteile über dem Vierfachen des Ausgleichszulagenrichtsatzes sind hingegen vollständig pfändbar. Eine wichtige Erleichterung für Unternehmer bietet die sogenannte Geringfügigkeitsgrenze: Liegt der pfändbare Betrag nur wenige Euro über dem unpfändbaren Freibetrag, kann der gesamte Betrag als unpfändbar behandelt werden. Das spart Zeit und vermeidet unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand. Besonders sensibel ist der Umgang mit Unterhaltspflichten. Der Arbeitgeber muss keine Nachweise einfordern und darf sich auf die Angaben des Mitarbeiters verlassen, solange diese nicht offensichtlich falsch sind. Eine schriftliche Bestätigung des Mitarbeiters ist dennoch empfehlenswert, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden. Gläubiger, die Unterhaltspflichten anzweifeln, müssen den gerichtlichen Weg beschrei-
DRITTSCHULDNERERKLÄRUNG UND FRISTENMANAGEMENT
sorgen dafür, dass Pfändungsbeschlüsse sofort an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden und Fristen nicht übersehen werden.
Ein zentraler Bestandteil der Pflichten ist die Drittschuldnererklärung. Innerhalb von vier Wochen muss der Arbeitgeber dem Gericht mitteilen, ob und in welchem Umfang er zur Zahlung bereit ist, ob andere Gläubiger Ansprüche erheben und ob bereits Pfandrechte bestehen. Fehler oder unvollständige Angaben können zu Schadenersatzansprüchen führen. Auch während der laufenden Pfändung bestehen Informationspflichten, etwa bei Einkommensänderungen, weiteren Pfändungen oder der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Besonders beim Austritt eines Mitarbeiters ist Vorsicht geboten, da auch Abfertigungen oder Urlaubsersatzleistungen pfändbar sind. Komplex wird es bei mehreren gleichzeitig bestehenden Pfändungen. Die Rangordnung richtet sich grundsätzlich nach dem Zeitpunkt der Zustellung. Unterhaltsforderungen genießen jedoch Vorrang und werden aus einem erweiterten pfändbaren Bereich bedient. Unternehmer müssen diese Reihenfolge strikt einhalten, um keine erneute Zahlungspflicht zu riskieren. Digitale Lösungen können die Abwicklung erheblich erleichtern. Moderne Lohnverrechnungsprogramme verfügen über integrierte Pfändungsmodule, die Pfändungsgrenzen automatisch berücksichtigen und Fehler vermeiden. Digitale Dokumentenmanagementsysteme ermöglichen eine sichere, nachvollziehbare Ablage aller Unterlagen. Automatisierte Workflows
Auch wenn viele Pfändungen routinemäßig abgewickelt werden können, gibt es Situationen, in denen eine juristische Begleitung für Unternehmer besonders empfehlenswert ist. Dies gilt vor allem bei mehreren gleichzeitig laufenden Pfändungen, unklaren Rangverhältnissen oder wenn unterschiedliche Gläubiger konkurrierende Forderungen geltend machen. Ebenso entstehen häufig Unsicherheiten bei der Behandlung von Sonderzahlungen, variablen Vergütungen oder komplexen Einkommensbestandteilen. Auch bei widersprüchlichen oder offensichtlich unrichtigen Angaben des Mitarbeiters zu Unterhaltspflichten, bei Druckausübung durch Gläubiger oder bei unklar formulierten gerichtlichen Beschlüssen kann eine rechtliche Einschätzung helfen, Fehler und Haftungsrisiken zu vermeiden. Besonders haftungsträchtig ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses während einer laufenden Pfändung, da hier oft hohe Beträge, etwa Abfertigungen oder Urlaubsersatzleistungen, betroffen sind. Eine frühzeitige juristische Beratung ist daher kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein strategischer Schritt, um Risiken zu minimieren, interne Abläufe zu entlasten und Konflikte zu vermeiden, bevor sie entstehen. Gerade in einem Bereich, der sowohl arbeitsrechtliche als auch exekutionsrechtliche Fragen berührt, kann fachkundige Unterstützung wesentlich zur Rechtssicherheit im Unternehmen beitragen.
E I N V E R S TO S S G EG E N DA S Z A H LU N G S VERBOT FÜ H RT ZU R DOPPEL Z AH LU NGSPFLICHT: DER A R B E ITG EB ER MÜSSTE DEN B E TR AG SOWO H L A N D E N A R B E ITN E H M E R A LS AUCH A N DEN G L ÄU B IG ER LE I STEN .
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WENN M I TA R B E I T E R © BLICKFANG PHOTOGRAPHY
FEHLEN Krankenstandsmanagement als Führungsaufgabe. T E X T : M E L A N I E G A S S L E R - T I S C H L I N G E R & FA B I A N B Ö S C H , G P K P E G G E R K O F L E R & P A R T N E R R E C H T S A N W Ä LT E
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sterreichische Arbeitnehmer*innen waren laut Statistik Austria in den letzten Jahren durchschnittlich rund 15 Tage pro Jahr im Krankenstand. In der Gastronomie und im Tourismus liegen die Werte oft darüber. Die direkten Kosten – Lohnfortzahlung, Sozialversicherungsbeiträge – sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Dazu kommen indirekte Kosten: Mehrarbeit für Kolleg*innen, Qualitätsverluste, Kundenunzufriedenheit und nicht selten Kosten externer Dienstleister*innen und Leiharbeiter*innen, um den Ausfall zu kompensieren.
RECHTLICHER RAHMEN: WAS ARBEITGEBER*INNEN DÜRFEN – UND WAS NICHT
Wer als Arbeitgeber*in zielgerichtet handeln will, muss zuerst die rechtlichen Möglichkeiten kennen. Folgende Grundregeln sind dabei zu beachten: • Die Krankmeldung beim Arbeitgeber hat unaufgefordert und unverzüglich zu erfolgen. • Eine ärztliche Krankmeldung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) muss nur auf explizite Aufforderung (schon ab dem ersten Krankenstandstag möglich) vorgelegt werden. • Die vorsätzliche oder grob fahrlässige Herbeiführung des Krankenstands (z. B. Unfallverletzung durch Autofahren im alkoholisierten Zustand) führt zum Verlust des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung. • Es gibt keinen „Teilkrankenstand“. Eine Beschäftigung des Arbeitnehmers im Krankenstand ist daher unzulässig, auch wenn diese freiwillig erfolgt. • Bei länger als sechs Wochen andauernden
Krankenständen ist eine Wiedereingliederungsteilzeit möglich, die von der ÖGK finanziell gestützt wird. • Im Krankenstand hat sich ein Arbeitnehmer so zu verhalten, dass die Arbeitsfähigkeit möglichst bald wiederhergestellt ist. • Fehlverhalten im Krankenstand kann zu Schadenersatzansprüchen und sogar bis zur Entlassung führen. • Arbeitgeber*innen können die ÖGK um eine Kontrolle ersuchen. Das eigene „Nachspionieren“ durch den Arbeitgeber ist jedoch nur bei begründeter Verdachtslage zulässig. • Das Rückkehrgespräch nach einem Krankenstand ist rechtlich nicht vorgeschrieben, aber absolut legitim – sofern es wertschätzend und nicht sanktionierend geführt wird. • Eine Kündigung ist auch während des Krankenstands möglich. Probleme können sich allenfalls bei der Wirksamkeit der Zustellung ergeben. Zu beachten ist weiters, dass Betriebe mit nicht mehr als 50 Dienstnehmer*innen bei der ÖGK eine Erstattung der Lohnfortzahlungskosten ab dem 11. Krankenstandstag beantragen können.
KÜNDIGUNG IM KRANKENSTAND
Kündigungen sind auch während des Krankenstands möglich. Wird per Post oder per E-Mail gekündigt, so gilt die Kündigung dann als zugestellt, wenn sich der Arbeitnehmer unter normalen Umständen von ihrem Inhalt Kenntnis verschaffen konnte. Es ist nicht erforderlich, dass der Arbeitnehmer wirklich den Brief öffnet oder das E-Mail liest, weil er sonst ganz leicht das Wirksamwerden einer Kündigung verhindern könnte. Wechselt der
Arbeitnehmer während des Krankenstands seinen Aufenthaltsort, weil er sich in der Zeit etwa bei Verwandten befindet, so muss er dies nach Möglichkeit dem Arbeitgeber mitteilen. Unterlässt er die Mitteilung, dann ist von einer wirksamen Zustellung an seiner Wohnadresse auszugehen, auch wenn er vom Inhalt des Briefs erst später erfährt. Befindet sich der Arbeitnehmer im Krankenhaus, dann muss die Zustellung dort erfolgen. Probleme können sich auch dann ergeben, wenn der Arbeitnehmer trotz richtiger Adressierung aufgrund der Schwere der Erkrankung nicht in der Lage ist, von der Kündigung Kenntnis zu erlangen. Die Entgeltfortzahlungspflicht endet grundsätzlich mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Wenn aber die Auflösungserklärung erst während des Krankenstands zugeht und der Arbeitnehmer aufgrund desselben Krankenstands auch noch nach Ende des Dienstverhältnisses arbeitsunfähig ist, verlängert sich der Entgeltfortzahlungsanspruch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus bis zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit oder der Erschöpfung des Krankenentgeltanspruchs. Wichtig zu beachten ist, dass dies nicht nur bei der Arbeitgeberkündigung gilt, sondern auch bei einvernehmlicher Auflösung.
FAZIT
Der Umgang mit (vermehrten) Krankenständen stellt eine komplexe Führungsaufgabe dar, die viel rechtliches und menschliches Feingefühl erfordert. Gerade in personalintensiven Branchen entscheidet der professionelle Umgang mit Krankenständen oft über wirtschaftlichen Erfolg und Betriebsklima gleichermaßen.
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EIN KLICK ZURÜCK In Zukunft muss sich jeder online geschlossene Vertrag so leicht beenden lassen, wie er zustande gekommen ist. TEXT: JAKOB GRÜNER & PHILIPP JAUD
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MMag. Jakob Grüner, LL.M. ist Rechtsanwalt und Gründer der GSR Grüner Seekirchner Rechtsanwälte GmbH mit Sitz in Innsbruck und befasst sich regelmäßig mit konsumentenschutzrechtlichen Gesetzesanpassungen.
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in Vertrag ist im Netz in Sekunden geschlossen: ein Klick, eine Bestätigung, fertig. Der Ausstieg war bislang ungleich mühsamer. Genau dieses Missverhältnis adressiert eine neue unionsrechtliche Vorgabe, die Österreich mit dem Verbraucherrechts-Änderungsgesetz 2026 nun umsetzt. Herzstück ist eine eigene Rücktrittsfunktion – der „Widerrufsbutton“ –, die in Zukunft in jeder Online-Verkaufsumgebung bereitstehen muss. Der Grundgedanke: Wer einen Vertrag per Mausklick eingeht, soll ihn ebenso unkompliziert wieder lösen können. Betroffen ist praktisch jeder, der online an Verbraucher verkauft – vom klassischen Webshop über Apps bis zu Plattformen. Erstmals erfasst sind auch im Fernabsatz geschlossene Verträge über Finanzdienstleistungen, und zwar auch unentgeltlicher Natur. Ausgenommen bleiben unter bestimmten Voraussetzungen Konstellationen, die rein über individuelle Kommunikation wie Telefon oder E-Mail zustande kommen, sowie Verträge ohne gesetzliches Rücktrittsrecht. Die Anforderungen an die Funktion sind bewusst nutzerfreundlich gehalten. Der
Dr. Philipp Jaud ist Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei GSR Grüner Seekirchner Rechtsanwälte GmbH und publiziert regelmäßig zu einschlägigen Themen im Zivil- und Öffentlichen Recht.
zukünftig verpflichtende Button ist klar mit „Vertrag widerrufen“ zu beschriften, während der gesamten Rücktrittsfrist gut sichtbar bereitzuhalten und ohne Hürden zugänglich zu machen – insbesondere ohne vorheriges Einloggen und ohne den Zwang, eigens eine App zu installieren. Ein Klick führt auf ein Formular, in das der Verbraucher seinen Namen, die zur Identifikation des Vertrags nötigen Angaben und den gewünschten Weg für die Eingangsbestätigung eintragen kann. Abgesendet wird über eine zweite Schaltfläche „Widerruf bestätigen“. Anschließend hat der Unternehmer unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger – etwa per E-Mail – den Eingang samt Datum und Uhrzeit zu bestätigen. Wer mehrere Artikel bestellt hat, kann den Rücktritt auf einen Teil beschränken, sofern der Unternehmer dies vorsieht. An den bekannten (rechtlichen) Eckpfeilern ändert sich nichts: Die Widerrufsfrist bleibt bei 14 Tagen, das Muster-Widerrufsformular bleibt verpflichtend. Die Widerrufsbelehrung ist allerdings um einen Hinweis auf die neue Onlinefunktion zu ergänzen. Fehlt eine gesetzeskonforme Rücktrittsfunktion, ist das künftig verwaltungs-
strafbewehrt; hinzu treten zivilrechtliche Folgen und das Risiko von Verbandsklagen. Der Button ist nur der erste Schritt. Ab dem 27. September 2026 folgt aus einer weiteren Richtlinie ein zweites Paket im Zeichen des nachhaltigen Konsums: Händler*innen müssen dann schon vor Vertragsschluss etwa über Reparierbarkeit, Ersatzteile und – soweit vorhanden – umweltfreundliche Lieferoptionen informieren. Hinzu kommen eine harmonisierte EU-Kennzeichnung für gewerbliche Haltbarkeitsgarantien von mehr als zwei Jahren und eine standardisierte Mitteilung zum gesetzlichen Gewährleistungsrecht. Angesichts des Stichtags (maßgeblich ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses), der sich zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses noch in Verhandlung befindet, sollten Unternehmer*innen ihren Shop frühzeitig anpassen und Belehrungen wie Geschäftsbedingungen rechtlich prüfen lassen. Was bleibt, ist, dass es dem Gesetzgeber dieses Mal verhältnismäßig gut gelungen ist, eine EU-Richtlinie ohne überbordendes Gold-Plating in nationales Recht umzusetzen und ohne unnötige neue Bürokratismen zu ergänzen, die über den EU-Konsens hinausgehen. www.gsr.law
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Mag. Roswitha Seekirchner, MBL, ist Partnerin der GSR Grüner Seekirchner Rechtsanwälte GmbH in Innsbruck und auf Gesellschaftsund Unternehmensrecht spezialisiert. Sie begleitet Unternehmen in sämtlichen gesellschaftsrechtlichen Fragen – von der Wahl der Rechtsform, Beteiligungsmodelle und Umstrukturierungen.
BEWÄHRT ODER FLEXIBEL? GmbH, FlexCo und EU-Inc.: Welche Rechtsform passt zu welchem Unternehmen? TEXT: ROSWITHA SEEKIRCHNER
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ie österreichische Gesellschaft m i t b e s c h rä n k te r H a f t u n g (GmbH) ist seit Jahrzehnten die Standardwahl für Gründer*innen und Unternehmer*innen. Mit der Flexiblen Kapitalgesellschaft (FlexCo) will der Gesetzgeber seit 2023 eine Alternative bieten, die mehr Flexibilität, weniger Formalismus und neue Beteiligungsformen verspricht. Und in Brüssel wird mit der EU-Inc. an einer gesamteuropäischen Gesellschaftsform gearbeitet. Was können diese Modelle – und warum bleibt die GmbH trotzdem meist erste Wahl?
DIE KLASSISCHE GMBH – BEWÄHRT, ABER NICHT IMMER FLEXIBEL
Die GmbH ist in der Unternehmenspraxis fest verankert. Sie ist altbewährt und bekannt. Typische Merkmale sind: • Mindeststammkapital: seit 2023 nur noch 10.000 Euro, davon 5.000 Euro einzuzahlen • Mindestanteil: 70 Euro • Anteilsübertragung nur mit Notariatsakt möglich • Umlaufbeschlüsse nur mit Beteiligung aller Gesellschafter • k lare rechtliche Rahmenbedingungen durch umfangreiche Rechtsprechung • hohe Akzeptanz bei Banken und Investoren, auch im internationalen Umfeld
DIE FLEXCO – WIRKLICH FLEXIBLER? Die FlexCo verbindet Elemente der GmbH mit Merkmalen der AG. Sie richtet sich besonders an junge, wachstumsorientierte Unternehmen: • Mindeststammkapital wie bei der GmbH: 10.000 Euro, davon 5.000 Euro einzuzahlen • Kleinstbeteiligungen ab 1 Euro möglich • Umlaufbeschlüsse auch ohne alle Gesellschafter zulässig • Unternehmenswertanteile mit Gewinnbeteiligung, aber ohne Stimmrecht – mit zwingendem Teilnahmerecht an der Generalversammlung und Mitverkaufsrecht • A nteilsübertragungen durch notarielle oder anwaltliche Privaturkunde statt Notariatsakt • genehmigtes und bedingtes Kapital möglich • Aufsichtsratspflicht ab der Größenklasse „mittelgroß“ • Praxis zeigt bisher zurückhaltende Annahme – vor allem wegen mangelnder Bekanntheit und Unsicherheiten bei steuerlicher Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen und bei Vollmachtsformen
DIE GMBH DOMINIERT WEITERHIN
Trotz der neuen Gestaltungsmöglichkeiten übersteigt die Zahl an GmbH-Gründungen jene der FlexCo derzeit in der Praxis weiterhin um ein Vielfaches. Die GmbH wird
insbesondere aufgrund ihrer hohen Rechtssicherheit, breiten Bekanntheit im In- und Ausland sowie ihrer Verlässlichkeit bei Banken und Investoren, die auf erprobte Strukturen und klar geregelte Verhältnisse setzen, (noch) bevorzugt.
AUSBLICK: DIE EU - INC. – VIEL POTENZIAL, WENIG KONKRETES
Mit der EU-Inc. verfolgt die EU-Kommission das Ziel, eine einheitliche Gesellschaftsform für den Binnenmarkt zu schaffen – volldigital, ohne Mindestkapital, europaweit einsetzbar. Doch wo das EU-Recht keine Regelung trifft, soll nationales Recht ergänzen. Frühere Anläufe in diese Richtung sind an der fehlenden Einigung zwischen den Mitgliedstaaten gescheitert. Ob es diesmal gelingt und wie praxistauglich die EU-Inc. wirklich wird, bleibt abzuwarten. www.gsr.law
FAZIT
Die FlexCo bietet neue Möglichkeiten – insbesondere für Start-ups und Unternehmen mit unterschiedlichen Beteiligungsmodellen. Gleichzeitig hat sie noch mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Die GmbH bleibt der klare Favorit: vertraut, stabil und bewährt in der Praxis. Und die EU-Inc.? Ein spannender Entwurf mit viel Potenzial, aber aktuell (noch) Zukunftsmusik.
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WIE WISSEN ENTSTEHT
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Mit „Wie wir lernen“ ist im AUDIOVERSUM Science Center in Innsbruck aktuell eine außergewöhnliche Sonderausstellung zu sehen, die sich einem der grundlegendsten und zugleich faszinierendsten Prozesse unseres Lebens widmet: dem Lernen. Die Ausstellung basiert auf einer erfolgreichen Konzeption des Kulturama Museum des Menschen in Zürich und wurde vom Team des AUDIOVERSUM umfassend überarbeitet, erweitert sowie mit innovativen interaktiven und auditiven Elementen neu inszeniert. Für die räumliche Gestaltung zeichnen die Ausstellungsarchitekt*innen Florian Volderauer und Isabella Köll von raumgestalten verantwortlich. Sie haben eine Umgebung geschaffen, in der Lernen selbst zum sinnlichen Erlebnis wird. Die Ausstellung selbst macht Erkenntnisse aus Neurologie, Psychologie und Pädagogik auf vielfältige Weise erfahrbar. Besucher*innen können unterschiedliche Lerntypen und Lernstrategien entdecken, eigene Fähigkeiten testen und herausfinden, wie individuell Lernen funktioniert. Interaktive Stationen, Modelle, Filme, Spiele und sogar echte menschliche Hirnpräparate ermöglichen einen direkten Zugang zu komplexen wissenschaftlichen Themen. Dabei wird deutlich: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, zu lernen, sondern viele verschiedene, die zu unterschiedlichen Menschen passen. Ein besonderes Highlight ist die Einbindung des Films „alphabet“ von Erwin Wagenhofer, der alternative Bildungsbiografien zeigt und deutlich macht, dass Lernen weit über klassische Schulbildung hinausgeht. www.audioversum.at
experten.tipp
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MU S IK T IP P -
PUNKT VOR STRICH
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Während die Welt über die Perfektion Künstlicher Intelligenz staunt, wirkt die Musik von Angine de Poitrine wie ein Gegenentwurf – roh, unberechenbar, physisch und buchstäblich bloßfüßig. Das Duo aus Saguenay in Québec verbindet mikrotonale Gitarren, knackigen Bass, Loops und komplexe Rhythmen zu einem Sound, der sich jeder Glättung und Konvention entzieht. Ihr Name – französisch für „Brustenge“ – passt zur Intensität dieser Musik, die weniger konstruiert als vielmehr über lange Zeit erarbeitet wirkt. Live entstanden, voller Brüche und Reibung, erinnert sie daran, dass das Spiel mit dem Unvorhersehbaren und Unerwarteten nach wie vor zu den stärksten Triebfedern künstlerischer Innovation gehört.
Mario Gerber (Landesrat für Wirtschaft, Tourismus und Digitalisierung) und Marcus Hofer (Geschäftsführer der Standortagentur Tirol)
STANDORT-STÄRKE
Laut einem aktuellen Bericht der Austrian Business Agency/ ABA wurden 2025 österreichweit 283 Betriebsansiedlungen und -erweiterungen durchgeführt. 40 davon, also rund 14 Prozent, entfielen auf den Wirtschaftsstandort Tirol – darunter 13 von der Standortagentur Tirol begleitete Erweiterungen bestehender Betriebe sowie 27 Neuansiedlungen. Gemeinsam ergeben sich daraus in den nächsten drei Jahren Investitionen von rund 165 Millionen Euro sowie rund 400 neue Arbeitsplätze. Ein großer Anteil an den Gesamtinvestitionen fällt auf die Expansion des Premiumküchenherstellers Bora. Neben österreichischen und deutschen Unternehmen entschieden sich 2025 auch mehrere internationale Betriebe für Tirol als neuen Standort. Die strategischen Schwerpunkte der Ansiedlungen und Erweiterungen liegen neben den Life Sciences in den Bereichen Digitalisierung, alpine Technologien und Nachhaltigkeit.
Kathrin Reitz verfügt über mehr als 25 Jahre Berufserfahrung mit Liegenschaften im Wohnungsmarkt sowie im gewerblichen Bereich. Sie absolvierte das Masterstudium Immobilienwirtschaft – Immobilienmanagement, ist konzessionierte Immobilientreuhänderin und allgemein beeidete und gerichtlich zertifizierte Sachverständige für Liegenschaftsbewertung.
CHANCEN NUTZEN
Wohn- und Gewerbeimmobilien in Tirol: Die Trendwende ist geschafft.
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ach zwei Jahren rückläufiger beziehungsweise stagnierender Immobilienpreise hat sich der Tiroler Markt wieder stabilisiert. Die Phase der Preiskorrekturen scheint weitgehend abgeschlossen. Sowohl bei Wohnimmobilien als auch bei attraktiven Gewerbeobjekten ist eine zunehmende Nachfrage spürbar, während das Angebot in vielen Regionen weiterhin begrenzt bleibt. Positiv zu bewerten ist, dass Kaufentscheidungen heute deutlich bewusster getroffen werden als noch vor einigen Jahren. Lage, Qualität, Energieeffizienz und nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten werden von Käufern und Investoren kritischer geprüft. Das führt zu einer gesunden Marktbereinigung und einer stärkeren Orientierung an realen Werten. Ein unmittelbarer Kaufdruck besteht derzeit zwar nicht. Wer jedoch den Erwerb einer Immobilie ohnehin plant, sollte die aktuelle Marktphase nutzen. Vieles spricht dafür, dass die Preise in den kommenden Jahren wieder moderat ansteigen werden. Tirol bleibt aufgrund seiner hohen Lebensqualität, der wirtschaftlichen Stabilität und des begrenzten Flächenangebots ein attraktiver und wertbeständiger Immobilienstandort. PR
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Studienautor Stefan Jenewein (Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung) mit Clemens Mair (Geschäftsführer Bauern Produkte Tirol GmbH), Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Matthias Pöschl (Geschäftsführer Agrarmarketing Tirol)
W E R T S C H ÄT Z E N U N D S C H Ö P F E N
168 Der Rasentraktor STIHL RT 6112 ZL konnte im renommierten „F.A.Z. Kaufkompass“ überzeugen.
WEG NACH VORNE
Im Jahr 2025 konnte STIHL Tirol seinen Umsatz auf 853 Millionen Euro und damit um 16 Prozent gegenüber 2024 steigern – und das trotz herausfordernder Rahmenbedingungen wie der Zollpolitik im großen Markt USA, einer vielerorts spürbaren Kaufzurückhaltung infolge der schwachen Konjunktur sowie negativer Wechselkurseffekte. Getragen wurde diese positive Entwicklung unter anderem von Einmaleffekten sowie dem erfolgreichen Hochlauf neuer Produkte. Besonders gut entwickelte sich der Vertrieb der Akku-Rasenmäher, Akku-Blasgeräte, Akku-Heckenschneider und Akku-Kompressoren. STIHL Tirol investiert auch weiterhin gezielt in Zukunftstechnologien, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern. Dabei prüft das Unternehmen laufend, in welchen Bereichen die Fertigungstiefe künftig weiter erhöht werden kann. Diese ist ein entscheidender Hebel: Sie macht STIHL Tirol technologisch unabhängiger, flexibler und schneller – und stärkt damit genau jene Fähigkeiten, die ein moderner Produktionsstandort heute braucht. www.stihl-tirol.at
Laut einer Studie der Innsbrucker Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung/GAW leisteten Produkte mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ im vergangenen Jahr einen Beitrag von rund 59 Millionen Euro für die Tiroler Wirtschaft. Zudem sicherten sie 581 Arbeitsplätze und generierten knapp 30 Millionen Euro an Steuern und Abgaben. Am kräftigsten entwickelte sich dabei das Segment Milch und Milchprodukte sowie Fleisch und Fleischprodukte mit einem Plus von 18 bzw. 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den Bereichen Obst und Gemüse sowie weitere Lebensmittel wie Eier oder Fisch blieb das Niveau weitgehend stabil. Aktuelle Konsumtrends zeigen, dass Käufer*innen bei Lebensmitteln nicht nur auf den Preis achten, sondern zunehmend Wert auf Geschmack, Gesundheit und Nachhaltigkeit legen. Produkte der Marke „Qualität Tirol“ entsprechen diesen Entwicklungen: Sie stammen aus kleinstrukturierter, heimischer Landwirtschaft, garantieren Frische und natürliche Qualität. Gleichzeitig setzen sie auf transparente Herkunft und höchste Glaubwürdigkeit. Trotz eines anspruchsvollen, dynamischen Marktumfelds konnte „Qualität Tirol“ seine Stellung im Premiumsegment damit behaupten..
BRUTKASTEN FÜR IDEEN
Der InnCubator, eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftskammer Tirol und der Universität Innsbruck, bietet Raum, Ideen in konkrete Geschäftsmodelle zu verwandeln, Unternehmertum zu fördern und Innovation aktiv zu gestalten. Seit 2016 wurden im Rahmen des INNC-Programms mehr als 440 Geschäftsideen begleitet. Im aktuellen Durchgang arbeiten wieder über 50 Teilnehmer*innen sechs Monate lang intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Ideen – von der Problemdefinition bis hin zu einem klaren Konzept und Prototypen, die am Markt bestehen können. Die Ideen decken dabei eine große Vielfalt an Themenbereichen ab, die von KO-Tropfen-Prävention über KI-gestützte Gesundheitskostensteuerung bis hin zu würdevollen Bestattungskonzepten reichen. Das Programm umfasst individuelle Betreuung, Workshops, Coworking sowie Feedback von Expert*innen. Neu in diesem Jahr ist ein verstärkter Fokus auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowohl zur Entwicklung von Geschäftsstrategien als auch für die Erstellung von Prototypen. www.inncubator.at
IMMOREALITÄTEN
E I N FA C H B E S S E R W O H N E N Wenn Anton Ruech ein Bauprojekt plant, denkt er weiter. An attraktive und nachhaltige Lebensräume. An erstklassige Wohnqualität und regionale Partner*innen. Davon zeugen auch seine aktuellen Wohnbauprojekte „Wattens – Kreuzbichl“ und „Zirl – Kalvarienberg“. T E X T : D O R I S H E LW E G
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ir wollen keine 08/15-Häuser bauen und auch keine Wohnungen, die zwar architektonisch schön, aber unpraktisch sind“, ist Anton Ruechs tiefste Überzeugung. Sein eigener Anspruch an seine Immobilien ist hoch. Sehr hoch sogar: „Dafür muss man vielleicht im Vorfeld etwas mehr Zeit investieren und den Architekt*innen ein klares Korsett an Anforderungen mit auf den Weg geben.“ Das Resultat sind architektonisch ansprechende, mit regionalen Partner*innen qualitätsvoll
gebaute und mit idealer Raumplanung gestalte Einheiten. So wie die aktuell in Bau befindlichen Wohnbauprojekte „Wattens – Kreuzbichl“ und „Zirl – Kalvarienberg“. PR
Für weitere Infos scannen Sie bitte den QR-Code.
W O H N A N L A G E I N WAT T E N S – KREUZBICHL
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Erstklassige Wohnqualität in bester und sonniger Lage: Diese charmante Kleinwohnanlage schmiegt sich stilvoll in die Umgebung ein und überzeugt mit modernen Einheiten, großzügigen Grundrissen, hochwertiger Ausstattung und nachhaltiger Energienutzung, die höchsten Wohnkomfort garantieren.
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Naturnah und gleichzeitig zentral gelegen: Die attraktive Wohnanlage mit hochwertigen, frei finanzierten Einheiten, wahlweise mit Terrasse, Balkon oder Gartenanteil, besticht unter anderem auch mit modernen Energietechnologien, Tiefgarage und großzügigen Abstellflächen. Ein ideales Zuhause für Familien, Paare und Singles.
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
BEHAGLICHKEIT I N S TA L L I E R E N Wärme. Wasser. Luft. Drei Elemente, die für behagliche Lebensräume sorgen. Installateur*innen bringen diese Behaglichkeit in jeden Raum. Vom Keller bis ins Dachgeschoss. Mit fachmännischer Expertise und professioneller Dienstleistung planen, montieren und warten sie alle wichtigen Versorgungsanlagen in Gebäuden. Nicht mit KI, sondern mit professioneller Expertise und fachlicher Befähigung. T E X T : D O R I S H E LW E G
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© NICOLA ELLA PHOTOGRAPHY
ie Technologisierung macht auch vor Installateur*innen nicht Halt. Und das ist auch gut so. Neuentwicklungen im Bereich von Sanitäranlagen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik bringen energieeffiziente Systeme in unsere Lebensräume. Was allerdings weniger effizient ist, ist die Tatsache, dass immer mehr Menschen insbesondere bei der Planung auf KI setzen. Doch die KI kennt die Begebenheiten vor Ort nicht aus fachmännischer Sicht. Durch die fortschreitende Technologisierung werden die Systeme immer komplexer und greifen ineinander. Da braucht es hohe Fachkompetenz. Und Fachleute, die das Gebäude kennen wie kein anderer. Als Spartenobmann-Stellvertreterin und Innungsmeisterin der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker*innen weiß Ing. Veronika Opbacher-Egger um die Veränderungen am Markt. Und um das Kreuz mit der KI. ECO.NOVA: Was raten Sie Ihren Mitglieds-
betrieben, wenn Kund*innen mit online gelieferten Produkten kommen? VERONIKA OPBACHER-EGGER: Wir von Seiten der Wirtschaftskammer raten unseren Betrieben definitiv davon ab, Fremdprodukte zu installieren. Unsere 650 Installationsbetriebe in Tirol punkten in erster Linie mit ihrer Dienstleistung und mit ihrer professionellen Kenntnis von Gebäuden samt sämtlicher Versorgungsanlagen. Aufbauend darauf beraten, planen, visualisieren und installieren wir sämtliche Sanitäranlagen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen als Gesamtdienstleistung in Kombination mit Produkten, denen wir vertrauen. Und für die wir schlussendlich auch die Haftung übernehmen. Wir sehen mittlerweile aus
eben diesen Haftungsgründen davon ab, von Konsument*innen online bestellte Fremdprodukte zu montieren.
Wie reagieren Sie auf KI-generierte Pläne? Wenn die KI-erstellten Pläne von unseren Betrieben fachgerecht adaptiert und umgesetzt werden, kann auch gerne mal eine KI-generierte Idee ins Traumbadezim-
mer einfließen. Vorausgesetzt die Planung wurde fachmännisch überarbeitet. Denn spätestens im Beschwerdefall werden wir dann wieder zur Schadensbegrenzung gerufen, der mit fachmännischem Einbau erst gar nicht entstanden wäre. Zudem geht es in vielen Fällen auch um die Koordination der Zusammenarbeit mit anderen Gewerken wie Elektriker und Ingenieurbüros. Aus diesem
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
Grund läuft aktuell eine Kampagne mit dem Slogan „Spar Dir die KI. Frag besser Deinen Installateur“, damit wir auch Kund*innen vor schwer kalkulierbaren Folgeschäden bewahren.
Inwiefern ist der generelle Rückgang der Bautätigkeiten bei den Tiroler Installationsbetrieben spürbar? Dadurch, dass viele Projekte schon seit einiger Zeit fehlen, gerät auch die Branche der Installateur*innen zusehends unter Preisdruck. Zwar wurden die Fördertöpfe für erneuerbare Energieanlagen wieder ausgewogen gefüllt, jedoch agieren sowohl Unternehmen als auch Privatkund*innen in der aktuellen Wirtschaftslage eher mit Bedacht in puncto Investitionen. Dabei kommt auch in den Bereichen Sanierung und Umstellung auf erneuerbare Energiequellen der fachlichen Expertise der Installateur*innen eine große Bedeutung zu. Von der Beratung, welche Wärmepumpe oder Solarheizung überhaupt Sinn macht, bis hin zur Planung und dem fachgerechten Einbau ist hier das vielseitige und kompetente Fachwissen ausschlaggebend für gut funktionierende und effiziente Lösungen.
„V O M K L E I N E N N OT FA L L B I S Z U R I N S TA L L AT I O N V O N G E B Ä U D E T E C H N I K O D E R D E R E R R I C H T U N G VO N T R AUM BÄ D E R N : U N S E R E 6 5 0 T I R O L E R S A N I TÄ R - , H E I Z U N G S U N D LÜ F T U N G ST EC H N I K E R S I N D I N ALLEN BEL ANGEN PROFESSIONELLER A N S P R E C H PA R T N E R V O R O R T.“ Ver on i k a Opbacher-Eg ger
Die fortschreitende Technologisierung hat auch das Berufsbild der Installateur*innen maßgeblich verändert. Ist Sanitär-, Heizungs-, und Lüftungstechnik ein Beruf mit Zukunft? Auf jeden Fall. Die Arbeit der Installations- und Gebäudetechniker ist so vielseitig und individuell, dass jeder Auftrag neue Herausforderungen mit sich bringt. Das kann kein Roboter. Dafür wird es auch in Zukunft immer professionelle Fachkräfte brauchen. Basierend auf neuen Techniken, erneuerbaren Energien und abgestimmt auf die angewandte Praxis haben
wir auch einen neuen Lehrplan ausgearbeitet und die Ausbildung von dreieinhalb auf vier Jahre erweitert, den wir nun Schritt für Schritt ins Laufen bringen. Vom kleinen Notfall bis zur Installation von Gebäudetechnik oder der Errichtung von Traumbädern wird die vielseitige Expertise von qualifizierten Fachkräften immer gefragt sein. PR
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TIROLER ZELLFORSCHUNG AUF WELTRAUMMISSION
© MCI / AARON HEIMERL
Lukas Trentini (Kinder- und Jugendanwalt), Harald Schneider (Geschäftsführer arbas Tirol), Johann Hechenblaikner und Wolfgang Gärtner (Fachbereichsleitungen Jugendcoaching)
Trotz wirtschaftlich herausfordernden Zeiten warnen arbas Tirol und der Kinder- und Jugendanwalt für Tirol eindringlich vor Einsparungen im Bereich der Prävention. Besonders Jugendcoaching-Angebote seien entscheidend, um Jugendliche frühzeitig zu unterstützen und damit auch soziale Kosten zu vermeiden. Laut einer Studie der JKU Linz verursacht ein junger Mensch ohne abgeschlossene Ausbildung durchschnittlich rund 20.000 Euro an jährlichen Folgekosten. Ein zentrales Problem liegt in der mangelnden Sichtbarkeit von Unterstützungsbedarfen im Bildungssystem. Die fehlende Sichtbarkeit im System darf jedoch nicht mit Stabilität gleichgesetzt werden. Selbst gravierende Schwierigkeiten werden statistisch oft nicht erfasst. Genau hier setzt das Jugendcoaching an: niederschwellig, präventiv und direkt im Lebensumfeld der Jugendlichen. Die Zahlen zeigen dabei sowohl den Erfolg als auch die Grenzen des Angebots: Mehr als 1.500 Jugendliche wurden 2025 begleitet. Dennoch konnten nur rund die Hälfte der abbruchsgefährdeten Jugendlichen erreicht werden. Der Bedarf ist also deutlich höher als die vorhandenen Ressourcen.
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E R F O L G S FA K T O R Ü B E R G A B E
Wenn in Tirol rund 17.400 Familienunternehmen mit etwa 128.500 Mitarbeiter*innen wirtschaften, entscheidet der gelungene Generationenwechsel über die Zukunft ganzer Regionen. Im heimischen Tourismus ist der Anteil an Familienbetrieben mit 92 Prozent dabei besonders hoch. „Die Familienbetriebe im Tiroler Tourismus sind mit ihren etwa 60.000 Beschäftigten als Arbeitgeber stark in ihren Regionen verankert. 2.600 bis 3.000 davon werden in naher Zukunft meist von der dritten auf die vierte Generation übergeben“, sagt Anita Zehrer, Leiterin des Zentrums Familienunternehmen am MCI. „Gerade deshalb ist die Frage der Nachfolge, die durchschnittlich zwischen fünf und acht Jahre dauert, keine rein betriebswirtschaftliche, sondern berührt immer auch Emotionen, Familienrollen und Werte.“ Kürzlich wurde im Rahmen des F.acT Talks am MCI Tourismus in Innsbruck das Thema Betriebsnachfolge in den heimischen Tourismusbetrieben beleuchtet. „Mit den F.acT Talks übersetzen wir Forschung in konkrete Impulse für Betriebe“, erklären die wissenschaftlichen Träger von F.acT, Hubert Siller als Leiter MCI Tourismus und Birgit Pikkemaat vom Institut für Management und Marketing, Team KMU & Tourismus der Universität Innsbruck. Fundierte Tourismusdaten gibt’s unter www.fact.tirol.
© ADSI
Hubert Siller (Leiter MCI Tourismus), Claudia Rauch (Institut für Management und Marketing, Team KMU & Tourismus, Universität Innsbruck), Birgit Bosio (MCI Tourismus), Anita Zehrer (Leiterin des Zentrums Familienunternehmen am MCI), Valentina Ultsch (Head of People & Organization und Prokuristin harry’s home & ADLER Hotels), Josef „Sepp“ Schwaiger (Geschäftsführer, Inhaber und Gastgeber der Eder Collection / Eder Hotels GmbH) und Franz Pegger (Vorsitzender MCI Hochschulkollegium)
In den frühen Morgenstunden des 13. Mai 2026 mitteleuropäischer Zeit ist eine SpaceX-Rakete mit einem Minilabor des Austrian Drug Screening Institute/ADSI an Bord zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Im seit 2000 bewohnten Forschungslabor im Orbit werden in den nächsten Wochen mit dem Projekt PhytoSpace Endometriose-Gewebeproben gemeinsam mit ausgewählten pflanzenbasierten Wirkstoffen (Phytoextrakten) getestet. Parallel dazu laufen identische Experimente im Labor in Innsbruck und an der Universität Neapel Federico II. Weil sich Zellprozesse im Weltall anders verhalten als auf der Erde, hoffen die Forscher*innen auf neue Einsichten in die Entstehung und den Verlauf der Krankheit, von der weltweit 200 Millionen Frauen betroffen sind.
Das Austrian Drug Screening Institute wurde 2011 als Ausgründung der Universität Innsbruck von Prof. DDr. Günther Bonn (Bild) und Prof. Dr. Lukas Huber gegründet. Das Institut erforscht pflanzliche Wirkstoffe für Medizin, Kosmetik und Ernährung und wird vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung und dem Land Tirol gefördert. www.adsi.ac.at
experten.tipp
T IP P DER REDA K T IO N
DIE USPILLUSION
HALLO SOMMER
© UNIVERSITÄT INNSBRUCK
Sommer ist super und macht gute Laune. Die warme Jahreszeit lockt uns nach draußen, egal ob auf die heimische Terrasse, an den See oder in den Urlaub. Doch so schön die Sonnenstrahlen auch sind, unsere Haut und auch unsere Augen freuen sich über Schutz. Unser Tipp für entspannte Sommertage: die Sonnenbrille als unverzichtbares Accessoire immer dabeihaben, stilvoll, praktisch und gut für die Augen. Am liebsten stöbern wir uns durch das Sortiment im Sehenswert ins Wattens, für heuer haben wir uns ein Modell von Neubau mitgenommen. Sonnenbrille „Ludwig“ aus neuem Natural-3D-Material um 320 Euro.
Felix Holzmeister ist Verhaltensforscher an der Uni Innsbruck und als einer der Lead-Autor*innen federführend an der Publikation im Fachjournal Nature beteiligt.
M E TA - S C I E N C E
Eine internationale Metastudie mit Beteiligung der Universität Innsbruck zeigt, wie stark Ergebnisse der Verhaltensund Sozialwissenschaften von der gewählten Analysemethode abhängen können. Für die in Nature veröffentlichte Untersuchung analysierten 457 Forscher*innen dieselben Datensätze aus 100 Studien; mit teils deutlich unterschiedlichen Ergebnissen. Zwar bestätigten die meisten Re-Analysen die Kernaussagen der Originalarbeiten, doch Effektgrößen und Unsicherheiten variierten häufig erheblich. Die Studie macht deutlich, dass analytische Variabilität kein Randphänomen ist, sondern ein grundlegendes Merkmal empirischer Forschung. Wissenschaftliche Objektivität entstehe demnach nicht durch eine einzige „richtige“ Methode, sondern durch die Offenlegung vertretbarer Alternativen und der damit verbundenen Unsicherheiten. Die Autor*innen plädieren daher für mehr Transparenz durch sogenannte Multi-Analysten- und Multiversum-Ansätze. Die Ergebnisse seien dabei kein Hinweis auf mangelhafte Forschung, sondern Ausdruck wissenschaftlicher Sorgfalt.
Warum in Branchen mit standardisierten Produkten Sales und Marketingkommunikation den Unterschied machen.
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tart-up-Mindset, der Ruf nach dem Alleinstellungsmerkmal (USP) oder der Rückzug in die Nische: Diese Überlegungen sind im strategischen Marketing durchaus sinnvoll. Wenn über Wachstum nachgedacht wird, landet die Diskussion häufig bei Innovationen, neuartigen Produkten oder dem Alleinstellungsmerkmal. Die Hoffnung dahinter ist nachvollziehbar: Wer etwas anbietet, das die Konkurrenz nicht liefern kann, entzieht sich dem direkten Wettbewerb. Aus meiner Erfahrung hört man dieses Verlangen häufig von Politik, Interessensvertretungen, Business Schools und in der Folge von Unternehmen. Es gibt selbst Mitarbeitende aus Vertrieb und Marketingkommunikation, die diesen Wettbewerbsvorteil von ihren Arbeitgeber*innen erwarten. Bei vielen Geschäftsmodellen und besonders im B2B-Bereich sind die Möglichkeiten dazu jedoch oft begrenzt. Anforderungen von Kund*innen sind meist standardisiert, Spezifikationen exakt vorgegeben und Anbieter*innen dadurch extrem vergleichbar. Die Kaufentscheidung wird so schnell auf den reinen Preis reduziert. Die Preispolitik wird fälschlicherweise als das einzige Marketinginstrument gesehen. Aus meiner Erfahrung als Verkaufstrainer weiß ich: Hier wird ein entscheidender Faktor übersehen. Wenn Produkte und Preise vergleichbar sind, kommt vor allem Marketingkommunikation und Sales ein besonderer Stellenwert zu. Genau hier setze ich an, denn nachhaltiger Vertriebserfolg ist kein Zufall, sondern das Resultat aus einem soliden Fundament und der richtigen Struktur. Ich verbinde Verkaufstheorie mit gelebter Praxis: von der B2B-Marketingstrategie über Sales Controlling bis hin zu den entscheidenden Kommunikationsskills. Ob direkt an Unternehmen, für Selbstständige oder im Rahmen der Lehrgangsreihe Key-Account-Management am WIFI Tirol in Innsbruck. Mein Ziel ist es, Unternehmen jene Kompetenzen aus Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln, die Wachstum in Branchen ermöglichen, in denen Kund*innen Differenzierung von Produkten und Dienstleistungen kaum berücksichtigen. PR
MICHAEL HECHENBLAIKNER, MBA
Kirchfeld 18, 6235 Reith i. A. Tel.: 05337/67 070, michael@hechenblaikner.org www.hechenblaikner.org
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WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
FA S Z I N AT I O N M E TA L L Metall ist vielseitig und die Einsatzgebiete sind schier grenzenlos. Das Berufsfeld der Metalltechniker zählt daher zu den spannendsten und abwechslungsreichsten Tätigkeiten überhaupt und wird auch zukünftig am Arbeitsmarkt heiß begehrt sein. T E X T : D O R I S H E LW E G
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In der Metalltechnik trifft Digitales auf Handfestes, moderne Technik auf Metall.
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etall ist nahezu überall. In der Elektrotechnik. Im Baugeschäft. Im Ladenbau. In der Autozulieferindustrie. Die Liste könnte man noch endlos fortsetzen. Ebenso wie die Berufsmöglichkeiten in der Metalltechnik. Kaum ein Berufsfeld verbirgt eine derart grenzenlose Vielseitigkeit und derart viele Entwicklungsmöglichkeiten. „Metall ist ein unglaublich spannendes Material“, zeigt sich MMst. Christian Dollinger, Innungsmeister der Metalltechniker in der Wirtschaftskammer Tirol, auch nach 30 Jahren Erfahrung täglich aufs Neue begeistert. Mittels unterschiedlichster Metallverarbeitungstechniken wie Gießen, Schmieden, Schweißen, Fräsen, Drehen oder Lasern werden präzise Bauteile und Konstruktionen für Handwerk, Industrie oder Design geschaffen. Oder auch Kunstwerke.
MODULAR
Die duale Ausbildung im Bereich Metallbau ist vielfältig, und das Arbeitsleben nach der Lehre ist mindestens genauso spannend.
In der Metalltechnik trifft moderne Technik auf Metall. Digitale Anwendungen auf Handfestes. Vom Balkongeländer bis zu Brückenkonstruktionen. Vom Gartenzaun bis zur Industrieanlage. Vom Aufzug bis zur Fahrzeugbautechnik. Ursprünglich aus dem Schmiedeberuf hervorgegangen, gestaltet sich die Ausbildung in der Metalltechnik als modularer Lehrberuf, der sich aus einem zweijährigen Grundmodul und einem eineinhalbjährigen Hauptmodul zusammensetzt. Die freiwillige Absolvierung eines zusätzlichen Spezialmoduls von einem halben Jahr bietet eine weitere Möglichkeit zur Vertiefung und Spezialisierung in hochaktuellen Berufsbereichen wie Automatisierungstechnik, Industrial Engeneering, Metallurgie und Umformtechnik, CNC-Fertigung oder Stahlbautechnik. Für Maturant*innen, die sich für
einen metalltechnischen Beruf interessieren, hat Innungsmeister Christian Dollinger in Zusammenarbeit mit der Fachberufsschule eine verkürzte Lehrzeit mit einem Einstieg ab dem zweiten Lehrjahr und entsprechend höheren Lehrlingsentschädigungen in Ausarbeitung. „Der Weg muss dahin gehen, dass wir Schulabgänger in die Wirtschaft holen.“ Denn die an sich schon sehr spannenden und abwechslungsreichen Tätigkeiten bergen auch interessante Entwicklungsmöglichkeiten bis hin zur Meisterprüfung und dem eigenen Betrieb in sich. „Mit etwas handwerklichem Geschick und mathematischem Verständnis kann man in der Branche viel erreichen. Wenn man nach dreieinhalb oder vier Jahren Lehre als Facharbeiter*in tätig ist, beginnt erst das eigentliche Abenteuer. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung und die Chance, die Karriereleiter hochzuklettern oder sich selbstständig zu machen und eine eigene Firma zu gründen“, ist Dollinger überzeugt. Auch er selbst hat seine Karriere mit einer Lehre begonnen, seit 2019 ist er Landesinnungsmeister der Metalltechniker in Tirol. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man eine saubere, ordentliche Arbeit abliefert und
© DIE FOTOGRAFEN
WIRTSCHAFTSKAMMER TIROL
„MAN SIEHT JEDEN TAG , WA S M A N GESCHAFFEN H AT. DA S I S T WUNDERSCHÖN U N D E R F Ü L L E N D.“ C h r i s t ia n Dol l i nger
Kund*innen damit eine Freude haben. Man sieht jeden Tag, was man geschaffen hat. Das ist wunderschön und erfüllend“, ist er nach 30-jähriger Tätigkeit immer noch jeden Tag mit Begeisterung am Werk. Was allerdings insbesondere den kleineren Betrieben die Ausbildung von Fachkräften immer mehr erschwert, ist die überbordende Bürokratie. „Betriebe, die Leute beschäftigen und ausbilden, sollten viel mehr gefördert werden, anstatt ihnen immer mehr Bürden aufzuhalsen“, plädiert der Innungsmeister für mehr Entlastung auf Unternehmerseite. Neben dem Bürokratieabbau setzt sich die bundesweite Innung auch für Arbeitszeitflexibilisierung, Investitionsförderung und KMU-gerechte Normung ein. Die größte Herausforderung der nächsten Jahre wird zweifelsohne der Fachkräftemangel sein. Vielseitig interessierte Lehrlinge werden demnach dringend gesucht. PR
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© UNIVERSITÄT INNSBRUCK
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BUCH T IP P -
FINANZBILDUNG ALS ZUKUNFTSKOMPETENZ
Der kleine Millionär, Ilse Wagner, GedankenGold Verlag, 180 Seiten, EUR 28,90
Der untersuchte Gang in einem Tiroler Supermarkt, mit und ohne Wareninseln zwischen den Regalen
WENIGER IST MEHR
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Supermärkte setzen seit Jahrzehnten auf Zweitplatzierungen – also zusätzliche Wareninseln mitten im Gang – in der Hoffnung, den Verkauf anzukurbeln. Über zwölf Wochen hat ein Team um Mathias Streicher vom Institut für Management und Marketing der Universität Innsbruck das Einkaufsverhalten im selben Gang eines Supermarkts verglichen – mit und ohne Wareninseln zwischen den Regalen. Ihre Beobachtungsdaten belegen deutliche Verhaltensänderungen: Nachdem die Wareninseln entfernt wurden, blieben Kund*innen häufiger stehen und setzten sich intensiver mit den Regalinhalten auseinander. Übermäßige Bestückung verengt demnach die Gänge, bremst Kund*innen aus und kann den Umsatz senken. In realen Feldexperimenten stiegen die Umsätze in Gängen ohne Zusatzdisplays um rund 11,5 Prozent, obwohl insgesamt weniger Produkte ausgestellt waren. Ein weiterer zentraler Befund der Studie: Einkaufswagen verstärken die negativen Effekte von Zusatzdisplays. Die Einkaufswagen vergrößern den subjektiv erlebten Nahraum, in engen Gängen reagieren Personen mit Wagen deshalb sensibler auf räumliche Enge, was die Hemmnisse für Stoppen, Sichten und Zugreifen zusätzlich erhöht.
Während in Österreich seit Jahren über mangelnde finanzielle Grundbildung diskutiert wird, setzt Unternehmerin Ilse Wagner genau dort an, wo wirtschaftliches Denken entsteht: in der Kindheit. Mit ihrem neuen Buch bringt sie zentrale Prinzipien von Financial Literacy erstmals in eine kindgerechte, erzählerische Form. Im Mittelpunkt steht Leo, ein Bub, der beginnt, sich mit Geld, eigenen Ideen und unternehmerischem Handeln auseinanderzusetzen. Das Buch vermittelt grundlegende wirtschaftliche Denkweisen nicht über Theorie, sondern über Erfahrung und Identifikation, und kombiniert narrative Elemente mit interaktiven Impulsen, Reflexionsfragen und digitalen Erweiterungen via QR-Code. „Der kleine Millionär“ positioniert sich nicht nur als Kinderbuch, sondern als Beitrag zu einer breiteren Diskussion: Wie kann finanzielle Bildung frühzeitig, niederschwellig und nachhaltig vermittelt werden? Das Buch richtet sich an Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren und indirekt an Eltern sowie Bildungseinrichtungen, die neue Wege suchen, wirtschaftliche Kompetenzen zu fördern.
Q U A N TA S T I S C H
Die Universität Innsbruck zählt international zu den führenden Zentren der Quantenphysik. Die im vergangenen August errichtete quantenoptische Bodenstation, benannt nach der österreichischen Physikpionierin Marietta Blau (1894–1970), bietet aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage am Hafelekar beste Voraussetzungen für die Erforschung eines besonders zukunftsweisenden Gebiets innerhalb der Disziplin: der Quantenkommunikation über den Weltraum. Durch den Austausch einzelner Lichtteilchen zwischen einem Quantensatelliten und zwei Bodenstationen können zwei Orte an der Erdoberfläche absolut abhörsicher kommunizieren oder Quantencomputer global vernetzt werden. Der Standort in 2.280 Metern Höhe bietet ideale Bedingungen, um die Grundlagen satellitengestützter Quantenkommunikation zu erforschen, denn aufgrund der Höhe werden Signalverluste zwischen dem Satelliten und der Bodenstation bereits reduziert. Die Bodenstation, deren Kernstück ein Ritchey-Chrétien-Teleskop mit einem ein Meter großen Spiegel ist, wird auch von Wissenschaftler*innen vom Institut für Astro- und Teilchenphysik genutzt. Mitte Mai wurde sie ganz offiziell eröffnet.
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© CHRISTINE MIESS
E V EN T IPP T-
Dafür glüht dein Grill.
DIVERSITY FIRST
Der Österreichische Diversity Ball feiert heuer sein 18-jähriges Bestehen und setzt sich als Verein ganzjährig für die Inklusion und Awareness von allen Menschen in Österreich ein. Vor allem im Berufsalltag ist Diversität in vielen Betrieben zwar Teil der Kommunikation, der Alltag schaut meist anders aus – sei es durch strukturelle Barrieren, mangelnde Sichtbarkeit oder unzureichende Rahmenbedingungen. Monika Haider ist unter anderem Gründerin und Gesellschafterin des Kompetenzzentrums equalizent (www.equalizent. wien) und Mitgründerin von Sign Time, einem Softwareunternehmen für innovative Kommunikation und digitale Inklusion, und gleichzeitig Initiatorin des wohl inklusivsten Balls Österreichs, der am 5. September 2026 im Wiener Rathaus stattfindet. Die Veranstaltung hat mittlerweile einen enormen Stellenwert auch über Wien hinaus. Der Ball ermöglicht es Menschen mit und ohne Behinderung, gemeinsam zu feiern und positive Erfahrungen im Umgang mit Vielfalt zu machen. Durch die niedrigen Preise am Ball wird zudem sichergestellt, dass wirklich jede Person die Möglichkeit hat, daran teilzunehmen. Darüber hinaus fungiert der Diversity Ball als einzigartige Plattform der Solidarität für diverse Communities. Wer selbst dabei sein möchte, bitte hier lang: www.diversityball.at
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Die Jugend verstehen: So ticken Tirols junge Menschen wirklich.
WICHTIGE THEMEN IM ALLTAG 65 % Zeit für sich zu haben 63 % Genügend Geld zu haben, um sich Wünsche zu erfüllen/unabhängig zu sein 62 % Einen guten Job zu haben, der einem Sicherheit und Zufriedenheit gibt 56 % Einstieg ins Berufsleben nach Schule/Studium 56 % Leistung zu erbringen, Engagement zu zeigen 51 % Das Gefühl, etwas bewirken/das Leben selbst gestalten zu können 43 % Sich in der Ausbildung/im Berufsleben ernst genommen zu fühlen 41 % Eine stabile Partnerschaft zu führen
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41 % Seinen (künftigen) Kindern ein positives Umfeld zu bieten 39 % Ein eigenes Zuhause/eine Eigentumswohnung/ein Haus zu besitzen
56 %
HABEN DAS GEFÜHL, ZU VIEL ZEIT AM HANDY ZU VERBRINGEN.
53 %
CA. 60 %
39 %
33 %
SIND UNZUFRIEDEN MIT DEN GESUNDHEITLICHEN UND BERUFLICHEN BERATUNGSANGEBOTEN.
HABEN SICH FÜR HEUER VORGENOMMEN, ETWAS FÜR IHRE BERUFLICHE KARRIERE/ ENTWICKLUNG ZU TUN.
Hinweis: Die befragten Tiroler Schüler*innen/Jugendlichen sind zwischen 12 und 17 Jahre alt. Quelle: Wirtschaftskammer Tirol – Tiroler Jugendstudie 2026
50 %
HABEN SORGE VOR STEIGENDER GEWALTBEREITSCHAFT, KRIMINALITÄT UND ANSCHLÄGEN.
HIER GEHT’S ZUR GESAMTEN STUDIE INKL. VERGLEICH ZU GESAMTÖSTERREICH:
MÖCHTEN SICH MEHR ZEIT FÜR SICH SELBST SOWIE FÜR FAMILIE/ FREUND*INNEN NEHMEN.
SORGEN SICH UM STEIGENDE LEBENSHALTUNGSKOSTEN UND DASS SIE SICH WENIGER LEISTEN KÖNNEN SOWIE UM DAS KLIMA UND UMWELTKATASTROPHEN.
22 %
WÜNSCHEN SICH ANERKENNUNG FÜR DIE PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG, NICHT NUR FÜR LEISTUNG.
40 %
DER TIROLER JUGENDLICHEN SEHEN IN DER LEHRE EINE ATTRAKTIVE ZUKUNFTSOPTION. ÖSTERREICHWEIT SIND ES NUR 12 %.
9%
GLAUBEN, MIT EINEM (FACH-) HOCHSCHULABSCHLUSS ODER STUDIUM DIE BESTEN CHANCEN ZU HABEN. ÖSTERREICHWEIT SEHEN DAS 22 % SO.
Die Studienergebnisse liefern eine klare Botschaft: Tirols Jugendliche sind leistungsbereit, werteorientiert und wollen Zukunft aktiv gestalten. Gleichzeitig stehen sie unter wachsendem Druck und erleben Unsicherheiten. Damit rücken Fragen der richtigen Ansprache und Begleitung stärker in den Mittelpunkt.
36 %
INFORMIEREN SICH ÜBER SCHNUPPERMÖGLICHKEITEN, BERUFSPRAKTISCHE TAGE ODER PRAKTIKA ÜBER VERSCHIEDENE JOBS.
19 % SEHEN ONLINEJOBPORTALE ALS EFFEKTIVSTE INFORMATIONSQUELLE FÜR DIE JOBSUCHE.
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Wo Qualität, Regionalität und Genuss zuhause sind Der Fruchthof Innsbruck ist bekannt für seine besondere Art des Einkaufens. Hier finden Sie persönliche Beratung, hochwertige Produkte und eine Atmosphäre, die nah an den Menschen ist. Frische Lebensmittel, sorgfältig ausgesuchte Spezialitäten und echte Leidenschaft für Genuss treffen hier aufeinander. Die Qualität steht dabei immer an erster Stelle. Egal, ob es um Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder internationale Spezialitäten geht. Jedes Produkt wird mit Blick auf Frische, Herkunft und Geschmack ausgewählt. Der Anspruch ist eindeutig: Nur das Beste ist gut genug für den Fruchthof. Regionalität ist uns ebenfalls wichtig. Viele Produkte kommen von Produzenten aus Tirol und den umliegenden Regionen. Kurze Wege, klare Herkunft und enge Zusammenarbeit mit lokalen Betrieben sorgen dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt und Kunden Lebensmittel mit Vertrauen genießen können. Der Fruchthof lädt ein, viele verschiedene Lebensmittel zu probieren. Es gibt lokale Spezialitäten und ausgewählte Produkte aus der ganzen Welt. Das macht den Markt zu einem Ort, an dem man gerne isst und neue Ideen findet. So wird der Fruchthof zu einem besonderen Einkaufsort. Er ist mehr als nur ein Markt, an dem man Lebensmittel kauft. Der Fruchthof in Innsbruck ist ein Treffpunkt für Menschen, die gutes Essen mögen. Es ist ein Ort, an dem Qualität, Regionalität und Genuss wichtig sind.
Die volle Vitalität der Keimlinge Durch einen natürlichen Keimprozess von Korn- und Saatgut vermehren sich Vitamine und Mineralstoffe um ein Vielfaches. Bei den Brotbuben kommen diese dann sogar ins Brot! Die meisten unserer feinen Brot- und Gebäckspezialitäten enthalten diese gekeimten Energiebündel. Schonend getrocknet und vermahlen werden die Keimlinge dem Brotmehl beigemischt. Unsere Semmlinge sind damit fast so vital wie Vollkornbrot, die Krume bleibt aber weiß. Auch im Wurzelbrot sind die Keimlinge zu finden – die Brote & Gebäcke erhalten dadurch auch eine bessere Frischhaltung. www.brotbuben.at
FRUCHTHOF – Der Genießermarkt
Josef-Wilberger-Straße 19
6020 Innsbruck
www.fruchthof.at
Kulinarischer Hochgenuss Mitten in Innsbruck hat sich das Fischiff als eine der renommiertesten Fischrestaurant-Adressen Österreichs etabliert. Die Gault&Millau-Auszeichnung steht für höchste Produktqualität, handwerkliche Präzision und gelebte Gastfreundschaft. Im Mittelpunkt steht tagesfrischer Fisch, der mit viel Sorgfalt und Respekt vor dem Produkt zubereitet wird. Die Küche verbindet klassische Handwerkskunst mit modernen Aromen und schafft gemeinsam mit dem Service ein stimmiges kulinarisches Erlebnis. Das Fischiff beweist, dass außergewöhnlicher Fischgenuss eine Frage der Haltung ist. Jetzt QR-Code scannen & Rezepte entdecken: Serviceleiterin Astrid Cappella und Chefkoch Reinhard Hamun
Hörtnagl – Tradition trifft Genuss Hörtnagl steht seit über 163 Jahren für beste Wurst- und Fleischwaren. Unser Fleisch stammt zu 100 % aus heimischer Landwirtschaft, und wir legen höchsten Wert auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit, das Sortiment reicht von traditionellen Tiroler Wurstspezialitäten bis zu feinen Schinken- und Fleischprodukten. Filialleiter Kay Schönherr und sein Team freuen sich darauf, Sie persönlich und kompetent zu beraten. TIPP: Von MO bis FR gibt es leckere Mittagsmenüs zu € 11,50, Mittwoch ist z. B. Schnitzeltag. Für das aktuelle Menü einfach QR Code scannen.
Der Süden beginnt am Teller Manchmal braucht es nicht viel für ein bisschen Urlaub im Alltag: gute Oliven, feine Antipasti, cremige Dips, frisches Brot – und Menschen, mit denen man gerne teilt. AperOlivo bringt mediterrane Genusskultur nach Innsbruck. Mit hochwertigen Oliven, Artischocken, getrockneten Tomaten, Feta, Aufstrichen und hausgemachten Spezialitäten entsteht ein Sortiment, das mehr ist als Feinkost: Es ist ein Lebensgefühl. Wir stehen für Qualität, ehrlichen Genuss und die Liebe zu allem, was nach Sonne, Süden und gutem Geschmack schmeckt. AperOlivo – Aperitivo is a lifestyle. www.aperolivo.com
Berühmte Geschmacksexplosion Tom Yam Gung ist die wohl berühmteste thailändische Garnelensuppe. Die perfekte Balance aus scharf, sauer, salzig und leicht süß macht diese Suppe zu einem Highlight. Der Name setzt sich aus Tom (kochen/Suppe), Yam (mischen/sauer-scharf) und Gung (Garnelen) zusammen. Das Zusammenspiel von Galgant, Zitronengras, Limettensaft, Fischsauce und Chilis sorgt für den typischen ThaiKick. Die Suppe gilt zudem als äußerst gesund, da sie entzündungshemmende und stoffwechselanregende Eigenschaften besitzt.
Montag bis Freitag: 8:00 bis 18:30 Uhr
Samstag: 8:00 bis 17:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: Geschlossen
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Eine Gala. Eine Haltung. Seit mehr als zwei Jahrzehnten vereint der Life Award.barrierefrei Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur, Sport und Sozialem. Was 2003 aus einer persönlichen Überzeugung entstand, entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Galaveranstaltungen Tirols mit Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Am 2. November 2026 wird diese Erfolgsgeschichte im Congress Innsbruck fortgeschrieben.
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L IF E D. R AWA ER EI R R B A REI F 6 2 02
er Life Award.barrierefrei zählt zu jenen besonderen Veranstaltungen, die Menschen zusammenbringen, die im Alltag nur selten aufeinandertreffen. Unternehmer*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Sportler*innen, gesellschaftliche Entscheidungsträger*innen und Persönlichkeiten mit außergewöhnlichen Lebensgeschichten begegnen einander auf Augenhöhe – verbunden durch Leistung, Mut, Innovationskraft, Haltung, Menschlichkeit, Vorbildwirkung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Gegründet wurde der Life Award.barrierefrei im Jahr 2003 von Ingrid und Rudolf Larese. Eine persönliche Erfahrung in der eigenen Familie gab den Anstoß für eine Idee, die bis heute den Kern der Veranstaltung prägt: Menschen mit Behinderungen, besonderen Bedürfnissen und außergewöhnlichen Schicksalen als Persönlichkeiten mit ihren Talenten, Erfolgen, Ideen und Lebensleistungen sichtbar zu machen. Seither würdigt die exklusive Gala mit dem Höhepunkt der Award-Verleihung genau jene Menschen, die durch außergewöhnliche Leistungen, besondere Lebenswege, herausragendes Engagement, Mut, Innovationskraft und neue Perspektiven beeindrucken. Gleich-
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Der Life Award.barrierefrei bietet eine Bühne für außergewöhnliche Menschen. zeitig werden Vereine, Institutionen und Unternehmen ausgezeichnet, die mit innovativen Projekten, mutigen Ideen und gesellschaftlicher Verantwortung wichtige Impulse für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe setzen. Gerade diese Verbindung macht den besonderen Charakter des Life Award.barrierefrei aus. Auf seiner Bühne begegnen einander Menschen, die unsere Gesellschaft auf ganz unterschiedliche Weise prägen. Für einen Abend stehen nicht Unterschiede im Mittelpunkt, sondern Potenziale, Leistungen und die Kraft guter Ideen. Es entstehen Begegnungen, die inspirieren, neue Perspektiven eröffnen und lange in Erinnerung bleiben. Über die Jahre entwickelte sich der Life Award.barrierefrei zu einem gesellschaftlichen Ereignis mit besonderer Strahlkraft. Renommierte Laudator*innen, bekannte Künstler*innen, hochkarätige Gäste und bewegende Ehrungen schufen Jahr für Jahr jene besondere Atmosphäre, für die die Veranstaltung weit über Tirol hinaus bekannt FOTOS: © FOTO STANGER, LUNA AGENCY, LIFE AWARD
wurde. Eine Gala, die Eleganz, Wertschätzung, Menschlichkeit und gesellschaftliche Relevanz auf einzigartige Weise miteinander verbindet. Festliches Galadinner, kulinarische Höhepunkte, inspirierende Auszeichnungen und ein hochwertiges Rahmenprogramm machen den Life Award.barrierefrei zu einem Abend, der lange nachwirkt. Der Anspruch, Aufmerksamkeit nicht nur zu schaffen, sondern auch konkrete Wirkung zu erzielen, blieb dabei stets Teil der Veranstaltung. Durch den Life Award.barrierefrei konnten bislang mehr als 300.000 Euro für behindertenpolitische Zwecke und Projekte in Kooperation mit Licht ins Dunkel bereitgestellt werden. Nach fünfjähriger Pause wird diese Erfolgsgeschichte am 2. November 2026 fortgeschrieben. Ein Abend für Menschen, die etwas bewegen. Und für jene, die erkennen, wie viel gesellschaftliche Kraft in Mut, Verantwortung, Innovationsgeist und außergewöhnlichen Lebensleistungen steckt.
LIFE AWARD.BARRIEREFREI Die Gala mit Strahlkraft und gesellschaftlicher Wirkung kehrt 2026 zurück. Sie ist jedoch weit mehr als eine Gala. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen, Vereine und Schulen tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass aus einem festlichen Abend ein gemeinsames Zeichen für Zusammenhalt und gesellschaftliche Verantwortung wird.
Festliches Galadinner, bewegende Ehrungen und Menschen, die Verantwortung übernehmen: Der Life Award.barrierefrei verbindet gesellschaftliche Relevanz mit einer Atmosphäre, die lange in Erinnerung bleibt. Seit seiner Gründung konnten bereits mehr als 300.000 Euro für behindertenpolitische Projekte und Initiativen bereitgestellt werden – ein Zeichen dafür, dass Aufmerksamkeit und konkrete Wirkung Hand in Hand gehen können. Der Life Award.barrierefrei würdigt Persönlichkeiten, die durch außergewöhnliche Leistungen, besondere Lebenswege, Mut, Innovationskraft und herausragendes Engagement beeindrucken – und macht sichtbar, was unsere Gesellschaft bereichert.
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Im Gespräch © TVB ST. ANTON AM ARLBERG
NEWS & EVENTS
Roland Volderauer (re.) wird neuer Direktor des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg. Im Bild mit Josef Chodakowsky (Obmann des Tourismusverbandes St. Anton am Arlberg).
A R L B E R G-K E N N E R
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Oben: Martin Wetscher mit Femke Derks (Gründerin Frankly Amsterdam) und Johan Beentjes // Michael Fladenhofer (Flexform) und Magdalena Bortolotti // unten: Johannes Wetscher und Emmy Sollewijn Gelpke (Frankly Amsterdam) // Haubenkoch Thomas Grander
CIAO BELLI Ein Hauch von Mailand wehte Mitte Juni durch die Wetscher Wohn galerien: Gemeinsam mit zahlreichen Gästen eröffnete Martin Wetscher das neue Flexform-Studio. Inspiriert vom heurigen Salone del Mobile präsentiert die Ausstellung die aktuelle Kollektion der italienischen Designmarke in Kombination mit den außergewöhnlichen Textilien und Accessoires von Frankly Amsterdam. Bei italienischen Köstlichkeiten von Haubenkoch Thomas Grander wurde geschaut, diskutiert und vor allem ausgiebig probegesessen. Dass Flexform seit Jahrzehnten für außergewöhnlichen Komfort steht, ließ sich dabei unmittelbar erleben: So mancher Gast stellte mit einem Schmunzeln fest, dass die eigene Wohnzimmersituation zuhause plötzlich nicht mehr ganz zufriedenstellend erschien. Die Erkenntnis des Nachmittags: Gutes Design sieht nicht nur schön aus – man möchte am liebsten sitzen bleiben.
Nach 14 Jahren an der Spitze des Tourismusverbandes Stubai Tirol legt Roland Volderauer seine Funktion als Geschäftsführer Ende der Sommersaison nieder und tritt zum 1. Jänner 2027 die Stelle als Direktor des TVB St. Anton am Arlberg an. Dort löst er Martin Ebster nach 22 Jahren ab. Die Entscheidung fiel nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren, das von einer externen Personalberatungsagentur begleitet wurde. Aus insgesamt über 80 Bewerbungen aus dem deutschsprachigen Europa sprach sich der Vorstand des Tourismusverbandes einstimmig für Volderauer aus. Der gebürtige Tiroler ist am Arlberg kein Unbekannter: Von 2009 bis 2012 war er als Holdinggeschäftsführer der Tourismusbetriebe Warth Holding GmbH tätig. ➜ Der Tourismusverband St. Anton am Arlberg zählt zu den bedeutendsten Wintersportdestinationen Europas. Nach der Austragung der Alpinen Ski-WM 2001 bewirbt sich die Region neuerlich für die Alpine Ski-WM 2033.
So muss Sommer!
Mit Berryo eröffnete Mitte Juni ein neuer Frozen-Yoghurt- und Açai-BowlSpot direkt am Stadtturm in der Innsbrucker Altstadt. Das Konzept verbindet Pure-Alpine-Frozen-Yoghurt mit erfrischenden Açai-Bowls und einer vielfältigen Auswahl an Toppings – von knusprig und gesund bis hin zu süßen „Guilty Pleasures“. Damit zieht ein frisches Gastronomiekonzept in eine der bekanntesten Lagen der Stadt ein. Berryo versteht sich dabei als mehr als nur ein weiterer Eis-Spot: Die Location will ein Ort für entspannte Momente, kleine Auszeiten und genussvolle Pausen mitten in der Stadt sein. Die Kombination aus Frozen Yoghurt und Açai-Bowls ist in Innsbruck bislang einzigartig und passt perfekt in den Sommer. We like!
© GHS/FORXHER
© FRANZ OSS
im.gespräch
Michael Zentner (UNIQA Landesdirektor in Tirol) und Peter Humer (Vorstand Kunde & Markt Österreich UNIQA Insurance Group AG)
ERFOLGREICHES JAHR 2025 Entspannte Atmosphäre bei der Geburtstagsfeier beim Lounge75-Event: Eduard Wallnöfer (Aufsichtsratsvorsitzender GHS), Dietmar Waldeck (Vorstand GHS), Klaus Mair (Vomp) und Martin Mimm (Vorstand GHS)
75 JAHRE GHS Ein Dreivierteljahrhundert leistbarer, nachhaltiger und qualitativ hochwertiger Wohnraum – das ist die Bilanz der Gemeinnützigen Hauptgenossenschaft des Siedlerbundes (GHS). Doch wer beim 75-jährigen Jubiläum des Bauträgers einen nostalgischen Blick zurück erwartet, täuscht sich. Das Führungsduo Martin Mimm und Dietmar Waldeck nutzt den Meilenstein für eine kraftvolle Ansage: Die Zukunft des gemeinnützigen Wohnbaus wird dynamisch, flexibel und digital. Mit Projekten in Tirol, Salzburg und Kärnten steht GHS für regionale Wertschöpfung, soziale Verantwortung und zukunftsweisende Baukonzepte. www.ghs-wohnbau.com
Im Jahr 2025 hat UNIQA ein exzellentes Ergebnis erzielt, zu dem alle Regionen beigetragen haben. Mit einem Prämienvolumen von rund 463,7 Millionen Euro (2024: rund 449,3 Mio. Euro) konnte der Versicherer auch in Tirol erneut ein starkes Plus erzielen. Der kräftigste Prämienzuwachs wurde dabei in der Krankenversicherung verzeichnet. Rund 350 Mitarbeiter*innen und Partner*innen betreuen an insgesamt 38 Standorten rund 293.500 Kund*innen, der Marktanteil beträgt etwa 26 Prozent. Die Marktführerin setzt mit myUNIQA künftig weiterhin auf 24/7-Verfügbarkeit und erweitert außerdem laufend ihr Gesundheitsnetzwerk, das in Tirol aktuell mehr als 160 Ärzt*innen, 420 Zahnärzt*innen, 40 Physiotherapeut*innen, zehn VitalCoaches, mehr als 130 Apotheken sowie 32 VitalHotels umfasst.
Austrialpin-Gründer Andreas und Bruno Hörtnagl und Geschäftsführerin Katrin Mark-Winkler mit Bürgermeister Hans Deutschmann // Katrin MarkWinkler mit Emanuel und Silvia Soraperra (Kletterhalle Bergstation in Telfs) // Die Söhne der Gesellschafter mit dem Sohn des nordamerikanischen Vertriebspartners Austrialpin Inc., Mitbegründer des Erfolgs: Armin Hörtnagl, Michael Hörtnagl, Ronin Hemphill, Mario Hörtnagl und Clemens Hörtnagl
Feier-Tag
Mit einer stimmungsvollen Jubiläumsfeier beging AUSTRIALPIN, Produzent für Bergsport- und Sicherheitsprodukte, sein 30-jähriges Bestehen und blickte gemeinsam mit zahlreichen Gästen auf drei bewegte Jahrzehnte Unternehmensgeschichte zurück. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Get-together am Firmenstandort in Fulpmes, den festlichen Höhepunkt bildete das Abendprogramm im Kreuzjoch Panoramarestaurant in der Schlick. Ein emotionales Highlight des Abends war die Premiere des Films „30 Jahre AUSTRIALPIN“, der die Geschichte des Unternehmens nachzeichnet und von Risiko und Verantwortung erzählt, von Verlusten und Neuanfängen, von Visionen und deren konsequenter Verwirklichung. Vor allem aber versteht sich die Produktion als Hommage an all jene Menschen, die in den vergangenen drei Jahrzehnten Teil der AUSTRIALPIN-Geschichte waren und das Unternehmen mit ihrem Engagement geprägt haben. ➜ Mehr zum Unternehmen finden Sie auf Seite 94 dieser Ausgabe.
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© SPARKASSE IMST / CHRISTOPH NÖSIG
im.gespräch
KONSTANZ AUF HÖCHSTEM NIVEAU
GEMEINSAM ESSEN, GEMEINSCHAFT ERLEBEN
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© DAVID JORDAN
Im Rahmen des Franziskus-Jahres 2026 luden die Diözese Innsbruck und das Italienische Kulturinstitut Dante Alighieri Innsbruck zu einer besonderen Benefizveranstaltung für wohnungslose Menschen in den Dom zu St. Jakob. Unter dem Titel „Pasta per Tutti – ein Franziskus-Mahl im Innsbrucker Dom“ kamen am Herz-Jesu-Sonntag rund 800 Gäste unterschiedlicher sozialer, kultureller und religiöser Herkunft zu einer Tischgemeinschaft zusammen – als starkes Zeichen gelebter Geschwisterlichkeit im Geist des hl. Franziskus. Inspiriert ist das Mahl vom Konzept der „Runden und Eckigen Tische“ (www.rundundeckig.at) , das den lebendigen Dialog in der Gesellschaft fördert. Es ist zudem Teil der Initiative „Offene Herzen“, die daran erinnert, dass wir uns vor allem um jene kümmern sollen, die es im Leben schwer haben. Der Reinerlös des Abends kommt der Obdachlosenarbeit in Tirol zugute: Verein für Obdachlose, DOWAS und Caritas-Sozialarbeit.
Die Sparkasse Imst bestätigt einmal mehr ihre Spitzenposition im heimischen Bankensektor: Beim Sparkassen-Award 2025 sicherte sich das Oberländer Finanzinstitut ein weiteres Mal den Sieg in der eigenen Ranggruppe und erreichte im österreichweiten Vergleich aller Sparkassen den hervorragenden zweiten Platz. Die Auszeichnung bestätigt die konsequente Kundenorientierung, die starke regionale Verankerung sowie die wirtschaftliche Stabilität des Instituts. Die begehrten Trophäen werden jährlich unter den knapp 50 selbstständigen Sparkassen Österreichs vergeben. Ausgezeichnet werden jene Institute, die mit einer positiven Entwicklung im Privat- und Firmenkundengeschäft, hoher Kundenzufriedenheit sowie erstklassigen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen überzeugen. „Die Auszeichnung genießt unter den Sparkassen Österreichs hohes Ansehen. Wir freuen uns sehr, dass wir seit mehreren Jahren durchgehend zu den Besten des Landes zählen. Das bestätigt unsere Kontinuität auf einem sehr hohen Level. All das ist nur mit einem kompetenten und motivierten Team möglich, das konsequent unsere grundlegende Strategie verfolgt: Als Bank in der Region für die Region und die hier lebenden Menschen und ansässigen Unternehmen zu arbeiten“, so Vorstand Mario Kometer. ➜ Die Sparkasse Imst betreibt 15 Geschäftsstellen in den Bezirken Imst und Landeck. Über 150 Mitarbeiter*innen kümmern sich in den Kerngeschäftsfeldern Privatkunden, Firmenkunden, Freie Berufe, Wohnbau und Private Banking um die Anliegen und Wünsche der insgesamt mehr als 45.000 Kund*innen.
DER „ITALIENISCHE NOBELPREIS“ Hannes Pichler wurde Mitte Juni in Rom im Beisein von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften geht an Forscher*innen unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben. Hannes Pichler ist Professor für Theoretische Physik mit dem Schwerpunkt Quantenoptik an der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sein Forschungsgebiet umfasst Quantenoptik, Quanteninformationsverarbeitung und Quanten-Vielteilchenphysik. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.
© TIROLER HOSPIZ-GEMEINSCHAFT / URBAN REGENSBURGER
© DIE FOTOGRAFEN
im.gespräch
VERSTÄRKUNG Mag. Florian Defrancesco, BA, verstärkt ab 1. Juni als Rechtsanwalt das Team Geistiges Eigentum und Informationstechnologie von Binder Grösswang. Er ist seit 2021 in der Kanzlei tätig, zuletzt als Rechtsanwaltsanwärter. Defrancesco berät Unternehmen an der Schnittstelle von Recht, Technologie und Innovation mit besonderem Fokus auf Datenschutz-, Daten- und KI-Recht, Unternehmensrecht, geistiges Eigentum, Wettbewerbsrecht sowie in der Prozessführung in diesen Bereichen. ➜ Binder Grösswang ist eine der führenden Wirtschaftskanzleien Österreichs. Mit mehr als 100 Jurist*innen berät die Kanzlei nationale und internationale Unternehmen in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts.
Angelika Wolf (Präsidentin IWC Tirol Mitte), Marina Baldauf (Vorsitzende Tiroler Hospiz-Gemeinschaft), Hans Ölhafen (Präsident RC Telfs-Seefeld) und Werner Mühlböck (Geschäftsführer Tiroler Hospiz-Gemeinschaft)
Soziales Engagement
Der 2024 gegründete Inner Wheel Club Tirol Mitte mit seinen derzeit 24 Mitgliedern sammelte durch den Verkauf von selbstgebackenen Lebkuchen und Rotweinlikör 3.000 Euro für das Kinderhospiz Hall. Der Rotary Club Telfs-Seefeld verdoppelte die Spendensumme auf insgesamt 6.000 Euro. Mit dieser gemeinsamen Aktion unterstützen die beiden Serviceclubs die wichtige Arbeit des Kinderhospiz Hall. Mit der Spende wird das mobile Kinderhospiz gefördert, das Familien mit schwerkranken Kindern begleitet und unterstützt. In der schwierigen Zeit der Krankheit, des Abschieds und der Trauer benötigen sie Beistand und Unterstützung. Sie wollen auch helfen? Reinklicken unter www.hospiz-tirol.at
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OLYMPIAHALLE NENA bleibt eine der authentischsten Sängerinnen unserer Zeit und ein bedeutendes Stück Popkultur made in Germany. Ihre energiegeladene Bühnenpräsenz ist ebenso unverwechselbar und fesselnd, wie ihre Stimme. Das Publikum kann sich auf eine Live-Show freuen, mit Hits und Perlen aus NENAs umfangreichem Repertoire.
ALLE EVENTS
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© DIE FOTOGRAFEN
© HIRSCH
im.gespräch
Die GPK-Namenspartner Stefan Kofler und Franz Pegger
© HYPO TIROL BANK
I N T E R A K T I V E R T H E AT E R A B E N D Mit viel Feingefühl, Tiefgang und Raum für Austausch begeisterte das Forum theater „Geschichten vom Storch“ auf der Stadtbühne Imst. Die interaktive Produktion des HealthyMinds-Forschungsprojekts der Medizinischen Universität Innsbruck rückte die psychische Gesundheit rund um Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft in den Fokus, ein Thema, das nach wie vor zu selten öffentlich diskutiert wird. Unter der Regie von Armin Staffler wurden auf Basis realer Erfahrungen Situationen gezeigt, die von Überforderung und den Herausforderungen des Familienalltags erzählen. Das Besondere: Das Publikum konnte aktiv ins Geschehen eingreifen, Rollen übernehmen und alternative Lösungswege erproben. Die Laiendarsteller*innen Lara Herbrich, Markus Presslauer, Miriam Nagele, Bettina Schlechter, Dieter Lather und Andrea Umhauser machten sichtbar, wie sehr kleine Gesten, Erwartungen und gut gemeinte Ratschläge das emotionale Wohlbefinden beeinflussen können. Das Ergebnis war ein berührender Theaterabend, der zum Nachdenken anregte und neue Perspektiven eröffnete. Spannend! © SPAR
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ERNEUT SUPER Die Innsbrucker Wirtschaftskanzlei GPK Pegger Kofler & Partner ist auch 2026 im renommierten Ranking „Österreichs beste Anwälte“ des deutschen Handelsblatts vertreten. Darin werden die Namenspartner Franz Pegger und Stefan Kofler erneut in ihren jeweiligen Fachgebieten empfohlen – Pegger wird im Gesellschaftsrecht ausgezeichnet. Kofler erhält die Empfehlung in den Bereichen Transportrecht und Außenhandelsrecht. Das Handelsblatt veröffentlicht das Ranking jährlich in Zusammenarbeit mit Best Lawyers. Grundlage der Auswahl ist eine umfassende Peer-to-PeerBefragung unter Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten. Mit der neuerlichen Auszeichnung zählt GPK zu den wenigen im Ranking vertretenen Wirtschaftskanzleien in Westösterreich.
NEUER LEITER
Miriam Spindlegger (Lehrlingsverantwortliche für SPAR Tirol und Salzburg) zeigte den beiden Mittelschülerinnen Ines Riedl und Viviene Sonea gemeinsam mit Lukas Rainer und Stefan Obermoser (Leitung SPAR Fuhrpark) die verschiedenen Berufsmöglichkeiten bei SPAR.
Technik trifft Neugier
Einen Tag lang eintauchen, ausprobieren und hinter die Kulissen blicken: Beim internationalen Girls Day öffnete die SPAR Zentrale Wörgl auch heuer wieder ihre Türen für Schülerinnen aus Tirol. Ziel des Aktionstags ist, Mädchen und junge Frauen bei der Berufsorientierung zu unterstützen und ihnen neue Möglichkeiten insbesondere in technischen und handwerklichen Bereichen aufzuzeigen.
Seit Mai ist Robert Lang neuer Leiter des Private Bankings der Hypo Tirol Bank. In dieser Funktion verantwortet er die Betreuung vermögender Privatkund*innen sowie von Unternehmen und Stiftungen. Lang verfügt über langjährige Erfahrung im Bankwesen, ergänzt durch ein Executive-MBA-Studium mit Schwerpunkt Unternehmensführung. Sein Fokus liegt seit mehreren Jahren im Private Banking, zuvor war er als Filial- und Regionalleiter im Bankenvertrieb tätig. ➜ Ein Interview mit Robert Lang lesen Sie auf Seite 86.
A STÜCK HOAMAT
DES IS MEI RADIO! Gute Laune. Freude am Leben.
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BYD schärft nach Während BYD in den letzten Jahren mit vorwiegend neuen Modellreihen aufgewartet hat, werden nun erste Modellüberarbeitungen der mittlerweile in die Jahre gekommenen (österreichischen) Einstiegsmodelle präsentiert. So auch jene des Atto 3, der nun den Zusatz Evo mit sich führt, was wohl symbolisieren soll, dass es sich um mehr als ein bloßes Facelift handelt.
© WERK
TEXT: FELIX KASSEROLER
len Drehmoment von 380 bzw. 560 Newtonmetern wird das Family-SUV mit einem Leergewicht von rund 1,9 bzw. 2 Tonnen zum wahren Beschleunigungsmonster. Gerade einmal 5,5 bzw. 3,9 (!) Sekunden vergehen beim Sprint von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 bzw. 200 km/h.
AUFGERÄUMTES INTERIEUR
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ie wohl wichtigste Neuerung vorneweg: das Upgrade von einer 400-Volt- auf eine 800-Volt-Architektur. Das Ergebnis: Die Schnellladeleistung steigt auf maximal 220 kW und die Ladezeit verringert sich entsprechend auf nur 25 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Auch die Reichweite ist mit bis zu 510 Kilometern nach WLTP beim Hecktriebler deutlich besser als beim Vorgänger, der bis zu 420 Kilometer weit kam. Besonders erfreulich: Den Atto 3 Evo gibt es auch als Allradversion mit einer Reichweite von bis zu 470 Kilometern. BYD verbaut im neuen Evo dafür eine größere 74,8-kWh-LFP-Batterie – erstmals mit Cell-to-Body-Technologie. Klingt zunächst technisch, gemeint ist schlicht, dass die Batterie als tragendes Element direkt in die Karosserie integriert wird, wodurch nicht nur die Steifigkeit erhöht, sondern aufgrund des Gewichtsverlusts auch die Effizienz verbessert werden soll. Und weil das nicht genug ist, wurde gleichwohl auch die Leistung bei den Permanentmagnet-Synchronmotoren
gesteigert – von 150 kW (204 PS) auf 230 kW (313 PS) beim Hecktriebler, die Allradversion bringt es sogar auf stolze 330 kW (449 PS). In Kombination mit dem maxima-
BYD ATTO 3 EVO Antrieb: Heck / Allrad Leistung: 230 kW (313 PS) / 330 kW (449 PS) Drehmoment: 380 / 560 Nm Beschleunigung: 5,5 / 3,9 sec Spitze: 180 / 200 km/h Reichweite (lt. WLTP): 510 / 479 km Ladedauer (von 10 auf 80 %): 25 Min. Preis: ab 36.480 / 39.480 Euro
Von der neuen Plattformarchitektur profitiert auch das Platzangebot. So wächst das Kofferraumvolumen auf 490 bis 1.360 Liter und fällt damit endgültig SUV-würdig aus. Damit nicht genug, findet sich vorne überdies ein Frunk mit 101 Litern. Wahrlich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass sich die Außenabmessungen mit knapp 4,5 Metern Länge und einem Radstand von 2,7 Metern im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert haben. Was ebenso ungewöhnlich ist und gegen ein reines Facelift spricht, ist, dass auch das restliche Interieur mit einigen größeren Neuerungen aufwartet. So wurde nicht nur das 8,8 Zoll große Informationsdisplay grundlegend überarbeitet, auch einige Ausstattungshighlights wie das Head-up-Display oder ein großzügig ausgeformtes Panorama-Glasdach gehören bei der teureren Excellence-Variante mit Allradantrieb zur Serienausstattung. Ob des Preises ab 39.480 Euro kann sich das wahrlich sehen lassen. Die Einsteigervariante Design mit Heckantrieb gibt es bereits ab 36.480 Euro. Das Exterieur bleibt hingegen mehr oder weniger unverändert, abgesehen von gezielt gesetzten Anpassungen zur Aerodynamikoptimierung oder dem leicht umgeformten Dachkantenspoiler. Auch die Lichtsignatur bleibt fast gleich. Und das aus gutem Grund, schließlich fällt das Design in die Mitte des Massenspektrums und gefällt damit vielen – was sich an den hohen Verkaufszahlen seit Marktstart des Atto 3 bestätigt.
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top.500
Premium Sport SUV 408 PS, Allradantrieb, Steer-by-Wire-Lenkung und ein virtuelles Schaltgetriebe: Mit dem neuen Topmodell der vollelektrischen RZModellreihe, dem RZ 550e F SPORT, präsentiert Lexus die bislang sportlichste Version seines vollelektrischen SUV für den österreichischen Markt. TEXT: FELIX KASSEROLER
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chon auf den ersten Blick macht der RZ 550e F SPORT deutlich, dass er mehr sein möchte als nur ein weiteres Elektro-SUV. Die markanten L-förmigen Tagfahrlichter verleihen der Front einen unverwechselbaren Lexus-typischen Charakter, während die durchgehende LED-Lichtleiste am Heck die moderne „Lexus Electrified“-Designsprache unterstreicht. Die F-SPORT-Variante setzt noch einen drauf: Schwarze Aerodynamikelemente, ein zweigeteilter Heckspoiler, exklusive 20-Zöller und blaue Bremssättel sorgen für einen deutlich dynamischeren Auftritt. Trotz seiner stattlichen Größe von 4,8 Metern Länge und über 2,1 Metern Breite wirkt der Japaner dabei erstaunlich athletisch.
der zentrale 14-Zoll-Touchscreen sorgen für konstanten Informationsfluss. Besonders sinnvoll: Die Sicht auf die Fahrbahn wird durch das serienmäßige Yoke-Lenkrad noch verstärkt und ermöglicht überdies in Kombination mit dem Steer-by-Wire-System eine völlig neue Art des Lenkens. Für den passenden Klang sorgt bei der F-SPORT-Variante ein Premium-Surround-Sound-System von Mark Levinson mit insgesamt 13 Lautsprechern. Gleichzeitig haben die Ingenieure großen Wert auf Ruhe gelegt: Akustikglas, zusätzliche Dämmmaßnahmen und aerodynamische Optimierungen reduzieren die ohnehin schon geringen Wind- und Abrollgeräusche auf ein Minimum.
Im Innenraum verfolgt Lexus konsequent das sogenannte Tazuna-Konzept. Der Begriff stammt aus dem Japanischen und beschreibt nach eigenen Angaben die feinen Bewegungen der Zügel, mit denen ein Reiter sein Pferd lenkt. Genau dieses intuitive Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine soll auch im RZ entstehen. So sind sämtliche Bedienelemente und -systeme perfekt auf den Fahrer ausgerichtet und einfach erreichbar. Das tief positionierte Instrumentendisplay, das 10 Zoll große Head-up-Display und
Unter dem Blech arbeitet die stärkste Antriebsversion der Baureihe. Zwei Elektromotoren liefern gemeinsam 300 kW (408 PS) und stellen ein maximales Drehmoment von 538 Newtonmetern bereit. Die Kraft wird über die weiterentwickelte DIRECT4-Allradsteuerung variabel auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 4,4 Sekunden. Spätestens dann wird klar, dass der RZ 550e F SPORT weit mehr als nur ein komfortabler Reisewagen ist. Eine Besonderheit stellt das neue Interac-
FAHRERORIENTIERTES TAZUNA - COCKPIT
tive-Manual-Drive dar. Dahinter verbirgt sich ein virtuelles Schaltgetriebe, das Gangwechsel inklusive Sound- und Drehmomentcharakteristik simuliert. Geschaltet wird über Wippen am Lenkrad. Den Akku bildet eine 77-kWh-Batterie (brutto), die nach WLTP eine maximale Reichweite von bis zu 462 Kilometern verspricht. Ebenso wichtig im Alltag – die Ladeleistung: Dank Batterievorkonditionierung und einer maximalen Ladeleistung von 150 kW kann der Akku in rund 30 Minuten auf 80 Prozent geladen werden – selbst bei winterlichen Temperaturen.
KRAFTVOLLER ANTRIEB
LEXUS RZ 550E F SPORT Antrieb: Front Leistung: 300 kW/408 PS Drehmoment: 538 Nm Beschleunigung: 0–100 km/h: 4,4 sec Spitze: 180 km/h Reichweite (lt. WLTP): 462 km Ladedauer (von 10 auf 80 %): 30 Min. Preis: ab 78.300 Euro in der Topversion
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top.500
Perfekte Flottenergänzung Tirol ist kein gewöhnliches Bundesland. Wer hier fährt, braucht ein Auto, das Leistung, Stil und Effizienz vereint – auf der Autobahn genauso wie auf kurvenreichen Bergstraßen. Der Omoda 9 liefert genau das.
Der Omoda 9 fühlt sich wie eine High-End-Lounge an. In der Black-Knight-Edition macht die Systemleistung von 537 PS auch optisch mächtig Eindruck.
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ach dem erfolgreichen Start im Privatkundensegment setzt Omoda und Jaecoo den nächsten Schritt im Tiroler Markenaufbau und spricht verstärkt auch Unternehmen, Flottenkund*innen und Fuhrparktverantwortliche an. Gerade im Flottensegment oder in der Hotellerie sind batterieelektrische Fahrzeuge wichtig und zunehmend Bestandteil einer modernen Car-Policy. Der Omoda 9 ist prädestiniert für eine moderne und leistungsstarkte Flotte im höheren Segement. Was steckt also drin im neuen Omoda 9? Das Plug-in-Hybrid-System des Omoda 9 kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit Elektromotoren zu einer Systemleistung
von 537 PS und 650 Nm Drehmoment – mit Allradantrieb ab Werk. Von 0 auf 100 in 4,9 Sekunden, rein elektrisch bis zu 145 Kilometer Reichweite, Gesamtreichweite rund 1.100 Kilometer. Der Omoda 9 ist in Österreich ausschließlich in der voll ausgestatteten Premium-Line und zum Fixpreis von 48.999 Euro erhältlich. Das heißt, alles ist bereits inklusive: adaptives Dämpfersystem, 20-Zoll-Aluräder, LED-Leuchten, Sony-Soundsystem mit 14 Lautsprechern, Sitzheizung und -belüftung vorne und hinten, das komplette Assistenzsystem-Paket, Panorama-Glasdach und eine elektrische Heckklappe. Ein Firmenfahrzeug muss mehr leisten als nur fahren, es repräsentiert. Der
Omoda 9 wirkt beim ersten Blick wie ein Fahrzeug aus dem Premiumsegment: klare Linien, selbstbewusstes SUV-Design, ein Innenraum, der nach Lounge klingt, nicht nach Dienstwagen. Gleichzeitig: kein Ausstattungsstreit, keine Optionslisten, keine Überraschungen auf der Rechnung. Für Tiroler Unternehmen, die ihrer Flotte ein Upgrade gönnen wollen, ohne das Budget eines deutschen Premium-SUV zu stemmen, ist das eine perfekte Alternative. Zudem ist der Omoda 9 NoVA-befreit erhältlich, also ein klarer Kostenvorteil für gewerbliche Käufer*innen. Erhältlich ist der Omoda 9 exklusiv im Autohaus Dosenberger Innsbruck | Zams und im Autohaus Haidacher Zell am Ziller.
Die Jagd nach dem Licht ist in Zusammenarbeit mit dem gefeierten Illustrator Hiro Kamigaki und seinem Studio IC4DESIGN entstanden und fängt die Magie von Swarovski mit glänzender Fantasie ein.
Erhältlich in allen Tyrolia-Filialen, den Swarovski-Stores und online unter www.kristallwelten. swarovski.com
Das Buch erzählt vom Kampf zwischen Hell und Dunkel und nimmt Sie mit auf eine spannende Suchreise von Swarovskis Heimat in Wattens, Österreich, zu Zielen auf der ganzen Welt, um die vier großen Kristalle der Welt zu finden: Vertrauen, Liebe, Mut und Kreation. Tauchen Sie ein in die fesselnde illustrierte Geschichte und entdecken Sie dabei die kuratierte Auswahl an kristallinen Figurinen, die jede Seite erleuchten. Eine wundervolle Hommage an die Welt des Designs für Ihr Zuhause – perfekt auch als besonderes Geschenk, das Freude bereitet. „Die Jagd nach dem Licht“, eco.nova Verlag, ISBN 978-3-9506119-1-5
TOP
500 DER GIPFEL DER TIROLER WIRTSCHAFT Zahlen, Daten, Fakten. Tirols Wirtschaft auf dem Prüfstand. In gewohnter Qualität bietet eco.nova auch 2026 wieder eine Leistungsschau der Tiroler Wirtschaft – nach den objektiven Kriterien in Zusammenarbeit mit der KSV1870 Information GmbH. Gekürt wurden die Top-500-Betriebe in Tirol.
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© TIROL WERBUNG/CHRISTINA SCHWEMBERGER
K O O R D I N AT I O N : M A R T I N W E I S S E N B R U N N E R
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in Kooperation mit dem
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TIROLS GRÖSSTE ARBEITGEBER
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RANKING*
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FIRMENNAME
ORT
MA
UMSATZ/MA
Tirol Kliniken GmbH
Innsbruck
9.071
92.319
Universität Innsbruck
Innsbruck
5.733
78.266
MPREIS Warenvertriebs GmbH
Völs
5.268
142.369 (g)
Novartis Pharmaceutical Manufacturing GmbH
Swarovski Wattens
Langkampfen
Wattens
3.300
660.606
Medizinische Universität Innsbruck
Kundl
Innsbruck
2.773
MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH
Innsbruck
1.911
222.009 (g)
Fritz Egger GmbH & Co. OG
St. Johann i. Tirol
1.560
525.641 (g)
1.485
55.219 (g)
Sandoz GmbH
INNIO Jenbacher GmbH & Co. OG
Jenbach
Lebenshilfe Tirol gemeinnützige GmbH
Innsbruck
TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG
Innsbruck
Innsbrucker Soziale Dienste GmbH
Innsbruck
PLANSEE SE
Reutte
Ing. Hans Bodner Bau GmbH & Co. KG
Kufstein
Tyrolit AG
Schwaz
LIEBHERR-Hausgeräte Lienz GmbH
Lienz
SWAROVSKI Optik
STIHL Tirol GmbH Binderholz GmbH
146.667 (g)
2.359
146.564
2.070
1.686 1.545
504.868
566.280 (g) 58.980
1.060.941
1.433
418.702 (g)
1.289
288.029
1.430
1.130
371.150
256.637
Absam
1.105
184.163
Fügen
850
414.118
Langkampfen *)
3.000
902
945.483
Stellt das Ergebnis im Gesamtranking der Top 500 dar, (g) Umsatz geschätzt. Alle Angaben ohne Gewähr
STIHL TIROL
Der Schallmessraum (li.) und die Kunststoff-Fertigung bei STIHL Tirol stehen exemplarisch für moderne Infrastruktur, die künftig auch externen Industriepartnern zugänglich gemacht wird. So erschließt das Unternehmen mit gebündeltem Know-how und technischen Kapazitäten neue Geschäftsmöglichkeiten und stärkt zugleich das regionale Industrienetzwerk.
STIHL TIROL S TA R T E T S O L U T I O N S + Der erfolgreiche Gartengeräte-Hersteller aus dem Tiroler Unterland geht mit neuen Ideen und Weitblick in die Zukunft.
S
TIHL Tirol, ein Unternehmen der STIHL Gruppe mit Sitz in Langkampfen, befindet sich in einem Transformationsprozess, der den Standort in den kommenden Jahren begleiten und verändern wird. Dazu zählt auch die gezielte Neuordnung des Produktportfolios innerhalb der STIHL Gruppe. Im Fertigungsverbund der STIHL Gruppe wird genauestens geprüft, an welchem der Produktionsstandorte in weltweit acht Ländern welches Produkt gefertigt wird. Bei STIHL Tirol sind und bleiben bodengeführte Gartengeräte wie Rasenmäher oder Gartenhäcksler sowie Schaftgeräte wie Akku-Freischneider oder Akku-Hochentaster die Kernkompetenzen.
WACHSTUMSPOTENZIALE DURCH DRITTKUNDENGESCHÄFT
Als neues Geschäftsfeld wird STIHL Tirol zukünftig außerdem vorhandenes Know-
how und die bestehende hochwertige Infrastruktur über das eigene Unternehmen hinaus nutzbar machen. So sollen Einrichtungen, technische Möglichkeiten und Dienstleistungen von STIHL Tirol auch externen Industriepartnern in der Region zur Verfügung stehen – etwa in den Bereichen Messtechnik, Prüfungen oder Entwicklung. Ziel ist es, hochmoderne Infrastruktur, beispielsweise Messräume für Schall oder elektromagnetische Verträglichkeit, für externe Anwendungen anzubieten und damit zugleich das lokale Industrienetzwerk zu stärken. Erste positive Gespräche mit interessierten Firmen zeigen bereits das Potenzial dieses Geschäftsfelds.
Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich an die E-Mail-Adresse solutions@stihl.at zu wenden und nähere Informationen einzuholen. PR
FOLLOW STIHL TIROL!
Wenn Sie sich gerne ein Bild von STIHL Tirol und den Ereignissen rund um das Tochterunternehmen der deutschen STIHL Gruppe machen wollen, laden wir Sie herzlich ein, dem Unternehmen auf Instagram, Facebook oder LinkedIn zu folgen. Scannen Sie dazu einfach den jeweiligen QR-Code mit Ihrem Handy.
STIHL TIROL GMBH Hans Peter Stihl-Str. 5 6336 Langkampfen information@stihl.at solutions@stihl.at
stihl-tirol.at
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TIROLS TOP-HOLDINGS
1 PLATZ
1 2 3 200
4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
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GRUPPE
ORT
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UMSATZ 2025
Fritz Egger Gruppe**
St. Johann in Tirol
12.000
4.130.000.000
Binderholz Gruppe
Fügen
6.000
2.968.900.000
Swarovski Gruppe
Wattens
24.000
2.900.000.000
Plansee Holding AG**
Reutte
10.890
2.250.000.000
Swarco-Gruppe
Wattens
5.710
1.286.807.000
TIWAG-Konzern Pfeifer Holding
Bodner Gruppe
Firmengruppe M-Preis IGO Industries
Tyrolit Gruppe*
Plaion Group
Wedl Gruppe
Innsbruck Imst
Kufstein Völs
Innsbruck
Schwaz
Höfen
Mils
1.666 2.600 3.750 5.100 3.685
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2.235
1.413
1.817.768.522 1.066.000.000 1.050.000.000 1.006.070.000 794.000.000
740.000.000
697.000.000
683.700.000
Med EL Gruppe
Innsbruck
2.900
620.000.000 (g)
Eglo Gruppe
Pill
4.129
478.532.000
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Unterberger Gruppe
Thöni Gruppe**
Unterer Logistics Gruppe***
IKB Konzern
Würth Hochenberger Gruppe
Kufstein
Telfs
Innsbruck
Innsbruck
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1.814 797
561.800.000
430.000.000
401.000.000
386.849.000
368.726.000
* Umsatz ist Teil der Swarovski Gruppe ** Umsatz 2024/25 *** Umsatz 2024 (g) Umsatz geschätzt. Alle Angaben ohne Gewähr.
SWARCO
DIE VERKEHRSSICHERHEITSMACHER
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och nie zuvor hat ein Fahrbahnmarkierungssystem bei Labortests auf der Rundlaufprüfanlage der deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zwölf Millionen Radüberrollungen überstanden und dennoch alle geforderten Mindestwerte hinsichtlich Retroreflexion bei Nacht und Nässe übertroffen. SWARCO hat es mit dem System eines robusten Kaltplastikmaterials aus hochwertigem Methacrylatharz, Titandioxidpigment und den Spitzen-Glasperlen SWARCO SOLIDPLUS geschafft. Und auch über mehr als zwei Jahre im Echtbetrieb zeigen sich die außergewöhnlichen Werte bei Retroreflexion und Abriebfestigkeit. Die Vorteile: weniger Nachmarkierungsbedarf, weniger Verkehrsbeeinträchtigung durch Markierungsarbeiten und ein Plus an Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer und die Markierer.
© SWARVO AG
Der Wattener Verkehrstechnologie-Konzern SWARCO entwickelt langlebigere Straßenmarkierungen, zeichnet junge Verkehrssicherheitsbotschafter aus und freut sich über einen längerfristigen Auftrag der ASFINAG.
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Die heurigen Sieger des österreichweiten „Young Mobility Ambassadors Program“ mit den Schecks für die Klassenkassen in der SWARCO TRAFFIC WORLD in Wattens
YOUNG MOBILITY AMBASSADORS
Kürzlich wurden in Wattens die Sieger der zweiten Runde des österreichweiten SWARCO-Leuchtturmprojekts „Young Mobility Ambassadors Program“ (YMAP) gekürt. „Die Klassen hatten sich dabei mit großem Einsatz dem Thema ‚Warum Alkohol und Drogen im Straßenverkehr nichts verloren haben‘ gewidmet“, erklärt SWARCO-Sprecher Richard Neumann. Preisgelder für die Klassenkassen von insgesamt 9.000 Euro gingen diesmal an das Centrum Humanberuflicher Schulen Villach, die HTL Waidhofen an der Ybbs und das Gymnasium Oberpullendorf. Eine Fachjury aus SWARCO-Experten, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und der Polizei hatte 68 Projekteinreichungen beurteilt und die besten drei ausgezeichnet. Das YMAP zielt darauf ab, 14- bis 19-Jährige zu Verkehrssicherheitsbotschaftern und Vorbildern für Gleichaltrige zu machen. Im Herbst startet eine neue Runde des Motivationsprogramms für junge Menschen in Österreich und Baden-Württemberg.
UPGRADE FÜR ÖSTERREICHS AUTOBAHNEN Die ASFINAG wird in den kommenden Jahren österreichweit die in die Jahre gekommenen Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) in heimischen Ballungsräumen auf den neuesten technischen Stand bringen und teilweise erweitern. Ein zentrales Element sind die Wechselverkehrszeichen für flexible elektronisch aufgeschaltete Tempolimits oder informative Texte. SWARCO FUTURIT mit Sitz im Burgenland erhielt nach einer EU-weiten Ausschreibung jüngst den Zuschlag zur Lieferung und Servicierung dieser Anzeigen. In Summe geht es um einen ausschöpfbaren Rahmen von 2.100 Stück abrufbaren LED-Anzeigen diverser Größen über zehn Jahre. Hinzu kommen vertraglich zugesichert Ersatzteile, Instandhaltungs-, Service- und Softwaredienstleistungen über 25 Jahre. Das Auftragsvolumen der Rahmenvereinbarung liegt bei 24 Millionen Euro. Die Schilder werden ab Juli 2026 für die anstehenden Projekte im Zusammenhang
mit Verkehrslenkung und -harmonisierung zur Verfügung stehen. „SWARCO kann mit diesem Auftrag die erfolgreiche direkte Zusammenarbeit mit der ASFINAG im Bereich Wechselverkehrszeichen, die seit 2020 besteht, längerfristig fortsetzen“, freut sich Michael Schuch, CEO der SWARCO-Gruppe. „Dies ist ein Beweis für das Vertrauen des Autobahnbetreibers in unsere Technologie made in Austria, die durch optische Brillanz, hohe Energieeffizienz, große Langlebigkeit, minimierten Wartungsbedarf und nachhaltige Produktion am Weltmarkt die Qualitätsführerschaft bildet.“ PR
SWARCO AG
Blattenwaldweg 8, 6112 Wattens Tel.: 05224/5877-0 office.ag@swarco.com www.swarco.com
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TIROLS
TOP 500
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VORJAHR
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Firmenname
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BRANCHE
MA
UMSATZ
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Novartis Pharmaceutical Manufacturing GmbH
Langkampfen
Herstellung von pharmazeutischen Produkten
3.300
2025 2024
2.180.000.000 1.602.916.718
2025 2024
175.000.000 150.170.521
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TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG **
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Elektrizitätserzeugung
1.545
1.639.154.355 1.794.430.614 2.290.279.429
2025 2024 2023
434.256.010 372.930.101 190.445.974
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Sandoz GmbH
Kundl
Herstellung von pharmazeutischen Produkten
2025 2024 2023
2.773
4
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Montanwerke Brixlegg AG
Brixlegg
Erzeugung und erste Bearbeitung von Kupfer
340
2025 2024 2023
1.250.000.000 (g) 949.350.000 (g) 949.350.518
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INNIO Jenbacher GmbH & Co. OG
Jenbach
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STIHL Tirol GmbH
Langkampfen
2025 2024 2023
852.826.000 733.063.000 953.300.000
7
8
Tirol Kliniken GmbH
8
7
9
10
Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen
2.070
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *)
1.400.000.000 1.380.441.312 2.300.000.000 (g)
2024
150.317.242
2024 2023
5.792.360 8.883.834
1.172.200.000 (g) 1.172.204.342 1.057.702.004
2024
173.628.832
Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
902
Innsbruck
Krankenhäuser
9.071
2025 2023
837.429.000 771.990.000 (g)
2024 2023
-889.120 -11.412.814
Fritz Egger GmbH & Co. OG **
St. Johann i. Tirol
Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten
1.560
2025 2023
820.000.000 (g) 809.169.174
MPREIS Warenvertriebs GmbH **
Völs
Einzelhandel
5.268
750.000.000 (g) 840.000.000 (g) 840.000.000 (g)
120.523.480 94.259.668 99.534.602
6
2025 2024 2023
2025 2024 2023
10
Pfeifer Timber GmbH **
Imst
Großhandel mit Holz
80
*)
2025 2023
2023
-17.039.763
620.000.000 630.667.395
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
ANMERKUNGEN ZU DEN TOP 500: Für diese Auswertung wurden vorrangig die Umsätze und Mitarbeiterzahlen einzelner Unternehmen herangezogen, nicht aber die Umsätze und Mitarbeiterzahlen von Firmengruppen. Umsatzschätzungen (g): Umsätze von Unternehmen werden u. a. aus Geschäftsberichten, Bilanzen und Selbstauskünften entnommen. Sind keine konkreten Umsatzwerte zu erhalten, schätzt der KSV1870 den Umsatz eines Unternehmens aufgrund von KSV1870Erfahrungen, Branchenwerten und Vorjahreszahlen annähernd ein. Hinweis zu den Mitarbeitern (Mitarbeiterstand 0): Die Mitarbeiter wurden teilweise nicht bei dem angegebenen Rechtskörper beschäftigt, sondern bei Konzernunternehmen oder nahestehenden Unternehmen. Für diese Mitarbeiter erfolgt keine Kostenrechnung. EGT: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Steuern)
Gereiht wurden Unternehmen, deren Umsatzzahlen in der Datenbank des KSV1870 zuordenbar erfasst sind. Ein Anspruch auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit kann nicht abgeleitet werden. Da nicht jedes Unternehmen verpflichtet ist, seinen Umsatz bekannt zu geben, kann es möglich sein, dass eventuell Firmen fehlen. Stand: Juni 2026. Sämtliche Angaben wurden mit größter Sorgfalt vom KSV1870 und dem Wirtschaftsmagazin eco.nova recherchiert. Dennoch sind Satz- und Druckfehler nicht auszuschließen. Die Angaben des vergangenen Jahres können von der letztjährigen Veröffentlichung abweichen, da geschätzte Umsätze präzisiert bzw. Zahlen nachgereicht wurden. Alle Angaben ohne Gewähr.
Krankenstände Restrukturierungen KI am Arbeitsplatz Wir begleiten Sie durch den Dschungel des Arbeitsrechts.
© Christina Gaio Photography
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top.500 © TIWAG
PLATZ
2
Der Tiroler Energieversorger TIWAG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Unternehmen investiert weiterhin gezielt in die Energiewende: Schwerpunkte sind der Ausbau von Wasserkraft, Photovoltaik und Stromnetzen, um die regionale Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.
204
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
11
11
PLANSEE SE **
Reutte
Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen
1.433
2025 2024 2023
600.000.000 (g) 600.000.000 (g) 600.000.000 (g)
12
12
Unterberger
Kufstein
Automobile & Immobilien
849
13
15
Ing. Hans Bodner BauGmbH & Co. KG **
Kufstein
Hochbau
1.430
2025 2024 2023
530.744.037 480.000.000 451.000.000
14
16
Universität Innsbruck
Innsbruck
Bildungseinrichtung
5.733
15
14
Swarovski Wattens **
Wattens
Produktion und Verkauf von Kristallkomponenten
3.000
16
17
MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH **
Innsbruck
Herstellung von Bestrahlungsund Elektrotherapiegeräten
1.911
17
13
PLAION GmbH **
Höfen
18
24
LIEBHERR-HAUSGERÄTE LIENZ GMBH
Lienz
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen
19
18
Gutmann GmbH
Innsbruck
Energiehandel
20
19
Binderholz GmbH **
Fügen
Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke
850
21
23
Medizinische Universität Innsbruck
Innsbruck
Bildungseinrichtung
2.359
22
21
LIEBHERR-WERK TELFS GMBH
Telfs
Herstellung von Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen
843
23
26
VERTEX GmbH
Kirchbichl
24
22
Balmung Medical Handel GmbH
Langkampfen
25
58
TTC Trade and Consulting GmbH Niederlassung Österreich
Kufstein
Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
6
26
60
BeMo Tunnelling GmbH
Innsbruck
Tiefbau
594
27
25
Würth Hochenburger GmbH **
Innsbruck
Großhandel mit Baustoffen und Sanitärkeramik
720
*)
Produzent von Computerspielen, Infotainment-CDs und Software
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Großhandel von pharmazeutischen Produkten
228 1.289
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
150 145
EGT *) 2025 2024 2023
77.442.927 84.899.798 192.452.134
448.700.000 414.900.000 392.800.000
2025 2024 2023
-2.245.000 -3.900.000 -1.200.000
424.260.000 (g) 406.660.000 (g) 346.000.000 (g)
2024 2023
4.233.000 10.330.000
371.270.000 326.237.381 343.000.000 (g)
2025 2024 2023 2024 2023
-15.122.586 -47.063.117 45.672.899
561.800.000 565.000.000 530.000.000
440.000.000 (g) 485.000.000 (g) 474.000.000 (g)
411.200.000 (g) 493.792.585 418.500.000 (g)
368.369.773 385.580.000 (g) 426.000.000 (g)
-38.612.859 -15.463.195
2025 2024 2023
352.000.000 (g) 343.620.000 (g) 426.200.000
2024 2023
9.425.930 12.379.662
2025 2024 2023
330.850.000 (g) 335.480.000 (g) 316.000.000 (g)
2025 2024 2023
2024 2023
1.944.848 2.988.395 108.428
-17.218.323 -18.813.636
2025 330.000.000 (g) 2023/24 298.724.000 2023 260.000.000
2024
7.543.778
2025 2024 2023
2023
465.000
2024 2023
-7.208.155 3.010.043
2024 2023
-2.678.314 807.540
2025 2024 2023
345.745.447 328.000.750 274.623.114
2025 2024 2023
321.000.000 330.000.000 (g) 329.000.000
2025 2024 2023
305.355.413 128.660.000 (g) 61.180.000 (g)
2025 2024 2023
312.000.000 131.000.000 131.000.000
292.770.000 (g) 314.029.000 296.510.512
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
GrECo
ABSICHERUNG FRÜHZEITIG MITDENKEN Open-Air-Events: Was tun, wenn der Hauptact ausfällt oder das Unwetter kommt? Der Risikoexperte GrECo empfiehlt Veranstaltern, Absicherungen bereits in der frühen Planungsphase mitzudenken
D
er heimische Veranstaltungssommer steht in den Startlöchern: Festivals und Events wie die Tiroler Volksschauspiele, Europas höchstgelegenes Festival Wetterleuchten, Kirtage oder das Generali Open Tennisturnier in Kitzbühel ziehen in den kommenden Monaten wieder zahlreiche Besucher*innen an. Für Veranstalter*innen beginnt damit eine der intensivsten und wirtschaftlich wichtigsten Phasen des Jahres. Doch wo viele Menschen, komplexe Technik, enge Zeitpläne und zunehmend unberechenbare Wetterlagen zusammenkommen, steigt auch das Risiko, dass eine Veranstaltung verschoben, abgebrochen oder ganz abgesagt werden muss. „Viele Veranstalter planen monatelang auf einen bestimmten Termin hin. Wenn dann kurz vor Beginn ein Unwetter aufzieht oder eine zentrale Person ausfällt, geht es nicht nur um organisatorischen Mehraufwand, sondern sehr schnell um hohe finanzielle Verpflichtungen“, so Dr. Reinhold Resch, Regional Manager bei GrECo in Tirol. „Gerade deshalb sollte Versicherungsschutz nicht als letzter Punkt auf der Checkliste verstanden werden, sondern bereits als wichtiger Teil in der Planungsphase.“
ALLGEFAHRENDECKUNG ALS ABSICHERUNG GEGEN DAS UNERWARTETE
Ob Gewitterfront kurz vor Einlass, Stromoder Technikausfall während des Aufbaus oder die Absage eines Hauptacts: Die Gründe für Veranstaltungsausfälle sind vielfältig und die finanziellen Folgen können erheblich sein. Bereits angefallene Kosten, Rückerstattungen von Tickets, vertragliche Verpflichtungen gegenüber Künstler*innen, Dienstleister*innen oder Sponsor*innen sowie entgangene Einnahmen können Veranstalter*innen belasten. Je größer die Veranstaltung, desto weitreichender können die wirtschaftlichen Folgen einer Absage oder Verschiebung sein. Veranstaltungsausfallversicherungen sind meist als sogenannte Allgefahrende-
Dr. Reinhold Resch, Regional Manager bei GrECo in Tirol
ckung konzipiert. Das bedeutet: Grundsätzlich sind alle Ereignisse versichert, die nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind – etwa eine Absage, Verschiebung oder der Abbruch einer Veranstaltung. Je nach Bedarf können unter anderem Rückerstattungen von Eintrittsgeldern, bereits geleistete Zahlungen, Künstlergagen, Mehrkosten durch Verschiebungen oder entgangener Gewinn abgesichert werden. „Es gibt keine Standardlösung, die für jedes Festival, jede Messe oder jedes Kulturformat gleichermaßen passt. Entscheidend ist, die konkreten Risiken frühzeitig zu analysieren: Welche Abhängigkeiten gibt es? Welche Kosten fallen bereits vor dem Event an? Welche vertraglichen Verpflichtungen bestehen? Und welche Ereignisse würden die Durchführung tatsächlich gefährden? Erst daraus ergibt sich ein sinnvoller Versicherungsschutz“, erklärt Resch.
der frühen Projekt- und Budgetphase mitzudenken – insbesondere bei Veranstaltungen mit hohen Vorlaufkosten, internationalen Acts, komplexer Technik oder starker Wetterabhängigkeit. Neben Lösungen für Veranstalter gewinnen auch Absicherungsangebote für Besucher*innen an Bedeutung. So konnte GrECo in Kooperation mit den Bregenzer Festspielen bereits 2024 eine digitale Ticket-Refund-Lösung umsetzen: Kund*innen können zusätzlich zum Ticket eine Versicherung abschließen und erhalten den Ticketpreis rückerstattet, wenn sie selbst aus versicherten Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen können. Damit wird Absicherung zunehmend Teil des Serviceangebots gegenüber dem Publikum. PR
NICHT ERST KURZ VOR EINLASS REAGIEREN
Aus Sicht des Risikoexperten ist vor allem der Zeitpunkt entscheidend. Wer sich erst wenige Wochen oder Tage vor Veranstaltungsbeginn mit Versicherungsschutz beschäftigt, riskiert eingeschränkte Möglichkeiten, Deckungslücken oder unnötige Mehrkosten. Sinnvoll ist es daher, Ausfallrisiken bereits in
GRECO INTERNATIONAL AG Helga-Krismer-Platz 1 6020 Innsbruck
www.greco.services
205
top.500 PLATZ
3
Der Pharmastandort Kundl feiert 2026 ein besonderes Jubiläum: Seit 80 Jahren werden dort Antibiotika produziert. Das Werk von Sandoz gilt heute als letzte vollständig integrierte Penicillin-Produktion Europas und versorgt mehr als 100 Länder mit pharmazeutischen Produkten. In den vergangenen Jahren investierten Unternehmen und öffentliche Hand umfassend in den Ausbau des Standorts und die langfristige Sicherung der Produktion.
206
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
28
NEU
Tyrolit AG **
Schwaz
Herstellung von Erzeugnissen aus nichtmetallischen Mineralien
1.130
29
20
TIGAS-Wärme Tirol GmbH
Innsbruck
Beschaffung, Lieferung und Verteilung von Erdgasen
2025 2024 2023
92
30
28
Eurotours GmbH
Kitzbühel
Reisebüros
277
31
29
Wedl Handels-GmbH **
Mils
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
692
32
30
Thöni Industriebetriebe GmbH **
Telfs
Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium
783
33
27
Tyrolit - Schleifmittelwerke Swarovski AG & Co. KG **
Schwaz
2
34
31
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG **
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
Innsbruck
Elektrizitätserzeugung
821
35
33
TINETZ-Tiroler Netze GmbH **
Thaur
Elektrizitätsverteilung
6
36
32
CERATIZIT Austria GmbH
Reutte
Erzeugung und erste Bearbeitung von Aluminium
752
37
35
Pfeifer Holz GmbH & Co. KG **
Imst
Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke
626
38
36
Papierfabrik Wattens GmbH & Co. KG
Wattens
Herstellung von Waren aus Papier, Karton und Pappe
415
39
55
Empl Fahrzeugwerk GmbH
Kaltenbach
Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern
444
40
40
Tiroler Versicherung
Innsbruck
Versicherungsdienstleistungen
435
41
38
Servus Handels- und Verlags-GmbH
Polling i. Tirol
Einzelhandel mit Bekleidung
285
42
39
Ferrero Österreich HandelsGmbH
Innsbruck
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
53
43
74
Felder KG
Hall i. Tirol
44
42
SWAROVSKI OPTIK **
Absam
*)
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb Großhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen
732 1.105
EGT *) 290.000.000 280.700.000 (g) 267.000.000 (g)
2025 2024 2023
289.722.282 335.564.220 453.700.595
2025 2024 2023
275.100.000 274.900.000 255.000.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
-24.550.641 -1.230.558 943.725
279.510.000 (g) 276.840.000 (g) 313.261.000
2024 2023
-870.685 1.887.707
274.300.000 267.900.000 331.900.000
2025 2023
3.235.323 11.612.710
263.316.000 265.545.000 265.744.610
2025 2024 2023
36.276.000 37.276.000 18.516.058
272.500.000 (g) 280.700.000 (g) 267.000.000 (g)
261.750.644 242.970.511 226.211.648
2025 2024 2023
3.888.957 7.691.185 1.477.143
261.553.000 (g) 264.210.000 (g) 289.000.000 (g)
2025 2024 2023
17.152.388 15.799.315 35.685.135
243.205.000 234.000.000 271.950.000 (g)
2024 2023
79.915.397 78.188.878
2025 2024 2023
213.221.841(*) 202.100.000(*) 192.400.000(*)
2025 2023
13.986.179 3.700.000
2024
14.267.560
2025 2024 2023
210.000.000 204.729.211 180.000.000 (g)
2024
5.678.485
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2025 2024 2023
255.080.000 236.410.000 (g) 290.000.000 (g)
214.500.000 150.000.000 95.000.000
213.000.000 209.746.673 202.000.000 (g)
2023
-20.329.507
208.000.000 205.000.000 203.500.000 195.200.000 197.000.000
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt, (*) Brutto-Prämieneinnahmen
TECHNOALPIN
Der TechnoAlpin Standort in Volders verbindet regionale Kompetenz mit globaler Verantwortung und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Skigebiete weltweit ihre Anlagen zuverlässig betreiben können.
GLOBALE VERANTWORTUNG
207
Schnell. Effizient. Punktgenau. Als internationaler Service-Hub trägt der TechnoAlpinStandort in Volders wesentlich dazu bei, die hohe Verfügbarkeit der Systeme weltweit sicherzustellen. Damit Service dort ankommt, wo er gebraucht wird. T E X T : D O R I S H E LW E G
T
echnoAlpin ist Weltmarktführer für technische Beschneiung. Ob in Europa, Nordamerika oder Asien. Skigebiete in über 50 Ländern vertrauen auf die Technologien und Dienstleistungen des Spezialisten für Beschneiungsanlagen. Mit einem internationalen Netzwerk von Niederlassungen und Vertriebspartner*innen steht TechnoAlpin für höchste Kompetenz und Qualität, technologische Innovation und umfassenden Kundenservice. Neben Forschung, Entwicklung und Produktion spielt dabei insbesondere die internationale Ersatzteilversorgung eine entscheidende Rolle. Dieser wichtige Baustein der globalen Infrastruktur befindet sich in Österreich, genauer gesagt in Volders in Tirol. Die TechoAlpin Austria GmbH hat sich zu einem zentralen Service- und Logistikstandort innerhalb der Unternehmensgruppe entwickelt. Von hier aus werden Ersatzteile, Komponenten und Serviceleistungen für Kund*innen auf der ganzen Welt koordiniert und abgewickelt.
RÜCKGRAT DER INTERNATIONALEN SERVICEORGANISATION
ERFOLGSFAKTOR ERSATZTEILLOGISTIK
Herzstück des Standorts ist das moderne Ersatzteillager. Hier werden die hohe Verfügbarkeit und schnelle Lieferzeiten sichergestellt. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden von Volders aus rund 830.000 Ersatzteile aus etwa 7.000 unterschiedlichen Artikeln bewegt. Insgesamt wickelte das engagierte Team ca. 15.000 Lieferungen weltweit ab, darunter 3.000 Paletten und 12.000 Paketsendungen. In Gewicht gemessen, wurden rund 300 Tonnen Material an Kund*innen und Skigebiete in aller Welt versandt. Die Bedeutung des Standorts geht dabei weit über Österreich hinaus. Gerade in saisonkritischen Phasen, in denen Ausfallsicherheit und schnelle Reaktionszeiten essenziell sind, bildet das Logistikzentrum in Volders das Rückgrat der internationalen Serviceorganisation von TechnoAlpin. Modernisierte Lagerstrukturen, digitalisierte Prozesse und der hohe Qualitätsanspruch sorgen dafür, dass Ersatzteile jederzeit schnell und zuverlässig verfügbar sind.
„Unser Standort in Volders ist weit mehr als ein klassisches Ersatzteillager. Er ist ein internationaler Service-Hub, der wesentlich dazu beiträgt, die hohe Verfügbarkeit unserer Systeme weltweit sicherzustellen. Die Kombination aus effizienten Prozessen, moderner Logistik und einem engagierten Team macht Volders zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für die gesamte TechnoAlpin Gruppe“, betont Österreich-Geschäftsführer Matthias Illmer. Damit zeigt sich eindrucksvoll, dass der Standort in Tirol weit über die Landesgrenzen hinauswirkt. Volders verbindet regionale Kompetenz mit globaler Verantwortung und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Skigebiete weltweit ihre Anlagen zuverlässig betreiben können. Und dass Service dort ankommt, wo er gebraucht wird: schnell, effizient und punktgenau. www.technoalpin.com
PR
top.500 PLATZ
5
208
Die INNIO Group setzt ihren Wachstumskurs fort und hat ihr neues Werk in Hall offiziell eröffnet. Mit der rund 6.400 Quadratmeter großen Produktionsstätte erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten, um der steigenden Nachfrage nach Jenbacher Energielösungen gerecht zu werden. Am neuen Standort werden zentrale Komponenten für dezentrale Energiesysteme gefertigt. Das Börsendebüt an der US-Technologiebörse NASDAQ wurde von Anleger*innen positiv aufgenommen.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
45
41
Adolf Darbo AG
Stans
Verarbeitung von Obst und Gemüse
411
2025 2024 2023
202.000.000 197.000.000 189.500.000
46
37
Handl Tyrol GmbH
Pians
Fleischverarbeitung
614
47
43
NEUE HEIMAT TIROL Gemeinnützige WohnungsGmbH
Innsbruck
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
172
2025 2024 2023
48
44
Fröschl AG & Co. KG
Hall i. Tirol
Hoch- und Tiefbau
574
49
34
Berger Logistik GmbH
Wörgl
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
289
50
48
Fercam Austria GmbH
Kundl
51
49
Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co. KG
Schwaz
52
50
Unterer GmbH **
Kundl
53
57
Accenture TiGital GmbH
Innsbruck
650
54
46
EWT Truck & Trailer Handels GmbH
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten
Kufstein
Großhandel mit Kraftwagen
15
55
52
Inntaler Logistik-Park GmbH
Kufstein
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen
8
56
62
Autohaus Schweiger GmbH
Reutte
Einzelhandel mit Kraftwagen
96
57
54
IDM-Energiesysteme GmbH
Matrei i. Osttirol
Herstellung von Heizkörpern und Kesseln
820
58
51
Huber Einkauf GmbH & Co. KG
Pflach
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
22
59
72
Egger Holzwerkstoffe GmbH **
St. Johann i. Tirol
Beteiligungsgesellschaften
182
60
45
HTB BauGmbH
Arzl i. Pitztal
Hochbau
731
61
65
InterfoodLebensmittelgroßhandel GmbH
Hall i. Tirol
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
90
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Herstellung von Anstrichmitteln, Druckfarben und Kitten Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
182 714 51
EGT *) 2024
13.805.960
2024 2023
7.934.228 259.128
197.286.285 187.000.000 138.000.000
2024
30.934.112
2025 2024 2023
195.000.000 (g) 242.140.000 (g) 350.000.000 (g)
2024 2023
-27.862.860 10.588.354
2025 2024 2023
181.712.800 167.627.143 169.884.967 176.952.000 165.400.000 138.202.281
2025 2024 2023
5.954.881 4.695.747 10.112.594
175.710.000 (g) 163.570.000 (g) 204.000.000
2024 2023
-4.672.528 -1.000.208
170.000.000 (g) 169.359.213 232.225.914
2024 2023
8.053.204 7.641.568
2024 2023
5.918.779 3.647.496
2025 2023
2.175.000 1.294.853
2024 2023
13.251.999 13.731.458
2025 2024 2023
18.460.923 20.074.684 29.415.699
2025 2024 2023
199.280.000 (g) 213.200.000 183.000.000 (g)
2025/26 195.000.000 2024/25 181.000.000 2023/24 190.000.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2023
170.000.000 (g) 132.000.000 170.000.000 (g)
170.000.000 159.240.000 (g) 200.000.000 167.000.000 126.277.678
2025 2024 2023
165.192.117 152.305.643 246.000.000
2025 2024 2023
160.000.000 (g) 116.880.000 (g) 49.691.006
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2023
161.000.000 (g) 161.300.000 161.300.000
155.037.849 180.307.689 158.000.000 (g) 150.000.000 123.000.000
2025 2024 2023
12.409.676 16.512.249 19.868.990
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
THÖNI GRUPPE
C R E AT I N G F U T U R E Mit Leidenschaft für Technik und Umwelt: Arbeiten, wo Innovation entsteht.
GESUNDES WACHSTUM UND INDUSTRIE 4.0
Spätestens seit der Eröffnung des Werkes in Pfaffenhofen wird im Bereich Aluminium Industrie 4.0 gelebt. Mit hochmodernen Anlagen, digitaler Vernetzung und einem hohen Automatisierungsgrad werden so äußerst effiziente Prozesse geschaffen. Die modernsten Strangpresswerke Europas stehen bei Thöni in Telfs bzw. Pfaffenhofen. Die qualitativ hochwertigen Produkte gehen als hochpräzise Aluminiumkomponenten in den Fahrzeugbau an Premiumhersteller der deutschen Autoindustrie oder als Profile in die Möbel- und Bauindustrie, den Maschinenbau oder als Felgenprofile in die boomende Fahrradindustrie. Thöni legt in den täglichen Abläufen hohen Wert auf Kundenorientierung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Es wird darauf geachtet, Produkte und Rohstoffe mit einem hohen Recyclinggrad zu verwenden, ressourcenschonend zu produzieren, unnötige Abfallströme und Energieverbräuche zu vermeiden. Eine Stra-
tegie, die sich durch alle Bereiche zieht: Aluminiumprofile aus bis zu 80 Prozent Recyclingmaterial, Automotive-Komponenten für den Leichtbau und die E-Mobilität, Biogas-Anlagen für die energetische Verwertung organischer Abfälle, Maschinen- und Anlagenteile für die Erzeugung erneuerbarer Energie und Schläuche für unterschiedlichste Anforderungen. Weltweit gefragt ist Thöni auch im Bereich Sustainable Solutions. Über 150 Trocken- bzw. Nassvergärungsanlagen wurden bisher weltweit geplant und gebaut und sind heute aufgrund der Energiekrise gefragter denn je.
ATTRAKTIVER ARBEITGEBER
Thöni bietet ein breites Aufgabenspektrum in einem innovativen Umfeld mit Beteiligung an zukunftsweisenden, nachhaltigen Projekten mit ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten und zahlreichen Benefits. Mit der Thöni Körperfabrik gibt es eine topausgestattete Gesundheits- und Fitnesseinrichtung mit ausgebildeten Betreuer*innen und umfangreichem Programmangebot, mit dem Thöni-Sky-Lunch eine gesunde Mittagsverpflegung samt Essenszuschuss und vieles mehr. Neben einem Fahrtkostenzuschuss ist nun auch ein Bike Leasing in Zusammenarbeit mit JobRad möglich. Mit dem Thöni Welcome Day werden gleich zu Arbeitsbeginn alle wichtigen Informationen vermittelt, die einen optimalen Start bei Thöni ermöglichen. Für Um- und Quereinsteiger*innen
sind eigene Umschulungsprogramme im Angebot.
THÖNI AKADEMIE – CREATING YOUR FUTURE
Die fachliche und persönliche Entwicklung wird unter dem Dach der Thöni Akademie entsprechend gefördert. In die interne und externe Aus- und Weiterbildung der Belegschaft wird viel investiert, auch das geistige und körperliche Wohlbefinden (Thöni Körperfabrik) aller ist dem Unternehmen ein großes Anliegen. Mit einer E-Learning-Plattform werden die Mitarbeiter*innen zudem unterstützt, sich in vielfältigen Bereichen selbstständig weiterzubilden. In der Thöni Lehrwerkstätte und dem Technischen Gymnasium Telfs werden derzeit über 120 Jugendliche in den zukunftsweisenden technischen Lehrberufen Metalltechnik, Mechatronik und Elektrotechnik ausgebildet. Am Technischen Gymnasium, einer österreichweiten einzigartigen kostenlosen Privatschule, kann zusätzlich noch die AHS-Matura erworben werden. www.thoeni.com PR © THÖNI/ROFNER
D
as Familienunternehmen Thöni ist seit seiner Gründung im Jahr 1964 heute mit über 900 Mitarbeiter*innen erfolgreich in den Bereichen Aluminium, Automotive Components, Sustainable Solutions und Hose Solutions tätig. In allen Bereichen werden die höchsten Ansprüche der Kunden im Hinblick auf Qualität, Flexibilität und Innovation erfüllt.
209
top.500 © STIHL TIROL
PLATZ
6
Führungswechsel beim Langkampfener Gartengerätehersteller: Seit 1. Jänner 2026 leitet Ralph Schmid die Geschäfte der STIHL Tirol GmbH. Der erfahrene Industrieexperte folgt auf Richard Felix, der die Position zuletzt interimistisch innehatte. Schmid soll den Standort weiterentwickeln und die technologische Ausrichtung des Unternehmens vorantreiben.
210
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
62
61
Zugvogel Speditions GmbH
Stans
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
103
2025 2024 2023
146.418.442 127.716.000 94.000.000 (g)
2025 2024
1.795.782 3.247.005
63
53
Ortner GmbH **
Innsbruck
64
59
Top Logistik GmbH
Kufstein
3.667.901
65
79
St. Ulrich a. Pillersee
142.468.364 130.292.787 109.820.547
2024
Nothegger Transport Logistik GmbH
2025 2024 2023
138.000.000 (g) 109.571.000 145.000.000
2024 2023
-9.797.189 -1.543.963
66
47
Aqipa GmbH
67
56
134.000.000 (g) 141.140.000 142.854.865
2025 2023
4.204.710 5.539.904
68
2024
6.196.660
120.000.000 (g) 120.000.000 100.000.000
2024 2023
22.223 934.247
118.570.000 (g) 118.577.474 104.000.000 (g)
2025 2023
17.020.272 7.654.412
2025 2024 2023
116.620.000 120.318.000 128.014.000
2025 2024 2023
2024
28.599.109 30.430.580 17.535.174
2025 2024 2023
115.000.000 (g) 114.210.000 (g) 105.730.000 (g)
2024 2023
14.890.474 16.043.803
115.000.000 (g) 60.060.000 (g) 69.000.000 (g)
2024 2023
6.926.828 3.189.625
114.165.094 99.090.688 107.526.924
2025 2024
8.015.718 2.782.210
2025 2024
5.269.928 3.132.196
Gas-, Wasser-, Heizungssowie Lüftungs- und Klimainstallation
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
521 95
Güterbeförderung im Straßenverkehr
203
Kundl
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
82
Morandell International GmbH
Wörgl
Großhandel mit Wein und Spirituosen
289
71
3CON Anlagenbau GmbH
Ebbs
69
68
Grissemann GmbH
Zams
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
381
70
70
Prim As Tiefkühlprodukte GmbH
Oberhofen i. Inntal
Herstellung von Fertiggerichten
280
71
81
Silvrettaseilbahn AG
Ischgl
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
455
72
67
Eglo Leuchten GmbH **
Pill
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
262
73
66
Friedrich Deutsch Metallwerk GmbH
Innsbruck
Herstellung von Metallkonstruktionen
620
74
76
Gebro Pharma GmbH
Fieberbrunn
Herstellung von pharmazeutischen Produkten
234
75
147
MWM Austria GmbH
Schwaz
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
44
76
77
Fiegl & Spielberger GmbH
Innsbruck
Elektroinstallation
548
77
87
Tiroler Rohre GmbH
Hall i. Tirol
Eisengießereien
257
78
83
A. Loacker Konfekt GmbH
Heinfels
Herstellung von Nahrungsmitteln
323
*)
Installation von Industriemaschinen und -ausrüstungen
550
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *)
144.000.000 154.000.000 92.000.000 (g)
136.360.000 (g) 168.633.000 168.633.000
130.000.000 117.300.000 132.827.820
117.600.000 108.025.792
116.390.000 120.990.000 148.800.000
2025 2024 2023
114.926.169 111.959.835 110.188.747
2025 2024 2023
113.887.293 105.780.447 101.716.348
2025 2024 2023
9.139.580
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
top.500 © MPREIS/CHRISTIAN FLATSCHER
PLATZ
9
212
Der Tiroler Lebensmitteleinzelhändler MPREIS setzt seine Restrukturierung fort, um nach wirtschaftlich herausfordernden Jahren die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Unter neuer Führung liegt der Fokus auf einem optimierten Filialnetz, effizienteren Logistikprozessen und einer stärkeren Preisattraktivität. Unrentable Standorte wurden geschlossen und das Kernsortiment geschärft.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
79
78
a.ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH
Zams
Krankenhäuser
837
113.000.000 111.000.000 96.000.000
80
82
ILF Consulting Engineers Austria GmbH
2025 2024 2023
Rum
Ingenieurbüros
842
81
91
Verkehrsverbund Tirol GmbH
Innsbruck
Erbringung von Dienstleistungen für den Landverkehr
91
2025 2023
82
84
Autopark GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Kraftwagen
235
83
63
Cteam Leitungsbau Österreich GmbH
Matrei i. Osttirol
Elektroinstallation
144
84
85
Single Use Support GmbH
Kufstein
Herstellung von Maschinen
138
85
69
HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH
Abfaltersbach
Sonnen- und Wetterschutztechnik
671
86
NEU
Oner Active Austria GmbH
Thaur
Großhandel mit Halbwaren
7
87
103
Thöni Automotive Components GmbH **
Telfs
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
0
88
95
Tirolia-Spedition GmbH
Ebbs
89
99
Beat the Street
Fritzens
90
86
CURA COSMETICS
Innsbruck
199
91
88
Lebenshilfe Tirol, gemeinnützige GmbH
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Innsbruck
Sozialwesen
1.686
92
90
MOGUNTIA FOOD GmbH
Kirchbichl
Herstellung von Würzmitteln und Soßen
241
93
93
Pirlo Holding GmbH
Kufstein
Herstellung von Metallwaren
470
94
73
Traktorenwerk Lindner GmbH
Kundl
253
95
96
Transport Logistica GmbH
Gries a. Brenner
Herstellung von land- und forstwirtschaftlichen Maschinen
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Personenbeförderung im Landverkehr
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
90 341
50
2025 2024 2023
EGT *)
110.000.000 (g) 107.000.000 33.900.725
2025 2024 2023
-645.352 -652.413 -311.156
2024 2023
5.952.696 2.881.193
110.000.000 (g) 94.002.133
2024 2023
-176.264 -175.595
2025 2024 2023
107.000.000 105.500.000 90.400.000
2024 2023
1.157.322 630.118
2024 2023
37.338.431 7.000.000
2025 2024 2023
105.000.000 (g) 105.000.000 (g) 105.000.000 (g)
2024 2023
16.925.107 32.626.817
2024 2023
128.251 1.356.137
2025
104.540.000 (g) 118.950.000 (g) 118.958.814
2025 2024 2023
100.300.000 84.806.000 99.600.000
2025 2024 2023
993.025 839.668 987.174
2025 2024 2023
10.770.310 11.600.000 9.500.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
106.137.385 125.919.736 41.000.000
103.000.000 (g)
2025 2024 2023
100.000.000 90.000.000 97.000.000
2025 2024 2023
99.631.629 101.300.000 88.300.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
99.987.000 88.000.000 80.000.000
99.440.000 95.826.830 82.662.000
99.000.000 (g) 95.021.279 86.020.000 (g)
2024 2023
1.846.486 -4.656.775
2024
-53.654
2024 2023
2.450.963 6.045.417
98.000.000 90.523.000 103.547.977
98.000.000 116.000.000 116.000.000 98.000.000 90.000.000 80.000.000
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
MCI
MCI | DIE UNTERNEHMERISCHE HOCHSCHULE®
BACHELOR
Betriebswirtschaft Online Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie Online Bio- & Lebensmitteltechnologie
Why not study at the top?
Business & Management
© MCI/MADELEINE GABL
Digital Business & Software Engineering Management, Communication & IT Management & Recht Mechatronik Medizin-, Gesundheits- & Sporttechnologie Smart Building Technologies
Im Wettbewerb um öffentliche Aufträge sollen neben großen Unternehmen auch KMU in den Vergabeverfahren Unternehmensführung, Tourismus- & Freizeitwirtschaft berücksichtigt werden. Soziale Arbeit
Sozial-, Gesundheits- & Public Management Umwelt-, Verfahrens- & Energietechnik Wirtschaft & Management Wirtschaftsingenieurwesen
Wenn aus Neugier Richtung wird: Studierende am MCI arbeiten an Lösungen, die über den Hörsaal hinausreichen.
V
or 30 Jahren wurde in Innsbruck der Grundstein für eine Hochschulgeschichte gelegt, die heute weit über Österreich hinausstrahlt. MCI | Die Unternehmerische Hochschule® verbindet akademische Qualität, Unternehmergeist und Praxisnähe zu einem Bildungsmodell mit internationaler Strahlkraft.
STUDIUM MIT INTERNATIONALEN PERSPEKTIVEN
Studierende aus über 60 Nationen, internationale Gastprofessor*innen und mehr als 300 Partneruniversitäten prägen den Hochschulalltag. Kooperationen mit renommierten Institutionen wie Yale University oder der University of California, Berkeley erweitern den Horizont und eröffnen neue Perspektiven.
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Am MCI trifft Wissenschaft auf Anwendung. Studierende arbeiten mit Unternehmen und Organisationen an realen Herausforderungen, entwickeln innovative Lösungen und sammeln wertvolle Praxiserfahrung. Die enge Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft zählt zu den prägenden Merkmalen der Unternehmerischen Hochschule®.
MASTER
Biotechnology Business Psychology & Management Digital Business & Software Engineering Entrepreneurship & Tourism European Health Economics & Management International Business & Law International Business & Management International Health & Social Management Lebensmitteltechnologie & Ernährung Management, Communication & IT Mechatronics – Smart Technologies
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MSc | DBA Double Degree Program MBA General Management MBA Health Management
QUALITÄT MIT INTERNATIONALER ANERKENNUNG
MBA International Management
Im CHE-Hochschulranking zählt das MCI seit Jahren zu den bestbewerteten Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Mit der AACSB-Akkreditierung gehört die Unternehmerische Hochschule® zudem zu jener kleinen Gruppe von Wirtschaftshochschulen weltweit, die höchste internationale Qualitätsstandards erfüllt.
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Über 30 Bachelor- und Masterstudiengänge in den Bereichen Wirtschaft & Gesellschaft sowie Technologie & Life Sciences bieten vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Mehr als 18.000 Absolvent*innen tragen das Know-how des MCI heute in Unternehmen und Organisationen rund um den Globus. Auch Fach- und Führungskräfte profitieren von Executive-Master-Programmen, MBA, MSc, LL.M., Doktoratsprogrammen und Zertifikatslehrgängen.
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MSc Management & Leadership LL.M. Compliance & Corporate Governance LL.M. Digital Business & Tech Law BA General Management Micro Degrees Micro Credentials Masterclasses Management-Seminare Technische Weiterbildung Maßgeschneiderte Programme Deutsch
Englisch
Vollzeit
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Dual
Campus Lienz
Berufsbegleitend
JETZT INFORMIEREN & BEWERBEN info@mci.edu oder www.mci.edu
mci.edu
top.500 PLATZ
11 Die Plansee Group in Reutte treibt ihre Transformation in Richtung nachhaltiger Produktion weiter voran. Am Standort Breitenwang wurde im Frühjahr 2026 ein neuer Elektrolyseur in Betrieb genommen. Mithilfe erneuerbarer Energien wird dort künftig grüner Wasserstoff für die Produktion erzeugt. Das Unternehmen rechnet mit einer jährlichen Einsparung von rund 4.000 Tonnen CO₂.
214
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
96
75
Freudenberg Sealing Technologies Austria GmbH & Co. KG
Kufstein
Herstellung von Gummiwaren
391
2025 2024 2023
96.500.000 (g) 114.600.000 106.000.000
97
80
Elektrizitätswerke Reutte AG
Reutte
Elektrizitätserzeugung
185
98
109
Lüftner Cruises GmbH
Innsbruck
Reisebüros
25
2025 2023
99
97
we – Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH
Innsbruck
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
85
100
104
Anita Dr. Helbig GmbH
Kufstein
101
102
Dinkhauser Kartonagen GmbH
Hall i. Tirol
102
100
Steinbacher Dämmstoffe
Erpfendorf
Großhandel mit Baustoffen und Sanitärkeramik
420
103
89
Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH
Innsbruck
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
74
104
101
exceet Card Group GmbH
Kematen i. Tirol
Herstellung von Kunststoffen in Primärformen
337
105
112
hollu Systemhygiene GmbH
Zirl
106
92
Transped Europe GmbH
Wörgl
Güterbeförderung im Straßenverkehr
80
107
106
Multivac Maschinenbau GmbH + Co. KG
Lechaschau
Herstellung von Maschinen
370
108
121
Innsbrucker Soziale Dienste GmbH
Innsbruck
Seniorenwohnheime
1.485
109
2711)
ALPS RESORTS GmbH
Wörgl
Ferienhäuser und Ferienwohnungen
250
110
127
ASFINAG Alpenstraßen GmbH
Innsbruck
Bau von Straßen
285
111
120
Sinnesberger GmbH
Kirchdorf
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
214
112
119
Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG
Tux
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
405
*)
Herstellung von Arbeits- und Berufsbekleidung Herstellung von WellpapierVerpackungsmitteln aus Papier, Karton und Pappe
Herstellung von Seifen, Wasch-, Reinigungs- und Poliermitteln
187 265
456
2025 2024 2023
EGT *) 2025 2024 2023
6.400.000 -2.900.000 100.000
95.000.000 (g) 108.440.000 (g) 108.442.000
2024 2023
14.023.738 20.707.888
90.000.000 (g) 79.258.710
2024 2023
10.837.291 6.805.450
2025 2024
89.790.000 (g) 89.797.256
2024
7.654.562
2025 2024 2023
88.870.000 (g) 83.000.000 (g) 75.938.000
2024 2023
4.609.975 4.702.557
2024 2023
16.821.192 21.385.273
2025 2024 2023
88.000.000 (g) 85.000.000 90.681.000 87.000.000 87.000.000 97.000.000
86.611.045 95.023.000 83.560.200
2025 2024 2023
12.889.533 13.564.897 11.238.800
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
86.300.000 86.300.000 68.108.254
2024/25 84.280.280 2024 75.900.000 (g) 2023 82.812.006
2024/25 857.189
2025 2024 2023
83.670.000 (g) 93.920.000 (g) 118.000.000 (g)
2024 2023
-4.875.029 -4.705.273
2025 2024 2023
82.000.000 (g) 72.940.000 (g) 66.500.000 (g)
2024 2023
19.978 8.997
2025 2024 2023
80.000.000 (g) 70.250.000 (g) 70.257.708
2024 2023
8.123.611 7.740.633
2025 2024 2023
79.390.000 (g) 73.234.222 66.853.607
2025 2023
11.552.801 7.117.202
2025 2024 2023
83.000.000 80.000.000 73.500.000 (g)
2024/25 82.000.000 2023/24 61.027.906 2022/23 46.249.968
2025 2024 2023
80.000.000 73.000.000 72.000.000
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt, 1) ehemals Alps Residence Holidayservice GmbH
IQ TEC
Perfekt für den Einstieg in die vernetzte Klangwelt von Bang & Olufsen: Der portable Beosound Level (li.) und der schwungvolle Beosound A5 kombinieren kraftvollen Sound, skandinavisches Design und die Möglichkeiten der Multiroom-Technologie zu einem nahtlosen Hörerlebnis im gesamten Zuhause.
WENN KLANG R ÄU M E V E R B I N D E T Die dänische Lifestyleschmiede Bang & Olufsen steht für höchste Kompetenz – in Sachen Ästhetik ebenso wie bei der Vernetzung. So wird Audiotechnologie zu einem Wohn- und Designerlebnis.
M
usik begleitet uns durch den Tag – vom ersten Kaffee am Morgen bis zum entspannten Ausklang am Abend. Doch während Streaming heute selbstverständlich geworden ist, bleibt die Frage, wie sich hochwertiger Klang nahtlos in unterschiedliche Lebensräume integrieren lässt. Genau hier setzt Bang & Olufsen an. Seit über 100 Jahren gelten die Dänen als Maßstab für die Verbindung von herausragender Akustik, ikonischem Design und intelligenter Technologie. Bereits in den 1980er-Jahren entwickelte Bang & Olufsen Lösungen, die verschiedene Audiosysteme miteinander vernetzten und damit schon lange bevor Begriffe wie „Smart Home“ oder „Multiroom“ zum Alltag gehörten. Heute zeigt sich diese Kompetenz in der Multiroom-Technologie. Sie ermöglicht es, mehrere Lautsprecher im gesamten Zuhause zu einem einzigen Klangerlebnis zu verbinden. Kabellos, intuitiv und ohne technischen Aufwand. Ob derselbe Song durch alle Räume fließt oder in jedem Bereich individuelle
Musik gespielt wird: Das System passt sich den Gewohnheiten seiner Nutzer*innen an, nicht umgekehrt. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Verbindung von Technologie und Wohnkultur. Bang & Olufsen versteht Lautsprecher nicht nur als technische Geräte, sondern als gestaltete Objekte, die sich harmonisch in unterschiedliche Interieurs einfügen. Jedes Produkt folgt dabei einer eigenständigen Designsprache und wird aus hochwertigen Materialien gefertigt, gleichzeitig überzeugt die Vernetzung durch ihre Einfachheit. Über die Bang-&-Olufsen-App lassen sich Lautsprecher zentral steuern, Streamingdienste integrieren und individuelle Klangwelten schaffen. Unterstützt werden sämtliche etablierte Standards wie Apple AirPlay, Google Cast oder Bluetooth, wodurch sich die Systeme flexibel in bestehende digitale Umgebungen einfügen. Das Ergebnis ist ein Musikerlebnis, das nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Stattdessen folgt der Klang den Menschen
nahtlos und hochwertig durch den Alltag und mit jener Liebe zum Detail, für die Bang & Olufsen seit einem Jahrhundert bekannt ist. So ist Multiroom-Audio keine technische Spielerei, es ist ein selbstverständlicher Teil modernen Wohnens. PR
Bundesstraße 18A, 6063 Rum Tel.: 0512/39 36 10 elektrotechnik@iq-tec.at
www.iq-tec.at
Öffnungszeiten: Mo., Di. & Fr. von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr Mi., Do. & Sa. nach Vereinbarung. Du willst noch mehr Sound? Für weitere Infos scanne einfach den QR-Code.
215
top.500 PLATZ
12 Die Unterberger Gruppe feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. 1976 von Fritz Unterberger in Kufstein als Autohandel gegründet, entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem der größten Mobilitätsanbieter Österreichs. Mit 27 Standorten sowie den Geschäftsfeldern Immobilien, Leasing und Beteiligungen erwirtschafteten zuletzt mehr als 1.000 Mitarbeiter*innen einen Jahresumsatz von 561 Millionen Euro.
216
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
113
94
RECON Europe GmbH
Ebbs
95
79.000.000 90.500.000 75.700.000
111
Niederndorf
2025 2024 2023
114
Wilhelm Gronbach GmbH & Co. KG
Fertigung, Handel und Vermietung von modularen Raumlösungen
115
115
Rieder Bau-GmbH & Co. KG
2025 2024 2023
78.100.000 75.200.000 69.300.000
116
114
117
Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
178
Schwoich
Hochbau
266
Innsbrucker Immobilien GmbH & CoKG
Innsbruck
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
152
105
„Burton“ Sportartikel GmbH
Innsbruck
Großhandel mit Sportartikeln
125
118
117
Leonhard Lang GmbH
Innsbruck
Herstellung von Bestrahlungsund Elektrotherapiegeräten
418
119
107
Durst Austria GmbH
Lienz
120
144
Gatt Transport & Logistik GmbH
Kufstein
Güterbeförderung im Straßenverkehr
28
121
108
Tiroler Glashütte GmbH (Riedel)
Kufstein
Herstellung von Hohlglas
135
122
116
Weber Beton Logistik GmbH
Inzing
Güterbeförderung im Straßenverkehr
488
123
123
Ing. Hans Lang GmbH
Terfens
Hochbau
356
124
98
Coveris Flexibles Austria GmbH
Langkampfen
180
125
126
Bezirkskrankenhaus Schwaz BetriebsGmbH
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Schwaz
Krankenhäuser
10
126
162
Leitner GmbH
Telfs
Herstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
184
127
641)
THEURL HOLDING GmbH
Assling
40
128
128
Ing. Berger & Brunner BauGmbH **
Tätigkeiten für das Grundstücks- und Wohnungswesen für Dritte
Inzing
Tiefbau
263
129
142
Troger-Holz GmbH
Vomperbach
Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke
95
*)
Herstellung von Mess-, Kontroll-, NavigationsInstrumenten
225
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *) 2025
-626.000
78.640.000 (g) 77.860.000 (g) 130.000.000 (g)
2023
1.980.107
77.957.186 75.300.000 73.024.000
2025 2024 2023
2.013.705 -823.289 -80.080
2025 2023
77.950.000 (g) 82.898.286
2025 2024 2023
77.200.000 75.000.000 100.000.000
2025 2024 2023
3.754.295 3.988.471 4.163.784
2024 2023
5.109.568 2.038.618
76.252.043 60.360.000 (g) 37.100.000 (g)
2024 2023
263.250 -116.623
2025 2024 2023
2.109.856 2.000.000 4.219.013
2025 2024 2023
76.500.000 (g) 80.000.000 69.000.000
2025 2024 2023
76.090.000 (g) 79.260.000 (g) 82.000.000 (g)
2024 2023
16.380.577 14.286.301
75.000.000 75.000.000 68.000.000
2024 2023
-1.768.237 400.000
75.000.000 72.510.000 82.980.000
75.000.000 (g) 89.350.000 (g) 136.000.000
2025 2024 2023
2024 2023
-3.180.000 -1.835.194 1.171.003
-17.280.403 -5.812.374
75.000.000 (g) 71.000.000 (g) 65.000.000 (g)
2024 2023
-2.572.536 -168.830
73.830.000 123.026.000 152.593.000
2025 2024 2023
7.957.000 17.084.000 22.461.000
2025 2024
4.659.000 3.915.582
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 74.756.894 2024/25 55.940.917 2023 89.261.399 2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
72.335.999 70.000.000 63.100.000 71.789.226 61.477.540 63.464.660
2025 7.777.338 2024/25 1.915.834 2023/24 7.784.893
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Brüder Theurl GmbH
UBIT
AU S B I L D U N G M I T ZUKUNFTSWERT Die IT-Branche wächst rasant – und mit ihr der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften.
Erwachsene mit AHS- oder HTL-Matura, abgeschlossener Lehre oder mindestens zwei Jahren an einer fachverwandten berufsbildenden Schule. Für sie ist die Ausbildung eine attraktive Möglichkeit, sich gezielt in Richtung IT weiterzuentwickeln.
Wie lange dauert die Ausbildung? Der Lehrabschluss kann in drei Jahren erreicht werden. Die Ausbildung ist kompakt, praxisnah und klar auf die Anforderungen der Branche ausgerichtet. Gelernt wird in einem motivierenden Umfeld unter Gleichgesinnten. Welche Rolle spielt die Praxis? Die Praxis ist ein zentraler Bestandteil. IT Professionals Tirol ist dual aufgebaut und verbindet schulische Inhalte mit konkreter Anwendung im beruflichen Umfeld. So können die Absolventen ihr Wissen direkt im Arbeitsalltag einsetzen.
M
it IT Professionals Tirol wurde ein praxisnahes Ausbildungsprogramm geschaffen, das junge Erwachsene gezielt auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet. In nur drei Jahren führt die Ausbildung zum Lehrabschluss und verbindet fundiertes Fachwissen mit direkter Praxiserfahrung. Clemens Plank, Berufsgruppensprecher IT in der Fachgruppe UBIT, erklärt, warum dieses Modell so wichtig ist.
ECO.NOVA: Warum braucht es IT Professionals Tirol? CLEMENS PLANK: Die Digitalisierung verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Alltag. Unternehmen brauchen heute mehr denn je qualifizierte IT-Fachkräfte. Genau hier setzt IT Professionals Tirol an. Die Ausbildung reagiert gezielt auf den steigenden Bedarf und eröffnet jungen Menschen den Einstieg in eine Branche mit großem Zukunftspotenzial.
Was macht die Ausbildung besonders? Sie verbindet Theorie und Praxis sehr eng. Die Teilnehmer erwerben fundiertes IT-Wissen und sammeln gleichzeitig wertvolle Praxiserfahrung. Damit werden sie fachlich und
Welche Perspektiven haben Absolventen? Die Berufsperspektiven sind ausgezeichnet. IT-Fachkräfte werden in Tirol, Österreich und international stark gesucht. Die IT-Branche bietet viele Entwicklungsmöglichkeiten – von technischer Spezialisierung über Projektarbeit bis zu verantwortungsvollen Positionen. Clemens Plank, Berufsgruppensprecher IT in der UBIT Tirol
persönlich auf die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt vorbereitet.
Welche Schwerpunkte gibt es? Die Ausbildung konzentriert sich auf zwei Bereiche: IT-Technik mit Fokus auf Systemtechnik sowie Coding mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von Applikationen. Damit werden genau jene Kompetenzen vermittelt, die in der Wirtschaft stark nachgefragt sind. Für wen ist IT Professionals Tirol gedacht? Das Angebot richtet sich an junge
Warum sollten junge Menschen jetzt diesen Weg wählen? Weil IT einer der wichtigsten Zukunftsbereiche ist. Wer heute startet, entscheidet sich für ein Berufsfeld mit Sicherheit, Dynamik und vielen Chancen. Mit IT Professionals Tirol kann man zum Gamechanger in der digitalen Welt werden. PR
KONTAKT:
Wirtschaftskammer Tirol Fachgruppe UBIT Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck 05 90 90 5-1323, ubit@wktirol.at wko.at/tirol/ubit
Konkrete Informationen zum neuen Ausbildungsprogramm finden Sie unter www.it-professionals.tirol.
217
top.500 PLATZ
218
© MUI/DAVID BULLOCK
21
Gesundheitswissen für alle: Die Medizinische Universität Innsbruck möchte Interessierten einen einfachen Zugang zu Gesundheitsinformationen bieten und startet dafür ihren Podcast „Frag die Medizin“. Expert*innen sprechen in rund 15-minütigen Folgen verständlich und wissenschaftlich fundiert über alltagsrelevante medizinische Themen, klären über Mythen auf und erläutern Fachbegriffe. www.frag-die-medizin.at
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
130
131
Autobedarf Karl Kastner GmbH
Innsbruck
Großhandel für Werkstättenausrüstung und Autoersatzteile
265
71.500.000 68.400.000 65.400.000
2025 2024
2.130.535 2.378.916
131
152
Bergbahn AG Kitzbühel
Kitzbühel
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
2025 2024 2023
325
125
Rieder GmbH & Co. KG
Hochbau
375
2.405.263 3.321.098
133
132
Rum
Rettungs- und Krankentransportdienste
69.610.000 (g) 71.250.000 (g) 69.000.000 (g)
2024 2023
Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH
2025 2024 2023
2.382.267 1.140.000 1.140.000
132
Ried i. Zillertal
2025 2024 2023
26
2024 2023
-51.948 3.129.351
134
130
Peter Troppacher GmbH
Volders
Einzelhandel mit Fotoartikeln und Brennstoffen
28 331
2025 2024
1.065.342 1.507.599 2.582.445
Innsbruck
136
170
Skiliftgesellschaft Sölden – Hochsölden GmbH
Sölden
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
301
67.000.000 (g) 52.900.000 (g) 52.905.250
2025 2023
22.364.632 18.178.755
137
134
LAMBDA Wärmepumpen GmbH
Kirchbichl
Installation von Industriemaschinen und -ausrüstungen
2025 2024 2023
67.367.641 65.000.000 54.000.000
2025 2024 2023
136
Personenbeförderung im Schienenverkehr
68.000.000 70.000.000 80.000.000
135
Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH
2025 2024 2023
69.420.000 (g) 67.000.000 (g) 71.190.000 (g)
80
67.000.000 (g) 66.500.000
2024
27.000.000
138
140
Schretter & Cie GmbH & Co. KG
Vils
Herstellung von Zement
145
65.550.000 (g) 63.430.000 (g) 60.000.000
2024 2023
-1.239.814 2.095.198
139
161
Besi Austria GmbH
Radfeld
290
3.378.526 3.363.689
140
145
Innsbruck Brixlegg
139
129
Innsbruck
Erzeugung von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen
57
63.000.000 (g) 70.000.000 72.000.000
143
124
Unterer Tank & Service GmbH **
Kundl
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen
2025 2024 2023
776.282 754.102 568.124
142
ARGE Baustahl Eisen Blasy-Neptun GmbH
2025 2024 2023
12.824.098 10.189.300 8.436.030
Giesswein Walkwaren AG
65.000.000 (g) 78.000.000 (g)
2025 2024 2023
110
2025 2023
65.117.153 60.342.500 58.886.947
141
Herstellung von gewirktem und gestricktem Stoff
2025 2024 2023
65.270.000 (g) 56.110.000 (g) 49.350.000 (g)
2024 2023
Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und SiedlungsGmbH
Installation von Industriemaschinen und -ausrüstungen
2025 2024 2023
10
2024 2023
1.297.789 1.331.580
144
135
Prinoth GmbH
Telfs
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
63.000.000 72.180.000 72.180.000
85
145
137
Pappas Tirol GmbH
Hall i. Tirol
Großhandel mit Kraftwagen
194
61.977.000 64.416.628 62.549.000
2024 2023
146
148
Alois Mayr Bauwaren GmbH
Wörgl
Baustoffhandel
113
*)
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
83
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *)
70.226.714 59.200.000 59.200.000
2025 62.054.117 2024/25 65.171.715 2023/24 63.394.502 2025 2024 2023 2025 2024 2023
61.919.000 60.000.000 60.373.000
2024 2023
-47.099.215 -49.000.000
2.344.186 6.050.555
2025 1.167.451 2024/25 2.467.102 2023/24 2.669.949 2.942.507 2.387.600
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
© DA EMOBIL GMBH
DA EMOBIL
Die Zukunft ist da. da emobil bereitet schon heute den Weg für die Mobilität von morgen.
Mit der Ladekarte von da emobil und GUTMANN lädt man komfortabel in Österreichs größtem öffentlichen Ladenetz.
EMOBIL UNTERWEGS – L E I S T U N G S S TA R K UND EFFIZIENT
219
da emobil nutzt innovative Ladelösungen als Schlüssel für nachhaltige Mobilität.
D
ie Elektromobilität ist gekommen, um zu bleiben. Angesichts geopolitischer Entwicklungen – insbesondere der Irankrise 2026 – und der damit verbundenen instabilen Energiepreise werden neben ökologischen zunehmend auch wirtschaftliche Vorteile moderner Mobilität sichtbar: Zwar ist die Anschaffung von E-Fahrzeugen oft teurer, dafür sind Betriebs- und Wartungskosten deutlich geringer als bei Verbrennern. Zudem schneiden E-Autos in (Pannen-)Statistiken nicht nur effizienter, sondern auch klar zuverlässiger ab.
INDIVIDUELLE LADELÖSUNGEN
da emobil verfolgt als führender Anbieter in der Elektromobilitätsbranche und größter CPO (Ladenetzbetreiber) in Österreich das Ziel, E-Mobilität für alle zugänglich und einfach nutzbar zu machen. Dafür bietet das Unternehmen umfassendes Knowhow und maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand: Die fachkundige Unterstützung
reicht von Konzept über Lieferung hochwertiger Wallboxen und Schnellladestationen, Realisierung, Betrieb, Abrechnungssoftware sowie Supporthotline bis hin zur Wartung. Ob Unternehmen, Handel, Gewerbe, Hotellerie, Gastronomie, Logistik, Tourismusregion oder Freizeiteinrichtung – die Lösungen von da emobil ermöglichen ein nahtloses Zusammenspiel von Laden am Arbeitsplatz, unterwegs und zuhause. Neben einem österreichweiten öffentlichen Ladenetz bietet da emobil eine eigene Ladekarte, maßgeschneiderte Infrastrukturkonzepte sowie das Softwarepaket „Heimladen“ für komfortables Laden von Dienstfahrzeugen zuhause. Darüber hinaus lassen sich weiterführende Lösungen wie die Integration von Photovoltaikanlagen oder der Betrieb öffentlich zugänglicher Ladepunkte realisieren. Ein aktuelles Beispiel ist der Ladepark der Breitfuss Transport GmbH in Kapfenberg: Hier wirkte da emobil an einem La-
desystem mit bis zu 1 Megawatt Leistung und zwölf Ladepunkten mit. Die Infrastruktur elektrifiziert nicht nur die betriebseigene Flotte, sondern ist auch öffentlich für E-Pkw und E-Trucks zugänglich. Eine leistungsstarke PV-Anlage und ein großer Batteriespeicher komplettieren das zukunftsweisende Projekt.
EINE KARTE, VIELE VORTEILE
Mit der Ladekarte von da emobil und GUTMANN erhalten Kund:innen Zugang zum größten öffentlichen Ladenetz Österreichs sowie zu vielseitigen Tank- und Serviceangeboten an über 100 GUTMANN- und disk-Tankstellen. Eine monatliche Gesamtrechnung aller Ladevorgänge sorgt für volle Transparenz. We love the way you move – denn E-Mobilität ist ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Zukunft. Mit innovativen Lösungen unterstützt da emobil alle, die diesen Wandel aktiv mitgestalten wollen. www.da-emobil.com
PR
top.500 PLATZ
220
© TANJA CAMMERLANDER
32
Ab einer Betriebszugehörigkeit von zehn Jahren werden Mitarbeiter*innen des Telfer Familienunternehmens Thöni im Rahmen der jährlich stattfindenden Feier ausgezeichnet. Anfang des Jahres wurden 78 Jubilare und neun Pensionist*innen für ihre Verdienste geehrt bzw. in den verdienten Ruhestand verabschiedet, 30 Lehrlinge für ihre Erfolge und Leistungsabzeichen prämiert und neun Lehrlingen die Urkunden zur bestandenen Lehrabschlussprüfung überreicht.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
147
151
bofrost* Austria GmbH
Ötztal Bahnhof
Einzelhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
471
2025 2023
61.230.000 (g) 59.500.000 (g)
2025 2023
523.924 263.978
148
212
KITZ AlpinTrade GmbH
Oberndorf i. Tirol
Einzelhandel mit Kraftwagen
2
1.177.375 793.844
149
173
Sölden
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
61.009.152 39.435.424 34.606.029
2025 2023
Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG Sölden – Tirol
2025 2024 2023
161
150
150
Cargoways Logistik & Transport GmbH
Kufstein
151
143
METRON HANDEL GMBH
Langkampfen
152
196
ITC Leasing GmbH
153
113
154
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
70
EGT *)
2025 2023
60.000.000 (g) 50.000.000 (g)
2025 2023
18.357.017 13.639.192
2025 2024 2023
60.000.000 (g) 60.000.000 (g) 60.000.000 (g)
2024 2023
156.726 -172.219
2025 2023
60.000.000 (g) 42.331.300
2024 2023
2.852.332 2.965.875
2025 2024 2023
59.600.000 (g) 75.500.000 59.000.000 (g)
2024 2023
2.183.239 3.193.053
2024 2024
4.624.917 4.200.000
2025 2024 2023
59.600.000 57.300.000 48.000.000 (g)
59.300.000 (g) 54.000.000 (g) 42.000.000 (g)
2024 2023
11.190.070 16.730.043
59.160.000 (g) 59.163.371
2024 2023
1.145.061 -1.768.264
2025 2024 2023
60.000.000 (g) 60.610.000 (g) 60.000.000 (g)
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
30
Kufstein
Leasing von Kraftwagen
4
Morawa-Berchtold Transporte GmbH
Innsbruck
Güterbeförderung im Straßenverkehr
244
154
HALLAG Kommunal GmbH
Hall i. Tirol
Elektrizitätsverteilung
105
155
165
Arlberger Bergbahnen AG
Innsbruck
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
240
156
153
Schlüsselverlag J. S. Moser GmbH
Innsbruck
Nachrichtenagenturen
4
2025 2023
157
175
Seilbahn Komperdell GmbH
Serfaus
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
290
2025 2023
59.000.000 (g) 49.252.210
2024 2023
3.457.691 3.107.535
158
1461)
Achleitner Reifenzentrum GmbH
Wörgl
278
2025 2023
59.000.000 (g) 60.279.640
159
Innsbruck
Erbringung von Dienstleistungen des Sports
2
2025 2023
59.000.000 (g) 56.826.139
-2.932.646 -2.015.391 -4.797.242
159
AUSTRIA SKI VERANSTALTUNGSGmbH
2025 2024 2023
160
138
AT-Thurner Bau GmbH
Imst
Hochbau
232
2025 2024 2023
718.095 1.060.090 1.300.992
141
Innsbruck
Großhandelsvermittlung von Holz, Baustoffen und Anstrichmitteln
58.500.000 64.140.000 (g) 75.000.000
161
Austria Bau Tirol und Vorarlberg Handels GmbH
2025 2024 2023
8
162
272
Falch GmbH
Zams
Einzelhandel mit Kraftwagen
97
58.000.000 30.000.000 (g) 42.000.000
163
133
Fluckinger Transport GmbH
Volders
Güterbeförderung im Straßenverkehr
2025 2024 2023
118
*)
Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2023
58.500.000 61.500.000 65.400.000
57.010.000 (g) 66.553.618
2025 2024 2023
2024 2023
2025 2024 2023
2.088.128 2.160.808 2.210.295
31.567 38.000
3.337.341 6.959.796 7.779.999
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Franz Achleitner-Fahrzeugbau und Reifenzentrum GmbH
BFI TIROL
KI IM UNTERNEHMEN: VOM K U R S I N D E N A R B E I T S A L LTA G Zwischen dem Interesse an KI und ihrem sicheren Einsatz besteht in vielen Unternehmen noch eine Lücke. Der Weg vom Ausprobieren zum professionellen Einsatz. Begleitung bei der Umsetzung, nicht nur eine Schulung. Denn das Gelernte bleibt oft im Seminarraum und kommt im Betrieb nie an. Das BFI Tirol setzt deshalb auf maßgeschneiderte Inhouse-Schulungen. Vor dem Start klären wir im persönlichen Gespräch Ihren konkreten Bedarf. Im Training arbeiten Ihre Mitarbeiter*innen an echten Aufgaben aus dem eigenen Betrieb. Das Blended-Learning-Format verbindet Online-Phasen mit Präsenz und fügt sich in Ihren Arbeitsalltag ein. PR
AKTUELLE SEMINARE
A
cht von zehn Unternehmen stehen Künstlicher Intelligenz positiv gegenüber, und KI ist 2026 das wichtigste Weiterbildungsthema. Das zeigt eine aktuelle Studie. Der Wille ist da, aber zwischen dem Interesse an KI und dem sicheren Einsatz im Arbeitsalltag liegt für viele Betriebe noch eine Lücke. Das BFI Tirol schließt diese Lücke mit einem umfassenden und praxisnahen Schulungsangebot.
EU AI ACT: UNTERNEHMEN MÜSSEN HANDELN
Der EU AI Act verlangt bereits heute, dass Unternehmen die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter*innen sicherstellen und regeln. Mit August 2026 gilt die EU-Verordnung in Österreich in vollem Umfang. Mehr als ein Drittel der Betriebe nennt den AI Act und den Datenschutz als zentrales Weiterbildungsthema. Viele wollen KI nutzen, scheuen aber das rechtliche Risiko. Der KI-Führerschein gemäß EU AI Act schafft hier die Basis: Teilnehmer*innen lernen die Risikoklassen des
AI Act, ordnen KI-Systeme richtig ein und wenden die Vorgaben anhand von Checklisten direkt auf den eigenen Arbeitsalltag an. Der Kurs richtet sich an alle Unternehmensbereiche und setzt keine Vorkenntnisse voraus.
EINE PERSON, DIE KI VERANTWORTET
Unternehmen brauchen heute nicht ein KI-Thema, sondern mehrere gleichzeitig: Grundlagen, generative KI, Automatisierung von Abläufen und die strategische Einführung. Im Schnitt nennen Betriebe mehr als drei Bedarfe parallel. Die Fachausbildung zum/zur zertifizierten KI-Beauftragten bündelt das in einer Hand. Eine Person im Betrieb übernimmt Verantwortung für KI, von den Grundlagen über generative Anwendungen bis zur Automatisierung. Auf Wunsch schließt die berufsbegleitende Ausbildung mit einer international anerkannten Zertifizierung nach ISO 17024 ab. Mehr als jedes zweite Unternehmen wünscht sich
• Data Science und Business Analytics Blended Learning ab 2. März 2026
• KI-Führerschein: Grundlagen und Verantwortung gemäß EU AI Act Start am 6. Oktober 2026 • Künstliche Intelligenz (KI) für HR-Mitarbeiter*innen Start am 14. Oktober 2026
• Einführung in Microsoft 365 Copilot Start am 14. Oktober 2026 • Fachausbildung zum/zur zertifizierten KI-Beauftragten Start am 20. Oktober 2026 • Erzeugung von Medien mit generativer KI Start am 21. Oktober 2026
• KI für Führungskräfte: Verstehen. Vorangehen. Mensch bleiben. Start am 4. November 2026 • KI im Berufsalltag mit Claude Start am 4. November 2026
„KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IST IM BETRIEB A N G E KO M M E N . W I R U N T E R S T Ü T Z E N DA B E I , DA S S U N T E R N E H M E N S I E S I C H E R UND WIRKSAM NUTZEN. Da n iel S cheiber, L eit u ng Tech n i k , Wi r t sch a f t u nd Dig it a l i sier u ng , BF I T i r ol
BFI TIROL Ing.-Etzel-Straße 7 6020 Innsbruck Tel.: 050 9660 675 firmenservice@bfi-tirol.at www.bfi.tirol
221
top.500 PLATZ
222
© TIROLER / RAGGL
40
Die TIROLER Versicherung wurde 2026 vom Magazin „trend“ zum zehnten Mal in Folge mit dem Siegel „Top-Arbeitgeber“ ausgezeichnet. Der regionale Versicherer setzt auf eine Unternehmenskultur, die Vereinbarkeit, Weiterbildung und Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellt. Ein Beispiel dafür ist die neue Kinderkrippe „TIROLER Sprossen“.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
164
177
BE-terna GmbH
Innsbruck
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie
250
2025 2023 2023
57.000.000 (g) 48.452.699 44.100.000
2024 2023 2023
7.614.374 2.618.734 2.300.000
165
158
Berger Fahrzeugtechnik GmbH
Radfeld
166
178
POWERUP GmbH
Stans
56.605.131 48.188.924 41.715.386
2025 2024 2023
9.122.305 5.181.331 5.197.021
167
207
Technoalpin Austria GmbH
Volders
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
2025 2024 2023
32
168
139
Rissbacher Walter GmbH
Brixlegg
Einzelhandel mit Fotoartikeln und Brennstoffen
13
169
157
Reifen Team West GmbH
Thaur
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
150
170
176
Binder Beteiligungs AG **
Fügen
Beteiligungsgesellschaften
24
171
171
Mayrhofner Bergbahnen AG
Mayrhofen
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
176
172
164
SWARCO AG **
Wattens
Beteiligungsgesellschaften
120
173
168
Stanglwirt GmbH
Going
Restaurants und Gaststätten
326
174
182
Techem Messtechnik GmbH
Innsbruck
175
156
Black Diamond Equipment Europe GmbH
Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen für Unternehmen
Innsbruck
176
155
Tiroler Soziale Dienste GmbH
177
172
178
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren Installation von Industriemaschinen und -ausrüstungen
83 110
2025 2024 2023
EGT *)
57.000.000 (g) 57.000.000 48.047.944
2024 2023
-3.464.362 -369.510
2025 2024 2023
56.603.299 40.000.000 (g) 39.331.000
2025 2024 2023
6.150.092 5.660.503 5.659.452
2025 2024 2023
56.460.000 (g) 57.000.000 49.000.000
2024 2023
1.185.880 578.556
2024 2023
228.730.185 167.744.881
2025 2024 2023
55.068.105 51.498.040 47.500.000
2025 2024 2023
11.783.224 15.697.970 11.671.261
53.000.000 (g) 53.000.000 (g) 49.530.853
2025 2024 2023
8.083.390 8.795.498 9.753.685
2025 2024 2023
2025 2024 2023
56.600.000 64.100.000 82.200.000
55.120.000 (g) 48.710.000 (g) 93.000.000 (g)
2024 2023
2.552.233 -5.750.123
2025 2024 2023
53.591.255 54.578.502 47.952.039
258
2025 2023
53.000.000 (g) 46.551.969
Großhandel mit Sportartikeln
43
2025 2023
53.000.000 (g) 57.161.780
2024 2023
774.772 1.219.855
Innsbruck
Sozialwesen
240
51.740.000 (g) 57.280.000 (g) 50.000.000 (g)
2024 2023
2.200.992 2.840.393
Opbacher Installationen GmbH
Fügen
247
2025 2023
2.000.000 2.056.188
184
Nordpan Rubner Holzbauelemente GmbH
Gas-, Wasser-, Heizungssowie Lüftungs- und Klimainstallation
2025 2024 2023
Strassen
50.300.000 (g) 45.000.000 (g) 58.500.000
2024 2023
552.712 2.651.319
179
191
PROLICHT GmbH
Götzens
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
2025 2024 2023
211
2023
1.100.000
180
163
Ragg GmbH
Hall i. Tirol
Großhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
115
2025 2024 2023
49.210.000 (g) 55.000.000 55.000.000
2024 2023
-4.555.707 2.517.579
*)
Herstellung von Furnier-, Sperrholz-, Holzfaser- und Holzspanplatten
88
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
51.000.000 51.200.000 50.700.000
50.000.000 43.000.000 41.400.000
2025 2023
11.666.700 7.019.302
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
UNIQA
GESUNDHEIT NEU GEDACHT
G
esundheit ist so viel mehr als das Vermeiden von Krankheit. Sie steht für Lebensqualität, Sicherheit und die Gewissheit, in jeder Lebensphase gut begleitet zu sein. UNIQA greift diesen Anspruch auf und entwickelt ihr Angebot konsequent in Richtung einer modernen, ganzheitlichen Gesundheitsversorgung weiter – mit klarem Fokus auf Prävention, individueller Vorsorge und innovativen Gesundheitslösungen. Im Mittelpunkt steht dabei ein klarer Gedanke: Gesundheit beginnt nicht erst im Krankheitsfall. Prävention und Vorsorge spielen eine entscheidende Rolle, um langfristig gesund zu bleiben.
© MARTIN VANDORY
Wie UNIQA moderne Versorgung einfach zugänglich macht.
FRÜHER ANSETZEN, BESSER VORSORGEN
UNIQA setzt auf ein Zusammenspiel aus medizinischer Versorgung, persönlicher Beratung und digitalen Services. Ziel ist es, den Zugang zu Gesundheitsleistungen möglichst einfach zu gestalten und Kundinnen und Kunden frühzeitig zu unterstützen. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Gesundheitswelt rund um myUNIQA, das digitale Portal für Versicherte. Viele Anliegen lassen sich hier unkompliziert online erledigen – von der Einreichung von Rechnungen bis hin zur Organisation von Gesundheitsleistungen. Zusätzlich gewinnt die Telemedizin immer mehr an Bedeutung: Ärztliche Beratung per Video, Telefon oder Chat ermöglicht eine schnelle Einschätzung von Beschwerden – unabhängig vom Ort und ohne lange Wartezeiten. Der klassische Arztbesuch wird
223 „G E S U N D H E I T MU S S H E U T E F L E X I B E L , LEICHT ZUGÄNGLICH UND VERLÄSSLICH VERFÜGBAR SEIN. MIT UNSEREN D I G I TA L E N A N G E B OT E N S C H A F F E N W I R G E N A U D I E S E N Z U G A N G .“ Michael Zentner, UNIQA-Landesdirektor Tirol
dadurch nicht ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt. Neben der medizinischen Versorgung ist auch die finanzielle Vorsorge ein wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Ansatzes. Wer frühzeitig plant, schafft sich mehr Sicherheit und Flexibilität für die Zukunft. „Gerade junge Menschen unterschätzen oft, welchen Unterschied frühe Entscheidungen machen können“, sagt Michael Zentner, Landesdirektor UNIQA Tirol.
GESUNDHEIT ALS ERFOLGSFAKTOR
Nicht nur für Einzelpersonen, auch für Unternehmen wird Gesundheit immer bedeutender. Mit der UNIQA Gruppenkrankenversicherung erhalten Mitarbeiter*innen im Rahmen eines vorteilhaften Gesundheitsschutzes Zugang zu moderner
medizinischer Versorgung. Zudem unterstützt die UNIQA-Tochtergesellschaft Mavie Betriebe dabei, Gesundheitsförderung ganzheitlich und modern umzusetzen – dabei wird sowohl körperliche als auch mentale Vorsorge forciert. Mit dem Leitspruch „Wer gesund ist, kann sein volles Potenzial entfalten. Genau das wollen wir ermöglichen“ bringt Michael Zentner den Anspruch von UNIQA auf den Punkt. PR
ZAHLEN UND FAKTEN
UNIQA ist in Tirol mit rund 25,94 % Marktanteil die führende Versicherung und die klare Nummer 1 im Gesundheitsbereich mit rund 46,95 %. • Mehr als 293.000 Kund*innen • rund 463,7 Millionen Euro Prämie • rund 350 Mitarbeitende und Partner*innen
top.500 PLATZ
224
© FLORIAN LECHNER
45
Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds blickt Handl Tyrol (im Bild: Geschäftsführer Karl Christian Handl) auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Der Umsatz stieg auf 218 Millionen Euro, getragen von etablierten Produkten sowie neuen Angeboten in den Snack- und Veggie-Segmenten. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit investiert das Familienunternehmen zehn Millionen Euro in die Produktion.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
181
174
Stadtwerke Kufstein GmbH
Kufstein
Elektrizitätserzeugung
161
2025
2025 2024 2023
6.016.874 7.273.836 5.199.271
NEU
Fieberbrunn
49.000.000 49.500.000 56.000.000
182
Auszeit Mountain Resort Fieberbrunn GmbH
2025 2024 2023
Hotels
2
183
186
Innsbruck
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
35
4.507.781 3.983.868
184
179
Kirchbichl
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
48.000.000 45.000.000 23.000.000 (g)
2024 2023
Haya International Trading GmbH & Co. OG
2025 2024 2023
8
185
180
DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG
Schwaz
Sammlung nicht gefährlicher Abfälle
241
186
189
Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH
Innsbruck
Krankenhäuser
410
187
183
Fisser-Bergbahnen-GmbH
Fiss
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
260
188
193
ACP IT Solutions GmbH
Innsbruck
189
199
Gerätewerk Matrei e. Gen.
Matrei a. Brenner
190
209
Plansee Group Functions Austria GmbH **
Reutte
191
215
Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG
Kaltenbach
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
135
192
166
Travel Partner GmbH
Ellmau
Reisebüros
75
193
169
BLS Bikeleasing-Service Österreich GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehör
30
194
185
Autohaus Hans Dosenberger GmbH & Co. KG
Rum
Einzelhandel mit Kraftwagen
54
195
202
Holz Marberger GmbH
Ötztal Bahnhof
Großhandel mit Holz
100
196
188
MediaMarkt Innsbruck Ost GmbH
Innsbruck
66
197
203
D. Swarovski Tourism Services GmbH **
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
Wattens
Tourismus (Kristallwelten)
240
Gemeinnützige Hauptgen. des Siedlerbundes registrierte Genossenschaft mbH
*)
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik Herstellung von elektrischen Haushaltsgeräten Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie
56 171 279
EGT *)
48.500.000 (g)
2025 2024 2023
47.790.000 (g) 47.791.131 44.000.000 (g)
2024
-69.766
2025 2024 2023
47.500.000 43.300.000 39.100.000
2025 2024 2023
1.719.218 -519.473 800.000
2025 2024 2023
47.717.000 47.731.418 44.400.000
2025 2024 2023
46.420.000 (g) 46.428.000 35.500.000 (g)
2024 2023
6.276.858 7.372.778
2025 2024 2023
46.000.000 42.800.000 42.000.000 (g)
45.000.000 (g) 39.754.446
2025 2024 2023
2.168.642 1.979.010 2.117.102
2025 2023
45.845.000 41.000.000 45.000.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
45.000.000 (g) 38.770.000 (g) 29.740.000 (g)
2025 2024 2023
3.162.429 4.976.304 3.156.935
2025 2024 2023
45.000.000 (g) 53.000.000 49.182.729
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
45.000.000 (g) 54.000.000 (g) 48.000.000 (g)
44.800.000 45.000.000 30.100.000 44.500.000 40.064.042 39.500.000
43.690.000 (g) 43.710.000 (g) 42.500.000 (g) 43.230.000 (g) 40.000.000 (g) 26.513.000 (g)
850.000 -1.500.000 -1.300.000
2024 2023
18.329.346 12.952.630
2024 2023
-431.460 167.794
2025 2024 2023
-259.000 184.555 391.000
2024 2023
1.802.410 1.632.009
2024 2023
1.468.551 208.603
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
Die Volksbank Tirol wurde heuer zum fünften Mal mit dem „Prix de Fonds“ in Gold ausgezeichnet.
Beachten Sie: Veranlagungen in Wertpapiere können mit erheblichen Verlusten verbunden sein. WERBUNG
volksbank.tirol
IMPRESSUM: Medieninhaberin: Volksbank Tirol AG, Meinhardstraße 1, 6020 Innsbruck, Verlags- & Herstellungsort: Innsbruck, Stand: Juni 2026
top.500 PLATZ
64 Schaut man sich die Zahlen der vergangenen Jahre an, hat es sich abgezeichnet. Im Mai wurden im Insolvenzverfahren der Nothegger Transport Logistik GmbH Forderungen in Höhe von 15,4 Millionen Euro anerkannt. Zu Redaktionsschluss erwartet der KSV1870, dass die festgestellten Forderungen noch ansteigen werden. Die Geschäftsleitung strebt eine Sanierung ihres Unternehmens an, die Liquiditätssituation ist jedoch angespannt.
226
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
198
213
Plattner u. Co. Kalkwerk Zirl in Tirol GmbH & Co.KG
Zirl
Zwischenlager, Steinbruch, Erdbau, Abbruch
46
2025 2024 2023
43.071.000 39.300.000 31.447.000
199
167
MS Design GmbH
Roppen
200
194
Tyrolit Construction Products GmbH **
Schwaz
Herstellung von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage
130
2025 2024 2023
201
195
TOM TAILOR Retail GmbH
Wörgl
Einzelhandel mit Bekleidung
240
202
218
Tiroler Flughafenbetriebs GmbH
Innsbruck
Erbringung von Dienstleistungen für die Luftfahrt
375
203
214
Innbus GmbH
Innsbruck
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
2025 2024 2023
349
204
197
Huter & Söhne GmbH
Innsbruck
Hochbau
217
205
228
Reform Martin GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
330
206
221
AL-KO Technology Austria GmbH
Ramsau i. Zillertal
Herstellung von Karosserien, Aufbauten und Anhängern
110
207
206
STARK Internationale Transporte GmbH
Radfeld
Güterbeförderung im Straßenverkehr
33
208
201
Wintersport Tirol Handels GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln
230
209
229
SPZ Zementwerk Eiberg GmbH & Co. KG
Kirchbichl
Großhandel mit Baustoffen und Sanitärkeramik
8
210
222
Ernst Derfeser GmbH
Vomp
Gewinnung von Kies und Sand, Ton und Kaolin
225
211
224
Pirktl Holiday GmbH & Co. KG
Mieming
Hotels
276
212
205
Tyrolpath Obrist Brunhuber GmbH
Zams
Gesundheitswesen
125
213
211
Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld GMBH & Co. KG
Längenfeld
Hotels
265
214
210
Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG
Innsbruck
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
232
*)
Herstellung von Platten, Folien und Schläuchen aus Kunststoffen
212
2025 2024 2023
EGT *)
43.000.000 53.172.000 46.000.000
2024 2023
4.049.187 4.450.000
42.790.000 (g) 42.790.000 (g) 44.000.000 (g)
2024 2023
-1.697.370 -312.485
2024 2023
-3.355.305 -2.940.058
42.000.000 (g) 38.000.000 (g) 30.000.000 (g)
2024 2023
6.244.501 2.611.017
41.781.699 38.851.839 36.000.000 41.500.000 42.000.000 44.400.000
2025 2024 2023 2025 2023
405.604 263.727 580.009
41.418.774 36.886.000
2025 2024
385.060 -368.481
2025 2024 2023
41.000.000 37.931.013 45.000.000
2024
2.357.689
2025 2023
382.657 232.696
2025 2024 2023
40.700.000 (g) 40.600.000 (g) 41.400.000
2024 2023
224.239 300.000
2024 2023
41.189 389.907
2025 2024 2023
40.640.000 (g) 36.850.000 (g) 29.000.000 (g) 40.470.000 (g) 37.860.000 (g) 35.000.000 (g)
2024 2023
1.181.443 2.470.390
40.150.000 (g) 37.500.000 (g) 35.752.000 (g)
2024 2023
5.902.689 3.804.541
40.000.000 (g) 40.000.000 (g) 40.000.000 (g) 39.890.000 (g) 39.488.121 36.910.000
2025 2024 2023
2024 2023
855.164 -1.309.248 229.436
39.600.000 (g) 39.507.540 37.377.438
2024 2023
-839.994 -536.342
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
42.500.000 (g) 42.430.000 (g) 42.000.000
40.734.000 40.000.000 38.217.000
-350.000 3.037.195
5.099.396 4.660.000
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
VOLKSBANK TIROL
VOLKSBANK TIROL ANLAGE-GIPFEL © ALEX GRETTER, DIE FOTOGRAFEN
Im Mittelpunkt der Volksbank-Veranstaltungsreihe beim erfolgreichen Auftakt in Ellmau und Mils standen aktuelle Entwicklungen an den Kapitalmärkten sowie die Frage, wie sich Vermögen auch in einem herausfordernden Umfeld nachhaltig entwickeln lässt.
Anlageabend mit Ausblick in Ellmau: v. l. Tom Ganschow (Vertriebsdirektor Union Investment Österreich), Robert Woods (Volksbank Filialleiter Kufstein), Philipp Quabeck (Union Investment), Steffen Weyl (Leiter Abteilung Europäische Aktien bei Union Investment), Stefan Riedel (Volksbank Regionalleiter Unterland)
M
it zwei hochkarätig besetzten Veranstaltungen ist die diesjährige Reihe des „Volksbank Anlage-Gipfels“ erfolgreich gestartet. Am 18. Juni begrüßte Filialleiter Robert Woods rund 120 Kundinnen und Kunden in der Kaiserlounge in Ellmau, am 22. Juni hieß Vorstandsvorsitzender Martin Holzer rund 250 Gäste im Reschenhof in Mils willkommen. Zu Beginn des Abends machten die Vortragenden der Volksbank deutlich, dass das Motto „Gutes zieht Kreise“ sinnbildlich für den Anspruch der Volksbank Tirol steht, wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für die Region und die Menschen zu verbinden. Mit ihrem Geschäftsergebnis 2025 unterstreicht die Bank ihre Position als verlässliche und regional verwurzelte Partnerin mit hoher Beratungsqualität. Als besondere Auszeichnung gab es dafür heuer wieder den „Prix de Fonds“ in Gold – bereits zum fünften Mal in Folge erhält die Volksbank Tirol diese Anerkennung für ihre herausragende Service- und Beratungsqualität im Investmentfondsbereich. „Gutes zieht Kreise“ zeigt sich aber nicht nur in der partnerschaftlichen Beratung, sondern auch im aktiven Engagement
Volksbank Tirol Vorstandsvorsitzender Martin Holzer begrüßte im Reschenhof rund 250 Gäste. Er erweckte den Gründungsvater der Volksbanken, Hermann Schulze-Delitzsch, mit Hilfe der KI zum Leben und ließ ihn selbst erläutern, dass die Grundprinzipien der Genossenschaft damals wie heute Gültigkeit haben.
für die Zukunft Tirols, wie im Aufbau des Jugendförderprogramms „FIT4FUTURE“ und in der Unterstützung zahlreicher sozialer und gesellschaftlicher Projekte in den Regionen Tirols. Fachlichen Tiefgang lieferten anschließend die Experten von Union Investment, Tom Ganschow und Steffen Weyl, die in ihren Vorträgen zentrale Trends und Herausforderungen der Kapitalmärkte beleuchteten. Dabei wurde deutlich, dass sich Anlegerinnen und Anleger weiterhin in einem komplexen Umfeld bewegen: Geopolitische Unsicherheiten, strukturelle Veränderungen sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern eine durchdachte und langfristige Strategie. So betonten die Referenten, dass eine breite Diversifikation und ein disziplinierter Anlageansatz entscheidend sind, um auch in volatilen Phasen erfolgreich zu bleiben“. Gleichzeitig verwiesen sie darauf, dass Wachstumspotenziale zunehmend global erschlossen werden müssen: Regional verwurzelt zu sein ist eine Stärke – in der Vermögensanlage bedeutet Erfolg jedoch, internationale Chancen aktiv zu nutzen. Gerade europäische Unternehmen hätten be-
sonderes Potenzial. Auch die Entwicklung der vergangenen Jahre unterstreicht diese Einschätzungen: Die verwalteten Vermögen konnten deutlich gesteigert werden, was als Ausdruck eines konsequent verfolgten, langfristigen Investmentansatzes gewertet wird. Ein besonderes Highlight bot die Veranstaltung im Reschenhof in Mils: Im Anschluss an den fachlichen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum gemeinsamen Private Viewing des WM-Spiels Österreich gegen Argentinien auf einem Big Screen. Bei sommerlichem Barbecue bot sich dabei ein entspannter Rahmen für persönliche Gespräche und Networking – ein gelungener Ausklang eines durchwegs spannenden Abends. Die Veranstaltungsreihe wird im Juli im Bergrestaurant Galzig in St. Anton fortgesetzt. Diesmal als Vormittagsveranstaltung konzipiert, werden Tom Ganschow und Thomas Jökel weitere Einblicke in aktuelle Marktentwicklungen geben. Die Begrüßung übernimmt Filialleiter Christoph Nöbl. Damit setzt die Volksbank Tirol ihre bewährte Kombination aus fundierter Information, persönlicher Beratung und außergewöhnlichem Veranstaltungsrahmen fort. PR
227
top.500 PLATZ
66 Das Wörgler Traditionsunternehmen Morandell feiert 2026 sein 100-jähriges Bestehen. 1926 gegründet, entwickelte sich der Tiroler Familienbetrieb zu einem der führenden Weinund Getränkegroßhändler Österreichs. Als Partner zahlreicher Gastronomiebetriebe und mit einem breiten Vertriebsnetz zählt Morandell seit Jahren zu den umsatzstärksten Unternehmen Tirols.
228
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
215
208
RGO Lagerhaus GmbH
Lienz
136
2025 2024 2023
39.187.700 39.839.700 41.689.300
2025 2024 2023
1.314.900 864.100 440.000
216
216
Josef Recheis Eierteigwarenfabrik und Walzmühle GmbH
Einzelhandel mit Metallwaren, Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf
Hall i. Tirol
Herstellung von Teigwaren
115
217
187
Sportalm GmbH
Kitzbühel
Herstellung von Oberbekleidung
165
2025
39.000.000 (g) 44.780.000 (g) 51.000.000 (g) 38.251.775
2025 2024 2023
-5.648.702 -362.978 1.825.837
218
NEU
SCOTT Sports SA, Niederlassung Österreich
2025 2024 2023
Kematen
Großhandel mit Sportartikeln
26
219
219
Luzian Bouvier Haustechnik & Fliesen GmbH
Zams
Gas-, Wasser-, Heizungssowie Lüftungs- und Klimainstallation
209
38.000.000 38.000.000 37.000.000 (g)
2025 2024 2023
1.637.581 1.635.917 1.687.512
220
220
Veolia Industries Austria GmbH
Kundl
Erbringung von Dienstleistungen
2025 2024 2023
201
221
226
ALPEWA Metallproduktion GmbH
Kirchbichl
Herstellung von Metallwaren
30
2024 2023
1.417.355 734.606
222
256
Zeller Bergbahnen Zillertal GmbH & Co. KG
Zell a. Ziller
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
38.000.000 37.200.000 43.000.000 (g)
130
223
251
Autohaus Haidacher Zillertal
Zell a. Ziller
Einzelhandel mit Kraftwagen
66
224
237
Alpinschule Innsbruck GmbH
Natters
Reisebüros
51
225
312
Moncler Deutschland GmbH, Niederlassung Österreich
Kitzbühel
Einzelhandel mit Bekleidung
20
226
231
ACCESS Logistic GmbH
Kramsach
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
30
227
217
TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH
Wiesing
Reparatur und Instandhaltung von Kraftwagen
235
228
399
Niederwieser Convenience GmbH
Innsbruck
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
90
229
198
Electro Terminal GmbH & Co. KG
Innsbruck
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
84
230
227
HeavyteamSpezialtransport GmbH
Kufstein
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
66
231
239
Sport Okay GmbH
Innsbruck
Einzelhandel
48
*)
2025 2024 2023
EGT *)
39.100.000 38.600.000 47.200.000
2024 2023
2025
841.271 700.000
732.000
2025 2024 2023
38.000.000 (g) 38.000.000 36.500.000
2025 2024 2023
37.694.000 31.200.000 (g) 31.000.000
2024 2023
3.934.270 3.599.999
2025 2024 2023
37.000.000 34.146.000 34.250.000
2024 2023
2.681.730 1.520.000
2024 2023
2.348.082 1.895.375
2025 2024 2023
2025 2024 2023
37.200.000 31.800.000 31.300.000
2025 2024 2023
37.000.000 (g) 26.000.000 (g) 26.000.000 (g)
2025 2024 2023
36.282.000 38.156.375 34.000.000
2025 2024 2023
36.500.000 (g) 36.100.000 26.100.000
2024 2023
1.969.242 2.195.941
2025 2024 2023
36.000.000 (g) 19.500.000 (g) 19.000.000 (g)
2024 2023
771.054 722.097
2025 2024 2023
36.000.000 (g) 41.800.000 (g) 41.736.265 36.000.000 (g) 37.000.000 37.000.000
2025 2024 2023
2024 2023
-487.942 382.356 1.442.152
36.000.000 34.000.000 30.000.000
2024 2023
666.249 -894.959
2025 2024 2023
2025 2024 2023
22.067 1.008.757
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
MILLER UNITED OPTICS
229
1 5 5 JA H R E W E I T B L I C K Tradition verpflichtet – und genau dieser Verantwortung stellt sich Miller United Optics seit mittlerweile 155 Jahren. Von der Kinderbrille über Kontaktlinsen bis hin zu Gleitsichtbrillen und kleinsten Hörgeräten ist der Familienbetrieb seit Generationen Ihr vertrauenswürdigster Wegbegleiter rund ums Sehen und Hören.
A
ls Friedrich Miller 1871 sein Geschäft in Innsbruck eröffnete, legte er den Grundstein für eine außergewöhnliche Tiroler Erfolgsgeschichte. Heute wird das Unternehmen von Ulrich Miller in fünfter Generation geführt. Mit mittlerweile zwölf Geschäftsstellen in ganz Tirol und über 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 30 Meister*innen, darf sich das Unternehmen als das Tiroler Kompetenzzentrum im Bereich Sehen und Hören bezeichnen. Was sich in 155 Jahren grundlegend verändert hat, ist die tägliche Belastung unserer Augen. Bildschirme begleiten uns vom frühen Morgen bis in den Abend – Monitor,
Smartphone, Tablet. Der ständige Blickwechsel zwischen Ferne und Nähe sowie das blaue Licht der Bildschirme ermüden die Augen, beeinträchtigen die Konzentration und können langfristig die Sehkraft belasten. Kopfschmerzen, brennende Augen und Verspannungen sind oft die unmittelbaren Folgen. Hier setzt Miller United auf neueste Technologien wie individuell angepasste Wellnessgläser mit Blaulichtfilter. Diese Gläser unterstützen Ihre Augen beim Wechsel zwischen Nah- und Fernsicht. Auch spezielle Bildschirmbrillen, die optimal auf den Arbeitsplatz am Computer abgestimmt sind, werden bei Miller United Optics individuell in der hausinternen Werkstatt gefertigt.
Mit dem Miller Augen-Check bietet das Unternehmen außerdem eine professionelle Augenvorsorge. Dabei werden mehrere präzise Screeningmessungen durchgeführt – darunter Netzhautfotos, Augendruckmessung und Hornhautdickenmessung. Die Ergebnisse werden mittels Künstlicher Intelligenz analysiert und optional unter augenärztlicher Aufsicht telemedizinisch ausgewertet. So können Risiken für Augenerkrankungen frühzeitig erkannt werden. 155 Jahre Familiengeschichte, fünf Generationen Leidenschaft für Qualität und ein klarer Blick in die Zukunft – das ist Miller United Optics. Kommen auch Sie vorbei und überzeugen sich selbst. www.miller.at PR
top.500 PLATZ
86 Fitness liegt im Trend. Das zeigt sich auch in unserer Liste. So hat die Oner Active Austria GmbH – eine Activewear-Brand mit Sportmode für Frauen, die Krafttraining lieben – einen der höchsten Neueinstiege geschafft. Hinter dem Label stecken unter anderem die Macher von Women’s Best. Das Unternehmen ist zwar auf Platz 337 abgerutscht, erwirtschaftet mit seiner Sportswear und Sportnahrung aber immer noch einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro.
230
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
232
233
Mode von Feucht GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Bekleidung
300
2025 2024 2023
35.500.000 (g) 35.500.000 30.000.000
2025 2024 2023
1.369.047 695.389 578.127
233
244
Bernard Gruppe ZT GmbH
Hall i. Tirol
Ingenieurbüros
247
234
204
Swacrit Systems GmbH
Hall i. Tirol
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen
200
35.500.000 (g) 40.000.000 (g) 40.000.000
2024 2023
-3.258.147 -1.466.457
235
255
Sanatorium der Kreuzschwestern GmbH
2025 2024 2023
Rum
Krankenhäuser
291
236
230
Pharmazeutische Fabrik Montavit GmbH
Absam
Herstellung von pharmazeutischen Produkten
163
35.300.000 36.300.000 32.031.902
2025 2023
-814.000 10.823.413
237
257
Rinderzucht Tirol eGen
Innsbruck
Großhandel mit lebenden Tieren
2025 2024 2023
31
254
Innsbruck
Einzelhandel
241
35.000.000 (g) 31.500.000 (g) 30.000.000 (g)
2024 2023
2.421.724 2.702.341
239
234
Euroclima Apparatebau GmbH
Sillian
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen
2025 2024 2023
-289.614 120.626 283.563
238
Nanu-Nana Handelsgesellschaft mbH
2025 2024 2023
115
2024 2023
4.923.330 2.702.341
240
241
Neurauter * frisch GmbH
Ötztal Bahnhof
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
77
1.235.189
241
223
Zuegg GmbH & Co. KG
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
35.000.000 (g) 33.726.000 34.276.000
2025
Nußdorf Debant
2025 2024 2023
35.000.000 (g) 31.500.000 (g) 30.000.000 (g)
43
2024 2023
2.202.012 2.571.055
242
269
Purzelbaum Handels-GmbH
Kufstein
Einzelhandel mit Schuhen und Lederwaren
35.000.000 (g) 37.730.000 (g) 39.000.000 (g)
189
2024 2023
1.322.568 -344.799
243
242
Auer GmbH
Pfons
Güterbeförderung im Straßenverkehr
34.000.000 30.000.000 (g) 21.000.000 (g)
158
Dopgas GmbH
Kirchbichl
79
2024 2023
1.721.225 2.224.060 1.309.963
238
245
235
Erlebnissennerei Zillertal GmbH
Mayrhofen
Herstellung von Milcherzeugnissen
34.000.000 (g) 34.000.000 (g) 36.000.000 (g)
2025 2024 2023
244
Großhandel mit Mineralölerzeugnissen
34.000.000 (g) 33.500.000 (g) 29.000.000 (g)
73
2025 2024
539.031 477.295
246
243
Barilla Austria GmbH
Innsbruck
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
34.000.000 (g) 35.000.000 33.800.000
8
2024 2023
853.465 1.155.632
247
268
E.G.O. Austria Elektrogeräte GmbH
Heinfels
Herstellung von Heizkörpern und Kesseln
34.000.000 (g) 33.200.000 34.000.000 (g)
198
2024 2023
1.940.102 -3.116.354
248
286
Zams
Heime, ohne Erholungs- und Ferienheime
343
33.792.000 28.300.000 (g) 27.000.000 (g)
2024 2023
-1.004.668 179.153
Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams Betriebs GmbH *)
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
EGT *)
35.500.000 33.132.378 31.400.000
35.498.630 31.334.000 29.330.000
35.188.044 31.154.439 30.081.712
33.800.000 (g) 30.000.000 35.100.000
2024 2023
5.285.251 2.300.000
1.580.175 1.083.311
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt, 1) ehemals Primagaz GmbH
Individuell geplant. Effizient gebaut.
Mit dem Design & Build-Modell realisiert RIEDERBAU Projekte von der Planung bis zur Schlüsselübergabe.
Gedacht. Geplant. Gebaut. RIEDERBAU | Egerbach 12 | A-6334 Schwoich | T +43 (0)5372 62688 | E office@riederbau.at
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top.500 PLATZ
94 Der Kundler Traktorenhersteller Lindner blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Nachfrage nach den stufenlosen Lintrac-Modellen sowie ein starkes Export- und Kommunalgeschäft sorgten für positive Impulse. Mit laufenden Investitionen in den Tiroler Stammsitz unterstreicht das Familienunternehmen seine Rolle als Innovationsanbieter für die alpine Landwirtschaft.
232
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
249
259
Brüder Unterweger GmbH
Thal-Assling
Herstellung von chemischen Erzeugnissen
70
2025 2023
33.500.000 31.000.000
2024 2023
1.123.876 1.592.983
250
2791)
Silberquelle GmbH
Brixlegg
95
2025 2024 2023
33.130.000 29.350.000 (g) 25.804.000
2024 2023
1.081.931 139.535
251
267
SPIEGLtec GmbH consulting engineers
Herstellung von Erfrischungsgetränken und Mineralwässern
Brixlegg
Ingenieurbüros
225
2024 2023
724.370 5.366.034
252
200
STUBAI KSHB GmbH
Fulpmes
Herstellung von Werkzeugen
155
-2.102.952 139.701
253
245
Fieberbrunn
Herstellung von pharmazeutischen Produkten
14
9.131.229 8.340.315
254
304
Matrei i. Osttirol
Transport in Rohrfernleitungen
33.000.000 (g) 33.000.000 (g) 33.000.000 (g)
2024 2023
Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH
2025 2024 2023
33.000.000 40.800.000 50.393.900
2024 2023
Haleon – Gebro Consumer Health GmbH
2025 2024 2023
33.000.000 (g) 30.000.000 27.000.000
26
Verlagsanstalt Tyrolia GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Büchern
205
256
294
Neuschmied Holz GmbH
Hopfgarten i. Brixental
Säge-, Hobel- und Holzimprägnierwerke
65
32.554.840 27.777.666 34.000.000 (g)
2025 2024 2023
2.516.635 2.169.000 2.535.789
246
32.800.000 32.500.000 32.000.000
2025 2024 2023
255
2025 2024 2023
32.810.831 26.798.583 28.846.072
2024
3.792.665
257
247
Nothegger Systemlogistik GmbH
Radfeld
2023
141.335
258
NEU
Aichner Logistik GmbH
Innsbruck
Güterbeförderung im Straßenverkehr
23
259
264
Andrä Hörtnagl Produktion und Handel GmbH
Hall i. Tirol
Fleischverarbeitung
203
260
248
Braunegger KG
Kaltenbach
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
119
261
258
Stadtwerke Schwaz GmbH
Schwaz
Elektrizitätserzeugung
108
2025 2024
6.849.009 6.791.172
262
240
ISOLED FIAI Handels GmbH
Schwoich
Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
2025 32.000.000 (g) 2024 31.000.000 2022/23 30.394.933
95
263
236
Oberhofer Josef GmbH
Mils
Einzelhandel mit Kraftwagen
50
2025 2023
264
249
„INTERCHIM AUSTRIA“ Internationaler Chemiehandel GmbH
Wörgl
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
11
265
303
Kufgem GmbH
Kufstein
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie
150
167
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *)
2025 2024 2023
2025
32.496.000 (g) 32.496.000 32.485.000
2025 2024 2023
32.085.000 30.577.819 25.000.000 (g)
1.030.000 1.140.000 1.100.000
32.300.000
2025 2024 2023
32.000.000 (g) 32.000.000 31.724.000
2025 2024 2023
32.000.000 (g) 33.800.000 29.790.000
2024 2023
3.085.878 3.256.764
2025 2024 2023
32.000.000 (g) 32.000.000 33.000.000 (g)
2025 2024 2023
2024 2023
512.000 647.504 1.844.433
1.841.560 3.049.074
2025 2024 2023
4.246.000 3.627.000 5.917.000
2025 2024 2023
32.000.000 35.000.000
31.800.000 26.800.000 23.000.000
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Privatquelle Gruber GmbH & Co. KG
HÖPPERGER UMWELTSCHUTZ
„ U N T E R N E H M E R B R AU C H E N R Ü C K E N - S TAT T G E G E N W I N D ! “ Warum Bürokratie bremst, Innovationen vorantreiben und Mitarbeiter*innen den Unterschied machen.
A
ls Tiroler Familienunternehmen in dritter Generation zählt die Firmengruppe Höpperger Umweltschutz zu den führenden Entsorgungs- und Recyclingdienstleistern des Landes. Mit mehr als 170 Mitarbeiter*innen an den Standorten Rietz und Pfaffenhofen sammelt, sortiert und verarbeitet das Unternehmen jährlich rund 100.000 Tonnen Abfälle und führt wertvolle Rohstoffe zurück in den Wirtschaftskreislauf. Im Interview spricht Geschäftsführer Thomas Höpperger über die Bedeutung von Familienunternehmen, aktuelle Herausforderungen der Branche und warum Investitionen sowie engagierte Mitarbeiter*innen der Schlüssel zum Erfolg sind.
ECO.NOVA: Was zeichnet die Firmengruppe Höpperger aus? THOMAS HÖPPERGER: Wir verbinden die Erfahrung eines gewachsenen Familienunternehmens mit dem Innovationsgeist der nächsten Generation. Unsere Leistungen reichen von der Abfallsammlung und Containerdiensten über Kanalund Tankreinigungen bis hin zu hochmodernen Recyclingprozessen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Kreislaufwirtschaft in Tirol.
Welche Rolle spielt die Familie im Unternehmen? Eine sehr große. Harald und Klaus Höpperger haben das Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich aufgebaut. Gemeinsam mit meinem Großcousin Stefan dürfen wir nun dieses Lebenswerk in dritter Generation weiterentwickeln. Die Kombination aus Erfahrung und neuen Ideen hat uns geholfen, das Unternehmen gesund und zukunftsfit aufzustellen.
Warum sind Familienunternehmen für Tirol so wichtig? Familienunternehmen denken langfristig. Entscheidungen werden nicht für das nächste Quartal getroffen, sondern für die nächste Generation. Dadurch entstehen regionale Wertschöpfung, sichere Arbeitsplätze und eine starke Verbundenheit mit den Menschen vor Ort.
233 Mag. Thomas Höpperger, Geschäftsführer Höpperger Umweltschutz
Wie wichtig sind die Mitarbeiter*innen für den Unternehmenserfolg? Sie sind unsere wichtigste Ressource und die Visitenkarte des Unternehmens. Unsere Mitarbeiter*innen stehen täglich im direkten Kontakt mit unseren Kund*innen. Wir freuen uns über viele langjährige Teammitglieder. Ich glaube, das liegt an unserer Wertschätzung, einer offenen Kommunikation auf Augenhöhe und daran, dass wir das Familienunternehmen bis zu jedem einzelnen Mitarbeiter leben. Worauf legen Sie bei Innovationen besonderen Wert? Stillstand gibt es bei uns nicht. Wir investieren laufend in moderne Technik und Sicherheit. Erst vor kurzem haben wir unsere Sortieranlage für Leichtverpackungen um 4,5 Millionen Euro modernisiert. Damit können wir Wertstoffe noch effizienter zurückgewinnen. Weitere zukunftsweisende Projekte sind gerade in der Genehmigungsphase. Welche Herausforderungen beschäftigen die Entsorgungsbranche derzeit besonders? Einerseits die zunehmende Bürokratie. Der Verwaltungsaufwand wächst ständig
und bindet Ressourcen, die wir in Innovationen investieren sollten. Unternehmer brauchen Rücken- statt Gegenwind. Andererseits steigt die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Batterien in der Entsorgungsbranche deutlich an. Wie begegnen Sie dieser Entwicklung? Mit umfangreichen Investitionen. Allein in moderne Brandschutzsysteme haben wir zuletzt mehr als eine Million Euro investiert. Dennoch können technische Maßnahmen das Risiko nie vollständig ausschließen. Deshalb setzen wir auch aktiv auf Aufklärung. Das müsste die öffentliche Hand ebenfalls verstärkt machen.
Ihr Appell an die Tiroler*innen? Lithium-Ionen-Akkus gehören getrennt gesammelt! Egal ob verbaut oder entnehmbar. Abgabestellen gibt es am Recyclinghof oder im Handel. Die richtige Handhabung und Entsorgung schützen nicht nur unsere Anlagen, sondern auch die Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Nachhaltigkeit beginnt oft mit kleinen Entscheidungen im Alltag. www.hoepperger.at PR
top.500 PLATZ
105 Nach mehr als 25 Jahren verlässt Geschäftsführer Simon Meinschad den Zirler Hygienespezialisten hollu mit Ende September 2026. Das Familienunternehmen setzt bei der Nachfolge auf interne Kontinuität: Bereits am 20. Juli übernehmen Udo Amann und Markus Wendlinger gemeinsam die Geschäftsführung. Das Duo soll den eingeschlagenen Wachstumskurs fortführen.
234
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
266
302
Geberit Huter GmbH
Matrei a. Brenner
Herstellung von Sanitärkeramik
123
2025 2024 2023
31.789.627 26.983.000 28.153.000
2025 2024 2023
2.235.879 1.860.000 2.199.000
267
253
da emobil GmbH
Innsbruck
Elektroinstallation
37
268
252
Thöni Holding GmbH **
Telfs
16
2025 2024 2023
31.500.000 31.700.000 28.200.000
2025 2024 2023
7.037.437 6.796.215 7.250.331
269
261
Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
Münster
Krankenhäuser
280
270
263
Höpperger Umweltschutz
Rietz
Sammlung nicht gefährlicher Abfälle
172
271
295
VENTOTRANS GmbH
Kirchbichl
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
20
272
260
Hermann Huber Autohaus GmbH
Zellberg
Einzelhandel mit Kraftwagen
54
273
266
Hochstaffl Nutzfahrzeuge GmbH
Kundl
Großhandel mit Kraftwagen
21
274
265
Stadtwerke Wörgl GmbH
Wörgl
Elektrizitätserzeugung
82
275
290
Rock´n´Log GmbH
Kufstein
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
18
276
332
PM PEAK Logistics GmbH
Ebbs
277
270
BOE Gebäudemanagement GmbH
Innsbruck
278
273
Autohaus Strasser GmbH
Reith i. Alpbachtal
279
327
Autohof Huter GmbH
280
NEU
281
282
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
30
Tätigkeiten für das Grundstücks- und Wohnungswesen für Dritte
110
Einzelhandel mit Kraftwagen
84
Vils
Vorbereitende Baustellenarbeiten
75
Watercryst Wassertechnik GmbH
Kematen
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen
93
364
Kurz Fertigteilbau GmbH **
Kufstein
Hochbau
80
280
MK Illumination Handels GmbH
Innsbruck
Herstellung von Lampen und Leuchten
85
*)
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
EGT *)
31.700.000 31.659.775 36.283.310
31.400.000 30.900.000 30.000.000 (g)
2024
1.100.000
2024
1.983.639
31.293.000 30.700.000 16.344.000
2025 2023
750.000 400.000
31.000.000 31.000.000 33.272.608
2024 2023
4.533.274 4.932.994
31.037.815 27.700.000 27.384.000
2025 2024 2023
31.000.000 (g) 30.500.000 35.200.000
2024 2023
-769.941 96.035
2025 2024 2023
30.500.000 (g) 30.500.000 27.572.500 30.500.000 28.000.000 40.000.000
2025 2024 2023
2024
1.642.895 4.960.508 845.123
30.400.000 24.546.745
2023 2024
2.892.853 1.800.000
2025 2024 2023
30.000.000 (g) 30.000.000 (g) 25.000.000
2024 2023
394.323 434.687
2024 2023
449.221 971.522
2025 2024 2023
2024 2023
71.360 697.027
2025
30.000.000 (g) 25.000.000 (g) 25.000.000 (g)
2025 2024 2023
29.916.996 21.000.000 25.190.000
2025 2024 2023
367.367 512.286 805.517
2025 2024 2023
2025 2024
2025 2024 2023
2025 2024 2023
30.000.000 (g) 30.000.000 (g) 27.500.000 (g)
700.000
29.976.232
29.498.373 29.036.009 14.500.000 (g)
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top.500 PLATZ
236
© CHRISTOPH ASCHER
115
Das Tiroler Bauunternehmen Rieder stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Seit 1. März 2026 ergänzen Lukas Hechenblaickner und Raphael Lindermayr neben Anton Rieder die Geschäftsführung. Gleichzeitig expandiert das Familienunternehmen nach Deutschland: Mit der Beteiligung an der Münchner Michael Renner Bau GmbH etabliert RIEDERBAU seinen „Design & Build“-Ansatz im süddeutschen Markt.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
283
305
Anthentic Logistik GmbH
Langkampfen
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
30
29.400.000 26.650.000 26.600.000
2024 2023
1.093.550 1.547.475
284
281
Weisshaus Shop GmbH
Pinswang
Großhandel mit Wein und Spirituosen
2025 2024 2023
44
2024 2023
2.493.900 1.021.198
285
297
Barracuda Networks AG
Innsbruck
Verlegen von Software
186
2025 2024 2023
28.840.000 (g) 27.650.000 (g) 33.000.000 (g)
2025 2024 2023
2.095.048 2.955.627 2.761.591
286
310
Hotel Trofana Royal GmbH
Ischgl
Hotels
155
287
289
Bauwaren Canal GmbH & Co.KG
Hall i. Tirol
Baustoffhandel
51
288
285
MR-Service Tirol registrierte Genossenschaft mbH
Innsbruck
Maschinendienstleistungen, Agrar, Baummanagement, Bioenergie, Forstdienste
267
2025 2024 2023
97.330 276.228 -634.532
289
284
ALPHA Logistik GmbH
Kufstein
290
275
DEMACLENKO GmbH
Telfs
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
18
291
288
Stock GmbH
Finkenberg
Hotels
180
292
323
Auer Bau GmbH
Umhausen
Hochbau
130
293
409
Auto Bacher GmbH
Hall i. Tirol
Einzelhandel mit Kraftwagen
65
294
301
Winkler GmbH
Ötztal Bahnhof
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
62
295
299
Fitstore24 ZANIER GmbH
Großhandel mit Sportartikeln
48
296
282
Köllensperger Stahlhandel GmbH & Co. KG
Thaur
Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl und Halbzeug
46
297
274
Auto Meisinger GmbH
Völs
Einzelhandel mit Kraftwagen
40
298
291
Karl Thrainer Handels GmbH
Niederndorf
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen
14
299
292
HS Holzexport Schuster GmbH
Innsbruck
Großhandel mit festen Brennstoffen
7
Nußdorf-Debant
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
24
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT *)
29.000.000 (g) 29.000.000 (g) 37.100.000
28.800.000 26.010.000 23.900.000 28.791.000 28.000.000 31.148.000 28.500.000 28.438.223 27.700.048
28.500.000 (g) 28.500.000 (g) 33.000.000 (g)
2024 2023
2024 2023
6.388.044 -397.498
1.090.706 1.088.019
2025 28.333.161 2024/25 29.748.791 2023/24 16.277.319
2025 2.208.515 2024/25 1.628.768 2023/24 135.198
2025 2024 2023
28.000.000 25.000.000 23.000.000 (g)
2024
475.191
2024 2023
-336.059 85.222
28.000.000 27.000.000 22.000.000 (g)
2024 2023
1.865.241 2.011.089
28.000.000 28.600.000 30.000.000
2025 28.000.000 2024/25 28.000.000 2023 29.177.869
2025 2024 2023
1.318.384 -103.729 2.641.616
2025 2024 2023
28.000.000 (g) 19.000.000 19.000.000
2025 2024 2023
28.000.000 (g) 27.300.000 26.000.000
2009 2024
151.827 330.000
2025 2024
1.539.151 1.600.000
2025 2024 2023
28.000.000 (g) 30.000.000 (g) 30.000.000 (g)
2024
-637.076
2025 2024 2023
28.000.000 (g) 28.000.000 (g) 28.000.000 (g)
2024 2023
144.660 1.456.486
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
28.000.000 (g) 28.000.000 (g) 28.000.000 (g)
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
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238
© ASFINAG
172
Der Verkehrstechnikkonzern Swarco hat eine europaweite Ausschreibung der ASFINAG gewonnen. In den kommenden zehn Jahren liefert das Unternehmen bis zu 2.100 LED-Wechselverkehrszeichen für Österreichs Autobahnen. Der Rahmenvertrag mit einem Volumen von 24 Millionen Euro umfasst neben den Anlagen zur Verkehrssteuerung auch Serviceleistungen über einen Zeitraum von 25 Jahren.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
300
321
GKI Sanitär-VertriebsgesmbH
Ebbs
Herstellung von Sanitärkeramik
31
27.800.000 25.200.000 28.000.000
301
181
STS Transport GmbH
Wörgl
Güterbeförderung im Straßenverkehr
2025 2024 2023
19
302
296
Inntaler Transporte GmbH
Wörgl
303
160
Eglo Immobilien GmbH **
Schwaz
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
2025 2024 2023
54
304
300
Bauunternehmung Dipl.-Ing. Walter Frey GmbH
Lienz
Hochbau
126
305
298
ATP Innsbruck Planungs GmbH
Innsbruck
Architekturbüros
149
306
306
B-Transport GmbH
Hall i. Tirol
Güterbeförderung, Maschinenvermietung
102
307
277
Elektro Müller GmbH
Landeck
Elektroinstallation
175
308
314
Pfeifer Holding GmbH **
Imst
Beteiligungsgesellschaften
103
309
307
Nutzfahrzeuge Leasing AG
Wörgl
Vermietung von Kraftwagen
12
310
319
INTERALPEN-HOTEL TYROL GMBH
Telfs
Hotels
241
311
335
SPONTEX Logistics GmbH
Kufstein
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
26
312
287
Hans Picker GesmbH
Schwaz
Einzelhandel mit Kraftwagen
65
313
308
Bergbahnen Wilder Kaiser GmbH
Ellmau
152
314
278
Raiffeisengenossenschaft Osttirol, registrierte Genossenschaft mbH
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
Lienz
Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere
61
315
320
Reisebüro Idealtours GmbH
Brixlegg
Reisebüros
75
316
331
Heinritzi Restaurant GmbH
Kitzbühel
Restaurants und Gaststätten
215
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
21
2025 2024 2023
EGT *)
27.800.000 47.100.000 53.000.000 (g)
2024 2024
1.677.279 1.300.000
27.665.511 27.665.511 27.726.000
2025
1.241.781
2025 2024 2023
27.280.000 (g) 27.000.000 27.300.000 (g)
2024 2023
1.786.413 3.226.266
2024 2023
2.819.824 2.452.876
2025 2024 2023
27.196.000 26.600.000 26.067.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
27.500.000 56.400.000 80.000.000 (g)
27.220.000 (g) 27.400.000 27.100.000
27.000.000 29.500.000 24.300.000
2025 2024 2023
27.000.000 25.770.000 (g) 669.000.000 (g)
2024 2023
90.380.360 -86.614.610
2024 2023
1.714.809 715.663
2025 2024 2023
26.590.000 (g) 25.400.000 (g) 27.300.000 (g)
2024
-4.194.459
26.463.580 24.118.961 25.695.609
2025 2023
130.026 200.948
26.400.000 28.200.000 31.480.000
2024 2023
457.065 1.075.984
26.315.000 26.315.000 25.853.185
2024 2023
7.040.100 6.027.126
26.224.300 29.473.700 30.656.200
26.010.000 (g) 25.280.000 (g) 33.000.000
2025 2024 2023
2024 2023
426.300 654.978 1.862.000
-310.235 -60.211
2024 2023
1.804.072 1.200.177
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023
26.600.000 (g) 26.600.000 25.313.100
26.000.000 (g) 24.600.000 (g) 22.000.000 (g)
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173
240
Das Hotel Stanglwirt in Going betreibt seit Ende 2025 ein eigenes Holzgas-Kraftwerk zur Strom- und Wärmeversorgung. Die mit den Tiroler Partnern SynCraft und INNIO Jenbacher realisierte Anlage liefert bis zu 550 Kilowatt elektrische Leistung. Verarbeitet wird regionales Hackgut. Als Nebenprodukt entsteht Pflanzenkohle, wodurch ein Teil des Kohlenstoffs dauerhaft im Boden gebunden wird.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
317
311
Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH
Lermoos
Hotels
202
318
350
Feratel Media Technologies AG
Innsbruck
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen und Geräten
2025 2024 2023
107
319
326
Dietrich, Luft und Klima, GmbH
Kirchbichl
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen
95
320
313
Alpina Food & Dairy Products GmbH
Wörgl
Herstellung von Milcherzeugnissen
11
321
391
Transportex GmbH
Ebbs
322
316
AFS Logistic Solutions GmbH
Zirl
72
323
317
Autohaus Manfred Neurauter GmbH
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Telfs
Einzelhandel mit Kraftwagen
57
324
415
Elekta GmbH
Innsbruck
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf
27
325
318
Eisendle GmbH
Hall i. Tirol
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
53
326
381
Ing. Franz Thurner Baumeister GmbH & Co. KG **
Kufstein
Hochbau
121
327
315
Edi Light GmbH **
Pill
8
328
322
Tiroler Backhaus GmbH
Kematen i. Tirol
Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten Herstellung von Backwaren
203
329
362
Rossbacher GmbH
Lienz
Sammlung nicht gefährlicher Abfälle
120
330
324
Autohaus Pontiller GmbH
Lienz
Einzelhandel mit Kraftwagen
104
331
325
Schilift-Zentrum-Gerlos GmbH
Gerlos
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
99
332
344
Speckbacher Handels GmbH
Reutte
Großhandel mit Nahrungsund Genussmitteln
80
333
276
ROWA-Moser Handels-GmbH
Innsbruck *)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
29
75
EGT *) 26.000.000 26.000.000 22.000.000 (g)
2024
955.297
26.000.000 (g) 25.000.000 28.000.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
26.000.000 (g) 22.600.000 (g) 20.354.434
2025 2024 2023
4.359.021 2.895.894 3.541.547
2025 2024 2023
26.000.000 26.000.000 25.600.000
2024 2023
259.575 436.005
2025 2024 2023
2025 2024 2023
25.760.000 (g) 20.000.000 (g) 18.000.000
2025 2024 2023
25.500.000 (g) 25.500.000 (g) 25.000.000 (g)
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2023
4.935.712 4.180.261 4.340.120
2024 2023
595.881 325.454
25.500.000 (g) 25.500.000 35.000.000 (g)
2025 2024 2023
1.193.139 1.300.000 2.144.397
25.414.000 18.800.000 (g) 18.132.151
2025 2024 2023
2.371.000 1.850.079 1.480.065
2024
225.422
25.400.000 (g) 25.405.625
2025 2024
417.558 456.265
2025 2024 2023
25.223.594 20.000.000 21.000.000
2025 2024 2023
25.000.000 (g) 25.000.000 (g) 25.000.000 (g)
2025 2024 2023
3.172.357 1.905.054 2.639.265
2025 2024 2023
25.000.000 25.000.000 25.000.000 (g)
2025 2024 2023
1.521.508 1.723.932 1.479.214
25.000.000 (g) 23.000.000 (g)
2025 2024 2023
-372.986 152.378 191.231
2025 2024 2023
2025 2024 2023
25.056.000 25.765.000 25.063.000
25.000.000 (g) 21.000.000 21.000.000 (g)
2025 2024 2023
25.000.000 (g) 25.000.000 (g) 19.000.000
2025 2024 2023
25.000.000 (g) 29.640.562 25.436.745
2025 2023
2024 2023
2024 2023
2025 2024
753.347 1.339.744
3.877.994 4.345.528
2.450.758 5.186.948
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
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1
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C
M
Y
C
C
M
M
CM
Y
Y
MY
CM
CM
CY
MY
MY
CMY
K
CY
CY
CMY
CMY
K
K
Abstellplätze (auch Wohnmobil- und Wohnwagenplätze) Salzburger Straße Straße 24 Salzburger Straße 0676/88181 24 1609 0676/88181 1609 Salzburger 24 0676/88181 1609 6060 Hall i. T. 6060 Hall i. T. 6060 Hall i. T. KONTAKTDATEN
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Die Ellmauer Travel Partner GmbH setzt ihren Expansionskurs fort. Der Tiroler Incoming-Spezialist hat im Mai 2026 sämtliche Anteile am bayerischen Traditionsunternehmen Kästl Touristik übernommen. Mit dem Zukauf stärkt Travel Partner sein B2B-Gruppenreisegeschäft im DACH-Raum sowie in Zentral- und Osteuropa. Die Marke Kästl Touristik bleibt erhalten.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
334
309
Reifen Jais GmbH
Hall i. Tirol
Einzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
46
2025 2024 2023
335
330
Syncraft GmbH
Schwaz
Ingenieurbüros
43
336
NEU
Tiroler Arbeitsmarktförderungsgesellschaft mbH
Innsbruck
Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen für Unternehmen
40
337
149
Women´s Best GmbH
Thaur
Einzelhandel
39
338
NEU
Technikbedarf Martin Obermayr e.U.
Kirchbichl
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
35
339
358
ICV Handels GmbH
Hopfgarten
Großhandel
16
340
328
Hager TransportGmbH
Wörgl
Güterbeförderung im Straßenverkehr
15
341
329
HYPO-TIROL Mobilienleasing II GmbH
Innsbruck
Leasing von Kraftwagen
2
342
192
Tyrol Crystal Handels-GmbH
Kufstein
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen, Glaswaren und Reinigungsmitteln
1
343
352
Freudenthaler GmbH & Co. KG
Inzing
344
349
KLEEN-TEX Industries GmbH
Ebbs
345
333
Kapferer und Kapferer GmbH & Co. KG
Umhausen
Reparatur und Instandhaltung von Kraftwagen
63
346
262
ASW Leasing & Fuhrparkmanagement GmbH
Schwaz
Einzelhandel mit Kraftwagen
2
347
341
Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH
Maurach
Hotels
228
348
334
Lanserhof GmbH
Lans
Hotels
154
349
351
Einrichtungshaus Föger GmbH
Pfaffenhofen
Einzelhandel mit Möbeln
123
350
384
Ingenieure Maurer Wallnöfer GmbH & Co. KG
Ötztal Bhf.
Hochbau
80
*)
Sammlung nicht gefährlicher Abfälle Großhandel mit Möbeln, Teppichen, Lampen und Leuchten
55 29
EGT *) 25.000.000 26.274.000 28.000.000
2024
2.173.244
2021 2024
1.273.160 687.200
2024
643.423
2025 2024
25.000.000 (g) 24.935.000
2025
25.000.000 (g)
2025 2023
25.000.000 (g) 60.000.000 (g)
2025
25.000.000 (g)
2025 2024 2023
25.000.000 21.627.200 24.286.951
2024 2023
1.827.822 2.301.712
25.000.000 (g) 25.000.000 (g) 25.000.000 (g)
2024 2023
-170.792 244.809
2025 2024 2023
25.000.000 (g) 25.000.000 25.000.000
2025 2023
25.000.000 (g) 42.983.961
2025 2023
3.877.411 8.127.850
24.800.000 22.400.000 20.000.000
2024
3.318.357
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
24.792.711 (g) 22.640.000 (g) 23.223.249
2025 2024 2023
154.119 -344.240 1.124.991
2025 2024 2023
24.132.718 30.800.000 17.800.000
2025 2023
220.373 524.000
2025 2024 2023
981.327 1.315.877 1.486.682
2025 2024 2023
150.000 300.000 200.000
2025 2024 2023
24.500.000 (g) 24.500.000 23.191.000
2025 2024 2023
24.000.000 (g) 23.006.103 22.547.000
2025 2024 2023
24.000.000 22.500.000 24.200.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
24.000.000 (g) 24.400.000 22.800.000
24.000.000 20.000.000 19.000.000
2024 2023
2024 2023
134.885 10.416
-689.798 36.086.513
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202
Der Flughafen Innsbruck zieht eine positive Bilanz zur Wintersaison 2025/26, besonders erfreulich entwickelte sich dabei der Jahresbeginn: Im ersten Quartal 2026 (Januar bis März) wurden um 3,4 Prozent mehr Passagiere abgefertigt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. An Spitzentagen nutzten bis zu rund 17.500 Passagiere den Flughafen Innsbruck. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war erneut der britische Markt: Mehr als 60 Prozent der Gäste stammten allein aus dem Vereinigten Königreich.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
351
346
WP-Wörgartner Produktions-GmbH
Oberndorf
Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen
64
24.000.000 22.800.000 20.000.000
2024 2023
3.787.446 1.622.615
352
338
Elitec Elektrotechnik HandelsGmbH
2025 2024 2023
Innsbruck
2024 2023
3.699.923 3.875.853
353
337
EXIM Transport GmbH
Mariastein
88.198 -103.903
354
2025
24.000.000 23.800.000 27.500.000
2024 2023
NEU
Pletzer Anton Beteiligungs GmbH
Hopfgarten i. Brixental
2025 2024 2023
355
369
biologon GmbH
Hochfilzen
Herstellung von Nahrungsmitteln
101
23.755.778 20.824.382 17.200.712
2025 2024
677.987 490.183
356
347
World-Direct eBusiness solutions GmbH
2025 2024 2023
Sistrans
Großhandel mit Holz
170
2024
633.382
357
336
Sinnesberger Mineralölvertriebs GmbH
Kirchdorf i. Tirol
Einzelhandel mit Fotoartikeln und Brennstoffen
15
2025 2024 2023
23.500.000 24.000.000 25.500.000
358
370
Gubert GmbH
Jenbach
Bergbau-Betrieb
29
359
395
Selbstbestimmt Leben gemeinnützige GmbH
Innsbruck
Sozialwesen
652
2024 2023
2.090.721 737.961
360
342
Gurglhof GmbH
Obergurgl
Hotels
164
2024 2023
5.127.995 4.629.118
361
NEU
auto-mobilität tirol GmbH
Mils
Vermietung von Kraftwagen
13
362
345
Dannemann Global Extrusion GmbH
Jochberg
Herstellung von Platten, Folien und Schläuchen aus Kunststoffen
55
363
225
ZIMA Tirol
Innsbruck
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
51
364
380
Stiebleichinger GmbH
Innsbruck
Hotels
157
365
348
Planlicht GmbH & Co. KG
Vomp
Herstellung von Lampen und Leuchten
136
366
357
Sunkid GmbH
Imst
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
10
367
353
Cleanaway Österreich GmbH
Wörgl
Rückgewinnung sortierter Werkstoffe
289
*)
Großhandel mit Metallund Kunststoffwaren für Bauzwecke Güterbeförderung im Straßenverkehr
Gas-, Wasser-, Heizungssowie Lüftungs- und Klimainstallation
63 38
2025 2024 2023
EGT *)
24.000.000 (g) 23.562.494 25.086.077
23.900.000
120
2025 2024 2023
2025 2024 2023
23.500.000 22.711.528 20.412.000 (g)
23.062.000 20.700.000 14.116.000
2025 2024 2023
23.000.000 (g) 19.500.000 (g) 19.000.000 (g)
2025
23.000.000 (g) 23.000.000 (g) 23.000.000 (g) 23.000.000 (g)
2025 2024 2023
22.900.000 23.000.000 (g) 31.000.000 (g)
2024 2023
-362.381 142.635
2025 2024
22.600.000 (g) 20.000.000 (g)
2025 2024
2.642.493 1.457.553
2025 2024 2023
22.600.000 22.700.000 25.000.000
2023
204.733
2025 2024 2023
22.230.000 (g) 22.000.000 21.200.000
2025 2024 2023
2024 2023
8.206.777 4.135.016 3.747.709
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
22.900.000 37.500.000 72.068.891
22.500.000 21.700.000 21.700.000
2.682.279 1.656.478
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
LE TEMPS
LEGENDEN AM HANDGELENK Die Omega Constellation ist eine Ikone zeitloser Eleganz.
I
m Jahr 1848 eröffnete ein junger Uhrmacher namens Louis Brandt im kleinen Schweizer Dorf La Chaux-de-Fonds eine Werkstatt. Hier, in der Familienvilla, gründete der 23-jährige Brandt jenes Unternehmen, aus dem später die Marke OMEGA entstehen sollte. Brandt begeisterte sich leidenschaftlich für Präzision und machte es sich zur Aufgabe, die genauesten Uhren zu entwickeln, zu denen er imstande war. Nach wenigen Jahren genoss er für seine hochwertigen Uhren bereits hohes Ansehen in der Schweiz und kurz darauf in ganz Europa. 1894 gelang den Gebrüdern Brandt ein gewaltiger Fortschritt, als sie mit dem 19-Linien-Kaliber ein völlig neues Kaliber herausbrachten. Das Uhrwerk wurde dank revolutionärer neuer Methoden in Serie produziert und setzte neue Standards für die Uhrmacherkunst. Es war extrem präzise, zudem konnte jede Komponente von jedem Uhrmacher der Welt ersetzt werden. Die Kombination von Aufzug und Uhrzeiteinstellung über die Welle und die Krone war ebenfalls eine bahnbrechende neue Erfindung, die noch heute in großem Umfang Verwendung findet. Die Brüder nannten ihre neue Errungenschaft „OMEGA“, was im klassischen Sinne für die höchste Vollendung steht.
PERFEKT BIS INS DETAIL
Bei der hier beschriebenen Omega Constellation handelt es sich um ein außergewöhnlich seltenes Sammlerstück aus dem Jahr 1952 – eine Armbanduhr in echter Chro-
LE TEMPS
Die Leidenschaft für Uhren begleitet Alexander Schreiner seit früher Kindheit, seit 2023 führt er sein eigenes Geschäft. Hier finden Liebhaber schöner und edler Zeitmesser Uhren der Luxusklasse, vorwiegend aus der Zeit von 1950 bis 1990, von denen nur wenige produziert wurden, oder so genannte Full Sets, bei denen Uhren samt originaler Auslieferungsbox und dazugehörigen Dokumenten angeboten werden. Ein breites Netzwerk und gute Kontakte ermöglichen es ihm, für seine Kund*innen begehrte und auch am Markt schwer erhältliche Uhren aufzutreiben.
nometer-Qualität. Als Chronometer werden besonders präzise mechanische Zeitmesser bezeichnet, deren außergewöhnliche Ganggenauigkeit von einer unabhängigen Prüfstelle zertifiziert wurde. In einer Zeit, als exakte Zeitmessung für Navigation und wissenschaftliche Anwendungen von größter Bedeutung war, galten solche Uhren als die Spitze uhrmacherischer Präzision. Die Uhr stammt aus Erstbesitz und präsentiert sich in einem nahezu neuwertigen Zustand. Über die gesamte Uhr, einschließlich ihres äußerst seltenen und fein gearbeiteten Milanesearmbandes, hat sich im Laufe der Jahrzehnte eine wunderschöne, gleichmäßige Patina gelegt. Besonders hervorzuheben ist das aufwendig gefertigte massiv-goldene „Pie-Pan“-Zifferblatt samt aufgelegten goldenen Keilindizes und eleganten goldenen Dauphine-Zeigern. Diese unter Sammlern begehrte Zifferblatt-
form zeichnet sich durch ihre charakteristische Gestaltung aus: Während die Mitte flach ausgeführt ist, fällt der äußere Bereich in zwölf fein facettierten Segmenten sanft nach außen ab und erinnert dadurch an die Form einer umgedrehten Kuchenform („Pie Pan“). Das eigentliche Highlight dieses seltenen Chronometers liegt jedoch in der Vollständigkeit. Unter Kennern spricht man hier von einem sogenannten „Full Set“. Die Uhr wurde ursprünglich in einer massiven Sterling-Silberdose ausgeliefert, die ausschließlich den besonderen Chronometer-Modellen vorbehalten war. Darüber hinaus gehören sowohl das originale Chronometer- und Präzisionszeugnis als auch der originale Überkarton der Silberdose zum Lieferumfang. Eine Omega Constellation in diesem Erhaltungszustand und mit einer derart vollständigen Ausstattung am Markt zu finden, ist heute nahezu unmöglich. Abschließend sei erwähnt, dass ein solch seltenes Exemplar nicht nur aus sammlerischer Sicht von höchstem Interesse ist, sondern auch als langfristige Wertanlage betrachtet werden kann. PR
BY ALEXANDER SCHREINER
Rosengasse 7, 6060 Hall in Tirol Tel.: 0664/3307548, info@letemps.watch
www.letemps.watch
245
top.500 PLATZ
246
© CHRISTIAN WALDER
239
Der Osttiroler RLT-Spezialist Euroclima verzeichnet an seinem Standort in Sillian starkes Wachstum. Die maßgeschneiderten Raumluftgeräte kommen vorrangig in komplexen Bereichen wie Rechenzentren sowie auf Marine- und Offshore-Anlagen zum Einsatz. Besonders die Kühlung von Transformatoren für Offshore-Windparks treibt die Nachfrage des mit Ökostrom produzierenden Werks an.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
368
407
Vivea Bad Häring GmbH
Bad Häring
Hotels
230
2025 2024
22.000.000 (g) 19.000.000 (g)
2024 2023
1.184.144 140.081
369
418
Profipack Verpackungsmaschinen GmbH
Schwoich
Herstellung von Maschinen
91
2025 2024
22.000.000 18.600.000
2024 2023
1.269.549 444.659
370
385
EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton GmbH
St. Anton a. Arlberg
Elektrizitätserzeugung
73
2025 2024 2023
22.000.000 (g) 20.000.000 (g) 16.700.000
2025 2024 2023
4.902.394 4.232.647 4.773.116
371
389
Autohaus Rudolf Fuchs GmbH
Itter
Einzelhandel mit Kraftwagen
47
372
411
KS Kneissl & Senn Technologie GmbH
Erl
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
45
2025 2024 2023
22.000.000 19.000.000 28.000.000 (g)
2025 2024 2023
1.023.200 1.200.000 4.659.143
373
283
Aebi Schmidt Austria GmbH
Inzing
374
360
Danubia Kreuzfahrten GmbH
Innsbruck
Vermietung von Wasserfahrzeugen
3
2024 2023
765.452 68.771
375
NEU
Aufschnaiter Interior GmbH
St. Johann i. Tirol
Beteiligungsgesellschaften
2
376
NEU
Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH
Innsbruck
Elektrizitätserzeugung
1
377
400
Prantl Roppen Erd- und Leitungsbau GmbH
Roppen
Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau
75
378
365
WMF in Österreich GmbH
Innsbruck
379
359
dez Einkaufszentren GmbH
Innsbruck
Vermietung und Verpachtung von Grundstücken, Gebäuden und Wohnungen
3
380
408
Hotel der Engel GmbH
Grän
Hotels
192
381
378
Christian Mühlberger Hotelbetriebs-GmbH
Kössen
Hotels
169
382
390
Stadtwerke Kitzbühel e.U.
Kitzbühel
Elektrizitätserzeugung
40
383
361
Engl GmbH
Schwoich
Spezialisierte Bautätigkeiten
65
384
379
pro mente tirol gemGmbH
Innsbruck
Sozialwesen
250
*)
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
32
85
2025 2024 2023
EGT *)
22.000.000 (g) 20.000.000 (g) 20.000.000
2025 2024 2023
40.559 -1.280.376 596.229
2025 2024 2023
22.000.000 (g) 28.550.000 (g) 28.000.000 (g)
2025
22.000.000 (g) 21.400.000 (g) 42.000.000 (g) 22.000.000 (g)
2025
21.830.000 (g)
2024
8.000
2025 2024
21.775.000 19.500.000
2024
2.878.009
2025 2024 2023
21.614.491 21.000.000 19.707.471
2025 2024 2023
1.915.720 540.000 580.801
2025 2024 2023
2024 2023
1.006.797 1.237.883
2025 2024 2023
21.520.000 (g) 21.520.000 20.000.000 (g)
2024 2023
6.027.362 4.221.801
2025 2023
21.500.000 (g) 20.168.306
2025 2024 2023
2025 2024 2023
-2.375.865 -444.152 2.061.487
2024 2023
2.877.814 4.136.575
2024 2023
184.562 31.559
2025 2024 2023
21.500.000 (g) 19.000.000 (g) 19.000.000 (g)
2025 2024 2023
21.500.000 (g) 20.000.000 (g) 20.000.000
2025 2024 2023
21.000.000 20.000.000 18.700.000
2025 2024 2023
21.200.000 (g) 21.200.000 21.100.000
1.512.637 1.168.553 1.550.353
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
top.500
Königlich entspannen Einst landwirtschaftlicher Betrieb, heute 4-Sterne-Hotel: Das Königgut in Wals bei Salzburg erweitert seinen Wellnessbereich und schafft noch mehr Raum für Entspannung – ohne seine Wurzeln je aus den Augen zu verlieren.
247
W
ir sind ein lustiger Haufen“, sagt Chefin Daniela Reiter über das rund 25-köpfige Team ihres Königguts in Wals bei Salzburg. Gemeinsam mit ihrer Familie führt sie das Hotel mit 44 Zimmern und Appartements, sieben Seminarräumen und landwirtschaftlicher Geschichte. Auch wenn hier heute Gäste statt Tiere beherbergt werden, sind die Wurzeln immer spürbar geblieben: Eine kleine Landwirtschaft gehört weiterhin dazu, ebenso wie ein Hofladen mit frischen Produkten, die auch die Hotelkulinarik bereichern. Nun geht das Königgut den nächsten Schritt: mit einer umfassenden Modernisierung samt zwei neuen und 13 renovier-
ten Zimmern, vergrößerter Rezeption und überarbeitetem Seminarraum. Und mit einer großzügigen Erweiterung des Wellnessbereichs – für mehr Raum, mehr Ruhe und noch königlichere Entspannung. Auf eine Art, mit der das Haus seiner Herkunft treu bleibt und gleichzeitig weiterdenkt. Oder, wie man im Königgut sagt: gewachsen, nicht abgehoben.
NEU AB WINTER
Im Winter öffnet das Königgut außerdem seine neue Wellnessoase und bietet DaySpa- wie Urlaubsgästen damit auf insgesamt drei Ebenen einen wunderbaren Ort zum Abschalten. Herzstück ist der 14 Meter lange Pool, in dem man auch direkt hinaus in den Garten und die frische Salzbur-
ger Luft schwimmen kann. Verschiedene Saunen mit freiem Blick in die Berge, ein Dampfbad, eine Infrarotkabine und ein 127 Quadratmeter großer Fitness- und Yogaraum runden das königliche Wellness-Aufgebot ab. Perfekt, um nach einem aktiven Tag beim Radfahren oder Wandern im Salzburger Land oder nach kulturellen Entdeckungen in der Mozartstadt frische Energie zu tanken. Und einmal mehr Beweis dafür, dass sich Stadt und Erholung perfekt verbinden lassen.
HOTEL KÖNIGGUT
Oberfeldstraße 1 5071 Wals bei Salzburg Tel.: +43 662 850 393 hotel@koeniggut-salzburg.at www.koeniggut-salzburg.at
top.500 PLATZ
248
© DINO BOSSNINI
250
Der Brixlegger Familienbetrieb Silberquelle hat sich zum Jahreswechsel 2025/2026 gesellschaftsrechtlich neu aufgestellt. Das operative Geschäft mit den Marken SilberQuelle, MONTES und Tirola Kola sowie den Schanksystemen ist nun in der neuen Silberquelle GmbH gebündelt. Geleitet wird das Unternehmen von Günther und Daniela Gruber.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
385
NEU
Zillertaler Verkehrsbetriebe AG
Jenbach
Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr
170
386
374
Berg- & Skilift Hochsöll GmbH u. Co. KG
Söll
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
95
387
414
Medalp Sportclinic Imst GmbH
Imst
Fachärztliche Tätigkeiten
92
388
397
Exenberger ElektroTechnik GmbH
Kitzbühel
Elektroinstallation
90
389
386
GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH
Wattens
72
390
366
Motorway fuels GmbH
Innsbruck-Igls
Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Kalksandstein für den Bau
391
371
KP Plattner GmbH
392
367
393
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen
70
Rum
Großhandel mit Tabakwaren
32
ATB-Becker Photovoltaik GmbH
Absam
Elektroinstallation
16
368
CBR Fashion Austria GmbH
Innsbruck
Großhandel mit Textilien
12
394
372
Spechtenhauser Holzund Glasbau GmbH
Innsbruck
Bautischlerei
95
395
373
TEADIT International Produktions GmbH
Kirchbichl
Herstellung von Kunststoffwaren
55
396
421
slw Soziale Dienste GmbH
Axams
Sozialwesen
250
397
396
Heinritzi Gastronomie GmbH
Wörgl
Restaurants und Gaststätten
173
398
405
MediaMarkt Völs Cyta GmbH
Völs
31
399
375
Abfallbehandlung Ahrental GmbH
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
Innsbruck
400
464
J. Zimmer Maschinenbau GmbH
Kufstein
Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung
127
401
NEU
STW Fionis GmbH
Thaur
Elektroinstallation
115
*)
Deponierung oder Dauerlagerung von Abfällen
36
UMSATZ
EGT *)
2025
21.000.000 (g)
2024
1.237.813
2025 2024 2023
21.000.000 20.319.130 19.657.578
2024 2023
1.643.715 2.537.187
21.000.000 19.500.000 (g) 19.500.000 (g)
2025 2023
1.000.000 1.195.009
2025 2024 2023
21.000.000 (g) 18.910.000 16.600.000
2025 2024 2023
21.000.000 20.000.000 22.000.000
2024 2023
115.487 300.000
21.000.000 20.623.422 24.000.000 (g)
2025 2024 2023
3.039.134 3.958.193 2.325.595
21.000.000 (g) 21.000.000 (g) 21.000.000 (g)
2024 2023
1.141.835 1.384.072
2025 2024 2023
20.650.000 (g) 20.440.000 18.000.000 (g)
2024
3.052.398
2024 2023
83.138 -654.124
2025 2024 2023
20.500.000 (g) 19.500.000 (g) 18.000.000 (g)
2024 2023
1.757.149 1.129.224
20.500.000 (g) 19.124.654
2024 2023
249.305 -49.706
20.480.000 20.215.907 18.789.704
2024 2023
1.493.504 1.111.740
2024 2023
1.507.463 -4.482.212
2025 2024 2023
2025 2024 2023
21.000.000 (g) 21.000.000 (g) 18.000.000 (g)
2025 2024 2023
21.000.000 (g) 21.000.000 23.051.000
2025 2024 2023
20.700.000 20.600.000 21.200.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2023 2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025
20.600.000 (g) 18.150.000 (g) 15.000.000
20.000.000 (g) 16.000.000 (g) 19.000.000 (g)
2023
2.861.000
20.000.000 (g)
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
top.500
„Oanfoch“ und ehrlich Berge, so weit das Auge reicht. Ruhe, die Körper und Gemüt guttut. Der Urslauerhof, der seine Gäste „wie dahoam“ fühlen lässt. Das ist der Sommer am Hochkönig.
M
aria Alm ist ein kleines Paradies, idyllisch platziert an den Flanken des mächtigen Hochkönigs. Hier fühlen sich nicht nur aktive Sommerurlauber, sondern auch der Urslauerhof und seine Gastgeber so richtig „dahoam“. In zweiter Generation geführt, empfängt das 4-Sterne-Hotel seine Gäste mit viel Leidenschaft zur Region, persönlichem Service und eben diesem ganz besonderen „Hoamat-Gefühl“. Behagliche Zimmer als Rückzugsorte für den naturnahen Urlaub in den Bergen. Ein großzügiges Spa mit Bade- und Saunalandschaft zum Auftanken der Energiereserven. Hervorragende Kulinarik, die jeden Tag mit einem köstlichen Frühstück beginnt und ihn mit kreativen Gerichten aus der internationalen und typisch pinzgauerischen Küche vollendet. Ja, hier wird wirklich alles getan, damit es einem an nichts fehlt.
AUF ENTDECKUNGSTOUR AM HOCHKÖNIG
Biken, Wandern, Sommerfrischln: Vor den Toren des Urslauerhofs warten unzählige
HOTEL & SPA URSLAUERHOF****
Urslaustraße 2, 5761 Maria Alm Tel.: +43 65 84 81 64 info@urslauerhof.at www.urslauerhof.at
Möglichkeiten, um die warme Jahreszeit so richtig auszukosten. Als Alleinreisende, Familie oder Paar und als Genießer genauso wie als echter Bergfex. 340 Kilometer zertifizierte Wanderwege ziehen sich durch die Region am Hochkönig, zahlreiche urige Hütten laden am Wegesrand zur genüsslichen Einkehr. Biker erfreuen sich an einem perfekt ausgebauten Radwegenetz, an actionreichen Flowtrails, Pumptracks und Gravel-Touren. Familien lieben vor allem die Möglichkeiten, mithilfe von sechs Sommer-Bergbahnen auch einmal ganz entspannt in die Höhe zu schweben und sich oben bunten Angeboten wie Österreichs erstem Schaukelpark, Waldrutschen auf dem Prinzenberg Natrun oder Sommerrodelbahnen hinzugeben. Mit der Hochkönig Card, die man als Gast im Urslauerhof kostenlos erhält, ist noch mehr drin im Sommerurlaub: Sie ermöglicht die kostenlose Nutzung der Bergbahnen, des regionalen Wanderbusses, freien Eintritt in umliegende Schwimmbäder und mehr. Einem ereignisreichen Sommer „wie dahoam“ steht damit nichts mehr im Wege.
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top.500 PLATZ
270
250
Höpperger zählt zu den führenden Entsorgungs- und Recyclingdienstleistern des Landes und entsorgt unter anderem mehr als 10.000 Tonnen Klärschlamm jedes Jahr. Seit über zehn Jahren wird dieser an einen spezialisierten Partner geliefert: die Emter GmbH in Bayern. Der Transportweg beträgt rund 100 Kilometer und ist damit kurz, effizient und ressourcenschonend. Bei Emter wird der Klärschlamm thermisch verwertet, in weiterer Folge wird aus der entstehenden Asche Phosphor zurückgewonnen.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
402
383
Heliotherm Wärmepumpentechnik GmbH
Langkampfen
Herstellung von Pumpen und Kompressoren
100
20.000.000 20.000.000 31.000.000
2025 2024 2023
1.123.535 2.181.711 1.677.719
403
382
EAE Stöckl ElektroanlagenElektrifizierungsGmbH
2025 2024 2023
Innsbruck
Elektroinstallation
100
404
363
Kahlbacher Machinery GmbH
Kitzbühel
Herstellung von Maschinen
98
2025 2024 2023
20.000.000 21.000.000 20.000.000
2025 2024 2023
2.399.480 2.600.000 -1.168.313
405
410
Auto-Linser GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Kraftwagen
49
406
NEU
Raiffeisen Hart Hippach Lagerhaus Betriebs GmbH
Ramsau
Einzelhandel mit Metallwaren, Anstrichmitteln, Bau- und Heimwerkerbedarf
40
407
376
Stubai ZMV GmbH
Fulpmes
Großhandel mit Metallund Kunststoffwaren für Bauzwecke
28
2024 2023
1.286.273 1.889.700
408
393
ILF Group Holding GmbH
Rum
Beteiligungsgesellschaften
2024
4.602.333
409
387
H. Gautzsch Innsbruck GmbH & Co. KG
Innsbruck
410
403
Schlosshotel Fiss GmbH
411
401
412
2025 2024 2023
20.000.000 20.000.000 20.000.000
2024 2023
3.770.443 1.613.749
2025
20.000.000 19.000.000 17.000.000 (g)
2025 2024 2023
25
2025 2024
20.000.000 20.200.000 20.761.600
Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
25
2025 2024
20.000.000 (g) 20.000.000 (g)
Fiss
Hotels
108
2024/25 19.979.495 2023 18.586.659
MediaMarkt Wörgl GmbH
Wörgl
Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
27
2025 2023
19.930.000 (g) 19.398.307
2024 2023
879.731 888.575
343
Falkner & Riml GmbH
Längenfeld
Elektroinstallation
120
2025 2024 2023
19.890.000 (g) 23.000.000 17.500.000
2024 2023
925.585 3.495.789
413
402
EZEB-Brot VertriebsGmbH
Fügen
Herstellung von Backwaren
220
2024 2023
452.338 220.059
414
435
Liftgesellschaft Obergurgl, GmbH
Obergurgl
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
74
2025
19.500.000 (g) 17.426.265 16.278.854 19.500.000 (g)
2025 2024 2023
1.410.509 453.339 1.172.825
415
NEU
Spedination GmbH
Langkampfen
2025 2024 2023
416
449
APL Apparatebau GmbH
Hopfgarten
Herstellung von Metallkonstruktionen
60
2025 2024
19.426.600 16.500.000
2025 2023
3.091.400 1.548.297
417
2025
19.400.000
NEU
AUSTRIALPIN GmbH
Fulpmes
Großhandel mit Sportartikeln
17
2025
3.748.000
418
2025
19.377.289
NEU
Ökoenergie Tirol GmbH
Pertisau
Elektrizitätshandel
1
2025
974.629
*)
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
2025 2024 2023
EGT *)
2025 2024 2023
20.000.000
20.000.000 19.900.000
19.500.000 (g) 19.200.000 (g) 18.000.000 (g)
2024/25 3.449.832 2024 3.339.565 2023 3.070.067
17
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
top.500
*)
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
419
NEU
OVUM Heiztechnik GmbH
Kirchbichl
Herstellung von Heizkörpern und Kesseln
40
420
250
Transped Immofinanz GmbH
Wörgl
Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen
3
421
406
Früchte Maier GmbH & Co. KG
Kitzbühel
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
21
422
4471)
Axon Lab GmbH
Polling i. Tirol
423
466
Nauderer Bergbahnen AG
Nauders
424
354
Aufschnaiter Interior GmbH & Co. KG
425
NEU
426
282
© ANDREAS FRIEDLE
MK Illumination, der Innsbrucker Anbieter für festliche Beleuchtung, setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort. Mit der vollständigen Übernahme der AM Experience Group baut das Tiroler Familienunternehmen seine Präsenz auf der Iberischen Halbinsel gezielt aus. Der Schritt stärkt die internationale Vertriebsstruktur und schafft zusätzliche Wachstumsperspektiven.
PLATZ
UMSATZ
EGT *)
2025
19.300.000 (g)
2024
1.656.717
2025 2024 2023
19.200.000 32.000.000 33.000.000
2025 2023
1.900.000 2.135.614
2024
1.527.371
48
2025 2024
19.100.000 19.096.197 16.000.000 (g) 19.077.892 16.639.206
2024
2.361.241
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
128
2025 2024
19.000.000 16.000.000 (g)
2024 2023
542.360 -360.688
St. Johann i. Tirol
Einzelhandel mit Möbeln
74
2025
19.000.000 22.000.000 22.900.000
RCS Milling GmbH
Volders
38
420
Raiffeisen-Lagerhaus Hopfgarten-Wörgl und Umgebung registrierte Genossenschaft mbH
Reparatur und Instandhaltung von Metallerzeugnissen
2025 2024 2023
Hopfgarten
Großhandel mit Gebrauchsund Verbrauchsgütern
33
2025 2024 2023
19.000.000 (g) 18.300.000 21.000.000 (g)
2024 2023
-63.199 -385.518
427
413
A.S.T. BauGmbH
Zirl
Hochbau
27
Logsystems GmbH
Ebbs
10
2024 2023
429
436
Olymp Werk GmbH
Ötztal Bahnhof
19.000.000 18.446.559 17.650.000
1.577.703 2.570.001 1.317.798
419
2025 2024 2023
2025 2024 2023
428
Erbringung von Dienstleistungen für den Verkehr
19.000.000 (g) 19.000.000 (g) 19.000.000 (g)
2024
-594.902
430
431
ATP Planungs- und Beteiligungs-AG
18.765.000 17.383.404 18.299.573
431
417
432
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln und Laborbedarf
Herstellung von Öfen, Brennern und Heizgeräten
124
Innsbruck
Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
53
F. Kaltschmid Hotel GmbH
Seefeld
Hotels
200
398
Helbling VerlagsGmbH
Rum
Verlegen von Büchern
85
433
355
Osttiroler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgen. registrierte Genossenschaft mbH
Lienz
Erschließung von Grundstücken; Bauträger
64
434
450
Hans Hauser, Bauunternehmen, GmbH & Co. KG
Hall i. Tirol
Hoch- und Tiefbau
56
435
422
Nocker-Metallbau GmbH
Navis
Herstellung von Metallkonstruktionen
93
2025 2024 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
19.000.000
251
922.255 871.000
2025 2024 2023
18.600.000 (g) 17.990.000 (g) 14.980.000 (g)
2024 2023
2.942.697 3.716.242
2024 2023
-1.300.315 -250.000
2025 2024 2023
18.500.000 18.600.000 19.000.000
2025 2024
1.088.705 1.563.784
2025 2024
18.500.000 19.500.000 18.100.000
18.500.000 (g) 22.000.000
2024 2023
2.593.386 2.644.820
2025 2024 2023
18.317.000 16.500.000 15.145.000
2025 2024
652.425 350.696
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
18.247.205 18.101.199 18.211.959 (g)
top.500 PLATZ
305
252
ATP architekten ingenieure behauptet seine starke internationale Position. In der „WA100“-Studie des Magazins Building Design belegt das Unternehmen weltweit Rang 15. Gemessen am Auftragsvolumen zählt ATP zu den führenden Planungsbüros Westeuropas und ist Europas größtes architekturgeführtes Planungsbüro. Besonders stark vertreten ist das Unternehmen in den Bereichen Industrie, Handel und Umwelt. Im Bild: Innsbruck-Geschäftsführerin Lilo Dellantonio.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
436
476
Schmid Holz GmbH
Westendorf
Großhandel mit Holz
7
437
423
A&B Ausgleichsenergie & Bilanzgruppen-Management AG
Innsbruck
Erbringung wirtschaftlicher Dienstleistungen für Unternehmen
2025 2024 2023
1
438
424
Löwe – Bär Hotels GmbH
Serfaus
Hotels
130
439
4251)
Silvretta 1930 GmbH
Ischgl
Hotels
126
440
426
VERITAS AUSTRIA GmbH
Mieders
Herstellung von Ausbauelementen aus Metall
100
441
NEU
Amberg Engineering GmbH
Innsbruck
Ingenieurbüros
70
442
427
Bergbahn Scheffau am Wilden Kaiser GmbH & Co. KG
Scheffau am Wilden Kaiser
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
62
443
428
Schuler GmbH
Völs
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
44
444
430
Zorn-Wolf GmbH
Imst
445
NEU
Handl Tyrol Gastronomieservice GmbH
Pians
446
445
EISENKIES Spenglerbedarf Tirol GmbH
Hall i. Tirol
447
394
Rieder's Quellen-Betriebe GmbH
Münster
448
440
SPGPrints Austria GmbH
Langkampfen
449
448
Sport Pangratz GmbH
St. Anton a. Arlberg
450
433
Wetscher GmbH
451
434
452
446
Reparatur und Instandhaltung von zivilen Beförderungsmitteln Großhandel mit Fleisch, Fleischwaren, Fisch und Fischerzeugnissen
Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl und Halbzeug
Herstellung von Erfrischungsgetränken und Mineralwässern Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung
29
18.200.000 15.600.000 20.000.000
2024
800.000,00
2025 2024 2023
18.100.000 (g) 18.100.000 (g) 30.000.000 (g)
2024 2023
173.530 181.199
2024 2023
2.831.434 3.310.038
2025 2024
18.000.000 (g) 18.000.000 (g) 15.000.000 (g) 18.000.000 (g) 18.000.000 (g)
2024 2023
5.671.853 2.201.769
2025 2024 2023
2024 2023
1.443.124 1.087.893
2025
18.000.000 (g) 18.000.000 18.000.000 18.000.000
2025
1.040.671
2025 2024 2023
18.000.000 (g) 18.000.000 (g) 15.000.000 (g)
2024 2023
5.061.637 3.382.626
2025 2024 2023
-
544.834 1.143.334 2.360.083
2025
18.000.000 (g) 18.000.000 18.000.000
2025 2024 2023
2025 2024
17.860.000 16.940.000
2025 2024
1.052.000 1.000.000
2025 2024 2023
17.650.000 19.608.442 15.730.000
2024 2023
2.254.154 1.614.205
2025 2023
195.000 -2.290.707
2025 2024 2023
17.583.000 17.000.000 23.000.000
2025 2024
860.392 1.604.928
2025 2024 2023
17.564.791 16.552.570 15.643.977
17.500.000 (g) 17.500.000 (g) 18.000.000 (g)
2025 2024 2023
833.779 555.910 859.857
2025 2024 2023
17.370.000 (g) 16.640.000 (g) 16.471.125
2024 2023
4.014.820 3.556.193
2025 2024 2023
2025 2023
18.000.000 (g) 18.000.000 (g)
-
18.000.000
25 19 35 70
Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln
67
Fügen
Einzelhandel mit Wohnmöbeln
85
Sport Glanzer GmbH & Co. KG
Sölden
78
ADVOKAT Unternehmensberatung – GREITER & GREITER GmbH
Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln
Innsbruck
Unternehmensberatung
65
*)
EGT *)
2025 2024 2023
2025 2024 2023
17.500.000 (g) 17.500.000 (g) 15.960.806
2025 2024 2023
2.202.684 829.017 1.128.334
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt 1) ehemals Sporthotel Silvretta GmbH
top.500
*)
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
453
NEU
Ionicon Analytik GmbH
Innsbruck
Herstellung von Bestrahlungsund Elektrotherapiegeräten
57
454
416
Sportler Witting GmbH
Innsbruck
Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln
62
455
437
Universal Gebäudereinigung GmbH
Innsbruck
Reinigung
400
456
438
Der Bäcker Ruetz GmbH
Kematen i. Tirol
Einzelhandel mit Back- und Süßwaren
162
457
439
Holzbau Saurer GmbH & Co. KG
Höfen
Zimmerei
98
458
432
Mauracher Erdbau und Transport GmbH
Reith b. Kitzbühel
Vorbereitende Baustellenarbeiten
83
459
441
Hauschild Installationen GmbH & Co. KG
Aurach b. Kitzbühel
460
442
Schilifte Gampe, Ötztaler Gletscherbahn, KG
Sölden
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
38
461
453
Autohaus Wolf GmbH
Höfen
Einzelhandel mit Kraftwagen
25
462
444
Intergraphik GmbH
Innsbruck
Drucken von Zeitungen
19
463
443
Tischlerei Huben-Ötztal GmbH
Längenfeld
Herstellung von Möbeln
18
464
459
Tiroler Friedenswerk gemeinnützige WohnbauGmbH
Rum
Wohnungs- und Siedlungsbau
2
465
456
Innsbrucker Nordkettenbahnen Betriebs GmbH
Innsbruck
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
53
466
NEU
ALPE PIPE SYSTEMS GmbH & Co. KG
Stams
Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl und Halbzeug
14
467
463
Der Lärchenhof – Martin Unterrainer GmbH
Erpfendorf
Hotels
158
468
493
Buchauer & Strasser BauGmbH **
Kufstein
Hochbau
85
469
457
Ager GmbH
Söll
Großhandel mit Fleisch, Fleischwaren, Fisch und Fischerzeugnissen
83
Gas-, Wasser-, Heizungssowie Lüftungs- und Klimainstallation
65
417
© JOSEF WITTIBSCHLAGER
1996 fanden vier mutige Bergsportproduzenten zusammen und gründeten AUSTRIALPIN als gemeinsames Vertriebsunternehmen. Heute exportiert der Stubaier Hidden Champion in mehr als 60 Länder der Welt, die Zahl der Mitarbeiter*innen hat sich in den letzten 15 Jahren auf rund 117 Beschäftigte verdreifacht, der Umsatz konnte seit 2018 fast verdoppelt werden. Mit seiner COBRA®-Schnalle wurde AUSTRIALPIN zum Weltmarktführer und Nischenweltmeister.
PLATZ
UMSATZ
EGT *)
2025
17.200.000 (g)
2025
7.229.965
2025 2024
17.030.000 (g) 18.780.000 (g)
2025 2024
921.642 822.564
2025 2024 2023
17.000.000 (g) 17.000.000 16.500.000
2024 2023
838.185 750.030
2025 2024 2023
17.000.000 (g) 17.000.000 (g) 17.000.000 (g) 17.000.000 (g) 17.000.000 20.300.000
2025 2024 2023
1.186.509 952.794 712.928
17.000.000 17.750.000 (g) 15.000.000
2024 2023
187.441 154.202
17.000.000 (g) 17.000.000
2025 2024
11.613.963 9.711.614
2024 2023
1.757.627 1.989.336
2025 2024 2023
2025 2024 2023 2025 2024 2023 2025 2023
17.000.000 (g) 17.000.000 16.000.000
2024 2023
-158.415 555.842
253
2025 2024 2023
17.000.000 (g) 16.500.000 (g) 16.500.000 (g)
2025 2024 2023
17.000.000 (g) 17.000.000 (g) 17.000.000 (g)
2025 2024 2023
2025 2023
7.900.708 5.581.327
2025
16.911.000 16.227.000 14.983.000
2025 2024 2023
16.800.000 16.000.000 (g) 15.500.000 (g)
2024 2023
489.509 1.351.577
2025 2024 2023
16.800.000 16.200.000 17.000.000
2024 2024 2023
-1.213.435 240.000 175.000
2025 2023
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
17.000.000 (g) 17.000.000 (g)
17.000.000 (g) 16.200.000 15.800.000
16.894.847
16.800.000 15.000.000 16.558.000
top.500 PLATZ
254
© CONGRESS MESSE INNSBRUCK
474
Die Congress Messe Innsbruck (CMI) hat ein neues Führungsteam bekommen. Christian Mayerhofer, der seit 2013 die Geschäfte des Tiroler Leitbetriebs im Veranstaltungswesen leitete, schied aus persönlichen Gründen aus. Bis zur Nachbesetzung wird die interimistische Geschäftsführung von den beiden Prokuristen Astrid Kirchbichler, Leiterin Finanzen und Personal, sowie Hansjörg Stern, Betriebsleiter Messe, übernommen.
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
470
452
Hans Brunner GmbH
Kirchbichl
Einzelhandel mit Kraftwagen
49
2025
16.500.000 (g) 16.500.000 (g) 16.500.000 (g)
471
NEU
Bioalpin Bioproduktehandel eGen
2025 2024 2023
Innsbruck
Einzelhandel
10
472
480
Autohaus Luxner GmbH
Strass i. Zillertal
Einzelhandel mit Kraftwagen
38
2025 2024
16.460.000 (g) 15.210.000 (g)
473
481
INVIBE
Innsbruck
205
2025
16.300.000 15.200.000 14.000.000
NEU
Innsbruck
Messe-, Kongress- und Business-Event-Veranstalter
2025 2024 2023
474
Congress und Messe Innsbruck GmbH
Fitnessstudios, Wellnessanlagen, Physiotherapiezentren
81
475
377
Moser GmbH
Jenbach
Großhandel mit Mineralölerzeugnissen
2
476
455
Katzenberger GmbH
Innsbruck
Bauwarenhandel
31
477
465
CREATION BAIR GmbH
Mayrhofen
125
478
467
Pitztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG
St. Leonhard i. Pitztal
Einzelhandel mit Fahrrädern, Sport- und Campingartikeln Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
479
468
Koch Türen GmbH
Steinach a. Brenner
480
469
Frauenschuh Bekleidungs GmbH
481
478
482
EGT *)
16.500.000
2024 2023
1.603.180 913.000
16.158.755
2025
-1.252.528
2025 2023
16.100.000 20.176.736
2024
507.923
2025 2024 2023
16.067.000 16.400.000 16.307.000
2025 2024 2023
2025 2024 2023
136.731 61.220 47.451
94
2025 2024
16.000.000 (g) 16.000.000 (g) 16.000.000 (g)
Herstellung von Konstruktionsteilen und Ausbauelementen aus Holz
75
2025 2023
16.000.000 (g) 16.000.000 (g)
2024
784.588
Kitzbühel
Einzelhandel mit Bekleidung
54
2025 2024
16.000.000 (g) 16.000.000 (g)
2024 2023
-220.300 1.120.438
Metzgerei Huber GmbH
Oberndorf i. Tirol
Fleischverarbeitung
46
2025 2024 2023
2025 2023
631.085 1.090.522
2025
16.000.000 15.302.449 15.000.000
16.000.000
NEU
GEO Alpinbau GmbH
Mils b. Imst
Spezialisierte Bautätigkeiten
39
2025
3.136.977
483
458
Unterweger Früchteküche GmbH
Assling
Verarbeitung von Obst und Gemüse
31
2025 2024
16.000.000 (g) 16.200.000 (g)
2025 2024
251.778 324.679
484
473
TIRLOG Transport GmbH
Kirchbichl
Güterbeförderung im Straßenverkehr
25
2025 2024 2023
485
2025
16.000.000 (g) 16.000.000 (g) 16.000.000 (g)
NEU
Helios Ventilatoren GmbH
Rum
486
487
Hotel Klosterbräu – Seyrling GmbH
Seefeld i. Tirol
2025 2024
15.900.000 15.036.500
*)
Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik
17
Hotels
135
16.000.000 (g) 16.000.000 (g)
2024 2023
3.207.265 -4.683.342
16.000.000 (g)
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
top.500
*)
486
© FLORIAN LECHNER
Nach dem schweren Dachstuhlbrand im April treibt die Eigentümerfamilie Seyrling den Wiederaufbau des traditionsreichen Seefelder Hotels Klosterbräu konsequent voran. Trotz eines Schadens im zweistelligen Millionenbereich hält der Betrieb an geplanten Erweiterungsinvestitionen fest. Die vollständige Wiedereröffnung ist für den 1. Dezember 2026 fixiert. Bereits ab Anfang Juli öffnet das Pop-up-Restaurant mit dem passenden Namen „Phoenix“.
PLATZ
PLATZ
VORJAHR
Firmenname
ORT
BRANCHE
MA
UMSATZ
487
462
Innbus Regionalverkehr GmbH
Innsbruck
Personenbeförderung im Linienverkehr auf der Straße
1
488
497
Bergbahnen Westendorf GmbH
Westendorf
Personenbeförderung mit Seilbahnen und Skiliften
2025 2024 2023
64
489
482
STASTO Automation KG
Innsbruck
Großhandel mit Maschinen und Ausrüstungen
48
490
NEU
Raffl Stahlbau GmbH **
Steinach a. Brenner
Herstellung von Metallkonstruktionen
48
491
479
Hotel Kitzhof GmbH
Kitzbühel
Hotels
492
477
Berger Truck Service GmbH
Wörgl
493
NEU
Zillertaler HeumilchSennerei eGen
494
483
495
EGT *) 15.845.615 16.100.000 15.971.155
2025 2023
196.233 580.009
2025 2024
15.820.000 (g) 15.000.000 (g)
2024 2023
2.328.594 2.382.205
2025 2024 2023
2025
15.800.000 15.200.000 15.900.000
15.599.193
2025 2024 2023
324.000 500.000 800.000
108
2025 2024
15.500.000 15.300.000
2025 2024
1.250.000 1.700.000
Reparatur und Instandhaltung von Kraftwagen
70
2025 2024
15.500.000 15.400.000
2024 2023
1.121.048 1.155.503
Fügen
Herstellung von Milcherzeugnissen
32
2025
15.430.739
2025
70.952
Huber Hotels GmbH
Galtür
Hotels
139
2025 2024 2023
15.170.000 (g) 15.176.772 14.595.204
2024
-1.006.168
485
Conform Badmöbel GmbH
Imst
Herstellung von Möbeln
47
496
NEU
ADA Cosmetics International GmbH
Wenns
9
2025
15.160.000 (g)
497
488
Hamacher Hotel- und Beteiligungs GmbH
St. Veit i. Defereggen
Großhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
15.160.000 (g) 15.160.000 (g) 15.000.000 (g)
Hotels
202
2025 2024
15.000.000 (g) 15.000.000 (g)
2024 2023
63.064 -806.310
498
489
Karl Reiter Posthotel Achenkirch GmbH
Achenkirch
Hotels
160
2025 2024 2023
15.000.000 15.000.000 (g) 15.000.000 (g)
2025 2024 2023
197.479 -1.010.436 231.810
499
490
Hotel Jungbrunn GmbH & Co. KG
Tannheim
Hotels
155
500
NEU
Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH
Jochberg
Hotels
132
2025
15.000.000 (g)
2024
-1.015.159
2025 2024 2023
2025 2024 2023
EGT laut Firmenbuch und eco.nova-Recherche, **) Unternehmen ist Teil einer Firmengruppe (Gruppenergebnisse siehe Seite 200), (g) Umsatz geschätzt
15.000.000 (g) 15.000.000 (g) 15.000.000
255
top.500
ALPHABETISCHE REIHUNG DER TOP 500
256
3CON Anlagenbau GmbH A&B Ausgleichsenergie & Bilanzgruppen- Management AG Abfallbehandlung Ahrental GmbH Accenture TiGital GmbH ACCESS Logistic GmbH Achleitner Reifenzentrum GmbH ACP IT Solutions GmbH ADA Cosmetics International GmbH Adler-Werk Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co. KG Adolf Darbo AG ADVOKAT Unternehmensberatung - Greiter & Greiter GmbH Aebi Schmidt Austria GmbH AFS Logistic Solutions GmbH Ager GmbH Aichner Logistik GmbH AL-KO Technology Austria GmbH A. Loacker Konfekt GmbH Alois Mayr Bauwaren GmbH ALPE PIPE SYSTEMS GmbH & Co. KG Alpenländische Gemeinnützige WohnbauGmbH ALPEWA Metallproduktion GmbH ALPHA Logistik GmbH Alpina Food & Dairy Products GmbH Alpinschule Innsbruck GmbH ALPS RESORTS GmbH Amberg Engineering GmbH Andrä Hörtnagl Produktion und Handel GmbH Anita Dr.Helbig GmbH Anthentic Logistik GmbH a.ö. Krankenhaus St. Vinzenz Betriebs GmbH APL Apparatebau GmbH Aqipa GmbH Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld GMBH & Co. KG ARGE Baustahl Eisen Blasy-Neptun GmbH Arlberger Bergbahnen AG ASFINAG Alpenstraßen GmbH A.S.T. BauGmbH ASW Leasing & Fuhrparkmanagement GmbH AT-Thurner Bau GmbH ATB-Becker Photovoltaik GmbH ATP Innsbruck Planungs GmbH ATP Planungs- und Beteiligungs- AG Auer Bau GmbH Auer GmbH Aufschnaiter Interior GmbH Aufschnaiter Interior GmbH & Co. KG Austria Bau Tirol und Vorarlberg Handels GmbH AUSTRIA SKI VERANSTALTUNGSGmbH AUSTRIALPIN GmbH Auszeit Mountain Resort Fieberbrunn GmbH Auto Bacher GmbH Auto Meisinger GmbH Auto-Linser GmbH auto-mobilität tirol GmbH Autobedarf Karl Kastner GmbH Autohaus Haidacher Zillertal Autohaus Hans Dosenberger GmbH & Co. KG Autohaus Luxner GmbH Autohaus Manfred Neurauter GmbH Autohaus Pontiller GmbH Autohaus Rudolf Fuchs GmbH Autohaus Schweiger GmbH Autohaus Strasser GmbH Autohaus Wolf GmbH Autohof Huter GmbH Autopark GmbH Axon Lab GmbH Balmung Medical Handel GmbH Barilla Austria GmbH Barracuda Networks AG Bauunternehmung Dipl.Ing. Walter Frey GmbH Bauwaren Canal GmbH & Co.KG. BE-terna GmbH Beat the Street BeMo Tunnelling GmbH Berg- & Skilift Hochsöll GmbH u. Co. KG. Bergbahn AG Kitzbühel Bergbahn Scheffau am Wilden Kaiser GmbH & Co. KG. Bergbahnen Skizentrum Hochzillertal GmbH & Co. KG
67 437 399 52 226 158 188 496 50 44 452 373 322 469 258 206 78 146 466 103 221 289 320 224 109 441 259 100 283 79 416 65 213 142 155 110 427 346 160 392 305 430 292 243 375 424 161 159 417 182 293 297 405 361 130 223 194 472 323 330 371 55 278 461 279 82 422 24 246 285 304 287 164 89 26 386 131 442 191
Bergbahnen Westendorf GmbH Bergbahnen Wilder Kaiser GmbH Berger Fahrzeugtechnik GmbH Berger Logistik GmbH Berger Truck Service GmbH Bernard Gruppe ZT GmbH Besi Austria GmbH Bezirkskrankenhaus Schwaz BetriebsGmbH Binder Beteiligungs AG Binderholz GmbH Bioalpin Bioproduktehandel eGen biologon GmbH Black Diamond Equipment Europe GmbH BLS Bikeleasing-Service Österreich GmbH BOE Gebäudemanagement GmbH bofrost* Austria GmbH Braunegger KG. Brüder Unterweger GmbH B-Transport GmbH Buchauer & Strasser BauGmbH „Burton“ Sportartikel GmbH Cargoways Logistik & Transport GmbH CBR Fashion Austria GmbH CERATIZIT Austria GmbH Christian Mühlberger Hotelbetriebs- GmbH Cleanaway Österreich GmbH Conform Badmöbel GmbH Congress und Messe Innsbruck GmbH Coveris Flexibles Austria GmbH CREATION BAIR GmbH Cteam Leitungsbau Österreich GmbH CURA COSMETICS da emobil GmbH DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG. Dannemann Global Extrusion GmbH Danubia Kreuzfahrten GmbH DEMACLENKO GmbH Der Bäcker Ruetz GmbH Der Lärchenhof - Martin Unterrainer GmbH dez Einkaufszentren GmbH Dietrich, Luft und Klima, GmbH Dinkhauser Kartonagen GmbH Dopgas GmbH D. Swarovski Tourism Services GmbH Durst Austria GmbH EAE Stöckl Elektroanlagen- ElektrifizierungsGmbH Edi Light GmbH Egger Holzwerkstoffe GmbH Eglo Immobilien GmbH Eglo Leuchten GmbH E.G.O. Austria Elektrogeräte GmbH Einrichtungshaus Föger GmbH Eisendle GmbH EISENKIES Spenglerbedarf Tirol GmbH Electro Terminal GmbH & Co. KG Elekta GmbH Elektrizitätswerke Reutte AG Elektro Müller GmbH Elitec Elektrotechnik HandelsGmbH Empl Fahrzeugwerk GmbH Engl GmbH Erlebnissennerei Zillertal GmbH Ernst Derfeser GmbH Ernst und Andrea Mayer Hotelbetriebs-GmbH Euroclima Apparatebau GmbH Eurotours GmbH EWA Energie- und Wirtschaftsbetriebe der Gemeinde St. Anton GmbH EWT Truck & Trailer Handels GmbH exceet Card Group GmbH Exenberger Elektro-Technik GmbH EXIM Transport GmbH EZEB-Brot VertriebsGmbH Falch GmbH Falkner & Riml GmbH Felder KG Feratel Media Technologies AG Fercam Austria GmbH
488 313 165 48 492 233 139 125 170 20 471 355 175 193 277 147 260 249 306 468 117 150 393 36 381 367 495 474 124 477 83 90 267 185 362 374 290 456 467 379 319 101 244 197 119 403 327 58 303 71 247 349 325 446 229 324 97 307 352 39 383 245 210 317 239 30 370 53 104 388 353 413 162 412 73 318 49
Ferrero Österreich HandelsGmbH 42 Fiegl & Spielberger GmbH 76 Fisser-Bergbahnen-GmbH 187 Fitstore24 ZANIER GmbH 295 F. Kaltschmid Hotel GmbH 431 Fluckinger Transport GmbH 163 Frauenschuh Bekleidungs GmbH 480 Freudenberg Sealing Technologies Austria GmbH & Co. KG 96 Freudenthaler GmbH & Co. KG 343 Friedrich Deutsch Metallwerk GmbH 72 Fritz Egger GmbH & Co. OG 8 Fröschl AG & Co. KG 47 Früchte Maier GmbH & Co. KG 421 Gatt Transport & Logistik GmbH 120 Geberit Huter GmbH 266 Gebro Pharma GmbH 74 Gemeinnützige Hauptgen. des Siedlerbundes registrierte Gen. mbH 183 Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH 376 GEO – Alpinbau GmbH 482 Gerätewerk Matrei e.Gen. 189 Giesswein Walkwaren AG 141 GKI Sanitär-VertriebsgesmbH 300 GOIDINGER Bau- und Leichtbeton GmbH 389 Grissemann GmbH 68 Gubert GmbH 358 Gurglhof GmbH 360 Gutmann GmbH 19 Hager TransportGmbH 340 Haleon - Gebro Consumer Health GmbH 253 HALLAG Kommunal GmbH 154 Hamacher Hotel- und Beteiligungs GmbH 497 Handl Tyrol Gastronomieservice GmbH 445 Handl Tyrol GmbH 45 Hans Brunner GmbH 470 Hans Hauser, Bauunternehmen, GmbH & Co. KG 434 Hans Picker GesmbH 312 Hauschild Installationen GmbH & Co. KG 459 Haya International Trading GmbH & Co. OG 184 Heavyteam-Spezialtransport GmbH 230 Heinritzi Gastronomie GmbH 397 Heinritzi Restaurant GmbH 316 Helbling VerlagsGmbH 432 Helios Ventilatoren GmbH 485 Heliotherm Wärmepumpentechnik GmbH 402 HELLA Sonnen- und Wetterschutztechnik GmbH 85 Hermann Huber Autohaus GmbH 272 H. Gautzsch Innsbruck GmbH & Co. KG 409 Hochstaffl Nutzfahrzeuge GmbH 273 hollu Systemhygiene GmbH 105 Holz - Marberger GmbH 195 Holzbau Saurer GmbH & Co. KG 457 Höpperger Umweltschutz 270 Hotel der Engel GmbH 380 Hotel Jungbrunn GmbH & Co. KG 499 Hotel Kitzhof GmbH 491 Hotel Klosterbräu - Seyrling GmbH 486 Hotel Trofana Royal GmbH 286 HS Holzexport Schuster GmbH 299 HTB BauGmbH 59 Huber Einkauf GmbH & Co. KG 57 Huber Hotels GmbH 494 Huter & Söhne GmbH 204 HYPO-TIROL Mobilienleasing II GmbH 341 ICV Handels GmbH 339 IDM-Energiesysteme GmbH 56 ILF Consulting Engineers Austria GmbH 80 ILF Group Holding GmbH 408 Ing. Berger & Brunner BauGmbH 128 Ing. Franz Thurner Baumeister GmbH & Co. KG 326 Ing. Hans Bodner BauGmbH & Co. KG. 13 Ing. Hans Lang GmbH 123 Ingenieure Maurer Wallnöfer GmbH & Co. KG. 350 Innbus GmbH 203 Innbus Regionalverkehr GmbH 487 INNIO Jenbacher GmbH & Co OG 5 Innsbrucker Immobilien GmbH & CoKG 116 Innsbrucker Kommunalbetriebe AG 34 Innsbrucker Nordkettenbahnen Betriebs GmbH 465
KSV1870
CYBERSICHER
C
yberangriffe zählen zu den größten Geschäftsrisiken der Gegenwart. Mit dem neuen Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz (NISG 2026) setzt Österreich die europäische NIS2-Richtlinie (Übergangsfrist endet am 1. Oktober 2026) um und verpflichtet zahlreiche Organisationen zu höheren Sicherheitsstandards – etwa zu strukturierten Risikomanagementmaßnahmen und klaren Meldepflichten bei Sicherheitsvorfällen. Aber: Rund ein Drittel (31 %) der betroffenen Unternehmen wird die Vorgaben laut Eigenangaben nicht rechtzeitig erfüllen, obwohl 75 Prozent über einen konkreten Maßnahmenplan zur Implementierung notwendiger Sicherheitsvorkehrungen verfügen.
Wer ist betroffen? Ob das NISG 2026 zur Anwendung kommt, hängt von der Unternehmensgröße und dem Sektor ab, in dem der Betrieb tätig ist. Zum einen muss ein Unternehmen in einem vom Gesetzgeber definierten Sektor tätig sein, um betroffen zu sein. Dazu gehören etwa Energie, Verkehr, Gesundheitswesen, digitale Infrastruktur oder Finanzmarktinfrastrukturen. Außerdem kommt das Gesetz zur Anwendung, wenn eine bestimmte Unternehmensgröße erreicht ist. Es sind sowohl große als auch mittelgroße Betriebe betroffen.
Welche Pflichten haben betroffene Unternehmen? Zunächst ist innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Registrierung vorgesehen. Ab 2027 müssen Unternehmen der österreichischen Cybersicherheitsbehörde außerdem mitteilen, welche Risikomanagementmaßnahmen sie umgesetzt haben. Die Behörde kann zusätzlich verlangen, dass die Umsetzung dieser Maßnahmen durch unabhängige Prüfungen nachgewiesen wird. Zentrale Grundlage des Gesetzes sind umfassende Maßnahmen wie Sicherheitskonzepte und Risikoanalysen, Prozesse zur Bewältigung von Cybervorfällen, ein Notfall- und Krisenmanagement oder die Lie-
© ANNA RAUCHENBERGER
Die Zeit drängt: 17 Prozent der österreichischen Betriebe sind laut einer aktuellen Umfrage des KSV1870 vom NISG 2026 betroffen, doch das Bewusstsein für die wirtschaftlichen Folgen möglicher Cyberangriffe ist in vielen Unternehmen nicht ausreichend vorhanden. Was Unternehmer*innen jetzt wissen müssen.
257
Robert Staubmann, Geschäftsführer KSV1870 Nimbusec GmbH
ferkettensicherung. Unternehmen müssen außerdem regelmäßig überprüfen, ob ihre Maßnahmen wirksam sind, und Mitarbeiter*innen im Bereich Cybersicherheit schulen. Kommt es zu einem erheblichen Sicherheitsvorfall, muss außerdem ein mehrstufiges Meldeverfahren an das zuständige Cybersecurity Incident Response Team erfolgen.
Wie können Unternehmen die Sicherheit ihrer Lieferkette nachweisen? Grundsätzlich richtet sich das NISG nicht an kleine Unternehmen. Ein zentraler Bestandteil der Vorgaben ist jedoch die Sicherheit der Lieferkette – unabhängig von Größe und Branche eines Unternehmens. Direkt betroffene Betriebe müssen nachvollziehen können, ob ihre Dienstleister*innen und Lieferant*innen angemessene Maßnahmen zur Cybersicherheit treffen. Gerade in komplexen Geschäftsbeziehungen stellt das vie-
le Organisationen vor praktische Herausforderungen, weshalb es alltagstaugliche Ansätze braucht: „In Anbetracht der steigenden Cybergefahr braucht es praktikable Lösungen zur Risikominimierung. Hier unterstützt der KSV1870 seit einigen Jahren mit dem CyberRisk Rating“, erklärt Robert Staubmann, Geschäftsführer der KSV1870 Nimbusec GmbH. Das CyberRisk Rating by KSV1870 ermöglicht Unternehmen, die Cyberresilienz von Geschäftspartner*innen zu bewerten. Es orientiert sich an den Vorgaben der österreichischen Aufsichtsbehörden und basiert auf dem CyberRisk-Schema des Kompetenzzentrums Sicheres Österreich. Anhand von 25 Fragen wird das Sicherheitsniveau des jeweiligen Unternehmens eruiert und eine entsprechende Risikoeinschätzung auf einer siebenteiligen Skala vorgenommen. Die Skala reicht von minimalem bis maximalem Risiko. www.ksv.at PR
top.500
258
Innsbrucker Soziale Dienste GmbH 108 Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH 135 Inntaler Logistik - Park GmbH 54 Inntaler Transporte GmbH 302 INTERALPEN-HOTEL TYROL GMBH 310 „INTERCHIM AUSTRIA“ Internationaler Chemiehandel GmbH 264 Interfood-Lebensmittelgroßhandel GmbH 60 Intergraphik GmbH 462 INVIBE 473 Ionicon Analytik GmbH 453 ISOLED FIAI Handels GmbH 262 ITC Leasing GmbH 152 Jochberg Kitzbüheler Straße Hotelbetriebs GmbH 500 Josef Recheis Eierteigwarenfabrik und Walzmühle GmbH 216 J. Zimmer Maschinenbau GmbH 400 Kahlbacher Machinery GmbH 404 Kapferer und Kapferer GmbH & Co. KG 345 Karl Reiter Posthotel Achenkirch GmbH 498 Karl Thrainer Handels GmbH 298 Katzenberger GmbH 476 KITZ AlpinTrade GmbH 148 KLEEN-TEX Industries GmbH 344 Koch Türen GmbH 479 Köllensperger Stahlhandel GmbH & Co. KG 296 KP Plattner GmbH 391 KS Kneissl & Senn Technologie GmbH 372 Kufgem GmbH 265 Kurz Fertigteilbau GmbH 281 LAMBDA Wärmepumpen GmbH 137 Lanserhof GmbH 348 Lebenshilfe Tirol, gemeinnützige GmbH 91 Leitner GmbH 126 Leonhard Lang GmbH 118 LIEBHERR-HAUSGERÄTE LIENZ GMBH 18 LIEBHERR-WERK TELFS GMBH 22 Liftgesellschaft Obergurgl, GmbH 414 Logsystems GmbH 428 Löwe - Bär Hotels GmbH 438 Lüftner Cruises GmbH 98 Luzian Bouvier Haustechnik & Fliesen GmbH 219 Mauracher Erdbau und Transport GmbH 458 Mayrhofner Bergbahnen AG 171 MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH 16 Medalp Sportclinic Imst GmbH 387 MediaMarkt Innsbruck Ost GmbH 196 MediaMarkt Völs Cyta GmbH 398 MediaMarkt Wörgl GmbH 411 Medizinische Universität Innsbruck 21 METRON HANDEL GMBH 151 Metzgerei Huber GmbH 481 MK Illumination Handels GmbH 282 Mode von Feucht GmbH 232 MOGUNTIA FOOD GmbH 92 Moncler Deutschland GmbH, Niederlassung Österreich 225 Montanwerke Brixlegg AG 4 Morandell International GmbH 66 Morawa-Berchtold Transporte GmbH 153 Moser GmbH 475 Motorway fuels GmbH 390 MPREIS Warenvertriebs GmbH 9 MR-Service Tirol registrierte Gen.mbH 288 MS Design GmbH 199 Multivac Maschinenbau GmbH + Co. KG. 107 MWM Austria GmbH 75 Nanu-Nana Handelsgesellschaft mbH 238 Nauderer Bergbahnen AG 423 NEUE HEIMAT TIROL Gemeinnützige WohnungsGmbH 46 Neurauter * frisch GmbH 240 Neuschmied Holz GmbH 256 Niederwieser Convenience GmbH 228 Nocker-Metallbau GmbH 435 Nordpan Rubner Holzbauelemente GmbH 178 Nothegger Systemlogistik GmbH 257 Nothegger Transport Logistik GmbH 64 Novartis Pharmaceutical Manufacturing GmbH 1 Nutzfahrzeuge Leasing AG 309 Oberhofer Josef GmbH 263 Ökoenergie Tirol GmbH 418 Olymp Werk GmbH 429 Oner Active Austria GmbH 86 Opbacher Installationen GmbH 177 Ortner GmbH 62 Osttiroler Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgen. mbH 433 Ötztaler Gletscherbahn - GmbH & Co. KG. Sölden - Tirol 149 OVUM Heiztechnik GmbH 419 Papierfabrik Wattens GmbH & Co. KG 38 Pappas Tirol GmbH 145 Peter Troppacher GmbH 134
Pfeifer Holding GmbH Pfeifer Holz GmbH & Co. KG Pfeifer Timber GmbH Pharmazeutische Fabrik Montavit GmbH Pirktl Holiday GmbH & Co. KG Pirlo Holding GmbH Pitztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG. PLAION GmbH Planlicht GmbH & Co. KG Plansee Group Functions Austria GmbH PLANSEE SE Plattner u. Co. Kalkwerk Zirl in Tirol GmbH & Co.KG. Pletzer Anton Beteiligungs GmbH PM PEAK Logistics GmbH POWERUP GmbH Prantl Roppen Erd- und Leitungsbau GmbH Prim As Tiefkühlprodukte GmbH Prinoth GmbH pro mente tirol gemGmbH Profipack Verpackungsmaschinen GmbH PROLICHT GmbH Purzelbaum Handels-GmbH Raffl Stahlbau GmbH Ragg GmbH Raiffeisen Hart Hippach Lagerhaus Betriebs GmbH Raiffeisen-Lagerhaus Hopfgarten-Wörgl reg. Genossenschaft mbH Raiffeisengenossenschaft Osttirol, registrierte Gen.mbH RCS Milling GmbH RECON Europe GmbH Reform Martin GmbH Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH Reifen Jais GmbH Reifen Team West GmbH Reisebüro Idealtours GmbH RGO Lagerhaus GmbH Rieder Bau- GmbH & Co. KG. Rieder GmbH & Co. KG Rieder‘s Quellen-Betriebe GmbH Rinderzucht Tirol eGen Rissbacher Walter GmbH Rock´n´Log GmbH Rossbacher GmbH Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH ROWA - Moser Handels-GmbH Sanatorium der Kreuzschwestern GmbH Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern GmbH Sandoz GmbH Schilift-Zentrum-Gerlos GmbH Schilifte Gampe, Ötztaler Gletscherbahn KG Schlosshotel Fiss GmbH Schlüsselverlag J.S. Moser GmbH Schmid Holz GmbH Schretter & Cie GmbH & Co. KG Schuler GmbH SCOTT Sports SA, Niederlassung Österreich Seilbahn Komperdell GmbH Selbstbestimmt Leben gemeinnützige GmbH Servus Handels- und Verlags-GmbH Silberquelle GmbH Silvretta 1930 GmbH Silvrettaseilbahn AG Single Use Support GmbH Sinnesberger GmbH Sinnesberger Mineralölvertriebs GmbH Skiliftgesellschaft Sölden - Hoch- sölden GmbH slw Soziale Dienste GmbH Soziale Einrichtungen der Barmherzigen Schwestern Zams GmbH Spechtenhauser Holz- und Glasbau GmbH Speckbacher Handels GmbH Spedination GmbH SPGPrints Austria GmbH SPIEGLtec GmbH - consulting engineers SPONTEX Logistics GmbH Sport Glanzer GmbH & Co. KG Sport Okay GmbH Sport Pangratz GmbH Sportalm GmbH Sporthotel Alpenrose Residenz Wolfgang Kostenzer GmbH Sportler Witting GmbH SPZ Zementwerk Eiberg GmbH & Co. KG Stadtwerke Kitzbühel e.U. Stadtwerke Kufstein GmbH Stadtwerke Schwaz GmbH Stadtwerke Wörgl GmbH Stanglwirt GmbH STARK Internationale Transporte GmbH STASTO Automation KG Steinbacher Dämmstoffe Stiebleichinger GmbH STIHL Tirol GmbH Stock GmbH STS Transport GmbH STUBAI KSHB GmbH
308 37 10 236 211 93 478 17 365 190 11 198 354 276 166 377 69 144 384 369 179 242 490 180 406 426 314 425 113 205 269 334 169 315 215 115 132 447 237 168 275 329 133 333 235 186 3 331 460 410 156 436 138 443 218 157 359 41 250 439 70 84 111 357 136 396 248 394 332 415 448 251 311 451 231 449 217 347 454 209 382 181 261 274 173 207 489 102 364 6 291 301 252
Stubai ZMV GmbH STW Fionis GmbH Sunkid GmbH Swacrit Systems GmbH SWARCO AG SWAROVSKI OPTIK Swarovski Wattens Syncraft GmbH TEADIT International Produktions GmbH Techem Messtechnik GmbH Technikbedarf Martin Obermayr e.U. Technoalpin Austria GmbH THEURL HOLDING GmbH Thöni Automotive Components GmbH Thöni Holding GmbH Thöni Industriebetriebe GmbH TIGAS-Wärme Tirol GmbH TINETZ-Tiroler Netze GmbH TIRLOG Transport GmbH Tirol Kliniken GmbH Tiroler Arbeitsmarktförderungs-GmbH Tiroler Backhaus GmbH Tiroler Flughafenbetriebs- GmbH Tiroler Friedenswerk gemeinnützige WohnbauGmbH Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau- und SiedlungsGmbH Tiroler Glashütte GmbH (Riedel) Tiroler Rohre GmbH Tiroler Soziale Dienste GmbH Tiroler Versicherung Tirolia-Spedition GmbH Tischlerei Huben-Ötztal GmbH TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG TOM TAILOR Retail GmbH Top Logistik GmbH Traktorenwerk Lindner GmbH Transalpine Ölleitung in Österreich GmbH Transped Europe GmbH Transped Immofinanz GmbH Transport Logistica GmbH Transportex GmbH Travel Partner GmbH Troger-Holz GmbH TTC Trade and Consulting GmbH Niederlassung Österreich TÜV SÜD Landesgesellschaft Österreich GmbH Tyrol Crystal Handels- GmbH Tyrolit - Schleifmittelwerke Swarovski AG & Co. KG Tyrolit AG Tyrolit Construction Products GmbH Tyrolpath Obrist Brunhuber GmbH Universal Gebäudereinigung GmbH Universität Innsbruck Unterberger Unterer GmbH Unterer Tank & Service GmbH Unterweger Früchteküche GmbH VENTOTRANS GmbH Veolia Industries Austria GmbH VERITAS AUSTRIA GmbH Verkehrsverbund Tirol GesmbH. Verlagsanstalt Tyrolia GmbH VERTEX GmbH Vivea Bad Häring GmbH Watercryst Wassertechnik GmbH we - Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH Weber Beton Logistik GmbH Wedl Handels-GmbH Weisshaus Shop GmbH Wetscher GmbH Wilhelm Gronbach GmbH & Co. KG Winkler GmbH Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG Wintersport Tirol Handels GmbH WMF in Österreich GmbH Women´s Best GmbH World-Direct eBusiness solutions GmbH WP-Wörgartner Produktions-GmbH Würth Hochenburger GmbH Zeller Bergbahnen Zillertal GmbH & Co. KG Zillertaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG Zillertaler Heumilch-Sennerei eGen Zillertaler Verkehrsbetriebe AG ZIMA Tirol Zorn-Wolf GmbH Zuegg GmbH & Co. KG Zugvogel Speditions GmbH
407 401 366 234 172 43 15 335 395 174 338 167 127 87 268 32 29 35 484 7 336 328 202 464 140 121 77 176 40 88 463 2 201 63 94 254 106 420 95 321 192 129 25 227 342 33 28 200 212 455 14 12 51 143 483 271 220 440 81 255 23 368 280 99 122 31 284 450 114 294 214 208 378 337 356 351 27 222 112 493 385 363 444 241 61
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