Österreichische Post AG, MZ18Z041357M, econova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 5,50 EURO
DAS T IROLER FRAUENMAGAZIN
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AUSGABE
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SOMMER 2018
URLAUB, DER KNALLT
Das Leben ist zu kurz für Schwarz-Weiß RAUS MIT EUCH!
Ein Plädoyer für Dreck unter den Nägeln JA, ICH GRILL
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WER SICH IMMER AN DIE REGELN HÄLT, DEM ENTGEHT DER GANZE SPASS.
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SEI DEIN EIGENER HELD
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Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle
FOTO: GUENTHER EGGER.AT
SUNSHINE R E A D Y MIT PETERA
MARK EINRICHTEN
MARK EINRICHTEN
WATTENS
WATTENS
INNSBRUCK
BERLIN
EDITORIAL
SCHÖN STARK
Wie heißt es so schön: Stärke bedeutet, auch Schwäche zeigen zu können. Ja, eh. Das ist prinzipiell schon richtig, manchmal ist aber nicht der Weg das Ziel. Das Ziel ist das Ziel. Also Mädels: Traut euch, stark zu sein. Ihr müsst euch nicht dafür entschuldigen, Stärke kann auch ganz schön sexy sein.
Maya AltenburgerSchwitzer mit ihren Chefredaktions-Mädels Marina Kremser (li.) und Sonja Niederbrunner
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ir haben einen Plan: nämlich jede maya unter ein bestimmtes Leitthema zu stellen. Für die erste Ausgabe war es die Freundschaft, nun ist es die Stärke. Doch was ist das eigentlich? Muskelkraft? Mentale Stabilität? Eine innere Haltung oder ein äußeres Erscheinungsbild? Was ist stark? W e r S t ä r k e d e f i n i e r e n w i l l , scheitert erst einmal kläglich, findet Redakteurin Alexandra Keller, die sich für unsere Porträtreihe lange mit verschiedenen Frauen unterhalten und beschäftigt hat. Sie alle sind unterschiedlich, doch ihre individuelle Stärke mit Freude zu leben, eint sie. Sechs Frauen haben uns dafür ihre ganz persönliche Geschichte erzählt und eines wird dabei rasch deutlich: Wir machen Dinge nicht, weil wir Frauen sind. Und schon gar nicht, obwohl wir Frauen sind. Stärke heißt nicht zu kämpfen – gegen die Männerwelt, die Herkunft, die Hürden –, stark sein heißt, man selbst und bei sich zu sein; Selbstbewusstsein, sich seiner selbst bewusst zu sein; Selbstvertrauen, Vertrauen in sich selbst zu haben. Das ist nicht immer einfach, weil man sich dazu eben auch viel mit sich selbst auseinandersetzen muss. Das mag nicht jede(r), doch es tut gut, zu wissen, wer man ist und was man möchte. Und wir dürfen das auch durchaus sagen. W i r h a b e n f ü r d i e s e A u s g a b e generell viel geredet und was uns die vielen Frauen in all ihrem Facettenreichtum erzählt haben, berührt, macht Mut und zeigt: Stark sein gehört zum Frausein dazu. Frauenpower bedeutet, stark für sich selbst sein, stark für andere, stark mit anderen, stark trotz anderen. Das macht uns aus und das Leben einzigartig schön. Kaum ein Weg verläuft schnurstracks geradeaus, doch es ist gerade die Unwissenheit, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt, was uns neugierig macht. Wie beim Wandern geht man Schritt für Schritt voran und noch ein bisschen weiter, um hinter die nächste Biegung zu blicken. Dahinter muss nicht immer zwangsläufig ein wundervolles Panorama stecken, manchmal kann es auch ein echter Reinfall sein. Doch die Erkenntnis kann uns keiner nehmen und letztlich ist es genau das, was uns ausmacht: die Summe unserer Erfahrungen. Brust raus, weitermachen! mayas Mädels Folgt uns auch auf F a c e b o o k ( M AYA – d a s Ti r o l e r F r a u e n m a g a z i n) u n d I n s t a g r a m ( m a y a _ v e r l i e b t _ i n s _ l e b e n)
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M AYA / DA S T I R O L E R F R A U E N M AG A Z I N
… ist charmant und leidenschaftlich, niveauvoll und frech, schrill und gefühlvoll zugleich. … unterhält, berührt und begeistert. … bringt Themen zu Papier, die Frauen bewegen und von Frauen bewegt werden. … erzählt Geschichten aus dem Leben und für das Leben – von Frauen, für Frauen.
Senden Sie eine E-Mail mit Name und Adresse an abo@maya-magazin.at und erhalten Sie die nächsten 2 Ausgaben kostenlos!
Gültig nur in Österreich. Abo wird nicht automatisch verlängert.
ZURÜCKSCHAU
Merci, Chérie Wir sind normalerweise keine Menschen, die großartig zurückschauen. Unser Blick geht in der Regel nach vorn. Dennoch freuen wir uns natürlich irrsinnig über die zahlreichen Reaktionen auf die erste Ausgabe von maya und sagen auf diesem Weg DANKE! Ihr seid großartig!
W
ir waren echt überwältigt von all euren zahlreichen Zuschriften, Anrufen, E-Mails, Fotos, sogar Paketen! Wir freuen uns über euer Lob, eure Anmerkungen, eure Begeisterung und auch über eure Kritik, die wir uns natürlich zu Herzen nehmen, um laufend besser zu werden. Sagt uns auch weiterhin gerne, was euch gefällt und was vielleicht weniger und worüber ihr gerne lesen möchtet. re da ktion@may a -ma ga zin.a t ode r übe r Fa ce book (M AYA – da s Tirole r Fra ue nma ga zin)
„Endlich! Erfrischend, stilvoll und elegant zugleich! Ein tolles Magazin!“ DORIS maya-Mobil: Unauffällig ist er echt nicht, unser quietschbunter Ford Fiesta (ein Mega-DANKE an das Team vom Autopark Innsbruck!). Da kann man nicht nur beim Einparken schon mal nervös werden, es schaut nämlich jeder. Immer. Überall.
M AYA ON TOUR
Immer wieder ist Maya bei ausgewählten Events zu Gast – wie bei Jeans&Gin bei Petera, wo sie auf ihren wohl größten Fan Susanne Herminghaus traf. Ab sofort versorgen wir euch auf Facebook mit den schönsten Eventfotos.
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Mädels mögen’s süß. Und wir ganz besonders. Deshalb gibt’s bei Tomaselli in der MariaTheresien-Straße seit Ende Mai die Eissorte „Mayas Marshmallows“. Wir freuen uns auf euer Feedback und viele EisSchlabber-Fotos.
Weil wir der Meinung sind, dass wir Mädels uns zwischendurch immer mal wieder eine kurze Auszeit-Gönnung leisten sollten, haben wir auf Facebook einen Gutschein fürs traumhafte Posthotel Achenkirch verlost. Dass das Ganze Anklang finden wird, haben wir uns gedacht, mit 1.617 Likes haben wir allerdings nicht gerechnet. Ein „Like“ von uns. Und nochmals Glückwunsch an Christiane, lass es dir ganz bald gut gehen.
„Megacooles und modernes Magazin mit einer einzigartigen Lady und einem tollen Team um sie rum.“ BETTINA
Maya fährt nicht nur unglaublich gut Ski, sie spielt auch Tennis. Deshalb haben wir die Damenmannschaft des TC Schwaz (Landesliga A) mit Shirts ausgestattet. Frauenpower in Pink: Die Mädels der Central Apotheke beim Training mit Dr. Claudia Hellebart (links). Auch Mayas Schwiegertochter Nadine war mit dabei (rechts).
Die erste Ausgabe wurde natürlich gebührend gefeiert und in Mayas Beauty Bauer in Schwaz präsentiert. Wir danken allen, die trotz Kälte mit dabei waren! Fein war’s mit euch.
Jeden Donnerstag ab 17 Uhr wandelt sich das Daniels bei den Kristallwelten in Wattens zum Music Club, wenn ausgewählte DJs für anregend chilligen Sound sorgen und dazu fein gegessen und getrunken wird. Maya war für euch dabei.
Gemeinsam mit Lindt haben wir euch schätzen lassen – nämlich wie viele von den süßen Schokokugeln sich in dem Gefäß befinden. 1.088 waren es übrigens und wir hoffen, alle Pakete haben die Gewinnerinnen mittlerweile erreicht.
Maya goes TV: Katharina Kramer hat mit ihr für einen Beitrag in „Tirol heute“ geplaudert. Der ist zwar leider nicht mehr abrufbar, schön war’s trotzdem!
Folgt uns
auf
m Instavgerlrieabt_ Im Zuge unseres Facebook-Frühlingsgewinnspiels hat Verena ein nigelnagelneues E-Bike gewonnen (zur Verfügung gestellt von Greenstorm) und sie war auch schon unterwegs damit. Ihr seht also: Facebook-Freundin sein lohnt sich :-)
(maya_ n) ins_lebe
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INHALT
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# S TÄ R K E
#LIFE
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52 E ISENMANGEL Kraftsport für Frauen? Nein, sagen viele. Ja, sagen wir. Schluss mit den Leichtgewichten und ran ans harte Eisen.
Maya spricht mit Christine Schennach über deren Kindheit, ihr Projekt „Ärzte für Ifakara“ und das Leben. 24 WE DO IT! Sechs Tiroler Frauen im Porträt. Ihre Stärke mit Freude zu leben ist, was sie in ihrer Unterschiedlichkeit alle verbindet. 38 ZUM THEMA Buchtipps, Tiefgründiges und Launiges und Geschichten aus dem Leben.
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„Ein Gentleman merkt sich den Geburtstag einer Frau, vergisst aber das Alter.“ KURT TUCHOLSKY
58 L ANGWEILT EUCH! Wir haben es verlernt, das süße Nichtstun, und wir sollten sie alle wieder mehr pflegen: die Kunst des Müßiggangs. 62 J A, ICH GRILL Maya und Fräulein Glücklich haben gemeinsam gegrillt. Warum das bei Mädchen anders läuft …
I N H A LT
#STYLE
„Ich glaube, dass glückliche Mädchen die schönsten Mädchen sind.“
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STARKER AUFTRITT Sommer muss nicht immer bunt. Understatement ist schließlich die edelste Form des Luxus. Österreichische Post AG, MZ18Z041357M, econova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 5,50 EURO
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MIT HAUT UND HAAR Die richtige Pflege für auf dem Kopf und alles, was darunter kommt.
DAS T IROLER FRAUENMAGAZIN
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AUSGABE
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AUDREY HEPBURN
SOMMER 2018
URLAUB, DER KNALLT
Das Leben ist zu kurz für Schwarz-Weiß RAUS MIT EUCH!
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FRAUEN UNTER STROM Frauen und Autos sind gerüchteweise eine schlechte Kombi. Wir beweisen das Gegenteil.
#WOHNEN 138 R AUS MIT EUCH!
WER SICH IMMER AN DIE REGELN HÄLT, DEM ENTGEHT DER GANZE SPASS.
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SCHNUPPERSTUNDE „Ich liebe ihn“, sagt Maya über ihren neuen Duft. Wie er riecht? Ausprobieren!
SEI DEIN EIGENER HELD
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168 VALIE EXPORT Die Begegnung männlicher Dominanz und weiblicher Unterwerfung. Klingt spooky, ist es auch.
JA, ICH GRILL
Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle
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116 BE YOU(TIFUL) Wir Frauen sind, wie wir sind, und damit eigentlich immer perfekt. Doch ein paar Gerätschaften sorgen für das Tüpfelchen auf dem i.
Ein Plädoyer für Dreck unter den Nägeln
ZUM COVER
IDEE & KONZEPT: Markus Spatzier,
Manufaktur Herzblut, Schwaz. www.manufaktur-herzblut.com HAARE: Martha Norz, Salon Looksus, Innsbruck. www.looksus.com STYLING: Aline Egg, Innsbruck. www.aline-egg.at FOTO: Angelo Lair Photography, Mils. www.angelolair.com
Immer mehr Menschen entdecken die Liebe zum wohnlichen Grün. Wir haben uns durch Gemeinschaftsgärten gestöbert, Tanja in ihrem Küchengarten besucht und uns Margaritas gemixt.
#SZENE
172 HÖREN, SEHEN, LESEN Sommerliche Buchtipps, Film und Theater und Tipps aus der Redaktion. 178 REISE-BONBONS Ob bunt wie eine Zuckerlpackung oder komplett in Schlumpfblau – wir zeigen euch die knalligsten Orte der Welt.
I MMER DRIN …
06 Editorial: Aus der Redaktion 74 Essen & Trinken: Tipps für Genießer 80 Style: Aktuelles bunt gemischt 98 Mode: Anziehendes & Schmückendes 1 22 Beauty-Trends: Hautschmeichler 156 Wohlfühl-Wohnen: Schönes fürs Zuhause 188 Charity: Tue Gutes und rede darüber 190 Mannsichten 192 Frauen im Fokus: Wer uns aufgefallen ist
164 SEIN UND SCHEIN Ab Juni ist Susanna von der Burg im Tiroler Landestheater die angeblich schlechteste Sängerin der Welt.
… verliebt ins Leben.
194 Z UM SCHLUSS
Von Ihm an Sie: Ein Liebesbrief an meine Frau.
IMPRESSUM HERAUSGEBER: Maya Altenburger-Schwitzer, Mag. Sandra Nardin, Christoph Loreck MEDIENINHABER: eco.nova Verlags GmbH, Hunoldstraße 20, 6020 Innsbruck, 0512/290088, www.econova.at GESCHÄFTSLEITUNG: Mag. Sandra Nardin, Christoph Loreck | ASSISTENZ: Martin Weissenbrunner CHEFREDAKTION: Marina Kremser | STV. CHEFREDAKTION: Sonja Niederbrunner (beide redaktion@maya-magazin.at) MITARBEITER DIESER AUSGABE: Alexandra Keller, Karolina Putz, Julia Sparber-Ablinger, Gracia Gunkel, Marian Kröll, Karina Lübke ANZEIGENVERKAUF: Ing. Christian Senn, Bruno König, Tanja Ischia, Hannah Oderich, Sabine Marschnig | LAYOUT: Tom Binder PRODUKTION: Tom Binder, Florian Bürstl | LEKTORAT: Mag. Christoph Slezak | FOTOS: Andreas Friedle, Tom Bause, Angelo Lair, Patrick Saringer DRUCK: Radin-Berger-Print GmbH (25.000 Stück) | ABOSERVICE: Romana Müssiggang, abo@maya-magazin.at UNTERNEHMENSGEGENSTAND: Die Herstellung und der Vertrieb von Drucksorten aller Art. Grundlegende Richtung: maya ist das Tiroler Frauenmagazin für alle, denen Gesundheit, Schönheit und Mode wichtig ist und die sich gerne inspirieren lassen. maya ist ein Magazin für mehr Gelassenheit für Frauen mit Stil und Style, die dem Leben gerne mit einem Augenzwinkern begegnen. Der Nachdruck, auch auszugsweise, sowie anderwertige Vervielfältigung sind nur mir vorheriger Zustimmung des Herausgebers gestattet. Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar.
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24. Manfred & Hilde Swarovski Gedächtnisturnier CDI4* Schindlhof
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Symbolfoto
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STARK
„ICH GLAUBE, EINE MEINER GRÖSSTEN STÄRKEN IST, DASS ICH IN GEWISSEN SITUATIONEN DURCHHALTEN UND DINGE AUSHALTEN KANN. ICH GLAUBE, DAS IST GENERELL EINE WICHTIGE EIGENSCHAFT – FÜR SPORTLICHEN ERFOLG, SCHWIERIGE PRIVATE SITUATIONEN ODER ALLES, WAS SO DAHERKOMMT.“ EVA-MARIA BREM
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MAMA USAFI
Christine Schennach ist eine Frau mit einem ganz wunderbaren Humor, aber auch einer schwierigen Kindheit und Jugend. Dennoch blickt sie ganz ohne Gram in die Vergangenheit, ist sie es doch, die sie zu der gemacht hat, die sie heute ist. Und die sie für das Projekt „Ärzte für Ifakara“ vorbereitet hat.
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ls wir zum Haus von Christine Schennach kommen, können sich unsere Augen kaum sattsehen am riesigen Garten mit dem kleinen Teich und der wunderbaren Kirsche, die gerade beginnt zu blühen. Christine empfängt uns herzlich, aus den Augen der 77-Jährigen blickt ein wacher Geist. „Beim Thema starke Frauen war meine erste Assoziation eine Bodybuilderin“, schmunzelt Maya. „Dann habe ich sofort an dich gedacht.“ Als die beiden Frauen auf der quietschblauen Couch Platz nehmen, sind wir schon mittendrin im Leben der Christine Schennach.
DU SIEHST AUS WIE EIN PUDEL Christine kommt aus einer Wirtsfamilie. „Ich habe schon als Kind sehr viel arbeiten müssen. Ich hatte drei Brüder und das war damals einfach so. Die Buben wurden geschont, die Mädchen mussten schuften. Und ich war halt das einzige“, erzählt sie. Es ist eine bewegende Geschichte, die folgt. C h r i s t i n e wollte schließlich selbst ins Gastgewerbe einsteigen, vor allem auch deshalb, weil sie zeitlebens nichts anderes kannte. Doch das kam nicht infrage, denn es war einem der älteren Zwillingsbrüder bestimmt. Als sie den Wunsch äußerte, Medizin studieren zu wollen, kam das noch weniger infrage. Studieren sollte der jüngere Bruder. „Dann wollte ich Krankenschwester werden und
Christine und Maya sind zwei, die unterschiedlicher nicht sein könnten, sich aber trotzdem – oder gerade deshalb – sehr mögen.
TEXT:
MARINA KREMSER FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
mehr hat es nicht gebraucht. Mein Vater war bereits gestorben und meine Mutter hatte überhaupt kein Verständnis dafür. Krankenschwester zu sein, bedeutete für sie, anderer Leute Dreck wegzumachen.“ Christine solle in eine Bank, das war damals recht angesehen. „Aber ich in einer Bank?“
ZUR PERSON
Christine Schennach, 77 Jahre und Mutter von drei Kindern, lebt mit ihrem Mann Prim. Dr. Wilfried Schennach in Hall. Schon während ihrer aktiven beruflichen Zeit engagierten sich die beiden für den Verein „Ärzte für Ifakara“, dessen Obfrau Christine Schennach ist. Heute fährt Christine regelmäßig zweimal jährlich für jeweils sieben Wochen nach Afrika, um in „ihrem“ Krankenhaus, dem St. Francis Referral Hospital, nach dem Rechten zu sehen. Weil es vor allem darum geht, eine reine, saubere Umgebung für die Patienten zu schaffen, hat sie über die Jahre den Beinamen „Mama Usafi“ – Mutter der Reinlichkeit – bekommen.
D a s M ä d c h e n hat sich durchgesetzt. Leicht war das nicht: „Es gab damals keine 30- oder 40-Stunden-Woche. Man hat gearbeitet, bis man fertig war. Ich war von morgens bis abends im Krankenhaus, daneben ging ich zur Schule, habe gelernt und wenn ich um elf Uhr abends heimgekommen bin, hat es geheißen, ich hätte den ganzen Tag eh nichts gemacht und musste im Gasthaus weiterarbeiten.“ Vom Schälen der heißen Kartoffeln bis zum Schrubben des Bodens blieb ihr nichts erspart. „Ich war das schwarze Schaf in der Familie. Meine Mutter war blond, hatte blaue Augen. Ich kam – wie meine Brüder – nach meinem Vater, hab noch dazu diese Locken. Das war meiner Mutter gar nicht recht und sie meinte einmal zu mir, ich sehe aus wie ein Pudel. Sie war nie sonderlich einfühlsam.“ C h r i s t i n e e r z ä h l t von ihrer Jugend ohne Melancholie, ohne Groll. Sie ist ihrer Mutter nicht böse. „Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich mir ab und zu gedacht habe, dass es nicht schlecht war. Ich hab mir mein restliches Leben lang sehr leicht getan mit der Arbeit, man lernt, zu organisieren. Letztendlich ist es mir zugutegekommen.“ Einzig als sie vom Verkauf des Gasthauses erzählt, schwingt in den fröhlichen Augen ein bisschen
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Wehmut mit. Der Gasthof war die Innsbrucker Ottoburg.
die beiden drei Kinder bekommen – innerhalb von zweieinhalb Jahren. Zwei Mädels, ein Bub. „Wenn ich was mache, dann ordentlich.“ Es scheint Christines Lebensmotto zu sein.
FA M I L I E G E H T A U C H A N D E R S Bis es dazu kam, ist in Christines Leben viel passiert. Unter anderem Wilfried Schennach. Kennengelernt hat sie ihn im Krankenhaus in Reutte, wo er als Arzt tätig war und sie als Narkoseschwester. „An dem Tag, an dem ich angefangen habe, musste ich ins Zimmer des ärztlichen Direktors. Eine Reihe von Ärzten saß dort, alle in ihren weißen Kitteln, außer einer, der hatte so ein Frisörmäntelchen an. Als ich beim Arbeiten an der Diensttafel vorbeigekommen bin, stand dort ein Name: Wilfried Schennach. Das Frisörmäntelchen. Ich war dann in der Ambulanz, Willi hatte Dienst und fragte mich: Wie heißen Sie? Ich antwortete und er sagte: Christine? Das ist ja ein Kuhname. Ich drehte mich um und sagte zu ihm: Ein Ochse würde sich genieren, wenn er Wilfried hieße.“ Da war es um ihn geschehen. Sie heirateten trotzdem. Oder deswegen. Dass er ein Außerferner war, machte die Sache in ihrer Familie nicht einfacher. Dennoch haben
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„Willi, ich hab keine Ahnung, wo wir sind, aber ich glaub, es ist das Ende der Welt.“ CHRISTINE SCHENNACH
I n e i n e r Z e i t ohne Wegwerfwindeln, fertiger Babynahrung und ohne Lift war das Leben mit drei Kids alles andere als einfach. Die Wohnung im zweiten Stock, war jeder Einkauf eine organisatorische Meisterleistung. „Ein Kind in der Hand, das andere in der anderen, das dritte im Wagen unten beim Eingang – mit den zwei Kindern hinauf in die Wohnung, hinunter das dritte holen, hinauf, hinunter die Einkäufe holen, hinauf und nochmal hinunter, um den Kinderwagen zu verräumen. Es war ordentlich zu tun.“ Dann die Notrufe der Mutter. Ist eine Kellnerin ausgefallen oder brauchte die Küche Hilfe, war Christine da. T r o t z d e m ist die Dreifachmutter arbeiten gegangen, 1972 ist sie mit Willi und den drei Kids in ihr heutiges Haus gezogen. Die Kinder waren immer wahnsinnig selbständig, alle haben maturiert, machten nie Probleme. „Ich
„Ich habe einen Außerferner geheiratet. Und das bewusst.“ CHRISTINE SCHENNACH
habe oft zu ihnen gesagt, dass es mir leid tut, dass sie so oft alleine waren. Doch das streiten sie bis heute ab.“ D a n n h a t t e Christines Mutter einen Schlaganfall, war plötzlich halbseitig gelähmt. Und der Betrieb war da. Christine legte die Konzessionsprüfung ab und wurde Wirtin. „Ich bin nur zum Schlafen nach Hause gekommen, um eins, halb zwei nachts. Bevor ich gegangen bin, hab ich die Wäsche gewaschen, abends gebügelt, morgens wieder gewaschen. Ich musste fürs Geschäft einkaufen, die Buchhaltung machen und nachmittags meine Mutter besuchen.“ Als ihrer Mutter klar wurde, dass sie nicht wieder in die Ottoburg zurückkommen wird können, wollte sie sie verkaufen. Christine hatte nicht die finanziellen Möglichkeiten, ihre Mutter auszubezahlen und das Gebäude zu behalten, also kümmerte sie sich um die Veräußerung. „Das war eines der härtesten Dinge für mich. Es war mein Zuhause und eines der ältesten Häuser von Innsbruck. Ich kenne jede Ecke, jeden Winkel. Ich bin sehr daran gehangen. 1978 habe ich es verkauft und bin seitdem nie mehr drin gewesen. Ich hätte es nicht gekonnt.“ Z u i h r e n e i g e n e n Kindern hat Christine ein außerordentlich gutes, freundschaftliches und aufgeschlossenes Verhältnis. „Der einzige Konservative bei uns ist mein Mann. Er ist eigentlich komplett fehl am Platz in unserer Familie“, lacht sie. „Er ist konservativ und ich benehme mich gerne daneben. Zufleiß.“
Als die Ottoburg verkauft war, stieg Christine sofort wieder in ihren erlernten Beruf ein und arbeitete in der Piererklinik, aus der später die Privatklinik Triumphpforte wurde. Sie blieb dort bis zu ihrer Pensionierung.
WOHNEN LIFESTYLE ACCESSOIRES GOURMET GESCHENKE
KEINE SORGEN MEHR Schon während ihrer aktiven beruflichen Zeit engagierten sich Christine und Willi Schennach für das Projekt „Ärzte für Ifakara“. Der Zammer Chirurg Dr. Karl Schöpf gründete gemeinsam mit dem Schweizer Kapuzinerorden das St. Francis Referral Hospital in Tansania. Unter anderem wurde auch dessen Sohn dort geboren. Die Schennachs waren mit ihm befreundet und über Jahre hinweg versuchte er die beiden dazu zu bewegen, doch mit ihm nach Afrika zu kommen. Schlussendlich haben sie sich überreden lassen, auch weil Karl Schöpf meinte: „Ihr werdet sehen, es ist dort wie in Europa.“ Das war es nicht. C h r i s t i n e u n d W i l l i flogen nach Daressalam. Sie wurden abgeholt und es folgte eine Autofahrt von über zwölf Stunden, bis sie Ifakara erreichten. „Da hab ich Europa schon vermisst“, blickt Christine zurück. „Da war gar nichts wie hier. Es war inzwischen Nacht, es gab keine Straße, nur einen Weg mit Schlaglöchern und Bäumen. Weißt du eigentlich, wo wir sind, fragte mein Mann. Willi, sagte ich, ich habe keine Ahnung, aber ich glaube, es ist das Ende der Welt.“ Gleichzeitig war es der Anfang eines Herzensprojektes. Als die beiden endlich ankamen war von Europa nach wie vor keine Rede. Es gab kein Telefon, die Moskitos wurden zu regelrechten Feinden. Christine ging pünktlich alle vier Stunden in ihr Zimmerl und versprühte einen Anti-Mücken-Spray. „Bis Willi sagte, ich solle damit aufhören, weil ich uns sonst vergiften würde. Da sagte ich: Willi, weißt du, wie viel schöner der Tod ist, wenn du vergiftet bist, als wenn
Andreas-Hofer-Straße 4 6130 Schwaz +43 (0)5242 / 644 55 www.petrakoenig.at MO – FR : 09.00 – 18.00 Uhr SA: 09.00 – 13.00 Uhr
„Jeder Patient verdient es, ein Bett zu haben, eine Matratze, ein Leintuch und eine Decke.“ CHRISTINE SCHENNACH
du in diesem Krankenhaus mit Malaria liegen musst. Und ich hab weiter gesprüht.“ Heute tut sie das nicht mehr. Sie nimmt nicht mal mehr eine Malaria-Prophylaxe. „Ich habe keine Sorge mehr.“ I n i h r e n e r s t e n fünf Wochen in Ifakara haben sich Christine und Willi schließlich nur von Bananen ernährt. „Das Essen war grausam, das Krankenhaus widerlich.“ Auch wenn sie aus ihrer beruflichen Vergangenheit viel gewohnt waren, Ifakara war eine Herausforderung. „Als wir am ersten Tag zur Visite mitgegangen sind, hatten wir beide Brechreiz.“ Es roch nach Verwesung, Eiter und Blut. In den Zimmern standen nur Pritschen ohne Matratzen oder Leintücher. Es gab nichts. Nur Schmutz. S c h l i e s s l i c h traf Christine die Schweizer Schwester Maria-Paula, „die tollste Klosterfrau, die ich jemals kennenlernen durfte“. Maria-Paula war seit 50 Jahren in Afrika und lud die beiden zum Abendessen ein. Es gab Frittatensuppe, danach Geschnetzeltes mit Rösti und Salat aus dem eigenen Garten, einen Nachtisch. Christine erinnert sich daran, als wäre es gestern gewesen. „Zu meinem Erschrecken ist kein bisschen übrig geblieben. Wir hatten solchen Hunger. Das ist mir heute noch peinlich.“
DANN BIN ICH STILL GEWESEN Auf der Rückfahrt waren sich Christine und Willi jedenfalls sicher: Das ist nichts für sie.
„Wir kamen spätabends nach Hause und ich wollte gleich am nächsten Tag in der Früh in mein sauberes, schönes Krankenhaus. Um halb sieben war ich bereits dort und wie es der Teufel haben will, sehe ich, dass am Sternenhimmel über der Rezeption zwei Spots kaputt sind. Ich war schon dabei, zu sagen, ob das keinem aufgefallen sei, doch dann dachte ich an Afrika und tadelte mich selbst. Spinnst du, dachte ich mir. Bei uns hat jeder ein Bett, jedwede Bequemlichkeit. Es gab sogar goldene Wasserhähne in den Zimmern. Was will ich mehr? Dann bin ich still gewesen.“ A l s s i e a b e n d s heimkam, sagte sie: „Willi, wir fahren wieder.“ Und das tut sie seit mittlerweile 24 Jahren, auch wenn Willi heute nicht mehr mitkommt. „Jeder Patient hat das Recht darauf, ein Bett zu haben, eine Matratze, ein Leintuch und etwas, um sich zuzudecken. Ärzte verdienen eine angemessene Ausbildung.“ Jeder Urlaub, jeder Zeitausgleich wurde in Ifakara verbracht. Als Lohn wurde das St. Francis Referral Hospital 2017 als zweitsauberstes und organisiertestes Krankenhaus Tansanias ausgezeichnet. I f a k a r a hatte 1963 rund 3.000 Einwohner, heute sind es 110.000. Auch das Krankenhaus wuchs und mit ihm die Aufgaben von Christine Schennach. Sie begleitet nicht nur die Visiten und verbindet Verletzungen, sie hilft, wo es nötig ist. Auch mal als Technikerin, vor allem
aber als Organisatorin. Noch heute ist sie zwei Mal im Jahr für sieben Wochen dort, um nach dem Rechten zu sehen. Am 2. Mai ist sie wieder aufgebrochen. Über die Jahre hat sie den Beinamen „Mama Usafi“ bekommen, Mutter der Reinlichkeit. Weil es ihr Hauptanliegen ist, eine saubere Umgebung für die Patienten zu schaffen. Einfach ist auch das nicht.
ICH BIN KEIN GUTMENSCH Christine Schennach geht es nicht um Entwicklungshilfe. „Damit hab ich einen Wickel“, sagt sie. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. „Viele Entwicklungshelfer fahren einmal in eine Region, ziehen dort ihr Projekt durch und sind für immer weg. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.“ Auch Sachspenden sind, wenn auch gut gemeint, oft nicht gut durchdacht. Etwa wenn Italien 1.500 Gummiwärmflaschen ins afrikanische Tansania schickt. Auch in Europa ausrangierte medizinische Geräte funktionieren in Afrika kaum, weil es dort zu staubig und zu heiß ist. Es kann sie auch niemand bedienen, geschweige denn reparieren. „So eine Maschine ist in Nullkommanix kaputt. Afrika darf nicht zum Mullkübel für Europa werden.“ M i t t l e rw e i l e sind viele Unternehmen wie Siemens, Philips oder Anuda in Daressalam ansässig, wo man Geräte vor Ort kaufen kann. Das ist aufwändiger und manchmal auch lästig, lohnt sich aber. „Wenn man vor Ort kauft,
WIR SIND FRAUENRECHTLER. UND MÄNNERRECHTLER, KINDER RECHTLER, FAMILIENRECHTLER, UNTERNEHMENSRECHTLER.
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Hilfe zur Selbsthilfe. Der Verein „Ärzte für Ifakara“ sieht seine Aufgabe in der Unterstützung des St. Francis Referral Hospitals, eines Krankenhauses, das 1953 vom Schweizer Kapuzinerorden zusammen mit dem Chirurgen Dr. Karl Schöpf aus Zams in der Stadt Ifakara im Südosten Tansanias gegründet wurde. In Kooperation mit der Entwicklungshilfe der Österreichischen Bundesregierung (ADA), der Tiroler Landesregierung und vielen privaten Persönlichkeiten liegt der Schwerpunkt des Engagements in der Verbesserung der medizinischen Versorgung der lokalen Bevölkerung. Dabei helfen nicht nur Ärzte, auch zahlreiche Institutionen und Berufsgruppen unterstützen den Verein mit großem Engagement, wie Krankenpfleger und -pflegerinnen, Physio- und Ergotherapeutinnen, Röntgenassistentinnen, Künstler, Techniker, Beamte, Leute aus der Gastronomie, Unternehmer, Schulen und viele andere mehr.
kommen diese Firmen auch, um ein nötiges Service durchzuführen. Niemand fährt 14 Stunden durch die Einöde, um eine fremde Maschine zu servicieren. Hier gibt es viel zu beachten und zu überlegen.“ Auch das Verschiffen von Containern ist ob der zunehmenden Bürokratie und hoher Kosten fast nicht mehr möglich. Deshalb ist in Christines Gepäck kaum Privates zu finden, wenn sie nach Ifakara reist. Das meiste ist für die Klinik. Letztens hat sie vier Waschmaschinen organisiert, die über eine Solaranlage betrieben werden, um keinen Strom bezahlen zu müssen. E i n P r o b l e m ist auch, Personal fürs Krankenhaus zu finden. In Tansania werden Studiengebühren eingehoben. Eine Facharztausbildung dauert vier Jahre und kostet bis zu 7.000 Dollar jährlich. Viel Geld. Die „Ärzte für Ifakara“ haben bis dato acht Fachärzte ausgebildet. Im Moment ist ein Röntgenologe in Ausbildung – für das neue Röntgengerät. Insgesamt sind im 371-Betten-Hospital sechs Ärzte angestellt. Seit fünf Jahren ist auch eine Universität angeschlossen, deren über 1.000 Studierende in
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Etappen mithelfen. Es tut sich was, wenn auch noch lange nicht genug. Da s St. F r a n c i s R e f e r r a l H o s p i ta l ist das einzige Krankenhaus in einem Einzugsgebiet so groß wie die Schweiz. „Ich mache diese Arbeit nicht dem Krankenhaus zuliebe, sondern für die Bevölkerung“, sagt Christine, die schon viele Menschen nach Ifakara mitgenommen hat. Deren hauptsächliche Empfindung: Mitleid. „So kann man aber nicht arbeiten. Dass Afrika arm ist, weiß man. Damit ist ihnen aber nicht geholfen.“ Um zu helfen, braucht man Power, Respekt und Abstand. „Ich gehöre nicht in die Kategorie Gutmensch“, sagt Christine deshalb. Mit dem Begriff kann sie wenig anfangen. „Ich verstehe darunter Menschen, die ein Helfersyndrom haben, aber es eigentlich tun, um sich selbst zu profilieren.“ Das tut der Sache nicht gut. D a s P r o b l e m mit dem Essen hat sich indes übrigens gelöst: Christine hat seit 20 Jahren eine Hilfe, die für sie kocht. „Wir wohnen mittlerweile auch sehr schön.“
Auch ihr wollt helfen? Da sich der Verein ausschließlich über Spenden finanziert, hilft jeder Euro: Raiffeisenbank Oberland, Empfänger: Verein „Ärzte für Ifakara“, IBAN: AT96 3635 9000 0003 0783. Die Spenden können von der Steuer abgeschrieben werden. Infos unter www.ifakara.org.
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TEXT & PORTRÄTS:
ALEXANDRA KELLER
We DO it! maya präsentiert sechs Tiroler Frauen. Stark zu sein, verbindet sie – so unterschiedlich sie auch sind. Das ist es, was daran Spaß macht und reizt. Mit Biss, Herz, Adrenalin, Liebe, Vielfalt und Wurzeln.
Wer Stärke definieren will, scheitert erst einmal kläglich. Vor allem bei Frauen droht beim Versuch, Stärke auf den Punkt zu bringen, dass im gleichen Atemzug das Wort „trotzdem“ fällt und ihrer Kraft eine Art Widerstand zur Seite gestellt wird. Gegen die Männerwelt, die Umstände, die Herkunft, die Hürden, die Geschichte, die Erlebnisse, die Rückschläge und dies und das. Unter diesen Vorzeichen bekommen die Frauengeschichten rasch einen leicht rührseligen oder kämpferischen Unterton und selbst wenn das „trotzdem“ in herausragenden Biografien oft eine Rolle spielt, trifft dieser Ton den Kern irgendwie nie. „Wer sich immer an die Regeln hält, dem entgeht der ganze Spaß“, hatte die US-Schauspielerin Katharine Hepburn festgestellt und damit eine Erkenntnis hinterlassen, mit der es sich schon fröhlicher leben lässt. Regeln sind langweilig. Sie einzuhalten, ist es ebenso. Spaß zu haben, bei dem, was man tut – Regeln hin oder her – hingegen ist eine herrliche Energiequelle. Spaß ist weit mehr als der Anti-Ernst und hat auch mit der ursprünglichen Bedeutung, die von Zerstreuung, Zeitvertreib oder Vergnügen spricht, nur wenig zu tun. Vielmehr zeigt sich dieser Spaß in wachsamen Augen, einem offenen Geist, einer aufrechten Haltung und einem zielstrebigen Schritt – im Leben, in Beziehungen, in der Arbeit und allem, was kommt. Diese Energie macht nicht unbedingt alles leichter, aber vieles möglich, und sie steckt auch in dem, was Designerin Stella McCartney sagt: „Ich kann Frauen nur raten, nicht beim ersten Buh den Kopf einzuziehen. Brust raus, weitermachen!“ Brust raus, weitermachen! Auch das kennen sie alle. Skirennläuferin Eva-Maria Brem, die trotz schwerster Verletzungen wieder mit viel Biss durchstartet. Marion Fischer, deren Familie dem Naziterror entkam und deren Leben große Geschichten von Liebe und Humor erzählt. M a r i a G a p p, die den stolzen Gapphof alleine bewirtschaftet und stark verwurzelt mit den Jahreszeiten lebt. Gabriele Kropshofer, die als Kinderonkologin der riesigen Bandbreite menschlicher Emotionen mit viel Herz begegnet. Iris Ortner, die von der Verantwortung gegenüber tausenden Mitarbeitern angetrieben wird und die Vielfalt ihres Lebens liebt. Sabine Oswald, die mit viel Adrenalin Trails für Frauen und Kinder in die coole Mountainbike-Welt baut.
FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
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Ihre Stärke mit Freude zu leben ist es, was unsere sechs Frauen verbindet.
„Wer sich immer an die Regeln hält, dem entgeht der ganze Spaß“, hatte die US-Schauspielerin Katharine Hepburn einst festgestellt.
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„Es passiert so viel und noch dazu so komprimiert. Du kannst den schönsten Sieg haben und deine beste Freundin tut sich an dem Tag weh. Sport lernt da viele Extreme.“ S K I R E N N L Ä U F E R I N E V A- M A R I A B R E M
Starker Biss
Kurz nachdem sie zur Sportlerin des Jahres 2016 gewählt wurde, „zerbrachen“ mit Schien- und Wadenbein auch die Hoffnungen auf weitere WM-Siege. Vorerst. Heute ist Eva-Maria Brem wieder bereit für die Piste, die Hochspannung und die Treppchen. „Ja, da will ich wieder hin“, sagt sie.
Ist die schneelose Zeit gemütlicher für dich? E V A - M A R I A : Alles in allem ist es ein FulltimeJob, doch die schneelose Zeit ist gemütlicher, das stimmt, weil ich nicht den Druck habe, jeden Tag performen zu müssen. Im Winter bin ich immer komplett auf Hochspannung.
zu bekommen und die Entscheidung mit mir ganz allein auszumachen. Die Motivation und der Antrieb müssen von innen kommen und die habe ich trotz allem gespürt und spüre ich immer noch. Das klingt nach sehr viel Reflexion und Auseinandersetzung mit Grenzen, dem Körper und dem Geist. Wie würdest du deine eigene Stärke beschreiben, deinen Antrieb und deine Energie? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, eine meiner größten Stärken ist, dass ich in gewissen Situationen durchhalten und Dinge aushalten kann. Ich glaube, das ist generell eine wichtige Eigenschaft – für sportlichen Erfolg, schwierige private Situationen oder alles, was im Leben so daherkommt.
Training ist endlose Wiederholung. Rennen sind die Spitzen eines jeden Spitzensportlers. Das Leben an sich besteht aber mehr aus Training, oder? Ja, so kann man es gut zusammenfassen. Wenn es beim Rennen nicht so funktioniert, muss ich nicht enttäuscht sein, weil es vorher ja auch nicht funktioniert hat. Natürlich kannst du einmal Glück haben, aber das hat keine Substanz. Von dem her ist ein Rennen immer nur das Ergebnis der Arbeit, die du vorher geleistet hast. Eine Schularbeit ist auch in einer Stunde geschrieben, doch entscheidend sind die Stunden, die man vorher gelernt hat. Apropos Schularbeit. Du hast das Skigymnasium Stams besucht. Eine harte Schule? Im Endeffekt hat mich das Skigymnasium darauf vorbereitet, dass Skirennläuferin ein Fulltime-Job ist. Wenn man anfängt, ist man 15 Jahre alt. Das ist an sich schon ein schwieriges Alter, man verliebt sich zum ersten Mal und ist eh völlig überfordert mit allem. Dann sollte man die Matura machen und es ist die Zeit, wo sich entscheidet, ob man den Traum leben kann oder sich davon verabschieden muss. Wurdest du dadurch früher erwachsen? Ja, schon. Es passiert ja so viel und noch dazu so komprimiert. Du kannst den schönsten Sieg haben und deine beste Freundin tut sich an dem Tag weh. Sport lernt da viele Extreme. Man wird mit vielen Emotionen oder großen Aufgaben konfrontiert und lernt schnell, Dinge für sich selber zu organisieren und für sich selber einzustehen. Fehler muss man früh selber tragen. Du musst es selber auf die Reihe bringen, wenn du gerade irgendwo in Frankreich bist und etwas verbockt hast.
Dein Leben ist geprägt von Höhen, aber auch Tiefen und Worten wie Marknagel. Gab es nach dem zweiten Sturz Momente, in denen du sagtest, nein, ich will das nicht mehr, das tut einfach wahnsinnig weh? Es ist logisch, dass es auch bei mir Momente gegeben hat, wo ich ernsthaft darüber nachdachte. Der Spitzensport ist da schon wie das richtige Leben, doch prasselt es in einer Komprimiertheit auf dich ein, dass du den Boden unter den Füßen verlieren kannst. Ich habe mir die Frage ernsthaft gestellt und da war es wichtig, in mich hineinzuhören, eine Ruhe
Was ist dein Ziel – der kurze Moment, auf dem Treppchen zu stehen? Es geht schon sehr viel um eine gewisse Selbstverwirklichung. Das Befriedigende oder das, was im Kopf bleibt, ist aber nicht der Moment, den der Zuschauer so wahrnimmt. Was mich heute noch lachen lässt, wenn ich an die Siege denke, ist nicht der Erfolg an sich, sondern immer die Geschichte dahinter, die Begegnungen mit den Menschen auf dem Weg dorthin. Am Start bin ich allein und umsetzen muss ich es auch allein, der Pokal ist schön und ich weiß auch, wie viel Schweiß und Tränen er mich gekostet hat. Aber es sind die schönen Momente mit den Leuten, die mich begleitet haben, die bleiben. Und da willst du wieder hin? Ja, da will ich wieder hin. Ich habe für mich das Gefühl, da geht noch was. Ich will und habe Freude damit und wer weiß, vielleicht kommen noch ein paar schöne Geschichten dazu, die ich abspeichern kann. Ein solcher Moment entschädigt dich für so vieles. Das muss er auch, sonst macht das alles keinen Sinn. Ich habe in den letzten Jahren so viel gelernt. Jetzt mit diesem Wissen nichts anzufangen, geht nicht. Ich muss das machen.
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Starker Humor Weil Marion Fischer (81) als jüdisches Kind den Naziterror überlebte, kann sie heute wunderbare Geschichten erzählen. Über ihr Leben und wie sie es meistert, über die Liebe, die ihr stets Kraft verlieh, und über das Lachen, das ihr Rückgrat stärkt.
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ch bin immer wieder Menschen begegnet, die viel Liebe gegeben haben. Das macht stark. Liebe macht stark“, sagt Marion Fischer. Am 8. Mai 2018 feierte sie ihren 81. Geburtstag und es versteckt sich keinerlei Koketterie hinter der Feststellung, dass die Jahrzehnte nicht sichtbar geworden sind. Feuerrot ist ihr Haar, Knallrotes sticht in der Wohnung ins Auge, Schwarz steht ihr gut und ihre Bewegungen verraten eine prickelnde Agilität – vor allem im Sinne einer intelligenten und humorvollen Wachsamkeit, die blitzartig das Gegenüber zu erfassen vermag. „Ich bin nie untätig“, stellt sie fest und lacht. Koffer stehen jederzeit bereit, um zu reisen, Freunde zu besuchen, ihren kunstsinnigen Hunger zu stillen oder als Zeitzeugin vornehmlich in Italien davon zu erzählen, wie es war, als Kind einer jüdischen Familie aus Österreich die unfassbar dunkle Grausamkeit zu überleben, die auch über 70 Jahre nach Ende des Naziterrors thematisiert werden muss. Weil die Helligkeit bedroht ist. Immer und immer wieder. A l s „ b l i t z a r t i g “ beschreibt Marion Fischer ihre Erinnerungsfetzen an das Konzentrationslager im italienischen Ferramonti, in das die Familie Klein Ende 1940 gesteckt worden war. Dem vorausgegangen war die Flucht nach Triest und der gescheiterte Versuch, mit dem Schiff nach Palästina zu gelangen. Davon weiß sie aus Erzählungen. „Wir durften nicht aussteigen. Das Schiff musste umkehren und die Mama hat erzählt, dass einige Leute ihre Kinder ins Wasser geworfen haben, damit sie in Israel an Land kommen konnten.“ Vier Jahre alt war die Tochter, zwölf Jahre alt der Sohn, als Familie Klein vom KZ in Kalabrien nach Arsiero in der Provinz Vicenza geschickt und dort zivil interniert wurde: „Alle Juden, die mit uns in Arsiero waren, wurden nach Auschwitz gebracht und vernichtet.“ Da ihre Mama hochschwanger war, konnte ein Priester die Deportation verzögern und die Flucht der Familie in die Schweiz organisieren. Dort angekommen, kam das Geschwisterchen zur Welt. Es starb.
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D i e E m o t i o n e n dieser Odyssee sprengen das Fassungsvermögen vom Schicksal begünstigter Spätgeborener und dass die Gedanken an ihre ersten Lebensjahre nicht von Dunkelheit überschattet sind, erklärt Marion rührend: „Meine Eltern haben uns so in Liebe eingebettet, dass wir am Anfang nichts richtig mitbekommen haben.“ Später dann, in der Schweiz, ließ man sie durchaus spüren, was es heißt, ein Flüchtlingskind zu sein, und noch später dann, in Tirol, waren antisemitische Anfeindungen keine Seltenheit. „Mein Papa hatte Sehnsucht nach Österreich. Nach Wien wollte er nicht, weil es dort so viele Nazis gab. In Tirol gibt es keine, sagte er. Das war der Irrtum seines Lebens“, sagt sie wissend und stellt fest: „Komischerweise bin ich mittlerweile angstfrei. Wenn ich Angst habe, dann nur um meine Familie und die Leute, die ich liebe. Um mich habe ich gar keine Angst. Ich bin auch jederzeit abrufbereit. Ich hatte und habe ein zwar nicht ganz leichtes, aber hochinteressantes Leben.“ Z u s p a n n e n d e n L e b e n zählen auch falsche Entscheidungen, „grässliche Fehler“ habe sie gemacht, doch seien es eben ihre Entscheidungen gewesen und ihre Fehler. „Es gibt da eine wunderbare Geschichte. Meine Mama war mit meinem Bruder und meinem Cousin im Park. Die Buben waren etwa vier Jahre alt
und hatten einen Matrosenanzug an. Plötzlich kam mein Cousin zu meiner Mutter und sagte: Tante Medi, jemand hat mir in die Hose geschissen. Das ist großartig. Immer, wenn jemand einen Schuldigen für seine Fehler sucht, sagen wir das.“ Der Cousin lebt in Israel und ist einer ihrer wichtigsten Menschen, der Bruder war Oscar Klein, der begnadete Jazztrompeter, der 2006 starb: „Ich habe ihn heiß geliebt. Und das tu ich immer noch.“ E i n G e s p r ä c h mit ihr ist wie eine Achterbahnfahrt durch den menschlichen Kosmos und es ist ihr Humor, der sich wie ein herrlicher roter Faden auch durch bitterste Themen zieht. „Um den Humor bin ich heilfroh. Den hatten auch meine Eltern – die Mama eher sarkastisch, der Papa voller Güte. Es ist in unserer Familie viel gelacht worden. Lachen stärkt das Rückgrat. Wenn etwas fast unerträglich ist, dann ziehe ich es ins Lächerliche.“ Das kann sie in vielen Sprachen und auch in Schwyzerdütsch, obwohl Letzteres doch „eher eine Halskrankheit“ sei. Die Schweizer Jahre haben nicht viele tolle Erinnerungen hinterlassen. Eine aber schon. „Am 8. Mai 1945 war der Krieg aus und es war mein Geburtstag. Ich meinte, dass das Feuerwerk zu meinen Ehren veranstaltet wird. Ich habe mich sehr gefreut.“ Und mit ihr die ganze Welt.
„Um den Humor bin ich heilfroh. Den hatten auch meine Eltern – die Mama eher sarkastisch, der Papa voller Güte.“ MARION FISCHER, ÜBERLEBENSKÜNSTLERIN
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Starke Wurzeln Maria Gapp bewirtschaftet den prächtigen Bauernhof der Familie allein. Den Arbeitsplatz unter freiem Himmel liebt sie genauso wie die Tiere, die Blumen und die Jahreszeiten. Die Arbeit ist hart, kein Jahr ist gleich, und am Ende sagt sie immer: „Es ist ein gutes Jahr gewesen.“
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ier gibt es keinen Filter. Alles ist direkt und klar und eingebettet in einen Rhythmus, der nach Erde riecht und auch seine gnadenlosen Seiten hat. „Wenn du auf einem Bauernhof aufgewachsen bist und arbeitest, bist du viel erdverbundener als in einem anderen Beruf. Mit dieser Verwurzelung bin ich groß geworden. Wenn ich etwas mache, stehe ich dazu und ziehe das durch. Wenn es einmal schlecht ausgeht, dann habe ich eine Erfahrung gemacht. Davonlaufen geht nicht“, erklärt Maria Gapp und in dieser Erklärung steckt irgendwie die Antwort auf viele Fragen beziehungsweise stellen die sich dann schon gar nicht mehr. Ü b e r 6 0 J a h r e a l t i s t s i e , Bäuerin am Gapphof in Reith bei Seefeld, schlank, flink, unerschrocken und gewitzt. „Gestern“, erzählt sie, „gestern ist mir ein Holzprügel ins Gesicht. Ich habe ihn über die Böschung geschmissen, er ist noch mal aufgeschnappt und hat mich im Gesicht getroffen. Da habe ich die Sterne gesehen.“ Auch solche Erlebnisse erzählt Maria Gapp mit einem Lächeln im Gesicht. Strahlend wird es, wenn sie an das Blumenmeer
„Du hast deinen Arbeitsplatz unter freiem Himmel und kein Jahr ist gleich. Am Ende sagst du dann immer, es ist ein gutes Jahr gewesen. Solange nichts passiert.“ M A R I A G A P P, B Ä U E R I N
denkt, das den Hof bald umgeben wird. Fröhlich wird es, wenn sie von der Enkelin erzählt, die sie so gerne bei der Arbeit begleitet. Und leise wird es, wenn sie vom Tod ihres Mannes berichtet: „Er ist mit dem Milchtank gefahren, hatte einen Aussetzer – so ein Hirnödem. Da ist er gerade aus da runter gefahren.“ D e r G a p p h o f liegt auf rund 1.200 Metern Höhe idyllisch am Waldrand an einem einsamen Ende von Reith bei Seefeld. Die Aussicht auf die Berge und runter ins Tal ist prächtig, eben ist hier wenig und abseits der schmalen Straße, die zum Gapphof führt, geht es recht steil bergab. „Ich wusste immer, dass ich weitermache“, sagt sie. So kam es, dass Maria den Hof allein bewirtschaftet. Mit allem Drum und Dran – den Tieren, der Mäharbeit, der Holzarbeit, dem Gemüsegarten, den Maschinen, den Jahreszeiten und dem Wetter. So ist sie aufgewachsen. Auf einem Bauernhof im oberösterreichischen Ennstal, wo die Bedingungen ähnlich sind wie am Seefelder Plateau. „Ich habe die Handelsakademie in Steyr gemacht und wollte mal woandershin. In Seefeld habe ich in der Bank gearbeitet, als ich meinen Mann am Skilift kennen lernte. Erst sagte er nicht, dass er eine Landwirtschaft hat. Er dachte, wenn er das sagt, bin ich weg.“ Wie schön er sich da doch getäuscht hat. D a m a l s g a b e s noch keine Heizung im Haus und auch kein Wasser. „Wir haben dann gleich mal umgebaut und alles für die Gästezimmer hergerichtet“, erzählt Maria. Gastgeberin ist sie auch. Zu 90 Prozent kommen Stammgäste zum Urlaub auf ihren Bauernhof, gerne im Juni, um die Blumenwiesen zu sehen, die es nur noch so selten gibt. Die Lärchenwiesen, die zum Hof gehören, warten ebenso mit blühenden Raritäten auf und im Sommer helfen Praktikantinnen mit, die Gäste zu betreuen. Bei den Mäharbeiten springt ihr Sohn ein und seit kurzem hat sie Unterstützung durch eine Hilfskraft aus Rumänien. „Er arbeitete am Hof meines Bruders. Jetzt machen das die Jungen und brauchen ihn nicht mehr, da sagte ich, er soll doch zu mir kommen. Durch den
strengen Winter ist vieles kaputt geworden, die ganzen Zäune sind zum Richten. Im Wald und überall sind so viele Sachen zu machen und er freut sich.“ Sie freut sich auch. D i e s t r e n g e A r b e i t nicht mehr ganz allein stemmen zu müssen, ist doch eine Erleichterung für sie. In jeder Jahreszeit, aber vor allem im Sommer. „Im Sommer kommt alles zusammen. Die Ernte, die Gäste, die Felder. Sobald es heißt, dass das Wetter die nächsten zwei, drei Tage schön wird, musst du zu mähen anfangen, sonst bist du schon wieder hintendran und es regnet. Da muss man halt zwei oder drei Tage fest draufhauen“, sagt sie. Weil auch am Seefelder Plateau viele Bauern ihre Felder nicht mehr bewirtschaften, macht sie das. Auf insgesamt 25 Hektar wächst das Futter für ihre Kühe. „Für eine Berglandwirtschaft ist das groß, für andere im Tal ist das ein Klacks. Ich will mich aber gar nicht mit anderen vergleichen. Man muss sich den Gegebenheiten anpassen.“ J e d e s J a h r ist es wieder eine Herausforderung. „Ja, das ist auch das Schöne. Du hast deinen Arbeitsplatz unter freiem Himmel und kein Jahr ist gleich. Am Ende sagst du dann immer, es ist ein gutes Jahr gewesen. Solange nichts passiert, man selber keinen Unfall hat oder der Hof abbrennt. Es gibt alles“, weiß sie und macht weiter im Rhythmus, der sie verwurzelt, ihr Kraft verleiht und der ihr Leben bestimmt. Weil sie gar nicht anders kann. Und weil sie es gar nicht anders will.
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Starkes Herz Als Kinderonkologin ist Gabriele Kropshofer täglich mit menschlichen Grenzsituationen konfrontiert. Mit einer beeindruckenden Mischung aus Optimismus, Empathie und Pragmatismus begleitet sie krebskranke Kinder. Und hilft. Und heilt. Und weiß: „Die meisten überleben.“
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ieser Moment ist wie ein Blitz, der das Leben der Familien glasklar in ein „vorher“ und ein „nachher“ trennt. Diagnose Krebs. Das Kind hat Krebs. „Du kannst es nie schonend sagen. Ganz egal, wie behutsam du das aussprichst, ist in dem Moment der Boden weg. Die Eltern hören beispielsweise Leukämie und dann ist es aus. Egal was du danach sagst“, weiß Gabriele Kropshofer. Für Eltern gibt es nichts Schlimmeres, als das eigene Kind zu verlieren oder in die Nähe
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dessen zu kommen. „Wir sind immer die Überbringer der schlechten Botschaft – das ist auch für uns schwer auszuhalten“, sagt die Ärztin. Sie hält es aus. Das gehört dazu. I m e r s t e n G e s p r ä c h , in dem Eltern mitgeteilt wird, dass ihr Kind an Krebs erkrankt ist, verstehen sie gar nichts. Es dauert, bis sich dieser Wirbelsturm aus Angst, Verzweiflung, Fassungslosigkeit oder der nie zu beantwortenden Frage nach dem Warum legt und sie beginnen können, in die Situation hineinzu-
wachsen. Und die Kinder? „Das ist natürlich abhängig vom Alter. Die Kleinen kriegen die Tragweite überhaupt nicht mit. Ab einem Alter von vier bis fünf wissen sie, dass etwas nicht in Ordnung ist, und fragen oft ‚Muss ich jetzt sterben?‘, haben aber keine Vorstellung, was das heißt. Solange die Eltern da sind und sie keine Schmerzen haben, ist es für Kinder nicht so schlimm. Am schwierigsten ist es für Jugendliche, die gerade in der Ablösungsphase von den Eltern sind und dann wieder in den Schoß der Familie zurückfallen. Die reagieren
viel betroffener auf die Diagnose. Jugendliche reagieren so wie wir.“ G a b r i e l e i s t K i n d e r o n k o l o g i n an der Kinderklinik in Innsbruck und arbeitet mit großem Herzen und starkem Rückgrat in diesem von Extremen gekennzeichneten Mikrokosmos menschlicher Emotionen und medizinischer Möglichkeiten. „Es ist eine Herausforderung, die Familien durch eine so schwere Zeit zu begleiten. Ich finde Grenzsituationen spannend, wenn du helfen kannst“, sagt sie und betont: „Es ist ja nicht alles traurig, da ist viel Lachen, alles wechselt sich ab. Es ist nur in den Köpfen so, dass Krebs diese Panik auslöst, doch Krebs ist meistens zeitlich begrenzt. Es gibt natürlich auch das tragische Ende, doch die meisten überleben.“ L e u k ä m i e e t w a kann zu über 90 Prozent geheilt werden. Das ist eine hoffnungsfrohe Zahl, die es den Betroffenen leichter macht, sich auf die Therapie einzustellen, auf diese intensive und oft schwere Zeit, in der der fünfte Stock des Kinderzentrums zum Mittelpunkt ihrer Welt wird. Es ist keine sterile, hektische Krankenhausumgebung. Auf der großzügigen, bunten Terrasse können die Kinder spielen und die Eltern durchatmen, Psychologen, Clowns und unterschiedlichste Therapeuten erleichtern, begleiten und kümmern sich. Der Grundton ist sanft und doch bleibt der Arbeitsplatz der 1967 geborenen Ärztin ein Ort, der schnellstmöglich verlassen werden will. „Wenn wir die Familien ein halbes oder ganzes Jahr begleiten, erleben wir schon sehr viel – ja, alles eigentlich“, spricht sie das breite Spektrum der Reaktionen auf die Ausnahmesituationen an, mit dem sie und das Team konfrontiert werden. Die Station ist wie ein kleines Abziehbild der Gesellschaft und verlangt neben medizinischer Exzellenz starke soziale Kompetenz. Medizin als Bezeichnung für das, was hier praktiziert wird, greift zu kurz. Heilkunde passt besser und der Begriff scheint auch trefflicher Gabriele zu beschreiben, die den Herausforderungen mit einer unerschütterlich positiven Art begegnet. „ I c h b i n d i e t o t a l e O p t i m i s t i n und bin nie negativ, weil das nichts bringt. Du kannst ja nicht helfen, wenn du depressiv bist. Es gibt schon Situationen, in denen ich mit den Familien weine. Das ist auch okay, aber du kannst es nicht immer so nah an dich ranlassen. Du musst ja helfen.“ Dass ihr diese Grenzgänge aus Optimismus, Empathie und Pragmatismus gelingen, bezeichnet sie selbst als Stärke und Gabe, die es ihr ermöglichen, den Beruf so auszuüben, wie sie es eben tut. Situationen klar zu erkennen und zu benennen macht eine zielgerichtete Reaktion erst mög-
w w w. b a d - a r c h i t e k t u r . at
„Ich bin die totale Optimistin und bin nie negativ, weil das nichts bringt. Du kannst ja nicht helfen, wenn du depressiv bist.“ GABRIELE KROPSHOFER, KINDERONKOLOGIN
lich. „Ich schone mich da nicht, bin auch hart zu mir selber. Doch nur so kann die Energie genutzt werden“, sagt sie. D i e s e F o r m von Klarheit ist es auch, mit der sie Dinge zu Ende denkt: „Ich nehme die Sachen, die mich beschäftigen, gerne mit nach Hause. Das ist nicht belastend für mich. Ganz egal, ob beim Bügeln oder beim Laufen denke ich weiter und so kann ich die Gedanken abschließen.“ A u f d e r S t a t i o n , die von einer sehr flachen Hierarchie geprägt ist, wird sehr viel über die Fälle und Situationen geredet. „Das ist viel besser als jede Supervision. Ich hätte keine Lust, das einem Psychologen zu erzählen. Da gehe ich lieber heim zu meiner Familie, meinem Hund und meinen Hühnern“, lächelt sie beim Gedanken an ihre Liebsten und ihre Leidenschaft als Kleinbäuerin. Das sind ihre Kraftquellen. Das, ihre Kollegen und die Kinder. Immer wieder die Kinder: „Bei ihnen begegne ich viel Stärke. Es ist unglaublich, wie sie ihr Leben meistern und was du von denen lernen kannst.“
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Starke Vielfalt Zusammen mit ihrem Vater und ihrer Schwester steht Iris Ortner an der Spitze der IGO-OrtnerGruppe und hat schon früh ihren Mut und ihr Selbstvertrauen ausgelotet. Die Balance gelingt ihr. Und die Verantwortung für die 3.500 Mitarbeiter des Familienunternehmens spornt sie an.
Baustellen zählten schon früh zu deinem Leben. Eine echte Männerwelt. Hat dich das je gehemmt? I R I S : Darüber habe ich so nie nachgedacht. Mein Vater hat uns als Kindergartenkinder an Wochenenden mit auf Baustellen genommen. Wir sind dann im Sonntagskleidl über die Baustelle gelaufen und ich habe das als sehr spannend empfunden. Meine Spielzeuge waren eher Matchbox-Autos und Eisenbahn. Ich habe mich von dem Klischee eigentlich nie berühren lassen. Mein erster Job war in Polen, wo der Bau etwas weniger männlich dominiert ist. Das hat vielleicht auch geholfen.
beitern, dass sie sich engagieren. Das Gleiche erwarten sie sich auch von mir. Es ist meine Aufgabe, das ordentlich zu machen, und die Verantwortung treibt mich an. Hört man je auf, an das Unternehmen zu denken? Wenn ich klettern gehe, höre ich auf, etwas anderes zu denken – sonst kippe ich aus der Wand. Das ist eines der Hobbys, die mir helfen, abzuschalten. Wir werden auch heuer am 24. Dezember über die Firma reden, weil das halt kommt und weil es da ist. Doch das ist keine Last. Ich weiß aber schon, dass ich Lücken brauche, um in ganz andere Richtungen zu denken. Das ist im Winter das Skitourengehen, und im Sommer ist es das Klettern.
Du warst 23 Jahre alt, als du 1997 nach Warschau gegangen bist, um dort eine Großbaustelle abzuwickeln. Wusstest du, was da auf dich zukommt? Nein, ich hatte keine Ahnung. Ich startete das mit viel jugendlicher Naivität oder jugendlichem Übermut. Damit lässt sich manches leichter aushalten. Irgendwann nach vier, fünf Monaten war ich schon ziemlich am Ende. Es war viel Arbeit, die Baustelle wurde stressiger, aber als 23-Jährige steckst du viel weg. Ich sah es als große Chance und als Freiheit und es hat mir viel Spaß gemacht. Du hast Polnisch gelernt, eine Sprache, die großer Zungenakrobatik bedarf … … das stimmt, im Polnischen gibt es viele Laute, die wir nicht kennen. Am Anfang habe ich die Unterschiede gar nicht gehört, von denen sie behaupteten, dass die da wären. Das war hart, doch Sprachen machen mir Spaß. Und ich hatte einfach nach ein paar Monaten gemerkt, dass ich so nicht leben wollte. Mich mit Händen und Füßen zu verständigen. Es gab noch nicht so viele Supermärkte, mit dem Auto zu fahren, traute ich mich nicht, und beim Greißler musstest du sagen, was du willst. Mit dem Finger zu deuten, war mir zu blöd. Dein Vater setzte großes Vertrauen in dich. Wie hat sich das Verhältnis entwickelt? Als wir Kinder waren, war er oft gar nicht so greifbar für uns. Er hat viele lustige Sachen mit uns gemacht, war aber auch oft weg. Mehr Ver-
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Du hast eine Zeit lang bei Siemens gearbeitet. Was hast du dort gelernt? Dort habe ich gelernt, wie ich nicht behandelt werden möchte. Ich habe mich zur Nummer gemacht gefühlt und das Gefühl möchte ich sicher nicht weitergeben. Es ist schon ein großes Glück, das Unternehmen – natürlich in inniger Diskussion mit meinem Vater – so formen zu dürfen, wie ich es gerne haben würde. Bist du auch heute noch auf Baustellen? Der Helm und die Sicherheitsschuhe sind immer im Auto, doch bin ich heute seltener auf Baustellen, als mir lieb ist. Ich bin sehr froh, als Junge auf der Baustelle begonnen zu haben. Um zu verstehen, was dort wichtig ist und wo die Schwierigkeiten liegen können.
ständnis füreinander ist mit meinem Studium gewachsen und dann so richtig übers Arbeiten. Da sind wir eng zusammengewachsen. Ist die Verantwortung für 3.500 Mitarbeiter direkt und fast 21.000 indirekt über die Beteiligungen der IGO-Construction eine Last oder ist das vielmehr ein Antrieb? Für mich ist das der Antrieb, ganz ehrlich und ganz klar. Das tägliche Laufen hat sehr viel damit zu tun. Ich erwarte von unseren Mitar-
Wie beschreibst du deine Urkraft, deine Stärke? Manches davon ist ein Geschenk. Ich habe auch privat gelernt, dass ich viel Kraft habe und schon wieder aufstehen kann, habe das große Glück, Freunde zu haben, die da sind, wenn ich sie brauche oder ich mich ausklinken muss. Das gibt auch Stärke. Das und das Sehen oder Schätzen der kleinen Dinge und Erfolge. Viel der Kraft entsteht aus der Freude am Tun und der Vielfältigkeit meines Lebens. Mitunter nährt die Kraft auch, wenn Dinge schiefgehen. Aufstehen, Krönchen richten und weitergehen. Der Spruch hat schon was.
„Aufstehen, Krönchen richten und weitergehen. Der Spruch hat schon was.“ UNTERNEHMERIN IRIS ORTNER
Starkes Adrenalin Sabine Oswald „taugt total“, was sie tut. Die 37-Jährige Managerin des Bikepark Innsbruck ist die geheime Downhill-Königin des Landes. Mädchen, Frauen und Kinder für die coolste Form des Radelns zu animieren, ist ihr Ding. Alles andere aber auch.
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ie denkt schnell, redet schnell, kombiniert schnell und bei der Vorstellung, wie sie auf dem Rad einen Trail durch den Wald bewältigt, ist sie – logisch: schnell. „Nein, ich bin keine Profisportlerin, mache keine großen Sprünge, das ist aber nicht schlimm, weil beim Biken jeder sein eigenes Level finden kann, seinen eigenen Kick“, sagt sie. Den Downhill-Kick. Viel Natur, frische Luft, Spaß, das gute Gefühl, an die Grenzen zu gehen und belohnt mit dieser Mischung aus Bewegung, Körperbeherr-
schung, Muskelspannung und Adrenalin am Abend glücklich ins Bett zu fallen. Dieser Kick war es, der Sabine Oswald zu einem großen Lebenssprung animierte – und punktgenau in Innsbruck landen ließ. Als Frau mitten in einer wachsenden Mountainbikeszene, die damals ausschließlich von coolen Jungs beherrscht wurde. C h a u v i n i s m u s ist keine aussterbende Schrulligkeit alter Herren, sondern scheint in zahlreichen Sportarten die Halbwertszeit von
Plutonium aufzuweisen. Fußball ist hier die Königin und dass coole Mädels heute beim Mountainbiken keine belächelten Exotinnen mehr sind, ist auch Sabine Oswalds Verdienst. Mit sympathischer Beharrlichkeit hat sie es geschafft, das testosteronschwangere Bild ein Stück weit zurechtzurücken und die Frauen für und in dieser Sportart zu stärken. „Als wir den Verein Flowsisters, ein Netzwerk für Mädels im Mountainbike, gegründet haben, war gar nicht selbstverständlich, dass Frauen im Downhill dabei waren“, blickt sie knapp acht
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Jahre zurück. Kurz zuvor hatte es Sabine nach Innsbruck verschlagen. Viele Zufälle und der Herzinfarkt ihres Professors in Berlin waren schuld daran. Der Abschluss des Studiums der Politikwissenschaften verzögerte sich ein wenig, Sabine hatte Zeit und die nutzte sie, um in Innsbruck – auf der Hungerburg – als Kellnerin Geld zu verdienen: „Da habe ich die Radfahrer auf der Nordkette gesehen und wollte es auch probieren. Es hat mir gleich sehr getaugt. Ich bin immer einen Monat geblieben, dann noch einen und noch einen und dann bin ich nicht mehr weg.“ Da s N e t z w e r k Mountainbike-begeisterter Frauen wuchs rasend schnell und Sabine selbst wuchs nicht minder geschwind in ihre neue Welt hinein, die sie als Mitarbeiterin der Innsbrucker Trailbaufirma „Trail Solution“ bald in ihrem Kern mitgestaltete. Wer hierzulande abenteuerliche und anspruchsvolle Wege für Downhill- oder Enduro-Sportler bauen will, braucht Geduld, Überzeugungskraft und
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„Ich habe eigentlich alle Klischees beieinander. Ich bin eine Frau mit blonden Haaren, die noch dazu aus Ostdeutschland kommt. Viel mehr braucht man nicht.“ Sabine Oswald, Mountainbike-Enthusiastin
die Kenntnis der kernigen Tiroler Tiefenpsychologie. Bei einigen Tiroler Trail- und Bikepark-Projekten der ersten Stunden war Sabine schon aktiv dabei und längst weiß sie, dass das Fingerspitzengefühl in den Verhandlungen mit Grund- und Waldbesitzern, der Jägerschaft, dem Forst oder den Umweltbehörden entscheidend ist, um einen Streifen für die Mountainbiker zu bekommen. Hier gilt es, die richtige Sprache zu sprechen und Befindlichkeiten ernst zu nehmen. „Ich habe eigentlich alle Klischees beieinander. Ich bin eine Frau mit blonden Haaren, die noch dazu aus Ostdeutschland kommt. Viel mehr braucht man nicht“, schmunzelt die Zielstrebige über spitze Steinchen, die sie mit einnehmender Überzeugungskraft aus dem Weg zu räumen versteht.
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I h r e L e i d e n s c h a f t wurde zur richtigen Zeit am richtigen Ort entfacht und in den letzten Jahren wurde sie so etwas wie ein pulsierender Dreh- und Angelpunkt für die wachsende Mountainbike-Szene – ob bei der Ab Mitte 2018 Ab Mitte eröffnen August 2018 eröffnen Anerkennung der Mädels undAugust Frauen im seit Kurzem breit aufgestellten Downhill-Verein wir unser NINDL Schuhwerk wir unser NINDL Schuhwerk Tirol, mit der 2016 gemeinsam mit Daniel TulNEU in der Seilergasse NEU in der Seilergasse 13. 13. la gegründeten Trailbaufirma Mountain Bike Movement, als Organisatorin von Mountainbike-Rennen und -Veranstaltungen, als Managerin des Bikepark Innsbruck in Mutters oder als unermüdliche Mountainbike-Animateurin für Kinder und Jugendliche.
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I n d i e A r b e i t mit den Kleinen und den Mittelgroßen steckt sie viel Herzblut. Aus der ganzen Umgebung kommen sie in den Bikepark, um das richtige Rüstzeug für die coolste Form des Radelns zu bekommen: „Wir haben eine schöne Ladung an kleinen Kanonen und viele Jugendliche.“ Während die Kleinen mit totaler Selbstüberschätzung reingehen und gebremst werden müssen, geht es bei Frauen darum, sie zu animieren und zu sagen: „Trau dich mal. Mir geht es auch manchmal so. Wenn ich mich dann aber traue und die Bremse aufmache, sage ich danach – ach, war das einfach. Das ist beim Biken auch das Schöne.“ Viele Kleinigkeiten sind es, aus denen sie ihre Motivation zu ziehen versteht, und selbst wenn es aufgrund all ihrer Funktionen schwerfällt, Sabine Oswald zu definieren, Rosengasse verrät ihre Energiequelle das Wesentli15 | 6060 Rosengasse Hall 15 | 6060 i.T. Hall i.T. che: „Ich glaube, meine größte Stärke ziehe ich +43 660 2017286+43 660 2017286 daher, dass ich mache, was mir taugt.“ www.nindl-schuhwerk.at www.nindl-schuhwerk.at
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In diesem beeindruckenden Bildband versammelt die Fotografin Kate T. Parker mehr als 175 Aufnahmen von Mädchen im Alter von fünf bis 18 Jahren. Sie porträtiert abenteuerlustige, freche und neugierige, aber auch ruhige, nachdenkliche und kreative Mädchen. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind authentisch und mutig genug, sich vor der Kamera so zu zeigen, wie sie wirklich sind: wild, frei und wunderbar! Ihre Aufnahmen beweisen, dass wahre Schönheit nichts mit einer bestimmten Körperform zu tun hat, nichts damit, ob man lächelt, seine Haare frisiert oder sich hübsch zurechtgemacht hat.
WILDE MÄDCHEN Am schönsten sind wir, wenn wir niemandem gefallen wollen Kate T. Parker, mvg Verlag, 256 Seiten, EUR 17,50
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Von Xanthippe bis Kaiserin Maria Theresia, von Sappho bis Virginia Woolf, von Salomé bis Jenny Treibel – Geschichte und Weltliteratur sind reich an außergewöhnlichen Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und mit dem Klischee vom Heimchen am Herd nichts zu tun haben wollen. Dieses Lesebuch versammelt kluge und kämpferische, heitere und nachdenkliche Texte von und über Frauen, denen Freiheit und weibliche Selbstbestimmung alles andere als eine Nebensache war.
STARKE FRAUEN Ein Lesebuch von Fräuleinwundern und Frauenzimmern Waltraud John u. a., Fischer Taschenbuch, 288 Seiten, EUR 8,30
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Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein sowie ein gutes Selbstmanagement sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg – nicht nur im Business. Besonders für Frauen stellen diese Themen eine besondere Herausforderung dar, wenn es darum geht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Wie kann man diese mentale Stärke erreichen, Unsicherheiten ablegen, sein eigenes Potenzial voll ausschöpfen und sich selbst verwirklichen? Anschaulich und lebhaft schildert die Autorin, wie sich mittels verschiedener mentaler Techniken Blockaden überwinden lassen und Erfüllung im Leben erreichbar wird. Das Buch enthält einfache, alltagstaugliche Übungen, überraschende Beispiele und Geschichten sowie spannende Interviews mit selbstbewussten, erfolgreichen und zufriedenen Frauen.
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„Stell dir vor, du bist schon lange gut so, wie du bist. Und merkst es nur nicht.“
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Drei Frauen. Drei Töchter. Drei Leben. Einen Tag vor ihrem 40. Geburtstag zieht Mona ein unbefriedigendes Resümee. Nichts wollte sie lieber als eine Familie und eigene Kinder. Stattdessen blickt sie zurück auf eine gescheiterte Ehe, hat wechselnde Partner, einen Job, der sie nicht ausfüllt, und ein ziemlich kompliziertes Verhältnis zu Hella, ihrer Mutter. Die wollte immer nur schön sein und keine Kinder, trotzdem hat sie welche bekommen. Am gleichen Tag beobachtet Mona in einer Drogerie die zwölfjährige Shirin bei einem Diebstahl. Spontan hilft sie ihr aus der Klemme. Irgendetwas an dem seltsamen und abweisenden Mädchen rührt sie. Vielleicht kann Shirin eine Lücke in ihrem Leben schließen?
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Deutsches Reich 1914. Johanna, Sophie und Luise sind drei mutige, starke und schöne junge Frauen, die Zukunft liegt verheißungsvoll vor ihnen. Doch dann bricht der Krieg aus und sie lernen das Leben von seiner finstersten Seite kennen. Sophie erwartet ein Kind von einem Franzosen, der jetzt Feind ist, Luise und Johanna geraten in russische Gefangenschaft. Der Krieg verlangt ihnen alles ab. Aber er macht sie auch stärker.
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Frauen sind großartig und stark und können alle Grenzen überwinden. Diese Botschaft wird in diesem Aufstellbuch mithilfe kluger Gedanken von Frauen über Frauen vermittelt. Die Zitate berühmter Schauspielerinnen, Sängerinnen, Autorinnen und vielen mehr zeigen: Es ist toll, eine Frau zu sein! Vereinzelt werden Zitate auch von Männern wie Oscar Wilde oder Albert Einstein beigesteuert.
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Seelen
STRIP Manchmal ist es nicht die Antwort, sondern vielmehr die Frage, die Klarheit bringt: Ein Interview mit dir selbst zum Thema Stärke.
Vor wem gibst du dich stärker als du bist und vor wem schwächer? Was bezweckst du damit?
Was ist deine wahre Stärke? Hättest du lieber eine andere? Denkst du, dass sich WAHRE STÄRKE nur aus einem harten Leben heraus entwickeln kann?
WAS, DENKST DU, BRINGT DICH ALS MENSCH WEITER: DEINE GRÖSSTE STÄRKE ODER DEINE STÄRKSTE SCHWÄCHE?
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Sehen dich andere so stark, wie du dich empfindest? Gibt es etwas in deinem Leben, wo du dir Schwäche gestatten möchtest? Warum tust du es nicht?
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KO M M E N TA R
Seid stolz auf euch, Weibchen! Im Tierreich gibt es Weibchen, die Rudel anführen oder die Männchen nur zur Befruchtung dulden. Vogelspinnen fressen die Männchen nach der Befruchtung oftmals sogar auf. Grund genug, einen Blick auf unsere menschliche Gesellschaft zu werfen.
Elefanten leben in Familien mit einem alten, erfahrenen Weibchen als Familienvorstand. Fast alle Tiere der Gruppe sind mit ihr verwandt. Sie kennt alle Wege und Tricks und weiß, wo es auch in der Trockenzeit noch Futter und Wasser gibt. Und sie hält die Gruppe zusammen. Geschlechtsreife Bullen müssen die Familie verlassen und dürfen sich erst wieder, wenn sie mit 15 Jahren stark genug sind, zur Paarungszeit einer Familiengruppe anschließen. Auch bei den Tiefseeanglerfischen haben die Weibchen das Sagen. Nur sie wurden von der Natur mit einer leuchtenden „Angel“, die in der Finsternis kleine Meerestiere anlockt, ausgestattet. Die Männchen sind kleiner und oftmals am Weibchen festgewachsen. Das passiert, wenn sich ein junger, männlicher Tiefseeanglerfisch am Weibchen festbeißt. Dann bildet sich sein Kiefer zurück und Haut und Blutgewebe der beiden Tiere verschmelzen miteinander. So erhält das Männchen seine Nährstoffe ausschließlich über den Kreislauf des Weibchens. Diese Beispiele erzählen von starken Weibchen im Tierreich und sie verleiten dazu, die menschlichen Exemplare einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Sind Frauen tatsächlich das „schwache Geschlecht“ und müssen beschützt werden? Was macht die Stärke einer Frau aus? Ihr Durchhaltevermögen, ihre Zähheit? H e u t z u t a g e k l i n g t d i e K o m b i n a t i o n von „stark“ und „Frau“ oftmals negativ. Es klingt nach Frauen, die keinen Mann abkriegen (Dass es starke Frauen bei der Partnersuche manchmal schwerer haben, liegt vielleicht auch daran, dass Männer bei erfolgreichen Frauen auch verzichten müssen, um der Frau Raum zu lassen), die emotional unterkühlt und machthungrig sind. Meist sind sie im Job erfolgreich und haben zu allem Überfluss eine Führungsposition inne. Doch halt – dieses Bild ist verzerrt. Eine starke Frau ist eher eine Person, die weiß, wer sie ist und was sie will. Sie kann für ihr Glück selbst verantwortlich sein. Sie muss nicht immer machen, was ihr Mann, ihre Familie und Freunde von ihr erwarten. Sie steht zu ihren „weiblichen Attributen“ wie Empathie, Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft und muss sich nicht wie ein Mann geben, um in der Gesellschaft oder im Job erfolgreich zu sein oder sich durchzusetzen. Sie hat ein natürliches Selbstbewusstsein und ein gesundes Selbstwertgefühl. Sie ist voller Liebe, steht mit beiden Beinen im Leben und hat Träume, die sie verfolgt. Wartet eine starke Frau auf bessere Zeiten oder den Prinzen auf dem weißen Pferd? Eher nicht. Sie übernimmt Verantwortung für ihr Glück und nimmt es selbst in die Hand, bessere Umstände zu kreieren. Das ist nicht immer leicht.
VON MÄNNERN UND FRAUEN Frauen ziehen die nächste Generation heran, üben Berufe aus und kümmern sich um den Haushalt. Stimmt, einige Männer tun das auch. Frauen kämpfen an verschiedenen Fronten gleichzeitig. Ja, Männer leisten genauso. In unserer Gesellschaft werden jedoch oft gewisse Verhaltensweisen von Frauen und Männern erwartet und in unserer modernen Gesellschaft ist die „traditionelle Arbeitsteilung“, bei der die Hauptverantwortung zum Funktionieren der Familie bei der Frau liegt, noch immer tief verwurzelt. Vor der Familiengründung sind Männchen und Weibchen meist noch gleichauf. Beide lernen und arbeiten. Kommt das erste Kind, führen die Wege auseinander. Viele Männer arbeiten weiter und die Organisationsaufgabe des Familienalltags fällt oft auf die Frauenseite – selbst wenn diese auch arbeitet. Dann darf es aber bitte nicht mehr als ein Teilzeitjob sein.
M A G . K A R O L I N A P U T Z, M. S C.
ist Familienmensch, Mutter eines Sohnes und arbeitet als freie Journalistin.
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D a s s T e i l z e i t e i n K a r r i e r e k i l l e r i s t , Frauen verdichtet arbeiten und weniger verdienen, wird meistens übersehen. Sie erziehen die Kids, kümmern sich um die Gesundheit aller, organisieren die Freizeitaktivitäten, die Ernährung sowie den Haushalt. Frauen zeigen eine massive Stärke, die in der Regel nicht belohnt wird. Entscheidet sich eine Frau, kurz nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen, muss sie sich so ziemlich allen in unserem Kulturkreis vorherrschenden gesellschaftlichen Erwartungen widersetzen.
SCHAU MAL, DAS BIN ICH Was Männer und Frauen zudem unterscheidet, ist die Art und Weise, über ihre Leistungen zu sprechen. Männer genießen es, sich und ihre Erfolge zu präsentieren. Frauen fällt das oft schwerer. Sie klatschen lieber bereitwillig Beifall, wenn Männer von ihren Heldentaten erzählen. Sie halten sich eher zurück und vertrauen in die Regeln der Höflichkeit – und das weltweit. Denn Frauen sind laut einer Untersuchung weltweit höflicher als Männer.
„Eine starke Frau ist ein Mensch, der weiß, wer sie ist und was sie will – und das verfolgt. Egal ob alleinstehend, geschieden, alt oder jung, mit keinem oder fünf Kindern: Stark zu sein bedeutet auch, mit sich im Reinen zu sein, in sich zu ruhen.“
F ü r M ä n n e r , denen es um das Erreichen eines Zieles geht, sind diese Regeln der Höflichkeit oftmals zweitrangig, obwohl sie es vielleicht gar nicht so meinen. Das weibliche Verhaltensrepertoire beinhaltet es meist nicht, die eigenen Erfolge ins Rampenlicht zu rücken oder gar stolz auf sich zu sein. Frauen finden oft, sie hätten einfach Glück gehabt oder die Dinge hätten sich ergeben. Sie stellen sich gerne unter den Scheffel und sagen: „Ich kümmere mich ja eh nur um die Kinder, der Job ist nur halbtags und das Kochen ist ja jeden Tag das Gleiche.“ Dabei ist ihnen nicht bewusst, dass sie mit ihrer Erziehung garantieren, dass die menschliche Geschichte auf der Erde weitergeht. Sie engagieren sich dafür, dass die sensiblen Menschleins zu körperlich gesunden und psychisch stabilen Erwachsenen heranwachsen. Sie geben positive Werte und geliebte Traditionen weiter. Vor allem aber Liebe und Geborgenheit. Denn nur geliebte Menschen können wiederlieben und wissen, wie sich Frieden anfühlt. Natürlich tun das Männer auch, aber meistens nicht im gleichen Ausmaß.
S C H A U P L AT Z A R B E I T S W E LT Auch in der Arbeitswelt werden diese Unterschiede deutlich. Noch immer sind Positionen mit hoher Verantwortung und entsprechender Bezahlung eher Männern zugänglich. Frauen müssen sich neben ihrer Leistung auch als Mensch verstärkt behaupten. E i n T i p p v o n F r a u z u F r a u : Es lohnt sich, die eigene Kommunikation zu überprüfen. Für Männer reden Frauen oft zu schnell und schmücken ihre Erzählungen mit zu vielen Details aus. Um klarer rüberzukommen, empfiehlt es sich, langsam über Lösungen und Erfolge zu sprechen, sich kurz zu halten, nach wichtigen Aussagen Pausen zu machen und diese zu wiederholen. Sagt direkt, was zu tun ist und sprecht darüber, wie ihr es gerne hättet. Und steht danach zu euren Entscheidungen. Wird ein Team nicht geführt, ist das Ergebnis eher eine Familie, in der jeder macht, was er will. Wichtig zu wissen: Mitarbeiter erwarten von einer Führungsperson, dass sie sagt, wo es langgeht. D i e S p i e l r e g e l n der Männer zu lernen und anwenden zu können, bedeutet aber auf keinen Fall, die eigene Weiblichkeit aufzugeben. Ganz im Gegenteil: Gerade die vielen Fähigkeiten von Frauen verschaffen uns ungeheure Vorteile in der Berufswelt. Klar in der Zielsetzung und gleichzeitig freundlich aufzutreten, widerspricht sich nicht. Es ist sogar sehr wirkungsvoll und hilft, die Kommunikation zwischen Männern und Frauen zu verbessern. Also Kopf hoch, Brust heraus, Bauchgefühl einschalten und los geht’s. Die Welt wartet.
„Starke Frauen sind keine Feministinnen in lila Latzhosen mit Haaren unter den Achseln, die ständig nur auf sich gerichtet sind. Sie nehmen sich wichtig, aber nicht wichtiger als andere. So beginnt vielleicht ein Abwägen in einer Beziehung, aber kein Kampfzug einer gnadenlosen Rächerin. Sie sind mit ihrem Partner auf Augenhöhe und verfolgen die gleichen Ziele eines glücklichen Zusammenlebens.“
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Hör einfach auf! Von der flotten, fleißigen Biene zurück zur wilden Hummel.
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ohl kaum ein Insekt hat ein derartig schlechtes Image und ist solchem Bodyshaming ausgesetzt wie Hummeln: Rundlich, freundlich, ganzkörperbehaart, lahmarschig, laut und – am schlimmsten – unproduktiv. Denn Hummeln machen keine Honigmengen für andere. Dafür bestäuben sie super Pflanzen, das aber nebenbei, aus Spaß, während sie von Blüte zu Blüte b(h)ummeln, Nektar saufen und Pollen shoppen. Das tun sie, im Gegensatz zu den dünnen, frösteligen und ganzkörpergewaxten Bienen, coolerweise auch bei Kälteeinbrüchen und Temperaturen um zwei Grad und Regen.
praktisch Heimarbeitstage, an denen man per Handy immer erreichbar ist und vom Homeoffice aus etwas nebenbei beim Kochen erledigt; oder Hausarbeit macht, die mit dem Mann liegen und an einem hängen bleibt. Leider hat das Patriarchat es ehrgeizigen Frauen als Privileg verkauft, sich rund um die Uhr abarbeiten zu dürfen. WIR wollten doch unbedingt den Männern die Arbeitsplätze wegnehmen! WIR wollten doch Kinder und Karriere, Sozialleben und Sport vereinen! Also bitte – just do it! Und schon findet man sich beim modernen Triathlon wieder: Herumrennen, Hamsterradfahren und zum Schluss völlig ins Schwimmen kommen.
O H N E F L E I S S K E I N P R E I S? E s g i b t e i n e g o l d e n e Z e i t , in der wir alle wilde HumMit Fleiß aber auch nicht! Für die, die keine Zeit haben, meln sind: Die Pubertät. Man chillt, ernährt sich von Süßigden Artikel zu Ende zu lesen, hier schnell das Wichtigste: keiten und Softdrinks, hat Spaß, entdeckt die Welt und sich Ihr werdet verarscht. Die Vereinbarkeit von Familie und selber. Geliebt und durchgefüttert wird der jugendliche Beruf ist keine Frage der perfekten Organisation, sondern Nichtsnutz trotzdem; während er seine Zukunft als Erwacheine Lüge, und auch die fleißigste Arbeitsbiene wird nie sener tagträumt und dabei derart ausdauernd herumliegt, Königin werden. Nein, „alle anderen“ dass man bei Adidas die Entwicklung von kriegen es auch nicht hin, sie halten nur Thrombosestrümpfen für Teenager anreTEXT: mit letzter Kraft den schönen Anschein gen will. Nach der Schulzeit fliegt dann jeKARINA LÜBKE aufrecht, weil auch sie denken, dass alle der mal aus dem Nest, hinaus in die Welt. anderen es hinkriegen. Man kann nicht Man macht Erfahrungen und Fehler, man FOTOS: alles erreichen, „wenn man nur will“. Und probiert und studiert, bildet seine TalenANGELO LAIR man hat es auch nie „geschafft“, man ist es te aus und bietet diese der Berufswelt im nur. Denn es reicht nie und es wird nie reiAustausch gegen Erfolg, Geld, Liebe, Sinn chen, wenn es einem selber nicht endlich und Anerkennung. Auf Partys wird bald irgendwann reicht. Wem die Überstunde schlägt: Die andenicht mehr gefragt „Wer bist du?“, sondern „Was machst ren Frauen können auch schlecht schlafen, haben vor lauter du?“. Spätestens im Arbeitsalltag verliert die P(h)ummel „mental load“ ein löcheriges Kurzzeitgedächtnis, trinken zu ihren Babyspeck und wird eine fleißige Biene mit Verantoft zu viel Alkohol, um „zu entspannen“, und zu viel Kaffee, wortung: Stromlinienförmig, schnell, verlässlich, dauernd um „durchzuhalten“, schlagen sich mit einer ruhezeitbeim Einsatz. „Yes, we can“ ist das neue Must. Jeder Tag bringt freiten 7-Tage-Woche herum, fahren völlig erschöpft in eine neue Aufgaben und wegen Überlastung einfach aufzugeben Woche Urlaub oder machen ein „Wellness“-Wochenende, ist keine gesellschaftlich anerkannte Option. Das Leben ist aus dem sie noch erschöpfter zu einem Stapel aufgelaufener perfekt organisiert, produktiv und brummt wie ein BienenArbeiten zurückkehren. Irgendwas zu tun gibt es immer – stock. Und eine Weile sind das good vibrations. und wenn es an der Bikinifigur ist. B i s e i n e m der ganze Buzz irgendwann zu viel wird – I r o n i s c h e rw e i s e hält der Körper ausgerechnet durch typischerweise, wenn in diesem durchorganisierten Leden Dauerstress an jedem Kilo fest, weil ihm die permanenben Kinder dazukommen. Nun ist die weibliche Arbeitste Überschwemmung mit Cortisol, Adrenalin und Östrogen biene Tag und Nacht im Einsatz, nebenberuflich und eine lebensbedrohliche Notlage signalisiert, die bei Abmaunbezahlt auch noch als Managerin eines kleinen Famigerung die Art bedrohen könnte. Ruhelosigkeit macht dick lienunternehmens. Die Digitalisierung hat zudem das und dumm. Und unglücklich. Wochenende längst gekillt. Die einstigen Ruhetage sind
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„ H ummeln wollen keinen Ärger. Sie sind keine Flugkünstler, aber auch keine Arschlöcher. Und das ist vielleicht kein Karriere-, aber ein langfristiges Lebensziel.“
I m B u c h „Das Rushing-Woman-Syndrom“ der australischen Biochemikerin Dr. Libby Weaver wird das ganze Ausmaß der körperlichen und geistigen Probleme dauergehetzter Frauen deutlich. Berufstätige Mütter haben das höchste Depressions- und Burnout-Risiko von allen – schlimmer als hochrangige Manager oder Politiker. Das bestätigen aktuelle Zahlen des Müttergenesungswerkes: Während 2003 noch 48 Prozent der Patientinnen unter anderem wegen psychischer Störungen in Kur gingen, sind es heute gut 80 Prozent. Auch ambulante Therapieplätze gibt es wegen des Andrangs erst nach monatelanger Wartezeit. Trotzdem gelten Stress und endlose Arbeitszeiten immer noch als Statussymbol, als Zeichen von Wichtigkeit statt Inkompetenz. Da wirkt der Effekt, den Psychologen „Labour Illusion“ nennen: Dass diejenigen besonders wertvoll sind, die nicht am effektivsten, sondern am längsten herumschwirren. Wenn der Klempner vielleicht nur eine halbe Stunde braucht, scheint einem der nicht so viel Geld wert wie einer, der das Problem erst nach drei Stunden gelöst hat – auch wenn das Ergebnis das gleiche ist. Arbeit ist Zeit und Zeit ist Geld.
LEBENSZEIT IST UNBEZAHLBAR Höchste Zeit, sich den Bienenstock aus dem Arsch zu ziehen und lieber wieder Hummeln im Hintern zu haben. Oder nichts tun und den Honig selber essen, statt ihn an andere zu verfüttern. Ab ins Körbchen, müde Biene. Gegen das schlechte Gewissen hilft schon etwas Faulheits-PR: Statt „Ich bin faul“ sagt man einfach „Ich bevorzuge selektives Partizipieren“, statt „Ich geh schlafen“ lieber „Ich muss jetzt detoxen und erhöhe meine Melatoninproduktion“, „tagträumen“ wird respektiert als „kreatives freies Assoziieren“. Und im Café zu sitzen, um Leute zu beobachten, formuliert man um zu „Ich gehe zum sozialen Achtsamkeitstraining“. Respekt!
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E s g e h t n i c h t m e h r d a r u m , seine Belastungsgrenzen immer weiter auszutesten, sondern sie zu erkennen und zu schützen – auch vor sich selber. Keiner außer dem Burnout-Therapeuten wird einem je sagen, dass es jetzt aber wirklich mal gut wäre und die Erlaubnis geben, sich mal richtig auszuruhen. Falls die Drohne, äh, der Kerl mal „Du siehst müde aus!“ sagt, ist das meistens als Kritik gemeint, nicht als aktives Hilfsangebot. So aber werden die Arbeitswelt, die Liebe und die Kinder zu schwarzen Löchern, die unersättlich Energie schlucken und dem Eigenleben jede sinnfreie Süße aussaugen. Schluss mit unlustig. Da klingt mir doch eher das hier nach einem gemütlichen Zuhause: „Hummeln legen keine Vorräte für später an, auch wenn überschüssiger Pollen oder Nektar gesammelt wird. Diese Vorräte werden aber schnell wieder verfüttert. Die Wachszellen sind unförmig, mehrere Eier werden gemeinsam in eine Wachszelle abgelegt. Das Nest wirkt relativ chaotisch.“ L a s s t u n s d i e H u m m e l channeln und zum Selbstschutztier von Frauen ernennen! Im Gegensatz zu Wespen und Bienen, den alten Zuckerschutzgelderpressern, wollen die Brummer nichts von deinem Kuchen oder Eiskaffee und werden nicht aggressiv, wenn du ihnen nichts abgeben willst. Hummeln können stechen, tun das aber nur bei großer Bedrohung und geben vorher noch zwei Warnungen ab. Hummeln wollen keinen Ärger. Sie sind keine Flugkünstler, aber auch keine Arschlöcher. Und das ist vielleicht kein Karriere-, aber ein langfristiges Lebensziel. Als Arbeitsbiene dagegen wird man sich schnell ab- und dann totgearbeitet haben – und höchstens der globale Turbokapitalismus hat das geliked.
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R E C H T S O!
Bis dass der Tod uns scheidet Ab sofort schreibt an dieser Stelle Anwältin Esther Pechtl-Schatz über Themen, die Frauen interessieren. In dieser Ausgabe: Unterhaltsrecht der Ehegattin nach der Scheidung.
In Österreich gilt für den nachehelichen Unterhalt grundsätzlich das Verschuldensprinzip. In einem Scheidungsprozess muss also die Frau dem Mann das alleinige oder zumindest das überwiegende Verschulden am Scheitern der Ehe nachweisen können, ein „Wir haben uns auseinandergelebt“ ist zu wenig. Trifft beide Partner ein gleichteiliges Verschulden, so besteht (mit wenigen Ausnahmen) kein Anspruch auf Ehegattenunterhalt. Viele glauben auch, ihre Position bei der Frage des Scheidungsunterhaltes dadurch zu verbessern, als sie damit drohen, zukünftig keiner Arbeit mehr nachzugehen. Aber auch das nützt nichts. Wenn frau bisher zum Familieneinkommen beigetragen hat, so ist auch anzunehmen, dass sie dies nach der Scheidung kann. D i e H ö h e d e s U n t e r h a l t e s entspricht 33 Prozent des Nettodurchschnittseinkommens des Partners, wenn die Frau selbst kein Einkommen hat. Verfügt die Unterhaltsberechtigte selbst über ein Einkommen, werden beide Nettoeinkommen zusammengerechnet. 40 Prozent des gemeinsamen Einkommens werden in der Regel zugesprochen, abzüglich des Einkommens des Unterhaltsberechtigten. N e b e n d e m V e r s c h u l d e n s u n t e r h a l t gibt es aber auch einen sogenannten „Billigkeitsunterhalt“. Hier kann ein Unterhaltsanspruch der Frau auch bejaht werden, wenn das Verschulden an der ehelichen Zerrüttung bei beiden Ehepartnern liegt oder nicht mehr feststellbar ist, wer schuld ist. Dies jedoch nur dann, wenn die Ehegattin ihren Unterhalt überhaupt nicht selbst decken kann, und zwar weder aus den Erträgnissen oder dem Vermögensstamm noch aus zumutbarer oder selbst unzumutbarer Erwerbstätigkeit. Dieser Billigkeitsunterhaltsanspruch kann auch dann (zumindest für eine gewisse Zeit) bestehen, wenn die Frau keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann, da sie sich zum Beispiel um die Erziehung des gemeinsamen Kindes widmet (diese Unzumutbarkeit entfällt allerdings in der Regel mit dem 6. Lebensjahr des Kindes). Unterhalt nach Billigkeit kann auch dann zustehen, wenn die geschiedene Partnerin aufgrund von Erziehung oder Pflege von Kindern keine Möglichkeit hatte, eine Berufsausbildung zu absolvieren und keiner eigenen Tätigkeit nachkommen konnte. Im Unterschied zum Verschuldensunterhalt beträgt dieser Billigkeitsunterhalt aber in der Regel nur zwischen zehn und 15 Prozent des Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen. Aber auch hier gilt: kein Anspruch auf Unterhalt bei schwerwiegenden Verfehlungen. Auch ein Billigkeitsunterhalt wird also nicht bewilligt, wenn schwerwiegende Eheverfehlungen vorliegen oder die Bedürftigkeit absichtlich herbeigeführt wurde.
E S T H E R P E C H T L- S C H AT Z
ist verheiratet, Mutter von zwei Söhnen im Alter von zwölf und acht Jahren und führt seit 15 Jahren ihre eigene Anwaltskanzlei in Imst. In ihrer anwaltlichen Praxis beschäftigt sie sich unter anderem mit familienrechtlichen Angelegenheiten, da ihr die Beziehung zwischen Frau und Mann auch dann noch als ein wichtiges Thema erscheint, wenn sie nicht mehr so wunderbar funktioniert. www.anw a e lte .cc
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B e i e i n v e r n e h m l i c h e n S c h e i d u n g e n werden eventuelle Unterhaltszahlungen vertraglich von den Partnern nach freiem Ermessen vereinbart – hier kann zwischen den Ehepartnern alles vereinbart werden (Verzicht, Abfindung, Fixunterhalt etc.). In einem Ehevertrag können Unterhaltsregelungen bereits vorab getroffen werden oder auch Verzichte auf einzelne Unterhaltsbeträge geregelt werden, etwa wie lange der Mann der Frau nach der Scheidung Unterhalt zu bezahlen hat. Verzichtet man bei einer Scheidung auf den Ehegattenunterhalt (im Rahmen einer einvernehmlichen Scheidung) oder lässt man sich den Ehegattenunterhalt mit einer Einmalabfindung ausbezahlen, so hat man im Falle des Ablebens des Ex-Ehepartners auch keinen Anspruch auf Witwenpension. D i e U n t e r h a l t s r e g e l n sind sehr weitreichend, im Detail berate ich mit meinem Team gerne persönlich! Kontaktaufnahme über 0 5 4 1 2 / 6 3 0 3 0 oder ims t@ anw aelt e.c c . Im Rahmen des Familienpasses des Landes Tirol gibt es bei mir auch kostenlose Erstberatungen.
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LIFE BEIM CROSSFIT IST DER GANZE KÖRPER GEFRAGT. MAN HEBT, SCHWINGT, STEMMT, WIRFT, DRÜCKT UND ZIEHT. DAS SIND GENAU GENOMMEN JENE BEWEGUNGEN, DIE WIR TAGTÄGLICH MACHEN. WENN AUCH NICHT MIT EINER KURZHANTEL ODER EINEM AUTOREIFEN. ABER WENN WIR ES DAMIT KÖNNEN, DANN AUCH MIT ALLEM ANDEREN.
EISENMANGEL Unter Kraftsport für Frauen verstehen viele das mehr oder meistens weniger motivierte Hantieren mit Ein-KiloHanteln. Das ist nicht nur langweilig, sondern auch völlig sinnlos, weil es kaum einen Nutzen hat. Frauen können ruhig härter anpacken, schwerer heben, mehr stemmen. Schluss mit den Leichtgewichten und ran ans harte Eisen. Wer sagt, dass wir nicht stark sein können?
TEXT:
SONJA NIEDERBRUNNER FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
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gal, was wir Frauen tun, irgendwie ist immer alles der Figur untergeordnet. Wir dürfen das nicht, wir sollen dies nicht, wir haben Angst vor jenem und plagen uns mit diesem. Dabei ist Figur nicht gleichbedeutend mit Gesundheit, denn würde man all das, was wir tun und eben nicht tun, unter diesem Aspekt und nicht unter jenem eines schlanken Körpers beurteilen, dann würde sich zeigen: So ziemlich einiges ist überhaupt nicht gesund und anderes wiederum total nutzlos. Schlank zu sein bedeutet eben nicht zwangsläufig auch gesund zu sein. Und schlank zu sein inkludiert auch nicht automatisch Fitness. U n d d a r u m g e h t e s schlussendlich: Bis ins hohe Alter fit zu bleiben, beweglich, mobil, gesund. Natürlich kann trotz noch so gesundem Lebenswandel alles Mögliche passieren. Dennoch sollten wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir gesund alt werden können. Und in dieser Gesamtrechnung kommt Bewegung eine entscheidende Rolle zu. D a b e i g i l t e i n e einfache Devise: Je vielseitiger wir uns bewegen, desto besser. Wer nur eine einzige Sportart betreibt – nur läuft, nur
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Fahrrad fährt, nur schwimmt – der wird in diesem Bereich gut sein. Noch besser wäre man, würde man verschiedene sportliche Tätigkeiten ausüben: Gesamtheitlich fit und leistungsfähig zu sein ist mehr, umfasst vielfältige Komponenten. Wer langfristig profitieren will, sollte Bewegung zum Fixpunkt in seinem Alltag machen. „Keine Zeit“ gilt dabei eher als Synonym für „null Bock“. Was außerdem abschreckt, sind Mythen, die sich hartnäckig halten. Etwa, dass man lange und langsam laufen müsse, um abzunehmen, man mittels Training gezielt an „Problemzonen“ Körperfett abbauen könne, dass Frauen bloß keine schweren Gewichte in die Hand nehmen sollen, um nur ja nicht zu viel Muskelmasse aufzubauen, dass Ausdauer- oder Krafttraining für sich allein genommen reiche, um fit und straff zu werden. Es sind auch diese Märchen und Halbwahrheiten, die einerseits vor
ANGST VOR UMFANG
Mehr Körperumfang durch Krafttraining? Nein, denn meistens ist der Umfang durch Körperfett bedingt. Stemmt eine Frau Gewichte, kann es zwar zu einer Umfangssteigerung kommen, weil die Muskeln wachsen. Allerdings verbrennt mehr Muskulatur auch mehr Fett, unterm Strich reduziert sich der Gesamtumfang also.
„So wie du will ich nicht aussehen, sagen manche Frauen. Das verstehe ich nicht. Ich bin fit, ich bin gesund, ich kann anpacken – was ist daran falsch?“ VERA RICHLER
Sport abschrecken, andererseits zu falschem Training und in der Folge zu ausbleibenden Ergebnissen führen. Das frustriert. Aber es geht anders. Nur: Leichter wird es nicht. W e r e i n e n s t r a f f e n , starken Körper haben will, wird dies mit ein wenig Ausdauersport alleine nicht erreichen. Der Belastungsreiz, der beim Laufen, Schwimmen oder Radfahren auf die Muskulatur wirkt, ist dazu viel zu gering. Muskulatur – die unseren Körper formt – wird erst aufgebaut, wenn wir mit mindestens 40 bis 50 Prozent unserer maximalen Kraft trainieren. Weniger ist also nicht mehr. Wer Veränderung will, muss Kraft aufwenden. Frauen, die etwa mit Ein-Kilo-Hanteln trainieren, um ihre Arme zu formen, werden kaum oder gar kein Ergebnis erzielen – weder ein spür- noch ein sichtbares. „So wie du will ich aber nicht aussehen“, bekommt Vera Richler manchmal zu hören. Weniger von jenen Frauen, die zum kostenlosen Probetraining ins The Cube nach Fritzens kommen, denn wer hierher kommt, hat meistens schon eine gewisse Ahnung, was einen erwartet. Vera betreibt die „Box“, wie Crossfit-Studios genannt werden, gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Headcoach Michael Reiter. Durch ihren Freund ist Vera auch zu dieser Sportart gekommen, die den Fokus auf eine umfassende Fitness legt. Elemente aus dem Gewichtheben, Sprinten, Eigengewichtsübungen sowie Turnen sind
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Michael und Vera leiten die Crossfit-Box The Cube in Fritzens. Sie kennen jeden, der hier trainiert, persönlich. Das gemeinsame Trainieren und die individuelle Betreuung stehen im Fokus.
Bestandteile der schweißtreibenden Workouts, die von den Coaches für die Teilnehmer jeden Tag neu zusammengestellt werden. Klingt fordernd, ist es auch. Und muss es auch sein, wenn man fitter, straffer, beweglicher, mobiler werden will. M i c h a e l l e r n t e C r o s s f i t in Kalifornien kennen. Er, der bereits seit Jugendjahren viel Sport betreibt, kam zufällig an einer Box vorbei und machte spontan mit beim Training. Muskulös, wie er nach unzähligen Stunden im Fitnessstudio war, sah er darin keine besondere Herausforderung. Er täuschte sich. Nachdem er seinen angeknacksten Stolz überwunden hatte, gestand er sich ein: Nur weil man stark aussieht, muss man es nicht sein. Wenige Jahre später eröffnete Michael seine eigene Box in Tirol. Heute besuchen Frauen und Männer unterschiedlichen Alters und verschiedenster Fitnesslevels die Stunden im The Cube, die im Wesentlichen immer nach demselben Schema ablaufen – „und komplett anders als ein klassisches Training im Fitnesstudio“, sagt Michael. A u f w ä r m e n , das den meisten generell zu lästig ist, ist Pflichtprogramm. Nach dieser Mobilisierungsphase folgen Kraft- oder Tech-
KRAFTTRAINING HILFT AUCH FRAUEN ÜBER 80
nikübungen, erst danach findet das eigentliche Workout statt, ein zehn- bis zwanzigminütiges Hochintensitätstraining, bevor zum Abschluss noch Stretching am Programm steht. Kernstück jeder Einheit ist das Workout of the Day (WOD), das aus verschiedenen Übungen zusammengestellt ist, die in Runden ausgeführt werden. Dabei geht es entweder darum, in möglichst wenig Zeit eine vorgegebene Rundenanzahl zu absolvieren, oder aber innerhalb eines gewissen Zeitfensters so viele Runden wie möglich. „ I n S u m m e ist man nach einer Stunde fertig“ erklärt Vera. In dieser Stunde ist der
gesamte Körper trainiert worden, effektiv und ganzheitlich. Denn im Unterschied zu dem Training an Geräten, wie sie in Studios üblich sind, werden beim Crossfit nicht einzelne Muskeln trainiert, sondern stets mehrere Muskelgruppen bzw. der ganze Körper. Im Fokus steht die Rumpfstabilität. „Was den Trainingseffekt anbelangt, erreicht man mit Crossfit in einer Stunde das, wofür man im Studio oft mehrere Stunden braucht“, sagt Michael. Oder auch nach mehreren Stunden nicht erreicht, weil komplexe und dementsprechend für den Körper anspruchsvolle Übungen an Studiogeräten nicht machbar bzw. auch nicht das Ziel sind. An den meisten
Regelmäßiges Krafttraining mit einem elastischen Band hat auch bei Frauen über 80 Jahren noch positive Effekte auf die Muskulatur. Das haben Wiener Forscher um Marlene Hofmann vom Zentrum für Sportwissenschaft und Universitätssport der Uni Wien im Rahmen der „Vienna Active Ageing Study“ herausgefunden. 91 Frauen im Durchschnittsalter von 83 Jahren wurden in drei Gruppen eingeteilt: regelmäßiges Krafttraining mit dem elastischen Band, Krafttraining plus Nahrungsergänzungsmittel sowie kognitives Training. Die Kontrollen erfolgten nach drei und nach sechs Monaten. Das Krafttraining erhöhte die Kraft der Beinmuskulatur um zwölf bis 14 Prozent; auch im Belastungstest beim Aufstehen aus einem Sessel waren die Ergebnisse um 15 bis 18 Prozent besser.
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„Während man Jungen darin bestärkt, sich körperlich zu erproben, werden Mädchen zurückgehalten. Da fehlt dann der Glaube an sich selbst, man traut sich Dinge nicht mehr zu.“ VERA RICHLER
Geräten werden einzelne Muskeln oder Muskelgruppen isoliert trainiert, nicht aber ihr Zusammenspiel mit anderen Körperstrukturen. Was wenig Sinn macht: Wenn man etwa seine Fähigkeit, schwere Gegenstände zu heben, trainieren will, wird man das logischerweise damit üben, dass man immer schwerere Gegenstände hebt. Eine isolierte Training der Armmuskulatur ist schön für die Optik, aber für die Praxis nutzlos, wenn die Rumpfstabilität fehlt. Der ganze Körper ist gefragt – und Gewicht. Eigengewicht, Lang- und Kurzhanteln, Sandsäcke, Medizinbälle, Kettlebells, sogar Traktorreifen kommen im Crossfit zum Einsatz. Man hebt, schwingt, stemmt, wirft, drückt, zieht, schiebt. Und das sind genau genommen Bewegungen, die wir tagtäglich machen. Nicht mit einer Kurzhantel oder einem Autoreifen. Aber wenn wir es damit können, geht es auch mit allem anderen. Um das zu können, muss das muskuläre Zusammenspiel im Körper funktionieren, müssen die einzelnen Muskeln die Kraft dazu haben, muss unser Herz-Kreislauf-System der Belastung auch mal über einen längeren Zeitraum standhalten. Es geht eben nicht nur um Sport, nicht nur um etwas, das wir tun, um gut auszusehen, sondern darum, gut zu leben. Je besser unser Körper funktioniert, je mehr wir uns auf ihn verlassen können und ihm zutrauen dürfen, desto besser und vielschichtiger sind auch unsere Möglichkeiten im Leben – im Alltagsleben genauso wie in der Freizeit. V e r a t r a i n i e r t f ü n f , sechs Mal pro Woche. Ihr Körper ist durchtrainiert und muskulös – und gerade Letzteres gefällt vielen Frauen und auch Männern nicht. „Ich würde nie zu jemandem zu sagen: Du bist zu dünn oder zu dick. Aber mir gegenüber tun das viele: ,Oh Gott‘, sagen sie ,so wie du will ich nicht aussehen.‘ Das verletzt mich natürlich, und ich verstehe es auch nicht. Ich bin fit, ich bin gesund, ich kann anpacken – was ist daran falsch?“, fragt Vera. Und ganz ehrlich: Darauf gibt es nur eine Antwort. Nichts ist falsch. Das Schönheits- und auch Wesensideal, also wie eine Frau zu sein hat, spiegelt das wider,
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was den meisten von uns von Kindesbeinen an auf unzähligen Ebenen eingeimpft wurde. Wir Frauen sind das schwache Geschlecht. Wir sind zart und zerbrechlich. Wir heben keine schweren Gewichte. Wir klettern nirgends rauf, denn wir könnten runterfallen. Wir sind vielleicht mollig, aber wir haben keine Muskeln. „Während man Jungen darin bestärkt, sich körperlich zu erproben, werden Mädchen zurückgehalten. Da fehlt dann natürlich der Glaube an sich selbst, man traut sich Dinge nicht mehr zu“, sagt Vera, die jeden, der ins The Cube kommt, persönlich kennt. „Den Menschen, die bei uns trainieren, schauen wir ein Stück weit in die Seele. Und es ist erschreckend, wie wenig Selbstvertrauen Frauen haben. Aber Crossfit ist ein Weg, um das zu ändern.“
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D u r c h d a s T r a i n i n g hat sich Vera als Mensch komplett verändert – nicht nur ihren Körper. Ihr Fokus ist heute ein ganz anderer als noch vor vier Jahren. „Als ich damals mein erstes Training absolviert habe, war ich erschüttert darüber, dass ich nicht mal eine Kniebeuge sauber hinbekommen habe. Das hat mich aber auch motiviert. Hätte ich geahnt, wie sehr mich das Training verändert – nicht nur körperlich –, hätte ich schon viel früher damit begonnen.“ Vera ist heute mehr Vera, als sie es jemals zuvor war. Durch den Sport hat sie nicht nur ihren Körper, sondern sich selbst neu definiert. Selbstbewusstsein ist wie ein Muskel. Beide wachsen mit Herausforderungen. Um so trainiert zu sein, wie Vera es ist, muss man als Frau sehr hart arbeiten und die ganze Sache sehr ernsthaft betreiben, auch in Sachen Ernährung Disziplin halten. Das ist das Schöne am Sport: Jeder kann so weit gehen, wie er mag, so weit, wie er kann, so weit, wie er es schafft. „Bei uns wird nicht gewertet, weder was die Optik anbelangt noch die Leistung“, sagt Vera. „Come as you are“ ist das Motto. Komm, wie du bist. Und geh raus, wie du sein willst. I nf o s b ei : The Cu b e F r i t z e n s w w w.t he- c u b e. at
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LANGWEILT EUCH Unser Arbeitsleben ist voll mit Terminen, quasi von Tagesanfang bis -ende durchgetaktet, und auch das Privatleben ist großteils verplant. Wir haben es verlernt, das süße Nichtstun, und wir sollten sie alle wieder mehr pflegen: die Kunst des Müßiggangs.
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TEXT:
MARINA KREMSER
nichts falsch, wenn man sich mal ein paar Minuten nichts zu sagen hat. Im Gegenteil. Man muss auch gemeinsam schweigen können. Und die Füße hochlegen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Geht nicht? Geht! „Viele glauben, sie können nicht allein sein. Die Frage ist: Kann ich es nicht, oder will ich es nicht? Und wenn ich es nicht will, warum ist das so? Laufe ich vor mir selbst davon?“, fragt Franziska.
WAS DIE SEELE GLÜCKLICH MACHT Am 1. April vor zwei Jahren hat sich Franziska mit Grow-Mentaltraining in Imst selbstständig gemacht. Wir haben mit ihr über Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbsterkenntnis gesprochen.
ZUR PERSON
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it sich selbst Zeit verbringen. Wenn man das kann, ist man mit sich im Einklang“, sagt Franziska Schiffert. Und: „Langeweile ist das Beste. Das lädt den Energiestatus wieder auf. Wenn mir einmal langweilig ist, dann weiß ich, dass die Batterie wieder voll ist.“ Franziska ist Mentaltrainerin und Werbeberaterin und weiß aus ihrem Berufsalltag, dass genau das Menschen immer schwerer fällt. Nichtstun wird in unserer Gesellschaft schlicht mit Faulheit assoziiert. Wir haben das Gefühl, immer etwas tun zu müssen, reden zu müssen, aber man macht
Die Oberländerin Franziska Schiffert hat acht Jahre in der Schweiz gelebt und ist durch eine persönliche Krise zum Thema Mentaltraining gekommen. Vor sechs Jahren ist sie nach Imst zurückgekehrt und hat vor drei Jahren am WIFI die Ausbildung zum Mentaltrainer absolviert. „Meine Leidenschaft hat lange der Werbeindustrie gegolten und tut es noch“, sagt sie. „Doch ich möchte die Welt ein bisschen besser verlassen, als ich sie vorgefunden habe. Natürlich ist es schön, wenn ein Kunde mit seiner Website zufrieden ist oder ein Flyer in Druck geht, aber Menschen wirklich zu helfen, gibt mir eine innere Befriedigung.“ Für ihre Diplomarbeit hat Franziska aus privaten Gründen das Thema „Mentaltraining bei Blaulichtorganisationen“ gewählt und 2017 das Modul „Krisenintervention“ am WIFI abgeschlossen. www.growmentaltraining.at.
Mit welchen Problemen und Anliegen kommen Menschen hauptsächlich zu dir? F R A N Z I S K A : Eigentlich gehen die Themen querbeet. Von Menschen in (Lebens-)Krisen, die nicht wissen, wohin ihre Reise gehen soll, bis hin zu Sportlern, die auf einen Marathon trainieren und mentale Unterstützung brauchen. Meist geht es jedoch darum, dass Menschen erkennen, dass sie ein „Problem“ haben, aber nicht wissen, wie sie damit umgehen bzw. es anpacken sollen. Du hast zum Großteil mit Problemen anderer Menschen zu tun. Wie gehst du damit um, beschäftigt dich das? Wenn man anfangs voller Euphorie ist, meint man, der Beruf als Mentaltrainer kann einem nichts anhaben. Auch ich dachte, ich bin jung, mir macht das nichts aus. Doch jeder Lehrer hat uns gewarnt, dass es uns irgendwann persönlich treffen wird. Und sie hatten recht. Nach den ersten drei, vier Sitzungen habe ich gemerkt, dass der Körper anfängt, zu reagieren, und ich habe angefangen, für mich Rituale zu finden. Wichtig ist mir auch die Trennung zwischen den Trainingsräumlichkeiten und meinem Zuhause. Die Tür hinter mir zuzumachen ist nicht nur symbolisch, sie hält auch die Arbeit draußen. Kann man Selbstbewusstsein lernen? Man kann es trainieren. Ich mache oft die Erfahrung, dass Menschen, die kommen, nicht wissen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll, sie sehen keinen Sinn mehr und haben schlaflose Nächte. Mentaltraining kann durchaus dazu beitragen, sich seiner selbst wieder bewusst zu werden. Und darum geht es letztlich. Meist liegen die Ursachen für die eigene Unsicherheit weit tiefer, als man selbst glaubt. Dann geht es darum, diesen Ursachen auf den Grund zu gehen und zu helfen, sich selbst wieder zu vertrauen. Wenn ich weiß, wer ich selbst
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bin und was ich kann, dann ist eigentlich nichts unmöglich. Sich seiner selbst bewusst zu sein, ist die Grundbasis für alles weitere, und da hilft ein neutraler Blick von außen sehr. Auch wenn man (noch) kein Problem hat, schadet es nicht, sich von Zeit zu Zeit selbst zu hinterfragen. Thema Selbstreflexion. Wie macht man aus seinen Kindern selbstbewusste junge Menschen? Indem man es als Eltern selbst lebt. Wenn ich einem Kind sage, geh über diese Hängebrücke, sei selbstbewusst, du kannst das und dir kann nichts passieren, und man selbst steht zitternd am Rand, wird das Kind nicht über diese Brücke gehen. Kinder nehmen sehr genau wahr, was ihnen vorgelebt wird. Jeder Elternteil, Bruder oder Schwester, jede Goti hat ihre Vorbildrolle, nur sind sie sich dessen selten in dem Ausmaß bewusst. Und dann meint man immer, die Kinder hätten die Probleme, doch Kinder haben nur mitbekommen, gesehen und unbewusst von ihren Vorbildern gelernt. Inwiefern sind sich Leute, die zu dir kommen, tatsächlich ihrer selbst und ihres Lebens bewusst? Grundsätzlich kann man im Leben nur etwas vermissen, dass man schon mal hatte. Wenn ich nicht weiß, wie es in Thailand ist, werde ich keine Sehnsucht nach dem Land haben bzw. es vermissen. Wenn man also den Drang nach mehr Selbstbewusstsein hat, dann hat es schon mal Situationen gegeben, in denen man zum Beispiel stark, entschlossen und energisch war, hat es aber durch negative Erfahrungen schlichtweg verlernt. Dann geht die Selbstbewusstseinsschublade von weit oben ganz weit hinunter. Man muss also daran arbeiten, die Schublade wieder nach oben zu rücken. Das fängt damit an, dass man für sich definiert, wie man überhaupt sein möchte. Was bedeutet Selbstbewusstsein? Meist kommen ein oder zwei Assoziationen, mehr aber nicht. Man befindet sich in einem Gedankenkarussell, aus dem ich meine Klienten versuche, herauszubringen, indem ich sie dazu bringe, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Das ist kein Zuckerschlecken und für viele auch nicht angenehm. Die Beschäftigung mit sich selbst ist wohl eines der schwersten Dinge überhaupt. Doch ich will, dass sie ihr Denkmuster durchbrechen, dass sich ihr Karussell so schnell dreht, dass es sie herausschleudert und sie sehen, wie schön die Welt außerhalb ist. Dafür muss man den Leuten Zeit geben und damit sind viele überfordert. Weil sie es nicht mehr gewohnt sind, einfach nur dazusitzen, nachzudenken und in sich hineinzuhören. Doch nur so wird man sich dessen bewusst, was man will, wer man ist und wer man sein möchte. Und erst dann kann man daran arbeiten, die Schublade
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nach oben zu schieben, bis sie wieder dort ist, wo man sie haben möchte.
„Das Schönste ist, gemeinsam einfach mal nichts zu tun.“
HAPPY
Fearne Cotton, Irisiana Verlag, 272 Seiten, EUR 20,60 Nach einem Burnout hat die TV- und Radio-Moderatorin Fearne Cotton erkannt, dass es nicht das vermeintlich große Glück ist, dem es sich nachzujagen lohnt. Glück ist eine Frage dessen, welches Gesicht wir der Welt zeigen, ob wir Dankbarkeit empfinden und unser Glück teilen können, ob wir geglückte Entscheidungen treffen und die richtige Balance im Leben finden. Deshalb trägt das Buch auch den Untertitel „Den Perfektionismus loslassen und jeden Tag ein bisschen glücklicher werden“, weil wir eben nicht fehlerlos sein müssen, sondern unsere Ecken und Kanten haben dürfen. Das Leben ist selten perfekt, aber trotzdem immer irgendwie schön. „Happy“ ist ein Inspirations-, aber auch ein Arbeitsbuch, das uns Stück für Stück uns selbst ein bisschen näher bringt, verpackt in ein entspanntes Layout und aufgepeppt mit feinen Illus.
Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen, um Astrid Lindgren zu zitieren. Warum fällt uns das so schwer? Zeit ist etwas, das die Leute heute nicht mehr haben oder sich vielmehr nicht mehr geben. Die Beschäftigung mit sich selbst geht komplett unter. Wir wissen nicht mehr, was uns wirklich gut tut. Wenn man Leute danach fragt, kommt oft eine sportliche Betätigung. Aber ist es das wirklich gewesen? Wir haben gelernt: Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Wir müssen fit sein, aber das alleine ist es nicht, was letztlich der Seele gut tut. Das muss übrigens nichts großartig Innovatives sein, manchmal ist es ein Teller Spaghetti zu Mittag, auf die man sich nach einem anstrengenden Arbeitsvormittag freut, die Lieblingsmusik, die gute Laune macht, oder eine Tasse Kaffee am Balkon, bei der man den Blick ins Nichts schweifen lässt. Wir brauchen Ankerpunkte, die uns wenn auch nur für kurze Zeit aus der Hektik herausbringen, wenn uns alles auf die Nerven geht. Was in diesem Notfallköfferchen zu finden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist es, eines zu haben. Wir sind in unserem Alltag so eingefahren, dass es dringend notwendig ist, uns diese Auszeiten zu nehmen. Man muss nicht immer aktiv sein. Im Gegenteil. Ich finde das Nichtstun-Müssen zur Abwechslung auch gut. U n d j a , n a t ü r l i c h gibt es Krisenmomente, in denen man glaubt, es geht nicht mehr. Aber es gibt immer eine Möglichkeit, herauszukommen. Die Frage ist, wie packt man es für sich selbst an. Will ich an meinem Leben etwas ändern oder nicht? Letztlich wird es kein anderer für mich tun, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wenn man das erkennt, ist schon viel geholfen. Und es ist keine Schande, sich dafür einen kleinen Schubs von außen zu holen. Nicht nur der Alltag kostet Energie. Es gibt Energieräuber auch unter Menschen. Wie geht man damit um? Letztendlich ist es doch so: Wir können andere nicht ändern und sie werden sich nicht ändern, aber ich kann meine Einstellung dazu ändern und mich immer wieder aufs Neue entscheiden: Will ich das? Will ich weiterhin Kontakt zu einer Freundin, die eigentlich viel zu viel redet? Will ich weiterhin einen Job machen, der mir keine Freude bereitet? Leute, die einem nicht gut tun, darf man auch aus seinem Leben verabschieden. Ich selbst bin mir mein höchstes Hab und Gut, deshalb muss ich mich auch so behandeln.
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JA, ICH GRILL!
Ja, Mädchen grillen anders! Foodbloggerin und Kochbuchautorin Silke Haun hat sich mit Maya an den Grill gestellt und uns gezeigt, wie vielseitig und aromatisch Grillgerichte sein können. Und, typisch Frau eben: Wir lieben Vielfalt, und wenn wir sie auch noch unkompliziert haben können – immer her damit!
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ann sagt uns Frauen ja eine Vorliebe für Beilagen beim Grillen zu. Stimmt schon. Worauf wir aber liebend gern verzichten, ist viel Arbeit damit. Kochbuchautorin und Food-Bloggerin Silke Haun zeigt vor, wie’s ohne geht. „Mädchen grillen anders“ heißt ihr Buch – und das meint konkret: Wir lieben Vielfalt, wir mögen es bunt und gesund am Tisch und auf den Tellern und überhaupt im Leben, aber wir wollen dafür nicht stundenlang in der Küche stehen. An einem herrlichen Freitagnachmittag haben wir also mit Silke und Maya den wunderschönen Gastgarten des Grünwalderhofs mit Beschlag und Grill belegt und uns mit Lust und Laune und mit wachsendem Appetit an die Arbeit gemacht, einen Tisch ganz nach unserem Geschmack zu decken und zu füllen. Das Ergebnis seht ihr auf diesen Seiten. Ja, wir grillen – ab sofort noch öfter und lieber.
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MÄDCHEN GRILLEN ANDERS
Fräulein Glücklichs beste Grillrezepte. Von Silke Haun, Löwenzahn Verlag, 144 Seiten 65 bezaubernde Rezepte für entspannten OutdoorGenuss: Herrliche Fotografien und kurze Zutatenlisten machen so richtig Lust darauf, den Grill anzuwerfen und mit Beschlag zu belegen. Von Aufstrichen, Soßen und Chutneys über Salate, Brote und Beilagen bis hin zu Burger, Fleisch und Fisch liefert Silke wundervolle Ideen für viele, viele Grillabende. Ein Kapitel widmet sich außerdem grillbaren Nachspeisen und auch in Sachen Getränke hat sie sommerlich-hippe Tipps parat. Ein Buch, das Laune und Lust macht, und vor allem eins, das man aufgrund der einfach nachzukochenden Rezepte auch wirklich benutzt.
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Ein herzliches Danke an die Gastgeberfamilie Ribis vom Grünwalderhof, die uns ihren Gastgarten mit herrlichem Panorama für unseren Grillnachmittag zur Verfügung stellte und uns mit Getränken, Schneidbrettern und Utensilien zur Seite stand. Hotel Restaurant Grünwalderhof Römerstraße 1, Patsch www.gruenwalderhof.at
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SONJA NIEDERBRUNNER FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
Silke ist eine absolute Quereinsteigerin, und zwar eine mehrmalige. „Nichts von dem, was ich heute tue, habe ich gelernt. Aber alles, was ich heute tue, versuche ich zu lernen und mache es mit viel Liebe“, sagt die gebürtige Frankfurterin, die seit 20 Jahren in Tirol lebt, liebt und arbeitet und über Umwege zur Fotografie, zum Backen und zum Kochen und damit zum Bloggen kam. Keiner ihrer erfüllten Tage vergeht ohne Ingwer und ein gutes Glas Rotwein – Glück kommt auf vielen Wegen und geht vor allem auch durch den Magen. Das zeigt Silke in ihrem prämierten Foodblog www.fraeulein-gluecklich.com und in ihren Büchern. Bezaubernde Fotos und in ihrer Einfachheit raffinierte Rezepte, die mit wenigen Zutaten auskommen, machen Lust aufs Nachkochen. Silkes liebevolle Leidenschaft sowie das Know-how junger und innovativer Köche, mit denen sie zusammenarbeitet, kann man auch live in ihrer Kochschule „glücklich kochen“ (www.gluecklich-kochen.com) erleben, sowohl für Privatpersonen als auch Gruppen oder Firmen buchbar.
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Er kam, wir sahen und wir verliebten uns: Herrlich cremig, mit dem süßen Aroma der Mango, der milden Schärfe der grünen Chili und der feinen Säure der Limette, haben wir uns aber sowas von verguckt in den Mango-LimettenDip. So einfach und rasch aus wenigen Zutaten zubereitet und doch so herrlich im Geschmack. Dasselbe gilt für die gegrillten Avocados und die marinierten Paprika. Purer, echter Geschmack ohne Schnickschnack. So lieben wir es.
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G E G R I L LT E, M A R I N I E R T E PA P R I K A
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Herzhaftes
Zutaten: 4 rote Paprika • 1 Knochlauchzehe • Olivenöl • 3 EL Petersilie, geschnitten • 2 EL Kresse • Salz und Pfeffer aus der Mühle Zubereitung: Den Grill auf hohe Hitze vorheizen. Die Paprika im Ganzen auf den Grill legen, rundherum schwarz angrillen, bis die Paprikahaut Blasen wirft. Vom Grill nehmen, abkühlen lassen. Haut und Kerngehäuse lassen sich nun einfach entfernen. Das Paprikafleisch in Streifen reißen, auf einem Teller anrichten. Knoblauch in feine Streifen schneiden. Olivenöl, Petersilie, Knoblauch und Kresse über die Paprika geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
G E G R I L LT E A V O C A D O S M I T S A U E R R A H M Zutaten: 2 feste Avocados • Saft von 2 Limetten • Salz und Pfeffer aus der Mühle • 200 g Sauerrahm • 1 TL Chiliflocken • 1 EL geriebener Parmesan Zubereitung: Den Grill auf mittlere Temperatur vorheizen. Die Avocados halbieren, Kern entfernen, das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben mit dem Limettensaft beträufeln, pfeffern, salzen und beidseitig kurz angrillen. Mit Sauerrahm, Chiliflocken und Parmesan anrichten.
M A N G O- L I M E T T E N - D I P Zutaten: 1 reife Mango • 1 Limette • 2 Frühlingszwiebeln • 1 milder, grüner Chili, 1 TL Chiliflocken • Salz und Pfeffer aus der Mühle Zubereitung: Die Mango halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. 2/3 der Mango mit dem Saft der Limette pürieren. Die Frühlingszwiebel und Chilischote zerkleinern, mit dem Mangopüree verrühren und die Chiliflocken dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die restlichen Mangowürfel unterrühren.
100 % Qualität bringt 100 % Geschmack. Die Grillsaison für Besser-Esser ist eröffnet! Genießen Sie auch unsere große Auswahl an Grillwürstel!
B U N T E R N U D E L S A L AT
Zubereitung: Tomaten, Oliven und Zucchino in Stücke schneiden, in ein Sieb geben, kräftig salzen und 15 Minuten abtropfen lassen. Die Nudeln bissfest kochen, kalt abschrecken und beiseitestellen. Knoblauch und Ingwer zerkleinern, mit Meersalz im Mörser zu einer Paste reiben. Paste mit Schnittlauch und Basilikum vermengen und mit Öl und Essig zu einem Dressing verrühren. Dressing und Nudeln miteinander vermengen, das Gemüse unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Foto: Günther Egger
Zutaten: 500 g Tomaten • 150 g schwarze Oliven ohne Kern • 1 kleiner Zucchino • Salz • 500 g kleine Nudeln Dressing: 2 Knoblauchzehen • 10 g Ingwer • 1⁄2 TL grobes Meersalz • 3 EL Schnittlauch geschnitten • 1 EL Basilikum geschnitten • 50 ml Olivenöl • 25 ml Weißweinessig • Salz und Pfeffer aus der Mühle
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DAS ZAUBERHAFTE DRUMHERUM
Liebevoll gedeckt und in zeitlosem Grau und Blau dekoriert wurde unser Tisch von Ruth Loreck vom wundervollen Sich- darin-verlier-Geschäft APFIs in Wattens. Hygge! APFIs lebe.liebe.schenke. Dr.-Felix-Bunzl-Str. 1, Wattens www.apfis.at
BLATT & BLÜTE
Den bezaubernden, üppigen Blumenschmuck – passend zum Grilltermin waren es herrliche Pfingstrosen und zarte Frühsommerboten – bekamen wir von Patricia Pernlochner. Blumen Charisma Josef-Wilberger-Straße 19, Innsbruck www.blumencharisma.at
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M I T R A T, T A T UND HUMMER
SÜSSKARTOFFELN MIT SERRANOSCHINKEN UND AHORNSIRUP Zutaten: 3 Süßkartoffeln • Erdnussöl • 12 Scheiben SerranoSchinken • Ahornsirup Zubereitung: Die Süßkartoffeln schälen und längs in 4 etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Den Grill auf mittlere Hitze vorheizen, die Scheiben mit Öl bestreichen und auf den Grill legen. Beiseitig grillen, bis die Kartoffeln gar sind. Mit Schinken belegen und mit etwas Ahornsirup beträufeln.
ALLES IN BUTTER Zutaten: 250 g zimmerwarme Butter • Salz aus der Mühle Chili-Limetten-Butter: 1 kleiner roter Chili • Saft und Abrieb von 1 Limette Salbei-Butter: 2 EL Salbeiblätter, klein geschnitten Rosmarinbutter: 2 EL Rosmarin, klein geschnitten Zubereitung: Die Butter mehrere Minuten schaumig schlagen, kräftig mit Salz abschmecken, die Masse dritteln. Chili-Limetten-Butter: Chili fein hacken und mit Saft und Abrieb der Limette unter 1 ⁄3 der Butter rühren. Salbei- und Rosmarinbutter: Die Kräuter unter je 1⁄3 der Butter rühren.
Fruchthof-Betriebsleiter René Strauss lieferte nicht nur die wundervollen Zutaten für unser Grillgelage, er kam sogar höchstpersönlich mit einer zusätzlichen Überraschung vorbei: Mit Hummer, Meeräsche und Lammstelzchen im Gepäck brachte er Fleisch, Fisch und zusätzlichen Glamour auf den Grill. Der gelernte Koch zeigte auch gleich vor, wie man einen Hummer (übrigens nicht lebend, sondern unter Hochdruck schockgefroren) fachmännisch zerlegt und grillt. Maya und Mädels waren sichtlich angetan von so viel Kompetenz (und Charme). Fruchthof, Josef-WilbergerStraße 19, Innsbruck www.fruchthof.com
F E TA- R U C O L AB R U SC H E T TA M I T WALNÜSSEN Zutaten: 200 g Feta • 100 g Rucola • 150 g Crème fraîche • 1 Knoblauchzehe • 50 g Walnüsse • Weißbrot Zubereitung: Den Grill für direktes Grillen bei hoher Hitze vorbereiten. 150 g Feta mit 50 g Rucola, der Crème fraîche und der Knoblauchzehe pürieren. Den restlichen Feta zerkrümeln, die Walnüsse in Stücke hacken. Das Brot in fingerdicke Scheiben schneiden und auf dem Grill beidseitig anrösten. Die Rucola-Feta-Creme auf dem Brot verteilen und mit den übrigen Rucolablättern und dem Feta belegen. Die gehackten Walnüsse über die Brote streuen.
MELONENBOWLE Zutaten: 1 mittelgroße Wassermelone (mit möglichst flachem Boden) • 3 EL Obstler • 4 EL Holunderblütensirup • 1 Flasche Prosecco • 4 Zweige Rosmarin Zubereitung: Den Deckel der Melone abtrennen. Die Hälfte des Fruchtfleisches mit einem Kugelausstecher ausstechen, in eine Schale geben, mit Obstler tränken, die Kugeln tiefkühlen. Den Rest der Melone aushöhlen. Zum Anrichten Holunderblütensirup in die Melone geben, mit Prosecco aufgießen, die gefrorenen Melonenkugeln und die Rosmarinzweige zugeben.
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Frau mit Grill sucht Mann mit Kohle Weil für uns Mädels das Drumherum passen muss, hier ein paar schöne Dinge. Und nützliche auch dazu.
Bei Petra König in Schwaz gibt’s allerhand Feines fürs Wohnen, aber auch jede Menge Kulinarisches. Zum Grillen empfehlen wir den Dry Rub von Nicolas Vahé (je 6,90 Euro), D E R D E M G R I L L F L E I S C H
D E N L E T Z T E N S C H L I F F V E R L E I H T.
Der Schleifmittelhersteller Tyrolit hat unter dem Namen „Tyrolit life“ eine eigene Produktwelt für den Privathaushalt geschaffen. Und weil’s eben doch Tyrolit ist, ist etwas zum Schleifen immer dabei. Das S C H N E I D B R E T T aus geöltem Buchenholz zum Beispiel bringt gleich einen Schleifstein fürs Messer mit. Erhältlich in zwei Größen ab 34,90 Euro auf www.tyrolitlife.com.
Wir haben uns verliebt. In die wunderbare
G E W Ü R Z V I E L FA LT von Frau Kaufmann nämlich.
Seit 2012 hat Karin eigene Gewürze im Sortiment, die sie zuhause in Egg im Bregenzerwald selbst herstellt. Dazu gibt’s ein schönes Sortiment an Essigen und Ölen, Ausgesuchtes und Selbstgemachtes. www.fraukaufmann.at
Sorgt für gute Musik selbst ohne Steckdose: tRADIO von KREAFUNK und – der Name lässt’s vermuten – Radio und BluetoothLautsprecher in einem. Verpackt in R E T R O S T Y L E ist das Dingens technisch ganz schön modern und lässt sich dank Schlaufe auch unkompliziert überallhin mitnehmen. Erhältlich um 164,90 Euro in Schwarz oder Weiß im Lifestyleladen von Petra König in Schwaz.
Weil’s schade wär, wenn der gute Wein warm wird. Und das Bier natürlich auch: K Ü H L E R A U S B E T O N mit unterschiedlichen Prägungen von Räder. Wein (leben, lieben ...) um 29,95 Euro und Bier (läuft) um 14,94 Euro bei Ruth in ihrem APFIs in Wattens.
Von Bloomingville gibt’s nicht nur ganz zauberhaftes Geschirr, sondern auch dieses P R A C H T S T Ü C K hier. Der BBQ-Grill macht schon beim Hinschauen Lust auf eine Auszeit mit den Lieblingsmädels – egal wo, denn er lässt sich durch seine handliche Größe überallhin mitnehmen. Wir haben ihn vorerst mal um 29,90 Euro aus dem APFIs in Wattens mitgenommen. Es sind aber noch welche über.
Dass auch Messerschleifer durchaus hübsch sein können, zeigt Tyrolit life mit seinem Modell MK-2. Na gut, am Namen könnte man noch feilen, dafür funktioniert er sensationell gut. Und er wurde heuer mit dem
Ohne S C H Ü R Z E geht beim Grillen gar nix. Uns gefallen die Modelle von BBQ style apron in Denim washed indigo für Sie (69 Euro) und in Canvas army green (79 Euro) für Ihn. Oder umgekehrt. Macht einfach, wie ihr wollt. Gesehen im APFIs in Wattens.
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ausgezeichnet. Zu bestellen unter www.tyrolitlife.com um 111,90 Euro.
„Hör mal, die Grillen.“ „Ich riech nix.“ Thomas Weber, Senfmüller aus Leidenschaft und Deutschlands „Senfbewahrer“, ist nach zehn erfolgreichen Jahren in Niederbayern nach Tirol übersiedelt. Nach Telfs genauer gesagt, wo er kürzlich seine B I O- S E N F M A N U FA K T U R eröffnet hat. Wer sich nicht zwischen SchokoChili-, Bärlauch- oder Schwarzbier-Senf entscheiden will, nimmt am besten die Box „Einmal Alles“ um 40 Euro – bestehend aus 12 Gläsern à 50 ml. Shop unter www.weber-senf.at
Getunkt wird das Grillgut am besten in eine der geräucherten B B Q - S A U C E N von Nicolas Vahé (je 8,90 Euro). Gesehen bei Petra König in Schwaz.
Die einzigartigen Griller von B I G G R E E N E G G sind mittlerweile schon Kult und gefallen auch uns Mädchen. Gibt’s in verschiedenen Ausführungen von Mini bis XX-Large, wobei man mit dem Medium-EGG als wahrem Allrounder eigentlich nichts falsch machen kann. Das Ei gibt’s „pur“, aber auch mit Gestell drum rum. Ab ca. 700 Euro bei Eurogast Riedhart in Wörgl.
Der Besondere Einkauf in der
Markthalle Innsbruck
SERVICE Das Einkaufen in der Markthalle Innsbruck ist nach wie vor etwas Besonderes. Jeder Standbetreiber steht hinter der Qualität und Frische seiner Produkte. Unschlagbar ist daher die kompetente Beratung bis hin zu Verarbeitungs- und Lagerungstipps. Durch diese persönliche Note kommt man immer gerne wieder - man kennt sich eben. Und eine Kostprobe gibt‘s meist zum Einkauf auch noch dazu. GRATIS Papier-Einkaufstaschen findet man selten. In der Markthalle Innsbruck erhalten Sie zu Ihrem Einkauf diese Tragehilfe umsonst dazu. Ausserdem parkt man ab einem Einkauf von € 15,00 im Parkhaus der Markthalle 1H GRATIS oder erhält eine GRATIS IVB Fahrkarte. Und wenn der Einkauf schwerer als erwartet ist oder man doch noch etwas länger in der Stadt bleiben möchte - kein Problem dank dem Lieferservice der Markthalle Innsbruck. Zur selbstgewählten Uhrzeit bis 20.00 Uhr werden Ihre Einkäufe direkt vor die Haustür geliefert. Dieser Sevice ist ab einem Einkauf von € 75,00 kostenlos (Die Kühlkette wird eingehalten).
REGIONAL Qualität aus Tirol. Der älteste Bauernmarkt Nordtirols ist von Montag bis Samstag von 7.00 - 12.00 Uhr geöffnet und steht für erstklassige saisonale Produkte der Region. Hier findet man die erste Biobäuerin Tirols, ein reiches Angebot von bäuerlichen Betrieben, die Produkte von ihren Tiroler Feldern anbieten, eingelegte Spezialitäten aus eigenem Anbau, und besondere Mitbringsel „Made in Tirol„. Verkauft wird, was jahreszeitlich angebaut wird. Daher sind auch nicht alle Stände immer gleich voll besetzt. Was manch einen erstaunen wird, sind die humanen Preise.
@missmargo.at / Fotocredit: Bernhard Hörtnagl, missmargo
BIO Bio - Produkte findet man in allen Sparten und Warengruppen der Markthalle Innsbruck. Neben dem reichhaltigen Bio-Angebot des täglichen Bauernmarktes und zertifizierten BIO vom BERG Lieferanten, bieten die Standbetreiber ein umfangreiches Sortiment an Bio-Gewürzen, Bio-Tees, Bio-Fleisch, Bio-Ölen aus Tirol, Naturheilmitteln und Naturkosmetik. Die persönliche Beratung zu den jeweiligen Produkten und Anwendungstipps gehören selbstverständlich zum Service dazu.
GASTRONOMIE Die Markthalle Innsbruck ist nicht umsonst der Genussplatz mitten in der Stadt. Hier gibt es einiges zu entdecken - immer frisch und á la Minute bei Bestellung zubereitet: Französische Spezialitäten aus der Bretagne bei der Franzose (der Stand wurde gerade sehr schön umgebaut), ein fast unendliches köstliches Angebot an Fischvariationen bei Fisch Peer (man beachte den angenehmen Wintergarten mit wunderschönem Ausblick), oder ein paar Meter weiter hervorragende orientalische Spezialitäten im Restaurant Soultans. Leckere Mittagsmenüs findet man neben der neu gestalteten Sitzecke der Metzgerei Hörtnagl auch bei den Italienern in der Halle - entweder bei Inncontro & Da Raffaele oder bei - due Sicilie (bekannt aus der Höttingergasse - original Holzofenpizza). Nicht vergessen werden darf auch Wurst & Wonne beim Haupteingang, welches das Angebot um leckere Suppen und Eintöpfe erweitert hat. Insteps steht nicht nur für bewusstes Einkaufen, sondern bietet leckere gutbürgerliche Küche zu Mittag. Feinste Tropfen und die dazupassende Beratung erhält man in der feinen Weinbar vinum.in und Kaffee und Kuchenliebhaber verweilen bei Maiers Kaffee indoor oder im gemütlichen Gastgarten. Die gastronomischen Betriebe sind auch am Abend bis 22:00 Uhr geöffnet.
DIE GRÖSSTE SONNENTERRASSE direkt am INN Genießen Sie mitten in der Stadt die vielfältige Kulinarik mit beeindruckendem Ausblick auf die Nordkette. Hier haben Sie die die Qual der Wahl zwischen: Französischen Nationalspeisen, ein fast unendliches Angebot an Fischvariationen, ein paar Meter weiter hervorragende orientalische Spezialitäten, typisch italienische Küche, alpenländische Wurstspezialitäten, Österreichische Hausmannskost oder einfach nur zum Apero...Diese Terrasse lädt zum Verweilen und Degustieren ein!
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DU R S T LÖ S C H E R: Im neuen Pona Apfel-Ingwer treffen frische Demeter-Äpfel und würzigaromatischer Ingwer aufeinander. Um 1,99 Euro im dm-drogeriemarkt und im denn’s Biomarkt.
Eine Neuerfindung, die schmeckt – die S O M M E R E D I T I O N L A K R I D S by Johan Bülow: BÆRRIES. „Wild Blueberry“ (Blaubeere) und „Sea Buckthorn“ (Sanddorn) sind eine Symbiose aus fruchtig-frischen Beeren, süßer Schoki und behutsam gekochtem Lakritz. Süß und fruchtig-säuerlich zugleich. Wir haben keinen Favoriten, deshalb kostet am besten beide. 150 g um 10 Euro, 250 g um 15 Euro bei Petra König in Schwaz.
Purer Geschmack, der von nur einer Plantage stammt, der Rio Verde Farm in Brasilien nämlich. K A F F E E M Ö G E R N wird die QBO Limited Edition gefallen. Geeignet für Vollautomaten, Siebträger und Espressokocher. 250 g kosten 4,69 Euro. Erhältlich exklusiv bei Tchibo/Eduscho.
Essen gut, alles gut Einmal rund um den kulinarischen Globus: Tipps aus aller Welt – zu finden in Tirol.
Regionalität ist immer Trend. Deshalb achten wir nicht nur beim Fleisch darauf, wo es herkommt, sondern auch beim Käse. Wer’s gern pikant mag, dem empfehlen wir den P F E F F E R K Ä S E der Alpbachtaler Heumilchkäserei. Serviert wird der unter anderem auch in der Genussgondel der Alpbachtaler Bergbahnen.
Shirataki-Nudeln bestehen weitgehend aus Wasser und dem Mehl der Konjakwurzeln – weniger Kohlenhydrate kann man in Nudelform kaum bekommen. Wer also A U F D I E F I G U R AC H T E N oder einfach trendy sein will, der fragt im Fruchthof danach. Übrigens: Die Nudeln können gut Geschmack aufnehmen. Also wenn man schon auf der einen Seite Kalorien spart, darf dann eben die Soße deftig sein.
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Für viele gehört das Schnäpschen zur Grundausstattung am Berg. Wir mögen den L AT S C H E N L I KÖ R „Zapfenstreich“ der Jungs von AlpPine Spirits aus Innsbruck. Das 40-ml-Fläschchen kostet im 3er-Pack 9,90 Euro und ist unter www. alppinespirits.com bzw. im NordketteShop in Innsbruck erhältlich.
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Yuzu ist Trend. Der Saft der Frucht verleiht allem ein S P R I T Z I G E S S O M M E R A R O M A, das nach Sonne schmeckt und über weniger Säure, dafür aber über stärker stimulierende Aromen als klassische Zitronen verfügt. Gibt’s übrigens – Tipp aus dem Fruchthof – auch als Zusatz in Olivenöl: OMED hat die Kombination erschaffen. Schmeckt.
dieses Heublumensirups ist das erste Frühlingsgras von unberührten Naturwiesen in Steinberg am Rofan. „Wir verwenden den Sirup für kühle Erfrischungsgetränke, als Aperitif mit trockenem Sekt oder Weißwein und für Heißgetränke als wohltuenden Tee“, erklärt die Familie Gründler vom Haubenrestaurant und Kulinarik & Genießerhotel Alpin in Achenkirch, die den Sirup – nebst vielen weiteren Delikatessen – herstellt und auch dort verkauft.
Das Lifestylegetränk Pago Passion wurde bei einer Verbraucherumfrage von GfK zum „ P R O D U K T D E S J A H R E S 2 0 1 8 “ in der Kategorie Säfte gewählt. Neben der Sorte Muskateller-Traube gibt’s auch Rhabarber-Birne.
GRANDER‘S
FERNWEH KÜCHE im sommer zu verreisen ist schön. das machen wir jetzt jeden donnerstag – und zwar immer in ein anderes land. 3 gänge . 29 euro
LACHEN 7 QUATSCHEN 7 GUSTIEREN SCHLEMMEN 7 TRINKEN 7 jeden
MI Drin steckt die pure Würzkraft der Tomate – und die hat es in sich. Die W Ü R Z S A U C E N von Tomami pimpen den Geschmack, und zwar maßgeschneidert. Gibt’s im Fruchthof nämlich in den Sorten Japan, Hot India, Toscana, Umami und Tomate.
„Die Welt gehört dem, der sie genießt.“ G I A C O M O L E O PA R D I
Champignons sind definitiv eine der unterschätztesten Pflanzen überhaupt. Dabei sind sie richtig gesund. Und schmackhaft. Übrigens auch pur. Seit einigen Jahren gibt’s Champignons in Bioqualität auch aus Tirol – dank Cornelia Plank. Die T I R O L E R B I O P I L Z E (nebst Champignons auch weitere Sorten) sind ab Hof in Thaur und unter anderem im Fruchthof erhältlich.
lass' dich verwöhnen 7lache mit freunden 7 feiere den mittwoch mit leckerbissen aus der küche & cocktails 7 Aperitiv & Schmankerl . 25 euro
GRANDER RESTAURANT | Thomas Grander Dr. Felix-Bunzl-Straße 6. 6112 Wattens T 05224-52626. info@grander-restaurant.at www.grander-restaurant.at
Lokalaugenschein Essen ist ein Bedürfnis, Genießen ist eine Kunst. Sagte dereinst François de La Rochefoucauld. Und Franzosen wissen schließlich, wo es kulinarisch langgeht.
GLÜCKLICHES FRÜHSTÜCK
INDIVIDUELL
KLEIN, FEIN, FRISCH Die Leidenschaft für Lebensmittel hat bei den Riedharts eine große Strahlkraft. Wenn sie selbst probieren und essen ebenso wie im CCMarkt „Eurogast Riedhart“ in Wörgl. Dort gibt’s quasi alles, was Gastronomie und Hotellerie im Umkreis benötigen. Dort gibt’s aber noch was: ein ganz wunderbares Bistro nämlich. Mit der Eröffnung von „Riedhart’s Markthalle und Bistro“ reservieren nicht nur Kunden gern etwas mehr Zeit, wenn sie hierherkommen, denn hier wird täglich toll und frisch gekocht. Frühstück gibt’s bis 11, samstags bis 13 Uhr, wobei uns vor allem das Tapas-Konzept gefällt. Mittags wird eine feine Bistroküche serviert, von kleinen Gerichten wie Flammkuchen oder Currywurst bis zu Burger und Thai Curry.
Riedhart’s Bistro, Innsbrucker Straße 96, Wörgl. www.markthalle.at
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Wir sind eher zufällig darauf gestoßen, dennoch ist das Café im Erzspeicher in Hall schon lange kein Geheimtipp mehr. Und wenn man mal dort war, weiß man auch, warum: Das Café in der Unteren Lend am Rande der Stadt ist ein liebenswerter Ort, an dem die Freundlichkeit ebenso zuhause ist wie Regionalität. Die Einrichtungsgegenstände hat Barbara Hofler mit viel Zeit und Liebe zum Detail ausgesucht, die Lebensmittel stammen fast ausschließlich von heimischen Betrieben und wir haben uns allein schon ins Design der Karte verliebt. Auf ebendieser stehen feine Frühstücksvarianten vom fast schon kargen Nonnenfrühstück (1 Scheibe Brot mit Butter um 1,70 Euro) bis zur Schlemmerei für zwei sowie kleine Snacks und allerhand „Glug Glug“.
Café im Erzspeicher, Untere Lend 17, Hall. www.facebook.com/erzspeicher
Außer-Haus-Frühstücken ist ja quasi zum Volkssport geworden. Ganz besonders schön und gut geht das in Innsbruck zum Beispiel im Strudel-Café Kröll von Stephanie Cammerlander in der Altstadt (vom Goldenen Dachl Richtung Hofburg) – täglich ab 6 Uhr morgens, übrigens auch sonntags, was in der Landeshauptstadt ja gar nicht so einfach ist. Unter dem Motto „glückliches Frühstück“ kommen hier um 14,80 Euro hausgemachte Köstlichkeiten auf einer hübschen Etagere an den Tisch gebracht. Mit dabei: Schinken und Käse, Marmelade (von der Mama) oder Honig (vom Onkel), Kaffee, Tee oder heiße Schokolade sowie Brot von der familieneigenen Bäckerei Kröll. Dazu passt wahlweise ein Rührei aus Eiern vom eigenen Hof, ein Jentschura-Müsli mit frischen Früchten und Chiasamen oder ein frisch gepresster Saft. Lasset den Tag beginnen!
Strudel-Café Kröll, Hofgasse 6, Innsbruck. www.strudel-cafe.at
URIG Es muss nicht immer modern und stylisch sein, manchmal mögen wir es auch richtig gemütlich. Wenn es euch auch so geht, dann empfehlen wir euch guten Gewissens das Gasthaus Roßmoos in Alpbach, wo saisonale Produkte aus der eigenen Landwirtschaft zu traditionellen Gerichten mit Pep werden. Richtig toll sind die Wildspezialitäten, die hier unter anderem in Teigtascherl verarbeitet werden und mit Butter und geriebenem Bergkäse daherkommen, als Hirschrückensteak oder Hirschragout. Aber auch alles andere auf der Karte sorgt für feuchte Münder – von der Tiroler Leber übers gegrillte Forellenfilet bis zu den Kasspatzeln. Alles preislich fair und in Kombination mit der herrlichen Aussicht auf der Terrasse eine Wucht.
Alpengasthof Roßmoos, 6236 Alpbach 92. www.rossmoos.at
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ORT DES GUTEN GESCHMACKS Das Pauly in Seefeld ist eine feine Mischung aus Kultur, Lifestyle und einer ordentlichen Portion vita italiana – eine Symbiose aus Trinken, Mode, Design und mediterraner Küche.
Sommer ist Salatzeit. Im Pauly gibt’s ganz wunderbare Varianten vom warmen Sommersalat mit gegrilltem Gemüse bis zum Superfood-Salat mit Avocado, wahlweise ergänzt mit Scampi, Huhn oder Rinderfilets vom Grill.
GLITZER-FLITZER Die Kristallwelten in Wattens sind ja prinzipiell immer ein gutes Ausflugsziel. Mit dem „Daniels“ lohnt aber auch ein kulinarischer Besuch und das zu jeder Tageszeit. Montag bis Samstag von 8:30 bis 11 Uhr wählt ihr aus der klassischen Frühstückskarte, sonntags wird von 10 bis 13 Uhr gebruncht (richtig toll!), mittags gibt’s neben der À-la-carte-Auswahl täglich wechselnde Mittagsmenüs und von Donnerstag bis Samstag schlemmt man Carpaccio vom Alpenrind, Entrecote und Garganelli-Pasta, Tom-KhaGai-Suppe und Panna Cotta. Und das alles mit einzigartigen Ausblicken. Das Restaurant und Café ist auch ohne Besuch im Riesen frei zugänglich. Es wäre aber fast schade, wenn man nicht zumindest einen kleinen Blick in die Wunderwelten werfen würde ... Tipp: Daniels Music Club, jeden Donnerstag ab 17 Uhr, den Maya schon für euch getestet und für gut befunden hat!
Daniels, Kristallwelten, Wattens www.kristallwelten.at
Seit Generationen werden in allen Regionen Italiens und rund um das Mittelmeer in Familienbetrieben und kleinen Manufakturen in alter Tradition und mit viel handwerklichem Können feinste Lebensmittel hergestellt. Jedes Einzelne dieser Produkte erzählt seine eigene, ganz besondere Geschichte. Um diesen Reichtum, die Kultur und die Unverwechselbarkeit des Südens zu genießen, muss man dort nicht zwangsläufig direkt hin – auch wenn’s natürlich schön ist – doch das alles gibt es seit letztem Jahr auch in Seefeld. Im Pauly, wo die südliche Lesart und das Dolcefarniente zu Hause sind. K o c h e n i s t i m Pa u l y eine Geste der Liebe und wird damit zur authentischen Erfahrung, wenn traditionelle Aromen auf den Geschmack von heute treffen. Im Pauly pflegt das gesamte Team mit Freude den Charme Italiens. Was auf den Teller kommt, präsentiert sich weich, harmonisch und verführerisch. Abwechslungsreich ist die Auswahl an Fleisch von freilaufenden Tieren, naturreinem Wild und Geflügel und köstlichen Fischen und Meeresfrüchten aus den Fischereigründen des Mittelmeeres. Obst, Salate und Gemüse werden von den besten Produzenten frisch geerntet und sofort geliefert. N i c h t n u r u n s e r e absoluten Highlights sind die originellen Trüffelnudeln, direkt serviert aus dem Parmesanlaib, die nicht nur optisch ein Kunstwerk sind, sowie der All-Time-Klassiker Bistecca Fiorentina, das hier genauso schmeckt, als säße man mitten in der Toskana. Jeden Samstag ab 11 Uhr werden zudem Austern und wunderbarer Franciacorta aus der Lombardei serviert. Und auch sonst ist die Getränkekarte alles andere als alltäglich. G a n z I t a l i e n ist reich an Aperitivi, Amari, herrlichem Café und vielfältig-vollmundigen Weinen aller Couleurs. Alle Weine und Getränke werden im Pauly sorgfältig und persönlich ausgewählt und haben wesentlichen Anteil, dass ein Besuch hier immer wieder zu einem (kulinarischen) Erlebnis wird.
P A U LY Bar . Ristorante Bahnhofstraße 389, 6100 Seefeld, Tel.: 0664/84 19 210, info@ciao-pauly.com, www.ciao-pauly.com E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G / F O T O S : A N D R E A S F R I E D L E , B E R N H A R D H Ö R T N A G L
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STYLE „ICH HALTE NAHEZU ALLE PFLEGEPRODUKTE FÜR ÜBERTEUERT. DAS HAT LETZTLICH DAMIT ZU TUN, DASS WIR DIE WERBUNG MITBEZAHLEN UND DASS DAS PRODUKT IN EINER SCHÖNEN AUFMACHUNG DAHERKOMMT. ICH SAGE, BEI EINEM GUTEN PFLEGEPRODUKT DÜRFEN DIE 50 ML NICHT MEHR ALS 50 EURO KOSTEN.“ D O R I S P E N Z- S C H N E E W E I S S , H A U TÄ R Z T I N
TROPICAL FEELINGS
Nach einem solch sensationellen Frühling kann der Sommer eigentlich nur gut werden. Sommer, Sonne, Sonnenschein macht so richtig Lust auf Farben und Muster – im Schrank, auf der Haut, in der Wohnung. Die M E I S T E R D R I V E R von Junghans zeigt nicht nur die Zeit an, sondern bringt eine ganze Epoche zurück. 990 Euro. Junghans gesehen bei Juwelier Hampl, Innsbruck.
Im Sommer darf auch das Augen-Make-up wieder M U T I G E R werden. Color Intensity Eyeliner von Look by Bipa um 1,95 Euro.
Perfektes
SUMMERFEELING
mit Wassermelone und Granatapfel. Labellino, 4,99 Euro.
Loungeware im P Y J A M AL O O K: bedruckte Hose aus Viskose um 49,90 Euro und Kimono mit Blumendruck um 79,90 Euro von Intimissimi.
F L I P - F L O P S gehören zum Sommer wie die Sonne. Wir mögen vor allem die launigen Modelle von Havaianas. Zu haben um 28 Euro.
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Sind wir nicht alle ein B I S S C H E N R E T R O? Bunter (Turn-)Beutel von s.Oliver um 15,99 Euro.
J U S T S I T A N D W A I T:
Wo passen die T R O P E N besser hin als an den Strand? Badeanzug von Calzedonia um 69 Euro.
Regiestuhl aus Akazienholz, gesehen um 59,99 Euro bei Depot.
Während tropischen Wetters muss jegliche Ernährung trinkbar sein. PA V E L KO S O R I N, T S C H E C H I S C H E R S C H R I F T S T E L L E R
Wenn G U R K E auf M AT C H A trifft, tut das der Haut gut. Schnell einziehende Body Mousse von Nivea, 200 ml, 4,99 Euro.
D A H E I M I N D E N T R O P E N: Aus der mattgrünen Cafissimo von Tchibo schmeckt der Kaffee gleich doppelt so gut. Mini Flashy um 79 Euro, Kapseln ab 2,89 Euro (10 Stück).
Weil zum Sommer auch schöne, G E P F L E G T E F Ü S S E gehören: Reveal Perfekt Pedi Wet & Dry Hornhautentferner von Remington mit rotierender Rolle und Peelingbürstenaufsatz. Erhältlich um rund 50 Euro im Fachhandel.
SOMMER MUSS NICHT IMMER BUNT FOTOS:
PAT R I C K S A R I N G E R
Für einen starken Auftritt müssen es nicht immer knallige Farben sein. Understatement ist schließlich die edelste Form von Luxus. Auch wenn draußen die Sonne scheint.
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Art Direction: Gracia Gunkel Make-up: Elke Griessmayr, ELLIS FAAS Ambassador Model: Milva Spina, SP-Models Ausstatter: Mode & Schuhe: Mirou Fashion, Innsbruck www.mirou.at Schuhe: Nindl Schuhwerk, Hall (ab Mitte August in Innsbruck) www.nindl-schuhwerk.at Schmuck: Juwelier Hampl, Innsbruck www.juliushampl.at Brillen: Theresien Optik, Innsbruck www.theresienoptik.at M AYA / N U M M E R 02 / J U N I 2018
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S C H M U C K: Ohrring von APM, Silber 925 mit Zirkonia, 209 Euro / Ring von Viventy, Silber 925 mit Zirkonia, 199 Euro
„Nichts prägt die eigene Persönlichkeit mehr als die eigene Erfahrung.“ THORSTEN TROSCHKA
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K L E I D von Yohji Yamamoto, 1.299 Euro S C H U H E von Officine Creative um 459 Euro bei Mirou S C H M U C K : Panzerkette aus Silber 925 von ECLA, 1.080 Euro / Armreif von APM, Silber 925 mit Zirkonia, 255 Euro
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„Beauty begins the moment you decide to be yourself.“ COCO CHANEL
O U T F I T von Issey Miyake 132 5.: Top um 579 Euro, Rock um 659 Euro S C H U H E von PURO um 380 Euro bei Nindl S C H M U C K: Ohrring von APM, Silber 925 mit Zirkonia und Zuchtperle, 111 Euro
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O U T F I T: Blauer Anzug um 1.648 Euro und Bluse um 469 Euro von Yohji Yamamoto S C H M U C K: Ohrring von APM, Silber 925 mit Zirkonia, 209 Euro / Ring von Viventy, Silber 925 mit Zirkonia, 199 Euro
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K L E I D von Yohji Yamamoto um 739 Euro S C H M U C K: Ohrringe um 1.980 Euro, Kette um 4.810 Euro, Armreif um 6.340 Euro, alles 18 Karat Gold von Marco Bicego
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O U T F I T: Kleid von Yohji Yamamoto, 1.299 Euro / Brille Miu Miu, 344 Euro S C H U H E von Officine Creative um 459 Euro bei Mirou S C H M U C K: Panzerkette aus Silber 925 von ECLA, 1.080 Euro / Armreif von APM, Silber 925 mit Zirkonia, 255 Euro
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O U T F I T: Weißer Mantel um 439 Euro und schwarzes Shirt um 239 Euro von Annette Görtz / Bunte Hose von Issey Miyake um 249 Euro / Brille von Andy Wolf um 294 Euro S C H U H E von MOMA um 235 Euro bei Nindl / S C H M U C K : Kette um 1.138 Euro und Armband um 197 Euro, jeweils Silber 925, Rosé vergoldet, Ohrringe Silber mit Schwarz- und Roségoldplattierung um 305 Euro, alles von Pesavento
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O U T F I T: Top von Issey Miyake um 579 Euro, Rock von Comme des Garรงons Noir um 479 Euro S C H U H E : Schwarze Sneakers von Fiorentini+Baker um 270 Euro bei Nindl S C H M U C K : Kette India Ebony (1.790 Euro) und Armband in 18 Karat Gold mit Edelsteinen (ab 6.900 Euro) von Tamara Comolli
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O U T F I T: Bluse von Yohji Yamamoto um 499 Euro, Hose von Mirou um 199 Euro / Turban von Tribbe, erhältlich bei LUZ in Innsbruck S C H U H E: WeiĂ&#x;e Sneakers von PURO um 330 Euro bei Nindl S C H M U C K: Kette aus Stahl von Nomination, 179 Euro
T R E N C H C O AT von Mirou um 379 Euro S C H U H E von Officine Creative um 399 bei Mirou S C H M U C K : Creolen aus Stahl von Hampl, 100 Euro
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K A I A G E R B E R ist die Tochter von Cindy Crawford und zählt in der Fashionbranche aktuell zu den Shootingstars. Seit September 2017 ist sie auch Markenbotschafterin von Omega und seit heurigem Mai das Gesicht der neuen Trésor-Kampagne. Am Bild trägt sie die neue De Ville Trésor mit 39-mm-Edelstahlgehäuse um 4.700 Euro. Omega erhältlich bei Juwelier Witzmann, Innsbruck.
BESSER NACKT ALS STILLOS „Mir sind Frauen dann am liebsten, wenn sie Accessoires tragen. Und nur die“, meinte einst der Schriftsteller und Maler Erhard Blanck. Wir haben auf den folgenden Seiten ein paar Inspirationen für euch. Und auch Kleidung – für alle Fälle.
Schon vor Längerem ist uns die steirische B R I L L E N M A N U FA K T U R Andy Wolf aufgefallen. Gerade mögen wir die Cat-Eye-Sonnebrille „Grace“ sehr. 299 Euro. Andy Wolf führt unter anderem Tanja Schaffenrath in ihrem „Sehenswert“ in Wattens.
Die „Santos de Cartier“ ist eigentlich eine H E R R E N U H R , passt in der mittleren Größe mit 35,1 mm Gehäusebreite aber auch auf DamenHandgelenke. Und sie ist wirklich schön. Edelstahl mit zwei austauschbaren Armbändern (zum braunen Kalbsleder gibt’s auch ein Stahlband), 5.950 Euro. Cartier erhältlich bei Fasoli in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße.
Bequemes
E V E RY- D AY- S H I R T
mit Rundhalsausschnitt vom New Yoker Fashionbrand Penn & Ink. Ca. 60 Euro, mile.mode.lounge, Imst.
M I T K R Ö N C H E N:
Kette von Sence Copenhagen, 79,90 Euro, in der Wohnbar 19 in Innsbruck/Wilten.
Die hochwertige H&M-Schwester COS ist bekannt für ihre geradlinige Mode. Uns gefällt aktuell vor allem das ärmellose, hochgeschlossene U N D E R S TAT E M E N T- K L E I D aus feiner Baumwolle mit A-Linien-Rock. 99 Euro, gesehen im Kaufhaus Tyrol. Ein absolutes
S U M M E R- M U S T- H A V E :
„Fremden Stil nachahmen heißt eine Maske tragen.“ ARTHUR SCHOPENHAUER
sanft fließendes Kleid von Gustav. 170 Euro, mile.mode.lounge, Imst.
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Ersetzt im Sommer das „Kleine Schwarze“: Satinkleid im S T R E I F E N L O O K von comma. 139,99 Euro. Einen Store gibt’s in den Innsbrucker Rathaus Galerien.
Glattlederpantoffel – oder hipper ausgedrückt
„ M U L E S“ – von Kate Gray. 99,95 Euro bei Humanic.
Manila Grace ist der Inbegriff E N T S PA N N T E R Mode. Bester Beweis: das Polka-Dot-Kleid mit kecken Bändchen an den Ärmeln. Gesehen in der mile.mode.lounge in Imst um rund 200 Euro.
„Schuhtrends des Sommers? Ach, erlaubt ist doch immer alles, was Spaß macht. Gefallen muss es!“ ANGELIKA NINDL-HUBER, NINDL SCHUHWERK, HALL
FA R B P R A C H T von zartem Lila bis zum frischen Grasgrün: Bunte Sneakers von dirndl+bua, gesehen um je 199 Euro bei Rauscher in Innsbruck.
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S O M M E R - K L A S S I K E R:
Leinenschuhe von Havaianas Origine im Espandrilles-Stil mit fester Sohle gegen Auflösungserscheinungen. Viele verschiedene Farben für ordentlich Abwechslung, 32 Euro pro Paar.
Nach der unkonventionellen Sonderausführung aus Edelstahl und mit schwarz-silber-schattiertem Zifferblatt stellt Mido nun noch eine weitere Version der Commander Shade vor: Dieses Mal komplett mit R O S É G O L D FA R B E N E R PVD-Beschichtung. 37 mm Durchmesser, 870 Euro. Mido erhältlich bei Juwelier Hampl, Eingang Altstadt, Innsbruck.
SCHLICHTE OVERSIZEL O N G B L U S E „Toto“ von Lareida aus reiner Baumwolle, lockersommerlich geschnitten. Um 299 Euro bei Dantendorfer.
T R E N D T I P P:
Der Sommer bei Salamander wird metallisch – und das in quasi jeder Schuhlage: Schimmernde Converse um 69,90 Euro, MetallicBoots von Dr. Martens um 169,90 Euro, Stilettos von Guess um 119,90 Euro, Glattleder-Slingbacks von Kennel & Schmenger um 189,90 Euro, klassischer Lederslipper von Vagabond um 89,90 Euro.
Je auffälliger, bunter und verrückter, desto besser: Bei Humanic haben die C R A Z Y B A G S Einzug gehalten. Zum Beispiel die Funbag-Box von Kate Gray um faire 39,90 Euro.
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Die M I N I M A L I S T I S C H E Gestaltung der neuen max-bill-Modelle erzeugt maximale Aufmerksamkeit. Kürzlich wurde die max bill Automatic mit dem Red-Dot-Award für hohe Designqualität ausgezeichnet. 32,7-mmEdelstahlgehäuse mit Lederband, 545 Euro. Junghans erhältlich bei Juwelier Hampl, Innsbruck.
Graue Kette mit
SPITZENKLEID
mit feiner Rüschenverzierung von comma für entspannte Nachmittage. 139,99 Euro.
Manila Grace ist der Inbegriff
E N T S PA N N T E R
Mode. Bester Beweis: das PolkaDot-Kleid mit kecken Bändchen an den Ärmeln. Gesehen in der mile.mode.lounge in Imst um rund 200 Euro.
GOLDENEM ANHÄNGER
von luxelodge. Gesehen um 19,90 Euro in der zauberhaften Wohnbar 19 von Barbara Holluschek in Innsbruck.
„Stil ist der äußere Ausdruck einer inneren Harmonie der Seele.“ WILLIAM HAZLITT
Die Happy-Sport-Kollektion von Chopard ist
WUNDERBAR FEMININ
und kommt in vielen schönen Varianten daher: Zweifarbiges Gehäuse aus 18 Karat Roségold und Edelstahl, Perlmuttzifferblatt in Millennial Pink, passendes Lederband und fünf Diamanten, 7.490 Euro / Diamantenbesetztes Edelstahlgehäuse, Perlmuttzifferblatt in Hellblau mit passendem Armband, fünf Diamanten, 13.000 Euro / Gehäuse aus 18 Karat Roségold, Zifferblatt in leuchtendem Weiß, Lederband und fünf Diamanten. 12.500 Euro. Chopard erhältlich bei Juwelier Armbruster in Seefeld.
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MEER GEHT IMMER
Auch wenn die meisten von uns noch ein bisschen arbeiten müssen, bevor’s in den Urlaub geht, so kann man sich zumindest modetechnisch schon mal drauf einstimmen. H I N G U C K E R- B L U S E aus feinem
Baumwollvoile mit ausgeprägten Volantärmeln. Von Emily um 75 Euro.
S O M M E R L I C H E S E T U I K L E I D mit reizendem Ausschnitt und fröhlichem Blumendesign. K-Design, 98 Euro.
Ein S O M M E R E S S E N T I A L ist dieses Jahr definitiv der Korb. Wir mögen die BeachVariante von alex max um 84 Euro.
Diese Bluse mit ihren Pompons, Tasseln, Fransen, Perlen und Holzverzierungen lässt
HIPPIEHERZEN
DER S C H U LT E R F R E I E SOMMERTREND
höherschlagen. Und jedes andere auch. Antica Sartoria, 58 Euro.
zeigt sich hier von seiner besten Seite. Bluse mit opulenten Stickarbeiten von Emily um 84 Euro.
Alle Stücke auf dieser Seite gesehen bei Moiré, Kiebachgasse 5, Altstadt, Innsbruck. www.moire-fashion.com
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F OTO: E LV I R O
Wir sind ja generell Fans von Andrea’s „Nindl Schuhwerk“ in Hall und ihren coolen Tretern. Und wir mögen auch ihre Taschen. Wie diese Exemplare von un te’ da matti aus Leder und Vintagestoff (475 Euro) und undici-dieci (255 Euro), beide H A N D M A D E I N I TA LY.
„ E LV I R O D E N I M “ nennt sich die eigene Kollektion von Elviro – mit dabei coole Shirts mit Wendepailletten (19,99 Euro) und Glitterprint (15,99 Euro), die ganz besonders gut zu Blue Jeans oder Trackpants passen. Aber auch zu allem anderen. Präsentiert werden die Teile von Nina Hauser vom Elviro-Team im DEZ und Miriam Kastlunger, amtierende Vize-Europameisterin im Rodeln und Gewinnerin der YOG-Goldmedaille. Elviro-Filialen gibt es quer durch Tirol, Anfang März feierte die neueste im Inntal Center Kufstein Eröffnung. Schmeichelweiches, legeres und doch elegantes S E I D E N S H I R T von Gustav. Erhältlich in der mile.mode.lounge in Imst um 149 Euro.
S TAT E M E N T- S H I R T
aus angenehmer Baumwolle von Ichi. 24,95 Euro, bei Chicas am Sparkassenplatz in Innsbruck.
S A N D A L E N von OMG! in der Modefarbe Electric Lilac. Erhältlich um 29,95 Euro bei Humanic.
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Die Luminor Due ist die F L A C H S T E K R E AT I O N von Panerai und auch in einer 38-mmVariante zu haben. Verschiedene Ausführungen, die Rotgold-Version mit blauem Alligatorlederband kostet 14.900 Euro. Panerai ist in Tirol bei den Juwelieren Fasoli in Innsbruck und Zegg in Ischgl erhältlich.
WIRTSCHAFTSKAMMER
SAFER SUN Der Sommer frohlockt mit sonnigen Tagen, Urlaubsstimmung und Badespaß. Doch um diese Freuden reuelos zu genießen, ist konsequent aufgetragener und situativ passender Sonnenschutz erforderlich. Das gilt nicht nur im Freien, auch im Auto oder in Räumen mit indirekter Sonneneinstrahlung ist UV-Schutz ratsam. Bei besonders intensivem Sonnengenuss, wie beim Sport oder beim Baden, sind spezielle Cremen ratsam. D i e V i e l z a h l angebotener Parfümerieprodukte deckt alle Bedürfnisse und Wünsche ab. So sind hier neben klassischen Varianten auch Spezialprodukte in Gel-Textur, mit Anti-Aging-Wirkung, besonders intensiven Pflegeeigenschaften und auch für sehr sensible Haut erhältlich. Darüber hinaus gibt es verschiedenste Tages-, BB- oder CC-Cremen sowie Kompaktpuder mit effektivem Sonnenschutz. Die Wirkstoffformeln sind nicht unendlich haltbar, daher sollten Vorjahrsprodukte vor Wiedergebrauch unbedingt überprüft werden. D a s g i l t ü b r i g e n s auch für die Sommerpflege. Denn in der heißen Jahreszeit benötigt die Haut mehr Feuchtigkeit und weniger reichhaltige Texturen als im Winter. Die neuesten Lancierungen punkten mit superfeinen Konsistenzen, die je nach Bedarf auch verjüngen, mattieren, Pigmentflecken vorbeugen oder für einen sommerlich vitalen „Glow“ sorgen. Dies ist auch ein gefragter Make-up-Trend. Die aktuellen Kollektionen bezaubern mit raffinierten Hightech-Effekten, die den Teint von innen heraus erstrahlen lassen oder auf Lippen sowie Lidern stylische Glanzreflexe bewirken.
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G / F O T O : C L A R I N S
G l ä n z e n d e L a u n e versprühen auch die neuesten Sommerdüfte. Im Gegensatz zu ihren winterlichen Pendants entfalten sich in der Hitze frische Duftnoten und Eau de Toilette besser als schwülstige Ingredienzen und schwere Parfums. Achtsamkeit ist jedoch bei etlichen Düften in Bezug auf UV-Strahlung geboten. Manche Wirkstoffe können in Verbindung mit intensivem Sonnenlicht Pigmentverschiebungen oder Hautreizungen verursachen. Die BeautyberaterInnen in den Tiroler Fachparfümerien wissen jedoch bestens über mögliche Reaktionen Bescheid und helfen gerne bei allen Fragen, ganz gleich ob sie bereits in Verwendung stehende Produkte oder noch unerfüllte Wünsche in Sachen Düfte, Pflege, Sonnenschutz oder Make-up betreffen. M i t I h r e n T i r o l e r F a c h p a r f ü m e r i e n schauen Sie gut aus! Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich von unseren ExpertInnen beraten.
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DÜ-DÜ-DÜDÜ Da kummt die Sunn, dü-dü-düdü, da kummt die Sunn. I gfrei mi, des is klass.
Es gibt Konzerne, die gehen diesen Weg nicht mit und verkaufen die nahezu identen Produkte um einiges billiger. Das Problem ist, dass man als Nichtexperte nur sehr schwer erkennen kann, ob ein Produkt aufgrund der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gut ist oder ein Nepp, weil man mit eben jenen Inhaltsstoffen und ihren Wirkungen selbst wenig anfangen kann. Laien sind deshalb schnell überfordert. Ich sage, bei einem guten Pflegeprodukt dürfen die 50 ml nicht mehr als 50 Euro kosten. Mehr ist es nicht wert.
TEXT:
MARINA KREMSER
M
usik macht ganz viel mit uns. Sie bringt zum Beispiel gute Laune und manchmal spricht sie uns auch einfach aus der Seele. Wie STS mit ihrem „Da kummt die Sunn“, das macht nämlich beides. Ich gebe es zu: Ich mag den Sommer lieber als den Winter, was mir für den Winter ein bisschen leid tut, weil der durchaus auch ein super Typ ist. Nur: Ich hab’s lieber warm, halte mein Näschen lieber in die Sonne, als dass ich mit meinen Füßen metertief im Schnee stecke. Ab in den Süde-eeee-n von Buddy & DJ The Wave ist mir also irgendwie näher als Wolfgang Ambros’ „Schifoan“, wenngleich ich Ambros absolut mag. W i e a u c h i m m e r . Sommer ist super, hat aber auch seine Tücken. Wenn es um die richtige Pflege geht, zum Beispiel. Um die Haut will sich nämlich nicht nur im Winter gekümmert werden, auch wenn’s im Sommer nicht ganz so reichhaltig sein muss. Das Gesicht ist letztlich jener Bereich, der quasi das ganze Jahr über der Witterung ausgesetzt ist: Wind, Kälte, Sonne. Gerade Letztere hilft uns aber nicht nur, Vitamin D zu bilden (was gut ist), sie kann auch Schäden anrichten (was nicht gut ist). „Wer wirklich etwas für seine Haut tun will, sollte vor allem im Sommer darauf achten, dass in der Tagespflege bereites ein Lichtschutz integriert ist“, sagt die Innsbrucker Hautärztin Doris Schneeweiß. Lichtschutzfaktor 20 wäre ideal, wobei den die meisten seriösen Kosmetikhersteller quasi bereits standardmäßig dabei haben. Trotzdem lohnt ein Blick aufs Cremedöschen, auch wegen der Inhaltsstoffe. „Ich empfehle jeder Frau, sich bei der Auswahl von Kosmetika und Pflegeprodukten beraten zu lassen. Nicht jede Haut ist für alle geeignet. Viele Kosmetikhersteller bieten ihre Produkte auch in Kleinproben an, damit man nicht sofort viel Geld investieren muss, sondern zuerst vergleichen kann, welches Produkt einem selbst gut tut und welches sich gut anfühlt.“ Wir haben Doris besucht, um mit ihr über die richtige Sommerpflege zu plaudern. Die Preise bei Pflegeprodukten sind teils wahnwitzig unterschiedlich. Lässt sich vom Preis auf die Qualität schließen? D O R I S S C H N E E W E I S S : Jein. Ich halte nahezu alle Pflegeprodukte für überteuert. Das hat letztlich damit zu tun, dass wir die Werbung mitbezahlen und dass das Produkt in einer schönen Aufmachung daherkommt.
„Wer wirklich etwas für seine Haut tun will, sollte vor allem im Sommer darauf achten, dass in der Tagespflege bereits ein Lichtschutz integriert ist“, sagt die Innsbrucker Hautärztin Doris Schneeweiß.
Was macht für dich ein gutes Pflegeprodukt aus? In erster Linie muss es die Bedingungen, die jeder selbst an sein Hautpflegeprodukt stellt, erfüllen. Ich persönlich finde, das Produkt sollte wenig parfümiert sein und natürlich parabenfrei. Aber Geruch und Beschaffenheit ist sehr individuell. Manche mögen es, wenn das Produkt noch ein bisschen auf der Haut verweilt, für andere muss es sofort einziehen. Die mögen keinen Fettfilm auf der Haut. Ob ein Produkt schnell einzieht oder nicht, sagt übrigens auch nichts über die Qualität aus. Schwierig finde ich Inhaltsstoffe wie Kaviaroder Algenextrakt. Hier wird es schon fast dubios, denn von den meisten dieser Stoffe weiß man, dass die Moleküle viel zu groß sind, um überhaupt in die unteren Hautschichten eindringen zu können. Meist saugt schon die trockene Oberhaut alles auf. Machen Anti-Aging-Produkte für dich Sinn? Es ist oft haarsträubend, was seitens der Kosmetikindustrie angeboten wird, doch Frauen sind dafür natürlich entsprechend empfänglich. Im Grunde ist es rein genetisch
Sommer ist super, hat aber auch seine Tücken. Wenn es um die richtige Pflege geht, zum Beispiel. Um die Haut will sich nämlich nicht nur im Winter gekümmert werden. M AYA / N U M M E R 02 / J U N I 2018
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das Kind im Schatten unter dem Sonnenschirm sitzt. Bei Erwachsenen übrigens auch. Gibt es eine Faustregel, wie viel Sonne die Haut verträgt? Ein Kind hat eine maximale Eigenschutzzeit von zehn Minuten. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um ein Wievielfaches wir diese Eigenschutzzeit verlängern können. Das heißt bei LSF 30: 10 Minuten mal 30 ist 300, also fünf Stunden. Und: Nachschmieren bringt nichts. Vom ersten Augenblick an, an dem wir uns das erste Mal eincremen, beginnt quasi die Zeit zu laufen. Schwitzt man stark, geht ins Wasser und trocknet sich ab, muss man nachcremen, aber der durch den LSF einmal potenzierte Eigenschutz lässt sich damit nicht beliebig verlängern. In dem Fall muss man zu Sunblockern oder Zinksalben greifen. Ist man ein heller Hauttyp und bekommt nach einer halben Stunde einen Sonnenbrand, empfehle ich rigoros ein Produkt mit LSF 50.
„ M eine dringende Empfehlung: Meidet die Mittagssonne und cremt euch gut ein!“ Doris Schneeweiß, Hautärztin
bedingt, ob eine Haut schnell altert oder nicht – beeinflusst durch den eigenen Lifestyle. Wenn man viel an der Luft sportelt, ist die Haut natürlich anderen Einflüssen ausgesetzt als wenn man sich vermehrt drinnen aufhält. Das beeinflusst den Alterungsprozess der Haut natürlich maßgeblich mit und macht den Unterschied, nicht irgendwelche Pflegeprodukte. Ich sehe das jeden Tag an meinen Patienten, die mit dem Wunsch nach Korrektur zu mir in die Praxis kommen, weil sie eine (zu) schnell alternde Haut haben oder Sonnenschäden. Die meisten davon kann man selbst mit den modernsten Technologien nicht mehr reparieren, da darf man sich nicht zu viel versprechen. Nehmen Sonnenschäden generell zu? Sehr! Vor allem deshalb, weil sich unser Freizeitverhalten verändert hat. Früher ist man im Sommer einmal im Jahr zwei Wochen an die Adria gefahren, wenn das Geld gereicht hat. Heute setzen wir uns auch unterm Jahr ins Flugzeug und fliegen nach Mittelamerika oder -afrika. Rund um den Äquator sind wir einer enormen Sonnenbestrahlung ausgesetzt, für die unsere Haut nicht gemacht ist. Dass die Haut der Menschen immer dunkler wird, je näher sie am Äquator leben, ist ein Evolutionsprinzip, das durchaus Sinn macht.
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H i e r z u l a n d e war es früher nur der Landwirt oder der Bauarbeiter, die durch die Arbeit im Freien massive Sonnenbrände davontrugen. Jetzt fliegen quasi alle in den Süden auf Urlaub, legen sich in die Sonne, drehen sich einmal linksrum und einmal rechtsrum. Die meisten schützen sich nicht richtig und provozieren auf diese Weise Sonnenschäden, die bei korrektem Verhalten nicht sein müssten. Nicht nur wir Hautärzte versuchen, unsere Patienten aufzuklären, die Aufklärung ist generell gut. Und trotzdem legen sich Menschen noch in die Sonne, auch wenn sie schon komplett rot sind – am besten noch in den Sand, wo Sand und Wasser noch mehr Sonnenlicht reflektieren und man ein Mehrfaches der normalen Sonnenstrahlung abbekommt. Das ist mir unbegreiflich. Deshalb meine dringende Empfehlung: Meidet die Mittagssonne und cremt euch gut ein – vor allem eure Kinder. Schützt sie am besten noch mit Textilien. Die feine Kinderhaut verfügt noch nicht über die nötigen Abwehrmechanismen. Ja, wir brauchen Sonnenlicht für die Produktion von Vitamin D, doch dafür reicht auch indirekte Sonneneinstrahlung. Es reicht also, wenn
Wird man durchs Eincremen weniger braun? Das ist ein hartnäckiges Gerücht. Natürlich bräunt die Haut auch bei Verwendung eines Sonnenschutzes. Eine Creme filtert nur eine bestimmte Menge an Licht heraus. E s h ä n g t a u c h davon ab, ob man sich chemisch oder physikalisch schützt. Kinder sollte man rein physikalisch schützen, zum Beispiel mit Zinkpasten, weil die Haut der Kleinen den chemischen Schutz noch nicht verträgt. Wir Erwachsenen können durchaus mit chemischen Lichtschutzfaktoren arbeiten, wir sollten uns aber im Klaren darüber sein, dass es ungesund ist. Deshalb halte ich die gute alte Zinkpaste noch immer für den besten Schutz – auch im Erwachsenenalter. Oder Textilien. Und in dem Moment, in dem man eine Rötung spürt, gehört man sowieso raus aus der Sonne. Vergesst auch nicht, euren Kopf mit einem Käppi und die Augen mit einer Brille zu schützen, denn auch auf den Augen können sich Melanome bilden. Was passiert in der Haut bei Sonnenschäden? Man muss sich immer im Klaren sein, dass die Bräunung der Haut nichts anderes ist als ein Selbstschutz. Schutzpartikel, die wir in den Zellen haben, legen sich wie eine Kappe über den Zellkern, um diesen vor UV-Licht zu schützen. Bräunung ist also nichts anderes als eine Verdichtung so genannter Melanosomen in der Zelle, die sich über dem Zellkern anordnen. Diese Schutzbräune hilft dabei, dass der Zellkern durch zu viel UV-Licht nicht entartet und sich verändert. Diesen Schutz können wir bis zu einem gewissen Grad ausschöpfen, doch
EXPERTENTIPP
SOMMERFRISCH Wir haben mit Drogistin Andrea Gschwenter, Obmann-Stellvertreterin des Landesgremiums des Handels mit Arzneimitteln, Drogerie- und Parfümeriewaren sowie Chemikalien und Farben der Wirtschaftskammer Tirol, über den Sommer gesprochen.
„Wir müssen uns bewusst sein, dass Sonne immer zu einem Verschleiß in der Haut führt. Eine gesunde Bräune gibt es nicht.“ DORIS SCHNEEWEISS Andrea Gschwenter
wenn er aufgebraucht ist, ist er weg und die Gefahr steigt, dass der Zellkern mutiert und Krebszellen entwickelt. Wir müssen uns bewusst sein, dass Sonne immer zu einem Verschleiß in der Haut führt. Eine gesunde Bräune gibt es nicht. Hast du einen Tipp zur Vorbereitung der Haut, wenn man in den Süden fährt? Ideal ist es, wenn man schon eine Schutzbräune hat. Gänzlich ungebräunt in den Süden zu fahren, ist ganz schlecht. Wir müssen die Haut dann erst trainieren, sich wieder an die Sonne zu gewöhnen. Wenn ihr also ganz blass in den Süden fahrt, nehmt auf jeden Fall die ersten Tage ein Produkt mit LSF 50, bis sich eine erste Bräune einstellt. Ist die Haut schon vorgebräunt, empfehle ich immer noch LSF 30, immer wieder mit der Betonung, dass die Haut trotz Creme durch Sonneneinstrahlung altert. Dabei geht es noch gar nicht um die Bildung von Melanomen. Im Grunde sind wir Mitteleuropäer nicht gemacht für die südeuropäische Sonne. Deshalb würde ich prinzipiell nur vormittags oder am späten Nachmittag in die Sonne gehen. Hilft die Einnahme von Vitamin D im Vorfeld? Vitamin D alleine schützt nicht vor der Sonne. Das ist wichtig für die Knochendichte. In Kombination mit Karotin macht es aber auf jeden Fall Sinn, denn Karotin führt wiederum zu einer leichten Tönung der Haut. Du beschäftigst dich in deiner Praxis auch mit Venenleiden. Was kann man im Sommer gegen schwere Beine machen? Wenn wir in der Sonne liegen, erweitert sich die Vene, weil sie Hitze loswerden möchte. Eine von vorneherein geschwächte Vene leiert dann noch mehr aus als eine ohne Vorschäden. Sonnenbäder sind also für Menschen mit Venenleiden generell nicht optimal. Im Sommer sollte man deshalb auf eine gute Kühlung achten, die Beine hochlegen, wenn man in der Sonne liegt, kneippen und sich immer wieder kalt abbrausen. In jedem Schwimmbad gibt es eine Dusche.
Wie unterscheidet sich die Gesichtspflege im Sommer und Winter und auf welches Produkt – abgesehen von der obligatorischen Sonnencreme – sollte man in der heißen Jahreszeit auf keinen Fall verzichten? A N D R E A G S C H W E N T E R : Im Sommer empfehle ich Cremes mit leichteren Texturen und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen, weil durch Wind und Sonne die Haut leicht austrocknet. Vor allem, wenn man zu Pigmentstörungen neigt, sollte man darauf achten, dass schon in der Tagespflege ein Sonnenschutz integriert ist. Auch die Körperpflege sollte nicht so reichhaltig sein wie im Winter, weil die Haut sonst zu übermäßiger Schweißbildung neigt. Haben Sie einen Tipp fürs perfekte Sommer-Make-up? Farbtrends wechseln immer wieder, generell rate ich aber zu hellen Farben, die glänzende Highlights setzen und dem Gesicht einen zusätzlichen Glow geben. Abschließend sollte man das Make-up entsprechend fixieren. Wie kann man seinen Körper auch von innen heraus gegen Hitze unterstützen? Wichtig ist, viel zu trinken, und das am besten nicht zu kalt. Empfehlenswert sind Kräutertees oder Wasser mit Verbene oder Minze. Wenn man sie gemeinsam mit Zitronenscheiben oder Obst in eine Karaffe gibt, schmeckt das nicht nur erfrischend, sondern sieht auch schön aus. Auch die Füße werden im Sommer stark beansprucht. Was tut man gegen müde Beine? Cremen mit Minze oder Rosskastanie machen die Beine leichter, Kalt-warm-Duschen sorgen für eine gute Durchblutung. Fußpuder hilft gegen Schweiß und man sollte vor allem im Schwimmbad seine Füße desinfizieren, um Fußpilz vorzubeugen. Schuhe sollte man dazu nie ohne Socken probieren.
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G
HAIR-LICH
Wie die Haut brauchen auch die Haare im Sommer spezielle Zuwendung. Wir haben bei Gerda Mühlburger nachgefragt. Neben Haarstudios in Matrei, Leutasch und Lienz hat sie unter dem Namen „GERDA M the art of hair“ kürzlich eines in der Innsbrucker Höttinger Au eröffnet.
Gerade im Sommer sind die Haare durch die Sonne ziemlich strapaziert. Was sollte man bei der Pflege besonders beachten? G E R D A M Ü H L B U R G E R : Es gibt am Markt viele Sonnenschutzmittel und Treatment Creams, die die Haare schützen. Haare werden auch durch Wind stark ausgetrocknet, deshalb sollte man längeres Haar möglichst locker flechten, damit es weniger Angriffsfläche hat und dadurch nicht so trocken und zerzaust wird. Beim Auskämmen unbedingt einen großzahnigen Kamm verwenden und „Pflegesprüh-Pflegen“.
Gerda und ihr Team machen in den mittlerweile vier Salons die Haare schön – übrigens auch die von Männern.
durch Chlorwasser einen Grünstich bekommen. Rottöne bleichen in der Sonne schnell aus, deshalb sollte man eventuell einen Ton dunkler bzw. Rot- und Kupfertöne etwas intensiver wählen als gewöhnlich.
Soll man auch im Sommer zu Haarkuren greifen bzw. wie oft sollte man sie anwenden? Bei strapaziertem, ausgetrocknetem Haar kann man eine Haarkur auftragen. Wenn man die Haare mit einem feuchten, warmen Handtuch einwickelt, können sich die Pflegestoffe noch besser entwickeln. Eine Kur sollte man einmal die Woche anwenden. Haare schneiden: vor oder nach dem Urlaub am Meer? Haarspitzen bitte unbedingt vor dem Urlaub schneiden, weil gesundes Haar viel weniger von Sonne, Chlor oder Salzwasser beansprucht wird. Darf man im Sommer die Haare färben oder sollte man auf den Herbst warten? Man darf natürlich, muss aber vor allem bei blond gefärbtem Haar aufpassen. Das kann
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„Ich mag ZopfFlechtfrisuren. Die sind schnell gemacht und nach wie vor trendig.“ GERDA MÜHLBURGER
Hast du einen Tipp für eine unkomplizierte Sommer-/Strandfrisur für lange Haare? Ich mag Zopf-Flechtfrisuren. Die sind schnell gemacht und nach wie vor trendig. Dafür zuerst Glanzserum in den Händen verreiben und im Haar verteilen. Einen Mittelscheitel ziehen und einen tiefen Pferdeschwanz mit einem schmalen Gummi fixieren. Dann alle fünf Zentimeter einen weiteren Gummi um den Zopf binden, seitlich überm Ohr ein paar Strähnen rausziehen und zum Schluss die Zopfkugeln etwas auseinanderziehen. Fertig! Was tun, wenn das Haar Sonnenschäden davongetragen hat? Ich empfehle eine Olaplex-Haarkur, die man am besten fachgerecht beim Friseur durchführen lässt. Auch After-Sun-Intensivkuren helfen. Die glätten die aufgeraute Haarstruktur. Außerdem gibt es gute Repair-Seren.
Träumen Sie nicht von Ihrem idealen Körper, holen Sie ihn sich!
Der Körper einer Frau ist so individuell wie sie selbst. INCEBEL MEDICAL BEAUTY bietet genau dafür ein revolutionäres, aber sanftes Behandlungsprogramm für typisch weibliche und doch individuelle Problemzonen.
NEU
COLDPLASMA – die Revolution bei Hautproblemen Bahnbrechende Erfolge in der Medizin – jetzt auch in der Kosmetik. Kaltes Plasma hilft, Akne zu beseitigen oder Schwangerschaftsstreifen zu behandeln, und erzielt fantastische Ergebnisse bei Hautproblemen wie Couperose, erschlaffter Haut etc. Gesichtsbehandlung: 139 Euro.
LEISTUNGEN INCEBEL
Sibel Heiss, Inhaberin und Gründerin von Incebel Medical Beauty
GESICHT
KÖRPER
• Coldplasma • MedVisage – Konturenstraffung • Microneedling • Diamant-Mikrodermabrasion • Spezial-Akne- und Couperose-Behandlung • Anti-Flecken-Behandlung • Microblading
• Fettzellenauflösung • Bauch- und Oberarmstraffung • Cellulite-Behandlung • Dauerhafte Haarentfernung
Incebel – Medical Beauty Institut, Anichstraße 10 / 5. Stock, 6020 Innsbruck Tel. 0512 / 35 90 73, Mobil: 0664 / 49 78 366, beauty@incebel.at, www.incebel.at
BEAT THE HEAT Sommer mit Haut und Haar!
Nivea Sun UV Gesicht:
M AT T I E R T D I E H A U T und schützt mit LSF 50 gegen Sonnenbrand. 12,50 Euro
Die leistungsstarke Kombi aus Breitbandsonnenschutz mit effektiver Zellreparatur und ausgewogenem UVA/UVB-Filtersystem bietet optimalen Schutz gegen schädliche Sonneneinstrahlung und vorzeitige Hautalterung. Kurzum: Cellular Sun Protection SPF 50 von !QMS Medi Cosmetics ist toll und
EMPFEHLEN WIR GERNE!
M AYA bietet in ihrer
Beauty Bauer in Schwaz eine eigene Pflegelinie unter dem Namen „Nobile“ – wie die Cremes haben auch die Sonnenprodukte höchsten Apothekenstandard. Nebst Sonnenspray und -lotion gibt’s auch eine spezielle Sonnencreme fürs Gesicht und eine After-Sun-Lotion mit Azulen.
30 ml erhältlich um rund 80 Euro im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck.
„Dermatological Sun Protection“ von mesoestetic bleibt als P H Y S I K A L I S C H E R S O N N E N S C H U T Z auf der Hautoberfläche und bildet dort eine Barriere gegen UV-Strahlen. Auch für empfindliche Haut. Erhältlich um rund 50 Euro bei Kosmetik Visage in Innsbruck.
„The Ritual of Karma“ von Rituals
K O M B I N I E R T S U N - U N D B O D YC A R E
und ist der perfekte Begleiter für heiße Tage und gebräunte Haut. Körpercreme mit leichtem Schimmer um 17,50 Euro, schützendes Sonnenmilchspray LSF 20 um 18 Euro, Körperspray um 16,50 Euro. RitualsStores gibt’s in Innsbruck im DEZ und in den Rathaus Galerien.
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Mit den neuen Reisegrößen von Marlies Möller beauty haircare wird die nächste Reise noch relaxter – für S O M M E R L I C H E H A A R P F L E G E und eine hochintensive Pflege bei leichtem Reisegepäck. Mit dabei das Daily Mild Shampoo (100 ml um 9,90 Euro) oder das Liquid Hair Repair Mousse (50 ml um 9,90 Euro). Erhältlich bei Douglas.
anzeige: lin@lolin.cc. I pics: looksus, econova
LOOKSUS
DAS WIRD HEISS Der Sommer steht vor der Tür und wir können die flirrende Wärme kaum erwarten. Auch das Looksus-Team ist in Sommerlaune und freut sich auf die heißen Frisurentrends und Looks.
Looksus-Chefin Martha Norz macht unsere Haare sommerfit.
Damit ihr die Sonne so richtig genießen könnt, ist der richtige Schutz ein Muss“, so Martha Norz. Mit der neuen SOLAR-Kollektion bietet die Luxusmarke System Professional EnergyCodeTM schönheitsbewussten Frauen genau die Pflege, die jetzt so wichtig ist. S p e z i e l l beim genussvollen Sonnenbad, aber auch bei sportlichen Outdooraktivitäten sind die Haare starken Belastungen ausgesetzt. UV-Strahlen, Salz- und Chlorwasser können die Haare schädigen, austrocknen und für unerwünschte Verfärbungen sorgen. Die Produktserie der neuen SOLAR-Kollektion verfügt über genau diese schützenden und nährenden Eigenschaften und macht sie zum unverzichtbaren Begleiter im Sommer. Auch das Looksus-Team setzt auf die Produkte von System Professional EnergyCodeTM.
stil trifft auf ihr haar Salon Looksus Claudiaplatz 3, 6020 Innsbruck Telefon +43 512 580006 , Email info@looksus.com www.looksus.com
G e p f l e g t e s H a a r ist die Basis für tolle Sommerlooks. „Auch in diesem Sommer sind Flechtfrisuren und Knoten sehr angesagt“, erzählt uns Martha. „Meine persönlichen Sommerhighlights: noch mehr Mut zu Natürlichkeit. Wet- oder Beachlook wird der neue Trend gern genannt. Dabei werden die Haare nach dem Waschen einfach mit Haaröl gepflegt und strähnig ins Gesicht fallen gelassen. Auch der Griff zum Sonnenhut ist wieder topaktuell – mit einem tiefen Knoten wirklich megastylish.“
L O O K S U S -T I P P S Solar Sun Oil (24 h Sun Core): Das leichte Öl sorgt für tiefenwirksame Pflege. Solar Hair & Body Shampoo (After-Sun Care): Das Shampoo entfernt Sonnencreme, Chlor und Salz und spendet wertvolle Feuchtigkeit.
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G / F O T O S : F R E D E I N K E M M E E
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SCHÖNE NÄGEL ZIEREN DEN GANZEN MENSCHEN Schönheit, Natürlichkeit und Wohlbefinden miteinander zu vereinen, ist der Anspruch und das Erfolgsrezept von nail spa.
„nail spa“-Inhaberin Maida Caluk hat mit ihrem Nagelstudio in der Innsbrucker Reichenau eine Wohlfühloase auf höchster Ebene geschaffen. Unter anderem gehören die klassische Maniküre, GelLac, Naturnagelverstärkung, podologische Fußpflege und auch die Wimpernverlängerung bzw.- verdichtung zum großen Sortiment des populären Schönheitssalons. Eine weitere Besonderheit von nail spa ist die Auswahl an mehr als 500 verschiedenen Lackfarben, die keine Wünsche mehr offen lässt. Das einladende Ambiente des Studios bietet nicht nur eine Wohlfühlstunde für Hände und Füße, sondern legt den Fokus auch auf die ganzheitliche Entspannung während der
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Behandlung. Als weitere Exklusivität erhaltet ihr zu den jeweiligen Leistungen eine kostenlose Hand- oder Fußmassage sowie reinigende Peelings.
„Pflege deine Füße, sie tragen dich durchs Leben.“ MAIDA CALUK
M a i d a C a l u k ist bereits seit 15 Jahren in dieser Branche selbstständig tätig. Anfänglich mit drei Mitarbeitern, zählt ihr Unternehmen mittlerweile zwölf Angestellte und gehört somit zu den größten Nagelstudios in Österreich. Wa s z e i c h n e t na i l s pa aus ? Laufende Fortbildungen der Mitarbeiter garantieren kompetente Behandlungen auf höchstem Niveau. Zudem ist Maida Vertriebspartner und Schulungsleiterin von Signature Nails
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G / F O T O S : B L I C K FA N G
System (SNS), das mit der Titan Manicure eine gesunde Nagelmodellage entwickelt hat, und setzt damit den Schwerpunkt auf Produkte mit naturbelassenen Inhaltsstoffen. H a p p y F e e t – Füße tragen uns durchs Leben. In der wärmeren Jahreszeit rückt nail spa speziell die Fußpflege in den Vordergrund, denn besonders im Sommer sind gepflegte Füße ein Must-have, auf das Frauen und Männer nicht verzichten sollten. Um einen makellosen Auftritt in luftigen Sandalen und Flipflops zu sichern, seid ihr bei nail spa in den richtigen Händen. Die kos-
Die nail-spa-Mädels: Dina, Edina, Rosi, Silke, Maida, Anna-Lena, Jasmina, Romana, Alena, Sabrina und Patty.
metische Fußpflege umfasst vorbeugende und pflegende Maßnahmen. Dazu gehören das fachgerechte Schneiden und Reinigen der Nägel, das Abtragen von Verdickungen von Nägeln und Hornhaut, die Entfernung von Hühneraugen, Fußmassagen und das Lackieren der Nägel.
M i t d e m E i n s a t z von Skalpell, elektronischem Fräser oder der Nagelspanntechnik werden die Problemzonen an den Füßen versorgt. In einem ausführlichen Beratungsgespräch wird zuvor individuell die optimale Behandlungsmethode ermittelt, damit eine fachgerechte und optimale Ausführung garantiert wird. Und somit könnt ihr unbeschwert im Badeurlaub eure schönsten Fußspuren am Sandstrand hinterlassen.
TEXT:
SABINE MARSCHNIG
A u c h w e n n es um gesundheitliche Belange der Füße geht, ist Maidas Team der qualifizierte Ansprechpartner, der podologische Behandlungen durchführt und eng mit Ärzten zusammenarbeitet. Medizinische Fußbehandlungen können nach Rücksprache von den Krankenkassen finanziell übernommen werden. Diese Behandlungen sind geeignet für Diabetiker oder Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, Durchblutungsstörungen, übermäßiger Hornhautproduktion, eingewachsenen Zehennägeln, Warzen, Nagel- oder Fußpilz.
NAIL SPA
Reichenauer Straße 62 6020 Innsbruck Tel. +43 512 342149 E-Mail: maida.c@live.at www.nail-spa.at /NailSpaInnsbruck nailspa_innsbruck
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Be you(tiful) Eine Voraussetzung, die Maya selbst an ihr Magazin gestellt hat war: keine Diäten! Weil wir Frauen eben sind, wie wir sind. Unterschiedlich und einzigartig und damit eigentlich immer perfekt. Dennoch haben wir so unsere Problemzönchen, die zwar meistens nur uns selbst stören, aber das reicht auch schon. Weil wir vor allem für uns selbst schön sein wollen und nicht für jemand anderen. Gegen so manches dieser Probleme hilft auch kein Sport, deshalb haben wir uns am Beautymarkt umgesehen und ein paar Geräte gefunden, die Abhilfe schaffen. Und falls ihr mal einen dieser Tage habt, wo ihr euch selbst so gar nicht im Spiegel anschauen könnt: Optimismus heißt rückwärts „Sumsi mit Po“ – alles wird gut!
TEXT:
MARINA KREMSER
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IM SPRÜHNEBEL Das Oxy O3 plus ist ein Gerät, das die Vorzüge der Sauerstoff-Sprühkosmetik mit denen einer Ozonmassage verbindet. Der Sauerstoff regt den Zellstoffwechsel an und verbessert die Durchblutung; die Ozon-Massage befreit die Haut von Unreinheiten und wirkt antibakteriell. Beides gemeinsam stimuliert und beschleunigt den Regenerationsprozess der Haut und stärkt die Abwehrkräfte der Zellen. D i e S a u e r s t o f f b e h a n d l u n g erfolgt dabei in drei Phasen. Zuerst wird die Haut gründlich gereinigt und durch ein Peeling von abgestorbenen Schüppchen befreit. Dann folgt die eigentliche Behandlung mit dem Gerät. Dafür wird Sauerstoff aus der Umgebung gefiltert und komprimiert. Im so genannten Brusher vermischen sich Sauerstoff und Ozon mit einem Serum, das vorab individuell auf den Hauttyp abgestimmt wird. Deshalb ist die Behandlung auch für jeden geeignet und hilft zudem bei Problemhaut. Die Wirkstoffe werden schließlich auf die Haut aufgetragen, abschließend folgt die Ozonmassage. B e r e i t s n a c h d e r e r s t e n S i t z u n g spürt man eine Veränderung der Haut, die Oberfläche gewinnt an Elastizität und Strahlkraft. Für langanhaltend schöne Haut empfiehlt sich eine regelmäßige Anwendung.
Wo: Beauty Bauer, Franz-Josef-Straße 1, Schwaz Kosten: ab 69 Euro
PROBLEMLÖSER Kaltes Plasma ist seit Jahren medizinisch erforscht und wird insbesondere erfolgreich eingesetzt, um die Wundheilung zu beschleunigen, die Keimbildung und Entzündung bei Akne zu reduzieren und um Nagel- und Fußpilz sowie Herpesinfektionen zu bekämpfen. Nun hat das Medizinprodukt auch die Kosmetikbranche erreicht.
Wo: Incebel Medical Beauty, Anichstraße 10/5. Stock, Innsbruck. www.incebel.at Kosten: ab 139 Euro
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D o c h w a s i s t d i e s e s P l a s m a e i g e n t l i c h ? Wir sind der Auffassung, dass Materie einen festen, flüssigen oder gasförmigen Zustand hat. Aber es existiert noch ein weiterer Aggregatzustand, der als Plasma bezeichnet wird. Wissenschaftlich betrachtet befinden sich in einem Plasma die Atome oder Moleküle eines Stoffs in einem „angeregten“ Zustand. Das Plasma erzeugt eine ultrahochfrequente Energie, die auf die Haut gerichtet werden kann, ohne sie direkt zu berühren. Diese Energie schwingt mit einer höheren Frequenz als Laserlicht, trifft sie auf Bestandteile der Haut, des Blutes oder Bindegewebes, entsteht eine Wechselwirkung, die die natürliche Hautregeneration stimuliert. Kurzum: coldPlasma hilft, die Haut vollständig zu reinigen und Bakterien, Viren und Pilze zu reduzieren. Kaltes Plasma fördert zudem die Durchblutung, reichert den Stoffwechsel an und verfeinert das Hautbild. Eingesetzt wird es in der Kosmetik vor allem zur Aknebehandlung, bei Couperose und zur Zellregeneration, begünstigt also eine Art Anti-Aging-Effekt.
GEWEBSTRAINING Sport trainiert die Muskeln, doch wie trainieren wir unser Gewebe? Dass das eigentlich nicht geht, wissen alle, die zu Cellulite neigen, weil die auch mit dem härtesten und diszipliniertesten Training nie ganz weggeht. Und es gibt auch andere Stellen am Körper, die gegen Sport und gesunde Ernährung quasi resistent sind. Im Kosmetikinstitut Aurora gibt es nun exklusive Hilfe: LPG. Das Wirkprinzip der Technologie ist die Endermologie, eine Art Bindegewebsmassage mit Tiefengewebstraining: Die Haut wird an ihrer Oberfläche stimuliert, um die Aktivität „eingeschlafener“ Zellen bis in die Tiefe zu reaktivieren. „Mit der Behandlung erzielt man drei Effekte: eine Straffung des Gewebes, gleichzeitig wird das Gewebe dichter und die Fettzellen entleeren sich“, erklärt uns Johann. Es geht also nicht nur um die allgemeine Straffung des Körpers, sondern um die gezielte Formung bestimmter Problemzonen. F ü r d i e B e h a n d l u n g schlüpft man in einen Ganzkörperanzug ähnlich Kompressionsstrümpfen. Durch die Kombination aus Ansaugung der Haut und dynamischer Stimulierung durch motorisierte Rollen wirkt die LPG-Technologie nach dem Prinzip „Walzen und Saugen“ wie eine echte Hautgymnastik. Die Fibroblasten (Zellen im Bindegewebe) produzieren durch diese Stimulierung Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure, was zu raschen Ergebnissen führt. Die Behandlung kann ganz individuell auf die persönlichen, lokalen Problemzonen abgestimmt werden (Bauchansatz, Reiterhosen, Cellulite ...) und funktioniert auch im Gesicht. Für sichtbare und nachhaltige Ergebnisse empfiehlt Johann einen Zehnerblock und zwei Behandlungen pro Woche. Danach sollte man etwa einmal im Monat eine Folgebehandlung durchführen. Für die Beratung nimmt sich das Team ausreichend Zeit und definiert gemeinsam mit dem Kunden realistische Ziele. Toll: Die Behandlung ist komplett schmerzfrei und schränkt auch danach nicht ein. Man kann also den Tag wie gewohnt fortsetzen.
Wo: Kosmetikinstitut Aurora, Müllerstraße 11, Innsbruck. www.kosmetik-aurora.at Kosten: 30 Minuten: ab 55 Euro, 10er-Abo: ab 450 Euro
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LEAVING ON A JETPEEL JetPeel verjüngt die Haut in kürzester Zeit – dank Technik aus der Luft- und Raumfahrt. Mit 720 km/h schießt ein Wasser-Gas-Gemisch auf die Haut und trägt sanft die obere Hautschicht ab. Die Haut wird massiert und tiefengereinigt, während der Kühleffekt die Durchblutung anregt. Anschließend werden hochwirksame Substanzen wie Hyaluronsäure und Vitamine in die nun sehr aufnahmefähige Haut bis zu 4,5 Millimeter tief eingeschleust. Die Behandlung ist nadel- und berührungsfrei, das Ergebnis sofort sichtbar. Kleine Falten werden geglättet, die Haut wirkt deutlich frischer und jünger. E i n g e s e t z t w i r d d e r J e t P e e l nebst Anti-Aging gegen Akne, Pigment- und Altersflecken, Augenringe, Couperose oder Rosacea und tut der Gesichtshaut auch sonst noch in vielerlei Hinsicht Gutes. Kathrin Stoll hat einen JetPeel in ihrem Beauty Secret: „Unsere Kunden lieben JetPeel, weil auch sie den Unterschied zu anderen
Methoden schon längst erkannt haben. Die Behandlung ist schmerz- und verletzungsfrei. Das heißt, man geht total erfrischt und strahlend wieder raus. Das Ergebnis sieht man gleich, aber nach zwei bis drei Tagen ist es noch viel intensiver. Ideal ist, wenn man fünf Behandlungen in knappem Abstand durchführt. Damit verbessert man seine Haut dauerhaft. Idealerweise sollte man anschließend regelmäßig alle vier bis sechs Wochen zur Behandlung kommen, um den Effekt zu erhalten bzw. dauerhaft noch weiter aufzubauen.“
Wo: Beauty Secret, Maria-Theresien-Straße 22/3. Stock, Innsbruck. Kosten: ab 239 Euro (Gesicht)
ES WERDE LICHT „Laser sind die einzige Methode, mit denen man wirklich in tiefere Hautschichten vordringen kann“, sagen die Zwillingschwestern Gerlinde und Maria-Luise von Kosmetik Visage. Deshalb seien sie in der Kosmetikbranche immer mehr im Kommen. Doch wen man mit einem solchen Ding an sich heranlässt, sollte man sich gut überlegen, eben weil sie nicht nur im übertragenen Sinne unter die Haut gehen. Die Ladys von Kosmetik Visage kennen sich aus und hatten erst Mitte April wieder eine Schulung mit dem plastischen Chirurgen Dr. Ben Gehl aus Wien und Matthias Winsauer, Experte im Bereich der Lasertechnologie. Seit Kurzem wird im Studio auch die Smart Poration angeboten, eine neuartige Therapie, bei der mit Hilfe eines hochmodernen Speziallasers präzise Kanäle in die Haut gelasert werden, durch die bioaktive
Wo: Kosmetik Visage, Richard-Wagner-Straße 6, Innsbruck und Kaiserbergstraße 4, Ebbs. www.kosmetik-visage.at Kosten: unterschiedlich (weil eine Laserbehandlung am besten mit anderen Anwendungen kombiniert wird)
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Substanzen in die Haut eingebracht werden, die individuell auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt sind. Die hocheffektive Therapie führt in der Regel nach nur einer Sitzung zu einer deutlichen Verbesserung der Hautstruktur. Angewendet wird der Laser zum Bespiel zur Reduktion von Akne und Narben, zur Hautverjüngung oder gegen Pigmentflecken. B e i h e r k ö m m l i c h e n V e r f a h r e n werden Wirkstoffe entweder in die Haut injiziert oder äußerlich appliziert. Das ist in erstem Fall meist schmerzhaft und im zweiten quasi sinnlos, weil die Aufnahme der Wirkstoffe durch die Oberhaut blockiert wird. Der Laser geht in die Tiefe, die Behandlung ist schonend und nahezu schmerzfrei und man ist in der Regel nach weniger als 24 Stunden wieder „ausgehfein“.
TIVOLI APOTHEKE
„Am schönsten sind wir, wenn wir niemandem gefallen wollen.“
NATÜRLICHE WUNDERWAFFEN Die täglichen Belastungen für unseren Körper sind oft enorm. Zu viel Druck, wenig Schlaf, Alkohol oder unregelmäßige Ernährung vermindern unsere Leistungsfähigkeit. Doch es gibt Hilfe.
Mag. pharm. Monica Koller
Wir sind bei der Mikronährstoffaufnahme teilweise weit entfernt von einer bedarfsgerechten Versorgung unseres Körpers. Die Folgen können dramatisch sein: So läuft die Energieproduktion nicht ohne ausreichend B-Vitamine ab, die Muskelkontraktion kann ohne Magnesium, Kalium, Natrium und Kalzium nicht stattfinden. Nerven brauchen hochwertige Fettsäuren, Knochen Vitamin D, Vitamin K und Kalzium. Für Sportler ist die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln inzwischen selbstverständlich – es kann aber für jeden von Vorteil sein, ganz gezielt zu verschiedenen Präparaten zu greifen.
GEPIEKSTES ANTI-AGING Beim kosmetischen Micro-Needling wird mit feinen Nadeln in die oberste Hautschicht gestochen, so werden quasi kleine Verletzungen verursacht, die die Haut dazu veranlassen, vermehrt Kollagen, Elastin und Hyaluron zu bilden, um sich wieder zu reparieren. Diese Substanzen sorgen dafür, dass das Bindegewebe an Elastizität und Festigkeit gewinnt. Neben Fältchen lassen sich auf diese Weise auch unschöne Narben behandeln. Auch wenn man Falten damit nicht gänzlich verschwinden lässt, deren Tiefe sollte sich auf jeden Fall verbessern. Waltraud Riedmann von Kosmetik Waltraud erklärt: „Micro-Needling ist eine gute Möglichkeit, um Falten vorzubeugen und die Haut bis ins Alter schön zu erhalten.“ Ehrlicherweise ist die Behandlung ein bisschen schmerzhaft, aber durchaus auszuhalten. Und wirkungsvoll. Am besten lässt man sie im Herbst oder Winter durchführen, da man ein bis zwei Tage direkte Sonne vermeiden sollte.
Vital- und Heilpilze zum Beispiel gehören zu den ältesten Naturarzneien der Menschheit. Die vielen bioaktiven Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich nachgewiesen und können bei gezielter Anwendung hervorragend bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen eingesetzt werden. Doch egal ob Mineralstoffe, Vitamine, Pilze oder andere Helfer – wichtig dabei ist es immer, diese Mittel nicht wahllos zu verwenden, sondern sich von Experten beraten zu lassen.
Wo: Cosmetic Waltraud, Erlerstraße 10, Innsbruck. www.cosmetic-waltraud.at
TIVOLI APOTHEKE
Kosten: 120 Euro/Stunde
Und wenn ihr ganz genau wissen wollt, wie es um euren Körper steht, empfehlen wir eine Messung mit dem neuen QuantumResonanzMagneticAnalyzer, der in 60 Sekunden mehr als 240 Gesundheitsinformationen liefert und damit eine sehr präzise Aussage über die persönliche Ernährungs- und Stoffwechselsituation gibt. „Mit dieser Analysemethode in unserer Apotheke versuchen wir herauszufinden, was der einzelne Körper braucht, um wieder leistungsfähig und abwehrstark zu werden oder dies zu bleiben“, so Monica Koller.
Mag. pharm. Monica Koller Olympiastraße 37, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/890005, info@tivoli-apotheke.at www.tivoli-apotheke.at E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G
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IN DUBIO PRO DEO Wahre Schönheit kommt von innen? Ja, eh. Trotzdem darf man sie auch von außen sehen. Und fühlen. Und riechen.
L U S T A U F L O C K E N? Perfect Curl – die Premium-Produktlinie von Marlies Möller beauty haircare – sorgt dafür, dass die Curly-Frisur im Sommer besonders schön wird. Nebst dem duftenden Activating Spray für natürliche Haltbarkeit (29,90 Euro) gibt’s ein Shampoo (24,50 Euro) für sanfte Reinigung und intensive Pflege sowie das Styling-Gel fürs perfekte Finish (24,50 Euro). Marlies Möller erhältlich bei Marionnaud und Douglas.
Für P R O F E S S I O N E L L E S Augen-Makeup: Die Eye&Cheek-Palette von Horst Kirchberger besteht aus einem seidigen Blush und acht Eye-Shadows. Ca. 60 Euro im Kosmetikinstitut Aurora.
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Schwarz macht Weiß. „Premium Charcoal Teeth Whitening“ von Amelia Benson hellt die Zähne auf natürliche Weise auf. Ein organisches Produkt, das gezielt auf chemische Zusätze verzichtet. Ein S T R A H L E N D E S L Ä C H E L N ist somit garantiert! Für euch getestet und für gut befunden, auch wenn das Pulver ein bisserl gewöhnungsbedürftig ausschaut. Erhältlich um 29,90 Euro im Nail Spa in Innsbruck.
„Schönheit fängt mit Staunen an.“ A N K E M A G G A U E R- K I R S C H E, LY R I K E R I N
Mildes, zuverlässiges
C R E M E- D E O D O R A N T mit Anti-
Wenn jemand was vom
Transpirant-Wirkung von Juvena für ein sicheres, frisches Gefühl den ganzen Tag lang. 14,90 Euro, bei Marionnaud und Douglas.
S C H L E I F E N U N D F E I L E N versteht,
dann Tyrolit. Folgerichtig gibt’s von den Schwazern nun auch eine hochwertige Keramikfeile für besonders schonende Nagelpflege. 19,90 Euro über www.tyrolitlife.com
Im Sommer bekommt die Haut einiges zu tun, vor allem im Gesicht. Das „Sérum Hyalu.Repair“ von Apot. Care Paris spendet Feuchtigkeit und hinterlässt eine geschmeidige, STRAHLENDE HAUT. 30 ml, 79 Euro. Bei Nägele & Strubell.
SOMMERDUFT – aromatisch, fruchtig, sexy, grünes Gras und Feige: Eau de Parfum Basilico & Fellini von Vilhelm Parfumerie. Gesehen um ca. 80 Euro (18 ml) bei Nägele & Strubell.
ALLER GUTEN DINGE SIND GRÜN: Die Lipcolor-Butter von Astor kommt nicht nur in
F Ü N F N E U E N FA R B E N
daher, sie macht die Lippen auch seidenweich. 7,99 Euro bei BIPA.
Die Hemp&Peace-Ampulle aus der Chill-out-Edition von Babor ist dank Hanfsamenöl reich an Omega-6-Fettsäuren, das fördert die Regeneration gestresster Haut. Ideal für die nächtliche Erholung. Ein Röllchen kostet rund 25 Euro. Erhältlich bei Kosmetik Visage in Innsbruck.
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Das EpiGen Daily-Detox Serum von !QMS Medi Cosmetics ist eine geniale
Die R E I N I G U N G D E R H A U T gehört zu den wichtigsten Schritten in der täglichen Hautpflege. Die Purify-Kollektion von Rituals sorgt mit Inhaltsstoffen wie Moringa und Heiligem Lotus für einen frischen Teint. Mit dabei unter anderem eine Gesichtsmaske (29,90 Euro) und der milde Cleansing Balm (17,50 Euro). Einen Shop gibt’s in Innsbruck im DEZ und in den Rathaus Galerien.
HAUTPFLEGEBEHANDLUNG , speziell abgestimmt auf Schädigungen der Haut durch äußere Einflüsse wie UV-Licht und Umweltverschmutzung. 30 ml erhältlich um 188 Euro im Kosmetikinstitut Aurora in Innsbruck.
G U T E- L A U N E- L O T I O N von Declaré:
Mediterranean Body Lotion, 390 ml, 14,95 Euro (gibt’s auch als Duschgel und außerdem in den Duftnoten Exotic und Oriental). Bei Douglas.
„Liebe zur Schönheit ist Geschmack. Das Schaffen von Schönheit ist Kunst.“ R A L P H W A L D O E M E R S O N, G E I S T L I C H E R U N D P H I L O S O P H
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Wimper-Klimper: Das V E G A N E Wimpern- und Augenbrauenserum von Cilamour sorgt dank natürlicher Inhaltsstoffe selbst bei empfindlichen Augen für lange, dichte Wimpern. Gesehen um 79 (2 ml) bzw. 119 Euro (4 ml) im Nail Spa, Innsbruck.
S O F O R T H I L F E T O G O:
Der Skin Meditation Concentrated Spray von Declaré bringt Kühlung, Erfrischung und eine entspannte Gelassenheit für die Haut. 75 ml um 34,90 Euro. Gesehen bei Douglas.
Auf Reisen mag man ungern sein G E S A M T E S B A D E Z I M M E R mit in den Koffer packen. !QMS Medicosmetics hat uns praktischerweise ein Reiseset geschnürt, um die Haut zu erfrischen und zu schützen. Das Travel Case enthält unter anderem Reinigungslotion und -tonic, eine Maske sowie pflegende Cremes in Sondergrößen. Erhältlich um 99 Euro im Kosmetikinstitut Aurora von Murat Coskun in Innsbruck.
„Schönheit ist ästhetisch, praktisch und nützlich.“ Die CC-Cream von Juvena mit Lichtschutzfaktor 30 ist der perfekte
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MAKE-UP-BEGLEITER
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PEEK (Polyetheretherketon)
als Alternative zu Metall in der Zahnmedizin
„Immer mehr Menschen leiden an einer Unverträglichkeit gegenüber Metallen oder möchten aus anderen Gründen kein Metall mehr im Mund haben.“, weiß Fr. Dr. Annemarie Stolz aus ihrer langjährigen Praxis als Zahmmedizinerin. Mit dem Hochleistungskunststoff PEEK gibt es jetzt die Möglichkeit jede Art von Zahnersatz völlig metallfrei herzustellen.
Nicht nur im Sommer, aber da besonders, braucht’s ein O R D E N T L I C H E S D E O . Wir empfehlen das neue Adipower AntiTranspirant von Adidas. 3,49 Euro.
Vorteile von PEEK: • metallfrei • allergiefrei • angenehmer Tragekomfort • keine Verfärbungen • Erfahrungen seit über 15 Jahren Weitere Angebote: Implantate, Lachgas, Narkosebehandlungen, Parodontologie, Kinderzahnheilkunde, Bleaching, Alterszahnmedizin. Zu Ihrem individuellen Behandlungsplan berate ich Sie sehr gerne in einem persönlichen Gespräch.
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SCHNUPPERSTUNDE Maya Altenburger-Schwitzer hat viele Talente. Eines davon ist, den richtigen Riecher zu haben.
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otograf Andreas Friedle und ich sind auch für diese Ausgabe wieder zu Gast im Hause Schwitzer. Maya sitzt am Küchentisch und bemalt Duftflakons. Wir schauen aufmerksam zu und ich bewundere die Präzision in der Federführung, die mich schon beim Hinschauen hibbelig werden lässt, weil mir die Geduld in dieser Hinsicht leider gänzlich fehlt. Maya nicht. Mit einer unglaublichen Akribie bringt sie die Farbe aufs Glas. Auf ihre Duftflakons, die dadurch allesamt zu Unikaten werden. M a y a hat in ihrer Jugend die Glas-HTL in Kramsach besucht und anschließend als Designerin für Swarovski gearbeitet. Das Metier ist ihr also nicht fremd. Dennoch: „Ich bin kein Parfümeur“, sagt Maya. „Ich brauche also jemanden, der mir dabei hilft, die Düfte zu kreieren und zu entwickeln.“ Durch die von ihr entworfenen und bemalten Flakons wird der Duft aber zu etwas ganz Persönlichem. Nicht nur für Maya selbst. „Normalerweise schauen Duftflakons alle gleich aus. Mein Mann Reinhard hatte dann die Idee, dass ich sie für meine Düfte durch meine Ausbildung und meinen Background ja selbst bemalen und damit zu einer Besonderheit machen könnte“, erzählt Maya. Also hat sie begonnen, zu experimentieren, wie es am besten funktionieren könnte.
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MARINA KREMSER FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
So riecht Maya: In der Basis nach Holz und weißem Moschus, die Herznote duftet nach Apfel, Ingwer und schwarzer Johannisbeere, in der Kopfnote dominieren Zitrone, Orange und Pampelmuse. Kurzum: frisch und fruchtig und wunderbar für den Sommer. Und jede andere Jahreszeit.
vor, dass jemand gerne ein ganz spezielles Motiv hätte, den Geburtstag oder den Hochzeitstag. Das mache ich auf Anfrage natürlich auch. Wenn ein Mann seiner Frau einen Flakon mit einem braunen Ross drauf schenken möchte, dann soll sie ihr braunes Ross bekommen. Naturalistisch wird’s zwar nicht, aber trotzdem schön“, lacht Maya ihr herzliches Lachen. Unbemalte Flakons verkauft Maya in ihrer Beauty Bauer Parfumerie in der Schwazer Altstadt so gut wie gar nicht mehr. Viele Frauen behalten auch die leeren Flakons noch auf, weil sie wahre künstlerische Meisterwerke und eben ein Stück Maya sind. F ü r d i e B e m a l u n g verlangt Maya üblicherweise nichts extra. Ein 30-ml-Duft kostet immer 70 Euro, egal was drauf ist. Oder eben nicht. „Ich weiß, dass 70 Euro nicht wenig Geld sind. Deshalb verrechne ich die Bemalung auch nur selten zusätzlich, weil ich möchte, dass die Düfte letztlich doch erschwinglich bleiben.“ Dafür bekommt man Düfte mit reinen Parfümölen, ohne Chemie und anderem Schnickschnack – vom Rosenöl bis Ylang-Ylang ist alles pur. „Natürlich kann ich einen Duft mit chemischen Zusätzen um ein Vielfaches billiger herstellen, aber das möchte ich nicht. Da fehlt die Wertigkeit“, findet Maya. Und recht hat sie.
DUFTKUNST A n d e r s a l s b e i m B e m a l e n von herkömmlichen Gläsern kann man die Parfümflakons nicht einfach in einen Brennofen schieben, um die Motive haltbar zu machen. Auch mit Glasmalfarben, die Hobbymaler gerne verwenden, geht es nicht, weil die verwischen würden. Es wurden also hochglänzende Lacke. Die sind auch dann noch haltbar, wenn man den Flakon zigmal in der Hand hatte. Maya: „Ich arbeite mit einer Feder und male zuerst die Konturen auf – meist ohne Entwurf, einfach aus dem Kopf heraus. Dann beginne ich mit den verschiedenen Farben. Meistens sitze ich fünf, sechs Stunden am Stück an meinem Tisch zu Hause und bemale eine ganze Charge, die dann ins Geschäft kommt. Es kommt aber auch
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Kürzlich hat Maya die Parfümeure aus Grasse auf der Parfümmesse in Mailand getroffen. Sie sind für die Herstellung des Maya-Dufts verantwortlich. Im Bild: Maya mit Geoffrey Neyman, CEO Micallef Parfums Grasse.
Die Parfümeure für Mayas mittlerweile fünf Düfte sitzen im französischen Grasse und in Berlin. „Düfte sind ein wahnsinnig schwieriges Thema“, sagt Maya. „Man sprüht sie auf, riecht sie, dann dauert es 20 Minuten und sie riechen ganz anders und am Ende wechselt es wieder. Auch auf der Haut wirken sie bei jedem unterschiedlich.“ Ihr erstes Duftexperiment trägt den Namen „SZ No.1“ und es sei nicht einfach gewesen, bis er endlich so war, wie er jetzt ist. Viele Proben wurden zigfach hin- und hergeschickt. „Ich konnte ja nicht ständig nach Grasse fliegen, das wäre ein noch größerer Aufwand, als es eh schon ist. Dann kommen die Phiolen an und man schnuppert, wartet, riecht wieder. Gott sei Dank haben wir genug Mädels in
„Der Maya-Duft ist komplett ich. Ich liebe ihn!“ M AYA
der Apotheke und in unserer Parumerie, die als Testerinnen geholfen haben.“ Geworden ist „SZ No.1“ ein pudriger, schmeichelnder Duft mit Himbeeren und Pfirsich in der Kopfnote, im Herz Ylang-Ylang und in der Basis Moschus, Vanille und Tonkabohne. „Moschus ist normalerweise nicht mein Ding“, gesteht Maya, „er macht eine gewisse Schwere, hier passt er aber toll.“ Mit seinem Namen und den glitzernden Swarovski-Steinchen ist SZ No.1 quasi eine Reminiszenz an die Stadt und Mayas Vergangenheit. Den Duft gibt es bereits seit einigen Jahren und immer noch ist er der beliebteste von allen. A u f S Z N o . 1 folgten ein Herren- sowie ein Damenduft mit dem klingenden Namen „Nobile“, kreiert und hergestellt in Berlin, wobei der Damenduft etwas frischer geworden ist als sein Vorgänger. Apfel und Minze, in der Basis Sandelholz und Bourbonvanille. „Wenn man den Duft aufsprüht, riecht man ihn noch tagelang. Und kaum hat es den Damenduft gegeben, wollten die Herren auch einen. Das Nobile-Herrenparfum ist mein persönlicher Lieblingsduft. Alle unsere Buben und Reinhard verwenden ihn“, so Maya. „Er riecht nach sizilianischer Zitrone und Bergamotte, frisch – das find ich super.“ Dazu kommt ozeanisches Acqua und Veilchen. „Herrendüfte sind durch verschiedene Hölzer oft rauchig und schwer. Das ist der Nobile überhaupt nicht. Da möchte ich mich am liebsten hineinlegen.“
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Unter dem Namen Nobile gibt es in der Beauty Bauer Parfumerie übrigens auch eine eigene Pflegeserie, „was nicht so schwer ist, wenn man Apotheker im Hintergrund hat“, grinst Maya. „Wir sind quasi mitten im Epizentrum der Pflege.“ Während in Cremes renommierter Beautymarken der Hyaluron-Anteil oft verschwindend gering und der Preis dafür richtig hoch ist, so verhält es sich bei Nobile genau umgekehrt. Das Gel mit 40 Prozent Hyaluron kostet gerade einmal 29 Euro und hat schon viele Faninnen gefunden. „Wir sind ein No-Name-Brand, aber was drin ist, hat höchste Apothekenqualität“, so Maya. Mit der „Schwazer Silberstadt“ hat sie schließlich einen Unisex-Duft nachgelegt. Maya: „Es gibt viele Mädels, die zwischendurch gerne mal einen Herrenduft tragen. Ich find das gut. Im Schwazer Duft ist Mango drin, das passt eigentlich immer. In der Basis rauchige Hölzer, aber nicht zu stark, und ein bisschen Moschus in leichter Dosierung. Dazu Jasmin und Freesien. Das passt perfekt.“
DIE PARFUMS
von Maya gibt es ausschließlich und exklusiv in ihrer Beauty Bauer Parfumerie in der Schwazer Altstadt. Bemalt werden sie zu Hause am Esstisch – mit viel Geduld und Akribie und ganz individuell.
Maya. „Vom Duft sowieso aber auch vom Design und der Umsetzung. Die Verpackung ist nicht mehr ganz weiß, sondern gestaltet. Das finde ich sehr toll.“
PUNKTLANDUNG Vor Kurzem hat Maya nun ihren eigenen, ganz persönlichen Duft lanciert und hat sich dafür wieder mit den Parfümeuren aus Grasse zusammengetan, die sie kürzlich bei der Parfümmesse in Mailand persönlich getroffen hat. „Ich bin jetzt schon ganz begeistert“, freut sich
M a y a ist nun ganz Maya! „Nun ist Schluss mit lustig, dachte ich mir. Der Duft trägt meinen Namen, hier gibt es keine Kompromisse mehr. Diesen Duft möchte ich am liebsten selber jeden Tag tragen. Der Maya-Duft ist komplett ich. Ich liebe ihn.“
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WENN AUS LIEBE NEUES LEBEN WIRD Seit über drei Jahrzehnten behandeln und betreuen Dr. Josef und Dr. Sonja Zech in ihrer Kinderwunsch-Clinic in Innsbruck erfolgreich Paare aus aller Welt. Kinderwunscherfüller – es ist ein schöner Beruf, den die beiden haben.
Das Strahlen von frischgebackenen Eltern und der Stolz, mit dem diese Paare ihr lang ersehntes Babyglück präsentieren, berührt uns auch nach über 30 Jahren unserer Tätigkeit in der Kinderwunschtherapie zutiefst und bestätigt: Wir leisten mit unserer Arbeit einen Beitrag“, sagen Josef und Sonja Zech und erklären damit auch schon gleich ihr Tun: Die beiden verhelfen ungewollt kinderlosen Paaren zu ihrem größten Glück. K e n n e n g e l e r n t haben sich die beiden Kinderwunschärzte im Fortpflanzungslabor der Frauenklinik in Innsbruck, in der sie beide
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Schon am Empfang nimmt das freundliche, helle Ambiente die Scheu, in die Praxis zu treten.
arbeiteten. Es kam jedoch der Zeitpunkt, an den sie sich aus dem starren Klinikkonzept lösen und ihre eigenen Vorstellungen von Betreuung, Behandlung und Begleitung von ungewollt kinderlosen Paaren verwirklichen wollten. Die erste Private Kinderwunsch-Clinic Tirol ist bis heute eine der modernsten, innovativsten und erfolgreichsten Kliniken Europas. Durch die individuelle und professionelle Behandlung liegt das Behandlungsrisiko im Promillebereich. Zudem gilt der eigens entwickelte „Zech Selector“ inzwischen in wissenschaftlichen Kreisen als beste und einfachste Methode, qualitativ hochwertige Samenflüssigkeit zu extrahieren. Mittlerweile
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wurde nicht nur eine Weiterentwicklung des „Zech Selectors“ patentiert, sondern auch die Methode an sich als Patent anerkannt.
Ausstattung der Praxis haben uns überzeugt: Hier sind wir an der richtigen Adresse. Die Schwangerschaft und die Geburt von unserer Bianca Maria verliefen dann wie im Bilderbuch. Und schauen Sie sich unsere Tochter an – wir sind sehr stolz auf sie. Uns war dann sofort klar: Wir möchten gleich ein zweites Kind – und natürlich wieder mit der Unterstützung von Dr. Zech. Es hat ja schon beim ersten Mal alles super geklappt. Allerdings war es diesmal nicht so einfach …
S o v i e l w i e n ö t i g , so wenig wie möglich: Die Kinderwunsch-Clinic Dr. Zech wählt für jede Patientin den körperlich, seelisch und finanziell sanftesten Weg aus den umfangreichen Behandlungsmöglichkeiten. Über 10.000 Kindern sind Josef und Sonja Zech schon die medizinischen Eltern. Bianca Maria und Zeno Sandri sind zwei davon.
Wie ist man mit den Komplikationen umgegangen? Wir hatten erst eine Fehlgeburt, dann hatte es doch geklappt, auch wenn die zweite Schwangerschaft doch ein bisschen schwieriger war. Wir haben schon etwas Angst gehabt, aber bei jedem Zweifel oder jeder Unregelmäßigkeit konnten wir Dr. Zech und sein Team immer anrufen – sogar am Wochenende oder am Abend. Wir haben uns trotz der Entfernung immer nahe und gut betreut gefühlt! Das hat uns die Sicherheit gegeben, es auch mit einem dritten Kind zu versuchen. Unsere Familie ist unser größter Stolz.
AUS DEM LEBEN Francesca und Fabio Sandri kommen aus Verona. Schon vor ihrer Hochzeit wussten sie: Ihr größter Wunsch ist eine Familie mit Kindern. Allerdings wollte es auf natürlichem Wege nicht so recht klappen. Nach verschiedenen Untersuchungen haben sie sich in Italien informiert und mehrere Behandlungen versucht – ohne Erfolg. S c h l i e s s l i c h bekamen die beiden den Tipp, es doch bei der Privaten Kinderwunsch-Clinic von Dr. Josef Zech in Innsbruck zu versuchen. Und ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Die kleine Bianca Maria erblickte als erstes Kind der jungen Eltern das Licht der Welt, heute sind die Kids zu dritt. „Wir haben ausgerechnet, dass wir etwa 14.000 Kilometer dafür gefahren sind, aber wenn wir uns unsere Kinder anschauen: Es war jeden davon wert“, sagen Francesca und Fabio, die uns von ihren Erfahrungen erzählen. Wie war der erster Eindruck, als ihr nach Österreich in die Kinderwunsch-Clinic gekommen seid? F A M I L I E S A N D R I : Wir haben so unsere Erfahrungen mit der Lösung zum unerfüllten Kinderwunsch in Italien gemacht – und waren deshalb sehr erleichtert, wie professionell das Team rund um Dr. Zech mit uns umgegangen ist. Wir wurden offenherzig und mit viel Freundlichkeit empfangen. Man hat uns sehr ernst genommen und auf dieser Basis hat sich mittlerweile ein fast schon freundschaftliches Verhältnis zwischen den Ärzten und uns eingestellt. Was hat Sie besonders beeindruckt? Das warme Ambiente der Praxis war das Erste, was uns aufgefallen ist. Die zuverlässige Organisation, die verständliche Aufklärung, dann die gründliche Untersuchung mit der anschließenden ausführlichen Erklärung, welche Möglichkeiten zur Befruchtung gut für uns sind, und natürlich auch die moderne
Francesca und Fabio Sandri aus Verona haben Tausende Kilometer zurückgelegt, um sich in der Kinderwunsch-Clinic behandeln zu lassen, doch ihre drei Kinder entschädigen für alles.
PRIVATE KINDERWUNSCHCLINIC
Dr. med. Josef und Dr. med. Sonja Zech Grabenweg 65, SOHO-Gebäude 6020 Innsbruck Tel.: 0512/57 91 24 info@kinderwunsch.at www.kinderwunsch.at
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GIB STROM,
BABY!
Fünf Autos, fünf Frauen und jede Menge Strom: Das war mayas E-Drive-Day, der zeigte, dass Frauen erstens jede Menge Ahnung von und großes Interesse an Autos haben, zweitens ganz genau wissen, was sie in Sachen Mobilität wollen (und was nicht), und drittens, dass Navigationsgeräte tolle Erfindungen sind.
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s war ein richtig heißer Frühlingstag, die Sonne strahlte, die Autos glänzten und die Damen waren erwartungsfroh angetreten. Fünf Elektroautos galt es zu testen, ausgewählt von eco.nova-Motorredakteur Bruno König, der auch die Route für den Festtag festgelegt hatte. Der Plan: Jede der Damen fährt jedes Auto, am Ende sollte nicht nur Fazit über Elektromobilität generell, sondern auch die Vorzüge der einzelnen Testautos gezogen werden. Abgesehen von leichten Schwierigkeiten, der vorgegebenen Route zu
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SONJA NIEDERBRUNNER AUTOS:
BRUNO KÖNIG FOTOS:
TOM BAUSE
folgen (was der unaufmerksamen Redakteurin anzulasten wäre, die mehr fragte als schaute), und einem drohenden Gewitter, das wir aber auf gewohnt weiblich-elegante Art umfuhren (ja, das war genau so geplant), war der Tag ein höchst interessanter, lustiger, lehrreicher und fröhlicher. Nach fünf Stunden hat nicht nur so manche der Teilnehmerinnen eine gänzlich andere Meinung von Elektromobilität, es wurden auch neue Kontakte geknüpft, es wurde gelacht, es wurde geredet – über Autos, über den Alltag, übers Leben eben. Danke Mädels, es war toll mit euch!
UNSERE TESTAUTOS VW E-GOLF
Zur Verfügung gestellt vom Autohaus VOWA, Innsbruck Leistung: 100 kW/136 PS Spitze: 150 km/h Beschleunigung: 9,6 Sekunden von 0–100 km/h Reichweite: ca. 260 km Ladedauer: zwischen 45 Minuten (CCS-System) und 17 Stunden (Haushaltssteckdose) Batteriegarantie: 8 Jahre/160.000 km Preis: ab 39.390 Euro
HYUNDAI IONIC ELECTRO
DIE DAMEN UND WAS SIE DENKEN JULIA ERLER, 28, B A N K A N G E S T E L LT E , I N N S B R U C K Autofahren bedeutet für mich ... J U L I A : Freiheit. Ohne mein Auto wäre ich aufgeschmissen. Das denke ich über Elektromobilität: Ich war immer schon von der Idee der Elektroautos überzeugt. Man muss aber auch einiges bedenken und planen und auch seinen Rhythmus etwas umstellen. Man kann ja nicht einfach zur Tankstelle fahren wie mit einem herkömmlichen Auto. Ich würde mich nicht unbedingt trauen, mit einem Elektroauto in Urlaub zu fahren, könnte mir aber sehr wohl vorstellen, eines nur für die Stadt zu nützen. Käme ein E-Auto für dich in Frage? Ja, aber nur für die Stadt und kleine Strecken. Man muss seine Fahrten genauer planen und auch konsequent mit dem Anstecken nach der Rückkehr sein. Pluspunkt ist der ökologische Gedanke und dass eine „Tankfüllung“ nur ca. 2 Euro ausmacht. Darauf möchte ich beim Auto nicht verzichten: Sitzheizung und die Freisprechanlage.
Zur Verfügung gestellt von der Autowelt-Denzel Unterberger, Innsbruck Leistung: 88 kW/120 PS Spitze: 165 km/h Beschleunigung: 9,9 Sekunden von 0–100 km/h Reichweite: ca. 260 km Ladedauer: zwischen 40 Minuten (CCS-System) und 13 Stunden (Haushaltssteckdose) Batteriegarantie: 8 Jahre/200.000 km Preis: ab 34.990 Euro
NISSAN LEAF
Zur Verfügung gestellt vom Autohaus Ostermann, Innsbruck Leistung: 110 kW/150 PS Spitze: 144 km/h Beschleunigung: 7,9 Sekunden von 0–100 km/h Reichweite: ca. 270 km Ladedauer: zwischen 60 Minuten (CCS-System) und 16 Stunden (Haushaltssteckdose) Batteriegarantie: 8 Jahre/160.000 km Preis: ab 35.600 Euro
Welche Vorurteile über Frauen am Steuer sind Humbug? Frau am Steuer – Ungeheuer? Manchmal vielleicht … Ich denke, wir Frauen brauchen einfach mehr Selbstvertrauen, was das Thema Auto betrifft. Welches der getesteten Autos hat dir am besten gefallen? Warum? Audi Q7 eTron – als ich in das Auto eingestiegen bin, hatte ich im ersten Moment etwas Respekt vor der Größe, aber als die Fahrt dann losging, habe ich mich total wohl gefühlt. Mit über 300 PS flitzt man schon ziemlich ab.
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CHRISTIANE MÖSSNER, 35, TRANSPORTMANAGERIN IN KARENZ, 2 KINDER, WÖRGL Autofahren bedeutet für mich ... Spaß und Freiheit, weil man schnell und ungebunden von A nach B kommt. Das denke ich über Elektromobilität: Ich hatte vor dem E-Drive-Day keine Ahnung von E-Autos, dachte aber, dass das Fahren viel langweiliger als mit einem anderen Auto sein müsste, weil man keinen Motor hört und weil es Automatikautos sind und ich eigentlich gerne schalte. Aber: das Fahren hat sehr viel Spaß gemacht und es war keineswegs langweilig. Im Gegenteil, die Autos sind sehr spritzig! Negativ ist in der Tat nur, dass man kein Motorgeräusch hört, da weiß man gar nicht, ob man schon gestartet hat oder nicht. Käme ein E-Auto für dich in Frage? Ein reines E-Auto würde aufgrund der Reichweite eher nicht in Frage kommen für mich, da man doch zeitlich dann recht gebunden ist bzw. man die Fahrt den E-Tankstellen nach planen muss. Mal schnell nach Italien stell ich mir da schwierig vor, das wäre für uns nichts, da wir gerne verreisen und wegen der Kinder dann mit dem Auto fahren. Als Zweitauto in der Stadt allerdings könnte ich es mir schon
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V. li.: maya-Redakteurin Sonja Niederbrunner, Christiane Mössner, Julia Erler, Stephanie Venier, Nadine Winkler, Natascha Arming
vorstellen. Vor allem gefällt mir der Umweltgedanke sehr gut. Darauf möchte ich beim Auto nicht verzichten: Auf die Einparkhilfe. Und Autofahren ohne Radio bzw. Musik macht mir keinen Spaß. Welche Vorurteile über Frauen am Steuer sind Humbug? Es heißt immer, Frauen können nicht einparken. Das finde ich absoluten Quatsch. Ich behaupte, dass ich es besser hinkriege als mein Mann. Frauen sind beim Autofahren aber aggressiver als Männer. Das ist kein Mythos, es kommt oft vor, dass ich laut im Auto schimpfe und hupe. Aber das sollte ich langsam lassen, da mein Sohn alles nachplappert. Welches der getesteten Autos hat dir am besten gefallen? Warum? Der Audi Q7 hat mir am besten gefallen, weil ich große Autos mag. Und weil es ein Hybrid ist. Zum Fahren fand ich den BMW am besten, besonders für die Stadt, da er klein und wendig ist. Er liegt aber auch gut auf der Straße und beschleunigt sehr schnell.
N ATA S C H A A R M I N G, 46, HAUSFRAU UND MUTTER VON VIER K I N D E R N, V O M P Autofahren bedeutet für mich ... Mittel zum Zweck. Wenn ich mir jedoch Zeit nehme und mich nicht von meinen Kindern hetzen lasse, macht mir Autofahren großen Spaß. Mit der richtigen Musik durch die schöne Tiroler Landschaft zu fahren, kann auch sehr entspannend für mich sein. Das denke ich über Elektromobilität: Vor dem E-Drive-Day habe ich mir kaum Gedanken über E-Autos gemacht und ich bin auch nie in den Genuss gekommen, ein Elektroauto zu fahren. Ich denke aber, dass man sich besonders in der heutigen Zeit auf umweltfreundlichere Mobilität fokussieren sollte und E-Autos ein großer ökologischer Fortschritt in die richtige Richtung sind. Käme ein E-Auto für dich in Frage? Als in Tirol lebende Kärntnerin käme ein Elektroauto für mich derzeit noch nicht in Frage. Aufgrund der Langstrecken ist die begrenzte Reichweite der Elektroautos ein großer Nachteil für mich. Auch wenn es derzeit schon einige Schnellladestationen gibt, muss immer eine gewisse Ladezeit einkalkuliert werden. Für den Kurzstreckenbereich kann ich es
FOTO: MARKUS BSTIELER
aber nur empfehlen! Besonders das lautlose Fahren, die geringeren Umweltbelastungen und Betriebskosten sowie der Fahrspaß sind Pluspunkte. Darauf möchte ich beim Auto nicht verzichten: Ich möchte auf keinen Fall auf mein geliebtes Navi und die Sitzheizung verzichten. Welche Vorurteile über Frauen am Steuer sind Humbug? Frau am Steuer, Ungeheuer? Ganz im Gegenteil! Frauen fahren sehr sicher und bewahren eher einen kühleren Kopf als Männer! Wir Frauen finden schneller einen Parkplatz und haben mehr Feingefühl beim Einparken. Meiner Meinung nach sind Frauen nicht unbedingt die besseren Autofahrer als Männer, aber unsere höhere Kompetenz macht uns zu besseren Autofahrern. Welches der getesteten Autos hat dir am besten gefallen? Warum? Diese Entscheidung fällt mir leicht. Der BMW mit seinem futuristischen Design ist gegenüber den anderen Testmodellen ein sehr modernes, aber auch klassisches Auto und konnte mich durch sein besonders angenehmes Fahrgefühl überzeugen. Des Weiteren hat mich die Hochtechnologie, die in diesem Auto steckt, fasziniert. Mir persönlich gibt der Wagen auch ein Gefühl der Sicherheit, welches mir vor allem beim Herumführen meiner Kinder besonders wichtig ist.
N A D I N E W I N K L E R , 3 5, R E S TA U R A N T FA C H F R A U , P I L L B E R G Autofahren bedeutet für mich ... Freiheit, Unabhängigkeit, Mobilität, wann ich will, Spaß und Luxus. Das denke ich über Elektromobilität: Ich war vorher sehr skeptisch, was die Leistung und auch den Fahrspaß anbelangt. Ich war der Meinung, E-Autos sind kompliziert, und das Fahrverhalten sei völlig anders. Aber nichts davon traf zu und ich war wirklich begeistert. Käme ein E-Auto für dich in Frage? Sollte ich mir irgendwann ein neues Auto zulegen, würde ich ein E-Auto definitiv in Betracht ziehen. Es ist umweltfreundlicher, die Unterhaltskosten sind wesentlich geringer. Für Langstrecken ist es aber noch nicht ganz optimal und es ist auch irgendwie zu leise. Darauf möchte ich beim Auto nicht verzichten: Platz, Komfort vor allem bei längeren Fahrten, einen großen Kofferraum und Sitzheizung.
fahren. Auch der BMW und der Audi machten Spaß beim Fahren.
BMW i3s
Zur Verfügung gestellt vom Autohaus BMW UnterbergerDenzel, Innsbruck Leistung: 135 kW/184 PS Spitze: 160 km/h Beschleunigung: 6,9 Sekunden von 0–100 km/h Reichweite: ca. 200 km Ladedauer: zwischen 35 Minuten (CCS-System) und 10 Stunden (Haushaltssteckdose) Batteriegarantie: 8 Jahre/100.000 km Preis: ab 42.500 Euro
A U D I Q 7 E -T R O N PLUG-IN-HYBRID
Zur Verfügung gestellt vom Autohaus VOWA, Innsbruck Systemleistung: 275 kW/373 PS Spitze: 225 km/h Beschleunigung: 6,0 Sekunden von 0–100 km/h Reichweite: ca. 50 km rein elektrisch/ ca. 1.000km Gesamt Ladedauer: zwischen 40 Minuten (CCS-System) und 8 Stunden (Haushaltssteckdose) Vollgarantie: 2 Jahre Batteriegarantie: 8 Jahre/160.000 km Preis: ab 84.800 Euro
S T E P H A N I E V E N I E R, 33, KO M M U N I K AT I O N S T R A I N E R I N, 3 K I N D E R, I M S T Autofahren bedeutet für mich ... Die Freiheit, ohne andere Mittel von A nach B zu kommen. Sicherheit. Mit dem Auto kann ich mich relativ sicher fortbewegen. Das denke ich über Elektromobilität: Tatsächlich ist die Anschaffung eines E-Mobils schon länger Thema, da ich mich mit der Idee dahinter sehr gut identifizieren kann. Für Familien finde ich die E-Autos aber ein bisschen riskant, denn um wirklich gut damit zu fahren, müssen alle bisherigen Fahrgewohneiten reflektiert und verändert werden. Das ist natürlich immer so eine Sache … Raus aus der Komfortzone. Finde ich ja super. Spätestens aber in Italien auf der Strada del Sole ohne Akku und Kohle mit drei Bambini ... da bin ich raus. Käme ein E-Auto für dich in Frage? Ja, absolut – als Zweitauto in einem gut beherrschbaren Radius. Road Trips wohl eher nicht. Derzeit ist es für mich noch zu unberechenbar. Ich bin davon überzeugt, dass sich die Akkuleistung noch verbessert. Dann schlage ich zu. Darauf möchte ich beim Auto nicht verzichten: Da bin ich genügsam. Sitzheizung ist toll. Ich brauche aber definitiv kein Blabla. Ich hasse Rückfahrkameras.
Förderungen von Elektroautos bis zu 4.300 Euro brutto für Privatpersonen und bis zu 3.000 Euro netto für Firmenkunden.
Welche Vorurteile über Frauen am Steuer sind Humbug? Ich parke ungern, insofern stimmt für mich zumindest diese Geschichte. Ich finde, dafür sollte es einen Parkservice geben. Ich bin auch schon mal ausgestiegen und habe einen netten Exekutivbeamten gebeten, mein Auto parallel einzuparken. Mit einem Riesengrinser hat er das dann auch gemacht.
Welche Vorurteile über Frauen am Steuer sind Humbug? Wir können angeblich nicht einparken, nicht schalten oder machen generell zu viel kaputt. Meine Meinung dazu? Totaler Quatsch, denn jeder – egal ob Männlein oder Weiblein – hat seine Schwächen. Es liegt daran, wie selbstbewusst man ist bzw. wie viel Erfahrung man hat.
Welches der getesteten Autos hat dir am besten gefallen? Warum? Der BMW. Design und Sinnhaftigkeit entsprechen da meinem Lebensstil und der Philosophie. Ich finde, er ist als E-Auto supertoll konzipiert mit niedlichen Details wie beispielsweise der hinteren Autotür. Diese kann man so öffnen, dass maximaler Einstiegskomfort gegeben ist. Er beschleunigt auch super und ist angenehm in der Handhabe. Dabei ist besonders toll, dass die Automatikschaltung am Lenkrad ist. Gefolgt vom VW. Der Golf ist unspektakulär angenehm.
Welches der getesteten Autos hat dir am besten gefallen? Warum? Der Golf. Optik und Ausstattung sind top, man hat das Gefühl, ein normales Auto zu
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lebe. liebe. schenke.
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WOHNEN NICHT NUR AM LAND, AUCH IMMER MEHR STÄDTER ENTDECKEN DIE LIEBE ZUM GRÜN, DENN EIN GARTEN HAT ETWAS FAST SCHON MEDITATIVES. ES GEHT JEDOCH NICHT NUR DARUM, SEIN EIGENES OBST UND GEMÜSE ANZUBAUEN. ES GEHT UM ERHOLUNG. UMS ABSCHALTEN. IM GARTEN KANN MAN DEM GRAS IM WAHRSTEN SINNE BEIM WACHSEN ZUSEHEN.
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RAUS MIT EUCH! TEXT:
MARINA KREMSER
Vorbei sind die Zeiten, in denen unsere Balkone und Terrassen bestenfalls als nützliche Flächen zum Wäschetrocknen, Blumenpräsentieren oder Kleidunglüften dienten und vielleicht zweimal jährlich begrillt wurden. Außen ist das neue Innen. So geht Garten!
Öko-Tipp: Eierschalen in die Gießkanne werfen. Die Nährstoffe bereichern über das Wasser den ganzen Boden.
Tipp von Profigärtnerin Marita für richtig fette Beute: Die richtige Erde nutzen. Beete sorgsam pflegen, welke und kranke Blätter abknipsen, Schädlinge schnell behandeln, verschimmelte Früchte wegwerfen. Setzlinge richtig vorziehen und Sorten richtig kombinieren. M AYA / N U M M E R 02 / J U N I 2018
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icht immer galt der Aufenthalt unter freiem Himmel als erstrebenswert. Zu früheren Zeiten hatten nämlich nur alle jene sonnengebräunte Haut, die draußen arbeiten mussten. Hart und körperlich meistens. Helle Haut hingegen hat gezeigt: Ich bin was Besseres. Das ist Gott sei Dank nicht mehr so, denn wir wissen ohnehin, dass wir toll sind. Also können wir unseren Garten auch in vollen Zügen genießen!
GRÜNES GLÜCK Nicht nur am Land, auch immer mehr Städter entdecken die Liebe zum Grün. Das mag ein wenig grotesk anmuten, weil man sich in der Regel bewusst für ein Leben in der Stadt entscheidet, verständlich ist es aber allemal. Ein Garten hat etwas fast schon Meditatives. Garteln ist wie Yoga, nur mit Dreck unter den Nägeln. Es geht jedoch nicht nur darum, sein
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GARDEN GIRLS
FLOWER LADIES
Jana Henschel, Callwey Verlag, 208 Seiten, EUR 29,90
Karin Heimberger-Preisler DVA, 192 Seiten, EUR 30,80
Wie aus einem Traum Wirklichkeit wurde: 20 Frauen und ihr Schrebergartenglück. Die Fotos kommen von Ulrike Schacht, die für Callwey bereits die Bücher „Sugar Girls“ und „Shop Girls“ in Szene gesetzt hat.
Die Gesichter hinter den inspirierenden Insta-Accounts und kreativen Geschäftsideen. 20 Frauen erzählen von ihrer Leidenschaft für Blumen und Pflanzen. Wei Ling Khor liefert coole Fotos dazu.
G A R D E N - G I R L S -T I P P S WELCHES OBST UND GEMÜSE GEHT FÜR EINSTEIGER? Anna hatte gute Erfolge mit Erbsen, Bohnen und Beeren. Was schnell wächst: Kürbis, Salat, Rucola und Kohlrabi. Und grüne Zucchini, die gelben sind anfällig. Elisa mag Bohnen. Und Tomaten. Die brauchen nur ein Dach überm Kopf. Laura hingegen hat mit Roter Beete und Kartoffeln angefangen.
Lässige Lounge: Die Acapulco-Chairs (z. B. bei Le Manoir in Imst), der Zickzack-Outdoorteppich und die gelben Kissen (IKEA) locken Besucher an. Für den Tisch stapelte Bernadette zwei Paletten übereinander, die sie abends leicht wegräumen kann. Lieblings-SpotifyPlaylist zum Entspannen: Absolute Acustic / Relax & Unwind / Poolside – Pacifix Standard Time / Milchbar Norderney – Seaside Season.
an der Laube mehr als deutlich macht. Auch wenn man sich für die Kleingärten vormerken lassen kann ... bis man einen bekommt, kann das dauern. Manch einer hat darauf zehn Jahre gewartet. In Worten: Z E H N! W e r e i n e n d e r b e g e h r t e n Gärten ergattert, davon träumt oder sich einfach durch ein paar hübsche Exemplare schmökern möchte, dem legen wir wärmstens das Buch „Garden Girls“ ans Herz. Darin präsentieren 20 Mädels ihre besten Ideen für Garten und Laube, geben genial einfache Upcycling-, Pflanzen- und Einrichtungstipps und verraten feine Rezepte von der Apfeltarte bis zum Zwetschkenmus. Alles in allem gibt’s rund 200 Seiten voll mit jeder Menge Spaß, Know-how und ein bisschen Daswill-ich-auch-Feeling.
WELCHES GARTENGERÄT MUSS MAN HABEN? Laura (die mit den Kartoffeln) mag ihre Doppelgrabgabel. Damit kann man den Boden belüften und schwere Erde lockern, ohne die Bodenschichten mit den Mikroorganismen zu zerstören. Und sie hilft auch toll, die Kartoffeln zu ernten. Christiane schwört auf ihre Felco-Gartenschere (Nr. 8, super für Frauenhände) und Patricia verzichtet vor allem ungern auf ihren Löwenzahnzieher. Der holt das Unkraut mit der Wurzel raus – ohne Bücken, ohne viel Krafteinsatz.
eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Es geht um Erholung. Ums Abschalten. Im Garten kann man dem Gras im wahrsten Sinne beim Wachsen zusehen. N u n h a t n i c h t j e d e r das Glück, ein grünes Wohnzimmer vor der Terrassentür zu haben. Deshalb sind sie wieder stark im Kommen: Schrebergärten. Die IIG, die Immobiliengesellschaft der Stadt Innsbruck, zum Beispiel hat im innerstädtischen Bereich 350 grüne Oasen geschaffen, Klein- und Schrebergärten für Familien, Berufstätige, Senioren. Alle. Sämtliche Gärten sind aktuell vergeben. Und das sind sie auf lange Zeit, was die Lust
E i n p a a r F o t o s haben wir schon mal zur Inspiration für euch herausstibizt, im Anschluss gibt’s einen Beitrag zum Gemeinschaftsgarten, quasi dem großen Bruder des Schrebergartens. Wir haben Tanja in ihrem Küchengarten besucht und locker-flockige Sommerrezepte für euch. Cheers!
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design & foto: www.denk-atelier.com
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„Garteln ist wie Yoga, nur mit Dreck unter den Nägeln.“
D A G M A R S D I Y-T I P P FÜR DIE LICHTERKETTE MIT BETONFÜSSEN:
• Ihr braucht 2 Anmischeimer à 10 l, günstiges Speiseöl oder Butter, Ruck-Zuck-Beton, Gießkanne mit Wasser (auf 25 kg Beton 3–3,5 l), 2 Holzpfähle (Vierkant- oder Rundholz, etwa 2,2 m hoch), schwarze Lichterkette (6 m), schwarze Kabelbinder, 10 Glühbirnen (20 L). • Die Eimer von innen ölen, damit der Beton beim Trocknen nicht daran festklebt und ihr ihn am Ende nicht zerschneiden müsst. / Beton und Wasser im Eimer schichten: Erst eine Schicht Betonpulver von 10 bis 15 cm hineinfüllen, dann etwas Wasser aufgießen. Wenn es eingezogen ist, folgt die nächste Schicht Betonpulver. / Nach der zweiten Schicht Beton den Pfahl in die Mitte stellen, eine zweite Person festhalten lassen. Dritte Schicht Beton einfüllen. Nach 3 bis 3,5 Schichten sollte der Eimer voll sein. Wenn der Beton nach einigen Stunden trocken ist, Klotz am Pfahl aus dem Eimer ziehen. / Pfähle mit den Betonfüßen an den Stirnseiten des Tisches aufstellen, Lichterkette mit Kabelbinder am oberen Ende festbinden. Die Glühbirnen in die Fassungen schrauben.
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Gefüllte Champignons
Zutaten für 4–6 Personen: 1 EL zimmerwarme Butter • 24 große weiße oder braune Champignons (die Stämme fein gehackt, die Köpfe ganz) • 2 EL Olivenöl • 60 g Zwiebel, gehackt • grobkörniges Salz und frisch gemahlener Pfeffer. Zubereitung: 1) Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Den Boden einer Backform (20 x 25 cm) mit Butter einfetten. Darauf die Champignons mit der Kopfseite nach unten in einer Schicht verteilen und beiseitestellen. 2) In einer Pfanne bei mittlerer Hitze das Öl erwärmen. Zwiebel und die gehackten Stämme der Champignons zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Unter häufigem Rühren 6 bis 8 Minuten weich dünsten. In eine Schüssel geben und mit einer der nachstehenden Füllungen fortfahren. 3) Die Champignonköpfe großzügig füllen, in den Ofen schieben und 25 bis 30 Minuten backen, bis die Champignons weich und die Füllung warm ist. Leicht auskühlen lassen und servieren.
Füllungen:
Italienische Wurst: 500 g italienisches Wurstbrät in einer Pfanne zerkrümeln. Bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten bräunen. Zur Zwiebelmischung geben und 5 Minuten auskühlen lassen. 250 g Doppelrahmkäse, 2 Esslöffel frisch gehackte glatte Petersilie und ½ Teelöffel Knoblauchsalz einrühren. Artischocken & Gruyère: Eine Dose Artischockenherzen (400 g), gut abgetropft und klein gehackt, zur Zwiebelmischung geben. Das gehackte Grün von 3 Frühlingszwiebeln, 185 g geriebenen Greyerzer-Käse und 125 g Doppelrahmkäse untermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spinat & Pancetta: Einen Bund frischen Spinat mit Stängeln blanchieren, abgießen und die überschüssige Flüssigkeit gut ausdrücken. Klein hacken und zur Zwiebelmischung geben. In einer Pfanne 125 g Pancetta bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 8 Minuten knusprig braten. Pancetta mit 250 g Doppelrahmkäse und 2 Esslöffeln geriebenem PecorinoKäse zur Zwiebelmischung geben und verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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S A M S TA G A B E N D
Kate McMillan, Callwey Verlag, 104 Seiten, EUR 20,60 Der perfekte Samstagabend? Gutes Essen in bester Gesellschaft. Nach ihrem erfolgreichen Blechkochbuch packt Kate McMillan nun 60 Gästerezepte in ein Buch. Snacks und Drinks für FoodLiebhaber, Lagom-Anhänger, leidenschaftliche Gastgeber und Couch-Potatoes. Food- und Lifestylefotografin Lauren Burke liefert die perfekten Bilder dazu.
Klassische Margarita
Zutaten für 6 Personen: 1 Limettenspalte • grobes Meersalz • gestoßenes Eis • 250 ml klarer Tequila • 80 ml Orangenlikör (wie Cointreau Triple Sec oder Grand Marnier) • 80 ml frisch gepresster Limettensaft • Limettenscheiben zum Garnieren. Zubereitung: 1) Eine dünne Schicht Salz auf einen Teller geben. Die Ränder von sechs Gläsern mit der Limettenspalte befeuchten. Die Gläser nacheinander mit den Rändern ins Salz drücken, sodass sie gleichmäßig damit bedeckt sind. Einen Krug halb voll mit Eis füllen. Tequila, Orangenlikör und Limettensaft zugeben. Verrühren und gemeinsam mit den Gläsern servieren. Zusätzlich Limettenspalten dazu servieren.
Auch gut:
Blutorangen: 250 ml frisch gepressten Blutorangensaft, 250 ml Cointreau Triple Sec und 60 ml frisch gepressten Limettensaft zu Tequila und Eis geben und verrühren. In die vorbereiteten Gläser gießen, mit dünnen Scheiben Blutorangen garnieren und servieren. Wassermelonen: Für das Wassermelonenpüree: In einem Mixer 125 g gewürfelte Wassermelone, 1 ½ Teelöffel Zuckersirup und einen Spritzer frisch gepressten Zitronensaft pürieren. Wassermelonenpüree, 180 ml frisch gepressten Limettensaft, 60 ml Holunderblütenlikör und 60 ml Zuckersirup zu Tequila und Eis geben und verrühren. In die vorbereiteten Gläser gießen, wenn gewünscht mit Spalten gerösteter oder frischer Zitrone garnieren und servieren.
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Der eigene Gemüsegarten Seit drei Jahren kauft Familie Weber kein Gemüse mehr, sie erntet es frisch in ihrem Gemüsegarten – im Gemeinschaftsgarten in Neu-Rum.
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artoffeln, Salate, Spinat und Broccoli – das sind nur einige der vielen Gemüsesorten, die Ramona, Johannes und ihre Töchter Nora (4) und Sina (3) jedes Jahr in ihrem Gemüsegarten ernten. „Es schmeckt einfach anders und die Kinder lernen viel übers Heranwachsen der Pflanzen“, freut sich Ramona. Mit Leidenschaft kümmert sich die junge Familie um ihre Gemüsevielfalt in einem der 116 Feldabschnitte des Gemeinschaftsgartens, der nur einige hundert Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt. D i e J u n g p f l a n z e n zieht Familie Weber schon im Februar zuhause heran. Eingepflanzt wird ab Mai. Im Sommer sieht die Mutter ihren Kindern stolz beim Ernten der sonnengereiften Schätze zu. „Wir schätzen unser Gemüse mehr, weil wir von Anfang an mit dabei sind und wissen, wie viel Arbeit dahintersteckt“, sagt die Sozialpädagogin. „Im ersten Jahr pflanzten wir schon mal zu viel von einer Sorte an. Jetzt wissen wir, dass zwei Zucchinipflänzchen für uns vier reichen. Verschenkt wird fast nichts mehr“, lacht sie. Das schmackhafte Gemüse essen sie entweder gleich oder verkochen es zu feinen Köstlichkeiten.
GEMEINSCHAFTSGÄRTEN IN TIROL
Das Projekt „Tiroler Gemeinschaftsgarten“ ist eine Kooperation von Berthold Schwan und den Landwirten, die Felder in Neu-Rum, Aldrans und Silz zur Verfügung stellen. Mit den Gemüsefeldern möchte Schwan landwirtschaftliches Wissen in der Bevölkerung erhalten und es den Menschen ermöglichen, ihr eigenes Gemüse wachsen zu sehen. Besonders wertvoll ist ihm die Tatsache, dass selbst müde und gestresste Geister beim Garteln wieder zur Ruhe kommen und sich nachhaltig erden. In ganz Tirol gibt es etwa 25 solcher Gärten. Die Servicestelle „Gemeinschaftsgärten“ gibt einen guten Überblick über die Anbieter. Die Plattform beinhaltet auch Kontaktdaten, um konkrete Mieterwünsche mit den Betreibern zu besprechen: www.tiroler-bildungsforum.at
TROTZDEM UNABHÄNGIG BLEIBEN „Mit dem Gemüsegarten erfüllte ich mir ein Stück des Traums vom eigenen Bauernhof,
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KAROLINA PUTZ
„Im ersten Jahr pflanzten wir schon mal zu viel von einer Sorte an. Jetzt wissen wir, dass zwei Zucchinipflänzchen für uns vier reichen.“ GEMEINSCHAFTSGÄRTNERIN RAMONA
den ich über viele Jahre in mir trug“, verrät Ramona. Doch trotz der kontinuierlichen Gartenarbeit haben sich die Webers ihre Unabhängigkeit erhalten. Selbst einem kurzfristigen Urlaub steht nichts im Wege. „Wenn wir einmal wegfahren, kümmern sich meine Schwiegereltern um den Garten“, schildert Ramona, „aber auch wenn die Gemüsepflanzen einmal für zwei Wochen unbeaufsichtigt bleiben, passiert nicht viel. Die Zucchini werden höchstens übergroß und das Unkraut wuchert. Durch ihre langen Wurzeln verdursten die Pflanzen aber nicht.“ Dass die Wurzeln schön tief wachsen, darum kümmert sich Familie Weber schon beim Einsetzen der Jungpflanzen. „In den Tagen nach dem Einpflanzen gießen wir die kleinen Pflänzchen vermehrt. So wachsen die Wurzeln weit nach unten, dorthin, wo die Erde feucht ist“, verrät die mittlerweile erfahrene Gärtnerin. „Danach müssen die Pflanzen nicht mehr gegossen werden.“
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„Es ist schön, die anderen Gärtner jedes Frühjahr wieder zu treffen und etwas zu plaudern.“
IM FRÜHLING GEHT’S LOS
„Mit dem Gemüsegarten erfüllte ich mir ein Stück des Traums vom eigenen Bauernhof, den ich über viele Jahre in mir trug.“ RAMONA
Für alle ambitionierten Hobbygärtner beginnt der Gemüseanbau im Gemeinschaftsgarten im Mai. Dann übergibt die Kooperation „Tiroler Gemeinschaftsgarten“ die Feldabschnitte in Neu-Rum, Aldrans und Silz – frisch gepflügt, mit Bio-Dünger angereichert und mit 20 Gemüsesorten vorbepflanzt. Nachgepflanzt wird selbst. Die nötigen Gartengeräte stehen in zwei Schuppen am Feldrand bereit. Besonders Kinder stöbern gerne darin und probieren die Gerätschaften wie Gießkanne und Feldhacken gleich im eigenen Feld aus. Das Gemüse wird nicht mit Pestiziden besprüht, auch gedüngt wird während der Saison nicht. Das Gemüse ist sozusagen ziemlich bio. I n s g e s a m t i n v e s t i e r t die junge Familie in ihren Garten 150 Euro an Miete pro Saison, die Kosten für die Jungpflanzen und Samen sowie zwei bis drei Stunden pro Woche für das Betreuen der Setzlinge. Kommen Fragen rund ums Gemüseziehen auf, geben die Bauern und Feldbereitsteller Charlie Neuner aus Rum, Martin Niederhauser aus Thaur und Hannes Gapp aus Silz in einer eigenen Sprechstunde gerne Auskunft.
G A R T E N A R B E I T, D I E D I E S E E L E N Ä H R T Was im Feld fehlt, sind Schnecken, nur der Kartoffelkäfer wurde mehrfach gesichtet. Die Herausforderung liegt darin, ihn mit bloßen Händen von der Kartoffelpflanze zu pflücken und zu vernichten. Aber wie? Das bleibt jedem Gärtner selbst überlassen. Über diese und andere Techniken tauschen sich die Gemeinschaftsgärtner lebhaft aus. „Es ist schön, die anderen Gärtner jedes Frühjahr wieder zu treffen und etwas zu plaudern“, schmunzelt Ramona. „Viele sind auch mit ihren Kindern da und es ergibt sich ein tolles Miteinander.“ Im Feld sind die Webers meistens unter der Woche anzutreffen, am Wochenende brechen sie zu anderen Abenteuern auf. Im November werden die Gemüsegärten wieder in die Obhut der Landwirte gelegt und die Felder gehen in den Winterschlaf. Die Landwirte schauen gut auf sie, denn der nächste Frühling kommt bestimmt.
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FEINES VOM FELD Für Tanja ist das Gemüseanbauen eine kulturelle Handlung, die über das Erreichen von Bio-Zertifikaten hinausgeht. In ihrem Küchengarten am Hattingerberg hegt und pflegt sie eine Vielzahl schmackhafter sowie seltener Gemüsesorten.
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KAROLINA PUTZ
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chwungvoll geht es die kurvenreiche Straße am Hattingerberg hinauf. Am Straßenrand ziehen Wanderer und Rennradfahrer langsam nach oben. Sie genießen die Ruhe im Wald. Auf 750 Metern Seehöhe angekommen, öffnet sich ein sonniges Hochplateau mit weiten Wiesen und großen Bauernhöfen. Auch Tanjas Haus steht hier. Ganz rechts hinten. T a n j a u n d i h r M a n n M i c h a e l wohnen seit 18 Jahren darin. Vor dem Haus breiten sich dunkle Gemüsebeete aus, umrandet von leuchtendem Löwenzahn und sattem Grün. Tanja kommt mir strahlend entgegen, energisch und voller Energie: „Willkommen bei uns im Küchengarten, was willst du trinken?“ Ihr amerikanischer Akzent fällt gleich auf und Tanja erzählt von ihrem Leben am Bauernhof in Wisconsin, wo sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder aufwuchs. Zuerst waren die Eltern in der Milchwirtschaft tätig. Als sich ihr Vater dann gegen eine Anpassung der Farm an großindustrielle Produktionsprozesse entschied, stellten sie erfolgreich auf Rinderzucht um. N a c h i h r e m S t u d i u m zog es Tanja nach Europa. Ein Jahr lang als Sprachassistentin in Innsbruck wollte sie arbeiten, doch geblieben ist sie ihr ganzes Leben. „Ich habe mich ins Land und die Leute verliebt“, erzählt sie schmunzelnd. „Im siebten Jahr lernte ich meinen Mann kennen.“ In den letzten Jahren unterstützte die ausgebildete Lehrerin unterschiedliche Projekte des Bundesministeriums wie die Entwicklung der Neuen Mittelschule. Als sie vor zwei Jahren einen Unfall hatte, bei dem sie Gott sei Dank glimpflich davonkam, entschied sie sich für die Verwirklichung ihres Herzenswunsches: „Ich möchte Gemüse anbauen – naturally grown.“
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Tanja baut neben bekannten auch viele unbekannte, alte Sorten an, die im Supermarkt selten wenn überhaupt erhältlich sind. Amaranth, Blattsenf, Daikon, Herbstrüben, Kugelkarotten, Filderkraut, sonnengelbe Bete, Puffbohnen, Tatsoi und Zuckermais.
Mit der 19-jährigen Hannah hat Tanja seit März eine Mitarbeiterin.
BIOINTENSIVE, KLEINSKALIERTE ANBAUWEISE Mithilfe ihres Mannes und guter Freunde startete sie den Küchengarten im März 2017 auf 1.000 Quadratmetern. Sie recherchierte tief und genau über die biointensive, kleinskalige Anbauweise. Das Feld für den Gemüseanbau pachtete sie von einem benachbarten Bauern. Es ist ein gutes Feld, völlig frei von Chemikalien. Das Mikroklima am Hattingerberg ist ebenfalls bestens geeignet. Das Feld wurde in 15 x 15 Meter große Blöcke unterteilt. Die Beete wurden angelegt und die Erde aufgebaut. In ihr wachsen nun über 120 Gemüsesorten. Sie ist dunkel, locker und feucht. Tanja gräbt die Erde weder um noch pflügt sie sie. Denn damit stört sie die Bodenstruktur jedes Mal und gespeichertes Kohlendioxid wird freigesetzt. Das wiederum belastet das Klima. Die weltweite Landwirtschaft setzt durch das Pflügen jedes Jahr viele Tonnen von CO2 frei, das
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in die Atmosphäre gelangt. „Einmal im Jahr verwende ich eine Bio-Grabgabel, das genügt. Dieses Jahr sprangen dabei die Würmer aus dem Boden. Ich hätte es selbst kaum geglaubt, wenn ich es nicht gesehen hätte“, lacht sie. „Das zeigt, was da los ist in meinem Boden. Er wird immer lockerer.“ V i e l e s a n W i s s e n übernahm Tanja von Eliot Coleman, einem amerikanischen Bauer, Forscher und Befürworter der ökologischen Anbauweise. „Die Anbauweise ist höchst wertvoll. Sie beginnt damit, die Reihen standardisiert anzulegen und mit Hackschnitzel abzugrenzen“, erklärt sie. „Die Hackschnitzel mulchen den Boden gleichzeitig. Auf ihnen bilden sich wertvolle Fungi, die den Abbauprozess im Boden optimal unterstützen.“ Die Erde im Beet wird von unten her mit Karton, Erde und Kompost aufgebaut. Der Karton ist in Europa frei von Schadstoffen und die Würmer
„Ich habe mich ins Land und die Leute verliebt.“ TA N J A W E S T FA L L - G R E I T E R
lieben ihn. Tanja sät intensiv aus, gleich mehrere Karottenpflänzchen nebeneinander – das ist mit dieser Anbauform kein Problem. „So erhalten wir sechsmal mehr Ertrag als auf den üblichen großen Gemüsefeldern, die in ihrer Bepflanzung an die Verwendung ihrer Großgeräte gebunden sind“, verrät Tanja. Die von Coleman entwickelten Werkzeuge sind kleiner und auf die biointensive Anbauweise ausgelegt. T a n j a b a u t neben bekannten auch viele unbekannte, alte Sorten an, die im Supermarkt selten wenn überhaupt erhältlich sind. Amaranth, Blattsenf, Daikon, Herbstrüben, Kugelkarotten, Filderkraut, sonnengelbe Bete, Puffbohnen, Tatsoi und Zuckermais. Sie schmecken intensiv und bereichern unsere tägliche Küche. Das Gemüse ist zudem für Menschen, die sich sehr bewusst ernähren wollen oder müssen, besonders gut geeignet. Immer wieder stößt sie auf besondere Sorten, wie die einer alten deutschen Karottensorte namens „Lobericher“. Sie wurde in der Scheune eines alten Bauernhofes wiederentdeckt. Diese Sorte wurde früher für den Kaiser in Rom gezogen. Sie sind gelb und weniger süß. Darum sind sie für Diabetiker besonders gut geeignet.
ALLES AUS EINER HAND Jedes Gemüse geht mindestens fünf Mal durch Tanjas und Hannahs Hände, von der Aussaat über die Aufzucht und die Ernte, vom Waschen bis zum Verkauf. Die 19-jährige Hannah ist die erste Mitarbeiterin und arbeitet seit März auf dem Feld mit. Durch ihre Mutter lernte sie die quirlige Amerikanerin und ihren Garten kennen. „Vor Kurzem machte ich die Matura. Bis ich genau weiß, wie ich weitermache, helfe ich hier am Feld. Es macht mir total viel Freude.“
MEHR ALS BIO Das Gemüse aus Tanjas Küchengarten verfügt über mehr Inhaltsstoffe als herkömmliche Gemüsesorten und ist frei von Pestiziden. „Meine Anbauweise geht über Biozertifizierungsstandards hinaus“, erklärt sie. „Denn es geht nicht nur um die Produkte. Auch die Menschen, die damit arbeiten, und der Boden, der alles zur Verfügung stellt, dürfen nicht ausgebeutet werden. Das wird heutzutage in Sachen Bio meistens vergessen.“ Eine Bio-Zertifizierung garantiert heutzutage nicht immer, dass die Produkte frisch sind, eine gute Ökobilanz aufweisen und ohne der Ausbeutung von Bäuerin und Erntehelfer („fair trade“) ins Regal kommen. „ A u c h m e i n e K u n d e n und besonders Kinder fühlen sich in meinem Garten wohl“,
Brigitte kommt regelmäßig aus Polling angefahren, um frisches Gemüse zu kaufen.
TANJAS EMPFEHLUNGEN
Jamie Olivers Kochbücher sind genial, aber auch ARCHE NOAH‘S REZEPTSAMMLUNG mit alten, geretteten Obst- und Gemüsesorten (Brandstätter Verlag). Im Sinne der Null-Abfall-Küche empfehle ich herzlich „LEAF TO ROOT“ – inspirierend, anregend und bildend (AT Verlag). So habe ich gelernt, gesunde und köstliche Nahrungsmittel, die bisher bei mir auf dem Kompost landeten, zu verwenden. Zum Beispiel schmecken die Wurzeln von Lauch köstlich, auch die Blätter von Rosenkohl sind ein Genuss. Viele Rezepte finde ich auch online: Ich gebe zwei bis drei Zutaten mit dem Wort „Rezept“ in den Browser ein und lasse mich überraschen. Ich finde besonders die Tipps unter www.essen-und-trinken.de /gemuese-rezepte gut. Hauptsächlich bin ich aber eine Nicht-Rezept-Köchin. Manche meiner Basisrezepte finden sich auf meiner Website unter www.tanjasgarten.at (Kochen und veredeln).
freut sich Tanja. Kein Wunder, denn die Sonne wärmt mein Gesicht, die Bienen summen genüsslich vor sich hin und frische Gemüsepflänzchen wachsen um die Wette. Ein Anruf genügt und Interessierte können von März bis November in Tanjas Küchengarten Gemüse bei einer kleinen Führung mit der erfahrenen Gärtnerin verkosten. Kinder sind herzlich willkommen.
A B H O L E N, A M B E R G O D E R I M TA L B r i g i t t e , eine Kundin aus Polling, trudelt ein. Tanja erklärt ihr die neu gepflanzten Sorten und sie verkosten sie direkt am Feld. Brigitte kauft aus der Ernteschüssel. „Man schmeckt es einfach“, schwärmt sie. „Ich ernähre mich sehr bewusst, bin aber gleichzeitig zutiefst genussorientiert, darum kaufe ich bei Tanja. Ihre Herangehensweise fasziniert mich immer wieder.“ A u c h d i e G a s t r o n o m i e entdeckt das Gemüse für sich. Fingerfood & Co in Fulpmes freut sich auf neue Kreationen mit den Schätzen aus dem Küchengarten und Tanja freut sich auf Zusammenarbeit mit ein bis zwei Restaurants, die Wert auf hochqualitatives, frisches Gemüse legen. Tanjas Gemüse und Kräuter können ab Mai immer freitags und samstags von 9 bis 18 Uhr am Selbstbedienungsstand am Wennserhof im Zentrum von Hatting und monatlich bei den Telfer Markttagen erworben werden. Zudem kann man Gemüsepackages bestellen und einmal in der Woche in Telfs, Hatting und bald auch in Innsbruck abholen. „Je nach Saison finden sich darin Zwiebelgemüse, Salate, Blattgemüse, Wurzel- und Kohlgemüse. Tomaten und Paprika kommen, wenn sie reif sind“, lacht Tanja.
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Elisabeth Plitzka & Benjamin Schwaighofer, Pichler Verlag, 160 Seiten, EUR 25,00 Salat ist weit mehr als grüne Blätter. Das zeigen Koch Benjamin Schwaighofer und Genussexpertin Elisabeth Plitzke. Und weil Schwaighofer die ArcheNoah-Gartenküche verantwortet, kommen in den Rezepten auch gerne Obst- und Gemüseraritäten zum Einsatz (die sich aber gegebenenfalls durch „Herkömmliches“ ersetzen lassen). Die wunderbaren Fotos dazu stammen von Rupert Pressl.
Hirse-Schichtsalat
Zutaten: 12–14 EL gekochte Hirse • 1 Handvoll rote Gartenmelde (alternativ gekochte Rote Rübe) • 1–2 Handvoll grüner Malabarspinat (alternativ junger Blattspinat) • 2–3 Zweige Chinesischer Gemüsebaum • evtl. Malabarblüten als Deko. Zubereitung: 1) Hirse in zwei Schüsseln aufteilen. 2) Gartenmelde klein schneiden und in wenig Wasser (ca. 1⁄8 l) 1–2 Minuten kochen (das Wasser nimmt die rote Farbe der Gartenmelde perfekt an). Gefärbtes Wasser auskühlen lassen und mit der einen Hälfte der Hirse vermischen. 3) Spinat und Gemüsebaumblätter (eine junge kulinarische Entdeckung aus Asien, der Geschmack liegt irgendwo zwischen Erdnuss und Kresse) klein schneiden und auf die beiden Hirseschüsseln aufteilen. 4) Hirse mit jeweils 4–6 EL Marinade* marinieren und abwechselnd in eine Glasschüssel füllen, sodass die Schichtung gut zu sehen ist. Nach Belieben dekorieren.
Tipps Marinade:
6–8 EL Hesperidenessig, 1–2 TL süßer Senf, Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker, 14–16 EL Maiskeim- oder Sonnenblumenöl.
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G E M E I N S A M I S( S) T M A N G L Ü C K L I C H E R
Saure Erdäpfelsalat-Variation
Zutaten: 3–4 Handvoll blaue Erdäpfel (z. B. Salad Blue, Violetta, Blaue Mauritius) 6–8 Handvoll festkochende Erdäpfel • saure Kräuter nach Belieben (z. B. Ampfer, Eisenkraut, Eisbegonie) • 4–5 EL Sauerrahm • 1 Handvoll Jungzwiebeln • evtl. Blätter oder Blüten als Deko. Zubereitung: 1) Alle Erdäpfel weich dämpfen oder kochen (die blauen separat, damit sie nicht abfärben), schälen und in dünne Scheiben schneiden. 2) Die blauen Erdäpfel z. B. mit 1–2 Handvoll klein geschnittenem Schildoder Gemüseampfer und 6–8 EL Marinade* marinieren. 3) Die Hälfte der gelben Erdäpfel mit Sauerrahm und 4–6 EL Marinade** marinieren, mit 1 Handvoll Eisenkraut vermischen. 4) Die andere Hälfte der Erdäpfel mit klein geschnittenen Jungzwiebeln und 1 Handvoll Eisbegonienblättern mit 6–8 EL Marinade*** marinieren. 5) Alle Salate ziehen lassen, nach ca. 10 Minuten nochmals mit Marinade abschmecken, da Erdäpfel sehr stark die Würze aufsaugen. Nach Lust und Laune dekorieren.
Tipps Marinade:
1) 8–10 EL Fruchtessig, 1–2 TL scharfer Senf, Salz, Pfeffer, Süßungsmittel nach Wahl, 15–20 EL neutrales (Sonnenblumen-)Öl. 2) 4 EL Joghurt, 1 EL Sauerrahm, 1–2 EL Apfelessig, Saft von ½ Zitrone, 4–6 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker 3) 6–8 EL fruchtiger Essig (z. B. 3 Teile Apfelessig mit 1 Teil Apfelsaft gemischt oder Weißweinessig mit 2–3 TL Marillenmarmelade gemischt), Saft von 1 Zitrone, 15–20 EL neutrales Pflanzen- oder natives Olivenöl, je 1 TL süßer und scharfer Senf, 1 EL Honig, Salz, Pfeffer.
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B A L KO N S E T „Tärnö“ aus schwarzer Akazie und graubraun lasiertem Stahl. Tisch und zwei Stühle (lassen sich zusammenklappen und sind damit bequem zu verstauen) um 37,99 Euro bei Ikea.
V I E L T R I N K E N soll man ja nicht nur im Sommer, da aber ganz besonders. Stilecht kommt das Wasser (wahlweise mit Geschmack) aus dem Getränkespender von Madam Stroltz – mit Gestell um 44,90 Euro. Dazu passen die Trinkgläser mit Deckel und Strohhalm um je 4,90 Euro. Gesehen bei Petra König in der Schwazer Altstadt.
Im Laufe der Jahre hat sich Royal Botania mit seiner Verbindung aus
P R Ä Z I S I O N U N D F U N K T I O N A L I TÄT zu einem Synonym für technisch ausgefeilte, vielseitige Gartenmöbelkollektionen entwickelt. Bei mg interior gibt’s eine schöne Auswahl.
B U N T E S I D E TA B L E S
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LE MANOIR
WOHN-SINN Helga Krismer hat ein sicheres Angestelltenverhältnis aufgegeben, um sich ihren Traum zu erfüllen. Das Ergebnis ist ihr „LE MANOIR“ in Karrösten bei Imst, mit dem ein wahres Kleinod der feinen Dinge entstand.
Le Manoir, aus einer Vision entstanden. Es vereint die hohe Kunst, das Nötige mit dem Schönen zu verbinden. Es war ein mutiger Schritt, den Helga vor sieben Jahren gemacht und nicht einen Moment bereut hat. Deshalb würde diese Seite nicht nur zum Wohnen passen, sondern definitiv auch in die Reihe starker Frauen zu Beginn des Magazins. H e l g a h a t i h r e L e i d e n s c h a f t für Ästhetik und individuelles Wohnen zum Beruf gemacht – als Autodidaktin. Und das ist gut so, weil sie sich ihr intuitives Gespür für Situationen, Menschen und Bewohner bewahrt hat. Gerade Einrichten ist nicht nur eine Sache der richtigen Technik, sondern vor allem eine des Gefühls und des subjektiven Empfindens. E n t s t a n d e n i s t d a s L e M a n o i r , der Landsitz, in den Kellergewölben eines denkmalgeschützten Gebäudes, denen Helga mit dem ihr so eigenen Händchen für Inszenierung neues Leben eingehaucht hat. Der Charme dieser Räumlichkeiten bildet den perfekten Rahmen für Möbel, Lampen, Textilien und Accessoires, die so einzigartig sind wie das Ambiente, das sie umgibt. Bei der Auswahl jener Dinge, die in es in ihr Geschäft schaffen, verlässt sich Helga auf ihr Gespür, wenn sie durch Frankreichs Möbelmessen streift. Neben renommierten Marken wie etwa Gervasoni oder Leitner Leinen findet sich Feines und Individuelles auch kleiner Manufakturen aus allen Ecken der Welt. Weit weg von Mainstream und 08/15. Helga selbst liebt lebendiges Wohnen, ein Stilmix, der gekonnt und wie zufällig inszeniert wird und die unter-
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G
schiedlichen Facetten modernen Wohnens aufzeigt. „Es sind oft Kleinigkeiten, die ein Zuhause persönlich machen. Viele Stücke sind für sich genommen sehr schön, passen aber nicht zusammen oder sind im falschen Kontext platziert. Hier hilft ein neutraler Blick von außen auf das eigene Zuhause, um eine einzigartige Wohlfühlzone zu schaffen“, sagt Helga. Deshalb ist LE MANOIR nicht einfach nur ein Verkaufsgeschäft. Helga hat sich im Laufe der Jahre zu einer gefragten Einrichtungsberaterin entwickelt und kreiert Wohn(t)räume, die so individuell sind wie ihre Bewohner: „Ich arbeite gerne mit Farben oder setze eine besonders schöne Ecke zusätzlich zum Beispiel mit einer Wahnsinnstapete in Szene. Mit einem tollen Möbel kann eine Grundidee, eine Geschichte entstehen, die mit verschiedenen Accessoires laufend weitererzählt wird. Zeitloses und Modernes fließen ineinander über und ergeben schlussendlich jenen speziellen Style von Geborgenheit und Exklusivität, der die Persönlichkeit seiner Bewohner wiederspiegelt.“
LE MANOIR
Brennbichl 41/Romedihof, 6463 Karrösten Tel.: 0650/51 32 590, lemanoir@gmx.at www.lemanoir.at Öffnungszeiten: Mi. bis Fr. von 10 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung
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SZENE
ALS SIE DAS ERSTE MAL AUFGRUND IHRES ALTERS EINE ROLLE NICHT BEKAM, WAR DAS EINE BITTERE ENTTÄUSCHUNG, MIT DER SUSANNA VON DER BURG ZU KÄMPFEN HATTE. SIE, DIE GRAND DAME AM TIROLER LANDESTHEATER, SPÜRT, DASS DAS ALTER TRIBUT FORDERT. WAS DAS ALTER ABER NIEMALS NEHMEN KANN, IST DIE JUGEND SELBST.
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Sein & Schein Ab Juni mimt Susanna von der Burg die angeblich schlechteste Sängerin der Welt: Im Stück „Souvenir“ schlüpft sie in die Rolle der Florence Foster Jenkins – einer starken Frau mit einer unglaublich tragischen Geschichte. Die unerschütterliche Liebe zur Musik eint die Frauen durch die Zeit – die eine gesegnet mit einer wundervollen Stimme, die andere einer lebenslangen Illusion erlegen.
D
ie besten Geschichten sind jene, denen tiefe Emotionen zugrunde liegen. Die große Liebe, das erschütternde Drama, die tiefe Trauer, das wundersame Glück. Und oft liegen all diese Gefühle, besonders die extremen, ganz nah beieinander, sind ineinander verwoben, vereint im Tanz des Lebens, der einem steten Auf und Ab folgt, ohne erkennbares Muster, ohne Vorwarnung oder Einleitung. So ist es, das Leben – eine liebliche Tragödie, ein tragisches Glück. Und wir, wir spielen die Hauptrolle in diesem Bühnenstück – und sind zugleich Mitwirkende oder Zuschauer in zahlreichen anderen. Wir werden gemacht und wir machen, denn unser Leben erfährt seine Bedeutung erst im Kontext anderer. Wir freuen uns über ihre Gunst, erhoffen ihre Zustimmung, fürchten ihr Urteil, passen uns stückweit an an das, was von außen an uns herangetragen wird – ob wir wollen oder nicht. Wir sind nachgiebig wie Knete, die sich in Form pressen lässt und erst nach häufigem Kneten und viel Zeit an Elastizität verliert und eine Form findet. Was weich ist, kann gebogen werden. Was hart ist, kann brechen. K a u m e i n L e b e n führt so dramatisch deutlich vor Augen, wie sehr unser Sein von anderen geprägt wird, wie jenes der angeblich schlechtesten Sängerin, die jemals auf einer – ausverkauften – Bühne stand. Die Amerikanerin Florence Foster Jenkins galt als Wunderkind, spielte mit acht Jahren sogar vor dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Doch Berühmtheit erlangte sie schließlich
nicht als Pianistin. Mit dem Klavierspielen hielt sie sich vielmehr über Wasser in jenen Jahren, als sie – getrennt lebend von ihrem Mann und abgeschnitten von der väterlichen Fürsorge – auf sich allein gestellt war. Obwohl sie sich gegen beide Männer widersetzt hatte, besiegelten sie ihr Schicksal. Ihr Vater, weil er sich ihrem Traum einer Gesangsausbildung entgegenstellte und sie enterbte. Ihr Ehemann, mit dem sie als Teenagerin durchgebrannt war, indem er sie mit Syphilis ansteckte und die damals übliche Behandlung mit Quecksilber und Arsen nicht nur ihre Haare, sondern auch ihr Gehör forderten. Nach dem Tod ihres Vaters bekam Florence Foster Jenkins zwar dennoch sein Geld, ihr Erbe. Doch ihr Gehör erlangte sie nie wieder zurück. Dass sie es verloren hatte, war ihr selbst vermutlich gar nicht bewusst. Sie, die exzentrische Sängerin, die ihre beachtlichen finanziellen Mittel großzügig als Mäzenin einsetzte, hatte einen Kreis an angeblichen Bewunderern und Freunden um sich, die ihren gelegentlichen Konzerten
ZUR PERSON
In den vergangenen Jahrzehnten hat Susanna von der Burg, seit 1999 am Tiroler Landestheater, so ziemlich jede Rolle gesungen, die sie singen wollte.
TEXT:
SONJA NIEDERBRUNNER FOTOS:
ANDREAS FRIEDLE
Ihre musikalische Ausbildung erhielt die gebürtige Wienerin Susanna von der Burg am Konservatorium der Stadt Wien bei Prof. Margaret Zimmermann (Gesang), Prof. Lilo Mrazek (Operette/Musical) und Ks. Prof. Waldemar Kmentt (Oper). Engagements führten sie an das Landestheater Detmold, die Städtischen Bühnen Münster sowie an das Staatstheater Wiesbaden. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit gastierte sie u. a. am Theater Flensburg als Tosca und als Elisabeth in Tannhäuser sowie in Turin. Seit 1999 gehört Susanna von der Burg zum Ensemble des Tiroler Landestheaters.
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beiwohnten, sich das Lachen verbissen, hinter ihrem Rücken über sie höhnten, doch ihr niemals sagten, dass sie nicht singen könne. S u s a n n a v o n d e r B u r g kann Florence Foster Jenkins nicht nachahmen, dazu ist ihre ausgebildete, geübte Stimme zu stark, zu gut, ihr Gehör völlig intakt. Doch sie kann falsch singen. „Das ist gar nicht so schwer, ich höre einfach weg, höre nicht aufs Klavier“, sagt die Sängerin, die seit Ende der 1990er-Jahre fixer Teil des Ensembles am Tiroler Landestheater ist. Aktuell spielt sie im Stück „Souvenir“ am Tiroler Landestheater die Rolle der Foster-Jenkins. Susanna hat sich das „Schlechtsingen“ schwierig vorgestellt, doch das sei es nicht – es mache sogar Spaß. Susanna gibt eine Kostprobe, das Vorspiel von Rigoletto, nahezu unkenntlich, sie verzerrt die Töne, verliert sich in Arrhythmie. Wochenlang hat sie sich mit dieser Frau beschäftigt, nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit ihrer Person. „Ich nehme sie als starke, vom Schicksal gebeutelte Frau wahr“, sagt Susanna. Eine Kämpferin. „Ihre Geschichte hat Ähnlichkeit mit ,Des Kaisers neue Kleider‘“, sagt die Sängerin. Keiner sagte ihr die Wahrheit – die einen wagten es nicht, aus Furcht sie zu verletzen, die anderen, weil sie Angst davor hatten, selbst etwas zu verlieren. „Ich denke, sie war ein sehr ehrlicher und liebenswerter Mensch.“ Das kommt auch im Stück zu Tage, das Susanna als unterhaltsam, rührend, liebevoll beschreibt. Und es gibt auch eine Lehre: „Man soll seinem Weg folgen, egal welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. Wenn man gefunden hat, was einen glücklich macht, dann sollte man diesen Weg gehen, egal, was andere dazu sagen oder darüber denken.“ S u s a n n a v o n d e r B u r g spricht aus Erfahrung, denn das Singen ist ihr dritter Beruf. Nach einer Ausbildung zur Friseurin und der Umschulung zur Bürokauffrau war die Tochter eines in der Lebensmittelbranche tätigen, in Wien lebenden Paars nicht rundum zufrieden. Es war dieses Nagen, das viele von uns kennen: Wenn man eigentlich keinen Grund hat, nicht zufrieden zu sein mit dem Leben, aber dennoch weiß, dass etwas fehlt. Es ist diese kleine Lücke im Herzen, die nicht gefüllt werden kann, solange man nicht an dem Platz ist, wo man hingehört. Es ist ein großes Glück, diese Lücke ausmachen und ausfüllen zu können – ein Glück, das nicht jeder hat. Susanne hatte es. Bei einem Event, zu dem sie ihre Eltern begleitete, spielte der Zufall Schicksal. Die damals 22-Jährige kam mit dem anwesenden
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Musikerduo ins Gespräch, sang spontan eine Soulnummer mit ihnen – und bekam von den Musikern prompt die Nummer einer Gesangslehrerin zugesteckt. Ihre Stimme gefiel.
DAS STÜCK
Die reiche amerikanische Erbin Florence Foster Jenkins sang in den 1940er-Jahren vor New Yorker Publikum die Klassiker der Opernliteratur, und sie tat es völlig und zum Erbarmen falsch. Was zunächst mit kleinen Soireen vor Park-AvenueFreunden begann, endete mit einem legendären Konzert in der ausverkauften und tobenden Carnegie Hall. Florence Foster Jenkins war – auf ihre Weise – ein Star. Bis heute ist eine Aufnahme ihres Gesangs erhältlich, und in den letzten Jahren wurde ihr Leben auch in Kinofilmen und Theaterstücken nachgezeichnet. Stephen Temperleys Sicht auf das Leben der Foster Jenkins avancierte seit seiner Uraufführung 2004 zu einem der meistgespielten Stücke in den USA. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist Cosme McMoon, der Pianist, der Florence Foster Jenkins zwölf Jahre lang bei ihren Konzerten begleitete. Gezeigt wird das Duo während der Vorbereitungen auf die Konzerte. Ein immer wiederkehrendes Gesprächsthema ist dabei die Faszination, die Musik auf uns ausübt – insbesondere die Faszination des Gesangs. Und allmählich begreift McMoon, was die besondere Anziehungskraft der Sängerin Foster Jenkins ausmacht: ihre absolute und unerschütterliche Hingabe an die Musik. Termine und Kartenreservierung unter www.landestheater.at
U n d s o b e g a n n Susanna ihre Gesangsausbildung – zuerst nebenher, dann hauptberuflich. Operette und Musical waren ihre Fächer, weil ihre Stimme perfekt dazu passte. Es wurde eine intensive und aufregende Zeit, in welcher sich ihr Leben komplett veränderte. Es braucht einigen Mut, um das Leben nochmal umzukrempeln: Musik war zwar immer Thema in Susannas Leben gewesen, aber nie eine ernsthafte Option. Mit der veränderten Gegenwart wurde auch die Zukunft eine ganz andere. Susanna hat ihr Leben neu geschrieben, es in eine Bahn gelenkt, die vorher gar nicht existiert hatte. Es ist faszinierend, wie ein Moment alles verändern kann. M i t 7 6 J a h r e n gibt Florence Foster Jenkins das erste und einzige Mal ein großes Konzert vor der ausverkauften Carnegie Hall, dem berühmten New Yorker Konzerthaus. Bislang hatte sie nur im kleinen Kreis im Ritz Carlton Hotel empfangen, nie ein großes Konzert gegeben. Diese Premiere ihrer Karriere wurde gleichzeitig zur Dernière ihres Lebens. Hier erfuhr sie die geballte, bittere Wahrheit: Man lachte über sie. Die Kritiken waren vernichtend. Man hatte sie getäuscht, belogen. Sie selbst hatte sich betrogen. Alles was war, war nie gewesen, hatte nie existiert. Ihr ganzes Leben war nur Schein gewesen. Einen Monat später starb die Frau, die Zeit ihres Lebens stark sein musste und deren größte vermeintliche Stärke zugleich ihre größte Schwäche war. I n d e n v e r g a n g e n e n drei Jahrzehnten hat Susanna von der Burg so ziemlich jede Rolle gesungen, die sie singen wollte. Es fehlt nichts – im Beruflichen nicht. Im Privaten gibt es das Puzzleteil, das eine Lücke lässt, noch immer. „Meine Eltern waren wahre Seelenpartner“, erinnert sie sich. „So eine Beziehung zu sehen und mitzuerleben, das hat mich geprägt.“ Ihre Mutter sagte einst zu ihr: „Du wirst es schwer haben, den richtigen Partner zu finden, weil du jeden Mann mit deinem Vater vergleichen wirst.“ So war es auch, sagt Susanna, die mittlerweile alleine lebt – sich dessen bewusst, dass eine Frau ab einem bestimmten Punkt keinen Mann zur Definition des eigenen Ichs mehr braucht, sie ein schönes und selbstbestimmtes Leben führen kann, ohne irgendwem Rechenschaft ablegen oder Rück-
FOTO: GEORGE GRANTHAM BAIN COLLECTION AT THE LIBRARY OF CONGRESS
sicht nehmen zu müssen. Sie ist zufrieden. Aber zum richtigen Glück fehlt etwas. S u s a n n a s Va t e r starb mit 67 Jahren, die Mutter nur vier Monate später, mit 57. „Ich bin bald im selben Alter wie sie – das bringt mich zum Nachdenken. Und deshalb genieße ich mein Leben umso mehr“, sagt Susanna, die selbst keine Kinder hat – „Früher war der Wunsch da, aber irgendwann hat es mir nicht mehr gefehlt“ –, dafür aber drei Nichten, die sie innig liebt. Manche Sehnsüchte verlieren sich mit der Zeit, verlieren an Bedeutung oder werden abgelöst von anderen. Frausein ist ein steter Wandel. Man definiert sich immer wieder neu, entwickelt sich weiter. Manchmal bedeutet das die Entdeckung ganz neuer Teile von sich, manchmal bringen sie aber auch einen Abschied mit sich. „Das ist für mich insofern der Fall, als dass ich mich Stück für Stück von geliebten Rollen verabschieden muss. Auch wenn meine Stimme immer noch tadellos ist, passt es nicht, wenn der Partner im Stück 20 Jahre jünger ist und man glaubhaft die Geliebte mimen will.“ Als sie das erste Mal aufgrund ihres Alters eine Rolle nicht bekam, war das ein herber Schlag und eine bittere Ent-
„Man soll seinem Weg folgen, egal welche Hindernisse sich einem in den Weg stellen. Wenn man gefunden hat, was einen glücklich macht, dann sollte man diesen Weg gehen.“ SUSANNA VON DER BURG
täuschung, mit der Susanna von der Burg zu kämpfen hatte. Sie, die Grand Dame am Tiroler Landestheater, spürt, dass das Alter Tribut fordert. Es fordert ein Stück weit der jugendlichen Leichtigkeit, des Elans, der körperlichen Einsatzfähigkeit. Doch das sind Fragmente. Was das Alter niemals nehmen kann, ist die Jugend selbst. Denn die tragen wir, die wir sie doch gelebt und erlebt haben, in uns. Wir sind die Summe unseres Lebens und nicht das Abbild einer bestimmten Zeit. „ D i e L e u t e k ö n n e n vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann, aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte“, sagte Foster Jenkins dereinst. Und was wiegt mehr? Was wir selbst erlebt haben? Oder andere mit uns? Auf der Bühne des Lebens stehen wir im Rampenlicht, geblendet von den Scheinwerfern, die alles um uns in gleichmäßiges Dunkel tauchen. Es ist allzu oft die Neugierde, der Geltungsdrang des Menschen, der unbedingt ergründen will, was hinter den Scheinwerfern liegt, was oder wer sich im Dunkel dahinter verbirgt. Aber wann ist aus Dunkelheit schon mal was Gutes gekommen?
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MÄNNLICHE DOMINANZ UND WEIBLICHE UNTERWERFUNG Die Künstlerin VALIE EXPORT stellt zum ersten Mal auf Schloss Ambras in Innsbruck aus. In der Ausstellung „Fama et Infamia. Die Infamie der Namenlosen“ werden Objekte, Filme und Installationen der Künstlerin präsentiert, die mit den historischen Sammlungen in Dialog treten.
V
erstörend und schonungslos. So bezeichnet Veronika Sandbichler, Direktorin von Schloss Ambras, die Auseinandersetzung der österreichischen Performancekünstlerin VALIE EXPORT mit den historischen Ambraser Sammlungen Erzherzog Ferdinands II. (1529– 1595). Kuratorin Sabine Folie verschafft den bekannten Objekten zeitgenössische Präsenz, indem sie die Prinzipien von Dominanz und Unterwerfung verbindet. Es wird ein neuer Blick auf Objekt und Ausstellungsgeschichte
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J U L I A S PA R B E R- A B L I N G E R
eröffnet: Dabei trifft die Fama – die Geschichte der Ruhmreichen und der Gewinner – auf die Geschichte der Infamen – der Abtrünnigen, Ausgestoßenen und Unterdrückten. F o l i e e r k l ä r t , dass ihr Ausstellungskonzept aus einer Befragung der Sammlung im Haus mit der Gesellschaft entstanden ist. Anfangs sollte es nur eine einzelne Intervention werden, entstanden ist ein Parcours, in dem Gegensätze aufeinanderprallen. In der Installation „Heads – Aphärese“ treffen die Ruhmreichen auf die Infamen und erscheinen als ge-
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VALIE EXPORT
1940 in Linz geboren, mit bürgerlichem Namen Waltraud Stockinger. 1960 ging sie nach Wien, um Textildesign zu studieren. Später arbeitete sie als Medienund Performancekünstlerin und Filmemacherin. Sie unterrichtete in Milwaukee, Berlin und Köln. VALIE EXPORT gehörte in den 1960er- und 1970erJahren zu den radikalsten feministischen Aussagen in Europa. Gerade zur jetzigen #MeToo-Debatte erfahren diese wieder internationale Aktualität. 2015 wurde sie mit dem renommierten „Frauen-Lebenswerk-Preis“ ausgezeichnet.
Selbstporträt aus dem Jahr 1970: „VALIE EXPORT – SMART EXPORT“
sichtslose Büsten. „Daher fehlt die Möglichkeit zur Identität“, erklärt die Künstlerin. Hinter den Köpfen werden auf einem Bildschirm Fotografien von toten Menschen eingeblendet, die ermordet wurden oder Suizid begangen haben. Die Fotografien stammen aus EXPORTs Film „Tote Menschen schreien nicht – Dead people don’t scream I/II“ und treffen auf römische Imperatoren als ruhmreiche Gewinner der Geschichte. Gleich daneben prangen an der Decke befestigte, überdimensionale Nähnadeln, die laut quietschend auf den historischen Boden niedergehen. VALIE EXPORT erklärt die Installation mit der Ausbeutung der Frauen. Bis heute sei das Nähen eindeutig weiblich. In Billiglohnländern nähen Frauen unter unmenschlichen Bedingungen. „Das hat sich bis heute nicht geändert.“ Die Installation „Nadel“ stammt aus den Jahren 1996/1997 und steht Lanzen gegenüber, die jahrzehntelang viel gerühmten männlichen Helden zugeordnet wurden. D a s B a d der Philippine Welser, die einzig noch vollständig erhaltene Badeanlage des 16. Jahrhunderts, ist eine kulturgeschichtliche Rarität auf Schloss Ambras. Im Umkleideraum ist die EXPORT-Installation „Zwangsvorstellungen“ aus den 1970er-Jahren zu sehen, in der Fotografie, Schlittschuhe, Glas und Ölkanne die Externalisierungen innerer Zustände zeigen sollen, die sich über den Körper ausdrücken. Im Bad selbst wird der Film „Unsichtbare Gegner“ gespielt, den VALIE EXPORT 1976 gedreht hat. Durch das Aufeinandertreffen von Disparatem entsteht ein „Ort der Intimität – wie es ein Bad jedenfalls ist“, so die Kuratorin. D i e A u s s t e l l u n g „Fama et infamia – die Infamie der Namenlosen“ ist ein gewagter Versuch, Gegensätze zu verbinden: Die Brisanz von Medien, Botschaften und Jahrhunderten trifft schonungslos aufeinander. Eine verstörende, aber durchaus gelungene Begegnung männlicher Dominanz und weiblicher Unterwerfung auf der Bühne von Gegenwart und Vergangenheit.
„Heute würde man die Polizei rufen!“ i m G e s p r ä c h mit VALIE EXPORT im Café Ferdinand auf Schloss Ambras. Warum ist das Schloss Ambras ein geeigneter Ausstellungsort für VALIE EXPORT? V A L I E E X P O R T : Ich war gleich fasziniert von diesem Ort und der Ausstellungsidee. Ein Teil meiner Arbeiten im Dialog mit historischen
FOTO: VIOLETTA WAKOLBINGER
F O T O : V A L I E E X P O R T, B I L D R E C H T W I E N , 2 0 1 8 ; F O T O : G E R T R A U D W O L F S C H W E N G E R
diese in der Öffentlichkeit aufgetaucht sind, kam es zur Aufregung, auch zu Drohanrufen. Die Leute, die zufällig am Foto sind, waren alle ziemlich amüsiert. Es war damals einfach anders. Man hat nicht sofort kontrolliert oder geahndet. Heute würde man bestimmt die Polizei rufen! Peter Weibel hat den Begriff „Wiener Aktionismus“ geprägt, eine sehr provokante Bewegung der modernen Kunst und sehr männerlastig. Wie ging es dir damit? Damals wurden Frauen zu Begleiterinnen degradiert oder waren maximal Fotomodelle. Brav und unauffällig hatten sie zu sein. Meine Vorstellung war vollkommen konträr. Ich konnte mit dem männerdominierten Frauenbild des Aktionismus nichts anfangen.
SONDERAUSSTELLUNG
„Fama et Infamia“ / „Die Utopie der Namenlosen“ noch bis 30. Juni 2018 auf Schloss Ambras zu sehen, geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr schlossambras-innsbruck.at
Darstellungen. Prinzipien des Machtbewusstseins, der Stärke, des Leidens und des Schmerzes kann man gut in das Konzept der Sammlung einbauen. Ich habe die Ausstellung mit der Kuratorin Sabine Folie vorab besprochen, aber fertig noch gar nicht gesehen. Ich war sehr erfreut, als ich in die Ausstellung kam. Sie hat meine Intentionen sehr gut umgesetzt. Sabine Folie ist auch Leiterin des VALIE-EXPORT-Forschungszentrums in Linz. Hättest du lieber ein Museum eröffnet? Nein, ein Museum wollte ich nie. Es wurde einmal die vorsichtige Frage an mich herangetragen, ob ich mir als Linzerin ein kleines Museum wünsche. Das kam für mich aber nie in Frage. Mein Wunsch war ein Forschungszentrum, weil meine eigenen Arbeiten, feministische Schriften über Kunst und Medien, zusammenhängend dargestellt werden sollen. Das Forschungszentrum soll auch Kuratorinnen und Studierenden zur Verfügung stehen, die über meine Archivalien auch andere Werke kennenlernen oder ihre eigenen erweitern können. Insgesamt übergebe ich 62.000 gut geordnete Objekte, die digitalisiert werden müssen. Im Forschungszentrum sollen Fragen
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gestellt werden: Was hat meine Generation an feministischen Künstlerinnen in Europa, in den USA, in China gemacht? Wie haben sich diese Künstlerinnen trotz ihrer kulturellen Unterschiede ausgedrückt? Was fällt dir auf, wenn du heute auf die junge Generation der Künstlerinnen blickst? Was wir als Künstlerinnen damals erreicht haben, ist heute selbstverständlich. Wir mussten alles erst erkämpfen. Heute ist es zwar normal, dass Ehefrauen auch arbeiten dürfen oder müssen, weil es zur ökonomischen Notwendigkeit geworden ist. Aber sonst? Die Gehälter der Frauen sind nach wie vor niedriger als die der Männer und die aktuelle Diskussion über sexuellen Missbrauch an Frauen zeigt ganz deutlich, dass sich nicht allzu viel geändert hat. Du hast 1968 den Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel, der später auch dein Lebensgefährte war, an der Leine durch München geführt. Wie groß war damals die Aufregung? Es hat zunächst überhaupt niemand darüber berichtet. Es gab nur die Fotos, die ein von uns bestellter Fotograf gemacht hat. Erst als
Bei deinem Tapp- und Tastkino hast du einen Kasten mit zwei Öffnungen vor deinem Busen getragen und Passanten durften hineinfassen. Wie fühltest du dich? Es war eine Performance, die für mich selbstverständlich war. Ich habe sie erfunden. Ich war die Künstlerin, die am Körper gearbeitet hat. Ich habe das Tapp- und Tastkino als kleinen, mobilen Kinosaal gesehen, indem ein Film gezeigt wird, den man eben ertasten kann. Im Kino ist man Voyeur, beim Tapp- und Tastkino wird man selbst zur Leinwand. Trennst du die Frau von der Künstlerin? Nein, da gibt es keine Trennung. Ich bin sowohl als auch. Ich habe immer viel über den Körper ausgedrückt. In den späten 1960er-Jahren, als ich angefangen habe, war nur der Körper agierend. Warum nennst du dich VALIE EXPORT? Weil ich meinen Familiennamen nie mochte. Ich wollte meinen eigenen Namen, der international klingen und zugleich einprägsam sein sollte. VALIE ist die Kurzform von Waltraud, so wurde ich früher in Linz immer gerufen. Und EXPORT kam von der damaligen Zigarettenmarke „Smart Export“, die du ja auch in ein Kunstwerk eingebaut hast? Nein, das war nicht so. Ich habe zwar später die Smart-Export-Zigarettenpackung benützt und machte eine Collage zu meinem Namen. Statt der Weltkugel in der Mitte der Packung montierte ich ein Porträtfoto von mir. Statt „Smart“ habe ich VALIE eingefügt. Das war damals mein erstes Kunstwerk, das heute im Museum of Modern Art in New York zu sehen ist. Inzwischen ist mein Künstlername gesetzlich geschützt und muss in Großbuchstaben geschrieben werden.
FOTOS: KHM-MUSEUMSVERBAND
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URLAUBSLEKTÜRE
Martin Walker und Donna Leon gehen eigentlich immer, damit macht ihr auch im Urlaub garantiert nix verkehrt. Pünktlich vorm Sommer präsentiert Donna Leon mit „Heimliche Versuchung“ Commissario Brunettis 27. Fall; Martin Walker schickt seinen Bruno, Chef de Police, in „Revanche“ in seinen zehnten Fall im Städtchen Saint Denis im französischen Perigord. Und weil Provinzkrimis generell fein zu lesen sind, ist auch „Pannfisch für den Paten“ perfekt fürs Schwimmbad oder den Strand. Der Küstenkrimi spielt in friesischen Fredenbüll und glänzt mit klugem Wortwitz. Alle drei sind feine Leseromane mit Krimieffekt, wer’s gern richtig spannend mag, dem empfehlen wir „Final Girls“ von Riley Sager, das damit beginnt, dass Studentin Quincy als Einzige ein Massaker auf einer Party überlebt. Etwas anders zeigt sich Satu Taskinens „Kinder“, ein philosophischer Roman, der aufwühlt und tröstet, in dem Lachen und Weinen ganz nah sind. Tiefgründig, aber schön!
HEIMLICHE VERSUCHUNG, Donna Leon, Diogenes Verlag, 336 Seiten, EUR 24,70 REVANCHE, Martin Walker, Diogenes Verlag, 416 Seiten, EUR 20,99 PANNFISCH FÜR DEN PATEN, Krischan Koch, dtv, 288 Seiten, EUR 10,30 FINAL GIRLS, Riley Sager, dtv, 416 Seiten, EUR 10,30 KINDER, Satu Taskinen, Residenz Verlag, 320 Seiten, EUR 24,00
S O T O S AY …
Es gibt fast in allen Sprachen Worte, die sich nicht direkt übersetzen lassen. Die mehr sind als ein Wort und eine Situation beschreiben oder ein bestimmtes Gefühl. Deutsche Worte sind etwa „Schadenfreude” (ja, tatsächlich!) oder „Weltschmerz”. Letzteres hat seinen festen Platz in vielen Sprachen gefunden. Für Engländer zum Beispiel bedeutet es, dass einem schier die ganze Welt auf den Kopf fällt, ähnlich dem Gefühl, das Kopf- oder Bauchschmerzen auslösen kann. Es scheint so typisch deutsch zu sein, dass niemand anderer auf die Idee kam, dafür einen komplett übereinstimmenden Begriff zwischen Verdrossenheit und Verzweiflung zu finden. In diesem von Lan Truong wunderbar illustrierten Büchlein entführt Christopher J. Moore in die bunte Welt der Sprache und hat insgesamt 90 solcher einzigartiger Redewendungen und bezaubernden Wörter zusammengetragen, die zeigen, dass es eigentlich noch viel mehr Möglichkeiten gibt, etwas zu sagen und sich auszudrücken.
MIT ANDEREN WORTEN Christopher J. Moore, Knesebeck Verlag, 128 Seiten, EUR 15,40
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„Ich seh, ich seh, was du nicht hörst, und das ist ein Buch.“ T H E AT E R T I P P MÄNNERSCHMERZEN
Nach gescheiterten Beziehungen haben der erfolgreiche Architekt Martin und der mit der Welt hadernde Schauspieler Stefan eine Wohngemeinschaft für Männer gegründet. Stefan kocht und putzt, Martin isst und verschmutzt. Kurzum: Sie legen in ihrer Junggesellenbude ein perfekt beziehungsloses Eheverhalten an den Tag. Es gibt keine komplizierten Gespräche über innere Gefühlslagen, dafür aber jede Menge Bier im Kühlschrank. Als Peter, der brav verheiratete Freund von Martin, zur Essenseinladung ohne seine Frau erscheint, bekommt die Männer-WG ein neues Mitglied. Peter will endlich wieder ein freier Mann sein. Denn Peter ist mittlerweile felsenfest davon überzeugt, dass die dauerhafte Beziehung zwischen Mann und Frau nicht funktioniert. Aber wenn die vielbeschworene Freundschaft unter Männern tatsächlich die Alternative ist, warum können wir dann nicht aufhören, von der perfekten Liebe zu träumen? Diese und ähnliche Fragen stellt die Erfolgskomödie „Butterbrot“, die mittlerweile an mehr als 150 Theatern erfolgreich gelaufen ist. Die berühmteste Männer-WG des deutschsprachigen
Raumes ist im Juli und August im Innsbrucker Kellertheater zu sehen. Kommt und lacht! Termine und Infos unter www.kellertheater.at
FRAUENSACHE
Vom 27. bis 29. Juli wird Outdoorsport im Paznaun wieder zur reinen Frauensache. Das 2. Women’s Summer Festival kombiniert ein Wochenende lang Sport mit Beauty und Wellness. Bei Outdoor-Workshops, geführten Touren und einer großen Expo-Area mit vielen Ausstellern dreht sich alles nur um uns. Auf dem Programm der Outdoor-Ladys: Action beim Mountainbiken, Klettern, Bouldern, Klettersteiggehen, Wandern, Stand-upPaddling, Trailrunning oder Motorradfahren (Voraussetzung: Motorrad-Führerschein. Die Kurse und Ausfahrten werden von weiblichen Trainern betreut). Dazu warten Entspannung bei Yoga und Pilates oder eine Kurzmassage und Nagelmaniküre in der Beauty-Zone. Neu 2018: ein Foto- und ein Kräuterworkshop. Auch vor Ort: Motivationscoach Jaqueline Fritz, die vom Outdoor Magazin zur Sportlerin des Jahres 2017 gewählt wurde und beweist, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man nur fest genug will.
Alle Workshops und Ausflüge für Neueinsteiger oder Fortgeschrittene sind einzeln oder im Gesamtpaket für 279 Euro pro Person ohne Übernachtung buchbar. Die Expo-Area in Ischgl ist für alle kostenfrei. www.womenssummerfestival.com
FERIENBETREUUNG SOMMER 2018 FÜR KINDER VON 5 – 12 JAHREN
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HOCHRADTOUR – START 10 UHR, TIROLER LANDESTHEATER SPEZIALPROGRAMM FÜR DIE GANZE FAMILIE IM ZEUGHAUS
SO 10. JUNI, 10 – 17 UHR EINTRITT FREI Mit abwechslungsreichem Programm sorgen bestens ausgebildete Betreuungspersonen für einen erlebnisreichen Sommer! Die Betreuung wird während der gesamten Sommerferien angeboten. Es kann wochen- oder tageweise gebucht werden. 07:30 – 13:00 Uhr € 24,- pro Tag Anmeldungen per Mail an 07:30 – 16:00 Uhr € 32,- pro Tag office@joy-daskinderparadies.at Preise inkl. Essen & Ausflüge Ab Buchung einer ganzen Woche JOY DAS KINDERPARADIES Gießenweg 17 | 6176 Völs ermäßigte Preise! Wir freuen uns auf euch!
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ZEUGHAUS ZEUGHAUSGASSE 1, INNSBRUCK TIROLER-LANDESMUSEEN.AT
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S E H E N. L E S E N. H Ö R E N.
ENTDECKERGEIST
SÜDTIROL IN 3 TAGEN Oswald Stimpfl, folio Verlag, 144 Seiten, EUR 13,50
KINOTIPP E I N G O L D F I S C H FÄ L LT I N S W A S S E R 2 . 0
Durch eine spritzige neue Wendung liegt der Fokus von „Overboard“ auf Leonardo, einem egoistischen, verwöhnten, reichen Frauenheld aus Mexikos reichster Familie, und Kate, einer hart arbeitenden alleinerziehenden Mutter dreier Kinder, angeheuert, um Leonardos Luxusyacht nach einer Party sauber zu machen. Nachdem Leonardo Kate ungerechterweise feuert und sich weigert, sie zu bezahlen, fällt Leonardo im Feierrausch von Bord und wacht ohne Erinnerungen an der Küste Oregons auf. Kate taucht im Krankenhaus auf und, um sich an ihm zu rächen, überzeugt sie Leonardo, dass sie verheiratet sind, und schickt ihn zur Arbeit – zum ersten Mal in seinem Leben. Ein Remake der 1980er-Komödie mit Goldie Hawn und Kurt Russel – diesmal mit vertauschten Geschlechter- und Eugenio Derbez und Anna Faris in den Hauptrollen.
OLALA
Zum 40-jährigen Bestehen der Lienzer Kulturinitiative Ummi Gummi beginnt 2018 das von ihr organisierte Internationale Straßentheater-Festival Olala mit einem echten Knaller: Die „Architects of Air“ aus dem Vereinigten Königreich kommen nach Lienz und bauen ihre spektakuläre aufblasbare Zeltstadt auf. Im Mittelpunkt steht das Luminarium „Arboria“, 52 Meter lang, 30 Meter breit und zwölf Meter hoch. Dort drinnen erwartet die Besucher eine gedämpfte Welt aus Farben und Formen. Insgesamt sind mittlerweile fast 40 Künstlergruppen aus vielen Ländern dabei, wenn Lienz vom 21. bis 28. Juli acht Tage lang und damit drei Tage länger als bisher ganz im Zeichen von Akrobatik, Straßenmusik, Zirkusvorführungen und Lichtinstallationen steht. www.olala.at
Läuft ab Mitte Juni im Metropol und Cineplexx
FOTO: BRUNNER IMAGES
Man muss nicht unbedingt immer weit weg, um das Schöne zu finden. Und manchmal reichen schon ein paar Tage Auszeit, um seine Batterien wieder aufzuladen. In Südtirol zum Beispiel. „Südtirol in 3 Tagen“ erschließt das Land von zwölf ganz unterschiedlichen Basislagern aus und lässt euch die Gegend aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln entdecken: Wein, Kunst, Shopping, Wandern, alles dabei. Dazu gibt’s Kartenmaterial, Insider-Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Cafés und jede Menge Tipps. Zugegeben, die Optik könnte noch etwas Pep vertragen, inhaltlich gibt’s aber nichts zu meckern.
R H Y T H M ’ N’ B L U E S
Das New Orleans Festival feiert im heurigen Juli sein bereits 20-jähriges Bestehen und bringt mit Blues, Jazz, Gospel und Soul wieder warmwohliges Südstaatenflair nach Innsbruck. Stars der New-Orleans-Szene sind ebenso vertreten wie diverse heimische Musikgrößen. Mit dabei unter anderem: Chucky C. & Gary Brown und Sara de Blue’s Band. So manch ausgelassenes Live-Konzert entwickelt sich dabei zu einer regelrechten JamSession. Wer also nicht gerade auf Urlaub ist, sollte in den Tagen vom 19. bis 22. Juli dringend am Landhausplatz vorbeischauen.
Infos unter www.neworeleansfestival.at
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TEXT:
SONJA NIEDERBRUNNER
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er ahnt heute noch, welche immense Rolle das Fahrradfahren in Bezug auf die Emanzipation der Frau spielte? Dass etwas so simples und nunmehr Alltägliches Ärzte und Gelehrte spaltete, die sich darin überschlugen, vor den Gefahren zu warnen, die vom Gebrauch dieses Gefährts ausgingen – Gefahren für die Frau, wohlgemerkt. In der Münchner illustrierten Wochenschrift für Kunst und Leben „Jugend“ lieferten sich sogenannte Experten etwa im Dezember 1896 einen Schlagabtausch. Was sie denn vom Radfahren der Damen hielten und ob sie Rock oder Hose für passender erachteten? „ H a b e n S i e j e m a l s etwas Abstoßenderes, etwas Hässlicheres, etwas Gemeineres gesehen, als ein mit puterrotem Gesicht, vom Staube entzündeten Augen und keuchenden Lungen auf dem Zweirade dahinrasendes Frauenzimmer? Ich nicht! Eine solche Erscheinung tritt nicht nur ihre Pedale, sondern auch die primitivsten Grundgesetze der Ästhetik mit Füßen! Pfui Deibel“, schrieb etwa Hans Müller-Pirna, seines Zeichens Professor für Ästhetik. „Ist an solch’ einer Radfurie auch noch eine Linie schön? Etwa der krumme Rücken oder die nach der Hinterradseite weit und provokatorisch ausladende Sitzgelegenheit? Der größte Reiz des weiblichen Körpers ist sanfter Linienfluss, gefällige Rundung! Aber das Radfahren macht unsere Frauen dürr und eckig, unweiblich außen und innen. Herunter vom Rade, weibliches Geschlecht, oder Du hast das Recht verwirkt, das schöne zu heißen!“ D o c h e s g a b auch andere Stimmen. Etwa Dr. Alfons Meier-Wurrmannsquick, der ein Plädoyer für die radfahrende Frau abgibt: „Vom ästhetischen Standpunkt ist jede Einrichtung zu begrüßen, welche die Ausbildung unseres Körpers fördert, geschmeidigere, muskelkräftigere, schlankere Menschen hervorbringt. Der absolute Mangel an körperlicher Tätigkeit hat in den letzten Jahrhunderten die Frauen unserer besser situierten Stände der Degeneration nahe gebracht, wir waren in Gefahr, eine engbrüstige, wadenlose, schmalhüftige und bleichsüchtige Rasse zu werden – das Radfahren der Frauen rettet uns vor dieser Gefahr. Will die Frau auf anderen Gebieten mit dem
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TRITT IN DIE FREIHEIT Eine Ausstellung im Innsbrucker Zeughaus widmet sich den Anfängen und der Gegenwart des Fahrradfahrens. Besonders spannend ist die Geschichte der ersten radfahrenden Frauen – die waren nämlich nicht gern gesehen. Und so wurde das Radfahren zu einem Kampf um Gleichberechtigung.
Mann in Wettkampf treten, so muss sie sich vor allem auch die körperlichen Fähigkeiten dazu erwerben. Ich sehe im Radfahren der Frauen die Morgenröte einer neuen Ära für das Weib überhaupt.“ Das ist auch die Meinung von Rosa Mayreder. Die österreichische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin schreibt wenige Jahre später, die Frauen sollten „dem Fahrrad ein Denkmal setzen“, habe doch „das Bicycle zur Emanzipation der Frauen aus den höheren Gesellschaftsschichten mehr beigetragen als alle Bestrebungen der Frauenbewegung zusammengenommen“.
FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD
Das Fahrrad dient nicht nur als Verkehrs-, sondern auch als Transportmittel, Freizeit- und Sportgerät. Seine Ursprünge hat es im Laufrad, der Draisine, die auch in Tirol zum ersten Individualverkehrsmittel für alle avancierte und zum Wegbereiter für Motorrad und Automobil wurde. Die Ausstellung im Museum im Zeughaus, die anlässlich der Rad-WM stattfindet, beschäftigt sich mit technik- und kulturgeschichtlichen Aspekten sowie mit verkehrs- und sozialpolitischen Fragestellungen zum Radfahren in der Gegenwart.
F u h r e n F r a u e n Fa h r r a d , weil sie sich bewusst emanzipieren wollten, oder wurden Frauen emanzipiert, weil sie Fahrrad fuhren, fragt sich Maria Moser in ihrem Beitrag über Frauen und Fahrradfahren, nachzulesen in der Begleitpublikation zur Ausstellung „Frischluft? Freiheit! Fahrrad!“ im Museum im Zeughaus. „Fest steht, dass sich sicher viele der radfahrenden Frauen der damaligen Zeit selber nicht dezidiert zur Emanzipation oder zur Frauenbewegung bekannten. Doch in dem Moment, in dem sich eine Frau in dieser Zeit auf das Fahrrad setzte, überschritt sie gesellschaftliche Grenzen, ob sie es nun wollte oder nicht. So kamen die Frauen nicht darum herum, sich mit gewissen gesellschaftlichen Fragen hinsichtlich Gleichberechtigung oder ihrer eigenen Rechte auseinanderzusetzen.“
Bis 6. Jänner 2019 Tipp: Themenführung „Frau radelt“ am 4. November um 11 Uhr Infos unter www.tiroler-landesmuseen.at In der Begleitpublikation zur Ausstellung ist ein Beitrag über „Frauen und Fahrrad“ von Maria Moser enthalten.
FOTOS: TLM
K U LT U R-T I P P
KULT-KONZERT Man kennt sie, die Hits wie „Blinded by the Light“, „Davy’s on the Road Again“, „Mighty Quinn“ oder „For you“ von Manfred Mann’s Earth Band. Wer sie hören möchte, kann sie natürlich auf iTunes laden, ihr könnt aber auch am 13. Juli zum Open Air am Pfundplatz in Schwaz kommen. Da gibt’s die Band live!
Vor rund 40 Jahren gründete Manfred Mann seine legendäre Earth Band, mit der er in den 1970ern und Anfang der 1980er-Jahre regelmäßig in den Charts vertreten war und europaweit in ausverkauften Hallen spielte. Berühmt war die Earth Band damals schon durch ihre sensationellen Liveauftritte und das hat sich bis heute nicht geändert. Wer sich davon überzeugen möchte: Manfred Mann’s Earth Band ist am 13. Juli 2018 live am Pfundplatz in Schwaz zu Gast. Eröffnet wird der Abend von der Schwazer Band Krakatao, bei der unter anderem Reinhard Schwitzer seit Paulinumszeiten spielt und singt. S e i n e e r s t e F o r m a t i o n hat Manfred Mann schlicht nach sich selbst benannt und produzierte eingängige Beatsongs wie „Do Wah Diddy Diddy“, „Pretty Flamingo, „Ha! Ha! Said the Clown“ oder „Mighty Quinn“, die heute noch in vielen Ohren klingen. Einen richtigen Kick bekam seine Karriere in den 1970er-Jahren mit der Gründung seiner Earth Band. Zusammen mit der Band gelingt ihm mit „The Roaring Silence“ (1976) die Durchbruchsplatte schlechthin. Die Songs „Questions“ und „Blinded by the Light“ werden zu Hits, die Konzerte füllen Hallen. Den größten Erfolg feierte die Earth Band definitiv mit „Davy’s on the Road Again“ (vom Album „Watch“, 1978), der zum All-Time-Klassiker der Band wurde.
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G
M a n f r e d M a n n ist ständig auf der Suche nach Songs, die sich dazu eignen und quasi nur darauf warten, neu interpretiert zu werden. Er besucht dabei auch alte Freunde wie Bob Dylan und Bruce Springsteen. Egal ob zu Hause oder unterwegs – Mann experimentiert unaufhörlich mit der Musik. In den vergangenen Jahren haben andererseits auch viele Künstler die Werke von Manfred Mann (wieder) entdeckt, wodurch diese ihren Weg in neue Veröffentlichungen von Massive Attack, The Prodigy, Disco Boys, Michael Mind, GLC, Peedi Krakk, Kanye West und Sharam fanden. Manfred Mann indes arbeitet gerade an einem neuen Album, das Ende 2018 erscheinen wird. Zwischenzeitlich gastiert er in Schwaz – den Veranstaltern Eremitage und Lindner Music sei Dank.
MANFRED MANN’S EARTH BAND SUPPORT: „KRAKATAO“: Open Air am Pfundplatz, Schwaz am Freitag, 13. Juli 2018 Beginn: 20 Uhr, Einlass: 19 Uhr Veranstalter: Eremitage, Lindner Music Vorverkauf: Ö-Ticket, Raiffeisen Banken, Trafiken, Eremitage, www.lindnermusic.at
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R E I S E-T I P P S
REISEBONBONS Ob bunt wie eine Zuckerlpackung oder komplett in Schlumpfblau – wir zeigen euch die knalligsten Orte der Welt. Das Spiel mit Farbe ist dabei meist mehr als ein dekorativer Anstrich. Das Leben ist definitiv zu kurz für SchwarzWeiß, deshalb: Treibt es bunt!
TEXTE:
TRAVELCIRCUS, MARINA KREMSER
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ährend eine Filmproduktion binnen kürzester Zeit eine Stadt in einen blauen Schlumpfort verwandelt, dienen die farbenfrohen Häuserfassaden in Burano als Wegweiser und Orientierungshilfe. Die Gründe für die knallige Buntheit der Orte auf den nächsten Seiten könnten unterschiedlicher nicht sein. Besonders der italienische Küstenabschnitt Cinque Terre ist mit gleich fünf aufeinanderfolgenden fröhlich-quietschigen Orten ein wahres Paradies für alle, die auf der Suche nach ein bisschen mehr Farbe im Leben sind. Oder einem coolen Fotomotiv. Travelcircus hat die Orte mit Gute-Laune-Faktor und urbanem Farbenrausch ausfindig gemacht.
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JODHPUR, INDIEN
Vom orangenen Nagpur über die rosa angehauchte Stadt Jaipur bis hin zu Jodhpur in Blau – Indiens Städte leuchten in vielen Farben. Jodhphur ist die zweitgrößte Stadt Rajasthans im Nordwesten des Landes. Ursprünglich deutete die Farbe eines Hauses hier auf die Kaste der Bewohner hin – in den blauen lebten die Brahmanen. Heute wohnen aber auch Nichtbrahmanen dort. Außerdem wird dem Blau nachgesagt, Moskitos fern und das Haus kühl zu halten. R E I S E T I P P : Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten in der Gegend wird auch beim Besuch des imposanten Mehrangarh Fort eine Gebühr für den Fotoapparat verlangt. Da die meist höher ist als der Eintritt, lohnt es sich, in einer Gruppe nur eine Kamera mitzunehmen.
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P O S I TA N O, I TA L I E N
An der Amalfiküste liegt immer ein betörender Duft von Zitronenbäumen in der Luft, während die von reizenden Städtchen gesäumten Steilküsten eine spektakuläre Kulisse bilden. Vorzeigeort der romantischen Gegend ist die Gemeinde Positano, die allein schon wegen ihrer glänzenden Kirchenkuppel aus gelben und grünen Kacheln, die zwischen den Würfelhäusern und dem steilen Felshang hervorsticht, einen einzigartigen Ausblick bietet. R E I S E T I P P : Die Maria-Assunta-Kirche mit dem Dach aus Majolikaziegeln solltet ihr euch unbedingt anschauen. Und wenn ihr in der bergigen Stadt vom Aufstieg an den vielen steilen Treppen erschöpft seid, lädt Positano auch zum unkomplizierten Dolcefarniente ein. Vom Hotel „Il San Pietro“ kann man außerdem ganz entspannt mit dem Aufzug an den Strand fahren.
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G U A N A J U ATO, M E X I KO
Guanajuato (lässt sich besonders gut nach zwei, drei Tequilas aussprechen) ist eine der schönsten Kolonialstädte Mexikos und auch diese Stadt zählt zum Weltkulturerbe. Die UNESCO mag es offensichtlich gerne bunt. Durch die hügelige Anordnung lässt sich das Panorama der bunten Fassaden auch gut innerhalb der Stadt betrachten. Von Pastell bis Neon gibt es hier quasi keinen Farbton, der nicht auf einer Fassade zu finden ist. An manchen Ecken erscheint die Stadt fast so zurechtgemacht wie eine Filmkulisse. R E I S E T I P P : Um die beste Aussicht über die Stadt zu genießen, solltet ihr mit der Seilbahn hinauf zum Panorama-Aussichtspunkt fahren, auf dem auch das bekannte El-Pípla-Monument steht.
S T. J O H N ’ S , N E U F U N D L A N D/ K A N A D A
Auch über den großen Teich gibt’s zauberhafte Steilküsten-Städtchen. Eines der beliebtesten Fotomotive der ältesten Stadt Nordamerikas sind deren bunte viktorianische Häuser. Aufgrund der wilden Anordnung von roten, blauen, gelben und orangen Gebäuden werden sie auch die „Jellybean-Häuser“ genannt. Die Farbgebung, die der rückläufigen Entwicklung im Stadtzentrum entgegenwirken soll, geht in die 1970er-Jahre zurück. Auch heute noch freuen sich Bewohner und Besucher über die kunterbunte Farbenwelt, die die Stadt auch an grauen Wintertagen lebensfroh erscheinen lässt. R E I S E T I P P : Einen gigantischen Blick über die Stadt hat man vom Signal Hill aus. Entlang der Küste kann man über den Berg nach oben wandern. Mit ein wenig Glück könnt ihr auch Buckelwale und Papageientaucher sehen.
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TIPP DER REDAKTION
Marrakesch
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GEFÜH S N E B E L ISCHES EE ITALIEN GGERS AM BA
I 2018 AB JUN
1000
und eine Überraschung: Marrakesch – einmal und immer wieder, findet Sandra Nardin. Esel traben an mir vorbei, verschiedenste Düfte strömen auf mich ein. Es ist laut, Händler rufen, Autos hupen und immer wieder knattert ein Motorrad an mir vorbei. Es riecht nach Fleisch, Muskat, Zitrone, nach undefinierbaren Aromen, die meine Nase noch nicht zuordnen kann. Hektische Leute strömen durch die schmalen Gassen, sie alle scheinen einen Plan zu haben, den nur sie selbst kennen. Gefangen in diesem bunten Treiben bleibe ich staunend stehen und bin angekommen. Angekommen in einer lebendigen Stadt mit einer unglaublich überwältigenden Atmosphäre, die mich – so bin ich mir sicher – mein ganzes Leben nicht mehr loslassen wird. A u f M a r r a k e s c h s D j e m a a e l F n a , dem „Platz der Gehenkten“, dem pulsierenden Zentrum der Stadt, bereiten Köche unter überdachten und nummerierten Garküchen marrokanische Speisen zu. Gemüse, Fleischspieße und Fisch liegt aufgetürmt neben den Grills, Frauen mit Kindern, Männer, Junge und Alte strömen herbei, Gaukler spielen traditionelle Musik, beschwören Schlangen. Rund um die Köche bieten Händler an ihren Wägen Mandeln, getrocknete Datteln, Aprikosen oder frisch gepressten Orangensaft an.
DAS NEUE AUSFLUGSZIEL FÜR EISLIEBHABER
H i e r z u e s s e n erfordert ein wenig Mut, es lohnt sich aber allemal. Wer es lieber ruhig und leise hat, der findet in wunderschönen Ridas seine Freude oder sitzt entspannt auf der Dachterrasse und beobachtet das bunte Treiben aus der Vogelperspektive. Fasziniert blicke ich von oben auf das Geschehen und weiß ganz genau: einmal Marrakesch und sicher immer wieder.
TIPPS Hallenbad Olympisches Dorf
HOTEL: • Les deux tours, www.les-deux-tours.com ESSEN: • Le jardin, www.lejardinmarakech.com • Dar Cherifa, www.dar-cherifa.com
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„Nicht nur im Urlaub: Carpe that fucking diem.“ TRONDHEIM, NORWEGEN
Eine schöne Häuserreihe und ihre perfekte Spiegelung im Wasser – dieses Bild gibt’s nicht nur in Mariahilf in Innsbruck (Marktplatz Blickrichtung Nordkette) sondern auch entlang des Flusses Nidelva, wo sich in der drittgrößten Stadt Norwegens bunte Speicherhäuser nebeneinander reihen. Sie erinnern noch heute an die Vergangenheit Trondheims: Damals war der Stadtteil am Fluss ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Schiffe. Bei Touristen sind heute die Restaurants und Terrassen rund um die alten Schiffsdocks beliebt. R E I S E T I P P: Traditionell norwegisch und extra-urig dinieren kann man im Baklandet Skydsstation, wo man sich mit Fischsuppe, Sandwiches, Käsekuchen und einem Glas Aquavit fürs Sightseeing stärkt.
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W I L L E M S TA D, C U R AÇ A O
Seit 1997 ist die Hauptstadt der karibischen Insel Curaçao UNESCOWeltkulturerbe. Besonders die grellen Farben der Häuserfassaden am Ufer verleihen der Stadt einen einzigartigen Glanz. Einer Überlieferung nach kam die Farbgebung vom damaligen Gouverneur der niederländischen Kolonie, der durch das Betrachten von weißer Farbe an starken Kopfschmerzen litt. Aufgrund dessen erließ er eine Verordnung, die alle Häuser bunt werden ließ. R E I S E T I P P : Am besten lassen sich die bunten Häuser und die berühmte und abends hell erleuchtete „Königin-EmmaBrücke“ von Otrabanda aus fotografieren. Vom Stadtteil Punda aus fährt ca. alle zehn Minuten eine Fähre dorthin.
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Burano ist schon vom Meer aus gut zu erkennen. Auf der venezianischen Insel erscheinen die farbenfrohen Häuser heute wie damals vom Wasser aus betrachtet wie ein Leuchtturm – oder eher wie ein Leuchtfeuer. Nach einer Überlieferung konnten die Fischer damit leichter heimfinden, wenn sie bei Nebel auf dem Weg nach Hause waren. Bis heute gibt es noch eine Vorschrift: Wenn man auf der Insel sein Haus bemalen möchte, muss man vorher die Regierung fragen. Diese weist dem Haus eine bestimmte Farbe zu. Wegen der Verwechslungsgefahr des eigenen Zuhauses. R E I S E T I P P : Am schnellsten ist man von Venedig aus über den Anleger Fondamente Nove auf der Insel. Die Fahrtzeit beträgt ca. 40 Minuten.
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JÚZCAR, SPANIEN
Júzcar ist eine der wenigen farbenfrohen Städte der Welt, deren Buntheit keinen historischen Grund hat. Zum blauen Wunder kam’s durch Hollywood. Im Jahr 2011 suchte Sony nach einem Ort, der sich für den Film „Die Schlümpfe in 3D“ als Schlumpfhausen eignen könnte. Sie fanden Júzcar. Zwölf Maler rückten mit rund 4.000 Liter Farbe aus und pinselten die Häuser an. Sony versprach, das Dorf nach dem Dreh wieder in seinen Urzustand zu versetzen, doch man entschied sich dazu, blau zu bleiben. Man erhoffte sich, zur Touristenattraktion zu werden. Hat geklappt! R E I S E T I P P : Eine Anreise unter der Woche ist empfehlenswert, weil am Wochenende nach wie vor viel los ist. Von anfänglich 300 Touristen jährlich kamen direkt nach dem Erscheinen des Films nämlich 80.000 davon. Wenn ihr mit dem Auto anreist, lasst ihr das am besten auf einem Parkplatz vor der Ortseinfahrt stehen. Die Gassen sind eng.
ALPBACHER BERGBAHNEN
ACTION & GENUSS IM ALPBACHTAL Der „Alpbachtaler Lauser-Sauser“, der neue Ganzjahres-Alpine-Coaster am Wiedersberger Horn im Alpbachtal, startet ab 16. Juni rasant in die erste Sommersaison. Wer es gerne ruhiger angeht, genießt ein gemeinsames Familienfrühstück in der Genussgondel.
Der Alpbachtaler Lauser-Sauser startet bei der Bergstation der Wiedersbergerhornbahn und ist mit einer Gesamtlänge von 1.420 Metern und Österreichs höchstem Kreisel mit 18 Metern ein rasantes Erlebnis. In sieben bis acht Minuten überwindet ihr mit bis zu 42 km/h rund 134 Höhenmeter.
Der „Alpbachtaler Lauser-Sauser“ bietet Fun und Action für große und kleine Passagiere: Der Rodelspaß beginnt direkt an der Bergstation der Wiedersbergerhornbahn auf 1.845 Metern, die Strecke führt dann auf knapp eineinhalb Kilometern 134 Höhenmeter abwärts. Mit bis zu 42 km/h geht es rasant über Jumps und Steilkurven sowie zwei 360-Grad-Kreisel vorbei an der Talstation des Kohlgrubenlifts. Ein Fotopoint und eine Geschwindigkeitsmessung machen die Fahrt mit dem Alpbachtaler Lauser-Sauser zu einem unvergesslichen Erlebnis – auch für zu Hause. Unten angekommen, bleibt man einfach sitzen und ein Seilzug befördert euch bequem zum Ausgangspunkt zurück. Kinder ab acht Jahren und einer Körpergröße von 130 Zentimetern dürfen alleine fahren, ab drei Jahren können Kinder in Begleitung einsteigen. D e r A l p b a c h t a l e r L a u s e r - S a u s e r ist übrigens nicht nur im Sommer ein Highlight, sondern auch im Winter geöffnet. Dafür wurde sogar ein eigens konzipierter Schneepflug angeschafft. Mehr Infos zum „Alpbachtaler Lauser-Sauser“ gibt‘s unter www.skijuwel.com/lauser-sauser.
BERGFRÜHSTÜCK MIT AUSSICHT Die nicht nur mit rotem Samt ganz besonders schön, sondern auch mit einem befüllten Korb voller Alpbachtaler
E N T G E LT L I C H E E I N S C H A LT U N G
Köstlichkeiten kulinarisch ausgestattete Genussgondel der Alpbacher Bergbahnen lädt außerdem zum Brunchen und Jausnen ein – herrliche Aussicht inklusive.
TIPP
Das Genussgondel-Erlebnis ist auch ein wunderbares Geschenk für Freunde und Familie. Die Alpbacher Bergbahnen stellen euch gerne einen Gutschein dafür aus. Mehr Infos zur Genussgondel gibt‘s unter www.skijuwel.com/genussgondel.
A L P B A C H E R B E R G B A H N G M B H & C O. K G
6236 Alpbach 311, Tel.: 05336/5233 info@alpbacher-bergbahnen.at, www.skijuwel.com
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Tue Gutes und rede darüber Anderen zu helfen, ist gar nicht so schwer und braucht manchmal nicht viel. An dieser Stelle zeigen wir euch Initiativen und Aktionen, von denen wir überzeugt sind und die wir gerne unterstützen.
Maya selbst hat sich bereits dafür entschieden, zu helfen, und im Zuge einer Charity-Aktion dieses süße Lindt-Häschen ersteigert. Was sie damit macht, ist noch nicht ganz klar, der Erlös daraus geht auf jeden Fall an das Tiroler Frauenhaus.
FRAUENHAUS TIROL
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ARCHE HERZENSBRÜCKEN
ie Diagnose einer lebensbedrohenden oder lebensverkürzenden Erkrankung bei einem Kind oder Jugendlichen verändert nicht nur das Leben, die Entwicklungsmöglichkeiten und die Zukunft des betroffenen Menschen, sondern auch die Lebenssituation und das Miteinander aller Familienmitglieder. Von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr wie es war. D e r F a m i l i e n a l l t a g muss ab dem Zeitpunkt der Diagnose rund um die Erkrankung und die Bedürfnisse des betroffenen Kindes organisiert werden. Die Betreuung bringt die Eltern oft an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit. Arche Herzensbrücke erfüllt Familien mit schwer erkrankten Kindern den Wunsch nach einer gemeinsamen Auszeit, trotz der schweren Krankheit, die im Raum steht, und trotz der angespannten finanziellen Situation, in der sich die Familien befinden. Das Hotel Solstein in Seefeld ist ein Ort, der infrastrukturell und personell speziell auf die Bedürfnisse von schwer chronisch oder lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen und ihren Familien ausgerichtet ist. Gemeinsam mit Menschen, Unternehmen und Institutionen, die die Vision von Initiator und Gründer Horst Szeli mittragen und Arche Herzensbrücken unterstützen, werden Auszeiten für betroffene Familien leistbar. U m s e l b s t m i t g u t e m B e i s p i e l v o r a n z u g e h e n , hat das Team der Arche Herzensbrücken heuer beim Vienna City Marathon teilgenommen. Eine Frauen- und eine Männerstaffel haben im Zuge dessen Spenden gesammelt und 11.500 Euro zusammenbekommen.
as Frauenhaus Tirol ist eine Opferschutz- und Kriseneinrichtung für Frauen, die von körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt bedroht und betroffen sind – unabhängig von Nationalität, Herkunft, Religion, ökonomischer Situation oder Lebensweise. Auch für Frauen, die von Zwangsheirat, Zwangsprostitution und Frauenhandel bedroht oder betroffen sind, bietet das Frauenhaus Unterkunft und Beratung. Das Angebot besteht aus vier Säulen – neben dem Schutzhaus und der Beratung bietet das Team betreutes Wohnen und Nachbetreuung und engagiert sich in Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Frauenhaus Tirol arbeiten neben Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen auch Pädagoginnen und Therapeutinnen; Anwältinnen bieten kostenlose Rechtsberatung. Das finden wir eine ganz wichtige Sache. Wer hel f en w i l l : S pe n d e n ko n t o AT1 1 2 0 5 0 3 0 0 0 0 0 0 4 6 7 9 7
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V E R E I N W. I. R.
HELP FOR KIDS
D Ende April luden die Achenseeschifffahrt und das Kulinarik & Genießerhotel Alpin zu einem Gourmetdinner am Schiff. Unter dem Motto „Kochhaube trifft Kapitänsmütze“ kochten neben Armin und Alexander Gründler auch Thorsten Probost, Thomas Grander, Andreas Hillejan und Josef Steffner für den guten Zweck. Der Reinerlös der Veranstaltung kam dem Verin W.I.R. zugute. Im kommenden Frühjahr soll das Galadiner wieder stattfinden. Infos dazu unter www.achensee.com oder tirolschiffahrt.com.
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.I.R. ist eine soziale Dienstleistungseinrichtung, die Menschen mit Behinderung im Erwachsenenalter differenzierte Wohn- und sinnstiftende Arbeits- und Tagesstrukturen anbietet. Im W.I.R. leben Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen, derzeit sind es über 100, die die Dienstleistungen der Einrichtung in Anspruch nehmen. Der Verein setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigte und gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft sind und das gleiche Recht auf Lebensqualität und Teilhabe haben wie jeder Mensch. Denn: Es ist normal, verschieden zu sein.
er „Help for Kids“-Spendenfonds wurde anlässlich eines Spendenprojekts für die zweijährige Maria aus Hall in Tirol, die am Prader-Willi-Syndrom (PWS) erkrankt ist, im Dezember 2009 vom Verein SOCCER Team e. V. unter dem Vorstandsteam Harald Lederer und Roman Ferdik gegründet. Die Hauptaufgabe des Spendenfonds ist die finanzielle Unterstützung von notleidenden und bedürftigen Kindern aus Tirol. Dafür veranstaltet der Verein jährlich zahlreiche Events, wo individuelle Spendengelder gesammelt werden, dazu sind natürlich auch Einmalspenden und Daueraufträge gerne willkommen. Ko nt o : AT8 5 2 0 5 0 3 0 3 3 0 1 9 2 0 4 2 1 , w w w. so c c er t eam . at
S p end en kon to: AT42 5700 0700 1109 1743, Infos unte r w w w.w i r - g g m b h. at
AUCH TOLL ... und irgendwie passend zum Interview von Maya mit Christine Schennach: Räder für Afrika, ein Projekt zur Hilfe zur Selbsthilfe. Die Initiative rund um Obmann Andreas Langer wollte einer Familie in Gambia nachhaltig helfen und damit ihr Überleben sichern. Busunternehmer Martin und Alexander Ledermair spendeten dafür einen alten Linienbus, mit dem die Familie vor Ort ihr eigenes kleines Transportunternehmen aufbauen kann. Für den insgesamt 6.000 Kilometer langen Weg von Schwaz nach Banjul brauchte es Geld. Das wurde erfolgreich auf der Crowdfunding-Plattform Respekt.net gesammelt. Natürlich darf es aber immer ein bisserl mehr sein, zumal auch weitere Hilfsgüter – etwa für das Reparieren von Hütten und Dächern vor der Regenzeit – benötigt werden. Deshalb bitte fleißig unterstützen, damit es eventuell auch noch mehr Busse werden. w ww.raed erfu erafrika .org
Grillen für den guten Zweck: Die Metzgerei Prem aus Vomp hat im Zuge ihres Grilltages Mitte Mai insgesamt 3.800 Euro gesammelt, wobei 1.000 Euro davon an Help for Kids gehen und 1.800 Euro an den Kiwanisclub Schwaz. Die restlichen 1.000 Euro werden als Soforthilfe in der Region zur Verfügung gestellt.
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MANNSICHTEN
Wann ist ein Mann ein Mann? Herbert Grönemeyer hat es immer schon irgendwie gewusst. Bereits 1984 hat er in seinem Gassenhauer „Männer“ die Stereotypen, die mit dem Mannsein einhergehen, benannt und verhandelt, soweit das in einem Popsong eben möglich ist.
Mit Textzeilen wie „Männer haben’s schwer, nehmen’s leicht // Außen hart und innen ganz weich // Und werden als Kind schon auf Mann geeicht“ hat der Barde – lässt man die von Selbstaffirmation geprägten Stellen außer Acht – nicht weniger als eine chartstürmende Zustandsdiagnose der Männlichkeit geliefert: harte Schale, weicher Kern.
verlangte nach körperlichen Höchstleistungen, ein langes Leben war dagegen zweitrangig. Frauen haben außerdem ein stärkeres Immunsystem als Männer. Deshalb ist der Männerschnupfen tatsächlich eine ebenso ernstliche wie schmerzhafte Erkrankung, die nicht selten mit Todesängsten einhergeht. Von Frauen wird er dagegen meist als lästige Erkältung erlebt.
D o c h w o h e r kommt die harte Schale und warum entspricht sie nach wie vor der gängigen Idealvorstellung, die ein Mann (und auch viele Frauen) von einem Mann hat? Inwiefern zählt man als Mann zum starken Geschlecht, wenn man – statistisch nachweisbar – schlechter in der Schule ist, früher stirbt und dazu oft völlig unfähig ist, über seine Gefühle zu sprechen? Von der Konstitution bis zum Gefühlsleben klingt das nicht besonders stark. Männer scheinen durch eine Neigung zum Extremen außerdem stärker gefährdet, Raubbau am eigenen Körper zu betreiben. Sei es durch fragwürdige Lebensstilentscheidungen – und damit ist nicht etwa der idealisierte feuchte Männertraum von Sex, Drugs and Rock’n’Roll gemeint – sondern ungesundes Essen und ein Übermaß an Alkohol. Deutlich weniger glamourös, aber genauso tödlich. In der Regel wird Mann mit letzterer Mischung aber meist doch deutlich älter als Kurt Cobain. Ein verhältnismäßig schwacher Trost. Zumal viele Männer – yours truly inbegriffen – nach typischer Erziehung zum Mann und der Überwindung präpubertärer, pubertärer und spätpubertärer Episoden zumindest nach außen hin eher zum emotionsarmen Dahinsiechen verdammt sind.
D e r T i t e l „starkes Geschlecht“ gebührt, wenn man schon derartige hemdsärmelige Einteilungen treffen möchte, den Frauen. Wir geben ihn gerne her, wir haben ihn nicht verdient. Er tut uns auch nicht gut. Wie angemaßt er ist, erfahren wir unter anderem – wenn auch nicht am eigenen Leibe –, wenn es um die Reproduktionsarbeit geht. Bei der Zeugung ist männliches Zutun noch obligatorisch, danach nur noch Beiwerk. Nice to have, aber mehr auch nicht. Alleinerzieherinnen können ein Lied davon singen. Sie gehören wohl zu den stärksten aller starken Frauen.
N i c h t a l l e Geißeln der Männlichkeit sind bloß der Erziehung und der Gesellschaft geschuldet. Wir schleppen auch einigen evolutionsbiologischen Ballast mit uns herum. Das Jagen und Sammeln
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W e r e i n e S i n n k r i s e der Männlichkeit konstatiert, wie es häufig und seit Jahren vor allem in den Feuilletons gemacht wird, liegt vermutlich gar nicht so falsch. Wir müssen deshalb nicht gleich Feministen werden, zumal noch nicht ganz klar ist, worum es den Feministinnen der mittlerweile vierten Welle überhaupt geht. Es reichte schon, manch tradierte Erblast, die das Rollenbild „Mann“ mit sich bringt, etwas weniger intensiv zu verinnerlichen. Etwa die verbreitete Gefühlslegasthenie. Stattdessen einfach mal mehr Gefühle wagen. Öffentliches Weinen wird auch weiterhin nicht zum Standardinventar MARIAN KRÖLL des Maskulinen gehören. Das hat nach einer bewegten Jugend die muss auch nicht sein. Es wäre Vorzüge des bürgerlichen Lebens schon viel gewonnen, einmal entdeckt und ergründet nun in diesem über die eigenen Gefühle zu Mikrokosmos die Dinge, die das Leben reden. Denn das bedingt, dass sinnvoll machen. Er schreibt und man sich vorher mit ihnen ausfotografiert gern und nimmt sich nicht immer so furchtbar ernst. einandergesetzt hat.
MANFRED MANN‘S EARTH
BAND
Mit Kult-Hits wie “Blinded By The Light”, “Davy´s On The Road Again”, “Mighty Quinn”, uvm...
SUPPORT:
KRAKATAO
OPEN AIR
13.7.
PFUNDPLATZ SCHWAZ 20:00 UHR
VVK: ÖTicket | heimische Banken und Trafiken | Lindner Music 05242-93 804 10 | www.lindnermusic.at M AYA / N U M M E R 01 / M Ä R Z 2018
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d.
gefallen sin f u a s n u ie d , n e u Fra FRAUEN IM FOKUS
PA N O P T I C A. F R A U E N. K U LT U R.T I R O L Über Jahrhunderte hinweg war die Kunstwelt von Männern dominiert. Frauen war es kaum möglich, diese Vormachtstellung zu durchbrechen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich jedoch vieles zum Positiven verändert. Frauen im Kunst- und Kulturbereich vor den Vorhang holen sowie weibliche Lebenswelten erfahrbar machen – auch die nunmehr sechste Ausgabe des Frauenkulturmagazins „Panoptica.frauen.kultur.tirol“ des Landes Tirol bleibt diesem Anspruch treu. Panoptica rückt Frauen in den Mittelpunkt, die mit ihrem Können und Engagement insbesondere in der Kunst und Kultur etwas bewegen, aber auch in anderen Lebensund Arbeitsbereichen Maßstäbe setzen. Im Bild: Anna Rottensteiner, Leiterin des Literaturhauses am Inn, Kulturlandesrätin Beate Palfrader und Chefredakteurin Petra Streng
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ALEXANDRA EMBACHER
S A R A H FA L C H
THERESA RUETZ
Vor zwei Jahren hat Alexandra Embacher aus Söll ihren Food- und Lifestyleblog www.gourmeetme.com ins Leben gerufen, auf dem sie im lässigen Layout nicht nur Rezepte, sondern auch Beiträge über Personen aus der Branche online stellt. Letztes Jahr wurde der Blog mit dem dritten Platz in der Kategorie „Food Travel“ des renommierten „Austria Food Blog Awards“ ausgezeichnet. Kürzlich war Xandi bei den Kochgiganten auf Puls 4 auch im Fernsehen zu sehen. Gewonnen hat sie zwar nicht, schaffte es jedoch von insgesamt 500 Bewerbern immerhin unter die Top fünf, Siegerin wurde letztlich die Oberösterreicherin Vicky Stranzinger.
Als erste Österreicherin erhielt die knapp 29-jährige Sommelière Sarah Falch kürzlich die Auszeichnung „A.S.I. Certificate in Silver“. Die Zertifikate gelten in der Welt des Weines als besondere Anerkennung – insgesamt gibt es in Österreich derzeit nur sechs A.S.I.-zertifizierte Sommeliers, Sarah ist die einzige Frau. Bereits seit zwei Jahren hat sich die gebürtige Oberländerin auf die Prüfungen vorbereitet. Die Sommelière des Gourmetrestaurants Stüva im 4-Sterne-Hotel YSCLA meisterte die Doppelbelastung von Beruf und Ausbildung schließlich problemlos. Im Weinkeller Celerina im YSCLA lagern an die 9.000 Flaschen – darunter zahlreiche internationale Spitzenweine. Genug zu tun also für die junge Sommelière.
Anfang April fand im A-Rosa Resort Kitzbühel die Miss-Tirol-Wahl 2018 statt. Nach fünf Modedurchgängen in italienischer Mode von SMS Rinascimento, Trachtenmode von Gössl, Sportmode von Craft und Women’s Best und in wunderschönen Abendkleidern von BestSecret der zwölf Teilnehmerinnen stand das Ergebnis fest: Theresa Ruetz, 18 Jahre, Schülerin aus Mieming, ist neue Miss Tirol 2018. Zweitplatzierte wurde Marina Augsten, 19 Jahre, Studentin aus Amras. Den dritten Platz erreichte die 26-jährige Mirjam Zender, Kosmetikerin aus Kitzbühel.
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Liebesbr an meine ief Frau! Wir Fraue n
lieben es werden – u nd wir lie , geliebt zu ben es, we gesagt be nn wir kommen, d ass man u ns liebt. Diese Seit e gehört u nseren Pa rtnern.
li Liebe Ju
a!
Wir kannten uns nur flüchtig, bevor es im Jahr 2010 so richtig gefunkt hat. Man schrieb den 4. Oktober. Ich weiß es noch, als ob es gestern gewesen wäre. Du hast mir zum Motorbootführerschein gratuliert und mich dabei verzaubert. Unser erster inniger Kuss ließ nicht lange auf sich warten. Auch dieses unbeschreibliche Gefühl ist mir noch präsent wie in jenem Moment. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich, dass du die Frau bist, mit der ich alt werden möchte. Zugleich hatte ich Angst und Zweifel. Angst davor, erneut in der Liebe zu scheitern. Zweifel, ob es für uns beide denn schon an der Zeit für eine ernsthafte Beziehung ist. Deshalb hat sich auch unser Zusammenziehen etwas verzögert. Als es schließlich so weit war, habe ich es keine Sekunde bereut. Die ersten Hürden unseres jungen Glücks waren gemeistert, ich schwebte auf Wolke sieben. Bis zu jenem schicksalshaften Tag, als meine Mama starb. Ich war tieftraurig, konnte aber nicht immer zeigen, wie nahe mir das ging. Mir war, als hätte man mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Damals kam vieles, ja fast zu vieles zusammen, was mein und unser Leben aus den geordneten Bahnen zu werfen drohte. In dieser schweren Zeit gab es für mich nur einen einzigen Lichtblick. Und dieser Lichtblick warst du! Du warst es und bist es bis heute. Das werde ich niemals vergessen. Wir sind gestärkt aus dieser Zeit hervorgegangen, menschlich gewachsen, an uns selbst und aneinander. In den folgenden Jahren ist unsere Liebe gereift, wir haben uns richtig kennengelernt, mit allen guten und weniger guten Eigenschaften, mit unseren Fehlern und Schwächen, unseren Marotten und Liebenswürdigkeiten. Um den Jahreswechsel 2013/14 hast du mich dann völlig am falschen Fuß erwischt. Normalerweise fällt dem Mann die Aufgabe zu, um die Hand seiner Liebsten anzuhalten. Doch schöner als du hätte ich es niemals machen können. Das Gefühl, von dir geliebt zu werden, ist einfach unbeschreiblich. Man spricht oft leichtfertig von der Liebe, aber es ist das schönste Gefühl im Leben. Unsere Hochzeit im Jahr 2015 war das absolute Highlight des Jahres, in das du dein ganzes Herzblut gelegt hast. Es war nicht vergebens. Der schönste Tag unseres Lebens, einfach traumhaft. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Für unsere Hochzeitsnacht finde ich überhaupt keine Worte. Am 10. November hast du dir ein wunderbares Zeichen unserer Liebe dauerhaft auf deinem Körper verewigen lassen. Wenig später tat ich es dir gleich. Wir sind zwei Herzen, die zusammen schlagen. An unserem ersten Hochzeitstag sind wir wieder an den Ort zurückgekehrt, an dem wir unseren schönsten Tag verbracht haben. Dort reifte die Gewissheit, dass wir füreinander bestimmt sind. Unsere ersten acht Jahre sind wie im Flug vergangen, manchmal wie im Traum. Wir haben einander gefunden. Du bist immer für mich da, unterstützt mich, liebst mich und bist zugleich mein bester Freund. Du verstehst mich und siehst großzügig über meine Fehler hinweg. Du machst mich erst vollständig. "Liebe ist nicht das, was man erwartet, zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben", hat die große Katharine Hepburn einmal gesagt. Und wie recht sie doch hatte. Ich habe dir, liebste Julia, auf unserer Hochzeit meine bedingungslose Liebe versprochen. Sie gibt uns die Kraft, Siege gemeinsam zu erringen und Niederlagen miteinander zu verkraften. Wenn du fällst, will ich dir Halt geben, Mut, wenn alles sinnlos scheint. Ich schenke dir mein Vertrauen, meine Treue und meine Ehrlichkeit. Ich gebe dir alles, was ich zu geben vermag, und gebe es von ganzem Herzen. Du bist das Beste, was mir je passiert ist. Insieme per sempre,
dein Bernd!
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