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Leichter leben

Diese Woche im

Wie lässt man die Schwere los? - Samuel Koch begibt sich in seinem Buch auf die Suche Krisen, Unsicherheiten, Kriege, persönliche Verluste... Oft scheint es so, als würde die Last unserer aktuellen Zeit uns förmlich erdrücken. Wie kann man dieser Schwere begegnen? Was kann man ihr entgegensetzen? Und welchen überflüssigen Ballast tragen wir täglich mit uns herum? Samuel Koch beschäftigt sich in seinem aktuellen Buch „schwerelos“ genau mit diesen Fragen. Schon als Kind eiferte er dem Gefühl der Schwerelosigkeit durch das Schlagen von Salti nach. Eine Karriere als Extremsportler folgt. Die Wirkung der Gravitation sollte er selbst jedoch später schmerzlichst erfahren: 2010 stürzte er bei einem Stunt in der Sendung „Wetten, dass..?“ schwer und zog sich einen Genickbruch zu. Seitdem sitzt er im Rollstuhl. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieses Schicksalsschlags hat Koch nie aufgehört, nach Leichtigkeit im Leben zu suchen. In seinem Buch nimmt er uns mit auf diese Suche - entstanden ist dabei kein klassischer Ratgeber, sondern ein Inspirationsraum, der zeigen will, wie man innere Kraftquellen erschließt und Resilienz übt. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Den Zustand völliger Schwerelosigkeit werden wir nie ganz erreichen – denn ein Leben ohne Schwere gibt es nicht. Wir können jedoch lernen mit ihr umzu-

tatsächlich ein außergewöhnlicher Ort. Ich kannte es lange nur vom Hörensagen und habe mich in den letzten Jahren viel darüber informiert – über seine Geschichte, seine Architektur und die besondere Art, wie dieser Ort gestaltet und weiterentwickelt wurde. Wenn man sich mit Themen wie innerer Ruhe, Kraftquellen oder Resilienz beschäftigt, dann sind Orte, die Stille und Klarheit ausstrahlen, etwas sehr Wertvolles. Und deshalb freue ich mich jetzt umso mehr, zum ersten Mal persönlich dort zu sein. Ich fühle mich sehr geehrt, dort meine aktuelle Publikation vorstellen zu dürfen.

Samuel Koch sucht in seinem Buch „schwerelos“nach innerer Leichtigkeit.

gehen und an ihr zu wachsen. Ihr aktuelles Buch trägt den Titel „schwerelos“. Gab es Erlebnisse, Gedanken oder Erkenntnisse, die Sie dazu bewogen haben, dieses Projekt zu starten? Ja, verschiedene. Zum einen mein sehr intrinsisches, biografisch bedingtes Interesse am Themenfeld Resilienz – psychische Widerstandsfähigkeit. Ich wurde immer wieder gefragt: Was gibt Kraft? Was macht stark? Was hilft in schweren Zeiten? Zum anderen habe ich beobachtet, dass nicht nur mich die-

se Fragen beschäftigen. Es kamen die Spätfolgen der Pandemie, der Kriegsausbruch, Inflation – eine Welt voller Krisen, die sich für viele sehr schwer anfühlten. Daraus entstand die Frage: Wie wird man die Schwere los? Und: Wie kann man trotz schwieriger Umstände innerlich leicht bleiben? Mein ursprünglicher Arbeitstitel war ein Buch über die Kraft des Umdenkens. Sie treten demnächst im Kloster Seeon auf. Welche Bedeutung hat dieser Ort für Sie persönlich? Für mich ist Kloster Seeon

Sie spielen im Buch mit dem Begriff „Schwerelosigkeit“, erwähnen aber gleichzeitig, dass man Schwere im Leben nicht umgehen kann. Ich nähere mich von außen nach innen – von der physikalischen Schwerkraft zur mentalen. Und ich komme zu dem Schluss: Ohne Schwere können wir gar nicht leben. Das Weltall ist zwar der schwereloseste Ort, den wir kennen, aber auch der eigentlich lebensfeindlichste. Es braucht Schwerkraft, Reibung, Widerstände – auch innerlich. Die Quintessenz: Es geht gar nicht darum, schwerelos zu werden, sondern mit der Schwere umzugehen. Leichtigkeit bedeutet nicht Abwesenheit von Schwere, sondern ein guter Umgang mit ihr. Ein Beispiel, das mir einfällt: Kühe laufen vor einem Sturm weg – und werden irgendwann

erschöpft eingeholt. Bisons laufen auf den Sturm zu – dadurch ist er schneller vorbei. Ähnlich ist es mit innerer Schwere: manchmal hilft es, sich ihr zu stellen. Im Buch spreche ich später von „Abwehrkräften“ – mentalen Widerstandskräften oder Resilienzsäulen, mit denen wir den „Schwerkäften“ begegnen können. Wenn Sie unseren Lesern Haltungen, Übungen oder Einstellungen empfehlen könnten, um ihr Leben etwas „schwereloser“ zu machen: Welche wären das? Im Buch habe ich mit vielen Experten gesprochen – Zukunftspsychologen, Soziologen, Traumatherapeuten, Ethikern, Theologen – über die größten Schwerkraftfaktoren unserer Zeit. Drei Dinge finde ich besonders hilfreich: 1. Wahrnehmung des Guten Dankbarkeit ist wichtig, aber sie entsteht nicht aus dem Nichts. Erst durch bewusstes Wahrnehmen des Guten kann Dankbarkeit wachsen. 2. Sich selbst nicht zu wichtig nehmen Wir könnten rund um die Uhr um unseren eigenen Mikrokosmos kreisen und uns mit uns selbst beschäftigen- doch wären wir trotzdem nie „fertig“ damit. Und oft macht uns genau dieses Kreisen um uns selbst nicht glücklicher. Hilfreich kann sein, den Blick von sich weg und hin zu anderen zu richten.

Wirtschaftskraft und Lebensqualität: Warum Prien vom Tourismus stärker profitiert als es belastet wird

Tobi Huber.

führt? Die aktuelle dwif-Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus liefert für die Seegemeinde eine klare Antwort. „Der Tourismus in Prien ist kein Belastungsfaktor ohne Gegenwert. Er sichert Arbeitsplätze, Einkommen und Kaufkraft für einen erheblichen Teil unserer Bevölkerung“, betont Bürgermeister Andreas Friedrich. Die Zahlen belegen diese Aussage: Mit einem jährlichen Bruttoumsatz von 139,8 Millionen Euro ist Prien mit Abstand die führende Tourismus-Destination in der

Region. Die Studie wird turnusgemäß alle fünf Jahre erstellt, zuletzt für 2019 und aktuell für das Jahr 2024. Der Tourismus ist damit der zentrale Wirtschaftsmotor der Gemeinde. Die touristische Wertschöpfung liegt bei 76,5 Millionen Euro, der Anteil am Primäreinkommen bei 18,8 Prozent. Das entspricht einem Einkommensäquivalent von theoretisch 2.056 vollbeschäftigten Personen. Damit liegt Prien deutlich über anderen Gemeinden und über dem regionalen Durchschnitt des

Kulinarischer Streifzug................... S. 7 Pauschal- & Individualurlaub ........ S. 8 Wintersport .................................... S. 9 Regionale Entsorger & Regionale Versorger ................... S. 10 Ihr Eigenheim von A bis Z ........... S. 11

Flexible Möglichkeiten Innovatives Nahverkehrskonzept Ein Nahverkehrsangebot zu schaffen, das sich an den Bedarfen der Nutzerinnen und Nutzer orientiert, Lücken im klassischen Bus- und Bahnverkehr schließt und insbesondere jungen und älteren Menschen flexible Möglichkeiten bietet, von A nach B zu kommen – für dieses Ziel setzt sich der Verein „Rosenheimer Nachtexpress“ bereits seit vielen Jahren ein. In den vergangenen beiden Jahren fanden sich im nördlichen Landkreis Rosenheim mehrere Gemeinden zusammen, um gemeinsam an einem Konzept für ein solches System zu arbeiten. Nach zahlreichen Vorstellungen in

den Gemeinderäten und Besprechungen unter den Bürgermeistern konnte nun ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die Stadt Wasserburg sowie die umliegenden Gemeinden Albaching, Edling, Pfaffing, Rott und Soyen hatten sich bereits vor einiger Zeit dazu entschlossen, den Münchner Verkehrsverbund (MVV) mit der Erstellung einer Bedarfsverkehrsplanung für ihre Gebiete zu beauftragen. Darin sollen alle relevanten Voraussetzungen untersucht und Möglichkeiten zur Realisierung aufgezeigt werden. Fortsetzung auf Seite 2

Fortsetzung auf Seite 2

Prien am Chiemsee - Spitzenreiter im Tourismus Prien am Chiemsee hat sich als führende Tourismus-Destination im Chiemsee-Alpenland etabliert. Wie nach jedem erfolgreichen Jahr wurden auch dieses Mal wieder einige wenige Stimmen laut, die den Tourismus in der Marktgemeinde grundsätzlich in ein kritisches Licht rücken. Zu viele Gäste, zu hohe Belastung, zu wenig Nutzen für die Einheimischen – so lauten die bekannten Vorwürfe. Doch was passiert, wenn man diese Debatte nicht emotional, sondern faktenbasiert

Fasching.......................................... S. 5

Chiemsee-Alpenlandes, wo der entsprechende Wert bei 3,8 Prozent liegt. Er sichert Beschäftigung, stärkt den Einzelhandel und das Gastgewerbe und sorgt für eine jährliche Gesamtwertschöpfung von über 140 Millionen Euro. Entscheidend ist jedoch nicht allein die wirtschaftliche Stärke, sondern das Verhältnis von Nutzen und Belastung. Genau hier setzt die Studie einen wichtigen Kontrapunkt zur häufig pauschalen Tourismusdebatte. Fortsetzung auf Seite 2

Das Clinicum St. Georg ist eine Fachklinik für Innere Medizin und Onkologie mit einem MVZ (Medicum Bad Aibling MVZ GmbH). Wir bieten Leitlinien und Evidenz basierende Therapien in einem integrativen medizinischen Konzept an. Sie erwartet ein familiäres Arbeitsklima mit attraktiver Vergütung und Benefits. Da wir unsere Räumlichkeiten und unser Spektrum innovativ erweitern, suchen wir für unser Team ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt Unterstützung: • • • • •

Physiotherapeut (m/w/d) Assistenzarzt (m/w/d) exam. Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w/d) MFA (m/w/d) Fachkraft für ambulante/stationäre Abrechnung (m/w/d)

… mehr Stellen finden Sie auf unserer Homepage: klinik-st-georg.de

Gerne können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen direkt an bewerbung@clinicum-stgeorg.de senden oder an: Clinicum St. Georg GmbH & Co. KG, z.H. Personalverwaltung, Rosenheimer Str. 6 - 8, 83043 Bad Aibling, Tel. 08061 / 398 256


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