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„Die Lage ist ernst“
Diese Woche im Rosenheimer Ausbildungsmesse ...................... S. 3
Zu viel Bürokratie, zu wenig Geld - Apotheken im Landkreis stoßen an ihre Belastungsgrenzen Derzeit häufen sich die Zeichen eines Umbruchs in der Arbeitswelt – begleitet von wachsendem Unmut in vielen Branchen. Erst kürzlich legte die Bahn wieder Teile des Verkehrs lahm, nun hat sich eine weitere Berufsgruppe angeschlossen, deren Arbeit für den Alltag unverzichtbar ist und ohne die eine funktionierende gesellschaftliche Versorgung kaum vorstellbar wäre: die Apotheker.. Am 23. März blieben in Rosenheim und der Region zahlreiche Apotheken geschlossen. Hintergrund war ein bundesweiter Protesttag der Apothekerschaft, mit dem auf die seit Jahren angespannte wirtschaftliche Lage aufmerksam gemacht werden sollte.
Am 23. März beteiligten sich bundesweit zahlreiche Apotheken am Protesttag.
und Markus Bauer von der Alten Apotheke in Rosenheim. ‚
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Wie ernst die Situation wirklich ist, welche Folgen das für die Versorgung vor Ort hat und warum viele Apotheken inzwischen an ihre Belastungsgrenze stoßen, darüber haben wir mit zwei Vertretern aus der Region gesprochen: Florian Nagele von der Mangfall Apotheke in Kolbermoor
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Bauer: Der Streik ging auf einen Protestaufruf der Verbände zurück. Hintergrund war, dass eine bereits zugesagte Honorarerhöhung – obwohl sie im Koalitionsvertrag festgehalten ist – erneut verschoben wurde. Das hat bei vielen Kollegen für großen
Unmut gesorgt. Nagele: Mit dem Streik wollten wir ein deutliches Signal setzen, um auf die äußerst schwierige Situation der Apotheken in Deutschland aufmerksam zu machen. Die Politik muss endlich handeln, um das Apothekensterben zu stoppen. Seit vielen Jahren haben wir jedes Jahr sehr viele Schließungen von Apotheken zu beklagen, diese Entwicklung hat gerade in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Allein in 2025 haben über
500 Apotheken in Deutschland schließen müssen. So haben wir zum Jahresanfang mit gut 16 600 Apotheken gegenüber dem Jahr 2000 mit 21 592 Apotheken einen Verlust von über 23 Prozent der Apotheken in Deutschland zu verzeichnen. Eine dramatische Entwicklung, die die Versorgungssicherheit in Deutschland gefährdet. Hauptursache hierfür ist die fehlende Anpassung des Apothekenhonorars an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung. Wichtig zu wissen ist, dass Apotheken für Ihre Arbeit eine pauschale Vergütung von 8,35 Euro pro Packung eines verschreibungspflichtigen Medikamentes bekommen, wovon sie den gesetzlichen Krankenkassen noch einen Zwangsrabatt von 1,77 Euro einräumen müssen, unabhängig vom Preis des Medikamentes. Die Ausgaben der Krankenversicherungen für Medikamente steigen zwar Jahr für Jahr, dies hat aber nichts mit der Vergütung der
Apotheken zu tun. Die Packungspauschale wurde zuletzt 2013 angepasst und wurde somit seit 13 Jahren nicht erhöht. Dem stehen jedoch Kostensteigerungen für Personal, Miete, Strom etc. von rund 60 Prozent im selben Zeitraum gegenüber. Dass dieses Missverhältnis zu Problemen führt und die steigenden Kosten nicht mehr abzufangen sind, ist leicht nachvollziehbar. ”
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Welttanztag................................. S. 6 Start in die Zweiradsaison ......... S. 6 Rosenheim in Bewegung............ S. 7 Ihr Eigenheim von A bis Z .......... S. 8 IHKjobfit! Ausbildungsmesse .. S. 11
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Nagele: Die eben genannten Zahlen sprechen für sich. Seit 2000 knapp ein Viertel aller Apotheken zu verlieren ist ein mehr als deutliches Signal für die Schieflage. Deutschland hat mit aktuell nur noch 20 Apotheken pro 100 000 Einwohnern eine Apothekendichte, die weit hinter dem EUDurchschnitt von 31 Apotheken pro 100 000 Einwohnern liegt. Von den 27 Mitgliedsstaaten liegen wir damit auf Platz 20. w
Wirtshaus Roas 30. April 2026 ... S. 5
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Unterstützung Trauergruppe für Kinder in Wasserburg Kinder, die einen geliebten Menschen verloren haben, brauchen einen geschützten Raum für ihre Trauer. Bald finden sie diesen Raum ganz in der Nähe: Am 15. Juni eröffnet die Johanniter-Trauerbegleitung Lacrima eine Trauergruppe für Sechs- bis Zwölfjährige in Wasserburg. Hier erfahren Kinder, die Eltern, Geschwister oder andere nahestehende Menschen verloren haben, dass sie mit ihrem Schicksal nicht alleine sind. Hier dürfen sie, unterstützt von ehrenamtlichen Trauerbegleitern, erzählen, schweigen, spielen, weinen, lachen – und ihren ganz eigenen Weg durch die Trauer entdecken. „Kinder springen schnell in die Trauer hinein und auch wieder hinaus“, sagt Bettina Wimmer, die Leiterin von Lacrima Oberbayern Südost. „Gemeinsam mit den Trauerbegleitern verarbeiten sie Trauer mal durch Kreativität, mal durch Spiel oder auch, indem sie sich mit einem Buch zurückziehen.“ Die neue Kindertrauergruppe
trifft sich ab 15. Juni alle 14 Tage montags am frühen Abend im neuen Johanniter-Zentrum Oberbayern Südost in der Nähe vom Badria. Die Kinder probieren kreative Methoden und Rituale, tauschen sich mit anderen betroffenen Kindern aus, erhalten liebevolle und professionelle Begleitung – und finden Orientierung und Halt in einer herausfordernden Zeit. Parallel zu den Kindern treffen sich auch die erwachsenen Bezugspersonen und tauschen sich unter fachkundiger Anleitung aus. Trauernde Familien, deren Kind an der neuen Trauergruppe in Wasserburg teilnehmen will, können sich direkt an Bettina Wimmer wenden: Tel. 0174 2146189, Mail: bettina.wimmer@johanniter.de. Vor der Teilnahme findet ein Erstgespräch mit der erwachsenen Bezugsperson statt. Die Teilnahme ist für die Kinder und Familien kostenfrei. Weitere Informationen zu Lacrima Oberbayern Südost gibt es online unter . æ
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