ebl magazin
AUSGABE #2 | 2018
« EBL IST INNOVATIV UNTERWEGS IN EINE NACHHALTIGERE ZUKUNFT. » Tobias Andrist, CEO der EBL
ebl magazin
INHALT.
NEWS. 4 FOKUS. 6
ENERGIEBERATUNG: Energieeffizienz für KMU.
E-MOBILITY: Experiment Anwil. Seite 14
Seite 6
WISSEN. 10 TELECOM: EBL Kommunikationsnetz: Die Autobahn für elektronische Daten. Seite 10
TELECOM: EBL Telecom Shops rüsten auf.
KUNDENPORTRAIT: Pflegezentrum Brunnmatt.
Seite 16
WÄRMECONTRACTING: Die Liestaler heizen mit Vorliebe nachhaltig.
Seite 18
WETTBEWERB. 23
Seite 12
Hauptausgabe Region Baselland Das Kundenmagazin der EBL Ausgabe 2, Oktober 2018 EBL (Genossenschaft Elektra Baselland), Mühlemattstrasse 6, 4410 Liestal Telefon 0800 325 000, info@ebl.ch, www.ebl.ch Erscheint halbjährlich und wird kostenlos verteilt
2
Auflage: 73’000 Konzept und Gestaltung: Yellow Werbeagentur AG Redaktion: Isabelle Pryce Bilder: Jen Ries, Joel Cartier, Ralph Dinkel, Florian Moritz, Getty Images, Johammer e-mobility GmbH, Luca Music GmbH, EBL Druck: Vogt-Schild Druck AG
EDITORIAL. Der steigende Bedarf an Energie und die damit einhergehende Umweltbelastung stellen unsere Gesellschaft vor immer neue Herausforderungen. Die EBL hat den Willen, den Mut und die Innovationskraft, um diesen Herausforderungen zu begegnen.
Liebe Leserinnen und Leser Konnten Sie den heissen, trockenen Sommer geniessen? Wir werden Sommer wie diesen wohl immer häufiger erleben. Das globale Bevölkerungswachstum, steigender Energieverbrauch und die zunehmende Mobilisierung führen zu ungebremsten CO² -Emissionen und sind damit Teilursache der Klimaerwärmung. Es braucht neue Lösungen im Bereich Mobilität, aber auch für eine Energieproduktion, die nachhaltig und sauber ist. Dabei sind Unternehmertum und Innovationskraft gefragt. Beides ist in der DNA der EBL tief verankert. Die EBL engagiert sich seit Jahrzehnten für erneuerbare Energien im In- und Ausland. Seit Jahrzehnten investiert die EBL in eine nachhaltige Wärme- und Stromversorgung. Alleine im vergangenen Jahr hat die Genossenschaft zum Beispiel mit der EBL Wind Invest AG 41 Megawatt Windparkleistung in Deutschland gekauft und gebaut. Diese generiert jährlich 112 Millionen Kilowattstunden an erneuerbarem Strom, was dem Stromverbrauch von rund 24’000 Haushalten entspricht. In der Schweiz fallen 33 Prozent des Endenergieverbrauches auf den Bereich Treibstoffe. Das belastet unsere Luft nicht nur mit CO², sondern auch mit Feinstaub. Die Elektromobilität in Kombination mit den erneuerbaren Energien ist deshalb
für uns als verantwortungsvollen Energieversorger ein zentrales Thema. Wie können wir erneuerbare Energie bereitstellen? Wie müssen wir die Stromnetze weiterentwickeln, um die neuen Belastungen zu managen und die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten? Welche Chancen bieten E-Fahrzeuge für das Lastmanagement im Stromnetz? Mit dem Experiment Anwil und dem Swiss E-Mobility Hub, über die Sie in diesem Magazin auf den Seiten 5–9 lesen können, geht EBL erneut innovative Wege, um die E-Mobilität in der Schweiz voranzutreiben. Das Experiment Anwil hat uns gezeigt, wie die Mobilitätszukunft 2050 aussehen könnte. Es wird uns dabei unterstützen, unser Stromnetz und unsere Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Der Swiss E-Hub erlaubt es der EBL, einen der besten Standorte für Schnellladestationen der Schweiz zu sichern, um in Zukunft den Ladebedarf des Durchgangsverkehrs zu stillen. Das Spannende an unserer Zeit ist, dass wir als Gesellschaft und Unternehmen laufend vor neue Herausforderungen gestellt werden. Die EBL ist kontinuierlich daran, diese Herausforderungen anzunehmen und sich neu zu definieren. Herzlich
Tobias Andrist, CEO der EBL
3
ebl news
STROM.
Aufforstung am Flussufer
EBL pflanzt 200 Bäume Die spanischen EBL Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Solarkraftwerks Puerto Errado 2 nahe der südspanischen Stadt Calasparra haben am Ufer des Flusses Segura gemeinsam mit ihren Ehepartnern, Kindern, einigen Eltern, Nichten und Neffen rund 200 Bäume gepflanzt. «Wir sind ein grossartiges Team und fühlen uns den Zielen und Werten der EBL verpflichtet. Wir haben wichtige Herausforderungen exzellent gemeistert, weil das Team gut und professionell gearbeitet hat. Deshalb wollten wir noch etwas mehr tun; etwas, das über die Ziele der EBL hinausgeht, aber zu ihren Werten passt – etwas für die Gesellschaft und die Region», erzählt Kraftwerkdirektor und Geschäftsführer von EBL Spanien, Isaac Hernández. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Verantwortlichen für Umweltfragen der Region entschied sich EBL Spanien für die Aufforstung des Auwaldes bei Calasparra. «Die Befestigung des Flussufers ist wichtig für Calasparra und seine Reisfelder, die über Kanäle mit Flusswasser gespeist werden», erklärt Hernández. Das Engagement der EBL fand im Rahmen eines grösseren Projekts zur Erhaltung und Verbesserung der Uferlandschaft des Segura statt.
BÄUME FÜR EINE BESSERE ZUKUNFT.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schätzten den gemeinsamen Einsatz für die Natur sowie die Teamarbeit und freuen sich, die Bäume in den kommenden Jahren wachsen zu sehen.
4
E-MOBILITY.
Swiss E-Mobility Hub. Das EBL Innovationszentrum für nachhaltige Elektromobilität.
Direkt an der A2 in Salina Raurica in Pratteln plant die EBL
werden es ermöglichen, den Energiebedarf zu 100 Prozent mit
den «Swiss E-Mobility Hub» als Europas grösste Elektro-
lokaler erneuerbarer Energie aus Solaranlagen, Holz und Was-
ladestation für Elektrofahrzeuge mit zusätzlichem Raum
ser zu decken.»
für Forschung, Concept Stores für Fahrzeughersteller sowie für weiteres Gewerbe und Dienstleistungen.
Der Swiss E-Mobility Hub soll im Endausbau über ein Servicecenter für Elektromobilität mit 220 regulären Ladestationen,
Seit 2015 setzt sich die EBL gezielt dafür ein, dass die Anzahl
sogenannten Slow Charging Stations, verfügen sowie 60
Elektrofahrzeuge im Grossraum Basel wächst und die Lade–
Schnell-ladestationen, auch Supercharger genannt. Das Bau-
infrastruktur in der notwendigen Dichte ausgebaut wird. «Da-
land an der internationalen Verkehrsachse A2 gehört noch
mit der Durchbruch der Elektromobilität gelingt, sind aber
dem Kanton Basel-Landschaft. Dieser unterstützt das Pro-
neue Konzepte notwendig», sagt CEO Tobias Andrist. Die EBL
jekt als Innovationszentrum; als wissenschaftlicher Partner
geht hier voran und lanciert den Swiss E-Mobility Hub. «Wenn
arbeitet die Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik
die meisten der E-Tankstellen gleichzeitig in Betrieb sind,
der Fachhochschule Nordwestschweiz am Projekt mit. Für die
bedeutet das für die Stromversorgung eine hohe Spitzenleis-
Umsetzung des Swiss E-Mobility Hubs sucht Projektentwick-
tung», sagt Tobias Andrist und erklärt: «Die optimale Vernet-
lerin und Stromlieferantin EBL nun einen Generalunternehmer
zung mit benachbarten Energieanlagen sowie Batteriespeicher
sowie Investoren.
Solardach, begrünt
Atelier: Gewerbe, Forschung, Produktion Auditorium und Sitzungszimmer 220 Slow-Charging-Stations
Solar-Fassade
Solar-Fassade
Co-Working-Space Arbeitsplätze Dienstleistung
Der Gebäudeentwurf des Architekturbüros Berrel Berrel Kräutler AG erlaubt eine multifunktionale, flexible Nutzung. Das Gebäude ist 30 Meter hoch und umfasst auf neun Geschossen 23’000 Quadratmeter Nutzfläche.
E-Mobility Concept-Stores und Service-Center 60 Supercharger Batteriespeicher (second life) und Gebäudetechnik
5
ebl fokus
E-MOBILITY.
Anwil probte eine Woche lang die Zukunft. Das EBL Stromnetz bestand den Test und das Dorf sparte 3,8 Tonnen CO².
Wie könnte der Alltag mit einer umgesetzten Energiestrategie 2050 bereits heute aussehen? Die «Ammeler» haben es eine Woche lang geprobt. Rund zwei Drittel der Haushalte
bot, das die Ammelerinnen und Ammeler rege nutzten. Elf Haus-
sind auf Elektromobilität umgestiegen. Das Experiment hat
halte waren schon mit einem eigenen E-Fahrzeug unterwegs.
nicht nur die EBL, sondern auch die Ammeler begeistert. Am Ende der Experimentierwoche konnte EBL CEO Tobias Andrist Die Politik und das Schweizer Stimmvolk haben die Weichen
die ersten Zahlen präsentieren: Die Elektrofahrzeuge sind in fünf
für eine nachhaltigere Energiezukunft gestellt: den Energiever-
Tagen insgesamt 27’341 Kilometer gefahren – ein halbes Mal um
brauch senken, vermehrt auf erneuerbare Energiequellen setzen
die Erde – und haben dabei 3,8 Tonnen an CO² -Emissionen eingespart. Würde das ganze Dorf auf Elektromobilität umsteigen,
und die CO² -Emissionen reduzieren. Nun sollten den Voten auch
Taten folgen. Mit ihrem Experiment Anwil wollte die EBL deshalb
könnten die Einwohnerinnen und Einwohner pro Jahr 880 Tonnen
zeigen, was heute schon möglich ist, und gleichzeitig testen, ob
CO² und 570’000 Franken für Benzin oder Diesel einsparen.
ihr Stromnetz den Anforderungen einer gesteigerten E-Mobilität gewachsen ist.
Der Strombedarf der Ammelerinnen und Ammeler stieg in diesen Tagen um 8,5 Prozent, wobei es Leistungsspitzen mit einer Stei-
Die Begeisterung bei der Anwiler Bevölkerung für dieses Experi-
gerung um 100 Prozent gab. Das EBL Stromnetz hielt dank der
ment war gross. Sie wollten ihre Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge
weitsichtigen Planung den Anforderungen im ländlichen Basel-
gerne eine Woche lang stehen lassen und es mit der Elektro-
biet problemlos stand, sagte Andrist und betonte: «Wir sind be-
mobilität versuchen. Die EBL installierte im Dorf 30 konventio-
geistert vom Enthusiasmus in Anwil, aber auch von den vielen
nelle und zwei Schnellladestationen und besorgte insgesamt
E-Begeisterten, die uns ihre Fahrzeuge zur Verfügung gestellt
131 E-Fahrzeuge – 97 E-Autos, 25 E-Bikes, fünf E-Motorräder,
haben. Wir haben bei diesem Experiment viel gelernt. Wir können
ein E-Gemeindefahrzeug, ein E-Handwerkerfahrzeug und einen
die Folgen einer flächendeckenden E-Mobilität besser abschät-
E-Müllkipper. Das war eine grosse Herausforderung. Zudem
zen und die Entwicklung vorbereiten. Hier im ländlichen Basel-
standen der Bevölkerung E-Taxi-Fahrgemeinschaften sowie ein
biet sind wir schon jetzt bereit dafür.»
E-Auto von Sharoo zum Car-Sharing zur Verfügung. Das Auto
Weitere Informationen und Videos zur Woche in Anwil fin-
konnte über eine App auch kurzfristig gebucht werden; ein Ange-
den Sie unter ebl.ch/anwil
6
10. BIS 15.9.18
In der Schule gebaut: E-Modellautos flitzten um die Wette.
Die Ammeler waren begeistert von den E-Autos und hätten sie am liebsten behalten.
Ein Dorf elektrisch unterwegs. Das Experiment in Zahlen 142 E-Fahrzeuge waren unterwegs 27’341 Kilometer zurückgelegt 1640 Liter Benzin / Diesel gespart 3,8 Tonnen CO² 60 Energieberatungen durchgeführt 14 S chulklassen beteiligten sich am E-Modellautorennen Über 100 Medien berichteten über das Experiment Anwil
Am Samstag gab es zum Abschluss ein Dorffest mit einem Konzert des Berner Popstars Luca Hänni.
Feststimmung in Anwil: Das Experiment ist geglückt, es hat den Ammlern Spass gemacht.
7
ebl fokus
ENERGIEBERATUNG.
Die Anwiler Familien-Challenge Wer Energie spart, gewinnt immer.
60 50 40 30
Familie Santoro
20
Mutter Pili, Sarah (12), Daniele (15) und Vater Cristiano «Das war eine spannende Geschichte. Wir haben schon vorher nicht gedankenlos Energie und Wasser verbraucht, aber es war interessant, zu sehen, wie bewusster man damit umgeht, wenn man den eigenen Verbrauch via App beobachten kann.» DAS HAUS DER FAMILIE SANTORO: • Baujahr: 2006 • 4-Personen-Haushalt • Heizung: Luft/Wasser-Wärmepumpe • Warmwasser: Luft/Wasser-Wärmepumpe • PV-Anlage: 4 kWp (vergrössert auf 6 kWp) • Akku-Speicher: 6,4 kWh (neu)
10 0
Referenzwoche 2017
Experimentwoche 2018
Energieersparnis
Familie Santoro:
68 % Bezug vom Netz (ohne Ladestation während der Experimentwoche 2018) [kWh/Tag]
Zwei Familien, eine Aufgabe: Energie sparen.
Ein bisschen kampflustig zeigten sich die Baumgartners und die
Die Familien Baumgartner und Santoro haben während
Santoros schon vor dieser Challenge. Wichtiger als der Sieg war
der E-Woche in Anwil Strom und Warmwasser noch be-
aber beiden, mitzumachen und mehr über ihren Energiekonsum
wusster als sonst genutzt und 65 resp. sogar 68 Prozent
zu lernen. «Wir haben zunächst bei beiden Familien eine Energie-
an Energie eingespart. Für die EBL sind deshalb beide Fa-
beratung durchgeführt und dann für die Challenge ein Energieda-
milien die Gewinner und dürfen die Energieinstallationen
tenmanagement eingerichtet, das den Verbrauch von Elektrizität,
behalten.
Wärme und Wasser misst und ihn über eine App visualisiert und
8
Familie Baumgartner Leandra (7), Vater Marc, Aaron (13) und Mutter Franziska Referenzwoche 2017
Experimentwoche 2018
Energieersparnis
Familie Baumgartner:
65 %
«Wir waren motiviert, an dieser Zukunftsvision teilzuhaben und zu zeigen, wie wir schon jetzt nachhaltiger mit Energie umgehen können.» DAS HAUS DER FAMILIE BAUMGARTNER: • Baujahr: 2010 • 4-Personen-Haushalt • Heizung: Wärmeverbund • Warmwasser: Sonne/Wärmeverbund • PV-Anlage: 9,0 kWp • Akku-Speicher: 7,2 kWh (neu)
Fossile Mobilität [kWh/Tag] Verbrauch E-Mobile [kWh/Tag]
steuerbar macht», erklärt Thomas Gesierich, Leiter der EBL Ener-
menten auf. Der ganze Aufwand hat sich gelohnt: In dieser Woche
gieberatung. Beiden Familien wurde ein Batteriespeicher ein-
haben beide Familien ihren Bezug vom Netz von täglich je gut 6 Ki-
gebaut, damit sie die tagsüber produzierte Sonnenenergie am
lowattstunden auf 1 Kilowattstunde reduziert und somit weitere 5
Abend nutzen können, und eine Ladestation installiert für das
Kilowattstunden pro Tag von der Sonne direkt bezogen. Zusätzlich
ihnen für die Challenge-Woche zur Verfügung gestellte E-Auto. Um
werden bei beiden Familien zusammen täglich 78 Kilowattstun-
vergleichbare Voraussetzungen zu haben, rüsteten Pili und Cristi-
den, also fast 9 Liter an Treibstoff, durch 28 Kilowattstunden Elek-
ano Santoro ihre Photovoltaikanlage zudem mit zusätzlichen Ele-
trizität ersetzt, zum grössten Teil aus nachhaltiger Sonnenenergie.
9
ebl wissen
TELECOM.
Das EBL Kommunikationsnetz. Die Autobahn für elektronische Daten. EBL Telecom betreibt in den Regionen Liestal und Laufen, in der Westschweiz sowie im Mittelland in den Kantonen Bern und Luzern insgesamt 248 topmoderne Telekommunikationsnetze. Über diese Fernsehnetze aus Hochleistungskoaxialkabeln und Glasfaserleitungen bietet die Genossenschaft zusammen mit den Service-Providern UPC und Breitband die neusten Telecom-Dienstleistungen für Telefonie, Internet und TV an. Das EBL Telecom-Netz zeichnet sich dabei durch stabile und schnelle Verbindungen aus, unabhängig davon, wie weit das eigene Haus vom letzten Vernetzungsknoten entfernt liegt. Für den Bau und Unterhalt des Netzes arbeitet die EBL seit Anbeginn mit zwei erfahrenen lokalen Partnern zusammen: der R. Geissmann AG aus Oberdorf und der Saphir Group mit Hauptsitz in Lausen.
«DIE LANGJÄHRIGE ZUSAMMENARBEIT MIT DER EBL TELECOM IST AUSGEZEICHNET. GEMEINSAM SORGEN WIR FÜR EINE HOHE KUNDENZUFRIEDENHEIT.» Benno Mangold, Bauleiter bei der Saphir Group
10
«DIE R. GEISSMANN AG IST SEIT 1969 AUF KABELNETZE SPEZIALISIERT. UNSERE ERFAHRUNG MIT DEM BAU UND UNTERHALT VON MULTIMEDIANETZEN STELLEN WIR GERNE IN DEN DIENST DER EBL KUNDINNEN UND KUNDEN.» Peter Bader, Leiter Bau bei R. Geissmann AG
Der Weg zum Hausanschluss. Sabrina Bader ist die Ansprechperson, wenn Hausbesitzerinnen und -besitzer ihre Liegenschaft ans topmoderne Telekommunikationsnetz der EBL anschliessen möchten. Sie erklärt, wie es geht. Jemand baut oder renoviert eine Liegenschaft und möchte eine gute Lösung für die Telekommunikation. Welche Vorteile bringt der Anschluss ans Telecom-Netz der EBL? Sabrina Bader: Wer am Netz der EBL angeschlossen ist, kann darüber mit nur einem Abo telefonieren, das Internet nutzen und fernsehen. Das Telecom-Netz der EBL ist topmodern und stets gut gewartet, so profitieren die Kundinnen und Kunden von einer ausgezeichneten Übertragungsqualität und einem schnellen, problemlosen Internetzugang. Kann jedes Haus ans EBL Kabelnetz angeschlossen werden? S.B.: Wenn sich das Haus in unserem Telecom-Gebiet befindet und das Netz ohnehin in der Nähe verläuft, dann steht einem Anschluss nichts im Weg. So ein Kabelanschluss ist in wenigen Schritten realisierbar. Wenn der Abstand zum bereits verlegten Netz etwas grösser ist, dann schauen wir, ob die Investition für die EBL und die Kundschaft sinnvoll ist. Wie sieht es denn im ländlichen Gebiet aus? Lohnt sich dort ein Anschluss? S.B.: Auf jeden Fall. Die EBL ist auch auf dem Land gut unterwegs. Für diese Kundinnen und Kunden lohnt sich der Anschluss besonders, weil die Technologie, die wir nutzen, überall die gleiche Leistung bringt. Das bedeutet für die Kundschaft im ländlichen Gebiet mehr Bandbreite, also einen schnelleren, unkomplizierten und problemlosen Zugang zu Internet, Telefonie und Fernsehen. Wie viel kostet so ein Hausanschluss? S.B.: Das unterscheidet sich je nach Lage des Hauses und der Art des Gebäudes. Bei einem unkomplizierten Anschluss eines Einfamilienhauses beträgt die Anschlussgebühr in der Regel 2500 Franken. Da die Abogebühr entsprechend tief ist, lohnt sich diese Investition. Die Kundschaft entscheidet sich für einen Anschluss. Wie geht es dann weiter? S.B.: Wir machen einen Vertrag über den Netzanschluss und die Grundgebühr. Darin ist ein Basisangebot für Internet, Telefonie und TV enthalten. Dann melde ich den Auftrag dem zuständigen Subunternehmen, das sich um die technische Ausführung kümmert – vom bestehenden Netz bis an den Hausübergabepunkt im Keller oder an der Fassade des Gebäudes. Wo sollen sich die Kunden melden, wenn sie ein Anliegen haben? S.B.: Wenn es die Baustelle oder technische Fragen betrifft, dann können sie sich direkt beim zuständigen Subunternehmer melden. Falls es doch einmal eine Störung geben sollte, finden sie auf unserer Website unter Telecom/Privatkunden eine Liste «Zuständigkeiten in den Anschlussnetzen», auf der für jede Ortschaft die richtigen Telefonnummern stehen.
11
ebl wissen
TELECOM.
Das neue Handy gleich mitnehmen. Neues Angebot, neue Farben. Der Shop in Worb und Delémont sind bereits umgestaltet. Nach dem Umbau können die Kundinnen und Kunden, die ein Mobile-Abo abschliessen, neu ein passendes Mobiltelefon aussuchen, bezahlen und gleich mitnehmen. Damit erfüllen die Shops ein grosses Bedürfnis der Kundschaft. Auch für Accessoires wie Handyhüllen oder Kopfhörer hat es in den erneuerten Telecom Shops Platz. Die Mobile-Angebote gibt es bei der EBL in Zusammenarbeit mit der UPC. Dieser Teil des Shops wird deshalb im neuen, warmen Farbkonzept des EBL Partners gestaltet. Die Kundinnen und Kunden können in die Entertainment-Welt der UPC eintauchen und diese interaktiv erleben. Wir beraten Sie gerne in unserem Shop: EBL Telecom Shop | Mühlemattstr. 6, 4410 Liestal
Der Mobile Bestseller MOBILE EUROPE 4000 FLAT Mit diesem Angebot sind Sie ohne Roaminggebühren in Europa unterwegs. • 4-GB-Datenpaket • Surfen mit Highspeed 4G+ • Unlimitiert telefonieren innerhalb der Schweiz • Unlimitiert telefonieren innerhalb EU-Aufenthaltsland • Unlimitierte SMS • Keine Mindestvertragsdauer
CHF 29.– / Monat (in Kombination mit einem UPCInternet-Abo mit wiederkehrenden monatlichen Kosten, Basic Internet ausgeschlossen) CHF 45.– / Monat nur Mobile Abo
12
T 0800 325 000 (Gratisnummer) ebl-telecom.ch
Kundenberater Ahmed Hnid.
«Unsere Stärke ist die persönliche Beratung.» Ahmed Hnid arbeitet seit sechs Jahren für die EBL in Liestal. Der ruhige und ausgeglichene Berater ist bei den EBL Kundinnen und Kunden beliebt. Als Kundenberater stehe ich im Telecom Shop als Ansprechperson für unsere Kundinnen und Kunden bei allen Anliegen zur Verfügung und beantworte ihre Fragen auch per E-Mail. Ich unterstütze sie bei Störungen und gehe für Beratungen auch zu den Kundinnen und Kunden nach Hause. Eine Stärke der EBL ist die persönliche Beratung. Es ist dieser gute, direkte Kundenkontakt, der mir an meiner Arbeit gefällt. Ich arbeite schon seit zwanzig Jahren hier in der Region. Vor der EBL war ich beim Mediamarkt in Pratteln und in der Migros Schönthal in Frenkendorf als Kundenbetreuer im Dienst. Es freut mich, dass mir viele meiner Stammkunden von dort zur EBL gefolgt sind. Die Telekommunikation ist ein spannendes Arbeitsgebiet: Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Die Welt von heute ist immer mehr vernetzt. Es wird schwierig für Leute, die lieber ohne Technologie leben würden oder etwas Respekt davor haben. Da helfe ich gerne weiter. Zum Reinschnuppern in die weite Welt des Internets empfehle ich mindestens unseren Gratis-Internetanschluss. Als Kundenberater bin ich der ruhige, geduldige Typ Mensch. In meiner Freizeit mag ich aber ein bisschen Action. Ich bewege mich gerne und fliege mindestens viermal im Jahr nach Djerba – ich bin halb Tunesier – zum Kiten. Da balanciere ich auf einem Surfbrett und lasse mich von einem Kite, das ist ein Drachen, ziemlich schnell über die Wellen ziehen.
Neben dem Orange der EBL prägen neu auch die Farben von Partner UPC den Look der Shops.
13
ebl wissen
ENERGIEBERATUNG.
PEIK – Energie ist Geld.
Garagist Arno Schmidli zeigt EBL Energieberater Udo Schuster die neuen, effizienten LED-Leuchten.
EB-Geak-Plus
14
Eine «Professionelle Energieberatung für Ihr KMU» eignet sich für Unternehmen mit Energiekosten zwischen 20’000 und 300’000 Franken im Jahr. Wer sich für PEIK entscheidet, erhält von EnergieSchweiz 50 Prozent der Beratungskosten bis maximal 1500 Franken als Förderbeitrag.
«DIE TIPPS ZUR BELEUCHTUNG DER WERKSTATT HABEN WIR SOFORT UMGESETZT. DIE NEUE LÖSUNG PASST SICH DEM TAGESLICHT AN, IST SEHR HELL UND EB-Peik EB-Fragen ENERGIEEFFIZIENT.» Arno Schmidli, Mitinhaber Ernst Buser AG Ormalingen
Interesse an einer Beratung für EB-Energo Ihr Unternehmen? Wenden Sie sich an unsere Spezialisten: 0800 325 000
E
Die Zahlen sprechen für sich. PEIK – eine gute Investition für mehr Energieeffizienz. Die Garagen Auto Kurve AG in Bubendorf,
Die Pluspunkte der PEIK-Energieberatung
Niederhauser Automobile AG in Thürnen
PEIK ist speziell auf die Bedürfnisse von KMU ausgerichtet. Der
und Ernst Buser AG in Ormalingen wol-
Energieberater ist einen Tag vor Ort, macht die Analyse im Büro
len effizienter mit Energie umgehen. Der
und schreibt einen Bericht mit Vorschlägen zu konkreten Mass-
PEIK-Bericht zeigt ihnen wie.
nahmen, deren Einsparungen, Investitionskosten und Amortisation und geht im Anschluss nochmals vorbei, um den Bericht
Gleich zwei Garagisten interessierten sich für PEIK,
und die Vorschläge mit dem Kunden zu besprechen. Dabei gibt
die professionelle Energieberatung für KMU. Und so
es oft auch Massnahmen, die ohne grosse Kosten innert kurzer
besuchte Udo Schuster, einer der vier akkreditierten
Zeit umgesetzt werden können. «Der PEIK-Bericht gibt einen
PEIK-Berater der EBL Energieberatung, innert weniger Tage
guten Überblick darüber, was man machen kann, was es kos-
die Garagen Auto Kurve AG und Niederhauser Automobile AG
tet und was es energietechnisch und finanziell bringt. Das ist
von Dieter Niederhauser sowie die Ernst Buser AG von Richard
sehr hilfreich. Als Erstes haben wir die Beleuchtung der Werk-
Thommen und Arno Schmidli. Bei der Begehung sah sich Udo
statt ausgewechselt. Die weiteren Investitionen folgen dann
Schuster die wichtigsten Energieverbraucher an, prüfte und
Schritt für Schritt», sagt Arno Schmidli, Mitinhaber der Ernst
analysierte den Verbrauch, um festzustellen, wo und wie die
Buser AG in Ormalingen. Auch Dieter Niederhauser schätzt den
Unternehmer Energie und damit Unterhaltskosten einsparen
Bericht mit den harten Zahlen: «Der Bericht und die Beratung
können. «Grundsätzlich liegt bei jedem KMU der Schwerpunkt
sind eine echte Entscheidungshilfe für die Investitionen.» Auch
der Analyse auf dem Strom- und Wärmeverbrauch. Hier gibt
PEIK selbst ist für die Kunden eine sichere Investition: Bevor
es in der Regel Optimierungspotenzial, zum Beispiel bei der
sie sich für das Programm entscheiden, erhalten sie ein auf
Einstellung der Heizung oder der Lüftung», sagt Energiebera-
ihren Betrieb massgeschneidertes Pauschalangebot; davon
ter Udo Schuster. Bei den Autogaragen besonders zu beach-
übernimmt der Bund als Förderung bis zu 1500 Franken. «Wir
ten seien die Beleuchtung – denn die Werkhallen müssten
PEIK-Berater sind vom Bund akkreditiert. Wir haben eine Schu-
gut ausgeleuchtet sein, und zwar so, dass die Automechani-
lung gemacht und ein Audit durchlaufen. Alle PEIK-Berichte, die
ker trotz offener Motorhaube noch gut sehen können –, der
wir schreiben, werden von der PEIK-Geschäftsstelle validiert.
Showroom mit den grossen Schaufensterflächen, der Kom-
Das ist nicht bloss Routine. Die Fachleute des Bundes hinter-
pressor und die Leitungen für die Druckluft sowie die Lackie-
fragen auch mal etwas und setzen einen hohen Massstab. Das
ranlage mit 60 Grad Innentemperatur. «Gerade beim Thema
ist gut», sagt der EBL Energieberater und lächelt: «Besonders,
Druckluft hat sich bei einer der analysierten Garagen Einspar-
weil wir von der EBL die gewünscht hohe Qualität abliefern.»
potenzial gezeigt. Mit drei Sofortmassnahmen lassen sich hier bei einer einmaligen Investitionssumme von zirka 3650 Franken etwa 2300 Franken pro Jahr an Energiekosten einsparen», freut sich Udo Schuster.
Für Inhaber Dieter Niederhauser und Geschäftsleiterin der Auto Kurve AG, Yvonne Thommen stehen die Themen Energiesparen und E-Mobilität weit oben auf der Agenda.
«WIR MUSSTEN OHNEHIN IN EINE NEUE LACKIERANLAGE INVESTIEREN. DANK DER ANALYSEN UND DER BERATUNG DER EBL HABEN WIR DIE RICHTIGE WAHL GETROFFEN.» Dieter Niederhauser, Inhaber Auto Kurve AG und Niederhauser Automobile AG
15
ebl wissen
KUNDENPORTRAIT.
Pflegezentrum Brunnmatt. «Die Nähe zu den Menschen ist wichtig.» Das Pflegezentrum Brunnmatt ist eine alteingesessene,
fühlen, meint Meyer. «Die Nähe zu den Menschen ist
aber moderne Liestaler Institution. Das Team um Geschäfts-
wichtig – Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Verständnis.
führer Andreas Meyer schafft eine warme, menschliche
Das gilt nicht nur gegenüber den Bewohnerinnen
Atmosphäre, bei der sich Bewohnerinnen und Bewohner
und Bewohnern, sondern auch gegenüber und unter
und das Personal wohlfühlen.
den Mitarbeitenden», betont der engagierte Geschäftsführer. Er ist stolz, dass im Betrieb seit Langem
Es ist kurz nach 10 Uhr im Pflegezentrum Brunnmatt. In einem
eine soziale, familienfreundliche Philosophie gelebt
kleinen Saal im Parterre singen rund ein Dutzend Bewohnerin-
wird. «Das ist wichtig für die Stimmung im Brunnmatt:
nen, Bewohner und Betreuungspersonen mit Chorleiter Rolf
Wenn die Bewohnerinnen und Bewohner spüren, dass
Jörin Lieder, die sie von früher kennen. Im Café-Restaurant
die Mitarbeitenden gerne hier arbeiten und sich enga-
Brunnmatt sitzen ein paar Handwerker und Arbeiter, die hier
gieren, dann fühlen auch sie sich wohler.»
eine Kaffeepause einlegen. Während das Personal den regen Mittagsservice vorbereitet, – das Restaurant wird auch von
Energieoptimierung
Externen gut besucht –, befinden sich die meisten Bewohner
Um die täglichen Aufgaben noch besser und effizienter zu
auf den Stockwerken, lesen zum Beispiel Zeitung in einer der
meistern, müssen die verwinkelten Altbauten des Pflegeheims
gemütlichen Sofaecken auf den Gängen oder sie werden in ih-
einem zweiten Neubau weichen. Das ist organisatorisch, aber
rem Zimmer gepflegt und umsorgt.
auch finanziell eine Herausforderung. Bei Energie- und Telekommunikationsfragen kann die EBL ihren Kunden unterstüt-
Vom Altersheim zum Pflegezentrum
zen. Dabei geht es neben den Energielieferverträgen und der
Das Pflegezentrum deckt das ganze Spektrum der Pflege von
Fernwärme, die das Brunnmatt von der EBL bezieht, auch um
älteren Menschen ab: Es gibt eine Demenzabteilung, Psycho-
die Energieoptimierung und Energieeffizienz des bereits beste-
geriatrie und Palliative Care. «Seit ich vor 10 Jahren hier an-
henden und des künftigen Neubaus.
gefangen habe, hat sich das Brunnmatt vom klassischen Altersheim zum Pflegezentrum entwickelt», sagt Geschäftsführer Andreas Meyer und erklärt: «Die Menschen wollen länger zu Hause bleiben und können dies heute dank der Unterstützung durch Spitexorganisationen. Vor 10 Jahren war die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 8–9 Jahre, heute sind es 2,5–3 Jahre. Das gilt nicht nur fürs Brunnmatt, sondern gesamtschweizerisch. So erhalten wir Pflegeheime immer mehr hochkomplexe Pflegefälle.» Familiäres Ambiente Das Brunnmatt geniesst einen guten Ruf. Vielleicht, weil Andreas Meyer immer neue Ideen hat, wie er mehr Abwechslung und Leben in den Alltag der Bewohnenden bringt. Am meisten schätzen diese, dass sie sich in der familiären Atmosphäre im Brunnmatt gut aufgehoben
16
Pflegeheim Brunnmatt EBL Kunde von Wärme, Strom und Telecom
1921 Gründung in Liestal 72
Bewohnende
2006
Stiftungsgründung
84,2 Altersdurchschnitt
der Bewohnerinnen und Bewohner
106
Mitarbeitende
Die Geschäftsleitung des Pflegezentrums Brunnmatt (v.l.): Daniel Zumbrunn, Leiter Gebäudeunterhalt, Maria Sonderegger, Leiterin Pflegedienst, Franziska Scherer, Leiterin Hotellerie, und Geschäftsführer Andreas Meyer.
EBL Kundenberater Urs Gehrig (r.) pflegt einen guten Kontakt zu Brunnmatt-Geschäftsführer Andreas Meyer. Das Pflegezentrum ist ein Grosskunde des Wärmeverbunds Brunnmatt und bezieht Strom sowie Telekommunikationsdienstleistungen von der EBL.
17
ebl wissen
WÄRMECONTRACTING.
90 Prozent nachhaltige, regionale Wärmeenergie Immer mehr Liestalerinnen und Liestaler fahren auf der Schiene erneuerbarer Energie. In Liestal ist das Interesse an erneuerbarer Ener-
dem Zusammenschluss mit unseren anderen Verbün-
gie gross. Mit der Sanierung des Wärmeverbunds
den wollen wir gleichzeitig den Anteil an erneuerbarer
Liestal und dem Zusammenschluss mit sechs
Energie auf bis über 90 Prozent steigern», erklärt
weiteren Verbünden in Liestal wird die EBL allein
Roger Scheidegger, der neue Leiter Wärme. Ge-
mit dieser Holzenergiezentrale zwei Drittel des
heizt wird mit Holz und das stammt aus den
gesamten Wärmeenergiebedarfs von Liestal ab-
Wäldern der Umgebung. Die EBL nutzt also
decken.
nicht nur eine erneuerbare, sondern auch eine in der Region vorhandene Energie-
Seit 2016 betreibt die EBL das ehemals kantona-
quelle. Das verbessert die Energiebilanz
le Fernheizkraftwerk Liestal. Entstanden ist dieses
der Anlage zusätzlich. Die bis 10 Prozent
beim Neubau des Kantonsspitals Liestal in den Jah-
Wärme, die aus nicht erneuerbaren Ener-
ren 1958–1962. Im Verlauf der folgenden Jahrzehnte
giequellen produziert werden, dienen zur
kam es zum Anschluss von weiteren kantonalen und
raschen Überbrückung bei Bedarfsspitzen
privaten Bauten, sodass sich die Fernwärme Liestal
und als Sicherheit, falls eine der
inzwischen über Teilgebiete der Gemeinden Füllins-
Holzfeuerungen ausfallen sollte.
dorf und Frenkendorf bis in die Altstadt von Liestal erstreckt. Der Verbund bildet damit eines der grössten
Der Vision
Wärmenetze in der Region. Parallel zum ehemaligen
einen Schritt näher
Verbund des Kantons hat die EBL in den letzten 25
Der geplante Ener-
Jahren sechs weitere Verbünde in Liestal aufgebaut.
gieabsatz des Wärmeverbunds Liestal
Holz aus regionalen Wäldern
beträgt im Endaus-
Die bestehenden Heizzentralen stossen bald an ihre
bau 100 Gigawatt-
Grenzen. Die Infrastruktur ist teilweise veraltet und
stunden pro Jahr.
es fehlt die Kapazität, um noch vermehrt Gebäude
Damit wird gemäss
im Verbund aufzunehmen. Deshalb modernisiert und
Angaben der Stadt
verstärkt die EBL die Fernwärme Liestal und baut das
Liestal alleine die er-
Wärmeverteilnetz entsprechend aus. «Mit den Inves-
neuerte
titionen in die Sanierung der Fernwärme Liestal und
zwei Drittel des gesamten
18
Heizzentrale
«DAS IST EIN MEILENSTEIN FÜR DIE REGIONALE ENERGIEVERSORGUNG DURCH REGIONALE RESSOURCEN.» Roger Scheidegger, neues Geschäftsleitungsmitglied und Leiter Wärmecontracting der EBL, über den geplanten Ausbau.
Wärmebedarfs der Ortschaft Liestal abdecken; heute sind es etwas mehr als ein Drittel. Gleichzeitig mit der Sanierung der Fernwärme Liestal werden die weiteren Anlagen der EBL sukzessive in den Verbund integriert. Bis 2030 sind dann die Liestaler Verbünde Brunnmatt, Burg, Frenkenbündten, Hallenbad und Hanro mit der Fernwärme Liestal zusammengeschlossen. «Weiter sind wir bereits jetzt an der Planung zum Zusammenschluss von Liestal mit Pratteln und an der Erweiterung Richtung Lausen», sagt Roger Scheidegger und erinnert an die erklärte Vision der EBL, dereinst von Pratteln bis Ormalingen möglichst flächendeckend nachhaltige Energie anzubieten – 3ET, die Erneuerbare Energieschiene Ergolztal. «Mit der Verbindung von Pratteln bis Lausen hätten wir, was den Energiebedarf betrifft, bereits 70 Prozent dieser grossen Vision erreicht.» Übernächsten Winter in Betrieb Bis Ende dieses Jahres arbeitet das Projektteam der EBL zunächst noch an der Detailplanung für den Ausbau der Heizzentrale und des Leitungsnetzes des Wärmeverbunds Liestal. Die Baueingabe soll Anfang 2019 erfolgen, damit die erneuerte Heizzentrale im Winter 2020/2021 in Betrieb genommen werden kann. «Für die bestehenden Kunden ändert sich während und mit dem Ausbau nichts», betont Scheidegger. Sie können sich durchgehend auf ihre komfortable, praktische und sichere Heizung verlassen.
Wärmeverbund Liestal Brunnmatt
Hallenbad
Burg
Frenkenbündten
Hanro Die EBL Wärmeverbünde in Liestal.
19
ebl wissen
NACHHALTIGKEIT.
Die Lausner Umwelt-, Energie- und Entsorgungskommission (LUEK), von links: Barbara Schaub, Andreas Schmidt, Bruno Vogt, Felix Hoch, Simone Graziano, Tobias Gisin, Daniel Scharpf. Es fehlt Thomas Wenger.
Ein Dorf. Ein Ziel. Lausen steckt viel Energie in den Umweltschutz. Vom 24. bis 26. August feierte Lausen ein grosses Dorf-
von Grüngut ergänzt mit Rüstabfällen. Die neue Jahresvignette
fest. Als lokale Telecom-, Wärme- und Stromanbieterin
dafür ist sehr beliebt», erzählt Felix Hoch, Gemeinderat und
war auch die EBL mit von der Partie und unterstützte
Präsident der LUEK. Letztes Jahr hat Lausen zusammen mit der
das Dorf als Hauptsponsor. Mit Lausen verbindet die
EBL zudem eine E-Tankstelle eröffnet und am Lausner Markt
EBL nicht nur die Extra-Portion Energie, die es für so
die Bevölkerung für das Thema Trinkwasser sensibilisiert.
ein Fest braucht, sondern vor allem das Engagement für einen nachhaltigen Umgang mit Energie und Umwelt.
Von 2001 bis Ende letztes Jahr war die Gemeinde als Energiestadt zertifiziert. «Die Gemeinde konnte in diesen Jahren
20
Die Gemeinde Lausen, zwischen Itingen und Liestal im Er-
viel vom Know-how dieses Programms profitieren», sagt Felix
golztal gelegen, war vergleichsweise früh für die Themen
Hoch. Inzwischen stimmt aus Sicht der LUEK das Verhältnis
Umwelt und Naturschutz sensibilisiert. Schon in den 70er
zwischen Kosten und Nutzen nicht mehr. Sie hat entschieden,
Jahren hat sie eine Energiebuchhaltung geführt. Das war da-
auf die Rezertifizierung als Energiestadt zu verzichten und
mals fortschrittlich. Seit 2011 kümmert sich die Lausner Um-
der Gemeinde die qualitativen und quantitativen Ziele für die
welt-, Energie- und Entsorgungskommission (LUEK) um eben
nächsten vier Jahre jeweils selbst zu setzen. Felix Hoch gibt
diese Themen, bestimmt jedes Jahr aktuelle Schwerpunkte,
ein Beispiel der Ziele 2014 bis 2018: Die von der Gemeinde
informiert und involviert die Bevölkerung und schlägt dem Ge-
und der Bevölkerung insgesamt bezogene Strommenge soll
meinderat Ziele vor. «Vor zwei Jahren haben wir zum Beispiel
bis 2020 maximal auf gleichem Niveau bleiben; die Verwal-
die gemischte Sammlung von Kunststoff eingeführt. Das ist
tung soll den Stromverbrauch der Gemeindeliegenschaften
bei den Einwohnerinnen und Einwohnern sehr gut angekom-
gleichzeitig um fünf Prozent und den Energiewärmebereich
men, genauso wie die letztjährig eingeführte Haussammlung
um ganze zwanzig Prozent reduzieren.
Wärmeverbund: Seit über 20 Jahren betreibt die Einwohner- und Bürgergemeinde Lausen gemeinsam mit der EBL den Wärmeverbund «Wärmeversorgung Lausen AG» mit 121 Kunden und einer jährlichen Wärmemenge von 5,0 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem Wärmebedarf von rund 300 Einfamilienhäusern. Dank der mit lokalem Holz gespeisten Schnitzelfeuerung spart die Gemeinde jährlich 450’000 Liter Heizöl und produziert damit 1200 Tonnen weniger schädliches CO². Ein kürzlich installierter Abgaskondensations-Wärmetauscher erhöht den Wärmeertrag aus dem Holzkessel zusätzlich um rund 12 bis 14 Prozent. Strassenbeleuchtung: Lausen zählt auf ihren Gemeindestrassen 530 Strassenlampen. In den letzten Jahren wurden bereits 200 davon durch LED-Leuchten ersetzt. Die in Zusammenarbeit mit der EBL ausgewählten Modelle sparen bis zu 60 Prozent Energie. E-Mobility: Nach einer Meinungsumfrage hat die Gemeinde Lausen gemeinsam mit der EBL einen behindertengerechten Parkplatz mit einer E-Tankstelle ausgerüstet. Zudem setzt die Gemeinde selbst vermehrt auf E-Fahrzeuge. Einen E-Roller für die Werkhofmitarbeitenden gibt es schon sowie ein ganz neues E-Werkhoffahrzeug. Biopower: Die Lausner Einwohnerinnen und Einwohner sammeln fleissig organischen Abfall aus Küche und Garten. Er wird in einer der Biopoweranlagen von Biopower Nordwestschweiz zu Biogas vergärt, das als Fahrzeug-Treibstoff genutzt oder mittels Wärme-Kraft-Koppelung zu elektrischem Strom und Wärme aufbereitet werden kann. Die Biopower Nordwestschweiz ist ein gemeinsames Unternehmen der drei regionalen Energieversorger EBL, IWB und EBM. Die Gemeinde unterstützt Biopower mit günstigen Entsorgungsvignetten. Solarenergie: Die Gemeinde Lausen stellt ihre Flachdächer seit 1994 für Solaranlagen zur Verfügung und ist gemeinsam mit weiteren Genossenschafterinnen und Genossenschaftern Mitglied der Solargenossenschaft Lausner-Sunne. Inzwischen gibt es mit Roofpower GmbH einen zweiten Solarstromproduzenten und auf dem Werkhof sogar eine thermische Solaranlage des Vereins Solarspar, deren produzierte Wärme ins Netz des Wärmeverbunds fliesst. Energieeffizienz: Die Gemeinde Lausen äufnet einen Energiefonds, mit dem sie energiesparende Massnahmen und nachhaltige Energiequellen fördert. Um die Energieeffizienz der eigenen Liegenschaften zu verbessern, liess sie je einen «Gebäude-Energieausweis der Kantone» (GEAK) erstellen und saniert ihre Gebäude energiebewusst. Das neue Schulhaus Grammel entspricht zum Beispiel den Anforderungen an Minergie-P und bietet möglichst viel Komfort bei möglichst wenig Energieverbrauch. Naturschutz: Dreimal im Jahr leisten zwischen 30 und 90 Einwohnerinnen und Einwohner von Lausen Frondienst zum Schutz der Natur: mit dem Frondiensttag der Gemeinde im Frühling, dem Neophyten-Tag von LUEK, Fischerverein und Naturschutzverein im Juni, an dem das Ufer der Ergolz von Neophyten wie dem Drüsigen Springkraut oder dem Japanischen Staudenknöterich befreit wird, und dem Naturschutztag des Naturschutzvereins im Herbst.
21
ebl etcetera LEBEN.
«Pimp ta ville» Buntes Delémont. In Delémont strahlen die Telecom-Verteilkasten der EBL in bunten Farben. Die Stadt hat zusammen mit den Soziokulturellen Animatoren des Jugendzentrums von Delémont das Projekt «Pimp ta ville» lanciert, um gegen wilde Graffiti anzukämpfen. Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren erhielten Unterricht in der Geschichte der Graffiti-Kunst und diskutierten über den öffentlichen Raum. Sie erlernten im Zeichenunterricht die nötigen Techniken
Delémont liess ihre Jugend die Telecom-Verteilkasten bemalen: Das Resultat gefällt.
und erarbeiteten mit Unterstützung eines professionellen Künstlers eigene Werke zu den Themen Energie und Naturschutz. Die EBL freut sich über das schöne, neue Aussehen ihrer Telecom-Verteilkasten.
Das 3-in-1 Basisangebot – neu mit MySports One Wer den passenden Kabelanschluss von EBL Telecom in der Wohnung hat, bekommt ohne Aufpreis das 3-in-1 Basisangebot für TV, Telefonie und Internet dazu. Die 10 Mbit/s sind ideal zum Surfen, Einkaufen, E-Mails lesen, Musik hören und Filme streamen. Die Telefontarife sind günstig. Dazu gibt es über 85 TV-Sender, die UPC TV App mit sieben Tagen Replay und 200 Radiosender. Neu im Paket ist der Sportsender MySports One, mit viel Live-Sport und Hintergrundsendungen zur Schweizer Eishockey National League.
T 0800 325 000 (Gratisnummer) | ebl-telecom.ch
Welcher Aktivität ging die EBL Spanien im Rahmen des Umweltschutzes bei Calasparra nach?
1
WETTBEWERB.
Finden Sie des Rätsels Lösung?
A
Aufforstung des Auwaldes
L
Bootsvermietung (Pedalos)
N
E-Fahrzeuge aller Art
O
einen neuen Helikopter-Landeplatz
P
Photovoltaik-Anlagen
2
Was sparte die Anwiler Bevölkerung während ihrer Experimentwoche?
Wären Sie gerne schwungvoll und umweltMagazin, lösen Sie das Rätsel und gewinnen
Bau eines Kinderspielplatzes
Die Mehrheit der Anwiler Bevölkerung testete eine Woche lang:
AUFMERKSAM LESEN UND GEWINNEN.
freundlich unterwegs? Lesen Sie das EBL
R
3
Sie mit ein wenig Losungsglück einen motorisierten E-Scooter.
S
50 Hektoliter Wasser
W
3,8 Tonnen CO²
A
1 kWh Strom
Schreiben Sie die Antwortbuchstaben der Reihe nach in die vorgedruckten Kreise des
Welche erneuerbare Energiequelle wird im Wärmeverbund Liestal genutzt?
Lösungsworts und senden Sie uns Ihre Lösung bis zum 15.12.2018 per E-Mail an marketing@ebl.ch oder per Post an EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) Redaktion EBL Magazin Mühlemattstrasse 6, 4410 Liestal
I
Holz
U
Gras
B
Wasser
4
Wie viele Telekommunikationsnetze betreibt die EBL Telecom in ihrem Versorgungsgebiet?
1.–3. Preis: Scooter Flowboard Air Carbon von SoFlow im Wert von CHF 399.–.
5
Das Lösungswort der letzten Ausgabe (EBL Magazin 01/18) lautete «STROM».
L
248
C
482
M
824
Lösungswort:
Die drei Gewinner/-innen: Miguel Garcia, Estavayer-le-Lac Anita Arpagaus, Belp
1
2
3
4
5
René Brun, Wolhusen Herzliche Gratulation!
Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle in der Schweiz wohnhaften Personen ab 18 Jahren, ausgenommen Mitarbeiter der Firma EBL oder von deren Tochtergesellschaften. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und über die Facebook-Seite der EBL bekannt gegeben. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Gewinne können nicht bar ausbezahlt
werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mit Ihrer Teilnahme am Wettbewerb erklären Sie sich damit einverstanden, dass die EBL die von Ihnen mitgeteilten persönlichen Informationen für Marketingzwecke verwenden darf. Teilnahmeschluss ist der 15.12.2018.
23
ebl magazin
AUSGABE #2 | 2018
Ihre Meinung interessiert uns. Gerne nehmen wir Ihr Feedback, Ihre Wünsche und Anregungen auf: per Post an die unten stehende Adresse, per Mail an marketing@ebl.ch oder auf facebook.com/ebl.ch
EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) Redaktion EBL Magazin Mühlemattstrasse 6 4410 Liestal Schweiz T 0800 325 000 info@ebl.ch www.ebl.ch