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Macbeth Underworld - Press review

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PRESS REVIEW

Macbeth Underworld Pascal Dusapin

20.09.2019 – 05.10.2019

La Monnaie / De Munt


28 -09 - 2019

Opernnacht und Albträume: mit zwei Uraufführungen von Dusapin und Attahir startet die Brüsseler Monnaie mutig ihre Spielzeit 27. September 2019AllgemeinAlain Altinoglu, Benjamin Attahair, Brüssel, Georg Nigl, Graham Clark, Le Silence des Ombres, Macbeth Underworld, Magdalena Kozená, Maurice Maeterlinck, Olivier Lexa, Pascal Dusapin, Peter de Caluwe, Théâte de la Monnaie, Thomas JollyManuel Brug Auch wenn es nun mit der Opéra de Paris nichts geworden ist, Peter de Caluwe, der seit 2007 ziemlich fest im Intendantensessel der Brüsseler Monnaie-Oper sitzt, kann sich entspannt zurücklehnen. Er hat Kürzungen und nicht enden wollende Haussanierungen im Ersatzquartier weggesteckt. Mit Alain Altinoglu als Musikchef und Antonello Manacorda als fester Gastdirigent, der bald einen Mozart/da-Ponte-Zyklus in drei Tagen, einem Bühnenbild und sich überlappenden Sängerbesetzungen wuppt, ist man im Graben bestens positioniert. De Caluwe hat immer wieder spannende Premierenteams am Haus, eben hat er Buch geschrieben und außerdem hat er das ehrgeizige Vorhaben, künftig jede Saison mit zwei Uraufführungen zu eröffnen. Beim ersten Mal hat das geklappt, sogar mit zwei atmosphärisch verwandten Werken, aber er selbst gibt schon zu, dass sich das Unterfangen zumindest nicht als Auftakt-Whopper fortsetzen lassen wird. Zu launisch sind die finanziellen Verhältnisse und die Arbeitsfreude der Komponisten. Trotzdem: ein Anfang ist gemacht, mutig, deutlich, und ganz anders als an vielen Häusern, die zur Rückkehr aus der Sommerpause eher auf Nummer sicher gehen. Wie war das nochmal? Hatte die Deutsche Oper nicht auch einst ein zeitgenössisches Ausrufzeichen an den Spielzeitbeginn gestellt? Tempi passati. Heute behilft man sich dort lieber mit unlustigem Castorf-Verdi. In Brüssel aber gibt man den Franzosen die Bühne: Lokalmatador Pascal Dusapin überrascht mit seiner fast schamlos zugänglichen Shakespeare-Paraphrase „Macbeth Underworld“, und der jüngere Benjamin Attahir beweist mit seiner Maeterlinck-Trilogie „Le Silcence des Ombres“ zumindest, dass er eine eigene, durchaus wieder erzählerische Musiksprache hat und suggestiv orchestrieren kann.


Unterwelt und Schatten. Das weist schon den Weg auf eher düstere Settings. Und so kommt es auch. Den Dusapin hat der französische Theaterregisseur Thomas Jolly in Dunkelheit getaucht, die von hartweißen Diskolichtern durchzuckt wird, so wie in seinen beiden vorangegangenen Operninszenierungen auch. Ineinander verschlungenes kahles Geäst fügt sich zum undurchdringlichen Wald von Birnam; später erhellen ihn Neoninstallationen in Rot und Weiß nur schummrig; das Bett der Lady, in dem sie am Ende schuldhaft versinkt, wirkt wie von einem Neondiadem umfasst.

Foto: Matthias Baus

Schick sieht das aus, und mit einer gehörigen Portion Musical-Ironie würzt Jolly (aber auch Dusapin) das an sich todtraurige Geschehen zum schottischen Operntanz der Vampire. Zu Anfang spricht der mit 77 Jahren immer noch muntere Graham Clark als rotbeschopfte Hecate/Queen Elizabeth I. im karierten Rock einen Prolog, der uns in einen Spiegel der (Alb-)Träume einlädt. Später kehrt er als fieskomischer Pförtner wieder. Die Hexenbrigade mit drei Solozauberinnen, sieht aus wie durch die Mangel genommenen Nymphen. Und Mr. wie Mrs. Macbeth, die wunderbaren Charaktervokalkomikertragöden Georg Nigl und Magdalena Kozena, schlurfen als bleiche Mördergespenster durch die Szene, die sich auf der Drehbühne auftut. Um die eigene Achse wirbeln da Bäume, Bett, eine Olgemäldewand und ein teuflisch verziertes Renaissance-Portal (installative Bühne: Bruno de Lavenère). Rote Latexleichen winden sich im brillanten Lichtdunkel von Antoine Travert. Ein Schaukelpferdchen auf halber Höhe kündet von der


Lady unerfülltem Kinderwunsch. Und als ihren Schatten werden sie den schon zu Anfangs gemordeten Banco (unauffällig: Kristinn Sigmundsson) nicht mehr los. Der hat das Messer noch im Rücken, und das Paillettenblut auf Hemd und Haaren. Beim Bankett erschreckt er alle als sich unter dem Tischtuch erhebendes Nachtgespenst.

Das ist so komisch grotesk, wie tragisch burlesk. Und eben voller Unterwelt-Schatten. Und so gibt sich auch Pascal Dusapins erstaunlich eklektisch anmutende Partitur, die Alain Altinoglu genüsslich auskostet und zart dirigierpinselt. Da wummert gleich zu Beginn die Elektroorgel wie im ollen Hammer-Gruselfilm, das Licht blitzt und alle genießen die liebevoll ausgestellten Gothic-Horror-Versatzstücke. Doch die Musik, die im pausenlos 110-minütigen Schnelldurchlauf durch das Originalstück eiert, kann auch wirklich traurig und ergreifend irr, wenn die beiden Königsschlachter nicht mehr weiter wissen, das Gewissen zum Wurm wird. Ein Kindchen (Naomi Tapiola) beerbt sie gleich schon zu Beginn, der Rest ist Rückblende, Bruchstück, Fragment des allbekannten „Macbeth“-Mosaiks. So wird Pascal Dusapins neuntes, wieder große Literatur aufgreifendes Musiktheater, das dritte für La Monnaie, heftig bejubelt. Eben ist seine achte Oper, ebenfalls 2015 hier uraufgeführt, „Penthesilea“ in einer packenden CD-Aufnahme (Cyprès) erschienen. Doch da war er noch abstrakter und atonaler, melismatisch hysterischer. In der aktuellen, sicher bühnenerfolgreichen Shakespeare-Adaption, deren Libretto er mit Frédéric Boyer kompiliert hat, komponiert er publikumsnäher, schräger,


altersentspannter. Ja, er hat endlich Humor! Ausgerechnet hier. Und schöpft die filmmusikalisch Effekte aus vom Dröhnen bis zum zarten Lautengezirp. Und sein Lieblingsprotagonist Nigl schmeißt sowieso den Schreckensladen. So ist man schnell, drin, bleibt dran und erfreut sich an einer weiteren, facettenreichen „Macbeth“-Variante. Es muss ja nicht immer Verdi, Ernest Bloch oder Salvatore Sciarrino sein. Weniger geglückt ist die zweite Opernaufführung, „Le Silence des Ombres“, wofür die Monnaie im schmucken, außen historistischen, innen als modernes Ranghaus entkernten Königlich flämischen Theater gastiert. Der 40-jährige Benjamin Attahir (mit dem man auch in Aix Einiges vorhat) suchte sich für seine erste Oper als Vorlage gleich drei Marionettenstücke des belgischen Literaturheiligen Maurice Maeterlinck aus; der freilich trotz Nobelpreis nur noch in der Oper herumwest. Vor allem natürlich dank Debussys „Pelléas“, aber auch Dukas’ „Arianne et Barbe-Bleue“ geht auf ihn zurück, oder Aribert Reimanns letzte Oper „L’invisible“.

Foto Gianmaria de Luca

An die muss man an diesem überlangen Abend oft denken, nutzt Reimann doch auch für seine 2017 uraufgeführte Trilogie zwei der drei von Attahir verwendeten Werklein. Aber er ist nach überzeugenden 110 Minuten durch, Attahir braucht viel zu dröge 180 Minuten! Da sollte nicht zimperlich gekürzt werden, auch weil die düster-verblasene, melancholisch-starre Stimmung viel zu ähnlich bleibt. Die Schere sollte möglichst schon vor der Übersiedelung zu den Koproduzenten Queen Elisabeth Music Chapel in Waterloo, Les Théâtres de la ville de


Luxembourg, und dem Theatr Wielki in Warschau angesetzt werden! Attahir, der auch selbst dirigiert, kann orchestrieren. Ihm gelingt ein fast tonal anmutender Orchestersatz für die Kammertruppe der Monnaie, mit Akkordeon aufgehübscht, durchsichtig, in vielen Schattierungen ein gruftiges Geschehen beschreibend. Der nur 20 Minuten kurze Mitteilteil wird weitgehend zu Blechuntermalung gesprochen; im Französischen aber eben auch mit Melodie. Den dritten Teil dominieren die Celli. „Le mort de Titangiles“ erzählt eine schräge Sterbegeschichte eines minderjährigen Königs und seiner bösen Mutter, die Schwestern Ygraine (Raquel Camarinha) und Bellangère (Clémence Poussin) stehen im Mittelpunkt. „Interieur“ ist eine Außenschau von zwei Sendeboten mit schlechter Nachricht, die eine harmonische Familie überraschen müssen. „Alladine et Palomides“ ist eine ebenfalls in einer Grotte zwischengelagerte Liebesgeschichte mit Nicht-Bekommen und Sterben in einem Adelshaus, ähnlich wie „Pelléas et Mélisande“. König Ablamore ist Renaud Delaigue, der die Sklavin Alladine (Julia Szproch) begehrt. Die wiederum hat sich in Palomides (Pierre Derhet), den Verlobten seiner Tochter Astolaine (Raquel Chamarinha) verguckt. Und so lässt Benjamin Attahir die sehr guten Nachwuchssänger sehr debussyig parlieren, etwas gleichförmig, aber textklar, nervös worttänzelnd, leicht erregbar.

Der in der Barockmusik und als Cavalli-Biograf versierte Regisseur Olivier Lexa hat für das leicht wandelbare Einheitsbühnenbild einer gotisch anmutende Halle mit Säulen und Treppenhaus aus rohen Betonplatten Studierende der Szenografie an


der Nationalen Designschule in La Cambre ausgesucht, in der das kaum vorhandene Geschehen wohlgesetzt zum Tableaux arrangiert ist. Als durchgängiger Gimmick in diesem oft wie geistliche Spiele anmutenden Triptychon mi seiner hären Mittelalteroptik (auch in den Kostümen) taucht ein oft beschriebenes, als Schatten projiziertes und in seiner Version des Genter Eyck-Altars in einem KrankenzimmerVideo reproduzierten Lamm Gottes auf; auch Lichtgehänge schweben weihnachtsmarktgleich auf und ab. Schwestern und Ärzte unterstreichen die Krankenpflege-Atmosphäre, aber sind zu wenig kontrastiv, um den dann doch blutleeren Abend zu infusionieren.


PRINT MEDIA LA MONNAIE Ref : 39395

De Standaard Date : 27/09/2019

Circulation : 88603

Page : D1+D6

Audience : 486363

Periodicity : Daily

Size : 1594 cm²

Journalist : Peeters, Annemarie

dS2 DE STANDAARD

MACBETH UNDERWORLD IN DE MUNT

Huiveringwekkend goed

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Macbeth underworld en Le silence des ombres

Recht de onderwereld in De Munt opent dit seizoen met twee hedendaagse creaties Eén keer bingo en één keer terug naar af ANNEMARIE PEETERS

H

pour marionettes verdienden vol Onderaardse gens Attahir en regisseur Olivier drones vaak zoenstart een state Lexa een muzikale lezing Attahir ronduit briljante stijl ment wil maken een is beslist een beloftevolle compo aangestuurd door Opera zal heden oefening De sfeer van de gothic nist Hij tekent complexe texturen een venijnig orgel daags zijn of niet zijn Macbeth un novel zit in zowat elk detail vervat uit en geeft zijn zanglijnen een openen volle derworld is de nieuwste worp van Duister onbehaaglijk en spookyas verfrissende ritmische drive mee schurende klank heil Het libretto barst van de de beslagen succesvolle Franse die hij bovendien consequent ver componist Pascal Dusapin Le si mooie breinbrekers al verzwaart taalt in het orkestrale weefsel landschappen lence des ombres de eersteling van de overdaad aan reflectie soms Maar wie zijn luisteraars drie uur de jonge spring in t veld Benja nodeloos Macbeths rondgang aan hun zitjes wil kluisteren moet min Attahir Je kunt ze eigenlijk door zijn eigen hel Maar het is daar iets behoorlijk straf voor in niet met elkaar vergelijken maar Dusapins muziek die voor het de plaats kunnen geven En dat doordat beide producties parallel meeste kippenvel zorgt Onder doet deze productie allerminst geprogrammeerd staan de eerste aardse drones vaak aangestuurd De enscenering van Le silence in de Munt en de laatste in de door een venijnig orgel openen des ombres is dan weer behoorlijk KVS doe je dat toch Het levert en volle schurende klanklandschap flets en ouderwets De keuze om pen De vocale partijen geschre kele verrassende vragen op leg je op uitzondering van het tweede nieuwe opera maar beter in erva ven op het lijf van absolute top tafereel na élk woord van Mae pers Magdalena Kozena en Georg ren handen Of mist de jonge gar terlinck op muziek te zetten rekt de het lef om opera écht te vernieu Nigl zijn veeleer klassiek van snit de trage tijd in diens teksten tot maar bijzonder efficiënt Vooral wen ver voorbij de stilstand De zang de koorpassages voor de Weird Het uitgangspunt voor Macbeth Sisters en vrouwenkoor veroveren lijnen draaien bovendien tot ver et lijkt wel alsof De Munt met zijn sei

underworld fascineert onmiddel

lijk Macbeth en zijn vrouw herbe leven vanuit een spookachtige on

Gothic novel

Visueel is Macbeth underworld

genadeloos de oren Hoog hoger velens toe om steeds dezelfde in

hoogst de onderwereld rekt zich bestemde onderwereld hun wan op tot in de hemel Nog wat hout daden telkens opnieuw ze blijven blazers erbovenop en je nekharen zingen steeds hetzelfde liedje staan een tijdlang recht overeind Daarbij worden ze genadeloos ach Dusapin creëerde een partituur tervolgd door de doden die ze op die zo het grote repertoire in kan hun geweten hebben En het Ouderwets Kind wit onschuldig en tegelijk wreed in zijn verwijten Is het hun Voor Le silence des ombres kind

werd het libretto rechtstreeks uit het werk van Maurice Maeterlinck

geplukt Zijn Trois petits drames

tervallen heen Is dat nu echt alles

wat je vandaag met een stem kunt doen En ook moeten operahui zen jonge componisten de kans geven om te bewijzen dat opera niet of nauwelijks verandert We geloven van niet Macbeth underworld De Munt Brussel

Le silence des ombres KVS Brussel

JlR Bi Le silence des ombres

behoorlijk fletse enscenering

Gianmaria De Luca

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Macbeth underworld duister onbehaaglijk en spooky as heil

Baus

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23 - 09 - 2019

Briljant vertolkte Macbeth vanuit de onderwereld Opera De nieuwe opera van Pascal Dusapin, een exegese van Macbeth, is aanvankelijk wat stroperig. Dusapins muziek klinkt echter briljanter dan ooit.

Foto Baus Macbeth Underworld van Dusapin door De Munt. Muzikale leiding: Alain Altinoglu. Libretto: Frédéric Boyer. Regie: Thomas Jolly. Gezien: 20/9 De Munt Brussel; herh. t/m 5/10. Inl.: demunt.be

!!!!! Joep Stapel 
 2 3 september 2019 
 
 L eestijd 2 minuten

Tijdens het componeren van zijn vorige opera, het bloederig wrede Penthesilea, vroeg Pascal Dusapin zich af: kan het nog erger? Vanuit die vraag is zijn nieuwe opera ontstaan, een terugblik op en analyse van Shakespeares minstens zo bloederige en wrede tragedie Macbeth. Van Verdi ontbreekt ieder spoor. Met Dusapins Macbeth Underworld ging vrijdag het nieuwe operaseizoen van De Munt in Brussel van start.


23 - 09 - 2019

Alles is voorbij zodra het doek opgaat. Het echtpaar Macbeth bevindt zich in de onderwereld, waar ze hun gruweldaden dwangmatig herbeleven. Ze spreken tot ons „vanuit hun hel”, zoals de makers van deze ‘exegese-opera’ het noemen. Dat is meteen de zwakte: aanvankelijk is er nauwelijks handeling of plot, en zonder gedegen voorkennis van het toneelstuk zullen veel hints en details in dit stationair draaiende gruwelkabinet aan de aandacht ontsnappen. Daar staat tegenover dat Dusapins muziek, fantastisch vertolkt door chef-dirigent Alain Altinoglu en zijn Munt-orkest en -vrouwenkoor, urgenter en briljanter klinkt dan ooit. Het palet aan kleuren en sferen waarmee Dusapin schildert is onbegrensd: de opera begint met een stralend postBruckneriaans crescendo en voert naar ijzingwekkende spookmuziek in de slotscène. Daartussen lijkt alles mogelijk. De zielenroerselen van Lady en Macbeth zijn broeierig en huiveringwekkend, de melodieën van het Kind in hun ijle naaktheid aangrijpend.

Mes in de rug Dat Kind is een sleutelfiguur in de productie. De Geest van Banquo, de boezemvriend die door Macbeth is vermoord, dwaalt wat verloren rond met een mes in zijn rug en jaagt Macbeth obligaat schrik aan. Het Kind zou Banquo’s zoon kunnen zijn, maar óók, intrigerender, het kind dat de Macbeths ooit zelf hebben verloren. Gaandeweg neemt de coherentie toe. De herbeleving van het banket, de onuitwisbare bloedvlek, een macaber requiem, de continue interventies van de wulpse, voortreffelijk zingende Weird Sisters (Ekaterina Lekhina, Lilly Jørstad & Christel Loetzsch) – het zijn stuk voor stuk dwingende scènes. Ronduit komisch wordt het wanneer de Poortwachter (tenor Graham Clark) ten tonele verschijnt, een peenharige punkclown met een concentratiestoornis, die de komst verbeidt van de koning (die door Macbeth vermoord zal worden), maar ook de poorten van de hel openzet. Zo wordt Macbeth Underworld een hysterische zoektocht naar onmogelijke verlossing. Visueel is het een zwartwit schaduwspel met veel rook en bloedrode accenten. Het prachtige decor van Bruno de Lavenère bestaat uit een modulair gothic spookkasteel en mobiele horrorbomen (die de voorspelling van het oprukkende Woud van Birnam inlossen). Alles is in beweging en de Macbeths zijn gedoemd te dwalen door dit doolhof van symbolen en herinneringen. Regisseur Thomas Jolly zorgt voor een levendige personenregie en een filmisch aandoende scène, met echo’s van de interpretaties van Welles en Polanski. Mezzo Magdalena Kozená en bariton Georg Nigl zijn in de geweldige hoofdrollen een atypisch Macbeth-stel. Vooral Kozená is introvert, weifelend en nerveus – verre van de gebruikelijke machtsheks. Nigl excelleert als een bezeten Macbeth, die in een vingerknip omslaat van krijsend geweld in totale tederheid. Hun liefde, daaraan klampen de twee zich vast, ook al is het tevergeefs.


27 - 09- 2019

Opéra : à Bruxelles, le « Macbeth » outrenoir de Pascal Dusapin Le sombre héros shakespearien hante le huitième opéra du compositeur français, créé à La Monnaie, puis repris en 2020 à Paris et à Rouen. Par Marie-Aude Roux Publié aujourd’hui à 07h00

« Macbeth Underworld », de Pascal Dusapin au Théâtre royal de la Monnaie à Bruxelles. MATTHIAS BAUS

Ouverture de saison sous le signe de la création pour le Théâtre royal de la Monnaie à Bruxelles où Peter de Caluwe propose à une semaine d’intervalle le doublé de deux compositeurs français : un novice, Benjamin Attahir (30 ans), dont Le Silence des ombres constitue le premier véritable opus lyrique, et le vétéran Pascal Dusapin (64 ans), qui livre avec Macbeth Underworld son huitième opéra, après Penthesilea, en 2015, dont le double CD vient de sortir chez Cypres. Lire la critique de « Penthesilea » : Dusapin, du plus profond Un immense arbre mort aux doigts boulus de fantôme expressionniste : la forêt de Birnam n’a jamais relâché sa proie. Le Macbeth d’outre-monde de Pascal Dusapin est au-delà de toute salvation, condamné au châtiment éternel : revivre encore et toujours l’histoire de ses forfaits. Le compositeur s’est entouré de deux shakespeariens : l’écrivain, poète et traducteur Frédéric Boyer et le metteur en scène Thomas Jolly, qui a épousé l’imaginaire du musicien, un noir et blanc zébré de lasers rouges, puisé aux


sources cinématographiques de Wells, Polanski et du Château de l’araignée, de Kurosawa. Mais Dusapin n’a pas fait de Macbeth un homme sans ombre. Plus que les fureurs subites d’un orchestre dont l’opulence s’abreuve parfois à Chostakovitch, ce qui frappe est l’extrême dépouillement de certains passages, comme si, sous le mal absolu, résistait un « fredon » de l’âme. La musique de Dusapin hurle l’horreur et le crime, mais chante aussi la peur et la plainte, l’amour et la soif de vivre. Instruments cosmopolites Libre comme un Wanderer, Dusapin rassemble, dans le havresac de l’écriture, les sons qu’il affectionne. Cet orgue impulsif, bâtisseur de cathédrales sonores, cet archiluth amoureux des musiques de cour élisabéthaines, ces échos de chansons et ballades glanées sur les landes d’Ecosse, sans oublier ces percussions enregistrées à partir d’instruments cosmopolites de sa propre collection. En grand tacticien, le musicien développe une science remarquable de l’écriture instrumentale et de la prosodie, une utilisation virtuose de la grammaire opératique (chœurs, duo d’amour, trio infernal, récitatifs et même danse) : construit en huit tableaux, le drame évoque, sous les reptations de la conscience et les remugles de l’inconscient, les étapes clés du drame shakespearien. Le Shakespeare de Dusapin est porteur d’un songe endetté de nuit, plus oratorio des ténèbres qu’opéra de l’Erèbe Mais cet enchevêtrement entre réminiscences narratives et délires prophétiques (un certain amphigourisme guette) peine à dégager une véritable ligne de force dramaturgique, ce « premier degré » tellurique si magistralement défendu dans Penthesilea. Le Shakespeare de Dusapin est porteur d’un songe endetté de nuit, plus oratorio des ténèbres qu’opéra de l’Erèbe. Le beau décor gothique de Bruno de Lavenère (forêt, saisons, château), les lumières tranchantes d’Antoine Travert, les costumes néo-médiévaux de Sylvette Dequest servent la direction d’acteur tendue de Thomas Jolly. Aux côtés du Macbeth halluciné et étrangement humain de Georg Nigl, dont la ductilité vocale joue les contorsionnistes, la Lady Macbeth de Magdalena Kozena, dont le beau timbre nocturne épouse les remords de l’infanticide et les orbes de l’amour. Lire l’entretien avec Thomas Jolly : « Shakespeare invite à s’essayer à tout » La voix pure de l’Enfant (Naomi Tapiola), les stridences accordées des Trois Sœurs bizarres (Ekaterina Lekhina, Lilly Jorstad et Christel Loetzsch), l’impressionnante basse du « fantôme assassiné », Kristinn Sigmundsson, ou le saisissant bouffon de Graham Clark, tirent également leur épingle du jeu. Comme le chœur des sorcières et l’orchestre de La Monnaie, portés par la direction ardente et très investie d’Alain Altinoglu dont les affinités électives avec le compositeur, qu’il dirige depuis belle lurette, ne sont plus à démontrer. Macbeth Underworld, de Pascal Dusapin. Avec Georg Nigl, Magdalena Kozena, Thomas Jolly (mise en scène), Orchestre symphonique et Chœur de femmes de La Monnaie, Alain Altinoglu (direction). Théâtre royal de la Monnaie à Bruxelles (Belgique). Jusqu’au 5 octobre. De 10 € à 159 €. Disponible en streaming sur


Lamonnaie.be, du 17 octobre au 27 novembre. Reprise à l’Opéra-Comique, Paris 2e, du 25 au 31 mars 2020, puis à l’Opéra de Rouen, les 12 et 14 mai 2020. Marie-Aude Roux (Bruxelles (Belgique), envoyée spéciale)


23 - 09 - 2019

✦ Recensie Opera

Een overdonderend zwart horrorstuk

Macbeth Underworld. Beeld Baus / La Monnaie de Munt

Macbeth Underworld is misschien niet dé Macbeth van de eenentwintigste eeuw. Het stuk is wel een opera die een plaats in het repertoire verdient. En zoals de Munt die brengt, is het een wonderlijk, griezelig, verleidelijk kijk- en hoorstuk. ✦ door STEPHAN MOENS23 september 2019, 8:00

Het begint al goed: op het toneel staat een toverbos waar het bloed van de kale takken druipt en de bebloede lijken langs de stammen schuren. Een kale maan werpt kille schaduwen. En het bos beweegt! Film noir! Horror! Dit moet Macbeth zijn. Na Hecates proloog komt er een muur van klank op je af: gruwelijk gevulde, uitbundig georkestreerde akkoorden die in elkaar overvloeien, gloeiend en flonkerend, en je twee uur lang, met maar enkele momenten van verpozing, bestormen. Uit het bos verschijnen figuren uit een nachtmerrie: de geest van een oude man met een dolk in


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de rug, drie wuft geklede bosnimfen (de weird sisters), een kind met kleine geweien op het hoofd. En het liefhebbende Schotse echtpaar natuurlijk: een etherische Lady Macbeth en een edele maar ruwe Macbeth. Zoals je ziet: niet helemaal de personages uit Shakespeares stuk, maar veeleer afspiegelingen ervan zoals je die in je dromen zou ontmoeten. En zo is ook het bos niet echt dat van Birnam, maar eerder een projectie ervan op het binnenste van je dromende schedel.

Macbeth Underworld. Beeld MATTHIAS_BAUS


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BIZARRE DANSEN Die bomen kunnen op het complexe draaitoneel bizarre dansen uitvoeren, de blik prijsgeven op kastelen, die dan weer veranderen in de poorten van de hel, smeedijzeren wenteltrappen of de slaapkamer van het echtpaar Macbeth (decors van Bruno de Lavenère, fenomenaal belicht door Antoine Travert). Even desoriënterend is het verhaal, dat uit flarden van Macbeth bestaat, maar ook andere stukken citeert, gedichten uit latere tijden, de bijbel, of een duivels requiem waarin het eeuwige licht vervangen is door de eeuwige nacht. De componist, Pascal Dusapin, zegt het duidelijk: “Ik wil geen verhaal vertellen maar de wereld zoals ik ze hoor.” Woord, beeld en muziek zijn één en toch verbrokkeld. Het stuk speelt in ons hoofd.

Macbeth Underworld. Beeld MATTHIAS_BAUS Dusapin, die al verschillende succesvolle muziektheaterstukken op zijn actief heeft, zet hier opnieuw een stap vooruit: zijn klankwereld wordt grootser en spreekt directer aan; de tonus van het stuk blijft ondanks enkele lengtes hoog. En je bent hem dankbaar voor het tedere nachtstuk in de slaapkamer (met begeleiding op de luit) dat heel even de gruwel doorbreekt of voor de groteskere gedeelten,zoals het gemaskerde feest met muzikanten en een spook dat uit de tafel verrijst. Dat alles wordt magistraal gedirigeerd door Alain Altinoglu en door de Franse regisseur Thomas Jolly in goede banen geleid als een geolied ballet van mensen en dingen.


23 - 09 - 2019

Macbeth Underworld. Beeld MATTHIAS_BAUS Maar natuurlijk worden de nachtmerries steeds bloediger, zoals die van Lady Macbeth in haar bed, omgeven door kraaien die haar aderlaten. En natuurlijk komt op het einde, aangevuurd door het kind, toch het bos van Birnam opdraven, dat, met dank aan de wonderlijke theatertechniek, opnieuw het openingsbeeld wordt.


L’Humanité

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Macbeth Atmosphère Ce n’est pas le Macbeth de Shakespeare et ne se revendique pas pour tel. Disons qu’il s’agit d’une suite de variations obsessionnelles tournant comme vis sans fin autour du couple infernal, « ces deux-là » comme les nomme le compositeur Pascal Dusapin qui a repris la ténébreuse affaire à son compte. Il n’y a donc pas d’histoire dramatique en développement susceptible d’aiguillonner l’attente du spectateur, mais les échos infinis, les éclats tourmentés les traces indélébiles, dans le paysage physique et mental, du crime sans cesse resurgi, sans cesse recommencé. Ce Macbeth Underworld, opéra du compositeur Pascal Dusapin nous plonge d’emblée dans ce que l’on pourrait nommer une Macbeth atmosphère et nous emporte dans un tournis d’images sonores, visuelles verbales en confusion permanente. La réussite et l’intérêt de cette création mondiale au Théâtre de la Monnaie résident dans cette intime connivence entre le compositeur déjà nommé, le metteur en scène Thomas Jolly et le librettiste Fréderic Boyer. La musique déjà classique de Dusapin taraude les soubresauts de l’âme de Macbeth et de sa Lady, vibrionne les annonciations frénétiques des trois sorcières muées ici en trois sœurs bizarres, claironne et bat le tambour d’un fantasque portier des enfers.et fait planer par-dessus la fournaise des ambitions sanglantes et des remords inextinguibles l’innocence cristalline de l’enfant mort ou à venir. Pascal Dusapin sait faire usage de la violence pénétrante des cuivres, du coup de tonnerre des percussions comme de la subtilité d’instruments rares tel l’archiluth ou venus d’ailleurs comme le chekeré, le kola, le djudju et aussi les siffleurs d’oiseaux qui un instant apaisent l’espace. Familier de l’écriture du compositeur le chef Alain Altinoglu embarque l’orchestre de la Monnaie dans l’aventure avec une diabolique et raffinée gourmandise. Thomas Jolly joue alternativement des mille nuances de la noirceur d’une forêt aux ramures serpentines décharnées dont les entrelacs grouillent de personnages ambigus et de la grisaille d’un château forteresse moyenâgeux aux escaliers suintant l’humidité, la rouille et le trouble des sombres desseins. Ce climat cauchemardesque est de surcroît paradoxalement souligné par le blanc laiteux fantasmagorique qui revêt d’un halo les principaux protagonistes Frédéric Boyer emploie pour le livret une écriture rythmée très poétique et très elliptique, trop sans doute car en prenant ainsi une grande distance avec le monde réel il nous en dit trop peu sur le Macbeth qui hante le monde présent et sommeille en nous. La soprano Tchèque Magdalena Kozena, remarquable dans une tessiture très aiguë nous donne de Lady Macbeth un visage inaccoutumé de femme amoureuse taraudée par le désir d’enfant autant que par le remords et la folie.


Le baryton autrichien Georg Nigl bien connu de la scène Bruxelloise, campe un Macbeth encore plus complexe qu’on ne l’imagine avec au début une part de féminité traduite par les mouvements du corps fugacement graciles et la voix subrepticement empreinte de fragilité aiguë pour mieux reprendre ensuite sa mâle fuite en avant, quête obsessionnelle du pouvoir par le crime. Le spectre, (Kristinn Sigmundsson imposante basse islandaise) et le portier (Graham Clark, ténor anglais) ajoutent, avec une belle prestance, leur part d’étrangeté. L’enfant (Naomi Tapiola, chœur d’enfants de la Monnaie) apporte une goutte d’eau fraîche sur la fournaise vocale attisée par un trio de sœurs bizarres, harpies frénétiques et suraiguës. Paul K’ros Macbeth Underworld opéra de Pascal Dusapin, direction musicale Alain Altinoglu mise en scène Thomas Jolly ; en Création Mondiale le 20 septembre 2019 au théâtre de La Monnaie de Bruxelles Macbeth Underworld de Pascal Dusapin à La Monnaie jusqu’au 5 octobre


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Macbeth Underworld - Press review by Durand Salabert Eschig - Issuu