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einundzwanzig Ausgabe 3/2021

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Studio 54 Kultur = Kult im U

Magazin Ausgabe 3/21


Zurück in die Zukunft… Wer bei diesen Worten an den Film mit Michael J. Fox aus dem Jahr 1985 denkt, hat natürlich recht. Aber so schön der DeLorean-Schlitten oder die Flux-Kompensator-Zeitmaschine auch war: Das meinen wir natürlich nicht, wenn wir von »Zurück in die Zukunft« sprechen. Sondern eher die Rückkehr zur Normalität, zum Alltag, zum »Heute« und auch zum »Morgen«. Machen wir´s doch einfach: Genau das tun wir in der 21-Gruppe, ob jetzt beim Service-Portal von DOGEWO21, bei den Verkehrslotsinnen und -lotsen, mit denen DSW21 Kinder auf dem sicheren Weg zur Kita unterstützt oder beim Förderprogramm »#dortMUT«, das jetzt mit der zweiten Auflage startet. Und auch beim Blick in die Zukunft gibt es in unserer Stadt viele Planungen und Aktivitäten, die für gute Laune sorgen: Etwa den Breitbandausbau durch die DOKOM21, den Einstieg in die E-Mobilität oder das smarte Stromnetz von DONETZ. Bei so viel Beschäftigung mit Gegenwart und Zukunft ist dann aber auch mal ein Blick zurück erlaubt. Der geht ins legendäre »Studio 54«. Die Ausstellung im Dortmunder U, die von 21 unterstützt wird, ist weit mehr als eine Zeitreise mit dem Flux-Kompensator in längst vergangene Zeiten. Mit weiteren Ausstellungen und Aktionen schlägt sie eine Brücke zum aktuellen Dortmunder Nacht- und Kulturleben, das seine schwierigste Zeit nun hoffentlich hinter sich gelassen hat. Und dann passt das Motto »Zurück zur Zukunft« ja doch ganz gut.

Inhalt einundzwanzig Studio 54 gesponsort von 21 S. 3

Hafens S. 10

Zufriedenes Summen S. 18

Aufwändig vorbereitet S. 16

#dortMUT startet in die zweite Runde S. 26

Leuchtende Vorbilder S. 20

Lebensräume Jederzeit und überall S. 14

Gold für Lan, Anne und unsere Comic-Gang S. 27 Mobilität + Logistik Motor der Verkehrswende S. 6 Die Zukunft des Dortmunder

Neubau am Airport S. 21 Da werden Grenzen überschritten S. 22

In den Startlöchern S. 24 Datennetze In Lichtgeschwindigkeit surfen und streamen S. 12

Energie + Wasser Einstieg ins smarte Stromnetz S. 8

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einundzwanzig

Studio 54 präsentiert von 21

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Der zum Start angereiste Kurator des Brooklyn Museums Matthew Yokobosky zeigt das berühmte Bianca Jagger-Bild zur Eröffnung des legendären Studio 54.

Nachtleben ist ein Standortfaktor Studio 54 – ein Nachtclub, der bis heute Geschichte schreibt. Bianca Jagger ritt auf einem Schimmel ein, Calvin Klein begann hier seine Jeans-Erfolgsgeschichte, die Inszenierung – sprich das Event-Marketing – wurde auch mal eben miterfunden. Alles das sieht, fühlt und erlebt ihr in der Ausstellung im Dortmunder U. Die Ausstellung, die aus dem Brooklyn Museum ins U zog und noch bis zum 17. Oktober zu sehen ist, zeigt aber vor allem die Bedeutung des Nachtlebens für eine Metropole. Deshalb ist 21 auch mit an Bord: Mit dem Blick auf die Geschichte des berühmtesten Tanzclubs und dem Blick in die Clubs aus Dortmund (Sonderausstellung auf der Ebene U2) verbindet das Dortmunder U Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Und nach der Pandemie wird es umso wichtiger, auch das Nachtleben von Dortmund mit neuen Impulsen wieder zu einem wichtigen Standortfaktor zu machen. Denn Strom, Hektik sowie Verlockung der Großstadt, Metrostationen und Nachtbuslinien wirken nur, wenn die Stadt anscheinend niemals schläft. Nach der Krise kam der Club Nicht umsonst eröffnete der Club Studio 54 kurz nach dem ersten großen Stromausfall in New York. Und genau aus diesem Unfall und der Kritik an der Metropole mit den Gefahren Stromausfall, Kriminalität, Menschenmassen

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entwickelte New York das bis heute genutzte und tausendfach adaptierte »I love NY«-Logo mit dem roten Herz statt »love«. Martin Glaser hatte es 1976 entwickelt, 1977 direkt nach dem großen Blackout begann die Stadt New York damit, für Touristinnen und Touristen zu werben und genau da eröffnete auch das Studio 54. Sich nach der bis dato denkbar größten Krise zu feiern und ins Nachtleben zu stürzen, scheint also nicht die schlechteste Idee zu sein. Und könnte auch als Blaupause für das Dortmund ab 2022/23 dienen. Denn Clubkultur ist nicht nur ein Motor für das Modegeschäft und die Musik. Auch die Buntheit der Gesellschaft wird hier jede Nacht zelebriert und als urbane Freiheit geradezu eingefordert. Was wären die Bilder aus dem Studio 54 heute ohne die bunten Menschen, die androgyn, neu und aufregend scheinbar alle Regeln in Frage stellen? Und diesen Aspekt der Clubs repräsentieren auch die Clubs aus Dortmund, die in der 2. Etage des U vorgestellt werden. Auch hier findet man an Wänden, auf Vorhängen, Tischen und Bierdeckeln klare Positionen gegen rechte Gesinnungen (»Kein Bier für Nazis«), gegen zu viel Bürokratie und Konkurrenzkampf statt Gemeinsamkeit (»Du willst eigentlich nur Liebe«). Blondie und Warhol All das sieht man im Dortmunder U – und kann sich auch gleich wie Bianca Jagger auf einem

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Neben der Musik war das Studio 54 vor allem der Ausgangspunkt für neue Mode - wer heute Calvin Klein trägt, erinnert an den legendären Nachtclub.

weißen Pferd fotografieren lassen. Dafür wurde der Lautsprecher in Ebene 4 extra im Look des Eröffnungsabends des Studio 54 hergerichtet. Außen auf und innen aus dem Lautsprecher sieht man übrigens unser riesiges Sponsorenlogo »21« – denn wir wollen klar Position beziehen, dass Kultur und Nachtkultur aus unserer Sicht quasi die 5. Säule der Infrastruktur sind. Um die ersten vier Säulen kümmern wir uns (Energie + Wasser, Mobilität + Logistik, Lebensräume, Datennetze), bei der fünften Säule kooperieren wir mit den Kultureinrichtungen vom Opernhaus, Dortmunder U, Konzerthaus, schauraum bis zum Zoo – und gerne auch mit den dann wieder erwachenden Nachtclubs des neuen »I love DO«-Zeitalters. Studio 54 – die aufregende Schau über die Geschichte und den bis heute andauernden Einfluss des berühmtesten Nachtclubs – zusammengestellt vom Kurator Matthew Yokobosky (Brooklyn Museum) und für das Dortmund U neu interpretiert. Wer wissen will, wie der berühmte Tanz und Discotitel »The Hustle« entstand, wie Blondie mit »Heart of Gold« auch das Herz von Andy Warhol erreichte, warum Farrah Fawcett im roten Badeanzug berühmt wurde und Brooke Shields mit Calvin-Klein-Jeans auch TV-Geschichte schrieb, der muss in die Ausstellung gehen. Und unbedingt muss jeder

auch in der 4. Etage das weiße Pferd und in der 2. Ebene das Dortmunder Clubleben bestaunen. Also fast schon ein ganzer Tagesausflug in die Nacht. Wieder so eine Sache, die man sich nur in Dortmund vorstellen kann. Denn parallel zum Studio 54 in New York – zu Zeiten des Oma Plüsch und Jara auf der Brückstraße – warnte man rund um Dortmund die sauerländischen und westfälischen Jugendlichen ausdrücklich vor unserer Stadt. Weitere Infos und Tickets unter https://studio54.dortmunder-u.de/

In Ebene 2 des Dortmunder U findet man kultige Stücke aus Dortmunder Szene-Clubs. Immerhin war Dortmund kurz nach dem Studio 54 mal die TanzMetropole im Ruhrgebiet.

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Am Stau vorbei: Bei der Verkehrswende und beim Kampf gegen den Klimawandel nimmt der ÖPNV eine Schlüsselrolle ein.

Motor der Verkehrswende Mindestens jeder vierte Weg mit Bus und Bahn: Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn der Anteil des Nahverkehrs im Verkehrsmix weiter steigt. DSW21 hat sich deshalb noch einmal als zentraler Mobilitätsdienstleister der Stadt positioniert und einen »Katalog der Möglichkeiten« präsentiert. Um der Stadtverwaltung und der lokalen Politik eine fundierte Entscheidungshilfe zu groß angelegten Zukunftsinvestitionen an die Hand zu geben, entstand das Positionspapier »Dortmund. Mobil 2030«. Die Bandbreite an denkbaren Projekten ist dabei so groß wie es die Preisspannen und die Realisierungs-Zeiträume sind. Deshalb anbei nur drei kurze Schlaglichter, wie wir in unserer Stadt den Turbo für die Verkehrswende zünden könnten:

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Neue Buslinie 400 Etwa ab 2024 umsetzbar wäre eine digital geprägte »Innovations-Linie 400«. Diese Ring-Linie, die im dichten Zehn-Minuten-Takt einmal um die Innenstadt herum bis nach Hörde bzw. Brünninghausen führen und dabei entlang nachfrage­ starker Routen verlaufen soll, würde mit Elektro-­ Bussen betrieben und digital gesteuert. Sie wür­ de wichtige Haltestellen des Stadtbahnnetzes anfahren, attraktive Querverbindungen schaffen

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Die H-Bahn kann zukünftig eine zentrale Rolle bei der Erschließung neuer Gebiete spielen.

Mobilität + Logistik

Erweiterungen im Stadtbahnnetz können meist nur mittel- und langfristig realisiert werden.

und die übrigen Verkehrsachsen der City entlasten. Auf der Kostenseite müsste in neue Fahrzeuge sowie zusätzliche Mitarbeitende investiert werden. Förderoptionen hierzu werden derzeit ausgelotet. Verlängerung Stadtbahnlinie U44 Zielgerichtete Erweiterungen des Stadtbahn-­ Netzes sind meist nur mittel- und langfristig umzusetzen. Bereits in der Planung befindet sich aber die Verlängerung der Stadtbahnlinie U44 (Marten – Westfalenhütte) von der heutigen Endhaltestelle bis mitten auf das riesige Gelände »Westfalenhütte«. Der Bau dieser Strecke, bei der Baukosten von etwa 35 Mio. € erwartet werden, könnte ab 2025 beginnen. Perspektivisch sieht DSW21 zudem in der weiteren Fortführung der U44-Trasse bis nach Kirchderne erhebliche Potenziale. Sinnvoll wäre hier eine Verknüpfung mit der Stadtbahnlinie U42 (Grevel – Hombruch) und der Regionalbahn. Neue Verbindung H-Bahn (»Smart Rhino«) Die fahrerlos und vollautomatisch gesteuerte Großkabinenbahn »H-Bahn« kann zukünftig eine zentrale Rolle bei der Erschließung von neuen, innenstadtnahen Gebieten der Stadt spielen, etwa bei der Entwicklung des neuen Quartiers »Smart Rhino«. Genauso wie der Abzweig der Stadtbahn U43 (Dorstfeld – Wickede) erscheint auch die H-Bahn-Anbindung des neu zu entwickelnden Areals laut Machbarkeitsstudie bis 2029 realistisch und sinnvoll. Erste Analysen haben ergeben, dass die H-Bahn für eine Achse vom S-Bahnhof Dorstfeld über »Smart Rhino« bis zum Hafen mit mehr als 4.000 Fahrgästen pro Tag ein geeignetes Verkehrsmittel ist.

Das Positionspapier »Dortmund.Mobil 2030« stellt nicht nur mögliche Projekte, Konzepte und neue Angebote ins Schaufenster und versieht diese mit Preisschildern und Zeithorizonten. Es thematisiert auch alternative Antriebsformen, die allgegenwärtige Digitalisierung und vieles mehr. Schauen Sie einmal rein – die Diskussion ist eröffnet!

Positionspapier Dortmund.Mobil 2030

Hubert Jung, DSW21-Verkehrsvorstand „Beim Kampf gegen den Klimawandel nimmt DSW21 in Dortmund eine Schlüsselrolle ein. Die erfolgreiche Umsetzung der Mobilitätswende ist ohne den konsequenten Ausbau des ÖPNV mit massiven Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur nicht denkbar. Wir haben deshalb eine Vision und konkrete Vorschläge entwickelt, was man in den nächsten zehn Jahren tun kann, um den Turbo zu zünden. Unser Ziel ist es, den Fahrgast-Anteil im »Modal Split« von derzeit 21,7 % auf mindestens 25 % – unter optimalen Rahmenbedingungen sogar auf 30 % – bis zum Jahr 2030 zu erhöhen.“

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In den digitalisierten Hauptverteilerstationen eröffnen sich für DONETZ ganz neue Möglichkeiten.

Einstieg ins smarte Stromnetz Netzbetreiber DONETZ hat die ersten beiden Hauptverteilerstationen in Dortmund digitalisiert. Dies eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten für Netzsteuerung, Wartung und Entstörung.

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Thomas Fonk, Teamleiter Sekundärtechnik bei DONETZ.

Energie + Wasser

rung“, betont Thomas Fonk, Teamleiter Sekundärtechnik bei DONETZ. „Wir werden schneller und können die Störungszeiten weiter minimieren. Davon profitieren natürlich die Strom-­ Kund*innen in direkter Art und Weise.“

Rund 7.500 Haushalte versorgt DEW21-Tochter DONETZ über die Hauptverteilerstation in Huckar­ de zuverlässig und rund um die Uhr mit Energie. Der Strom kommt mit einer Spannung von 10.000 Volt aus der nächstgelegenen Umspannstation und wird von Huckarde aus auf die so genannten Ortnetzstationen weiter verteilt. Diese drosseln die Spannung auf haushaltsübliche 230/400 Volt, die schließlich bei den Kund*innen aus der Steckdose strömen. Das gleiche Procedere wie in Huckarde passiert an den 29 anderen Hauptverteiler-Stationen im gesamten Dortmunder Versorgungsgebiet auch – allerdings mit einem Unterschied: In Huckarde werden alle Messdaten digital an die Netzleitstelle übermittelt. Zudem können die Mitarbeiter*innen von DONETZ die Station komplett fernsteuern. Damit ist der erste Einstieg in das smarte Stromnetz der Zukunft vollzogen. Lange Vorlaufphase „Dieses Thema haben wir nicht erst seit gestern im Blick, sondern seit einigen Jahren“, sagt Jörg Sprinck, Teamleiter Primärtechnik bei DONETZ. „Bislang waren die technischen Komponenten aber einfach noch nicht ausgereift und viel zu teuer. Das hat sich jetzt geändert.“ Neben der Hauptverteilstation in Huckarde wurde auch die Anlage Brücherhof an der Ziegelhüttenstraße bereits ins digitale Zeitalter überführt. Die Vorteile dieser Entwicklung liegen klar auf der Hand und treten vor allem im Störungsfall zutage. „Mussten die Kolleg*innen bislang in den Wagen steigen und vor Ort manuell aktiv werden, so geht dies jetzt alles per Fernsteue-

Datenmenge fördert Transparenz Auch die Menge und Güte der Daten, die fortan in den digitalisierten Stationen erhoben und dann in der Netzleitstelle angezeigt werden, ist eine andere als bislang. Damit könnten beispielsweise alle drei Phasen des Wechselstroms überwacht werden, so Fonk: „Mit Hilfe der Daten können wir nicht nur sehen, ob Strom fließt, sondern auch wie hoch die übertragene Leistung ist und vor allem, welche Richtung sie hat.“ Dies sei auch im Hinblick auf die künftige Entwicklung des Stromnetzes, in das immer mehr Erzeuger dezentral ihren Strom einspeisen werden, eine gute Nachricht. Bis jedoch die Hauptverteilstationen flächendeckend digitalisiert sind, wird es noch ein Weilchen dauern. „Es ist definitiv ein Langzeitprojekt“, so Jörg Sprinck. Zunächst würden nur Anlage, die ihre reguläre Lebensdauer von rund 50 Jahren überschritten haben und komplett neugebaut werden müssten, digitalisiert. Dies seien ein bis zwei Standorte pro Jahr. „Ich bin mir aber sicher, dass mit dem weiteren technologischen Fortschritt im Laufe der Jahre mehr Tempo reinkommt. Wichtig ist, dass wir den Einstieg geschafft haben.“

Digitaler Transformator Ein spannendes Pilotprojekt hat DONETZ auch im Umspannwerk Bodelschwingh realisiert. In die dortige Anlage wurde ein smarter Transformator eingebaut, dessen Überwachung komplett online möglich ist. Der lokale Netzbetreiber möchte nun herausfinden, welche Vorteile die digitalen Optionen in der Praxis bringen.

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Die Zukunft des Dortmunder Hafens

Dr. Jendrik Suck, neuer Aufsichtsratsvositzender der Dortmunder Hafen AG, im Interview Mit rund 5.000 Arbeitsplätzen samt entsprechender Wertschöpfung zählt der Dortmunder Hafen zu den stärksten Wirtschaftsmotoren unserer Stadt. Dr. Jendrik Suck (39), CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Dortmund und neuer Aufsichts­ ratsvorsitzender der Dortmunder Hafen AG, nennt den Hafen einen »stillen Star«, auf den die Stadtgesellschaft stolz sein kann – und zeigt Perspektiven für die Weiterentwicklung auf. Herr Dr. Suck, welche Ziele streben Sie als Aufsichtsratsvorsitzender der Dortmunder Hafen AG an? Unser Bestreben wird sein, neben der Schaffung des neuen Digitalquartiers in der Speicherstraße den Hafen als Industrie- und Gewerbestandort fortzuentwickeln. Dazu gehört beispielsweise, das mehr als zwei Hektar große Grundstück am Tankweg mit wirtschaftlicher Nutzung zu versehen und in Wertschöpfung zu bringen. Ähnliches gilt für die ungenutzte DB-Fläche an der Westfaliastraße. Darüber reden wir seit Jahren. Ich würde es begrüßen, den Gesprächsfaden mit der DB über eine Übernahme der Fläche wieder aufzunehmen. Sie wäre eine sinnvolle Ergänzung des Hafengebietes in seiner Funktion als Gewerbestandort. Darüber hinaus setzen wir mit dem geplanten Neubau für die Verwal-

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tung der Dortmunder Hafen AG an der Franzius­ straße ein weiteres starkes Signal für die Zukunft und Fortentwicklung des Hafens. In Richtung von Landes- und Bundespolitik wird es darum gehen, mit Blick auf die Schleuse in Henrichenburg und die Brücke Schwieringhausen für intakte und redundante Zuwegungen zum Hafen zu werben, die die Weichen für den wachsenden Schiffsgüterverkehr stellen. Im Rahmen ihrer Projektpartnerschaft legen die Grünen und die CDU im Rat der Stadt ein Bekenntnis für den Hafen als Industrie- und Gewerbestandort und für den weiteren Ausbau der KV-Anlage an der Franz-Schlüter-Straße ab. Wie bedeutsam ist der Passus für den Hafen? Der Passus unterstreicht noch einmal die hohe Bedeutung des Hafens in seinen Funktionen als Logistikdrehscheibe sowie als Industrie- und Gewerbestandort. Es ist uns wichtig, den Hafen als wirtschaftliches Herz für Dortmund zu stärken und vor Eingriffen in seine logistische Funk­ tionsfähigkeit zu schützen. Dazu gibt es einen breiten politischen Konsens. Dass insbesondere die per Schiff umgeschlagenen Güter Straßen und

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Mobilität + Logistik

Dr. Jendrik Suck: „Wir möchten den Hafen auch als Industrie- und Gewerbestandort weiterentwickeln.“

Autobahnen entlasten und die Umweltqualität verbessern, ist ein weiterer Grund, den Hafen fraktionsübergreifend wertzuschätzen und zu fördern. Wo sehen Sie Dortmunds Hafen in 20 oder 30 Jahren? Ich sehe einen Hafen mit trimodalem Anschluss, der Unternehmen, die sich ansiedeln oder expandieren wollen, auch weiterhin geeignete Grundstücke zur Verfügung stellen kann. Mit Blick auf die künftigen Verkehrsströme wünsche ich mir den Vollanschluss der Westfaliastraße an die OWIIIa. Zudem steht mit einer möglichen Erschließung der KV-Anlage auch aus Richtung Norden ein weiteres, in die Zukunft gerichtetes Langzeitprojekt an, das aktuell gutachterlich geprüft wird. Welche Impulse erhoffen Sie sich von der Entwicklung des Digitalquartiers am Rande des Hafens? Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Entwicklung der Speicherstraße neben den Arbeitsplatzeffek­ ten auch zu einem Motor für die Weiterentwicklung der gesamten Nordstadt werden kann. Mit der Erweiterung des Borsigplatz-Viertels und der Erhöhung der Attraktivität des Hoesch- und des Fredenbaumparks sind wichtige Vorhaben auf den Weg gebracht, die sich wunderbar mit der Modernität eines digitalen Hafenquartiers ergänzen lassen. Wir werden insgesamt eine Aufwertung der Nordstadt erleben. Von der Digitalkompetenz im Speicherstraßenquartier wer­ den zudem die angestammten Unternehmen im Hafen profitieren. Was denken Sie, wenn Sie auf Hauswänden Parolen wie »Wem gehört der Hafen? Wem gehört die Stadt?« lesen? Eine solche Haltung zur Quartiersentwicklung geht völlig fehl, blendet Eigentumsverhältnisse aus und verkennt, dass eine Stadt auf privat-

wirtschaftliche Investitionen angewiesen ist. In der Speicherstraße entstehen neue Freizeit- und Aufenthaltsangebote, die allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen. Im Übrigen erfolgt die Quartiersentwick­lung auf Basis einer umfangreichen Bürgerbeteiligung. Dabei habe ich schon den Eindruck, dass die Entwicklungspläne von einer breiten Bürgerschaft mitgetragen werden. Ist Dortmunds Hafen in all seinen Funktionen Ihrer Meinung nach im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürgern hinreichend verankert? Bei einer Berechnung der Wertschöpfung des Dortmunder Hafens würden manche ins Staunen kommen. Der Hafen trägt zur Versorgung der Region bei, schafft und sichert Arbeitsplätze und und generiert beispielsweise Gewerbesteuer für die Stadt Dortmund. Das alles läuft im Wesentlichen geräuschlos und konfliktfrei ab. Für mich ist Dortmunds Hafen ein »stiller Star«, auf den die Stadtgesellschaft sehr stolz sein kann. 2024 wird der Hafen 125 Jahre alt. Ich kann mir gut vorstellen, das Jubiläum für eine große Feier zu nutzen, bei der sich der Hafen der Bevölkerung in seiner ganzen Vielfalt präsentiert. Was kann der Rat der Stadt tun, um auf der künftigen öffentlichen Flaniermeile Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung zu gewährleisten? Mit Blick auf den PHOENIX See wird sich die Frage wohl auch am Hafen stellen. Es wird Aufgabe der Stadtverwaltung sein, unter Einbeziehung unseres kommunalen Ordnungsdienstes dazu recht­zeitig ein entsprechendes Konzept zu erstellen und dem Rat vorzulegen. Es geht nicht darum, Dinge zu verbieten. Aber das Geschehen rund um die künftige Promenade muss in geordneten Bahnen ablaufen. Hafenbecken und Freiflächen sind keine Müllsammelstellen. Statt „Wem gehört der Hafen?“ frage ich lieber „Wem gehört der Müll?“.

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OB Thomas Westphal (M.), DOKOM21-Geschäftsführer Jörg Figura (4.v.l.) und Projektpartner beim Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau in Dortmund Anfang August.

In Lichtgeschwindigkeit surfen und streamen Im Internet surfen, in bester Sprachqualität telefonieren und in HD-Qualität fernsehen – und das alles gleichzeitig und ohne Ruckeln und Wartezeiten: Möglich macht das die Glasfaser. Mit dem Spatenstich für den geförderten Breitbandausbau Anfang August beginnt der Ausbau für schnelleres Internet nun auch in Dortmund. Glasfaser ist die derzeit leistungsstärkste und stabilste Telekommunikationsanbindung, da mit dieser Technik größte Datenmengen in Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Sie bietet im Gegensatz zu Kupfer unbegrenzte Bandbreiten bis zu n mal 10 Gbit/s und zeichnet sich durch hohe und stabile Übertragungsraten aus. Zudem gilt Glasfaser als zukunftssicher.

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Nachdem Ende Juni der Vertrag zwischen der Stadt Dortmund und DOKOM21 geschlossen wur­de und die ersten Bauanträge genehmigt wurden, konnte es mit dem Ausbau vor Ort losgehen. Rund 48,5 Mio. € kommen dabei aus dem Bundesförderprogramm Breitband. Dazu kommen die Landesförderung von 40 % und der kommunale Eigenanteil. Es stehen insge-

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Datennetze

Surfen, Telefonieren und Streamen ohne Probleme: Glasfaser macht es möglich. DOKOM21 berät hierzu gerne.

samt also erfreuliche rund 97 Mio. € zur Verfügung. „Ich freue mich, dass wir nach der Vertragsunterzeichnung im Juni nun praktisch starten können“, sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal. „Die Stadt Dortmund wird als Lebens-, Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort einen enormen Schub durch den geförderten Breitbandausbau erhalten. Es ist ein weiterer Schritt für unsere Entwicklung zur Smart City.“ Jörg Figura, Geschäftsführer DOKOM21, ergänzt: „Wir werden im Förderprojekt rund 430 km Tiefbau in einem ambitionierten Zeitplan umsetzen. Den Schub durch das Förderprojekt werden wir nutzen, um den Glasfaserausbau durch eigenwirtschaftliche Maßnahmen darüber hinaus noch deutlich zu erhöhen.“ Ganz Dortmund profitiert Zum feierlichen Spatenstich Anfang August auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände Knepper kam unter anderem Regierungspräsident Hans-­ Josef Vogel (CDU). „Mit Dortmund konnten wir nun 740 Mio. € aus dem Bundes- und Landesförderprogramm in den Regierungsbezirk Arnsberg holen“, sagt der Regierungspräsident. DOKOM21 hat den geförderten Ausbau im Stadtgebiet in mehr als 90 Planungsabschnitte unterteilt. Ganz Dortmund soll am Ende vom schnellen Internet profitieren. Der Dortmunder

Breitbandausbau gehört zu den größten kreisfreien Projekten in der Bundesrepublik und wird die Digitalisierung weiter vorantreiben. DOKOM21 wird im Rahmen des Ausbauprojektes Privathaushalte, Unternehmen und Schulen gezielt über ihre Anschlussmöglichkeiten an das Glasfasernetz informieren. Für Fragen zum geförderten Breitbandausbau in Dortmund und zu einem möglichen Anschluss stehen zudem ab sofort Kundenberater*innen von DOKOM21 von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr unter der kostenfreien Tel. Nr. 0800.930 10 50 oder per E-Mail an info@dokom21.de zur Verfügung.

Glasfaser-Blog DOKOM21 informiert in seinem Glasfaser-Blog über die Feinplanung und die Reihenfolge der Bauabschnitte. Interessierte Bürger*innen sowie Unternehmen können über eine Verfügbarkeitsprüfung erkennen, ob ihre Adresse für den geförderten Breitbandausbau vorgesehen ist. Nach der Feinplanung durch DOKOM21 wird hier auch das geplante Ausbaudatum bekanntgegeben. www.dokom21.de/glas

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DOGEWO21-Mieterin Ute Werner erledigt ihre Mietangelegenheiten mit dem Tablet vom heimischen Garten aus.

Jederzeit und überall Das Dortmunder Wohnungsunternehmen DOGEWO21 hievt den Mieterservice auf ein neues Level: Alle Anliegen rund ums Mietverhältnis können quasi unabhängig von Ort und Zeit im neuen digitalen Portal erledigt werden.

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Lebensräume

Carlotta Martin-Bullmann, Abteilungsleiterin Teamservice bei DOGEWO21.

Eine Mietbescheinigung anfordern, die Betriebs­ kostenabrechnung einsehen oder den tropfenden Wasserhahn melden: Es gibt eine Menge Dinge, die einem Mieter oder einer Mieterin unter den Nägeln brennen und eine Anfrage beim zuständigen Wohnungsunternehmen auslösen können. Bei der Dortmunder DOGEWO21 geht dies alles jetzt ganz bequem per App, Tablet oder PC – quasi jederzeit und überall. „Natürlich sind wir auch weiterhin wie gewohnt telefonisch und persönlich vor Ort in den Servicebüros ansprechbar. Jetzt kommt aber eine komplett digitale Möglichkeit hinzu. Denn wir glauben, dass dies zu einem modernen Verständnis von Kundenservice unweigerlich dazu­ gehört“, sagt Carlotta Martin-Bullmann, Abteilungsleiterin Teamservice. Rund ein Jahr lang ha­ ben die einzelnen Abteilungen von DOGEWO21 gemeinsam an der neuen Lösung geschraubt. Benutzerfreundliche Bedienung Mit dieser sollen vor allem die jüngeren und technikaffinen Mieter*innen angesprochen werden. Aber auch für alle anderen dürfte die Nutzung des Portals keine unüberwindbare Hürde darstellen. „Es ist wirklich einfach und unkompliziert. Wir haben großen Wert auf die Benutzerfreundlichkeit gelegt“, betont Martin-Bullmann. Die App sei kostenfrei in den Stores für Smartphones mit iOS- und Android-Betriebssystem herunterladbar. Alternativ sei der browserbasierte Zugang per Tablet oder PC unter https://mieterportal.dogewo21.de möglich. „Bevor man starten kann, ist lediglich eine einmalige Registrierung notwendig. Den persönlichen Freischalt-Code versenden wir unter Einhaltung aller Datenschutzvorgaben per Post.“

Die Möglichkeiten, die sich dann eröffnen, sind beinahe grenzenlos und reichen von der Einsicht in Mietvertrag, Abrechnungen und Formulare über die Planung von Handwerker-Terminen bis zur Änderung der persönlichen Daten. „Auf dem digitalen schwarzen Brett haben die Mieter*innen alles Wichtige im Blick – anstehende Baumaßnahmen, wichtige Ansprechpartner und allgemeine Infos“, führt Martin-Bullmann fort. „Für akute Fälle, wenn beispielsweise der Aufzug ausgefallen ist, gibt es direkte Push-Nachrichten. „Bei allen ausgelösten Anfragen kann man zudem jederzeit den Bearbeitungsstand nachverfolgen – ähnlich wie beim Online-Shopping. Mehr Transparenz geht nicht.“ Abläufe werden schneller Klare Vorteile hat das neue Portal übrigens auch für DOGEWO21 und deren interne Abläufe: Infos gelangen schnell und direkt und im richtigen Format zu den richtigen Ansprechpartner*innen. Und auch die Belegschaft des externen Call-Centers hat Zugriff auf das entsprechende Hintergrundsystem. „Auf diese Weise haben alle Kolleg*innen per Mausklick den aktuellen Stand vor Augen und wir werden insgesamt effektiver“, sagt Martin-Bullmann. Nicht zuletzt bietet das Portal auch im Hinblick auf die gegenwärtige Corona-Pandemie einige Vorzüge. Martin-Bullmann: „Natürlich hoffen wir alle auf immer mehr Normalität. Aber wenn es darum geht, persönliche Kontakte zu reduzieren, passt die Portal-Lösung bestens in die Zeit.“ Dies sehen offenkundig auch viele Mieter*innen so und sind dort bereits registriert und aktiv. DOGEWO21 will das digitale Angebot kontinuierlich weiter verbessern und gegebenenfalls mit weiteren Features aufladen.

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Noch sind es moderne Dieselbusse, die tagtäglich vom Betriebshof Brünninghausen aus starten. Bald kommen Elektro-Busse hinzu.

Aufwändig vorbereitet Nächstes Jahr will DSW21 im Rahmen des Projekts »StromFahrer« mit den ersten 30 Elektro-Bussen durch die Stadt rollen. Im Interview gibt Projektleiter Karl Naundorf einen Überblick über die aktuellen Vorarbeiten. Herr Naundorf, was hat die Haltestelle »Brünninghausen« mit dem Projekt »StromFahrer« zu tun? Die Haltestelle spielt eine entscheidende Rolle. Denn hier werden die Fahrgäste der Linie 440 von einem leergefahrenen E-Bus in einen aufgeladenen E-Bus umsteigen. Das wird wahr-

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scheinlich in der betriebsärmeren Zeit am späten Vormittag passieren. Und dafür muss die Haltestelle ausgebaut werden? Genau. Wir peilen eine 40 m lange, barrierefreie Haltestelle an, an der zwei Gelenkbusse prob-

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Mobilität + Logistik

DSW21-Projektleiter Karl Naundorf an der Haltestelle »Brünninghausen Betriebshof«.

lemlos hintereinanderstehen können. Dazu sind wir im engen Austausch mit unserem Haltestellen-Vermarkter RBL Media, dem Tiefbauamt und unseren Fachabteilungen. Bis Ende 2022 muss alles stehen, oder? Ja, denn dann treffen die neuen Elektro-Busse in Dortmund ein. Wegen der Clean Vehicle Directive, der verbindlichen Vorgabe zur Beschaffung emissionsfreier Busse, mussten wir mit der Ausschreibung für die »StromFahrer«-Fahrzeuge bis diesen August warten. Sonst wären unsere E-Busse nicht angerechnet worden. Daher hat sich der Zeitplan ein wenig verschoben.

Hochvolttechnik wichtig? In der Werkstatt brauchen wir Hochbetriebsstände, da sich bei E-Bussen viel Technik auf dem Dach befindet.

Technologieoffene Einstiegs-Strategie

Was gibt es für Anforderungen an die neuen Busse? Für unseren Linienbetrieb brauchen wir eine Min­ destreichweite von 200 km und schnellladefähige Akkus. Was passiert außerdem gerade im Zuge des Projekts? Bis Ende September stellt uns DONETZ einen 8 MW starken Netzanschluss zum Betriebshof bereit, über den wir den gestiegenen Strombedarf für die Ladevorgänge der Busse abdecken können. Alles, was sich dann auf dem Betriebshof selbst abspielt, haben wir im Rahmen der Ausschreibung »Ladeinfrastruktur« auf den Weg gebracht. Dazu gehören auch Tiefbau, Lademanagement und Energieversorgung. Wie sieht es aus bei den Mitarbeiter*innen-­ Schulungen und den Erweiterungen in den Werkstätten? Für diese Bereiche erarbeiten wir nun Konzepte: Welches Know-how etwa ist im Umgang mit

Das aktuelle Projekt »StromFahrer« steht im Kontext eines technologieoffenen Einstiegs in neue Antriebsarten, wie DSW21-Betriebsleiter Ralf Habbes (s. Foto) betont: „Auf dem Weg zu den Antriebstechnologien der Zukunft treten wir nun in eine Übergangs-Phase ein. Und dies wollen wir ganz bewusst technologie- und auch ergebnisoffen tun. Denn gerade mit Blick auf die Entwicklungen im Bereich Wasserstoff kann heute niemand seriös voraussagen, welche Technologie sich letztlich durchsetzen wird. Der Umbau unseres Betriebshofes erfolgt aus diesen Gründen schrittweise, damit wir die Möglichkeit haben, auf richtungsweisende Trends entsprechend zu reagieren.“

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Farbenfrohe Idylle: Dieses Insekt ist auf einer Wildblume gelandet.

Zufriedenes Summen Mit dem Ökostromprodukt »StromBiene« schafft DEW21 neue Wildblumen-Wiesen in Dortmund und schützt so direkt die Artenvielfalt. Ein farbenfrohes Wildblumen-Meer lenkt an der Kreuzung Manteuffelstraße/Hallesche Straße die Blicke der Passant*innen auf sich. Inmitten von blühenden Berggirlanden, Schmuckkörbchen und Natterköpfen erläutert Jennifer Lemke, Lei­ terin Marktbearbeitung bei DEW21, die Hintergründe zu dem hier entstandenen Blumenmeer: „Wir haben hier eine kleine Wohlfühl-Oase geschaffen, die man mit mehreren Sinnen genießen kann. Das gefällt natürlich nicht nur den Wildbienen, sondern auch den Menschen, die

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hier vorbeikommen“, strahlt sie. Im Mittelpunkt des Projekts »StromBiene« steht aber ganz klar das nützliche Insekt, das mit der neu geschaffenen Wildblumen-Wiese ein vielfältiges Lebens­ areal dazugewinnt. Zusammen mit einer weiteren, ebenfalls an der Manteuffelstraße gelegenen, Wiese hat der lokale Versorger eine Fläche von insgesamt über 2.000 m² für Wildbienen und natürlich auch viele andere Insekten wie Schmetterlinge, Hum-

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Energie + Wasser

Mitten im Blumen-Meer: Jennifer Lemke (l.) und Linda Radwon von DEW21.

meln oder Honigbienen neu hergerichtet. Achim Schriek hat gemeinsam mit seinem Team »Gärtnerei und Forsten« dafür gesorgt, dass die Flächen hergerichtet und vorbereitet werden, um die ökologisch ausgerichtete Blühmischung »LaFleur miel« aussäen zu können. Sie enthält eine heimische, insektenfreundliche und farbenfrohe Wildpflanzenmischung. „Jetzt halten wir Ausschau nach weiteren Flächen und Möglichkeiten in der Stadt und wollen auch Landwirt*innen oder Imker*innen ansprechen, wie das Projekt weiter ausgebaut werden kann“, skizziert Linda Radwon, Projektleiterin »StromBiene« bei DEW21, die Pläne für die Blühsaison im nächsten Jahr. Neuer Lebensraum geschaffen Ziel ist es, zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen und speziell für die Wildbiene, die essenzielle Bedeutung für das Ökosystem hat, weiteren Lebensraum in Dortmund zu schaffen. Die Installation von Insektenhotels gehört ebenfalls zum Konzept. „Als nachhaltiges Unternehmen wollen wir in Dortmund mit anpacken, denn Naturschutz fängt zu Hause an. Jeder*r kann etwas tun, um unsere Stadt umweltfreundlicher zu gestalten“, erklärt Dominik Gertenbach, Vertriebsleiter bei DEW21, die Motivation hinter dieser Produktentwicklung. Um den lokalen Bezug der »StromBiene«, die passend zum Weltbienentag am 20. Mai zum ersten Mal angeboten wurde, zu unterstreichen, wird das Ökostromprodukt nur in Dortmund vertrieben. Jennifer Lemke dazu: „Wir möchten so für eine hohe Identifikation sorgen. Auch die Wirkung wird direkt vor Ort sichtbar sein.“ Mit einem Cent pro Kilowattstunde werden die

Kund*innen dabei zu Bienenhelfer*innen. Ein Beitrag, mit dem sich viel erreichen lässt: Beim durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Zwei-­ Personenhaushaltes von 2.500 kWhmacht das insgesamt 25 € im Jahr. „Den Bienen-Cent nutzen wir, um neue Lebensräume und Nahrungsquellen für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten zu schaffen“, so Lemke. Wer sich für die »StromBiene« entscheidet, erhält zudem ein persönliches Bienenhelfer-­ Zertifikat, eine Blumensaat-Mischung und einem coolen Motivsticker. Neben wunderschönen Impressionen können sich Kund*innen und Interessierte auch auf der Webseite rund um die »StromBiene« informieren: www.dew21.de/ strombiene. „Wir möchten, dass sich die Kund*innen inhaltlich mit dem Thema auseinandersetzen und vielleicht sogar im heimischen Garten selbst aktiv werden“, erklärt Linda Radwon. Dieses Engagement ist in der Belegschaft von DEW21 bereits zu spüren: Drei Hobbyimker aus den eigenen Reihen haben sich bereits bei ihr gemeldet und wollen mitwirken.

Bedeutung der Wildbiene Rund ein Drittel unserer Nahrung hängt direkt oder indirekt von der Bestäubungsleistung der Wildbienen ab. Eine konstante Population sichert also auch unseren eigenen Fortbestand. Doch der Mensch macht ihnen das Leben und Überleben nicht leicht: Monokulturen, der Einsatz von Pestiziden und auch der Klimawandel setzen den Bienenvölkern zu.

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Mobilität + Logistik

Chefsache: DSW21-Vorstand Guntram Pehlke (r.) und OB Thomas Westphal (M.) machen sich vor Ort ein Bild.

Leuchtende Vorbilder Ihr Markenzeichen: neongelbe Warnwesten! Seit dem 1. Juli sind 22 Studierende als Verkehrslots*innen im Einsatz. Sie sorgen für mehr Sicherheit an Dortmunder Kindertagesstätten. Ein gemeinsames Projekt von Stadt und DSW21, das zunächst bis Ende des Jahres befristet ist. Fortsetzung nicht ausgeschlossen, denn die ersten Erfahrungswerte sind überaus positiv. Die Kita-Kinder lieben »ihre« leuchtenden Helfer*innen. Und die Sinnhaftigkeit stellt ohnehin niemand in Frage. Ein tragischer Unfall war der Auslöser: Im Februar dieses Jahres kam auf der Aplerbecker Stra­ ße ein vierjähriger Junge bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Baustellenampel vor der AWO-Kita hatte ihm »Grün« gezeigt. Ein Pkw-­ Fahrer übersah ihn. Die Betroffenheit war groß – auch bei Oberbürgermeister Thomas Westphal. Seine Idee, Lots*innen einzusetzen, wenn die Verkehrssituation durch eine Baustelle vor der Kita besonders unübersichtlich ist, setzte DSW21 schnell um. Im Rahmen seiner Serviceund Präsenzdienste beschäftigt das Verkehrs­ unternehmen nun 22 Studierende, die sonst z. B. für Verkehrszählungen eingesetzt werden.

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Sieben besonders betroffene Kitas wurden im ersten Schritt ausgemacht. Nun wird kontinuierlich evaluiert: Wo sind Baustellen abgeschlos­ sen, wo werden neue eingerichtet? Entsprechend passt DSW21 den Einsatz der Lots*innen an. Eltern und Kita-Leitungen begrüßen das Pilotprojekt. Dass jemand mit Warnweste an der Straße steht, sorge allein schon dafür, dass sich Verkehrsteilnehmer vorsichtiger verhielten. Und die Kinder: Die finden ihr Empfangskomitee „cooooool“. Wenn sie morgens zur Kita kommen, wird erst einmal coronagerecht abgeklatscht.. »Gimme five« für mehr Sicherheit!

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Mobilität + Logistik

Neubau am Airport Bis 2024 wird auf dem Flughafen-Parkplatz P3 ein neues Gebäude für eine Dienststelle des Dortmunder Polizeipräsidiums entstehen. Bauherr ist der Dortmunder Flughafen. Durch den geplanten Neubau soll die räumliche Situation der Polizei Dortmund an der Markgrafenstraße in der Innenstadt verbessert werden. Nach einem knapp zweijährigen Vergabeverfahren erhielt nun der Flughafen den Zuschlag als neuer Vermieter und Bauherr. „Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag bekommen haben und künftig Vermieter eines Gebäudes sein dürfen, dass wir nach den Wünschen der Polizei errichten werden. Überzeugt haben im Vergabeverfahren nicht nur die ausgesprochen gute infrastrukturelle Lage, sondern auch die Ideen und Konzeptionen unseres Totalübernehmers ZECH Bau SE“, so Dietmar Krohne, Abteilungsleiter Facility Management und Projektverantwortlicher am Dortmund Airport. „Attraktiv ist die schlüsselfertige Errichtung des Polizei-

Auf dem 27.000 m² großen Grundstück, das derzeit als Parkplatz 3 genutzt wird, entsteht ein Gebäudeensemble, deren Struktur und Ausstattung auf die Anforderungen von Polizeigebäuden ausgerichtet sind.

dienstgebäudes für uns vor allem aufgrund des Mietvertrages mit der Polizei Dortmund über drei Jahrzehnte.“ „Wir bedanken uns und sind stolz darauf, dass der Flughafen Dortmund nach guten und intensiven Vergabeverhandlungen uns sein Vertrauen ausgesprochen und uns mit einem Total­über­ nehmervertrag mit der Planung und Errichtung dieses besonderen Gebäudes beauftragt hat. Darüber hinaus freuen wir uns, bei dieser spannenden Aufgabe mit unserem Projektpartner, den Nattler Architekten, unsere Kompetenzen hinsichtlich der speziellen Anforderungen von Polizeigebäuden einbringen und ausbauen zu können“, erläutert Heinrich Schulze, Niederlassungsleiter der ZECH Bau SE in Essen.

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Michael Kötzing (Geschäftsführer ver.di-Bezirk Westfalen), Harald Kraus (Arbeitsdirektor DSW21), Jutta Reiter (Vorsitzende DGB Dortmund), Andrea Reckermann (DSW21 Verkehrsmittelwerbung) und Dr. Heinz Pohlmann (DSW21 Leiter Betrieb & Marketing) (v.l.n.r.).

Hier werden Grenzen überschritten DSW21 unterstützt Respekt-Kampagne des DGB Es geschah im Frühjahr 2020. Menschen öffneten ihre Balkontüren, traten heraus – und applaudierten jenen, die während des Corona-­ Lockdowns den Laden am Laufen hielten. Zuvorderst natürlich Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte in Krankenhäusern und Seniorenheimen. Aber auch Erzieher*innen und Lehrer*innen, Mitarbeitende in Supermärkten und vielen Bereichen der Daseinsvorsorge. Eine Welle von Dankbarkeit und Solidarität schwappte durchs Land und mit ihr die Hoffnung, dass RESPEKT nach Corona wieder groß geschrieben wird. Die Hoffnung trog. Je länger die Lockdowns und je härter die Einschränkungen, desto höher das

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Aggressionslevel und desto niedriger die Hemm­ schwelle. Auch die Bus- und Stadtbahnfahrer*in­ nen und die Servicekräfte von DSW21 werden in unschöner Regelmäßigkeit beschimpft, beleidigt, manchmal sogar bespuckt und körperlich attackiert. Einer der Gründe dafür, dass das Dort­ munder Verkehrsunternehmen die Respekt-­Kam­ pagne des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unterstützt. »Vergiss nie: Hier arbeitet ein Mensch« heißt sie. ACHTUNG! Die folgenden Textpassagen sind nichts für empfindliche Gemüter. Wir veröffentlichen sie dennoch, um deutlich zu machen, wie massiv die verbalen Attacken bisweilen sind.

3/2021


Mobilität + Logistik

Timo (auf Instagram):

Was war passiert: Timo hatte sich offensichtlich über einen Fahrausweisprüfer geärgert. Und da kann Timo dann schon mal echt sauer werden. Geärgert hat sich auch Gert. Darüber nämlich, dass das ÖPNV-Angebot im Februar nach dem heftigen Wintereinbruch einige Tage lang aufgrund zugeschneiter und völlig vereister Straßen und Schienen eingeschränkt war. Das veranlasste ihn, einem Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation von DSW21 zwei überaus freundliche Mails zu schreiben. Gert – Mail 1: Nichts. Seit Sonntag keine Busse mehr. Gerade von der Hotline erfahren, dass da auch keiner weiß, ob morgen die Busse wieder fahren. Du verdammter Hurensohn. Gert – Mail 2: Du Missgeburt! Schließlich Beispiel 3. Es stammt von Kevin. Dem fuhr die Bahn angeblich vor der Nase weg. Zu früh, sagt er. Das mag sogar zutreffen, denn DSW21 ist nicht perfekt. Wir machen Fehler! Sachlich vorgetragener Kritik stellen wir uns. Entgleisungen wie jene von Kevin hingegen ignorieren wir oder zeigen sie an – je nach Heftigkeit. Während Kevin unzumutbare zehn Minuten auf die nächste Bahn warten musste, vollbrachte er folgende Kreativleistung:

Kevin (auf Instagram):

Die Kriminalitätsstatistik weist aus: Im Jahr 2020 wurden in NRW viermal mehr Mitarbeitende von Ordnungsämtern während der Arbeit angegriffen oder bedroht. Der Anstieg, so die Polizei, sei primär auf die Kontrolle der Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen zurückzuführen. Was auch immer der Grund ist: Für Jutta Reiter, DGB-Vorsitzende in Dortmund, für ver.di-Bezirks­ geschäftsführer Michael Kötzing und für Harald Kraus, Arbeitsdirektor bei DSW21, ist die Grenze überschritten. „Gewalt und Aggression sind inakzeptabel. Die Beschäftigten sind keine Blitzableiter für Frust“, sagen sie. Viele würden inzwischen über langfristige gesundheitliche Folgen klagen. Harald Kraus: „Die zunehmende Respektlosigkeit und sinkende Hemmschwellen sind so grundlegende Probleme, dass wir darüber dringend einen gesellschaftlichen Diskurs führen müssen. Deshalb unterstützt DSW21 die Kampagne des DGB aus tiefster Überzeugung.“ Plakatmotive

Echte Beschäfti gte und ihre Erfa f hrunge n

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© SHA Im Gesamtkonzept stimmig: Links der Hotel-Büro-Komplex, daneben als Kubus angedeutet der zweite Westfalentor-Baukörper mit dem dahinterliegenden KVWL-Parkhaus.

In den Startlöchern Es tut sich was an einer der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen Dortmunds! Am Knotenpunkt B1/Märkische Straße stehen gleich drei Neubauprojekte auf »Go«: die Erweiterung des bestehenden Baukörpers »Westfalentor«, ein neues Parkhaus für Mitarbeitende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) sowie ein markanter Hotel-Büro-Komplex.

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Lebensräume

© SHA

Jeder kennt den im Volksmund nur »Ophoff-­ Kreuzung« genannten Verkehrsknotenpunkt, der seinen Namen dem im Jahr 2000 abgerissenen, ehemaligen »Hotel Ophoff« verdankt. Umso passender, dass gegenüber und somit an fast gleicher Stelle, konkret auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots der Dortmunder Stadtwerke AG, ein neues Hotel entstehen soll: Der Aachener Projektentwickler Dudoq Real Estate plant auf dem gut 4.800 m² großen DSW21-Gelände ein 19-stöckiges Gebäude, das zur einen Hälfte als Hotel, zur anderen Hälfte als Bürofläche genutzt werden soll. Das ist soweit nicht neu. Neu ist aber, dass nun auch die Fläche zwischen dem geplanten Hotel-Büro-­ Komplex und dem bestehenden Westfalentor-­ Gebäude projektiert wird: Dort plant die gleichnamige DSW21-Tochter Westfalentor GmbH auf rund 2.600 m² die Errichtung einer sechsstöckigen Büroimmobilie, denn die Nachfrage nach Büroflächen ist nach wie vor da – daran hat auch die durch die Corona-Pandemie stärkere Verlagerung Richtung Homeoffice wenig geändert. „Tatsächlich zeigt sich, dass die meisten Unternehmen nach wie vor auf einen repräsentativen Firmensitz in bevorzugter Lage setzen, dabei aber auf sehr flexible Raumnutzungskonzepte schauen“, so Silke Seidel, Geschäftsführerin der Westfalentor GmbH. Auch Co-Working-­ Konzepte seien denkbar, so Seidel weiter. In die konkrete Umsetzung des Bauvorhabens geht es, sobald das dritte Großprojekt an diesem Standort in trockenen Tüchern ist: Auf dem hinteren und an die Kassenärztliche Vereini-

Das neue Parkhaus der KVWL wird von außen mit Holz beplankt und bepflanzt werden. Der außergewöhn­ liche Entwurf stammt vom Dortmunder Architekturbüro Scheffler Helbich Architekten (SHA).

gung Westfalen-Lippe verkauften, 2.500 m² großen Teil des Grundstücks plant diese die Errichtung eines Parkhauses für ihre Mitarbeiten­ den – eines, das wohl das außergewöhnlichste Parkhaus Dortmunds werden soll, schaut man sich die Entwürfe des Dortmunder Architekturbüros Scheffler Helbich Architekten an: Sie sehen eine stählerne Fassade vor, die mit Holz beplankt und komplett begrünt werden soll. Realistisch sei ein Baustart im Frühjahr 2022, die Fertigstellung ist für Herbst desselben Jahres terminiert, so Westfalentor-Geschäftsführerin Silke Seidel: „In der Folge können dann auch wir mit dem Bau unseres Gebäudes beginnen.“ Die noch existierenden Brachflächen an dieser Stelle verschwin­ den also, stattdessen erhält ein zentral gelegener Knotenpunkt eine in sich geschlossene, architektonisch ansprechende (und gleichzeitig an­ spruchsvolle) Bebauung, die auch der B1 buchstäblich gut zu Gesicht steht. Und: Das neue KVWL-Parkhaus löst den im angrenzenden Wohn­viertel durchaus hohen Parkdruck, der sich durch den von der KVWL geplanten und für Herbst 2022 projektierten Erweiterungsbau neben dem Hauptsitz an der Robert-Schimrigk-Straße noch erhöht hätte. „Mit der Entwicklung des Gesamtareals lösen sich also gleich mehrere Probleme an dieser Stelle und etwas Neues, konzeptionell in sich Geschlossenes wird entstehen“, so Westfalentor-Geschäftsführerin Silke Seidel. Wie heißt es in diesen Fällen so schön: eine klassische Win-Win-Situation.

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2. Runde #dortMUT DSW21 lobt 4 x 21.000 € für Projekte aus den Bereichen Soziales, Sport, Kultur und Vielfalt aus Aller guten Dinge sind: erstmal zwei …! Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lobt DSW21 jetzt erneut 84.000 € für Ideen aus, die unsere Stadt noch besser machen. #dortMUT heißt der Förderwettbewerb, bei dem sich Vereine und gemeinnützige Initiativen mit einer konkreten Projekt-Skizze bewerben können. Bis zu 3.000 € winken. Insgesamt sind für jede der vier Kategorien • Soziales • Sport • Kultur und • Vielfalt

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und Organisationen in ihren Aktivitäten stark eingeschränkt. Doch die meisten haben alterna­ tive Wege gesucht und kreative Lösungen für An­ gebote unter Pandemie-Bedingungen gefunden. → Ihr seid: ein Verein oder eine gemeinnützige Initiative! → Ihr habt: eine Top-Idee für ein Projekt in Dortmund! → Ihr braucht: dringend Geld!

21.000 € im Topf. Die Bewerbungsphase läuft vom 1. September bis zum 15. Oktober 2021. Eine prominent besetzte Jury entscheidet anschließend über die Verteilung der Mittel.

Dann aufgepasst: 21 hat sein Motto »Wir machen’s einfach« für #dortMUT abgewandelt. Wir machen’s euch ein wenig einfacher heißt es jetzt! Ihr schickt eine kurze Projekt-Beschreibung ein und beziffert die voraussichtlichen Kosten bzw. den Förderbedarf. Dafür bitte unbedingt die vorgegebene pdf verwenden. Alle Infos dazu findet ihr auf der Website www.dortmut.de.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, wie elementar wichtig das Ehrenamt für das Funktionieren unserer Gesellschaft ist: Die Corona-­ Zeit hat ihn erbracht. Zwar waren auch Vereine

Ende November werden alle Vereine und Initiati­ ven, die teilgenommen haben, schriftlich über das Juryergebnis informiert. Die offizielle Übergabe erfolgt Anfang 2022 in feierlichem Rahmen.

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Impressum Herausgegeben von: Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), Unternehmenskommunikation, Leitung: Frank Fligge Redaktion: Britta Heydenbluth (verantwortlich), Sebastian Bickert, Frank Fligge, Christiane Hinkerohe, Thomas Steffen, Marc Wiegand Layout: Christina Sternal

Gold für Lan, Anne und unsere Comic-Gang Der schauraum comic+cartoon in Dortmund ist einmalig. Ein offener Raum mit wechselnden Ausstellungen zu allen Themen der Comic-, Man­ ga- und Zeichentrickkunst. Eintritt frei, zentral gelegen genau gegenüber vom Hauptbahnhof und nah zur Stadt- und Landesbibliothek. 21 ist Hauptpartner dieser neuen Form eines Mu­ seums, das populäre Trends analysiert und für die Fans und Neueinsteiger*innen ins Thema spannende Infos bereithält. Hier gibt es die kostenlosen Manga-Bände von 21 (»Dortmund Dungeon Trip«), Ausstellungen ergänzt um eine Museums-APP (powered by 21), eine Leseecke und regelmäßig Veranstaltungen wie den Comic Streit (auch digital als Video bei Vimeo von 21 umgesetzt). Natürlich waren die Partner schauraum-Team und 21 durch die Corona-Beschränkungen ziemlich in ihren Plänen lahmgelegt, aber dann wurde der schauraum und alles damit Zusammenhängende konsequent digital und damit kontaktlos fürs Internet umgesetzt.

Die viel gepriesene Will Eisner-Ausstellung (»Godfather der Graphic Novel«) ist als 360 Grad-Rundgang verfügbar und eine Podcast-Serie KISSA21 führt ins Thema Comic und Cartoon ein. Alles das zusammengefasst unter einer Adresse im Internet www.kissa.21.de Dafür gab es dann in 2021 auch den DOT.COM Award in Gold sowie Silber beim Wettbewerb »Best of Content Marketing«. Nicht zu verschwei­ gen, dass der Ausstellungsmacher Alexander Braun zum zweiten Mal den begehrten Eisner-Award erhielt. Wenn ihr den schauraum unterstützen wollt, einfach hingehen. Kostet nichts außer Zeit und eine Anmeldung (wegen Corona) im Internet unter https://dortmunder-­ museen.de. Dortmund Mangas mitnehmen nicht vergessen!

Fotos/Grafiken: Adobe Stock, Christian Bohnenkamp, Martin Bullmann, Euroluftbild, Frank Fligge, Nattler Architekten Essen, Scheffler Helbich Architekten GmbH, Oliver Schaper, Jörg Schimmel, Frauke Schumann, Stadt Dortmund, Uta Wagner Druck: Lensing Druck GmbH & Co. KG, Feldbachacker 16, 44149 Dortmund Verteilung: ORA mbH & Co. KG 0231.56 22 96-57 montags bis donnerstags 9-17 Uhr freitags 9-16 Uhr Höhe der Auflage: 270.000 Internet: www.21.de Redaktion: DSW21, Unternehmenskommunikation, Deggingstraße 40, 44141 Dortmund, Telefon: 955-00 internet@dsw21.de

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Jörg Wagner und seine Söhne Felix und Yannick wohnen in Köln – was man an der großen Kirche im Hintergrund unschwer erkennt. Allerdings sind Jörg, Felix und Yannick Fans von Borussia Dortmund – was man am schwarzgelben Trikot unschwer erkennt. Ab Beginn der Saison 2021/22 fahren die drei mit ihrem Ticket für die Heimspiele des BVB kostenlos von der großen Kirche in Köln zum großen Fußballtempel an der Strobelallee. Denn: Der BVB und DSW21 haben ihre Kombi­ Ticket-Vereinbarung ausgeweitet: Endete die freie Fahrt zum Stadion und zurück bisher an den Außengrenzen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), gilt sie künftig für ganz NRW. Ein toller Mehrwert, mit dem Fans bares Geld sparen können. Und je mehr Fans – wie Jörg, Felix und Yannick – mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Pkw nach Dortmund anreisen, desto weniger CO2-Emissionen produzieren sie.


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