Magazin Ausgabe 2/21
Optimismus Wir machen’s einfach
Bestimmt kennen Sie … … »Und täglich grüßt das Murmeltier«. Die Hollywood-Komödie von 1993, in der Bill Murray den Wetteransager Phil Connors spielt. Der wird von seinem Sender in das Provinznest Punxsuatawney geschickt, um sich zu vergewissern, dass der niedliche Nager am Murmeltiertag erwacht. Dummerweise hängt Connors aber nicht nur in der verschnarchten Kleinstadt fest, sondern auch in einer Zeitschleife. Er erlebt denselben Tag immer und immer wieder – bis er sich vom zynischen Ekelpaket in einen hilfsbereiten und empathischen Menschenfreund verwandelt hat. Warum erzählen wir das: Weil wir uns seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie wie Phil Connors fühlen. Gefangen in einer Zeitschleife. Das Erste, was wir nach dem Aufwachen hören, ist die Zahl der Infektionsfälle, die aktuelle Inzidenz und die Impfquote. Die Beschränkungen des Lockdowns. Die Mutmaßungen über den Zeitpunkt und das Maß von Lockerungen. Es nervt. Aber jetzt ist Land in Sicht. »Der Sommer wird gut«, sagen selbst Pandemie-Pessimistinnen und -Pessimisten. Wir glauben ihnen – weil wir ihnen glauben möchten. Aber auch, weil wir sehen, dass die Zahl der Neuinfektionen sinkt und die Impfquote steigt. Wir geben 2021 nach Monaten zum Vergessen für die zweite Hälfte eine zweite Chance. Weitergemacht haben wir sowieso die ganze Zeit über. Wir als Dortmunder*innen und wir als Unternehmen der 21-Familie. Weil wir so sind – hier im Revier. Krise können wir. Die zahlreichen Projekte, über die wir in dieser Ausgabe berichten, belegen das. Wir drehen uns – anders als Phil Connors – nicht im Kreis. Wir machen weiter. #WirMachensEinfach
Inhalt einundzwanzig Großstadt für Genießer S. 3 Ein gutes Fahrrad – aus Bambus S. 4 Fernziel Paris S. 24 Mobilität + Logistik Frischer Wind am Hafen – Bauarbeiten laufen S. 8 Schwarz-gelbe Heimat S. 11
Mehrwert für mein Abo S. 12 Einmal Sand tanken, bitte S. 18 Auf der Zielgeraden S. 26 Anschubfinanzierung für den H-Bahn-Ausbau S. 27 Energie + Wasser Elektrisierender Trend S. 6
Lebensräume Meilenstein für die Quartiersentwicklung S. 10 Elektro-Flitzer für die Service-Flotte S. 16 Räumlich flexibel S. 22 Datennetze Ein Vierteljahrhundert für die Kommunikation S. 20
Noch besser vorgesorgt S. 14
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Großstadt für Genießer Seit Januar sieht man die »21«immer öfter und immer mehr. Und dabei zumeist auch ein sympathisches Gesicht. Wer ist die 21-Markenbotschafterin? Hallo Sarah, wie lange lebst du schon in Dortmund? Seit 2017. Zuerst bin ich noch aus meinem Heimatort Marl zur Uni gependelt. Aber dann habe ich mich für Dortmund entschieden und es nie bereut.
Was unterscheidet Marl und Dortmund? Marl kennen wenige Leute, außer vielleicht durch den Grimme-Preis. Marl ist kleinstädtisch, aber sehr schön. Dortmund ist vielfältiger, von den Menschen und Möglichkeiten her. Dadurch, dass Dortmund aus vielen Stadtteilen
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besteht, ist es im Umfeld doch ein wenig wie in Marl. Man kennt die Leute im Supermarkt, beim Bäcker – und das finde ich gut so. Die Beziehungen zu den Menschen sind wichtig. Und das leidet stark unter Corona. Was fehlt dir am meisten in der Pandemie? Die Begeisterung bei Heimspielen, wenn die ganze Stadt mitfiebert. Ob man zum Bäcker, geht, später im Stadion sitzt oder in einer Sportbar das Spiel schaut, es liegt immer was in der Luft. Du bist BVB-Fan? Ja, das ist hier sicherlich keine Voraussetzung, aber es macht die Stadt sehr sympathisch. Stadion, Borsigplatz, Trainingsgelände – das alles ist authentisch und liegt so nah, dass man es sich an einem Tag mit dem Rad anschauen kann. Stichwort Rad – dein Fortbewegungsmittel? Das stammt noch aus der Kleinstadt – und das habe ich beibehalten. Das Rad ist einfach praktisch und Dortmund hat im Alltag auch nicht so weite Wege. Und bei schlechtem Wetter fahre ich eben mit Bus und Bahn. Ich finde das passt auch besser zu Dortmund als dieser Autowahn. Als Markenbotschafterin fahre ich ja jetzt so ein Bambus-E-Bike und damit kann man natürlich die ganze Stadt erkunden. Das ist sportlich, aber nicht zu anstrengend und eben wirklich umweltschonende Mobilität.
Umweltschutz ist wichtig? Ja, unbedingt – weil wir sonst auf eine Katastrophe zusteuern. Ich finde grünen Strom wichtig und achte darauf, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden. Man sieht es in der Stadt mit den vollen Mülltonnen – gerade jetzt bei den Corona-Spaziergängen – dass wir da viel zu viel Müll produzieren und viele auch immer noch zu faul oder nicht in der Lage sind, darüber nachzudenken. Dabei gibt es viele kleine Dinge, die man machen kann: keine Plastikflaschen, Wasser aus dem Kran. Wofür gibt du Geld aus? Vor Corona bin ich gerne essen und feiern gegan gen oder habe einfach den Sonnenuntergang auf Phoenix West mit einem Bergmann-Bier genossen. Einfach so – dieses spontane Stadtleben. Dein Lieblingsessen? Mein Dortmund-Lieblingsessen ist die Curry wurst von »Wurst Willi« in der Innenstadt – dazu stehe ich auch. Dein Wunsch für Dortmund, wenn du einen Tag Oberbürgermeisterin wärst? Einen Tag autofrei – nicht mit Zwang, so als Idee – vielleicht mit einer Belohnung. Jeder, der ohne Auto in die Stadt kommt, bekommt dafür dann ein Stück Kuchen. Dann machen das irgendwann bestimmt immer mehr – und sehen wie schön es hier ist. Denn mit dem ganzen Grün ist Dortmund eigentlich eine Stadt für Genießer.
Ein gutes Fahrrad – aus Bambus Die Hanfbindung schafft mit einem recycelten Kleber eine ultrastabile Verbindung, die jedes myboo zudem einzigartig aussehen lässt – auch beim Rad von Maximilian Schay, Gründer und CEO von myBoo.
Unser 21er-Markenjahr-Bike ist gewachsen Unsere Markenbotschafterin ist auf einem Bambusrad unterwegs. Wir haben Felix Habke von my Boo die Fragen gestellt, die jedem einfallen, der dieses Rad zum ersten Mal sieht.
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Ghana – Kiel – Dortmund – die Bambusräder kommen ohne viele Umwege zu ihren Fans. Aber auch in Ghana werden die Räder für die weiten Schulwege genutzt.
Hält das? Auf jeden Fall, sehr gut sogar. Der Bambusrahmen ist genau so stark wie der übliche Rahmen aus Stahl oder Aluminium und hat sogar noch Vorteile: Er ist stabil und komfortabel wie Stahl, aber leicht und verwindungssteif wie Aluminium. Gleichzeitig hat Bambus eine natürliche Dämpfung. Das heißt, er schluckt Vibrationen und das Rad fährt sich darum sehr komfortabel. Ist das der bessere Rohstoff für ein Bike? Aus den eben schon erläuterten Gründen, ist Bambus ein optimaler Rohstoff für einen Fahrradrahmen. Zudem ist der Transport aus Afrika kürzer und damit umweltschonender als der übliche Seeweg der Rahmen aus Asien. Wir machen viel, um »das bessere Fahrrad zu sein«. Auch Grundsätzliches, wie der Verzicht auf Plastik bei der Verpackung gehört dazu. Ziel war es seit my Boo-Gründung, ökologische und soziale Nachhaltigkeit in einem hochwertigen Produkt zu vereinen. Das gelingt uns, glaube ich, sehr gut. Teure Bikes für das bessere Gefühl? Oha. Das ist so ein Vorwurf, den kann man nicht stehen lassen. Ich würde es ein faires Fahrrad nennen, an dem viele Menschen fair partizipieren. Es ist ein Produkt, welches die Welt verbessern will und wir als Firma möchten Vorbild sein. In jedem Rahmen stecken 80 Stunden Handarbeit – von Mechaniker*innen in Ghana. Die komplette Montage erfolgt anschließend in Deutschland. Dabei entstehen Kosten, die unsere Kund*innen gerne bereit sind zu zahlen.
Ghana betrieben. Aktuell sind es 375 Schüler*innen, zukünftig sollen es sogar über 1.000 Kinder werden. Zusätzlich gibt es immer wieder Projekt wie unser »Bike to School Program«. welches 150 Bambusbikes finanziert hat, um den Kindern den Weg zur Schule zu erleichtern. Als E-Bike wirkt das »my Boo« wie die Mischung aus Science Fiction und handwerklichem Mittelalter, oder? Jein. Ich gebe zu, optisch können die aus Hanf und Harz bestehenden Knotenpunkte des Rahmens etwas »rustikal« wirken, wenn du aber darüberstreichst, merkst du schnell, wie fein und handwerklich perfekt der Rahmen gearbeitet ist. Und E-Bikes ändern gerade alles, vielleicht aber ändern sich E-Bikes auch noch einmal vollständig. Wir sind da ja noch ziemlich am Anfang, so an der Zeit des Fahrrades gemessen. E-Bikes können ganz viele Mobilitätsaufgaben übernehmen, die wir irgendwann nur noch dem Auto zugeschrieben haben. Yonso in Ghana – Kiel – Dortmund. Drei Stationen und schon geht’s los. Klingt einfach. Ja, ist es im Prinzip auch. Wir bekommen mehrmals im Jahr eine große Mengen Rahmen. Die Montage der Räder erfolgt dann auf Bestellung in unserer Manufaktur in Kiel. Es gibt verschiedene Varianten: City- und Trekkingräder, Mountain- und Fitnessbikes und natürlich E-Bikes, wie euer Ashanti E6100. Erhältlich sind alle my Boo-Bambusbikes direkt über unsere Website (www.my-boo.de) und bei über 200 Fachhändlern in ganz Europa.
Du willst auch ein my Boo Bambusfahrrad? Für alle Leser*innen gibt es 5 % Rabatt beim Kauf eines Bambusbikes direkt über folgenden Link: www.my-boo.de/ markenjahr21
Aber mit dem Bike werden nicht nur anständige Löhne gezahlt, sondern auch eine Schule in
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Freut sich über das gestiegene Interesse an der Elektromobilität: Andreas Schmidt, Leiter Vertrieb Geschäftskunden bei DEW21.
Elektrisierender Trend Die Nachfrage nach E-Autos in Dortmund steigt rasant an. Das lokale Energieunternehmen DEW21 und Netzbetreiber DONETZ berichten, wie sie diesen spannenden Trend begleiten. Vieles hat die Corona-Pandemie auf den Kopf gestellt, an der steigenden Nachfrage nach Elektroautos hat sie nur wenig geändert. „Natürlich wurden Investitionsentscheidungen in bestimmten Branchen verschoben. Dafür boomt es in anderen Bereichen und im privaten Sektor“, sagt Andreas Schmidt, Leiter Vertrieb Ge-
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schäftskunden bei DEW21. Von den insgesamt rund 300.000 derzeit in Dortmund angemeldeten Pkw fuhren Anfang Mai 2021 rund 5.300 ganz oder teilweise elektrisch (Plug-In-Hybrid). Zum Vergleich: Anfang September waren es noch rund 2.600. „Die Zahlen haben sich innerhalb von einigen Monaten verdoppelt”, freut sich Schmidt.
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Energie + Wasser
Passen das Stromnetz behutsam an die neuen Anforderungen an: Nicole Martin und Volker Prellwitz von DONETZ.
Zentraler Ansprechpartner Diese rasante Entwicklung führt dazu, dass bei DEW21 die Telefone fast unaufhörlich klingeln. Der Beratungsbedarf stieg in den letzten Monaten um 60 %. „Da wir alles aus einer Hand anbieten, sind wir der zentrale Ansprechpartner“, unterstreicht Schmidt. Maßgeschneiderte Pakete zur Anschluss-Prüfung, Konzeptberatung und Installation, dazu Informationen zu Fördermöglichkeiten und eine umfassende App: Als kompetenter Partner begleitet DEW21 Interessierte auf dem ganzen Weg hin zum begehrten E-Auto. Und apropos Partner: DEW21 wiederum wird beim Thema Elektromobilität unterstützt von der Hülpert Unternehmensgruppe, die Interessierten kostenlose Probefahrten mit E-Autos anbietet und das fahrzeugtechnische Know-how einbringt. Auch zum Handwerk gibt es enge Kontakte, die für die Anschlussprüfung bei den Kund*innen wichtig sind. „Denn zunächst muss immer erst ein Fachmann oder eine Fachfrau einen Blick darauf werfen“, so Schmidt. „Er oder sie klärt bei einem E-Check ab, ob die Voraussetzungen vor Ort ausreichen und wie der Anschluss umgesetzt werden kann.“ Nachhaltiges Stromnetz Der Trend zur Elektromobilität berührt auch die lokalen Stromnetze, bestätigt der Dortmunder Netzbetreiber DONETZ. „Wenn immer mehr Dortmunder*innen ihr Elektro-Auto aufladen, wird das Netz auf ganz neue Art und Weise beansprucht“, sagt Nicole Martin, Leiterin des Bereichs Vertrags- und Anschlussmanagement. „Wir müssen auf den veränderten Bedarf flexibel reagieren und die Infrastruktur konsequent und mit Augenmaß ausbauen.“ Ziel ist, steigende
Sonderlasten, wie z. B. die Elektromobilität, so einzubetten, dass sie steuerbar sind. E-Mobilität wird damit ein wichtiger Teil des intelligenten Stromnetzes. Wie kann das konkret funktionieren? „Wir setzen beispielsweise zukünftig intelligente Stromzähler ein, über die wir die Vielzahl der Ladeeinrichtungen in der Stadt so ansteuern können, dass der Strom auch in Spitzenzeiten optimal verteilt werden kann, ohne dass es zu spürbaren Einbußen in der Versorgung kommt“, erklärt Volker Prellwitz, Key Account Manager bei DONETZ. Bei Bedarf kann der Netzbetreiber also die Stromzufuhr von außen regeln, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Sichere Ladeeinrichtungen „Die Energie- und Verkehrswende wird dafür sorgen, dass die Nachfrage an den herkömmlichen Tankstellen abebbt und der Bedarf an Strom- Tankstellen stark ansteigt“, so Prellwitz, der in diesem Zusammenhang einen Ratschlag anbringt, den alle E-Mobilist*innen für ihre häusliche Lade-Lösung auf jeden Fall beherzigen sollten: „Bitte niemals einfach so das E-Auto an die heimische Steckdose anschließen! Nachdem ein zugelassener Installateur die Voraussetzungen vor Ort überprüft hat, kann er auch gleich Kontakt zur DONETZ aufnehmen.“ Denn generell gilt: Ladeeinrichtungen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Beim Anschluss kann es übrigens sinnvoll sein, über die eigene Garage hinweg zu gucken, wie Nicole Martin ergänzt: „Gerade Eigentümer- oder Mietergemeinschaften sollten diese Themen im Team angehen. Das macht vieles leichter und kostengünstiger.“
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Mobilität + Logistik
Der Abriss läuft auf Hochtouren, im Bild sind Planungsdezernent Ludger Wilde, Prokuristin Betül Öczan und die Geschäftsführer Ludger Schürholz, Uwe Büscher und Jörg Jacoby zu sehen (v.l.).
Frischer Wind am Hafen – Bauarbeiten laufen Der Hafenbereich hin zur Innenstadt macht eine Schönheitskur. Während in der südlichen Speicherstraße die Stadt mit der digitalen Theaterakademie und dem Mediencenter den gesamten Bereich rund um den alten Santa Monika-Anleger anpackt, geht d-Port21 an der nördlichen Speicherstraße zu Werke. Hafennahes Gewerbe, die neue Hafenverwaltung und digitale Unternehmen bekommen hier ein neues Zuhause. Das »einundzwanzig«-Magazin interviewte die drei Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft d-Port21: Ludger Schürholz, Uwe Büscher und Jörg Jacoby. Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Vorhaben für die Gesamtstadt? Uwe Büscher: Schon jetzt erweisen sich die Bauaktivitäten im Hafenquartier Speicherstraße – besonders in der Corona-Krise – als ein Mini- Konjunkturprogramm für die Region Dortmund. Darüber hinaus werden durch umfangreiche private und öffentliche Investitionen in diesem
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Bereich mehrere tausend Arbeitsplätze neu entstehen und dauerhafte Steuereinnahmen sowie weitere wirtschaftliche Impulse gesetzt. Es steht außer Frage: Das neue Quartier hat Potenzial und wird Dortmund gut tun! Frühzeitig wurden erste Nutzungsideen diskutiert – beispielsweise die Verlegung des Leopold-
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Lebensräume
Hoesch-Berufskollegs und des Systemhauses Dosys in den Hafen. Wie konkret sind diese Vorschläge? Uwe Büscher: Wir gehen von der Umsetzung dieser Nutzungsideen aus: dosys und ein Berufskolleg werden Teil des entstehenden Digitalquartiers. Diese Vorschläge – und darüber hinaus der Bau von einem nördlichen und einem südlichen Quartierparkhaus – sind sehr konkret. Es gibt viele neue Hafenanlieger. Wo sieht sich da die Hafen AG? Uwe Büscher: Der Siegerentwurf von COBE sieht unter anderem den Bau einer Drehbrücke vor. Die spätere Umsetzung dieser Idee bedeutet für die Dortmunder Hafen AG, dass unser technischer Betriebshof mit Werkstatt und Bootsgaragen an der Drehbrückenstraße weichen muss. Da unser Verwaltungsgebäude in der Bülowstraße ebenfalls nur als Zwischenlösung angelegt ist, werden wir die Gelegenheit nutzen, Technik und Verwaltung unseres Unternehmens an einem Standort an der Franziusstraße im Hafen zusammenzuführen. Die Hafenentwicklung wird sehr interessiert wahrgenommen und auch von den Bürger*innen begleitet, wie groß ist der Einfluss dieser Beteiligung? Jörg Jacoby: Kurz nach Gründung von d-Port21 haben wir bereits die erste Bürgerwerkstatt gemeinsam mit der Stadt durchgeführt. Das städte bauliche Konzept sollte nichts Aufgesetztes sein, sondern auch den Vorstellungen der Bürger*innen entsprechen. Um ein Beispiel zu nennen: Da Radwegeverbindungen häufig gefordert wurden, haben sie im Konzept einen besonders hohen Stellenwert. Die alten Ziegelsteingebäude (Speicherstr. 41-45) sollten zuerst abgebrochen werden, wir haben sie nun aber wegen des Flairs doch erhalten. Das Format nutzten wir aber auch, um zu kommunizieren, warum etwas nicht geht, wie zum Beispiel Wohnbebauung oder warum wir auf Parkhäuser verzichten, da sind wir an die Landesbauordnung gebunden. Bis zu einer Bebauung kommen die Flächen entlang des Schmiedinghafens für Zwischennutzungen wie beispielsweise Gastronomie in Betracht. Welche langfristigen Perspektiven gibt es für diese Betriebe?
Uwe Büscher: Die Zwischennutzungen sind – wie der Name schon sagt – für eine Übergangszeit, um im Projektgebiet auch heute schon Anziehungspunkte zu schaffen. Für die Flächen entlang der Promenade sind auch zukünftig Gastronomienutzungen vorgesehen, die allen Interessierten offenstehen. Welches Neubauprojekt kann nach heutigem Stand generell als erstes realisiert werden? Ludger Schürholz: Da sind wir ganz offen. Ziel ist es, die hochwertigen neuen Nutzungen aus der südlichen Speicherstraße mit der Ansiedlung der digitalen kreativen Szene, Soloselbstständigen und Unternehmen mit digitalem Schwerpunkt in unserem Projektgebiet fortzusetzen. Wer das ist, wo das geschieht und in welchen Gebäuden, steht noch nicht fest. Wie wird das Projekt finanziert? Jörg Jacoby: In einigen Bereichen ist die Beantragung von Fördermitteln geplant, zum Beispiel im Bereich Promenadenbau. Ansonsten arbeiten wir darauf hin, dass sich das Projekt aus den Verkäufen der aufbereiteten Flächen selbst tragen wird. Derzeit wird die Entwicklung durch d-Port21 vorfinanziert, ab dem Jahr 2023 wird mit den ersten Einnahmen aus Flächenverkäufen gerechnet. Gibt es schon private Investoren, die Flächen anfragen? Jörg Jacoby: Das Interesse ist groß. Die Nachfragen häufen sich. Mit der Konkretisierung des Baurechts und der Termine werden sich auch diese Gespräche konkretisieren. Welchen Einfluss hat Corona auf den d-port21? Uwe Büscher: Wir haben dafür gearbeitet, die Einflüsse der Coronapandemie so gering wie möglich zu halten und gehen davon aus, zeitlich nicht relevant in Verzug zu geraten. Was passiert mit dem Raiffeisen-Silo als eine Landmarke des Hafens? Uwe Büscher: Das Silo wird als eine architek tonische Landmarke erhalten bleiben, die individuelle Spielräume eröffnet und weithin sichtbar als Symbol für die Verbindung von indus triellem Hafen und Stadtentwicklungspolitik steht.
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Lebensräume
Das Stahlgerüst der imposanten Halle bleibt stehen und wird ein transparentes Dach tragen.
Meilenstein für die Quartiersentwicklung Eine in den 50er Jahren errichtete Halle weicht für ein modernes Digitalquartier mit hoher Aufenthaltsqualität: Der in diesem Frühjahr gestartete (Teil-)Abriss der ehemaligen Knauf-Interfer-Halle steht damit sinnbildlich für den tiefgreifenden Wandel an der Speicherstraße.
So wird der d-Port21 in Zukunft aussehen. Deutlich zu erkennen ist die transparente Dachkonstruktion basierend auf der alten Halle.
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Bis Ende des Jahres lässt d-Port21 weite Teile der rund 27.000 m² großen Halle abtragen. Erhalten bleiben wird lediglich das Stahl gerüst des 26 m x 230 m großen Mittelschiffs. Mit einem transparenten Dach versehen soll es künftig als zentrales Gestaltungselement das gesamte offene arrangierte Areal prägen. Dort können kleinteilige, ein- bis zweigeschossigen Baueinheiten Platz finden, die etwa Gas tronomie, Kultur oder Start-up-Unternehmen beherbergen. Attraktive und autofreie Begegnungsflächen sollen den Bereich umgeben. So sieht es der Entwurf des Kopenhagener Pla-
nungsbüros COBE vor, der beim Wettbewerb zur städtebaulichen Rahmenplanung Anfang 2020 bei der Jury vollends überzeugt hatte. Bereits im vergangenen Herbst ist das dazugehörige Bebauungsplanverfahren unter großer öffentlicher Beteiligung angelaufen. Die Offenlage des Plans erfolgt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021. Im nächsten Jahr soll dann der Rat den Bebauungsplan final beschließen. Die Verantwortung für die städtebauliche Entwicklung und die wirtschaftlich tragfähige Vermarktung der Grundstücke liegt bei d-Port21.
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Mobilität + Logistik
Schwarz-gelbe Heimat Seit Anfang Juni stationiert Eurowings ein zweites Flugzeug am Dortmund Airport und kann dadurch das Flugangebot deutlich erweitern. Bei dem Flugzeug handelt sich um den BVB-Mannschaftsflieger, dem nun zweiten schwarz-gelben Blickfang am Flughafen. Für Fußball-Fans eine klare Sache: Heimat ist, wo es schwarz-gelb ist. Am Dortmund Airport gibt es jetzt zwei Hingucker im unverkennbaren Dortmund-Look. Seit Anfang des Jahres erstrahlt mit dem Tower dank der Partnerschaft zwischen Borussia Dortmund und der 21-Unterneh mensgruppe eine Landmarke in Schwarz-Gelb. Die Airline Eurowings setzt noch einen drauf und stationiert seit Anfang Juni den BVB-Mannschaftsflieger in Dortmund. Das lässt nicht nur Fan-Herzen höherschlagen. Flughafen-Chef Ludger van Bebber freut sich vor allem auf die
deutliche Erweiterung des Flugangebots seitens Eurowings: „Es ist insbesondere in der aktuellen Zeit ein großer Vertrauensbeweis in un seren Standort und eine folgerichtige Entscheidung aus der erfolgreichen Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Die neuen Urlaubsziele in Spanien, Italien und Griechenland ergänzen das bisherige Angebot ab dem Dortmund Airport perfekt.“ Mit etwas Glück reisen Fans dann in »ihrem BVB-Flieger« von Dortmund nach Alicante, Kavala, Neapel, Catania, Heraklion, Malaga oder Rhodos.
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Keine Jahresgebühr und die ersten dreißig Minuten sind kostenlos: Bei metropolradruhr gibt’s für DSW21-Abonnent*innen einen echten Mehrwert.
Mehrwert für mein Abo Über 80.000 Dortmunderinnen und Dortmunder besitzen ein Abo von DSW21. Die meisten fahren seit vielen Jahren mit der ÖPNV-Flatrate. Als Dankeschön für die Treue gibt es jetzt für fast alle Abonnent*innen Vergünstigungen bei den Verleihrädern von metropolradruhr und den E-Scootern von TIER. metropolradruhr: Leihfahrräder Sie rollen und rollen und rollen: Die rund 600 silber-orangenen Fahrräder des Betreibers nextbike sind mittlerweile nicht mehr aus Dortmund wegzudenken. Rund 300.000 Mal wird so ein Fahrrad pro Jahr ausgeliehen – Tendenz steigend. Das Angebot unter der Namen metropol-
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radruhr, welches das größte regionale Fahrradverleihsystem weltweit ist, gibt es bereits seit 2010 in zehn Städten im Ruhrgebiet. Ein Leihfahrrad, das an einem Ort ausgeliehen und an einem anderen wieder abgestellt werden kann, ist eine ideale Ergänzung zum Nah-
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Mobilität + Logistik
Auch bei der Ausleihe der E-Scooter von TIER gibt es einen Rabatt in Verbindung mit einem DSW21-Abo.
verkehr. Deshalb kooperiert DSW21 bereits seit einiger Zeit mit metropolradruhr. Diese Zusammenarbeit wurde nun ausgebaut: Die jährliche Gebühr des Anbieters (»RadCard«) entfällt für DSW21-Abonnent*innen jetzt komplett. Die ersten 30 Minuten Fahrt kosten gar nichts, erst ab er 31. Minute wird der Tarif von 1 € pro halber Stunde fällig. Ein schöner Zusatznutzen für all diejenigen, die ein Ticket1000, Ticket2000, YoungTicketPlus, BärenTicket oder FirmenTicket abonnieren. Wer ein SchokoTicket oder ein MeinTicket (SozialTicket) hat, kann dieses Angebot nicht nutzen. Da diese Abos bereits stark rabattiert sind bzw. auf einem anderen Finanzierungsmodell basieren, sind sie von der Kooperation ausgenommen. Und so geht’s: Die Räder können einfach in der App »nextbike« oder über die telefonische Hotline ausgeliehen werden. Nötig ist dafür nur eine einmalige kostenlose Registrierung. Fahrräder können auch über die DSW21-App reserviert werden. Hier kann man zudem vorher prüfen, ob Fahrräder am Wunschstandort verfügbar sind.
TIER: E-Scooter Die rund 500 mintgrünen E-Scooter sind seit 2019 im Dortmunder Stadtbild zu sehen. Elektrische Tretroller sind ideal für kurze Wege und die »letzte Meile«, etwa von der Stadtbahnstation bis vor die eigene Haustür. Und wieder zurück. Auch hier gilt das Prinzip: Der Elektrische Tretroller wird an einem Ort ausgeliehen und an einem anderen wieder abgestellt. Damit ist er eine interessante Ergänzung zum Dortmunder Nahverkehr. Dank einer neuer Kooperation können DSW21-Abonnent*innen von Ticket1000, Ticket2000, YoungTicketPlus, BärenTicket oder FirmenTicket nun bei jeder Ausleihe die anfallende Entsperrgebühr von 1 € sparen. Und so geht’s: Die Scooter können einfach in der App von »TIER« ausgeliehen werden. Nötig ist dafür nur eine einmalige kostenlose Registrierung.
Alle Infos gibt’s unter www.bus-und-bahn.de/ abovorteile
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Beim Vor-Ort-Termin im Wasserwerk Westhofen: Bernd Heinz, Geschäftsführer der Wasserwerke Westfalen (WWW), Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung, Peter Flosbach, Technischer DEW21-Geschäftsführer und WWW-Geschäftsführer Dr. Bernhard Klocke (von links).
Noch besser vorgesorgt Mehr als 140 Mio. € investieren DEW21 und ihre Tochter Wasserwerke Westfalen (WWW) in die Wasserqualität. Gerade erst wurde die weitergehende Aufbereitung im Wasserwerk Westhofen in Betrieb genommen. Aus Gründen der Vorsorge haben DEW21 und ihre Tochtergesellschaft Wasserwerke Westfalen (WWW) das Wasserwerk in Westhofen um eine »Weitergehende Aufbereitung« ergänzt und damit an die Anforderungen der Zukunft angepasst. Zusätzliche, über die bisherige Aufbereitungstechnik hinausgehende Reinigungsstufen schaffen einen noch höheren Schutz vor aktuell noch nicht vorhersehbaren mikrobiolo-
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gischen oder chemischen Stoffen im Oberflächenwasser. Bis 2025 wird WWW mit ihren Gesellschaftern, DEW21 und der Gelsenwasser AG, insgesamt mehr als 140 Mio. € in die neuen Aufbereitungsanlagen investieren und damit die Vorgaben des Programms »Reine Ruhr« des Landes Nordrhein-Westfalen umsetzen. Im Zuge der
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Energie + Wasser
Für die Zukunft bestens aufgestellt: Das Wasserwerk Westhofen in Schwerte.
Nachrüstung der neuen Aufbereitungsstufen werden auch die Nachbehandlungsschritte (Entsäuerung und Trinkwasserdesinfektion) auf umweltfreundlichere physikalische Verfahren nach dem Stand der Technik umgerüstet. Das Wasserwerk Westhofen ist das erste Schwerter Werk, das nun um eine »weitergehende Aufbereitungsanlage« (WAA) ergänzt wurde. Fertiggestellt sind bereits die WAAs in Witten und Echthausen. Hengsen befindet sich aktuell im Bau, Halingen in der Planung. Die weitergehenden Aufbereitungsstufen kurz erläutert: Ozonung: Ozon oxidiert auf umweltfreundliche Weise im Wasser gelöstes Eisen und Mangan und bricht schwer abbaubare organische Verbindungen auf, die dadurch leichter abfiltrierbar sind. Flockung (bei Bedarf): Durch den Zusatz von Flockungsmittel wird der überwiegende Teil der im Rohwasser enthaltenen Trübstoffe gebunden und herausgefiltert. Mehrschichtfiltration: Das Wasser durchläuft zwei biologisch aktive Schichten von Filtermaterial, bestehend aus Aktivkoks und Quarzsand. So werden Partikel bestmöglich abgeschieden und klares, trübstofffreies Wasser erzeugt. Zusätzlich werden Bakterien beseitigt, organische und anorganische Verbindungen wie Ammonium werden abgebaut. Adsorption an Korn-Aktivkohle: Mit Aktivkohlefiltern werden schwer biologisch abbaubare organische Stoffe gebunden und
aus dem Wasser entfernt, wie z. B. Pflanzenschutzmittel und Medikamentenrückstände. Physikalische Entsäuerung: Statt wie bisher mit Natronlauge zu entsäuern, stellt WWW auf ein rein physikalisches Verfahren um. Das Wasser wird mit feinperliger Luft durchsetzt. Durch die Luftbläschen wird das im Wasser enthaltene Kohlendioxid ausgetrieben und der pH-Wert des Wassers bis zum Kalk-Kohlesäure-Gleichgewicht angehoben. UV-Desinfektion: Die Umstellung auf ein physikalisches Verfahren in der Desinfektion mittels UV-Licht ist bereits in allen WWW-Wasserwerken geschehen. Die UV-Bestrahlung deaktiviert am Ende der Aufbereitung schnell und sicher eventuell noch im Wasser verbliebene einzelne Mikroorganismen. Dieses umweltfreundliche, chemikalienfreie Desinfektionsverfahren macht das ehemals eingesetzte Desinfektionsmittel Chlordioxid überflüssig.
Was die Wasserwirtschaft tut, damit wir auch morgen gut und sicher mit Leitungswasser versorgt werden, erklärt Martin Weyand vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft in Folge 38 unseres Podcasts »Urbane Zukunft«.
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DOGEWO21-Hausverwalter Christian Jäger und Bauleiter Uwe Jänike mit den neuen E-Autos am Servicebüro in Benninghofen (v.l.).
Elektro-Flitzer für die Service-Flotte Fast 12 t CO2 pro Jahr spart DOGEWO21 durch die Anschaffung von 17 neuen E-Autos für den eigenen Fuhrpark ein. Und auch sonst verfolgt das Dortmunder Wohnungsunternehmen ambitionierte Klimaschutz-Ziele. DOGEWO21 schiebt den Klimaschutz vor Ort an und möchte das Thema Elektromobilität auf die Überholspur bringen: 17 nagelneue VW »e-Ups« ge hören seit Kurzem zum betriebseigenen Fuhrpark des Dortmunder Wohnungsunternehmens. Damit düsen die Kolleg*innen aus dem
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Service gänzlich schadstofffrei zu Wohnungsbesichtigungen oder Baustellenterminen. „Wir fühlen uns nicht nur dem Ziel verpflichtet, bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen, sondern wir halten darüber hinaus
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Lebensräume
Während in den Garagen in Benninghofen die Voraussetzungen für die E-Ladeinfrastruktur geschaffen wurden, brachte DOGEWO21 auf den Garagen-Dächern Saatgut auf.
auch eine emissionsfreie, relativ geräuscharme Serviceflotte für erstrebenswert“, unterstreicht Christian Nagel, Prokurist Wohnungswirtschaft bei DOGEWO21, das Engagement in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ladestationen vor Servicebüros Damit der elektrifizierte Teil des eigenen Fuhrparks auch immer richtig »unter Strom steht«, hat das Unternehmen vor dem Kundenzentrum an der Landgrafenstraße und an fünf Servicebüros eine entsprechende Ladeinfrastruktur aufgebaut. Aufgetankt werden die Fahrzeuge mit Ökostrom, den ein anderes Unternehmen aus der 21-Familie – nämlich DEW21 – bereitstellt. „Unsere 17 neuen Elektro-Flitzer ersetzen in unserem Fuhrpark 17 herkömmliche Benziner. Auf diese Weise sparen wir jedes Jahr 11,4 t CO2 ein. Dieser Fahrzeugwechsel zahlt somit direkt auf die Luftqualität hier in Dortmund ein“, betont Nagel. Weitere E-Autos sollen kommen Wie sich die neuen E-Fahrzeuge im Alltag bewähren, will DOGEWO21 in den kommenden drei Jahren erproben. Auch die 13 verbliebenen Ben ziner in der Serviceflotte könnten mittelfristig gegen schadstofffreie Alternativen ausgetauscht werden. „Unser Plan ist, weitere Elektroautos anzuschaffen, wenn die entsprechenden Leasingverträge der Benziner auslaufen“, erläutert Nagel. DOGEWO21 treibt jedoch nicht nur den Einstieg in die Elektromobilität im eigenen Unternehmen voran, sondern unterstützt auch Mieter*innenbeim selbigen. Bei Neubauten wird jetzt standardmäßig die Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen und Garagen mit vorbereitet. Interessierte Mieter*innen können sich dann mit wenig Aufwand eine »Wallbox« zum Aufladen von einer Fachfirma installieren lassen. Erst im vergangenen Herbst wurden 26 neue Garagen in Benninghofen entsprechend vorausgerüstet.
Wohnungsbestand klimaneutral gestalten Das Thema Elektromobilität passt gut zum übergeordneten Unternehmensziel, den Wohnungsbestand bis 2050 klimaneutral zu gestalten: „Die C02-Emissionen eines Gebäudes drastisch zu minimieren, ist heute kein Kunststück mehr. Dies jedoch 2.500 Mal, jeweils unter Berücksichtigung der individuellen Situation vor Ort und unter Beachtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun, das ist die Herausforderung, der wir uns stellen“, erläutert Christian Nagel. Um den Klimaschutz weiter spürbar voranzutreiben, will DOGEWO21 seine bisherigen Anstrengungen in mehrfacher Hinsicht intensivieren. Ein Kernpunkt dabei ist ein konsequentes Energiemonitoring des eigenen Gebäudebestandes. Überdies sollen die Investitionen in klimaneutrale Energieerzeugungstechnologien noch weiter hochgeschraubt werden. Nagel: „Der Kurs ist klar gesetzt. Jetzt müssen wir diesen konsequent einhalten und alle Aktivitäten darauf ausrichten.“ 7,5 Mio. € für moderne Heizungen DOGEWO21 kann dabei an ein Bündel an bereits eingeleiteten Klimaschutz-Maßnahmen anknüp fen: So wurden beispielsweise im Rahmen des bis 2022 laufenden Heizungsprogramms insgesamt rund 7,5 Mio. € in die Modernisierung und den Umbau älterer Heizungsanlagen investiert. Dies senkt den Energieverbrauch der Mieter*in nen und sorgt für eine bessere Wärmeverteilung in den Wohnungen.
Service direkt vor Ort Mit mehr als 16.300 Wohnungen zählt DOGEWO21 zu den größten Vermietern in der Stadt Dortmund. Mit elf Servicebüros in den Stadtteilen sowie dem Kundenzentrum in der Innenstadt ist das Unternehmen immer direkt vor Ort ansprechbar.
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Das spritzt: Reichlich Bremssand sorgt bei den Stadtbahnen dafür, dass die Räder immer ordentlich Halt haben.
Einmal Sand tanken, bitte Er ist fein, hell und trocken: Der Bremssand, von dem 80 t in der DSW21-Straßenbahnwerkstatt in Dorstfeld lagern. Ab in den Sandkasten damit? Nein, dieser Sand ist nichts für Spielkinder, er muss richtig arbeiten. Die Räder einer Stadtbahn, die im Fachjargon »Radreifen« heißen, bestehen aus Stahl. Doch auch die Schienen sind aus Metall. Metall auf Metall? Hat das überhaupt ordentlich Grip? Normalerweise ja. Aber wenn die Schienen nass oder von Laub übersät sind, könnte es doch rutschig werden. Um zu verhindern, dass die Räder in diesem Fall beim Anfahren oder Bremsen durchdrehen oder gar blockieren, haben die 121 DSW21-Bahnen immer reichlich Sand an Bord.
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Dortmund, 20. Grad, die Spur hält. „Der Brems sand sorgt dafür, dass die Antriebsräder einer Bahn immer optimal auf der Schiene haften“, erklärt Thomas Steinröder, Leiter der Straßenbahnwerkstatt in Dorstfeld. 350 bis 650 Gramm pro 30 Sekunden können dabei durch die Rohre der insgesamt acht Sandstreuer gehen. Vier Streuer pro Fahrtrichtung, je zwei vor der ersten und vorletzten Achse, sorgen damit für optimalen Halt, wenn die Schienen-Verhältnisse es
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Mobilität + Logistik
Meister Peter Krüger prüft den Tank, der 80 Tonnen Spezialsand fasst.
nicht sind. „Zwar können unsere Fahrerinnen und Fahrer die Sandstreuer auch manuell bedienen, jedoch werden sie meist elektronisch und damit automatisch bei einem Blockieren oder Durchdrehen der Antriebsräder ausgelöst“, so Steinröder. Das gilt übrigens auch bei einer Gefahrenbremsung, denn hier soll die Bahn schließlich so schnell wie möglich zum Stehen kommen. Bremsen statt Burgen bauen »Einmal volltanken, bitte!« heißt es normalerweise etwa alle zehn Tage. Dann werden die acht Sandtanks jeder Bahn aufgefüllt. Wobei: Die Niederflurwagen (NGT8), die auf den Linien U43 und U44 unterwegs sind, müssen öfter mal »sanden« wie das Auffüllen heißt, als die Hochflurwagen (B-Wagen), die auf den übrigen Linien unterwegs sind. „Sie haben nicht nur etwas kleinere Tanks als die Hochflurwagen, sie sind auf der Ost-West-Strecke auch viel länger oberirdisch unterwegs“, erläutert Peter Krüger, Meister in der Betriebswerkstatt. „Dort müssen sie häufiger bremsen, außerdem spielt die Witterung eine größere Rolle. Dadurch ist der Verbrauch höher.“ Feinsten weißen Sand gibt es deshalb am Betriebshof Dorstfeld wie Sand am Meer. Naja, fast jedenfalls: Rund 200 t gehen pro Jahr an der Sandtankstelle durch die Zapfhähne. Der Spezialsand lagert in einem 80 Tonnen-Tank und kommt dann über vier Zwischensilos in die Zapfhähne. Der Vorgang ist einem Tankvorgang beim Auto nicht unähnlich, statt Benzin oder
Diesel kommt hier halt Bremssand mit einer feinen Körnung zwischen 0,5 und 1,2 Millimetern in den Tank. Um seine Aufgabe erfüllen zu können, ist dieser mehrfach gewaschen, frei von Fremdstoffen, mit Heißluft getrocknet und entstaubt. „Deshalb ist unser Sand leider nicht für den Sandkasten im Garten geeignet“, erklärt Krüger. „Dafür ist er einfach zu fein und zu trocken. Da würde jede Burg sofort auseinanderfallen.“ Der DSW21-Sand muss also arbeiten, während seine Kollegen spielen dürfen. Ist halt kein Kinderkram, so eine Stadtbahn.
Uwe Siepmann, Mitarbeiter in der Betriebswerkstatt, betankt eine Stadtbahn.
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Ein Vierteljahrhundert für die Kommunikation
Führen den Wachstumskurs des Dortmunder Telekommunikationsdienstleisters seit Jahren erfolgreich fort: die beiden Geschäftsführer Jörg Figura (l.) und Franz-Josef Senf (r.).
Seit 25 Jahren erfolgreich am Markt: Der Dortmunder Telekommunikationsdienstleister DOKOM21 feiert Jubiläum – und treibt gleichzeitig sein Geschäft in Sachen Breitbandausbau und Ausbau von Rechenzentrums-Kapazitäten kräftig voran. Gerade einmal 25 Mitarbeiter*innen beschäftigte DOKOM21, als das Unternehmen 1996 als Tochter der Dortmunder Stadtwerke AG gegründet und am 1. Juni mit dem operativen Geschäft an den Start ging. Heute, 25 Jahre später, gehören 144 Menschen zur großen DOKOM21- Familie, darunter neun Auszubildende. „Wesentliche Wachstumstreiber waren von Beginn an der Datentransport sowie die Bereitstellung von Internet-Zugängen und Telefonie-Anschlüs
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sen – Dienste, die wir mittlerweile per Glasfaser realisieren“, so DOKOM21-Geschäftsführer Jörg Figura. Ende August 2020 hat das Unternehmen von der Stadt Dortmund den Zuschlag für den geförderten Breitbandausbau bekommen und wird somit das vorhandene Netz weiter ausbau en. Dies umfasst das Verlegen von insgesamt 3.275 km Glasfaserkabel im Stadtgebiet, wofür 430 km Tiefbauarbeiten durchgeführt und 103 km vorhandene Leerrohre genutzt werden. Mit dem
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Datennetze
Schnelleres Surfen mit Glasfaser: DOKOM21 wird seinen Beitrag zum Breitbandausbau leisten.
Breitbandausbau setzt DOKOM21 ein 100-Mio. €Projekt um und leistet einen großen Beitrag für die Digitalisierung der Stadt Dortmund: Es werden mehr als 3.000 Adresspunkte innerhalb des Stadtgebietes ans Glasfasernetz angeschlossen. Das entspricht etwa 7.500 Haushalten, knapp 950 Unternehmen und rund 150 institutionellen Nutzern wie z. B. Schulen, die damit vom Highspeed-Internet und einer permanent stabilen Bandbreite von mit bis zu 1.000 Mbit/s im Download und bis zu 200 Mbit/s im Upload profitieren. Ein weiteres DOKOM21-Standbein ist der Betrieb von Rechenzentren. „Die Nachfrage ist nach wie vor hoch und steigt weiter: Aufgrund des rasant zunehmenden Datenwachstums und der immer komplexer werdenden IT-Infrastruktur entschei den sich viele Unternehmen für die sichere Auslagerung ihrer Systeme in unsere Rechenzentren“, berichtet Figura. Folglich investiert DOKOM21 auch dort kontinuierlich in den weiteren Angebotsausbau und hat erst im März zwei Kooperationsprojekte mit der Essener FAKT AG auf den Weg gebracht: So entsteht in der ehema ligen Hauptverwaltung der Ruhrgas AG an der Essener Ruhrallee auf einer Fläche von 700 m² ein neues Rechenzentrum; ein weiteres, 900 m² großes wird auf dem Gelände der ehemaligen RAG AG, dem heutigen Shamrockpark in Herne, realisiert. Während die FAKT AG in beiden Fällen die Rechenzentrumsflächen und Gebäude infrastruktur zur Verfügung stellt, baut DOKOM21
die beiden Rechenzentren technisch auf und betreibt sie. Nimmt man die Flächen auf Dortmunder Stadtgebiet hinzu, ist DOKOM21 mit insgesamt 4.600 m² Fläche damit der größte Rechenzentrums-Betreiber im ganzen Ruhrgebiet. „Unser Unternehmen hat sich einfach innerhalb der letzten 25 Jahre einen guten Ruf erarbeitet“, erklärt Figura nicht ganz ohne Stolz: „So zählen renommierte Unternehmen wie Leif heit, WILO, GFOS oder die VOLKSWOHL BUND Versicherungen zu unseren Kunden.“
Neue Gigabit-Internet-Flatrate Für Homeoffice, Videokonferenzen, Homeschooling, Online-Gaming oder das Streamen von Filmen im Internet – und das alles gerne auch gleichzeitig zuhause – bietet DOKOM21 ab sofort seinen Privatkund*innen mit Glasfaseranschluss eine neue Gigabit-Internet-Flatrate: Mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Upload profitieren sie damit von Highspeed-Internet per Glasfaser mit permanent stabiler Bandbreite für alle ihre individuellen Online-Bedürfnisse. Die neue Gigabit-Internet- Flatrate ist ab sofort für Glasfaserkund*innen in Dortmund und Essen verfügbar und kostet monatlich 89,99 €. Alle Infos zu Kosten und Verfügbarkeit gibt’s im Internet unter www.dokom21.de.
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Das LUVis, das dritte von insgesamt vier HOFF-Gebäuden am Löwenkreisel in Hohenbuschei. In wenigen Wochen wird die BildungsAkademie Graf dort einziehen.
Räumlich flexibel Die oft geforderte Flexibilität von Immobilien, Räumlichkeiten über die Zeit einem veränderten Nutzungsprofil anpassen zu können, wurde in den vergangenen Pandemie- Monaten auf die Probe gestellt. Der Gronauer Immobilienentwickler HOFF und Partner hat diesen Anforderungen beim Bau des LUVis, dem dritten von insgesamt vier Dienstleistungsgebäuden am Hohenbuscheier Löwenkreisel, bereits Rechnung getragen. „Die Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen spielt für Arbeitgeber bei der Mitarbeitenden-Motivation bzw. -gewinnung eine zentrale Rolle mit stetig wachsender Bedeutung“, erläutert Ingo Hoff, Geschäftsführer von HOFF und Partner. „Fragen nach zukünftigen Arbeits- und Kommunikationsweisen bestimmen heute den Entwurf einer Bürolandschaft; Begegnungsflächen und Kreativ- bzw. Wohlfühlzonen bedeu-
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ten einen wichtigen Mehrwert, ebenso wie die Möglichkeiten zur flexiblen Wahl des eigenen Arbeitsortes z. B. über Desk-Sharing-Modelle“, so der Gronauer Immobilien-Experte. Das LUVis am Löwenkreisel erfüllt alle genannten Anforderungen: Außen ansprechende Architektur in qualitätsvoller Bauausführung, innen flexibel aufteilbar bei einer sehr guten digitalen Ausstattung und flexiblen Raumkonzepten.
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Lebensräume
Viel Luft und lichter Raum, dabei flexibel in der Raum aufteilung und -nutzung: Das LUVis bringt beides mit.
Bereits in wenigen Wochen wird die BildungsAkademie Graf aus Dortmund das »LUVis« am Löwenkreisel als neue Firmenzentrale beziehen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften und bietet Aufstiegsfortbildungen wie z. B. den/die Fach- oder Betriebswirt*in, den/die Industriemeister*in oder auch die Weiterqualifizierung zum Fachmann/zur Fachfrau im Bereich Technik, Wirtschaft und Gesundheitswesen an. Es musste aufgrund von Corona seine Unterrichtsart wesentlich schneller und umfassender auf digitale Formate umstellen als ursprünglich geplant und hatte die Möglichkeit, noch während der Bauphase entsprechende Veränderungen am Raumnutzungskonzept des LUVis vornehmen zu können. Denn dass die Kurs- Angebote jetzt ergänzend bzw. vollständig anstelle von Präsenz-Veranstaltungen in Form
von digitalen Unterrichtsstunden in virtuellen Klassenzimmern stattfinden, erfordert mehr Arbeitsplätze in der Verwaltung und damit ein Umdenken sowohl in Raumnutzungskonzepten wie auch der technischen Ausstattung. Im laufen den Rohbaubetrieb wurde die Planung mit dem Projektentwickler HOFF in engem Austausch angepasst, um Mitarbeitenden, Dozent*innen wie Kursteilnehmer*innen den passenden Platz zum Arbeiten, Lernen und für das gemeinschaftliche Miteinander anbieten zu können. „Wir freuen uns, dass sich mit der BildungsAkademie Graf das dritte von vier Dienstleistungsgebäuden am Löwenkreisel mit Leben füllt“, so Ingo Hoff. Der Umzug der BildungsAkademie, die zusätzlich zu der Dortmunder Firmenzentrale an acht weiteren Standorten in NRW vertreten ist, ist für die Jahresmitte geplant.
Der Entwurf des Gronauer Immobilienentwicklers sieht offene Flächen für den Austausch und das gemeinsame Arbeiten vor.
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Turbo gezündet: Nils Voigt rennt seine Konkurrenz seit Wochen in Grund und Boden – und verblüfft dabei sich selbst.
Fernziel Paris Seit Anfang 2021 kooperiert DSW21 eng mit der Sportstiftung NRW. Sieben junge Top-Talente unterstützt das Unternehmen mit einem Stipendium. Drei von ihnen – Nils Voigt (24), Sophie Oksche (26) und Pia Greiten (24) – durchlebten in den vergangenen Wochen die extremen Gefühlslagen des Sports: himmelhoch jauchzend der Leichtathlet, zu Tode betrübt die beiden Ruderinnen.
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einundzwanzig
Der erste Frust über die verpasste Olympia-Qualifikation ist verdaut: Sophie Oksche und Pia Greiten können wieder lächeln – und richten den Blick nach vorne.
Läuft für Nils Voigt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Langstreckler aus Münster, der für den TV Wattenscheid startet und an der RuhrUni Bochum im 6. Semester BWL studiert, pulverisiert seit Wochen seine eigenen Bestmarken. Begonnen hat der Höhenflug im März. Da ging Nils in Dresden erstmals bei einem Halbmarathon an den Start. Trotz widriger Witterung mit Regen und heftigen Windböen wurde er nicht nur auf Anhieb Zweiter, sondern nagelte in 1:01:35 Std. auch noch eine fabelhafte Zeit in den Asphalt. „Ich war“, räumt er ein, „schon irgendwie super-baff!“ – Baff war auch die Fachwelt, als er Anfang Mai bei den Deutschen Meisterschaften über 10.000 m mit persönlichem Rekord von 28:11:31 min. zum Titel raste. Kurz darauf zündete er bei der »Midsummer Track Night« in Wien den Turbo und steigerte sich als Sieger über 5.000 m um 26 (!) Sekunden auf 13:31:68 min. Bääm! „Ehrlich gesagt, mit dem Lockdown im Frühjahr 2020 bin ich erst einmal gar nicht klargekommen“, sagt Nils rückblickend. „Aber im Herbst und Winter habe ich super trainiert.“ Sein Pensum: 160 km in der Woche. Die Corona-Einschränkungen hat er dabei sogar als Vorteil empfunden. Weil der Uni-Betrieb fast ausschließlich digital abläuft, spart er Zeit. Und die ist kostbar, wenn man Hochleistungssport und Studium koordinieren muss. Übrigens: Seine Trainer sehen Nils perspektivisch auf der Marathon-Strecke. Er selbst liebt die Tartanbahn, peilt die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris aber auch eher über die 42,195 km-Distanz an. Olympia 2021 kommt für Nils Voigt noch zu früh. Sophie Oksche und Pia Greiten hingegen hatten
Tokio durchaus im Visier. Doch für beide platzte der Traum in zwei Etappen. Sophie Oksche, vor Jahresfrist bei der Europameisterschaft noch strahlende Silbermedaillen-Gewinnerin mit dem Achter, wurde im April nach EM-Rang fünf in den Zweier ohne Steuerfrau versetzt. Pia Greiten zog vor der EM in der internen Einer-Ausscheidung den Kürzeren, erhielt aber eine zweite Chance im Achter. Bei der finalen Regatta in Luzern reichte es dann für beide Boote nicht. „Klar fällst du erst einmal in ein Loch, wenn du so fokussiert auf ein Ziel hingearbeitet hast“, sagt Sophie Oksche. Sie selbst hatte Anfang 2020 sogar ihr Maschinenbaustudium an der TU Dortmund unterbrochen, um sich komplett auf das Rudern zu konzentrieren. Dann kam die Corona-bedingte Olympia-Absage. Pia Greiten hingegen, 2018 U23-Vizeweltmeisterin im Doppelzweier, machte im vergangenen Sommer erst ihren Bachelor als Wirtschaftsingenieurin. Tokio rückte durch die Verschiebung für sie überhaupt erst ins Visier. Natürlich hätte sie das Ticket gerne gelöst. Doch ihr Ziel war und bleibt: Paris 2024! Und auch Sophie Oksche überlegt. Weil es ja diesmal nur drei Jahre bis zu den nächsten Olympischen Spielen sind. Nur drei Jahre früh aufstehen. Nur drei Jahre Schinderei bei Wind und Wetter. Nur drei Jahre Verzicht und Entbehrungen für das große Ziel. DSW21 wird Nils, Pia und Sophie weiter begleiten. Daumen drücken. Mitfiebern. Am Ende hoffentlich mit ihnen jubeln. Und wenn nicht? Gibt es ein Leben danach. Und für das ist der Sport die allerbeste Schule.
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Auf der Zielgeraden Gemeinsam mit den dortigen Stadtwerken baut DSW21 in Osnabrück ein neues Container-Terminal. Davon profitieren auch der Dortmunder Logistik-Standort und der Klimaschutz. „Mit diesem Projekt stärken wir die Wettbewerbs fähigkeit des Dortmunder Logistik-Standortes“, erläutert DSW21-Verkehrsvorstand Hubert Jung die Beweggründe für das Engagement in Niedersachsen. Potenziale sieht er in der Vernetzung der Osnabrücker Containerverkehre mit der Umschlaganlage am Dortmunder Hafen. Das gemeinsame Logistik- und Logistikserviceange bot könne davon erheblich profitieren. „Gerade mit Blick auf Güterwege wie die neue Seiden straße haben beide Standorte zusammengenommen enorme Entwicklungsmöglichkeiten“, so Jung. „Und nicht zuletzt geht es um effektiven Klimaschutz. Denn wir verlagern Verkehr von der Straße auf die Schiene.“ Nach einem knappen Jahr Bauzeit steht das neue Terminal, das von der Terminalbesitzgesellschaft OS (TBOS) gebaut wird (siehe Info- Kasten), kurz vor der Fertigstellung. „Damit liegen wir voll im Zeitplan, was angesichts der Corona-Pandemie alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist“, so TBOS-Geschäftsführerin Kristina Rummeld. Spektakulärer Höhepunkt
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war der Aufbau der beiden Portalkräne im April. Ein Spezialkran hievte die Trägerteile für die beiden jeweils rund fünfzig Meter breiten und gut vierzig Meter hohen Portalkräne in die Höhe. Die Anlage ist für 150.000 Ladeeinheiten pro Jahr ausgelegt, die von der Straße auf die Schiene umgeschlagen werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 29 Mio. €, dabei kommen rund 22 Mio. € aus Fördertöpfen des Bundesverkehrsministeriums.
Wer steht hinter der TBOS? Die Terminalbesitzgesellschaft OS (TBOS) ist Bauherrin des neuen Containerterminals. Gesellschafter sind DSW21 (49 %) und die Stadtwerke Osnabrück (25 %), die restlichen 26 % der Anteile halten Osnabrücker Spediteure.
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Impressum Herausgegeben von: Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), Unternehmenskommunikation, Leitung: Frank Fligge Redaktion: Britta Heydenbluth (verantwortlich), Sebastian Bickert, Frank Fligge, Christiane Hinkerohe, Thomas Steffen, Marc Wiegand Layout: Christina Sternal
Anschubfinanzierung für den H-Bahn-Ausbau Initialzündung für den weiteren Ausbau der H-Bahn in Dortmund: Das NRW-Verkehrsministerium will Planungsleistungen für die Anbindung des Wissenschafts-Campus an die Stadtbahnlinie U42 und die Anbindung des neuen Stadtquartiers SmartRhino mit insgesamt mehr als 700.000 € fördern. Dabei sind rund 220.000 € der möglichen U42-Anbindung und 500.000 € dem Planungsprojekt Smart Rhino zugeordnet. Mit den Geldern wird die Betreibergesellschaft H-Bahn21 bis Ende 2022 Ingenieur- und Architekten-Leistungen sowie standardisierte Verkehrsgutachten finanzieren.
schubfinanzierung hilft uns ganz entscheidend dabei, die Projekte ans Laufen zu bekommen.“ Hubert Jung, Verkehrsvorstand der H-BAHN21- Muttergesellschaft DSW21 ergänzt: „Das Vorgehen des nordrhein-westfälischen Verkehrsministeriums, einen Planungsvorrat zu bilden, zeugt von Weitsicht. Es wird die Planung von Infrastrukturprojekten beschleunigen. Und es wird in der Konsequenz dazu führen, dass die erhöhten Fördermittel, die Bund und Land über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zur Verfügung stellen, künftig auch tatsächlich abgerufen werden können.“
„Unsere völlig schadstofffrei und autonom fahrende H-Bahn kann ein zentraler Mosaikstein bei der Verkehrswende sein. Dass wir nun gleich für zwei Projekte finanzielle Unterstützung erhalten, zeigt, dass auch das Land ihr eine ganz zentrale Bedeutung beimisst“, sagt H-BAHN21- Geschäftsführer Elmar Middeldorf. „Diese An-
DSW21 habe stets betont, die seit mehr als drei Jahrzehnten bewährte H-Bahn-Technologie weiterentwickeln und das Netz perspektivisch ausbauen zu wollen. Gerade eine Verbindung zwischen dem S-Bahn-Haltepunkt Dorstfeld und dem SmartRhino-Gelände sei dafür geradezu maßgeschneidert, so Jung.
Fotos/Grafiken: Adobe Stock, Christian Bohnenkamp, DOKOM21/ Roland Kentrup, Christoph Fein, ©Farys/BDEW, Felix Habke (myBOO), Dortmund Airport/ Sascha Kamrau, HOFF und Partner, Claudia Posern, Oliver Schaper, Jörg Schimmel, Robert Strehler, Alexandra Völker (Illustration Manga Cover), Wasserwerke Westfalen GmbH, Marc Wiegand Druck: Lensing Druck GmbH & Co. KG, Feldbachacker 16, 44149 Dortmund Verteilung: ORA mbH & Co. KG 0231.56 22 96-57 montags bis donnerstags 9-17 Uhr freitags 9-16 Uhr Höhe der Auflage: 270.000 Internet: www.21.de Redaktion: DSW21, Unternehmenskommunikation, Deggingstraße 40, 44141 Dortmund, Telefon: 955-00 internet@dsw21.de
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Jetz
sen e l e n i l t on
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