Skip to main content

einundzwanzig 1/2019

Page 1

Ausgabe 1/19

GRUPPE Magazin


Inhalt Mobilität + Logistik

Alles, was Gummiräder hat S. 4 Jedes Detail zählt S. 12 Publikumsjoker S. 16 Googeln, wann die Bahn kommt S. 20 Mobiles Gedenken S. 22 „Gut vorbereitet“ S. 23 Trampeltiere und Dreckspatzen zeigen Einsicht S. 24

Mobilität + Logistik | Energie + Wasser

Feiern bei »DORTBUNT!« S. 26

Energie + Wasser

Wärmewende eingeleitet S. 7 Elektrisierendes Erlebnis S. 15 Kulturbeutel S. 27

Lebensräume

Neue technische Welten S. 10

Datennetze

Keine Chance für Cyberangriffe S. 18

1/2019


Seite 7

Seite 12

Seite 18

Seite 23

3


Spezialisten für Linienbusse: André Page (l.) und Thomas Hohfeld (r.).

Alles, was Gummiräder hat Vom Bus bis zum E-Pkw, vom Feuerwehrfahrzeug bis zum Traktor – es gibt praktisch kein Fahrzeug auf vier Rädern, das nicht in der DSW21-Werkstatt in Brünninghausen gewartet, repariert und umgebaut wird.

4

1/2019


Mobilität+ Logistik

Rund 2.800 Fahrzeuge, vom Trecker über das Vorfeldfahrzeug bis zum Linienbus, werden in Brünninghausen betreut.

André Page und Thomas Hohfeld arbeiten heute an einem Linienbus. Sie gehören zu den rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den Kfz-Werkstätten am Betriebshof dafür sorgen, dass die 172 Busse von DSW21 jederzeit einsatzfähig sind: Vom Reifenwechsel über die Wartung der Klimaanlagen oder die Erneuerung der Bremsen bis hin zur Hauptuntersuchung: Es gibt eigentlich nichts, was in der Werkstatt nicht gemacht werden kann. Auch die Beseitigung von Unfallschäden oder die Beklebung mit Werbung wird hier erledigt. Während dies in der Hauptwerkstatt geschieht, kümmert sich die Betriebswerkstatt nebenan um die Reparaturen, die in wenigen Stunden erledigt werden können, und um das Tanken, Waschen und Nachfüllen von Flüssigkeiten. „Unsere Mitarbeiter müssen sehr vielseitig sein“, meint Volker Cyrus, Leiter der Hauptwerkstatt. „Denn wir kümmern uns praktisch um alles, was Gummiräder hat.“ Dazu gehören aber nicht nur die Busse sowie Nutzfahrzeuge und Pkw von DSW21. Während André Page und Thomas Hohfeld haupt­ sächlich an Bussen arbeiten, kümmern sich andere Kollegen auch um Fahrzeuge der Stadt Dortmund, der Feuerwehr und zahlreicher Unternehmen der DSW21-Gruppe. Und so arbeitet nebenan die Kollegin Maike Maidorn an einem Wechsellader der Feuerwehr, während daneben ein Trecker der Stadt Dortmund steht. Weiter hinten wartet ein Rettungswagen oder ein Vorfeldfahrzeug des Airports. „Wir betreuen rund 2.800 Fahrzeuge“, schätzt Volker Cyrus. „Wir

warten und reparieren diese aber nicht nur, wir bauen sie auch nach den Wünschen der Kunden um, das sind eigentlich immer Spezialanfertigungen.“ Zu diesem Komplett-Angebot zählt auch das Lackieren und Bekleben von Fahrzeugen, der Austausch oder die Ausbesserung von Sitzen und die Einrichtung von speziellen Einbauten etwa für Servicefahrzeuge.

Nachrüstung läuft Eine Tätigkeit, die in der Hauptwerkstatt demnächst ansteht, ist die Nachrüstung von EURO Vbzw. EEV-Norm-Bussen. 79 DSW21-Busse erfüllen bereits die EURO VI-Norm, weitere 89 die EURO V- bzw. EEV-Norm, die zwischen V und VI liegt. Alle 172 DSW21-Busse besitzen eine grüne Plakette und sind mit modernen Abgasnachbehandlungssystemen ausgerüstet. Dank einer konsequenten Beschaffungsstrategie ver­ fügt DSW21 damit über eine der umweltfreundlichsten und modernsten Busflotten NRWs. Durch die reguläre Neubeschaffung konnte allein in den vergangenen fünf Jahren der gesamte Ausstoß von Stickoxiden (NOx) in der Flotte um 52 % reduziert werden. Gegenüber dem Jahr 2000 ist der Stickoxid-Ausstoß der Busflotte sogar um rund 87 % zurückgegangen. In der Diskussion um die Luftbelastung durch Dieselfahrzeuge werden Pkw, Nutzfahrzeuge

5


Mobilität + Logistik

Groß, stark, rot: Auch die Fahrzeuge der Feuerwehr werden von DSW21 repariert und gewartet.

und Busse gerne als ein Teil des Problems betrachtet, doch die gesamte Dieselbusflotte hat nur einen Anteil von etwa 5 % an den innerstädtischen NOx-Immissionen. Trotzdem rüstet DSW21 nun noch 37 Busse der EURO V- bzw. EEV-Norm mit verbesserten Abgas-Filtern nach, die den NOx-Ausstoß um bis zu 80 % verringern. „Mit der Nachrüstung erreichen diese Busse Abgaswerte, die so gut oder sogar besser als die von EURO VI sind“, betont Karsten Werner, der in den Werkstätten für die Gesamt-Bus-Flotte verantwortlich ist. „Die nachgerüsteten Filter sollen besonders bei niedrigen Motortemperaturen effizient sein, mit denen wir im Stadtverkehr oft fahren.“ Die Nachrüstung, die pro Bus rund 20.000 € kostet, wird vom Bund zu 80 % gefördert. Aufgrund der geforderten Mindesteinsatzzeit von vier Jahren kommen nur Fahrzeuge mit den Baujahren 2010 bis 2013 infrage.

Für E-Mobilität rüsten Doch die Entwicklung, die auch im Busbereich in den letzten Jahren rasant war, geht weiter: DSW21 plant, ab 2020 nur noch E-Busse anzuschaffen, vorausgesetzt, dass die führenden Hersteller dann serienreife Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl zu wirtschaftlichen Kon-

Maike Maidorn ist eine von rund 110 Mitarbeitern der Kfz-Werkstätten.

ditionen anbieten können. Pro Jahr werden zehn bis 15 E-Busse angeschafft, wobei auch Bestellungen zusammengezogen werden können. Die gesamte Busflotte könnte dann ab 2020 in einem Zeitraum von etwa zehn bis zwölf Jahren elektrifiziert sein. Die Ladung der Busse soll nach jetziger Planung in den ersten Jahren nicht unterwegs im Netz, sondern über Nacht auf dem Betriebshof in Brünninghausen erfolgen. Das bedeutet, dass die Energieversorgung des Betriebshofes aufwendig ausgebaut werden muss. Lade- und Betriebskonzepte müssen erarbeitet und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus- und weitergebildet werden. Es kommen also eine Menge Veränderungen auf die Werkstatt zu. „Die Anforderungen an unsere Mitarbeiter verändern sich ständig“, meint Volker Cyrus abschließend. „Ich habe noch Kfz-Schlosser gelernt, die jungen Kollegen wie André Page, Thomas Hohfeld und Maike Maidorn sind schon Kfz-Mechatroniker und nun kommen die ersten Auszubildenden mit der Fachrichtung Hochvolt- und Systemtechnik dazu.“ Eins aber bleibt: „Wir kümmern uns weiterhin um alles, was Gummiräder hat!“

Auch die Nachrüstung mit verbesserten Abgasfiltern erfolgt hier.

6

1/2019


Die Projekte Martinstraße, Luisenstraße, Anbindung Kaiserstraßenviertel, Lange Straße und Schmiedingstraße werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Moderne Heißwasserleitungen anstelle von Dampfleitungen: DEW21 baut das Wärmenetz in der City um.

Wärmewende eingeleitet Das kommunale Energieunternehmen DEW21 nimmt mehr als 100 Mio. € in die Hand, um bis 2023 eine klimafreundliche Wärmeversorgung der Dortmunder Innenstadt sicherzustellen. Die urbane Wärmewende ist bereits in die heiße Phase gestartet: Aktuell werden an sechs Standorten moderne Heißwasserleitungen verlegt. „Mit dem nachhaltigen Umbau der Wärmeversor­ gung in der Innenstadt liefern wir den größten Beitrag für die Energiewende und CO2-­Senkung in Dortmund.“ So skizziert Peter Flosbach, Technischer Geschäftsführer bei DEW21, die ökologische Tragweite des Mammutprojekts Wärmewende. Bislang wurde aus Erdgas erzeugte Wär­ me in das vorrangig aus den 1950er Jahren stam­ mende Dampfnetz eingespeist. Künftig setzt DEW21 auf industrielle Abwärme der Deutschen Gasrußwerke (DGW) mit Sitz am Dortmunder Ha­ fen. Allein durch diese Umstellung von Gas auf Abwärme können jährlich 45.000 Tonnen CO2 ein­ gespart werden. Dies entspricht dem CO2-­Aus­ stoß von 30.000 Pkw. Die Abwärme soll teilweise direkt ins Netz eingespeist und teilweise bei DGW in einem Kraft-­

Wärme-Kopplungs-Prozess verstromt und danach eingespeist werden. Moderne Heißwasserleitungen mit überschaubaren Wärmeverlusten anstelle alter Dampfleitun­ gen, heißt die Devise. Dazu soll das neue City-Ver­ sorgungsnetz an das vorhandene Heißwassernetz in der Nordstadt gekoppelt werden. DEW21 möchte zudem eine Verbindung zu seinem Stand­ ort in Lindenhorst legen. In die Wärmewende in­ vestiert das Unternehmen über 100 Mio. €. Die Bauprojekte Anbindung Kaiserstraßenviertel, Lui­senstraße und Martinstraße (siehe folgende Sei­ten) werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 1,27 Mio. € gefördert, die Projekte Lange Straße und Schmie­dingstraße mit 1,32 Mio. €.

7


Energie + Wasser

Die Wärmewende in der Dortmunder City ist bereits in vollem Gange. Ein Überblick über die aktuellen Bauprojekte:

Bauprojekt Westtrasse Im Rahmen dieses Bauprojektes werden insgesamt 1,6 Kilometer lange neue Leitungen verlegt. Die Arbeiten finden an drei Stellen parallel statt: an der Grünen Straße in Richtung Schützenstraße sowie am Hohen Wall in Richtung Rheinische Straße und in der Brinkhoffstraße zwischen dem Wall und der Bahnhofstraße. Insbesondere am letztgenannten Abschnitt wird es zu stärkeren Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. DEW21 bemüht sich nach Kräften, diese so gering wie möglich zu halten. Bereits für Juli ist der Abschluss dieses Bauprojekts eingeplant.

Bauprojekt Lange Straße Von der Kreuzung Humboldtstraße ausgehend verlegt DEW21 ab April eine rund 450 Meter lange Leitung zur neu entstehenden Energiezentrale in der Adlerstraße. Dazu muss die Lange Straße abschnittsweise vollgesperrt werden. Erreicht die Baustelle die Kreuzung Möllerstraße, wird es dort zu stärkeren Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, die allerdings vorrangig die Wochenenden betreffen. Anwohner wurden bereits auf Info-Veranstaltungen über die Details informiert. Im Herbst 2019 soll diese Maßnahme abgeschlossen sein

Bauprojekt Luisenstraße Um Leitungen mit einer Gesamtlänge von 600 Metern geht es bei diesem Bauprojekt. Betroffen ist die Johannesstraße zwischen Hausnummer 24 und der Poststraße. Zudem starten voraussichtlich im Laufe des März zusätzliche Arbeiten an der Poststraße selbst. Diese muss dafür halbseitig gesperrt werden. Die Leitungsarbeiten in der Luisen­ straße selbst wurden bereits abgeschlossen. Diese Baumaßnahme insgesamt dauert voraussichtlich bis in den Sommer 2019 hinein.

8

1/2019


Energie + Wasser

Bauprojekt Anbindung Kaiserstraßenviertel Aufgrund von Leitungsarbeiten zwischen Hausnummer 26 und 42 ist die Lübecker Straße bereits seit Mitte Januar voll gesperrt. Parallel dazu verlegt DEW21 am Grünstreifen im Bereich Gronaustraße ebenfalls neue Leitungen. Die Leitungslänge beträgt insgesamt 800 Meter. Im Laufe des Sommers sollen die Bauwerkzeuge wieder eingepackt werden.

Bauprojekt Martinstraße Auf einem insgesamt 250 Meter langen Teilstück zwischen Westenhellweg und dem Kreisverkehr vor der Thier-Galerie bringt DEW21 neue Leitungen unter die Erde. Diese Baumaßnahme wird im Laufe des Sommers abgeschlossen sein.

Bauprojekt Schmiedingstraße Im Laufe des März beginnt DEW21 damit, auf einem etwa 400 Meter langen Teilstück zwischen Wallstraße und Katharinenstraße neue Leitungen zu verlegen. Auch die Katharinenstraße wird von diesem Projekt, das bis in den Sommer hinein andauert, direkt betroffen sein.

Echte Wärme für Dortmund „Parallel zum klimafreundlichen Ausbau des Wärmenetzes haben wir für unsere Kunden neue bedarfsgerechte Wärmeangebote entwickelt. Unsere Echte Wärme-Produkte garantieren maximale Klimafreundlichkeit sowie absolute Transparenz durch feste Jahresgrund- und Wärmeverbrauchspreise. Dazu liefern wir jeweils die individuell passende Technik und einen ausgefeilten Rundum-Service. Weitere Informationen dazu gibt es unter dew21.de/echte-waerme.“ Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung

Umfassende Informationen zu allen aktuellen Bauprojekten der Dortmunder Wärmewende finden Sie unter www. dew21.de/iq

9


Neue technische Welten DOGEWO21 unterstützt ältere Mieter im Umgang mit Smartphones, Tablets und Co. Zusammen mit dem Diakonischen Werk bietet das Dortmunder Wohnungsunternehmen in den Nachbarschaftsagenturen kostenlose Mitmach-Kurse an, in denen auch Hintergründe aufgedeckt werden. Wer mit Schallplatten-Spieler und Wählscheiben-Telefon groß geworden ist, sieht sich heute mit einem neuen Universum an technischen Geräten konfrontiert. Ohne das entsprechende Grundwissen im Umgang mit PC, Tablet und Smartphone liegen daher viele Annehmlichkeiten des modernen Lebens jenseits einer unüberwindbaren Hürde. Unterwegs die E-Mails checken, Terminabsprachen in der WhatsApp-­ Gruppe: All das bleibt schlicht unmöglich. „Damit wollten sich unsere Mieter nicht abfinden und haben uns vor mehr als drei Jahren auf dieses Thema angesprochen. Das war damals der entscheidende Impuls, die kostenlosen Kurse für

10

Senioren anzubieten“, berichtet Katja Sievert von der Sozialen Quartiersentwicklung bei DOGEWO21. Dabei ist der Begriff Kurs in diesem Zusammen­ hang durchaus etwas dehnbar. „Wir sind nicht in der Schule, sondern legen Wert auf eine unge­ zwungene und angenehme Lernatmosphäre“, be­ tont Dozent Bruno Brödner und fügt an: „Jeder findet mit seinem individuellen Anliegen Gehör. Auch der Austausch der Teilnehmer untereinander spielt eine große Rolle.“ Der IT-Experte möchte seinen Schützlingen nicht nur konkrete Fertigkeiten wie das punktegenaue Wischen über das Display vermitteln, son-

1/2019


Lebensräume

„Unterwegs E-Mails abrufen oder spontan etwas im Internet nachlesen – das Smartphone bietet viele interessante Möglichkeiten. Wir haben uns vor einigen Wochen eines gekauft und tasten uns jetzt Schritt für Schritt an die Bedienung heran.“ Kursteilnehmer Ingrid und Georg Scholz

„In den Kursen kann man sich eine Menge Anregungen holen. Mich interessiert beispielsweise, welchen Nutzen die vorinstallierten Apps auf meinem Smartphone haben und auf welche ich vielleicht verzichten kann.“ Kursteilnehmer Rolf Krönke

„Fotos von Freunden oder Urlauben vom Smartphone auf den Laptop übertragen und dort übersichtlich in Ordnern sortieren – das beschäftigt uns gerade.“ Kursteilnehmer Barbara und Werner Jungwirth

dern auch über Hintergründe aufklären. „Viele Programme und Apps sind kostenlos. Man muss aber wissen, dass man diese quasi mit der Herausgabe seiner Daten bezahlt.“ Daneben schärft er den Teilnehmern auch die existenzielle Bedeu­ tung von regelmäßigen Back-ups ein. Häufig sind es gerade Kleinigkeiten, die die Senioren im Umgang mit Smartphone und Co. verunsichern können. Wenn Google etwa nach einem normalen Login eine Bestätigungsmail versendet, löst dies schon einmal Stirnrunzeln aus. Brödner: „Für junge Leute sind solche Prozesse eine gelernte Selbstverständlichkeit, ältere Generationen müssten diese von Grund auf lernen. Das ist aber auch keine Wissenschaft. Wer sich mit gesunder Neugier dem Thema nähert, wird schnell viele Zusammenhänge durchblicken.“

Kostenlose Kurse in allen Nachbarschaftsagenturen Seit mehr als drei Jahren bietet DOGEWO21 in Kooperation mit dem Diakonischen Werk kostenlose Kurse für technikinteressierte Senioren an, die ein wenig Unterstützung im Umgang mit PC, Tablet oder Smartphone benötigen. Die Kurse finden in verschiedenen Zeitabständen und mit unterschiedlichen Schwerpunkten in allen vier Nachbarschaftsagenturen statt: an der Gesslerstraße 2 in Wambel, am Langeloh 18 in Löttringhausen, am Brütingsweg in Wickede und in der Strünkedestraße 33 in Mengede. Detaillierte Informationen dazu gibt es unter www.nachbarschafts-agentur.de und bei Katja Sievert von der Sozialen Quartiersentwicklung bei DOGEWO21 unter der Rufnummer 0231.1083-321.

11


Jedes Detail zählt Erst haben sie die »Vertrouwen« auf Vordermann gebracht. Jetzt nehmen sich die Aktiven von »ZWAR« ein weiteres Boot vor: Sie restaurieren die »Rival«, ein Plattbodenschiff, das 1908 erstmals vom Stapel gelaufen ist. 75 Mitglieder der Initiative ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) haben 1984 den mehr als 120 Jahre alten Frachtensegler »Vertrouwen« gekauft und mit eigenen Händen wassertüchtig gemacht. Nun haben sie sich ein zweites altes

12

Schiff zugelegt und wollen einmal mehr beweisen, dass handwerkliches Geschick zu etwas Schmuckem führen kann: »Rival« heißt das Plattbodenschiff, mit dem sie ihr neues Abenteuer starten. Wer das 1908 in Holland vom

1/2019


Mobilitiät + Logistik

Handwerkliches Geschick ist bei jedem einzelnen Arbeitsschritt gefragt.

Stapel gelaufene Boot sieht, wie es im Wasser des Schmiedinghafens dümpelt, der ahnt: Die ZWAR-Segler müssen über reichlich Vertrauen in ihre Fertigkeiten verfügen. Matt im Lack und angeschlagen in der Kondition liegt die 20,48 m lange und 4,08 m breite »Rival« am Kai. Bereits abgebaut sind die zwei Seitenruder, blank ist nichts mehr an ihnen. Unter Deck der »Rival« sieht es kaum besser aus als oben. Etwas verloren steht die Figur einer einen halben Meter hohen Meerjungfrau auf dem Tisch. Vom Gesamtzustand des Schiffes lässt sich Harry Naujoks nicht beeindrucken: „2.000 Arbeitsstunden und 30.000 € Materialkosten“, überschlägt er kurz den Rahmen dessen, was auf den Verein zukommt. Fertigstellung: „etwa 2020.“ Denn das macht den eingetragenen Verein aus: Er ermöglicht ein Zusammentreffen von Leuten verschiedener Talente. „Wir haben Elektriker, Ingenieure, Ärzte, Zimmerleute unter uns“, sagt Heike Reinemann – mit anderen Worten: „Wir können alles selbst.“ Mit Beistand von oben sogar, weil auch ein Pfarrer dabei ist. Kurze Erklärung: ZWAR (»Zwischen Arbeit und Ruhestand«) ist ein 1979 ins Leben gerufenes soziales Netzwerk, das Menschen ab 55 Jahren die Möglichkeit eröffnet, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Das geht weit gefächert von Nordic Walken über Vorlesen in der Schule oder Nachbarschaftshilfe bis eben zu solchen größeren Projekten. Mit dem Projekt »Rival« steht wieder eine Menge Arbeit ins Haus. Weswegen weitere Aktive

gesucht werden. Da die klassische Zielgruppe der ZWAR durch den allgemein späteren Eintritt in die Rente immer kleiner werde, suche man nun auch jüngere und noch berufstätige Dortmunder, die Freude an den historischen Schiffen haben. „Wir freuen uns über Mitstreiter aus allen Altersklassen: Arbeit und Spaß haben wir reichlich“, sagen Naujoks und der 2. Vorsitzende Frank Reinemann unisono.

Analog, mechanisch, handwerklich: Jedes Detail hat seine Geschichte.

Der Gedanke ans zweite Schiff ist quasi durch das erste möglich geworden, weil man mit der »Vertrouwen« jenes Geld erwirtschaftet hat, das nun in die »Rival« gesteckt werden muss. Der Kahn lag ebenfalls im Greifswalder Museumshafen, der Eigentümer wollte ihn loswerden. „Wir sind zu fünft hochgefahren, um zu gucken, ob das etwas für uns ist“, erzählt Naujoks. Sie hatten ein Ultraschallmessgerät dabei, und

13


Mobilität + Logistik

2.000 Arbeitsstunden müssen in das alte Schiff im Dortmunder Hafen gesteckt werden.

das Ergebnis des Schiffsbodentests hat sie überrascht: „Das Metall hat eine Wandstärke zwischen 4,8 und 5,8 Millimeter – das ist für den Teil, der im Wasser liegt, unwahrscheinlich gut. Auch die Schraube ist in Ordnung.“ Jedenfalls: Die »Rival« legte die Strecke Greifswald – Dortmund mit eigener Kraft zurück. Motor-Spezialist Horst Bahr hat sich dann gleich des alten 6-Zylinder-Dieselmotors von 1954 angenommen, der aus 13,5 Litern Hub­ raum 100 PS schöpft. Komplett gereinigt, Ventile eingestellt. Alles Wichtige zeigte sich in bes-

serem Zustand als angenommen. Der Preis: „1 € plus Übernahme ausstehender Liegegebühren in Höhe von 400 €.“ Wenig Geld für viel Masse. „Wir fangen mit den leichten Arbeiten an“, sagt Naujoks, „erstmal aufräumen und eine Ist-Aufnahme machen.“ Da reicht fürs Erste ein Blick nach links und rechts. Überall springt einen die Arbeit an.„Für das Steuerrad jedenfalls haben wir schon eine Spende bekommen“, freut sich Naujoks. Und die Meerjungfrau will Heike Reinemann wieder zum Strahlen bringen. Weitere Infos: www.vertrouwen.de

„Nachkaufen ist nicht“: Alles wird restauriert und repariert.

14

1/2019


Energie + Wasser

Elektrisierendes Erlebnis Vom 5. bis zum 7. April lädt das Dortmunder Energieunternehmen DEW21 zum vierten Mal zum E-Bike Festival in die City. Das größte Event seiner Art in Europa wartet mit 900 Testrädern, 150 Ausstellern und einem bunten Familienprogramm auf. Selber testen, kommt am besten: Daher stehen den Besuchern des »DEW21 E-BIKE Festival Dortmund 2019 presented by SHIMANO« vom 5. bis zum 7. April rund 900 elektrisch angetriebene Testräder zum Ausleihen zur Verfügung. Daneben bietet Europas größtes E-Bike-Event mit seinen mehr als 150 Ausstellern einen Überblick über die neuesten Innovationen und Trends sowie ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt. „Das E-Bike ist der perfekte Einstieg in die E-Mobilität, eine echte Chance im urbanen Raum“, betont Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung. Das Rad helfe nicht nur dabei, CO2, Feinstaub und Lärm zu reduzieren, sondern könne zudem multifunktional eingesetzt werden: als Cityrad, Mountainbike, Rennmaschine oder Lastenrad. Beispielsweise beim E-MTB- oder Cargo-Bike-Rennen können die Besucher dies aus nächster Nähe verfolgen. Buntes Familienprogramm am Sonntag Abgerundet wird das Programm des dreitägigen Festivals, das sich auf den Flächen rund um die Reinoldikirche und in den Fußgängerzonen Al-

ter Markt und Kleppingstraße abspielen wird, von einem Experten-Symposium, einem hochkarätigen Musik-Programm sowie den beliebten DEW21-Thementouren. Diese führen diesmal zum Deusenberg oder entlang alter Indus­ triestandorte. Beim Familientag am 7. April stehen abschließend die kleinen Festivalbesucher im Vordergrund. Sie erwartet neben Kreativ- und Schmink­ stationen das Wassermobil, ein Kinder­ zirkus und eine Zaubershow. Und natürlich können sie in der SHIMANO Test Area auch selber in die Pedale treten.

Das DEW21 E-Bike-Festival Dortmund Von Freitag, 5. April, ab 14.00 Uhr, bis Sonntag, 7. April, 17.00 Uhr, im Bereich Reinoldikirche, Alter Markt und Kleppingstraße. www.ebike-festival.org

15


Zehn Tage dauerte der Sitztest. Der Gewinner steht nun fest.

Publikumsjoker Bereits vor vier Jahren hat DSW21 seine Fahrgäste über neue Stadtbahn-Sitze abstimmen lassen. Nach den Wünschen der Fahrgäste wurde ein Modell ausgewählt. Über die Details des endgültigen Sitzes durften die Fahrgäste im Januar noch einmal entscheiden. Zur Auswahl bei diesem »Publikumsjoker« standen sechs Varianten. Bereits beim ersten Sitztest im Jahr 2015 war die Resonanz sehr groß. Auch dieses Mal stimm­ ten die Fahrgäste mit Begeisterung und vor allem der eigenen »Rückseite« ab. „Schön, dass ihr uns fragt…“ Solche Aussagen hörte man im Januar oft in der Bahn, in der die Fahrgäste die sechs Varianten des Sieger-Sitzes testen konnten. Rund 1.100 Fahrgäste beteiligten sich in zehn Tagen an der zweiten Auflage des Sitztestes. Um möglichst viele Kundinnen und Kunden zu befragen, war die Bahn auf verschiedenen Linien unterwegs. DSW21-Auszubildende ermittelten

16

mithilfe eines kurzen Fragenbogens, auf welchem Sitz die Fahrgäste am liebsten Platz nahmen. Zur Auswahl standen eine dicke oder dünne Polsterung, ein Stoff- oder Kunstlederbezug sowie eine normale oder hohe Lehne. „Das Ergebnis zeichnete sich relativ schnell ab“, so Torge Gebhardt vom DSW21-Verkehrsmarketing. „70 % der Kunden wünschen sich eine dicke Polsterung, außerdem favorisieren 69 % einen Stoffbezug. Und eine Mehrzahl von 60 % bevorzugt eine höhere Lehne.“ Hat ihn das Ergebnis überrascht? „Wir sind den Test völlig ergebnis­ offen angegangen. Wir hatten allerdings vermutet, dass das Kunstleder besser abschneidet,

1/2019


Mobilität + Logistik

Insgesamt zehn Auszubildende unterstützten Torge Gebhardt (Verkehrsmarketing) beim Sitztest.

weil uns die Fahrgäste in der ersten Befragung signalisiert hatten, dass ihnen Hygiene sehr wichtig ist. Letztendlich scheint bei den meisten dann aber doch die Bequemlichkeit den Ausschlag gegeben zu haben.“ Ein paar Details bei Form und Einbau des Siegersitzes müssen nun noch geklärt werden, dann kann die Bestellung für die rund 5.000 Sitze rausgehen. „Das hat gesessen“, meint Geb­ hardt abschließend. „Wir bedanken uns bei allen Fahrgästen, die die Probe auf’s Exempel gemacht haben.“ Neue und modernisierte Stadtbahnen 64 Hochflurwagen werden modernisiert, 24 bis 26 Bahnen neu angeschafft – das B-Wagen-­

Projekt ist ein echtes Schwergewicht. Nicht nur bei der Anzahl der Bahnen oder dem Auftragsvolumen von 195 Mio. €, sondern auch beim Anspruch, die alten Bahnen so zu modernisieren, dass sie baugleich mit den neuen Fahrzeugen sind. Die Bahnen für die Linien U41, U42, U45, U46, U47 und U49 werden außen wie innen weitestgehend identisch und für die Fahrgäste nicht zu unterscheiden sein – das gilt auch für die Sitze. Der Auftrag wurde im April 2018 an HeiterBlick (Mechanik) und Kiepe Electric (Elektrik) vergeben. Das erste neue Fahrzeug soll nach jetzigem Stand Ende 2020 eintreffen und könnte ab Anfang 2021 eingesetzt werden. Parallel zum Eintreffen der ersten neuen Fahrzeuge bei DSW21 wird die Modernisierung der älteren Fahrzeige beginnen.

64 Hochflurbahnen werden modernisiert. Auch sie erhalten den Gewinner-Sitz.

17


Keine Chance für Cyberangriffe Es trifft den privaten Nutzer genau so wie große Unternehmen: Cyberangriffe nehmen zu, die Betroffenen geraten mächtig in Bedrängnis, vom wirtschaftlichen Schaden einmal ganz abgesehen. Gut, dass DOKOM21 seinen Privat-Kunden mit dem Sicherheitspaket von G Data alle Möglichkeiten bietet, das eigene Netzwerk wirkungsvoll vor Malware, Trojanern oder Spyware zu schützen.

18

1/2019


Datennetze

Sicheres Internet für die ganze Familie: DOKOM21-­ Kunden surfen mit dem optional zubuchbaren G Data Sicherheitspaket, das für PC, Tablet und Smartphone erhältlich ist.

Cyber-Kriminalität – das meint das illegale Abgreifen privater, persönlicher oder geschäftlicher Daten und Informationen durch Unbefugte. Tref­ fen kann es jeden, doch es gibt effektive Methoden, sich vor Cyberangriffen zu schützen. Das fängt schon bei dem eigenen Computer bzw. Tablet oder Smartphone an: Das Betriebssystem sollte immer auf dem neuesten Stand sein, daher sollten Nutzer regelmäßig prüfen, ob es Updates gibt. Gleiches gilt für installierte Anwendungen: Veraltete Programme bieten immer eine Angriffsfläche, die sich Kriminelle zunutze machen können. Auch sollte man keinesfalls auf Antivirenprogramme und Firewalls verzichten: Sie sind trotz der immer komplexer werdenden Bedrohungen ein absolutes Muss und in der jeweils aktuellsten Version in der Lage, alltägliche Gefahren und größere Schäden zu verhindern. DOKOM21-Kunden erhalten effektiven Schutz mit dem umfangreichen Sicherheitspaket von G Data: Es wehrt Schädlinge wie Viren, Spam-EMails und weitere Online-Bedrohungen ab und kann für monatlich nur 2,98 €* zum aktuellen Vertrag dazugebucht werden. „Wir möchten es unseren Kunden so einfach und bequem wie möglich machen und haben daher mit G Data ein sehr umfassendes Paket zusammengeschnürt, das neben einer proaktiven Erkennung von Viren auch Tools zum sicheren Online-Banking und Online-Shopping umfasst, Updates ver-

waltet, vor manipulierten USB-Geräten schützt und SSL-verschlüsselte Mails sofort beim Eintreffen auf schädliche Anhänge und andere verdächtige Inhalte scannt, um nur einige Features zu nennen“, so DOKOM21-Geschäftsführer Jörg Figura. Für Smartphone und Tablet umfasst das Sicherheitspaket außerdem eine App-Kontrolle mit Passwortschutz, die heimliches Ausspionie­ ren erkennt und Eltern bestimmen lässt, welche Apps der Nachwuchs wann und wie lange nutzen darf. Apropos Nachwuchs: Ein Kinderschutz für altersgerechtes Surfen ist natürlich ebenfalls Bestandteil des Sicherheitspakets. „Das G Data-Sicherheitspaket schützt PCs, Smart­ phones und Tablets und somit mehrere Geräte gleichzeitig. Es sorgt dafür, dass die ganze Fami­ lie unbeschwert im Internet surfen kann“, so Jörg Figura. Auf technischer Ebene sind die Kunden also sehr gut abgesichert. Wer zusätzlich sichere Passwörter verwendet, diese und PINs nicht an Dritte herausgibt und generell ein waches Auge beim Surfen im Netz hat, erhöht seinen persönlichen Schutz noch einmal um ein Vielfaches. Weitere Informationen zu Tarifen und Produkten von DOKOM21 gibt’s hier: www.dokom21.de * Alle Preise inkl. MwSt.; die Mindestvertragslaufzeit von Optionen beträgt 12 Monate. Nur in Verbindung mit einem DOKOM21Internet-Anschluss verfügbar.

19


Googeln, wann die Bahn kommt Fast jeder Deutsche benutzt Google als Suchmaschine. Der Routenplaner von Google Maps erfreut sich ebenfalls sehr großer Beliebtheit. Seit kurzem enthält er jetzt auch die DSW21-Fahrplandaten. Wer mit der Bahn z. B. von der Immermannstraße nach Hörde will, gibt diese Verbindung unter dem Zugsymbol im Routenplaner der Anwendung ein und erhält eine Auskunft, die auf den aktuellen Fahrplandaten basiert. „Es handelt sich um dieselben Daten, die auch in der Elek­ tronischen Fahrplanauskunft, auf bus-undbahn.de und in unserer DSW21-App abrufbar sind“, erklärt DSW21-Verkehrsplaner Mike Bonkowski. Das Unternehmen ist damit das vierte Unternehmen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr

20

(VRR), das diese Auskunft unter eigenem Namen anbietet. Bei DSW21 werden sogar die Störungen und Abweichungen bei Google Maps an­ gezeigt: Wenn eine Linie eine Umleitung wegen einer Baustelle fahren oder eine Haltestelle verlegt werden muss, erhalten die DSW21-­Kun­ den hier eine Meldung – auch wenn diese Änderungen nicht mehr in den Fahrplan aufgenommen werden konnten. Eine Meldung gibt es zudem auch für den Fall, dass einer der Aufzüge im Stadtbahnbereich gestört sein sollte.

1/2019


Mobilität + Logistik

Die Fahrplanauskunft auf Google Maps ist eine gute Ergänzung zu den bestehenden Kanälen, findet Verkehrsplaner Mike Bonkowski.

die diese weitergehenden Informationen auf Google Maps anbieten“, so Bonkowski.

Alle planbaren Änderungen sind bei Google Maps ohnehin abrufbar. So werden z. B. die geänderten Fahrten der Linien 437, 440 und NE40 aufgrund der Großbaustelle Schüruferstraße, aber auch die Shuttle-Busse beim BVB-Heimspiel oder die Sonderbusse zur Warsteiner Music Hall bei Konzerten angezeigt. Auch die Sonderfahrten beim Kirchentag im Juni werden hier erscheinen. „Wir gehören damit vermutlich zu den ersten Verkehrsunternehmen der Region,

Natürlich sind all diese Informationen in identischer Form in der Fahrplanauskunft auf www. bus-und-bahn.de, der DSW21- sowie VRR-App vorhanden und werden dort auch fleißig abgerufen. Fahrgäste haben nun aber einen Kanal mehr, den sie nutzen können und in dem sie für eine Strecke direkt die verschiedenen Verkehrs­ mittel miteinander vergleichen können. „Neben unseren eigenen Medien können sie nun zusätzlich das am stärksten genutzte Auskunftsmedium im Internet nutzen“, fasst Bonkowski den Vorteil zusammen. Ein Angebot, das nicht nur für die Dortmunderinnen und Dortmunder einen Mehrwert darstellt, sondern auch auswär­ tigen Fahrgästen zugutekommt, die die Webseite oder App nicht kennen und DSW21 einfach googeln. Seit Ende Oktober 2018 sind die Fahrplandaten auf Google Maps verfügbar – und der Service wird bisher gut angenommen. Die Entwicklung ist noch nicht zu Ende, so der Verkehrs­ planer: „Der nächste Schritt ist dann eine Echtzeitauskunft. Dies wird sicherlich in naher Zukunft möglich sein.“

Ob auf dem PC, Tablet oder Handy: Alle DSW21-Verbindungen werden angezeigt, auch geplante Änderungen oder Sonderverkehre.

21


DSW21, hier vertreten von Arbeitsdirektor Manfred Kossack, unterstützte die Idee des Jugendrings gerne.

Mobiles Gedenken Muss das Gedenken an den Holocaust immer still und andächtig sein? Nein, dachte sich der Dortmunder Jugendring und plante zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar eine Sonderbahn mit Auftritten zahlreicher Künst­ler. Eine Idee, die DSW21 gerne unterstützte.

22

Die Idee und das Programm für die Gedenkveranstaltung mit ihrem mobilen Veranstaltungsort kam vom Jugendring, der ein Zusammenschluss von rund 30 Dortmunder Jugendverbänden ist. Die Gedenkbahn wurde von DSW21 bereitgestellt, auch das Bekleben der Bahn übernahm DSW21.

positiven Werten des Miteinanders zu handeln. Eine Botschaft, die zeitlos gültig ist: Die Bahn wird deshalb weiterhin auf den Linien U43 und U44 im Stadtbild unterwegs sein.

Große Schriftzüge auf der Bahn werben für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte und rich­ ten sich gegen Antisemitismus und Rassismus. Mit dem Anspruch »erinnern – nachdenken – han­deln« soll nicht nur an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, sondern die Menschen sollen auch ermuntert werden, über die Gesellschaft nachzudenken und nach den

Gedenken an den Holocaust Der 27. Januar ist der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Er wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust eingeführt. Der Tag markiert den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945.

1/2019


Mobilität + Logistik

„Gut vorbereitet“ Die Bayern und Österreicher haben es in diesem Winter erleben müssen: Ein Wintereinbruch kann überraschend und heftig sein. Aus diesem Grund hat der Dortmunder Flughafen beim Winterdienst auch nichts dem Zufall überlassen. Bereits im August bereiten sich die Mitarbeiter auf die Wintersaison vor: Jährliche Schulungen, ein volles Lager an Salzen und Spezialflüssigkeiten gegen Schnee und Eis sowie eine einsatztüchtige Fahrzeugflotte. Alles notwendig, um bei schlechter Wetterprognose kurzfristig und effektiv handeln zu können. „Die Arbeit im Winterdienst ist eine ganz spezielle. Zu nachtschlafender Zeit muss jeder Fahrer hochkonzentriert sein. Das ist eine Herausforde­ rung“, so Ralf Rademacher, Bereichsleiter Flug­ zeugabfertigung. Kehrblasgeräte, Fräse, Sprüh­ geräte, Schneeschilder und allerlei Kleingeräte stehen dem Bodenverkehrsdienst zur Verfügung. Damit werden Vorfeld, Zubringerwege sowie Start-

und Landebahn von Schnee und Eis befreit. Insgesamt eine Fläche von 330.000 m². Auch die Enteisung von Flugzeugen übernehmen die Mitarbeiter des Bodenverkehrsdienstes. Der Winterdienst des Flughafens arbeitet mit Spezialfahrzeugen, die Feuchtsalze oder Runway-Enteisungsflüssigkeiten wie »ClearWay« grammgenau ausgeben können, um die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten und Schäden an Flugzeugen zu vermeiden. Auch um die »land­ seitige« Räumung – also um Gehwege, Straßen und Parkplätze vor dem Terminal – kümmern sich die Flughafen-Mitarbeiter. Thomas Surmann, Verkehrsleiter vom Dienst: „Wir waren gut auf den Winter vorbereitet.“

23


Trampeltiere und Dreckspatzen zeigen Einsicht Sie heißen Ole, Doro, Tine und Rudi und sind gerne in Bus und Bahn unterwegs. Die Vier sind die Paten der neuen Aktion für mehr Rücksichtnahme von DSW21. Sie wissen, wovon sie reden – und sind dabei durchaus einsichtig…

Ole Ohrwurm „Ich weiß, ich habe einen super Musikgeschmack und gute Kopfhörer und höre meine Musik deshalb gerne im Bus oder in der Bahn. Ja, stimmt, manchmal bin ich dabei zu laut unterwegs und nerve die anderen. Deren Musik möchte ich schließlich auch nicht mithören – wer weiß, was die für einen Geschmack haben. Mein Vorsatz? Öfter mal den Regler runterdrehen.“

Doro Dreckspatz „Ja, gerade habe ich gesehen, wie jemandem ein Hamburger runtergefallen ist. Das war eine Riesensauerei. Und mir ist letztens das Eis in der Hand zerlaufen, das hat richtig getropft. Das möchte ich im Bus oder in der Bahn nicht auf dem Boden haben. Auch auf dem Sitz fände ich das alles andere als prickelnd. Mein Vorsatz? Hamburger und Eis aufessen, bevor ich einsteige.“

24

1/2019


Mobilität + Logistik

Tine Trampeltier „Ich gebe es zu, manchmal stehe ich schon im Weg. Ich bleibe dann im Türbereich, weil ich denke: Dann geht das Aussteigen schneller. Dann stehe ich aber den anderen im Weg. Das ist besonders auch für Leute mit Kinderwagen oder Rollstuhl blöd. Und die Bahn kann vielleicht nicht sofort abfahren. Mein Vorsatz? Öfter mal den Weg frei machen.“

Rudi Rampensau „Mmm, es stimmt, ich habe eine Menge zu erzählen. Gerne telefoniere ich ausgiebig in der Bahn oder im Bus, da habe ich ja Zeit, weil ich nicht selbst fahren muss. Dabei kann es schon mal ein bisschen lauter werden. Außerdem quatsche ich ziemlich oft über Sachen, die vielleicht nicht jeden was angehen. Mein Vorsatz? Öfter mal einen Gang zurück schalten.“

Aktion zur Rücksichtnahme Seit März wirbt DSW21 im Rahmen der Aktion »Die hohe Kunst der Rücksichtnahme« für ein besseres Miteinander in Bus und Bahn. In den nächsten Monaten wird es zahlreiche Werbemaßnahmen und Überraschungen zu diesem Thema geben. Stefan Ganslmayer, Leiter des DSW21-Verkehrsmarketings, dazu: „Wir greifen damit ohne erhobenen Zeigefinger Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden auf, die auch von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bestätigt werden. Die Fahrgäste fühlen sich vor allem von Mitfahrern gestört, die die Türen blockieren und die laut telefonieren und Musik hören. Außerdem stört es die Fahrgäste, wenn offene Speisen in Bus und Bahn gegessen werden und es zu Verschmutzungen kommt.“ Mehr Rücksichtnahme kann also die Nerven aller schonen – und das ist dann gar keine hohe Kunst.

25


Mobilität + Logistik | Energie + Wasser

»DORTBUNT!« wird von zahlreichen Partnern, darunter auch Unternehmen der DSW21-Gruppe, unterstützt.

t s e f y C i t . Mai 2019 12

11. +

o Sa | S

r 9 Uh 12–1 fostände r Welt | So In lle Uhr e Acts | es aus a h iv L sc unt n | S linari rtb | Ku ühne o d 10 B Sport m/ & o l c ie Sp k. boo ace | f .de –23 a 11

dor Gef

tbu

rt örde

nt

von:

Feiern bei »DORTBUNT!« Dortmund ist eine Stadt der Vielfalt und hat viele Gesichter. Tausende Mosaiksteine fügen sich täglich neu zu einem Gesamtbild einer sympathischen, modernen und demokratischen Metropole zusammen. Menschen, die zum ersten Mal Dortmund besuchen, aber auch Menschen, die schon lange hier leben, erkennen stets neue Facetten, die sie begeistern. Nicht umsonst ist das Motto der städtischen Imagekampagne: »Dortmund überrascht. Dich«. Seine bunten und manchmal auch überraschen­ den Seiten zeigt Dortmund beim Stadtfest »DORT­ BUNT! Eine Stadt. Viele Gesichter.« am 11. und 12. Mai an vielen Plätzen, Bühnen und Orten in der gesamten City. An diesen beiden Tagen prä-

26

sentieren sich Institutionen, Vereine, Verbände, Initiativen,Kirchen,Gewerkschaften,Kulturschaf­ fende, Behörden und viele mehr. Die Programmgestaltung an den jeweiligen Orten liegt in unter­ schiedlicher Verantwortung. An beiden Tagen gibt es selbstverständlich auch vielfältige internationale gastronomische Angebote. Eine gute Gelegenheit, zu feiern, zu staunen und Dortmund zu erleben. Das aktuelle Programm dazu finden Sie unter www.dortbunt.de oder www.facebook.com/dortmund

1/2019


DEW21Kultur

DORTBUNT! bietet an vielen Orten in der City ein breites Programm für alle Altersgruppen.

Impressum Herausgeber: Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), Unternehmenskommunikation, Leitung: Bernd Winkelmann Redaktion: Britta Heydenbluth (verantwortlich), Sebastian Bickert, Christiane Hinkerohe, Thomas Steffen, Marc Wiegand Layout: Christina Sternal Fotos/Grafiken: Mark Ansorg, Christian Bohnenkamp, Fotolia, Andi Frank, Roland Gorecki, Hans-Jürgen Landes, Jochen Linz, move elevator, Oliver Schaper, Jörg Schimmel, Stadt Dortmund, Dortmund Hafen

Kulturbeutel

Von DEW21 unterstützte Veranstaltungen April 5.-7. April DEW21 E–Bike-Festival (Festival rund ums E-Bike), Innenstadt, kostenlos, weitere Informationen finden Sie auf S.15

Druck: Lensing Druck GmbH & Co. KG, Feldbachacker 16, 44149 Dortmund

Mai 11.-12. Mai DORTBUNT! (Stadtfestival), Innenstadt, kostenlos, weitere Informationen finden Sie auf S. 26

Verteilung: ORA mbH & Co. KG 0231.56 22 96-57 montags bis donnerstags 9-17 Uhr freitags 9-16 Uhr Höhe der Auflage: 290.000 Internet: www.einundzwanzig.de Redaktion: DSW21, Unternehmenskommunikation, Deggingstraße 40, 44141 Dortmund, Telefon: 955-00

Auch DEW21 unterstützt wieder das Stadtfest DORTBUNT!

Beim DEW21 E-Bike-Festival dreht sich an drei Tagen alles um das elektrische Rad.

27


ale Für das Fin mi-Gang. ru u sig Y s a r e M d ten Folge ausmacht: 144 Mete r Titel der fünften und letz, was ein gutes Hörspielchen Dortmunder U is de ren So lautet chichte zw . Dustin s aufgefah ren Rollen inmal alle nende Ges e e n a in h p c le s o k n e ie e in wurd und, e m Drama bis in d rheblich a aus Dortm esetzung e b e n n n u ö t ze lt h it a p ic in S n Orig eine et, der n digitalen turm sowie es auf alle den Mehm n t lt a ib ri ie g p lo l s F ie ) p d io un Hörs Stud igt ist. Das gge (hier im ären beteil Semmelro yb d d . Te ic n mus rtvolle tify, apple um den we eezer, Spo D ie w n e migang.de Plattform www.yuru

r über Null


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
einundzwanzig 1/2019 by Dortmund - Issuu