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Titel_20-Idee + Tat Juni 2026_WEB_ISSUU

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Juni 2/2026

Herzensretter-Tag in Paderborn „Prüfen – Rufen – Drücken“ mit NRWSchulministerin Dorothee Feller

Werkstattgespräch im NRW-Landtag Katastrophenschutz nicht ohne Frauen

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Titelbild

Blick in den großen Saal von West-Lotto zum Auftakt des 11. Freiwilligen- & Ehrenamtstags am 9. Mai 2026 in Münster

Foto: Jan Seifert/ LV WL

Inhalt

Impressum

Herausgeber und Verleger:

DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Sperlichstraße 25, 48151 Münster

Verantwortlich für den Inhalt: Vorsitzender des Vorstandes

Dr. Hasan Sürgit

Redaktion: Claudia Zebandt

E-Mail: Claudia.Zebandt@drk-westfalen.de

Tel.: 0251 9739-137

Gestaltung und Anzeigenverwaltung: Martina Czernik

E-Mail: Martina.Czernik@drk-westfalen.de

Tel.: 0251 9739-136

Stabsstelle Kommunikation

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder.

Druck:

Bonifatius GmbH Druck

Karl-Schurz-Str. 26 33100 Paderborn

Erscheinungsweise: jeden 3. Monat

Auflage: 6 450

IDEE + TAT wird umweltfreundlich auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Kolumne

Topthema

Seite 3

11. Freiwilligen- & Ehrenamtstag in Münster ............. Seiten 4, 5

Blutspendedienst

Kulturelle Vielfalt bei der Blutspende .............................. Seite 6

Gewusst wie

Herzensretter-Tag am 16. Mai in Paderborn ................ Seite 7

Katastrophenschutz nicht ohne Frauen ........................... Seite 13

Nachrichten ........................................................... Seiten 8, 16

Helfen – bei uns und anderswo

Benefizkonzert für den Sudan ........................................ Seite 9

Neues Gesellschaftsspiel: „Wer klüger ist, sorgt vor“ .............................................. Seite 9

70. Rotkreuz-Wettbewerb in Paderborn ....................... Seite 17

Fackellauf nach Solferino ............................................... Seite 18

Jugendrotkreuz

10 Jahre „Vielfalt gewinnt“ ............................................ Seite 10

Zertifizierungsfeier „Humanitäre Schule“ ..................... Seite 10

JRK-Länderrat tagte in Münster .................................. Seite 11

Neue Stationen für das Fair Mobil ............................... Seite 12

Personalien

Ehrenamtlich in Leitungsfunktionen ....................... Seiten 14, 15

Nachrufe

Erika Kill, KV Siegen-Wittgenstein ..................................... Seite 19

Mike Sternkopf, LV Westfalen-Lippe ................................ Seite 19

Anzeigen ......................................................... Seiten 6, 17, 20

Die Liste der Rundschreiben für die Monate Januar, Februar und März 2026 finden Sie im Internet:

Download https://www.drk-westfalen.de/ aktuell/presse-service/ idee-tat-2026.html

„Miteinander staRK“

Der diesjährige Freiwilligen- & Ehrenamtstag erfuhr mit 350 Teilnehmenden so viel Zuspruch wie nie zuvor.

Weitere Informationen zu den Projekten

Vielfalt gewinnt

Humanitäre Schule

Bei der Entwicklung des Programms konnten wir auch dieses Mal aus einem reichen Fundus an Erfahrung und Wissen schöpfen. Schließlich widmen sich die ehrenamtlich und hauptamtlich Aktiven des Roten Kreuzes zahlreichen Aufgaben, sei es im Bevölkerungsschutz oder Rettungsdienst, in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit oder in der Jugendarbeit, um nur einige Beispiele zu nennen. Das Motto des FEAT brachte dies auf den Punkt: „Miteinander staRK – Zusammenhalt im Alltag und in Krisen“.

Die Freiwilligen- & Ehrenamtstage sind immer auch ein Ergebnis des harmonischen und effizienten Miteinanders von Rotkreuzgemeinschaften und Jugendrotkreuz in unserem Verband. Wir vom Jugendrotkreuz freuen uns jedes Mal, hier Beispiele unserer Aktivitäten präsentieren zu können.

Dass das JRK Westfalen-Lippe viel zu bieten hat, wird in dieser Ausgabe der Idee und Tat einmal mehr deutlich, zum Beispiel im Beitrag zum zehnjährigen Jubiläum des Projekts „Vielfalt gewinnt“. Hiermit unterstützen wir seit dem Jahr 2016 die Teilhabe junger Menschen mit internationaler Biografie: mit Aufklärungsarbeit und der Förderung

von Sensibilität und interkultureller Öffnung. Weitere Beispiele für die gesellschaftliche Relevanz unseres Jugendverbandes sind die Projekte „Humanitäre Schule“ und das „Fair Mobil“. Schülerinnen und Schüler aus 32 Schulen in Westfalen-Lippe haben sich im zehnten Jahr unserer Kampagne „Humanitäre Schule“ auf aktive und kritische Weise mit den Themen „Menschlichkeit“ und „Humanitäres Völkerrecht“ auseinandergesetzt. Und das Fair Mobil tourt bereits seit 2001 zu den weiterführenden Schulen in Westfalen, um dort zu einer konstruktiven Konfliktkultur beizutragen.

„Miteinander StaRK“ werden wir auch künftig neue Wege beschreiten, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen und dabei die Werte des Roten Kreuzes – Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität – hochhalten.

Herzlich Ihre/Eure

„Miteinander staRK – Zusammenhalt im Alltag und in Krisen“

Mit 350 Teilnehmenden erreichte der Freiwilligen- & Ehrenamtstag am 9. Mai 2026 in Münster die bisher höchste Resonanz seit Bestehen des Formats.

Fackelübergabe: (1. Reihe v. li) Natalie Varelmann (WestLotto), Carina Schäfer, Sven Pawlitzki (beide OV Ostbevern), Präsident Dr. Fritz Baur, Vizepräsidentin Nilgün Özel, JRK-Landesleiterin Andrea Büscher, Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp, Vorständin Stefanie Göckler (KV Hamm) und Moritz Hülsmann (OV Telgte)

„Der heutige Tag bietet Zeit für Begegnung und Austausch – und genau das ist es, was unser Rotes Kreuz ausmacht: Gemeinschaft. Gemeinschaft, die trägt. Gemeinschaft, die verbindet. Und Gemeinschaft, die in schwierigen Zeiten verlässlich zur Stelle ist“, sagte der Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Fritz Baur bei der Veranstaltungseröffnung, durch die Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp und Jugendrotkreuz-Landesleiterin Andrea Büscher führten.

WestLotto – seit dem ersten „FEAT“ hilfreich dabei – unterstützte auch die Finanzierung dieses Freiwilligen- & Ehrenamtstages. Seit 2024 fördert auch die Sparkasse Münsterland Ost die Veranstaltung. Und natürlich war auch der Karikaturist Michael Hüter wieder dabei und hielt im Rekordtempo Szenen der Veranstaltung fest.

Die Entscheidung des Wettbewerbs „Initiativen gegen Einsamkeit 2025“ trafen die Zuschauerinnen und Zuschauer im Saal auf kurzem Wege über ihre Smartphones. Den ersten Platz, der mit einem Preisgeld von 500 Euro verbunden ist, erreichte das „Mobile Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen. Das Projekt sorgt seit Anfang 2025 für Abwechslung, Entlastung und kleine Lichtblicke im Alltag der jungen Patienten.

Nach der Eröffnung zogen die FEAT-Besucherinnen und -Besucher auf den naheliegenden DRK-Campus an der Sperlichstraße um. Zu den Themen der 18 Infoshops gehörten unter anderem „Zivile Verteidigung und die Rolle des DRK“, „Willkommenskultur und achtsames Miteinander“, „Schwimmförderung“, „Ehrenamt inklusiv“ und „Künstliche Intelligenz“. Im Rahmen der Kinderbetreuung fanden zwei Work-

shops für Sechs- bis Zwölfjährige statt: „Katastrophenschutztag aus der Kiste“ und „Lautstark – Kinderrechte erleben!“. Auf dem wieder sehr vielfältigen „Markt der Möglichkeiten“ wurden viele Beispiele aus der Rotkreuzarbeit präsentiert, darunter Angebote des Jugendrotkreuzes, die Kältehilfe, das neue Gesellschaftsspiel „Katastrophen! Wer klüger ist, sorgt vor“ oder das Rotkreuzmuseum in Schlangen. Außerdem gab es Vorführungen von Rettungshunden und der Bergwacht zu sehen.

Für einen besonderen Moment sorgte die Übergabe des „Lichts der Hoffnung und Menschlichkeit“ auf dem DRK-Campus. Seit dem Start Ende Februar im DRK-Landesverband Sachsen reist die Fackel des Deutschen Roten Kreuzes nach Art eines Staffellaufs durch Deutschland. Das Ziel: Solferino in Norditalien, wo das „Licht der Hoffnung und Menschlichkeit“ bei dem traditionellen Fackelzug des Italienischen Roten Kreuzes von Solferino nach Castiglione delle Stiviere am 27. Juni 2026 mitgetragen wird. „Gerade in den heutigen Zeiten wollen wir mit der Fackel daran erinnern, wie wichtig es ist, den Frieden zu erhalten“, sagte Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp. „Deshalb sind wir stolz darauf, dass wir deutschlandweit die Fackel durch die Rotkreuzverbände von Hand zu Hand, von Herz zu Herz weiterreichen und damit die Rotkreuzgrundsätze, die Menschlichkeit und das Miteinander in den Vordergrund stellen.“ Stefanie Göckler, Vorständin des DRK-Kreisverbandes Hamm, überreichte die Fackel an Landesrotkreuzleiterin Tanja Kopp und Jugendrotkreuz-Landesleiterin Andrea Büscher. Diese übergaben das Licht an Sven

Das „Mobile Spieleangebot“ der DRK-Kinderklinik Siegen gewann den Wettbewerb „Initiativen gegen Einsamkeit 2025“. Heinz-Wilhelm Upphoff, Landesverbandsvizepräsident und Mitglied im Aufsichtsrat der Klinik, nahm den symbolischen Scheck entgegen.

Pawlitzki, Carina Schäfer (beide DRK-Ortsverein Ostbevern) und Moritz Hülsmann (DRK-Ortsverein Telgte), die für die nächste Etappe zuständig waren.

Der „FEAT“ endete schließlich mit einem schmackhaften „Abend-Imbiss“, zubereitet von einem DRKFeldkochlehrgang.

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung von:

(v.li.) Marc Ramspott, Phil Brockmann und Louis Tebbe gehörten zum Team, das die Bergwacht Winterberg mit einer Übung präsentierten.

Verleihungen des DRK-Ehrenzeichens und der Verdienstmedaille des Landesverbandes von Juni 2025 bis Mai 2026. Alle Geehrten online:

„Mobiles

Kulturelle Vielfalt bei der Blutspende

In einer zunehmend vielfältigeren Gesellschaft treffen bei Blutspendeterminen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, Muttersprachen und Erfahrungen aufeinander. Der neue E-Learning-Kurs „Kulturelle Vielfalt bei der Blutspende“ in der BlutspendeAkademie greift daher dieses Thema auf, das nicht nur gesellschaftlich von hoher Relevanz ist, sondern auch medizinisch.

Diese Vielfalt bietet einerseits große Chancen für ein bereicherndes kulturelles Miteinander, bringt andererseits aber auch besondere Anforderungen an Kommunikation, Organisation und Sensibilität bei der Blutspende mit sich. Aus medizinischer Sicht sind der Zugang und die Spendenbereitschaft von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besonders wichtig, da ihre Blut- und Gewebemerkmale seltener sind und daher nicht immer mit der bestehenden Spenderbasis

übereinstimmen. Dies kann bedeuten, dass nach einem Unfall oder einer Erkrankung kein passendes Blut oder Stammzellen zur Verfügung stehen.

Willkommen in der

Der Kurs ist als interaktiver Selbstlernkurs konzipiert und erweitert das bestehende Angebot in der BlutspendeAkademie (https://elearning.blutspendedienstwest.de/login/index.php). Er ist in vier Module gegliedert: kulturelle Besonderheiten, Verpflegung und kulturelle Sensibilität, Einsatzkräfte aus anderen Ländern sowie Sprache und Herausforderungen bei der Blutspende. Jedes Modul ist interaktiv gestaltet. Ein besonderes Highlight sind Video- und Audioaufnahmen mit Erfahrungsberichten von ehrenamtlichen Einsatzkräften auf den Blutspendeterminen in unserem Einzugsgebiet. Diese Einblicke zeigen, wie Vielfalt bei der Blutspende gelebt und Zusammenarbeit gestaltet wird.

wannLERNEN, und wo duimmerwillst.

(v.li.) Stefan-Oliver Strate (Bürgermeister Paderborn), Prof. Dr. Bernd W. Böttiger (DRK-Bundesarzt), Nilgün Özel (Vizepräsidentin DRK-Landesverband Westfalen-Lippe), Tanja Knopp (Landesrotkreuzleiterin), Dorothee Feller (Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen), Jürgen Christmann (Vizepräsident Deutsches Rotes Kreuz), Christoph Rüther (Landrat Kreis Paderborn)

Herzensretter-Tag in Paderborn

Menschen für die Bedeutung von Erster Hilfe zu sensibilisieren, darum ging es beim Herzensretter-Tag am 16. Mai in Paderborn. 70 Prozent der Herz-KreislaufStillstände treten im häuslichen Umfeld auf. Eine unverzüglich begonnene Herzdruckmassage erhöht die Überlebenschancen der Betroffenen enorm und hilft, Folgeschäden zu vermeiden. Dabei zählt jede Sekunde. Aber nur bei 55 Prozent der Fälle beginnen Laien mit der Reanimation.

„Prüfen, Rufen, Drücken“ ist die weltweit anerkannte und einfachste Formel der Ersten Hilfe, um bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand Leben zu retten. Deshalb war das Üben der Herzdruckmassage an Reanimationspuppen, moderiert von DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Bernd Böttiger und Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp, ein wichtiger Programmteil der Veranstaltung auf dem Schützenplazt in Paderborn. Auch NRW-Schulministerin Dorothee Feller beteiligte sich an einer Übung.

Die Schule sei der richtige Ort, um die notwendigen Kompetenzen für den Notfall zu vermitteln, so Feller. „Ab dem Schuljahr 2026/27 werden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 1 in NRW in den Klassen 7 bis 9 an das lebensrettende Schema ‚Prüfen, Rufen, Drücken‘ herangeführt“, kündigte die Ministerin an. Dafür benötigten die Schulen konkrete Unterstützung, welche die Landesregierung gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern wie dem DRK auf den Weg bringen werde.

Auch der Landrat des Kreises Paderborn, Christoph Rüther, und der Bürgermeister der Stadt Paderborn, Stefan-Oliver Strate, betonten die wichtige Rolle der Laienreanimation und bedankten sich bei den Organisationen, die den Herzensretter-Tag gemeinschaftlich auf die Beine gestellt haben: Dies waren die Bürgerstiftung Paderborn, der Paderborner-Bürger-Schützenverein, die Schura Paderborn und das Deutsche Rote Kreuz, vertreten durch Partner aus dem DRK-Bundesverband, dem DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, dem DRK-Kreisverband, dem DRK-Ortsverein Paderborn und dem DRK-Blutspendedienst West.

Das Highlight des Rahmenprogramms waren DRKOldtimer, die zum 34. bundesweiten DRK-Oldtimertreffen vom 14. bis zum 17. Mai nach Paderborn gekommen waren und auf dem Schützenplatz begutachtet werden konnten.

„Unser Ziel war, über unseren Herzensretter-Tag möglichst viele Menschen mit unserem Appell ‚Drück mit – Rette Leben!‘ zu erreichen“, so die Bilanz der Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Nilgün Özel. „Ich glaube, dies ist uns gelungen.“ i+t

52. Tagung zum humanitären Völkerrecht

Die diesjährige Tagung für Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare am 20./21. April in Münster widmete sich dem Thema „Das Humanitäre Völkerrecht von heute und morgen“. Veranstalter waren die beiden DRK-Landesverbände in NRW in Zusammenarbeit mit dem IFHV der Ruhr-Uni Bochum und dem Landesjustizprüfungsamt, vertreten durch seine Präsidentin Christina Halstenberg-Bornhofen. i+t

„Schwimmheldinnen und -helden“ in DRK-Kita in Altenberge gestartet

Die DRK-Kita Fifikus in Altenberge (DRK-Kreisverband Steinfurt) ist im April in das Projekt „DRKSchwimmheldinnen und -helden“ eingestiegen. Für die Umsetzung sorgen Julian Harbich, Erzieher in der Kita und Schwimmausbilder mit DLRG-Lehrschein, zwei seiner Kolleginnen, die eine Rettungsschwimmerin-Ausbildung absolvieren, und die ehrenamtliche Schwimmausbilderin Miriam Watson. i+t

Aktionsreihe setzt auf Begegnung und Menschenwürde

Die Aktionsreihe „Perspektivwechsel – Flucht, Begegnung & Menschenwürde“ verwandelte die Bielefelder Altstadt vom 13. bis zum 18. April in einen offenen Raum für Austausch, Zuhören und neue Sichtweisen. Die eindrucksvolle Fotoausstellung „Escaping Death“ von Felix Kleymann sowie zahlreiche Begegnungsund Mitmachangebote machten Fluchtgeschichten sichtbar und Menschenwürde erlebbar. i+t

DRK-Ortsverein Detmold ins „SofHi-Jahr“ gestartet

Nach einer Vielzahl von Aktionen im DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein ging der Staffelstab für die „Soforthilfe für benachteiligte Kinder“ am 8. Mai an den DRK-Ortsverein Detmold. Die nächste SofHiBenefizaktion ist ein „Red & White Dinner“ am 5. September 2026 vor dem Fürstlichen Residenzschloss Detmold, veranstaltet vom DRK-Ortsverein Detmold in Kooperation mit dem Landesverband. i+t

Weitere Informationen zu den Nachrichten: www.drk-westfalen.de/aktuell/presse-service/idee-tat-2026.html

7 000 Euro für den Sudan

350 Besucherinnen und Besucher begrüßte Präsident Dr. Fritz Baur am 24. April 2026 in der Überwasserkirche Münster zu einem Benefizkonzert für den Sudan, veranstaltet vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Humanitäre Hilfe der FH Münster und der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. Nachdem auch nach dem Konzert noch Spenden eingegangen sind, beläuft sich das endgültige Ergebnis auf rund 7 000 Euro für die Sudanhilfe des Deutschen Roten Kreuzes. Aufgeführt wurde die Kantate „Der Sandsturm“, komponiert vom Dirigenten Prof. Dr. Hans Hermann Wickel, ehemals Musikpädagoge und Musikwissenschaftler an der FH Münster. In vielen Proben haben er, der Chor und die Musiker das Konzert vorbereitet. Wickel, seine Frau Martina und der ehemalige Leiter des Kompetenzzentrums Humanitäre Hilfe an der FH Münster Prof. Dr. Joachim Gardemann hatten die Texte für die Kantate verfasst. Als Inspiration dienten Aquarelle und Tagebucheintragungen des Kinderarztes Gardemann, die bei seinen weltweiten Einsätzen im Auftrag des DRK entstanden sind, zum Beispiel im Sudan. „Die Welt im Sudan liegt in Trümmern. Was für uns unvorstellbar ist, gehört für Millionen Menschen dort zum Alltag“, sagte Prof. Dr. Dr. Bettina Pfleiderer, die als Ärztin und Pro-

fessorin an der medizinischen Fakultät der Universität Münster arbeitet und zu Beginn des Konzerts in das Thema einführte. „Es gibt 25 Millionen Hungernde, das Gesundheitssystem funktioniert kaum noch. Jede Spende kann konkret helfen: mit Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung – und neuer Hoffnung“, so Pfleiderer. i+t

Konzertprogramm zum Download: https://kurzlinks.de/jlef

350 Menschen besuchten das Benefizkonzert in der Überwasserkirche.

„Katastrophen! Wer klüger ist, sorgt vor“

Die Erfahrungen mit Krisen und Katastrophen wie der Corona-Pandemie, dem Hochwasser im Ahrtal und weiteren Regionen in Rheinland-Pfalz und NRW oder dem Blackout Anfang dieses Jahres in Berlin haben gezeigt, dass wir alle Vorsorge treffen sollten. „Um das Wissen, wie man sich auf einen Ernstfall gut vorbereitet, spielerisch zu verbreiten, haben wir das Gesellschaftsspiel ‚Katastrophen! Wer klüger ist, sorgt vor‘ entwickelt“, so der Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Hasan Sürgit. Mit anpassbaren Schwierigkeitsstufen je nach Alter und Vorkenntnissen ist das Spiel für zwei bis sechs Spieler im Alter von acht bis 99+ Jahren geeignet. i+t

Das Spiel ist zu beziehen unter: https://kurzlinks.de/rzog

Zehn Jahre

„Vielfalt gewinnt!“ –Ein

Grund

zu feiern

In diesem Jahr feiert das Projekt „Vielfalt gewinnt“ sein zehnjähriges Jubiläum. Seit 2016 engagieren wir uns dafür, junge Menschen mit internationaler Biografie im Jugendrotkreuz zu unterstützen, zu begleiten und ihre Teilhabe aktiv zu fördern. Was einst mit Erste-Hilfe-Kursen für und mit jungen Geflüchteten begann, hat sich heute zu einem vielfältigen und nachhaltigen Projekt entwickelt. Die Kurse boten damals einen niedrigschwelligen Einstieg und eröffneten zugleich Möglichkeiten, das Engagement im Verband kennenzulernen. Das Projekt ist Teil des Gesamtprojektes „Du.Ich.Wir. Internationale Biografien in der Jugendverbandsarbeit“ des Landesjugendrings NRW und wird vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW gefördert.

Im Laufe der Jahre hat sich die inhaltliche Projektausrichtung bewusst weiterentwickelt. Heute stehen insbesondere rassismuskritische Ansätze in der Jugend-

Zertifizierung

verbandsarbeit im Mittelpunkt. Dazu gehören Aufklärungsarbeit, die Einbindung vielfältiger Perspektiven sowie die kontinuierliche Begleitung von Prozessen hin zu mehr Sensibilität und interkultureller Öffnung. Ein weiterer Projektschwerpunkt liegt auf dem Empowerment von Ehrenamtlichen mit internationaler Biografie: Ihre Erfahrungen, Ideen und Themen werden nicht nur sichtbar gemacht, sondern aktiv in die Gestaltung eingebunden. Fort-, Aus- und Weiterbildungsangebote unterstützen diesen Prozess nachhaltig.

Die Umsetzung des Projekts ist dabei so vielfältig wie die Menschen, die daran teilnehmen. Zahlreiche Ortsvereine und Kreisverbände haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche Angebote entwickelt – von Ferienfreizeiten über Tagesaktionen bis hin zu Gedenkstättenfahrten oder Workshops zum kritischen Weißsein. Diese Vielfalt zeigt, wie lebendig und offen die Projektgestaltung ist. Lea Bexten

„Humanitäre Schule“

32 Schulen in Westfalen-Lippe haben im zu Ende gehenden Schuljahr 2025/2026 die Kriterien für das Zertifikat „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes Westfalen-Lippe erfüllt. Am 8. Mai wurden die Zertifikate in Münster im Rahmen einer Feierstunde überreicht.

Auch im zehnten Jahr der Kampagne haben sich die jungen Teilnehmenden mit den Themen „Menschlichkeit“ und „Humanitäres Völkerrecht“ auseinandergesetzt. i+t

Einen ausführlichen Beitrag mit allen zertifizierten Schulen findet ihr hier:

JRK-Länderrat tagte im März in Münster

Im Deutschen Jugendrotkreuz spielt Mitbestimmung und somit auch die Arbeit in Gremien eine zentrale Rolle. Dort werden gemeinsame Entscheidungen getroffen, strategische Fragen bearbeitet und aktuelle Entwicklungen diskutiert. Diese Treffen schaffen Raum für Austausch, Orientierung und Zusammenarbeit. Neben der Bundeskonferenz gibt es unter anderem den jährlich stattfindenden Länderrat. Dieses Gremium bringt die Bundes- und Landesebene miteinander ins Gespräch. Engagierte Landesleitungen und -referent*innen kommen zusammen, um Themen aus ihren Verbänden ein-

zubringen, voneinander zu lernen und Perspektiven auf Bundesebene zu bündeln.

Jedes Jahr findet der Länderrat in einem anderen Landesverband statt. In diesem Jahr übernahm das Jugendrotkreuz in WestfalenLippe die Gastgeberrolle. Beim vergangenen Treffen in Stuttgart wurde dafür symbolisch eine Glocke an Andrea Büscher übergeben, die die Übergabe des „Staffelstabs“ markierte.

Im März reisten die Landesleitungen und -referent*innen zum DRK-Tagungshotel Dunant in Mün-

ster, um sich intensiv auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und gemeinsame Vorhaben weiterzuentwickeln. Auf der Tagesordnung der mehrtägigen Sitzung standen, neben den üblichen Berichten, auch die Jugendarbeit in anderen Gemeinschaften, das Ganztagsförderungsgesetz, der gemeinsame Verbandsentwicklungsprozess und die zivil-militärische Zusammenarbeit.

Ergänzt wurde das Programm durch einen besonderen gemeinsamen Abend im GOP Münster, der Gelegenheit für informelle Begegnungen bot. Katharina Plate

Der JRK-Länderrat tagte in diesem Jahr in Münster.

Neue Stationen für das Fair Mobil

Seit 2001 ist das Fair Mobil des Roten Kreuzes an Schulen in Westfalen unterwegs.

Es bildet einen von vier zentralen Bausteinen des Gewaltpräventionsprogramms „Stark im MiteinanderN“, das sich für eine konstruktive Konfliktkultur im Schulalltag einsetzt. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler im Alter von zehn bis 16 Jahren. Entwickelt wurde das Programm gemeinsam vom Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, der Westfälischen Provinzial Versicherung, dem arbeitskreis soziale bildung und beratung e.V. sowie der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster.

Um noch besser auf die aktuellen Lebenswelten junger Menschen einzugehen, wurden kürzlich drei bestehende Parcoursstationen des Fair Mobils überarbeitet und fünf neue Stationen ergänzt. Inhaltlich stehen dabei Themen

wie das Wahrnehmen und Setzen eigener Grenzen, der bewusste Umgang mit Gefühlen, die Förderung von Austausch unter Jugendlichen sowie die Stärkung der Medienkompetenz im Fokus. Die Weiterentwicklung wurde durch die Provinzial Versicherung AG finanziell unterstützt. Vorgestellt wurden die neuen und überarbeiteten Stationen im Rahmen eines Treffens der Programmverantwortlichen im DRK-Tagungshotel Münster. Dort erhielten die Partnerorganisationen einen ersten Einblick in die aktualisierten Inhalte.

In den kommenden Monaten werden die neuen Stationen an weiterführenden Schulen in Westfalen-Lippe erprobt und anschließend weiter ausgewertet. KatharinaPlate

Katastrophenschutz nicht ohne Frauen

Ein starkes Signal für die Zukunft setzte das Werkstattgespräch der CDU-Landtagsfraktion am 24. März 2026 im Landtag Nordrhein-Westfalen: Im Mittelpunkt stand die Rolle von Frauen im Katastrophenschutz. Das DRK aus Westfalen-Lippe war mit Teilnehmenden aus Kreisverbänden und dem Landesverband vertreten, zum Beispiel mit der Vizepräsidentin des Landesverbandes Nilgün Özel und Landesverbandsvorstand Dr. Hasan Sürgit.

Vertreterinnen aus dem DRK, der Feuerwehr, dem THW, den Maltesern, dem ASB und der DLRG brachten ihre Erfahrungen aus der Praxis ein. Bei der Podiumsdiskussion rückte Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp die historische und aktuelle Rolle von Frauen im Roten Kreuz in den Fokus: Bereits 1859, während der Schlacht von Solferino, leisteten Frauen Hilfe für Verwundete, unabhängig von Herkunft oder Zugehörigkeit. Dieses Engagement brachte Henry Dunant dazu, die Rotkreuzbewegung zu initiieren.

Auch heute sind Frauen tragende Säulen im Katastrophenschutz. Gleichwohl bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen. Während Frauen in akuten Krisensituationen selbstverständlich Verantwortung übernehmen, sind sie insbesondere in Leitungs- und Führungsfunktionen noch nicht in gleichem Maße vertreten. Alle Frauen im Werkstattgespräch machten deutlich, dass Frauen im Katastrophenschutz häufig ein hohes Maß an Durchsetzungsvermögen benötigen, ob beim Erwerb eines Lkw-Führerscheins oder als Führungskraft. Aus diesem Grund sei es wichtig, die Sichtbarkeit von Frauen im Katastrophenschutz zu stärken. Um diesem Ungleichgewicht zu begegnen, setzt das DRK verstärkt auf gezielte Maßnahmen:

Dazu zählen die Umsetzung der Doppelspitze in ehrenamtlichen Führungsstrukturen und die Förderung von Frauen in Leitungsfunktionen durch das Netzwerk der weiblichen Leitungskräfte, das seit 2018 besteht. Ziel ist es, mehr Gleichgewicht zu schaffen und die Vielfalt innerhalb des Verbandes zu stärken.

Die größte Herausforderung ist die Vereinbarkeit von Engagement, Beruf und Familie. Aus diesem Grund werden flexiblere Strukturen, bessere Freistellungsregelungen sowie Freistellung für verlässliche Lösungen für die Kinderbetreuung benötigt.

Das Werkstattgespräch zeigte eindrucksvoll: Frauen sind unverzichtbar für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz. Es gilt, ihre Potenziale noch konsequenter zu fördern und Rahmenbedingungen zu schaffen, die ihre gleichberechtigte Teilhabe im Sinne eines modernen und zukunftsfähigen Katastrophenschutzes ermöglichen. Helena Tenambergen / i+t

Das „Netzwerk der weiblichen Leitungskräfte“ wurde 2018 von der JRK-Landesleitung und der Landesrotkreuzleitung gemeinschaftsübergreifend ins Leben gerufen, um Frauen in ehrenamtlichen Leitungsfunktionen zu vernetzen und gezielt zu stärken. Seitdem finden regelmäßig Treffen und Fortbildungen mit viel Raum für Austausch, persönliche Entwicklung und gegenseitige Unterstützung statt.

Bei Interesse steht Helena Tenambergen gerne als Ansprechpartnerin zur Verfügung: helena.tenambergen@drk-westfalen.de

Leitungsfunktionen

In jeder Ausgabe stellen wir Menschen vor, die sich in Leitungspositionen in den Rotkreuzgemeinschaften, im Jugendrotkreuz, in Einsatzformationen oder AGs auf Landesverbandsebene ehrenamtlich engagieren oder engagiert haben.

otiviert, lernwillig sp

Celina Gesing

Celina hat im Jahr 2021 als Einsatzkraft im Katastrophenschutz beim DRK angefangen. Aktuell ist sie die Jugendrotkreuz-Kreisleiterin des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel.

An ihrem Ehrenamt mag sie besonders die positive Entwicklung der neu gegründeten JRK-Leitungsgruppe. Neben ihrer Leitungsposition leistet sie Sanitätsdienste und ist aktiv bei den Aus- und Weiterbildungen. Im Beruf ist sie „aktuell Mama“.

Am DRK fasziniert die 24-Jährige, dass es eine große Familie ist:

„Egal, wo man im Landesverband unterwegs ist, es herrscht immer ein großes Miteinander.

In ihrer Freizeit näht die Bochumerin gerne und zieht Kraft aus ihrer Kreativität. Ihr Vorbild ist Marie Curie.

Jörg van der Groef

Jörg hat 2003 als JRK-Mitglied und Helfer in der Rotkreuzgemeinschaft und im Katastrophenschutz angefangen. Aktuell ist er stellv. JRK-Landesleiter im Landesverband Westfalen-Lippe und Rotkreuzleiter in der Rotkreuzgemeinschaft Castrop-Rauxel. In seinen Ehrenämtern ist er Sprachrohr für die Jugendrotkreuzler, befasst sich mit jugendpolitischen Themen und organisiert Sanitätsdienste und Dienstabende. Außerdem kümmert er sich um die Planung und Durchführung von Ferienfreizeiten und Ausflügen, versieht Sanitätswachdienste und absolviert Einsätze als Gruppenführer oder Feldkoch in der Einsatzeinheit NRW RE02.

Bei allen Aufgaben schätzt er besonders den Austausch und die Arbeit mit anderen Menschen. In seiner Freizeit schätzt der 44-jährige Notfallsanitäter neben seinen Ehrenämtern die Lektüre von Thrillern. Kraft geben dem Vater von zwei Kindern seine Familie und positive Erlebnisse im Ehrenamt. Sein Vorbild ist Henry Dunant. Am DRK faszinieren ihn

„ die

Gemeinschaft und die vielen wertvollen Erlebnisse.

, Zuhörer, z

Dr. Jan Wnent

Der 46-jährige Notfallmediziner aus Emsdetten ist verheiratet und Vater einer Tochter. Eines seiner Vorbilder ist Peter Safar, der als Vater der modernen Reanimation gilt. Im DRK hat er 1994 als Helfer im Kreisverband Gladbeck angefangen, mit Beginn seines Studiums wechselte er zum Ortsverein Hiltrup im Kreisverband Münster.

Im Zuge eines Universitätswechsels engagierte er sich ab 2005 im Kreisverband Lübeck, unter anderem von 2007 bis 2009 als stv. Kreiswasserwachtleiter. 2015 wechselte er zum Ortsverein Emsdetten.

Aktuell ist Jan Beauftragter Medizin in der Landesverstärkung des Landesverbandes. Als solcher entwickelt er Ideen und Konzepte zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Krisenfall. Daran mag er besonders den Austausch und die Möglichkeit, etwas Neues und Nützliches entwickeln zu können.

Außerdem ist er stellvertretender Rotkreuzarzt im Ortsverein Emsdetten und erledigt,

„ was gerade

so

anfällt. Vom Sanitätsdienst bis zum Betreuungseinsatz.

Am DRK faszinieren ihn die Grundsätze und die Internationalität. Seine Freizeit verbringt er gerne mit der Familie und auf der Jagd.

Kevin Gegusch

Der 31-jährige IT-Administrator/Produktionsmanager lebt in Neubeckum, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Beim DRK hat er als Helfer in der Bereitschaft angefangen.

Aktuell engagiert er sich als Rotkreuzleiter, Sanitätsdienstkoordinator und Gruppenführer im Ortsverein Neubeckum und im Landesverband als Fachberater drkserver. Im Ortsverein ist er zuständig für die Aktiven und kümmert sich um die Sanitätsdienste und Verwaltungsaufgaben. „In Einsatzlagen bin ich als Gruppenführer im Bereich Technik eingeteilt.“ An seinen Ehrenämtern mag er besonders die bereichsübergreifenden Aufgaben und die Möglichkeiten, Dinge mit voranzutreiben. Am DRK faszinieren ihn

„die vielfältigen Aufgabenbereiche, die Herausforderungen der Struktur des Gesamtverbandes, und dass man immer wieder neue Leute kennenlernt.

Gerne ist er auch mal als „einfacher Helfer“ unterwegs auf Sanitätsdiensten und Schulungen. Seine Freizeit verbringt er außer in seinen Ehrenämtern gerne im Garten, macht Spaziergänge mit dem Hund und Ausflüge mit der Familie. i+t

Geschäftsführer des SC Paderborn meisterte DRK-Ehrenamtschallenge

Martin Hornberger wollte im Rahmen der „DRK-Ehrenamtschallenge“ den Alltag an der DRK-Basis kennenlernen. Er begleitete Einsatzkräfte beim Sanitätsdienst auf dem Schützenfest in Schloß Neuhaus und unterstützte bei der Blutspende in der Home Deluxe Arena. „Allen, die Interesse und Zeit für ein Ehrenamt haben, kann ich das Rote Kreuz als eine sehr gute Adresse empfehlen“, so sein Fazit. i+t

HENRI: Ein Ort für Secondhand-Fashion, Begegnung und Austausch

Das DRK-Projekt „HENRI“ in Siegen bietet Raum für Secondhand-Mode, Austausch und kleinere Veranstaltungen an. Hier sollen gesellschaftlich relevante Themen wie Nutzung vorhandener Ressourcen, Linderung von Einsamkeit, soziales Engagement und kulturelle Aktivitäten zusammenkommen. Die Angebote sollen mit Partner*innen und potenziellen Ehrenamtlichen entwickelt werden. i+t

34. bundesweites DRK-Oldtimertreffen in Paderborn

Ein besonderes Spektakel ereignete sich vom 14. bis zum 17. Mai 2026 in Paderborn, dem Schauplatz des 34. bundesweiten DRK-Oldtimertreffens, organisiert vom DRK-Ortsverein Paderborn. 33 Oldtimer und 185 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet reisten an, um ihre fahrbaren Zeugnisse des humanitären Einsatzes vergangener Generationen zu präsentieren. i+t

Herne: DRK-WGs für junge Pflegebedürftige und Senioren eröffnet

Der DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel hat sein Leitungsportfolio erweitert und im April seine neu errichteten Wohngemeinschaften für zwölf junge Pflegebedürftige sowie zwölf Seniorinnen und Senioren in Eickel eröffnet. Die WGs werden durch den ambulanten Pflegedienst des DRK betreut. Im selben Gebäude wird sich bald auch die neue Geschäftsstelle des Kreisverbandes befinden. i+t

Weitere Informationen zu den Nachrichten: www.drk-westfalen.de/aktuell/presse-service/idee-tat-2026.html

70. Rotkreuzwettbewerb des DRK Paderborn

Die Wettbewerbsgruppe „Bad Lippspringe II“ aus dem DRK-Ortsverein Bad Lippspringe (DRK-Kreisverband Paderborn) siegte beim 70. Rotkreuzwettbewerb des DRK-Kreisverbandes Paderborn am 18. April 2026. Sie wird den DRK-Landesverband Westfalen-Lippe beim DRK-Bundeswettbewerb 2026 in Saarbrücken vertreten. Wie schon im letzten Jahr wurde auch beim „Jubiläums-Rotkreuzwettbewerb“ des DRK Paderborn – als Ersatz für den nicht stattfindenden Landeswettbewerb – die Qualifikation zur Teilnahme beim DRKBundeswettbewerb entschieden.

Der Wettbewerb wurde erstmals auf dem Gelände des Flughafens Paderborn-Lippstadt in Büren ausgetragen. Entsprechend lautete das Wettbewerbsmotto „Wo Hilfe landet“. Die neun teilnehmenden Gruppen hatten Aufgaben – zum Beispiel aus dem Bereich der Ersten Hilfe – zu lösen, die sich an realistischen Flughafenszenarien orientierten.

Die Siegergruppe aus Bad Lippspringe fährt zum DRK–Bundeswettbewerb.

Fackellauf nach Solferino 2026

Seit 1992 erinnern tausende Menschen bei einem Fackelzug des Italienischen Roten Kreuzes, der alljährlich um den 24. Juni von Solferino nach Castiglione delle Stiviere zieht, an die Begründung der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.

Dass das Deutsche Rote Kreuz seit mehreren Jahren eine Ölfackel nach Art eines Staffellaufs über Rotkreuzgliederungen bis Solferino schickt, ist auf Corona zurückzuführen. Nach Ausbruch der CoronaPandemie entstand 2020 in unserem Landesverband diese Idee als Zeichen von Hoffnung und Menschlichkeit. Auch wenn der große Fackelzug in Italien längst wieder stattfinden kann, setzt das DRK seine Aktion als Demonstration für Hoffnung und Menschlichkeit fort.

In diesem Jahr startete der Fackellauf Ende Februar im DRK-Landesverband Sachsen. Am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, erreichte die Fackel das Gebiet des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, das sie bis zum 14. Mai durchquerte. Am 15. Mai ging es weiter durch die DRK-Landesverbandsgebiete Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg und Bayern. Das Bayerische Rote Kreuz hat die Fackel schließlich dem Italienischen Roten Kreuz für den traditionellen Fackelzug in Solferino übergeben. i+t

Alle Stationen der Route durch Westfalen-Lippe im Überblick

8. Mai: LV Hessen u KV Hamm

9. Mai: KV Hamm u LV Westfalen-Lippe

9. Mai: LV Westfalen-Lippe u KV Warendorf-Beckum

10. Mai: KV Warendorf-Beckum u Rotkreuzmuseum Schlangen

11. Mai: Rotkreuzmuseum Schlangen u KV Unna

11. Mai: KV Unna u KV Witten

12. Mai: KV Witten u KV Bochum

12. Mai: KV Bochum u KV Wattenscheid

13. Mai: KV Wattenscheid u KV Herne und Wanne-Eickel

14. Mai: KV Herne und Wanne-Eickel u KV Gelsenkirchen

14. Mai: KV Gelsenkirchen u KV Bottrop

15. Mai: KV Bottrop u LV Nordrhein (OV Alpen)

Rotkreuzmuseum in Schlangen
DRK-Kreisverband Wattenscheid DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel

Trauer um

Erika Kill

Am 21. Mai 2026 verstarb im Alter von 91 Jahren Erika Kill aus dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein.

Über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg war Erika Kill dem Deutschen Roten Kreuz eng verbunden und hat die Wohlfahrts- und Sozialarbeit nachhaltig mitgeprägt. Seit ihrem Eintritt in den DRK-Ortsverein Siegen-Nord im Jahr 1962 stellte sie ihr Wirken mit großer Hingabe in den Dienst der Menschlichkeit.

Besonders am Herzen lag ihr die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Multipler Sklerose. Zudem hat sie mit großer Motivation die Seniorenarbeit des Roten Kreuzes im Altkreis Siegen mitbegründet und geprägt. Vie -

le Bewegungs- und Begegnungsangebote des DRK in Siegen-Wittgenstein sind ihrem Einsatz zu verdanken.

Ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement wurde weit über die Grenzen ihres Ortsvereins hinaus geschätzt und anerkannt. Ihr Wirken war geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und einem tiefen Verständnis für die Anliegen hilfebedürftiger Menschen.

Frau Kill war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland, Trä-

gerin des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland, Trägerin der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe sowie Trägerin des DRKEhrenzeichens.

Ihr jahrzehntelanges Wirken für das Deutsche Rote Kreuz und ihre herausragenden Verdienste um das Gemeinwohl werden unvergessen bleiben. Wir werden Erika Kill stets in dankbarer Erinnerung behalten.

DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e. V. Andreas Müller, Präsident Dr. Martin Horchler, Vorstand

Mike Sternkopf gehörte dem Roten Kreuz seit dem 6. August 1990 an. Schnell zeigte sich, dass seine unbedingte Einsatzbereitschaft, seine intellektuellen Fähigkeiten und seine Gabe der Menschenführung ihn zu einem „Glücksfall“ für das Rote Kreuz und insbesondere für den DRK-Kreisverband Gelsenkirchen machten.

Dies führte dazu, dass Mike Sternkopf nach dem Absolvieren zahlreicher Ausbildungen bereits im Jahr 2000 mit 27 Jahren zum Kreisrotkreuzleiter gewählt wurde. Für sein besonderes ehrenamtliches Engagement wurde er im Jahr 2005 mit der Verdienst-

Trauer um Mike Sternkopf

Wir trauern um den ehemaligen Bezirksrotkreuzleiter Münster

Mike Sternkopf, Träger der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, der am 24. Mai 2026 im Alter von 52 Jahren verstorben ist.

medaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet.

In den Folgejahren übernahm Mike Sternkopf weitere Aufgaben auch auf Landes- und Bundesebene. So war er zusätzlich Bezirksrotkreuzleiter Münster von 2008 bis 2023 und außerdem Mitglied des Bundesausschusses Wasserwacht, Führungskraft in der Einsatzabteilung Westfalen sowie Beiratsmitglied der BBS. Darüber hinaus hat er in späteren Jahren in seinem Heimatkreisverband Gelsenkirchen weitere Verantwortung als Vorstandsvorsitzender übernommen.

Wir verlieren mit Mike Sternkopf einen überaus geschätzten Rotkreuzkameraden, der sich viele Jahrzehnte mit ganzer Tatkraft auf Orts-, Kreis- und Landesverbandsebene ehrenamtlich für das Rote Kreuz engagiert hat.

Wir werden den Verstorbenen in ehrender Erinnerung behalten. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie.

DRK-Landeverband Westfalen-Lippe e. V.

Dr. jur. Fritz Baur, Präsident

Dr. Hasan Sürgit, Vorstand

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