Skip to main content

20-Idee + Tat September 2026

Page 1

September 3/2026 Sommerempfang des DRK in NRW Gemeinsam für einen starken Bevölkerungsschutz

NRW-Tag in Münster Nordrhein-Westfalen feierte 80. Geburtstag

Bevölkerungsschutztag in Münster


Inhalt Titelbild Eine Runde Gesellschaftsspiel „Katastrophen! Wer klüger ist, sorgt vor“, entwickelt vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, unter anderem mit dem Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Münster Andreas Bothe (li.) Foto: Jonas Westermeyer / LV WL

Kolumne .......................................................................... Seite 3 Topthema Tag des Bevölkerungsschutzes am 2. Juli in Münster .......................................................... Seiten 4, 5

KI-unterstützt

Blutspendedienst 75-Jahr-Feiern beim BSD West ...................................... Seite 6

Impressum Herausgeber und Verleger: DRK-Landesverband Westfalen-Lippe e.V., Sperlichstraße 25, 48151 Münster Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Hasan Sürgit, Vorstand Redaktion: Claudia Zebandt E-Mail: Claudia.Zebandt@drk-westfalen.de Tel.: 0251 9739-137 Gestaltung und Anzeigenverwaltung: Martina Czernik E-Mail: Martina.Czernik@drk-westfalen.de Tel.: 0251 9739-136 Stabsstelle Kommunikation Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Druck: Bonifatius GmbH Druck Karl-Schurz-Str. 26 33100 Paderborn

Helfen – bei uns und anderswo Red & White Dinner für SofHi .......................................... Seite 7 Sommerempfang des DRK in NRW ................................ Seite 9 80 Jahre NRW: NRW-Tag in Münster ............................ Seite 10 DRK-Exponate für Corona-Ausstellung ........................ Seite 18 Förderplakette Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz ...................................................... Seite 19 Nachrichten ........................................................... Seiten 8, 16 Personalien Ehrenamtlich in Leitungsfunktionen ...................... Seiten 12, 13 Jugendrotkreuz „Wir fahren nach Berlin“ ............................................... Seite 14 JRK-Landeswettbewerbe der Stufen Bambini und I in Nottuln ............................................... Seite 15 Gewusst wie Landesausschuss der Rotkreuzgemeinschaften tagte in Münster .............................................................. Seite 17 Nachruf Ludger Dinkler, KV Coesfeld ......................................... Seite 17

Erscheinungsweise: jeden 3. Monat

Anzeigen ...................................................... Seiten 6, 9, 18, 20 Die Liste der Rundschreiben für die Monate April, Mai und Juni 2026 finden Sie im Internet: September 3/2026

Auflage: 6 000 IDEE + TAT wird umweltfreundlich auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Sommerempfang des DRK in NRW Gemeinsam für einen starken Bevölkerungsschutz

NRW-Tag in Münster Nordrhein-Westfalen feierte 80. Geburtstag

Bevölkerungsschutztag in Münster

2

Download https://www.drk-westfalen.de/ aktuell/presse-service/ideetat-2026.html


Kolumne

Gemeinsam für die Sicherheit aller Unter dem Motto „Gemeinsam vorbereitet – Bevölkerungsschutz in Westfalen“ wurde am 2. Juli auf dem Domplatz in Münster eindrucksvoll sichtbar, was möglich ist, wenn Behörden, Hilfsorganisationen und viele engagierte Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Beispiele aus unserem Netzwerk der Hilfe

Bevölkerungsschutz

Altenpflege Rettungsdienst

Kleidershops

Migrationsarbeit

Wasserwacht

Bergwacht

© Foto: privat

Rettungshundearbeit

Psychosoziale Notfallversorgung

Als Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe habe ich mich sehr gefreut, diesen Aktionstag begleiten zu dürfen. Mein Dank gilt der Bezirksregierung Münster, dem Verein Westfalen e.V. und dem DRK in Westfalen-Lippe für die hervorragende Organisation. Besonders beeindruckt hat mich die große Vielfalt der beteiligten Organisationen. Bundeswehr, THW, Feuerwehr, DRK und viele weitere Partner haben eindrucksvoll gezeigt, wie leistungsfähig unser Bevölkerungsschutz ist – und dass im Ernstfall eine enge Zusammenarbeit aller Akteure unverzichtbar ist. Am Vormittag konnten Kinder und Familien an zahlreichen Mitmachstationen erleben, was Bevölkerungsschutz bedeutet. Gerade junge Menschen für Vorsorge, Solidarität und ehrenamtliches Engagement zu sensibilisieren, ist eine wichtige Investition in unsere Zukunft. Am Nachmittag eröffnete NRW-Innenminister Herbert Reul trotz strömenden Regens die Informationsveranstaltungen auf der Bühne. Gemeinsam mit Regierungspräsident Andreas Bothe, der Polizeipräsidentin von Münster Alexandra Dorndorf, unserer Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp und weiteren Gästen be-

3

suchte ich mit ihm die Stände auf dem Aktionsplatz. Ich habe von diesem Tag viele gute Gespräche und vor allem die Gewissheit mitgenommen: Auf die Menschen in unseren Hilfsorganisationen ist Verlass. Sie engagieren sich Tag für Tag – häufig ehrenamtlich – mit großem Fachwissen, Herz und Einsatzbereitschaft für die Sicherheit unserer Gesellschaft. Ihnen allen möchte ich meinen herzlichen Dank und meine große Anerkennung aussprechen. Gemeinsam sind wir besser vorbereitet. Das Rote Kreuz ist ein facettenreiches lebendiges Netzwerk, das sich stetig weiterentwickelt. Diese Entwicklung gestalten Haupt- und Ehrenamt gemeinsam mit dem Ziel, dass unsere Bewegung auch in Zukunft verlässlich aufgestellt ist im Sinne der Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Ihre

Nilgün Özel Vizepräsidentin


Topthema

Bevölkerungsschutz muss eine Bürgerbewegung werden Mit hunderten haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern haben Westfalen e. V., der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe und die Bezirksregierung Münster beim ersten regionalen Tag des Bevölkerungsschutzes unter dem Motto „Gemeinsam vorbereitet – Bevölkerungsschutz in Westfalen“ am 2. Juli 2026 auf dem Domplatz in Münster eine beeindruckende Leistungsschau der „Blaulichtfamilie“ präsentiert.

Die zahlreichen Attraktionen zum Informieren, Ansehen und Ausprobieren der Hilfsorganisationen und weiterer Institutionen dienten vor allem dazu, mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Thema Selbstvorsorge ins Gespräch zu kommen. Dies betonte auch NRW-Innenminister Herbert Reul bei seiner offiziellen Begrüßung am Nachmittag: „Bevölkerungsschutz ist das Thema schlechthin. Die Welt ist unruhig geworden, deshalb müssen wir uns vorbereiten. Deshalb ist wichtig, dass nicht nur der Staat sich kümmert, sondern jeder Einzelne. Ich bin dankbar, dass die Organisationen hier und die Bezirksregierung diesen Tag auf die Beine gestellt haben. Informieren, anregen, die Leute dazu bringen, dass sie mitmachen. Das ist ein Thema für alle.“ Bereits am Vormittag nahmen rund 400 Kinder an einem speziellen Programm für Kita- und Schulgruppen teil. Ziel der Angebote war es, Kinder frühzeitig für

Gefahrenlagen zu sensibilisieren, Ängste abzubauen und einfache Verhaltensregeln für den Ernstfall zu vermitteln. Dabei standen das gemeinsame Entdecken und Lernen mit Spaß und Neugier im Mittelpunkt. So konnten die Kinder ihre Kuscheltiere mitbringen und in der DRK-Teddyklinik entdecken, wie Erste Hilfe funktioniert und ein Arztbesuch abläuft. Beim Katastrophenschutztag „aus der Kiste“ des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe erfuhren sie, wie man sich auf besondere Situationen vorbereitet und sich sicher verhält. Auf der Bühne erklärte der Kreisrotkreuzleiter des DRK-Kreisverbandes Herford-Land, Sven Kampeter alias „Kampi“, mit seiner Puppe Paul kindgerecht, wie Erste Hilfe funktioniert. Moderator Markus Wensing, Leiter der Servicestelle Ehrenamt beim DRK-Landesverband WestfalenLippe, führte mit Kindern und Erwachsenen ein Katastrophenschutz-Quiz durch, und Thomas Sieniawksi sorgte als „Clown Püppi“ für heitere Momente.

4

© Fotos S. 4 + 5: Jonas Westermeyer / LV WL

Vizepräsidentin Nilgün Özel (li.) und Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp (re.) mit Innenminister Herbert Reul im Infozelt der FH Münster zum Projekt „Studi-PUK“ (Studentische Pflegeunterstützungskräfte)


Topthema

NRW-Innenminister Herbert Reul bei der offiziellen Begrüßung

Viele Familien nutzten den Nachmittag, um die Veranstaltung zu besuchen und sich dabei eine Showübung der Rettungshunde aus dem DRK-Kreisverband Recklinghausen, moderiert von Sabine Bahr, anzusehen. Trotz des zeitweiligen Regens fand auch das Bühnenprogramm mit unterhaltsamen Informationen und den Talkrunden mit Akteuren des Bevölkerungsschutzes guten Anklang. Teilnehmende an den Talkrunden: Tilman Fuchs (Oberbürgermeister Münster), Andreas Bothe (Regierungspräsident), Jens Arlt (Deutsch-NieDie DRK-Rettungshundestaffel aus dem DRK-Kreisverband Recklinghausen hatte einen beeindruckenden Auftritt.

5

derländisches Corps), Sören Werlemann (Jugendrat Stadt Münster), Dr. Oliver Grewe (Universität Münster), Tanja Knopp (Landesrotkreuzleiterin), Bastian Solke (THW), Alexandra Dorndorf (Polizeipräsidentin Münster) und Dr. Hauke Speth (Institut der Feuerwehr). Die gemeinsame Botschaft des Tages „Bevölkerungsschutz muss eine Bürgerbewegung werden“, kam bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern an. Die Veranstaltung wurde dankenswerterweise von der Sparkasse Münsterland-Ost unterstützt. i+t


Blutspendedienst

75-Jahr-Feiern beim DRK-Blutspendedienst West

Der DRK-Blutspendedienst West hat in diesem Sommer seinen 75. Geburtstag gefeiert! Am Samstag, 13. Juni, haben zahlreiche Gäste am Zentrum für Transfusionsmedizin (ZTM) Hagen Grußworte gehört, Spannendes und Historisches rund um die Blutspende erfahren und ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie erlebt. Am Samstag, 27. Juni, folgte die Feier in Münster.

Upphoff, Vizepräsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, überbrachte herzliche Glückwünsche des Landesverbandes. Er hob besonders die Bedeutung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte hervor. Dennis Rehbein, Oberbürgermeister des Stadt Hagen, würdigte den Blutspendedienst als bedeutenden Arbeitgeber und wertete den Ausbau des ZTM als klares Bekenntnis zum Standort Hagen.

Bei wechselhaftem, gelegentlich recht kühlem Wetter begrüßte Dr. Robert Deitenbeck, Ärztlicher Leiter des ZTM Hagen, in Hagen rund 600 Gäste und zeichnete die Entwicklung der Blutspende und des Blutspendedienstes in den vergangenen 75 Jahren nach. Heinz-Wilhelm

In Münster brachte Oberbürgermeister Tilman Fuchs es auf den Punkt: „Blutspenden ist wichtig, auch wenn man schwitzt.“ Er würdigte den Blutspendedienst als jahrzehntelangen und bedeutsamen Bestandteil der Stadt. Die 75-Jahr-Feier in Münster fiel auf den heißesten Tag des Jahres. Trotz der großen Hitze waren rund 300 Gäste der Einladung gefolgt.

Das BlutspendeEhrenamtsportal

Die Zentrumsleitung begrüßte zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte, Blutspenderinnen und Blutspender, Mitarbeitende und Ehrengäste. Dr. Fritz Baur, Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, zeichnete die Entwicklung des Blutspendedienstes nach und dankte dem Ehrenamt, den Blutspenderinnen und Blutspendern und den Mitarbeitenden für ihr zuverlässiges Engagement. Claudia Müller / BSD West

Digital, nah dran, aktuell: Das neue Service-Portal für ehrenamtliche Einsatzkräfte bei der Blutspende.

Jetzt registrieren und ausprobieren!

ehrenamt.blutspendedienst-west.de

6

© Foto: BSD West

Dr. Robert Deitenbeck, Ärztlicher Leiter des Zentrums für Transfusionsmedizin Münster, bei der Feier auf dem DRK-Campus an der Sperlichstraße


Helfen – bei uns und anderswo

Red & White Dinner bringt 4 000 Euro für SofHi ein Rund 80 Gäste unterstützen den DRK-Soforthilfefonds in Detmold

Gemeinsam genießen und Gutes tun: Unter diesem Motto fand am Samstag, 5. September 2026, das diesjährige Red & White Dinner zugunsten des DRK-Soforthilfefonds für benachteiligte Kinder, kurz: „SofHi“, vor der beeindruckenden Kulisse des Fürstlichen Residenzschlosses in Detmold statt. Rund 80 Gäste folgten der Einladung und sorgten mit ihren Spenden für ein erfreuliches Ergebnis: 4 000 Euro kamen für SofHi zusammen. Gemeinsam genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen besonderen Abend. Neben dem gemeinsamen Essen und dem geselligen Austausch bot eine amerikanische Auktion die Gelegenheit, attraktive und besondere Preise zu ersteigern, die unter anderem von den beiden Mitinitiatorinnen Christina Haberbeck und Maria Prinzessin zur Lippe sowie Bürgermeister Frank Hilker bereitgestellt wurden. Der Erlös des Abends kommt vollständig dem DRK-Soforthilfefonds SofHi zugute.

© Foto: Jonas Westermeyer / LV WL

„Ich freue mich sehr über dieses großartige Ergebnis und möchte allen Gästen, den Spenderinnen und Spendern, der Sparkasse sowie dem Team des DRKOrtsvereins Detmold und allen weiteren Personen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben, ganz herzlich danken. 4 000 Euro sind ein starkes Zeichen der Solidarität. Das zeigt einmal mehr: Gemeinsam können wir viel bewegen“, betont die Paderbornerin Nilgün Özel, SofHi-Gründerin und Vizepräsidentin des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. Seit zehn Jahren schnelle Hilfe für Kinder Der DRK-Soforthilfefonds besteht mittlerweile seit zehn Jahren und wurde damals von Nilgün Özel, Christina Haberbeck, Maria Prinzessin zur Lippe und Stefan Wolf gegründet. Ziel des Fonds ist es, benachteiligte Kinder und Jugendliche schnell und unbürokratisch zu unterstützen, wenn eine konkrete Notlage besteht. Die Mittel für SofHi werden ausschließlich durch Spenden und Benefizveranstaltungen aufgebracht.

7

Die drei SofHi-Gründerinnen Maria Prinzessin zur Lippe (li.), Christina Haberbeck (Bildmitte) und Nilgün Özel (re.) freuen sich über das gute Spendenergebnis.

„Dabei hilft jede Spende und jede Unterstützung“, erklärt Maria Prinzessin zur Lippe, SofHi-Gründerin und Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Detmold. Weitere Informationen zum DRK-Soforthilfefonds für benachteiligte Kinder gibt es unter www.drk-sofhi.de. i+t

Ihre Meinung ist uns wichtig! Seit vielen Jahrzehnten informiert unser Verband mit der „IDEE und TAT“ über die Arbeit des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe. Da wir dieses Magazin für Sie, liebe Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler, erstellen, bitten wir um Ihr Feedback bis zum 18. Oktober 2026.

Jetzt mitmachen!


DRK-Marienquartier in Laer offiziell eröffnet

Mit „Aqua-Vision“ erweitert der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe sein Engagement für mehr Schwimmkompetenz bei Kindern. Die Videoreihe richtet sich insbesondere an Eltern, die ihre Kinder beim Schwimmenlernen aktiv begleiten möchten. Die Produktion der Videos, die Grundlagen des Schwimmens erklären, konnte dank der Unterstützung der Deichmann Stiftung realisiert werden. i+t

Mit einem Quartiersfest hat der DRK-Kreisverband Steinfurt am 11. Juli das DRK-Marienquartier in Laer offiziell eröffnet. Seit Oktober 2025 leben dort Menschen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfen in verschiedenen Wohnformen. Das ehemalige Marienhospital hat sich zu einem modernen Quartier entwickelt, das Wohnen, Pflege, Betreuung und Begegnung miteinander verbindet. i+t

„Pfoten & Co. – Gemeinsam gegen einsam“

50 Jahre DRKOrtsverein Bühne

Nach sechsmonatigem Lehrgang und erfolgreicher Prüfung nahmen am 5. Juli in Warstein neun Hundehalterinnen voller Stolz ihre Urkunden entgegen. Sie und ihre Hunde besuchen nun als geschultes Team Menschen in Pflegeeinrichtungen oder zu Hause und bringen Abwechslung in deren Alltag. Nach und nach sollen Lehrstandorte für das Projekt im gesamten Landesverbandsgebiet entstehen. i+t

Am 10. Mai feierte der OV Bühne sein 50-jähriges Jubiläum. Im Zentrum seiner Arbeit stehen der Blutspendedienst, Erste Hilfe und Katastrophenschutz, die Altersund Ehrenkameradschaft und das Seniorenturnen. Landesverbandsvizepräsidentin Nilgün Özel würdigte das Engagement der Vorsitzenden Martin Wrede und Werner Wasmuth mit der Verdienstmedaille des Lani+t desverbandes.

Weitere Informationen zu den Nachrichten: www.drk-westfalen.de/aktuell/presse-service/idee-tat-2026.html

8

© Fotos: Oliver Schulz, OV Bühne

Deichmann-Stiftung unterstützt das Projekt „Aqua Vision“

© Fotos: Jörg F. Müller / DRK, Annelene Warnecke / KV Steinfurt

Nachrichten


Helfen – bei uns und anderswo

Sommerempfang des DRK NRW: Gemeinsam für einen starken Bevölkerungsschutz Zum Auftakt betonten die Präsidenten der DRKLandesverbände Westfalen-Lippe und Nordrhein, Dr. Fritz Baur und Dr. Alexander Schröder-Frerkes, die Bedeutung eines engen Austauschs. Angesichts zunehmender Krisen und einer veränderten sicherheitspolitischen Lage müsse der Bevölkerungsschutz gemeinsam weiterentwickelt werden. Dr. Fritz Baur hob insbesondere die Bedeutung des Ehrenamts hervor: „Das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz ist für unsere vom Ehrenamt getragene humanitäre Arbeit von zentraler Bedeutung.“ Das DRK wolle seinen Beitrag leisten, das Zusammenspiel im Katastrophenschutz weiter zu verbessern. Dafür seien unter anderem eine gesetzliche Helfergleichstellung und der Abbau bürokratischer Hürden notwendig. Auch DRK-Präsident Hermann Gröhe und Staatssekretär Dr. Bernd Schulte unterstrichen die zentrale Rolle des Ehrenamts. Bevölkerungsschutz sei ohne die vielen freiwillig Engagierten nicht denkbar. Zugleich müsse Deutschland besser auf Schadenslagen größeren Ausmaßes vorbereitet sein. Das Land Nordrhein-Westfalen investiere deshalb in den kommenden Jahren erheblich in den Brand- und Katastrophenschutz, betonte Staatssekretär Dr. Schulte.

© Foto: Jonas Westermeyer / LV WL

(v.li.) Dr. Fritz Baur (Präsident des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe), Hermann Gröhe (Präsident des Deutschen Roten Kreuzes), Dr. Bernd Schulte (Staatssekretär der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen), Dr. Alexander Schröder-Frerkes (Präsident des DRK-Landesverbandes Nordrhein)

Rund 200 Gäste aus Landespolitik, Wohlfahrtsverbänden, befreundeten Hilfsorganisationen und dem Roten Kreuz kamen am 15. September zum Sommerempfang des DRK in NRW in die Düsseldorfer Rheinterrassen. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen für Bevölkerungsschutz und humanitäre Hilfe sowie die Zusammenarbeit zwischen Politik, Staat und den anerkannten Hilfsorganisationen.

9

In einer anschließenden Talkrunde diskutierten Dr. Bernd Schulte, Dr. Harald Quix, Landesleiter Bergwacht des DRK-Landesverbandes Nordrhein, und Uwe Krischer, Landesbeauftragter für Bevölkerungsschutz des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, über die Rolle des DRK in der veränderten Bedrohungslage. Der Sommerempfang bot anschließend Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Vernetzung. Seit 2018 ist die Veranstaltung ein wichtiger Treffpunkt für Politik, Wohlfahrtspflege, Hilfsorganisationen und Ehrenamt – und ein Zeichen für die gemeinsame Verantwortung für ein starkes und krisenfestes Nordrhein-Westfalen. i+t


Helfen – bei uns und anderswo

Der 80. Landesgeburtstag wurde vom 28. bis 30. August in Münsters Innenstadt gefeiert.

Vom 28. bis 30. August 2026 feierte Nordrhein-Westfalen seinen 80. Geburtstag mit dem Nordrhein-Westfalen-Tag in Münster, zu dem die Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Münster eingeladen hatte. Insgesamt elf Themenmeilen erstreckten sich über die gesamte Innenstadt und präsentierten die Vielfalt Nordrhein-Westfalens. Auch wir als Deutsches Rotes Kreuz in NordrheinWestfalen waren mit einem Stand auf der Blaulicht-

meile vertreten. Am gemeinsamen Stand der beiden NRW-Landesverbände, des DRK-Blutspendedienstes West, des Jugendrotkreuzes und des DRK-Kreisverbandes Münster war für jeden Geschmack etwas dabei: ob spannende Einsatzfahrzeuge wie unser Unimog, Blut spenden im Blutspendemobil, unser Riech-Quiz oder unsere Teddyklinik. Darüber hinaus beantworteten wir im Rahmen unseres Mitmachparcours, dem Katastrophenschutztag aus der Kiste, viele Fragen und gaben Tipps und Tricks, wie man

10

© Fotos: Jan Seifert, Jonas Westermeyer / LV WL

NRW-Tag in Münster


Helfen – bei uns und anderswo

sich selbst am besten auf den Ernstfall vorbereitet. An unserem Stand durften wir den Ministerpräsidenten des Landes NRW Hendrik Wüst, den NRW-Innenminister Herbert Reul, den NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann, die NRW-Ministerin für Schule und Bildung Dorothee Feller, die NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration Verena Schäffer, den NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien Nathanael Liminski sowie den Präsidenten des Landtages NRW André Kuper begrüßen. Darüber hinaus haben wir uns sehr über das große Interesse an unserer Arbeit, die zahlreichen Gespräche und die vielen großen und kleinen Besucherinnen und Besucher an unserem Stand gefreut. i+t

11


Personalien

Leitungsfunktionen In jeder Ausgabe stellen wir Menschen vor, die sich in Leitungspositionen in den Rotkreuzgemeinschaften, im Jugendrotkreuz, in Einsatzformationen oder AGs auf Landesverbandsebene ehrenamtlich engagieren oder engagiert haben.

b lfs hi

it, ere

freundlich, zur

ück h

al te

Fabian Reuber

nd

Der 41-jährige Kreisrotkreuzleiter des Kreisverbands Olpe ist im Beruf verantwortliche Elektrofachkraft. 2009 hat er als Rettungshelfer beim Ortsverein Drolshagen angefangen. „Als Kreisrotkreuzleiter unterschütze ich die Einsatzleitungen der Ortsvereine bei Sanitätsdiensten, leite den Einsatzführungsdienst sowie den Kreisausschuss der Rotkreuzgemeinschaften und vertrete mit unserem Rotkreuzbeauftragten die Interessen des DRK gegenüber dem Kreis.“ Er mag es, im Team zu arbeiten, Ideen zu entwickeln und Menschen nach ihren Fähigkeiten zu fördern. „Ich bin aktiv im Katastrophenschutz, besetze den KTW oder den RTW bei Einsätzen, bin im Ortsverein Fahrzeugwart und verantwortlich für den Einsatzdienst.“ Am DRK faszinieren ihn

„

die vielfältigen Aufgaben und die Menschen, die diese Aufgaben gemeinsam stemmen.

Jennifer Wolf Zum Jugendrotkreuz kam Jennifer vor über vier Jahren durch ihre beiden Kinder, die sie in einer JRK-Gruppe in Hamm angemeldet hatte. Anfänglich unterstützte sie bei Veranstaltungen und Ausflügen des JRK, heute ist sie die JRK-Leiterin im Kreisverband Hamm. Die 38-Jährige vertritt das JRK bei Präsidiumssitzungen, plant unter anderem Fahrten und führt JRK-Gruppenstunden durch. An ihrem Ehrenamt schätzt sie besonders die Vielseitigkeit und die Möglichkeiten, Neues zu lernen.

Kraft gibt ihm „die Dankbarkeit von Menschen, denen man auch mit kleinen Dingen helfen kann“. Neben dem DRK gehören Reisen und Unternehmungen mit Freunden zu Fabians Freizeitaktivitäten. Sein Vorbild ist der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt.

„

Beruflich hat die examinierte Altenpflegerin zum 1. September die stellvertretende Pflegedienstleitung in einer Einrichtung in Hamm übernommen. Ihre freie Zeit verbringt sie gerne mit der Familie, ihrem Mann, den Kindern und Freunden, fährt Fahrrad und geht Gassi mit dem Hund. Kraft gibt ihr: „Zeit für mich.“

zu h ve sc i rlä h at ssig , ehrlich, emp

12

© Fotos: privat

Am DRK faszinieren mich die Hilfsbereitschaft untereinander, die gemeinsamen Gespräche und die Veranstaltungen, die wir zusammen umsetzen.


Personalien

eh

i eradlin g, wertsch g , ätz ch rli e

Beatrix Grüner „Ich bin 1980 auf Anregung eines Freundes ins DRK Schwelm eingetreten“, erinnert sich Beatrix Grüner. Nach Absolvierung diverser Ausbildungen wirkte sie bei Sanitätsdiensten und dem Ärztlichen Notdienst mit; „später kam noch die Betreuung dazu.“

nd

Außerdem war sie einige Jahre Rotkreuz-Leiterin im Ortsverein Schwelm. Nun ist die 63-jährige Betreuungsassistentin in einem Altenheim seit 2013 – mit einer berufsbedingten Unterbrechung – Kreisrotkreuzleiterin im Kreisverband DRK im Ennepe-Ruhr-Kreis. Als solche steht sie allen aktiven DRK-Mitgliedern im Kreisverband und seinen Ortsvereinen mit Rat und Tat zur Seite. Dabei schätzt sie sehr die Freude am Helfen, die interessanten Dienste und die gute Kameradschaft. Neben den vielfältigen Aufgaben fasziniert sie,

Judith Horstklaas Judiths Einstieg verlief 2017 über die Rettungshundearbeit des DRK-Ortsvereins Verl. Heute leitet die stellvertretende Kreisrotkreuzleiterin im Kreisverband Gütersloh die Rettungshundeeinheit des Ortsvereins und den Treffpunkt Mensch des DRK in Gütersloh. Darüber hinaus engagiert sie sich bei Sanitätswachdiensten, bei der Grundausbildung Psychosoziale Notfallversorgung, der Ersten Hilfe am Hund und im Rahmen der Kriseninterventionshilfe. An ihren Aufgaben mag die 46-jährige Zollbeamtin besonders „die Zusammenarbeit mit verschiedensten Menschen aus allen Schichten“.

© Fotos: Frank Nieselt / OV Ennepetal, privat

Am DRK schätzt sie

„

dass ich mit interessanten Menschen zu tun habe und immer wieder neue kennenlerne. Kraft schöpft die Mutter zweier erwachsener Töchter aus Unternehmungen mit ihrem Enkelkind, ihren YogaÜbungen und in der Sauna. Sie liebt Gartenarbeiten und lange Spaziergänge. Ihre Vorbilder sind „starke Frauen“. i+t

„

dass jeder mit seiner eigenen speziellen Fähigkeit einen Platz findet, am dem er sich wohlfühlt und einbringen kann. Ihre freie Zeit widmete sie größtenteils dem Roten Kreuz. „Ich sage gerne, dass mein Mann mein Hobby ist – denn die wertvolle Zeit mit ihm ist knapp.“ Kraft gibt ihr die Familie und die Wertschätzung und Dankbarkeit, die sie im Projekt „Treffpunkt Mensch“ erfährt. Als Vorbild nennt sie ihre 23-jährige Tochter, „die sich tapfer durch alles durchkämpft“.

13

gu

tm ü

t rei e b tig, f s röhlich, hilf


„Wir fahren nach Berlin“ – Politik und Zeitgeschehen zum Anfassen Am 30. Juni reisten neun JRKler*innen und zwei Betreuende für drei Tage nach Berlin. Motivation, gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen sowie dazu, wie ihn sein Engagement im JRK für seine politische Arbeit geprägt hat.

lung, Architektur und Arbeit des Bundesministeriums des Innern verschaffen. Ein Vortrag mit anschließender Fragerunde rundete den Besuch ab.

Anschließend wurde das Futurium besucht, ein Museum, das seine Besuchenden dazu anregt, über die Frage „Wie wollen wir leben?“ nachzudenken.

Finanziert und organisiert wurde die Reise zu großen Teilen vom Bundespresseamt, welches Bürger*innen alle vier Jahre eine Informationsfahrt nach Berlin inklusive eines Besuchs ihres jeweiligen lokalen Abgeordneten ermöglicht. Lena Stennecken / i+t

Am Tag der Abreise durfte sich die Gruppe einen Einblick in die Entwick-

Die Reisegruppe besuchte unter anderem den Reichstag in Berlin.

© Fotos: JRK Westfalen-Lippe, Willing-Holtz / DRK

Auf dem Programm standen ein Stadtrundgang durch das Regierungsviertel und die Besichtigung des Bundestags. Dort wurde im Plenarsaal die Funktionsweise des Parlaments erklärt. Anschließend fand der Austausch mit Robin Wagener – MdB Bündnis 90/Die Grünen – digital im Rahmen einer Videokonferenz statt. Die Jugendlichen hatten dabei die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen – etwa zu seinem Alltag, seiner Sicht auf die a k t u e l le We l t p o l i t i k , s e i n e r

14


Landeswettbewerbe der Stufen Bambini & I in Nottuln

© Fotos: Finn Prießnitz / JRK Westfalen-Lippe

Am Samstag, 11. Juli kamen zehn Kinder- und Jugendgruppen im DRK-Logistikzentrum Westfalen in Nottuln zusammen, um ihr Können an sieben abwechslungsreichen Stationen zu beweisen.

1. Platz Stufe Bambini: „Herberns Dorfheld*innen“, KV Coesfeld

1. Platz Stufe I: „Blitzverband“, KV Steinfurt

In diesem Jahr stand der Wettbewerbstag unter dem Motto „Henry und der Rettosaurus-Rex“. So meisterten die Teilnehmenden Aufgaben wie das sichere Transportieren von Dino-Eiern oder das Verarzten von Verletzungen, die durch die Begegnung mit Dinosauriern entstanden sind. Mit den Sieger*innenehrungen ging dann am Nachmittag ein bunter Tag zu Ende und stolze Jugendrotkreuzler*innen anschließend nach Hause.

Beim Wettbewerb für die 10- bis 12-Jährigen (Altersstufe I) freute sich die Gruppe „Blitzverband“ aus dem DRK-Kreisverband Steinfurt über den ersten, die Gruppe „Rescue Rebels“ aus dem DRK-Kreisverband Borken über den zweiten und die Gruppe „JRK Burbach“ aus dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein über den dritten Platz. Katharina Plate

In der Altersklasse „Bambini“ (6-9 Jahre) erreichte die Gruppe „Herberns Dorfheld*innen“ aus dem DRK-Kreisverband Coesfeld den ersten Platz; die Gruppe „JRK Burbach“ aus dem DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein freute sich über den zweiten Platz, und als Drittplatzierte nahmen die „Olperaptor“ aus dem DRK-Kreisverband Olpe einen Pokal mit nach Hause.

15

Weitere Informationen findet ihr hier:


Mit dem DRK Borken die deutsche Kultur kennenlernen

Die Häusliche Kranken- und Kinderkrankenpflege der DRK-Kinderklinik Siegen versorgt seit 30 Jahren schwer pflegebedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem häuslichen Umfeld. Rund 70 Mitarbeiter*innen versorgen in einem Umkreis von 60 Kilometern um Siegen zwölf Patient*innen; viele sind schwerst-mehrfach-behindert, mehrere benötigen künstliche Beatmung. i+t

27 Frauen aus Ländern wie Afghanistan, Syrien, Libanon, Irak, Tunesien und Deutschland haben sich erstmals im Juli im Interkulturellen Café in Vreden getroffen. Das Café ist eine gemeinsame Initiative des DRK im Kreis Borken und der Stadt Vreden. Ziel des Projekts ist es, Einblicke in den Alltag der deutschen Gesellschaft zu geben und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. i+t

Lokale Unternehmen engagieren sich beim DRK Dortmund

„Fit in Berg Fidel“ mit der Integrationsagentur des DRK Münster

Beim Projekt „Dortmunder Tatendrang“ waren engagierte Teams von DOKOM21, Capgemini und GreenIT mit ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden des DRK Dortmund am 3. Juli gemeinsam aktiv: Unter anderem verschönerten sie das Gelände der Kreisgeschäftsstelle, bereiteten Material für Einsätze des Ehrenamts auf und ein Kegelturnier für das DRK-Altenzentrum in Lütgendortmund vor. i+t

Die Integrationsagentur des DRK Münster beteiligte sich im Rahmen des Hood Hoopers Projekts am Aktionsmonat „Fit in Berg Fidel“ und setzte gemeinsam mit zahlreichen Partnern ein starkes Zeichen für Bewegung, Begegnung und Zusammenhalt im Stadtteil. Den gelungenen Abschluss bildete das Stadtteilfest Berg Fidel mit Besuchen von Aktiven aus dem Münsteraner Spitzensport. i+t

Weitere Informationen zu den Nachrichten: www.drk-westfalen.de/aktuell/presse-service/idee-tat-2026.html

16

© Fotos: KV Dortmund, Matthias Utech / KV Münster

DRK-Kinderklinik Siegen: 30 Jahre Häusliche Kranken- und Kinderkrankenpflege

© Fotos: Arnd Dickel / DRK-Kinderklinik Siegen, DRK Borken

Nachrichten


Helfen – bei uns und anderswo / Nachruf

„Einsatz verdient besondere Anerkennung“ Der Landesausschuss der Rotkreuzgemeinschaften tagte in diesem Jahr am 3. und 4. Juli 2026 in Münster. Präsident Dr. Fritz Baur (li.) überreichte dem Landesbeauftragten für den Bevölkerungsschutz Uwe Krischer das DRK-Ehrenzeichen.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig leistungsfähige Strukturen im Bevölkerungsschutz sind“, sagte Landesverbandspräsident Dr. Fritz Baur zur Begrüßung. Er bedankte sich bei den ehrenamtlichen Leitungskräften, die nach Münster gekommen waren: „Gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten, in denen sich vieles in unserer Gesellschaft verändert und die Anforderungen an ehrenamtliche Führung wachsen, verdient Ihr Einsatz besondere Anerkennung.“ Mit der höchsten Auszeichnung im Deutschen Roten Kreuz, dem DRK-Ehrenzeichen, wurden die Verdienste von Uwe Krischer gewürdigt. Krischer engagiert sich seit fast 47 Jahren als DRK-Mitglied. Nach Ämtern auf Ortsvereins-, Kreisverbands- und der Bezirksebene

Südwestfalen wurde er zum Leiter der Einsatzabteilung Westfalen und später auch zum Leiter des Mobilen Führungsstabes des DRK in Westfalen-Lippe berufen. 2020 wurde er zum Landesbeauftragten des DRK in Westfalen-Lippe für den Bevölkerungsschutz ernannt. In dieser Funktion vertrat er das DRK unter anderem nach dem Ahrtalhochwasser 2021 im Kompetenzteam Katastrophenschutz von NRW-Innenminister Herbert Reul. Der Landesausschuss der Rotkreuzgemeinschaften befasste sich auch mit Wahlen. Wiedergewählt wurden die stellvertretende Landesrotkreuzleiterin Anika Knutti, der stellvertretende Landesrotkreuzleiter Reiner Bluhm und der stellvertretende Landesarzt Dr. Frank Marquardt. i+t

Trauer um

Ludger Dinkler Am 16. Juni 2026 verstarb Ludger Hermann Dinkler vom

© Fotos: Helena Tenambergen / LV WL, privat

DRK-Kreisverband Coesfeld im Alter von 87 Jahren.

Über mehr als fünf Jahrzehnte war Ludger Dinkler dem Deutschen Roten Kreuz eng verbunden. Von 2001 bis 2011 war er Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Holtwick und prägte dessen Entwicklung maßgeblich. Mit seiner offenen und den Menschen zugewandten Art eröffnete er Wege, schuf Möglichkeiten und setzte sich erfolgreich für das Gemeinwohl ein.

Besonders lag ihm die Förderung von Kindern und Familien und die Förderung der aktiven DRK-Gemeinschaften am Herzen. Durch sein vielseitiges Engagement in Rosendahl und darüber hinaus sorgte er dafür, dass das DRK in ein starkes Netzwerk gegenseitiger Hilfe eingebunden war. Für sein außergewöhnliches Lebenswerk im Ehrenamt wurde er

17

mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande sowie der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet. Wir werden Ludger Dinkler stets in dankbarer Erinnerung behalten. DRK-Kreisverband Coesfeld e.V. Dr. Christian Schulze Pellengahr, Präsident Christoph Schlütermann, Vorstand


Helfen – bei uns und anderswo

DRK-Exponate für CoronaAusstellung Am 18. Juli besuchte der Fachdienstbeauftragte Betreuungsdienst des DRKKreisverbandes Wattenscheid, Ralf Frede, das Ruhr Museum in Essen.

Bei seinem Besuch sprach Ralf Frede mit dem Kurator für Industrie und Zeitgeschichte, Dr. Ingo Wuttke (re.),

und seinem Mitarbeiter Nico Schmidt (li.) über die herausfordernden Corona-Jahre. Während der Covid-19Pandemie war das DRK als gesetzlich anerkannte nationale Rotkreuz-Gesellschaft der Bundesrepublik und freiwillige Hilfsgesellschaft der deutschen Behörden im humanitären Bereich im Dauereinsatz, um bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen. Zum Beispiel halfen Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler in Probeentnahmestellen, Fieberambulanzen, Quarantänestationen, bei Angeboten für Menschen in Heimquarantäne, Notbetreuungsangeboten, in Teststellen und Impfzentren. i+t

© Foto: KV Wattenscheid

Im Gepäck hatte er Material, das sein Kreisverband und der Landesverband für eine Ausstellung zum Thema Corona im Frühjahr 2027 zur Verfügung gestellt haben. Die Exponate erinnern unter anderem an die Behelfsmaskenaktion des DRK-Kreisverbandes Wattenscheid zu Beginn der Pandemie. Gestartet im März 2020 wegen akuten Mangels an Schutzmasken, wurden dank der Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher bis zum Juni 2020 über 9 500 Masken hergestellt und verteilt.

18


© Foto: IM NRW

Förderplakette Ehrenamt im Brand-& Katastrophenschutz Ehrenamtliche Einsatzkräfte sind da, wenn andere Schutz und Hilfe brauchen. Damit sie diese Verantwortung neben ihrem Beruf übernehmen können, brauchen sie Arbeitgeber an ihrer Seite, die dieses Engagement möglich machen. Innenminister Herbert Reul hat am 14. Juli 2026 zehn nordrheinwestfälische Unternehmen mit der Förderplakette „Ehrenamt im Brand- und Katastrophenschutz“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Betriebe, die ihre Beschäftigten großzügig für Einsätze, Übungen und Fortbildungen freistellen und damit den Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen stärken. Innenminister Herbert Reul: „Ehrenamt im Katastrophenschutz ist keine Freizeitbeschäftigung, sondern knallharte Verantwortung. Wer sich hier ehrenamtlich engagiert, ist binnen Minuten zur Stelle, wenn’s ernst wird. Damit das funktioniert, brauchen diese Frauen und Männer Rückendeckung im Job. Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten freistellen und ihnen den

Rücken freihalten, sind deshalb unverzichtbare Partner im Katastrophenschutz. Die heute ausgezeichneten Unternehmen stehen exemplarisch dafür, wie moderner Katastrophenschutz gelingt: wenn Staat, Ehrenamt und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.“ In diesem Jahr wurden die Preisträger aus 50 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Über die Vergabe entschied eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der anerkannten Hilfsorganisationen, der Arbeitgeberverbände, der kommunalen Spitzenverbände, des Verbandes der Feuerwehren in NRW e.V., des Technischen Hilfswerks sowie des Ministeriums des Innern, zu der auch der Vizepräsident des DRK-Landesverbandes WestfalenLippe, Heinz-Wilhelm Upphoff, gehört. Zu den Auswahlkriterien zählen unter anderem eine großzügige Freistellungspraxis, der Verzicht auf Entgeltansprüche sowie eine darüberhinausgehende Unterstützung von Hilfsorganisationen und Feuerwehren. IM NRW / i+t

19

Alle ausgezeichneten Firmen finden Sie hier:

Zu den ausgezeichneten Unternehmen

2026 gehören:

Bauunternehmen Gebr. Echterhoff GmbH & Co. KG Firmensitz: Westerkappeln, Regierungsbezirk Münster Das Bauunternehmen ist ein familiengeführter Betrieb in fünfter Generation. Von den 732 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 150 bei der Freiwilligen Feuerwehr, beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), beim Technischen Hilfswerk (THW) oder im sozialen Dienst ehrenamtlich aktiv. Das Unternehmen zeichnet sich darüber hinaus durch die Bereitstellung von Übungsmöglichkeiten auf dem Werksgelände und einen jährlichen firmeneigenen Blutspendetag aus. Bei dem Hochwasser im Ahrtal 2021 und in anderen Krisensituationen wurden zahlreiche Angestellte zum Helfen freigestellt. Drahtwerk Elisental W. Erdmann GmbH Firmensitz: Neuenrade, Regierungsbezirk Arnsberg Elf der 114 Angestellten sind ehrenamtlich im Brand- und Katastrophenschutz tätig. Sie werden nicht nur durch eine problemlose Freistellung, sondern auch mit zwei Tagen Zusatzurlaub im Jahr unterstützt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr ist besonders das örtliche DRK seit vier Generationen eng mit dem Unternehmen verbunden. Der Firmengründer Wilhelm Erdmann war hier auch bereits in führender Position aktiv. Heute wird das Unternehmen von Theo Wingen, dem Schwiegersohn Wilhelm Erdmanns, und seinem Sohn Daniel Wingen geführt. Dessen Ehefrau Daniela Wingen ist Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Neuenrade.


Immobilien kaufen, bauen, modernisieren. Digital gemanagt – jetzt neu mit Cockpit Immobilie.* Direkt informieren unter: sparkasse.de/cockpit-immobilie *Bei teilnehmenden Sparkassen.

Weil’s um mehr als Geld geht.


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
20-Idee + Tat September 2026 by drklvwl - Issuu