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Kölner Straßenzeitung Draussenseiter 10/2016: Straßenklänge

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24. Jahrgang

Nr. 170

Oktober 2016

R E T I E S N E S s U A R D IN

Foto: Gerd Bonse

Z A G A M N E S S A STR R E N L Ö K S A D

0,90 e für den Verkäufer

1,70 e

Straßenklänge MUSIK Töne

POESIE Worte

MALEREI Farben


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Inhalt

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, wir haben eine Menge zu feiern: Die September-Ausgabe ist super gelaufen, das 25. Jubiläum der OASE mit einem großen

Vorwort ��������������������������������������������������������������� 3 Inhaltsverzeichnis �������������������������������������������������� 3

Sommerfest gut über die Bühne gegangen und die lokale Presse hat uns in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit

Themenschwerpunkt: Asphaltkunst

geschenkt, was wiederum viele neue Leser zur Folge hatte. Zu so einer Hochstimmung braucht man doch Musik! Passender kann also der Beitrag von Philippe Koller für unsere vorliegende Ausgabe gar nicht sein: Er hat sich für uns mal in der Kölner Fußgängerzone umgehört und tolle Straßenklänge aufgeschnappt – von melancholisch über jazzig bis poppig-leicht.

S.4

Asphaltklänge und Bordsteinsound �����������������4 - 7 Kölnsound fotografiert von Gerd Bonse ����������������� 8 - 11

Ich und Chopin: Im Interview �������������������12 – 13 Kunst der Vergänglichkeit �� 14 – 15

S.14

Foto: Leo Decristoforo/Jakob Gehrmann

Derweil habe ich den Blick auf den Boden gerichtet und

Kurzgeschichte: Plötzlich obdachlos ���������������� 17

bin dabei auf die beeindruckenden Straßenmalereien von Marion Ruthardt gestoßen. Über die Faszination ihres außergewöhnlichen Berufs hat die in Duisburg geborene Frau mir im Interview Auskunft gegeben.

S.18

Sommerfest zum 25. OASE-Jubiläum ����������� 18 – 19

Vielleicht inspirieren Sie unsere Geschichten ja dazu, wieder mehr Zeit im öffentlichen Raum zu verbringen: Nach dem sechsjährigen Streit der Stadtverwaltung mit den Bezirksvertretern hat man sich ja jetzt auch endlich dafür entschieden, mehr Sitzbänke in der Innenstadt aufzustellen. Welches Stuhl-Modell nun als Sieger hervorgegangen ist? Das Modell heißt „Cologne“ – wie auch sonst?!

Mit herzlichem Gruss

Cartoon / Kolumne �������������������������������������������������20 Buch-Tipps ���������������������������������������������������������� 21 Aus der OASE �������������������������������������������������� 22 - 23 Eintritt frei �����������������������������������������������������������24 Abo �������������������������������������������������������������������24 Impressum ���������������������������������������������������������� 25 Vorschau ������������������������������������������������������������� 25 Service: Adressen �������������������������������������������� 26 – 27

Christina Bacher

P.S.: Das Coverfoto von Gerd Bonse zeigt Wolfgangs Jazzposaune in den alten Hallen der Gasmotorenfabrik Deutz.

Öffnungszeiten: OASE e.V. Kontakt- und Beratungsstelle Montag und Freitag: 9.00 – 13.00 Uhr Dienstag und Donnerstag: 9.00 – 16.00 Uhr Mittwoch: 13.00 – 16.00 Uhr 3


asphaltkunst

ofo Fotos: Leo Decrist

Asphaltklänge und Bordsteinsound Eine Stadt und ihr Klang

von Philippe Koller

Musik stiftet Identität, genau deshalb ist sie so wichtig für unsere Gesellschaft und nimmt einen großen Platz im Leben vieler Menschen ein. Geht es um Straßenmusik, verbinden sich romantische Vorstellungen vom idealistischen Künstler und verkannten Genie – lebenslang dazu verdammt das undankbare Laufpublikum zu unterhalten – mit dem Traum vom großen Glück, entdeckt zu werden. Doch wer sind diese Menschen wirklich, die sich und ihre Kunst Tag für Tag für ein unsicheres Einkommen dem Urteil der Straße aussetzen? Um genau das herauszufinden und einen Einblick in die Szene zu bekommen, hat sich Philippe Koller mit offenen Ohren und einem Dokumentationsteam auf den Weg gemacht.

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ro/Jakob Gehrm

ann


asphaltkunst

bei der Sache swingt

schied. Früher ist er überall in Europa mit

die Band zu den

festem Vertrag aufgetreten, doch diese

Klängen berühm-

Zeiten sind offenbar vorbei. Das weiß er.

ter Jazz-Standards

Heute wäre er schon für eine Buchung für

wie „All the things

eine Hochzeit oder Firmenevents zufrie-

you are“, „Take

den. „Aber wenn die hören, dass wir aus

Five“, und „Pro-

Rumänien kommen, melden sie sich nicht

bier‘s mal mit

mehr.“ Das trifft den Vollblut-Musiker

Gemütlichkeit“,

wirklich sehr. Darum fügt er leise und

und die Traube

trotzig hinzu: „Nicht alle Rumänen sind

von Zuschauern nimmt die Gele-

Diebe.“ Plötzlich klart sein Blick auf. Er

amstagmorgen in der Schildergasse,

genheit gerne mit, dem Alltag Einhalt zu

ist nicht nachtragend, vielleicht die wich-

schon jetzt herrscht hier geschäftiges

gebieten. Münzen fliegen in den Instru-

tigste Eigenschaft, um auf der Straße

Treiben und die Straßen füllen sich

mentenkoffer, der vor der Band auf dem

bestehen zu können. „Trotzdem lieben

mit Menschen. Die Kölner Altstadt und

Boden liegt. Eine halbe Stunde geht das

wir, was wir tun und wir sind froh, hier zu

die Straßen und Gassen um den Dom her-

Spektakel – dann ist es vorbei und die

sein. Letztlich machen wir das ja auch nur

um sind der Hotspot für die Touristen, die

Musiker packen ein. Es liegt etwas seltsam

für unsere Familien, die zu Hause auf uns

sich Köln in wenigen Tagen erschließen

Routiniertes darin, der Deal ist vollzogen.

warten.“ Ein zwiespältiges Gefühl – ein

wollen. Tausende werden hier täglich aus

Gleichzeitig etwas Hoffnungsvolles, denn

Familienmensch und gleichzeitig die meis-

mit Reisebussen angekarrt, für das obliga-

der nächste Spielort liegt nur ein paar

te Zeit des Jahres in der Fremde zu sein.

torische Selfie mit dem Dom und um die

Meter entfernt – vorne am Bierbrunnen.

Christian jedenfalls hat eine Frau und zwei

Gegend zu erkunden, wobei sie hoffent-

„Musik machen wir schon unser ganzes

Kinder. Sie kommen über die Runden mit

lich auch die heimische Wirtschaft ankur-

Leben, wir wurden dafür geboren“, erklärt

dem Geld, das er nach Hause schickt.

beln. Wer sich neben der Touristen am

Christian auf Englisch mit starkem osteu-

„Meine Jungs rufen mich manchmal an

Wochenende freiwillig auf die Hohe Stra-

ropäischem Akzent, er ist der Kontrabas-

und fragen mich, ob ich mehr Geld schi-

ße und die Schildergasse begibt, wo sich

sist von der Band „Replika“, die eigentlich

cken kann, wenn sie etwas in einem Laden

die Menschen oft Rücken an Bauch durch

aus Rumänien stammt. „Zuhause haben

gesehen haben.“ Christian muss das meis-

die Einkaufsstraßen drängen, der tut das

wir uns als professionelle Musiker ausbil-

tens verneinen. Doch was er seinen Kin-

entweder, um Geld auszugeben oder um

den lassen und hatten Verträge, aber dann

dern geben kann, ist noch viel mehr wert

welches zu verdienen. Der Markt ist groß,

wurde es langsam schwer für uns mit Jobs.

als Geld: Eine positive Lebenseinstellung:

nicht nur der offizielle, sondern auch der

Weil wir zurzeit in Rumänien nicht vom

„Be free, man, it is the better life.“

Straßenmarkt und das wissen nicht nur

Musikmachen leben können, kommen wir

Die Auftrittszeiten von Straßenmusi-

die Bettler, die sich schon früh morgens

jetzt nach Westeuropa und spielen auf der

kern in Köln sind streng geregelt. Es ist das

ihre Plätze sichern, sondern auch viele

Straße. Jedes Jahr sagen wir uns, dieses

Ordnungsamt, das darüber wacht, dass

Musiker.

Jahr ist das letzte, wo wir so unser Geld

immer nur von der vollen bis zur halben

Es dauert auch nicht lange, da hören

verdienen. Und dann kommen wir doch

Stunde gespielt wird. Dann muss – ganz

wir erste Klänge und Melodien aus einiger

wieder hierher!“ Angewiesen sind Chris-

egal, ob Alleinunterhalter oder Band – der

Entfernung – sofort wirkt alles, trotz des

tian und seine Freunde auf das Geld, das

Platz gewechselt werden. Die Jungs von

grauen Wetters, um einiges freundlicher.

sie verdienen. Auch diesmal werden sie

Replika finden diese Regel vollkommen

Einige Passanten wiegen sich unauffällig

sicher davon leben und einen Teil davon

okay, weil sie ihnen auch mal eine Ver-

im Takt, Kinder tanzen im Kreis und man-

zur Seite legen können. Es sei der Jazz, der

schnaufpause ermöglicht. An einem ande-

che beschleunigen neugierig den Schritt,

die meiste Kohle bringe: Viele Europäer

ren Ort findet sich auch wieder ein ande-

um um die nächste Ecke zu schauen,

verbinden damit den Duft von Freiheit

res Publikum, das vielleicht bereit ist,

woher die Musik kommt: Eine Jazzband

und das Land der unbegrenzten Möglich-

einen Euro springen zu lassen. Christian

mit großer Besetzung tut sich da mitten

keiten. „Mit osteuropäischem Folk brau-

erzählt, dass man in Bonn sogar an man-

auf der Hohe Straße auf, mit dabei ein

chen wir hier gar nicht anfangen.“ Aber

chen Plätzen dafür bezahlen müsse, wen

Schifferklavier, eine Gitarre, ein Saxo-

auch er mag den Jazz und das, was man

man spielen wolle. „Aber auch das ist okay,

phon, ein Kontrabass, ein Schlagzeug und

gemeinhin damit verbindet: „Das passt

weil die Konkurrenz dadurch kleiner wird

ein Posaunist. Fotoapparate werden aus-

schon. Wir als Musiker sind ja auch frei.“

und man das Geld für die Miete schnell

gepackt, Handyaufnahmen gestartet,

Er spiele gerne in Köln, aber auch in Bonn

wieder eingespielt hat. Außerdem respek-

Applaus gespendet. Mit viel Elan und Spaß

oder Brühl, das mache kaum einen Unter-

tieren wir die Regeln der Stadt, in der wir

S

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asphaltkunst

zu Gast sind.“ Wieder eine wichtige Regel,

Kinder starren mit großen Augen auf Toni

Neustart zu zelebrieren, legte er die E-Gi-

um sich als Straßenmusiker ein kontinu-

und Frank, die Spendenbox füllt sich

tarre beiseite, schnappte sich eine akusti-

ierliches Einkommen zu sichern.

schnell und mit nahezu gleicher Geschwin-

sche, drehte sie um und fing an, auf ihr

Als wir das Gespräch beendet haben,

digkeit verkleinert sich der CD-Stapel der

den Stil zu entwickelt, den er jetzt spielt.

steht die Replika-Band schon wieder in

Band. Die Jungs scheinen anzukommen.

Zur Straßenmusik ist er gekommen, als er

den Startlöchern, um weiterzuspielen,

„Wir müssen jetzt leider aufhören zu

mit seiner ehemaligen Band getourt ist

denn die halbe Stunde Pause ist um und

spielen und den Platz wechseln!“, ruft

und die langweiligen Stunden zwischen

auch wir verabschieden uns und ziehen

Frank, nachdem sie ein paar weitere Lie-

den Konzerten überbrücken wollte.

weiter Richtung Dom.

der gespielt haben, dem Publikum zu,

„Irgendwann habe ich festgestellt, dass

Auf der Hohe Straße empfangen uns

„Denn man darf nur eine halbe Stunde

ich auf der Straße mehr Geld verdiene als

schon hämmernde Beats, schnelle Rhyth-

am selben Ort spielen, sonst wird man hier

auf meinen Konzerten“, erklärt er

men und exotische, wilde Klänge.

in Köln als Musikterrorist eingestuft.“

schmunzelnd.

Die ekstatisch wirkende Musik, die mit

Mit diesem kleinen Witz vertröstet, löst

Inzwischen spielt Toni lieber auf der

jedem Schritt in Richtung Domplatte lau-

sich die Menge langsam auf, ein paar letz-

Straße als auf der Bühne, weil er auf der

ter wird, unterstreicht einerseits die Hek-

te Zuschauer kaufen noch CDs und spre-

Bühne oft nur eine halbe bis eine Stunde

tik der Umgebung und reißt den Zuhörer

chen mit Toni, während Frank schon wie-

spielen kann, das reicht ihm nicht. Er liebt

andererseits völlig aus dem Geschehen.

der schwer mit Einpacken beschäftigt ist,

das, was er tut, und er würde am liebsten

Um das Epizentrum der Musik hat sich

denn gerade als Schlagzeuger hat er eine

tagelang ohne Pause spielen. Ihn nervt die

eine große Traube von Menschen gebildet.

Menge Equipment zu transportieren. Die

Regelung in Köln, nur eine halbe Stunde

Die Musik scheint viele Leute anzuziehen.

beiden wollen jetzt von dem Laden, vor

spielen zu dürfen. „Stell dir vor“, sagt er,

Vor der Menschenmenge sitzen zwei

dem sie gespielt haben, auf die Domplat-

„Picasso malt gerade ein Bild und geht

te weiterziehen.

völlig darin auf und nach 30 Minuten steht

junge Männer, einer an einer Gitarre, der andere am Schlagzeug mit einem großen

„I am from England“, erklärt mir Toni in

Didgeridoo an den Lippen, ganz in ihre

perfektem Muttersprachenenglisch, wäh-

Musik vertieft.

rend Frank schon wieder schwer beschäf-

Dass der Schlagzeuger während er seine

jetzt erstmal aufhören.“ Trotzdem findet Toni Köln für Straßenmusik besser geeignet als New York, Mon-

Trommeln rhythmisch bearbeitet gleichzei-

Toni kam 2011 zum ersten Mal nach

treal oder Berlin, weil es in diesen Städten

tig Didgeridoo spielt, ist schon sehr beein-

Köln, als er durch Europa gereist ist, die

nicht viele große, öffentliche Plätze gibt.

druckend, aber wie der Gitarrist mit seiner

Entscheidung, professionell Musik zu

Und Frank? Der spielt schon zehn Jahre

Gitarre umgeht, ist umso verblüffender.

machen, hat er getroffen, weil er keine

sein Didgeridoo, hat es sich selbst beige-

„Einen großen Applaus für Mister Tony Haaaaaaven“, ruft der Schlagzeuger und

Lust hatte, ins Baugewerbe einzusteigen,

bracht. Früher war er in der freien Wirt-

in dem seine Eltern tätig waren.

schaft tätig, genauer gesagt in der Auto-

die Menge jubelt dem Gitarristen zu, der

Als er seinen Eltern im Alter von 15 Jah-

seine Gitarre, anders als man das kennt,

ren sagte, er wolle Musik machen, wussten

mit den Saiten nach oben auf dem Schoß

die nicht, wie dem Jungen zu helfen

liegen hat und von oben mit der Hand

sei.

über die Saiten spielt, während er gleich-

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tigt ist, sein Equipment auszupacken.

die Polizei hinter ihm und sagt, er muss

„In der Schule

zeitig auf dem Korpus rhythmisch klopft

war

und hämmert. „Meine Damen und Her-

besonders

ich

nicht

ren, wir sind das Wooden Street Syndika-

erklärt er mir auf

te, mein Name ist Frank und ich bitte Sie

Englisch, „ich war

alle näher zu kommen“, ruft der Schlag-

nie ein Prüfungs-

zeuger in einer kurzen Pause. „Kommen

mensch,

Sie näher, dann haben wir eine bessere

habe ich mir dann

Akustik, wer stehen bleibt outet sich als

den Weg aufs College

Düsseldorfer.“

gespielt.“

gut“,

deshalb

Frank entpuppt sich als geborener

Toni hat Musik stu-

Entertainer, der die Leute animiert, Witze

diert, bis er es 2009 satt

reißt und mit dem Didgeridoo ordentlich

hatte, er vermisste das

einheizt. Das Publikum scheint begeistert,

Touren und das freie

die Leute filmen, lachen und tanzen, die

Spielen, und um seinen

mobilindustrie. „Ich bin der Überzeugung, dass es das nicht wert ist,


asphaltkunst

auf dieser Welt sein Geld mit Lügen zu

len – wenn auch nur kurz. Für fünf Minuten

verdienen“, sagt er heute. Ein Überzeu-

ein Hier-und-jetzt-Gefühl erzeugen.“

„Everything you do in life is hard“, sagt er in perfektem Padua. „Du musst es lieben,

gungstäter also. Einer, der sich bewusst für

Inzwischen ist es richtig warm geworden,

es wird leicht dadurch, dass du es einfach

dieses Leben entschieden hat. Und gegen

es ist T-Shirt-Wetter und die Straße voller

machst. Meine Lebensaufgabe, nicht nur

das große Geld. Er kündigte, kaufte sich

Menschen. Straßenkünstler finden sich auf

in der Straßenmusik, ist es, die Leichtigkeit

vom letzten Gehalt sein Instrument. Ein

Schritt und Tritt – Kreidemaler, Gaukler,

des Lebens und den Vibe des Rastafari zu

halbes Jahr später war er damit unterwegs.

Akrobaten und eben Musiker. Die Gassen

vermitteln.“

„Straßenmusik ist ein Teil meiner Identi-

sind überfüllt mit Menschen und von allen

tät, ich liebe die Unabhängigkeit und ich

Seiten, hinter jeder Ecke und in jeder

Das scheint eine wichtige Grundeigen-

liebe es unter Menschen zu sein. Ich emp-

Nische hört man Musik. Von der Domplat-

schaft zu sein, wenn man sich für ein

finde das Publikum auf der Straße als ehr-

te bis zur Schildergasse haben sich die Stra-

Leben als Straßenmusiker entscheidet.

lich. Auf der Bühne hast du Publikum da,

ßen in eine regelrechte Konzertmeile ver-

Beeindruckend, wie viele Idealisten es hier

dort gibt es eine Erwartungshaltung, auf

wandelt. Musikalisch ist alles vertreten:

zu geben scheint.

der Straße musst du es schaffen überhaupt

Rhythmen afrikanischer Trommler mi-

Die Straßenmusiker in der Stadt über-

ein Publikum zu erreichen.“

schen sich mit arabisch anmutenden Klän-

zeugen oftmals durch Professionalität,

Frank kann vom Musikmachen leben.

gen einer Balkan-Band, eine einzelne Vio-

Authentizität und viel Liebe zur Kunst.

Neben den Auftritten in der Kölner Fuß-

linistin beeindruckt mit Bach und Brahms.

Das Angebot ist breit und divers. Ohne

gängerzone – zur Zeit fast täglich – unter-

Beim Weitergehen lernen wir Chriss, den

viele Worte findet in Städten wie Köln Tag

richtet er hin und wieder an Kunsthoch-

Rastafari kennen, der alleine mit seiner

für Tag eine Willkommenskultur statt, die

schulen und gibt Konzerte. Manchmal, so

Gitarre und einem breiten Grinsen auf dem

eigentlich nur eins erfordert: Offene

hat er schon beobachtet, holt er mit seiner

Gesicht die ganze Lebensfreude und gute

Ohren und Herzen. Und ein paar lockere

Musik auch unglückliche Menschen ab, was

Laune Jamaikas vermittelt. Auch er lebt von

Euros in der Tasche.

ihm viel bedeutet: „Ich glaube, die Leute

seiner Musik, aber ist das nicht auch manch-

schauen einfach zu viel falsches Fernsehen.

mal schwer, ausschließlich von Straßenmu-

Deshalb laufen die oft schon tagsüber mit

sik zu leben?

Wieder ein Idealist.

schwerem Kopf und mieser Laune herum. Als Straßenmusiker ist die Herausforderung die, die Leute aus diesem Gemütszustand herauszuho-

oforo/Jakob Geh

Fotos: Leo Decrist

rmann

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stadthilfe asphaltkunst

d n u o s n รถl t

K

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r e i f a r g o t fo e s n o B d r e von G


asphaltkunst

li.: Wolfgangs Jazzposaune in den alten Hallen der Gasmotorenfabrik Deutz o.:George aus Rumänien ist auf der Kölner Domplatte in die heimatlichen Klänge seiner Mundharmonika eingetaucht

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asphaltkunst

o.: Alberto aus Spanien mit seinem Didgeridoo auf Durchreise in Köln, Hohe Straße re.: Imre aus Ungarn und seine spanische Guitarra Carlos in der Kölner Fußgängerzone Breite Straße

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asphaltkunst stadthilfe

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asphaltkunst

Songs für die Straße

Aus einem zweiteiligen Singer/Songwriter-Workshop, den die Band „Ich und Chopin“ für die DRAUSSENSEITER-Crew anbot, wurde ein kleines Bandprojekt, das nun bereits den ersten Auftritt vor rund 100 Leuten hinter sich hat. Mit drei Songs aus eigener Feder können die Hobby-Musiker aufwarten – und immer geht es um das Leben draußen oder eben am Rande der Gesellschaft. Christina Bacher, ebenfalls begeistert dabei, hat die beiden Jungs aus Nippes gefragt, wie sie den Workshop empfunden haben.

hofplatz zieht. Und Philipp, der schöne Songs hat und eine klasse Stimme. Ich hoffe, wir haben ihn so motiviert, dass er öfters auftritt. DRAUSSENSEITER: Musik ist Euer Hobby. Dennoch hat es

Dennis

einen großen Stellenwert in Eurem Leben. Kann Musik Leben retten?

DRAUSSENSEITER: Wie waren dabei Eure

Dennis: Bestimmt. Wobei sie natürlich

kamt Ihr auf die Idee,

Erfahrungen? Und wie sieht das Ergebnis aus?

auch Leben beenden kann. In unserem

einen Singer-Songwri-

Christian: Beim Ideensammeln für die

Fall ist damit aber nicht zu rechnen. Außer

ter-Workshop für die

Songs kamen sofort bewegende Geschich-

durch einen Stromschlag an der PA oder

OASE anzubieten?

ten und besondere Erlebnisse. Um die in

ähnliche Unfälle. Für mich ist Musik eher

Dennis: Die Idee wur-

Lieder zu packen, muss jedes Wort sitzen.

Alltags- als Lebensretter.

de an mich herangetra-

Es war schön zu sehen, wie alle miteinander

Christian: Musikhören, Musikmachen –

gen. Erst zögerte ich

um die Texte gerungen haben und nachher

beides kann mir zumindest den Tag retten.

und sagte: Such dir

zufrieden mit den Ergebnissen waren.

Oder den Abend.

DRAUSSENSEITER: Wie

Christian

doch besser einen Profi. Aber als klar

Dennis: Beim Text vom „Unterwegs“

war, dass es nicht um Musiktheorie und

wusste ich sofort, dass sich der gut singen

professionelles Coaching geht – sondern

lässt. Der Song ist eher traurig und sehr

darum, die Leute dabei zu unterstützen

direkt, und hat mich sofort berührt. Dann

ihre Ideen in Songs zu packen – waren wir

noch ein lustiger Song über eine

sofort dabei. Die Idee war toll und es hat

Gulaschsuppe, der eine Verbindung zwi-

viel Spaß gemacht.

schen dem Besuch Caesars im Rheinland und der Suppenausgabe auf dem Appell-

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lll

Internet

www.ichundchopin.de https://ichundchopin.bandcamp.com Der nächste Auftritt findet am 9. Oktober in der Lichtung statt.


asphaltkunst

Fazit eine s Streuner s

Die Suppe ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu a leves, a leves, a finom baber leves a leves, a leves, a finom baber leves Einst vor vielen Jahren besuchte Caesar Köln war den Kölnern Doch sein Gastgeschenk, ein Lorbeerkranz, schnuppe. e. So warfen sie die Kräuter direkt inne Supp Und sie sangen: auf den Kopf. Lorbeeren gehören ins Gulasch, und nicht auf den Kopf. Lorbeeren gehören ins Gulasch, und nicht chmalz, Majoran, Zwiebeln, Rindfleisch, Paprika, Schweines und Tomatenmark, ten Kartoffeln, Kümmel, Fleischbrühe , Toma e. Sahn Knoblauch, Pfeffer, Rotwein, Salz und Saure

Ich bin schon was herumgekommen und habe manch en Ort gesehen, oft bin ich nur du rchgereist, manchmal blieb ich stehen Ich hab so manch es angefangen, und wenig nur be endet, die Welt hat mich verstoßen das Leben mich verändert Ich frag mich oft, was bleibt von al ledem ? Ich bin in Kreislä ufen versunken, frag mich was m ich treibt, Im Chaos fast ertru nken, frage mich was bl eibt, hab manchen M enschen kommen und manchen M enschen gehen se hen wohins mich führ t ich weiss es nich t was es mir bringt ich glaubs fast ni cht Ich frag mich oft was bleibt von al ledem ? Das Leben hat m ir viel geschenkt und viel hab ich verloren ein Teil von mir m usst sterben ein andrer wurd geboren ich hab gelernt ni cht festzuhalten hab gelernt weite r zu gehen gelernt blind zu hören und mit dem He rz zu sehen Ich frag mich oft was bleibt von al ledem? Die Geschichten sind's die ich mitn ehm' Die Geschichten sind's die ich mitn eh m' Die Geschichten sind was bleibt

auf den Kopf. Lorbeeren gehören ins Gulasch, und nicht auf den Kopf. Lorbeeren gehören ins Gulasch, und nicht

Text und Musik:

Philippe Koller

ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu a leves, a leves, a finom baber leves a leves, a leves, a finom baber leves Abends um 9 am Appellhofplatz Stehen 100 Leute für die Suppe an. tz. Lorbeeren? – egal – die Suppe ist der Scha tz. Lorbeeren? – egal – die Suppe ist der Scha ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu ppe Die Suppe, die Suppe, die leckre Gulaschsu a leves, a leves, a finom baber leves a leves, a leves, a finom baber leves

Text: Dennis Fechtelpeter, Christian Schütte, Inken Kiupel, Linda Rennings, Zacharias Gajdazs, Sabrina Burbach, Christina Bacher, Renée Breuer, Micha Färber und Philippe Koller Musik: Ich und Chopin

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asphaltkunst

Hund dabei – er hat immer ihren Marion Ruthardt r Gesellschaft. en und leistet ih bewacht die Farb

DRAUSSENSEITER: Straßenmalerin – wie kommt man auf so einen ungewöhnlichen Beruf ? Seit wann übst du diese Tätigkeit aus? Marion Ruthardt: Zuerst hab‘ ich jongliert, aber das ist sehr schwierig, und Malen klappt von selbst! Allerdings wohnte ich lange in Kevelaer und bin so zum Straßenmalerfest in Geldern gekommen, das war die Inspiration. Erst hab ich nur zum Spaß mitgemacht, ganz viel bunte Kreide ausprobiert und Hunde angemalt, und dann kam der Erfolg und es wurde immer ernster.

Kunst

DRAUSSENSEITER: Was ist das Reizvolle an

der

dem Leben einer Straßenkünstlerin? Man macht sich Mühe und kaum kommt der

Vergänglichkeit Seit mehreren Jahren ist sie Straßenmalerin aus Leidenschaft – inspiriert wurde sie einst durch den Straßenmaler-Wettbewerb in Geldern. Aus „just-for-fun“ wurde ernst. Längst hat Marion Ruthardt ihre Lehrzeit auf vielen Pflastern in Deutschland und Europa hinter sich und gehört heute zu den bekanntesten Vertreterinnen dieser Kunst, die ihren Reiz vor allem in der Vergänglichkeit hat. Christina Bacher hat mit ihr gesprochen.

Regen, wird das Bild weggespült ... Marion Ruthardt: Heutzutage gibt es ja Digitalkameras, also es ist einfach und günstig, sein Werk zu fotografieren. Ansonsten ist Zeit für mich relativ, ob ein Bild nun nach 300 Jahren kaputt geht oder sofort, das fällt im Erdzeitalter überhaupt nicht auf. Das einzig wirklich Ärgerliche ist, wenn es zwischendurch regnet. Da verliert man viel Zeit, Nerven und hat natürlich auch finanzielle Verluste. DRAUSSENSEITER: Was spricht dafür, eine Leinwand zu nutzen und die auf dem Asphalt aufzuspannen? Ist das eigentlich erlaubt? Marion Ruthardt: Genau aus dem Grund male ich gerne auf Leinwand, bei Regen

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kann man sie schnell aufrollen. Außerdem kann man dann komplexere Bilder malen – beim direkten Malen auf die Straße geht es meistens darum, so schnell wie möglich ein publikumswirksames Bild zu zaubern, so dass man eben Geld und Lob bekommt. Wenn man nicht aufpasst, verfällt man dann schnell in Fließbandarbeit, malt immer das gleiche und effektivste Bild. Das geht für mich absolut am Sinn jeglicher Kunst, Kunsthandwerk oder dem Sinn meines Lebens vorbei.

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asphaltkunst

Ob Leinwand erlaubt ist oder nicht, ent-

im stillen Kämmerlein zu malen und seine

marktzeiten strömen die Massen aus aller

scheidet jede Stadt individuell. Zum Bei-

Werke dann im Keller zu stapeln. Ausstel-

Welt ununterbrochen – und es gibt sehr

spiel ist das derzeit in Köln nicht gerne

lungen zu organisieren ist mit viel Aufwand

wenig Aggression (Karneval ist wahrschein-

gesehen, aber in München zum Beispiel

verbunden und der Erfolg zweifelhaft.

lich schlimmer). Auf jeden Fall werden die

Pflicht, denn dadurch wird die Fußgänger-

Früher war das Malen schwieriger – oft

guten Zeiten nie in den Medien erwähnt.

zone ja auch sauberer gehalten.

kam noch die Bemerkung „und wer macht das wieder weg?“ – diese Generation stirbt

DRAUSSENSEITER: Wovon lebst du im Winter,

DRAUSSENSEITER: Welche Genehmigung

anscheinend zum Glück langsam aus und

wenn das Pflaster vereist und oft gar nicht

braucht man eigentlich, um einen Tag bei-

man bekommt viel Lob, jedenfalls wenn

bemalbar ist? Hast du noch einen anderen

spielsweise auf der Domplatte zu malen? Muss

es gut wird. Bei den 3D-Bildern ist es schon

Beruf?

man das irgendwo anmelden und braucht

schwieriger, weil es sein kann, dass zwei

Marion Ruthardt: Im Winter male ich

man dazu eine bestimmte Ausbildung?

Tage lang niemand etwas erkennt – („Das

dann besonders gerne auf Leinwand, mit

Marion Ruthardt: Das ist auch von Stadt

ist bestimmt Kunst, davon versteh ich

drei Mänteln übereinander. Aber Wand-

zu Stadt verschieden, am besten nimmt

nix“) – und am dritten Tag kommt dann

malerei mache ich natürlich auch, und

man vorher Kontakt zum Ordnungsamt

der „Wow“-Effekt.

dann muss ich alles verarbeiten, was ich im Jahr erlebt habe und mich auf das neue

auf und fragt nach. Konkret in Köln ist auf der Domplatte Malen mit wasserlöslichen

DRAUSSENSEITER: Ist Köln ein besonders

Farben erlaubt, auf der Hohe Straße aber

„heißes Pflaster“? Wo liegen die Unterschie-

total verboten. Auf der Domplatte ist auch

de zwischen den Städten?

DRAUSSENSEITER: Du bist mehrere Tage in

total verboten, für Werbung zu malen

Marion Ruthardt: In Köln ist es sehr gut

der Woche draußen und unterwegs. Magst

oder Bilder zu verkaufen.

zu malen, weil das Publikum Straßenma-

du das Leben „on the road“?

Nach Talent wird nicht gefragt, Hauptsa-

lerei erwartet. Ich habe schon meinen

Marion Ruthardt: Seit ich so viel reisen

che, man hält sich an die Regeln .

Hund auf einem Bild im Reiseführer

muss, liebe ich meinen Balkon, und meine

gefunden. Ansonsten sind alle Städte mit

Stadt, Rheinhausen. Außerdem stelle ich

DRAUSSENSEITER: Du hast den ganzen Tag

viel Tourismus zu empfehlen.

fest, dass es fast überall im Ausland

Kontakt zu Menschen. Macht das für dich den

Die Domplatte kam mir früher sogar

schlechter um soziale Bedingungen und

Beruf aus? Und wie sind die Rückmeldungen?

„gefährlicher“ vor, jetzt zeigt das Ord-

Umweltschutz bestellt ist als bei uns.

Kannst du uns eine besonders schöne und

nungsamt und die Polizei mehr Präsenz.

eine eher negative Begegnung erzählen?

Allerdings, im Hinblick auf die Ereignisse

DRAUSSENSEITER: Kann das eigentlich jeder

Marion Ruthardt: Es ist schon viel interes-

in der Silvesternacht, möchte ich mal beto-

lernen? Wo trifft man Gleichgesinnte?

santer, direktes Feedback von den Men-

nen, was mir sogar schon vorher aufgefal-

Marion Ruthardt: Man trifft Gleichge-

schen zu bekommen, als immer zu Hause

len ist: es gehen täglich Tausende von

sinnte auf den Festivals. Wir nennen uns

Menschen über die Platte, zu Weihnachts-

selbst „die Straßenmaler-Familie“; die

vorbereiten, Material organisieren usw.

Familienmitglieder sind fast aus der ganzen Welt, oft sieht man öfter seine FreunAuch für Kind er faszinierend : Bilder, die nur bis zum nä chsten Regen halten.

de aus Nepal, Florida und Mexico als die von zu Hause. Es ist unglaublich schön, wenn sich Leute zum Beispiel aus der Ukraine, Russland, Syrien sehr gut verstehen, weil sie alle einfach das gleiche Ziel haben, nämlich das Malen. DRAUSSENSEITER: Du gibst auch Straßenmaler-Workshops für Kinder. Wie unterscheidet sich deren Fingerfertigkeit und Begabung von der eines Erwachsenen? Marion Ruthardt: Kinder gehen unbefangener an die Malerei und die Ergebnisse sind oft erstaunlich. DRAUSSENSEITER: Danke für das Gespräch.

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bonse

Clemens-Josef-Haus

Willkommen im Clemens-Josesf-Haus auf dem Vellerhof, einem Fernab der „Straße“ sind die Menschen hier gern gesehene Gäshistorischen Gehöft inmitten eines Naturschutzgebietes, auf dem te, die auf dem Gelände des Clemens-Josef-Hauses auf ihrem ganz heute hilfebedürftige Menschen leben, wohnen und arbeiten. persönlichen Weg begleitet werden. Clemens-Josef-Haus I Altenwohn- & Pflegeheim und stat. Einrichtungen der Gefährdetenhilfe · Vellerhof 1 · 53945 Blankenheim Gefährdetenhilfe: 0 26 97 . 91 00 16 · Altenwohn- & Pflegeheim: 0 26 97 . 91 00 25 · www.vellerhof.de

Wohnungslosenhilfe Station machen I zur Ruhe kommen

Übernachtung I Aufnahme I Wiedereinstiegshilfe I Lebenshilfe I Langzeitwohnen

Arbeiten

Qualifizierung erwerben I Selbstwertgefühl erleben Beschäftigung I Ausbildung I Arbeitstraining I Qualifizierung I Arbeitsvermittlung

Pflegewohnheim

begleiten und fördern I beraten und anleiten

Pflege & Betreuung I Lebenszufriedenheit I Wohlbefinden I Menschlichkeit I Zu Hause

16


Kurzgeschichte

Plötzlich

obdachlos

I

ch starre auf die Tasse vor mir auf

samt den Möbeln. Ins Krankenhaus kam

gelöst. Gemeinsam schafften wir meine

dem Tisch. Fassungslos über all das,

er nicht mehr. Von Freunden ließ er mir

letzten paar Sachen in den Keller. Dann

was da über mich hereingebrochen

ausrichten, er habe auf der Arbeit viel zu

meinte sie, ich solle doch mal im Frauen-

war. Seit gestern war ich nun eine von

tun und könne nicht vorbeikommen.

haus anrufen. Vielleicht bekäme ich dort

ihnen. Eine, die kein Zuhause mehr hatte.

Und so kümmerte er sich nach seinem

Rat. Gesagt, getan. Doch bis auf ein paar

Ich fühlte mich nur noch elend und frage

Auszug auch nicht mehr um die Woh-

wenige Infos konnte man mir dort nicht

mich, ob jeder, der mich sah, sofort wuss-

nung, nicht um die Rechnungen, oder die

weiterhelfen. So bereitete ich mich auf

te, wie es um mich stand. Regentropfen

anfallende Miete ... In der Klinik ahnte

die letzte Nacht in meinem bisherigen

klopften an die Fensterscheibe. Schnell

ich nichts davon. Bis gestern, als ich den

Zuhause vor. Am nächsten Tag sollte die

warf ich einen Blick auf mein Spiegel-

Brief des Gerichts erhielt: Räumungskla-

Schlüsselübergabe der Wohnung an den

bild. Lediglich ein wenig schmal sah ich

ge wegen nicht gezahlter Miete. Natür-

Gerichtsvollzieher stattfinden. An Schlaf

aus. Sonst keine Veränderung. Gestern

lich waren alle Fristen schon längst abge-

war da natürlich nicht zu denken! Tau-

war meine Welt noch in Ordnung gewe-

laufen. Ich konnte nichts mehr tun und

send Gedanken jagten mir durch den

sen. Ich kam aus dem Krankenhaus

ich hatte keine Ahnung, wen ich um Rat

Kopf. Plötzlich fielen mir meine Ver-

zurück und fand meine Wohnung leer

fragen könnte, wo es Hilfe gab oder

wandten in Hamburg ein. Vielleicht war

vor. Bis auf wenige Möbelstücke, einen

wohin ich gehen sollte.

die Zeit reif dafür, in der Elbestadt einen

Brief auf dem Tisch, war alles weg. Der

Ich merkte wie mir die Tränen übers

Neuanfang zu wagen. Auch die

Brief war von Tom. Tom, dem ich ver-

Gesicht liefen. Verzweiflung machte sich

Geschichte mit Tom wollte ich hinter mir

traut hatte. Tom, der nie Briefe schrieb ...

breit. Nun, ich dachte, die paar Habselig-

lassen. Arbeit würde ich schon finden

Trotz einer bösen Vorahnung öffnete ich

keiten waren sicher schnell beim Sperr-

und mit ein wenig Hilfe auch wieder auf

den Umschlag. Schon die ersten Zeilen

müll entsorgt. Doch wohin sollte ich mit

die Beine kommen. So getröstet schlief

zogen mir den Boden unter den Füßen

den persönlichen Sachen und was war

ich dann doch endlich ein und harrte der

weg. So setzte ich mich erst mal, bevor

wichtig, mitzunehmen? Ich verfluchte

Dinge, die in der Zukunft auf mich war-

ich den Rest las. Zum Glück gab es

den Tag, an dem ich Tom, meiner einsti-

teten. Wenigstens hatte ich nun einen

wenigstens noch einen Stuhl im Zimmer.

gen großen Liebe, alles anvertraut hatte.

Plan und würde mich von all dem nicht

Tom schilderte, wie belastend er die Zeit

Es schellte an der Tür und ich erschrak.

unterkriegen lassen. Allerdings beschloss

empfunden hatte, als ich im Kranken-

Meine Nachbarin kam vorbei, um sich zu

ich, so schnell niemandem mehr zu ver-

haus gewesen war. Und wie er bei seinem

erkundigen, wie es mir ging. Voller Ver-

trauen. Das hatte ich ja gelernt – und,

letzten Besuch, der Wochen her war, die

zweiflung strömte alles aus mir raus.

dass es Situationen gab, die nicht vorher-

nette Schwester Ute kennengelernt hat-

Auch sie wusste zunächst keinen Rat.

seh- oder berechenbar waren. Aber es

te. Schnell seien sie ins Gespräch gekom-

Doch sie bot mir an, ihren Keller erst mal

würde schon werden, irgendwie. Solange

men. Es folgten ein Kaffee, ein Date und

zum unterstellen meiner Sachen zu nut-

ich nicht aufgab. Wer hinfällt, muss

kurz darauf zog er aus unserer gemeinsa-

zen – kostenlos. Darüber war ich sehr

schließlich auch wieder aufstehen.

men Wohnung aus und bei Ute ein – mit-

froh. So war doch ein kleines Problem

Kölsche Linda

17


aus der oase

Sommerfest zum

Die neu gegründete DRAUSSENSEITER-Gang mit dem Duo „Ich und Chopin“ auf den Poller Wiesen.

25. OASE-Jubiläum Am 9.9.2016 feierte die OASE ihr 25jährigen Jubiläums mit einem gut besuchten Sommerfest auf den Poller Wiesen – direkt vor ihrer Haustür. Nach 300 Bratwürsten, unzähligen Kuchenstücken und Musik von Danny Prill kam bei fast 30 Grad in der Sonne richtiges Festival-Feeling auf. Eine Überraschung hatten sich die Leute vom DRAUSSENSEITER einfallen lassen und drei eigene Lieder geschrieben, die nun erstmals vor einer großen Zuhörerschaft präsentiert wurden. Allen Ehrenamtlern, Kollegen, Freunden und Besuchern einen herzlichen Dank für diesen tollen Tag und die Treue über all die Jahre! (cb)

OASE-Koch Werner mit den fleißigen Ehrenämtlern der „Aktion Biesenbach“.

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aus der oase

Danke Danny Prill fĂźr die tolle Musik!

Fotos: Christina Bacher, Corinna BlĂźmel, Gerd Bonse, Thomas Dahl Toni und Alfred

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cartoon/kolumne

Cartoon: Heiko Sakurai

karmakonto

L

20

Reise geschickt. Erfüllen wir diese nicht,

Und vor dem stehen wir jetzt! Die Rech-

erhalten wir dafür die Quittung, oder bes-

nung zu teilen wäre eine Lösung. Aber da

aut Buddhismus und Hinduismus hat

ser, die Rechnung: Jede Position des Zuwi-

behaupten schon einige Wohlgenährte,

all unser Denken und Handeln

derhandelns ist darauf minuziös aufge-

weniger gegessen und getrunken zu

unweigerlich Folgen. Die bekommen

führt, mit allen daraus entstandenen

haben und daher ihren Anteil nicht zah-

wir nicht unbedingt im aktuellen Leben

Folgen wie Kriegen, Flüchtlingsströmen,

len zu wollen. Dazu sagten die Alten frü-

zu spüren, sondern sie können auch erst

Hungersnöten, Ausbeutungen

und

her lapidar: „Mitgegangen, mitgefangen“.

später Konsequenzen für uns haben – bei

Umweltzerstörung. So eine hohe Rech-

Damit war alles gesagt. Wir haben dieser

unserer Wiedergeburt. Bis dahin füllen

nung zu begleichen, ist schier unmöglich

Erde großen Schaden zugefügt und wuss-

oder plündern wir nämlich unser soge-

und den ernsthaften Willen dazu bringt

ten das. Entschuldigung zwecklos. Strafe?

nanntes Karmakonto, je nachdem, ob wir

auch niemand auf. Es ist wie nach einem

Gerecht! Nun sind wir aufgefordert, die-

uns gut oder schlecht verhalten. An diese

opulenten Mahl in einem Sterne-Restau-

sen unbewohnbaren Planeten wieder in

Ideologie kann man glauben, wie an Him-

rant: Wir haben uns sämtliche Köstlich-

einen bewohnbaren zu verwandeln. Dafür

mel und Hölle oder den Propheten

keiten einverleibt, als Folge dessen sind

ist der kleinste Beitrag von größter Bedeu-

Mohammed. Fest steht jedoch, dass unser

wir satt und betrunken und finden

tung. Darum achten Sie darauf, was Sie

Verhalten immer Konsequenzen hat, weil

anschließend den Preis dafür zu hoch.

denken, wie Sie handeln und was Sie ein-

alles miteinander verbunden ist – ganz

Aber es führt kein Weg am Bezahlen vor-

kaufen. In Ihrer Macht liegt, so gesehen,

unabhängig vom Glauben.

bei. Ja, so ist das mit Dingen, die wir uns

nämlich das Schicksal der Menschheit –

Bei unserer Geburt werden wir dem-

nie hätten leisten dürfen, es aber trotzdem

und damit auch Ihr eigenes.

nach mit verschiedenen Aufgaben auf die

tun – sie führen unweigerlich in den Ruin.

Astrid Hülser


Buch-tipps

Olen Steinhauer

Henning Mankell

Der Anruf

Die schwedischen Gummistiefel

Die Liebesgeschichte zweier ehemaliger Spione entpuppt sich als ein Katz- und Mausspiel auf höchstem Niveau. Es geht gleich heftig los: Auf dem Rollfeld des Wiener Flughafens steht ein Airbus mit 120 Passagieren. Gekapert von Terroristen. Alle werden sterben, das steht bald schon fest. Doch wer ist schuld daran, dass der einzige CIA-Kontaktmann, der zufällig an Bord war und die Lage möglicherweise hätte entschärfen können, verraten und erschossen wurde? Es kann nur jemand aus den eigenen Reihen gewesen sein, das steht fest. Fünf Jahre später, Celia, die damals an vorderster Front für die CIA dabei war, und Henry, noch immer im Dienst, treffen sich im beschaulichen kalifornischen Städtchen Carmel, um sich noch einmal dieser Frage zu widmen. Celia hat nach den damaligen Ereignissen überhastet den Dienst quittiert, fast schon panisch eine Familie gegründet, sich hier in diese Idylle zurückgezogen. Henry, ein abgewrackter Alkoholiker, noch immer dabei, sucht sie auf. Bei einem gemeinsamen Abendessen soll das, was damals geschah und das Leben von 120 Passagieren kostete, Revue passiert werden, in der Hoffnung, doch noch den Verräter ausfindig zu machen. Doch was als harmloses Abendessen in gediegener Atmosphäre begann, entwickelt sich nach und nach zu einem gefährlichen Austangieren der gegenseitigen Kräfte. Eine Balance, bei der der leser nicht weiß, wer hier eigentlich wem an den Kragen will. Wer die besseren Karten hat und wer jeden Schachzug im Voraus plant. CIA vom Feinsten, Spionage, wie sie auch mir gefällt. Ein Knaller, dieses Buch. Ein Walk auf Messers Schneide von zwei Menschen, die beinahe, aber auch nur beinahe eine gemeinsame Zukunft gehabt hätten. Wenn da nicht dieser Verrat in den eigenen Reihen gewesen wäre. Ingrid Müller-Münch

Olen Steinhauer: „Der Anruf“, Blessing, 2016, Ü. aus amerik.: Friedrich Mader, 19,99 Euro, ISBN 9783896675545.

„Die schwedischen Gummistiefel“ sind eine Fortsetzung von Mankells Roman „Die italienischen Schuhe“. Dennoch ist es eine eigenständige Geschichte des ehemaligen Chirurgen Frederik Welin. Der hatte sich auf eine einsame Insel in der schwedischen Schärenlandschaft zurückgezogen. Eine Insel, auf der das Haus seiner Großeltern stand. Dort tat Welin eigentlich nichts, außer sich seinen Erinnerungen hinzugeben und zu warten. Auf Nichts. Denn er erwartete nichts mehr. Nicht von sich, nicht vom Leben. Doch es sollte anders kommen. Eines Tages wacht er von einem grellen Feuerschein auf. Das Haus brennt lichterloh. Aus welchem Grund auch immer das Feuer entstand, es zerstört alles. In der Not zieht er sich in einen Wohnwagen zurück, der seit Jahren unbenutzt auf seiner Insel steht. Und sanft entwickelt sich nun eine Aktivität, die verhalten bleibt, von Rückblenden auf Jugenderinnerungen und Anekdoten der Kindheit unterbrochen. Louise, seine Tochter, von deren Existenz er erst erfuhr, als sie schon erwachsen war, taucht plötzlich in seinem Leben auf. Eine Journalistin wird zur Freundin. ein Freund entpuppt sich als ganz anders, als der Mensch, für den ihn Welin immer hielt. Eine Reise nach Paris, dringend notwendig, unterbricht seinen Alltag. Die Polizei verdächtigt ihn, den Brand selbst gelegt zu heben. Spannung kommt auf. Zu guter Letzt auch noch Hoffnung. Das abgebrannte Haus wird neu aufgebaut, das Leben geht weiter. Ein zutiefst melancholischer Roman über einen 70-Jährigen, dem eigentlich nur Rückblicke bleiben. Glaubt er zumindest. Der Roman ist eine Ankunft in der Realität des Altwerdens, mit all seinen körperlichen Tücken. Aber auch der unveränderbaren Wahrheit: Alles, was bis jetzt versäumt wurde, ist nicht mehr nachzuholen. Dennoch ein Roman, zwischen dessen Zeilen Schalk hervorblitzt.

In diesem Roman ist nichts abgedroschen, nichts eingefahren. Hier wird die Einsamkeit zu einer Lebensform, die der als Chirurg gescheiterte Rentner Frederik Welin gesucht hat und der er nur bedingt entkommen möchte. Eine für viele sicherlich befremdliche Form, sein Leben abzuschließen. Ingrid Müller-Münch

Henning Mankell: „Die schwedischen Gummistiefel“, Zsolnay, 2016, Ü. aus dem Schwedischen: Verena Reichel, 26 Euro, 475 Seiten.

Natascha Manski

Seebestattung Tatort Nordsee. In der Nähe eines Wattenstegs treibt eine Leiche im Wasser. Es ist Nicola Sencker, Marketingleiterin einer Hafengesellschaft. Doch warum wurde sie erschossen und versenkt? Und was haben ihre ehemaligen Liebhaber damit zu tun? Der zweite Fall von Tomma Petersen und Ulrich Spandorff führt die beiden Ermittler der Kripo Nordenham über einige Umwege direkt ins Milieu illegaler Waffengeschäfte. Auch im privaten Bereich begeben sich beide auf ungewohntes Terrain. Während Spandorff versucht, sich aus seinem antrainierten Eremitendasein zu lösen und sogar zum Ermitteln nach Istanbul aufbricht, wird Tomma von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie wuchs zwar in der Wesermarsch auf, ihr Vater ist jedoch Japaner – weshalb die zierliche Kommissarin in ihrem Berufsalltag mit jeder Menge Vorurteilen konfrontiert wird. Fazit: Natascha Manski ist nach „Fanggründe“ wieder ein klasse Küstenkrimi gelungen, der nicht nur Lust auf die Nordsee, sondern auch auf mehr Abenteuer ihrer Ermittler macht. Die Themen Identität und Erwartungen an das Leben sind dabei immer präsent und machen umso neugieriger auf die Figuren. (sab) Natascha Manski: „Seebestattung – Ein Küstenkrimi“, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 2015, 349 Seiten, ISBN 978-3-49926870-0, 9,99 Euro.

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Aus der OASE

(re.) mit – Mr. Masallinskiy „Sie wünschen?“ v. aro r Anar Alakb seinem Mitarbeite

„Dat Büdche“ in der Aachen

er Straße gibt es seit 45 Jah

ren.

Der beste Job der Welt Text und Fotos: Sabrina Burbach

E

anderen hätten nur Kondome. Aber immer öfter wären Frauen nachts an den Kiosk gekommen und hätten nach Tampons gefragt. So habe er einfach

igentlich heißt er Ilkin Heydarov.

likum. Ich habe meine Freiheit, ständig

sein Sortiment erweitert. Immer in Kon-

Aber niemand nennt ihn so. Auf sei-

Kontakt zu Menschen, Freunden ... Es

takt bleiben und für Neues offen sein.

nem Namensschild steht stattdes-

ist einfach der beste Job der Welt.“ Und

Das finde er wichtig. Das gilt vor allem

sen „Mr. Masallinskiy“. Das ist Russisch

Mr. Masallinskiy scheint wie geschaffen

für die Themen Toleranz und Integrati-

und bedeutet „der aus Masalli stammt“.

dafür. 50 Prozent seiner Kunden kom-

on. Deshalb sind er und sein Kiosk auch

Den Spitznamen bekam der 36-Jährige

men regelmäßig zu ihm und seinen drei

in dem Musikvideo zu „New Home“ zu

mit dem schwarzen Hut, als er für einige

Mitarbeitern – sei es, um einen Kaffee

sehen, dass die Kölner Band Bukahara

Zeit in Russland lebte. Ursprünglich

zu trinken, einen kleinen Snack zu kau-

aufgenommen hat. In dem Lied geht es

stammt er aber aus Kasachstan, wo er

fen oder einfach nur mal wieder etwas

um das Thema Heimat, wie wir alle

auch seine Frau kennenlernte. Mit ihr

zu plauschen. Einige zieht es zum Büd-

nach einer suchen und einige trotzdem

kam er 2007 nach Deutschland – über

che, um ein paar Lieder auf dem „Luft-

heimatlos bleiben. „Integration ist sehr

eine Familienzusammenführung, da sie

keyboard“ zu spielen. Denn anstelle

wichtig“, sagt Mr. Masallinskiy. „Vieles,

Spätaussiedlerin war. Heute bezeichnet

einer Theke hat der findige Kioskbesit-

was man täglich sieht und hört ist miss-

er sich selbst als ein „in Kasachstan gebo-

zer einfach mal eine Keyboardtastatur

verständlich.“ Er selbst habe durch seine

rener Kölner“. Dass er einmal einen

vor seinen Laden montieren lassen. Sie

Arbeit viele neue Freunde aus unter-

Kiosk besitzen würde, hat er allerdings

erzeugt zwar keine Töne, verleitet aber

schiedlichen Ländern gefunden. „Leben

bei seiner Ankunft noch nicht geahnt.

die Gäste immer mal wieder zu einem

und leben lassen“, ist eines seiner Mot-

„Ich bin eigentlich Maschinenbauingeni-

spontanen Ständchen – vor allem an

tos. Als jemand, der gerne Menschen

eur“, erzählt Mr. Masallinskiy. „Als ich

Karneval. Einige dieser Minikonzerte

hilft – auch wenn er befürchtet, dass es

herkam habe ich einige Deutschkurse

hat der 36-Jährige sogar gefilmt und mit

kitschig klingt – ist er immer offen für

absolviert und nebenbei in der Gastrono-

der Erlaubnis der Urheber auf seiner

neue Projekte. Deshalb sagte er sofort

mie gearbeitet. Damit wollte ich weitere

Facebook-Seite veröffentlicht.

zu, als DRAUSSENSEITER-Verkäuferin Rosi und ihr Kollege Klaus ihn darauf

Sprachkurse finanzieren.“ Doch es kam

22

Nähe gäbe es vier Diskotheken und alle

anders. Eine Aushilfsstelle im Kiosk wird

Immer offen für neue Ideen

ansprachen, dass ihnen ein Depot fehle,

schließlich zu seiner Lebensaufgabe.

Trotz seiner häufigen 14- bis 15-stündi-

wo sie mit ihrem Ausweis auch abends

gen Arbeitstage wird der Wahlkölner

spät an DRAUSSENSEITER-Exemplare

„Der Kiosk ist wie meine zweite Ehe“

nicht müde, nach neuen Ideen für seine

kämen, wenn die OASE geschlossen ist.

elf Quadratmeter große Verkaufsfläche

Herzlichen Dank dafür!

Seit 2014 ist der optimistische

zu recherchieren. Deshalb führt er auf

Geschäftsmann stolzer Besitzer von

Wunsch seiner Kundinnen seit kurzem

Mehr Informationen unter:

„Dat Büdche“ an der Aachener Straße 3:

auch Tampons – als einziger Kiosk in

www.facebook.com/kiosk.dat.buedche

„Es ist eine schöne Ecke mit super Pub-

Köln, wie er versichert. Bei ihm in der

www.facebook.com/Bukahara


Aus der OASE

Stoffstreifen, in die Frauchen Leckerlis

letztens war bei uns vielleicht was los!

kann. Macht riesig Spaß! Der Teppich

Mein Dosenöffner schrie wild rum und starrte wie irre auf den Fernseher. Plötzlich hupte

HOLEN SIE

reinknotet, die ich dann rausknabbern funktioniert ähnlich. Immer, wenn Frauchen sowas sagt wie „Ja, wo ist das Leckerli? Such!“, hat sie etwas

und knallte es draußen

für mich in den Stoffstreifen

und Frauchen hat geju-

versteckt. Und wenn Frau-

belt. „Wir haben gewon-

chen mich um etwas bittet,

nen, Junge!“, sagte sie zu

kann ich ja nicht Nein sagen –

mir und dass es wohl eine Art Krimi gewesen sei. Komisch, weil es für mich eher

meistens jedenfalls nicht. Dass ein Leckerli mit im Spiel ist, umso besser. Also hab ich mit der

nach Fußball ausgesehen hat. Naja, auf

Schnauze die Stoffstreifen durchgeschnup-

jeden Fall hatte sie Spaß. Ich dachte aber

pert und tatsächlich eins entdeckt. Trotz-

schon an den nächsten Morgen – wenn sie

dem ist so ein Suchteppich erst mal was

im Bad auf der Waage steht. Bei dem, was

Neues. Da wollte ich natürlich mal gucken,

beim Spiel so alles geraschelt hat, ist näm-

für was der noch so alles gut ist. Zum Spie-

lich bestimmt so einiges in ihrem Bauch

len zum Beispiel. Und reinbeißen ... Dann

verschwunden. Aber Frauchen soll sich

hat Frauchen den Teppich aber erst mal

auch mal etwas gönnen. Sie hat mir näm-

verwahrt. Damit ich den nicht komplett

lich ein ganz tolles Geschenk gebastelt:

auseinanderfummele, hat sie gesagt. Ihr sei

Eine Art Kissen mit kölschen rot-weißen

auch wieder klar geworden, was für einen

Stoffstreifen, in die ich die Schnauze ste-

Charakterhund sie habe. Ich denke, sie

cken kann. „Schnüffelteppich“ nennt sie

meint es als Kompliment. Und das freut

das. Was es damit auf sich hat, musste ich

mich. Ich wünsche euch auch einen lieben

erst rausfinden. Hab‘ ich aber schnell ver-

Menschen, der euch Komplimente macht.

standen. Ich kenne ja schon die einfachen

Bis bald, Euer Clayd

VON DER S

Kölns ältestes Straßenmagazin. Jeden Monat neu.

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Hallo, ich bin Clayd aus Rumänien. Von dort bin ich mit einem halben Jahr zu meinem Frauchen, der Draussenseiter-Verkäuferin Kölsche Linda, gezogen. In meiner Kolumne erzähle ich euch, wie mein Alltag so aussieht, und was ich alles erlebe. Foto: Kölsche Linda

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DIESES MAGATRZAINSSE.

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morgen Freunde,

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„Musik ist eine Sprache, in der man

Kleiderkammer Die OASE benötigt für die Winterzeit noch Schlaf- und Rucksäcke. Wer welche abgeben möchte, kann dies gerne während der Öffnungszeiten machen: Wo: Benedikt Labre e.V. – OASE, Alfred Schütte Allee 4, 50679 Köln Wann: Montag und Freitag 9 - 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 - 16 Uhr

nicht lügen kann.“ Hubert von Goisern

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eintritt frei / Abo

Eintritt frei

Alle wollen wohnen Bezahlbare Wohnungen sind in den letzten Jahren für einen großen Teil unserer Gesellschaft zur Mangelware geworden. Und das nicht erst seitdem mehr Menschen nach Deutschland einwandern. Die Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“, initiiert vom Museum für Architektur und Ingenieurskunst (M:AI), gibt einen Einblick in den sozialen und geförderten Wohnungsbau damals und heute. Als Veranstaltungsort hat sich das M:AI das Areal der ehemaligen Gummiwerke Clouth in Nippes ausgesucht – das zurzeit größte Woh-

nungs-Neubaugebiet der Stadt Köln, wo sowohl geförderter als auch frei finanzierter Wohnungsbau realisiert wird. In der angrenzenden Halle 18 haben Besucher die Möglichkeit, sich in fünf verschiedenen Häuserwelten mit dem Thema näher zu beschäftigen. (sab) Wo: Clouth-Gelände (Halle 18), Xantener Straße, Köln-Nippes Wann: noch bis zum 30. Oktober 2016 jeweils Di., Mi., Fr., Sa., So. von 11 – 18 Uhr und Do. von 11 – 19 Uhr

Eintritt: frei Web: www.mai-nrw.de/wohnen/ #wohnenwollen

DRAUSSENSEITER-Abonnement

Foto: Helmut Nick

Ich möchte den DRAUSSENSEITER unterstützen und bestelle:

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ein Straßen-Abo zu 36,– Euro pro Jahr

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ein Förder-Abo zu 150,– Euro pro Jahr

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Als Dankeschön für das Förder-Abo gibt es zudem das Buch „Köln trotz(t) Armut“.

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www.draussenseiter-koeln.de, abo@draussenseiter-koeln.de

24

Die Bestellung wird erst wirksam, wenn sie nicht binnen einer Frist von 10 Tagen schriftlich widerrufen wird. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Das Abo kann jederzeit gekündigt werden.


vorschau

IMPRESSUM Redaktionsleitung Christina Bacher (cb), bacher@draussenseiter-koeln.de www.draussenseiter-koeln.de

Mobil in Köln

Redaktionsassistenz Sabrina Burbach, burbach@draussenseiter-koeln.de Herzlichen Dank allen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Ausgabe. Lektorat Barbara Feltes Titelgestaltung Deborah Keser Titelfoto Gerd Bonse Fotos Christina Bacher, Gerd Bonse, Corinna Blümel, Sabrina Burbach, Thomas Dahl, Leo Decristoforo, Jakob Gehrmann, Kölsche Linda, Hanna Witte Cartoon Heiko Sakurai Gestaltung Innenseiten Petra Piskar, de haar grafikdesign, www.dehaar.de Druck druckdiscount24.de Abos Martina Jühlke, juehlke@oase-koeln.de Vertrieb Ali Baran Herausgeber Benedikt-Labre e.V. – OASE Alfred-Schütte-Allee 4, 50679 Köln Tel.: 0221/989353-0, Fax: 0221/98935316 Depots (nur für Verkäufer) Dat Büdche, Aachener Straße 3, 50674 Köln Gulliver, Trankgasse 20, Bahnbogen 1, 50667 Köln Kiosk Orman, Salierring 15, 50677 Köln OASE, Alfred-Schütte-Allee 2-4, 50679 Köln Vringstreff, Im Ferkulum 42, 50678 Köln

„Schwarzfahren ist kein Kavaliersdelikt.“ – KVB-Vorstandssprecher Jürgen Fenske im Gespräch mit dem DRAUSSENSEITER. Foto: Sabrina Burbach

I

n Köln nutzen im Jahr 277 Millionen Fahrgäste das Angebot der Kölner Verkehrsbetriebe. Mehr, so sagt Vorstandssprecher Jürgen Fenske im Interview, vertrage das Netz nicht mehr. Doch Köln als junge, kreative Stadt mit einer wachsenden Infrastruktur wächst weiter und somit auch der Bedarf, von A nach B zu kommen. Lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe, mit welchen Neuerungen der öffentliche Nahverkehr in naher Zukunft aufwartet. Und was der Unterschied zwischen einem Grau- und einem Schwarzfahrer ist.

Verkauf öffentlich Agnesbuchhandlung, Neusser Straße 63, 50670 Köln Buchladen Neusser Straße, Neusser Str. 197, 50733 Köln Bunt Buchhandlung, Venloer Straße 338, 50823 Köln VIELFACH, Baudri-Platz, 50733 Köln Kontoverbindungen IBAN: DE66 3705 0198 0016 5020 31 SWIFT-BIC: COLSDE33, Sparkasse KölnBonn draussenseiter ist das Sprachrohr für alle Obdachlosen, deren Freunde, ehemals Obdachlose und andere Betroffene. Leserbriefe sind immer herzlich willkommen. Für namentlich gekennzeichnete Artikel und Leserbriefe sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Bedürftigen wird für veröffentlichte selbstgeschriebene Artikel, Interviews und Fotos ein kleines Honorar gezahlt, wenn dies der Autor ausdrücklich wünscht. Nachträgliche Forderungen werden nicht akzeptiert. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1.1.2009. draussenseiter ist Mitglied des

Der nächste DRAUSSENSEITER erscheint zum 1. November 2016. Mehr dazu unter www.draussenseiter-koeln.de und auf www.facebook.com/Draussenseiter-Das-Kölner-Strassenmagazin-106192356124749. 25


Foto: Hanna Witte

service

Für Alle  Diakoniehaus Salierring Fachdienst für Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe d. Diakonischen Werkes Köln und Region, Salierring 19, 50677 Köln, Tel.: 27 69 70-0, verwaltung.salierring@ diakonie-koeln.de, www. diakonie-koeln.de Beratung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di + Mi 16-18.30 Uhr (u. a. Postadressen u. Treuhandkonten) Straffälligenhilfe: Zeiten wie oben Tagestreff: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Frühstück, (donnerstags auch Mittagessen), Duschen, Wäschekeller, Aufbewahrung, Internetzugang Kleiderkammer: Di u. Do 9-11.30 Uhr Krankenwohnung, Betreutes Wohnen § 67 SGB XII, Ambulante Begleitung gem. § 67 SGB XII, Betreutes Wohnen § 53 SG XII, Clearingstelle Claro im Trägerverbund

 Emmaus Geestemünder Str. 42, 50725 Köln, Tel.: 971 17 31, info@emmaus-koeln.de, www.emmaus-koeln.de

Appelhofplatz: Essenausgabe u. medizinische Versorgung, Mo bis Fr ab 21 Uhr Leben und Arbeiten in Gemeinschaft, günstiger Einkauf von Secondhand-Artikeln, DritteWelt-Arbeit durch Versand von Hilfslieferungen  Gulliver – Überlebensstation für Obdachlose Trankgasse 20, Nähe Hauptbahnhof, 50667 Köln, Tel.: 120 60 91

26

Duschen, Toiletten, Waschmaschinen, Trockner, Tagesschlafraum, Postadressen, Caféteria mit Frühstück und Snacks, Beratungsangebote, Internetzugang, Kunstausstellungen, Handyladestation Mo bis Fr 6-13 Uhr u. 15-22 Uhr, Wochenende, Feiertage 10-18 Uhr Kleiderkammer: Do 15-17 Uhr

 Kontakt- u. Beratungsstelle Rochus (SKM) Bartholomäus-Schinkstr. 6, 50825 Köln, Tel.: 3377063-4, Fax: 3377063-9 http://skm-koeln.de/9.0/9.1.8/rochus-p.html rochus@skm-koeln.de

der MüTZe, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim

Angebot: Aufenthaltsmöglichkeit, Begegnung, Freizeitangebote, (Spieleangebot, Kaffee), Essen, Duschen, Wäschepflege, Schreibhilfe, Telefonmöglichkeit, mediz. Versorgung, PC-Nutzung mit Internetzugang offene Info- u. Orientierungshilfen: Mo., Di., Do., Fr. 12-15 Uhr, Mi. 12-14 Uhr Sa., So. und Feiertage 12-13 Uhr Beratung (auch anonym): Mo, Mi, Do, Fr 9-11 Uhr, Mo bis Fr 14-16 Uhr

Angebote: täglich warmes Essen von 12-14 Uhr, kalte u. warme Getränke, Duschmöglichkeit (Behindertendusche u. -toilette), Wäschewa Lobby-Restaurant LoRe des KALZ für Berber schen, Kleiderkammer nur für wohnungslose und Banker Menschen von Di und Do 11-13 Uhr, Beratung Domstr. 81, Nähe Hauptbahnhof, 50668 Köln, täglich von 11-15 Uhr und nach Vereinbarung, info@koelnerarbeitslosenzentrum.de, Medizinische Sprechstunde Di + Do 12-13 Uhr, www.koelnerarbeitslosenzentrum.de Postadresse, Betreutes Wohnen, PC-Nutzung mit Mittagessen: Mo, Di 12 -16 Uhr, Internetzugang, Samstags Frühstück. Mi, Do, Fr 12 -15.30 Uhr Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11-15 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So 10-14 Uhr  Kölner Obdachlosenfrühstück, Peter-Deubner-Stiftung  Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Tel.: 430 39 83 Bahnhofsvorplatz 2a (1. Etage), Angebote: 9 -11 Uhr: Kostenloses sonntägliches 50667 Köln-Innenstadt, Tel.: 13 49 19, kontaktstelle@skm-koeln.de, Frühstück jeden 2. u. 3. Sonntag im Monat im Vringstreff, Im Ferkelum 42, jeden 4. Sonntag in www.skm-koeln.de

 GUBBIO Obdachlosenseelsorge Ulrichgasse 27-29, 50577 Köln, www.gubbio.de Öffnungszeiten: Di, Mi 14 – 17 Uhr Angebote: Raum zum Gespräch, Bibelstunde, Meditation, thematische Gesprächskreise, religiöse Filme


service

 Vringstreff e.V. Für Menschen mit und ohne Wohnung Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 278 56 56, info@vringstreff.de, www.vringstreff.de Mo bis Do 11.30-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr Jeden 2. und 3. Sonntag Obdachlosenfrühstück 9-11 Uhr, Café, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Beratung  Bürger für Obdachlose e.V. Basislager Gebrauchtwarenkaufhaus Bürger für Obdachlose e.V. Basislager: Silcherstr. 11, 50827 Köln Tel.: 640 22 68, info@bfoev.de Kleiderkammer, Gebrauchtwaren-Kaufhaus für Jedermann, Arbeitsprojekt und Suppenküche. Obdachlose können gerne auch Kleidung, Schlafsäcke etc. in unserem Gebrauchtwaren-Kaufhaus kostenlos bei uns beziehen. Gemeinsam mit Emmaus betreibt der Verein die Suppenküche am Appelhofplatz.  Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V. Peter-Michels-Str. 1-9, 50827 Köln Tel.: 0221/ 9535301, Fax: 0221/ 5948789 ibwa@netcologne.de www.bauenwohnenarbeiten.de Angebot: Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigung, Wohnen, Betreutes Wohnen

 OASE-Benedikt Labre e.V. Alfred Schütte Allee 4, 50679 Köln, Tel. 0221/9893530 kontakt@oase-koeln.de www.oase-koeln.de

Kontakt- und Beratungsstelle: Montag und Freitag 9 – 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 – 16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr

Offener Treff: Montag 10.30–13 Uhr, Dienstag 13–16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr, Donnerstag 13–16 Uhr, Freitag 11.30–13 Uhr Frühstück: Montag 10.30–13 Uhr

Sprechstunde Mobiler Medizinischer Dienst: Montag 10.30–11.30 Uhr Kleiderkammer/Duschmöglichkeit für Leute auf der Straße: Montag 10.30-12 Uhr, Mittwoch 13-15.30 Uhr, Donnerstag 13-15.30 Uhr; Computer-Nutzung: nach Vereinbarung

Redaktionssitzung DRAUSSENSEITER: Alle zwei Wochen, montags um 12.30 Uhr

Nur für Frauen  agisra e.V. Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen Martinstr. 20a, 50667 Köln, Tel.: 0221/124019 oder 1390392, www.agisra.org

 Haus Rosalie Gocher Straße 45, 50733 Köln-Nippes, Tel.: 0221/97 30 88 88, haus-rosalie@vinzentinerinnen.de Wohnprojekt für Frauen

Beratung nach Terminvereinbarung, Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di und Do 10-15 Uhr

 LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. für Mädchen und junge Frauen Beratung und Begleitung bei Problemen und in Krisensituationen

 Café Auszeit Kontakt -und Beratungstelle für wohnungslose Frauen Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695310, cafe-auszeit@skf-koeln.de

Mädchenberatung linksrheinisch Fridolinstr. 14, 50823 Köln-Ehrenfeld Tel.: 0221/45 35 56 50 maedchenberatung-linksrhein@lobbyfuer-maedchen.de

Tägl. Essensangebot, Duschen & Baden, Wäschepflege, Kleiderkammer, Postadresse, Schließfachnutzung, Beratung und Soforthilfe, Mo, Di, Do, Fr 11-15 Uhr, Mi 15-19 Uhr, u. nach Vereinbarung  Café Auszeit, Schäl Sick SKF e.V., Buchheimer Str. 36, 51063 Köln, Tel.: 0221/946 96 24, Fax: 0221/2855199 cafe-auszeit.schaelsick@skf.koeln.de Beratung, Hilfe und Unterstützung bei allgemeinen Fragen, Vermittlung an weiterführende Hilfen, Rechtsberatung, Frauenfrühstück, Postadresse Mo und Fr 10-12 Uhr, Mo, Mi, Do 15-17 Uhr Do 10-12 Uhr Frauenfrühstück  Comeback Notschlafstelle für Frauen, Sozialdienst kath. Frauen e.V., Mauritiussteinweg 77-79, Nähe Neumarkt, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695-210 Täglich geöffnet von 20 bis 10 Uhr. Angebot für wohnungslose Frauen und Frauen in Notlagen: Schutz, Übernachten, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Kleiderkammer, PC und Internetnutzung. Tiere sind erlaubt. Beratung und Vermittlung an weiterführende Hilfen sind möglich.  Elisabeth-Fry-Haus Albert-Schweizer Straße 2, Nähe Südfriedhof, 50968 Köln, Tel.: 99 56-43 00, efh@diakonie-michaelshoven.de www. diakonie-michaelshoven.de Notaufnahmeheim für Frauen und Frauen mit Kindern, Schutz, Übernachtung, Verpflegung, Wohnen, Beratung und Begleitung. Das Haus ist rund um die Uhr geöffnet.  Frauen gegen Gewalt e.V. – Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen Tel.: 56 20 35, mailbox@notruf-koeln.de www.notruf-koeln.de Beratung telefonisch, persönlich und per E-Mail, Begleitung und Unterstützung nach sexualisierter Gewalt; Prozessvorbereitung und -begleitung; Rechtsberatung; Gruppenangebote

Mo bis Do: ganztägig nach Vereinbarung Mi 14-16 Uhr: ohne Anmeldung Di 10-11 Uhr, Do 14-15 Uhr: telefonische Beratung, Di 16-18 Uhr: kostenlose Betreuung Ess-Störungen 0800 5 03 58 85 Mädchenberatung rechtsrheinisch Buchheimer Str. 56, 51063 Köln-Mülheim Tel.: 0221/890 55 47 maedchenberatung-rechtsrhein@lobbyfuer-maedchen.de Mi bis Fr ganztägig nach Vereinbarung Fr 14-18 h ohne Anmeldung  Mäc-Up Treffpunkt für Mädchen von 14-27 Jahren Gereonstr. 13, Nähe Bahnhof, 50670 Köln, Tel.: 0221/13 35 57 Essen, Trinken, Dusche, Wäsche waschen, Second-Hand-Kleidung, medizinische Versorgung, Beratung Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. und Fr. von 12-15.30 Uhr Di. von 10-13 Uhr, Frühstück gibt es Di. und Mi., gekocht wird Mo. und Fr.

Nur für Männer  Notschlafstelle für Männer Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54 (tagsüber) und -26 (ab 18 Uhr), jhk-notaufnahme@johannesbund.de Sozialarbeiterische Beratung, Erarbeitung einer Perspektive, Vermittlung in weiterführende Hilfen Aufnahme: Täglich (auch Sonn- u. Feiertags) ab 18 Uhr für wohnungslose Männer ab 18 Jahren  „Reso“ – Resozialisierungsabteilung Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54, th.klahr@johannesbund.de Hilfe für wohnungslose Männer mit sozialen Problemlagen nach § 67 SGB XII: Unterbringung, Verpflegung und Selbstversorgung, individuelle Einzelfallhilfen, Beschäftigungsangebote, Mo bis Fr.: 8-16.30 Uhr


e t i e S t e n r e t In e s s e r d A e t s ohne fe . e s u a h u Z t such Rund 1.500 Kölner haben keine feste Adresse. Die Homeless Homepage auch nicht. Mit dieser ersten obdachlosen Internetseite der Welt macht die OASE auf ihre Arbeit für Menschen in Wohnungsnot aufmerksam. Sie können dazu beitragen, dass diese Aktion viele Menschen erreicht. Etwas Webspace auf Ihrer Unternehmenswebsite genügt. Ihr Engagement kostet Sie keinen Euro und bringt Ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit. Geben Sie also der Homeless Homepage ein neues Zuhause. Informationen dazu, wie das geht, finden Sie unter www.homelesshomepage.de

für Wohnungslose und Andere


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Kölner Straßenzeitung Draussenseiter 10/2016: Straßenklänge by Draussenseiter - Issuu