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Kölner Straßenzeitung Draussenseiter 02/2016: Hunderunden

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24. Jahrgang

Nr. 163

Februar 2016

R E T I E S N E S s U A R D IN

Foto: Eduard Bopp

Z A G A M N E S S A STR R E N L Ö K S A D

0,90 e für den Verkäufer

1,70 e

Hunderunden AKTIV

Cosima Viola

VERLIEBT

Nero & Raslov

KREATIV

Andreas Moll


Anzeige


Inhalt liebe tierischen Begleiter,

Vorwort ��������������������������������������������������������������� 3 Inhaltsverzeichnis �������������������������������������������������� 3

2014 waren 335.000 Menschen

Themenschwerpunkt: Hunde und Menschen

Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland obdachlos – Tendenz steigend, so eine Foto: Miriam Wolf

aktuelle Prognose der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. Für viele dieser Menschen ist ein Hund der letzte verbliebene treue Begleiter – und um diesen kümmern sie sich ganz

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besonders gut. Obwohl sie bei Wind und Wetter

Hunderunde mit Cosima Viola ���������������������� 4-7 Interview mit dem Autor Andreas Moll ������������������8

draußen leben, geht es den meisten Hunden auf der Straße gesundheitlich gut. Was aber, wenn das Tier krank wird und einen Arzt benötigt? Wir haben mit Dr. Unna gesprochen, der als Tierarzt in der Kölner Südstadt eine Tierarztpraxis betreibt. Für Elke Müller sind die beiden kleinen Hunde Farih

„Ohne Farih und Simba wäre ich nicht mehr am Leben“ �����9-10 Interview mit Tierarzt Dr. Ralf Unna ���������������������11-13 Adressen �����������������������������14

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und Simba zu Lebensrettern geworden. Nach vielen persönlichen Katastrophen – beruflich und privat – stand die 51-Jährige quasi vor dem Nichts. Die Zuneigung und Treue ihrer beiden tierischen Begleiter haben sie immer wieder davon abgehalten, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen. Doch nun ist Licht am Horizont: Gerade hat Elke mit ihren Hunden wieder

S.14

Kolumne: Schwarze Löcher ������� 16 SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord ���������������������� 17

ein eigenes Heim bezogen. Frische Luft und tierische Nähe wünscht

Christina Bacher

Raslov und sein Nero ���������������������������������������������� 18 Gedicht: Nächstenliebe �������������������������������������������� 19 Comic/Kolumne �����������������������������������������������������20 Tipps ������������������������������������������������������������������ 21 Aus der OASE ���������������������������������������������������� 22-23 Kummerkasten ������������������������������������������������������24 Abo ������������������������������������������������������������������ 24 Impressum ��������������������������������������������������������� 25 Vorschau ������������������������������������������������������������ 25 Service: Adressen �������������������������������������������� 26 – 27

Öffnungszeiten: OASE e.V. Kontakt- und Beratungsstelle Montag und Freitag: 9.00 – 13.00 Uhr Dienstag und Donnerstag: 9.00 – 16.00 Uhr Mittwoch: 13.00 – 16.00 Uhr 3


von hunden und menschen


von hunden und menschen

DIE HUNDETRAINERIN UND WILMA Durch die Poller Wiesen auf der „Schäl Sick“

sieht sich nicht als Schauspielerin, schließlich habe sie diesen facettenreichen Beruf nicht erlernt. Zwar hat sie in der Schule sehr gern auf der Bühne gestanden, dort später neben Hape Kerkeling auch eine gute Figur gemacht und noch immer Spaß an ihrer Rolle in der Lindenstraße – doch als Schauspielerin sieht sie sich trotzdem nicht.

Text: Andreas Moll Fotos: Eduard Bopp

Seit kurzer Zeit bezeichnet sie sich jedoch als Hundetrainerin, die nebenbei als Schauspielerin agiert. Zur Hundetrainerin ist Cosima Viola in zweieinhalb Jahren von Peter Herberth ausgebildet worden. Das Praxistraining hat sie mit ihrem eigenen Hund, der Leonberger-

S

onne, einen wunderbaren Blick auf den Rheinauhafen mit seinen Kranhäusern, jede Menge Wasser, eine

weidende Schafherde und unzählige Winddrachen bietet die Lieblingsroute von Cosima Viola. Darüber hinaus ist es ein Eldorado für jeden Vierbeiner, denn hier dürfen die Hunde frei laufen – ganz ohne lästige Leinen. Dementsprechend sind die Poller Wiesen an Sonn- und Feiertagen extrem gut besucht. An diesen Tagen ist übrigens die Durchfahrt über die unter Denkmalschutz stehende Deutzer Drehbrücke gesperrt – gut für Radfahrer, Inlineskater und natürlich Spaziergänger mit und ohne Hunde. Die Poller Wiesen bieten Cosima Viola einen Blick auf das Viertel, in dem sie gegenüber auf den Poller Wiesen eine

Hündin Wilma absolviert. „Früher war

mein Vater mein ers-

von zwei Border Collies bewachte Schaf-

ich ungeduldig und wollte unbedingt

tes Fahrrad im

herde, die Wilmas Aufmerksamkeit erre-

meinen Willen durchsetzen“, sagt die

gen. Sicherheitshalber machen wir kehrt

Kölnerin lächelnd. Doch hat der 70 Kilo-

aufgewachsen ist. „Damals hat mir

Rheinauhafen gekauft“, erklärt sie,

und gehen direkt am Wasser in Richtung

gramm schwere Hund einen eigenen

„jedoch war die Meile

Rodenkirchener Brücke. Cosima Viola ist,

Kopf und lässt sich nur mit sehr viel

am Rhein noch viel wil-

obwohl mit 27 Jahren noch sehr jung, im

Geduld und Ruhe führen. Sie musste

Showgeschäft ein alter Hase. Im Alter

sich erst einmal dessen Vertrauen erwer-

der und nicht so schick!“ Aber im Gegensatz zu

von 12 Jahren hat die Kölnerin erstmals

ben und ist dabei mehr als einmal an

vielen Kölnern mag die

als „Jack Aichinger“ Akzente in Deutsch-

ihre Grenzen gestoßen. Heute sind Wil-

junge Frau das neue Vier-

lands beliebtester Vorabendserie, der Lin-

ma und ihr Frauchen ein Herz und eine

tel, in dem sie oft spazieren

denstraße, gesetzt. Die Frage, welchen

Seele – der Hund hört aufs Wort. Kurze,

geht und das ein oder andere

Beruf sie ergriffen hätte, wäre sie nicht

ruhige Kommandos reichen vollkom-

fürs Fernsehen gecastet worden, kann die

men aus. Wenn man das ungleiche Pär-

junge Frau nicht beantworten. Sie selbst

chen sieht, glaubt man ihrem Ausbilder

Heißgetränk zu sich nimmt. Wie auf Bestellung grast

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freuen sich ihres Hundelebens. Was für Katzen gilt, zählt in diesem Fall auch für Hunde. Ist der Hund froh, freut sich der Mensch! Da mitten auf der Wiese eine große Schafherde ihren Job erledigt und das Gras auf den Poller Wiesen kurzhält, gilt es, die Hunde anzuleinen und an der mobilen Umzäun-

sofort, der meint, dass Cosima Viola

nächsten Einsatz. Zunächst geht es

trotz ihres jungen Alters in der Lage ist,

zum Rhein, und beim Blick auf Sonne,

sehr souverän eine Übungsgruppe zu

Wasser und die für Kölner Verhältnisse

ung entlangzuführen.

führen. Eine fundierte Grundausbildung

große Weite weiß man, warum es am

Unter der Südbrücke geht es weiter, an

aller Hunde und auch die Therapie von

Rhein so schön ist. Der Ausflug führt

den Fußballplätzen zur Linken vorbei,

verhaltensauffälligen Hunden stellt kein

direkt am Fluss über Sand und Kiesel-

auf denen sich Kölner Amateurkicker

Problem mehr für sie dar.

steine. Wilma fordert ihr Frauchen auf,

messen. Eine Rhabarbersaftschorle gibt

Steine zu werfen – und natürlich macht

es auf der Hollywood-Schaukel im

Die Hunderunde

sie das mit dem nötigen Einsatz. Weiter

altehrwürdigen Poller Fischerhaus, das

Die Lieblingsrunde von Cosima Viola

geht’s auf dem ausgetretenen Weg ent-

liegt hinter dem Campingplatz im Schat-

startet an der Deutzer

lang, der sich zum quirligen Hundetreff

ten der Rodenkirchener Brücke. Der tra-

entwickelt. Die Vierbeiner sind in ihrem

ditionelle Gastronomiebetrieb geht von

Element, machen Wettrennen, springen

November bis März in die Winterpause

ins Wasser, spüren Wühlmäuse auf und

und ist ab April täglich für seine Gäste

Drehbrücke, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts erbaut wurde und nun unter Denkmalschutz steht. Im Deutzer Hafen liegen Polizei- und Feuerwehrboote und warten auf ihren

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da. Es sei denn, es ist Hochwasser, denn

hover Weg und direkt wieder links, vor-

Blick auf den Rhein genießen – im Som-

dann ist das Fischerhaus 24 Stunden auf.

bei an einer „wilden Siedlung“. Allein

mer streitet man sich um einen der rar

die Ansammlung der bunten

gesäten Plätze auf der Sonnenterrasse,

Häuser ist einen Ausflug auf

in den kalten Monaten freut man sich

Nach der Schorle geht’s weiter auf dem Spaziergang hinter dem Campingplatz in den West-

die „Schäl Sick“ wert. Wir laufen über einen Feldweg zurück auf die Alfred-Schütte-Allee, vorbei an den 80er-Jahre Häusern zu den Wiesen, auf denen im Sommer Fußballer aller Couleur ihr Können unter Beweis stellen. Das nächste Getränk gibt es dann im Ruderverein „Germania“, das wir mit Lust und einem wunderbaren

Informationen zur Runde

Adressen

Start/Ziel: Deutzer Hafen Länge: ca. 8 km ÖPNV: Stadtbahnlinie 7, Haltestelle „Drehbrücke“ Parkplatz: Südbrücke – Alfred-Schütte-Allee/ Am Schnellert Navi-Angabe: Siegburger Straße/AlfredSchütte-Allee, 50679 Köln Charakteristik: einfache, abwechslungsreiche Runde, auch für ältere Hunde geeignet

Poller Fischerhaus Weidenweg 46, 51105 Köln Tel. 0221.8 29 13 22 Öffnungszeiten: November bis März geschlossen; bei Hochwasser jedoch 24 Stunden geöffnet www.poller-fischerhaus.com

über den geheizten Schankraum und die reichhaltige Speisekarte. Im Endspurt geht es dann zurück zum Ausgangspunkt zum Deutzer Hafen, in dem regelmäßig Flusskreuzfahrtschiffe anlegen. Zurzeit genießt Cosima Viola ihre Doppelrolle als Schauspielerin in der Lindenstraße und als Hundesitterin und -erzieherin in „Dogs Place“, wo kleine Vierbeiner unter anderem auch von ihr artgerecht in der Gruppe rund um die Uhr betreut werden. Wilma darf ihr Frauchen dabei unterstützen. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Bachem Verlags

Bootshaus Germania Café und Restaurant Alfred-Schütte-Allee 163, 51105 Köln Tel. 0221.50 07 07 37 www.germania-colonia.de Dogs Place Stolberger Straße 194c, 50933 Köln Tel. 0221.29 86 79 75 www.dogs-place.de

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oll M s a e r d t An i m w e i Interv

gegen Magengeschwüre. Und eine Tasse Kaffee und/oder eine Zigarette auf der

her tina Bac is r h C n o v

Hunderunde schmecken einfach himmlisch – ich finde, man kann seine Laster grandios mit den Gassirunden verquicken. DRAUSSENSEITER: Ist es ein Mythos, dass man beim Gassi-Gehen viele Leute kennenlernt? Und hast du da eine besondere Anekdote für uns? Andreas Moll: Wer mag, lernt sofort und vollkommen ohne Probleme andere Hundehalter kennen. Vergleichbar mit den Jungeltern auf dem Spielplatz, tauscht man

Foto: Teresa

Rothwangl

ganz einfach Infos über den Hund aus und

DRAUSSENSEITER: Du hast – gemeinsam mit

merkt dann ganz schnell, ob mehr geht. Ein Freund beispielsweise leiht sich meinen Hund regelmäßig aus, um im Park junge Frauen ansprechen zu können – ansonsten traue er sich nicht, behauptet er.

Jasmin Klein und Kathrin Rindfleisch – einen ganz außergewöhnlichen Stadtführer

liegt denn der besondere Reiz an einem Spa-

DRAUSSENSEITER: Das Buch „Hunderun-

geschrieben: 24 Hunderunden in und rund

ziergang mit einem Vierbeiner?

den“ ist zurzeit in aller Munde. Gibt es eine

um Köln. Wie viele Kilometer legst du denn

Andreas Moll: Die Hunderunden im Buch

Fortsetzung?

im Alltag mit deinem Hund Pepples so

kann natürlich jedermann auch ohne Vier-

Andreas Moll: Die Fortsetzung und Wei-

zurück? Und hat sich dein Spazierverhalten

beiner gehen – und es ist ja auch immer

terentwicklung gibt es täglich im Netz. Für

durch die Arbeit am Buch verändert?

eine Einkehrmöglichkeit angeführt. Die

„Hunderunden.de“ begleite ich interes-

Andreas Moll: Durchschnittlich lege ich

Runden mit Hund machen aber einfach

sante Hundehalter in ganz Deutschland,

täglich zwischen fünf und zehn Kilometer

mehr Spaß. Der Hund freut sich jedes Mal

interviewe sie und schreibe die Geschich-

zurück – die Standardrunden im Kölner

wie ein König, wenn es raus geht – und das

ten auf. Jede Runde ist anders, aber immer

Süden sind für meinen Hund und mich

ist für jeden Hundehalter eine riesige

spannend. Darüber hinaus wird es in

Routine, spannend wird es tatsächlich,

Motivation. Ich kann jedem nur empfeh-

jedem Fall ein neues Buchprojekt geben

wenn es gilt, neue Strecken zu erkunden.

len, sich regelmäßig den Nachbarshund

– verraten wird aber noch nichts.

Dann am liebsten mit anderen Hunde-

auszuleihen. Mein Hund wird donnerstags

freunden. Derzeit gehe ich ja deutsch-

von Lewin und seiner Mutter ausgeführt

landweit für mein Portal „Hunderunden.

– anfangs, um die Angst vor Hunden aktiv

de“ auf Tour. Es kommen viele auf mich

anzugehen, mittlerweile, weil der Genuss

zu, die mir ihre Lieblingsstrecken zeigen

der Hunderunde für Mutter, Sohn und

wollen – und wenn es die Zeit zulässt,

Hund im Mittelpunkt stehen.

gehe ich sehr, sehr gerne neue Runden. Von daher hat sich im letzten Jahr einiges

DRAUSSENSEITER: Sind Hundebesitzer

geändert, denn ich lerne meine Heimat

eigentlich körperlich gesünder als andere,

ganz neu kennen. Und mein Hund übri-

weil sie sich mehr bewegen? Oder haben sie

gens auch ...

dann andere Laster, wie Rauchen? Andreas Moll: Da der Hund regelmäßig

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DRAUSSENSEITER: Die Idee ist prima, sich

raus muss, geht man zwangsläufig bei

das Stadtgebiet mal so zu erschließen. Selbst

Wind und Wetter. Das hält gesund. Darü-

Leute ohne eigenes Haustier kommen da ja

ber hinaus kann ich zum Beispiel nach

in Versuchung, sich selbst mal eins auszu-

einem stressigen Tag auf einer Hunderun-

borgen. Ist es denn möglich, die empfohlenen

de grandios abschalten und den Tag noch

Runden auch ohne Hund zu drehen? Wo

einmal Revue passieren lassen. Das hilft

lll

DAS BUCH ZUR RUNDE

24 Kölner geben mit ihren vierbeinigen Begleitern ihre Lieblingsrouten in und um Köln preis. Die Länge der Touren reichen von kleinen Spaziergängen, die auch ältere oder gemütliche Hunde meistern können, bis hin zu längeren Touren für junge, lauffreudige Vierbeiner. Praktische „Leckerbissen“ bietet diese Neuerscheinung mit Karten zu jeder Route und einem ausführlichen Serviceteil. Hunderunden in und um Köln Die 24 schönsten Touren von Andreas Moll, Jasmin Klein und Kathrin Rindfleisch 192 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 12 x 20,5 cm, kartoniert, 978-3-7616-2877-5, Euro 14,95


von hunden und menschen

D

ass Elke Müller einen solchen Moment der Ruhe überhaupt genießen kann, war vor Kurzem noch

undenkbar. Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, von der sie sich gerade erst langsam erholt. Die beiden Hunde sind ihr dabei eine große Hilfe, denn sie haben die 51-Jährige selbst dann nicht enttäuscht, als sie ganz unten war und von Menschen mit Füßen getreten wurde. „Ohne Farih und Simba wäre ich heute nicht mehr am Leben“, sagt die gebürtige Kölnerin. „Irgendwann kommt ein Mensch an den Punkt, an dem er nicht mehr weiter weiß. Wenn keine Menschenseele mehr für einen da ist, dann sind es die Hunde, die einem die Treue halten.“ Dabei scheint es zunächst so, als sei Elke diejenige, die anderen aus der Patsche hilft: Im Kölner Stadtteil Niehl geboren, führt es die humorvolle Frau, nach dem abgebrochenen Jura-Studium und einer Ausbildung zur Bürokauffrau, der Liebe und des Jobs wegen in die Bei Wind und Wetter draußen: „Das ist vollkommen okay, wenn man sich danach in der guten Stube aufwärmen kann“, sagt Elke Müller.

Schweiz. Während sie alles daran setzt, mit dem Lebensgefährten eine erfolgreiche Firma aufzubauen, verschwindet der Mann nach einer Kur zunächst spurlos. Erst nach

Ohne Farih und Simba wäre ich heute nicht mehr am Leben“ Fotos und Text: Christina Bacher

und nach erfährt Elke, dass er sich wegen einer alten Geschichte vor der Polizei versteckt hält – sie wiederum bleibt alleine zurück. Wie soll es nun weitergehen? „Ich fühlte mich einsam und verlassen. So suchte ich in den Tierheimen der Umgebung nach einem treuen Begleiter, der mir durch die schwere Zeit helfen sollte. Ohne Erfolg“, erinnert sich Elke Müller, die schließlich ihre Suche nach einem Hund im Internet fortsetzt. Als sie ein Foto des Mischlingsrüden Simba entdeckt, dem die

Elke Müller macht einen zufriedenen Eindruck, als sie sich nach einem langen Hunde-Spaziergang im Regen zu einer Tasse Tee im Offenen Treff der OASE niederlässt. Die beiden Mischlinge Farih und Simba legen sich müde unter den Tisch. Die Einrichtung in Deutz gehört zu den wenigen Anlaufstellen für Wohnungslose und Menschen in sozialen Schwierigkeiten, in denen Hunde auch willkommen sind.

Tötungsstation auf Malaga bevorsteht, ist es für sie selbstverständlich, das Tier aus seinem Elend zu retten. „Kurz danach hätte man ihn getötet. Unvorstellbar! Ich kann das nicht erklären, aber dieser Hund ist mein Schicksal. Ich habe ihn gesehen und gewusst, wir gehören zusammen.“ Eine Art Liebe auf den ersten Blick. Auf Simba folgt einige Monate später die siebenmonatige Farih – ein ebenfalls misshandelter Hund aus dem Ausland, der ihr nun schon seit 2010 die Treue hält.

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in dem sie einst ihre Kindheit verlebt hat. Was zunächst wie ein großes Geschenk daher kommt, entpuppt sich für alle Beteiligten als ungünstig: Elke geht es immer schlechter, weshalb sie vom Gesundheitsamt über einen langen Zeitraum krank geschrieben wird. Den zuvor hilfsbereiten Freundinnen wird die Zeit nun zu lang. Sie kündigen Elke bis Ende des Jahres fristlos – ohne Rücksicht auf den miserablen Wohnungsmarkt in Köln. „Finde mal in Köln eine Wohnung, wenn du keinen Arbeitsvertrag vorweisen kannst. Stattdessen habe ich die beiden Hunde im Gepäck. Es war aussichtslos und ich sah mich schon unter der Brücke.“ Elke nimmt Kontakt mit der

Farih und Simba – ein gutes Team!

BeWo (Betreutes Wohnen) auf. Zeitgleich lernt sie Linda vom Verein

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Elke Müller bleibt zunächst in der

Elke ist bis heute überzeugt, dass er aus

H.i.K. kennen, der sich auf die Hilfe von

Schweiz, besucht ihre Mutter in Köln

dem Knast heraus sogar einen Auftragskil-

wohnungslosen Frauen mit Hund spezia-

regelmäßig. Das Verhältis der beiden ist

ler angeheuert hat, der mehrfach versucht

lisiert hat. „Es hat einfach mal gut getan,

jedoch nicht gut. „Sie warf mich immer

hat, sie zu überfahren. Beweisen kann sie

mit anderen Betroffenen zu sprechen.“

wieder aus der Wohnung, beschimpfte

das nicht. Während der Mann wegen

Heimatlos in Köln – genauso fühlt sich

mich und gleichzeitig wollte sie, dass ich

Betrugs ins Gefängnis muss, bleiben Elke

Elke, als sie über eine Nachbarin zufällig

zu ihr zurückkomme.“ Bedingt durch

nur noch Simba und Farih. „Sie sind

von einer Wohnung erfährt, die gerade in

einen Schlaganfall wird die inzwischen

irgendwie mein Ebenbild, geschlagen und

Hürth frei wird. Die Vermieterin, so stellt

stark sehbehinderte Frau mehr und mehr

getreten.“ Die Hunde geben ihr in der

sich heraus, hat nichts gegen eine Mieterin

depressiv, für die Tochter in der fernen

schweren Zeit Halt. Das wenige Geld, das

mit Hunden. Und auch, dass Elke Hartz IV

Schweiz eine zusätzliche Belastung.

sie zum Leben hat, geht für Futter und

bezieht, scheint kein Hinderungsgrund zu

Schließlich nahm sich die Mutter im

Tierarztkosten drauf. Beruflich bekommt

sein. „Wir waren uns sofort sympathisch.

November 2009 – einen Tag vor Elkes

sie keinen Fuß mehr in die Tür. Mit einem

Ich bin so dankbar, dass es solche Men-

Besuch – das Leben. In ihrem Abschieds-

gebrochenen Herzen und einem Berg

schen gibt.“

brief hinterlässt sie massive Schuldzuwei-

Schulden versucht sie sich weiter durch-

Elke bezieht Anfang Dezember 2015 die

sungen gegen die Tochter. „Es ist unmög-

zuschlagen. Ausgerechnet, als die Schweiz

neue Wohnung – wenige Tage, bevor sie

lich für einen Menschen, diese Last zu

die Deutsche ausweisen will, melden sich

definitiv auf der Straße gelandet wäre. Elke

tragen“, sagt Elke auch noch sechs Jahre

zwei Frauen mit einem Angebot aus Köln

nippt nochmal an ihrem Tee. Simba

später. Ihre Augen füllen sich mit Tränen

bei ihr. „Durch den Tod der Mutter hatten

springt ihr auf den Schoß und schaut sie

und sie schaut lange aus dem Fenster.

wir immer wieder Kontakt zueinander

lange an. Der Blick drückt Dankbarkeit aus

Die Misere des Schicksalsjahres 2009,

aufgenommen, weil sie im selben Haus

– von beiden Seiten. „Ich merke, wie wir

welches das Leben der Kölnerin komplett

lebten. Ich war dankbar, als sie mich ein-

alle drei langsam zur Ruhe kommen. Ich

veränderte, setzt sich im darauffolgenden

luden, zu ihnen nach Köln zu ziehen. Wo

habe jetzt wieder Hoffnung, dass ich noch

Frühjahr weiter fort. Der inzwischen inhaf-

hätte ich auch hin sollen?“

eine zweite Chance bekomme.“ Elke Müller lächelt. Auch das passiert in letzter Zeit

tierte Ex-Freund unterstellt ihr öffentlich

Die vermeintlichen Freundinnen

Unterschlagung und Geldhinterziehung,

rücken näher zusammen und Elke zieht

häufiger und manchmal, das hat sie beob-

verleumdet sie vor allen alten Kunden.

nun wieder in das Haus in Niehl zurück,

achtet, lächelt dann sogar jemand zurück.


Foto: kichigin19/Fotolia

von hunden und menschen

Gesundheit für Mensch und Tier – ein wichtiges Thema auch unter wohnungslosen Hundehaltern.

Das Tier kommt zuerst

DRAUSSENSEITER: Welche drei Krankheiten kommen bei Hunden, die auf der Straße leben, am häufigsten vor? Dr. Ralf Unna: Nummer eins, mit weitem Abstand, sind parasitäre Hauterkrankungen. Dazu gehören zum einen Flöhe und die damit einhergehende Juckdermatitis

2014 waren 335.000 Menschen in Deutschland obdachlos – Tendenz steigend, so eine aktuelle Prognose der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. Für viele Obdachlose ist ihr Hund der letzte treue Begleiter. Für sie ist es daher keine Frage, dass sie sich um ihn besonders gut kümmern – mit Erfolg. Obwohl ihre Halter Tag und Nacht mit ihnen draußen leben und sich Futter oder tierärztliche Behandlungen kaum leisten können, ist die Mehrheit der Obdachlosenhunde gesund. Im DRAUSSENSEITER-Gespräch verrät Tierarzt Dr. Ralf Unna, wieso das so ist und wie die Hunde im Gegenzug ihren Besitzern das Leben auf der Straße erleichtern. Das Gespräch führte Sabrina Burbach.

– die Entzündung der Haut durch Flohspeichel. Wo Flöhe sind, sind in der Regel auch Darmwürmer. Und dann gibt es noch das Thema Räude. Das sind Grabmilben, die in der Haut leben und ebenfalls einen wahnsinnigen Juckreiz auslösen. Das erkennt man vor allem daran, dass sich die Tiere dauernd mit den Hinterläufen kratzen, sich selbst beißen und schlechte, rötlich entzündete Haut haben. Einige Hunde kriegen auch gelegentlich Durchfälle oder haben Bissverletzungen. Das sind die drei großen Gruppen. DRAUSSENSEITER: Also sind die meisten Tiere grundsätzlich gesund? Dr. Ralf Unna: Wenn die Parasitosen erst mal behandelt sind, sind das kerngesunde Hunde. Natürlich gibt es immer Ausnah-

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Foto: Agila

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men. Es gibt ja auch sehr alte Tiere auf der

DRAUSSENSEITER: Sowas ist ja meistens eine

ist als ohne. Natürlich bedeutet er auch

Straße. Die haben die typischen Probleme

Kostenfrage. Gerade, wenn die Halter und

einen höheren Aufwand. Trotzdem bringt

von alten Hunden, also kaputte Knochen,

ihre Hunde auf der Straße leben. Können

es den Leuten eher einen Vorteil, denke

kaputte Gelenke. Für die ist es auf der Stra-

da Versicherungen helfen?

ich – und auch den Tieren. Es gibt natür-

ße sehr hart – gerade im Winter. Aber in

Dr. Ralf Unna: Sie können, würde ich aber

lich immer auch welche, bei denen man

der Regel sind die Hunde gut sozialisiert

nicht zu raten. Auch anderen Besitzern

das Gefühl hat, die Leute sind eigentlich

und in guter Verfassung. Kann man gar

nicht, die vielleicht mehr Geld zur Verfü-

nicht in der Lage, ein Tier zu führen. Aber

nicht anders sagen. Oft habe ich das Gefühl

gung haben. Ein Flohschutz für einen

das ist die absolute Ausnahme. Bei der

– ohne Humanmediziner zu sein –, dass

mittelgroßen Hund kostet zehn Euro im

überwiegenden Anzahl der Leute, die ich

zumindest einige von ihnen in besserer

Monat, die Versicherung wahrscheinlich

kenne, habe ich das Gefühl, dass sie sich

körperlicher Verfassung sind als ihre Halter.

15. Wenn überhaupt, würde man denen,

sehr stark um ihre Tiere kümmern. Es gibt

die das Geld übrig haben, raten, eine

aus meiner Sicht aber auch Sachen, die

DRAUSSENSEITER: Wie kommt es zu den

OP-Versicherung abzuschließen, für die

gar nicht gehen. Jemand macht zum Bei-

Flöhen und was kann man vorbeugend

größten Risiken. Aber die normale monat-

spiel mit einem Schwein Platte. Das funk-

gegen die Ursache Nummer eins machen,

liche Abdeckung würde ich einfach versu-

tioniert einfach nicht. Aber mit einem

gegen die Parasiten?

chen aufzubringen, und mein Eindruck ist,

handelsüblichen mittelgroßen Hund, der

Dr. Ralf Unna: Die Achillesferse dieser

dass die meisten das können.

mit den Leuten lebt, geht das gut.

Tiere ist, dass sie aufgrund ihrer Haltungsbedingungen oft eng mit anderen Hunden

DRAUSSENSEITER: Wie kann man obdach-

zusammenleben – viel enger als zum Bei-

lose Hunde sonst noch unterstützen? Gibt es

spiel der gemeine Familienhund in Köln

irgendwelche Aktionen, Sparschweine oder

Lindental auf 80 m2, der gerade zwei Mal

Ähnliches?

am Tag beim Spazierengehen kurz mit

Dr. Ralf Unna: Eine Halterin hat zum Bei-

Hilfe für Tiere von der StraSSe

anderen Hunden in Kontakt kommt. Die

spiel eine eigene Facebook-Seite, über die

Hunde haben oft 24 Stunden Kontakt mit

sie Gelder einsammelt, um ihren Hund

ihren Artgenossen – was an sich super für

behandeln zu lassen. Eine virtuelle Spar-

ihr Sozialverhalten ist. Aber dann muss

büchse sozusagen. Da sagen dann die Leu-

praktisch nur einer Flöhe haben oder Räu-

te, dass sie bis zu einer bestimmten Sum-

demilben, und schon ist die Gefahr extrem

me die Kosten der Behandlung überneh-

groß, dass sich das ausbreitet. Hinzu

men. Der Arzt darf ihnen dann die Rech-

kommt, dass es unter ihren Haltern eine

nung schicken und sie bezahlen sie. Das

rege Reisetätigkeit gibt. Einige sind an

funktioniert ganz gut. Irgendwie scheint

einem Tag in Berlin und dann in Köln oder

es leichter zu sein, so etwas für einen Hund

ganz woanders. Deswegen sind wir dazu

einzurichten als für einen Menschen. Wie

übergegangen, alle Tiere, die wir sehen,

immer man das werten will, aber es ist so.

Die Tiertafel RheinErft e.V. in Bergheim bei Köln ist eine ehrenamtliche, spendenfinanzierte Organisation, die hilfsbedürftige Tierhalter bei der Versorgung ihrer Vierbeiner unterstützt. Außerdem bietet sie ihnen finanzielle Hilfe für die medizinische Versorgung der Tiere an. „Hundebesitzer erfahren meist über Mund-zu-Mund-Propaganda von unserem Angebot. Pro Ausgabetag füllen wir zwei bis drei Zuzahlungsscheine für Tierarztbehandlungen aus. Operationen bringen uns schon mal an finanzielle Grenzen, aber auch da versuchen wir zu helfen und konnten bislang immer gute Lösungen anbieten“, sagt Dagmar Oetken, Vorstandsmitglied der Tiertafel. Sach- und Futterspenden nimmt der Verein jeden Samstag zwischen 10 und 12 Uhr in der Otto-Hahn-Str. 22 in Bergheim entgegen. Weitere Informationen unter: www.tiertafelrheinerft.de

immer wieder routinemäßig zu entflohen und zu entwurmen. Man müsste sie im

DRAUSSENSEITER: Was bedeuten den Hal-

Prinzip dauerhaft unter Flohschutz stel-

tern ihre Hunde, mit denen sie Platte

len. Vor allem in der Saison von Frühjahr

machen?

bis Herbst, weil man davon ausgehen

Dr. Ralf Unna: Ich habe das Gefühl, dass

muss, dass diese Tiere regelmäßigen Kon-

viele Leute auf Grund ihrer Hunde in der

takt zu verflohten Tieren haben.

Lage sind, ihr Leben besser in den Griff zu kriegen, weil ihnen die Verantwortung für

DRAUSSENSEITER: Unter Flohschutz stellen,

sie mehr Stabilität verleiht. Und durch sie

indem man was tut?

haben sie eine Struktur in ihrem Alltag.

Dr. Ralf Unna: Indem man die Tiere ent-

Sie wissen also genau, mein Hund muss

sprechend behandelt. Man kann zum Bei-

morgen wieder versorgt werden. Anderer-

spiel so ein Spot On aufbringen, ein Prä-

seits glaube ich, dass wenn man auf Platte

parat, das einmal im Monat zwischen die

ist, ein Hund durchaus noch andere Vor-

Schultern getropft wird. Das bietet schon

teile mit sich bringen kann. Weil die

einen relativ wirksamen Schutz.

Ansprechbarkeit deutlich höher mit Hund

Zusätzliche Informationen zur gesundheitlichen Situation von Obdachlosenhunden gibt es unter: www.agila.de/obdachlosenhunde

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von hunden und menschen

Adressen Tierheime

➜ Verein zur Verhinderung von Tierquälerei Köln u. Umgebung e.V. Tierheim Helenenhof Hürth-Efferen

➜ Kölner Tierschutzverein von 1868

Höninger Weg 98

Konrad-Adenauer-Tierheim Köln-Zollstock

50354 Hürth

Vorgebirgsstr. 76 , 50969 Köln-Zollstock

Tel. 02233 / 69 10 67

Tel. 0221 / 38 18 58

www.tierheim-huerth.de

www.tierheim-koeln-zollstock.de ➜ Tierschutzverein Katzenhilfe e.V. ➜ Tierheim Dellbrück

Tierheim Neuss-Bettikum

Bund gegen den Mißbrauch der Tiere e. V.

Im Kamp 16

Iddelsfelder Hardt

41470 Neuss

51069 Köln

Tel. / Fax 02137 / 66 72

Tel. 0221 / 684926

www.tierheim-bettikum.de

www.tierheim-koeln-dellbrueck.de ➜ Tierschutzverein Dormagen e.V. Tierheim Bergiusstraße 1 41540 Dormagen-Hackenbroich www.tierheim-dormagen.de

Tierschutzverein

e

Tel. 02133 / 9 76 55 0 ➜ Menschen für Tiere Nümbrecht e.V. ➜ Pitbull, Stafford & Co e.V.

Herkenrathweg 5

Herkenrathweg 5

51107 Köln

51107 Köln

Tel. 0221 / 98934949

Tel. 0177 / 8098345

www.menschen-fuer-tiere-nuembrecht.de

www.pit-staff.de

Nur Hunde und Katzen

Nur Hunde, speziell der Rassen Staffordshire, Terrier, Pitbull oder Mischlinge dieser Rassen.

➜ Haustiertafel Futterkiste Leverkusen Pfote sucht Herz e.V.

➜ Tierschutz Leverkusen e.V.

Katharina Müller

Tierheim, Tierschutzzentrum

Carl-von-Ossietzky-Straße 8

Reuschenberger Straße 100

51377 Leverkusen

51379 Leverkusen

www.pfote-sucht-herz.de

Tel. 02171 / 29 94 01 www.tsvlev.de ➜ Tierschutz für den Rhein-Sieg-Kreis e.V. Tierheim Troisdorf Siebengebirgsalle 105 53840 Troisdorf Tel. 02241 / 7 62 20 www.tierheim-troisdorf.de

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von hunden und menschen

Clemens-Josef-Haus

Willkommen im Clemens-Josesf-Haus auf dem Vellerhof, einem Fernab der „Straße“ sind die Menschen hier gern gesehene Gäshistorischen Gehöft inmitten eines Naturschutzgebietes, auf dem te, die auf dem Gelände des Clemens-Josef-Hauses auf ihrem ganz heute hilfebedürftige Menschen leben, wohnen und arbeiten. persönlichen Weg begleitet werden. Clemens-Josef-Haus I Altenwohn- & Pflegeheim und stat. Einrichtungen der Gefährdetenhilfe · Vellerhof 1 · 53945 Blankenheim Gefährdetenhilfe: 0 26 97 . 91 00 16 · Altenwohn- & Pflegeheim: 0 26 97 . 91 00 25 · www.vellerhof.de

Wohnungslosenhilfe Station machen I zur Ruhe kommen

Übernachtung I Aufnahme I Wiedereinstiegshilfe I Lebenshilfe I Langzeitwohnen

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Qualifizierung erwerben I Selbstwertgefühl erleben Beschäftigung I Ausbildung I Arbeitstraining I Qualifizierung I Arbeitsvermittlung

Pflegewohnheim

begleiten und fördern I beraten und anleiten

Pflege & Betreuung I Lebenszufriedenheit I Wohlbefinden I Menschlichkeit I Zu Hause

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kolumne

Schwarze Loch hindurch. Er betont, dass das natürlich nur geht, wenn das Loch groß genug ist und rotiert. Na ja, das hätte er nun nicht extra erwähnen müssen, das ist selbst mir mit dem bisschen Verstand schon klar. Jedenfalls kann man in dem Fall durchrutschen, ohne sich zuvor in ein zweidimensionales Hologramm verwandelt zu haben. Das scheint mir ein bisschen einfacher, zumindest für die, die noch nicht so viel Übung in Verwandlung in zweidimensionale Hologramme haben. Was vielleicht ein bisschen ungünstig bei dieser Methode ist, ist, dass man laut Hawking in einer anderen Dimension ankommt. Und nicht mehr zurück kann. Selbst dann nicht, wenn das Loch noch größer wird und sich noch mehr dreht. Aber vielleicht liegt im Schwarzen Loch genau dadurch die Lösung für ein Prob-

Schwarze Löcher von Gerlis Zillgens

lem, mit dem ich mich schon so lange herumschlage. Immer wenn ich auf Demos bin und die „Nazis raus“-Rufe losgehen, denk ich, hm, raus ist gut, nur wohin raus? Wo sollen wir das Pack denn hinschicken? Wem können wir die zumuten?

S

Aber nun, Hawking sei Dank, wissen wir tephen Hawking ist ein sehr kluger

Das ist fein. Gerade gestern bin ich so

es endlich: Einfach schnell ins nächste

Mann. Schon oft hat er mir die kom-

durch den Park gelaufen und direkt neben

schwarze Loch schubsen, beten, dass sie

pliziertesten Dinge des Kosmos auf

meiner Joggingstrecke tauchte plötzlich

zu überrascht sind, um sich schnell in

sehr einfache Weise erklärt. Nun hat er es

völlig unerwartet dieses Schwarze Loch

zweidimensionale Hologramme zu ver-

wieder geschafft, mir unbedarftem Wesen

auf. Um ein Haar wäre ich hineingefallen.

wandeln und ihnen beim Durchrutschen

mit einem Durchschnitts-IQ die Welt

Gestern wäre es noch eine Katastrophe

freundlich nachwinken. Ihr seid das Pack

begreiflich zu machen. Es geht um Schwar-

gewesen. Gestern noch hätte ich nicht

und nun seid ihr weg! Tschö!

ze Löcher im All.

gewusst, wie ich mich verhalten soll. Nun

Wir kennen sie alle. Diese unvorstellbar

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bin ich gewappnet.

gefräßigen dunklen Schlünde, die sich alles

Stephen sagt, es gibt zwei Möglichkei-

einverleiben, was in ihre Nähe kommt;

ten. Die erste ist die etwas kompliziertere

Kometen, Planeten, Sterne – alles Lecker-

der beiden, finde ich. Man soll sich am

bissen für so ein schwarzes Loch. Da kom-

Rande des Schwarzen Lochs in ein zwei-

men schon mächtig Urängste hoch – kom-

dimensionales Hologramm verwandeln.

men wir nicht alle irgendwie aus einem

Okay, in ein zweidimensionales Holo-

schwarzen Loch und werden irgendwann

gramm verwandeln, geschenkt, eine mei-

wieder in einem verschwinden?

ner leichtesten Übungen. Aber wenn ich

Der kluge Stephen aber weiß einen Aus-

schon reingefallen bin, bin ich ja nicht

weg. Bei einem Vortrag an der Königlich

mehr am Rande des Schwarzen Lochs.

Technischen Hochschule in Stockholm

Darüber muss ich noch ein bisschen nach-

hat er gesagt: „Wenn Sie das Gefühl haben,

denken.

in ein Schwarzes Loch gefallen zu sein,

Die Alternative, die Hawking bietet,

geben Sie nicht auf. Es gibt einen Ausweg.“

lautet: Man rutscht einfach durch das

lll

zur person

Gerlis Zillgens arbeitete nach dem Studium als Schauspielerin und Regisseurin an diversen Theatern, bevor sie ihren Schwerpunkt aufs Schreiben legte. Sie tourt mit Kabarettprogrammen durchs Land und schreibt mittlerweile in viele Sprachen übersetzte Romane für Jugendliche und Erwachsene. Seit einigen Jahren gibt sie Schreibseminare für Erwachsene und Jugendliche, mehr dazu unter www.zillgens.de.


netzwerk gedicht

Vergiss mich nicht! Mitglieder des „SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord“ initiieren tägliche Telefonkette zum gegenseitigen Befindlichkeitsaustausch Fotos und Text: Thomas Dahl

„

Hallo! Wie geht es dir?“, soll es für

Lürmann (79) die Gründe für das Kom-

Mitglieder des „SeniorenNetzwerk

men: „Mein Nachbar, mit dem ich mich

Neustadt-Nord“ zukünftig täglich zu

früher immer über den Gesundheitszu-

einer fest vereinbarten Uhrzeit aus dem

stand ausgetauscht habe, verstarb in seiner

Telefonhörer ertönen. Um in Notsitua-

Wohnung unbemerkt, während ich im

tionen nicht vergessen zu werden, wollen

Urlaub war. Als man ihn nach zwei

sich die Teilnehmer in einer Telefonkette

Wochen fand, war die Leiche schon stark

einmal am Tag über die Befindlichkeit des

verwest. Vielleicht hätte auch ein tägliches

anderen erkundigen. Eine alternative

,Hallo!‘ seinen Tod nicht verhindert, doch

Fernsprechnummer dient im Falle der

so unwürdig möchte ich nicht enden“, sagt

Abwesenheit zur Erkundigung bei Ver-

die Seniorin.

Hildegard Lürmann (l.) und Marlies Därmann möchten die präventive Telefonkette mit weiteren Beteiligten verwirklichen.

wandten oder Freunden.

Simpel und effizient

Stadtverwaltung fördert Griff zum Hörer

Die einfache, jedoch selten praktizierte

Für den regelmäßigen Griff zum Hörer

Idee des gegenseitigen Nachfragens ließ

oder zum Handy erstattet die Stadt den

SeniorenNetzwerk-Koordinatorin Mar-

Programmteilnehmern jährlich 43,80

gret Schürmann nach dem Vorbild des

Euro. In der Funktion des Starters und

einstigen städtischen Seniorenvertreters

Schließers der telefonischen Kette erhält

Toni Kürten wieder auferstehen.

eine ausgewählte Person 75,60 Euro für

„Die Aktion ist simpel, aber effizient.

die zeitlichen Aufwendungen.

Neben dem Sicherheitscharakter bringt

„Wir erfinden sicherlich nicht das Rad

die Telefonkette auch Menschen zusam-

neu, finden den Plan einer gemeinschaft-

men, die sich vorher vielleicht nicht kann-

lichen Fürsorge jedoch großartig. Außer-

ten“, so die Mitarbeiterin des Deutschen

dem passt die Aktion perfekt zum Vernet-

Roten Kreuzes. Zu einer ersten Infoveran-

zungsgedanken unserer Einrichtung“,

staltung trafen sich im GAG-Gemein-

freut sich Margret Schürmann über die

schaftsraum auf der Brabanter Straße

ersten Unterstützer.

bereits erste Interessenten. „Meine Verwandten leben alle in

Informationen zum Projekt erteilt die

Schleswig-Holstein. Die Anrufe würden

Koordinatorin unter der Rufnummer

mir hier ein sichereres Gefühl geben,

0221/9319032 sowie via E-Mail an

daher beteilige ich mich gerne an dem

seniorennetzwerk.neustadt@gmail.com.

Vorhaben einer Telefonkette“, beschreibt Veranstaltungsbesucherin Marlies Därmann (80) ihr Motiv für das Interesse an dem Unterfangen. Durch ein trauriges Erlebnis sensibilisiert, erläutert Hildegard

Initiatorin Margret Schürmann hatte zur ersten Infoveranstaltung „Telefonkette“ in die Räumlichkeiten des „SeniorenNetzwerk Neustadt-Nord“ geladen.

Interessenten des gemeinnützigen Angebots trafen sich zum Austausch mit DRK-Mitarbeiterin Margret Schürmann (oben rechts). lll

senioren-netzwerk

Seit ihrer Gründung im Herbst 2002 bieten die SeniorenNetzwerke in über 40 Kölner Stadtteilen Plattformen für eine individuelle Lebensgestaltung von Senioren. Neben Freizeitgruppen offerieren die Stätten im Rahmen der vielfältigen Angebote ehrenamtliche Betätigungen. www.seniorennetzwerke-koeln.de 17


bonse

Raslov und sein Nero Raslov Kovac ist vor einigen Jahren aus der Slowakei nach Deutschland gekommen, hat lange nach einer richtigen Arbeit gesucht, diese aber nie gefunden. Gefunden hat er allerdings seinen Nero, einen inzwischen 5-jährigen Basset, der sein ganzes Leben und den ganzen Tagesablauf bestimmt. Raslov und Nero kann man manchmal in der Leverkusener Fußgängerzone finden. Raslov gerät ins Schwärmen, wenn er von seinem Nero erzählt. Schon Shakespeare bezeichnete den Basset übrigens als „Traum einer Halbsommernacht mit Ohren, die den Morgentau wegkehren und einer Wamme, breit wie Thessaliens Stiere“, bei Columbo (Peter Falk) half bei manchen Ermittlungen ein Basset und bei den Clooneys ist inzwischen auch ein Basset gelandet. Wegen Nero hat Raslov seine Suche nach Arbeit aufgegeben, sie sind jede Minute zusammen, „ein besserer Freund als jeder andere Mensch“. Foto und Text: Gerd Bonse

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gedicht

Nächstenliebe In den Gassen unserer Stadt, Verstecken Sie sich vor der Menschheit, In der Kälte des Winters, Finden Sie keinen Halt. In den Gassen unserer Stadt, Schlafen Sie draußen, In der Kälte des Winters, Suchen Sie die Wärme. In den Gassen unserer Stadt, Erwachen Sie in der Gleichgültigkeit, In der Kälte des Winters, Suchen Sie die Fröhlichkeit. In den Gassen unserer Stadt, Sehen Sie die Eigenliebe, In der Kälte des Winters, Träumen Sie von Nächstenliebe. Isabelle Daguin

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comic/kolumne

Illustration: Heiko Sakurai

Kolumne

hundekauf

Ü

20

ber nichts wird in Familien so inten-

Aussuchen. Da man etwas Gutes tun will,

eine ulkige Mischung aus Basset, Mops und

siv diskutiert wie über den Kauf

einigt sich der Familienrat auf einen

Labrador, aber „sehr süüüüß!“. Schmitz

eines Hundes. Meist dauern solche

„gebrauchten“ Hund aus dem Tierheim.

zieht beim Probespaziergang ungezogen

Gespräche sogar länger als die über ein

Gleichzeitig hoffen alle, dass dort ein jun-

an der Leine, kann aber Pfötchen geben,

weiteres Kind. Denn der Hund geht ja alle

ger weißer Labrador auf sie wartet, der auch

während Barnabas artig bei Fuß geht, „Sitz“

Familienmitglieder etwas an. Einige Eltern

noch kinderlieb ist. Zusammen klappern

und „Platz“ beherrscht. Nach ein paar

besprechen natürlich auch ihre Kinderwün-

sie also drei Tierheime ab – einen Labrador

Tagen Bedenkzeit steht fest: Barnabas wird

sche mit den bereits vorhandenen Spröss-

hat allerdings niemand abgegeben. Dafür

dem Tierheim gegen eine Schutzgebühr

lingen, was in der Praxis dann so klingt:

warten jede Menge Mischlinge auf ein neu-

abgekauft. Er soll künftig das Familienle-

„Würdet ihr euch über ein Geschwisterchen

es Zuhause und schauen ihre potenziellen

ben bereichern und die Kinder sinnvoll

freuen?“ In den meisten Fällen ist es dann

Herrchen flehend durch die Gitterstäbe an:

beschäftigen, am besten an der frischen

natürlich schon zu spät, um Nein zu sagen,

„Nimm mich, nimm mich!“ Die Kinder sind

Luft, weit weg vom Computer. So weit, so

weil der Nachwuchs schon unterwegs ist.

begeistert. Den weißen Labrador haben sie

gut. Dann hoffen wir mal, dass die Familie

Da nutzt es nichts mehr, dass der Sprössling

schnell vergessen. Die Eltern überlegen

mit Barnabas glücklich wird und nicht

lieber einen Hund gehabt hätte ...

noch. Schließlich kommen zwei Hunde in

eines Tages ein Hundetrainer kommen

Für den Fall, dass niemand allergisch

die engere Auswahl: Der eine ähnelt einem

muss, weil alle nur noch nach der Pfeife des

gegen Tierhaare ist und die Familie sich für

Kurzhaarschäferhund, nur kleiner, und

süßen Vierbeiners tanzen.

einen Vierbeiner entscheidet, geht es ans

heißt Schmitz. Der andere, Barnabas, ist

Astrid Hülser


tipps

Viveca Sten

Mario kramp

musik-tipp

Tödlicher Mittsommer

Köln und seine Agrippina

Ida Gard: „Womb“

Einen idyllischeren Tatort gibt es kaum: Sandhamn, eine kleine Insel im schönen Stockholmer Schärengarten, ist eigentlich vor allem als Urlaubsziel bekannt. Das ändert sich jedoch, als eines Tages die Leiche eines Mannes, in ein Fischernetz verstrickt, an den Sandstrand der Insel gespült wird. Kriminalkommissar Thomas Andreasson übernimmt den Fall und trifft dabei seine Jugendfreundin Nora wieder, die gerade auf Sandhamn Ferien macht. Doch eine Leiche ist nicht genug ... Eine Woche später geschieht ein zweiter Mord, der die einstige Bullerbü-Idylle vollends ins Wanken bringt – und Andreasson ordentlich Druck macht. Denn er muss den Täter finden, bevor es noch ein drittes Opfer gibt. Dass er zwischenzeitlich auch noch den plötzlichen Kindstod seiner kleinen Tochter und das Scheitern seiner Ehe überwinden muss, hilft ihm dabei nicht wirklich weiter. Aber im Gegensatz zu anderen schwedischen Krimis gibt es bei Viveca Sten mit Andreasson zur Abwechslung mal einen Kommissar, der gleich am Anfang ordentlich Sympathiepunkte beim Leser sammelt und ihn zum Mitkombinieren einlädt. So bleibt die Geschichte bis zuletzt spannend und nimmt vor allem am Ende noch einmal ordentlich Fahrt auf. Fazit: Eine gut gelungene Mischung aus Mordfall, Familiendrama und Ferienschmöker, die trotz der brutalen Morde Lust auf einen Urlaub im Stockholmer Schärengarten macht. (sab)

2000 Jahre alt wird sie in diesem Jahr, die in Köln geborene Agrippina die Jüngere: Prototyp der verführerischen, skrupellosen und männermordenden Machtpolitikerin, schließlich Opfer ihres moralisch ebenso verwerflichen Sohnes, des römischen Kaisers Nero. Ganz Europa sieht dies so. Nur Köln sieht es anders: Hier gilt das „Monstrum“ als Urmutter und Gründerin der Stadt. Hier schwebt sie seit 1531 wie eine Heilige im Kölner Himmel. Hier will Wallraf „die Ehre der Mutter retten“. Mario Kramps Buch „Köln und seine Agrippina“ kann man auch als historische Revue über das (Nach-)Leben der römischen Kaiserin lesen, der zur Zeit eine Ausstellung gewidmet ist. Zugleich liest sich das schön gestaltete Buch auch als Stadtgeschichte mit vielen Zeichnungen, Stichen, Fotos von Büsten, letztlich auch durch die gut verständliche Aufbereitung historischer Quellen. Neben allen Mythen und Vermutungen: Dass Agrippina letztlich von ihrem eigenen Sohn Nero um die Ecke gebracht wurde, scheint bewiesen. Auch, wenn der spätere Kaiser dies abzustreiten versuchte und einige üble Gerüchte in die Welt setzte, sprechen die historischen Quellen für sich. Muss es also heißen: „Vom Monstrum zur Mutter“ oder doch besser „Von der Mutter eines Monstrums?“ Prädikat wertvoll! (cb)

Viveca Sten: „Tödlicher Mittsommer“, Kiwi Verlag: ISBN 978-3-462-04073-9, Euro 9,99

Mario Kramp: „Köln und seine Agrippina. Vom Monstrum zur Mutter“, Emons Verlag, 120 farbige und schwarzweiße Abbildungen, 240 Seiten, ISBN 978-3-95451-900-2, Euro 18,95 Ausstellung: Römisch Germanisches Museum „Agrippina – Kaiserin aus Köln“ noch bis zum 29. März 2016 www.museenkoeln.de

Die Frisur mit den zwei „Zimtschnecken“ auf dem Kopf, wie sie sie selbst nennt, ist ihr Markenzeichen. Und das nicht von ungefähr: Ida Gard ist gebürtige Dänin und kommt aus Kopenhagen, wo das erwähnte Gebäck äußerst beliebt ist. So wie sie selbst. In ihrer Heimat wird sie bereits als die neue dänische Indie-Queen gefeiert. Hierzulande ist die Sängerin mit der klaren kräftigen Stimme eher noch ein Geheimtipp, doch bestimmt nicht mehr lange. Erst kürzlich war sie mit dem irischen Sänger Ryan Sheridan auf Deutschlandtour und brachte das Publikum mit ihren ehrlichen und tabulosen Songtexten sowie ihrer starken Bühnenpräsenz schnell auf ihre Seite. Am 19. Februar erscheint ihr drittes Album „Womb“ – digital, als CD und in Vinyl-Form. Die neuen Songtexte sind inspiriert vom schwedischen Erfolgsroman „Populärmusik aus Vittula“. Ida kombiniert die Geschichte aus der schwedischen Provinz mit Erlebnissen aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend. Die Themen Erwachsenwerden, Großwerden spielen dabei eine zentrale Rolle. So geht es in der ersten Albumsingle „Womb“ um das physikalische Heranwachsen eines Jungen, beschrieben aus seiner Perspektive. Insgesamt ist das Album ein gelungener Mix aus Lebenslust, Humor und jeder Menge Rock ’n’ Roll – typisch Ida eben. Besonders diejenigen, die starke Singer-Songwriter wie Tori Amos, KT Tunstall and Alanis Morissette lieben, werden daran ihre Freude haben. (sab) Ida Gard live in Köln am 26. Februar 2016 in der „Wohngemeinschaft“, Richard-Wagner-Straße 39 http://idagardmusic.com

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Aus den Einrichtungen

Glockenkl

are stimm en

Die schreckliche Entwicklung des Telefons und die Folgen Früher war ein Telefon etwas Sinnvolles, man konnte damit in Verbindung bleiben, wenn man denn zu Hause war. Es war an einem Anschluss und hatte eine lustige Wählscheibe – ein tolles Spielzeug für uns Kinder der 70er. Wenn man nicht zu Hause war, probierte es der Anrufer später noch mal und sonntags so wie abends war Ruhe. Heute hat jeder ein Smartphone, der Festnetz-Anschluss stirbt aus, und damit leider wohl auch die Geduld und die Aufsichtspflicht einiger Menschen. Heute ist jeder mit seinem Handy beschäftigt, man muss ständig erreichbar sein und sofort ans Telefon gehen. Gut, als Notruf sicher geeignet, aber das war es dann auch. Man googelt einfach, wenn man etwas wissen will. Die Faulheit und die Vergesslichkeit haben zugenommen und das, was früher als Kontakt galt, wird heute mehr und mehr zur Last und Qual. Für einige Menschen bedeutet das Smartphone alles – sogar, dass man Kinder vernachlässigt, weil das Handy wichtiger ist. Wie furchtbar und rücksichtslos ist so etwas, was soll so was?? Wenn bei uns das Telefon klingelte und man beschäftigt war, rief derjenige noch einmal an – ohne sich zu beklagen. Heute werden Menschen sauer; sauer, weil man nicht sofort springt oder antwortet. Früher hatte man Glück, man musste keine Freundschaften beenden, weil da jemand sauer war, heute ist dieses leider der Fall. Ach ja, und was waren das für Zeiten, als Männer vor dem Fernseher saßen, um Sport zu sehen und nicht, um sich mit dem Sohn Klingeltöne und Apps runterzuladen. Ich spreche mich gar nicht frei davon, auch ich besitze ein Apfel-Telefon und habe in meiner ersten Schwangerschaft gegoogelt, was das Zeug hält. Aber was haben Menschen früher gemacht??? Man weiß es nicht … doch … entspannter gelebt. Tamara Klein

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Naweed und Talib vom ersten Kölner Flüchtlingschor zeigten auf der Probe den anderen mega-stolz ihre Statements im DRAUSSENSEITER zum Thema Glück. Übrigens: Die Jungs vom Kölner Flüchtlingschor sind dank ihres neuen Hobbys gut in Köln angekommen: Sie sind sogar schon mal im Kölner Dom aufgetreten und haben viel Zuspruch erhalten. Danke an Anemone Träger für das Foto.

Warme Kleidung

Ganz herzlich bedankt sich die OASE bei der Karmetta Stiftung, die die Kleiderkammer erneut großzügig mit hochwertiger Kleidung und warmen Hosen und Jacken aufgefüllt hat. Gerade in der Winterzeit sind die Kölner Einrichtungen auf solche Spenden angewiesen, um Bedürftigen einen guten Winter zu ermöglichen.

Leuchtende Augen Danke Gothaer Versicherung für die liebevoll eingepackten Geschenke für 50 Menschen, die sich sonst keine solche Freuden leisten könnten. Die Übergabe in der OASE fühlte sich für viele schon ein bisschen wie Weihnachten an.


Aus den Einrichtungen

Expedition Colonia

Glückwunsch, Heidi! eit 15 Jahren kümmert sich Heidi um die „Bodenkosmetik“ der OASE. Als großer Fan

der Flippers, Bläck Fööss, der Höhner und von Boney M. hört sie auch gerne mal Musik bei der Arbeit. Die immer gutgelaunte Frohnatur ist stolze Großmutter von drei Enkelkindern.

Wir gratulieren ihr (und uns) zum Jubiläum!

morgen, welt!

Weile nicht mehr. Alles in allem geht es

Boah, ist bei uns grad viel los ... Wir hat-

schauen, wie ich Frauchen ‘ne Freude

ten ja Jubiläum: Seit vier Jahren wohne

machen kann. Vielleicht reicht es schon,

ich nun schon bei meinem Dosenöffner –

wenn ich besonders brav bin und mit ihr

und das, obwohl der Tierarzt oft gesagt

schön kuschele. Das kommt ja immer gut

hat, dass er nicht viel Hoffnung für mich

an bei der Damenwelt. Glaube ich

habe. Aber wir sind halt Kämpfer, Frau-

zumindest. Ich habe nämlich eine neue

chen und ich. Sie hat mich nie aufgegeben, egal was war. Ich bekomme nun mehr

kleine Freundin. Mit der spiele ich immer, wenn die Gassigängerin mich abholt. Sie

Enzyme für meine

heißt Peggy und ist sehr

defekte Bauchspeichel-

lustig. Ich glaube, sie

drüse. Das hilft mir gut

mag mich auch. Mal

und ich habe sogar wie-

sehen, wie das weiter-

der ein paar Pfunde mehr auf den Rippen. Frauchen ist ganz stolz auf mich – auch wenn es für sie bedeu-

Foto: Kölschen Linda

mir also gut. Da muss ich doch glatt mal

DIESES MAGATRZAINSSE.

VON DER S

Kölns ältestes Straßenmagazin. Jeden Monat neu.

geht. Ansonsten bin ich viel mit Frauchen unterwegs. Eigentlich „arbeite“ ich nur noch, kann man sagen. Denn

tet, mehr von dem teuren Spezialfutter

auf so ein Frauchen wie meins gut aufzu-

kaufen zu müssen. Aber für mich sei ihr

passen, ist gar nicht so einfach! Das ist

nix zu teuer, sagt sie. Ja, ich habe echt ein

echt ein Fulltimejob. Ich wünsche euch

tolles Prinzenleben mit gutem Fressen.

auch gute Freunde und jemanden, der

Gespuckt habe ich auch schon ‘ne ganze

auf euch aufpasst. Bis bald, euer Clayd

lll

HOLEN SIE

Hallo, ich bin Clayd aus Rumänien. Von dort bin ich mit einem halben Jahr zu meinem Frauchen, der

Draussenseiter-Verkäuferin Kölsche Linda, gezogen. Nun habe ich ein gutes Zuhause und ein schönes Hundeleben. In meiner Kolumne erzähle ich euch, wie mein Alltag so aussieht, und was ich alles erlebe.

werbeagentur-von-morgen.de

S

Am 9. April 2016 um 14 Uhr findet im Rahmen der Expedition Colonia die beliebte Bürger & Berberführung für den guten Zweck statt. Wer denkt schon im Strom der Touristen am Dom an Suppenküche? Was spielt sich abends am Appellhofplatz ab? Während dieses Rundgangs erzählt eine ehemalige Wohnungslose, die die Straße wie ihre Westentasche kennt, von ihrem Leben auf der Platte. Den „bürgerlichen“ Blick bietet Martin Stankowski. Die Einnahmen gehen – wie bereites in den letzten Jahren – an den DRAUSSENSEITER. Karten für 24,50 Euro (oder die Soli-Karten für 39 Euro) gibt es unter www.expedition-colonia.de

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Kolumne / Abo

Kummerkasten

Umsonst und drinnen

frage und Antwort 

Frage: Ich lebe seit acht Jahren in einer

Partnerschaft, wir leben auch zusammen. Früher hatte ich öfter gleichgeschlechtliche Beziehungen. Ich vermisse das und möchte mich gerne wieder gleichgeschlechtlich orientieren. Wie sage ich es meinem Freund?

DRAUSSENSEITER-Abonnement

Antwort: Ich verstehe dich gut, eine Partnerschaft nach so vielen Jahren zu beenden fällt nie leicht. Es erfordert obendrein Mut, seine Neigung in einem Gespräch zu offenbaren. Wichtig ist, dass du deinem jetzigen Partner nicht das Gefühl vermittelst, dass er etwas „falsch“ gemacht hat. Es kann hilfreich sein, wenn du erzählst, dass du bereits früher Erfahrung mit homosexuellen Beziehungen

Gaming – Kalk spielt! Spiel mit! gesammelt hast. Führe das Gespräch mit deinem Partner allein, ein Trennungsgespräch ist immer sehr schwierig, da man nicht weiß wie die Reaktion des „Verlassenen“ sein wird. Ferner ist zu besprechen, wer in der Wohnung bleibt und wer auszieht. Biete deine Hilfe bei der Wohnungssuche, dem Umzug an.

l l l Gisela Engel führt

seit 2014 eine psychologische Praxis in der Kölner Südstadt. Zudem engagiert sie sich regelmäßig ehrenamtlich sonntags als Psychologin beim Obdachlosen-Frühstück der Peter Deubner-Stiftung im Vringstreff.

Ich möchte den DRAUSSENSEITER unterstützen und bestelle:

Gemeinsames gamen in einer tollen Atmosphäre, wo ginge das besser als in der Minibib im alten Wasserturm in Kalk? Einmal im Monat wollen wir uns gemeinsam ein Spiel anschauen, miteinander und gegeneinander spielen und eine Menge Spaß haben. Eingeladen sind alle Spielerinnen und Spieler sowie Nichtspielerinnen und Nichtspieler von 6 bis 99 Jahren. Wo: minibib im Wasserturm Kalker Hauptstraße 55, Köln-Kalk Wann: 11. Februar 2016, 15 bis 16:30 Uhr Wer: alle von 6 bis 99 Jahren Eintritt frei

Lieferanschrift Vorname Name Straße PLZ/Ort Unterschrift

ein Straßen-Abo zu 36,– Euro pro Jahr

Einzugsermächtigung

ein Sponsoren-Abo zu 85,– Euro pro Jahr

Name

ein Förder-Abo zu 150,– Euro pro Jahr

Straße

Als Dankeschön für das Förder-Abo gibt es zudem das Buch „Köln trotz(t) Armut“.

PLZ/Ort IBAN SWIFT Kreditinstitut

Unterschrift

Widerrufsbelehrung

www.draussenseiter-koeln.de, abo@draussenseiter-koeln.de

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Die Bestellung wird erst wirksam, wenn sie nicht binnen einer Frist von 10 Tagen schriftlich widerrufen wird. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Das Abo kann jederzeit gekündigt werden.


vorschau

IMPRESSUM Redaktionsleitung Christina Bacher (cb), bacher@draussenseiter-koeln.de www.draussenseiter-koeln.de

aus aller welt

Redaktionsassistenz Sabrina Burbach, burbach@draussenseiter-koeln.de Herzlichen Dank allen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Ausgabe. Lektorat Barbara Feltes Titelgestaltung Deborah Keser Titelfoto Eduard Bopp Fotos Agila, Christina Bacher, Eduard Bopp, Sabrina Burbach, Thomas Dahl, kichigin19/Fotolia, Kölsche Linda, NASA, Teresa Rothwangl, Hideaki Takamatsu, Anemone Träger, Hanna Witte Illustrationen Heiko Sakurai Gestaltung Innenseiten Petra Piskar, de haar grafikdesign, www.dehaar.de Druck druckdiscount24.de Abos Martina Jühlke, juehlke@oase-koeln.de Vertrieb Ali Baran Herausgeber Benedikt-Labre e.V. – OASE Alfred-Schütte-Allee 4, 50679 Köln Tel.: 0221/989353-0, Fax: 0221/98935316 Depots (nur für Verkäufer) Kiosk Amer, Gürzenichstraße 30, 50667 Köln Kiosk Orman, Salierring 15, 50677 Köln OASE, Alfred-Schütte-Allee 2-4, 50679 Köln Verkauf öffentlich Agnesbuchhandlung, Neusser Straße 63, 50670 Köln Buchladen Neusser Straße, Neusser Str. 197, 50733 Köln Bunt Buchhandlung, Venloer Straße 338, 50823 Köln VIELFACH, Baudri-Platz, 50733 Köln

Seit zehn Jahren verkauft Hiroaki Kashiwagi die Straßenzeitung „The Big Issue“ in Tokio.

Foto: Hideaki Takamatsu

V

on Kopenhagen bis Kapstadt, von Tokio bis Sydney – Obdachlosigkeit kennt keine Grenzen. So ist es nur logisch, dass es mittlerweile über 120 Straßenzeitungen in 40 Ländern gibt. Rund 14.000 Verkäufer bringen jeden Tag in mehr als 600 Städten auf der ganzen Welt ihre Zeitungen an den Passanten. Das haben wir zum Anlass genommen, einmal über den Kölner Tellerrand hinauszuschauen: etwa nach Tokio, wo Hiroaki Kashiwagi jeden Abend am Bahnhof die Straßenzeitung „The Big Issue Japan“ verkauft – nachdem er tagsüber seine anderen Jobs erledigt hat. Und wir machen einen Abstecher nach Salzburg. Dort haben Flüchtlinge im Lager an der Saalachbrücke unserer Kollegin Margarethe Rosenova von „Apropos“ verraten, wie sie mit ihrem Heimweh fertig werden und was sie sich für die Zukunft wünschen – wenn sie endlich irgendwo angekommen sind.

Kontoverbindungen IBAN: DE66 3705 0198 0016 5020 31 SWIFT-BIC: COLSDE33, Sparkasse KölnBonn draussenseiter ist das Sprachrohr für alle Obdachlosen, deren Freunde, ehemals Obdachlose und andere Betroffene. Leserbriefe sind immer herzlich willkommen. Für namentlich gekennzeichnete Artikel und Leserbriefe sind die jeweiligen Autoren verantwortlich. Bedürftigen wird für veröffentlichte selbstgeschriebene Artikel, Interviews und Fotos ein kleines Honorar gezahlt, wenn dies der Autor ausdrücklich wünscht. Nachträgliche Forderungen werden nicht akzeptiert. Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1.1.2009. draussenseiter ist Mitglied des

Der nächste DRAUSSENSEITER erscheint zum 1. März 2016. Mehr dazu unter www.draussenseiter-koeln.de und auf facebook. 25


Foto: Hanna Witte

service

Für Alle  Diakoniehaus Salierring Fachdienst für Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe d. Diakonischen Werkes Köln und Region, Salierring 19, 50677 Köln, Tel.: 27 69 70-0, verwaltung.salierring@ diakonie-koeln.de, www. diakonie-koeln.de Beratung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di + Mi 16-18.30 Uhr (u. a. Postadressen u. Treuhandkonten) Straffälligenhilfe: Zeiten wie oben Tagestreff: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Frühstück, (donnerstags auch Mittagessen), Duschen, Wäschekeller, Aufbewahrung, Internetzugang Kleiderkammer: Di u. Do 9-11.30 Uhr Krankenwohnung, Betreutes Wohnen § 67 SGB XII, Ambulante Begleitung gem. § 67 SGB XII, Betreutes Wohnen § 53 SG XII, Clearingstelle Claro im Trägerverbund

 Emmaus Geestemünder Str. 42, 50725 Köln, Tel.: 971 17 31, info@emmaus-koeln.de, www.emmaus-koeln.de

Appelhofplatz: Essenausgabe u. medizinische Versorgung, Mo bis Fr ab 21 Uhr Leben und Arbeiten in Gemeinschaft, günstiger Einkauf von Secondhand-Artikeln, DritteWelt-Arbeit durch Versand von Hilfslieferungen  Gulliver – Überlebensstation für Obdachlose Trankgasse 20, Nähe Hauptbahnhof, 50667 Köln, Tel.: 120 60 91

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Duschen, Toiletten, Waschmaschinen, Trockner, Tagesschlafraum, Kleiderkammer: Di und Fr 15-17 Uhr, Postadressen, Caféteria mit Frühstück und Snacks, Beratungsangebote, Internetzugang, Kunstausstellungen, Handyladestation Mo bis Fr 6-13 Uhr u. 15-22 Uhr, Wochenende, Feiertage 10-18 Uhr

 Kontakt- u. Beratungsstelle Rochus (SKM) Bartholomäus-Schinkstr. 6, 50825 Köln, Tel.: 3377063-4, Fax: 3377063-9 http://skm-koeln.de/9.0/9.1.8/rochus-p.html rochus@skm-koeln.de

der MüTZe, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim

Angebot: Aufenthaltsmöglichkeit, Begegnung, Freizeitangebote, (Spieleangebot, Kaffee), Essen, Duschen, Wäschepflege, Schreibhilfe, Telefonmöglichkeit, mediz. Versorgung, PC-Nutzung mit Internetzugang offene Info- u. Orientierungshilfen: Mo., Di., Do., Fr. 12-15 Uhr, Mi. 12-14 Uhr Sa., So. und Feiertage 12-13 Uhr Beratung (auch anonym): Mo, Mi, Do, Fr 9-11 Uhr, Mo bis Fr 14-16 Uhr

Angebote: täglich warmes Essen von 12-14 Uhr, kalte u. warme Getränke, Duschmöglichkeit (Behindertendusche u. -toilette), Wäschewa Lobby-Restaurant LoRe des KALZ für Berber schen, Kleiderkammer nur für wohnungslose und Banker Menschen von Di und Do 11-13 Uhr, Beratung Domstr. 81, Nähe Hauptbahnhof, 50668 Köln, täglich von 11-15 Uhr und nach Vereinbarung, info@koelnerarbeitslosenzentrum.de, Medizinische Sprechstunde Di + Do 12-13 Uhr, www.koelnerarbeitslosenzentrum.de Postadresse, Betreutes Wohnen, PC-Nutzung mit Mittagessen: Mo, Di 12 -16 Uhr, Internetzugang, Samstags Frühstück. Mi, Do, Fr 12 -15.30 Uhr Öffnungszeiten: Mo bis Fr 11-15 Uhr, Sa 10-14 Uhr, So 10-14 Uhr  Kölner Obdachlosenfrühstück, Peter-Deubner-Stiftung  Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Tel.: 430 39 83 Bahnhofsvorplatz 2a (1. Etage), Angebote: 9 -11 Uhr: Kostenloses sonntägliches 50667 Köln-Innenstadt, Tel.: 13 49 19, kontaktstelle@skm-koeln.de, Frühstück jeden 2. u. 3. Sonntag im Monat im Vringstreff, Im Ferkelum 42, jeden 4. Sonntag in www.skm-koeln.de

 GUBBIO Obdachlosenseelsorge Ulrichgasse 27-29, 50577 Köln, www.gubbio.de Öffnungszeiten: Di, Mi 14 – 17 Uhr Angebote: Raum zum Gespräch, Bibelstunde, Meditation, thematische Gesprächskreise, religiöse Filme


service

 Vringstreff e.V. Für Menschen mit und ohne Wohnung Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 278 56 56, info@vringstreff.de, www.vringstreff.de Mo bis Do 11.30-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr Jeden 2. und 3. Sonntag Obdachlosenfrühstück 9-11 Uhr, Café, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Beratung  Dienstleistungsagentur „Huddel und Brassel im Veedel“ Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 3377706-17 huddelundbrassel@vringstreff.de  Bürger für Obdachlose e.V. Basislager Gebrauchtwarenkaufhaus Bürger für Obdachlose e.V. Basislager: Silcherstr. 11, 50827 Köln Tel.: 640 22 68, info@bfoev.de Kleiderkammer, Gebrauchtwaren-Kaufhaus für Jedermann, Arbeitsprojekt und Suppenküche. Obdachlose können gerne auch Kleidung, Schlafsäcke etc. in unserem Gebrauchtwaren-Kaufhaus kostenlos bei uns beziehen. Gemeinsam mit Emmaus betreibt der Verein die Suppenküche am Appelhofplatz.  Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V. Peter-Michels-Str. 1-9, 50827 Köln Tel.: 0221/ 9535301, Fax: 0221/ 5948789 ibwa@netcologne.de www.bauenwohnenarbeiten.de Angebot: Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigung, Wohnen, Betreutes Wohnen

 OASE-Benedikt Labre e.V. Alfred Schütte Allee 4, 50679 Köln, Tel. 0221/9893530 kontakt@oase-koeln.de www.oase-koeln.de

Kontakt- und Beratungsstelle: Montag und Freitag 9 – 13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9 – 16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr

Offener Treff: Montag 10.30–13 Uhr, Dienstag 13–16 Uhr, Mittwoch 13–16 Uhr, Donnerstag 13–16 Uhr, Freitag 11.30–13 Uhr Frühstück: Montag 10.30–13 Uhr

Sprechstunde Mobiler Medizinischer Dienst: Montag 10.30–11.30 Uhr Kleiderkammer/Duschmöglichkeit für Leute auf der Straße: Dienstag 13-16 Uhr, Mittwoch 13-16 Uhr, Donnerstag 13-16 Uhr;

Kleiderkammer/Duschmöglichkeit für alle: 9.30-12 Uhr Computer-Nutzung: nach Vereinbarung Redaktionssitzung DRAUSSENSEITER: Alle zwei Wochen, montags um 12.30 Uhr

Nur für Frauen  agisra e.V. Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen Martinstr. 20a, 50667 Köln, Tel.: 0221/124019 oder 1390392, www.agisra.org

 Haus Rosalie Gocher Straße 45, 50733 Köln-Nippes, Tel.: 0221/97 30 88 88, haus-rosalie@vinzentinerinnen.de Wohnprojekt für Frauen

Beratung nach Terminvereinbarung, Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di und Do 10-15 Uhr

 LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. für Mädchen und junge Frauen Beratung und Begleitung bei Problemen und in Krisensituationen

 Café Auszeit Kontakt -und Beratungstelle für wohnungslose Frauen Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695310, cafe-auszeit@skf-koeln.de

Mädchenberatung linksrheinisch Fridolinstr. 14, 50823 Köln-Ehrenfeld Tel.: 0221/45 35 56 50 maedchenberatung-linksrhein@lobbyfuer-maedchen.de

Tägl. Essensangebot, Duschen & Baden, Wäschepflege, Kleiderkammer, Postadresse, Schließfachnutzung, Beratung und Soforthilfe, Mo, Di, Do, Fr 11-15 Uhr, Mi 15-19 Uhr, u. nach Vereinbarung  Café Auszeit, Schäl Sick SKF e.V., Buchheimer Str. 36, 51063 Köln, Tel.: 0221/946 96 24, Fax: 0221/2855199 cafe-auszeit.schaelsick@skf.koeln.de Beratung, Hilfe und Unterstützung bei allgemeinen Fragen, Vermittlung an weiterführende Hilfen, Rechtsberatung, Frauenfrühstück, Postadresse Mo und Fr 10-12 Uhr, Mo, Mi, Do 15-17 Uhr Do 10-12 Uhr Frauenfrühstück  Comeback Notschlafstelle für Frauen, Sozialdienst kath. Frauen e.V., Mauritiussteinweg 77-79, Nähe Neumarkt, 50676 Köln, Tel.: 0221/12695-210 Täglich geöffnet von 20 bis 10 Uhr. Angebot für wohnungslose Frauen und Frauen in Notlagen: Schutz, Übernachten, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Kleiderkammer, PC und Internetnutzung. Tiere sind erlaubt. Beratung und Vermittlung an weiterführende Hilfen sind möglich.  Elisabeth-Fry-Haus Albert-Schweizer Straße 2, Nähe Südfriedhof, 50968 Köln, Tel.: 99 56-43 00, efh@diakonie-michaelshoven.de www. diakonie-michaelshoven.de Notaufnahmeheim für Frauen und Frauen mit Kindern, Schutz, Übernachtung, Verpflegung, Wohnen, Beratung und Begleitung. Das Haus ist rund um die Uhr geöffnet.  Frauen gegen Gewalt e.V. – Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen Tel.: 56 20 35, mailbox@notruf-koeln.de www.notruf-koeln.de Beratung telefonisch, persönlich und per E-Mail, Begleitung und Unterstützung nach sexualisierter Gewalt; Prozessvorbereitung und -begleitung; Rechtsberatung; Gruppenangebote

Mo bis Do: ganztägig nach Vereinbarung Mi 14-16 Uhr: ohne Anmeldung Di 10-11 Uhr, Do 14-15 Uhr: telefonische Beratung, Di 16-18 Uhr: kostenlose Betreuung Ess-Störungen 0800 5 03 58 85 Mädchenberatung rechtsrheinisch Buchheimer Str. 56, 51063 Köln-Mülheim Tel.: 0221/890 55 47 maedchenberatung-rechtsrhein@lobbyfuer-maedchen.de Mi bis Fr ganztägig nach Vereinbarung Fr 14-18 h ohne Anmeldung  Mäc-Up Treffpunkt für Mädchen von 14-27 Jahren Gereonstr. 13, Nähe Bahnhof, 50670 Köln, Tel.: 0221/13 35 57 Essen, Trinken, Dusche, Wäsche waschen, Second-Hand-Kleidung, medizinische Versorgung, Beratung Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. und Fr. von 12-15.30 Uhr Di. von 10-13 Uhr, Frühstück gibt es Di. und Mi., gekocht wird Mo. und Fr.

Nur für Männer  Notschlafstelle für Männer Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54 (tagsüber) und -26 (ab 18 Uhr), jhk-notaufnahme@johannesbund.de Sozialarbeiterische Beratung, Erarbeitung einer Perspektive, Vermittlung in weiterführende Hilfen Aufnahme: Täglich (auch Sonn- u. Feiertags) ab 18 Uhr für wohnungslose Männer ab 18 Jahren  „Reso“ – Resozialisierungsabteilung Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 931221-54, th.klahr@johannesbund.de Hilfe für wohnungslose Männer mit sozialen Problemlagen nach § 67 SGB XII: Unterbringung, Verpflegung und Selbstversorgung, individuelle Einzelfallhilfen, Beschäftigungsangebote, Mo bis Fr.: 8-16.30 Uhr


e t i e S t e n r e t In e s s e r d A e t s ohne fe . e s u a h u Z t such Rund 1.500 Kölner haben keine feste Adresse. Die Homeless Homepage auch nicht. Mit dieser ersten obdachlosen Internetseite der Welt macht die OASE auf ihre Arbeit für Menschen in Wohnungsnot aufmerksam. Sie können dazu beitragen, dass diese Aktion viele Menschen erreicht. Etwas Webspace auf Ihrer Unternehmenswebsite genügt. Ihr Engagement kostet Sie keinen Euro und bringt Ihnen zusätzliche Aufmerksamkeit. Geben Sie also der Homeless Homepage ein neues Zuhause. Informationen dazu, wie das geht, finden Sie unter www.homelesshomepage.de

für Wohnungslose und Andere


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Kölner Straßenzeitung Draussenseiter 02/2016: Hunderunden by Draussenseiter - Issuu