27. Jahrgang Nr. 197 März 2019
R E T I E S N E S s U A R D IN
DER DOPPELTE STADTPLAN
BETTELN
EBERTPLATZ
WANDERN
Foto: Gerd Bonse
Z A G A M N E S S A STR R E N L Ö K S A D
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Engelbertstraße 44 · 50674 Köln Postfach 27 01 26 · 50508 Köln Telefon (02 21) 93 18 00 - 0 Telefax (02 21) 93 18 00 - 66 e-Mail: wpg@mermagen.de Internet: www.mermagen.de Geschäftsführer: Dipl.-Kfm. Wilhelm Mermagen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Petra Heider Rechtsanwältin und Steuerberaterin
Wir beraten Privatkunden, Freiberufler und Gewerbetreibende. Wir beraten und prüfen Unternehmen, Verbände und gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen.
Vorwort
Inhalt
Liebe Leserinnen und Leser,
Schwerpunkt: Der doppelte Stadtplan
das Straßenmagazin DRAUSSENSEITER wagt ein Experiment: Am 14. März 2019 verlegen wir unsere Redaktion ins African Drum an den Ebertplatz, um mit Menschen zu sprechen, die dort leben, arbeiten und täglich verweilen. Ziel ist es, mit Bürgerinnen und Bürgern – ob arm, ob reich – ins Gespräch zu kommen und am Ende ein Themenheft daraus zu machen.
S.4
Detlev: Beikoch, Baggerfahrer und Stadtführer �������� 4-5
Kaffee steht ab 11 Uhr warm, Kekse liegen bis 16 Uhr parat. Sehen wir uns dort?
Fotodokumentation: Unter der Brücke �������������14-15
S.23 Lothar und Detlev – Stadtführer aus Leidenschaft.
S.14
Serie: Spuren der Armut ����������� 23
Foto: Ingrid Bahss
Mit von der Partie ist dann auch Detlev. Der Wahl-Kölner, der im Offenen Treff der OASE ehrenamtlich arbeitet und als Stadtführer bei den DRAUSSENSEITER-Touren mitwirkt, erzählt uns seine Geschichte, die von einer Festanstellung mit Wohnung in kurzer Zeit in die Obdachlosigkeit führte. Am 14. März um 14 Uhr bietet er – gemeinsam mit Straßenzeitungsverkäufer Lothar – einen sozialen Stadtrundgang ab Ebertplatz an. DRAUSSENSEITER-Touren buchen Sie bitte vorab unter
tour@oase-koeln.de. Gehaltvolle Lektüre wünscht im Namen der Redaktion
Lothars Marsch, Teil 2 �������������������������������������������� 6-7 Sozialer Stadtrundgang ������������������������������������������8-9 Bericht: Mut zur Konfrontation mit der Angst ��������������10-11 HiK: Neujahrsbrunch ����������������������������������������������� 12 Köln neu entdecken ������������������������������������������������ 13 Rückblick: Loss mer singe ������������������������������������� 16-17 Cartoon/Clayd �������������������������������������������������������� 19 In eigener Sache ������������������������������������������������ 20-21 Buch-Tipps/Rezension ��������������������������������������������� 22 Abo, Impressum ����������������������������������������������������24 Eintritt frei, Vorschau ����������������������������������������������� 25 Service: Adressen �����������������������������������������������26-27
Christina Bacher
Öffnungszeiten: OASE e.V. Kontakt- und Beratungsstelle Montag und Freitag: 9.00 – 13.00 Uhr Dienstag und Donnerstag: 9.00 – 16.00 Uhr Mittwoch: nach Terminvereinbarung 3
Der doppelte Stadtplan
Beikoch, Baggerfahrer und Stadtführer von Sabrina Burbach
nicht geplündert oder verwüstet werden. Deshalb führt er die Tour nur zu Plätzen, die von Obdachlosen aufgegeben wurden. Wie etwa die Steinsarkophage vor dem Römisch-Germanischen-Museum. „Früher legten sich dort Obdachlose zum Schlafen rein. Heute sind die Särge mit Eisenplatten zugenagelt“, sagt Detlev. Besonders gerne erinnert er sich an eine Tour mit Schülern: „Das waren coole Kinder. Sie haben viel
D
gefragt: was die Obdachlosen den ganzen onnerstag, 12 Uhr, in der OASE. Es
sen Baustellen in Deutschland, England
Tag lang essen, wo sie sich waschen oder
ist noch nicht viel los. Der Offene
und Spanien. Einmal ging es sogar bis nach
aufs Klo gehen. Ganz praktische Dinge.“
Treff der OASE öffnet offiziell erst
Dubai. Unterwegs übernachtete er in
Als Dankeschön für die Führung haben die
in einer Stunde. Doch Detlev Schlichting
Hotels oder auf Campingplätzen. Was gera-
Kinder ihm extra eine Postkarte geschrie-
ist schon da. Gemütlich sitzt er bei einer
de passte. Manchmal hat er auch Platte
ben. Die hat er ganz stolz aufgehoben.
Zigarette im Raucherraum und schaut
gemacht. „Ich habe jeden Tag zugesehen,
hinaus auf den Rhein. Kein Grund zur Hek-
dass ich hatte, was ich brauchte“, erinnert
Wohnen Sie zur Miete?
tik. Heute hat er frei und ist nur zum Plau-
er sich. „Bevor ich zum Amt bin, habe ich
Die am häufigsten gestellte Frage bei der
dern hier. Dienstags und freitags arbeitet
lieber irgendwo nach einem neuen Job
Tour ist wohl diese: „Wie wird man eigent-
er ehrenamtlich im Offenen Treff und gibt
gefragt.“ Mit der Verständigung habe es
lich obdachlos?“ Dafür hat Detlev gleich
Essen aus, das er teilweise vor Ort selbst
auch überall gut geklappt: „Einmal brauch-
mehrere Antworten parat: „Ich sage meist, dass es verschiedene Gründe gibt. Manch-
„Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe Platte gemacht. Nach drei Wochen hatte jeder Pflasterstein unter meiner Isomatte einen Namen.“
mal stelle ich auch die Gegenfrage ‚Wohnen Sie zur Miete?’. Da kommen viele ins Grübeln.“ Wie schnell man als Mieter auf der Straße landen kann, hat Detlev selbst erlebt. Und dass, obwohl er eine Arbeit hatte. Bei einer Zeitarbeitsfirma in Wil-
zubereitet. Meist Suppen und Eintöpfe,
te ich auf einer spanischen Baustelle einen
helmshaven. 2017 war das. Kurz bevor er
aber auch Salate oder Reibekuchen. „Die
Dieselkanister. Den habe ich einfach aufge-
wieder nach Köln kam. Da zahlte ihm die
sind hier sehr beliebt“, sagt er und bläst
zeichnet und jeder wusste, was ich meine.“
Firma einfach kein Gehalt mehr. „Ich hatte nix auf dem Konto, war aber offiziell
etwas Rauch in die Luft. Auch was den Men-
4
schen, für die er kocht, sonst so im Kopf
Der doppelte Stadtplan
noch angestellt“, erinnert sich Detlev. Ein
rumgeht, weiß er nur zu gut. Bevor der
Mittlerweile hat Detlev seine Rastlosigkeit
Problem, weil er dadurch kein Geld vom
61-Jährige Mitte 2017 Teil des OASE-Teams
gegen einen ständigen Wohnsitz in Köln
Arbeitsamt bekam. Die festen Kosten lie-
wurde, hat er selbst drei Monate lang „drau-
eingetauscht. Seit letztem Jahr ist der ehe-
fen aber weiter. Detlev konnte seine Mie-
ßen“ gelebt – unter der Zoobrücke.
malige Reisende sogar zum Reiseführer
te nicht mehr bezahlen und verlor seine
geworden. Als solcher zeigt er anderen in
Wohnung. Später hat er erfahren, dass sich
Europaweit unterwegs
der auf den beliebten DRAUSSENSEI-
eine der Verantwortlichen wohl mit der
Ursprünglich kommt Detlev aus Lüden-
TER-Touren , wie es sich in seiner Wahlhei-
Gehaltskasse aus dem Staub gemacht hat.
scheid und ist gelernter Baumaschinenfach-
mat lebt. Abseits der ausgetretenen Touris-
arbeiter. Über 30 Jahre hat er mit schweren
tenpfade. Ab und zu erzählt er unterwegs
Praktische Zukunftswünsche
Kränen, Baggern und Radladern Gebäude
auch persönliche Anekdoten – mal lustige
Mit Hilfe der OASE hat er heute wieder
abgerissen, mehrere Bahnhöfe und insge-
und mal solche, die zum Nachdenken anre-
eine Wohnung. Zwei Zimmer, Küche, Bad
samt 18 Golfplätze umgebaut. Zwischen-
gen. „Ich weiß, wovon ich rede. Ich habe ja
in Köln-Mülheim. Nicht weit vom Rhein.
durch zog es ihn in die Ferne. Gut fünf
Platte gemacht“, sagt er. „Nach drei
Auch den Papierkram aus Wilhelmshaven
Jahre ist er quer durch Europa gereist –
Wochen hatte jeder Pflasterstein unter mei-
hat er regeln können. Das Leben ist wieder
immer dahin, wo er gebraucht wurde.
ner Isomatte einen Namen.“ Aus dieser Zeit
etwas ruhiger geworden. Da bleibt Zeit für
Unterwegs arbeitete er als Küchenhilfe,
weiß er auch, wie wichtig es ist, die Schlaf-
wesentliche Dinge. Wenn Detlev gerade
Abfallsortierer, Dachdecker und auf diver-
plätze anderer zu schützen, damit diese
nicht ehrenamtlich kocht oder Stadtfüh-
Freitags gibt Detlev Schlichting in der OASE Essen aus. Manchmal verarbeitet er auch Essensspenden zu leckeren Mahlzeiten.
rungen gibt, engagiert er sich im Verein
lich fest. „Absurd wäre es auch. Ich habe
„Obdachlosenhilfe mit Herz“, wo er eben-
jahrelang Hochhäuser abgerissen, die bis
falls Essen ausgibt. Beim Arbeitsamt ist er
zu 40 Meter hoch waren.“ Er schüttelt den
auch gemeldet. Dass er noch einmal Arbeit
Kopf. Im Großen und Ganzen ist er aber
auf einer Baustelle bekommt, glaubt er
mit dem, was er hat, zufrieden und bleibt
allerdings nicht. Mittlerweile braucht man
auch für die Zukunft gewohnt pragmatisch:
wohl einen Baumaschinenführerschein,
„Ich wünsche mir, dass ich gesund bleibe
den er nicht hat, weil der früher nicht sein
und das, was ich mache, noch jahrelang
musste. „Sowas zahlt das Amt heute nicht
machen kann. Alles andere wäre Utopie.“
lll
info
Die nächste Tour mit Detlev und Lothar findet am Donnerstag, den 14.3.2019, um 14 Uhr, ab Ebertplatz in Richtung Domforum statt. Voranmeldungen unter tour@oase-koeln.de
mehr. Nicht in meinem Alter“, stellt er sach-
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Der doppelte Stadtplan
Lothar mit seinem Gepäck nach einer DRAUSSENSEITER-Redaktionssitzung vor der OASE.
Über Lothar Am 5. Juli 2016 bricht Lothar zum ersten Mal auf und läuft von Köln nach Hamburg über Schleswig bis nach München – fast 2.000 Kilometer. Seit diesem Tag lebt er auf der Straße und hält sich, wenn er mal nicht unterwegs ist, im Kölner Stadtteil Zollstock auf. Den „Aufbruch“ nutzt der gelernte Maschinenbau-Ingenieur ganz im wörtlichen Sinn: „Nicht in Altem verharren, sondern Neues ergründen.“ Seit 2018 ist Lothar beim DRAUSSENSEITER und begleitet ab und an die DRAUSSENSEITER-Touren, bei der (ehemals) Wohnungslose die Stadt aus ihrer Sicht zeigen. 6
Foto: Marie Breer
Der doppelte Stadtplan
Lothars Marsch, Teil 2 Von Schleiden über Berk und Hallschlag bis Ormont: 28,1 km, 5 Stunden, 37 Minuten Laufzeit. Höchste Erhebung über NN: 659,3 m.
Mittwoch, 9. Mai 2018
Donnerstag, 10. Mai 2018
Ich bin jetzt doch in Blumenthal von der
Wenn ich Empfang habe, höre ich gerne
bis Hallschlag. Dort werde ich warm essen;
B256 abgegangen. In Rescheid finde ich
morgens und abends die Nachrichten auf
und, an Tag 4 meiner Reise, endlich mal
ein Haltestellenhäuschen mit Dach. Am
meinem kleinen Radio. Heute klappt es
eine Toilette benutzen... Nur kurz bin ich
Himmel gibt es Wolken. Ein wenig ist der
gut und ich bin wieder auf dem Laufen-
hier der einzige Gast im Lokal, dann geht
Wind abgekühlt. Es ist 14.50 Uhr und ich
den: Die USA haben am 8. Mai – laut aktu-
es Schlag auf Schlag! Mit zwei jungen
habe, nach ca. 20 Kilometern, heute keine
eller Meldung bei WDR 5 – das Atomab-
Männern aus Münster unterhalte ich
Lust mehr, zu laufen! In Wittscheid hatte
kommen mit dem Iran aufgekündigt!
mich, da sie auch wandern. Sie wollen den
ich schon eine Stunde geruht. Warum
Auch gestern war das das Hauptthema.
Eifelsteig entlanggehen.
Regen. Nur vier Kilometer sind es noch
nicht hier auch den Tag beenden? Hier
Es ist 17.50, als ich ein Schutzhäuschen
Ich habe mich danach wieder hingelegt
bin ich auch vor Regen geschützt. Bergauf
finde. Ohne Bank. Ich liege im Schlafsack
und bei Festmusik ein wenig gedöst – ca.
schafft man sowieso gerade mal zwei bis
auf meiner Isomatte auf dem Boden. In
eine Stunde. Hinter Ormont habe ich wie-
drei Kilometer pro Stunde. In Schleiden
Rescheid hat es erst morgens geregnet. In
der die B265 erreicht; und da die Sonne
habe ich schon Wasser geholt und gefrüh-
der Nacht gab es Fluglärm! Nach dem
kam, habe ich mich auf den Boden gelegt.
stückt. Unterwegs bekomme ich leicht
Schauer um sieben oder acht Uhr bin ich
Vier junge Damen waren besorgt und
Kontakt zu anderen. Das habe ich in den
nach Berk zur Messe gegangen. Die Mes-
haben sich – genauso wie am Vorabend in
letzten drei Tagen festgestellt. Kaum sehen
se habe ich – nach einer Strecke von sechs
Rescheid zwei Sanitäter – nach meinem
sie meinen Rucksack, kommen erste Fra-
Kilometern – noch pünktlich erreicht.
Wohlsein erkundigt. Bis Prüm sind es noch
gen. Meist ist es: „Wo gehst du hin?“.
Zwischendurch war immer mal leichter
acht Kilometer.
Ich habe mich entschieden, dass ich morgen nicht nach Udenbreth zur B265 und zur Landesgrenze nach Belgien laufe. Zwischen Berk (6 km) und Hallschlag (10 km) verläuft die Grenze zwischen NRW und Rheinland-Pfalz. Das ist besser. So laufe ich keinen Umweg Richtung Prüm. Die B265 endet hier ohnehin. Und hinter Berk geht es ab nach Frauenkron.
Karte openstreetmap.org opendatacommons.org creativecommons.org
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Der doppelte Stadtplan
Zehn MitarbeiterInnen von Unternehmen und der Kölner Freiwilligenagentur haben an der letzten DRAUSSENSEITER-Tour rund um den Dom teilgenommen. Im Nachgang gab es noch die Möglichkeit, Stadtführerin Linda Fragen zu stellen. Foto: Kölner Freiwilligenagentur
„Willkommen auf der einzigen Wohnungsbesichtigung, bei der das Dach fehlt“, beginnt Jörg in Düsseldorf seine Tour.
„Auch wenn die Touren von Stadt zu Stadt variieren, verfolgen wir alle offenbar ein und dasselbe Ziel: die Menschen zu sensibilisieren für Themen wie Ausgrenzung und Armut“, sagt Peter, 53, aus Zürich.
Du gehst jeden Tag nach Hause.
Kölner Obdachlosen Frühstück Jede Hilfe zählt!
www.deubner-stiftung.de 8
Foto: Ingrid Bahß
Dr. Peter Deubner Stiftung
An ihm vorbei.
Der doppelte Stadtplan
Die Idee zur Bürger- und Berberführung zugunsten des DRAUSSENSEITER hatte Historiker Martin Stankowski. Gemeinsam mit Linda führt er die Gruppen rund um den Dom.
Sozialer Stadtrundgang Vom Berber zum Bürger
W
er denkt schon im Strom der Touristen am Dom an Suppenküche? Was spielt sich abends am Appellhofplatz ab? Und wo kann man sich auf ein Date verabreden, wenn man kein Zuhause hat? Während des einstündigen Stadtrund-
Fotos: Jennifer Braun und Hanna Witte
gangs erzählen DRAUSSENSEITER-Verkäufer aus ihrem Leben und beweisen, dass auch Köln einen doppelten Stadtplan hat. Die Einnahmen kommen dem Stadtführer und dem Straßenmagazin DRAUSSENSEITER zugute.
Buchungen für die Stadtführung am Donnerstag den 14.3.2019, um 14 Uhr, unter tour@oase-koeln.de
9
Foto-Projekt
In den Fotomotiven drĂźcken die Teenager ihre Furcht vor Ăœbergriffen, Drogen oder der Hilflosigkeit angesichts unerwarteter Situationen, etwa dem Steckenbleiben eines Fahrstuhls, aus.
10
Foto-Projekt
Mut zur Konfrontation mit der Angst Mädchen der Jugendeinrichtung Pavillon e.V. stellten Fotografien zum Thema „Da fühle ich mich nicht gut!“ aus
M
it dem Foto-Projekt „Da fühle ich
„Ich habe Angst davor, draußen alleine
noch nie passiert ist, habe ich mich davor
mich nicht gut!“ setzten sich 10-
zu sein oder von Betrunkenen angespro-
immer gefürchtet. Jetzt, nach unserem
bis 14-jährige Besucherinnen der
chen zu werden. Das habe ich mal erlebt
Projekt, geht es mir besser damit. Es hat
Jugendeinrichtung Pavillon e.V. mit per-
und mich dabei sehr unsicher gefühlt“,
mir geholfen, das den anderen zu erzäh-
sönlichen Ängsten im öffentlichen Raum
berichtet Projektteilnehmerin Alina (11).
len“, berichtet Melissa (11).
auseinander. Unter der Anleitung von
„Mir machen auch dunkle Wege Angst.
Mehr als 30 Aufnahmen sowie speziell
Fotografin Nadine Preiß, Pädagogin Dör-
Da könnte sich in den Büschen jemand
angefertigte Postkarten mit Statements
te Schlottmann vom jfc Medienzentrum,
verstecken und plötzlich rausspringen“,
der Teilnehmerinnen wurden im Rahmen
der angehenden Medienpädagogin Sabine
erzählt Alinas Freundin Angelina. „Es hat
der Ausstellung vorgestellt. Die Bilder
Hünniger sowie den Sozialarbeiterinnen
mir sehr geholfen, darüber zu reden. Des-
reflektieren in nachgestellten Szenen die
Jana Hiß und Franziska Schädlich (Pavil-
halb konnte ich auch später mit den ande-
persönlichen Ängste junger Menschen:
lon e.V.) erlernte die Gruppe von sieben
ren zu den Orten hingehen und dort Fotos
dunkle Pfade, Drogen, Gewalt, Enge und
Teenagern nicht nur den technischen
machen“, so die Elfjährige im Gespräch
das Alleingelassen werden in ausweglosen
Umgang mit den zur Verfügung gestellten
mit der Rundschau.
Situationen prägen die Atmosphäre der
Kameras, sondern auch die Perspektivenschärfung für ihre Lebenswelt.
„Wir haben uns viel Zeit gelassen, bevor
Werke, die auch auf dem örtlichen Weih-
wir ans Fotografieren gegangen sind. Ins-
nachtsmarkt ausgestellt wurden. Die Ini-
gesamt hat das Projekt über sechs Wochen
tiatoren erhoffen sich darüber hinaus
gedauert. Die Mädchen sollten sich nicht
weitere Präsentationsmöglichkeiten in der
unter Druck gesetzt fühlen und in der
Stadt. Auch die Politik meldete Interesse
Gemeinschaft über ihre Ängste reden kön-
an den Erfahrungen der Jugendlichen an.
nen, egal, welcher Art sie auch sind. Die
Kalks zweite stellvertretende Bezirksbür-
Locations haben die Jugendlichen selbst
germeisterin, Tanja Groß, lud die Initiato-
bestimmt. Das Gleiche gilt für die Auswahl
ren sowie die Teenager zur Projektvorstel-
der Motive für die Ausstellung. Dass sie
lung in eine der nächsten Aktuellen Stun-
jetzt hier die Bilder präsentieren und Auf-
den des Bezirksparlaments ein. „Gerade
merksamkeit für ihre Arbeit erhalten,
in Bezug auf die vielen Angsträume gilt es
stärkt zudem das Selbstbewusstsein der
noch viel zu verbessern. Die Bürger sollen
Mädchen“, erklärt Nadine Preiß.
sich in ihrer Stadt sicher fühlen. Das ist
„Bei mir sind es Aufzüge, die mir Angst
leider oftmals nicht der Fall, da es an
einjagen. Darin steckenzubleiben ist für
Beleuchtungen mangelt oder Unüber-
mich ein Horrorgedanke. Auch wenn es
sichtlichkeiten vorherrschen“, sagte Groß. Text und Fotos: Thomas Dahl
11
Nachbericht
Neujahrsbrunch mit HiK Der Selbsthilfe-Verein HiK lud zum vierten Mal in die Alte Feuerwache ein
vorher in Teamarbeit geschmierten Mett-
unter die Gäste, gaben Kaffe und Kuchen
rum Alte Feuerwache der schon fast
brötchen waren in Nullkommanix weg,
aus und halfen mit, die Geschenktüten zu
traditionelle Neujahrsbruch von
genauso wie die gesponserten Gulasch-
verteilen. Auch der ehemalige FC-Spieler
„HiK – Heimatlos in Köln“ zum vierten
und Gemüsesuppen“, freut sich Linda
Rudolf „Rudi“ Wabra packte kräftig mit an.
Mal statt. Der gemeinnützige Verein hat
Rennings, Gründerin des Vereins. Essen
Für die musikalische Unterhaltung sorgte
es sich zur Aufgabe gemacht, obdachlosen
und Getränke waren für Obdachlose
Danny Prill. Besonderes verblüfft waren die
Frauen wieder Mut und neue Perspektiven
natürlich kostenlos. Die Gäste durften sich
Gäste von der Vorstellung des Rechen-
zu geben. Getreu dem diesjährigen Motto
außerdem über Geschenktüten gefüllt mit
künstlers Dr. Dr. Gert Mittring. Dieses Jahr
„Teilhabe für alle“ versammelten sich vie-
Hygieneartikeln freuen. Daneben wurden
wurde der Brunch zudem vom Rotary Club
le Gäste, Helfer, Unterstützer und Promi-
Decken, Schlafsäcke, Isomatten, Mützen,
Airport unterstützt, der unter anderem
nente, um HiK einen gelun-
Schals und warme Socken verteilt. Dieses
einen Augenarzt als Ansprechpartner zur
genen Brunch zu besche-
Jahr gab es zusätzlich noch kleine
Veranstaltung gesendet hatte. „Ohne die
mit
„Gesundheitstütchen“, gesponsert von der
Hilfe der vielen Ehrenamlter hätte ich es
Erfolg. „Die
Windmühlen-Apotheke in Köln-Mülheim.
nicht geschafft“, sagt Linda zufrieden. (kl)
ren
–
Für viele war der Brunch zudem eine gute Gelegenheit, Prominente einmal ganz nah erleben zu können. Unter anderem war der ehemalige Dschungelstar und It-Boy Florian Wess samt Vater Arnold und Onkel Oskar mit dabei. Florian brachte sogar selbstgemachten Kuchen mit. Gemeinsam mischten sich die drei mit Leichtigkeit
Arnold, Florian und Oskar Wess
Inzwischen gut befreundet: Linda Rennings und Vorstandsmitglied Guido Fahrendholz.
Fotos: HiK
A
m 19. Januar fand im Bürgerzent-
DRAUSSEN
Köln neu entdecken von Markus Düppengießer
Fotos: Dieter Breidenbach; Ilona Priebe; konradbak/Fotolia
D
ie romanischen Kirchen, die Altstadt, die Museen, der
mentouren eine Chance geben, die angeboten werden. Das gilt
Rhein und der ewige Dom: Tagestouristen mag es reichen,
übrigens für Touristen ebenso wie für zugezogene und gebür-
Köln von diesen naheliegenden Seiten kennenzulernen.
tige Kölner, die glauben, ihnen könne niemand mehr etwas
Entsprechend oft bieten Reiseveranstalter Führungen an, in
Neues über ihre Heimat erzählen – oftmals irren sie. Drei Füh-
denen es um kaum etwas anderes geht. Wer aber mehr erfahren
rungen stellen wir vor. Und wer bis zur Verlosung am Ende des
und wirklich wissen will, wie es in Köln früher zuging und was
Textes durchliest, kann Gutscheine für eine kostenlose Teilnah-
die Stadt so liebens- und lebenswert macht, der sollte den The-
me gewinnen.
Colonia Prima: Kölner Hexen
Entdecke Köln: Frauentouren
Regio Colonia: Konditoreitour
Wollten Sie schon immer wissen, wo der Teufel in Köln mit den Hexen tanzte,
In der Römerzeit war Köln die einzige Stadt im Römischen Reich, die nach einer
Sehenswerte Kaffeehäuser gibt’s nur in Wien? Dieser Rundgang, die Kalorienbom-
was in Vollmondnächten hier auf Friedhö-
Frau benannt war. Auch in den folgenden
be unter den Stadtführungen, tritt den
fen und an Hinrichtungsstätten geschah
Jahrhunderten haben Einwohnerinnen
Gegenbeweis an. Man begibt sich
und wo Hexen einst verhört und verurteilt
immer wieder Einfluss genommen auf die
auf eine süße Spurensuche
wurden? Bei dieser Führung zu Aberglau-
Geschichte der Stadt. Ina Volpp von „Ent-
zum Thema Kaffeekränz-
be, Hexerei und Zauberei im alten Köln
decke Köln“ hat gleich drei Führungen im
chen mit sahnig-sündi-
erfährt man, was es braucht, um durch die
Angebot, auf denen man erfolgreiche
gen Stopps in Cafés
Luft zu fliegen, und wann ein Liebeszauber
Unternehmerinnen kennenlernt, Revolu-
und Konditoreien.
am besten wirkt. Es geht um Fragen wie:
tionärinnen, Wohltäterinnen und eine
Auf dem Programm
Warum wurde Ennchen Lennartz erst zwei
Kölnerin, die in der Weltliteratur verewigt
des kölschen Kaffee-
Jahre in der Hahnentorburg eingesperrt,
wurde. Es geht zur Schutzpatronin der
klatschs steht die tra-
bevor Meister Hans sie als Hexe verbrann-
Stadt und zum städtischen Bordell des
ditionelle Bergische
te? Und war Katharina Henot, die bekann-
Mittelalters.
Kaffeetafel, die Torte für
teste Hexe Kölns, Postmeisterin oder nicht?
Jeden 2. und 4. Samstag im Monat, 17.30 bis 19 Uhr, Treffpunkt: Kreuzblume vor dem Dom, Tickets 12 Euro, Anmeldung erforderlich. Weitere Führungen: Kölner Henker, Sagen- und märchenhaftes Köln, 1. Kölner Cocktail-Tour. www.colonia-prima.de
Frauentouren Altstadt (9.3., 27.4., 10.6.) und nördliche Altstadt (31.3., 2.6.), Treffpunkt jeweils Römtertor am Dom; Frauentour Südstadt (16.6.), Treffpunkt Severinstorburg. 15 bis 17 Uhr, Tickets 11/9 Euro, Anmeldung erwünscht. Weitere Führungen: Querkölnein – mal was anderes, Kölner Kriminalgeschichte(n), Melatenfriedhof, Kostümführungen. www.entdecke-koeln.de
lll
den Papst und auch der „Coffee to go“. Süße Naschereien sind im Preis inbegriffen, Getränke müssen bezahlt werden.
17.3., 21.4., 12.5., 18.8., Treffpunkt: Römertor am Dom, 14 bis 16 Uhr, Tickets 19,90/17,90 Euro, Anmeldung erforderlich. Weitere Führungen: Köln bei Nacht, Spukgeschichten, Karnevalistisches auf dem Friedhof Melaten, Köln unterirdisch. | www.regiocolonia.de
verlosung
Wir verlosen folgende Gutscheine: je 2 x 2 für eine Führung von Colonia Prima und Entdecke Köln sowie 1 x 2 für die Konditoreitour von Regio Colonia. Wenn Sie mitmachen wollen, senden Sie bis zum 22. März eine Mail mit dem jeweiligen Kennwort „Prima“, „Entdecke“ oder „Konditor“ und Ihrer Postanschrift an verlosung@draussenseiter-koeln.de. 13
Kölner StraSSennetz
Unter der Brücke Köln geht es gut. Bevölkerung und Wirtschaft wachsen. Aber auch Armut und Wohnungslosigkeit. Sieben kleine freie Träger der Wohnungslosenhilfe bündeln ihre Kräfte im Kölner Straßennetz, um die Menschen aufzufangen, die durch andere soziale Netze fallen. Denn jede Kölnerin und jeder Kölner ist ein Teil der Stadt und muss hier gut leben können. Der letzte Aktionstag fand am 4.12.2018 unter der Deutzer Brücke statt. Die Fotografin Ingrid Bahss war dabei und hat einige Momente festgehalten. (cb) www.koelner-strassennetz.de
14
studie
15
loss mer singe
n auf Augenhöhe Moderator Harald van Bon OASE. der mit den jungen Gästen in
t a m i e H
OASE ist
Home is Dom is, the Dom is where my Home is, Home is where the ne. | Räuber and my HomeDOM is Colog
Auch Lothar hat mal schnell in die Kostümkiste gegriffen.
16
Fotos: Daniel Steh
Bis zur Unkenntlichkei t verkleidet: Ein freier DRAUSSENSEITER-Mitar beiter.
loss mer singe
S
„
o nett und so persönlich wie hier ist 'Loss mer singe' nirgendwo“, sagt Rudi beim Mitsingnachmit-
tag in der OASE. Auch wenn er nicht mehr bei der Butterbrot-Ausgabe der Aktion Biesenbach mithelfen kann – bislang hat er keine der Mitsingaktionen für Berber
Wichtiger waren aber ganz andere Zah-
und Bürger verpasst. Der kleine Star dieses
len: knapp 2700 Euro brachten die drei
„Loss mer singe“-Nachmittags allerdings
Benefizsingabende der kleinen „Sing
war die kleine Mira. Moderator Harald van
met"-Reihe für die OASE ein, außerdem
Bonn hatte die Fünfjährige im Prinzessin-
leitete „Loss mer singe“ eine 250-Euro-Spende weiter, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verkehrsverbundes Rhein-
Weil keij Wolk am Himmel steiht, zeich ich dir, wat jeiht! För dich – för dich mol ich hügg Naach de Stääne bunt. För dich – för dich, nor för dich allein! Fiasko
Sieg auf der Weihnachtsfeier zusammengelegt hatten. Zum Abschluss bedankte sich van Bonn: „So aufmerksam zugehört und so schön und eifrig mitgesungen wird nicht überall. Manchmal hat man so Abende, da haben Teile des Publikums sich stattdessen unglaublich viel mitzuteilen. Da war das hier wieder sehr viel erfreulicher.“ Markus Düppengießer
nenkostüm zum Lied „Hey Marie“ („Das ist ja fast dein Name, nur andersrum“) der „Rumtreiber“ nach vorne geholt. Sie schunkelte bereitwillig mit, van Bonn knie-
Abstimmung außer Kon kurrenz – die Songau swahl ist eigens auf das OAS E-Publikum zugeschn itten und geht nicht in die große Wertung ein.
OASE-Mitarbeiter und -Besucher gemeinsam am Start.
te sich hin, um den Größenunterschied zu mindern, eine freundliche LMS-Kollegin schob ihm ein Kissen unter die Knie. Auf Augenhöhe begegneten sich auch die anderen etwa 60 Besucher der OASE – Wohnungslose, Anwohner und Freunde der Einrichtung – bei diesem Einsingen für die Karnevalssession. Die LMS-Jury hatte aus 430 neuen Liedern zwölf für diesen Nachmittag ausgesucht. Bei der Abstimmung gewann Planschemalöör („Heimat“) vor den Höhnern („Lääv, lääv, lääv“), Lupo („Jrundjesetz“) und „Ich wünsch ich wör en Kölle" von Mathias Nelles, der zudem live auftrat und ohne Gage kölsche Klasssiker und eigene Lieder sang.
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sitzen
Clemens-Josef-Haus
Willkommen im Clemens-Josesf-Haus auf dem Vellerhof, einem Fernab der „Straße“ sind die Menschen hier gern gesehene Gäshistorischen Gehöft inmitten eines Naturschutzgebietes, auf dem te, die auf dem Gelände des Clemens-Josef-Hauses auf ihrem ganz heute hilfebedürftige Menschen leben, wohnen und arbeiten. persönlichen Weg begleitet werden. Clemens-Josef-Haus I Altenwohn- & Pflegeheim und stat. Einrichtungen der Gefährdetenhilfe · Vellerhof 1 · 53945 Blankenheim Gefährdetenhilfe: 0 26 97 . 91 00 16 · Altenwohn- & Pflegeheim: 0 26 97 . 91 00 25 · www.vellerhof.de
Wohnungslosenhilfe Station machen I zur Ruhe kommen
Übernachtung I Aufnahme I Wiedereinstiegshilfe I Lebenshilfe I Langzeitwohnen
Arbeiten
Qualifizierung erwerben I Selbstwertgefühl erleben Beschäftigung I Ausbildung I Arbeitstraining I Qualifizierung I Arbeitsvermittlung
Pflegewohnheim
begleiten und fördern I beraten und anleiten
Pflege & Betreuung I Lebenszufriedenheit I Wohlbefinden I Menschlichkeit I Zu Hause
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Cartoon / Clayd
von Heiko Sakurai
Hallo Freunde, Frauchen und ich waren neulich ein paar Tage in der Eifel, zum Ausruhen. Dort ist es sehr still und man hört gar nix. Ganz anders als in Köln mit den ganzen Autos und so. Und noch was: Es gab da einen kleinen gesicherten Hundeauslauf. Da konnte ich so richtig drin herum düsen. Hin und her und rauf auf die Böschung. Manchmal so schnell, dass Frauchen kaum hinterher kam. Das hat großen Spaß gemacht – mir jedenfalls. Ich glaube, mein Dosenöffner kam dabei schon ein wenig aus der Puste.
Ungewohnt waren auch die ganzen Gerüche. Ich war mit meiner Nase nur noch am Boden, so viel gab es zu entdecken: Einen Heuschober, andere Katzen und Hunde. Da war ganz schön was los. Eine Katze kletterte prompt auf so einen großen Heuballen. Da wollte ich direkt hinterher. Doch daraus wurde leider nichts. Am Spannendsten waren aber die Pferde. Die musste ich gleich genau studieren. Frauchen sagte dann: „Clayd, glotz nicht so und hab keine Angst, das sind nur Pferde.“ Sie hat ja Recht. Aber mal ehrlich, wann krieg ich so große Tiere schon in der Stadt zu sehen? Trotz all der Aufregung in der Eifel war ich dann aber doch froh, als wir wieder zuhause waren.
Da bin ich dann gleich in mein Bötchen gehüpft – mein Körbchen heißt so. Weil ich ja zuhause der Kapitän bin. Glaube ich zumindest. Mein Dosenöffner sagt das auch immer. Und der muss es ja wissen. Bis bald, euer Clayd
Hallo, ich bin Clayd aus Rumänien. Von dort bin ich zu meinem Frauchen, der Draussenseiter-Verkäuferin Kölsche Linda, gezogen. In meiner Kolumne erzähle ich, was ich so alles in meinem Alltag erlebe.
lll
Foto: Jakob Rosenberger, 13 Jahre
19
In eigener Sache
Donswieler, sing met! 1.111 Euro für die OASE
H
ammer! Knapp 200 Menschen kamen zu „Donswieler, sing met!“, um die 20 neuen Lieder der kleinen „sing met“-Tour von „Loss mer singe“ kennenzulernen. Als dann auch noch FIASKO und PLÄSIER die Bühne enterten, gab es
kein Halten mehr. Der Saal von Rulands Zehnthof kochte! Alle Bands traten umsonst für den guten Zweck auf, denn an dem Abend ging mal wieder der rote Zylinder für die OASE rum: Sensationelle 1.111 Euro kamen am Ende für die Anlaufstelle für Wohnungslose in Köln-Deutz zusammen. Unser Dank gilt den Spendern, den Bands sowie allen Unterstützern und Helfern, die die Veranstaltung ermöglich haben. Und natürlich dem „Loss mer singe“-Team! Hammer!
sich entscheiden konnten. Auf Platz 4 landeten Paveier („Nie mehr Alkohol“) vor Pläsier („Ihrefeld“), Miljö („Schöckelpääd“) und Mathias Nelles („Ich wünsch ich wör en Kölle“). Unser globales Netzwerk
besteht aus : Über
100
Videodreh zur Verkäuferwoche
25
35
Unser Netzwerk in
in
Sprachen
Ländern
8.750
Der DRAUSSENSEITER arbeitet weltweit mit vielen anderen Straßenzeitungen zusammen. Organisiert sind wir auch unter einem Dach: Dem Internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen (INSP). Jedes Jahr zur Verkäuferwoche im Februar denken sich die Zeitungsmacher ein gemeinsames Videoprojekt aus, das die Verkäufer in den Mittelpunkt rückt und gezielt auf unsere Zeitungen und Obdachlosigkeit an sich aufmerksam macht. Diesmal ist es eine Videomontage, in der sich die Verkäufer rund um die Welt zuwinken und die Zeitung präsentieren, die sie in ihrer Heimatstadt verkaufen. Mit dabei ist auch Lothar vom DRAUSSENSEITER, mit dem wir im Vorfeld extra ein wenig in Köln gedreht haben – natürlich mit Blick auf den Dom! Das Ergebnis gibt es ab sofort online zu sehen. Herzlichen Dank an Lothar und die Organisatoren vom INSP in Glasgow! (sab) #Vendorsweek
Veröffentlichungen
in
Straßenmagazinen
Zahlen
Verkäufer verkaufen gleichzeitig Straßenma gazine
20.500
Jeden Monat verdiene n Verkäufer insgesam t
Verkäufer verdienen sich jedes Jahr ein Einkommen durch den Verkauf der Straßenmag azine
1.850
Ehrenamtliche unterstüt
zen unsere globale Bewegun g
2,3
Millionen Euro
19,4 Millionen Straßenmagazine wurden im letzten Jahr auf der ganzen Welt verkauft
Insgesamt sind das
4,6 Millionen Leser weltweit
jährlich
27,4 Millionen Euro in den Taschen der
Verkäufer
insp.ngo @_INSP
/inspstreetpapers
Großes
Dankeschön!
Unser großer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gezeiten Hauses auf Schloss Eichholz, die im Laufe eines Jahres eine Spendendose gefüllt und nun einen Betrag von 500 Euro – aufgerundet durch die Geschäftsleitung – der OASE übergeben haben. Danke auch nochmals den Kindern und deren Betreuern für das fleißige Plätzchen backen. Insgesamt kamen zusätzlich noch tolle Für das 30-sekündige Video nimmt Lothar schon mal ein wenig Nieselregen in Kauf. Foto: Sabrina Burbach
20
Sach- und Blumenspenden an – eine Freude für alle, die die Dinge dringend brauchen können. (cb)
Fotos: Daniel Steh
Übrigens: An der Spitze gab es einen ganz engen Dreikampf, den Brings mit „Et jeilste Land“ vor Kasalla („Der Ress vun dingem Levve“) und Fiasko („För Dich“) für
In eigener Sache
Jecke Saache met zemaache … Mönster zwischen Handball und Hanak
D
a hatte die kölsche Musik keinen
der Auszählpause gab es noch einen ech-
leichten Stand. Bei „Mönster, sing
ten Leckerbissen: HANAK war extra ange-
met!“ sammelten sich doch einige
reist, um live und unplugged mit den
Jecke am Fernsehen in der Vorstube, um
Jecken zu singen! Und wie gesungen wur-
den deutschen Handballern die Daumen
de …! Der „Haifischzahn“ war dabei
zu drücken. Aber im Sälchen herrschte
genauso am Start wie der neue Hit „Durch et Füer“. Einige Gäste
trotzdem Partystimmung.
nutzten die Möglich-
Foto: Das Ohr
Wie ein zweites Wohnzimmer
keit, um auf Tuchfühlung zu gehen oder Selfies mit Micha Hirsch und seinen Jungs zu machen. Das Besondere an dem Kurzgig: Hanak, die am 29.05.2019 mit einem KonZum zweiten Mal machte „Loss
zert in der Live Music Hall ihr 10-jähriges
mer singe“ mit der kleinen „sing met“-
Jubiläum feiern, traten umsonst und für
Tour, Station im Hotel zur Waage in Bad
den guten Zweck auf. Denn wie immer bei
Münsterfeifel-Arloff-Keuchemich. Und das
„sing met“ ging der rote Zylinder zuguns-
örtliche Prinzenpaar ließ es sich nicht neh-
ten der OASE (www.oase-koeln.de) rum.
men, den Abend zu eröffnen. 20 neue Lie-
790 Euro kamen für die Wohnungslosen-
der wurden mitgesungen und gefeiert.
hilfe in Köln-Deutz zusammen.
Dabei sollte man noch mal festhalten: die
Danke an alle Spender, an Hanak, an
20 Lieder bei „sing met“ stellen nicht die
alle Helfer vor Ort und an alle, die zuge-
Auswahl dar, die bei „Loss mer singe“ in
hört und mitgesungen haben! Damit hat
Köln und bei „op jöck“ vorgestellt wird.
die kleine „sing met“-Tour von „Loss mer
Am Ende landeten Lupo mit „Jrundjesetz“
singe“ der Session 2018/2019 in Gemünd,
auf Platz 6, hinter den Paveiern mit „Nie
Dansweiler und Bad Münstereifel bereits
mehr Alkohol“, Fiasko mit „För Dich“,
ihr Ende gefunden. Hier die Endergebnis-
Miljö mit „Schöckelpääd“ und Kasalla mit
se. Das vielleicht Wichtigste zuerst: knapp
„Der Ress vun Dingem Levve“. Sieger wur-
2.700 Euro gehen in Summe an die OASE
de knapp „Et jeilste Land“ von Brings. In
– ein tolles Ergebnis!
Was haben die Berliner mit dem Kölner Karneval zu tun? Sie werden gegessen.
n Seit Herbst 2018 gibt es in der Südstadt den neuen offenen Kreativraum „Das Ohr“. Seine Mission: Menschen zusammenbringen, die sich untereinander austauschen, miteinander lernen und Ideen verwirklichen möchten – unabhängig davon, woher sie kommen oder was sie bisher gemacht haben. Neben einem feststehenden Angebot, wie einem Co-Working-Space und Musikunterricht für Anfänger, finden an den Wochenenden weitere unterschiedliche Aktionen statt. Dazu gehört auch „Köln spricht“, eine politische Diskussionsplattform zur pluralen Meinungsbildung. Außerdem gibt es den Kunsttreff „Viertel vor“, eine Veranstaltung unter der Leitung von Peter Mück, die abwechselnd von unterschiedlichen Künstlern gestaltet wird, und zweimal im Monat stattfindet. Ganz gleich welche Veranstaltung, der Fokus liegt vor allem auf dem gesellschaftlichen Aspekt des Zusammenkommens. „Die ersten Nachmittage haben uns in unserem Konzept bestärkt“, sagt Mück. „Ganz unterschiedliche Menschen haben uns besucht. Kunst und Musik entstanden spontan. Viele kamen einfach so vorbei und haben bei Kaffee und Kuchen relaxt.“ Künftig soll es noch weitere kleine Workshops geben, die sich auch spontan ergeben können. (sab) Was: Kunstveranstaltung „Viertel vor“ Wo: Ladenlokal „Das Ohr“, Im Ferkulum 8, 50678 Köln Wann: https://das-ohr.koeln 21
BUCH- und KULTURTIPPS
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Michael Robotham
Tony Parsons
Die andere Frau
Die Essenz des Bösen
Der Schock könnte nicht heftiger sein. Joe O’Loughlin, der an Parkinson erkrankte Polizeipsychologe, kämpft sich mühsam zurück ins Leben. Mit seinen beiden Töchtern ist er, nach dem Tod seiner Frau, vom Land zurück nach London gezogen. An einem ganz normalen Morgen, Joe ist gerade dabei, seine jüngste Tochter für die Schule fertig zu machen, klingelt das Telefon. Das St. Mary’s Hospital in Paddington informiert ihn, dass sein Vater, William O’Loughlin, mit schweren Kopfverletzungen eingeliefert wurde und nun, nach einer langwierigen OP, im künstlichen Koma liege. Seine Mutter, so sagt man ihm, sei bei ihm. Joe eilt ans Krankenbett des schwer verletzten Vaters. Mit diesem grandiosen Einstieg beginnt eine fesselnde, dicht gewobene Jagd nach Einzelheiten aus dem Doppelleben von Joe O’Loughlins Vater, der offenbar 20 Jahre lang zwei Familien hatte. Und dem das, so glaubt Williams Sohn Joe, zum Verhängnis wurde. Denn wer ist diese Olivia, diese fremde Frau da an des Vaters Krankenbett? Hat sie ihren Liebhaber, von dem sie fest behauptet, es sei ihr Mann, die Treppe heruntergestürzt? Oder ist es eher so, wie die Polizei vermutet, dass William Opfer eines Raubüberfalls wurde? Doch wie erklären sich die blauen Flecken, die der an Drähten und Beatmungsgeräten hängende Mann schon lange vor seinem Sturz erlitten haben muss? Und wie, so fragt sich Joe, fragen sich seine Schwestern, konnte ihr Vater 20 Jahre lang ein so schwerwiegendes Geheimnis für sich behalten und ihre Mutter täuschen? Oder hat sie es gewusst? Hat sie sich gerächt? Ein Pageturner der Extraklasse. Geleitet von Joe O’Loughlin, dem durch Parkinson immer wieder gehemmten und gehinderten Psychologen. Gespickt mit Mäandern und Ausschlägen, Nebenschauplätzen, die sich als Hauptverkehrsadern herausstellen. Das Ganze komponiert von einem Meister seiner Klasse. (I. Müller-Münch)
Über einem Londoner Einkaufszentrum stürzt ein Helikopter ab. Mehr als 45 Menschen sterben. Eine Drohne hat den Hubschrauber zum Absturz gebracht. Und schon bald wird klar, wer die Drohne steuerte: zwei Brüder, IS-Terroristen, deren Adresse die Polizei herausbekommt, die sie beobachtet und nun in einer überfallartigen Aktion festnehmen will. Doch dabei geht alles schief: Beide Brüder werden erschossen. Einer, kurz nachdem er die Einsatzleiterin tötete. Der zweite wird unten im Keller des Hauses vor den Augen von Detective Max Wolfe von einem Kollegen regelrecht exekutiert. Eine Katastrophe, die innerhalb der Polizei ihre Folgen haben wird. Dort sind die Nerven aller Beteiligten bis aufs Äußerste angespannt. Denn die Eltern der beiden Terroristen lebten in dem Haus, in dem die Massenmörder gestellt wurden mit ihrer 16-jährigen Enkelin. Auf diese drei, die offenbar mit dem Anschlag nichts zu tun hatten, richtet sich nun der Zorn des Volkes. Ihr Haus wird belagert, der Vater gejagt. Die Enkelin ins Haus gesperrt. Rechtsradikale toben ihren Hass auf die IS-Terroristen im Internet aus, umlagern in Gruppen das Haus, in dem die Brüder starben und der Rest der Familie noch immer wohnt. Und auch Detective Max Wolfe wird bedroht: „Du wirst vor mir knien“, lautet der Text einer Mail, die er immer wieder bekommt. Nur von wem, das wird ihm leider erst zu spät klar. Viel zu spät. Da ist alles längst aus dem Ruder gelaufen, wurden Menschen getötet, die Wolfe alles, aber auch alles bedeuteten. Und er selbst angeknackst, schwer verletzt und wankend kann nur noch eins: sich mit dem begnügen, was übrig geblieben ist. Ein Buch, so explosiv wie die beiden Handgranaten, nach denen die Londoner Polizei sucht. Und das alles verpackt in eine schier unerträgliche Spannung, in deren Verlauf einem die Bomben und Projektile nur so um die Ohren fliegen. (I. Müller-Münch)
Michael Robotham: Die andere Frau. Goldmann 2018, 478 Seiten, 14,99 Euro.
Tony Parsons: Die Essenz des Bösen. Lübbe 2018, 349 Seiten, 15 Euro.
Theaterkritik
„Herr Präsident, die Wooooooosch“ Puppensitzung des Hänneschen erntet brandenden Beifall Im Französischen sagt man zum sexuellen Höhepunkt auch „la petite mort“. Kein Wunder also, dass das kleine Skelett namens Skully seinen Traumjob in Paris – der Stadt der Liebe – findet: Als knochiger Höhepunkt nämlich. Schon im dritten Jahr gespielt von Silke Essert, ist diese Nummer nur eine von vielen liebevoll in Szene gesetzten Passagen, die die traditionelle Puppensitzung des Hänneschen-Theaters zu einem ganz besonderen Erlebnis macht. Allen Diskussionen um den Einsatz von Pferden im Karneval zum Trotz, wird die Sitzung diesmal im Pferdestall von Knollendorf abgehalten: Gut, dass die Tiere jetzt auch mal ein paar Wörtchen mitzureden haben. Galant führt Sitzungspräsident Schäng Heukeshoven (Udo Müller) durch den Abend und hält sich dort zurück, wo andere laut sind: Bei Gerhard Wiesners Bierdeckel-Lied beispielsweise, das Stefan Mertens und Wolfgang Seyffert als „Schmal & Stoppe“ so grandios umsetzen, das sie sogar Zugaben geben müssen. Apropos Mertens: Der hatte in diesem Jahr erstmals die Ehre, den Speimanes geben zu dürfen und das, nachdem Charly Kemmerling mit der berühmten Puppe so viele Jahre verschmolzen war – Respekt. „Wie mer et mäht, mäht mer et verkeeht“, klagt zwar der immer spuckende Literat und Vollzeit-Wurst-Retter über seinen Job. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Alles richtig gemacht, Hänneschen! Weiter so! (cb) Hänneschen-Theater, Eisenmarkt 2, 50667 Köln; www.haenneschen.de
serie
Spuren der Armut
Vererbbare Bettelplätze Reiseberichte aus dem alten Köln Anhänger der Französischen Revolution, Georg Adam Forster, hat ein paar Jahre nach Riesbeck 1790 die Domstadt besucht und auch er notiert als kölsche Besonderheit die Bettler: „Bekanntlich geht die Unsittlichkeit der Bettler in Kölln so weit, dass sie den Müßiggang systematisch treiben und ihre Plätze an den Kirchthüren erblich hinterlassen oder zum Heiratsguth ihrer Töchter schlagen. Wer begreift nicht, dass die zahlreiche Bande von sitten- und gewissenlosen Bettlern, die auf Kosten der arbeitenden Klasse leben, hier den Ton angeben muß?“ Aber hier merkt man schon einen anderen Ton. Es sind vor allem protestantische Reisende, welche die kölsche „Rückständigkeit“ aufmerksam notieren. Es war ja andernorts schon üblich, die Bettler von den
K
Foto: Gerd Bonse
„
Kirchentüren zu vertreiben und in Arbeitsöln, Bruder, ist in jedem
besaß zahlreiche Kirchen und Klöster und
häuser zu sperren, aus denen dann später
Betracht die abscheulichste
zog dementsprechend viele Bettler an.
die Zuchthäuser wurden. Betteln wurde mit
Stadt von Deutschland“ – so
Allerdings wurde auch damals schon ein
Nichtstun gleichgesetzt und, wie bei Fors-
beginnt ein Reisebericht aus dem späten
Unterschied gemacht zwischen kölschen
ter, „auf Kosten der arbeitenden Klasse“.
18. Jahrhundert. Autor ist Johann Kaspar
und fremden Bettlern, die oft der Stadt ver-
Erst 100 Jahre später entstand mit dem
Riesbeck, ein aus Höchst stammender Auf-
wiesen wurden. Aber trotzdem, es gehörte
modernen Sozialstaat auch die Einsicht,
klärer und später von Goethe unterstützter
damals noch zu den selbstverständlichen
dass Armut nicht selbstverschuldet ist und
Journalist, der eine Rheinreise unternimmt
Pflichten eines Christenmenschen, Almo-
der Staat sich auch darum zu kümmern hat.
und darüber – damals allerdings anonym
sen zu geben. Die guten Werke, zu denen
Eigentlich sollte seitdem niemand mehr
– seinem Bruder berichtet. „In vielen Stra-
an erster Stelle zählte, den Armen abzuge-
betteln müssen. Aber die Realität ist anders,
ßen liegt zu beiden Seiten der Mist vor den
ben, war Maßstab für ein frommes Leben
bis heute. Man schaue sich nur die Bettle-
Häusern. Manche sind so öde, dass man
und vor allem die Voraussetzung dafür,
rinnen und Bettler am Kölner Dom an. Der
stundenlang darin spazieren kann, ohne
nach dem Ableben auch in den Himmel zu
Unterschied ist nur, dass ihre Plätze nicht
ein lebendes Geschöpf zu erblicken. Ein
kommen. Deshalb die festen Plätze an den
vererbbar sind.
Drittel der Einwohner machen privilegier-
Kirchen und das Bettelwesen als Ersatz für
te Bettler aus. Diese bilden eine förmliche
ein nicht existierendes Sozialsystem.
Zunft. Es ist keine Satire, sondern voller
Kölsch und katholisch war eine Einheit,
Ernst, lieber Bruder. Vor jeder Kirche sitzen
samt aller Randerscheinungen. So taucht
sie reihenweise auf Stühlen ...“.
das Thema Bettler – neben Klüngel,
Gerade vor dem Dom wird das immer
Schmutz, Reliquienhandel und Klerus –
wieder berichtet. Nun war das nichts Unge-
ständig in den Reiseberichten der Zeit auf.
wöhnliches. Köln war eine alte Reichsstadt,
Ein anderer berühmter Weltreisender und
Martin Stankowski, geboren 1944, arbeitet als Publizist, Geschichtenerzähler und Rundfunkautor in Köln. Für den DRAUSSENSEITER hat er unter anderem die „Bürger & Berber“-Stadtführung entwickelt. 23
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Ich möchte den DRAUSSENSEITER unterstützen und bestelle:
Redaktionsleitung Christina Bacher (cb), bacher@draussenseiter-koeln.de www.draussenseiter-koeln.de Redaktionsassistenz Sabrina Burbach, burbach@draussenseiter-koeln.de Herzlichen Dank allen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieser Ausgabe. Lektorat Barbara Feltes Titelgestaltung Deborah Keser Gestaltung Innenseiten Petra Piskar, www.dehaar-grafikdesign.de
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Titelfoto Gerd Bonse Fotos Christina Bacher, Ingrid Bahss, konradbak/ Fotolia, Gerd Bonse, Jennifer Braun, Marie Breer, Dieter Breitbach, Sabrina Burbach, Thomas Dahl, David Häuser, HiK, Ilona Priebe, Jakob Rosenberger, Daniel Steh, Hanna Witte Druck druckdiscount24.de Abos Martina Jühlke, juehlke@oase-koeln.de Vertrieb Ali Baran
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draussenseiter ist Mitglied des
vorschau
Eintritt z Ausstellung
KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation. Die Ereignisse der späten 1960er-Jahre, die heute unter der Chiffre "68" zusammengefasst werden, markieren in der Geschichte der Bundesrepublik einen bedeutsamen Einschnitt. Mit Protesten gegen die starren Verhältnisse forderten junge Menschen - in Deutschland, aber auch in Frankreich, USA oder Italien - die demokratische Institutionenordnung heraus. Auch in Köln demonstrierten Studierende sowie Schülerinnen und Schüler für mehr Mitbestimmung und Demokratisierung. Mit Flugblättern, Transparenten und neuen Demonstrationsformen verschafften sie ihren Forderungen Gehör und legten die Grundlagen für viele neue Entwicklungen in der Stadt. In Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln nimmt das Kölnische Stadtmuseum jetzt die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus - und damit ein auf Ausstellungsebene bislang zu Unrecht stark vernachlässigtes Thema. Mit eindrucksvollen Originalobjekten, Filmausschnitten, Zeitzeugeninterviews und innovativen Veranstaltungen begibt sich die gemeinsame Jubiläumsschau auf eine bewegende Zeitreise - und spürt der Frage nach, was von '68 in Politik, Kultur und Alltag geblieben ist.
Mit neuem Lebensmut ans Werk: Peter Ruthardt hat ein hartes Jahr hinter sich. Doch der Fotograf mit dem Herz am rechten Fleck lässt sich nicht unterkriegen. Foto: Christina Bacher
Poesie der Straße
M
ultikulturelle Prägung in einer deutsch-italienischen Familie. Verwitwet und Vater von drei erwachsenen Kindern sowie Großvater von neun Enkelkindern. Rentner, freier Fotograf, Diplom-Sozialpädagoge und Künstler. Die Rede ist von Peter Ruthardt, der gerade einen aktuellen Fotoband herausgegeben hat. Mit großer Freude stöbern wir für die neue Ausgabe durch weitere neue Fotobände, alte Aufnahmen und eignen uns unterschiedliche Blickwinkel an. Fragen uns, welche Momente bleiben, wenn man sie nicht festzuhalten versucht.
Wo: Kölnisches Stadtmuseum Zeughausstraße 1-3,50667 Köln Wann: bis 31. März 2019; Dienstag, 10-20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag, 10-17 Uhr, Erster Donnerstag im Monat, 10-22 Uhr Eintritt: Ausstellungen: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro Weitere Informationen siehe auch www.stadt.koeln www.museenkoeln.de
Der nächste DRAUSSENSEITER erscheint zum 1. April 2019. Mehr dazu unter www.draussenseiter-koeln.de und auf www.facebook.com/Draussenseiter-DasKölner-Strassenmagazin-106192356124749 25
service
Foto: Hanna Witte
n Sozialdienst Katholischer Männer e.V. Bahnhofsvorplatz 2a (1. Etage), 50667 Köln-Innenstadt, Tel.: 13 49 19, kontaktstelle@skm-koeln.de, www.skm-koeln.de
Für Alle n Diakoniehaus Salierring Fachdienst für Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe d. Diakonischen Werkes Köln und Region, Salierring 19, 50677 Köln, Tel.: 27 69 70-0, verwaltung.salierring@ diakonie-koeln.de, www. diakonie-koeln.de Beratung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di + Mi 16-18.30 Uhr (u. a. Postadressen u. Treuhandkonten) Straffälligenhilfe: Zeiten wie oben Tagestreff: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Frühstück, (donnerstags auch Mittagessen), Duschen, Wäschekeller, Aufbewahrung, Internetzugang Kleiderkammer: Di u. Do 9-11.30 Uhr Krankenwohnung, Betreutes Wohnen § 67 SGB XII, Ambulante Begleitung gem. § 67 SGB XII, Betreutes Wohnen § 53 SG XII, Clearingstelle Claro im Trägerverbund
n Emmaus Geestemünder Str. 42, 50725 Köln, Tel.: 971 17 31, info@emmaus-koeln.de, www.emmaus-koeln.de
Appelhofplatz: Essenausgabe u. medizinische Versorgung, Mo bis Fr ab 21 Uhr Leben und Arbeiten in Gemeinschaft, günstiger Einkauf von Secondhand-Artikeln, DritteWelt-Arbeit durch Versand von Hilfslieferungen
n Lobby-Restaurant LoRe des KALZ für Berber und Banker Domstr. 81, Nähe Hauptbahnhof, 50668 Köln, info@koelnerarbeitslosenzentrum.de, www.koelnerarbeitslosenzentrum.de Mittagessen: Mo, Di 12 -16 Uhr, Mi, Do, Fr 12 -15.30 Uhr
n Kölner Obdachlosenfrühstück, Peter-Deubner-Stiftung Tel.: 430 39 83 Angebote: 9 -11 Uhr: Kostenloses sonntägliches Frühstück jeden 2. u. 3. Sonntag im Monat im Vringstreff, Im Ferkelum 42, jeden 4. Sonntag in der MüTZe, Berliner Str. 77, Köln-Mülheim
n GUBBIO Obdachlosenseelsorge Ulrichgasse 27-29, 50577 Köln, www.gubbio.de
n Vringstreff e.V. Für Menschen mit und ohne Wohnung Im Ferkulum 42, 50678 Köln, Tel.: 278 56 56, info@vringstreff.de, www.vringstreff.de Öffnungszeiten: Mo bis Do 11.30-17 Uhr, Fr 9-12 Uhr Jeden 2. und 3. Sonntag Obdachlosenfrühstück 9-11 Uhr, Café, Freizeitangebote, Veranstaltungen, Beratung
n OASE-Benedikt Labre e.V. Alfred Schütte Allee 4, 50679 Köln, Tel. 0221/9893530 kontakt@oase-koeln.de www.oase-koeln.de
Kontakt- und Beratungsstelle: Montag und Freitag 9–13 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9–16 Uhr, Mittwoch nach Terminvereinbarung
Offener Treff:
Öffnungszeiten: Di, Mi 14 – 17 Uhr Angebote: Raum zum Gespräch, Bibelstunde, Meditation, thematische Gesprächskreise, religiöse Filme
Montag 10.30–13 Uhr, Dienstag 13–16 Uhr, Donnerstag 13–16 Uhr, Freitag 11.30–13 Uhr Frühstück: Montag 10.30–13 Uhr
n Kontakt- u. Beratungsstelle Rochus (SKM)
Donnerstag 13.30-14.15 Uhr
Bartholomäus-Schinkstr. 6, 50825 Köln, Tel.: 3377063-4, rochus@skm-koeln.de http://skm-koeln.de/9.0/9.1.8/rochus-p.html
Angebote: montags-freitags warmes Essen von 12.00-14.00 Uhr, kalte und warme Getränke, Duschmöglichkeit (Behindertendusche u. -toilette), Wäsche waschen Mo-Do von 11.00-14.30 Uhr, n Gulliver – Überlebensstation für Beratung täglich von 11.00-15.00 Uhr oder nach Obdachlose Vereinbarung. Medizinische Sprechstunde Di und Trankgasse 20, Nähe Hauptbahnhof, Do von 12.30-13.30 Uhr, Postadresse, ambulantes 50667 Köln, Tel.: 120 60 91 betreutes Wohnen, PC-Nutzung mit Internet Duschen, Toiletten, Waschmaschinen, Trockner, Zugang. Samstags geöffnet – es gibt Frühstück. Tagesschlafraum, Postadressen, Caféteria mit Die Kleiderkammer hat täglich geöffnet, montags Frühstück und Snacks, Beratungsangebote, zwischen 9.15 und 10.30 Uhr auch für Menschen Internetzugang, Kunstausstellungen, Handylaaus dem Bezirk Ehrenfeld mit Köln Pass. destation, Gepäckaufbewahrung Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8-16 Uhr (Kernöffnungs- Öffnungszeiten: Mo-Fr. 11.00-15.00 Uhr, Sa. 10.00-13.00 Uhr zeiten), Wochenende und Feiertage 10-18 Uhr Kleiderkammer: Do 13.30-15.30 Uhr
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Angebot: Aufenthaltsmöglichkeit, Begegnung, Freizeitangebote, (Spieleangebot, Kaffee), Essen, Duschen, Wäschepflege, Schreibhilfe, Telefonmöglichkeit, mediz. Versorgung, PC-Nutzung mit Internetzugang Kontaktstellenbereich/Tagestreff: Mo. bis Fr.: 12.00 bis 15.30 Uhr (Essensangebot: 12.00 bis 14.00 Uhr) So. und Feiertage: 12.00 bis 13.00 Uhr Samstags geschlossen Beratung (auch anonym): Mo, Mi, Do, Fr 9-11.30 Uhr, Mo bis Fr 14-15.30 Uhr
Sprechstunde Mobiler Medizinischer Dienst: Montag 10.30-11.30 Uhr und Kleiderkammer/Duschen: Montags ab 10.30 Uhr Donnerstags ab 13.00 Uhr Computer-Nutzung: nach Vereinbarung Weitere Angebote: Gepäckaufbewahrung Redaktionssitzung DRAUSSENSEITER:
siehe Aushang
n Bürger für Obdachlose e.V. Basislager Gebrauchtwarenkaufhaus Bürger für Obdachlose e.V. Basislager: Silcherstr. 11, 50827 Köln Tel.: 640 22 68, info@bfoev.de Kleiderkammer, Gebrauchtwaren-Kaufhaus für Jedermann, Arbeitsprojekt und Suppenküche. Obdachlose können gerne auch Kleidung,
service
n Initiative Bauen Wohnen Arbeiten e.V. Peter-Michels-Str. 1-9, 50827 Köln Tel.: 0221/ 9535301, Fax: 0221/ 5948789 ibwa@netcologne.de www.bauenwohnenarbeiten.de
Angebot: Arbeitsgelegenheiten, Beschäftigung, Wohnen, Betreutes Wohnen
Nur für Frauen n agisra e.V.
Nur für Männer
wohnungslose Frauen und Frauen in Notlagen: Schutz, Übernachten, Essen, Duschen, Wäsche waschen, Kleiderkammer, PC- und Internetn Die Heilsarmee Sozialwerk GmbH nutzung. Erik-Wickberg-Haus Tiere sind erlaubt. Beratung und Vermittlung an Marienstr. 116-118, 50825 Köln weiterführende Hilfen möglich. Tel.: 955609–13 koelnewh@heilsarmee.de n Elisabeth-Fry-Haus www.heilsarmee.de/ewh Albert-Schweizer Straße 2, Nähe Südfriedhof, 50968 Köln, Tel.: 99 56-43 00 efh@diakonie-michaelshoven.de www. diakonie-michaelshoven.de Notaufnahmeheim für Frauen und Frauen mit Kindern, Schutz, Übernachtung, Verpflegung, Wohnen, Beratung und Begleitung. Das Haus ist rund um die Uhr geöffnet.
Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen Martinstr. 20a, 50667 Köln, Tel.: 0221/124019 oder 1390392, www.agisra.org
n Frauen gegen Gewalt e.V. – Notruf und
Beratung nach Terminvereinbarung, Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di und Do 10-15 Uhr
Beratung telefonisch, persönlich und per E-Mail, Begleitung und Unterstützung nach sexualisierter Gewalt; Prozessvorbereitung und -begleitung; Rechtsberatung; Gruppenangebote
n Café Auszeit 1 des SKF e.V. Kontakt- und Beratungsstelle für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Frauen, Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln, Tel.: 0221/126 95 310 Duschen, Waschen, Kleidung, Postadresse, warme Mahlzeit (1,- Euro) Öffnungszeiten: Mo, Di, Do, Fr 11 – 15 Uhr; Mittwoch 15 – 19 Uhr Café Auszeit 2 Beratungsstelle für Frauen An der Fuhr 3, 50997 Köln, (EG, Gang auf der linken Seite, erste Tür links), Tel.: 02232.14 82 92, cafe-auszeit2@skf-koeln.de Jeden Dienstag und Donnerstag offene Beratung von 10 -15 Uhr; Donnerstags von 10 bis 12 Uhr Frauenfrühstück
n Comeback Notschlafstelle für Frauen, Sozialdienst kath. Frauen e.V., Mauritiussteinweg 77-79, 50676 Köln | Nähe Neumarkt, Tel.: 0221/126 95 210 Täglich geöffnet von 20 – 10 Uhr. Angebot für
In unserer stationären Einrichtung für wohnungslose Männer bieten wir folgende Hilfen an: Beratung und Unterstützung durch fachkompetente Mitarbeiter in den Bereichen: Wohnen, Arbeit, Gesundheit, Finanzen, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten, Vollverpflegung und Möglichkeiten zur Selbstversorgung, Nachgehende Hilfen im „Ambulant betreuten Wohnen“, Freizeitangebote
Beratung für vergewaltigte Frauen Herwarthstr. 10, 50672 Köln, Tel.: 56 20 35, mailbox@notruf-koeln.de, www.notruf-koeln.de
n Haus Rosalie Gocher Straße 45, 50733 Köln-Nippes Tel.: 0221/97 30 88 88 haus-rosalie@vinzentinerinnen.de Wohnprojekt für Frauen
n LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V. für Mädchen und junge Frauen Beratung und Begleitung bei Problemen und in Krisensituationen Mädchenberatung linksrheinisch Fridolinstr. 14, 50823 Köln-Ehrenfeld Tel.: 0221/45 35 56 50 maedchenberatung-linksrhein@lobbyfuer-maedchen.de Mo bis Do: ganztägig nach Vereinbarung Mi 14-16 Uhr: ohne Anmeldung Di 10-11 Uhr, Do 14-15 Uhr: telefonische Beratung, Di 16-18 Uhr: kostenlose Betreuung Ess-Störungen 0800 5 03 58 85 Mädchenberatung rechtsrheinisch Buchheimer Str. 56, 51063 Köln-Mülheim Tel.: 0221/890 55 47; maedchenberatungrechtsrhein@lobby-fuer-maedchen.de Mi bis Fr ganztägig nach Vereinbarung Fr 14-18 Uhr ohne Anmeldung
Foto: Christina Bacher
Schlafsäcke etc. in unserem Gebrauchtwaren-Kaufhaus kostenlos bei uns beziehen. Gemeinsam mit Emmaus betreibt der Verein die Suppenküche am Appelhofplatz.
Emmaus-Möbellager in der Barbarastraße
n Notschlafstelle für Männer Johanneshaus Köln, Annostr. 11, 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz, Tel.: 93 12 21-54 (tagsüber) und -26 (ab 18 Uhr), jhk-notaufnahme@johannesbund.de Sozialarbeiterische Beratung, Erarbeitung einer Perspektive, Vermittlung in weiterführende Hilfen Aufnahme: Täglich (auch Sonn- u. Feiertags) ab 18 Uhr für wohnungslose Männer ab 18 Jahren
n „Reso“ – Resozialisierungsabteilung Johanneshaus Köln, Annostr. 11 50678 Köln, Nähe Chlodwigplatz Tel.: 93 12 21-54, th.klahr@johannesbund.de Hilfe für wohnungslose Männer mit sozialen Problemlagen nach § 67 SGB XII: Unterbringung, Verpflegung und Selbstversorgung, individuelle Einzelfallhilfen, Beschäftigungsangebote, Mo bis Fr.: 8-16.30 Uhr
n Mäc-Up
Foto: Christina Bacher
Treffpunkt für Mädchen von 14-27 Jahren Gereonstr. 13, Nähe Bahnhof, 50670 Köln, Tel.: 0221/13 35 57
Die LORE befindet sich im Kunibertsviertel
Essen, Trinken, Dusche, Wäsche waschen, Second-Hand-Kleidung, medizinische Versorgung, Beratung Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. und Fr. von 12-15.30 Uhr Di. von 10-13 Uhr, Frühstück gibt es Di. und Mi., gekocht wird Mo. und Fr. 27
R E T I E S N E S S U A R D . z t a l p t r e b E t f trif d Keksen. n u e e ff a K u z d . espräch. Un G m u z in e n e d Wir la Im . . Von latz.koeln tp r e b e Am re s n .u oeln.de | www k re it e s n e s s u www.dra
11-16 Uhr
Kulturamt
Foto: Christina Bacher
14.3.2019
African Drum