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David Philip Hefti: Im Streiflicht – Nachklänge für Streichorchester

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Im Streiflicht

Nachklänge für Streichorchester

Partitur / full score

Im Streiflicht

Nachklänge für Streichorchester (2025)

Dauer / duration: ~15 min

David Philip Hefti:

Im Streiflicht (2025)

Nachklänge für Streichorchester

„Im Streiflicht – Nachklänge für Streichorchester“ entstand 2025 im Auftrag des Zürcher Kammerorchesters und ist dessen langjährigem Konzertmeister Willi Zimmermann gewidmet. Die Uraufführung erfolgte am 5. Mai 2026 in der Tonhalle Zürich mit dem Zürcher Kammerorchester.

„Im Streiflicht – Nachklänge für Streichorchester“ ist ein einsätziges Werk, das aus dem Spannungsfeld von Kontinuität und Unterbrechung entsteht. Changierende Klangflächen bilden ein sich stetig wandelndes Gefüge, in dem Ruhe und Bewegung, Statik und Geste immer wieder neu austariert werden. Der musikalische Fluss wird dabei mehrfach durch virtuose Einschübe gebrochen, die wie kurze Aufhellungen erscheinen und den Verlauf in andere Richtungen lenken. Eine besondere Rolle kommt der Konzertmeisterin bzw. dem Konzertmeister zu: Soli lösen sich aus dem Orchester heraus und führen wieder in den Gesamtklang zurück. Im Mittelteil entfaltet sich eine ausgedehnte Kantilene der ersten Violinen, die den Klangraum sammelt und zugleich öffnet. Daran schließt eine chaconneartige Passage an, über die sich kontrapunktische Ornamente und Motive legen und die in einen zunehmend verdichteten Schlussteil führt. Gegen Ende des Werkes tritt ein Quintett aus den Stimmführenden dem Tutti gegenüber, bevor rhythmische und harmonische Impulse den Ausklang prägen. Das Werk versteht sich weniger als erzählerischer Prozess denn als Wahrnehmung von Nachklängen – von Klängen, die sich überlagern, fortwirken und im Streiflicht des Moments immer wieder neu hörbar werden.

D. P. H.

David Philip Hefti (*1975)

David Philip Hefti (*1975) gehört als Komponist und Dirigent zu den herausragenden Schweizer Musikerpersönlichkeiten. Er ist Gewinner der renommierten Kompositionswettbewerbe Gustav Mahler in Wien, Pablo Casals in Prades, George Enescu in Bukarest und wurde mit dem Hindemith-Preis, dem Komponisten-Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung und dem Composer Award der International Classical Music Awards (ICMA) ausgezeichnet. Er studierte Komposition, Dirigieren, Klarinette und Kammermusik in Zürich und Karlsruhe. Zu seinen Mentoren gehörten Wolfgang Rihm, Cristóbal Halffter, Wolfgang Meyer, Rudolf Kelterborn und Elmar Schmid.

www.hefti.net

Erläuterung zur Notation / explanation of the notation:

wichtig / important:

Im Streiflicht – Nachklänge für Streichorchester (In Raking Light – resonances for string orchestra) was composed in 2025 to a commission from the Zurich Chamber Orchestra and is dedicated to its long-standing concertmaster Willi Zimmermann. The premiere took place on May 5, 2026, at the Tonhalle Zurich, performed by the Zurich Chamber Orchestra.

Im Streiflicht – Nachklänge für Streichorchester is a single-movement work that unfolds within a field of tension between continuity and interruption. Shifting sound planes form a constantly changing texture in which stillness and motion, stasis and gesture are continually rebalanced. The musical flow is repeatedly disrupted by virtuosic episodes that appear like brief illuminations, redirecting the course of the music. A special role is assigned to the concertmaster: solo passages emerge from the orchestra and are subsequently reabsorbed into the collective sound. In the central section, an extended cantilena in the first violins unfolds, gathering and opening up the sonic space. This is followed by a chaconne-like passage over which contrapuntal ornaments and motives are layered, leading into an increasingly condensed final section. Towards the end of the work, a quintet formed by the principal players is set against the full ensemble, before rhythmic and harmonic impulses shape the conclusion. The work does not seek to narrate a story; rather, it explores the perception of after-sounds – sounds that overlap, resonate onward, and become newly audible in the shifting light of the moment.

As both composer and conductor, David Philip Hefti (*1975) is one of Switzerland's outstanding musical personalities. He is the winner of the prestigious Composition Competitions Gustav Mahler in Vienna, Pablo Casals in Prades, George Enescu in Bucharest and was awarded the Hindemith Prize, the Composers’ Prize of the Ernst von Siemens Music Foundation and the Composer Award of the International Classical Music Awards (ICMA). He studied composition, conducting, clarinet and chamber music in Zurich and Karlsruhe with Wolfgang Rihm, Cristóbal Halffter, Wolfgang Meyer, Rudolf Kelterborn and Elmar Schmid.

www.hefti.net

cresc./decresc. ohne dynamische Zielangabe > pochissimo cresc. + decresc.

[diese Zeichen sind also als musikalische Richtungsangaben zu verstehen und nicht primär als dynamische Hinweise]

crescendo/decrescendo without any mention of the final dynamic level > pochissimo crescendo/decrescendo

[these signs are thus to be understood as musical indications, not primarily as instructions regarding the dynamics]

so laut als möglich, im Wissen darum, dass das Resultat vielleicht leise klingt / as loud as possible, although the result might sound rather soft

natürliches Flageolet / natural harmonic

flag. Flageolet / harmonic f possibile p possibile

Bartók-Pizzicato / Bartók pizzicato

so leise als möglich, im Wissen darum, dass das Resultat vielleicht laut klingt / as soft as possible, although the result might sound rather strong

ord. ordinario = normale Position oder Spielweise / normal position or technique

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