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Caprivi Tour 1 - Namibia

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N A M I B I A CAPRIVI TOUR 1 Das ist eine Bildunterschrift


CAPRIVI TOUR 1

N A M I B I A


Impressionen aus dem sĂźdlichen Afrika

Friedrich Don


CAPRIVI TOUR 1 NAMIBIA

Mit dem Titel „Caprivi Tour“ möchte ich eine eindrucksvolle Reise dokumentieren, die in den Monaten September und Oktober des Jahres 2019 stattfand. Es werden dabei die unterschiedlichsten Welten des südlichen Afrikas in Bild und Wort betrachtet. Grandiose Landschaften, interessante Menschen und Orte, wundervolle Tiere und Pflanzen zählen zu den Fundobjekten, die während dieser 6000 km langen Rundtour durch die Länder Namibia, Botswana und Simbabwe entdeckt wurden. Das vorliegende Portfolio „Namibia – Caprivi Tour 1“ versucht mit dem subjektiven Blick des Fotografen das große Bildspektrum eines Landes zu erfassen, das durch spektakuläre Wüstenlandschaften, ungewöhnliche Ethnien und imposanten Tier- und Pflanzenspezies geprägt ist. Der hier verwendete Ortsbegriff „Caprivi“ definierte nicht das Ziel, sondern das geographische Zentrum der Reise. Caprivi Tour 1 beginnt im Südwesten Namibias bei den höchsten Sanddünen unserer Erde in der Namib Wüste und endet im tropischen wasserreichen Caprivi Zipfel im Nordosten, beim Volk der Mafwe im Flussgebiet des Kwando. Der südlichste Punkt der Reise ist das Flamingo Paradies von Walvis Bay, das an den frischen Gestaden der Atlantikküste liegt. Von hier aus geht es dann bis in den äußersten Norden zum kargen, trockenen Kaokoveld, dem Lebensraum der Himba. Ein Kontrast, wie er nicht größer sein kann. Wir verlassen das trockenheiße Gebiet bei der Stadt Opuwo und spüren bald den Hauch der Wildnis in einem der tierreichsten und interessantesten Wildreservate von Afrika, den Etosha Nationalpark am Nordwestrand des Kalahari Beckens. Aug in Aug mit seinen Tieren, die man sonst nur aus Büchern kennt, hat man das Gefühl mittendrin zu sein in der vitalen Ursprünglichkeit der Natursphäre Afrikas. Sie hautnah und sinnenhaft zu erleben war nicht nur ein aufregendes Abenteuer, sondern auch eine faszinierende Erfahrung. Unerwartete Begegnungen mit ethnischen Volksgruppen und ihrer fremden Kultur an reizvollen Orten, das macht Afrika interessant und attraktiv. Weite fremdartige Landschaften, die auf großen Strecken menschenleer sind, lassen intensives Naturerleben zu und erzeugen Gedanken, die unsere westliche Zivilisation vergessen machen. So verkörpert mit großer Kraft und Eindringlichkeit nur das Bild einer einfachen Dämmerungsstille am Ufer eines tropischen Flusses, vortrefflich das Wesen und den Mythos Afrikas.

Friedrich Don März 2020 7


INH AL T

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1 WĂźstenLandschaften 1.1 Sossusvlei 1.2 Dead Vlei 1.3 Solitaire 1.4 Sesriem Canyon 1.5 Mondlandschaft Kuiseb 2 Walvis Bay 3 Von der KĂźste zum Kaokoveld 4 Himba 5 Opuwo 6 Der Etosha Nationalpark 7 Fort Namutoni 8 Von Tsuneb nach Rundu 9 Durch den Caprivi Streifen 10 Am Kwando River 11 Safari im Mudumu N.P. 12 Bootsfahrt auf dem Kwando 13 Das Volk der Mafwe 14 Caprivi Historie

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WüstenLandschaften Namibia ist das Land der Sandwüsten und Trockensavannen. Der Landesname entstammt aus seiner größten Wüste - der Namib. Es bedeutet in einer Eingeborenensprache der Khoisan „Leerer Ort, oder „Ort, wo nichts ist“. Aufgrund dieser extremen geologischen Gegebenheit ist Namibia auch der dünnste besiedelte Staat der Erde, nach der Mongolei. Das Land wird von zwei parallellaufenden Superwüsten dominiert. Im Westen, die ans Meer angrenzende Sand- und Steinwüste Namib und im Osten, die Kalahari eine riesige sandbedeckte Trockensavanne, die vom Norden Südafrikas bis ins Okavangodelta von Botswana reicht. Eine unvorstellbare Ödnis von über eine Million Quadratkilometer. Im Süden wird die Namib von dem 2.160 km langen Fluss Oranje begrenzt, der gleichzeitig auch die natürliche Grenze zwischen Südafrika und Namibia darstellt. Er bringt riesige Mengen Sand bis zu seinem Mündungsgebiet. Dieser Sand wird durch die starke Benguela Meeresströmung und kräftige Südwestwinde wieder an die Küste getrieben, wodurch der Oranje auch als „Vater der Namib“ gilt. Mit einer Länge von 2.000 km und einer Breite von 160 km durchquert die Namib Wüste wie ein Rückgrat komplett Namibia. Sie ist die trockenste Wüste auf unserem Planeten. Ihre Trockenheit hängt mit der kalten

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antarktischen Meeresströmung des Südatlantik zusammen, die nur Nebel aber keinen Regen produziert. Dazu kommen noch die ablandigen Passatwinde, die die letzten Reste der Luftfeuchtigkeit wieder zum Meer schieben. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Namib Wüste auch die älteste Sandwüste auf unserem Globus. Man schätzt sie auf rund 80 Millionen Jahre. In ihrer endlos scheinenden Weite wird sie von einem der größten Reviere Namibias dem Trockenflussgebiet Kuiseb unterbrochen. Er bildete den Kuiseb Canyon und eine mondlandschaftliche Steinwüste aus Schiefer und Quarzit. Der optisch faszinierendste Teil des Namib Sandmeers aber ist die Sanddünenlandschaft von Sossusvlei. Dort sind einige der höchsten Sanddünen die die Welt kennt. Sie markieren das letzte Entwicklungsstadium der Wüstenbildung und sind über 2 Millionen Jahre alt. Ihre feinen rot-orangenen Sande haben sich zu sensationellen Dünenformen aufgetürmt. Ihre phantastischen Farb- und Schattenspiele bei Morgen – und Abendsonne begeistern weltweit Landschaftsenthusiasten und Fotografen und machen sie zur absoluten Ikone Namibias. Wer die Sandberge einmal bestiegen hat, bekommt ein solch grandiosen Anblick geschenkt, den er nie wieder vergessen wird.


Sossusvlei Der Ort „Sossusvlei“ ist ein kleiner Bestandteil des Namib-Naukluft-Parks in Namibia. In dieser großen ökologischen Schutzregion mit knapp 50.000 Quadratkilometer, befindet sich auch die älteste Wüste unserer Erde – die Namib. Als Teil davon, türmt sich eine feinsandige rot-orange leuchtende eisenoxydhaltige Sanddünen-Landschaft auf, die sich in westlicher Richtung bis zum Atlantik erstreckt. Die Besonderheit ist, dass es dort um das Gebiet von Sossusvlei die höchsten Sanddünen gibt, die unser Planet Erde zu bieten hat. Ein unwirtlicher verlassener Ort, der sich gleichzeitig aber auch phantastisch und wunderschön darstellt. Im aufgehenden und untergehenden Licht der Sonne entstehen unglaublich reizvolle und spektakuläre Farb- und Landschaftsszenarien die dem steten Wandel des Wüstensands unterworfen sind. Der Name Sossusvlei leitet sich von der Africaans-Sprache „sossus“ = blinder Fluss und „vlei“ = die Tonpfanne ab. Bei starken Regenfällen in den Gebirgsregionen im Landesinneren schafft es ein Fluss namens Tsauchab sein Wasser bis nach Soussusvlei zu transportieren um dort vom 50 km entferntem Atlantik zu versanden und bei Wüstenhitze schließlich zu verdunsten. Dabei hinterlässt er seine Spuren aus Sedimentablagerungen auf der Wüstenoberfläche. Nimmt man sich die anstrengende Besteigung eine der großen Dünen vor, sieht man von oben deutlich und farblich abgehoben in einem breiten Tal die sandbedeckten Mäander seines versteckten Flusslaufes. Spärlich baumbewachsen schlängelt sich der unsichtbare Wüstenfluss bis nach Sossusvlei, um dort endgültig im Sandmeer zu verschwinden. Verstreut in ein paar tieferliegenden Ton-Schluff-Pfannen sieht man dort diese weißen Schlammplatten betonhart, die den Rest seiner vergangenen Existenz bezeugen.

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Südliche Aussicht von Düne 40


Tsauchab Ebene nach Osten Richtung Maltahรถhe

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Tsauchab Flusslauf vor Düne


Baumreihe am trockenen Tsauchab Flussbett

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Am Fuss der Düne 40


Kraftraubender Aufstieg

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Blick von der Düne


Düne 40

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Sossusvlei Vegetation


Kameldornbaum

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Blick von Düne zur Sossusvlei Parkstraße


Ausschlagende Bäume vor Dßnensand

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Bizarres Baumskelett bei Sossusvlei


Dünen Landschaft mit Spuren des Wüstenflusses Tsauchab

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Blick zum Big Daddy in Sossuvlei, der höchsten Düne (380 m)


ĂœberlebenskĂźnstler

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Deadvlei Nur ein paar Kilometer von Sossusvlei entfernt ist dann der absolute Endpunkt des Tsauchab Flusses. Dort befindet sich auch einer der skurrilsten Orte, die wir auf unserer Erde erleben können – „Deadvlei“. Im Halbrund von hohen Sanddünen und meist von blauem Himmel umgeben, öffnet sich unter sengender Hitze eine weiße Pfanne aus Lehm – und Schlammablagerungen. Aus ihr ragen surreal schwarz abgestorbene Kameldornbäume heraus und bilden einen grellen Kontrast zum rot-orangenen Sandhintergrund, fast ähnlich unecht wie eine endzeitliche Filmkulisse. Als wäre die Zeit stehengeblieben laufen wir durch ein spektakulär anmutendes DaliEnvironment. In grafisch unglaublicher Schönheit recken sich diese knorrige Baumskulpturen aus dem weißen Sedimentboden empor und verwandeln die sonnenheiße Sandarena in ein hyperreales perfektes Traumgebilde, das man so schnell nicht wieder vergisst. Apropos Zeitstillstand – bei einer Untersuchung der Baumrelikte ergab eine Radiokarbon-Datierung, dass diese ein Alter von etwa 850 Jahren haben. Ihr Absterben hat zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert stattgefunden. Das bedeutet, dass der Fluss Tsauchab vor dieser Zeit mehr und öfter Wasser geführt hat und somit Deadvlei auf Dauer wesentlich feuchter gewesen sein musste. Durch die extreme Trockenheit danach, hat sich das tote Baumholz nicht mehr verändert und wurde so für die Nachwelt dauerhaft konserviert.

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Sandstruktur bei Deadvlei


Auf dem Weg zur Deadvlei Senke

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Trockenliegende Endsenke von Deadvlei


500 Jahre alter Kameldornbaum (Vachellia erioloba)

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Endzeitstimmung in Deadvlei


Baumriese aus dem 15. Jahrhundert

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Fotoobjekt - Baumgerippe in Deadvlei


Deadvlei Baum Ensemble

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Ausgetrocknetes HolzbaumstĂźck in Deadvlei


Ausgetrocknete Kameldornbaum Äste auf Ton-Schluff-Schicht

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Baumskulptur vor vulkanartigen SanddĂźne


Bizarre Kameldornbäume

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Das Phänomen der Feenkreise


Oryxantilope vor WĂźstenkulisse

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Solitaire Welchen Namen verbindet man mit einer einsamen Wüstentankstelle und einem ofenfrischen Apfelkuchen? Die Antwort lautet „Solitaire“. Ein Wüstenort unweit gelegen vom Wendekreis des Steinbocks an der wichtigen Pistenkreuzung von C14 /C24 zwischen Windhoek und Walvis Bay in Richtung Sossusvlei. Schon die Anfahrt zur Tankstation deutet auf einen nostalgisch-historischen Ort hin, der mit sehenswerten rostigen amerikanischen Autowracks im roten Wüstensand drapiert ist. Die Einsamkeit der Wüste wird hier kurios unterbrochen durch ein paar kleinere Gebäude bestehend aus einer Tankstelle, Lodge, Kirche, Bäckerei, Cafe und einem Krimskrams Laden. In der Ödnis dahinter liegt dann nur noch eine 1000m lange holprige Landepiste für Kleinflugzeuge. Mitte der 1990er Jahre hatte ein Mann namens Percy „Moose“ McGregor eine verrückte Geschäftsidee und gründete eine Wüstenbäckerei mit Cafe und nannte sie „Mosse McGregor Desert Bakery“. Mit köstlichen Broten, Sandwiches und Kuchen machte er die schnöde Tankstelle fortan zu einem begehrten, populären Haltepunkt. Sein Apfelkuchen mit Streuseln wurde legendär und vom Reiseratgeber „Lonely Planet“ zum besten Apfelkuchen Afrikas gekürt. Leider ist McGregor schon mit 55 Jahren im Jahre 2014 gestorben, trotzdem wurde sein Rezept von den Nachfolgern in Ehren gehalten. Tag für Tag gehen noch über 200 Stück frisch vom heißen Blech. Übrigens McGregor wurde von einer deutschen Mutter aus Pforzheim und einem schottischen Vater in Sambia großgezogen, bevor es ihn mit seiner Bäckerei-Idee in dieses Wüstengefilde Namibias verschlug. Sein Grab kann man auf dem Gelände von Solitaire in aller Stille besuchen.

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WĂźsten-Windrad in Solitaire


Baumgruppe mit einer blĂźhenden Agavenart

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Gestrandetes Pickup


Die toten Trucks von Solitaire

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Die FelgentĂźrme von Solitaire


Die Tankstelle von Solitaire

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Sesriem Canyon Nach der beeindruckenden Sanddünen-Landschaft von Sossusvlei stehen wir sechzig Kilometer weiter nordwestlich in einer felsgeprägten Landschaft aus grobem Sedimentgestein. Der Fluss Tsauchab hat sich hier in einem Zeitraum von über 2 Millionen Jahren in den Fels gefressen und einen Canyon von über 30 Meter Tiefe hinterlassen. Wer in sein schmales Flussbett hinabsteigt wird mit einem aus Farbe und Licht besonderen Naturereignis belohnt. Der aus dem Africaans abgeleiteten Name „Sesriem“ - Canyon bedeutet in der deutschen Übersetzung „Sechs Riemen“ und nimmt Bezug auf die Dorslandtrekker, die ersten Siedler dieser trockenen heißen Steinwüste. Sie fanden bei extremer Wasserknappheit nur noch Wasser in der Tiefe dieser Schlucht. Sie banden sechs Lederriemen aneinander, die sie sich aus Oryxantilopen-Fellen schnitten. Daran ließen sie ihre Wasserkübel durch die Felsspalte hinunter um das überlebenswichtige Wasser für ihre Tiere aus dem wasserführenden Flussbett zu schöpfen. In dem etwa ein Kilometer langen Hauptcanyon findet man im hinteren Teil auch heute noch, selbst bei extrem langen Trockenperioden, eine kleine Wasserstelle. Von hier aus entspringt der Tsauchab Fluss in 80 Kilometer Entfernung. Bei extremen Regengüssen wird sein Wasser durch die massive Felsenlandschaft kanalisiert und kann sich zu einer gefährlichen Flash-Flood entwickeln, die dann das trockene Flussbett binnen kürzester Zeit meterhoch flutet. Doch die meiste Zeit des Jahres kann man das flache Flussbett trockenen Fußes durchwandern und dabei die hohen schroffen Felsformationen bewundern. In kontrastreichem Licht weisen die senkrechten Felswände den Blick auf die enge Felsspalte nach oben und man ahnt paradoxerweise inmitten dieser Trockenheit die Naturgewalt des Wassers.

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Wandergruppe im Sesriem Canyon


Im hinteren Teil des Canyon

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Felsformationen im Sesriem Canyon


5 Millionen Jahre altes Sedimentgestein

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Zum Ausgang des Sesriem Canyon


Im Flussbett des ausgetrockneten Tsauchab Flusses

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Mondlandschaft Kuiseb Von Solitaire nach Walvis Bay fährt man die C14 eine breite Wüstenpiste und erreicht nach 50 Kilometer einen geografisch markanten Punkt. Es ist der 23. Breitengrad der 2.609 Kilometer vom Äquator entfernt liegt und unter dem Namen „Wendekreis des Steinbocks“ bekannt ist. Ein großes Schild direkt an der Piste macht die Stelle zum obligatorischen Autostop und besonderen Fotomotiv. Hier an dieser Linie steht die Sonne am Mittag der jeweiligen Sonnenwende exakt im Zenit. Nach weiteren 50 Kilometer erreicht man den Kuiseb Pass und Canyon. Der Trockenfluss Kuiseb mit 560 Kilometer einer der längsten Namibias hat in einem unvorstellbaren Zeitraum von circa 4 Millionen Jahre aus den seltsam geformten Schieferbergen einen bis zu 200 Meter tiefen Canyon herausgeschliffen. Wenn man bedenkt, dass dieser Fluss nur selten Wasser führt und im Durchschnitt nur alle 10 Jahre sein Wasser überhaupt bis zu seiner Mündung bringt, hat man eine Relation und Vorstellung zu dieser enormen Zeitdimension. Trotz seines spärlichen Wassertransports ist dieser Trockenfluss ein wichtiger Wasserspender für Fauna und Flora in der Namib Wüste. Erwähnenswert hier ist ein weiterer Ort, der als Karpfenkliff sich in der Literatur verewigt hat. Die beiden deutschen Geologen Henno Martin und Hermann Korn versteckten sich hier 2 Jahre in dieser Ödnis vor einer drohenden Internierung während des 2. Weltkriegs und schrieben Ihr Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“. Am Ende dieser wilden Berglandschaft erreicht man eine Anhöhe mit einem herrlichen Ausblick auf eine weite Wüstenebene. Seitlich davon präsentieren sich einige seltene Köcherbäume wie Monumente in einer unwirklichen Landschaft. Die weißstaubige Pistenstraße schlängelt sich von nun an abwärts bis zum Südatlantik und erreicht schließlich die Hafenmetropole Walvis Bay.

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Autopiste C14 durch den Namib Naukluft National Park


Am Wendekreis des Steinbocks

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Die Hakosberge


Versteckte Kuiseb Pass Piste

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Das Kuiseb Trockental


GrĂźne Vegetation im trockenen Kuiseb Flussbett

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Mondberge aus ...


... Schiefer und Quarzit

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Mondlandschaftsartige Topografie


Karpfenkliff - das Versteck von Hermann Korn und Henno Martin

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Schiefergestein Strukturen


45° Grad stehende Schieferplatten im Kuiseb

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View Point im Namib Naukluft National Park


Kรถcherbaum mit Trockenfluss Landschaft

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Trockenfluss auf dem Weg nach Walvis Bay


Kรถcherbaum (Aloe dichotoma)

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KĂścherbaumkrone vor WĂźstenebene


Das typische am KÜcherbaum - seine zweigabligen Äste

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Walvis Bay Der bedeutendste Seehafen Namibias ist Walvis Bay und mit ihren 65.000 Einwohnern ist sie zugleich auch die drittgrößte Stadt des Landes. Am Südrand von Walvis Bay befinden sich zwei außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten. Es ist eine Salzwasserlagune, die bis zu 200.000 Vögeln Schutz und Nahrung bietet. Am bekanntesten sind dort die riesigen Populationen von rosa Flamingos. 80 Prozent aller Flamingos im südlichen Afrika sind in dieser 5.000 Jahre alten Lagune zu finden. Es ist eine Sinnenfreude der besonderen Art, wenn sich ihre grazile Körpersprache im seichten Wasser widerspiegelt. Im selben Schutzgebiet liegt in schönem Kontrast dazu eine andere Attraktion – eine Salzgewinnungsanlage der Firma Salt Works, die seit 1921 Salz produziert. Mit 400.000 Tonnen Salz pro Jahr ist sie der größte Salzproduzent von ganz Afrika. Auf einer schmalen Dammstraße vorbei an rotschimmernden Salinenbecken sieht man von weitem schon die Fabrikanlagen mit ihren monströsen Förderbändern, die unaufhörlich weiße Salzberge aufschütten. Gesäumt von Wüstensand und Palmen geht es dann auf einer seltenen schwarzen Asphaltstraße in Richtung Norden nach Swakopmund. Ein langer Küstenstreifen bei dem sich die Sanddünen-Landschaft mit der rauen See des Atlantiks verbindet. Eine typische Erscheinung, die man mit Namibia als Wüsten- und Küstenstaat assoziiert. Weite Strände mit gestrandeten alten Schiffswracks zeigen dabei authentisch die ganze Exotik und Besonderheit dieses Landes.

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Rosa Flamingo Population ...


... in der Lagune von Walvis Bay Das ist eine Bildunterschrift

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Flamingo Ballett


Lagune mit angrenzender Namib SandwĂźste

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Vorbei an zahllosen Saline Becken


Die Salzgewinnungsanlage bei Wavis Bay

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Palmenallee Richtung Swakopmund


Leuchtende Namib SandwĂźste am Atlantik zwischen Walvis Bay und Swakopmund

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Schiffswrack an der AtlantikkĂźste hinter Swakopmund


Rauhe See bei Henties Bay

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Von der Küste zum Kaokoveld Von der Küstenfrische Swakomunds zur extremen Trockenheit des Kaokovelds - größer kann der Klimaunterschied einer Reisetour nicht sein. Gleich hinter dem Atlantikstädtchen Henties Bay beginnt die C35, eine einsame Pistenstrecke die den Vorgeschmack von Wassermangel drastisch vermittelt. Topfebenes steiniges Gelände soweit das Auge reicht und 110 Kilometer bolzgerade Strecke bis nach Uis liegen vor uns, nur unterbrochen vom strengen Takt der Holzmasten einer Stromleitung. Uis ist ein ehemaliges Bergarbeiterdorf mit einer großen Zinngrube, die noch bis in 1980er Jahre in Betrieb war. Uis liegt in unmittelbarer Nähe des geologisch und archäologisch interessanten Brandbergs, der mit 2.579 Meter die höchste Erhebung Namibias ist. Es geht durch das Damaraland und bei einem Zwischenstopp an einer Brücke über den Aba-Huab River lernen wir die ersten Herero Frauen an einem Straßenstand kennen. Vorbei an schönen Felslandschaften erreichen wir Kamanjab. Wir durchwandern ein felsiges Buschland mit dem Namen „Peet Alberts Koppie“ das berühmt ist durch seine über 1.200 Felsritzzeichnungen.

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Steinzeitliche Jäger haben hier Wildtiere als Fetische in Steinplatten eingraviert. Die größte Petroglyphe zeigt eine Giraffe mit über 3 Meter Höhe. Besonders zu bewundern sind auch geometrische Darstellungen in der Anmutung von Schriftzeichen. Danach führt eine geschotterte Piste zunächst über den Grootberg Pass nach Westen an Palmwag vorbei. Das Land wird zunehmend trockener und nur noch bestimmte Baum- und Buscharten können hier der Wasserknappheit trotzen. Nach beschwerlicher Fahrt erreichen wir am Abend das Fort Sesfontein. Ein oasenhafter Ort, der den Übergang zum Kaokoveld bildet, das sich von hier bis zur Grenze Angolas erstreckt. Das Fort wurde 1896 als Kontrollstützpunkt der damaligen Kolonialregierung von Deutsch-Südwestafrika errichtet. Heute wird die Anlage als komfortable Lodge genutzt. Nach einem Reifenschaden fahren wir am Morgen weiter. Vorbei an alten Baobab Bäumen, weich erodierten Berglandschaften und einzelnen Himba Hütten. Schließlich erreichen wir am Mittag die einzige und weit abgelegene Stadt des Kaokovelds - Opuwo.


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Der Brandberg die hรถchste Erhebung Namibias im Damaraland


Brücke über den Aba-Huab River

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Mann mit Kindern im trockenen Damaraland


Kleine Farm im Damaraland

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Gemaltes Nähmaschinen-Plakat bei den Hereros


Herero Frau im Damaraland

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Peet Alberts Koppie - ein kleiner Felsberg bei Kamanjab


Spitzes Felsgestein beim Peet Alberts Koppie

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Peet Alberts Koppie Felsplateau


Der Ort fĂźr 4000 Jahre alte Felszeichnungen

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Jungsteinzeitliche Felsgravuren von Jägern und Sammler aus der Wilton Kultur


Schรถne Giraffen Felszeichnung

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Elefanten Motiv


Zebra Motiv

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Tiermotive als Jagd Fetische


Eine Rarität aus dieser Zeit - geometrische Darstellungen ähnlich einer Schrift

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Blick vom Grootberg Pass


Landschaft im Grootberg Gebiet

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Im Norden des Damaraland


Damara Milch-Busch Landschaft (Euphorbia Damarana)

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Damaraland Bergsilhouetten ...


... in der Abendämmerung

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Bett im Kolonialstil in Fort Sesfontein


Fort Sesfontein errichtet von der Regierung Deutsch-SĂźdwestafrika 1896

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Baobab Bäume können bis 2000 Jahre alt werden


Baobabs auch Affenbrotbäume genannt sind die Giganten Afrikas

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Erodierte Bergmassive zwischen Damara- und Kaokoland


Betonharte Termiten HĂźgel kĂśnnen bis zu 7m HĂśhe erreichen

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Einsame Himba WohnhĂźtten im Kaokofeld


Himba Kraal - Einfriedung aus langen Ästen

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Das Volk der Himba Als Teil des Herero Volkstammes verließen die Himba Mitte des 15. Jahrhunderts das heutige Botswana mit dem Ziel den Nordwesten von Namibia zu besiedeln. Momentan leben rund 7.000 Himba auf einem 50.000 Quadratkilometer großen Gebiet des sehr kargen und wasserarmen Kaokoland. Sie sind bis heute ein halbnomadisches Hirtenvolk geblieben. Halten Rinder und Ziegen und ziehen von einer Weidefläche zur anderen. Die Männer hüten das Vieh und gehen auf die Jagd, während die Frauen Hütten bauen, Kinder großziehen und die Feldarbeit übernehmen. Das ist ein schwieriges Unterfangen, wenn man bedenkt, dass dies in einer lebensfeindlichen Trockensavanne stattfindet, in der im Jahr weniger als 350 mm Wasser fällt. Ackerbau ist hier nicht möglich, dennoch erzeugen sie ihre Grundnahrungsmittel wie Mais oder Kürbispflanzen auf kleinen Feldern selber. Die Frau steht im Mittelpunkt der Himba Gemeinschaft. So heiraten Männer in einen Clan ein und nicht umgekehrt, wie es unseren westlichen Gesellschaften üblich ist. Das äußert sich auch im Rechts- und Erbsystem der Himba. Zum Beispiel wird das Vieh, das den realen Reichtum einer Familie darstellt, immer an die Kinder der Schwester vererbt. Die eigenen Kinder aber werden vom Onkel mütterlicherseits bedacht. Die äußere Erscheinungsform der Himba ist ein wichtiges Merkmal welche soziale Stellung man innerhalb des Clans einnimmt. Erkennbar hauptsächlich über Kleidung, Schmuck und Haartracht, die auch generationsspezifische Traditionen beinhaltet. So tragen beispielsweise nur verheiratete Frauen ein Fellhäubchen auf ihrer roten Haartracht. Oder es lässt sich am Beinschmuck ablesen wieviel Kinder eine Himba Frau hat. Mädchen vor der Pubertät tragen ihren Zopf immer ins Gesicht hängend. Weiße Halsbänder bedeuten, dass ihre Trägerinnen noch kein Kind haben. 126

Manche Schönheitsideale stehen diametral zu unserer ästhetischen Empfindung. So ist das Fehlen der vier unteren Schneidezähne ein typisches Schönheitsmerkmal der Himba. In einer schmerzhaften Prozedur werden in jungen Jahren Mädchen wie Jungen mit einem speziellen Holzstück ihre vordere Zahnreihe herausgebrochen. Hygiene und Schönheit liegen bei den Himbas dicht beieinander. Um sich vor Sonne und Insekten zu schützen wird komplett der ganze Körper mit einer Creme aus Butterfett, einer eisenoxydhaltigen Ockerfarbe und dem aromatischen Harz des Omuzumba Strauchs eingerieben. Die Haut erhält dadurch einen rötlichen Schimmer und in Verbindung mit ihrer speziellen Haartracht, der rot ummantelten Zopfform, wird dies zur archetypischen Erscheinungsform aller erwachsenen Himba Frauen. Himba Frauen bewegen sich immer gleichen Outfit, egal ob sie im städtischen Opuwo oder in ihrem Dorf sind oder bei der Arbeit auf dem Feld. Selbstbewusst, mit nacktem Busen zeigen sie unverfälscht ihre Natürlichkeit. Ob im Supermarkt oder an der Bushaltestelle behalten sie ohne Attitüden ihre ethnische Identität. Verweigern sich aber auch nicht den Angeboten unserer Zivilisation. Ein richtiger Umgang mit den Objekten der Zivilisation will aber gelernt sein. Deshalb hat Namibias Regierung seit 1993 Schulen im Kaokoland eingerichtet. Hier wird den Kindern nicht nur lesen, schreiben und englisch beigebracht, sondern auch das Einmaleins des Lebens. Aber schon jetzt ist erkennbar, dass Schulbildung bei der jüngeren Himba Generation zu Veränderung ihrer Lebensform führt. Bleibt zu hoffen, dass das Volk der Himba noch lange ihre kulturellen Wurzeln, Traditionen und Werte bewahren können und eine positive Integration mit den anderen Volksgruppen der namibischen Gesellschaft erfahren wird.


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Himba Familie vor Stein mit Werkzeugen zur Schmuckherstellung


Verheiratete Himba Frau

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Unverheiratete Himba Frau


Im Himba Kraal

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Himba Frauen bei der Arbeit und Kinder hĂźten


Himba Frauen im Innern ihrer HĂźtte

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Himba Mädchen


Himba WohnhĂźtte mit KleidungsstĂźcken

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Kleiner Himba Junge


Himba Zeremonie

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SelbstbewuĂ&#x;te Himba Jugendliche


Himba Frauen bei der Haarpflege

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Himba Frauen und ihre Kinder auf dem Weg zu einer Felsgrotte


Wartende Himba Frau

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Himba Tanzplatz in einer Felsengrotte


Hände klatschende Himba Frauen - Einstimmung zum Tanz

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Tanzender Himba Mann


... wenn Himba tanzen bebt die Erde

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Opuwo Wir erreichen auf der C43 einer dreisten Schotterpiste die Haupt- und Kreisstadt in der nordnamibischen Region Kunene. Schon zehn Kilometer im Vorfeld liegen seitlich immer wieder ein paar unscheinbare braune Lehmhütten mit blauen Blechdächern. Deutliches Anzeichen, dass hier was kommen muss. Was kommt ist die einzige Stadt mit 7.900 Einwohner im Kaokoveld - Opuwo. Es ist die Hauptstadt des Himba Volkes, die sie in ihrer Sprache „bis hierher und nicht weiter“ nennen oder kurz und bündig „das Ende“. Beide Namen sind unmissverständlich, lassen aber einen kleinen Interpretationsspielraum zu. Der erste Ausdruck bezieht sich wahrscheinlich auf das Eindringen einer fremden Zivilisation und der letztere sicher auf ihre absolut geographische Randlage. Um die Geographie drastisch zu verstehen bedarf es ein paar nüchterner Fakten: Die nächste größere Stadt Tsumeb im Osten ist 510 Kilometer entfernt. Das heißt circa 6 Stunden Autofahrt. Im Süden

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ist Kamanjab 260 Kilometer entfernt mit gut 3,5 Stunden Pistenfahrt. Westlich und nördlich ist nur noch Niemandsland bis zum Atlantik und zur Grenze nach Angola. Opuwo ist weder architektonisch interessant noch mit irgendwelchen Sehenswürdigkeiten ausgestattet. Die Stadt ist nicht schön, eher hässlich. Eigentlich ein öder Ort, wären da nicht seine Bewohner. Ein buntes Völkchen, das die wenigen Straßen mit ihren grellen Farben und ihren individuellen Charakteren beleben. Man ist unter sich. Die paar Touristen spielen hier nur eine untergeordnete Nebenrolle. Den großen Auftritt haben aber die Volksgruppen der Herero und Himba in ihren traditionellen Looks. An jeder Ecke auf jedem freien Platz originelle Szenen mit tiefem afrikanischem Flair. Ob an der Tankstelle, vor dem Krankenhaus oder am Supermarkt pralles Leben überall mit dem großen Schuss Gelassenheit, so wie man sie nur in Afrika spürt. Zeit und Geld scheint es hier nicht zu geben, sondern nur das pure Leben an sich.


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Zwei Hütten an der Straße nach Opuwo


Kleine Siedlung vor Opuwo

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Himba auf dem Weg in die Stadt


kleiner Markt in Opuwo

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Im Schatten der Mittagshitze


Treff auf einem kleinen Platz in Opuwo

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Leute vor dem Hospital in Opuwo


StraĂ&#x;enszene in Opuwo

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StraĂ&#x;enverkäufer bietet seine Ware an


Zwei Frauen mit Kind warten auf ein Sammeltaxi

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Himba Mann wartet auf seine Frau


Froh gelaunte Himba- und Herero Gruppe

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StraĂ&#x;enszene mit Mann und Herero Frau


Schmuckverkäuferin zeigt ihre Ware einer jungen Mutter

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Der Etosha Nationalpark Eintausend Meter über dem Meeresspiegel und weit ab von der Zivilisation ist der berühmteste und tierreichste Nationalpark Namibias. Sein Name „Etosha“ erklärt sich aus der Oshivambo Sprache des dort lebenden Volkes der Ovambo und heißt „großer weißer Platz“. Er bezieht sich auf die in ihrem Zentrum liegende 129 Kilometer lange und 79 km breite circa zwei Millionen Jahre alte Salzpfanne. Ihre weiße Salz-Lehmkruste wird periodisch alle paar Jahre durch drei Trockenflüsse bei langanhaltenden Regengüssen mit einer dünnen Wasserschicht geflutet. Verflüchtigt sich aber nach kurzer Zeit wieder durch die dort herrschenden hohen und trockenen Lufttemperaturen. An ihren Rändern sind einige unterschiedliche Vegetationszonen entstanden, die Schutz und Nahrung für den umfangreichen Tierbestand geben. Es gibt weite Grasfelder, Dornbuschsavannen und Mopane-Baumfelder, die in die Nahrungskette der Elefanten und anderem Großwild passen. Heute umfasst der Etosha Park 22.300 Quadratkilometer und ist zum Schutz der Wildtiere komplett umzäunt. Durch die Einfriedung sind dementsprechend alle Tiere auch vom vorhandenen Wasser- und Nahrungsangebot abhängig. Es gewährleistet aber auch Schutz vor externen Tierkrankheiten.

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Der Etosha National Park zählt heute zu den bedeutendsten Wildreservaten Afrikas, seine weiten offenen Savannen- und Buschlandschaften lassen eine eindrucksvolle Tierbeobachtung zu. So können ganze Herden und auch Einzeltiere aus nächster Nähe vom Geländewagen aus beobachtet werden. Speziell künstlich ausgebaute und natürliche Wasserstellen begünstigen sowohl im offenen Gelände als auch bei Camps eine hervorragende Wildsichtung. Mit 114 Säugetierarten, 340 Vogelarten und über 100 Reptilien zeigt er ein enormes Tierspektrum. Im Takt der Jahreszeiten verändert der Park sein Aussehen. In der heißen Phase der Trockenzeit ist die Vegetation dürr und überweidet. In manchen Gegenden liegen dann die Buschlandschaften unter einer weißen Puderschicht, die einer Winterlandschaft gleich kommt. In der Regenzeit ändert der Park schlagartig sein Erscheinungsbild. Er gibt dann seinen ganzen Wachstumszauber frei. Generell aber lohnt sich egal zu welcher Zeit ein Besuch in diesem einzigartigen Naturparadies. Überraschende Tierbegegnungen in freier Wildbahn mit Löwen, Elefanten, Giraffen, Nashörner, allerlei Antilopenarten oder exotischen Vögeln sind garantiert und erfüllen jeden Besucher mit großer Freude.


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Oryxantilopen, StrauĂ&#x;e und Zebras an einem feuchten Schlammloch


Neugieriger StrauĂ&#x;

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Im Galopp zum Wasserloch


Eine ganze Elefanten Familie sammelt sich am Wasserloch

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GroĂ&#x;e Giraffe in der Dornbuschsavanne


Elefantenbulle vor der Kurzstrauchsanne

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Elefanten vor einem wohligen Schlammbad - dahinter wartende Streifengnus


Schlammbad Vergnügen für die Kleinsten im Schutz der Großen

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Im Schlamm sollte man eigentlich nur baden ...


... aber trinken macht halt auch SpaĂ&#x;!

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Gelbschnabeltogo (Tockus leucomela)


WebervĂśgel sind KolonienbrĂźter

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Und kurz vor Sonnenuntergang pirschen sich Giraffen ans Wasserloch


Sonnenuntergang in der Savanne

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Pistengabelung mit Wegzeichen zum Halali Camp


Am Morgen Springbรถcke und Streifengnus

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Ein Lรถwe spaziert durchs Grasland und die Springbรถcke sind im Alarmmodus


Unterbrochener Mittagsschlaf

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Raubadler (Aquila rapax)


Graulärmvögel (Corythaixoides concolor)

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„Etosha Schneelandschaft“ bei 35 Grad Hitze


Dorniges Fressen

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Etosha Salzpfanne mit StrauĂ&#x;en und Gnus


Grasfeld mit Gnu und Zebra Herde vor der Kalksalzfläche

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Kleiner Springbock mit Kudu und Oryxantilopen


NatĂźrliches Wasserloch mit durstigen Elefanten

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Damara Kirkdikdik - die kleinste Antilope Afrikas


Zebramanguste (Mungos mungo)

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Fort Namutoni Die Nachmittagshitze hatte sich schon etwas gelegt, trotzdem stand das Thermometer noch auf 34 Grad, als wir im Fort Namutoni im östlichen Teil des Etosha Parks eintrafen. Begrüßt wurden wir von einer Gruppe kleiner Mangusten, die sich schnuppernd und balgend aber völlig unbeeindruckt von uns Eindringlingen schnell wieder auf der weiten Anlage des Forts verlor. Wir standen nun alleine im Camp und sahen uns um. In einiger Entfernung leuchtete im Sonnenlicht zwischen Palmen und afrikanischen Laubbäumen die historische Anlage des Forts mit ihren weißen Mauern und Turm im Kolonialstil. Nachdem wir unser Gepäck in einer zugeteilten Lodge untergebracht hatten, erfrischten wir uns im nahen kühlen Pool. Einige verwöhnten sich noch mit den letzten Sonnenstrahlen und ich nahm mir vor den Turm des Forts zu besteigen. Oben angekommen, holte gerade ein Mensch in respektvoller Haltung die Flagge von Namibia vom metallenen Fahnenmast ein. Mir wurde plötzlich bewusst, dass meine Füße auf historischem Boden standen. Mein Blick wanderte versonnen über die grüne Oase von Namutoni bis zum Horizont der kargen Etosha Pfanne. Es war das Jahr 1897. Eine Rinderpest Epidemie in den nördlich gelegenen Ovambogebieten veranlasste die damalige Kolonialverwaltung von Deutsch-Südwestafrika genau an diesem Ort eine Kontrollstelle zu errichten, die gegen das Vordringen der Seuche bestimmt war. Vier Jahre später 1901 wurde aus dem Polizeiposten eine kleine Militärbasis. Und etwa hundert Meter von einer Wasserquelle entfernt, wurde eine befestigte

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Anlage errichtet. Bei den Ovambos hieß der Ort „Namutoni“ übersetzt „der hohe Ort“, weil eine seltene Wasserquelle auf einem kleinen Kalkhügel sprudelte. Aber kaum war das Fort richtig etabliert, wurde der gesamte Militärtross 1904 nach Süden verlegt, um den Farmern beizustehen, die von den aufständischen Hereros bedrängt wurden. Zurückgelassen wurden nur 4 Wachsoldaten und drei Farmer. Man hielt das für ausreichend, da die Ovambo als friedlich galten. Doch es kam anders. Ein Stamm der Ondonga, nördlich der Salzpfanne kooperierten inzwischen mit den Hereros und griffen das Fort Namutoni mit 500 Kriegern an. Den ersten Angriff konnten die 7 Fort Bewacher noch parieren, doch die Einsicht vor der Übermacht der Ondonga Krieger trieb sie in der gleichen Nacht noch in die Flucht. Am nächsten Tag zerstörten die Ondonga die gesamte Anlage des Forts. Doch 1907 hatte die deutsch-südwestafrikanische Kolonialtruppe Namutoni wieder zurückgewonnen und aufgebaut. Im ersten Weltkrieg diente sie dann als Gefangenlager für englische Soldaten bis das Fort 1915 an die südafrikanische Armee übergeben werden musste und schließlich bis zur Gründung des Etosha Nationalparks immer mehr zerfiel. Als es zum nationalen Denkmal von Namibia erklärt wurde, bekam das Fort seine Bedeutung zurück. 1950 wurde es saniert und zum Verwaltungssitz für die Parkverwaltung des Etosha Parks gemacht, die auch einfache Nachtlager für die ersten Besucher anbot. Heute ist ein parkähnliches Gelände um das Fort angelegt, das für den Etosha Tourismus eine komfortable Lodge mit Restaurant und Shop anbietet.


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Vom Turm des Fort Namutoni


Militärische Festung von 1897 - Ostansicht

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Der Innenhof von Fort Namutoni


Das Nordtor mit groĂ&#x;emTermitenhĂźgel

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Blick vom Namutoni Turm auf den Etosha National Park


Schรถne Baumlandschaft im Namutoni Park

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Namutoni Grenzzaun mit Beobachtungspavillon am Wasserloch


Der Namutoni Park - eine Oase in der kargen Etoshapfanne

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Von Tsumeb nach Rundu Die Wegstrecke von Fort Namutoni führte uns über Tsumeb, Grootfontein in den Nordosten Namibias bis zum Grenzfluss Kavango nahe der Stadt Rundu. Die Distanz dorthin ist mit 750 km und einer reinen Fahrzeit von 8 Stunden beträchtlich. Erster Halt war Tsumeb die Kupferminen-Stadt, die schon am Vormittag erreicht wurde. Sie zeigte sich von weitem mit ihrem Industriedenkmal, dem stillgelegten Förderturm. Die Stadt liegt im sogenannten Kupferdreieck und für namibische Verhältnisse auch in einem vorteilhaften Niederschlagsgebiet, das intensiven Ackerbau zulässt. Durch ihre herrliche Jacaranda Baumblüte im südafrikanischen Frühling wird sie auch oft als Gartenstadt bezeichnet. Um 1900 begann eine deutsch-englische Minen- und Eisenbahngesellschaft mit dem industriellen Abbau von Kupfererz. Außerdem war die Gegend mit reichhaltigen Blei- und Zinkvorkommen und über 200 seltener Mineralienfundstellen bestückt. Mit der Fertigstellung einer Eisenbahnlinie nach Swakopmund am Atlantik erlebte das ganze Umland von Tsumeb im Jahre 1906 einen steilen wirtschaftlichen Aufstieg. Im Mineralogischen Museum von Tsumeb kann man ihre Geschichte in allen Nuancen erleben. Die Reise ging weiter, zunächst Richtung Osten und kurz vor Grootfontein bogen wir rechter Hand in eine Schotterpiste ein, die uns zu einem ganz außergewöhnlichen Ort brachte. Es ist die Fundstelle des sogenannten „Hoba Meteoriten“. Er ist der größte Meteorit der bislang auf unserer Erde gefunden wurde. Mit fast 60 Tonnen liegt dieser quadratische Eisenkoloss auf dem Gelände der gleichnamigen „Hoba-Farm“. Er schlug hier vor etwa 80.000 Jahren ein und lag seltsamerweise bei seinem Fund

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im Jahre 1920 nur eine Pflugschartentiefe unter der Erde. Sein geschätztes Alter wird zwischen 190 und 410 Millionen Jahren vermutet. Nach der Besichtigung dieses einzigartigen außerirdischen Objekts führte unser Weg in die 1.460 Meter hochgelegene Kleinstadt Grootfontein. Im Jahre 1885 wurde sie von 40 Burenfamilien den sogenannten Dorslandtrekker, die aus dem Nordwesten Transvaals im heutigen Südafrika kamen, gegründet. Heute ist Grootfontein die zweitgrößte Stadt des bodenschatzreichen Otavidreiecks. Neben dem Anbau von Feldfrüchten, Rinderhaltung und Kupfererzabbau ist sie ein wichtiges lokales Wirtschaftszentrum, nicht zuletzt auch wegen ihrer guten Anbindung an das namibische Straßen- und Schienennetz. Die Nationalstraße B8 zum Beispiel, die von Zentralnamibia kommt und Grootfontein direkt passiert ist die wichtigste Straße in den Nordosten und die einzige Verbindung in den „Trans-Caprivi-Corridor“. Eine essentielle Lebensader für das Vierländereck Botswana, Simbabwe, Sambia und Namibia. Ihre Besonderheit ist die Streckenführung bis nach Rundu an der Grenze zu Angola. 260 Kilometer absolut geradeaus und zusammen mit ihrer flachen monotonen Landschaft für jeden Fahrzeuglenker eine echte Herausforderung. Erst etwa 50 Kilometer vor Rundu, übrigens der zweigrößten Stadt von Namibia, wird die Straße links und rechts durch kleine Rundhüttendörfer und deren Bewohner etwas lebendiger und sinnenbetonter. Schließlich kamen wir am frühen Abend müde und ausgelaugt in unserer Lodge an, die direkt am Kavango Fluss liegt. Ein prachtvoller afrikanischer Sonnenuntergang entschädigte uns für die Mühen des langen Tages.


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HauptstraĂ&#x;e nach Tsumeb


Blühende Jacaranda Bäume in der „Gartenstadt“ Tsumeb

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Auf dem Weg nach Grootfontein


Die Piste zum Hoba Meteorit

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Baumschlagschatten beim Hoba Meteorit


Der Hoba Meteorit - ein 60 Tonnen Koloss aus dem All

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Die 260 Kilometer Asphaltgerade ...


... nach Rundu an der angolanischen Grenze

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Dorf bei Rundu


Dorfjugend am Samstagabend

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Kinder am Kavango Fluss


Die Nacht legt sich langsam Ăźber die Taranga Safari Lodge

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Durch den Caprivi Streifen Schon früh am Morgen verließen wir unsere Zeltlodge-Behausung am Kavango River. Der Tag schien heiß zu werden und mit dem trockenen Wüstenklima war es nun vorbei. Mit Eintritt in den Caprivi Streifen erwartete uns eine andere Klimazone, die wesentlich mehr Luftfeuchtigkeit in sich trug als die bisherigen Wüsten und Trockensavannen. Die vom Norden einströmenden Flussgiganten wie Kavango, Okavango und Kwando sind Grund für diesen abrupten Klimawechsel. Sie durchqueren den Caprivistreifen nach Süden hin und werden von Sümpfen und Auwälder begleitet. Wasserreiche Landschaften verwandeln sich in tropisch, üppige Gefilde und neue exotische Tierarten wie Krokodile, Hippokolonien oder Wasserbüffelherden bereichern von nun an die neuen Tierwelten. Wir durchquerten Rundu die Haupstadt der Kavango Region und nahmen mit der Nationalstraße B8 Kurs auf den Caprivi Streifen. Vorbei an kleinen Dörfern, die sich teilweise hinter hohen Schilfzäunen verschanzten, fuhren wir auf dem gut ausgebauten Highway, Richtung Osten. Am Straßenrand wurden Schilfrohrbündel verkauft und man ahnte, dass sie von nahen Tümpeln oder Sümpfen stammten. Es ist Sonntag und einige Bewohner liefen mit Stühlen ausgerüstet zu ihren Kirchen. Der Weg durch den westlichen Teil des 40 km breiten Caprivi Streifen fängt hier an und ist bis zu seinem Ausgang 220 Kilometer lang. Mittendurch führt der seit 1998 asphaltierte Trans-CapriviHighway, der den hier beginnenden Bwabwata National Park in zwei Hälften hart teilt. Das langgezogene Wildreservat wird westlich begrenzt vom Okavango und auf der östlichen Seite vom Kwando River.

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Kurz nach Eintritt in den Caprivi Streifen wurde unsere Fahrt durch eine Reifenpanne jäh unterbrochen. Wir hatten Glück und konnten noch das Fahrzeug ohne fremde Hilfe bis zur nächsten und einzigen Rast- und Tankstelle bringen, die nahe bei Divundu lag. Nach kurzer Suche war auch ein kompetenter Monteur mit Werkstatt gefunden und die Reparatur konnte erfolgen. Diese kleine Zwangspause gab auch Gelegenheit sich im Supermarkt der Rastanlage mit kühlen Getränken zu versorgen um danach ein wenig das Umfeld zu erkunden. Nahe der Tankstelle hatte ich drei Jungs entdeckt, die ihren Spaß im Führerhaus eines abgestellten Autowracks hatten. In ihrer Spielphantasie hatten sie den schrecklich vermüllten Platz vollkommen ausgeblendet und saßen ausgelassen und total glücklich hinter einem alten Steuerrad. Ich machte von ihnen ein paar Fotos und ließ mich von Ihrer Glücksstimmung anstecken und vergaß dabei selbst die ärgerliche Wartezeit an diesem unwirtlichen Ort. Nach knapp drei Stunden ging die Reise weiter. Kurz nach Divundu überquerten wir die Brücke über den Okavango oder wie er hier noch heißt - Cubango, bis er sich 40 Kilometer weiter immer mehr verbreitert und zum berühmten Okavango Delta mutiert, um dann schließlich in der riesigen Sickerzone der Kalahari zu verschwinden. Die Popa Falls waren hier in unmittelbarer Nähe. Doch leider konnten wir die breiten Stromschnellen des Okavango, der hier ein Felsenriff durchläuft, nicht mehr besuchen. Schade, der Zwangsaufenthalt ließ uns kein zusätzliches Zeitfenster übrig. Ohne Pause durchfuhren wir dann die gerade Strecke bis zum Kwando River, den wir am späten Nachmittag erreichten.


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Dorf im Caprivi Streifen


Trockene SchilfgrasbĂźndel zum Verkauf

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Sonntagmorgen in einem Caprivi Dorf


Auf dem Weg zur Kirche

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Fischhändler an der Tankstelle


Caprivi Mädchen mit Sonnenschirm

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Wohnen im Caprivistreifen


ZivilisationsmĂźll am Caprivi Highway

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Spielende Jungs ...


... im FĂźhrerhaus eines Autowracks

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Am Kwando River Ein langer Fluss kann viele Namen haben. Zumal wenn der Fluss mehrere Länder durchfließt und dabei auch als grenzbestimmender Faktor dient. Der Kwando River steht hier exemplarisch für das Phänomen der Namensmodifikation. Er hat eine Länge von 1.500 km und entspringt im Hochland von Angola. Auf seiner ersten Wegstrecke heißt er Cuando fließt in südöstliche Richtung und folgt dann der Grenze Sambias. Bei Eintritt in den namibischen Caprivi Streifen wird er zum Kwando und folgt südöstlich der botswanischen Grenze und macht weiter südlich einen schlagartigen Dreh nach Nordosten. Er beschreibt dabei wieder genau den Grenzverlauf zwischen Namibia und Botswana und wechselt zweimal seinen Namen. Vom Knick ab heißt er Linyanti und auf halber Strecke wird er zum Chobe River. Bis er im Vierländereck von Sambia, Simbabwe, Botswana und Namibia als Nebenfluss noch vor den Victoria Falls in den großen Sambesi mündet. Wir erreichten am späten Nachmittag das Camp Kwando. Exakt am Ausgang des Caprivi Korridors und im Eckwinkel zur Grenze nach Botswana liegt unsere neue Lodge. Wunderschön gelegen stehen die einzelnen

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Cottages in afrikanischer Manier am Fluss. Nicht nur sie, das gesamte Lounge Gebäude mit Bar, Essplatz und Terrasse gewähren in erhöhter Lage einen schönen Blick auf die Flusslandschaft mit ihrem üppigen Uferbewuchs. Als wir ankamen, erreichte uns das letzte warme und grellstrahlende Licht der tiefstehenden Sonne und hieß uns in gelungenem Ambiente willkommen. Wir fühlten uns vom ersten Augenblick an nicht fremd und genossen das naturbelassene Umfeld dieser Tropenlandschaft. Wie Schirme schützten uns grüne hohe Baumkronen auf dem ganzen Camp Gelände. Auf der anderen Seite des Flusses erstreckte sich über dem Ufer eine wohltuende Wildnis mit hohen Gräsern und filigranen Baumgruppen. Bunte exotische Vögel zierten ihre Aststrukturen und bald beherrschte die untergehende Sonne mit ihrem sich verändernden Farbspektrum, die ganze Gegend mit ihrem Lichtzauber. Beim Einsetzen der Dunkelheit hoben sich nur noch Vogellaute und Schilfgeräusche von der Stille des Flusses ab. Unten im seichten Wasser huschten noch ein paar Wasservögel durch das Papyrusdickicht und am Ende legte sich die laue Nacht langsam über diese sanften Harmonien.


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Gelungenes afrikanisches Ambiente ...


... auf der Terrasse im Camp Kwando

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Baumlandschaft am Kwando


In der Schilfzone des Kwando

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Schöne Papyruspflanzen an den Flussrändern


Filigrane Papyrus Dolde

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Schattenspendende grĂźne Baumkrone im Camp Kwando


Frühling für zwei Scharlachspinte (Merops nubicus)

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Safari im Mudumu N.P. Kurz nach Sonnenaufgang befanden wir uns zu sechst auf den glatten Lederpolstern des offenen Geländewagens. Die befestigte Straße bis zum Mudumu Parktor wurde vom Fahrer recht zügig zurückgelegt, was zur Folge hatte, dass sich die Morgenluft im rauhen Fahrtwind an Gesicht und Händen doch recht kalt anfühlte. Nach der Toreinfahrt erwartete uns noch ein kurzes Stück Teerstraße, das aber schon von einigen Tieren links und rechts belagert wurde. Die letzten Tiere einer größere Elefantenherde mit Jungtieren passierte gerade noch gemächlich den Asphaltbelag, um im seitlichen Buschgelände zur restlichen Herde zu gelangen. Unser Fahrer im Rasta Look kannte sich gut aus und zeigte uns überall versteckte Tiere. Er erklärte den Park und identifizierte all die von uns unerkannten Tiere, während er routiniert die tiefen Spurrillen der Sandpiste beherrschte. Wir wissen jetzt, dass der Park erst 1990 gegründet wurde und das wildreiche Savannengebiet östlich des Kwando River auf namibischem Boden schützt. Im Nordosten ist dagegen eine trockene Buschsavanne, die idealer Standort für Mopane-Bäume ist. Als Hülsenfrüchtler liefern sie die Lieblingsnahrung für Elefanten. Im Südwesten ist der Park von den Linyantisümpfe geprägt. Für namibische Verhältnisse eine ungewöhnliche

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Landschaftsform in der Schilfrohrinseln und feuchtes Schwemmland das Gebiet kennzeichnen. Ihre Südgrenze ist gleichzeitig auch die Staatsgrenze von Namibia zu Botswana. Im Park selber gibt es ausschließlich nur Sandpisten, die nur von robusten geländetauglichen Allradfahrzeugen befahren werden dürfen. Der Mudumu Nationalpark ist wegen seines tropischen Klimas, seiner Abgeschiedenheit und seiner Malariagefahr vom großen Touristenstrom verschont geblieben. Man kann aber in seiner relativ kleinen Ausdehnung von 1.000 Quadratkilometer nicht nur die Big Five sehen, sondern auch viele andere seltene Spezies finden und bewundern. An den zahlreichen Flussgebieten sind Flusspferde, Wasserbüffel, Krokodile und über 400 Vogelarten beheimatet. In einigen ausgewiesenen Beobachtungsständen kann man ohne Gefahr auch zeitintensivere Wildtierbetrachtung praktizieren. Wir hatten das Glück beispielweise ein seltenes Rudel von Wildhunden mit ihren löffelartigen Ohren zu beobachten. Schlangen, Reptilien, Affen, Zebras, Antilopen alles was Afrika an Tieren zu bieten hat, sind in diesem großartigen kompakten Wildreservat vereint.


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Ein kurzes Stück Asphaltstraße in den Mudumu National Park


Klein aber schon angriffslustig!

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Im Rasta Look zur Safari Pirsch


Mudumu Elefant

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Mohrenklaffschnabel (Anastomus lamelligerus)


Mohrenklaffschnabel im raschen Abflug

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Afrikanischer Gänseflug


Mudumu Idylle mit Hippo

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Mudumu Baumlandschaft


Kwando Uferstreifen mit Impalas

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Scharlachspint (Merpos nubicoides)


Mausohr-Langfaden (Combretum paniculatum)

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Elefanten Tränke am Kwando


Hagedasch (Bostrychia hagedash) aus der Famile der Ibisse

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Mudumu Elefantenherde


Afrikanische Wildhunde sind mit dem Grauwolf verwandt

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Bootsfahrt auf dem Kwando Der Kwando Fluss spielt für den gesamten Lebensraum dieser Region eine fundamentale Rolle. Flora und Fauna sind abhängig von seiner intakten Ökologie und der richtigen Wassermenge, die er Jahr für Jahr aus dem Bergland Angolas bekommt. Selbst bei großen Niederschlagsmengen hat der Kwando Regulierungsmöglichkeiten. Ein Netz von vielen Wasserarmen kann dann sein Wasser bis zum Okavango bringen oder er lässt weiter im Süden kleine Sumpfgebiete entstehen. Diese Biotope werden von vielen Vogelarten als Brutstätten sehr geschätzt. Bei länger anhaltender Trockenheit allerdings würde es gleich anders aussehen. Die Natur würde in einen Stressmodus fallen und hätte keine Rezepte einen längeren Zeitraum ohne Opfer zu überstehen. Bei normalem Wasserstand aber, ist der Fluss ein Paradies für Mensch, Tier und Pflanze. Es ist Nachmittag und die Hitze wurde erträglicher. Wir stiegen in ein Boot mit Aussichtplattform und fuhren in gemächlicher Fahrt den Kwando in Richtung Süden hinunter. Anfangs hat der Fluss noch eine stattliche Breite, was sich aber nach ein paar Kilometer änderte. Vorbei ging es zunächst an den reetgedeckten Hütten unserer Lodge und unsere Blicke konzentrierten sich mehr und mehr auf das vor uns liegende mäandernde Flussgebiet. Hohe Baumbestände begrenzten beide Uferseiten und freundliche einheimische Menschen winkten uns am linken Flussufer zu. Es war schön anzusehen wie sie als Fischer oder Sammler ihrem Tagwerk nachgingen. In den Uferregionen waren Nistplätze von vielen Vogelarten zu bestaunen und weiter landeinwärts sahen wir einen Baum, der eine orangefarbene Krone trug, die

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er von Webervögeln erhalten hatte. Es sind wahre Architekten wie sie im Geäst der Bäume phantastische Konstruktionen aus Gras und Schilf bauen. Rechts oberhalb einer Böschung lag im warmen Sand ein unheimliches Krokodil und wartete in heimtückischer Starre auf seine Beute. Bugvoraus in einer Entfernung von etwa 25 Meter sichteten wir eine vielköpfige Hippo-Kolonie, die sich nur aus Augen- und Ohrenpaaren zusammensetzte. Der Rest ihrer dicken Leiber war unter Wasser. Als wir uns in einem bestimmten Abstand zu ihnen befanden, tauchten sie wie auf Kommando alle ab und waren nicht mehr gesehen. Unter Wasser sind diese 4-Tonnen Kolosse wendig und geschickt. Ihren enormen Nahrungsbedarf holen sie sich nachts in den grasbewachsenen Uferstreifen. Im Gebiet des Kwando waren auch einige große Herden von Wasserbüffeln unterwegs. Sie weideten versteckt im mannshohen Schilf, wo sie kaum zu entdecken waren. Nur als der Abend nahte, sah man sie dann dicht gedrängt am seichten Uferrand bei der Tränke. Am Umkehrpunkt unserer Bootstour sahen wir die lichten Astreihen eines hohen Baumes besetzt von Geyern, die Ausschau hielten nach Aas. Und als die rote Sonne allmählich in den Horizont eintauchte, wurden die Landschaften ringsum zu feingliedrigen Silhouetten. Der Wohlklang des Vogelgesangs erfüllte die ganze Umgebung. Unser Boot gleitete jetzt lautlos über die glatte Wasseroberfläche und erzeugte hinter uns einen weichen rotschwarzen spiegelnden Wellenteppich. Als wir wieder aus dem Boot stiegen waren wir sehr beeindruckt vom Zauber dieses tiefen Naturerlebens.


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Die reetbedeckten HĂźtten vom Camp Kwando


Kwando Ufer mit knorriger Baumlandschaft

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Kwando Fischer


Winkende Frau mit Angelrute

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Papyrus Stillleben


Webervรถgel Gemeinschaftsnest

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Krokodil in Lauerstellung


Flusslandschaft

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WasserbĂźffel Herde im Licht der untergehenden Sonne


Abendstimmung mit Papyrus Ufer

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Kapgeier


Abflug vor der Nacht

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Abendstille


Die Pracht eines afrikanischen Sonnenuntergang

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Bevor die Nacht kommt ...


... verzaubert die Abendrรถte den Fluss

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Das Volk der Mafwe Nach mündlichen Überlieferungen zufolge geht die Geschichte der Mafwe vage zurück bis ins 16. Jahrhundert. Erst die Kolonialmächte dokumentierten Ende des 19. Jahrhunderts genauere Daten ihrer Kulturgeschichte. Nach diesen Angaben wanderte das Volk der Mafwe im 18. Jahrhundert in die heutige namibische Caprivi Region ein. Und verwalteten unter ihren Chiefs der Mamili Dynastie, das Gebiet um den Fluss Mashi. Die Mafwe bilden bis heute eine „traditionelle Gemeinschaft“ ohne politischen Hintergrund. Mit einer selbstorganisierten Verwaltung und eigener Rechtsprechung haben sie auch ein regierendes Oberhaupt. Er heißt Chief George Simasiku Mamili und hat den Rang eines „Königs“. Das Mafwe Volk setzt sich aus unterschiedlichen Clans zusammen. Die Zugehörigkeit zu speziellen Clans ist erkennbar am Dialekt der Sprache und spezifischer Kleidungsformen. Auch unterschiedliche Essgewohnheiten unterscheiden sich von Clan zu Clan. Die Mafwe leben seit jeher von Fischerei, Ackerbau und Viehzucht. Sie fertigen

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sich allerlei Waffen für Jagdzwecke und bauen erfindungsreich besondere Tierfallen um zu überleben. Als kreative Kunsthandwerker stellen sie wunderschöne Körbe und Matten aus Bast her und haben Techniken entwickelt zur Herstellung von Werkzeugen und Musikinstrumenten. Das Wissen wird zum großen Teil mündlich weitergegeben. Dazu gehört auch das Wissen über Pflanzen und Tiere. Sie kennen ausgezeichnet den medizinischen Nutzen verschiedener Pflanzen und Früchte und verfügen daher auch über zahlreiche Heilmethoden. Etwa 20 Kilometer von Kongola entfernt am Kwando Fluss wird ein vorkoloniales authentisches Dorf durch ein sogenanntes „Living Museum“ präsentiert. Mit Engagement und Inbrunst zeigen sie dort ihre Tänze, Spiele und Riten zusammen mit vielen Objekten ihrer Handwerkskunst. Sie kommunizieren mit Stolz und Würde ihre traditionellen Werte und afrikanische Wurzeln. Es macht Spaß sie kennenzulernen.


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Mafwe Dorf


Eintritt in den Kraal

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Mafwe Mutter mit Kind vor ihrer HĂźtte


Spielendes Mafwe Kind

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Zwei Mafwe Männer machen ein Spiel im Sand


Älterer Mafwe mit seinem Musikinstrument

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Mafwe trommeln zum Tanz


Mafwe Ältester mit Maracas

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Frรถhliche Mafwe Frauen beim Tanz


Tanzende Mutter mit Kind

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Früchtekerne als Bausteine für Schmuck


Mafwe Frau konzentriert sich auf ihre Arbeit

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FrĂźhe Tanzschritte


Mafwe Dorfbewohner verabschieden sich von uns

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Caprivi Historie Betrachtet man Namibia rein grafisch auf einer Landkarte stellt man fest, dass die östliche und nördliche Grenze fast komplett mit dem Lineal gezogen wurde die restlichen Konturen sind natürlichen Ursprungs wie Atlantikküste und verschiedene Flussläufe. Einzige Ausnahme die schmale zipfelförmige Ausformung im Nordosten des Landes in der vier Länder an Namibia angrenzen. Diese Ausbuchtung hat keine geographische, sondern eine geopolitische Ursache. Dazu muss man aber 130 Jahre in die Vergangenheit zurückgehen. In dieser Zeit hieß das Machtinstrument für viele Länder Kolonialisierung. Der afrikanische Kontinent wurde vom europäischen Imperialismus geprägt. Die Länder Afrikas wurden aus machtstrategischen und wirtschaftspolitischen Erwägungen einfach verteilt ohne große Gegenwehr der betroffenen Bevölkerung. Schließlich endete dieser kuriose und inhumane Verteilprozess im Ersten Weltkrieg. Die tiefgreifenden Folgen sind teilweise bis heute noch spürbar. Das Land Namibia soll hierfür als Beispiel dienen und ausschnitthaft im geschichtlichen Kontext erscheinen. Rheinische Missionare hatten in den Jahren um 1840 in religiöser Absicht einige Stationen oberhalb der Kapkolonie im Westen errichtet. Diese Region war nur dünn von Nomaden besiedelt. Der deutsche Kaufmann Adolf Lüderitz aus Bremen hörte vom Sohn des Missionars Carl Hugo Hahn, der in Südwestafrika tätig war, dass man Land günstig in der Bucht von Angra Pequena erwerben könnte und damit auch Zugang zu etlichen Bodenschätzen hätte. Im Mai 1884 kaufte er zum Spottpreis und mit dem sogenannten „Meilenschwindel“ vom Volk der Nama ein großes Stück Land. Er hatte hernach mit Widerstand seiner Vertragspartner zu rechnen. Also wandte er sich an den deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck und

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bat um Entsendung einer Schutztruppe. Allerdings stand Bismarck anfangs Kolonialbestrebungen skeptisch gegenüber. Doch als er hörte, dass die Briten eine Kapkolonie bis an die Grenze Portugiesisch-Westafrika (das heutige Angola) schaffen wollten, stellte er das Gebiet sogleich unter deutschen Schutz. Wenig später 1884 wehte die Reichsflagge über Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia. Der Anfang der Kolonialisierung war vollzogen. Doch das bedeutete auch, dass man von nun an in Konkurrenz zu den britischen Machtstreben im südlichen Afrika stand. Deutsch-Südwest war eine Kolonie reich an Bodenschätzen und im Nordosten entstanden Kupfer- und Zinkminen, die es industriell abzubauen galt. Um einen guten Abtransport zu gewährleisten, erbaute man ein Straßen- und Schienennetz. Das reichte von Grootfontein im Nordosten bis nach Swakopmund im Südwesten am Atlantik. Im Jahr 1890 ernannte der deutsche Kaiser Wilhelm II. den ehemaligen General Leo von Caprivi zum Nachfolger des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Mit seiner Strategie eine territoriale Verbindung zwischen der südwestafrikanischen Besitzung mit Deutsch-Ostafrika zu schaffen, handelte Caprivi einen klugen Vertrag mit England aus. Noch im Juli 1890 kam es zum dem „Helgoland-Sansibar-Vertrag.“ Nach dem Vertragsinhalt verzichtete das Deutsche Reich auf Witu, ein Sultanat im heutigen Kenia und auf Sansibar eine Insel vor Tansania. Im Gegenzug erhielt das deutsche Reich die Insel Helgoland und die Kolonie Deutsch-Südwestafrika einen Zugang zum Sambesi. Auf Initiative des deutschen Gouverneurs der Kolonie wurde der 460 km lange und 30 km breite Korridor entlang von Angola und Sambia als Caprivi Zipfel bezeichnet. Erst 1909 wurde der Caprivi Zipfel in Deutsch-Südwestafrika eingegliedert. Ab 1970 entwickelte das unter der Herrschaft der südafrikanischen Apartheidsregime stehende Land, die Homelands Kavangoland und Ostcaprivi. Nach der Unabhängigkeit Namibias wurden die Regionen neu geordnet und ab 2013 wurde dann die Region „Caprivi“ in „Sambesi“ umbenannt und der westliche Teil in Kavango Ost. Trotz aller administrativer Namensänderungen hat sich der Name Caprivi Zipfel für die Allgemeinheit zumindest im internationalen Tourismus bis heute gehalten.


Herausgeber Don Artworks Fotografie + Text Friedrich Don © Don Artworks 2020

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Caprivi Tour 1 - Namibia by Don Artworks - Issuu