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Memento mori mal anders
Über den positiven Umgang mit dem Tod
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Memento mori mal anders
Über den positiven Umgang mit dem Tod
Mentale Gesundheit –was sie angreift und was uns stärkt
Kreative Hilfe fürs Gehirn
Sketchnotes verbessern die Merkfähigkeit
Herausforderung Killer-Roboter
Neue Ethik-Reihe greift aktuelle Themen auf




Der anhaltende Krieg in der Ukraine verursacht Leid und Zerstörung. In dieser Situation ist es wichtig, sich um die seelische Not von Kindern und Jugendlichen zu kümmern. Im Großraum Kyiv unterstützt das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis 23 „kinderfreundliche Räume". Hier betreuen Fachleute die Kinder psychologisch, um ihnen bei der Bewältigung ihrer traumatischen Kriegserfahrungen zu helfen.
Unterstützen Sie die Arbeit von Renovabis mit Ihrer Spende!

Mehr Infos und Spendenmöglichkeit www.renovabis.de/kinder-ukraine




5 WIE WAR‘S?
„Mehr als alles“ – Das Saisonthema zur Spiritualität
6
WENN AUS FÜLLE LEERE WIRD
Mentale Gesundheit – was sie angreift und was uns stärkt
10
IN EINER GUTEN BEZIEHUNG MIT DER EIGENEN UMWELT
Angriffen auf unsere mentale Gesundheit sind wir nicht hilflos ausgeliefert
12
HEILSAMES HÖREN
Warum es wichtig ist, Menschen zu haben, die „ganz Ohr“ sind
14
… UND WIE AUS LEERE FÜLLE WIRD
Impulse und Angebote für die Fastenzeit
15











16
DEMOKRATIE & ETHIK
• Der Erfolg der AfD in Bayern
• Automatisierte Waffensysteme
18
KOMPETENZZENTRUM
DEMOKRATIE UND MENSCHENWÜRDE
• Die katholische Kirche und die radikale Rechte
19
INTERKULTURELLE BILDUNG
• Das Ringen um die diversitätssensible Gesellschaft
20
RELIGION & KIRCHE
• Assistierter Suizid • Kirche & Demokratie
22
UMWELT & NACHHALTIGKEIT
• Klimakrise • Recht auf das eigene Auto?
24
KULTUR & KREATIVITÄT
• Held:innen • Sketchnotes
26
PERSÖNLICHKEIT & PÄDAGOGIK
• Künstliche Intelligenz • Beziehung und Bildung
28
WERKSTATT ZUKUNFT
• Ist die KI wirklich autonom?

• Dr. Claudia Pfrang Direktorin der Domberg-Akademie cpfrang@ domberg-akademie.de
as Jahr hat gerade angefangen, und schon wieder bin ich im Hamsterrad. Sie auch? Angesichts der Fülle an Aufgaben und Terminen rücken die guten Vorsätze schnell in den Hintergrund. Leider. Dazu der Mental Load, die unsichtbaren To-dos, die es tagtäglich abzuarbeiten gilt: Ist genug Brot zu Hause? Welcher Geburtstag steht an? Was braucht die betagte Verwandte … Und immer stellt sich die Frage: Wie gelingt es, Zeit für meine Herzensanliegen zu haben?
Lauter neue Gesichter
im Team der Domberg-Akademie finden Sie am Ende dieser Ausgabe. Es hat sich einiges getan. Schauen Sie selbst!
• Seite 34
Das Leben ist prall gefüllt, und nach einer kurzen Zeit der Entschleunigung in der Corona-Zeit scheint das Leben für die meisten Menschen noch voller geworden zu sein. Es gilt, analoges und digitales Leben täglich zu vereinen. Wir sind oftmals auf so vielen Kanälen unterwegs, dass uns kaum noch Zeit für das „wirkliche Leben“ bleibt. „Die selbstverständlich gewordene Fülle an Mails und Nachrichten, die mediale Informationsflut und kommunikative Beanspruchung sorgen für immer mehr fehlende Zeit und mentale Überlastung. Zugleich suggerieren sie eine stete Fülle der Zeit, auch wenn diese sich zunehmend entleert anfühlt. Gehetzt und zeitlich eng getaktet, verlieren wir leicht den Sinn für Gewichtung und Priorität, das Gespür für uns selbst und andere im ständigen Zuviel“, analysiert treffend meine Kollegin Karin Hutflötz in ihrem Artikel zum Saisonthema Wenn aus Fülle Leere wird ab Seite 6.
Dies führt zu einer Zunahme an psychischen Krankheiten. Insbesondere bei Jugendlichen ist die Zahl erschreckend gestiegen. Die Sehnsucht nach Leben, nach mehr Zeit für sich und die Beziehungen zu Menschen, die mir wichtig


sind, wo findet sie Erfüllung und Raum zur Realisierung? Haben Sie dafür eine Lücke in Ihrem Terminkalender? Ich habe mir tatsächlich angewöhnt, Freiräume in meinem Kalender zu notieren, um dem Leben die gleiche Wichtigkeit zu geben wie all den vielen beruflichen Verpflichtungen. Die Frage, wie wir zu einem erfüllten, gelingenden Leben finden – theologisch gesprochen: zu einem Leben in Fülle (Joh 10,10) –, gehört für mich zu den Fragen, denen wir uns gerade um des eigenen Daseins willen stellen müssen. Doch was meinen wir damit? Wie sieht ein Leben in Fülle aus? Psalm 23 gibt eine Ahnung davon:
Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.
Wer sehnt sich nicht nach grünen Auen und Ruheplätzen am Wasser! Wo sind unsere? Wo haben wir unverplante Zeit, offene Augen und Ohren für das, was um uns herum geschieht? Wo können wir noch „Löcher in die Luft“ schauen, positiv verstandene Langeweile aushalten, die innere Leere zulassen, um zur Ruhe und nach innen zu finden, um neu gefüllt zu werden mit Gedanken, Ideen, Kreativität … Wir sollten uns (und auch den Kindern) öfter Langeweile zumuten. Nach einer vollgestopften Woche einfach dasitzen, sich nicht digital ablenken. Staunen über das, was sich in der Woche ereignet hat.
Das erfüllte Leben, so beschreibt es der Psalm in bildreicher Sprache, ist aber nicht nur das Leben voller glücklicher Augenblicke. Das Durchwandern eines finsteren Tals gehört dazu. Manchmal braucht es den Mut, sich den tiefsten Tiefen zu stellen im Vertrauen darauf, dass man nicht alles allein schaffen muss. Wer kennt nicht das erfüllende Gefühl, einen Bergaufstieg gewagt und geschafft zu haben. „Leben in Fülle“ ist kein Wellness-Programm, aber ein Weg zu mehr Bewusstheit, ein Weg zu sich selbst und zu anderen, ein Weg in Verbindung mit den Menschen und darüber hinaus: eine Verheißung. Man muss es suchen und finden können – in der Schönheit der Natur, in der Begegnung mit Menschen und mit dem Mehr als alles.
Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr viele erfüllende Momente auf dem Weg zu Ihrem Leben in Fülle!
Ihre
„An der Technologie stellen sich die wichtigen Fragen der Menschheit“
Das sind Fragen wie: Was ist der Mensch? Wie handelt er richtig? Ändert sich sein Verhältnis zu Gott?
Das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz wirft diese Fragen besonders auf und prägt daher unsere Bildungsarbeit. In dieser Ausgabe finden Sie Gedanken zum Thema an diesen Stellen:
demokratie & ethik Krieg der Killer-Roboter?
Über Waffensysteme, die mit Künstlicher Intelligenz töten
∑ Seite 16
persönlichkeit & pädagogik Künstliche Intelligenz und Bildung
∑ Seite 26
werkstatt zukunft Ist die KI wirklich autonom?
Über unser Verhältnis
zur Technologie
∑ Seite 28
Das Saisonthema zur Spiritualität „Mehr als alles“ ist längst nicht vorbei // von claudia pfrang
Was ist eigentlich Spiritualität? Was meint jemand, wenn er oder sie sich als spirituell bezeichnet? Wie vielfältig kann sie sein, und kann es eine Spiritualität ohne Gott geben? Mit Fragen dieser Art haben wir uns im Herbst letzten Jahres auf Spurensuche begeben. Wir suchten danach, was Menschen heute hält und trägt, was für sie „mehr als alles“ ist. Gar nicht überraschend: Die Antworten darauf sind genauso vielfältig wie die Menschen, die Spiritualität erleben und beschreiben.
Geht man von der Bedeutung des Begriffs Spiritualität aus, so stößt man auf das hebräische rûah . , am Beginn der Bibel verbunden mit dem Schöpfungsgeschehen. „Der Geist des Herrn schwebte über dem Wasser.“ rûah ist ein schneller, heftiger Atem wie bei einer Geburt, er treibt an. Die rûah wirkt in Propheten, inspiriert und ist die Macht, die Menschen überkommt. Sie benennt Recht und Unrecht. Im Neuen Testament wird der Geist auch als Paraklet bezeichnet, als Beistand. Jesus handelt im Geist Gottes, er ist derjenige, der sichtbar macht, was es heißt: Gott geht mit uns und bleibt uns treu.
Wurde der Spiritualitäts-Begriff bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts relativ selten verwendet, so ist sein Gebrauch heute fast inflationär, was zu einer Unschärfe des Begriffs geführt hat.
Von manchen wird Spiritualität als Gegenkonzept zu Religion entworfen, wendet sich gegen die Starrheit und Dogmen von Religionen oder ihrer Institutionen. Andere verstehen Spiritualität als eine volkstümliche religiöse Praxis im Sinne angewandter Religiosität.
Für Atheist:innen ist Spiritualität weder esoterisch noch Teil der Religion. Vielmehr begreifen sie diese als das Bedürfnis nach einer gottlosen Mystik, die sich als existenzielle Wahrheit oder auch in einer Allverbundenheit äußert. Fast die Hälfte der Atheist:innen, so Prof. Eberhard Tiefensee bei der Veranstaltung Atheistische Spiritualität als Einladung zum Dialog, bezeichnet sich als spirituell, was oft an „außergewöhnlichen Erfahrungen“ festgemacht wird: Da ist von einem ozeanischen Gefühl die Rede, die Welt als Ganzes erscheint plötzlich in einem anderen Licht, das Gefühl der Unbegrenztheit bei einem Strandspaziergang löst die Erfahrung der Unermesslichkeit aus. Spiritualität wird oft als et-

SAISONTHEMA VON SEPTEMBER 2023 BIS JANUAR 2024
was beschrieben, das mir widerfährt, sich mir ereignet – nicht allein in einer Art blitzartiger Erlebniserfahrungen, sondern auch im beharrlichen Betrachten des Alltags. Nicht selten werden solche als ästhetische Erfahrung erlebt. So etwa beim Bestaunen eines Kunstwerks oder dem Hören bestimmter Musik.
Interessant ist, dass inzwischen auch in ganz anderen Kontexten die Kraft der Spiritualität für den Menschen erkannt wird, so im Konzept Spiritual Care. Hier versteht die Weltgesundheitsorganisation WHO den Begriff als Teil der Sorge für schwer kranke, bedürftige und sterbende Menschen.
Nicht selten ringen die Menschen angesichts dieser überwältigenden Erfahrungen darum, diese in eine angemessene Sprache oder auch nichtsprachliche Ausdrucksform zu bringen. Dabei können sie nicht immer auf ein entsprechendes Deutungsreservoir zurückgreifen. Und gerade das ist es, was christliche Spiritualität in ihrer Vielfalt so kostbar macht. Es hält eine ganze Menge an Riten bereit, die es erleichtern, Spiritualitätsformen auszuprobieren und die je eigene Form zu entwickeln.
Die Veranstaltung unter dem Titel Wege zu den eigenen Quellen mit der Provinzoberin der Schwestern der Congregatio Jesu in unserem Pop-Up in Nymphenburg und der Äbtissin von Venio machten deutlich: Spirituelles Leben wird im Alltag eingeübt. Es ist nicht zuletzt eine Lebenshaltung, die sich im konkreten Handeln zeigt. Dabei spielt das Aufgehobensein in einer Gemeinschaft eine entscheidende Rolle. Kriterien für eine gelingende Spiritualität sind, so wurde auf der Spurensuche immer wieder deutlich, ob sie zu mehr Leben führt und die Person in der Gestaltung ihres spirituellen Lebens autonom bleibt.
Einen Atem für das eigene Leben zu haben, zu wissen, was hält und trägt, ist wichtiger denn je in einer Zeit, in der der Boden unter den Füßen wankt. Daher wird unsere Spurensuche zur Spiritualität weitergehen. Wir werden Sie auch in Zukunft einladen, Ihre Kraftquellen zu entdecken und zu erschließen. •





Was macht uns krank – und wie können wir gesund werden? // von karin hutflötz
Die aktuellen Krisen schüren Ängste, beschweren die Seele und entziehen sich oft genug dem Verstehen. Sinn und Orientierung im Persönlichen wie Politischen gehen zunehmend verloren, ebenso das Vertrauen und die Verbundenheit zu sich selbst und anderen. Das betrifft immer mehr Menschen, vor allem immer mehr Kinder und Jugendliche. Aktuellen Zahlen zufolge leiden 70 Prozent zumindest phasenweise an Despression, Angst- und Essstörungen. Klimakrise und Krieg werden als Belastung empfunden, ebenso „toxische Beziehungen“ und zu viel Mental load, auf persönlicher Ebene Ghosten oder Bodyshaming. Es geht um Abwertung und Überforderung, Ignoranz und Beschämung. Der Ton wird allerorten rauer. Hass und Gewalt, Ängste und Ausgrenzung sind Teil unseres Alltags, nicht nur im Netz. Das wirkt sich negativ auf die mentale Gesundheit und persönliche Entwicklung aus, greift Menschen zuinnerst an und lässt sie sozial verstummen. Bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt, verwehrt Zugänge zu Bildung und sozialer Teilhabe und bestimmt zunehmend den Ton in politischen Debatten. „Wir denken, fühlen und streiten anders, seit wir dauervernetzt und überinformiert sind“, schreibt Eva Menasse in ihrem Buch Alles und nichts sagen von 2023. Das gefährdet die Demokratie und den Frieden im Kern und stellt das Gesundheits- und Bildungssystem vor neue Herausforderungen.
Wir verlieren leicht den Sinn für Gewichtung und Priorität
Man versucht, Auslöser und Gründe und einen besseren Umgang damit zu finden. Aber strukturelle Bedingungen – wie der Mangel an Zeit, Sinn und Bezügen – stehen dem entgegen. Auch die Arbeitswelt und Bildungspraxis sind voll mit oft als sinnfrei empfundenen Aufgaben, zugleich mit zu wenig Zeit für den hörenden Bezug zu sich selbst und den geteilten Blick mit ande-
ren. Sich dafür Zeit und Raum zu nehmen – das heißt konkret: sich bewusst Zeit zu nehmen für Stille, Ruhe und Kreativität – das tut nur, wer darauf vertraut, dass solche Zeit nicht leer und unnütz vertan ist, sondern ein wertvoller Schritt und unumgängliche Übung zum Gesundsein und Ganzwerden. Darauf zu vertrauen, fällt heute schwer.
Zu wenig im Blick ist Zeit als zentrale Ressource
Die selbstverständlich gewordene Fülle an Mails und Nachrichten, die mediale Informationsflut und kommunikative Beanspruchung sorgen für immer mehr fehlende Zeit und mentale Überlastung. Zugleich suggerieren sie eine stete Fülle der Zeit, auch wenn diese sich zunehmend entleert anfühlt. Gehetzt und zeitlich eng getaktet, verlieren wir leicht den Sinn für Gewichtung und Priorität, das Gespür für uns selbst und andere im ständigen Zuviel. Dafür steht der Begriff Mental Load, der neuerdings in aller Munde ist und die Belastung durch die immer vielfältigeren Dokumentations- und Koordinationsaufgaben meint – ein Preis der Digitalisierung und zunehmenden Bürokratisierung des Alltags.
Es bedeutet die Last der unsichtbaren Aufgaben, für die es kaum Anerkennung oder soziale Resonanz gibt. Die zunehmende Inhaltsleere und Bezugslosigkeit kosten uns Halt und Orientierung. Dann bleibt wenig Raum für den Blick auf das, was uns begegnet, geschweige denn für das menschliche Miteinander, für echte Begegnung und Gespräch. Die innere Unruhe, die daraus folgt, nimmt uns den Atem – geistig, seelisch wie auf körperlicher Ebene: Nicht zufällig sind Ängste und Panikattacken, Burnout und Depression die Symptome der Zeit.
Zeit ist zwar für jede:n das wertvollste Gut im Leben, deren Verfügbarkeit ist aber höchst ungleich verteilt, wie Teresa Bücker in ihrem Buch Alle_Zeit (2022) eindrucksvoll zeigt: Es ist ein Plädoyer für eine neue Zeitkultur, für mehr
Die junge Generation fühlt sich durch Krisen stärker belastet
Stress
Erschöpfung
Selbstzweifel
Antriebslosigkeit
Fragestellung: Erlebst du aktuell psychische Belastungen?
Quelle: Trendstudie „Jugend in Deutschland - 2023 mit Generationenvergleich“


„Das Menschenbild der Neuzeit und unser Selbstverständnis von Bildung sind hier ikonografisch grundgelegt“:
Albrecht Dürers Meisterstich „Melencolia I“ von 1514
soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn die Unverfügbarkeit über die eigene Zeit spricht Menschen die Selbstbestimmung ab und nimmt letztlich Würde, untergräbt das Sinngefühl und entwertet das Leben.
Mental Load ist das Gegenteil von seelischer Fülle und Lebendigkeit des Geistes. Es bedeutet nicht nur eine quantitative Überforderung im Kleinteiligen, sondern auch eine ständig zerhackte Zeit. So verfällt man zunehmend der „Verzweiflung der Endlichkeit“, die Sören Kierkegaard schon 1848 beschrieb, „dass man ganz endlich und (statt ein Selbst) eine Zahl, ein Mensch mehr, eine Wiederholung mehr in diesem ewigen Einerlei geworden ist“.
Statt sich hinreichend aufmerksam sich selbst und anderen gegenüber in der dafür nötigen Zeit zu verhalten, so dass der Augenblick Horizont und Weite gewinnt, klebt der Blick eng getaktet nur auf dem nächsten Schritt und To do. Mental gesund zu bleiben, verlangt aber reflexive (Atem-)Pausen und einen respektvollen Umgang mit der Eigenzeit der Dinge, erst recht im zwischenmenschlichen Bezug.
Was aber fehlt uns?
Was nimmt uns alle Kraft?
Ein wacher und wahrnehmender Blick wie ein offenes Ohr und Herz brauchen aber Geduld und Dauer. Gerade soziale und pädagogisch Tätige tragen schwer daran, dass ihre eigentliche Arbeit mit Menschen – Gespräch und Begegnung –zunehmend zu kurz kommt. Stattdessen verausgaben sie sich an Fake work (Brent D. Peterson), an Tätigkeiten, die nur der Verwaltung und Dokumentation des eigentlichen Tuns dienen, die letztlich dem Kontrollbedürfnis der Neuzeit geschuldet sind. Nicht den eigentlichen Zwecken dienen, nur Mittel sind zum Erfassen der Wirklichkeit, die sich im Letzten nicht erfassen lässt.
Was macht uns aber krank, in einer Welt, in der wir scheinbar (noch) alles haben? Albrecht Dürer hat mit seinem Meisterstich Melencolia I bereits 1514 das Grundgefühl unserer Zeit ins Bild gebracht. Am Ende des Mittelalters, in dem die Melancholie noch als Laster und Fluch galt, setzt er ihr zu Beginn der Neuzeit ein ambivalentes Denkmal, zeigt sie als Kehrseite einer um Perfektion und Berechnung, um vollkommene Erkenntnis und Weltgestaltung ringende, zugleich scheiternde Figur.
Das Menschenbild der Neuzeit und unser Selbstverständnis von Bildung sind hier ikonografisch grundgelegt. Hier kommt das autonome Subjekt ins Bild, das sich selbstermächtigt im technischen und geistigen Aufbruch in einer Welt vermeintlich ohne Gott und das sich außerhalb der Natur neu verorten muss. Ebenso im Bild sind die Pathologien der Jetzt-Zeit. Bis heute gilt Albrecht Dürers Stich als emblematischer Ausdruck für das existenzielle Befinden der Melancholie. Es bringt die Stagnation und das Grundgefühl von Sinnverlust, von ausweglos scheinender Bezugslosigkeit und innerer Leere unnachahmlich ins Bild.
Mentale Gesundheit gilt heute als Bildungsherausforderung der Zeit wegen der signifikant zunehmenden psychischen Belastungen und mentalen Überforderungssymptome, die sich in Burnout, Depression und Sinnkrisen äußern. Trotz unserer Erkenntnisse, Wissenszugänge und theoretischen Handlungsmöglichkeiten im Überfluss empfinden wir wie Dürer während seines Ringens an diesem Werk: „Unser blöd Gemüt kann zur Vollkommenheit nicht kommen.“ Daraus sprechen Trotz und Enttäuschung, dass das Heilsversprechen der Neuzeit – die vollständige Erkenntnis, das Ringen um Perfektion und Berechnung von Welt – seelisch nicht trägt, uns weder heil noch ganz werden lässt.
Was fehlt uns aber? Was nimmt uns alle Kraft? Woher kommt diese „maßlose Bitternis der Seele“ (Hugo von Sankt Viktor)? Die Antwort scheint auch schon im Bild. Diese mit körperlich großer Kraft und geistig mächtigen Flügeln, also mit allen Tools und Skills ausgestattete Figur, ist allein im Weltenmeer. In sich gekehrt und lustlos sitzt sie da, als ginge es um nichts. Ohne Bezug zu Umwelt und ohne Gegenüber hat der Reichtum der Mittel keinen Sinn und Zweck.
Echte Zwecke und tragende Ziele ergeben sich nur im Miteinander und Füreinander. Die Seele als Gesamtheit dessen, was das Fühlen und Wahrnehmen, Empfinden und Denken eines Menschen ausmacht, ist in heutiger Sprache ein integratives Prinzip: Ihr Gesunden bemisst sich an der Lebendigkeit wie an der Verbundenheit mit sich selbst und anderen. Insofern das Zusammenspiel von Körper und Geist gelingt, ist der Mensch beseelt. Insofern wir in wechselseitigem Bezug zu uns selbst und anderen stehen, ist die Welt und wird die Gesellschaft beseelt.


So wachsen wir in Verbundenheit und Vertrauen, weben gemeinsam am „Bezugsgewebe der menschlichen Angelegenheiten“, wie Hannah Arendt die politische Verwobenheit der Welt und des sozialen Miteinanders nennt. Jede:r einzelne, so formuliert sie in ihrem Hauptwerk Vita activa (1958), schlägt seinen Faden in dieses Gewebe. Welches Muster es ergibt, haben wir aber nicht in der Hand. Geschweige denn, dass wir die Welt machen könnten, wie sie uns gefällt, oder das große Muster der Geschichte im Ganzen verstehen.
„Eine anständige und nicht demütigende Gesellschaft“
Das ist aber kein Anlass zu Klage oder Resignation, im Gegenteil. Es macht Mut zu einer von Verantwortung und Vertrauen getragenen Haltung in Zukunft. Doch Vertrauen wächst langsam und nur durch positive Resonanz-Erfahrungen mit anderen. Wo Vertrauen schwindet, hat das psychische Belastungen und mentale Überforderung zur Folge: Oft ist das unsere einzige Antwort auf globale Unsicherheit, persönliche Umbrüche und politischen Wandel. Durch das Diktat der Angst und der Abschottung wirkt das bereits jetzt auf das Wahlverhalten und bestimmt die allgemeine Haltung zur Zukunft. Bildung kann dagegen im Vertrauen auf Gespräch und Resonanz bestärken. Insofern wir sie begreifen als Eröffnung eines Raums, in dem Zuhören, Beziehungsfähigkeit und Anstand geübt werden können. Wenn wir lernen, gesunde Angst oder berechtigte Sorge von lähmenden und krankmachenden Ängsten zu unterscheiden. Oder Scham zu würdigen als soziales Sensorium für den eigenen Wert und Grenze, aber
Beschämung und Ausgrenzung sofort zu ahnden, auf persönlicher Ebene wie im sozialen und politischen Miteinander. Es gilt unsere Ängste und Schamerfahrungen bei uns selbst und anderen – mit Geduld und Zeit – wahr- und ernst zu nehmen und trotzdem (oder gerade deswegen) einen guten Umgang mit Umbruch und Unsicherheit in einer Welt im Wandel zu finden. Um gemeinsame Wege auszuloten im Realen, jenseits einer das Denken lähmenden und das Handeln vermeidenden Angst, die letztlich der Illusion von Kontrolle und Berechnung von Selbst und Welt den Vorrang gibt. Stattdessen: „Ohne Gier und Sehnsucht, ohne Erwartung und Berechnung – geduldig sehen und ‚lesen lernen‘, was wirklich begegnet. Nicht deuten, nichts hineinlesen in die Dinge, sondern so lange hinschauen, bis das Licht hervorbricht“ (Simone Weil).
Nur im Vertrauen auf dieses Licht, das jeder Seele innewohnt, können wir angstfreier antworten auf die Herausforderungen der Zeit. Nur so lernen wir zu wachsen in der Verbundenheit mit allem Lebendigen und werden wir hörender für das unerschöpfliche Geheimnis des Getragenseins vom Leben selbst und seiner spirituellen, letztlich religiösen Dimension. Das kann auf personaler Ebene den Boden bereiten für eine „anständige und nicht-demütigende Gesellschaft“, nach Avishai Margalit erst die Voraussetzung für sozialen und politischen Frieden. •

Dr. Karin Hutflötz ist Referentin für Persönlichkeitsbildung bei der Domberg-Akademie


Hannah Arendt Vita activa oder Vom tätigen Leben Piper 2020 EUR 16,00

Teresa Bücker Alle_Zeit Ullstein 29. Februar 2024 EUR 14,99

Eva Menasse Alles und nichts sagen Kiepenheuer & Witsch 2023 EUR 22,00
Foto links: Echte Zwecke und tragende Ziele ergeben sich nur im Miteinander und Füreinander. Eine gesunde Seele bemisst sich an der Lebendigkeit wie an der Verbundenheit mit sich selbst und anderen

Wir sind permanent vielfältigen Einflüssen ausgesetzt, die unsere mentale Gesundheit angreifen.
„Wir behandeln nicht Symptome, wir behandeln Menschen“

Martin Pröstler ist Diplom-Psychologe und DiplomTheologe. Als Psychotherapeut, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker führt er seine eigene Praxis in München. Seit 2023 ist er zudem Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie.
gen, wie viel Bindung ein Mensch erfahren, welche Enttäuschungen oder Vernachlässigungen jemand erlebt hat. Das alles prägt sehr.
„Es geht um die individuelle Lebensgeschichte“
da magazin Sie haben jeden Tag mit Menschen zu tun, deren mentale Gesundheit angegriffen ist. Welche Krisen und Problemen sind das hauptsächlich? martin pröstler Auf der Symptomebene sind es die klassischen psychischen Störungen, meist Depressionen und Angststörungen. Dazu kommen Phänomene wie Essstörungen. Das ist dann aber schon speziell. Mir ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass das aber nur die Signale sind, die der Körper oder die Psyche funken. Aber wir behandeln ja nicht Symptome, wir behandeln Menschen. Es geht also immer darum, die individuelle Lebensgeschichte zu sehen und die Lebensmuster zu entdecken.
Welche Faktoren begünstigen psychische Störungen?
Das ist sehr vielfältig. Natürlich gibt es auch eine genetische Vulnerabilität, aber vor allem geht es um biografische Erfahrungen. In der Psychoanalyse schauen wir zurück bis in die frühe Kindheit. Da beschäftigen uns die Fra-
Wir erleben gerade, dass viele Gewissheiten wegbrechen. Gibt es auch mentale Angriffe oder Beeinträchtigungen durch die Vielzahl aktueller Krisen? Das würde ich klar bestätigen. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine, vor allem aber auch der Terror der Hamas sind in den Behandlungen Thema gewesen. Man muss aber aufpassen: Es gibt keine kausale Verknüpfung mit einer psychischen Störung. Psychische Gesundheit zeichnet sich dadurch aus, dass man mit Unsicherheit umgehen und Krisen bewältigen kann. Aber Menschen, die psychisch beeinträchtigt sind, können das oft nicht mehr. Sie können diese Krisen von ihrem persönlichen Leben nicht mehr trennen. Sie haben keinen Rückgriff mehr auf ihre Ressourcen.
Es müssen ja nicht gleich Kriege sein, die uns belasten. Welche gesellschaftlichen Phänomene beeinflussen die mentale Gesundheit noch?
In der Psychotherapie diskutieren wir intensiv die Korrelation zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen und psychischen Erkrankungen. Ein Beispiel, das uns mit Sorge erfüllt: Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft. Ich kann alles machen, ich bin nur selbst für mein Handeln verantwortlich. Das hat auf die psychische Struktur der Menschen unglaubliche Auswirkungen. Denn man erlebt dauernd, dass man nicht perfekt ist. Gerade bei jungen Menschen beobachten wir, dass sie sich ständig vergleichen: mit Peer Groups, mit der Freundin, mit dem Freund. Das kann problematisch werden und auf die Psyche drücken.
Aber diese Phänomene kennen wir doch schon seit Jahrzehnten: die Selbstoptimierung, der Leistungsgedanke, das Vergleichen. Was ist heute anders?
Die sozialen Medien haben das natürlich richtig verschärft. Hinzu kommt, dass wir in einer durch und durch psychologisierten Welt leben. Die Menschen kommen scheinbar hoch informiert in die Praxen. Gleichzeitig ist eine große Hilflosigkeit im Umgang mit diesen Informationen zu beobachten. Wenn mir suggeriert wird, dass es sozusagen für jedes Gebrechen eine App gibt, dann muss ich mich gar nicht auf eine tiefere Suche begeben: Was ist mein Muster? Was ist meine Struktur? Was habe ich in meinem Leben, das mir weiterhelfen könnte? Psychotherapie ist ein sehr individueller Prozess.
Wenn etwas nicht mehr so ist, wie es einmal war
Sind wir psychisch kränker als früher? Die psychischen Störungen nehmen zu, und wir diskutieren, warum das so ist: Werden die Menschen kränker oder diagnostizieren wir nur anders? Außerdem sind die Menschen sensibler für psychische Erkrankungen. Es könnte also sein, dass Psychotherapie einfach auch mehr beansprucht wird. Und damit steigen auch die diagnostizierten psychischen Erkrankungen.
Wie merkt man, dass man es alleine nicht mehr schafft und Hilfe braucht? Zum einen ist natürlich der persönliche Leidensdruck entscheidend. Die Menschen merken, wenn sie es nicht mehr alleine schaffen. Oft kommt auch die Rückmeldung aus dem Umfeld: Du hast dich aber verändert. Hier muss ich aber auch einschränken: Nicht jeder Liebeskummer ist gleich eine psychische Erkrankung. Manchmal gelingt es jedoch einfach nicht mehr, mit krisenhaften Ereignissen gut umzugehen. Und das merken die Betroffenen in der Regel schon, dass etwas nicht mehr so ist, wie es einmal war.
Wie merken die das?
Das hat zunächst oft körperliche Auswirkungen: Der Schlaf ist gestört,
Aber wir sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert // interview und protokoll von andré lorenz
man hat keinen Appetit mehr, die Sexualität kann nicht mehr erfüllt gelebt werden. Das sind spürbare, erlebbare Veränderungen. Bei Depressionen kommen sehr stark Stimmungen hinzu wie Antriebslosigkeit oder Lustlosigkeit bei Tätigkeiten, die früher Spaß gemacht haben. Sozialer Rückzug ist ein weiteres klassisches Symptom einer Depression. In der Diagnostik ist uns immer auch der Zeitfaktor wichtig: Ein schlechter Tag macht noch keine Depression. Aber wenn Antrieb, Freude, Interesse über zwei Wochen spürbar gemindert sind, würde ich schon empfehlen, sich Hilfe zu holen.
„Es ist ein Zeichen von Stärke, wenn man nach Hilfe fragt“

• „Ein schlechter Tag macht noch keine Depression“ Im folgenden Text geht es um das Thema Suizid bei Jugendlichen. Das kann belastend und retraumatisierend sein. DieTelefonseelsorge bietet 24 Stunden am Tag Hilfe: 0800 1110111
Sie arbeiten viel mit Gruppentherapie. Welche Vorteile bietet sie dem oder der einzelnen Patient:in?
Gruppentherapie ist gut erforscht und bei einer Reihe von psychischen Störungen nachweislich hochwirksam. Es gibt hier fast keine Ausschlusskriterien. Eine Gruppe ist ein wunderbarer Ort, sich selbst besser kennenzulernen im Kontakt mit anderen Menschen. Hier habe ich einen sozialen Resonanzraum und erlebe mich in der Begegnung mit anderen Menschen. Ich erkenne, dass ich nicht alleine bin. Andere teilen meine Fragen und meine Probleme.
Eine gute Beziehung mit der eigenen Umwelt
Was kann jede:r tun, um mental gesund zu bleiben?
Sich selbst besser kennenlernen, mit sich selbst liebevoll umgehen. Dem inneren Richter kritisch begegnen. Beziehungen und Freundschaften pflegen. Vom Soziologen Hartmut Rosa stammt der Begriff der Resonanzphänomene. Es geht darum, in einer guten Beziehung mit der eigenen Umwelt zu sein und herauszufinden, was mir im besten Sinne schmeckt: Kunst, Kultur, Musik, Sport. •
Tara Zikeli
war Schulsprecherin ihres Gymnasiums, als sich ein Mitschüler das Leben nahm. Das veränderte die Sicht der 20-Jährigen auf ihre Generation und die Gesellschaft
Auf meinem Gymnasium hat sich ein Mitschüler von mir umgebracht. Das war extrem schrecklich und unvorstellbar! Wir waren damals alle so um die 17 Jahre alt, er auch. Absolut erschütternd wirkte auf uns der Umgang der Schule damit. In unseren Augen wurden wir Schüler:innen nicht angemessen aufgefangen. Unser Gefühl: Die Schule verschloss die Augen, und im Anschluss veränderte sich gar nichts.
• Was kann man machen?
Gebt auf eure
Mitschüler:innen acht, gebt auf eure
Freunde acht, rät Tara Zikeli
Es war gerade Corona, und es hat sich niemand dafür interessiert, was das mit uns Schüler:innen macht. Ich habe gehört, dass dieser junge Mann, der sich das Leben genommen hat, sehr darunter gelitten hat, dass er während Corona so isoliert war. Man ist mit seinen Gedanken alleine, man wird nicht unterstützt, man kann seine Freunde nicht sehen, man ist in
seinem Zimmer und mit seinen Gedanken alleine.
Wir fühlten uns so übergangen. Egal, was du mit deinem Leben tust, es interessiert keinen. Einfach immer weitermachen. So ist das in unserer Gesellschaft: einfach immer weitermachen und alles Unschöne einfach übersehen. Wenn du deinen Eltern sagst, dass du Hilfe brauchst, dann giltst du als schwach, in der Familie und in der Gesellschaft. Das heißt, es ist eine Schwäche, um Hilfe zu bitten. Das sollte nicht so sein! Tatsächlich ist es nämlich ein Zeichen von Stärke, wenn man nach Hilfe fragt.
Unsere Generation hat besondere Probleme, die so noch nie da waren. Vor allem liegt das am Smartphone. Das würde jeder sagen. Ich merke schon bei mir, wie sehr mich das beeinflusst. Es macht so antriebslos. Man ist in dieser Welt, die so perfekt und optimiert ist und auch von einem selbst erwartet, dass man optimiert ist. Es fesselt einen so sehr, dass man das Gefühl hat, diese Welt ist viel leichter zugänglich als die eigene reale Welt. Wenn es einem schlecht geht, geht man ans Handy. Wenn man alleine ist, geht man ans Handy. Genau das verstärkt diese Unsicherheiten.
Ein weiterer Hauptpunkt ist für mich die Familie. Viele Familien sind zerrüttet, vielleicht fehlt ein Elternteil, ein Elternteil oder sogar beide haben zu wenig Zeit, weil sie finanziell für die Familie aufkommen müssen. Dieser Faktor ist extrem relevant. Ich habe das Privileg, eine Familie zu haben, die mich stark macht. So ist es auch leichter, Freunde zu finden und ein soziales Umfeld aufzubauen, das einen festigt.
Meine Familie achtet darauf, dass wir zusammen essen und dass wir zusammen Zeit verbringen. Das sind die Menschen, die mich aus meinen tiefsten Punkten herausholen, allein durch ihre Anwesenheit und ihre Beziehung zu mir. •

Für kranke Menschen kann es heilsam sein, Gehör zu finden. Und für Gesunde gilt: Wer keinen Menschen hat, der „ganz Ohr“ für ihn ist, kann krank werden. thomas steinforth über

Erst das Wort, dann die Arznei, dann das Messer“: Das Zitat reicht vermutlich in die griechische Antike zurück. Aktuell ist es bis heute. Um möglichst gesund zu werden, brauchen wir das „Wort“, benötigen wir „sprechende Medizin“. Auch in dem Sinne, dass wir als Patient:innen sprechen dürfen – und dass unser Sprechen gehört wird. Für kranke Menschen kann es heilsam sein, ein offenes Ohr zu finden. Und für uns alle gilt: Es kann unsere Gesundheit angreifen, wenn wir keine Menschen haben, die „ganz Ohr“ für uns sind. Warum ist das so, woher rührt die heilsame und stärkende Wirkung des Gehört-Werdens? Dazu zwei eigene Erfahrungen:
Telefonseelsorge: Wenn Hören entlastet
Eine typische Begebenheit in der Telefonseelsorge: Eine verzweifelte Anruferin klagt ihr Leid, erzählt von Krankheit, sozialen Problemen und Einsamkeit. Das Gespräch bleibt buchstäblich „ratlos“, es ergeben sich keine hilfreichen Hinweise oder Ansatzpunkte für eine Verbesserung. Und dennoch: Am Ende dankt die Anruferin für ein gutes Gespräch und dafür, dass jemand ihr Zeit geschenkt und „ein Ohr geliehen hat“. Offenbar kann auch ein Hören, das nichts an

der Situation verändern kann, entlastend und unterstützend wirken. Zugespitzt zeigt sich hier ein menschliches Phänomen: Wir müssen dem, was uns beeindruckt (und vielleicht bedrückt), Ausdruck verleihen können –und zwar so, dass dieser Ausdruck bei einem anderen, hörenden Menschen wiederum Eindruck hinterlässt. Es hilft nicht nur – wir brauchen es: Wer kein Ohr findet, fällt aus dem menschlichen Bezugsgewebe heraus, in dem allein wir gesund bleiben und ein Leben in Fülle leben können.
Dem sprachlichen Ausdruck kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Wenn wir unsere Erfahrungen, Empfindungen und Emotionen ins Wort bringen können und wenn dieses Wort gehört wird, kann uns das helfen, mit dem, was uns derart bewegt und bedrängt, konstruktiv umzugehen. Und zwar schon, bevor der hörende Mensch etwas dazu sagt. Bereits die Erfahrung, dass ein anderer Mensch meine Worte wirklich hört und zu verstehen sucht, kann mir helfen, mich selbst besser zu verstehen.
Doch auch der nicht-sprachliche Ausdruck will gehört werden. Gerade Leid und Schmerz äußern sich in einer akustisch vernehmbaren, aber nicht immer begrifflich artikulierten Weise: Im Seufzen, Stöhnen, Schluchzen oder auch im wortlosen Schrei – ebenso wie im gleichsam
lauten Schweigen, in dem „nur“ der Atem zu hören ist und das von Leid und Bedrängnis kündet. In der Telefonseelsorge gibt es die eigene Kategorie des „Schweigeanrufs“, aber im alltäglichen Miteinander ist es ebenso wichtig, auch für unsere nicht-sprachlichen Ausdrucksformen ein offenes Ohr zu haben.
Wer hört die Benachteiligten?
Ein weiteres Beispiel stammt aus dem Feld der Forschung zu Flucht und sogenannter Integration: In einer Studie des Zentrums für Globale Fragen der Hochschule für Philosophie wurden ausführliche qualitative Interviews mit Geflüchteten geführt. Aus ihren Erfahrungen erhofften sich die Projektverantwortlichen Hinweise zur künftigen Gestaltung von Bildungsangeboten. Eine wichtige Erkenntnis: Für die Geflüchteten, die zum Teil bereits länger in Deutschland lebten, waren die Interviews oft die erste Erfahrung des Gehört-Werdens. Zum ersten Mal erlebten sie, dass jemand wirklich hören und nach Möglichkeit verstehen wollte, was sie vor, während und nach der Flucht erlebt hatten, welche Verwundungen, Nöte, Ängste und Sorgen sie belasteten, welche Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen von einem guten und wertvollen Leben sie hatten.
Bereits 1988 hat die indisch-amerikanische Literaturwissenschaftlerin
Gayatri Chakravorty Spivak in ihrem Essay Can the Subaltern Speak? thematisiert, wie schwer es ausgegrenzten und machtlosen Menschen fällt, ihre Erfahrungen und Sichtweisen zu artikulieren – und zwar so, dass sie von den sozial und ökonomisch Privilegierten gehört werden.
Auch heute gilt: Der „Schrei der Armen“ (Papst Franziskus) wird allzu oft überhört oder verhallt folgenlos. Benachteiligte und von Ausgrenzung und Armut betroffene Menschen sind oft allenfalls Objekte eines Redens über sie, aber keine Subjekte, mit denen gesprochen wird und denen zugehört wird. Für gesellschaftliche Teilhabe und ein gelingendes, gerechtes Miteinander wäre das ein guter Anfang: dass wir einander hören und zu verstehen suchen. Geschieht das nicht, wird Zusammenleben erschwert und werden Menschen in ihren Ansprüchen auf ein menschenwürdiges Leben missachtet, mit gravierenden Folgen oft auch für die Gesundheit der Nicht-Gehörten. Da gerät die Gesellschaft aus dem Lot. Hören, das einen Raum eröffnet
Damit das Hören seine lebensdienliche, heilsame Kraft entfalten kann, muss es einen Raum eröffnen, in dem der sprachliche oder nicht-sprachliche Ausdruck des Menschen sich entfalten kann. Vor allem darf dieser Raum nicht gleich durch Antworten oder eigenes (vermeintliches oder tatsächliches) Wissen gefüllt werden. Bereits das Alte Testament verurteilt den Menschen, „der antwortet, ehe er hört“ (Spr 18,13).
Wichtiger als alle in Kommunikationstrainings zu lernenden Techniken und Methoden ist für diese Weise des Hörens eine angemessene Haltung: die Haltung der fragenden Offenheit. Wie oft „scannen“ wir nur oberflächlich anstatt richtig zu hören. Wir achten dann lediglich auf Stichworte oder Informationsbrocken, die sich in unsere vorgefertigte Meinung, worum es hier wohl geht, bequem ein-
Wir müssen dem, was uns bedrückt, Ausdruck verleihen können – und zwar so, dass dieser Ausdruck bei einem anderen, hörenden Menschen wiederum Eindruck hinterlässt
fügen. Das Ohr ist dann nicht wirklich offen für das, was sich vom sich ausdrückenden Menschen zeigen mag – vielleicht auch in überraschender, irritierender, ratlos machender Weise. Besonders groß ist die Versuchung eines voreingenommenen Hörens mit gleichsam „halben Ohr“, wenn wir über „Expertenwissen“ verfügen. Schnell registrieren wir dann nur noch Signalwörter, zu denen wir sogleich „Bescheid wissen“ und entsprechende „Bescheide ausstellen“ können, zum Beispiel Diagnosen. Ähnliches gilt in sehr vertrauten Beziehungen, auch in Partnerschaften oder Familien. Wir meinen, den anderen Menschen aufgrund der langen Erfahrung durch und durch zu kennen. Dabei braucht es auch und gerade in sehr engen Beziehungen wechselseitige Anerkennung – und die beginnt stets beim Erkennen des eigenen, bleibenden Nicht-Wissens. Diese Anerkennung zeigt sich im echten, offenen Hören. In nicht wenigen Partnerschaften und Beziehungen findet gerade dieses Hören kaum statt – auch davon wissen Telefonseelsorger:innen einiges zu berichten! Das eigene vermeintliche oder tatsächliche Vor- und BescheidWissen zurückzustellen und stattdessen in aller Offenheit zunächst „nur“ zu hören, fällt oft schwer, obwohl es doch so einfach wäre.
Wenn das Hören so wichtig für ein gutes und gesundes Leben und so heilsam in der Krankheit ist: Warum wird es im Gesundheitswesen allzu oft geringgeschätzt? Warum haben viele Menschen den Eindruck, ausgerechnet in Krankheit, Schmerz
und Leid nicht wirklich gehört zu werden? Wer kennt es nicht: Der kranke Mensch sitzt im sogenannten „Sprechzimmer“ und schildert seine Symptome. Arzt oder Ärztin schauen dabei auf ihren Bildschirm und geben ausgewählte Informationen ein, die für die Diagnose bedeutsam erscheinen. Damit ist das „Gespräch“ nicht selten beendet, und es folgen Untersuchungsmaßnahmen, bei denen der kranke Mensch allenfalls noch Fragen beantworten soll.
Ein zugewandtes Hören muss gelernt sein
Natürlich gibt es etliche Ärzte und Ärztinnen, die sich redlich um Zuwendung und um aufmerksames und aktives Zuhören bemühen. Allerdings dürfte unstrittig sein, dass ein den Patient:innen Raum gebendes Hören im üblichen Gesundheitsbetrieb zu kurz kommt – wohl auch ein Grund dafür, dass manche Menschen die Homöopathie bevorzugen: nicht unbedingt, weil sie rundum von diesem Ansatz überzeugt sind, sondern weil in der ersten Anamnese ein ausführliches, hinhörendes und nachfragendes Gespräch erfolgt.
Viel zu einfach wäre es, diesen Missstand einfach den einzelnen Ärztinnen und Ärzten anzulasten. Natürlich muss aktives und zugewandtes Hören auch gelernt sein und daher im Studium gefördert werden. Aber es geht nicht nur um individuelle Kompetenzen und Haltungen: Erstens sind die Finanzierungs- und Rahmenbedingungen so gestaltet, dass eine sprechende (und eben hörende)
Gut hinhören und zuhören können – das ist eine wesentliche Qualität in engen Beziehungen und Freundschaften


Medizin unattraktiv ist und erschwert wird. Hören kostet Zeit, und an der mangelt es, wenn das Wartezimmer voll oder die Krankenhausstation mal wieder unterbesetzt ist.
Zweitens aber scheint mir die Geringschätzung des Hörens auch die Folge eines dominierenden Verständnisses von Medizin zu sein: Der messende und nach objektiven Faktoren suchende Blick auf den Körper ist natürlich unverzichtbar: Er liefert wichtiges Wissen, um zuverlässige Diagnosen zu stellen und Ansatzpunkte für die Therapie zu finden. Allerdings kann dieser naturwissenschaftlichobjektivierende Blick auf den Körper auch dazu führen, dass der Mensch aus dem Blick gerät und sein subjektives Erleben des Krank-Seins nur als Störung wahrgenommen wird.
So ist es folgerichtig, den kranken Menschen möglichst wenig sprechen und höchstens objektiv anmutende Symptome benennen zu lassen. Das mangelnde Hören kann aber dazu führen, dass wichtige Informationen für die Diagnose überhört werden und dass vor allem der kranke Mensch mit dem Erleben seines Krank-Seins allein bleibt, es nicht in akustisch vernehmbarer Weise ausdrücken kann. Das wiederum kann das Leiden steigern und die Gesundung erschweren – und das nicht nur bei Krankheiten, die als „psychosomatisch“, „psychisch“ oder „mental“ gelten.
Hören als Dienst in der Nachfolge Jesu
In christlicher Perspektive ist das Hören, das dem anderen Menschen Raum gibt, ein Dienst der Nächstenliebe. Wir dürfen – so Papst Franziskus – nicht vergessen, „dass der Dienst des Zuhörens uns von dem anvertraut wurde, der der Zuhörende par excellence ist, an dessen Werk teilzunehmen wir berufen sind“. Wenn wir so zu und mit anderen Menschen reden wollen, dass es für sie hilfreich und vielleicht sogar heilsam ist, müssen wir uns an Gott orientieren und daran, wie Jesus von Nazareth (gerade auch als „Heiland“) gesprochen hat auf der Grundlage des Zuhörens. Papst Franziskus zitiert dazu Dietrich Bonhoeffer: „Mit den Ohren Gottes sollen wir hören, damit wir mit dem Worte Gottes reden können.“ •

Dr. Thomas Steinforth ist Referent für Theologische Erwachsenenbildung

Unsere Fastenaktion für ein „Leben in Fülle“
Das Leben und die Zeit scheinen übervoll. Im ständigen Zuviel leiden immer mehr Menschen an innerer Leere, gerade weil sie zu voll sind. Hier wird Leere im negativen Sinn erfahren. Geistige Fülle und seelische Erfüllung brauchen vor allem Leere im positiven Sinn: Unverplante Zeit zum Hinhören und Zuhören. Weniger Machen und Tun, mehr Lassen und Sein. Stellen Sie sich doch einmal diese Fragen:
• Was ist für mich wesentlich?
• Was brauche ich wirklich?
• Worauf kann ich verzichten – und worauf nicht?
Wir möchten Sie einladen, Ihre persönlichen Erfahrungen mit uns zu teilen:
Wann haben Sie selbst durch eine Erfahrung der Leere das Leben in Fülle gespürt?
Schreiben Sie Ihre Notizen, Gedanken, Ideen, Impulse gerne in unser Padlet, das wir online eingerichtet haben und das Sie über den QR-Code direkt erreichen.

An fünf Montagen ab dem 19. Februar 2024 laden wir Sie ein, sich Zeit zu nehmen für Fragen an das Leben, Fragen an Ihr Leben, die wir Ihnen per E-Mail zusenden.
Nehmen Sie diese Impulse mit in Ihren Alltag! Wagen Sie Selbstbesinnung!
Registrieren Sie sich dafür bei uns mit einer E-Mail an info@domberg-akademie.de
Stichwort „Fastenaktion“.
Dann erhalten Sie die Fragen und einen Impuls kostenfrei zugesandt.
Ihnen genügen die Impulse und Fragen nicht? Jeweils eine Woche nach dem kostenfreien Impuls bieten wir Ihnen den direkten Austausch in Kleingruppen und mit Anleitung zu inneren Reisen, philosophischer Reflexion und Übungen aus Biografiearbeit, IFS und Coaching. Melden Sie sich gleich für unsere Online-Workshops an: 1 2 3 i >
Termine & Themen
Fr, 01.03.2024 Wo stehe ich gerade – und wo will ich hin?
Fr, 08.03.2024 Was hält und trägt mich – und was zählt für mich wirklich?
Fr, 15.03.2024 Was steht für mich an – und wie soll ich mich entscheiden?
Fr, 23.03.2024 Wie kann ich das für mich umsetzen – und Neues wagen?
Beginn / Ende 15.00 Uhr / 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr je EUR 9,00 (die Workshops sind auch einzeln buchbar)
Mit / Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz


Mentale Gesundheit – was sie angreift und was uns stärkt
Mentale Gesundheit als Bildungsherausforderung der Zeit?
Was brauchen wir, um mental und seelisch gesünder miteinander umzugehen und für die Zukunft zu bilden? Worauf kommt es an bei einer „gesunden“ Persönlichkeitsbildung? Wie können wir Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung besser unterstützen, aber auch pädagogische Fachkräfte und Eltern im Umgang mit den Bildungsherausforderungen der Zeit?
Termin Do, 29.02.2024
Beginn / Ende 19.00 / 21.15 Uhr
Mit Dr. Lena Adams und Mara Bertling Verantwortlich
Dr. Karin Hutflötz
Teilnahmegebühr EUR 9,00
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Di, 27.02.2024
Die Tradition der Trostlieder
Der Schatz geistlicher Trostlieder spricht Herz, Seele und Verstand gleichermaßen an. Entdecken Sie diese Lieder als Kraft-Werke und Mut-Ressourcen, die in schwierigen Zeiten Zuversicht geben können. Impulse erschließen Ihnen eine Auswahl von Werken inhaltlich und spirituell.
Termin Sa, 09.03.2024
Beginn / Ende 19.30 Uhr / ca. 21.30 Uhr
Mit / Verantwortlich
Dr. Stephan Mokry
Teilnahmegebühr EUR 12,00
Ort Dreifaltigkeitskirche der Congregatio Jesu, Maria-WardStr. 11, 80638 München
Anmeldeschluss Fr, 08.03.2024
Wenn Scham ausgrenzt
Scham kennt jede:r, sie ist trotzdem ein Tabu unserer Zeit. Soziale Beschämung und strukturelle Demütigung gehören zu unserem Alltag. Was genau bewirkt die Erfahrung von Scham in der persönlichen Entwicklung und in sozialer Kommunikation? Was macht Scham mit Menschen und Gruppen – und wie können wir entlastend darüber sprechen?
Termin Do, 14.03.2024
Beginn / Ende 19.00 / 21.15 Uhr
Mit Christine Koschmieder und Dipl.-Psych. Ana Pires Verantwortlich
Dr. Karin Hutflötz, Kai Kallbach Teilnahmegebühr EUR 9,00
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Di, 12.03.2024
Wenn Angst krankt macht
Angst hat Konjunktur. Persönliche wie gesellschaftliche Umbrüche schüren immer mehr Ängste. Wie lässt sich „gesunde“ Angst, die wachhält und zur Vorsicht mahnt, von krankmachender unterscheiden? Wie können wir unsere Ängste ernst nehmen und trotzdem einen guten Umgang mit Unsicherheit finden?
Termin Mi, 24.04.2024
Beginn / Ende 19.00 / 21.15 Uhr Mit Prof. Dr. Klaus Ottomeyer und Prof. DDr. Gabriele StotzIngenlath Verantwortlich
Dr. Karin Hutflötz, Kai Kallbach Teilnahmegebühr EUR 9,00 Ort Online via Zoom Anmeldeschluss Mo, 22.04.2024
Mit diesen beiden Veranstaltungen setzen wir die Reihe „Innere & äußere Konflikte“ fort – in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Demokratie und Menschenwürde und dem Institut für philosophische Bildungsforschung und Beratung München
„Er verwundet und er verbindet“
Krankheit und Heilung im Ijobbuch „Er verwundet und er verbindet“, sagt Elifas im biblischen Ijobbuch (Ijob 5,18) und meint damit Gott. Er bringt auf den Punkt, was In der Antike als normal gilt: Menschen werden krank, weil Götter sie bestrafen. Und an eben jene Götter muss man sich wenden, so man wieder gesund werden möchte. Oft gibt es eine göttliche Arbeitsteilung: Eine Gottheit macht krank, eine andere heilt. Wenn es aber nur noch eine einzige Gottheit gibt, wird die Sache kompliziert: Warum soll ein- und derselbe Gott zugleich krank machen und von derselben Krankheit wieder heilen? Warum straft Gott die Menschen überhaupt mit Krankheit? Und was, wenn Gott unfair ist? Wenn gute Menschen krank werden und bös-
artige Menschen gesund bleiben? Mit diesen und ähnlichen Fragen ringen Ijob und seine Freunde im gleichnamigen biblischen Buch, und mit ihnen ringen Menschen bis heute. Wir hören ihre Antworten und erfahren neueste bibelwissenschaftliche Auslegungen des Ijobbuchs. Indem beides miteinander in Dialog kommen kann – die Bibel und das Leben –, kann die eigene Gottesbeziehung wachsen.
Termin Fr, 08.03.2024
Beginn / Ende 17.00 Uhr / 20.00 Uhr Mit Dr. Juliane Eckstein Verantwortlich
Dr. Thomas Steinforth Teilnahmegebühr EUR 15,00 Ort Online via Zoom Anmeldeschluss Mo, 04.03.2024
Ihr Vorteil: Unsere Bildungsflat zum Saisonthema
Mit der Bildungsflat zu unserem aktuellen Saisonthema haben Sie einen vergünstigten Zugang zu unseren Online-Veranstaltungen „Mentale Gesundheit – was sie angreift und was uns stärkt“ und die Chance auf eine attraktive GratisBuchprämie! Wie die Bildungsflat funktioniert und was sie kostet, erfahren Sie auf Seite 35.

erfahren Sie mehr
Über den QR-Code gelangen Sie direkt zu den Themen und Veranstaltungen unseres Saisonthemas auf unserer Website.

• Der Erfolg der AfD in Bayern
• Automatisierte
Waffensysteme
kommentar
Der Kampf gegen Rechtsaußen
Bei der bayerischen Landtagswahl wurde die AfD mit 14,6 Prozent der Gesamtstimmen die stärkste Oppositionspartei. Nach einem Wahlkampf, in dem die Themen Migration und Flucht dominierten und radikalrechte Sprecharten auch jenseits der rechtsradikalen Partei Widerhall fanden, ist der Erfolg der AfD nur die Spitze einer Entwicklung. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Die AfD schöpft nicht mehr nur ein konstantes Wähler:innenpotenzial ab, sondern profitiert erstmals von einer manifesten Zunahme rechter Einstellungen in der Gesamtbevölkerung.
Diese Stärkung des RechtsaußenLagers hat schwerwiegende Folgen: Menschen, die nicht dem rassistischheteronormativen AfDIdealbild des deutschen Bürgers entsprechen, sehen sich zunehmend Angriffen ausgesetzt. Gleichzeitig beherrschen die kulturkämpferischen Themen der AfD politische Debatten und verhindern eine tiefer greifende Auseinandersetzung mit realen Problemen wie der Klimakatastrophe, der ökonomischen Ungleichheit oder dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.
So wächst die Frustration jener Bürger:innen, die mit der Wahl der AfD ungeachtet ihres Parteiprogramms ihren Unmut mit der etablierten Politik zum Ausdruck bringen wollen. Diese Dynamik mit konstruktiver Politik zu durchbrechen, ist die vorrangige Aufgabe der Regierungsparteien. Rechtsextremismus in jeder Form entgegenzutreten, bleibt hingegen die Arbeit aller Demokrat:innen. •


Kai
Kallbach ist Projektleiter des Kompetenzzentrums Demokratie und Menschenwürde
automatisierte waffensysteme
Waffensysteme, die durch künstliche Intelligenz ohne menschliche Mitwirkung Ziele angreifen, verfolgen und töten können, sind eine enorme ethische Herausforderung. Die DombergAkademie diskutiert sie // von thomas steinforth
Science-Fiction-Fans kennen das: Bewaffnete Roboter, die außer Kontrolle geraten, unschuldige Menschen töten oder gar das Überleben der Menschheit gefährden. Ist das nur Science-Fiction – gruselig, aber unrealistisch?
Schon der Einsatz bewaffneter Drohnen hat militärische Konflikte verändert. Die Fernsteuerung ermöglicht es, den Einsatz am Bildschirm ohne unmittelbares Eigenrisiko durchzuführen. Automatisierung aber geht weit darüber hinaus: Sie soll Waffensysteme ertüchtigen, durch KI ohne menschliche Mitwirkung Zielobjekte zu identifizieren, zu verfolgen, anzugreifen und zu zerstören oder zu töten.
Viele Prozessschritte laufen bereits heute automatisch. Aber die Entwicklung geht weiter. Denkbar sind Waffen, die nur noch eine allererste Aktivierung benötigen – danach nehmen die Dinge ohne menschliches Zutun ihren (tödlichen) Lauf. Was genau davon wann technologisch möglich sein wird, ist umstritten. Forschung und Entwicklung gehen jedenfalls in diese Richtung. Eine global wirksame politische Regulierung oder gar ein Verbot werden zwar von vielen gefordert, sind aber nicht in Sicht. Was ist davon zu halten – auch in ethischer Hinsicht? Wie ist es beispielsweise zu bewerten, dass ein Waffensystem nichts empfindet und von keinerlei Emotionen beeinflusst wird?

Mit KI werden automatisierte Waffensysteme leistungsfähiger und gefährlicher
Unser Leben und unser Zusammenleben geraten durch verschiedene Krisen unter Druck. Wir bieten Ihnen deshalb Bildungsformate rund um ethische Fragestellungen und die Demokratie als Regierungs- und Lebensform. In diskursiven sowie partizipativen Projekten möchten wir Sie bestärken, sich an politischen Diskursen zu beteiligen und sich für demokratische Prinzipien einzusetzen.
Über den abgebildeten QR-Code gelangen Sie direkt zu allen Angeboten des Bildungsbereichs Demokratie & Ethik

Manche sehen darin einen Vorteil: Das Waffensystem lasse sich nicht von Sympathien oder Antipathien leiten. Wut, Hass und Rachegefühle seien ihm fremd, so dass es zu keinem Gewaltexzess kommen könne. Buchstäblich „entscheidend“ seien allein die Algorithmen, und es komme darauf an, in der Programmierung auch ethische Kriterien zu berücksichtigen. Dagegen ließe sich einiges einwenden. Besonders interessant: Hinter diesem Argument steht die Idee, dass ethisch-moralische Urteilsbildung und Entscheidungsfindung im schlichten Ableiten von Folgerungen aus obersten Prinzipien bestehen. Eine Entscheidungssituation ist demnach nur ein Anwendungsfall für diese Ableitung, die stets eindeutige Folgerungen „ausrechnet“.
Wenn wir tatsächlich auf diese Weise urteilen und entscheiden würden, könnte man Maschinen vielleicht tatsächlich „Ethik“ programmieren. Allerdings: Viele Situationen sind dermaßen komplex und einzigartig, dass sich erst in ihnen selbst zeigen kann, was eine (auch ethisch) gute Entscheidung ist oder zumindest eine, die weniger schlecht ist als die Alternativen. Zeigen kann sich das nur einem Wesen, das komplexe Situationen intuitiv erfassen, das sich berühren lassen kann und für moralische Verpflichtung empfänglich ist. Dazu aber bedarf es eines Bewusstseins, zu dem auch Gefühle gehören. „Künstlich intelligente“ Wesen können das nicht.
Ob und unter welchen Bedingungen es dennoch vertretbar und sinnvoll sein kann, Waffen weiter zu automatisieren, werden wir in der Veranstaltung Krieg der KillerRoboter? am 23. April 2024 kontrovers debattieren und ethisch reflektieren. •

Dr. Thomas Steinforth ist Referent für Theologische Erwachsenenbildung
angebote zum jahresstart
Hintergründe – Selbstreflexion –Handlungsperspektiven
In Kooperation mit Abteilung Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat München
In diesem Workshop setzen wir uns mit der Theorie der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (GMF) sowie mit den Ergebnissen aus der aktuellen GMF-Forschung auseinander, um unterschiedliche Formen der Diskriminierung besser verstehen und ihnen entgegen wirken zu können. Zudem erarbeiten wir Strategien und erproben Reaktionsoptionen.
Termin Do, 21.03.2024
Beginn / Ende 18.00 Uhr / 21.00 Uhr Mit / Verantwortlich Magdalena Falkenhahn und Kai Kallbach
Teilnahmegebühr EUR 12,00 (empfohlen; Sie bezahlen einen freiwilligen Solidarbeitrag*) Ort Congregatio Jesu, Maria-Ward-Str. 11, 80638 München
Anmeldeschluss Mo, 18.03.2024
(Un-)verzichtbar?
Zur Bedeutung der Religion für die Demokratie
Kann die Religion Gemeinsinn und die Bereitschaft stärken, sich für ein friedliches, freiheitliches und demokratisches Miteinander zu engagieren? Oder ist die Religion hier verzichtbar? Wir beleuchten aus der Perspektive politischer Philosophie und der politischen Praxis die Bedeutung der Religion für die Demokratie. Und wir fragen, welche Anforderungen Religionen erfüllen müssen, um eine positive Rolle für die Demokratie zu spielen.
Termin Do, 18.04.2024
Beginn 19.00 Uhr / 20.30 Uhr
Mit Dr. Ana Honnacker, Marlene Schönberger MdB
Verantwortlich Dr. Thomas Steinforth Teilnahmegebühr Kostenlos
Ort Online via Zoom Anmeldeschluss Mi, 17.04.2024
Etliche technische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen erzeugen ethischen Orientierungsbedarf. Sie sind spannend im Sinne von „interessant“, aber auch spannungsreich, weil sie uns in komplexe Wert- und Zielkonflikte führen. Die Veranstaltungen der neuen Reihe ETHIK | einfach spannungsreich haben nicht das Ziel, einfache und eindeutige Antworten zu geben. Sie wollen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen wie praxisbezogenen Perspektiven heraus über die jeweilige Entwicklung fundiert informieren und vor allem einen Raum zur persönlichen wie gemeinsamen Auseinandersetzung eröffnen. Damit wollen wir die eigene, auch ethische Meinungs- und Urteilsbildung fördern und darin unterstützen, Ansatzpunkte für persönliches wie politisches Handeln zu entdecken. Zwei Veranstaltungen sind bereits geplant:
Krieg der Killer-Roboter? Automatisierte Waffensysteme als ethische und politische Herausforderung
Termin Di, 23.04.2024
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 21.15 Uhr
Mit u.a. Dr. Ulrike Franke, Dr. Bernhard Koch Verantwortlich Dr. Thomas Steinforth
Teilnahmegebühr EUR 15,00
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Fr, 19.04.2024
Genug für mich – genug für alle? Ethische Fragen der Verteilung und Begrenzung medizinischer Versorgung
Termin Do, 06.06.2024
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 21.15 Uhr
Mit u.a. Dr. Julia Inthorn
Verantwortlich Dr. Thomas Steinforth Teilnahmegebühr EUR 15,00
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Mo, 03.06. 2024
* Erfahren Sie mehr zu unserem Solidarmodell auf Seite 35.

• Die katholische Kirche und die radikale Rechte die tagung zum nachlesen
In der Online-Diskussionsreihe Radikal-rechte Refugien werden unterschiedliche Subkulturen und Anknüpfungspunkte radikal-rechter Akteur:innen diskutiert. In jeder der drei Sitzungen wird eine ihrer Lebenswelten gesondert behandelt. Ziel ist es dabei, ein tiefgreifendes Verständnis der diversifizierten radikal-rechten Strukturen, Strategien und Ideologien zu entwickeln, um demokratieund menschenfeindliche Akteur:innen sowie deren Ideologiefragmente besser erkennen und ihnen entgegentreten zu können.
Zu Beginn der Reihe zeigt Dr. Axel Salheiser, wie Rechtsaußenparteien den Klimawandel für sich nutzen, wo die politischen Gefahren des Rückschlags gegen den grünen Umbau liegen und was wir dagegen tun können: Klimarassismus und antidemokratische Krisenmobilisierung
Termin Mi, 06.03.2024
Mit Dr. Axel Salheiser
Anmeldeschluss Mi, 06.03.2024
Dr. Imke Schmincke und Linda Sachs stellen die Brückenfunktion des Themas Lebensschutz dar:
Wie die (radikale) Rechte die Themen Familie, Geschlecht und Sexualität politisiert: „Lebensschutz“ als strategische Brücke zu rechten Ideologien
Termin Mi, 20.03.2024
Mit Dr. Imke Schmincke, Linda Sachs
Anmeldeschluss Mi, 20.03.2024
Zum Abschluss der Reihe gibt uns Sebastian Lipp Einblicke in den Zusammenhang zwischen der Anthroposophie und rechtsextremem Denken, insbesondere mit Blick auf die Waldorfschulen.
Von Waldorfschulen, „Wurzelrassen“ und völkischer Bewegung
Termin Mi, 17.04.2024
Mit Sebastian Lipp
Anmeldeschluss Mi. 17.04.2024
Für alle Veranstaltungen gilt:
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 20.30 Uhr
Verantwortlich
Kai Kallbach, Martin Stammler
Teilnahmegebühr EUR 9,00 pro Veranstaltung empfohlen; Sie bezahlen einen freiwilligen Solidarbeitrag.* Ort Online via Zoom
* Erfahren Sie mehr zu unserem Solidarmodell auf Seite 35.

Das neue Buch des KDM bietet durch fundierte Analysen und Handlungsempfehlungen Einblicke in den weiten Themenkomplex „Kirche und Rechtsradikalismus“ // von kai kallbach
Das Kompetenzzentrum tritt im Auftrag der Freisinger Bischofskonferenz extremistischen, rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen entgegen. Da momentan die größte Gefahr für die Demokratie von rechtsaußen ausgeht, beschäftigen wir uns intensiv mit der radikalen Rechten. Ihr gelingt es besonders gut, durch das geschickte Erschließen neuer Querschnittsthemen in neue gesellschaftliche Milieus vorzudringen. Die Bezugnahme auf das Christentum hat dabei eine wichtige Schlüsselfunktion. Das zeigt sich etwa in der Formierung von politischen Gruppen wie den Christen in der AfD, eindeutig codierten digitalen Resonanzräumen oder vermehrt in publizistischen Beiträgen, die versuchen, christliche Theologie für ein radikal-rechtes Projekt aufzubereiten.
Es reicht nicht, diese Entwicklung allein unter der Perspektive politischer Instrumentalisierung zu betrachten – auch wenn der politisch-instrumentelle Charakter der Bezüge auf das Christentum oft hervorsticht. Es bedarf des kritischen Blicks auf die eigenen Traditionslinien und historischen Kontinuitäten, die die Anschlussfähigkeit nach rechtsaußen begründen. Gerade weil aus unserer Sicht ein fundamentaler Widerspruch zwischen der jesuanischen Botschaft und den Botschaften der radikalen Rechten besteht, müssen demokratische Christ:innen die Graubereiche, in denen Christ:innen und radikal-rechte Gruppen gemeinsame Sache machen, thematisieren und analysieren.

Die katholische Kirche und die radikale Rechte
Echter 2023 EUR 7,00; 198 Seiten Bestellung über: info@domberg-akademie.de oder im Buchhandel
Diesem Anliegen widmete sich unsere Tagung Die katholische Kirche und die radikale Rechte, deren Ergebnisse nun in einem Sammelband vorliegen. Wir wollten herausfinden, wieso Brückenschläge von rechtsaußen in ein kirchliches Milieu gelingen. Einige Antworten auf diese Frage haben die Autor:innen der Publikation zusammengetragen.
Eine Erkenntnis teilen dabei die Beitragenden: Es sind auch die im institutionalisierten Katholizismus bestehenden Ungleichwertigkeitsvorstellungen zum Beispiel in Bezug auf Frauen und queere Menschen, die eine Anschlussfähigkeit begründen. •

Kai Kallbach ist Projektleiter des Kompetenzzentrums Demokratie und Menschenwürde
unsere angebote zum jahresstart
Die Förderung der interkulturellen Verständigung aus einer diversitätssensiblen Perspektive ist von grundlegender Bedeutung für eine inklusive und gerechte Gesellschaft. Die Reihe „Zukunft der interkulturellen Verständigung“ besteht aus drei aufeinanderfolgenden Online-Vorträgen, die verschiedene Aspekte dieser Thematik behandeln. Die Vorträge können einzeln oder als Block gebucht werden und richten sich insbesondere an Ehrenamtliche in der Geflüchtetenhilfe, Fachkräfte in der interkulturellen Arbeit sowie an alle, die an einer diversitätssensiblen interkulturellen Verständigung interessiert sind. Die Veranstaltungen sollen zum Austausch von Wissen, Erfahrungen sowie unterschiedlichen Perspektiven anregen.
Interkulturelle Verständigung –eine Annäherung
Termin Di, 06.02.2024
Mit Dr. Gregor Sterzenbach, LMU München Anmeldeschluss Mo, 05.02.2024
Kreativ-Workshop:
Menschenrechte für alle!
Ein Kunstprojekt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024
In Kooperation mit Caritas-Zentrum Freising Was sind die Menschenrechte genau? Und was bedeutet es, diese hier bei uns in Freising zu leben? Mit diesen und weiteren Fragen setzen wir uns in diesem Workshop künstlerisch auseinander, um ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung in unserer Stadt zu setzen. Für alle ab 16 Jahren, keine Vorerfahrung oder Begabung notwendig.
Termin Fr, 01.03.2024
Begin / Ende 16.00 Uhr / 20.00 Uhr
Mit Bernadette Hölzl
Verantwortlich Magdalena Falkenhahn Teilnahmegebühr Kostenlos
Ort Domberg-Akademie, Untere Domberggasse 2, 85354 Freising
Anmeldeschluss Mo, 26.02.2024
Wir und die Anderen Vorurteile und Stereotypen
Warum wir sie haben – und brauchen
Termin Do, 22.02.2024
Mit Dr. Monika Kraemer, LMU München Anmeldeschluss Mi, 21.02.2024
Machtasymmetrie in der Migrations- und Geflüchtetenhilfe
Termin Di, 27.02.2024
Mit Prof. Dr. Martina Ortner, OTH Regensburg Anmeldeschluss Mo, 26.02.2024
Für alle Veranstaltungen gilt:
Beginn / Ende 19.15 Uhr / 21.30 Uhr
Verantwortlich Madeleine Schenk und Magdalena Falkenhahn
Ort Online via Zoom
Teilnahmegebühr EUR 9,00
Kursgebühr für alle 3 Veranstaltungen 23,00 €
Kulturdolmetscher plussharing empowerment®
Infoabend. Sie haben Interesse am Thema Kultur und möchten noch besser verstehen, wie diese Menschen prägt? Sie möchten sich für ein kultursensibles Miteinander einsetzen? Dann werden Sie Kulturdolmetscherin oder Kulturdolmetscher. Bei dieser Infoveranstaltung erhalten Interessierte alle wichtigen Informationen rund um den Qualifizierungskurs Kulturdolmetscher plus - sharing empowerment® und können noch offene Fragen klären.
Termin Di, 05.03.2024
Beginn / Ende 18.00 Uhr / Ende 19.30 Uhr
Mit / Verantwortlich Magdalena Falkenhahn
Teilnahmegebühr Kostenlos
Ort Domberg-Akademie, Untere Domberggasse 2, 85354 Freising – oder online via Zoom Anmeldeschluss Di, 05.03.2024
• Das Ringen um die diversitätssensible Gesellschaft
kommentar
Schaffen wir das –wirklich?
Deutschland im Jahr 2024: Immer mehr Unternehmen schaffen Stellen, die sich fachkundig des Themas „Vielfalt im Betrieb“ annehmen. Immer mehr Menschen bemühen sich, bei ihrer Wortwahl auf sensible Formulierungen zu achten. Immer öfter werden strukturelle Diskriminierungen offen angesprochen und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Immer mehr Menschen wird klar: Vielfalt in Deutschland ist längst – und war eigentlich schon immer –eine Realität.
Deutschland im Jahr 2024 zeigt aber auch: Hetze gegen Minderheiten ist wieder salonfähig geworden. Rechte Parteien gewinnen mehr und mehr Wähler:innenstimmen. Angriffe auf jüdische wie muslimische Menschen nehmen zu. Die Rede von der Spaltung der Gesellschaft ist omnipräsent. Bei mir stellt sich ein Gefühl von „Einen Schritt vorwärts – drei Schritte zurück“ ein und damit die Frage: „Schaffen wir das – wirklich?“
Schaffen wir es als Gesellschaft, Vielfalt als Realität anzuerkennen und Unterschiede auszuhalten? Gemeinsam auszuhandeln, wie wir miteinander leben möchten? Eins ist klar: Es braucht einen langen Atem, Rückgrat und Frustrationstoleranz. Doch ich bin überzeugt: Es lohnt sich. Denn eine diversitätssensible Gesellschaft birgt die Chance auf vollständige Entfaltung eines jeden Menschen, ist Nährboden für Kreativität und Inspiration und ermöglicht ein angstfreieres und respektvolleres Zusammenleben. •

Magdalena Falkenhahn ist stellvertretende Direktorin und Referentin für (Inter-) Kulturelle Bildung

• Assistierter Suizid
• Kirche & Demokratie
kommentar
Kann man ein Geschenk zurückgeben? Keine leichte Entscheidung. Ich jedenfalls habe das selten getan, und es fiel mir nicht leicht: Verletze ich den anderen damit? Wie kann ich sagen, dass ich es zurückgeben will? Wann ist der rechte Zeitpunkt? Ich habe auch Vertraute um Rat gefragt.
Das Leben ist ein großes Geschenk, von Gott gegeben. Es ist, so schreiben die Bischöfe in Samaritanus bonus zum assistierten Suizid, unverfügbar, kann nicht zurückgegeben werden. Gott ist der Herr des Lebens. Unter keinen Umständen darf der Mensch über sein Leben und das anderer verfügen. Dahinter steht der Gedanke der Fürsorge für den Menschen, gerade in dieser äußerst herausfordernden Situation.
Kann aber ein striktes Befolgen des Verbots nicht auch der Intention der Fürsorge zuwiderlaufen? Wäre es nicht Ausdruck einer guten Beziehung zu Gott und zu den Menschen und daher legitim zu sagen: Ich möchte das Geschenk zurückgeben, mich in deine Hände, Gott, fallen lassen? Wir wissen, dass der Wunsch nach einem assistierten Suizid durchaus volatil ist und die Entscheidung sehr schwer fällt. Sozialer Druck kann die Freiheit und Selbstbestimmung des Einzelnen gefährden. Gefordert ist eine gute Begleitung mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, die die freie, selbstbestimmte Entscheidung ermöglicht. Christliche Ethik muss gerade bei solchen Themen differenzieren. Sie darf niemanden in dieser Not allein lassen und muss dem Menschen dienen. •


Dr. Claudia Pfrang
ist Direktorin der Domberg-Akademie
kirche & demokratie
Die Geschichte des Christentums und der Kirche lehrt uns Bedenkenswertes über Autorität, Entscheidungsfindung und die Mitbestimmung des Gottesvolkes // von stephan mokry

judas ist tot. Laut Apostelgeschichte soll der Kreis der Zwölf wieder vollständig werden. Jesus kann niemanden mehr bestimmen – wie ist zu verfahren? Auf einer Versammlung werden zwei Kandidaten benannt. Am Schluss entscheidet nach gemeinsamem Gebet das Los: Matthias (Apg 1,15–26). Nicht unwahrscheinlich, dass es eine Art Personaldebatte gab und man über die Eignung von Personen befinden und letztlich eine Vorauswahl treffen musste. Für Bibelforscherin Prof. Sabine Bieberstein findet man hier eine erste Form von Mitbestimmung in der Urgemeinde. Oder man denke ans Matthäusevangelium: Bei Vergehen eines Gemeindemitglieds – wenn es sich dauerhaft uneinsichtig zeigt – entscheidet die ganze Gemeinde, ob ein Ausschluss erfolgt (Mt 18,15–18); wohlgemerkt mit der Autorität des diesmal an alle gerichteten Binde-und-Löse-
In der Kirche fehlt die echte Mitbestimmung der Gläubigen
Worts „Alles, was ihr auf Erden binden werdet…“ (18,18), und nicht nur exklusiv an Petrus wie zuvor (16,18). Alle entscheiden? Alle haben Autorität?
Früher war manches bekanntlich anders: Die entstehende Christenheit griff selbstverständlich auf Strukturen ihrer Zeit zurück, um sich tragfähige Organisationsformen zu geben (zum Beispiel ein Ältestengremium wie in den jüdischen Synagogengemeinden, eine Art Oberaufseher wie in der kommunalen Verwaltung der griechischen Umwelt). Und so bildet sie seit rund 2000 Jahren vielfältige Formen der Beratung, Diskussion, Mitwirkung und Entscheidung (also Autorität) aus, zusehends jedoch konzentriert auf den Klerus.
Mittlerweile ist aber auch in der Kirche Konsens, dass die Freiheit und Gleichheit, ja die Würde aller Menschen unverhandelbar sind und in
Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wie gelingt Leben? Wir beschäftigen uns mit den Antworten, die die Religionen auf zentrale Fragen des Lebens geben. Wir eröffnen Diskurse und Diskussionen, damit Sie mehr vom Glauben wissen und verstehen, damit Sie spirituelle Traditionen kennenlernen und einer persönlichen Antwort auf die großen Fragen näherkommen können.
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Gottes Schöpfung gründen. Außerdem hat das letzte Konzil vor 60 Jahren das biblische Bild vom „Volk Gottes“ (griechisch Laós) für die Kirche stark gemacht. Müssten hieraus nicht Konsequenzen folgen? Schon Vinzenz von Lerins meinte im 5. Jahrhundert, katholisch sei, was überall, immer und von allen geglaubt wird. Anders formuliert: Was spricht dagegen, dass sich Kirche – theologisch gesprochen –im Sinne einer Lao-Kratie (analog zur Demo-Kratie) versteht und überlegt, wie sie ihr Leben und ihren Auftrag als Gottesvolk bestehend aus Gläubigen mit unterschiedlichen Aufgaben, Funktionen und Rollen ihrem Wesen gemäß am besten gestaltet? Entsprechende Suchbewegungen, ergebnisoffen, sind legitim. Bemühungen um Synodalität gehen in diese Richtung.
Doch ist es damit getan? Was ist eigentlich gemeint und mitzudenken beim oft vorgetragenen Hinweis, die Kirche sei keine Demokratie, eine Synode kein Parlament? Auf den letzten Konzilien etwa konnten Fragen des Glaubens und der Sittenlehre laut Geschäftsordnung mit Zwei-DrittelMehrheit entschieden werden. Viele überrascht das, wenn sie davon hören. Trotzdem bleibt zurecht das Bild von Kirche als Monarchie. Denn es fehlt echte Mitbestimmung der Gläubigen, die sich aus dem ergeben müsste, was jedem Individuum aufgrund seiner Gottesebenbildlichkeit zukommt.
Wieviel Demokratie steckt schon in Kirche? Was fordern die einen und fürchten andere, wenn mehr Demokratie in der Kirche gewünscht wird? Wir fragen in unseren nächsten Veranstaltungen nach, und blicken auch über die Kirche hinaus auf das Verhältnis Religion und Demokratie an sich (siehe zum Beispiel die Veranstaltung (Un-)verzichtbar?, Seite 17). •

Dr. Stephan Mokry ist Referent für Theologische Erwachsenenbildung
unsere top-angebote im frühjahr
Mitbestimmung der Gläubigen – immer noch ein Lernfeld? Perspektiven in der Diskussion In Kooperation mit dem Ressort 1 des Erzbischöflichen Ordinariats und dem Diözesanrat der Katholiken München „Demokratie“ ist in den Reformdiskussionen der Kirche zum „Reizwort“ geworden – aber warum? Was ist Demokratie? Wie verhalten sich dazu Synodalität und die Kirche als Volk Gottes? Was bedeutet das für die Relevanz von Kirche in Politik und Gesellschaft?
Termin Di, 20.02.2024
Beginn / Ende 19.30 Uhr / 21.00 Uhr Mit Prof. Dr. Johanna Rahner, Prof. Dr. Tine Stein und Gabriele Triebel, MdL Verantwortlich
Dr. Stephan Mokry, Dr. Florian Schuppe Teilnahmegebühr EUR 9,00 empfohlen; Sie bezahlen einen freiwilligen Solidarbeitrag* Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Di, 20.02.2024
Segen oder Sakrament? Den Dissens verstehen
In Kooperation mit dem Projekt Regenbogenpastoral der Erzdiözese München und Freising Erst vor kurzem hat der Vatikan überraschend Segensfeiern für homosexuelle Paare erlaubt – allerdings nicht in einem Gottesdienst. Mit der Dogmatikerin Prof. Julia Knop und dem Mitinitiator von #OutInChurch Pfarrer Bernd Mönkebüscher wollen wir den Dissens zwischen Ehe-Sakrament und Segensfeier näher analysieren und diskutieren.
Termin Fr, 02.02.2024
Beginn/ Ende 17.00 Uhr / 20.00 Uhr
Mit Prof. Dr. Julia Knop, Pfr. Bernd Mönkebüscher
Verantwortlich Dr. Claudia Pfrang
Teilnahmegebühr Kostenlos
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Fr, 02.02.2024
Glauben.neu.denken
In Kooperation mit Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“ Mitten in der Glaubens- und Kirchenkrise erkunden wir Wege, wie der Glaube heute neu gelebt werden kann und zu den Menschen kommt. Nach unserer Artikel-Serie in Christ in der Gegenwart und einem Symposium fragen wir: Wie können wir Glauben neu gestalten? Was bedeutet das für unser persönliches und gemeinschaftliches Glaubensleben und für die Organisation der Glaubensgemeinschaft? Wir vertrauen auf die stärkende Wirkung gemeinsamen Suchens und Gestaltens!
Termin Sa, 02.03.2024
Beginn / Ende 9.30 Uhr / 17.00 Uhr
Mit Johanna Beck, Maria Herrmann Verantwortlich Dr. Claudia Pfrang Teilnahmegebühr EUR 20,00 Ort Katholische Hochschulgemeinde an der LMU, Leopoldstr. 11, 80802 München Anmeldeschluss Mo, 26.02.2024
Workshop für alle Verantwortlichen in Gemeinden vor Ort
In Kooperation mit dem Fachbereich Pastoralraumanalyse im Erzbischöflichen Ordinariat München
Reflektieren Sie Ihr Pastoralkonzept neu und schärfen Sie es durch die vertiefte Kenntnis der Pastoralraumdaten und der Sinus-Milieus. Dazu bieten wir Ihnen fachkundige Begleitung sowie Austausch und die notwendigen Fachinputs in einem Online-Lernraum.
Termin Fr, 15.03.2024
Beginn 16.00 Uhr / 20.00 Uhr
Mit Georg Frericks, Karin Niederländer, Dr. Claudia Pfrang
Verantwortlich Dr. Claudia Pfrang
Teilnahmegebühr EUR 20,00
Ort Seminarraum Sankt Michaelsbund, Herzog-Wilhelm-Str. 5, 80331 München
Anmeldeschluss Mo, 11.03.2024
* Erfahren Sie mehr zu unserem Solidarmodell auf Seite 35.

• Eine positive Vision zur Klimakrise
• Recht auf das eigene Auto?
kommentar
Was wäre, wenn …?
Eine Auto-Suggestion
Es ist das Jahr 2070: Ich sitze auf einer Bank, die Sonne spitzelt durch die Blätter und wärmt mir das Gesicht. Die Luft riecht nach frisch gemähtem Gras, und ich höre noch das leise Summen des Mähroboters, der sich durch die Grünstreifen der Stadt arbeitet. Ein Kind fährt noch etwas wackelig auf dem Fahrrad vorbei, und der Papa trabt hinterher. Vorne im Eckcafé findet ein Treffen des Mikro-Stadtviertels statt, bei dem über gemeinsame Aktionen, die Anschaffung eines gemeinschaftlichen Bohrers und die Renovierung des Co-WorkingBüros diskutiert wird. Ich stehe auf, lockere meine steifen Glieder und gehe ein paar langsame Schritte Richtung unserer Wohnung.
Ich kann mich noch genau erinnern, wie auf dieser Straße Autos fahren durften. Heute ist nur noch ein schmaler Streifen für den autonom fahrenden Elektrobus da. Ich erinnere mich noch, wie laut, stressig und schmutzig es hier war, aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was uns dazu bewogen hat, Auto zu fahren. Hier, mitten in der Stadt, wo früher eine Tankstelle war, ist heute ein Spielund Bewegungsplatz, am Rand stehen gemeinschaftliche Zwetschgenbäume. Heute läuft vieles so viel langsamer, und ich frage mich, für wen wir uns damals eigentlich so beeilt haben. Es war ein langer Weg, aber ich bin froh, dass wir hierher abgebogen sind. Es heißt, um die Klimakrise zu bewältigen, brauchen wir positive Visionen und Utopien. Geschichten von einer erstrebenswerten Zukunft. Was wäre Ihre? •



Was sind die Konsequenzen des Rechts auf das eigene Auto?
gedankenexperiment
„Jeder hat das Recht auf ein Auto … oder?“
Bei der Freisinger Ausstellung „Wege in die Zukunft“ wurde ein Workshop zum Thema Klimagerechtigkeit angeboten. Ein Element des Workshops war ein Gedankenexperiment, zu dem wir Sie nun einladen möchten // von kathrin steger-bordon
Ausgangspunkt ist ein Text des Kabarettisten Georg Bauernfeind, der hier etwas verkürzt wiedergegeben wird.
Ich finde, jeder hat das Recht auf ein Auto. Jeder hat das Recht auf ein Handy, auf einen Fernseher, auf sieben Jeans, würde ich sagen, jährlich einen Urlaub in der Karibik, 30 T-Shirts, 15 Pullover. Ja, so in etwa. Das braucht man halt so.
Kathrin Steger-Bordon ist Referentin für Politische Bildung, Umwelt und Nachhaltigkeit
Wobei, irgendwie hat jeder das Recht auf mehrere Autos, weil ein Auto wird schnell kaputt. Dann braucht man ein neues. Du kannst ja nicht mit einem Auto dein Leben lang fahren. Und das Handy ist auch schnell kaputt und der Fernseher und der Computer
auch. Und vor allem: Die Sachen werden so schnell alt. Ich finde, jeder hat das Recht auf drei oder vier Computer im Leben, na sicher. Ich meine einen Drucker, eine Play-Station und eine Skiausrüstung braucht man irgendwie auch einfach ... dass man leben kann. Na klar kostet das. Ich mein, ein Auto braucht Erdöl, aber das gibt’s eh im Irak oder im Sudan. Für ein Handy braucht man Coltan, das gibt’s eh im Kongo, für die Jeans braucht man Baumwolle, die gibt’s eh in Indien. Ich mein, jeder hat das Recht auf Erdöl, jeder hat das Recht auf Coltan, jeder hat das Recht auf Baumwolle, oder?
Und außerdem: Es hat eh nicht jeder ein Auto. Ich mein, jeder hat halt prinzipiell das Recht darauf. Na gut,
Wie könnte eine Zukunft auf einem klimafreundlichen Planeten aussehen? Was nutzt uns der Klimaschutz? Und was kann ich ganz konkret dafür tun? Der Klimawandel ist die größte Gefahr für unseren Planeten. Um ihn zu verlangsamen oder gar aufzuhalten, sind wir gefordert – jeder und jede Einzelne, jedes Unternehmen, jeder Staat. Die Veränderung beginnt bei uns.
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wenn die Menschen in China alle Auto fahren und die Bewohner Indiens auch, na ja, dann müssen sie halt noch bessere Straßen bauen, weil sich das sonst sicher nicht ausgeht, vom Platz her. Aber in Indien braucht es sicher keine Skiausrüstungen. Dort gibt es zu wenig Schnee. Also da können die Menschen in Indien schon mal zu sparen beginnen.
Was soll das heißen, dass wir Europäer einfach zu viel brauchen? Ich mein, soll ich jetzt ohne Handy leben, nur weil das Coltan aus dem Kongo kommt? Dass die Arbeiter dort nicht so viel verdienen wie bei uns in Europa, das ist klar, und die Fabrikarbeiter in China, die Handys herstellen, verdienen auch nicht so viel, aber die können sich dann halt auch keine Autos kaufen, was ja für die Umwelt irgendwie auch besser ist. Oder? Andererseits, ja, jeder hat ein Recht auf ein Auto. Auch die Menschen im Kongo, ja. Und auf das Erdöl und die Baumwolle und das Coltan für die Handy-Chips auch. Klar. Ich finde, das macht keinen Spaß, wenn man sich dauernd beschränken soll. Ich meine, was kann ich dafür, dass ich in Europa lebe und dass wir das halt einfach alles brauchen, weil es irgendwie zu unserem Lebensstil gehört. Und außerdem, finde ich, hat jeder das Recht auf ein Auto ... oder?
Reflexionsfragen:
Was löst dieses Gedankenexperiment bei Ihnen aus? Wo würden Sie sich verorten?
• Hat jede:r das Recht auf ein Auto? Oder keine:r? Oder nur manche?
• Was wäre – global betrachtet – die Konsequenz aus Ihrer Haltung?
• Welche Konsumgüter sollten allen Menschen zustehen?
• Auf welche Konsumgüter könnten Sie persönlich verzichten? •
Mehr Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt es am 8. Februar 2024 im Seminar „Sozial-ökologische Transformation – Methoden für die Bildungsarbeit“ [siehe Veranstaltungshinweis rechts].
unsere angebote zum jahresstart
Workshop zu Methoden für die Bildungsarbeit in Kooperation mit Abteilung Umwelt im Erzbischöflichen Ordinariat München Wie kann ich als Pädagog:in in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen Beitrag zur sozial-ökologischen Transformation leisten? Wie kann ich Kinder und Jugendliche für das Thema begeistern und die Herausforderungen erlebbar machen? Diese und weitere Fragen behandeln wir im Workshop. Am Ende des Seminars gehen Sie mit konkreten und umsetzbaren Methoden für den Unterricht oder die Jugendarbeit nach Hause.
Termin Do, 08.02.2024
Beginn / Ende 14.00 Uhr / 17.00 Uhr
Mit Isabel Otterbach, Kathrin Steger-Bordon Verantwortlich Kathrin Steger-Bordon Teilnahmegebühr EUR 15,00 Ort Katholische Hochschulgemeinde an der LMU, Leopoldstr. 11, 80802 München Anmeldeschluss Di, 06.02.2024
Food Waste
Wie mehr Lebensmittelwertschätzung das Klima rettet – eine Veranstaltung der Reihe „rAusblick“, einer Kooperation mit der Hochschule für Philosophie. Gefördert durch die Innovativen Projekte der KEB München und Freising e.V. Unglaubliche elf Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. An diesem Abend beschäftigen wir uns intensiv und multiperspektivisch mit Food Waste. Dazu gibt es Impulse und Lösungsansätze aus der Philosophie, der Politik und aus zivilgesellschaftlicher Perspektive.
Termin Do, 14.03.2024
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 21.15 Uhr
Mit Dr. Stefan Einsiedel, Dr. Christiane Barnickel, Jens Aschenbroich
Verantwortlich Kathrin Steger-Bordon Teilnahmegebühr Kostenlos
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Do, 14.03.2024

Das Escape Game Klimaprofis – saving tomorrow ist eine interaktive Methode, die im Unterricht und in der Bildungsarbeit eingesetzt wird. Sie vermittelt Inhalte des Klimawandels und zeigt Handlungsoptionen auf. Die Teilnehmenden müssen gemeinsam in kurzer Zeit Venedig vor einer Flutkatastrophe schützen. Daneben vertiefen sie Impulse aus dem Escape Game in vier Stationen zu Energie, Mobilität, Ernährung und Konsum. Ziel ist, das komplexe Thema der Klimakatastrophe niedrigschwellig und mit Nervenkitzel-Faktor zu vermitteln und dabei Handlungsimpulse für den eigenen Alltag zu geben.
Zielgruppe Jugendliche ab 14 Jahren, Erwachsene
Kosten EUR 75,00 pro Woche bei Selbstabholung, Versand innerhalb Deutschlands für zusätzlich EUR 100,00 möglich
Teilnehmerzahl max. 30 Personen
Benötigte Spielleiter:innen 2
Dauer 4 Stunden
Jetzt wieder buchen!
Benötigte Infrastruktur 2 Seminarräume/ Klassenzimmer
Umfang 3 große Kartons, inkl. des gesamten technischen Equipments, aller Spielmaterialien und Requisiten
Verantwortlich Kathrin Steger-Bordon

• Held:innen
• Sketchnotes
kommentar
Auf der Spur der Romanheld:innen
Es gibt tausend Gründe, warum man einen Roman lieben kann:
Das Thema und die Dramaturgie der Handlung, der Schreibstil oder auch die zentralen Figuren, die uns faszinieren und mit denen wir uns identifizieren.
Über Heldenfiguren ist viel geforscht und geschrieben worden. Es gibt makellose Held:innen und solche, die alles „falsch“ machen. Held:innen begegnen uns in den unterschiedlichsten Gestalten: als Kinder wie als Erwachsene, als magische Wesen wie als Tiere. Was alle eint, ist, dass sie uns Einblicke in das Seelenleben und die Gefühlswelt anderer – wenn auch fiktiver – Persönlichkeiten erlauben.
So kann Lesen helfen, Empathievermögen auszubauen, eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten in der gegenwärtigen Zeit. Wir erkennen Facetten unserer eigenen Persönlichkeit oder lernen Charakterzüge und Sichtweisen kennen, die uns ganz fern liegen. Wir erfahren Bestätigung, oder unsere Weltsicht und Glaubenssätze werden herausgefordert. Wenn uns Figuren zum richtigen Zeitpunkt begegnen, beantworten sie uns auch manchmal Fragen, von denen wir gar nicht wussten, dass wir sie in uns tragen …
Während des Schreibens ging mir die ganze Zeit die Frage im Kopf herum, welche literarischen Held:innen mich in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter beeindruckt haben. Ein paar sind mir gleich eingefallen –vielleicht geht es Ihnen ähnlich? •


Magdalena Falkenhahn ist stellvertretende Direktorin und Referentin für (Inter-) Kulturelle Bildung

sketchnotes

Mit Sketchnotes lassen sich alle möglichen Themen einfach und prägnant darstellen. So merken wir sie uns besser // von magdalena falkenhahn

Im beruflichen Kontext auf Tagungen, in Teamprotokollen oder im privaten Umfeld auf Geburtstagseinladungen oder Einkaufszetteln – seit ein paar Jahren findet man sie überall: Sketchnotes. Der aus dem Englischen stammende Begriff steht für visuelle Notizen. Dabei wird ein Bild bzw. eine Skizze (engl. sketch) mit Wörtern bzw. Notizen (engl. notes) kombiniert (zum Beispiel durch kleine Zeichnungen, Pfeile, Rahmen, Handletterings).



Ziel ist es, Sachverhalte einfach und prägnant darzustellen. Gleichzeitig erhöht sich durch die Kombination von Schrift und Bild das Erinnerungsvermögen an die vermittelten Inhalte. Der Grund dafür liegt in der doppelten Codierung der Information im Gehirn. Der Psychologe Allan Paivio postulierte in den 1980er-Jahren die sogenannte Dual-Coding-Theorie. Demnach verarbeitet das Gehirn – vereinfacht dargestellt – Informationen auf zwei verschiedenen Kanälen: verbal und visuell. Ein und dieselbe Information, zum Beispiel „Haus“, kann dabei sowohl bildlich als auch sprachlich codiert sein. Die sprachlichen und bildlichen Systeme korrelieren miteinander. Man kann sich ein Haus vorstellen und es dann in Worten beschreiben; oder man liest oder hört das Wort „Haus“, worauf sich dann ein mentales Bild einstellt. Folglich werden Informationen, die aus Bild und Text bestehen, doppelt codiert und bleiben stärker in Erinnerung. Zudem fördert das Anfertigen von Sketchnotes aktives Zuhören und das Fokussieren auf die jeweiligen Informationen.


Auf Basis eines weiten Kulturbegriffs beleuchten wir die Künste als ästhetischen Ausdruck menschlicher Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt, die Kultur als Lebenswelt mit ihren vielfältigen Traditionen, Lebensformen und Wertesystemen. Wir möchten Sie inspirieren, sich mit den Künsten, Kultur(en) und damit auch mit der Gesellschaft aktiv auseinanderzusetzen und sich zu engagieren.
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Sketchnotes sind also ein ideales Werkzeug zum Lernen und können auch im pädagogischen Kontext eingesetzt werden. Aber es gibt natürlich noch viele andere Verwendungszwecke: So lassen sich Einkaufszettel, Einladungen oder auch Tagebucheinträge kreativ gestalten.

Egal, wo Sketchnotes zum Einsatz kommen: Der Spaß sollte in jedem Fall im Zentrum stehen. Denn es geht nicht um künstlerische Finesse, sondern um eine einfache Bildsprache, die sich jede:r aneignen kann. Dazu entwickelt man ein Repertoire an Formen und Symbolen – sogenannte Bildvokabeln. Man braucht dabei keine künstlerische Begabung, Freude am Skizzieren genügt. Die wichtigsten Grundformen sind schnell erlernt, und man ist in der Lage, erste visuelle Notizen anzufertigen. Mit etwas Übung entstehen schnell tolle Visualisierungen. •


kreativ in die erste jahreshälfte
Sketchnotes sind gekritzelte Notizen, die dabei helfen, sich an bis zu 80 Prozent der vermittelten Informationen zu erinnern. In den Online-Workshops geht es darum, ins Zeichnen zu finden und Ideen in einfache Bilder umzusetzen. Das verbessert das Erinnerungsvermögen und macht obendrein noch Spaß. An den Terminen gibt es Kritzel-Input zu unterschiedlichen Themen, und die Teilnehmer:innen haben jede Menge Möglichkeiten, sich auszuprobieren und mit Lust den Stift zu schwingen. Für jedes Thema gibt es ein Grundlagen- und Vertiefungsseminar (I + II), die aber auch unabhängig voneinander gebucht werden können. Vorerfahrung oder Begabung braucht es nicht, nur Lust und Freude am Kritzeln und Ausprobieren. Das sind unsere SketchnotesWorkshops im Überblick:
Online-Buchklub: Unsere literarischen Held:innen
Eine Einladung zu einem Gespräch über Figuren, die uns faszinieren. Sie sind mutig oder ängstlich, haben alles im Griff oder straucheln in ihrem Leben. Sie sind so, wie wir sind. Oder eher so, wie wir (nicht) sein möchten. Im Rahmen der Veranstaltung kommen wir über literarische Figuren ins Gespräch, die uns faszinieren. Gibt es gemeinsame Held:innen? Figuren, die in einer bestimmten Lebensphase besonders wichtig waren oder Figuren, die man gar nicht so recht einordnen kann?
Die Veranstaltung ist eine Einladung, den Blick durch das Bücherregal schweifen zu lassen und sich auf die Suche nach den ganz persönlichen literarischen Held:innen aus Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter zu begeben.
Termin Mi, 17.04.2024
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 20.30 Uhr
Mit / Verantwortlich Magdalena Falkenhahn Teilnahmegebühr EUR 5,00 Ort Online via Zoom Anmeldeschluss Mi, 17. April 2024
Mo 05.02.2024 | Grundlagen II
Mo 19.02.2024 | Schrift & Rahmen I
Mo 22.04.2024 | Schrift & Rahmen II
Mo 04.03.2024 | Vom Strichmännchen zur bewegten Figur I
Mo 06.05.2024 | Vom Strichmännchen zur bewegten Figur II
Mo 18.03. 2024 | Eigene Bilder finden I
Mo 10.06. 2024 | Eigene Bilder finden II
Für alle Veranstaltungen gilt:
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 21.30 Uhr
Mit Dagmar Köhler
Verantwortlich Magdalena Falkenhahn Teilnahmegebühr EUR 35,00; 20% Rabatt bei Buchung von mindestens 3 Workshops Ort Online via Zoom Anmeldeschluss Mo, 05.02.2024
Back to the roots und auf in die Zukunft. Im Zeitalter des Humanismus verschmolzen die Großbuchstaben der Römer mit den Kleinbuchstaben Karls des Großen zu einem Alphabet. Eine neue Schrift war geboren, und diese bildet bis heute die Grundlage unserer Buchstaben: die Humanistische Antiqua. Die gut lesbare Renaissance-Schrift ist vielseitig einsetzbar und ermöglicht mit einfachen Mitteln eine außergewöhnliche Anmutung. Wir werden farbige Hintergründe anlegen und auf diesen mit klassischer und experimenteller Kalligraphie gestalten. Durch das Spiel mit unterschiedlichen Schreibwerkzeugen und handschriftlichen Elementen entstehen so reizvolle und zeitlose Schrift-Bilder.
Termin Fr 28.06.2024 bis So, 30.06.2024
Beginn / Ende Fr, 16.00 / So, 13.00 Uhr Mit Rainer Michel
Verantwortlich Magdalena Falkenhahn Teilnahmegebühr EUR 134,00 zzgl. Übernachtung & Verpflegung
Ort Kloster Scheyern, Schyrenplatz 1, 85298 Scheyern
Anmeldeschluss Fr, 17.05.2023

• Künstliche Intelligenz und Bildung
• Beziehung und Bildung
kommentar
Künstliche Intelligenz und Bildung
ist in aller Munde. Die Künstliche Intelligenz steht für einen unaufhaltsamen Wandel durch neue Technologien und eigenmächtige Algorithmen. Das verspricht auch in pädagogischen Anwendungsfeldern eine Vereinfachung vieler Prozesse und hohe Effizienz bei weniger Personalbedarf. Gerade in Zeiten des Lehrkräftemangels eine verlockende Perspektive: sei es durch die immer besser werdenden Suchmaschinen, die im weltweiten Netz immer leichter Zugriff auf immer mehr Wissen erlauben; sei es durch selbstlernende Lern- und SchulungsProgramme oder die Chat-Bots und Apps zur Selbsthilfe und Persönlichkeitsbildung, die jederzeit verfügbar zeitintensive Angebote in Präsenz ersetzen könnten. Wer pädagogischen Bedarf hat oder psychologische Unterstützung sucht, kann vieles dank KI irgendwann maßgeschneidert erhalten. Selbst wenn die KI das leistet, mindert das nicht die Freude an persönlichem Austausch, nicht den Gewinn eines echten Gesprächs oder den Bildungswert einer leibhaften Begegnung. Ganz ohne KI und die Konkurrenz virtueller Angebote waren und sind das auch bisher seltene Momente: Schlüsselerfahrungen auf dem Bildungsweg. Die wesentlichen Fragen von Bildung bleiben trotz oder erst recht durch die KI offen: Wozu bilden wir und nach welchem Bild? Wie wollen wir leben? Wo suchen und finden wir Sinn und Orientierung –in einer durch KI nicht minder komplexen Welt? •


begegnung und beziehung
Warum Beziehung und Begegnung wesentlich sind für persönliche Bildung und Bildung überhaupt // von karin hutflötz

Stabilität und Sicherheit gewinnen wir vor allem durch Begegnung und Beziehung
Persönlichkeitsbildung scheint ein einsames Geschäft. Auch da, wo sie sich deutlich abgrenzt von bloßer Nabelschau und Selbstoptimierung, bleibt sie dem Bild einer mal mehr, mal weniger notwendigen, auf sich selbst und das eigene Ich fokussierten Arbeit verbunden.
zeigen und in Vielfalt zu erfahren –gewinnen wir vor allem durch die Akzeptanz und Annahme in Begegnung und Beziehung.
Dr. Karin Hutflötz ist Referentin für Persönlichkeitsbildung bei der Domberg-Akademie
In Krisen ist eine solche Arbeit vermeintlich nötiger als sonst. Oder präventiv betrachtet: Im Trainieren für mehr Resilienz gilt es, sich Kompetenzen anzueignen, um für kommende Krisen gewappnet zu sein. Ein Sichabsichern, um Gleichgewicht und Autonomie wahren zu können, um auch in unsicheren Zeiten standfest und selbstbestimmt zu bleiben. Diesem Mythos steht neuere Forschung ganz entgegen, denn Stabilität und Sicherheit – ebenso wie die Freiheit, sich zu
Die Persönlichkeit bildet sich durch eigene Erfahrung und Reflexion, aber auch durch fremde Erfahrung und Reflexion darauf, so der aktuelle Stand der Entwicklungspsychologie und Neurobiologie: durch das Gehörte und Gesehene im sozialen Miteinander, durch den geteilten Blick, durch mitgeteilte und mitgefühlte Geschichten. Ebenso durch die gemeinsame Sprache und Musik, die wir hören, die Fotos und Filme, die wir sehen, die Texte und Literatur, die wir lesen, und die Nachrichten, die wir uns schreiben und erhalten. Dadurch erfahren wir uns selbst in wechselnden Bezügen, entde
Mit neuen Bildungsformaten und Fortbildungen zur Persönlichkeitsbildung öffnen wir Reflexionsräume und machen Diskursangebote zu existenziellen Fragen und Themen der Zeit. Unsere Angebote zielen auf eine transformative Erwachsenenbildung mit innovativer Didaktik und fundiertem Wissen im Schnittfeld von Pädagogik, Psychologie und Philosophie.
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cken und erkennen uns in der Diversität unserer Anteile und bilden bestenfalls vielfältige und immer stimmigere Resonanzformen. Daraus erwächst nicht nur Akzeptanz. Das erlaubt auch besser zu antworten auf die Komplexität der Welt, die begegnet.
Die Teilhabe an der Erfahrung und dem (Selbst)Wissen anderer ist also nicht nur ein zusätzlicher Input zu unserer eigenen Reflexion und Selbsterkenntnis, sondern Teil und wirkmächtiger Faktor der eigenen Persönlichkeitsbildung: Durch Begegnung und Beziehung schreibt es sich ein in unseren Erfahrungsschatz wie in die Vielfalt unserer Person. Mitfühlend und mitdenkend reagieren wir auf etwas Ungesundes, Unstimmiges, das einem anderen widerfährt, als wäre es einem selbst widerfahren. Hier trifft eine Einsicht der Hirnforschung einen zentralen Satz christlicher Haltung: „Was ihr einem von meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)
Ein starker Gerechtigkeitssinn zum Beispiel bildet sich nicht notwendig durch eigene Diskriminierungs- oder Ungerechtigkeitserfahrungen, sondern oft durch Teilhabe am Leid anderer. Wenn ein Sehen und HörenKönnen von Beschämung oder Ungleichbehandlung im geteilten Blick und sozialen Miteinander möglich ist, wachsen alle Beteiligten in Mitgefühl und Selbsterkenntnis, in der Folge in Akzeptanz für sich selbst und andere.
Angebote der Persönlichkeitsbildung, aus denen Menschen nachhaltig seelische Stabilität und mentale Stärke gewinnen, wo persönliches Wachstum und Entfaltung geschehen, leiten daher an zu Selbsterfahrung und Reflexion mit anderen. Sie bieten sichere Gesprächs und AustauschRäume, ermöglichen so Begegnung und Beziehungsdynamiken lesen und verstehen zu lernen: der beste Weg, um sich selbst und andere besser zu verstehen und den Herausforderungen der Zeit gewachsen zu sein. •
unsere angebote im frühjahr 2024
Pädagogische Fachtagung in Kooperation mit der Hauptabteilung Außerschulische Bildung im EOM und der LAG der Bayerischen Familienbildungsstätten Familienbilder sind vielfältig. Welche Aspekte dazu beitragen und was das für Gesellschaft und Familienbildung bedeutet, diskutieren die Expert:innen unserer Fachtagung und geben Anhaltspunkte, wie zukunftsgewandt gehandelt werden kann und gerade vielfach belastete Frauen gestärkt werden können.
Termin Do, 22.02.2024 – Fr, 23.02.2024 Beginn / Ende Do 13.00 Uhr / Fr 13.00 Uhr Mit Prof. Dr. Tanja Betz, Barbara AbdallahSteinkopf, Prof. Dr. Barbara Thiessen, Susanne Mierau, Sebastian Herrlich Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz
Teilnahmegebühr EUR 115,00 Ort Schloss Fürstenried, Forst-Kasten-Allee 103, 81475 München Anmeldeschluss Fr, 02.02.2024
In Beziehung sein. Oder: Wie gehen wir miteinander um?
Wie bin ich in Beziehung mit mir und anderen Menschen? Wo wirken unfreiwillige Automatismen und ungute Reaktionsmuster, die uns oft schon jahrzehntelang begleiten? Nachweislich wirkt sich aber nichts so förderlich auf mentale Gesundheit aus wie ein gutes InBeziehung-Sein – zu sich selbst und anderen. In diesem Workshop üben und reflektieren wir, wie wir gesünder miteinander umgehen, uns besser zuhören und verstehen können.
Termin Sa, 13.04.2024 – So, 14.04.2024
Beginn / Ende Sa, 10.00 Uhr / So, 15.00 Uhr
Mit Christa Middendorff
Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz
Teilnahmegebühr EUR 210,00
Ort Congregatio Jesu, Maria-Ward-Str. 11, 80638 München
Anmeldeschluss Do, 28.03.2024
Fachforum Erwachsenenbildung 2024 in Kooperation mit Ressort Bildung im EOM und der KEB – online und in Präsenz Gamification oder Game-based Learning ist auch in der Erwachsenenbildung ein Trendthema. Das Fachforum Erwachsenenbildung 2024 lädt ein, den Blick auf dieses Thema zu schärfen, spielbasiertes Lernen analog und digital in den Blick zu nehmen und die Chancen und Grenzen für die Bildungsarbeit auszuloten.
Termin Di, 19.03.2024
Beginn / Ende 9.30 Uhr / 17.00 Uhr Mit Prof. Dr. Linda Breitlauch, Çiğdem Uzunoğlu, Kathrin Steger-Bordon, Eva Ballauf Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz Teilnahmegebühr EUR 40,00 für Hauptamtliche, EUR 20,00 für Ehrenamtliche Ort EHV, Mathildenstr. 4, 80336 München (Online-Teilnahme via Zoom möglich) Anmeldeschluss Fr, 08.03.2024
Sich verstehen und in allen Teilen annehmen: Vom Umgang mit sich selbst
In Kooperation mit dem IFS-Institut München
Gerade in persönlichen Umbruchszeiten fällt es nicht leicht, sich selbst zu verstehen –geschweige denn, sich selbst annehmen zu können. Wie geht Selbstakzeptanz, wie gelingt ein besseres Verstehen seiner selbst, gerade in Krise und Aufbruch? Das zeigt dieses ganztägige Seminar.
Termin Sa, 04.05.2024
Beginn / Ende 10.00 Uhr / 17.00 Uhr
Mit Harald Podlech
Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz
Teilnahmegebühr EUR 90,00
Ort Online via Zoom
Anmeldeschluss Do, 02.05.2024

• Künstliche Intelligenz
künstliche intelligenz
Künstliche Intelligenz wird unser Leben transformieren und unser Selbstverständnis beeinflussen. An der Technologie stellen sich so die wichtigen Fragen des Menschen // von claudia pfrang
Künstliche Intelligenz, kurz KI, beeinflusst schon lange unser alltägliches Leben und Zusammenleben: Autonomes Fahren, Pflegeroboter, Chat GPT oder der „Segensroboter“ BlessU-2 sind nur einige Schlagwörter oder Versprechen. Manche Expert:innen halten sogar KIRoboter mit Bewusstsein und religiösen Ambitionen für wahrscheinlich.

Dr. Claudia Pfrang ist Direktorin der Domberg-Akademie
Wird der Unterschied zwischen Mensch und Maschine irgendwann verschwinden? Wie verändert eine sich immer weiter entwickelnde KI die Stellung des Menschen und auch unser Bild von uns selbst? Was zeichnet dann den Menschen als Menschen aus? Und noch grundlegender: Was ist überhaupt Künstliche Intelligenz? Und was heißt „intelligent“? Was hat das, was wir als „KI“ kennen, mit Denken, Bewusstsein oder „Geist“ zu tun? Das sind die fundamentalen Fragen, wenn wir genauer hinschauen und vertiefter nachdenken.
Doch gehen wir einen Schritt zurück: Was tun wir eigentlich, wenn wir KI entwickeln? Ganz grundsätzlich: Wir lassen immer mehr Dinge von selbst laufen. Wir entlasten uns, indem wir Prozesse operationalisieren und optimieren. Das, was wir tun müssten, um uns zu entlasten, soll von selbst laufen. Genau genommen hat all das unmittelbar mit unserem technischen Handeln zu tun und läuft nicht losgelöst von uns. Wenn wir

Maschinen Autonomie zuschreiben, dürften wir beispielsweise ein Gerät nicht abschalten. Auf den Punkt gebracht: KISysteme sind von uns konstruierte Maschinen, die wir für uns gewinnbringend einsetzen können, die aber kein adäquates Gegenüber mit Bewusstsein sind.
Was meint dann Autonomie? Ein Beispiel: Das Auto fährt von selbst. Fährt es wirklich selbst? Lernt das Auto von selbst und entscheidet es wirklich selbst, ob es fährt und wohin? Nein: Die Maschine handelt automatisiert auf Basis vorgegebener Entscheidungen. Sie entscheiden etwas, was Menschen vorentschieden haben. „Automatisierung ist ein (notwendiges) Moment der technischen Autonomie, in der die vollständige regelhafte Beherrschung selbstauferlegter Gesetzlichkeit vollzogen worden ist“, so Prof. Benjamin Rathgeber bei GOTT.neu.denken zum Thema „Möglichkeiten und Grenzen der Künstlichen Intelligenz“.
Setzen wir voraus, dass „intelligent“ bedeutet, Abläufe zu erkennen, zu reflektieren und zu verstehen, dann ist KI nicht intelligent. Wir selbst sind es, die sich darin spiegeln. Intelligenz besteht nicht in der Anhäufung und Reproduktion des Wissens, sondern gerade darin, Wissen prospektiv und kreativ anzuwenden. Das Besondere an der KI heute ist, dass wir es mit dynamischen Systemen zu tun haben, die so komplex sind, dass wir sie nicht mehr überschauen können.
Leider wird im Diskurs vorschnell Autonomie auf Automatisierung reduziert. Autonomie bedeutet jedoch viel mehr. Kennzeichen der menschlichen
Autonomie bestehen darin, dass der Mensch von selbst, aus sich selbst heraus, auf sich selbst bezogen, über sich selbst hinausgehend und um seiner selbst willen (und anderer) handelt KI wird in Zukunft nicht nur unser Leben als solches transformieren, sondern auch unser Selbstverständnis beeinflussen. An der Technologie stellen sich so die wichtigen Fragen des Menschen. Und nicht zuletzt verbinden sich damit auch theologische, ethische und politische Fragen. Dies wollen wir in der Werkstatt Zukunft reflektieren. •
Bilder, die bewegen
Sein und Schein von Algorithmen und KI in Bildung heute – Reihe ZUKUNFT BILDUNG In Kooperation mit dem Institut für philosophische Bildungsforschung und Beratung München
Täglich bewegen wir uns in einer Welt voller Bilder. Wir misstrauen ihrem Schein und sind doch fasziniert von den suggerierten Welten. Algorithmen übernehmen zunehmend die Navigation durch unseren Alltag und formatieren unsere Denkformen. All das ist untrennbar verbunden mit unserem pädagogischen Handeln in Schule und Unterricht. Wie kann man in Bildung für heutige Bildebenen und -inhalte sensibilisieren ? Der Vortrag wirft ein kritisches Licht auf die Algorithmisierung unserer Denk- und Handlungsweisen. Dem schließen sich erste pädagogische Vorschläge und Anregungen für die Bildungspraxis an.
Termin Di, 30.01.2024
Beginn / Ende 19.00 Uhr / 21.15 Uhr
Mit Prof. Dr. Johannes Kirschenmann
Verantwortlich Dr. Karin Hutflötz
Teilnahmegebühr EUR 9,00
Ort Online über Zoom
Anmeldeschluss Mo, 29.01.2024




start des pop-up
Endlich! Wir haben die Pop-up-Akademie gestartet und die ersten Veranstaltungen im Bildungskloster organisiert
Haben Sie die letzten beiden Ausgaben unseres Magazins noch in Erinnerung? Die freudige Erwartung und neugierige Anspannung, was sich mit unserer PopupAkademie bei den Schwestern der Congregatio Jesu entwickelt? Nun finden seit Oktober 2023 hier die ersten Veranstaltungen statt – in der Kirche und im „neuen“ Seminarraum.
Die Fotos geben einen guten Eindruck davon, was möglich ist, wie auch schon die bereits durchgeführten Veranstaltungen aus den Berei
chen Persönlichkeitsbildung, Kultur und Kreativität sowie Religion und Kirche.
Die Räume – flexibel möbliert – ermöglichen neue, kreative Formate, die alle Sinne und den Verstand gleichermaßen ansprechen: etwa spirituelle Impulse mit LiveMusik, szenische Performances, konzentriertes Arbeiten an Leib und Seele, künstlerisches Gestalten. Wann gönnen Sie sich hier eine Auszeit, um sich für Ihr Leben oder Ihre Religiosität inspirieren zu lassen? •
• Innovative Projekte
• Unbekannte Orte
• Neues Lernen




In den Workshops geht es um Themen wie Teamentwicklung, Führungskompetenzen und Vernetzung
Sinnstiftung, Sozialraumstruktur und Digitalisierung sind die Leitplanken eines Projekts, mit dem das Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen in Kooperation mit der Domberg-Akademie das Ehrenamt stärken möchte // von franziska steinich

Franziska Steinich leitet das Projekt in der DombergAkademie
Die Corona–Krise und der Krieg in der Ukraine forderten und fordern uns als Gesellschaft heraus. Gleichzeitig bringen solche Krisen unglaubliches Potenzial zum Vorschein: Engagierte Menschen aus Kirche und Zivilgesellschaft brachten 2022 nach Ausbruch des Ukrainekrieges innerhalb kürzester Zeit durch Geld- und Sachspenden, Integrationsangebote oder die Bereitstellung von Unterkünften ihre Unterstützung und Anteilnahme zum Ausdruck. Aktuell sind laut Bundesministerium des Innern und für Heimat 29 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv.
In Zeiten der demographischen Veränderung, Individualisierung und Polarisierung innerhalb der Gesellschaft zeigt sich die fundamentale Rolle von sozialer Unterstützung und Hilfe. Ehrenamt trägt zur Sicherung der Daseinsversorgung, zum Erhalt des Miteinanders und zur Lebensqualität bei. Mehr noch: „Zivilgesellschaftliche Organisationen verstehen sich immer häufiger als Impulsgeber für sozialen Wandel“, notiert die Studie ZiviZ-Survey (2023), denn Ehrenamt ist gelebte Demokratie. Es bietet den Rahmen, um persönliche und gesellschaftliche Anliegen voranzutreiben.
Eine bedarfsorientierte Unterstützung sowie den nachhaltigen Ausbau regionalen und in die Sozialräume des Landkreises hinein vernetzten Ehrenamtsmanagements haben sich die Domberg-Akademie und das Kreisbildungswerk Bad Tölz-Wolfratshausen (KBW) in einem von der KEB Bayern und KEB München und Freising

geförderten Kooperationsprojekt zum Ziel gesetzt. Das KBW entwickelt aktuell ein nachfrageorientiertes Weiterbildungsangebot, das Ehrenamtliche in Führungspositionen vor Ort unterstützt sowie bestehende Potenziale und Ressourcen nutzt. Eine Workshopreihe zu Themen wie Teamentwicklung, Führungskompetenzen und Vernetzung ist in Planung; außerdem soll ein Coaching-Partner:innenprogramm entstehen, bei dem Ehrenamtliche von außen individuell unterstützt werden.
Sinnorientierung, Sozialraumvernetzung, Führungs- und Digitalkompetenz bilden die Leitplanken des Projektes. Warum engagiert man sich ehrenamtlich? Welche persönlichen Werte treiben einen dafür an und was bringt es für das eigene Leben? Diesen Fragen soll im Projekt nachgegangen werden, um zu verstehen, warum Menschen ihre Energie in soziales Engagement investieren. Bereiche wie Kirche, Bildung, Politik, Freizeit und Umwelt sind Bestandteile eines jeden Sozialraumes. Bündelt man das Ehrenamtspotenzial der unterschiedlichen Bereiche, lassen sich Synergien bilden und gesellschaftliche Krisen besser bewältigen.
Bis Ende 2024 erarbeitet die Domberg-Akademie aufbauend auf den Erfahrungswerten des KBW im Pilotprojekt ein Transferkonzept, welches die gewonnenen Erkenntnisse und ein Kurskonzept an die Erzdiözese München und Freising in Anbindung an die 14 Bildungswerke weitergibt, um Ehrenamtliche in Führungspositionen zu unterstützen und zu stärken. •
Wie Death Positive den Blick aufs Leben schärft // von magdalena falkenhahn
Viele Menschen kennen ihn: Den Wunsch nach Unsterblichkeit. Da unser Dasein auf Erden aber endlich ist, liegt auf den Entscheidungen, die wir treffen, ein existenzielles Gewicht. Im antiken Rom flüsterte ein Sklave dem siegreichen Feldherrn ins Ohr: „Memento mori“ – „Bedenke, dass du sterben wirst.“ In der bildenden Kunst stehen Totenköpfe, Sanduhren oder faulendes Obst über verschiedene Zeiten hinweg als Mahnmal der Vergänglichkeit.
Und heute? Gibt es Apps, die einem mehrmals täglich mit einer Push-Nachricht die eigene Sterblichkeit in Erinnerung rufen. Manche tragen sogar Armbanduhren mit einem Countdown, der auf einen errechneten Todeszeitpunkt herunterzählt. Oft hängen solche Menschen der sogenannten Death-Positive-Bewegung an. Diese möchte den Tod enttabuisieren, um
sich zu ihm „positiv“ verhalten zu können, ihn wieder zu einem Teil des Lebens zu machen. Ideengeberin der Bewegung ist die kalifornische Bestatterin Caitlin Doughty. Auf Youtube, in Büchern sowie Veranstaltungen informiert sie über alte und neue Trauerrituale und gibt Impulse zum Thema Sterben und Trauern. Vor allem aber eröffnet sie einen Raum, in dem sich die Menschen mit dem Thema Tod auseinandersetzen können. Mittlerweile gibt es sogar schon in vielen deutschen Städten Death-PositiveBestattungsunternehmen.
Das zeigt: Es gibt ein Bedürfnis, mit dem Tod anders umzugehen. •

Magdalena Falkenhahn ist stellvertretende Direktorin und Referentin für (Inter-) Kulturelle Bildung
Vom Memento Mori zu Death Positive: Wie das Wissen
um den Tod das Leben beeinflusst
In diesem besonderen Format an der Schnittstelle Kultureller und Theologischer Bildung verbinden wir traditionelle Hinweise auf Vanitas (die Vergänglichkeit) und MementoMori-Praktiken in Kunst und Religion mit dem aktuellen Trend der Death-Positive-Bewegung: Dieser geht es darum, den Tod nicht als etwas nur Bedrohliches zu verdrängen, sondern positiv zu sehen. Dazu werden etwa Apps entwickelt, die an das Ablaufen der Lebenszeit erinnern, Gesprächsformate „am Sarg“ angeboten und manches mehr.
Ist das nur eine Fortführung der Tradition mit modernen Mitteln? Welchen Unterschied macht es zum Beispiel, ob in der klassischchristlichen Erinnerung die Sterblichkeit mit der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gepaart ist oder ob das Wissen um den Tod nicht mehr von einem „Danach“ ausgeht? Und wie könnte es heute aussehen: ein Verhältnis zum eigenen Tod, das dem Leben und der Freude am Leben nicht abträglich ist?
Das Format besteht aus drei Einheiten:
1. Interaktiv-dialogische Auseinandersetzung mit Vanitas- und Memento-Motiven in der Alten Pinakothek in München: Im Bilder-
Schatz der Pinakothek entdecken wir Hinweise auf Vergänglichkeit und Tod und kommen darüber ins Gespräch.
2. Teilnahme an einem AschermittwochGottesdienst: Hier soll bewusst offen gehalten werden, ob man den Gottesdienst mitvollzieht oder eher in „teilnehmender Beobachtung“ anwesend ist. Das Format richtet sich sowohl an Gläubige wie an Angehörige anderer Religionen oder solche, die sich nicht als religiös verstehen.
3. Impuls- und Reflexionseinheit, in der die Eindrücke aus Kunstbegegnung und Gottesdienst reflektiert und in Verbindung gebracht werden mit anschaulichen Impulsen zur Death-Positive-Bewegung. Für Verpflegung ist gesorgt.
Termin Mi, 14.02.2024
Beginn / Ende 16.00 Uhr / 20.00 Uhr Mit / Verantwortlich Magdalena Falkenhahn und Dr. Thomas Steinforth Teilnahmegebühr EUR 30,00 Verpflegung EUR 10,00
Ort Alte Pinakothek, Barer Str. 27, 80333 München Anmeldeschluss Fr, 09.02.2024
• Zukunft des Ehrenamts
• Death Positive
• Glauben.neu.denken
Neue Audio-Staffel zur Reihe der Domberg-Akademie
Die beliebten Podcasts der Domberg-Akademie bekommen eine dritte Staffel: Unter dem Titel Der Himmel reißt auf! gibt es ab Ende Januar 2024 neue Folgen, die die Reihe Glauben.neu.denken der DombergAkademie nun auch in das AudioFormat bringen. In den Podcast-Episoden kommt der am Glauben und an der Kirche zweifelnde Journalist Lukas Fleischmann mit Menschen ins Gespräch, die an ganz unterschiedlichen Orten und aus ganz unterschiedlichen Motiven den Glauben leben und ihn zu einem wichtigen Teil ihres Alltags machen.
Folge 1 – mit Anna Sofie Gerth: Ihr Platz ist die Peripherie. Resolutrespektvoll kümmert sich die Leiterin der Berliner Stadtmission um Wohnungslose und Gestrandete.
Folge 2 – mit Felix Goldinger: Der Referent für Missionarische Pastoral aus dem Bistum Speyer digitalisiert den Glauben und schafft immer wieder neue Räume, in denen Glauben Zukunft hat.
Folge 3 – mit Mira Ungewitter und Annette Jantzen: Ein spannendes Doppel mit der umtriebigen Baptistenpastorin und der feministischen Theologin. Welche Rolle spielt bei all unseren Krisen, Zweifeln und Debatten eigentlich Gott?
Folge 4 – mit Maria Hermann: Strategie, Innovation, Aufbruch, Zukunft – das ist die Welt von Maria Hermann. Und diese Welt kennt sie innerhalb der Amtskirche und außerhalb.
In den Gesprächen mit diesen fünf Protagonist:innen entsteht ein spannendes Mosaik, das ein hoffnungsvolles Zeichen sendet: Im Glauben steckt ganz viel freudvolle Zukunft! •

dachau
freising
erding landshut
mühldorf
fürstenfeldbruck
münchen
traunstein
miesbach rosenheim
Vorträge, Seminare, Workshops: Themenbezogene Highlights von Kreisbildungswerken in der Erzdiözese München und Freising – von Landshut bis Miesbach

freising
Flexibel und fest verwurzelt MBSR® – Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction)
Gerade in herausfordernden Zeiten braucht man Raum, um bewusst innezuhalten und durchzuatmen. Achtsamkeitsmethoden fördern die innere Balance und stärken die Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit. Genau das ist Ziel des achtwöchigen Kurses nach den Methoden von Professor Jon Kabat-Zinn. Man übt, präsent und mit einer annehmenden Haltung jedem einzelnen Augenblick im Leben zu begegnen, und geht außerdem stressmachenden Gedanken- und Verhaltensmustern auf den Grund.
Termine
immer donnerstags, 18.30–21.00 Uhr 01.02.2024 / 08.02.2024 / 22.02.2024 / 29.02.2024 / 07.03.2024 / 14.03.2024 / 21.03.2024 / 11.04.2024 sowie Sa, 23.03.2024, von 10.00–15.00 Uhr
Mit Carolina Silberbauer, MBSR-Lehrerin
Teilnahmegebühr EUR 395,00
Ort Zentrum der Familie, Beratungszimmer, Kammergasse 16/1. OG, 85354 Freising Info www.kbw-freising.de
Anmeldeschluss
Anmeldung erst nach Vorgespräch mit Frau Silberbauer möglich (Tel. 0172 3903547)


mühldorf
Rente und nun?
Impulse für ein sinnerfülltes Leben jenseits der 65
Bringen Sie Bewegung in Ihren Ruhestand! In dem Kurs erfahren Sie, wie Sie den oft schwierigen Schritt vom Berufsleben in den Ruhestand gut meistern können. Sie erhalten Tipps und erarbeiten Wege, um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen und mental gestärkt diese neue Lebensphase anzugehen.
Termin Sa, 13.04.2024, 09.00–12.00 Uhr Mit Rainer Herlt, Ressourcentrainer Teilnahmegebühr EUR 15,00 Ort Pfarrheim Gars am Inn, Hauptstr. 41, 83536 Gars am Inn Info www.kreisbildungswerk-mdf.de Anmeldeschluss Fr, 05.04.2024

traunstein
Zwei-Seen-Pilgertour
Oasentag vom Tüttensee zum Chiemsee und wieder zurück
Dieser Pilgertag vom Tüttensee zum Chiemsee und wieder zurück ist eine Auszeit für Körper, Geist und Seele. Fernab vom Alltag und seinen Verpflichtungen können Sie sich an diesem Tag ganz gezielt wertschätzend um sich selbst kümmern. Über den Tag gibt es kurz gehaltene Impulstexte, schwungvolle Körperübungen, Lieder, Austausch und vieles mehr.
Sich in der Natur zu bewegen, andere Dinge zu sehen und zu hören, kann ablenken von Dingen, die auf der Seele liegen, Knoten lösen, weil sich der Blickwinkel ändert. Jeder Schritt kann ein Schritt zu sich selbst sein – wir freuen uns, wenn Sie dabei sind.
Termin Sa, 27.04.2024, 08.30–16.00 Uhr
Mit Waltraud Berger, Andrea Rosenegger Verantwortlich KBW Traunstein
Teilnahmegebühr EUR 21,00
Treffpunkt Strandbadparkplatz Tüttensee
Info www.kbw-traunstein.de Anmeldeschluss Sa, 20.04.2024
DA erfahren Sie mehr! Scannen Sie den QR-Code für einen Überblick über die Veranstaltungen der Kreisbildungswerke

cbw landshut
Herzensimpulse
Online-Veranstaltung für Menschen, denen eine Stunde für sich einfach GUT TUT
In Kooperation mit der Seniorenbildung im Erzbischöflichen Ordinariat München und der KEB München und Freising. Versorgung, Pflege, Betreuung und Sorge für andere kosten viel Kraft; gerade deshalb ist es wichtig, auch die eigenen Batterien wieder aufzuladen. Sie bekommen Impulse, die Sie stärken, die Ihnen einfach gut tun und Ihnen neue Anregungen für die „Selbstsorge“ geben. Wir laden Sie ein, sich online ein wenig Zeit zu gönnen, um im alltäglichen Leben wieder besser „da“ sein zu können.
Termine
am letzten Mittwoch im Monat, 20.00–21.00 Uhr: 31.01.2024 / 28.02.2024 / 27.03.2024 / 24.04.2024 / 29.05.2024 / 26.06.2024 / 24.07.2024 (Achtung: vorletzter Mittwoch des Monats wegen Sommerferien)
Mit Brigitte Krecan-Kirchbichler, Karin Wimmer-Billeter und Patricia Hauer Teilnahmegebühr Kostenlos Ort Online
Info www.cbw-landshut.de/veranstaltungen/gesellschaft-und-leben/lebensfragen. Anmeldeschluss Bitte jeweils zwei Tage vorher anmelden, um den Teilnahmelink zu erhalten; jeder Termin ist einzeln buchbar
erding
Ent-Täuschung
Kränkung: Ohrfeige für die Seele?
Wir machen in unserem Alltag Erfahrungen, die wir bewusst und unbewusst als gegen uns gerichtet empfinden: Worte, Taten, Gesten, Schweigen. In der Summe können diese Kränkungen zu seelischem und manchmal auch körperlichem Leid führen. Wir sind dem aber nicht hilflos ausgeliefert.
An diesem Abend geht es darum, wie Kränkungen entstehen können, was sie auslöst, wie man sie erkennt und welche Schlüssel für Veränderungen es geben kann. Außerdem behandeln wir Methoden und Strategien, um besser mit Enttäuschungen umgehen zu können.
Termin Di, 05.03.2024, 19.00–22.00 Uhr Mit Barbara Reinkowski Verantwortlich Carina Dollberger Teilnahmegebühr EUR 25,00 Ort Zentrum der Familie, Kirchgasse 7/1. OG, 85435 Erding Info www.kbw-erding.de Anmeldeschluss Di, 27.02.2024

miesbach
Entwickle dein Growth Mindset Ein motivierender Kurs für lebenslanges Lernen!
Ein sogenanntes Growth Mindset, das Fehler bewusst als Lernchancen wertschätzt, trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder mit Motivation und Freude lernen. In diesem Kurs erfahren Eltern, wie sie das in der Familie fördern – und damit die Potenzial-Entwicklung, das Selbstvertrauen und die mentale Gesundheit ihrer Kinder. Das bringt entscheidend mehr Leichtigkeit in den Schul- und Familienalltag und reduziert Schul- und Versagensängste.
Ein Kurs, der sich im Alltag positiv und nachhaltig auswirkt – auf alle Familienmitglieder.
Termin 27.02.2024, 20.00–21.30 Uhr
Mit Julia Keltsch
Verantwortlich KBW Miesbach / Familienzentrum St. Josef Holzkirchen, Tel. 08025 9929-0, info@kbw-miesbach.de Teilnahmegebühr EUR 9,00 für Einzelpersonen / EUR 12,00 für Paare Ort Online Info www.kbw-miesbach.de


rosenheim
Gesunder Schlaf für mehr Kraft und Lebensfreude Online-Seminar mit Liveschaltung
Falls Sie gut schlafen, sind Sie die Ausnahme. Laut DAK-Gesundheitsreport sind 80 Prozent der Erwerbstätigen von schlechtem Schlaf betroffen. Zu den Folgen zählen Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder ein geschwächtes Immunsystem. Dabei lässt sich die Schlafqualität mit dem richtigen Wissen oft verbessern. Der zertifizierte Schlafberater, psychologische Einzel- und Paarberater und Buchautor Christian Koch gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und die Empfehlungen der Schlafmedizin.
Der Workshop kombiniert gut verständliche Vortragselemente mit Austausch und Fragemöglichkeiten. In Einzelarbeitsphasen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand international standardisierter Fragebögen ihre Schlafqualität auswerten und ihrem persönlichen Chrontoyp auf die Schliche kommen.
Termin Mi, 20.03.2024, 19.00–21.00 Uhr
Mit Christian Koch, Buchautor, Heilpraktiker für Psychotherapie Teilnahmegebühr EUR 15,00 Ort Online Info www.bildungswerk-rosenheim.de Anmeldeschluss Mo, 18.03.2024
dachauer forum
Damit Trauer heilsam wirkt
Seminar für Trauernde
In Kooperation mit der Kath. Landvolkshochschule Petersberg und Verwaiste Eltern München e. V.
Damit Trauerwege zu Heilungswegen werden können und sich die Krise zur Chance wandelt, braucht es Mut und die Atmosphäre, der persönlichen Klage und Trauer Raum schenken zu können. Das Seminar soll der gegenseitigen Ermutigung dienen, und es sollen Tage des Trostes und des Neubeginns werden.
Termin Mo, 15.04. (16.30 Uhr) bis Do. 18.04.2024 (13.00 Uhr)
Mit / Verantwortlich Pfarrer Josef Mayer, Pastoralreferent Walter Hechenberger und Regina Schaich, Dipl.-Sozialpädagogin (FH) und Trauerbegleiterin
Teilnahmegebühr EUR 137,00 (EUR 117,00 für Frühbucher bei Anmeldung bis 01.03.2024)
zzgl. EUR 173,50 für Verpflegung und Unterkunft
Ort KLVHS Petersberg, Oberes Haus, Petersberg 2, 85253 Erdweg Info www.dachauer-forum.de/ veranstaltung/damit-trauer-heilsam-wirkt-5/ veranstaltung/wo-ist-gott/
Anmeldeschluss Anmeldungen sind jederzeit möglich, so lange Plätze verfügbar sind
brucker forum
Mit dem Herzen hören –Empathie mit mir selbst und anderen Fortbildung für Tageseltern, pädagogische Fachkräfte und Interessierte
In diesem Workshop beschäftigen wir uns damit, wie wir uns empathisch mit uns selbst verbinden und unsere eigenen Bedürfnisse erkennen können. Welche Rolle spielen unsere Gefühle, und wie lassen sie sich von unseren Gedanken unterscheiden? Was sind Bedürfnisse im Gegensatz zu Strategien, und was ist bei empathischem Verhalten gegenüber anderen zu beachten? Der Workshop beinhaltet Antworten auf diese Fragen und gibt ausreichend Möglichkeiten für praktische Übungen zur Empathie mit Beispielen aus dem Alltag der Teilnehmer:innen.
Termin Sa, 27.04.2024, 09.00–17.00 Uhr
Mit Elisabeth Sachers, international zertifizierte Trainerin des Center for Nonviolent Communication (CNVC), anerkannte Trainerin Fachverband Gewaltfreie Kommunikation® Teilnahmegebühr EUR 60,00 Ort Kath. Pfarrheim St. Martin, Marquartweg 6, 82110 Germering Info www.brucker-forum.de Anmeldeschluss Do, 28.03.2024

Der Übergang von Melanie Waldinger in eine neue Lebensphase
Der Tag des Übergangs war der 31. Oktober 2023. Auf diesen Tag hatte Melanie Waldinger, verantwortlich für das Bildungsmarketing und die Öffentlichkeitsarbeit, mit gewohnter Planung und Sorgfalt hingearbeitet. Loslassen und sich auf den neuen Lebensabschnitt freuen, auf eine neue Phase, die prall gefüllt ist mit neuem Leben, dem eigenen Nachwuchs, ist ihr nicht leicht gefallen. So haben wir Melanie Waldinger Ende November mit einem Feierritual in ihre neue wichtige Lebensphase begleitet. Wir haben viel miteinander erlebt und aufgebaut – wir haben sie kennengelernt als junge Frau, die weiß, was sie will, und wir schätzen ihre hohe Kompetenz und Loyalität. Gemeinsam haben wir die Domberg-Akademie nach vorne gebracht.

Strahlend in den neuen Lebensabschnitt:
Melanie Waldinger
Für die Elternzeit wünschen wir
Melanie Waldinger viel Liebe, Freude, Entspannung und Gelassenheit. Auch hier werden Listen helfen und To do’s
zu erledigen sein. Wir sind uns sicher – das schafft sie mit links. Genieß’ es, tauch’ ein, und komm’ bald wieder mit vielen neuen Geschichten aus dem „anderen Leben“. Das Leben ist ein Strom, wir sind weiter gemeinsam unterwegs und wünschen uns, dass wir Freunde bleiben, so wie es das Lied von Philipp Poisel, ein Lieblingslied von Melanie Waldinger, schön beschreibt:
Das Leben ist ein Strom und ich schwimm’ neben dir Und wenn wir keine Lust mehr haben, lassen wir uns treiben
Ich wünsch’ mir, dass wir Freunde bleiben, Freunde bleiben
Das Leben ist ein Strom und ich schwimm’ neben dir Und wenn wir keine Lust mehr haben, lassen wir uns treiben. •
Es gibt Zuwachs in der Domberg-Akademie!
Unser Team der Domberg-Akademie hat sich um drei Mitarbeiterinnen erweitert: Die Direktion hat mit Nicole Biller nun eine neue Mitarbeiterin, die verwaltungstechnische und organisatorische Angelegenheiten pragmatisch und zuverlässig in die Hand nimmt. Im Marketingteam bewältigen nun Alice Christophersen, zuständig

Direktionsassistenz von Dr. Claudia Pfrang
für das operative Marketing wie Newsletterversand, Webseitenbetreuung und Social Media, und Geraldine Raithel, Gestalterin und Konzeptionerin, alle Aufgabenbereiche rund um den Außenauftritt und alle Werbemaßnahmen der Domberg-Akademie.

Geboren in Ingolstadt Alter 51 Familienstand verheiratet Werdegang Nach der Ausbildung zur Bankkauffrau & Managementassistentin habe ich in unterschiedlichen Instituten und Firmen wie an der Kath. Universität Eichstätt und für die Audi AG gearbeitet Lieblingsessen Tapas & Pizza Liebstes Urlaubsziel Skandinavien, am liebsten am Strand von Vejers (Dänemark) Hobbies Radeln & Reisen Haustier Kater „Grey“ Special Ich habe einen Brautladen Freizeitbeschäftigung Familie & Freunde Lebensmotto Leben, lieben, lachen

Wir heißen sie herzlich in unserem Team willkommen!

Operatives Marketing
Geboren in München Alter 38 Familienstand verheiratet Werdegang Dipl. Journalismus und Medienkommunikation, E-Commerce-Marketing-Managerin, seit fünf Jahren selbstständig mit eigenem Onlineshop Lieblingsessen Pasta Liebstes Urlaubsziel Griechenland Hobbies Malen Haustiere zwei Katzen Special Ich habe einen Baby-OnlineShop Freizeitbeschäftigung Familie & Kinder Lebensmotto Think positive
Bildungsmarketing und Öffentlichkeitsarbeit in Elternzeitvertretung
Geboren in Bangkok / Thailand Alter 53 Familienstand glücklich geschieden Werdegang Dipl.-Grafikdesignerin, Social-MediaManagerin, seit 20 Jahren selbstständig mit eigenem Gestaltungsbüro Lieblingsessen Alles vom Grill Liebstes Urlaubsziel Dort, wo es hohe Wellen gibt Hobbies Nichts tun Freizeitbeschäftigung Yoga & Boxen Lebensmotto Einfach machen


DIE BILDUNGSFLAT
MENTALE GESUNDHEIT –WAS SIE ANGREIFT UND WAS UNS STÄRKT

Entscheiden Sie sich jetzt für die Bildungsflat der DombergAkademie. Zum vergünstigten Paketpreis erhalten Sie Zugang zur Online-Veranstaltungsreihe des aktuellen Saisonthemas und eine exklusive Prämie bei sofortiger Buchung.
Alle Termine der Online-Veranstaltungsreihe MENTALE GESUNDHEIT – WAS SIE ANGREIFT UND WAS UNS STÄRKT
24 €
[statt 27 € bei Einzelbuchung]
Plus: Wählen Sie eine der drei attraktiven Buchprämien gratis dazu! (So lange der Vorrat reicht)

Gerald Hüther Wege aus der Angst V&R 2020

Annie Ernaux Die Scham Suhrkamp 2020
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KONTAKT
Domberg-Akademie
Hildegard Mair (Kursmanagement)
Untere Domberggasse 2
85354 Freising
Tel.: 08161 181-2177
info@domberg-akademie.de
Für ausgewählte Veranstaltungen führen wir unser Solidarmodell weiter. Das freiwillige Bezahlmodell finden Sie dann jeweils unter den Teilnahmegebühren.

Anselm Grün Zeit für Versöhnung Herder 2023
Und so funktioniert’s: Wir nennen Ihnen zu einer Veranstaltung einen empfohlenen Teilnahmebetrag. Um allen Interessierten die Teilnahme an den Angeboten zu ermöglichen, können die Veranstaltungen kostenlos oder zu einem ermäßigten Preis besucht werden. Wer anderen Interessierten die Teilnahme an der Veranstaltung ermöglichen möchte, kann freiwillig mehr bezahlen (Solidarbeitrag).

da ist das Magazin der Domberg-Akademie Stiftung Erwachsenenbildung der Erzdiözese München und Freising Untere Domberggasse 2 85354 Freising www.domberg-akademie.de
Verantwortlich für den Inhalt (V.i.S.d.P.): Dr. Claudia Pfrang, Direktorin Redaktion DA: Dr. Stephan Mokry, Dr. Claudia Pfrang, Geraldine Raithel, Dr. Thomas Steinforth Konzeption, Redaktion und Grafik: André Lorenz Media & Merchandise GmbH, Sauerlach, www.andrelorenz.de
Key Visual und Saisonthema Motivsuche: design wirkt, München
Druck: Lerchl-Druck e. K., Liebigstraße 32, 85354 Freising, Tel. 08161-53030, info@lerchl-druck.de
Gedruckt mit mineralölfreien Ökofarben auf 100% Recyclingpapier.

Bildnachweise: Alle Fotos der Mitarbeitenden der Domberg-Akademie: Fotoagentur Kiderle oder privat. Cover: iStock/ stocksnapper // S. 4: Domberg-Akademie // S 5: iStock / borchee // S. 6: iStock / DNY59 // S. 8 oben: shutterstock / Olena Yakobchuk // S. 8: iStock / Darkves // S. 9: iStock / DisobeyArt // S. 10/11: privat // S. 12: iStock / fizkes // S. 13: shutterstock / ArtOfPhotos // S. 14: iStock / Liudmilla Chernetska // S. 16: iStock / Pavel_Korr // S. 20: iStock / izusek // S. 22: iStock / deepblue4you // S. 24: DombergAkademie // S. 26: iStock / Jacob Wackerhausen // S. 29: Domberg-Akademie // S. 30: iStock / South_ agency // S. 32: AdobeStock / Day of Victory Stu, JBJE // S. 33: Christian Koch, Canva / Sleeping_Leeser, Pixabay / Analogicus, Julia Keltsch // S. 34: Domberg-Akademie, privat. Wir bemühen uns sorgfältig um die Bildrechte der von uns verwendeten Bildmotive. Sollten wir eines versehentlich vergessen oder falsch bezeichnet haben, bitten wir um Nachricht.






7. MAI – 3. NOVEMBER 2024 Freising, Diözesanmuseum + Dom täglich 9 – 18 Uhr | www.hdbg.de