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Channel Guide – KÜNSTLICHE INTELLIGENZ 2026 Vorschau

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„Das

die KI

auch

Leben findet einen Weg“ –

„Gott steh uns bei, jetzt sind wir den Technikern ausgeliefert.“ So kommentiert der sarkastische Mathematiker Ian Malcolm in Spielbergs Jurassic Park eine Entwicklung, die außer Kontrolle gerät. Die eigentliche Pointe des Films war aber nie der T-Rex. Es war das System dahinter – die trügerische Illusion totaler Kontrolle. Genau an diesem Punkt stehen wir heute bei künstlicher Intelligenz. KI-Agenten erhalten weitreichende Zugriffsrechte, Maschinenidentitäten wachsen schneller, als Security-Teams sie erfassen können, und Schatten-KI breitet sich in Unternehmen aus wie Dinos, die den Schutzzaun überwunden haben.

Während die großen Player aus den USA und China Investitionen in schwindelerregender Höhe tätigen, ringt Europa um die eigene Souveränität: eigene Chips, eigene Clouds, eigene Regeln. Der AI Act tritt weiter stufenweise in Kraft, und auf dem Shopfloor trifft modernste KI auf PCs aus den Neunzigern. Diese Gegensätze unter einen Hut zu bringen, ist alles andere als trivial. Es erfordert nicht nur neue Strategien, sondern auch ein kontinuierliches Neuerfinden – gerade im IT-Channel. Der vorliegende Channel Guide KI zeigt, wie weit diese Anpassungsprozesse bereits fortgeschritten sind und wo noch Handlungsbedarf besteht. Oder wie Alan Grant, der eifrige Paläontologe aus Jurassic Park, es passend ausdrückt: „Die Welt verändert sich so schnell, dass wir laufen müssen, um nicht zurückzubleiben.“

Ich wünsche Ihnen eine aufschlussreiche Lektüre!

alexander.siegert@vogel.de

Alexander Siegert, Redakteur bei IT-BUSINESS

Platzt die KI-Blase?

Zwischen Milliardeninvestitionen, rasanten Innovationszyklen und neuen KI-Versprechen schwankt die Stimmung: Für die einen bringt Agentic AI den nächsten Produktivitätsschub, für die anderen droht eine überhitzte Entwicklung mit Korrekturbedarf. 6

AI-Act: Ist Ihr Unternehmen fit?

Die Nutzung von KI rollt durch die Unternehmen und verändert Prozesse und Produkte. 14

Zu viele Identitäten, zu wenig Kontrolle

Die Sicherheitslandschaft veränderte sich durch KI rasant. 22

KI-Hardware für Datacenter

Nvidia dominiert den Markt für Datacenter-GPUs und macht weiter Tempo.

Platzt die KI-Blase?

Agentic AI verspricht Produktivitätsschübe – doch manche warnen vor einer KI-Überhitzung.

Zahlen und Fakten

Von Chips über Generative KI bis zum Unternehmensalltag wird Künstliche Intelligenz zum Milliardenmarkt. AI-Act: Ist Ihr Unternehmen

Die Nutzung von KI rollt im Moment durch die Unternehmen und verändert Prozesse und Produkte.

KI schlüpft nicht von selbst

KI verlässt die Experimentierphase. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Übergang in den breiten Einsatz oft stockt.

Wie KI auf den Shopfloor kommt

KI verspricht den großen Durchbruch in Industrie und Fertigung. Der Weg auf den Shopfloor ist komplex und oft steinig.

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Zu viele Identitäten, zu wenig Kontrolle 22

Die Sicherheitslandschaft veränderte sich durch autonome KI-Agenten, Schatten-KI und Maschinenidentitäten rasant.

Europa kämpft um seine digitale Unabhängigkeit

Der alte Kontinent befindet sich 2026 an einem entscheidenden geopolitischen Wendepunkt.

KI-Hardware für Datacenter 28

Nvidia dominiert den Markt für Datacenter-GPUs mit rund 80 Prozent und macht weiter Tempo.

Wenn KI-Anwendungen zum Sicherheitsrisiko werden

Künstliche Intelligenz (KI) ist produktiv und effizient, aber oft ein blinder Fleck für IT-Sicherheit. Die größten Risiken entstehen dort, wo Modelle, Daten und Systeme zusammenwirken. Wer jetzt nicht handelt, riskiert mehr als nur Datenlecks.

er Einsatz von KI gehört heute längst zum unternehmerischen Alltag. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und effizient. Allerdings ist zeitgleich das Missbrauchspotenzial gestiegen. Immer wieder werden vertrauliche Daten verarbeitet und unabsichtlich sichtbar oder Tools gezielt manipuliert. Solche Szenarien sind keine Ausnahme. Im Kundenservice, in HR-Prozessen oder als Unterstützung für Fachabteilungen wird KI täglich genutzt. Leider hält die IT-Sicherheit in diesem Punkt nicht Schritt.

Ein wesentlicher Grund für das hohe Missbrauchspotenzial: KI funktioniert anders als klassische Software und lässt sich ohne Vorkenntnisse nutzen. Die Tools verarbeiten Eingaben kontextabhängig. Dabei vergessen viele Anwender, dass die Systeme häufig externe Datenquellen heranziehen. Und genau hier entstehen neue Risiken.

Die Angriffsfläche liegt im Zusammenspiel Nicht nur das Modell ist entscheidend, sondern die Integration: Schnittstellen, CRM-Systeme, Datenquellen oder Drittkomponenten. Diese Verbindungen machen KI leistungsfähig und gleichzeitig angreifbar. In diesem Zusammenhang zielen Angriffe wie Prompt Injection oder Jailbreaking darauf ab, dieses Zu-

sammenspiel auszunutzen. Ziel ist dabei der Zugriff auf sensible Informationen.

Ein zentrales Risiko geht dabei von unbeabsichtigten Datenlecks aus. SystemPrompts werden offengelegt, Trainingsdaten rekonstruiert oder Nutzerdaten weitergegeben. Für Unternehmen kann das schnell zu einem Compliance- oder Reputationsproblem werden. Insbesondere dann, wenn kritische Unternehmensdaten an die Öffentlichkeit gelangen.

Viele Organisationen unterschätzen diese Risiken. KI wird häufig schnell eingeführt, getrieben von Effizienzgewinnen. Sicherheitsprüfungen erfolgen später oder orientieren sich noch an klassischen ITAnsätzen, die für KI nur bedingt greifen.

Gleichzeitig wächst der Druck durch regulatorische Anforderungen und neue Standards. Sicherheit wird damit zur Voraussetzung für den nachhaltigen Einsatz von KI.

Eine neue Rolle für den Channel Für Partner im Channel ergibt sich daraus ein klarer strategischer Ansatzpunkt. Kunden benötigen nicht nur Unterstützung bei der Einführung von KI, sondern bei ihrer sicheren Integration in bestehende Systeme. Hier setzt der AI Application Penetration Test von G DATA Cyber-

Defense an. Statt isolierter Prüfungen werden reale Angriffsszenarien simuliert. Im Fokus steht die Frage, wie angreifbar eine KI-Anwendung im Zusammenspiel von Modell, Schnittstellen und Datenflüssen tatsächlich ist.

Dabei identifizieren erfahrene Spezialisten Schwachstellen wie Prompt Injection, unsichere API-Anbindungen oder die unbeabsichtigte Preisgabe sensibler Informationen. Grundlage sind etablierte Standards wie die OWASP Top 10 für LLM- und Generative-AI-Anwendungen.

Am Ende erhalten Verantwortliche eine Übersicht über Schwachstellen, eine Bewertung von Ausnutzbarkeit und Auswirkungen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für IT und Management.

Risiken frühzeitig abstellen

Für Partner im Channel liegt hier eine Chance: Kunden nicht nur bei der Nutzung von KI zu begleiten, sondern sie belastbar abzusichern. Denn KI soll unterstützen – nicht schädigen. Wer Sicherheit in KI-Projekte integriert, positioniert sich nicht nur als Lösungsanbieter, sondern als strategischer Berater.

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