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21. Sept. – 4. Okt. 2026 € 6,– / 36. Jahrgang ISSN (Print) 1864-0907 ISSN (Online) 2944-3601
DAS MAGAZIN FÜR DEN IT-MARKT
CHANNEL FOKUS SERVER & EDGE COMPUTING
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Zeit, die Zügel zu straffen!
DAS SPIEL SELBST BESTIMMEN
HEIDI SCHUSTER heidi.schuster@vogel.de
Editorial | IT-BUSINESS | 3
BILD: © MARIUSZ BLACH - STOCK.ADOBE.COM / [M] UDO SCHERLIN
Wer den Ball hat, bestimmt das Spiel. Zumindest theoretisch. Denn jeder Fußballfan weiß: 70 Prozent Ballbesitz nützen herzlich wenig, wenn am Ende der andere die Tore schießt. Trotzdem steckt in der alten Fußballweisheit etwas Entscheidendes: Wer gestalten will, braucht Kontrolle und muss die eigene Taktik bestimmen können. In der IT ist das erstaunlich ähnlich. 93 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind laut Bitkom von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland abhängig. Kritisch wird es, wenn dadurch die eigenen Handlungsmöglichkeiten schwinden. Was Digitale Souveränität in der Praxis bedeutet, welche Chancen sie dem Channel eröffnet und warum sie sich rechnen muss, lesen Sie in unserer Titelstory ab Seite 10. Zur Kontrolle gehört auch eine gute Defensive. Proofpoint setzt bei E-Mail-, Daten- und KI-Sicherheit auf einen Plattformansatz und bindet Partner stärker ein (S. 24). Server & Edge stehen in unserem Channel Fokus ab Seite 28 auf dem Spielfeld. Und wer das Spiel führen will, sollte auch das eigene Handeln hinterfragen. Warum Führung mit Selbstreflexion beginnt, erklärt Frank Söder von Kutzschbach im Channel Chat auf S. 8. Denn ob Fußball oder IT: Entscheidend ist nicht, jeden Ball selbst zu spielen – sondern das eigene Spiel bestimmen zu können.
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CHANNEL FOKUS SERVER & EDGE COMPUTING
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Aufschwung für CPU-Server
KI sorgt für Rekordumsätze bei ervern und Edge-Systemen. Mit S Agentic AI gewinnen auch CPUs wieder an Bedeutung.
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Führung beginnt mit Selbstreflexion Frank Söder verbindet bei Kutzschbach Tradition und Innovation und treibt Zukunftsthemen wie IT-Security und KI voran.
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Robotik und KI zum Anfassen
Roboter, smarte Geräte und fliegende Autos: Die IFA macht Zukunftstechnologien für Besucher erlebbar.
CHANNEL CHAT
Partnernähe bleibt Fokus
Cloud Factory stellt die Führung neu auf. Das Ziel: weiteres Wachstum bei enger Partnerschaft mit dem Channel.
MARKT & ANALYSEN Partnernähe bleibt Fokus Cloud Factory stellt die Führung neu auf. Das Ziel: weiteres Wachstum bei enger Partnerschaft mit dem Channel. >6
Führung beginnt mit Selbstreflexion Channel Chat: Frank Söder verbindet bei Kutzschbach Tradition und Innovation und treibt Zukunftsthemen voran. >8
TITEL Die Zügel wieder in die Hand nehmen Digitale Souveränität soll Abhängigkeiten reduzieren. Für den Channel eröffnet sie neue Chancen. > 10
Cisco-Channel will Tempo machen Cisco wandelt sich zum AI-InfrastructureProvider. Für Partner bringt das große Veränderungen und neue Chancen. > 18
TITELSTORY
Aufstieg mit Spezialisierungen Cohesity baut das Aspire- Partnerprogramm weiter aus.
> 20
Ein Jahr der Transformation Peter Goldbrunner zieht nach einem Jahr bei Igel Bilanz. >22
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Die Zügel wieder in die Hand nehmen
Digitale Souveränität soll Abhängigkeiten reduzieren. Für den Channel eröffnet sie neue Chancen – muss sich aber rechnen.
Vom Postfach zur Plattform Proofpoint setzt auf E-Mail-, Daten- und KI-Sicherheit und bindet zertifizierte Partner stärker ein. > 24
Neue Köpfe, neue Rollen TechniData setzt auf eine Doppelspitze, Argos Security erweitert das Führungsteam und QBS Software stärkt die DACH-Leitung. > 26
Wechsel und Übernahmen Digit Solutions bekommt eine Doppelspitze. Fortinet übernimmt Virtue AI und Nvidia kauft Hugging Face. > 27
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CHANNEL FOKUS Server & Edge Computing Aufschwung für CPU-Server KI sorgt für Rekordumsätze bei Servern und Edge-Systemen. Mit Agentic AI gewinnen auch CPUs wieder an Bedeutung. > 28
PRODUKTE Hardware für Profis HP bringt ein Omnibook mit Nvidia RTX Spark, Eizo einen OLED-Monitor für professionelle Bildbearbeitung. > 36
Neue Geräte Xiaomi bringt ein Redmi-Smartphone mit großem Akku, Brother erweitert seine Business-Serie um kompakte A4-Tintenstrahler. > 37
Security-Neuheiten Sophos bündelt Security, Crowdstrike gründet ein KI-Lab und Securepoint bringt neue Sicherheitsbundles. > 38
Robotik und KI zum Anfassen Die IFA macht Zukunftstechnologien erlebbar. > 40
Apple klappt das iPhone Apple präsentiert sein erstes faltbares iPhone. Neu sind auch iPhone 18 Pro und Pro Max, Apple Watch und AirPods 5. > 46
VERANSTALTUNGEN bluechip LIVE 2026 Mehr als 250 Fachbesucher trafen sich in Meuselwitz zu Vorträgen, Networking und zum Austausch mit zwölf Ausstellern. > 64
Impressum
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AKTUELLE NEWS & HINTERGRÜNDE AUS DEM IT-MARKT
iPhone Duo: Apple klappt das Kultphone Apple präsentiert sein erstes faltbares iPhone. Neu sind auch iPhone 18 Pro und Pro Max, Apple Watch und AirPods 5.
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Inhalt | IT-BUSINESS | 5
PARTNERNÄHE BLEIBT Mit Michael H. Jensen als CEO und Gründer Jacob Schaumann Schmidt als CPO stellt Cloud Factory die Führung neu auf. Das Ziel dieser Änderung: Der Cloud-Spezialist will weiterwachsen, ohne die Nähe zu seinen Partnern zu verlieren. | Mihriban Dincel
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FOKUS
eit 1. Juli ist Michael H. Jensen CEO der Cloud Factory. Gründer Jacob Schaumann Schmidt wechselte auf den Posten des Chief Product Officer. Seine Stärke liege laut Jensen darin, Technologie so einzusetzen, dass sie das Geschäft der Partner vereinfacht und verbessert. „Als CPO kann sich Jacob nun vollständig auf die Weiterentwicklung der Plattform konzentrieren. Die Partner werden deshalb mehr Dynamik bei technologischen Innovationen sehen“, so Jensen. Der CEO widme sich der Skalierung, dem Marktausbau und der geschäftlichen Unterstützung der Partner. „Jacob und ich konzentrieren uns damit jeweils auf das, was wir am besten können.“ Wirtschaftlich blickt das Unternehmen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die in Aussicht gestellten Ziele von mehr als 100 Millionen Euro Umsatz und 65 Prozent Wachstum seien erreicht worden. „Das Wachstum hat aus meiner Sicht zwei wesentliche Gründe: Wir sind klein und flexibel genug, um für unsere Partner sehr präsent zu sein. Gleichzeitig verfügen wir über ein leistungsfähiges Toolset, mit dem Partner ihr Cloud-Geschäft besser steuern können.“ Doch gerade in der Wachstum-
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sphase dürfe die Partnernähe nicht verloren gehen. „Wachstum darf nicht dazu führen, dass Partner bei uns nur noch zu einer Nummer werden“, stellt Jensen klar. Der Anspruch bleibe stets: Präsenz, Erreichbarkeit, Flexibilität und Agilität.
Im deutschen Markt, in den das Unternehmen im vergangenen Jahr expandiert ist, trifft Cloud Factory auf etablierte Distributoren und Marktplätze. Für Jensen ist der Wettbewerb kein Nachteil. „Gerade wettbewerbsintensive Märkte machen uns besser. Die Anforderungen an die Umsetzung sind höher, aber wer dort langfristig erfolgreich ist, baut eine belastbare Marktposition auf.“ Die zentrale Frage für Partner sei, ob Distributoren sie beim Ausbau ihres eigenen Geschäfts unterstützen können. Denn die Anforderungen, insbesondere im Microsoft-Ökosystem, verändern sich: „Themen wie KI, Security, Azure und agentenbasierte Lösungen gewinnen an Bedeutung. Für viele Partner reicht es nicht mehr, Standardlizenzen zu verkaufen. Sie müssen Kunden bei einer sicheren, skalierbaren und regelkonformen Transformation begleiten“, so Jensen. Cloud Factory wolle dabei helfen – etwa bei der Auswahl passender Lösungen, der Vermarktung und Implementierung sowie beim Aufbau notwendiger Kompetenzen, „durch Produktverständnis, Vertriebsunterstützung und Support. In vielerlei Hinsicht verstehen wir uns als Verlängerung der Hersteller in den Channel hinein und als Partner für Partner“, beschreibt der CEO. Trotz europäischer Wachstumsambitionen will Cloud Factory lokale Unterschiede berücksichtigen. Das Go-to-Market-Modell sei europäisch angelegt, werde aber
jeweils vor Ort umgesetzt. Beim Eintritt in neue Länder stellt das Unternehmen lokale Mitarbeiter ein, die Sprache, Geschäftskultur und Marktbesonderheiten kennen. „Europa ist nicht überall gleich. Deshalb brauchen wir lokale Ansprechpartner“, begründet Jensen das Vorgehen. Lediglich
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
Unser Anspruch auf personeller Seite ist Präsenz, Erreichbarkeit und Flexibilität. Diesen müssen und werden wir sichern. Michael H. Jensen, CEO bei Cloud Factory
der tiefere technische Support sitze in Dänemark. Ein weiteres Thema ist die zunehmende Nachfrage nach souveränen Cloud- Optionen. Der Begriff „Souveräne Cloud“ werde jedoch oft zu pauschal verwendet,
meint der CEO. Partner und Endkunden müssten zunächst klären, welche Anforderungen tatsächlich bestehen – ausgehend von Daten, Prozessen und konkreten Anwendungsfällen. „Welche Daten benötigen welches Maß an Souveränität?“, formuliert
Cloud Factory will sein Partnernetzwerk europaweit ausbauen, ohne bei Betreuung und Lösungskompetenz an Nähe zu verlieren.
BILD: © CLOUD FACTORY
Jensen die Leitfrage. Es sei nicht sinnvoll, jede Anwendung maximal abzuschotten: Unkritische Basisanwendungen ließen sich in der Public Cloud kostengünstiger betreiben, bei regulierten Branchen seien dagegen andere Maßstäbe anzulegen. Microsoft biete über Azure unterschiedliche Optionen wie EU-Tenancy sowie verbundene und nicht verbundene Szenarien; ergänzend führt Cloud Factory auch europäische Angebote wie Impossible Cloud. „Unsere Aufgabe ist es, Partner bei diesen Gesprächen zu unterstützen und gemeinsam die passende Architektur zu finden“, so Jensen. Auch KI spielt eine entscheidende Rolle. Cloud Factory will „Partner bei Qualifizierung, Verständnis und Vermarktung unterstützen“ – über Portal, Partner- Briefings, Webinare und, bei größeren Partnern, praktische KI-Workshops. Parallel arbeitet das Unternehmen an der eigenen Plattform: Mit „Cloud Factory 2.0“ sollen Interaktionen mit Kunden und Partnern stärker durch KI-Agenten unterstützt werden. „Die klassische Interaktion von Menschen mit einer SaaS-Plattform wird zwar weiterhin wichtig bleiben. Aber wir wollen Kundenerlebnisse und Prozesse stärker durch KI-Agenten unterstützen“, beschreibt Jensen. In den kommenden zwölf Monaten soll dieser Wandel sichtbar werden. Zudem will Cloud Factory zusätzliche Fachkräfte und tieferes Knowhow aufbauen – Wachstum in Umsatz und Ländern bleibt weiterhin Ziel. n
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FÜHRUNG BEGINNT MIT SELBSTREFLEXION
CHANNEL CHAT
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radition und Innovation zusammenzubringen, ist für Frank Söder kein Widerspruch, sondern Anspruch. Seit 1994 gehört er zur Geschäftsführung bei Kutzschbach Electronic, seit 2017 ist er zudem geschäftsführender Gesellschafter der Kutzschbach Innovations und treibt Themen wie IT-Security und KI voran.
Was ist aktuell die größte Herausforderung für Sie? Die Veränderungen, die KI gerade auslöst. Wir stehen als Unternehmen, als Gesellschaft und als Menschen vor einem enormen Wandel. Für mich als Unternehmer heißt das: Orientierung geben, Ängste ernst nehmen und trotzdem Lust auf die Möglichkeiten machen. Bei uns selbst wie bei unseren Kunden wird der richtige Umgang mit KI existenziell. Am Ende entscheidet nicht die Technologie, sondern ob wir die Menschen mitnehmen.
Ich möchte gestalten, nicht verwalten – und etwas aufbauen, das irgendwann auch ohne mich funktioniert.
Im Channel Chat erfahren Sie, was die Chefs aus dem IT-Channel so umtreibt. In dieser Ausgabe mit Frank Söder, Geschäftsführer der Kutzschbach Unternehmensgruppe
Frank Söder, Geschäftsführer der Kutzschbach Unternehmensgruppe
Was ist für Sie heute DIE wichtigste Kompetenz? Selbstreflexion. Fachwissen wird durch KI immer leichter verfügbar – ehrliche Selbstreflexion nicht. Höre ich wirklich zu? Treffe ich gerade eine gute Entscheidung – oder nur eine schnelle? Sitzt bei uns jeder an der Stelle, an der er seine Stärken auch leben kann? Führung beginnt für mich nicht damit, auf alles eine Antwort zu haben, sondern mit der Bereitschaft, sich selbst infrage zu stellen. Wer sich selbst hinterfragt, macht es anderen leichter, Fehler zuzugeben.
Welchen Satz wollen Sie nie wieder sagen müssen? „Ich kümmere mich selbst darum.“ Der Satz rutscht mir immer noch manchmal heraus – inzwischen ist er für mich ein Warnsignal. Wenn beim Chef alles zusam-
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BILD: KUTZSCHBACH
menläuft, entsteht Abhängigkeit, und andere verlieren die Chance, Verantwortung zu übernehmen. An meiner Bürotür hängt deshalb ein Stressbarometer. Jeder sieht, wie es mir gerade geht – und ich merke selbst, wann ich wieder anfange, alles an mich zu ziehen.
Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich raten? Du musst nicht jeden zufriedenstellen. Hör früher auf dein Bauchgefühl, sag klarer Nein und vertraue darauf, dass gute Beziehungen auch Klarheit aushalten. Vielleicht noch wichtiger: Verschiebe das Leben nicht auf später. Erfolg ist wichtig.
Aber die Momente, in denen du wirklich du selbst bist, Dinge tust, die dich begeistern, und das Leben einfach spürst, sind mindestens genauso wertvoll.
Warum machen Sie das eigentlich noch? Weil ich noch Lust auf Entwicklung habe – meine eigene, die anderer Menschen und die ganzer Unternehmen. Mich begeistert es, wenn aus Unsicherheit Mut wird und aus einer Idee echte Bewegung entsteht. Ich möchte gestalten, nicht verwalten – und etwas aufbauen, das irgendwann auch ohne mich funktioniert. Vielleicht ist das für mich heute die schönste Vorstellung von unternehmerischem Erfolg. | md
TITELSTORY
DIGITALE SOUVERÄNITÄT: EUROPA GREIFT NACH DEN ZÜGELN 93 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind laut Bitkom abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Was Digitale Souveränität in der Praxis bedeutet, welche Chancen sie dem Channel eröffnet und warum sie sich rechnen muss. | Margrit Lingner und Mihriban Dincel
Die Entscheidungslücke schließen Laut Ifo nutzen knapp 88 Prozent der deutschen Unternehmen digitale Produkte und Dienste von US-Anbietern. Gut jedes fünfte sieht darin ein Risiko, bleibt aber oft untätig. Eine Lücke zwischen erkannter Abhängigkeit und fehlenden Maßnahmen. Hier kann der Channel ansetzen mit Alternativen, Beratung, Kostenvergleichen, Proofs of Concepts und Exit-Plänen.
Hält die EU die technologischen Zügel wieder in der Hand?
I Vor drei, vier Jahren war Souveränität ein Vergabethema bei öffentlichen Auftraggebern. Heute taucht sie in fast jedem Projektgespräch auf. Yves Sandfort, CEO bei Comdivision
BILD: FOTOGRAFIE WITTE WATTENDORFF
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
m November 2025 waren neun von zehn Unternehmen abhängig von Digitalimporten, wie eine Bitkom- Umfrage ermittelt hat. Zwar ist das Vertrauen in chinesische oder US- amerikanische Lösungen verloren gegangen, die Abhängigkeit ist geblieben (57 %). In diesem Jahr scheint sich das Blatt zu wenden. Der Studie „State of Digital Sovereignty 2026: Uncharted Waters“ von Myra Security zufolge sind Big-Tech- Firmen aus Übersee im Zuge der Souveränitätsdebatte weniger gefragt. Deutsche Unternehmen richten ihre Softwarestrategie zunehmend auf europäische Lösungen aus. Nur noch 4,6 Prozent der IT-Entscheider in Deutschland schließen deren Einführung aus. Im Vorjahr waren es 48 Prozent. Gleichzeitig führen knapp 40 Prozent europäische Lösungen ein (2025: 20,4 %). Europa hat die Zügel bei Technologie und Innovation lange aus der Hand gegeben und versucht, wieder danach zu greifen. Das Ziel: mehr Digitale Souveränität. Für den Channel wird es konkret. Kunden erwarten nicht mehr nur passende Produkte, sondern klare Antworten zu Datenhoheit, Compliance, Lieferketten und Wechselmöglichkeiten. Schon bei der Definition wird es schwierig. Für die einen können Lösungen souverän sein, die unter bestimmten Voraussetzungen mit ausländischen Anbietern zusammenhängen. Für andere gelten ausschließlich Angebote als europäisch souverän, die vollständig ohne Anbieter aus Ländern wie den USA oder China auskommen. Für Agnes Heftberger, Corporate Vice President (CVP) und CEO Microsoft Deutschland und Österreich, bedeutet Digitale Souveränität, „Chancen von Cloud und KI unter Einhaltung aller regulatori-
schen Anforderungen nutzen zu können und dabei nie die Kontrolle über Daten oder Sicherheit zu verlieren. Innovation und Souveränität müssen im Zusammenspiel funktionieren, niemand soll das eine für das andere aufgeben müssen.“ Thomas Ströbele, Geschäftsführer bei YourIT, verzichtet auf eine allgemeingültige Definition. Entscheidend sei vielmehr die Frage: „Wer kann technisch zugreifen, aus welchem Land? Wer hält die Schlüssel? Wem gehört der Anbieter, und was passiert bei Verkauf? Souveränität ist kein Zustand, den man einkauft.“ Konkrete Antworten auf diese Fragen sind gefragt, und die Bewertung der daraus resultierenden Risiken. Comdivision-CEO Yves Sandfort stellt weniger den Hersteller als den Betriebsort und die Frage in den Mittelpunkt, wer die „Hoheit über Dienste und Daten kontrolliert“. Es gehe um Wechsel- und Betriebsfähigkeit ohne großen Aufwand, selbst wenn ein Anbieter ausfalle. „Die Herkunft der Software ist zweitrangig“, erklärt der Cloud-Experte. Souveräne Lösungen sollten „den Aufbau transparenter und sicherer Zero-Trust- Architekturen ermöglichen und jederzeit uneingeschränkte Kontrolle über die Speicherung, Verarbeitung und den Zugriff auf sensible Daten gewährleisten“, fasst Markus Senbert, Channel Sales Director bei Sysob, die Anforderungen konkreter. Weiter sollten sie Unternehmen bei Resilienz und Compliance unterstützen, etwa bei der Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle, der Wiederherstellung sowie der Einhaltung europäischer Vorgaben. Auch Philip Weber, CEO bei Elovade, fasst Digitale Souveränität weiter als eine Frage des Herstellerstandorts. „Es geht nicht nur um den Sitz eines Herstellers, sondern auch um Datenhoheit, Resilienz und selbstbestimmte Technologieentscheidungen.“ Zugleich müssten souveräne Lösungen funktional überzeugen. Fehlende Funktionen oder Performance akzeptiere der Markt nicht. Ähnlich wie für Ströbele, Sandfort und Senbert ist für Weber die tatsächliche Kontrolle über Daten, Betrieb und Handlungsoptio-
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96 Prozent der befragten Unternehmen beziehen Technologien oder Leistungen aus dem Ausland.
BILD: BITKOM
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
Es geht nicht nur um den Sitz eines Herstellers, sondern auch um Datenhoheit, Resilienz und selbstbestimmte Technologieentscheidungen. Philip Weber, CEO bei Elovade
BILD: ELOVADE
nen entscheidend. Die Microsoft-Chefin bekräftigt, dass Digitale Souveränität nicht durch Abschottung entstehe, sondern durch Kontrolle und Wahlfreiheit. Microsoft-Kunden hätten die Wahl zwischen verschiedenen „souveränen Cloud- Modellen, umfangreichen Datenschutzund Sicherheitsmechanismen sowie vertraglichen Zusagen zur Resilienz und zum Schutz ihrer Daten. Entscheidend ist: Die Kontrolle über Daten und deren Nutzung liegt jederzeit beim Kunden.“
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Für Channel-Partner bedeutet das: Herkunft allein genügt nicht. Sie müssen mit Kunden klären, wo Daten verarbeitet werden, wer administrative oder technische Zugriffsmöglichkeiten besitzt, wie Exit-Szenarien aussehen und welche Vertrags- sowie Betriebsmodelle zur individuellen Risikolage passen. Sind damit Siegel wie „Made in Germany“ oder „Made in EU“ hinfällig? Nicht ganz. Ströbele sieht darin einen „Vertrauensvorschuss“, jedoch keinen Nachweis: „ein Herkunftslabel beschreibt einen Zustand, kein Versprechen. Beides kann sich ohne Vorwarnung ändern.“ Sein Rat: „Fragen Sie schriftlich, auch nach der Eigentümerstruktur. Die Qualität der Antwort ist Ihr Siegel.“ Sandfort argumentiert ähnlich.
Entscheidend sei nicht allein „Made in“, sondern „Operated in/by“ – also, wer die Umgebung wo betreibt. „Ein Vertrauenssignal ist die Herkunft trotzdem, sie öffnet Türen, ersetzt aber nicht die Prüfung der Architektur“, so der Comdivision-Chef. Senbert bezeichnet die Herkunft ebenfalls als Türöffner im Vertrieb, warnt aber vor einem Verkaufsversprechen: Viel wichtiger sei der persönliche Kontakt und langfristige Vertrauensaufbau zwischen Reseller und Kunde. Dass ein solches Herkunftslabel ein Entscheidungskriterium sein kann, beobachtet der Elovade-Chef – „vorausgesetzt, die Lösung hält, was sie verspricht“. Und europäische Lösungen, die wettbewerbsfähige Alternativen zu großen US-Technologien darstellen, gibt es bereits.
BILD: SYSOB
Souveräne EU- Lösungen haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Markus Senbert, Channel Sales Director bei Sysob
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
„Souveräne EU-Lösungen haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte gemacht, insbesondere in der Cybersicherheit, Datenspeicherung und Cloud“, sagt Senbert. Nicht alle Angebote seien jedoch ganz ausgereift oder ausreichend sichtbar. Besonders bei Schlüsseltechnologien wie KI-Tools und digitalen Plattformen bestehe noch Entwicklungsbedarf. „Europäische Hersteller haben deutlich aufgeholt und bieten in vielen Bereichen leistungsfähige Alternativen“, sieht auch Weber deutliche Fortschritte. Zugleich verweist er auf einen wichtigen Vorbehalt im Markt: „Allerdings fehlt manchen Lösungen noch die langjährige Markterprobung. Viele Partner und Kunden möchten neue Technologien nicht in produktiven Umgebungen testen und setzen im Zweifel lieber
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auf etablierte Lösungen.“ Wer europäische Alternativen nicht nur anbietet, sondern sie mit Tests, Pilotprojekten, Referenzen und passenden Managed Services absichert, kann Einstiegshürden senken. Sandfort sieht die größte Hürde weniger in der Technologie als in der Umsetzbarkeit. „Fachwissen für den Eigenbetrieb, Kosten, Schulungsaufwand, oft zusätzliche Hardware“ würden zur Herausforderung. Genau dabei kann der Channel mit validierten Referenzarchitekturen, Betriebsmodellen und realistischen Migrationsfahrplänen ansetzen. Das Thema ist in Unternehmen also angekommen, muss jedoch noch zur höheren Priorität werden. Der LünendonkStudie „Digitale Souveränität: Vom Risiko
zur Resilienz“ zufolge halten 36 Prozent der Befragten europäische Souveränität für sehr wichtig. Bis 2030 könnte dieser Anteil auf 85 Prozent steigen – selbst wenn sich die geopolitische Lage entschärfen sollte. Die sei laut Senbert ein entscheidender Treiber und habe „großen Einfluss auf das aktuelle Souveränitätsbestreben von Unternehmen und zwingt sie, ihre IT-Infrastruktur diesbezüglich auf den Prüfstand zu stellen.“ Hinzu kämen Regularien wie NIS2, DORA, DSGVO oder der CRA, die einen selbstbestimmten, sicheren Umgang mit Lösungen und Daten fordern würden. Ein Umdenken finde daher besonders bei KRITIS-Betreibern und im öffentlichen Sektor statt. Die Frage sei nicht mehr, ob, sondern wie europäische Souveränität und entsprechende Strategien in bestehende Security-Konzepte und IT-Umgebungen integriert werden können. Ströbele bestätigt, dass das Thema auf dem Tisch liege, allerdings „nicht als Vision, sondern als Aufgabe“. Unternehmen
BILD: BITKOM
Laut Bitkom sehen 93 Prozent der Unternehmen Deutschland abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland.
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
Digitale Souveränität entsteht nicht durch Abschottung, sondern durch Kontrolle und Wahlfreiheit. Agnes Heftberger, CVP und CEO bei Microsoft Deutschland und Österreich
BILD: MICROSOFT
fragten, wo ihre Daten liegen und wer darauf zugreifen könne. Ein Umdenken finde im Reden statt, im Handeln aber weniger. Häufig werde erst reagiert, wenn „jemand von außen drückt: Der Konzernkunde macht es zur Bedingung, der Auditor fragt danach, oder es ist etwas passiert. Nicht zu wechseln ist legitim. Nicht zu bewerten ist es nicht“. Auch Sandfort beobachtet die wachsende Bedeutung: „Vor drei, vier Jahren war Souveränität ein Vergabethema bei öffentlichen Auftraggebern. Heute taucht
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sie in fast jedem Projektgespräch auf.“ Auslöser sei oft ein konkretes Ereignis, etwa ein stark verändertes oder eingestelltes Lizenzmodell oder Preiserhöhungen. Das Umdenken sei real, aber weniger radikal, als es öffentliche Debatten mitunter vermuten ließen: „Der Wille ist da, die Umsetzung hinkt hinterher.“ Immerhin werde Souveränität heute nicht mehr erst zum Projektende betrachtet, sondern „von Anfang an in die Architekturentscheidung“ einbezogen. Im Tagesgeschäft von Distributoren, Dienstleistern und Beratungen wächst der Bedarf an Souveränität – wenn auch nicht immer unter diesem Namen. „Gefragt wird: Dürfen wir das nutzen? Wer haftet, wenn es schiefgeht?“, berichtet Ströbele. Weber beobachtet bei Partnern und Kunden ein
deutlich stärkeres Interesse, jedoch keine überstürzten Reaktionen. Vielmehr gehe es um eine sachliche Priorisierung: „Wo ist Souveränität wirklich entscheidend und wo stehen andere Anforderungen im Vordergrund?“ Gerade darin liegt eine zentrale Beratungsaufgabe für den Channel. Souveränität muss in die jeweilige IT-, Security- und Betriebsstrategie eingeordnet werden, statt als pauschales Ausschlusskriterium für internationale Technologien zu dienen. Senbert sieht gerade Value Added Distributoren daher in der Pflicht, „Reseller entsprechend zu sensibilisieren und mit den notwendigen Informationen zu versorgen, damit sie ihre Kunden professionell beraten können – auch im Hinblick auf NIS2, einen großen Treiber souveräner Lösungen.“ Digitale Souveränität, Compli-
ance und Sicherheit müssen in einer sinnvollen Gesamtstrategie zusammengeführt werden. Daraus ergeben sich neue Geschäftschancen, aber auch Verantwortung. „Viele Unternehmen kämpfen nämlich nach wie vor mit Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung. Es fehlt nicht nur das Wissen über konkrete souveräne Lösungen, sondern auch personelle und finanzielle Kapazitäten, um Gesetzesvorgaben zu erfüllen“, so Senbert. Partner können mit Assessments, Risikoanalysen, Migrationskonzepten, Managed Services und Schulungen unterstützen. Doch am Ende entscheidet häufig dennoch der Preis. „Kosten stehen im Angebot, Souveränität steht im Risiko“, sagt Ströbele. „Der Kipppunkt ist der Moment, in dem klar wird: Am Ende steht ein Name unter der Entscheidung. In der Kostenrechnung stehen Lizenzen und Betrieb. Was nie drinsteht: Was kostet es uns, hier wieder rauszukommen?“ Auch Sandfort sieht beide Anforderungen, doch „wenn es hart auf hart kommt, gewinnt die Kalkulation. Souveränität muss sich rechnen, sonst bleibt sie Absicht.“ Senbert bestätigt, dass Kosten oft noch priorisiert würden. Doch „langfristige
Ein Herkunftslabel beschreibt einen Zustand, kein Versprechen. Beides kann sich ohne Vorwarnung ändern.
BILD: FOTO-VOGT 72406 BISINGEN
Thomas Ströbele, Geschäftsführer bei YourIT
Mehrwerte Digitaler Souveränität für die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen sind in den vergangenen zwei bis drei Jahren schon deutlich mehr ins Bewusstsein gerückt.“ Die geopolitische und wirtschaftliche Lage werde Senbert zufolge „die Relevanz des Themas lenken“. Zudem könnten technologische Abhängigkeiten nicht von heute auf morgen beseitigt werden: „Die Nachfrage nach souveränen Lösungen wird sich in Zukunft weiter ausdehnen.“ Weber erwartet, dass Digitale Souveränität dauerhaft relevant bleibe, auch wenn ihre Bedeutung abhängig von geopolitischen Entwicklungen schwanken könne. „Entspannen sich etwa die transatlantischen
Beziehungen, könnte der Handlungsdruck sinken. Das Bewusstsein für Datenhoheit, Resilienz und technologische Unabhängigkeit wird jedoch bestehen bleiben.“ Die EU wird zumindest streckenweise die Zügel wieder in der Hand halten. Zahlreiche Schritte in Richtung Souveränität sind getan, ausreichend sind sie noch nicht. Sicher ist aber: Europäische Souveränität wird im Channel nicht so schnell verschwinden. Bestehende Abhängigkeiten „verschwinden nicht, sie werden nur sichtbarer“, bringt Sandfort es auf den Punkt. Diese Sichtbarkeit ist allerdings Voraussetzung dafür, Risiken zu bewerten und den Weg in eine größere Unabhängigkeit überhaupt planen zu können. n
Titel | IT-BUSINESS | 17
CISCO-CHANNEL WILL TEMPO MACHEN Wenn KI-Agenten künftig IT-Umgebungen betreiben, reicht ein Netzwerkhersteller nicht mehr. Cisco durchläuft deshalb einen Wandel zum AI Infrastructure Provider. Für die Partner bedeutet das große Veränderungen. Channel-Chef Detlev Kühne sieht sie erst am Anfang und ist trotzdem optimistisch. | Alexander Siegert
W
ie weit ist der deutsche Cisco-Channel bei KI? Detlev Kühne, Managing Director der Partnerorganisation, hat darauf ein Bild parat: „Ich bin deutlich optimistischer als bei unserem letzten Gespräch, weil ich sehe, wie viel die Partner in den letzten drei bis sechs Monaten in eigene Fähigkeiten investiert haben. Und trotzdem: Wir sind auf den ersten zehn von vielleicht hundert Metern.“ Die Strecke hat Cisco selbst abgesteckt: Produktchef Jeetu Patel treibt den Umbau zum KI-Infrastruktur-Anbieter seit Jahren voran – mit Folgen für die Partner. Das Partnerprogramm Cisco 360 ist seit Februar scharf, 15 Monate lang wurde es mit Partnern entwickelt. Kühnes Bilanz: „Die Resonanz ist in Summe extrem positiv, weil Partner jetzt selbst entscheiden können, wo sie stark sein wollen. Wer früher das Gefühl hatte, er müsse Broadliner sein und alles anbieten, kann heute sagen: Ich will Preferred Partner in Networking sein – oder in Compute AI, oder in Cloud AI.“ Der neue Partner Value Index spiegelt diese Sortierung. Ab einem Score von 7,5 gilt ein Partner als Preferred. „Über 80 Prozent unserer Buchungen laufen über Partner, die im Partner Value Index über 7,5 liegen – also dunkelgrünen PreferredStatus haben.“
18 | IT-BUSINESS | Markt & Analysen
Wir sind auf den ersten zehn von vielleicht hundert Metern. Detlev Kühne, Managing Director der Partnerorganisation bei Cisco Deutschland
Doch es gab auch Bedenken gegen das neue Programm. Im ersten Payout sind die Service-Rabatte gesunken. „Wir haben immer kommuniziert, schon vor zwei, drei Jahren: Unser Servicemodell ändert sich, unsere Rebate-Strukturen ändern sich. Aber wie das oft ist – bis es dann wirklich so weit kommt, verdrängt der eine oder andere das wieder.“ Der Weg nach vorn heißt Premium Services: einkaufen, veredeln, unter eigener Marke verkaufen. Kühne bleibt zurückhaltend: „Ich will nicht alles rosarot malen. Aber gerade beim Thema Service
sehe ich sehr viel Appetit auf das, was wir gelauncht haben.“ Das Tempo ist ungleich verteilt: „Im Tier-2-Bereich haben wir noch einen Weg zu gehen. Da ist die Verbreitung eines PVI über 7,5 noch nicht so stark wie bei den Tier-1-Partnern. Das ist eine Aufgabe für die nächsten zwölf Monate.“ Eine wichtige
BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT
Rolle spielen dabei die Distributoren Also, TD Synnex, Ingram Micro und WestconComstor: „Distribution heißt bei uns nicht, Produkte auf Lager zu legen. Sie erbringt auch Dienstleistungen für Partner, die es selbst nicht könnten – und sie onboardet und zertifiziert die Tier-2-Partner. Ohne sie könnten wir die Flächenmärkte gar nicht abdecken“, so Kühne. Das lässt sich gerade dort beim Thema KI beobachten. „Was wir immer noch ganz oft erleben: Man schafft einen Copiloten an, und das ist dann die KI-Strategie. Wir alle wissen, dass das keine Strategie ist. Es geht darum, welche Kultur ich im Unternehmen schaffe, damit ich eine gute KI- Adoption bekomme.“ Den größten Hebel sieht Kühne im Post-Sales – bei der Frage, wo künftig noch ein Mensch einen Support-Case bearbeitet. Der Rahmen für agentische Services durch Cisco-Partner entsteht gerade: Im Agent Studio konfigurieren Partner eigene
BILD: FOTO: © 2021 HARALD SCHNAUDER
Agenten, Runbooks werden in Skills übersetzt. Verteilt wird über den Cloud Control Capability Marketplace, einen kuratierten Katalog. Wer publizieren will, braucht eine Zertifizierung, jedes Listing wird geprüft. Eine weitere Säule des Umbaus ist Splunk: Cisco hat die Netzwerkexpertise, Splunk die Datenexpertise – die Basis, auf der agentische Operations erst sicher und richtig funktionieren sollen. Im Channel gilt vorerst: zwei Programme, ein Auftritt. „Die Programme werden erst in unserem Fiskaljahr 28 vollständig zusammengeführt. Aber zum Splunk-Channel haben wir eine Standleitung: Die Integration ist noch nicht abgeschlossen, trotzdem treten wir gegenüber den Partnern als ein Team auf.“ Im Vertrieb geht es schneller: „Wir gehen fest davon aus, dass wir Splunk anders in unsere Zielvereinbarungen für die Account-Teams bekommen. Die Integration auf der Produktseite ist längst abgeschlossen – was jetzt kommt, ist die Integration auf der Go-to-Market-Seite und auf der Channel-Seite.“
Bleibt der große Bogen. „Unsere Vision ist, der Plattformanbieter für die KI-Ära zu sein – und zwar der Anbieter für eine sichere Infrastruktur in der KI-Ära.“ Patels Kurs sortiert das Geschäft entlang dreier Felder: KI-fähige Rechenzentren, zukunftssichere Workplaces und digitale Resilienz. Im Portfolio ist der Schwenk sichtbar: AI Defense schützt KI-Modelle, Anwendungen und Agenten, AI Canvas ist die Arbeitsfläche für IT- und Security-Teams samt Agenten, Cloud Control die Betriebsebene darüber. Eine klare Abkehr vom Modell „Switch raus, Switch rein“ hin zu KI-Infrastruktur und Plattform. „Der Plattformansatz ist wichtig, weil wir immer weniger Menschen haben, die den Betrieb durchführen können.“ Und im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz gilt für ihn: „IT-Betrieb funktioniert nur standardisiert – und agentische Operations brauchen eine Plattform, die auch in der User Experience einfach nutzbar ist.“ Die Richtung steht. Die nächsten KI-Meter muss der Cisco-Channel nun selbst laufen. n
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AUFSTIEG MIT NEUEN SPEZIALISIERUNGEN
Nach der Integration des Veritas-Partnerprogramms baut Cohesity das Aspire-Partnerprogramm aus. Mit den „Professional Services“ gibt es eine erste Spezialisierung. Ein neues Dashboard soll einen besseren Überblick verschaffen und firmengebundene Zertifizierungen treuer Partner belohnen. | Klaus Länger
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as englische Verb „aspire“ beschreibt das Streben nach etwas Höherem als Ziel. Dafür steht auch das Aspire-Partnerprogramm von Cohesity, dessen neueste Version den Partnern zu einer höheren Profitabilität verhelfen und ihnen gleichzeitig die Nutzung erleichtern soll, wie Martin Boeker, Director Central Europe bei Cohesity, betont. Dabei reagiert das Unternehmen auf das Feedback der Systemhäuser und MSPs: „Die Partner sagen deutlich, dass sie Anerkennung für die Arbeit wünschen, die vor, während und nach einer Transaktion geleistet wird“, so Boeker. Daher schraubt Cohesity die finanziellen Anreize für erfolgreiche Abschlüsse nach oben und will die Partner damit auch motivieren, „die installierte Basis einmal mit neuen Technologien und neuen Themen anzureichern.“ Eine Neuheit sind dabei Spezialisierungen, mit denen das Unternehmen vertiefte Fachkenntnisse in bestimmten Anwendungsbereichen anerkennt und belohnt. Den Anfang macht die Spezialisierung „Professional Services“ mit zwei Leveln: Foundation für die Kernkompetenzen und Enhanced für weitergehende Fähigkeiten, mit denen der Partner bei Projekten
BILD: © LEUNGCHOPAN - STOCK.ADOBE.COM
weitgehend eigenständig operiert, dabei allerdings durch einen dedizierten Professional-Services-Desk unterstützt wird. Ziel der „Professional Services“ ist, die Kunden dazu zu befähigen, nach einem Vorfall, der ein Restore erfordert, innerhalb kürzester Zeit wieder grundsätzlich arbeitsfähig zu werden. Dazu gehören auch Tests als Vorbereitung. Weitere Spezialisierungen, etwa für technischen Support und Cyberresilienz, sind in Vorbereitung. Weitere Punkte, mit denen Cohesity die Wünsche der Partner aufgenommen hat, sind ein neues Dashboard, das einen
Das Aspire-Programm von Cohesity ist nun umfangreicher, noch profitabler und einfacher zu nutzen. Martin Boeker, Director Central Europe bei Cohesity
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BILD: HUGHES FIORETTI
umfassenden Überblick in einer Ansicht gewährt, sowie an die Firma gebundene Zertifizierungen. So soll laut Boeker zukünftig verhindert werden, dass Mitarbeiter auf Firmenkosten eine Zertifizierung erwerben und diese danach zu einem anderen Partner mitnehmen. n
UNPLUGG D Podcast gesponsert Im Gespräch über aktuelle Channel-Themen und Perspektiven. Einblicke. Ausblicke. Fakten. Und die Menschen dahinter. Mit passendem KI-generierten Song! #Ohrwurm
MEHR ALS NUR EINE LIZENZ: WIE MAN COPILOT WIRTSCHAFTLICH IMPLEMENTIERT !
ZU GAST : Metin Yolcu & Amin Yousef Business Development Manager – Microsoft Software & Cloud Ingram Micro Distribution
Zu hören über:
https://www.it-business.de/ podcast/unplugged
Partner jedoch spürbar: Der reine Produktverkauf weicht einer lösungsorientierten Beratung, die sich stark an den Use Cases der Kunden ausrichtet. Partner müssten gezielt Knowhow aufbauen, um herauszufinden, wie sich die Plattform passgenau integrieren lässt. Um diesen Lernprozess zu begleiten, unterstützt der
Neue Märkte, neue Anwendungsfelder: Die Transformation eröffnet dem Endpoint-Spezialisten zusätzliche Wachstumspotenziale.
Ein Jahr Peter Goldbrunner bei Igel Technology: Nach einer erfolgreichen Zeit an der Spitze von Nutanix Zentraleuropa übernahm der Manager vor einem Jahr die DACH-Sales-Verantwortung beim Spezialisten für Endpoint- Betriebssysteme. Wie fällt seine Bilanz aus und wohin steuert er das Europageschäft? | Dr. Dietmar Müller
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om Hyperconverged-Pionier zum Endpoint-Spezialisten: Vor einem Jahr hat Peter Goldbrunner, der zuvor jahrelang die Geschicke von Nutanix in Central Europe lenkte, die Position als Vice President Sales DACH bei Igel Technology übernommen. Zum Einstieg waren strukturelle Weichenstellungen nötig, so Goldbrunner im Interview mit IT-BUSINESS. Die Vertriebsorganisation sei neu ausgerichtet, Kundengruppen segmentiert und Zielmärkte neu definiert worden. Durch diesen Schritt spreche das Unternehmen Großkunden, den öffentlichen Sektor, das Gesundheitswesen sowie den Mittelstand nun hochspezifisch an. Trotz des Wandels gelte es jedoch, die etablierte Basis einzubinden. Die Umstellung auf das Subscription- Lizenzmodell sei dabei bereits weit fortgeschritten. Gleichzeitig nutzten
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Kunden das Betriebssystem Igel OS längst nicht mehr nur für klassische VDI-Szenarien, sondern verstärkt auch für browser basierte Anwendungen. Mit einer neuen Business-Continuity-Lösung (Igel BC&DR) wurden zudem erste Pflöcke im Markt eingeschlagen. Allerdings hänge ein solcher Wandel im Führungsumfeld nicht nur an Plänen, sondern vor allem an Empathie: „Man darf nicht nur einen Plan haben, sondern muss auch das Vertrauen der Menschen gewinnen“, betont Goldbrunner. Der Plan müsse in sich logisch sein und Chancen aufzeigen. Zusätzlich gelte es jedoch, das persönliche Engagement einzubringen, um das Vertrauen von Kunden, Partnern und Mitarbeitern zu verdienen. Als reines Channel-Unternehmen setzt Igel weiterhin voll auf sein Reseller-Netzwerk. Durch die Transformation der Produktwelt erweitert sich das Geschäftsfeld der
BILD: CHATGPT / KI-GENERIERT
IGEL: EIN JAHR DER TRANSFORMATION
BILD: IGEL
Hersteller sein Netzwerk mit Schulungen, Zertifizierungen und Workshops. Die Resonanz auf Partnerseite sei durchweg positiv: Ein Großteil des Channel-Netzwerks investiert aktiv in die Qualifizierung, um das Konzept des Business Value Selling gemeinsam mit Igel voranzutreiben, so Goldbrunner. Auf der Suche nach den treibenden Kräften für das reine Software-Modell sticht kein einzelner Industriesektor hervor. Vielmehr erweist sich ein technologischer Trend als primärer Beschleuniger: die IT-OT-Konvergenz. Weil Unternehmen ihre operativen Technologien (OT) zunehmend wie klassische IT-Abläufe verwalten wollen, adressiert Igel dieses Segment mittlerweile mit dedizierten Ressourcen und gezielten Herstellerallianzen. Während die Anwendungsbereitstellung im klassischen IT-Bereich volumenmäßig das stärkste Segment bleibt, generiert die Verbindung von IT und OT aktuell die höchste Neukundendynamik. Parallel dazu rückt die Endpoint-Sicherheit immer stärker in den Fokus von Vertriebsgesprächen. Branchenanalysten sprechen in diesem Zusammenhang zunehmend von der Kategorie der „Immutable Endpoints“ – also unveränderlichen Endgeräten mit reduzierter Angriffsfläche. Angesichts steigender Cyberrisiken positioniert sich Igel mit seiner schreibgeschützten Architektur genau in diesem Wachstumsfeld. Beim Schutz vor Betriebsunterbrechungen setzt das Unternehmen auf die Reduzierung von Wiederherstellungszeiten. Während die Wiederherstellung bei traditionellen Disaster-Recovery-Ansätzen oft Tage oder Wochen dauert, lässt sich die RTO (Recovery Time Objective) am Endpunkt mit der passenden Softwarearchitektur auf wenige Minuten senken. Obwohl solche Notfallmodi noch kein Standard in öffentlichen Ausschreibungen sind, schaffen sie im Verkaufsgespräch direkte Aufmerksamkeit. Der Endpunkt sei in bisherigen Kontinuitätskonzepten häufig vernachlässigt worden, weshalb die Verknüpfung von technischem Schutz und finanzieller Risikoabsicherung neue Türen bei Bestandskunden wie auch bei Neukunden öffne. Zusätzli-
Peter Goldbrunner, Vice President Sales DACH bei Igel
chen Rückenwind erhält dieser Ansatz durch europäische Richtlinien wie NIS2 oder DORA. Diese Regulierungen verpflichten Unternehmen in kritischen Sektoren zur Härtung ihrer IT-Infrastruktur. Igel nutzt die gestiegenen Compliance-Anforderungen, um im Detail aufzuzeigen, wie die eigene Plattform Bedrohungen abwehrt und auditierbare Sicherheitsstandards erfüllt. Demgegenüber steht bei der Umstellung klassischer Windows- Umgebungen auf ein schlankes Endpoint- Betriebssystem vor allem eine Hürde: die Macht der Gewohnheit. Themen wie Digitale Souveränität, betriebliche Resilienz und steigende Cyberbedrohungen zwingen Unternehmen jedoch dazu, tradierte Pfade zu hinterfragen und sich für Veränderungen zu öffnen. Der Vorstoß in produktionsnahe Zonen bringt spezifische Anforderungen mit sich. OT-Umgebungen zeichnen sich durch deutlich längere Lebenszyklen aus als klassische IT-Infrastrukturen und verlangen extrem wartungsarme Systeme. Zudem kommen dort spezialisierte Anwendungen und Protokolle zum Einsatz. Für den Softwarehersteller und seine Partner bedeutet dies einen erhöhten Aufwand bei Zertifizierungen, Integrationen und Knowhow-Aufbau. Der Mehrwert einer durchgängigen Steuerung rechtfertige diesen Einsatz jedoch. Unverändert wichtig bleiben die Technologiepartnerschaften mit Anbietern wie Microsoft, Citrix oder Omnissa. In gemeinsamen
Man darf nicht nur einen Plan haben, sondern muss auch das Vertrauen der Menschen gewinnen. Peter Goldbrunner, Executive Vice President Sales DACH bei Igel
Projekten stehe stets die Anforderung des Kunden im Mittelpunkt. Dass dieser komplementäre Ansatz funktioniert, zeige sich nicht zuletzt in der intensiven Präsenz der Partner auf den Eigenveranstaltungen des Unternehmens. Für das zweite Jahr seiner Amtszeit hat der EMEA-Chef zwei konkrete Etappenziele im Blick: Zum einen sollen die Bestandskunden dabei unterstützt werden, Igel OS über traditionelle VDI-Umgebungen hinaus für moderne Anwendungsfälle wie sicheres Browsing oder Business Continuity einzusetzen. Zum anderen stehen praxiserprobte Referenzgeschichten auf dem Plan: Goldbrunner strebt an, aussagekräftige Kundenberichte aus dem IT-OT-Umfeld zu veröffentlichen, die den konkreten betrieblichen Nutzen des Software-Ansatzes branchenspezifisch belegen. n
Markt & Analysen | IT-BUSINESS | 23
VOM POSTFACH ZUR PLATTFORM
Proofpoint positioniert sich als Plattform für E-Mail-, Daten- und KI-Sicherheit. Seit Anfang des Jahres sollen zertifizierte Partner Implementierungen und Health Checks übernehmen, bisher gilt das nur für den Bereich Collaboration Security. | Natalie Forell
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in neues Partnerprogramm allein schafft noch kein neues Geschäftsmodell. Im Februar startete das Proofpoint Partner Network, seither baut der Hersteller die ServiceMöglichkeiten seiner Partner schrittweise aus. Warum reicht einfache E-Mail-Security heute nicht mehr aus? Moderne Angriffe sind häufig Multi-Channel-Angriffe. E-Mail wird nicht mehr als einziger Zugang genutzt, sondern auch Kanäle wie Telefonie, Instant-Messaging oder CollaborationPlattformen. Das deckt der Bereich Collaboration Security ab, der für Proofpoint die erste von drei Säulen neben Data Security und AI Security bildet. Im neuen Partnerprogramm ist diese Breite bisher nur teilweise abgebildet. Certified Deployment Partner (CDP) und Customer Health Checks gelten aktuell ausschließlich für Collaboration Security. Zertifizierte Partner dürfen Implementierungen selbst übernehmen oder bestehende Installationen
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BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
prüfen. Michael Watzl, Senior Director Channel Sales der DACH-Region bei Proofpoint, hebt hier besonders zwei Vorteile hervor: „Wir können damit Services zu unseren Lösungen über die Partnerlandschaft in der jeweiligen Landessprache anbieten und haben zudem eine viel größere Nähe zu den Kunden bei der Implementierung.“ Partner sind des Weiteren in der Lage, durch die selbst durchgeführten Health Checks „mit dem Kunden auf einem neuen Niveau zu sprechen und neue Geschäftschancen zu realisieren“, so Watzl. CDP und Customer
Health Checks sollen künftig auch für Data Security gelten. Dabei geht es laut Watzl zunächst um eine Bestandsaufnahme: Welche Daten besitzt ein Unternehmen überhaupt, wie exponiert sind sie und wo liegen möglicherweise kritische, ungeschützte Informationen? Die wichtigsten Schlagwörter seien hier laut Watzl Data Security Posture Management und Data Governance, ergänzt um Insider Threat Management und Data Leakage Prevention. Gerade im Hinblick auf KI sei Daten sicherheit besonders relevant, so Watzl: Unternehmen stünden unter starkem Investitionsdruck, entsprechend groß sei die Nachfrage bei Partnern und Kunden. Für Proofpoint ist KI zwar kein neues Thema, um den Bereich AI Security allerdings stärker zu etablieren, hat der Hersteller Anfang des Jahres Acuvity übernommen und richtet das Portfolio stetig weiter in Richtung AI Governance aus. „Die Ökonomie steht in der DACH-Region aktuell unter Spannung“, sagt Watzl. Genau deshalb positioniert Proofpoint sein Portfolio zunehmend als Konsolidierungsangebot. Statt mehrerer Einzellösungen soll eine gemeinsame Plattform für Collaboration Security, Data Security und AI Security stehen. Am Ende bleibt es allerdings dem Partner selbst überlassen, aus einem wachsenden Portfolio auch eigenes Geschäft zu machen, ob nun durch Implementierung, Health Checks oder Beratungsleistungen. n
Wenn ein Partner einen reinen FulfillmentJob macht, dann wird er nicht sehr viel Marge realisieren können. Michael Watzl, Senior Director Channel Sales DACH bei Proofpoint
BILD: PROOFPOINT
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TECHNIDATA IT-SERVICE SETZT AUF DOPPELSPITZE
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Diana Berg verstärkt die Geschäftsführung von TechniData IT-Service. Gemeinsam mit Matthias Hermann bilden sie die neue Doppelspitze des Unternehmens.
BILD: TECHNIDATA IT-SERVICE
echniData IT-Service stellt die Geschäftsführung neu auf. Diana Berg ist zum 1. September in die Führung eingetreten und bildet künftig gemeinsam mit Matthias Hermann die Doppelspitze. Hermann ist seit Januar 2023 Geschäftsführer des Unternehmens. Berg folgt auf Matthias Schultze, der innerhalb der TechniData IT-Gruppe neue Aufgaben übernimmt. In der Holding soll er künftig den Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz strategisch mitgestalten. Diana Berg ist seit 2014 bei TechniData IT-Service tätig. Ihre Laufbahn begann als Systemtechnikerin. Anschließend übernahm sie Führungsaufgaben als Team- und Bereichsleiterin für Infrastruktur, Netzwerk und Workplace. Zuletzt verantwortete sie im Business Development die technische und kundenorientierte Ausgestaltung der Managed Services und war Mitglied der Geschäfts-
leitung. Mit dem Wechsel von Matthias Schultze in die Holding vollzieht TechniData IT-Service einen Generationenwechsel in der Geschäftsführung. Schultze hat die Entwicklung des Unternehmens
BILD : Y RIT ECU © ARGOS S
ARGOS SECURITY ERWEITERT FÜHRUNGSTEAM
Carina Wagner verstärkt als Director of Strategic Accounts & Market Development das Enterprise-Geschäft bei Argos Security.
Der Managed Security Service Provider Argos Security baut personell weiter aus. Nachdem Swantje Westpfahl als Director Cybersecurity Strategy & Market Engagement eingestiegen ist, verstärkt nun Carina Wagner als Director of Strategic Accounts & Market Development das Enterprise-Geschäft. Seit August verantwortet die Business- Development-Spezialistin in der neu geschaffenen Position den Ausbau von Kundenbeziehungen und die Erschlie-
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ßung neuer Marktpotenziale im Enterprise-Segment. Nach dem Zusammenschluss von Indevis und Data-Sec wolle Argos Security seine Marktposition weiterentwickeln und besonders im Enterprise-Bereich zusätzliche Präsenz gewinnen. Wagner bringt langjährige Erfahrung aus IT, Cybersecurity, Vertrieb und Business Development mit. Zuvor war sie unter anderem bei Fujitsu, Sophos, Cyraco und MaibornWolff tätig. In ihrer neuen Rolle als Director of Strategic Accounts & Market Development soll sie nun den Austausch mit Unternehmen vertiefen und Cybersecurity als festen Bestandteil nachhaltiger Unternehmensentwicklung fördern. | md
über viele Jahre begleitet. In der Gruppe wird er nun seine langjährige Erfahrung in strategisch beratender Funktion mit den Schwerpunkten Digitalisierung und KI einbringen. | md
Martin Modl wird Regional Director DACH bei QBS Software QBS Software verstärkt seine DACH- Führung: Martin Modl übernimmt die Position des Regional Director DACH. Der erfahrene IT- und Channel-Manager soll den Ausbau strategischer Hersteller- und Partnerbeziehungen vorantreiben sowie den indirekten Vertrieb weiterentwickeln. Modl kommt von Crayon, wo er seit 2022 als Executive Vice President tätig war. Davor hatte er über mehrere Jahre Führungspositionen bei SoftwareOne inne und verantwortete dort unter anderem das Deutschlandgeschäft. Mit der Personalie unterstreicht QBS die Bedeutung der DACH-Region für die weitere Entwicklung des Unternehmens. Der Distributor will Partner stärker dabei unterstützen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. | md
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igit Solutions, ein Teil der international agierenden Digit Gruppe, wechselt die Geschäftsführung. Der bisherige Geschäftsführer Christian Werner verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Ab dem 1. Oktober 2026 werden Fabian Hirsch und Michael Butscher gemeinsam die Führung übernehmen. Werner kam im Juli 2025 zu Digit Solutions und hat seither vor allem die organisatorische und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorangetrieben. „Wir haben in den vergangenen Monaten gemeinsam wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung von Digit Solutions geschaffen und das Unternehmen in vielen Bereichen auf die nächste Stufe gebracht. Für mich ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, den
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
Fortinet, Hersteller von Cybersecurityund Netzwerksicherheitslösungen, hat das Unternehmen Virtue AI übernommen. Während sich frühere Sicherheits lösungen des Herstellers vor allem auf den Schutz von Sprachmodellen konzentrierten, soll Virtue AI nun die Absicherung autonomer KI-Agenten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg ergänzen. Hintergrund des Zukaufs ist unter anderem die steigende Angriffsfläche, mit der Unternehmen durch KI-Anwendungen und den Einsatz autonomer Agenten rechnen müssen. Neben traditionellen Netzwerken, Benutzern, Endgeräten und Anwendungen sowie
nächsten Schritt zu gehen und eine neue Herausforderung anzunehmen“, so Werner. Künftig will er in einem Bereich mit erweiterter Verantwortung durchstarten. Die Nachfolge steht bereits fest. Fabian Hirsch kam im Juni 2026 als Vice President Sales für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz zum Unternehmen. Davor war er über zwölf Jahre bei Logicalis Deutschland tätig und verantwortete unter anderem den Operations- Bereich. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Aufbau und in der Weiterentwicklung von Vertriebsorganisationen. Michael Butscher kommt ebenfalls aus dem Unternehmen. Er verantwortet seit 2025 den Special-Sales-Bereich und ist Vertriebsspezialist im Enterprise-Segment.
FORTINET KAUFT VIRTUE AI Cloud-Workloads müssen nun auch Prompts, KI-Modelle und -Agenten, Model Context Protocol (MCP)-Tools, Application-Programming-Interface-(API)-Aufrufe und die KI-Infrastruktur abgesichert werden. Mit der Übernahme sollen folgende Funktionen dazukommen: Agentenschutz, Governance und Transparenz. Unternehmen sollen erkennen können, welche Agenten und KI-Anwendungen in ihrer Umgebung überhaupt laufen. Auch nicht genehmigte KI-Anwendungen und Agenten sollen erkannt werden. Verdächtige Aktionen der Tools sollen sich so blockieren lassen, noch bevor sie ausgeführt werden. | nf
BILD: DIGIT SOLUTIONS
DIGIT SOLUTIONS MIT NEUER GESCHÄFTSFÜHRUNG Fabian Hirsch (l.) ist ein Teil der neuen Doppelspitze bei Digit Solutions und übernimmt den Staffelstab von Christian Werner (r.).
Seine früheren Stationen umfassen unter anderem Dell, Oracle und, wie auch bei Hirsch, Logicalis. Mit der neuen Doppelspitze möchte Digit Solutions künftig gezielt das Wachstum im DACH-Markt vorantreiben, so Hirsch: „Wir übernehmen eine Organisation, die in den vergangenen Monaten wichtige Entwicklungsschritte gemacht hat. Darauf wollen wir gemeinsam aufbauen, mit klarem Fokus auf unsere Kunden, nachhaltige Geschäftsbeziehungen und die weitere Stärkung unserer Position als Cybersecurity-Partner im DACH-Markt.“ | nf
Nvidia übernimmt Hugging Face für 13 Milliarden Dollar Nvidia übernimmt die KI-Plattform Hugging Face für knapp 13 Milliarden Dollar. Rund 11,9 Milliarden Dollar gehen an die bisherigen Anteilseigner, bis zu eine Milliarde Dollar sind als aktienbasierte Halteprämien für Beschäftigte vorgesehen. Damit hat sich die Bewertung des Startups seit 2023 nahezu verdreifacht. Damals wurde Hugging Face mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet. Die Plattform dient Millionen Entwicklern und Forschern zum Austausch von KI-Modellen, Datensätzen und Software. Nvidia war bereits seit 2023 beteiligt. Hugging-Face-Chef Clément Delangue begründete den Verkauf mit dem hohen Bedarf an Rechenleistung und Kapital für weiteres Wachstum. Nvidia versichert, die Plattform auch für Hardware anderer Hersteller offenzuhalten. | hs
Personalien & Übernahmen | IT-BUSINESS | 27
CHANNEL FOKUS SERVER & EDGE COMPUTING
AUFSCHWUNG
FÜR CPU-SERVER Die Hersteller von Servern und Edge-Systemen machen derzeit Rekordumsätze. Primär ist dafür das KI-Geschäft verantwortlich, aber auch traditionelle Server bleiben gefragt. Speziell Agentic AI lässt die Bedeutung der CPUs in Servern wieder wachsen. | Klaus Länger
Gerade Agentic-AIArchitekturen benötigen zusätzlich klassische x86Server für Orchestrierung, Datendienste, Datenbanken, Security und Management. Mario Glockner, Director Platform Business & Solution Design bei Ingram Micro
28 | IT-BUSINESS | Channel Fokus BILD: © GUDRUN KAISER
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er weltweite Servermarkt boomt: Die Analysten von IDC melden ein Umsatz-Plus von 52 Prozent für das zweite Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal. Mehr als 166 Milliarden US-Dollar haben die Hersteller umgesetzt, fast 36 Prozent
mehr als im bereits sehr guten ersten Quartal des Jahres. Interessant ist dabei, dass die Zahl der verkauften Systeme im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 trotz der massiv gestiegenen Preise immer noch um 15 Prozent zugelegt hat. Für einen guten Teil des Rekordwachstums waren
Der wesentliche Antrieb für das Server-Geschäft ist KI – mittlerweile auch in den eigenen Rechenzentren der Unternehmen. BILD: © PINGINGZ - STOCK.ADOBE.COM
die Hyperscaler und die großen KI- Rechenzentren verantwortlich. Den großen Anteil von KI-Systemen am Servermarkt sieht auch Mario Glockner, Director Platform Business & Solution Design bei Ingram Micro. Er merkt aber an, dass die „klassische On-Premises- Infrastruktur ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Architekturen bleibt“. Hohe Kosten für RAM und Enterprise-SSDs „erhöhen zwar den Kostendruck und machen ein präziseres Sizing der Lösung erforderlich, verändern aber nicht die grundsätzliche Relevanz lokaler Computeund Datenplattformen“. Rocco Frömberg, Leiter Vendor Development & Operations bei TIM, und Julia Mitterdorfer, Director GCC der TD Synnex DACH, stützen diese Ansicht. Laut Frömberg investieren Unternehmen weiterhin vor allem in Infrastruktur für die Modernisierung geschäftskritischer Workloads. Die hohen Preise „belasten Budgets, verändern Konfigurationen und verschieben teilweise Projekte, heben den Investitionsbedarf aber nicht auf.“ Für das kommende Jahr erwartet Frömberg zwar weiterhin steigende Preise, aber „eine planbarere und weniger sprunghafte Preisentwicklung“. Mitterdorfer merkt dazu an, dass Unternehmen „weiterhin in die Modernisierung von Virtualisierungsplattformen, Datenbanken, SAP-Umgebungen, StorageSystemen und Cyber-Resilience-Konzepten“ investieren. Gleichzeitig verändern sich die für KI- Workloads genutzten Systeme, wie Glockner anmerkt: „Gerade Agentic-AI- Architekturen benötigen zusätzlich klassische x86-Server für Orchestrierung, Datendienste, Datenbanken, Security und Management. Dadurch entstehen Anforderungen an CPU, Memory, Storage und Networking, die weit über Accelerated Compute hinausgehen.“ Dieser Trend macht sich auch bei den Prozessorherstellern bemerkbar. AMD und Intel melden steigende Verkäufe ihrer CPUs und bereiten sich auf den Start neuer Serverprozessoren vor. Ab dem vierten Quartal 2026 sollen die unter dem Codenamen Venice entwickelten Epyc-9006-Prozessoren von AMD verfügbar sein. Sie bieten bis zu 256 Zen-6c-Cores und 512 Threads. Intel
Channel Fokus | IT-BUSINESS | 29
Auf ihrer Keynote bei der Advancing-AI-Konferenz hat AMD-Chefin Lisa Su die Zen-6-Prozessoren der Epyc-9006-Familie, bisher bekannt als Venice, offiziell vorgestellt.
BILD: AMD
kontert im kommenden Jahr mit Diamond Rapids als nächster Xeon-Generation. Er wird ebenfalls über bis zu 256 Cores verfügen, unterstützt aber kein Hyperthreading. Nvidia bietet den ARM-Prozessor Vera ebenfalls für reine CPU-Systeme an. Wie die Mitarbeiter aller drei Distributoren betonen, wächst mit Agentic AI ebenfalls die Bedeutung der Digitalen Souveränität. „Sobald AI-Systeme aktiv auf Unternehmensdaten, Anwendungen und Geschäftsprozesse zugreifen, gewinnen Governance, Identity Management, Security und
Auditierbarkeit deutlich an Bedeutung“, sagt dazu Glockner und ergänzt, dass dies sowohl im lokalen Datacenter als auch in der Cloud gewährleistet werden könne. Frömberg sieht bei TIM eine wachsende Nachfrage nach souveränen Lösungen. Eigene Infrastruktur erfordere zwar höhere Anfangsinvestitionen, schaffe aber innerhalb vorhandener Kapazitäten eine bessere Planbarkeit der Kosten vor allem bei Agentic AI, da „autonome Abläufe je nach Aufgabe sehr unterschiedliche Mengen an Modellaufrufen, Tool-Nutzungen und Datenzugriffen auslösen können.“ Die Cloud bleibe dort sinnvoll, wo Flexibilität, kurzfristige Skalierbarkeit und spezialisierte Services gefragt
Für 2027 erwarten wir eine planbarere und weniger sprunghafte Preisentwicklung. Planbarer heißt aber nicht günstiger. Rocco Frömberg, Leiter Vendor Development & Operation bei TIM
30 | IT-BUSINESS | Channel Fokus BILD: © TIM AG
Nvidia ist mit den neuen Vera-Rubin-Systemen, hier präsentiert von CEO Jensen Huang auf der letzten GTC auf Taiwan, weiterhin die Nummer eins bei KI-Servern.
BILD: NVIDIA
sind. Hier sieht der TIM-Manager auch eine zentrale Beratungsaufgabe für den IT-Channel: „Systemhäuser bringen die Kenntnis der Anwendungen und Business Cases ein, Distribution und Hersteller die Architekturund Technologiekompetenz.“ Für Michael Bauer, Business Development Manager Customer AI bei TD Synnex, sind weiterhin workload-orientierte, hybride Architekturen gefragt, allerdings mit einer Tendenz hin zu Private AI. „Agentic AI verstärkt diesen Trend, weil Agenten nicht nur Antworten erzeugen, sondern auf
Unternehmenssysteme zugreifen und Aktionen auslösen. Damit werden Governance, Berechtigungen, Nachvollziehbarkeit und Security zu zentralen Architekturfragen“, so Bauer. Das spiegelt sich auch in den KI-Systemen wider, die für den IT-Channel relevant sind. Statt massiver Rackscale-Systeme mit GPUs im SXM-Format werden hier flexiblere Systeme mit GPUs auf PCI-Express-Karten favorisiert. Bei der Software bemühen sich alle GPU-Hersteller um einfachere modulare Lösungen, die es Kunden, Systemhäusern und Softwareentwicklern einfacher machen sollen, schnell zu einem produktiven Einsatz zu kommen. Noch einfacher sind vorkonfigurierte
Trotz der starken Dynamik durch KI-Infrastrukturen bleibt auch das On-Premises-Geschäft relevant. Julia Mitterdorfer, Director GCC bei TD Synnex DACH
32 | IT-BUSINESS | Channel Fokus BILD: © TD SYNNEX
QUANTENVERSCHLÜSSELUNG ALS ANTWORT AUF NEUE RISIKEN
WIE SICHER IST IHR DATENAUSTAUSCH IM QUANTENZEITALTER? Quantencomputer stellen heutige Verschlüsselungsverfahren vor neue Herausforderungen. Erfahren Sie, wie envia TEL und Quantum Optics Jena Quantenverschlüsselung im gemeinsamen Pilotprojekt erproben.
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ie Fortschritte in der Quantenphysik stellen etablierte Verschlüsselungsverfahren langfristig vor neue Herausforderungen. Denn was heute als sicher gilt, könnte mit leistungsfähigen Quantencomputern künftig deutlich schneller entschlüsselt werden. Damit wächst die Gefahr, dass sensible Daten, die heute über Kommunikationsnetze übertragen werden, langfristig nicht ausreichend geschützt sind. Eine Technologie, die dabei eine wichtige Rolle spielen wird, ist die Quantenverschlüsselung, auch bekannt als Quantum Key Distribution (QKD). Sie nutzt physikalische Eigenschaften von Lichtteilchen, um zwischen zwei Kommunikationspartnern einen gemeinsamen kryptografischen Schlüssel zu erzeugen. Dafür werden Lichtteilchen zwischen den beiden Kommunikationspartnern übertragen und auf beiden Seiten gemessen. Aus den jeweiligen Messergebnissen generieren beide Seiten einen identischen kryptografischen Schlüssel, der anschließend für die Verschlüsselung der Datenkommunikation genutzt werden kann. QKD-Verfahren können für Unternehmen relevant sein, die auf eine langfristige Absicherung ihrer Datenkommunikation angewiesen sind. Ein Grund dafür sind sogenannte „Harvest now, decrypt later“-Attacken: Dabei werden verschlüsselte Daten bereits heute abgefangen und gespeichert, um sie zu einem späteren Zeitpunkt mit leistungsfähigeren Quantencomputern zu entschlüsseln. Im Fokus
BILD: BURKHARD JOUR, WWW.QO-JENA.COM
stehen dabei Informationen, deren Vertraulichkeit auch in vielen Jahren noch gewährleistet sein muss, etwa Forschungs- und Entwicklungsdaten, Finanzinformationen oder personenbezogene Daten. Wie weit die Technik inzwischen fortgeschritten ist, zeigt sich auch am praktischen Einsatz. Quantum Optics Jena entwickelt Lösungen für die Quantenkommunikation und beschäftigt sich dabei insbesondere mit Verfahren zur Quantenschlüsselverteilung. Aktuell geht es darum, die Systeme in unterschiedlichen Netzinfrastrukturen zu erproben und Erfahrungen für größere Installationen zu sammeln. „Wir stehen gerade an der Schwelle zu größeren Rollouts“, sagt Dr. Kevin Füchsel, Geschäftsführer von Quantum Optics Jena. Wie sich QKD in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt, erproben envia TEL und Quantum Optics Jena derzeit gemeinsam im Raum Leipzig. Dafür wurde eine Verbindung zwischen dem Unternehmenscampus der enviaM Gruppe in Markkleeberg und dem Datacenter Leipzig der envia TEL in Taucha aufgebaut. Quantum Optics Jena stellt die QKD-Systeme und die dazugehörige Hardware bereit, während envia TEL ihre Glasfaserinfrastruktur, Übertragungstechnik sowie ihre Erfahrung im Bereich Datacenter einbringt. Die Pilotstrecke dient dabei nicht nur dazu, QKD unter realen Bedingungen zu erpro-
QOJ-Mitarbeiter bei der Inbetriebnahme.
ben. Sie soll auch zeigen, wie sich die Technologie in bestehende Unternehmensstrukturen integrieren lässt. „So wie Glasfaser die Grundlage der digitalen Gesellschaft geworden ist, könnte Quantenverschlüsselung künftig die Grundlage für vertrauenswürdige Kommunikation sein. Mit diesem gemeinsamen Pilotprojekt schaffen wir die Voraussetzungen, um die Anforderungen von morgen bereits heute zu verstehen und aktiv mitzugestalten, sodass unsere Kunden auch künftig auf sichere Kommunikationslösungen vertrauen können“, sagt Dirk Schüppel, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung von envia TEL. Perspektivisch werden aus einzelnen regionalen Verbindungen größere Netze entstehen. Als mögliche weitere Strecke nennt Füchsel eine Verbindung zwischen Leipzig und dem DE-CIX in Frankfurt. Die Zusammenarbeit zeigt, was möglich wird, wenn Wissen und Erfahrung gemeinsam genutzt werden. Die Teststrecke schafft dabei eine wichtige Grundlage für weitere Entwicklungen und ist ein erster Schritt auf dem Weg zu den Kommunikationsnetzen der Zukunft.
Erfahren Sie mehr über das QKD-Projekt in unserem Blogartikel Advertorial | IT-BUSINESS | 33
FSA S :© BILD
FLEXIBLER GPU-SERVER Der GPU-Server Fsas Primergy GX2550 M8s wird in Fujitsus japanischem Kasashima-Werk gefertigt. Das soll für kontrollierte Produktionsprozesse und dadurch mehr Sicherheit in kritischen Umgebungen sorgen. Der Server auf Intel-Granite-Rapids-Basis kann mit bis zu acht doppelt breiten GPUs wie der Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell Server Edition oder der AMD Instinct MI350 bestückt werden.
BILD: © PINGINGZ - STOCK.ADOBE.COM
Wir erwarten verteilte Architekturen: Echtzeit-Inferenz am Edge, Training und Modellmanagement im Datacenter oder in der Cloud. Michael Bauer, Business Development Manager Customer AI bei TD Synnex DACH
Private-AI-Systeme, wie sie beispielsweise Fsas und Fast LTA anbieten.
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An Edge-Standorten wird zukünftig der Einsatz von Physical AI für humanoide Roboter und autonome Maschinen stärkere KI-Systeme erfordern. „Technisch entscheidend ist dabei die Verarbeitung großer Mengen an Sensor-, Bild- und Bewegungsdaten nahezu in Echtzeit.
34 | IT-BUSINESS | Channel Fokus
Dadurch steigen die Anforderungen an lokale AI-Inference, Memory, Storage, Networking und Security direkt am Edge erheblich“, konkretisiert Glockner. TD Synnex erwartet hier laut Bauer allerdings „keine reine Edge-Welt, sondern verteilte Architekturen: Echtzeit-Inferenz am Edge, Training und Modellmanagement im Datacenter oder in der Cloud.“ Hier liege in der „Zusammenarbeit in einem starken Ökosystem“ auch eine Chance für den Channel, da produktionsreife Gesamtlösungen die Integration von Compute, Storage, Netzwerk, Security, Software und Services erfordern. n
BILD: BOSTON
STORAGE NEU GEDACHT
MIT EXPERTISE IMMER ZU IHRER PASSENDEN LÖSUNG Effizienter, sicherer, skalierbarer: Die Anforderungen an Data Storage wachsen. Boston Server & Storage Solutions bietet ein herstellerunabhängiges Portfolio und begleitet Kunden bei der Auswahl der idealen Speicherlösung – individuell und zukunftssicher.
Zukunftssichere Speicherstrategien mit Boston Server & Storage Solutions
In einer digitalisierten Welt sind Daten nicht nur Geschäftsgrundlage, sondern auch Wachstumstreiber. Damit steigen die Anforderungen an Speicherlösungen stetig: Flexibilität, Performance, Sicherheit und Skalierbarkeit sind zentrale Kriterien. Doch wie findet man in einem immer komplexeren Markt die passende Technologie? Die Antwort liefert Boston Server & Storage Solutions – mit einem umfassenden Portfolio, tiefem Technologieverständnis und herstellerübergreifender Beratung.
Herstellerunabhängige Beratung für optimale Ergebnisse
Boston ist seit über 30 Jahren darauf spezialisiert, hochverfügbare Server- und Storage-Infrastrukturen zu entwickeln. Als herstellerneutraler Lösungsanbieter im DACH-Markt begleitet Boston Unternehmen dabei, die passende Speicherstrategie zu definieren – individuell, anwendungsorientiert und skalierbar. Das Besondere: Boston kombiniert bewährte Technologien mit Innovationskraft und stellt sicher, dass Kunden stets auf dem neuesten Stand der Technik bleiben.
Breites Portfolio, gebündelte Kompetenz
Das Storage-Angebot umfasst Lösungen für File-, Block- und Object-Storage sowie Software-defined Storage (SDS), hybride Infrastrukturen und KI-gestützte Speicherplattformen. Im Fokus stehen dabei unter anderem:
• Huawei: Über eine exklusive Partnerschaft vertreibt Boston seit 2025 unter anderem die Produkte des Storage Portfolios – eine leistungsfähige Plattform für skalierbare Speicherlösungen sowohl in KMU- als auch in Enterprise-Umgebungen.
• Cloudian: Mit der Partnerschaft mit Cloudian bietet Boston
skalierbaren, S3-kompatiblen Objektspeicher als kosteneffiziente Alternative zu klassischem Storage und Public Cloud. Kunden profitieren von hoher Skalierbarkeit, starker RansomwareSicherheit und voller Datenkontrolle – ideal für Backup, Archiv und moderne Datenplattformen.
Boston bietet herstellerunabhängige Speicherlösungen: individuell, skalierbar, KI-gestützt.
• Open-E: Als etablierter SDS-Spezialist bietet Open-E flexible und kosteneffiziente NAS- und SAN-Lösungen für Unternehmen jeder Größe.
• Scale Computing: Hyperkonvergente Systeme von Scale
Computing vereinen Speicher, Rechenleistung und Virtualisierung – ideal für dezentrale Umgebungen.
• NexaVM: Als innovativer Hersteller aus der Schweiz im
Bereich Software Defined Storage (SDS) und Virtualisierung bietet NexaVM skalierbare, effiziente, performante und flexible Lösungen im Bereich Hypervisor, Hyperconverged Infrastructure (HCI) und VDI.
Beratung auf Augenhöhe
Ob es um die Modernisierung bestehender Systeme oder den Aufbau neuer Speicherarchitekturen geht – bei Boston steht die individuelle Beratung im Vordergrund. Gemeinsam mit den Storage-Experten Wolfgang Zugrav und Thorsten Schäfer erhalten Kunden eine strukturierte Analyse ihrer Anforderungen und eine fundierte Empfehlung zur passenden Technologie.
Fazit: Speicherlösungen mit Weitblick
Speicher ist mehr als nur Kapazität. Es geht um Verfügbarkeit, Performance und Zukunftsfähigkeit. Mit einem ganzheitlichen Ansatz und einem vielfältigen Portfolio bietet Boston Server & Storage Solutions die passende Antwort auf die Herausforderungen moderner IT-Infrastrukturen – unabhängig, kompetent und nachhaltig.
Weitere Infos unter https://www.boston-it.com/de
Advertorial | IT-BUSINESS | 35
DÜNNES HP OMNIBOOK
MIT NVIDIA RTX SPARK
BILD: HP
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as HP Omnibook Ultra 16 mit Nvidias RTX-Spark-Prozessor richtet sich an Nutzer, die hohe Anforderungen an Leistung und Vielseitigkeit stellen. Ihnen stehen Konfigurationen mit bis zu 128 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher und dank der integrierten Blackwell-GPU einer KI- Leistung von bis zu einem Petaflop bei FP4 zur Verfügung. Damit lassen sich laut HP größere Modelle, darunter Open-Source- und Open-Weight-Modelle, sowie komplexere Workflows und schnellere Entwicklungszyklen realisieren. Als Massenspeicher stehen bis zu 2 TB große PCIe-Gen5-NVMeSSDs zur Verfügung. Das 16 Zoll große 3K-OLED-Display verfügt HP zufolge über eine VESA-DisplayHDR-True-Black1000-Zertifizierung. Der 99 Wh starke
Akku soll eine Laufzeit von bis zu 17 Stunden ermöglichen. Das Omnibook Ultra 16 wird ab Mitte November 2026 erhältlich sein und 3.299 Euro (UVP) kosten. | ml
COLOREDGE MIT OLED-PANEL
Mit dem ColorEdge CG3200X stellt Eizo seinen ersten professionellen OLED-Monitor vor. Er wurde für professionelle Postproduktions- und Colorgrading-Workflows entwickelt
Der ColorEdge CG3200X, Eizos erster OLED-Monitor, ist mit einer vom Hersteller entwickelten Korrekturschaltung für eine bessere Bildqualität ausgestattet.
BILD: EIZO
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Das neue HP Omnibook Ultra 16 wird vom Nvidia-Superchip RTX Spark angetrieben und soll sich auch für anspruchsvolle KI-Workloads eignen.
und soll die Vorteile eines modernen QD-OLED-Panels mit der Farbmanagement-Expertise von Eizo kombinieren. Der ab Winter verfügbare 31,5-ZollMonitor bietet eine Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixel und eine Spitzenhelligkeit von 1.000 cd/m². Das Panel bietet zudem eine AGLR-Entspiegelung und eine DCI-P3-Farbraumabdeckung von 99 Prozent. Die bei OLEDPanels gelegentlich auftretenden Farbsäume an kontrastreichen Kanten im Bildmotiv werden durch eine spezielle Korrekturschaltung reduziert. Zudem haben die Eizo-Entwickler eine eigene Steuerung für den Automatic Brightness Limiter (ABL) implementiert, der bei großflächig hellen Bildinhalten das Panel schützen soll, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen. Im CG3200X ist außerdem ein ausfahrbarer Kalibrierungssensor eingebaut. | kl
MONS T ER AKK U
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iaomi hat seine Mittelklasse-Smartphones optimiert und den Geräten der Redmi-Note17-Reihe größere Akkus mit schnelleren Ladetechnologien sowie eine erhöhte Stoß- und Wasserresistenz gegönnt. Im Flaggschiff-Modell Note 17 Pro Max 5G hat der Hersteller den bisher größten Akku (9.210 mAh) in einem Xiaomi-Smartphone für den europäischen Markt verbaut. Er soll für drei Tage reichen und nach nur 20 Minuten Ladezeit einen kompletten Arbeitstag durchhalten. Angetrieben wird das Redmi Note 17 Pro Max 5G von der Snapdragon-6-Gen-5-Mobile-Plattform. Zudem bietet das Gerät Xiaomi HyperAI, Google Gemini und Circle to Search with Google. Auch das Kamerasystem aus
Mit der Business-Smart-X-Serie baut Brother die Palette professioneller A4-Tintenstrahldrucker weiter aus. Das Top-Modell ist der MFC-J5117DW.
BILD: BROTHER
Das ab 600 Euro (UVP) teure Redmi Note 17 Pro Max 5G ist bis zu zwei Meter wasserdicht und gegen Staub geschützt.
50-MP-Haupt- und 8-MP-Ultraweitwinkel kamera optimiert die Bilder mit KI-Hilfe. Das mit bis zu 3.500 Nits sehr helle 6,83-ZollAMOLED-Display liefert eine Auflösung von 2772 × 1280 Pixel und 120 Hz. | ml
KOMPAKTE A4TINTENSTRAHLER
BILD: XIAOMI
REDMI-SMARTPHONE MIT
Die Business-Smart-X-Serie von Brother besteht aus drei neuen, kompakten A4-Tintenstrahlgeräten mit MaxidriveDruckköpfen. Die Geräte sind über den
Fachhandel und im Rahmen des MPS-Programms von Brother erhältlich. Laut Brother bieten sie eine Advanced-Maintenance-Technologie für proaktive Überwachung und geringere Ausfallzeiten. Die Spitzenposition in der Business-Smart-X-Serie nimmt der Multifunktionsdrucker MFC-J5117DW ein. Er kann drucken, scannen, kopieren und faxen. Für die letzten drei Funktionen ist er mit einem Dual-CIS-Scanner sowie einem 50-Seiten-ADF ausgerüstet. Brother stattet das Gerät mit drei 250-Blatt-Papierkassetten aus. Das zweite Gerät der Serie ist der weitgehend baugleiche MFC-J5115DW, dem lediglich die dritte Papierkassette fehlt. Der HL-J5113DW ist ein reiner Drucker mit zwei 250-Blatt-Papierkassetten. Alle Geräte drucken bis zu 28 Seiten pro Minute und sind mit Gigabit-Ethernet sowie Dual-Band-WLAN ausgestattet. | kl
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DAS VERTEIDIGUNGSSYSTEM SOPHOS FUSION
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it Sophos Fusion präsentiert der Sicherheitshersteller ein System, das weniger Tools, weniger manuellen Aufwand und mehr Beratungsgeschäft verspricht. Dabei bündelt Sophos fast das gesamte eigene Sicherheitsportfolio in einer zusammenhängenden Architektur, sodass Partner Security Operations, Endpoint Protection, Netzwerk-, Identitäts-, E-Mail- sowie Cloudsicherheit in einem System nutzen können. „Da KI die Geschwindigkeit, den Umfang und die Komplexität von Angriffen erhöht, benötigen Unternehmen eine moderne, vernetzte, intelligente und adaptive Verteidigung“, so Joe Levy, Chief Executive Officer. Das Verteidigungssystem läuft über eine zentrale Datenschicht, in der alle Signale in Echtzeit zusammenlaufen, und reagiert bei Bedrohungen automatisch mit koordinierten Maßnahmen. Die KI agiert dabei innerhalb fest definierter Grenzen, die
BILD: CROWDSTRIKE
BILD: GEMINI / KI-GENERIERT
Menschen kontrollieren und laufend nachjustieren, während erkannte Bedrohungen die Verteidigung aller Kunden gleichzeitig stärken. | nf
CROWDSTRIKE GRÜNDET KI-LAB FÜR CYBERABWEHR
George Kurtz, CEO und Gründer von Crowdstrike
Crowdstrike hat das Cyber Superintelligence Lab vorgestellt. Unter der Leitung von Dr. Bartley Richardson, Chief AI and Autonomous Systems Officer bei Crowd strike, werden dort eigene KI-Sicherheitsmodelle entwickelt. Als Teil der neuen Organisation hat der Sicherheitshersteller auf der Fal.Con 2026 in Las Vegas auch SafeMind vorgestellt, ein System aus zwei speziell trainierten Modellen, das Angriffe simulieren und gleichzeitig abwehren
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kann. Ein erstes praktisches Beispiel aus dem Lab gibt es bereits. Unter dem Namen SafeMind hat Crowdstrike ein System vorgestellt, das sowohl aus einem offensiven (Red Tempest) als auch aus einem defensiven (Blue Solano) Modell besteht. Beide laufen im selben Regelkreis und trainieren sich dabei fortlaufend gegenseitig. Die Modelle werden auf Basis von Nvidias Nemotron-Modellen und in Zusammenarbeit mit Nvidia entwickelt. Für Training und Inferenz nutzt Crowd strike im Rahmen von Project QuiltWorks zusätzlich die AI Cloud von CoreWeave. | nf
Sophos Fusion erweitert Sophos Central und vereint zahlreiche Sicherheitswerkzeuge in einer gemeinsamen Plattform.
Securepoint veröffentlicht Sicherheitsbundles Securepoint bringt mit Shield, Armor und Fortress drei neue Sicherheits-Bundles auf den Markt. Sie kombinieren Firewall, Awareness-Training, Cloud-Security und Mobile Device Management in gestuften Paketen und sollen Resellern, IT-Dienst leistern und Managed Service Providern (MSPs) Beratung, Angebotserstellung und Cross-Selling erleichtern. Shield bildet die Basis mit UTM-Firewall, Awareness-Programm und Sicherheits report. Armor erweitert das Paket um VPN, Cloud Shield, Antivirus Pro und einen Darkweb-Scan. Fortress führt beide Stufen zusammen und ergänzt Mobile Device Management sowie mobile VPN- und Cloud-Shield-Funktionen für Büro, Homeoffice und Außendienst. | nf
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ZUM ANFASSEN Fußballspielende Roboter, fliegende Autos, federleichte Notebooks – auf der IFA werden Zukunftstechnologien erlebbar. Und in diesem Jahr waren es Roboter und smarte Geräte für Haus und Hof, die mehr Besucher denn je auf das Messegelände in Berlin gelockt haben. | Margrit Lingner
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ekordverdächtig viele Besucher und Aussteller sind in diesem Jahr zu der Elektronikleitmesse nach Berlin gekommen. So bekräftigt die IFA-Leitung, dass mit den rund 240.000 Besuchern aus 155 Ländern und mehr als 2.000 Ausstellern „die IFA 2026 größer und internationaler als je zuvor war. Noch mehr Aussteller und Besucher, noch mehr Präsenz von Medien und Content Creators, ein stark erweitertes Programm und neue Erlebniswelten haben gezeigt,
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wie dynamisch und vielfältig die IFA Berlin ist.“ Carine Chardon, Geschäftsführerin der GFU (und Markeninhaberin und Gesellschafterin der IFA), zeigte sich ebenfalls zufrieden über den erfolgreichen Verlauf der Messe und sagte: „Die IFA 2026 hat erneut gezeigt: Sie ist die wichtigste Plattform für die Begegnung von Industrie und Handel. Hier werden Kundenbeziehungen gefestigt, neue Kontakte geknüpft und Produkte nicht nur präsentiert, sondern unmittelbar erlebbar gemacht.“ Publikumswirksam werkelten auf mehre-
ren Messeständen unter dem Funkturm in Berlin humanoide Roboter herum. Sie sammeln herumliegende Socken auf und befördern sie in die Waschmaschine. Und wenn es sich bei letzterer um die ebenfalls in Berlin gezeigte Konzeptstudie „Cary“ von Miele handelt, übernimmt sie die Wahl des passenden Waschprogramms inklusive Waschmitteldosierung und Wasserverbrauch. Elektroklein- und Großgeräte mit KI sind im Trend und bei Verbrauchern gefragt, wenn sie einen Mehrwert bieten. Ob die Zahnpflege mit Kamera allerdings tatsächlich besser wird, muss die Dyson CameraJet noch zeigen. Dabei handelt es
BILD: VOGEL IT-MEDIEN
sich um eine elektrische Zahnbürste, die Zahnzwischenräume mit der integrierten 100k-Pixel-Makroobjektivkamera präzise erkennen und gezielt reinigen soll. In dem Maße, in dem Roboter und KI die Messehallen fluten, kehrt die IT der Consumer-Electronics-Messe den Rücken. Mit Samsung ist inzwischen ein weiterer IT- Gigant vom IFA-Gelände verschwunden und in die Berliner Innenstadt gezogen. Erlebbar sind die SamsungProdukte allerdings nur noch fürs Fachpublikum. Ausgestellt waren dort neben vernetzten Haushaltsgeräten die bereits vor der IFA präsentierten Smartphones der Galaxy-Z8-Reihe und das Galaxy S26 FE. Dazu gesellte sich das 14 Zoll große Samsung Galaxy Book6, das von Intel-Core-5-Prozessoren angetrieben wird. Auf dem IFA-Gelände, aber ebenfalls nur für Fachbesucher zugänglich, war der Stand von Acer. Mit einem federleichten Notebook und kleinen KI-Workstations
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BILD: VOLKMAR OTTO
A BILD : IF GEMEN MANA T
BILD: VOGEL IT-MEDIEN
feierte der taiwanische Computerhersteller nicht nur die IFA, sondern auch das 50-jährige Firmenjubiläum. So gab sich kein Geringerer als AcerCEO Jason Chen die Ehre, in Berlin die neuen Produkte zu präsentieren. Im Gepäck hatte er unter anderem das 800 g leichte Swift Blade, das Vero 16 mit einer werkzeuglos abnehmbaren Abdeckplatte auf der Unterseite des Geräts, die kompakte Workstation Acer RTX Spark mit dem Nvidia-Superchip und das Handheld-Konzept Dualplay Mini, das Gaming-Handheld und MiniLaptop in einem Mobilgerät vereint. Spannende Konzeptgeräte präsentiert auch Lenovo regelmäßig am Rande der IFA. Auch diesmal war es ein Notebook mit erweiterbarem Display. Beim Project Swan lässt sich das 14 Zoll große rollbare OLED- Display per Knopfdruck auf 17 Zoll erweitern. Außerdem hat Lenovo mit dem Yoga Pro 9n und dem Yoga 9n 2-in-1 gleich zwei Premium-Notebooks mit dem Nvidia-RTX-Spark-Prozessor vorgestellt. Für Privatkunden gibt es die bunten Laptops der IdeaPad-Vibe-Serie. Verfügbar sind sie in den Pantone-Farben Chill Blue, Zen Green, Spicy Gold, Radiant Coral, Dreamy Violet, Lowkey Grey und
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Moody Blue. Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Pantone Institute entwickelt wurde das neue Motorola Edge 70 plus. Das Smartphone arbeitet mit der neuen Snap dragon 7s Gen 3 Mobile Platform, einer 200-MP-Kamera und einem ausdauernden 6.500 mAh starken Akku. Asus hat bei der IFA ganz auf KI gesetzt und die neuen ProArt P16- und P14-Laptops sowie den kompakten ProArt GR1X Mini-PC vorgestellt. Die neuen Asus-Computer werkeln mit dem Nvidia RTX Spark und ermöglichen lokale agentengestützte KI-Lösungen. Beim Speicher- und Zubehörspezialisten Verbatim gab es neben neuen Pocket SSDs mit integriertem Statusdisplay und Hardware-Schreibschutzschalter kompakte, leistungsstarke Ladegeräte mit Galliumnitrid-Technologie (GaN) mit einer Ladeleistung von bis zu 140 W.
BILD: VOGEL IT-MEDIEN
BILD: ELECTRONICPARTNER
BILD: NHB
BILD: VOGEL IT-MEDIEN
Außerdem präsentierte Verbatim einen 15,6 Zoll großen kabellosen tragbaren Touchscreen- Monitor mit integriertem Akku. Messepremiere auf der IFA feierte der chinesische Technologie-Riese Xiaomi mit rund 380 Produkten. Das Portfolio umfasste Smartphones, Smart-Home-Lösungen und intelligente Fahrzeuge. Miteinander verbunden sind sie über KI und Xiaomi HyperOS. Doch neben Technikneuheiten hatten auch Distributoren im Reseller Park ihren Auftritt und die Möglichkeit, sich mit Herstellern und Partnern auszutauschen. Über 200 Aussteller, darunter DexxIT, ENO, Kosatec und Siewert & Kau, nutzten in diesem Jahr den B2BMarktplatz. Raum für Austausch gab es auch auf dem IFA Retail Leaders Summit, der über 100 internationale Entscheider aus Handel und Industrie zusammenbrachte. n
BILD: IFA MANAGEMENT
BILD: VOGEL IT-MEDIEN
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APPLE KLAPPT DAS KULTPHONE Der neue Apple-Chef John Ternus hat in Cupertino das erste faltbare iPhone präsentiert. Wenig überraschend ist es ähnlich groß wie ein Reisepass und bietet aufgeklappt ein 7,6 Zoll großes Innendisplay. Außerdem neu sind das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sowie die Apple Watch und die AirPods 5. | Margrit Lingner
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it dem faltbaren iPhone Duo steigt Apple in den Nischenmarkt der Foldables ein. Das erste faltbare iPhone hat ähnlich wie das Samsung Galaxy Z Fold8 das Format eines Reisepasses und wiegt 254 g. Im geschlossenen Zustand bietet das Smartphone ein 5,4 Zoll großes äußeres Display. Angetrieben wird das iPhone Duo vom neuen A20-Pro- Prozessor. Die im 2-Nanometer-Verfahren gefertigte 6-Core-CPU verfügt über eine integrierte Dual 16-Core-Neural-Engine und eine 7-Core-GPU. So sollen sowohl On-Device-KI-Workloads von Apple Intelligence als auch computergestützte Fotografie reibungslos ausgeführt werden. Darüber hinaus arbeitet der Prozessor dem Hersteller zufolge mit einem neuartigen System für das Wärmemanagement mit einer eigens entwickelten Dampfkammer. Eine Dual-Batterie-Architektur soll ferner gemeinsam mit einem smarten Energiemanagement für längere Akkulaufzeiten sorgen. Bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem inneren Display sind laut Apple möglich. Außerdem wird schnelles Laden unterstützt. In etwa 20 Minuten soll das iPhone Duo auf bis zu 50 Prozent aufgeladen sein. Das Außendisplay löst mit 2.034 x 1.398 Pixel auf, während das Super-Retina-XDR-
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Display innen mit 2.670 x 1.878 Pixel auflöst. Dabei soll die Nanotexturbeschichtung nicht nur Reflexionen reduzieren, sondern auch die sichtbare Falte des aus 100 Einzelteilen bestehenden Scharniers minimieren. Über und unter dem faltbaren Display befindet sich hochfestes Glas. Dank spezieller Klebstoffe sollen die Schichten aneinander vorbeigleiten wie die Seiten eines Buchs. Zudem bleibt die FaceTime-Kamera unter dem Display verborgen und sorgt für eine ununterbrochene Anzeigefläche. Beide Displays bieten Spitzenhelligkeiten von bis zu 3.000 Nits. Und laut Apple soll später in diesem Jahr der Apple Pencil mit USB-C unterstützt werden. Apple hat im iPhone Duo ein Kamerasystem aus einer 48-MP-Hauptkamera und einer 48-MP-Ultraweitwinkelkamera verbaut. Die 26-mmHauptkamera bietet eine Blende von ƒ/1.6 mit optischer Bildstabilisierung. Auf ein Teleobjektiv müssen Fotofans allerdings verzichten. Die 48-MP-Ultraweitwinkelkamera ist die gleiche wie
bei den iPhone-18-Pro-Modellen. Für Selfies gibt es eine 12-MP-Frontkamera. Außerdem sollen verbesserte fotografische Stile mehr Raum für Kreativität bieten. Ferner unterstützt das iPhone Duo 4K-Dolby-Vision- Videoaufnahmen mit 120 fps über die 48-MP-Hauptkamera. Modellpflege hat Apple ebenfalls betrieben und das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max vorgestellt. Angetrieben werden
BILD: APPLE
Mit der neuen A20-Pro-CPU soll die Apple-iPhone-18-Pro-Serie leistungsfähiger sein als das Vorgängermodell.
beide Modelle, die sich im Design kaum von den Vorgängern unterscheiden, vom neuen A20-Pro-Chip. Dieser kommt auch beim iPhone Duo zum Einsatz. Außerdem ist ein neues Kamerasystem an Bord. Anders als beim faltbaren iPhone setzt der Hersteller dabei eine Triple-Kamera mit variabler Blende ein. Sie besteht aus einer 48-MP-Hauptkamera, einer 48-MP-Ultraweitwinkelkamera und einer 48-MP-Telekamera. Bei den Kameras sollen nicht nur technische Neuerungen für bessere Aufnahmen sorgen. Apple setzt darüber hinaus auf softwareseitige Optimierungen. Unter anderem soll es möglich sein, bewegliche Motive automatisch zu verfolgen, Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit und Weißabgleich nachträglich zu verändern oder ein Histogramm zu verwenden, um die Belichtungsstufen in einer Szene zu überprüfen. Neu ist auch die Möglichkeit, über das Apple- Referenzbild die Authentizität eines Fotos nachzuweisen. Dank eines neuen Batteriedesigns und der Energieeffizienz der A20-Pro-CPU sollen die iPhone-18-Pro-Modelle längere Akkulaufzeiten bieten. Apple zufolge sind bis zu 43 Stunden Videowiedergabe auf dem iPhone 18 Pro Max und bis zu 34 Stunden auf dem iPhone 18 Pro möglich. Zudem soll sich das 6,9 Zoll große iPhone 18 Pro Max in nur fünf Minuten
via Kabel so weit aufladen, dass es sieben Stunden lang Videos wiedergeben kann. Das 6,3 Zoll große iPhone 18 Pro soll in 15 Minuten auf bis zu 50 Prozent aufgeladen sein oder kabellos in 30 Minuten. Wie auf dem iPhone Duo ist auch auf dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max das neue Betriebssystem iOS 27 aufgespielt. Es soll reaktionsschneller, zuverlässiger und benutzerfreundlicher sein. Zudem sollen Eltern die Möglichkeit erhalten, einfacher festzulegen, was ihre Kinder ansehen, mit wem sie sich unterhalten und wann sie Zugang haben. Außerdem ist Apple Intelligence verfügbar. Neben Bildoptimierungen kann damit etwa der Browser Safari seine Nutzer über Änderungen auf Webseiten informieren und zum Beispiel neue Preise melden. Die KI läuft dabei lokal auf dem iPhone. n
Das neue faltbare iPhone Duo verfügt über ein 5,4 Zoll großes Außen- und aufgeklappt über ein 7,6 Zoll großes Innendisplay. BILD: APPLE
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48 | IT-BUSINESS | Index
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Freuen Sie sich auf die neue Episode! Ihre Moderatorin ist IT-BUSINESS Redakteurin Mihriban Dincel! Mit Mit passendem passendem KI-generierten KI-generierten Song! Song! #Ohrwurm #Ohrwurm
B ILD: AD ESSO SE
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Mihriban Dincel im Gespräch mit:
Klaus Länger Redakteur IT-BUSINESS
Zu hören über:
https://www.it-business.de/ podcast/
MARKET
29. & 30. Sept. 2026 HEIDELBERG
ZWEI TOP-EVENTS. EINE LOCATION. DIE KOMPLET TE PERSPEK TIVE FÜR D
Die Themenschwerpunkte 2026 Cloud Compliance & Regulatorik Datenräume & Ökosysteme
Künstliche Intelligenz
Alle Informationen zum Event gibt es auf www.ccxconference.de
Cloud Operations & Governance
Organisationsentwicklung
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1. Oktober 2026 HEIDELBERG
N. R DEINE IT-STRATEGIE.
VERANSTALTUNGEN VON
Die Themenschwerpunkte 2026 Markt, Standorte & Wettbewerb
KI & Neue Technologien
Souveränität, Compliance & Regulatorik
Energie, Stromversorgung & Kühlung
Nachhaltigkeit Modularität & Bestandsoptimierung
Betrieb, Prozesse & Organisation
Alle Informationen zum Event gibt es auf www.dc-strategy-summit.de
Sven Buchheim (Vorstand bluechip) eröffnet das Event und heißt alle Aussteller und Gäste willkommen.
BLUECHIP LIVE 2026
(v. l.) Fulvio Innocente und Ronny Drexler (CyberPower) sorgten wie auf jedem Event für eine gute und sichere Stromversorgung.
Tobias Knetsch (Acer) reiste hoch motiviert nach Meuselwitz.
64 | IT-BUSINESS | On Tour
Am 3. September fand in Meuselwitz die bluechip LIVE 2026 statt. Mehr als 250 Fachbesucher kamen zu Vorträgen, Networking und zum Austausch mit zwölf Ausstellern. Das bluechip-Team sorgte gemeinsam mit seinen Partnern für ein gelungenes Event. | David Holliday
(v. l.) Rico Drechsel und Robert Schumacher hatten die neue Tastatur K980 for Business im Gepäck, die ausschließlich mit Licht betrieben wird.
Marco Hoelter und Artur Cezanne von Asus rocken zu zweit ihren Stand.
Andreas Scholz von Kingston hatte viel zu tun an seinem Stand. (v. l.) Rene Sieghardt und Karsten Kretzschmar von bluechip fachsimpeln mit Ralf Risch (Microsoft).
Bei G Data traf man einen gut gelaunten Sebastian Mazur an.
Michael Eckhardt vertrat Securepoint auf dem Event.
(v. l.) Kai-Helmar Klein und Axel Klopfer von TP-Link brachten ihre neuesten Produkte mit.
(v. l.) Fulvio Innocente und Ronny Drexler (CyberPower) freuen sich zusammen mit David Holliday (IT-BUSINESS) auf die Abendveranstaltung. Matthias Geburzi (bluechip) hielt einen von mehreren informativen Vorträgen an diesem Tag. Mehr Bilder unter:
https://voge.ly/ bluechip-2026/
Der Show-Act war ein Highlight für Augen und Ohren.
On Tour | IT-BUSINESS | 65
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