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IT-BUSINESS 12/2026

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IM SCHWEBEZUSTAND: WER WARTET, VERLIERT

Es gibt diesen Schwebezustand. Diese Phase, in der man sich, wenn man sich der IT-Sprache bedient, irgendwo zwischen der 0 und der 1 befindet.

Manche nennen das Transformation.

Und diese trifft den IT-Markt gerade in vielfacher Hinsicht. So schnell wie sich Technologien, Geschäftsmodelle und (geo-)politische Rahmenbedingungen ändern, können Erlösmodelle, Projekte und Preislisten gar nicht angepasst werden. Das bremst den Markt und spiegelt sich beispielsweise in den aktuellen Lündendonk-Listen wider (S. 18).

Doch eines haben die gemeinsam, die wachsen: Sie haben sich frühzeitig mit neuen Entwicklungen beschäftigt.

Beispiel Elovade: Der Distributor setzt auf MSP-Modelle, kauft in Europa zu und schafft so zweistelliges Wachstum (S. 6). Gleiches gilt für Sysob. Der Fokus auf europäische Anbieter, gepaart mit der Security-Ausrichtung, sorgt bei den Niederbayern für Wachstum über dem Markt (S. 8). Vielleicht können gerade im IT-Dienstleister-Umfeld künftig KI-Agenten ein wenig Druck herausnehmen, wenn sie sich automatisiert um Service-Tickets, Kundenanfragen und Terminvereinbarungen kümmern. (S. 32)

Manche nennen es Quantencomputing.

Denn die Qubits können unendlich viele verschiedene Zustände annehmen. Ähnlich wie KI, steht mit dem Quantencomputing die nächste disruptive Technologie bereits vor der Türe. Und auch hier gilt: Wer sich früh mit den Auswirkungen beschäftigt, hat Fachpersonal, Knowhow und Ideen bereits in der Schublade, wenn das erste Qubit durch den Raum schwebt (S. 12).

SYLVIA LÖSEL sylvia.loesel@vogel.de

CHANNEL FOKUS AGENTIC AI

18 Stotternde Konjunktur zieht IT-Dienstleister nach unten

Stagnation statt Aufbruch: Die neuen Lünendonk-Listen verdeutlichen, dass die IT-Wirtschaft nicht länger von der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute in Deutschland abgekoppelt ist.

32 KI-Agenten unter Volllast

KI-Agenten übernehmen mehr Verantwortung – Kontrolle wird zum Schlüsselfaktor.

10 Gezielt auf Sichtbarkeit setzen

Liat Hayun von Tenable fordert ein Umdenken für mehr Vielfalt in der Tech-Branche.

42 Vom Capturezum KnowledgeUnternehmen

Der Scanner- und Scansoftware-Hersteller PFU Limited, seit 2022 Teil von Ricoh, stellt zwei neue Scanner unter Ricoh-Label und die neue Version 6.0 von PaperStream Capture vor.

MARKT & ANALYSEN

Elovade auf dem Weg zu 200 Millionen

CEO Philip Weber über MSP Day, Expansion, Zukäufe und neue Ziele für 2026. > 6

Security, Storage, Souveränität

Sysob wächst trotz schwieriger Märkte mit Storage, Security und KI­Beratung. > 8

IT and She mit Liat Hayun

Liat Hayun von Tenable fordert ein Umdenken für mehr Vielfalt. > 10

TITEL Quantencomputer am Horizont

Die Quantentechnologie macht Fortschritte. Unternehmen und IT­ Channel sollten sich bereit machen. > 12

Lünendonk-Listen

Die IT­Branche verliert ihren Sonderstatus als Wachstumsmotor der Wirtschaft. > 18

PEOPLE, STRATEGIES & INNOVATIONS

Eine Million zweite Chancen

TITELSTORY

12 Quantencomputing kommt: Jetzt vorbereiten!

Die Quantentechnologie macht Fortschritte. Unternehmen und IT­ Channel sollten sich heute schon bereit machen.

50 Computer Vision: mehr als nur Rohvideos

Computer Vision schafft neue Chancen für Datenintelligenz zwischen IT und OT.

Aus bb ­net wird Econocom Remarketing: ehrgeizige Ausbaupläne bis 2028. > 20

KI-Modelle unter Hausarrest

Die ersten Zugänge sind zurück, die Frage nach Europas Abhängigkeit bleibt. > 22

Acer mit neuer Strategie

Acer darf wieder Notebooks in Deutschland verkaufen. > 24

Lancom Systems ist Geschichte

Der Netzwerk­Spezialist Lancom Systems bekommt einen neuen Namen. > 26

Sovereign Cloud Community, neue Management-Posten

TD Synnex startet European Sovereign Cloud Community, MRM unter neuer Führung, neuer Tobit­Vorstand. > 27

KI-Marktplatz, Kooperation, Übernahme

Also baut KI­Marktplatz aus, Enthus und Sievers Group kooperieren, Databricks will Panther kaufen. > 28

PEOPLE, STRATEGIES & INNOVATIONS

Private Cloud und Edge Virtualisierung im Mittelstand

Dell Technologies setzt auf mehrere Migrationspfade, die sich an der jeweiligen Umgebung orientieren. > 30

CHANNEL FOKUS Agentic AI

KI-Agenten unter Volllast

KI­Agenten übernehmen mehr Verantwortung. Kontrolle wird zum Schlüsselfaktor. > 32

PRODUKTE

AR-Brille, günstiges Smartphone

AR­ Gaming­Brille von Asus, günstiges Samsung­A­Klasse­Phone > 38

Business-Monitore und Farbdrucker

Eizo stellt 2 Ultrawide­Business­Monitore vor, Xerox 6 schnelle A4­Farblaser. > 40

Vom Capture- zum Knowledge-Unternehmen

Mit neuer Hardware und Software stärkt PFU sein Lösungsgeschäft. > 42

Zweite souveräne Office-Suite

Nextcloud Hub 26 Spring bringt EuroOffice und stärkt Digitale Souveränität.> 47

Digitale Souveränität auf vier Ebenen

Versa und Noris Network: Souveräne SASE­Lösung als Managed Service > 48

Computer Vision: mehr als nur Rohvideos

Computer Vision schafft neue Chancen für Datenintelligenz zwischen IT und OT. > 50

VERANSTALTUNGEN

Elovade MSP Day

Der Distributor Elovade lud zum 1. MSP Day in die Klassikstadt Frankfurt. > 56

Cisco Connect 2026

Auf der Cisco Connect stand die Modernisierung von Netzen und Security im Fokus. > 58

33. Terra Wortmann Open

Wortmann lud täglich rund 250 Gäste zum ATP­Turnier nach Halle ein. > 60

Acer-Kickoff und Jubiläum

Acer feierte im Rahmen des Kickoff das 50. Firmenjubiläum. > 62

Infinigate-Sommerfest

Infinigate feierte das 30. Firmenjubiläum im Beachclub StrandPauli in Hamburg. > 64

dbc-Partnertag in Hamburg

Der 13. dbc­Partnertag fand unter dem Motto #MiteinanderWachsen statt. > 65

Boston Technology Innovation Day

Spannende Technologie­Themen standen beim 13. Boston ITD im Fokus. > 66

Impressum > 52

AKTUELLE NEWS & HINTERGRÜNDE AUS DEM IT-MARKT

ELOVADE AUF DEM WEG

ZU 200 MILLIONEN

Elovade-Chef Philip Weber über den ersten deutschen MSP Day des Distributors, neun Akquisitionen in fünf Ländern, den Aufbau einer europäischen Distributionsgruppe und neue Ziele für 2026.

Wie integriert man zahlreiche Unternehmen, ohne die eigene Identität zu verlieren? Wie bleibt man als Value Added Distributor relevant, wenn Cloud-Marktplätze den Channel aufmischen? Und welche Rolle spielen KI-Sicherheit und digitale Souveränität im Portfolioaufbau der Zukunft? Auf dem ersten MSP Day des Distributors sprach IT-BUSINESS mit dem Elovade-CEO Philip Weber.

ITB: Das Thema Internationalisierung beschäftigt Elovade schon länger. Wie hat sich die Gruppe in den vergangenen Jahren entwickelt?

Weber: Wir waren fleißig: Insgesamt haben wir in den vergangenen Jahren sieben Unternehmen akquiriert, ein Büro in der Schweiz gegründet sowie zwei Asset Deals in Österreich und der Schweiz gemacht. Unsere Strategie: In einem Markt einsteigen, eine solide Basis aufbauen und dann dort noch einmal gezielt nachkaufen, um die Marktstellung auszubauen. Und im vergangenen Jahr haben wir in Großbritannien mit der Übernahme von Brigantia

unsere bisher größte Akquisition abgeschlossen. Ein knappes Jahr später kam noch Zen Software in Manchester dazu, um unsere Marktpräsenz dort weiter auszubauen. Und in wenigen Monaten werden wir den Schritt nach Irland machen.

Viele Akquisitionen bedeuten auch unterschiedliche Unternehmenskulturen. Wie gelingt die Integration?

Weber: Wir machen keine wilden Zukäufe nach dem Prinzip: Zahlen passen, Deal gemacht. Wir schauen sehr genau hin, ob die Unternehmenskultur, die Art zu arbeiten und das Go-to-Market-Verständnis wirklich zu uns passen. Inzwischen haben wir ein wirklich multikulturelles Führungsteam. Unser Managing Director in UK, Angus Shaw, ist auch als Group

Director für Portfolio und Vendor Management verantwortlich. Unser Portfolio Manager kommt ebenfalls aus dem UK. Wir sind längst keine rein deutsche Gruppe mehr. Auch wenn Deutschland noch knapp 50 Prozent des Gruppenumsatzes ausmacht.

Profitieren auch die deutschen Partner von dieser internationalen Aufstellung?

Weber: Absolut – vor allem im Portfolio. Ein gutes Beispiel ist KnowBe4, das wir Anfang des Jahres in der DACH-Region eingeführt haben. Hier hat uns unsere UK-Präsenz Türen geöffnet, weil es dort bereits Kontakte und eine bestehende Nähe zum Hersteller gab. So konnten wir den Austausch ausbauen und die Lösung jetzt den deutschen Partnern anbieten.

Heißt das im Umkehrschluss, dass andere Hersteller aus dem Portfolio fallen?

Weber: Nicht notwendigerweise. Nicht jede Lösung, die in Deutschland funktioniert, muss zwingend in Schweden sinnvoll sein

Philip Weber, CEO von Elovade

Der

MSP Day von Elovade in Deutschland

„Wir wollten ein neues Channel-Event-Format etablieren: Austausch auf Augenhöhe, Networking, ein bisschen Hands-on, gute Keynote Speaker, ein gemeinsames Abendprogramm. Wenn sich das sukzessive als feste Größe in der deutschen Channel-Landschaft etabliert, sind wir mehr als glücklich. Es geht uns darum, auch unseren Teil zur Channel-Kultur in Deutschland beizutragen.“

Philip Weber, CEO von Elovade

– und umgekehrt. Es gab auch schon Hersteller, die gerne mit uns in weitere Länder gegangen wären. In solchen Fällen schauen wir aber sehr bewusst darauf, ob das für unsere Partner, den Markt und unser bestehendes Portfolio sinnvoll ist. Und wenn das nicht der Fall ist, sagen wir auch ehrlich: Das passt an dieser Stelle nicht.

Ein Thema, das im Channel gerade extrem an Fahrt aufnimmt, ist Digitale Souveränität. Spiegelt sich das in eurer Nachfrage wider?

Weber: Ja, eindeutig – und wir fahren da ganz bewusst zweigleisig. Auf der einen

Seite: Amerikanische Hersteller haben hervorragende Produkte, und ein Teil unserer Kunden und Partner wird diese weiterhin einsetzen und das ist absolut legitim. Auf der anderen Seite sehen wir eine wachsende Nachfrage nach Datensouveränität und europäischen Lösungen. Das ist kein Nischenphänomen mehr. Wir achten deshalb sehr darauf, dass unser Portfolio ausgewogen bleibt. Europäische und deutsche Hersteller stärken wir bewusst, vielleicht sogar stärker als früher.

Wo setzt Elovade strategisch neue Akzente beim Portfolio – über Security und E­Mail hinaus?

Weber: Wir verstehen uns als Value Added Distributor. Das bleibt unser Kern. Aber wir arbeiten gerade intensiv an zwei neuen Richtungen. Das eine ist Künstliche Intelligenz. Allerdings nicht so, wie man es vielleicht erwarten würde. Wir werden nicht Copilot oder ChatGPT vermarkten. Was uns interessiert, ist alles rund um KI: Datenschutz beim KI-Einsatz, sichere und datenschutzkonforme Nutzung von KI-Tools in Unternehmen. Dafür gibt es inzwischen dedizierte Lösungen, aus den USA, aber zunehmend auch aus Europa. Das ist noch ein junges Geschäft – aber es wird stark wachsen.

Und die zweite strategische Richtung?

Weber: Das ist unsere neue Partner-CloudPlattform, der sogenannte EL Value Hub. Der Value Hub wird eine vollwertige Plattform sein: Marketplace, Lizenzverwaltung, E-Learning, Knowledge Base und unser Control Panel werden integriert. Partner können dann Cloud Services direkt buchen und verwalten. Wir wollen damit kein Cloud-Distributor werden, sondern Value Added Distributor bleiben. Beratung, Trusted Advisor auf Augenhöhe, persönliche Kundenbeziehungen – das ist es, was uns ausmacht und was reine Cloud-Marktplätze nicht haben. Aber moderne Automatisierung gehört heute

genauso dazu, wenn man Partner im Tagesgeschäft gut unterstützen möchte.

Wie entwickeln sich die Zahlen?

Weber: Wir wachsen weiterhin jedes Jahr zweistellig, sind sehr profitabel und arbeiten uns gerade an die 200 Millionen Umsatz heran. Was mir dabei besonders wichtig ist: Das ist nicht nur akquisitionsgetrieben. Das organische Wachstum ist genauso da – gerade in Deutschland und in Großbritannien. Deutschland ist eines unserer stärksten Wachstumssegmente, obwohl wir hier keine Akquisitionen getätigt haben.

Was steht für Sie ganz oben auf der Agenda für den Rest des Jahres?

Weber: Unsere Finanzziele zu erreichen, vielleicht sogar zu übertreffen. Außerdem möchte ich gerne noch zwei Akquisitionen abschließen. Irland ist bereits in Arbeit. Und ich würde sehr gerne noch eine neue Region anvisieren. Wir schauen uns Osteuropa an. Das ist ein hochinteressanter Markt, wenn auch kleiner und stark projektgetrieben. Mit Jan-Christian Groth haben wir seit März zudem einen starken CFO an Bord. Das gibt mir die Möglichkeit, mich als CEO stärker auf das operative Geschäft, die Strategie und die Entwicklung der Gruppe zu konzentrieren. n

BILD: ERIK PRZYBILLA / PRZYBILLA STUDIOS
erste MSP Day in Deutschland und Elovade hatte spannende Keynote-Speaker auf die Bühne geholt. Hier: Prof. Dr. h.c. Wolfgang Ischinger

SECURITY, STORAGE, SOUVERÄNITÄT

Trotz anspruchsvoller Marktbedingungen legt Sysob weiter zu. Der VAD profitiert von neuen StorageAngeboten und steigender Nachfrage nach SecurityLösungen. Vor allem Regulatorik und KI sorgen für Dynamik und zusätzlichen Beratungsbedarf. | Mihriban Dincel

wurde das erneut deutlich. Neben Networking und Hersteller-Pitches

Weiterentwicklung im Fokus. „Wir haben sehr gut abgeschlossen und unsere

2026 sei positiv gestartet, die Zahlen lägen

Einstieg ins Storage-Geschäft. Mit Infinidat hat Sysob erste Projekte umgesetzt, weitere

Wir gehen bewusst Schritt für Schritt vor und holen auch Feedback von Partnern ein.

sind in der Pipeline. „Das sind größere, komplexere Vorhaben, die aber gut zu uns passen“, so Senbert. Entscheidend sei die Verbindung von Storage und Security. Infinidat positioniert sich als Anbieter von Cyber Storage und ergänzt damit das bestehende Portfolio. Zusätzliche Impulse erwartet Sysob durch die LenovoÜbernahme, etwa durch neue Partnerpotenziale. Weitere Hersteller sind vorerst nicht geplant, stattdessen will der VAD Knowhow aufbauen und das Geschäft gezielt entwickeln.

Parallel gewinnt Künstliche Intelligenz an Bedeutung, sorgt aber weiterhin für Unsicherheit. „Jeder spricht darüber, aber in vielen Unternehmen fehlt noch eine klare Struktur“, sagt Peter Schneider, Channel Account Manager bei Sysob. Vor allem Themen wie Governance, Compliance und Datensicherheit rücken in den Fokus. Gleichzeitig führt KI zu steigenden Datenmengen und erhöht den Bedarf im Storage-Umfeld.

Noch konkreter wirkt derzeit die Regulatorik. Vorgaben wie NIS2, DORA oder KRITIS beschäftigen viele Unternehmen. „Die Komplexität ist enorm, viele Unternehmen stehen hier noch am Anfang“, so Schneider. Gleichzeitig fehle oft das Bewusstsein, wer von den Regularien betroffen ist, ergänzt Senbert. Reseller seien daher gefordert, ihre Kunden stärker zu unterstützen.

Im Zuge dessen wächst auch die Nachfrage nach europäischen SecurityLösungen. Doch „in manchen Bereichen gibt es schlicht keine europäischen Alternativen“, sagt Senbert. Entsprechend setze sich häufig ein hybrider Ansatz durch. Sysob setzt seinen Wachstumskurs fort. „Wir bewegen uns typischerweise im Bereich von zehn bis 15 Prozent“, so Senbert. Neue Themen baut der Value Added Distributor dabei bewusst schrittweise aus. n

Markus Senbert, Channel Sales Director bei Sysob

KI-PARALYSE ODER SPRUNG? WARUM FÜHRUNG UND UMSETZUNG ENTSCHEIDEN

Künstliche Intelligenz verspricht enorme Produktivitätssprünge, neue Geschäftsmodelle und effizientere Prozesse. Gleichzeitig bleibt der flächendeckende Durchbruch bislang aus. Zwischen technologischer Euphorie und operativer Realität entsteht eine wachsende Lücke – eine KI-Paralyse, die viele Unternehmen ausbremst.

Die Potenziale sind längst messbar. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) erwartet, dass KI das Produktivitätswachstum bis 2030 mehr als verdoppeln kann. Die ZukunftsmacherStudie bestätigt das: Wer KI konkret einsetzt, berichtet im Schnitt von 22 Prozent Produktivitätssteigerung – und erwartet bis 2028 einen Wertbeitrag von 31 Prozent.

DIE TECHNOLOGIE IST DA – DER DURCHBRUCH FEHLT

KI analysiert Daten in Echtzeit, automatisiert Prozesse und unterstützt bei komplexen Entscheidungen. Trotzdem haben über 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen noch keine konkrete KIStrategie. Wer hier ansetzt, gewinnt: Erfolg entsteht selten durch mehr Technologie, sondern durch klare Organisation, aktive Führung und gute Integration in bestehende Abläufe. Erfolgreiche Unternehmen schaffen lernende Organisationen, die testen, anpassen und skalieren – mit Transparenz, Geschwindigkeit und Routinen, die datengetriebenes Arbeiten zum Alltag machen. Denn KI verändert die gesamte Wertschöpfungskette – von Entwicklung und Produktion bis hin zu Kundenservice und Management. „Wer KI zum Erfolg führen will, braucht vor allem Umsetzungskraft in der Organisation“, sagt Georg Schmitz-Axe, SVP Leitung Mittelstandsvertrieb im Geschäftskundenbereich Telekom Deutschland.

DIE INFRASTRUKTUR MUSS MITHALTEN

Damit KI ihr Potenzial entfalten kann, braucht es belastbare Rechenkapazität.

Als integrierter Technologiepartner stellt die Telekom mit der Industrial AI Cloud Konnektivität, Cloud, Security und KI-Infrastruktur aus einer Hand bereit. „Die Nachfrage nach souveräner KI-Infrastruktur wächst derzeit schneller als die verfügbaren Kapazitäten. Das zeigt uns sehr deutlich: Unternehmen wollen nicht mehr über KI diskutieren, sie wollen sie produktiv einsetzen“, so Schmitz-Axe. Mit Partnern wie NVIDIA, Siemens, SAP und ServiceNow entstehen über die Industrial AI Cloud Lösungen entlang der Wertschöpfungskette –souverän, sicher und skalierbar.

KI-AGENTEN:

DAS NÄCHSTE KAPITEL HAT BEGONNEN

Eine Studie der Telekom MMS und YouGov zeigt, wohin die Reise geht: KI-Agenten übernehmen bereits heute Aufgaben in Kundenservice, Alltagsorganisation und Vertragsmanagement. 38 Prozent der Befragten sehen ihre größte Stärke in der Zeitersparnis. Was Verbraucherinnen einfordern: Kontrolle und Vertrauen – jederzeit nachvollziehen, was die KI tut, und vorab entscheiden, was sie darf. Vertrauen entsteht durch Transparenz. Und Transparenz ist Führungsaufgabe.

FÜHRUNG WIRD ZUM ERFOLGSFAKTOR

Technologie allein reicht nicht aus. Nur ein Viertel der Mitarbeitenden erhält beim KI-Einsatz klare Unterstützung durch ihre Führungskräfte. Genau hier entscheidet sich, ob aus Unsicherheit Akzeptanz wird – oder Widerstand. Unternehmen müssen KI ganzheitlich denken: technologisch,

organisatorisch und kulturell. Der EU AI Act bringt zudem neue rechtliche Anforderungen. Die Telekom MMS unterstützt – von Use-Case-Identifikation und KI-Trainings bis zur konkreten Umsetzung. KI-Kompetenz wird Pflicht. Technologie schafft Möglichkeiten. Organisation schafft Wirkung. Der entscheidende Erfolgsfaktor bleibt der Mensch. KI ist kein Selbstläufer –echte Wirkung entsteht durch Lernen und Ausprobieren. Wer Organisation und Kultur weiterentwickelt, macht aus KI-Paralyse echten Fortschritt.

GEZIELT AUF SICHTBARKEIT SETZEN

Die Tech-Branche hat Fortschritte in Richtung mehr Inklusion gemacht, doch Repräsentanz in den Führungsetagen bleibt eine Herausforderung. Um voranzukommen, muss die Branche ihre „Standardeinstellungen“ überdenken, meint Liat Hayun, SVP Product Management & Research bei Tenable.

IT-BUSINESS: Warum haben Sie sich für eine Karriere in der IT entschieden?

Hayun: Mich hat schon immer die Faszination für komplexe Probleme angetrieben. Sich als Frau in dieser Branche zu behaupten, bedeutet auch, bewusst Raum für sich zu beanspruchen. Es ist mir durchaus passiert, dass ich für eine HR-Mitarbeiterin gehalten wurde, obwohl ich der Technical Lead war – oder dass man mich als CEO fragte, wer denn die „Deep-Tech“-Themen erklären würde. Dem begegne ich, indem ich konstant gute Arbeit abliefere und mich nicht in den Hintergrund drängen lasse. Man muss seine eigene stärkste Fürsprecherin sein.

IT-BUSINESS: Haben Sie gelernt, Ihre Leistung aktiv zu zeigen?

Hayun: Im Laufe meiner Karriere habe ich gezielt auf Sichtbarkeit gesetzt – nicht nur darauf, wahrgenommen zu werden, sondern auch darauf, glaubwürdig und engagiert zu bleiben. Ich möchte, dass Frauen sehen: Mutter sein und Führungsverantwortung übernehmen schließen sich nicht aus. Für mich bedeutet das, nah an der Praxis zu bleiben. Mit dieser Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit wächst auch die Verantwortung, die nächste Generation auf ihrem Weg nach oben zu unterstützen.

Wartet nicht darauf, zur Party eingeladen zu werden!
Liat

Hayun, SVP Product Management and Research bei Tenable

IT-BUSINESS:TauschenSiesichbewusst mit anderen Frauen in der IT aus?

Hayun: Sehr bewusst. Ich engagiere mich als Mentorin in verschiedenen Programmen, weil ich weiß, wie wichtig ein starkes Netzwerk gerade am Anfang ist. Außerdem versuche ich, typische Dynamiken im Arbeitsalltag zu verändern – zum Beispiel, indem ich darauf achte, dass auch Männer Protokoll führen, damit Frauen sich auf die fachliche Debatte konzentrieren können. Wir müssen uns gegenseitig aktiv unterstützen, um strukturell etwas zu verändern.

IT-BUSINESS: Was geben Sie jungen Frauen auf den Weg, damit sie sich für

Liat Hayun

SVP Product Management & Research bei Tenable

Liat Hayun war unter anderem ein Jahrzehnt lang in leitenden Funktionen im Bereich Cybersicherheit bei den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) tätig und wurde mit dem renommierten Israel Defence Prize ausgezeichnet.

eine Karriere in der IT entscheiden?

Hayun: Wartet nicht darauf, zur Party eingeladen zu werden! Führung bedeutet auch, Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Wenn sich eine Chance bietet, nutzt sie. Wer so handelt, sitzt in der Regel auch mit am Tisch 

Es wird noch einige Jahre dauern, bis es kommerziell nutzbare Quantencomputer gibt. Aber die Technologie macht Fortschritte und Unternehmen sowie IT-Channel sollten sich schon bereit machen. Denn sonst könnten sie schnell den Anschluss verlieren. | Klaus Länger

Zu Beginn der 2030er-Jahre könnten Quantencomputer so weit sein, dass sie über genügend logische Qubits verfügen, um damit reale Probleme zu lösen.

Erklärvideo von Fujitsu in der E-Paper-Ausgabe.

Post-Quanten-Sicherheit ist notwendig

Der 1994 von Mathematiker Peter Shor vorgestellte Shor-Algorithmus ist ein Faktorisierungsverfahren für Quantencomputer, das RSA und verwandte Verschlüsselungsverfahren angreifbar macht. Da Quantencomputer, die den Algorithmus ausführen können, in einigen Jahren zur Verfügung stehen werden, müssen schon heute quantensichere Verschlüsselungsmethoden implementiert werden.

Nach der Künstlichen Intelligenz erscheint mit Quantencomputern am Horizont bereits die nächste disruptive Technologie. Da sie Probleme lösen kann, die mit herkömmlichen Computern entweder gar nicht oder nur mit enormem Aufwand zu lösen sind, tun Unternehmen gut daran, schon jetzt mögliche Anwendungen ins Auge zu fassen, Kompetenzen für die Nutzung dieser heute noch exotischen Technologie zu erwerben und vielleicht auch deutsche Quantencomputing-Startups zu unterstützen. Der IT-Channel sollte das ebenfalls tun, auch um die Kunden entsprechend beraten zu können und Lösungen parat zu haben, wenn die Technologie bereit für die kommerzielle Nutzung ist. Ideen für mögliche Anwendungsbereiche gibt es bereits einige. Ingolf Stärk, HPC & Quantum Consultant bei Fsas Technologies, listet sie auf: „Quantencomputing ist vor allem bei komplexen Optimierungsund Simulationsaufgaben relevant – etwa in Lieferketten, Touren- und Ressourcenplanung, Produktion, Finanzmodellen sowie perspektivisch in Materialforschung und Wirkstoffentwicklung.

Auch Post-Quanten-Kryptographie

wird wichtig, um Sicherheitsarchitekturen langfristig vorzubereiten.“

Bis die dafür geeigneten Quantencomputer bereitstehen, werden allerdings noch einige Jahre Forschung und Entwicklung notwendig sein. „IBM plant 200 logische Qubits bis 2029 und 2.000 bis 2033. Reale Probleme erfordern mindestens 1.000 logische Qubits – wir stehen also noch vor sechs bis sieben Jahren Entwicklungsarbeit, bevor wir mit nennenswerten kommerziellen Erträgen rechnen können“, sagt dazu Leon Koch, CEO des Quantencomputing-Startups Peak Quantum in Garching bei München. Sein Unternehmen ist ein Spin-off des Walther-Meißner-Instituts (WMI) in Garching, eines der führenden Forschungsinstitute für supraleitende Quantenchips in Europa. Zudem ist es Teil des 50-Millionen-Euro-Projekts SUPREME der EU und baut in dessen Rahmen eine Pilotlinie für die Produktion supraleitender Quantenchips auf. Der Ansatz von Peak Quantum ist die Integration von Fehlerresistenz direkt in die physikalische Architektur der Qubits, statt sie nachgelagert durchzuführen. Im Vergleich zur Transmon-Architektur von

Ingolf Stärk, HPC & Quantum Consultant, Fsas Technologies

In der Realität sieht ein laufender Quantencomputer mit supraleitendem Quantenchip wenig aufregend aus, wie das Foto eines Systems von Peak Quantum in Garching bei München zeigt. Das komplexe Innenleben steckt in einer isolierten Hülle, die für die Kühlung auf eine Temperatur notwendig ist, die knapp über dem absoluten Nullpunkt liegt. Links daneben ist das Quantum Computing Control System von Zurich Instruments zu sehen, einem Tochterunternehmen von Rohde & Schwarz.

Wir stehen noch vor sechs bis sieben Jahren Entwicklungsarbeit, bevor wir mit nennenswerten kommerziellen Erträgen rechnen können.

IBM oder Google mit 200 bis 1.000 physischer pro logischem Qubit soll die Architektur von Peak Quantum mit einer Größenordnung weniger physischer Qubits auskommen. Das vereinfacht laut Koch die Skalierung erheblich, da so „statt 100.000 nur noch 10.000 Mikrowellenkabel zum Chip führen müssen.“

Fujitsu arbeitet mit der STAR-Architektur (Space-Time efficient Analog Rotation) ebenfalls an einem Verfahren, die Anzahl physischer Qubits für fehlertolerantes Quantencomputing im Frühstadium (Early-FTQC) zu reduzieren. Der 2025 vorgestellte 256- Qubit-Quantencomputer von Fujitsu basiert noch auf der TransmonArchitektur. Für 2030 plant das Unternehmen einen supraleitenden Quantencomputer mit 250 logischen Qubits auf STAR-Basis, für die rund 10.000 physische Qubits notwendig sind.

Ebenfalls im Rennen mit dem Ziel eines vollständig fehlertoleranten, universellen

Quantencomputers sind neben den supraleitenden Quantenchips, eine ganze Reihe weiterer Technologien. Dazu zählen beispielsweise Quantencomputer auf Basis neutraler Atome, die von Lasern eingefangen werden. Die Laser unterdrücken die Atombewegung und kühlen die Atome auf eine Temperatur nahe dem absoluten Nullpunkt ab. Eine kryogenische Kühlung mit Helium 3 oder 4 wie bei supraleitenden Quantenchips ist nicht notwendig und die Kohärenzzeiten sollen mit mehr als einer Sekunde sehr gut sein. Allerdings erschwert die notwendige hohe Leistung der Laser die Miniaturisierung und damit die Skalierung der Systeme. Ein bekannter Hersteller ist Quera. Er arbeitet mit AWS zusammen und hat gerade mit Libra einen fehlertoleranten Quantencomputer vorgestellt, der ab 2028 ebenfalls über AWS verfügbar sein soll. An NeutralatomQuantenrechnern arbeitet auch das ebenfalls in Garching angesiedelte Startup Planqc, ein Ableger des Max-Planck-Insti-

tuts für Quantenoptik. Weitere Technologien sind Ionenfallen-Quantencomputer, auch hier ist mit Eleqtron ein deutsches Startup-Unternehmen aktiv, das aus der Universität Siegen hervorgegangen ist. Auch an photonischen Quantenrechnern und Festkörper-Quantencomputern auf Basis von Spin-Qubits in Diamanten wird gearbeitet.

Microsoft forscht an so genannten topologischen Qubits, die eine deutlich höhere Kohärenz von bis zu einer Minute haben und damit eine deutlich geringere Fehleranfälligkeit. Anfang Juni hat Microsoft den Quantenchip Majorana 2 vorgestellt, der eben diese Qualitäten mitbringen soll. Bei der Entwicklung des Chips kamen laut dem Hersteller die agentischen KI-Funktionen von Microsoft Discovery zum Einsatz, um die Arbeit zu beschleunigen. Ob sich mit der Majorana-Technologie tatsächlich bis 2029 ein skalierbarer und kommerziell nutzbarer Quantencomputer bauen lässt,

Leon Koch, CEO, Peak Quantun
BILD: © VERONIKA FRÜH (MUNICH QUANTUM VALLEY)

BILD:JOHN

Mit dem Quantenchip Majorana 2 hat Microsoft einen topologischen Quantenchip der zweiten Generation präsentiert, bei dem die Kohärenz, also die Lebensdauer der Qubits, im Mittel bis zu 20 Sekunden betragen soll, statt Millisekunden wie bei anderen Ansätzen. Allerdings gibt es Zweifel daran, ob Microsofts Konzept zu einem funktionierenden Quantencomputer führen kann.

Fujitsu hat im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem japanischen Forschungsinstitut RIKEN einen supraleitenden 256-Qubit-Quantencomputer fertiggestellt. Der Chip verwendet viermal das Zellendesign des 64-Qubit-Vorgängers und zeigt damit die Skalierbarkeit dieser Architektur.

was das Unternehmen verspricht, ist allerdings in der QuantencomputingCommunity umstritten.

Neben den universellen Quantencomputern gibt es noch als Sonderform das Quantum Annealing, das speziell für Optimierungsprobleme bei Anwendungen in der Logistik oder der Materialforschung entwickelt wurde. Hier gibt es neben „echten“ Quantencomputern mit supraleitenden Chips von Firmen wie D-Wave, wo man neuerdings zudem an universellen Quantenrechnern arbeitet, auch den Digital Annealer von Fujitsu. Laut Stärk ist

er „ein wichtiger Zwischenschritt: Er ist quanteninspiriert, läuft auf klassischer Hardware und kann schon heute reale Optimierungsprobleme effizient bearbeiten.“ Zu den technisch viel komplexeren Quanten-Annealern wie denen von D-Wave sagt Koch, dass langfristig „ein fehlertoleranter Quantencomputer deren Aufgaben mit abdecken wird“, was den Umweg nicht lohnenswert mache.

Generell gilt, dass Quantencomputer herkömmliche Binärrechner nicht ablösen werden und auch dafür gar nicht geeignet sind. Jörg Wehling, R&D Lead bei Atos Germany, Austria und Central Europe, sagt dazu: „Quantencomputer können als eine Art Co-Prozessor für ganz bestimmte Teilaufgaben verstanden werden, die sie besser erfüllen als herkömmliche Computer. Dabei werden verschiedene technische Quantencomputer-Architekturen für

universelle Quantencomputer und quanteninspirierte Annealer gegebenenfalls parallel genutzt und mit klassischen Computing-Infrastrukturen in einem hybriden Ansatz kombiniert, um für die jeweiligen Teilaufgaben die beste Quantencomputer-Architektur nutzbar zu machen.“ Stärk ergänzt: „Besonders relevant sind hybride Architekturen: Klassische Systeme übernehmen Datenmanagement, Orchestrierung, Sicherheit und Integration; spezialisierte Komponenten bearbeiten ausgewählte Rechenaufgaben. Im KI-Umfeld kann das neue Ansätze für Optimierung, Mustererkennung und Modellierung eröffnen.“ Derartige Ansätze werden auch von Nvidia und AMD vorangetrieben. So kooperiert AMD mit IBM bei der Entwicklung von Quantum-zentrischen Supercomputing-Architekturen, die Quantencomputing, HPC und KI vereinen sollen. Nvidia ist mit 2.020 H100-GPUs am japanischen

Lead, Atos Germany, Austria und Central Europe
BILD: FUJITSU
BRECHER

Gemini von Quera ist ein Neutralatom-System mit Fähigkeiten für logische Qubits. Er wird am japanischen Forschungszentrum AIST in Kombination mit einem Nvidia-GPU-basierten Supercomputer und zwei weiteren Quantencomputern betrieben. Einer davon ist ein 64-Qubit-Modell von Fujitsu, der andere ein Photonic Quantum Computer von OptQC.

Annealing Quantencomputer wie die von D-Wave sollen bei bestimmten Aufgaben wie Materialsimulationen oder Wegstreckenoptimierungen besonders gute Ergebnisse liefern.

ABCI-Q-Supercomputer beteiligt und hat mit Cuada-Q eine quelloffene Entwicklungsplattform für QuantencomputingAnwendungen geschaffen.

Wie Wehling betont, dürfen Unternehmen mit der Entwicklung von Software für Quantencomputer auch nicht darauf warten, bis es tatsächlich vollständig fehlertolerante, universelle Quantencomputer gibt. Entscheidend sei, dass bereits jetzt Experten ausgebildet werden. „Eine zeitnahe Qualifizierung von Fachkräften im Bereich Quantum Software Engineering bildet die Basis für die Entwicklung industrieller QuantencomputingLösungen“, betont der R&D Lead. „Daher hat Atos eine berufsbegleitende Quantum Master Class konzipiert, die Interessenten – internen wie externen – offen steht und einen niederschwelligen Einstieg in das Thema ermöglicht. Die Ausbildung fokussiert dabei auf die Vermittlung von Wissen über fachlich-technische sowie anwendungsfallbezogene Quantencomputing-Kompetenzen.“ Die Umsetzung von Anwendungsfällen für Quantencomputer auf Basis erfolgversprechender Use Cases kann dabei bereits mit Hilfe von Quantensimulatoren erfolgen. Atos sieht sich dabei als IT-Dienstleister und Integrator „in der Rolle, Kunden durch Beratung auf dem Weg zur Nutzung von Quantentechnologien zu begleiten“.

Die Erkenntnis, dass Quantencomputing wichtig sein wird, ist bei deutschen Unternehmen prinzipiell bereits angekommen, wie eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt. Alle 607 Befragten aus Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten hatten zumindest schon einmal von Quantencomputing gehört und 54 Prozent gaben an, in etwa zu wissen, was es bedeutet. Immerhin 43 Prozent waren sogar überzeugt, die Technologie gut erklären zu können. Bei der Haltung des Unternehmens zum Thema Quantencomputing erklärten aber nur vier Prozent, dass ihre Firma „sehr aufgeschlossen“ sei, 43 Prozent votierten für „eher aufgeschlossen“ und 40 Prozent für „unentschieden“. 67 Prozent sehen Quantencomputing „eher“ oder „weit überwiegend“ als Chance für ihr Unternehmen, 19 Prozent stufen es als Risiko ein. Zu einer intensiven Beschäftigung im Unternehmen hat das Interesse am Thema aber nur selten geführt (8 %). 27 Prozent gaben eine „weniger intensive“ Beschäftigung an oder gaben an, das fest vorzuhaben. Ein großes Thema beim Quantencomputing ist für die Firmen die IT-Sicherheit, gefolgt von der Lösung besonders komplexer Rechenprobleme. Eine konkrete Umsetzung von Projekten rund um das Quantencomputing findet aber kaum statt und auch eigene Expertise ist nur selten vorhanden. n

Klaus Länger, Redakteur bei IT-BUSINESS

Den Quanten-Sprung nicht verpassen!

Die Quantentechnologie kann ähnlich disruptiv werden wie die Künstliche Intelligenz: Sie eröffnet komplett neue Anwendungsmöglichkeiten, birgt aber auch Risiken, etwa für einige Verschlüsselungsverfahren. Bis kommerziell nutzbare Quantenrechner tatsächlich verfügbar sind, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Und die Geräte werden zunächst meist als Service angeboten und nicht als Hardware für das eigene Datacenter. Trotzdem sollte sich der IT-Channel jetzt schon intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und eigene Kompetenzen aufbauen, vor allem bei der Software und bei hybriden Konzepten für das Quantencomputing. Wege dazu sind Kooperationen mit den vielen Quantencomputing-Startups, die im Umfeld der Universitäten entstanden sind und die Mitarbeit in einer der Länderinitiativen für Quantencomputing. Denn wenn es mit Quantencomputern richtig los geht, dann darf der IT-Channel nicht nur staunend danebenstehen.

BILD: © MIDJOURNEY / KI-GENERIERT

STOTTERNDE KONJUNKTUR ZIEHT IT-DIENSTLEISTER NACH UNTEN

Stagnation statt Aufbruch: Die neuen Lünendonk-Listen verdeutlichen, dass die IT-Wirtschaft nicht länger von der allgemeinen wirtschaftlichen Flaute in Deutschland abgekoppelt ist. Der Umsatz wankt, während KI die Prozesse grundlegend verändert. | Dr. Stefan Riedl

Wirtschaftliche Probleme in Deutschland belasten zunehmend auch die IT-Branche.

Konjunkturflaute und technologischer Umbruch

Konjunktur bremst: Die IT-Dienstleister wachsen in Deutschland nur um durchschnittlich 2,9 Prozent.

Uneinheitliche Nachfrage: Einer Schwäche in den Sektoren Automotive und Industrie steht ein Wachstum in den Bereichen Kritischer Infrastrukturen gegenüber.

Sehr hohes Effizienzpotenzial durch Künstliche Intelligenz: Die IT-Dienstleister erwarten durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz einen rückläufigen Personalbedarf bis zum Jahr 2028.

Gedämpfter Optimismus: Jeder zweite Chief Information Officer (CIO) plant für das Jahr 2027 zwar Budgeterhöhungen, allerdings bewegen sich diese auf einem geringen Niveau.

Deutschlands schwache Konjunktur hinterlässt deutliche Spuren in der IT-Branche. Auch die LünendonkListen – Studien zur Lage des IT-Channels – zeigen, dass der Konjunkturmotor in Deutschland stottert und damit auch die Geschäftsentwicklung der hierzulande tätigen IT-Dienstleister. Zu den Zahlen: Das Umsatzwachstum blieb 2024 (2,6 %) und 2025 (2,9 %) deutlich hinter den Erwartungen zurück. Parallel dazu entzieht KI dem klassischen Dienstleistungsgeschäft die Grundlage: 83 Prozent der befragten IT-Anwenderunternehmen erwarten drastische Effizienzsteigerungen in der Softwareentwicklung, was Projektvolumina und Personalstrukturen unter Zugzwang setzt. Ähnliche Annahmen bestehen für den IT-Betrieb (70 %) und die Anwendungsmodernisierung (52 %). Die Branche reagiert defensiv: 54 Prozent der Anbieter stellen sich bis 2028 auf einen rückläufigen Bedarf an Softwareentwicklern ein, 44 Prozent rechnen mit weniger Personal im Bereich IT-Betrieb und Application Management.

Dies sind erste Gesamteindrücke der Lünendonk-Studie 2026 „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“ des Research- und Analysten-Unternehmens Lünendonk & Hossenfelder. Die korrespondierenden Lünendonk-Listen „Führende IT-Beratungs- und SystemintegrationsUnternehmen in Deutschland“ sowie „Führende IT-Service-Unternehmen in Deutschland“ stehen zum Download bereit (s. Kasten). Die umfangreiche Marktstudie erscheint Ende Juli 2026.

In das erste Ranking werden Unternehmen aufgenommen, die mehr als 60 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland mit Management- und IT-Beratung, Systemintegration sowie Softwareentwicklung und -einführung erzielten.

Die 25 führenden IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen aus dieser Auswahl erreichten 2025 ein um Übernahmen bereinigtes organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich 1,5 Prozent (2024: 2,4 Prozent). Damit wuchsen die Top 25 erstmals seit langer Zeit

organisch deutlich langsamer als der Gesamtmarkt, der um 2,9 Prozent zulegte. „Die Geschäftsentwicklung innerhalb der Top-25-IT-Beratungen ist sehr heterogen“, sagt Mario Zillmann, Senior Partner bei Lünendonk. Während einige IT-Dienstleister zweistellige Wachstumsraten erzielen konnten, blieben andere demnach deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sei vor allem der Branchen-Mix und weniger das Service-Portfolio. So kamen vor allem aus dem dominierenden Industriesektor auch im Jahr 2025 aufgrund der konjunkturellen Gesamtlage nur wenige neue Impulse für höhere IT-Investitionen, führt Zillmann aus.

In das zweite Ranking werden IT-Dienstleister aufgenommen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland mit IT-Operations-Services (unter anderem Hosting, Managed Services) erzielen. Dazu zählen sowohl der Betrieb von IT-Anwendungen und IT-Infrastrukturen als auch IT-Services wie IT-Beratung und Softwareentwicklung.

Die Lünendonk-Liste „IT-Service“ zeigt ein ähnliches Bild wie das Segment der „IT-Beratung und Systemintegration“. So sind die IT-Serviceunternehmen in Deutschland organisch um durchschnittlich 1,4 Prozent gewachsen. Auch in diesem Marktsegment wird die Gesamtentwicklung vor allem durch einzelne Anbieter mit deutlichen Umsatzrückgängen geprägt – teils im hohen einstelligen bis zweistelligen Bereich.

Das Jahr 2025 zeigte eine konstant hohe Nachfrage nach externen IT-Dienstleistungen – insbesondere in den Bereichen IT-Modernisierung, S/4HANA-Einführungen und der Cloud-Transformation. „Die Nachfrage nach KI-Lösungen war zwar sehr hoch, die Projektvolumina sind derzeit jedoch noch vergleichsweise gering. Das wird sich in den kommenden Jahren allerdings mit zunehmendem KI-Reifegrad in den Unternehmen verändern“, beschreibt Zillmann die Struktur der Nachfrage im Jahr 2025. Für das Jahr 2026 zeigen sich die von Lünendonk befragten

Top-10 „IT-Beratung und Systemintegration“

1. Accenture

2. Capgemini

3. IBM

4. Adesso

5. msg

6. TCS

7. MHP

8. Materna

9. CGI

10. Sopra Steria

Top-10 „IT-Services“

1. T-Systems

2. NTT Data

3. Infosys

4. DXC

5. Atos

6. HCL

7. Kyndryl

8. Datagroup

9. Wipro

10. Arvato Systems

IT-Dienstleister etwas vorsichtiger als in den Vorjahren. Dennoch erwarten sie ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,5 Prozent. Zum Vergleich: Anfang 2025 lag die durchschnittliche Umsatzprognose für 2026 noch bei 10,4 Prozent.

Bei der Vorstellung der aktuellen Zahlen vor zahlreichen Branchenvertretern kristallisierte sich ein ambivalentes Bild heraus: Zwar herrschte weitgehend Einigkeit darüber, dass die IT-Branche als Optimierer und Effizienzbringer gerade in wirtschaftlichen Schwächephasen von einer Sonderkonjunktur profitieren kann. Doch dieser strukturelle Vorteil stößt an harte Grenzen, wenn – wie dieser Tage –die industrielle Basis wegbricht. Denn wo Betriebe abwandern oder in die Insolvenz gehen, gibt es nichts mehr zu optimieren. So blieb am Ende der Veranstaltung ein Fazit, das man trotz der theoretischen Chancen wohl am treffendsten als ernüchternd bezeichnen muss. n

EINE MILLION ZWEITE CHANCEN

Aus bb-net wird Econocom

Remarketing – und damit ein großes Ziel erreichbar: Bis 2028 sollen Kapazitäten für das IT-Refurbishment von einer Million Geräte pro Jahr aufgebaut werden.

Eine Million. Das ist keine Zahl, die Marco Kuhn in eine Präsentation geschrieben hat, um Eindruck zu machen. Es ist ein ambitioniertes Ziel für mehr Kreislaufwirtschaft, das Infrastruktur, Partnernetzwerke und europäische Reichweite braucht. Und es ist das Ziel, auf das Econocom Remarketing –die bis vor Kurzem noch unter dem Namen bb-net media GmbH firmierten – konsequent hinarbeitet.

bb-net gehört bereits seit 2025 der französischen Econocom-Gruppe an. Gemeinsam mit der französischen Schwesterfirma EcoFactory verfügt das Schweinfurter Unternehmen heute schon über Kapazitäten für die Aufbereitung von rund 500.000 Geräten pro Jahr. Bis 2028 soll diese Kapazität auf eine Million Geräte pro Jahr ausgebaut werden.

Aufbereitet werden Laptops aus Leasingrückläufen, Server aus Unternehmensauflösungen und generell hochwertige Business-Hardware, die nach professioneller Prüfung und Zertifizierung wieder vollwertig einsetzbar ist.

WARUM DIESE ZAHL DEN MARKT VERÄNDERT

500.000 Gerätekapazität heute

1.000.000 Kapazitätsziel bis 2028

bb-net wird Teil der Econocom-Gruppe. Aus tecXL wird ecotech.

Refurbished-IT ist längst kein Nischenthema mehr. Der Druck, IT-Budgets effizienter einzusetzen und Nachhaltigkeitsziele nachweisbar zu erfüllen, wächst. Und die Erkenntnis, dass ein professionell aufbereitetes Gerät in Qualität und Zuverlässigkeit einem Neugerät in nichts nachsteht, hat sich in Einkaufsabteilungen und IT-Abteilungen mehr und mehr durchgesetzt.

Was fehlt ist Volumen. Wer Refurbished-IT nicht nur für Einzelprojekte, sondern systematisch beschaffen will, braucht Partner, die zuverlässig und in großem Maßstab liefern können. Econocom will dafür eine Aufbereitungskapazität aufbauen, die für B2B-IT-Hardware europaweit Maßstäbe setzt.

Das neue ecotech-Packaging (ehem. tecXL)

Einen strukturellen Vorteil verschafft dem Refurbisher auch die Aufstellung der Econocom-Gruppe selbst: Als europäischer IT-Finanzierer und -Beschaffer generiert sie kontinuierlich Leasingrückläufer. Für Econocom Remarketing bedeutet das einen gesicherten, planbaren Zufluss an hochwertiger Business-Hardware. Und für den Markt eben sichere Lagerbestände hochwertiger, refurbishter IT.

BYE, BYE BB-NET –HELLO ECONOCOM!

Econocom erkannte das für den Markt wichtige Wachstumspotenzial in bb-net: herausragende Prozesse, wachsende Umsätze und eine hohe Ertragsstärke. Für das Schweinfurter Unternehmen ist der Zusammenschluss der konsequente nächste Schritt. Und die Chance, das in die Gruppe einzubringen, was Konzerne oft verlieren: operative Präzision und tiefes Spezialwissen im Refurbishment.

EIN MASSGEBLICHER BEITRAG ZUR KREISLAUFWIRTSCHAFT

Die Millionen-Kapazität hat aber auch eine zweite Dimension. Jedes Gerät, das aufbereitet statt neu produziert wird, spart Ressourcen. Refurbished-IT reduziert den CO₂-Ausstoß je nach Gerät um bis zu 37

Über die Econocom-Gruppe

Econocom ist eine international agierende Unternehmensgruppe mit Sitz in Frankreich, die sich auf den gesamten IT-Lifecyle, nachhaltige Technologien und maßgeschneiderte Services für Unternehmen spezialisiert hat.

Volldigitale, prozessoptimierte Aufbereitung im Econocom Technologiecenter.

Prozent gegenüber einem Neugerät. Und durch die verlängerte Nutzung eines Laptops um vier Jahre ermöglicht Refurbishment eine Ressourceneinsparung von bis zu 119,99 kg. (Quelle: Fraunhofer UMSICHT / Interzero; Rittershaus et al., 2026, DOI: 10.1002/bse.70271)

Bei einer Million aufbereiteter Geräte pro Jahr – dem Kapazitätsziel bis 2028 – wird aus diesem Geschäftsmodell ein maßgeblicher Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

ALLES BEIM ALTEN?

Durch die Akquisition 2025 und das Rebranding von bb-net zu Econocom Remarketing im Juli 2026 ändert sich für Bestandskunden wie Reseller, Systemhäuser und Kunden im Tagesgeschäft nichts – selbe Ansprechpartner, selbe Prozesse, selbe Qualität. Was sie durch die Zugehörigkeit zur Econocom-Gruppe zusätzlich bekommen, ist der Zugang zu einem deutlich größeren Warenpool und die Sicherheit, einen Partner im Rücken zu haben, der europaweit skalieren kann.

Die Kapazität für eine Million Geräte pro Jahr ist kein Wachstumsziel allein. Es ist eine Entscheidung darüber, was IT-Hardware in einer Kreislaufwirtschaft sein kann: Nämlich kein Verbrauchsgegenstand, sondern eine Ressource mit einem zweiten, dritten… und vielleicht vierten Leben.

Eine Million Geräte bis 2028 ist auch ein Signal an den Markt: Refurbished-IT ist kein Kompromiss. Es ist jetzt nur noch eine Entscheidung, sie zur ersten Wahl beim IT-Einkauf zu machen.

Mit Sitz in 16 Ländern, 8.680 Mitarbeitern, 2,9 Mrd. Euro Umsatz (2025) und 50 Jahren Markterfahrung zählt Econocom zu den führenden Anbietern im europäischen Markt.

Marco Kuhn, Geschäftsführer Econocom Remarketing (ehem. bb-net) präsentiert das neue Logo.

„Mit Econocom Remarketing bringt unser Firmenname heute nicht nur zum Ausdruck, wer wir sind und was wir tun, sondern steht zugleich für die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Unternehmens.“

Der neue Markenauftritt von Econocom Remarketing –Name, Logo, Corporate Design – wird ab Juli 2026 auf allen Kanälen eingeführt. Die Produktkartonagen tragen ab sofort das neue ecotech-Design. Bestehende tecXLBestände werden noch aufgebraucht.

KI-MODELLE UNTER HAUSARREST

Ohne Vorwarnung verloren deutsche Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen den Zugang zu Anthropics KI-Modellen Fable 5 und Mythos 5. Der Grund ist eine US-Exportkontrolle. Höchste Zeit also, Europas Abhängigkeiten ernst zu nehmen. | Natalie Forell

Als Anthropic am 13. Juni 2026 seine KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 abschaltet, wird eine unbequeme Frage zur neuen Realität: Wie sehr beeinflussen US-amerikanische Gesetze die Handlungsfähigkeit Europas? Es war kein konkreter Sicherheitsvorfall oder eine Wartung, aber trotzdem verloren Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen den Zugang zu KI-Modellen von Anthropic: Das USCommerce Department wies den Hersteller an, den Zugang zu Fable 5 und Mythos 5 für alle nicht-amerikanischen Staatsbürger innerhalb und außerhalb der USA zu sperren. Und das gilt auch für alle ausländischen Mitarbeiter und Entwickler des Unternehmens selbst.

Anthropic konnte den Zugang technisch nicht selektiv einschränken und entschied sich deshalb zur globalen Abschaltung. In einem offiziellen Statement des Unternehmens steht: „Das Schreiben enthielt keine konkreten Angaben zu den nationalen Sicherheitsbedenken. Nach unserem Verständnis glaubt die Regierung, von einer Methode erfahren zu haben, mit der die Sicherheitsmechanismen von Fable 5 umgangen werden können.“ Weiter schreibt der Hersteller: „Wir haben einen Bericht geprüft, der unserer Ansicht nach die Grundlage für die Anweisung der

Regierung bildet, und festgestellt, dass das darin dargestellte Leistungsniveau bei anderen Modellen (einschließlich GPT-5.5 von OpenAI) weit verbreitet ist und täglich von den Sicherheitsfachkräften genutzt wird, die für die Sicherheit der Systeme sorgen.“ Die rechtliche Direktive, die hier greift, ist die Export Administration Regulations (EAR). Dieses Gesetz wurde entworfen, um physische Güter mit militärischem Potenzial zu kontrollieren. Für das Gesetz wurde unter der BidenRegierung bereits im Januar 2025 eine Erweiterung vorgelegt, die KI-Modelle besser kontrollieren soll. Die Begründung war zu dieser Zeit, dass KI-Modelle das Potenzial bergen, die nationale Sicherheit und außenpolitischen Ziele der USA ernsthaft zu gefährden. Mit der TrumpAdministration wurde diese Erweiterung wieder gekippt. „Gleichzeitig lehnen wir den Versuch der Biden-Regierung ab, dem amerikanischen Volk ihre eigenen schlecht durchdachten und kontraproduktiven KI-Maßnahmen aufzuzwingen“, hieß es in einem offiziellen Schreiben des Bureau of Industry & Security.

Was sich seither geändert hat, kann keiner so genau sagen. Anthropic bezeichnet die Aufforderung im offiziellen Statement als ein Missverständnis. Nachdem die Modelle einige Tage abgestellt waren, gab der

Seit Jahrzehnten gelten US-Exportkontrollen für Chips und Rüstungsgüter. Nun werden sie erstmals auch auf KI-Modelle angewendet und beeinträchtigen damit die Handlungsfähigkeit Europas direkt.

Hersteller auf der Plattform X nun bekannt, dass die ersten Zugänge zu Mythos 5 vom US-Government wieder freigegeben wurden. Bisher bezieht sich das nur auf Unternehmen mit kritischer Infrastruktur. Anthropic arbeitet jetzt weiter daran, die Modelle auch der Öffentlichkeit freizugeben. Trotzdem bleibt eine Kontroverse, die nicht verschwinden sollte: Die Regeln für physische Produkte werden auf ein Produkt angewendet, das nicht physisch verschickt wird. In diesem Fall reicht es z. B. aus, wenn ein taiwanischer Entwickler, der in Kalifornien arbeitet, Fable 5 über eine API nutzt. Das zählt dann als Export in das Heimatland. Juristisch mag das konsequent gedacht sein, aber in der Praxis ist die Bürokratie nicht an den Stand der Technik angepasst. Und das hat Europa plötzlich gespürt, als ein KI-Modell zurückgerufen wurde, das noch keine Woche auf dem Markt war. „Deutschland und Europa sind beim Zugang zu den stärksten KI-Modellen vom Wohlwollen der US-Regierung abhängig, das hat die überraschende Anordnung am Wochenen-

Wieso

schaltet Anthropic jeden Zugang ab?

Anthropic kennt von den meisten Nutzern weder die Nationalität noch den Aufenthaltsort. Wer sich registriert, gibt eine E-Mail-Adresse an und keinen Ausweis. Auch eine IP-Adresse verrät nur ungefähr, wo jemand eingeloggt ist, aber nicht welche Nationalität diese Person hat. Damit Anthropic wirklich selektiv Zugriffe sperren kann, bräuchte es eine aktive Identitätskontrolle. Bisher existiert das nicht – zumal bei einer verpflichtenden Prüfung der Staatsbürgerschaft für KI-Dienste eine weltweite Diskussion zu erwarten ist. Für das KI-Unternehmen bleibt so nur eine Lösung, die schnell umsetzbar ist: alle Zugänge sperren.

de mehr als deutlich gemacht“, so BitkomPräsident Dr. Ralf Wintergerst. Auch der Eco-Verband spricht eine klare Abhängigkeit zu den KI-Modellen aus den USA an. Leistungsfähige KI-Modelle, wie etwa Fable 5, seien sicherheitsrelevante Werkzeuge, die dabei unterstützen, Schwachstellen zu finden und Software sicherer zu machen. Prof. Dr. Norbert Pohlmann, Eco Vorstand für IT-Sicherheit, sagt dazu: „Wenn europäische Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Sicherheitsverantwortliche kurzfristig den Zugang zu solchen Werkzeugen verlieren, kann das die Cyberresilienz Europas schwächen.“ Wintergerst fügt sogar noch an, dass der Ausfall „unmittelbar Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unserer klassischen Industrien und unserer Verwaltungen“ hat.

„Souveränität heißt Wahlfreiheit“, betont Dr. Andreas Nauerz, CPO bei Ionos. „Sie heißt, dass ich handlungsfähig bleibe, über Multi-Cloud und mehrere Modelle, auch wenn sich die Spielregeln über Nacht ändern.“ Ernsthafte Chancen für Europa

sieht Nauerz bei „europäischen AI-Gigafactories“. Europa könne im Wettbewerb um die leistungsfähigsten Modelle nicht aufholen, wenn es weiterhin auf fremde Infrastruktur setzt. Jutta Horstmann, Co-Chief Executive Officer der Heinlein Gruppe, sieht das ähnlich: „Die jahrzehntelang gewachsene Abhängigkeit von Digitalimporten ermöglicht, dass die US-Regierung der Welt tatsächlich den digitalen Stecker ziehen kann.“ Zugleich fordert sie Investitionen in Open-Source-KI auf europäischer und nationaler Ebene sowie den Abbau bestehender Abhängigkeiten. „Der Fall Anthropic macht deutlich, dass die EU sofort handeln muss.“

Dabei ist Anthropic selbst nicht grundsätzlich gegen staatliche Eingriffe. Das Unternehmen hat sich für strengere Regulierung von KI ausgesprochen und staatliche Transparenzgesetze für KIModelle aktiv unterstützt. Aufgrund der schnellen Entwicklung von KI fügte das Unternehmen noch an: „Regierungen müssen eine substanziellere Rolle über-

nehmen.“ Die Regierung soll dabei eine aktive und gestaltende Rolle übernehmen und nachvollziehbare Kriterien zur Regulierung festlegen. Doch genau daran scheitert die aktuellste Direktive laut Anthropic gerade: „Wie wir bereits öffentlich erklärt haben, sind wir der Ansicht, dass die Regierung die Möglichkeit haben sollte, unsichere Einsätze im Rahmen eines transparenten, fairen, klaren und auf technischen Fakten basierenden gesetzlichen Verfahrens zu unterbinden. Diese Maßnahme entspricht diesen Grundsätzen nicht.“

Für Europa bleibt ein unbequemes Ergebnis. Digitale Souveränität sollte kein politisches Buzzword sein, sondern ein klares Konzept für Handlungsfähigkeit. Die Frage ist nun, wie lange Europa noch braucht, um das ernst zu nehmen und zu welchem Preis. Denn digitale Unabhängigkeit braucht eigene Rechenzentren, eigene Trainingskapazitäten und viel Strom. Europa muss also entscheiden, welche Abhängigkeiten sich lohnen und welche eben nicht. n

Aufatmen im Channel:

ACER CHANCENREICH ZURÜCK IM SPIEL

Zum 50. Firmenjubiläum und zum Start des zweiten Halbjahrs darf Acer in Deutschland wieder Notebooks verkaufen. Beim Channel Kickoff 2026 in Hamburg stimmt der Computerhersteller die Partner auf einen heißen Herbst mit passenden Produkten, Strategien und stabilen Preisen ein.

| Margrit Lingner

Gründe zum Feiern hat Acer in Deutschland diesmal tatsächlich. Anlass dazu bot nicht nur das 50. Firmenjubiläum. Vielmehr ist es die Einigung in einem Schiedsverfahren, das Feierlaune verbreitet. Nach dem Patentstreit mit Nokia darf Acer in Deutschland wieder Notebooks verkaufen. Gute Nachrichten sind das auch für die 150 Partner, die zum diesjährigen Channel Kickoff ins Opernloft am Alten Fährhafen in Hamburg gekommen sind.

Dabei hat das Verkaufsverbot in Deutschland von Notebooks, die High Efficiency Video Coding (HEVC) verwenden, nicht zu großen Einbußen geführt. Ganz im Gegenteil: Im ersten Quartal 2026 konnte Acer weltweit den Umsatz um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Der Nettogewinn ist in dem Zeitraum sogar um 36,3 Prozent gestiegen. Mehr als ein Drittel des Ergebnisses wird dabei nicht durch das Computergeschäft generiert.

Das zeigt, wie Robert Perenz, General Manager Central Europe bei Acer, bekräftigt, dass das Unternehmen auch für zukünftige Herausforderungen gut gerüstet sei. „Allein die Tatsache, dass wir nach 50 Jahren immer noch ein extrem gesundes Unternehmen sind, zeigt, dass wir uns gut transformiert, an die Marktgegebenheiten angepasst haben. Wir haben uns zu einer Vertriebs­ und Marketingorganisation gewandelt, die extrem beständig ist und intensiv mit dem Channel zusammenarbeitet.“ Dabei wurde auch die Produktpalette an die Bedürfnisse des Marktes angepasst. Und gerade dabei spielen die Partner eine tragende Rolle. „Wir sind kompakt, humorvoll und nah an den Partnern. Gemeinsam mit ihnen haben wir es geschafft, einige Hürden zu überwinden“, bedankt sich

Gerit Günther, Head of Sales B2B, bei den Partnern für die Unterstützung.

Michael Stuhr, seit einem halben Jahr Geschäftsführer Acer Deutschland, gibt

Michael Stuhr, seit einem halben Jahr Geschäftsführer bei Acer Deutschland, begrüßt die Partner mit positiven Aussichten auf das 2. Halbjahr 2026.

Das Acer-Management-Team: (v. l.)

zwar zu Bedenken, dass „nicht alles, was Acer in den 50 Jahren für den Weltmarkt geplant hat, immer zwingend nach Deutschland gekommen ist. Wir analysie-

ren sehr genau, welche Lösungen zu den Anforderungen unseres Marktes passen.“

Welche Produkte und Strategien im zweiten Halbjahr 2026 im Fokus stehen

Nicht alles, was wir in den 50 Jahren für den Weltmarkt geplant haben, ist nach Deutschland gekommen. Wir analysieren sehr genau, welche Lösungen zu den Anforderungen unseres Marktes passen.
Michael Stuhr, Geschäftsführer von Acer Deutschland

werden, zeigten Günther und Tobias Rönnebeck, Director Product Management. Der Fokus liegt auf Public Tender, Education und Local AI. Umsatzchancen hat Rönnebeck im Public-Tender-Geschäft vor allem bei Monitoren ausgemacht. Gut aufgestellt sieht sich Acer dabei dank des breiten Monitor-Portfolios. So könnte Acer als einer der wenigen Hersteller mit weißen Bildschirmen etwa bei HealthcareAusschreibungen punkten. Wichtiger werden die portablen Monitore und Dual-Screens, bei denen es Wachstumsraten von über 50 Prozent gebe. Und den Projektorkauf ankurbeln soll eine Cashback-Aktion anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Acer und der Fußball-WM (bis Ende Juli 2026).

Local AI gewinnt Rönnebeck zufolge angesichts der Tatsache, dass der Großteil der Rechenzentren in den USA steht, immer mehr an Bedeutung. Um diese Nachfrage zu bedienen, hat Acer nicht nur KI-Workstations und -Notebooks im Sortiment, sondern auch leistungsfähige AI-Mini-PCs.

Zudem schaffe das zuletzt auf der Computex präsentierte erweiterte NotebookPortfolio Partnern gute Chancen vor allem auch im Education-Bereich. Günther ist überzeugt, dass der Digitalpakt 2.0 in diesem Jahr anlaufen wird. Um robuste Hardware wie zum Beispiel das Travelmate B3 Spin 12 dann auch gleich liefern zu können, hat Acer mit Unterstützung des Education-Solution-Partners Bluechip die Lager gefüllt. Notebooks für die digitale Schule sind demnach pünktlich zum Start der Ausschreibungen des Digitalpakts verfügbar. Und dabei verspricht Acer stabile Preise. So rechnet Günther mit einem guten zweiten Halbjahr. n

Tobias Rönnebeck, Gerit Günther, Michael Stuhr und Robert Perenz

LANCOM SYSTEMS IST GESCHICHTE...

... und nennt sich nun Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity. Zum Rohde-&-SchwarzKonzern gehört Lancom bereits seit 2018. Als Marke soll „Lancom“ erhalten bleiben, doch für die Europastrategie spielt der Zusammenschluss eine entscheidende Rolle. | Natalie Forell

Bekannte Gesichter in neuem Umfeld: Constantin von Reden (l.) und Robert Mallinson werden die Geschäftsführer von Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity.

Netzwerke

Seit rund acht Jahren gehört der Würselner Netzwerk-Spezialist Lancom Systems bereits zum Rohde-&-Schwarz-Konzern. Bislang bestanden die beiden Tochtergesellschaften Lancom Systems und Rohde & Schwarz Cybersecurity nebeneinander. Jetzt treten die Unternehmen gemeinsam als Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity auf, und der Name Lancom wird nur noch als ProduktMarkenname bestehen bleiben. „Netzwerke und Cybersecurity gehören untrennbar zusammen“, so Constantin von Reden. Als Geschäftsführer wird er die neue Gesellschaft gemeinsam mit Robert Mallinson führen, mit dem er bereits die Geschäftsführung bei Lancom teilte. Der Übergang zu Rohde & Schwarz Netzorks and Cybersecurity sei dabei kein Neustart, sondern eine logische Fortführung einer bereits

gelebten Zusammenarbeit. Zeitgleich gibt Ralf Koenzen, der zuletzt die Rohde & Schwarz Cybersecurity leitete und Lancom 2002 gründete, die operative Verantwortung ab. Das Unternehmen begleitet er künftig als Ratgeber.

Das neu entstandene Unternehmen hat rund 500 Mitarbeitende an sechs Standorten: Berlin, Hamburg, Karlsruhe, Köln, München und Würselen. Durch den Zusammenschluss von Netzwerk- und Cybersecurity-Lösungen stärkt Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity die Marktausrichtung. Der Fokus soll auf vier Segmenten liegen: klassisches Netzwerkgeschäft für Unternehmenskunden, öffentlicher Sektor, KRITIS sowie Sicherheits- und Verteidigungssektor. Das gemeinsame Portfolio verbindet NetzwerkExpertise mit Sicherheitslösungen, denn

die neuen Lösungen reichen von der Absicherung des Browsers, über Festplattenverschlüsselung bis hin zu VPN-Verbindungen für hochsensible Umgebungen. Den Rahmen bildet der Trusted Objects Manager, der ein zentrales ManagementSystem darstellt, über den sich die Sicherheitskomponenten einheitlich steuern und verwalten lassen. Als übergeordnetes Ziel nennt die neue Gesellschaft Wachstum, mit Schwerpunkt auf den europäischen Markt. Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity setzt dabei auf ein Portfolio, das vollständig in Deutschland entwickelt und primär über den Channel vertrieben wird. Dafür werden die Partnerprogramme zusammengeführt und vereinfacht. Neu dabei sind klarer definierte Anforderungen für MSP, wobei der Umsatz als Kriterium wegfallen wird. Stattdessen rücken Zertifizierungen in den Vordergrund. n

BILD: ROHDE & SCHWARZ
Constantin von Reden, Geschäftsführer Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity

EUROPEAN SOVEREIGN CLOUD

COMMUNITY

Der Distributor TD Synnex startet die European Sovereign Cloud Community, um Partner im DACH-Raum und Europa beim Thema Digitale Souveränität zu stärken. Ziel ist es, sie beim Aufbau passender Kompetenzen und Geschäftsmodelle zu unterstützen. Die Plattform bietet TD-Synnex-Partnern Zugang zu kuratierten Inhalten, strukturierten Lernpfaden sowie Sales- und Pre-SalesTools. Ergänzt wird das Angebot durch kontinuierlich aktualisierte Informationen zur AWS European Sovereign Cloud sowie durch praxisorientierte Leitfäden für Architektur- und Vertriebsszenarien. Im weiteren Jahresverlauf werden zusätzliche Bausteine ergänzt, darunter vertiefende Enablement-Formate, gemeinsame Go-toMarket-Initiativen sowie partnerorientierte Programmkomponenten. Für Partner bedeutet dies vor allem einen strukturier-

ten und beschleunigten Kompetenzaufbau: von der ersten Einordnung souveräner Anforderungen über die Entwicklung konkreter Use Cases bis hin zur Ausarbeitung tragfähiger Lösungsarchitekturen. | ap

MRM DISTRIBUTION UNTER NEUER FÜHRUNG

Seit 16. Juni hat Felix Reichlmair die Geschäftsführung bei MRM Distribution übernommen. Er folgt auf Melanie Achten, die MRM in den vergangenen Jahren vom Anbieter gebrauchter Microsoft-Lizenzen zu einem Spezialdistributor für Lizenzierung, Virtualisierung, KI und Hyperautomation weiterentwickelt hat. Unter Achten baute MRM nach eigenen Angaben zudem die Zusammenarbeit mit Verbundgruppen und Einkaufsgemeinschaften aus und stärkte seine Position im deutschsprachigen ITK-Channel. Reichlmair ist mit dem Unternehmen bereits vertraut. Nach

Stationen bei internationalen Technologieanbietern kehrte er Anfang 2026 als Head of Sales zu MRM zurück. In dieser Rolle verantwortete er die Zusammenarbeit mit Herstellern, Partnern und Systemhäusern. Als Geschäftsführer will Reichlmair insbesondere die Rolle von MRM als strategischen Ansprechpartner für den Channel ausbauen. Geplant sind unter anderem die Erweiterung des Herstellerportfolios, zusätzliche Beratungsleistungen sowie eine stärkere Unterstützung von Systemhäusern bei Lizenzierungs-, Infrastruktur- und Modernisierungsprojekten. | hs

TD Synnex kündigt den Launch der European Sovereign Cloud Community an. Die Initiative unterstützt Partner beim Aufbau entsprechender Kompetenzen und Geschäftsmodelle.

Ludwig Groten übernimmt Vorstandsvorsitz bei Tobit

Nach dem plötzlichen Tod von Unternehmensgründer Tobias Groten übernimmt Sohn Ludwig Groten den Vorstandsvorsitz und die Verantwortung für Tobit Laboratories. Der 29-Jährige ist seit zehn Jahren Teil des Unternehmens, hat Erfahrungen im Produktmarketing, im B2B-Vertrieb und war zuletzt Product Owner von SideKick. Anfang 2026 wurde er in die Geschäftsführung bei Tobit Software berufen, die als 100-prozentige Tochter von Tobit Laboratories den Vertrieb der Produkte verantwortet. Mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden möchte Tobit seine Position als Standardsoftware-Hersteller stärken. Der Fokus soll weiterhin auf Produkten liegen, die Unternehmen bei der Einführung digitaler Technologien unterstützen sollen. | ap

KI-ELITE-PROGRAMM FÜR AGENTIC AI

Der europäische KI-Markt wächst: Also reagiert mit dem Ausbau eines KI-Marktplatzes für den Channel. Die Plattform bündelt Bausteine für agentenbasierte KI, kombiniert KI-Tools, Infrastruktur, KI-PCs, Cybersecurity und branchenspezifische Anwendungen sowie Partnerunterstützung und praxiserprobte Lösungen. Um die KI-Einführung im Channel zu beschleunigen, startet Also zudem das „AI Elite Partner Program“ für über 140.000 Wiederverkäufer. Es bietet Fachwissen, Tools sowie ein KI-Ökosystem und soll bis August 2026 vollständig verfügbar sein. Durch das Wachstum von KI-Agenten kommen zudem Fragen bezüglich Governance, Kosten, Datennutzung und Betriebsorte auf. Der Distributor setzt auf Hybridmodelle: lokale Verarbeitung sensibler Aufgaben, Cloud für recheninten-

sive Workloads, um ausgewogene Lösungen aus Leistung, Sicherheit und Kontrolle zu schaffen. Der Channel spielt dabei als kompetenter Partner in Zeiten technologischer Umbrüche eine zentrale Rolle. | md

KOOPERATION FÜR DEN MITTELSTAND

Das IT-Systemhaus Enthus und die Sievers Group bündeln in einer Kooperation ihre Stärken und bieten Mittelstandskunden ein durchgängiges IT-Angebot aus einer Hand an. Kunden beider Häuser erhalten ab sofort Zugang zu einem deutlich breiteren IT-Portfolio –über ihre gewohnten Ansprechpartner, umgesetzt vom jeweils spezialisierten Partner. Mit der Kooperation schließe man nun „diese Lücke durch zwei Mittelständler, die auf Augenhöhe arbeiten“, macht Enthus-CEO Christian Uhl klar. Gerade im Mittelstand scheiterten IT-Projekte oft nicht an der Technik,

sondern an der Schnittstelle zwischen Infrastruktur und Geschäftsanwendungen. Unterschiedliche Anbieter sorgen für Abstimmungsaufwand, unklare Zuständigkeiten und Integrationsrisiken. Die Kooperation soll diese Reibungspunkte beseitigen. Das gemeinsame Angebot deckt ein Leistungsspektrum von Netzwerk- und Endpunkt-Infrastruktur über Workplace, IT-Service-Management und Kubernetes bis hin zu Business Solutions wie ERP- und CRM-Anwendungen auf Basis von Microsoft Dynamics 365, ECM, UC- und KI-Lösungen ab. Ergänzt wird das Portfolio durch Branchenexpertise im Gesundheitswesen und in der Logistik. | ap

Also bündelt KI-Technologien, Infrastruktur und Services in einem vernetzten Ökosystem, um Partner bei der Umsetzung agentenbasierter KI im Channel zu unterstützen.

Databricks will Panther kaufen und Security ausbauen

Databricks will die KI-SOC-Plattform Panther übernehmen. Mit dieser Übernahme baut das Daten- und KI-Unternehmen den Sicherheitsbereich weiter aus. Die Zusammenarbeit soll dabei helfen, dass Unternehmen Bedrohungen effizienter erkennen, jeden Alarm mittels Künstlicher Intelligenz untersuchen und entsprechend reagieren können. Databricks zielt darauf ab, die Analyse von Daten sowie die Automatisierung von SOC-Workflows weiterzuentwickeln. Panther soll dazu künftig geschlossene SIEM-Lösungen ablösen und durch agentengesteuerte SOC-Workflows ersetzen. Hochentwickelte Agenten sollen künftig die Erkennung, Untersuchung und Reaktion bei Angriffen skalieren. | nf

PRIVATE CLOUD UND EDGE

VIRTUALISIERUNG IM MITTELSTAND BRAUCHT NEUE MIGRATIONSPFADE

Virtualisierung galt in vielen Unternehmen lange als erledigte Grundsatzentscheidung. Die Plattform war gesetzt, die Umgebung aufgebaut, der Betrieb eingespielt. Doch nun bringen geänderte Lizenzmodelle, neue Paketierungen und der Wunsch nach mehr Flexibilität Bewegung in diese lange stabile Architektur. Für IT-Verantwortliche geht es wieder um Planbarkeit, Plattformbindung und darum, wie viel Wahlfreiheit ihre Infrastruktur künftig lässt.

Für den Mittelstand ist das besonders relevant, denn große Transformationsbudgets, freie IT-Kapazitäten und lange Migrationsfenster sind dort eher die Ausnahme als die Regel. Trotz knapper Kapazitäten müssen meist kleine IT-Teams Systeme modernisieren, Anwendungen bereitstellen, Daten absichern und Standorte zuverlässig betreiben.

Dell Technologies setzt bei dieser Ausgangslage an mehreren Stellen an. Das Angebot deckt zentrale Rechenzentren und Private-Cloud-Umgebungen ebenso ab wie hybride Architekturen, verteilte Standorte und Edge-Szenarien.

MEHR WAHLFREIHEIT STATT NEUSTART

Viele Unternehmen haben ihre Virtualisierungsumgebungen über Jahre auf etablierten Plattformen und integrierten Infrastrukturpaketen aufgebaut. Diese Setups werden derzeit neu bewertet. IT-Verantwortliche prüfen wieder stärker, wie viel Wahlfreiheit ihre bestehende Architektur lässt und welche Alternativen für einzelne Workloads, Standorte oder Modernisierungsschritte sinnvoll sind.

Dabei geht es selten um einen kompletten Neustart. Meist müssen Unternehmen zuerst sortieren, welche Teile der bestehenden Umgebung bleiben können, wo sich Modernisierung lohnt, welche Stand-

Der Mittelstand braucht zuverlässige Cloud- und Edge-Plattformen.

orte eine schlankere Lösung brauchen und wo künftig mehr Wahlfreiheit nötig ist. Dell Technologies setzt hier auf mehrere Migrationspfade, die sich an der jeweiligen Umgebung orientieren. Für manche Unternehmen führt der Weg über eine modernisierte Private Cloud im eigenen Rechenzentrum, für andere über eine hybride Architektur. Wieder andere benötigen schlankere Lösungen für Filialen, Produktionsbereiche oder verteilte Standorte.

PRIVATE CLOUD FÜR DAS RECHENZENTRUM

Für zentrale Rechenzentren rückt Dell Private Cloud in den Vordergrund. Der Ansatz richtet sich an Unternehmen, die ihre Infrastruktur modernisieren wollen, ohne sich erneut tief an einen einzigen Stack zu binden. Dell stellt die Infrastruktur bereit, der Kunde kann unterschiedliche Plattformen darauf betreiben. Darunter fallen validierte Ansätze für Virtualisierung, Container- und Private-Cloud-Umgebungen. So bleibt Spielraum, wenn sich Anforderungen, Lizenzmodelle oder Plattformentscheidungen ändern. Mit Intel als strategischem Technologiepartner setzt Dell zudem auf Technologien, die in vielen Virtualisierungs- und Rechenzentrumsumgebungen von KMUs bereits vertraut sind.

DISTRIBUTED PRIVATE CLOUD FÜR

VERTEILTE STANDORTE

Nicht jede Virtualisierungsfrage entsteht im zentralen Rechenzentrum. In vielen Unternehmen liegen die schwierigeren Betriebsaufgaben inzwischen in Filialen, Produktionshallen, Laboren, Verkaufsflächen oder Außenstellen. Dort entstehen

Entdecken Sie die vielfältigen Vorteile des Partnerprogramms von Dell Technologies in diesem Webcast. Schnell reinhören!

BILDER: VOGEL IT-MEDIEN

Daten, dort laufen lokale Anwendungen, dort müssen Kameras, Sensoren, Maschinen oder Kassensysteme angebunden werden. Für genau solche Szenarien wurde Dell NativeEdge entwickelt. Auf der Dell Technologies World kündigte Dell die Umbenennung in „Dell Distributed Private Cloud“ (DDPC) an. Mit dem neuen Namen erweitert Dell den Fokus über klassische Edge-Szenarien hinaus auf kleine verteilte Rechenzentren und dezentrale IT-Umgebungen. Der Grundgedanke bleibt, dass Daten dort verarbeitet werden, wo sie entstehen. Zentralisiert wird nicht die eigentliche Datenverarbeitung, sondern deren Verwaltung. Workloads laufen lokal, Updates, Sicherheitsrichtlinien und Überwachung zentral.

AUTOMATISIERUNG UND SICHERHEIT

Damit solche Umgebungen im Alltag beherrschbar bleiben, setzt Dell auf die Dell Automation Platform. Sie dient als Management- und Automatisierungsebene für verschiedene Infrastruktur- und Cloud-Ansätze. Statt jede Plattform und jeden Standort mit eigenen Werkzeugen und Abläufen zu betreiben, lassen sich Aufgaben wie Bereitstellung, Verwaltung, Überwachung und Aktualisierung zentral bündeln. Sicherheit gehört ebenfalls zu diesem Ansatz. Dell verweist auf ZeroTrust-Prinzipien, bei denen Geräte, Nutzer und Verbindungen nicht automatisch als vertrauenswürdig gelten. Ein Gerät muss sich eindeutig ausweisen, bevor es sich in die Umgebung einbinden lässt. Für viele Unternehmen ist die größte Sorge allerdings nicht die Zielarchitektur an sich, sondern der Weg dorthin.

SCHRITTWEISE

HARTER SCHNITT

Kaum ein Mittelständler kann produktive Systeme einfach abschalten und sofort eine neue Plattform einführen. Stattdessen muss Migration parallel zum laufenden Betrieb funktionieren. Dell setzt hier auf die Einbindung bestehender Umgebungen und eine schrittweise Modernisierung. So lässt sich Dell Distributed Private Cloud etwa mit vorhandenen Virtualisierungsumgebungen verbinden. Virtuelle Maschinen werden dadurch identifiziert und gezielt in die neue Umgebung überführt. Auch bei Dell Private Cloud geht es um mehr Spielraum bei vorhandener Infrastruktur. Standardisierte Dell-Server lassen sich je nach Szenario für unterschiedliche validierte Plattformen nutzen. Ändert sich die Plattformentscheidung, muss nicht automatisch auch die Hardware ausgetauscht werden. Es muss nur klar sein, welche Systeme bleiben, welche Workloads migriert werden, welche Verträge laufen und was das IT-Team im laufenden Betrieb leisten kann. Gerade im Mittelstand müssen technische Optionen, Budgets und Sicherheitsanforderungen zusammengedacht werden.

Dell und seine Partner unterstützen bei der Analyse bestehender Umgebungen, der Auswahl passender Plattformen und der Planung von Migrationspfaden. Daraus entsteht ein Fahrplan, der technische Anforderungen, wirtschaftliche Fragen und den laufenden Betrieb zusammenführt. Dell positioniert sich damit als Lösungsanbieter für Unternehmen, die ihre Virtualisierung kontrolliert weiterentwickeln wollen.

KI-AGENTEN

UNTER VOLLLAST

Autonome KI-Agenten sollen Unternehmen produktiver machen und ganze Geschäftsprozesse eigenständig steuern. Doch je mehr Verantwortung die digitalen Kollegen übernehmen, desto wichtiger werden Kontrolle, Transparenz und das richtige Betriebsmodell. | Alexander

Wie tiefgreifend wird der Einsatz von KI-Agentensystemen die Arbeitswelt umpflügen?

Siegert und Dr. Stefan Riedl

Wir erleben derzeit nicht weniger als den nächsten großen Umbruch der Wirtschaftsgeschichte – einen Gamechanger, der das Fundament von Gesellschaft und Industrie mit einer Wucht erschüttert, die an die industriellen Revolutionen der Vergangenheit erinnert. Die erste Welle der Künstlichen Intelligenz kam vor allem als digitale Assistenten beim Schreiben von Texten oder Erstellen von Bildern daher und nun erreicht die KI-Story die nächste, weitaus radikalere Evolutionsstufe: den Aufstieg der autonomen Agenten. Wir verlassen das Zeitalter der reaktiven Werkzeuge und treten in eine Ära ein, in der KI-Systeme wie kleine autonome Helferlein agieren. Den Übergang markiert der Moment, in dem aus einem hilfreichen Chatbot ein eigenständiger Akteur wird. Ein KI-Agent wartet nicht mehr passiv auf den nächsten Befehl eines Menschen, sondern ergreift die Initiative. Er plant komplexe Aufgaben, zerlegt sie in Teilziele, interagiert autonom mit anderer Software und trifft (hoffentlich gute) Entscheidungen, um ein vorgegebe-

Marktanalyse bis hin zur vollautomatisierten Logistikkette. Es ist ein Sprung vom Werkzeug zum Akteur.

Hier zeigt sich die zeitlose Relevanz von Joseph Schumpeter, der diesen Prozess bereits vor Jahrzehnten theoretisch vorzeichnete. In seinem Werk „Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie“ von 1942 beschrieb der Ökonom Fortschritt nicht als lineares Wachstum, sondern als einen Prozess der „schöpferischen Zerstörung“. Innovation ist demnach ein wilder, disruptiver Sturm, der alte Strukturen rücksichtslos vernichtet, um Platz für etwas Effizienteres zu schaffen.

Ausdruck dieses Schumpeter’schen Sturms ist die Agentisierung der KI. Die Agententätigkeit ist die Speerspitze einer schöpferischen Zerstörung, die nicht nur einfache Handgriffe, sondern ganze Berufsbilder und starre Unternehmenshierarchien in Frage stellt. Wo früher menschliches Management jede Schnittstelle mühsam kontrollieren musste, treten nun Agenten-Ökosysteme an die Stelle veralteter Workflows.

oder IBM (Watsonx). Big Tech wird reichlich Risikokapital und Aufmerksamkeit ernten. Aber die Börse preist einen allgemeinen Effizienzgewinn ein: Anleger setzen auf breit wirkende Produktivitätssteigerungen ein, die aber auch gesellschaftliche Opportunitätskosten mit sich bringen — Automatisierung kann Unternehmen effizienter machen, Arbeitsplätze verschieben und Qualifikationsprofile ändern.

Wer profitiert? Ganz sicher nicht nur die Hyperscaler und KI-Stars — OpenAI (ChatGPT), Google (DeepMind/Bard), Microsoft (Azure/OpenAI), Amazon (AWS/ Bedrock), Meta (Llama), Anthropic (Claude), Nvidia (Hardware/Plattformen)

Wie sickert diese Effizienz in den Alltag der Unternehmen? Über Software: KI ist kein reines Forschungsprodukt, sondern wird in Produktivsysteme eingebettet — ERP, CRM, SCM, HR-Tools, RPA und BI-Plattformen transportieren die Technologie in operative Prozesse. Beispiele wie ERP-Software von Sage zeigen, wie KI Routineaufgaben automatisiert, Entscheidungsunterstützung liefert und damit Effizienzgewinne direkt in Geschäftsprozesse überführt — ein Hebel, der den Schumpeterschen Transformationszyklus in die Praxis übersetzt. Alexander Trautmann, Director Product Engineering bei Sage erläutert, dass bei seinem Arbeitgeber der KI-Assistent „Sage Copilot“ sukzessive in immer mehr Produkte integriert wird. Als Folge könne ein Produktivitäts- und Automatisierungsgewinn den Kunden durch die integrierte KI beobachtet werden. Grundsätzlich führe KI besonders dort schnell zu Produktivitätsverbesserungen, wo große Datenmen-

Software mit KI frisst klassische Software.
Alexander

Autonome KI-Agenten sollen Unternehmen produktiver machen.

gen und repetitive Aufgaben zusammenkommen. Trautmann nennt konkrete Beispiele:

z KI kann in der Buchhaltung Rechnungspositionen automatisch mit Bestellungen abgleichen.

z Im Debitorenmanagement schlägt der Sage Copilot Maßnahmen vor, um Zahlungen von Kunden zu beschleunigen und das Betriebskapital zu optimieren.

z In der Warenwirtschaft hilft KI unter anderem bei der intelligenten Anomalieund Muster-Erkennung.

z KI analysiert Verkaufsdaten und saisona le Trends, um die Lagerhaltung präzise zu planen und Überbestände zu vermei den.

Anderes Beispiel: Auch im Geschäft rund um Online-Shops und ähnlich gelagerte Plattformen ist häufig von „Agentic Com merce“ die Rede. Laut David Rosemeier, Director Agency Partnerships EMEA beim Anbieter Shopware steht hinter diesem Begriff der Schritt vom Assistenten zum autonomen Akteur: „Technisch bauen wir einen MCP-Layer (Model Context Protocol) auf“, so der Manager. Dieser Layer ermög licht KI-Agenten die Interaktion mit der

Shopware-API innerhalb eines strengen Governance-Frameworks. Wichtig dabei sei, dass der Agent ein Ziel bekommt –etwa „Lagerbestände optimieren“ – und jede ausgeführte Aktion revisionssicher im Audit-Log dokumentiert wird.

Doch wie willig sind Unternehmen, auch ihren Kundenservice an die KI auszulagern? „Die Bereitschaft ist größer, als viele vermuten – aber sie wächst schrittweise“, erzählt Daniel Keinrath, CEO von Fonio.ai. „Die meisten Unternehmen starten mit rund 20 Prozent ihrer Kundenkommunikation, die sie an die KI abgeben. Wenn sie merken, dass es zuverlässig und reibungslos funktioniert, rollen sie den Einsatz sukzessive immer weiter aus. Bei manchen Kunden übernimmt die KI mittlerweile bis zu 80 Prozent des gesamten Kundenservices.“ Seine Plattform setzt auf sprachbasierte KI-Agenten, die telefonische Kundenanfragen eigenständig bearbeiten,

Termine vereinbaren, Auskünfte geben oder Servicefälle lösen können. Ziel ist es, Unternehmen einen rund um die Uhr verfügbaren, skalierbaren Kundenservice bereitzustellen.

Bei manchen Kunden übernimmt die KI mittlerweile bis zu 80 Prozent des gesamten Kundenservices.
BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT
Daniel Keinrath, CEO & Co-Founder von fonio.ai

Bemerkenswert ist dabei, dass die technische Leistungsfähigkeit keine große Hürde darstellt „Die eigentliche Limitierung liegt heute selten in der Technologie selbst. Viel häufiger scheitert es daran, dass Unternehmen ihre internen Prozesse und Daten noch nicht ausreichend digitalisiert haben“, erklärt Keinrath. Fehlen der KI strukturierte Unternehmensdaten, könne sie lediglich allgemeine Antworten liefern. Erhält sie dagegen Zugriff auf CRM-Systeme, Wissensdatenbanken und weitere Geschäftsanwendungen, verändere sich ihre Rolle grundlegend: „Dann kann sie schon wie ein vollwertiger Mitarbeiter agieren: kontextbezogen, eigenständig und mit echtem Mehrwert für den Kunden“, so Keinrath.

Der Fokus bei Unternehmen verschiebt sich zunehmend von der Frage, ob KIAgenten Aufgaben übernehmen können, hin zur Frage, wie ihre Arbeit kontrolliert wird. Denn je autonomer Agenten handeln, desto wichtiger werden Governance, Transparenz und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse.

Genau an dieser Stelle setzen Plattformanbieter wie ServiceNow an. Der Einstieg erfolgt über den zentralen Assistenten ServiceNow Otto, in den der Nutzer ein Ziel eingibt - beispielsweise die Beantragung eines Softwarezugangs oder die Bearbeitung eines Kundenanliegens ein. „Die eigentliche Arbeit erledigt anschließend die Autonomous Workforce. Dabei handelt es sich nicht um einen einzelnen KI-Agenten, sondern um Teams spezialisierter ‚KI-Mitarbeiter‘ für Bereiche wie IT, HR, Customer Service oder Security. Jeder dieser KI-Spezialisten übernimmt bestimmte Aufgaben, während die Plattform ihre Zusammenarbeit koordiniert und komplette End-to-End-Prozesse autonom ausführt“, erklärt Robert Rosellen, VP Sales und Country Manager Germany bei ServiceNow. Diese KI-Spezialisten durchlaufen ein ähnliches Onboarding wie ein menschlicher Mitarbeiter und sollen insbesondere für Entlastung auf dem ersten Servicelevel sorgen. Der Mensch verschwindet dabei keineswegs aus dem Prozess. „Immer dann, wenn eine Entscheidung oder menschliches Urteilsvermögen gefragt sind, wird der Vorgang an einen Mitarbeitenden überge-

Die Rolle verschiebt sich künftig weg vom reinen Ticketund Systembetrieb.

ben, so Rosellen. Der Ansatz Human in the Lead scheint sich in der Branche durchzusetzen. Statt sich durch komplexe Prozessketten zu arbeiten, definieren Beschäftigte künftig lediglich das gewünschte Ergebnis, während die Plattform die notwendigen Einzelschritte selbst organisiert.

Mit der wachsenden Zahl autonomer Agenten entsteht allerdings ein neues Problem: Wer behält eigentlich den Überblick darüber, welche KI welche Entscheidungen trifft? ServiceNow begegnet dieser Herausforderung mit einem sogenannten AI Control Tower. Rosellen beschreibt die Funktion so: „Man kann ihn sich wie eine zentrale Leitstelle für EnterpriseKI vorstellen – wie eine Flugaufsicht am Flughafen. Er schafft Transparenz darüber, welche Agenten und Modelle im Einsatz sind, wie sie arbeiten und welche Entscheidungen sie treffen und wer die Verantwor-

Robert Rosellen, VP Sales and Country Manager Germany bei ServiceNow

Dr. Stefan Riedl, Leitender Redakteur, IT-BUSINESS

tung dafür trägt.“ Gleichzeitig sorge die Plattform dafür, dass diese Agenten nur innerhalb der definierten Rollen und Berechtigungen und Richtlinien handeln. Erst dadurch werde der produktive Einsatz autonomer Agenten im großen Maßstab überhaupt vertrauenswürdig. Ebenso entscheidend ist die Integration in bestehende IT-Landschaften. Die wenigsten Unternehmen starten auf der grünen Wiese. Vielmehr existieren ERP-, CRM-, HR- und Collaboration-Systeme nebeneinander – oftmals mehrere Hundert Anwendungen gleichzeitig.

Rosellen sieht dabei mit Agentic AI große Chancen für den Channel: „Viele Kunden werden KI-Agenten oder eine Autonomous Workforce nicht selbst sicher betreiben, überwachen und weiterentwickeln können. Sie brauchen Partner, die diese neue Betriebsrealität managen, von der Prozessanalyse über die Implementierung bis hin zu Governance, Monitoring und kontinuierlicher Optimierung.“ Daraus entstünden neue Managed Services – vom KI-gestützten Service Desk bis zur automa-

tisierten AIOps- oder Security-Triage. Sein Fazit: „Die Rolle verschiebt sich künftig weg vom reinen Ticket- und Systembetrieb, hin zum Betreiber und Optimierer KI-gestützter Geschäftsprozesse. Darin liegt die Chance, aus dem eigenen Effizienzhebel ein neues, profitables Serviceangebot für Kunden zu machen.“

Damit schließt sich der Kreis zu Schumpeters Idee der schöpferischen Zerstörung. Agentic AI ersetzt nicht einfach menschliche Arbeit – sie verändert die Architektur von Unternehmen. Prozesse werden neu organisiert, Verantwortlichkeiten verschieben sich und aus Software werden zunehmend eigenständig handelnde Akteure. Wer diese Entwicklung lediglich als weiteres KI-Feature betrachtet, unterschätzt ihre Tragweite. Die eigentliche Revolution beginnt dort, wo Agenten nicht mehr assistieren, sondern Entscheidungen vorbereiten, Prozesse steuern und gemeinsam mit Menschen Wertschöpfung organisieren. Genau darin liegt die eigentliche Zugkraft der Agentisierung. n

Keine Extrawürste für KI-Agenten

Agentic AI ist die Zukunft, fancy, der hot Stuff schlechthin. KI-Agenten werden Bildschirmarbeiter arbeitslos machen und die Produktivität „to the Moon“ und darüber hinaus hochleveln. Was auch immer davon Hype und was wahr ist, so viel sollte klar sein: KI-Agenten sind im Grunde IT-Assets wie eine Excel-Lizenz, der Drucker im ersten Stock oder die Maus im Keller (sofern sie nicht lebendig ist).

Wer glaubt, man könne KI-Agenten einfach als „Schatten-IT“ in einer hippen CloudNische vor sich hin wurschteln lassen, hat die Rechnung ohne den Admin gemacht. Das ist übrigens kein optionales „Nice-tohave“ für paranoide IT-Leiter, sondern Gesetz. Der EU AI Act rückt den „Humanin-the-loop“ und die Nachvollziehbarkeit ins Zentrum.

Microsoft hilft mit Lösungen wie Agent 365 als Teil des neuen Abonnements Microsoft 365 E7. Da wird nicht das Rad neu erfunden, sondern die KI-Power in den Microsoft-365-Tenant geholt. Identitätsmanagement, Zugriffsberechtigungen und Datenabflusskontrolle – und die SchattenKI wird sozusagen ins Tageslicht gezerrt. Die Infrastruktur ist ja schon da. Wer verhindern will, dass „Schatten-KI“ die neue „Schatten-IT“ wird, muss die KI-Agenten ordentlich managen.

BILD: MIDJOURNEY / KI-GENERIERT

AR-GAMING-BRILLE VON ASUS MIT 240 HZ

Die AR-Brille Asus ROG Xreal R1 bringt einen virtuellen GamingMonitor mit 171 Zoll Diagonale und bis zu 240 Hz Bildwiederholfrequenz ins Blickfeld der Träger. Im Gegensatz zu VR-Brillen bietet sie keine komplette Immersion, sondern sorgt mit zwei transparenten 0,55 Zoll großen OLED-Panels dafür, dass ein 171 Zoll großes 3D-Display im Raum zu schweben scheint. Eine Weltneuheit bei der Augmented-Reality-Brille ist die mit einer Motion-to-PhotonLatenz von 3 ms gepaarte Bildwiederholfrequenz von 240 Hz. Die Reaktionszeit gibt der Hersteller mit 0,01 ms an. So sollen selbst bei schnellen Spielen weder Bewegungsunschärfe noch Ruckeln zu sehen sein. Mit einem Sichtfeld von 57 Grad deckt der virtuelle 171 Zoll große Bildschirm laut Hersteller bis zu 95 Prozent des fokussierten Sichtfelds des Benutzers ab. Integriert sind ferner Lagesensoren für

GÜNSTIGES A-KLASSE-PHONE

eine native 3DoF-Unterstützung. User können so wählen, ob der virtuelle Screen im Raum fixiert zu sein scheint (AnchorModus) oder sich mit dem Blickfeld mitbewegt (Follow-Modus). | kl

Samsung bringt mit dem Galaxy A27 5G ein Mittelklasse-Smartphone auf den Markt, das zuverlässig und günstig sein soll. Neben einer ordentlichen Ausstattung bietet das neue A-Klasse-Gerät sechs Jahre Sicherheitsupdates und sechs

Mit der AR-Brille ROG Xreal R1 von Asus sehen Träger einen riesigen im Raum schwebenden 171-Zoll-Bildschirm.

Mit dem Galaxy A27 5G bringt Samsung ein Smartphone mit KI-Funktionen und langfristigem Support auf den Markt.

Generationen Android OS- und One-UI-Upgrades. Im Inneren werkelt ein Snapdragon-6-Gen3-Prozessor. Der ist nicht ganz neu, soll aber mit der integrierten GPU für flüssige Grafiken beim Gaming und Streaming sorgen. Dazu gibt es mindestens 6 GB RAM und 128 GB Massenspeicher. Zudem verbaut ist eine 12-MP-Frontkamera, die einen großen Helligkeitsbereich und kräftige Farben erfassen soll. Die Hauptkamera bietet einen 50-MPWeitwinkel, ein 5-MP-Ultra-Weitwinkel sowie ein 2-MP-Makro.

Das 6,7 Zoll große Super-AMOLEDDisplay des Galaxy A27 5G bietet FHD+-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 120 Hz. Außerdem gibt es KI-Funktionen wie Circle to Search und Bixby. Und zusätzliche Sicherheit bieten Samsung Knox und Knox Vault. | ml

BILD: SAMSUNG

7. Juli 15.00 Uhr

IONOS CLOUD

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ULTRAWIDE-BUSINESSMONITORE VON EIZO

Eizo hat zwei Business-Monitore im Ultrawide-Format mit gekrümmten Panels vorgestellt, die sich durch Effizienz, Nachhaltigkeit und Flexibilität auszeichnen sollen. Der FlexScan EV3851X mit einem 37,5 Zoll großen IPS-Panel bietet eine sehr hohe Auflösung von 3.840 x 1.600 Pixel im 24:10-Format. Für eine ergonomische Nutzung ist er mit 2300R gekrümmt. Das 8-Bit-Panel ist dabei bis zu 300 cd/m² hell. Nicht ganz so viel Platz auf dem Schreibtisch belegt der ab Herbst lieferbare 34,1 Zoll große FlexScan EV3451X. Sein ebenfalls gekrümmtes IPS-Panel liefert eine Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel mit 21:9-Seitenverhältnis. Ihm fehlt die Display-P3-Unterstützung.

Für beide Monitore gibt der Hersteller eine bislang branchenweit einzigartige 7-Jahres-Garantie für eine zuverlässige Langzeitnutzung. Zudem soll die umfang-

reiche Ausstattung mit Anschlüssen wie LAN und USB-C sowie der integrierte KVM-Switch für eine flexible Nutzung sorgen, die auch zukünftige Anforderungen abdecken kann. | kl

SCHNELLE XEROXA4-FARBLASER

Das gekrümmte Ultrawide-Panel des Eizo FlexScan EV3851X bietet mit einer Diagonale von 37,5 Zoll viel Platz für Anwendungen auf dem Desktop.

Xerox hat sechs A4-Farbdrucker und MFPs auf den Markt gebracht. Damit soll das Portfolio mit Geräten vervollständigt werden, die Druckgeschwindigkeiten von 25 und 30 Seiten pro Minute bieten. Die Technik stammt hauptsächlich von Lexmark.

Zu den sechs neuen Xerox-Modellen zählen die reinen Farblaserdrucker C240 und C300 mit 25 und 30 Seiten pro Minute sowie die vier Multifunktionsdrucker C245, C255a, C303a und C305ae. C245 und C255a drucken bis zu 25 Seiten pro Minute, der C255a bietet zusätzlich eine Faxfunktion. C303a und C305ae schaffen bis zu 30 Seiten pro Minute und können beide Faxe versenden und empfangen. Duplexdruck und ein 250-Seiten-Papierfach bieten alle Modelle. Der C305ae unterscheidet sich von den anderen Geräten der Serie durch einen 4,3-Zoll-Touchscreen statt eines 2,8-Zoll-Bedienfeldes. Das bieten nun auch die beiden reinen Drucker der Modellreihe. | kl

HOL DIR DAS IT-BUSINESS E-PAPER

VOM CAPTURE- ZUM KNOWLEDGE-UNTERNEHMEN

Der Scanner- und Scansoftware-Hersteller PFU Limited, seit 2022 Teil von Ricoh, stellt zwei neue Scanner unter RicohLabel und die neue Version 6.0 von PaperStream Capture vor. Mit dieser schreitet die Transformation zum Lösungsanbieter fort. | Klaus Länger

PFU Limited sei auf dem Weg vom Scanner-Hersteller zu einem Unternehmen, das seinen Kunden erlaubt, Informationen aus gedruckten Dokumenten zu gewinnen und nutzbar zu machen. So charakterisiert Brian Fortune, General Manager Sales bei PFU (EMEA) Limited, den Weg, auf dem sich sein Unternehmen befindet und den auch die Partner mitgehen sollen. Dafür hat das Unternehmen schon vor Jahren die PaperStreamCapture-Software entwickelt, die nun in der Version 6.0 verfügbar ist. Mit diesem Schritt macht die Software einen großen Sprung mit einer verbesserten WorkflowIntegration mit Lösungen von Drittanbietern. Neue Custom Connectoren, die Kunden über die PaperStream-Partner beziehen können, bieten eine einfachere Alternative zur Integrationsentwicklung ohne Programmierung, etwa mit DMSoder E-Signature-Lösungen.

In Japan und den USA hat PFU bereits mit PaperStream AI eine grundlegende Weiterentwicklung der Software auf den Markt gebracht. Eine in der Cloud arbeitende KI automatisiert viele Vorgänge, die bisher vom Anwender gesteuert werden, etwa die Erkennung der Struktur eines Dokuments, damit OCR möglichst perfekt funktioniert. Wie Fortune betont, wird in der EU für PaperStream AI ein europäischer Hoster genutzt und sämtliche

Regularien werden peinlich genau eingehalten. Zudem bleibe der Mensch die letzte Instanz, die das Ergebnis der Texterkennung begutachtet und akzeptiert. Ohne leistungsfähige Scanner bringt die beste OCR-Software nichts. PFU bringt daher zwei neue Ricoh-Scanner der SP-Serie auf den Markt. Der SP-2240N und der SP-2230N sind netzwerkfähige Workgroup-Einzugsscanner der Einsteigerkategorie, die das bisherige Portfolio in diesem Bereich nach oben abrunden. Der SP scannt im Duplex-Betrieb zu 80 Bilder pro Minute, der SP bis zu 60 Bilder pro Minute. Beide bieten ein 80-Seiten ADF, einen Ultraschallsensor und einen Papiererkennungssensor. Zudem hat der Hersteller mit iiGA einen leistungsstarken SoC in den Geräten integriert, der ein schnelles und intuitives Scannen direkt vom Gerät auch ohne PC ermöglicht.

PFU wandelt sich von einem Unternehmen, das Informationen erfasst, zu einem Unternehmen, das Organisationen dabei unterstützt, Wert aus Informationen zu schöpfen.
Brian Fortune, General Manager Sales bei PFU (EMEA) Limited

NEXTCLOUD MIT ZWEITER SOUVERÄNER OFFICE-SUITE

Auf dem Nextcloud Summit 2026 in München hat der gerade zehn Jahre alt gewordene Open-Source-Hersteller die Nextcloud-Version Nextcloud Hub 26 Spring präsentiert. Mit an Bord ist mit Euro-Office eine zweite souveräne Office-Suite, an deren Entwicklung Nextcloud beteiligt ist. | Klaus Länger

Der wachsende Stellenwert der Digitalen Souveränität, vor allem bei öffentlichen Auftraggebern, verschafft der Open-Source-Firma Nextcloud und deren offener Kollaborationslösung gehörig Rückenwind. Mehr als 600 Anmeldungen für die Konferenz konnte das Unternehmen verbuchen. Wie Nextcloud betont, sei die Frage nicht mehr, ob Digitale Souveränität angestrebt werde, sondern wann sie

erreicht wird. Ein zentraler Punkt auf dem Summit war die Vorstellung des Nextcloud Hub 26 Spring. Wichtige Neuerungen dieser Version sind Nextcloud Governance und die Integration von Euro-Office. Nextcloud Governance ist eine Compliance- und Data-Governance-Plattform für Unternehmen und Organisationen, die unter strengen regulatorischen Anforderungen arbeiten. Sie stellt allerdings nur einen ersten Schritt dar und soll weiter ausgebaut werden. Euro-Office ist eine offene Office-Suite, die von Nextcloud, Ionos und weiteren Partnern auf Basis von OnlyOffice entwickelt wurde. Im Gegensatz zur weiterhin verfügbaren Option Collabo -

Das von Nextcloud mitentwickelte Euro-Office ist nun als Option neben Collabora in die Nextcloud-Plattform integriert.

ra Office ist Euro-Office laut Nextcloud performanter und bietet eine bessere Kompatibilität mit Microsoft Office. Der KI-basierte Nextcloud Assistant ist verbessert, bietet auf PCs eine flexiblere Benutzeroberfläche und eine KI-Chat-Seitenleiste. Zudem steht er nun auch auf Mobilgeräten für Chats zur Verfügung. Damit sieht Frank Karlitschek, CEO von Nextcloud, die Kollaborationslösung gut aufgestellt für den Weg in die Agentic-AI-Zukunft.

Eine weitere wichtige Nachricht, die der Nextcloud-Chef in seiner Keynote verkündet hat, ist der Start eines ISV-Programms. Es soll den Entwicklern dabei helfen, ihre Lösungen besser zu vermarkten, etwa durch Promotion-Aktionen im NextcloudStore, den Verkauf von Abonnements mit einem Anteil für Nextcloud und eine direkte Unterstützung von Kunden über die Nextcloud-Plattform. Für die Kunden bringt das ISV-Programm mehr Sicherheit und Verlässlichkeit. Für die nahe Zukunft erwartet Karlitschek zudem eine Flut an per KI entwickelten Custom-Apps für die Nextcloud-Plattform. APIs, Tools und Dokumentation sind dafür ausgelegt, einfach durch KI-Tools nutzbar zu sein. n

Nextcloud hat sich zur weltweit führenden Plattform für datenschutzorientierte Zusammenarbeit entwickelt.
Frank
Karlitschek, CEO und Gründer von Nextcloud

DIGITALE SOUVERÄNITÄT AUF VIER EBENEN

In Zusammenarbeit bieten Versa und Noris Network eine souveräne SASELösung als Managed Service an. Diese soll vollständige Digitale Souveränität gewährleisten, indem Daten, Steuerung, Verwaltung und rechtlicher Rahmen konsequent innerhalb der EU verbleiben. | Agnes Panjas

Geopolitischer Druck und wachsende Regulierung machen souveräne IT für Unternehmen immer mehr zur Pflicht. Versa und Noris Network antworten darauf mit einer souveränen SASE-Plattform, die Netzwerk und Sicherheit konform mit EU-Recht bündelt – mit Datenhaltung und Betrieb ausschließlich in Deutschland. Unternehmen jeder Größe sollen damit eine integrierte Plattform für Netzwerksicherheit, Datensouveränität und KI-gestützte Sicherheitsfunktionen erhalten. Die neue SASE-Lösung soll gewährleisten, dass auch die Überprüfung des Datenverkehrs, die Richtliniendurchsetzung und die BetriebsKunden und

wie Versa können auf hochsicheren und Compliancekonformen IT-

kontrolle ausschließlich innerhalb Deutschlands erfolgen. Als Zielgruppe adressieren Versa und Noris Network regulierte Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung und KRITIS-Betreiber, die hohe Anforderungen an Datenschutz und Compliance erfüllen müssen. Für diesen Zweck gewährleistet die SASE-Lösung Digitale Souveränität auf allen vier Ebenen: Datenverkehr bleibt lokal in Deutschland mit lokaler Bedrohungsabwehr und Filterung, der vollständige Zero-Trust-Zugriff erfolgt innerhalb der souveränen Umgebung. Auch die Managementebene

erfolgt souverän: Verwaltung und Protokollierung sind lokal geregelt und EU-auditierbar. Zudem wird der Dienst über Versa Networks, einer niederländischen EUGesellschaft, vertraglich abgewickelt. „Viele Unternehmen haben in souveräne Cloud-Strategien investiert, mussten jedoch feststellen, dass ihre Sicherheits-, Management- und Steuerungsebenen nach wie vor außerhalb ihrer Jurisdiktion operieren“, erklärt Kelly Ahuja, CEO von Versa. Ahuja betont, dass „die Bereitstellung einer Appliance eines Cloud-SASE-Anbieters beim Kunden vor Ort eine Lösung noch nicht souverän“ mache. Entscheidend sei die Unabhängigkeit von außereuropäischen Konzernen. Versa bietet seit über fünf Jahren selbstgehostetes, souveränes SASE an – bislang hauptsächlich für große Unternehmen. Über Noris Network ist die Lösung als Managed Service für alle EU-Unternehmen zugänglich. n

Joachim Astel, CRO Noris Network

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COMPUTER VISION: MEHR ALS NUR ROHVIDEOS

„Computer Vision“ macht aus Videostreams weit mehr als nur Bilder: Sie verwandelt Rohmaterial in strukturierte, auswertbare Daten. Für den Channel eröffnet das neue Möglichkeiten der Wertschöpfung in Projekten rund um Datenintelligenz an der Schnittstelle von IT und OT. | Dr. Stefan Riedl

Computer Vision – das sind mehr als bloße Videos, sondern zusätzlich deren automatisierte Analyse: Aus unstrukturierten Rohvideos werden durch KI-gestützte Auswertung strukturierte Daten. Damit wandelt sich die Kamera vom passiven Beobachter zum intelligenten Sensor und aktiven Datenlieferanten.

Gabriele Mangiafico, Business Development Manager EMEA bei Axis Communications, sagt, dass sich die Erwartungen an Videosicherheitssysteme derzeit grundlegend ändern: Moderne NetzwerkKameras werden zu Edge-basierten, KI-gestützten Sensorsystemen, die strukturierte Daten statt Rohvideos an das VMS liefern. VMS steht für Video Manage-

KI krempelt Videotechnik in der Industrie und im Sicherheitsumfeld derzeit komplett um.

ment Software (oder System). Es bildet das Herzstück moderner Videoinfrastrukturen in der Industrie und Sicherheitstechnik.

Der entscheidende Wandel, so Mangiafico, bestehe darin, dass visuelle Daten zunehmend zu einer wiederverwendbaren operativen Datenquelle werden und nicht länger nur als zweckgebundener SecurityFeed verstanden werden. Genau dadurch würden Netzwerk-Kameras in Industrieumgebungen immer relevanter. Diese kommen nicht mehr nur in klassischen Safety- und Security-Anwendungen zum Einsatz, sondern zunehmend auch in den folgenden Bereichen: Prozessüberwachung, Qualitätssicherung, Materialflussanalyse oder zur Anomalieerkennung. In der Praxis würde dies zu weniger Fehl-

alarmen, schnelleren Reaktionen und besseren Entscheidungsgrundlagen im laufenden Betrieb führen. Netzwerk-Video sei daher nicht mehr isoliert als Security-Tool zu betrachten, sondern als operativer Datenlieferant und Bestandteil der digitalen Prozess- und Betriebssteuerung.

Edge AI ist demnach der zentrale Treiber, um Objekterkennung in industriellen Umgebungen in Echtzeit skalierbar und praxistauglich umzusetzen, weil Analysen direkt dort stattfinden, wo die Daten entstehen. Das verbessert laut dem Business Development Manager die Reaktionsgeschwindigkeit insgesamt und reduziert zudem die Bandbreiten- und Speicherkosten, entlastet Netzwerke und stärkt die Datensouveränität, da nur die für den Prozess notwendigen, relevanten Metadaten und nicht komplette Videostreams mit großen Mengen an Rohdaten in die Cloud übertragen werden.

Gerade in industriellen Umgebungen und insbesondere in Brownfield-Szenarien gebe es einen entscheidenden Vorteil: Viele Unternehmen verfügen demnach bereits über eine fortschrittliche Kamera-

oder Netzwerkinfrastruktur für Sicherheitszwecke, die sich schrittweise mit dem Knowhow von Software-Technologieanbietern zu einer Intelligence-Ebene weiterentwickeln lässt, statt komplett neu aufgebaut werden zu müssen. „Die Herausforderungen liegen hier vor allem in oftmals noch heterogenen Bestandsumgebungen, älteren Geräten, unterschiedlichen Netzwerkarchitekturen sowie der Integration in bestehende Security-, IT- und OT-Systeme wie VMS, ERP, ICS, MES oder angeschlossene Leitstellen“, weiß der Video-Profi. Ausschlaggebend seien deshalb offene Plattformen und ein grundlegend hybrider Ansatz, bei dem On-the-Edge und zentrale On-PremisesSysteme sowie Cloud sinnvoll zusammenspielen.

Dank Edge AI können sie direkt am Ort des Geschehens Objekte erkennen, klassifizieren, zählen und verfolgen –ohne Roundtrip zur Cloud oder zum VMS.

Das Berufsbild von Systemhäusern und IT-Dienstleistern, die Video-Systeme installieren, wandelt sich vor diesem Hintergrund klar vom klassischen Integrator hin zum Datenarchitekten und Prozesslösungsberater. „Denn mit KI-gestützten Videolösungen kaufen Kunden heute nicht mehr primär Security-Hardware, sondern operative Optimierungstools, die konkrete und nachhaltige betriebliche Ergebnisse liefern, beispielsweise weniger Unterbrechungen, schnellere Reaktionszeiten oder bessere Prozesssichtbarkeit“, so der Axis-Manager. Dafür reiche es nicht, nur Netzwerk-Kameras zu installieren, auf denen die KI-basierten Analyseanwendungen laufen. Vielmehr müssen die visuellen, thermografischen und audiobasierten Erkenntnisse in bestehende IT- und OT-Systeme und deren Workflows integriert werden.

Um Partner für die Herausforderungen der IT/OT-Konvergenz zu rüsten, bietet Axis ein Qualifizierungsprogramm. Über die Axis Academy erhalten autorisierte Partner Trainings zu Deep Learning, Edge Computing und Cybersicherheit, um KI-Analysen präzise in industrielle Prozesse zu integrieren. Die Zertifizierung zum „Axis Certified Professional“ validiert dabei das Expertenwissen für den Aufbau von Netzwerkvideolösungen. n

Gabriele Mangiafico, Business Development Manager EMEA bei Axis Communications

Verlag: Vogel IT-Medien GmbH

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Redaktion: Mihriban Dincel (md), Natalie Forell (nf), Klaus Länger (kl), Agnes Panjas (ap), Alexander Siegert (as)

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Media-Sales: Besa Agaj / International Accounts (-112), Stephanie Steen (-211), David Holliday (-193), media@vogel.de

Anzeigendisposition: Mihaela Mikolic (-204), Denise Falloni (-202) Grafik & Layout: Carin Boehm, Johannes Rath, Udo Scherlin; Carin Boehm (EBV)

Titelbild: perfectlab - stock.adobe.com / KI-generiert / [M] Udo Scherlin

Leserservice/Abo: it-business.de/hilfe oder E-Mail an vertrieb@vogel.de mit Betreff „IT-BUSINESS“. Gerne mit Angabe Ihrer Kundennummer vom Adressetikett: *CS-1234567*

Zentrale Anlaufstelle für Fragen zur Produktsicherheit: Frank Schormüller, frank.schormueller@vogel.de, Tel. 0931/418-2184

Unsere Papiere sind PEFC-zertifiziert.

Druck: Vogel Druck- und Medienservice GmbH, Leibnizstr. 5, 97204 Höchberg

Haftung: Für den Fall, dass Beiträge oder Informationen unzutreffend oder fehlerhaft sind, haftet der Verlag nur beim Nachweis grober Fahrlässigkeit. Für Beiträge, die namentlich gekennzeichnet sind, ist der jeweilige Autor verantwortlich.

Copyright: Vogel IT-Medien GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, digitale Verwendung jeder Art, Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.

Verbreitete Auflage: 47.101 (davon 32.212 ePaper) Exemplare (IVW I / 2026)

REDAKTIONSBEIRAT

Torsten Albuschat Managing Director Dierck MPS, Dierck Group

Caroline Kiel CEO PingUs Solutions

Christian Weiss Geschäftsführer Nordanex

Dirk Henniges Geschäftsführer Compass Gruppe

Dirk MüllerNiessner CTO Bechtle

Ulf Masselink Marketingleiter PCO

Klaus Kaiser Geschäftsführender Gesellschafter Teccle Group

Olaf von Heyer Vorstand, Concat

Sandra Balz Vorständin Kiwiko

Mark Schröder CEO bei Synaxon SEIEN SIE GESPANNT AUF UNSERE NÄCHSTE AUSGABE!

Kai-Ole Kirsten Geschäftsführer Datagroup Bremen GmbH

Jan Bindig Vorstandsmitglied Kiwiko

Sven Glatter Geschäftsführer Comteam

Thorsten Raquet Geschäftsführer PCG

CHANNEL FOKUS DATA STORAGE

https://www.it-business.de/epaper/

api GmbH 61

bb-net media gmbh 20 – 21

Dell GmbH 30 – 31

Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH 9 eGovernment 49

Fsas Technologies GmbH 15 IONOS SE 39

IT-BUSINESS 41, 53 NEXOWARE 29

ONLINE USV-Systeme AG 35

IT-BUSINESS 13 / 2026 erscheint am 20.07.2026

Mediaberatung 0821 / 2177 - 300

Acer Computer GmbH 24, 62

ALSO Holding AG 28

Amazon Web Services EMEA SARL, Niederlassung Deutschland 27

Asus Computer GmbH 38

Atos Information Technology GmbH 12

AXIS Communications GmbH 50

Bitkom e.V. 12, 22

Boston Server and Storage Solutions GmbH 66

Cisco Systems GmbH 58

D-Wave Inc. 12

Databricks 28

eco Verband der Internetwirtschaft e.V. 22

EIZO Europe GmbH 40

erwähnte Unternehmen

ELOVADE Deutschland GmbH 56 enthus GmbH 28

fonio GmbH 32

Fsas Technologies GmbH 12 Heinlein Group 22

Infinigate Deutschland GmbH 64 IONOS SE 22

LANCOM Systems GmbH 26

Lünendonk & Hossenfelder GmbH 18

Microsoft Deutschland GmbH 12

MRM Distribution GmbH & Co. KG 27

Nextcloud GmbH 47

Peak Quantum GmbH 12

PFU (EMEA) Limited 42

PlanQC GmbH 12

QuEra Computing 12

Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH 26 Sage GmbH 32

SIEVERS-SNC Computer & Software GmbH & Co. KG 28

Splunk Services Germany GmbH

DAS MAGAZIN FÜR DEN IT-MARKT

Freuen Sie sich auf die neue Episode!

Ihre Moderatorin ist IT-BUSINESS Redakteurin Mihriban Dincel!

Mit passendem KI-generierten Song! #Ohrwurm

MARKET

Die sympathischen Elovade-Kollegen rund um Alex Hassel (3. v. l.) empfangen die rund 240 Teilnehmer.

Austausch unter Fachleuten: (v. l.) Björn Marggraff (BPMnet), Jens Nachtigal (Gromnitza), Daniel von Verschuer (Elovade) und David Hombach (Gromnitza)

ELOVADE MSP DAY FEIERT DEUTSCHE PREMIERE

Das Eset-Team war sehr angetan von der tollen Veranstaltung: (v. l.) Christoph Preetz, Holger Suhl und Max Robert Schmidt.

Unter dem Motto „Wir bringen den Channel zusammen“ lud der Wetzlarer Distributor Elovade zum 1. MSP Day in die Klassikstadt Frankfurt. Neben spannenden Keynotes und Breakout-Sessions stand der direkte Austausch mit den rund 240 Teilnehmern aus den Bereichen MSP, IT-Dienstleister

Prof. Dr. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, beleuchtete die strategische Bedeutung digitaler Souveränität für Europa.

(v. l.) Profiler Mark T. Hofmann, Moderatorin Carmen Hentschel und Elovade-CEO Philipp Weber ganz entspannt beim Lunch

Endlich haben sie sich mal wieder getroffen: Stephanie Steen (IT-BUSINESS) und Matthias Nefzger (Eset).

Über die dunkle Seite der KI gab Kriminal- und Geheimdienstanalyst Mark T. Hofmann spannende Einblicke.

Mehr Bilder unter: https://voge.ly/ElovadeMSP-Day-2026/

Cisco sieht in KI eine große Chance für Deutschland – vorausgesetzt, Unternehmen verbinden Innovationswillen mit der richtigen Infrastruktur.

KI-ANWENDUNGSWELTMEISTER

Deutschland könnte mit KI Digitalisierungsrückstände aufholen und sich Wettbewerbsvorteile sichern, wenn Unternehmen ihre Netzwerke und Sicherheitsarchitekturen zügig modernisieren.

Zu diesem Thema lud Cisco 1.300 Partner und Kunden zur Cisco Connect nach Frankfurt ein. | Alexander Siegert

1.300 Kunden und Partner kamen ins Kongresszentrum nach Frankfurt.

Was können wir uns in Deutschland von den Amerikanern abschauen? Darüber sprachen Uwe Peter, Markus Koch und Oliver

Networking und Demos
Tuszik.
Sigmar Gabriel sprach über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen.
Detlev Kuehne (Cisco, l.) sprach mit Alex Siegert (IT-BUSINESS) über die kommenden Aufgaben für die Cisco-Channelpartner.
Stefan Gutekunst (l.) und Juan Perea Rodríguez (r.) berichteten von den Synergien zwischen Cisco und Splunk.

(v. l.) Ralf Weber, Dominik Heitmar (Sponsor of the Year), Christian Mathiesen (Supplier of the Year), Tim Pütz, Kevin Krawietz und Sven Wortmann

TERRA WORTMANN OPEN: TENNIS UND NETZWERKEN

vom Icon-League-Team „The

US-Tennisprofi Ben Shelton signiert einen POGA-MAX-Koffer mit Terra-Gaming-PC.

Der Hersteller Wortmann und sein Team luden täglich rund 250 Gäste zum ATP-Turnier nach Halle ein. Zu dem unvergesslichen Event, den 33. Terra

Wortmann Open, reisten mehr als 100.000 Zuschauer an. Zwischen den Spielen

in

Am Wortmann-Glücksrad wurde für die Alexander-Zverev-Stiftung gesammelt. Siegbert Wortmann überreichte Alexander Zverev einen Scheck über 10.000 Euro sowie ein personalisiertes TERRA-Notebook.

Christian Edsen (CSP-Team) und Stephan Teinert (Cloud-Team) von der Wortmann AG begrüßen langjährige Fachhandelspartner aus dem MS-365-Umfeld.

und Sören

l.) Sven Öpping, Christian Wiechert (Wortmann), Flavio

freuen sich auf ein gutes Turnier.

Giovanni Zarrella singt am GalaAbend der Terra Wortmann Open.
(v.
Cobolli
Wortmann
Familie Wortmann mit der deutschen Nr. 1 Alexander Zverev (m.).
Besuch
Pack“
Person der beiden Teamheads Thorsten Storm und Simon Terodde, die auf ihrer Plattform einen TERRA-Gaming-Rechner verlosen.

ACER-Management-Team

ACER KICKOFF UND JUBILÄUM

ACER feierte sein 50. Firmenjubiläum mit seinen Distributoren und Partnern am 16. Juni im Opernloft im Alten Fährterminal in Hamburg Altona. | Besa Agaj

Cornelia Fetzer (Ingram Micro) mit dem ACER-Team: (v. l.) Heinrich Voth, Phillip Blume, Frank Biedermann und Rene Schönecker

(v. l.) Dennis Stärk (Bechtle), Kay Müller (bluechip), Karsten Steinke (Albacon), Manuel Starke und Sascha Morbitzer (bluechip), Marcus Bünger (Bechtle) und Sven Buchheim (bluechip)

(v. l.) Phillip Blume (ACER), Florian Rüther und Leon Marzio (Computacenter) und Tobias Knetsch (ACER) sitzen lieber im Schatten.

So sieht ein harter Arbeitstag eines ITlers aus.

(v. l.) Fynn Westerhold (JB), Michael Unger (Multritronic) und Benjamin Meier (JB)

(v. l.) Phillip Blume (ACER) mit Florian Maurer und Florian Muth

Mehr Bilder unter: https://voge.ly/ Acer-Kickoff-2026/

(api) und Markus Frank (ACER)
Das
mit (v. l.) Tobias Rönnebeck, Gerit Günther, Michael Stuhr und Robert Perenz

Das Infinigate-Management Team mit (v. l.)

Falk Schwarzenberg, Udo Schillings, Anja Marohn und André Stark sagt „DANKE“ für 30 spannende IT-Jahre.

INFINIGATE FEIERT SOMMERFEST UND JUBILÄUM

Der VAD Infinigate feiert dieses Jahr sein 30. Firmenjubiläum und lud seine Partner und Hersteller am 18. Juni 2026 zur StrandPauli in Hamburg ein. Eine coole Location, bestes Wetter und viele Möglichkeiten zum Netzwerken standen auf der Agenda.

Das Infinigate-Marketing-Team mit (v. l.) Silke Tate, Franziska Gaitzsch, Sylvia Lechner, Vanessa Nolte, Soraya Becker und Agnes Linke hat nichts dem Zufall überlassen und alles fantastisch organisiert.

Einen Platz in der Sonne haben (v. l.) Sven Ortmann (Infinigate), Christoph Kick, Derya Bockelmann und Eike Kruse (Sophos) und Timo von Keitz (Infinigate) ergattert.

Auch wenn es schön heiß ist, kuscheln sich (v. l.) Maximilian Achenbach (ACP), das 1/3 Fortinet Team und einige Infinigate-Ansprechpartner für ein Gruppenfoto zusammen.

Endlich sieht man sich in Hamburg mal wieder live: Besa Agaj (IT-BUSINESS) mit Hendrik Flierman und Denis Werner (r., Swissbit)

Besa Agaj (IT-BUSINESS) mit (v. l.) Florian Fabbro (Infinigate), Sebastian Goll und Peter Lammert (WatchGuard), Sascha Bolz und Marcel Schneider (Infinigate)

Bilder unter: https://voge.ly/ Infinigate-Sommer-2026/

Mehr
Peter Schill und Nicola Knop (Fortinet) stehen lieber draußen als unter dem Zelt.

Gruppenfoto der Teilnehmer des dbc-Partnertags.

dbc-PARTNERTAG

2026 IN HAMBURG

Awardübergabe durch die „dbc-Mexikaner“.

Unter dem Motto #MiteinanderWachsen trafen sich am 11. und 12. Juni 2026 dbc-Partner, Herstellervertreter und Branchenexperten zum 13. dbc-Partnertag in Hamburg. | Heidi Schuster

BILDER: ©

Der Geschäftsführer-Round-Table beim dbc-Partnertag.

Mit einem Early-Bird-Lauf vor dem Hamburger Rathaus starteten die Teilnehmer sportlich in den Tag.

Mehr Bilder unter: https://voge.ly/ itb-bildergalerien/

Carsten Köhn (l.) und Harald Bootz stellten beim dbc-Partnertag „Kanzlei 2030“ vor.
Stephan Teinert-Wortmann (l.) und Michael Lorenz auf dem dbc-Partnertag.
CAPELETTI
Stephanie Pelch (l.) und Cindy Bauernschmidt dankten den Sponsoren des dbc-Partnertags.

BOSTON TECHNOLOGY INNOVATION DAY

Der 13. BOSTON TID im Juni begeisterte mit spannenden Technologie-Themen. Zahlreiche Teilnehmer folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit zum Netzwerken. Engagierte Redner und das BOSTON-Team machten den Tag zu einem vollen Erfolg. | David Holliday

Peter Langebner und Silvia Wißmann (beide Bressner) bringen den EdgeX-6000 von Partern ARBOR Technology mit auf das Event.

Der BOSTON Technology Day, zusammengefasst auf einem Bild.

(v. l.) Tobias Garn (Schwarz Digits), Kemal Babuer (Microchip), Rainer Göldner (BOSTON) und Klaus Bachmann freuen sich sehr über die gut besuchte Messe.

Tilman Strübig (Boston) versorgt die Besucher mit ganz besonderen Bildern und David Holliday (IT-BUSINESS) lässt sich gleich ablichten.

Mehr Bilder unter: https://voge.ly/ Boston-TID-2026/

(v. l.) Uwe Memmer, Melanie Maillet und Felix Kretschmann von Western Digital sind zu dritt angereist.
Andreas Hansen (Boston) heißt alle Gäste willkommen.
Fachsimpeln mit (v. l.) David Holliday (IT-BUSINESS), Georg Klauser (BOSTON-CEO) und Dietmar Hinze von der Broadcom
BILDER: © BOSTON