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eGovernment 8/2026

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www.egovernment.de

25. Jahrgang

ISSN 2941-2870 (Print) | ISSN 2944-3598 (Online)

Ausgabe 08/2026

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20. Juli 2026

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EPSA-Finale

Hessens CIO Louisa Solonar-Unterasinger berichtet über eine länderübergreifende Kooperation zu KI.

Für den European Public Sector Award nominiert: Das EIPATeam besucht das CityLAB Berlin.

SPEZIAL

Aktuelle Strategien, Entwicklungen und IT-Lösungen im Bereich „KI & Automatisierung“.

25. eGovernment-Wettbewerb

Nach der Jury ist nun die Öffentlichkeit gefragt Die Jury hat ihre Schuldigkeit getan, steht nur noch das Publikumsvoting aus: Zum Silberjubiläum haben es viele spannende Projekte in die Finalrunde des eGovernment-Wettbewerbs geschafft, die zeigen, wie weit die digitale Transformation im Public Sector gediehen ist. ist besetzt mit Fachleuten aus Verwaltungsinformatik, Gesellschaftsentwicklung und Medien, darunter auch die eGovernment-Redaktion. Um die Jury zu entlasten, wurden von den insgesamt 56 Einreichungen in vier Kategorien die 15 vielversprechendsten vorausgewählt: jeweils vier in den Kategorien „KI und moderne Infrastruktur“, „EndezuEnde-Prozesse“ (E2E) sowie „Staatsmodernisierung und Verwaltungstransformation“, drei im Bereich „Digitale Souveränität und Sicherheit“. Der Vorbericht verwies im Übrigen darauf, dass „in allen vier Kategorien KI zum Einsatz“ kommt – Zeugnis dafür, in welcher Breite die junge Technologie bereits in der öffentlichen Verwaltung Anklang und Anwendung findet.

Vier Kategorien, 15 Projekte Im Bereich „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“ treten der Landesbetrieb Information und Technik NordrheinWestfalen mit NRW.Genius, der Tourismus NRW e. V. mit einer DataIntelligence-Initiative, das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg mit dem BW-Empfangsclient und Österreichs Bundeskanzleramt und Bundesrechenzentrum mit ihren KI-Strategien an. Bei den E2E-Prozessen stehen das digitale Lizenzantrags- und Prüfungswesen der Schweizer Zivilluftfahrt, das Digitale Jobcenter des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die Ein-Klick-Steuererklärung

des Bayerischen Landesamts für Steuern und das Serviceportal Migration Deutschland vom Bundesministerium des Innern zur Wahl. Im Feld „Staatsmodernisierung & Verwaltungstransformation“ sind die Wiener Kompetenzstelle gegen Cybergewalt an Frauen, die digitale Einsatzdokumentation INSITU von Berliner Polizei und BKA, das sächsische Aufgabenkritik-Tool sax.improve und das Personalabrechnungsprogramm des Bundesverwaltungsamts als Finalisten gesetzt. In der Kategorie „Digitale Souveränität und Sicherheit“ zählen die Open-Source-Strategie des Landes Berlin, das Tool zur Lieferketten-Absicherung LISSA des ITZBund und das dezentrale Dokumentenmanagement-Tool TruSpace der KfW zu den berücksichtigten Einreichungen.

Jon Abele, COO Central East und Geschäftsführer der BearingPoint GmbH, konstatiert: „Die Finalisten des eGovernment-Wettbewerbs stehen für den Mut, die Ideen und die Tatkraft, die wir brauchen, um einen Umbruch in der digitalen Verwaltung zu erreichen.“ Gleichsam ruft Martin Obholzer, Managing Director Öffentliche Hand bei Cisco Deutschland, dazu auf, die Potenziale „konsequent zu nutzen und in skalierbare Lösungen zu überführen“. Wer den Ministerialkongress und die Preisverleihungen am 2. und 3. September 2026 besuchen möchte, kann sich aktuell noch dafür registrieren. aus Weitere Informationen Hier geht es zur öffentlichen Abstimmung:

[ voge.ly/eGovWett26-voting ]

Kurz gemeldet LLMoin ab sofort im Marktplatz Deutschland Digital gelistet Was im Norden als KI-Projekt begann, steht nun bundesweit ohne Ausschreibungsaufwand zur Verfügung: Der KI-Assistent LLMoin, von Dataport und der Freien und Hansestadt Hamburg entwickelt, ist seit dem 14. Juli 2026 über den von govdigital und FITKO betriebenen Marktplatz Deutschland Digital (MDD) verfügbar. Damit erhielten Kommunen und Behörden einen „einfachen und schnellen Zugang zu moderner KI-Unterstützung“, konstatiert Torsten Koß, Vorstand Digitalisierung von Dataport. „Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Effizienz, Bürgernähe und Digitalisierung in der öffentlichen

Verwaltung.“ Die Bereitstellung erfolgt laut Dataport binnen zwei Wochen, abgerechnet wird quartalsweise im Nachhinein. Technisch deckt LLMoin für generative KI übliche Kernfunktionen wie Zusammenfassung, Textgenerierung, Recherche und freies Prompten, aber auch eine Prompt-Bibliothek ab. Die Listung im MDD-Shop ist der jüngste Schritt einer bereits fortgeschrittenen Entwicklung: Seit Ende 2024 läuft LLMoin produktiv in allen großen Behörden und Landesbetrieben in Hamburg, binnen eines Jahres wuchs die Zahl der Nutzenden auf rund 40.000. Weil das Tool von Beginn an auf Nachnutzung

ausgelegt war, setzen seit 2025 auch Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und SachsenAnhalt auf LLMoin, so dass die KI gegen Ende des Jahres über 60.000 Angestellten in der öffentlichen Verwaltung assistierte. Für dieses Jahr rechnet Dataport mit einem Anstieg auf mehr als 80.000 Nutzende, getrieben wohl auch durch die Aufnahme in den MDD. Der Marktplatz selbst fungiert als zentrale Beschaffungsplattform für digitale Verwaltungsprodukte und bietet seit seiner Live-Schaltung im März 2026 einen standardisierten, rechtssicheren und transparenten Bestellweg. Davon sollen insbesondere kleinere Kommunen

Bild: govdigital eG

Der 25. eGovernment-Wettbewerb von BearingPoint und Cisco geht in die heiße Phase: Seit dem 8. Juli können Bürgerinnen und Bürger online über ihr favorisiertes Projekt abstimmen. Die öffentliche Abstimmung läuft bis zum 20. August. Das Projekt-Team mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis, der auf dem Ministerialkongress am 2. September in der Alten Münze in Berlin verliehen wird. Die von der Jury gewählten Siegerprojekte werden tags darauf prämiert. Vorausgegangen waren zwei Finalistentage, in deren Rahmen die Verantwortlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene angesiedelten Projekte der Jury vorstellen durften. Diese

Alle Bürgerinnen und Bürger können jetzt online am Publikumsvoting zum 25. eGovernment-Wettbewerb teilnehmen.

ohne eigene IT-Beschaffungsabteilung profitieren. Klare Produktbeschreibungen und Anbieter-Unterstützung sollen zudem die Integration in bestehende Arbeitsabläufe erleichtern. Vorerst sind Bestellungen über den MDD auf DVC-konforme Cloud-Services beschränkt. Auffinden lassen zwar auch EfALeistungen, diese werden aber weiterhin über den Marktplatz für EfA-Leistungen bereitgestellt; parallel bleibt auch MaKI, der Marktplatz der KI-Möglichkeiten bestehen. aus voge.ly/mdd-shop