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Unser Ziel - Frühling 2026

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Liebe Freunde und Förderer,

Heilung braucht Forschung und Forschung braucht Geld. Bei der 31. José Carreras Gala wurden bis zum Schluss der Live-Übertragung 3.463.948 Euro für den Kampf gegen Leukämie und andere schwere Blut- und Knochenmarkserkrankungen gespendet. Ich verneige mich vor unseren Spenderinnen und Spendern für diese großzügige und nachhaltige Unterstützung. Seit unserer ersten Gala im Dezember 1995 haben wir circa 250 Millionen Euro an Spenden erhalten. Mit diesem Geld fördern wir seit drei Jahrzehnten die medizinische Forschung und soziale Projekte. Ich freue mich sehr, wenn ich mich persönlich von den Fortschritten der verschiedenen Forschungsprojekte und den Verbesserungen im Klinikalltag überzeugen darf, die wir Dank Ihrer Solidarität bereits fördern konnten. Bei jedem meiner Patientenbesuche spüre ich, wie dringend diese Menschen unsere Hilfe brauchen. Noch gibt es viel zu tun. Ich möchte Ihnen allen für ihre selbstlose Unterstützung danken. Sie machen es möglich, dass immer mehr Patienten die Chance haben, ihre Krankheit zu besiegen. Herzlichen Dank für Ihre große Hilfsbereitschaft.

Ihr

José Carreras

Frühjahr 2026

UNSER ZIEL

Zeitschrift für Partner & Freunde der José Carreras Leukämie-Stiftung

Zeitschrift für Partner & Freunde der José Carreras Leukämie-Stiftung

Unerschütterliche Hoffnung

Maartens Geschichte

Maarten erkrankte dreimal an Leukämie, erstmals kurz vor seinem vierten Geburtstag im September 2020. Seine Behandlung dauerte zwei Jahre. Im Januar 2023 folgte jedoch das erste Rezidiv und es war klar, dass nur eine Knochenmarktransplantation sein Leben retten konnte. Die Familie schöpfte Mut, denn es gab einen passenden Spender. Leider erkrankte Maarten im Juni 2024 erneut – dieser Rückfall wurde mit CART-Zellen behandelt. Jede dieser Phasen stellte Maarten und seine Familie vor unvorstellbare Herausforderungen. Was hat die fünfköpfige Familie durch diese schwere Zeit getragen? Mehr zu Maarten erfahren Sie im Heft ab Seite 20.

Maarten – ein großer Held

Veranstaltungskalender der José Carreras Leukämie-Stiftung

(Stand: 27.03 .2026)

Laufende Aktualisierung unter: www.carreras-stiftung.de

Januar bis Dezember 2026: Benefizlesen, Gelegenheit für alle Schulen, mitzumachen

25. April 2026:

Spendenlauf Baienfurt, Bürgermeister Günter Binder

29. April 2026: Waffelbacken für den guten Zweck, JoHo Dortmund

24. Mai 2026:

Benefizfußballturnier SC Staaken Berlin, Brigit Rösler

20. Juni 2026:

Langdistanzrennen – fränkisches Seenland, Stefan Keller

27. – 28. Juni 2026: 24 Stunden Tennis mit Herz, TSV Friesenstolz Riepe-Tennis

Juli 2026:

Lauf auf die Zugspitze, Justina Krug 15. August 2026: José Carreras Yacht Race Segelregatta, Münchner Yachtclub

10. September 2026: Hoffnungslauf „You never walk alone“, JoHo Dortmund

19. September 2026:

Mutmacher-Konzert in Ulm, Hämatone

31. Oktober 2026:

Benefizkonzert mit Kammerorchester in Plattling, Peter Gregor

Dezember 2026:

Benefiz-Aerobic Marathon Pleinfeld, Beate Keller

32. José Carreras Gala

Impressum

UNSER ZIEL ist eine kostenlose Zeitschrift für Förderer und Freunde des DJCLS e.V. V.i.S.d.P.: Dr. Ulrike Serini

Redaktion: Dr. Ulrike Serini, Ina Hönninger, Denise Kaske, Virginia Renalias, Iris Grimeisen, Torsten Fricke

Layout: Rapture Design, Beatrix Schmitt, Stadtbergen

Fotos: Torsten Fricke, Schneider-Press, API, Privat, Fotos DJCLS, Shutterstock, ARD/TV Studios, Karin Schneider, BMW, Jens Hartmann

Druck:

Evers-Druck GmbH

Ernst-GünterAlbers-Str. 13, 25704 Meldorf

Herausgeber und Verleger: Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. Erscheinungsweise: Halbjährlich Ausgabe: I, 2026

#ichfürdich

Aktionen für den guten Zweck

Viele Menschen unterstützen uns seit jeher mit tollen Spendenaktionen und helfen uns dabei unser großes Ziel zu erreichen. Ob mit Musik, Sport oder anderen kreativen Ideen – jede Aktion zählt! Haben auch Sie eine starke Idee für eine Spendenaktion? Informationen zur Planung gibt es auf Seite 25.

Emscher-Perlenfischer – Schlager der 20er und 30er Jahre

Die Emscher-Perlenfischer, die „Hauskapelle“ des Heimatvereins Mengede, luden zu einer musikalischen Zeitreise unter dem Titel „Die Schlager der 20er und 30er Jahre“ ein – und sammelten dabei für den guten Zweck.

Die Besucher des Kulturzentrums Mengeder Saalbau konnten sich auf ein vielfältiges Programm mit zahlreichen „Ohrwürmern“, aber auch auf weniger bekannten Melodien, freuen. Es wurden sowohl Instrumentalstücke als auch Vokalversionen dargeboten.

Die Solisten des Abends, die aus Mengede oder der nahen Umgebung kommen und überwiegend auf eine jahrzehntelange musikalische Vergangenheit zurückblicken, verbindet die Liebe zur Musik, der Spaß daran – sowie die Solidarität. Denn der Erlös des Abends wurde an die José Carreras Leukämie-Stiftung gespendet: über 1.200 Euro!

(v.l.) Michael Nau (Inhaber der Buchhandlung am Amtshaus) mit den Emscher-Perlenfischern Hans-Ulrich Peuser, Diethelm Textoris und Kai Neuvians.

Prominente engagieren sich

Große Jubiläumsausgabe des BMW Advents-Benefizkonzertes

Das BMW Advents-Benefizkonzert feierte am 16. Dezember 2025 sein 30-jähriges Jubiläum mit den Ehrengästen Königin Silvia von Schweden und Startenor José Carreras. Im Herkulessaal der Münchner Residenz wurde den Gästen vor Ort als auch im Livestream auf Staatsoper.tv ein unvergessliches musikalisches Erlebnis geboten.

Im Rahmen des erstklassigen Musikprogramms trat der spanische Startenor José Carreras als Gast neben der Sopranistin Diana Damrau und dem Tenor Jonas Kaufmann auf, unter der musikalischen Leitung von

Königin Silvia von Schweden mit Leopold Prinz von Bayern

Vladimir Jurowski und zu den bezaubernden Klängen des Bayerischen Staatsorchesters und des Kinderchors des Bayerischen Staatsorchesters. Moderiert wurde der Abend von Nina Eichinger und Gastgeber Bernd Döpke, Leiter der BMW Niederlassung München.

Den beeindruckenden Gesamterlös von 300.000 Euro teilte BMW zwei gemeinnützigen Organisationen zu: der Deutschen José Carreras Leukämie-

Schirmherrin Ursula Prinzessin von Bayern begrüßt José Carreras: v.l.n.r.: Tenor Jonas Kaufmann, Tenor und Stifter José Carreras, Sopranistin Diana Damrau und Schirmherrin Ursula Prinzessin von Bayern

Stiftung, gegründet von Startenor José Carreras und der von Königin Silvia von Schweden gegründeten World Childhood Foundation.

Die José Carreras Leukämie-Stiftung setzt die Spendengelder für ein interaktives Forschungslabor im Kinderklinikum München-Schwabing ein.

Großer Dank am Ende der Veranstaltung

Vielseitige Engagements

Tanzen gegen Leukämie

Die 39-jährige Katharina Küsters liebt es, zu tanzen. Seit nunmehr 12 Jahren ist sie lizenzierte Zumba-Trainerin und tanzt jede Woche mit Teilnehmerinnen, die ihre Begeisterung für Musik und Bewegung teilen.

Aus dieser Leidenschaft entstand die Idee, mit dem Spaß am Tanzen etwas Gutes zu tun. In der Vorweihnachtszeit plante sie daher, in den jeweiligen Zumba-Kurseinheiten mit einer Spendendose Spenden zugunsten der José Carreras Leukämie-Stiftung zu sammeln, die sie bereits seit vielen Jahren auch persönlich unterstützt. Normalerweise sammeln alle Teilnehmer vor Weihnachten Geld, um Katharina ein Geschenk zu machen – und auch Katharina hatte stets eine Kleinigkeit für jeden vorbereitet. In diesem Jahr jedoch stand der gute Zweck im Mittelpunkt.

Ihre Teilnehmerinnen griffen die Idee mit großer Begeisterung auf, und gemeinsam konnten im Rahmen der Spendenaktion 450 Euro gesammelt werden. Danke für diese tolle Initiative.

Lesung trifft Engagement

Bei der Lesung von Erika Bornhorst am 26.11.2025 beim Frauentreff in Lützelbach wurde wieder großzügig gespendet. Die lebenslustige Odenwälderin ist eifrig unterwegs, um sich bei all ihren Auftritten für die Arbeit der José Carreras Leukämie-Stiftung einzusetzen. Es macht ihr Spaß, mit ihrer positiven Lebenseinstellung den Alltag ihrer Zuhörer in Breuberg und Umgebung durch Vortragen von verschiedenen abwechslungsreichen Themen zu verschönern, gute Unterhaltung zu

So wird aus altem Zahngold echte Unterstützung

Dr. Jökel aus Münster war es ein großes Bedürfnis, die Arbeit der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung zu unterstützen. Dabei kam ihr als Zahnärztin die originelle Idee, altes

Zahngold aus Inlays, Kronen und Brücken als Gegenwert zu spenden. Wir haben uns über diese schöne Idee sehr gefreut und bedanken uns für 600 Euro im Kampf gegen den Blutkrebs.

bieten und gute Laune zu verbreiten. Wir danken herzlich für das treue und tatkräftige Engagement und wünschen weiterhin viel Freude.

Zumba-Tanzgruppe von Katharina Küsters
Erika Bornhorst
Frauentreff Lützelbach
Dr. Jökel

Vielseitige Engagements

Gemeinsam Erinnerungen teilen für die gute Sache

Im August 2025 fand auf dem Modellflugplatz des SMC Siegen in Siegen-Trupbach eine ganz besondere Benefiz-Gedenkveranstaltung statt. Jens Ising, ein leidenschaftlicher Modellflieger, war an Leukämie erkrankt und hat den schweren Kampf gegen diese Krankheit leider im August 2024 verloren. Seinem Sohn Sven, der ihn durch die schwere Zeit begleitet hatte, war es ein Herzensanliegen, ein Zeichen der Erinnerung zu setzen. Die Idee zu einer Benefiz-Gedenkveranstaltung war geboren und fand viele Unterstützer. Freunde und Helfer trugen mit großem Engagement zum Gelingen der dreitägigen Veranstaltung bei. Dank selbstgemachter Speisen, einem Getränkewagen und guter Organisation war für das leibliche Wohl und die Versorgung der Gäste gesorgt. Zwischen startenden und landenden Modellflugzeugen, persön-

lichen Gesprächen und bewegenden Momenten stand vor allem eines im Mittelpunkt: die Verbundenheit – untereinander und mit einem Menschen, der seine Leidenschaft für den Modellflug mit Vielen geteilt hat. Die Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg. Insgesamt kamen durch Überschüsse und Spenden 1.500 Euro zusammen. Beeindruckt von der hohen Summe, kam Sven noch eine weitere Idee, wie er zusätzliche Spenden einsammeln könnte: Sein Vater war 26 Jahre lang

bei der Firma Thomas Magnete GmbH beschäftigt. Mit dem guten Zweck im Gepäck brauchte er nicht viele Argumente, um den Betriebsrat von seiner Idee zu überzeugen. Und so kam es, dass er noch weitere 1.500 Euro aus einem Spendentopf der Mitarbeiter der Thomas Magnete GmbH erhielt. Nicht nur Sven war überwältigt und überaus dankbar. Wir freuen uns über so viel Einsatz und Unterstützung und möchten uns herzlich für die große Solidarität bedanken.

20. Aerobic-Marathon in Pleinfeld: Bewegung für den guten Zweck

Bereits zum 20. Mal fand der Aerobic-Marathon in Pleinfeld statt – und auch in diesem Jubiläumsjahr wurde der Kampf um Fitness mit dem Kampf gegen Leukämie verbunden. Bei der Jubiläumsausgabe kamen knapp 5.000 Euro an Spenden zusammen – ein beeindruckendes Ergebnis. In der Brombachhalle erwartete die Teilnehmer ein ganztägiges Programm voller Energie und Herzblut. Mit einer bunten Mischung aus Aerobic, Yoga, Zumba und weiteren Kursen war für jeden etwas dabei. Für die Stärkung zwischendurch war ebenfalls bestens gesorgt: Kaffee, Kuchen, Obst und Bowls standen für die Sportlerinnen und Sportler bereit.

20 Jahre Benefiz-Aerobic-Marathon

Mit viel Liebe zum Detail wurde alles von Veranstalterin Beate Keller und ihrem Team organisiert, die sich eine

20. Ausgabe ihrer Herzensveranstaltung anfangs kaum hätte vorstellen können.

Sven Ising mit zwei Unterstützerinnen
Modellflugplatz – Abheben für den guten Zweck

Vielseitige Engagements

Kreative Ideen – große Wirkung

Susanne, die sich seit vielen Jahren für die Arbeit der José Carreras Leukämie-Stiftung engagiert, hatte die Idee, zusammen mit Ihrer Freundin Leo auf einem Kreativmarkt liebevoll genähte und gebastelte Artikel für den guten Zweck zu verkaufen. Die ganze Familie hatte großen Spaß bei den Vorbereitungen und über den Verkauf kam ein Spendenerlös von 215 Euro zusammen. Vielen Dank für das kreative und engagierte Mitwirken.

Mit jedem Verkauf etwas Gutes bewirken

Im historischen Zentrum der Altstadt von Wolfratshausen fand vom 28. bis 30. November 2025 der traditionelle Weihnachtsmarkt statt. Wie immer bot er eine wunderbare Mischung aus weihnachtlichen Leckereien, festlichen Ständen und liebevoll gestalteten Handwerkserzeugnissen. Felias war schon voller Vorfreude. Der Viertklässler wollte sich, so wie bereits im vergangenen Jahr, für die gute Sache engagieren und war schon gespannt auf die Waren, die er für seinen Weihnachtsstand erhalten würde. Birgit Stüven, die sich seit mehr als 15 Jahren unermüdlich für die José Carreras Leukämie-Stiftung engagiert und Lizanne Kraft, ehemalige Leukämiepatientin, stellten Felias ihre selbstgefertigten Häkel- und

Strickwaren zum Verkauf zur Verfügung. Gemeinsam mit seiner Familie richtete Felias den Stand her – und das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Knapp 700 Euro kamen durch die Verkäufe zusammen. Wir danken herzlich für das Gemeinschaftsprojekt und dem ausdauernden Jungen, dem selbst die Kälte nichts anhaben konnte. Schon jetzt hat er angekündigt, dass er in diesem Jahr auf jeden Fall wieder dabei sein möchte. Wir freuen uns schon auf eine weitere Runde.

Mach was, nur Mut –Helfen tut gut

Unter dem Motto „Mach was, nur Mut – Helfen tut gut“ bot Ursula N. im November 2025 gemeinsam mit ihrem Ehemann Matthias auf dem „Martinimarkt“ liebevoll gestaltete Bastelarbeiten an.

Der Hintergrund der Aktion war sehr persönlich: Ursula war bis Ende vergangenen Jahres als Krankenschwester tätig und verlor im letzten Jahr eine Kollegin an Leukämie. Dieses einschneidende Erlebnis bewegte sie zutiefst und bestärkte sie in dem Wunsch, selbst aktiv zu werden und zu helfen. „Uns geht es gut, und wir sind gesund. Darum möchten wir etwas Gutes tun“, erklärt sie ihre Motivation. Der Verkauf der Bastelarbeiten stieß auf große Resonanz. Am Ende kam ein stolzer Betrag von 998 Euro für den guten Zweck zusammen. Das Bastelteam war überwältigt. „Es war ein echtes Herzensprojekt für uns –und hoffentlich nicht das letzte Mal“, so das kreative Team. Wir freuen uns sehr über dieses großartige Engagement und sagen von Herzen Danke.

Ursula und ihre dekorativen Weihnachtsartikel
Susanne und Leo mit handgefertigten Kreationen
Felias‘ Weihnachtsstand mit liebevoll gestalteten Handarbeiten

Vielseitige Engagements

Bereits zum 6. Mal hieß es:

Auf die Straßen – im Kampf gegen Leukämie!

Der virtuelle „Lauf gegen Leukämie” ist eine sportliche Herbsttradition, die Clemens Rupperath zugunsten der José Carreras Leukämie-Stiftung als Benefizaktion ins Leben gerufen hat. Ein ganzes Wochenende lang engagieren sich Kinder und Erwachsene für Leukämiekranke: Sie laufen oder radeln mit einer Startnummer ihre Lieblingsstrecke – und das überall auf der Welt. Es gab Wettbewerbe für jeden Geschmack und jede Kondition: 1 km Jugendlauf · 5 oder 10 km Lauf · Halbmarathon · 5 oder 10 km Walking · 25 oder 50 km Radfahren. Eine gute Gelegenheit, um alleine oder mit Freunden und Verwandten etwas für die Gesundheit zu tun und dabei Gutes zu bewirken! Herzlichen Dank an die 338 Teilnehmer der Ausgabe 2025 für 3.701,53 Euro!

Neueröffnung mit Herz

Juwelier Laufer in Minden feierte am 31. Oktober 2025 die offizielle Neueröffnung seiner umgestalteten Räumlichkeiten. Das Event versprach ein „Feuerwerk“ an Design und Handwerkskunst. Doch auch der gute Zweck kam hier nicht zu kurz. Olrik Laufer und seiner Familie ist es ein großes Anliegen, auch die Arbeit der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung zu unterstützen. Aus eigener Erfahrung weiß der Geschäftsmann, was es bedeutet, mit der Diagnose Leukämie konfrontiert zu sein. So wurde im Rahmen der Feierlichkeiten anstelle von Geschenken zu Spenden aufgerufen. Dabei kamen knapp 5.000 Euro zusammen. Herzlichen Dank an alle Unterstützer.

Ein beliebter Treffpunkt für den guten Zweck

Der Schulförderverein der Staatlichen Grundschule ‚Karl Oertel‘ Lehesten zeigt auch in der Weihnachtszeit großes Engagement. Jährlich ist die Glühweinhütte am Lehestener Kulturhaus ein beliebter Treffpunkt für einen guten Zweck. Im vergangenen Jahr ging ein Teil des Erlöses von den Einnahmen des Verkaufs erneut an die José Carreras Leukämie-Stiftung, um den Kampf gegen Leukämie und andere Blutkrankheiten zu unterstützen. 2016 unterstützte der Förderverein dieser kleinen Grundschule in Thüringen auch schon einmal die Stiftung. Unter dem Motto ‚IchFürDich‘ überwies er 2026 stolze 500 Euro. Wir möchten uns herzlich bei allen bedanken, die mit ihrem Einsatz und ihrer Zeit zur Unterstützung dieser wichtigen Sache beigetragen haben.

Glühweinhütte Lehesten

Melanie und Olrik Laufer, Minden 2025
Clemens Rupperath …
… und viele viele Teilnehmer

Förderung von Forschungsnachwuchs

Um den Forschungsnachwuchs im Bereich der Leukämien und verwandter bösartiger Blutkrankheiten zu fördern, vergibt die José Carreras Leukämie-Stiftung jedes Jahr Stipendien an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

So wurden auch im Jahr 2025 wieder 17 Stipendien vergeben. Die jungen forschen unter anderem an der Akuten Myeloischen Leukämie, der Akuten Lymphoblastischen Leukämie, dem Multiplen Myelom, der primären Myelofibrose sowie Myeloproliferative

Forschungsstipendien

▯ Ekaterina Logvinova, Universitätsklinikum Dresden

▯ Amar Hadzic, Klinikum der Universität München

José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO)

▯ Antonia Katrin Schwanzer, Klinikum Rechts der Isar der TU München

▯ Martin Aubermann, Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns, Köln

▯ Max Szameitat, Uniklinik Köln

▯ Ben Dettling, Universitätsklinikum Würzburg

▯ Lena Drecoll, Universitätsklinikum Heidelberg

▯ Lukas Franz, Universitätsklinikum Heidelberg

▯ Theodor Hutter, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Neoplasien. Nähere Informationen zu den jeweiligen Forschungsthemen finden Sie in unserem Blogbeitrag vom 19. Dezember 2025. (siehe QR).

▯ Louis Leon Reinhardt, Universitätsklinikum Würzburg

▯ Lukas Rösch, Uniklinik RWTH Aachen

▯ Lea Sophie Weinpert, Universitätsklinikum Tübingen

▯ Emil Wunderlich, Uniklinik RWTH Aachen

José Carreras-GPOH-Promotionsstipendien in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH).

▯ Franziska Carolin Seehausen, Medizinische Hochschule Hannover

▯ Nadine Einsiedel, Charité-Universitätsmedizin Berlin

▯ Denis Pinkle, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

▯ Alexander Balszuweit, TUM Universitätsklinikum München

Buntes aus der José-Carreras-Stipendienwelt

Internationale Auszeichnung für den von der Stiftung geförderten Promotionsstipendiaten Max Köppel

Doktorand Max Köppel forscht an der Uniklinik Würzburg und erhielt 2024 ein José-Carreras-DGHO-Promotionstipendium. Auf dem 22. Jahresreffen der International Myeloma Society in Toronto, Kanada, im September 2025, diskutierten führende internationale Expertinnen und Experten über die neuesten Erkenntnisse zur Früherkennung, Risikoklassifikation und Behandlung des Multiplen Myeloms – eine der zweithäufigsten Blutkrebsarten. Der Doktorand Max Köppel wurde für

seine auf dem Kongress vorgestellte Promotionsarbeit mit dem „Young Investigator Award“ ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Fernsehauftritt für Promotionsstipendiatin Marie Mertz bei der letzten José Carreras Gala

In der jährlichen Benefizgala der Stiftung wird anhand von Videobeiträgen und Interviews erläutert, wofür die erhaltenen Spendengelder eingesetzt werden. Bei der José Carreras Gala 2025 interviewte Moderator Sven Lorig eine Promotionsstipendiatin live auf der Bühne. Marie

Mertz studierte an der Medizinischen Fakultät Heidelberg und forscht aktuell mit einem José- CarrerasDGHO-Promotionsstipendium in der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Vielen Dank für die interessante Einsicht in die Welt des Forschungsnachwuchses!

Frauen in der Wissenschaft: Doppelinterview mit Prof. Dr. Marion Subklewe und Promotionsstipendiatin Antonia Schwanzer

Prof. Dr. Marion Subklewe ist Oberärztin der Medizinischen Klinik III für Hämatologie und Onkologie der LMU sowie Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der José Carreras Leukämie-Stiftung. Neben ihrer Tätigkeit als Ärztin und Wissenschaftlerin ist sie Gründerin von „FAME“ (Female Academic Medical Excellence). Dabei handelt es sich um ein Netzwerk von Universitätsprofessorinnen an der Medizinischen Fakultät der LMU, das weibliche Karrieren fördert und die nächste Generation weiblicher Führungskräfte in der akademischen Medizin vorbereitet. Antonia Schwanzer forscht aktuell mit einem JC-DGHO-Promotionsstipendium an der TUM und geht ihre ersten Karriereschritte. SZ-Journalistin Nicole Graner sprach mit Prof. Dr. Marion Subklewe und Antonia Schwanzer über ihre eigenen Erfahrungen als Wissenschaftlerinnen, Chancengleichheit, und aktuelle Herausforderungen und Chancen. Der Bericht wird im Frühjahr 2026 in der „Süddeutschen Zeitung” erscheinen. Wir freuen uns auf das spannende Thema!

Young Investigator Award – Auszeichnung von Max Köppel (Bildmitte)
Prof. Dr. Marion Subklewe und Antonia Schwanzer
Sven Lorig mit Marie Mertz, José Carreras Gala 2025
Prof.

Claudia Rössig: Neue Therapien für den Kampf gegen Leukämien bei Kindern

Internationaler Kinderkrebstag

am 15. Februar

Der 15. Februar ist der Internationale Kinderkrebstag. Am Kinderkrebstag erheben wir unsere Stimme, um Bewusstsein zu schaffen und Solidarität mit betroffenen Familien zu zeigen. Da die zwei Blutkrebserkrankungen Leukämie und Lymphome fast die Hälfte der Krebsdiagnosen bei Kindern und Jugendlichen ausmachen, ist dies auch in der José Carreras Leukämie-Stiftung ein wichtiges Thema. In diesem Jahr interviewten wir dazu eine Expertin und riefen einen Malwettbewerb ins Leben, bei dem betroffene Kinder sowie ihre Familien mit einer Zeichnung teilnehmen konnten.

Prof. Dr. Claudia Rössig, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster, ist eine der renommiertesten Expertinnen für Leukämie bei Kindern und engagiert sich als Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Prof. Dr. Claudia Rössig, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Münster

Frau Prof. Rössig, was bedeutet der Internationale Kinderkrebstag für Sie persönlich – und warum ist dieser Tag so wichtig?

Prof. Dr. Claudia Rössig: Ich widme mein ganzes berufliches Leben der Kinder-Onkologie und bin international mit Kollegen vernetzt, die sich ebenfalls dem Kampf gegen Leukämie verschrieben haben. Die meisten Menschen verdrängen das Thema, weil sie nicht darüber nachdenken wollen, dass auch ihre eigenen Kinder erkranken könnten. Viele meinen auch, dass Krebs bei Kindern heute kein großes Problem mehr darstellt. Mit dem Internationalen Kinderkrebstag haben wir eine gute Gelegenheit, um mit solchen Missverständnissen aufzuräumen. Gleichzeitig schärfen wir in der Öffentlichkeit das Bewusstsein, dass es die Wissenschaft ist, die uns weiterbringt.

Nur über den wissenschaftlichen Fortschritt können wir mehr Patienten retten und die Nebenwirkungen weiter eindämmen.

Leukämie ist leider immer noch die häufigste Krebserkrankung bei Kindern. Wie entsteht eine Leukämie bei Kindern?

Prof. Rössig: Es gibt eine Hypothese, dass möglicherweise bestimmte Zellen im Knochenmark des noch nicht geborenen Kindes vorliegen, die dann später unter sehr ungünstigen Umständen eine Leukämie auslösen können. Und zwar in der Kita-Zeit, in der Kinder ständig an harmlosen Infekten erkranken und sich das Abwehrsystem formt. In dieser Zeit scheint die Blutbildung beim Kind besonders empfindlich zu sein. Es gibt dazu mittlerweile eine Reihe von Forschungsprojekten. Es wäre natürlich prima, wenn man diese Zellen, die zu diesem Zeitpunkt noch harmlos sind, aber aus denen später eine Leukämie entstehen könnte, identifizieren und vernichten könnte. Ich halte es aber für unrealistisch, dass wir dies in Zukunft bei allen Kindern, die theoretisch an einer Leukämie erkranken könnten, durchführen werden.

Kennen Sie schon unsere neue Seite zum Thema Blutkrebs bei Kindern?

Früher kam die Leukämie-Diagnose bei einem Kind einem Todesurteil gleich. Wie ist die Situation heute?

Prof. Rössig: Die Heilungschancen bei Leukämie im Kindesalter sind heute sehr hoch und liegen je nach Art der Leukämie bei über 70 bis 90 Prozent. Das ist natürlich ein großer Erfolg. Auf der anderen Seite verlieren wir aber immer noch Kinder und müssen deshalb weiter forschen. Nicht vergessen dürfen wir außerdem, dass die aktuellen Leukämie-Therapien eine riesengroße Belastung für das Kind und die ganze Familie darstellen – und dies oft über Jahre. Die Leukämie-Therapie ist stark abwehrschwächend und dadurch gefährlich. Es gibt Kinder, bei denen wir die Leukämie zwar in den Griff bekommen, die aber an der Therapie sterben. Leider ist es auch so, dass Kinder, die eine Leukämie im Kleinkindalter überlebt haben, Spätfolgen erleiden können. Sie haben dann nicht dieselbe Lebenserwartung und nicht dieselben Chancen, bis ins hohe Alter eine hohe Lebensqualität aufrecht zu erhalten wie andere Menschen. Die schlimmsten Spätfolgen sind die, die durch eine allogene Stammzelltransplantation entstehen, weil im Zuge der Therapie der gesamte Körper bestrahlt wird. Bei einem jungen Körper, der noch im Wachsen begriffen ist, kann das dramatische Folgen haben, wie spätere Unfruchtbarkeit und eine Schädigung verschiedener Organe.

Außerdem steigt das Risiko für eine weitere Krebserkrankung im Laufe des Lebens.

Welche Ansätze gibt es, um diese Nebenwirkungen einzudämmen?

Prof. Rössig: Ein vielversprechender Ansatz ist die zielgerichtete Immuntherapie. Dabei wird das körpereigene Immunsystem aktiviert, um Krebszellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Wir sprechen zum Beispiel von bispezifischen T-Zell-Engagern, die die körpereigenen T-Zellen dazu bringen, sich direkt an Tumorzellen zu binden und diese vernichten. Eine andere Innovation ist es, Abwehrzellen aus dem Körper des Patienten zu entnehmen und sie genetisch zu verändern. Dabei werden sie im Labor mit einem künstlichen Rezeptor, dem

Chimeric Antigen Receptor, versehen. Diese CAR-T-Zellen sind dann in der Lage, überall im Körper Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Ein weiterer wichtiger Forschungsansatz ist es, Leukämiezellen besser zu verstehen. Wo kann man eingreifen, so dass die Leukämie entweder gar nicht entsteht oder wie kann man sie gezielter bekämpfen? Ich glaube, dass es auch in Zukunft nicht eine einzige Therapieform geben wird. Neben neuen Verfahren werden auch Chemotherapie und Stammzelltransplantation weiterhin ihre Berechtigung haben. Wir brauchen ein Arsenal vielfältiger Mittel, um Leukämien wirksamer bekämpfen zu können. Und wir müssen noch besser wissen, in welcher Situation wir welche Methode am wirkungsvollsten anwenden.

Malwettbewerb zum Kinderkrebstag

Um die Öffentlichkeit für das Thema Krebs bei Kindern zu sensibilisieren, starteten wir zum Kinderkrebstag einen Malwettbewerb und luden betroffene Kinder, sowie ihre Familien dazu ein, mit einer Zeichnung teilzunehmen. Berührend, fröhlich, witzig… die erhaltenen Zeichnungen bildeten eine wunderschöne bunte Mischung, aus welcher das „Pub-

likum“ über das Wochenende des Kinderkrebstags auf unserer Webseite ein Lieblingsbild wählen durfte.

Wir gratulieren Vivien (7) als Gewinnerin herzlich und werden ihr Bild als neue Postkarte der Stiftung drucken lassen! Alle weiteren Stars des Malwettbewerbs waren (in alphabetischer Reihenfolge): Artur (9), Enya (6), Finn Luca (4), Hector (4), Judith (13), Lara (9), Lenea (9), Louella (2), Marla (9), Maximilian (18),

Wie wichtig ist für die Erforschung der Leukämien und der Entwicklung neuer Therapien die Unterstützung durch die José Carreras Leukämie-Stiftung?

Prof. Rössig: Die Leukämieforschung wird ganz maßgeblich durch die José Carreras Leukämie-Stiftung finanziert, und zahlreiche wertvolle Projekte werden über eine Anschubfinanzierung initiiert. Über den Wissenschaftlichen Beirat, der aus renommierten Kolleginnen und Kollegen besteht, stellen wir sicher, dass wirklich nur wissenschaftlich hochwertige und vielversprechende Forschungsprojekte im Hinblick auf die klinische Anwendung gefördert werden. In meinen Augen ist die José Carreras Leukämie-Stiftung für die Leukämieforschung in Deutschland nicht wegzudenken.

An alle: herzlichen Dank für Eure

Mia (12), Noah (11), Noelia (6) und Raphael (16).
Kunst! Vivien (7)
Maximilian (18)
Lara (9)
Mia (12)
Arthur (9)
Noah (11)
Lenea (9)
Finn Luca (4)
Enya (6)
Noelia (6)
Louella (2)
Hector (4)
Raphael (16)
Marla (9)
Judith (11)

Die 31. José Carreras Gala

Ein Abend voller Hoffnung und Menschlichkeit

Am 10. Dezember 2025 wurde die Media City Leipzig erneut zum leuchtenden Mittelpunkt im Kampf gegen Leukämie. Die 31. José Carreras Gala, live im MDR übertragen, bewegte Zuschauerinnen und Zuschauer – und setzte ein starkes Zeichen der Solidarität. Am Ende dieses emotionalen Abends stand ein beeindrucken-

des Spendenergebnis von 3.463.948

Euro. Ein Ergebnis, das Hoffnung schenkt und konkrete Hilfe ermöglicht – für Patientinnen und Patienten sowie deren Familien.

Gastgeber und Stifter José Carreras führte gemeinsam mit den Moderatoren Sven Lorig und Stephanie Müller-Spirra durch den

Abend. Mit großer Dankbarkeit wandte sich José Carreras an seine Unterstützer: „Ich verneige mich vor unseren Spendern für diese großzügige und nachhaltige Unterstützung. Seit unserer ersten Gala im Dezember 1995 haben wir über 250 Millionen Euro an Spenden erhalten. Mit diesem Geld fördern wir seit drei Jahrzehnten die medizinische Forschung und soziale Projekte.“

Neben bewegenden Patientengeschichten waren es vor allem die musikalischen Höhepunkte, die die Gala zu einem besonderen Erlebnis machten. Ein hochkarätiges Line-up von internationalen und nationalen Stars sorgte für unvergessliche Momente auf der Bühne. Viele von ihnen engagieren sich seit Jahren für den Kampf gegen Leukämie – für sie ist der Auftritt bei der José Carreras Gala weit mehr als ein musikalischer Termin: Es ist eine Herzensangelegenheit.

Den Abend eröffnete der traditionsreiche Dresdner Kreuzchor mit „Adeste Fideles“ und verlieh ihm so eine feierliche, weihnachtliche Note. Schlagersängerin Beatrice Egli setzte mit ihrer Energie und dem Lied „Herzstapfen“ strahlende Akzente. Der langjährige Unterstützer Chris de

Beatrice Egli
Chris de Burgh
José Carreras, Stephanie Müller-Spirra und Sven Lorig führen durch den Abend.
Dresdner Kreuzchor

Burgh, der seit 1995 regelmäßig bei der José Carreras Gala auftritt, verzauberte das Publikum mit dem Lied „On this Day“ aus seinem aktuellen Album „50“. Der international gefeierte Tenor Rolando Villazón begeisterte mit opernhafter Leidenschaft und sorgte mit „She“ und „Feliz Navidad“ für feierliche Stimmung. Bei seinem ersten Auftritt in der José Carreras Gala sorgte Thomas Anders mit seinem Modern-Talking-Medley für große Emotionen. Der Graf von Unheilig rührte das Publikum mit dem einfühlsamen und bewegenden „Mein Löwe“, das er seiner Mutter gewidmet hat, ein sehr persönlicher Song. Auch Ella Endlich berührte mit ihrer gefühlvollen

Performance ihres Hits „Küss mich, halt mich, lieb mich“. Gastgeber José Carreras interpretierte „Stille Nacht“, begleitet von den jungen Stars des Virtuosos-Wettbewerbs, sowie das neapolitanische Lied „Core ‚ngrato“. Popstar Alvaro Soler brachte mit „Jardín de los recuerdos“, das er mit der Gitarre spielte, sommerliche Leichtigkeit nach Leipzig.

Die norddeutsche Kultband Santiano begeisterte mit dem kraftvollen „Ekke Nekkepenn“. Der amerikanische Opernstar Jonathan Tetelman beeindruckte mit seinem „Ave Maria“ und seiner stimmlichen Brillanz. Café del Mundo und Lea Maria Löffler spielten die gefühlvolle musikalische

Jonathan Tetelman
Café del Mundo
Lea Maria Löffler
Santiano
José Carreras
Unheilig
Alvaro Soler
Rolando Villazón Ella Endlich
Thomas Anders

Begleitung zur Erinnerung an verstorbene Patienten.

Prominente Unterstützung am

Spendentelefon: Prominente Gäste nahmen im Spendenpanel Anrufe entgegen, sprachen mit Unterstützerinnen und Unterstützern und dankten persönlich für jede einzelne Spende. Fleißig für den guten Zweck telefonierten (in alphabetischer Reihenfolge):

Luise Bähr, Tan Caglar, Mai Duong Kieu, Hendrik Duryn, Marwa Eldessouky, Julian Janssen, bekannt als „Checker Julian“, Susanne Klehn, Barbara Meier, Stefan Mross, Kamilla Senjo, Sophia Thiel und Maja Weber, sowie unsere Botschafter Felix Brych, Nele Kiper, Ina Paule Klink, Robert Lohr und Jürgen Tonkel.

Prominente mit Herz unterstützen José Carreras am Spendenpanel

Experten-Chat

Während der Sendung konnten Betroffene ihre Fragen zu Leukämie und verwandte Erkrankungen im Experten-Chat stellen. 2025 war erneut Prof. Dr. Andreas Hochhaus, Direktor der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Jena, im Dienst. Außenaktion am Neuen Rathaus

An der Fassade des Neuen Rathauses in Leipzig erschienen während der 31. José Carreras Gala den ganzen Abend ganz groß die Namen von Menschen und Institutionen, die José Carreras im Jahr 2025 unterstützten – sowie das Spendenergebnis des Abends. Vielen Dank an Oberbürgermeister Burkhard Jung für diese schöne Möglichkeit!

Neues Rathaus in Leipzig
Sven Lorig, José Carreras und Stephanie Müller-Spirra bedanken sich für die erfolgreiche Gala
Junge Musiker des Virtuosos-Wettbewerbs
Die 31. José Carreras Gala mit allen Stars und Panelgästen
Prof. Dr. Andreas Hochhaus

Singchallenge #ichfürdich: 12.500 Euro dank 50 Videos

2025 startete erneut eine große Mitmachaktion. Um die Verbundenheit zu würdigen, die viele Betroffene nach der Diagnose von ihren Familien, Freunden, Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern erfahren, wollten wir nicht nur „Danke sagen“, sondern gemeinsam „Danke singen“! Mit einem Cover des Liedes „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller, gespielt von den Münchner Symphonikern. Für jedes eingereichte Video zahlte ein Sponsor 250 Euro. Herzlichen Dank!

Wir entlasten Sie und setzen unsere Erfahrung und unsere Kompetenzen für Ihren Erfolg ein und teilen unsere wertvollen Kontakte zu Steuerbera tern, Rechtsanwälten und Banken gerne mit Ihnen Dadurch schaffen wir Ihnen Freiräume für wichtige und schöne Dinge im Leben

Ansprechpartner: Hubert Thaler und Michael Thaler Vorstände der TOP Vermögen AG und ehrenamtliche Vorstände der Werner Reichenberger Stift

Kostenfreies und unverbindliches Erstgespräch anfordern.

Symposium: „Klonale Hämatopoese und Präleukämie“

veranstaltet von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung

Symposium, Köln 2025

Am 23. Oktober 2025 fand in Köln ein von der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung organisiertes Symposium zum Thema „Klonale Hämatopoese und Präleukämie“ statt. Unter der Leitung von Prof. Hans-Jochem Kolb und der fachlichen Unterstützung von Prof. Karl Welte und Prof. Andreas Neubauer referierten ausgewiesene Wissenschaftler zum Thema. Teilnehmer des Symposiums waren erfahrene Wissenschaftler und auch zahlreiche Stipendiaten der José Carreras Leukämie-Stiftung. Das Niveau der Vorträge wurde als exzellent gelobt und die fachliche Diskussion war äußerst konstruktiv. Besonders hervorzuheben ist, dass das Thema sowohl aus erwachsenen- als auch pädiatrischer Sicht beleuchtet wurde. Das Thema des Symposiums ist eng verbunden mit dem neuen Forschungsschwerpunktprogramm „Molekulare Mechanismen von erworbenen und angeborenen Prädispositionen für Leukämie-, Lymphom- oder Myelom-Erkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter“ der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Wir freuen uns sehr, eine fachlich so

Das Organisations- und Vortragsteam

Symposiumsteilnehmer

hochrangige Veranstaltung organisiert und unterstützt zu haben, und hoffen, dass auch sie einen kleinen Beitrag zur Verwirklichung unseres Ziels leisten konnte: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“

VORTRÄGE

Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, Universitätsklinikum Freiburg

Germline predisposition to myeloid neoplasms: Clinical features and clonal evolution

Forschung für eine frühere Behandlung von Blutkrebs

Prof. Dr. Julia Hauer, München Klinik/TUM Klinikum rechts der Isar

Genetic predisposition syndroms in children with acute lymphatic leukemia

Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt, Universitätsklinikum Heidelberg

MGUS, SMM and myeloma: Risk factors of progression

Prof. Dr. Detlef Haase, Universitätsmedizin Göttingen

Genetics of clonal progression in CHIP and preleukemia

Mit dem neuen Förderprogramm wird untersucht, warum manche Menschen (sowohl Kinder als auch Erwachsene) ein erhöhtes Risiko für Blutkrebs wie Leukämien oder Lymphome haben. Dafür werden unter anderem frühe Veränderungen im Blut und seltene angeborene Störungen erforscht. Die Erkenntnisse sollen helfen, Risikopersonen künftig früher zu erkennen und gezielt zu behandeln, bevor die Krankheit ausbricht.

Aus der Stiftung: Wer wir sind

Prof. Dr. Andreas Neubauer:

„Das

Leben ist ein unfassbares Geschenk“

Er ist einer der führenden LeukämieExperten in Deutschland: Seit fast drei Jahrzehnten gehört Prof. Dr. Andreas Neubauer dem Wissenschaftlichen Beirat der José Carreras LeukämieStiftung an. Zu seiner Verabschiedung als Direktor der Klinik für Innere Medizin und Hämatologie, Onkologie, Immunologie am Universitätsklinikum Marburg kam sogar José Carreras vorbei, um Danke zu sagen. Nach seiner Emeritierung im April 2024 widmet sich Prof. Neubauer weiterhin der Forschung und engagiert sich weiter auch im Vorstand der José Carreras Leukämie-Stiftung.

Herr Prof. Neubauer, wann haben Sie das erste Mal José Carreras getroffen?

Prof. Dr. Andreas Neubauer: Im Dezember 1997, kurz vor der José Carreras Gala. Er hat damals Leukämiepatienten am Universitätsklinikum Dresden besucht, in dem ich tätig war. Ich erinnere mich an einen sehr emotionalen Moment: Eine Leukämiepatientin fragte Herrn Carreras nach einem längeren Gespräch, ob er ihr einen Gefallen tun und für sie ein Weihnachtslied singen könne. Er schickte dann das TV-Team aus dem Zimmer und sang auf Katalanisch „Stille Nacht“. Kurz vor ihrem Tod erzählte sie mir, dass dies einer der schönsten Momente in ihrem Leben gewesen sei.

Sie sind in West-Berlin aufgewachsen. Ihr Vater, der Sie sehr geprägt hat, war Pfarrer. Was war für Sie der Auslöser, Medizin zu studieren?

Prof. Neubauer: Ich habe über meinen Vater noch Zeitzeugen des Widerstands gegen die Diktatur der Nationalsozialisten kennenlernen dürfen. Die Frage nach dem „Warum ist das so gelaufen und nicht anders?“ hat mich geprägt und immer meine Neugier geweckt. Ich wollte sogar zunächst Pfarrer werden, aber

mein Vater meinte, das wäre keine so gute Idee. Also begann ich mit dem Medizinstudium und wollte eigentlich sofort wieder abbrechen, da die vielen Leichen im Anatomiesaal für mich eine große Belastung darstellten. Der für mich entscheidende Moment war dann allerdings, als ich eines Abends in der Bibliothek des Instituts für Biochemie gelesen habe, ohne irgendetwas zu verstehen. Dann sprach mich ein Professor an und zeigte mir ein DNA-Modell. Da war ich sofort Feuer und Flamme, habe aber im Praktischen Jahr zunächst einen Ausflug in die Psychiatrie gemacht.

Sie sind von Berlin nach Hamburg gewechselt und haben bei Kurt Winkler, Professor für Kinderheilkunde und Direktor der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, promoviert. Wie kam es dazu?

Prof. Neubauer: „Die dortige Kinder-Leukämieforschung hatte einen sehr guten Ruf. Es war klar, dass die Leukämieforschung auch für andere Krebstherapien ein Vorreiter ist. Im Rahmen meiner Doktorarbeit entwickelte ich ein Serum zur frühen Entdeckung von Krebszellen. Ein zweiter prägender Moment war leider die Erkrankung meines drei Jahre

älteren Cousins an einer chronischen myeloischen Leukämie, an der er auch sehr schnell verstarb. Dank des medizinischen Fortschritts hätte er heute vermutlich eine normale Lebenserwartung. Auch das zeigt, wie wichtig Forschung ist. Nur so können wir bessere Therapien entwickeln und schwere Erkrankungen irgendwann einmal heilen.

Leider war das nicht der einzige Schicksalsschlag. Auch Ihre erste Ehefrau ist an Krebs verstorben. Prof. Neubauer: Wir waren schon in der Schulzeit zusammen, und Beatrix hat immer sehr gesund gelebt. Dennoch erkrankte sie zweimal an Krebs und verstarb 2010 innerhalb sehr kurzer Zeit. Auch dieses Schicksal zeigt, dass wir immer noch zu wenig verstehen: Warum kann sich eine so bösartige Zellpopulation gegen das Immunsystem durchsetzen? Und warum sprechen oft Krebszellen auf keine einzige Therapie an?

Sie gehören seit fast drei Jahrzehnten dem Wissenschaftlichen Beirat der José Carreras Leukämie-Stiftung an und haben auch als Vorstandsmitglied der José Carreras Leukämie-Stiftung ein

enges Verhältnis zu José Carreras. Wie würden Sie ihn beschreiben?

Prof. Neubauer: …als bescheidenen und hochkonzentrierten Menschen. José Carreras ist einer der ganz wenigen Patienten, der sein Versprechen eingehalten hat. Nach seiner Genesung hat er den Kampf gegen Leukämie zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Für mich ist José Carreras ein großes Vorbild.

„Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem“ – Diese große Vision von José Carreras ist trotz aller Fortschritte noch nicht erreicht. Wie gehen Sie persönlich mit dem Thema Tod um?

Prof. Neubauer: Viele Menschen haben noch nie einen toten Menschen gesehen, nicht einmal die Großmutter oder die Eltern. Wir haben uns als Gesellschaft von dieser essentiellen

Frage Tod – Leben partiell entfremdet. Ich sehe es so: Das Leben ist ein unfassbares Geschenk, welches wir vielerorts mit Krieg und Hass mit den Füßen treten. In der Onkologie sehen Sie dagegen jeden Tag, wie wertvoll das Leben ist. Und wir wissen alle, dass am Ende unseres Lebens der Tod steht.

Interview: Torsten Fricke

José Carreras Ferienwohnung „Erholungsinsel“ auf

Seit Mai 2025 stellt die José Carreras Leukämie-Stiftung Patientinnen und Patienten, die an Leukämie oder bösartigen verwandten Blut- oder Knochenmarkerkrankungen erkrankt sind oder waren, und ihren Familien die Ferienwohnung „Erholungsinsel“ auf Sylt zur Verfügung.

Die helle Ferienwohnung liegt ruhig ganz in der Nähe der Dünen und des Strandes. Sie bietet Betroffenen und ihren Familien eine Möglichkeit, nach langen Krankenhausaufenthalten mit vielen Unsicherheiten Kraft zu schöpfen und sich zu erholen.

Die Kooperation mit der nahe gelegenen SyltKlinik der Deutschen Kinderkrebsstiftung bietet Betroffenen Sicherheit und macht einen Urlaub überhaupt erst möglich.

Genutzt wird die Ferienwohnung bisher vor allem von Familien, deren Kin-

Sylt

der an Leukämie erkrankt sind oder waren. Diese freuen sich insbesondere über die gemeinsame Familienzeit mit vielen schönen Augenblicken, die nicht nur für die erkrankten Kinder, sondern auch für ihre Geschwister und die Eltern extrem wichtig sind.

Helles Wohnzimmer mit Küchenzeile
Die Terrasse der Ferienwohnung Dünen, Strand und Meer
Wenningstedt

Patientengeschichte: Maarten

September 2020 – Maarten ist drei Jahre alt, als seine Eltern einen geschwollenen Lymphknoten bemerken. Zunächst hoffen sie, es sei nur eine harmlose Infektion – etwas, das bald wieder vergeht. Doch mit jedem Tag wächst die Sorge, und nach Wochen voller banger Ungewissheit war klar: Es ist keine verschleppte Erkältung. Es ist Leukämie. Diese erschütternde Diagnose verändert alles, und der Schock trifft die Eltern mit voller Wucht.

Besuche waren undenkbar

Für die Familie bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Die Ärztinnen der Uniklinik Münster starten sofort mit einer Chemotherapie. Corona und die damit verbundenen Einschränkungen machen die neue Situation zusätzlich schwer. Maarten und Papa Hauke waren auf der kinderonkologischen Station und Leevke, Maartens einjährige Schwester mit Mama Victoria zu Hause. Besuche waren undenkbar. „Wir sahen uns immer nur kurz vor der Station oder auf dem Parkplatz der Klinik - immer mit Maske, immer darauf bedacht, keine Infekte einzuschleppen“, so der Familienvater.

Alle helfen mit „Als Maarten im Dezember 2020 mit einer Lungenentzündung im Zelltief auf Station kämpfte, bekamen wir große Angst und fragten uns, ob die Therapie nicht anschlägt und der Krebs

Maarten – unser großer Held

zurückkommt. Das Team aus Pflegenden, Ärzten und psycho-sozialen Mitarbeitenden fing uns in dieser Zeit großartig auf. Zum ersten Mal erlebten wir, wie wertvoll neben einer exzellen-

ten medizinischen Versorgung auch diese Angebote auf der Station waren. Glücklicherweise erholte sich Maarten und konnte die Behandlungsprotokolle in den darauffolgenden Monaten Stück für Stück absolvieren“, so die Eltern im Wechselbad der Gefühle.

Es schien alles perfekt

Nach dieser schweren Zeit verbringt die Familie im Frühjahr 2022 vier unvergessliche Wochen gemeinsam in einer Familienreha im Schwarzwald. „Wir lebten in dem Glauben, dass die Leukämie nur eine kurze Episode in Maartens und in unserem Leben gewesen ist und es jetzt ohne Krebs weiter geht. Im Sommer wurde Freyja als drittes Kind in unsere Familie

Maarten im Krankenhaus
Maarten wird Schulkind
Maarten hat Leukämie

Unterwegs in ein unbeschwertes Leben

geboren. Und als Maarten im September 2022 die Dauertherapie beendete, schien alles perfekt. Wir waren einfach glücklich“, so die Eltern.

Maarten – Einschulung im Klinikum

Doch im Januar 2023 erfuhr das Leben der Familie einen erneuten Schlag. Bei Maarten wurde ein Rezidiv diagnostiziert. Schnell wird klar, ohne eine Knochenmarktransplantation (KMT) wird er keine Chance auf ein Weiterleben haben. „Da gehen die Gedanken spazieren – weil es real wird, dass unser Kind das nicht überstehen könnte. In der Vorbereitung zur KMT musste Maarten hochdosierte Chemoblöcke, Kortison und Bestrahlungen ertragen und voller Hoffnung, wurden im Juli 2023 die neuen ‚Blutfabriken‘, wie Maarten sie nannte, eingebaut. Er brauchte ein halbes Jahr, um sich von der KMT zu erholen und wurde in dieser Zeit auf der Station im Klinikum eingeschult. Voller Stolz startete er im Februar 2024 zu seinem ersten Schultag in Präsenz. Maarten war überglücklich. Die sozialen Kontakte, das normale Leben ließen ihn

aufblühen und Tag für Tag kräftiger werden“, so die erleichterten Eltern.

Die Leukämie kam wieder zurück

„Diese unbeschwerte Zeit blieb aber nicht lange. Bei einer Routineuntersuchung im Juni 2024 kam der Albtraum zurück. Die Leukämie war wieder da und hatte die Hirnnerven anschwellen lassen. Maartens Gesicht war ganz schief und eine neue Therapie wurde eingeleitet. Was in der Forschung der letzten Jahre hier erreicht wurde, gleicht einem Wunder. Maarten ist eines der Kinder, die zeigen, wie bahnbrechend der Unterschied zwischen einer Knochenmarktransplantation und einer CAR-T-Zelltherapie ist“, so Vater Hauke. Nach der Diagnose im Juni und der CAR-T-Zellgabe Anfang August, durfte Maarten bereits im September wieder in die Schule gehen. Kontrollen und Arztbesuche begleiteten seinen Alltag, aber er war nach drei Monaten zurück an dem Ort, an dem er seine Freunde traf, an dem er seinen Alltag leben durfte und an dem er sich so wohl fühlte und einfach glücklich ist.

Etwas Größeres ist nicht vorstellbar

„Heute geht es Maarten gut. Er ist ein fröhlicher 8-jähriger Junge, der geprägt wurde von fünf Jahren Krebsbehandlung. Er ist ein Junge, der sich sehr gut kennt, der so gut weiß, was er schaffen kann und will, der in die 3. Klasse geht und sich Stück für Stück das zurückerobert, was ihm die Krankheit genommen hat oder was er in den letzten fünf Jahren gar nicht erst kennenlernen konnte. Unser Kind

kann teilhaben am Leben und wir dürfen als Familie wieder Alltag leben. Etwas Größeres ist nicht vorstellbar. Es ist eine Freude zu sehen, wie unsere drei Kinder zusammen groß werden dürfen. Wie sie einen Sommer genießen durften, den es so frei lange nicht gegeben hat. Und so hoffen wir weiter auf eine gesunde, gemeinsame Zukunft als fünfköpfige Familie – in der absoluten Gewissheit, dass es keine Garantien gibt.“

Buchtipp

Victoria und Hauke Sohst

KREBS³ EIN BUCH ÜBER HOFFNUNG UND DAS LEBEN IM MOMENT

Taschenbuch Verlag Tredition, 2025 ISBN: 978-3-384-63238-8 Sprache: Deutsch

Wie lebst Du, wenn dein Kind dreimal den Krebs überwunden hat? Anders? Tiefer? Bewusster? Oder machst Du einfach so weiter? Ein Buch über Hoffnung und das Leben im Moment. Eine Verarbeitung, aber vor allem ein Mut- und Hoffnungsmacher. Detaillierte Informationen zu dem Buch finden Sie unter: www.krebshochdrei.de

Der Erlös aus dem Verkauf dieses Buches geht in die Forschung im Kampf gegen Blutkrebs – vielen herzlichen Dank!

Leevke: Ich möchte, dass mein Bruder immer bei mir bleibt
Maarten und Leevke mit ihrer kleinen Schwester Freyja
Vater und Sohn können unbekümmert lachen
auch Geschwister sind Helden

Bericht der Deutschen José Carerras Leukämie-Stiftung e.V. aus den Bundesländern – hier: Saarland

Engagement mit Herz –Agnes Bäcker und ihre

Weihnachtsspendenaktion

Agnes Bäcker ist eine sehr engagierte Frau. Mit ihrer traditionellen Weihnachtsspendenaktion, die sie 2025 bereits zum sechsten Mal organisierte, ist sie in Saarbrücken und Umgebung längst bekannt.

Sie besitzt ein besonderes Gespür für gute Ideen und deren Umsetzung. Dieses Talent stellt sie mit großem Einsatz in den Dienst der guten Sache. Schon 2020, bei ihrer ersten Spendenaktion mit Weihnachtsmarkt, unterstützte sie die Arbeit der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V.. Auch 2025 war es ihr wieder ein Herzensanliegen, sich für diese wichtige Mission starkzumachen.

Eine so große Aktion lässt sich jedoch nicht allein bewältigen. Von Beginn an stehen ihr Freunde und Familie tatkräftig zur Seite und helfen, wo immer Unterstützung gebraucht wird. Darüber hinaus ist Agnes Bäcker auf die zahlreichen Weihnachtsartikel angewiesen, die ihr für den guten Zweck zur Verfügung gestellt werden, ebenso wie auf Sachspenden für die Tombola. Dank der großen Hilfsbereitschaft funktioniert dies nun schon seit sechs Jahren wie am Schnürchen.

Das Ergebnis ist beeindruckend: Unglaubliche 13.777 Euro konnten 2025 gesammelt werden. Dafür sagen wir von Herzen Danke – an Agnes Bäcker und an alle, die diese wunderbare Aktion unterstützt haben.

Kaum ist die Weihnachtsspendenaktion abgeschlossen, beginnen bereits die Planungen für das nächste Jahr. Schon im Sommer befindet sich die Organisatorin gedanklich im Weihnachtsmodus. Mit viel Kreativität und der Unterstützung zahlreicher Helfer entsteht nach und nach ein liebevoll gestalteter Weihnachtsmarkt, der an Vielfalt kaum zu übertreffen ist.

Die feierliche Eröffnung in ihrem stimmungsvoll dekorierten Gartenhaus findet traditionell im Oktober statt.

Agnes Bäcker und ihre Weihnachtsboten
Viele bunte Weihnachtsartikel
Agnes Bäcker in ihrem Element

Bleibendes hinterlassen

Für viele Menschen ist es ein wichtiges Anliegen, auch über das eigene Leben hinaus, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig entstehen dabei oft Fragen, die unbeantwortet bleiben. Ein Testament sichert, dass Ihr Wille erfüllt wird und ermöglicht es, Bleibendes zu hinterlassen. Gerne beraten wir Sie vertrauensvoll, wenn Sie bleibende Werte schaffen und nachhaltig vorsorgen möchten.

Ihr letzter Wille – in guten Händen bei der José Carreras Leukämie-Stiftung

Mit Ihrer Zuwendung an die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung helfen Sie wirksam und nachhaltig. Wirksam, weil Ihre Zuwendung dort ankommt, wo sie gebraucht wird: bei Projekten in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Infrastruktur sowie bei Selbsthilfegruppen und Elterninitiativen. Nachhaltig, weil Sie mithelfen, die Projekte der Deutschen José Carreras Leukämie-Stiftung auch in Zukunft zu sichern. Wir achten streng darauf, dass die Auflagen in Ihrem Testament erfüllt werden und kümmern uns auf Wunsch auch um die Pflege Ihres Grabes oder andere Angelegenheiten, die Ihnen am Herzen liegen.

Kümmert sich die José Carreras Leukämie-Stiftung im Erbfall um die Testamentsvollstreckung?

Wenn Sie die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung als Erbin einsetzten und es keinen Testamentsvollstrecker gibt, kümmern wir uns selbstverständlich um die verantwortungsvolle und kostensparende Umsetzung Ihres letzten Willens.

Nießbrauch & Wohnrecht

Es besteht die Möglichkeit, der José Carreras Leukämie-Stiftung zu Lebzeiten eine Immobilie zu übertragen. Sich selbst oder einem Dritten können auch weiterhin für eine bestimmte Zeit (auch bis zum Lebensende) Nutzungs -

rechte (Nießbrauch oder Wohnrecht) eingeräumt werden. Dieser Vorgang muss beim Notar beurkundet werden. Vorteil: Sie haben weiterhin den Nutzen Ihrer Immobilie, Ihr Wille wurde jedoch bereits bindend zu Lebzeiten erfüllt und kann auch nach Ihrem Ableben nicht mehr geändert werden.

Informieren Sie sich unverbindlich, was Sie bei der Erstellung Ihres Testaments beachten sollten. Mit unserer Broschüre „Willen sichern Hoffnung stiften“ möchten wir Ihnen eine Orientierungshilfe anbieten und Antworten auf viele Fragen informativ und übersichtlich bereitstellen.

Sollten Sie sich hierfür oder auch für ein anderes Thema rund um Nachlässe, Testamente, Vererben und Verschenken interessieren, helfen wir Ihnen gerne weiter. Ihre Fragen werden wir vertrauensvoll bearbeiten. Die Umsetzung des Schenker- und Erblasserwillens ist unser oberstes Gebot.

Ansprechpartnerin:

Dr. Ulrike Serini-Knoll Geschäftsführerin und Justiziarin, Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung, Elisabethstraße 23, 80796 München, Telefon 089-272 90 40

E-Mail: nachlass@carreras-stiftung.de Website: www.carreras-stiftung.de

Helga Hemala-Fischer

Wir gratulieren ganz herzlich –und das dreifach!

70 Jahre Bühnenpräsenz, 60 Jahre Leitung ihrer 1965 in Eggenfelden gegründeten Ballettschule und ein 85. Geburtstag. Helga Hemala-Fischer: Tänzerin, Choreografin, Sängerin, Schau-

Mit ihrer Leidenschaft für Bühne und Tanz und ihrer Persönlichkeit, hat sie Generationen von Tänzerinnen und Tänzern inspiriert. Noch heute vermittelt sie, weit über den Ballettunterricht hinaus, Disziplin, Respekt, Durchhaltevermögen und vor allem Freude am gemeinsamen Wirken. Mit dem jeweiligen Ballettensemble gab es unzählige Auftritte in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich und Polen. Ihr Schaffen umfasst Opern, Operetten, Musicals, Märchenaufführungen, Ballettabende, Staatsempfänge, Tagungen, Kongresse, Festspiele, Filmaufzeichnungen und vieles mehr.

Für Kunst und Kultur wurde Helga Hemala-Fischer 1991 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Dabei war es Helga Hemala-Fischer immer sehr wichtig, sich sozial zu engagieren. Sie setzt sich seit 25 Jahren mit ihrem Ensemble für die José Carreras Leukämie-Stiftung ein.

spielerin, Pädagogin, Regisseurin und seit 25 Jahren Unterstützerin der José Carreras Leukämie- Stiftung, feierte 2025 diese beeindruckenden Jubiläen.

„Ich erinnere mich noch gut daran, als ich zum ersten Mal die José Carreras Gala im Fernsehen sah und wie sehr mich dieser Abend berührt hat. Besonders beeindruckt hat mich das Schicksal von José Carreras, der selbst an Leukämie erkrankt war und den Mut und die Kraft gefunden hatte, diese schwere Krankheit zu besiegen. Sein unermüdlicher Einsatz für Betroffene hat mich tief bewegt. Auch in meinem eigenen beruflichen und privaten Umfeld habe ich erlebt, wie einschneidend eine solche Diagnose ist. All das hat in mir den Wunsch wachsen lassen, aktiv zu werden und zu unterstützen –aus Dankbarkeit und aus der Überzeugung heraus, dass jeder Beitrag zählt“, erinnert sich Helga Hemala-Fischer zurück. Auch künftig wird sie ihrem Lebensmotto treu bleiben: den Menschen Freude zu bereiten. Wir wünschen Frau Hemala-Fischer weiterhin alles Gute.

José Carreras mit Helga Hemala-Fischer, 2025

Sie möchten sich engagieren?

Ihrer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, lassen Sie sich von unseren Engagements in diesem Heft inspirieren. Was immer Sie zugunsten der José Carreras Leukämie-Stiftung veranstalten möchten – wir freuen uns und unterstützen Sie, wo wir können: Gerne versorgen wir Sie auch mit Informationsmaterial rund um die José Carreras Leukämie-Stiftung und stellen Ihnen Werbematerialien wie Beach Flags oder Roll Ups sowie Spendendosen zur Verfügung.

http://carreras-stiftung.de/infomaterial-fuer-ihr-engagement/ info@carreras-stiftung.de

0 89 / 27 29 04-0

Harald Wiedei hat viel in seinem Leben erreicht und ist unendlich dankbar. Rückblick 2002: Oft und gerne ist der begeisterte Skilehrer in den Bergen unterwegs. Sportlich in Höchstform, merkt der damals 40Jährige plötzlich, dass er dem Tempo seiner Kameraden nicht mehr folgen kann. Eine routinemäßige Untersuchung brachte dann die Diagnose: chronisch myeloische Leukämie. Dass er seinen Weg weitergehen und das Leben trotz dieser schweren Erkrankung genießen kann, verdankt er

der medizinischen Forschung – ein unglaubliches Geschenk, das für ihn alles bedeutet. Der Arbeit der José Carreras Leukämie-Stiftung ist er seit

Jahren treu verbunden. Anlässlich verschiedener Feierlichkeiten, darunter der Start in den Ruhestand (in den letzten 12 Jahren arbeitete Harald Wiedei in Polen), war es ihm ein großes Anliegen, für die José Carreras Leukämie-Stiftung zu sammeln. Dabei kamen über 4.500 Euro zusammen. Anderen Betroffenen dieselbe Chance auf Leben zu ermöglichen, die auch er bekommen hat, liegt ihm am Herzen. Vielen Dank für die großartige Solidarität.

Günter Kortüm, Dortmund, 80. Geb. – 1.180 Euro, ED Tankstelle, Uli Schmitz, Niederbreitbach – 1.000 Euro, Kathrin Schmidt, Berlin, 60. Geb. – 1.000 Euro, Norbert Busemann, Datteln – Glühweinfete mit Familie und Freunden – 578,05 Euro. Vielen Dank für Ihr Engagement.

Projekte

Aus der Förderung – innovative Forschungs- und Infrastrukturvorhaben

Als eine der renommiertesten unabhängigen Förderinstitutionen im Bereich der Leukämieforschung unterstützt die Deutsche José Carreras LeukämieStiftung gezielt medizinische Forschungsvorhaben und den Ausbau wissenschaftlicher Infrastruktur. Im Sinne ihres Gründers José Carreras, der

Klinikum der Ludwig-MaximilianUniversität München

Projektleiter: Dr. Adrian Gottschlich

Durch die Reaktivierung des körpereigenen Immunsystems lassen sich viele Krebserkrankungen heute wirksamer behandeln. Für bestimmte Blutkrebsformen wie die akute myeloische Leukämie fehlen jedoch bislang sichere Angriffspunkte, weshalb entsprechende Immuntherapien noch nicht etabliert sind. Mit hochauflösenden, KI-gestützten Analysen einzelner Zellen haben wir neue Zielstrukturen identifiziert, die eine präzisere und verträglichere Behandlung ermöglichen könnten. In diesem Projekt sollen darauf basierende Therapieansätze in realitätsnahen Labor- und Krankheitsmodellen entwickelt werden, um Wirksamkeit und Sicherheit zu belegen.

Universitätsklinikum Aachen

Projektleiterin: Prof. Dr. SchneiderKramann

Mit Hilfe einer innovativen Patientenzell-Methode wird nach einer neuen Kombinationstherapien gesucht, um Myeloproliferative Neoplasien dauerhaft zu heilen.

Universitätsklinikum SchleswigHolstein

Projektleiterin: Prof. Dr. Monika Brüggemann Untersucht werden akute lymphatische Leukämien, die nach der Behandlung einer

Forschung als wesentlichen Schlüssel zur Heilung versteht, werden auch in diesem Jahr erneut zukunftsweisende Projekte gefördert, die vom Wissenschaftlichen Beirat und dem Vorstand bewilligt wurden. Nachfolgend stellen wir Ihnen eine Auswahl in Kurzform vor:

anderen Krebserkrankung mit dem Medikament Lenalidomid auftreten. Ziel ist es herauszufinden, wie diese Leukämien entstehen und welche genetischen Veränderungen dabei eine Rolle spielen. Diese Veränderungen sollen auf der Ebene einzelner Zellen untersucht werden. Außerdem wird ein möglicher zielgerichteter Wirkstoff im Labor getestet. Langfristig soll das Projekt helfen, diese Leukämien früher zu erkennen und gezielter behandeln, eventuell deren Entstehung sogar verhindern zu können.

Klinikum der Ludwig-MaximilianUniversität München

Projektleiterin:

Universitätsklinikum Jena

Projektleiter: Dr. Tino Schenk

In diesem Projekt soll ein neues Verfahren zur besseren Erkennung und Überwachung der akuten myeloischen Leukämie entwickelt werden. Mit Hilfe von UV-Licht werden wichtige Steuerproteine direkt in den Krebszellen sichtbar gemacht. So lässt sich genau erkennen, welche Form der Erkrankung vorliegt und wie gut eine Therapie wirkt. Ziel ist es, Rückfälle früher zu erkennen und Behandlungen gezielter anzupassen.

Prof. Dr. Marion Subklewe Mit zunehmender Anwendung gentechnisch veränderter chimärer Antigenrezeptor-T-Zellen (CAR-T) zur Behandlung hämatologischer Malignome wird die Zahl der behandelten Patienten steigen. Allerdings ist die CAR-T-Therapie mit einer hohen Rate immunbedingter Nebenwirkungen verbunden. In diesem Projekt werden die Faktoren untersucht, die Hämatotoxizität und potenzielle sekundäre Erkrankungen begünstigen, um Patienten mit hohem Risiko vor der CAR-T-Therapie zu identifizieren. Ein weiteres Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die schwere Hämatotoxizität mildern und das Risiko nachfolgender infektiöser Komplikationen verringern.

Uniklinik Köln

Projektleiter: Prof. Christian Pallasch

In diesem Forschungsprojekt geht es darum, neue Wege zur Behandlung einer bestimmten Form von Blutkrebs (B-Zell-Lymphome) zu finden. Es sollen gezielt bestimmte Schaltstellen in Abwehrzellen, den sogenannten Makrophagen, beeinflusst werden, damit diese die Krebszellen besser erkennen und bekämpfen können. Darüber hinaus wird untersucht, wie bestimmte Stoffwechselwege die „Kampfkraft“ der Abwehrzellen im Tumorumfeld stärken können.

Dr. Tino Schenk
Dr. Adrian Gottschlich
Prof. Rebekka SchneiderKramann
Prof. Christian Pallasch und Team
Giulia Rappa und Prof. Marion Subklewe
Prof. Monika Brüggemann

Universitätsklinikum Essen

Projektleiter: PhD Esteban Arrieta Bolaños

Die Blutstammzelltransplantation (SZT) stellt eine potentielle Heilungschance für Patienten mit Hochrisiko Leukämien dar. Eine neue, auf dem Medikament Cyclophosphamid (PTCy) basierende Immunprophylaxe hat die Risiken bei SZT von Spendern mit Gewebedifferenzen stark reduziert. Dieses Projekt soll die Auswirkung von PTCy auf die Immunantworten gegen unterschiedliche Gewebedifferenzen und ihre Rolle für die immunvermittelte Kontrolle der Leukämie untersucht werden.

Uniklinik Köln

Projektleiter:

Dr. Till Braun

Die Rolle von CTLA4 in der Pathogenese der T-Prolymphozyten-Leukämie: Verlust des letzten Immunregulators?

Neue Therapieansätze in der Behandlung von T-PLL Patienten und Patientinnen sollen gefunden werden.

Universitätsklinikum Tübingen

Projektleiter:

Klinikum Rechts der Isar der Techn. Universität München

Projektleiterin:

Prof. Katharina Götze Akute myeloische Leukämien und myelodysplastische Syndrome sind Erkrankungen des blutbildenden Systems mit hoher Sterblichkeit. Neben intensiver Chemotherapie bietet die allogene Stammzelltransplantation die beste Heilungschance, ist aber mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden. Dieses Projekt befasst sich mit Entschlüsselung der Rolle des ribosomalen Gens RPS26 auf bestimmten Immunzellen, den Monozyten, bei Patienten mit AML und MDS im Rückfall nach allogener Stammzelltransplantation. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, neue Therapien zur Minimierung des Rückfallrisikos nach Stammzelltransplantation zu entwickeln.

Universität zu Lübeck

entwickeln wird untersucht, welche Wechselwirkungen Blutkrebszellen mit ihrer Umgebung im Knochenmark haben. Dazu wird ein modernes Bildgebungsverfahren eingesetzt und die Daten mit dem Krankheitsverlauf und Therapieansprechen verglichen. Ziel ist es, neue Untergruppen von Leukämien zu erkennen und danach einzuteilen, wie sie durch Immuntherapien behandelt werden können.

Sonnenstrahl e.V., Dresden

Projektleiter: Falk Noack

Dr. Norbert Schäffeler Im Rahmen dieses Projekts wird ein Entspannungstraining entwickelt, das mit Hilfe von Virtual Reality (VR) Brillen Patientinnen und Patienten während der stationären Behandlung unterstützt. Es werden in achtsamkeitbasierte Übungen durchgeführt und deren Erfolge hinsichtlich der Lebensqualität während des Klinikaufenthalts gemessen.

Projektleiter: Dr. Sivahari Gorantla Um CML effektiver zu behandeln, ist es notwendig, den spezifischen Signalweg zu verstehen, der leukämische Zellen vor der TKI-Wirkung schützt. Basierend auf der Feststellung, dass das Zelladhäsionsmolekül EpCAM auf CML-Zellen vorhanden ist und ß-Catenin-Zielgene induziert, soll ein tieferes Verständnis bzgl. der Rolle von EpCAM bei CML Patienten helfen, indem TKI-Resistenzen verhindert und krankheitsverursachende LICs eliminiert werden.

Universitätsklinikum Düsseldorf

Projektleiterin: PhD Ute Fischer Um langfristig bessere Diagnosen zu ermöglichen und gezieltere Immuntherapien für Kinder mit Blutkrebs zu

Das Projekthaus Sonnenstrahl auf dem Klinikgelände der Universitätsklinik Dresden betreut insbesondere im José Carreras-Begegnungsraum Betroffene und Selbsthilfegruppen mit Nachsorgemöglichkeiten. Es gibt Patientenschulungen und Vorträge/ Workshops im Kontext der Krebserkrankungen, sowie Kreativangebote, wie z.B. Kunsttherapie, Musiktherapie, Sporttherapie und Beratungen. Der José Carreras-Begegnungsraum steht onkologischen Patienten und deren Angehörigen zur Verfügung.

Universitätsklinikum Heidelberg

Projektleiterin: Prof. Ulrike Dapunt Eine Strukturmaßnahme zur Verbesserung der Rehabilitation von Patienten mit einem Multiplen Myelom durch Sport- und Bewegungstherapie. Ziel dieser Studie ist es, eine Versorgungsstruktur zu entwickeln, welche die vielen Vorteile einer Bewegungstherapie für Patienten mit einem Multiplen Myelom zugänglich macht.

Prof. Katharina Götze und Dr. Riviere
PhD Esteban Arrieta Bolaños und Team
Dr. Sivahari Gorantla und Team
PhD Ute Fischer und Team
Dr. Till Braun
Falk Noack
Prof. Ulrike Dapunt
Dr. Norbert Schäffeler und Laura Hofinga

Ehemalige Patienten

Was wurde aus Julia (2)?

Julia ist heute 19 Jahre und ein gesunder glücklicher Mensch. Derzeit macht sie ein duales Studium beim Zoll und ist nebenbei leidenschaftliche Autorin. Ihr Leben hatte jedoch einen ganz anderen Start. Um ihre Mutter zu zitieren: „Es war die Hölle.“ Alles begann an Weihnachten 2008 mit einer Lungenentzündung, von der sich die zweijährige Julia nicht mehr richtig erholte. Über drei Monate hinweg hatte sie immer wieder Fieber und Gliederschmerzen – bis ein Bluttest die niederschmetternde Diagnose offenbarte: akute lymphatische Leukämie (ALL), die häufigste Leukämieart bei Kindern und Jugendlichen.

Zwei Jahre lang musste die Familie hoffen und bangen. Die ersten sechs Monate wurde Julia stationär behandelt, die weiteren 18 Monate durfte sie glücklicherweise oft zu Hause sein. Es war eine sehr harte Zeit, in der Julia ums Überleben kämpfte. Auch musste sie durch die Therapie ein zweites Mal Laufen lernen.

Während des Klinikaufenthalts vermisste Julia ihre Zwillingsschwester und das vertraute Zuhause sehr, auch wenn der kleine Wirbelwind sich mit dem Klinikteam und den anderen Kindern sehr gut verstand und immer für viel Aufregung sorgte. Im Verlauf der ambulanten Therapie durfte Julia sogar in den Kindergarten gehen, was ihr große Freude bereitete.

Und endlich war es so weit: Am 18. März 2011 galt die kleine Julia als geheilt! Das ist nun 15 Jahre her und sie muss nur noch alle fünf Jahre zur Kontrolle. „Bis auf den alltäglichen Stress geht es mir seeehr gut“, sagt Julia dankbar.

Sie selbst hat zwar nur noch wenige Erinnerungen an diese schwere Zeit, dennoch denkt sie oft zurück und an die Menschen, die es leider nicht geschafft haben. Dieses Schicksal hat Julia und ihre Familie stärker gemacht und noch enger zusammengeschweißt. „Wir wissen, was es heißt zu kämpfen, und wir halten immer zusammen.“

Durch Erzählungen ihrer Eltern hat Julia erfahren, dass das damals behandelnde Krankenhaus in Bonn auch von der José Carreras Leukämie-Stiftung unterstützt wurde. Das ist vielleicht der Grund, weshalb die José Carreras Gala ein fester Fernsehertermin war. Inspiriert vom alltäglichen Engagement für betroffene Familien entschied Julia, Menschen im Kampf gegen Blutkrebs zu unterstützen. Und zwar mit dem, was sie am liebsten tut: Schreiben! So kommen die Spenden aus der zweiten Ausgabe ihres Herzensprojekts „Spendenanthologien“ der José Carreras Leukämie-Stiftung zugute.

„Es wird vermutlich nicht viel sein, doch ich hoffe, ich kann die José Carreras Leukämie-Stiftung dadurch ein wenig unterstützen, so wie sie mir vor all den Jahren geholfen hat.“

Helfen Sie mit Ihrer Spende!

Spendenkonto:

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SWIFT-BIC DRESDEFF700

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Julia hat Leukämie
Julia heute

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