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Mobirama 02/2011 (de)

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Mobirama Ausgabe 2/2011

Das Magazin fĂźr Kundinnen und Kunden der Mobiliar

Klimafolgen Wetterextremen auf der Spur Prof. Olivia Romppainen-Martius forscht – dank der Mobiliar

Einbruch Was Opfer durchmachen


Inhalt

Fokus

Klimafolgenforschung

Seite 4

Seite 8

Neue Versicherung Seite 14

Fokus Einbruchsopfer

Engagement Extreme Wetterereignisse im Fokus

Jubiläum: 10 Jahre JurLine Auskunft zu Recht und Unrecht

Peter Braun kann heute wieder lachen – auch dank der unkomplizierten Schadenerledigung.

Die Mobiliar hat der Uni Bern eine Professur in der Klimafolgenforschung finanziert. Professorin Olivia RomppainenMartius über Schwerpunkte.

Ein Blick hinter die Kulissen der telefonischen Rechtsauskunft der Protekta.

Seite 4

Seite 8

Seite 10

Prix Mobilière Athene Galiciadis

Neue Versicherung Wenn das E-Bike den Geist aufgibt

Die Künstlerin mit ungarisch-griechischen Wurzeln ist die Gewinnerin des Prix Mobilière 2011.

Die neue Fahrrad-Assistance hilft bei Pannen aus der Patsche.

Seite 12

Seite 14

Impressum Herausgeber Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, 3001 Bern, Unternehmenskommunikation, Peter Marthaler Redaktion Kurt Messerli (km, Chefredaktor), Patricia Däpp Blättler (da), Claudia Freire (cf), Claudia Puppato (puc), Jürg Thalmann (jt), Tanja Roth (tr), Manuel Inderbitzin (mi), Susanne Maurer (sum), Unternehmenskommunikation, Bundesgasse 35, 3001 Bern, Tel. 031 389 65 43, Fax 031 389 68 57, E-Mail mobirama@mobi.ch, Internet www.mobi.ch. Mitarbeitende dieser Nummer: Werner Eichenberger (we), Evelyne Koller Bilder Iris Stutz, Glenn Michel, istockphoto.com, gettyimages.com Übersetzungen Übersetzungsdienst der Mobiliar Bestellwesen Abteilung Marketing Support, Tel. 031 389 70 15, Fax 031 389 68 77 Konzept und Gestaltung wave-advertising ag, Luzern, www.wave.ch Druck Kyburz AG, Dielsdorf Auflage 1,3 Millionen Ex., erscheint zweimal jährlich deutsch, französisch und italienisch © Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG Titelbild Klimafolgenforscherin Olivia Romppainen-Martius. Bild: Iris Stutz

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Verschiedenes und Wettbewerb Fahren, sparen, gewinnen Sicherer fahren, weniger bezahlen; MobiFonds 3a ausgezeichnet; Wettbewerb.

Seite 15


Editorial

Risiko und Chance Liebe Kundin, lieber Kunde «Risiko»: Das klingt für die einen nach Chance, für die andern nach Gefahr. Sicher ist, es gibt nur beides zusammen, keine Chance ohne Risiko, jedes Risiko ist auch eine Chance. Es gilt deshalb, gut abzuwägen; erst die Zukunft wird das Resultat zeigen.

«Mit einer Versicherung können Sie Risiken eingehen, die Sie allein nicht tragen könnten.»

Wir von der Mobiliar haben grosse Erfahrung mit Risiken. Wir kennen die Gefahren, welche Ihnen im täglichen Leben begegnen: beim Sport, beim Autofahren, wenn Sie ein Haus kaufen oder ein Geschäft abschliessen. Und wir sind für Sie da, wenn Sie von einem Ereignis überrascht werden. Mit einer Versicherung können Sie also Risiken eingehen, die Sie allein nicht tragen könnten. Sie bezahlen dafür eine angemessene Prämie und benötigen keine finanzielle Rückstellung, kein Risikokapital. Das besorgen wir. Als genossenschaftlich organisierte Versicherung können wir uns sogar das dickste Polster der Branche leisten. Diese «Vorräte» machen uns in hohem Masse risikofähig für die Schäden unserer Kunden. Zudem können wir die Schwankungen der Finanzmärkte dank der hohen Eigenmitteldecke verkraften und bieten damit unseren Kunden die gewünschte Sicherheit; auch in Zeiten der Unsicherheit.

Seit Mai dieses Jahres stehe ich als CEO an der Spitze der Mobiliar. «Ist das nicht ein persönliches Risiko für dich?», wurde ich oft gefragt. Die Risiken gibt es, aber ich verstehe es vor allem als grosse Chance, ein blühendes und in der ganzen Schweiz bekanntes und geschätztes Unternehmen wie die Mobiliar führen zu dürfen. Es ist meine Aufgabe, Risiken zu verstehen, sie richtig einzuschätzen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen. Dabei helfen mir 4000 topmotivierte und kompetente Mitarbeitende. Wir alle wissen: Das Unglück kann jeden von uns treffen, jeden Tag. Dann geht es nicht mehr um Chance und Risiko, sondern nur noch um Hilfe und Unterstützung. Und das ist die grösste Stärke der Mobiliar. Im Schadenfall sind wir in der ganzen Schweiz rasch und unkompliziert zur Stelle. Ich wünsche Ihnen einen gesunden und glücklichen Umgang mit Risiken und eine anregende Lektüre.

Herzlich

Markus Hongler, CEO markus.hongler@mobi.ch

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Fokus

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Fokus Claudia Puppato gettyimages.com | Iris Stutz

Einbruch «Warum gerade bei uns?» Spuren im Schnee, kein Licht und durchwühlte Zimmer: Im letzten Dezember haben Einbrecher das Haus der Brauns in Meilen heimgesucht.

Als Peter Braun an jenem Abend im Dezember von der Arbeit kam, schien die Welt noch in Ordnung zu sein. Er wunderte sich zwar bereits an der Haustüre, warum die automatischen Lichter nicht funktionierten. Das Haus betrat er mit einem mulmigen Gefühl. Es hatte ihn nicht getäuscht: Alle Schubladen der Kommode im Flur waren weit offen. «Ich wollte das Licht einschalten, aber im Haus war kein Strom», sagt der 59-Jährige. Etwas verunsichert ging er ins Untergeschoss – auch dort kein Licht. Die Hauptsicherung war draussen, offenbar ein Kurzschluss. Bei Licht zeigte sich, was los war. Alle Schranktüren standen offen; verschiedene Gegenstände lagen verstreut auf dem Boden. «Mir war sofort klar, da waren Einbrecher im Haus.» Der Schrecken setzte sich im Wohnzimmer fort. «Auf dem Teppichboden lag eine aufgebrochene Kassette aus dem Keller, in den verbleibenden Zimmern herrschte ein massloses Chaos.» Alle acht Minuten wird in der Schweiz eingebrochen und mehr als ein Drittel der Einbruchdiebstähle wird tagsüber begangen. Mit den kürzer werdenden Tagen nehmen Dämmerungseinbrüche zu. Als besonders kritisch gilt die Zeit zwischen 16 und 21 Uhr. In dieser Zeit machten sich auch Einbrecher beim Terrassenhaus von Evelyn und Peter Braun in Meilen ans

Werk. Sie nutzten die frühe Dunkelheit und die Abwesenheit des Ehepaars. Grosse Beute Gestohlen wurden Schmuck und Uhren, wenig Bargeld, Wintermäntel, neue Parfumflaschen und ein Laptop – insgesamt im Wert von über 100 000 Franken. «Ein Teil der Schmuckstücke und Uhren waren Erbstücke und Geschenke mit Erinnerungswert.» Der emotionale Wert lässt sich nicht ersetzen, den materiellen Wert übernimmt teilweise die Versicherung. Denn: Schmuck ist in der Hausratversicherung nur bis zu einer Summe von 30 000

«Wir waren immer vorsichtig.» Franken gedeckt. Eine Wertsachenversicherung, die alle Schmuckstücke einzeln ausweist, war bei den Brauns immer wieder ein Thema. «Über die Jahre hinweg und zu speziellen Gelegenheiten wie Jubiläen haben wir uns mit Schmuck und Uhren immer wieder eine Freude gemacht.» Eine regelmässige Auflistung mit Quittung und Versicherung sei in solchen Momenten einfach nicht im Vordergrund gestanden. Besonders unangenehm war der Verlust des Computers, da nur die wich-

tigsten Dokumente separat abgespeichert wurden. Ein Softwareproblem verunmöglichte es, sämtliche Dateien auf einer externen Festplatte zu sichern. Den Termin mit einem Spezialisten hatte Peter Braun bereits vereinbart. «Ich bin selbstständig und auf vollständige Daten sowie funktionierende Programme angewiesen», sagt der gebürtige Basler. Profis am Werk Die Einbrecher kletterten vom Garten auf die Terrasse. Die Sicherungen der Bewegungsmelder hatten sie kurzerhand durchgeschnitten. Darauf ist auch der Kurzschluss im ganzen Haus zurückzuführen. Mit einem Brecheisen wuchteten die Diebe ein Fenster auf – das einzige, bei dem der Rollladen nicht bis unten geschlossen war. Dass die Einbrecher auch die anderen Fenster für einen Einstieg geprüft hatten, war an den Spuren im Schnee zu sehen. Im Haus hinterliessen sie allerdings keine Spuren. Nachbarn ahnten nichts Nach dem Einbruch rief Peter Braun seine Frau an, die noch unterwegs war. So konnte sie sich wenigstens geistig darauf vorbereiten. «Am meisten geärgert hat mich, dass gerade wir Opfer eines Einbruchs wurden», sagt er. «Wir waren imMobirama 2/2011 5


Fokus

mer vorsichtig und schlossen alles sorgfältig ab.» Die Brauns installierten sogar Zeitschaltuhren, die in der Dämmerung für einen bewohnten Eindruck sorgten. Durch den Kurzschluss funktionierten diese allerdings nicht mehr. Während des Einbruchs waren die Nachbarn zu Hause. Der laute Knall beim gewaltsamen Aufbrechen eines Korpus veranlasste beide Nachbarinnen, ans Fenster zu gehen. Als sie jedoch nichts sehen und hören konnten, nahmen sie an, alles sei in Ordnung. Laut gebellt hat zur selben Zeit auch ein Hund aus der Nachbarschaft. Vermutlich, weil ein Mitglied der Diebesbande beim Fluchtweg Wache gestanden war.

Mit Zuversicht in die Zukunft: Nach dem Einbruch entschied sich Peter Braun für eine Alarmanlage.

Nachts kamen sie wieder … Zusammen mit der Spurensicherung fanden die Brauns direkt neben ihrem Haus im Gebüsch ein Mobiltelefon. Beim Ehepaar blieb ein ungutes Gefühl, dass die Einbrecher dieses wiederhaben wollten. Mitten in der Nacht hörten sie dann im Garten auch Lärm und Stimmen. «Zuerst versuchten wir festzustellen, was los war, aber es war stockdunkel», sagte Peter Braun. Als sich die Geräusche wiederholten, rief das Ehepaar die Polizei. Bis diese eintraf, waren die Einbrecher allerdings weg. Die Täter wurden nie gefasst. Weg mit den Spuren Die Vorstellung, dass fremde Menschen in den eigenen vier Wänden waren und alles anfassten, kann tiefe Wunden hinterlassen (siehe Seite 7). Peter Braun sagt, dass er über Tage hinweg richtig wütend gewesen sei. «Das ist ein tiefer Einschnitt in die Privatsphäre», sagt er. Für die Bewältigung des Einbruchs fand er seine eigene Methode: «Ich habe während vier Stunden die ganze Wohnung geputzt und alle von den Einbrechern berührten Textilien gewaschen – das war meine psychologische Spurenbereinigung.» Schnelle Schadenerledigung Auf Anregung ihres Versicherungsberaters hatten die Brauns nur wenige Wochen vor dem Einbruch die Summe ihres Hausrats

erhöht. Als Peter Braun den Schaden meldete, dachte er zuerst, er müsse sich jetzt rechtfertigen. «Es kam mir auch die Wertsachenversicherung in den Sinn, die ich auf die lange Bank geschoben hatte.» Peter Braun ist seit rund 30 Jahren Kunde bei der Mobiliar, weil sie damals als einzige Gesellschaft bereit war, seinen Haushalt zu versichern, als er beruflich nach Mexiko ging. «Ich fühlte mich in der Bewältigung des Einbruchs von Anfang an ernst genommen und dank der schnellen und unkomplizierten Schadenerledigung

hat sich das positive Bild erst recht gefestigt», sagt Braun. Angst, dass die Diebe nochmals kommen, hat das Ehepaar nicht. Seit dem Einbruch besitzt es eine Alarmanlage.

Mehr zum Thema Nützliche Präventionstipps finden Sie unter www.mobi.ch/mobirama

Typische Irrtümer «Bei mir ist sowieso nichts zu holen.»

«Einbrecher kommen immer nachts.»

Mag sein, aber das wissen die Einbrecher nicht. Ausserdem un-

Gerade die Mittagsstunden sind bei Einbrechern besonders be-

terschätzen viele den Wert ihres Hausrats. Prüfen Sie deshalb

liebt. Die meisten Einbrüche werden aber von Oktober bis Feb-

auch, ob Ihr Versicherungsschutz ausreicht.

ruar zwischen 16 und 21 Uhr begangen – die frühe Dämmerung bietet den Einbrechern Schutz.

«Wer einbrechen will, schafft es trotz Sicherheitsmassnahmen.» Einbrüche müssen rasch vor sich gehen – zwischen Aufbrechen

«Ich bin gut versichert – man kann alles ersetzen.»

und Verlassen des Objekts vergehen oft nur wenige Minuten. Je

Keine Versicherung kann emotionale Werte ersetzen. Ausserdem:

mehr Hindernisse man den Einbrechern in den Weg legt, umso

Gegen die psychischen Folgen von Einbrüchen kann man sich

eher geben sie auf, bevor sie ihr Ziel erreicht haben.

nicht versichern (siehe Interview). Ein Grund mehr, weshalb sich Sicherheitsvorkehrungen lohnen.

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Fokus Manuel Inderbitzin

Prof. Andreas Maercker

Iris Stutz

Psychologie Die Angst nach dem Einbruch

Mit welchen psychischen Folgen manche Einbruchsopfer kämpfen, weiss der Traumaforscher Professor Andreas Maercker von der Universität Zürich. Warum leiden Einbruchsopfer häufig unter psychischen Folgen? Andreas Maercker: Ein Einbrecher greift auf krasse Weise in die Privatsphäre seiner Opfer ein. Bei einigen löst das belastende Gefühle aus, die von einer allgemeinen Verunsicherung bis hin zu Angstzuständen oder konkreten Befürchtungen gehen. Dass die Einbrecher wieder kommen, zum Beispiel. Wie beschreiben die Opfer ihr Leiden? Sie fühlen einen Schmerz. Etwas ist verloren gegangen; zum Beispiel die Gewissheit, in den eigenen vier Wänden sicher zu sein. Seelischer Schmerz ist in denselben Hirnregionen anzusiedeln wie körperlicher und daher genauso real und schwerwiegend. Welche konkreten Symptome treten auf? Viele leiden unter Albträumen oder schrecken mitten in der Nacht aus dem Schlaf auf. Sie malen sich aus, was gewesen wäre, wenn sie die Einbrecher überrascht hätten. In Extremfällen wollen die Opfer umziehen. Löst ein Umzug das Problem? Nein. Die Ängste zügeln meist mit und belasten einen auch im neuen Heim. Wir empfehlen deshalb, die Therapie so auszulegen, dass die Opfer mit ihrer Angst konfrontiert werden und den Ort des Geschehens wieder aufsuchen.

«Seelischer Schmerz ist genauso real wie körperlicher.» Sind Ihnen weitere Extremfälle bekannt? Gerade ältere Menschen mit Hör- oder Sehproblemen sind oft so verängstigt, dass sie unter Fehlwahrnehmungen leiden. Sie meinen, die Täter zu hören oder zu sehen. Sie glauben, die Einbrecher seien wieder in der Wohnung gewesen und hätten etwas verändert, obwohl dies nicht der Fall ist. Hin und wieder kommt die Angst hinzu, dass persönliche Dinge gestohlen wurden und eine Erpressung folgen könnte.

haben sie Albträume oder sie sind plötzlich schreckhafter als zuvor. Einige trösten sich mit Alkohol und wieder andere neigen zu übertriebener Wachsamkeit und begeben sich auf stundenlange Kontrollgänge.

«Ein Umzug löst das Problem selten.» Wie wird ihnen geholfen? In der Therapie geht es darum, herauszufinden, wo die psychischen Belastungen hauptsächlich liegen. Getraut sich ein Opfer nicht mehr in die Wohnung oder in einen bestimmten Raum? Oder stellt es seine bisherigen Interessen plötzlich komplett infrage? Und dann? Anschliessend werden diese Hauptursachen therapeutisch bearbeitet. Wichtig ist, dass die Betroffenen akzeptieren, dass solche Dinge auch ihnen passieren. Eine Therapie hilft den Opfern, ihre Ängste zu reduzieren und mit der Realität umzugehen. Wie sollen Opfer von Einbrüchen reagieren? Das Schlimmste ist, alles in sich hineinzufressen. Forciertes Vergessen im Stil von «wir reden nicht darüber» klappt nicht. Wichtig ist, offen über den Einbruch zu sprechen, sei es mit Familienmitgliedern, Kollegen, Freunden, mit dem Hausarzt oder einer Opfer-Beratungsstelle.

Professor Andreas Maercker Professor Andreas Maercker (51) studierte Medizin und Psychologie. Seit 2005 ist er Lehrstuhlinhaber und Fachrichtungsleiter an der Universität Zürich. Er engagiert sich in verschiedenen internationalen Gremien und ist unter anderem Leiter der Arbeitsgruppe «stressbezogene Störungen» der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Andreas Maercker leitet ausserdem das Schwerpunktambulatorium für Traumabehandlung – eine Institution, die allen Menschen offensteht. Das Team des Schwerpunktambulatori-

Leiden eher Männer oder Frauen? Beide Geschlechter leiden gleichermassen. Aber Frauen suchen eher psychologische Betreuung als Männer. Ich nenne als Beispiel das Marlboro-Man-Syndrom: Männer denken «Das packe Blindtext ich allein. Das wirft mich doch nicht aus der Bahn!». Dennoch

ums hilft bei der Wahl einer geeigneten Psychotherapie und führt Gutachten und psychotherapeutische Behandlungen durch. www.psychologie.uzh.ch/trauma

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Hier werden Klimafolgen sichtbar: Wie praktisch alle Schweizer Gletscher, zieht sich auch der Aletschgletscher langsam zurück.

Jürg Thalmann istockphoto.com | Iris Stutz

Klimafolgenforschung «Die Schweiz ist eine Blackbox» Die Mobiliar hat der Universität Bern die Einrichtung einer Professur in der Klimafolgenforschung im Alpenraum ermöglicht. Professorin Olivia Romppainen-Martius über extreme Wetterereignisse, mögliche Klimafolgen und die Blackbox Schweiz.

Was hat Sie dazu bewogen, sich für die Mobiliar-Professur zu bewerben? Olivia Romppainen-Martius: In der Schweiz gibt es in der Klimaforschung nicht viele solcher Stellen – es war eine einmalige Chance. Was mich besonders reizt, ist die Schnittstelle zwischen Forschung und praktischer Anwendung; zum Beispiel in der Prävention oder der Raumplanung. Was ist das Faszinierende an der Klimafolgenforschung? Da geht es wohl allen Forschern gleich: Es ist berauschend, wenn man plötzlich gewisse Zusammenhänge versteht oder etwas Neues entdeckt. In der Meteorologie geht es natürlich vorwiegend um möglichst frühe und genaue Voraussagen. Es ist spannend, die Grenzen auszuloten. Welche Ereignisse kann man drei Tage, eine Woche oder gar ein Jahr voraussagen? Wie wird denn das Wetter am 29. Oktober 2012 in Bern sein? (Schmunzelt.) Saisonale Aussagen sind ein Jahr im Voraus durchaus möglich. Natürlich nicht so präzis wie bei einer 3-Tage-Prognose. Dabei geht es mehr um Tendenzen: Gibt es einen eher feuchten Herbst oder einen kalten Winter? Solche Fragen sind beispielsweise für den Energiemarkt von grosser Bedeutung. 8 Mobirama 2/2011

Zurück zu Ihrer Arbeit. Welche Fragen stehen im Vordergrund? Der Schwerpunkt liegt auf der Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit Extremereignisse in einem sich ändernden Klima eintreten. Zudem werden mein Team und ich eine Datenbank zu Stürmen in der Schweiz und in Europa erstellen und das gemeinsame Auftreten verschiedener Wetterextreme unter die Lupe nehmen.

«Grosse Fragen beantwortet man nicht als Einzelkämpfer.» Worin liegen die grössten Herausforderungen? Weil Extremereignisse selten auftreten, sind verhältnismässig wenige Daten vorhanden. Entsprechend schwierig ist es, diese statistisch zu beschreiben und in Modellen richtig abzubilden. Wann rechnen Sie mit ersten Resultaten? Forschung besteht aus kleinen Schritten. Man wacht nicht plötzlich auf und versteht alles. Ich hoffe auf ein besseres Verständnis der Prozesse, die zu extremen Wetterphänomenen führen. Ich gehe davon aus, dass in einem Jahr erste Erkenntnisse vorliegen werden.


Engagement

Beim Wort Forschung denken viele an langwierige Arbeit im stillen Kämmerlein. Und das nicht zu Unrecht (lacht). Grosse Fragen beantwortet man aber nicht als Einzelkämpfer. Das ist der grosse Vorteil der Universität Bern, wo die Klimaforschung über eine lange Tradition verfügt und viele Kapazitäten tätig sind.

Die Mobiliar-Professur

«Es ist berauschend, wenn man plötzlich gewisse Zusammenhänge versteht.»

bis vorerst 2018 mit fünf Millionen Franken finanziert, ist dem

Die Mobiliar hat der Universität Bern die Einrichtung einer ausserordentlichen Professur in der Klimafolgenforschung im Alpenraum ermöglicht. Die Forschungsarbeit soll unter anderem neue Erkenntnisse zum gemeinsamen Auftreten von Extremereignissen liefern. Die Professur, welche die Mobiliar international reputierten Oeschger-Zentrum für Klima- und Klimafolgenforschung angegliedert. Die Mobiliar erwartet von den Forschungsarbeiten Beiträge in praxisorientierter Form, welche für versicherungstechnische Arbeiten herangezogen werden können. Von den Ergebnissen sollen aber alle profitieren: der Staat, die Versicherungen und die Bürgerinnen und

Zwischen 1880 und 1980 gab es im Alpenraum praktisch keine Unwetterkatastrophen; in den letzten 30 Jahren hingegen häuften sie sich: Zufall oder nicht? Das ist einer der Schwerpunkte meiner Forschung. Die grosse Frage ist: Was sind einfach nur natürliche Schwankungen und was geht aufs Konto des Klimawandels? Unsere Atmosphäre war schon früher in der Lage, extreme Wettersituationen zu kreieren. Es gibt kritische Stimmen, die sagen, der Klimawandel sei reine Panikmache. Der menschengemachte Klimawandel ist unter Fachleuten unbestritten. Dafür gibt es zu viele eindeutige Indizien und Messresultate. Sind Sie auch der Meinung, dass der Klimawandel zwar gebremst, aber nicht gestoppt werden kann? Ja. Es sei denn, wir finden eine Methode, um das viele CO2 aus der Atmosphäre zu holen.

Bürger. Die Unabhängigkeit der universitären Forschung ist gewährleistet; Forschungsergebnisse können frei publiziert werden, sind Eigentum der Universität Bern und öffentlich zugänglich.

Vor welchen Klimafolgen fürchten Sie sich persönlich am meisten? Die Schweiz als Binnenland wird nicht zu den ersten Regionen gehören, die Schwierigkeiten mit der Besiedlung haben werden. Grossen Respekt habe ich vor einer drohenden Nahrungsmittelknappheit und den sogenannten Klimaflüchtlingen. Menschen also, denen zum Beispiel aufgrund von Dürren oder Überschwemmungen die Lebensgrundlage genommen wird. Die Stürme Xynthia 2010 und Kyrill 2007 sind Wetterextreme, die zuvor vorab in den USA aufgetreten waren. Müssen die Europäer künftig mit vergleichbaren Stürmen rechnen? Für gewisse Extreme sprechen die Modelle eine relativ klare Sprache. So ist ziemlich klar, dass sich Nordeuropa auf mehr intensive Stürme einstellen muss. Im Mittelmeerraum hingegen werden sie tendenziell abnehmen. Und bei uns? Was die Schweiz betrifft, sind sich die Modelle uneinig. Sowohl was Stürme als auch was Starkniederschläge betrifft. Die Schweiz ist im Moment noch eine Art Blackbox. 50 Prozent der Modelle sagen mehr, 50 Prozent weniger Starkniederschläge voraus. Einzig bezüglich der Abnahme langer Kälte- respektive der Zunahme langer Hitzeperioden herrscht mehr oder weniger Klarheit. Woran liegt das? Die Schweiz liegt zwischen Nordeuropa und dem Mittelmeerraum und damit am Schnittpunkt zweier Klimazonen, was Prognosen äusserst schwierig macht. Die Interaktion mit den hochkomplexen Alpen kommt erschwerend hinzu.

Olivia Romppainen-Martius Die 33-jährige Schweizerin studierte an der ETH Zürich Erdwissenschaften, wo sie auch doktorierte. Vor ihrem Wechsel an die Universität Bern war sie am Institut für Atmosphäre und Klima

Das klingt etwas frustrierend … Die Modelle müssen in der Tat besser werden. Dazu braucht es unter anderem leistungsstärkere Computer. Diese stossen aufgrund der immensen Datenmenge bei Simulationen für die nächsten 30 Jahre zuweilen an ihre Grenzen.

der ETH tätig.

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Elvira Greco, Juristin italienischer Muttersprache, erteilt rechtliche Erstausk端nfte in drei Landessprachen.

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Jubiläum Werner Eichenberger Iris Stutz

JurLine, die telefonische Rechtsauskunft der Protekta, feierte 2011 das 10-Jahre-Jubiläum. Ein Blick hinter die Kulissen.

10 Jahre JurLine Auskunft zu Recht und Unrecht

Kurz vor acht, Elvira Greco ist am Arbeitsplatz der JurLine in Bern. «Buongiorno» hier, «salü!» da, Tastaturgeklapper, Startup-Melodien: Neun Juristinnen und Juristen loggen sich ein – schon blinkt das Telefon. Elvira Greco beantwortet kompetent die Frage zur AHV, hängt auf, eröffnet ein Dossier und verfasst ein kurzes Protokoll. Arbeitsrecht an der Spitze Die Anrufe betreffen praktisch alle Rechtsgebiete: An der Spitze steht das Arbeitsrecht, gefolgt von Straf-, Versicherungsund Mietrecht. Die Fragen zeigen die ganze Palette der Rechtsfragen, mit denen Herr und Frau Schweizer konfrontiert sein können. Oft harmlos und humoristisch, manchmal tragisch und existenziell: Nachbars Katze hat meinen Goldfischteich leer gefischt! Ist der Nachbar haftbar? Kriege ich aufgrund einer Konkurrenzklausel im Arbeitsvertrag Probleme mit dem Chef, wenn ich zu einer Konkurrenzfirma wechsle? Mein Mieter ist ständig im Verzug mit

der Miete. Kann ich ihn aus der Wohnung werfen? Mein Sohn erlitt einen Unfall und liegt im Koma auf der Intensivstation. Was muss ich rechtlich als Nächstes tun? Ich habe für meine Wohnung neue Vorhänge anfertigen lassen. Als sie geliefert werden, sind sie weiss statt wie vereinbart ecrufarben. Muss der Lieferant die fehlerhaften Vorhänge zurücknehmen? Ich lebe getrennt von meinen leiblichen Kindern und meiner Partnerin. Sie verhindert immer wieder, dass ich die beiden Töchter besuchen kann. Wie kann ich mein Recht durchsetzen?

Andreas Züger, Leiter JurLine, betont: «Wir sind keine Rechtsberatungsstelle, sondern wir erteilen rechtliche Erstauskünfte: Wir nehmen eine Beurteilung der rechtlichen Situation vor, prüfen, ob ein Schadenfall gedeckt ist, oder können auf zuständige Ämter und Behörden hinweisen.» Der Service der JurLine entspricht offensichtlich einem Bedürfnis: Seit dem ersten Betriebsjahr haben sich die Anrufzahlen verfünffacht.

Auskunft für Versicherte Via Telefon 0848 82 00 82 oder

Auskunft in drei Landessprachen Viele der zwanzig Mitarbeitenden der JurLine sind mehrsprachig und beantworten Fragen im Prinzip direkt. Wenn allenfalls die italienischen oder die französischen Sprachkenntnisse bei komplexeren Fragen nicht ausreichen, wenden sich die Kollegen zum Beispiel an Elvira Greco oder an eine Kollegin französischer Muttersprache. Sie übernehmen dann das Gespräch.

www.protekta.ch steht der Service der JurLine offen für Kunden und Kundinnen mit einer Protekta Rechtsschutzversicherung, einer Haushalt-, Fahrzeug-, Reise- oder Betriebsversicherung der Mobiliar. Betriebszeiten: Montag bis Freitag, je von 8.00 bis 17.00 Uhr.

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Prix Mobilière Claudia Puppato Iris Stutz

Athene Galiciadis

Athene Galiciadis gewinnt mit ihrer Installation «Der Asketische Traum» den Prix Mobilière 2011. Im Zentrum ihres Schaffens stehen geometrische Formen.

Kunst auf Decken und Matratzen Die geometrischen Formen ziehen sich wie ein Grundmotiv durch das Kunstschaffen von Athene Galiciadis. Die 33-Jährige gewann den Prix Mobilière 2011 mit ihrem Werk «Der Asketische Traum»: ein simples Bett mit einer mosaikartig bunt bemalten Decke aus Leinen. «Mich interessiert alles, was Interieur ist, und zurzeit habe ich einen Tick, Stoffe anzumalen», sagt sie. Das nächste Stück Leinen, das sie bemalen will, soll ein Vorhang werden. Für ihre letzte Ausstellung in der Galerie Marie-Laure Fleisch in Rom, die sie zusammen mit den Künstlerinnen Claudia Comte und Melodie Mousset organisierte, bemal-

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te Galiciadis einen Matratzenbezug – mit durchgehend geometrischen Formen. Nächtliche Fantasie Die Namen für ihre Werke fallen ihr oft im Schlaf ein. Sie sollen keine Botschaft vermitteln. Sie verkörpern vielmehr das Wechselverhältnis, das ihre Werke wiedergeben. Zum Beispiel die füllige und bunte Bettdecke, die auf dem kargen Bett liegt. «Manchmal habe ich auch schon die ganze Ausführung geträumt, wie ich eine Skulptur erschaffen muss – ohne je vorher daran gedacht zu haben», sagt sie.

Inspirationen findet die Künstlerin überall: in Büchern, Filmen, im Ausland oder wenn sie durch die Gegend spaziert. Besonders anmutend sind für sie Architekturreliefs und Betonornamente an Gebäuden. Ebenso die Stoffdarstellungen in den Werken des Wiener Künstlers Egon Schiele. «Es ist eine Form des Denkens, wenn ich Kunst mache.» Atelier aus der Industriezeit Galiciadis hat ungarisch-griechische Wurzeln und hat bereits zahlreich im In- und Ausland ausgestellt. Wenn immer mög-

«Der Asketische Traum»: Athene Galiciadis gewann mit ihrer Installation den Prix Mobilière 2011.


Prix Mobilière

Athene Galiciadis in ihrem Atelier: «Es ist eine Form des Denkens, wenn ich Kunst mache.»

lich, verbringt sie die Zeit in ihrem Atelier in Schlieren. «Mit meinem Atelier und meiner Wohnung in Zürich habe ich quasi zwei Zuhause.» Der helle Raum, der in einer ehemaligen Kohlearbeitersiedlung liegt, erinnert an vergangene Industriezeiten. «Die Zeit im Atelier nährt mich und ich habe immer hundert Ideen, was ich machen könnte.» Manchmal verspürt sie wenig Lust, dann pflanzt sie allerlei Kerne von Früchten, die sie gegessen hat, oder sie kocht in der kleinen Nische ein Abendessen für Freunde. Bloss den Laptop nimmt sie nie ins Atelier mit. Faszination für Naturwissenschaften Athene Galiciadis studierte an den Kunsthochschulen in Zürich und Lausanne. Bereits als Kind zeichnete und malte sie gerne, und sie wollte unbedingt das Gymnasium besuchen. Schon in der Schulzeit gründete sie mit Freundinnen ihr erstes Kunstkollektiv. Nach der Matura begann sie verschiedene Studien in Wirtschaftsinformatik, Publizistik und Kunstgeschichte. «Die Kunst war ein Bestandteil von mir, aber eigentlich wollte ich etwas anderes machen.» Sie könnte sich auch jederzeit wieder vorstellen, zu studieren. «Am liebsten würde ich an der Uni ein Fach wählen, das ich wahrscheinlich gar nicht kann, wie Physik oder Neurologie.» Ein Argument, warum sie sich als Künstlerin gerade für naturwissenschaftliche Fächer interessiert, findet sie schnell: «Mich fasziniert es, etwas in Worte zu fassen, das sich in meinem Kopf abspielt!», sagt Galiciadis. Heute lebt sie von ihrer Kunst, aber am liebsten würde sie nichts davon verkaufen. «Meine Werke sind für mich wie Schätze, die ich kreiert habe.» Mit dem Preisgeld des Prix Mobilière kaufte sich Athene Galiciadis Ölfarben und Werkzeuge. Damit kam sie ihrem grössten Traum ein Stück näher: «Am liebsten würde ich alle Materialien, Farben und Werkzeuge besitzen, dann müsste ich nie mehr aus dem Atelier raus!»

Engagement der Mobiliar Die Mobiliar Genossenschaft vergibt

willige Arbeit bietet pro pallium Familien

nicht nur jährlich den Prix Mobilière von

mit schwer kranken und sterbenden Kin-

10 000 Franken an eine junge Künstlerin

dern eine kostenlose Betreuung zu Hause

oder an einen jungen Künstler, sondern

an. Die meisten Kinder und Jugendlichen

auch 100 000 Franken an eine Institution

mit schweren Erkrankungen bevorzugen

im Dienst der Öffentlichkeit.

es, in ihrer vertrauten Umgebung zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern

100 000 Franken für die

zu leben. In der Schweiz sind rund 2000

Stiftung pro pallium

Familien davon betroffen. Das Angebot

Dieses Jahr unterstützt sie die Stiftung

von pro pallium steht allen offen.

pro pallium mit 100 000 Franken. Die Stiftung lancierte 2009 in der Region

www.pro-pallium.ch

Zürich das Projekt Familienbetreuung,

www.mobi.ch/mobirama

das sie dank dieser Spende auf weitere Regionen ausdehnen kann. Durch frei-

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Neue Versicherung Susanne Maurer Iris Stutz

Fahrrad-Assistance Wenn das E-Bike den Geist aufgibt

Panne, leerer Akku oder Diebstahl: Die neue Fahrrad-Assistance der Mobiliar hilft aus der Patsche.

Reto Müller und seine Freundin radeln auf ihren Elektrovelos dem Fluss entlang – da passierts: Er übersieht ein Loch, fährt hinein und fliegt ins hohe Gras. Zum Glück bleibt er unverletzt, aber ans Weiterfahren ist nicht mehr zu denken: Die Pedale sind blockiert und das Vorderrad hat eine «Acht». Da hilft auch der Akku nichts mehr. Zum nächsten Dorf mit Bahnhof gehts mindestens 20 Minuten steil den Hang hinauf – zu weit, um das schwere E-Bike zu stossen. Wenn er es denn stossen könnte, denn das Vorderrad dreht sich nicht mehr und er müsste sein Bike tragen. Was tun? Hilfe auch im Ausland Für solche und ähnliche Fälle bietet die Mobiliar seit Kurzem eine Fahrrad-Assistance an: Sie kann zusätzlich zu einer Wertsachenversicherung fürs Fahrrad abgeschlossen werden. Deshalb eignet sie sich besonders für Besitzer und Besitzerinnen von teureren Velos oder E-Bikes. Im Schadenfall genügt ein Anruf ans CallService-Center Mobi24 und ein SofortReparaturdienst oder der Transport in die nächstgelegene Velowerkstatt wird orga-

Velovignette hat ausgedient – was jetzt? Ab dem 1. Januar 2012 ist die Velo-

Die unbeschwerte Bike-Tour über Land muss auch bei einer Panne nicht gleich zum Albtraum werden – dank der Fahrrad-Assistance.

vignette Geschichte: Kundinnen und Kunden mit einer Privathaftplichtversicherung geniessen bei der Mobiliar aber auch ohne Vignette weiterhin automatisch Versicherungsschutz. Unabhängig davon, wie viele Fahrräder zum Haushalt gehören. Wer noch eine Vignette 2011 am Velo hat, bleibt bis am 31. Mai 2012 darüber versichert, danach springt die Privathaftpflicht automatisch in die Bresche – weder ein Anruf noch ein separater Einschluss sind nötig. Eine Doppeldeckung besteht nicht. Diese Bestimmungen gelten auch für

nisiert. Rund um die Uhr, in ganz Europa. Vorausgesetzt, der Kunde befindet sich auf einer für Pannenfahrzeuge zugänglichen Strasse. Muss das Bike abtransportiert werden, deckt die Fahrrad-Assistance auch die Mehrkosten für die Heimfahrt des Lenkers, ein Mietvelo für die Weiterreise sowie allfällige zusätzliche Mehrkosten für Unterkunft oder Verpflegung. Wird das Bike gestohlen und später aufgefunden, übernimmt die Mobiliar dessen Heimschaffung.

Elektrovelos, sofern diese als Fahrräder und nicht als Motorfahrräder mit gelbem Nummernschild eingelöst sind.

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Bike und Lenker versichert Die Fahrrad-Assistance übernimmt nicht nur die Kosten für das Bike: Die Mobiliar

leistet bei Bedarf auch einen Kostenvorschuss, beispielsweise wenn ein Lenker nach einem Unfall im Ausland ärztlich behandelt werden muss. Erleidet der Lenker einen Unfall, unterstützt ihn die Protekta Rechtsschutz-Versicherung dabei, seine Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Reto Müller und seine Freundin kamen schliesslich auch ohne Fahrrad-Assistance heil wieder nach Hause. Die Organisation des Pannendienstes und der Heimreise kam sie aber teuer zu stehen und kostete viele Nerven.


Verschiedenes und Wettbewerb

Bild: ADAC Fahrsicherheitszentrum Hansa/Lüneburg

Sicherer fahren, weniger bezahlen Kundinnen und Kunden, die ein freiwilliges Fahrsicherheitstraining absolvieren, erhalten ab Oktober 2011 eine einmalige Prämienrückvergütung von 100 Franken. Zusätzlich gibts eine dauerhafte Prämienermässigung: 10% für Motorräder und 5% für Personenwagen. Für die obligatorischen Weiterausbildungskurse WAB1 und 2 erstattet die Mobiliar je 50 Franken zurück. Nehmen Sie innerhalb von sechs Monaten nach Kursbesuch mit Ihrem Versicherungsberater Kontakt auf, um vom Angebot zu profitieren. tr www.vsr.ch

MobiFonds 3a ausgezeichnet

Bild: Glenn Michel

Der MobiFonds 3a wurde bei den «Lipper Fund Awards» zum besten Fonds seiner Kategorie erkoren. Er erhielt diese Auszeichnung in der Kategorie «Gemischt Konservativ über 3 Jahre» im Vergleich mit 63 anderen Anlagefonds. Die auf Fondsanalyse spezialisierte Lipper Company erstellt jährlich eine solche Klassierung auf nationaler Ebene. Ausgezeichnet werden Fonds, die sich Bestnoten für Stabilität, ausgezeichneten Ertrag und geringe Schwankungen verdient haben. Dieser Preis zeigt, dass der MobiFonds 3a dank sicheren, stabilen und diversifizierten Kapitalanlagen einem schwierigen Finanzumfeld bestens standgehalten hat. cf www.mobi.ch/mobirama

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19. August 2012 werden dort Werke aus der Kunstsammlung

«Mobirama» und das Lösungswort an 363.

der Mobiliar ausgestellt.

(Beispiel: Mobirama Forschung)

Mobirama 2/2011 15


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