02. und 03.11. 20.00 – 21.30 Uhr Städtische Turnhalle, Dachauerstraße Uraufführung | Künstlergespräch nach der Vorstellung am 02.11. moderiert von Christoph Gurk (Münchner Kammerspiele) | Künstlergespräch am 03.11. moderiert von Josef Bairlein (Bayerische Theaterakademie August Everding)
HAUPTAKTION München
VERSUCH ÜBER DAS TURNEN – EIN TANZFONDS ERBE-PROJEKT
Von und mit Jonaid Khodabakhshi, Dennis Kopp, Quindell Orton, Jasmina Rezig, Hannah Saar, Isabel Schwenk, Julian Warner, Oliver Zahn Assistenz Nele Hussmann Dramaturgie Josef Bairlein Video Nicole Wytyczak Dank an Gudrun Metz und den Turnerbund München e.V., Dr. Tim Bindel, Dr. Sebastian Dümling, Dr. Larissa Schindler, Dr. Hans Joachim Teichler, Nadia Steinhardt Team Münchner Kammerspiele Technischer Direktor Klaus Hammer Technischer Leiter Richard Illmer Leiter der Bühnentechnik Hans-Björn Rottländer Leiter der Beleuchtungsabteilung Christian Schweig Leiter der Tonabteilung Wolfram Schild Leiter der Videoabteilung Nicolas Hemmelmann Leiterin der Maskenabteilung Brigitte Frank Leiterin der Kostümabteilung Beatrix Türk Leiter der Requisite Stefan Leeb Leitung der Dekorationswerkstätten Rainer Bernt, Fabian Iberl Konstrukteur Adrian Bette Schreinerei Hannes Zippert, Susanne Dölger Tapeziererei Gundula Diener Schlosserei Friedrich Würzhuber Malsaal Evi Eschenbach, Jeanette Raue Theaterplastik Maximilian Biek Spezialeffekte Elektrowerkstatt Stefan Schmid
Produktion HAUPTAKTION Koproduktion Münchner Kammerspiele, SPIELART Festival München, HAU Hebbel am Ufer Berlin, Schwankhalle Bremen und Theater Rampe Stuttgart. Gefördert durch die Landeshauptstadt München, den Bezirk Oberbayern, die Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen und TANZFONDS ERBE – eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes
Medienpartner
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Anhand der historischen und zeitgenössischen Praktiken und Diskurse der deutschen Turnbewegung lässt sich eine Geschichte deutscher Nationalismen erzählen – vom Wehrturnen 1811 auf der Hasenheide bis hin zur Stadiongala des Turnfestes 2017 in Berlin unter dem Motto: »Wie bunt ist das denn?«. VERSUCH ÜBER DAS TURNEN – EIN TANZFONDS ERBE-PROJEKT in Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen, nutzt das choreografische Vokabular der Turnbewegung für eine Beschäftigung mit der Verbindung von Körper, Gemeinschaft und Nation. Eine heterogene Gruppe von Performer*innen setzt sich der Geschichte des Turnens aus, tritt in Vereine ein, eignet sich turnerische Praktiken an und wird so selbst zu Turner*innen. Ergebnis dieses Prozesses ist ein deutschnationales Schauturnen, ein Spektakel unzulänglicher Körper, das sich der Inszenierungsweisen der großen Turnfeste bedient. Die Münchner Gesellschaft HAUPTAKTION war zuletzt mit SITUATION MIT ZUSCHAUERN an den Münchner Kammerspielen zu sehen. HAUPTAKTION ist eine künstlerische Foschungsgesellschaft um die Produzentin Hannah Saar, den Kulturanthropologen Julian Warner und den Theatermacher Oliver Zahn. HAUPTAKTION beforscht theatrale Praxen ethnografisch, archivbasiert und im verkörpernden Selbstversuch und veröffentlicht Texte, Theater, Vorträge. Bisher entstandene Theaterarbeiten sind unter anderem SITUATION MIT AUSGESTRECKTEM ARM (über die Kulturgeschichte der »Hitlergruß«-Geste) und SITUATION MIT DOPPELGÄNGER (über Minstrel Shows, kulturelle Aneignung und Imitation). Diese Arbeiten verstehen sich als theatrale Essays zwischen Choreografie und historischer Studie und werden international präsentiert. Der Name HAUPTAKTION ist der Praxis der deutschsprachigen Wanderbühnen entnommen. Mehr Infos unter: www.hauptaktion.de
Jonaid Khodabakhshi (*1985), ist sogenannter Veranstaltungstechniker und Lichtgestalter und beschäftigt sich seit 2010 praktisch mit Theater. Er arbeitet seit 2013 regelmäßig und eng mit der Gruppe CADAM . zusammen (hiSTORE y LADENGESCHICHTEN, GERMANIA NEXT TOPMODEL, VAGABONDS ). Seit 2014 begleitet er die Produktionen von Oliver Zahn. Daneben betreibt er mit dem Bildhauer und Performance-Künstler Boris Maximowitz (MUT, WAS ES ZU SAGEN GILT, SELF ROOM / ROOM PIECE) seit 2015 im Kreativquartier die Lagerinitiative treibgut – ein Materialort für Kunst- und Kulturschaffende in München mit nachhaltigem Interesse Dennis Kopp (*1986), studierte an der Universität Hildesheim Szenische Künste B.A. und Inszenierung der Künste und Medien M.A . Als freier Lichtgestalter und Gastspieltechniker mit dramaturgischer Zusatzfunktion war und ist er u.a. tätig für cobratheater.cobra, Henrike Iglesias, christians// schwenk, Markus&Markus und Thermoboy FK. Für seine Solo-Performance LET ME BE THE OBJECT OF YOUR DESIRE erhielt er den Jury-Sonderpreis der Sophiensaele »Zwischen den Bühnen« des 100° Berlin 2013 und war damit u.a. bei theaterszene europa in Köln, auf dem Arena Festival in Erlangen (Jury Preis) sowie in Stettin, Polen, und in Perché, Frankreich, zu sehen. Zur Zeit tourt die Folgeproduktion EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN ODER: WIE ICH MICH IN EINEN SCHMETTERLING VERWANDELTE. Quindell Orton (*1988), arbeitet als freie Tänzerin, Choreografin und Facilitator in Australien und Europa. Sie absolvierte die Western Australian Academy of Performing Arts mit First Class Honours. Sie arbeitet unter anderem mit Größen wie Superyoutour, CADAM, Chrissie Parrott und mit Anna Konjetzky. Quindells Arbeiten wurden unter anderem auf dem Process Space Art Festival-PSAF (BG) , Water Tower Art Fest (BG) , YouAre Here Festival (AU) , MoveMe Festival (AU) und Springhouse (DE) gezeigt. Sie wurde als Most Outstanding Female Performer für ihr Solo 216 bezeichnet, das sie auf dem Short + Sweet Dance Festival 2012 zeigte.
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Jasmina Rezig (*1991), studierte von 2010 bis 2011 Musikwissenschaften an der Leipziger Universität und von 2013 bis 2016 Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Theaterakademie August Everding in München. Während des Studiums entstanden bereits eigene Arbeiten. Seit Sommer 2015 arbeitet sie gemeinsam mit anderen Künstler*innen und Ärzt*innen der psychiatrischen Klinik der LMU an der Konzeption und Durchführung eines inklusiven Theaterprojekts. Jasmina Rezig ist außerdem als Komponistin und Musikerin tätig und gewann 2011 gemeinsam mit ihrem Ensemble Mr. Hyde den Preis für Komposition auf dem Festival für zeitgenössische Musik der Leipziger Baumwollspinnerei. 2015 residierte sie am Theater Schlachthaus Bern und arbeitet als Komponistin und Performerin im Kollektiv Das Schaubüro an der Produktion HEIMWEH . Im November 2016 war sie mit einer 3D Performance auf dem Festival Wisp zu hören. Hannah Saar (*1991), studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Central School of Speech and Drama in London und setzt sich mit Fragen zu Authentizität und Reproduktion von Ungleichheit im Gegenwartstheater auseinander. Sie arbeitete u.a. am Saarländischen Staatstheater, beim London International Theatre Festival, dem HAU Hebbel am Ufer in der Produktionsabteilung und als Regieassistentin. Seit 2015 arbeitet sie in München und Berlin als Künstlerische Produktionsleiterin und Dramaturgin, u.a. mit Damian Rebgetz und Alexander Giesche. Seit 2015 arbeitet sie zusammen mit Julian Warner und Oliver Zahn in der künstlerischen Forschungsgesellschaft HAUPTAKTION. Isabel Schwenk (*1988), studierte den Master Inszenierung der Künste und der Medien an der Universität Hildesheim mit dem Schwerpunkt Theater. Sie arbeitet als Performerin für das Syn-
dikat Gefährliche Liebschaften und ist Teil des Kollektivs christians//schwenk. 2015 gewann christians//schwenk für die Produktion »J.U.D.I.T.H. « den Jurypreis des 100°-Festivals in Berlin, den Preis der Bürgerstiftung Hildesheim für Junge Talente und ist eine der sechs besten Inszenierung Niedersachsen und eingeladen zum BEST OFF Festival Freier Theater. Als Dramaturgin arbeitet ist sie für verschiedene Kollektive und Einzelpersonen aus den Bereichen Theater, Performance und Film. Julian Warner (*1985), studierte Theaterwissenschaft, Amerikanische Literaturgeschichte und Ethnologie an der LMU München. Seine erste künstlerische Forschung fand im Bereich Futurologie für das »Brand Fiction Space« Projekt der Audi AG statt. Er kuratierte Workshops, Performances und Stadtteilprojekte für das Lothringer13 Kunstareal der Stadt München sowie Vortragsreihen in der Favorit Bar. Seit Oktober 2015 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturanthropologie der Universität Göttingen. Seine Schwerpunkte sind Black Diaspora Studies, Rassismus- und Popkulturforschung. Er ist zudem als »Fehler Kuti« Teil der Experimental-Band 1115 (Alien Transistor). Seit 2015 arbeitet er zusammen mit Hannah Saar und Oliver Zahn in der künstlerischen Forschungsgesellschaft HAUPTAKTION. Oliver Zahn (*1989), ist Theatermacher. Er entwickelt eine Trilogie von »Situationen«, deren Stücke international erfolgreich touren. Für SITUATION MIT AUSGESTRECKTEM ARM erhält er 2015 eine Nominierung als bester Nachwuchskünstler in der Kritiker*innenumfrage der Theater Heute. Darüber hinaus entsteht 2016 »Oh wie wohl ist mir am Abend«, eine Arbeit über (post-)koloniale Erinnerungskulturen, sowie gemeinsam mit Julian Warner die Lecture Performance MINSTRELSY und diverse Publikationen. 2015 gründet er gemeinsam mit Hannah Saar und Julian Warner die künstlerische Forschungsgesellschaft HAUPTAKTION.
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A history of German nationalism can be told based on the historic and contemporary practices and discourses of the German gymnastic movement – from army gymnastics in 1811 at Hasenheide to the stadium gala at the gymnastic festival in 2017 in Berlin under the motto: »How colorful is that?« VERSUCH ÜBER DAS TURNEN – EIN TANZFONDS ERBE-PROJEKT (»An Attempt via Gymnastics«) uses the choreographic vocabulary of the gymnastic movement for an exercise on the interconnection of body, community, and nation. A heterogeneous group of eight performers expose themselves to the history of gymnastics, join associations, learn the relevant gymnastic practices and thus become gymnasts themselves. The result of this process is a spectacle of imperfect bodies that uses the performance methods of the large gymnastic festivals. The Munich association HAUPTAKTION and its members Oliver Zahn, Hannah Saar, and Julian Warner could be seen recently at Münchner Kammerspiele in SITUATION MIT ZUSCHAUERN. HAUPTAKTION is an association for artistic research formed around the producer Hannah Saar, the cultural anthropologist Julian Warner and the theatre maker Oliver Zahn. HAUPTAKTION studies theatrical practices using ethnography, archive-based-research and embodiment and has an output of texts, theatre, lectures. Theatre works include SITUATION WITH OUTSTRETCHED ARM (on the cultural history of the »Nazi salute«-gesture) and SITUATION WITH DOPPELGÄNGER (on minstrel dance, cultural appropriation and imitation). These pieces are theatrical essays, situated between choreography and historical study. They are being presented internationally. The name HAUPTAKTION is taken from the practice of German-speaking travelling theatres. For more information, see: www.hauptaktion.de
Jonaid Khodabakhshi (*1985), is a so-called event technician and light designer and has concerned himself with theatre since 2010. Since 2013, he works regularly and closely with the group CADAM (HISTOREY, GERMANIA NEXT TOPMODEL, VAGA-BONDS) . Since 2014, he works with Oliver Zahn. Other than that, he collaborates with the sculptor and performance artist Boris Maximowitz (MUT, WAS ES ZU SAGEN WILT, SELF ROOM / ROOM PIECE) on the depot project »treibgut«. Dennis Kopp (*1986), studied Performing Arts (B.A) and Staging the Arts and the Media (M.A) at University of Hildesheim. He works as a freelance lighting designer and technician with an additional function as dramaturgical consultant for thetre collective cobratheater.cobra, Henrike Iglesias, christians//schwenk, Markus&Markus and Thermoboy FK. For his Solo-Performance LET ME BE THE OBJECT OF YOUR DESIRE he won the Special Jury Price of Sophiensaele »Between the Stages« of 100° Festival Berlin in 2013 and toured to theaterszene europa Festival in Cologne, Arena Festival in Erlangen (Jury Price), to Stettin (Poland) and Perché (France). At the moment, he tours with his follow up performance EIN BISSCHEN MEHR MUSS MAN SCHON SEHEN ODER: WIE ICH MICH IN EINEN SCHMETTERLING VERWANDELTE. Quindell Orton (*1988), works as an independent dancer, choreographer, teacher and facilitator in Australia and Europe. She graduated from the Western Australian Academy of Performing Arts in 2009 with First Class Honours. She has worked with the likes of Superyoutour, CADAM, Chrissie Parrott and Anna Konjetzky amongst others. Quindell’s work has been featured at the Process Space Art Festival-PSAF (BU), Process Space Art Festival-PSAF (BG) , Water Tower Art Fest (BG), YouAreHere Festival (AU), MoveMe Festival (AU) and Springhouse (DE) . She was named Most Outstanding Female Performer at the Short + Sweet Dance Festival 2012 for her critically acclaimed solo 216.
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Jasmina Rezig (*1991), studied musicology at Leipzig University from 2010 to 2011, and Stage Direction at Theatre Academy August Everding in Munich from 2013 to 2016. During her studies, she directed several pieces. Since 2015, she has worked in collaboration with other artists and doctors of Munich University’s mental institution on realizing an inclusive theatre project. Jasmina Rezig is also working as a composer and musician and won the award for composition (together with her company Mr. Hyde) at the festival for contemporary music at Leipzig’s Baumwollspinnerei. In 2015, she did a residency at Schlachthaus Theatre Bern and worked as a composer and performer with the collective Das Schaubüro for the production HEIMWEH . In November 2016, she presented a 3D-performance at Wisp Festival. Hannah Saar (*1991), studied Theatre and Cultural Studies at Ludwig-Maximilians-University Munich and at Central School of Speech and Drama in London. In her studies, she deals with questions on authenticity and reproduction of inequality in contemporary theatre. Hannah worked at Saarländisches Staatstheater, at London International Theater Festival, HAU Hebbel am Ufer in Berlin as assistant director and in production management. Since 2015 she works as a freelancer as artistic production manager and dramaturge in the free theatre scene in Munich and Berlin, together with Damian Rebgetz and Alexander Giesche among others. Since 2015 she works together with Julian Warner and Oliver Zahn in the association for artistic research HAUPTAKTION .
Isabel Schwenk (*1988), studied the master Staging the Arts and Media at University of Hildesheim with a major in Theatre. She works as a performer for the syndicate Gefährliche Liebschaften and is a part of the collective christians// schwenk. In 2015, christians//schwenk’s piece J.U.D.I.T.H. won the jury award of the 100°-Festial in Berlin, the award of the Bürgerstiftung Hildesheim for young talents, was named one of the six best pieces made in Lower Saxony and was invited to the BEST OFF Festival of free theatre. As a dramaturg, she works for various collectives and persons in the fields of theatre, performance and film. Julian Warner (*1985), studied Theatre Studies, American Literature and ethnology at LudwigMaximilians-University Munich. His first artistic research took place in the are of futuroligy for the »Brand Fiction Project« of Audi AG. He curated workshops, performances and urban district projects for Lothringer13 Kunstareal of the city of Munich as well as lecture series in Favorit Bar. Since October 2015 he works as research associate at the institute of cultural anthropology of the University of Göttingen. His research focusses on Black Diaspora Studies, Racism and Pop Culture. As ‘Fehler Kuti’ he is part of the experimental band 1115 (Alien Transistor). Since 2015 he works together with Hannah Saar and Oliver Zahn in the association for artistic research HAUPTAKTION . Oliver Zahn (*1989) is a theatre maker. He created a trilogy of »situations«, the parts of which are touring successfully. For SITUATION WITH OUTSTRETCHED ARM , he is nominated in 2015 as Best Emering Artist in Theater Heute’s critics poll. Other works include »Oh How Lovely is the Evening« (2016), a work about (post-)colonial cultures of remembrance, as well as the Lecture Performance MINSTRELSY with Julian Warner and several publications. 2015 he founded the association for artistic research HAUPTAKTION together with Hannah Saar and Julian Warner.
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Abb.5 Abbildung 1 Lion, Justus Carl: Leitfaden für den Betrieb einfacherer Ordnungs- und Freibübungen in Turnverein, Leipzig: Robert Friese, 1875, S. 27. Abbildung 2 Kloss, Moritz.: Katechismus der Turnkunst. Leipzig: Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber, 1867, S. 76. Abbildung 3 Ravenstein, August: Volksturnbuch. Frankfurt am Main: J.D. Sauerländer’s Verlag, 1876, S. 157. Abbildung 4 Ravenstein, August: Volksturnbuch. Frankfurt am Main: J.D. Sauerländer’s Verlag, 1876, S. 158. Abbildung 5 Jaeger, Otto Heinrich: Neue Turnschule. Stuttgart: Verlag von Adolf Bonz & Comp., 1876, S. 47.
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TANZFONDS ERBE Fonds für künstlerische Projekte zum Kulturerbe Tanz Lange Jahre war die Geschichte des modernen Tanzes in der Öffentlichkeit nur begrenzt sichtbar – ungeachtet der Tatsache, dass der Weltruf zahlreicher Künstlerpersönlichkeiten wie Mary Wigman, Dore Hoyer, Tatjana Gsovsky, Rudolf von Laban, William Forsythe oder Pina Bausch seinen Ausgang in Deutschland nahm. Doch die Aufarbeitung von historischem Material ist aufwendig, Urheberrechte sind häufig nicht geklärt und Nutzungsrechte, etwa für Originalmusiken, teuer. Um diese Lücke zu schließen, initiierte die Kulturstiftung des Bundes TANZFONDS ERBE . Verantwortlich für die inhaltliche Konzeption waren Madeline Ritter, die ehemalige Leiterin von Tanzplan Deutschland, und Ingo Diehl, der ehemalige Leiter des Ausbildungsbereichs von Tanzplan Deutschland. Ritter und Diehl einigten sich bewusst darauf, keinen Kanon bedeutender historischer Werke festzulegen. Sie wollten, dass die Antragsteller selbst entscheiden und argumentieren, warum die von ihnen ausgewählten historischen Choreografen, Werke und Themen für die Gegenwart von Bedeutung sind. Durch diese offene Herangehensweise werden verschiedenste Zugänge zur Tanzgeschichte ermöglicht.
Die im Rahmen von TANZFONDS ERBE geförderten Produktionen wurden und werden von DIEHL+ RITTER dokumentiert: bis 2014 vollständig, danach in einer Auswahl. Die Dokumentationen geben einen Einblick in die Entstehungsgeschichte, in Recherche- und Produktionsprozesse. Sie sind ein zentraler Bestandteil der Webseite www.tanzfonds.de. Darüber hinaus dient der hierbei entstehende Fundus auch zukünftigen Forschern und Künstlern als wertvolles Studienmaterial für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Tanzes in Deutschland. Damit setzt TANZFONDS ERBE Impulse bei der innovativen Vermittlung der Sparte Tanz, stärkt die Sichtbarkeit der Geschichte des Tanzes und orientiert sich an den Zielen des UNESCO -Übereinkommens zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes. TANZFONDS ERBE ist Träger des EU Preises für das Kulturerbe / Europa Nostra Awards 2016. www.tanzfonds.de
Insgesamt wurden 60 Projekte ausgewählt, die exemplarisch für einen künstlerischen Umgang mit dem Tanzerbe stehen: Die geförderten Künstler nutzen unterschiedlichste Archive für ihre fundierten Recherchen, arbeiten eng mit Experten zusammen und tragen darüber hinaus zur Klärung urheberrechtlicher Fragen bei. Die künstlerischen Ergebnisse dieser Prozesse eröffnen dem Publikum den Zugang zu einer lebendigen Tanzgeschichte, die bisher einigen wenigen Experten vorbehalten war. Die entstehenden Produktionen werden SpielplanElemente der beteiligten Theater und Kompanien. Eine 2014 eingerichtete Gastspielförderung für TANZFONDS ERBE Projekte unterstützt die überregionale Sichtbarkeit der Werke.
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TANZFONDS ERBE Funding for artistic projects dedicated to the cultural heritage of dance For many years, the history of modern dance was only visible to a limited extent in the public sphere – despite the fact that the international reputations of numerous artists such as Mary Wigman, Dore Hoyer, Tatjana Gsovsky, Rudolf von Laban, William Forsythe or Pina Bausch began in Germany. The processing of historical material is indeed time-consuming, copyright issues are often unclear and use rights, e.g. for original music, are expensive.
The projects funded by TANZFONDS ERBE are documented by DIEHL+RITTER, in their entirety until 2014 and then selectively. The documentations offer an insight into the origins of projects as well as their research and production processes. They are a central element of the website www.tanzfonds.de. The wealth of information also acts as valuable study material for future researchers and artists, facilitating in-depth work with German dance history.
In order to close these gaps, the Kulturstiftung des Bundes (German Federal Cultural Foundation) initiated TANZFONDS ERB E (Dance Heritage Fund), the content for which was designed by Madeline Ritter, the former director of Tanzplan Deutschland, and Ingo Diehl, the former director of the education section Tanzplan Deutschland. Both Ritter and Diehl deliberately chose to avoid determining a canon of key dance works from history. They wanted applicants to decide on the works themselves and to argue why their chosen historical choreographers, works and themes are significant today. This open approach facilitates the possibility of accessing dance history from a wide variety of entry points.
TANZFONDS ERBE is thereby providing fresh impetus for conveying dance in innovative ways, strengthening the visibility of dance history, and at the same time adheres to the aims of the UNESCO Convention for the Safeguarding of Intangible Cultural Heritage.
TANZFONDS ERBE is winner of the European Union Prize for Cultural Heritage/ Europa Nostra Awards 2016. www.tanzfonds.de
A total of 60 projects were selected. Successful entries are model projects for dealing with dance history in an artistic way: artists use a wide range of archives for their research, work closely with experts and also contribute to the clarification of copyright. The artistic results of these processes establish public access to a lively dance history that has until now only been available to a few experts. The resulting productions are included in the season programmes of the theatres and companies involved. A guest-performance fund for TANZFONDS ERBE projects, which was set up in 2014, supports the national visibility of the productions.
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HAUPTAKTION rekonstruiert eine Choreografie der NVA-Armeesportvereinigung »Vorwärts!« (DDR)
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SPIELART DIE NÄCHSTEN TAGE 03.11. und 04.11.21.00-22.00 Muffathalle Mamela Nyamza (Kapstadt): DE-APART-HATE 03.11. und 04.11. 21.00-21.50 Gasteig Carl-Orff-Saal Ho Rui An (Singapur): Solar: A MELTDOWN 04.11. und 05.11.19.00-20.00 St. Johannes am Preysingplatz Gabrielle Goliath (Johannesburg): ELEGY 05.11. 20.00 – 21.00 0 | 6.11. 20.30 – 21.30 HochX Neo Muyanga (Kapstadt): TSOHLE - A REVOLTING MASS
06.11. und 08. – 10.11.jeweils 18.30 – 19.40 11.11., 16.00 – 17.10 Hauptbahnhof Anmeldung: think.much@spielmotor.de Rima Najdi (Berlin/ Beirut): THINK MUCH. CRY MUCH. 07.11. und 10.11. jeweils 17.00-17.30 Olympia-Einkaufszentrum | UG Chuma Sopotela / Buhlebezwe Siwani (K APSTADT): THOSE GHELS 07.- 09.11. 20.00-22.00 10.11. 18.00 – 20.00 Einstein Kultur Hansol Yoon (Seoul): STEP MEMORIES – THE RETURN OF THE OPPRESSED
03.11. – 05.11.2017 CROSSING OCEANS Muffatwerk | Gasteig | Eintritt frei Diskurs- und Performance-Wochenende über (Post)Kolonialismus, Identitäten und Vielfalt In Performances, Lectures und Diskussionen geht es bei CROSSING OCEANS um das komplexe Fortwirken des Kolonialismus; die Organisation von Diversität sowie die Möglichkeiten und Grenzen von Identitätspolitik nach ihrer Okkupation durch westliche rechtspopulistische Bewegungen. Die Frage, ob es in Politik, aber auch Kunst, »universelle Werte« gibt oder diese lokal modifiziert werden müssen wird verhandelt; ebenso die Rolle Europas zwischen weiterhin verdrängter kolonialer Vergangenheit‚ »Griechenlandkrise« und Brexit.
The performances, lectures, and discussions at CROSSING OCEANS have to do with the continuing and complex influence of colonialism; the organization of diversity, the possibilities and limits of identity politics after they were taken over by Western right-wing populist movements. The issue of whether there are »universal values« in politics, but also in art, will be examined as well as Europe's role between the continuing suppression of the colonial past, the »Greece crisis,« and Brexit will also be examined.
Impressum Redaktion: Tamara Pietsch Fotos: HAUPTAKTION Grafische Gestaltung: Gestaltungsbüro Hersberger, München Druck: GC Digitaldruck, München Herausgeber (V.i.S.d.P.) Spielmotor München e.V., Ludwigstraße 8, 80539 München
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Zeitschrift für Theater und Politik
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