MAKE AN #IMPACT EINE ANLEITUNG ZUR SYMBIOSE AUS NACHHALTIGKEIT & DIGITALEN GESCHÄFTSMODELLEN
Inhalt Management Summary
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1. Nachhaltige Produkte weiter auf Wachstumskurs
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2. Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen
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3. Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen
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Schritt 1: Erlernen
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Schritt 2: Erfinden
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Schritt 3: Entwickeln
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Schritt 4: Evaluieren
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4. Aufgepasst: Do’s and Dont’s
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Fazit
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Kontakt
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Umfrage zum persönlichen Engagement zur Förderung von Nachhaltigkeit in Deutschland 2018 Was unternehmen Sie persönlich, um Nachhaltigkeit zu fördern und selber nachhaltiger zu leben?
Bewusster einkaufen und konsumieren
68%
Verluste vermeiden und weniger wegwerfen
64%
Mehr selbst herstellen, Gebrauchtes kaufen oder...
28%
Andere anregen ebenfalls nachhaltiger zu leben
27%
Mehr Geld für Qualität ausgeben
26%
Weniger kaufen und konsumieren
26%
Das Thema Nachhaltigkeit wird überbewertet
5%
Quelle: Statista 2019
Dies bedeutet, dass Qualität wichtiger als der Preis bewertet wird und damit einhergehend die Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte höher ist: Die Anzahl der Personen in Deutschland, die bereit sind, für nachhaltige und ökologische Produkte mehr zu bezahlen, ist zwischen 2014 und 2018 um rund 30% auf 23 Millionen Menschen gestiegen. Umfrage in Deutschland zur Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte 2018 Anzahl der Personen in Deutschland, die bereit sind, für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen, von 2014 bis 2018 (in Millionen)
18,05
19
19,9
2014
2015
2016
22,19
23,19
2017
2018
Quelle: Statista 2019
Für einzelne Produktkategorien bedeutet dies eine Verschiebung weg von „Masse“ hin zu „Klasse“. Gleichzeitig zeigt der Bericht des Umwelt Bundesamtes „Grüne Produkte in Deutschland 2017 - Marktbeobachtungen für die Umweltpolitik“, dass steigende Umsätze und Marktanteile grüner Produkte zwar die Zunahme der CO2-Belastung des Konsums abschwächen, dies aber nicht automatisch zu absolut geringeren Umweltbelastungen führt. Gründe sind die in Summe gestiegenen Konsumansprüche: Die Wohnfläche pro Kopf steigt kontinuierlich, elektronische Geräte werden vermehrt gekauft und genutzt, es werden weitere Wege zurückgelegt und der Fleischkonsum ist weiterhin hoch.
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2. Bedeutung von Nachhaltigkeit für Unternehmen Nachhaltigkeit bedeutet ein ausgewogenes Zusammenspiel von ökologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren
Ökonomisch
Ökologisch
Sozial
Nachhaltigkeit
Bislang liegt den meisten Unternehmungen das Gewinnmaximierungsprinzip zugrunde, ohne dabei soziale und ökologische Faktoren ausreichend zu beachten, um dem Trend des nachhaltigen Konsumverhaltens gerecht zu werden. Die Folgen des Klimawandels und sozialer Ungerechtigkeit werden, auch dank des Internets, zunehmend transparent. Das bewegt immer mehr Menschen in Deutschland und weltweit zum Umdenken. Der Ruf aufgeklärter Konsumenten nach sozialer und ökologischer Verantwortung wird fortwährend lauter und die Unternehmen sollten den Megatrend Nachhaltigkeit nicht unterschätzen. Um langfristig Wohlstand zu sichern und Nachhaltigkeit im großen Stil in der Unternehmenswelt zu verankern, braucht es Geschäftsmodelle, welche sowohl sozial und umweltgerecht sind, als auch ausreichend Gewinne erzielen, um erfolgreich am Markt zu bestehen. Die Nachfrage auf Kundenseite nach mehr Nachhaltigkeit nimmt zu und für den Erhalt bzw. Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Agilität bedeutet das vor allem eins: radikale Kundenzentrierung.
Das Thema Nachhaltigkeit betrifft keineswegs nur Non-Profit-Organisationen. Dass die Symbiose aus wirtschaftlichem Erfolg und Nachhaltigkeit funktionieren kann, spiegelt sich auch in Finanzmarktzahlen wieder. In mehr als 90% der 2200 Studien, die den Zusammenhang zwischen ESG-Faktoren (environmental, sustainable, governance) und der Finanz-Performance von Unternehmen untersuchten, wurde ein positiver bzw. neutraler Effekt der ESG-Faktoren auf die Rendite festgestellt (Financial Times 2019). Das bedeutet, dass sich in den allermeisten Fällen hohe Standards in Bezug auf Umweltschutz, Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Unternehmensführung, auch finanziell auszahlen oder sich zumindest nicht negativ auf die Unternehmensleistung auswirken. Die Denkweise, kurzfristige Gewinne vor Nachhaltigkeit zu priorisieren, kann sich langfristig negativ auf die Geschäftszahlen auswirken. Das haben bereits viele internationale Unternehmen verstanden: Erfahrene „Social Entrepreneure“ wie Manos heben hervor, dass „etwas Zurückzugeben“ für Firmen eine größere Mission als das eigene
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Schritt 1: Erlernen Ziel des ersten Schrittes ist, unterschiedliche Impact und Revenue Modelle kennenzulernen, um eine große Bandbreite an Optionen bei der folgenden Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells berücksichtigen zu können. Zur Inspiration werden entsprechend jeweils Beispiele der Impact- und
Revenue-Modelle studiert3. Wichtig hierbei ist, dass so nicht nur gesamte Geschäftsmodelle von Grund auf entwickelt werden können, sondern auch Bestehendes, beispielsweise hinsichtlich nachhaltigem unternehmerischen Handeln, transformiert oder ergänzt werden kann (s. Kapitel 1).
Beispielhafte Impact Models
Beispielhafte Revenue Models
Fair Trade relevant v.a. für verarbeitendes Gewerbe, z.B. Kaffeeröstereien
Flatrate häufig bei Serviceanbietern, z.B. bezogen auf ein fixes Budget pro Projektauftrag
Open Data landesspezifische Daten der Öffentlichkeit zugänglich machen bspw. als Grundlage für regionale Projektentwicklung, z.B. Living Labs Global Award in San Francisco, Mapping Results von der Weltbank
Abonnement wiederkehrende Einnahmen durch Laufzeitgebundene Zahlungen in regelmäßigen Abständen, wie z.B. bei Streaming-Anbietern
Tierschutz Unterstützung von Tierschutzvereinen oder Nutzung tierfreundicher Methoden, z.B. Catsimo.de
Freemium/Paywall häufig bei journalistischen Online-Angeboten, bei denen die Basisversion gratis angeboten wird, die Vollversion und Erweiterungen hingegen kostenpflichtig sind, z.B. Spiegel Online, XING
Wasserbewahrung Hilfe zur effizienten Wassernutzung oder Verbesserung der Wasserqualität, z.B. die Naturkosmetikprodukte der Marke „STOP THE WATER WHILE USING ME!“
SaaS Software-as-a-Service als Lizensierungsmodell von zentral gehosteten Systemen, oft in Verbindung mit Abonnements oder Mitgliedschaften, z.B. Microsoft Office 365
Shareconomy Gemeinschaften, die darauf basieren, physische or intellektuelle Ressourcen zu teilen, z.B. „TaskRabbit“
Pay-As-You-Go Geschäftsmodell erlaubt Bezahlung auf Basis der tatsächlichen Nutzung, z.B. Mobilitäts-Services wie car2go
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Exemplarischer Auszug aus dem MOI-Glossar, bestehend aus 200+ Beispielen
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