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5G – Geschäftsmodelle & Visionen | Whitepaper | diconium

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DAS MOBILFUNKNETZ DER NEUEN MÖGLICHKEITEN WAS 5G KANN UND WELCHE GESCHÄFTSMODELLE DADURCH MÖGLICH WERDEN


Inhalt Abstract

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1. Das neue Netz ist nicht nur ein Ballungsraum-Netz

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2. Die Basis neuer Anwendungen: Das kann 5G leisten

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3. Noch mehr Leistung durch Edge Computing

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4. Flexibilität des Geschäftsmodells durch Network Slicing

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5. Zukunftsmodelle-/visionen

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Zukunftsmodell 1: 5G wird B2C der realen Welt und der digitalen Welt verbinden

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Zukunftsmodell 2: Der neue Touchpoint im Retail und die digitale Customer Experience

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Zukunftsmodell 3: Lernende Roboter und neue Logistik dank 5G

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Zukunftsmodell 4: Die Welt wird nun wirklich vernetzt

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Kontakt

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2. Die Basis neuer Anwendungen: Das kann 5G leisten Tempo

– Auch die Fehlerfreiheit der Datenübertragung liegt bei 99,999 % – nur so kann das angepeilte Tempo auch erreicht werden.

– Pro Netzwerkzelle erreicht 5G eine maximale Geschwindigkeit von 20 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 10 Gigabit pro Sekunde im Upload. Allerdings teilen sich alle auf der Netzwerkzelle angemeldeten Geräte diese Bandbreite - wie auch schon beim 4G-Netz.

– Im Bereich der Abhörsicherheit geht 5G nur einen kleinen Schritt weiter als bisherige Netze. Die Verschlüsselung der „International Mobile Subscriber Identity“ verhindert zumindest, dass sich manipulative mobile Netzzellen als echte Netzzellen ausgeben. Eine eingebaute End-To-End-Verschlüsselung gibt es weiter nicht.

– Realistisch ist entsprechend eine stabile Datenrate von 100 Megabit pro Sekunde für alle an einer Netzwerkzelle angemeldeten Geräte.

Dichte, Energie und Position

– Besonders gut im Vergleich zu 4G ist die Latenzzeit – also in diesem Fall die Dauer zwischen Anfrage und Antwort des Netzes. 5G soll eine Latenzzeit von unter 10 Millisekunden erreichen. Das liegt unterhalb der menschlichen Wahrnehmungsschwelle. Selbst für hoch trainierte Menschen – ein Fußball-Torhüter vom Format eines Manuel Neuer hat laut Sportwissenschaft eine „Latenzzeit“ von rund 30 Millisekunden bei einem Elfmeter - kommt die Antwort „sofort“.

– Das engmaschige Netz der Zellen soll vie Triangulation die Position eines am Netz angemeldeten Gerätes auf weniger als ein Meter genau bestimmen können – und zwar auch innerhalb von Gebäuden und ohne Dienste wie GPS. – Pro Quadratkilometer können eine Million Geräte angesteuert werden. – Kleinstgeräte wie vernetzte Sensoren können bis zu zehn Jahre mit einer Batterieladung am Netz bleiben.

Zuverlässigkeit und Sicherheit – Das 5G-Netz an sich soll eine Verfügbarkeit von 99,999 % erreichen. Das bedeutet, pro Jahr fällt das Netz maximal rund 52 Minuten aus.

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3. Noch mehr Leistung durch Edge Computing Dass das 5G-Netz so schnell Antworten an Geräte sendet ist allerdings nur der halbe Weg zum neuen 5G-Geschäftsmodell. Die geringe Latenzzeit des Netzes verliert sofort an Wirkung, wenn die Berechnung der Antwort zu lange dauert. Und hier kommt die eng mit 5G verknüpfte Technologie des Edge Computings ins Spiel.

Kilometer Entfernung, gepaart mit der Standardtechnologie des Datenroutings innerhalb der Datencenter macht es unmöglich, die Latenz unter 10 Millisekunden zu senken, wie es Ziel bei 5G ist. Deshalb wandert die Rechenkapazität wortwörtlich direkt an den Rand des Cloud-Netzwerks: gerechnet wird „at the edge“. So werden in Zukunft Cloud-Datacenter kleinerer Bauart direkt an relevanten Funkzellen des 5G-Netzes installiert werden. Diese Versorgung mit Edge Computing wird sicher kaum flächendeckend aufgebaut. Dort, wo relevante Geschäftsmodelle locken, wird der Ausbau allerdings sehr schnell gehen.

Cloud-Rechenaufgaben werden bislang rein physisch in großen Datencentern durchgeführt. Eine Anfrage aus Stuttgart wird dann bei AWS mit großer Wahrscheinlichkeit im Datacenter in Frankfurt am Main berechnet, eine Anfrage aus Hamburg zum Beispiel im neuen Azure-Rechenzentrum in Berlin. Diese wenigen hundert

Die Rechenkapazität wandert wortwörtlich direkt an den Rand des Cloud-Netzwerks.

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5. Zukunftsmodelle Zukunftsmodell 1: 5G wird b2c der realen Welt und der digitalen Welt verbinden Dort, wo viele Menschen in der realen Welt zusammenkommen, gibt es auch ein großes Potenzial für Marketing und neue Geschäftsmodelle via 5G. Der Netzausbau ist in einem lokal begrenzten Raum schnell und vergleichsweise kostengünstig realisierbar und auch der Aufbau einer Computing Edge kann sinnvoll sein.

jede dieser Wiederholungen mit individueller, vom Sitzplatz abhängiger Werbung angereichert werden – ein Bonus oder eine Werbung im Stile von „Lass uns das Tor deiner Mannschaft feiern, in der Halbzeit am Stand E6, direkt an deinem Ausgang“. Die recht genaue Positionsbestimmung macht das möglich. Auch Live-Augmented Reality-Anwendungen sind möglich. Hält ein Besucher seine Smartphone-Kamera Richtung Spielfeld, könnten zum Beispiel über jeden Spieler Echtzeitstatistiken eingeblendet werden. Auch Trikot- und Bandenwerbung könnten durch AR individualisiert werden. Das wäre zwar theoretisch auch schon heute mit moderner AR Software machbar, jedoch nicht mit der Masse der Geräte auf kleinem Raum.

Beispiel: Fußballstadion. Hier treffen sich zehntausende Menschen, die eine gemeinsame Leidenschaft teilen und dabei auch eine überdurchschnittliche Bereitschaft mitbringen, in diese Leidenschaft zu investieren. Bislang waren jedoch sinnvolle digitale Geschäftsmodelle in Stadien kaum möglich. 60tausend Menschen, die gleichzeitig auf das Mobilfunknetz zugreifen und dabei mehr als nur den Liveticker aus den anderen Stadien sehen wollten, bringen bis heute selbst hervorragend ausgebaute LTE-Netze schnell an die Kapazitätsgrenze.

Zukunftsmodell 2: Der neue Touchpoint im Retail und die digitale Customer Experience Auch in diesem Zukunftsmodell geht es vor allem darum, die Kundenerfahrung der realen Welt um eine zusätzliche digitale Ebene zu erweitern. Augmented Reality spielt hier die entscheidende Rolle, und auch hier sind die 5G-Übertragungskapazitäten gemeinsam mit dem Edge Computing und der genauen Positionsbestimmung die technischen Voraussetzungen.

Während eines Fußballspiels gerade in großen Stadien haben die Besucher außerdem ein Problem, das mit 5G gelöst werden kann: man sieht so gut wie nichts vom Spiel. Die aus dem TV gewohnte Nähe zum Ball ist im Stadion nicht einmal auf den VIP-Tribünen erreichbar. 5G kann nun die Nähe zum Spiel herstellen, ohne die Nähe zu den anderen Besuchern – die wesentliche Motivation für den Besuch nahezu jeder Massenveranstaltung – dauerhaft zu beeinträchtigen.

Eine Customer Journey könnte in Zukunft auch so aussehen: Kaufinteressenten finden im Web ihr auf den ersten Blick passendes Produkt. Neben der Möglichkeit der Lieferung bekommt man auch das Angebot, das Produkt im Geschäft in der Nähe selbst aus- oder anprobieren zu können. Im Store selbst werden Kaufinteressenten dann per Augmented-Reality-Wegbeschreibung zu dem Ort im Geschäft geführt, an dem die ausgesuchte Ware auch tatsächlich zu finden ist – idealerweise in der Ausprägung wie „Größe“

Jeder Besucher im Stadion hätte mit 5G zum Beispiel die Möglichkeit, eine Zeitlupe aus einer frei wählbaren Kameraperspektive direkt nach einer spannenden Szene anzuschauen. Die Kapazitäten des Netzes reichen dafür aus. Gleichzeitig könnte

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