EIN SCHÖPFUNGSPROZESS VO N 1 0 K Ü N S T L E R * I N N E N I M A K T I O N S R A U M L I N k Z FEBRUAR 2020 BIS AUGUST 2020
I N H A LT
WIE ALLES BEGANN...............................................................................06 TOMAK .........................................................................................................09 WER MACHT MIT?...................................................................................10 PORTRAITS..................................................................................................17 DIE KÜNSTLER*INNEN DER AKTION 11 .....................................18 CORONA......................................................................................................21 KUNST MUSS WEITERGEHEN............................................................24 SICHTBAR WERDEN...............................................................................28 VORBEREITUNGSARBEITEN................................................................33 AKTIONSRAUM.........................................................................................34 SIEBDRUCK.................................................................................................43 SCHÖPFUNGSPROZESS............................................................................46 WIR SCHÖPFEN AUS DEM VOLLEN................................................74 FERTIGSTELLUNG DER AUSSTELLUNG.........................................95 SCHÖPFUNG – VORNEHM UNBEQUEM....................................100 STIMMEN ZUM PROJEKT...................................................................110 MITWIRKENDE KÜNSTLER*INNEN...............................................112 IMPRESSUM.............................................................................................117
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WIE ALLES BEGANN
Die Nike von Linz sollte den Grundstein für diese Aktion legen. Die Metallplastik hat Linz 1977 durchgerüttelt, wurde zum Symbol und Signal dafür, dass die verrauchte Stahlstadt dabei war, auch eine Stadt der Kultur zu werden. Inspiriert von diesem Aufbruch, dieser Zeit entstand bei einem Gespräch zwischen Josef Scharinger (Diakoniewerk) und Johann Brandstetter (Aktionsraum LINkZ) die Idee, ein Kunstprojekt zu starten. Ein Kunstprojekt, bei dem sich Künstler*innen der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks und ein weiterer zeitgenössischer Künstler aufeinander einlassen und gemeinsam zu einem Thema arbeiten. Mit offenem Ende. Denn niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, ob und vor allem was aus einer solchen Zusammenarbeit entstehen wird.
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TOMAK
Dank sehr persönlicher Zugänge und jahrelanger Erfahrung mit internationalen und nationalen Künstler*innen stellte Brandstetter die Verbindung zu einem Künstler her, der bereits 2016 im Aktionsraum ausgestellt hatte und von dem man wusste: er ist nicht nur ein technisches und künstlerisches Ausnahmetalent, sondern er besitzt auch einen langen Atem, um ein Projekt dieser Größenordnung zu stemmen: Mit 5. Februar 2020 wurde der Grundstein für die Zusammenarbeit mit TOMAK gelegt und eine erste Idee zum Titel geboren. „Aktion 11. Die Schöpfung. Vornehm – unbequem“ ELF: für die 11. Aktion im Aktionsraum. Schöpfung: für das Erschaffen von Neuem. Vornehm – unbequem: für Kunst, die weh tut, die lästig sein darf, aber auch erstklassig ist.
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WER MACHT MIT? TOMAK als mitwirkender Künstler stand somit fest. Doch was war mit den weiteren Protagonist*innen – waren diese bereit für ein Projekt in dieser Dimension? Außerhalb der Kunstwerkstatt, weg von der gewohnten Struktur, mit einem Künstler, der ihnen nicht bekannt ist und mit der „Schöpfung“ als Metathema? Ein Besuch TOMAKs in der Kunstwerkstatt sollte mögliche Barrieren abbauen.
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Das erste Aufeinandertreffen der Künstler*innen mit TOMAK im Atelier der Kunstwerkstatt war geprägt von Neugier, Respekt, Wertschätzung und Humor.
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Nach einem intensiven Austausch auf Augenhöhe wollten die Meisten Teil dieses Projektes sein. Mit dem Gewinnen der Künstler*innen des Ateliers für die Projektidee konnte die Aktion Fahrt aufnehmen. Der 12. März 2020 gilt somit als der Tag, an dem alles begann.
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PORTRAITS Im Rahmen dieses Kennenlern-Treffens wurden durch die Fotografin Heidi Pein Portraits jedes*r einzelnen KĂźnstler*in angefertigt. Durch dieses erste, sehr persĂśnliche Aufeinandertreffen konnten Vertrauen und vor allem Lust auf eine Zusammenarbeit auf beiden Seiten geschaffen werden.
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DIE KÜNSTLER*INNEN DER AKTION 11
Josef Landl
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Rosemarie Heidler
Erika Staudinger
Herwig Hack
Jutta Steinbeiß
Gertraud Gruber
TOMAK
Christian Öllinger*
*Christian Öllinger war zum Zeitpunkt der Portraitaufnahmen leider krank.
Johanna Rohregger
Gunter Zehetner
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CORONA Zum Teufel mit Herrn Corona Mittwoch, 18. März 2020 Wir immer daheim sind. Nicht erlaubt, hinausgehen. Wir können nicht in die Sonne, wie eingesperrt, wie im Gefängnis. Alles nur wegen dem Virus. Das mag ich nicht. Virus gehört zum Mond aufi oder eingegraben in ein tiefes Loch, wie beim Friedhof. Nein doch nicht!!!! Dann bekommen die Toten den Virus, obwohl sie schon tot sind. Der Virus soll doch besser zum Mond Dann hat ja der Mond Ausgehsperre. Wir Virus: ZUM TEUFEL! Dann hat der Teufel gut so! Wir freuen uns auf Ostern ohne ohne Herrn Corona!
aufi. Nein doch nicht!!!! wissen nicht wohin mit dem Ausgehsperre, juhu, das ist Virus, hoffentlich wirklich
Wir stricken, häkeln, fernsehen, backen Kuchen, damit es zur Seele duftet, schreiben Briefe, essen zu Mittag (jeder alleine, gemeinsam darf man nicht), schlafen, träumen, lachen, umarmen uns in der Luft, weil sich berühren darf man nicht, sind auch traurig – Leben eben! Ein Gedicht beigesteuert von Kurt Engleder, Hermann Elsigan Waltraud Kramer, Michaela Leitner (Diakoniewerk)
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Mit den in der Kunstwerkstatt entstandenen Portraits der Künstler*innen wurde das Sujet für die Aktion 11 gestaltet. Ziel sollte sein, mit Anfang April im Aktionsraum LINkZ die Arbeiten zu beginnen und mit einem überdimensional großen Banner auf den Start des Kunstprojektes am Hinsenkampplatz (Standort des Aktionsraumes) aufmerksam zu machen. Leider sollte es anders kommen: Mit 16. März 2020 stand die Welt für längere Zeit still. Corona – bis dahin eine ferne Unbekannte – trat in unser Leben und brachte alles zum Erliegen. Auch den Start der Aktion 11. Das Wort „Lockdown“ schlich sich in unseren Sprachgebrauch ein. Obwohl niemand wusste, wie lange dieser Zustand andauern würde, begann TOMAK im Hintergrund intensiv am Projektkonzept zu arbeiten. Die Künstler*innen der Kunstwerkstatt konnten aufgrund der eingeführten Corona-Sicherheitsmaßnahmen nicht mit ihren Arbeiten beginnen. Homeoffice galt auch für sie.
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HEIDI PEIN
HERWIG HACK
GERTRAUD GRUBER GUNTER ZEHETNER
CHRISTIAN ÖLLINGER
JUTTA STEINBEISS
TOMAK
JOHANNA ROHREGGER
ERIKA STAUDINGER
ROSEMARIE HEIDLER
JOSEF LANDL
VORNEHM UNBEQUEM
DIE SCHÖPFUNG
TOMAK UND DIE ART BRUT KÜNSTLER/INNEN
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Aktion
KUNST MUSS WEITERGEHEN Aufgrund der Corona-Pandemie war es leider nicht möglich, das Kunstprojekt zum geplanten Zeitpunkt zu starten. Mit 9. April 2020 wurde trotzdem der überdimensional große Aktions-Banner am Hinsenkampplatz aufgezogen. Der Beginn der Arbeiten im Aktionsraum war noch ungewiss. „Die aktuelle Krise darf uns nicht davon abhalten, an der Aktion festzuhalten. Diese Form der Zusammenarbeit gibt Mut und Hoffnung.“ (Josef Scharinger)
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SICHTBAR WERDEN
W채hrend des Lockdowns arbeitete TOMAK unerm체dlich am Projekt weiter. Mit den Portraits aller K체nstler*innen entstanden Collagen, die wiederum Kunstwerke per se sind. TOMAK mischt sich dabei unter, f체gt sich ein, begibt sich auf eine Ebene.
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VORBEREITUNGSARBEITEN Während die Künstler*innen der Kunstwerkstatt aufgrund der geltenden Bestimmungen noch nicht arbeiten durften, blieb TOMAK nicht untätig. In seinem Wiener Atelier entstanden organische Motive wie zum Beispiel Herz-, Rückgrat- und Darmwindungen oder Frauentorsi und Kirchenschiffe, die die Basis für die geplanten Siebdrucke sein sollten.
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AKTIONSRAUM
Der gesamte Aktionsraum wurde in der Zwischenzeit mit weißer Leinwand ausgekleidet, um so rein und unverfälscht wie möglich arbeiten zu können. Die Siebdrucke, die im Atelier entstanden sind, sollten den Künstler*innen als Inspirationsquelle dienen.
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Im Studio von Mike Wegerer in Wien sind darĂźber hinaus Siebe mit den vorgefertigten Motiven von TOMAK entstanden. Im Aktionsraum wurde alles fĂźr den Siebdruck vor Ort vorbereitet.
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TOMAK markierte mit seinen vorgefertigten Zeichnungen an den Leinwänden den Schöpfungsprozess. Sie sollten in weiterer Folge Orientierung für den Siebdruck geben.
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SIEBDRUCK Mit den vorbereiteten Sieben wurde TOMAKs Schรถpfungsprozess auf Leinwand gebracht. Die Farbe Rot sollte die Kraft dieses (Er-)Schaffens signalisieren.
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Unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsbestimmungen wurde der Aktionsraum fĂźr die Weiterarbeit mit den KĂźnstler*innen der Kunstwerkstatt aufbereitet. FĂźr eine inspirierende Arbeitsumgebung wurde gesorgt.
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SCHÖPFUNGSPROZESS Mit 18. Mai 2020 konnten die Arbeiten der Künstler*innen unter Einhaltung strenger Corona-Richtlinien aufgenommen werden. Tageweise arbeiteten sie zu zweit oder dritt an ihren Werken. Die einzige Vorgabe, die TOMAK zu Beginn der Arbeiten zum Thema „Schöpfung“ gegeben hat, war die Farbe Rot. Ansonsten war alles erlaubt. Es war sogar erwünscht, auszubrechen. „Man kann nur Künstler sein, wenn man den Respekt vor einer Sache verliert und sein Eigenes daraus macht.“, so der Künstler TOMAK. Die Künstler*innen machten sich diese Vorgabe zu eigen, legten ihre eigenen Interpretationen darüber, spielten mit den Formen, näherten sich ohne viel Abstand und Scheu seinem Werk und interpretierten es dadurch neu. Manche nahmen ihren bisherigen Stil auf, setzten ihn ähnlich wie bisher um. Andere erkannten die Gelegenheit und waren bereit, ihre Kunst neu zu denken und auch neu zu entdecken.
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CHRISTIAN ÖLLINGER „Was darf ich malen?“ war die Einstiegsfrage von Christian Öllinger als er in den Aktionsraum gekommen ist. „Natürlich alles was du willst!“, lautete die Antwort von TOMAK. Science-Fiktion Helden, exakt ausgeführte vielfärbige Fahrräder, die jede Speiche, jedes Ventil genau wiedergeben: Das zeichnet Christian Öllingers Kunst normalerweise aus. Die Aktion war für ihn das Eintauchen in eine neue Welt.
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Das Material, die dicke Farbe und das Rot sind für den jungen Künstler ungewöhnlich. Im Aktionsraum LINkZ war alles erlaubt. Hier wurden Grenzen überschritten – persönliche und äußere. Das hat TOMAK zu Beginn klargestellt. Aus geordneten Bahnen ausbrechen, gewohnte Pfade verlassen, das war der Anspruch der Aktion. Christian Öllinger nahm ihn beim Wort.
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J U T TA S T E I N B E I SS
Sehr detailreich hat Jutta Steinbeiß die organischen Formen von TOMAK mit ihren Strukturen gefüllt - so intensiv, dass das Original nur mehr zu erahnen ist. Mit viel Ausdauer hat sie akribisch an ihren bunten Bildern gearbeitet. Das produktive, schematische Festhalten an einem Thema, über einen langen Zeitraum hinweg, ist für sie typisch.
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„Zeichnen und Malen kann ich auch gut. Ich bin stolz über die Bilder, die ich gemalt habe.“
HERWIG HACK
Herwig Hack hat seine Vorliebe mit Filzstiften zu zeichnen, geduldig auf den großen Leinwänden umgesetzt. Seine Arbeiten haben aktuell einen großen Bezug zur Liebe.
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GERTRAUD GRUBER
Gertraud Gruber hat ihre Werke Strich f체r Strich, Punkt um Punkt wachsen lassen. Die F체lle an Strukturen und Geflechten bedecken die Leinwand und Zeichenbl채tter. In ihren detaillierten, kleinteiligen Schriftbildern und Rastern steckt eine enorme Ausdauer und eine Liebe zu ihrer Arbeit, zum Leben an und f체r sich.
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GUNTER ZEHETNER
Gunter Zehetner hat mit seinen Zeichnungen experimentiert. Weihnachten, Adventkranz und Geschenkpakete haben seinen SchĂśpfungsprozess bestimmt. Gleichzeitig zeigen seine weiteren Werke, die auch in die Ausstellung eingeflossen sind, welche Bandbreite er als KĂźnstler abdeckt.
E R I K A S TA U D I N G E R
Erika Staudinger arbeitete einzelne Stellen, bis zum Durchdrücken des Zeichenpapiers, mit einem harten Bleistift auf. Durch die Verdichtung entstanden die für sie so typischen reliefartigen Strukturen in ihren Zeichnungen. Für Staudinger war die Schöpfung mit starken Farbakzenten verbunden.
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JOSEF LANDL
Josef Landls Leidenschaft gilt Schriftbildern. Typografische Texte werden von ihm auf Papier oder Leinwand übertragen. Gerne überschreibt er diese wieder und durch die Überlagerung entsteht eine Komposition, die wiederum ein Gesamtbild darstellt. Mit der Kirche hat er sein Schriftbild ergänzt und dadurch dem Werk eine weitere persönliche Note verliehen.
TOMAK
TOMAK ist nicht bloĂ&#x; KĂźnstler, sondern eine Inszenierung, eine Marke, die provoziert und polarisiert. Mit Leidenschaft. Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind meist wissenschaftliche Zeichnungen aus dem Bereich der Medizin, Biologie oder Physik.
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„Die Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern der Kunstwerkstatt samt ihrem Umfeld war sehr bereichernd. Was mich am meisten gefreut hat, ist, dass mein Konzept - nämlich die Künstler auf die große Fläche zu bringen und diese mit reduzierter Farbpalette arbeiten zu lassen, - gelungen ist.“, so TOMAK zum Projekt.
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Neue Sichtweisen einnehmen, Themen von neuen Blickwinkeln betrachten, ist für ihn essenziell. Eine andere Wahrnehmung zu erschließen, sich zu öffnen, waren der Motor für die Zusammenarbeit mit der Kunstwerkstatt. „Ich will, dass diese Menschen als Künstler wahrgenommen werden. Ich will ihnen Lautstärke geben. Ihre Arbeiten sind „hochkünstlerisch“: Sie ermöglichen eine neue Wahrnehmung. Genau das macht Kunst aus.“ (TOMAK)
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JOHANNA ROHREGGER Johanna Rohregger hat eine Vorliebe für Tierdarstellungen, die sie in kleineren Formaten sehr detailliert ausführt und mit verschiedenen Drucktechniken umsetzt. Es lag somit nahe, dass ihre Ziegen, Hunde, Faultiere, etc. den Schöpfungsprozess vervollständigen müssen.
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HALLO LIEBE HELGA! ROSIROSI 34 500 600 100 48 13DER ERSTE TAG UHR 258 4 AM ERSTEN TAG MACHTEMACHTE GOTT DIE ERDE 5 ERDE ZUNÄSTCHST WAR 6 WAR DIESE NOCH EIN 12345 NOCH EIN DUNKLER FÜR 35 UNG EMÜTLICHER ORT AUF DEM NIEMAND LEBEN 23456
ROSEMARIE HEIDLER
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Mit ihren typischen Wort- und Zahlenkombinationen hat Rosemarie Heidler am Computer einen Text zum Thema Schöpfung umgeschrieben und neu interpretiert und dadurch einen Bezug zu aktuellen Geschehnissen geschaffen.
WIR SCHÖPFEN AUS DEM VOLLEN
Ab Mitte Mai haben die Künstler*innen innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen intensiv am Schöpfungsprozess gearbeitet. Was entstanden ist, ist mehr, als alle zu Beginn erwartet haben. „Grandios“ behaupten sogar manche.
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Gunter Zehetner
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Erika Staudinger
Jutta SteinbeiĂ&#x;
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Gunter Zehetner
Herwig Hack
Herwig Hack
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Christian Ă–llinger
Christian Ă–llinger
Gunter Zehetner
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Gertraud Gruber
Josef Landl
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Johanna Rohregger
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TOMAK
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TOMAK
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FERTIGSTELLUNG DER AUSSTELLUNG
Am 7. Juli 2020 fand der letzte Schaffenstag des künstlerischen Prozesses statt. Die Künstler*innen vollendeten ihre begonnenen Werke; ein Künstler unter ihnen - Christian Öllinger - ließ sich sogar noch zu einem letzten Werk hinreißen. „Der Gewichtheber“, der die Gehirnhälften stemmt und Ausdruck dessen ist, wie kraftvoll und mächtig dieses Projekt für ihn war.
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Roman Grabner, Bruseum Graz, wurde zum Kurator der Ausstellung bestellt. Gemeinsam mit TOMAK und Arno Wilthan (Diakoniewerk) wurden die Werke, die im Zuge der Aktion 11 entstanden sind, gesichtet und zu einer Gesamtkomposition zusammengestellt.
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Dieses Gesamtkunstwerk (Fries) zeigt die Schöpfung in sieben Tagen. Himmel und Erde, Mensch und Tier, Licht und Dunkelheit fügen sich zu einem harmonischen Miteinander ihrer Gegensätze. Die Ausstellung ist soweit vorbereitet sie kann jederzeit eröffnet werden.
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SCHÖPFUNG – VORNEHM UNBEQUEM
Als einer der herausragenden gegenwärtigen Künstler Österreichs beeindruckt und bewegt TOMAK sein Publikum seit bald dreißig Jahren mit Malereien, Zeichnungen, Skulpturen oder Performances von sehr dichter Ausdruckskraft. Sein neues Ausstellungsprojekt „Die Schöpfung. Vornehm – unbequem“ bringt ihn zurück nach Linz, wo er 2015 den von Karin und Johann Brandstetter gegründeten autonomen Kunstraum AKTIONSRAUM LINkZ eröffnet hat. Die Schöpfung der Welt in sieben Tagen brachte Licht in die Dunkelheit, Himmel und Erde, Mensch und Tier. Das Konzept von der Erschaffung einer lebensfreundlichen Welt basiert auf einem harmonischen Miteinander ihrer Gegensätze. Im Spannungsfeld dieser Antipoden steht auch der international tätige Wiener Künstler TOMAK, der unter dem Ausstellungstitel „Die Schöpfung. Vornehm unbequem“ Künstler*innen der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks beim Entstehen von Gemeinschaftsarbeiten anleitet und ihnen vor allem künstlerisch zu mehr Lautstärke verhelfen möchte. Gearbeitet wurde an einem Gesamtkunstwerk als überdimensionaler Fries, für das alle Wände des Ausstellungsraumes weiß ausgekleidet wurden. Je nach Arbeitsweise der Künstler*innen wurde direkt auf die Leinwand gemalt oder wurden Arbeiten am Papier als Einzelstudien in die Gesamtheit des Bildraumes montiert. Die von TOMAK vorgegebene Kraft der Farbe Rot vereint ihre unterschiedlichen Assoziationen für Liebe, Feuer und Blut, aber auch ihre liturgische Verwendung für den Spiritus sanctus.
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TOMAKs Handschrift verdichtet assoziative Gedankenstrukturen zu poetischen Bildkompositionen. Als Spiritus Rector hat er sich mit Siebdrucken von organischen Formen in Rot, wiederkehrende Sujets wie Herz-, Rückgrat- und Darmwindungen, in den Fries eingebracht. Die Künstler*innen haben die von ihm gebotene Basis zum mechanisch funktionierenden Körper demontiert und umgedichtet. Die Vorstellungskraft ist nicht zuletzt die höchste menschliche Errungenschaft. Ausdrucksstarke, gemalte Figuren von Christian Öllinger, Gitterstrukturen von Gertraud Gruber oder sehr verdichteten Zeichnungen von Erika Staudinger, die Wort-Bildstrukturen gegenüber gestellt werden, in denen Josef Landl zum Thema Schöpfung arbeitet, bebildern den so entstandenen Imaginationsraum. Dazu werden thematisch geometrische Figuren und Gedankenstrukturen von Jutta Steinbeiß, Herwig Hack, Rosemarie Heidler, Johanna Rohregger und Gunter Zehetner verwoben. Was wie eine Kampfansage von TOMAK anmutet, „unsere Kunst ist autonom und gefährlich“, lässt sich auch vor dem Hintergrund unseres gesellschaftlichen Umgangs mit dem Abweichen von Normen lesen. Dazu zählt nicht zuletzt die Ungleichbehandlung von Künstler*innen ohne akademischen Hintergrund. Wie wichtig das Denken über die Grenzen hinaus für Weiterentwicklungen und Erfindungen des Menschen ist, erzählt die Geschichte. In diesem Licht und Gegenlicht, das Kunstschaffenden entgegenstrahlt, porträtiert die Fotografin Heidi Pein das künstlerische Team der Ausstellung begleitend in frontalen Schwarz-Weiß-Abbildungen. Einmal mehr hinterfragt TOMAK unser Empfinden für Angenehmes und Unangenehmes, Schönheit und Abstoßendes, Lichtund Schattenseite, indem er die Porträts dekonstruiert und monströs neu collagiert.
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STIMMEN ZUM PROJEKT
„Jeder Mensch, wie er ist, ist gleich viel Wert. Das wird hier besonders sichtbar. Alle Grenzen werden bei diesem Projekt aufgehoben – alle soziologischen, psychologischen und politischen. Nur der Mensch und die Kunst stehen im Vordergrund.“ (Josef Scharinger, Diakoniewerk) „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es war eine Abwechslung. Ich hatte die Freiheit, alles zu malen. Deshalb hab ich mir gedacht, ich male eine schöne Frau.“ (Christian Öllinger, Die Kunstwerkstatt Diakoniewerk) „Der Name LINkZ steht für das „Verlinken“ - für das Verbinden von Menschen, das miteinander ins Gespräch kommen und das Erschaffen von Neuem. Mit dem Verlinken von TOMAK und den Künstlerinnen und Künstler der Kunstwerkstatt des Diakoniewerks wollten wir diese Idee umsetzen. Wir waren davon überzeugt, dass TOMAK eine große künstlerische Entwicklung herbeiführen kann und das, was entstanden ist, übertrifft unsere Erwartungen.“ (Johann Brandstetter, Aktionsraum LINkZ) „Es ist so viel entstanden und es freut mich sehr, wie manche Künstler richtig explodiert sind. Weil einerseits mehr Raum bzw. ein anderer Raum zur Verfügung stand und auch neue Impulse gesetzt wurden.“ (Arno Wilthan, Die Kunstwerkstatt Diakoniewerk)
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„Es handelt sich nicht um ein Sozialprojekt eines Wiener Künstlers mit Künstlern der Diakonie, sondern es geht um ein gleichwertiges Kunstprojekt, wo zehn Künstlerinnen und Künstler eine neue Werkserie, ein neues Projekt, geschaffen haben.“ (Roman Grabner, Bruseum/Graz) „Wir haben hier nicht einfach Bilder zu einander gehängt, wir haben ein großes Fries gemacht – wir haben etwas Neues erschaffen. Die Künstler haben sich darauf eingelassen und diese Schöpferkraft ist hier sichtbar geworden. Wir haben riskiert, weil wir auch nicht gewusst haben, was am Ende entsteht. Aber genau das ist ‘Schöpfen‘ (TOMAK, Künstler)
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MITWIRKENDE KÜNSTLER*INNEN
Gertraud Gruber geboren 1960, arbeitet mit Vorlagen aus Prospekten und Zeitungen, die ihr als Inspirationsquellen dienen, wobei sie sich auf Themenbereiche wie Tiere, Pflanzen, Menschen oder Technik konzentriert. In ihren Arbeiten kombiniert Gertraud Gruber Schriftelemente und Zeichnungen, die sie, einem Erzählfluss gleich, umsetzt – dabei scheint sie dem Schreiben oft näher zu sein als dem Zeichnen. Ihre feingliedrigen Kombinationen aus Wort-Bild-Strukturen werden wie eine Geheimsprache oder Codierung entwickelt, eine Art Bildschrift. Sie übernimmt dabei Texte und Bildanregungen aus den Katalogen, greift je nach Thema Strukturelemente wie Zäune, Häuser oder Gitter auf und führt diese in immer neuen Anordnungen linear und detailreich aus, wobei geometrische Strukturen wie die Vertikale und Horizontale wiederkehrend auftauchen. Den ganzen Tag über arbeitet Gertraud kontinuierlich in stundenlanger Arbeit und „schreibt“ so das Blatt voll. Herwig Hack geboren 1964 in Steyr, ist seit 2016 künstlerisch im Atelier des Diakoniewerks tätig. Herwig Hack beschäftigt sich in seinen Zeichnungen mit tagesaktuellen Nachrichten aus den Medien sowie mit grafischen Formen. Seine Vorliebe gilt Bleistiften und Filzstiften. Akribisch zeichnet er mit diesen farbigen Flächen auf Zeichen- und Transparentpapier oder setzt klare, einfache Umrisslinien. Meistens sind die Arbeiten mit einer Hintergrundgeschichte, einem Prominenten oder einem Lied verbunden. So entstehen freudvoll anmutende Hommagen und aus geometrischen Grundformen gestaltete Zeichnungen. Rosemarie Heidler geboren 1952, ist seit den Anfängen des Ateliers intensiv künstlerisch tätig. Ihre großteils gegenständlichen Arbeiten sind von der sehr persönlichen Bildsprache und dem Einsatz von Texten, Zahlen und Telefonnummern geprägt, die
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aber durch ihre Symbolik allgemeinverständlich und für andere transformierbar bleiben. Sie bevorzugt dialogische künstlerische Arbeitsprozesse, wie etwa das mit dem Künstler Christoph Raffetseder gemeinsam gestaltete erfolgreiche multimediale Projekt „mama09“. Sie schätzt auch performative künstlerische Auftritte vor Publikum. Rosemarie Heidler kann auf zahlreiche Projekte und Ausstellungen zurückblicken und eignete sich eine reiche Bandbreite an bildnerischen Ausdrucksformen an. Josef Landl geboren 1958, war lange in der Theatergruppe „Malaria“ als Schauspieler und ist im Atelier als Künstler tätig. Fast zehn Jahre arbeitete Josef Landl mit Industrieparkett an dreidimensionalen Objekten, seinen „Türmen“, die er in stundenlanger, kontinuierlicher Arbeit mittels Holzleim Stück für Stück aufeinander klebte. Begonnen hat er seine Holzskulpturen, indem er einen Grundriss legte – die weitere Gestaltung orientiert sich jedoch nicht an Plänen sondern ergab sich intuitiv und spontan im Aufbau. Seit 2017 haben die Türme im künstlerischen Schaffen von Josef Landl Pause, seither widmet er sich fast ausschließlich sehr grafisch anmutenden Textkompositionen. Seine Texte schreibt er aus unterschiedlichen Zeitschriften und Kunstbänden ab und verdichtet sie stellenweise durch Überschreiben oder setzt pointiert unterschiedliche Zeichnungen und Zeichen. Christian Öllinger geboren 1996, arbeitet seit 2017 im Atelier der Kunstwerkstatt. Christian Öllinger arbeitet sehr akribisch und bringt bei der Ausführung seiner Werke ein hohes Maß an Genauigkeit und Detailverliebtheit mit. Farbe, Form, Perspektive: Alles muss gut aufeinander abgestimmt sein und sich harmonisch ergänzen. Seine sehr naturalistischen Darstellungen reichen von Fahrrädern über Sportveranstaltungen bis zu comicartig anmutenden Fantasiewesen. Christian Öllinger skizziert seine Ideen mit Bleistift vor, konzipiert jeden weiteren Schritt auch in Gesprächen und Überlegungen sehr genau durch und setzt ihn dann, sehr überlegt, in Farbe um.
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MITWIRKENDE KÜNSTLER*INNEN Johanna Rohregger geboren 1975, seit 1999 im Atelier des Diakoniewerks künstlerisch tätig. Ihre Liebe zum Zeichnen hat Johanna Rohregger schon im Volksschulalter entdeckt. Sie hat eine bemerkenswerte Beobachtungsgabe. Ihre klaren Eindrücke vermag sie pointiert aufs Papier zu bringen. Johanna Rohregger hat eine Vorliebe für Tierdarstellungen. Auch Landschaftsbilder regen sie zu interessanten Kompositionen an. Sie liebt klare, kräftige Farben und setzt diese gekonnt in ihren großformatigen Bildern ein. Neben ihren kräftigen mehrzahl Oil-Stick-Bildern beschäftigt sich Johanna Rohregger auch mit Drucken, und arbeitet hier in kleineren Formaten detailliert und in ihrem unverkennbaren Stil. In den letzten Jahren war Johanna Rohregger an mehreren Projekten und Gemeinschaftsausstellungen beteiligt. Heidi Pein Fotografin, in der Steiermark geboren, lebt seit 2009 in Wien. Fokus auf Künstler- und Reportagefotografie. Instagram - @die.pein Erika Staudinger geboren 1968, seit 1995 im Atelier des Diakoniewerkes Gallneukirchen beschäftigt. Erika Staudingers Interesse gilt auf der einen Seite dem Portrait, andererseits beschäftigt sie sich auch mit architektonischen Gebilden, vorzugsweise Burgen und Schlössern, wobei sie nach Fotos arbeitet, die ihr als Vorlage dienen. Oft richtet sie ihren Fokus auf Details, die sie faszinieren und die in ihren Bildern überproportional dargestellt werden. Stundenlang arbeitet sie in diese von ihr gewählten Stellen hinein und beansprucht das Material mit einem harten Bleistift. Durch diese intensiven Arbeitsabläufe kommt es zu starken und komplexen linearen Verdichtungen in ihren Zeichnungen, in denen sie auch Schrift- und Textelemente integriert. Ihre Bilder zeugen von ihrer Fähigkeit, in aller Stille lange und genau zu beobachten. Bilder von Erika Staudinger befinden sich in der Sammlung Arnulf Rainer, im Museum Essl, im Museum der Moderne in Salzburg und im Landesmuseum Oberösterreich.
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Jutta Steinbeiß geboren 1973, seit 1998 im Atelier künstlerisch tätig. Mit viel Ausdauer arbeitet sie akribisch an ihren bunten Bildern. Das produktive, schematische Arbeiten an einem Thema, über einen langen Zeitraum, ist für sie typisch. Ihre kantigmassiv wirkenden Gestalten - Menschen, meist Frauen, Tiere oder Pflanzen - bearbeitet sie sehr farbenfroh. Die Ideen dazu holt sie sich aus Büchern und Zeitschriften. Gelegentlich fertigt sie Skizzen an, die sie in weiterer Folge in Bilder umsetzt. Jutta Steinbeiß arbeitet mit unterschiedlichen Formatgrößen und vielfältigen Materialien. TOMAK Nach Ausstellungen in Österreich (u. a. Albertina Wien, Kunsthalle Wien, Rupertinum - Museum der Moderne Salzburg, Landesmuseum NÖ, MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst) und im Ausland (Kunsthuis Yello Art, Geel, Belgien; Lehmbruck Museum Duisburg, Heike Curtze Berlin, Galerie 14+1 Stuttgart, Deutschland) sind TOMAKs Arbeiten aus Malerei, Zeichnung, Skulptur, Text und Performance in zahlreichen renommierten Museen und Sammlungen präsent. TOMAK lebt und arbeitet in Wien. www.studiotomak.com Gunter Zehetner 1947 geboren, arbeitet seit 1998 im Atelier des Diakoniewerks. Gunter Zehetner arbeitete lange Zeit mit Graphitstiften, mit denen er Hartschaum-/Styroporplatten „gravierte“. Vorlage für seine zum Teil „visuellen Textinterpretationen“ waren österreichische Zeitungen und Zeitschriften. Herr Zehetner kennt und liest einzelne Wörter und Begriffe, andere scheinbar „unbekannte Wörter“ komponierte er zu langen Textzeilen. In seinen weiteren Arbeiten „strukturierte“ und „punktierte“ Gunter Zehetner die Hartschaumplatten. Die äußere Form der Platten wurde kreisförmig (Braille Punkt). Diese überdimensionalen „Braille Punkte“ waren Teil einer Kunst Aktion (eines Kunstprojektes oder eines Kunst am Bau – Projektes ) (Mutterhaus Bethanien – Gallneukirchen), bei der Herr Zehetner beteiligt war. Dieser Ausdrucksform, der „Braille Punkte“, bediente sich Gunter Zehetner einige Jahre. Mit 2018 schloss Herr Zehetner seine Arbeiten mit Hartschaum/Styroporplatten ab und widmet sich seither ganz der Zeichnung die, obwohl in seiner Handschrift klar erkennbar, auch in ihrer Individualität, eine Lust am Experiment erkennen lässt.
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IMPRESSUM AUSSTELLUNGSGESTALTUNG TOMAK KURATOR Roman Grabner, Bruseum Graz LAYOUT Hofer Grafikdesign, Andrea Obermühlner (Diakoniewerk) TEXT/REDAKTION Andrea Obermühlner SIEBDRUCK Mike Wegerer DRUCK gugler print* FOTOS Heidi Pein (S. 10-16, 18-19, 32-45, 71) Fotostudio Eder (S. 24-25, 70, 80, 83-89, 92-93, 102-109) Ness Rubey (S. 4, 47, 26-27, 52-53, 56-57, 60-61, 64-69,75, 94-99, 111, 116) Harald Artner (S. 28-31, 70, 76-82, 90-91) Johann Brandstetter (S. 7-8) Diakoniewerk (restliche Bilder) HERAUSGEBER Aktionsraum LINkZ Haupstraße 26, 4040 Linz T: +43 732 710 531 office@aktionsraum-linkz.at aktionsraum-linkz.at Linz 2020
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