Juli 2014
diakonie Die Zeitschrift für Nächstenliebe in unserer Zeit
Gedanken zu einem christlichen Menschenbild Seite 06
erinnern.vergessen – Leben mit Demenz Seite 16
Kulinarischer Glücksfall Seite 20
80 Jahre Klinik Diakonissen Schladming Seite 25
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thema Menschenbild
02 panorama 03 alter Diakoniewerk
04 Soziales im Mittelpunkt
09 Freiwilliges Sozialjahr
06 Gedanken zu einem christlichen Menschenbild
10 Plattform für Obdachlose ∙ EUProjekt Freiwilligenaustausch ∙ „Mutterschiff“ mit Kurs auf die Landessonderausstellung
Landessonderausstellung im ehemaligen Diakonissenhaus
Werte, die uns leiten
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Menschen im
14 Hohe Zufriedenheit laut Angehö rigenbefragung ∙ Besuchsdienst für zuhause ausgebaut ∙ Angehörigenentlastungsdienst 16 erinnern.vergessen – Leben mit Demenz! Außergewöhnliche Bilder
04 behinderung 05 ausbildung 06 gesundheit Menschen mit
18 30 Jahre Innovation in der Werk stätte Linzerberg ∙ Neues Wohnhaus in Schladming ∙ Diakoniefest Tirol 20 Kulinarischer Glücksfall
Integrative Beschäftigung in Linz
Aktiv für
Aktiv für
22 Kaffeetreff in den Ludwig Schwarz Schulen ∙ Bewerbung jetzt!
24 Medizin von Frauen für Frauen ∙ Feriendialyse Diakonissen Salzburg
23 Der Countdown läuft!
25 80 Jahre Klinik Diakonissen Schladming
Zwei Schülerinnen reflektieren ihre Abschlussphase und ihre Ausbildung
Eindrucksvolle Entwicklung
Impressum
12 Spiritualität 13 Porträt 26 Bitte & Danke 27 Buchtipp ∙ Produkttipp
Offenlegung: siehe www.diakoniewerk.at/impressum Medieninhaber: Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, Martin-Boos-Straße 4, 4210 G allneukirchen, Tel. 07235 632 51, office@diakoniewerk.at. Herausgeberin: Rektorin Mag.a Christa Schrauf. Chefredakteurin: Andrea Brummeier. Redaktionsteam: Andrea Brummeier, Sabine Etzlstorfer, Dagmar Hochreiter, Susanne Kunze, Stefan M archewa, Gernot Mischitz, Erwin Oberbramberger, Andrea Obermühlner, Daniela Palk. Unternehmenskooperationen: Markus Putzer. Fotos: shutterstock (S. 1, 6), photocase (S. 12), Thomas Smetana (S. 2 oben links, 3, 8), Ulrike Rauch (S. 2 oben rechts, 16), Andreas Hauch (S. 2 oben links, 19 oben), Thomas Reinthaller (S. 2 oben Mitte, 22), G. Hartl (S. 2 unten rechts, 24), Evi Obermayr (S. 4), Andrea Brummeier (S. 13), Elisabeth Braunsdorfer (S. 15), Land OÖ./Kraml (S. 19 unten links und Mitte), Gernot Mischitz (S. 20), Andrea Obermühlner (S. 21), alle anderen Diakoniewerk. Corporate Publishing: Egger & Lerch, www.egger-lerch at (Layout und Gestaltung: Christoph Lehner) Druck: Gutenberg-Werbering Gesellschaft m.b.H. Erscheint fünfmal jährlich. Diakoniewerk S pendenverein: Allg. Sparkasse OÖ 257700, BLZ 20320. Sponsoring Post! GZ 02Z032365 S; Diakonie 14/2014
editorial
Im Diakoniewerk beziehen wir uns in unserer Arbeit auf die christliche Sicht des Menschen.
Liebe Leserinnen und Leser, was genau ist eigentlich das Christliche Menschenbild, auf das wir uns im Diakoniewerk beziehen, und welche Werte leiten sich davon ab? Was heißt das für unsere alltägliche Arbeit? Damit befasst sich Diakon Günther Wesely im „thema“ dieser Ausgabe.
Die Landessonderausstellung wird Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Sozialen thematisieren. „Eine Gesellschaft braucht laufend die Auseinandersetzung mit den sozialen Anliegen, die es in ihrer Mitte gibt“, schreibt Rektorin Mag.a Christa Schrauf in ihrem „nachgedacht“. Diese Auseinandersetzung wird ab 2015 auch in der Landessonderausstellung „Hilfe. Lebensrisiken – Lebenschancen“ im ehemaligen Diakonissenhaus Bethanien thematisiert. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des So-
zialen stehen dort im Mittelpunkt. Wir freuen uns schon jetzt über zahlreiche Gäste, die in der Zeit vom 29. April bis 2. November 2015 nach Gallneukirchen kommen um diese Ausstellung zu sehen und an den zahlreichen Veranstaltungen des Rahmenprogramms teilzunehmen. Wir werden Sie darüber in der „diakonie“ auf dem Laufenden halten. Vor einigen Wochen wurde in den Häusern für Senioren des Diakoniewerks eine Angehörigenbefragung durchgeführt. Das Ergebnis ist sehr erfreulich ausgefallen (siehe S. 14) und zeigt, dass vor allem das Konzept der Hausgemeinschaften, aber auch die engagierte persönliche Betreuung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoch gelobt wird. Neue Wege zu gehen zahlt sich aus – das sieht man nicht nur am Hausgemeinschaftskonzept, sondern auch am neuen Quartierskonzept in Salzburg oder in der künstlerisch-kreativen,
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wertschätzenden Bearbeitung des Themas Demenz durch das Haus am Ruckerlberg in Graz, die große Beachtung findet (Seite 16). Innovationen sind jedoch nicht auf die Seniorenarbeit beschränkt: Integrative Beschäftigung zum Beispiel ist ein Bereich, der Menschen mit Behinderung viele neue Möglichkeiten bietet ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einzusetzen (Seite 20). Und auch die Klinik Diakonissen Schladming hat in den 80 Jahren ihres Bestehens stets innovative medizintechnische Entwicklungen integrieren und damit ihr breites Leistungsspektrum aufbauen können (Seite 25). Viel Spaß bei der Lektüre der Zeitung und einen schönen, erholsamen Sommer wünscht Ihnen
Andrea Brummeier Chefredaktion Juli 2014 ∙ diakonie
nachgedacht
Das ehemalige iakonissenhaus D Bethanien wird derzeit umgebaut und für die Landessonderausstellung und die Nachnutzung vorbereitet.
Soziales im Mittelpunkt Das Haus Bethanien, das ehemalige Diakonissenmutterhaus, das wie kein anderes ein Symbol für das soziale Engagement des Diakoniewerkes ist, wird vom 29. April bis zum 2. November 2015 die oberösterreichische Landessonderausstellung beherbergen. Unter dem Titel „Hilfe. Lebensrisiken – Lebenschancen“ wird die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Sozialen in den Mittelpunkt gerückt.
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n einer Zeit, in der die öffentliche Diskussion über soziale Dienstleistungen sich einseitig auf deren Kosten und Leistbarkeit konzentriert, erfüllt eine Ausstellung wie diese eine wichtige Aufgabe. Sie wird einen Überblick über die Entwicklung des Sozialen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zum heutigen Sozialsystem geben, das sich als erste Säule über das ASVG, das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz, das an die Erwerbsarbeit gebunden ist, definiert und als zweite Säule über das Netz der Sozialhilfe, das dann zur Geltung kommt, wenn die Erwerbsfähigkeit nicht gegeben ist. Die Landessonderausstellung ist eine ausgezeichnete Möglichkeit einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung des Sozialen für das gesellschaftliche
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Miteinander zu vermitteln, für die sozialen Themen, die uns aktuell beschäftigen und in Zukunft herausfordern werden, zu sensibilisieren und so mehr Verständnis und Wertschätzung für die von einer sozialen Notlage betroffenen Menschen zu erreichen.
Wir dürfen eine interessante Ausstellung erwarten und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Mit dem Umbau des Hauses für die Landessonderausstellung haben wir als Diakoniewerk, Dank der Mittel des Landes Oberösterreich, die Möglichkeit, dieses historische Juwel in einer qualitätsvollen Weise für
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die Nachnutzung vorzubereiten. Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderung, eine Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz, Räume für die Ludwig-Schwarz-Schulen, die Diakonie-Akademie, ein Archiv und ein Museum wird es dort geben. Die Vorbereitungen für 2015 laufen intensiv. Wir dürfen eine interessante Ausstellung erwarten und ein vielfältiges Rahmenprogramm, das das Diakoniewerk und die Stadtgemeinde Gallneukirchen gestalten, und für die Zeit danach ein Haus, von dem auch weiterhin eine enorme sozialdiakonische Kraft ausgehen wird und das Ortszentrum von Gallneukirchen dadurch bereichert.
Eine Gesellschaft braucht laufend die Auseinandersetzung mit den sozialen Anliegen, die es in ihrer Mitte gibt, vor allem mit den sozialen Nöten, für die keine Sicherungen vorgesehen sind. Die Bettelmigration aus den osteuropäischen Ländern ist dafür ein Beispiel. Menschen, die durch Betteln bei uns Hilfe suchen, lösen Irritation und Verunsicherung aus. Wir erleben gegenwärtig eine Hetze gegen diese Gruppe von Bedürftigen, aber auch Solidarität und Bemühen um Lösungsansätze. Armut ist kein Verbrechen, vielmehr ein Hinweis dafür, dass der soziale Ausgleich nicht funktioniert. Die Kriminalisierung von Menschen in Armut
verändert nicht ihre Situation, viel eher eine sachliche Auseinandersetzung und sozialpolitische Maßnahmen, die Hilfestellungen geben und präventiv bei der Entstehung von Armut ansetzen. Wir können in einer globalisierten Welt viele Probleme nicht mehr nur lokal lösen, sondern, weil sie von einer übergreifenden Dimension und Komplexität sind, nur im europäischen oder internationalen Zusammenwirken. Soziale Not brauchte gestern und braucht heute Menschen, die sich solidarisch zeigen und Strukturen, die sie bekämpfen helfen. Die Sozialgesetze der Bibel sind bis heute dafür Ermutigung, wenn sie im 2. Mose 23 fordern, dass
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das Recht der Armen nicht gebeugt werden darf und Fremde nicht Unterdrückung erleben sollen.
Ihre
Christa Schrauf Rektorin Juli 2014 ∙ diakonie
Weil vor Gott alle Menschen gleich sind, sind sie es auch untereinander – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Hautfarbe, von Weltanschauung oder Vergangenheit.
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thema Menschenbild
01 Gedanken zu einem christlichen Menschenbild In konfessionellen Sozial einrichtungen bezieht man sich, wenn es um die Grundlagen für das Handeln und die Ausrichtungen von Werten geht, auch auf das christliche Menschenbild. Aber was bedeutet die christliche Sicht vom Menschen, und welche Auswirkungen hat es, wenn wir uns auf dieses Bild beziehen? Günther Wesely
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ie Vertreterin der feministischen Initiative Schwedens, Soraya Post, ist neu gewählte Abgeordnete zum Europäischen Parlament. Sie setzt sich sehr stark für die Rechte von Frauen und von Roma ein. Auf die Frage, wie der Kampf für die Rechte der Roma und der Feminismus zusammenpassen, antwortet sie in einem Interview, das im Standard Ende Mai 2014 abgedruckt wurde: „Das geht sehr eng zusammen und hat mit einem Menschenbild zu tun, nach dem alle Menschen den gleichen Wert haben. Ich liebe den Menschen, und ich will, dass alle es gut haben. Das ist mein Beweggrund.“ Ein anderes Menschenbild wurde in einem Lied aufgezeigt, das der Wiener Kabarettist Kurt Sowinetz in
den 1970er Jahren sang: „Alle Menschen samma zwider, i mechts in die Goschn haun“. Zwei Bilder vom Menschen, die das Handeln, den Zugang zum Menschen ganz unterschiedlich darstellen und somit auch unterschiedliche Auswirkungen haben.
Christliche Sicht vom Menschen Das Menschenbild als Grundlage für soziales und gesellschaftspolitisches Engagement oder ein ablehnendes Verhalten. Auch wir in der Diakonie, im Diakoniewerk, beziehen uns in unserer Arbeit immer wieder auf ein Menschenbild, das unsere Grundlage ist. Wir beziehen uns auf die christliche Sicht vom Menschen. Das christliche Menschenbild, das seine Wurzeln in der jüdischen Tradition hat. Eine Bibelstelle bei Überlegungen zum christlichen Menschenbild ist 1. Mose 1, 26f: „Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich; die sollen herrschen über alles (...) das auf der Erde sich regt. Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde (...) als Mann und Frau (...).“
Gottesebenbildlichkeit Aus dem „uns ähnlich“ wird die „Gottesebenbildlichkeit“ abgeleitet.
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Wichtig ist, dass der Mensch als „Mann und Frau“ bezeichnet wird. Darüber kann man viel nachdenken, reden und diskutieren, es besagt zumindest, dass der Mensch als Gemeinschaftswesen geschaffen ist, als Wesen, das zur Gemeinschaft fähig und auf Gemeinschaft angewiesen ist. Entsprechend heißt es ein paar Verse weiter: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ Ebenfalls sieht die Bibel den Menschen als ein Wesen, das zwischen gut und böse, falsch und richtig unterscheiden, sich für gut oder böse, für falsch oder richtig entscheiden kann, das für sein Verhalten, sein Tun und Lassen selbst verantwortlich ist und das die Konsequenzen aus seiner Entscheidung zu tragen hat. Diese Entscheidung allerdings ist in jeder neuen Situation neu zu fällen, was Irrtümer wahrscheinlich macht. Außerdem kann eine Entscheidung zum Guten eines anderen gleichzeitig für einen Dritten vom Nachteil, also schlecht sein. Insofern lässt sich nicht leben, ohne (an anderen) schuldig zu werden. Das wird noch dadurch verstärkt, dass der Mensch ja auf Gemeinschaft mit seines Gleichen angewiesen ist; Gemeinschaftsfähigkeit aber erfordert SchuldfähigJuli 2014 ∙ diakonie
thema Menschenbild
keit in dem Sinne, dass der Mensch trotz und mit seiner Schuldhaftigkeit in Gemeinschaft mit anderen leben können muss.
Gleichheit aller Menschen Weil vor Gott alle Menschen gleich sind, sind sie es auch untereinander – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Hautfarbe, von Weltanschauung oder Vergangenheit. Der Apostel Paulus bringt das auf die Formel: „Da ist weder Jude noch Grieche, weder Freier noch Sklave, weder Mann noch Frau.“ Diese prinzipielle Gleichheit aller Menschen beruht nach biblischem Verständnis auf der schon erwähnten Unmöglichkeit, ein Leben in Unschuld zu führen; Leben heißt immer auch: schuldig werden. Setze ich mich zu A an den Tisch, setze ich B zurück, der oder die vielleicht auf meine Gesellschaft gehofft hat. Versorge ich ein Unfallopfer, lasse ich gleichzeitig das zweite warten. Jedes Dilemma bringt mich in Schuld – oder es lähmt mich, und dann werde ich doppelt schuldig. Nach biblischem Verständnis beruht die prinzipielle Gleichheit aller Menschen also einerseits auf ihrer Schuldfähigkeit – und andererseits auf ihrer Vergebungsfähigkeit.
So simpel dieser Satz auch klingt: Ihn in unserem Leben und durch unser Leben umzusetzen, ist alles andere als simpel. Das liegt wohl daran, dass wir von Natur aus uns selbst die Nächsten sind. Auch das hat wieder mit unseren frühesten Erfahrungen zu tun, mit der überlebenswichtigen Rücksichtslosigkeit der Säuglinge, die bei jedem Unwohlsein gnadenlos zu schreien anfangen. Doch was für den Säugling überlebenswichtig ist, braucht ein Erwachsener nicht mehr, es kann sogar zum Nachteil für ihn sein: Wer als Erwachsener z. B. ohne jede Rücksicht seine ganz persönlichen Interessen verfolgt, ist bald sehr einsam, ist nicht nur unbe-, sondern auch ungeliebt. Doch, wie schon gesagt, frühkindliche Über lebensstrategien sitzen tief und fest, und es erfordert Arbeit an uns selbst, uns davon zu lösen.
Einer Gemeinschaft geht es dann gut, wenn es allen ihren Mitgliedern gut geht. Bei dieser Arbeit hilft die Bibel mit ihrer Vorstellung von der Gemeinschaft, die den Einzelnen trägt, die
„Die goldene Regel“
Die Persönlichkeit wert zu schätzen, Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu achten, Individualität zu respektieren sind Konsequenzen der Liebe zu anderen, zu Gott.
Für das Miteinander stellt die Bibel eine Leitlinie auf: „Du sollst Gott, den Herrn lieben, und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dieses Wort wird in der Bibel mehrfach wiederholt, und an einer Stelle im Neuen Testament wird kommentiert, in diesem Gebot seien „das ganze Gesetz und alle Propheten“ zusammengefasst. In der ‚Bergpredigt‘ heißt dies, noch vereinfacht: „Wie ihr wollt, dass die Leute euch tun, so tut auch ihr ihnen.“ Dieser Satz ist als die „Goldene Regel“ bekannt. Der Volksmund hat daraus gemacht: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem andern zu.“ diakonie ∙ Juli 2014
ihm Schutz und Geborgenheit bietet – und wofür jeder Einzelne mitverantwortlich ist. So heißt es im 5. Buch Mose: „Arme soll es unter euch überhaupt nicht geben“. Eine Forderung, die gerade in heutiger Zeit eine provozierende Aktualität hat. Dahinter steht der Gedanke, dass es einer Gemeinschaft dann gut geht, wenn es allen ihren Mitgliedern gut geht – so wie es dem Menschen nur dann gut geht, wenn Körper, Geist und Seele zu ihrem Recht kommen. Der Apostel Paulus verwendet mehrfach das Bild eines einzelnen Menschen für die christliche Gemeinschaft und sagt sinngemäß: Wenn ein Organ leidet, leidet der ganze Mensch. So sollen wir uns – was mühsam genug ist – in lebenslangem Lernen so zu verhalten lernen, dass es der Gemeinschaft, in der wir leben, und damit uns selbst möglichst gut geht. Die Bibel spricht hier in einem sehr allgemeinen und weiten Sinn von „Liebe“ und sie spricht immer davon, dass solche Liebe zu „üben“ ist – Liebe zu sich selbst, Liebe zu den anderen, Liebe zu Gott. Die Persönlichkeit wert zu schätzen, Eigenverantwortung und Selbständigkeit zu achten, Individualität zu respektieren, sind einige Konsequenzen.
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Diakoniewerk
panorama Freiwilliges Sozialjahr der Diakonie – jetzt bewerben! Das Freiwillige Sozialjahr dauert in der Regel ein Jahr und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Wohnungen & Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Hausgemeinschaften & Tageszentren für Menschen im Alter.
Aktuelle Meldungen und Ereignisse zeigen die Vielfalt.
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Interessierte Jugendliche (Mindest alter 17 Jahre) können frei wählen, in welchem Bundesland sie das Jahr absolvieren möchten – im Diakoniewerk stehen Oberösterreich, Salzburg, Wien, Steiermark und Tirol zur Auswahl. Während des Sozial jahres erhalten sie Taschengeld, Verpflegung, Unterkunft (bei Bedarf) und sind für die gesamte Dauer sozialversichert. Das Sozialjahr wird als Praxisnachweis zur Aufnahme in Ausbildungen im Sozialbereich anerkannt. Angebote von Gruppensuper-
vision, Berufsorientierungsseminare und interne Fortbildungen helfen, um nach Abschluss des Jahres die richtige Ausbildung zu finden. Weitere Informationen unter www.spring-ins-leben.at oder www.zukunftsberufe.at Ansprechpartnerin für alle Einrichtungen des Diakoniewerks ist Mag.a Birgit Katzmaier, telefonisch erreichbar unter 07235 632 51 145 oder per E-Mail b.katzmaier@ diakoniewerk.at.
Martinstift-Symposion 2014: Teilhabe für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Das Diakoniewerk lädt am Freitag, 17. Oktober, 9 bis 15 Uhr, zum 42. Martinstift-Symposion ins Linzer Brucknerhaus ein. Thema: „Wenn teilhaben nicht so einfach ist. Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf auf dem Weg begleiten.“ Referenten sind Prof. Dr. em. Andreas Fröhlich/Kaiserslautern (D), Prof. Dr. Frank Früchtel/Potsdam (D), Dr. phil. Nicola Maier-Michalitsch/ München (D), Mag. Gabriele Hetzmannseder MBA/Wien, Klaus Limberg/Winterthur (CH) und Mag. (FH) Robert Ritter, Bereichsleitung im Diakoniewerk. Johannes Schwabegger berichtet als Betroffener über seine Erfahrungen und die Hürden, die er auf dem Weg zur Teilhabe bewältigen musste.
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Diakoniewerk
panorama
Plattform für Obdachlose Diakoniewerk engagiert sich für Bettler in der Stadt Salzburg Wenn man durch die Salzburger Altstadt spaziert, fallen sie auf: Bettler, die aus ihrer Not heraus in unser Blickfeld rücken. Darunter auch Menschen aus Südosteuropa, die sich auf den Weg machen, um in Städten Mittel- und Westeuropas ihre eigene und die Existenz ihrer Angehörigen in der Heimat durch Betteln zu sichern. Im Februar 2014 wurde in Salzburg die „Plattform für obdachlose ArmutsmigrantInnen aus EU-Staaten“ gegründet. Das Diakoniewerk Salzburg zählt neben der Caritas
Salzburg, der Erzabtei St. Peter und dem Roma-Verein Phurdo zu den Initiatoren. Seither haben mehr als 1.000 Personen die Ziele der Plattform auf www.armut-hat-platz.at unterstützt. Einrichtungen wie das Diakoniewerk sind aufgerufen, voranzugehen: Die Menschen in den Herkunftsländern unterstützen, sich für eine zukunftsorientierte Entwicklung in Südosteuropa einsetzen, aber auch dafür zu sorgen, dass die Bettler menschenwürdig behandelt werden und Nothilfen erhalten.
Freiwilligenaustausch im Rahmen eines EU-Projekts Im Rahmen des EU-Programms „Grundtvig Lifelong Learning Programme” machten sich fünf Freiwillige des Diakoniewerks – Christine Ferrari, Gerhard Kreuz, Reinhold Mayr, Anna Rudelstorfer und Magdalena Wiener – Ende April auf den Weg nach Freiburg im Breisgau. Dort verbrachten sie drei Wochen in Einrichtungen vor Ort und lernten die Situation der Freiwilligenarbeit in Deutschland kennen. Ziele des Projektes sind u.a. Interkulturelles Lernen, Wissenstransfer und kultureller Austausch zwischen den Freiwilligen. In einem Blog berichteten sie regelmäßig über ihre Erfahrungen und Eindrücke. In Freiburg lernten sie die Freiwilligenarbeit im Betreuungsverein und im ABC Verein kennen. Von der Diakonie Freiburg wurden auch kulturelle Angebote organisiert. Untergebracht waren die Freiwilligen in einem integrativen Hotel, in dem zehn Menschen mit Behinderungen einen festen Arbeitsplatz haben.
2013 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit 50 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht. at – Die Initiative für das gute Testament“ im März im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 58 teil nehmenden Organisationen, darunter auch das Diakoniewerk, sagen damit DANKE an ihre Testamentsspender. Rund acht Prozent aller Österreicher können sich vorstellen in ihrem Testament auch eine gemeinnützige Organisation zu bedenken. Doch viele wissen noch zu wenig Bescheid über diese Spendenform und ihre rechtlichen Aspekte. „Vergissmeinnicht.at“ möchte dem entgegenwirken. Auch das Diakoniewerk bietet immer wieder Informationsveranstaltungen mit Rechtsexprten an, die über Testamentsspenden umfassend informieren.
Für die fünf Freiwilligen war der Erfahrungssaustausch in Deutschland ein bereicherndes Erlebnis.
Im September 2014 werden fünf Freiwillige aus Freiburg zu einem Gegenbesuch nach Gallneukirchen kommen. diakonie ∙ Juli 2014
Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender
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Die Umbauarbeiten aus künstlerischer Sicht (v. l. n. r.): Gunther Zehetner, Oskar Hannl (o.), Franz Wallnstorfer, Nikola Wasmayr (u.)
Diakoniewerk
panorama
Kronenkreuz in Gold für Dr. Gerhard Imhof
„Mutterschiff“ mit Kurs auf die Landessonderausstellung Im Rahmenprogramm der Landessonderausstellung, die vom 29. April bis 2. November 2015 im ehemaligen Diakonissenhaus Bethanien stattfindet, werden KünstlerInnen aus dem Atelier des Diakoniewerks im Projekt „Mutterschiff“ die Veränderung des Diakonissen(mutter)hauses mit den Veränderungen in einem künstlerischen Prozess in Beziehung setzen. „Veränderungen bedeuten sich neu orientieren zu müssen, das ist in der Kunst nicht anders als beim Diakonissenhaus“, erläutert Helmut Pum, der als Mitarbeiter und Künstler gemeinsam mit den AtelierKünstlerInnen diesen Prozess bereits zu Beginn der Umbauarbeiten im Herbst 2013 in Gang gesetzt hat. Die Veränderungen durch die Umbauarbeiten werden von den KünstlerInnen aufgenommen und mit jeweils unterschiedlichen Zugängen interpretiert. Teil des Projektes ist auch eine Comicserie über einen mittlerweile gänzlich erblindeten Atelier-Mitarbeiter, der seine eigene Neuorientierung und die des Diakonissenhauses in Phantasie- und Realgeschichten reflektiert. Diese werden vom Gallneukirchner Künstler Christoph Raffetseder in Comics übersetzt, schaffen aber auch für die AtelierkünstlerInnen Anknüpfungspunkte.
Am 10. April wurde Dr. Gerhard Imhof auf Initiative des Diakoniewerks das Goldene Kronenkreuz, die höchste Auszeichnung der Diakonie, verliehen. Der Festakt fand im Albert Schweitzer Haus in Wien statt. Dr. Imhof hat über viele Jahre hinweg durch seinen außergewöhnlichen persönlichen Einsatz das Albert Schweitzer Haus geprägt und dessen Entwicklung seit der Entstehung in den 1960er Jahren als einem sozial-diakonischen Ort vorangetrieben. In Kooperation mit dem Diakoniewerk hat er nach der Wiedereröffnung 2007 zur Positionierung des Albert Schweitzer Hauses beigetragen – als weltoffener Ort, der Menschen aus unterschiedlichen Weltregionen, Kulturen und sozialen Hintergründen beherbergt und zur Begegnung einlädt.
PolitikerInnen informieren sich über Seniorenarbeit des Diakoniewerks Im Dezember 2013 wurden 129 Wohnungen der „Rosa Zukunft“ in Salzburg-Taxham an die MieterInnen und EigentümerInnen übergeben. Basis der „Rosa Zukunft“ bildet ein Quartierskonzept des Diakoniewerks, das in diesem ersten realisierten Projekt Generationenwohnen und Seniorengerechtes Wohnen miteinander verbindet.
Dass das Quartiersmodell Zukunft hat, beweist auch das hohe Interesse von Medien, Bauträgern, Verwaltung und Politik – wie zuletzt aus Oberösterreich. Der SPÖKlubobmann im Landtag, Christian Makor, der Vizebürgermeister der Stadt Steyr, Walter Oppl, sowie VertreterInnen der Städte Linz und Wels, von Volkshilfe und Verein Vita Mobile konnten zahlreiche positive Eindrücke und vielleicht auch Ideen
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für zukünftige Wohnquartiere in Oberösterreich mit nach Hause nehmen. Über das Hausgemeinschaftsmodell für Menschen im Alter informierte sich Oberösterreichs Sozial-Landes rätin Mag.a Gertraud Jahn am 16. April im Haus für Senioren Mauerkirchen. Begleitet wurde sie von weiteren politisch Verantwortlichen aus der Region. Juli 2014 ∙ diakonie
Leben und
spiritualität Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen. Ps. 51,19
„Wo findet man die Quelle der Liebe? Wo findet man die Kraft zum Lieben? Jeder von uns hat eine mehr oder weniger traurige, eine mehr oder weniger dramatische Geschichte. Wir alle haben Dramen erlebt, aus ihnen besteht das Leben. Wie kommt es, dass manche die Quelle der Liebe finden, während sie anderen verborgen bleibt? (...)“ Dieser Text von Schwester Emanuelle, die über viele Jahrzehnte mit den Müllmenschen von Kairo gelebt hat, hat mich sehr nachdenklich gemacht. Das ausgesuchte Psalmenwort gibt uns vielleicht einen Hinweis auf die Antwort ihrer Fragen. Wenn wir Gott unser „zerbrochenes“ unser „zerschlagenes“ Herz anvertrauen, kann es zur Quelle der Liebe werden. Diakon Hannes Stickler Klinik Diakonissen Schladming
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porträt Menschen im Diakoniewerk
Astrid Korunka fühlte sich auf Anhieb wohl in der Seniorenarbeit.
„Ein Freiwilliges Sozialjahr kann ich jedem empfehlen!“ Astrid Korunka absolviert derzeit das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie in der Seniorenarbeit. Andrea Brummeier
I
n der Tagesbetreuung für Menschen im Alter des Diakoniewerks in Gallneukirchen geht es lebhaft zu. Im Kreise von sieben gut gelaunten Seniorinnen und Senioren sitzt Astrid Korunka und testet mit ihnen gemeinsam spielerisch Geschicklichkeit und Beweglichkeit mit Ball und Luftballon. Auch wenn der Ballon nicht immer dahin fliegt, wo er hin soll, haben die Tagesgäste viel Spaß.
Nachdenken über neue Wege Für die 20-Jährige aus Gallneukirchen stand nach der Matura fest: „Ich will erst einmal heraus aus dem Lernchaos und über neue Wege für mein Leben nachdenken.“ Nachdem ihre Eltern im Diakoniewerk arbeiten, beschloss sie, auch einmal in den Sozialbereich hineinzuschnuppern. „Zunächst bewarb ich mich für ein Praktikum im Haus Elisabeth für Menschen im Alter, wo auch meine Mutter arbeitet. Ich wollte sehen, ob das überhaupt etwas für mich
sein könnte. Dort habe ich mich auf Anhieb wohlgefühlt, so dass ich mich für ein Freiwilliges Sozialjahr entschied. Das habe ich nie bereut“, erklärt sie.
„Man bekommt von den Menschen, die man begleitet, so viel zurück!“ Seit Herbst 2013 ist sie nun im Haus Elisabeth im Einsatz, unterstützt BewohnerInnen im Alltag, erledigt eigenständig notwendige Bürotätigkeiten wie Taschengeldverwaltung, Organisation von Arztbesuchen u.a.. Einmal in der Woche arbeitet sie in der Tagesbetreuung mit. „Ich gehe mit Tagesgästen spazieren oder einkaufen. Wir machen gemeinsam Geschicklichkeitsspiele oder Gedächtnisübungen. Oft singen wir Lieder von früher. Da ist es immer wieder schön zu beobachten, wie die Leute aufleben, auch die, die eher introvertiert sind oder Demenz haben.“ Begleitend zum Sozialjahr besucht Astrid Korunka fachspezifische Schulungsangebote, die das Diakoniewerk zur Unterstützung der Freiwilligen anbietet.
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Bereicherung fürs Leben „Ich kann das Freiwillige Sozialjahr der Diakonie nur empfehlen. Meiner Meinung nach sollte jeder junge Mensch ein solches Jahr machen“, erklärt Astrid Korunka. „Man bekommt von den Menschen, die man begleitet, so viel zurück und hat nahezu täglich Erlebnisse, die bereichernd sind.“ Diese Erlebnisse sind es, die sie in ihrem weiteren Leben begleiten werden, davon ist sie überzeugt. Auch wenn sie nach Abschluss des Freiwilligen Sozialjahres nicht im Sozialbereich bleibt, sondern ein Studium der Rechtswissenschaften an der Johannes Kepler Universität beginnen wird.
Freiwilliges Sozialjahr im Diakoniewerk Ansprechpartnerin für alle Regionen ist Mag.a Birgit Katzmaier Telefon 07235 632 51 145 E-Mail b.katzmaier@diakoniewerk.at Nähere Informationen auf www.zukunftsberufe.at oder www.spring-ins-leben.at Juli 2014 ∙ diakonie
Hohe Zufriedenheit mit den Angeboten der Seniorenarbeit Menschen im
alter
Hohe Wohnqualität und respektvoller Umgang werden geschätzt.
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Das Diakoniewerk hat im April mit dem market institut eine Angehörigenbefragung durchgeführt, um die Zufriedenheit der Angehörigen der BewohnerInnen der acht Häuser für Senioren des Diakoniewerks zu erheben. Von 800 versendeten Fragebögen wurden 34 % beantwortet. Familiäre Atmosphäre, liebevolle und persönliche Betreuung, Engagement der Pflegekräfte und kleine Wohneinheiten sind für mehr als die Hälfte der Angehörigen das Besondere an unseren Häusern. Das sind auch die Gründe, warum sich für 89 % der Befragten die Häuser des Diakoniewerks von anderen vergleichbaren Einrichtungen unterscheiden. 91 % sagen sogar, dass ihre Angehörigen hier besser „aufgehoben sind“ und eine höhere Wohnqualität spürbar ist. Der respektvolle Umgang mit Angehörigen und Bewohnerinnen und Bewohnern wird von mehr als 90 % besonders geschätzt. Als sehr positiv werden auch die Feierlichkeiten in den Häusern für Senioren (Sommerfeste, Geburtstagsfeiern, Weihnachtsfeier etc.) erlebt. Neun von Zehn der Befragten würden die Einrichtungen weiterempfehlen und sich wieder dafür entscheiden. Für die Häuser für
Senioren haben sich die Angehörigen aufgrund der Nähe zum Wohnort, ihres guten Rufes und ihres besonderen Konzepts entschieden. Besonders geschätzt werden die Möglichkeit der Eigenmöblierung, die angenehme Atmosphäre in den Häusern, die Existenz spiritueller Angebote und Wertschätzung im täglichen Umgang mit den BewohnerInnen. Insgesamt sind 81 % mit den Häusern für Senioren äußerst bzw. sehr zufrieden. 19 % sehen Möglichkeiten etwas zu verbessern. Zum Beispiel wünschen sich Angehörige, dass die BewohnerInnen bei der Zusammenstellung der Speisen mehr einbezogen werden. Das Bedürfnis nach mehr Zeit und das Gleichbleiben der Bezugspersonen ist auch ein oft genannter Wunsch. Die Anregungen der Angehörigen sind sehr hilfreich und bieten die Chance, die Angebote im einen oder anderen Bereich weiter zu optimieren.
Haus am Ruckerlberg unterstützt Arbeitstraining Seit Jahresbeginn gibt es im Haus am Ruckerlberg in Graz eine ganz besondere Kooperation. MitarbeiterInnen des „alpha nova service“ bereiten sich im Rahmen eines Arbeitstrainings auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vor. Die Trainingsgruppe im Haus am Ruckerlberg besteht hauptsächlich aus Frauen, die beruflich wieder Fuß fassen und in einem betrieblichen Umfeld neue Erfahrungen sammeln möchten. Die realen Anforderungen des Betriebes, die Zusammenarbeit mit den MitarbeiterInnen des Hauses und die unmittelbaren Rückmeldungen auf ihre Arbeit unterstützen die Teilnehmerinnen in ihrer beruflichen Orientierung. Zu ihren Aufgaben zählen Wäschepflege, Reinigungstätigkeiten und die Mithilfe in der Küche.
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Menschen im
alter
Pflegeheim Svätý Jur offiziell eröffnet
Die drei Koordinatorinnen Gabriele Huber, Monika Rendl und Michaela Wallmann bringen ehrenamtliche BesucherInnen und SeniorInnen zusammen.
Besuchsdienst für zuhause ausgebaut Die Freiwilligen-Netzwerke – der „Ehrenamtliche Besuchsdienst für zuhause“ des Diakoniewerks Salzburg – wird bereits gerne angenommen. Mit finanzieller Unterstützung der Stadt konnte das Angebot nun weiter ausgebaut werden, mit Mai startete das dritte Koordinationsbüro im Wohnquartier „Rosa Zukunft“ in Salzburg-Taxham. Der Vereinsamung im Alter entgegenwirken: Regelmäßig neue Bekannte treffen, mit ihnen plaudern, spielen oder spazieren gehen, gemeinsam einkaufen oder von ihnen verlässlich zum Arzt begleitet werden – das sind nur einige Möglichkeiten, die die
Freiwilligen-Netzwerke bieten. Die Koordinatorin des Diakoniewerks ist Ansprechperson für alle am Angebot Interessierten, sie begleitet die Freiwilligen und verbindet die Senio rInnen, die das kostenlose Angebot nutzen möchten, mit ihnen.
Mit einem Festgottesdienst wurde am 8. Mai im slowakischen Svätý Jur das Pflegeheim für Menschen im Alter der Diaconia Svätý Jur, das bereits Anfang November den Betrieb aufgenommen hat, offiziell eröffnet. Diese Non Profit Organisation wird gebildet vom evangelisch slowakischen Verein Agape und dem Diakoniewerk. „Diese länderübergreifende Kooperation, an der sich das Diakoniewerk beteiligt, ist an diesem Gedenktag der Befreiung von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament ein konkretes Beispiel dafür, wie die europäische Idee nicht nur gedacht, sondern auch gelebt werden kann,“ erklärte Rektorin Mag.a Christa Schrauf. „Wir sind Partner in diesem Projekt, weil es zu unserem Selbstverständnis als Diakoniewerk gehört, das erworbene Know-How mit anderen zu teilen, um so Impulse zur Entwicklung sozialer Arbeit auch außerhalb Österreichs zu geben und umgekehrt vom Partner zu lernen.“
Diakonie.mobil bietet Angehörigen-Entlastungsdienst Pflegende Angehörige, die seit mindestens einem Jahr die Pflege und Betreuung von Personen mit Pflegestufe 3 bis 7 im häuslichen Umfeld übernommen haben, können ab sofort den Angehörigen-Entlastungsdienst von Diakonie.mobil Gallneukirchen, Linz und Wels in Anspruch nehmen. Auch pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz kommen – unabhängig von der Pflegestufe – in den Genuss dieses Angebots, wenn ein hoher Betreuungsaufwand besteht. Beim Angehörigen-Entlastungsdienst kommen Heimhilfe oder Fach-Sozialbetreuer Altenarbeit ins Haus und unterstützen die pflegebedürftige Person und deren Angehörige für mehrere
Stunden. Das ermöglicht den Angehörigen, die Verantwortung für Pflege und Betreuung für einige Stunden abzugeben, um Zeit für sich und wichtige Erledigungen zu haben. Ziel ist eine langfristige und regelmäßige Entlastung pflegender Angehöriger oder eine kurzfristige Entlastung, zum Beispiel bei Erkrankung. Pro Jahr können bis zu 120 Stunden in Anspruch genommen werden. Die Unterstützung ist von Montag bis Freitag zwischen 6 und 18 Uhr verfügbar, im Einzelfall und nach Vereinbarung auch am Wochenende, an Feiertagen und abends. Die Kostenbeiträge orientieren sich an den Tarifen der mobilen Dienste nach dem Oö. Sozialhilfegesetz und sind sowohl vom Einkommen als auch vom Pflegegeld abhängig.
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Menschen im
alter
erinnern.vergessen – Leben mit Demenz Montagvormittag, die Grazer Herrengasse erwacht. Irmgard Pirker (88) und ihre Tochter genießen die Frühjahrssonne. Ein harmonisches, alltägliches Bild, zwei Frauen beim Stadtbummel. Frau Pirker lebt im Haus am Ruckerlberg des Diakoniewerks. Sie hat Demenz. Saskia Dyk
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or der Bärenapotheke bleiben sie stehen und betrachten ein großformatiges Portrait in der Auslage: Die Aufnahme zeigt Frau Pirker in glitzernder Abendrobe. Die Frisur sitzt perfekt, das Make-up ist dezent, der Schmuck farblich abgestimmt. Das Portrait von Frau Pirker ist Teil der Fotokampagne „erinnern.vergessen – Leben mit Demenz“, initiiert von Mag.a Claudia Paulus, Geschäftsführerin des Diakoniewerks Steiermark in Graz.
Demenz wird zunächst als „Gesundheitsversorgungsproblem“ im Alter gesehen, mit medizinischen, politischen, sozialen Aspekten. Die Diakonie Österreich entwirft künftige Strategien: Es geht um die Schaffung dringend benötigter Einrichtungen, Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige und genügend Information.1 Die Angst vor der Erkrankung ist groß. Immerhin ist laut einer deutschen Umfrage Demenz neben Krebs der größte Angstmacher in der Bevölkerung.2 Weltweit 1
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erkranken immer mehr Personen an Demenz, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung. 100.000 sind es derzeit in Österreich. „Schon im Jahr 2020 werden 130.000 Menschen von Demenz betroffen sein“, weiß Mag. Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.
Bewusstseinsbildung ist dringend nötig Aus biomedizinischer Perspektive ist Demenz eine progressive, irreversible, degenerative Erkrankung des
http://www.diakonie.at/goto/de/presse_service/pressetexte/demenz http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/dak-umfrage-deutsche-habenam-meisten-angst-vor-krebs-und-demenz-a-936413.html
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Menschen im
alter
um außergewöhnliche Bilder von Menschen, die in einem Pflegeheim wohnen, in Auftrag zu geben“, erklärt Claudia Paulus. Statt kranke, alte Menschen darzustellen, knüpft die Fotoserie an die Biographie der portraitierten Menschen an. Herr Gabernig, der Boxer, der in jungen Jahren mehrfach steirischer Meister war. Die Lehrerin Frau Tropper, die viel gereist ist.
Die Fotoserie knüpft an die Biografie der portraitierten Menschen an. Gehirns, mit einem Rückgang der intellektuellen Fähigkeiten, Gedächtnisverlust, paranoidem Denken und bizarrem Verhalten. Letzteres ist nach außen sichtbar: Orientierungslosigkeit, aber auch Aggressionen, mitunter gegen vertraute Personen. Mit dem Fortschreiten der Krankheit kommt es zur Unfähigkeit, für sich selbst zu sorgen. Die Belastung für pflegende Angehörige ist enorm. Im Bild, welches von Menschen mit Demenz gezeichnet wird, dominieren immer noch die Symptome. „Das, was die Person ausmachte und ausmacht – die persönliche Identität – wird tendenziell abgelöst“, beschreibt Sibylle Hinterlehner-Becker, Pflegedienstleitung im Haus am Ruckerlberg, die gängige Sichtweise. Genau hier setzt die Kampagne des Diakoniewerks Steiermark an: „Ich bin an den renommierten Fotografen Christian Jungwirth herangetreten, 3
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Frau Wurz, die fließend russisch sprach und die Welt kennen lernte. Und Frau Pirker, ehemals Model, deren Schönheit auch jetzt noch atemberaubend ist. Es sind kraftvolle Bilder – mit einer Bildsprache, die fesselt, Interesse weckt und uns direkt anspricht. Fotos richten unmittelbar einen „Appell an unser Gefühl“, wie die US-Publizistin Susan Sontag in ihren „Essays über Fotographie“ sagt3. Wir erliegen daher rasch der Faszination des Mediums Fotografie, sind laut Sontag „image junkies“, auf der Suche nach Einfachheit und Klarheit. Die komplexe, schwer fassbare Erkrankung reduziert auf das Wesentliche: Die Identität eines Menschen.
aber auch die Arbeit, die vor und hinter den Bildern steht, gesehen werden: das Erhalten und das Stützen der „überlebenden“ fragilen, oft bruchstückhaften Identität(en). Die Integrität des Selbst. Der französische Soziologe Bourdieu untersucht Fotografie unter dem Gesichtspunkt ihres Gebrauchs. Der Gebrauch des Fotos konstituiert soziale Bedeutung. Fotografie sieht er als „gesellschaftliches Gedächtnis“.4 Das Ausstellungskonzept stellt daher die Bilder bewusst in die belebte Grazer Innenstadt, in die Auslagen von vier renommierten Geschäften, um sie mitten in das gesellschaftliche Bewusstsein und Blickfeld zu rücken. „Denn diese Menschen stehen ja mitten im Leben, trotz ihrer Erkrankung“, sagt Maria Krainer, Leitung der Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz des Diakoniewerks in Graz. Ein durch und durch inklusiver Ansatz. Ein Plädoyer für einen anderen Blick.
Frau Pirker und ihre Tochter (l.) vor ihrem Porträt in der Grazer Herrengasse (r.: Claudia Paulus und Fotograf Christian Jungwirth)
Identitäten von Menschen mit Demenz können bewahrt und gestärkt werden, indem Zugänge zu ihrer Lebenswelt, zur individuellen Lebensgeschichte gefunden werden. In diesem Sinne können diese Bilder,
ttp://www.zeit.de/2003/33/L-Sontag und Sontag, Susan: Über Fotographie. Essays. h Fischer Verlag. Frankfurt/Main, 1980. http://www.zeit.de/1981/50/darstellung-einer-abwesenheit
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Menschen mit
behinderung
30 Jahre Innovation in der Werkstätte Linzerberg Am 30. April feierte die Werkstätte Linzerberg in Engerwitzdorf ihr 30-jähriges Bestehen. Die Werkstätte geht seit Beginn an immer innovative Wege mit. Moderne Werkstattprodukte (www.derart.cc), Lohn-, Kunst- & Kulturarbeiten, aber auch basale Wohlfühlgruppen zeigen nur einen Ausschnitt der Werkstätte, aus der sich in der Vergangenheit auch andere Einrichtungen wie die Werkstätte Wartberg oder das Kulinarium in Linz entwickelt haben. Integrative Beschäftigung, die außerhalb der Werkstätte ermöglicht, in einem wirtschaftlichen Betrieb tätig zu sein, ist ein weiteres Angebot der Werkstätte. Seit Juli 2013 arbeiten bis zu zehn MitarbeiterInnen mit Behinderung neben ihrer Aufgabe in der Werkstätte Linzerberg bei Bellaflora in Mauthausen und unterstützen u. a. in der Pflanzenpflege und in der Regalbestückung. Ähnliche Projekte gibt es u. a. auch bei Billa Gallneukirchen und
im Bistro SOBeteria der Schule für Sozialbetreuungsberufe Gallneukirchen. Auch Exkursionen sind für die Weiterentwicklung wichtig. So besuchten MitarbeiterInnen der Werkstätte kürzlich die Waldviertler Schuhfabrik in Schrems und konnten den Hausherren Heini Staudinger mit ihrem mitgebrachten „Goldenen Schuhlöffel“ so sehr begeistern, dass dieser das Produkt in seinen GEAGeschäften anbieten wird.
Die Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten versucht allen gerecht zu werden.
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Besuch von Mitarbeitern der Werkstätte Linzerberg in der Waldviertler Schuhfabrik.
Neues Wohnhaus in Schladming Wohnen mit Betreuung für zwölf Menschen mit Behinderung und Wohnungen für MitarbeiterInnen, vielleicht auch für Menschen im Alter, soll das geplante „Diakoniehaus“ des Diakoniewerk Steiermark bieten, das in Zusammenarbeit mit der Siedlungsgenossenschaft Rottenmann im neuen Schladminger Stadtteil Seebachersiedlung entsteht (siehe auch S. 26). Der Spatenstich fand am 23. April in Anwesenheit von Bundesrätin Johanna Köberl, LandeshauptmannStellvertreter Siegfried Schrittwieser, Bürgermeister Jürgen Winter, Rektorin Christa Schrauf und Direktor Karl Schwaiger, Obmann der Siedlungsgenossenschaft Rottenmann, statt. Geplante Fertigstellung: Anfang 2015.
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Menschen mit
behinderung Geschäftsführer MMag. Michael König (4.v.r.) freut sich mit den MitarbeiterInnen des Kulinariums über die Auszeichnung.
Kulinarium Salzburg: 3. Platz beim Salzburger Wirtschaftspreis
Diakoniefest Tirol: „Alles bewegt sich“
Der Salzburger Wirtschaftspreis ist mit insgesamt 110 Einreichungen die bedeutendste Auszeichnung für herausragende unternehmerische Leistungen im Bundesland. In der Kategorie „Verantwortungsvolles Unternehmertum“ wurde das Kulinarium Salzburg als eines der besten Unternehmen nominiert. Damit wird das Engagement gewürdigt, Menschen mit Behinderung bzw. Lernschwierigkeiten über ein Cateringservice Zugang zur Arbeitswelt zu ermöglichen, nach dem Motto „Integration mit Geschmack“. Im Rahmen einer Gala nahmen der Geschäftsführer des Diakoniewerks Salzburg, Michael König, und Kulinariumsleiter Georg Maringer, am 24. April die Auszeichnung – im Namen aller MitarbeiterInnen – entgegen.
Zum 5. Mal laden die Tiroler Einrichtungen – Wohnungen und Werkstätte Kirchbichl, Kulinarium Kitzbühel und Eurotours – am Freitag, 12. September, ab 14 Uhr, zum Diakoniefest nach Kirchbichl ein. Das bunte Straßenfest vor der Werkstätte Kirchbichl in der Oberndorferstraße 45/47 hat unter dem Motto „Alles bewegt sich“ für jeden etwas zu bieten: Spielstationen für Kinder, Selbsterfahrungsaktionen, eine Tombola, LiveMusik und vieles mehr. Das Kulinarium sorgt für das leibliche Wohl.
Sportliche Blitzlichter
„Gesunde Küchen“ im Diakoniewerk Im April wurden die Küchen der Werkstätte Bad Hall und der Werkstätte Mauerkirchen vom Land Oberösterreich mit dem Zertifikat „Gesunde Küche“ ausgezeichnet. Insgesamt erhielten 61 Betriebe in Oberösterreich diese Auszeichnung. Das Projekt „Gesunde Küche“ verfolgt im Rahmen des Netzwerks „Gesunde Gemeinde“ das Ziel, gesundes Essen auch in Einrichtungen der „Außer-Haus-Verpflegung“ zu ermöglichen. Diese Auszeichnung erfolgt nach einer gründlichen Überprüfung des Einkaufs, der Verarbeitung
und Zubereitung der Produkte und ist ein Markenzeichen für guten Geschmack, regionale und saisonale Küche sowie ernährungsphysiologische Qualität. Sechs Menschen mit Behinderung unterstützten in der Werkstätte Mauerkirchen, sechs in Bad Hall das Küchenteam bei der Zubereitung der Mahlzeiten und tragen damit dazu bei, ein Essen anzubieten, das nicht nur gut schmeckt, sondern auch gut tut und gesund hält.
Erfreuliche Nachrichten gibt es von den SportlerInnen des Diakoniewerks. Teresa Breuer, Josef Burgstaller, Markus Gründlinger und Tobias Steinböck nahmen sehr erfolgreich an den Oö. Landesmeisterschaften Ski-Alpin für alle Behinderungsgruppen in Forstau teil. Bei den OÖ. Landesmeisterschaften im Schwimmen in Linz durfte sich das Team des Behindertensports ebenfalls über tolle Erfolge freuen. Beim Linz Marathon konnten zwei Staffelteams bestehend aus SportlerInnen des Behindertensports sowie Mitarbeitern der Tischlerei hervorragende Plätze erlaufen. Außerdem wurde Lisa Maria Edlmayr kürzlich für ihren Landesmeistertitel im Kugelstoßen bei den OÖ. Landesmeisterschaften Leichtathletik 2013 geehrt.
Auszeichnungsübergabe durch Oberösterreichs Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.
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Menschen mit
behinderung
Kulinarischer Glücksfall
Küchenleiter Christian Hügelsberger (2. v. r.) freut sich über die tatkräftige Unterstützung durch die MitarbeiterInnen.
Integrative Beschäftigung ermöglicht Menschen mit Behinderung eine bessere Teilhabe in der Gesellschaft. Das Diakoniewerk begleitet seit Mitte Jänner vier Personen, die in der Betriebsküche des Landesdienstleistungszentrums in Linz arbeiten. Gernot Mischitz
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eit Jänner hat Anita Ameseder einen neuen Job. Zwiebeln schneiden, Gemüse schälen, Essen ausgeben gehören zu ihren Aufgaben. Die junge Frau ist im Rahmen der Integrativen Beschäftigung in der Betriebsküche des Landesdienstleistungszentrums in Linz tätig. Gemeinsam mit drei weiteren KollegInnen mit Behinderung und einem pädagogischen Begleiter übernimmt sie dort Aufgaben in der Produktion.
„Die neuen MitarbeiterInnen sind für uns ein echter Glücksfall“, strahlt Küchenleiter Christian Hügelsberger. „Sie bringen einen echten Mehrwert für uns als Küche. Mithilfe der zehn zusätzlichen Hände können wir nun endlich wieder aufwändige Gerichte wie Rindsrouladen, Hascheeknödel oder Buchteln selbst herstellen.“ Bei durchschnittlich 1.500 Portionen täglich eine große Herausforderung. diakonie ∙ Juli 2014
Gut eingebunden Hügelsberger verhehlt nicht, dass er anfangs skeptisch war. Können die neuen MitarbeiterInnen in das hierarchische System Küche eingebunden werden? Werden sie eine Hilfe sein oder eine Last? Fragen wie diese bewegten nicht nur den Küchenchef, sondern auch die rund 25 MitarbeiterInnen der Großküche. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass die neuen Kollegen nicht mehr da sind“, sagt er heute. Neben der Arbeitsleistung, die sie einbringen, hat das auch soziale Gründe: „Die Stimmung und der Ton sind besser geworden, man nimmt vielleicht ein wenig mehr Rücksicht aufeinander.“ Mit ihren neuen KollegInnen kommt auch Hannelore Gödl gut zurecht. „Die Kollegen sind höflich und voll nett. Sie sind sehr hilfsbereit“, sagt sie. Wie Anita Ameseder ist sie für das Auspacken, Schneiden und
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Schälen von Gemüse verantwortlich. Ihre neue Aufgabe macht ihr Spaß, sie fühlt sich gut eingebunden. Beim Austeilen der Speisen kommt die kommunikative Frau auch immer wieder ins Gespräch mit den Kundinnen und Kunden, ein Stück Normalität und Integration.
„Ich kann mir kaum vorstellen, dass die neuen Kollegen nicht mehr da sind.“ Erfolgsfaktor Begleitung Dass die Integration der behinderten MitarbeiterInnen in die Küche des Landesdienstleistungszentrums so gut geklappt hat, liegt auch an Peter Mondl. Der gelernte Koch und pädagogische Mitarbeiter begleitet die vier im Arbeitsalltag. Er nimmt Aufträge der Küchenleitung entgegen und gibt sie weiter, er begleitet und unterstützt wo nötig. „Es freut mich, dass wir
Die bisherigen und die neuen MitarbeiterInnen haben gut zusammengefunden.
Aufgaben bekommen, bei denen wir auch etwas lernen und neue Fähigkeiten entwickeln können“, so Mondl. „Wir sind in den Produktionsprozess gut eingebunden und werden nicht als Putzkräfte ausgebeutet.“ Auch Daniel Nusser, der seit Anfang März im Team mitarbeitet, ist mit seinen Aufgaben zufrieden. Besonders gerne macht er Knödel oder Buchteln. Er hat bereits Neues gelernt wie das Hacken von Petersilie oder den Umgang mit der Waage. Zu seinen fixen Aufgaben zählt das Beladen des Autos, das einen Teil der Speisen ausliefert. „Ich war positiv überrascht, wie schnell die bisherigen und die neuen MitarbeiterInnen zusammen gefunden haben“, freut sich Küchenleiter Christian Hügelsberger. „Wir bemühen uns, die Neuen so gut wie möglich zu integrieren. In der Pause, beim Betriebsausflug – sie sind immer dabei.“
Integrative Beschäftigung Unter „Integrativer Beschäftigung“ werden im OÖ. Chancengleichheitsgesetz Maßnahmen „Fähigkeitsorientierter Arbeit und Aktivität“ verstanden, die außerhalb von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung bei Kooperationsbetrieben gesetzt werden, mit Begleitung einer Fachkraft aus der Behindertenarbeit. Die Angebote sollen sich an den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen orientieren und eine bessere Teilhabe in der Gesellschaft ermöglichen. Für Bereichsleiter Gerhard Winkler, Verantwortlicher für Integrative Beschäftigung im Diakoniewerk, hat diese eine große Zukunft: „Das fordert aber auch bei manchen Mitarbeitenden ein Umdenken. Wir müssen Menschen mit Behinderung etwas zutrauen, auch wenn sie einmal scheitern. Wenn wir das zulassen und sie bei der Bewältigung der Probleme gut begleiten, sind ungeahnte Entwicklungen möglich, das zeigt die Erfahrung.“ Gleichwohl betont Winkler, dass die derzeitige Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten bestehen bleiben muss. „Nur so haben auch Menschen mit schwerer Behinderung eine Chance auf eine sinnvolle und bedürfnisgerechte Beschäftigung.“
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Aktiv für
ausbildung
Kaffeetreff in den Ludwig Schwarz Schulen
In gemütlicher Kaffeehausatmosphäre entwickelten sich rasch interessante Gespräche.
Vielfältige Praxismöglichkeiten bereiten optimal auf den Beruf vor.
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Die Berührungspunkte mit Menschen im Alter beschränken sich in der Ausbildung vorwiegend auf die Praktika. Deshalb entwickelten im Rahmen des Unterrichtsfaches Gesundheits- und Krankenpflege angehende Fach-SozialbetreuerInnen Altenarbeit und LehrerInnen das Konzept des Seniorenkaffees in der Schule. Dazu wurden BewohnerInnen der Seniorenheime Haus Elisabeth in Gallneukirchen und Haus für Senioren in Linz eingeladen, die auch zahlreich erschienen.
Nach Kaffee und Gugelhupf in gemütlicher Kaffeehausatmosphäre, besichtigten viele BesucherInnen die Schule, nur um festzustellen: „Verändert hat sich an den Klassenzimmern wenig, man erkennt es gleich wieder.“ Die Idee eine neue Begegnungsplattform zwischen Lernenden und Senioren zu schaffen wurde damit erfolgreich umgesetzt. Eine Fortsetzung ist geplant.
Bewerbungen noch möglich! Für die Ausbildung zum/zur Fach-Sozialbetreuer/in Altenarbeit in Gallneukirchen, Mauerkirchen und Wels sind Bewerbungen noch möglich! Start der Ausbildung: Herbst 2015 Nähere Informationen und Bewerbungsformulare auf www.zukunftsberufe.at
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Aktiv für
ausbildung
Der Countdown läuft! Zwei Schülerinnen reflektieren in der sensiblen und anspruchsvollen Phase der praktischen Diplomprüfungen die Abschlussphase und ihre Ausbildung insgesamt. Beate Widmann
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ie Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege beinhaltet eine praktische Diplomprüfung direkt am Krankenbett. Davor absolvieren die Auszubildenden ein diplomprüfungsbezogenes Praktikum von 160 Stunden. Hierbei werden zwei bis drei PatientInnen/ BewohnerInnen mit unterschiedlichen Pflege- und Betreuungsbedürfnissen über mehrere Stunden umfassend versorgt. Alle Tätigkeiten (eigenverantwortlicher, mitverantwortlicher und interdisziplinärer Tätigkeitsbereich) werden von den DiplomschülerInnen übernommen. Die Prüfung endet mit einem Pflegefachgespräch, bei dem die Pflege evaluiert und reflektiert wird. Dabei fließen viele Fachkenntnisse aus Pflege, Medizin und Pharmakologie ein.
„Das Besondere dieser Ausbildungsphase ist, dass es dem Ende zugeht und man alles richtig machen, 100 % geben möchte“, erzählt Magdalena L. „Es ist viel zu lernen und man macht sich jetzt auch Gedanken, wo man später einmal arbeiten möchte.“ „Das wesentliche ist für mich, dass man die Chance bekommt, das selbständige Arbeiten auszuprobieren. Umso besser ist man dann auf die praktische Diplomprüfung vorbereitet“, sagt Corinna K. „Man weiß, was der Kompetenzbereich ist und wird im selbständigen Arbeiten gefördert. Man lernt, wie man Kritik annehmen und richtig verarbeiten kann.“ Rückblick auf drei Jahre Ausbildung „Ganz toll waren die vielen praktischen Übungen, die wir im theoretischen Unterricht hatten. Wir haben
viel an uns gegenseitig ausprobieren können“, erzählt Magdalena L. „Auch die Tatsache, dass wir eine kleine Klasse von 18 SchülerInnen waren, kann man nur genießen. Man muss aufpassen im Unterricht, aber man kann auch jede Frage stellen. Auch dass wir eine kleine Schule sind und das sehr gute Verhältnis zu den LehrerInnen und zur Direktorin hat mir sehr gefallen. Wenn einem etwas am Herzen liegt, wird dies auch gehört. Und wir hatten auch tolle Ärzte, die uns unterrichtet haben. Das praktische Lernen war ganz super. Wenn ich mir jetzt einmal nicht sicher bin, wie ich etwas machen soll, denke ich daran zurück, wie wir es im Unterricht bei den praktischen Übungen gemacht haben.“
„Ganz toll waren die vielen praktischen Übungen, die wir im theoretischen Unterricht hatten.“ Um die Ausbildung erfolgreich bewältigen zu können, waren die Begleitung durch das Schulteam und der Aufbau der Ausbildung hilfreich. „Es ist wie ein stufenweises Herantreten ans Ziel“, sagt Corinna K. „Im 2. Ausbildungsjahr waren die Schwerpunkte anders im angeleiteten Praktikum, aber auch passend, jetzt im 3. Ausbildungsjahr haben wir die Theorie schon abgeschlossen und da werden mehr Anforderungen gestellt, aber das ist richtig so, man wird gut zum Ziel hingeführt.“
Corinna K. und Magdalena L. bereiten sich auf die Abschlussphase der Ausbildung vor.
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Aktiv für
gesundheit
Medizin von Frauen für Frauen Neues Chirurginnen-Team an der Klinik Diakonissen Linz
Hohe Fachkompetenz im Dienste der Menschen
Wer sich in Oberösterreich von einer erfahrenen Chirurgin behandeln lassen wollte, hatte es bisher nicht leicht: Unter den 69 niedergelassenen Fachärzten für Allgemeinchirurgie sind nur 14 Frauen. Speziell bei sensiblen Themen wie Krampfadern, Brustchirurgie (z.B. nach Krebs), störenden Gesichtsfalten oder ästhetischen Anliegen sind Patien-
tinnen jedoch oft auf der Suche nach besonderem Verständnis und ehrlichem Austausch von Frau zu Frau. Dr.in Sabine Pöstlberger, Dr.in Hanna Sheu und Dr.in Karin Riederer, das neue Chirurginnen-Team an der Klinik Diakonissen Linz, haben gerade diese Themen im Blick und verwirklichen dabei echte „persönliche Medizin“. Infos: www.linz.diakonissen.at
Feriendialyse Diakonissen Salzburg
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Die Stadt Salzburg ist zu jeder Jahreszeit „eine Reise wert“! Und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind an Urlaubszielen interessiert, an denen Gesundheitsdienstleister verlässliche Partner sind. Die Klinik Diakonissen Salzburg hat bereits vor Jahren ihre Dialysestation auch für Urlaubsgäste und Geschäftsreisende geöffnet, denn das Angebot einer Feriendialyse ist für Menschen mit chronischer Nierenerkrankung Voraussetzung für ihre Mobilität. Um für den steigenden Bedarf gerüstet zu sein, wird derzeit das Dialysezentrum neu gebaut. Spätestens zum Jahreswechsel gehen 15 modernste Behandlungseinheiten in Betrieb. Rechtzeitig wird auch der Onlinegang einer mehrsprachigen Website vorbereitet. Unter www.feriendialyse-salzburg.at erhalten InteressentInnen umfassende Auskunft.
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Aktiv für
gesundheit
80 Jahre Klinik Diakonissen Schladming Was 1934 mit einem kleinen Pflegeheim begann, findet 2014 seine erfolgreiche Fortsetzung. Die Klinik Diakonissen Schladming ist aus der steiermärkischen Gesundheitslandschaft nicht mehr wegzudenken. Erwin Oberbramberger
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0 Jahre erfolgreiche Arbeit standen am 10. April im Mittelpunkt eines eindrucksvollen Festabends mit rund 300 Gästen im Congress Schladming. Diesen Erfolg führten Rektorin Mag.a Christa Schrauf und Diakon Paul Eibl, viele Jahre Pflegedienstleiter, vor allem auf die Arbeit der Diakonissen und das diakonische Menschenbild zurück, das für die MitarbeiterInnen zu jeder Zeit Orientierung war. Der Schladminger Altbürgermeister Hermann Kröll, der maßgeblichen Anteil am Zustandekommen des Landtagsbeschlusses zum N eubau in der S chladminger Maistatt hatte, schloss seinen persönlichen Rückblick mit dem Satz: „Wenn es die Diakonissen nicht geben würde, würde ich heute nicht so vital hier stehen!“
Neue Abteilung für Unfallchirurgie Eine moderne Unfallchirurgie ist in der Urlaubsregion SchladmingDachstein unabdingbar. Dass in der Klinik Diakonissen Schladming 2014 aus dem bereits bestehenden Departement nach langen Verhandlungen eine eigenständige Abteilung werden konnte, ist ein Beweis für die Fachkompetenz der MitarbeiterInnen. Dies wurde beim Festabend auch von zwei führenden Unfallchirurgen, Univ. Prof. Prim. Dr. Herbert Resch und Univ. Prof. Prim. Harald Hertz, besonders hervorgehoben.
In der an der Salzburger Straße 2007 offiziell eröffneten neuen Klinik Diakonissen Schladming finden PatientInnen und MitarbeiterInnen optimale Bedingungen vor. Im Rahmen des Festabends wurde das Interesse deponiert, die Partnerschaft mit dem Land Steiermark weiter auszubauen. Landesrat Christopher Drexler nahm die Bereitschaft des Diakoniewerks, als Kooperationspartner in der Weiterentwicklung der Gesundheitslandschaft im Ennstal zur Verfügung zu stehen, mit auf den Weg.
Eindrucksvoller Festabend anlässlich 80 Jahre Klinik Diakonissen Schladming
25 Jahre Innere Medizin und Anästhesiologie Im Rahmen des Festabends wurden außerdem das 25-jährige Jubiläum der Abteilung für Innere Medizin und des Institutes für Anästhesiologie und Intensivmedizin gewürdigt. Ausschlaggebende Innovationen führten zum aktuellen breiten Spektrum des Standardkrankenhauses: Dialyse, Teleradiologie, Computertomographie, erdgebundenes und luftunterstütztes Notarztsystem, Telepathologie und Magnetresonanztomographie.
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bitte Ein herzliches Dankeschön …
Neues Wohnhaus in Schladming
... an alle SpenderInnen, die uns mit kleinen und großen Beträgen in den vergangenen Wochen unterstützt haben! Jede Spende zählt!
In betreuten Wohngemeinschaften sorgt das Diakoniewerk dafür, dass Menschen mit Behinderung die Betreuung und Unterstützung bekommen, die sie brauchen. In Schladming entsteht derzeit ein neues Zuhause für 12 BewohnerInnen. Markus Aichelburg-Rumerskirch Nach einem schweren Verkehrsunfall in jungen Jahren musste Gerhard K. wieder von vorne beginnen. Seit 1991 lebt er in einer betreuten Mietwohnung des Diakoniewerks in Schladming. Gemeinsam mit drei älteren Bewohnerinnen, mit denen er sich gut versteht und die seine zweite Familie geworden sind. Trotz seiner sprachlichen und motorischen Einschränkungen kommt Gerhard recht gut zurecht. In der Werkstätte nebenan hat er seine Lebensaufgabe gefunden. Dass er bald in eine größere Wohnung übersiedeln wird, freut ihn genauso wie seine drei Mitbewohnerinnen, denn die Räume in der jetzigen Wohngemeinschaft sind knapp bemessen und nicht durchgängig barrierefrei.
Mehr Platz zum Leben Im neuen Wohnhaus werden jedoch nicht nur Gerhard K. und seine drei Mitbewohnerinnen einziehen, sondern auch acht weitere Menschen,
mit zum Teil schwerster Behinderung, die schon sehnsüchtig auf das neue Zuhause warten. Mit mehr Platz zum Leben für alle und mehr Raum für den individuellen Betreuungsbedarf jedes einzelnen. Der Rohbau steht bereits, jetzt beginnt der Innenausbau, der großteils auch schon finanziert ist. Aber es fehlt noch viel, bis die Wohnungen bezugsfertig sind. Barrierefreie Küchen zum Beispiel, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet und nutzbar sind. In den größeren Wohnungen sollen für Menschen mit schwerer Behinderung ein Pflegebad mit Hubbadewanne und Hebelifter eingebaut werden. Außerdem werden verschiedene Therapiehilfsmittel wie z. B. Lagerungsinseln, Sitzsäcke oder Luftbetten benötigt, die vor allem Menschen mit spastischen Einschränkungen helfen, sich zu entspannen und schmerzfrei zu leben. Bitte helfen Sie mit Ihrer dringend benötigten Spende, damit auch Menschen mit schwerer Behinderung und Menschen mit Behinderung im Alter optimal begleitet und gepflegt werden können. Ihre Spende macht diese Anschaffungen möglich.
Mit einer Spende von 2.159 Euro unterstützt die Firma TRUMPF Maschinen Austria GmbH & Co KG die Anschaffung eines Pflege- und Therapierollstuhls Cosy Chair für die Behindertenhilfe. Der Cosy Chair verbindet die Bequemlichkeit eines Sessels, die Mobilität eines Rollstuhls und den Liegekomfort eines Bettes. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen etwas für Menschen mit Behinderung zu tun. Die Finanzierung eines Cosy Chair ist eine gute Möglichkeit, dies in die Tat umzusetzen“, betonte TRUMPF Geschäftsführer DI Armin Rau.
Spende für Bewohner-Ausflüge Roland Kapsamer aus Kaufling bei Schwanenstadt hat für Wohnung 4 im Wohnen Martinstift 1.120 Euro gespendet. Das Geld wird für Ausflüge mit den BewohnerInnen verwendet.
Kreisapotheke spendete für Ruheräume Dr. Thomas Helml, Inhaber der Kreisapotheke in Gallneukirchen, unterstützte das Projekt „Ruheräume im Wohnhaus Emmaus“ mit einer großzügigen Spende.
Werkstätten Gallneukirchen freuen sich über Spende der Ortsbäuerinnen Kefermarkt Die Ortsbäuerinnen Kefermarkt übergaben bei einem Besuch in den Werkstätten des Diakoniewerkes in Gallneukirchen eine Spende von 1.500 Euro. Der Erlös stammt vom Krapfenverkauf am Adventmarkt und wird für Arbeitsmaterial und Therapiemöglichkeiten verwendet.
Vielen Dank!
Gerhard K., hier bei der Arbeit in der Werkstätte, freut sich auf das neue Zuhause.
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TRUMPF Maschinen Austria finanziert Therapierollstuhl Cosy Chair
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