DER
BETONBOHRER
Rückbau – Umbau – Sanieren
Ausgabe 39 – 2016
Fachzeitschrift für Diamanttechnik
BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
Sauber bohren. Erledigt. Das weltweit effizienteste Trockenbohrsystem für armierten Beton mit innovativen Technologien für professionelle Ansprüche. Garantiert langlebig und zuverlässig bei jeder Anwendung. Mehr erfahren auf www.tyrolit.com
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EDITORIAL DER BETONBOHRER – ein internationales Magazin?
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie dieses Heft durchblättern, werden Sie feststellen, dass elf der insgesamt 17 Baustellenreports nicht aus Deutschland, sondern aus vielen anderen Ländern stammen. Diesmal finden Sie Jobreports aus der Schweiz, aus Österreich, Spanien, England, Schweden und den USA. Wie kommt das? Zu jeder neuen Ausgabe schreibe ich die über 700 Mitglieder des Fachverbandes an und frage nach interessanten Jobs, über die es sich zu berichten lohnt. Die Ausbeute war diesmal sehr mager: nur sechs Betriebe waren bereit, Fotos und Informationen zur Verfügung zu stellen. Woran liegt das? Gibt es in Deutschland keine interessanten Baustellen? Sind die Firmen nicht dazu bereit, ihr Know-how zu veröffentlichen, oder finden die Chefs keine Zeit, sich dazu an den Schreibtisch zu setzen? Da unser Magazin nicht nur über Produktnews der Hersteller informieren will und gerade erst durch diese Reportagen spannend und lesenswert wird, bin ich als Redakteur auf diese Informationen angewiesen. Ich kann Sie also nur erneut bitten, Ihre Baustellenerfahrungen nicht nur für sich zu behalten, sondern auch zu veröffentlichen. Ich benötige keine bis ins Detail ausformulierten Berichte. Gute Fotos und Stichworte reichen oft aus! Das ist auch kostenlose Werbung für Ihren Betrieb. Denn nicht nur für Ihre Kollegen ist Ihr Job interessant, auch viele Auftraggeber lesen dieses Magazin und suchen vielleicht gerade Sie für ihre Baustelle. Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Lesen dieser neuen Ausgabe und natürlich auch einen auftragsreichen Herbst.
Hans-Georg Wagener Redaktion und Verlag DER BETONBOHRER
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
BRANCHENNEWS
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ICS: Problemlöser Kettensäge
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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75 Jahre Hilti
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Hilti Red Dot Award
Pendelbohrung
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Metallschnitte
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Unter Wasser
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395 Tonnen abgebaut
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Die Geschichte durchbohrt
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Dem König den Stuhl abgesägt
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Der richtige Schliff
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Über den Dächern Wiens
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Bahnsteigrückbau
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Gleisabbruch in Zürich
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Doppelsäule
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Tunnelschnitte
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Sailing to the Tower
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X-Ray Drilling
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Alter Schwede
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Hilti ON!Track
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Tor zur Wissenschaft
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Concept Cutting
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Weka DK 42E und DK 52E
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Tyrolit Neue Handsäge
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Echidna Anbaugeräte
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Goldschmidt Das besondere Diamantsegment
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Bohrzubehör von Adnan Fidan
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Hidralmac expandiert mit Hai-Bit
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Norton Nimbus V-Max Segmente
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Heger Excellent Diamond Tools
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Das Bergwerk im Spessart
TECHNIK
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Stahlbewehrung
Bodenschleifen
ARBEITSSICHERHEIT
74 78 80
Sicher und gesund auf der Baustelle Allein arbeiten am Bau Stromgeneratoren
INHALT
IMPRESSUM
INFORMATIONEN FACHVERBÄNDE
86 88 89 90 92
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Jahreshauptversammlung in Heidelberg Manfred Rütters: 18 Jahre Vorstandsarbeit
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Kündigungsschutz Vertragsstrafe Wetterverhältnisse Reine Formsache
Verstärkung in der Geschäftsstelle
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Ehevertrag
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Stahlschnitte
Im Gedenken an ...
104
Schweizer Verband: Jahreshauptversammlung in Ascona Internationaler Verband traf sich auf der Bauma
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Julies Kolumne
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Neu an Bord
VERANSTALTUNGEN
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100
Nach der Bauma ist vor der BeBoSa
Schleppende Zahlungen
Herausgeber: Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. (FBS) Geschäftsstelle: Dolivostraße 35, 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0, Telefax: +49 6151 870956-30 E-Mail: info@fachverband-bohren-saegen.de Internet: www.fachverband-bohren-saegen.de Redaktion und Anzeigen: DER BETONBOHRER-Verlags UG (haftungsbeschränkt) Verantwortlich für den Inhalt: Hans-Georg Wagener, Geschäftsführer Große Allee 62, 34454 Bad Arolsen, Deutschland Telefon: +49 5691 50794, Telefax: +49 5691 914235 E-Mail: hans@derbetonbohrer.de Internet: www.derbetonbohrer.de Gestaltung und Produktion: Westend. Public Relations GmbH www.westend-pr.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4, 69181 Leimen, Deutschland Telefon: +49 6224 7008-0, Telefax: +49 6224 77134 E-Mail: info@colordruck.com Internet: www.colordruck.com Bilder: Arvi Demolitiontools, BG Bau, Braun GmbH, Concept Cutting S. A. R. L., D-Drill Ltd., Der Betonbohrer Verlags UG, Diamantbohr AG, Eurodima GmbH, Fachverband Betonbohren und -sägen, Goldschmidt GmbH, Gotthardt, Haberer GmbH, Hard Rock Concrete Cutters, Heger GmbH, Hidralmac GmbH, Hilligardt, Hilti GmbH, Husqvarna GmbH, IACDS, ICS Diamond Tools, IHK Siegen, Lissmac GmbH, MKS Funke GmbH, Norrorts Betonghaltagning AB, Norton Saint Gobain, Schützeichel GmbH, Seliger GmbH, SSB Fidan GmbH, SVBS, Thayr SL, The Exhibition Company, TU Dortmund, Tyrolit GmbH, Wagener, Weka Elektrowerkzeuge, Westend GmbH, Zeller GmbH © pixelliebe, jd-photodesign, GVS, Jérôme Challandard/Fotolia.com Erscheinungsweise: 2 x jährlich, jeweils am 15. Oktober und am 15. März Anzeigenpreisliste: Nr. 13 vom 1. Juli 2016 Manuskripte: Der Herausgeber übernimmt nur eine Verantwortung für die eigenen Veröffentlichungen in dieser Zeitschrift. Meinungsäußerungen sind nur dann offizielle Stellungnahmen der Verbände, wenn sie ausdrücklich als solche bezeichnet werden. Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge geben nur die Auffassung des Verfassers wieder und decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Änderungen im Text bleiben der Redaktion vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und sonstige Unterlagen übernimmt die Redaktion oder der Verlag keinerlei Haftung. Für Anzeigenaufträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des FBS in der jeweils gültigen Fassung. Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Verlags unter ausführlicher Quellenangabe gestattet. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Verlagssitz in Bad Arolsen.
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PENDELBOHRUNG 28-Meter-Bohrung zur Überwachung der Staumauer Vieux Émosson
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Der Lac du Vieux Émosson ist ein Stausee im Westen des Kantons Wallis in der Schweiz. Er liegt 1 930 m über dem Meeresspiegel in den Gemeinden Salvan und Finhaut und wird umrahmt von den Berggipfeln Le Cheval Blanc, Pic de Tenneverge, Mont Ruan und Tour Sallièrel. Um das Fassungsvermögen im Stausee zu verdoppeln, wurde in den vergangenen Jahren die Bogen-Staumauer um 20 m auf jetzt 76,6 m erhöht. Zur Überwachung von eventuellen Verformungen im Untergrund und in der Staumauer werden vertikale Präzisionsbohrungen im Bauwerk benötigt, um mechanische Messeinrichtungen implementieren zu
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
wurden mittels hydraulischen Bohr- und Schneidanlagen in die massive Betonmauer gebohrt und geschnitten. Die Tunnelwand wurde mit dem „Abschälsystem“ erweitert. Das heißt: Stück um Stück wurde mit den oben genannten Anlagen zurückgeschnitten, sodass am Schluss eine Bucht von ca. 2,50 x 2,50 x 1,50 m zum Montieren der Bohranlage entstand.
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Spezielle Bohrlafette Damit in der engen Bucht eine millimetergenaue Bohrung erstellt werden konnte, wurde von der hauseigenen Werkstatt eine spezielle Bohrlafette konstruiert.
können, die mit Hilfe eines Pendels radiale und tangentiale Verformungen registrieren. Hierzu werden absolut vertikale Bohrungen benötigt.
Maximale Abweichung: 2 cm Die Diamantbohr-Gruppe wurde von der ARGE Émosson beaufragt, zwei Pendelbohrungen auszuführen. Die Bohrungen sollten eine Tiefe von 28 m haben und in einem Durchmesser von 160 mm gebohrt werden. Als Toleranz war eine maximale Abweichung von 2 cm in der X- und Y-Achse vorgegeben. Dies ent-
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spricht bei einer Bohrtiefe von 28 m pro Bohrmeter einer Abweichung von weniger als 1 mm. Anschließend wurde in die Bohrung ein Chromstahl-Rohr eingegossen, das später als Halterung der Messeinrichtung dient.
Ausbuchtungen Um die zwei Pendelbohrungen an den vorgesehenen Stellen ausführen zu können, musste zunächst beim bestehenden Tunnelgang je eine Ausbuchtung erstellt werden. Die Ausbuchtungen
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Die Staumauer während der Bauarbeiten.
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Blick auf den Lac du Vieux Émosson.
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Die Nischen/Ausbuchtungen werden hergestellt.
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Montage der Bohrrohre.
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Skizze der Bohrlafette.
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Die Lafette wurde so konstruiert, damit sie möglichst einfach ausgerichtet werden konnte. Um die Anforderung an die Genauigkeit der Bohrung zu erfüllen, durfte die Einrichtung keine Abweichungen haben. Nach der Installation der Bohreinrichtung wurde an der vom Geometer eingemessenen Stelle mit der Bohrung begonnen. Es musste an zwei Bohrplätzen, die etwa 50 m auseinanderlagen, je eine Bohrung von Durchmesser 160 mm mit einer Bohrtiefe vom 28 m erstellt werden.
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Die Bohrungen wurden mit dem Endlosbohrsystem Meter um Meter vorangetrieben, bis man die erforderlichen 28 m erreichte. Laufend musste während des Bohrvorganges immer wieder die Genauigkeit der Bohrung kontrolliert werden. Besonders arbeitsintensiv und ab einer gewissen Tiefe auch technisch schwierig gestaltete sich der Ausbau der Bohrkerne. Die Firma Diamantbohr kontrollierte und protokollierte die Lage der Bohrachse X/Y nach jedem Meter. Dies erlaubte
in der Anfangsphase Korrekturen der Bohrrichtung. Für die eigene Kontrolle wurde ein Umkehrpendel verwendet. Die Bohrungen wurden mit einem altbewährten Messsystem nachgemessen. Es wurden zwei Eimer, die miteinander verbunden waren, mit Wasser gefüllt. In jedem Eimer gab es einen Schwimmring, der eine Metallstange mit dem Messpendel hielt. Das Messpendel hatte exakt die Abmessung des Innendurchmessers des Schubrohres und auch das entsprechende Gewicht.
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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Nachdem sich das Pendel in der gewollten Tiefe eingerastet hatte, konnte man am Anfang der Bohrrohre die Abweichungen messen. Nachdem die Bohrtiefe von 28 m erreicht war, führte der Geometer nochmals eine elektronische Messung durch. Es zeigte sich, dass das altbewährte System mit dem Umkehrpendel das gleiche Resultat lieferte wie ein modernes Messgerät. Nachdem die Messwerte abgenommen waren, konnte man die Bohrrohre aus dem Loch ziehen.
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Chromstahlrohre Für die Verrohrung, die auch ein Bestandteil des Auftrages war, wurden verschraubbare Chromstahlrohre hergestellt. Diese wurden bei der Verschraubung abgedichtet und mit einem eigens entworfenen Versetzbock in das Loch versenkt. Nachdem die Montage der Rohre hergestellt war, wurde die millimetergenaue Position der Rohre noch einmal nachgemessen. Falls es Abweichungen zum
Soll gab, wurden mit dem Spezialbock die Rohre nachgerichtet. Anschließend wurde der Hohlraum zwischen Bohrung und Chromstahlrohr mit Vergussmörtel ausgegossen. Um den Verguss bis nach unten zu garantieren, wurden an der Außenseite der Rohre im Abstand von 3 m Injektionsschläuche mit einem Auslass angebracht. Nachdem der Vergussmörtel ausgehärtet war, wurde durch den Geometer eine Schlussmessung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit einem Protokoll dem Kunden übergeben. Die Abweichungen waren niedriger als die vorgegebene maximale Toleranz. So konnten dem Auftraggeber zwei genaue Pendelbohrungen übergeben werden.
Fazit Mit hoch qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeitern wurden zwei 28 m tiefe Kernbohrungen mit Durchmesser 160 mm mit einer Abweichung von nur 15 mm realisiert. Dies ist eine absolute Topleistung in puncto Bohrtechnik und Genauigkeit. Mit dem kostengünstigen Umkehrpendel kontrollierte und protokollierte
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Bohranlage im Detail.
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Messen der Bohrachse mit der Schnur des Umkehrpendels.
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Das Umkehrpendel – eine einfache, aber präzise Technik.
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Schema der ChromstahlrohrEinlage.
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Hilfskonstruktion zum Setzen (frei hängend) der Chromstahlrohre vor dem Ausinjizieren.
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Ein Teil des Bohrteams vor der schroffen Bergkulisse.
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die Firma Diamantbohr ihre Bohrungen selbst. Somit wussten die Mitarbeiter jederzeit, wo sich die Bohrachse befindet und ob Richtungskorrekturen notwendig sind. Mit der selbst entwickelten und konstruierten Setzkonstruktion konnten die Chromstahlrohre frei hängend im Bohrloch genau im Senkel eingefügt und ausinjiziert werden. Die Diamantbohr-Gruppe hat für die Durchführung dieses Auftrages auf fast 2 000 m über dem Meeresspiegel drei innovative und hochpräzise Lösungen entwickelt und damit die beste Werbung für das Unternehmen und die gesamte Bohr- und Sägebranche gemacht.
Diamond Award 2016 Mit dieser anspruchsvollen Arbeit hat die Diamantbohr-Gruppe den ersten Preis beim internationalen Diamond Award 2016 gewonnen.
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Der Preis wird von einer internationalen Jury für hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet des Betonbohrens und -sägens vergeben, die nach den Kriterien Planung, Komplexität, Innovation, Schwierigkeitsgrad und Qualitätsanspruch begutachtet werden. Anlässlich der Bauma in München wurde die Trophäe übergeben und somit erstmals von einer Schweizer Unternehmung gewonnen (Siehe auch besondere Berichterstattung auf Seite 94).
INFO Ausführende Firma: www.diamantbohr.com
IACDS-Präsidentin Julie White überreicht den Diamond Award 2016 an Philippe Wingeier, CEO der Diamantbohrgruppe.
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
Die Hilti-Seilsäge trennt die Werkzeugform aus der Speziallegierung „Zamak“ problemlos.
METALLSCHNITTE Mit Seilsäge Werkzeuggussformen zersägen
Um Blech- und Umformteile im Feinblechbereich herzustellen, werden die Werkzeuggussformen von einer im Raum Ludwigsburg ansässigen Firma aus Zamakmaterial, einer Legierung mit den Bestandteilen Zink, Aluminium, Magnesium und Kupfer, gegossen. Danach werden diese Formen mit großen Fräsmaschinen bearbeitet. Die einzelnen Formen werden etwa 2,5 Jahre lang benötigt. Nachhaltigkeit aus ökonomischer und ökologischer Sicht ist ein Grundsatz des Unternehmens. So werden nicht mehr benötigte Formen eingeschmolzen und das Material wiederverwendet. Bei einer Größe von bis zu L = 250 cm x B = 150 cm x H = 30 cm und einem Gewicht von bis zu 3,5 t passen einige Formen jedoch nicht in den vorhandenen Schmelzofen. Die Aufgabenstellung an die Firma Hilligardt GmbH in Walheim lautete, diese großen Werkzeuge in passende Teile zu zersägen.
Wegen des Materials Zamak entschloss man sich, mit einem speziellen Diamantseil zu sägen. Zunächst wurde ein Portal mit zwei Rollenböcken gebaut, eine Form positioniert und die Diamantseilsäge montiert. Verwendet wurde ein Seil, das rein zum Stahlschneiden konzipiert ist.
Nach einer kurzen Optimierung lief die Säge reibungslos und das erste Teil war nach 1,5 h zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers zersägt. Die restlichen Formen konnten anschließend zügig zerteilt werden, wobei die Standzeit des Diamantseils den Erwartungen entsprach.
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UNTER WASSER Rückbau eines Fähranlegers auf Menorca Im Hafen von Mahon, Menorca, musste die RoRo-Rampe für die Fähren nach Palma, Barcelona und Valencia komplett beseitigt werden. Neben der Betondecke und den Unterzügen galt es vor allem die 60 Betonpfeiler bis in eine Tiefe von 15 m unter dem Wasserspiegel abzutrennen, da dieses Areal künftig
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den Liegeplatz von großen Kreuzfahrtschiffen beherbergt.
Das Konzept Die Firma Thayr Demolición Técnica SL aus Madrid legte ein überzeugendes Konzept vor und bekam den Auftrag für
diese nicht alltäglichen Arbeiten. Insbesondere das Abtrennen der Pfähle in dieser Tiefe – ohne jegliche Sicht – galt es zu meistern. In der ersten Phase wurde mit Fugenschneidern der Fabrikate Clipper und Husqvarna die 40 cm dicke Betonplatte zwischen den Pfeilern in Quadrate von
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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Blick auf die Anlegestelle vor der Demontage.
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Die Deckenfelder werden herausgetrennt ...
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... und per Kran abgehoben.
04– Phase 2: Unterzüge werden 05 mit Seilsägen abgetrennt.
4 m x 4 m gesägt. Zuvor waren mit Hilti-Kernbohrgeräten je vier Aufhängebohrungen Durchmesser 150 mm hergestellt worden, um die Betonplatten jeweils an zwei Autokränen zu sichern. Nachdem alle Platten abgehoben und abtransportiert waren, lag das Gerippe aus Unterzügen und Pfählen frei und es begann die zweite Phase: Mit vier
Seilsägen, Fabrikat Braun, wurden die Stahlbetonunterzüge abgetrennt und kontinuierlich von den zwei wartenden Autokränen abgehoben. Jetzt kam es zu der letzten und schwierigsten Phase: Sechzig Pfähle, auf denen die Reste des Betongerippes krönten, galt es in Tiefe –7 m und –15 m zu kappen. Zur Befestigung der Seilsäge
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Blick auf die Pfahlstummel.
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Die Klammer der Seilsäge wird per Kran angeschwemmt ...
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... und am Pfahl positioniert.
an den Pfählen wurden eigens konstruierte hydraulische Klammern benutzt, die einen zuverlässigen Halt des Antriebs in jeder gewünschten Höhe sicherten. Nachdem ein Schnitt beendet war, konnte von der Hydraulik-Unit an Land die Klammer geöffnet werden und mit dem Kran an die nächste Schnittstelle gehievt werden. Auf
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Level –7 m war die Sicht noch gut und mithilfe einer Unterwasserkamera hatte man den komplexen Vorgang im Sichtfeld und konnte die exakte Schnittstelle sowie die korrekte Seilspannung kontrollieren. Beim zweiten Schnitt in 15 m Tiefe hingegen – die zulässige Toleranz betrug 100 mm – war die Sichtweite gleich null. Dennoch gelang es, die exakte Höhe einzuhalten, und zur Kontrolle der richtigen Seilspannung wurde ein lineares Potentiometer eingesetzt. Taucher beobachteten, soweit sie etwas
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sehen konnten, den Vorgang, brauchten aber nicht einzugreifen.
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Bedienung der HydraulikUnit mit Sicht auf den Monitor.
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Blick auf die noch abzutrennenden Pfähle.
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Herausheben der muschelbesetzten Pfähle.
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Gut sichtbar: Schnittfläche eines Pfahls.
Transport per Ballon „Die abgetrennten Pfeiler konnten wir in Ufernähe direkt per Autokran anhängen und verladen. Pfähle, die nicht in Reichweite des Krans lagen, ließen wir auf Grund sinken, um sie dann mithilfe von Ballons aufsteigen zu lassen und mit einem Boot an Land in Reichweite der Kräne zu schleppen“, so der Firmenchef.
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Ausführende Firma: www.thayr.es Thayr SL wurde mit diesem Jobreport 2. Preisträger beim Diamond Award 2016 – siehe auch Seite 94.
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
23. - 25. MÄRZ 2017 WILLINGEN, HOCHSAUERLAND
FACHAUSSTELLUNG FÜR BETONBOHREN UND -SÄGEN
1.800 BESUCHER, 50 AUSSTELLER 3.200 QUADRATMETER AUSSTELLERFLÄCHE
VORFÜHRUNGEN UND RAHMENPROGRAMM
w w w.bebosa.com 15
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395 TONNEN ABGEBAUT Schützeichel sägt im Neuwieder Krankenhaus
Für den Neubau eines Gebäudetraktes sollte im Innenhof des DRK-Krankenhauses in Neuwied/Rhein auf EG-Ebene der vorhandene einstöckige Beton-Altbau abgebrochen werden. Da ein herkömmlicher Abbruch ausschied, sollte
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das Gebäude entkernt und danach erschütterungsfrei abgebrochen werden. Das langjährige in Straßenhaus/Westerwald ansässige Bohr- und Sägeunternehmen Hermann Schützeichel wurde mit der Entkernung und dem Rückbau
des Gebäudetraktes beauftragt. Insgesamt waren 395 t Beton erschütterungsfrei abzubrechen, aufgegliedert in zwei Deckenfelder mit insgesamt circa 225 m² Fläche sowie zwei Unterzüge von 11 m Länge zuzüglich etwa 80 lfm
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
Betonwände mit bis zu 4 m Höhe, sowie der konventionelle Rückbau von diversen Mauerwerkswänden und Treppenabgängen. Der herkömmliche Abbruch und die Entkernung des Alttraktes wurden ausgeführt, bevor mit den Schneidearbeiten begonnen werden konnte. Nach Aufstellen und Abnahme des Baustellenkrans wurden die Deckenfelder unterfangen und von den Monteuren des Straßenhauser Unternehmens in Betonteile von 2,50 t Gewicht geschnitten, die mit dem Baustellenkran gesichert und anschließend aus dem Innenhof über das 30 m hohe Gebäudedach zu den im Außenbereich stehenden Containern gehoben wurden. Parallel zum Deckenabbruch wurde sukzessive mit dem Schneiden der umlaufenden Betonwände begonnen und nach der Unterfangung auch die beiden 11 m langen Unterzüge in 2,40 t schwere Tei-
le getrennt. „Diese Abbruchmaßnahme ist eigentlich Routinearbeit“, so der junge Baustellenleiter Johannes Schützeichel, „verlangt aber wegen der enormen Höhe und der über 40 m Auslegerlänge des im Außenbereich stehenden Baustellenkrans beim Sichern, Anhängen und Wegheben der Betonteile äußerste Sorgfalt und eine hundertprozentige kraftschlüssige Unterfangung im Moment des Loslösens und Anhebens der Betonteile.“ Im Einsatz befanden sich bis zu drei Tyrolit-Wandsägen, die mit Diamant-Trennscheiben von Tyrolit, Hydrotec und Dr. Schulze bestückt waren. Bei dem maximal mittelmäßig bewehrten Beton waren nach Information des Sägeunternehmens jedoch nur geringe Unterschiede in der Schnittgeschwindigkeit und bei den Standzeiten feststellbar.
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Das Neuwieder Krankenhaus, im Vordergrund der abzubrechende Altbau.
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Die gesicherten Deckenfelder werden mit der Wandsäge getrennt ...
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... und per Kran abgehoben.
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Die 11 m langen Unterzüge sind für das Abtrennen vorbereitet.
INFO www.schuetzeichel.com
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DIE GESCHICHTE DURCHBOHRT Seliger bohrt im Orangerieschloss Potsdam
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Eines der Wahrzeichen Potsdams, das Orangerieschloss (Baujahre 1851– 1864), sollte teilsaniert werden. Die Erneuerung der Hülle des SüdostPavillons stand an. Das historisch sehr wertvolle und mittlerweile seit 1990 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehende Gebäude wird durch die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet. Im Zuge der Sanierungsarbeiten musste auch zu einem statischen Problem eine Lösung gefunden werden. Die Aufgabe der Firma Seliger GmbH bestand darin, den am Auflagerrand gerissenen Architravbalken aus Sandstein auf seiner gesamten Länge zu durchbohren. Jedoch sollte es nicht nur eine Bohrung sein, sondern zwei parallel verlaufende und zielgerichtete
Bohrungen. Die Bohrlänge wurde definiert durch eine ausgebildete Rückverankerungsöffnung hinter dem Riss auf dem Säulenauflager. So sollte auf einer Länge von 4,87 m zwei Mal der Durchmesser 50 mm im Achsenabstand von 20 cm gebohrt werden. Auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses durfte, bezogen auf die Bohrlänge, eine Abweichung von der Sollachse nur 1 % sein. Der Platzmangel und die zu befürchtenden zusätzlichen Beschädigungen am Bauwerk machten die Montage eines Bohrständers unmöglich. Es fiel die Entscheidung auf den Hersteller WEKA und dessen leistungsstarkes Modell DK17. Laut Auftraggeber sollte trocken gebohrt werden. Das war bei dieser Bohrtiefe unmöglich. Um Verschmutzungen zu vermeiden, war es mit einem hohen
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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Aufwand an Schutzmaßnahmen dennoch machbar, nass zu bohren. Unter Vorgabe des Statikers wurden die Bohransatzpunkte festgelegt. Die Aufgabe des Ausrichtens der Bohrrichtung lag bei der Firma Seliger. In Horizontalrichtung wurde mithilfe eines Lasers gearbeitet. Die Vertikalrichtung konnte mit Parallelmessungen an einer Schnur zur Krone beeinflusst werden. Die Verwendung verschiedener Bohrkronenlängen bis 4 m machte es möglich, mit geringsten Abweichungen die Vorgaben zu realisieren. Durch sehr gute Vorbereitung und die präzise Ausführung wurde abschließend am Austrittspunkt der Achsenabstand auf 20,1 cm und der Höhenunterschied von nur 8 mm gemessen. Im Anschluss an die Bohrarbeiten
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wurden dann die benötigten Spannanker gesetzt und verpresst. So konnte durch Kernbohrungen dazu beigetragen werden, den Erhalt dieses geschichtlichen Bauwerks zu sichern.
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Vom Gerüst aus wird in den Architravbalken gebohrt.
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Zwei Bohrungen – absolut parallel.
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Idyllischer Arbeitsplatz im Orangerieschloss.
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Polier Alexander Grimm zeigt stolz den gebohrten Kern.
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Die Bohrkerne werden in der richtigen Reihenfolge verpackt.
INFO www.seligergmbh.de
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DEM KÖNIG DEN STUHL ABGESÄGT Firma Haberer in der Kläranlage Seitlingen Die Firma Haberer, Bohr- und Sägespezialist aus Geisingen, bekam von der Gemeinde Seitingen aus dem Landkreis Tuttlingen, den Auftrag diverse Sägearbeiten in der örtlichen Kläranlage auszuführen. Da im Rundklärbecken ein neuer Anlagenaufbau geplant war, sollte
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auch der „Königsstuhl“ in einem Stück abgesägt werden. Das Kernstück eines Klärbeckens, in dem die Biomasse vom Wasser getrennt wird, ist der sogenannte Königsstuhl, ein mittig aufragendes Stahlbetonbauwerk, in dem sich die Zu- und Ableitungen für Abwasser und
Klärschlamm sowie die Achsen und die Technik für die Rundräumer befinden. Der Betonrundling hatte ein Gesamtgewicht von 37 t und wurde mit einem voll ballastierten 200-t-Autokran abgehoben. Die Schnitte wurden in den vier 40 cm starken, runden Betonstützenmit
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
einer Hilti-TS-20-Säge deckenbündig zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers ausgeführt. Die benötigte Arbeitszeit vom ersten Schnitt bis zum Abheben des Königsstuhls betrug 2,5 h.
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Die Säge wird für den ersten Schnitt eingerichtet.
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Der „Königsstuhl“ ist abgehoben.
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Der 200-t-Autokran hat seinen Auftrag erledigt.
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Die verbleibenden Betonstümpfe nehmen bald die neue Anlage auf.
Rolf Haberer GmbH Rossbergweg 4 78187 Geisingen T 07704 6779 F 07704 6345 E-Mail: info@haberer-betonsaegen.de • • • • •
Bohren Rückbau Fugenschneiden NE/Stahlschnitt Schleifen/fräsen
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Sägen seit 1989 Seilsägen Hydr. pressen Brokk-Arbeiten Entsorgung
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DER RICHTIGE „SCHLIFF“ FÜR ROSBERG, VETTEL & CO. Bodenschleifen auf dem Hockenheimring Als im Sommer beim „Großen Preis von Deutschland“ Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Nico Rosberg in ihren Boliden über den Hockenheimring rasten, erstrahlten die Werbeslogans in den Auslaufzonen in neuem Glanz. Möglich gemacht hat das die neue ferngesteuerte Bodenschleifmaschine PG 820 RC von Husqvarna Construction Products, mit der die alten und manchmal zentimeterdicken Farbschichten exakt abgeschliffen wurden. Die Vorgabe dabei: Der äußerst empfindliche Belag der traditionsreichen Rennstrecke durfte auf keinen Fall beschädigt werden. Dass an dem Rennwochenende im Juli auch nur einer der Formel-1-Piloten einen Blick auf den Schriftzug eines Geldinstituts oder eines Mobilfunkanbieters in den diversen Auslaufzonen des Hockenheimrings geworfen hat, ist nicht
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zu vermuten. Ganz anders ist das bei den Millionen von Fernsehzuschauern. Denn für sie ist diese Art von Werbung in den Auslaufzonen der Rennstrecken gemacht – vor allem, wenn unzählige TV-Kameras die Renner von Vettel, Hamilton, Rosberg und Co. im Fokus haben, wie im berühmten Motodrom des Hockenheimrings.
Ab 9 Uhr ist Rennbetrieb Eine Fläche von insgesamt rund 5 000 m² wurde vier Wochen lang mit der Husqvarna-Bodenschleifmaschine bearbeitet. Michael Vogel, Abteilungsleiter der Streckenmeisterei am Hockenheimring, hat zusammen mit seinem Kollegen Robert Wolfbeisz die verschiedenen Auslaufzonen abgeschliffen. Er erklärt, warum das so lange gedauert hat: „Wir
konnten nur dann arbeiten, wenn keine Rennen gefahren wurden. Weil das im Sommer schon ab 9 Uhr morgens der Fall ist, konnten wir gerade einmal drei Stunden am Tag schleifen, wenn wir um 6 Uhr anfingen.“ Zudem musste das Wetter passen, „denn bei Regen ging gar nichts“, erzählt Michael Vogel. Der Grund für diese Maßnahme auf der insgesamt 4 574 m langen Rennstrecke mit ihren elf Rechts- und sechs Linkskurven ist leicht zu erklären. „In den zurückliegenden Jahren hat man die Werbung einfach immer nur über die alte gepinselt. So kam Farbschicht um Farbschicht hinzu, bis diese zu dick geworden ist und so den Rennbetrieb beeinträchtigt hat“, sagt Michael Vogel. Das Problem dabei war: Niemand wusste genau, mit was für einer Art Maschine die alten Farbschichten entfernt werden
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
können, ohne dass der Belag Schaden nimmt.
Jede Menge Gummi „Das mit einem Hochdruckreiniger zu machen, funktioniert zwar“, so der Streckenmeister, „aber dadurch wird die Asphaltschicht porös und nimmt Wasser auf. Es bilden sich mit der Zeit Risse und die Strecke wird nachhaltig beschädigt.“ Die zündende Idee kam ihm beim Dragster-Rennen. Das sind diese Höllengeräte mit bis zu 6 000 PS starken Motoren, die aus dem Stand heraus mit durchdrehenden Reifen über eine Achtel- oder Viertelmeile beschleunigt werden. „Für die muss die Strecke ganz fein abgeschliffen werden. Und wenn die Rennen vorbei sind, muss der Asphalt von den Gummiresten der durchdrehenden Reifen gesäubert werden“, sagt Michael Vogel, „und nach einem Dragster-Rennen ist das schon eine ganze Menge Gummi.“ Diese Arbeit übernahm eine Husqvarna-Bodenschleifmaschine vom Typ PG 450, die von der Streckenmeisterei beim Husqvarna-Händler ZWO Baumaschinen-Service GmbH im benachbarten Oberhausen-Rheinhausen nach diversen Tests erworben worden war. „Weil das mit dem Gummiabschleifen so wunderbar geklappt hat“, so Michael Vogel, „haben wir uns gesagt: das müsste doch auch bei der Farbe in den Auslaufzonen funktionieren.“ Nach erneuten
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Tests und einer ausführlichen Beratung durch ZWO-Verkaufsleiter Walter Klettke und dessen Außendienstmitarbeiter Alexander Wippler-Wagner entschied man sich schließlich für das neue Topmodell unter den Bodenschleifmaschinen von Husqvarna: die PG 820 RC mit Fernsteuerung. Mit ihrer Schleifbreite von 820 mm und dank des hohen Schleifdrucks von 290 kg bietet die PG 820 RC aber nicht nur eine hohe Flächenleistung. Die patentierte und für ein gleichbleibendes Schleifbild sorgende Dual-Drive-Technologie ermöglicht es auch, die Drehzahl oder die Richtung des Planetenschleifkopfs oder der Satellitenschleifköpfe individuell zu steuern. Daraus ergeben sich eine Unmenge an Drehzahl- und -Richtungskombinationen, wodurch die Maschine optimal eingestellt werden kann und so ein vergleichsweise extrem großes Einsatzspektrum bietet. Darüber hinaus erhöht die Fernbedienung nicht nur die Produktivität, sondern sie garantiert auch ein ergonomisches Arbeiten, da der Bediener nicht mehr den Vibrationen oder Druckbelastungen ausgesetzt ist. „Wir sind mit der Leistung der Maschine sehr zufrieden“, sagt Michael Vogel, der die PG 820 RC selbst bedient. „Die Funkfernsteuerung erleichtert das Arbeiten wirklich ungemein, vor allem bei diesen großen Flächen. „Auch dass die Maschine so vielseitig einsetzbar ist, hat viele Vorteile“, betont
Michael Vogel. So werde an manchen Stellen des Hockenheimrings auch der Kunstrasen neu verlegt und dafür müsse der alte Klebstoff abgeschliffen werden. Was die Auswahl der Werkzeuge betrifft, holt sich Michael Vogel immer wieder Tipps beim Husqvarna-Händler ZWO Baumaschinen-Service GmbH oder beim Husqvarna-Produktspezialisten Karl-Heinz Butz. Der bundesweit anerkannte Experte fürs Bodenschleifen reiste schon mehrmals zur Einweisung ins nordbadische Hockenheim, ist doch die Baustellenbetreuung auf einer Fomel-1-Rennstrecke auch für ihn etwas Besonderes. „Wir haben wirklich lange nach der richtigen Maschine für diese Arbeiten gesucht“, sagt Michael Vogel, „oberste Priorität hatte dabei immer: Der sehr empfindliche Rennbelag darf auf keinen Fall beschädigt werden. Und das bekommen wir mit der PG 820 RC bestens hin!“
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Setzt bei der Sanierung der Auslaufzonen auf dem Hockenheimring auf die ferngesteuerte Bodenschleifmaschine PG 820 RC mit Dual-DriveTechnologie von Husqvarna Construction Products: Michael Vogel, Abteilungsleiter der Streckenmeisterei am Hockenheimring.
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Husqvarna-Produktspezialist Karl-Heinz Butz (Mitte), bundesweit anerkannter Experte fürs Bodenschleifen, erläutert auf dem Hockenheimring die Funktionsweise der PG 820 RC.
INFO www.husqvarnacp.de
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
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ÜBER DEN DÄCHERN WIENS Perforationsbohrungen am Wiener Stephansdom
Der Stephansdom in Wien ist ein weltberühmtes Bauwerk, Kulturgut und österreichisches Wahrzeichen. Die Geschichte des Steffl geht bis ins 12. Jahrhundert zurück und der Dom zieht bis heute Millionen von Touristen in seinen Bann. Doch auch den Österreichern liegt ihr Steffl am Herzen. Das wurde speziell 1945 deutlich sichtbar: Als der Stephansdom in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs bei einem Brand schwer beschädigt wurde, konnte durch die Spenden und den Einsatz vieler Österreicherinnen und Österreicher der Dom in nur sieben Jahren wieder aufgebaut werden. Damit wurde der Stephansdom – DAS Wahrzeichen Österreichs – auch zum Symbol des österreichischen Wiederaufbaus. Aufgrund von Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Pflanzenwuchs in Form von Moos und Flechten, aber auch Taubenkot wird die Bausubstanz massiv geschädigt, sodass der Dom laufend restauriert und konserviert werden muss.
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Neuer Aufzug DIE touristische Attraktion von Wien bekommt jetzt einen stufenlosen Zugang zur Aussichtsplattform, die den Besuchern und Touristen einen beeindruckenden Blick über die Dächer
Wiens bescheren soll. Um die Plattform bequem erreichen zu können, wird im Nordturm ein Aufzug installiert. Die niederösterreichische Firma KÜ-BOHR Betonbearbeitungs- und Vertriebsgesellschaft mbH wurde beauftragt, zwei Öffnungen mit einem Durchmesser von
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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1,5 m in die Deckenplatten des nicht fertig gebauten Nordturms zu bohren, um Platz für den Liftschacht zu schaffen. Bei diesem Projekt meisterten die Betonbohrspezialisten zwei Herausforderungen: einerseits das extrem harte Material der zwei Decken, je 20 cm Sandstein und 12 cm armierter Beton, das äußerst anspruchsvoll zu bearbeiten war. Andererseits verlangte das denkmalgeschützte Gebäude ein Vorgehen ohne Kühlwasser, um mögliche Wasserschäden zu vermeiden. Die Firma KÜ-BOHR holte sich für die Perforationsbohrungen Hilfe von TYROLIT, da sich das neue Trockenbohrsystem perfekt für einfaches und wirt-
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schaftliches Bearbeiten von armiertem Beton eignet. Das TYROLIT-Trockenbohrsystem ist eine trockene und saubere Lösung, die die bestehende Bausubstanz schont. Für die zwei Liftöffnungen wurden der Bohrmotor DME19DP*** in Kombination mit TGD®-Trockenbohrkronen mit 102 mm Durchmesser und dem Bohrständer DRU160*** verwendet. Der zuschaltbare Softschlag beschleunigte den Arbeitsfortschritt speziell für diese harten Materialien. In 48 m und 50 m Höhe wurden innerhalb kurzer Zeit viele kleine Kernbohrungen durchgeführt, sodass am Ende des Tages die zwei Deckenplatten mit ca. 1,5 m Durchmesser mittels Flaschenzug
ausgebaut werden konnten. Die revolutionäre Systemlösung ist bereits seit Anfang 2015 im Sortiment und wird aufgrund der hervorragenden Ergebnisse weltweit eingesetzt. Vor allem bei Restaurierungs- und Umbauarbeiten an bestehenden Objekten entscheiden sich immer mehr Kunden für das saubere Trockenbohrsystem. Ausschlaggebend für das erfolgreiche Bohren von armiertem Beton sind die neuen Trockenbohrkronen in TGD®-Technologie, die durch ihre intelligente Verteilung des Schleifkorns neue Maßstäbe setzen. „Unsere TGD®-Trockenbohrkronen haben sich unter anderem beim Rückbau von Atomkraftwerken bewährt. Dass auch bei kleineren Baustellen überzeugende Ergebnisse für unsere Kunden erzielt werden können, war zu erwarten“, so Sergiy Avramenko, Produktmanager bei TYROLIT.
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Wien von oben.
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Der eingerüstete Nordturm des Stephansdoms.
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Für die Öffnung von 1,5 m Durchmesser wurden Perforationsbohrungen durchgeführt. Anschließend wurde die Deckenplatte mittels Flaschenzug ausgebaut.
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Das TYROLIT-Trockenbohrsystem kann je nach Anwendung und Bohrdurchmesser ständeroder handgeführt eingesetzt werden.
INFO www.tyrolit.com
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
„Die Baufirma arbeitet 24/7, das heißt für uns, wir müssen schnell und flexibel sein, egal ob Sonn- oder Feiertag“, so Ingenieur Markus Maier. „Von erheblichem Vorteil ist hier auch die leichte und flexible SERVO-Wandsäge-Linie aus dem Hause EURODIMA, die hier zum Einsatz kam.“ Im ersten Abschnitt, Baustelle U-Bahnstation Braunschweiggasse, wurden sieben Schnitte mit 120 lfm und 30 cm Schnitttiefe vorgenommen. Neben diversen Fugenschneidarbeiten und Kernbohrarbeiten wurden somit knapp 40 m² geschnitten!
Schnell – leicht – stark
EURODIMA-Wandsäge im Einsatz beim Bahnsteig-Rückbau.
BAHNSTEIGRÜCKBAU Sanierung der Wiener U4 Seit dem 30. April steht die U4 zwischen Hütteldorf und Hietzing still. Grund hierfür ist die Generalsanierung der U-BahnStrecke. Täglich sind rund 57 000 Fahrgäste von dieser Teilsperrung betroffen. Mehr als 10 km Gleisanlagen werden getauscht. 20 neue Weichen werden eingebaut und darüber hinaus wird der komplette Gleisuntergrund ausgehoben und neu aufgeschüttet.
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Ein straffer Zeitplan auch für die Firma Maier Betonschneidetechnik GmbH und für EURODIMA GmbH & Co KG, welche hier gemeinsam für den Rückbau der Bahnsteige Sorge tragen. Eine besondere Aufgabe, die nur von einem flexiblen und gut organisierten Team durchgeführt werden kann, galt es doch, je nach Baufortschritt der Generalsanierung den Rückbau der Bahnsteige zu organisieren.
Das trifft bei dieser Baustelle sowohl auf die Firma Maier GmbH als auch auf die SERVO-Linie der Firma EURODIMA zu: „Es ist für uns immer wieder eine große Freude, mit der Firma Maier GmbH an interessanten Projekten zu arbeiten, sei es bei den Sanierungsarbeiten der Brückenkopfgebäude in Linz oder auch hier in Wien, wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Mitarbeiter und unsere Produkte“, so ein EURODIMA-Mitarbeiter. Die von der Firma Maier eingesetzte Wandsäge SERVO-ENGINE mit POWER CUBE besticht durch die leichte und kompakte Bauform und 20 kW Leistung. Mit gerade einmal 36,5 kg Gesamtgewicht (Motor inkl. Steuereinheit) fügt sich diese Wandsäge-Lösung perfekt in das dynamische Team der Firma Maier GmbH ein. Das voraussichtliche Ende des gesamten Bahnsteigrückbaues wird im September 2016 sein, Zeit genug, um Mensch und Maschine auf Herz und Nieren zu testen!
INFO Ausführende Firma: www.maiergmbh.at Equipment: www.eurodima.com
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
GLEISABBRUCH IN ZÜRICH Bohler setzt sechs LISSMA-Fugenschneider ein
Im Zuge der Erneuerung eines Tramgleisabschnitts in Zürich wurde die Bohler Betonbearbeitungen AG von der Walo Bertschinger AG beauftragt, in Zusammenarbeit mit ihnen den Gleisabbruch an der Löwenstraße für die VBZ (Verkehrsbetriebe Zürich) durchzuführen. Um die Strecke, in der sich die Gleise befinden, zu schneiden, setzte die Firma Bohler sechs Fugenschneider des Allgäuer Maschinenherstellers LISSMAC ein. Allen voran der neue UNICUT 600 – ein Fugenschneider, der durch Leistung als auch durch seine Funktionalität in allen Einzelheiten besticht. Ein kraftvoller, 136 PS starker Deutz-Turbodiesel-Motor mit integriertem Ladeluftkühler (übrigens nach EU Stage 4 ausgeführt) sorgt in Verbindung mit dem stufenlos elektronisch regelbaren Hydraulikantrieb am Sägeblatt für maximale Schneidkraft. Der einstellbare Drehzahlbereich geht von 700 1/min bis maximal 2 800 1/min. Dadurch war der Fugenschneider von LISSMAC auch dem Dauereinsatz gewachsen, da für den Rückbau der Doppelgleise ein Zeitfenster von 48 h angesetzt wurde.
Ergänzt wurde der UNICUT 600 mit der Absauganlage VACUUM-WET 500 – ein geschlossenes System, welches direkt am Fugenschneider angebaut und über eine hydraulische Schnittstelle an der Maschine angetrieben wurde. Die Schmutzwasserabsaugung entfernte den Schneidschlamm bereits während der Sägearbeiten schnell und einfach aus der Fuge. Das Sägeblatt musste nun nicht mehr unnötiges Material zerspanen, was die Maschine effektiver arbeiten ließ. Der abgesaugte Schneidschlamm konnte baustellen- und umweltgerecht entsorgt werden. Nachdem die ca. 560 m entlang der Gleise perfekt geschnitten wurden, folgten rund 60 Querungen à 6,5 m mit einer Tiefe von 50 cm. Dabei mussten verschiedene Materialien zerspant werden – der Oberbeton mit den Schienen, versehen mit einem 7 cm dicken Asphaltbelag, und der armierte Unterbeton. Eine zusätzliche Herausforderung stellte die unterste Schicht dar, in welcher ein 4-mm-Trapezblech eingelegt und auf 5 cm hohen Nocken gelagert war. Trotz dieser Schwierigkeiten meisterten die
LISSMAC-Fugenschneider, die mit speziell für diese verschiedenen Materialen geeigneten Sägeblättern ausgestattet waren, diese Aufgabe einwandfrei. Anschließend wurden die bis zu 8 t schweren Betonelemente mit einem Bagger ausgebaut und abtransportiert. Dank der vorbildlichen Durchführung, bei der rund 120 Arbeiter aller beteiligten Unternehmen im Einsatz waren, konnte der Gleisabbruch auf diesem 150 m langen Tramabschnitt innerhalb von 48 h einwandfrei abgeschlossen werden.
INFO Ausführende Firma: www.bohler-betonbearbeitungen.ch Equipment: www.lissmac.com
LISSMAC-Fugenschneider in der Zürcher Innenstadt.
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
zweiten Etappe ist für September 2016 geplant. Für einige der Fundamentstützen, die in der Mitte des Rheins liegen, muss der Fluss in einer weiteren Phase umgeleitet werden.
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24 Kernbohrungen Die Aufgabe für Implenia bestand bisher darin, in zwei Etappen insgesamt 24 Löcher mit einem Durchmesser von 1 000 mm in fünf Fundamente zu bohren. Um dieses Sonderbauprojekt erfolgreich abschließen zu können, holte Implenia sich Unterstützung von TYROLIT, dem weltweit führenden Systemlieferanten für Bohrsysteme. Die Verstärkung der Fundamentstützen der Hinterrheinbrücke barg unterschiedliche Herausforderungen in sich: einerseits den Zeitdruck aufgrund des steigenden Wasserpegels und andererseits den knappen Liefertermin von zwei Monaten für Maschinen, Bohrständer und Bohrkronen in diesen außergewöhnlich großen Dimensionen. Bei Überraschungen helfen Flexibilität und viel Erfahrung.
DOPPELSÄULE Verbreiterung der Hinterrheinbrücke in Bonaduz, Schweiz Die ca. 200 m lange Hinterrheinbrücke in Bonaduz im Kanton Graubünden in der Schweiz wird aus sicherheitstechnischen Gründen verbreitert. Damit die Nationalstraße N13, die über diese Brücke führt, verbreitert werden kann, müssen jedoch unterschiedliche Vorarbeiten geleistet werden. Zum Beispiel müssen die im Boden fest verankerten Fundamente der Trägersäulen verstärkt werden, damit die zusätzliche Last der neuen Brücke getragen werden kann. Den Zuschlag für dieses Sonderbauprojekt erhielt das Schweizer Baudienstleistungs- und Bauunternehmen
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Implenia AG. Das international tätige Unternehmen mit Hauptsitz in Dietlikon bietet umfassende Dienstleistungen in allen Bereichen des Bauens. Für die Erfüllung dieses Projektes stand nur ein gewisses Zeitfenster zur Verfügung, da einige Stützen der Hinterrheinbrücke im Wasser stehen. Bei der Planung des Sonderbauprojektes musste also auch auf den Wasserstand des Hinterrheins Rücksicht genommen werden (Schmelzwasser), der in der kalten Jahreszeit weniger Wasser führt. Etappe eins wurde daher für Dezember 2015 bis Mai 2016 festgelegt, der Start der
Sonderbau: Doppelbohrständer Für die 24 geplanten Bohrlöcher lieferte TYROLIT der ausführenden Firma folgende Maschinen und Werkzeuge: einen speziell entwickelten Doppelbohrständer auf Basis des Bohrständers BC-2 mit Getriebeausleger GR 1000 sowie Bohrkronen in verschiedenen Längen von 600 mm, 1 000 mm, 1 500 mm und 2 000 mm und je 1 000 mm Durchmesser. Angetrieben wurde das Ganze mit dem bereits vorhandenen TYROLIT Hydraulikantriebsaggregat PPH25RRP.
Dicker als geplant Schnell stellte sich heraus, dass das zu bearbeitende Fundament stärker war als erwartet: Zusätzlich zu den ursprünglich geplanten Bohrtiefen von 1,35 m bis 1,85 m kamen Bohrungen von 2,5 m bis 2,7 m in starkem Unterwasserbeton hinzu. Einige Bohrungen mussten also kurzfristig auf bis zu 4,5 m Gesamttiefe ausgeweitet werden. Die Tiefe und Dimensionen der Bohrun-
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
das Stützenfundament der Hinterrheinbrücke verstärkt. Nach 4 bis 5 Tagen Trockenzeit konnte das nächste Loch in demselben Fundament gebohrt werden. Da die Nationalstraße N13 auch während der Bauarbeiten ständig befahren wurde, konnten die Arbeiten nur in Etappen durchgeführt werden, um die Statik der Brücke nicht zu gefährden. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und langjährigen Erfahrung von Implenia Schweiz und TYROLIT sowie der leistungsstarken Systemlösung aus hydraulischem Antriebsaggregat PPH25RRP, groß dimensionierten Bohrkronen und dem Sonderbau-Doppelbohrständer konnte die erste Phase dieses Projektes erfolgreich abgeschlossen werden, bevor der Wasserpegel des Hinterrheins Ende April wieder anstieg.
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gen stellte die Partner vor eine neue Situation, die jedoch gekonnt kreativ gelöst wurde: Die Bohrungen wurden mit Spezial-Bohrkronen unterschiedlicher Längen von 600 mm bis 2 000 mm durchgeführt. Um die Tiefe vom 4,5 m zu erreichen, wurden Bohrkronen mit genügend abgestuftem Freischnitt versehen und die Bohrung in zwei Schritten à 2 m Tiefe durchgeführt. Die Bohrkerne wurden mit einem Sprengwerkzeug Typ BTH350 gebrochen und anschließend
mithilfe eines Baggers aus dem Loch entfernt. Durch die Granitzuschläge war der Beton sehr hart, sodass die reine Bohrzeit für 4,5 m ungefähr 10 bis 12 Arbeitsstunden betrug. Mit dem umgebauten Doppelbohrständer, der von TYROLIT ursprünglich für 2,4 m Tiefe konstruiert wurde, konnten auch die 4,5 m tiefen Bohrungen ausgeführt werden. Jedes Bohrloch wurde anschließend mit maßgefertigten Bewehrungskörben aus Stahl und Beton aufgefüllt und somit
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INFO Ausführende Firma: www.implenia.com Equipment: www.tyrolit.com
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Vorschub der 1 000erBohrkrone mit Fernsteuerung.
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Bohrsystem mit Doppelbohrständer von TYROLIT.
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Positionierung der Bohrkrone.
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Ausheben der Bohrkerne mithilfe eines Baggers.
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TUNNELSCHNITTE JCS schneidet mit Spezialsäge Fluchtwege Der Autobahntunnel, der die Genfer Stadtteile Vernier und Confignon verbindet, wurde den aktuellen Schweizer Sicherheitsvorgaben angepasst. Aus Brandschutzgründen mussten Verbindungstunnel zwischen den Tunnelröhren geschaffen werden, damit bei einem
Feuerausbruch Personen evakuiert werden können. Mit diesen diffizilen Arbeiten beauftragte die Implenia Schweiz AG das Spezialunternehmen J.-C. S. Siage SA aus Attalens in der Nähe von Lausanne. Die Tunnelwände bestanden aus ca. 40 cm
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unbewehrtem Beton und etwa 80 bis 100 cm armiertem Stahlbeton.
Zwölf Öffnungen Je Öffnung waren 18 Kernbohrungen mit Durchmesser von 160 bis 200 mm
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
tion, montiert auf einem Scania-LKW, ausgeführt. Erdacht, entwickelt und gebaut wurde diese Spezialsäge von der Firma Concept Cutting Sarl, die im Hause J.-C. S für die Weiterentwicklung des Maschinenparks verantwortlich ist. Das Ziel ist es, mit der Mammouth in Tunnelbauwerken die Sägearbeiten zu revolutionieren. Dank ihrer Teleskoparme ist es möglich, Sägearbeiten in Höhen von 8 m und mit einem Sägeblatt-Durchmesser von 1 500 mm durchzuführen. Damit ist die Mammouth einzigartig auf der Welt. Der Sägekopf ist auf einer Schiene montiert, was saubere und genaue Sägearbeiten in Rekordzeit ermöglicht. Dank ihrer Gelenkarme ist es möglich, alle Arbeiten im 180-Grad-Winkel durchzuführen. Durch den eingebauten Wassertank mit einem Volumen von 1 500 l kann ein Sägeeinsatz über mindestens einen kompletten Arbeitstag eingehalten werden.
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INFO und Bohrtiefen bis 260 cm erforderlich sowie jeweils 10 lfm Sägeschnitte. Insgesamt wurden innerhalb von sieben Arbeitstagen, einschließlich Nachtschichten, 140 m Kernbohrungen, 250 m² vertikale Schnittflächen, Stärke 120 bis 140 cm, sowie 216 m² horizon-
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tale Schnittflächen mit einer Spezialsäge hergestellt.
Mammouth Die Schnitte wurden mit der Mammouth genannten Säge, einer Spezialkonstruk-
Ausführende Firma: www.sciage-forage-beton.ch Equipment: www.concept-cutting.com
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Blick in den Tunnel. Die Verbindungsgänge sind auf der rechten Seite zu erkennen.
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Skizze Tunnelquerschnitt mit Verbindungstunnel.
03– Die Mammouth05 Säge im Einsatz. 06
Seitenansicht der Mammouth.
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
SAILING TO THE TOWER D-Drill bohrt am Leuchtturm im Solent
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Der Solent ist eine Meerenge und ein Seitenarm des Ärmelkanals zwischen der Südküste Englands vor Southampton und der Isle of Wight. Zehn Meilen vor der Küste steht ein alter Beobachtungsturm, der bereits im Ersten Weltkrieg errichtet wurde, um die
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Straße von Dover vor deutschen U-Booten zu beschützen. Mittlerweile wird er als Leuchtturm genutzt und ist für Schiffe eine bekannte Landmarke, die das Tiefwasser bei der Einfahrt in den Solent markiert. Seit 2013 erhält der Turm eine umfassende Renovierung der Baukonstruktion und der gesamten mechanischen und elektrischen Technik. Die D-Drill-Niederlassung im südenglischen Alton erhielt im Auftrag des Generalunternehmers BAM Nuttal die Order, dort Kernbohrungen herzustellen. „Eigentlich ein einfacher und alltäglicher Auftrag“, so John Barber, D-Drill-Manager aus Alton, „das Komplizierte waren nicht die Löcher, die wir zu bohren hatten, sondern die Logistik, das Equipment dorthin zu bekommen.“
Doppelte Ausrüstung Um eine zusätzliche Anreise zu vermeiden, war für den gesamten Einsatz nur ein einziger Arbeitstag eingeplant. Für den Fall eventueller Maschinenschäden wurde die Ausrüstung komplett doppelt
mitgenommen: zwei Bohrständer Hilti DD350, zwei Weka DK12 mit Leichtbauständern, zwei Stromaggregate und tausend weitere Kleinigkeiten – nicht zu vergessen die Verpflegung und Sicherheitsausrüstung für die beiden Monteure. Wegen schlechten Wetters musste die Überfahrt zweimal verschoben werden. Dann konnte in See gestochen werden. Morgens um 5 Uhr ging es los – abends um 21 Uhr war der Auftrag erledigt. Insgesamt wurden 46 Kernbohrungen mit Durchmesser 107 mm und 200 mm gebohrt. Damit die beiden Monteure unabhängig voneinander arbeiten konnten, wurden auch kleinere rechteckige Ausschnitte sowie Öffnungen mit Durchmesser 550 mm Loch an Loch gebohrt. D-Drill-Manager John Barber abschließend: „Wir freuen uns immer auf besondere Herausforderungen, mit denen wir unsere Kunden zufriedenstellen können“, und der Auftraggeber von BAM Nuttal, Jonathon Pitt, fügte hinzu: „Mit D-Drill haben wir einen zuverlässigen Betonbohrer, der sich für uns auch mal die Füße nass macht.“
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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X-RAY DRILLING D-Drill bohrt im Hospital Loch an Loch
Das Royal-Gwent-Hospital in Newport, Süd-Wales, bekam eine neue Röntgenanlage. Hierfür war eine 6,3 m lange Öffnung in der Bodenplatte erforderlich, um die Unterkonstruktion der Anlage unterzubringen, ebenso ein 2,3 m langer Schlitz für die Elektroversorgung. Gary Robinson und Richard Robb von der D-Drill-Niederlassung Bridgend in Süd-Wales wurden vom Generalunternehmer Davlan Construction angerufen, ob diese Arbeiten kurzfristig möglich sind und noch am gleichen Tag fertiggestellt werden können. „Kein Problem“, so Gary Robinson, „wir freuen uns immer, wenn wir schnell helfen können.“
Wegen der Umbauarbeiten gab es an diesem Tag keine Anschlussmöglichkeit für den erforderlichen Kraftstrom. „Normaleweise nehmen wir für so einen Job die Boden- oder Wandsäge“, fügte Gary hinzu, „aber da nur 220 V zur Verfügung stand, mussten wir die Stitchdrilling-Methode (Loch an Loch, die Red.) anwenden. Mit zwei Weka 32, zwei Stromaggregaten und den benötigten Wassersaugern war der Job zwischen 6.30 und 17.30 Uhr erledigt und das Hospital war happy und zufrieden, dass wir keinen großen Lärm, Schmutz oder andere Störungen verursachten.“
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Mit dem Boot zur Baustelle.
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Equipment wird verladen.
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Bohren auf dem Nab-Turm.
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Rund 140 Bohrungen wurden im Hospital benötigt.
INFO www.d-drill.co.uk
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ALTER SCHWEDE 600er-Bohrungen im Stockholmer Hafen 4,20 Meter tief
Das aktuelle Hafenareal im Stockholmer Stadtteil Värtahamnen, welches derzeitig 12 Mio. Passagiere und 8,2 Mio. t Güter bewältigen kann, soll auf 131 000 m² ausgebaut werden. Der Hafenteil ist einer der größten in Stockholm und wird intensiv durch den Fährverkehr nach Finnland und Estland genutzt. Der Ausbau, mit 1,5 Mrd. Euro veranschlagt, be-
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gann 2013 und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Durch die bis zu 4,20 m dicken Kaimauern mussten neue Regenwasserkanäle verlegt werden. Hierzu wurden drei Bohrungen mit Durchmesser 600 mm benötigt. Die Brüder Hannes und Oskar Pitkonen, die sich erst im letzten Jahr mit der Firma Norrorts Betonghåltagning
AB selbständig gemacht hatten, aber auf über 23 Jahre Berufserfahrung zurückblicken, erhielten den Auftrag. Bei eisiger Kälte wurde im Dezember 2015 mit der Arbeit begonnen. Von der Landseite des Kais wurde in Richtung Ostsee gebohrt. Die größte Schwierigkeit bestand darin, dass neben Stahlbeton auch bröseliger Beton, lose Steinbro-
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INFO www. norrortsbetonghaltagning.se
cken, diverse Stahlträger und massive Eichenholzkonstruktionen bis 35 cm Stärke angetroffen wurden. Es hieß also jeweils den Bohrkern zu brechen und mit Stemmhammer und Kettensägen die Hindernisse zu beseitigen. Eingesetzt wurden hydraulische Bohrmaschinen der Fabrikate Husqvarna, Hilti und Pentruder. „Wegen des enormen Drehmoments der neuen Pentruder
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ist uns zweimal die Verlängerung abgeschert und einmal war es uns unmöglich, den Bohrkern zu brechen, und wir bohrten ein kleineres Loch in den Kern, um mithilfe von Hilti-Hit-Ankern und einem Bagger den Bohrkern zu lösen. Dieser Auftrag bereitete uns so manche schlaflose Nacht, aber dennoch: wir lieben unseren Job und freuen uns auf die nächste große Herausforderung“, so Hannes Pitkonen abschließend.
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Der Fährhafen StockholmVärtahamnen (vor Ausbau).
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Der Bohrständer ist positioniert.
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Hannes und Oskar Pitkonen im Einsatz.
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Bohrkrone ...
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... und Bohrkern am Bagger hängend.
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Die Bohrstelle wird ausgebaggert.
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Die Bohrkrone bereits in tieferen Regionen.
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TOR ZUR WISSENSCHAFT Öffnung in 4 Meter dicke Betonwand geschnitten
Im Forschungszentrum „Fermi National Accelerator Laboratory“ für Teilchenphysik in Batavia, Illinois, USA, werden Experimente mit einem leistungsstarken Teilchenbeschleuniger durchgeführt, um der Menschheit das Verständnis von Materie, Energie, Raum, Zeit und den Ursprung des Universums zu erklären. Ryan Schultz, Projektingenieur bei Fermilab, hatte die Aufgabe, ein bestehendes Gebäude in ein Langzeitlager für Neutrino-horns umzubauen. Neutrino horns haben ungefähr die Größe eines Transporters und produzieren magnetische Strahlung, die Hunderte Kilometer weit reicht. Sie müssen mit entsprechenden Betonschutzschildern ausgestattet werden. Es gab nur ein Problem: eine mit hydraulischen Pressen bewegliche Betonwand, die von einem vorherigen Experiment stammte, stand den Umbaumaßnahmen im Wege. Die Abmessungen, 6,4 m breit, 6 m hoch und fast
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4 m dick, machten die Beseitigung nicht leichter. Der von Fermilab angeheuerte Generalunternehmer Equity Construction Service beauftragte wiederum Hard Rock Concrete Cutters aus Wheeling,
Illinois, die Betonabschirmung zu beseitigen. Den Betonklotz mit insgesamt 363 t Gewicht zu zerschneiden und abzutransportieren, war keine leichte Aufgabe.
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BAUSTELLEN UND PROJEKTE
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Hard Rocks Präsident Jim Dvoratchek: „Wir hatten eine komplexe Betondemontage zu bewerkstelligen, die einerseits die vorhandenen Strukturen berücksichtigte und andererseits strengste Sicherheitsauflagen für das Labor und unsere Mitarbeiter erfüllte. Die enge Umgebung, in der die Betonwand mithilfe von vier hydraulischen 180-t-Pressen verschoben wurde, machte den Einsatz von Seilsägen notwendig.
Drei Phasen
minimieren und abzusaugen. Das Team schaffte in der Regel einen Schnitt pro Achtstundenschicht, einschließlich der erforderlichen Vorbereitungen, Bohrungen, Wartung und des Anfertigens der Sicherheitsprotokolle, die laufend vorgelegt werden mussten. Nicht zu vernachlässigen waren betriebsbedingte Ausfallzeiten und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen, wie Sicherheitsgurte bei den höher liegenden Abschnitten. 36 Betonblöcke à 7,3 t konnten schließlich wieder per Hallenkran auf die weit entfernt liegende Lkw-Rampe transportiert werden. Die dritte und letzte Phase bestand aus dem Ausbau der Basis der Betonwand und erwies sich als schwierigster Teil, da erhebliche Bewehrung, Blechplatten und Stahlträger im Beton verbaut waren. Dieser Teil wurde in drei Blöcke mit ungefähr 23 t Einzelgewicht zerteilt und abtransportiert. Insgesamt wurden rund 20 m² Schnittfläche gesägt. Nach umfangreicher Reinigung der Baustelle war das Projekt erfolgreich beendet. „Wir waren begeistert und stolz, an einem so hochtechnisierten Projekt mit faszinierendem wissenschaftlichen Zweck teilzunehmen“, so abschließend Jim Dvoratchek. Und auch der Auftraggeber sparte nicht mit Lob: „Die durch-
geführten Arbeiten waren sehr beeindruckend und Hard Rock lief wie eine gut geölte Maschine“, meinte FermilabProjektleiter Ryan Schultz.
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Phase 1: Die obersten Blöcke werden abgetrennt.
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Die Seilsäge ist für die Phase 2 vorbereitet.
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Die Blöcke aus dem Mittelteil werden per Kran abgehoben.
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Die Betonstruktur ist vollständig entfernt.
INFO Ausführende Firma: www.hardrockconcretecutters.com Dieser Jobreport ist auch ein Beitrag zum Diamond Award 2016, der auf Seite 94 vorgestellt wird.
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In der ersten Phase wurde die oberste Schicht „Abschirmungsblöcke“ in 14 Segmenten aus der Struktur geschnitten. Diese Blöcke mit ungefähr 2,7 t Gewicht waren urprünglich miteinander verschweißt, so das in diesem Fall nur die Schweißnähte geschnitten werden mussten. Mit dem laboreigenen Hallenkran wurden diese Blöcke an die Lkw-Laderampe abtransportiert. In der zweiten Phase wurde die Betonstruktur des Mittelteils geschnitten. Zum Einsatz kamen Hilti-Plattner-Seilsägen sowie Kernbohrgeräte Hilti DD-200 für die 50 mm großen Einfädelungsbohrungen von 3,90 m bzw. 6,40 m Bohrlänge. Der gesamte Arbeitsplatz wurde auf allen vier Seiten mit Folie abgehängt, um kontaminiertes Schlammwasser zu
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
DAS BERGWERK IM SPESSART Firma Braun schneidet Gang in die Grube Wilhelmine
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Das Tagesgeschäft der Firma Norbert Braun GmbH besteht üblicherweise aus Diamantbohr- und Sägearbeiten in Beton, gerne auch an „anspruchsvollen“ und für den gewöhnlichen Hoch- und Tiefbau nicht alltäglichen Orten wie Industrieparks, Forschungszentren und kerntechnischen Anlagen. Den Auftrag, in einem Bergwerk tätig zu werden, in dem bekanntermaßen nicht mit Diamanttechnik, sondern mit Sprengstoff, Großgeräten oder auch mit einfachstem Stemmgerät gearbeitet wird, brachte die räumliche Nähe unseres Firmensitzes zur Kulturlandschaft Spessart mit sich. In Sommerkahl, ca. 50 km von unserer Firma in Münster bei Dieburg entfernt, hat sich im Jahr 1999 ein engagierter Sommerkahler dazu entschlossen, das schon lange nicht mehr in Betrieb befindliche Kupferbergwerk zum Besucherbergwerk auszubauen. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Verein gegründet, dessen Mitglieder es sich zur Aufgabe gemacht haben, die damals verfüllten Stollen nach und nach wieder freizulegen. Die nunmehr begehbaren
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Stollen sind im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Hier wird die Historie des Kupferbergwerks eindrucksvoll erklärt. Die ersten Bergbauaktivitäten gehen zurück bis ins Jahr 1542. Zunächst wurde Kupferschiefer im Tagebau abgebaut. Die Kupferausbeute blieb jedoch gering, sodass der Bergbau 1923 endgültig eingestellt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurden die noch zugänglichen Stollen als Luftschutzbunker genutzt. Im Rahmen der Vermessung und Kartierung der Stollensysteme stellten die Vereinsmitglieder fest, dass sich zwei Stollen, die bislang nur als „Sackgasse“ vorhanden waren, relativ nahe kamen. An einer Stelle sollte der errechnete Abstand nur ca. 4 m, der vermutete Höhenunterschied sogar nur ca. 1 m betragen. Schnell reifte die Idee, die beiden Stollen für einen „großen“ Rundweg durchs Bergwerk zu verbinden. Das zuständige Bergamt gab grünes Licht, empfahl als Vortriebsmethode das Aufsprengen des harten Gneises – einem Granitgestein. Eingeholte Angebote bei Spezialfirmen machten das Vorhaben unrealistisch – ca. 50.000
Euro hatte der Verein nicht auf der „hohen Kante“. Ein Vereinsmitglied, frisch in Rente und nun engagierter Hobby-Bergmann, erinnerte sich dann an die Diamanttechnik, mit der er in seiner beruflichen Vergangenheit zu tun hatte, und suchte den Kontakt zum Geschäftsführer der Norbert Braun GmbH, Dr. Georg Rachor. Zunächst wurde dem Verein vor etwa fünf Jahren ein Bohrgeschirr geliehen. Der Plan war, ein 200er-Loch als Zentrumsbohrung einzubringen, um die umliegenden Stemmarbeiten seitens der Vereinsmitglieder zu erleichtern. Die erste Bohrung wurde ca. 2,5 m tief eingebracht, der Bohrkern konnte jedoch nur zum Teil gezogen werden. Die weitere Ausführung dieser 200er-Bohrung wurde dann aufgrund des zerklüfteten Granitgesteins mit zunehmender Tiefe immer schwieriger und zeitaufwendiger. Das Ausstemmen des Gneises durch die Vereinsmitglieder erschien zudem nicht effektiv durchführbar, da das harte Granitgestein trotz der vorhandenen Zentrumsbohrung nur sehr mühsam auszustemmen war. So wurde diese Vorgehensweise als nicht realisierbar verworfen. Eine weitere Nachfrage bei unserem Geschäftsführer und die Einladung auf den alljährlich am Wochenende vor dem ersten Advent stattfindenden Barbaramarkt (heuer am 19./20.11.) brachten die Erkenntnis: Einem so engagierten Verein muss geholfen werden! Man vereinbarte das „Freischneiden“ des geplanten Stollens mittels Seilsägetechnik. Die Vereinsmitglieder hofften auf ein leichteres Stemmen, wenn der „Granitklotz“ rundum geschnitten ist. So machte sich ein erfahrener Seilsägetrupp der Norbert Braun GmbH im auftragsschwächeren Januar auf den Weg nach Sommerkahl, um zunächst die Seileinführungsbohrungen mit Durchmesser 30 mm in den Berg ein-
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Bergamt wird dieser Teil Stollen, erstellt mit „moderner Diamanttechnik“, sicher Teil der Besucherführung werden. Die gewonnenen Bohrkerne sind jetzt schon Teil der Führung und dienen am ehemaligen Förderschacht als Ausstellungsstücke. Interessierte können sich auf der Homepage des Vereins weitere Informationen anschauen und evtl. eine Besichtigung vereinbaren. Die Norbert Braun GmbH plant, ihre diesjährige Weihnachtsfeier am Bergwerk zu veranstalten.
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zubringen. Das Einmessen der Löcher erfolgte zusammen mit Ingenieuren des Vereins, wobei bereits beim ersten Loch im oberen Bereich und einer Bohrtiefe von ca. 4,50 m erste Zweifel kamen, ob die Ausrichtung stimmte, da ja nur 4 m zwischen den Stollen vorhanden sein sollten. Die Einschätzung nach Gehör brachte die Erkenntnis: Wir können noch nicht durch sein! So wurde mit den vor Ort vorhandenen Verlängerungen weiter gebohrt und bei ca. 6,50 m erfolgte der Durchbruch zum Nachbarstollen. Das zweite Loch an der Stollenfirste verlief leider ein wenig nach unten. Die Löcher am Boden konnten dann aber parallel eingebracht werden, sodass eine ebene Fläche zum Begehen für die Besucher entstehen sollte. Da die betreffenden Stollen fast ebenerdig angelegt wurden und der Zugang nahezu barrierefrei erfolgt, wurde für die Ausführung der Seilsägeschnitte eine große Speicherseilsäge gewählt. Unser Team führte die Arbeiten gewohnt souverän aus, war jedoch am Ende auch froh, den engen, feuchten und dunklen Arbeitsbedingungen der Untertage-Arbeit zu entkommen. Noch beim Abräumen der Seilsäge rückten die Vereinsmitglieder dem Granitklotz mit ca. 6 m Länge, 1,50 m Breite und ca. 1,90 m Höhe mit ihren Bohrhämmern zu Leibe. Unser Mann telefonierte daraufhin mit seinem Chef und ließ seine große Stemm-Hilti vom Typ TE 800 auf der Baustelle – er konnte nicht mit ansehen, dass hier viel zu schwa-
che Stemmgeräte vermutlich zu Tode gequält werden würden. Im Nachgang wurde dann auch noch eine Hilti TE 3000 zur Verfügung gestellt. Diese eignete sich laut Aussage der Vereinsmitglieder sehr gut zur „Nachzerlegung“ größerer Brocken am Boden. Für den horizontalen Einsatz war sie jedoch zu schwer. Nach nunmehr weiteren acht Monaten meldeten die Vereinsmitglieder den „Durchbruch“ im gesamten Querschnitt, sodass die Hilti TE 3000 wieder von der Baustelle geholt werden konnte. Bei diesem Anlass entstanden die gezeigten Bilder. Nach weiteren Restarbeiten am Boden, dem Einbau einer festen Beleuchtung und nicht zuletzt der Freigabe des neuen Stollenstücks durch das zuständige
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Die Grube Wilhelmine: Blick auf die Felswand mit den beiden Stollenmundlöchern.
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Der fertig geschnittene Gang.
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Tief drinnen im Gneis: interessierte Besucher.
INFO Ausführende Firma: Norbert Braun GmbH www.betontec.de Homepage des Vereins: www.bergwerk-im-spessart.de
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DER
BAUSTELLEN UND PROJEKTE
BETONBOHRER Fachzeitschrift für Diamanttechnik
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STAHLBEWEHRUNG Einfluss der Diamantkonzentration
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Beim Diamantkernbohren von Stahlbeton stellt die Zerspanung der Bewehrungseisen die größte Herausforderung dar. Während der Beton durch die Diamantenschneidkörner relativ leicht durchtrennt werden kann, sinkt beim Durchtrennen der Bewehrung die erzielbare Vorschubgeschwindigkeit deutlich ab. Nachfolgend werden Ergebnisse zum Diamantkernbohren von Stahlbeton gezeigt, die bei Bohrversuchen mit vollständig belegten Bohrkronen und bei Einzelsegmentversuchen an einem hochfesten Stahlbeton gewonnen wurden. Diese Versuche zeigen den signifikanten Einfluss der Diamantkonzentration auf den Bohrprozess.
Versuchsumgebung Zur Durchführung der Kernbohruntersuchungen mit vollbelegten Bohrkronen wurde ein Industrieroboter der Fa. KUKA
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Roboter GmbH eingesetzt, siehe Bild 1. Dieser ermöglicht die Durchführung eines kraftgeregelten Bohrprozesses mit einer hohen Reproduzierbarkeit. Als Kernbohrmotor stand ein Bohrgerät der Fa. Hilti AG Typ DD200 zur Verfügung. Als Zielgrößen wurden bei den Bohrversuchen die aufgenommene Wirkleistung des Bohrmotors und die erzielte Vorschubgeschwindigkeit sowohl im bewehrten als auch unbewehrten Beton gemessen. Um detailliertere Erkenntnisse über die Materialabtragsvorgänge im bewehrten und unbewehrten Bereich zu erlangen, wurden neben den Kernbohrversuchen auch Versuche mit einzelnen Segmenten durchgeführt. Hierzu wurde ein einzelnes Segment an einer Werkzeugaufnahme befestigt, die in eine Werkzeugmaschine (Fa. Chiron-Werke, Typ FZ12 S) eingesetzt werden konnte. Anders als bei den Versuchen mit dem
Industrieroboter erfolgten die Versuche weggeregelt, d. h. unter Vorgabe einer definierten Vorschubgeschwindigkeit und bei geringen Bohrtiefen, sodass nur ein vernachlässigbar kleiner Verschleiß an den Segmenten auftrat. Zur Prozessbeurteilung wurden die Normal- und Tangentialkräfte analysiert und die erzeugten Ritzspuren untersucht. Verwendung fanden bei beiden Versuchsmethodiken Segmente, bestehend aus Diamanten der Fa. Element Six (Syngrit SDB1055) und einer Bindung der Fa. Dr. Fritsch (Diabase-V21), die am Lehrstuhl für Werkstofftechnologie unter Leitung von Professor W. Tillmann der TU Dortmund hergestellt wurden, siehe Bild 2. Getestet wurde die Korngröße dk = 40/50 mesh bei drei unterschiedlichen Kornkonzentrationen (c1 = C8, c2 = C20 und c3 = C40). Der Außendurchmesser der Werkzeuge betrug d = 102 mm. Die Versuche wurden auf
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einem hochfesten Stahlbeton der Festigkeitsklasse C100 mit Zuschlag aus Basalt durchgeführt.
Untersuchungsergebnisse In Bild 3 sind die bei den Kernbohrversuchen gemessenen Werte für die Wirkleistung und die erzielten Vorschubgeschwindigkeiten vf,e dargestellt. Im unbewehrten Beton bewegen sich die Werte der Wirkleistung auf einem ähnlichen Niveau. Jedoch können mit einer Konzentration von c2 = C20 deutlich höhere Vorschubgeschwindigkeiten erzielt werden. Im bewehrten Bereich wird der Wert der Wirkleistung mit zunehmender Diamantkonzentration kleiner. Auch hier wird die höchste erzielte Vorschubgeschwindigkeit mit der mittleren Konzentrationseinstellung erreicht. In Bild 4 sind die gemessenen Prozesskräfte in
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Abhängigkeit der Diamantkonzentration dargestellt, wobei die in der Bewehrung auftretenden Normalkräfte bis zu ca. sechsmal größer sind als im Betonbereich. Sowohl für den Betonbereich als auch die Bewehrung zeigt sich, dass die Prozesskräfte mit zunehmender Diamantkonzentration kleiner werden. Die nähere Betrachtung der Schleifspuren im Betonbereich und in der Bewehrung weist auf unterschiedliche Vorgänge beim Materialabtrag hin, siehe Bild 5. Im Betonbereich zeigen die Schleifspuren keine ausgeprägten Spitzen und Riefen, sondern eine im Vergleich zur Bewehrung flache, mit wenigen, aber breiten Profilspitzen versehene gleichmäßige Schleifspur. Im Bewehrungsbereich liegen dagegen deutliche Riefen und Spitzen vor. Mit zunehmender Konzentration nimmt die Höhe dieser Profilspitzen ab und es bildet sich wie im
Betonbereich ein Profil mit vielen kleinen gleichmäßig verteilten Riefen und Spitzen über der Spurbreite aus.
Ergebnisdiskussion Bei den durchgeführten Kernbohrversuchen zeigen sich zwei Effekte, die unter anderem durch die Ergebnisse bei den Einzelsegmentversuchen erklärt werden können. Zum einen verursacht eine zu geringe Diamantkonzentration einen Kontakt zwischen der metallischen Bindung und dem Stahlbeton, der anhand der Schleifspuren für c1 in Bild 4 und der höchsten Prozesskräfte in Bild 3 erkennbar ist. Die zu geringe Anzahl an Diamantkörnern führt zu Reibungsvorgängen zwischen der Segmentbindung und insbesondere der Bewehrung,
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Versuchsaufbauten.
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Eingesetzte Werkzeuge und verwendeter Beton.
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Ergebnisse beim Diamantbohren – Leistung und erzielte Vorschubgeschwindigkeit.
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schungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 823 „Statistik nichtlinearer dynamischer Prozesse“ Teilprojekt B4.
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die zum Anstieg der Wirkleistung sowie zu einer Absenkung der erzielbaren Vorschubgeschwindigkeit beim Kernbohren führen. Zum anderen führt eine zu hohe Konzentration dazu, dass zu viele aktive Schneidkörner vorliegen, wodurch die Spanungstiefe am Einzelkorn so klein wird, dass kein effizienter Materialabtrag in der metallischen Bewehrung erzielt werden kann und die Bohrkrone beim kraftgeregelten Bohren stumpf wird, da die Diamantkörner unerwünschte Verschleißformen aufweisen und verrunden. Dies ist ursächlich für eine unzureichende Selbstschärfung der Bohrkrone, die eine Verringerung der erzielbaren Vorschubgeschwindigkeit bei steigender Wirkleistung verursacht. Da bei den Einzelsegmentversuchen die Versuche bewusst unter Vernachlässigung des Verschleißes durchgeführt wurden, kann der Einfluss der Selbstschärfung hierbei nicht analysiert werden.
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Zusammenfassung & Fazit Bei den durchgeführten Untersuchungen zeigte sich ein signifikanter Einfluss der Diamantkonzentration auf den Bohrprozess, sowohl in Bohr- als auch Einzelsegmentversuchen. Im Rahmen der durchgeführten Tests wurde das Optimum bei der mittleren Einstellung der Kornkonzentration festgestellt. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass bei der Bearbeitung von Beton mit einem hohen Anteil von Bewehrungseisen eine mittlere bis höhere Diamantkonzentration von Vorteil sein kann, damit eine ausreichende Anzahl an Schneidkörnern zur Zerspanung des metallischen Bewehrungsmaterials vorliegt.
Danksagung Die Autoren danken für die Förderung des Projektes durch die Deutsche For-
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Ergebnisse bei Einzelsegmentversuchen – Prozesskräfte.
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Ergebnisse bei Einzelsegmentversuchen – Schleifspurgrund.
INFO Autoren: Professor Dr.-Ing. Dirk Biermann, Dipl.-Ing. Michael Kansteiner Kontaktdaten: Technische Universität Dortmund Institut für Spanende Fertigung Professor Dr.-Ing. Dirk Biermann Baroper Straße 303 44227 Dortmund Tel. 0231 755-2782 Weitere Informationen und Ansprechpartner unter: www.isf.de
www.jager.de
TECHNIK
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BODENSCHLEIFEN Ein-, Drei- oder Vierscheiben-Betonschleifmaschine
Für Betriebe, die die Sanierung von Altuntergründen, Untergrundvorbereitung oder Entschichtungsarbeiten anbieten oder anbieten wollen, stellt sich früher oder später oft die Frage nach der Anschaffung der „richtigen“ Bodenschleifmaschine. Mit der Beantwortung dieser Frage geht auch immer die Betrachtung einher, welche verschiedenen Schleifmaschinentypen es gibt und welcher Typ Schleifmaschine für welche Aufgaben und Anforderungen der richtige ist. Betonschleifmaschinen sind die Spezialisten für die Untergrundvorbereitung und Entschichtung. Sie sind kompakte Schleifmaschinen mit direktem Antrieb und einem Einsatzgewicht von ca. 50 kg bis 80 kg, die sich vor allem durch eine hohe Drehzahl von meist mehr als 1 250 U/min auszeichnen. Die Maschinen dieser Klasse verfügen über einen kraftvollen Antrieb mit 230 V und vereinzelt auch mit 380 V. Die Arbeit mit solchen Geräten ist durch Druck und Drehzahl effektiver und kosteneffizienter als mit einer
Einscheiber: MKS Cleanstar
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„herkömmlichen“ Einscheibenmaschine. Mit den richtigen Diamantwerkzeugen und modernen PKD-Werkzeugen eignen sich Betonschleifmaschinen perfekt für die Untergrundvorbereitung und/oder Entschichtung. Der Handwerker erhält relativ problemlos einen normgerecht vorbereiteten, mineralisch sauberen Untergrund, der ideal für einen neuen Bodenaufbau ist. Durch die Arbeitsgeschwindigkeit und die Kompaktheit empfiehlt sich dieser Maschinentyp hervorragend für Flächengrößen von 20 m² bis hin zu 100 m².
400 U/min drehen sie eher langsam. Die Maschinen dieses Typs können verschiedene Werkzeugteller wie Grobschliffteller für Diamantwerkzeuge, Moosgummiteller für Widia-Split-Scheiben, Mehrscheibenaggregate, Bürsten, Padtreiber etc. aufnehmen. Damit können sie z. B. für leichte Untergrundvorbereitung, Grundreinigung und Einpflege oder auch den An- und Zwischenschliff eingesetzt werden. Üblicherweise findet man diesen Maschinentyp auf kleineren Flächen, wie sie z. B. für den Wohnungsbau typisch sind.
Eine Scheibe – die Allrounder
Drei- und Vierscheiber
Einscheibenmaschinen sind die leichtesten und sicherlich am stärksten verbreiteten Schleifmaschinen. Die gängigsten Größen sind 380 mm (15“), 406 mm (16“) und 432 mm (17“). Einscheiber verfügen oft über Zusatzgewichte, mit denen man insgesamt auf ein Einsatzgewicht zwischen 35 kg und 70 kg kommt. Mit Drehzahlen von 140 U/min bis zu
Das sind Maschinen für die Bodenprofis. Sie eignen sich hauptsächlich für Bodenleger und speziell aufgestellte Dienstleister, die das Thema Schleiftechnik für die Untergrundvorbereitung möglichst effizient und professionell angehen wollen oder müssen. Die Maschinen verfügen über ein Getriebe, welches drei bzw. vier Antriebsteller mit relativ
Einscheiber: MKS Eraser
TECHNIK
Dreischeiber: MKS PDG 5000
Dreischeiber: MKS PDG 6000
hohem Drehmoment antreibt. Das Getriebe selber dreht sich dabei ebenfalls, bei Dreischeibenmaschinen in die entgegengesetzte Drehrichtung der kleineren Werkzeugteller (Planetenantrieb). Verglichen mit Einscheibern oder Betonschleifern führt der Planetenantrieb zusammen mit den typischen hohen Motorleistungen und einem teilweise beachtlichen Gewicht zu einer enormen
Flächenleistung. Dreischeibenschleifmaschinen gibt es in drei üblichen Größen für verschieden große Flächen. Die Klasse mit 40 cm bis 50 cm Arbeitsbreite, 2,2 kW bis 5,5 kW und bis zu 160 kg Gewicht ist auf kleinen bis mittleren Flächen zu Hause. Die Maschinen mit 50 cm bis 65 cm Arbeitsbreite werden mit bis zu 350 kg und 11 kW am effektivsten auf mittleren bis großen Flächen einge-
setzt. Maschinen mit 80 cm oder mehr Arbeitsbreite sind mit bis zu 15 kW und bis zu 650 kg auf sehr großen Flächen unterwegs. Drei- oder Vierscheiber aller Klassen werden neben der Untergrundvorbereitung für die unterschiedlichsten Aufgaben von der Naturstein-, Betonwerksteinund Terrazzo-Sanierung über die schleiftechnische Bearbeitung von Designestrichen und dekorativen Spachtelmassen bis hin zu „schweren“ Schleifund Entschichtungsarbeiten, z. B. in Industriehallen oder bei der Parkdecksanierung, eingesetzt.
INFO www.mks-funke.de
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ICS: PROBLEMLÖSER KETTENSÄGE Öffnungen bis 60 cm x 60 cm, kurze Schnitte mit Zugang nur von einer Seite, Balkonöffnungen von der Hebebühne, Eck-Aussparungen ohne Überschnitt – das sind die häufigsten Anwendungen der Diamantkettensägen mit Schnitttiefen von 30 cm, 40 cm, 50 cm und 60 cm. Die Weiterentwicklung der Diamantketten hat viele Dienstleister überzeugt, ihre alte Säge aus dem Regal zu nehmen und sich ein kostenloses Force4-Kettentestpaket aufbauen zu lassen. In der praktischen Schulung und Anwendung zeigen wir vom Hersteller, wie z. B. das Gewicht der Säge den Anwender ent-
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lastet und wie Schneidschlämme bis zu 80 % aufgefangen werden. Die Praxis beweist auch die Qualität der neusten Ketten mit geringer Kettendehnung (weniger Wasser), Optimierung durch fünf verschiedene Segmenttypen für Stahlbeton, Naturstein und Mauerwerk, längerer Lebensdauer und günstigem Einkauf. Interessant sind die Bauvorhaben mit kleinen Öffnungen, die in der Regel mit perforierten Kernbohrungen durchgeführt werden. Der erhebliche Zeiteinsatz mit Kernbohrungen inklusive Rüstzeiten lässt hier die Kettensäge wirtschaftlich arbeiten.
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Einstechen ohne Rückschlag – das Gewicht liegt im Schnitt.
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Öffnung in Stahlbeton – die Schnittzeit: 26 min.
INFO www.icsdiamondtools.com
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ICS entwickelt seit 25 Jahren erfolgreich die
Anzeige Diamant ICS Ketten Technologie und stellt nun die neuste Diamant Ketten Generation vor: Vergleich der Kette ™ Compare the size of FORCE4 imstandard Original: against chain Standard & ProForce (Both chains shown actual size)
Neuste Entwicklung: ProForce4 • Kosten um 30% reduziert • Bis zu 50% weniger Wasserkühlung • Höhere Schnittgeschwindigkeit bis zu 15% • Ketten Dehnung um 80% reduziert • 4 verschiedene Typen und Schnittiefen zur Auswahl
ICS bietet eine grosse Auswahl von ProForce Ketten und Schwerter 25cm 38cm
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75 JAHRE HILTI: BEREIT FÜR DIE ZUKUNFT Was vor 75 Jahren mit der Produktion von Motorenteilen in Schaan begann, ist heute ein angesehener Weltkonzern mit über 23 000 Mitarbeitenden in mehr als 120 Ländern. Eine Erfolgsgeschichte, die von Erneuerung und Wandel, aber auch von Beständigkeit und Kontinuität geprägt ist. Heute, im Jubiläumsjahr, fühlt sich das Unternehmen jünger und dynamischer denn je. Eine Garage im liechtensteinischen Schaan war 1941 die Keimzelle des heutigen Konzerns. Die Brüder Martin (1915–1997) und Eugen Hilti (1911– 1964) produzierten zunächst Motorenteile, Feuerzeuge und Küchenmixer. 1948 legte das Unternehmen mit dem Einstieg in die Bolzenschusstechnik die Basis für das heutige Produkt-Portfolio. Zugleich sicherte der Direktvertrieb dem Unternehmen einen „unmittelbaren Draht“ zum Kunden und damit einen bedeutsamen Marktvorteil. Bis heute ist das einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren des Unternehmens. 1960 wurde die Hilti Maschinenbau OHG in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Der bekannte „rote Koffer“ wurde für die Profis am Bau zum Symbol für hohe
Produktqualität, Innovation und herausragenden Service. Die Konzentration auf das Kerngeschäft steht seit jeher im Fokus. Schiere Größe und kurzfristige Profitmaximierung waren nie das Ziel, sondern nachhaltige Wertschaffung und finanzielle Stärke. Maßgeblich mitgeprägt hat das Prof. Dr. h. c. Martin Hilti als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Unternehmens, der bis ins hohe Alter aktiv im Unternehmen tätig war. Sein Sohn Michael Hilti, der 1990 den Posten des CEO übernahm und später 13 Jahre als Verwaltungsratspräsident tätig war, ist heute noch Mitglied im Verwaltungsrat, Trustee des Martin Hilti Familien Trusts sowie Mitglied des Stiftungsrats der Hilti Foundation. Bereits 1980 entschloss sich die Familie Hilti zu einem gemeinsamen Erbverzicht und gründete einen Familientrust mit dem Ziel, die Sicherung und Unabhängigkeit des Unternehmens zu gewährleisten. Schon immer haben die Mitarbeitenden bei Hilti eine besondere Rolle gespielt. Frühzeitig wurde weltweit eine einheitliche Unternehmenskultur etabliert, bei der im Kern die Verknüpfung persönlicher Entwicklungsziele mit denen des Unternehmens steht. Das Engagement für Unternehmenskultur und die klare Botschaft, dass diese für ausnahmslos alle Mitarbeitenden im Unternehmen gilt, wird durch eine Vielzahl an Aus-
In diesem Gebäude in Schaan gründeten die Brüder Eugen und Martin Hilti 1941 die Hilti Maschinenbau OHG.
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zeichnungen und weltweiten Top-Platzierungen bei Arbeitgeberbewertungen regelmäßig bestätigt. Heute steht Hilti auf soliden Füssen. Michael Hilti blickt daher positiv nach vorne: „Wir sind auf allen Ebenen gut aufgestellt, um auch zukünftig erfolgreich zu sein. Wir sind nahe bei unseren Kunden, hoch innovativ und unsere Angebote sind erstklassig. Wir haben eine auf nachhaltige Wertgenerierung ausgerichtete Strategie sowie eine solide Eignerstruktur. Aber vor allem haben wir ein hoch professionelles weltweites Team, das mit viel Energie den Unternehmenserfolg sicherstellt.“
Michael Hilti (r.) mit BETONBOHRER-Redakteur Hans Wagener auf der Bauma 2016.
Im Jahr 2016 erhielt das neu eröffnete Verwaltungsgebäude in Schaan eine neue Fassade.
BRANCHENNEWS
HILTI ERHÄLT RED DOT AWARD Zur Preisverleihung des „Red Dot Awards: Product Design 2016“ in Essen erhielt Hilti mehrere Auszeichnungen für Produktneuheiten. Einen Designpreis vergaben die 41 internationalen Experten der Red-DotJury an das Akku-Befestigungsgerät BX 3-ME. Dabei handelt es sich um das erste Gerät seiner Kategorie, das ausreichend Energie erzeugt für das Setzen von Bolzen und Nägeln auf harten Untergründen wie Beton oder Stahl. Der Anwender profitiert von höherem Komfort, weniger Lärm, geringerem Rückstoß und staubfreiem Arbeiten. Ein weiterer Award ging an das Laser-Distanzmessgerät PD-C, mit dem sich die Ergebnisse als Bericht oder in einem Bild dokumentieren lassen. Zudem kön-
nen verschiedene Berechnungen durchgeführt und ganze Projektdateien auf Computer, Tablets oder Smartphones exportiert werden. Die dritte Auszeichnung vergab die Jury an die Akku-Bohrschrauber SF 8M-A22 und SF 10W-A22, die mit einem Viergang-Vollmetallgetriebe und einem optimalen Drehmoment für Bohr- und Schraubarbeiten in Metall und Holz punkten. Insgesamt wurden für den „Red Dot Award: Product Design 2016“-Wettbewerb 5200 Beiträge von Teilnehmern aus 57 Ländern eingereicht. Die Produkte wurden von der Jury unter anderem nach Innovationsgrad, formaler Qualität, Funktionalität und ökologischer Verträglichkeit beurteilt.
INFO www.hilti.de
Neue Hilti-Geräte mit Red-Dot-Auszeichnung:
Akku-Befestigungsgerät BX 3-ME
Akku-Bohrschrauber SF 10W-A22
Laser-Distanzmessgerät PD-C
Akku-Bohrschrauber SF 8M-A22
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HILTI ON!TRACK: INNOVATION ALS WETTBEWERBSVORTEIL 01
für seine Baustellen und in seinem Lager verwaltet.
Spezialist für Kniffliges
Hochspezialisierte Dienstleister von Betonbearbeitung wie der Familienbetrieb Bierfreund aus dem hessischen OberRamstadt müssen auf eine umfangreiche und technologisch führende technische Ausstattung zurückgreifen, um die anspruchsvollen Kundenwünsche wirtschaftlich zu erfüllen. Geschäftsführer Mario Bierfreund hat zur Verwaltung dieser Ausstattung seit Beginn dieses Jahres als einer der Ersten in der Branche die Betriebsmittelverwaltung ON!Track von Hilti im Einsatz, die ihm stets einen umfassenden Überblick über seine Betriebsmittel ermöglicht. Spricht man von Innovation, so kann das viele Facetten haben: technischer Fortschritt, neue Herangehensweisen an Aufgabenstellungen, neue Strukturen im Unternehmen. Für Mario Bierfreund, Geschäftsführer von Bierfreund Beton-Bearbeitung in der zweiten Generation, gehört Innovation zur Firmenphilosophie. So arbeiten die zwölf Monteure von Bierfreund mit einem Gerätepark auf dem neuesten Stand der Technik und hinsichtlich der Betriebsführung und der internen Prozesse setzt Mario Bierfreund auf digitale Lösungen, um größtmögliche Effizienz zu erreichen. Der junge Unternehmer, den wir bereits in unserer letzten Ausgabe mit einem Interview vorgestellt haben, sieht Innovation in der Betriebsführung und Verwaltung nicht nur als Kernbestandteil seiner Arbeit, sondern gleichzeitig als Wettbewerbsvorteil. Im Zuge dessen hat der Betonsägedienstleister in seinem Betrieb eine cloud-basierte Software implementiert, mit der er herstellerunabhängig sämtliche Betriebsmittel
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Bei Bierfreund Beton-Bearbeitung hat man sich seit der Firmenübergabe vom Vater an den Sohn im Jahr 2000 auf besonders „knifflige“ Fälle spezialisiert und hat sich als Partner im Hoch- und Tiefbau für den Spezialabbruch mit Diamanttechnik etabliert. Als studierter Bauingenieur bietet Mario Bierfreund daher gemeinsam mit einem weiteren Bauleiter eine hohe Beratungsqualität, die sich besonders dann auszahlt, wenn die Auftraggeber Dienstleistungen über die Diamanttechnik hinaus benötigen oder auch die Rahmenbedingungen eine gewöhnliche Betonbearbeitung erschweren. So hat Bierfreund beispielsweise kürzlich einen Luftbalken in der Fassade des Gebäudes der Feuerwehr von Frankfurt am Main entfernt oder an der Deutschen Börse die Wand eines Tresorraums rückgebaut. Besonders behutsam mussten die Diamant-Spezialisten bei einem Auftrag des Landesamts für Denkmalpflege in Ulm vorgehen: Hier sollte Bierfreund ein Stück der mittelalterlichen Stadtmauer mit der Wandsäge abtragen, das nach dem Aushub der dort eigentlich vorgesehenen Tiefgarage wieder in dem Neubau ausgestellt wird und deshalb nicht zerstört werden durfte.
Auf Nummer sicher „Wir erledigen den Großteil unserer Aufträge mit eigenen Maschinen, denn es ist wichtig, gerade in beispielsweise he-
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rausfordernden Situationen im Innenausbau gut gerüstet zu sein und auch Auftragsspitzen abfangen zu können. Deshalb halte ich einige Geräte mehrfach vor, was mir zwar mehr Sicherheit gibt, aber es gleichzeitig erschwert, den Überblick zu behalten“, erläutert Bierfreund. Deshalb hat er bereits vor sieben Jahren sein Team um Jörg Menger, einen erfahrenen Lageristen, verstärkt, sein Lager strukturiert und gesichert. Die Betriebsmittel wurden nach einem internen Nummernsystem zugeordnet und deren Entnahme in einer handschriftlichen Liste chronologisch erfasst – doch das war für Mario Bierfreund schon bald nicht mehr zeitgemäß. „Ich habe mir schon oft gedacht, dass sich die Geräte eigentlich selbst erfassen müssten, wenn sie unser Lager verlassen – auch um meine Mitarbeiter in verwaltenden Tätigkeiten zu entlasten und die Gefahr von menschlichen Fehlern und liegen gelassenem Material auf der Baustelle zu minimieren“, erklärt der Betonbearbeiter seine Vision. Die ON!Track-Software von Hilti kommt dem schon ziemlich nahe: „Als mein Hilti-Verkaufsleiter mir von einer neuen Software erzählt hat, mit der ich auf einen Blick sehe, wo sich welches Betriebsmittel befindet, deckte sich das ziemlich mit meinen eigenen Bestrebungen, mir mehr Überblick zu verschaffen. Es war klar, dass ich ON!Track in meinem Betrieb implementieren möchte, denn wenn meine Mitarbeiter und ich nicht mehr nach den einzelnen Geräten fahnden müssen, spart uns das enorm Zeit ein“, so Bierfreund.
In der Daten-Cloud Die Erfassung der einzelnen Geräte geht zwar (noch) nicht von selbst, aber der Lagerist Menger bucht alle Betriebsmittel an eigenen Etiketten mit einem RFID-Scanner, bevor sie auf die Baustelle gehen und wenn sie wieder zurück ins Lager kommen. Bierfreund hat in der Software insgesamt fünf verantwortliche Mitarbeiter wie den Lageristen, den Bauleiter und
BRANCHENNEWS
Von manuell zu automatisch 03
die Büroassistentinnen definiert, die als registrierte Nutzer diese Daten dann rund um die Uhr ortsunabhängig abrufen können. Das Baustellen-Personal kann über einen Monitor im Lager die Software einsehen, jedoch keine Buchungen vornehmen. Im Vorfeld ist dafür eine umfassende Implementierung nötig, die bei Bierfreund im Januar 2016 stattgefunden hat. Mit Unterstützung des Hilti-ON!Track-Spezialisten und des vertrauten Verkaufsleiters erfassten Mario Bierfreund und Jörg Menger in zwei Tagen den Großteil der Betriebsmittel und führen diese Implementierung seither beständig fort. „Mittlerweile haben wir schon an die 600 Werkzeuge und Verbrauchsmaterialien im System und es macht sich schon jetzt für mich bezahlt: Gerade beim Verbrauchsmaterial wie Klebebändern oder Asbestsäcken kann ich über ON!Track eine Dokumentation erstellen, wie viel beispielsweise davon verbraucht wurde oder wie das Verhältnis von Verbrauch zu Umsatz ist. Das ist enorm hilfreich bei der Kalkulation und stärkt meine Position im Einkauf“, freut sich Mario Bierfreund. Den Hauptvorteil der cloud-basierten Hilti-Betriebsmittelverwaltung sieht Bierfreund allerdings im schnellen Überblick, denn sämtliche Daten werden zentral, sicher und synchron gespeichert: „Oft bekommen wir von der Baustelle die Anfrage nach einer Bohrkrone in einem speziellen Durchmesser oder nach Sägeblättern in einer bestimmten Blattgröße. Hier mussten wir uns bisher erst mal auf die Suche machen, unsere Assistentin im Büro ist rüber ins Lager gelaufen, um nachzusehen, und das alles dauerte seine Zeit. Jetzt genügt ein Blick in den Rechner und wir wissen sofort über die Verfügbarkeit unseres Materials Bescheid.“
Und gerade der Faktor Zeit ist in der Spezialdienstleistung des Betonbohrens und -sägens ungeheuer wichtig. „Ich kann mir den Stillstand auf der Baustelle durch den Ausfall eines Gerätes, oder weil meine Mitarbeiter nach einer bestimmten Bohrkrone suchen müssen, schlicht nicht leisten. Meine Kunden erwarten eine schnelle und zuverlässige Erledigung ihrer Spezialaufträge und das bekommen sie bei mir auch garantiert“, führt Mario Bierfreund aus. Für den Unternehmer ist die Investition in moderne Ausstattung und Software zwingend notwendig, um seiner Philosophie von Flexibilität und Zuverlässigkeit gerecht zu werden. Seine Leidenschaft für Innovationen und Weiterentwicklung teilt er mit dem Anbieter Hilti – nicht nur was neue Generationen von Geräten aus der Diamanttechnik betrifft, sondern natürlich auch hinsichtlich kontinuierlicher Updates der ON!Track-Software. Als Direktvertriebsunternehmen arbeitet Hilti dazu eng mit Kunden wie Mario Bierfreund zusammen, sodass seine Vision einer automatischen Erfassung der Betriebsmittel in Echtzeit eines Tages vielleicht Wirklichkeit werden wird. Der Schwerpunkt der Weiterentwicklung von ON!Track liegt derzeit aber an der Schnittstellenkompatibilität zu anderen Handwerker-Programmen, um die Materialverwaltung mit anderen Bereichen der Verwaltung, wie z. B. der Buchhaltung, stärker zu verlinken.
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Mario Bierfreund verwaltet die Betriebsmittel seiner Firma über die Hilti-Software ON!Track und kann durch die erhöhte Transparenz effizienter arbeiten.
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Mit einem RFID-Scanner wird z. B. eine Bohrkrone über einen Barcode in ON!Track aus dem Bestand ausgebucht und kann auf die Baustelle transportiert werden.
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Beim Verbrauchsmaterial wie Asbestsäcken wird die benötigte Menge über einen Barcode am Regal ausgebucht. Die Software erstellt beispielsweise eine Dokumentation, welche Menge im Laufe des Geschäftsjahres verbraucht wurde, und erleichtert damit die Kalkulation.
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Im Lager der Bierfreund Beton-Bearbeitung können die Mitarbeiter am PC über die Hilti-Software den Verbleib bestimmter Geräte überprüfen und nach Betriebsmitteln suchen.
INFO www.hilti.de
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CONCEPT CUTTING: SOLIDER SCHWEIZER MASCHINENBAU ohne dass das Fahrzeug bewegt wird – beträgt 6 m. Die Rotation des Schneidkopfes: 220 °. In dieser Lkw-Konstellation ist, neben der Hydraulikeinheit, auch ein Stromaggregat und ein Wassertank mit 1200 l integriert. Auf Wunsch wird diese Spezialkonstruktion auch an einem Kundenfahrzeug installiert.
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Kotkurb VH28 Diese Säge ist auf einem Unimog montiert und ist speziell für die Sanierung in Tunnelbauwerken gedacht. Sie erlaubt Schnitte bis in 8 m Höhe und es können Sägeblätter bis zu einem Durchmesser von 2 500 mm aufgespannt werden. Damit werden Schnitttiefen bis 1,15 m erreicht.
Mecalac Ähnlich wie die Unimogsäge kann dieser Typ auch an Baggerfahrzeugen wie einem Mecalac montiert werden.
Tripode Diese Rundsäge kann in jedem Rundelement mit 2 m bis 3 m Durchmesser, z. B. in kleinen Tunneln, Rohrleitungen oder ähnlich, hydraulisch oder pneumatisch verspannt werden und von der Innenseite bis 50 cm tief Beton- oder Mauerwerkswandungen schneiden.
Mammouth Die Schweizer Maschinenbaufirma Concept Cutting GmbH aus Attalens in der Westschweiz konstruiert und baut spezielle Betonsägen für den Hoch-, Tiefund Tunnelbau. Die Firma wurde von Jean-Claude Sudan und Jérôme Pochon gegründet. J.-C. Sudan betreibt auch den Dienstleistungsbetrieb J.-C. S. Sciage SA am gleichen Ort. „Diese Spezialsägen sind hervorragend für das Sägen von Bordsteinen, Stützmauern, Spritzbeton, Kanälen in Tunneln usw. vor allem deshalb, da mit ih-
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nen auch in großen Höhen ohne Gerüst gearbeitet werden kann und sie durch das jeweilige Trägerfahrzeug autonom mit Hydraulik und Wasser betrieben werden können“, so der Firmenchef.
Kotkurb 220S Mit diesem Gerät, hier auf einem Scania-Lkw montiert, lassen sich schnell und wirtschaftlich Bordsteine, Leitplankenfundamente, Stützmauern etc. waagerecht und senkrecht bis in 70 cm Tiefe abschneiden. Die Schneidlänge –
Die Mammouth genannte Säge ist wie die Kotkurb 220S auf einem Scania-Lkw montiert und kann bis in 8 m Höhe Schnitte ausführen. Bei dem Tunnelprojekt auf Seite 31 in dieser Ausgabe wird diese Spezialsäge ausführlich vorgestellt.
JCS <> Stop Nicht zum Sägen, aber zum Bohren ist dieses nützliche Zubehör gedacht: Der JCS<>Stop verhindert das Herausfallen des Bohrkerns aus der Bohrkrone bei Decken- oder Wandbohrungen.
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Tunneleinsatz mit der Kotkurb VH28.
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Kotkurb 220S auf dem Messestand.
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Kotkurb VH28 bei Tunnelarbeiten.
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Sägt bis in 8 m Höhe: Mecalac.
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Rundsäge Tripode.
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JCS<>Stop hält den Bohrkern in der Krone.
INFO www.concept-cutting.com www.sciage-forage-beton.ch
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WEKA: KERNBOHRMASCHINEN DK42 E UND DK52 E WEKA DK52 E.
Benutzer noch anwenderfreundlicher zu gestalten, wurden die DK42 E und DK52 E entwickelt. Diese entsprechen im Wesentlichen den Vorgängermodellen, allerdings wurde die Maschine mit einer raffinierten Motorelektronik versehen.
Tastatur und LED-Anzeige
Die WEKA-Diamantkernbohrmaschinen DK42 und DK52 werden seit vielen Jahren von Bohrbetrieben in aller Welt erfolgreich eingesetzt. Insbesondere der leistungsstarke Drehstrommotor in Kombination mit einem einfachen Aufbau der Maschine, was sich in einer hohen Zuverlässigkeit und einem geringen Serviceaufwand widerspiegelt, sind wesentliche Merkmale dieser Typenreihe. Um die Kernbohrmaschinen für den
Die DK42 E und DK52 E verfügen über eine robuste Folientastatur zum Starten und Stoppen der Maschine. Über LEDs werden dem Anwender folgende Informationen angezeigt: • Phasenrichtung – d. h., die Maschine läuft nur in der vorgesehenen Drehrichtung. Dadurch werden Störungen und Unfälle durch eine falsche Drehrichtung und dadurch unbeabsichtigtes Losdrehen des Werkzeugs vermieden. • Phasenausfall – fällt eine Phase aus, kann die Maschine nicht mehr eingeschaltet werden bzw. sie schaltet ab, wenn eine Phase während des Betriebs ausfällt. • Belastung – durch drei LEDs wird dem Anwender die Belastung der Maschine angezeigt. Leuchten alle drei LEDs rot, ist Volllast erreicht, blinken die drei LEDs, ist die Maschine bereits um 50 % überlastet und schaltet dann nach ca. fünf Sekunden ab.
DK52 E – Tastatur und LED-Anzeige.
Sanftanlauf In die DK42 E und DK52 E ist ein elektronischer Sanftanlauf integriert, der den ruckartigen Start des Drehstrommotors unterbindet. Hierdurch werden die mechanischen Bauteile der Kernbohrmaschine als auch des Kernbohrständers beim Starten geschont. Weiterhin wird vermieden, dass bei großen Bohrwerkzeugen der Bohrständer durch den starken Anlaufruck die gewünschte Position verändert.
Motorschutz Durch die neu entwickelte Motorelektronik kann die Überlastung der Maschine so weit vermieden werden, dass keine nennenswerten Schäden am Motor oder Getriebe entstehen.
Wechsel der Drehrichtung Die Drehrichtung der Spindel kann bei den neuen Modellen DK42 E und DK52 E durch Umschalten im Phasenwenderstecker geändert werden, wenn die Kombination der Start- und Stop-Taste zusammen betätigt wird. Dadurch ist es möglich, die Spindel motorisch aus der Bohrkrone zu drehen.
Kabelgehäuse entfällt Bei den Modellen DK42 und DK52 ist ein Kabelgehäuse, welches im Netzkabel der Maschine integriert ist, erforderlich. Durch die neu entwickelte und in der Maschine integrierte Elektronik entfällt bei den neuen Modellen dieses Kabelgehäuse, wodurch eine einfachere Handhabung ermöglicht wird.
INFO www.weka-elektrowerkzeuge.de
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TYROLIT: ZWEI NEUE HANDSÄGEN FÜR DEN PROFI • Elektromotor mit 2,8 kW und vollintegrierter Elektronik. • Geeignet für Nass- und Trockenschnitte. • Der integrierte Staubsaugeranschluss ermöglicht ein sauberes Arbeiten im Innen- und Außenbereich.
Ringsäge HRE400***
TYROLIT bietet seinen Kunden zwei neue Handsägen, die den Profi-Anwender aufgrund ihrer technischen Features und des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses überzeugen. Zusätzlich bestechen die neue Ringsäge HRE400*** und die neue Handsäge HBE350*** durch ihr geringes Gewicht und ihre Handlichkeit.
Ringsäge HRE400*** Die neue Ringsäge HRE400*** (Hand Saw Ring Electric) ist speziell auf die Anforderungen der Betonbohr- und -sägebetriebe abgestimmt. Die Besonderheit ist die Schnitttiefe von 317 mm. Damit ist sie die perfekte Ergänzung zur Wandsäge und die aktuellste TYROLITMethode für das Schneiden perfekter Ecken ohne Überschnitte. Aufgrund der außer Konkurrenz stehenden Schnitttiefe meistert sie perfekt kleinere Ausschnitte wie zum Beispiel Fenster. Dank der kompakten Bauweise mit intelligenter Gewichtsverteilung ist sie mit 10 kg Gewicht spürbar leichter als vergleich-
Die Handsäge HBE350*** wurde speziell für universelle Schneidanwendungen im Hoch- und Tiefbau konzipiert, wie beispielsweise zum Trennen von Naturstein, Ziegel und Beton. Auch kleinere Wandausschnitte für Installationen und Schlitzen von Ausgleichsfugen meistert sie perfekt. Aufgrund der kompakten Bauweise hat diese leistungsstarke und dennoch ergonomische Handsäge nur 7,9 kg Gewicht. Damit ist sie ebenfalls leichter als vergleichbare Modelle am Markt. Diese zwei Handsägen sind ab jetzt über die TYROLIT-Vertriebsgesellschaften erhältlich.
bare Modelle und gut ausbalanciert für den universellen Einsatz am Bau. Ausgestattet ist die Ringsäge mit dem 3,1 kW starken Elektromotor mit vollintegrierter Elektronik, sodass keine weitere Ausrüstung benötigt wird. Dadurch ist die HRE400*** leicht und handlich und schont den Rücken der Anwender. Dank des patentierten Antriebsrollensystems wird die Kraft optimal übertragen. Diese Kraftübertragung wird bei erhöhtem Druck sogar noch effektiver und vermeidet den Schlupfeffekt.
Handsäge HBE350*** Handsäge HBE350***
Die neue Allrounderin von TYROLIT ist die Handsäge HBE350*** (Hand Saw Blade Electric). Sie überzeugt durch ihre optimale Kombination aus geringem Gewicht, vielseitiger Anwendung und einer leichten Handhabung. Ihre Features im Fokus: • Mit einem Sägeblatt von 355 mm Durchmesser kann eine Schnitttiefe bis 125 mm erreicht werden.
INFO www.tyrolit.com
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ECHIDNA-ANBAUGERÄTE 01
Die holländische Firma ARVI ist Importeur und Händler von Echidna-Anbaugeräten. Unter anderem entwickelt und produziert Echidna verschiedene Diamantsägen, die als Anbaugeräte für kleine und große Bagger weltweit eingesetzt werden. Alle Sägen sind CE-geprüft und werden in Tschechien gebaut
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mit dem Anspruch hoher Qualität und langer Lebensdauer. Echidna ist in dieser speziellen Sparte ein echter Marktführer und hat ein wirksames Bremssystem entwickelt sowie eine doppelte Drehrichtung des Diamantsägeblattes. Die Säge, eigentlich entwickelt für die Bearbeitung von Fels,
Asphalt und Beton, funktioniert auch erfolgreich beim Einsatz in Stahl, GFK, Textil, Holz, Papier, Vlies, Teppichen oder Gummi. Echidna verfolgt auch weiterhin das Ziel, neue innovative Lösungen zu finden, die einen Beitrag zur Verbesserung des Produktionsprozesses liefern.
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Die Technik • verschiedene Modelle ffür Bagger von 1 t bis 100 t • schnell aktivierende Bremse • umkehrbare Drehrichtung • Drehzahl bis Maximum 4 800 rpm • doppelt drehbare Schutzhaube rund um das Blatt • einfacher Umbau vom Einzelzum Doppelblatt • Optionen: Rotator mit/ohne Tilt • integriertes Wasserkühlsystem • Railsystem/Schiene für horizontales/ vertikales Sägen • automatischer Vorschub mit Optimizer • Rotationssensor, Sägeautomatik • Sonderlösungen auf Anfrage
Die Anwendungen • Rückbau Betonkonstruktionen • Abbruch Fundamente und Schornsteine • Sägearbeiten im Spezialtiefbau • Sägen von Schlitzen im Bereich Tunnelbau/Bergbau
• Entkernung und nuklearer Abbau mit Roboter • Zerlegung Rotorblätter und GFK-Teile • Zerlegung Flugzeuge • Gewinnung von Naturstein und Fels • Fugenschneiden mit Bagger • Entsorgung Teppichrollen/ Papierrollen • Entsorgung Gummiförderbänder • Recycling Schrott/Wärmetauscher
Aktueller Einsatz In Wiesbaden wird derzeit das R+VHochhaus abgebrochen. Die Firma Zeller-Abbruch aus Offenbach hat die nicht leichte Aufgabe, am sensiblen Kureck das 70 m hohe Gebäude mit 19 Obergeschossen und rund 40 000 m³ umbautem Raum schonend abzubrechen. Die Obergeschosse des Bauwerks werden durch den Einsatz von funkferngesteuerten Elektrobaggern etagenweise zurückgebaut. Hierzu sind etwa 15 Mitarbeiter im Einsatz, die Bauteile abbrechen, nach un-
ten befördern und zerkleinern sowie die Fassade zurückbauen. Die Abbrucharbeiten starteten im Juni 2016 und werden bis zum Winter andauern. Auch hier werden erfolgreich EchidnaAnbaugeräte eingesetzt.
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Hoch über Wiesbaden – Rückbau des R+V-Hochhauses.
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Anbausägen für große ...
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... und kleine Bagger.
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Die Säge schneidet durch die Betonwand.
INFO www.arvi-demolitiontools.com www.zeller-abbruch.de
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DAS BESONDERE DIAMANTSEGMENT: GOLDSCHMIDT BD 2 Der ausgebohrte Kern aus Stahl.
Dass ein Diamantbohrkronen-Segment nicht an starken Armierungen scheitert, bewies es während einer Kernbohrung der etwas anderen Art: Es galt nicht Beton zu bohren, sondern Stahl.
Die Vorgabe Bohren von fünf Löchern mit 90 mm Durchmesser in einem Stahltank mit 10 mm starker Wandung.
• Keine Befestigungsmöglichkeit einer Ständer-Kernbohrmaschine, dadurch Bohren mit Freihand. • Die Führung erfolgte durch einen Flansch von 25 cm Tiefe und 95 mm Durchmesser. • Aufsetzen der Bohrkrone auf der unteren Schräge des Stahltanks. • Anzahl der Löcher: 5 Stück. • Durchmesser: 90 mm.
Eingesetztes Werkzeug Diamantbohrkrone der Firma Goldschmidt 90 mm Durchmesser, besetzt mit neun Segmenten der Type BD 2. Alle Bohrungen konnten mit einer Bohrkrone in einer extrem kurzen Zeit erledigt werden. Der Kunde war nach Ausführung der Arbeiten äußerst zufrieden. BD 2 – ein besonderes Segment für schwierige Einsätze und stärkste Armierungen.
Bohrungen in die Flansche des Stahltanks.
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Bohrkrone und Bohrkern.
INFO www.goldschmidt.de
Erfahrung &Qualität BRANCHENNEWS
Diamantwerkzeuge ► Wandsägen ► Fugenschneiden Beton & Asphalt
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BOHRZUBEHÖR VON ADNAN FIDAN Mit seiner Firma K50 innovation vertreibt Adnan Fidan weltweit sinnvolles Zubehör für den Bohr- und Sägeunternehmer. Sämtliche Werkzeuge werden aus dem laufenden Betrieb von einem Anwender entwickelt. Auf der Kölner Dombauhütte sorgte er jüngst für sprachlose Gesichter. Mal so eben 11 t zu heben, das brachte die Fachleute zum Staunen. Mit dem von ihm entwickelten und patentierten Betonanker ist es möglich, Steinblöcke von mehreren Tonnen zu heben, ohne sie durch eine beim Hineindrehen auftretende Spreizwirkung zu sprengen. Das erleichtert den Mitarbeitern der Dombauhütte die Arbeit ungemein, gilt es doch ständig, großformatige Natursteinblöcke in schwindelnde Höhen zu transportieren.
WSR schon fast Standard
MFP jetzt auch mit Vakuum
Die Wassersammelringe WSR von Adnan Fidan erleichtern schon seit geraumer Zeit den Bohr- und Sägebetrieben das saubere und effiziente Absaugen des Bohrwassers direkt an der Bohrstelle. Der selbst ansaugende Wassersammelring ist einfach und ohne zusätzlichen Aufwand zu montieren. Alle Bauteile, die Maschine und der Mitarbeiter werden geschützt. Durch das transparente Material erfolgt die Sichtkontrolle des Spülwassers. Für K50 innovation ist ein Topprodukt immer ein Ansporn für die nächste Entwicklung. Adnan Fidan, der Erfinder hinter allen Produkten, hat ein weiteres Highlight für den Dienstleister im Programm.
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Die Multibefestigungsplatte MFP macht es möglich, dass Kernbohrgeräte und Sägeschienen befestigt werden können, wo bisher entweder eine Befestigung nur mit einem erhöhten Aufwand oder unter Umständen auch gar nicht möglich war. Die Zeiten von Holzkeilen, Unterlegscheiben oder wackligen Konstruktionen sind unwiderruflich vorbei. Die Lösung ist da. Die MFP ist ganz neu auch als Vakuumversion verfügbar, ergänzt durch eine leistungsstarke und geräuscharme Vakuumpumpe. Der Vorteil der Standardversion wird ergänzt durch die Einsatzmöglichkeit der dübellosen Montage. Verwendbar je nach Anforderung auf der Baustelle. Auf der Internetseite des Unternehmens www.k50-online.de findet man Anwendungsvideos für die Multibefestigungsplatte und weitere hochinteressante Produkte.
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Adnan Fidan mit Sohn David vor dem Kölner Dom.
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Fidan erklärt die Montage des Betonankers.
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Multifunktionsplatte MFP im Einsatz an einem runden Kanalschacht.
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MFP befestigt auf bewehrter Deckenplatte.
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INFO www.k50-online.de
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HIDRALMAC EXPANDIERT MIT HAI-BIT-DIAMANTTECHNIK Die HIDRALMAC Europe GmbH mit Verkaufsbüros in Ennepetal und Gelsenkirchen vertritt in Europa den größten Hersteller für hydraulische Pressen, Schneide- und Biegemaschinen Südamerikas, die Firma HIDRALMAC Brasil. Hidralmac fertigt hochwertige Maschinen nach der deutschen Maschinenrichtlinie sowie nach EU-Standards und zeichnet sich insbesondere durch die anwenderorientierte Entwicklung leistungsfähiger Maschinen aus, von denen in Deutschland und dem europäischen Ausland bereits etliche Anlagen zur Zufriedenheit der Kunden im Einsatz sind. „Wir wollen mit innovativen technischen Produkten am Markt Zeichen setzen“, sagt der Geschäftsführer der HIDRALMAC Europe GmbH Werner Scholten, und aus diesem Grunde wurde das Unternehmen vor Kurzem um die Sparte Diamanttechnik mit den Produkten unter der Marke HAI-BIT Diamantwerkzeuge erweitert. Ein Team ausgewiesener Experten mit jahrzehntelanger Erfahrung aus den Bereichen der Schneid- und Bohrtechnik von Naturstein, Beton- und Stahlbeton sowie der Explorations-Bohrtechnik im Bergbau mittels Diamantwerkzeugen hat seine gebündelte Kompetenz in die Entwicklung einer neuen Generation von Diamantwerkzeugen eingebracht.
Hai-Bit-Technologie Hai-Bit-Diamantwerkzeuge sind das Ergebnis dieser Arbeit und basieren auf der Grundlage neuer Technologien in Verbindung mit optimierten Fertigungstechniken. Dieser neue Herstellprozess wurde in Deutschland entwickelt, die Produktion erfolgt ebenfalls in Deutschland.
3-D-Verteilung Die Hai-Bit-Technologie basiert auf einer nahezu perfekten Diamantverteilung auf und in dem Schneidelement. Vergleichbar mit der natürlichen Überdeckung der Haare auf der menschlichen Haut, setzt sich diese jedoch auch in der Tiefe fort. Die 3-D-Verteilung der Diamanten setzt sich innerhalb der durchgesinterten Schneidelemente fort. Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Diamant im Einsatz des Werkzeuges seine Höchstleistung liefert. Unabhängig davon, aus welcher Richtung die Diamanten während des Schneidevorgangs freigelegt werden, ist eine optimale Überdeckung der Schnittfläche durch die eingesetzten Diamanten durchgehend gewährleistet. Hai-Bit-Diamantwerkzeuge ermöglichen sehr schnelle Schneidvorgänge und
zeichnen sich durch hohe Schnittigkeit und gleichzeitig verlängerte Standzeit aus. Eine weitere Optimierung der Sintertechnologie wirkt sich kostengünstig auf den Herstellprozess der Diamantwerkzeuge aus und stellt für den Anwender einen nicht zu unterschätzenden Kosten-Nutzen-Faktor dar. Derzeit umfasst das Produktprogramm der HAI-BIT Diamantwerkzeuge Hochleistungs-Diamantbohrkronen, Hochleistungssegmente für Diamantbohrkronen sowie Diamantsägeseile für die verschiedensten Einsatzzwecke. „Für uns steht ein rundum zufriedener Kunde im Vordergrund“, sagt Verkaufsleiter Helmut Mücke, „und dazu gehören nicht nur attraktive Angebote, sondern ebenso eine fundierte anwendungstechnische Beratung sowie eine europaweite 24/7-Lieferbereitschaft.“
INFO www.hai-bit-diamantwerkzeuge.de
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auf Ihren Ersteinkauf! www.hai-bit-diamantwerkzeuge.de HIDRALMAC Europe GmbH Unternehmensbereich Diamanttechnik Scharpenberger Str. 96-98 | DE – 58256 Ennepetal T: +49 (0)70 209-88 00 38 43 | Fax: +49 (0) 209-88 00 38 4 M: 0159 04 51 99 08 | helmut.muecke@hai-bit-diamantwerkzeuge.de
Diamantsägeseile | Diamantbohrkronen Diamantbohrkronen-Segmente
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NORTON NIMBUS: MIT V-MAX 3 SEGMENTVERLUSTE NAHEZU AUSGESCHLOSSEN
Lasergeschweißte „iHD“-Segmente haben laut NORTON eine 60 % höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber herkömmlichen Segmenten.
Dank der NORTON-Technologie „iHD“ zur Herstellung von Diamantsegmenten macht NORTON NIMBUS aus dem Hause des Schleifmittelherstellers Saint-Gobain Abrasives das Sägen, Schneiden und Bohren in extrem harte sowie armierte Baumaterialien noch leistungsfähiger und profitabler. NORTON kündigt Werkzeuge an, die deutlich mehr Abtragsleistung bei schnelleren Schnittgeschwindigkeiten und längerer Standzeit realisieren als herkömmliche Tools. Ein Beispiel ist das Wandsägeblatt V-MAX 3, das laut NORTON dank iHD in einem noch breiteren Einsatzspektrum mit neuen Höchstleistungen und maximaler Geschwindigkeit sicher eingesetzt werden kann. Als schnellste und zuverlässigste Trennscheibe ihrer Art brachte NORTON NIMBUS das Wandsägeblatt V-MAX auf den Markt. Dabei steht V-MAX für maximale Geschwindigkeit (V), die dank der vielen konstruktiven Besonderheiten auch in härtesten Einsätzen sicher möglich ist. V-MAX hat unterschiedliche Segmentbreiten und optimierte Wasserwege. Durch die ausgeprägten Seitentaschen am Segment wird die Seitenreibung zum Material reduziert. Das bringt mehr Leistung auf die Segmentoberfläche. Holger Lenkeit, Business Development Manager für den Profibereich
bei Saint-Gobain Abrasives: „Die NORTON-Infiltrationstechnologie mit hoher Dichte (iHD) in Kombination mit dem patentierten Schweißprozess für Diamantscheiben ist eine der größten Errungenschaften der Diamantwerkzeug-Industrie. Das neue Verfahren bietet dem Kunden bisher unerreichte Leistung und maximale Sicherheit bei geringer Herstellungsenergie und größerer Auswahl an Segmentbauweisen. Das zeigt sich beispielsweise bei der 3. Generation der V-MAX-Reihe, der V-MAX 3, die es in Ausführungen von 600 mm bis 1 800 mm Durchmesser gibt.“ Infiltration ist das Herstellungsgeheimnis von iHD: Im Produktionsprozess werden die Segmentporen nach der Formung des Kernsegments mit einem speziellen Haftmittel infiltriert. Das Ergebnis ist ein Verbundmaterial mit sehr großer einheitlicher Dichte für robuste, verschleißresistente Sandwichsegmente, die laut NORTON quasi unzerbrechlich sind. Die Diamanten werden in diesem patentierten Prozess optimal eingebunden. Diese bessere Diamantkorn-Haltefähigkeit verhindert ein vorzeitiges Entlassen der Diamantkörner aus der Bindung, sodass sie besser ausgenutzt werden. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Zeitspanfläche, die Standfläche und -zeit aus. Holger Lenkeit: „Dank des Sandwichprinzips verschleißen die Segmente rechteckig und nicht halbrundförmig. Die äußeren Sandwichsegmentschichten haben eine höhere Diamantkonzentration als die Mittelschicht. Dadurch wird optimaler Segmentformverschleiß erzielt. Dieser geradlinige Formverschleiß begünstigt einen geraden Schnitt, eine geringere Segmentoberfläche, eine Reduzierung bzw. Vermeidung von Seitenkräften und natürlich eine bessere Diamantbelagsausnutzung.“ Lasergeschweißte iHD-Segmente haben laut NORTON eine 60 % höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber herkömmlichen Segmenten. Daraus resultieren auch eine gesteigerte Biegefestigkeit
sowie ein höherer Verbleib der Diamanten bei gleichbleibend stabiler Abnutzung des Segments über die gesamte Standzeit. Aufgrund der extremen Stabilität der iHD-Segmente schließt NORTON die gefürchteten Segmentverluste aus, was auch die Sicherheit für den Anwender deutlich steigert. Besonders positiv macht sich diese Eigenschaft bei härteren Materialien, beispielsweise bei harten Zuschlagstoffen und beim Trennen von Armierungseisen, bemerkbar. Die Schnittzeitersparnis durch die V-MAX 3 ist gerade bei diesen „Arbeitsbremsen“ enorm. Ein weiterer besonderer Vorteil: Der iHD-Herstellungsprozess ermöglicht viele unterschiedliche Segmentformen ohne Einschränkung im Design. Dadurch wird das Einsatzspektrum für verschiedene Baumaterialien signifikant erhöht, und dies bei sehr geringen effektiven Werkzeugkosten. Holger Lenkeit: „Aufgrund der vielen Vorteile hat die V-MAX 3 im Vergleich zu bisher schon sehr guten Wandsägeblättern eine deutlich längere Standzeit und lässt sich im Durchschnitt mit rund 30 % höherer Schnittgeschwindigkeit bei reduzierten Vibrationen und Druck bei gleichmäßigem, weichem Schnitt anwenderfreundlicher fahren. Die V-MAX 3 schneidet schnell und sicher auch die dicksten Armierungseisen in kürzester Zeit durch! Gerade hier unterscheidet sich dieses hochwertige Werkzeug von herkömmlichen Blättern aus dem Marktumfeld. Dank ihrer neuen Performance ist die V-MAX 3 das neue Flaggschiff der V-MAX-Reihe mit deutlich optimiertem Preis-Leistungs-Verhältnis.“
INFO www.construction.norton.eu
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HEGER EXCELLENT DIAMOND TOOLS wurden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Hersteller konzipiert und auf die Bedürfnisse von Heger abgestimmt. Wie bei den Diamantwerkzeugen gilt auch bei den Maschinen: Made in Germany – Klasse statt Masse!
Starke Partner
Der Neubau in Heitersheim.
Sechs Monate sind mittlerweile seit der Bauma in München vergangen. Noch elf Wochen und das Jahr 2016 gehört der Vergangenheit an. Heger blickt auf erfolgreiche Monate mit vielen Highlights zurück. Die Bauma ist als voller Erfolg zu werten. Bestehende Kundenbeziehungen wurden vertieft – viele neue Kontakte wurden geknüpft. Die im Vorfeld der Bauma bereits sorgfältig im Markt erprobten neuen Produkte fanden reges Interesse. Die Verstärkungen im Vertrieb und in der Produktion waren bereits nach kurzer Zeit voll integriert und sind eine Bereicherung für das gesamte Heger-Team.
Neue Produktentwicklungen Doch das Heger-Team lehnt sich nicht zurück und gibt sich nicht mit dem bereits Erreichten zufrieden. Unter
Heger Fugenschneidblätter.
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Berücksichtigung der jeweiligen Baustellenanforderungen wurde die Diamantbohrkronenlinie bereits um einige Spezifikationen erweitert. Ziel ist es, dem Kunden ein Optimum an Bohrleistung auf der Baustelle zu ermöglichen. An diesem Ziel wird das gesamte Heger-Team auch in Zukunft arbeiten und weitere Entwicklungen vorstellen. Die seit dem Spätsommer 2015 zur Verfügung stehenden neu konzipierten Fugenschneidblätter haben sich aufgrund der hervorragenden Leistung innerhalb kurzer Zeit im Markt etabliert. Bereits zur BeBoSa in Willingen Ende März 2017 wird Heger Weiterentwicklungen bei den Wandsägeblättern präsentieren. Um eine bedarfsorientierte Entwicklung zu garantieren, fließen die Erfahrungen, Wünsche und Anregungen unserer Kunden und deren Mitarbeiter in die laufenden Praxistests vollumfänglich ein. Die schon jetzt positiven Rückmeldungen von den Baustellen motivieren das gesamte Heger-Team. Um auch in Zukunft mit neuesten Technologien in der Diamantwerkzeugproduktion zu arbeiten, hat Heger in weitere Fertigungsmaschinen investiert. Die Maschinen
Wie bereits auf der Bauma 2016 vorgestellt, hat Heger mit Lissmac und Scanmaskin zwei starke Kooperationspartner gefunden. Die Firma Lissmac mit Sitz in Bad Wurzach bietet Kunden aus der Bau- und Industriebranche seit mehr als drei Jahrzehnten ein umfassendes Maschinenprogramm – vom kleinen Elektro-Fugenschneider bis zum sensorgesteuerten Hightechgerät sowie zu Filterpressen. Beratung und Verkauf erfolgt nun auch über Heger. Und die Kombination aus Heger-Diamantwerkzeugen und Lissmac-Maschinen bietet dem Profi-Anwender viele Vorteile für eine optimale Baustellenabwicklung. Ein weiterer Partner ist Profi im Anwendungsbereich Schleifen: Scanmaskin AB fertigt in Schweden in der Nähe von Göteborg Schleif- und Poliermaschinen für die Oberflächenbearbeitung sowie Staubfilteranlagen. Dabei wird ein besonderer Wert auf hohe Produktqualität und Anwenderfreundlichkeit gelegt. Starke Partnerschaften, die dem Kunden eine umfassende Betreuung und Beratung aus einer Hand gewährleisten.
Heger International Das Engagement in verschiedenen Fachverbänden und Organisationen wird bei Heger großgeschrieben. Seit Mitte des Jahres ist Heger Mitglied der IGGA – International Grooving & Grinding Association – mit Sitz in den USA. Ziel des Verbandes ist es unter anderem, einen einheitlichen und hohen Technologiestand im Bereich Straßenbau und Verkehrsflächen sicherzustellen. Hersteller, staatliche Stellen und Gremien sowie die ausführenden Unternehmen profitieren gleichermaßen von der Kommunikation und dem Informati-
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Anwender im Umgang mit Diamantwerkzeugen. Als oSa-Mitglied garantiert Heger die Produktion entsprechend der Sicherheitsnorm EN 13236. Für die Festlegung und Überarbeitung dieser für die Sicherheit der Anwender überaus wichtigen europäischen Norm engagiert Heger sich in den technischen Ausschüssen des europäischen Verbandes FEPA.
Last but not least ...
Diamantbohrkronen von Heger.
onsaustausch – für hohe Qualitätsstandards bei der Planung und Ausführung von Baustellen sowie die Sicherheit der
Abschließend möchten wir noch zu einem Bericht in der Allgemeinen Bauzeitung vom 02.09.2016 Stellung nehmen, in dem es heißt: „Lediglich die diamantbesetzten Stirnsegmente der Bohrkrone stammen aus Österreich. Jedoch sei es in Insiderkreisen kein Geheimnis, dass ausnahmslos alle ,deutschen‘ diamantbestückten Segmente tatsächlich weder in Deutschland hergestellt werden, son-
dern zumeist aus asiatischen Ländern bezogen werden. …“ Die Firma Heger stellt am Standort in Heitersheim die Segmente der HegerDiamantbohrkronenlinie auf eigenen Maschinen selbst her. Alle verwendeten Rohmaterialien der Segmente und ebenfalls der gesamten Bohrkrone stammen von deutschen Herstellern und verdienen somit zu 100 % das Prädikat Made in Germany. Besuchen Sie uns und lassen Sie sich von einem echten Produkt Made in Germany überzeugen.
INFO www.heger.com
Q U A L I TÄT - M A D E I N G E R M A N Y
www.heger.com
Heger GmbH Excellent Diamond Tools Kaliring 1 • D - 79423 Heitersheim Tel +49 7634 5020 info@heger.com
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SICHER UND GESUND AUF DER BAUSTELLE Ganzheitlicher Arbeitsschutz durch entsprechende Unternehmenskultur
Gesundheit geht vor!
Sie möchten den Arbeitsschutz in Ihrem Unternehmen fördern, wissen aber noch gar nicht, wie Sie dieses Projekt angehen sollen? Keine Sorge, damit stehen Sie nicht allein, das ging und geht vielen Unternehmen der Bauwirtschaft so. Die BG BAU hat dafür einen Lösungsvorschlag: Wie wäre es, wenn Sie Ihren Arbeitsschutz mit unserer Hilfe angehen? Glauben Sie uns, das funktioniert.
Weniger Unfälle Der langjährige Trend der rückläufigen Arbeitsunfallzahlen begründet sich überwiegend in verbesserter Technik, Qualifikation und Organisation. Jede einzelne Verbesserung reduzierte die Unfallzahlen. Seit Jahren ist jedoch
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eine Verlangsamung beim Rückgang der Zahlen bei den Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu beobachten. Und dies, obwohl die Arbeitgeberaufgabe der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und der Mitarbeiterschulung seit vielen Jahren existiert. Offensichtlich stößt der Ansatz der Unterweisung von Mitarbeitern in Verbindung mit der Hoffnung, dass Menschen sich nachfolgend richtig im Sinne des Arbeitsschutzes verhalten, an Grenzen. Häufig baut sich nach erfolgten Schulungs- und Unterweisungsmaßnahmen eine Scheinwelt in Sachen Arbeitsschutz in den Unternehmen auf, obwohl keine wirkliche Einstellungs- und Verhaltensänderung eingetreten ist. Hinzu kommt die stetig zunehmende Tendenz
des Delegierens des Arbeitsschutzes an Spezialisten (Fachkraft für Arbeitssicherheit, sach-/fachkundige/befähigte/körperlich geeignete Personen etc.) mit dem Ergebnis der Entfremdung der Beschäftigten von dem Thema, sodass Prävention zunehmend von den angewandten technischen Maßnahmen und der formalen Einhaltung des Regelwerks nebst Normen bestimmt wird. Allerdings verknüpfen vermutlich nur sehr wenige Menschen das Einhalten von Regeln mit Glücksgefühlen und ändern deswegen ihr Verhalten. Menschen sind zwar durchaus in der Lage zur dauerhaften Verhaltensänderung. Es bedarf jedoch weitaus mehr, als die gängige Praxis häufig bietet. Die Verhaltensänderung muss unbedingt für den Einzelnen plausibel, lohnend und machbar sein. Wenn es nicht ausreichend gelingt, die individuellen Präferenzen des Einzelnen anzusprechen, verpuffen die Bemühungen folgenlos. Hinzu kommt, dass auf den einzelnen Mitarbeiter bezogene Maßnahmen nur dann nachhaltig Erfolg haben, wenn sich auch an den Verhältnissen in der Umgebung – also an der Organisation des Unternehmens und der Baustellen – etwas entsprechend verändert. Niemand zweifelt ernsthaft daran, dass es beim Arbeitsschutz in der Bauwirtschaft längst um mehr als das reine Vermeiden von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durch das Einhalten von Regelwerken geht. Arbeitsunfälle und kranke Mitarbeiter kosten immer sehr viel Geld, egal ob hierbei Grenzwerte – wie etwa die 2-m-Regel im Fall von Absturzsicherungen – eingehalten wurden.
ARBEITSSICHERHEIT
Wer den Arbeitsschutz nicht als lästige Verpflichtung, sondern als Managementaufgabe begreift und für die Gesundheit der eigenen Mitarbeitervorsorgt, der • ist ein attraktiver Arbeitgeber, • profitiert von leistungsfähigen und motivierten Mitarbeitern, • spart Geld durch deutlich geringere Fehlzeiten und Mitarbeiterfluktuation. Die Welt, in der wir arbeiten, ist die Welt, in der wir leben. Folglich hat sich auch die Arbeit im Laufe der Zeit gewandelt. Die heutige Arbeitswelt zeichnet sich durch Technisierung, Digitalisierung und Internationalisierung aus, steht aber auch für Werte wie Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe. Mitarbeiter wollen sich zunehmend aktiv beteiligen, kreativ und innovativ ihr Wissen in die Unternehmen einbringen. Warum sollte es in der Bauwirtschaft anders sein als in den übrigen Branchen? Warum sollten Beschäftigte der Bauwirtschaft nicht unternehmerisch denken und handeln wollen zum Wohle des Unternehmens, aber auch in eigener Sache für das Gefühl echter Befriedigung im Job? Warum sollten Beschäftigte und Unternehmer der Bauwirtschaft nicht offen über Fehler im Arbeitsschutz reden, um daraus zu lernen? Die „Fehler machen und daraus lernen“-Kultur aus dem Silicon Valley wird doch allgemein als Grundlage der dortigen unternehmerischen Erfolge gesehen und könnte den betrieblichen Arbeitsschutz hierzulande sicherlich voranbringen.
Arbeitsschutz als wichtigen Bestandteil des alltäglichen Handelns zu etablieren, dann sind sie auf dem richtigen Weg.
Gesetzliche Aushangpflichten Es existieren zahlreiche Vorschriften, aus denen sich Aushangpflichten für Arbeitgeber ergeben: • Arbeitsschutzvorschriften: je nach Branche (z. B. Arbeitsstättenverordnung, Gefahrstoffverordnung) • Arbeitszeitgesetz • Betriebsvereinbarungen • Gleichberechtigungsvorschriften: Betriebe mit i. d. R. mehr als fünf Arbeitnehmern • Jugendarbeitsschutzgesetz: Betriebe mit mindestens einem jugendlichen Beschäftigten • Mutterschutzgesetz: Betriebe, die mindestens drei Frauen beschäftigen • Tarifvertrag: tarifgebundene Arbeitgeber, bei Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages alle betroffenen Arbeitgeber • Unfallverhütungsvorschriften • ggf. weitere Vorschriften Durch Aushänge im Betrieb sollen die Arbeitnehmer über ihre Rechte informiert werden. Je nach Regelung soll
dies in geeigneter Weise durch Auslegen, Aushängen oder Bekanntmachung geschehen. Viele Verlage bieten, jährlich aktualisiert, Sammlungen der aushangpflichtigen Gesetze an. Die kompletten Gesetzestexte können jedoch auch kostenlos abgerufen werden unter www.gesetze-im-internet.de. Nach Maßgabe des Arbeitssicherheitsgesetzes hat der Arbeitgeber Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu bestellen, die ihn beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung unterstützen. Damit soll erreicht werden, dass • die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Vorschriften den besonderen Betriebsverhältnissen entsprechend angewandt werden, • gesicherte arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Erkenntnisse zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung verwirklicht werden können, • die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Maßnahmen einen möglichst hohen Wirkungsgrad erreichen. Konkrete Anforderungen zur arbeitsmedizinischen und sicherheitstechni-
Betrieblicher Arbeitsschutz Selbstverständlich müssen staatliches Regelwerk im Arbeitsschutz (technischer, medizinischer und sozialer Arbeitsschutz) und die wenigen verbliebenen Unfallverhütungsvorschriften eingehalten werden. Die Unternehmer tragen für den Arbeitsschutz in ihrem Betrieb die Verantwortung und so sollten sie wissen, welche Vorschriften gelten, ob und in welchem Umfang sie Mitarbeiter unterweisen müssen, aber auch, wie sie und ihre Mitarbeiter durch Vorschläge sowie Hinweise selbst zur Verbesserung des Arbeitsschutzes beitragen wollen. Wenn sie es schaffen,
Einen Weg zum sicheren und systematischen Arbeitsschutz bietet das Arbeitsschutzmanagementsystem AMS BAU der BG BAU.
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schen Betreuung werden separat in der Unfallverhütungsvorschrift (DGUV Vorschrift 2) geregelt, die über die Website der BG BAU abgerufen werden kann.
Gefährdungsbeurteilung Die Verantwortung für die Umsetzung und Durchführung des betrieblichen Arbeitsschutzes liegt bei den Arbeitgebern: • Sie treffen die notwendigen Maßnahmen des Arbeitsschutzes. • Sie überprüfen die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit und passen sie an sich ändernde Gegebenheiten an. • Sie sorgen für eine geeignete Arbeitsschutzorganisation. Am Anfang steht hier die Ermittlung und Beurteilung der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen, gefolgt von der Festlegung entsprechender Maßnahmen. Im Sinne der Einbeziehung der Beschäftigten in die Entscheidungsfindung empfiehlt sich nicht nur die frühe Beteiligung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Arbeitsmediziners, sondern auch die Kooperation mit den Mitarbeitern bei der Beurteilung. Dies kann man z. B. durch einen internen Workshop realisieren, um so konkrete Lösungen zu Problemstellungen des betrieblichen Arbeitsschutzes zu erarbeiten. Wie baut man einen solchen Workshop auf? Zu Beginn spricht man Sinn, Thema und Ziel der Zusammenkunft deutlich an, mit einem Impulsvortrag als Einstieg. Diese Art des Vortrags fasst kurz und prägnant die wichtigsten Fakten zu einem Thema zusammen und benennt das Ziel klar und eindeutig. Hierzu eignen sich beispielsweise die „Bausteine“ der BG BAU. Die Bausteine sind Sicherheitshinweise in komprimierter Form. Die Einzelblätter enthalten themenbezogene Hinweise und Tipps für gesundes und sicheres Arbeiten. Themen sind beispielsweise Arbeitsmittel, persönliche Schutzausrüstung sowie Arbeitsverfahren. Für zahlreiche Gewerke wurden ausgewählte Einzelbausteine in Merkheften zusammengefasst. Danach folgt die Diskussion mit allen Teilnehmern. Will man als Team lediglich Regelwerke im Arbeitsschutz einhalten oder doch lieber möglichst alle Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten
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vermeiden? Will man Grenzwerte bei Feinstaubbelastungen einhalten oder doch lieber Staub grundsätzlich vermeiden bzw. vermindern? Nicht immer kostet ein deutliches Mehr an Sicherheit Geld, sondern es lässt sich ebenso durch organisatorische Maßnahmen erreichen. Mitarbeiter sollen motiviert werden, ihre kreativen Potenziale freizusetzen und sich einzubringen. Denkbare Problemfälle werden angesprochen, wie etwa das Antreffen eines nicht gegen Absturz gesicherten Treppenhauses. Was sagt hier das Regelwerk? Wer ist verantwortlich? Wie wird reagiert? Gibt es einen Notfallplan für solche Situationen? Zum Abschluss werden die Ergebnisse zusammengefasst und dokumentiert zur internen Verwendung. Aufbauend auf diese Feststellungen beginnt man mit der Gefährdungsbeurteilung. Es gibt unzählige Methoden, Ratgeber und Hilfsmittel zur Unterstützung, wobei hier lediglich auf die Angebote der BG BAU verwiesen wird: • Vorüberlegungen zur Gefährdungsbeurteilung, • Kurzhandlungshilfen, • Handlungshilfen für Baugewerke und Dienstleistungen (CD-ROM oder online), • Gefährdungsbeurteilung für größere Betriebe. Nach Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen, die mit bestimmten Tätigkeiten an bestimmten Arbeitsplätzen verbunden sind, werden die erforderlichen Maßnahmen festgelegt, die Beschäftigten hierüber informiert und entsprechend angewiesen sowie diese Schritte der Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung dokumentiert. Was ist sonst noch zu tun, damit den gesetzlichen Vorgaben im Arbeitsschutz entsprochen oder, wenn gewünscht, eine Kultur der Prävention im Unternehmen aufgebaut wird? Einen Weg zum sicheren und systematischen Arbeitsschutz stellt beispielsweise das Arbeitsschutzmanagementsystem AMS BAU der BG BAU für ihre Mitgliedsbetriebe dar. Dieser kostenneutrale Service ist einfach zu realisieren, bietet Rechtssicherheit und führt zu weniger Ausfall-
zeiten, zu Wettbewerbsvorteilen sowie zum Imagegewinn für das Unternehmen. AMS BAU basiert auf dem „NLF“, dem Nationalen Leitfaden für Arbeitsschutz-Managementsysteme.
Präventionskultur Der angesprochene Vorteil der Rechtssicherheit für ein Unternehmen kann als sehr wichtiger Schritt in Sachen betrieblicher Arbeitsschutz betrachtet werden. Allerdings kreisen die Diskussionen des Arbeitsschutzes heute um ganz andere Themen als noch vor wenigen Jahren. Standen früher eher die technische Sicherheit, die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter und die Organisation der Unternehmen im Mittelpunkt der Betrachtungen, so spielen heute zusätzlich die sich stark wandelnden Rahmenbedingungen der Arbeit („Schöne neue Arbeitswelt“, „New Work“) eine viel größere Rolle. Künftig werden die Menschen in deutlich freieren Arbeitsverhältnissen arbeiten, und zwar zunehmend orts- und zeitunabhängig. Die klassischen Aufgaben von Chefs, zu planen, zu kontrollieren und zu organisieren, sind nicht mehr genug, sondern sie haben deutlich mehr für die Motivation und Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu sorgen. Wie auch in den übrigen Wirtschaftszweigen führen die Unbeständigkeiten der Gegenwart auch im Baubereich dazu, dass sich klassische Top-down-Ansätze (von oben nach unten) als zunehmend ungeeignet erweisen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit ihren tendenziell traditionelleren Strukturen fühlen sich schnell bei der Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften überfordert, was sich leider auch in der höheren Zahl schwerer Arbeitsunfälle bei diesen Unternehmen widerspiegelt. Was tun? Auch wenn es unzählige Methoden, Ratgeber und Konzepte hierzu gibt, einige grundlegende Prinzipien reichen zunächst zum Ruderrumreißen aus. Erlaubt werden soll ein offener Umgang mit gemachten Fehlern – aus Fehlern kann und sollte man lernen. Die aktive Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am betrieblichen Arbeitsschutz – die Möglichkeit mitzubestimmen und mitzuent-
ARBEITSSICHERHEIT
Handbuch AMS BAU „11 Arbeitsschritte zum sicheren und wirtschaftlichen Baubetrieb“
scheiden – ist ein wesentlicher Bestandteil jedes modernen Unternehmens. Erlaubt und gefördert werden sollte eine offene Kommunikation in Sachen Arbeitsschutz. Die Schaffung einer Unternehmenskultur bzw. Präventionskultur fängt immer bei den Chefs an, die dieses Handeln prägen, vorleben und zum Mitmachen motivieren (vgl. Ausführun-
gen zum Workshop). Im Arbeitsschutz erfolgreiche Unternehmen verweisen stets auf ihre gezeigte Null-Toleranz gegenüber jedweder Gefährdung. Der Mensch ist ein soziales Wesen und interagiert mit seiner Umwelt. Eine nachhaltige Änderung des Verhaltens muss unbedingt für den Einzelnen lohnend, plausibel und machbar sein. Ein durchgängiger Druck aus allen Unternehmensteilen, ein bestimmtes Verhalten zu ändern, wäre hier hilfreich. Einzelne (in technischen Regelwerken beschriebene) Fachthemen erfordern Fachwissen, um mitreden zu können, während geschärftes Problembewusstsein durch Null-Toleranz-Politik die Gefühle und die Sinne aller Beteiligten anspricht. Zu Recht verlangen Beschäftigte, Sozialpartner, Aufsichtsbehörden und Gesellschaft von Unternehmen der Bauwirtschaft die Einhaltung der Regelwerke im Arbeitsschutz. Hierbei steht ihnen die BG BAU mit Rat und Tat zur Verfügung. Darüber hinaus steht es den Un-
ternehmen frei, die z. B. in Silicon Valley sehr erfolgreich praktizierten Unternehmenskulturansätze auch für ihren betrieblichen Arbeitsschutz einzusetzen. Die BG BAU wird jeden auch bei der Realisierung einer Präventionskultur im eigenen Unternehmen nachhaltig unterstützen. Willkommen in der schönen neuen Arbeitswelt. „Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu tun, ist zu lieben, was man tut.“ (Steve Jobs, Apple-Gründer)
INFO Autor: Dipl.-Ing. Bernd Merz BG BAU Prävention www.bgbau.de
Wir schaffen Kundenbeziehungen! Seit 15 Jahren bieten wir exklusiv den Mitgliedern des Fachverbandes Betonbohren und -sägen ein umfassendes und leicht verständliches Versicherungspaket. Zwischenzeitlich vertrauen uns mehr als 180 Betriebe. Sie profitieren von unserem branchen-spezifischen Know-how und einem unbürokratischen und persönlichen Schadenservice. Weitere Informationen finden Sie online: www.vbs-versicherungsstelle.de www.facebook.com/VBS.Versicherungsstelle R. Kessler
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ALLEIN ARBEITEN AM BAU Alleinarbeit ist in vielen Situationen üblich, erfordert jedoch besondere Sicherheitsvorkehrungen Wenn eine allein tätige Person außerhalb der Ruf- und Sichtweite zu anderen Personen arbeitet, handelt es sich um sogenannte Alleinarbeit, die besondere Risiken beinhalten kann. Auch kurzzeitige Tätigkeiten können darunter fallen. Typische Situationen: • Arbeiten in der Gebäudereinigung, Hausdienstleistungen außerhalb der Dienst- oder Arbeitszeiten der Belegschaften • handwerkliche Tätigkeiten im Außendienst wie Montage-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten • Arbeiten außerhalb der Regelarbeitszeiten, z. B. in Notdiensten oder Rufbereitschaften • Außendiensttätigkeiten allgemein • Bau- und Montagetätigkeiten geringeren Leistungsumfangs • Dienstleistungen in der Betonbohrund -sägebranche Alleinarbeit ist grundsätzlich nicht verboten, sie ist in der Bauwirtschaft sogar weit verbreitet. In der Regel unterliegt Alleinarbeit dem üblichen Lebensrisiko des Einzelnen. Es gibt jedoch Indikatoren, die zeigen, dass dieses zu akzeptierende Risikoniveau überschritten wird. Alleinarbeit ist in vielen Situationen üblich, erfordert jedoch besondere Sicherheitsvorkehrungen. Dann sind erhöhte Anforderungen zur Gefahrenabwehr und Notfallplanung erforderlich, um konkrete Gefährdungen zu verringern oder auszuschließen. Eine sorgfältige Analyse und Vorbereitung dieser Tätigkeiten in der Praxis ist wichtig.
Gefährdungsbeurteilung Wird eine gefährliche Arbeit von einem Beschäftigten allein ausgeführt, hat der Unternehmer über die allgemeinen Schutzmaßnahmen hinaus durch geeig-
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Alleine auf der Baustelle.
nete technische oder organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass das verbleibende Restrisiko im akzeptablen Bereich bleibt. Zunächst ist zu klären, ob der geplante Einsatz grundsätzlich für Alleinarbeit geeignet ist. Wenn dies der Fall ist, sind die potenziellen Gefährdungen umfassend zu ermitteln. Dabei sind zu betrachten: • die Tätigkeit an sich, • die Arbeitsumgebung und die bei der Tätigkeit eingesetzten Stoffe, • zurückzulegende Arbeitswege, • Betriebszustände der Maschinen und Geräte am Einsatzort, • eingesetzte Werkzeuge und Materialien. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Analyse erfolgt nun die Bewertung des Einsatzrisikos für den Alleinarbeitsplatz eines Beschäftigten nach einem zu erwartenden Schadensereignis.
Einzuschätzen sind dabei die mögliche Schwere der Verletzungen und die Wahrscheinlichkeit, dass diese eintreten. Außerdem ist zu berücksichtigen, wie lange es dauert, bis wirksame Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden können. Hieraus ergeben sich dann die erforderlichen technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. Diese sind in einer Betriebsanweisung festzulegen.
Arbeitsmedizinische Vorsorge Grundsätzlich müssen Beschäftigte für die Tätigkeiten, die sie ausüben sollen, persönlich und gesundheitlich geeignet sein. Hier kann arbeitsmedizinische Vorsorge im Vorfeld klären, ob individuelle Überrisiken bestehen. Die Betriebsärzte der BG BAU sind mit den gesundheitlichen Belastungen und individuellen Anforderungen aus Einsatzsituationen vertraut
ARBEITSSICHERHEIT
Mitwirkung – Mit Wirkung • Klären Sie Ihre Mitarbeiter über die besonderen Anforderungen und Gefährdungen bei Alleinarbeit auf. •S chaffen Sie die erforderlichen Kenntnisse durch Schulung und Unterweisung! •L egen Sie die konkreten Verhaltensweisen für die Alleinarbeit in der Baustellensituation fest! • I nformieren Sie die Beschäftigten über die Gefährdungen, welche aus der Nichtbeachtung sicherheitstechnischer Grundsätze für sie persönlich, aber auch für ihre Mitmenschen entstehen können!
• Machen Sie die korrekte Umsetzung der Betriebsanweisung zum Thema bei den Bau- und Montagestellenbesuchen, loben Sie sorgfältige Umsetzung! • Fragen Sie nach den Gründen, wenn Mängel auftreten. Beziehen Sie die Mitarbeiter bei der Planung z. B. der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) und sicherheitstechnischen Ausstattung mit ein. Und immer den möglichen Notfall mit bedenken! Rettungs- und Evakuierungmaßnahmen planen und gegebenenfalls praktisch üben!
Alleinarbeit vorbereiten
• Sind den Mitarbeitern die für Alleinarbeit getroffenen Festlegungen bekannt? • Ist die Alarmierung und Rettung von allein arbeitenden Mitarbeitern bei einem Notfallereignis außerhalb des Alleinarbeitsbereiches organisiert?
Im Vorfeld ist Folgendes zu überlegen: • Lässt sich Alleinarbeit vermeiden? • Besteht eventuell ein konkretes Verbot dieser Alleinarbeit? • Gibt es erhöhte Gefährdungen? • Ist zeitnahe Hilfe sichergestellt?
Sind diese Fragen geklärt, kann jede Alleinarbeit sicher organisiert werden. Darauf sollten Führungskräfte bei Alleinarbeit achten: • Legen Sie fest, wer wofür verantwortlich zeichnet.
und können Beschäftigten und Unternehmern im konkreten Fall beratend zur Seite stehen. Auch über die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen ist in diesem Zusammenhang zu entscheiden.
• Machen Sie Ihren Mitarbeitern die besonderen persönlichen Anforderungen bei Alleinarbeit deutlich. • Stellen Sie ihnen die notwendigen Mittel zur sicheren Durchführung der Alleinarbeit zur Verfügung. • Verlangen und loben Sie korrektes Verhalten. • Kontrollieren Sie, ob die Festlegungen aus der Betriebsanweisung eingehalten werden.
INFO Autor: Claus-Rudolf Becker BG BAU Prävention www.bgbau.de Weitere Informationen: • BGV A1, § 8 • DGUV Information 212–139 (ehemals BGI 5032) • DGUV Information 250–001
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STROMGENERATOREN Sicherer Betrieb mobiler Stromerzeuger auf Bau- und Montagestellen
Tragbarer Stromerzeuger auf der Baustelle.
Wer Bau- oder Montagearbeiten ausführen will, braucht dazu meistens auch elektrische Energie. Auf großen Baustellen werden deshalb durch Elektrofirmen bereits im Voraus die erforderlichen Baustromanlagen errichtet. Auf kleinen Baustellen sieht das meistens anders aus. Hier ist fast immer nur eine Steckdose zu finden, welche die benötigten Betriebsmittel mit elektrischem Strom versorgen muss – natürlich nur dann, wenn auch die erforderlichen Zusatzschutzeinrichtungen, wie z. B. ein PRCD-S, verwendet werden. Wenn sich aber die Baustelle weit entfernt von jeglicher „Zivilisation“ befindet, muss der elektrische Strom selbst „hergestellt“ werden. Für diesen Zweck gibt es mobile Stromerzeuger. Aber wie werden diese richtig betrieben und welche Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden? Muss der Stromerzeuger geerdet werden oder nicht? Auf diese Fragen gab es in der Vergangenheit nur selten die richtigen Antworten und die Bedienungsanleitungen halfen auch nur selten weiter. Mit der neuen DGUV Information 203-032 „Auswahl und Be-
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trieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen“ vom Mai 2016 wurde nun Abhilfe geschaffen. Diese Information hat die „alte“ BGI 867 abgelöst und wurde gründlich überarbeitet. Der wesentliche Inhalt wird im Folgenden vorgestellt.
Allgemeine Forderungen Unabhängig davon, wie Stromerzeuger und dazugehörige Anlagen betrieben werden, müssen sie immer den sicherheitstechnischen Anforderungen der DGUV Information 203-006 (bisher BGI 608) „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bauund Montagestellen“ genügen. Diese DGUV Information findet keine Anwendung beim Einsatz von Netzersatzanlagen im Bereich der öffentlichen Stromversorgung. Stromerzeuger sind für den vorgesehenen Einsatz entsprechend dem Leistungsbedarf der zu versorgenden Geräte ausreichend bemessen auszuwählen. Insbesondere sind beim Betrieb von Frequenzumrichter-gesteuerten Antrie-
ben (FU), z. B. Krane, Aufzüge, Winden, die Empfehlungen der Hersteller zu beachten. Details kann man im Anhang 6 „Belastungsgrenzen eines Generators beim Betrieb von Baugeräten mit Frequenzumrichter“ der DGUV Information 203-032 „Auswahl und Betrieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen“ nachlesen. Die Bedienungsanleitung des Herstellers und die Betriebsanweisung des Betreibers müssen am Verwendungsort vorhanden sein und sind zwingend zu befolgen. Der Betrieb von Stromerzeugern ist in der Gefährdungsbeurteilung des Unternehmens zu berücksichtigen. Je nach Anwendung sind entsprechende Schutzmaßnahmen vorzusehen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen müssen immer vor der ersten Inbetriebnahme durch eine Elektrofachkraft festgelegt werden. Hier ist auch zu bestimmen, ob für den weiteren Betrieb eine Elektrofachkraft erforderlich ist. Vor der Benutzung der Stromerzeuger müssen die Verwender in die Bedienung eingewiesen werden. Stromerzeuger müssen mit einem Typschild versehen sein, auf dem mindestens nachfolgende Angaben dauerhaft und deutlich erkennbar angebracht sind: • Name oder Kennzeichen des Herstellers, Typbezeichung, • Seriennummer/Baujahr, • Bemessungsleistung (kVA/kW), • Bemessungsspannung (V), • Bemessungsstrom (A), • Bemessungsfrequenz (Hz), • Betriebsart, Schutzart (IP-Code), • Umgebungstemperaturbereich (°C), • bei Geräten mit einer Bemessungsleistung > 10 kVA zusätzlich Bemessungsleistungsfaktor.
ARBEITSSICHERHEIT
Betrieb/Betriebsteil:___________________________________________ Betriebsanweisung nach Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung und Unfallverhütungsvorschriften DGUV Vorschrift 3 (BGV A3), DGUV Information 203-004 (BGI 594), DGUV Information 203-005 (BGI 600), DGUV Information 203-006 (BGI 608), DGUV Information 203-032 (BGI 867)
Mobile Stromerzeuger Ausführung A Inbetriebnahme ohne Elektrofachkraft Gefahren für Mensch und Umwelt • • • • • • •
Elektrische Körperdurchströmung (Stromschlag) Verbrennungsgefahr durch Stromeinwirkung Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen Brandgefahr durch Kraftstoff Gehörschädigung durch Lärm Vergiftungsgefahr durch Abgase Vergiftungsgefahr und Hautschäden durch Kontakt zu Kraftstoff
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln • • • • • • • • • • •
Die Bedienungsanleitung des Herstellers und die Unfallverhütungsvorschriften müssen beachtet und befolgt werden. Nur unterwiesene Personen dürfen mit elektrischen Betriebsmitteln arbeiten. Werden mobile Stromerzeuger der Ausführung A mit nur mit einem Verbraucher betrieben, sind keine weiteren Schutzmaßnahmen erforderlich. Werden mobile Stromerzeuger der Ausführung A mit mehreren Verbrauchern betrieben, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich: Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom nicht größer als 30 mA (0,03 A) für das zweite und jedes weitere Verbrauchsmittel oder Trenntransformator für das zweite und jedes weitere Verbrauchsmittel bei erhöhter elektrischer Gefährdung durch leitfähige Umgebung mit begrenzter Bewegungsfreiheit Als Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen dürfen hier keine PRCD-S verwendet werden, da sich diese nicht einschalten lassen. Alle vorgenannten Maßnahmen gelten auch für Stromerzeuger der Ausführung A mit Isolationsüberwachungseinrichtung (IMD) mit Abschaltung. Auf Bau- und Montagestellen dürfen nur Gummischlauchleitungen vom Typ H07RN-F oder H07BQ-F verwendet werden. Elektrische Betriebsmittel müssen spritzwassergeschützt sein und den Bestimmungen für den rauen Betrieb entsprechen. Stromerzeuger mit Verbrennungsmotoren dürfen nur im Stillstand betankt werden. Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen
• • •
Bei Gefahr bzw. Störung sofort die Stromversorgung unterbrechen. Beschädigte elektrische Betriebsmittel der Benutzung entziehen. Elektrofachkraft bzw. Vorgesetzte verständigen.
Transportable Stromerzeuger müssen mit Tragevorrichtungen ausgerüstet sein. Ab einer Gesamtmasse von 50 kg müssen Anschlagpunkte vorhanden sein, damit das Gerät auch mit einem Kran umgesetzt werden kann. Stromerzeuger müssen zur uneingeschränkten Verwendung im Freien geeignet sein. Entsprechen sie nicht mindestens der Schutzart IP 54, ist z. B. eine Einhausung erforderlich. Prinzipiell muss man sich immer Gedanken um den Aufstellort des Stromerzeugers machen. Da beim Betrieb giftige Abgase entstehen, komm eine Verwendung in geschlossenen Räumen nur dann in Frage, wenn die Abgase über eine Abgasanlage ins Freie geführt werden. Das Betanken eines mit Benzin betriebenen Stromerzeugers darf nur im Stillstand erfolgen, damit die Gefahr eines Brandes minimiert wird. Nach den gesetzlichen Regelungen muss der Stromerzeuger mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet sein. Weiterhin wird empfohlen wird nur Stromerzeuger mit GS-Zeichen zu verwenden.
Technische Ausführungen An den meisten Stromerzeugern ist eine Anschlussklemme oder -schraube zu finden, die in der Regel mit dem -Symbol gekennzeichnet ist. Dieser Anschluss mit dieser Kennzeichnung führt in der Praxis oftmals zu Verwirrung oder ist teilweise sogar falsch.
Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen •
Ersthelfer/Ersthelferin: Herr/Frau ____________________________________
• • •
Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten. Rettungswagen/Arzt/Ärztin rufen. Unternehmer/Unternehmerin/Vorgesetzte informieren.
Notruf: 112
Instandhaltung • •
Täglich vor Benutzung elektrischer Betriebsmittel Funktionsprüfung der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung und der Isolationsüberwachungseinrichtung durchführen. Regelmäßige Überprüfung auf ordnungsgemäßen Zustand gemäß DGUV Information 203-032 durch zur Prüfung befähigte Person (Elektrofachkraft).
____________________ • Datum •
_____________________________________ Unterschrift Unternehmer/Unternehmerin
Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen. Stand 05/16
Beispielhafte Abbildung einer Betriebsanweisung zum Betrieb von Stromerzeugern der Bauart A.
Unrichtige Kennzeichnung des Potenzialausgleichs.
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Meistens ist dieser Anschluss gar kein Erdungsanschluss, sondern ein Potenzialausgleich, welcher mit dem -Symbol gekennzeichnet werden muss. Für den Anwender stellt sich stets die Frage, ob er an diesem Anschluss den Stromerzeuger erden muss. Oftmals ist auf der „Erdungsschraube“ eine Flügelmutter angebracht, welche die Unsicherheit noch verstärkt.
Bauarten von Stromerzeugern. Vorhandene Anschlussschraube für den Potenzialausgleich eines Stromerzeugers der Bauart A, welcher gar nicht geerdet werden muss.
Die Bedienungsanleitungen der Stromerzeuger helfen häufig auch nicht weiter, da meistens hier nur zu lesen ist, dass der Stromerzeuger aus „Sicherheitsgründen“ zu erden ist. Aber aus welchen „Sicherheitsgründen“ diese Forderung hervorgeht, wird leider nicht beschrieben. Die Frage, die der Betreiber eines Stromerzeugers stellen muss, lautet also nicht, ob der Stromerzeuger geerdet werden muss, sondern sie lautet: „Welche Schutzmaßnahme muss ich treffen, um den Stromerzeuger sicher betreiben zu können?“ Bei handelsüblichen Stromerzeugern bis ca. 10 kW kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um Stromerzeuger mit Schutzpotenzialausgleich handelt, welche nicht geerdet werden müssen. Eine Erdung hat in diesem Fall keinen Einfluss auf den Betrieb und die Schutzmaßnahme. Bei Stromerzeugern mit Leistungen größer als 10 kW ist häufig der Sternpunkt des Generators (Neutralleiter) mit dem Schutzleiter (PE) verbunden. Dadurch wird ein Stromversorgungsnetz im TN-System erzeugt, welches zwingend durch eine Elektrofachkraft geerdet
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werden muss. Somit unterscheiden wir bei den Stromerzeugern zwischen Geräten, welche mit und welche ohne Elektrofachkraft in Betrieb genommen werden können. Um die erforderlichen Schutzmaßnahmen auswählen zu können, muss vor der ersten Inbetriebnahme des Stromerzeugers geklärt werden, welche technische Ausführung vorliegt. Ist dieser Sachverhalt nicht aus der Bedienungsanleitung zu entnehmen, muss er beim Hersteller erfragt oder durch eine Elektrofachkraft festgestellt werden. Prinzipiell ist also zu unterscheiden zwischen Stromerzeugern mit Schutzpozentialausgleich oder Erdungsanschluss. In dem Zusammenhang erfährt man auch, welchen Verwendungszweck die angesprochene Erdungs- bzw. Potenzialausgleichs-Anschlussklemme hat.
ein oder mehrere Betriebsmittel angeschlossen werden sollen. Der einfachste Fall liegt vor, wenn nur ein Betriebsmittel am Stromerzeuger verwendet wird. Hier kann das Betriebsmittel direkt angeschlossen werden. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich, da der Stromerzeuger wie ein Trenntransformator arbeitet, welcher eine Spannung ohne Bezug zur Erde erzeugt, wodurch die Gefahr eines Stromschlages für den Menschen äußerst gering ist. Bei Stromerzeugern mit einer Steckdose darf ohne zusätzliche Schutzmaßnahme immer nur ein Betriebsmittel ange-
Stromerzeuger mit Anschluss für Schutzpotenzialausgleich (Ausführungen „A“ und „B“) Wie bereits erwähnt, entsprechen die meisten mobilen Stromerzeuger mit einer Leistung von weniger als 10 kW der Ausführung A. Zur Inbetriebnahme ist eine Elektrofachkraft nicht erforderlich. Allerdings muss bei den Schutzmaßnahmen unterschieden werden, ob nur
Stromerzeuger nach Ausführung A mit nur einer Steckdose zum direkten Anschluss von nur einem Betriebsmittel, zusätzliche Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
ARBEITSSICHERHEIT
schlossen werden. Die Verwendung von Kabelrollern mit mehreren Steckdosen oder Verteilern zum Anschluss mehrerer Betriebsmittel ist unzulässig. Allerdings findet man auch Ausführungen von Stromerzeugern dieser Bauart mit zwei, drei oder vier Steckdosen. Auch hier darf ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nur ein Betriebsmittel direkt angeschlossen werden.
Abb. A: Schaltbild für einen Stromerzeuger der Ausführung A zum Anschluss von nur einem Betriebsmittel, zusätzliche Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Sollen mehrere Betriebsmittel gleichzeitig am Stromerzeuger der Ausführung A betrieben werden, sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich. In der Abbildung A sind die möglichen Varianten schematisch dargestellt. Während das erste Betriebsmittel nach wie vor direkt angeschlossen werden kann, müssen für alle weiteren Betriebsmittel zusätzliche Schutzmaßnahmen ausgewählt werden. Besteht eine „erhöhte elektrische Gefährdung“ beim Arbeiten in engen, leitfähigen Bereichen (z. B. in Leitungsgräben), dann muss als Schutzmaßnahme die Anwendung zusätzlicher Trenntransformatoren ausgewählt werden. Dabei ist für jedes weitere Betriebsmittel ein eigener Trenntransformator vorzusehen. Es dürfen keinesfalls mehrere Betriebsmittel an einen Trenntransformator angeschlossen werden. Besteht keine „erhöhte elektrische Gefährdung“, kommen als Zusatzschutz z. B. ortsveränderliche RCDs (Fehlerstromschutzeinrichtungen) zum Einsatz. Hier muss allerdings beachtet werden, dass die in herkömmlichen stationären Stromversorgungsnetzen gern verwendeten PRCD-S nicht genutzt werden können, da sie bei der Prüfroutine zum Einschalten feststellen, dass keine niederohmige Erdungsverbindung vorhanden ist und sie sich somit nicht einschalten lassen. Durch die fehlende Verbindung des Sternpunktes mit dem Schutzleiter im Generator kann dieser Zustand auch nicht mit einer Erdung des Stromerzeugers behoben werden. Während auch bei dieser Betriebsart das
Beispiel für einen Stromerzeuger der Ausführung A mit drei Steckdosen und nur einem angeschlossenen Betriebsmittel, zusätzliche Schutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Stromlaufplan eines Stromerzeugers Ausführung A mit mehreren Steckdosen.
Anschlussbeispiel von drei Betriebsmitteln an einen Stromerzeuger, Säge direkt angeschlossen, Abbruchhammer und Trennschleifmaschine werden bei „erhöhter elektrischer Gefährdung“ jeweils über einen Trenntransformator betrieben.
erste Betriebsmittel direkt angeschlossen werden darf, muss für jedes weitere angeschlossene Gerät ein ortsveränderlicher RCD, ein PRCD oder ein PRCD-K zur Anwendung kommen. Der Anschluss
Anschlussbeispiel von zwei Betriebsmitteln an einen Stromerzeuger, Abbruchhammer direkt angeschlossen, Handkreissäge über einen PRCD betrieben.
Anschlussbeispiel von drei Betriebsmitteln an einen Stromerzeuger, Baustellenkreissäge direkt angeschlossen, Abbruchhammer und Trennschleifmaschine über je einen PRCD betrieben.
mehrerer Betriebsmittel an einen Stromerzeuger der Bauart A kann aber die Verwendung eines speziellen Verteilers allerdings deutlich vereinfacht werden. Dieser Verteiler hat vor jeder seiner eingebauten Steckdosen einen vorgeschalteten RCD, welcher die Aufgabe des Zusatzschutzes übernimmt. Es können an diesen Verteiler so viele Betriebsmittel angeschlossen werden, wie Steckdosen vorhanden sind. Eine weitere Verteilung durch Kabelroller oder ähnliche Geräte ist aber nicht zulässig. Nachfolgend werden drei dieser Schutzverteiler zum Anschluss an Stromerzeuger nach Bauart A vorgestellt. Die Abbildungen auf der nächsten Seite zeigen drei dieser Schutzverteiler zum Anschluss an Stromerzeuger nach Bauart A. Stromerzeuger der Ausführung B zeichnen sich dadurch aus, dass sie den
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Verteilerbox zum Anschluss von drei Betriebsmitteln an eine Betriebsspannung von 230 V (Foto Elspro). Anschlussbeispiel von fünf Betriebsmitteln an einen Stromerzeuger, Handleuchte direkt angeschlossen, alle anderen Betriebsmittel über Verteilerbox mit RCDs betrieben.
diesen Stromerzeugern darf pro Steckdose ein Betriebsmittel angeschlossen werden. Eine Weiterverteilung ist nur mit den oben angeführten Maßnahmen zulässig.
gerieren einen vorhandenen Personenschutz, welcher aber gar nicht existiert.
Isolationsüberwachung Verteilerbox zum Anschluss von vier Betriebsmitteln, 1 x 400 V, 3 x 230 V (Foto Elspro).
Verteilerbox zum Anschluss von sechs Betriebsmitteln, 2 x 400 V, 4 x 230 V (Foto Elspro).
Schaltungsaufbau der oben erwähnten Schutzverteilung bereits beinhalten. Auf dem deutschen Markt waren sie aus Kostengründen bisher nicht weit verbreitet, obwohl sie eine sichere und einfache Betriebsalternative darstellen. Bei
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Alle oben genannten Schutzmaßnahmen sind unabhängig davon anzuwenden, ob im Stromerzeuger eine Isolationsüberwachungseinrichtung eingebaut ist oder nicht. Die Isolationsüberwachungseinrichtung kann in der Regel die Aufgaben des Personenschutzes nicht erfüllen, sondern nur den Geräteschutz sicherstellen. Die Isolationsüberwachung ersetzt somit nicht die oben geforderten zusätzlichen Schutzmaßnahmen. Die Isolationsüberwachung erfolgt zwischen den aktiven Leitern und dem Schutzpotenzialausgleichsleiter. Alle Körper von Geräten der Schutzklasse I (diese haben einen Schutzleiteranschluss) müssen in einen Schutzpotenzialausgleich eingebunden sein. Dieser wird durch die Schutzleiter in den Anschlussleitungen der Verbrauchsmittel realisiert. Als problematisch sind die häufig an den Stromerzeugern angebrachten Schilder zu betrachten, auf denen zu lesen ist, dass der Stromerzeuger wegen der eingebauten Isolationsüberwachungseinrichtung nicht geerdet werden muss. Diese Schilder sind irreführend und sug-
Irreführender Aufkleber auf Stromerzeuger.
Durch Unfalluntersuchungen konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass durch diesen Irrglauben bestimmte Unfälle sogar begünstigt wurden. Tritt ein sogenannter erster Fehler gegen Erde auf (z. B. Feuchtigkeit ist in eine Steckverbindung eingedrungen), kann die Isolationsüberwachungseinrichtung diesen Fehler nicht erkennen, da die „Erde“ nicht mit dem Potenzialausgleich verbunden ist. Beim Auftreten eines „zweiten“ Fehlers, z. B. wenn ein Arbeitnehmer eine nasse Handmaschine benutzt, wird die Isolationsüberwachungseinrichtung ebenfalls nicht reagieren, da dieser Fehler genauso wie der erste nicht erkannt werden kann. In diesem Fall wird die betreffende Person einen Stromschlag von 400 Volt erhalten. Zusammenfassend muss deshalb
ARBEITSSICHERHEIT
festgestellt werden, dass bei Stromerzeugern mit eingebauter Isolationsüberwachung, unabhängig von ihrer Bauart, der Personenschutz nur dann sichergestellt werden kann, wenn der Potenzialausgleich auf die Erde erweitert, das heißt der Stromerzeuger fachgerecht geerdet wird. Auch wenn dieses Vorgehen normativ nicht geregelt ist, wird nur auf diese Weise ein Fehler gegen Erde erkannt und der Isolationswächter kann entsprechend reagieren und die Stromversorgung unterbrechen.
Stromerzeuger mit Erdungsanschluss (Ausführungen „C“ und „D“) Stromerzeuger mit einem „richtigen“ Erdungsanschluss werden in der Regel als „Netzersatzanlagen“ aufgebaut, welche ein Stromnetz erzeugen, wie es aus der ortsfesten Installation bekannt ist. Da diese Anlagen ausschließlich von Elektrofachkräften errichtet werden dürfen, gibt es an dieser Stelle nicht viel zu berichten. Diese Stromerzeuger liefern den elektrischen Strom häufig an eine angeschlossene Baustromverteilung, wo er auf herkömmliche Weise genutzt werden kann. Viele dieser Stromerzeuger haben die „Baustromverteilung“ bereits eingebaut, sodass die Steckdosen des Stromerzeugers direkt genutzt werden können. Diese Stromerzeuger müssen von Elektrofachkräften gewissenhaft geerdet werden. Die Erdung darf während des
Betriebes nicht unterbrochen werden, da sonst die Einrichtungen des Personenschutzes nicht sicher funktionieren. Die Erdung sollte regelmäßig, z. B. bei den Prüfungen der Fehlerschutzeinrichtungen, mit kontrolliert werden.
Betrieb Für den Betrieb der Stromerzeuger und den Anschluss von elektrischen Betriebsmitteln sind weiterhin die Bestimmungen der DGUV Information 203-006 (bisher BGI 608) „Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ zu beachten. So müssen z. B. angeschlossene elektrische Leitungen dem Typ H07RN-F oder H07BQ-F entsprechen. Angeschlossene Betriebsmittel müssen den
rauen Beanspruchungen auf Baustellen gewachsen sein.
Prüfungen Vor jeder Inbetriebnahme muss am Stromerzeuger eine Sichtprüfung auf augenscheinliche Mängel und eine Funktionsprüfung erfolgen. Weiterhin sind in der Gefährdungsbeurteilung des Unternehmens Prüffristen für regelmäßige Wiederholungsprüfungen des Stromerzeugers festzulegen. Schutzmaßnahmen mit RCD in nicht stationären Anlagen sind mindestens einmal im Monat auf Wirksamkeit durch eine Elektrofachkraft zu prüfen. Außer der augenscheinlichen Sichtprüfung müssen die Prüfungen dokumentiert werden. Beispielhafte Prüfprotokolle für mobile Stromerzeuger sind im Anhang 5 der DGUV Information 203032 „Auswahl und Betrieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagestellen“ zu finden.
INFO Quelle: BG BauPortal 4/2016
Stromerzeuger im Baustelleneinsatz mit „eingebauter Baustromverteilung“.
Autor: Dipl.-Ing. Hans-Joachim Kuhnsch BG BAU Prävention
Beispiel eines Erdungsanschlusses eines „großen“ Stromerzeugers.
Funktionsunfähige Erdung eines Stromerzeugers.
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
NEWS AUS DEM FACHVERBAND JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2016 IN HEIDELBERG rung einer technischen Norm für einen einheitlichen Bohrkronenanschluss in Zusammenarbeit mit dem VDMA, die Vorbereitung eigener Fachvorträge für die im kommenden Jahr stattfindende Fachausstellung BeBoSa sowie die öffentlichkeitswirksame Thematisierung des eigenen Berufsbildes zur Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte.
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Langjähriger Weggefährte
Die Mitgliederversammlung des Fachverbandes Betonbohren und -sägen wählte am 4. Juni 2016 in Heidelberg turnusgemäß drei Vorstandsmitglieder. Die Schatzmeisterin Britta Keinemann wurde im Amt bestätigt, der bisherige Beisitzer Michael Huber wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden und Matthias Seliger zum neuen Beisitzer gewählt. Matthias Seliger ist Geschäftsführer der Seliger GmbH, eines Dienstleistungsbetriebs in Potsdam, seit 2002 Mitglied des Fachverbandes und bereits als Regionalleiter Berlin aktiv. Er übernimmt die Leitung des Ausschusses Regionaltreffen. „Ich habe den Fachverband als aktive Interessenvertretung unserer Branche kennengelernt und entschieden: Hier möchte ich mich persönlich einbringen“, sagte Seliger nach der Wahl. „Erklärtes Ziel ist es, unsere Leistungen und unseren Beruf insbesondere gegenüber Auftraggebern und jungen Menschen in der Öffentlichkeit
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darzustellen. Wir wollen gute Marktbedingungen für unsere Branche und bieten Mitarbeitern – aus meiner Überzeugung und mit einfachen Worten – den geilsten Job der Welt.“ Michael Huber benannte wichtige Aufgaben der nächsten Monate. Dazu zählen die Finalisie-
Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Manfred Rütters scheidet nach 18 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. „Manfred war ein streitbares und absolut zuverlässiges Mitglied unseres Teams“, erklärte der Vorsitzende Thomas Springer auf der Mitgliederversammlung. „Im Namen des gesamten Vorstandes danke ich ihm herzlich für sein langjähriges Engagement und seine Verdienste für unsere
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FACHVERBÄNDE
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Branche.“ Manfred Rütters engagiert sich neben seiner Arbeit in verschiedenen Ausschüssen des Fachverbandes zukünftig als stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Museum für alte Betonbohr- und -sägemaschinen e. V.“. Auf Antrag des Vorstandes wurde er von den anwesenden Mitgliedern zum Ehrenmitglied gewählt.
entstehen. In Heidelberg beschlossen die Mitglieder des Fachverbandes, den finanziellen Eigenanteil des Museumsvereins bei Bedarf aufzustocken und die noch bestehende Finanzierungslücke zu schließen. Rund 100.000 Euro wurden bereits durch Spendengelder aus den Reihen der Fachverbandsmitglieder aufgebracht. „Es ist und bleibt unser Ziel, weitere Spenden für den Museumsverein zu generieren. Dafür werden wir gemeinsam bis Ende des Jahres kämpfen und wir bitten jeden Vertreter unserer Branche um finanzielle Unterstützung – egal in welcher Höhe“, erklärt Thomas Springer. „Gleichzeitig liefert der Beschluss unserer Mitglieder die notwendige Planungssicherheit für das Projekt und ermöglicht den Beginn der Umsetzung. Ich persönlich sehe dieses Vorhaben als wichtigen Meilenstein, um unsere Branche in der Öffentlichkeit zu verankern.“ Das Informationszentrum beherbergt zukünftig eine Ausstellung historischer Maschinen und macht so die technische Historie der Betonbohrund -sägebranche für alle Interessier-
Ehrungen Für langjährige Mitgliedschaft gab es Urkunden und Präsente. Außerdem wurden die Lehrgangsbesten in der Aus- und Weiterbildung geehrt.
Historie der Branche Ein ambitioniertes Projekt der Betonbohr- und -sägebranche kann realisiert werden. Auf Initiative des „Museums für alte Betonbohr- und -sägemaschinen e. V.“ und in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum (ABZ) Hamm des Berufsförderungswerks der Bauindustrie NRW soll ein neues Informationszentrum
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ten erlebbar. Gleichzeitig dient es als Begegnungsstätte im Rahmen der vom Fachverband verantworteten Aus- und Weiterbildung oder für branchennahe Veranstaltungen wie beispielsweise Regionaltreffen oder Kundenevents.
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Hauptversammlung: Die Mitglieder bei der Stimmabgabe.
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Der neugewählte Vorstand: v. l.: Matthias Seliger, Dr. Rainer Schulze, Michael Huber, Thomas Springer, Manfred Dziuba, Britta Keinemann und Jörg Müller.
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Präsente für langjährige Mitgliedschaft.
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Die Lehrgangsbesten bei der Weiterbildung zum Betonbohrund -sägefachmann.
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Felix Böhmike wird als bester Azubi geehrt.
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Das Projekt: Neubau des Museums und Kompetenzzentrums in Hamm.
INFO Alle Informationen zum Projekt gibt es unter: www.bbs-museum.de
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
MANFRED RÜTTERS: 18 JAHRE VORSTANDSARBEIT Regionaltreffen den Netzwerkgedanken mit Leben erfüllen, kontinuierlich steigende Teilnehmerzahlen belegen dies. 1997 folgte die Mitarbeit im Ausschuss Gütesiegel mit dem Ziel, die Qualitätsleistung der Betonbohr- und -sägebetriebe zertifizieren zu können, was mit Einführung des Qualitätszeichens QZ 2004 gelungen ist. 1998 wurde ich Mitglied des Vorstandes und 2000 zum zweiten Vorsitzenden gewählt.
Manfred Rütters führt seit 1989 seinen eigenen Dienstleistungsbetrieb, trat 1995 in den Fachverband ein und ist seit 1998 Vorstandsmitglied des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. Im Vorfeld der diesjährigen Mitgliederversammlung sprach die ALLGEMEINE BAUZEITUNG mit ihm über mittlerweile 18 Jahre Vorstandsarbeit. Herr Rütters, Sie sind seit mehr als zwei Jahrzehnten Mitglied im Fachverband, was sind die Beweggründe für Ihr Engagement? Manfred Rütters (M. R.): Ich sehe den Fachverband damals wie heute als das, was er ist: die Interessenvertretung einer spezialisierten Branche der Bauwirtschaft. Hier werden branchenrelevante Themen im Interesse der Mitglieder bearbeitet, als Mitglied erhalte ich fachliche Unterstützung und Beratung für mein Tagesgeschäft, außerdem bietet er eine ideale Plattform für den Austausch unter Kollegen. Zudem wollte ich selbst unser Branchenumfeld gestalten. So habe ich bereits 1996 die Regionalleitung West übernommen und konnte im Rahmen der jährlich stattfindenden
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Welche Meilensteine erreichte der Fachverband während Ihrer Amtszeit? M. R.: Derer gab es viele, große wie kleine – alle haben sie unsere Gemeinschaft, aber auch die Branche nach vorn gebracht. Einige Beispiele möchte ich nennen: So ist es in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels wichtig, selbst für qualifizierten Nachwuchs sorgen zu können. Mit der Einführung des Berufsbildes Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik im Jahr 2003 schufen wir die Grundlage, um jungen Menschen eine fundierte Ausbildung in einem hochtechnisierten Segment der Bauwirtschaft anbieten zu können. Jetzt hat jeder Fachbetrieb die Möglichkeit, eigene Mitarbeiter auszubilden und optimal auf die Arbeit in seinem Betrieb vorzubereiten. Ich selbst habe seitdem drei junge Kollegen ausgebildet und anschließend auch übernommen. Für ein auskömmliches Einkommen sorgen der seit 2008 geltende Rahmentarifvertrag und der per Mitgliederbeschluss von 2013 für alle Verbandsmitglieder geltende Baumindestlohn. Auch intern haben wir uns strukturell verbessert: Seit 2012 verfügt der Fachverband über einen Ehrenkodex. Dieser definiert Verhaltensregeln, die für alle Mitglieder verbindlich sind. Damit wollen wir uns von den sogenannten schwarzen Schafen der Branche abgrenzen und mit Leistungen gemäß den Grundsätzen eines seriösen Handwerkers und Kaufmanns auftreten – um kurz aus dem Verhaltensgrundsatz zu zitieren. Und natürlich liegt mir der Zusammenhalt innerhalb der Branche nach wie
vor am Herzen. 2011 gelang unter der Federführung des Fachverbandes die nachhaltige Etablierung der Fachmesse BeBoSa. Neben den Regionaltreffen und der jährlichen Hauptversammlung ist sie eine weitere Plattform speziell für die Betonbohr- und -sägebranche. Nach positiver Resonanz bei Ausstellern und Besuchern findet sie 2017 bereits zum dritten Mal statt. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung steht die Vorstandswahl an. Sie haben entscheiden, nicht erneut zu kandidieren. Warum? M. R.: 18 Jahre durfte ich die Geschicke des Verbandes steuern und gestalten. Jetzt ist es an der Zeit, den Staffelstab an die jüngere Generation zu übergeben. Ich bedanke mich an dieser Stelle für das über all die Jahre entgegengebrachte Vertrauen sowohl seitens der Mitglieder, aber auch der Vorstandskollegen und des Teams der Geschäftsstelle. Meinen Ehrenämtern im Verband bleibe ich treu, widme mich jedoch gleichzeitig einer neuen spannenden Aufgabe, dem Neubau eines Informationszentrums der Betonbohr- und -sägebranche, initiiert vom Verein Museum für alte Betonbohr- und -sägemaschinen e. V. Hier wollen wir die technische Historie unserer Branche erlebbar gestalten und für mindestens die nächsten 20 Jahre eine Ausstellung historischer Maschinen errichten. Das Projekt wird über Spenden und Sponsorengelder finanziert, Unterstützer sind jederzeit willkommen. Und damit schließt sich auch der Kreis, denn mit dem Informationszentrum schaffen wir ein weiteres Podium für das Netzwerk unserer Branche.
INFO Das Interview führte Burkhard Büscher von der ALLGEMEINEN BAUZEITUNG.
FACHVERBÄNDE
VERSTÄRKUNG IN DER GESCHÄFTSSTELLE
Christof Boxberger.
Christof Boxberger ist seit Februar 2016 stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Betonbohren und -sägen. Der diplomierte Bauingenieur verantwortet den Schwerpunkt Technik. Zuvor arbeitete er in einem technischen Büro eines Baustoffherstellers, als Vertriebsingenieur in der Schalungsbranche und zuletzt fünf Jahre als Projektleiter in einem Betonbohr- und -sägebetrieb im Rhein-Main-Gebiet. Gerade bei seinem letzten Arbeitgeber konnte Boxberger umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Betonabbruch und Schadstoffsanierung sammeln. Zum seinem Tagesgeschäft gehörte die kaufmännische und technische Abwicklung von Kernbohr- und Wandsägeaufträgen sowie Asbest- und KMF-Sanierungsmaßnahmen. Zerstö-
rungsfreie Prüfung von Betonarmierung (Ferroscan) und nachträgliche Bewehrungsanschlüsse im Injektionsmörtelverfahren rundeten sein Aufgabengebiet ab. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen im Fachverband und möchte meine Erfahrungen beim Ausbau des Bereichs Technik und Sicherheit einbringen“, erklärt der 47-Jährige. „Dabei werde ich insbesondere die Ausschüsse des Fachverbandes in diesen Bereichen unterstützen sowie die Verbandsinteressen bei den relevanten Normenausschüssen vertreten.“ Hinzu kommen die Beratung und Unterstützung der Verbandsmitglieder bei technischen oder sicherheitsrelevanten Fragen im Tagesgeschäft sowie die Organisation von Jahreshauptversammlungen und Messeauftritten u. a. auf der BeBoSa und der Bauma.
TERMINE 19. Oktober 2016 Regionaltreffen Südwest 28. Oktober 2016 Regionaltreffen Nord 4. November 2016 Regionaltreffen Berlin 9. November 2016 Regionaltreffen West 16. November 2016 Regionaltreffen Mitte 18. November 2016 Regionaltreffen Ost 25. November 2016 Regionaltreffen Südost 13. bis 21. Januar 2017 Seminar BBS 2 15. bis 20. Januar 2017 Seminar BBS 1
INFO E-Mail: boxberger@fachverbandbohren-saegen.de
25. bis 30. Januar 2017 Seminar Seilsägen (GSS)
WISSENSWERTES Der Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. ist mit mehr als 700 Mitgliedern weltweit der stärkste Verband dieser Branche. Mitglieder sind Dienstleistungsbetriebe und Herstellerfirmen rund ums Betonbohren und -sägen. Zu seinen gestellten Aufgaben zählen die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte, die Förderung technischer Innovationen, die Vermittlung nationaler und europäischer Normen sowie die Vereinheitlichung von Ausschreibungsverfahren. Darüber hinaus gibt der Verband seinen Mitgliedern fachliche und juristische Hilfestellung in allen Bereichen der Unternehmensführung.
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
IM GEDENKEN AN ... ... Vereinsgründer Otto Alte-Teigeler
Otto Alte-Teigeler wurde am 29.6.1930 geboren. Nach seiner Ausbildung zum Bohrmeister, danach Ingenieur, war er viele Jahre weltweit im Erdölgeschäft tätig. Hier setzte er erfolgreich Diamantwerkzeuge bei Erdölbohrungen ein. An der Entwicklung von Diamantwerkzeugen im Baugewerbe war Herr Alte-Teigeler als Mitarbeiter einer amerikanischen Firma maßgeblich beteiligt. Diese Werkzeuge werden heute im Bereich Bohren und Sägen im Straßen-, Tief- und Hochbau weltweit eingesetzt. Viele erinnern sich noch an „das Wunder von Lengede“, das Grubenunglück, bei dem es 1963 Otto Alte-Teigeler, in Fachkreisen kurz OAT genannt, gelang, mit einem Spezialbohrer die überlebenden Kumpel zu retten. Ab 1970 wechselte er in die Ausführung im Betonstraßen- und Flugplatzbau bei der damaligen Firma Isotech. Unter seiner Leitung wurde der Einsatz von Diamantwerkzeugen bei der Herstellung von Fugen im Straßenbau zur Standardausführung. Er trug auch viel zur Ent-
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Die Lebensgeschichte von Otto Alte-Teigeler.
wicklung von noch heute ausgeführten Fugensystemen in diesem Bereich bei. Die Firma Otto Alte-Teigeler GmbH wurde 1977 von OAT in Gernsbach, Baden-Württemberg, gegründet. Als geschäftsführender Gesellschafter stellte er die Weichen für die Entwicklung der heute weltweit tätigen OAT GmbH.
Verbandsgründer 1984 wurde auf seine Initiative hin der Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. gegründet, in dem er über viele Jahre Vorsitzender war und seine Erfahrung zur Verfügung stellte.
1994 gründeter er den internationalen Fachverband IACDS. Auch hier stellte er den Vorsitz als Präsident in den Jahren 1994 bis 1999. In den 20 Jahren seines Ruhestandes machte Otto Alte-Teigeler noch sehr viele Reisen und konnte seinen Lebensabend genießen. Zeit fand er auch noch für seine Lebensgeschichte: Vom Ural bis Bora-Bora – Ein Leben für die Bohrtechnik. Unter diesem Titel erschien seine Biografie, in der er in heiterer Weise aus seiner Familiengeschichte, von seiner eindrucksvollen beruflichen Karriere, seinen zahlreichen Begegnungen mit Persönlichkeiten aus aller Welt und von der Gründung des Fachverbandes Betonbohren und -sägen berichtet. In der Geschäftsstelle des Fachverbandes sind noch einige Restexemplare dieser interessanten Lektüre erhältlich. Otto Alte-Teigeler verstarb am 1. April 2016 im Alter von 85 Jahren.
FACHVERBÄNDE
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SCHWEIZER VERBAND SVBS 30. Mitgliederversammlung in Ascona
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Pünktlich um 13.30 Uhr begrüßte der Präsident Philippe Wingeier in seinem dritten Amtsjahr die anwesenden Mitglieder und Gäste im Hotel Casa Berno oberhalb von Ascona zur 30. Mitgliederversammlung des SVBS. An der Jubiläumsveranstaltung nahmen gesamthaft 65 Personen teil. Die anwesenden Mit-
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glieder vertraten 55 % aller stimmberechtigten Verbandsmitglieder. Nach der Begrüßung richtete der erste Vorsitzende des deutschen Fachverbandes Betonbohren und -sägen, Herr Thomas Springer, seine Grußworte an die Versammlung. Der deutsche Verband zählt über 700 Mitglieder und peilt in den nächsten Jahren die 800er-Marke an. Es ist zwischen den beiden befreundeten Verbänden aus der Schweiz und Deutschland Tradition, dass jeweils eine Delegation die Mitgliederversammlung des anderen Landes besucht.
Thema: Geschäftsmodell Herr Donat Fritsch, ehemaliger Inhaber der Firma Nestag und Ehrenmitglied des SVBS, provozierte mit seinem Referat „Geschäftsmodell“ die anwesenden Unternehmer. Mit einfachen, aber sehr
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realistischen Marktbeispielen zeigte er auf witzige, dann aber auch auf ernsthafte Art und Weise auf, welche Eingriffe im Unternehmen welche Auswirkungen auslösen. Der Vollblutunternehmer Donat Fritsch weckte das Interesse und die Aufmerksamkeit der Anwesenden, sodass die Versammlung nach seinem Referat richtig gestartet werden konnte.
Finanzen: Ausgeglichen Die Mitgliederversammlung genehmigte die ausgeglichene Jahresrechnung 2015 und erteilte dem Vorstand die Decharge. Ebenfalls wurde das Budget 2016 vorbehaltslos gutgeheißen, obwohl es mit einem kleinen Verlust rechnet. Dem Antrag des Vorstandes, den Mitgliederbeitrag 2017 gleich zu belassen, wurde ebenso einstimmig zugestimmt.
FACHVERBÄNDE
An verschiedenen Posten erfuhren die Teilnehmer viel über die Herkunft und Produktionsweisen von Zigarren. Zum Schluss der Führung gab es eine Zigarren-Degustation und eine Bar mit passenden Getränken. Musikalisch umrahmt mit typischer Tessiner Volksmusik fand das gemeinsame Abendessen wiederum im Hotel Casa Berno in Ascona statt. Es herrschte eine sehr ausgelassene und kollegiale Stimmung. Der Abend wurde an der Hotelbar und teilweise in der Stadt Ascona bei einem Schlummertrunk beendet. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit und machten nach der Versammlung ein verlängertes Wochenende im Tessin.
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Philippe Wingeier
Ehrenmitgliedschaft Herr Gilbert Delley demissionierte nach jahrzehntelanger Tätigkeit aus dem Vorstand. Er wurde für seine großen Verdienste für den SVBS vom Präsidenten geehrt und von der Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Neu in den Vorstand wurden die Herren Marcel Dätwyler, Vincent Probst und Gregor Kanne gewählt. An der Versammlung konnte der neue Geschäftsführer des SVBS,
Herr Remy Baumann, seinen Mitgliedern vorgestellt werden. Nach eineinhalb Stunden konnte der Präsident die Mitgliederversammlung offiziell beenden und die Besucher zum Rahmenprogramm einladen.
Rahmenprogramm Mit dem Car verschob die Gesellschaft von Ascona nach Brissago zur Zigarrenmanufaktur Centro Dannemann.
INFO SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohr- und Betonschneideunternehmungen Postfach 528 Bahnhofstraße 7 d 4512 BELLACH, SCHWEIZ Telefon: +41 32 61810-50 www.svbs.ch
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Kollegiale und gute Atmosphäre während der Mitgliederversammlung in Ascona.
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SVBS-Präsident Philippe Wingeier leitete die Mitgliederversammlung zügig und humorvoll.
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Ehrenmitglied Donat Fritsch bei seinem Referat.
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Gilbert Delley wurde für seine großen Verdienste zum Ehrenmitglied gewählt und erhielt als Geschenk die SVBSKuhglocke.
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IACDS/IVBS Internationaler Verband trifft sich auf der Bauma
Der Internationale Verband der Betonbohr- und -sägeunternehmen, kurz IACDS oder IVBS genannt, traf sich zu seiner Jahrestagung am 16./17. April, während der Bauma, in München. Der IACDS besteht zurzeit aus zehn nationalen BBS-Verbänden sowie aus Vertretern der Industrie. Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Bohr- und Sägefirmen international zu vertreten und weltweite Standards in puncto Ausbildung, Normen, Gesetze etc. zu setzen. Er will Branchenstatistiken der einzelnen Länder nach Anzahl, Umsatz und Mitarbeitern erstellen und vergleichen. Er will Gesprächspartner für internationale politische Gremien oder andere internationale Verbände sein. Außerdem will er Koordinationsstelle zur Ausnutzung von Synergien sein (verschiedene Verbände sollten nicht gleichzeitig die gleiche Arbeit tun) und nicht zuletzt auch bei der Gründung na-
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tionaler Verbände Förderung und Hilfestellung geben.
Diamond Award Highlight des diesjährigen Treffens ist die Verleihung des Diamond Awards, einer besonderen Auszeichnung für hervorragende Lösungen auf dem Gebiet des Betonbohrens und -sägens. Der Award, ursprünglich eine Idee des deutschen Fachverbandes, blickt inzwischen auf eine 15-jährige Tradition zurück. Erstmalig vergeben auf der BeBoSa 2000, gefolgt von den Baumas 2004 bis 2011 sowie auf den Messen World of Concrete, ist die internationale Beteiligung stetig größer geworden und die Qualität der eingereichten Arbeiten kontinuierlich gewachsen. Die Bewertung erfolgt durch eine international besetzte Jury, die die eingereichten Arbeiten unter den folgenden Gesichtspunkten bewertet:
• Planung, Komplexität • Innovation • Schwierigkeitsgrad • Qualitätsansprüche Seit der Bauma 2007 ist der internationale Verband Veranstalter und Organisator dieses Wettbewerbs. Die Gewinner erwartete, neben der internationalen Bekanntmachung der Firma mit dem Bonus „Winner of the Diamond Award“, eine Einladung zur feierlichen Preisverleihung am 17. April im Hotel Holiday Inn in München. Dort wurden die Preisträger und deren herausragende Projekte im Rahmen einer Pressekonferenz ausgezeichnet, einem breiten Fachpublikum und der internationalen Fachpresse vorgestellt.
Die Preisträger Die Gewinner des Diamond Awards 2016 waren die Diamantbohr Gruppe aus der Schweiz, Diatec GmbH aus Deutschland und die Firma Thayr aus Spanien. Die preisgekrönten Arbeiten sind in dieser und der letzten BETONBOHRER-Ausgabe bereits ausführlich beschrieben. Weitere eingereichte Arbeiten in Kurzform:
Deich in Almeria In einem Deichbauwerk vor der Küste von Almeria wurden – ohne Tauchereinsatz – 104 Öffnungen, 3,50 m hoch und
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FACHVERBÄNDE
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IACDS-Vorstand, hinten v. l. n. r.: Philippe Wingeier, Norikazu Shibuya, Julie White und Lars Sändstrom (ehem. Präsident), vorn: Daniel Trachsel (l., ehemaliger Sekretär) und Jose Blanco (neuer Sekretär).
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And the winner is ... Preisverleihung Award 2016 v. l. n. r.: Fabian Alcudia, Thayr S. L. U.; Julie White, IACDSPräsidentin; Philippe Wingeier, Diamantbohr Gruppe, Axel Diffenhard, DIATEC GmbH.
0,65 m breit, in die 50-cm-Stahlbetonwände mittels Seilsäge geschnitten. A. S. P. Corte de Hormigón S. L., Spanien
Planetarium Chicago
In einem 5,2-Millionen-Dollar-Projekt schnitten die Experten von Cobra Cutting 50 t Beton mittels Wand- und Seilsägen aus dem Gebäude, um das Planetarium in eine Touristenattraktion zu verwandeln. Cobra Concrete Cutting Services, USA
Auckland, New Zealand 1 200 t Beton wurden mittels Fugenschneidern und Wandsägen beseitigt, um ein Tunnelsystem auf einer vielbefahrenen Autobahn zu erweitern. A1 Kiwi Cutters, Neuseeland
Mont-Saint-Michel Im Granitfels der Abtei Mont-Saint-Michel in der französischen Normandie wurde mittels Seilsäge ein Fußweg für die Besucher geschnitten. Die Dimensionen: Länge 20 m, Breite 1,40 m, Höhe 2,10 m. Diam Entreprise Sarl, Frankreich
Forschungszentrum in Batavia In einem Labor musste ein Tor mit den Abmessungen 6,4 m breit, 6 m hoch und fast 4 m tief entfernt werden. Siehe auch ausführlichen Bericht auf Seite 36.
Hochofen in Japan Mittels Seilsägetechnik wurden rund 1 500 t erstarrtes Roheisen unter dem Abstichloch eines Hochofens entfernt. Nippon Concrete Cutting, Japan
Hard Rock Concrete Cutters Inc., USA
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JULIES KOLUMNE
NEU AN BOARD
Julie White, Präsidentin des Internationalen Verbandes IACDS, schreibt an dieser Stelle regelmäßig aus ihrer Sicht über die Betonbohr- und -sägebranche.
Julie White, Präsidentin des IACDS.
Die Zukunft der Branche glänzt wie ein Diamant Seit dem Referendum in Großbritannien hat sich für mich die Welt verändert. Doch glaube ich weiterhin an die Zukunft und den weltweiten Erfolg unserer Branche. Die Zukunft wird Ecken und Kanten haben, aber das sind auch die einzigen Stellen, an der ein Diamant zu glänzen scheint.
amond Awards ausgezeichnet. Die Schweizer Diamantbohr Gruppe, DIATEC GmbH aus Berlin und die spanische Thayr S. L. U. wurden für ihre herausragenden Arbeiten geehrt, die wieder einmal aufzeigten, wozu die Bohr- und -sägebranche in der Lage ist.
In den letzten Monaten habe ich auf drei wichtigen Treffen viele Betonbohrer aus der ganzen Welt getroffen. Zunächst auf der World of Concrete in Las Vegas. Dort spürte man förmlich bei Besuchern und Ausstellern, dass es mit der Branche aufwärts geht. Ebenso auf der Bauma in München, der wichtigsten Fachmesse der Welt, wo neue Besucher- und Austellerrekorde erzielt wurden. Im Rahmen des IACDS-Meetings auf der Bauma nutzte ich die Gelegenheit, am Stand des deutschen Fachverbandes dem 1. Vorsitzenden, Herrn Thomas Springer, eine Gedenkplatte zur Erinnerung an unseren kürzlich verstorbenen Verbandsgründer Otto Alte-Teigeler zu überreichen. Otto war sowohl für den deutschen als auch für den internationalen Verband eine prägende Person und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass beide Verbände überhaupt entstanden sind.
Diese drei Ereignisse zeigen mir, dass unsere Branche gesund ist und – noch viel wichtiger – weltweit professionell und innovativ an unserer Zukunft arbeitet. Einer Zukunft, die sich auch auf die Schultern der nationalen Verbände und des internationalen Verbandes stützen kann.
Am letzten Baumatag wurden die drei Gewinner des diesjährigen Di-
Michael Findeis ist seit der Bauma 2016 neues Mitglied im „Board of Directors“ des internationalen Fachverbandes. Er vertritt als Delegierter des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. die Interessen der Fachverbandsmitglieder. Im Verband ist er zudem Mitglied im Tarifausschuss und er ist der Gastgeber der Regionaltreffen im Süden Deutschlands. Michael Findeis wurde 1970 in Wien geboren und ist – nach Studium und einigen Jahren im Ausland – Geschäftsführer der Findeis Betonbohrservice GmbH in Nürnberg.
Michael Findeis.
Ich freue mich sehr, dass nach der hervorragenden Arbeit unseres ehemaligen Generalsekretärs Daniel Trachsel, jetzt mit Jose Blanco ein würdiger und äußerst kompetenter Nachfolger gefunden wurde und durch Michael Findeis der deutsche Fachverband hervorragend an „Board“ vertreten ist. Zum Abschluss fordere ich Sie auf, „Ihren“ Verband, sowohl den nationalen wie auch den IACDS, zu unterstützen, damit wir alle an einem Strang ziehen und auch in der Zukunft die Branche wie ein Diamant glänzt.
INFO
Julie White, Präsidentin des IACDS www.iacds.org
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NACH DER BAUMA IST VOR DER BEBOSA 01
Der Messeauftritt des Fachverbandes Betonbohren und -sägen auf der Bauma war ein voller Erfolg. „Unsere Präsenz in direkter Nachbarschaft zu den Herstellerfirmen hat sich erneut bewährt“, resümiert der Verbandsvorsitzende Thomas Springer. „Unser Messeteam
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führte sehr viele Gespräche mit unseren Mitgliedern sowie Vertretern der Hersteller. Außerdem konnten wir zahlreiche Dienstleistungsbetriebe für eine Mitgliedschaft im Verband begeistern.“ Zu den Gesprächsinhalten zählten unter anderem die Themen Aus- und Weiter-
bildung, Arbeitssicherheit und Qualitätssicherung. Mit dem Ende der Bauma startet die Vorbereitung auf die BeBoSa 2017. „Viele Hersteller, mit denen ich persönlich auf der Bauma gesprochen habe, äußerten sich sehr zufrieden mit dem Messeergebnis“, erklärt Thomas Springer. „Und bereits jetzt richtet sich ihr und unser Blick auf das kommende Jahr, das mit der Fachausstellung BeBoSa ein weiteres Highlight für unsere Branche bereithält.“ Die BeBoSa findet vom 23. bis 25. März 2017 im Convention Center des Sauerland Stern Hotels in Willingen statt. Die alle drei Jahre veranstaltete Fachausstellung ist eine geschäftliche Plattform, wo Aussteller neue technologische Entwicklungen der Betonbohr- und -sägebranche präsentieren und ein reger Erfahrungsaustausch stattfindet. In der zweiten Auflage 2014 zählte die Messe mehr als 1 800 Besucher und 52 Aussteller. In diesem Rahmen findet auch die Jahreshauptversammlung des Fachverbandes statt.
VERANSTALTUNGEN
INFO
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Alle Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.bebosa.com.
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Das Messeteam auf der Bauma 2016: v. l. n. r.: Manfred Rütters, Britta Keinemann, Manfred Dziuba, Katja Gaußmann und Thomas Springer.
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Vorläufiger Hallenplan der BeBoSa 2017.
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Die BeBoSa 2014 in Willingen.
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BETONBOHRER – Ausgabe 39 – 2016
RECHTSTIPPS Verbandsanwalt Dr. Georg Groth informiert aus seiner täglichen Praxis
Kündigungsschutz Das Kündigungsschutzgesetz findet keine Anwendung auf Betriebe, in denen in der Regel zehn oder weniger Arbeitnehmer beschäftigt werden. Hierbei werden freie Mitarbeiter, Geschäftsführer und Auszubildende nicht mitgezählt, da sie keine Arbeitnehmer sind. Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden werden zur Hälfte, diejenigen mit nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 % berücksichtigt. Für im Betrieb tätige mehr als fünf Arbeitnehmer, die schon am 31.12.2003 mehr als sechs Monate im Unternehmen beschäftigt waren, gilt abweichend das Kündigungsschutzgesetz, das damals die Kleinbetriebsschwelle von bis zu fünf auf bis zu zehn Arbeitnehmer heraufgesetzt heraufgesetzt, aber die Altbeschäftigten mit Bestandsschutz versehen hat. Im Kleinbetrieb erspart sich also der Arbeitgeber im Falle der Kündigung die Notwendigkeit, die soziale Rechtfertigung nach dem Kündigungsschutzgesetz darlegen und beweisen zu müssen. Dennoch kann auch eine Kündigung im
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Kleinbetrieb rechtlich angreifbar sein und wird nach unseren Beobachtungen mehr und mehr angegriffen. Das Bundesverfassungsgericht hat schon 1998 festgestellt, dass ein arbeitsrechtlicher Mindestschutz der Arbeitnehmer durch die zivilrechtlichen Generalklauseln zu gewähren ist. Der Arbeitgeber hat sich auch im Kleinbetrieb bei Ausspruch einer Kündigung am Grundsatz von Treu und Glauben zu orientieren und im Vorfeld einer Kündigung bei der Auswahl unter mehreren Arbeitnehmern ein gewisses Maß an sozialer Rücksichtnahme zu beachten. Für die Kündigung muss ein – dem Arbeitsrichter! – irgendwie einleuchtender Grund gegeben sein. Willkürliche Kündigungen, Maßregelungen oder diskriminierende Handlungen (Achtung! AGG!) können auch eine Kündigung im Kleinbetrieb unwirksam machen.
Vertragsstrafe Geld ohne Nachweis eines Schadens? Aus Ihren Werkverträgen kennen Sie Vertragsstrafenklauseln, insbesondere
für Fristüberschreitungen, und Sie haben sich sicherlich in den VOB-Seminaren des Fachverbandes oder bei anderen Weiterbildungsanbietern darüber kundig gemacht, unter welchen Voraussetzungen eine Vertragsstrafe wirksam vereinbart ist und gezahlt werden muss – oder nicht. Vertragsstrafen gibt es auch im Arbeitsrecht: Ein Arbeitgeber hatte im Arbeitsvertrag vorgesehen, dass der Arbeitnehmer im Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ohne Einhaltung der maßgeblichen Kündigungsfrist eine Vertragsstrafe von einem Brutto-Monatsentgelt zu zahlen habe. Während der vereinbarten Probezeit, in der eine zweiwöchige Kündigungsfrist gelten sollte, kündigte der Arbeitnehmer fristlos, und der Arbeitgeber verlangte die im Vertrag vereinbarte Vertragsstrafe. Er bekam sie nicht (BAG 8 AZR 665/14 vom 17.03.2016). Die Vertragsstrafenregelung war unwirksam. Eine Vertragsstrafe, die höher ist als die Vergütung, die auf die Zeit zwischen der vorzeitigen tatsächlichen Beendigung des Arbeitsverhältnis und dem Ablauf der maßgeblichen ordentlichen Kündigungsfrist entfällt, kann allenfalls in einem (hier nicht gegebenen) Ausnahmefall einmal wirksam sein. Außerdem dürfte die Klausel undurchsichtig und unangemessen gewesen sein, da der Arbeitnehmer nach ihrem Wortlaut auch dann die Vertragsstrafe hätte zahlen müssen, wenn er mit gutem Grund fristlos gekündigt hätte. Sinnvoll und durchsetzbar dürfte also allenfalls eine Vertragsstrafenabrede im Arbeitsvertrag sein, die eine Zahlung
INFORMATIONEN
in Höhe des bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist zu zahlenden Bruttoentgelts für den Fall vorsieht, dass der Arbeitnehmer ohne einen vom Arbeitgeber gesetzten Grund vorzeitig seine Tätigkeit einstellt.
Wetterverhältnisse Alle reden vom Wetter ... Wie schlecht das Wetter im Mai und Juni 2016 in Deutschland war, sehen Sie daran, dass der Gesetzgeber eingreifen musste (Bundesgesetzblatt 2016 Teil 1 S. 1838 vom 29.07.2016). Das „Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bei hochwasser- und starkregenfallbedingter Insolvenz“ bestimmt im § 1: Beruht der Eintritt einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung auf den Auswirkungen der Starkregenfälle und Hochwasser im Mai und Juni 2016, so ist die nach § 15 a der Insolvenzordnung bestehende Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages ausgesetzt, solange die Antragspflichtigen ernsthafte Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen führen und dadurch begründete Aussichten auf Sanierung bestehen, längstens jedoch bis zum Ablauf des 31. Dezember 2016.
Reine Formsache Vorsicht mit der Schriftformklausel! § 309 Nr. 13 BGB wird mit Wirkung zum 01.10.2016 geändert. Für Anzeigen und Erklärungen darf ab diesem Datum AGB-mäßig keine strengere Form als die Textform nach § 126 b BGB vorgeschrieben werden. Der Textform genügt auch eine E-Mail oder ein Fax oder Computerfax. Eine Unterschrift ist nicht erforderlich. Der Absender muss lediglich erkennbar sein, etwa durch Angabe des Namens. Jede strengere Formvorgabe in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist unwirksam, also auch die elektronische Form, die eine qualifizierte elektronische Signatur verlangt. Arbeitsverträge sind regelmäßig durch Arbeitgeber vorformuliert. Sie sind also Allgemeine Geschäftsbedingungen. Die Arbeitnehmer handeln nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts
bei Abschluss des Arbeitsvertrages als Verbraucher. Folglich gilt der neue § 309 Nr. 13 BGB auch in Arbeitsverträgen. Deshalb ist es von Bedeutung, dass in Ihren Verträgen, die ab dem 01.10.2016 abgeschlossen werden, kein Schriftformerfordernis vorgesehen wird, sondern nur die „Textform nach § 126 b BGB“. Für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses bleibt es dagegen bei dem Schriftformerfordernis nach § 623 BGB. Das Kündigungsschreiben muss also vom Aussteller eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet werden.
Ehevertrag Die gesetzlichen Regeln, die stets gelten, wenn kein Vertrag geschlossen wurde, sind für den Regelfall gedacht: Paare heiraten jung, bekommen Kinder, stehen füreinander ein, bringen füreinander Opfer, und werden nach längerer Ehezeit geschieden. Oft „passen“ also die gesetzlichen Regeln nicht, besonders dann, wenn Paare sich erst spät „trauen“, unterschiedliche Lebensstellungen bei Heirat erreicht haben, auf Kinder aus vorhergegangenen Ehen Rücksicht nehmen wollen, Erbschaften zu erwarten haben oder persönliche Erfahrungen aus dem Scheitern früherer Ehen ihnen Anlass zu
individueller autonomer Regelung geben. Zwang zu notarieller Beurkundung besteht für Fragen des Versorgungsausgleichs, Ehegüterrechts und erbvertragliche Vereinbarungen. Es empfiehlt sich jedoch nicht, an sich mögliche privatschriftliche Zusatzvereinbarungen nebenher zu schließen, da hierdurch die Wirksamkeit der einen wie der anderen zweifelhaft werden kann. Vielmehr sollte die Vereinbarung insgesamt vor einem Notar geschlossen werden. Zu denken ist typischerweise an: •E hewohnung/Hausrat, •G üterstand/Zugewinnausgleich, •U nterhalt, •V ersorgungsausgleich. Hierzu einige Einzelheiten: Wenn die Ehewohnung nur einem der Partner gehört oder von ihm/ihr allein angemietet worden ist, wird man darüber nachdenken wollen, was im Fall der Scheidung oder Trennung geschieht: Wer soll die Wohnung behalten, wer sie binnen welcher Frist verlassen? Überlegungen zum Hausrat, genauer: zur Hausratsteilung im Fall der Scheidung oder Trennung werden Paare anstellen, denen bestimmte Gegenstände des ehelichen Haushaltes aus welchen Gründen auch immer besonders am Herzen liegen. Auch wirtschaftliche Überlegungen sind je nach den Vermögensverhältnissen nicht unwichtig, kann doch beispielsweise auch ein Pkw „Hausrat“ im Sinne des Gesetzes sein. Das Stichwort Zugewinnausgleich haben Sie sicher schon gehört. Es bedeutet: Im Falle der Scheidung ist (auf Verlangen der einen oder anderen Partei) zu ermitteln, was sie und was er an Vermögen (Soll und Haben) am Hochzeitstag besaß und was am Tag der Zustellung der Scheidungsantragsschrift. Die (geldwertbereinigte) Differenz bildet den Zugewinn (ererbtes/geschenktes Vermögen schlägt nur mit dem realen Wertzuwachs seit dem Erwerb zu Buche), und wer mehr erwirtschaftet hat, muss dem/der anderen die Hälfte des Mehrerwerbs, wenn verlangt, herauszahlen. Die Forderung nach Zugewinnausgleich kann ein Scheidungsverfahren teuer werden lassen und in die Länge ziehen, allein schon, wenn
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über den Wert einer Immobilie bei Heirat und bei Scheidung ein Gutachten eingeholt werden muss. Und solange die Scheidung nicht rechtskräftig ist, dauern die Unterhaltspflichten an! Es ist daher erwägenswert, Zugewinnausgleichsansprüche entweder ganz auszuschließen oder das bei Heirat bereits vorhandene Vermögen auszunehmen. Letzteres ist etwas problematisch: Beispielsweise dann, wenn der Mann ein Haus hat, was er verkauft, um sich ein anderes zu kaufen – soll der Neuerwerb dann auch dem Ausgleichsausschluss unterfallen? Vorzugswürdig erscheint mir die erste Variante: Ausschluss von Zugewinnausgleichsansprüchen oder gleich Gütertrennung (mit Konsequenzen, die bei der Erbfolge zu bedenken sind), denn bei intakter Ehe kann man täglich für den Ausgleich von Vermögensunterschieden sorgen, und wenn die Ehe nicht intakt ist, will man es nicht. Nur bei sehr großen Vermögen ist der Zugewinnausgleich attraktiv, aus steuerlichen Gründen, weil steuerfrei und somit Erbschaftssteuer gespart werden kann. Der Versorgungsausgleich ist dem Zugewinnausgleich nachempfunden und bedeutet im Fall der Scheidung den Ausgleich der beiderseits während der Ehe erworbenen Renten- und sonstigen Versorgungsanwartschaften. Interessant ist er für den deutlich jüngeren von zwei Partnern, wenn der ältere nennenswert höhere (sozialversicherungspflichtige) Einkünfte hat und dies voraussichtlich noch für viele Jahre bis zur möglichen Scheidung. Störend kann sich der Versorgungsausgleich bemerkbar machen, wenn die Ehe nicht lange dauert und somit nur unwesentliche Anwartschaften zum Ausgleich anstehen, deren Ermittlung aber Zeit beansprucht, die dann unterhaltsrechtlich störend/nachteilig sein kann. Denn auf Unterhalt können Gatten während bestehender Ehe nicht verzichten (ferner nicht, wenn das Wohl gemeinsamer Kinder hierdurch gefährdet würde). Und die Sozialbehörden können diesen familienrechtlichen Unterhaltsanspruch zur Geltendmachung auf sich überleiten, wenn z. B. das Geld der Pflegeversicherung nicht ausreicht. Für die Zeit nach rechtskräftiger Scheidung hingegen können die Ehepartner
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(außer wenn sie kleine gemeinsame Kinder haben) auf Unterhaltsansprüche verzichten oder diese nach Dauer oder Höhe limitieren.
Leidiges Thema Stahlschnitte Zunächst: Es sind verschiedene Gestaltungen möglich: Verträge mit privaten Bauherren oder, wie § 13 BGB sie nennt, „Verbrauchern“. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann. Verträge mit Unternehmern (§ 14 BGB), das sind natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäftes in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Sodann kommen die unterschiedlichen Vertragsregime in Betracht, als da sind: • Werkvertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ohne weitere Bezugnahmen • Werkvertrag mit Einschluss eigener oder fremder Allgemeiner Geschäftsbedingungen wie derjenigen des Fachverbandes (also FBSRegelwerk) oder • Werkvertrag unter Einbeziehung der VOB/B Formalitäten brauchen für den Vertragsschluss in keinem Fall eingehalten zu werden. Was mündlich auf der Einsatzstelle oder telefonisch vereinbart wird, gilt – wenn die Verhandlungspartner auch die rechtliche Vollmacht haben, ihr jeweiliges Unternehmen zu binden. Empfehlenswert ist natürlich immer die Schriftform, und sei es nur in Form einer nachträglichen (Fax-)Bestätigung des Besprochenen.
Bei der Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen – auch die VOB/B stellt rechtlich Allgemeine Geschäftsbedingungen dar – gilt der Satz: Die speziellere Regelung geht der allgemeineren vor. Finden sich also im individuellen Vertragstext Detailregelungen, so sind diese anwendbar, egal was in den eigenen AGB, dem FBS-Regelwerk, der VOB/B oder der VOB/C steht. Hinsichtlich des FBS-Regelwerkes ist, wenn seine Geltung vereinbart werden kann, darauf Acht zu legen, die aktuelle Fassung zu verwenden (und auch dem Vertrag beizufügen oder im Verkehr mit Unternehmern darauf hinzuweisen, wo dieses Regelwerk zu finden ist). Weder das FBS-Regelwerk noch die VOB dürften im Vertrag mit einem Verbraucher Geltung erlangen, so wie auch eigene AGB hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gegenüber Verbrauchern zweifelhaft sind. Im Streitfalle würden derartige Bedingungen auf ihre Vorhersehbarkeit, Ausgewogenheit und Billigkeit richterlich überprüft werden können – und das Ergebnis wird sich nicht immer vorhersehen lassen. Wenn VOB/B vereinbart wird, gilt, soweit keine abweichende speziellere Regelung getroffen wird, immer auch deren Teil C und damit auch die DIN 18459/ATV Abbruch, wenn sich das Gewerk in deren Geltungsbereich abspielt (teilweiser oder vollständiger Abbruch oder Rückbau von baulichen und technischen Anlagen). Zu beachten ist, dass sich die ATV Abbruch seit August 2015 in veränderter Form präsentiert. Nach dieser Einleitung seien kurz die unterschiedlichen denkbaren Vertragsbilder skizziert: • BGB-Werkvertrag ohne weitere Bedingungen Hier brauchen Sie nicht einmal einen Preis zu vereinbaren. „Balkon abschneiden“ oder dergleichen auf Zuruf löst den Werklohnanspruch aus, wenn die Arbeit vertragsgerecht ausgeführt und vom Besteller abgenommen wird. Zu zahlen hat er (§ 632 Abs. 2 BGB) „die übliche Vergütung“, die im Streitfalle durch ein vom Gericht einzuholendes Sachverständigengutachten bestimmt wird. Kosten für dieses: ca. 2.000 Euro, zu zahlen von den
INFORMATIONEN
Parteien nach der Gewinn-/Verlustquote am Ende des Rechtsstreites. • Individuell ausgearbeiteter BGB-Werkvertrag Hier gilt, was vereinbart wird. Sie können – bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit – für Wassersaugen, Bohrkerne entsorgen, Stahlschnitte die Preise ansetzen, die Sie wollen und gegenüber Ihrem Vertragspartner durchsetzen können. Nebenbei: noch wurde nicht vernommen, dass ein Gericht eine Preisvereinbarung beanstandet hätte, die sittenwidrig niedrig war. • VOB-Vertrag Nehmen wir an, für Stahlbetonschnitte wird ein Preis vereinbart. Dann gilt nach alter ATV Abbruch (2006 bis Aug. 2015): Stahlschnitte am verbleibenden Bauteil bis 2 cm² Einzelschnittfläche sind Nebenleistungen, werden also nicht besonders vergütet. Stahlschnitte
im verbleibenden Bauteil über 2 cm² Einzelschnittfläche hingegen sind besondere Leistungen und somit zusätzlich zu vergüten. Der Stahlanteil in Teilungsschnitten am zu demontierenden Bauteil brachte also keine zusätzliche Vergütung. Andererseits war die Auffassung vieler Auftraggeber falsch, dass nur der Schnittanteil oberhalb von 2 cm² zu vergüten sei. Die ATV Abbruch in der Fassung seit August 2015 spricht Stahlschnitte weder als Nebenleistung noch als besondere Leistung an, gewährt hierfür also, wenn nichts vereinbart ist, auch keine Vergütung. Wenn aber ein Preis für Stahlschnitte vereinbart ist, dann erklärt die ATV Abbruch nunmehr: „Bei Stahlbetonsäge- und -bohrarbeiten werden Stahlschnitte bis 2 cm² Einzelschnittfläche übermessen“ (also nicht bezahlt). Weitere Neuigkeit: Wenn Stahlschnitte verpreist sind, sind sie auch für Arbeiten
am zu entfernenden Bauteil zu zahlen. Die Regelung im FBS-Regelwerk zu den Stahlschnitten knüpft zum einen („über 2 cm² Einzelschnittfläche ...“) an die ATV Abbruch an und stellt klar, dass die zu vergütende Fläche sowohl bei Quer- wie auch bei Längsschnitten ermittelt wird. Das war zuvor einmal missverständlich geregelt gewesen, als es nämlich auf den Eisenquerschnitt ankommen sollte. Das FBS-Regelwerk geht sodann über die alte ATV Abbruch zugunsten unserer Unternehmen hinaus, als es die Zulage auch für Teilungsschnitte und auch bei Bohrungen dem Unternehmer gewährt. In diesem Sinne – herzlichst, Ihr
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SCHLEPPENDE ZAHLUNGEN Vorsicht bei zahlungsschwachen Vertragspartnern
Eine Situation, mit der jeder Lieferant einmal konfrontiert wird: Der Kunde kann die Rechnung nicht sofort begleichen. Was liegt für einen ehrbaren Kaufmann näher, als dem Schuldner einen Zahlungsaufschub zu gewähren? Und tatsächlich trudelt die längst überfällige Zahlung dann doch noch ein. Die Geduld hat sich ausgezahlt. Das Geschäft ist perfekt. Bis sich ein paar Jahre später ein Rechtsanwalt beim Lieferanten meldet: Er sei Insolvenzverwalter des Kunden und er fechte hiermit die damalige Zahlung an. Grundlage sei § 133 der Insolvenzordnung (InsO), die noch zehn Jahre später die Anfechtung von Rechtshandlungen ermögliche. Die Anfechtung sei begründet, denn der Lieferant habe schließlich von der drohenden Zahlungsunfähigkeit seines Kunden gewusst, als er die überfällige Zahlung für sich verbucht habe. Damit, so der Insolvenzverwalter, habe er auch gewusst, dass der Schuldner mit der Bezahlung der Lieferantenrechnung zwingend andere Gläubiger benachteilige. Deshalb greife die gesetzliche Vermutung, dass er, der Lieferant, auch den Vorsatz seines Kunden gekannt habe, mit dem Ausgleich der Rechnung die übrigen Gläubiger zu benachteiligen. Als Zahlungsempfänger müsse der Lieferant nun das Geld zurücküberweisen. Selbstverständlich einschließlich Zinsen nach den gesetzlichen Vorschriften. Zunehmend gehen Insolvenzverwalter dazu über, Zahlungen des insolventen Schuldners nachträglich anzufechten. Insbesondere, wenn sie in den Unterlagen Hinweise darauf finden, dass dem Zahlungsempfänger die finanziell schwierige Situation des Schuldners bekannt war. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete am 4. August 2015 darüber und warnte vor den Folgen, die ein allzu großzügiger Umgang mit
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Der Autor: Rudolf König gen. Kersting, IHK Siegen
schlecht zahlenden Schuldnern haben kann. Ist die Forderung groß genug, kann sie sogar die Existenz des Gläubigers vernichten. Beispiele hatte die FAZ parat. Eine mögliche Konsequenz, so die FAZ: „Wer merkt, dass ein Geschäftspartner Zahlungsprobleme hat, sollte den Kontakt möglichst schnell einstellen.“ Schleppende Zahlungen und Mahnungen sind Warnsignale, die ein Gläubiger nicht übersehen darf. Nimmt er trotzdem Zahlungen entgegen, so sollte er sicher sein, hierdurch andere Gläubiger nicht zu benachteiligen. Wer aber Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Schuldners in Schriftstücken oder Mails dokumentiert, liefert einem späteren Insolvenzverwalter Anlass genug, den Ausgleich der Rechnung rückwirkend anzufechten. In letzter Konsequenz heißt das, dass man mit schlechten Schuldnern keine Geschäfte machen darf. Bei bedeutenden Aufträgen empfiehlt sich deshalb eine besonders gründliche Bonitätsprüfung des Vertragspartners. Dass bei größeren Vorhaben besondere Vorsicht geboten ist, bleibt auch angesichts der jüngsten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 30. April 2015 (BGH, Urt. v. 30. April 2015 – IX ZR 149/14) aktuell. In dem entschiedenen Fall ging es um eine Forderung von wenig mehr als 1.000
Euro. Bei dem Nichtbegleichen einer solchen relativ geringen Forderung reichen Ratenzahlungen oder die Tatsache, dass Zahlung erst nach mehreren Mahnungen erfolgt, allein nicht aus, um dem Gläubiger zu unterstellen, er habe von einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners und der Benachteiligung anderer Gläubiger Kenntnis gehabt. Es müssten weitere Indizien hinzukommen, so der BGH. Die schleppende Zahlung könne verschiedenste Ursachen haben und müsse nicht zwingend auf die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners hindeuten. Offen ist, ob diese Einschätzung ohne Weiteres auf große Forderungen übertragbar ist. Deshalb sollten die Gläubiger in solchen Fällen von vornherein nur mit „sicheren“ Kunden Geschäfte machen. Die derzeitige gesetzliche Regelung wird mit guten Gründen als unzureichend bewertet. Deshalb legte das Bundesjustizministerium am 16. März 2015 einen ersten Referentenentwurf zur Neuregelung des Anfechtungsrechts vor. Es soll den Geschäftspartnern die Unsicherheit nehmen, die die bisherige Regelung auch für den geschäftlichen Umgang untereinander bedeutet. Wenn etwa ein Schuldner um Zahlungserleichterungen bittet, soll dies allein nicht die Anfechtbarkeit der geleisteten Zahlung im Insolvenzfall begründen können. Bis zur jüngsten Rechtsprechung des BGH gab es in diesem Punkt noch erhebliche Rechtsunsicherheit, die mit der Gesetzesnovelle jetzt ausgeräumt werden soll. Neben weiteren Korrekturen soll auch die Anfechtungsfrist von zehn Jahren auf künftig vier Jahre deutlich verkürzt werden. Bis zur gesetzlichen Neuregelung wird aber noch einige Zeit vergehen, in der für einen Gläubiger Anlass zu besonderer Achtsamkeit besteht, wenn ihn ein Kunde um Zahlungsaufschub bittet.
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INFORMATIONEN
MITGLIEDERVERZEICHNIS Dienstleistungsbetriebe und Hersteller der Fachverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Dieses Mal haben wir auf einen Abdruck der kompletten Mitgliederlisten verzichtet. Stattdessen können Sie den QR-Code benutzen und kommen so direkt auf das jeweilige Mitgliederverzeichnis. Alternativ können Sie natürlich auch über die jeweilige Website das Verzeichnis durchsuchen.
FBS – Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. Dolivostraße 35 | 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0 info@fachverband-bohren-saegen.de | www.fachverband-bohren-saegen.de
SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohrund Betonschneideunternehmungen Bahnhofstraße 7 d | 4512 Bellach, Schweiz Telefon: +41 32 61810-50 info@svbs.ch | www.svbs.ch
VBS – Verband Österreichischer Beton- Bohrund -Schneideunternehmen Rosegger Straße 28 | 9241 Wernberg, Österreich Telefon: +43 676 840888602 info@vbs.co.at | www.vbs.co.at
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Inserentenverzeichnis Seite 44 106 65 41 106 43 45 47 10 108 57 46 51 42 103 70 73 17 11 23, 112 111 91 55 108 51, 97 107 106 105 40 53 106 107 97 21 108 107 19 69 89 109 15, 99 2 105 77 79 67 108 107
Firma Abrag AG Allmannsberger GmbH Arvi Demolitiontools Betoncoupe Bierfreund Beton-Bearbeitung Bohler Betonbearbeitungen AG BRB Betonrückbau AG Der Betonbohrer-Verlags UG Diamantbohr AG ESG Diamant-Kernbohrungen GmbH Findeis Betonbohrservice GmbH Gantner Betonrückbau AG Gerhard Storz Betonbohren und -sägen Grabag AG Groth Rechtsanwälte Hai-Bit Diamantwerkzeuge Heger GmbH Hermann Schützeichel GmbH Hilligardt GmbH Hilti Deutschland GmbH Husqvarna GmbH Hydro-Tec GmbH ICS Blount Europe SA Jenzowski GmbH Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG Klingspohn Spezialabbruch GmbH Koop Diamanttechnik Lissmac Maschinenbau GmbH Marco Dätwyler Gruppe AG MKS Funke GmbH Norbert Braun GmbH Obermayer GmbH PN Software GmbH Rolf Haberer GmbH Rütters Betonbohr- u. Sägedienst GmbH Sabrowski Beton-Abbautechnik Seliger GmbH SSB Fidan GmbH Steinbeisser GmbH Team Thaler GmbH The Exhibition Company Tyrolit GmbH V. Brøndum A/S VBS Versicherungsstelle WF Betontrennverfahren GmbH Wilhelm Goldschmidt GmbH & Co. KG Witthaut Diamantwerkzeuge GmbH Zibler GmbH
Ort CH-8604 Volketswil 94116 Hutthurm NL-4566-BB Heikant CH-5012 Schönenwerd 64372 Ober-Ramstadt CH-5703 Seon CH-3202 Frauenkappeln 34454 Bad Arolsen CH-5033 Buchs 67071 Ludwigshafen 90455 Nürnberg CH-8832 Wollerau 71069 Sindelfingen CH-5413 Birmensdorf 40217 Düsseldorf 58256 Ennepetal 79423 Heitersheim 56587 Straßenhaus 74399 Walheim 86916 Kaufering 89079 Ulm 91126 Rednitzhembach B-1435 Mont-Saint-Guibert 34388 Trendelburg 50374 Erftstadt 21255 Tostedt 82140 Olching 88410 Bad Wurzach CH-5012 Schönenwerd 46395 Bocholt 64839 Münster 83112 Frasdorf 27367 Sottrum 78187 Geisingen 46047 Oberhausen 79427 Eschbach 14469 Potsdam 86415 Mering 06188 Landsberg 82496 Oberau NL-3454 ZK De Meern 82216 Maisach DK-8600 Silkeborg 71032 Böblingen 74248 Ellhofen 44357 Dortmund 57250 Netphen 50226 Frechen
Bestellung Die Fachzeitschrift für Diamanttechnik DER BETONBOHRER erscheint zweimal jährlich. Einzelpreis inkl. MwSt.: 12 €; Jahresabonnement in Deutschland inkl. MwSt. und Versand: 25 €, in EU-Länder: 30 €; Bestellung per Fax oder Mail bei der Redaktion des BETONBOHRERS: DER BETONBOHRER-Verlags UG Hans-Georg Wagener Große Allee 62 34454 Bad Arolsen Telefon: +49 5691 50794 Telefax: +49 5691 914235 E-Mail: hans@derbetonbohrer.de
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