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DER BETONBOHRER / THE CONCRETEDRILLER Oct 15, 2017

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DER

BETONBOHRER

Rückbau – Umbau – Sanieren

Ausgabe 41 – 2017

Fachzeitschrift für Diamanttechnik


BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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EDITORIAL Spatenstich in Hamm

Liebe Leserinnen und Leser, der „Museumsverein für alte Betonbohr- und -sägemaschinen“, gegründet von Mitgliedern des Fachverbandes, plant den Bau eines Informationszentrums für Abbruch- und Betontrenntechnik. Der Grundstein für dieses Projekt wurde am 14. September im ABZ Hamm, das sich als Ausbildungszentrum für Abbruch- und Betontrenntechnik etabliert hat, gelegt. Hier sollen die historischen Exponate der noch jungen Technik den Auszubildenden sowie der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Zugleich können hier Veranstaltungen in der Aus- und Weiterbildung stattfinden, ebenso Firmenevents oder Veranstaltungen des Fachverbandes. Entscheidend für das Gelingen dieses Neubaus war zum einen die Bereitschaft der Mitglieder des Fachverbandes Betonbohren- und -sägen Deutschland e. V., dieses Projekt mit nicht unerheblichen Geldmitteln zu fördern, und zum anderen der Projektpartner, das Ausbildungszentrum Hamm, auf dessen Grundstück der Neubau entsteht. Dieses Kompetenzzentrum ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Fachverbandes. Der Verband ist mit seinen rund 700 Mitgliedern sicherlich nicht der größte Bauverband, dennoch sind Werdegang und Aktivitäten bemerkenswert. Aus dem Zusammenschluss einiger Branchenkollegen in den 1980er-Jahren – der Autor dieser Zeilen gehörte dazu – ist ein Arbeitgeberverband geworden, der heute mehr als 50 Prozent der am Markt tätigen Betonbohr- und -sägebetriebe vertritt. Weitere wichtige Meilensteine des Verbandes waren außerdem die Einführung des Berufsbildes des „Bauwerksmechanikers“, ein eigener Tarifvertrag und – nicht zu vergessen – die Gründung des Museumsvereins. Viel Freude nun beim Lesen der neuesten Ausgabe mit spannenden Jobreports und interessanten Produkt- und Firmennews aus der BBS-Welt.

Hans-Georg Wagener Redaktion und Verlag DER BETONBOHRER

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

BRANCHENNEWS

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Baltic Ace

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Statikfehler

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Stummes Wahrzeichen

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Diamantscheibe

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Wohn-Silo

Wahrzeichen von Hamburg

40

Dunkirk Jetty

12

Auf höchstem Niveau

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Ein Stück deutsche Geschichte

14

Neue Wege in Saint Michel

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Seilsägen auf hohem Niveau

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Ulmer Stadtgeschichte

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Zeilgalerie entkernt

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Große Brocken

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Werftumbau

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Springer Quartier

50

Perfekter Schliff

22

Rentenreform

24

Römisches Aquädukt

26

Wasserkunst

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Abgeschält

30

Motorworld München

32

Unicut 600

TECHNIK

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Carbonbeton

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Prototyp PQ6

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Trockener Stahlschnitt

Hilti On!Track

ARBEITSSICHERHEIT

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Hilti Wassermanagement

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Hilti DD 30-W

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Cedima Trockenfugenschneiden

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Dr. Schulze Seilpressen

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Kiesel Roboter

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Bott Bohrfahrzeug

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Kern-Deudiam E-Fugenschneider

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K50 innovation

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Tyrolit Neues Sägeseil

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Neu bei Weka

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Husqvarna Übernahme

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Heger Schleifsegmente

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Norton CDM 253

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Norton Silencio

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Abstürze vermeiden Prävention zahlt sich aus Wer darf was prüfen


INHALT

Rechtsanwalt Dr. Georg Groth ist für Sie da, wenn das Recht härter ist als Ihr Beton. Streit mit dem Auftraggeber? Mit Subunternehmern? Mit Mitarbeitern?

IMPRESSUM Herausgeber: Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. (FBS) Geschäftsstelle: Dolivostraße 35, 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0, Telefax: +49 6151 870956-30 E-Mail: info@fachverband-bohren-saegen.de Internet: www.fachverband-bohren-saegen.de

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Neuwahlen

Mit der Unterstützung durch:

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Regionaltreff enKanzlerin a. D., und Irmgard Rathmacher Rechtsanwältinnen Dr. Gisela Nagel, Auch kompetent in: Wissenschafts- und Hochschulrecht, Familien- und Erbrecht

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INFORMATIONEN

Abschlussprüfung Seminar Kalkulation

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Spatenstich

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Diamond Award

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Fachkräftemangel

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Bauindustrie trifft Flüchtlinge VBS Österreich SVBS Schweiz Interview IACDS Jahrestreffen in Wien IACDS Julies Kolumne

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VERANSTALTUNGEN BeBoSa Besucherrekord

Neue Abfallverordnung Versetzung Grobe Beleidigung Neuregelung GWG Herausgabepflicht

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Ferienjobs

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Schwarzarbeit

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Redaktion und Anzeigen: DER BETONBOHRER-Verlags UG (haftungsbeschränkt) Verantwortlich für den Inhalt: Hans-Georg Wagener, Geschäftsführer Große Allee 62, 34454 Bad Arolsen, Deutschland Telefon: +49 5691 50794, Telefax: +49 5691 914235 E-Mail: hans@derbetonbohrer.de Internet: www.derbetonbohrer.de Friedrichstraße 2, 40217 Düsseldorf Telefon: 0211 - 37 26 59, www.georggroth.de Gestaltung und Produktion: WESTEND GmbH 25.07.13Communication 19:23 www.westend-communication.de

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Arbeitsunfähigkeit Verspätete Lohnzahlung Normenausschuss Fahrtkosten Forderungsausfallversicherung Mitgliederverzeichnis Inserentenverzeichnis

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Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4, 69181 Leimen, Deutschland Telefon: +49 6224 7008-0, Telefax: +49 6224 77134 E-Mail: info@colordruck.com Internet: www.colordruck.com Bilder: ABZ Hamm, Activ-Immobilien GmbH, Baufa KBS GmbH, BG Bau, Bott GmbH, Britta Keinemann, Cedima GmbH, Darda GmbH, DBT Service GmbH, Diam Groupe, Diamantbohr AG, Diamcoupe SA, Dimas GmbH, Dr. Bender GmbH, Dr. Schulze GmbH, Fachverband Betonbohren und -sägen, Geißler & Kuper, Gerhard Storz, Gölz GmbH, Hans Wagener, Heger GmbH, Hilti AG, Husqvarna GmbH, Hydro-Tec GmbH, IACDS, ICS GmbH, Jan Eckert, Kern-Deudiam GmbH, Kiesel GmbH, Leibniz Universität Hannover, Lissmac GmbH, Marco Dornbach, Mario Bierfreund, Matthias Steyer, Norbert Braun GmbH, Robore Cuts Ltd, Royal Boskalis Westminster NV, Sabrowski, Saint-Gobain GmbH, Tyrolit GmbH, VBS Österreich, Schenk GmbH, Seliger GmbH, SmitSalvage, SSB Fidan GmbH, SVBS Schweiz, Technische Universität Dortmund, Tina Wagener, TÜV Nord, Weka Elektrowerkzeuge, Westend Communication GmbH, Wilhelm Goldschmidt GmbH, © jd-photodesign, © GVS, © fotomek, © LianeM, /Fotolia.com Erscheinungsweise: 2 x jährlich, jeweils am 15. Oktober und am 15. März Anzeigenpreisliste: Nr. 13 vom 1. Juli 2017 Manuskripte: Der Herausgeber übernimmt nur eine Verantwortung für die eigenen Veröffentlichungen in dieser Zeitschrift. Meinungsäußerungen sind nur dann offizielle Stellungnahmen der Verbände, wenn sie ausdrücklich als solche bezeichnet werden. Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge geben nur die Auffassung des Verfassers wieder und decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Änderungen im Text bleiben der Redaktion vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und sonstige Unterlagen übernimmt die Redaktion oder der Verlag keinerlei Haftung. Für Anzeigenaufträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des FBS in der jeweils gültigen Fassung. Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Verlags unter ausführlicher Quellenangabe gestattet. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Verlagssitz in Bad Arolsen.


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BALTIC ACE Smit-Salvage zersägt gesunkenen Auto-Carrier Am 5. Dezember 2012 kollidierte der Autotransporter Baltic Ace mit dem Feederschiff Corvus etwa 65 sm vor der niederländischen Provinz Zeeland. Das Schiff befand sich mit 1417 fabrikneuen Mitsubishis an Bord auf dem Weg von Seebrügge in Belgien nach Kotka in Finnland. Das ebenfalls fast neue Schiff sank innerhalb von 15 Minuten. Elf der

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24 Crewmitglieder kamen dabei ums Leben.

Die Bergung Im März 2014 vergab das niederländische Ministerium Rijkswaterstaat den Auftrag zur Bergung des Wracks an die niederländischen Unternehmen Smit Sal-

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vage/Boskalis Nederland und Mammoet Salvage. Smit hatte in der Vergangenheit bereits die Wracks des Car-Carriers Tricolor und das russische Atom-U-Boot Kursk erfolgreich geborgen. Auch an der Bergung der Costa Concordia war Smit beteiligt. Zunächst wurden die Schadstoffe geborgen, wie etwa 540 000 l schweres


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Heizöl, Benzin, Schmierstoffe etc., sowie Batterien und andere umweltgefährdende Stoffe. In der nächsten Phase wurde das Wrack zum Heben vorbereitet. Es war schnell ersichtlich, dass die Baltic Ace nicht im Ganzen gehoben werden konnte. Einschließlich Ladung betrug das Gesamtgewicht etwa 13 000 t. Ein realistisches Hebegewicht von 1 500 bis 2 000 t ergab Sektionen von acht Teilen, in die das Schiff zerschnitten werden musste. Zunächst wurden Löcher in den Schiffsrumpf geschnitten, um dort geeignete Befestigungen für den Hebevorgang zu schaffen. Zum Trennen der acht Teile wurde eine Seilsäge mit einem 80 bis 120 m langen Seil eingesetzt. Die Schneidbuchsen bestanden aus einer Hartmetalllegierung aus Wolframkarbid mit einem Durchmesser von 15 “. Der Antrieb des (nicht umlaufenden) Seils erfolgte von zwei schwimmenden Lastkähnen, auf denen Hubzylinder das Seil in eine Hin- und Herbewegung versetzten, um den Trennschnitt von unten nach oben zu vollenden. „Die Schwierigkeit, das Trennseil von zwei schwimmenden Lastkähnen sowie

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den Wellenbewegungen ausgesetzt auf der richtigen Spannung zu halten, war eine enorme Herausforderung“, so Pieter van Vuuren, Operations Manager von Smit Salvage, einer Tochtergesellschaft von Boskalis, und verantwortlich für die Bergung der Baltic Ace. „Aber durch die Erfahrung, die wir bei der Bergung der Tricolor und der Kursk gewonnen haben, und die Synergien, die sich aus verschiedenen Abteilungen der Boskalis-Gruppe ergaben, haben wir mithilfe modernster Software einen automatisierten Schneidprozess entwickelt, der es ermöglichte, einen Trennschnitt in etwa 30 h zu bewältigen. Wir begannen die Schneidarbeiten im April 2015 und Ende Mai war das Wrack in acht Teile zerlegt. Ende September 2015 hatten die Schwimmkräne die acht Abschnitte und etwa 5 000 t kleinere Teile auf vier Lastkähne gepackt. Die eiserne Fracht wurde dann in einen nahe gelegenen Recyclinghof in Vlaardingen gebracht. Schlussendlich haben wir den Meeresboden mithilfe von Tauchern im saubersten Zustand übergeben und das Projekt noch vor Ablauf der Frist abgeschlossen“, resümiert Operations Manager Pieter van Vuuren.

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Das aufgeschnittene Wrackteil ist auf dem Lastkahn verankert.

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Die Baltic Ace im Auslieferungszustand.

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Der Schwimmkran hebt eine der Wracksektionen.

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Hier gut sichtbar: die fabrikneuen Mitsubishis des Auto-Carriers.

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Bei der Bergung der Kursk waren die Antriebseinheiten auf dem Meeresgrund installiert und die Schneidrichtung verlief von oben nach unten.

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Der Bug der Baltic Ace ist ebenfalls verladen.

INFO www.smit.com www. boskalis.com

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STUMMES WAHRZEICHEN Für den Kirchturm in Gravenbruch schlug die letzte Stunde

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Im hessischen Gravenbruch wurde im Juni 2017 eine große Teleskopbühne vor dem Glockenturm der katholischen Kirche Sankt Christoph angeliefert. Dort stand bereits ein 20-t-Cat-Bagger der Firma Amerschläger aus Heusenstamm. Ein Sicherheitsbereich wurde rund um den Turm eingerichtet. Es waren die letzten Tage eines Glockenturmes, der seit 55 Jahren den Dreiherrnsteinplatz geschmückt hatte und über die Zeit zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden war.

Falsche Statik Leider war es ein stimmloses Wahrzeichen, denn nach der Fertigstellung im Jahre 1962 hatte man dem Turm das Tragen einer Glocke aus statischen Gründen verwehrt. Und so stand er stumm all die Jahre da, mit Ornamentplatten verziert und gekrönt mit einem 4 m hohen Kreuz.

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Über diese Jahrzehnte hatte ihm sein Nachbarturm, der zu der evangelischen Kirche auf der anderen Seite des Platzes gehört, seine Stimme geliehen. Aber – mit oder ohne Glocken – die Zeit hatte an dem 4 x 4 m großen Stahlbetonturm genagt, was nur zwei Optionen offenließ: sanieren oder abtragen. Man entschied sich für das Abtragen, um Platz für Wohnraum für die Bürger Gravenbruchs zu machen. Die Teleskopbühne, die eine Arbeitshöhe bis zu 43 m ermöglichte, wurde von einem Mitarbeiter der Norbert Braun GmbH, des renommierten Rückbauspezialisten aus dem nahen Münster, entgegengenommen und sogleich für die Befahrung des Turmes eingesetzt. Bei einer Turmhöhe von 33 m ohne Kreuz ist die Bühnenreichweite nicht ausgereizt. Die Reserve musste aber sein, um den Glockenraum, das Dach und das Kreuz zu begutachten, da es keine zuverlässigen Zeichnungen gab.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

Zunächst musste der von der Norbert Braun GmbH erstellte Schnittplan kontrolliert und angepasst werden. Um die abgesägten Teile später anschlagen zu können, wurden in die 30 und 40 cm stark bewehrten Turmwände 30 Kernbohrungen mit einem Durchmesser von 200 mm gebohrt.

Technik im Detail Der Schnittplan war für den Einsatz eines 160-t-Mobilkranes ausgelegt. Ziel war es, den Plan so zu gestalten, dass unter Berücksichtigung der maximalen Tragfähigkeit des Kranes möglichst viele Schnitte so platziert werden, dass die-

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se aus dem Turminneren von den Zwischendecken ausgeführt werden konnten. Die Bauform des Kirchturmes sowie die Menge der enthaltenen Bewehrung hatten dem ausführenden Mitarbeiter, Herrn Ibrahimaj, sein ganzes Können abverlangt. Der hintere Turmteil hatte die Form einer Parabel, im Bereich des Scheitelpunktes befand sich eine durchgehende Wendeltreppe aus Stahlbeton. Der Auftrag für die Norbert Braun GmbH bestand darin, die oberen 21 m und das Kreuz abzutragen. Das Kreuz sollte unbeschädigt demontiert werden, um es an anderer Stelle wieder aufzustellen. Der Rückbau wurde innerhalb von sechs Tagen in 12 Einzelteilen unter Einsatz von

Wandsäge- und Seilsägetechnik ausgeführt. Die abgesägten Elemente wurden am Boden von der Firma Amerschläger übernommen und mit einer hydraulischen Schere zerkleinert. Dank des professionellen Einsatzes des Kranführers, Herrn Becher von der Firma Meisterkran, gab es keine Probleme beim Anschlagen und Abheben der abgetrennten Teile. Das Spektakel wurde mit großem Interesse von den Anwohnern begleitet. Es wurde fotografiert und gefilmt und mancher Schaulustige nahm sich kleine Betonbrocken als Andenken mit nach Hause. Schließlich war der Turm vielen Bürgern zum Begleiter seit ihrer Kindheit geworden.

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Das oberste Element wird per Kran abgenommen.

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Der Glockenturm – so wie er seit 55 Jahren das Stadtbild prägte.

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Ein weiteres Element wird von der Firma Meisterkran zu Boden gelassen.

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Das Kreuz wurde unbeschädigt demontiert.

INFO www.betontec.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

WAHRZEICHEN VON HAMBURG Firma DBT-Service bohrt über 20 Meter tief in der St. Nikolai-Kirche

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147,3 m ragt der Turm der St. Nikolai-Kirche in den Hamburger Himmel und ist damit der fünfthöchste Kirchturm der Welt. Wer sich dem Turm in der Altstadt am Nikolaifleet nähert, wird aber feststellen, dass das dazugehörige Kirchengebäude fehlt. Es wurde während der schweren Luftangriffe im Juli 1943 zerstört. Nur der Kirchturm überstand den sogenannten Feuersturm.

Sanierung Das Mahnmal St. Nikolai wird derzeit saniert, um es als Wahrzeichen der Stadt und Mahnmal gegen Krieg und Vertreibung dauerhaft als Ruine zu erhalten und zu sichern. Nachdem sich 2011 Steine aus der Fassade des Kirchturms gelöst hatten und auf den Gehweg fielen, wurde der Turm als Notsicherungsmaßnahme zunächst auf der Westseite eingerüstet, um das Herabfallen weiterer Steine zu verhindern. Danach wurden Fördermittel zur Sanierung in Höhe von 14,2 Mio. € eingeworben und eine umfassende Kartierung aller Schäden am Turm durchgeführt. Seit Oktober 2014 laufen die Sanierungsarbeiten. Zusammengerechnet müssen am Mahnmal bis 2017 über 9 000 Sandsteine gesetzt, 13 000 Ziegel-

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steine ausgetauscht und 35 km Fugen erneuert werden, wofür 28 t Mörtel benötigt werden.

Seilanker Um das Mauerwerk zusätzlich zu stabilisieren, wurden an der Westseite des Turmes auf zwei Ebenen je zwei horizontale Seilanker eingebaut. Ausgeschrieben für die Seilanker waren je zwei horizontal auszuführende Kernbohrungen mit einem Durchmesser von 180 mm und einer Bohrtiefe von ca. 17 m in einer Arbeitshöhe von 36 m sowie einer Bohrtiefe von 20 m in einer Arbeitshöhe von 10 m. An die Genauigkeit der Bohrungen wurden vom Auftraggeber sehr hohe Anforderungen gestellt. Die Abweichung in der Horizontalen wie in der Vertikalen durfte 25 cm nicht überschreiten. Ansonsten waren die Bohrungen ohne Durchhang herzustellen. Die Firma DBT-Service aus Wallenhorst erhielt den Auftrag für die Bohrungen. Das Einmessen der Bohrpunkte und der Bohranlage erfolgte mit Lasertechnik. Da der Kirchturm in den verschiedenen Arbeitshöhen unterschiedliche Mauervorsprünge und Pfeiler aufweist, mussten zunächst zwei Bezugsachsen außerhalb


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

des Turmes eingemessen werden. Hierfür war es erforderlich, die bestehende Einrüstung entsprechend zu erweitern. Von den Bezugsachsen konnte nun die Bohranlage eingemessen und justiert werden. Zum Einsatz kamen ein hydraulisches Bohrgerät vom Typ HCCB-7S der Firma Tyrolit-Hydrostress sowie eine Schraubbohrkrone ø 180 mm der Firma Hilti mit

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einer Gesamtlänge von 20 m. Um das Gebäude nicht zu verunreinigen, mussten die erheblichen Mengen an Spülwasser direkt an der Bohrkrone aufgefangen, in Behälter geleitet und gereinigt werden. Erst dann wurde das geklärte Wasser entsorgt. Für jede Kernbohrung waren einschließlich Einrichten und Räumen der Baustelle vier Arbeitstage veranschlagt. Die ersten beiden Bohrungen in 36 m Arbeitshöhe hatten eine tatsächliche Bohrtiefe von 18,45 m. Ein Bohrkern auf gesamter Länge hatte ein Gewicht von ca. 740 kg. Der Spülwasserbedarf je Bohrung lag bei ca. 5 m³. Die Bohrtiefe der nächsten Bohrungen in 10 m Arbeitshöhe betrug 21,88 m. Alle Bohrungen konnten innerhalb von 14 Arbeitstagen fertiggestellt werden. Die geforderte maximale Abweichung von 25 cm in horizontaler und in vertikaler Richtung wurde mit 6 bis 9 cm deutlich unterschritten. Der Kunde und der Auftraggeber waren mit der Präzision und der termingerechten Ausführung der Arbeiten äußerst zufrieden.

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Der eingerüstete Kirchturm St. Nikolai.

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Der Arbeitsplatz mit Bohranlage.

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Die Bohrung ist per Laser eingemessen.

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Die Bohrkrone wird verlängert.

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Durchbruch nach 21,8 m.

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Grundrissskizze mit eingezeichneten Bohrungen.

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AUF HÖCHSTEM NIVEAU A. Schenk GmbH baut Sprungrichterturm an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze zurück 2016 startete ein umfassender Umbau an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf. Um weiterhin Großveranstaltungen wie die Skiflug-WM 2018 ausrichten sowie die Sicherheit der Sportler und der Zuschauer gewährleisten zu können, waren einige Modernisierungsmaßnahmen notwendig geworden. Aufgrund einer neuen Vorgabe des Internationalen Ski Verbands FIS musste u. a. der inzwischen 50 Jahre alte Sprungrichterturm abgerissen werden, damit ein neuer Turm errichtet werden kann, welcher einen größeren Abstand zur Schanze hat.

Nur mit Seilbahn erreichbar Daher stand die A. Schenk GmbH mit Sitz in Bad Hindelang-Oberjoch vor der anspruchsvollen Aufgabe, den kompletten Turm inmitten des von Wanderern und Touristen stark frequen-

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tierten Stillachtals abzubrechen. Stark erschwerend kam hinzu, dass der Turm nur zu Fuß durch sehr unwegsames Gelände bzw. über die Materialseilbahn erreichbar war. Im April 2016 begann das Unternehmen, die Sägearbeiten mit einer Hilti DS TS20-E durchzuführen, und arbeitete sich Ebene für Ebene nach unten. Insgesamt waren es 13 Ebenen. Mit einer Materialseilbahn wurden die 2  t schweren abgesägten Betonteile in den Auslauf der Schanze transportiert. Die Besonderheit bei der Arbeit mit einer Materialseilbahn ist nach Angaben des Unternehmens, dass diese nicht wie ein Baukran reagiert, sondern deutlich mehr schwingt. Besondere Aufmerksamkeit schenkte A. Schenk den beiden Beleuchtungstürmen in unmittelbarer Nähe, welche mit Rundholz geschützt wurden. Eine

weitere Herausforderung bestand in der Sicherung der Mitarbeiter, da die Arbeiten auf dem Turm ohne doppelten Boden oder ein Gerüst stattfanden. Mitarbeiter wurden mit einem Höhensicherungsgerät mit Fallstopp sowie einem Auffangschutz ausgestattet. Deutschlands einzige Skiflugschanze liegt fast 1000 m über dem Meeresspiegel, daher kam es auch im April immer wieder zu eintretenden Schneefällen. Diese machten ein Arbeiten in dieser Höhe unmöglich und erzeugten somit einen wachsenden Termindruck, da der Abbruch des gesamten Turms innerhalb von vier Wochen fertig sein musste. Insgesamt waren es 360 t reiner Stahlbetonabbruch sowie 30 t Holz und Stahlteile. Nachdem der Turm fertig abgebrochen war, wartete die Herausforderung auf das Team von


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Sanierungsbaustelle: die Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf.

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Der Sprungrichterturm wird zurückgebaut.

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Arbeiten in luftiger Höhe.

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Der Wandsägeschnitt wird vorbereitet.

INFO www.betonsaegen-allgaeu.de

A. Schenk, das 18 t schwere Fundament des Sprungrichterturms unter der Geländeoberfläche bündig mit dem Aushub abzusägen. Hierfür wurde die Seilsäge DS WS 15 von Hilti verwendet. Dieses Fundament musste mit einer 13-t-Winde mit Umlenkrollen gesichert und schonend abgelassen werden.

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Der letzte Teil der Arbeiten an der Skiflugschanze fokussierte sich auf den Schanzenkopf. Die Modernisierung des obersten Teils der Flugschanze beinhaltete die Entfernung der Anlaufluken sowie der Plattformen für TV-Geräte. Diese Wandsägearbeiten fanden in 72 m Höhe statt. Eine zusätzliche Herausfor-

derung zu dieser luftigen Arbeitshöhe war die Betonart der Schanze, da diese aus Leichtbeton mit starker Armierung gebaut ist. Die abgesägten Betonteile wurden mit selbstschneidenden Betonschrauben aus Edelstahl gesichert und mithilfe eines 200-t-Autokrans nach unten transportiert.

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NEUE WEGE IN SAINT MICHEL Diam schneidet Fußgängerpfad in Granitfelsformation

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Der Mont-Saint-Michel ist eine kleine, schon von Weitem an ihrer charakteristischen Silhouette zu erkennende felsige Insel im Wattenmeer und liegt nahe Avranches am „Tor zur Bretagne“. Er ist berühmt für seine Benediktiner-Abtei (11. bis 16. Jahrhundert), die eines der schönsten Beispiele für französische mittelalterliche Architektur und für eine befestigte Abtei ist. Im Kloster leben und arbeiten noch heute Benediktiner-Mönche, obwohl der Mont-SaintMichel zu einer großen Touristenattraktion geworden ist, die etwa 2,5 Mio. Menschen jährlich besuchen. Der Berg und seine Bucht gehören seit 1979 dem Weltkulturerbe der UNESCO an. Im Rahmen des Renaturierungsprojekts zur Wiederherstellung des maritimen Charakters des Mont-Saint-Michel wird man nun in einer völlig neuen Umgebung empfangen. Dem Besucher bietet sich ein neues Konzept, das einen entspannenden Besuch dieses einzigartigen Ortes verspricht. Die Gezeitenkräfte in der Gegend um den Berg sind hoch. Zwischen höchs-

tem und niedrigstem Wasserstand, dem Tidenhub, liegen bis zu 14 m. Auch heute ist der Weg von der Küste über das Watt wegen der schnell kommenden Flut und Treibsänden immer noch gefährlich. Zur Sicherheit der Besucher entschied man sich für einen Fluchtweg, der in die massive Granitformation geschnitten werden sollte. Die Diam Groupe, ein führender Dienstleister Frankreichs in Sachen Bohren, Schneiden und kontrolliertem Rückbau, wurde mit dieser Aufgabe beauftragt. Der vorgesehene Pfad, der der natürlichen Steigung der Felsformation folgte, hatte eine Länge von etwa 20 m, eine Breite von 1,40 m und eine durchschnittliche Höhe von 2,10 m. Die Einfädelbohrungen für das Diamantseil wurden mithilfe eines Laserstrahls eingemessen und mit 5° Gefälle gebohrt. Mit der eingesetzten Hilti-Seilsäge wurde zunächst die Sohle hergestellt, anschließend erfolgten die beiden Seitenschnitte sowie zusätzliche Teilungs-


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schnitte. Der Ausbruch und Abtransport der geschnittenen Felsbrocken erfolgte mit diversen Stemmwerkzeugen, Teleskopstaplern und Mobilkränen.

Während die Seitenwände die Optik der geschnittenen Granitflächen behielten, wurde der Boden mit Schieferplatten aus der Region ausgelegt.

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Eines der Wahrzeichen Frankreichs: LE Mont-Saint-Michel.

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Die Baustelle ist eingerüstet.

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Die Schnittfläche wird begutachtet.

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Gut sichtbar: die Seilsäge im geschnittenen Pfad.

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Mit Teleskopstaplern werden die Felsbrocken weggeräumt.

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Seilführung über zahlreiche Rollen.

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Der Bodenbelag aus Schieferplatten ist verlegt.

INFO www.diamgroupe.com

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ULMER STADTGESCHICHTE Die Experten von Bierfreund Betonbearbeitung sichern ein Stück Ulmer Stadtmauer Auf einer Ulmer Großbaustelle, auf der das künftige Servicezentrum der Bürgerdienste errichtet wird, machten Archäologen einen wertvollen Fund: meterdicke Ziegelmauern aus dem 17. Jahrhundert, die Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung waren. Teile der alten Stadtmauer sollen künftig im Neubau der Bürgerdienste zu sehen sein.

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„Die schiere Größe der Mauer hat eine Eins-zu-eins-Integration unmöglich gemacht“, so Martin Fritsche vom Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Ulm. Gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege hat sich die Stadt schließlich auf eine Lösung geeinigt, bei der zwei Teile der historischen Funde gerettet werden. Der größere Mauerblock soll im Erdgeschoss des

Neubaus, also dort, wo die Kunden künftig hereinkommen, eingesetzt werden. Das kleinere Stück war 6 t schwer, 3 m hoch und 2,80 m breit. Das andere wog 15 t und war deutlich breiter. Zu sehen ist mittelalterliches Mauerwerk, überlagert von neuem Material, das in späteren Jahrhunderten dazukam.

Die Experten Jetzt ging es zunächst einmal darum, die Mauerstücke sicher auf den Tieflader zu bringen. Hier kamen die Experten von Bierfreund Beton-Bearbeitung aus dem hessischen Obe-Ramstadt ins Spiel. Drei Wochen waren sie in Ulm im Einsatz, um die beiden ausgewählten Blöcke mit der Seilsäge aus der Mauer zu schneiden und reisefertig zu machen. Sie sind geübt in solchen Sachen, auch bei historischer Bausubstanz, „wenn auch weniger im archäologischen Bereich“, so Firmenchef Mario Bierfreund. Zunächst wurde die Mauer unten durch-


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

halle gehoben. Nach Fertigstellung des Servicezentrums können die Ulmer Bürger also förmlich auf die Relikte der alten Befestigung stoßen. Tafeln informieren dann über deren Bedeutung.

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bohrt, um einen Träger unterschieben zu können. Anschließend wurden die Mauerteile ausgesägt, in ein Stahlgestell gepackt, mit Holzplatten gesichert, festgezurrt und festgeschraubt und schließlich per Kran auf den Tieflader gehoben. Von der Baustelle wurden die Mauerteile zum Baubetriebshof gefahren, wo sie zunächst aufbewahrt werden. „Jetzt geht’s erst richtig los“, sagte Diplom-Restaurator Matthias Steyer über

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die anstehenden Arbeiten. Die Stücke müssen getrocknet und die Oberflächen so bearbeitet werden, dass die Mauerteile in das Gebäude der Bürgerdienste eingepasst werden können. Außerdem werden die Schleifspuren des Seilsägeschnitts bearbeitet, damit die Struktur des Mauerwerks samt Mörtelfugen wieder gut sichtbar ist. Spätestens wenn die Erdgeschosswände des Neubaus stehen, werden die Mauerteile in die geplante Empfangs-

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Die Seilsäge ist für den ersten Schnitt eingerichtet.

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Für das Einschieben des Trägers wird die Mauer unten durchbohrt.

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Das gesägte Mauerstück wird in dem Stahlrahmen gesichert und eingepackt, ...

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... an den Kran gehängt ...

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... und abgehoben.

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Schnittansicht ohne das Mauerteil.

INFO bierfreund-betonbearbeitung.de

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GROSSE BROCKEN Hagemann GmbH baut Bodenplatte und Fundamente zurück

Bereits seit über 80 Jahren verbindet die EEW-Gruppe weltweit Spezialisten für die Produktion von Stahlrohrstrukturen sowie den dazugehörigen Rohrkomponenten. Die EEW Special Pipe Constructions GmbH mit Sitz im Rostocker Überseehafen ist ein weltmarktführendes Tochterunternehmen der EEW-Gruppe und gilt als Garant für die erfolgreiche

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Produktion von Fundamentstrukturen für den Offshore-Wind-Bereich sowie Piles für die Offshore-Öl- und -Gasindustrie. Durch den Einsatz modernster Maschinen und Anlagen werden dickwandige längsnahtgeschweißte Stahlrohre bis zu einem Durchmesser von 10 m, Längen bis 120 m und Gewichten bis 1 500 t hergestellt.

Mit Innovationskraft und dem Engagement von über 400 Mitarbeitern werden zukunftsweisende Lösungen für den Bereich der erneuerbaren Energien realisiert.

Neue Fundamente Für die Errichtung neuer Fundamente für eine Großwalzanlage war der Abbruch einer ca. 265 m² großen Bodenplatte einschließlich Fundamenten bis zu einer Tiefe von 80 cm notwendig. Hier kam der Rückbauspezialist Olaf Hagemann ins Spiel. Die Firma Hagemann GmbH mit Hauptsitz in Kölpinsee auf der Insel Usedom ist seit 1992 erfolgreich im Betonbohr- und -sägegeschäft tätig. Neben den üblichen Anwendungen auf diesem Gebiet hat sich das Unternehmen insbesondere auf den Rückbau spezialisiert. Die Hagemann Unternehmungen beschäftigen ca. 45 Mitarbeiter an vier Standorten. Seit 2012 wurde neben dem Bereich Diamanttechnik im Bereich Abbruch und Schadstoffsanierung in-


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vestiert und schwere Abbruchtechnik angeschafft. So gehören mittlerweile zwei Volvo-Kettenbagger der 25-t-Klasse, ein JCB-Mobilbagger von 17,5 t, zwei Radlader, zwei Abbruchroboter zur Ausrüstung. Als neueste Investition gehört ein 380° drehbarer Manitou-Teleskoplader mit einer Arbeitshöhe von 21 m zum Maschinenpark der Hagemann GmbH. „Wir gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. So können unsere Kunden kompromisslos Machbarkeit und Qualität

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auch unter engen Bedingungen erwarten“, so Geschäftsführer Olaf Hagemann. Die Hagemann GmbH ist sowohl vom technischen Know-how als auch von der personellen Besetzung in der Lage, Groß- sowie auch Kleinstaufträge fachlich einwandfrei und termingerecht auszuführen.

340 Kernbohrungen Mit einem Cedima-Fugenschneider CF6020 wurden von der Niederlassung Rostock der Hagemann GmbH insgesamt 115 m² Schnittfläche bis 48 cm Tiefe geschnitten. Im Bereich der Bestandsfundamente wurden mit HiltiBohrgeräten ca. 340 Kernbohrungen bis 90 cm Tiefe gesetzt, um diese erschütterungsfrei zu trennen. Nachdem die Trennung der Abbruchbereiche vom Bestand gewährleistet war, konnte mit schwerem Gerät abgebrochen werden. Hier kam der firmeneigene VolvoKettenbagger EC 2500 mit einem Einsatzgewicht von 25 t zum Einsatz und leistete hervorragende Dienste. Die Arbeiten wurden mit durchschnittlich acht Mitarbeitern in 12 Arbeitstagen zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers erledigt.

01– Mit zahlreichen Hilti05 Bohrgeräten werden die

Fundamente perforiert und mit einem Cedima-Fugenschneider CF-6020 die Bodenplatte zersägt.

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Hier gut zu sehen: die Dimensionen der EEW- Special-Pipes.

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Die perforierte Fundamentplatte ist bereit ...

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... für den Einsatz des firmeneigenen VolvoKettenbaggers.

INFO www. hagemann-h.de

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SPRINGER QUARTIER Baufa KBS GmbH schneidet Kanal auf dem Hamburger Springer-Areal Für mehr als 300 Mio. € entsteht in der Hamburger Innenstadt das „Springer Quartier“. Das neue Viertel mit einer Mischung aus Wohnungen, Büros, Einzelhandel und Gastronomie entsteht auf dem Areal des Verlagshauses Axel Springer SE zwischen der Kaiser-Wilhelm-Straße und der Caffamacherreihe. Der Mitteltrakt des Gebäudekomplexes zwischen dem Neubau und dem denkmal-

geschützten Altbau am Axel-SpringerPlatz wurde bereits abgerissen. Um eine Bohrpfahlgründung unter dem Mitteltrakt einbringen zu können, musste ein rund 150 m langer Kanal in der massiven Bodenplatte hergestellt werden. Im Mai 2017 bekam die Baufa KBS GmbH von der BSNG Betonbohr- und Sägetechnik Neustadt-Glewe GmbH – einem Fachverbandskollegen – den

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Auftrag, einen Teil des Kanals von ca. 70 m Länge mit einer Schnitttiefe von 1,70 m und einer Breite von 1,50 m herzustellen. Die Baufa KBS GmbH, eine selbstständig operierende Tochtergesellschaft der Hagemann GmbH, mit Stammsitz in der Hansestadt Greifswald und einer Außenstelle in Neubrandenburg entstammt ursprünglich aus dem Kraftwerksbau und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Diamantboh-


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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ren und -sägen. Spezialisiert hat sich das Unternehmen auf Seilsägen unter anspruchsvollen Bedingungen wie Brücken, Maschinen und Anlagenfundamente der Industrie, Bunkerbauten und Hafenbau.

Tauchrollen

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Da die Tiefe des Kanals geringer als die massive Bodenplatte war, mussten mit anspruchsvoller Seilsägetechnik im Tauchrollenverfahren die Schnitte hergestellt werden. Eingesetzt wurden Seilsägeequipment von Cedima sowie Bohrgeräte von Hilti. Das Werkzeug stammte von Husqvarna. Gemeinsam mit der BSNG Neustadt-Glewe GmbH (83 m Kanal) und der Baufa KBS GmbH (70 m Kanal) wurde der Auftrag zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers erledigt.

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So soll das „Springer Quartier“ einmal aussehen. (Foto: Momeni-Gruppe)

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Skizze der Tauchrollenführung.

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Die Startgrube für den Seilsägeeinsatz wird vorbereitet.

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Bohrungen für die Einfädelöffnungen werden erstellt.

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Die Cedima-Seilsäge im Einsatz.

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Mit dem Bagger werden Teile des Sägeguts abgebrochen ...

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... bzw. ausgebaut.

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INFO www. baufa-kbs.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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RENTENREFORM Diamantbohr GmbH: Rückbau der Stuttgarter Rentenversicherung bei laufendem Betrieb

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In Stuttgart wird das Verwaltungsgebäude der Deutschen Rentenversicherung neu gebaut. Hierzu mussten acht Stockwerke des bestehenden Gebäudes, bis auf das Erdgeschoss, rückgebaut werden. Vor diese Aufgabe wurde die Diamantbohr GmbH gestellt. Die Herausforderungen waren hoch: Ein Teil des Gebäudes war weiterhin im vollen Arbeitsbetrieb und so musste der Rückbau äusserst lärmreduziert erfolgen, damit die Konzentration der Mitarbeiter in der Verwaltung der Deutschen Rentenversicherung nicht gestört wurde. Ausserdem sollten die Bewohner des anliegenden Wohngebietes von Lärm verschont bleiben. Es handelte sich um ein Stahlbetongebäude mit sehr hohem Armierungsanteil. Da das Erdgeschoss erhalten blieb,

musste es gegen Wassereinbruch und vor möglichen Beschädigungen geschützt werden.

Rückbaukonzept Für den lärmreduzierten Rückbau erstellte die Bauleitung der Diamantbohr GmbH ein umfangreiches Rückbaukonzept. Hier wurden die vom Auftraggeber verpflichtend eingeforderten Vorgaben berücksichtigt. Diese waren: •g rösstmögliche Lärmvermeidung • v ibrationsarme Durchführung •S icherstellung der Fertigstellungstermine unter Berücksichtigung möglicher Witterungseinflüsse •g ute Logistik ohne störenden Einfluss auf oder Risiko für den laufenden Betrieb mit öffentlichem Zugang


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Da in diesem Bauabschnitt ein grosser Teil des Gebäudes in voller Höhe erhalten blieb, wurden im ersten Schritt die abzubrechenden Gebäudedecken- und -wände unter Einsatz von Wandsägeanlagen abgetrennt. Eine mögliche Schallübertragung vom abzubrechenden Gebäude auf die sich in Betrieb befindlichen Büroräume wurde so unterbunden. Die verbleibenden Gebäudestockwerke wurden dann für den weiteren Betrieb thermisch isoliert.

5 000 m3 Abbruchvolumen Die Deckenfelder mit jeweils 7 m³ Grösse und einem Gesamtvolumen von rund 1 600 m³ wurden von den mächtigen Unterzügen abgetrennt. Dies erfolgte durch Sägeanlagen und mehrere Abbruchroboter Brokk der Gerätekategorien 330, 180, 160 und 90. Mit den montierten Abbruchzangen wurden die Deckenfelder zerkleinert und die freigelegten Unterzüge anschliessend

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ebenso lärmarm abgebrochen. Die 147 Stahlbetonstützen wurden abgesägt und konnten jeweils an einem Stück durch einen der beiden Turmdrehkrane abgehoben werden. Anschliessend erfolgte die Zerkleinerung und geordnete Rückführung der sortierten Abbruchmaterialien in den Rohstoffkreislauf. Die Arbeiten wurden im Zeitraum Januar bis Juni 2017 durchgeführt. Durch die professionelle Einsatzplanung und den kombinierten Einsatz von Betonsägetechnik und Abbruchrobotern konnte das notwendige Spülwasser auf ein Minimum reduziert werden, sodass auch während der grossen Winterkälte durchgearbeitet werden konnte. Die Abbrucharbeiten im Gesamtvolumen von über 5 000 m³ konnten vor dem geforderten Fertigstellungstermin abgeschlossen werden. Alle Arbeiten wurden sicher, unfallfrei und zur besten Zufriedenheit des Auftraggebers durchgeführt.

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Schrittweiser Rückbau der acht Etagen.

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Das Gebäude vor Beginn des Rückbaus.

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Geräuscharmes Abbeissen der Unterzüge.

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Der Rückbaufortschritt ist hier gut sichtbar.

INFO www.diamantbohr.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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RÖMISCHES AQUÄDUKT Dornbach zerteilt 2000 Jahre alte Wasserleitung mit Seilsäge

Die Eifelwasserleitung, bekannt auch als Römerkanal, gilt als das längste Aquädukt nördlich der Alpen und ist mit 95,4 km eine der längsten Wasserleitungen des römischen Imperiums. Sie beginnt in Nettersheim (Eifel) und verläuft über Hürth, wo die Ausgrabungen gemacht wurden, bis nach Köln. Der Kanal versorgte von Ende des 1. bis zum 3. Jahrhundert nach Christus Köln als Provinzhauptstadt Niedergermaniens mit Frischwasser.

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In Hürth war eine Umgehungsstraße geplant. Dass genau dort Teile der Eifelwasserleitung verliefen, war zwar bekannt, allerdings hatte man nur mit Mauerresten gerechnet. Was sich dem Auftraggeber nach Sondierbohrungen tatsächlich bot, war jedoch ein makelloses, unglaublich gut erhaltenes Aquädukt. Als Baustoff wurde Opus caementitium, eine gegossene betonähnliche Substanz, verwendet. Einzig die Abdeckung fehlte in weiten Teilen. Etwa 1 m

unter der Erdoberfläche hatte der Frost dem Bauwerk nichts anhaben können. Für die Bergung der erhaltenswerten Teile brauchte es Spezialisten. Hier kamen die Experten von Dornbach Spezialabbruch aus dem sauerländischen Kirchhundem ins Spiel. „Wir sind seit fast 30 Jahren in der Branche, aber so einen Auftrag hatten wir noch nie“, so Juniorchef Marco Dornbach. „Um das kostbare Gut nach den Schnitten sicher transportieren zu können, wurden

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

01 Blick auf das freigelegte,

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rund 50 m lange Stück des Römerkanals bei Hürth.

02 Die Grafik illustriert den

Aufbau der Seilsäge und den Stahlträgerrost.

03 Das Diamantseil ist im Eingriff. 04 Aufbau der Säge am Kanalsegment.

05 Segment für Segment wird das Aquädukt zerteilt.

zunächst Kernbohrungen im unteren Bereich des Kanals vorgenommen, damit Stahlträger unter die Konstruktion geschoben werden konnten“, erklärte Marco Dornbach. Der einzelne Schnitt mit der Seilsäge war schnell erledigt. Viel mühsamer waren der Aufbau und das Versetzen der geschweißten Stahlkonstruktion zur Aufnahme der Seilsäge. Immerhin galt es, rund 50 m Kanal in 30 transportgerechte Portionen zu zerteilen. So schafften die Spezialisten zwei Schnitte pro Tag. Stets vor Ort waren die Archäologen. Die Arbeit mit denen sei ganz unkompliziert verlaufen, meinte Marco Dornbach. Ungemütlich war es anderer Stelle: „Wir sind fast im Matsch versun-

ken.“ Später wurden die Segmente verpackt und an einem geschützten Ort zur weiteren Verwendung gelagert. Für Teile des antiken Bauwerks gibt es bereits Interessenten, Anrainer des Wanderwegs entlang des Römerkanals etwa. Hier waren bereits in der Vergangenheit Teile der alten Leitung ausgestellt worden, die nun aber, diversen Umwelteinflüssen und vor allem dem Frost ausgesetzt, dem Zahn der Zeit nicht länger standhielten. Theoretisch kann jeder sich um ein Stück (römischer) Geschichte bewerben. Allerdings gilt es, Auflagen zu erfüllen: Das Stück muss konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, auch eine Beschilderung wird vorausgesetzt.

Marco Dornbach hat diesen nicht alltäglichen Auftrag mit der Kamera begleitet. Ein Video dieses Unterfangens können Sie sich mit dem abgebildeten QR-Code bei Youtube anschauen:

INFO www.dornbach.com

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WASSERKUNST Rückbau der Stein-Wasser-Installation in Hannover

Die Hotelkette Steigenberger baut ein neues Hotel am Andreas-Hermes-Platz in Hannover. Dafür musste vorab Platz geschaffen werden. Eine künstlerische „Wasserwand“, von den Landschaftsarchitekten Wehberg, Lange, Eppinger und Schmidke 1990 /91 auf dem Platz gebaut, musste hierzu in über 50 Einzelteile rückgebaut werden. Die spektakulär geformte Wand aus gekrümmten Einzelelementen ist ein Brunnen, von dem über die ganze Breite der Wand Wasser herabstürzt. Ziel und Vorgabe waren es, hierbei möglichst zerstörungsfrei die Einzelelemente zu erhalten, damit sie später in dieser Form an einem neuen Platz aufgebaut werden können. Die Wand besteht aus Steinelementen, gefertigt aus Schweizer Sandstein. Die

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Form der einzelnen Steine war von den Landschaftsarchitekten entworfen worden. Kosten des Wasserbrunnens damals: über 2 Mio. DM. Die Herausforderung für die Firma Koda GmbH aus Hannover, die mit der Ausführung dieser sensiblen Arbeit beauftragt wurde, bestand darin, die einzelnen Steinelemente mit Diamantwandsägetechnik in den Zwischenräumen der aufgesetzten Elemente so zu trennen, dass diese nicht beschädigt werden. Bautechnisch war die Stabilität der aus über 50 Einzelelementen bestehenden Wand durch ein Stahlskelett erreicht. Die einzelnen Sandsteinelemente waren mit Stahlankern mit einem Durchmesser von 30 mm an beiden Seiten sowie teilweise Kreuzankern aus Edelstahl verbunden.

Nachdem die Elemente an dem im Boden fest verankerten Stahlskelett befestigt waren, wurden die Zwischenräume vergossen und bildeten somit eine stabile Einheit. Zur Bewältigung dieser Schnitte benötigte die Firma Koda GmbH eine Diamantwandsägescheibe, die der Herausforderung gewachsen war, unter anderem reinen Stahl/Edelstahl ohne Druck auf den Sandstein in der dafür vorgegebenen Zeit zu sägen, sodass der Rückbau im Zeitplan blieb. Koda wählte hierfür eine Diamantwandsägescheibe vom Typ WX2/2 der Firma Goldschmidt aus aus Dortmund, deren technische Spezifikation den Anforderungen entsprach und mit der bereits persönlich sehr gute Erfahrungen vorlagen.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Charakteristisch für die Hochleistungs-Diamanttrennscheibe für Wandsägen WX 2/2 ist eine extrem hohe Schnittgeschwindigkeit bei gleichzeitig extrem hoher Standzeit in Beton mit einer extrem starken Armierung auf Wandsägen ab 15,0 kW. Das lasergeschweißte M-Wellensegment minimiert den Reibungswiderstand. Die patentierte Arix „Pattern-Technology“ mit einer für diese Anwendung vollkommen

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gleichmäßigen und optimierten Verteilung der Diamanten in der Bindung führt zu einer sauberen Schnittkante. Eingesetzt wurde die Diamanttrennscheibe mit dem ø 800 mm auf einer Hochfrequenzwandsäge der Firma Braun mit 22 kW Leistung. Die Teile konnten in der vorgegebenen Zeit getrennt und rückgebaut werden, ohne die Sandsteinelemente zu beschädigen. Die Koda GmbH beurteilt die

Schnittgeschwindigkeit und die Standzeit der Diamantwandsägescheibe WX 2/2 als sehr gut. Der Auftraggeber war mit dem Rückbau und dem Trennen der Teile innerhalb weniger Tage sehr zufrieden.

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Der Bagger steht bereit für das Abheben der einzelnen Elemente.

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Die Braun-Wandsäge nach Beendigung eines Schnittes.

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Mit diesen Stahlankern waren die Elemente verbunden.

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Nochmals in der Ansicht: die aufgeteilte „Wasserwand“.

INFO www.goldschmidt.de www.koda-gmbh.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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ABGESCHÄLT Firma Storz schneidet Kranfundament zurecht

Im Daimler-Werk in Untertürkheim war ein begehbarer Verbindungsgang zwischen zwei Gebäuden geplant. Auf der Freifläche hinter Gebäude 120 war von einer vorangegangenen Baumaßnahme noch ein Kranfundament

vorhanden, das als Auflager für diesen Kanal dienen sollte. Allerdings waren die Abmessungen und die Höhenoberkante für den Neubau nicht geeignet. Der Auftraggeber, die Firma Huthmann aus Stuttgart, entschloss sich daher,

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das Fundament konturengerecht aussägen zu lassen. Gerhard Storz, erfahrener Bohr- und Sägeunternehmer aus dem nahen Sindelfingen, wurde mit dieser Aufgabe beauftragt.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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„Von der oberen Fläche waren 75 cm über die gesamte Fundamentplatte abzunehmen und danach seitlich bis zur Unterkante noch mal 75 cm“, so Thomas Bernhard, Bauleiter bei Gerhard Storz. „Mit der Hilti DSW 30 Seilsäge wurde der obere Teil so abgeschält, dass die Säge auf der Platte stand und das Diamantseil unter der Säge durchgezogen wurde.“ Danach kam die Hilti-Wandsäge TS 20 zum Einsatz, um auch an allen vier Seiten ebenfalls 75 cm abzutrennen. Hierbei wurden Diamantsägeblätter bis ø 180 mm zum Einsatz gebracht. Nach zusätzlichen Teilungsschnitten konnten die abgetrennten „Balken“ mit dem Bagger entfernt werden. „Trotz außergewöhnlich hohem Stahlanteil konnte der Auftrag im Zeitlimit von einer Woche zufriedenstellend fertiggestellt werden und das Auflager für den neuen Verbindungsgang steht nun bereit“, so abschließend Thomas Bernhard.

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Die Fundamentplatte ist bereits abgeschält – jetzt kommt die Wandsäge zum Einsatz.

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Blick von oben auf die Baustelle.

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Deutlich zu sehen: das Diamantseil im Einsatz.

INFO www.storz-bohren-saegen.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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MOTORWORLD MÜNCHEN Jan Eckert bohrt in ehemaliger Lokhalle

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Bald ist es so weit: Bis zum Jahreswechsel 2017/2018 entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerkes in München-Freimann die Motorworld München – ein einzigartiger Treffpunkt für Liebhaber hochwertiger Fahrkultur und zugleich die vielseitigste Eventfläche Münchens. Mit der Motorworld München entsteht auch ein stimmungsvolles Event-Ensemble, zu dem die über München hinaus bekannten Eventhallen Zenith, Kohlebunker und Kesselhaus gehören. Neu hinzu kommen die Eventbereiche Zenith II und die Eventlocation in der großen Lokhalle. Tagungsräume, ein Vier-Sterne-Themenhotel sowie vielfältige Gastronomiebetriebe gehören ebenso dazu. Das

faszinierende Mobilitätszentrum hat eine geplante Fläche von über 45 000 m2. In Freimann wird der Motorrad- und Autoliebhaber alles finden, was das Herz begehrt: exklusiven Fahrzeughandel – vom Oldtimer über Premiumfahrzeuge bis hin zu Bikes –, ein umfassendes Spektrum an automobilen Dienstleistern und spezialisierten Werkstätten, Glasboxen, um Liebhaberfahrzeuge einzustellen, sowie eine Vielzahl an hochwertigen Accessoires–Shops und Galerien.

Zusätzliche Fundamentierung Um Bohrpfähle in den Untergrund treiben zu können, musste der Hallenboden für die Firma Wöhrl Spezialtiefbau vor-


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

Seine Firma Jan Eckert Diamanttechnik hat sich landesweit einen guten Namen in der Betonbohr- und -sägebranche erarbeitet. Insbesondere findet Jan Eckert bei äußerst komplexen Rückbauprojekten Lösungen, die seine Auftraggeber immer wieder mit allergrößtem Respekt zur Kenntnis nehmen. In Verbindung mit einem außergewöhnlich umfangreichen Maschinenpark werden Aufträge zuverlässig und vor allem termingerecht fertiggestellt. Der Zeitplan sah hier eine Fertigstellung innerhalb von 14 Tagen vor. In Arbeitsgemeinschaft mit der Firma Großert war der Auftrag jedoch von drei Mitarbeitern innerhalb von sieben Arbeitstagen erledigt.

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Equipment von Hydro-Tec Gebohrt wurde mit Pentruder-Bohrgeräten bestückt mit MDU-Motoren der Firma Hydro-Tec und selbstgefertigten Bohrkronen mit Spezialsegmenten. Schwierigkeiten bestanden zum Teil mit losem Gestein innerhalb der Bodenplatte – das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert gebaut. Mit dem Bagger wurden alle Bohrkerne gezogen. So entstand der nötige Freiraum, um die Bohrpfähle in den Untergrund treiben zu können. bereitet werden: Insgesamt 80 Kernbohrungen ø 1000 mm in der doppelten Bodenplatte mit einer Stärke von 2 x 40 cm, teilweise 2 x 30 cm, waren herzustellen,

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damit die Firma Wöhrl ihre Pfähle setzen konnte. Jan Eckert, Bohr- und Sägespezialist aus Simmelsdorf nahe Nürnberg, erhielt den entsprechenden Auftrag.

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Bereits während der Bauphase finden „Warm-up“-Events mit Oldtimern statt. Foto: Aktiv-Group

02– Die Mitarbeiter mit dem 03 Pentruder-Equipment im Einsatz.

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Die ausgebohrten Kerne werden vorbereitet und mit dem Minibagger gezogen.

INFO www.motorworld.de www. jan-eckert-diamanttechnik.de www.grossert-bohrt.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

UNICUT 600 Friedrich W. Petersen setzt auf Fugenschneider von Lissmac

Ein optimal abgestimmter Kombikühler für Hydraulik und Motor stellt sicher, dass auch solche Belastungen ohne übermäßige Temperaturerhöhung erfolgen können. Die hydraulische Regelung der Sägeblattaushebung und -absenkung erfolgt stufenlos. Die fein abgestimmte Vorschubregelung sorgt zusätzlich für höchste Präzision bei den Schneidarbeiten.

Der Lissmac Unicut 600 im Einsatz.

Mit Profianwendern entwickelt C

Die Firma Friedrich W. Petersen aus Seedorf wurde mit folgender Aufgabenstellung konfrontiert: An einer bestehenden Industriehalle musste die angrenzende Stahlbetonsohle mit einer Gesamtfläche von 2700 m² rückgebaut werden. Hierfür musste die bestehende Brandschutzwand des Gebäudes vom Rest der Betonfläche getrennt werden und das stark armierte Betonfundament mit einer Gesamttiefe von 80 cm komplett durchgetrennt werden, um die bestehende Gebäudestruktur zu schützen.

136 PS Deutz Turbodiesel Für die Durchtrennung des Fundaments wurden insgesamt 192 lfm Trennschnitte

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mit dem Fugenschneider Lissmac Unicut 600 durchgeführt, welcher speziell für große Schnitttiefen ausgelegt ist. EEin kraftvoller, 136 PS starker Deutz-Turbodieselmotor mit integriertem Ladeluftkühler, welcher auch die Abgasnorm EU Stufe IV (US EPA Tier 4 final) erfüllt, sorgt in Verbindung mit dem stufenlos elektronisch regelbaren Hydraulikantrieb am Sägeblatt für maximale Schneidkraft und die optimalen Drehzahlen für die erforderlichen Sägeblattdurchmesser. Der einstellbare Drehzahlbereich reicht von 600 1/min bis maximal 2800 1/min. Durch ein elektrohydraulisches Lenksystem ist es Lissmac gelungen, den Hydraulikkreislauf zu optimieren und dem Anwender eine höhere Leistung am Sägeblatt zur Verfügung zu stellen.

Ein weiterer Vorteil des neuen Lenkkonzeptes ist es, dass die Sitzposition schnell und einfach verändert werden kann. Ob auf oder neben der Maschine, die Sitzposition kann mit nur wenigen Handgriffen individuell angepasst werden. Somit war in diesem Fall auch ein mauernahes Arbeiten mühelos möglich. Die kompletten Schneidearbeiten wurden mit dem speziell für diese Maschine abgestimmten Lissmac-Diamantwerkzeug für stark armierten Beton ausgeführt. Die Schneidearbeiten wurden in mehreren Schnittstufen durchgeführt, hierbei überzeugte das Werkzeug durch seine sehr hohe Schnittgeschwindigkeit. Durch den Einsatz dieses leistungsstarken Fugenschneiders und der Lissmac-Diamantwerkzeuge konnte der komplette Rückbau innerhalb von zehn Werktagen fristgerecht und zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers durchgeführt werden.

INFO www.bohren-saegen-petersen.de www.lissmac.com

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

CONSTRUCTION TECHNOLOGY

PROFESSIONELLE PRODUKTE FÜR‘S KERNBOHREN UND FILTERN VON BOHRSCHLÄMMEN

LISSMAC Maschinenbau GmbH Lanzstraße 4 88410 Bad Wurzach, Deutschland Telefon +49 7564 307-0 lissmac @lissmac.com www.lissmac.com

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STATIKFEHLER Kontrollierter Rückbau der Litzbrücke in Vorarlberg

Aufgrund eines Statikfehlers musste die Litzbrücke in Vorarlberg, Österreich, drei Monate vor Fertigstellung komplett abgetragen werden. Bei der Berechnung der Brücke, die als Teil der Silbertaler Straße (L 95) Schruns mit Bartholomäberg verbinden soll, wurde zu wenig tragfähiger Stahl berücksichtigt. Eine Prüfung des Straßenbauamtes Vorarlberg ergab, dass die Brücke zwar nicht vom Einsturz bedroht gewesen wäre, dem Schwerverkehr allerdings nicht standgehalten hätte. Somit stand die Entscheidung fest: Die Brücke muss komplett rückgebaut und neu errichtet werden. Mit dem Abtrag der Brücke wurde die lokale Firma Bohr-Tec, Spezialist für Kernbohrungen und Betonschneidearbeiten aus Klaus, vom Land Vorarlberg beauftragt. Geschäftsführer Peter Gortano von Bohr-Tec blickt auf eine 17-jährige Zusammenarbeit mit Tyrolit zurück und hat sich daher entschieden, die Rückbauarbeiten mit Maschinen und Werkzeugen des Tiroler Unternehmens durchzuführen. Gortano schätzt an Tyrolit-Produkten vor allem „das Preis-Leis-

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tungs-Verhältnis, die Qualität und die Flexibilität der Systeme“. Zusammengefasst bewertet der Geschäftsführer die Produkte und Serviceleistungen von Tyrolit mit „Besser geht‘s nicht!“.

Enges Zeitfenster Als größte Herausforderung bei diesem Projekt nennt der erfahrene Vorarlberger Rückbau-Profi den hohen Armierungsgrad der Brücke sowie das eng gesteckte Zeitfenster von sechs Wochen für das Abtragen von rund 360 t Beton. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden daher vorab sehr sorgfältig geplant und getaktet.

Drei Arbeitsschritte Im ersten Arbeitsschritt wurde die Stepp-Platte der Fahrbahn von den Widerlagern getrennt, um anschließend Teile des Fundaments mit der auf Schienen verlegten Tyrolit Hydrostress Wandsäge FZ-4S abzutragen (Punkt A). Damit die notwendige Schnitttiefe von 1,5 m erreicht werden konnte, musste sich die Firma Bohr-Tec langsam heranarbeiten und in vier Etappen die Größe der

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Wandsägeblätter von ø 1 200 mm bis hin zum größten verfügbaren Tyrolit-Wandsägeblatt mit ø 2 200 mm steigern. Während der Schneidearbeiten war es notwendig, das größte Diamantsägeblatt mit neuen Segmenten zu bestücken. Die hervorragende Servicekette von Tyrolit hat es möglich gemacht, dass das fertig bestückte Werkzeug nach zwei Stunden wieder einsatzbereit war. Gortano be-

zeichnet dies als „Formel 1 im Baugewerbe“. Ziel des nächsten Arbeitsabschnittes war es, die Brücke für den Abtransport in ca. 15 t schwere Einzelteile zu zerlegen. Hierzu wurden Kernbohrungen (Punkt C) durchgeführt, damit das Tyrolit Sägeseil DWM***-C in die gebohrten Löcher eingeführt werden und den Baukörper umschlingen konnte und anschließend

die Betonteile geschnitten werden konnten. Um die Seilsägearbeiten schnellstmöglich durchzuführen, wurde parallel mit drei Tyrolit Hydrostress-Systemen gearbeitet: mit zwei Seilsägen SB mit Antrieb PPH40RR*** sowie einer Seilsäge WCH8*** (Vorgängermodell der verfügbaren WCH14***) mit Antrieb PPH20RR***. Das Diamantseil arbeitete sich dabei mit einer Geschwindigkeit von 23 m/s und einem Arbeitsdruck von 120 bar durch den Beton. In 60 min Arbeitszeit konnte eine hervorragende Schnittleistung von 3,44 m² erzielt werden. Der Mehrfachrollenantrieb der Seilsägen erleichterte Gortano und seinem Team ein präzises Arbeiten auf der räumlich begrenzten Brücke (Punkte B + D). In der dritten und letzten Rückbauphase wurden die 24 herausgeschnittenen, ca. 15 t schweren Betonteile an je vier Anschlagpunkten befestigt und mit dem Teleskopkran abtransportiert. Die Aufbauarbeiten der neuen Brücke sind bereits in vollem Gange und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

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Die Mitarbeiter der Firma BohrTec heben den Daumen für den erfolgreichen Abschluss der Rückbau-Baustelle.

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Baustellenüberblick – Skizze mit den einzelnen Arbeitsschritten.

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Vorbereitungen für die Schnitte am Fundament mit dem Tyrolit Wandsägeblatt WSM*** mit ø 2 200 mm.

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Abtransport der 15 t schweren Brückenteile

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INFO www.bohr-tec.at www.tyrolit.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

Das Sägeblatt ø 2 000 ist für den finalen Schnitt montiert.

EILIGE DIAMANTSCHEIBE Geißler & Kuper lieferte kurzfristig

Ein niedersächsischer Agrarhandel lässt zurzeit eine weitere Lkw-Waage einbauen. Die Bauleitung stellte vor Beginn fest, dass Betonfundamente bis zu einer Stärke von 900 mm im Wege standen. Die Firma BB-Diamant Kernbohrungen aus Bockhorn stand vor dem Problem, einerseits einen engen Termin einzuhalten, andererseits auf die Schnelle eine geeignete Diamanttrennscheibe mit

ø 2 000 mm zu ordern. BB-Inhaber Björn Blankenhagen musste richtige, kurzfristige Entscheidungen treffen. Er brauchte Sicherheit, das richtige Diamantwerkzeug schnellstens für den erforderlichen Einsatz zu bekommen, mit dem georderten Sägeblatt über hervorragende Oualität zu verfügen und damit seinen Auftrag mit minimalen Risiken zu bewerkstelligen. Nach nur zwei Werktagen war der Lieferant Geißler & Kuper GmbH aus Celle in der Lage, die Diamanttrennscheibe auf der Baustelle anzuliefern. Auf einer Schnittlänge von 11 m wurde das 900 mm dicke Fundament durchtrennt.

Björn Blankenhagen war erleichtert, den richtigen Partner für seine Bedürfnisse gefunden zu haben. Die Bauarbeiten konnten ohne Zeitverzögerung fristgerecht fortgesetzt werden.

Über den Hersteller Die Firma Geißler & Kuper hat sich seit 1983 von einem reinen Reparaturbetrieb für die Wiederaufbereitung von Diamantwerkzeugen zu einem Hersteller entwickelt, der eigene Diamantwerkzeuge produziert.

Stufenschnitte

Das Sägeblatt kurz vor der Auslieferung.

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Die Trennschnitte wurden stufenförmig mit verschiedenen Diamantsägeblättern vorgesägt: Vorschnitte mit ø 650 mm, ø 1 000 mm und ø 1 500 mm. Der finale Schnitt wurde dann mit dem angelieferten Blatt mit ø 2 000 mm vorgenommen.

INFO www.kernbohrung-friesland.de www.geissler-kuper.de


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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WOHN–SILO Diamcoupe SA entkernt Getreidesilos für neue Wohnungen

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Diamcoupe SA, eine Firma der Diamantbohrgruppe, hatte Ende 2016 den Zuschlag für den Innenabriss des Silos der Grands Moulins im Stadtzentrum von La Chaux-de-Fonds (Kanton Neuenburg) erhalten. Die Anlage gehörte seinerzeit zu den grössten Mühlen der Schweiz, wurde aber 1990 stillgelegt.

80 neue Wohnungen Der Immobilienunternehmer Radicchi kaufte sie auf, um darin 80 Wohnungen zu bauen. Im Inneren des ersten Rundsilos sind zwei Wohnungen auf jedem der acht Stockwerke sowie drei Attikawohnungen im viereckigen Dachbereich, wo sich einst die Kornverteiler befanden, vorgesehen. In einer ersten Etappe wurde ein Metallkorsett als statische Grundlage für die

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Gebäudehülle um das Silo gelegt. Der Silokern wurde mit einem auf einer Metallstruktur montierten und mit einem Kran gesicherten Brokk-Roboter ausgehöhlt. Die Diamcoupe SA hatte den Brokk-Träger in der eigenen Diamantbohr-Werkstatt in Buchs bauen lassen. Mithilfe unseres Kollegen Hans-Jörg von Gunten wurde die Struktur CE-zertifiziert. Parallel zu diesem Schritt wurde das Rückbaukonzept der Suva vorgelegt und bestätigt. Dank dieser Vorbereitungsarbeit konnten wir die Sicherheit der Arbeiter, der Maschinen und aller im Baubereich tätigen Personen gewährleisten. In einer ersten Phase mussten wir alle „Innenrohre“ auf der Höhe der Aussenhülle durchsägen und entkoppeln. Dann brachten wir einen an einem Kran hängenden Brokk in Stellung, um das Ganze abzubauen. Vom


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Siloturm aus biss unser Mitarbeiter mit dem Brokk die Elemente in knapp zwei Tagen heraus. Am nächsten Tag führte er den Bauschutt mithilfe eines Bobcats heraus. Da wir nicht gleichzeitig rückbauen und entsorgen konnten, haben wir diese Arbeiten mit nur einem Maschinisten und einem Kranführer ausgeführt.

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Der Brokk hat seine Arbeit begonnen und beisst die Innenschale eines Silos ab.

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Das Getreidesilo – noch vor den Rückbauarbeiten.

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Der Brokk wird samt Halterahmen auf das Silo gehoben ...

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... und landet sicher auf dem Dach.

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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DUNKIRK JETTY Robore Cuts schneidet Öffnung in Fähranleger im Hafen von Dover

In Dover, der wichtigsten englischen Hafenstadt am Ärmelkanal, soll im Rahmen des Jahrhundertprojekts „Dover Western Docks Revival“ die Runderneuerung des Hafens im Bereich der Western Docks entstehen. Rund um das alte Frachtterminal wird künftig ein neuer Yachthafen mit schicker Uferpromenade

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den Gästen eine einzigartige Kulisse aus Hafen, berühmten Klippen und Dover Castle bieten. Auf der Promenade werden sich eine Vielzahl von Geschäften, Bars und Restaurants ansiedeln. Auch die Fährterminals nach Calais und Dünkirchen werden grundlegend erweitert und modernisiert.

Durchfahrt für Schiffe Der Dunkirk Jetty, der Fähranleger nach Dünkirchen, soll künftig eine Schiffsdurchfahrt Richtung Westen ermöglichen. Auf einer Breite von 30 m muss das Stahlbetonbollwerk bis 9 m unter der Wasserlinie getrennt werden.

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Robore Cuts Hier kommt die Firma Robore Cuts Ltd. ins Spiel. Der Londoner Bohr- und Sägespezialist, gegründet 1986, gehört mit seinen über 100 Mitarbeitern und 70 Trucks zu den führenden Rückbauprofis im Vereinigten Königreich.

Der Rückbau im Detail Zunächst mussten die Betonbrüstungen sowie die aufbetonierten Einstiegstreppen zu den Fähren mit der Seilsäge entfernt werden. Anschließend wurde die Fahrbahnplatte mit Fugenschneidern und Wandsäge aufgetrennt und per Kran

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Die obersten Pfeilerköpfe werden mit drei Seilsägen gleichzeitig geschnitten.

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Ein Teil der Pfeiler ist bereits beseitigt.

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Einfädelöffnungen für das Sägeseil werden gebohrt.

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Der nächste Schnitt in Höhe der Wasserlinie.

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Der Kran hebt die erste Fahrbahnplatte heraus.

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Der mächtige Hafenkran birgt einen Pfeilerabschnitt.

abgehoben. Da keine Abstützung möglich war, wurde zum Teil die Wandsäge eingesetzt, um 40°-Schrägschnitte zu ermöglichen, damit sich die Platten verkeilen und später abgehoben werden konnten. Die eigentliche Herausforderung war das Abtrennen der Betonpfeiler mit den Abmessungen 10 x 3 m unter Wasser. Die innovative Lösung war ein Stahlrahmen, der mit vormontierten Seilsägerollen über die Pfeiler gestülpt wurde. Dieser wurde per Kran auf die jeweilige Schnitthöhe abgesenkt und gesichert. Um die maximale Kranleistung von 200 t auszunutzen, waren vier Schnitte pro Pfeiler notwendig – je zwei über und zwei unter Wasser. Nach jedem Schnitt

wurde der gewaltige Betonbrocken abgehoben und an Land mit einem Meißelbagger zerkleinert. Unter strengen Terminvorgaben wurden vier Stahlrahmen gefertigt und mit vier Seilsägen gleichzeitig gesägt. Das Projekt konnte trotz hoher Umwelt- und Sicherheitsauflagen pünktlich fertiggestellt werden.

INFO www.robore.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

EIN STÜCK DEUTSCHE GESCHICHTE Seliger GmbH sägt Andenken aus der Berliner Mauer

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„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ – Entgegen den Beteuerungen des Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht, auf einer internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin, begann am 13. August 1961 der Bau des „antifaschistischen Schutzwalls“. Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie in der Berliner Friedrichstraße zeigt die Geschichte der wohl am strengsten bewachten Grenze der Welt. In der Ausstellung können Originalobjekte betrachtet werden, die während der Fluchten aus der DDR zum Einsatz kamen – von Fluchtautos über Heißluftballons bis zu selbst gemachten MiniU-Booten. Im angeschlossenen Mauershop kann man Devotionalien erwerben, wie zum Beispiel den berühmten Mauerstein. Da Nachschub vonnöten war, wurde der Potsdamer Bohr- und Sägespezialist Matthias Seliger beauftragt, aus den original Mauerteilen kleine Mauerstücke auszusägen.

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Die 3,60 m hohen, 1,20 m breiten L-förmigen Betonteile – Mauertyp UL 12.41 – lagerten auf einem Grundstück in Berlin-Lichtenberg. Die beiden Poliere der Seliger GmbH, Carsten Pflug und Alexander Grimm, begaben sich im März 2017 mit ihrem Wandsägeequipment, Fabrikat Braun Maschinenfabrik, auf diesen Lagerplatz und sägten innerhalb von zwei Tagen aus zwei Mauerelemen-

ten 180 Mauerteile mit den Abmessungen 34 x 20 cm, ca. 20 cm dick. Firmenchef Matthias Seliger sagte abschließend: „Es hat sich für unsere Firma sehr gut angefühlt, diesen ,besonderen Beton‘ an einem Stück deutscher Geschichte bearbeiten zu dürfen. Die Geschichte wird erhalten und in der ganzen Welt verbreitet.“

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INFO www.seligergmbh.de

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Ein Stück Geschichte: Mauerteil.

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Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie.

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Das „Mauer-Lager“ in Berlin-Lichtenberg.

04– Die Mauer wird zerteilt. 06 07

Zerteilt in 34 x 20 cm.

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SEILSÄGEN AUF HOHEM NIVEAU Dimas baut Liftpfeiler am Dachstein zurück Der Hohe Dachstein ist mit 2 995 m der höchste Gipfel des Dachsteingebirges und gleichzeitig der höchste Gipfel der österreichischen Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Am Dachstein liegen mehrere Gletscher. Durch die Klimaerwärmung befinden sich alle heute stark im Schwund, teils in Auflösung. Dort wo das Eisfeld als Skigebiet genutzt wurde, werden umfangreiche Erhaltungsmaßnahmen zum Naturschutz betrieben. So musste ein Schlepplift versetzt werden. Die alten

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Liftstützen standen daher im Naturschutzgebiet und sollten entfernt werden.

Baustelle mit Aussicht So kam die Firma Dimas Bohr- und Säge- Ges.m.b.H. aus Kalsdorf bei Graz zu einem nicht alltäglichen Auftrag auf sprichwörtlich hohem Niveau: Auf 2 700 m Seehöhe mussten für den Auftraggeber – die Dachstein Gletscherbahnen – sämtliche nicht mehr benötig-

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

ten Betonstützen des alten Schlepplifts mit Seilsägetechnik zurückgebaut werden. Die gesamte Schnittfläche der in einzelne Segmente unterteilten Pfeiler betrug 48 m2. Während der Schneidarbeiten stand ständig ein Raupenbagger zur Verfügung, um die geschnittenen Teile zu sichern und wegzuheben. Eine große Herausforderung war der Maschinentransport zur Baustelle. Mit Materialseilbahn mussten die Seilsägeausrüstung, das Stromaggregat und vieles mehr sowie – nicht zu vergessen – die Mitarbeiter von der Talstation in 1 700 m auf 2 700 m Höhe gebracht werden. Von dort ging es mit Pistenraupe und Motorschlitten weiter zum Einsatzort. „Der gesamte Einsatz wurde zur vollesten Zufriedenheit des Auftraggebers ausgeführt und dauerte etwa zweieinhalb Wochen, da durch die sich ständig verändernden Wetterbedingungen nicht ununterbrochen gearbeitet werden konnte.

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Außerdem waren die Arbeiten nur im Winter möglich, da unsere Arbeitsplätze nicht erreichbar waren, wenn der Schnee weg ist“, so Georg Lahofer, der Geschäftsführer der Firma Dimas abschließend.

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Dimas-Transporter parken vor der Kulisse des Hohen Dachsteins.

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Die Seilsäge ist für den ersten Pfeilerschnitt eingerichtet.

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Schnitt kurz vor dem Finale.

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Der Raupenbagger hat das Betonteil am Haken.

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Baustelle mit Ausblick: Georg Lahofer (Mitte) und Mitarbeiter.

INFO www.dimas.co.at

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ZEILGALERIE ENTKERNT Abbruch eines Einkaufscenters in Rekordzeit

Im Sommer 2016 begannen die komplette Entkernung und der Abriss des Shoppingcenters „Zeilgalerie“ auf der sogenannten Zeil, einer der zentralen Einkaufsstraßen Frankfurts am Main. Dazu wurden vom ausführenden Unternehmen, der Antal Abbruch & Bauma-

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nagement GmbH aus Frankfurt, mehrere Brokk-Abbruchroboter sowie diverse Anbaugeräte der Darda GmbH äußerst erfolgreich eingesetzt. Die 1992 eröffnete Zeilgalerie wurde in einer extrem schmalen Baulücke errichtet. Dadurch war die bebaubare Grundfläche sehr gering und das Einkaufszentrum daher als sogenannte Vertikalgalerie mit neun Geschossen und einem zusätzlich fast drei Stockwerke umfassenden Kinokomplex in die Höhe gebaut worden. Dieses architektonische Konzept kam bei den Kunden nicht mehr an, der Leerstand war erheblich und somit sank die Wirtschaftlichkeit des Objektes stetig. Eine gewünschte Flächenerweiterung zu den Nachbargebäuden war aufgrund stark abweichender Geschosshöhen nicht machbar. Deshalb wurde das renommierte Frankfurter Unternehmen Antal Abbruch & Baumanagement GmbH mit dem Ab-

riss beauftragt. Durch die Position der Zeilgalerie zwischen zwei gut besuchten Kaufhäusern, in denen die Verkaufstätigkeit ungehindert weitergehen können musste, den am Gebäude verlaufenden U-Bahn-Tunnel und die starke Frequentierung der umsatzstarken Zeil – bis zu 15 000 Besucher pro Stunde sind in Spitzenzeiten hier unterwegs – ergaben sich vielfältige Einschränkungen, die das Projekt extrem anspruchsvoll machten. Für den Abbruchprofi Antal erwies sich somit, neben dem Einsatz einiger notwendiger Großgeräte, die Kombination aus Brokk-Abbruchrobotern und Darda-Anbaugeräten insbesondere aus nachstehenden Gründen als optimales „Abbruchmaschinenteam“:

Vibrationsfreier Abbruch Seismografen überwachten die Stärke der entstehenden Vibrationen. Der Be-


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

trieb der elektrohydraulisch betriebenen Brokk-Roboter wie auch der Darda-Anbaugeräte wurde dieser Vorgabe vollumfänglich gerecht. „Diese Maschinen lassen sich außerdem feinfühlig fernsteuern, sodass ein Abbruch sehr kontrolliert erfolgen kann. Ihr minimales Flächengewicht resultiert überdies in einer geringen Flächenbelastung, was immer wieder ein großes Thema ist“, so George Antal, Geschäftsführer der gleichnamigen Firma.

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Geräuscharmer Abbruch Die leisen Elektromotoren der eingesetzten elektrohydraulischen Abbruchroboter machten ein geräuscharmes Arbeiten möglich. Dieselmotoren von herkömmlichen Minibaggern oder pneumatisch betriebene Geräte sind im Vergleich massiv lauter. Ebenso arbeiteten die Darda-Betonzangen und der Darda-Multicutter nahezu lautlos.

Emissionfreier Abbruch Ein weiterer Vorteil der Elektromotoren der Brokk-Geräte: Im Gegensatz zur enormen Luftverschmutzung, die Dieselmotoren verursachen – und das gerade auch in geschlossenen Räumen –, arbeiten die Roboter abgasfrei.

Wirtschaftlicher Abbruch Obwohl die Brokk-Roboter wie auch die Darda-Geräte deutlich kompak-

ter und leichter sind als herkömmliche Abbruchgeräte, ist ihre Leistungsfähigkeit um ein Vielfaches höher. Bei einem Brokk betreibt ein starker Elektromotor das spezielle Hydrauliksystem. Die Darda-Betonzangen und der Multicutter hingegen erreichen ihre enorm hohe Brech- bzw. Schneidekraft, weil sie unabhängig vom Arbeitsdruck des Trägergerätes arbeiten. Sie sind somit auch an kleinen Trägergeräten ungeheuer leistungsstark, ganz im Gegensatz zu konventionellen Anbaugeräten. Diese Gerätepower machte selbstverständlich auch in der Zeilgalerie einen schnellen, effizienten und somit wirtschaftlichen Abbruchfortschritt mit möglich. Als alternative Abbruchmetho-

de war bei der Antal GmbH zunächst für die extrem stark bewehrten Stahlbetonteile sowie die Holoribdecken auch Betonsägen im Gespräch. Dies erwies sich bei genauer Betrachtung jedoch als unwirtschaftlich, da die Arbeiten wesentlich länger gedauert hätten.

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Mit dem Darda Multi Cutter MC200 separiertes Material kann jetzt einfach entsorgt werden.

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Die Zeilgalerie kurz nach der Fertigstellung im Jahr 1992.

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Decken in der Galerie, bevor sie mit dem Darda Multi Cutter MC200 „gesäubert“ wurden.

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Der Darda Multicutter MC200 am Abbruchroboter Brokk 160 schneidet mühelos Versorgungsleitungen und -rohre.

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INFO www.darda.de www.antal-abbruch.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

WERFTUMBAU Wiba Abbautechnik setzt auf Werkzeuge von Goldschmidt

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Schiffe wachsen und damit auch die Anforderungen an Werften. In diesem Fall benötigte eine Werft im Norden Deutschlands eine Verlängerung ihrer vorhandenen Werfthalle. Bestandteil dieser Umbauarbeiten war die komplette Rekonstruktion des Werfttors. Hierzu war es erforderlich, neue, hocharmierte Stahlbetonfundamente mit einer erhöhten Traglast und weiteren von den Statikern vorgegebenen Eigenschaften zu erstellen mit der Funktion, eine Stahlkonstruktion für die Verlängerung des Tores zu tragen. Vorab mussten die vorhandenen zwei Betonfundamente des alten Werfttors aus Stahlfaserbeton ausgebohrt und demontiert werden. Den Zuschlag für diesen Auftrag erhielt die Firma Wiba Abbautechnik aus Apen. Der Auftrag war bei laufendem Betrieb auszuführen und stand unter einer sehr

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engen Zeitvorgabe von drei Tagen. Im Zuge dessen entschied sich das Unternehmen Wiba Abbautechnik für eine Zusammenarbeit mit der Firma Goldschmidt Schleiftechnik und Diamantwerkzeuge aus Dortmund. Jahrelanges Vertrauen zeichnet die Beziehung der beiden Unternehmen aus der Branche aus. Aufgrund der gesetzten Rahmenbedingungen waren innerhalb der vorgegebenen drei Tage aufwendige Bohrarbeiten notwendig. Die Perforierung des alten Fundamentes aus Stahlfaserbeton der Güteklassen C35/40 mit ø von 200 mm und einer Tiefe von 1,50 m wurde mit Kernbohrkronen und Segmenten des Typs Arix BX 1/3 der Firma Goldschmidt ausgeführt. Das verwendete Diamantsegment eignet sich ideal für abrasiven Beton und eine hohe Härteklasse. Dabei zeichnet es sich aus durch eine sehr hohe Bohrgeschwindigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Standzeit. Mit diesem Segment

bestückte Bohrkronen können auf Kernbohraggregaten bis 5 kW und allen Antriebsarten eingesetzt werden. Die Arbeit von insgesamt 70 lfm wurde durch die erfolgreiche Anwendung der Produkte aus dem Hause Goldschmidt termingerecht und zufriedenstellend ausgeführt.

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Gute Kombination: HiltiBohrgerät und Kronen von Goldschmidt.

02– 70 lfm Bohrungen Loch 03 an Loch, 1,50 m tief.

INFO www.goldschmidt-w.de


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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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PERFEKTER SCHLIFF Firma Sabrowski schleift mit Equipment von Schwamborn

Zur Nutzung als Kommissionslager für Büromöbel sollte der 2100 m² große Boden einer ehemaligen Solarfabrik in Freiburg komplett für die neuen Anforderungen fit gemacht werden. Das Ecofloor-Konzept von Sabrowski BetonAbbautechnik aus Eschbach, welches die optimierte Untergrundvorbereitung sowie die auf die individuellen Anforde-

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rungen abgestimmten Reinigungs- und Pflegekonzepte kombiniert, überzeugte auf ganzer Linie. Somit wurde Firmenchef Michael Huber damit beauftragt, einen haltbaren und abriebfesten Industrieboden in Betonoptik zu erstellen, welcher sowohl optischen als auch technischen Ansprüchen mehr als gerecht wird.

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Hierzu wurden zunächst 1 150 m² Gummiplatten mit einem Stripper und anschließend die Kleberreste und Spachtelmassen mit Diamanttechnik entfernt. Um den Untergrund nicht zu beschädigen, wurde auf die von Schwamborn neu entwickelten PKD-Werkzeuge mit Tiefenstopp zurückgegriffen.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Im zweiten Schritt mussten noch kleinere Flächen von Expoxybeschichtung und Farbanstrichen befreit werden. Dies war nun die Basis, um die gesamte Fläche von 2 100 m² zum Ecofloor-System zu führen. Wesentlicher Bestandteil war die Schleiftechnik mit der Schwamborn DSM 800 RC, mit welcher der Boden ferngesteuert mit dem dafür optimierten ETX-Diamantsystem in kürzester Zeit veredelt werden konnte. Gegenüber handgeführten Maschinen konnten laut Michael Huber die Mitarbeiter geschont und eine wesentlich höhere Flächenleistung pro Tag erzielt werden.

Die Schleifvorgänge • Entfernung von Epoxybeschichtung mit Schwamborn PKD-Technik • Entfernung von Farbanstrichen mit Schwamborn Diamantwerkzeug • Schleifen der gesamten Fläche von 2 100 m2 mit Schwamborn SCH K2 • Schleifen der gesamten Fläche von 2 100 m2 mit Schwamborn SCH K3 Als letzter Arbeitsschritt zu Ecofloor wurde der Boden mit einem Hybridimpregnat vergütet (R30). Dieses besteht zum einen aus einem Lithiumsili-

kat, welches in den Beton eindringt und diesen damit dauerhaft festigt. Im Beton findet eine chemische Reaktion statt, bei welcher die Poren von innen verdichtet werden. Dadurch wird die Abriebfestigkeit gegen industrieübliche Belastungen wesentlich erhöht. Auf der anderen Seite besteht R30 aus einem Hydrofobierungzusatz mit hochwertigem Fleckschutz. So wird das Eindringen von Fleckenbildern wie zum Beispiel Schmutzwasser, Ölen, Fetten, Schmierstoffen verhindert. Diese Imprägnierung dringt tief in das Porengefüge der Oberfläche ein, ist nicht schichtbildend und kann daher auch nicht verkratzen oder abblättern. Der Boden ist dadurch langfristig geschützt, bleibt aber diffusionsoffen. Nach der einfach aufzubringenden Bodenvergütung mit R30 konnte die Bauabnahme trotz extrem knappem Zeitplan termingerecht erfolgen. Dies war laut Michael Huber nur durch den Einsatz von Hightech-Equipment der Firma Schwamborn, leicht zu verarbeitendes Vergütungsmaterial sowie die gute Teamarbeit im Hause Sabrowski möglich. Das Objekt konnte letztendlich zu aller Zufriedenheit übergeben werden. Die Lagerhalle verfügt nun über einen modernen Industrieboden in Betonoptik, welcher nicht nur unempfindlich, sondern auch leicht zu reinigen ist.

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Schleifen mit Fernsteuerung: Schwamborn DSM 800 RC.

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Mit dem Stripper werden die alten Gummiplatten entfernt.

03– Der fertige Boden nach den 04 Schleifvorgängen. 05

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Detail des geschliffenen und vergüteten Bodens.

INFO Ausführende Firma: www.sabrowski-beton.de Equipment: www.schwamborn.com

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CARBONBETON Herausforderung für Diamantkernbohrwerkzeuge?

Werkzeuges, sind jedoch tiefergehende Erkenntnisse und detailliertes Wissen bezüglich des Zerspanungsprozesses notwendig. Nur durch ausreichende Detailkenntnisse können Werkzeughersteller eine nachhaltige Werkzeugoptimierung erzielen und damit Kundenbedürfnisse erfüllen.

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Versuchsumgebung Carbonbeton ist ein neuer Materialverbund aus Hochleistungsbeton und Bewehrungselementen, bestehend aus Kohlenstofffasern. In einem großen, vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsvorhaben „C3 – Carbon Concrete Composite“ wird dieser Werkstoff aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet (siehe Homepage www.bauen-neu-denken.de). Neben Textilmatten aus Kohlenstofffasern sollen CFK-Stäbe als Bewehrungselemente Verwendung finden. Eingesetzt werden Letztgenannte bereits bei der Ertüchtigung geschädigter Bauwerke. Im Forschungsvorhaben C³ werden un-

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ter anderem das Abbruchverhalten und die Recyclierfähigkeit von Carbonbeton untersucht. Erste Erkenntnisse zu Bohrund Sägeversuchen wurden im Betonbohrer Ausgabe 40 (1/2017) durch die Bauingenieure der TU Dresden veröffentlicht. Hierbei wurde festgestellt, dass Carbonbeton mit konventionellen Bohr- und Sägewerkzeugspezifikationen bearbeitet werden kann, detaillierte Ergebnisse wurden jedoch bislang nicht gezeigt. Für eine Optimierung des Bearbeitungsprozesses, zum Beispiel die Erhöhung der erzielbaren Vorschubgeschwindigkeit bei vertretbarem bzw. gewünschtem Verschleißverhalten des

Um den Einfluss einer Bewehrung mit Kohlenstofffasern auf den Zerspanungsprozess beim Diamantkernbohren im Detail analysieren zu können, wurden Versuche mit Werkzeugen durchgeführt, die nur ein Diamantschleifsegment aufwiesen. Diese Versuche erfolgten an Versuchsproben, die aus einem Hochleistungsbeton (C100/115) mit Bewehrungselementen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) bestanden. Zusätzlich erfolgten Referenzversuche an dem gleichen Beton mit einer Stahlbewehrung. In Bild 02 sind der Versuchsaufbau und das eingesetzte diamantimprägnierte Werkzeug dargestellt. In Bild 03 sind die mit CFK oder Stahl


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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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bewehrten Versuchsproben dargestellt. Die Bewehrungselemente sind im Winkelabstand von ca. 180° durchtrennt worden. Während bei den Stahlbetonproben die Bewehrungselemente mit einem Durchmesser von dBew = 12 mm beim Gießen des Betons eingebracht wurden, erfolgte das Einbringen der CFK-Elemente mit einem Durchmesser von dBew = 20 mm nachträglich durch das Einbringen von Bohrungen und anschließende Einkleben der Elemente mit Epoxidharzkleber. Die untersuchten, mit CFK bewehrten Proben sind somit als „hochbewehrter“ Beton zu klassifizieren. Die Versuchsdurchführung erfolgte auf einer Werkzeugmaschine (Fa. Chiron Werke, Typ FZ 12 S) bei voreingestellten Vorschubgeschwindigkeiten. Gegenstand der Untersuchungen waren die auftretenden Prozesskräfte und die erzeugten Schleifspuren. Aus diesem Grund wurden nur geringe Bohrtiefen realisiert, sodass der Werkzeugverschleiß vernachlässigt werden konnte. Verwendung fanden diamantimprägnierte Segmente, bestehend aus Diamanten der Fa. ElementSix (Syngrit SDB1055) und einer Bindung der Fa. Dr. Fritsch (Diabase-V21), die am Lehrstuhl für Werkstofftechnologie (Prof. W. Tillmann) der TU Dortmund hergestellt wurden. Nachfolgend sind Ergebnisse dargestellt, die bei Segmenten mit der Korngröße dk = 40/50 mesh und der Kornkonzentrationen c = C40 gewonnen wurden.

Untersuchungsergebnisse Dargestellt sind Ausschnitte von Kraftzeitreihen, die bei der Bearbeitung der

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durch CFK oder Stahl bewehrten Versuchsproben bei identischen Bearbeitungsparametern gewonnen werden konnten. Die Daten wurden dabei mit einem Tiefpassfilter von fTiefpass = 28 Hz gefiltert. Dargestellt ist in Bild 03 jeweils ein einsekündiger Ausschnitt aus den Prozesskraftmessungen. Die dargestellten Kraftmessungen entsprechen der Kraft in Vorschubrichtung Ff und dem Vektorprodukt aus der Kraft in Schnittrichtung Fc und der radialen Kraft Fr. Wie bereits im Betonbohrer Ausgabe 38 (1/2016) dargestellt, zeigt sich der Einfluss der Stahlbewehrung in deutlichen Signalspitzen der Prozesskräfte. Während im Betonbereich die Vorschubkraft Ff ≈ 50 N beträgt, liegen die Kräfte beim Durchtrennen der Stahlelemente im Bereich Ff ≈ 140…240 N. Diese große Spannweite ist durch die Position der Elemente relativ zur Schleifspur und das damit unterschiedliche zerspante Stahlvolumen zu erklären. Ursache dafür, dass die Kräfte im Stahlbereich mindestens dreimal höher sind als im Betonbereich, sind die unterschiedlich wirkenden Abtragsmechanismen. Im Stahlbereich vorliegende elastische und plastische Verformungsvorgänge erschweren den Abtrag von Material. In der Folge bedarf es im Stahl mehrerer Überläufe, bis das Material, zum Beispiel durch den Mechanismus der Materialermüdung, abgetragen wird. Dagegen begünstigt das sprödharte Materialverhalten des Betons ein Abplatzen größerer Materialpartikel vor und neben den Diamantschneiden, weshalb hier geringere Prozesskräfte resultieren. In den Kraftmessschrieben, die bei der Bearbeitung von CFK-bewehrtem Beton aufgezeichnet wurden, können wie beim

stahlbewehrten Beton Kraftspitzen infolge der Durchtrennung der Bewehrungselemente erkannt werden. Wie beim stahlbewehrten Beton beträgt die Vorschubkraft im Betonbereich Ff ≈ 50 N. Beim Durchtrennen der CFK-Elemente steigt diese Kraft auf Ff ≈ 100 N, womit diese nur ca. zweimal größer ist als die Kraft im Betonbereich. Im Vergleich zum Stahlbeton liegt somit eine deutlich geringere mechanische Belastung der Werkzeuge vor. CFK zeigt bei der Zerspanung ein ebenfalls sprödhartes Bruchverhalten der duroplastischen Kunststoffmatrix und der Kohlenstofffasern. Hierdurch ist der Anteil elastischer und plastischer Vorgänge bei der Durchtrennung der CFK-Elemente gering, wodurch sich die im Vergleich zu Stahlbeton kleineren Prozesskräfte erklären. Bild 04 zeigt mikroskopische dreidimensionale Aufnahmen der erzeugten Schleifspuren in einem der beiden CFK-Elemente und im nachfolgenden Betonbereich. Das sich durch die unregelmäßige Verteilung der Diamanten ergebende Profil des Schleifsegments zeichnet sich deutlich in der Schleifspur ab. Es zeigt sich, dass in beiden Materialphasen des CFK-bewehrten Betons ähnliche Oberflächenprofile vorliegen. Im Beton sind die erzeugten Schleifriefen jedoch ca. 0,1 mm tiefer als im CFK-Element. Dieser Höhenunterschied erklärt sich durch die unterschiedlichen Materialeigenschaften. Während im Beton infolge der Rissbildung auch Material neben und unterhalb des Diamantkorns abplatzt, wird im CFK nur das Material abgetragen, welches sich vor dem Diamantkorn befindet. Aufgrund der Kohlenstofffasern wird die Entstehung von Rissen gehemmt.

Zusammenfassung und Ausblick Vorgestellt wurden erste detaillierte Untersuchungsergebnisse, die bei Versuchen mit einzelnen diamantimprägnierten Werkzeugen bei der Bearbeitung von CFK- und stahlbewehrtem Beton gewonnen wurden. Bei diesen Untersuchungen wurde deutlich, dass die mechanischen Belastungen in Form der Prozesskräfte bei der Bearbeitung von CFK-bewehrtem Beton


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deutlich geringer sind als bei Stahlbeton. Wie beim Stahlbeton verursacht die Bewehrung jedoch höhere Prozesskräfte als der umgebende Beton. Durch mikroskopische Analysen der Schleifspuren konnte festgestellt werden, dass das CFK in geringerem Umfang abgetragen wird als der Beton. In zukünftigen Untersuchungen ist zu analysieren, inwieweit das Verschleißverhalten der diamantimprägnierten Werkzeuge beeinflusst wird, da die harten Kohlenstofffasern einen hohen abrasiven Werkzeugverschleiß verursachen können.

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Bei der Bearbeitung von Carbonbeton könnte die relative Lage der Fasern zur Bohrrichtung unterschiedliche Auswirkungen auf den Bohrprozess und das Verschleißverhalten der diamantimprägnierten Segmente haben. Zudem ist der Aspekt der Wasserzuführung zu untersuchen, da ab Temperaturen von ca. 120 °C eine Zersetzung des CFK eintritt und die Zersetzungsprodukte zu einem Zusetzen des Spanraums der Diamantwerkzeuge führen können. In der Folge könnten nur noch geringe Vorschubgeschwindigkeiten erzielt werden.

Danksagung Ein Teil der durchgeführten Untersuchungen erfolgte im Projekt TP 4, das im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 823 „Statistik nichtlinearer dynamischer Prozesse“ durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, wofür die Autoren danken. Zudem danken die Autoren Herrn Sebastian Werth, der einen Teil der Untersuchungen im Rahmen einer studentischen Arbeit durchgeführt hat.

INFO Autoren Prof. Dr.-Ing. Dirk Biermann, Dipl.-Ing. Michael Kansteiner Kontaktdaten: Technische Universität Dortmund Institut für Spanende Fertigung Prof. Dr.- Ing. Dirk Biermann Baroper Straße 303 44227 Dortmund Tel.: +49 231 755-2528 Weitere Informationen und Ansprechpartner unter www.isf.de

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DER PROTOTYP: PQ6 Neuer werkzeugloser Bohrkronenanschluss begeistert Besucher auf der BeBoSa 2017

Stolz präsentiert der stellvertretende FBS-Vorsitzende Michael Huber den neuen Anschluss.

Im Rahmen der BeBoSa hat der Fachverband Betonbohren und -sägen erstmals den Prototypen des neuen werkzeuglosen Bohrkronenanschlusses PQ6 präsentiert. Die technische Innovation in Form eines 6-fach-Polygonprofils wurde auf Initiative und mit finanzieller Un-

terstützung des Fachverbandes in Kooperation mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) entwickelt. Sie ermöglicht die Montage und Demontage einer Bohrkrone an der Maschine per Hand ohne Einsatz von Werkzeug. Der Name PQ6 steht für „Po-

lygon“, „Quick“ im Sinne von schneller Handhabung und „6-fach“. „Die Resonanz der Besucher auf der BeBoSa war durchweg positiv“, erklärte Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes. „Einzelne Kollegen fragten direkt am Stand nach der Möglichkeit, den PQ6 sofort zu erwerben. Doch bis zu Serienreife und der Markteinführung brauchen wir noch etwas Zeit.“

Herstellerübergreifend

6-fach-Polygon-Adapter.

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In den nächsten Wochen und Monaten wird der neue Anschluss in den Landesverbänden der Schweiz und Österreichs sowie über den IACDS international vorgestellt. Parallel bedarf es noch einer technischen Feinabstimmung unter Federführung der Arbeitsgruppe des VDMA. Im Ergebnis wird die neue Tech-


TECHNIK

Der neue Anschluss: 6-fach-Polygonprofil.

nologie für alle patentfrei zugänglich sein. „Mein Dank gilt insbesondere den Herstellern, die an der Entwicklung intensiv mitgearbeitet und dabei eigene Interessen zurückgestellt haben“, ergänzte Thomas Springer. „Ich bin fest davon überzeugt, mit dieser innovativen Entwicklung werden wir einen neuen Standard für die Betonbohr- und -sägebranche etablieren. Denn mit diesem Anschluss steigert jeder Anwender aufgrund der einfachen Handhabung die Effizienz im Arbeitsablauf und gleichzeitig wird die Verletzungsgefahr reduziert.“

Die Vorteile

Motor und Bohrkrone getrennt.

• Leichtes Lösen der Bohrkrone ohne Werkzeug. Ergonomische Montage und Demontage der Bohrkrone. Dadurch werden Anwender und Maschine geschont. Geringere Verletzungsgefahr. •H ohe Drehmomente werden spielund vibrationsfrei übertragen. •G ute dynamische Eigenschaften durch hohe Rundlaufpräzision. •S ehr kurze Bauweise und geringes Gewicht. •S elbstzentrierung. •E infache Reinigung, da keine Vertiefung wie bei einem Gewinde. •B eim waagerechten Bohren ist die Bohrkrone auf der Spindel auflegbar. Beide Hände sind frei, um die Mutter zu schließen. Bis die Motoren- und Bohrkronenhersteller dieses System serienmäßig anbieten, können die Anwender einen 6-fach-Polygon-Adapter benutzen.

Zubehör v. l. n. r.: Bohrkronenverlängerung, Sechslochflansch, Bohrkronenmuffe zum Einschrauben in das Bohrkronenrohr.

INFO www.fachverband-bohren-saegen.de

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TROCKENER STAHLSCHNITT Durch angepasste Kühlstrategie und geeignete Wahl der Prozessstellgrößen und Werkzeuge können Stahlstrukturen mit Diamantseilen prozesssicher getrennt werden Im Rückbau kerntechnischer Anlagen wird das Seilschleifen eingesetzt, um großvolumige Bauteile aus Beton, Stahlbeton und Stahl zu zerlegen. Im Vergleich zur Bearbeitung mineralischer Werkstoffe ist das Trennen von Stahl mit einem deutlich höheren Werkzeugverschleiß verbunden, der auf die höhere mechanische und thermische Beanspruchung im Seilschleifprozess zurückzuführen ist. Um Querkontaminationen und Sekundärabfall zu reduzieren, wird im Rückbau kerntechnischer Anlagen auf eine Wasserkühlung verzichtet. Hierdurch steigt die thermische Beanspruchung des Seilschleifwerkzeugs zusätzlich. Für einen wirtschaftlichen Einsatz des trockenen Seilschleifens von Stahl ist es daher erforderlich, den Prozess systematisch an die Randbedingungen anzupassen. Am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen IFW der Leibniz

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Universität Hannover wird das trockene Seilschleifen von Stahl im Rahmen eines Forschungsprojekts wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse der experimentellen Untersuchungen sind in ein Prozessmodell überführt worden, anhand dessen das Werkzeugverschleißverhalten über die thermomechanische Werkzeugbeanspruchung auf die Prozesseingangsgrößen zurückgeführt werden kann. Durch die modellgestützte Vorhersage der Schleifkräfte und der Werkzeugtemperatur kann der trockene Seilschleifprozess zielgerichtet ausgelegt werden. Die Untersuchungen zeigen, dass das Ende der Werkzeuglebensdauer nicht durch den Verschleiß der Schleifsegmente, sondern durch das Versagen des Werkzeugaufbaus erreicht wird. Insbesondere die Ummantelung aus synthetischem Gummi, die die Schleifsegmente in einer Kombination aus Form-, Kraft- und Stoffschluss mit dem Träger-

seil und den Abstandsfedern verbindet, wird thermisch geschädigt. Die Ummantelung wird verfestigt und verliert ihre Flexibilität. Infolgedessen rotieren die Schleifsegmente um das Trägerseil und werden aufgeschoben. Bei einem weiteren Einsatz des Werkzeugs würde das Trägerseil reißen, was erhebliche Risiken für das Bedienpersonal birgt. Eine thermische Überlastung der Ummantelung muss folglich vermieden werden, um die Prozesssicherheit zu gewährleisten. In Analogieversuchen wird daher eine thermische Prozessgrenze definiert. Hierfür werden Seilstücke bei bestimmten Temperaturen für 16 Stunden in einem Ofen erhitzt. Anschließend wird ihre Steifigkeit ermittelt und mit der Steifigkeit eines Seilschleifwerkzeugs im Lieferzustand verglichen. Bis zu einer Werkzeugtemperatur von 100° C wird keine Veränderung der Werkzeugsteifigkeit gemessen. Oberhalb von 100° C steigt die Steifigkeit exponentiell mit der Temperatur an, der das Seilstück ausgesetzt ist. Eine maximale Werkzeugtemperatur von 100° C geht daher als Randbedingung in die Modellrechnung ein. Um die Eignung des Prozessmodells nachzuweisen, wird ein Realbauteil eines Reaktorkerndeckels getrennt. Der Reaktorkerndeckel aus dem Edelstahl X6CrNiTi18-10 mit einer Querschnittsfläche von 476,6 cm2 ist in Bild 02 dargestellt. Aufgrund der Werkstoffeigenschaften und der Werkstückgestalt prognostiziert das Prozessmodell für eine Schnittgeschwindigkeit von vc = 23 m/s und eine Vorschubgeschwindigkeit von vf = 8 mm/min Werkzeugtemperaturen unterhalb der thermischen Prozessgrenze. Die Untersuchungen werden auf einer stationären Seilschleifmaschine durchgeführt, deren Spezifikation in Bild 01


TECHNIK

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zusammengefasst ist. Um die Anforderung eines trockenen Schnitts zu erfüllen und gleichzeitig das Werkzeug zu kühlen, wird eine Wirbelrohrkühleinheit eingesetzt. Vier Wirbelrohre werden mit Druckluft beaufschlagt und erzeugen Temperaturen von –30° C innerhalb der Kühleinheit. In den Untersuchungen wird ein durch Presshülsen verbundenes Seilschleifwerkzeug mit einer Länge von 11,2 m vom Typ C1200 der Firma Husqvarna eingesetzt. Das Werkzeug hat 53 Schleifsegmente pro Meter. Die Diamantkörner sind aktivgelötet. Insgesamt konnten mit diesen Prozessstellgrößen sechs Schnitte des Musterbauteils mit einem Seilschleifwerkzeug erzielt werden, bevor die Ummantelung versagt und Schleifsegmente aufgeschoben werden. Ein Werkzeugriss ist während der Untersuchungen nicht aufgetreten. Zur Bewertung des Seilschleifprozesses werden die mittlere Zeitspanfläche und die bezogene Standfläche herangezogen. Die mittlere Zeitspanfläche ist das Verhältnis aus der Schnittfläche und der durchschnittlichen Schnittzeit der sechs Schnitte. Die bezogene Standfläche beschreibt, welche Schnittfläche mit einem Meter Seilschleifwerkzeug bis zum Ende der Werkzeuglebensdauer getrennt wird. Während die mittlere Zeitspanfläche folglich die Produktivität des Seilschleifprozesses widerspiegelt, kennzeichnet die bezogene

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Standfläche die Werkzeuglebensdauer. Zehn Jahre zuvor ist dasselbe Werkstück am IFW auf einer Vorgängermaschine ebenfalls mit aktivgelöteten Schleifsegmenten, jedoch unter Wasserzufuhr getrennt worden. Im Gegensatz zu dem weggesteuerten Portalvorschub der aktuellen Seilschleifmaschine war der Vorschub der Vorgängermaschine kraftgesteuert. Darüber hinaus betrug die Werkzeuglänge lediglich 6,2 m. Die Ergebnisse in Bild 03 zeigen, dass im Vergleich zu den vorangegangenen Untersuchungen die Werkzeuglebensdauer und die Produktivität vervielfacht werden konnten. Die bezogene Standfläche und die mittlere Zeitspanfläche werden um 231 % beziehungsweise 323 % gesteigert. Die Ergebnisse zeigen deutlich das Potenzial der trockenen Seilschleifbearbeitung von Stahl auf, das mit heutiger Werkzeug- und Maschinentechnologie in Verbindung mit einer modellgestützten Auslegung auf der Basis des entwickelten Prozessmodells erzielt werden kann.

Danksagung Die Autoren danken dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für die Förderung des Forschungsprojekts 15S9134 „Angepasstes Seilschleifen komplexer, metallischer Strukturen“ im Rahmenprogramm „Stilllegung und Rückbau kerntechnischer Anlagen“.

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Spezifikation der Seilschleifmaschine.

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Musterbauteil eines Reaktorkerndeckels.

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Leistungsfähigkeit des trockenen Seilschleifprozesses.

INFO Autoren Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Dr.-Ing. Thilo Grove, Dipl.-Ing. Lukas Tatzig Kontaktdaten Leibniz Universität Hannover Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen An der Universität 2 30823 Garbsen Tel.: +49 511 762-2533 E-Mail: info@ifw.uni-hannover.de Weitere Informationen und Ansprechpartner unter: www.ifw.uni-hannover.de

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HILTI BETRIEBSMITTELVERWALTUNG ON!TRACK 01

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Wo ist der Nasssauger im Einsatz? Wie lange wird das Kernbohrgerät noch auf der Baustelle benötigt und wann muss welches Fahrzeug zum TÜV? Fragen wie diese kosten Unternehmen viel Zeit und Geld. Eine effiziente Betriebsmittelverwaltung wie Hilti On!Track ist hier die Lösung. Mit diesen Fragen hat sich auch die Kurt Klingspohn GmbH, ein Spezialabbruch-Unternehmen mit Sitz in Tostedt zwischen Hamburg und Bremen, auseinandergesetzt. Im Jahr 1967 gegründet, beschäftigt das Unternehmen aktuell 30 Mitarbeiter. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit sind Bohr- und Sägearbeiten an Beton, Mauerwerk und Naturstein. Darüber hinaus bildet das Unternehmen im Beruf Bauwerksmechaniker/-in für Abbruch- und Betontrenntechnik aus und beschäftigt derzeit eine Auszubildende im Bereich Büromanagement. Seit Juli hat die Kurt Klingspohn Spezialabbruch GmbH die Hilti Betriebsmittelverwaltung On!Track im Einsatz. Wir haben uns mit Geschäftsführer und Inhaber Manfred Witzke zum Gespräch über seine ersten Erfahrungen mit der Software getroffen.

Perfekter Überblick Wie wurden Sie auf Hilti On!Track aufmerksam und seit wann haben Sie die Betriebsmittelverwaltung im Einsatz? Manfred Witzke (M. W.): Wir haben On!Track seit Anfang Juli dieses Jahres bei uns im Einsatz. Aufmerksam wurden wir darauf, als uns unser Hilti-Verkaufsberater Hans-Joachim Bremer und dessen Verkaufsleiter Axel Mai über On!Track informiert haben. Da wir in unserem Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch keine Betriebsmittelverwaltung im Einsatz hatten, hat uns das Thema natürlich interessiert. Was hat Sie dazu bewogen, eine Software zur Betriebsmittelverwaltung einzuführen? Wie haben Sie Ihre Betriebsmittel vor der Einführung verwaltet? (M. W.):Wir hatten immer wieder mit dem Schwund von Geräten zu kämpfen

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BRANCHENNEWS

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bzw. konnten nicht nachvollziehen, wo einzelne Geräte abgeblieben sind. Zudem wollten wir gerne eine komplette Übersicht über unseren Maschinenpark bekommen. Wie lief die Einführung bzw. die Implementierung von On!Track ab? (M. W.):Die Implementierung lief völlig problemlos ab, was uns sehr begeistert hat. Am ersten Tag hatten wir beim Erfassen der Geräte Unterstützung von den Hilti-Vertriebsmitarbeitern und dem On!Track-Spezialisten und wurden auch gleich für das System geschult. Im Rahmen der Implementierung wurden alle unsere Geräte und Fahrzeuge mit einem Barcode versehen, über den sie nun im On!Track-System erfasst sind. Nach zwei Tagen hatten wir dann auch schon alle Geräte in der Software erfasst. Wie viele Betriebsmittel haben Sie in etwa über On!Track erfasst und haben Sie dort auch Fahrzeuge bzw. Prüfintervalle erfasst und hinterlegt? (M. W.):Derzeit sind rund 350 Geräte mit Hilti On!Track erfasst, zudem verwalten wir unseren Fahrzeugpark damit. Das ist gerade für die Einhaltung der Service-Intervalle und TÜV-Termine ideal. Wer nutzt die Software bei Ihnen bzw. wie sind die Berechtigungen dafür verteilt?

(M. W.): Im Büro arbeitet unser Disponent Marco Rönn mit dem System und einige Fahrzeugführer haben es unterwegs im täglichen Einsatz. In welcher Form nutzen Sie On!Track? Nutzen Sie die Web-Oberfläche und/ oder die Smartphone-App? (M. W.): Im Büro und in der Werkstatt nutzen wir On!Track über die Web-Oberfläche und haben die Arbeitsplätze dafür extra angepasst. Zudem kommt in der Werkstatt der Scanner zum Einsatz. Die Fahrzeugführer unterwegs nutzen natürlich die App. Wie war die Reaktion Ihrer Mitarbeiter auf die Einführung der Betriebsmittelverwaltung On!Track? (M. W.): Die Meinungen sind geteilt. Die eine Mitarbeitergruppe sagt: „Toll, jetzt weiß ich endlich, welche meine Geräte sind und wo sich diese befinden.“ Die andere Gruppe ist noch ein bisschen skeptisch, aber ich davon überzeugt, dass auch diese Mitarbeiter die Vorteile von On!Track erkennen werden. Bemerken Sie Veränderungen nach der Einführung bzw. welche Prozesse konnten durch On!Track bei Ihnen optimiert werden? (M. W.): Durch die Einführung von Hilti On!Track haben wir einen sehr guten Überblick darüber erhalten, welche Ge-

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Disponent Marco Rönn an seinem On!Track-Arbeitsplatz im Büro.

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Disponent Marco Rönn, Technischer Leiter Mario Rönn und Geschäftsführer Manfred Witzke (alle Kurt Klingspohn Spezialabbruch GmbH) freuen sich über die gelungene Einführung von Hilti On!Track.

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Alles im Blick auf dem eigens eingerichteten On!Track-Arbeitsplatz in der Gerätehalle der Klingspohn Spezialabbruch GmbH.

räte uns fehlen. Das war schon mal ein sehr guter Einstieg für uns. Ansonsten haben wir die Betriebsmittelverwaltung ja auch erst seit Juli im Einsatz und lernen deshalb noch jeden Tag dazu. Zusammenfassend würde ich aber sagen, dass sich die Einführung für uns gelohnt hat und die richtige Entscheidung war.

INFO Über Hilti On!Track Mit der Software On!Track bietet Hilti eine Komplettlösung zur einfachen Verwaltung von Betriebsmitteln. Mit Smart-Tags können diese herstellerunabhängig und -übergreifend erfasst und identifiziert werden. Die Cloud-basierte Software sichert die Daten zentral und synchron, sodass sie über den Browser oder die On!Track-App jederzeit abgerufen werden können. Weitere Informationen: www.hilti.de/on-track

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HILTI WASSERMANAGEMENT-SYSTEM DD-WMS 100

Hilti Wassermanagement-System DD-WMS 100 im Einsatz.

Mit dem Wassermanagement-System DD-WMS 100 hat Hilti ein neues Produkt für alle Diamantkernbohrgeräte entwickelt, das aufgrund seiner integrierten Wasseraufbereitung nicht nur schnelleres, sondern auch saubereres Arbeiten ermöglicht. Diamantkernbohrgeräte sind extrem leistungsstark, arbeiten schnell und effizient. Für den eigentlichen Bohrprozess werden in der Regel nur wenige Minuten benötigt. Äußerst zeitraubend hingegen ist die Vorbereitung, bis überhaupt mit der Bohrung begonnen werden kann. So muss erst einmal für eine ausreichende Wasserzufuhr gesorgt werden, was sich des Öfteren als schwierig erweist. Probleme bereiten meistens die wenigen Anschlüsse, die langen Schläuche bis zum Einsatzort, das Fassungsvolumen einer Handpumpe etc. Darüber hinaus nimmt das Sauberhalten der Baustelle sehr viel unproduktive Zeit ein. So wird im Durchschnitt fast eine Stunde am Tag damit verbracht, sich um Wasser zu kümmern, Schutzfolien anzubringen oder Bohrschlamm zu beseitigen. Für Hilti Grund genug, ein neues Produkt auf den Markt zu bringen, welches kontinuierlich Wasser liefert, die Baustelle von vornherein sauber hält und damit die Produktivität deutlich erhöht: das Wassermanagement-System DD-WMS 100.

Autonomer Wasserkreislauf Das neue Hilti Wassermanagement-System DD-WMS 100 vereint gleich drei

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Funktionen in einem Gerät: die Wasserversorgung für das Diamantkernbohrgerät, die Absaugung des Schlammwassers und eine permanente Wasseraufbereitung. Aufgrund seiner kompakten Maße von 520 x 380 x 650 mm (LxBxH), der großen Räder und komfortablen Griffstange ist das Gerät überall flexibel einsetzbar. In der Praxis bedeutet das, dass der Wassertank zu Arbeitsbeginn nur einmal mit 14 l frischem Wasser aufgefüllt werden muss. Dieses kann über den Tag hinweg bis zu sieben Mal recycelt werden und entspricht damit einer kontinuierlichen Wasserversorgung von etwa 100 l.

Patentiertes Filtersystem Möglich macht dies ein neues, patentiertes Filtersystem, das von Hilti speziell für das Sammeln von Bohrschlämmen konzipiert wurde. Um die Durchlaufgeschwindigkeit zu steigern, wird der Filter über einen im Gerät integrierten Sattel gelegt. So kann in der Anfangsphase zunächst ausschließlich die rechte Kammer mit Bohrschlamm befüllt werden. Wenn diese voll ist, wird das Schmutzwasser über einen Überlaufkanal in die zweite Kammer geleitet. Der Vorteil ist, dass durch dieses Prinzip die Filteroberfläche frei bleibt und sich keine Verunreinigungen aufbauen können. Damit wird permanent gefiltertes Wasser in den Tank abgegeben und die Wasserzufuhr konstant gehalten. Erst wenn beide Kammern vollständig mit Schlammrückständen gefüllt sind und die Oberfläche bedeckt ist, muss der Filter ausgetauscht werden.

100 ist mit allen Diamantkernbohrgeräten kompatibel, sodass nur ein Gerät für alle Anwendungen erforderlich ist.

„Meine Mitarbeiter nutzen das Hilti Wassermanagement-System DD-WMS 100 sehr gerne auf Baustellen, bei denen sensibel mit Wasser umgegangen werden muss. Zudem nutzen wir das Wassermanagement-System, wenn wir auf den Baustellen das Bohrwasser nicht entsorgen können. Kurzum ist das Hilti DD-WMS 100 ein idealer Begleiter für den Kernbohrer, da es ihn produktiver macht und die Rüstzeiten und Laufwege optimiert“, so Reinhard Strohmeyer, Geschäftsführer Diamant Technik Harz.

Einfach praktisch Auch in der Handhabung erfreut das Wassermanagement-System durch Benutzerfreundlichkeit. Sobald der Filter voll ist und die Saugleistung abnimmt, wird der Einweg-Filterbeutel mit dem Bohrschlamm mit einem Griff herausgezogen und anschließend entsorgt. Das Gerät ist sofort wieder einsatzbereit, zudem ermöglicht die wartungsfreie Filtertechnik einen pausenlosen Einsatz. Das Wassermanagement-System DD-WMS

Geschäftsführer Reinhard Strohmeyer ist vom neuen Hilti WassermanagementSystem überzeugt.


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HILTI KERNBOHRGERÄT DD 30-W Leistungsplus mit TopSpin-Technologie: Das neue Hilti Kernbohrsystem DD 30-W ist die ideale Ergänzung für das Hilti Wassermanagementsystem DD-WMS 100. Mit dem Kernbohrsystem DD 30-W für hand- und ständergeführte Nasskernbohrungen schneiden Sie schnell und mühelos durch Bewehrungseisen. Dank der innovativen TopSpin-Technologie wird der erforderliche Anpressdruck für Bohrungen in Stahlbeton um bis zu 50 % reduziert. Ermöglicht wird das durch die exzentrische Rotation der Bohrkrone. Auch in spröden Materialien arbeitet das neue Kernbohrsystem DD 30-W extrem genau. Im Vergleich zum Hammerbohren wurde die Vibration deutlich reduziert und mit einem Gewicht von weniger als 8 kg können Bohrungen mühelos und schnell durchgeführt werden.

Mit TopSpin: Hilti Kernbohrsystem DD 30-W ergänzt mit dem Wassermanagementsystem DD-WMS 100.

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CEDIMA: NEUE DIMENSION DES TROCKENFUGENSCHNEIDENS

Der neue Trockenfugenschneider CF-2020 T von Cedima im Einsatz. Ermöglicht wand- und bordsteinbündiges Schneiden im Trockenschnittverfahren bei bis zu 7° Schrägschnitt.

Nachdem man sich auf der BeBoSa 2017 noch einmal der Meinung und den Anregungen des Fachpublikums gestellt hat und die Feldtests mit spezialisierten Dienstleistern in diesem Bereich erfolgreich abgeschlossen wurden, startet der

Komplettanbieter und Hersteller von Diamantwerkzeugen und Maschinen, Cedima, mit seiner neuesten Produktentwicklung, dem Trockenfugenschneider CF-2020 T mit Schrägschnitteinrichtung, die offizielle Markteinführung. Die Maschine ermöglicht das Schneiden von wand- und bordsteinbündigen Fugen im innovativen Trockenschnittverfahren. Der somit beschleunigte Prozess des gesamten Baustellenablaufs spart wertvolle Zeit und Kosten ein.

Kein Kühlwasser Eine mit dem CF-2020 T frisch geschnittene Fuge – sauber und vergussfertig ohne weiteren Arbeitsschritt. Das Einsparen von Kühlwasser verhindert lästige Schneidschlämme und spart bares Geld.

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Der neue Fugenschneider wurde speziell für das schnelle Schneiden von Anschluss- und Dehnungsfugen entwickelt. Der besondere Vorteil liegt darin, dass die Maschine kein Kühlwasser für das Schneiden der Fugen benötigt. Positiv auf die Betriebskosten wirkt sich aus,

dass das Schneidgut durch die leistungsstarke Absauganlage in einem neuartigen und preiswerten Filtersystem gesammelt wird. Zusätzlich wird das lästige Entstehen von Schneidschlämmen, deren Absaugung und Entsorgung ebenfalls sehr aufwendig und teuer sind, verhindert. Hintergrund der Neuentwicklung war nicht nur das ständige Streben nach neuen und innovativen Wegen des Entwicklers, sondern auch das frühzeitige Erkennen einer zunehmenden Nachfrage nach leistungsstärkeren Maschinen in diesem Bereich. Aber auch den sich wandelnden Marktanforderungen, wo Schneidaufgaben vermehrt bis zu einer Tiefe von 100 mm im Trockenschnittverfahren und immer häufiger auch wandbündig durchzuführen sind, will sich Cedima mit ihrer neuen Maschine stellen und übertreffen. Der neue Trockenfugenschneider CF2020 T erreicht sogar eine Schnitttiefe von 110 mm. Außerdem ermöglicht die Maschine einen Schrägschnitt von bis zu 7° und erreicht dabei immer noch eine Schnitttiefe von 88 mm (95 mm bei 5°). Das Absenken und Ausheben des Sägeblattes erfolgt elektrohydraulisch mit Schnitttiefenanzeige und vermeidet so eine unnötige Beschädigung des Sägeblattes. Der moderne, leistungsstarke Motor und ein hydrostatischer Vorschub von bis zu +/– 30 m/min garantieren einen schnellen, sauberen und gleichmäßigen Schnitt sowie eine kontrollierte und überaus wendige Maschinenführung. Die verstellbaren Handgriffe und ein vibrationsentkoppelter Tritt erlauben eine ergonomische Bedienung und maximalen Arbeitskomfort.

Trennscheibe TFS Plus Für ein bestmögliches Ergebnis, eine hohe Schnittgeschwindigkeit und lange Lebensdauer empfiehlt Cedima hochwertige Diamanttrennscheiben mit einem extra soliden Stahlkern. Als eigene Lösung bietet der Entwickler die hauseigene Diamanttrennscheibe „TFS Plus“. Mit ihrer Schutzsegmentkombination aus drei Schrägschutz- und drei Hammer-


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Auch auf engen Baustellen stellt der neue Trockenfugenschneider CF-2020 T sein Können und seine Wendigkeit unter Beweis.

schutzsegmenten garantiert sie optimales Trockenschneiden in Asphalt und abrasiven Materialien. In Kombination mit dem Trockenfugenschneider CF-2020 T entsteht eine kundennahe und überaus lösungsorientierte Maschine, die wieder einmal das technische Know-how und Baustellen-Gespür des Diamantwerkzeug- und Maschinenbauherstellers unter Beweis stellt.

Für beste Schnittergebnisse empfehlen sich Diamanttrennscheiben mit extra solidem Stahlkern. Die Schutzsegment-Kombination der TFS Plus von Cedima minimiert das Auswaschen des Stahlkerns und garantiert hohe Schnittgeschwindigkeiten sowie eine lange Lebensdauer.

INFO Ein Einsatzvideo des CF-2020T können Sie sich auf dem Cedima YouTube Channel anschauen.

www.cedima.com

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DR. SCHULZE: NEUE GENERATION VON SEILPRESSEN Akku-Seilpresse DRS-B1300-C.

Neuheit für alle Seilsäger Die Firma Dr. Schulze GmbH hat eine neue Generation von Seilpressen auf den Markt gebracht: die Akku-Seilpresse DRS-B1300-C. Dabei handelt es sich um eine hydraulische Seilpresse mit Akkuantrieb, genau wie jeder professi-

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onelle Seilsäger sie braucht. Schon die technischen Daten sind beeindruckend. Mit 12 t Presskraft an den Pressbacken verhindert sie lästige Seilrisse und gewährleistet so einen reibungslosen und störungsfreien Seilsägeeinsatz auf jeder Baustelle. Ihr Gewicht von ca. 6 kg sorgt für eine leichte und komfortable

Handhabung, auch unter schwierigsten Einsatzbedingungen. Der zweistufige Pressvorgang dauert keine 5 s und ist jederzeit zu unterbrechen. Die Arbeitsreihenfolge ist sehr einfach: Das Diamantseil wird auf die gewünschte Länge abgeschnitten, die Distanzfeder zwischen den Diamantperlen mit einer Zange abgezogen und die Gummireste mit einem Cuttermesser entfernt. Nun wird der Pressverschluss auf das Seilende gesteckt und dann das Seil mit Verschluss in die Seilpresse eingeführt. Jetzt kann der Pressvorgang per Knopfdrück ausgeführt werden. Nachdem die Hülse mit voller Presskraft auf das eine Seilende gepresst wurde, wird die Presse wieder gelöst und der Pressverschluss bis auf das andere Ende des Verschlusses weitergeschoben, wo er durch erneutes Anpressen nun festgehalten wird. Jetzt wird das verschlussfreie Ende des Sägeseils eingedreht und in den von der Presse festgehaltenen Pressverschluss gesteckt. Der bereits angefangene Pressvorgang wird nun erneut mit 12 t Presskraft vollendet. Anschließend wird die Presse mit einem Knopfdruck wieder gelöst, das Diamantseil auf die Seilsäge aufgelegt, das Sägeseil gespannt und schon kann weitergesägt werden.


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Aus der Praxis Die Firma Engel aus Hamburg hat neun Seilsägen im Einsatz und komplett auf die neuen Akku-Seilpressen umgestellt. Wie der Geschäftsführer Reinhard Engel uns berichtete, hat er an den Schlössern seit der Umstellung auf die neue Akku-Seilpresse keine Seilrisse mehr. Durch diese enorme Zeitersparnis hat sich die Schneidleistung wesentlich erhöht. „Es tat uns immer in der Seele weh, kurze teure Diamantseile

wegzuwerfen. Jetzt spielt es keine Rolle mehr, wie viele Schlösser sich in einem Schneidseil beim Schneiden befinden, die abgeschnittenen Seilstücke können leicht und ohne Risiko mit anderen Seilstücken zusammengepresst und gewinnbringend verarbeitet werden. Das spart viel Geld. Natürlich sind auch unsere Mitarbeiter begeistert. Ihre Belastung hat sich wesentlich verringert und die Arbeitserleichterung durch den Einsatz der neuen Presse ist enorm. Die Monteure wollen ohne die neue Akku-Seilpresse

DRS-B1300-C von der Firma Dr. Schulze nicht mehr auf ihre Seilsäge-Baustelle gehen“, so Firmenchef Reinhard Engel abschließend.

INFO www.dr-schulze.de

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KIESEL ABBRUCHROBOTER BEGEISTERT IM INNENABBRUCH KMD-RDC22: Der „Hidden Champion“ der Viertonnen-Klasse.

Wie führt man präzise Arbeiten an Orten aus, an denen niemand arbeiten möchte? In heißer, unwegsamer oder gar kontaminierter Arbeitsumgebung soll gefräst, gehämmert und abgebaut werden? In Räumen mit geringer zulässiger Tragkraft fehlen die passenden Maschinen und Werkzeuge? Hierfür bietet die Kiesel Technologieund Entwicklungsgesellschaft (KTEG), eine Tochtergesellschaft des Baumaschinenhändlers Kiesel, mit dem Abbruchroboter KMD-RDC22 eine revolutionäre Lösung, die erstmals zur Bauma in München vorgestellt wurde. Dieser Abbruchroboter ist ein emissionsfreies Spezialfahrzeug mit Elektroantrieb, das immer dort zum Einsatz kommt, wo die Rahmenbedingungen nur riskante Einsätze zulassen, die mit hohem Personaleinsatz verbunden sind. Mit einem geringen Eigengewicht von weniger als 2 t ist der KMD-RDC22 (Kiesel Multi Demolition Roboter) die ideale Lösung im Innenabbruch und bei der Entkernung, wenn es auf hohe Leistung bei gleichzeitig geringem Bodendruck ankommt. Zudem kann der Roboter auch in Innenräumen im Dauereinsatz arbeiten, da dank des Elektroantriebs keinerlei

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Abgase entstehen. Alle notwendigen Werkzeuge nimmt der Roboter vollhydraulisch mit Oilquick OQ40-5 in Sekundenschnelle per Fernsteuerung auf oder wechselt sie auf diese Weise, ohne dass der Bediener dabei in der Nähe des Roboters sein oder die Maschine dafür den Einsatzort verlassen muss. In Bezug auf die Anbaugeräte, die der KMD-RDC22 aufnehmen kann, steht er den herkömmlichen Minibaggern in nichts nach. Zur Verfügung stehen unter anderem Fräsen von Rockwheel, MTB-Hämmer oder auch verschiedene Greifer von Demarec. Dies empfiehlt ihn für vielerlei Einsätze und einen prozessoptimierten Rückbau in Bereichen, die für Menschen sehr unangenehm oder gar gefährlich sein können, wie etwa in einsturzgefährdeten Gebäuden, in kontaminierter oder gar radioaktiver Arbeitsumgebung. Hierfür kann der Abbruchroboter mit einer Kamera ausgestattet werden, die dem Bediener die Überwachung von einem weiter entfernten Punkt außerhalb des Gefahrenbereichs ermöglicht. Der KMD-RDC22 sorgt dafür, dass der Bediener alle Arbeiten außerhalb des Gefahrenbereichs erledigen kann. Zu-

dem wird aufwendige Handarbeit vermieden, da der Roboter nahezu überall dort arbeiten kann, wohin sonst lediglich ein Mensch zu Fuß hingelangt. Trotz seiner sehr kompakten Maße und des minimalen Bodendrucks durch das geringe Gewicht von 2 t erbringt der Roboter Leistungen, die den Vergleich mit einem Minibagger der Viertonnen-Klasse nicht scheuen müssen. Im Gegenteil: Der Arbeitsbereich des kleinen Allroundtalents ist überraschend groß. Er kann sowohl bis zu 2,5 m Unterflur wie auch total gestreckt über Kopf in bis zu 4,5 m Höhe arbeiten. Horizontal reicht sein Arm samt Anbauwerkzeug bis auf 4 m hinaus. Durch seine Vier-Pratzen-Abstützung sowie seinen verstellbaren Unterwagen verfügt der Roboter über eine erstaunliche Stabilität, im optionalen Bereich kann diese durch den Einsatz eines Abstützschildes zur Räumung von Abbruchschutt noch weiter verbessert werden. Mit seinem hydraulisch verstellbaren Unterwagen kann eine Breite von 78 cm erreicht werden, mit eingefahrenem Arm kommt der Roboter mit einer Höhe von knapp 1,50 m auch durch alle schmalen und niedrigen Türen. Danach kann die Unterwagenbreite wieder für mehr Standfestigkeit entsprechend bis auf 1,18 m vergrößert werden und es kann mit schwerem Abbruchwerkzeug gearbeitet werden. Der Kiesel Abbruchroboter KMD-RDC22 ist also eine echte Alternative zum Minibagger für das Arbeiten in beengten Räumen – durch seine robuste Bauart mit Qualitätskomponenten sowie konkurrenzfähige Ersatzteilpreise wird der Roboter auch zu einer wirtschaftlich höchst vorteilhaften Lösung.

INFO www.kiesel.net


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BOTT PRÄSENTIERT BBS-FAHRZEUG AUF DER BEBOSA 2017 Der Fachverband Betonbohren und -sägen beauftragte Bott damit, die ideale Fahrzeugeinrichtung zu konzipieren. Auf der BeBoSa 2017 stellte Bott gemeinsam mit dem Fachverband den Mercedes-Benz Sprinter aus. Inzwischen wird er bei der Firma ESG Diamant-Kernbohrungen und Betonsägen in der Praxis eingesetzt. Auf den folgenden Bildern dokumentierte Bott den Prozess des Ausbaus: Von der ursprünglichen Holzeinrichtung

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über den Einbau der neuen Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ bis hin zum fertig ausgestatteten Sprinter. „Die Resonanz seitens der Verbandsmitglieder auf der Fachtagung war durchweg sehr gut“, sagt Michael Timpel vom technischen Vertrieb bei Bott. „Bott konnte einige interessante neue Kontakte knüpfen und sorgt jetzt in dieser Branche dafür, dass das Equipment sicher und systematisch im Transporter untergebracht ist.“

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In der Betonbohr- und -sägebranche herrscht häufig etwas Chaos in den Transportern: Sämtliche Bohr- und Sägemaschinen, dazugehörige Bohrkronen und Sägeblätter, Schläuche, Kabel und viele weitere Kleinteile sind in zumeist selbst gezimmerten Regalen untergebracht und entsprechen nur selten den Vorschriften zur Ladungssicherung. Der Gesetzgeber hat dafür nur wenig Verständnis. Bei einer Routinekontrolle


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im Straßenverkehr bedeutet dies mindestens ein hohes Bußgeld bis hin zum Entzug der Fahrerlaubnis. Die Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ bietet Ordnung, Organisation und Ladungssicherung. Maschinen und Werkzeuge treffen so in einwandfreiem Zustand an der Baustelle ein. Für die Sicherheit im Straßenverkehr, sowohl für die Insassen als auch die anderen Verkehrsteilnehmer, ist ebenso gesorgt. Die ordnungsgemäße Ladungssicherung reduziert Transportschäden sowie Unfallund Folgekosten. Bott konfiguriert die Fahrzeugeinrichtung individuell und passt sie dem Bedarf im entsprechenden Gewerk an. Die hochwertige und langlebige Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ ist leicht und robust, sodass sie dauerhaft schweren

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Belastungen und grober Arbeit auf der Baustelle widersteht. Die optimale Organisation und Ordnung der Werkzeuge im Fahrzeug sorgt für effiziente Arbeitsabläufe und damit kurze Reaktionszeiten. In der Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ ist alles schnell griffbereit und nach den gesetzlichen Bestimmungen sicher verstaut. „Mir ist vor allem wichtig, dass meine Mitarbeiter mit ihrem Fahrzeug sicher und effizient arbeiten können. Genauso wie das geringe Gewicht, die Robustheit und die lange Haltbarkeit der Fahrzeugeinrichtung. Sie ist permanent Feuchtigkeit und Zementstaub ausgesetzt und wird dadurch stark beansprucht. Das geringe Eigengewicht der Fahrzeugeinrichtung ,bott vario‘ spielt ebenso eine tragende Rolle für unsere Branche. Die Sägeaggregate, Kernbohrmaschinen sowie zahlreiche große Sägeblätter und Bohrkronen haben in der Summe ein sehr hohes Gewicht. Je mehr wir zuladen können, desto besser sind wir für unsere Einsätze gerüstet. Die Zusammenarbeit mit Bott hat hervorragend funktioniert – von der Beratung und Planung bis zum Einbau der Fahrzeugeinrichtung. Auf diese Weise konnten wir unsere straffe Zeitplanung sehr gut einhalten“, so Thomas Springer, Geschäftsführer der ESG DiamantKernbohrungen und Betonsägen GmbH, der die Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ momentan im harten täglichen Einsatz auf die Probe stellt.

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Das fertig ausgestattete Fahrzeug ...

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... mit vielen individuell angepassten Details.

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Vorher ...

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Die alte Fahrzeugeinrichtung wurde entfernt.

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Jetzt einsatzbereit ...

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... in dieser ganz besonderen Branche.

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Rechtzeitig zur BeBoSa übergab Frank Pohlmann (re.) das Fahrzeug an Thomas Springer, Chef der ESG GmbH.

INFO www.bott.de

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KERN-DEUDIAM: ELEKTROFUGENSCHNEIDER KDF800/700

Kern-Deudiam KDF800-7,5E oder KDF700-7,5E.

Das Jahr 2017 startete für die Branche Diamantwerkzeuge und Maschinen mit dem Highlight BeBoSa in Willingen. Kern-Deudiam nutzte die Gelegenheit zur Vorstellung der neuen 7,5-kW-Elektrofugenschneiderfamilie mit KDF8007,5E und KDF700-7,5E. Seit inzwischen rund sechs Jahren fertigt Kern-Deudiam im eigenen Werk in Hövelhof/Deutschland den Elektrofugenschneider KDF800E mit 11-kW-Motor,

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der sich vielfach bei den Anwendern bewährt hat. Obwohl leistungsstärker und produktiver mit 11 kW Leistung, bestand bei vielen Kunden der Wunsch, dass Kern-Deudiam zusätzlich wieder Elektrofugenschneider mit einem 7,5-kW-Motor entwickeln und produzieren sollte. Aufgrund der über 30-jährigen Erfahrung im Fugenschneiderbau und in enger Zusammenarbeit mit Anwendern gelang es in kürzester Zeit, den Markt- und

Anwenderwünschen zu entsprechen. Es entstanden zwei qualitativ hochwertige Modelle, die seit der BeBoSa sehr erfolgreich im Markt eingesetzt werden. Beide Varianten sind mit einem 7,5-kW-ABBMotor (16-Ampere-Anschluss) ausgestattet. Der KDF700-7,5E erreicht mit einem maximalen Diamanttrennscheiben-ø von 700 mm eine Schnitttiefe von 280 mm, der KDF800-7,5 E mit einer 800-mm-Diamanttrennscheibe sogar eine Schnitttiefe von 330 mm. Die schmale Bauform (620 mm Breite), das passende Gewicht (135 kg ohne Blattschutz) und die Wechselmöglichkeit der Blattaufnahme (rechts/links) machen die Flexibilität im Einsatz aus. Mitglieder der BG Bau werden derzeit beim Kauf aller drei Elektrofugenschneider von Kern-Deudiam mit bis zu 1.000 € gefördert.

INFO www.kern-deudiam.de


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K50 INNOVATION – PRODUKTFAMILIE HAT ZUWACHS BEKOMMEN K50 innovation

Crete Beater

Multibefestigungsplatte

Adnan Fidan, findiger Bohr- und Sägeunternehmer aus dem bayerischen Mering nahe Augsburg, ist ständig auf der Suche nach neuen Ideen oder vorhandenen Systemen, die er dann selbst im Realbetrieb testet. Wenn ein Produkt diese harten Tests bestanden hat, wird es ins Sortiment seiner zweiten Firma – K50 innovation – aufgenommen. Adnan Fidan hat einen Anspruch: „Es muss jederzeit gewährleistet sein, dass der Kunde nicht die sprichwörtliche Katze im Sack kauft und viel Geld für nicht funktionierende Werkzeuge ausgibt. Nichts ist ärgerlicher, als auf der Baustelle die Arbeiten unterbrechen zu müssen, weil etwas nicht funktioniert. Das kostet Zeit, Geld und Nerven.“

Schon auf der BeBoSa 2017 hat das Team um K50 einen weiteren Zuwachs der Produktfamilie vorgestellt. Der Betonlöser Crete Beater, der von der Firma Addax hergestellt wird und im deutschsprachigen Raum exklusiv bei K50 innovation erhältlich ist, löst alten und hartnäckigen Betonschlamm von Werkzeug und Maschinen. Dabei wird die Oberfläche der Geräte nicht angegriffen und das Abwasser kann unbedenklich in die Kanalisation eingebracht werden.„Saubere Maschinen erleichtern das Arbeiten, verringern die Verschmutzungen im Montageauto und Lager. Die Lebensdauer wird durch diese simple Maßnahme erhöht, und das ohne großen Aufwand – was will man mehr“, so Adnan Fidan von K50 innovation.

Mit der Multibefestigungsplatte MFP können Bohrgeräte und Sägeschienen befestigt werden, wo eine Montage nur mit hohem Aufwand oder auch gar nicht möglich war. Die Zeiten von Holzkeilen, Unterlagscheiben oder wackligen Konstruktionen sind unwiderruflich vorbei.

MFP.

Adnan Fidan mit Sohn David. MFP auf bewehrter Deckenplatte.

Gerade bei den Wassersammelringen blickt das Unternehmen auf ein durchweg positives Feedback. Ergänzt wird dieses Sortiment ab Oktober 2017 um den Wassersammelring WSR 300. Der Wassersammelring ist dann in den ø 100, 150, 200, 250, 300 und 350 erhältlich.

Mit Crete Beater eingesprüht ...

Die MFP ist ganz neu jetzt auch als Vakuumversion verfügbar. Ergänzt mit einer leistungsstarken und geräuscharmen Vakuumpumpe, werden die Einsatzmöglichkeiten durch die dübellose Montage erheblich erweitert. Auf der Website von K50 findet man Anwendungsvideos für die Multibefestigungsplatte und weitere hochinteressante Produkte.

INFO Wassersammelringe WSR.

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... abgewaschen – fertig!

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Wir haben das getestet – unsere Systeme funktionieren ! Von Fachmann zu Fachmann Wassersammelring WSR • einfache Befestigung nur durch Unterdruck des NT-Saugers • direktes Absaugen des Bohrschlamms an der Bohrkrone • hohe Zeitersparnis • einfache optische Kontrolle der Kühlwassermenge durch transparentes Material • schützt Mann und Maschine

Betonlöser „Crete Beater“ • Hochwirksame Reinigung für Ihre Maschinen • Löst auch alte Rückstände des aggressiven Betonschlamms • Einsprühen – Einwirken – Abspülen – Sauber

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

TYROLIT: NEU! SÄGESEIL DWL***-CF Das Tyrolit Seilsäge-System.

Tyrolit lanciert ein neues, gesintertes Sägeseil, das für wenig bis mittelstark armierten Beton entwickelt wurde. Das DWL***-CF eignet sich besonders gut für große Schnittflächen und überzeugt durch optimiertes Anschnittverhalten und verbesserte Laufruhe. Tyrolit bietet seinen Kunden ab sofort das neue Premium*** Sägeseil DWL***CF, das speziell Das neue, bei der Bearbeigesinterte tung von wenig Sägeseil DWL***-CF. bis mittelstark armiertem Beton sehr gute Ergebnisse erzielt. Das optimierte Sägeseil DWL***-CF der zwei-

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ten Generation ergänzt das ohnehin umfangreiche Tyrolit-Sortiment an gesinterten und galvanischen Seilen. Der neue Aufbau des Seils führt zu einer verbesserten Laufruhe und ermöglicht präzisere Schnitte. Auch das Anschnittverhalten wurde optimiert, sodass die einzelnen Perlen gleichmäßiger verschleißen und die Schnittleistung von Beginn an effizient ist. Tyrolit empfiehlt, das Sägeseil DWL***-CF bei höherer Schnittgeschwindigkeit von 25 bis 28 m/s einzusetzen, um beste Leistungen zu erzielen und wertvolle Arbeitszeit zu sparen.

Der Anspruch: Premium Die Premium***-Seile von Tyrolit zeichnen sich alle durch ihre vielfältige Anwendbarkeit, konstante Schnittleistung und lange Lebensdauer aus. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung achtet besonders auf den robusten Aufbau der Werkzeuge und darauf, dass Werkzeuge und Maschinen ein perfekt aufeinander abgestimmtes System bilden. Tyrolit bietet seinen Kunden weltweit ein gut sortiertes Sortiment an Sägeseilen, um Lösungen für einen Großteil der Anwendungen abdecken zu können.

Die Vorteile auf einen Blick • Neues Konzept zur verbesserten Laufruhe • Schnittige Spezifikation für geringere Leistungsaufnahme und größere Schnittfläche • Optimiertes Anschnittverhalten

INFO www.tyrolit.com


BRANCHENNEWS

NEU BEI WEKA: WANDSÄGE HS50 EMMA Die neue manuelle Wandsäge HS50 Emma von Weka schneidet mit einem Diamantsägeblatt von ø 500 mm Betonwände und Mauerwerk bis zu 21 cm tief. Die manuelle Wandsäge wird mithilfe einer Profilschiene aus Edelstahl, welche mit Dübeln an der zu schneidenden Oberfläche angebracht wird, geführt. Die Wandsäge ist mit einem leistungsstarken wassergekühlten Hochfrequenzmotor mit 6,5 kW bei 400 V (3,7 kW bei 230 V) ausgerüstet. Gesteuert wird der Antriebsmotor durch den Universal-Frequenzumrichter FU6U, welcher bei weiteren Hochfrequenzgeräten von Weka ebenfalls zum Einsatz kommt. Das einfache Führen der Wandsäge in der Profilschiene resultiert in einer erheblichen Arbeitserleichterung für den Anwender und exakten Ausführung des Sägeschnitts. Durch Drehen des Haltegriffs wird der Tauchvorschub freigegeben. Das Sägeblatt wird nun manuell auf die gewünschte Schnitttiefe einge-

Manuelle Wandsäge Emma HS50.

taucht und der Tauchvorschub über den Haltegriff wieder gesperrt – anschließend kann der Sägevorgang ausgeführt werden. Ein Wasser-Bypassventil zum Trockenschneiden, Schutzart IP55 und kor-rosionsbeständige Bauteile sind nur einige weitere hervorragende Merkmale dieser Wandsäge.

Frequenzumformer FU6U.

INFO Emma HS50 mit Führungsschiene.

www.weka-elektrowerkzeuge.de

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HUSQVARNA TREIBT BODENSCHLEIFINDUSTRIE GLOBAL VORAN Perfekter Schliff.

Mit HTC Floor Grinding Solutions und Pullmann Ermator übernimmt Husqvarna zwei renommierte Maschinenhersteller Der Spezialist für Werkzeuge und Maschinen in der Bau- und Steinindustrie, Husqvarna Construction Products, hat die zwei Hersteller HTC Floor Grinding Solutions und Pullmann Ermator im Mai 2017 übernommen. HTC Floor Grinding Solutions ist europaweit eines der führenden Unternehmen für Betonbodenschleifmaschinen; das schwedische Unternehmen Pullmann Ermator ist Innovator im Bereich von Staubabscheidern, Luftreinigern und Nasssaugern. Durch die Zusammenführung der Stärken und der Expertise baut Husqvarna Construction Products seine Marktpräsenz auf dem Bodenschleifmarkt weiter aus. Bodenschleifwerkzeuge kommen bei vielen Arbeiten zum Einsatz, angefangen bei der Nivellierung und Vorbereitung von Betonböden zum Auftragen neuer Oberflächenschichten bis hin zur Hochglanzbetonpolitur. Durch die hohe Belastbarkeit und einfache Reinigung sind polierte Betonböden besonders für

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den industriellen und Gewerbeeinsatz geeignet und eine sinnvolle und moderne Alternative für Architekten, Gebäudeeigentümer und Bauherren. „Mit dem Schulterschluss aus Husqvarna und HTC entsteht eine starke und gebündelte Kompetenz, die Architekten und Immobilieneigentümer von den Vorteilen polierter Betonböden überzeugt. Die gemeinsamen Anstrengungen tragen zur Popularität von polierten Oberflächen bei und helfen, geschliffenen Beton als eine bevorzugte Bodenvariante zu etablieren“, erklärt Henric Andersson, Präsident von Husqvarna Construction Products. Die gebündelte Kundenbasis der drei Unternehmen Husqvarna, HTC und Pullmann Ermator führt zu einer größeren und steigenden Nachfrage. Für unsere Kunden bedeutet dies zugleich eine schnellere Entwicklung


BRANCHENNEWS

von Maschinen und Werkzeugen und eine optimierte Unterstützung bei Anwendungsfragen und im Service durch die Experten von Husqvarna. „Wir wollen den Markt ausbauen, die Produktivität für Partner verbessern und die Kosten für Immobilieneigentümer senken. In dieser neuen und starken Position helfen wir unseren Kunden, schöne und pflegeleichte Böden herzustellen und damit auch die Umweltbelastung zu senken”, sagt Henric Andersson, „Im Zusammenspiel aus Husqvarna, HTC und Pullman Ermator können wir noch bessere Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Auch die Integration der Pullman Ermator Staubabscheider und Nasssauger in unser Produktportfolio wird die Produktivität unserer Kunden steigern und unsere marktführende Position weiter ausbauen.”

INFO Schleifen und absaugen mit Equipment von Husqvarna.

www.husqvarnacp.com

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HEGER EXCELLENT DIAMOND TOOLS: HEGER SCHLEIFSEGMENTE – ERFOLGREICHER START Mit dem Diamantschleifwerkzeug „Ultra“ ist es Heger gelungen, ein Werkzeug zu entwickeln, welches selbst bei härtesten Oberflächen wie Beton und Estrich eine hervorragende Abtragsleistung erzielt. Selbstverständlich ist dieses Werkzeug für verschiedene am Markt befindliche Schleifmaschinen erhältlich.

Vom Profi für den Profi Heger blickt auf 109 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung und Produktion von Diamantwerkzeugen zurück. Nutzen Sie dieses Expertenwissen und lassen Sie sich von einem echten Produkt „Made in Germany“ überzeugen – für gleichbleibende Qualität und beste Ergebnisse.

Fachbesucher bei Heger auf der EPF-Messe in Feuchtwangen.

Die EPF-Messe in Feuchtwangen war die ideale Plattform, die neuen HegerSchleifsegmente „Made in Germany“ zu präsentieren. Besonders die Tatsache, dass die Segmentfertigung in Deutschland im südbadischen Heitersheim erfolgt, hat großes Interesse hervorgerufen. Der Heger-Stand hatte regen Zulauf und alle Werkzeuge – vom PKD-Schleifwerkzeug zum Entfernen von Beschichtungen über Werkzeuge zur Oberflächenvorbereitung bis hin zum Polieren und zur Oberflächenvergütung – fanden beim Fachbesucher großen Anklang.

führt dazu, dass die Estrichoberfläche extrem hart und widerstandsfähig ist, sich aber auch nur sehr schwer schleifen lässt.

INFO www.heger.com

Diamantschleifwerkzeug „Ultra“ für ultraharten Beton Highlight auf dem Heger-Stand war das Heger-Diamantschleifwerkzeug „Ultra“ zum Abtragen vom extrem hartem Beton. Die Qualitätsanforderungen an Fließestriche werden täglich höher: keine Rissbildung, selbstnivellierend und extrem abriebfest soll der Boden sein. Diese Merkmale werden durch den Einsatz von Zusätzen (Additiven) im Estrich und schwere Glättmaschinen erreicht. Dies

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Diamantschleifwerkzeug „Ultra“ für ultraharten Beton.


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NORTON CLIPPER: NEUE KERNBOHRMOTOREN CDM Mit den Kernbohrmotoren CDM 253 sowie 353 erweitert Norton Clipper aus dem Hause Saint-Gobain Abrasives die Auswahl an Maschinen zum Einsatz auf Bohrständern. In Kombination mit leistungsfähigen Norton-Bohrkronen erhält der Profi am Bau ein Komplettsystem abgestimmter Komponenten zum Bohren in Beton, Stahlbeton und Mauerwerk. Ausgelegt für sehr gute Bohrleistungen sowie komfortables und sicheres Arbeiten sind die neuen Norton Clipper Ständer-Bohrmotoren CDM 253 (2,5 kW, 230 V, ø 25–250 mm) beziehungsweise CDM 353 (3,3 kW, 230 V, ø 30–350 mm). Die Geräte mit integrierter Wechselplatte beeindrucken durch ihre durchzugsstarken Motoren und ermöglichen schnelles und effizientes Bohren in Mauerwerk und Beton. Das sehr robuste Vollaluminiumgehäuse leitet entstehen-

de Wärme optimal ab und ist für härteste Baustelleneinsätze konzipiert. Dank der integrierten Sanftanlaufelektronik erreicht der 3-Gang-Bohrmotor mit 1 1/4” Spindel seine maximale Drehzahl erst zwei Sekunden nach dem Einschalten. Das erleichtert dem Anwender die Anbohrphase und erhöht die Sicherheit. Die drei Getriebestufen des Ölbadgetriebes ermöglichen die Drehzahlabstimmung genau auf den jeweiligen Kernbohrdurchmesser. Eine LED-Anzeige zeigt die jeweils aktuelle Vorschubgeschwindigkeit an. Die elektronische und mechanische Überlastrutschkupplung bietet maximalen Schutz für Anwender und Maschine. Die Bohrmotoren sind dank lebenslanger Schmierung sehr wartungsarm und -freundlich. So sind etwa die Kohlebürsten leicht zugänglich und schnell zu wechseln.

Norton Clipper Kernbohrsystem: ClipperBohrständer, -Bohrmotor und -Bohrkrone.

INFO www.construction.norton.eu

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NORTON CLIPPER: „SILENCIO“-DIAMANTSCHEIBEN „GEHÖRSCHUTZ“ FÜR MENSCH UND UMWELT Mit der schallgedämpften Diamantscheibe Norton Clipper „Silencio“ des Schleifwerkzeugherstellers Saint-Gobain Abrasives ist der Profi am Bau in Sachen Schallschutz für Mensch und Umwelt auf dem neuesten Stand der Technik. Dank besonderer konstruktiver Vorteile wie etwa einer speziellen Sandwich-Bauweise vermindern die mit bereits zehn Innovations- und Sicherheitspreisen ausgezeichneten „Silencio“-Diamantscheiben gegenüber herkömmlichen Werkzeugen den Schallpegel bis zu 25 dB. PremiumSchnittleistung erreicht „Silencio“ mit der i-HD™-Segmenttechnologie, die das Werkzeug nicht nur sicherer macht, sondern auch einen deutlichen Performanceschub auslöst. Konventionelle Diamantscheiben, die auf Winkel- und Trennschleifern, Fugenschneidern und Tisch- und Blocksteinsägen eingesetzt werden, verursachen Lärm von bis zu 115 dB (A). Wohngebiete, Stadtzentren, Schulen und Krankenhäuser sind besonders empfindlich gegenüber Lärm. Zusätzlich greifen immer häufiger Vorschriften bei einer übermäßigen Geräuschentwicklung. So sind nach der „Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen“ (LärmVibrationsArbSchV) Unternehmer grundsätzlich verpflichtet, Lärm durch Maßnahmen zu eliminieren beziehungsweise zu reduzieren. So besagt etwa § 7, dass die Lärmemission am Entstehungsort verhindert oder so weit wie möglich verringert werden soll. Technische Maßnahmen haben, so die Verordnung, dabei Vorrang vor organisatorischen Maßnahmen. Marko Waldschmidt, Vertriebsleiter Deutschland bei Saint-Gobain Abrasives: „Ein Fachhändler sollte seine Kunden darauf hinweisen, dass Maschine und Diamantwerkzeug dem Stand der Technik entsprechen. Die einfachste Art und Weise, den Lärm am Entstehungsort zu reduzieren, ist die Verwendung einer schallgedämpften Diamantscheibe wie Silencio.“

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Die Norton Clipper „Silencio” ist die leiseste Diamantscheibe auf dem Markt und wurde bisher mit zehn Innovationsund Sicherheitspreisen ausgezeichnet. „Silencio“ reduziert verursachten Lärm direkt an der Quelle.

Leise und kraftvoll Der Profi an der Baustelle trägt in der Regel einen Gehörschutz und ist damit ausreichend geschützt. Viele Schneidarbeiten werden aber im Freien durchgeführt, wo der Lärm sich ungehindert ausbreiten kann und Anwohner und Passanten belästigt. Auch innerhalb von Gebäuden ist eine möglichst geringe Lärmbelästigung erwünscht. Lärm durch Schneidarbeiten wirkt hier durch die Reflexion an Wänden und Decken noch störender. Die Norton Clipper „Silencio“ reduziert den verursachten Lärm drastisch direkt an der Quelle. Das Norton-patentierte Wasserwege-Design versperrt den Luftstrom durch den Stahlkern und verhindert so das „Pfeifen“, wie es bei herkömmlichen Diamantscheiben vorkommt. Auch die Stahlkernkonfiguration ist patentiert: Dank eines speziellen klebeartigen Kunststoffs zwischen den beiden Hälften des „Sandwich“-Stahlkerns werden die Schwingungen der beiden Stahlkernhälften absorbiert und somit die Schall- bzw. Lärmentwicklung zusätzlich auf ein Minimum reduziert. Marko Waldschmidt: „Norton Silencio-Diamantscheiben sind optimal abgestimmt, um die bestmögliche Geräuschreduzierung und Schnittleistung bei der Anwendung zu erzielen. Der Lärm wird direkt an der Quelle bekämpft und ist rund 30-mal leiser als bei sämtli-

chen konventionellen Diamantscheiben. Mit bis zu 17 mm hohen Segmenten und einer maßgeschneiderten Lösung für jede Anwendung ist dieser wirksame ,Gehörschutz‘ unsere effizienteste Diamantscheibe für Granit, Beton und allgemeine Materialien bei gleichzeitigem Schutz der Umgebung vor störenden Schneidgeräuschen.“ Die „Silencio“ gibt es für Winkelschleifer (ø 230 mm), handgeführte Trennschleifer (ø 300 mm–400 mm), Fugenschneider (ø 350 mm–500 mm), Tischsägen (ø 300 mm–500 mm) sowie Blocksteinsägen (ø 650 mm–1 000 mm). Marko Waldschmidt: „Die Technologie i-HDTM eröffnet nicht nur den Weg zu einer Vielfalt an Segmentformen, sondern erweitert auch das Einsatzspektrum beim Trennen und Schleifen in den unterschiedlichsten Materialien. Die Silencio punktet daher mit deutlicher Reduktion des Schallpegels und mit erhöhter Produktivität sowie Standzeit. Silencio ist Stand der Technik und gilt als anerkannte Maßnahme zur Schallreduktion sowohl für den Arbeits- als auch für den Umweltschutz.“

INFO www.construction.norton.eu


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ABSTÜRZE VERMEIDEN BG Bau: Abstürze sind häufigster Unfalltod

Kurz vor dem Absturz: Fugenschneider.

40 % aller tödlichen Unfälle im Baugewerbe sind Abstürzen geschuldet. Selbst wenn Abstürze nicht mit dem Tod enden, verletzen sich die Leidtragenden fast immer schwer, werden erwerbsunfähig oder sind an den Rollstuhl gebunden. Betroffen sind Beschäftigte aller Gewerbezweige. Dabei gibt es viele Lösungen, um Abstürze zu verhindern. Darauf hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) am 27. April 2017 in Berlin, kurz vor dem Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, hingewiesen. Zugleich weist die BG Bau auf das neue Präventionsprogramm „Bau

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auf Sicherheit. Bau auf dich.“ hin: Im Rahmen betrieblicher Erklärungen sollen Berufstätige die Möglichkeit haben, bei Gefahr „Stopp“ zu sagen. Erst wenn mögliche Gefahren beseitigt sind, soll die Arbeit fortgesetzt werden. 92 500 Absturzunfälle registrierte die BG Bau in den zehn Jahren zwischen 2007 und 2016. Davon endeten 341 Unfälle tödlich. Allein 2016 gab es über 8 000 Absturzunfälle mit 29 Todesopfern. Das teilte die BG Bau am Tag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz mit. Der Aktionstag wurde durch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern. Die meisten Abstürze geschehen von Leitern und Gerüsten, viele auch von Dächern und Treppen. Selbst wenn Abstürze nicht tödlich verlaufen, im Vergleich zu anderen Unfällen haben sie oft viel schwerere Folgen. In Einzelfällen können Kosten für Heilbehandlungen, Verletztengeld, Reha und Rente in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro anfallen. Hinter den Zahlen stehen Schicksale von Betroffenen und ihren Familien. Deshalb ist Prävention so wichtig. Welcher Art die Sicherung gegen Abstürze ist, hängt laut BG Bau vom Einzelfall ab, jeweils nach einer Gefährdungsbeurteilung, die mögliche Risiken umfasst und schon vor Beginn der Arbeiten durchgeführt werden muss. Dabei halten das Arbeitsschutzgesetz und die Technische Regel für Betriebssicherheit

(TRBS 2121/2007) fest, dass kollektive Maßnahmen wie Absperrungen und Abdeckungen, Seitenschutz, Laufbrücken, Fanggerüste, Schutznetze und Hubarbeitsbühnen vorrangig sind gegenüber individuellen Maßnahmen, also persönliche Schutzausrüstung wie ein Auffanggurt mit tragfähigen Anschlagpunkten. Auch sollten Bauherren den Unternehmern genaue planerische und organisatorische Vorgaben zum Bauvorhaben machen, so die BG Bau. Die Angaben müssen Risiken, wie beispielsweise nicht belastbare Decken- und Dachflächen, aufzeigen. Auf dieser Grundlage können die Unternehmen die Arbeitsabläufe und Arbeitsmittel planen und ihre Beschäftigten unterweisen. Eine wichtige Rolle beim Arbeitsschutz spielt zudem eine ganzheitliche Prävention, die auch die persönliche Einstellung und das Verhalten der Beschäftigten in den Blick nimmt. Die Kernbotschaft des neuen Präventionsprogramms der BG Bau lautet daher: „Sicheres Verhalten lohnt sich für jeden Berufstätigen, seine Familie und die Kollegen.“ Deshalb regt die BG Bau an, dass Unternehmen der Bauwirtschaft „Betriebliche Erklärungen“ vereinbaren, mit denen sich die Beschäftigten und die Betriebsleitungen gemeinsam dazu bereit erklären, die lebenswichtigen Regeln zu typischen Gefahrenquellen einzuhalten. Dazu gehören auch mögliche Ursachen von Absturzunfällen.


ARBEITSSICHERHEIT

PRÄVENTION ZAHLT SICH AUS BG Bau fördert den Arbeitsschutz durch Zuschüsse und Prämien

Die BG Bau belohnt Sie, wenn Sie Wert auf Arbeitssicherheit legen. Von diesem Förderprogramm können auch Sie profitieren, denn Investitionen und Maßnahmen, die der Arbeitssicherheit oder dem Gesundheitsschutz in Ihrem Betrieb dienen, erhalten Zuschüsse. Hintergrund für diese Förderung ist, dass die BG Bau als gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft daran interessiert ist, Arbeitsunfälle und berufsbedingte Krankheiten zu vermeiden.

Das Förderprogramm Der Katalog der Werkzeuge, Arbeitshilfen und Maßnahmen, die von der BG Bau als förderwürdig anerkannt werden, wird jährlich aktualisiert. Dabei berücksichtigt die BG Bau einmal die technischen Weiterentwicklungen oder Innovationen bei Produkten. Zum anderen bestimmen neue Erkenntnisse über Belastungen und Gefährdungen am Arbeitsplatz die Förderfähigkeit einzelner Arbeitsmittel. Für das Jahr 2017 wurden unter anderem Elektro-Fugenschneider in das Programm aufgenommen: Beim Einsatz von benzinbetriebenen Fugenschneidern in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen (z. B. Hallen, Tiefgaragen, Räumen) besteht die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen durch Motorabgase. Durch den Einsatz von Elektro-Fugenschneidern wird diese Gefahr vermieden. Zur Staubreduktion werden nur die Fugenschneider für Nassschnitt und die Fugenschneider für Trockenschnitt mit Absaugung gefördert.

Wie viel wird gefördert? Pro Maßnahme 25 % der Anschaffungskosten, max. 500 € für kleine Baureihe, max. 1.000 € für mittlere Baureihe. Gefördert werden nur die in den Listen

genannten Fugenschneider (mitgängergeführte Bodentrennschleifmaschinen nach DIN EN 13862). Sie zeichnen sich durch die folgenden Eigenschaften aus: • Elektromotor • CE-Konformitätserklärung • Schwingungsgesamtwerte max. 2,5 m/s² • Trockenschnitt mit Absaugung oder Nassschnitt

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Leichte Plattformleitern Ganz neu im Programm sind leichte Plattformleitern nach DIN EN 131 1-3. Sie sind einseitig besteigbar, haben Stufen (mind. 80 mm) als Aufstieg und Handläufe an beiden Holmen des Steigschenkels, starr angebracht oder klappbar (vereinfachter Transport), die ab der 5. Stufe beginnen und ein sicheres Festhalten beim Auf- und Abstieg gewährleisten. Die Handläufe bilden mit den Leiterholmen und einem horizontalen Verbindungsbauteil eine Teilumwehrung und ragen ca. 1 000 mm über die Plattformhöhe hinaus. Für die gefahrenträchtigen Montagearbeiten steht eine ausreichend große Standfläche (Plattform, mindestens 360 x 360 mm) zur Verfügung. Die leichte Plattformleiter ist in ihrer nutzbaren Standhöhe auf max. 6 Stufen (inkl. der Plattform) begrenzt. Die Gesamtlänge der zusammengeklappten Leiter beträgt max. 2 750 mm. Das Gesamtgewicht der 6-stufigen leichten Plattformleiter darf 15 kg nicht übersteigen. Leichte Plattformleitern haben vorzugsweise eine zugfeste Spreizsicherung sowie eine Arretierung durch die klappbare Plattform.

Arbeitsschutzprämie Pro Maßnahme 50 % der Anschaffungskosten, max. 250 €.

Leichte Plattformleiter nach DIN EN 131 1-3.

INFO www.bgbau.de

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WER DARF WAS PRÜFEN? TÜV Nord: Elektrotechnische Betriebsmittel im Unternehmen

rade in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Bewusstsein für die unterschiedlichen Befugnisbereiche nicht vorhanden. Mitarbeiter richtig einsetzen Vor der Zuweisung von Aufgaben im elektrotechnischen Bereich muss laut VDE 0105-100 die Art und Schwierigkeit der Aufgabe beurteilt werden, um einen entsprechend qualifizierten Mitarbeiter dafür auszuwählen. „Die Einschätzung darüber, wer welche Arbeiten ausüben darf – ob eine Elektrofachkraft ran muss oder auch eine elektrotechnisch unterwiesene Person qualifiziert wäre – ist für einige Unternehmer nur schwer zu fällen“, berichtet der TÜV Nord Akademie-Referent. Denn nicht jeder Mitarbeiter darf elektrotechnische Aufgaben übernehmen. Folgende elektrotechnische Tätigkeitsfelder werden unterschieden:

Elektrofachraft überprüft eine Verteilung.

Verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) Schnell ein defektes Kabel neu isolieren oder eine Sicherung austauschen – in vielen Fällen werden elektrotechnische Aufgaben von Mitarbeitern erledigt, die dazu nicht befähigt sind. Doch wer darf welche elektrotechnischen Betriebsmittel in Unternehmen errichten, ändern oder prüfen und wer trägt die Verantwortung? Damit hier der Durchblick nicht verloren geht, klärt Gerd Lehmann, Elektromeister im Handwerk und Referent der TÜV Nord Akademie, über die verschiedenen Qualifikationen zur Instandhaltung von elektrotechnischen Anlagen und Betriebsmitteln auf. Der Einsatz von elektrotechnischen Betriebsmitteln birgt – zum Beispiel bei ungelernter Ausübung oder beschädigten Geräten – hohe Risiken für den Nutzer. Daher sind der geschulte Umgang und

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eine regelmäßige Prüfung unerlässlich. Hier stehen Unternehmer in der Pflicht. Sie haben laut Arbeitsschutzgesetz sicherzustellen, dass Mitarbeiter für die ihnen übertragenen elektrotechnischen Aufgaben ausreichend befähigt sind. Die wichtigsten Normen bilden die VDE 1000-10, in der die jeweiligen elektrotechnischen Qualifikationen definiert werden, und die VDE 0105-100, in der festgehalten ist, mit welcher Qualifikation welche Arbeiten an elektrischen Anlagen ausgeführt werden dürfen. „Noch immer müssen sich viele Arbeitgeber nach einem elektrotechnischen Unfall vor Gericht verantworten, weil ein Organisationsverschulden vorliegt. Oft wird versäumt zu prüfen, ob der Mitarbeiter überhaupt ausreichend qualifiziert ist für die Tätigkeit“, sagt Lehmann. „Ge-

Häufig sind Unternehmer selber keine Elektrofachkräfte und können die Fachverantwortung in diesem Bereich nicht übernehmen. In diesem Fall müssen sie eine VEFK bestellen, die ihre Unternehmenspflichten übernimmt. In der Industrie muss eine VEFK ein Techniker, Meister, Ingenieur, Bachelor oder Master der Elektrotechnik sein. Die VEFK spielt eine zentrale Rolle für die Organisation der elektrotechnischen Bereiche eines Unternehmens. Ihre Aufgaben sind zum Beispiel das Erstellen von Betriebs- und Arbeitsanweisungen, das Sicherstellen des ordnungsgemäßen Zustands elektrischer Maschinen, Anlagen und Betriebsmittel sowie die Unterweisung und Belehrung von Mitarbeitern. Die VEFK ist in der Regel fachlicher Vorgesetzter


ARBEITSSICHERHEIT

weiterer Elektrofachkräfte. Sie muss nicht zwingend im Unternehmen angestellt sein – gerade für kleinere Unternehmen bietet es sich an, eine externe VEFK zu bestellen.

zwei Jahren in einem speziellen elektrotechnischen Bereich, wie beispielsweise Ferntechnik, tätig sind“, ergänzt Lehmann.

Elektrofachkraft (EFK)

Elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP)

Eine Elektrofachkraft übernimmt Tätigkeiten für die Planung, Installation und Prüfung elektrotechnischer Betriebsmittel und kann potenzielle Gefahren erkennen. Die Qualifikation kann ausschließlich in spezialisierten Bereichen erworben werden, beispielsweise in der Ferntechnik, Schaltberechtigung oder Motorschaltung. Wer EFK werden möchte, benötigt im Regelfall eine Ausbildung im elektrotechnischen Bereich. Es gibt allerdings Ausnahmen: „Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts dürfen sich auch solche Personen zu einer EFK fortbilden, die zwar keine Ausbildung im elektrotechnischen Bereich absolviert haben, aber seit mindestens

Die EuP übernimmt Aufgaben, die ihr von der Elektrofachkraft übertragen wurden. Unter der Leitung und Aufsicht einer Elektrofachkraft führt die EuP verschiedene Aufgaben aus, für die sie geschult ist. Hierbei muss die Elektrofachkraft nicht permanent anwesend sein, die Arbeiten jedoch in angemessenen Zeitabständen kontrollieren. Diese Aufgaben beinhalten zum Beispiel das Austauschen von Leuchtmitteln sowie Mess- und Prüfarbeiten. Zusammen mit einer befähigten Person (EFK) bildet die EuP bei der Prüfung von elektrotechnischen Betriebsmitteln ein Prüfteam und übernimmt so nur eine Teilverantwortung.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten ((EFKffT oder EFT) Eine EFKffT ist eine Person mit einer zusätzlichen Qualifikation in einem Teilbereich der Elektrotechnik. Hierbei handelt es sich um eine Ausbildung in einem elektrotechnischen Bereich in Theorie und Praxis, die durch eine erfolgreich bestandene Prüfung belegt ist. Sie kann Aufgaben aus dem festgelegten Tätigkeitsfeld ihrer Zusatzqualifikation entsprechend übernehmen, auch wenn sie keine vollständig ausgebildete Elektrofachkraft ist. Dies kann sich auch auf Berufe außerhalb der Elektrotechnik beziehen.

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Mit dem System aus Hilti Diamantkernbohrgerät DD 30-W und Wasser-Managementsystem DD WMS-100 arbeiten Sie produktiv, vibrationsarm und zulassungskonform. Unsere innovative TopSpinTechnologie reduziert den erforderlichen Anpressdruck für Bohrungen in Stahlbeton um bis zu 50%. Ermöglicht wird das durch die exzentrische Rotation der Bohrkrone. So schneiden Sie mühelos und nahezu geräuschlos durch jedes Armierungseisen. In Kombination mit dem neuen DD-WMS 100 arbeiten Sie unabhängig von Wasseranschlüssen und halten Ihr Arbeitsumfeld sauber. Das DD-WMS 100 kann mit allen Hilti Diamantkernbohrgeräten kombiniert werden.

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NEWS AUS DEM FACHVERBAND NEUWAHL DES VORSTANDES BEI DER JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2017 IN WILLINGEN

Oben: Jörg Müller bei einem seiner Lieblingshobbys. Links: Der neu gewählte Vorstand (v. l.): Dr. Reiner Schulze, Thomas Springer, Manfred Witzke, Britta Keinemann, Michael Huber, Manfred Dziuba und Matthias Seliger.

Direkt nach Ende der Fachausstellung BeBoSa fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fachverbandes statt. Die Mitgliederversammlung wählte am 25. März 2017 turnusgemäß drei Vorstandsmitglieder. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende und Vertreter der Herstellermitglieder, Dr. Reiner Schulze, wurde im Amt bestätigt, der bisherige Beisitzer Manfred Dziuba wurde zum Schriftführer und Manfred Witzke wurde zum neuen Beisitzer gewählt. Manfred Witzke ist Geschäftsführer der Kurt Klingspohn Spezialabbruch GmbH, eines Dienstleistungsbetriebs

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in Tostedt südlich von Hamburg. Er ist seit 1997 Mitglied des Fachverbandes und bereits als Regionalleiter Nord für den Fachverband aktiv. „In der neuen Funktion werde ich mich dafür einsetzen, unsere Mitglieder noch stärker für den Fachverband und seine Angebote zu begeistern und möglichst viele für eine aktive Mitarbeit sowohl in der Region als auch bundesweit zu gewinnen“, erklärte Manfred Witzke nach der Wahl. „Ich freue mich auf eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen und erwarte für mich selbst eine interessante und auch lehrreiche Zeit.“

Der bisherige Schriftführer Jörg Müller scheidet nach 26 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. „Jörg war zu jeder Zeit ein loyales, zuverlässiges und stets solidarisch handelndes Mitglied unseres Teams“, würdigte ihn Thomas Springer auf der Jahreshauptversammlung. „Im Namen des gesamten Vorstandes danke ich ihm sehr herzlich für sein persönliches Engagement in all den Jahren seiner Vorstandsarbeit.“ Jörg Müller ist weiterhin Mitglied verschiedener Ausschüsse im Fachverband und wurde auf Antrag des Vorstandes von den anwesenden Mitgliedern zum Ehrenmitglied gewählt.


FACHVERBÄNDE

REGIONALTREFFEN 2017 Auch diesen Herbst finden wieder die Treffen für Mitglieder in Ihrer Region statt. Seien Sie unser Gast und profitieren Sie von den angebotenen Themen.

Das Programm Wir haben auch dieses Jahr ein informatives Programm für Sie zusammengestellt. Sie erfahren Aktuelles aus dem Verbandsgeschehen und lernen neue Kollegen aus Ihrer Region kennen. Nach dem gemeinsamen Mittagsbuffet wird uns ein Experte der Firma Doepke die Notwendigkeit des Fehlerstromschutzschalters erläutern und die Unterschiede der Typen A, B und B+ aufzeigen. Der sichere Umgang mit Leitern und Tritten auf Baustellen wird das zweite Thema sein, welches von der BG Bau vorgetragen wird. Begrifflichkeiten, Einstufungen und Pflichten bei Abtransport und Entsorgung unseres Abbruchmaterials wird uns Joachim von Jutrczenki, Geschäftsführer des Abbruchverbandes Nord, vortragen. Zu guter Letzt wird FBS-Verbandsanwalt Dr. Georg Groth über aktuelle Rechtsthemen aus unserer Branche referieren. Dr. Groth steht Ihnen selbstverständlich

NEUAUFLAGE

anschließend zu aktuellen Rechtsfragen zur Verfügung. Das Treffen einschließlich Mittagsbuffet und Getränken ist für Sie wie immer kostenfrei! Bitte denken Sie daran, sich rechtzeitig anzumelden, damit wir Sie sicher einplanen können. An jedem Regionaltreffen nehmen mindestens ein Vorstandsmitglied des Fachverbandes und ein Mitglied der Geschäftsstelle teil. Nutzen Sie die Pausengespräche zum Erfahrungsaustausch und das Netzwerken mit Kollegen der Region.

TERMINE 20.10.2017 Seminar Kalkulation – BWL 1, Hamm 25.10.2017 Regionaltreffen Südwest Queens Hotel Pforzheim-Niefern 27.10.2017 Regionaltreffen Mitte Geschäftsstelle Darmstadt 03.11.2017 Regionaltreffen Nord Handwerkskammer Hamburg 08.11.2017 Regionaltreffen West ABZ Hamm 10.11.2017 Regionaltreffen Ost Atlanta Hotel Leipzig-Wachau 17.11.2017 Regionaltreffen Südost Hopfenhotel Hallertau in Wolnzach 24.11.2017 Regionaltreffen Berlin Mercure Hotel Potsdam City 14.–19.01.2018 Seminar BBS1 in Hamm 12.–20.01.2018 Seminar BBS2 in Hamm 25.–29.01.2018 Seilsägeseminar GSS in Hamm

Die dritte Auflage des Fachbuchs Betonbohren und -sägen (2017) ist mit 24 Kapiteln auf 514 Seiten im Frühjahr erschienen. Das Fachbuch enthält zusätzlich die aktuelle DIN 18459 inkl. Erläuterungen von Sieghardt Hantsch und die überarbeiteten Toleranzen für Betonbohr- und -sägearbeiten. Bezugspreis inkl. Mehrwertsteuer 79 €, für Mitgliedsbetriebe 69 €.

23.02.2018 Seminar Kalkulation – BWL 2, Kassel 09.06.2018 Jahreshauptversammlung, ABZ Hamm

INFO www.fachverband-bohren-saegen.de info@fachverband-bohren-saegen.de

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ABSCHLUSSPRÜFUNG DER BAUWERKSMECHANIKER Mit den Abschlussprüfungen in Hamm endete im Juli das aktuelle Ausbildungsjahr für die Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik. 27 junge Nachwuchsfachkräfte konnten ihre Lehre in diesem Jahr erfolgreich abschließen. Seit Einführung des Berufsbildes im Jahr 2004 erhöht sich die Zahl der Absolventen damit auf 330. „Im Namen des Fachverbandes gratulieren wir den neuen Facharbeiterinnen und Facharbeitern zu ihrem erfolgreichen Abschluss“, erklärt Britta Keinemann, Vorsitzende des Ausschusses für Aus- und Weiterbildung im Fachverband Betonbohren und -sägen. „Sie können jetzt in einer technisch anspruchsvollen

Sparte des Bauhandwerks ins Berufsleben einsteigen – mit langfristig guten Perspektiven für ihre persönliche Weiterentwicklung.“ Mit rund 95 Prozent ist die Übernahmequote der Auszubildenden in die Fachbetriebe sehr hoch. Bei entsprechender Qualifizierung können Bauwerksmechaniker später als Vorarbeiter, Polier oder Bauleiter arbeiten oder sich zum Bauingenieur oder Architekten weiterbilden.

Ausbildungsstart bis Ende des Jahres möglich In diesem Jahr beginnen 32 junge Menschen ihre Ausbildung zum Bauwerks-

mechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik. 2017 sind noch weitere freie Lehrstellen für den hoch technisierten Spezialberuf der Baubranche verfügbar. „Bei entsprechender Eignung ist ein Einstieg bis Ende des Jahres möglich“, erklärt Keinemann. „Das Angebot richtet sich an Haupt- und Realschulabgänger mit technischem Verständnis und handwerklichem Geschick.“ Die Berufsausbildung erfolgt zweistufig: Die ersten beiden Lehrjahre, die mit der Qualifikation zum Hochbaufacharbeiter abgeschlossen werden, vermitteln grundlegende Kenntnisse in der Herstellung von Wänden, Treppen und Decken aus Beton, Stahl oder Holz. Im letzten Ausbildungsdrittel steht die Spezialisierung in den Bereichen Abbruch, Rückbau sowie Betonbohren und -sägen auf dem Programm.

Lernen an modernsten Maschinen

Britta Keinemann (vorn, 3. v. l.) sowie die Ausbilder Rainer Brockmann (l.) und Norbert Klein (hinten links) vom ABZ Hamm mit einem Teil der jungen Bauwerksmechaniker und einer Bauwerksmechanikerin. Als bester Bauwerksmechaniker hat Mario Hug (mittlere Reihe, 2. v. l.) von der Firma Sabrowski Abbruchtechnik bestanden.

Partner der überbetrieblichen Ausbildung ist das Ausbildungszentrum der Bauindustrie Nordrhein-Westfalens in Hamm. Unterstützt wird dies von allen namhaften Herstellerfirmen, die Mitglieder im Fachverband sind. „Sie stellen unseren Lehrlingen die modernste Generation an Werkzeugen zur Verfügung und bieten bei Bedarf eine persönliche Betreuung durch eigenes Fachpersonal. Dadurch ist die Ausbildung auf dem technologisch neuesten Stand und unsere Azubis sind nach der Lehre ausgebildete Fachkräfte“, so Britta Keinemann abschließend.

SEMINAR KALKULATION UND BETRIEBSWIRTSCHAFT In diesem zweitägigen Grundseminar werden zunächst Basiskenntnisse der BWL und die betriebswirtschaftliche Kostenstruktur vermittelt. Die Kalkulation erfolgt auf Grundlage eines eigens entwickelten Kalkulati-

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onsprogrammes nach dem üblichen Baukalkulationsschema, d. h. nach Einzelkosten der Teilleistungen, Gemeinkosten, Gemeinkostenzuschlag, Wagnis und Gewinn. Termin: 20.10.2017 im ABZ Hamm.

Ein Aufbauseminar Kalkulation – BWL 2 findet am 23.02.2018 im Hotel La Strada in Kassel statt. Hier werden die bisherigen Kenntnisse vertieft und um baustellenbezogene Kosten und die Projektkalkulation erweitert.


FACHVERBÄNDE

SPATENSTICH FÜR DAS MUSEUM FÜR ALTE BOHRGERÄTE

Beim ersten Spatenstich: die Initiatoren zwischen den Azubis (v. l. n. r.): Gerhard Geske, Norbert Braun, Dr. Bernd Garstka, Thomas Springer und Martin Karnein.

Auf dem Gelände des Ausbildungszentrums in Hamm entsteht der Neubau des Museums für alte Betonbohr- und -sägemaschinen. Am 14. September wurde von den angehenden Bauwerksmechanikern und zahlreichen Ehrengästen mit einem kleinen Festakt der erste Spatenstich gemacht. Hier können künftig die historischen Exponate aus den Anfängen des Bohrens und Sägens von den Auszubildenden, aber auch von der brei-

So soll der Neubau einmal aussehen.

ten Öffentlichkeit begutachtet werden. Gleichzeitig dient der Neubau als Begegnungsstätte im Rahmen der vom Fachverband verantworteten Aus- und Weiterbildung oder für branchennahe Veranstaltungen wie beispielsweise Regionaltreffen oder Kundenevents. Einhellig wurde von Martin Karnein vom Verband der Bauindustrie NRW, Gerhard Geske, dem Leiter des ABZ Hamm und Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes, die gute Zusammenar-

beit bei diesem Gemeinschaftsprojekt gelobt. Auch den zahlreichen Sponsoren, die die Finanzierung dieses Neubaus erst ermöglichen, wurde gedankt.

INFO www.bbs-museum.de

VERLEIHUNG DES DIAMOND AWARDS AUF DER BAUMA 2019 Die Verleihung des Diamond Awards, einer besonderen Auszeichnung für hervorragende Lösungen auf dem Gebiet des Betonbohrens und -sägens, wird im April 2019 wieder auf der Bauma erfolgen.

Der Award, ursprünglich eine Idee des deutschen Fachverbandes, blickt inzwischen auf eine lange Tradition zurück. Erstmalig vergeben auf der BeBoSa 2000, gefolgt von den Baumas 2004 bis

2016 sowie den Messen World of Concrete, ist die internationale Beteiligung stetig größer geworden und die Qualität der eingereichten Arbeiten kontinuierlich gewachsen. Die Bewertung erfolgt durch eine international besetzte Jury, die die eingereichten Arbeiten unter den folgenden Gesichtspunkten bewertet: • Planung, Komplexität • Innovation • Schwierigkeitsgrad • Qualitätsansprüche Seit der Bauma 2007 ist der internationale Verband IACDS Veranstalter und Organisator dieses Wettbewerbs. Die Gewinner erwartet neben der internationalen Bekanntmachung der Firma mit dem Titel „Winner of the Diamond Award“ eine Einladung zur feierlichen

Preisverleihung am 11. April 2019 auf der Bauma in München. Dort werden die Preisträger und deren herausragende Projekte im Rahmen einer Pressekonferenz ausgezeichnet, einem breiten Fachpublikum und der internationalen Fachpresse vorgestellt.

Wichtige Termine:

2018-01-01 – Job submission begins 2018-12-31 – Job submission deadline 2019-03-30 – Notification of winners 2019-04-11 – Awards ceremony

INFO www.iacds.org/diamondaward/

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FACHKRÄFTEMANGEL: BBS-FACHBETRIEB HICKL ERMÖGLICHT FLÜCHTLING EINE AUSBILDUNG der Region, beim Berufsförderungszentrum Wesel des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland (CJD) nachzufragen. Der Verein kümmert sich um die Betreuung und Integration von Flüchtlingen, vermittelt Praktikumsplätze und sucht dafür regionale Unternehmen als Partner. Hier traf seine Anfrage auf offene Ohren und wurde in kürzester Zeit mit einer Vermittlung beantwortet.

Erfolgreicher Test

Flüchtling Ahmad Ghamrawi (l.) erhält von Bernhard Hickl eine Lehrstelle.

Bernhard Hickl, Inhaber des Fachbetriebes Hickl Betonbohr- und Sägeservice, bildet aus. Das ist nichts Ungewöhnliches, doch auf seine Initiative soll der 39-jährige Flüchtling Ahmad Ghamrawi die vom Fachverband Betonbohren und -sägen (FBS) initiierte Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik absolvieren. Mit diesem Schritt reagiert der 59-jährige Unternehmer aus Wesel auf den für ihn deutlich spürbaren Fachkräftemangel. „Ende letzten Jahres sind zwei meiner Mitarbeiter gesundheitsbedingt langfristig ausgefallen“, erklärt Hickl die Hintergründe. „Neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, ist in unserer Branche besonders schwierig. Anfragen bei der Agentur für Arbeit blieben stets erfolglos.“ Deshalb ging er einen anderen Weg und reagierte auf die Empfehlung eines befreundeten Unternehmers aus

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Im Ergebnis absolvierte Ahmad Ghamrawi bereits im Dezember 2016 ein mehrwöchiges Praktikum und stellte dabei sein Können unter Beweis. Aktuell arbeitet er im Rahmen der Einstiegsqualifizierung der Bundesagentur für Arbeit bereits im Unternehmen. „Bevor er nach Deutschland kam, war Ahmad in mehreren Ländern des arabischen Raums als Schweißer und Hilfsarbeiter tätig, allerdings ohne Ausbildung“, so Hickl. „In den ersten Wochen und Monaten überzeugte er mich und meine Kollegen von seinem handwerklichen Geschick und seiner Einsatzbereitschaft. Aus dem Team erhielt er großen Zuspruch, sodass wir gemeinsam entschieden, ihm eine Ausbildung zum Bauwerksmechaniker anzubieten.“ Eine sprachliche Barriere gab es in seinem Fall kaum, er spricht fließend Englisch und absolviert derzeit einen von der Arbeitsagentur finanzierten Deutschkurs. Zusätzlich organisierte Bernhard Hickl im privaten Freundeskreis eine Tandem-Sprachpartnerschaft.

Azubi. Aber ich habe mich der Herausforderung gestellt, denn ich bin überzeugt, dass Ahmad gut in unser Team passt. Ausdrücklich danken möchte ich dem Integration Point des Jobcenters Wesel. Hier erhielt ich jederzeit schnelle und fachkundige Unterstützung.“ Mit dem bestätigten Ausbildungsvertrag erhält Bernhard Hickl auch Planungssicherheit, denn damit ist garantiert, dass ein Flüchtling unabhängig von seinem Status zumindest die Zeit seiner Ausbildung in Deutschland bleiben darf. Für Ahmad Ghamrawi bedeutet dies für die nächsten drei Jahre: praktische Ausbildung im Fachbetrieb sowie im Ausbildungszentrum Hamm und Erlernen theoretischer Kenntnisse in der Berufsschule Gelsenkirchen.

Rahmenbedingungen des FBS „Das Engagement von Bernhard Hickl ist beeindruckend und sollte Vorbild für weitere Mitgliedsbetriebe sein, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen“, erklärt Britta Keinemann, Leiterin des Ausschusses für Aus- und Weiterbildung des Fachverbandes, anerkennend: „Mit unserem Ausbildungsberuf, den vom Fachverband angebotenen Seminaren der Erwachsenenqualifizierung wie auch der Einstiegsqualifizierung bieten wir verschiedene Möglichkeiten zur Integration von Flüchtlingen. Gern unterstützt der Fachverband seine Mitglieder organisatorisch.“

Start im August Am 1. August 2017 hat Ahmad Ghamrawi seine Ausbildung in Wesel begonnen. Ein Ausbildungsvertrag bei der Handwerkskammer Düsseldorf wurde auch vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bestätigt. „Der bürokratische Aufwand ist natürlich größer als bei einem deutschen

INFO www.fachverband-bohren-saegen.de


FACHVERBÄNDE

BAUINDUSTRIE TRIFFT FLÜCHTLINGE Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, dem Irak und Iran informierten sich über die Baubranche. Im Rahmen einer Exkursion besichtigten sie zwei Baustellen und das Ausbildungszentrum der Bauindustrie (ABZ) in Hamm an der Bromberger Straße. Organisiert wurde die Fahrt von der katholischen Kirchengemeinde St. Regina in Drensteinfurt und der Bauunternehmung Heckmann. „Mit dieser Veranstaltung möchten wir Ihnen Einblicke in die Bau-Ausbildung und unsere Arbeitswelt geben“, begrüßte Martin Karnein, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Heckmann, die Gäste. Nach einer Stärkung in der Mensa des Hammer Zentrums informierte ABZ-Leiter Gerhard Geske über die Ausbildungsberufe in der Bauindustrie. Anschließend hatte die Gruppe die Gelegenheit, in den Werkshallen die praktische Ausbildung kennenzulernen. Von der Bromberger Straße ging es weiter zur Baustelle „Rietzgartenquartier“ an Agnes-, Kolping- und Rietzgartenstraße und zum Bereich Wiescherhöfen, wo am

Herringer Bach ein neuer Stauraumkanal zur Trennung von Regenwasser und Abwasser entsteht.

Motivierte junge Leute Bereichsleiter Bernd Schleimer von der Firma Heckmann zeigte sich begeistert vom Interesse und der Motivation der jungen Männer: „Wir brauchen dringend Nachwuchskräfte in unserer Branche. Die vielfältigen Bauaufgaben können aber nur von fachlich gut ausgebildeten Kräften ausgeführt werden. Das A und O für eine Ausbildung sind gute Deutschkenntnisse.“ Deshalb appellierte er an die Flüchtlinge: „Versuchen Sie, die Sprache zu beherrschen, dann steht einer Ausbildung in der Bauindustrie nichts mehr im Weg.“ Die Exkursion fand ihren Abschluss bei der Bauunternehmung Heckmann an der Römerstraße. Martin Karnein berichtete über die Firmengeschichte und stellte die Ausbildungsmöglichkeiten in seinem Unternehmen vor. „Wir werden den Kontakt zum Arbeitskreis ,Integration der

Gerhard Geske (Mitte) informiert über die Berufe in der Bauindustrie.

Flüchtlinge‘ weiter intensivieren, um den Neubürgern die Wege in unseren Arbeitsmarkt aufzuzeigen und letztendlich auch zu ebnen.“ In den kommenden Wochen werden den Flüchtlingen aus Drensteinfurt weitere Informationsgespräche angeboten.

INFO www.abz-hamm.de

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ÖSTERREICHISCHER VERBAND VBS Neuwahlen 2017 in Seewalchen am Attersee Am 21. April fand im oberösterreichischen Seewalchen am Attersee die diesjährige Hauptversammlung statt. Da es in den letzten Jahren zu einem erheblichen Mitgliederrückgang geführt hatte, wurde ausgiebig über die Vergangenheit diskutiert und man beschloss, den Verband neu aufzustellen und positiv in die Zukunft zu blicken. Bei den Neuwahlen des Vorstandes wurde Maria Lang von der Firma Betonschneider Lang GmbH zur Obfrau ge-

wählt. Ihr Stellvertreter wurde Manfred Gratz. Als weiterer Stellvertreter fungiert in Zukunft Karl Heufler. Um die Schriftführertätigkeit kümmert sich weiterhin Bernhard Seidl zusammen mit seinem Stellvertreter Wolfgang Niedermühlbichler. Die Kassengeschäfte werden von Georg Lahofer und seinem Vertreter Hannes Bellinger geführt. Für die Ausbildung und als Lieferantenvertreter sind künftig Siegfried Üb-

leis von der Braun GmbH und Andreas Knaus von der Firma Hilti zuständig. Den PR-Ausschuss managen jetzt Bernhard Seidl sowie Christian Brunner von der Firma Tyrolit und Klaus Schlor von der Firma Gölz. Gäste des deutschen Fachverbandes waren der 1. Vorsitzende Thomas Springer sowie Michael Findeis, der in einem Vortrag den neu entwickelten Bohrkronenanschluss PQ6 vorstellte.

Der neu gewählte Vorstand von links: Christian Brunner, Georg Lahofer, Wolfgang Niedermühlbichler, Obfrau Maria Lang, Andreas Knaus, Karl Heufler, Hannes Bellinger, Klaus Schlor, Bernhard Seidl (nicht auf dem Foto: Manfred Gratz und Siegfried Übleis).

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SCHWEIZER VERBAND SVBS Der Bau braucht Spezialisten: Junge Fachkräfte sind Mangelware! Interview mit Mathias Richner, Konrektor der Berufs- und Weiterbildung Zofingen Ausbildungsprogramm kritisch geprüft werden. Die Lernenden scheitern oft an der Ausübung der praktischen Arbeiten. Es braucht klare Anleitungen bzw. eine bessere Kommunikation zwischen den drei Lernorten Betrieb, Berufsfachschule und ÜK.

Die Berufs- und Weiterbildung Zofingen im Bildungszentrum.

Im Ausbildungszentrum des SVBS wird der Nachwuchs der Branche geschult. Bohren, Sägen und Schneiden von Beton und Mauerwerk beanspruchen nicht nur die körperliche Fitness, auch Köpfchen ist gefragt! Nur vier Lernende haben diesjährig das eidgenössische Fähigkeitszeugnis „Bauwerktrenner/in EFZ“ erhalten. Zeit, die theoretische und praktische Ausbildung einer Manöverkritik zu unterziehen, wie Philippe Wingeier, Präsident des SVBS, mitteilt. Welchen Anspruch die Lehre an die Lernenden und die Bildungsstätten stellt, durften wir im Interview mit Mathias Richner, Konrektor der Berufs- und Weiterbildung Zofingen, erfahren.

Die BW Zofingen bietet für über 20 Berufsfelder einen zeitgemässen Unterricht, mitunter die theoretische Ausbildung zum Bauwerktrenner EFZ für die Deutschschweiz. Herr Richner, die Prüfungsergebnisse haben Diskussionen unter den Ausbildungsverantwortlichen ausgelöst. Wie begründen Sie die mageren Ergebnisse? Mathias Richner (M. R.): Bei der Analyse muss der Fokus zum einen auf die Lernenden gerichtet werden. Aus meiner Wahrnehmung liegt es an der Einstellung der jungen Berufsleute. Viele Lernende sind sich nicht im Klaren, welchen anspruchsvollen Beruf sie gewählt haben. Zum anderen muss das

Wir haben viele Jugendliche, die die Lehre abbrechen. Wie erklären Sie sich, dass die Lernenden die für die berufliche Zukunft essentielle Grundbildung hinschmeissen? (M. R.): Der Beruf Bauwerktrenner verlangt vielschichtige Fähigkeiten. Nebst den Kenntnissen der Baubranche kommen spezifische Maschinenkenntnisse hinzu. Im Weiteren braucht es eine körperliche Robustheit und ein selbständiges Vorgehen auf der Baustelle. Dies ist den Lernenden vorgängig nicht bewusst und führt in der Gesamtheit zu einer Überforderung. Die Auseinandersetzung in der Volksschule mit der Berufswahl ist wichtig. Den Eltern, Lehrpersonen und Jugendlichen müssen die zu erwerbenden Schlüsselqualifikationen bei Lehrvertragsunterzeichnung klar sein. Die Ausbildung zum Bauwerktrenner ist ausserhalb der Baubranche nicht populär, obwohl es sich um einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf handelt. Für wen bietet die Lehre eine attraktive berufliche Zukunft? (M. R.): Neugierde und Freude an den vielfältigen Berufstätigkeiten sowie

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Die Lernenden übernehmen auf den Baustellen sehr früh Verantwortung und arbeiten selbständig. In der schulischen Ausbildung werden diese Softskills trainiert. Bei den Methodenkompetenzen werden Arbeitstechniken, die Behandlung von Problemlösungs- und Lernmethoden thematisiert. Das eigenverantwortliche Handeln, die Teamfähigkeit, Informations- und Kommunikationsthemen stehen auf der Seite der Sozialkompetenzen im Fokus.

Mathias Richner, Konrektor der Berufs- und Weiterbildung Zofingen.

eine Identifikation mit der Branche sind gute Voraussetzungen. Hinzu kommen die spezifischen Interessen im Bereich der Maschinentechniken und das Vorstellungsvermögen, wie ein Berufsauftrag gut strukturiert und fachlich korrekt ausgeübt werden kann. Auch junge Berufsleute und Erwachsene der Baubranche haben die Möglichkeit, je nach Ausgangslage, den Titel „Bauwerktrenner/in EFZ“ zu erwerben. Wie ist das Schulmodell für die Bauwerktrenner konzipiert? (M. R.): Die Lernenden besuchen einen Tag pro Woche den Unterricht an der Berufsfachschule. Fünf Lektionen Berufskundeunterricht, drei Lektionen im Bereich der Allgemeinen Bildung und eine Sportlektion stehen auf dem Programm. Der Berufskundeunterricht ist unterteilt in die Fächer Grundlagenwissen (GLW), Maschinen, Geräte und Werkzeuge (MGW) sowie Vorbereitungsarbeiten (VBA). Bei mangelnden Leistungen im Fachrechnen oder in der deutschen Sprache werden die Lernenden zu einem Stützkursunterricht aufgeboten. Im Weiteren steht ihnen auch ein Freikursangebot zur Verfügung. SVBS: Welche Softskills werden geschult, die für die Ausübung des Berufes unabdingbar sind? (M. R.): Die Ansprüche an Sozial- und Methodenkompetenz sind wesentlich.

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Welche Anforderungen werden an den Unterricht bei diesem Spezialberuf gestellt? (M. R.): Die Lehrpersonen verfügen über das pädagogische Rüstzeug, um ihre Fachkenntnisse gut proportioniert und methodisch aufbereitet an die jungen Berufsleute weiterzugeben. Es ist wichtig, die Lerninhalte in einer handlungsorientierten Weise mit vielen Anschauungsobjekten und Praxisbeispielen zu vermitteln. Wie ist die Infrastruktur aufgebaut, um optimale Lernverhältnisse für die Ausbildung zu schaffen? (M. R.): Es ist unser Ziel, den Unterricht handlungsorientiert zu gestalten. Dazu sind Gerätschaften und Materialsammlungen notwendig. Dank Sponsoring ist es uns gelungen, Geräte anzuschaffen, welche den heutigen Stand der Technik abbilden.

Daneben gibt es auch eine allgemeine Infrastruktur, welche guten Schulunterricht ermöglicht. Mit der Digitalisierung haben wir uns für die Vorwärtsstrategie entschieden. Ab dem Schuljahr 2018/19 werden die Lernenden den Schulunterricht mit PC-Tablets bestreiten. Die Förderung der IT- und Medienkompetenz ist uns ein Anliegen. Bietet die Berufsfachschule Unterstützung für Lernende an, die ausserhalb der Schule Schwierigkeiten haben? (M. R.): Für Lernende mit Schwierigkeiten ausserhalb der schulischen Leistungen decken zwei Personen ein Beratungsangebot bei Problemen in allen Lebenslagen ab. Das Angebot läuft unter dem Namen „Fachkundige individuelle Begleitung“ (FIB) und hat zum Ziel, Lehrabbrüche zu vermeiden und das Qualifikationsverfahren erfolgreich zu meistern. Nicht nur Lernende, sondern auch Berufsbildner und Eltern können sich kostenlos an diese Fachstelle wenden. Was spricht für die Lehre im Hinblick auf den beruflichen Alltag sowie die Weiterbildungsmöglichkeiten? (M. R.): Der Beruf steht für eine Branche, welche an Bedeutung zunehmen wird. Sanierungen, Umbauten oder Abrisse werden in Zukunft nicht weniger werden. Die Industrie entwickelt neue, komplexere Maschinen, welche von

Unterrichtssequenzen an der Berufs- und Weiterbildung Zofingen. Maschinen und Geräte aus ihrer Materialsammlung.


FACHVERBÄNDE

Lernende zeigen selbst gefertigte Bohrkronen. Im Vordergrund: Demomodell einer Bohrmaschine. Im Hintergrund: Demomodell einer Seilsäge.

Fachleuten beherrscht werden müssen. Die Arbeit wird dadurch vielseitiger und auch anspruchsvoll. Die Berufsfachschule Zofingen und der SVBS arbeiten Hand in Hand. Wie sieht diese Zusammenarbeit aus und welche Vorteile bringt sie den Lernenden? (M. R.): Im Bildungsplan werden die Lerninhalte der drei Lernorte Lehrfirma, Berufsfachschule und ÜK festgehalten. Die Aktualisierung und Optimierung der Lerninhalte ist Teil der Kommission „Berufsentwicklung und Qualität (B+Q)“ sowie der Kurskommission. Daneben ist uns der stetige informelle Austausch wichtig. Dieser geschieht an Eltern-

abenden, QV-Feiern, Generalversammlungen. In welchen Punkten kann die Zusammenarbeit zu Gunsten der Lernenden verbessert werden? (M. R.): Mit Beginn des Schuljahres 17/18 übernimmt der Geschäftsführer und ÜK-Verantwortliche des SVBS, Raymond Baumann, ein kleines Unterrichtspensum an der Berufsfachschule. Damit kann die Absprache der Lerninhalte zu den ÜK verfeinert und verbessert werden. Ein weiterer Punkt ist die Überarbeitung des branchenspezifischen Fachbuches sowie die daraus abgeleiteten Lehrmittel.

Was möchten Sie abschliessend der Leserschaft in Bezug auf die Ausbildung und den Beruf des Bauwerktrenners mitgeben? (M. R.): Wichtig scheint mir, dass man geeint und selbstbewusst das Berufsbild nach aussen vertritt. Es ist zu prüfen, ob Anreize in Form von Qualitätslabeln oder finanziellen Abgeltungen geschaffen werden können. Die Ausbildung in den Lehrbetrieben kann so attraktiver und gewinnbringender für alle Seiten gestaltet werden. Selbstverständlich braucht es dazu einerseits gute Fach- und Berufsunterlagen sowie ein aktuelles und zeitgemässes Ausund Weiterbildungsprogramm auf allen Stufen. Wenn dies gelingt, steht der erfolgreichen Zukunft dieses noch jungen Berufes nichts im Wege. Ich bedanke mich im Namen des SVBS herzlich für Ihre Zeit und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Interview geführt von: Tamara Radojkovic Verbandsekretärin des SVBS

INFO SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohr- und Betonschneideunternehmungen Postfach 528 Bahnhofstraße 7 d 4512 Bellach, Schweiz Telefon: +41 32 61810-50 www.svbs.ch www.bwzofingen.ch Schulung in Bellach mit Abbruchrobotern.

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IACDS/IVBS Internationaler Verband traf sich in Wien

Die Teilnehmer der IACDS-Konferenz in Wien.

Der internationale Verband der Betonbohr- und -sägeunternehmen veranstaltete seine jährliche Jahrestagung, das wichtigste Event des Jahres, vom 18. bis 20. Mai 2017 im österreichischen Wien. Der Kongress vereinte professionellen Wissenstransfer durch Vorträge, Workshops und die Vorstellung der neuesten Technik durch die bekannten Herstellerfirmen. Durch ein attraktives Begleitprogramm wurden das Netzwerk und die Freundschaften der fast 60 Teilnehmer

aus Europa und Übersee gepflegt und ausgebaut. Die Resultate wurden den nationalen Verbänden übermittelt mit dem Ziel, das globale Wissen der Branche den Dienstleistungsbetrieben und Herstellern der einzelnen Länder zur Verfügung zu stellen. Nach der Begrüßung durch IACDS-Präsidentin Julie White startete ein Marketing-Workshop unter der Leitung von IACDS-Sekretär José Blanco, der die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kundschaft analysierte und identifizier-

te, um die besten Dienstleistungen und Produkte anbieten zu können – jeweils aus der Sicht des Dienstleisters, des Herstellers und des nationalen Verbandes. Von der Firma Hilti stellte Martin Gödickemeier Empfehlungen für die korrekte Befestigung von Betonbohr- und -sägemaschinen vor. Michael Findeis, Vertreter des deutschen Fachverbandes, präsentierte den neuen PQ6, den werkzeuglosen Bohrkronenanschluss, den der Fachverband

Workshop ...

... und Imbiss im Ausstellungsraum.

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FACHVERBÄNDE

JULIES KOLUMNE Julie White, Präsidentin des internationalen Verbandes IACDS, schreibt an dieser Stelle regelmäßig aus ihrer Sicht über die Betonbohr- und -sägebranche. Julie White, Präsidentin des IACDS.

Was leistet der internationale Verband? Das Treffen des IACDS in Wien in diesem Jahr hat uns die Gelegenheit gegeben, über unsere Leistungen als länderübergreifender Verband für unsere Branche zu reflektieren und Verbesserungen auf den Weg zu bringen. Letztendlich ist es die Rolle eines Verbandes, für seine Mitglieder einzutreten und ihnen einen Mehrwert zu bieten. So können wir nun endlich die Verankerungs- und Toleranzdokumente freigeben, nachdem wir Informationen und Fakten, die unterschiedlicher nicht sein konnten, aus der ganzen Welt zusammengetragen haben. Das

Toleranzdokument wurde aktualisiert und das Werk der Verankerung beinhaltet einen neuen Standard mit weltweiter Reichweite. Im Hinblick auf die Kommunikation haben wir unsere Internetpräsenz stark verbessert. Unsere Linkedin-Gruppe hat sich zwar nicht so entwickelt wie gehofft, dafür wächst unsere Facebook-Gruppe umso mehr. Unsere Kontaktdatenbank ist mit Auftragnehmern, Lieferanten und potenziellen Verbänden deutlich gewachsen und viel detaillierter als je zuvor. Der IACDS versucht weiterhin, neue Mitglieder aus aller Welt zu gewinnen. Wir haben mit Firmen und Unternehmern in Italien, Dänemark, den Niederlanden, Neuseeland, Australien und Indien ge-

maßgeblich initiert hatte (siehe hierzu auch den Bericht auf Seite 52 dieser Ausgabe). Philippe Wingeier, der Präsident des Schweizer Verbandes und zugleich stellvertretender IACDS-Präsident, stellte das überarbeitete Konzept „Toleranzen für Bohren und Sägen“ vor. Die Herren Sandström und Anderssen vom schwedischen Verband gaben einen Einblick in das schwedische Arbeitsschutzsystem und das Onlinetool Jobsafe, das die Ausbildung in der Bohr- und Sägebranche in puncto Sicherheit unterstützt. Schließlich legte José Blanco den Entwurf einer „Professional Card“ vor, die es ermöglicht, dass sich Mitarbeiter als Fachleute der Branche ausweisen können, indem über einen QR-Code das ab-

solvierte Aus- und Weiterbildungswissen ausgelesen werden kann. Ziel ist es, dass die Mitarbeiter immer ihr „Knowhow dabeihaben“, um sich national wie international unkompliziert bewerben zu können. Nach der Vortragsreihe fand die eigentliche Generalversammlung der IACDS-Delegierten statt. Begleitet wurde die Tagung durch eine Ausstellung, auf der die Firmen Tyrolit, Gölz, Levanto, Diamond Products und Crete Beater ihre Neuheiten präsentierten. Ergänzt wurde das Meeting mit Rundfahrten rund um Wien, einem Rundgang durch das historische Stadtviertel, dem Besuch von Schloss Schönbrunn und einem gemeisamen Dinner im Restaurant Vestibül. Die IACDS-Jahrestagung 2018 findet vom 21. bis 23. Mai in Tokio statt.

sprochen, wo es keine nationalen Verbände gibt, die aber vielleicht dennoch Mitglieder beim IACDS werden wollen. Eine neue Mitgliedsbroschüre soll die Vorteile einer Mitgliedschaft vermitteln. Wir müssen uns immer die Frage stellen, warum der IACDS für unsere Mitglieder von Belang ist. Nur so können wir in Zukunft mehr bieten und attraktiv bleiben. Wir werden weiterhin versuchen, die globale Gemeinschaft zusammenzubringen und das Fachwissen und die Kompetenz unserer Mitglieder durch soziale Medien und darüber hinaus zu verbreiten. Wir wollen, dass sich unsere Mitglieder sichtbar fühlen und dass sie wissen, dass es einen Ort gibt, um ihre Geschichte zu erzählen und einige der erstaunlichen Dinge zu zeigen, die sie tagtäglich tun – also lasst uns einen Weg finden, diese Fotos und Videos ihrer Arbeiten, die sich sicherlich auf ihren Smartphones befinden, zu veröffentlichen. Julie White, Präsidentin des IACDS

INFO The International Association of Concrete Drillers & Sawers, IACDS, is the organization representing the associations, companies and professionals of the concrete drilling and sawing industry around the globe. The main office of IACDS is in Madrid (Spain): Av. Rey Juan Carlos 92, 4 Rabuso – Argalia Building 28916 Leganés – Madrid (Spain) phone +34 911 294 440 info@iacds.org www.iacds.org

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BEBOSA VERZEICHNET NEUEN BESUCHERREKORD Fachausstellung avanciert zum europäischen Branchentreffen Und die Aussteller profitierten durch den standardisierten Standbau von einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. „Dank dem Konzept der BeBoSa ist der Aufwand zur Vorbereitung und Organisation vor Ort relativ gering“, resümierte Stefan Haag, Geschäftsführer der Heger GmbH, als ein Vertreter der Aussteller. „Insgesamt ist die Atmosphäre unter Ausstellern und Besuchern sehr familiär. So bietet die BeBoSa einen idealen Rahmen für die Kontaktpflege zu unseren Kunden. Spürbar war auch die zunehmende Zahl der ausländischen Besucher. Im Ergebnis sind wir insbesondere mit Blick auf viele gute Kundengespräche und zahlreiche Geschäftsabschlüsse sehr zufrieden.“

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Vom 23. bis 25. März 2017 fand in Willingen die dreitägige Fachausstellung BeBoSa der Betonbohr- und -sägebranche statt. 50 Aussteller aus ganz Europa, darunter alle namhaften Leitfirmen, präsentierten im Convention Center des Sauerland Stern Hotels ihre neuesten Technologien und Produkte auf 1 400 m2 Ausstellungsfläche. Die nach 2011 und 2014 zum dritten Mal veran-

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staltete BeBoSa zählte 2 200 Besucher und übertraf damit das Ergebnis der letzten Auflage mit 1 800 Besuchern. „Mit dem Resultat sind wir sehr zufrieden“, erklärte Veranstalter Patrick van Brienen, Geschäftsführer von The Exhibition Company. „In Gesprächen mit Ausstellern und Besuchern habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Das sehe ich als Bestätigung für unser erfolgreiches Ausstellungskonzept. Auch die zunehmende Akzeptanz außerhalb Deutschlands ist beeindruckend, allein 250 Besucher kamen aus dem europäischen Ausland.“

Familiär und international Charakteristisch für die BeBoSa sind ihre Unkompliziertheit und die entspannte Atmosphäre im gesamten Ausstellungsbereich. Die Fachbesucher erwartete ein technologisch umfassendes Angebot bei überschaubarer Ausstellungsgröße.

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Planung 2020 Die nächste BeBoSa findet im März 2020 statt – im gewohnten Rhythmus immer ein Jahr nach der Bauma. „Auch bei der vierten Auflage werden wir an dem bewährten Konzept festhalten: Das betrifft den Veranstaltungsort, die Größe der Fachausstellung sowie unser Full-Service-Angebot“, erläuterte Patrick van Brienen. „Gleichzeitig werden wir die BeBoSa weiter optimieren. Denn auch nach drei erfolgreichen Veranstaltungen haben wir den Anspruch, beim nächsten Mal wieder etwas besser zu werden.“ Bereits jetzt gibt es feste Zusagen zahlreicher Hersteller, auch 2020 wieder dabei sein zu wollen.

Kooperation mit dem Verband Die erste BeBoSa im Jahr 2011 ging auf die Initiative des Fachverbandes Betonbohren und -sägen zurück. Heute ist der


VERANSTALTUNGEN

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Branchenverband ideeller Träger der Fachausstellung und nutzt diesen Rahmen zur Durchführung seiner Jahreshauptversammlung. „Es erfüllt uns mit Freude, dass sich die BeBoSa so erfolgreich etabliert hat und heute einen europaweiten Zuspruch erfährt“, betonte der Vorsitzende Thomas Springer. „Inzwischen ist sie neben der Bauma das wichtigste Treffen für unsere Branche.“ Von der Kombination der zwei Veranstaltungen profitieren beide Seiten. „Die Zusammenarbeit und der Austausch mit dem Fachverband ist stets sehr konstruktiv und mir persönlich sehr wichtig. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Dank an den Vorstand des Fachverbandes und natürlich an alle Aussteller und Besucher aussprechen. Denn mit der engen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit leisten alle Beteiligten einen wesentlichen Beitrag für den Erfolg der BeBoSa“, erklärte Patrick van Brienen abschließend.

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Von oben: BeBoSa 2017.

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BeBoSa-Team (v. l.): Patrick van Brienen (Veranstalter), Thomas Springer (Vorsitzender des Fachverbandes) und Aussteller Stefan Haag, Firma Heger.

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Dicht umlagerte Stände.

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Demobereich – zum Ausprobieren.

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Der Stand des Fachverbandes.

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INFO www.bebosa.com www. fachverbandbohren-saegen.de www.exhibitioncompany.nl

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Rechtsanwalt Dr. Georg Groth ist für Sie da, wenn das Recht härter ist als Ihr Beton. Streit mit dem Auftraggeber? Mit Subunternehmern? Mit Mitarbeitern?

Verbandsanwalt Dr. Georg Groth informiert aus seiner täglichen Praxis Mit der Unterstützung durch:

Rechtsanwältinnen Dr. Gisela Nagel, Kanzlerin a. D., und Irmgard Rathmacher Auch kompetent in: Wissenschafts- und Hochschulrecht, Familien- und Erbrecht

gehaltene Abfälle sind unverzüglich einer Vorbehandlungs- oder Aufbereitungsanlage zuzuführen. Verstöße sind bußgeldbewehrt. Der Verordnung soll noch eine Durchführungsverordnung (DVO) folgen. Weitere Details auf Nachfrage bei den kommenden Regionaltreffen. Anzeigenentwurf.indd 1

Neue Abfallverordnung Die neue Gewerbeabfallverordnung vom 18.04.2017 wendet sich an Sie als Erzeuger und an Ihre Auftraggeber/Gebäudeeigentümer. Die bei Abbrucharbeiten anfallenden Abfälle sind jeweils getrennt (mineralisch, nicht mineralisch) zu sammeln, zu befördern und vorrangig der Vorbereitung zur Wiederverwendung oder dem Recycling zuzuführen, es sei denn, die getrennte Sammlung ist technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar. Eine technische Unmöglichkeit liegt vor, wenn für die Aufstellung der Abfallbehälter für eine getrennte Sammlung nicht genug Platz zur Verfügung steht oder das getrennte Sammeln von mineralischen Abfällen aus rückbautechnischen Gründen ausscheidet. Wirtschaftliche Unzumutbarkeit liegt vor, wenn die Kosten für die getrennte Sammlung, aufgrund einer hohen Verschmutzung oder einer sehr geringen Menge der jeweiligen Abfallfraktion, außer Verhältnis zu den Kosten für eine gemischte Sammlung und Aufbereitung stehen. Dabei sind aber Kosten abzuziehen, die durch nicht durchgeführte, aber technisch mögliche und wirtschaftlich zumutbare Maßnahmen des selektiven Abbruchs oder Rückbaus hätten vermieden werden können. Die Erfüllung der Pflichten ist zu dokumentieren. Nicht getrennt

Versetzung Der Kläger ist seit dem Jahr 2001 bei der Beklagten bzw. deren Rechtsvorgängerin beschäftigt. Er war zuletzt als Immobilienkaufmann am Standort Dortmund eingesetzt. Zwischen den Parteien war im Jahre 2013/14 ein Kündigungsrechtsstreit anhängig, der zugunsten des Klägers ausging. Nachdem Mitarbeiter im März 2014 eine weitere Zusammenarbeit mit dem Kläger abgelehnt hatten, teilte die Beklagte ihm mit Schreiben vom 23.02.2015 mit, dass sie ihn für die Zeit vom 16.03. bis zum 30.09.2015 am Standort Berlin einsetzen werde; eine Beschäftigungsmöglichkeit in Dortmund außerhalb dieses Teams bestehe nicht. Nachdem der Kläger seine Arbeit am Standort Berlin nicht aufgenommen hatte, mahnte ihn die Beklagte mit Schreiben vom 26.03.2015 ab. Im April erfolgte eine weitere Abmahnung. Mit Schreiben

Friedrichstraße 2, 40217 Düsseldorf Telefon: 0211- 37 26 59, www.georggroth.de

vom 28.05.2015 kündigte die Beklagte das Arbeitsverhältnis fristlos. Mit der vorliegenden Klage möchte der Kläger u. a. festgestellt wissen, dass er nicht verpflichtet war, der Weisung vom 23.02.2015 Folge zu leisten. Des Weiteren begehrt er die Entfernung der Abmahnungen aus seiner Personalakte. In einem weiteren Verfahren (2 AZR 329/16) wendet er sich gegen die Wirksamkeit der Kündigung. Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht haben der Klage stattgegeben. Über die Revision der Beklagten kann noch nicht entschieden werden. Die Auffassung des Landesarbeitsgerichts, die Bestimmungen des Arbeitsvertrags der Parteien ließen zwar grundsätzlich eine Änderung des Arbeitsortes des Klägers zu, die Versetzung von Dortmund nach Berlin habe aber nicht billigem Ermessen entsprochen, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Der Fünfte Senat hat allerdings die Auffassung vertreten, dass sich ein Arbeitnehmer über eine unbillige Weisung, die nicht aus anderen Gründen unwirksam sei, nicht hinwegsetzen dürfe, solange keine rechtskräftige gerichtliche Entscheidung vorliege, die deren Unwirksamkeit feststelle. Der Zehnte Senat möchte hingegen die Auffassung vertreten, dass der Arbeitnehmer einer unbilligen Weisung des Arbeitgebers nicht – auch nicht vorläufig – folgen muss, und fragt deshalb nach § 45 Abs. 3 Satz 1 ArbGG an, ob der Fünfte Senat an seiner Rechtsauffassung festhält. Der Zehnte Senat möchte die Auffassung vertreten, dass der Arbeitnehmer im Anwendungsbereich des § 106 GewO* eine unbillige Weisung des Arbeitgebers auch dann nicht befolgen muss, wenn * § 106 GewO lautet: Weisungsrecht des Arbeitgebers.

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Wiedemeier Kommunikation, Düsseldorf

RECHTSTIPPS

25.07.13 19:23


INFORMATIONEN

keine dementsprechende rechtskräftige Entscheidung der Gerichte für Arbeitssachen vorliegt. Damit weicht der Senat von der Rechtsprechung des Fünften Senats (22.02.2012 – 5 AZR 249/11 – Rn. 24, BAGE 141, 34) ab. Der Zehnte Senat fragt deshalb nach § 45 Abs. 3 Satz 1 ArbGG an, ob der Fünfte Senat an seiner Rechtsauffassung festhält. (Bundesarbeitsgericht, Beschluss vom 14.06.2017 – 10 AZR 330/16; Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 17.03.2016 – 17 Sa 1660/15) Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrags oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind. Dies gilt auch hinsichtlich der Ordnung und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb. Bei der Ausübung des Ermessens hat der Arbeitgeber auch auf Behinderungen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen.

Grobe Beleidigung rechtfertigt fristlose Kündigung Grundsätzlich kann ein Arbeitsverhältnis aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn Tatsachen vorliegen, aufgrund derer dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist nicht zugemutet werden kann. Grobe Beleidigungen können eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Die strafrechtliche Beurteilung ist kündigungsrechtlich nicht ausschlaggebend. In einem vom Landesarbeitsgericht

Schleswig-Holstein (LAG) am 24.01.2017 entschiedenen Fall wurde einem Arbeitnehmer fristlos gekündigt, weil er behauptet hatte, dass sich der Vater des Geschäftsführers ihm gegenüber „wie ein A...“ verhalten hätte und dass der Geschäftsführer auf dem besten Wege sei, seinem Vater den Rang abzulaufen. Die Richter des LAG gaben dem Arbeitgeber recht und beurteilten die Kündigung als zulässig. In ihrer Begründung führten sie aus, dass selbst unter Berücksichtigung der mehr als 23-jährigen Betriebszugehörigkeit und der aktuellen Rentennähe die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses auch nur bis zum Ablauf der Kündigungsfrist dem Arbeitgeber nicht zumutbar war.

28.11.2016 zur Steuerbefreiung von Sanierungsgewinnen sind Steuerpflichtige verunsichert, ob die bisherige Verwaltungsregelung weiter anzuwenden ist. Die Steuerfreiheit für Erträge aus unternehmensbezogenen Sanierungen ist nunmehr im Gesetz aufgenommen worden. Neben dem Ertrag aus der Sanierung eines sanierungsbedürftigen und sanierungsfähigen Unternehmens ist auch die Schuldenbefreiung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens begünstigt. Hier kommt es zu einer rückwirkenden Anwendung der Regelungen nach dem 08.02.2017. Zu deren Gültigkeit bedarf es jedoch noch der Zustimmung durch die Europäische Kommission. Dieses Gesetz tritt grundsätzlich am Tag nach der Verkündung in Kraft. Die Anpassung der GWG-Grenzen gilt jeweils für Anschaffungen bzw. Herstellungen nach dem 31.12.2017.

Neuregelungen bei den GWG Mit dem vom Bundesrat am 02.06.2017 verabschiedeten Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen werden die steuerliche Abzugsmöglichkeit für Lizenzaufwendungen und andere Aufwendungen für Rechteüberlassungen, die beim Empfänger nicht oder nur niedrig besteuert werden, eingeschränkt. Darüber hinaus sind in dem Gesetzespaket verschiedene Maßnahmen enthalten, die für die meisten Steuerpflichtigen interessant sein dürften. Dazu gehören • die Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) zur Sofortabschreibung von 410 € auf 800 €, • die Anhebung der unteren Wertgrenze zur Bildung eines Sammelpostens bei GWG von 150 € auf 250 € sowie • die Einführung einer Steuerbefreiung von Sanierungserträgen unter Verhinderung von Doppelbegünstigungen. Seit der Entscheidung des Großen Senats des Bundesfinanzhofs vom

Herausgabepflicht von Dokumenten bei Kündigung In einem Fall aus der betrieblichen Praxis war Folgendes im Arbeitsvertrag vereinbart: „Beim Ausscheiden des Arbeitnehmers hat der Arbeitnehmer sämtliche betrieblichen Arbeitsmittel und Unterlagen sowie etwa angefertigte Abschriften und Kopien und auch selbst gefertigte Aufzeichnungen an die Arbeitgeber herauszugeben. Ein Anspruch auf Zurückbehaltung für den Arbeitnehmer besteht nicht.“ Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz hat in einem Urteil vom 01.09.2016 entschieden, dass das „Ausscheiden“ so zu verstehen ist, dass damit das tatsächliche Ausscheiden aus dem Betrieb gemeint ist. So ist es unerheblich, wenn – wie im Urteilsfall –

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

über die Kündigungsschutzklage noch nicht rechtskräftig entschieden ist.

Ferienjobs „Kurzfristige Minijobs“ sind begehrt bei Arbeitnehmern, insbesondere auch bei Ferienjobbern und deren Arbeitgebern. Sie sind nicht – wie die regulären Minijobs – auf 450 € im Monat begrenzt; auf den Verdienst kommt es bei einem kurzfristigen Minijob nicht an. Sie sind in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versicherungs- und beitragsfrei. Arbeitgeber und Aushilfen zahlen also keine Sozialversicherungsbeiträge. Dafür gelten für diese Minijobber andere Regeln: Ein kurzfristiger Minijob ist von vornherein auf maximal 3 Monate begrenzt, wenn Ihr Minijobber an mindestens 5 Tagen pro Woche arbeitet, oder 70 Arbeitstage, wenn er regelmäßig weniger als an 5 Tagen wöchentlich beschäftigt ist. Diese Zeitgrenzen gelten generell für alle kurzfristigen Minijobs innerhalb eines Kalenderjahres, aber auch für jahresübergreifende Beschäftigungen, die von vornherein auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage befristet sind.

Bitte beachten Sie! • Tage mit bezahlter Freistellung von der Arbeitsleistung (z. B. Tage mit Entgeltfortzahlung, Urlaubs- und Feiertage oder Tage der Freistellung zum Abbau von Guthabenstunden) sind bei der Prüfung der Zeitgrenzen für einen kurzfristigen Minijob zu berücksichtigen. • Arbeitet die Aushilfe länger als 3 Monate oder 70 Arbeitstage, ist die Beschäftigung kein kurzfristiger Minijob mehr. Ein kurzfristiger Minijob liegt ab dem Zeitpunkt nicht mehr vor, wenn

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Sie als Arbeitgeber absehen können, dass Ihre Aushilfe die Zeitgrenzen von 3 Monaten bzw. 70 Arbeitstagen überschreitet. • Für kurzfristige Minijobs bis zum 31.12.2014 und ab dem 01.01.2019 gelten die Zeitgrenzen von 2 Monaten bzw. 50 Arbeitstagen. • Kurzfristige Minijobs können individuell nach der Steuerklasse oder – unter weiteren Voraussetzungen – mit 25 % pauschal besteuert werden. • Wer berufsmäßig arbeitet, darf nicht kurzfristig – also versicherungsfrei – beschäftigt werden. Berufsmäßigkeit heißt, dass die Beschäftigung nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist, sondern damit den Lebensunterhalt sichert. • Bitte lassen Sie sich vor Einstellung einer kurzfristigen Beschäftigung beraten!

trag wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung für nichtig. Der Auftraggeber hat keine Mängelansprüche und kann keine Rückzahlung, weder aus Rücktritt noch aus ungerechtfertigter Bereicherung, verlangen. Der BGH entschied bereits in mehreren Urteilen seit 2013, dass bei einer (auch nur teilweisen) „Ohne-Rechnung-Abrede“ ein Werkvertrag nichtig ist, wenn die Parteien bewusst gegen das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung verstoßen, indem sie vereinbaren, dass für eine Barzahlung keine Rechnung gestellt und keine Umsatzsteuer gezahlt werden soll.

Arbeiten trotz Arbeitsunfähigkeit Keine Ansprüche bei Schwarzarbeit In einem Fall aus der Praxis begehrte ein Auftraggeber vom Auftragnehmer Rückerstattung geleisteten Werklohns in Höhe von ca. 15.000 €, nachdem er wegen Mängeln der Arbeiten (Entfernung und Neubeschaffen eines Teppichbodens in seinem Wohnhaus) den Rücktritt vom Vertrag erklärt hatte. Zunächst war ein Vertrag über die Arbeiten zum Preis von ca. 16.200 € geschlossen worden. Kurze Zeit später hatte man sich jedoch geeinigt, dass der Unternehmer eine Rechnung lediglich über einen Betrag von ca. 8.600 € erstellt. Weitere 6.400 € sollten in bar gezahlt werden. Den Betrag der so erstellten Rechnung überwies der Auftraggeber. Weitere Zahlungen leistete er in bar. Der Fall landete vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Dieser erklärte den Ver-

Stellt ein Arzt einem Arbeitnehmer eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus, gilt dieses nicht als Arbeitsverbot, sondern stellt eine Prognose über den zu erwartenden Krankheitsverlauf dar. So kann ein Arbeitnehmer, wenn er sich wieder arbeitsfähig fühlt, wieder arbeiten. Aus versicherungsrechtlicher Sicht steht einer vorzeitigen Wiederaufnahme der Arbeit nichts entgegen. Um als Arbeitnehmer sicher sein zu können, dass zum Beispiel ein Unfall auf dem Weg zur Arbeit im Zweifelsfall auch als Wegeunfall anerkannt wird, ist es ratsam, sich mit dem Arbeitgeber abzusprechen. Ein Arbeitgeber kann jedoch seine Fürsorgepflicht verletzen und schadensersatzpflichtig sein, wenn er einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmer einsetzt. Arbeitgeber sind daher gut beraten, sich zu vergewissern, dass der trotz Arbeitsunfähigkeit wieder zur Arbeit kommende Arbeitnehmer tatsächlich einen einsatzfähigen Eindruck macht. Dazu reicht


INFORMATIONEN

die Erklärung des Arbeitnehmers. Einer Bescheinigung über die Arbeitsfähigkeit bedarf es nicht. Hat der Arbeitgeber Zweifel, muss er den Gesundheitszustand des Arbeitnehmers prüfen lassen. Eine ärztliche Bescheinigung, die die Arbeitsfähigkeit bestätigt, ist ratsam.

40-€-Pauschale bei verspäteter Lohnzahlung durch den Arbeitgeber Ein Arbeitgeber, der Arbeitslohn verspätet oder unvollständig auszahlt,

muss dem Arbeitnehmer einen Pauschal-Schadensersatz in Höhe von 40 € zahlen. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln mit Urteil vom 25.11.2016 entschieden. Nach einer im Jahr 2016 neu eingeführten Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch hat der Gläubiger einer Entgeltforderung bei Verzug des Schuldners neben dem Ersatz des durch den Verzug entstehenden konkreten Schadens Anspruch auf die Zahlung einer Pauschale in Höhe von 40 €. Nach Auffassung des LAG handelt es sich bei der Pauschale um eine Erweiterung der gesetzlichen Regelungen zum Verzugszins, der auch auf Arbeitsentgeltansprüche zu zahlen ist. Auch der Zweck der gesetzlichen Neuregelung – die Erhöhung des Drucks auf den Schuldner, Zahlungen pünktlich und vollständig zu erbringen – sprechen für eine Anwendbarkeit zugunsten von Arbeitnehmern, die ihren Lohn unpünktlich oder unvollständig erhalten.

Anmerkung: Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht (BAG) wurde wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage zugelassen. Sollte es vom BAG bestätigt werden, werden sich Arbeitgeber mit der 40-€-Pauschale bei verspäteten Lohn- bzw. Gehaltszahlungen konfrontiert sehen. In diesem Sinne – herzlichst, Ihr

Der Autor: Rechtsanwalt Dr. Georg Groth.

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Rechtsanwalt Dr. Georg Groth ist für Sie da, wenn das Recht härter ist als Ihr Beton.

Mit der Unterstützung durch: Rechtsanwältinnen Dr. Gisela Nagel, Kanzlerin a. D., und Irmgard Rathmacher Auch kompetent in: Wissenschafts- und Hochschulrecht, Familien- und Erbrecht

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Streit mit dem Auftraggeber? Mit Subunternehmern? Mit Mitarbeitern?


BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

AUS DEM NORMENAUSSCHUSS DES FACHVERBANDES Wasser auffangen und entsorgen Nassverfahren sind beim Bohren und Sägen mit Diamantwerkzeugen in mineralische Baustoffe weit verbreitet. Prozesswasser wird als Hilfsstoff zum Kühlen von Antriebssystemen und Werkzeugen sowie zum Ausspülen von Abrieb und zur Staubbindung eingesetzt. Dieses fällt als verunreinigtes Abwasser am Ende des Trennprozesses an. Es kann zum Beispiel ätzend und/oder giftig sein. Ein Teil des eingesetzten Wassers verdriftet unbeeinflussbar zum Beispiel in Rissen. Wasser – erst recht verschmutztes oder belastetes – ist am Bau in der Regel höchst unerwünscht. Es kann vielfältige Schäden am Bau verursachen, von einfacher Durchfeuchtung über Verschmutzung bis hin zur Zerstörung von Bauteilen und Verschleppung von Kontamination. Die Beseitigung von Wasserschäden kann zu erheblichen Schadensersatzmaßnahmen und -kosten führen. In der neu gefassten DIN 18459 steht unter Punkt 3.3.4: „Bei Arbeiten anfallendes Wasser, zum Beispiel bei Säge-, Fräs- oder Bohrarbeiten, ist aufzufangen und zu entsorgen.“ Wenngleich hier bestimmte „Arbeiten“ genannt sind, so gilt diese Regelung grundsätzlich für alle Abbruchverfahren, bei denen Wasser als Hilfsmittel eingesetzt wird. Explizit wird die Abwasserproblematik nochmals aufgegriffen bei

den Nebenleistungen unter Punkt 4.1.6: „Auffangen und Entsorgen des bei Hochdruckwasserstrahl-, Bohr- und Sägearbeiten anfallenden Wassers“. Daher sind bei der Planung und Ausführung derartiger Arbeiten die Nebenprozesse so zu organisieren, dass möglichst wenig Wasser benötigt wird, dass austretendes Wasser auf einen kleinstmöglichen Raum eingegrenzt wird und dass das Wasser auf zulässig kürzestem Weg möglichst vollständig aufgenommen wird. Zur technischen Lösung stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, zum Beispiel Wassersauger, Wassersammelringe beim Bohren, Blattschutz beim Sägen, Kernfangvorrichtungen mit Dichtlippe oder Wanne, Flächenabdichtungen, Stopfen beim Überbohren vorhandener Öffnungen, Bodensägen mit integrierter Absaugung, Wasserrinnen und Wasserschutzumhausungen oder -vorhänge. Bei kleineren Anfallmengen ist es oft Praxis, das Abwasser mit in den Container für die Entsorgung der ausgebrochenen Massen zu geben. Bei größeren Wassermengen erfolgt eine Separierung und Zwischenlagerung in Absetzbehältern, wo der Anteil der Schwebstoffe abgetrennt wird. Die Feststoffphase wird mit den Abbruchmassen entsorgt, die Flüssigphase wird gegebenenfalls nach einer Nachbehandlung eingeleitet. Eventuell sind Genehmigungen einzuholen.

Stand der Technik zur Abtrennung der Feststoffe sind Schlammfilterpressen. Bei unspezifischer Beschreibung der Sauberkeitsanforderungen (im LV) ist vom einfachsten Niveau auszugehen, das heißt, einfaches gelegentliches Wasser auffangen oder absaugen wird nicht besonders vergütet, die rohbauähnliche Arbeitsstelle ist besenrein zu verlassen. Bei darüber hinausgehenden Anforderungen können die nötigen Aufwände, um höhere Sauberkeit zu erzielen, als Besondere Leistung geltend gemacht werden, wenn dieser Aufwand nicht vorher erkennbar war. Der Fachbetrieb ist gut beraten, wenn er für derartige Fälle Vorsorge trifft und sich abgrenzt sowie im Angebot bzw. Bauvertrag bereits Leistungspositionen als Bedarf angibt. Die geschuldete Leistung zum Auffangen und Entsorgen des Wassers ist ein ewiges Thema, insbesondere was hier wann Nebenleistung oder Besondere Leistung ist. Maßgeblich ist auch hier die klare Gestaltung der Verträge.

Kernbohren mit Wassersammelring.

Kern-Auffangwanne.

Schlammfilterpresse.

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Autor Sieghard Hantsch ist Vertreter des Fachverbandes im DIN-Normenausschuss, der sich mit der Anwendung der VOB/ATV DIN 18459 „Abbruchund Rückbauarbeiten“ befasst.


INFORMATIONEN

BAG: KEINE KOSTENERSTATTUNG FÜR DIE FAHRT VON DER WOHNUNG ZUM BAUBETRIEBSSITZ!

Das Bundesarbeitsgericht hat am 17.01.2017 ein wegweisendes Urteil in Zusammenhang mit der Möglichkeit der kostenlosen Beförderung mit einem vom Arbeitgeber gestellten ordnungsgemäßen Fahrzeug vom Betriebssitz zur Baustelle gefällt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob es sich bei dem Betriebssitz um eine betriebliche Sammelstelle handelt, sodass Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern für den Weg von der Wohnung zum Betriebssitz Fahrtkosten erstatten müssten. „Mit dem Urteil hat das Bundesarbeitsgericht eine für die gesamte Bauwirtschaft sehr wichtige und unter Umständen sehr teu-

re Fragestellung geklärt“, stellt Rechtsanwalt Volker Mecking, Mitglied des Beraterteams der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen e. V. (BVMB), fest. Mehrere gewerbliche Baumitarbeiter hatten die Erstattung von Fahrtkosten von ihrer Wohnung bis zum Betriebssitz mit der Begründung beansprucht, dass es sich bei dem Betriebssitz, wenn sie von dort aus mit einem vom Arbeitgeber gestellten ordnungsgemäßen Fahrzeug auf die Baustelle befördert wurden, um eine betriebliche Sammelstelle handele, weshalb sie auch für die Fahrten von der Wohnung zum Betriebssitz Fahrtkostenabgeltung gem. § 7 Nr. 3.1 BRTV verlangten. Diesem Begehren hat das Bundesarbeitsgericht mit seinem Urteil vom 17.01.2017 (AZ: 9 AZR 325/16) ein Riegel vorgeschoben. Die Richter urteilten, es bestehe kein Anspruch auf Fahrtkostenabgeltung für die Fahrt von der Wohnung zu einer mindestens 10 km von der Wohnung des Arbeitnehmers entfernten Baustelle gem. § 7 Nr. 3.1 BRTV, wenn die Möglichkeit der kostenlosen Beförderung mit einem vom

Arbeitgeber gestellten ordnungsgemäßen Fahrzeug gegeben sei. Dies gilt laut Auskunft von Mecking nicht nur bei einer Beförderungsmöglichkeit ab der Wohnung des Arbeitnehmers, sondern auch dann, wenn der Arbeitgeber eine kostenlose Beförderung von dem Betriebssitz im Sinne von § 7 Nr. 2.2 BRTV zur Baustelle anbietet. Der Betrieb im Sinne von § 7 Nr. 2.2 BRTV kann gem. des BAG-Urteils nicht Sammelstelle sein. „Erfreulicherweise ist der geltend gemachte Fahrtkostenabgeltungsanspruch zurückgewiesen worden“, sagt Mecking und ergänzt: „Anderenfalls hätten alle Bauunternehmen Fahrtkostenabgeltung für die Fahrt ihrer gewerblichen Arbeitnehmer von deren Wohnung bis zum Betriebssitz des Unternehmens abgelten müssen, wenn die Baustelle, auf der der gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt wird, mindestens 10 km von der Wohnung des Arbeitnehmers entfernt liegt. Dies hätte enorme zusätzliche Kosten verursacht, zumal der Arbeitgeber auf seine Kosten ein ordnungsgemäßes Fahrzeug zur Beförderung zur Verfügung stellen muss.“

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

FORDERUNGSAUSFALLVERSICHERUNG – EXKLUSIV FÜR MITGLIEDER DES FACHVERBANDES Bereits seit über 17 Jahren ist die VBS Versicherungsstelle Ihr kompetenter Ansprechpartner im Bereich Versicherungen. In diesem Zeitraum haben sich über 180 Bohrbetriebe für den Abschluss der VBS Top-Police entschieden. Die Kunden schätzen nicht nur günstige Versicherungsbeiträge, sondern auch die kompetente Betreuung in Vertragsund Schadenangelegenheiten. Nun ist es der VBS Versicherungsstelle gelungen, mit einem namhaften Versicherer einen Rahmenvertrag für eine Forderungsausfallversicherung exklusiv für Mitglieder des Fachverbandes Betonbohren und -sägen zu schließen.

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Warum ist der Abschluss einer solchen Versicherung sinnvoll? Ihr Alltag am Bau erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, da es bei der Bauabnahme häufig zu Unstimmigkeiten zwischen Auftraggeber und Bauunternehmer kommen kann. Wann die Bezahlung der Schlussrechnung schließlich erfolgen wird, ist oft ungewiss. Dadurch entstehen Liquiditätsengpässe und es droht erheblicher finanzieller Schaden durch Forderungsausfälle. Diese Risiken erfordern kurzfristig verfügbare und flexibel einsetzbare Absicherungsmöglichkeiten.

Hier hat die VBS Versicherungsstelle in Abstimmung mit dem Versicherer flexible Absicherungslösungen entwickelt. So wird nicht nur bei einer Insolvenz Ihres Kunden entschädigt. Deckung besteht auch bei Nichtzahlung des Kunden. Auch haben wir den Fall mitversichert, dass Sie Ihren Auftrag erfüllt haben – Ihr Auftraggeber jedoch die Forderung bestreitet. Das bedeutet, er bestreitet, dass Sie Ihre Leistung fachgerecht erbracht haben, und verweigert die Zahlung. Es droht ein langwieriger und teurer Rechtsstreit vor Gericht. Hier bietet Ihnen die VBS Versicherungsstelle eine besondere Serviceleistung. Sollte Ihr


INFORMATIONEN

Kunde an der Mängelrüge festhalten, greift die in der Forderungsausfallversicherung integrierte Rechtsschutz-Deckung. Hierbei übernimmt der Versicherer als einziger Anbieter am Markt die Rechtsverfolgungskosten zur Geltendmachung der Forderung.

Weitere Vorteile Wir bieten Ihnen vereinfachten Versicherungsschutz bis 5.000 €, sofern Sie in den letzten 12 Monaten vor der Leistung keine negativen Kundeninformationen vorliegen haben. Bei Forderungen bis 20.000 € können Sie Versicherungsschutz selbst herstellen, falls eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist: • I n den letzten 12 Monaten vor Leistung haben Sie mit dem Kunden bereits einen Mindestumsatz in Höhe von 4.000 € getätigt, welcher von

Ihrem Kunden fristgerecht bezahlt wurde. • Sie haben eine positive Auskunft über den Kunden von einer Auskunftei eingeholt. • Der Versicherer hat auf Ihren Antrag eine Versicherungssumme festgesetzt. Bei Forderungen über 20.000 € ist eine positive Auskunft über Ihren Kunden von einer Auskunftei einzuholen.

Wir möchten Sie bitten, bei Interesse die VBS Versicherungsstelle zu kontaktieren. Sie erhalten dort Ihr individuelles Angebot. Zur Angebotserstellung benötigt das Team um Herrn Kessler lediglich Ihren Gesamtumsatz, bereinigt um öffentlich-rechtliche Abnehmer. Ihr Team des Versicherungsausschusses

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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INFORMATIONEN

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

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INFORMATIONEN

MITGLIEDERVERZEICHNIS Dienstleistungsbetriebe und Hersteller der Fachverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Dieses Mal haben wir auf einen Abdruck der kompletten Mitgliederlisten verzichtet. Stattdessen können Sie den QR-Code benutzen und kommen so direkt auf das jeweilige Mitgliederverzeichnis. Alternativ können Sie natürlich auch über die jeweilige Website das Verzeichnis durchsuchen.

FBS – Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. Dolivostraße 35 | 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0 info@fachverband-bohren-saegen.de www.fachverband-bohren-saegen.de

SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohrund Betonschneideunternehmungen Bahnhofstraße 7 d | 4512 Bellach, Schweiz Telefon: +41 32 61810-50 info@svbs.ch | www.svbs.ch

VBS – Verband Österreichischer Beton- Bohrund -Schneideunternehmen Rosegger Straße 28 | 9241 Wernberg, Österreich Telefon: +43 676 840888602 info@vbs.co.at | www.vbs.co.at

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BETONBOHRER – Ausgabe 41 – 2017

Inserentenverzeichnis Seite

Firma

Ort

Internet

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Baufa KBS GmbH

17489 Greifswald

baufa-kbs.de

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Bierfreund Beton-Bearbeitung

64372 Ober-Ramstadt

bierfreund-betonbearbeitung.de

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DBT Service GmbH Betonbohren Betonsägen

49134 Wallenhorst

dbt-service.de

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Der Betonbohrer-Verlags UG

34454 Bad Arolsen

derbetonbohrer.de

39

Diamantbohr AG

CH-5033 Buchs

diamantbohr.ch

45

Dimas GmbH

A-8401 Kalsdorf bei Graz

dimas.co.at

66

Dr. Schulze GmbH

57234 Wilnsdorf

dr-schulze.de

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ESG Diamant-Kernbohrungen GmbH

67071 Ludwigshafen

betonbohren-esg.de

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Findeis Betonbohrservice GmbH

90455 Nürnberg

findeis.com

29

Gerhard Storz Betonbohren und -sägen

71069 Sindelfingen

storz-bohren-saegen.de

105

Groth Rechtsanwälte

40217 Düsseldorf

georggroth.de

93

Hagemann GmbH

17459 Kölpinsee

hagemann-h.de

81

Heger GmbH

79423 Heitersheim

heger.com

67

Hermann Schützeichel GmbH

56587 Straßenhaus

schuetzeichel.com

87, 116

Hilti Deutschland AG

86916 Kaufering

hilti.de

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Husqvarna GmbH

89079 Ulm

husqvarna.com

37, 83

Hydro-Tec GmbH

91126 Rednitzhembach

hydro-tec.com

69

ICS Blount Europe SA

B-1435 Mont-Saint-Guibert

icsdiamondtools.de

73, 79

Karlheinz Döhler GmbH & Co. KG

50374 Erftstadt

doehler-betonbohren.de

72

Kern-Deudiam Diamantwerkzeuge GmbH

33161 Hövelhof

kern-deudiam.de

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Klingspohn Spezialabbruch GmbH

21255 Tostedt

kurt-klingspohn.de

33

Lissmac Maschinenbau GmbH

88410 Bad Wurzach

lissmac.com

109

MKS Funke GmbH

46395 Bocholt

mks-funke.de

63

Norbert Braun GmbH

64839 Münster

betontec.de

84

Obermayer GmbH

83112 Frasdorf

obermayer-gmbh.de

73

PN Software GmbH BeBoSoft

27367 Sottrum

pn-software.de

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Rütters Betonbohr- und Sägedienst GmbH

46047 Oberhausen

ruetters.de

53

Schwamborn Gerätebau GmbH

73117 Wangen / Göppingen

schwamborn.com

43

Seliger GmbH

14469 Potsdam

seligergmbh.de

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SSB Fidan GmbH K50 innovation

86415 Mering

k50-online.de

110

Steinbeisser GmbH

06188 Landsberg

steinbeisser-gmbh.com

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Team Thaler GmbH

82496 Oberau

team-thaler.de

2

Tyrolit GmbH

82216 Maisach

tyrolit.com

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V. Brøndum A/S

DK-8600 Silkeborg

broendum.com

108

VBS Versicherungsstelle

71032 Böblingen

vbs-versicherungsstelle.de

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Weka Elektrowerkzeuge

75387 Neubulach

weka-elektrowerkzeuge.de

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WF Betontrennverfahren GmbH

74248 Ellhofen

wf-heilbronn.de

49

Wilhelm Goldschmidt GmbH & Co. KG

44357 Dortmund

goldschmidt-w.de

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Witthaut Diamantwerkzeug GmbH

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HUSQVARNA DM 650

Hublänge: Bohrdurch. max: Gewicht:

Leistung: 6,0/3,0** kW Bohrdurch. max: 650 mm Gewicht: 13,6 kg

bis 1944* mm 900 mm 32,0 kg

*= Standard 944 mm

**= bei 230 V

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EINFACH SÄGEN Hilti Elektrische Wandsäge DST 20-CA

Erhöhte Produktivität für Ihre Wandsäge-Anwendungen. Mit der neuen Wandsäge-Generation DST 20-CA setzt Hilti Standards. Diese bietet 30 Prozent mehr Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell und verfügt über ein dreifach erhöhtes Anlaufdrehmoment. Die elektrische Wandsäge DST 20-CA ist das erste Gerät ohne Elektrobox in dieser Leistungsklasse und die integrierte Elektronik in den Sägekopf ermöglicht einen schnellen Transport und Aufbau der Säge. Lange Rüstzeiten gehören damit der Vergangenheit an. Die kabellose Fernbedienung zeigt die Schnitttiefe in Echtzeit auf dem Display an und dank integrierter Anwenderunterstützung CutAssist hat der Anwender während des Sägens die Hände frei. Hilti Deutschland AG I Kundenservice 0800-888 55 22

www.hilti.de


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DER BETONBOHRER / THE CONCRETEDRILLER Oct 15, 2017 by DER BETONBOHRER - Issuu