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DER BETONBOHRER / THE CONCRETEDRILLER

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DER

BETONBOHRER

Rückbau – Umbau – Sanieren

Ausgabe 40 – 2017

Fachzeitschrift für Diamanttechnik


BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

Weltweit einziges ATEX zertifiziertes PREMIUM Seilsägesystem für explosionsgefährdete Gebiete

SÄGESEIL DWH

– S UND SEILSÄGE SB

TYROLIT ist weltweit der einzige Anbieter eines ATEX zertifizierten Seilsägesystems für komplexe Projekte in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 (EX Zone 1, II 2G IIA C T3). Das System – bestehend aus hydraulischer Seilsäge und galvanischem Sägeseil für Stahl und Nichteisenmetalle – wurde von GexCon, gemäß ATEX Richtlinien, in Norwegen getestet.

Premium-Schleifwerkzeuge seit 1919 www.tyrolit.com


EDITORIAL BeBoSa – ein kleiner Rückblick

Liebe Leserinnen und Leser,

freuen Sie sich auch auf die BeBoSa 2017 in Willingen? Bereits zum dritten Mal findet vom 23. bis 25. März diese Fachausstellung für Betonbohr- und -sägeunternehmer im hessischen Upland statt. Zum dritten Mal? Falsch! Die etwas älteren Leser werden sich erinnern: Der Grundstein für die BeBoSa wurde bereits 1993 und 1996 in Friedrichshafen im Rahmen der Jahrestagungen des Fachverbandes Betonbohren und -sägen gesetzt. In den Jahren 2000, 2002 und 2004 wechselte man zur Messe nach Nürnberg – jetzt unter dem neuen Namen BeBoSa. Leider kam 2006 das Aus, da den Ausstellern die Messe schlicht zu teuer wurde. Ursächlich war, neben hohen Standgebühren, der Ehrgeiz einiger Hersteller, sich mit immer aufwendigeren Standbauten vom Wettbewerber abzusetzen. Nach einigen messelosen Jahren wagte der Fachverband 2011 einen neuen Anlauf mit neuem Konzept: Die Aussteller profitieren dank standardisiertem Standbau und zahlreichen Inklusivleistungen, einschließlich dem nicht unwichtigen Catering, von einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis. Als Messestandort wurde der ebenfalls preisgünstige Hotel- und Conventionkomplex des Hotels Sauerland Stern im zentralen Willingen gewählt, der außerdem über kostenlose Parkmöglichkeiten verfügt. Bereits im ersten Anlauf überzeugte dieses Konzept und eine noch erfolgreichere Messe fand 2014 statt. Freuen Sie sich auf ein interessantes Event, das auf über 4 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit derzeit 55 angemeldeten Ausstellern die europäische Betonbohr- und -sägeindustrie repräsentiert. Wir sehen uns in Willingen!

Hans-Georg Wagener Redaktion und Verlag DER BETONBOHRER

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

ARBEITSSICHERHEIT BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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La Trufa

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Unter Wasser

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Zwanzig kurze Nächte

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Lamellen aus Beton

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BRANCHENNEWS Beengte Verhältnisse

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ICS: Schnitttiefen

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Deckenöffnung

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Hilti On!Track

Brücke durchbohrt

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Ronda: effizientes Staubsaugen

FundamentRückbau

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Fleika-Bohrstative

Besondere Seilführung

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Turm abgesägt

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Alles Mist

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Kern-Deudiam seit 40 Jahren

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Die Treppe musste weichen

Bohrung ø 1 200 im Wasserwerk

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Tyrolit: Kaltschneidetechnik

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Beckenrand abgesägt

Heiße Schnitte

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Demontage einer Kragplatte

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Glanzvoller Auftritt

Husqvarna Kettensägenadapter

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Weka Laserpointer

Große Brocken

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Darda Multi Cutter

Bunkerwohnen

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Darda Brokk 110

Bunker geknackt

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Goodbye, Fäustel!

Präzise Fugen

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Effizient und umweltfreundlich

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Heger Excellent Diamond Tools

Bohren ohne Diamant

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Norton Robo CDM

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Carbonbeton

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Gerhard Wagner

Tunnelschnitte

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So oder so

TECHNIK

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Helme rechtzeitig austauschen Prävention zahlt sich aus Unterweisung


INHALT

IMPRESSUM

INFORMATIONEN

102 105 FACHVERBÄNDE

88 90 90 92 94 95 96 98 99

Thomas Springer Positive Stimmung Geschäftsbarometer Informationszentrum Gewerbliche Seminare Klaus Pakutz SVBS: Jahresrückblick SVBS: Abbruchroboterkurs IACDS Jahrestreffen in Wien IACDS Julies Kolumne

VERANSTALTUNGEN

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Tyrolit Cutting Pro Competition

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Mitarbeiterkontrolle Rechts- und Steuertipps Unternehmensnachfolge Wer bohrt, hat Schuld Mitgliederverzeichnis

Herausgeber: Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. (FBS) Geschäftsstelle: Dolivostraße 35, 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0, Telefax: +49 6151 870956-30 E-Mail: info@fachverband-bohren-saegen.de Internet: www.fachverband-bohren-saegen.de Redaktion und Anzeigen: DER BETONBOHRER-Verlags UG (haftungsbeschränkt) Verantwortlich für den Inhalt: Hans-Georg Wagener, Geschäftsführer Große Allee 62, 34454 Bad Arolsen, Deutschland Telefon: +49 5691 50794, Telefax: +49 5691 914235 E-Mail: hans@derbetonbohrer.de Internet: www.derbetonbohrer.de Gestaltung und Produktion: Westend Communication GmbH www.westend-communication.de Druck: ColorDruck Solutions GmbH Gutenbergstraße 4, 69181 Leimen, Deutschland Telefon: +49 6224 7008-0, Telefax: +49 6224 77134 E-Mail: info@colordruck.com Internet: www.colordruck.com Bilder: Berkele GmbH, BG Bau, BG Etem, Bott GmbH, Cedima GmbH, D-Drill, Darda GmbH, Diamantbohr AG, Die Betonknacker GmbH, Dr. Bender GmbH, Eckert, Fachverband Betonbohren und -sägen, Fidan, Fleika GmbH, Gotthardt, GS Betontrenntechnik GmbH, Halbe, Hantsch, Heger GmbH, Herceg GmbH, Hilti AG, Husqvarna GmbH, Hydo-Tec GmbH, IACDS, ICS GmbH, Jen GmbH, Keinemann, Kern-Deudiam GmbH, Koop GmbH, Kortmann, Lissmac GmbH, Maus, Müller, Obermayer GmbH, Rosentreter, Rütters GmbH, Saint-Gobain GmbH, Seelbach GmbH, Seidl GmbH, SVBS, TU Dresden, TU Freiberg, Tyrolit, V. Brøndum A/S, VBS, Void AB, Wagener, Wagner, Weka Elektrowerkzeuge, Westend Communication GmbH, Zibler GmbH © jd-photodesign, GVS/Fotolia.com Erscheinungsweise: 2 x jährlich, jeweils am 15. Oktober und am 15. März Anzeigenpreisliste: Nr. 13 vom 1. Juli 2016 Manuskripte: Der Herausgeber übernimmt nur eine Verantwortung für die eigenen Veröffentlichungen in dieser Zeitschrift. Meinungsäußerungen sind nur dann offizielle Stellungnahmen der Verbände, wenn sie ausdrücklich als solche bezeichnet werden. Die mit Namen gekennzeichneten Beiträge geben nur die Auffassung des Verfassers wieder und decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion. Änderungen im Text bleiben der Redaktion vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und sonstige Unterlagen übernimmt die Redaktion oder der Verlag keinerlei Haftung. Für Anzeigenaufträge gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des FBS in der jeweils gültigen Fassung. Nachdruck und Vervielfältigungen: Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Ein Nachdruck ist nur mit Genehmigung des Verlags unter ausführlicher Quellenangabe gestattet. Erfüllungsort und Gerichtsstand ist der Verlagssitz in Bad Arolsen.


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LA TRUFA Ein außergewöhnliches Gästehaus in Costa da Morte In Costa da Morte, einem Küstenort nahe La Coruña, Spanien, wollte ein Hausbesitzer seinen Gästen eine besondere Übernachtungsmöglichkeit bieten. Gemeinsam mit seinen Architekten entwickelte er eine ungewöhnliche Idee, die sie in der naturbelassenen Landschaft verwirklichten.

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Das Gästehaus La Trufa – Trüffel (siehe auch Titelseite), so benannt wegen seiner erdverbundenen Form, ist ein natürlicher Raum innerhalb eines Steins, der in der Erde sitzt und sich mit der Umgebung verbindet. Der etwa 25 m2 große Raum ist nach einem außergewöhnlichen Baukonzept

entstanden: Zunächst wurde eine Baugrube ausgehoben und das Erdreich deichförmig um den geplanten Bau wieder angefüllt. Anschließend stapelte der Bauherr mit seinen Helfern Heuballen als verlorene Schalung in der Form, wie er sich den Luftraum des Gebäudes vorstellte.

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Die aufeinandergestapelten Heuballen wurden mit Bewehrungsmatten stabilisiert und anschließend zubetoniert. Mit Hilfe einer Seilsäge schnitt man nach der Erhärtung eine glatte Scheibe von der Betonstruktur und erhielt damit die künftige Fensteröffnung.

Der Clou Eine Kuh namens Paulina, anfangs noch ein kleines Kalb, futterte innerhalb eines

Jahres den etwa 50 m3 großen Heuvorrat auf und so entstand der außergewönliche Raum, der durch seine Heuballenstruktur eine einzigartige Atmosphäre schafft. Der Architekt Anton García-Abril sagt über sein Projekt: „Die Erde und der Beton haben ihre Eigenschaften umgetauscht und das Ergebnis dieser Bautechnik ist eine amorphe Form, die La Trufa in einen angenehmen Wohnraum der Natur umwandelt.“

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Schlafen mit Atlantikblick.

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Heuballen werden gestapelt ...

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... und zubetoniert.

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Paulina hat nach einem Jahr 300 kg zugelegt.

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Scheibenschnitt mit Seilsäge.

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Gut zu erkennen: die Heuballenstruktur an Decken und Wänden.

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Auch ein Kamin wurde nicht vergessen.

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Schlafzimmerinspiration mit Dusche und verstecktem WC.

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HALLENPLAN DER BEBOSA 2017

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

23. - 25. MÄRZ 2017 WILLINGEN, HOCHSAUERLAND

FACHAUSSTELLUNG FÜR BETONBOHREN UND -SÄGEN

1.800 BESUCHER, 50 AUSSTELLER 3.200 QUADRATMETER AUSSTELLERFLÄCHE

VORFÜHRUNGEN UND RAHMENPROGRAMM

w w w.bebosa.com 9


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UNTER WASSER Firma Koop zerlegt Bohrpfahlwand mit Seilsäge

In Bertoldsheim, nahe Augsburg, wurde im Oktober 2016 eine Bohrpfahlwand in ca. 4 m Tiefe und mit einer Gesamtlänge von 18 m in der Donau rückgebaut. Die Anforderung war, die Wand in drei Teile zu sägen, mit einem Bagger aus der Donau zu ziehen und anschließend zu zerkleinern. Die Schwierigkeit dieses Auftrages lag in der Unterwasserarbeit durch vor Ort „angelernte“ Arbeitskräfte. Ein professionelles Taucherteam konnte nach ei-

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ner ausführlichen ganztägigen Einweisung sowie Trockenübungen an Land im ersten Schritt mit den Bohrungen für die Seilführungen starten. Anschließend wurden die kompletten Seilführungen mit den Rollen unter Wasser mit einer luftbetriebenen Bohrmaschine montiert, das Seil durchgezogen und an der Maschine eingefädelt. Zwischen den einzelnen Montagen wurde das durch den Schneidevorgang getrübte Wasser mit einer Hochleistungspumpe abge-

saugt, um die Sicht wiederherzustellen. Anschließend demontierte das Taucherteam die Seilführung und montierte diese erneut mit einer luftbetriebenen Bohrmaschine an den vorher festgelegten Positionen. Trotz der schwierigen Verhältnisse vor Ort und mehrmaligem Nachkontrollieren durch das Tauchteam am Schnittverlauf kamen wir auf eine ordentliche Schnittleistung und konnten das Projekt innerhalb von vier Tagen abschließen.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Die Hilti-Seilsäge ist positioniert und bereit für den ersten Schnitt.

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Die Seilsäge im Einsatz, hier gut sichtbar: das Diamantseil ist jetzt im Eingriff.

INFO www.koop-diamanttechnik.de

ALLES UNTER KONTROLLE

CutAssist – Integrierte Anwenderunterstützung Mit der Hilti CutAssist Technologie geht Diamantsägen und -bohren leichter von der Hand. Dank der intuitiven Bedienung und einem Fehler-Diagnosesystem haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Arbeit. Mit CutAssist müssen nur wenige Parameter wie Schnitttiefe oder Durchmesser eingestellt werden, dann drückt der Anwender auf den Startknopf und das Gerät nimmt seine Arbeit auf. Beim Diamantbohren übernimmt der automatische Bohr-Assistent der Hilti CutAssist Technologie das Wassermanagement, bohrt an und erkennt, wenn das Loch fertig gebohrt ist.

Besuchen Sie uns vom 23. bis 25. März auf der BeBoSa 2017 Halle 2, Stand H06

youtube.com | Cut-Assist Technologie

Kundenservice 0800-888 55 22 11 Hilti Deutschland AG www.hilti.de


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ZWANZIG KURZE NÄCHTE für den Rückbau einer 300 Meter langen Tunneldecke

Damit die neuen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, erforderte die Tunnellüftung im Großen St. Bernhard-Tunnel eine Erneuerung. Um Platz für die neuen Ventilatoren zu schaffen, baute die Diamcoupe SA 300 m der der bestehenden Tunnelzwischendecke aus. Da dieser wichtige Tunnel zwischen der Schweiz und Italien in Betrieb bleiben musste, kam für diese Arbeiten nur ein kleines Zeitfenster von 20 Nächten in Frage. In den letzten Jahren sind in der Schweiz die Anforderungen an die Tunnelsicher-

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heit, besonders für Straßentunnel, stark gewachsen. Großen Einfluss auf diese Entwicklung hatten die Brandkatastrophen im Mont-Blanc-Tunnel (1999) und im Gotthardtunnel (2001). Im Großen St. Bernhard musste die veraltete Lüftungsanlage saniert werden, weil sie die Luft je nach Luftdruck in die eine oder andere Richtung des Tunnels beförderte. Diese Technik entsprach nicht mehr der heutigen Norm, weshalb die Anlage durch ein stärkeres Gebläse ausgetauscht werden musste. Bis dahin waren die Ventilatoren über der Zwischende-

cke montiert. Dieser Platz reichte aber für die neuen und größeren Ventilatoren nicht aus. Deshalb war geplant, die Zwischendecke im Tunnel über eine Länge von 300 m auszubauen.

Anspruchsvoll und komplex Einfacher gesagt als getan, vor allem wenn man sich die hohe Verkehrslast vor Augen hält, die auf dieser wichtigen Route die Schweiz durch die Alpen mit Italien verbindet. Schwieriger wurde es, ein Datum für die Bauarbeiten zu finden, da der Tunnel


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

schneiden und aus dem Tunnel zu transportieren. Es gelang der Mannschaft, in einer Nacht mit acht Arbeitsstunden durchschnittlich sechs Elemente abzubrechen und 1,5 km aus dem Tunnel herauszufahren. Die Betonelemente wurden von der Fahrbahn aus mit dem Speziallastwagen gesichert, geschnitten und abgesenkt. Mit einem großen Frontstapler wurden die Betonklötze aus dem Tunnel geführt und auf Tieflader zum Abtransport verladen. Das vorgegebene Zeitlimit von 20 Nächten konnte um zwei Nächte verkürzt werden. Der Auftraggeber bedankte sich herzlich für die unfallfreie, sichere und professionelle Ausführung der Arbeiten durch die Diamantbohrgruppe.

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vollständig geschlossen werden musste. Ein alternierender einspuriger Verkehr erwies sich für diese Art von Arbeiten im St. Bernhard als unrealistisch. Um den Verkehr während der Sperrung über eine Entlastungsroute zu führen, wurde die alte Passstraße geöffnet. Das Ziel war, die neuen Anlagen unbedingt bis zum Beginn der Sommerferien und

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der großen sommerlichen Völkerwanderung in Betrieb zu nehmen.

Nur zwanzig Nächte Es gab keine andere Wahl: Die Arbeiten mussten vom 1. bis 30. Juni 2016 stattfinden, nachts – ausgenommen am Wochenende! Pascal Cornaz, Geschäftsführer der Diamcoupe SA, sein Projektleiter Alexandre Peiry und Mitarbeiter der Filiale Salgesch (Wallis), die mit Personal aus Cheseaux verstärkt wurden, nahmen sich dieser Herausforderung an. Die klare Vorgabe der kurzen Arbeitszeiten im Tunnel sowie die Garantie, den Tunnel jeden Morgen wieder pünktlich und sicher dem Verkehr zu übergeben, zwang die Diamcoupe SA zu einer großen Leistungsbereitschaft und einer innovativen Vorgehensweise. Zusammen mit der Werkstatt der Schwesterfirma Diamantbohr AG wurde der Speziallastwagen zum Schneiden von Brandschutzklappen für diesen Einsatz umgebaut. Dieses einzigartige Arbeitsgerät ermöglicht es, mit wenigen Personalressourcen große Betonteile sicher und präzise zu schneiden und auszubauen. Aufgrund der kurzen Nachteinsätze entschied sich die Diamcoupe, die Zwischendecke in möglichst große Betonelemente von 3 m Breite, 6 m Länge und circa 8 t Gewicht zu

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Positionierter Lastwagen während Schneidvorgang. Das Schneidwasser wird direkt in den Tank geleitet.

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Automatischer Ausbau des getrennten Betonelements mit dem Speziallastwagen.

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Blick entlang der ausgebauten Zwischendecke.

INFO Die Diamcoupe SA mit Hauptsitz in Chesaux ist eine Tochterfirma der Diamantbohrgruppe. Sie beschäftigt 60 Mitarbeitende an den Standorten Cheseaux, Peseux, Salgesch, Genf und Freiburg. Die Diamantbohrgruppe ist in Europa die größte Unternehmung im Bereich Bohren, Schneiden und kontrollierter Rückbau. Sie beschäftigt total 350 Mitarbeitende und betreibt in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich und Österreich insgesamt 26 Niederlassungen. www.diamantbohr.com

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LAMELLEN AUS BETON Firma Rütters baut Sonnenschutzlamellen zurück

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Im Mai 2016 bekamen wir eine Preisanfrage von unserem Kunden, der Firma Geese-Bau. Es sollte ein Angebot über den Rückbau von 130 Betonlamellen, die sich als Sonnenschutz an der Südseite des Evangelischen Krankenhauses Dinslaken befanden, erstellt werden. Im Zuge einer energetischen Sanierung mit Einbau neuer Fensterelemente sollten die 2,50 m langen und jeweils 1,8 t schweren Betonvorbauten fassadenbündig abgesägt werden – insgesamt 13 Lamellen in der Reihe und 10 Etagen hoch. Ein Ortstermin mit allen Beteiligten wurde vereinbart. Anwesend waren der technische Leiter des Hauses, der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, die Architektin, der Gerüstbauer, die Autokranfirma, unser Auftraggeber Ralf Geese, der Brandmeister der Feuerwehr Dinslaken und meine Person. Alle Beteiligten konnten so den Ablauf der Arbeiten besprechen. Besonders der Aufbau der Gerüste und deren Rückbau musste exakt festgelegt werden. Die Abbruchmaßnahmen waren erschwert, da sich hinter den Fenstern Patienten- und Ärztezimmer befanden. Die Sicherheit der Patienten hatte oberste Priorität und der Tagesbetrieb im Krankenhaus durfte auf keinen Fall gestört werden.

Das Konzept Die Firmen Geese-Bau und Rütters Betonbohr- und Sägedienst GmbH aus Oberhausen arbeiten seit 25 Jahren zusammen, waren beide schon oft für das Krankenhaus Dinslaken tätig und sind für ihre hochwertigen Arbeiten bekannt. Die Rütters GmbH erstellte ein Rückbaukonzept und war bis auf die Gerüste für den Rückbau der Betonlamellen einschließlich Krangestellung und Entsorgung der 245 t verantwortlich. Ein 80-t-Autokran mit 52 m Hakenhöhe

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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stand auf der Feuerwehrbewegungsfläche mittig vor dem Gebäude. So reichte der Aktionsradius so weit, dass die 13 Lamellen auch in 35 m Höhe abgesägt werden konnten, ohne den Kran umsetzen zu müssen. Der Abbruchplan, Gefährdungsanalysen sowie die Bescheinigungen G 41 über die Höhentauglichkeit der Mitarbeiter wurden dem Angebot beigefügt. Der Auftraggeber musste nachweisen, dass der Nachunternehmer qualitativ diese Arbeiten ausführen kann. Die Rütters

GmbH hat seit 2004 das Qualitätszeichen des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V., das zur Auftragsvergabe erheblich beitrug.

enschutz und Umzäunung des Umfeldes geleistet. Die 1,8 t schweren Betonelemente wurden mit vier Ketten jeweils an den Enden angeschlagen und genauestens austariert, da sie zwischen Gerüst und Fenster zentimetergenau ausgehoben werden mussten, jeden Tag bis 15 Uhr eine Reihe von 13 Elementen. Danach kam der Gerüstbauer und demontierte eine Gerüstlage auf 50 m Länge. So konnten die Betonsäger am anderen Morgen die nächste Reihe in Angriff nehmen. Die Arbeiten wurden von drei Mitarbeitern in zwölf Arbeitstagen ausgeführt: einem soeben ausgelernten Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik, einem erfahrenen Facharbeiter auf dem Gerüst – beide mit Sicherheitsgurten ausgestattet – und einem Helfer, der die Betonteile in den Container verbrachte. Die Arbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers termingerecht ausgeführt. Hier zeigt es sich wieder einmal, dass eine gute Arbeitsvorbereitung mit gut ausgebildeten Mitarbeitern sich auszahlt und ein schlüssiges Konzept mit zuverlässigen Partnern zum Erfolg der Firma beiträgt. Manfred Rütters Rütters GmbH

Die Ausführung Die Arbeiten begannen bei herrlichem Wetter am 15. August und sollten bis zum 5. September fertig sein. Im EG, im 4. und 5. OG waren schon neue Fensterelemente eingesetzt, somit wurden zwei Tage für Nebenarbeiten wie Foli-

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Der 80-t-Autokran wurde mit 52 m Hakenhöhe platziert.

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Hier gut zu sehen: die wandbündig abgetrennten Betonlamellen.

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Der „frische“ Bauwerksmechaniker erteilt dem Kranführer die Anweisung zu liften.

INFO www.ruetters.de

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BESONDERE SEILFÜHRUNG bringt Zeitersparnis beim Rückbau am Versuchsreaktor in Jülich

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Im Laufe der Rückbautätigkeiten am AVR Jülich, einem Versuchskernkraftwerk, hat sich immer wieder viel verändert. Zuletzt wurden am 1. September 2015 die Nuklearbereiche des Forschungszentrums Jülich sowie die ebenfalls auf dem Campus ansässige Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor GmbH in einer neuen Gesellschaft zusammengeführt. Diese firmiert unter dem Namen „Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH“ (JEN) und ist in der Gruppe der Energiewerke Nord GmbH (EWN) eingegliedert. Mit der Zusammenlegung werden am Standort Jülich vorhandenes Wissen und Erfahrung über den Rückbau kerntechnischer Anlagen gebündelt. Die JEN ist eines von vier Unternehmen der EWN-Gruppe, die sich mit dem Rückbau von kerntechnischen Anlagen beschäftigen. Neben der JEN in Jülich gehören noch Standorte in Greifswald und Rheinsberg sowie in Karlsruhe zur Gruppe.

Das Projekt, das wir Ihnen hier vorstellen, betrifft den Rückbau des AVR. Betrieben wurde dieser Kugelhaufenhochtemperaturreaktor von 1967 bis Ende 1988 und er war einmal der heißeste Reaktor der Welt. 2003 wurde der vollständige Abbau der Anlage beschlossen.

Rückbau Reaktorbehälter Ein wesentlicher Punkt der Rückbauarbeiten am AVR waren das Herausheben und der Transport des etwa 2 000 t schweren Reaktorbehälters. Der Transport hat im Mai 2015 stattgefunden. Dazu mussten im Vorfeld einige räumliche Bedingungen geschaffen und Störkanten beseitigt werden, so zum Beispiel die Kühlgasgebläsestutzen. Um den Reaktorbehälter aus seinem Fundament herauszuheben, mussten die am Reaktorbehälterdom vorstehenden Stutzen entfernt werden. Nach Prüfung aller


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

technischen Möglichkeiten wurde das Seilsägeverfahren ausgewählt, um die Stutzen abzutrennen. Die Sägeschnitte sollten zur Verhinderung von Kontaminationsverschleppung trocken durchgeführt und der entstehende Staub abgesaugt und aufgefangen werden. Die Kühlgasgebläsestutzen sind doppelwandig ausgeführt. Der Ringraum zwischen dem äußeren und dem inneren Stutzen sowie alle sonstigen Hohlräume des Reaktorbehälters sind im Laufe des Rückbauprojektes mit einem speziell hierfür entwickelten Porenleichtbeton verfüllt worden.

durchgeführt. Durch diese aufwendigen Vorversuche konnte die Sägezeit von ursprünglich berechneten 360 h auf nur 8,5 h am Mock-up und abschließend an den beiden Kühlgasgebläsestutzen sogar auf nur 6,5 h reduziert werden. Bei den Versuchen stellte sich ebenfalls heraus, dass die Seilverschlüsse sehr häufig reißen. Aus diesem Grunde wurde später beim finalen Schnitt ein Endlosseil vom Typ „Husqvarna W 1000 C“ eingesetzt. Diese Entscheidung brachte den gewünschten Erfolg.

Technische Daten

Ein weiteres wichtiges Kriterium, um einen optimalen Arbeitserfolg zu erzielen, ist der Aufbau der Seilführung. In Zusammenarbeit mit dem Sägeseilhersteller wurde ein besonderes Sägekonzept erarbeitet. An jeder Stutzenseite wurde ein Vierkantrohr als Führung für die Seilumlenkrollen montiert. Mit Hilfe dieser Seilführung konnte der Ein- und Auslaufwinkel des Seils ständig optimiert werden. Der Rückbau des AVR Jülich ist spannend und bietet immer wieder neue Herausforderungen.

• Anzahl der Stutzen: 2 • Stutzen Ø außen: 1 656 mm • Wandstärke: 78 mm • Stutzen Ø innen: 1 100 mm • Wandstärke: 10 mm • Material: HSB 45, ähnlich S 355 JR Nach Festlegung des Seilsägeverfahrens mit einer Seilsäge vom Typ „Hilti DS WS 15“ wurden an einem Mock-up mehrere Versuche zur Ermittlung des optimalen Sägeseils und Sägeaufbaus

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Optimale Seilführung

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Verlauf des Sägeseils zu Beginn des Schnittes.

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Auf diesen Skizzen sind die gegenüberliegenden Kühlgasgebläsedeckel im unteren Bereich (dem sogenannten Behälterdom) des aufrecht stehenden Reaktorbehälters (gelb) sowie die Dimensionen zu erkennen.

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Verlauf des Sägeseils beim fortgeschrittenen Sägeschnitt.

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Nach Abtrennen des Kühlgasgebläsedeckels sieht man den ausgehärteten Porenleichtbeton des verfüllten Reaktorbehälters.

INFO www.jen-juelich.de

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ALLES MIST Obermayer GmbH setzt defekte Güllegrube instand

Die Firma Obermayer GmbH aus dem bayerischen Frasdorf bekam den Auftrag, bei einem großen Landwirtschaftsbetrieb zwei defekte Transportbänder für Kuhmist und Gülle in zwei Bauabschnitten auszubauen und für den Einbau neuer Bänder vorzubereiten. Zunächst wurden die Betonrinnen beidseitig ca. 50 cm tief und 30 m lang auf zwei Stallseiten freigeschnitten. Die Rinnen waren ca. 65 cm breit. Um die Rinne bzw. die Betonteile in herausnehmbare Teilstücke zu zerlegen, wurden Kernbohrungen mit Durchmesser 250 nebeneinander in Abständen von 2 m gebohrt. Beim zweiten Bauabschnitt wurden statt der Kernbohrungen die Betonteile mit dem Abbruchhammer abgestemmt. Der Ausbau der Abbruchteile war wegen den vorhandenen Kunststoffrohren schwierig, weil sich diese erst beim Abheben mit einer Säbelsäge durchtrennen ließen. Die Rinne und der Pumpenbereich wurden mit der Wandsäge vorgeschnitten und mit dem Minibag-

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ger-Stemmhammer bis zur nötigen Tiefe ausgestemmt und anschließend ausgebaggert. Für den Ablauf zur Güllegrube musste eine 80 cm tiefe Öffnung mit Durchmes-

ser 500 für den späteren Ablauf in das Außenwandfundament hergestellt werden. Außen wurde zur Güllegrube ein Kanal ausgeschnitten und freigelegt für den Einbau des neuen Ablaufs.

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Die ausgebauten Betonteile werden mit Kran verladen.

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Die Rinne wird beidseitig mit der Wandsäge geschnitten.

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Der Minibagger mit Stemmhammer im Einsatz.

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Kernbohrung für den neuen Gülleablauf.

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Die Rinne ist fertiggestellt.

INFO www.obermayer-gmbh.de

Die Teilstücke wurden mit dem Portalkran oder Minibagger ausgehoben, bis zu einer Ausgangstüre transportiert und von da mit dem Lkw-Kran abgehoben und verladen. Schwierig gestaltete sich schließlich auch die Entsorgung der Betonteile. Diese mussten wegen der Kontaminierung (Nitrat) und enthaltenen Kunst-

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stoffrohren zu einer 60 km entfernten Deponie transportiert werden, welche die nötigen Zulassungen und Geräte für eine fachgerechte Entsorgung hat. Näher liegende Deponien konnten oder wollten wegen fehlender Zulassung bzw. Gerätschaften zur Zerkleinerung den Bauschutt nicht annehmen. Im Einsatz waren eine Hochfrequenz-

Wandsäge des Fabrikats Pentruder 22 kW, ein Hilti-Bohrgerät DD 500, ein Kubota-Minibagger mit Atlas-CopcoStemmhammer. Für die den Auftraggeber zufriedenstellende Ausführung waren drei Mitarbeiter fünf Tage im Einsatz.

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Die Bohrung kurz vor der Vollendung.

Nicht so einfach: Transport der Bohrkrone.

BOHRUNG IM WASSERWERK Firma Zeiser meistert besondere Schwierigkeiten

Die Firma Zeiser aus Salach bei Stuttgart erhielt den Auftrag, in einem Wasserwerk in der Nähe von Göppingen für eine neu verlegte Wasserleitung eine Durchgangsöffnung zu bohren, um die Leitung in das Nachbargebäude zu führen. Die Arbeiten stellten die Experten der Firma Zeiser vor eine nicht alltägliche

Die Kernbohrung im Detail.

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Aufgabe, da das Equipment über eine schmale Deckenöffnung an den Bauabschnitt verbracht werden musste. Eine besondere Herausforderung war der Transport der Bohrkrone an die Bohrstelle, da sie bei einem Durchmesser von 1 200 mm und einem Gewicht von ca. 80 kg nicht so einfach zu handhaben war. Auch der gesamte Arbeitsbereich

war durch die vorhandenen Leitungen und Ventile begrenzt.

Die Ausrüstung Gebohrt wurde mit diesem Equipment der Firma Pentruder: ein Bohrständerfuß BST5 mit Schrägabstützung, eine Wandsägeschiene 1,15 m, ein MG41-Getriebe mit vier Abstandhaltern und ein 22-kW-Hochfrequenzmotor. Diese Komponenten gewährleisten eine hohe Stabilität und kraftvollen Vortrieb der Bohreinheit. Die Maschinen und das Werkzeug wurden von der Hydro-Tec GmbH in Franken geliefert.

INFO www.zeiserbauwerkzeuge.de


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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HEISSE SCHNITTE Firma Zibler GmbH trennt 700 Grad heiße Stahlrohre

Im traditionsreichen Eisenhüttenstadt, nahe der polnischen Grenze, findet die Stahlproduktion des weltweit größten Produzenten ArcelorMittal statt. Im Zuge von Umbauarbeiten kam eine Anfrage der SRS Technologies GmbH aus Dinslaken an die Firma Zibler mit der Seilsäge-Aufgabe: Trennen von vier Stahlrohren mit Durchmesser 2 224 mm mit einer Wandstärke von 12 mm zuzüg-

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lich einer Lage feuerfester Stein im Inneren des Rohres. Nach der Beauftragung ging es in der letzten Septemberwoche 2016 los. Das Problem: Obwohl die Anlage bereits zwei Tage zuvor abgeschaltet wurde, herrschte im Inneren des Rohres noch eine Temperatur von rund 700 °C. Dies führte zum einen dazu, dass die Mitarbeiter durch das wassergekühlte Diamantseil beträchtlichem Wasserdampf ausgesetzt waren, und zum anderen wurde das Seil nicht mehr ausreichend gekühlt. Es wurde nach kurzer Zeit unbrauchbar. „Dank der tatkräftigen Unterstützung und entscheidenden Tipps des Tyrolit-Mitarbeiters Jürgen Völkers konnten die Arbeiten am ersten Rohr dennoch bis zum frühen Morgen beendet werden“, konstatierte Geschäftsführer Frank Zibler, „und zum Glück gab es aus betriebsinternen Gründen zwei Tage Stillstand, sodass sich das Innere des Rohres auf ca. 300 Grad abkühlte. Dadurch und

durch die Erfahrung, die wir am ersten Rohr gesammelt hatten, konnten die restlichen Rohre innerhalb eines Tages zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers geschnitten werden.“

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Die Tyrolit-Seilsäge ist positioniert und ...

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... Vorarbeiter Schröder schaut zuversichtlich drein.

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Nach erfolgreicher Baustelle: die Mitarbeiter Schröder, Buchmiller und Abreyan.

INFO www.zibler.de


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

DEMONTAGE EINER KRAGPLATTE Sorgfältige Planung ist die Grundlage der Firma Berkele GmbH

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Die Firma Berkele GmbH aus Bergheim bei Köln erhielt den Auftrag zur Teildemontage einer Kragplatte aus Beton mit den Abmessungen 8,5 x 0,5 m. Es wurde ein sorgfältiger Arbeitsplan erstellt, damit Punkte wie Fassadenschutz, Sicherung des Abbruchgutes und der Arbeitsschutz der Mitarbeiter sichergestellt waren. Ein Fassadengerüst wurde kurzfristig aufgestellt. Zum Einsatz kam eine Wandsäge der Firma Tyrolit, ausgestattet mit der neuesten Hochfrequenztechnik. Die Teilung der 8,5 m langen Platte in vier Abschnitte wurde mit Kernbohrungen erstellt. Sämtliche Werkzeuge wurden ebenfalls von der Firma Tyrolit geliefert. Zum Abfangen und Abtransport der einzelnen Betonblöcke wurde ein Teleskopstapler verwendet. Die Firma Berkele GmbH konnte den Auftrag sauber, termingerecht und vor allem unfallfrei ausführen.

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Die Wandsäge von Tyrolit trennt den ersten Abschnitt der Kragplatte ab.

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Der Teleskopstapler hebt die Betonteile ab ...

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... und entsorgt sie im Container.

INFO www.berkelegmbh.de

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GROSSE BROCKEN GESÄGT Jan Eckert baut 2 400 Tonnen Beton zurück

Jan Eckert hat sich mit seiner Firma „Jan Eckert Diamanttechnik“ aus Simmelsdorf/Mittelfranken landesweit einen guten Namen in der Betonbohr- und -sägebranche erarbeitet. Insbesondere findet Jan Eckert bei äußerst komplexen Rückbauprojekten Lösungen, die seine

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Auftraggeber immer wieder mit allergrößtem Respekt zur Kenntnis nehmen. In Verbindung mit einem außergewöhnlich umfangreichen Maschinenpark werden Aufträge zuverlässig und vor allem termingerecht fertiggestellt. Besonders hervorzuheben ist ein Projekt, bei dem

2 400 t Beton im Nürnberger Umland zurückzubauen waren. In einer Fertigungshalle für Messingrohre stand eine Presse mit einer Presskraft von 2 500 t, die bereits abgebaut war. Der Abbau war im Vergleich zum Rückbau des Betonsockels verhältnismäßig schnell vollzogen. Das Betonfundament mit den Abmaßen 14 x 6 x 3 m war aufgrund des hohen Gewichtes der Presse äußerst stark armiert. Jan Eckert erstellte einen detaillierten Rückbauplan, aus dem alle Arbeiten hervorgingen. Besondere Aufmerksamkeit schenkte Eckert bei der Planung den Kernbohrungen, die für den Einsatz der zwei Pentruder-Diamantseilsägen notwendig waren. Erschwerend kam hinzu, dass sich auf dem Betonfundament mehrere Stahlplatten mit einer Stärke von 50 mm befanden, die ebenfalls mit dem Diamantseil durchtrennt werden mussten. Der hohe Stahlanteil im Fundament wurde bei der Projektierung unterschätzt. Zeitlich kam der Auftrag unter Druck und Jan Eckert entschied sich, in eine


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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weitere Betonpresse HP 1000 der Hydro-Tec GmbH zu investieren. Somit wurde das Betonfundament mit Unterstützung von nun zwei Pressen HP 1000 zerkleinert und der Zeitplan konnte wieder eingehalten werden. Es blieb nicht bei dem Auftrag, das Maschinenfundament zurückzubauen. Hinzu kam der Rückbau einer Betontreppe und einer weiteren Bodenplatte mit den Abmaßen 70 x 15 x 0,9 m sowie diverser Tür- und Fensterdurchbrüche. Insgesamt wurden rund 100 m2 mit den Wandsägen und etwa 100 m2 mit den Seilsägen zersägt. Hinzu kamen 600 bis 700 lfd. m Kernbohrungen mit Durch-

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messer 200 mm und einer maximalen Tiefe von 4 m. Auf der Baustelle kamen zwei Pentruder-Wandsägen mit einer Antriebsleistung von 22 kW, zwei Pentruder3P8-Diamantseilsägen, zwei HydroTec-Hochdruckpressen HP 1000 sowie Fugenschneider und Kernbohranlagen zum Einsatz. Ohne die phänomenale Unterstützung der Mitarbeiter sowie das umfangreiche Maschinenequipment wäre der Auftrag im Wert von rund 550.000 Euro mit der Zeitvorgabe von acht Wochen nicht abzuwickeln gewesen.

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Schräge Bodenschnitte mit der Wandsäge.

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Bodenbündiger Schnitt mit der Seilsäge.

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Die ausgebauten Betonplatten sind gestapelt.

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Zwei Pentruder-Seilsägen schneiden gleichzeitig.

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Ausgebohrter Fundamentklotz hängt am Kran.

INFO www.jan-eckert-diamanttechnik.de www.hydro-tec.de

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WOHNEN IM BUNKER Detlev Maus hat sich einen Traum erfüllt und einen Bunker gekauft

Im Bunker wohnen ist in! Überall in Deutschland werden die geschichtsträchtigen Schutzräume von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verkauft und zu Wohnzwecken umgebaut. So auch in der Kasseler Hafenstraße, nahe der Fulda, die in der sanierten Kasseler Unterneustadt, einer bevorzugten Innenstadtlage, liegt. Detlev Maus und seine Lebensgefährtin Sabine Heid haben sich ihren Traum

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erfüllt und den Hochbunker zusammen mit zwei Partnern gekauft. Mit den Architekten vom Büro Hilke, Krug & Kollegen planen sie sechs Wohnungen in den drei Geschossen. Sie selber wollen in einem aufgesetzten Penthouse wohnen, nachdem das Steildach entfernt ist. Für die zahlreichen geschosshohen Fensteröffnungen in den 1,1–1,3 m dicken Stahlbetonaußenwänden – insgesamt rund 350 m2 Schnittfläche – wur-

den Angebote eingeholt, deren Höhe allerdings außerhalb des eingeplanten Budgets lag.

Der Bauherr: Mach ich selber Detlev Maus, angestellter Biogasanlagentechniker im öffentlichen Dienst, entschloss sich, die Arbeiten selbst auszuführen. Eine neue Cedima-Seilsäge wurde angeschafft und mithilfe der Außendienstmitarbeiter Detlev Reh und

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Lothar Beckmann erfolgte eine gründliche Einweisung und ein Besuch des Seilsägelehrgangs des Fachverbandes Betonbohren und -sägen e. V. in Hamm. Weitere Kernbohrgeräte der Fabrikate Hilti und Cardi wurden geordert und im Sommer 2016 begannen die Arbeiten. Inzwischen hat der gewiefte Techniker fast sämtliche Fensteröffnungen in Eigenleistung hergestellt. „Ich habe bisher 22 der 30 geplanten raumhohen Fensteröffungen geschnitten und auch meine eigene spezielle Technik für die sichere Entnahme der Betonblöcke entwickelt“, so der pfiffige Bauherr. Bei der Auswahl der Werkzeuge setzt er nach mehreren Tests auf Diamantseile des Fabrikats Hai-Bit. Die besten Er-

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gebnisse bei den bisher rund 170 Kernbohrungen mit Durchmesser 57 mm hat Detlev Maus mit den Bohrkronen der Firma Märkische Diamantwerkzeuge erzielt. Eine weitere nicht ganz einfache Aufgabe liegt noch vor ihm: Das geplante Penthouse benötigt noch eine treppenhausgroße Öffnung in der 1,8 m dicken Dachdecke. „Übrigens“, so Detlev Maus bei meinem letzten Baustellenbesuch im Dezember, „ich werde im Januar 2017 einen Betonbohr- und -sägebetrieb gründen. In Kassel warten eventuell noch zwei weitere Bunker auf mich, die in nächster Zeit umgebaut werden.“

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Der Bunker in der Hafenstraße vor dem Umbau.

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Architektenskizze: geplante Ansicht von der Straßenseite.

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Cedima-Seilsäge wird für den Einsatz vorbereitet.

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Die Betonblöcke werden per Autokran entnommen.

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Auf der Frontseite sind die Öffnungen fertiggestellt.

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Der Bauherr im Gespräch mit BB-Redakteur Hans-Georg Wagener vor den ausgebauten Blöcken.

INFO Bauherr: Maus, Heid, Kimm & Preuß GbR Werner-Heisenberg-Str. 16 34123 Kassel, Tel. 0561 500494-0 Genaueres gibt es unter: bunker.maus@t-online.de

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BUNKERKNACKER Wie die Betonknacker den Bunker knackten

„Eigentlich sieht er gar nicht aus wie ein Bunker, von oben eher wie ein landwirtschaftliches Gebäude“, so die Architektin Annette Schroeder, „wahrscheinlich eine bewusste Entscheidung, um die Flieger zu täuschen.“ Der Bauherr Ludger Mentrup ergänzt: „Der Hochbunker im Offenbacher Brunnenweg wurde 1941 gebaut und diente nach Kriegsende als Lagerraum für Toilettenpapier, als Proberaum für Bands und war spä-

ter sogar das Domizil eines Sadomaso-Studios.“ Jetzt hat der Bauherr neue Pläne: nach den Umbauarbeiten sollen auf 750 m2 Fläche acht Wohnungen entstehen. Die Betonknacker GmbH Rhein/Main erhielt im Januar 2016 den Auftrag, die komplette Bunkerrückwand zu entfernen. „Dies war eine willkommene Abwechslung zum Alltagsgeschäft“, so der Ge-

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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schäftsführer Uwe Rosentreter von der Betonknacker GmbH. Die Schwierigkeit bestand darin, die 600 t schwere Wand in Blöcke zwischen 8 und12 t zu zersägen und mittels Spezialkran und Tieflader abzufahren, da die Rückwand dicht an der Grenze des Nachbarn war und nur durch einen sehr kleinen Hof und eine steile Abfahrt zu erreichen war. Stemmarbeiten waren komplett untersagt, da der Hochbunker mitten im Offenbacher Wohngebiet liegt. Zunächst wurde eine Reihe Entlas-

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tungsblöcke geschnitten und mit Spezialwerkzeugen aus der oberen Wand gehoben und verladen. Die Arbeiten verliefen dennoch so zufriedenstellend, dass es gleich noch Folgeaufträge gab: so wurden diverse Innenwände und ein Treppenloch in die 1,80 m starke Decke mit der Hilti-Seilsäge WS 15 geschnitten und entsorgt. Der zufriedene Bauherr bedankte sich mit den Worten: „Das Projekt klang spannend und ich habe es nicht bereut, Neubau kann schließlich jeder.“

INFO www.betonknacker.de

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Der Bunker vor dem Umbau.

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Die Rückwand ist nahezu entfernt.

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Der Bauherr Ludger Mentrup, Uwe Rosentreter (Die Betonknacker) und Architektin Annette Schroeder.

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Die denkmalgeschützten Druckklappen bleiben erhalten.

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Skizze des geplanten Umbaus.

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Der Acht-Tonnen-Klotz hängt am Kran.

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Die Seilsäge im Einsatz für die Treppenhausöffnung.

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PRÄZISE FUGEN Firma Seidl schneidet Fugen für fahrerlose Transportsysteme

Durch die fortschreitende Automatisierung der Industrie 4.0 werden intelligente fahrerlose Transportsysteme immer wichtiger. Diese Transportsysteme können berührungslos induktiv Strom an die jeweilige Fahreinheit übertragen. Für die Steuerung dieser Transportsysteme werden im Boden exakt verlegte Steuerleitungen benötigt. Diese verlaufen auch gebogen mit verschiedenen Radien. Des Weiteren müssen für die induktive Übertragung von größeren Energiemengen entsprechend große Übertragungsleitungen höchst exakt verlegt werden. An diese präzise Verlegung der Leitungen werden höchste Ansprüche gelegt. Um eine optimale Übertragung zu gewährleisten, muss sowohl die Richtung als auch der Abstand der Leitungen zueinander exakt eingehalten werden.

Drei Fugen gleichzeitig

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Die Firma Josef Seidl Betonbohr- und -sägedienst GmbH hat ihr bestehendes System zum Schneiden von bogenförmigen Fugen weiterentwickelt, um gleichzeitig drei Fugen, auch mit verschiedenen Abmessungen, in einem Arbeitsgang herzustellen. Dieses System garantiert einen gleichen Abstand der Leitungen zueinander, aber auch ein Schneiden der verschiedenen Biegungsradien bzw. der geraden Abschnitte. Weiterhin verringert sich damit der Zeitaufwand und somit auch die Kosten. Durch den Einsatz von wassergekühlten Diamantwerkzeugen gibt es auch keine Staubentwicklung. Das Sägewasser wird sofort abgesaugt, wodurch der Bauteil nicht durchnässt wird. Somit

kann im Anschluss nach einer kurzen Trocknungsphase die Verfugung ausgeführt werden.

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Fugenfräse „System Seidl“ im Einsatz.

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Drei Schnitte gleichzeitig!

03– Auch enge Radien sind 04 kein Problem.

INFO www.seidl.at

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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EFFIZIENT UND UMWELTFREUNDLICH SSB Fidan bohrt und sägt in einer Maschinenhalle In einer neu gebauten Maschinenhalle in Friedberg (Bayern), deren Boden teilweise mit Beton ausgegossen wurde, war man verpflichtet, aus statischen Gründen nachträglich Stützen einzubringen. Hierfür mussten vorab Kernbohrarbeiten durchgeführt werden. Zudem war es nötig, den Betonbelag in der Breite um einen Meter zu kürzen. Um die Baustelle von Bohr- und Schneidschlämmen sauber zu halten und diese nicht ungereinigt ins Abwasser gelangen zu lassen, war der Einsatz von entsprechenden Absaug- und Filteranlagen vorgeschrieben.

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Dieser Herausforderung nahm sich die SSB Fidan GmbH an.

Kernbohrungen Als erstes galt es, entlang der zu sägenden Breite drei Löcher mit einem Durchmesser von 200 mm und einer Tiefe von 25 cm zu bohren. Dies war nötig, um bei den späteren Querschnitten Überschnitte und dadurch eventuell entstehende Risse zu vermeiden. Die SSB Fidan GmbH verwendete zu diesem Zweck das Lissmac-Kernbohrsystem Drill-Jet, be-

stehend aus dem Bohrmotor CDM 33 W und dem Kernbohrständer CDR 372. Der leistungsstarke 3300-W-Motor ermöglicht Bohrungen bis zu 350 mm Durchmesser. Wobei die drei Getriebestufen eine optimale Drehzahlwahl, abgestimmt auf den jeweiligen Kernbohrdurchmesser, erlauben. Ausgestattet sind die Lissmac-Bohrmotoren allesamt mit Multitronic: Überlastschutz, integrierter Sanft-Anlauf und maximale Sicherheit durch elektronische und mechanische Überlastkupplung sowie zusätzlichen thermischen Überlastschutz.


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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Absaugsysteme Die bei der Bohrung entstandenen Bohrschlämme konnten prompt mit dem innovativen Saugsystem von K50 Innovation® entfernt werden. Der Wassersammelring saugte sich dabei allein durch den Unterdruck eines Nass-Trocken-Saugers an der Bohrstelle fest. Wasser und Bohrschlämme wurden mit dem Vorabscheider Protector 1.0 direkt abgesaugt und abgeleitet. Der Protector 1.0 nutzt dabei einen Nass-Trocken-Sauger, um das Schmutzwasser anzusaugen und mit der integrierten Pumpe abzufördern. Dieses System schont dabei den Sauger, da keine Flüssigkeiten in den Sauger gelangen. Der Filter wird nicht verschmutzt und verliert somit nicht an Saugleistung. Ein im Vorabscheider angebrachtes Netz filtert und sammelt grobe Teile, die sich dann leicht entfernen lassen. Bei der Baustelle in Friedberg leitete man das verschmutzte Wasser in eine Tonne, von wo aus das Schlammwasser in die Lissmac-Schmutzwasserfilteranlage SFA 400 gepumpt wurde. Die Trennung der Bohr-, Schneid- und Schleifschlämme vom restlichen Schneid-/Kühlwasser erfolgte dort mit Kammerfilterpressen. Die gepressten Schlamm-Filterkuchen

konnten dann als wiederverwendbare Abfall-/Reststoffe entsorgt werden. Das gereinigte Wasser wurde dem Regenwasser zugeführt, wobei dieses bei Bedarf auch als Kühlflüssigkeit für Bohrkronen/Sägeblätter hätte verwendet werden können.

mit der Absauganlage Vacuum-Wet 100. Die Schmutzwasserabsaugung entfernte den Schneidschlamm bereits während der Sägearbeiten schnell und einfach aus der Fuge. Daraus ergab sich zudem folgender positiver Effekt: Das Sägeblatt musste kein zusätzliches Material zerspanen, wodurch die Maschine effektiver arbeitete und sich die Sägeblattstandzeit erhöhte. Die mobile Absaugung ist mit dem entsprechenden Zubehör wie Sägeblattschutzhaube und Absaugschuh universell einsetzbar und wird selbstständig über einen Elektromotor bzw. Benzinmotor angetrieben. Das abgesaugte Schmutzwasser wurde wie bei den Kernbohrarbeiten der SFA 400 zugeführt und dort gefiltert. Die Anforderungen, die Arbeiten durchzuführen, ohne die anfallenden Bohrschlämme zu hinterlassen, und die Baustelle von Bohr- und Schneidschlämmen sauber zu halten, wurden allesamt erfüllt. Die Umwelt zu schonen und hohe Entsorgungskosten zu vermeiden, stand dabei im Vordergrund. Schlussendlich konnten die Arbeiten fristgerecht und zu vollster Zufriedenheit des Auftraggebers abgeschlossen werden.

Sägeschnitte Nach der perfekten Durchführung der Kernbohrarbeiten folgte anschließend die Trennung des Betonstücks. Die 40 m lange Fläche wurde mit einem 25 cm tiefen Schnitt gesägt. Hierfür kam der Elektrofugenschneider Compactcut 800 E von Lissmac zum Einsatz. Dieser ist mit seinen 22 kW nicht nur leistungsstark und mit überzeugender Technik ausgestattet, er ist auch überaus wendig und dadurch ideal für den Einsatz in Gebäuden geeignet. Das Kraftpaket von Lissmac ist mit einem Frequenzumformer ausgestattet, der eine stufenlose Einstellung der Drehzahl von 700 bis 2 700 1/min. ermöglicht. Diese stufenlose Anpassung an die optimale Schnittgeschwindigkeit, in Abhängigkeit von Durchmesser und zu trennendem Material, kann somit vom Anwender bequem am Bedienpult eingestellt werden. Ergänzt wurde der Compactcut 800

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Aufeinander abgestimmt: Fugenschneider Compactcut 800 E, Absauganlage Vacuum-Wet 100 und Filteranlage SFA 400.

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Gebohrt wurde mit dem Lissmac-Bohrsystem DrillJet-Ständer CDR 372 und dem Bohrmotor CDM 33W.

INFO Ausführende Firma: www. ssb-fidan.de Equipment: www.lissmac.com

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TUNNELSCHNITTE Modernisierung des Queen-Street-Tunnels in Glasgow, Schottland

Der Bahnhof Glasgow Queen Street ist der kleinere der beiden Hauptbahnhöfe in Glasgow und aufgrund seiner zentralen Lage der am drittstärksten frequentierte Bahnhof Schottlands. Das Passagieraufkommen von derzeit 20 Millionen pro Jahr bestätigt seine große Bedeutung für den regionalen Nahverkehr. Bis zum Jahr 2030 soll die Anzahl der Reisenden auf 28 Millionen pro Jahr steigen. Da der Bahnhof 1842 errichtet und zuletzt im Jahr 1917 renoviert wurde, wurden beeindruckende Umbaumaßnahmen angesetzt, um dem steigenden Passagieraufkommen gewachsen zu sein und um hochmoderne Schnellzüge mit optimaler Leistung betreiben zu können. Bis zum Jahr 2018 soll der Bahnhof Queen Street in mehre-

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ren Bauphasen modernisiert und erweitert werden.

Neue Infrastruktur Ziel der ersten Bauetappe war es, den Tunnel zu modernisieren, der sich am Beginn der Strecke Queen Street–Falkirk–Edinburgh befindet, und neue Hochspannungsleitungen zu installieren. Das Unternehmen Core Cut Ltd, ein schottischer Diamantbohr- und Fugenschnitt-Spezialist, wurde beauftragt, die Infrastrukturarbeiten durchzuführen. Die Herausforderung des Projektes lag darin, innerhalb von rund 100 Tagen die 500–750 mm dicke Betonverkleidung des Tunnels abzutragen und anschließend auf einer Strecke von 1,8 km zu er-

neuern sowie 4 km Schienen neu zu verlegen. Corecut begann rund zwei Jahre vor dem offiziellen Baustart im März 2016 mit den intensiven Planungs- und Vorbereitungsarbeiten. Für dieses herausfordernde Projekt verwendete Corecut mehrere Baumaschinen von Tyrolit Hydrostress und Diamantwerkzeuge von Tyrolit.

8 500 Kernbohrungen Im ersten Schritt wurden die Betonplatten von Boden und Wand entfernt. Dazu wurden rund 8 500 Löcher mit einem Durchmesser von 112 mm und einer Tiefe von 500 mm in den Boden gebohrt, um anschließend die bestehenden Betonelemente mithilfe des hydraulischen


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

Im letzten Schritt wurden die neuen Betonplatten und Schienen verlegt. Während der Baumaßnahmen vom 20. März bis 26. Juni 2016 wurde der Tunnel komplett gesperrt, sodass über 150 Mitarbeiter rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche arbeiten konnten. Die Infrastruktur-Arbeiten am Tunnel konnten aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit von Tyrolit und Corecut einige Tage früher als geplant abgeschlossen und die Wiedereröffnung konnte planmäßig am 8. August 2016 gefeiert werden. Zudem wurde das budgetierte Investitionsvolumen von 60 Millionen Pfund eingehalten. Im Jahr 2017 sollen in einer nächsten Bauphase der Bahnhof Glasgow Queen Street und seine Plattformen modernisiert werden.

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Antriebssystems AU inklusive Abpresswerkzeugen rückzubauen. Um die Betonplatten auf dem rund 2,75 km langen Wandabschnitt zu entfernen, waren weniger tiefe Schnitte erforderlich. Für diese Arbeiten verwendete Corecut die Wandsäge WSE1217*** von Tyrolit.

3 672 m Schnitte Die Hauptabbrucharbeit erfolgte in einem zweiten Schritt. Zur Demontage

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der Bodenplatten und zum Abriss des Mauerwerks zur seitlichen Erweiterung der Bahntrasse wurden auf einer Länge von rund 3 672 m Schnitte mithilfe des Fugenschneiders FSD1274***und der Wandsäge WSE 2226*** von Tyrolit in den Boden gefräst. Mit der Wandsäge entfernte Corecut vor allem die Sockel neben den Schienen, da der Fugenschneider zu breit war, um an diese Stellen heranzukommen. Insgesamt wurden dazu rund 10 000 t Beton abgetragen.

INFO Ausführende Firma: www.corecut.co.uk Equipment: www.tyrolit.com

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Entfernung der Betonplatten am Boden mittels TyrolitWandsägen.

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Drei Bohrgeräte sind hier im Einsatz für insgesamt 8 500 Kernbohrungen.

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BEENGTE VERHÄLTNISSE HERCEG schneidet Balkone an der Sparkasse Blankenloch

Im Zuge von Umbauarbeiten an der Filiale der Sparkasse Blankenloch, nahe Karlsruhe, mussten zwei Balkone entfernt werden. Die zwei übereinanderliegenden Balkone hatten eine Gesamtmasse von über 6 t. Der obere lag in 9,5 m und der untere in 4,5 m Höhe. Die Herausforderung bestand darin, dass die Stadtbahn nur 3 m entfernt von

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der Arbeitsstelle verlief und alle 30 min ihre Fahrt am Objekt vorbeiführte. Die Hochspannungsleitung dieser Stadtbahn verlief ebenfalls direkt über der Strecke. Präzises, hochkonzentriertes und sauberes Arbeiten war unabdingbar. Die Spezialisten der Firma Herceg GmbH, Bohr- und Sägetechnik aus Bruchsal, wurden beauftragt, diese Ar-

beiten durchzuführen, da sie für solche Herausforderungen, ihr Fachwissen und extrem sauberes Arbeiten dem Auftraggeber bekannt waren.

Nur am Wochenende Die Zeitvorgabe betrug zwei Tage, Samstag von 8 bis 17 Uhr und Sonntag

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

von 8 bis 15 Uhr. Diese Vorgabe musste unbedingt eingehalten werden, da die Filiale – die einzige am Ort – am Montag früh ihre Tore wieder öffnen musste. Nach umfangreichen Wasserschutzmaßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen wurde ein spezieller mobiler Kran eingesetzt. Dieser hatte extrem kleine Maße, sodass er direkt vor der Fassade platziert werden und die Stadtbahn sowie Hochspannungsleitung nicht gefährden konnte. Der Einsatz eines größeren Autokrans von der anderen Straßenseite aus war nicht möglich, da die Gaube vom Gebäude hier im Weg gewesen wäre. Zudem wäre das Stahlseil in einem ungünstigen Winkel verlaufen, sodass die Abbruchmassen nicht sicher hätten herausgehoben und abtransportiert werden können. Es konnte pünktlich mit den Arbeiten begonnen werden. Die Kernbohrungen für den Abtransport der Abbruchmassen wurden sehr schnell mit Weka-Bohrmotoren realisiert. Die Sägearbeiten wurden mit einer Wandsäge der Firma Tyrolit und extrem schnittfreudigen Sägeblättern ausgeführt. Trotz hoher Eisenschnittflächen gelang es so unserem ausgebildeten Personal, die Arbeiten fachgerecht, schnell und präzise zu erledigen. Auch die Fassade wurde sauber gehalten. Die Firma Herceg GmbH hat den Zeitplan, sehr zur Freude des Auftraggebers, exakt eingehalten und die Sparkasse konnte am Montagmorgen pünktlich geöffnet werden.

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Die Baustelle „Sparkasse“ ist eingerüstet.

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Wenig Platz zwischen Gebäude und Stadtbahn.

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Während gerade ein Betonteil abgehoben wird, ist die Tyrolit-Wandsäge im Einsatz.

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

DECKENÖFFNUNG: 160 X 30 METER

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SSB Fidan sägt auf der Theresienhöhe Das Einkaufszentrum Theresienhöhe München ist derzeit eine der größten Baustellen in der Stadt. Der Auftragswert liegt allein für die Bohr- und Sägearbeiten im sechsstelligen Bereich. Eine besondere Herausforderung bestand im Ausbau von drei Deckenöffnungen – bis zu 160 m lang, 30 m breit, teilweise mit Unterzügen bis zu 1,3 m Stärke. Diese wurden in 5-Tonnen-Blöcke zerlegt. Da der Ausbau nur von oben möglich war, kamen hier K50-Betonanker und Abhebevorrichtungen zum Einsatz. Vor dem Einsatz wurden vor Ort mit allen Verantwortlichen Auszugswerte erstellt, um die Belastbarkeit der Betonanker sicherzustellen. Bei der vorhandenen Betongüte konnten bis zu 10 t Belastbarkeit pro Anker ermittelt werden. Daraufhin fiel die Entscheidung, die Teile nach diesem Prinizp auszubauen. Es kamen sämtliche Produkte der K50-innovation zum Einsatz: Die Betonanker und Abhebevorrichtungen

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zum Ausbauen der Teile, die bewährten Wassersammelringe zum Absaugen des Bohr- und Sägewassers und der Protector 1.0, der mittlerweile in neuem Design erstrahlt und technisch verbessert wurde, um die Schlammmassen unter Kontrolle zu halten. Aufgrund der Größe des Auftrags wurde auch auf Kollegen aus der BBS-Branche zurückgegriffen. So trug Firma KeKe Bohr- und Sägetechnik GmbH aus München dazu bei, den Baufortschritt zu gewährleisten. Gleichzeitig liefen bis zu drei Seilsägeeinheiten, mehrere Wandsägen, Fugenschneider und Kernbohrgeräte, wobei SSB Fidan GmbH von Husqvarna mit hervorragendem Equipment unterstützt wurde. Von der Qualität und Effizienz der K50-Produkte kann man sich auch dieses Jahr wieder vom 23. bis 25. März auf der BeBoSa in Willingen überzeugen. Das Team der K50 freut sich auf Ihren Besuch im Außengelände und in der Halle am Stand 2S36.

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Abtrennen der Unterzüge mit Seilsägen.

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Fugenschneider für das Schneiden der Deckenplatten.

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Drei ausgebaute Deckenfelder bereit für den Abtransport.

INFO www.ssb-fidan.de www.ke-ke.de www.k50-online.de

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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BRÜCKE DURCHBOHRT D-Drill rettet den Fahrplan

Die Eisenbahnbrücke in Barrow, nahe Leicestershire, war nach einem Unwetter schwer beschädigt und drohte einseitig zusammenzubrechen. Unter der Brücke führt die wichtige Hauptroute der Eisenbahngesellschaft AMCO von der Ostküste nach London hindurch. Die Folge war, dass die Züge ab sofort nur noch im Schritttempo die Brücke passieren konnten. Für eine schnelle Brückenreparatur war Eile war geboten, damit der Zugverkehr wieder planmäßig rollen konnte. Das Sanierungskonzept sah vor, zahlreiche Kernbohrungen im Winkel von 15° durch die 6,50 m breite Brücke zu bohren und mit Gewindeankern zu sichern. Die Spezialisten der Niederlassung Midland von D-Drill wurden von AMCO im Auftrag von Network Rail beauftragt, mit den Arbeiten umgehend zu beginnen. Branch-Manager Dave Platts: „Wir

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standen unter hohem Zeitdruck, da die Brücke auch für den Autoverkehr gesperrt war, aber die einzige Hauptstraße zur Ortschaft Barrow ist.“ Das Material hinter der Bruchsteinwand war unbekannt. Nach der ersten Bohrung war klar, dass der Hohlraum mit toniger Erde verfüllt ist.“ „Das war unangenehm zu durchbohren, da der Ton ständig nachsackte und enorme Reibungskräfte auf der Bohrkrone erzeugte“, so Dave Platts weiter, „aber nachdem wir ununterbrochen – auch in der Nacht – gearbeitet hatten, war der Job am nächsten Tag erledigt. Die nachfolgende Firma konnte die Ankerstangen jetzt einbauen und verpressen und der Verkehr wurde auf und unter der Brücke wieder freigegeben. Unser Kunde AMCO war mit unserem schnellen Job sehr zufrieden. Jetzt weiß er, dass er sich auf D-Drill verlassen kann.“

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Sanierungsfall: Eisenbahnbrücke in Barrow.

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Alle Bohrungen erfolgen vom Gerüst aus.

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Drei D-Drill-Einsatzfahrzeuge.

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Drei Maschinen sind gleichzeitig im Einsatz.

INFO www.d-drill.co.uk

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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FUNDAMENT-RÜCKBAU Void AB wurde mit Demolition Award 2016 ausgezeichnet

Unser Auftraggeber, die Ovako Steel AB, ist ein führender schwedischer Stahlhersteller und beliefert Kunden in der europäischen Stahl- und Automobilindustrie. Für die Errichtung eines neuen Ofens für das Stranggießen musste in einer Ovako-Anlage das bestehende Betonfundament demontiert und verstärkt werden, um die Anforderung des neuen Ofens zu erfüllen.

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Unsere Aufgabe war es, Teile der alten Betonfundamente abzutrennen und auszubauen sowie Bohrungen für die Anschlussbewehrung zwischen altem und neuem Beton herzustellen. Weitere Voraussetzungen für unsere Arbeiten: • Die unteren Teile der Betonfundamente des alten Ofens sollten erhalten bleiben und als Grundlage für das neue Fundament verwendet werden.

Daher war es wichtig, dass eine solide Basis verblieb und nicht durch den Demontageprozess verletzt wurde. Die Verwendung von Meißelhammern war strikt untersagt. • Das Fundament lag teilweise unter dem Grundwasserspiegel. • Wir hatten ursprünglich elf Tage für unsere Arbeiten kalkuliert, aber der Zeitplan unseres Kunden zwang uns,

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BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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den Job innerhalb von nur sechs Tagen durchzuführen. Wir haben die Aufgabe in fünf Tagen geschafft!

Wichtig: Gute Vorbereitung Ein wichtiger Grund für den reibungslosen Ablauf der Demontage war unsere Vorbereitung auf diesen Job: Schon sechs Monate vor Beginn der Arbeiten hatten wir Probebohrungen in den Fundamenten hergestellt, um die Probekerne zu analysieren und damit Betongüten, Bewehrung und genaue Abmessungen herauszufinden. Auch die Zusammenarbeit mit der Baufirma NCC, die die anschließenden Betonarbeiten ausführte, war hervorragend. Das war

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die Voraussetzung dafür, dass Präzision, Effizienz und Sicherheit gewährleistet waren und durch die Auswahl der richtigen Geräte ein reibungsloser Ablauf ohne Beeinträchtigung der Produktion des Stahlwerks stattfand. Wir wählten eine Kombination aus Bohrgeräten, Wand- und vor allem Seilsägen. Die größte Herausforderung war die Planung und Koordination der Arbeiten und der Logistik am Standort. Vor allem die Sicherheit durch das Hantieren mit tonnenschweren Betonklötzen war einer unserer wichtigsten Aspekte.

allerdings vor Aufgaben, die unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen und ganz spezielle Lösungen erfordern. Für dieses Projekt wurden wir mit dem schwedischen Demolition Award 2016 ausgezeichnet, auf den unsere Firma, die Void AB, sehr stolz ist. Während dieses Projekts haben wir viel gelernt und mit diesem Bericht möchten wir unsere Erfahrungen mit Ihnen teilen.

Anders Andersson Inhaber von Void AB

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Die Helden der Baustelle vor ausgebauten Betonteilen.

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Der erste Block vom Basisfundament wird abgehoben.

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Betonblöcke werden auf der Deponie abgeladen.

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Horizontaler zweiter Seilsägeschnitt.

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Ein weiteres Betonteil wird abgehoben.

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Block des unteren Teils des Betonfundaments.

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Ausgebohrter Pfeiler/ Bodenplatte wird abgehoben.

Demolition Award 2016 Für einen erfahrenen Bohrunternehmer sind viele Projekte routinemäßige und alltägliche Jobs. Ab und zu stehen wir

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INFO www.voidab.se

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

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TURM ABGESÄGT GS Betontrenntechnik baut Antennenturm in Saarbrücken zurück

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Saarbrücken ist um eine Landmarke ärmer. Der alte Antennenturm auf dem Gelände des Polizeipräsidiums wurde wegen der Umstellung auf Digitaltechnik nicht mehr gebraucht. Der rund 100 m hohe Stahlbetonturm stand seit 1988 und diente der analogen Funkübertragung. Da sich unter dem Turm eine Tiefgarage befand, schied eine Sprengung oder ein Abbruch mit Baggern aus. Stattdessen entschied man sich für einen segmentweisen Rückbau mittels Seilsägetechnik.

Die Gründer Hier kamen die Spezialisten der GS Betontrenntechnik GmbH aus dem nahen Blieskastel ins Spiel. „Wo Beton im Weg ist, da müssen wir ran“, so der Slogan

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der noch jungen Firma, die 2013 von den beiden Geschäftsführern Tobias Grün und Sven Schmidt nach langjähriger Erfahrung als angestellte Betontrenntechniker gegründet wurde.

Das Konzept Der 100 m hohe Turm wurde zunächst bis auf 80 m Höhe eingerüstet. Dann erfolgten jeweils vier Kernbohrungen, um die maximal 35 t wiegenden Turmsegmente an den Autokran hängen zu können. Mit Hilfe einer Tyrolit-Seilsäge erfolgte anschließend der umfängliche Seilsägeschnitt und das Abheben durch den 750-t-Autokran. Dann wurden die Aufhängelöcher für das folgende Segment gebohrt und das Gerüst bis zum nächsten Trennschnitt zurückgebaut. Auf dem Boden wurden die Betonteile


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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per Stemmbagger zerkleinert, sortiert und abgefahren. „Erschwerend kam hinzu, dass das oberste Teil nicht eingerüstet wurde“, so der Geschäftführer Tobias Grün, „daher mussten wir die obersten Kernbohrungen von einem Krankorb ausführen.“ Der gesamte Rückbau dauerte insgesamt zwei Wochen und wurde zur volls-

ten Zufriedenheit des Auftraggebers erledigt. „Pro Schnitt haben wir knapp drei Stunden gebraucht, hatten allerdings auch jeweils vier Stunden Wartezeit, bis das Gerüst zum nächsten Abschnitt zurückgerüstet war“, so Tobias Grün abschließend.

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Der Turm ist eingerüstet und die Autokräne sind aufgebaut.

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Die oberste Aufhängung wird vom Krankorb aus gebohrt.

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Kernbohrungen mit Hiltimaschine für Aufhängung.

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Oberster Seilsägeschnitt mit Tyrolit-Seilsäge.

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Ein weiteres Turmsegment liegt am Boden.

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Geschafft: das unterste Segment wird abgehoben.

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INFO www.gs-betontrenntechnik.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

DIE TREPPE MUSSTE WEICHEN Beton Bohr Reutlingen knabbert mit Brokk in der sechsten Etage

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Bei Umbauarbeiten in einem Mehrfamilienhaus war geplant, die vorhandene massive Treppenanlage abzubrechen und durch eine leichtere zu ersetzen. Der Wunsch des Architekten und des Bauherrn war es, die Abbrucharbeiten so geräuscharm wie möglich auszuführen.

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Brokk 60 mit angebauter Darda-Abbruchzange.

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Zunächst wird die Brüstung abgeknabbert.

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Der Abbruchbagger fährt mit Gummiketten die Treppe hinauf.

INFO www.betonbohr.de

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Das wassergekühlte Sägen mit Diamantwerkzeugen schied aus, da es für vorhandene Deckendurchbrüche und die Isolierung unter dem Estrich eine nicht kalkulierbare Feuchtigkeitsproblematik gebracht hätte. Die zu den Beratungen hinzugezogene Firma Beton Bohr Reutlingen unterbrei-

tete den Vorschlag, die anstehenden Arbeiten mit einem Elektroabbruchbagger mit hydraulischer Betonzange durchzuführen. Den entsetzten und fragenden Blicken der Bauherrschaft und Architekten war anzusehen, dass sie sich nicht vorstellen konnten, wie ein Bagger in den sechsten Stock kommen sollte. Erst Bilder von bereits ausgeführten Arbeiten dieser Art brachte ein Leuchten in die Augen des Bauherrn und der Auftrag wurde erteilt. Mit dem kleinen, leichten und leistungsstarken Brokk 60 war auch die optimale Maschine für diesen Einsatz im Haus vorhanden. Der Personenaufzug mit 630 kg Traglast war für den Transport in die oberste Etage ausreichend. Oben angekommen, ging es über Fliesen- und Teppichböden weiter zum Einsatzort. Mühelos stieg der Brokk mit den Gummiketten über die zweiläufige Treppe mit Podest in die Penthousewohnung. Ohne sichtbare Kraftanstrengung gruben sich die Stahlzähne der Betonbeißzange in den bewehrten Beton und lie-

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ßen ihn zerbersten. Sowohl der Bauherr als auch der Architekt war von dem gebotenen Schauspiel begeistert. Zunächst die Brüstung und anschließend Stufe für Stufe wurde die Treppe in kleine Stücke gebrochen. Binnen zwei Tagen war die Treppenanlage komplett zurückgebaut. Der Betonschutt wurde mit Eimern und Rollwagen über den Aufzug aus dem Gebäude gebracht und abtransportiert. Abgebrochen und entsorgt wurden rund 6 t Stahlbeton. Nachdem die Arbeiten beendet waren und die Maschine verladen war, kam ein Mieter und fragte, wann denn endlich mit den Abbrucharbeiten und dem Lärm begonnen würde. Als dem ungläubig dreinschauenden Mann erklärt wurde, dass der Job bereits erledigt ist, war sein Kommentar: „Diese Firma werde ich mir merken ...“

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

SCHWIMMBADSANIERUNG Herceg setzt auf Werkzeuge von Goldschmidt

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Das Walzbachbad in Weingarten/Baden sollte ein neues Edelstahlschwimmbecken bekommen. Dazu musste der Beckenrand des alten Schwimmbeckens angepasst werden. Auch mussten neue Anschlüsse für die Wasserzuführung, die Scheinwerfer und diverse Massagedüsen hergestellt werden. Die Fa. Herceg GmbH, Bohr- und Sägetechnik aus Bruchsal, wurde damit beauftragt, da sie dem Auftraggeber bestens bekannt war für termin- und fachgerechte saubere Arbeit. Nach Planung, umfangreicher Vorbereitung und exaktem Einmessen der Sägeschnitte mittels Nivelliergerät konnte pünktlich mit den Arbeiten begonnen werden. Es war ein Zeitfenster von zehn Arbeitstagen vorgesehen, dieses musste unbedingt eingehalten werden, da der Liefertermin für das neue Edelstahlbecken feststand.

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Rings um das alte Becken musste zunächst auf rund 120 m die Abwasserrinne herausgetrennt werden. Dies wurde mit einem Wakra-Fugenschneider und den sehr schnittfreudigen Diamantsägeblättern der Goldschmidt Diamantwerkzeuge GmbH des Typs Goldcut FX/2 mit sehr weicher Bindung durchgeführt. Anschließend wurden die Betonteile herausgehoben und in bauseits gestellte Container mit strikter Trennung der Materialien abtransportiert. Es folgte der Beckenrand, der rundum mit einem durchgehenden Sägeschnitt horizontal und vertikal abgetrennt wurde bis zu einer Tiefe von 50 cm. Hierfür benutzten wir eine elektrische Wandsäge, Typ WX 12/17 von Tyrolit. Als Werkzeuge wurden Diamantsägeblätter von Goldschmidt, Typ WX 2/2, eingesetzt. Hier wurde der Schwerpunkt auf hohe Schnittfreudigkeit und weniger auf lange Standzeit gelegt, da der Beckenrand mit hohem Stahlanteil und hoher Dichte des Betons eingebaut war. Der rasante Fortschritt und die Schnittigkeit der Sägeblätter trotz hoher Eisenschnittflä-

chen waren beeindruckend. So konnten die kompletten Sägearbeiten des Beckenrandes mit über 300 Schnittmetern innerhalb von vier Arbeitstagen durchgeführt werden. Parallel dazu liefen noch zahlreiche Kernbohrarbeiten mit Bohrmotoren Weka SR35/DK52 und Hilti DD500. Zu bohrende Durchmesser von 102 bis 600 mm sowie mehrere kleinere Öffnungen für den Einbau der Skimmer wurden ebenfalls mit Perforationsbohrungen realisiert. In allen Fällen kamen Diamantbohrkronen BX1/3 mit Arix Pattern Technology der Firma Goldschmidt zum Einsatz. Beeindruckend hierbei war die gute Harmonie zwischen den eingesetzten Bohrmotoren und dem Diamantwerkzeug, gepaart mit dem schnellen Bohrfortschritt. Die kompletten Bohr- und Sägearbeiten konnten in neun Arbeitstagen der Gemeinde Weingarten besenrein übergeben werden. Somit konnte das neue Edelstahlbecken termingerecht zu vollster Zufriedenheit der Beckenbauer passgenau eingesetzt werden.

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Tyrolit-Wandsäge im Einsatz am Beckenrand.

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Diverse Kernbohrungen für Scheinwerfer, Wasserund Massagedüsen.

INFO www.herceggmbh.de


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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

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GLANZVOLLER AUFTRITT Eventhalle im „Industrieflair“ durch geschliffenen Beton

Messen, Modenschauen, Präsentationen und andere glamouröse Events, an denen oftmals Tausende Menschen teilnehmen – das alles belastet sogar einen Betonboden! Bei den vielfältigen Veranstaltungen in den „Alten Schmiedehallen“, einer Eventlocation des Areals Böhler in Düsseldorf, ist ein extrem widerstandsfähiger Fußboden Voraussetzung. Mit den richtigen Schleifmaschinen und -pads sowie einer effektvollen Versiegelung von Seelbach International wurde der Betonboden wieder auf Vordermann gebracht und für alle künftigen Herausforderungen gerüstet. Das Areal Böhler ist ein Gewerbegebiet in Düsseldorf. Dort finden sich Unternehmen verschiedenster Branchen, beispielsweise aus dem Stahlbau, der Gebäude- und Kanalisationstechnik sowie Cateringfirmen und Architekturbüros. Auch internationale Konzerne wie die Böhler-Uddeholm-Gruppe und die

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Voestalpine Edelstahl GmbH haben sich für eine deutsche Niederlassung an diesem Standort entschieden. Besonders die „Alten Schmiedehallen“ der Anlage haben einen ganz speziellen Charme: Die historischen Stahlträger des Gebäudes sind noch immer im Originalzustand von 1914 erhalten und im Zusammenspiel mit der großflächigen Industriekulisse ein echtes Schmuckstück in der Region.

Alter Industriecharme trifft auf moderne Events Heute werden die ehemaligen Produktionshallen vom Areal Böhler Locationmanagement als Veranstaltungsort für Messen und Events vermietet. Bis zu 3 900 Personen haben darin Platz. Die „Alten Schmiedehallen“ sind somit Schauplatz für die verschiedensten Szenarien: ob nun moderne Sportwagen

und SUVs von begeisterten Autofans bestaunt werden, auf der Hochzeitsmesse unzählige Stöckelschuh-Paare umherlaufen oder bei einem Firmenjubiläum auf der Tanzfläche stundenlang getanzt wird. Durch wechselnde Druckbelastungen und Bewegungen sowie den ständigen Auf- und Abbau der unterschiedlichen Messestände und von sonstigem Ausstattungszubehör wurde der Betonboden deshalb in den letzten Jahren stark abgenutzt. Infolgedessen entschied sich der Vermieter der Veranstaltungshalle für eine Rundum-Erneuerung, um sie für die kommenden Anforderungen zu rüsten. Dazu gehörte unter anderem die Sanierung des Bodens, um die Halle wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dafür wurde der Beton mit Bodenschleifmaschinen und Polaris-NGS-Diamantpads von Seelbach International aus Renne-


BAUSTELLEN UND PROJEKTE

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rod abgeschliffen, poliert und abschließend mit dem Vergütungsmittel TK6TM NanoCoat glänzend versiegelt.

Schleifmaschine beseitigt Verunreinigungen restlos Thomas Wolf, Geschäftsführer von Seelbach International: „Die bereits vorhandene Versiegelung, die den Boden in den letzten Jahren optimal vor Verunreinigungen und Schäden geschützt hat, konnte keinen vollständigen Schutz mehr gewährleisten. Für den 8 000 m2 großen Boden kamen deshalb unsere Schleifmaschinen zum Einsatz.“ Der Elektromotor des ergonomischen Profigeräts versetzt die unterhalb angebrachten Werkzeuge in eine Drehbewegung, sodass diese als „Planeten“ rotieren: Dabei dreht sich in der Mitte eine große Schleifscheibe, während sich zwei kleinere Satellitenscheiben in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Auf diesen Scheiben werden die Schleifbzw. Polierköpfe angebracht. Mit der leistungsstarken Maschine und den richtigen Schleifscheiben lassen sich Unebenheiten ausgleichen sowie Reste von vorherigen Versiegelungen ganz schnell und mit wenig Kraftaufwand entfernen. „Perfekt für die Bodensanierung sind die teilelastischen Polaris-NGS-Diamantpads. Denn bei einer unebenen Oberfläche ist es oft sehr schwierig, eine perfekt durchgängige Politur zu er-

reichen. In solch einem Fall schleifen sie den Beton deutlich effektiver als starre Systeme“, so Thomas Wolf. Die NGSPads gibt es in verschiedenen Körnungen, von 30 bis 3 000 und sie sind damit vom Grobschleifen bis zum Hochglanzpolieren vielseitig nutzbar. Mit einer groben Körnung wurde zunächst eine feine obere Schicht trocken abgetragen und somit Verschmutzungen, Kratzer sowie Klebe- und Farbrückstände im Betonboden beseitigt. Anschließend kamen NGS-Pads mit feinerer Körnung zum Einsatz, sodass aus dem kratzerfreien Bodenbelag eine glänzende Oberfläche entstand. Thomas Wolf: „Das umweltfreundliche Schleifund Poliersystem entfernt gründlich alle unerwünschten Verunreinigungen und bereitet den Boden optimal auf die nachfolgenden Behandlungen vor.“

Effektvolle Versiegelung schützt optimal Auf dem abgeschliffenen und polierten Boden der Eventhalle setzten die Bodenexperten anschließend TK6TM NanoCoat von Seelbach International zur Oberflächenvergütung ein. Gleichmäßig auf dem Boden aufgetragen, legt sich das umweltfreundliche Versiegelungs- und Beschichtungsmittel wie eine Schutzschicht auf die Oberfläche und sickert dank seiner „Nanomoleküle“ optimal in die Poren des Betons. Dies verdichtet und verfestigt die Ober-

fläche und schützt den Boden perfekt vor Abrieb. Zudem ist die Einkomponentenbeschichtung schmutz- und wasserabweisend sowie hochbeständig gegen Ausblühungen und Alkali-Silikat-Reaktionen. Der Vermieter der „Alten Schmiedehallen“ entschied sich für die glänzende Ausführung von TK6TM NanoCoat. Die Oberflächenbehandlung sorgte dafür, dass der natürliche Farbton des Betons zurückkehrte und nun durch die hohe Porendichte auf längere Sicht sichergestellt wird. Nach zweimaliger Applikation von TK6TM NanoCoat ist die Tragschicht des Bodens zudem viel widerstandsfähiger, sodass dem Kunden mit der richtigen Pflege künftig teure Aufbereitungen erspart bleiben. „Damit hat er seinen Betonboden nicht nur langlebiger und belastbarer gemacht, sondern auch optisch enorm aufgewertet! Außerdem lässt sich der strapazierfähige Boden ganz leicht reinigen – so zeigt er sich auch langfristig in strahlendem Glanz. Insgesamt ein effektvoller Oberflächenschutz, der den Raum sichtlich erhellt und vor allem bei festlichen Veranstaltungen die besondere Atmosphäre nochmals unterstreicht“, so Thomas Wolf.

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Mit Bodenschleifmaschinen und Polaris-NGS-Diamantpads wurde eine Fläche von 8 000 m2 mit wenig Kraftaufwand abgeschliffen.

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Nun ist der Betonboden nicht nur langlebiger und belastbarer, er wurde auch optisch enorm aufgewertet: Durch den Glanzeffekt wird mehr Licht reflektiert, sodass die „Alten Schmiedehallen“ noch festlicher erscheinen.

INFO www.seelbach-international.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

GÖLZ „SCHLAMMLUX“ - Serie SFP3L, SFP8L und SFP647 Seit 2007 die Nummer 1 im Schlammrecycling beim Betonbohren und –Sägen und beim Betonschleifen. Ob für die täglich wechselnde Baustelle – SFP3L -, die Dauerbaustelle mit zentraler Schlammlogistik – SFP8L – oder die Großbaustelle mit hohem Schlammaufkommen und für Betonwerke – SFP647 -; wir haben die passende Lösung für Ihre Schlammlogistik. Alle Modelle sind zu 100% Druckluft gesteuert. Keine Handpumpen, wartungsarme Technik, hohe Mobilität.

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

GOODBYE, FÄUSTEL! Neuer werkzeugloser Bohrkronenanschluss auf der BeBoSa 2017

Der erfahrene Betonbohrer weiß sicherlich sofort, was sich der Fotograf bei dem rechten Foto gedacht hat: Um eine festgefahrene Bohrkrone vom Motor zu lösen, bleibt oft das einzige archaische Hilfsmittel: Fäustel und zwei 41er-Maulschlüssel. Bereits vor sieben Jahren, im Sommer 2010, haben sich die Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden auf einer gemein-

Der neue Anschluss: 6-fach-Polygonprofil.

Motor und Bohrkrone getrennt.

samen Sitzung gedacht: das kann doch nicht die Lösung in der modernen Diamantbohrtechnik mit immer leistungsstärkeren Motoren sein! Die 1¼“-UNC-Gewindemuffe ist eine alte amerikanische Grobgewindenorm, die sich als Bohrkronenanschluss schon bei den ersten Tiefbohrungen Mitte des 20. Jahrhunderts z. B. in der Erdölindustrie etabliert hatte. Da er sich bewährte, wurde dieser Anschluss auch für

die neuen Betonbohrkronen, die Ende der 60er-Jahre erstmalig auf den Markt kamen, verwendet und wird bis heute weltweit benutzt. Die Initiative der Verbände, federführend gefördert durch den Fachverband Betonbohren und -sägen, hieß also: Wir entwickeln einen neuen Bohrkronenanschluss, der einen werkzeuglosen Schnellwechsel der Bohrkronen erlaubt. Mit diesem anspruchsvollen und komplexen Vorhaben wandte sich der Fachverband an die Industrie und deren Herstellerverband VDMA. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, dem auch die meisten Bohrgeräteherstelle angehören, bildete eine Arbeitsgruppe, die sich dieses Themas annahm.

Präsentation auf der BeBoSa Nach vielen Sitzungen, mehreren Alternativen und zahlreichen Tests durch mehrere Dienstleistungsbetriebe entschied sich die Arbeitsgruppe für ein System, das jetzt erstmalig auf der Fachausstellung BeBoSa 2017 präsentiert wird. Die Besucher können sich über den neuen Bohrkronenanschluss – einen konischen 6-fach-Polygonprofilanschluss – auf dem Stand des Fachverbandes ausführlich informieren und ihn auch auf dem Freigelände selber testen.

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TECHNIK

Die Vorteile • Leichtes Lösen der Bohrkrone ohne Werkzeug. Ergonomische Montage und Demontage der Bohrkrone. Dadurch werden Anwender und Maschine geschont. Geringere Verletzungsgefahr. • Hohe Drehmomente werden spielund vibrationsfrei übertragen. • Gute dynamische Eigenschaften durch hohe Rundlaufpräzision. • Sehr kurze Bauweise und geringes Gewicht. • Selbstzentrierung. • Einfache Reinigung, da keine Vertiefung wie bei einem Gewinde. • Beim waagerechten Bohren ist die Bohrkrone auf der Spindel auflegbar. Beide Hände sind frei, um die Mutter zu schließen.

6-fach-Polygon-Adapter.

Bis die Motoren- und Bohrkronenhersteller dieses System serienmäßig anbieten, können die Anwender einen 6-fach-Polygon-Adapter benutzen.

INFO

Zubehör v. l. n. r.: Bohrkronenverlängerung, Sechslochflansch, Bohrkronenmuffe zum Einschrauben in das Bohrkronenrohr.

www.fachverband-bohren-saegen.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

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BOHREN OHNE DIAMANT EIV – Bohrungen mit dem Elektro-Impuls-Verfahren

Das Bohren von Hartgestein ist mit Verschleiß, geringer Bohrgeschwindigkeit und hohen Kosten verbunden. Die konventionelle mechanische Bohrtechnologie bietet hier nur noch begrenztes Verbesserungspotenzial, sodass neben neuen Materialien für Bohrmeißel auch neue Bohrprozesse etabliert werden müssen. Ein gemeinsames Forschungsprojekt von TU Bergakademie Freiberg, TU Dresden, Bauer Maschinen GmbH und Werner Industrielle Elektronik hat zum Ziel, den Laborprototyp eines Bohrkopfes auf der Basis des Elektroimpulsverfahrens (EIV) zu entwickeln und zu

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erproben. Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), ist dazu ein Versuchsstand in Dresden entstanden, an dem diese Technologie erprobt wird.

Elektroimpulse Das Verfahren zerstört das Gestein mittels elektrischer Explosionen im Inneren des Gesteins. Es werden elektrische Spannungen von bis zu 600 kV verwendet. Der Prozess wurde bereits im Sandstein, Kalkstein, Granit, Basalt

und in verschiedenen Erzen erfolgreich erprobt. Es konnte gezeigt werden, dass das Prinzip auch unter höheren Drücken von bis zu 100 bar und Temperaturen bis 70° C funktioniert. Die Erzeugung der Elektroimpulse erfolgt direkt im Bohrloch. Dazu wird ein mehrstufiges System, bestehend aus Bohrmotor, Getriebe, Generator, Transformator, Gleichrichter, Impulsgenerator und Elektrode, benötigt. Alle Komponenten müssen in den Bohrstrang integrierbar sein und den harten Bedingungen im Bohrloch standhalten. Eine der größten Herausforderungen für

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TECHNIK

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system zu entwickeln, das ähnlich einem konventionellen Bohrmeißel gewechselt werden kann und ansonsten keine Veränderungen am Bohrstrang bzw. an der Bohranlage benötigt.

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Elektroimpulse zerkleinern das Gestein.

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Das fertige Bohroch in einem Granitquader.

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Das Verfahrensprinzip.

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Schema des Versuchsstandes.

INFO die elektronischen Komponenten stellt die hohe Temperatur von bis zu 200° C dar, die in einer Geothermiebohrung erreicht werden kann. Der für eine 12¼“-Bohrung realisierte Bohrkopf wird gegenwärtig im Labor eingehend erprobt und optimiert. Dieser besteht aus den Abbauelektroden, der Stoßspannungsquelle und einem elektrischen Gleichrichter für die Ladespannung. Es wird davon ausgegangen, dass ein Bohrfortschritt von mindestens 2 m/h in Granit (> 230 MPa) bei einer geschätzten Lebensdauer von 500 h erreicht werden kann. Im aktuellen Projektstand wurde bereits ein Bohrfortschritt von ca. 1 m/h an einem Funktionsprototypen nachgewiesen. Prinzipiell ist für das Verfahren kein Andruck notwendig. Es muss lediglich ein Kontakt zwischen den Abbauelektroden und der Bohrlochsohle bestehen. Dadurch kann bspw. die Reichweite langer horizontaler Bohrungen deutlich erhöht werden. Die Bohrlochreinigung erfolgt derzeit mit einer konventionellen ölbasischen Bohrspülung. Der Einsatz einer wasserbasischen Spülung ist geplant, wozu bereits erste Vorversuche erfolgt sind. Im nächsten Schritt soll eine an die Bedingungen im Bohrloch angepasste Spannungsversorgung des Bohrkopfes umgesetzt und das Gesamtsystem in einer realen Bohrung erprobt werden. Ziel ist es, ein autarkes Bohr-

www.tu-freiberg.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

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CARBONBETON (C3) Erste Versuche beim Bohren und Sägen des neuen Baustoffs

Im aktuell größten Bauforschungsprojekt Deutschlands wird seit 2014 mit der Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) der Einsatz von Carbonbewehrungsstrukturen im Beton erforscht. Carbonbeton (Carbon composite concrete = C³) ist ein Verbundbaustoff, der aus einer Betonmatrix mit fein abgestuftem Gesteinszuschlag sowie Bindemittel besteht und mit Gelegen oder Stäben aus Carbon bewehrt wird. Das verwendete Carbonbewehrungsmaterial besitzt eine Zugfestigkeit von ca. 2 500 N/ mm² und ist damit deutlich zugfester als üblicher Bewehrungsstahl (ca. 500 N/ mm²). Dadurch kann die Menge an Bewehrungsmaterial deutlich reduziert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Beständigkeit von Carbon gegenüber aggressiven Expositionen. Die Carbonbewehrung korrodiert nicht, sodass die schützende Mindestbetondeckung wesentlich reduziert werden kann. Carbonbetonbauteile können dadurch schlanker dimensioniert werden und können eine längere Lebensdauer vorweisen als konventionelle Stahlbetonbauteile. Carbonbeton eignet sich sowohl zur Herstellung neuer Bauteile als auch für die Verstärkung bestehender Bauteile.

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Bei der Entwicklung innovativer Werkstoffe ist der Fokus auf den gesamten Lebenszyklus unumgänglich. Die dafür zentralen Fragen werden im Forschungsvorhaben C³-V1.5 „Abbruch, Rückbau und Recycling von C³-Bauteilen“ seit März 2016 beantwortet. In diesem Teilvorhaben werden auch maßgebende Praxisversuche zur Betonbearbeitung mit der Betonbohrund Betonsägetechnik durchgeführt. Fünf Unternehmen, darunter die Steinbeisser GmbH aus Landsberg mit der Spezialisierung auf Abbruch, Bautenschutz und Betonbearbeitung, sowie vier Forschungsinstitute haben sich dafür unter Führung des Instituts für Baubetriebswesen der TU Dresden zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen. Die Laborversuche geben erste validierbare Aussagen zum Emissionsverhalten beim Be- und Verarbeiten von C³-Bauteilen. Nicht weniger wichtig: Die kleinmaßstäblichen Versuche an C³-Bauteilen legen die Grundlagen für den Umgang mit dem Baustoff während der Herstellphase, der Umbau- und Sanierungsphase sowie des Totalabbruchs am Ende des Lebenszyklus. Die Untersuchung der Bearbeitung des Baustoffs über den gesamten Lebenszyklus

hinweg ist eine Vorgabe, die aus der Bauverfahrenstechnik resultiert: nur Bauprodukte und Baumaterialien, die sich mindestens gleichwertig zu konventionellen Materialien be- und verarbeiten lassen, können eine notwendige Nachfrage sicherstellen. Ein weiterer Kerngedanke betrifft die Trenntechnik, die ein wichtiger Baustein für das modulare Bauen ist, welches in späteren Forschungsaufgaben dieses Projektes untersucht wird. Ende 2016 konnten in der ersten Stufe kleinmaßstäbliche Versuche unter realen Baustellenbedingungen abgeschlossen werden. Ziele waren: • verfahrenstechnische Aussagen zum Umgang mit C³-Bauteilen im Abbruch • Feststellung der Eignung herkömmlicher Bohr- und Sägetechnik • Erkenntnisse zur Freilegung von C³-Bewehrungsstrukturen • Erkenntnisse zu Aufwandswerten und Werkzeugverschleiß • Erkenntnisse zu Emissionen bei der Bearbeitung von C³-Bauteilen Für die Versuche wurden 27 Stück Betonplatten in der Dimension 100 cm x 100 cm x 6 cm mit zwei verschiedenen Betonfestigkeitsklassen (normalfest C45/55 und C90/105) hergestellt. Be-


TECHNIK

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züglich der Bewehrung gab es fünf Varianten: unbewehrt, stahlbewehrt, bewehrt mit zwei Lagen oder einer Lage Carbongelege sowie stabförmige Carbonbewehrung. Für die Betonbearbeitung durch die Firma Steinbeisser GmbH wurden sieben Bearbeitungsverfahren konzipiert, davon fünf Trockenverfahren ohne Spülwasser und zwei Nassverfahren mit Spülwasser: • Kernbohren nass mit D 200 mm (Gerät: Hilti DD 350-CA, O200, DBK 200 HCR) • Kernbohren trocken mit D 100 mm (Gerät: Weka Dk 32, O100, Maxima) • Sägen nass mit D 800 mm (Gerät: Hilti DS TS20-E, DS-BT 800x4,8/60H MCS) • Sägen trocken mit D 200 mm (Gerät: Hilti DCH-EX 300, Equidist Universal EQD SPX 305/22 #2117966) • Vollbohren D 20 mm (Gerät: Hilti TE 70-ATC, Vollschlag, O20, STS Max) • Stemmen mit Spitzmeißel (Gerät: Hilti TE 905 (Aufsatz), Hilti TE DRS-B (Absaugung)) • Schleifen (Gerät: Hilti DG 150) Die quantitative Auswertung der Versuche dauert noch an, jedoch können bereits jetzt aussagekräftige Ergebnisse aus den Praxisversuchen dokumentiert werden: • Es gab messbare Unterschiede in der Arbeitsgeschwindigkeit bei der Bear-

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beitung zwischen normalfestem und hochfestem Beton. • Herkömmliche Maschinen und Werkzeuge sind uneingeschränkt tauglich zur Bearbeitung von Carbonbeton. • Carbonbewehrungsstrukturen im Beton lassen sich mit deutlich geringerem Aufwand trennen (sägen, bohren, schleifen etc.) als Stahl-Bewehrungsstrukturen gleicher Dimension. • Der Zeitaufwand für die Bearbeitung von Carbonbetonbauteilen sowie voraussichtlich auch der Werkzeugverschleiß (hier sind die Versuche im Maßstab 1:1 ausstehend) sind geringer als bei stahlbewehrten Bauteilen. • Carbonbewehrungsstrukturen lassen sich derzeit gut von der Betonmatrix trennen – die Trennbarkeit der Materialien und somit die Recyclingfähigkeit ist gegeben. • Staubemissionen lassen sich im Allgemeinen durch Maßnahmen zur Staubminderung (Absaugung direkt am Werkzeug) wirksam verringern. Was ist weiter vorgesehen? Im Sommer 2017 sollen kleine Bauwerke aus Carbonbeton errichtet werden, an denen auch gebohrt und gesägt werden soll, bevor diese vollständig abgebrochen werden. Hier ist dann im Sinne der Kreislaufwirtschaft auch die durchgängige Stoffverwertung zu untersuchen.

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Bruchbild (Plattenuntersicht) nach Vollbohrungen (D = 20 mm) an hochfester Betonplatte (C100/115) mit 2-lagigem Carbongelege.

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Kernbohrung (nass, D = 200 mm) durch hochfeste Betonplatte (C100/115) mit stabförmiger Carbonbewehrung (D = 8 mm), hier: Bohrung mit Wassersammelring und berührungslose Messung der Drehzahl.

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Betonsägeschnitt durch hochfeste Betonplatte (C100/115) mit stabförmiger Carbonbewehrung (D = 8 mm).

INFO Autoren: Sieghard Hantsch (Fa. Steinbeisser GmbH),Professor Peter Jehle, Jan Kortmann, Natalia Bienkowski, Florian Kopf (alle TU Dresden, Institut für Baubetriebswesen) www.bauen-neu-denken.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

SO ODER SO? Bott präsentiert Bohr- und Sägefahrzeug auf der BeBoSa 2017 Die Bohrunternehmer wissen es: In vielen Fällen herrscht in den Kleintransportern mehr oder weniger Chaos: Sämtliche Bohr- und Sägemaschinen, dazugehörige Bohrkronen und Sägeblätter, Schläuche, Kabel und viele weitere Kleinteile sind in zumeist selbst gezimmerten Regalen untergebracht und entsprechen selten den Vorschriften der Ladungssicherheit. Ordnung, Organisation und Ladungssicherung in der Fahrzeugeinrichtung sind aus zweierlei Gründen wichtig: Zum einen sollen Maschinen und Werkzeuge in einwandfreiem Zustand bei der Baustelle eintreffen, zum anderen ist auf die Sicherheitsbedürfnisse des Transporteurs Rücksicht zu nehmen. Ordnungsgemäße Ladungssicherung führt zur Reduzierung von Transportschäden, Reduzierung von Unfall- und Folgekosten sowie Vermeidung von Bußgeldern.

Musterfahrzeug Der Fachverband Betonbohren und -sägen ist an den Fahrzeugeinrichter Bott herangetreten um diese Problematik zu diskutieren, eine Einrichtung zu konzipieren und ein Musterfahrzeug auszustatten. Auf der BeBoSa 2017 können Sie den Transporter begutachten.

Die Firma Bott Bott entwickelt und produziert an drei europäischen Standorten Fahrzeugeinrichtungen, Betriebseinrichtungen und industrielle Arbeitsplatzsysteme. Die Einrichtungen organisieren den Stauraum, sichern Ladung im Fahrzeug und stellen Arbeitsmaterial nach ergonomischen Gesichtspunkten bereit. Bott konfiguriert die Fahrzeugeinrichtung individuell und passt sie dem Bedarf

Bohrtransporter – gesehen auf einer Baustelle oder so (Beispiel)

im entsprechenden Gewerk an. Die hochwertige und langlebige Fahrzeugeinrichtung „bott vario“ ist leicht und robust, sodass sie dauerhaft schweren Belastungen und grober Arbeit auf der Baustelle widersteht. Die optimale Organisation und INFO Ordnung der Werkzeuge im Fahrzeug sorgen für effiziente Arbeitsabläufe und damit kurze Reaktionszeiten. Fahrzeugwww.bott.de derDie Betonbohrer 105 x 148,5 mm + 3 mm Beschnitt 03.02.2017 einrichtung „bott vario“ sorgt dafür, dass alles schnell griffbereit und nach den gesetzlichen Bestimmungen sicher verstaut ist. Lichtstarke Zusatzscheinwerfer, Warnleuchten und Stromversorgungen integriert Bott fachkundig. Die Bott Koffersysteme passen Die Fahrzeugeinrichtung. nicht nur in die Fahrzeugeinrichtung „bott vario“, sondern auch in die Verso+-Systemschränke im Betrieb. So ist das wichtigste Werkzeug und Material immer genau da, wo man es braucht. Darüber hinaus bietet das Produktprogramm Verso+ robuste Schubladenschränke und Die Praxis kennen. Auf Erfahrungen bauen. Die Lösung liefern. Werkbänke.

bott vario

bott. Effizient arbeiten. 62

Besuchen Sie bott auf der BeBoSa


TECHNIK

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

ICS: SCHNITTTIEFEN ÜBERBRÜCKEN duziert die Lohnkosten. Zusätzlich steht unter der Säge eine Box, die 90 % der Schneidschlämme kontrolliert auffängt und die Umgebung relativ sauber hält.

Pro-Force4-Ketten

Fensteranschlag wird mit der Kettensäge nachgeschnitten.

Fensterlaibungen nachschneiden ist eine alltägliche Aufgabe für Dienstleister. Mit Diamantkettensägen hat man die Möglichkeit, diese Arbeit von einer Seite auszuführen, insbesondere wenn kein Gerüst von außen zur Verfügung steht und der Aufwand zu groß ist, um eine Wandsäge am Mauerwerk zu befestigen. Die Schwertlängen von 40 bis 63 cm ermöglichen es, große Distanzen zu überbrücken und die geringe Materialstärke mit der Schwertspitze zu trennen. Die Kalkulation berücksichtigt nicht nur die Werkzeugkosten (bei dieser Anwendung ca. 60–70 €/m²), sondern auch Rüstzeiten und Lohnkosten. Diese Arbeit mit einer Kettensäge durchzuführen, spart sehr viel Rüstzeiten und re-

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Warum Pro-Force4-Diamantketten für Hochfrequenzsägen? Die ständige Weiterentwicklung von Hydraulik- zu Hochfrequenzmaschinen hat auch einen großen Fortschritt im Bereich Handtrennsägen vollzogen. Bereits sechs namenhafte Hersteller führen Hochfrequenzkettensägen in ihrem Sortiment. Alle diese Sägen verfügen über sehr leistungsfähige Motoren mit einem hohen Drehmoment und einer nicht so sensiblen Rutschkupplung, wie wir das von Hydraulik- oder Benzinsägen kennen. Umso wichtiger ist die Weiterentwicklung der Diamantketten in Bezug auf Kettendehnung. Dienstleister, die ihren ersten Einsatz mit Kettensägen vor 10 bis 20 Jahren hatten, kennen die Problematik der Kettendehnung, die namentlich als AC, TwinPro oder TwinMax geführt wurden. Diese 3/8“-Teilung wurde in den letzten Jahren mit der SealPro-O-Ring-Technologie um ein Fünffaches stabiler und wird heute als Force3 für kleinere Benzin-, Hydraulik- und Elektrokettensägen (230 V) angeboten. Jedoch benötigen die Hochfrequenzkettensägen aufgrund der Schnitttiefen bis 63 cm, der Zugkraft und des hohen Drehmoments eine stabilere Kette als die Force3. Die neuste Entwicklung heißt Pro Force4 und ist mit 80 % weniger Kettendehnung bei 50 % weniger Wasserkühlung die vielfach bewährte Kette für alle HF-Kettensägen. In der Praxis wird eine herkömmliche Kette bis zu 22-mal gespannt, bei einer Pro Force4 sind es lediglich 5- bis 7-mal. So kann garantiert werden, das volle Diamantsegment zu nutzen, und eine frühzeitige Überdehnung der Kette kann ausgeschlossen werden. Zusätzlich ist die richtige Kettenspannung von großer Bedeutung:

Wie wird geprüft? Vor dem Sägen prüft man die korrekte Spannung, indem man die Kette von Hand um das Schwert zieht. Können Sie die Kette nicht mit der Hand ziehen, so ist sie zu stark gespannt und muss ein wenig gelockert werden. Alle Ketten neigen dazu, länger zu werden, wenn sie verschleißen. Diamantketten dehnen sich stärker aus als Ketten zum Holzsägen, weil damit abrasive Materialien geschnitten werden. Wenn sich eine Kette so weit gedehnt hat, dass die Antriebsglieder etwa 12–18 mm aus dem Schwert heraushängen, ist es Zeit, die Kette zu spannen.

Prüfung der Kettendehnung.

INFO www.icsdiamondtools.com


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HILTI: DIGITALISIERUNG – TRANSPARENZ UND ZEITERSPARNIS 01

Immer mehr Betriebe aus der Betonbohrbranche suchen Unterstützung in einer digitalen Betriebsmittelverwaltung, denn den Überblick über die eigene Ausstattung zu behalten, ist meist mühsam und zeitaufwendig. So auch die Firmen ESG in Ludwigshafen, BeBeTe in Neu-Ulm und Behse in Berlin, die auf das neue On!Track-System von Hilti setzen.

Ein Blick hinter die Kulissen und in die Zukunft Darin sind sich alle einig: Wenn es um Effizienz und Produktivität in der tägli-

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chen Arbeit geht, macht den Betonbohrern so schnell keiner etwas vor. Dank leistungsstarker Geräte ausgestattet mit modernsten Technologien, kann man mit Fug und Recht behaupten, die Digitalisierung und Elektrifizierung ist in der Branche keine Zukunftsvision, sondern hat hier bereits Einzug gehalten. Ganz neue Möglichkeiten der Produktivitätssteigerung liegen in der Umstellung der Verwaltung auf digitale Systeme, wie beispielsweise die Betriebsmittelverwaltung On!Track des Bautechnologiekonzerns Hilti. Hiermit können alle Betriebsmittel eines Unternehmens herstellerunabhängig und -übergreifend erfasst werden – ganz individuell nach den Bedürfnissen des Nutzers. Die Daten sind zentral und sicher in einer Cloud gespeichert, sodass man jederzeit den Verlauf der Betriebsmittel dokumentieren, synchron abspeichern und ortsunabhängig abrufen kann. Damit wird auch der tägliche Bestands-Check für den einzelnen Mitarbeiter auf Knopfdruck möglich.

Effizienz steigern Die Firma ESG Diamant-Kernbohrungen und Betonsägen GmbH aus dem pfälzischen Ludwigshafen hat bereits vor

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etwa drei Jahren über die Neuausrichtung ihrer Materialwirtschaft nachgedacht, konnte damals aber noch kein passendes Programm ausfindig machen. Als Hilti zur Bauma 2016 seine neue Betriebsmittelverwaltung On!Track vorstellte, wurden sehr bald die Gespräche aufgenommen, sodass die Software bereits im September 2016 implementiert werden konnte. „Wir haben gewusst, dass hier ein enormes Einsparpotenzial liegt. Dass die Auswirkungen aber so schnell und deutlich spürbar werden, hat uns dennoch erstaunt“, so ESG-Geschäftsführer und Vorsitzender des Fachverbands Betonbohren und -sägen Thomas Springer. Das Unternehmen ist seit 1997 in seinem Besitz. Seit drei Jahren leitet er es gemeinsam mit seinem Sohn Stefan, der sich federführend um die digitale Neuausrichtung des Betriebes kümmert. Mit über 30 Mitarbeitern zählt die ESG zu den Größeren der Branche und ist spezialisiert auf das Trennen von Mauerwerken aller Art, Stahlbeton, Beton, Estrich und Asphalt. „Unser Unternehmen steht nicht nur für die fachgerechte Ausführung von Kundenaufträgen, sondern insbesondere für Sicherheit und Qualität. Deshalb ist es uns ein besonderes Anliegen, unsere Mitarbeiter nicht nur bestmöglich auszubilden und zu schulen, sondern auch mit modernstem Equipment auszurüsten, sodass sie effizient und produktiv arbeiten können“, äußert sich Stefan Springer stolz. Die Einführung der digitalen Betriebsmittelverwaltung wurde von den Mitarbeitern durchweg begrüßt. „Wir haben die Kollegen bereits in der Analyse und Vorbereitungszeit aktiv eingebunden. Das hatte den Vorteil, dass sie ihre Ideen und Vorschläge in die Struktur einbringen konnten und wir mit keinerlei Startschwierigkeiten zu kämpfen hatten.“ Jeder Mitarbeiter ist mit einem Smartphone ausgerüstet und kann eigenverantwortlich seine Arbeitsmittel verwalten. Der Bestand wird täglich geprüft. Die sonst üblichen, zeitraubenden Diskussionen vor Arbeitsbeginn sind passé: Alle Geräte sind ordnungsgemäß


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verbucht, defekte Geräte vermerkt und auf Reparaturstatus gestellt. Falls erforderlich, können sich die Monteure selbst um Ersatz kümmern, und auch ein Austausch von Baustelle zu Baustelle ist jetzt problemlos möglich. Insbesondere für Lagerleiter Holger Popken eine große Erleichterung: „Über die On!Track-App ist genau ersichtlich, wo sich was im Einsatz befindet. Bisher gingen die meisten Anfragen über mich und dann ging Sucherei los. Das hat endlich ein Ende!“ Senior-Chef Springer freut sich: „Ich merke, dass Hilti

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Die ESG Diamant-Kernbohrungen und Betonsägen GmbH hat seit Kurzem die Hilti-Software On!Track zur cloud-basierten Verwaltung aller Betriebsmittel im Einsatz. Bei der Umsetzung wurden die Inhaber Thomas und Stefan Springer (Zweiter v. re. und re.) von Hilti-Verkaufsleiter Thorsten Dörr (Zweiter v. li.) und Verkaufsberater Markus Schöffel (li.) unterstützt.

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ESG-Prokurist Stefan Springer hat das Projekt Digitalisierung der Betriebsmittelverwaltung maßgeblich vorangetrieben.

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Hilti-On!Track-Spezialistin Ines Strohm legt die Produktklassifizierung im System an.

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Alle Geräte werden mit einem Barcode versehen und gespeichert. So kann jeder Nutzer sehen, wo sich was und bei wem im Einsatz befindet.

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Mit einem Klick erfasst: ESGLagerleiter Holger Popken scannt jedes Gerät, bevor es den Betriebshof verlässt.

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Ein Tag für die Implementierung: Axel Hagenguth, Geschäftsführer der BeBeTe Betonbearbeitungs GmbH (Mitte), sowie Hilti-Verkaufsberater Steffen Roth (li.) und Verkaufsleiter Rupert Ströbele (re.) legen die Vorgehensweise fest.

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On!Track einen wesentlichen Beitrag zur Zufriedenheit unserer Mitarbeiter geleistet hat und die Arbeitszeit bei gleicher Leistung gesenkt werden konnte.“ Erfasst sind aber nicht nur die Gerätschaften, sondern alles, was sicherheitsrelevant ist, wie z. B. Prüfprotokolle und -fristen, Fahrzeuge, TÜV-Termine etc. So kann bei Prüfungen zur Zertifizierung nach DIN VDE 701/702 sofort eine Übersicht über alle Betriebsmittel abgebildet werden. Im nächsten Schritt wünscht sich der Unternehmer, auch die Mitarbeiterverwaltung über On!Track

machen zu können. Und zu guter Letzt hat Stefan Springer noch Tipps für die Kollegen, die sich noch vor der Implementierung befinden: „Zeit nehmen für die Vorbereitungsphase, in der die Software gemeinsam mit den Hilti-On!Track-Spezialisten individuell abgestimmt wird und die Produktklassifizierung erstellt wird. Dann ist die eigentliche Implementierung an einem Tag zu bewältigen.“

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Implementierung mit Hilti-Experten Genau an diesem Punkt befindet sich gerade Axel Hagenguth, Geschäftsführer der Firma BeBeTe Betonbearbeitungstechnik GmbH in Neu-Ulm. Das Unternehmen mit 35-jähriger Tradition im Diamantgeschäft wurde vor fünf Jahren von ihm übernommen. Seine Kunden sind größtenteils aus der Region und im Roh- und Tiefbau tätig. Egal welcher Bohrloch-Durchmesser gewünscht wird, die BeBeTe ist auch für Sonderwünsche bestens gerüstet. Mit Stolz blickt Hagenguth auf seinen Bestand an Bohrkronen: „Wir sind in der glücklichen Lage, von 16 bis 1 050 mm alle Durchmesser im eigenen Besitz zu haben und auch mit Exoten gut bestückt zu sein. Da kann es auch mal vorkommen, dass wir an Kollegen was verleihen.“ An Grenzen stößt er nur bei der Verwaltung der Gerätschaften und Werkzeuge. Deshalb nutzte er nun die Wintermonate zur Einführung von Hilti On!Track. Im Vorfeld der eigentlichen Implementierung der Betriebsmittelverwaltung hat er gemeinsam mit dem Hilti-On!Track-Spezialistenteam seinen individuellen Bedarf ermittelt und ein maßgeschneidertes Konzept erstellt. Dabei wurden Fragen geklärt wie z. B.: Welche Betriebsmittel werden erfasst? Welche bzw. wie viele Mitarbeiter sollen mit dem System arbeiten? Jeder Schritt, angefangen von der Inventur über die Erfassung der Daten bis hin zur Schulung der verantwortlichen Mitarbeiter, wird von den Hilti-Experten begleitet. Die Erfassung der Betriebsmittel mit Smart Tags, das sogenannte Taggen der einzelnen Fahrzeuge, Elektrowerkzeuge und Materialien, erfolgte im Januar im Rahmen einer großangelegten Aktion mit Unterstützung der vertrauten Hilti-Verkaufsberaterr und einer On!Track-Spezialistin vor Ort auf dem Betriebsgelände. Dank der guten Vorbereitung konnten das Lager und sukzessive alle Transporter an nur einem Tag erfasst werden. Angenehmer Nebeneffekt des Implementierungsprozesses: Es wird eingehend gesichtet, welche Betriebsmittel sich überhaupt im Betrieb/Lager befinden. „Uns geht es da wie den meisten

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In wenigen Schritten zu Hilti On!Track Ein neues System für die Geräteverwaltung einzuführen, ist für Unternehmen eine wichtige Entscheidung, die zwar sorgfältig geplant werden muss, dennoch leicht zu bewältigen ist. Ein Hilti-Spezialistenteam steht seinen Kunden bei der Einführung und auch danach zur Seite. Der Service umfasst: 1 Beratung und Analyse bestehender Prozesse 2 Entwicklung einer maßgeschneiderten Lösung 3 Einführung im Unternehmen (Taggen und Erfassen der Betriebsmittel) 4 Schulung der Mitarbeiter 5 Hilfe bei Fragen persönlich, telefonisch oder online

in der Branche. Einen groben Überblick über den Bestand hat man schon, aber mit der Vielzahl der Projekte steigt leider auch der Schwund. Für mich ein wesentlicher Grund für die Einführung der neuen Betriebsmittelverwaltung“, äußert sich Axel Hagenguth. Die Schulung der einzelnen Mitarbeiter ließ sich am selben Tag bewälti-

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gen. Auch ein wichtiger Punkt für den Geschäftsführer, der um die Skepsis einzelner Mitarbeiter wusste. „Ohne die Akzeptanz und das Mitwirken jedes Einzelnen bringt die beste Softwarelösung nichts. Deshalb war es mir sehr wichtig, dass jedem vorab das Handling über die App genau erklärt wird. Dabei ist natürlich sehr hilfreich, wenn jemand dabei ist, der uns kennt und unser Geschäft bestens versteht – in dem Fall unser langjähriger Hilti-Verkaufsleiter Rupert Ströbele.“ Da die Erfassung der Betriebsmittel nie ganz abgeschlossen ist, steht Hilti seinen Kunden auch nach der Inbetriebnahme mit Rat und Tat zur Seite – egal ob vor Ort, telefonisch oder online.

Währungsrechner Zeit Bleibt zu fragen: Ist das nur der Anfang? Wo will die Branche eigentlich hin? Was kommt alles Nächstes? Michael Kapitzki, Geschäftsführer der Behse GmbH in Berlin, ist einer der ersten Anwender von Hilti On!Track und Vorreiter im Einsatz neuer Technologien. Mit Standorten in Berlin, Hamburg, Krefeld und 23 Mitarbeitern betreut das Unternehmen zahlreiche Bauprojekte in ganz Deutschland, insbesondere bei Umbau-, Abbau-, Renovierungsarbeiten im Hoch- und Tiefbau. Ein interessantes Projekt in der Firmengeschichte war beispielsweise die Erweiterung der Potsdamer Platz Arkaden


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www.jager.de

in Berlin. Zur Generierung neuer Verkaufsflächen mussten zwei Geschosse der Tiefgarage auf ca. 1 200 m2 Grundfläche weichen, die Stahlbetondecken in einzelne Teilstücke (ca. 1 m x 1,5 m) herausgeschnitten und die Stützen in drei Teilen inklusive statischer Absicherung abgetragen werden. Hier wurde für den Kunden eine Komplettlösung erarbeitet. Die digitale Betriebsmittelverwaltung betrachtet Kapitzki als elementare Basis für präzises Projektmanagement und als einen wichtigen Schritt für den gesamten Prozess der Digitalisierung 4.0. Alle seine Mitarbeiter sind mit Smartphones ausgerüstet, haben über die App Zugang zu Hilti On!Track und somit jederzeit Zugriff auf alle relevanten Auftragsdaten und Geräte im Einsatz. „Wir stehen am Anfang einer spannenden Zukunft. Bezüglich der Maschinen sind wir in der Baubranche deutlich weiter als andere. So sind hocheffiziente Elektroantriebe längst umgesetzt

und autonomes Bohren und Sägen bereits heute möglich“, so Kapitzki im Gespräch. „Jetzt kommt in Form von Hilti On!Track eine digitale Arbeitsweise hinzu, die viele Möglichkeiten zur Schnittstellenverkürzung und Prozessoptimierung bietet und unsere Produktivität nochmals steigert.“ Datenaufzeichnung, -verarbeitung und -verbindung sind dabei zentrale Stichworte. „In den nächsten Jahren wird die Plattform aufgrund der Vernetzungsmöglichkeiten so komplex sein, dass es sich auszahlen wird, früh dabei gewesen zu sein“, fasst Geschäftsführer Kapitzki zusammen. Über allem steht das Thema Zeitgewinn: Je weniger Zeit für administrative Tätigkeiten aufgewendet werden muss, desto mehr Zeit ist vorhanden, sich um produktive Arbeiten zu kümmern. Was aber auch in der digitalen Welt bleibt: Hilti On!Track übernimmt nicht die Organisation; eine strukturierte Arbeitsweise als Basis ist nach wie vor erforderlich.

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Innovativer Unternehmer: Michael Kapitzki, Geschäftsführer der Behse GmbH in Berlin (neben Hilti-Verkaufsleiter Axel Mai), sieht dank der Digitalisierung 4.0 viele neue Möglichkeiten zur nachhaltigen Steigerung der Produktivität.

INFO www.hilti.de/on-track Auf der BeBoSa: Halle 2, Stand H06

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RONDA – EFFIZIENTES STAUBSAUGEN

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Der Ronda 2600 Green Tech ist ein leistungsstarker Trockensauger, besonders geeignet für die Reinigung von großen Flächen in z. B. Lager- und Produktionshallen. Insbesondere Hallen mit unversiegelten Böden fordern häufiges Saugen, da sehr feine Zementpartikel durch Transport und Verkehr auf den Böden erzeugt werden. Ronda 2600 ist als Standard mit einer 750-mm-Hochleistungsfrontdüse ausgestattet. Die breite Frontdüse ermöglicht eine schnelle und effiziente Reinigung von großen Bodenflächen, z. B. nach Fräsen oder Schleifen. Außer der Frontdüse wird Ronda 2600 auch mit belastungsfähigem Zubehör geliefert, sodass man den Sauger auch für gewöhnliches Staubsaugen mit 4-m-Schlauch, Saugrohr und Bodendüse verwenden kann. Die Maschine ist mit einem Doppelfiltersystem ausgestattet, das besonders für das Auffangen von großen Mengen an sehr feinem Staub entwickelt worden ist. Das System besteht aus einem teflonbeschichteten Kanalfilter mit einer großen Filterfläche von 1,0 m2. Der Filter ist federnd aufgehängt für die Selbstreinigung während des Betriebs. Um feinste Partikel zurückzuhalten, wird die Luft danach durch einen zweiten Filter geleitet, ein Hepa-Filter der Staubklasse H. Der Hepa-Filter hält 99,995 % aller Partikel größer als 0,3 µm zurück.

Die Außen-Filterreinigung mit Druckausgleichsventil garantiert eine effiziente Reinigung des Kanalfilters, z. B. bei Entleerung der Staubsauger. Das Filtersystem ist seit vielen Jahren von Ronda-Benutzern weltweit geprüft und anerkannt als ein sehr stabiles und haltbares System. Der Kanalfilter hat eine sehr lange Lebensdauer, in der Regel mehr als drei Jahre, und die Betriebskosten der Ronda-Staubsauger sind somit entsprechend niedrig. Der Sauger hat Bodenentleerung, und der Auffangbehälter wird schnell und einfach beim Heben des Verschlussbügels des Behälters gelöst. Der Ronda 2600 kann auch ohne Frontdüse geliefert werden, wenn einfach ein effektiver Staubsauger mit Bodenentleerung gewünscht ist.

Ronda 2600 mit Frontdüse.

Ronda 2600 – einfache Bodenentleerung.

INFO Für weitere Information besuchen Sie uns auf der BeBoSa 2017, schreiben Sie an v@broendum.com oder wenden Sie sich telefonisch an +45 8682 4366. www.broendum.com Auf der BeBoSa: Halle 1, Stand 1D17


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FLEIKA: DAS STARKE BOHRSTATIV KF 1000 IM EINSATZ Die Vorteile beim Bohren mit dem Fleika-Stativ KF 1000 sind, unterstützt durch das neue patentierte Schneckengetriebe, überwältigend. Der Vorschubdruck, der sich zwischen Vorschubgetriebe und Bohrschneide beim Bohren aufbaut, muss nicht mühevoll von Hand gehalten werden, da die Selbsthemmung des Schneckengetriebes diese Aufgabe übernimmt.

Durch das hohe Übersetzungsverhältnis des Schneckengetriebes ist die kleine Vorschubkurbel mit Leichtigkeit zu drehen. Durch einen leichten Daumendruck lässt sich die Kurbel vom ersten zum zweiten Gang schnell lösen und umstecken. Bei herkömmlichen Vorschubgetrieben muss während des ganzen Bohrvorgangs die Vorschubkraft von Hand aufrechterhalten werden, was ei-

nen sehr hohen Kraftaufwand für das Bedienungspersonal über den ganzen Tag bedeutet. Beim patentierten Schneckenvorschubgetriebe von Fleika ist das Bohren auch mit großen Bohrkronen bis Ø 1 400 mm über den ganzen Arbeitstag mühelos zu bewältigen. Für die zur Verfügung gestellten Bilder bedanken wir uns ganz herzlich bei der Firma Jan Eckert!

Schneckengetriebe KF 700 und KF 1000.

Bohren mit Leichtigkeit.

Bohrloch Ø 1 000 mm x 2 000 mm.

Spielend geschafft.

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Der Firmengründer und langjährige Geschäftsführer Hartwig Liemke (li.) mit dem aktuellen Geschäftsführer Marko Waymann.

KERN-DEUDIAM – SEIT 40 JAHREN ERFOLGREICH AM MARKT Die Kern-Deudiam GmbH ist einer der führenden deutschen Hersteller von Diamantwerkzeugen und Maschinen mit weltweiten Geschäftsbeziehungen. Das Unternehmen feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag und ist damit eines der ältesten der Branche. Geschäftsführer Marko Waymann verrät, wie das Unternehmen es geschafft hat, sich auf dem hart umkämpften Markt erfolgreich zu behaupten. Der 46-Jährige hat die Leitung des 1977 gegründeten Unternehmens „Deudiam“ 2008 von Firmengründer Hartwig Liemke übernommen. „Deu“ steht dabei für „Deutsch“, „Diam“ für „Diamantwerkzeuge“. „Der Name ist für uns ein Standortbekenntnis. Wir gehören zu den wenigen Unternehmen der Branche, die eine eigene Produktion und Entwicklung in Deutschland haben. Interessierte Kunden sind herzlich eingeladen, unsere Produktion in Hövelhof zu besuchen“, so Waymann. Ebenfalls 2008 erfolgte die Verschmelzung mit der Bielefelder Firma „Kern“

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zu dem Unternehmen mit dem jetzigen Namen: „Kern-Deudiam“. Kern war seit 1997 ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Deudiam und belieferte ausschließlich den Fachgroßhandel. „Unser Erfolg basiert vor allem auf fünf Punkten“, erläutert der Geschäftsführer.

„Da ist natürlich zum einen unsere langjährige Erfahrung, die uns zu Experten auf dem Gebiet der Diamantwerkzeuge für die Stein- und Betonbearbeitung macht. Diese Erfahrung lassen wir in alles, was wir tun, mit einfließen.

ein Höchstmaß an Präzision, Qualität, Standzeit und Schnittfreudigkeit auf. Sie setzen da an, wo herkömmliche Werkzeuge ihr Limit erreichen. Indem wir nur die besten Rohstoffe von verlässlichen Partnern verwenden und diese in eine optimale Form bringen, erreichen wir eine besondere Fertigungstiefe bei immer kontinuierlicher Qualität. Wir kontrollieren jedes unserer Diamantwerkzeuge zu hundert Prozent. Eine konsequente Qualitätssicherung hat für uns absolute Priorität. Jedes unserer Werkzeuge kann zurückverfolgt werden“, so Waymann. Kern-Deudiam ist durch den TÜV Süd nach ISO 9001:2008 zertifiziert.

Qualität

Kundenservice

Das sorgt wiederum für eine sehr gute und immer gleichbleibende Qualität, die unsere Kunden zu schätzen wissen, da sie auf dem Markt nicht selbstverständlich ist. Unsere Diamantwerkzeuge weisen selbst unter härtesten Bedingungen

„Ein dritter wichtiger Punkt ist der Kundenservice, der bei uns an oberster Stelle steht“, ergänzt Vertriebsleiter Michael Schulz. „Daher auch unser Motto: ‚Unser Kern ist Service‘. Je nach Kundenwunsch lackieren wir die Werkzeuge

Erfahrung


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Auf 2 692 m2 werden in Hövelhof Premium-Diamantwerkzeuge und Maschinen produziert.

und beschriften sie via Lasergravur automatisch. Wir liefern unseren Kunden das Komplettpaket, das natürlich auch Verpackung und Etiketten enthält. Da wir weltweit im Einsatz sind, können wir unsere Kunden an jedem Ort der Welt zuverlässig und schnell beliefern.“ Kern-Deudiam exportiert seine Spezialprodukte in rund 60 Länder auf der ganzen Welt – Tendenz steigend. Darunter sind England, Skandinavien, Nord- und Südamerika, zahlreiche Staaten in Osteuropa und im arabischen Raum. Die Firmenkataloge erscheinen nicht nur in Deutsch und Englisch, sondern auch in Spanisch und Russisch. In Russland und Spanien hat die Firma sogar eigene An-

Auf der BeBoSa zu sehen: der neue Fugenschneider KDF800-7,5, hier bei einer Produktschulung.

sprechpartner. Die Exportquote liegt bei rund 58 Prozent. Allerdings nicht unbedingt unter dem Hövelhofer Firmenlabel. „Ein Großteil unserer Produkte wird als Handelsmarken vertrieben“, so Schulz.

Innovation „Punkt vier unseres Erfolgsgeheimnisses ist Innovation. Eines der Unternehmensziele ist die permanente Weiterentwicklung von Produkten und Technologien im Bereich diamantbestückter Werkzeuge.“ Dafür, dass die bestmögliche Zusammensetzung gefunden wird, ist Master of Science Alexander Peters zuständig. Er tüftelt die

optimale Mischung für den jeweiligen Zweck aus. Allein für die Diamantsegmente hat das Unternehmen im Laufe der Jahre über 750 verschiedene Mixturen entwickelt.

Mitarbeiter „Unser größtes Kapital ist aber unser hervorragend ausgebildetes Mitarbeiterteam. Unsere hoch qualifizierten Facharbeiter entwickeln in enger Abstimmung mit dem Außendienst und professionellen Bohr- und Sägebetrieben perfekte Produkte, um für jeden Anwendungsbereich optimale Lösungen bereitzustellen.“ Die Anzahl der Mitarbeiter in Hövelhof hat sich seit der Verschmelzung 2008 fast verdoppelt. Inzwischen besteht das Team aus 50 Personen. Viele von ihnen sind schon sehr lange im Unternehmen – einige bereits von Beginn an. „Das Betriebsklima ist gut und familiär und die Mitarbeiter können weitgehend eigenverantwortlich arbeiten. So gibt es wenig Fluktuation“, so Waymann. „Ein großer Vorteil für die Kunden, denn so haben sie immer den gleichen Ansprechpartner, der mit ihren Bedürfnissen vertraut ist.“ Diamantwerkzeuge und Maschinen aus Hövelhof waren unter anderem beim Bau der BayArena in Leverkusen, bei den Notausgängen im Tunnel unter dem Ärmelkanal sowie beim Bau des Luxushotel Burj Al Arab im Einsatz. Auch beim Bau des höchsten Gebäudes der Welt, des 828 Meter hohen Burj Khalifa in Dubai, wurden Diamanttrennscheiben aus Hövelhof verwendet.

INFO Die neuste Technik aus dem Hause Kern-Deudiam – die neuen Elektro-Fugenschneider – können interessierte Kunden auf der BeBoSa in Willingen kennenlernen: 23.– 25.03.2017, Halle 2, Stand 2S05! www.kern-deudiam.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

TYROLIT: REVOLUTIONÄRE KALTSCHNEIDETECHNIK Tyrolit lanciert das weltweit einzigartige, Atex-zertifizierte Seilsägesystem für explosionsgefährdete Gebiete.

erweitert der Tiroler Baumaschinenund Werkzeughersteller das Produktsortiment um ein weiteres Highlight: das Atex-zertifizierten Seilsägesystem. Atex – kurz für Atmosphere Explosive – ist die Richtlinie der Europäischen Union zum Explosionsschutz, welche die Einhaltung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen für Geräte und Schutzsysteme bei bestimmungsgemäßer Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen regelt. Als weltweit einziges Unternehmen erfüllt Tyrolit diese Standards und wurde von DNV Nemko Presage AS, Norwegen, für die Ex-Zone 1, II 23G IIA C T3 zertifiziert.

Sicher, schnell und effizient Atex-zertifizierte Tyrolit Hydrostress Seilsäge SB.

Tyrolit präsentiert als global erster Anbieter ein Atex-zertifiziertes Diamantseilsägesystem für explosionsgefährdete Bereiche der Zone 1. Getestet wurde das System, bestehend aus dem galvanischen Seil DWH***-S sowie der Seilsäge SB hydraulisch, von Gexcon gemäß den Atex-Richtlinien in Norwegen. Mit dieser innovativen Kaltschneidetechnik für Stahl und Nichteisenmetalle setzt Tyrolit neue Maßstäbe im Bereich der Diamantseiltechnologie und eröffnet nie dagewesene Möglichkeiten, speziell im Bereich Service und Erweiterung von Chemie- und Ölanlagen.

Tyrolit Vorreiter Der Vorsprung von Tyrolit basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung in der Produktion und Anwendung von Diamantsägeseilen und Seilsägemaschinen. Neben Lösungsmöglichkeiten für Sanierungen und Rückbau, den Abbruch von Brücken, Gebäuden und vielen anderen großdimensionierten Stahlbetonteilen

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Eingesetzt wird das Seilsägesystem hauptsächlich zum Trennen von Rohren oder anderen Stahlstrukturen in Arbeitsumgebungen, wo explosionsgefährdete Gase austreten bzw. austreten können. Als Hauptzielgruppe sieht Tyrolit-Sonderbauexperte Franz Zeindler daher Firmen und Dienstleister, die mit der Durchführung von Service- und Unterhaltsarbeiten sowie Erweiterungen oder Modernisierungen von Öl-Gas-Plattformen, Öl-Raffinerien oder Chemie-Produktionsstätten beauftragt sind. „Mit der Zertifizierung der Tyrolit-Produkte Diamantseil und Diamantseilsäge ist es nun möglich, kostengünstig und effizient in explosionsgefährdeten Bereichen zu arbeiten. Da die Ausführung der Schnitte ,mit Abstand‘ ferngesteuert möglich ist, kann die Sicherheit für die ausführenden Mitarbeiter in jedem Fall gewährleistet“, so Zeindler. Das System ist von Tyrolit so konzipiert, dass es mit bereits zertifizierten Antrieben eingesetzt werden kann. Die notwendigen Schritte in puncto Arbeitsvorbereitung werden für die Anwender dahingehend erleichtert, als dass die aufwendige Einholung von Zulassungen, Genehmigungen und Bewilligungen auf den Arbeitsprozess selbst reduziert ist und somit Kosten und Zeit gespart werden können.

Perfektes Zusammenspiel Die beiden Protagonisten des Atex-zertifizierten Systems, Diamantsägeseil DWH***-S und Seilsäge SB hydraulisch, sind optimal aufeinander abgestimmt und ermöglichen beste Schnittergebnisse in explosionsgefährdetem Arbeitsumfeld: • Das galvanische Tyrolit Premium Sägeseil DWH***-S für Stahl und Nichteisenmetalle zeichnet sich durch exzellente Schnittleistung in Verbindung mit hoher Lebensdauer aus. Durch den speziellen, optimierten Perlenaufbau und die hohe Perlenanzahl kann eine spürbare Laufruhe garantiert werden. Der robuste Aufbau gewährleistet auch bei höchsten Ansprüchen äußerst komplexer Projekte ein hohes Maß an Sicherheit. • Die hydraulische Seilsäge SB aus dem Hause TYROLIT Hydrostress überzeugt durch großen Seilspeicher auf kleinem Raum sowie hohe Kraftübertragung durch einen Mehrfachrollenantrieb. Zudem ermöglichen die integrierten Seilrollen die Umlenkung in alle Richtungen und der hydraulische Seilspanner garantiert einen ruhigen Lauf. Um das Arbeiten so einfach und flexibel wie möglich zu gestalten, ist der Seilspeicher ohne Werkzeug zu befüllen. Mit der Einführung dieser weltweit einzigartigen Atex-zertifizierten Kaltschneidetechnik, die effizientes, kostengünstiges und sicheres Arbeiten in explosionsgefährdeten Bereichen ermöglicht, ist Tyrolit ein Geniestreich gelungen. Das Unternehmen ist damit dem Wettbewerb im Bereich Seilsägetechnologie um eine Nasenlänge voraus.

INFO www.tyrolit.com


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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

HUSQVARNA: KETTENSÄGEN-ADAPTER WSC 40 Mit dem WSC 40 bringt Husqvarna Construction Products einen Kettensägen-Adapter auf den Markt, mit dem sich Überschnitte bei Wandsägearbeiten vermeiden lassen und der mit den ferngesteuerten Husqvarna-Wandsägen WS 482 HF und WS 440 HF kombiniert werden kann. Auch das präzise Schneiden von kleinen Öffnungen ermöglicht der WSC 40, für den Bündigschnitte ebenfalls kein Problem sind. „Da sich mit dem WSC 40 Überschnitte ganz leicht vermeiden lassen, kann bei Wandsägearbeiten künftig auf den Einsatz von anderen handgeführten Maschinen, wie beispielsweise Kernbohrer und Trennschleifer, verzichtet werden“, betont Bodilda Hellberg, Global Product Manager bei Husqvarna Construction Products. „Das verringert den Aufwand und erhöht gleichzeitig die Sicherheit.“ Mit dem WSC lässt sich sehr präzise in Beton und alle üblichen Baumaterialien schneiden. Dabei erzielt man mit dem Kettensägen-Anbauteil saubere und exakte Schneidergebnisse, selbst wenn es

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um kleinere Öffnungen geht. Auch das Bündigschneiden nahe am Boden oder an Wänden ist problemlos. Zudem ist der WSC 40 aufgrund des kompakten Designs leicht zu handhaben. So kann die Trennscheibe der Wandsäge im Handumdrehen gegen die WSC-40-Kettensäge ausgetauscht werden. Ein anderer Vorteil ist, dass der modulare Aufbau der Husqvarna-Systeme dem WSC 40 ermöglicht, die gleichen Schienen wie beim Wandsägen zu nutzen. Langwierige Umbauten fallen deshalb weg. Effizient und flexibell ist es auch, dass die Drehrichtung der Kette über die Funkfernbedienung verändert werden kann und die Wasserberieselung dafür nicht umgestellt werden muss. „Der WSC 40 soll die Arbeit für den Anwender so einfach und so effizient wie möglich machen“, sagt Henric Andersson, Präsident der Husqvarna Construction Division. „Denn das ist der Schlüssel für die Zukunft, weil dadurch die Produktivität und die Flexibilität erhöht werden.“ Auch Mathias Pfitzenmeier, der für Husqvarna Construction Products

als Regional Managing Director von Ulm aus den Vertrieb in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Slowenien verantwortet, ist überzeugt vom Erfolg des neuen WSC 40. „Dieser Kettensägen-Adapter wird richtig einschlagen im Markt. Denn schon bei der Vorstellung des Prototyps auf der Bauma im vergangenen Jahr hat es zahlreiche Vorbestellungen gegeben.“

Technische Daten • Kettengeschwindigkeit: 28 m/s • Gewicht inkl. Schwert und Kette: 17,8 kg • Max. Schnitttiefe: 400 mm • Max. Schnitttiefe gerade: 300 mm • Min. Arbeitsbreite: 200 mm

INFO www.husqvarnacp.de


BRANCHENNEWS

LASERPOINTER CP30 VON WEKA Der Weka Laserpointer CP30 ist ein ideales Hilfsmittel, um zentrisch genau zu bohren. Die Bohrungsmitte wird vom Anwender durch einen Punkt oder ein Fadenkreuz gekennzeichnet. Der CP30 wird auf die Bohrspindel geschraubt, dabei schaltet er sich selbsttätig ein. Die Maschine wird dann so ausgerichtet, dass der rote Laserpunkt zentrisch genau platziert wird. Bohrständer fixieren, Laserpointer abschrauben, Bohrkrone aufschrauben – fertig. Besonders geeignet ist der CP30 beim Schrägbohren und beim Erstellen von Bohrungen für Leitungen von Wand zu Wand. Der CP30 ist abgedichtet und somit wartungsarm. Die drei Batterien können einfach ausgewechselt werden.

Weka Laserpointer CP30 am Motor montiert und in Detailansicht.

INFO www.weka-elektrowerkzeuge.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

Darda Multi Cutter MC200 eingesetzt mit Brokk 160 beim Rückbau der Zeilgalerie in Frankfurt (li.) und in einer Chemiefabrik in Basel, Schweiz (re.).

NEU BEI DARDA: MULTI CUTTER MC200 Die Darda GmbH, weltweit angesehener Hersteller hochwertiger Abbruchgeräte und Partner der schwedischen Brokk AB, ist bekannt für ihre ferngesteuerten Abbruchmaschinen. Sie stellt den Multi Cutter MC200 vor, ein einzigartiges Anbauwerkzeug zum Schneiden von Stahlrohren, Kabel und vielem mehr. Der maschinengeführte Stahlschneider bietet ein hohes Leistungsgewicht in schlanker und kompakter Bauweise. Damit deckt Darda den breitgefächerten Bedarf an einem leichten, wirtschaftlichen Stahlschneidwerkzeug für kleine Trägergeräte zum Einsatz an schwer zugänglichen Stellen. Der Multicutter steht

für sicheres und effizientes Schneiden von Stahlmaterial, Versorgungsleitungen und Kabel in der Industrie, einschließlich Bau und Abbruch sowie in der Nuklearindustrie. Mit bis zu 200 mm Öffnungsweite und einem Gewicht von 130 kg eignet sich der MC200 hervorragend im Einsatz an 1,2- bis 2,8-t-Minibaggern oder den Abbruchrobotermodellen Brokk 100, 110, 120D und 160. Durch sein geringes Gewicht kann er Installationen herunterreißen und heben, ohne dass die Standsicherheit der Brokk-Maschine oder des Baggers beeinflusst wird. Der 360-Grad-Drehantrieb ermöglicht ein

punktgenaues Positionieren. Bei einem Anschlussdruck ab 190 bar liegt die Schneidkraft bei beachtlichen 5 t. Um die Verschleißkosten gering zu halten, hat Darda die Schneiden des MC200 so entwickelt, dass diese problemlos vom Anwender selbst nachgeschärft werden können. Mit diesem modernen Werkzeug öffnen sich den Unternehmen völlig neue Wege. Denn aufgrund der Baustellengegebenheiten sind die Abbruchspezialisten sehr oft auf kompakte Größe und geringes Gewicht angewiesen, können dabei aber nicht auf Kraft und Leistung verzichten.

EBENFALLS BEI DARDA: DER NEUE BROKK 110

Der neue Brokk 110 im Einsatz mit der Betonzange CC340.

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Brokk, der weltweit führende Hersteller von ferngesteuerten Abbruchrobotern, präsentiert mit Stolz die dritte neue Maschine in diesem Jahr! Der Brokk 110 verkörpert die nächste Generation von Abbruchrobotern. Der neue Brokk 110 bringt 15 % mehr Leistung als der populäre Brokk 100 und satte 50 % mehr als der kultige Brokk 90. Dabei besitzt er das kompakte Format des Brokk 100 und ist auch unter engsten Platzverhältnissen außergewöhnlich vielseitig. Die Maschine kann so kompakt zusammengelegt werden, dass sie mühelos Treppen hochfahren kann und in jeden herkömmlichen Fahrstuhl passt. Mit einem Gewicht von weniger als 1 t ist der Brokk 110 die perfekte Maschine zum Einsatz auf Böden mit geringer Belastbarkeit. Leistung und Vielseitigkeit in einem klei-


BRANCHENNEWS

nen Paket – das Markenzeichen einer echten Brokk-Maschine! Der Brokk 110 ist mit dem einzigartigen Brokk-Smartpower-Elektrosystem ausgestattet. Das neue, intelligente System optimiert u. a. die Leistung der Maschine im Hinblick auf die Qualität der Stromversorgung und die Umgebungsbedingungen. Darüber hinaus wurde das System von Grund auf für das extreme Arbeitsumfeld der Brokk-Maschinen neu entwickelt. Das bedeutet unübertroffene Zuverlässigkeit und branchenführende Betriebsbereitschaft. Brokk Smartpower ermöglicht ermöglicht den Kunden, die Maschine mit einer niedrigeren Stromversorgungsqualität einzusetzen, und erhöht somit die Nutzungsmöglichkeiten der Maschine über die gesamte Lebensdauer. Brokk Smartpower – intelligent und zuverlässig! Eine Brokk-Maschine ist für schwerste Arbeitsbedingungen konstruiert. Da ist der neue Brokk 110 keine Ausnahme. Mit ihm erreicht Robustheit eine neue Dimension! Und das nicht

nur durch die neuen Schutzelemente, wie die Gitter für die hochmodernen LED-Scheinwerfer. Auch die neue aufgeraute graue Farbe bietet einen zusätzlichen Schutz durch ihre hohe Kratzfestigkeit und längere Lebensdauer. Jedes Bauteil, jedes Detail und jede Funktion ist ausgelegt, um enormen Belastungen standzuhalten, damit der Roboter einsatzbereit bleibt – Tag für Tag und Jahr für Jahr. „Die Markteinführung des neuen Brokk 110 zeigt, wie schnell die Innovation und Entwicklung von Brokks ferngesteuerten Abbruchrobotern vorangetrieben wird. Durch Bündelung unserer 40‐jährigen Erfahrung haben wir die Leistung und Produktivität der Maschinen dieser Größe in den letzten fünf Jahren um 50% gesteigert, ohne dabei jegliche Reichweite oder Vielseitigkeit zu opfern. Tatsächlich ist es so, dass unsere Abbruchroboter heute noch kompakter und flexibler sind als vor fünf Jahren“, sagt Martin Krupicka, CEO der Brokk-Gruppe.

MKS® Funke GmbH

Die Vorteile des Brokk 110 • stärkste Maschine ihrer Größe – maximiert die Leistung der Anbaugeräte SB152 und CC340 •B rokk SmartPower™ – neues intelligentes Elektrosystem •B etrieb mit 16- oder 32-A-Sicherung •e chter 360-Grad-Arbeitsradius, ermöglicht durch den niedrigen Maschinenaufbau •m arktführende Kühlung • v ollständig abgedeckte und geschützte Komponenten

INFO www.darda.de Auf der BeBoSa: Stand 2D43

Schleiftechnik für Profis

SCHLEIFEN

Die starke Alternative zum Kugelstrahlen und Fräsen Vor der Beschichtung mit Kunstharzen oder der Verlegung von Oberböden jeglicher Art ist die gewissenhafte und wirtschaftliche Untergrundvorbereitung die Grundlage für ein perfektes Endergebnis. Mit unseren hochwertigen und langlebigen MKS® Schleifmaschinen und Werkzeugen legen Sie diesen Grundstein: ■ Starke Bodenschleifmaschinen für die Untergrundvorbereitung und -Sanierung ■ Auf verschiedenste Untergründe abgestimmte MKS® Super Wings Schleifwerkzeuge ■ VIGOR PKD Werkzeuge für die rasend schnelle Entschichtung ■ 250 mm Werkzeuge für Betonschleifer für den schnellen, effizienten Abtrag ■ Kraftvolle Handschleifmaschinen und Topffräser mit extrem hoher Standzeit für die manuelle Randbearbeitung

Werkzeuge für Betonschleifer 250 mm

MKS® PDG 5000 Bodenschleifmaschine im Einsatz mit MKS® Super Wings

Blizzex™ Power-Schleifer / Profi Topffräser 79

MKS® Funke GmbH . Im Fisserhook 28 . D-46395 Bocholt . Phone +49 [0] 2871 . 24 75 - 0 . Fax +49 [0] 2871 . 24 75 50 . info@mks-funke.de


BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

HEGER EXCELLENT DIAMOND TOOLS: NEUES JAHR – NEUE INNOVATIONEN – BEWÄHRTE QUALITÄT mente aus Platzgründen eingestellt. Da sich nun im neuen Gebäude die räumlichen Kapazitäten bieten, auch diese Segmente wieder zu fertigen, hat Heger das vorhandene Wissen eingesetzt, um mit den neuen Produktionsmaschinen weiterentwickelte und damit noch effizientere Werkzeuge für die Bodenbearbeitung herzustellen. Auf der BeBoSa wird Heger die Produktpalette der in Heitersheim entwickelten und produzierten metallgebundenen Schleifsegmente mit synthetischen und PKD-Diamanten vorstellen.

Heger – Made in Germany

Heger: Excellent Diamond Tools.

Der Anfang des Jahres 2017 steht ganz im Zeichen der BeBoSa. Heger wird dieses Jahr mit einem noch größeren Stand als 2014 wie gewohnt in Halle 2 präsentieren. Die Fachausstellung der Betonbohr- und -sägebranche in Willingen bietet einen umfassenden, aber dennoch überschaubaren Rahmen, um den Fachbesuchern der Branche Neuentwicklungen aus dem Hause Heger zu präsentieren.

Schleifsegmente Bereits in der Vergangenheit hat Heger metallgebundene Schleifsegmente für die Bodenbearbeitung hergestellt. Mit der Gründung der Heger Excellent Diamond Tools und der Implementierung der Segmentfertigung aus Belgien in das alte Gebäude nach Heitersheim wurde die Produktion der Schleifseg-

Segmentfertigung Mit dem Umzug in das neue Geschäftsgebäude im südbadischen Heitersheim bot sich nun auch räumlich endlich die Möglichkeit, weitere Produktionsmaschinen anzuschaffen. Die Produktionstiefe konnte damit erhöht und alle Fertigungsschritte vom Einkauf der Rohkomponenten bis zur Endfertigung noch intensiver kontrolliert werden. Im Laufe des letzten Jahres wurde besonders die Entwicklung und Produktion der Bohr- und Sägesegmente weiter forciert. Auf der BeBoSa wird Heger drei weitere neue Bohrsegmente und zwei neue Wandsägetypen präsentieren.

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Heger: Neue Produktionsmaschinen.

Vor der Serienfertigung werden alle neu entwickelten Segmente gründlich im Praxiseinsatz getestet. Qualität steht bei Heger im Vordergrund – Klasse statt Masse ist die Heger-Devise. Und natürlich: Produktion made in Germany.

INFO www.heger.com


BRANCHENNEWS

NORTON CLIPPER: NEUER ROBO CDM BOHRSTÄNDER Mit Robo CDM erweitert Norton Clipper die Robo-Bohrständerserie um einen selbst zentrierenden Bohrrahmen für Freihand-Kernbohrmotoren mit 60 mm Halsaufnahme. Geeignet ist das neue Gerät für gängige Freihand-Kernbohrgeräte und marktübliche Bohrkronen. Insbesondere Norton-Clipper-Komplettsystememit optimal aufeinander abgestimmten Komponenten garantieren dem Profi am Bau wirtschaftlich schnell hervorragende Ergebnisse. So besteht beispielsweise für den Kanalbau ein Komplettmodell aus Norton Bohrmotor CDM 203, Bohrständer Robo CDM, Hubverlängerung und Diamantbohrkrone Dynamic X3 sowie Zubehör. Robo CDM mit einem maximalen Bohrdurchmesser von 250 mm erlaubt bequemes und flexibles Bohren bei geringem Platzbedarf. Dazu ist keine zusätzli-

che Befestigung erforderlich, was kurze Rüstzeiten nach sich zieht. Das robuste, verwindungssteife Stativ mit großer selbst justierender Standplatte hat auch im Kanalbau eine optimale Auflage über den kompletten Durchmesserbereich und kompensiert weitestgehend auftretende Kräfte, was auch ein Verkanten der Bohrkrone verhindert. Der Bohrständer ist für unterschiedliche Bohrkronenlängen höhenverstellbar, und auch Bohren auf einer ebenen Fläche ist möglich. Marko Waldschmidt, Vertriebsleiter Deutschland bei Saint-Gobain Abrasives: „Die besten Arbeitsergebnisse erreicht der Profi am Bau mit Kernbohr-Komplettsystemen bestehend aus Norton-Clipper-Bohrständern, -Bohrmotoren, -Diamantbohrkronen und entsprechendem Zubehör.“

Robo CDM Bohrständer für FreihandKernbohrgeräte.

INFO www.construction.norton.eu

Q U A L I TÄT - M A D E I N G E R M A N Y

Wir stellen aus:

Halle 2 - Stand M06

www.heger.com

Heger GmbH Excellent Diamond Tools Kaliring 1 • D - 79423 Heitersheim Tel +49 7634 5020 info@heger.com

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

GERHARD WAGNER – BOHRUNTERNEHMER MIT ERFINDERGEIST

Bohrunternehmer Gerhard Wagner.

Gerhard Wagner, Bohr- und Sägeunternehmer aus dem bayerischen Schrobenhausen, hatte häufig Anfragen, um Bordsteine horizontal abzuschneiden oder abzuschrägen. „Geeignete Maschinen sind hierzulande auf dem Markt nicht erhältlich und der Einsatz einer schienengeführten Wandsäge ist zwar

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möglich, aber sehr aufwendig und lohnt sich daher nicht“, konstatiert Gerhard Wagner. So konstruierte und baute der findige Bohrunternehmer vor fünf Jahren die erste Bordsteinsäge Drach BSA 4.0. Eine weiterentwickelte Maschine ist gerade im Bau. Mit diesen Spezialsägen können Bordsteine aus Granit oder Beton im eingebauten Zustand horizontal abgesägt werden. Die schienengeführte Säge kann längs, quer geneigt sowie in der Höhe unabhängig von der Straße eingestellt werden. Somit sind präzise Schnitte unabhängig vom Straßenniveau möglich und Anlaufkeile oder Schrägschnitte können problemlos hergestellt werden. Nach dem Absägen werden die Kanten durch eine Fase entschärft. Somit spart sich der Auftraggeber das Ausbauen

und Tiefersetzen der Bordsteine und anschließende Asphaltarbeiten im Straßenbereich. Inzwischen arbeitet Gerhard Wagner auch immer öfter für Kollegen aus der Bohr- und Sägebranche, da seine Maschinen wesentlich schneller und effizienter als die Wandsägen der Kollegen sind. Die Vorteile: •k ostengünstig •k urze Ausführungszeit •g eringe Verkehrsbehinderung Außerdem können mit den selbst konstruierten Maschinen auch Arbeiten erledigt werden, die mit Wandsägen nicht möglich sind, da die Maschinen nicht am Bauteil befestigt werden müssen. Auch bei einer weiteren Anfrage war Gerhard Wagner erfinderisch: Für eine Wendel-

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BRANCHENNEWS

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treppe musste in einem bewohnten Neubau eine Deckenöffnung mit dem Durchmesser 1,60 m vom Erdgeschoss in den Keller geschaffen werden. Bodenbeläge und Wände durften nicht beschädigt werden. Die Deckenstärke einschließlich Estrich betrug 34 cm. Nachdem mehrere Mitbewerber die Ausführung mit der Begründung „zu riskant“ abgelehnt hatten, wurde die Firma G. Wagner Betonbohr- und Sägeservice beauftragt. Dank einer durch Gerhard Wagner selbst konstruierten Konsole und Abstützung konnten mit nur einer Dübelbohrung

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alle Kernbohrungen mit zwei Kernbohrgeräten gleichzeitig gebohrt werden. Und die zwei MDU-Bohrmotoren von Pentruder überzeugten durch ihre Leistung und den großen Regelbereich der Drehzahl. Anschließend wurde das perforierte Betonteil zerkleinert und konnte problemlos ausgebaut und verladen werden. Die Arbeiten wurden zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers innerhalb von sechs Stunden von Gerhard Wagner und einem Mitarbeiter der Fa. Wagner Betonbohr-und Sägeservice erledigt.

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Bordsteine flächenbündig abgetrennt.

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Abgeschrägte Zaunwand.

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Bordsteinsäge im Einsatz.

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Treppenöffnung mit zwei Maschinen gleichzeitig perforiert.

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Sauber ausgebohrt: die fertige Treppenöffnung.

INFO www.betonbohr-service.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

RECHTZEITIG AUSTAUSCHEN Kein Lebenslänglich für Schutzhelme

daher bei regelmäßiger und dauerhafter Nutzung alle vier Jahre ausgetauscht werden.

Wie alt ist ein Helm?

Nichts ist für die Ewigkeit: Die meisten Arbeitsschutzhelme verlieren im Laufe der Zeit und abhängig von ihren Einsatzbedingungen ihre Festigkeit. Der notwendige Kopfschutz sollte daher regelmäßig ausgetauscht werden. Darauf hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) hingewiesen. Damit der Kopf gut geschützt ist, müssen Industrieschutzhelme Stöße dämpfen können und durchdringungsfest sein. Solchen Ansprüchen genügen Helme der DIN 397 oder DIN EN 14052. Aber auch diese haben, je nach Material, nur eine begrenzte Haltbarkeit. Schutzhelme bestehen aus Kunststoffen und die altern und werden spröde. Ursachen dafür sind vor allem UV-Strahlung, Witterungseinflüsse und mechanische Beanspruchungen. Die am Bau überwiegend eingesetzten Schutzhelme aus thermoplastischen Kunststoffen sollten

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Man erkennt es am Herstellungsdatum, das zusammen mit den Angaben zum Hersteller, Typ, Größe und Werkstoff zur Kennzeichnung des Helmes gehört. Diese befindet sich meist an der Unterseite des Helmschildes. Besteht ein Schutzhelm aus thermoplastischem Kunststoff, so ist er mit PE, PC, ABS, HDPE oder auch mit PP, PP-GF, PC-GF gekennzeichnet. Industrieschutzhelme aus duroplastischem Kunststoff sind mit PF-SF und UP-GF gekennzeichnet und müssen erst nach acht Jahren ständigen Gebrauchs ausgetauscht werden. Ein Austausch kann aber auch schon vorher erforderlich werden: Nach einem harten Schlag sollte der Schutzhelm sofort ersetzt werden, so die BG Bau. Denn die Stabilität kann schon durch eine nicht sichtbare Veränderung der Molekularstruktur des Kunststoffes oder einen nicht sichtbaren Haarriss eingeschränkt sein. Erst recht der Fall ist das natürlich bei einem sichtbaren Riss im Helm. Grundsätzlich besteht eine Helmpflicht bei allen Tätigkeiten, wo es Gefährdungen durch herabfallende, pendelnde, umfallende oder wegfliegende Gegenstände gibt. Das ist etwa bei der Arbeit unter Baukranen der Fall. Das Gleiche gilt, wenn Beschäftigte mit dem Kopf an Gegenstände stoßen könnten, beispielsweise auf Baugerüsten. Wo es solche Gefährdungen gibt, haben Arbeitgeber die Pflicht, ihren Mitarbeitern Arbeitsschutzhelme bereitzustellen. Dass Vorsicht angebracht ist, machen auch die Zahlen deutlich: Allein im Jahr 2013 registrierte die BG Baus fast 12 600 Arbeitsunfälle mit Kopfverlet-

zungen. Davon waren über 5 400 Unfälle meldepflichtig, also mit Folge einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen. Auch wenn nicht alle diese Verletzungen nur auf fehlende Schutzhelme zurückgehen: Der Baustellen-Einsatz ohne Helm, so die BG Bau, ist an vielen Arbeitsplätzen leichtfertig und hat oft tragische, manchmal sogar tödliche Folgen. Seit Januar 2015 fördert die BG Bau für gewerbliche Mitgliedsunternehmen die Anschaffung von Industrieschutzhelmen nach EN 397 mit Arbeitsschutzprämien. Diese Helme im Bergsteiger-Design sind mit vormontiertem 4-Punkt-Kinnriemen ausgestattet. Sie erfüllen die Anforderungen für Schutzhelme auf Baustellen und haben einen hohen Tragekomfort.

INFO Weitere Informationen unter: www.bgbau.de sowie: praev-anreize@bgbau.de


ARBEITSSICHERHEIT

PRÄVENTION ZAHLT SICH AUS BG Bau fördert den Arbeitsschutz durch Zuschüsse und Prämien

Die BG Bau belohnt Sie, wenn Sie Wert auf Arbeitssicherheit legen. Von diesem Förderprogramm können auch Sie profitieren, denn Investitionen und Maßnahmen, die der Arbeitssicherheit oder dem Gesundheitsschutz in Ihrem Betrieb dienen, erhalten Zuschüsse. Hintergrund für diese Förderung ist, dass die BG Bau als gesetzliche Unfallversicherung für die Bauwirtschaft daran interessiert ist, Arbeitsunfälle und berufsbedingte Krankheiten zu vermeiden.

Gefördert werden nur die in den Listen genannten Fugenschneider (mitgängergeführte Bodentrennschleifmaschinen nach DIN EN13862). Sie zeichnen sich durch die folgenden Eigenschaften aus: • Elektromotor • CE-Konformitätserklärung • Schwingungsgesamtwerte max. 2,5 m/s² • Trockenschnitt mit Absaugung oder Nassschnitt

Das aktuelle Förderprogramm

Cedima

Der Katalog der Werkzeuge, Arbeitshilfen und Maßnahmen, die von der BG Bau als förderwürdig anerkannt werden, wird jährlich aktualisiert. Dabei berücksichtigt die BG Bau einmal die technischen Weiterentwicklungen oder Innovationen bei Produkten. Zum anderen bestimmen neue Erkenntnisse über Belastungen und Gefährdungen am Arbeitsplatz die Förderfähigkeit einzelner Arbeitsmittel. Für das Jahr 2017 wurden unter anderem Elektro-Fugenschneider in das Programm aufgenommen: Beim Einsatz von benzinbetriebenen Fugenschneidern in ganz oder teilweise geschlossenen Arbeitsbereichen (z. B. Hallen, Tiefgaragen, Räumen) besteht die Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftungen durch Motorabgase. Durch den Einsatz von Elektro-Fugenschneidern wird diese Gefahr vermieden. Zur Staubreduktion werden nur die Fugenschneider für Nassschnitt und die Fugenschneider für Trockenschnitt mit Absaugung gefördert.

Kleine Baureihe: • CF-13.2 E • CF-13.2 E-TR mit Absaugblattschutz • CF-22 E • CF-33 E • CF-33E-HF

Wie viel wird gefördert? Pro Maßnahme 25 % der Anschaffungskosten, max. 500 € für kleine Baureihe, max. 1.000 € für mittlere Baureihe.

Cedima CF-33E-HF.

Lissmac Compactcut 400 E.

Mittlere Baureihe: • CF-2015 E

Norton-Clipper CS 7,5 E800.

Lissmac Kleine Baureihe: • Compactcut 300 E • Compactcut 400 E Mittlere Baureihe: • Compactcut 800 E

Saint-Gobain/Norton-Clipper Kleine Baureihe: • CS 451 E • CS 451 ET mit Schutzhaube • CS 7,5 E800

INFO Bei Fragen zur Aufnahme in die Liste wenden Sie sich bitte an: Dipl.-Ing. (FH) Corinne Ziegler Tel.: 0721 8102-624 corinne.ziegler@bgbau.de Weitere Informationen unter: www.bgbau.de sowie: arbeitsschutzpraemien@ bgbau.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

UNTERWEISUNG Was Arbeitgeber tun müssen

• Veränderungen im Arbeitsablauf • Einführung anderer Arbeitsmittel • neue Technologien oder Arbeitsstoffe • Unfälle, Beinaheunfälle oder sonstige Schadensereignisse • neue Erkenntnisse nach Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilung • Ergebnisse von Betriebsbesichtigungen Die Unterweisung hat in allen diesen Fällen immer vor der Aufnahme der Tätigkeit zu erfolgen.

Wie oft muss man eine Unterweisung wiederholen?

Die Arbeitsunterweisung ist Chefsache.

Arbeitssicherheit ist nicht allein eine Frage der Technik, sie hängt entscheidend auch vom sicherheitsgerechten Verhalten der Beschäftigten ab. Mit der Unterweisung haben Arbeitgeber eine wichtige Möglichkeit, das Verhalten ihrer Beschäftigten zu beeinflussen.

Wer muss unterweisen? Nach § 12 Arbeitsschutzgesetz und § 4 DGUV Vorschrift 1 ist es grundsätzlich eine Aufgabe des Unternehmers, Unterweisungen durchzuführen. Diese Aufgabe kann schriftlich auf zuverlässige und fachkundige Personen übertragen werden. In der Praxis sind im Regelfall die direkten Vorgesetzten für die Unterweisung in ihrem Verantwortungsbereich verantwortlich. Das ist auch sinnvoll, denn sie kennen die zu unterweisenden Beschäftigten sowie deren konkrete Arbeitsplätze und -abläufe. Fachliche Unterstützung erhalten sie von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt.

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Wer muss unterwiesen werden? Jeder Beschäftigte muss vor Aufnahme der Tätigkeit unterwiesen werden. Hierzu zählen auch Praktikanten oder Beschäftigte in der Probezeit. Auch Leiharbeitnehmer dürfen nicht vergessen werden. Hier hat der Entleiher die Pflicht, arbeitsplatzspezifisch zu unterweisen, denn der Leiharbeitnehmer wird im Betrieb des Entleihers wie ein eigener Beschäftigter eingesetzt (§ 11 Abs. 6 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz). Die Verpflichtung zur allgemeinen Unterweisung liegt dagegen beim Verleiher.

Wann muss unterwiesen werden? Anlass für eine Unterweisung ist immer die Aufnahme einer Tätigkeit. Weitere Anlässe können z. B. sein: • Versetzungen oder Veränderungen im Aufgabenbereich

Bei gleichbleibender Gefährdung muss die Unterweisung mindestens jährlich wiederholt werden. Jugendliche sind sogar halbjährlich zu unterweisen. Tritt vorher ein Unterweisungsanlass auf, gibt es z. B. neue Erkenntnisse nach Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilung, muss zusätzlich eine Unterweisung innerhalb der Jahresfrist eingeschoben werden. Art und Umfang der Unterweisung sowie die Termine für die Wiederholung haben die Arbeitgeber bzw., falls eine Pflichtenübertragung erfolgte, die unmittelbaren Vorgesetzten eigenverantwortlich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und festzulegen.

Wie sieht eine Unterweisung aus? Der Inhalt einer Unterweisung richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung. Die Unterweisung muss die konkreten, arbeitsplatzbezogenen Gefährdungen aufgreifen und konkrete Schutzmaßnahmen aufzeigen, die die Beschäftigten beachten müssen. Dabei ist nicht auf eine typische Arbeitssituation, sondern auf die individuelle Situation abzustellen. Der Beschäftigte muss nach der Unterweisung wissen, welches Verhalten an seinem Arbeitsplatz gefordert ist. Zu berücksichtigen sind auch Notfallmaßnahmen. Die einschlägigen Vorschriften und Regeln müssen vermittelt werden. Es reicht nicht aus, die Vorschriften auszuhängen oder den Beschäftigten auszuhändigen und die


ARBEITSSICHERHEIT

Beschäftigten zu einem Selbststudium anzuhalten. Der unterweisende Vorgesetzte muss vielmehr eine verständliche Form und Sprache wählen und die Vorkenntnisse der Beschäftigten berücksichtigen. Praktikanten und Auszubildende müssen zum Beispiel anders unterwiesen werden als langjährig beschäftigte Facharbeiter oder Ingenieure. Bei der ersten Gruppe geht es eventuell noch um Jugendliche ohne fachliche Vorkenntnisse, denen zunächst Basiswissen vermittelt werden muss, während die zweite Gruppe vielleicht nur eine Auffrischung oder Vertiefung braucht. Eine Unterweisung erfolgt immer mündlich. Elektronische Unterweisungsmodule ersetzen sie nicht. Sie können lediglich als Ergänzung und zur Wissensvermittlung eingesetzt werden. Denn im Regelfall fehlen die arbeitsplatzspezifisch aufbereiteten Unterweisungsinhalte. Darüber hinaus ist die Verständnisprüfung durch ein unmittelbares Gespräch zwischen unterweisenden Vorgesetzten und zu unterweisenden Beschäftigten nicht möglich.

Wie funktioniert die Erfolgskontrolle? Der Vorgesetzte hat sich zu vergewissern, dass die unterwiesenen Beschäftigten die Unterweisung auch verstanden haben. Dies kann z. B. durch Verständnisfragen geschehen. Möglich ist auch, sich den in der Unterweisung vorgeschriebenen Handlungsablauf vom Beschäftigten vormachen zu lassen. Außerdem kann und muss die Arbeitsweise der Beschäftigten beobachtet werden.

Wie wird die Unterweisung dokumentiert? § 4 DGUV Vorschrift 1 verlangt, dass die Unterweisung dokumentiert wird. Eine besondere Form ist nicht vorgeschrieben. Die Dokumentation sollte mindestens den Inhalt und den Zeitpunkt der Unterweisung enthalten. Das Thema sollte stichpunktartig wiedergegeben werden, ebenso wie der Name der unterweisenden Vorgesetzten. Die Unterwiesenen sollten namentlich aufgeführt

Bestätigung der Unterweisung nach § 4 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1)

Unternehmen: (Name und Anschrift des Unternehmens) Betriebsteil, Arbeitsbereich: Durchgeführt von: Durchgeführt am: Unterweisungsinhalte (insbesondere Gefahrquellen, Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz, Erste Hilfe):

Name und Unterschrift der Teilnehmer Mit meiner Unterschrift bestätige ich, dass ich an der Unterweisung teilgenommen und den Inhalt verstanden habe. Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Name, Vorname, Unterschrift Bemerkungen

Unterschrift des Trainers/ Unterweisenden

werden und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie an der Unterweisung teilgenommen haben. Ein Muster für die Dokumentation einer Unterweisung finden Sie in der DGUV Regel 100-001 „Grundsätze der Prävention“ zu § 4 DGUV Vorschrift 1. Es wird empfohlen, die Dokumentation zwei Jahre aufzubewahren, um nachweisen zu können, dass die Unterweisung stattgefunden hat.

Leitung z. K.

INFO Autorin: Birgit Mees, BG ETEM Prävention Quelle: „etem – Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung“ 6/2016 der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse www.bgetem.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

NEWS AUS DEM FACHVERBAND THOMAS SPRINGER, VORSITZENDER DES FACHVERBANDES, SIEHT EINE POSITIVE STIMMUNG IN DER BBS-BRANCHE BeBoSa und JHV in Willingen

Thomas Springer, 1. Vorsitzender.

Die positiven Erwartungen für das Geschäftsjahr 2016 wurden erfüllt: Die Betonbohr- und -sägebranche verzeichnet auch in diesem Jahr eine stabile Auftragslage mit dem damit verbundenen wirtschaftlichen Erfolg. Immer deutlicher wird jedoch der schon frühzeitig vom Fachverband prognostizierte Mangel an qualifizierten Fachkräften. Hier werden wir auch zukünftig mit unseren Aus- und Weiterbildungsangeboten gegensteuern. Sehr erfolgreich verlief auch die diesjährige Bauma. Die Präsenz des Fachverbandes sorgte für einen zentralen Anlaufpunkt zum Informationsaustausch unter Kollegen, so gab es beispielsweise auch ein Treffen mit dem internationalen Verband der Branche (IACDS). Darüber hinaus konnten wir zahlreiche Neumitglieder gewinnen. Auch die Herstellerfirmen unter unseren Mitgliedern berichteten durchweg von einem sehr guten Messegeschäft.

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Für 2017 hoffen wir auf eine weiterhin stabile Konjunktur, was sich in einem Anhalten der positiven Entwicklung widerspiegeln sollte. Eine Unbekannte ist jedoch die politische Entwicklung in Europa, deren mögliche Einflüsse auf die Wirtschaft nur schwer abschätzbar sind. Fest steht dagegen der Termin für die wichtigste Fachausstellung unserer Branche: vom 23. bis 25. März 2017 findet bereits zum dritten Mal die BeBoSa statt. Der Fachverband nutzt das etablierte Branchentreffen für eine eigene Präsenz sowie für die Durchführung der

Blick auf die BeBoSa 2014.

Jahreshauptversammlung. Darüber hinaus sind wir nach aktuellem Planungsstand optimistisch, eine technologische Neuerung im Bereich der Werkzeugund Maschinenhandhabung präsentieren zu können.

BG Bau und IACDS An Vielfalt gewinnt unser Engagement zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für unsere Branche. So stellt der Fachverband ab 2017 ein Mitglied für die Vertreterversammlung der BG Bau. Dies ist das Ergebnis langjähriger Bemühungen und zahlreicher Gespräche


FACHVERBÄNDE

Das Programm der 33. Jahreshauptversammlung individuelle Anreise nach Willingen am Donnerstag, Freitag oder Samstag Donnerstag, 23. März 14.00 Uhr

Messe BeBoSa (bis 18.00 Uhr)

Convention Center

Freitag, 24. März 10.00 Uhr 19.00 Uhr 20.30 Uhr

Messe BeBoSa (bis 18.00 Uhr) Sauerländer Büfett im Hotel Livekonzert der Rock-Coverband „Pfund“ bis ca. 24.00 Uhr

Convention Center Saal im BC-Teil Saal im BC-Teil

Samstag, 25. März 09.00 Uhr 10.00 Uhr 14.00 Uhr 18.30 Uhr

Messe BeBoSa (bis 13.00 Uhr) Alternativ: Besichtigung Glasmanufaktur Jahreshauptversammlung (bis 17.00 Uhr) Abfahrt zur Vis à Vis Hütte Willingen

anschl. anschl.

Empfang mit Feuerzangenbowle Gemeinsames Abendessen: Büfett mit Grillspezialitäten aus dem Smoker Rückfahrt zum Hotel Alternativ ist ein Spaziergang zum Hotel möglich (15 min).

22.30 Uhr und 23.00 Uhr

mit Ministerien, der Berufsgenossenschaft, dem Baugewerbeverband und dem Berufsverband der Bauwirtschaft. Auch wenn unsere Branche nur eine Nische besetzt, so sind wir jetzt in der Lage, im direkten Dialog aktiv mitzugestalten. Das wollen wir auch auf internationaler Ebene erreichen. Deshalb intensivieren wir die Zusammenarbeit mit dem IACDS. Unser Mitglied Michael Findeis wird in diesem Gremium zukünftig als Vizepräsident die Interessen des Fachverbandes einbringen und vertreten. Ziele dieses Engagements sind unter anderem, den Wissenstransfer unter den Landesverbänden zum Nutzen aller Mitglieder zu verbessern, die Unterstützung untereinander zu intensivieren, aber auch die politische Einflussnahme auf branchenrelevante Entwicklungen und europäische Richtlinien zu vergrößern. Als aktuelles Beispiel sei hier die neue Verordnung zu HBCD-haltigen Abfällen genannt, die auf der Umsetzung einer EU-Richtlinie basiert und mit Inkrafttreten die gesamte Baubranche vor enorme Herausforderungen stellte. Neben der breiten Intervention aller

Convention Center ab Hotelrezeption Plenum C-Teil Bus ab Hotelrezeption Vis à Vis Hütte Vis à Vis Hütte Parkplatz vor der Vis à Vis Hütte

Betroffenen hat auch der Fachverband seine Stimme gegenüber dem Bundesrat erhoben, um die jetzt geltende Übergangslösung zu erwirken. So appelliere ich an verantwortliche Entscheidungsträger, weitreichende Folgen und Konsequenzen doch zukünftig bitte im Vorfeld zu bedenken sowie in der Marktrealität vertretbare Lösungen anzubieten.

Fachkräftemangel Abschließend noch einmal zurück zum Fachkräftemangel. Mit Blick auf die Flüchtlingsthematik ergibt sich aus unserer Sicht hier eine Chance. Wir werden 2017 die Möglichkeiten für eine zentrale Unterstützung bei der Integration und Ausbildung von Flüchtlingen prüfen und anpassen. Die Rahmenbedingungen sind mit dem eigenen Berufsbild und der Erwachsenenqualifizierung gegeben. Jetzt gilt es, diese an die aktuellen Besonderheiten anzupassen. So möchten wir unsere Mitglieder in die Lage versetzen, auch auf diesem Arbeitsmarkt aktiv zu werden. Das wird sicher nicht leicht, doch wir wollen uns der gesell-

schaftlichen Verantwortung stellen und einen Beitrag im Rahmen unserer Möglichkeiten leisten. Ich kann nur jedes Mitglied ermutigen, uns auf diesem Weg zu begleiten – nicht zuletzt, um die eigene unternehmerische Zukunft positiv zu gestalten. In diesem Sinne wünsche ich allen Fachbetrieben ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr sowie den Inhabern und Mitarbeitern persönlich alles Gute. Thomas Springer Vorsitzender des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V.

WISSENSWERTES Der Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. ist mit mehr als 700 Mitgliedern weltweit der stärkste Verband dieser Branche. Mitglieder sind Dienstleistungsbetriebe und Herstellerfirmen rund ums Betonbohren und -sägen. Zu seinen gestellten Aufgaben zählen die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Fachkräfte, die Förderung technischer Innovationen, die Vermittlung nationaler und europäischer Normen sowie die Vereinheitlichung von Ausschreibungsverfahren. Darüber hinaus gibt der Verband seinen Mitgliedern fachliche und juristische Hilfestellung in allen Bereichen der Unternehmensführung.

INFO Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. Dolivostraße 35 64293 Darmstadt www.fachverband-bohren-saegen.de info@fachverband-bohren-saegen.de Ansprechpartner: Anne Fuchs: 06151 870956-11 Christof Boxberger: 06151 870956-12

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

GESCHÄFTSBAROMETER – POSITIVE WIRTSCHAFTSLAGE Geschäftserwartungen 2017 der Betonbohr- und -sägebranche 60

56 % 50

30

20

10

0%

0

gut

befriedigend

Von der anhaltend positiven Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2016 profitierte auch die Betonbohr- und -sägebranche. Dies ergab eine Umfrage unter den Mitgliedern des Fachverbandes Betonbohren und -sägen. „So beurteilen 83 Prozent der befragten Betriebe ihre derzeitige wirtschaftliche Situation als

schlecht

Quelle: Fachverband Betonbohren und -sägen

44 %

40

gut“, kommentiert Christof Boxberger, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes, die Ergebnisse. „Gut zwei Drittel der Unternehmen konnten den Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern, bei einem Drittel stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Mitarbeiter.“ Die zukünftige Entwicklung der Branche wird durchweg optimistisch

eingeschätzt. 56 Prozent der befragten Unternehmen erwarten 2017 eine weiterhin gute Geschäftsentwicklung, weitere 44 Prozent bezeichnen die Erwartungen als befriedigend. Vor diesem Hintergrund wollen 17 Prozent der Betriebe ihre Investitionen steigern und 21 Prozent planen Neueinstellungen. Bedingt durch den steigenden Bedarf an Fachkräften gestaltet sich die Suche nach neuen Mitarbeitern weiterhin schwierig. So haben 83 Prozent der Befragten Probleme, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Dabei ist die Auftragslage so gut, dass 78 Prozent der Fachbetriebe mit Überstunden arbeiten. „Diese Tendenz gibt es schon seit mehreren Jahren, denn auch unsere Branche bleibt vom Fachkräftemangel nicht verschont“, so Boxberger. „Aus diesem Grund ist die innerbetriebliche Aus- und Weiterbildung für eine gesunde Entwicklung der Fachbetriebe von elementarer Bedeutung. Dafür hält der Fachverband speziell auf unsere Branche abgestimmte Angebote vor: Mit unserem Ausbildungsberuf zum Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik sowie zertifizierten Weiterbildungskursen zur Erwachsenenqualifizierung bieten wir sehr gute Möglichkeiten, den Fachkräftemangel durch betriebliche Qualifizierungen auszugleichen.“

NEUBAU INFORMATIONSZENTRUM UND MUSEUM

Norbert Braun (3. v. re.) und Manfred Rütters (2. v. re.) informieren auf der Jahreshauptversammlung.

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Am 14. Januar 2017 fand in Hamm die Jahreshauptversammlung des Museums für alte Betonbohr- und -sägemaschinen e. V. statt. Der 2006 gegründete Verein hat sich das Ziel gesetzt, die langjährige technische Historie der Betonbohr- und -sägebranche (BBS) erlebbar zu gestalten und künftigen Fachkräften sowie der breiten Öffentlichkeit in Form einer Ausstellung zugänglich zu machen. Das Jahr 2017 und damit auch der Fokus der

Mitgliederversammlung stehen ganz im Zeichen des für den Verein wichtigsten Projektes: des Neubaus eines Informationszentrums der BBS-Branche. „Wir haben unseren Mitgliedern sowohl den aktuellen Stand der Planungen als auch der Finanzierung vorgestellt“, erklärt der zweite Vorsitzende Manfred Rütters. „Noch im zweiten Quartal dieses Jahres soll der Grundstein gelegt werden und bereits für Mitte 2018 ist die Eröffnung geplant. Für die Finanzierung des Pro-


FACHVERBÄNDE

Skizze des geplanten Info- und Museumszentrums auf dem Gelände des ABZ Hamm.

jektes bringt der Museumsverein mehr als 113.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern ein. Unser Dank gilt allen Förderern unserer Branche, die dieses Projekt finanziell unterstützen.“

Starke Partner Kooperationspartner ist das Ausbildungszentrum (ABZ) Hamm des Be-

rufsförderungswerks der Bauindustrie NRW, auf dessen Gelände das Informationszentrum entstehen wird. Das ABZ Hamm ist bereits langjähriger Partner des Fachverbandes Betonbohren und -sägen im Rahmen der überbetrieblichen Aus- und Weiterbildungsangebote. Gemeinsam soll das ehrgeizige Projekt umgesetzt werden. So übernimmt das ABZ Hamm die Kosten der Bauplanung und plant mit Fördergeldern für die Re-

alisierung der Ausstellung. Zusätzlich kann ein Teil der Baukosten durch Eigenleistungen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung erbracht werden. „Dennoch ist ein Budget von 160.000 Euro durch den Museumsverein abzudecken, dafür suchen wir auch weiterhin Unterstützer und Sponsoren“, appelliert Rütters. „Planungssicherheit für unser Projekt ist dennoch gegeben – aufgrund des 2016 gefassten Beschlusses der Mitglieder des Fachverbandes, den finanziellen Eigenanteil des Museumsvereins bei Bedarf aufzustocken und die noch bestehende Finanzierungslücke zu schließen. Dafür spreche ich dem Verband und seinen Mitgliedern unseren ausdrücklichen Dank aus.“ Der Fachverband Betonbohren und -sägen unterstützt den Museumsverein seit seiner Gründung sowohl ideell als auch organisatorisch.

Historie wird erlebbar Unter dem Vorsitz von Norbert Braun arbeiten im derzeit 53 Mitglieder zählenden Museumsverein erfahrene Unternehmer ehrenamtlich zusammen. In den vergangenen Jahren wurde dank der Unterstützung verschiedener Fachbetriebe und Hersteller eine beachtliche Anzahl historischer Maschinen zusammengetragen. Das Informationszentrum beherbergt zukünftig eine Ausstellung ausgewählter Exponate aus unterschiedlichen Epochen der BBS-Branche und macht so deren technische Historie für alle Interessierten erlebbar. Gleichzeitig dient es als Begegnungsstätte im Rahmen der vom Fachverband verantworteten Aus- und Weiterbildung oder für branchennahe Veranstaltungen wie beispielsweise Regionaltreffen oder Kundenevents.

INFO Fugenschneiden ca. 1950.

Mehr Infos unter: www.bbs-museum.de

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

GEWERBLICHE SEMINARE ERFOLGREICH BEENDET 01

BBS1 und BBS2 Am Samstag, 21. Januar 2017, endeten im Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Hamm die diesjährigen Fachseminare im Betonbohren und -sägen, kurz BBS1 und BBS2. Insgesamt 74 Teilnehmer stellten sich an sechs (BBS1) bzw. neun Tagen (BBS2) der Herausforderung, von bis zu 23 Technikern und 18 Dozenten unterrichtet zu werden. Das Arbeiten an verschiedenen Seilsägestationen, unterschiedlichen Kernbohr- und Wandsägestationen, Fugenschneidern und ferngesteuerten Abbruchmaschinen brachte den begeisterten Teilnehmern jede Menge neue Kenntnisse über die Werkzeuge und Erfahrungen im Umgang mit diesen Geräten. Mit der Teilnahme am Grundlagenseminar BBS 1 und am Aufbauseminar BBS 2 und erfolgreichem Abschluss der anschließenden Prüfung dürfen sich nun 24 Teilnehmer „Geprüfter Betonbohrund -sägefachmann“ nennen. Bester Teilnehmer des BBS2-Lehrgangs: Ibrahim Kalender von der Firma K&K GmbH aus Berlin.

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Seilsägeseminar Unter der Leitung von Britta Keinemann fand ebenfalls im Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Hamm vom 26. bis 30. Januar das diesjährige Seilsägeseminar des Fachverbandes statt. An den fünf Schulungstagen wurden 27 Teilnehmer an sieben unterschiedlichen Stationen im sicheren Umgang mit der Seilsäge geschult. Bei dieser in Deutschland einzigartigen Schulung wurden den Teilnehmern auf sehr anschauliche Art und Weise die unterschiedlichen Ver-

fahrensweisen der Seilsägen nähergebracht. Lehrgangsbester wurde Leonhard Schenk von der Schenk GmbH aus Oberjoch. Als Arbeitsaufgabe wurde unter anderem das Verbandslogo aus einer Betonplatte herausgeschnitten, die dem ABZ und dem geplanten Kompetenzzentrum als Deko dienen soll.

Vorarbeiter und Werkpolier.

Diese beiden Lehrgänge waren bei Redaktionsschluss noch nicht beendet. Wir berichten in der nächsten Ausgabe des Betonbohrers.


FACHVERBÄNDE

Großzügige Spende

Das Ausbildungszentrum der Bauindustrie bedankt sich für die Unterstützung bei der Durchführung der Seminare bei folgenden Partnern: Husqvarna Deutschland GmbH, Hilti AG , Gölz GmbH, Tyrolit GmbH & Co. KG, Dr. Schulze GmbH, Hydro-Tec GmbH, Braun Maschinenfabrik GmbH, Lissmac Maschinenbau GmbH, ICS, Cedima GmbH sowie Geißler & Kuper GmbH.

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Andreas Rabe, Gebietsverkaufsleiter der Firma Husqvarna, hatte außerdem eine großzügige Spende mitgebracht: eine Hochfrequenzseilsäge CS 10 inklusive dazugehörigem Powerpack PP 440 HF. Diese Seilsäge schafft es, Stahlbeton von beliebiger Dicke zu durchschneiden. Eingesetzt wird die neue Seilsäge in der Ausbildung der Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik sowie für die Seminare des Fachverbandes.

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Die Teilnehmer des Seilsägeseminars vor dem ausgesägten Fachverbands-Logo.

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Einweisung am Abbruchroboter.

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Der Lehrgangsbeste Ibrahim Kalender bei der Zeugnisübergabe mit Britta Keinemann und Gerhard Geske.

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Andreas Rabe übergibt eine Seilsäge an Gerhard Geske.

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Die Teilnehmer des BBS1 ...

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... und des BBS2.

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

KLAUS PAKUTZ Ehemaliger Verbandsanwalt wurde 80 Jahre alt

Rechtsanwalt Klaus Pakutz.

Im letzten Jahr feierte unser ehemaliger Rechtsanwalt seinen 80. Geburtstag. Die Düsseldorfer Anwaltspraxis wurde in den frühen 1950er-Jahren von dem

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mittlerweile verstorbenen Dr. Ulrich Faulhaber gegründet. Klaus Pakutz trat in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts der Praxis bei und führte sie ab 1980 allein, später in Sozietät mit unserem heutigen Verbandsanwalt Dr. Georg Groth. Mit dem Jubilar nahm die ständige Prozessführung der Praxis gegen die Soka-Bau ihren Anfang. Vielen Mitgliedern hat er durch seine erfolgreichen Prozesse viel Geld erspart. Im Juli 2005 hat er sich in den Ruhestand verabschiedet. Noch heute ist Klaus Pakutz dem Fachverband eng verbunden. Er ist unser Ehrenmitglied, engagiertes Mitglied im Ehrenrat und nimmt gerne zusammen

mit seiner Ehefrau Gaby an den Jahrestagungen teil. Privat ist der Vater der Töchter Wibke und Frauke eher ein Familienmensch. Er frönt mit seiner Frau der Leidenschaft des Wanderns, vorzugsweise in den Vogesen, um anschließend die kulinarischen Spezialitäten der Region genießen zu können. Auch auf der Insel Stromboli sind die beiden Dauergäste. Die nneueste Passion der beiden sind Gruppenwanderungen auf Mallorca. Der Vorstand und die Geschäftsstelle des Fachverbandes wünschen ihm Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und gemeinsam mit seiner Ehefrau Gaby noch viele schöne Jahre.


FACHVERBÄNDE

SCHWEIZER VERBAND SVBS 30. Mitgliederversammlung in Ascona

Das SVBS-Ausbildungszentrum in Bellach.

Der SVBS blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2016 zurück und hat mit der erstmaligen Durchführung der Polierschule für Bauwerktrenner einen weiteren Meilenstein in der 30-jährigen Verbandsgeschichte realisiert.

Aus- und Weiterbildung Der Verband konnte im Sommer mit großer Freude 18 Lernenden zur erfolgreichen Abschlussprüfung gratulieren und die Diplome zum Bauwerktrenner EFZ aushändigen. Auch die einzelnen Zertifikatskurse für die Erwachsenenbildung und insbeson-

dere der jährliche Safety-Day waren in diesem Jahr wiederum sehr gut besucht. Stolz ist der SVBS auf die neu geschaffene Polierschule POS1 für die Bauwerktrenner, die in diesem Jahr mit neun Teilnehmern erfolgreich gestartet ist. Die Polierschule wird im Campus Sursee durchgeführt. Die neue Möglichkeit, dass sich Bauwerktrenner zum Polier weiterbilden können, wird zukünftig einerseits den Beruf attraktiver machen und andererseits der Branche gut ausgebildete Kader generieren. Im Herbst wurde im SVBS-Ausbildungszentrum in Bellach erstmals eine Weiterbildung für Maschinisten für ferngesteuerte Rück-

bauroboter durchgeführt. Da dieser Kurs gut besucht war, wird er künftig fix im Weiterbildungsprogramm aufgenommen.

Neue Gesichter An der diesjährigen 30. ordentlichen Generalversammlung im Tessin wurden mit Vincent Probst, Gregor Kanne und Marcel Dätwyler drei neue Vorstandsmitglieder von der Versammlung einstimmig gewählt. Gilbert Delley, jahrelanges Vorstandmitglied als Vertreter der Romandie, demissionierte und wurde im Tessin zum Ehrenmitglied ge-

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

Organisationsstruktur brachte aber die Schaffung der neuen Position des Geschäftsführers. Der Vorstand bestellte Herrn Remy Baumann per 01.01.2016 zum Geschäftsführer und Kursleiter des SVBS. Somit hat der Verband für interne und externe Anliegen eine kompetente Ansprechperson, kann die Geschäftsstelle professioneller betreiben und die Verbandsaktivitäten ausbauen.

Struktur SVBS

wählt. Die aktuelle Zusammensetzung des Vorstandes bietet dem Verband neue Möglichkeiten, schafft weitere Perspektiven und generiert frische Impulse. Die größte Veränderung in der

In der Schweiz sind 300 Unternehmen oder Abteilungen von Baufirmen mit total 1 200 Mitarbeitenden im Bereich Betonbohren, -schneiden und kontrollierter Rückbau tätig. Der SVBS vertritt mit 100 Mitgliedsfirmen – die ungefähr 80 % der Mitarbeitenden dieser Branche beschäftigen – die Interessen seiner Mitglieder als Arbeitgeberverband und ist für die Ausbildung verantwortlich. Einzigartig ist,

dass im SVBS die Dienstleister und die Lieferanten der Bohr- und Schneidbranche vereint sind und sich mit gleichen Rechten und Pflichten für die Branche engagieren. Philippe Wingeier

INFO SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohr- und Betonschneideunternehmungen Postfach 528 Bahnhofstraße 7 d 4512 Bellach, Schweiz Telefon: +41 32 61810-50 www.svbs.ch

ABBRUCHROBOTERKURS IM AUSBILDUNGSCENTER DES SVBS IN BELLACH

Remy Baumann, Geschäftsführer des SVBS, berichtet aus dem ABZ Bellach.

Nach längerer Pause beschloss ich, wieder einmal einen spezifischen Abbruchroboterkurs anzubieten. Der Bedarf an diesen leistungsfähigen Maschinen ist seit Jahren stark gewachsen. Ob Gebäude auskernen, ganze Stockwerke zurückbauen oder Treppen zurückbeißen: Abbruchroboter sind die optimale und leistungsstärkste Lösung und mit ihren zahlreichen Anbaugeräten auch vielseitig einsetzbar. Im Kurs wurde jedoch die Hauptarbeiten wie das Beißen und Spitzen geschult.

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Nach Rücksprache mit der Firma Brokk Schweiz AG und der Firma Husqvarna Schweiz AG wurde der Termin auf den 24. Oktober 2016 festgelegt. Die Dauer des Kurses wurde auf zwei Tage festgelegt und optimiert. Nach der Ausschreibung an alle Mitglieder war ich auf die Resonanz sehr

gespannt. Bereits nach sehr kurzer Zeit war der Kurs ausgebucht. Um eine gute und intensive Ausbildung zu ermöglichen, sollten maximal acht Personen teilnehmen. Es wurden Betonelemente bereitgestellt, welche mit dem Beißer bearbeitet werden konnten. Eine alte, stark zersäg-


FACHVERBÄNDE

Der Husqvarnaund der Brokkroboter im Einsatz.

te Bodenplatte diente als Übungsobjekt für den Spitzhammer. Bevor jedoch in der Praxis geübt werden durfte, musste zuerst die Theorie geschult werden. In zwei Gruppen aufgeteilt, gab es an der Maschine intensive Theoriesequenzen. Die Bedienung der Steuerung, Störungen, Reinigung, Tagesservice sowie kleinere Reparaturen

waren nur ein Teil davon. Danach ging es mit der Praxis los und der Lärmpegel im Ausbildungscenter stieg rasant an. Mit Herrn Mannhart von der Firma Husqvarna Schweiz AG und Herrn Zgraggen von der Firma Brokk Schweiz AG waren zwei sehr erfahrene, langjährige Instruktoren vor Ort. Ihr grosses Knowhow auf dem Platz zu haben, war für

mich ein Highlight. Innerhalb kurzer Zeit war eine große Menge Beton „vernichtet“. Der Nachschub an Betonelementen musste fast stündlich erfolgen. Immer wieder wurden Arbeitspausen eingelegt, um in der Gruppe aktuell aufgetauchte Probleme zu besprechen und zu lösen. Schon waren die zwei Tage vorbei. Beim Kursschluss wurden noch offene Fragen beantwortet und ein wenig gefachsimpelt. Fazit: Der Kurs war ein voller Erfolg und die Rückmeldung der Teilnehmer sehr positiv. Der Entscheid, diesen Kurs wieder anzubieten, fiel schnell. Zusammen mit den zwei Instruktoren werden wir diesen Kurs im Herbst 2017 erneut durchführen. Bis dahin werde ich mein Betonelementelager wieder aufgefüllt haben. Remy Baumann Geschäftsführer SVBS

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

IACDS/IVBS Internationaler Verband trifft sich in Wien

unzähligen Sightseeing-Möglichkeiten. Wandern Sie entlang enger mittelalterlicher Gassen oder über kaiserliche Plätze, besuchen Sie das Schloss Schönbrunn und lassen Sie sich von einem herausragenden musikalischen Erbe dieser Stadt inspirieren. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diese erstaunliche Stadt durch die Teilnahme an dem IACDS-Jahreskongress 2017 zu genießen. Der internationale Verband der Betonbohr- und -sägeunternehmen veranstaltet seine jährliche Jahrestagung, das wichtigste Event des Jahres, vom 18. bis 20. Mai 2017 im österreichischen Wien. Der Kongress vereint professionellen Wissenstransfer durch eine Reihe von Vorträgen sowie die Vorstellung der neuesten Technik durch die bekannten Herstellerfirmen. Während des Begleitprogramms (Dinner, Besichtigungen etc.) möchten wir das Netzwerk und die Freundschaften der Teilnehmer fördern. Die Veranstaltung soll auch den Rahmen für die Diskussion, den Austausch von Wissen zwischen den Entscheidungsträgern der Bohr- und Sägeindustrie für alle beteiligten Akteure bieten.

Wer wird dort sein? Der IACDS-Jahreskongress spricht einen speziellen Teilnehmerkreis an:

• Experten der Bohr- und Sägeindustrie • Führungskräfte aus diesem Bereich, die Bohr- und Sägeunternehmer • Hersteller aus der Bohr- und Sägebranche • Manager aus den nationalen Fachverbänden • Interessierte Profis auch aus verwandten Branchen

Der Veranstaltungsort Wien, oft als Kulturhauptstadt Europas bezeichnet, ist eine Metropole mit einzigartigem Charme, Lebendigkeit und Flair. Wien verfügt über eine hervorragende Infrastruktur, ist sauber und sicher und begeistert seine Besucher, diesen wundervollen Teil Europas zu entdecken. Die Hauptstadt von Österreich hat zwei Millionen Einwohner und liegt am Ufer der Donau. Wien ist eine romantische und kaiserliche Stadt mit

IACDS-Meeting nach der Bauma 2016 in München.

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Das Hotel Das ausgewählte Hotel für die Jahrestagung: Hotel Hilton Vienna Plaza, Schottenring 11, 1010 Wien (Österreich), Tel.: +43 1 313900. Die Teilnehmer der Konferenz erhalten einen vergünstigten Tarif für die Übernachtungen. Genauere Informationen und die Anmeldung finden Sie auf unserer Webseite: www.iacds.org/ convention.

Das Programm: • Donnerstag, 18. Mai Für Fachbesucher: 14.30–16.30 Uhr: Workshop 16.30–18.30 Uhr: Board-ofDirectors-Meeting Für alle Teilnehmer: 19.00–21.00 Uhr: Welcome-Cocktail • Freitag, 19. Mai Für Fachbesucher: 08.00–19.00 Uhr: Fachausstellung 09.00–11.00 Uhr: Konferenz 11.00–11.30 Uhr: Kaffepause 11.30–13.00 Uhr: Konferenz 13.00–14.00 Uhr: Mittagessen 14.30–18.30 Uhr: Jahreshauptversammlung Für alle Teilnehmer: 20.00–0 Uhr: Dinner • Samstag, 20. Mai Für alle Teilnehmer: Visit Vienna


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JULIES KOLUMNE

TERMINE IACDS – Calendar

Julie White, Präsidentin des Internationalen Verbandes IACDS, schreibt an dieser Stelle regelmäßig aus ihrer Sicht über die Betonbohr- und -sägebranche.

9. Januar 2017 IACDS Board of Directors Video conference 16. bis 20. Januar 2017 Trade fair World of Concrete 2017, Las Vegas (USA)

Julie White, Präsidentin des IACDS.

2017 wird ereignisreich Woran denken Sie, wenn Sie auf das Jahr 2016 zurückblicken? Das Jahr des Brexit? Das Jahr des Donald Trump? Das Jahr des Terrors? Das Jahr, in dem wir David Bowie, Muhammad Ali, Prince und viele weitere Persönlichkeiten verloren haben? Noch wissen wir nicht, was uns 2017 erwartet. Es wird ein Jahr voller Ungewissheit. Wie sich der Brexit auswirkt, ist noch keinem klar. Auch Donald Trump ist nicht nur für ein paar Wochen Präsident der USA. Und wie uns der internationale Terrorismus weiter bedrohen wird, weiß auch noch keiner. Auch in der BBS-Branche wird sich einiges verändern. Die gesetzlichen Arbeitsschutzauflagen werden immer höher: Abfallentsorgung, Feinstaub- und Silikoseerkrankungen, Lärm- und Vibrationsschutz, um nur einige Aspekte zu nennen. Zu Recht – denn der Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter ist unser höchstes Gut, aber er machen den Arbeitsalltag des Bohr- und Sägeunternehmers nicht gerade leichter. Unsere Branche wird auch 2017 weiter zusammenrücken. Überall auf der Welt begegne ich Kollegen. Im Januar traf ich Bohrer und Säger aus vielen Ländern auf der Messe World of Concrete in Las Vegas, jetzt hier im März viele europäische Kollegen auf der BeBoSa in Willingen und ich freue

mich schon auf die Jahrestagung des internationalen Verbandes im Mai in Wien. Es hat sich erneut bewährt, dass sich IACDS-Branchenkollegen weltweit vernetzen, um Wissen zu teilen und internationale Standards zu setzen. Hierbei arbeiten wir an mehreren strategischen Leitlinien, die Transparenz (Website, soziale Netzwerke und Kommunikation), Anerkennung der Professionalität (Diamond Award), die Standardisierung (Toleranzen) und ein aktives Netzwerk installieren (Videokonferenzen mit den nationalen Verbänden). 2017 soll auch das Jahr sein, in dem wir uns anstrengen, weitere nationale Verbände zu gewinnen. Mit Italien haben wir schon den Anfang gemacht. Ich hoffe, dass wir 2017 diese Bindungen noch stärken und die Netzwerke erweitern, sodass jeder in unserer wunderbaren Branche davon profitiert. Ich freue mich auf alle, die ich im Laufe des Jahres 2017 sehen werde, und – wie immer – wenden Sie sich an mich, wenn Sie irgendwelche Hilfe benötigen oder Fragen haben – egal wie groß oder klein! Haben Sie ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Julie White, Präsidentin des IACDS

14. bis 18. März 2017 45th CSDA Annual Convention & Tech Fair, Río Grande (Puerto Rico) 23 bis 25. März 2017 Trade fair BeBoSa 2017, Willingen (Germany) 30. März 2017 HIB and RIV Annual Meeting 2017, Stockholm (Sweden) 18. bis 20. Mai 2017 IACDS Annual Convention 2017, Vienna (Austria)

INFO The International Association of Concrete Drillers & Sawers, IACDS, is the organization representing the associations, companies and professionals of the concrete drilling and sawing industry around the globe. The main office of IACDS is in Madrid (Spain): Av. Rey Juan Carlos 92, 4 Rabuso – Argalia Building 28916 Leganés – Madrid (Spain) phone +34 911 294 440 info@iacds.org www.iacds.org

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BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

EIN HART UMKÄMPFTER ERSTER PLATZ Tyrolit Cutting Pro Competition 2017 zur außergewöhnlichen Stimmung bei und bildeten, gemeinsam mit der energiegeladenen Livemusik, den perfekten Rahmen für diese Topveranstaltung von Tyrolit. Alle Informationen über die Wettkämpfer, aktuelle Bestzeiten sowie Bilder und Videos stehen Fans und Unterstützern unter www.facebook.com/cuttingpro und www.tyrolit.com/cpc zur Verfügung.

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„Tyrolit Produktausstellung 2017“

26 Landesmeister aus 14 Nationen, tonnenweise Beton und schwere Maschinen. Das kann nur eines bedeuten: die Cutting Pro Competition ist entschieden, und Tyrolit hat einen neuen Europameister 2017. Schwaz in Tirol/Österreich, 22. Februar 2017: Die besten Profianwender Europas traten gestern Abend zum vierten Mal im Betonschneiden und -bohren gegeneinander an und verwandelten den Congress Innsbruck in einen brodelnden Kessel aus Testosteron und Adrenalin. 26 Landesmeister aus 14 Nationen kämpften beim Finale der „Tyrolit Cutting Pro Competition“ um den Europameistertitel im Wandsägen, Kernbohren und Handsägen. Die fast dreijährige internationale Qualifikation für den Meistertitel kam gestern Abend explosionsartig zum Höhepunkt: Darius Janulis aus Norwegen ist „Tyrolit Cutting

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Pro Competition Europameister 2017“. Martin Sponring aus Österreich und Jan Läderach aus der Schweiz belegten die Plätze zwei und drei.

„Ready, Set – Cut“ Um 19.15 Uhr eröffneten die Moderatoren Margit Bacher und Markus Lewandowski die vierte Cutting Pro Competition in der Dogana, dem großen Festsaal des Congress Innsbruck, mit dem bekannten „Schlachtruf“ der Competition: „Ready, Set – Cut“. Die Sportler traten im Zweikampf auf der großen Bühne gegeneinander an. Konzentriert, fokussiert und mit dem starken Willen, die dicken Betonwände mit der Wandsäge, dem Kernbohrer und der Handsäge zu bezwingen – und das schneller als der jeweilige Gegner. Die rund 700 internationalen Fachbesucher trugen

Begleitet wurde das sportliche Großevent von der „Tyrolit Produktausstellung 2017“, die den internationalen Besuchern die neuesten Produkte, Sonderbauprojekte und das große Anwendungsspektrum von Tyrolit vorstellte. Ein Produkt-Highlight, das in diesem Rahmen erstmals präsentiert wurde, ist das Atex-zertifizierte Seilsägesystem von Tyrolit. Diese Produktinnovation kann, als einziges Seilsägesystem weltweit, in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 (EX-Zone 1, II 2G IIA C T3) eingesetzt werden. Doch auch die zwei Fachvorträge „Entwicklung in der Betontechnologie. Wo geht die Reise hin?“ von Professor Dr. Klemens Maier, technischer Leiter der Versuchsanstalt Innsbruck, sowie „Betonbearbeitung: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ von Jan Hermansson, Chefredakteur PDi Magazine, stießen beim Fachpublikum auf großes Interesse. Ein weiterer Publikumsmagnet war das Tyrolit-Gewinnspiel, bei dem sehr attraktive Sachpreise verlost wurden, wie zum Beispiel ein komplettes Wandsägesystem Tyrolit WSE811***.


VERANSTALTUNGEN

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Klingspor Diamantwerkzeuge Entwickelt in Deutschland Hergestellt in Europa 03

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Volle Kontrolle über alle Prozesse: mit diesem Anspruch ist Klingspor zu einem der weltweit führenden Hersteller von Werkzeugen zum Schleifen und Trennen geworden. Jetzt nutzt das Unternehmen seine Erfahrung auf dem Gebiet der Entwicklung und Fertigung, sein globales Vertriebsnetz und seine leistungsfähigen Service- und Logistikstrukturen auch im vollen Umfang für seine Diamantwerkzeuge.

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Die drei Gewinner: Martin Sponring aus Österreich, Darius Janulis aus Norwegen, Jan Läderach aus der Schweiz (v. li. n. re.).

02– Impressionen vom 04 Wettbewerb.

INFO

Alles aus einer Hand Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Logistik, Service

Klingspor ist Mitglied von:

Besuchen Sie uns an unserem Stand: Halle 1 Stand 1R02

www.tyrolit.com

23.-25.03.2017 www.klingspor.de101


BETONBOHRER – Ausgabe 40 – 2017

MITARBEITER UNTER KONTROLLE „Ich weiß alles über Sie – ich habe Sie dabei gefilmt!“ Videoüberwachung, elektronische Zeiterfassung, GPS-Ortung, Gesundheits- und Taschenkontrollen sowie die Überprüfung von Telefon- und Internet-Verbindungsdaten erscheinen manchen Arbeitgebern als praktische Erleichterung bei der Arbeit, z. B. zur Aufdeckung von Schwund im Werkzeuglager, für die Erstellung der Lohnabrechnung oder die Rechnungsstellung an Auftraggeber. Der Respekt vor persönlichen Daten ist aber nicht erst seit dem sogenannten Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15.12.1983 ein wichtiges Thema. Das Kunsturhebergesetz, das das Recht am eigenen Bild schützt, gibt es schon seit 1907! Etliche Vorschriften sind seither hinzugekommen, und der Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter kontrolliert, ohne die rechtlichen Regelungen einzuhalten, schafft sich vermeidbare Risiken: Geldstrafe oder Geldbuße, Unterlassungs-/Schadenersatzansprüche der Betroffenen, Kosten für die Wiederherstellung eines rechtmäßigen Zustandes, Ansehensverlust, in Einzelfällen auch das Verbot, ein rechtswidrig erlangtes Beweismittel vor Gericht verwerten zu dürfen. Daher beachten Sie die folgenden Hinweise. Wenn es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat gibt, arbeiten Sie mit ihm zusammen. Fragen der Ordnung des Betriebs und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb sowie die Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen, unterliegen der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 des Betriebsverfassungsgesetzes. Mit oder ohne Betriebsrat: Beachten Sie nach Möglichkeit

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das Prinzip der Freiwilligkeit. Lassen Sie sich schriftlich mit Datum und Unterschrift von jedem betroffenen Mitarbeiter sein Einverständnis in die von Ihnen beabsichtigte Maßnahme erteilen. Es ist ärgerlich, wenn der Mitarbeiter, der der Verbreitung seines Bildes auf der Internetseite Ihres Unternehmens, in Prospekten und dergleichen nicht schriftlich zugestimmt hat, Sie nach dem Ausscheiden aus dem Betrieb zwingt, sein Bild zu entfernen. Und wahren Sie die Verhältnismäßigkeit der Datensammlung durch Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Schließlich ist jedermanns Recht auf Vergessen zu achten. Denn wenn ein schädigendes Fehlverhalten durch eine Kontrollmaßnahme aufgedeckt worden ist, kann nach Abschluss der Auseinandersetzung oder nach Ablauf der Verjährungsfrist kein Interesse mehr daran erkannt werden, die Daten noch länger zu speichern.

Die Rechtsgrundlagen Ein deutsches Beschäftigtendatenschutzgesetz gibt es bislang nicht. Unmittelbar anwendbar wird ab dem 25.05.2018 die Europäische Datenschutz-Grundverordnung EU-DSGVO sein. Sie besagt unter anderem (Artikel 5): Personenbezogene Daten müssen auf rechtmäßige Weise nach Treu und Glauben nachvollziehbar verarbeitet werden. Sie dürfen nur für festgelegte eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden. Im Hinblick auf den Zweck müssen sie angemessen und erheblich und auf das notwendige Maß beschränkt sein. Sie müssen sachlich richtig und aktuell sein. Es sind alle angemessenen Maßnahmen zu treffen, damit personenbezogene Da-

ten, die im Hinblick auf die Zwecke ihrer Verarbeitung unrichtig sind, unverzüglich gelöscht oder berichtigt werden. Sie dürfen nicht länger gespeichert werden als es erforderlich ist. Sie müssen bei der Verarbeitung Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung, unbeabsichtigtem Verlust, Zerstörung oder Schädigung geschützt sein. Ausdrücklich für den Bereich des Arbeitsverhältnisses bestimmt § 32 des (deutschen) Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG): (1) Personenbezogene Daten eines Beschäftigten dürfen für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn dies für die Entscheidung über die Begründung eines Beschäftigungsverhältnisses oder nach Begründung des Beschäftigungsverhältnisses für dessen Durchführung oder Beendigung erforderlich ist. Zur Aufdeckung von Straftaten dürfen personenbezogene Daten eines Beschäftigten nur dann erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn zu dokumentierende tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht begründen, dass der Betroffene im Beschäftigungsverhältnis eine Straftat begangen hat, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung zur Aufdeckung erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten an dem Ausschluss der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung nicht überwiegt, insbesondere Art und Ausmaß im Hinblick auf den Anlass nicht unverhältnismäßig sind. (2) Absatz 1 ist auch anzuwenden, wenn personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, ohne dass sie automatisiert verarbeitet oder in


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oder aus einer nicht automatisierten Datei verarbeitet, genutzt oder für die Verarbeitung oder Nutzung in einer solchen Datei erhoben werden. (3) Die Beteiligungsrechte der Interessenvertretungen der Beschäftigten bleiben unberührt. Wie verhält es sich demnach mit dem Einsatz von Videoüberwachungssystemen? Analoge Videotechnik benötigt eine Kabelverbindung zwischen Kamera und Bildschirm. Digitale Technik ermöglicht die Übertragung der Kamerabilder kabellos über weite Strecken und je nachdem auch die Kamerabedienung aus weiter Entfernung mit unterschiedlichen Einstellmöglichkeiten und die spätere Bildbearbeitung. Die Videoüberwachung kann dadurch stattfinden, dass ein Beobachter am Bildschirm sitzt (was normalerweise nicht wirtschaftlich sein wird) oder durch Speicherung des Bildmaterials und dessen spätere Auswertung. Für die Überwachung macht es außerdem einen Unterschied, ob sie an einem öffentlich zugänglichen Arbeitsplatz (Beispiel: Ihre Baustelle befindet sich in einem viel besuchten Kaufhaus) oder in einem nicht allgemein zugänglichen Raum stattfindet und ob die Kamera offen oder heimlich betrieben wird. Für Sie wird sich am ehesten die Frage stellen, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie verdeckt digitale Videokontrollsysteme in nicht allgemein zugänglichen Räumen (z. B. Ihrem Maschinen-/ Werkzeuglager) einsetzen dürfen. Hierzu hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Urteil vom 22.09.2016 (2 AZR 848/15) ausgeführt: Eingriffe in das Recht der Arbeitnehmer am eigenen Bild durch verdeckte Videoüberwachung sind zulässig, wenn • der konkrete Verdacht einer strafbaren Handlung oder einer anderen schweren Verfehlung zu Lasten des Arbeitgebers besteht, • weniger einschneidende Mittel zur Aufklärung des Verdachts ergebnislos ausgeschöpft sind, • die verdeckte Videoüberwachung damit das praktisch einzig verbleibende Mittel darstellt und • sie insgesamt nicht unverhältnismäßig ist.

Der Verdacht muss sich in Bezug auf eine konkrete strafbare Handlung oder andere schwere Verfehlung zu Lasten des Arbeitgebers gegen einen zumindest räumlich und funktional abgrenzbaren Kreis von Arbeitnehmern richten. Er darf sich einerseits nicht auf die allgemeine Mutmaßung beschränken, es könnten Straftaten begangen werden. Er muss sich andererseits nicht notwendig nur gegen einen einzelnen, bestimmten Arbeitnehmer richten. Auch im Hinblick auf die Möglichkeit einer weiteren Einschränkung des Kreises der Verdächtigen müssen weniger einschneidende Mittel als eine verdeckte Videoüberwachung zuvor ausgeschöpft worden sein. Der Fall, um den es ging: Im Teilbereich eines Lebensmitteleinzelhandels waren die Verlustmengen in einem Monat um das Zehnfache gestiegen. Diverse Maßnahmen bis hin zu Taschenkontrollen der Mitarbeiter klärten nichts auf. Ein Verdacht fiel aber auf zwei Mitarbeiter des Unternehmens, und deshalb wurde eine verdeckte Überwachung eingerichtet – zulässigerweise, wie das BAG erkannte. Die Pikanterie am Rande: Die Kamera deckte auch den Betrug einer unverdächtigen Mitarbeiterin auf, der daraufhin fristlos gekündigt wurde. Auch dies geschah zu Recht, so das BAG. Denn Zufallsfunde aus erlaubten verdeckten Videoüberwachungen unterliegen keinem Beweisverwertungsverbot. Die ungetreue Mitarbeiterin war also zu Unrecht der Ansicht, man dürfe das Beweismittel (Videoaufzeichnung) nicht gegen sie verwenden, da die Überwachungsmaßnahme nicht wegen ihr eingerichtet worden sei. Wenn Ihnen der verdeckte Einsatz von Videotechnik zu schwierig und unsicher ist, können Sie ihn offen praktizieren. An allgemein zugänglichen Arbeitsstellen wird es ohnehin nicht anders gehen. Dann gilt aber hierfür § 6b BDSG und insbesondere das Gebot der Kenntlichmachung: (1) Die Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen (Videoüberwachung) ist nur zulässig, soweit sie 1. zur Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen, 2. zur Wahrnehmung des Hausrechts oder

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3. zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen. (2) Der Umstand der Beobachtung und die verantwortliche Stelle sind durch geeignete Maßnahmen erkennbar zu machen. (3) Die Verarbeitung oder Nutzung von nach Absatz 1 erhobenen Daten ist zulässig, wenn sie zum Erreichen des verfolgten Zwecks erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen. Für einen anderen Zweck dürfen sie nur verarbeitet oder genutzt werden, soweit dies zur Abwehr von Gefahren für die staatliche und öffentliche Sicherheit sowie zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist. (4) Werden durch Videoüberwachung erhobene Daten einer bestimmten Person zugeordnet, ist diese über eine Verarbeitung oder Nutzung entsprechend den § 19a und § 33 zu benachrichtigen. (5) Die Daten sind unverzüglich zu löschen, wenn sie zur Erreichung des Zwecks nicht mehr erforderlich sind oder schutzwürdige Interessen der Betroffenen einer weiteren Speicherung entgegenstehen. Als unbeteiligter Passant, der sich für Ihre Baustelle nicht weiter interessiert, will ich natürlich wissen, dass dort eine Kamerainstallation meine Bewegungen und meine Identität speichert. Daher gibt es die oft gesehene Ausschilderung Dieser Bereich wird videoüberwacht, der es mir ermöglicht, dem Blickfeld der Kamera auszuweichen. Auch wenn Sie keine staatliche Gewalt ausüben – vielleicht aber doch, wenn Sie für die Öffentliche Hand tätig werden? -, sollten Sie das Kameraauge nicht auf den Bereich von Anwalts- oder Arztpraxen richten: die Berufsverschwiegenheit dieser Dienstleister schützt deren Mandanten/Patienten. Heimliche Aufnahmen in öffentlich zugänglichen Bereichen machte ein Privatdetektiv, den ein Arbeitgeber engagiert hatte, um einer Arbeitnehmerin nachzuweisen, dass sie entgegen den Attesten zweier Ärzte gar nicht krank sei. Die Video- und Lichtbildaufnahmen wurden als Beweis-

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mittel in den Kündigungsschutzprozess eingeführt, den der Arbeitgeber ebenso verlor wie er mit seinem Verlangen nach Ersatz der Detektivkosten erfolglos war. Die Arbeitnehmerin hingegen erhielt für die unrechtmäßig aufgenommenen Bilder eine Entschädigung – 1.000 Euro. Aus dem Urteil des BAG vom 19.02.2015 (8 AZR 1007/13): Das durch Art. 2 Abs.1 iVm. Art.1 Abs.1 GG und Art. 8 Abs.1 EMRK gewährleistete allgemeine Persönlichkeitsrecht ist im Privatrechtsverkehr und insbesondere auch im Arbeitsverhältnis zu beachten. Ein auf § 823 Abs.1 BGB gestützter Anspruch auf Geldentschädigung wegen einer schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung – nur eine solche kommt dafür in Betracht – setzt voraus, dass die Beeinträchtigung nicht auf andere Weise befriedigend ausgeglichen werden kann. Die Zubilligung einer Geldentschädigung im Fall einer schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung beruht auf dem Gedanken, dass ohne einen solchen Anspruch Verletzungen der Würde und Ehre des Menschen häufig ohne Sanktion blieben mit der Folge, dass der Rechtsschutz der Persönlichkeit verkümmern würde. Bei dieser Entschädigung steht – anders als beim Schmerzensgeld – regelmäßig der Gesichtspunkt der Genugtuung des Opfers im Vordergrund. Außerdem soll sie der Prävention dienen ... Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst neben dem Recht am gesprochenen Wort auch das Recht am eigenen Bild. Es gehört zum Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen darüber zu entscheiden, ob Filmaufnahmen von ihm gemacht und möglicherweise verwendet werden dürfen. Die Verwertung von personenbezogenen Daten greift in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ein, das die Befugnis garantiert, selbst über die Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten zu befinden ... Maßgebend ist § 32 Abs.1 Satz 2 BDSG. Danach dürfen personenbezogene Daten eines Beschäftigten zur Aufdeckung von Straftaten – in Betracht kommt die Verschaffung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils durch Vortäuschen einer Arbeitsunfähigkeit – nur dann erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, wenn zu dokumentierende tatsächliche Anhaltspunkte den Verdacht begründen, dass der Betroffene

im Beschäftigungsverhältnis eine Straftat begangen hat, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung zur Aufdeckung erforderlich ist und das schutzwürdige Interesse des Beschäftigten an dem Ausschluss der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung nicht überwiegt, insbesondere Art und Ausmaß im Hinblick auf den Anlass nicht unverhältnismäßig sind. ... Die Observation der Klägerin einschließlich personenbezogener Datenerhebung war rechtswidrig. Ein berechtigtes Interesse der Beklagten, das in der Aufdeckung einer Straftat im Beschäftigungsverhältnis liegen kann, zur Erhebung personenbezogener Daten im Wege der Observation der Klägerin einschließlich der Bildaufnahmen und Videoaufzeichnungen lag nicht vor ... Im Hinblick auf das Vortäuschen einer Arbeitsunfähigkeit als überwachungsrechtfertigende Straftat müssen angesichts des hohen Beweiswertes einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zumindest begründete Zweifel an der Richtigkeit dieser ärztlichen Bescheinigung aufgezeigt werden, um den Beweiswert der Bescheinigung zu erschüttern. Wenn Sie also keine nachvollziehbaren begründeten Zweifel an der Richtigkeit der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung darlegen können, nützt Ihnen die Überwachung nichts, sondern sie schadet Ihnen. Was aber, wenn gerade das Überwachungsergebnis – der angeblich kranke Arbeitnehmer wird bei der Schwarzarbeit beobachtet – die Unredlichkeit des Arztes beweist? (Fortsetzung folgt) In diesem Sinne – herzlichst, Ihr

Der Autor: Rechtsanwalt Dr. Georg Groth.

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RECHTS- UND STEUERTIPPS Praktikanten Ein Praktikum dient der Aneignung von praktischen Kenntnissen und Erfahrungen in einem Betrieb zur Vervollständigung der Gesamtausbildung im Beruf. Ein Praktikant genießt immer den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung – allerdings bei unterschiedlichen Trägern. Denn Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Entscheidend ist, wer die rechtliche, organisatorische und inhaltliche Verantwortung für den Ablauf trägt. • Schüler, die im Rahmen des Schulunterrichts ein Betriebspraktikum absolvieren, sind weiter über ihre Schule unfallversichert, also bei den Unfallversicherungskassen der Länder oder Gemeinden. • Studierende, welche ihre Abschlussoder Doktorarbeit in einem Unternehmen schreiben, sind hierbei meist nicht unfallversichert, es sei denn, die Dissertation entsteht im Rahmen eines normalen Arbeitsverhältnisses oder einer entsprechenden Tätigkeit. Anders gelagert sind die Fälle, in denen das Praktikum freiwillig in den Ferien, vorgeschrieben im Rahmen der Studienordnung oder als Aufnahmevoraussetzung für eine weitergehende Ausbildung absolviert wird. Für die Dauer des Praktikums ist der Praktikant hier über die Fach-BG seines Betriebes versichert. Folge: Ist die BG Bau danach für den Versicherungsschutz eines Praktikanten zuständig, muss das vom Praktikumsbetrieb gezahlte Entgelt im Lohnnachweis mit angegeben werden. Anzeigepflichtige Versicherungsfälle solcher Praktikanten sind der BG Bau zu melden.

Dienstwagen Bei Arbeitnehmern und Selbstständigen spricht stets der sogenannte Beweis des ersten Anscheins für eine private Mitbenutzung eines Dienstwagens. Danach geht das Finanzamt – durch die Rechtsprechung abgesegnet – davon aus, dass grundsätzlich jeder Dienstwagen privat genutzt wird. Um die daraus fol-

gende Versteuerung eines geldwerten Vorteils bzw. einer Nutzungsentnahme zu verhindern, muss der Steuerpflichtige diesen Anscheinsbeweis von sich aus entkräften. In der Regel wird dies nur durch die Vorlage eines ordnungsgemäßen Fahrtenbuchs gelingen. In Ausnahmefällen gibt es gewisse Vereinfachungen (z. B. bei Taxen). Nach Meinung eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH sollte dieser Anscheinsbeweis jedoch nicht für ihn gelten. Er war beherrschender Gesellschafter einer GmbH, die telefonische Rechtsberatung anbot. Als Geschäftsführer fuhr er den Pkw der GmbH (Maserati) nachweislich auch zu betrieblichen Zwecken. Allerdings konnte er mangels Fahrtenbuch nicht nachweisen, dass die Nutzung ausschließlich zu betrieblichen Zwecken erfolgte, weshalb das Finanzamt nach dem oben genannten Anscheinsbeweis von einer privaten (Mit-)Benutzung ausging. Mit seiner dagegen gerichteten Klage hatte der Gesellschafter-Geschäftsführer allerdings keinen Erfolg. Nach Meinung des Bundesfinanzhofs gilt der sogenannte Anscheinsbeweis auch für beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften. Als Folge dieses Beweises musste die GmbH die nach der sogenannten 1-%-Regel ermittelte Privatnutzung des Maserati als verdeckte Gewinnausschüttung versteuern. Hinweis: Im zugrundeliegenden Fall hatte der Gesellschafter-Geschäftsführer bereits zu Beginn einen entscheidenden Fehler gemacht, denn sein Anstellungsvertrag sah keinerlei Regelung zur Privatnutzung des Pkws vor. Achten Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer stets darauf, dass ein etwaiger Dienstwagen im Anstellungsvertrag geregelt ist, ansonsten handelt es sich per se um eine verdeckte Gewinnausschüttung, selbst dann, wenn Sie ein Fahrtenbuch führen.

Lkw-Fahrt zum Betrieb Jetzt ist es amtlich: Seit der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts zum 01.01.2014 ist das erste Finanzgerichtsurteil über die Fahrtkosten von aus-

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wärts tätigen Lkw-Fahrern gefallen. Jetzt herrscht – zumindest fürs Erste – Gewissheit: Auswärts tätige Lkw-Fahrer dürfen die Kosten ihres Arbeitswegs teilweise nur noch mit der Entfernungspauschale in ihrer Einkommensteuererklärung ansetzen. Geklagt hat ein angestellter Fahrer, der arbeitstäglich von seiner Wohnung zum Stammsitz seines Arbeitgebers fuhr. Allerdings holte er dort nur

„seinen“ leeren Lkw ab, um ihn anschließend auf Baustellen zum Transport von Schüttgut einzusetzen. Nach altem Recht war das eine typische Auswärtstätigkeit. Der Vorteil war, dass der Fahrer seinen gesamten Arbeitsweg – also Hin- und Rückfahrt zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte – und nicht nur die einfache Entfernungspauschale ansetzen konnte. Auch nach neuem Recht liegt

eine Auswärtstätigkeit vor. Der Lkw-Fahrer berief sich im Streitfall also erfolgreich darauf, gar keine „erste Tätigkeitsstätte“ zu haben. Seine Argumentation führte dennoch nicht zum Erfolg. Denn das Finanzgericht Nürnberg (FG) stellte klar, dass nicht nur eine erste Tätigkeitsstätte zum Ansatz der Entfernungspauschale führen kann. Auch eine Art Sammelstelle, die arbeitstäglich angefahren wird, wird steuerlich wie eine erste Tätigkeitsstätte bewertet. Und genau darum handelte es sich im Streitfall. Ein wichtiges Argument für das FG war, dass der Fahrer dauerhaft denselben Ort – nämlich den Stammsitz seines Arbeitgebers – aufgesucht hatte, um von dort seine Tätigkeit aufzunehmen. So hatte er es mit seinem Arbeitgeber vereinbart. Ob der Fahrer den Lkw am Stammsitz zusätzlich be- oder entlud, war für das FG nicht relevant. Die tägliche Anfahrt zum immer selben Ort reichte aus, um dem Arbeitnehmer den Ansatz der doppelten Entfernung zu versagen.

Rechtsanwalt Dr. Georg Groth ist für Sie da, wenn das Recht härter ist als Ihr Beton.

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Streit mit dem Auftraggeber? Mit Subunternehmern? Mit Mitarbeitern?


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UNTERNEHMENSNACHFOLGE Rechtzeitig regeln – Koop Consulting erarbeitet Nachfolgelösungen

Nach einer Studie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks sollen in den nächsten fünf Jahren ca. 18 % aller Betriebe übergeben werden. Nicht jeder Unternehmer ist in der glücklichen Lage, eine Übergabe im Kreise der Familie zu generieren. Zum einen fehlt oft der eigene Nachwuchs, zum anderen ist der eigene Nachwuchs möglicherweise nicht ausreichend qualifiziert oder nicht an einer Übernahme der Firma interessiert. Was bedeutet das nun für einen Unternehmer, der aus Altersgründen oder aus gesundheitlichen Gründen ans Aufhören denkt? Ist das Abwickeln eines substanziell intakten Unternehmens die richtige Lösung? Oder sollte man darüber nachdenken, das eigene profitable Unternehmen an einen möglichen Interessenten zu veräußern? Oft wurde sogar ein Ertrag aus einem Unternehmensverkauf bereits im Vorfeld in das Konzept der Altersversorgung eingeplant. Es stellen sich viele Fragen, wenn man sich mit einer Nachfolgelösung beschäftigt: • Wann erstellt man einen Nachfolgefahrplan? • Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Nachfolge? • Welche Prozesse sind erforderlich, um eine Übergabe einzuleiten? • Wie bewertet man ein Dienstleistungsunternehmen der Baubranche? • Welche Ziele sollen beim Verkauf erreicht werden?

Der Autor: Dipl. Betriebswirt Uwe Koop.

• Wer soll die erforderlichen Prozesse begleiten? • Welche Aufgaben können in Eigenleistung erbracht werden? Es gibt eine Reihe von Ansätzen, die bei einer Nachfolgeregelung zu beachten sind. Der häufigste Fehler bei der Überlegung, seinen Betrieb zu übergeben, liegt im Faktor Timing. Im günstigsten Fall sollte sich ein Firmeninhaber fünf Jahre vor einer geplanten Übergabe mit dem Thema auseinandersetzen. Er sollte rechtzeitig seine Ziele überdenken und definieren. Eine wichtige Frage ist zum Beispiel, ob ein Nachfolger ohne Übergangszeit in das Unternehmen einsteigen soll oder ob eine Begleitphase denkbar und sinnvoll wäre. Soll die Firma Step-by-Step übertragen werden? Und wie kann man sich diesen Vorgang vorstellen? In diesem Zusammenhang stehen auch steuerliche Aspekte im Fokus der Betrachtung. Erst wenn alle Ziele wohlüberlegt definiert wurden, sollten weitere Schritte folgen. Die Suche nach einem geeigneten Interessenten kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Es ist ratsam, nach Ermittlung des Firmenwertes ein Exposé und gegebenenfalls auch einen Businessplan zu erstellen, der dem künftigen Käufer bei der Finanzierung

nützlich sein könnte. Denn Banken, die das Geschäftsmodell Dienstleistung im Baugewerbe, hier insbesondere das Herstellen von Kernbohrungen und Sägeschnitten, nicht kennen, tun sich in der Regel schwer mit Finanzierungszusagen beim Unternehmenskauf. Eine Vielzahl von Daten und Fakten ist so zusammenzufügen, dass eine Vermarktung die größtmögliche Chance auf Erfolg hat. Koop Consulting hat sich mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt und bietet einzelne Beratungsbausteine an. Diese Bausteine greifen logisch ineinander und berücksichtigen alle notwendigen Schritte, die beim Veräußern eines Unternehmens erforderlich sind. Hierzu gehören jeweils als einzelner Baustein die bilanzielle Firmenwertermittlung, die Marktwertermittlung nach Ertragswertmethode, die Erstellung eines Exposés und Businessplans und letztendlich die Veräußerungsofferte mit Verkauf. Alle Beratungsbausteine können individuell unabhängig voneinander beauftragt werden. Dadurch wird ein Höchstmaß an Flexibilität für den Veräußerer erreicht. Branchenkenntnisse und betriebswirtschaftliche Kompetenz sind gefragt, wenn man eine Firma am Markt platzieren möchte, die sich als Spezialist im Baudienstleistungssektor positioniert hat.

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WER BOHRT, HAT SCHULD – ODER: DEN LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE Mit Aussagen wie diesen werden wir in unserer täglichen Arbeit bei der Bearbeitung von Betriebshaftpflichtschäden häufig konfrontiert. Jedoch ist es Aufgabe Ihrer Haftpflichtversicherung zu überprüfen, ob Sie als Dienstleister tatsächlich ein Verschulden trifft. Falls ja, wird entschädigt. Dass das Verschulden nicht immer so eindeutig Ihnen zuzurechnen ist, haben wir in unserer über 15-jährigen Arbeit mit Ihnen gelernt. Wir bearbeiten jährlich ca. 700 Schadenfälle aus Ihrem Bereich und konnten uns über die Zeit einen wahren Schatz an Erfahrungen und Präzedenzfällen

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erarbeiten. Um unsere Erfahrungen an die Mitglieder des Fachverbandes weiterzugeben, haben die Herren Ronald Kessler und Florian Bechtle zum Thema professionelles Risikomanagement auf sämtlichen Regionaltreffen im Jahr 2016 einen Vortrag gehalten. Schwerpunkte hierbei waren folgende Themen:

Betriebshaftpflicht Habe ich die korrekte Versicherungssumme ermittelt und sind alle meine Tätigkeiten in meinem Vertrag berücksichtigt?

Inhaltsversicherung Habe ich meine Versicherungssumme korrekt ermittelt und ist diese gegen alle meinen Betrieb gefährdenden Gefahren abgesichert?

Schadenbearbeitung Wie gehe ich am besten mit einem Schadenfall um? Einen Auszug aus unserem Vortrag steht Ihnen auf der Website des Fachverbandes zum Download zur Verfügung. Ebenfalls haben wir entsprechende Schadenformulare für Sie bereitgestellt. Wie bereits in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr wieder einen Stand auf der BeBoSa in Willingen. Wir freuen uns auf interessante Gespräche mit Ihnen! Schauen Sie auf jeden Fall bei uns vorbei …


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MITGLIEDERVERZEICHNIS Dienstleistungsbetriebe und Hersteller der Fachverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Dieses Mal haben wir auf einen Abdruck der kompletten Mitgliederlisten verzichtet. Stattdessen können Sie den QR-Code benutzen und kommen so direkt auf das jeweilige Mitgliederverzeichnis. Alternativ können Sie natürlich auch über die jeweilige Website das Verzeichnis durchsuchen.

FBS – Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. Dolivostraße 35 | 64293 Darmstadt, Deutschland Telefon: +49 6151 870956-0 info@fachverband-bohren-saegen.de www.fachverband-bohren-saegen.de

SVBS – Schweizerischer Verband der Betonbohrund Betonschneideunternehmungen Bahnhofstraße 7 d | 4512 Bellach, Schweiz Telefon: +41 32 61810-50 info@svbs.ch | www.svbs.ch

VBS – Verband Österreichischer Beton- Bohrund -Schneideunternehmen Rosegger Straße 28 | 9241 Wernberg, Österreich Telefon: +43 676 840888602 info@vbs.co.at | www.vbs.co.at

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Inserentenverzeichnis Seite 111 49 62 63 49 112 111 97 33 46 112 112 71 83 69 54, 55 106 110 81 39 8 23, 116 115 21,22,23 65 105 43, 109 43 110 101-105 10 11 79 109 19 94 15 62 75 110 112 41 93 113 9 2 70 108 77 57 51 59 110

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