3
TYPOLOGISCHE ANALYSE MOBIL IT-GESTÜTZtER ARBEIT ZUR ABLEITUNG VON HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
iNHALTSVERZEICHNIS = prozess der typengenese
1.1 1.2
Zusammenfassung Fazit
= Deskription höherer Ordnung
2.1
Typ 1 - variabel
2.2
Typ 2 - mobil
2.3
Typ 3 - flexibel
2.4
Typ 4 - stationär
== Drehbuch und Storyboard
3.1
Einleitung des Kurzfilms
3.2
1. Akt - point commun
3.3
2. Akt - au contraire
3.4
3. Akt - soumission à des efforts
3.5
4. Akt - coïncidence
3.6
Fin
5
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd University of Applied Sciences Product Planning and Design smartoffice Einfluss mobiler IuK-Technologien auf die Arbeitsplatzgestaltung Vorgelegt von Daniele Greco zur Erlangung des akademischen Grades Master of Arts Schwäbisch Gmünd, 01.09.2012 Betreut von: Prof. Dr. habil Angelika Karger Prof. Dr. Susanne Schade
= Kapitel
Prozess der Typengenese
7
Prozess der Typengenese :: Zusammenfassung
1.0
=
ProzeSS der Typengenese
„Ein neuer Typ entsteht bei Auflösung der vorhandenen Relationen zwischen den Bestimmungen und Konstitution eines neuartigen Sinnzusammenhangs, zwischen allerdings selbst typisierten Bestimmungen.“ Alfred Schütz
1.1 Zusammenfassung
Die zentralen theoretischen Kategorien und Subkategorien, die in der Analyse gefunden wurden gaben Aufschluss, auf den Zusammenhang der Berufsgruppen und den jeweiligen Tätigkeitsniveaus, sowie indirekt auf Unterschiede der Mobilitätsanforderungen. Die Kategorien wurden aus Ereignisse, Begebenheiten und aus Mustern identifiziert, die im Datenmaterial enthalten waren. Aufgrund der Integration der Berufsbeschreibung der Prototypen [reale Fälle] mit deren subjektiven Bedeutungen, konnten realitätsnahe Typologien konstruiert bzw. erweitert werden. Durch die Integration der neuen Subkategorien wurden Teile der Basiskategorien erweitert bzw. ersetzt. Das heißt die Typologien konnten somit vereinfacht und letztlich auf ein bekanntes und für die Thematik der mobilen Arbeit handhabbaren Merkmalsraum substituier t werden. Diese ist bei den beiden Typen [1 / 4] gegensätzlich konstruiert. Beim Typus 4 ist die Verankerung so realitätsnah, das von einer Substitution des wirklichen Prototypen und der subjektiven Bedeutung ausgegangen werden kann. Die Typologie beschreibt somit ein subjektives Konstrukt der Prototypen und damit die erworbenen Eigenschaften, die jedoch objektiv betrachtet werden müssen. Die Subjektive Konstruktion hat unterschiedliche Auswirkungen auf die objektive Sichtweise. Somit ist nicht von einer „realen“ existierenden Typologie auszugehen, sondern von einer Typologie mit „reellen„ abgeleiteten Charakteristika, mit „realen „Eigenschaften und Merkmalen. Die berufsbezogenen Ableitungen sind hierbei nicht die einzigen Faktoren, die die konstruierten Typologien subjektivieren, sondern auch Aspekte des Sozialstatus, dass über die sozial/vertikale Mobilität im Zusammenhang der anderen, für die mobile Arbeit relevanten Mobilitätsmodalitäten, jeweils substituiert wurden. Dennoch ist es so, dass die Sozialstatusaspekte, Rahmenbedingungen der Berufsbezeichnungen und damit auch Teil der kostruierten Typologien sind. Dies wurde beispielsweise besonders bei Typus 1, mit einem besonders ausgeprägten hohen sozialen Status auffällig.
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Letzlich ist es wichtig den Prozesscharakter der eizelnen Typisierungsschritte zu berücksichtigen. Mit welchen Datenmaterial die Typlogien konstruiert werden, wie dieses Datenmaterial angewendet wird und wie man das Ergebniss „kontrollieren“ kann, sodass die Typologien dem Intendierten entsprechen. Die Zusammenhänge berufsbezogener Eigenschaften und den spezifischen Merkmale der konstruierten Typologien müssen daher objektiv betrachet werden. Bei der dabei angewandten minimalen Fallkontrastierung handelte es sich um eine Methode, bei der ähnliche Beschreibungen mit den zuvor gewonnenen und abstrahierten Kategorien und Subkategorien, mit den Prototypen verglichen werden, die ähnliche Merkmale aufweisen. Mit der maximalen Fallkontrastierung werden hingegen gegensätzliche Kategorien identifiziert, um möglichst viele Subkategorien ausfindig zu machen. Dadurch können die einzelnen Typen mit gegensätzlichen Merkmale aufgewogen und somit spezifischer charakterisiert werden. Durch den kontrastiven Vergleich werden zusätzliche Kategorien identifiziert und dimensionalisiert, die wieder auf ihre Relevanz hin überprüft werden. Dieser Vorgang wird als „theoretical sampling“ bezeichnet. Dabei werden somit die Daten erhoben, bei denen man genau weiß, das sie wichtige Informationen für die Beantwortung der Forschungsfragen enthalten. Unter Dimensionalisierung wird der Vorgang bezeichent, bei dem durch eine systematische Untersuchung von Merkmalsausprägungen (Subkategorien), Merkmale und Eigenschaften spezifischer differenziert und sortiert werden. Typologien können auf verschiedene Weise konstruiert werden. Entweder wird ein Phänomen gefunden, wodurch um dieses herum Abweichungen und Ggensätze indetifiziert werden oder erweiterte Varianten gebildet werden. Oder die Kategorien werden nach ihrem maximalen und minimalen Kontrast hin untersucht und dargestellt. Dabei werden alle möglichen Varianten der Bandbreite identifiziert und stellen daher Typologien mit extrem unterschiedlichen Merkmalsausprägungen dar. Werden alle relevanten Variablen miteinbegriffen, so stellen die Typologien quasi „Idealtypen“ dar. Dadurch kann eine Thematik über die Extremfälle hin untersucht werden und damit im gesamten und möglichen Spektrum des Themenfeldes analysiert und beschrieben werden. Nachfolgend ergibt sich ein Überblick über die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften der Typologien.
„Ohne jeden Bezug auf Typen wäre Sinn, wo er auftaucht, zunächst unterbestimmt, unverständlich, inkommunikabel.“ Niklas Luhmann
1.2 Fazit
= = Kapitel
deskription hรถherer Ordnung
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dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 1 / variabel
Tätigkeit / Arbeit :: typ1 / variabel
3 4
Planbarkeit :: gering Komplexität :: sehr hoch Informationsbedarf :: gering Dokumentenorientiertheit :: sehr hoch Kommunikationsintensität :: sehr hoch
2
Abb.: eigene Darstellung Modell der Merkmalsauspregung Typ 1
2.0
1
Typ 1 übt geistige kognitiv-kreative Tätigkeit, hauptsächlich Führungs- und Entscheidungsfunktionen. Die Augaben sind nicht formalisierbar, wenig planbar und sehr komplex. Es gibt immer neue Problemstellungen, die bearbeitet werden müssen. Dieser Typ benötigt weniger vorhandene informationen, meist bezieht er diese aus dem Gedächtnis. Dabei wird neues Wissen generiert, dass erst durch den kommunikativen Akt erst ensteht. Daher ist die Kommunikationsintensität sehr hoch und wird mit stetig wechselnden Gesprächspartnern vollzogen. Die häufigsten verwendeten Kommunikationsmittel sind das Smartphone und die klassische E-Mail. Typ 1 findet man in der Wissenschaft, Wirtschaft, Softwareentwicklung, Werbung oder im Bereich der Public Relation. In Positionen als Gründer, Angestellter in großen Unternehmen oder Selbstständiger sieht man diesen Typus. Leitung eines mittleren, heterogenen, fachübergreifenden Bereichs mit Experten/Expertinnen resp. Führungspersonen. Führungsunterstützung auf konzeptionellem Führungslevel mit Einflussnahme auf alle Organisationseinheiten zuhanden eines Gremiums mit sehr grosser Interessenvielfalt. Wichtig ist, er ist neben Wissensträger auch Wissensvermittler und –verbreiter. Daher gibt es zwei Seiten dieses Typus: Zum Einen den selbstständigen „Wissensarbeiter“, der isoliert arbeitet und zum Anderen den „Manager“ der das Wissen vernetzt und verknüpft und sehr kooperativ ist. Unterschiedliche Problemstellungen, Anforderungen und Ansprechpartner sind der Alltag für Typ 1 innerhalb der unterschiedlichsten Projekte. Hauptaufgaben sind leiten, organisieren, steuern von notwendiger innerbetrieblicher Zusammenarbeit. Sowie Planung, Vorbereitung, Realisierung und Nachbereitung von Projekten, meist im
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Bereich der Forschung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Unternehmenskommunikation oder im Marketing. Typus 1 ist Ansprechpartner für Kunden und anderen Kooperationspartnern. Ihm unterliegt die Leitung und Koordination der Tätigkeiten der einzelnen Projektteams. Aufgrund der anfallenden Tätigkeiten ist der variable Typus 1 nicht oft an seinem Schreibtisch. Die räumliche Mobilität ist sehr hoch innerhalb sowie außerhalb des Unternehmensgeländes. Da hauptsächlich mündlich und über klassische Wege kommuniziert wird, ist die virtuelle Mobilität niedrig. Im Hinblick auf die soziale/vertikale Mobilität ist er hoch einzuordnen, meistens in hohen Positionen und demnach auch mit einem hohen Status und in einer hohen Klasse einzuordnen. Eine große zeitliche Mobilität und Flexibilität wird aufgrund von internationalen Kooperationspartnern vorausgesetzt. Strikte Arbeitszeiten sind durch die Management- und Forschungsaufgaben nicht möglich.
3 4
geographisch :: hoch virtuell :: mittel zeitlich :: hoch Hilfsmittel :: mittel Arbeitsinhalte :: mittel soziale/vertikale :: sehr hoch
2
1 gering :: 1
mittel :: 2
hoch :: 3
sehr hoch :: 4
dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 1 / variabel
Neben Schlüsselqualifikationen und Grundkompetenzen sind folgende Stärken notwendig: Fachliche Kompetenz. Aufgrund der ständig ändernden Aufgaben und erhöhten Komplexität wird ein hohes Maß an fachübergreifendem und Spezialwisssen, sowie umfangreiche Erfahrung benötigt. Soziale Kompetenzen wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit, Rollenflexibilität, Selbstaktivierung/Selbstverantwortung, Überzeugungs-, Team- und Konfliktlösefähigkeit sind notwendig, da die Organisationen immer wieder neu zusammengestellt werden. Methodische Kompetenz ist bei der Arbeit mit Kunden und im Umgang mit der Informationsflut sehr wichtig. Kombinations- und Abstraktionsfähigkeit muss ebenso beherrscht werden wie die Fähigkeit zur Strukturierung und Präsentation. Problemlösungs- und Entscheidungsfindungstechniken sind genauso wichtig wie Zeitmanagement, Planungs- und Controllingmethoden. Personale Kompetenz. Damit ist die Fähigkeit zum Selbstmanagement in offenen, flexiblen und entgrenzten Strukturen gemeint. Eine Mitgestaltungsbereitschaft muss ebenso vorhanden sein, wie Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zur Arbeitsorganisation.
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dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 2 / mobil
3
Tätigkeit / Arbeit :: typ 2 / mobil
4
Planbarkeit :: hoch Komplexität :: mittel Informationsbedarf :: hoch Dokumentenorientiertheit :: hoch Kommunikationsintensität :: mittel
2
Abb.: eigene Darstellung Modell der Merkmalsauspregung Typ 2
1
Die geistige Tätigkeit des Typus 2 ist im Bereich kreativ-kombinativ angesiedelt, da die Tätigkeit zwar geistig anspruchsvoll ist, Lösungswege meist jedoch bereits bekannt sind. Die Haupttätigkeiten sind auf Wissen gestützte Fachtätigkeit, die Ausführung dieser sowie Aufgabenorientierung. Hauptsächlich besteht die Arbeit aus Informations- und Wissensarbeit, Problemstellungen sind nicht immer bekannt. Daher ist die Arbeit teilweise formalisierbar, Planbarkeit und Komplexität sind mäßig. Der Input besteht sowohl aus implizitem wie auch explizitem Wissen. Aus bestehenden Informationen werden neue Informationen herausgeholt, die Arbeitsaufträge sind dabei gegeben. Da Informationen je nach Problemstellung notwendig sind herrscht eine geregelte bis offene Dokumentenorientiertheit notwendig. Der Output besteht aus neuen Informationen, die aus recherchierten und vorhandenen Informationen erstellt werden. Kommuniziert wird meist mit Vorgesetzten und teilweise mit unterschiedlichen Kunden, Kommunikationsintensität und Kooperationspartner sind also nicht festgelegt sondern wechselnd. Für die Informationssuche und -verarbeitung sind technische Hilfsmittel von sehr großer Bedeutung. Neben dem Smartphone und der klassischen E-Mail werden auch soziale Netzwerke, Tablet-PC und Notebook verwendet. Diesen Typ 2 findet man in allen Bereichen der Gestaltung, egal ob Text, Bild oder Grafik, er ist hauptsächlich für den visuellen Teil eines Konzeptes zuständig. Er integriert sich in bestehende Hierarchien und hat eigene, spezielle Aufgaben, jedoch kann ein Ergebnis nur durch Zusamenarbeit mit allen anderen herbei geführt werden. Gestalterische und technische Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie eine journalistische Denk- und Arbeitsweise um kreative Ideen zu entwickeln und die täglichen internetbasierten Recherchearbeiten zu vollziehen. Auf der einen Seite müssen Evaluationen und Präsentationen von Entwürfen nach Anweisung erstellt werden, auf der anderen Seite produzieren, kommunizieren, gestalten, recherchieren und transportieren sie Informationen.
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Daher ist das Endprodukt meist informell. Arbeitgeber sind meist Softwareunternehmen, Werbeund Multimedia-Agenturen, Provider und sonstige Dienstleister. Dort sind Sie als Freelancer, Selbständige für Crowedsourcing-Projekte oder Softwareforscher, die hauptsächlich mit professionellen Grafik- oder Layoutprogrammen arbeiten . So unterschiedlich wie die Einsatzformen sind auch die Projekte, Gruppen- und auch Einzelarbeiten. Das ermöglicht ein Arbeiten überall dort, wo Informationen klar, übersichtlich und optisch attraktiv vermittelt werden. Mobiler Type 2 arbeitet an einem festen Standort, in Abhängigkeit des jeweiligen Auftrags zeitlich flexibel an einen festen Ort. Aufgrund der Tätigkeit ist die räumliche Mobilität täglich sehr hoch. Flexible Arbeitszeiten erfordern eine hohe zeitliche Mobilität. Dieser Typus gehört meist zur Mittelschicht, folglich ist auch die soziale/vertikale Mobilität mittelmäßig, ebenso wie die virtuelle Mobilität. Letzteres ist auf die Kommunikation über virtuelle Netzwerke zurück zu führen, wobei sich natürlich immer den Gegebenheiten des Kunden oder Auftraggebers angepasst werden muss.
3 4
geographisch :: mittel virtuell :: hoch zeitlich :: mittel Hilfsmittel :: hoch Arbeitsinhalte :: hoch soziale/vertikale :: mittel
2
1
gering :: 1
mittel :: 2
hoch :: 3
sehr hoch :: 4
dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 2 / mobil
Neben den Schlüssel- und Grundkompetenzen sind hier folgende Kompetenzen in stärkerem Maße wichtig: Innerhalb der fachlichen Kompetenz ist neben Grundlagenwissen, Spezial- und fachübergreifendes Wissen notwendig. Da die Arbeit aus Projekt- und Teamarbeit in Pilotgruppen besteht ist eine hohe soziale Kompetenz in Form von Kooperations-, Kommunikations- und Teamfähigkeit notwendig. Desweiteren wird Konfliktlöse- und Überzeugungsfähigkeit ebenso benötigt wie Rollenflexibilität und Selbstaktivierung/-verantwortung. Aufgrund der Arbeit in Projekten mit unterschiedlichen Kunden und Teams ist der Umgang mit der Informationsflut, Kombinations- und Abstraktionsfähigkeiten wichtig. Weitere Methodische Kompetenzen sind Strukturierung, Präsentation, Problemlösungs-, Kreativitäts- und Entscheidungstechniken, Zeitmanagement, effiziente Nutzung der Informations- und Kommunikationsmittel sowie Planungs- und Controllingarbeiten. Im Bereich der personalen Kompetenz ist vor allem das Selbstmanagement in offenen, flexiblen und entgrenzten Strukturen, Mitgestaltungs- und Verantwortungsbereitschaft und zuletzt die Fähigkeit zur Organisation der Arbeit notwendig. Zu den Medienkompetenzen gehört neben softwaretechnischen Kenntnissen auch die Fähigkeit sich in virtuellen Arbeitsabläufen eigenständig und selbstgesteuert zu orientieren und zu bewegen. Zuletzt wird auch das Verständnis von digitalisierten Prozessen und integrierten Abläufen durch höheres Abstraktionsvermögen benötigt.
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dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 3 / flexibel
Tätigkeit / Arbeit :: typ 3 / fexibel
3 4
Planbarkeit :: mittel Komplexität :: hoch Informationsbedarf :: mittel Dokumentenorientiertheit :: mittel Kommunikationsintensität :: hoch
2
Abb.: eigene Darstellung Modell der Merkmalsauspregung Typ 3
1
Die Tätigkeit des Typus 3 ist geistig anspruchsvoll, Lösungswege sind zwar teilweise bekannt, jedoch aufgrund der Selbstständigkeit des Arbeitenden ist er immer auf der Suche nach Neuem. Zusammenfassend kann man die geistige Tätigkeit als kognitiv-kreativ-kombinativ beschreiben. Neben der wissensintensiven Fachtätigkeit die dieser Typus ausführt ist Selbstorganisation, Eigeninitiative, Kommunikation und Problemlösung wichtig. Es werden alle Arbeitsdimensionen berührt (Informations-, Kommunikations-, Wissensarbeit), da ständig neues Wissen generiert wird. Desweiteren ist die Arbeit sehr Informationsabhängig aufgrund der Wirtschaft- und Kooperationsteams. Immer neue Problemstellungen sind die tägliche Arbeit; somit ist diese sehr komplex und nur teilweise bis überhaupt nicht formalisierbar oder planbar. Arbeitsaufträge sind geben, daher werden zur Erledigung der Arbeit Informationen benötigt. Der Input besteht sowohl aus implizitem, wie auch explizitem Wissen. Eine geregelte bis offene Dokumentenorientiertheit ist notwendig, um je nach Problemstellung aus Informationen neues Wissen erstellen zu können. Aus den recherchierten und vorhandenen Informationen entsteht der Output in Form von neuen Informationen und neuem Wissen. Daraus folgt eine sehr hohe Kommunikationsintensität bei der Arbeit, die mit ständig wechselnden, nicht festgelegten Kooperationspartnern stattfindet. Der Einsatz technischer Hilfsmittel ist unumgänglich, da sowohl Informationssuche und -verarbeitung, sowie die Kommunikation und Zusammenarbeit über Smartphone, Tablet-PC und Notebook erfolgt. Zu den Branchen in denen Typus 3 tätig ist zählt die Netzwerkwirtschaft mit Crowedsourcing, DIY-Plattformen, Webanwendungen, Social Commerce und Entwicklungsbranchen. Kreative und kognitive-organisatorische Planung und Realisation von Projektideen ist die tägliche Arbeit. Softwareinhalte werden konzipiert, weiterentwickelt und produziert. Dafür ist es wichtig, neue Trends zu entdecken, das Wissen stetig erweitern und diese dann in aktuellen und zukünftigen Projekten
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einzusetzen. Unternehmensmedien werden konzipiert, gestaltet und vermarktet. Ein klassisches Angestelltenverhältnis ist hier selten, da meistens projektbezogen in Bürogemeinschaften oder „Coworking Spaces“ in Teilzeit- sowie Freelancetätigkeit gearbeitet wird. Dieser Typus gilt als kreativ, er organisiert seine Arbeit selbst und arbeitet viel in sozialen Netzwerken. Face-to-Face Interaktionen sind eher selten, obwohl Lösungen durch Kommunikation und Zusammenarbeit n Teams und Projektgruppen herbeigeführt werden. Es wird in hohem Maße auf die technische Infrastruktur des Internets zurückgegriffen, so dass eine schriftliche Kommunikation über Mailinglisten, Foren, Blogs und Chats stattfindet. Aufgrund dessen ist ein gewisses Maß an Fachkenntnissen im Umgang mit dem Computer, Peripheriegeräten und anderer moderner Software notwendig. Dieser Flexible Typus bewegt sich in der Mittelschicht, daher ist die soziale/vertikale Mobilität als mittel-hoch anzusiedeln. Eine hohe zeitliche Mobilität ist aufgrund der Selbstständigkeit und Abhängigkeit von Kooperationspartnern unumgänglich. Ebenso hoch ist die virtuelle Mobilität, da hauptsächlich über virtuelle Netzwerke kommuniziert und kooperiert wird. Räumlich gesehen ist er nur mittelmäßig Mobil, er arbeitet meist an einem festen Arbeitsplatz, wenn auch eine gewisse ziruläre räumliche Mobilität gegeben ist.
3 4
geographisch :: sehr hoch virtuell :: sehr hoch zeitlich :: sehr hoch Hilfsmittel :: sehr hoch Arbeitsinhalte :: sehr hoch soziale/vertikale :: hoch
2
1 gering :: 1
mittel :: 2
hoch :: 3
sehr hoch :: 4
dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 3 / flexibel
Die erforderlichen notwendigen Kompetenzen eignet sich der Typus 3 autodidaktisch an, er verfügt weiterhin über ein hohes Kooperationsvermögen und kann sich schnell in die verschiedensten Themen einarbeiten. Neben den Schlüsselqualifikationen und Grundkompetenzen sind folgende Anforderungen stärker von Nöten: Im fachlichen Bereich ist vor allem Spezial- und fachübergreifendes Wissen, sowie Erfahrung sehr wichtig. Die hohe Komplexität und die stetig wechselnden Aufgaben müssen bewältigt werden. Bei Team- und Projektarbeit - unter anderem in Pilotgruppen - sind folgende Sozialkompetenzen erforderlich: Kooperations-, Kommunikations-, Konfliktlösungs- und Teamfähigkeit. Weiterhin muss eine Rollenflexibilität, Selbstaktivierung/verantwortung und Überzeugungsfähigkeit vorhanden sei. Die methodischen Kompetenzen setzen sich aus Fähigkeit zum Umgang mit der Informationsflut, Kombinations-, Abstraktions-, Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit zusammen. Weiterhin ist die Fähigkeit zur Arbeit in Projekten mit unterschiedlichen Kunden und Teams genauso wichtig wie Strukturierung, Präsentation, Zeitmanagement, Kreativitätstechniken und eine effiziente Nutzung der Informations- und Kommunikationsmittel. Abschließend sind noch Planungs- und Controllingmethoden zu nennen. In diesen Branchen herrschen offene, flexible und entgrenzte Strukturen, welche ein gutes Selbstmanagement, Mitgestaltungs- und Verantwortungsbereitschaft und die Fähigkeit zur Organisation der Arbeit erfordern. Die Medienkompetenz beinhaltet softwaretechnische Kenntnisse, die Fähigkeit sich in virtuelle Arbeitsabläufe selbstständig zu orientieren und selbstgesteuert zu bewegen. Weiterhin ist das Verständnis von digitalisierten Prozessen und integrierten Abläufen durch ein höheres Abstraktionsniveau erforderlich.
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dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 4 / stationär
3
Tätigkeit / Arbeit :: typ 4 / stationär
4
Planbarkeit :: sehr hoch Komplexität :: gering Informationsbedarf :: sehr hoch Dokumentenorientiertheit :: gering Kommunikationsintensität :: gering
2
Abb.: eigene Darstellung Modell der Merkmalsauspregung Typ 4
1
Der vierte Typ benötigt wenig Fachkenntnisse, um diese Arbeit erledigen zu können, sie ist wiederkehrend und strukturiert. Arbeitsaufträge und Lösungswege sind bekannt, die Tätigkeit an sich ist nicht anspruchsvoll, die geistige Tätigkeit ist somit als reaktiv-kombinativ zu beschreiben. Überwiegend Sachbearbeitungstätigkeiten, sowie ereignis- und vorgangsorientierte Tätigkeiten. Die Arbeitsdimension besteht aus Kommunikations- und Informationsarbeit, da bei der Sachbearbeitung Informationen überwiegend kommuniziert und verarbeitet werden. Daher kann die Arbeit auch vollständig formalisiert werden, die Planbarkeit ist hoch und wenig komplex aufgrund immer wiederkehrender Aufgaben. Der Input besteht aus explizitem Wissen, Informationen werden aufgenommen und entsprechend darauf reagiert. Hierbei handelt es sich um eine festgelegte Dokumentenorientiertheit, da der Informationsbedarf bestimmt ist. Kommuniziert wird überwiegend mit Vorgesetzten und festgelegten Kunden. Der Output dieser Arbeit sind verarbeitete Informationen die weitergegeben werden. Kooperationspartner sind festgelegt, mit diesen wird allerdings sehr viel kommuniziert. Dies Geschieht überwiegen über Telefon (Smartphone) und EMail, der PC wird natürlich auch zur Informationsverarbeitung benötigt. Typus 4 findet man in der Arbeitswelt in der Verwaltung, meist als Sachbearbeiter in größeren Unternehmen. Es ist eine Schnittstellenposition zwischen Unternehmensführung, Marketing, Management und Vertrieb. Administrative Tätigkeiten wie Verwaltungsaufgaben, Betriebsorganisation und Kommunikation zwischen den unterschiedlichsten Positionen sind das tägliche Brot und es wird sich an bestehende Hierarchien angepasst. Darüber hinaus werden die Beziehungen
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zwischen Partnern kontrolliert und gesteuert, Inforationen übernommen und weitergeleitet, sowie organisatorische Sachen überwacht. Weitere Aufgaben sind die Unterstützung der Geschäftsleitung ebenso wie die Regelung des Informationsfluss zwischen Außen- und Innenbereich des Unternehmens. Die Vorgaben der Auftraggeber müssen natürlich stets beachtet werden. Das Arbeitsergebnis besteht aus Entscheidungen, die auf der Grundlage der verarbeiteten und weitergeleiteten Informationen gefällt werden. Diese Entscheidungen werden in Form von Dokumenten festgehalten, wobei diese wiederum als Werkzeug für weitere Entscheidungen dienen. Der stationäre Typ4 ist räumlich und virtuell wie auch die zeitlich weniger mobil. Auf der einen Seite ist dies auf einen festen Arbeitsplatz meist ein Büroraum und auf feste Arbeitszeiten zurückzuführen, auf der anderen Seite kommuniziert dieser Typus hauptsächlich über das Telefon, EMail-Programme oder Face-to-Face. Die soziale/vertikale Mobilität ist gering-mittelmäßig, dieser Arbeitstyp gehört zu der unteren Mittelschicht.
3 4
geographisch :: gering virtuell :: gering zeitlich :: gering Hilfsmittel :: gering Arbeitsinhalte :: gering soziale/vertikale :: mittel
2
1 gering :: 1
mittel :: 2
hoch :: 3
sehr hoch :: 4
dESKRIPTION höherer Ordnung :: Typ 4 / stationär
Zusätzlich zu den Schlüsselqualifikationen und Grundkompetenzen sind folgende Anforderungen stärker erforderlich: Zu den fachlichen Kompetenzen zählen Kommunikationsfähigkeit und Verhandlungsgeschick, sowie etwas journalistisches Geschick um die Informationen zu suchen, abzurufen und für die weitere Verarbeitung vorzubereiten. Weiterhin sind soziale Kompetenzen wie Kooperations-, Kommunikations-, Konfliktlöse- und Teamfähigkeit. Strukturierung, Präsentation, Problemlösungs- und Entscheidungsfähigkeit sind neben einem guten Zeitmanagement die wichtigsten methodischen Kompetenzen. Zuletzt ist die personale Kompetenz in Form von der Organisationsfähigkeit der Arbeit zu nennen.
27
= = = Kapitel
drehbuch und storyboard
29
Drehnuch und Storyboard :: Einleitung des Kurzfilms
3.0
3.1 Einleitung des Kurzfilms
=
Drehbuch und Storyboard
Es soll nun der Versuch unternommen werden, auf Basis der konstruierten Typologien, die Thematik anhand eines Kurzfilms zu spezifizieren. Dabei ist es notwendig ein hohes Abstraktionsniveau zu wählen, um die grundlegenden Faktoren der mobilen IT-gestützten Arbeit und vorallem die damit verbundenen Divergenzen der konstruierten Typologien hervorzuheben. Dabei werden einzelne Szenen durch bildliche und multimodale Metaphern dargestellt, die mit sorgfältig gewählten Bildkompositionen, Kameraeinstellungen und Überblendeffekte die Problematik erst Ausdruck verleihen. Die Problematik wird dem Zuschauer erst zugänglich, wenn Aufmerksamkeit und Vorwissen über die Grundthematik gegeben ist. Denn die richtige Interpretation, der Bildkomposition, der Kameraführung, sowie musikalischen Intervalle und Merkmale der mobilen Arbeit sind integrale Bestandteile für das Verständnis des Kurzfilms und damit der Problematik. Das gemeinsame Zusammenspiel dieser Komponenten soll nicht nur die Thematik inhaltlich wiedergeben, sondern auch die Komplexität und Dynamik vermitteln, die durch Kameraführung, Bildkomposition und Metaphern den abstrakten Sachverhalt verständlich und sinnlich [nach Immanuel Kants Terminologie] explizieren.
Drehnuch und Storyboard :: 1. Akt - point commun
Der Kurzfilm zielt genauso wie die typologische Analyse auf die minimale und maximale Kontrastierung ab. Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten, die sich aus der IT-gest端tzten Arbeit ergeben, wird anhand, der zuvor angedeutete Bildkomposition und Kameraposition im ersten Akt, durch eine inhaltlich synchrone und zeitlich sequentielle Bildfolge inszeniert.
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3.2 point commun
Drehnuch und Storyboard :: 2. Akt - au contraire
3.3 au contraire
Die genauen Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden erst im zweiten Akt kenntlich. Die beschriebenen Mobilitätsmodalitäten, sowie die differenzierte Nutzung der Geräte gelten gemeinhin als Indikatoren für den sozialen Status und „persönlicher“ Arbeitsstil. Darüber hinaus zeigen sie, orientiert an den Mobilitätsmodalitäten differente Lebensstile und Gewohnheiten.
Drehnuch und Storyboard :: 3. Akt - soumission à des efforts
Insofern werden die differenten Typen mit ihrern verschiedenen Beanspruchungen, die durch diversifizierten Lebensbedingungen ausgesetzt sind, verdeutlicht. Die Kamerperspektive im dritten Akt exponiert, den subjektiven Zustand der Personen. Die Kameraposition pointiert hierbei Schwindel und Erschöfung und gleichnishaft leere Akkuzustände, der mobilen Arbeitsmittel.
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3.4 soumission à des efforts
Drehnuch und Storyboard :: 4. Akt - coïncidence
3.5 coïncidence
Im vierten Akt treffen die benannten Typologien in virtuellen und realen Koopertationssituationen aufeinander. Alle Akteure sind nun gemeinsam auf der, geviertelten Bildfläche abgebildet, während sich die Bildfolge und Kameraführung in einer asynchronen und sequentiellen Dynamik bewegt.
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3.6 fin