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leben.lieben.lachen. - das Frauenmagazin

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LEBEN. LIEBEN. LACHEN. www.lelila-magazin.de AUSGABE 5 | 2016

LUST AUF FASCHING EIN FRÖHLICHER ABEND MIT DEN AALENER LÄSCHTERMÄULERN

Höhenfliegerin Skispringerin Carina Vogt aus Waldstetten

MÄDELS ABEND ENDLICH EINE GELEGENHEIT, DAS HOCHZEITSKLEID NOCHMAL AUSZUFÜHREN

INSPIRIERENDE OSTALB-FRAUEN

TRAUM VON AFRIKA

WIE DER GEBÜRTIGEN GMÜNDERIN DANI BACH HELFEN HILFT

„ICH BIN EIN FASCHINGSGESCHÖPF DURCH UND DURCH.“ ULRIKE STEINER IST EINE VIRNGRUNDKRÄHE. SIE FREUT SICH SCHON SEHR AUF DIE BEIDEN UMZÜGE IN ELLWANGEN.


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LEBEN. LIEBEN. LACHEN. www.lelila-magazin.de AUSGABE 5 | 2016

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„ICH BIN EIN FASCHINGSGESCHÖPF DURCH UND DURCH.“ ULRIKE STEINER IST EINE VIRNGRUNDKRÄHE. SIE FREUT SICH SCHON SEHR AUF DIE BEIDEN UMZÜGE IN ELLWANGEN.


Für Druckfehler keine Haftung

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Für Sie geöffnet: Montag - Samstag von

7 22 bis

Uhr


L A I R DITO

E

LIEBE LESERINNEN, Ihr Strahlen nimmt gefangen. Bei ihr lacht nicht nur der Mund, sondern auch das Herz. Hier läuft eine ganz besondere Frau den Laufsteg entlang. Sie hat Hüften, sie hat Hintern, sie hat Dellen. Und auch wenn uns schon viel zu lange eingetrichtert und vorgephotoshoppt wird, dass das nicht schön ist, so führt uns dieses Model so klar vor Augen: Schönheit ist viel mehr!

Anja Robisch

Ich war auf der Modenschau der Gmünder Grande Dame der Unterwäsche – Suse Weckelmann (S. 62). Ihre Models kommen mitten aus dem Leben. Mitten aus der Ostalb. Es sind hübsche Frauen, gestandene Frauen, voller Energie und Ausstrahlung. Sie sind mutig, engagiert und kreativ. Genau für diese Frauen ist dieses Magazin. Genau von solchen Frauen erzählt dieses Magazin. Es sind Menschen, die uns inspirieren, die uns zeigen, worauf es ankommt. In unserer siebten Ausgabe von „leben. lieben.lachen“ geht es wieder ganz schön vielfältig zu. So sind wir Frauen nun einmal. Wir haben die Aalener „Lästermäuler“ getroffen und zeigen, wie man charmant auf den Putz haut (S. 56). Wir gehen dem Winterblues auf die Spur (S. 36) und sind auch ein ganz schön närrisch (S. 44). Wir sind vor allem eins: ein sehr motiviertes Team, dem dieses Magazin mit all seiner Ostalb-Frauen-Power sehr am Herzen liegt. Frohes Eintauchen in das Herz der Ostalb wünscht

LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 09


INHALT

DEZEMBER 2016

38 SCHRÄGTÖNER

Zwei Ostalbruassgugga

BERUF UND PRIVATLEBEN 08

Ostalb-Frauen-Power Drei Frauen und ihre Berufungen

13

Skispringerin Carina Vogt Olympiasiegerin und Doppelweltmeisterin

17

Frauencoaching Die Persönlichkeit entwickeln

18

Unter Druck Die Vielfachbelastung einer Frau

20

Karrierewege aufzeigen Mentorinnen helfen Studentinnen

22

Einzelhandel im Blickpunkt Leidenschaft Verkauf

LIEBE UND PARTNERSCHAFT 24

Wenn’s mal kracht Keine Angst vorm Streiten

MODE UND BEAUTY 26

Model für einen Tag Wunderschöne Brautmode

34

Know-how für besseres Sehen Die Augen in ihrer Komplexität

WOHLBEFINDEN & GESUNDHEIT 36

Wenn Licht fehlt Mitten im Winterblues

FASCHING SPEZIAL

68 ABENTEUER ERLEBEN

Der lelila-Spieletest

10 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

38

Schrägtöner Zwei Ostalbruassgugga

40

Wo Hexen besänftigt werden Faschingskostüme einkaufen

43

Rätselspaß Kreuzworträtsel

44

Kunterbuntes So gelingt die Faschingsfete

46

Weiberfasnacht Straßenfasching auf Schwäbisch


47

Berliner – närrischer Genuss Frittierte Köstlichkeit

48

Von Frauen angeführt Neu: die Sauerbach Pfitza

50

Närrische Termine Was auf der Ostalb los ist

51

Welcher Faschingstyp sind Sie? Meister- und Gelegenheitskarnevalisten

52

Unser Titel Virngrundkrähe Ulrike Steiner

55

Narren mit Herz Faschingshochburg Neresheim

56

Läschtermäuler Scharfzüngige Damen in Aktion

LEBEN & FREIZEIT 58

Den Traum leben Wie der Krebs den Fokus verändert

60

Neue Freunde Engagement für Flüchtlinge

62

Viele Höhepunkte Mädelsabend in Schwäbisch Gmünd

64

Mädelsabend Nr. 3 Erster Hochzeitsball der Ostalb

67

Training mit Experten Den Körper optimal fordern

68

Abenteuer erleben Der lelila-Spieletest

HOROSKOP 72

Was das neue Jahr bringt Die Sache mit den guten Vorsätzen

AUSLAGESTELLEN 75

Damit Sie uns finden Wo es die lelila gibt

18 UNTER DRUCK

Die Vielfachbelastung einer Frau

WOHNEN & EINRICHTEN 70

So wohnt Fee Heartfelt Zwischen Kunst und Design

LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 11


BERUF & PRIVATLEBEN

12 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.


Berufungen Ostalb-Frauen-Power Gib niemals auf, für das zu kämpfen, was du tun willst. Mit etwas, wo Leidenschaft und Inspiration ist, kann man nicht falsch liegen. Ella Fitzgerald (1917-1996) US-amerikanische Jazz-Sängerin Zwei kreative Berufe, ein technisches Arbeitsfeld. In unserer Rubrik Berufungen stellen wir immer Frauen vor, die ihre Arbeit mit großer Leidenschaft und viel Engagement machen. Ihre Biografien zu erfahren ist inspirierend und erhellend. Wie Sie sehen: Auch für die sechste Ausgabe von „leben.lieben.lachen“ sind uns wieder viele Frauen begegnet, die ihre Arbeit mit Herzblut und Engagement, Hingabe und Begeisterung machen. Wir stellen Ihnen eine junge Frau vor, die ganz selbstverständlich einen technischen Beruf gewählt hat. Die keine Angst vor einer männerdominierten Branche hat. Tatjana Bonn ist Vermesserin bei den Ellwanger Stadtwerken und auf den Baustellen im Virngrund unterwegs. Sie macht ihre Arbeit mit einem höchst sympathischen Selbstverständis, als wäre ihre Berufswahl nichts besonderes. Ist es aber doch, und dafür: Respekt. Anne Klöcker ist Schauspielerin und Theaterpädagogin am Theater der Stadt Aalen. Sie bewegt das Thema „Angst“ im Moment sehr. Beim Amoklauf in München hat sie mit ihrer Tochter die Panik der Menschen miterlebt, obwohl sie gar nicht am Ort des Verbrechens waren. Beherzt und optimistisch nähert sie sich den Herausforderungen unserer Welt. In die Welt der Mode ist Sigrid Helmle vor 30 Jahren eingetaucht. Die gebürtige Ellwangerin arbeitete in Essen und Berlin, doch zog es sie zurück auf die Ostalb. Sie macht nicht nur Kostüme für SWR-Produktionen, sie hat auch die Gewänder für historische Stadtführungen in Aalen gemacht. Treffen Sie vier tolle Frauen, vier interessante Biografien und vier spannende Berufe!

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BERUF & PRIVATLEBEN

Die Ein-Frau-Mess-Station Allein unter Männern. Das ist Tatjana Bonn, wenn sie auf den Baustellen unterwegs ist. Die gelernte Bauzeichnerin ist für die Stadtwerke Ellwangen als Vermesserin tätig.

„Jede Baustelle ist individuell", beschreibt die 26-Jährige und strahlt. Das was ihren Job ausmacht, ist die Abwechslung, denn sie ist viel unterwegs auf den Baustellen der Stadtwerke. Wenn neue Häuser gebaut und mit Leitungen versorgt werden. Wenn Teile des Trinkwasser- oder Gasnetzes erneuert werden. Seit Juli 2012 arbeitet Tatjana Bonn bei den Ellwanger Stadtwerken. Sie ist 1990 in Kasachstan geboren und kam mit ihrer Familie, als sie fünf Jahre alt war, nach Deutschland und wohnt seither in Aalen. „Ich bin die einzige Frau im technischen Bereich bei den Stadtwerken", erzählt die gelernte Bauzeichnerin und auch, dass sie sich sehr wohl fühle an ihren verschiedenen Arbeitsplätzen und mit ihrer Tätigkeit. Haben die Bauarbeiter die Leitungen verlegt, kommt Tatjana Bonn mit ihren Geräten – hauptsächlich mit dem GPS – und hält fest, wie die Leitungen verlegt wurden. Auch fotografisch dokumentiert sie die Rohre, bevor sie zugeschüttet werden. Dank modernster Technik ist sie als eine Ein-Frau-Mess-Station im Einsatz. Die Begegnungen auf der Baustelle sind freundlich. „Einmal stand ich nach mehreren Tagen Regen knietief im Schlamm auf 14 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

Sie schätzt die Vielfältigkeit ihrer Arbeit. Beim Messen draußen, beim Dokumentieren am Schreibtisch. Tatjana Bonn ist gerne unterwegs und mag Technik.

einer Baustelle im Industriegebiet. Ein Bauarbeiter hat mir geholfen und wollte mich rausziehen und ist dann aber selber reingefallen", berichtet Tatjana Bonn von ihren Erlebnissen. Zurück an den Schreibtisch. Dort importiert sie ihre Daten in die Geoinformationssoftware, macht Skizzen und fügt ihre Fotos hinzu. Zu ihren Aufgaben gehören auch Planauskunftsanfragen und Baugesuche oder Messarbeiten für aktuelle Baumaßnahmen wie den Windpark und die Wellenbaderweiterung. Sie steht auf Abruf. Wenn die Leitungen im Graben liegen ist sie gefragt. Aber auch bei Rohrbrüchen. „Das ist manchmal stressig, aber mir ist nie langweilig", erzählt die 26-Jährige. In ihrer Freizeit ist Tatjana Bonn auch viel

unterwegs. In Schwäbisch Gmünd oder Stuttgart. Sie macht gerne Städtereisen. Kochen ist ebenfalls eine ihrer Leidenschaften. Und: „Ich bin verrückt nach Forensik. Mich interessiert die Technik, die dahinter steht", beschreibt sie ihr ungewöhnliches Hobby. Sie genießt es auch, Horrorfilme zu schauen. Ihre langen Fingernägel gehören zum Markenzeichen von Tatjana Bonn. „Sie waren schon länger", sagt sie schmunzelnd. „Ich kann alles damit machen." Doch Krallen ausfahren muss selten sein. Tatjana Bonn besticht mit ihrer Herzlichkeit und ihrem Know-how. Und es ist gar nicht vermessen, das zu sagen. Text: Anja Robisch // Fotos: Andreas Wegelin


Sigrid Helmles Berufung ist die Mode. Sie ist Expertin für historische Kostüme, Mode- und Stilfragen.

Mode erschaffen und erklären Sie umgibt sich gerne mit schönen Dingen und schöpft ihre Kreativität aus. Sigrid Helmle ist Damenschneiderin und Entwurfsdirektrice. „Man spürt schon als Kind, in welche Richtung es geht, es ist einfach da.“ So beschreibt Sigrid Helmle ihre Passion für das Schneiderhandwerk. „Ich mag alles, was man mit den Händen tut. Nach der Schule war klar, dass ich eine Schneiderlehre mache. Ich wollte mich mit Mode auseinandersetzen und mit schönen Dingen umgeben. Ich wollte etwas mit meinen Händen erschaffen und praktisch umsetzen. Meine Leidenschaft steckte ich in tolle Stoffe zur Umsetzung.“ schwärmt die Damenschneiderin und Entwurfsdirektrice. Nach ihrem Studium an der staatlichen Modeschule in Stuttgart verschlug es die gebürtige Ellwangerin in die Modewelt nach Berlin und Essen. Doch sie kehrte nach Aalen zurück. Ihr Interesse an TV,

Theater und Oper brachte ihr Engagements als freie Mitarbeiterin in der Kostümabteilung des SWR, bei den Bayreuther Festspielen oder in Jagsthausen. Seit vier Jahren lehrt sie an der Modeschule in Stuttgart. „Mir war lange nicht klar, dass ich die Thematik gut erklären und rüberbringen kann. Aber das bringt der Praxishintergrund mit sich.“ schmunzelt Sigrid Helmle. 2015 ergab sich die Chance für ihr jetziges Atelier. Dort gibt sie Nähkurse, macht Änderungen, fertigt Einzelteile an, tüftelt an Stoffentwürfen, verwirklicht ihre Auftragsarbeiten und berät ihre Kunden in Mode- und Stilfragen. „Jede Frau kann sich toll kleiden. Die Kleidung muss zur Figur und dem Typ passen. Dann fühlt man sich wohl und strahlt das auch aus.“

Seit über 30 Jahren folgt Sigrid Helmle mit Kreativität, Freude und Erfüllung bereits ihrer Berufung. Sie denkt unkompliziert, Mode darf einfach bleiben. Die Gedanken kreisen um Form, Farbe, Material und die Geschichte hinter dem Projekt. „Man entwickelt sich ständig weiter, lernt nie aus, bleibt nicht stehen. Heutzutage geht die Vielfältigkeit verloren, wir sehen uniform aus. Kreativität und Fantasie verkümmern, die Handwerkskunst wird nicht wertgeschätzt und verschwindet.“ bedauert Sigrid Helmle. Zudem liegen ihr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein am Herzen. „Ich lege großen Wert auf Qualität bei Mode und Kleidung. Es soll niemand für meine Kleider leiden oder sterben müssen, nur damit es möglichst billig ist.“ Text: Antje Freudenthal // Fotos: Andreas Wegelin

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BERUF & PRIVATLEBEN

Welten eröffnen Mit Theater Welten eröffnen und wichtige Themen bearbeiten – das ist das Anliegen von Anne Klöcker. Die Theaterpädagogin und Schauspielerin hat sich sehr über ihre Rückkehr nach Aalen gefreut. Es dürfen auch mal Hasenzähne sein – Anne Klöcker ist mit Haut und Haaren Schauspielerin und Theaterpädagogin. Sie nimmt sich Themen beherzt an.

Die Schauspielerei bereichert ihr Leben bereits seit sie Schülerin war. „Ich war ein eher schüchterner Mensch. Aber meine Sehnsucht war groß, Sprache umzusetzen und zu bebildern“, beschreibt Anna Klöcker. „Ich wollte Sprachrohr sein.“ Das wird sie. Auf Umwegen. Sie will Medizin studieren. Dann wird es Soziologie. Schließlich macht sie eine „Lehre des Lebens“ im Ruffini-Kollektiv in München, einem besonderen Café mit Kleinkunst. „Eines Morgens, als ich aufwachte, wusste ich, dass ich dem Ruck nachgeben muss, mich auf die Schauspielausbildung einzulassen,“ erzählt die 43-Jährige. Die Schauspielschule ist hart. Noch mehr Schule des Lebens. Ein Jahr tourt sie mit Dieter Hildebrand und Werner Schneyder. Ein Jahr arbeitet sie als freie Schauspie-

lerin. Bei den Münchner Kammerspielen zum Beispiel. Doch ein großes Theater, wo Machtspiele an der Tagesordnung sind, das will sie nicht. „Ich habe mir ein Haus gewünscht, wo die Leute neu anfangen“, schildert Anne Klöcker. Das findet sie in Aalen, als Simone Sterr im Jahr 2002 Intendantin wurde. „Das war eine tolle Zeit. Wir konnten viel ausprobieren, viel rumspinnen.“

Als es am Theater der Stadt Aalen wieder eine neue Leitung geben soll, kommen Anne Klöcker und Winfried Tobias 2013 zurück nach Aalen, um sich ums Kinder- und Jugendtheater zu kümmern. Sie schätzt Aalen und die Arbeit dort. Die Verlässlichkeit, auch wenn sie den Freigeist von Berlin vermisst. Sie liebt es, „die ganze Palette Mensch zu bearbeiten“, Kindergartenkinder, Menschen im Altenheim.

Nach drei Jahren wechselt die Intendanz nach Tübingen und Anne Klöcker geht mit ihrem Partner Winfried Tobias, der Dramaturg am Theater der Stadt Aalen war, nach Berlin. Sie bekommen zwei Kinder. Anne Klöcker macht eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und arbeitet im Heilehaus in Kreuzberg. Dazu hat sie eine halbe Stelle als Theaterpädagogin.

Es gibt Themen, die müsse man angehen, findet Anne Klöcker. Eines davon ist die Angst. Wenn Kinder nicht zum Halloween-Süßigkeiten-Sammeln dürfen, weil Grusel-Clowns unterwegs sind. Wenn man beim Knall gleich an Terror denkt. „Wir müssen uns behaupten gegen die Angst“, findet sie. Und: „Wir sollten aufeinander achten.“ Das geschieht: Sie hat zum Beispiel festgestellt, dass sich Menschen im öffentlichen Raum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln wieder wahrnehmen, sich anlächeln, als ob sie sich gegenseitig versichern, dass sie zu den Guten gehören. Welten will Anne Klöcker mit ihrer Arbeit eröffnen. Dazu gehört auch die Gerüchteküche, teil der Theateraktion Boulevard Ulmer Straße. An Mittwochen (Termine unter www.theateraalen.de) gibt es Suppe, Kultur und Gespräche an verschiedenen Standorten einer Straße, die nur so vor Vielfalt strotzt. Eine schöne Arbeit, eine herausfordernde Arbeit, eine wichtige Arbeit.

Text: Anja Robisch // Fotos: Andreas Wegelin

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Hungrig auf Zugaben Skispringen: Carina Vogt hat mit 24 Jahren bereits alles erreicht, satt ist die Olympiasiegerin und Doppelweltmeisterin deshalb aber noch nicht.

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BERUF & PRIVATLEBEN

Schnell muss man es mögen, Höhen dürfen nicht ängstigen, wenn man sich auf die Schanze wagt. Carina Vogt fing als Sechsjährige mit dem Skispringen an.

S

ie ist Olympiasiegerin. Und sie ist Doppelweltmeisterin. Carina Vogt vom SC Degenfeld hat im Skispringen bereits alles erreicht und alle wichtigen Titel gewonnen. Und deshalb kann sie mit gerade einmal 24 Jahren sagen: „Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.“ Wobei sie eine Zugabe unbedingt noch haben möchte: den Gesamtweltcup.

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Carina Vogt mag es gerne schnell. Privat fährt die junge Waldstetterin einen über 300 PS starken Sportwagen. Nicht weniger rasant ist ihr Beruf: Skispringerin. Da ist sie so gut wie keine andere auf der Welt. Im Jahr 2014 wurde sie die erste Olympiasiegerin in der Historie des Skispringens. Ein Jahr später wurde sie nicht weniger überraschend Doppelweltmeisterin. Sie hat da-

mit alle großen Titel gewonnen, die es zu gewinnen gibt. Dass die Wahl-Rosenheimerin die vergangene Weltcup-Saison nur als Elfte abgeschlossen hat, hat sie deshalb gelassen hingenommen. „Es kann nicht jedes Jahr perfekt laufen“, sagte die 24-Jährige. Wobei sie auch sagte, dass „das nicht mein Anspruch ist“. Es war eine Kampfansage für die jetzt begonnene neue


” Weltcupsaison 2016/2017, in der Vogt zurück in die Weltspitze finden will. In der Vorbereitung hat sie bereits angekündigt, dass sie dazu in der Lage ist. „Carina hatte die konstantesten Sprünge, sie ist wieder unsere Leaderin“, sagt Bundestrainer Andreas Bauer. Voran geht Carina Vogt aber auch abseits der Schanzen. Die 24-Jähri-

hr a J s e d e j t h c i Es kann n ! perfekt laufen

ge tritt mit großer Souveränität auf. Das schüchterne, unsichere Mädel von einst gibt es nicht mehr. Was sie sagt, hat Hand und Fuß. Nichts sagende Standardfloskeln sind ihr fremd, jede Antwort ist wohl überlegt. Vor allem dann, wenn es darum geht, das Frauen-Skispringen zu pushen. Das die Mädels nur auf kleineren Schanzen springen sollen, passt ihr nicht. Carina Vogt hat

”

sogar den Traum vom Fliegen. Genauer: vom Skifliegen. „Ich möchte einmal 200 Meter weit springen“, sagt sie. Doch bei aller Verbissenheit in ihrem Sport: Ihre Lockerheit hat sie nie verloren. Wobei die Athletin des SC Degenfeld keine ist, die den öffentlichen Rummel braucht. Und sucht. Nein, sie ist nach wie vor das

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BERUF & PRIVATLEBEN

bescheidende Mädel, die sich zu Hause ihre Auszeiten nimmt. Und diese braucht. Sei es in ihrer Wahlheimat Rosenheim oder in Waldstetten. „Ich muss auch mal mit meinen Freundinnen und meiner Mutter Iris über etwas anderes als Skispringen reden“, sagt sie.

sucht sie noch heute regelmäßig den Kontakt zu ihrem einstigen Degenfelder Trainer Thomas Aubele, der nach wie vor einer ihrer engsten Vertrauten ist. Und dem es mit seinen lockeren Sprüchen immer gelingt, Vogt aufzumuntern. „Thommi ist sehr wichtig für mich.“

Dass die Olympiasiegerin trotz ihrer Erfolge bodenständig geblieben ist, überrascht ihre Mutter nicht. Schon damals nach dem Olympiasieg 2014 prophezeite die Mama, dass „Carina bestimmt nicht abheben wird“. Im Gegenteil. Sie hat nie vergessen, wo sie herkommt. So

Aubele gehört zu denen, die die 24-Jährige von Anfang an begleitetet haben. Begonnen hat alles 1998, als die damals Sechsjährige beim Schüler-Ferienprogramm der Gemeinde Waldstetten mitgemacht hat und von der 15-Meter-Schanze gesprungen ist. „Das hat mir Spaß

gemacht“, sagt sie. Und ihr erster Trainer Richard Baur bescheinigte ihr von Anfang an „viel sportliches Talent“. Es ging schnell steil bergauf. Vogt feierte schon bald erste Siege im Schüler-Cup. Schnell gab aber auch Rückschläge. Beispielsweise 2007, als sie gemeinsam mit ihrem Degenfelder Vereinskamerad Jan Mayländer ans Skiinternat nach Furtwangen ging, dort aber nie glücklich wurde. Thomas Aubele erinnert sich noch genau: „Anfang 2009 kam sie zu uns nach Degenfeld zurück und wurde prompt Deutsche Vizemeisterin und Siegerin im Continental-Cup.“

”

Alles w as t m m o k h c o n t jetz ist eine Zu gab e!

”

Und doch wäre es fast nicht zu Vogts Bilderbuchkarriere gekommen. Anfang 2010 fasste sie den Entschluss, mit dem Skispringen aufzuhören. Ganz. Gerade volljährig, hatte sie mit Motivationsproblemen zu kämpfen. Kurz: Sie hatte keinen Bock mehr.

Losgekommen ist sie von „ihrem“ Sport aber nicht. „Carina hat mich ein halbes Jahr später angerufen und gefragt, ob sie wieder mitmachen darf“, erinnert sich Aubele. Es war ein Comeback, das erfolgreicher nicht hätte sein können: Silber und Bronze bei der Junioren-WM 2011. Bronze bei der WM 2013. Olympiasieg 2014. Und Doppel-Weltmeisterin 2015. Jetzt ist es Zeit für Zugaben. Die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Sotchi. Höhepunkt der Bilderbuchkarriere von Carina Vogt.

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Text: Alexander Haag Fotos: dpa, Eibner


DIE FRAU IM FOKUS Frauencoaching speziell für die weiblichen Bedürfnisse

und filtere schnell heraus, um was es eigentlich geht. Ich lasse meinem Gegenüber Raum, stricke kein festes Konzept, sondern stelle mich individuell auf die Person ein.

ine ist e g n i ne ch „Coa ne, offe r mode chnelle s er und eit d k h c i Mögl lichkeits “ ön Pers icklung. w ent „Der Mensch trägt alles in sich, was er braucht.“ sagt Angela Maunz, Frauencoach aus Heidenheim. „Er sieht sich aber nicht immer selbst. Ich diene als Spiegel, biete einen objektiven Blick von außen und entwirre das innere Durcheinander mit einer neutralen und wertfreien Betrachtung. Das hilft bereits den meisten, mehr Potential zu entfalten, ein Ziel zu erreichen oder den Mut aufzubringen, wieder etwas Neues zu wagen.“ Angela Maunz konzentriert sich bei ihren Coachings auf Frauen, weil diese eine andere Herangehensweise an Themen haben als Männer. Frauen

drehen oft Schleifen, beleuchten jeden Schritt mehrmals und zweifeln am Ende doch, ob sie das Richtige getan haben. „Frauen sind nicht kompliziert, sie sind komplex. Sie brauchen den Gesamtblick. Deshalb betrachte ich die Frau umfassend und gehe mit ihr aus dieser Gesamtheit den nächsten Schritt. Ich erkenne typische Mechanismen, unterstütze bei der Überwindung und ermutige, mehr Zutrauen zu sich selbst zu gewinnen.“ Ein zwanzigminütiges Vorgespräch hilft eine gemeinsame Basis zu schaffen. In der ersten Sitzung weiß Angela Maunz dann bereits, wo der Schuh drückt. „Ich habe eine gute, klare Wahrnehmung

Die Menschen kommen mit Anliegen aus Beruf, Familie, Partnerschaft, Lebenssinn und vielem mehr auf mich zu. In der Regel kann ich innerhalb von 14 Tagen einen Termin anbieten. Die Sitzungen dauern eineinhalb Stunden, manchmal genügen wenige Treffen, manchmal arbeiten wir ein ganzes Jahr oder länger zusammen. Ich stecke den Rhythmus der Sitzungen nicht zu eng, weil sie stark nachwirken. Vom Impuls kommen wir schließlich zur tatsächlichen Veränderung.“ Ob Einzel-, Team- oder Firmencoaching, Angela Maunz hat stets die Weiterentwicklung der Menschen im Fokus. „Meine Begeisterung blüht auf, wenn ich erlebe, wie sich ein Mensch seiner selbst stärker bewusst wird, er kleine und große Hürden überwindet und die neu entdeckte Klarheit mit Energie für sein privates und berufliches Vorankommen nutzt.“

Igelhecke 21 D-89518 Heidenheim Fon 0 151.61 008 122 www.angelamaunz.de

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BERUF & PRIVATLEBEN

Doppelbelastung „D

ie Doppelbelastung der Frau ist nach wie vor ein Thema in unserer Gesellschaft.“ sagt Angela Maunz. Die studierte Sozialpädagogin hat sich zum zertifizierten Coach weitergebildet und bietet in Heidenheim Frauencoaching an. „Frauen werden von ihrem Umfeld immer wieder in die Situation hineingedrängt und setzen sich zusätzlich selbst unter Druck, Kind und Karriere unter einen Hut bringen zu wollen. Dabei kann Frau nicht hundert Prozent in beiden Bereichen geben, wenn sie sich zum Beispiel für eine 50-Prozent-Lösung entschieden hat. Wie auch immer ihre Entscheidung ausfällt, wird sie sich Herausforderungen gegenübersehen. Allzu oft herrscht der Irrglaube, dass es DIE ideale Lösung gibt. Dem ist nicht so. Jede Frau darf so entscheiden, wie es ihr gut tut und wie es sie glücklich macht, denn davon haben alle am meisten.“ Da Frauen komplexe Wesen sind, ist das Gespräch mit der Familie oder besten Freundin wichtig, um unterschiedliche Sichtweisen zu hören. Frauen untereinander urteilen allerdings sehr stark. Sie schließen gerne von

22 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

sich auf andere. „Wenn ich Kind und Karriere vereinbaren konnte, kannst Du das doch auch“, heißt es da. Das ist wenig hilfreich. Jede Frau ist anders, die Lebenssituationen sind unterschiedlich. Gegenseitige Unterstützung durch gutes Zuhören, Respekt und Akzeptanz wären ideal. Angela Maunz löst während des Coachings Verunsicherungen auf, erarbeitet mit der Kundin neue Perspektiven, hilft Neues zu wagen und bekräftigt Entscheidungen.

H

at Frau eine für sie stimmige Lösung gefunden, tut es gut, diese auch konsequent zu verfolgen. Ist sie beim Kind, sollte auch der Kopf beim Kind sein und nicht bei der Arbeit und umgekehrt. „Gerade die 50-Prozent-Kandidatinnen wissen irgendwann nicht mehr, wo sie eigentlich zu Hause sind“, weiß Maunz. Dabei ist es wichtig, den Anspruch an sich selbst auf einem angemessenen Level zu halten. Der Blick, sich immer wieder als Ganzes zu sehen, entlastet und hilft zu erkennen, wie viel geleistet wird. „Das, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, wächst.“ vermittelt Angela Maunz als Grundsatz ihren Kundinnen. „Richte ich meine Aufmerksamkeit auf das, was ich nicht geschafft habe, dann wird der Berg immer höher und

Sich eine Auszeit nehmen – das ist bei der Vielfachbelastung von Frauen zentral. Angela Maunz schätzt dafür die Gesellschaft ihrer Kaninchen.


nur eine Phase

bedrohlicher. Richte ich meine Aufmerksamkeit auf das, was ich gerade bewältige, wächst der positive Blickwinkel auf die eigene Wertigkeit. Und zu dieser Wertigkeit gehört es zu erkennen, was Frau mit ihren Kindern für Fähigkeiten erlernt. Geduld, Flexibilität und Kreativität sind nur einige Beispiele. Sie entwickelt sich konstant weiter. Diese Kenntnisse kann sie bei einem beruflichen Wiedereinstieg oder einer Aufstockung bestens nutzen.“

eit auf k m a s k r e Aufme n i e m h , wächst c i e g e i t t l h c ä i w R e „ gerade b h eigene c i e i s d a f w u , a s l da ickwinke l B e v i t i der pos eit.“ Wertigk

Wichtig ist neben all diesen Aspekten die Erkenntnis, dass die Doppelbelastung immer nur eine Phase im Leben ist. Laut Statistik werden deutsche Frauen durchschnittlich über 83 Jahre alt. Ungefähr 20 Jahre entfallen dabei auf die Familienphase. Wenn Angela Maunz diese Tatsache im Coaching präsentiert, spürt sie ein Aufatmen. „Diese Betrachtung gibt Abstand, lässt uns die Situation von außen sehen, entlastet. In ein paar Jahren kann

Frau wieder neu wählen und ihr Leben anders weiterleben.“

A

bschließend hat Angela Maunz noch einen essentiellen Tipp aus eigener Erfahrung mit dem Thema Doppelbelastung der Frau. „Egal, wie sich Frau entscheidet, soll sie aus den Momenten, die ihr in der Ausführung ihrer Entscheidung gut tun, eine echte Quality time machen.“ Text: Antje Freudenthal // Fotos: Andreas Wegelin

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BERUF & PRIVATLEBEN

Studentinnen

Karrierewege aufzeigen

„KarMen+“-Koordinatorin Sabine Braun (l.) mit den Mentoring-Programm-Teilnehmerinnen Anna Dyck (Mitte) und Daria Zeibig.

TEXT: ANJA ROBISCH Foto: ANDREAS WEGELIN

Frau. Führungsposition. Diese beiden „Fs“ trennt nicht nur ein Punkt. „KarMen+“ ist ein Mentoring-Programm für Studentinnen an der Hochschule Aalen. Dort haben junge Frauen die Gelegenheit, sich auf Führungspositionen vorzubereiten. Denn obwohl Frauen meist den besseren Abschluss oder die höhere Qualifikation haben, stagniert der Karriereverlauf der Frauen im Laufe ihres Berufslebens. Bei „KarMen+“ zeigt eine Mentorin oder ein Mentor neue Perspektiven und Karrierechancen für Frauen auf. „Das Mentoring-Programm bietet Studentinnen einen einmaligen Einblick in den Berufsalltag einer Führungskraft“, beschreibt Projektkoordinatorin Sabine Braun. Anna Dyck und Daria Zeibig sind zwei von 31 Mentees, die das Programm sehr zu schätzen wissen. „Ich kann mir inzwischen richtig gut vorstellen, eine Führungsposition zu haben“, sagt Anna Dyck. Die 27-Jährige studiert im 7. Semester Maschinenbau und hat bei Bosch in Crailsheim einen 24 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

Mentoren gefunden, mit dem sie sich alle zwei, drei Monate trifft und einen Arbeitstag verbringt. Richtig viel Input bekam sie auch, als sie auf einem Pferde gestützten Seminar Führungsstile kennenlernen konnte. Daria Zeibig, die im Moment im Institut für Materialforschung an der Hochschule Aalen promoviert, trifft sich mit ihrer Mentorin von Zeiss alle sechs bis acht Wochen zum Abendessen. Bei diesen intensiven Gesprächen klärt sie viele Fragen, was ihre Doktorarbeit betrifft oder Vorbereitungen für eine Tagung. Zwar ist die Mentorin fachfremd, doch trotzdem bringen sie ihre Impulse weiter. „Meine Mentorin strahlt trotz ihrer hohen Arbeitsbelastung eine große Ruhe aus. Davon profitiere ich jetzt schon“, schildert die 26-Jährige, die erst seit Oktober Mentee ist. Das Programm ist nicht nur für die Studentinnen bereichernd. Auch die Mentorinnen

und Mentoren schätzen den Austausch und die Gelegenheit zur Reflexion, die sich aus den Begegnungen ergeben. Mentorin werden Für das Mentoring-Programm „KarMen+“ ist die Hochschule Aalen immer auf der Suche nach neuen Mentorinnen und Mentoren. Gefragt sind Führungskräfte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Studentinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen weitergeben wollen. Die sich zehn Monate zur Verfügung stellen, um Einblicke in ihre Arbeit und ihre berufliche Biografie zu geben. Kontaktfrau an der Hochschule ist Sabine Braun, Telefon (07361) 576-2518, E-Mail mentoring@hs-aalen.de Der Name des Programms „KarMen“ wird von Karriere und Mentoring zusammengesetzt. Das + steht für das Wissenschaftsmentoring, das neu ist. „KarMen+“ wird vom Europäischen Sozial Fond gefördert.


Nicht nur im Alphabet ganz vorne! Stark in der Lehre. FĂźhrend in der Forschung. Regional fest verankert und international weit vernetzt. Theorie und Praxis in Ăźber 50 Studienangeboten aus den Bereichen Technik und Wirtschaft. hs-aalen.de


BERUF & PRIVATLEBEN

Der Einzelhandel im Blickpunkt Wenn alle studieren, wer wird uns dann in Zukunft im Einkaufsmarkt abkassieren? Das haben wir uns gefragt und mal geschaut, was denn im Einzelhandel für eine Stimmung herrscht. Und ob die Angestellten auch Freude an ihrem Beruf haben.

Als Sabina Maier ein kleines Mädchen

war, brachte der Weihnachtsmann jedes Jahr zum Fest etwas für den Kaufl aden. Meist eine nagelneue Kasse. Die hatte es der kleinen Sabina besonders angetan. Im zarten Alter von vier Jahren stand sie bereits bei ihrer Mutter an der großen Kasse. Die arbeitete als Kassiererin im Bauhaus. Früh stand ihr Berufswunsch fest: Verkauf. So wurde sie Einzelhandelskauffrau. Gelernt hat sie im Kaufring. Bevor er in die Insolvenz ging, traf sie eine Entscheidung. Sie bewarb sich bei REWE in Essingen. Anfänglich arbeitete sie 20 Stunden in der Woche, an der Kasse. Sie wollte reinschnuppern. Aus den 20 Stunden wurde ein Vollzeitjob, den sie nun auch schon wieder seit fünf Jahren mit viel Freude lebt. Unterdessen ist sie die Assistentin der Geschäftsführung. Sie liebt die Abwechslung, die ihr Beruf mit sich bringt und auch den Kundenkontakt. Jeder Tag ist anders. Sie bereut keinen.

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enn Heike Kratochvil ein Stück Fleisch über die Theke reicht, sieht sie schon den fertigen, duftenden Braten vor sich. Das Rezept liefert sie der Kundin auf Wunsch gleich mit. Rezeptideen austauschen, Tipps geben, Kunden beraten – das ist genau ihr Ding. Aus diesem Grund arbeitet Heike Kratochvil auch schon 35 Jahre als Fleischereifachverkäuferin. Den Umgang mit den Kunden schätzt sie sehr. Hier eine kurze Anekdote, da ein liebes Wort. Und gern hat sie ein offenes Ohr für die Menschen die im Essinger REWE einkaufen. Gerade die älteren Kunden wissen ein Gespräch zu schätzen und lassen sich aus diesem Grund auch gern von ihr bedienen. „In meinem nächsten Leben werde ich nicht wieder Fleischereifachverkäuferin, dann werde ich in einer Metzgerei arbeiten“, sagt sie und lacht. Auch ihr Sinn für Humor kommt bei den Kunden stets gut an.

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Seit Rosemarie Raupach in der Obst –und Gemüseabteilung arbeitet, blühte sie regelrecht auf. Man könnte meinen, die Frische

der Granatäpfel sei auf sie übergesprungen. „Ich habe so viel Freude an dem was ich tue“, sagt sie und drapiert die Bananen neu. In ihrer Jugend habe sie gar nicht gewusst wie viele Sorten Obst es gibt. Exotisches aus aller Welt bietet der REWE und auf Frische lege die Chefi n besonderen Wert und das sieht man sofort. Die gute Seele dieser Abteilung ist Rosemarie Raupach. Auf Urlaub würde sie am liebsten ganz verzichten, fühle sie sich zwischen den leuchtenden Mangos ja meist wie auf einer Südseeinsel. Ihre Ausbildung machte sie im Kaufl and und nach der Elternzeit arbeitete sie sechs Jahre lang ein paar Stunden im Rofu. Seit sieben Jahren gehört sie nun zum Verkaufsteam in Essingen. Auch ihre Kinder kommen zum Einkaufen. Die extra Portion Gesundes hält die Mutter und Verkäuferin dann schon immer für sie bereit.

TEXT: SUSANNE RÖTTER // FOTOS: ANDREAS WEGELIN

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ährend andere sich noch einmal umdrehen, um noch ein halbes Stündchen oder auch länger zu schlafen, steht Ida Kolb bereits im REWE Markt. Um sechs Uhr in der Früh kontrolliert sie bereits die MoPro. In diesem Fachkauderwelsch reden sie miteinander, die Menschen, die dem Einzelhandel eine Seele und ein Gesicht geben. MoPro heißt Milchprodukte. Für die hat Ida Kolb die Verantwortung. Und das seit über sieben Jahren. Ihre „Einzelhandelskauffrau“ machte sie beim Eisen Kaiser in Aalen. Dieses Geschäft gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. Doch die Liebe zu ihrem Beruf ist ungebrochen. Im REWE startete sie neu durch. Ihre Kunden kennt sie alle persönlich und auch ihre, unterdessen schon erwachsenen Kinder, gehören dazu. 25 Jahre Einzelhandel, bedeuten für Ida Kolb ein viertel Jahrhundert Freude an der Arbeit. Und diese Wahl würde sie immer wieder treffen.

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LIEBE & PARTNERSCHAFT

Kommunikation zwischen Frauen und Männern

Heike Hoch coacht Paare. Sie ist Mediatorin, wenn zwei sich streiten. „Wir sind so eine offene Gesellschaft und doch wird zu wenig gesprochen“, weiß sie. Beziehungen scheitern immer wieder an der Kommunikation. Es entstehen viele Missverständnisse. „Aus meiner Erfahrung weiß ich, wie schwierig es ist zu kommunizieren und den richtigen Ton zu treffen. Man könnte so viele Dinge im Keim ersticken, aber man scheut sich, sie anzusprechen. Es machen beide diese Fehler, Männer und Frauen.“ Der klassische Fehler bei Frauen ist die Emotionalität. Sie neigen zum Weinen. Sind Tränen im Spiel, wird das Gegenüber machtlos. Niemand kann argumentieren, wenn der andere heult. Also trauen sich Männer von solchen Frauen sich gar nichts mehr zu sagen. Es gibt wiederum auch emotionale Männer, die Frauen in 28 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

Grund und Boden schreien. Dagegen kann auch niemand etwas halten. „Mein Mann hilft nie im Haushalt mit.“ Das ist eine typische Frauenaussage. Traurigerweise auch noch 2016/17. Fragt man aber nach, ob man dem Mann das denn schon mal mitgeteilt habe, dann wird das verneint. Denn: „Das muss der doch sehen“. Tut er aber nicht. Denn meist sind die Ansprüche von Männern andere. „Es ist oft in Beziehungen so, dass einer eloquenter ist und sich besser ausdrücken kann“, schildert die Expertin. Egal ob Gefühle oder Argumente. Der andere tut sich damit schwer. Meist sind das die Männer, die sich schlechter präsentieren. Und die gehen dann jedem Gespräch aus dem Weg. Ihre Frauen sagen: Wenn ich ein bestimmtes Thema anspreche, steht er auf und geht.

„Es sollte Seminare geben: Wie spreche ich mit meinem Partner. Es gibt relativ einfache Techniken, mit denen man sich die richtige Geprächshaltung aneignen kann, damit man ein vernünftiges Gespräch führen kann. Es hat viel mit Respekt zu tun.“ Aus ihrer Erfahrung kennt Heike Hoch viele Paare, die sich nicht gegenseitig aussprechen lassen. Sie habe das in so vielen Mediationen erlebt, wie sich Frau und Mann gegenseitig übers Wort fahren. Dann setzt sie eine Klangschale ein, um den Strudel der Beschimpfungen („das kann ich nicht auf mir sitzen lassen“) zu unterbrechen. Das ist das Zeichen, jetzt ist Ruhe, bis die Klangschale ausgeklungen ist. Das kann ein, zwei Minuten dauern. Dann haben sich die Gemüter beruhigt. Dann kann es weiter gehen, in Ruhe und mit Respekt. Am Ende des Dialogs sollte ein Ergebnis festgehalten werden, eine Lösung und die Parteien sollten im Guten auseinander gehen. „Diese Art der Konfliktlösung lernen Schüler inzwischen auch an Schulen. Das ist wunderbar!“, findet Heike Hoch. „Es ist wichtig zu erfahren, dass ein Streit keine negativen Konsequenzen hat. Viele stecken da noch in alten Kindheitsmustern fest: „wenn ich was sage, werde ich bestraft“. Deshalb scheuen sich viele vor Konflikten und davor, ihrem Partner zu sagen, wenn etwas stört,“ beschreibt Heike Hoch. Text: Anja Robisch // Foto: Andreas Wegelin


Fünf Tipps für besseres Streiten: 1

Sachlichkeit: Keine persönlichen Vorwürfe machen oder Schuld zuweisen. Statt: „Du machst im Haushalt zu wenig, deshalb kann ich keinen Sport machen!“ Besser: „Könnten wir uns über eine bessere Aufteilung der Hausarbeit unterhalten?“

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Respektvoll:

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Den anderen aussprechen lassen, Zeit geben.

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Lösungsmöglichkeiten: Vorschläge machen wie es besser gehen könnte, Vorschläge des anderen auch anhören.

Wünsche/Bedürfnisse: Den anderen nach seinen Wünschen zu dem speziellen Streitthema befragen und dann eigene Wünsche äußern.

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Ergebnis festhalten: Aus den Lösungsvorschlägen gemeinsam die Lösung/en heraussuchen, die am besten umgesetzt werden können. In vier Wochen ein Kontrollgespräch führen: was hat sich geändert und ist es jetzt besser?

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MODE & BEAUTY

„SCHÖNHEIT IST DIE VOLLKOMMENE ÜBEREINSTIMMUNG DES SINNLICHEN MIT DEM GEISTIGEN.“ FRANZ GRILLPARZER

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MODEL FÜR EINEN TAG

Model würde man am liebsten nicht nur für einen Tag sein. Beim Heiraten verhält sich das schon anders. Braut ist man im besten Fall nur einmal im Leben. Die Frauen auf den nachfolgenden Seiten haben alle drei ihre Hochzeit noch vor sich. Und wir wünschen Ihnen das die Liebe auf ewig hält. Die Idee, in dieser Ausgabe Brautmode zu präsentieren, nahm schnell Form an. Der Hintergrund verrät auch in welcher einzigartigen Location wir geshootet haben: in der Manufaktur B26, in Schwäbisch Gmünd. Kostbare Stoffe, avantgardistische Mode und stilvolle Oldtimer korrespondieren auf wunderbare Weise miteinander. Wir wollen Euch an diesem ästhetischem Hochgenuss teilhaben lassen. Wessen Hochzeit bereits in der Vergangenheit liegt, bekommt beim Hochzeitsball die Gelegenheit sein Kleid noch einmal zu tragen. Wer für den Auftritt noch den letzten Schliff braucht oder eine Brautfrisur, bekommt als Teilnehmer, bei Vorlage der Eintrittskarte, im Salon Meral Emir 20 Prozent Rabatt. Ob offen oder hoch gesteckt, um die perfekte Hochzeitsfrisur stylen zu lassen, sind gepflegte Haare von Bedeutung. Und dafür sorgt das exzellente Multitalent Luxury Spa Oil. Ein Must Have für jede schöne Braut und jede Frau, die Wert auf schöne Haare legt. Die glänzendes, gesundes und auch gut duftendes Haar möchte. Der sinnliche Duft hüllt das Haar in einen aromatischen Schleier - den ganzen Tag. Schönheit und Wohlbefinden von Kopf bis Fuß. Diese Philosophie lebt Meral Emir und ihr Team im Salon LA BIOSTHETIQUE Hair & Beauty. Als Haar-, Haut- und Make-up-Spezialisten arbeiten sie mit dem hochwertigen Pflegeprogramm von LA BIOSTHETIQUE PARIS, das auf den Zusammenhängen von Kopf-, GesichtsMeral Emir und Körperhaut basiert und somit ein hochmodernes Westlicher Stadtgraben 22 Ganzheitskonzept darstellt. Alle Produkte werden auf 73430 Aalen // Tel: 0 73 61 - 37 66 99 ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit an deutschen Universitätshautkliniken getestet. info@salon-meralemir.de

www.salon-meralemir.de LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 31


Hardtsteige 30 73466 Lauchheim Tel.: 07363 42 07 Fax: 07363 9 20 01 04 www.bines.de bines@bines.de

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Laura Köngeter, wohnt in Aalen und studiert in Passau Kulturwirtschaft. Laura ist die Freundin von Bines Tochter Julia. Die Idee für Bines Brautstudio und in dieser einzigartigen Brautmode Model zu sein, begeisterte sie sofort. Der Rockabilly Style der 50er Jahre gefällt ihr ohnehin unheimlich gut. 1 ACCESSOIRES SPITZENBAND für das Handgelenk der Firma „POIRER“.

4 SEXY CORSAGE für das gewisse Etwas darunter von „DI LORENZO“.

7 PUMPS, aus Satin/ Fine Glitter und 11cm Absatz von „ELSA COLOURED SHOES“.

2 STIRNBAND im Vintage-Look der Firma „EMMERLING“.

5 BRAUTSTRAUSS, freundliche Leihgabe der Firma „BLUMEN HELLER“.

8 BRAUTTASCHE von „BIANCO EVENTO“ mit passenden Ornamenten zum Kleid.

3 STOLA ORIGINAL zum Kleid, für einen extravaganten Auftritt.

6 Absolut im Trend, BRAUTKLEID „ELISABETH PASSION“ im Rockabilly Style der 50er Jahre. Ganz besonderer eyecatcher, ist der weite Pünktchenrock.

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Moni Buchner ist eine groß gewachsene Volleyball-Sportlerin aus Schwäbisch Gmünd, mit den Kurven an der richtigen Stelle. Moni wird bald heiraten. Ihr Brautkleid hat sie bei Gaby Nagel gekauft. Bei der Anprobe wurde sie als Brautmoden-Model „entdeckt“. Sie trägt ein graziöses Brautkleid im Meerjungfrauen Stil, mit langen Ärmeln von Diane Legrand. Zarte Ranken umspielen die zart schimmernde Spitze und die Stickereien den Köper der Braut. Besonders an den Armen und im Rückenteil scheint die Spitze teilweise wie aufgemalt. Die trendigen Tattoo-ähnlichen Elemente wirken verführerisch elegant und sind ein absoluter Blickfang. Die Knopfleiste auf dem Rückenteil und die am Rockunterrand angebrachte Spitzenborde runden das Bild einer hochwertigen Brautrobe ab. Was Moni zu ihrer Hochzeit trägt, wird allerdings noch nicht verraten.

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Rathausplatz 3 73453 Abtsgmünd Tel.: 07366 52 82 www.brautmodenabtsgmuend.de

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MODE & BEAUTY Emine Yildirim Hochzeitsmode Buchenweg 12 91555 Feuchtwangen Tel.: 09852 803 89 95

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Die Designerin Emine Yildirim ist mit ihren innovativen Kunstwerken und ihrem originären Stil in der Brautmodenbranche von Izmir (Türkei) richtungsweisend geworden. Die als Marke registrierten „Emine Yildirim“ – Brautkleider sind deshalb auffällig, weil sie so anders sind als der Mainstream, eine ganz eigene bahnbrechende unverkennbare Linie in höchster Qualität, Zeitlosigkeit und Perfektion. Dieses Brautkleid wird von dem Model Angilina Deniz aus Feuchtwangen präsentiert. Highlight an dem Kleid ist die hochwertige französische Spitze. Die Designerin legt großen Wert auf hohe Qualität bei der Anfertigung. Deswegen sind nicht nur die Spitzenapplikationen von feinster Ausführung, sondern auch die Stickereien aus Perlen und Tüll. Das Zusammenspiel von auserwählten Stoffen und originellem Design, besonders gut zu sehen bei Schleppe, Schleife und den kleinen Steinchen, lässt das Prinzessinnenkleid einzigartig aussehen. Die integrierte Corsage und der Reifrock bieten ein außergewöhnlich hohen Tragekomfort. Somit sitzt das handgefertigte Brautkleid einfach perfekt.

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MODE & BEAUTY

Optik Kircher Der Anspruch an die technische Ausrüstung, das Know-how und Fachwissen steigt ständig. Wir begegnen dieser Herausforderung durch den Einsatz neuester Technologie und der ständigen Weiterbildung unserer Fachleute. Der Aspekt der gesundheitlichen Vorsorge gewinnt dabei immer mehr Raum.

Ulmer Straße 80 · 73431 Aalen · Tel.: 07361 - 34848 www.optik-kircher.de

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Die Grundlage für eine optimale Sehberatung ist die qualifizierte optisch-physiologische Vermessung und Beurteilung der Augen. Der Erfolg von Optik Kircher bei seinen Kunden beruht mit auf der konsequenten Umsetzung dieser Idee. Die Augen werden in ihrer komplexen Gesamtheit analysiert und bildlich dokumentiert. Als Spezialisten erkennen wir so frühzeitig Entwicklungen und Auffälligkeiten, die ärztlicher Kontrolle bedürfen. Nach dem Netzhautscanner gibt es jetzt ein weiteres Analysegerät bei Optik Kircher, das computergestützt die acht wichtigsten Messungen am Auge automatisch ausführt: zur Sehanalyse, als Vorsorge zu grauem und grünen Star, zur Beschaffenheit der Hornhaut und zur Messung der Blendungsempfindlichkeit der Augen. Der Messvorgang des Gerätes ist dabei verblüffend schnell. Riesige Datenmengen von beiden Augen werden in nur 90 Sekunden erhoben. Zentrales Element ist die Früherkennung von grauem und grünen Star. Auch der Unterschied von der Tages- zur Nachtsehleistung wird deutlich, komplexe physikalische Abbildungsfehler der Augen werden dargestellt und bei Bedarf die Blendempfindlichkeit geprüft. Fachwissen ist im Team von Optik Kircher reichlich vorhanden. Gleich fünf erfahrene Optiker, drei Meister, zwei Gesellen, unterstützt von zwei Jungoptikern kümmern sich um die Kunden. Die menschliche Sehkraft ändert sich im Lauf des Lebens schleichend und eine Fehlsichtigkeit fällt oft erst auf, wenn die persönliche Lebensqualität bereits deutlich beeinträchtigt ist. Regelmäßige Kontrollen sind also ratsam. Diese gehören zum kostenlosen Service von Optik Kircher. Zusätzlich erlebt der Brillen und Kontaktlinsenkunde eine neue Dimension der Augenprüfung. Nicht nur das Sehen mit dem Einzelauge, sondern die 3-D Sehwahrnehmung mit dem Augenpaar steht im Vordergrund. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen Lift. Der ermöglicht Kunden im Rollstuhl problemlos bis zur Augenprüfung zu fahren. Firmenparkplätze befinden sich direkt vor der Tür.

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WOHLBEFINDEN & GENUSS

Mitten im Winterblues

Wenn dem Körper Licht fehlt und uns der Schlaf und die Süßigkeiten übermannen Foto: fotolia/romanruzicka

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eronika Frisch (Name geändert) schreckt aus dem Schlaf hoch. Verdammt, schon 10 Uhr, flucht die Rentnerin. Sie fühlt sich total erschlagen. Mühsam steht sie auf und macht sich im Bad fertig für den Tag. Der Blick schweift aus dem Fenster. Über Aalen hängt eine graue Wolkensuppe, es schneit. Eigentlich müsste sie den Gehweg schippen. Aber sie hat keine Lust.

dige Form der Depression. Sie wird diagnostiziert, wenn die Symptome mindestens an drei aufeinander folgenden Jahren auftreten. Dazu gehören verlängerte Schlafdauer, Süßigkeitenhunger und Gewichtszunahme. Eine klinische Behandlung ist nicht notwendig, daher kennen wir sie hier nur als Begleiterscheinung. Doch der Hausarzt sollte immer für die Diagnose und Behandlung konsultiert werden,“ erläutert die Expertin.

Sie legt sich aufs Sofa und schaltet den Fernseher ein. Später beim Mittagessen will das Gulasch nicht so recht schmecken, sie begibt sich auf die Suche nach einer Schachtel ihrer Lieblingspralinen. Die passen jetzt viel besser, denkt sie sich. Dann meldet sich das schlechte Gewissen. Am Morgen klemmte die Hose beim Zumachen. Diese blöden kleinen Pölsterchen, dabei ist die Plätzchen-Saison noch nicht zuende. Sie ist frustriert, lässt sich traurig auf einen Stuhl fallen. Ihre Laune ist im Keller.

Genau das macht Veronika Frisch nach einigen Tagen. „Mein Hausarzt hat gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen, die Winterdepression sei nur an das Winterhalbjahr gebunden und stünde im Zusammenhang mit der Lichtdauer. Die schlechte Laune ginge von selbst wieder vorbei. Das liege am Serotoninmangel. Ich soll jetzt hauptsächlich Dinge tun, die mir Freude machen und meine Vitalität erhöhen.“

So wie Veronika Frisch geht es fünf Prozent der Deutschen in den Monaten Oktober bis März. 75 Prozent davon sind Frauen, egal welchen Alters. Sie leiden an einer Winterdepression. In Regionen wie Alaska oder Island ist der Bevölkerungsanteil doppelt so hoch aufgrund der langen Dunkelheit in den Wintermonaten. Oberärztin Monika Enderle von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapeutischen Medizin am Ostalb-Klinikum Aalen kennt das Phänomen. „Die Winterdepression ist eine eher schwache bis mittelgra-

Dazu gehören mindestens 30 Minuten täglich Bewegung an der frischen Luft in der Natur, Musizieren oder Singen mit Gleichgesinnten und gesunde Ernährung, bei der man sich zwischendurch aber auch mal etwas gönnen darf. Das Angebot ihrer Nachbarin wird Veronika Frisch annehmen und jeden Tag mitlaufen, wenn sie ihren süßen, kleinen Hund ausführt. Außerdem wollte sie sowieso in einem Chor mitsingen, jetzt hat sie einen guten Grund für den Einstieg. „Ich wusste gar nicht, dass Musik belebend wirkt, ist aber laut meinem Hausarzt in Untersuchungen nachgewiesen worden. Er hat mir auch noch zu einer Lichttherapie geraten, auch sie soll eine signifikante Wirkung

haben. Die passende Lux-Lampe könne er mir besorgen, ich soll sie auf keinen Fall irgendwo laienhaft kaufen. Es gibt wohl auch spezielle Brillen mit Lampen, die mit einem blauen Licht für therapeutischen Erfolg sorgen. Das ist mir aber ein bisschen zu neumodisch.“ Oberärztin Monika Enderle hält die Lichttherapie ebenfalls für empfehlenswert. „Allerdings ist es nur ein Gerücht, dass der Gang ins Sonnenstudio als Lichttherapie gewertet werden kann. Das beschert nur Hautprobleme und ist zudem eine passive Tätigkeit, die keinen Effekt hat. Wichtig ist die aktive Betätigung in dieser Phase. Wen es nach Sonne gelüstet, kann über einen Urlaub im Süden nachdenken, am besten in Kombination mit Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Es geht ja darum, den Antrieb wiederzufinden, die Stimmung aufzuhellen und dem Verlust von Interessen entgegenzuwirken. Das sind die drei Merkmale einer Depression,“ Beschreibt die Oberärztin. Nur im äußersten Fall würde sie zu selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern, also Antidepressiva greifen. Selbst die Einnahme von Johanniskraut sollte zuvor mit dem Hausarzt besprochen werden, denn es gebe zahlreiche Nebenwirkungen. „Es ist eben nur eine saisonale Depression, die nach der kühlen, dunklen Jahreszeit schnell wieder Geschichte ist,“ macht Monika Enderle Mut.

Text: Antje Freudenthal

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FASCHING SPEZIAL

n e h c a m k i Mus Daniela Krehlik gehört zu den Schrägtönern der ersten Stunde bei den Oschtalb Ruassgugga Eine Posaune zum Geburtstag. Mit diesem Geschenk ihres Mannes fing alles an. „Ich konnte keine Noten lesen, kann es heute noch nicht. Ich habe einfach hineingeblasen und versucht, dass es gut klingt.“ So beschreibt Daniela Krehlik ihren Einstieg in die Guggenmusik bei den Oschtalb Ruassgugga. Sie gehört zu den ersten Mitgliedern der renommierten Schrägtöner. Sie schätzt den guten Zusammenhalt und die vielen Möglichkeiten des Vereins. „1981 bis 1989 war ich erstmals dabei, nachdem ich meinen Mann kennengelernt hatte, der schon bei den Guggen spielte. Mit den Kindern kam eine kurze Pause“, erzählt die 53-jährige Vertriebsassistentin eines Autohauses. Ortsbedingt wechselte sie den Verein und infizierte ihren Sohn mit dem Guggenmusik-Virus. Guggenmusik ist Leidenschaft. Die beiden kehren zu den Oschtalb Ruassgugga zurück. Das war vor zehn Jahren. Ihr

Mann hat mit dem ersten Break aufgehört. Daniela Krehlik schätzt die Vorzüge der Guggenmusik und beschreibt ihre Leidenschaft so: „Man möchte Musik machen, hat aber kein Instrument gelernt. Man will sich musikalisch ausleben, die Musikstücke sollen aber gut klingen – der Anspruch des Publikums ist hoch. Man ist unter Gleichgesinnten und hat eine Menge Spaß.“ Sie genießt es auch, mit ihrem erwachsenen Sohn auf Veranstaltungen zu gehen und gemeinsam zu feiern. „Aber meine Fasnacht konzentriert sich auf die Guggenmusik und auf die damit verbundene Gemeinschaft. An einem seltenen freien Wochenende bleibe ich lieber zu Hause“, beschreibt sie. Den Abschluss der fünften Jahreszeit verbringt sie in Basel, weil die Fasnacht dort so schön ist. „Zur Erholung fliege ich in die Wärme zum Tauchen oder genieße die Ruhe auf einem Hausboot in Frankreich,“ sagt sie. Die 53-Jährige verbringt hinter den Kulissen noch mehr Zeit mit ihrem schrägtönigen Hobby. Sie näht ihr Häs selbst, das alle zwei Jahre

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wechselt. „Früher habe ich das für meinen Mann mit gemacht, jetzt für meinen Sohn. Vom ersten Plätzli, Clown oder Bergmann bis zur Schweizer Garde und zuletzt Einstein hatten wir schon viele Häs, da stecken unzählige Abendstunden Näharbeit in den Sommermonaten dahinter. Unser Trommler hat sein Häs auch selbst genäht, mit Tipps seiner Schwiegermutter. Das zeigt, dass bei uns jeder alles macht“, schildert sie. Auch was die Auswahl der Instrumente betrifft. Es gibt kein typisches Frauenoder Männerinstrument. Alle spielen alles. „Jeder darf in der Gruppe sein, wie er ist. Gerade als Frau finde ich das sehr wichtig. Es ist egal, wie man aussieht, wie alt man ist oder was man macht. Man wird einfach akzeptiert. Wir sind teilweise ganze Wochenenden unterwegs und verbringen viel Zeit miteinander. Das funktioniert nur mit einer guten Kameradschaft. Ich fühle mich sehr wohl bei den Guggen,“ freut sie sich über den guten Zusammenhalt.


n e t o N e n oh Wenn das zukünftige Kinderzimmer zum „Guggenzimmer“ wird „Fasnacht ist für mich Oschtalb Ruassgugga. Ich freue mich schon richtig auf die bevorstehende Saison, fiebere dem neuen Häs und den Auftritten entgegen.“ Caro Gerbers Augen strahlen, wenn sie von der Guggenmusik erzählt. Die 30-jährige Kauffrau ist gelernte Saxophonistin, spielte professionell im Orchester. „Dann wollte ich eine verrückte Saison bei der Guggenmusik mitmachen. Ein Orchesterkollege nahm mich mit. Ich hab mich so wohl gefühlt, dass ich jetzt schon acht Jahre dabei bin. Guggenmusik macht richtig Spaß und es haben sich inzwischen zahlreiche Freundschaften entwickelt. Von der klassischen Musik kommend habe ich mich einer ganz anderen Musikrichtung zugewandt, die Freude macht, wo die Leute mitgehen und die zum Feiern einlädt. Seit einem Jahr spiele ich das Guggenhörnchen, ein Tenor-

horn, bin sozusagen Anfängerin. Meine Vorkenntnisse waren zwar hilfreich, aber nicht zwingend, denn die Musikstücke werden ohne Noten einstudiert. Es kann also jeder mitmachen, mit und ohne Erfahrung, Alt und Jung, Mann und Frau. Wir sind eine bunt gemischte Truppe aus dem ganzen Ostalbkreis. Darüber bin ich sehr froh.“Caro Gerber verbindet die Familientradition mit der fünften Jahreszeit. Ihr Patenonkel war Faschingspräsident, ihr Papa saß im Elferrat. „Unser Programm zwischen 6. Januar und Aschermittwoch ist allerdings so vollgepackt, dass ich an einem freien Wochenende lieber zu Hause bleiben würde, als auch noch auf den Fasching zu gehen.“ lächelt sie. „Nach den Reichsstädter Tagen beginnen die wöchentlichen Proben und ich genieße die komprimierte Zeit unter Freunden. Dann müssen meine anderen Hobbies, Gesangsunterricht und Spinning, zurückstecken. Das zukünftige Kinderzimmer wird zum Guggenzimmer, wo alles liegt und wir uns richten. Wenn wir dann im Bus sitzen, steigt die Vorfreu-

de, aber auch die Anspannung. Denn ich habe an mich den persönlichen Anspruch, qualitativ gute Musik zu präsentieren und einen super Auftritt hinzulegen.“ Als Frau fühlt sich Caro Gerber gut in den Oschtalb Ruassgugga aufgehoben. „Mein Mann ist zwar der Vorsitzende, aber ich habe keine Funktion im Verein, bin nur Mitspielerin. Bei uns sind alle gleichberechtigt. Die Jungs haben vielleicht mehr Power für die Blasinstrumente, dafür spielen wir Frauen schöner.“ lacht sie. „Fasnacht entspricht auch nicht dem Klischee vom Fortgehen, Saufen und dummer Anmache. Man kann ohne Alkohol Spaß haben. Bisher hatte ich keine Probleme als Frau. Selbst wenn, könnte ich mich jederzeit auf die Jungs der Gruppe verlassen, denn die passen auf ihre Mädels auf.“

FOTOS: ANDREAS WEGELIN TEXT: ANTJE FREUDENTAHL LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 43


FASCHING SPEZIAL

WENN HEXEN BESÄNFTIGT WERDEN, STECKT WANNER DAHINTER.

Auf über 650 Quadratmetern präs enti ert das Familienunternehmen Wanner alles was Kinderaugen zum Leuchten bringt und Modellbauherzen höher schlagen lässt.

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Outdoor Artikel, Spielzeug, Markenartikel, Literatur und unendlich viel mehr - Chef Matthias Wanner weiß was gefragt ist. In der Technikabteilung finden die Besucher eine große Auswahl an Fahrzeugen und Hubschraubern, Modellbausätzen sowie Modelleisenbahnen und Zubehör.

S

pielen kennt bekanntlich keine Altersgrenzen und macht auch vor Ortsgrenzen nicht halt. Der Name „Spielzeug Wanner“ steht für Beratung, Qualität, Liebe zu den Produkten und Verlässlichkeit für alle Kunden. Und die kommen von überall her. 25.000 Artikel – für Neugeborene bis in das Seniorenalter, bietet Wanner in Aalen für alle Spielbegeisterten. Vor 100 Jahren sah das noch ganz anders aus. 1917 lag das Familienunternehmen noch am Spritzenhausplatz. Haushaltswaren wurden verkauft. „Spielzeug gab es damals nur sehr wenig“, erinnert Matthias Wanner. Er führt das Geschäft bereits in der dritten Generation. Die Kunden seien damals nicht anspruchsvoll gewesen. Es wurde gekauft, was eben da war. Und das sei überschaubar

gewesen. Erst langsam entwickelte sich die Spielzeugbranche und mit ihr auch die Wünsche der Kunden. Nicht jede Spielzeugneuheit fand sofort Anklang. „Der Verkaufsleiter der Firma Mattel erinnerte sich noch gut, an die Markteinführung der Barbie“, erzählt Wanner. Anfang der 60er Jahre sei das gewesen. Die Diskussion endlos. Denn Großvater Albert Wanner dachte gar nicht daran und weigerte sich diese Puppe mit in sein Angebot aufzunehmen. „So sieht keine Frau aus.“ Mit diesem Satz wiegelte er den damals jungen Verkäufer ab. Doch die Barbie führte Mattel bald an die Spitze der Spielzeugbranche und begeistert Generationen von Mädchen. Dann auch im Spielzeug Wanner. „Doch heu-

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FASCHING SPEZIAL te sind die Diskussionen ähnlich“, meint Wanner. Auch er stehe so mancher Neuheit skeptisch gegenüber, freue sich dann aber, wenn es sich doch zum Hype entwickle. Die Vorlieben der Kleinen und Größeren haben sich durchaus verändert. Unverändert ist die Liebe zu Brettspielen. Spiele sind überhaupt ein Ganzjahresthema im Wanner. Auf Beratung wird großen Wert gelegt. Denn nur im Gespräch kann man die Vorlieben und so auch das richtige Spiel für jeden Spieler finden. Eine Vision blieb auch nach 100 Jahren: eine Spieleecke, in der Spiele getestet werden können. Großen Anklang findet eine Idee der Familie Wanner: die GEBURTSTAGSKISTEN. Die werden von Eltern und Kind mit Wünschen gefüllt. Die Gäste der Party dürfen sich dann dort für ein Geschenk entscheiden. Fehloder Doppelkäufe werden so vermieden. Und ist der Kofferraum der Kunden zu klein, dann werden große Teile selbstverständlich nach Hause geliefert. Das Spiel-

Bei uns sind Sie gut beraten!

Spiel- und Freizeit

Reichsstädter Str. 11 • 73430 Aalen Telefon (0 73 61) 6 14 19

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zeuggeschäft steht anderen Lieferanten in nichts nach. Junge Familien „abzuholen“ versteht Wanner als wichtigen Auftrag der Branche. Im Modelbau sei vieles High End und bei diesen Preisen kämen die Kinder dann kaum noch zum Zug. Buchstäblich. Denn die Eisenbahnen zum Beispiel, sind hochempfindlich, nicht zum Spielen für die Kleinen geeignet. Die will man aber wieder zum Erlebnis Eisenbahn führen. Und so bietet Wanner auch den ICE von Märklin für Vorschulkinder. Für Matthias Wanner ist es wichtig, dass der Zug zwar von Kinderhänden bedient wird, aber bereits auf Schienen läuft, die auch für eine spätere Märklin-Modelleisenbahn benutzt werden können. Der eigens für Kinder ab 3 Jahren entwickelte ICE-Zug besteht aus robusten Bauteilen, aus Kunststoff und sorgt für jede Menge spontanen und unbeschwerten Fahrspaß. TEXT: SUSANNE RÖTTER FOTO: ANDREAS WEGELIN


RÄTSEL schweiz. Stadt Koseam Main wort für Vater

oriental. Teppichwappenmotiv

Ostspanier (Mz.)

Bildungsveranstaltung

Sahne

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Angeh. eines german. Stamms

mehrere Menschen

8

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riesig, enorm

Fels, Schiefer

männlicher franz. Artikel

en vogue

lautlos lachen

6

Wissen und Erfahrung

herrschaftlich berufliche Tätigkeit

Morgenland

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Soße zum Eintunken

leicht färben

auf Vorrat halten

besonderes Erlebnis

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Geländevertiefung

libysche Währung

südArm des amerika- englisch: Rheinnische Huhn deltas Holzart

14

Abk.: Firma

Verbrecher, Delinquent

L

16

spitzer Pflanzenteil

griech. Vorsilbe: gut, wohl

Leiterin eines Klosters feierliches Gedicht

Rätsel

unlängst erstelltes Gebäude

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linksrhein. Mittelgebirge

kleine Segelboote Material der Getränkedosen

Beingelenk deutsche SchreibVorsilbe utensil

Südfrucht

anständig, ernsthaft

11

innerhalb

Feuerlandindianer

einzigartig italienische Hafenstadt

Gewürzpflanze

Insel der griech. Zauberin Circe

Vorname Strawinskys

Greifvogel

Stadt im Norden Brabants (Niederl.)

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Vorname von USFilmstar Costner

Frauenname

4 kleine Schallplatte

eine Marderart

Zwerg der Edda

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südamerikanischer Kuckuck

Tonerde

arabischer Sackmantel

italienisch: Mutter

Gärungsgetränk

Karibikstaat (span.)

skandinavische Hauptstadt

dt. Journalist, Autor, † 2014 nicht selten

12 Rufname der Chanel

Kurort im Spessart (Bad ...)

Segeltau

Stromspeicher (Kw.)

Postwertzeichen

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Initialen des Malers Matisse

nützliches Insekt

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Luftverseuchung Buch der Bibel

Kfz-Z. Aalen

Ziffernkennung (engl.)

7 norwegische Münze

DEIKEPRESS-1623-1216-2

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FASCHING SPEZIAL

n e n n i d l e h r e Sup ingsparty h c s a F r e d was mit s a d d r i w o S

A

rty für n Karneval eine Pa stalten, Freunde zu veran enn es macht richtig Spaß. W eine spontane sich nicht gerade um es einiger PlaIdee handelt, bedarf mente dürfen nung im Voraus. Vier Ele ne das perfekte dabei nicht fehlen. Oh Dekoration, die Motto, die närrische kleinen, kulifetzige Musik und die kommt keine narischen Leckerbissen Stimmung auf.

. Luftschlangen ist der Karneval eben genauso dazu, und Konfetti gehören ftballons oder wie Girlanden und Lu Lampions und Masken. Kunterbunte für noch mehr Lichterketten sorgen Stimmung.

e Party erst so Gute Musik bringt jed e spannende richtig in Schwung. Ein n Hits und KarMischung aus aktuelle zum Tanzen nevalsklassikern regen die Stimmung und Mitsingen an. Ist s hepunkt, kann man da n Gästen auf dem Hö de es t n. ch lte ma ha n rty pa ufe tto Eine Mo n mit Karaoke am La was die Verklei- Treibe einfließen, wie schon mal einfacher, Oder man lässt Spiele ter un ht ste rty Pa ftballon wird dung angeht. Die n Luftballontanz. Ein Lu de un ch au a, em Kopf einem besonderen Th Partner zwischen Po, finden so mit einem er t ch su mm Be kle e ge en ss ile rperte entschlo m. oder andere Kö stü Ko s da für n. on ze ati tan pir ihre erste Ins s Paar muss zur Musik weitere Vortei- und da n nicht herunDas Motto bietet noch Dabei darf der Luftballo für es n ma nn ka le. Während der Feier platzen. ispiels- terfallen oder Be n. de en rw ve r ite Spiele we e Raterunden r Alkohol etwas geweise kann man lustig ll- Letztlich muss de ste rge da die n ne de Snacks und veranstalten, in bunden werden. Kleine er Od n. rde we n vorzubereiten Kostüme errate häppchen sind gut rty Pa nina ne ge ge servieren und schnell die Kostümierten treten oder ten, einfach zu n lde rhe pe Su als sie sen. Süßes ist der an, wenn aus der Hand zu es d. sin et eid gehören auf jeFilmfiguren verkl willkommen, Berliner richte t. Simple, deftige Ge sdekorati- des Buffe ing sch Fa oder die rne rf Ca da n , Chili co Natürlich passt sind Currywurst e eis rw ale sich Ide . tet len bie gerfood on nicht feh r- Gulaschsuppe. Fin Ge . tto Mo n ne be ka ge Mini-Fri delsie zum vorge ebenfalls an, das wären orm Ha in. se hr Baguettene darf es etwas me belegte Brötchen oder , len ch au it sze hre Ja . nie ist in der fünften d gefüllte Teigtaschen d bunt scheiben un un ll hri Sc . nd ide he nicht entsc Text: Antje Freudenthal

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s e t n u b r e t n u &K Hier noch eine kl eine Checkliste, was es alles zu beachten gilt, damit die Feier nicht in Stress ausartet. 2 Wochen vorher

1 Wochen vorher

2-3 Tage vorher

Termin festlegen Motto ausdenken Gästeliste machen Einladungen gestalten Einladungen verschicke n mit Bitte um Rückmeldung bis eine Woche vorher Tische und Stühle org anisieren Dekoration festlegen Rezepte für Snacks fes tlegen (sollten gut vorbereitet werden kö nnen) Einkaufsliste erstellen Kostüm auswählen Nachbarn informieren Übernachtungsmöglich keiten schaffen für weit Angereiste oder An getrunkene Dekoration einkaufen Getränke einkaufen Fleisch, Fisch, Brot, Br ötche

n vorbestellen

1 Tag vorher

Fleisch, Fisch, Gemüse einkaufen Rezepte vorbereiten Musik zusammenstelle n

8 Stunden vorher

Brot, Brötchen, frische

Zutaten einkaufen

4 Stunden vorher

Tische und Stühle aufst ellen Dekorieren Getränke kühlstellen

2-3 Stunden vorher

Salate vorbereiten Essen vorbereiten

1 Stunde vorher

Duschen und kostümi

30 Minuten vorher

Buffet aufbauen

eren

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FASCHING SPEZIAL

DIE HEISSE PHASE IN AALEN EINLÄUTEN Straßenfasnacht auf Schwäbisch TEXT: SUSANNE RÖTTER // FOTOS: OLIVER GIERS

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ie heiße Phase im Karneval beginnt am Donnerstag mit der Weiberfastnacht, ehe er am Rosenmontag und Faschingsdienstag seinen Höhepunkt erreicht. Der erste Tag der eigentlichen Karnevalszeit gehört den Frauen. Sie verkleiden sich vielerorts und ziehen tanzend und feiernd durch die Straßen. In Aalen startet die Aalener Fasnachtszunft am frühen Nachmittag mit der lautstarken Unterstützung der Oschtalb Ruassgugga Aalen und dem Fanfarenzug der Bärenfanger Unterkochen. Am Regenbaum auf dem Spritzenhausplatz starten sie ihren Ansturm auf das Aalener Rathaus. Für den Fall verstärkter Gegenwehr durch die Stadtverwaltung erhält der Zug noch Verstärkung durch die Kanonen aus Unterkochen. Nach dem Rathaussturm geht es dann nahtlos in der Helferstraße mit einem Platzkonzert der Oschtalb Ruassgugga weiter. Nun schon im dritten Jahr veranstalten die Oschtalb Ruassgugga gemeinsam mit den Gastronomen aus der Helferstraße eine fetzige Straßenfasnacht. „Uns liegt es schon seit Jahren am Herzen wieder ein bisschen mehr Fasnachtskultur auf die Straßen der Innenstadt zu holen“, sagt Pirmin Heusel, Musikalischer Leiter des Vereins Oschtalb Ruassgugga Aalen. Inspiriert von der Basler Fasnacht bei der sich drei Tage alles auf der Straße und den Beizen abspielt und der Weiberfasnacht zum Karneval in Köln, entstand die Idee einer Straßenfasnacht in Aalen. Vor dem Hobel stehen auch im Zentrum der Straßenfasnacht die Bühne, beheizte Zelte und verschiedene Bars. Auf der Bühne treten einige namenhafte Guggenmusiken und Garden auf. In den umliegenden Cafés und Bars zwischen Stadtkirche und Helferstraße trifft man die Guggenmusiker bei ihren Kneipenbummel. Nach 22 Uhr geht die Party in den Kneipen weiter.

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Kaum ist Weihnachten vorüber, beginnt die fünfte Jahreszeit – Grund genug, den Ernst des Lebens gegen etwas Schalk einzutauschen und auch in der Bäckerei Walter dem närrischen Treiben zu frönen. Die Narrenzeit ist närrisch nach Genuss. Wenn Fasching und Karneval auf ihren Höhepunkt zusteuern, gehört Fettgebäck zur kulinarischen Tradition. „Die fünfte Jahreszeit gehört auf der Ostalb einfach dazu, und genauso ist auch unser Gebäck nicht aus der Narrenzeit wegzudenken“, so Inhaber Matthias Klöpfer. Es darf zugeschaut werden. Beim Frontbaking entfaltet sich die Handwerkskunst der Bäckerei Walter vor dem Auge des Kunden. Somit widerlegt das Team um Matthias Klöpfer wirkungsvoll das Klischee „Bäcker backen nicht mehr selbst“. Doch auch außerhalb der närrischen Jahreszeit sind frittierte Gebäckstücke, allen voran der Berliner, ein beliebter Genuss.


FASCHING SPEZIAL

VON DAMEN ANGEFÜHRT Die neugegründete Narrengruppe Sauerbach Pfitza zählt 40 Mitglieder FOTOS: BENEDIKT WALTHER

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„WIR SIND STOLZ AUF DAS ERREICHTE.“ Die vergangenen zwei Jahre waren für Dagmar Nachtigall und Silke Winkler turbulent und anstrengend. Die zwei Frauen haben in knapp zwei Jahren die Maskengruppe „Sauerbach Pfitza“ gegründet, die Maske gestaltet und in Auftrag gegeben. Die Kostüme haben die Beiden selber genäht. „Jetzt können wir erst einmal durchatmen“, meinen sie und freuen sich über die Anerkennung. Die neugegründete Narrengruppe war ursprünglich das Fußvolk der Sauerbachnarra. Sie zählt bereits 40 Mitglieder. „Es war schon länger angedacht. Schließlich haben wir Markus Thor, Maskenschnitzer aus Killingen, mit der Umsetzung der Holzmaske beauftragt. Mit einem Tonmodel haben wir uns das Okay der Gruppe geholt“, so Dagmar Nachtigall. Die Masken sind mal freundlich, mal wüst, haben aber keinen historischen Hintergrund. „Wir sind Wassergeister aus dem Sauerbach, die zur Faschingszeit ihr Unwesen treiben“, so Silke Winkler. Mit zwei weiteren Personen bilden die beiden Vorstandsdamen auch das Kreativteam. Ohne die anderen fleißigen Hände aus der Gruppe wäre es nicht möglich gewesen, das Häs zu nähen. „Alle ab 14 Jahren tragen Masken, das macht 26 komplette Ausstattungen. Unser jüngstes Mitglied ist gerade ein paar Wochen alt, das älteste ist über 50.“ Dagmar Nachtigall ist Projektmanagerin, Silke Winkler gelernte Fleischereifachverkäuferin, sie sind 40 Jahre alt und verbringen viel Zeit mit ihrem Hobby. Rückhalt bieten die Familien beider. Bei Silke Winkler sind alle Familienmitglieder Teil der „Sauerbach Pfitza“. Dagmar Nachtigall freut sich darauf, diese Saison erstmals mit ihrer kleinen Tochter auf den Kinderfasching zu gehen: „In erster Linie nehmen wir mit der Gruppe an Umzügen teil. Ansonsten gehen wir aber auch gerne zum Fasching. Der Gumpendonnerstag in Hofherrnweiler ist weit über Aalens Grenzen hinaus bekannt. Zudem bekommen wir Einladungen zu Veranstaltungen anderer Gruppen, da besucht man sich natürlich gegenseitig.“ Für die Sauerbach Pfitza wünschen sie sich ein langsames Wachstum. „Das Hobby soll mit Beruf, Familie und Freunden vereinbar bleiben. Da sind wir uns als Vorstand einig." Was die Arbeit im Verein anbelangt, sind die beiden Damen auf einer Wellenlänge. „Wir sind stolz auf das Erreichte“, sagt Nachtigall. Für die Zukunft wünschen sich die beiden Vorstandsdamen, dass weiterhin so ein guter Zusammenhalt herrscht.

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6. Ostalbu mzug Ellwangen SONNTAG, 15. JANUAR 2017 13:11 UHR

Narreneck Narreneck Wo sonst noch was los ist … Freitag, 06.01., 14 Uhr Vorplatz Rathaus Aalen, Maskenabstauben Oschtalb Ruassgugga Samstag, 07.01., 11.30 Uhr Häspräsentation der Oschtalb Ruassgugga, im Stadtbiergarten, Aalen Freitag, 13.01., 19 Uhr Nachtumzug in Waldhausen Freitag, 20.01., 19.30 Uhr Brauchtumsabend Haugga-Narra in Essingen Samstag, 21.01., 18 Uhr Narrenmesse St. Thomas in Unterrombach SBN Sonntag, 22.01., 12 Uhr Ostalb-Gardetreffen in Dischingen Freitag, 27.01., 19.30 Uhr Faschings-Jubiläumsparty 44 Jahre Sauerbachnarren Sonntag, 29.01., 13.30 Uhr Umzug in Oberkochen Sonntag, 12.02., 13.30 Uhr Umzug in Unterkochen

10:30 Uhr Ökumenischer Wortgottesdienst in der Basilika mit den Jagsttal-Gullys Rindelbach

13:11 Uhr Start des Ostalbumzugs zum Marktplatz

18:00 Uhr Ende des „Narrenmarkts“ auf dem Marktplatz 54 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.

Samstag, 18.02. und am 25.02., jeweils ab 14 Uhr Kinderfasching SBN Sonntag, 19.02., 13.30 Uhr Umzug in Weiler in den Bergen Samstag, 18.02. & Sonntag 19.02. 34. Internationales Guggenmusiktreffen Fasnacht | Schwäbisch Gmünd Sonntag, 26.02., 13.30 Uhr Großer Faschingsumzug Fasnacht | Neuler


KOSTÜMVERRÜCKTE UND GRUPPEN-KARNEVALISTEN WELCHER FASCHINGSTYP SIND SIE? Kaum sind die Temperaturen gefallen und die kurzen Kleider im Schrank verstaut, klopft die fünfte Jahreszeit an die Tür. Doch wenn es um Fasching und das Verkleiden geht, zeigt nicht jeder die gleiche Begeisterung. Erste Kostümverrückte testen ihre Wirkung zu Halloween, der Tag wird auch in Deutschland immer beliebter. Spätestens nach dem Jahreswechsel stehen dann die ersten Sitzungen und Bälle an. Hier zeigen sich bei genauerem Hinsehen vier Faschingstypen.

1

ANTI-KARNEVALIST Fasching ist für diesen Typ ein Reizthema. Er will davon nichts hören und nichts sehen, stöhnt laut auf, wenn Familie und Freunde ihn damit belästigen. Verkleiden ist dementsprechend Kinderkram und reine Geldverschwendung. Umzüge werden höchstens nach mehrfachen Überredungsversuchen besucht. Schließlich tröstet der Anti-Karnevalist sich mit den kostenlosen Bonbons über die anstrengenden Tage hinweg.

2

GELEGENHEITS-KARNEVALIST Mit Familie oder Freunden auf eine Faschingsparty oder einen Umzug zu gehen, ist ja ganz lustig. Doch Verkleiden gehört zum nervigen Teil der fünften Jahreszeit. Daher hat dieser Typ seit Jahren das gleiche Kostüm im Schrank, beispielsweise das alte Betttuch für den Geist oder eine Perücke aus der Jugendzeit. Alles andere ist unnötiger Schnickschnack.

3

GRUPPEN-KARNEVALIST Dieser Typ fühlt sich in der Gruppe wohl. Partys, Sitzungen und Umzüge gehören zum gemeinsamen Programm während der tollen Tage. Verkleiden ist spaßig. Die Kostüme aller Gruppenmitglieder sind aufeinander abgestimmt. Das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Beliebt sind diverse Dschungeltiere, eine Gruppe Cheerleader oder entflohene Gefängnisinsassen.

4

MEISTER-KARNEVALIST Verkleiden ist für diesen Typ das Größte. Nach dem Fasching ist vor dem Fasching, die Planung für das nächste Kostüm beginnt bereits mit dem Abstreifen der letzten Kreation. Gegenüber Familie und Freunden wird kein Wort verloren. Am Ende ist die Verkleidung so perfekt, dass man zwei Mal hinschauen muss, um den Meister zu erkennen. Innerhalb der Verkleidungswilligen existieren nochmal sieben Untergruppen. Dazu gehören Filmhelden wie Star Wars und Spiderman, Klassiker wie Indianer und Prinzessin, Freizügiges wie Domina und Hexe, Gruseliges wie Vampire und Geister, Tierisches wie Bär und Känguru, Historisches wie Wikinger und Mittelalter sowie Uniformen wie Geistliche oder Krankenschwester.

Text: Antje Freudentahl

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FASCHING SPEZIAL

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ULRIKE STEINER IST EINE VIRNGRUNDKRÄHE Sie ist ein Faschingsgeschöpf. Durch und durch. Ulrike Steiner ist seit vielen Jahren bei der fünften Jahreszeit mit am Start. Erst als Gardemädchen, dann als Gardemädchen-Trainerin und als Virngrundkrähe. In dieser Faschingssaison wird sie ein bisschen kürzer treten. Denn just einen Tag nach dem 11.11. ist ihr Sohn Anthony geboren. Das Faschingskostüm für den kleinen Mann ist schon in der Mache. FOTOS: ANDREAS WEGELIN // TEXT: ANJA ROBISCH

Ihr beruflich bedingter Umzug in den Schwarzwald lässt sie den Kontakt weiter halten, aber inzwischen ist sie nur noch bei den Virngrundkrähen engagiert. Vor drei Jahren hat Ulli Steiner ihre Stelle als Kämmerin in Bopfingen angetreten. Nach dem Abitur begann sie ihre berufliche Laufbahn im Rathaus von Rosenberg. Nach ihrem Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin war sie stellvertretende Kämmerin der Stadt Bad Liebenzell und Kämmerin der Gemeinde Gäufelden. Nicht nur der Bopfinger Haushalt gehörte zu den Aufgabengebieten der Beamtin, sie war auch Ipf-Mess-Managerin. Jetzt ist sie erst mal in Elternzeit. Und auch der Fasching spielt in dieser Saison eine kleinere Rolle. Zum Heimspiel der Virngrundkrähen beim FCV-Ellwangen-Umzug am Faschingsdienstag, 28. Februar, und beim großen Ostalb-Umzug in Ellwangen am Sonntag, 15. Januar, will sie mit von der Partie sein. Ulli Steiner schätzt die „tolle, zusammengewürfelte Gruppe mit unterschiedlichsten Charakteren“ bei den Virngrundkrähen. „Wo wir sind, da ist was los“, sagt sie. Sie haben kleine Choreografien, verteilen Bonbons und sorgen für Stimmung. Vor allem Kinder wollen die Maske mit dem langen, gelben Schnabel und dem Federboagefieder anfassen.

Im Sportverein Rosenberg fing das mit der Fasnachterei an. Da wurde Ulrike Steiner, von allen Ulli genannt, ein Gardemädchen. Bei der Rosengarde. Zusammen mit ihren Freundinnen schwang sie das Tanzbein. „Ich war noch in einer anderen Showtanzgruppe, die ich auch trainiert habe. Mit einer Freundin zusammen“, erzählt die 30-Jährige. Ihre Mama war und ist eine Virngrundkrähe beim FCV Ellwangen. Als Teenie zieht es sie auch zum FCV. Jahrelang ist sie bei der Garde und bei der Maskengruppe und genießt den Fasching in vollen Zügen. Zwischen acht und zehn Umzüge, die beiden Prunksitzungen in Ellwangen. Vor allem die Heimspiele schätzt sie. Den Umzug in Ellwangen, auch den in Bühlerzell.

Ulli Steiners Mann Thomas, mit dem sie in Adelmannsfelden lebt, ist kein Faschingsfanatiker. Und trotzdem: „Er ist der wichtigste Mann,“ beschreibt Ulli Steiner, begleitet von ihrem herzlichen Lachen. „Er ist mein Fahrer.“ Sie ist gespannt, wie sich Anthony faschingstechnisch entwickelt. „Bei uns haben viele ihre kleinen Kinder mit Häs dabei“, erzählt sie. Das Häs für Anthony wird schon vorbereitet, damit er in dieser Faschingssaison dabei sein kann. Wer einen Tag nach dem 11.11. geboren ist und dessen Mutter einen Tag vor der Geburt noch auf der Faschingseröffnung verbracht hat, dem ist die fünfte Jahreszeit in die Wiege gelegt und das Faschingsgen des einen Elternteils setzt sich durch. »» Mehr auf der nächsten Seite

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FASCHING SPEZIAL

Warum die Krähen zu singen begannen

Tipps und Tricks

Eine kleine Geschichte des FCV Ellwangen

einer Maskenträgerin

An einem Herbstabend 1960 saßen nach einem Kegelabend städtische Angestellte und Beamte beisammen. Das Thema „Fastnacht“ kam auf und es wurde die Idee geboren, einen Fastnachtschor zu gründen. Der Idee folgte schnell die Tat. Bekannte Melodien wurden ausgewählt und politische Texte dazu gereimt. Im Februar 1961 trat der Chor beim Zunftabend der Brauchtumsgruppe Tintenschlecker auf und erntete viel Applaus. 1962/63/64 kamen weitere Auftritte der Virngrundkrähen, wie sie sich inzwischen nannten. Im Frühling 1964 beschlossen die Virngrundkähen, einen Fastnachtsverein zu gründen. Den FCV Ellwangen.

Damit die Maske sitzt und nicht irgendwann drückt, stopft sich Ulli Steiner Küchenschwämme in die Maske. Auch die Taschen der Virngrundkrähen sind ausgeklügelt. Eine Tasse für alle möglichen Getränke hängt mit einem Karabiner daran. Eine kleine Wasserflasche passt rein, die Wertsachen und natürlich Bonbons, mit denen die Krähen die Umzugsbesucher beschenken.

Im Februar 1965 fand die erste Prunksitzung in der Ellwanger Stadthalle statt. Das vierstündige Programm wurde ein voller Erfolg. Seitdem veranstaltet der FCV jährlich zwei Prunksitzungen. Den Chor der Virngrundkrähen gibt es nicht mehr, aber dafür eine Maskengruppe. Virngrund ist der Landschaftsname rund um Ellwangen. Krähe ist der symbolische Name eines Sängers des Chors aus dem der FCV hervorging. Die Virngrundkrähe wurde 1997 als Symbolfigur und als anerkannte Brauchtumsgruppe im Landesverband Württembergischer Karnevalvereine anerkannt. Sie besteht aus derzeit 38 Masken-Hästrägern. Derzeit kann der FCV 350 Mitglieder verzeichnen, von denen 160 aktiv vor und hinter der Bühne agieren. Die Aktiven gliedern sich auf in: Die Vereinsführung, Elferrat, Dergelgarde, Kleine Garde, Tanzmariechen, Teenies, Krähengarde, Liliengarde, Showtanzgruppe „Showtime“, Männerballett, Büttenredner und die beiden Brauchtumsgruppen Virngrundkrähen und die Ellwanger Tintenschlecker.

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Termine: Sonntag,

15.01., 1 3.11 Uhr OstalbUmzug in Ellwan gen

Freitag, 1 7.02., 19 .30 Uhr 1. Prun ksitzun in der Sta g dthalle E llwangen Samstag , 18.02., 19.30 Uh 2. Prun r ksitzun in der Sta g dthalle E llwangen Dienstag , 28.02., 13.30 Uh r Umzug in Ellwan gen


Als am 11.11.1961 die Gründung der „Narrenzunft“ offiziell anerkannt wurde, war ein neuer Verein geboren. Ein Verein der durch seinen Idealismus, mit seiner Kreativität und durch sein Engagement, Neresheim zu einer Faschingshochburg gemacht hat. Heute ist die Narrenzunft Neresheim weit über die Landesgrenzen bekannt. Für die Mitglieder ist es ganz wichtig, das Erhaltene weiterzugeben und auch nach außen zu tragen. Die Traditionen zu pflegen und die Vielseitigkeit der Narrenzunft, mit ihrem Prinzenpaar, dem Präsidenten, dem Elferrat, der vier Garden und Hofnarren sowie Zunftmeister, Maskenrat, der drei Maskengruppen und der Guggengruppen beizubehalten, ist nicht nur Pflicht sondern auch Kür.

www.neresheim.de

4.01. Samstag, 1 d Turn- un ll in der a : b f o e H im e n h e Ohmen Termi Festhall . 1 .0 Freitag, 20 nplatz em Marie d f u a n e aumstell .01. enheim Narrenb Freitag, 20 lle Ohm a h t s e F d Turn- un d in der n e b a 3 2 s , g .02. um Donnersta Braucht nplatz m Marie e d f u a y richt chtspart Hexenge er Fasna d n e ß e li h 5.02. mit ansc enheim Samstag, 2 lle Ohm a h t s e F d Turn- un ll in der tag, 27.02. n o m Zunftba n ssturm Rose / Rathau g n u z t e s eisterab 28.02. Bürgerm rrenheim Fasnacht, us im Na a r h e K im & ungLIEBEN. LACHEN. 59 Nereshe nnLEBEN. tsverbre Umzug in h c a n s a F


FASCHING SPEZIAL

Ein fröhlicher Abend mit den „Läschtermäulern“ KRITIK MIT HERZ UND VERSTAND

Die Lästermäuler (v.l.): Suse Behringer, Gisela Baumgartner, Ursula Hintz, Heidi Luly, Petra Kraft und Uta Rudolph.

Der Tisch ist großzügig und liebevoll gedeckt. Es gibt allerhand „lebensrettenden“ Knabberspaß, Crumble und Sekt. Herzlichkeit und Lachen dringen durch den Raum. Wir befi nden uns im Wohnzimmer von Gisela Baumgartner. Halb Aalen hatte bei der Grande Dame des Klavierspiels an der Musikschule Unterricht. Bei ihr steht der Flügel und deshalb treffen sich die „Läschtermäuler“ bei ihr. Die Aalener Faschingsgruppe ist in Aalen für ihre scharfen Zungen bekannt. Dafür, dass sie ihre Finger in die richtige Wunde des Aalener Stadtgeschehens legen. Aber auch dafür, dass man ihnen nicht böse sein kann. Seit 1994 gibt es die „Läschtermäuler“. Suse Behringer ist das letzte Gründungsmitglied. Damals fanden die heute 67-Jährige und Rita Fürst: „Lass uns mal wieder Fastnacht machen.“ Und das machten sie fortan – mit ein paar Frauen mehr – sehr erfolg-

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reich und viel beklatscht bei der Aalener Prunksitzung und beim Sauren Meckereck im Rathaus. „Jetzt hemmer ja endlich en Durchstich“, sagt Heidi Luley mit süffi santem Unterton. Sie ist seit einem Jahr „Läschtermaul“, und lässt sich über den neuen Weg vom Regenbaum zum Mercatura aus. „Der isch doch wunderschön.“ „Der führt gar ned direkt zum Mercatura“, lästert Ursula Hintz weiter. Und die Linien, die sie auf die Straße gezeichnet haben, damit man den Weg über die Straße zum Mercatura Seiteneingang fi ndet. „Ich hab mich schon gefragt, was hamm se denn da hingemalt?“, wundert sich Uta Rudolph. „Läschtermäuler bei ihrer Arbeit. Die Damen sind mitten in der Themenfi ndung für die Faschingssaison. Die Lauscher werden noch mehr aufgestellt als sonst. Dieses Jahr werden die vielen Baustellen der Stadt besungen werden. Die


Bäderfrage. Der Turbo-Thilo, Aalens OB. Suse Behringer textet. Ursula Hintz singt seit ein paar Jahren bei den Läschtermäulern. „Ich wurde gefragt“, erzählt sie. Wegen des Gesangs- oder Lästertalents? Wegen des Gesangs. Sie singt im Hofherrnweiler Kirchenchor. Und das Lästern? So einfach sei das nicht. „Wir kritisieren und wir lästern. Aber das kritisieren überwiegt“, beschreibt sie. „Wir lästern nebenbei, wenn es sich gar nicht anders vermeiden lässt“, findet Uta Rudolph. Der Unterschied zwischen Lästern und Kritik Was ist denn der Unterschied? „Wenn ich mich über die Verkehrsführung, die Baustellen, die Ampelregelung, die Parkuhren aufrege – das ist Kritik. Wenn ich aber sage, der Steinbach (der frühere Baubürgermeister der Stadt Aalen) hat zwei Garagen gekauft, aber den Vorplatz nicht, das ist ein Knigger – das ist gelästert“, beschreibt Suse Behringer. Früher waren die „Läschtermäuler“ im Küferstüble anzutreffen, um die Ohren zu spitzen, wenn die Gemeinderäte dort nach ihrer Sitzung waren. Gelästert haben sie über den früheren Ersten Bürgermeister, der – trotz ein paar Gläsern Barolo zu viel – in sein Auto stieg. Suse Behringer singt: „Am anderen Tag in der Frühe, do gang i aufs Rathaus mit Schwung, zu meim Duzfreund dem Ebbe, der freit sich bestimmt wann i komm. Doch des war halt a Trugschluss, der woiß von gar nix mehr…“ Das könne sie heute noch auswendig, sagt sie. „Des isch richtig g’läschtert.“ Oder die „Salmonellenfete“. Wo der Kartoffelsalat beim Empfang der französischen Partnerstadt-Delegation an den Reichsstädter Tagen mit Salmonellen kontaminiert war. Und der ehemalige Baubürgermeister Steinbach, der habe tatsächlich den Platz vor seinen Garagen gekauft hat.

„Man muss den Leuten am nächsten Tag ins Gesicht sehen können“ Gibt es Themen, die Ihnen zu heikel sind? Es gibt Dinge, über die man nicht diskutieren könne, Glauben zum Beispiel oder das Thema Flüchtlinge. „Ich bin evangelisch, oder ich bin’s ned. Ich bin Rassist oder ich bin es nicht“, findet Suse Behringer. Es gibt Dinge, die sind Tabu. Kritik darf sein, an der Sache, aber spaßig und nie unter der Gürtellinie. „Mein Vater hat immer gesagt: Kritik ist wie ein guter Käs’. Räs muss er sein, aber stenga darf er ned“, sagt das Gründungsmitglied. „Man muss den Leuten am nächsten Tag ins Gesicht sehen können“, sagt Uta Rudolph. Schließlich lebe man in einer Kleinstadt. „Wir stehen zu dem was wir sagen. Bei uns ist alles fundiert recherchiert“, betont Petra Kraft. Bis Neujahr sind die Texte fertig. „Da ist die Gisela gefordert, wenn sie wegen der Textmenge aus Viertele Achtele machen muss“, erzählt Suse Behringer lachend. Die Texte werden gelernt und dann wird geprobt, die Zweistimmigkeit geübt. Die „Läschtermäuler“ sind eine wichtige Kraft in Aalen mit ihrem politischen Kabarett. Das zeichnet sie aus. Ihre Läschtereien sind gesanglich und textlich ausgefeilt. Sie singen Cro genauso wie Schlager. Am Samstag, 18. Februar, um 19.30 Uhr sind die „Läschtermäuler“ auf der Prunksitzung der Aalener Fasnachtszunft zu erleben. Am Faschingsdienstag, 28. Februar, um 14 Uhr ist das Saure Meckereck im Rathaus. „Ist euch auch aufgefallen, dass jetzt alle bis zur Baulinie am Gehweg bauen? Und der Radweg am Burgstallkreisel“. Was für ein schöner Abend war das mit den „Läschtermäulern“. Text: Anja Robisch // Fotos: Andreas Wegelin

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LEBEN & FREIZEIT

DER TRAUM VON

AFRIKA TEXT: ANJA ROBISCH

DANIELA BACH KÄMPFT WIE EINE LÖWIN, ALS 2010 BEI IHR BRUSTKREBS DIAGNOSTIZIERT WURDE. FÜR IHRE SÖHNE, IHRE FAMILIE UND IHREN TRAUM VON AFRIKA. IHR HERZENSWUNSCH – GUTES IN AFRIKA TUN – GEHT IN ERFÜLLUNG. WAS SIE DORT SOFORT BEGREIFT. HEUTE SCHÖPFT SIE KRAFT FÜR IHR LEBEN AUS IHRER INTENSIVEN ZEIT IN TANSANIA: IHREM ENGAGEMENT FÜR GEISTIG UND KÖRPERLICH BEHINDERTE KINDER.

„WENN DU NICHT VIEL MEHR HAST ALS DAS LEBEN, DANN GENÜGT DAS LEBEN VOLLKOMMEN.“

B

rustkrebs. Das Wort mit K, das keiner gerne ausspricht. Die Diagnose trifft Daniela Bach hart. Doch sie ist eine Kämpfernatur. Die heute 48-Jährige bewältigt OPs, Chemos und Bestrahlung. So vergehen zwei Jahre voller Verzweiflung und Hoffen. Doch diese schwere Zeit lässt sie einen Wunsch aus ihrer Jugend erinnern: Nach Afrika gehen. Dort helfen. „Ob ich das erleben darf?“, fragt sie sich. Nach all den schweren Monaten, in denen ihr Mann, ihre Söhne und ihre Freunde ihr zur Seite stehen, geht sie ihr neues Ziel an. „Die Konfrontation mit dem Leben lässt einen Menschen oftmals das Leben aus einer anderen Perspektive sehen“, sagt Daniela Bach und strahlt. Wie es der Zufall will, macht sie eine Freundin mit der Gmünderin Nicole Mtawa bekannt. Erst mit ihren Büchern „Sternendiebe“ und „Sonnenkinder“. Dann gehen sie zu einer Lesung, wo auch Nicole Mtawas Hilfsprojekte für geistig und körperlich behinderte Kinder in Indien und Tansania vorgestellt werden. Dort entsteht der erste persönliche Kontakt. Vor zwei Jahren wird der Traum von Afrika endlich wahr. Voller Vorfreude und Spannung reist Daniela Bach nach Tansania, in die Hauptstadt Daressalam. „Mein Traum ging in Erfüllung“, beschreibt sie erfüllt. „Ich fühlte mich sofort angekommen.“ Es ist alles genau so, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie ist angetan von den Begegnungen dort. Sie lernt tolle Menschen kennen und gern haben. Seien es die Kinder mit ihrer Behinderung oder der freundliche Straßenverkäufer Muba. „Sie alle prägten meine Lebenseinstellung, den Blickwinkel auf das Hier und Jetzt in meinem Herzen ganz neu“, erzählt sie. Wie wunderbar diese Menschen ihr Leben bereichern. Und nicht nur das eine Mal. Dieses Frühjahr zog es Daniela Bach wieder in „ihre Wahlheimat“, wie sie augenzwinkernd schildert. Auch dieses Mal hat sie im Kinderdorf mit aller Kraft und viel Herz geholfen wo immer Not am Mann ist. Doch das macht sie glücklich. Sie füttert die Kinder und wäscht sie. Sie hilft beim Improvisieren, denn der Strom fällt oft aus, die finanzielle Lage ist eingeschränkt und der Alltag eine Herausforderung. „Und was machst du mit dem Leben, wenn du feststellst, dass du zu viel regelst, anstatt zu leben?“ Dieser Satz ist zu ihrem Credo nach all dem Schrecken der Erkrankung geworden. Leben! Ihren Traum! Ihre Vision! Ihr Leben!

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Daniela Bach lebt mit ihrer Familie in Röhlingen. Die gebürtige Gmünderin hat inzwischen aber eine andere Herzensheimat gefunden: Afrika. Dort hilft sie in einem Kinderheim für geistig und körperlich behinderte Kinder.


Foto: fotolia // poco_bw

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LEBEN & FREIZEIT

NEUE FREUNDE Monate- oder gar jahrelang prägten Zerstörung, Angst und Tod ihren Alltag. Letzter Ausweg war für die meisten die Flucht. Und auch dabei sahen sie sich oft Entbehrungen und Gewalt ausgesetzt. Das herzliche Willkommen im vergangenen Jahr hat vielen Flüchtlingen die Ankunft in Deutschland sicherlich erleichtert. Jetzt stehen sie vor einem Neuanfang – und die Kreissparkasse Ostalb hilft dabei. Sie bietet Menschen aus Krisenregionen unkompliziert Konten an. Und: Viele ihrer Mitarbeiter engagieren sich in der Freizeit auch ehrenamtlich für Ge�lüchtete.

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Wie auch vielen anderen Mitarbeitern der Kreissparkasse Ostalb, bedeutet es Sabine Fuchs viel, den Geflüchteten helfen zu können. Wie mit einer Waldwanderung, für die sie extra gebacken hat.

Samstagvormittag auf der Ostalb. Die Sonne scheint. Bäume und Sträucher leuchten in saftigem Grün. Vögel zwitschern und Bienen summen. Sabine Fuchs wandert mit Ghazia Aldebbi und ihren Söhnen durch den Wald vor den Toren ihres Heimatdorfes Rechenberg. Die Jungs lieben die friedliche Stille des Waldes. Schließlich ist es noch nicht lange her, dass Explosionen, Schutt und Asche, schmerzhafte Verluste von Familienangehörigen, Freunden und Verwandten ihr Leben bestimmten. Die Jüngsten laufen aufgeregt umher. Immer wieder kommen sie zu Sabine, wie sie sie selbstverständlich nennen. In gebrochenem Deutsch stellen sie ihr eine Frage nach der anderen zu Kräutern, Bäumen oder Käfern, die sie gerade entdeckt haben. Sabine Fuchs ist Mitarbeiterin der Kreissparkasse Ostalb. Ihr war schnell klar, dass die Integration der Menschen nur

Auf Tour: Sabine Fuchs ist Mitarbeiterin der Kreissparkasse Ostalb und betreut in ihrer Freizeit ehrenamtlich Flüchtlinge.

Hände waschen vor dem Essen: Seit über einem Jahr hilft Sabine Fuchs in einem Eltern-Kind-Café aus. Dort hat sie auch Ghazia kennengelernt.

möglich ist, wenn jeder etwas dazu beiträgt. „Politik und Verwaltung können das alleine nicht leisten“, sagt sie. Daher arbeitet sie seit gut einem Jahr ehrenamtlich in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen. „Dort helfe ich in dem Eltern-Kind-Café“, erklärt sie. „Die Verständigung klappt ziemlich gut, da alle einen Deutschkurs besuchen. Vor allem die Kinder lernen sehr schnell.“

eltern zu betreuen. Jetzt ist Ghazia mit ihren Söhnen auf sich gestellt und gibt sich große Mühe, hier ein neues Leben mit ihnen aufzubauen.

In der LEA hat sie auch Ghazia Aldebbi kennengelernt. Vor einigen Monaten bezog die 48-jährige Syrerin mit ihren fünf Söhnen dann eine Wohnung in Rechenberg. Dort besucht Sabine Fuchs sie manchmal oder lädt sie zu sich nach Hause ein. Sie mag die freundliche, bescheidene Art der Frau, die sich zur Flucht entschloss, nachdem sie eine Tochter im Krieg verloren hatte. Ihr Ehemann musste zurückleiben, um die Groß-

Die Sparkassenmitarbeiterin hat großen Respekt davor, wie Mutter und Söhne mit ihrem Schicksal umgehen: „Nicht nur Ghazia, auch die Jungs strengen sich sehr an, um sich bei uns zu integrieren“, betont sie. „Sie sind so dankbar, dass sie hier Zuflucht vor all den Schrecken in ihrer alten Heimat gefunden haben.“ Es bedeutet Sabine Fuchs viel, ihnen mit scheinbar simplen Dingen wie einer Waldwanderung eine Freude zu bereiten. „Ich helfe gerne. Vor allem das Strahlen in den Augen der Jungs ist es mir wert, einen Teil meiner Freizeit herzugeben“, betont sie – und fügt noch hinzu: „Außerdem sind wir im Laufe dieses Jahres Freunde geworden.“ LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 65


LEBEN & FREIZEIT

Am Hals darf ’s funkeln. Schmuck für die Models legte Daniela Frontino von T4YOU an. Eine organisatorische Meisterleistung von Suse Weckelmann, die die Tischordnung mehrmals umgestoßen hat, damit so viele Gäste wie möglich zur Modenschau kommen konnten.

Models mit sympathischen Maßen präsentierten Bademode. Die Brillen kamen von Optik Leonhard.

Brautmode-Expertin Gabi Nagel steuerte zur Modenschau ein Brautkleid bei.

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Unterwäsche und Oldtimer. Augenweiden in der schönen Location B26 in Gmünd.


ECHTE FRAUEN MÄDELSABEND BEI SUSE WECKELMANNS 50. MODENSCHAU IM GMÜNDER B26 TEXT: ANJA ROBISCH // FOTOS: BENEDIKT WALTHER

Zum Schmachten: „Du bist die Welt für mich“ schmetterte Moderator Claus Ostertag von Rammstein.

Lange Tafeln und ein begeistertes Publikum gab’s beim zweiten Mädelsabend im Gmünder B26.

Hochachtung vor Suse Weckelmann. Die Grande Dame der Wäsche in Schwäbisch Gmünd hat mit ihrer 50. Modenschau wieder Maßstäbe gesetzt. Mit toller Bademode, hübscher Nachtwäsche und sexy Dessous. Aber vor allem mit ihren Models. Sie hatten Hüfte und Bauch, viel oder wenig Busen, sie waren so herrlich weit entfernt von diesen photogeschoppten Models, die uns tagtäglich aus Zeitschriften und Plakaten zublinzeln und uns sagen, dass wir nicht perfekt sind. Doch bei der Modenschau von Suse Weckelmann wurde deutlich, wie wunderschön nicht perfekt ist. An diesem Abend feierte sie drei Auszeichnungen: Top 3 der „Besten Wäschegeschäfte Deutschlands“, Top 5 der „Besten Dekorationen Deutschlands“ und den Leistungsträger Innovationspreis der IHK Ostwürttemberg. Höhepunkte gab es an diesem Abend viele. Salsa tanzende und Flick-Flack-springende Models zum Beispiel. Die Choreographie der 39 Models war unterhaltsam und das zweimonatige Proben hatten sich gelohnt. „Sonntag, Feiertag, Tag und Nacht“, sagte Suse Weckelmann freudig. 180 Outfits waren es. Eines davon ein Brautkleid, das Brautmodefachfrau Gabi Nagel zur Verfügung gestellt hatte. Zum Brautkleid sang Moderator Claus Ostertag von Rammstein (passionierter Bariton) „Du bist die Welt für mich“ und später noch Puccinis „Nessun Dorma“. Ein Abend mit vielen Wows. Auch die Location voller imposanter Oldtimer gehört in diese Aufzählung. Die Frisuren der Models zauberten Nicole Utz-Görücü und ihr Team von Kat & More, das Make-up Désirée Edelbluth, die ihr Kosmetikstudio ebenfalls im Aalener Proviantamt hat. Die Models trugen Brillen von Optik Leonhard aus Schwäbisch Gmünd und Schmuck von T4YOU aus Aalen. Das Autohaus Schramel aus Lorch stellte den Hauptgewinn zur Verfügung: ein Wochenende mit einem Ford Mustang Cabrio. Präsente – Blumen und Geschenke – gestaltete die Tische. Es waren rund 300 Menschen, die Platz fanden. „Wir haben die Sitzordnung drei Mal umgestellt, dass so viele Interessierte wie möglich kommen konnten“, erzählt Suse Weckelmann. Zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin war der Mädelsabend ausverkauft. Es war ein gelungener Abend voller Hingucker: schöne Frauen und Männer, Outfits und Autos und viel Applaus.

Einen Abend voller Wows und sexy Wäsche hat die Gmünder Dessous-Fachfrau Suse Weckelmann auf die Beine gestellt.

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LEBEN & FREIZEIT

Hochzeitsball Die Ostalb feiert den ersten Hochzeitsball – im Freudenschmaus wird zum Tanz aufgespielt. Es gibt Feste, die sind zu schön, um sie nur einmal zu feiern. Aus diesem Grund laden wir alle Eheleute jeden Alters, Trauzeugen, Eltern und Freunde zum ersten Aalener Hochzeitsball ein. Unsere Gäste erleben im Kreise Gleichgesinnter noch einmal eine Traumhochzeit. „Das Brautkleid, für viele Frauen das teuerste Kleid im Schrank, trägt man nur einmal“, meint Gaby Nagel, Inhaberin von Brautmoden Abtsgmünd und das findet sie schade. Und so kam ihr die Idee mit dem Hochzeitsball. Noch einmal das Traumkleid anziehen, noch einmal hinein in den schmucken Hochzeitsanzug und bei gutem Essen in edler Atmosphäre den Abend genießen. Eingeleitet wird der Abend mit einem Sektempfang. Ein exquisites 3-Gänge-Menü sorgt für einzigartige Genüsse und selbstverständlich steht ein professioneller Fotograf, für die Gäste bereit. Das Sahnehäubchen ist die Hochzeitstorte, die natürlich nicht fehlen darf. Ein Höhepunkt des Abends: eine Modenschau von Suse Weckelmann, der Grande Dame der Wäsche aus Schwäbisch Gmünd. Mit ein bisschen Glück kann man an diesem Abend tolle Preise gewinnen. Die Tischgestecke von Ursula Doneit werden am Ende des Balls für einen guten Zweck versteigert. Zur Erinnerung erhalten alle Paare ein Foto. An diesem Abend können die Teilnehmer das Auto stehen lassen. Stefan Maier bietet einen kostenlosen Fahrservice und bringt alle Gäste auf Wunsch sicher nach Hause.

25. März 2017 Ulmer Str. 130 - Aalen Einlass: 18.30 Uhr Beginn: 19.00 Uhr Eintritt: 49 EUR (inklusive Sektempfang, kleine Überraschung, 3-Gänge-Menü, Verlosung und kostenloser Fahrservice nach dem Ball)

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LEBEN & FREIZEIT

Kommt, wir spielen! DIE LELILAS TESTEN BRÄNDI DOG UND KARUBA

Spiel, Spaß und Abenteuer. Die LeLiLas v.l.n.r. Anja Robisch, Tanja Hanitzsch, Susanne Rötter und Henri Robisch beim lustigen Spielenachmittag.

Karuba Wir gehen auf Schatzsuche. Ein Abenteuer beginnt. Wir kommen auf die Insel Karuba, um einen Schatz zu finden. Zug um Zug dringen wir vom Strand über Urwaldwegekärtchen zum sagenumwobenen Tempel vor, um Diamanten und Gold zu finden. Unser Expeditionsleiter bestimmt die Wegekärtchen, die jeder Spieler beliebig auf seine Felder, die an die von Schiffe versenken erinnern,

legen. Es gibt einiges zu Entscheiden: lieber gleich zum Tempel gelangen oder auf dem Weg dorthin schon Schätze sammeln. Wir sind schnell im Goldrausch und haben viel Spaß. Karuba wurde 2016 immerhin zum Spiel des Jahres nominiert. Es ist für Kinder ab acht Jahren und ein tolles Familienspiel. Karuba hat Holzfiguren, ist für vier Spieler ab acht Jahren. Man spielt etwa eine halbe Stunde.


brändi dog XL Spielen wir „Mensch ärgere Dich nicht“? Nein. Wir spielen Brändi Dog. Auf den ersten Blick denkt man, es handle sich um den Spieleklassiker. Aber es ist ein bisschen mehr. Statt Würfel, gibt es Karten. Und: man spielt im Team, deshalb muss man mindestens zu viert, noch besser zu sechst sein. Da man die Karten an Mitspieler weitergeben kann, kann man sich taktisch austoben. Hier bestimmt nicht nur das Glück. Wir ärgern und nicht und genießen das Spiel. Brandi Dog kommt aus der Schweiz und hat dort bereits Kult-Charakter. Das Spiel wird von

behinderten Menschen gefertigt und der Preis, den man für Brändi Dog bezahlt, kommt einer Stiftung zugute. Brändi Dog ist aus Holz, für Spieler ab neun Jahren, man spiel zwischen einer Stunde und 90 Minuten.

an Danke nner ug Wa e z l e i Sp en, in Aal en s dies der un en üglich vergn ittag Nachm hat. ert besch TEXT: ANJA ROBISCH FOTOS: ANDREAS WEGELIN LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 73


WOHNEN & EINRICHTEN

Hier zieht sie

Fäden des Lebens

Leben und Arbeiten – das verwebt sich in Fee Heartfelts Wohnung auf wunderbare und künstlerische Weise. Die Designerin hat in der Villa Cherbon, diesem schönen Backsteingebäude in der Ulmer Straße 38 in Aalen kreativen Spielraum gefunden. Zwischen Showroom und Wohnzimmer, zwischen Atelier und Küche zieht sie die Fäden ihres Lebens. Kunst und Design sind die Nähte, die ihre Wohnung zusammen hält. Im

Treppenhaus ihre Hebammenarbeiten. Kupferstiche von Geburtspositionen auf altem Leinen. Fee Heartfelt wollte erst Hebamme werden, bevor sie sich doch für den Werdegang als Designerin entschied. Diese beeindruckenden Werke sind Sinnbilder. Für ihr lebensnahes und lebensbejahendes Werk für den Körper oder für die Wand. Es ist organisch, symbiotisch, umarmend. Ihr Showroom ist Dreh- und Angel-

punkt der Wohnung. Ein großzügiger, weißgetünchter Flur, geschmückt mit imposantem Kronleuchter und ihrer Mode aus der wunderbaren Alpaka-Wolle. Diese besondere Faser nimmt die Sonne auf und ist ein besonderer Umschmeichler. „Wenn es mir schlecht geht, dann zeihe ich Alpaka an“, kennt Fee Heartfelt als Feedback von ihren Kunden. „Das Behütet-sein steht im Vordergrund.“ Kuschelig ist Fee Heartfelts Wohnung

nicht. Doch zum Wohlfühlen. Sie ist extravagant, aber ohne abgehoben zu sein. Alles ist klar komponiert, individuell drapiert. Aus jeder Ecke spricht die Künstlerin oder befreundete Designer und Künstler, wie zum Beispiel Zoi. Fee Heartfelt hat Schnitte von „Comme de Garcons“ aus dem Jahr 1996 aufgehängt und dem Bildchen einer ihrer beiden Töchter einen Platz veschafft. Auf dem bunten Kaffeege-

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Die Marke Fee Heartfelt gibt es 2017 20 Jahre.


Fee Heartfelt in ihrem Wohnzimmer. Zu ihrem Kunstwerk an der Wand hat sie sich von der Künstlerin Louise Bourgeoise inspirieren lassen.

schirr hüpfen Vögel. Und dann ist da noch die Künstlerin Louise Bourgeoise. „Zu ihr habe ich einen besonderen Bezug. Sie hat ihre Lebensängste durch Kunst geheilt. Unterdrückung war das Thema der Feministin“. Von ihr hat sie sich zu ihrer Wohnzimmerinstallation inspirieren lassen. Ein gepolsterter Rock, eine Babymütze, ein Hemdchen.

Die Buddha-Figuren in ihrer Wohnung sind keine Deko, sondern Zeichen ihrer Spiritualität. Sie meditiert jeden Morgen. „Das hält mich aufrecht. Das ist mein Anker“, beschreibt die 50-Jährige. Als begeisterte You-Tuberin holt sie sich Input von Zenmeistern. „Durch unser Denken formen wir unsere Wirklichkeit“, sagt sie. Fee Heartfelt lebt und handelt nachhaltig.

Setzt der schnelllebigen Zeit etwas entgegen. Erst seit 2014 ist sie in der Ulmer Straße anzutreffen. Sie hat schon in einem alten, renovierten Bauernhof gelebt und im Schloss in Essingen. Mitumgezogen ist ihre Truhe, die voller Leinen ist, dem Material, mit dem sie ihre Designlaufbahn startete. 2017 gibt es die Marke Fee Heartfelt seit 20 Jahren. Dann macht sie in ihrem Showroom ein bisschen Platz für Mode von Rundholz, einem Designer, der mit ihr 1987 loslegte. Ihr roter, gemütlicher Ohrensessel, der sie auch schon lange begleitet, vermisst sie manchmal. ELIN

DREAS WEG

TOS: AN OBISCH // FO R JA N A T: X TE

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HOROSKOP

SO WIRD IHR

Jahr

2017

GUTE VORSÄTZE AN SILVESTER

SCHÜTZE

STEINBOCK

23. NOVEMBER - 21. DEZEMBER

22. DEZEMBER - 20. JANUAR

Disziplin ist die größte Stärke des Steinbocks, geht aber oft einher mit harter Arbeit und überhöhten Ansprüchen an sich selbst. Sogar in der fröhlichen Runde zum Jahreswechsel wirkt er oft kühl und distanziert. Sich dessen bewusst, beäugt er manchmal etwas neidisch die ausgelassenen Gäste und nimmt sich vor, flexibler, lockerer und geselliger zu werden.

Der Schütze feiert gern – auch den Jahreswechsel. Als unterhaltsame Stimmungskanone ist er ein beliebter Gast. Allerdings ist ihm klar, dass die Leichtigkeit des Seins allein nicht zielführend ist. Deshalb möchte er im neuen Jahr strukturierter und disziplinierter seiner Arbeit nachgehen und den vielen guten Ideen auch Taten folgen lassen.

WASSERMANN 21. JANUAR - 19. FEBRUAR

Viele Wassermänner lehnen alles ab, was konventionell ist. Das gilt auch für Partys und ganz besonders für Silvester: Der Jahreswechsel muss originell sein. Entsprechend fallen die guten Vorsätze für das neue Jahr aus: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Deshalb steht ganz oben auf der Liste das Wort ‚Veränderung‘, gefolgt von ‚etwas Verrücktes tun‘.

WIDDER

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FISCHE

20. FEBRUAR - 20. MÄRZ Der Alltag ist grau genug. Deshalb muss die Party zum Jahreswechsel für den Fisch schillernd und bunt sein wie die Schuppen des Regenbogenfischs. An Fantasie fehlt es diesem Sternzeichen sicher nicht, und so werden auch die guten Vorsätze, wie mehr Ordnung und Bodenhaftung, gern in Luftschlösser gepackt und verschwinden mit diesen in Wolkenkuckucksheim.

21. MÄRZ - 20. APRIL

STIER

Je ausgiebiger die Silvesterparty, umso mehr gute Vorsätze lässt der Widder verlauten. Vor allem nimmt er sich vor, geduldiger zu sein – ein Vorsatz, der noch in der Silvesternacht auf die Probe gestellt wird, wenn er beispielsweise auf sein Taxi warten muss. Zugegeben: Geduld mag nicht seine Stärke sein, steht seiner impulsiven Kraft aber auch nicht im Wege.

Im neuen Jahr wird entrümpelt! Mit diesem Vorsatz startet der Stier ins neue Jahr, während er auf seiner Silvesterparty persönlich die Gäste bewirtet. Der perfekte Gastgeber möchte Raum schaffen für neue Ideen – wäre da nur nicht seine exzessive Sammelleidenschaft. Am besten nimmt er sich einen Steinbock zur Seite, den wahren Meister des Wegwerfens.

21. APRIL - 20. MAI


ZWILLINGE 21. MAI - 21. JUNI

Seine guten Vorsätze für das kommende Jahr würden dem Zwilling guttun: mehr Ruhe in das eigene Leben zu bringen und das Bedürfnis, auf jeder Party dabei zu sein, auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Wann genau allerdings der richtige Zeitpunkt für die Umsetzung des Vorsatzes ist, darüber werden die zwei Seelen in der Zwillingsbrust noch eine Weile streiten.

KREBS

22. JUNI - 22. JULI Der Krebs bevorzugt auch zum Jahreswechsel die kleine Partyrunde ohne großes Rambazamba. Dafür gern mit interessanten Gesprächen, zu denen natürlich auch die Vorsätze für das neue Jahr gehören. Mehr aus sich herausgehen, den Panzer abwerfen und sich standhaft gegen andere behaupten – edle Vorsätze, die dem Krebs mit etwas Mut sicherlich gelingen werden.

LÖWE

23. JULI - 23. AUGUST Gute Vorsätze fürs neue Jahr? Gern diskutiert der Löwe mit anderen Gästen auf der Silvesterparty darüber. Aber eigene Vorsätze, die braucht er nicht. Er ist mit sich zufrieden, so wie er ist: charmant, großzügig und unterhaltsam. Na ja, da wäre sein Hang zum Luxus, den man reduzieren könnte. Aber daraus wird der Löwe keinesfalls gleich einen Vorsatz machen.

WAAGE

24. SEPTEMBER - 23. OKTOBER

Die Gästeliste auf der Silvesterparty muss passen – die Waage braucht auch bei Feierlichkeiten Harmonie. Dieses Sternzeichen ist außergewöhnlich konfliktscheu. Deshalb wird es seine guten Vorsätze für das neue Jahr zunächst leise für sich selbst artikulieren: Mut zur Konfrontation und die eigene Meinung vertreten, auch wenn es der Beliebtheit schaden könnte.

JUNGFRAU SKORPION

24. OKTOBER - 22. NOVEMBER

Auf einer ausgelassenen Silvesterparty wird man den Skorpion nicht finden, er hasst Oberflächlichkeit. Er feiert den Jahreswechsel bei geistreichen Gesprächen mit ausgewählten Freunden. Allerdings fällt es ihm ziemlich schwer, diese nicht immer wieder zu kontrollieren. Für ihn stehen deshalb mehr Lässigkeit und Toleranz ganz oben bei den guten Vorsätzen.

24. AUGUST - 23. SEPTEMBER Bei ihrer perfekt organisierten Silvesterparty fasst die Jungfrau einen spannenden Entschluss: Ihre guten Vorsätze für das kommende Jahr sind mehr Lässigkeit und vor allem weniger Perfektionismus. Es wird anfangs nicht leicht sein, vor allem Letzteres durchzuziehen – aber wenn sie erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird sie dieses Leben genießen.

© DEIKE VERLAG, KONSTANZ ZEICHNUNGEN // JUANA RÖDER LEBEN. LIEBEN. LACHEN. 77


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Medienwerkstatt Ostalb GmbH & Co. KG Schleifbrückenstraße 6 73430 Aalen Tel.: 0 73 61 | 4 90 45 20 E-Mail: info@medienwerkstatt-ostalb.de

PROJEKTLEITUNG: Josef Saum PROJEKTMANAGEMENT: Tanja Hanitzsch MEDIABERATUNG, PR-REDAKTION: Susanne Rötter REDAKTION: Anja Robisch, Antje Freudenthal, Volkmar Kah (V.i.S.d.P.), Susanne Rötter DRUCK: Aumüller Druck GmbH & Co. KG Weidener Straße 2 93057 Regensburg

AUFLAGE: 7.500 Stück ERSCHEINUNG: Dezember 2016 Bilder: ©Andreas Wegelin, Oliver Giers,

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Schreiben Sie uns! Teilen Sie uns Ihre Meinung mit, Ihre Gedanken zum Magazin und zu unseren Artikeln. Wir sind gespannt.

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82 LEBEN. LIEBEN. LACHEN.


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