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schau Spezial „Erfolgsstory Burgenland“, Supplement zu schau-Magazin, Ausgabe 5/2019

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SPEZIAL ERFOLGSSTORY BURGENLAND

Menschen, Wirtschaft und Lebensqualität:

Burgenland auf Zukunftskurs

04 LH Hans Peter Doskozil im Interview 08 Fokus auf leistbares Wohnen 22 Wirtschaftskammer: Lohnnebenkosten senken 24 Eisenstadt: Haupstadt mit Charme 36 Die besten Köpfe des Landes

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04.10.2019 10:00 Uhr


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04.10.2019 10:06 Uhr


schau Burgenland spezial

Inhalt 03

Editorial

04 Landeshauptmann LH Hans Peter Doskozil

| Inhalt 03

Neue Köpfe, starke Themen, frischer Wind

Was die Erfolgsstory Burgenland ausmacht

08 Wohnbau LR Heinrich Dorner 10 Sicherheit

LH-Stv. Johann Tschürtz

12 Kinder & Jugend LRin Daniela Winkler

14 Pflege & Betreuung LR Christian Illedits

18 Landwirtschaft

LRin Astrid Eisenkopf

20 Wirtschaft

LR Alexander Petschnig

22 Wirtschaftkammer Präs. Peter Nemeth

24 Lebenswertes 26 Wachstum

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28 Megamarke Esterhazy

Doskozil, der Tempomacher

Eisenstadt

BM Thomas Steiner Regionalmanagement Burgenland Stefan Ottrubay

30 Burgenland-Tourismus Hannes Anton

32 BELIG

Wichtiger Impulsgeber des Landes

34 Designer Outlet Parndorf boomt Mario Schwann Foto: Tanja Hofer

Reden wir übers Burgenland: schau-Herausgeber KR Gerhard Milletich und schau-Chefredakteur Christoph Berndl präsentieren die Interviews mit den wichtigsten Playern.

36 Best of Burgenland

ragmatisch und lösungsorientiert: So beschreibt Hans Peter Doskozil seinen persönlichen Führungsstil. Seit 28. Februar 2019 steht der 49-Jährige an der Spitze der burgenländischen Landesregierung.

Als jüngster Landeshauptmann Österreichs hat Doskozil auch sein Team neu aufgestellt. Mit Daniela Winkler (39), jetzt Landesrätin für Bildung, Jugend und Familie, sowie Wohnbauund Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (38) sind zwei neue Persönlichkeiten ins Eisenstädter Landhaus eingezogen. Von Beginn an hat Hans Peter Doskozil dabei seiner Mannschaft vor allem eines verordnet – Tempo bei der Umsetzung neuer Projekte. Egal, ob grundlegende Reform der Entlohnung der Landesbediens-

teten, Stichwort 1.700 Euro Mindestlohn, die Neuaufstellung des Pflegebereichs, Gratis-Kindergarten oder die Vision vom Burgenland als Biound Wohnland Nummer eins: Das von der Einwohnerzahl her kleinste Bundesland soll in vielen Bereichen als österreichweiter Vorreiter hervorstechen. Aber auch in Sachen Wirtschaft, Tourismus und Lebensqualität ist das Burgenland gut aufgestellt. Im Jänner 2020 wird es dann richtig spannend, wenn die Burgenländer bei den Landtagswahlen über den eingeschlagenen Kurs entscheiden werden. Wir haben quer durchs Land Gespräche mit den Top-Playern geführt, um ihre Strategien für die Zukunft des Burgenlands kennenzulernen. Das ­Ergebnis halten Sie in Ihren Händen. Viel Spaß beim Lesen!

Impressum: schau Burgenland spezial. Medieninhaber und Verleger: CRM Medientrend GmbH, Neudorferstraße – Betriebsgebiet 3, 7111 Parndorf. Herausgeber: KR Gerhard Milletich. Geschäftsführung: Mag. Bettina Milletich. Chefredakteur: Christoph Berndl. Redaktionsanschrift: Leberstraße 122, 1110 Wien, Tel. +43/1/740 32-0, Fax: +43/1/740 32-780, E-Mail: office@schaumagazin.at, service@schauclub.at. Coverfotos: Getty Images. Herstellung: Bohmann Repro-Media und Online GmbH, Leberstraße 122, 1110 Wien. Offenlegung auf www.schauclub.at/impressum

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04 schau Burgenland spezial | Landeshauptmann im Gespräch Hans Peter Doskozil

Ich will ein Burgenland, das wächst und zusammenhält Im schau-Talk spricht Landeshauptmann Hans Peter Doskozil über seine ersten Monate an der Landesspitze und verrät, wie er persönlich sich das Burgenland der Zukunft vorstellt.

HANS PETER DOSKOZIL: Sehr zufrieden. In den ersten 6 Monaten konnten wir im Land sehr viele wichtige Weichenstellungen vornehmen. Mit den Themen Mindestlohn, Pflege, Bio und Bildung sind wir genau am Puls der Zeit. Das sind bedeutsame Zukunftsthemen. Der Mindestlohn von 1.700 Euro netto im Landesdienst und in der KRAGES kommt mit 1. Jänner 2020. Damit wollen wir nicht nur beispielgebend für ganz Österreich sein, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Umdenken bewirken. Wer hart arbeitet, soll auch fair entlohnt werden. Im Bereich der Pflege setzt das Land Burgenland neue Maßstäbe und bringt erstmals Angehörige, die ein Familienmitglied pflegen, in ein Beschäftigungsverhältnis. Damit wird Angehörigen, die bisher ohne jede finanzielle oder sozialrechtliche Absicherung waren, durch ein neues Anstellungsmodell Sicherheit und eine berufliche Zukunftsperspektive geboten. Am 1. November startet im Burgenland der Gratis-Kindergarten. Für die Eltern bedeutet das, keine Elternbeiträge und auch kein bürokratischer Aufwand mehr. Stattdessen angepasste Öffnungszeiten sowie eine schrittweise Einführung gesunder Ernährung mit Bio-Produkten in allen bur-

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genländischen Kindergärten. Schritt für Schritt soll unser Heimatland auch zu einem Bio-Vorzeigeland in Europa werden. Mit der Stärkung der biologischen Landwirtschaft wollen wir neue Ertragschancen für heimische Bauern schaffen und zeitgleich gesundes Essen auch in Spitäler und Schulen bringen.

In welchen Bereichen kommen Sie langsamer voran als gewünscht?

Es gibt sicherlich den einen oder anderen Bereich, wo ich mir wünschen würde, dass es schneller vorangeht. Aber ich weiß auch, dass es in der Verwaltungsebene ein gewisses Prozedere und unterschiedliche Vorschriften gibt, die einzuhalten sind. Ich bin sicher auch etwas ungeduldig und beharrlich, wenn es um wichtige Anliegen für die Menschen geht, aber man muss akzeptieren, dass gewisse Dinge nicht von heute auf morgen erledigt werden können.

Im Sommer sind Sie durchs Burgenland getourt, um zu erfahren, wo die Menschen der Schuh drückt. Was war für Sie dabei das größte „Aha-Erlebnis“?

Mit welch großer Offenheit und Freude mich die Burgenländer empfangen haben. Mir ist es wichtig, aus erster Hand zu erfahren, was die Anliegen der Bevölkerung sind. Ich möchte wissen, ob unsere Linie stimmt und akzeptiert wird oder ob wir vielleicht bestimmte Dinge mitbedenken oder ändern müssen. Und ich habe gemerkt, dass die Burgenländer es schätzen, wenn man offen

sagt, was Sache ist. Es geht um eine ehrliche Kommunikation.

Das Burgenland hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung hingelegt. Wie wollen Sie als Landeshauptmann sicherstellen, dass dieser positive Trend anhält?

Das stimmt, wir haben seit dem EUBeitritt der Republik tatsächlich einen Aufschwung genommen, der sich österreichweit sehen lassen kann. Das Burgenland sehe ich als Vorbild für eine Entwicklung, wo wirtschaftliche und soziale Fortschritte zusammenspielen und nicht als Gegensatz verstanden werden. Denn ein starkes Burgenland ist ein Burgenland mit einem starken Wachstum und einem starken Zusammenhalt – da will ich hin! Unsere Aufgabe dabei ist, uns ständig zu hinterfragen: Sind unsere Vorhaben zeitgemäß? Haben wir alle Faktoren berücksichtigt? Sind die Menschen zufrieden? Nur so können wir ziel­ gerichtet arbeiten und uns weiter positiv entwickeln.

Wie sieht für Sie persönlich das Burgenland der Zukunft aus?

Wenn ich an das Burgenland denke, dann sind es vor allem die Menschen und die Landschaft, die unser wunderbares Land ausmachen. Ich möchte alles daransetzen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger das Gefühl haben – hier lebe ich gern, hier geht es mir gut und ich fühle mich sicher. Mein Ziel ist, dass wir weiterhin wichtige Themen und Herausforderungen anpacken und

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Foto: Tanja Hofer

schau: Sie haben vor etwas mehr als sechs Monaten das Amt des burgenländischen Landeshauptmanns übernommen und sich selbst und Ihrem Team ein hohes Umsetzungstempo verordnet. Wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen Ergebnissen?


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| Landeshauptmann 05

Hans Peter Doskozil:

Foto: Tanja Hofer

»Das Burgenland sehe ich als Vorbild für eine Entwicklung, wo wirtschaftliche und soziale Fortschritte zusammenspielen und nicht als Gegensatz verstanden werden.«

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06 schau Burgenland spezial | Landeshauptmann im Gespräch Wähler können genau unterscheiden, was das bedeutet. Wir sind im Burgenland sehr gut aufgestellt und wollen mit klar formulierten Themenbereichen punkten.

Im Bund ist die SPÖ mit ihren Themen im Wahlkampf nicht durchgekommen. Wie wollen Sie sicherstellen, dass das nicht auch im Burgenland passiert?

nicht stehenbleiben. Deshalb werde ich auch als Spitzenkandidat für die Landtagswahl antreten – mit dem Ziel, wieder Landeshauptmann des Burgenlands zu werden. Wenn mir die Burgenländerinnen und Burgenländer das Vertrauen geben, möchte ich dafür sorgen, dass das Burgenland ein Land der sozialen Sicherheit ist, in dem Bildung und Wohnen für alle leistbar bleibt, in dem neue, innovative Jobs im Land geschaffen werden und in dem der öffentliche Verkehr ausgebaut wird.

Viele Projekte konnten im Burgenland aufgrund von EU-Fördermitteln realisiert werden. Die aktuelle Förderperiode endet kommendes Jahr. Wie realistisch ist es, dass ab 2021 wieder Gelder fließen?

Zunächst ist zu sagen, dass wir enorm von den EU-Fördermitteln profitiert haben. Seit dem EU-Beitritt 1995 bis zum Ende der aktuellen Förderperiode im Jahr 2020 werden im Burgenland fast 1,5 Milliarden Euro von der EU, ergänzt um Mittel des Landes und des Bundes, investiert und damit Gesamtinvestitionen von insgesamt fast 6 Milliarden Euro angestoßen. Über 150.000 Projekte

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wurden in diesem Zeitraum aus den EU-Förderprogrammen im Burgenland insgesamt umgesetzt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden wir in der kommenden Förderperiode, die von 2021 bis 2027 dauert, Anspruch auf weitere Fördermittel zur Regionalentwicklung haben. Das wäre für das Burgenland auch von enormer Bedeutung, um die gute Entwicklung unserer Region nachhaltig abzusichern. Daher werde ich mich auch weiterhin persönlich dafür einsetzen, hier gute Verhandlungs­ ergebnisse zu erzielen.

Die Nationalratswahlen 2019 sind geschlagen. Die SPÖ hat dabei auf Bundesebene ihr historisch schlechtestes Ergebnis eingefahren. Welche Auswirkungen könnte das auf die Landtagswahlen im Jänner 2020 haben?

Ja, wir brauchen bei diesem Ergebnis nichts Schönreden. Aber klar ist, dass es sich um eine Wahl auf nationaler Ebene gehandelt hat, wo andere Themen und Personen im Vordergrund gestanden sind. Für die kommende Landtagswahl sehe ich daher keine großen Auswirkungen. Ich denke, die Wählerinnen und

Im Burgenland liegt die ÖVP bei der Nationalratswahl erstmals seit 1966 vor der SPÖ. Die FPÖ ist deutlich abgestürzt. Sie koalieren mit den Freiheitlichen. Ihre Einschätzung: Wird sich diese Koalition nach der kommenden Landtagswahl nochmals ausgehen? Mein Zugang ist hier immer der gleiche. Zunächst ist der Wähler am Wort. Alles Weitere wird sich nach der Landtagswahl weisen. Wir werden jedenfalls, wie versprochen, unsere Vorhaben, sei es das neue Pflegemodell, die BioWende oder der Mindestlohn, mit unserem Koalitionspartner für die Menschen im Burgenland weiter umsetzen. Und so wie ich bereits gesagt habe: Am Ende des Tages zählt das, was wir konkret getan haben und wir sollen von den Burgenländerinnen und Burgenländern auch daran gemessen werden. Vielen Dank für das Gespräch!

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Foto: Tanja Hofer

In den letzten Wochen suchte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil im Rahmen einer Sommertour das direkte Gespräch mit den Menschen im Land. Sein Credo: „Offen sagen, was Sache ist.“

Ganz einfach. Wir möchten zum ­einen zeigen, was wir in den letzten Jahren in einer verantwortungsbewussten Regierungsarbeit bis zuletzt geleistet haben. Wichtige Themen werden in den nächsten Wochen noch im Landtag beschlossen, wir ­arbeiten also bis zum Schluss. Zum anderen möchten wir unsere Schwerpunkte für die kommenden Jahre klar und auf den Punkt gebracht formulieren. Mir ist es wichtig, dass die Leute spüren – wir hören euch zu, nehmen eure Sorgen ernst und kümmern uns darum. Es gibt keine leeren Versprechungen, denn wir handeln und übernehmen Verantwortung. Schließlich ist das die Grundlage für unsere Glaubwürdigkeit.

04.10.2019 10:08 Uhr

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Foto: Tanja Hofer

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04.10.2019 10:08 Uhr


08 schau Burgenland spezial | Wohnbau & Infrastruktur Heinrich Dorner

Leistbares Wohnen hat oberste Priorität Seit Februar verstärkt Wohnbau- und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner die burgenländische Regierungsmannschaft. Sein Credo: Burgenland soll zum Synonym für leistbares Wohnen in hoher Qualität werden.

HEINRICH DORNER: Sehr positiv und

arbeitsintensiv, das soll auch so sein. Mein Zugang zur Politik ist, dass ich etwas umsetzen und weiterbringen möchte – für das Land und die Burgenländer. Da können wir in den Bereichen, für die ich zuständig bin, schon einiges vorweisen – Stichwort Bauvorhaben, neues Baugesetz, neues Raum­planungsgesetz oder Initiativen im Bereich Wohnen.

Als neuer Wohnbaulandesrat ­haben Sie das Motto „Wohnland Burgenland“ ausgegeben. Was ­bedeutet das?

Ich möchte, dass das Burgenland für leistbares Wohnen in hoher Qualität steht. Hier sind wir österreichweit bereits eine Modellregion, denn in keinem Bundesland sind die Wohnkosten nur annähernd so günstig wie im Burgenland. Zum Wohnland Burgenland gehört aber auch, dass wir 2019 rund 161 Millionen Euro für den Infrastrukturbereich ausgeben. Das Geld wird zielgerichtet eingesetzt, um die Infrastruktur des Landes zu stärken. Jeder investierte Euro rentiert sich ums Zigfache und hat einen mehrfachen Nutzen für das Burgenland und die jeweilige Region: Die Wirtschaft wird angekurbelt, es wird für mehr Beschäftigung gesorgt und ein Mehr an Sicherheit ­erzielt. Gleichzeitig wird bei Infra-

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strukturmaßnahmen darauf geachtet, Projekte im Einklang mit der Natur umzusetzen, beispielsweise ­ wurde ein Güterweg in Horitschon in innovativer Bauweise gebaut. Und ganz entscheidend: Diese Investitionen sind die Grundlage für kluges Wachstum – Wachstum, von dem möglichst alle profitieren und das für die Menschen in unserem Bundesland einen Gewinn an Lebens­ qualität bedeutet!

Die Wohnbauförderung im ­Burgenland gilt als die beste in ganz Ö ­ sterreich. Was macht die B ­ esonderheit und was die Vorzüge aus?

Wir geben im heurigen Jahr seitens des Landes fast 125 Millionen Euro für die Wohnbauförderung aus – das ist eine erkleckliche Summe. Während in anderen Bundesländern die Wohnbauförderung reduziert wurde, hat das Burgenland sogar noch den Bezieherkreis ausgedehnt. Noch mehr Burgenländer kommen dadurch in den Genuss der besten Wohnbauförderung Österreichs! Wir haben zum einen die Fördergrenzen erhöht und Einkommensgrenzen ausgeweitet. Zum anderen wurde die Grundförderung angehoben: Einkommensschwächeren Personen kann ein ­Sozialzuschlag gewährt werden, der bis zu 15.000 Euro beträgt. In Summe erhöht sich die Förderhöhe um rund 25 Prozent. Die Wohnbauförderung ist und bleibt damit ein wesentliches soziales Instrument.

Zudem setzen wir auch Anreize für die Revitalisierung von bereits bestehenden, bisher nicht für Wohn­ zwecke genutzten Gebäuden. Hier haben wir die Förderung erhöht. Denn: Das Thema der Nutzung von brachliegenden Industrie-, Gewerbeund Wohnflächen wird immer wichtiger, um den Bodenverbrauch nachhaltig einzudämmen. Mit unserer Maßnahme setzen wir somit einen sinnvollen Schritt für den Klimaschutz!

Wird die Wohnbauförderung ­bereits so angenommen, wie Sie sich das vorgestellt haben?

Die Zahlen zeigen, dass sich die ­Attraktivierung der Wohnbauförderung schon positiv auswirkt. So konnten wir im Vergleich zum Vorjahr allein bei den Neubauan­ trägen im Eigenheimbereich eine Steigerung von fast 100 Prozent verzeichnen. Wir haben in den letzten Monaten aber auch erkannt, dass das Interesse an den neuen, verbesserten Richtlinien zwar vorhanden ist – dass aber trotzdem noch hoher Aufklärungsbedarf besteht. Wir waren daher im Mai und Juni in allen Bezirken des Landes unterwegs und ­haben im Zuge einer Wohnbauförderungstour ausführlich über die Neuerungen beim Bauen und Wohnen informiert. Der nächste Schritt ist jetzt: Wir evaluieren die „Wohnbauförderung Neu“ und sehen uns an, ob wir die Wohnbauförderung in bestimmten Bereichen noch ziel­gerichteter ausgestalten können.

04.10.2019 10:09 Uhr

Foto: Tanja Hofer

schau: Sie sind erst im Februar des heurigen Jahres aus der ­Wirtschaft in die Landespolitik ­gewechselt. Wie haben Sie die ­ersten Monate erlebt?


Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner:

»Die Zahlen zeigen, dass sich die ­Attraktivierung der Wohnbauförderung schon positiv auswirkt.« Leistbarer Wohnraum für alle lautet das Ziel von Landesrat Heinrich Dorner. Der Lackenbacher will Burgenland zum Wohnland Nummer eins machen.

Foto: Tanja Hofer

Sie haben auch die Raumordnung überarbeiten lassen. Was ist neu?

Das neue Raumplanungsgesetz bringt eine Reihe von Verbesserungen für die Gemeinden: einfachere und raschere Verfahren, die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten. Die Novelle ist somit ein Musterbeispiel für gelungenen Bürokratieabbau im Bereich der örtlichen Raumplanung. Durch die Einführung von örtlichen Entwicklungskonzepten ist die Gemeindeentwicklung nicht nur vo­ rausschauender, sondern auch transparenter.

Vielen Dank für das Gespräch!

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Regionale Unterschiede bei Mietkosten, pro Quadratmeter Wohnnutzfläche, in Euro (2018) Miete inkl. Betriebskosten Österreich 7,8 Burgenland 5,9 Kärnten 6,2 Niederösterreich 6,9 Oberösterreich 7,4 Steiermark 7,4 Wien 8,3 Tirol 8,7 Vorarlberg 9,0 Salzburg 9,2

Kaufpreise Häuser Österreich 1.531 Burgenland 839 Steiermark 1.259 Niederösterreich 1.293 Kärnten 1.426 Oberösterreich 1.667 Tirol 2.724 Salzburg 3.093 Vorarlberg 3.525 Wien 4.051

Q: STATISTIK AUSTRIA, Mikrozensus und Sonderauswertung Immobilien-Durchschnittspreise 2018. Mietpreise: arithmetisches Mittel

04.10.2019 10:09 Uhr


10 schau Burgenland spezial | Sicherheit

Johann Tschürtz

Sicherheit bringt Lebensqualität Die Sicherheit des Burgenlandes liegt bei LandeshauptmannStellvertreter Johann Tschürtz in bewährten Händen. Mit einem neuen Feuerwehrgesetz und einer Sicherheitskampagne im Straßenverkehr rückt er jetzt zwei wichtige Bereiche besonders in den Fokus.

JOHANN TSCHÜRTZ: Wir haben in den letzten Jahren gemeinsam viel erreicht. Sicherheit ist eine wichtige Basis für ein gutes Leben – und für die hohe Lebensqualität in unserem Bundesland beneiden uns viele Menschen. Allerdings gilt es, immer dranzubleiben.

Am 1. Jänner 2020 tritt im Bur­ genland ein neues Feuerwehr­ gesetz in Kraft. Was genau wird damit geregelt?

Es regelt unter anderem die Wahl der knapp 320 Ortsfeuerwehrkommandanten durch rund 17.000 Mitglieder. Auf Gemeindeebene sollen die Kommandanten erstmals 2021 gekürt werden.

Was kann das neue Gesetz?

Bereits in der Entstehungsphase haben wir die Feuerwehrfrauen und -männer aktiv in den Prozess mit­ eingebunden und dazu befragt. Herausgekommen ist das modernste Feuerwehrgesetz Österreichs. Unter anderem bringt es künftig mehr demokratische Strukturen, eine höhe­ re Altersgrenze sowie eine klare Trennung zwischen den behörd­ lichen Aufgaben und der Selbstverwaltung. Außerdem wur-

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den Aufgaben und Befugnisse der Feuerwehren klar definiert, um teilweise vorhandene rechtliche Unklar­heiten zu beseitigen.

Wie sollen die Aufgaben künftig in der Praxis geteilt werden?

Die behördlichen Aufgaben übernimmt in Zukunft ein Landesfeuerwehrdirektor. Außerdem können Gemeinden die Finanzgebarung der Feuerwehren überprüfen. Bei Beträ-

Johann Tschürtz:

»Sicherheit ist eine wichtige Basis für ein gutes Leben – und für die hohe Lebensqualität in unserem Bundes­ land beneiden uns viele Menschen.« gen bis 5.000 Euro kann ab Jänner 2020 der Ortsfeuerwehrkommandant, bei Beträgen bis 10.000 Euro das Ortsfeuerwehrkommando entscheiden. Bei höheren Investitionen muss sich eine Mitgliederversamm-

lung damit befassen. So stärken wir die Demokratie innerhalb der Feuerwehren.

Welche Vorteile für die Sicherheit im Burgenland ergeben sich noch?

Auch Feuerwehrhäuser und die ­Landessicherheitszentrale sind im neuen Gesetz verankert. Im Ernstfall ist so die Einrichtung von BlackoutSicherheitsinseln sichergestellt.

Was war die besondere Herausfor­ derung bei der Erarbeitung des neuen Feuerwehrgesetzes?

Eine Herausforderung war sicherlich die Einarbeitung von Datenschutzbestimmungen in das Feuerwehrrecht. Bei der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung wurden beispielsweise Glaubensbekenntnis und Blutgruppe aus den Datensätzen der Feuerwehrleute entfernt. In der Praxis bringt das viele Vor-, allerdings auch einige Nachteile. Einerseits hat man weniger zu verwalten, doch bei gewissen Unfallszenarien kann etwa die Information über die Blutgruppe hilfreich sein. Fakt ist jedoch: Was die Einarbeitung der Datenschutzgrundverordnung in den Gesetzesentwurf betrifft, ist das Burgenland hier klar Vorreiter.

Foto: Bgld. Landesmedienservice

schau: Wie zufrieden sind Sie mit der Sicherheit im Burgenland?

04.10.2019 10:10 Uhr


schau Burgenland spezial

| Sicherheit 11

Gemeinsam mit 17.000 burgenländischen Feuerwehrfrauen und -männern wurde im Burgenland das modernste Feuerwehrgesetz Österreichs erarbeitet. Im Jänner 2020 tritt es in Kraft. Am Foto v. l. n. r.: Jurist Thomas Schindler vom Landesfeuerwehrverband, ­Landeshauptmann-Stellvertreter und Feuerwehrreferent Johann Tschürtz, Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl und Erich Hahnenkamp, der Leiter des Hauptreferats Sicherheit der Landesregierung.

Foto: Bgld. Landesmedienservice

Sie haben kürzlich eine Kampagne für mehr Sicherheit im Straßen­ verkehr gestartet. Warum jetzt?

16 Menschen sind zwischen 1. Jänner und 4. August auf burgenländischen Straßen tödlich verunglückt. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es neun, 2018 sechs Tote. Dieser Anstieg muss uns alarmieren. Es geht darum, das Bewusstsein der Autolenker für die Sicherheit, das eigene sowie das ­Leben anderer zu schärfen. Ablenkung am Steuer, zum Beispiel durchs Telefonieren, ist die Hauptursache für Verkehrsunfälle. Dabei ist diese Ablenkung meist leicht vermeidbar. Das wollen wir den Menschen ­bewusst machen.

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Das neue Schuljahr hat begonnen. Sind Kinder besonders gefährdet?

Ja, denn aufgrund ihrer Entwicklung sind sie oft nicht in der Lage, gefährliche Situationen im Straßenverkehr zu erkennen und dementsprechend zu reagieren. Gerade zu Schulbeginn ist es deshalb ganz besonders wichtig, allen Verkehrsteilnehmern verstärkt ins Bewusstsein zu rufen, dass Kinder aus dem Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind und vor allem im Bereich von Schulen besondere Vorsicht gefordert ist.

fahrzeugen und Schwerpunktaktionen durch. Dabei geht es aber nicht ums Bestrafen, sondern um Aufklärung. Oberstes Ziel ist die Prävention. Außer bei gravierenden Verstößen wollen wir es bei Abmahnungen belassen. Darüber hinaus werden wir uns neuralgische Verkehrsstellen genau ansehen, straßenbau­ technisch nachbessern und somit ­entschärfen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Wie wird der Verkehr überprüft?

Wir führen systematische, stichprobenartige Überprüfungen von Kraft-

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12 schau Burgenland spezial | Kinder & Jugend

Daniela Winkler

Entlastung für junge Familien Das beste Bildungssystem, das jungen Menschen die besten Chancen und Perspektiven bietet, fordert Bildungslandesrätin Daniela Winkler. Der Gratis-Kindergarten für alle ist ein erster Schritt.

DANIELA WINKLER: Der Gesetzes­ antrag wurde bereits im Landtag eingebracht. Bei planmäßigem Verlauf des Gesetzgebungsprozesses gibt es ab 1. November 2019 keine Eltern­ beiträge mehr für den Besuch des Kindergartens oder der Kinderkrippe. Darüber hinaus regelt das Gesetz die Anpassung der Öffnungszeiten dieser Einrichtungen an den Bedarf der Eltern. Als weitere wichtige Maßnahme für die Eltern wird eine umfassende Kinderbetreuung während der Ferien kommen.

Wie wichtig ist dieses Angebot für die Startchancen der ­burgenländischen Kinder?

Der Kindergarten ist die erste Bildungseinrichtung. Die Entwicklungs­ phasen in diesem Alter sind für Kinder besonders wichtig. Umso mehr wollen wir eine qualitative und umfassende pädagogische Betreuung unserer Jüngsten garantieren. Je besser Kinder in dieser Phase gefördert und betreut werden, umso besser sind die Voraussetzungen für die weiteren Entwicklungsschritte.

Wie viele Kinder werden vom Angebot profitieren?

Es werden alle Kinder in allen Gemeinden des Burgenlands davon profitieren. Mit Stand Juli waren über 11.000 Kinder in burgenländischen Kindergärten und Kinderkrippen.

Außerdem profitieren die ­ Eltern von Kindergarten- und Schulkindern zusätzlich von verlängerten Öff­ nungszeiten und der Ferienbetreuung, sofern der Bedarf besteht.

Mit welchen Kosten pro Jahr rechnen Sie für das Burgenland?

Das Land Burgenland unterstützt die Gemeinden bei der Kinderbildung

Landesrätin Daniela Winkler:

»Wir wollen eine qualitative Betreuung unserer Jüngsten garantieren.« und -betreuung und investiert dafür zusätzlich sechs Millionen Euro. Insgesamt beträgt die Fördersumme, die an die Gemeinden ausbezahlt wird, rund 31 Millionen Euro.

Ein weiteres Projekt von Ihnen ist der freiwillige und kostenlose Englisch-Unterricht in der ­Volksschule. Warum ist Ihnen das Thema so wichtig?

Der Gedanke entstammt aus meiner persönlichen Erfahrung. Während meiner Tätigkeit in einem inter­ nationalen Unternehmen habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, Fremdsprachen zu beherrschen. Sprachen öffnen Türen und erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dazu

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kommt, dass unsere Kinder im Umgang mit den digitalen Medien und mit der Nutzung des Internets immer früher mit Englisch in Kontakt kommen. Der zusätzliche freiwillige Englisch-Unterricht in den vier Stufen der Volksschule soll in spielerischer und interessanter Weise die frühe Sprachförderung unserer Kinder stärken. Es haben sich 98,2 Prozent aller Volksschulklassen im Burgenland dazu angemeldet.

Sie sind Ende Februar in die ­Landespolitik gestartet und haben mit dem Gratis-Kindergarten ­bereits ein Megaprojekt auf Schiene ­gebracht. Was wollen Sie als Nächstes angehen? Mit dem Gratis-Kindergarten und dem kostenlosen zusätzlichen Englisch-Unterricht haben wir zwei Meilensteine gesetzt. Das Familienreferat erweitert sein Informationsangebot um das Family-Web, wo Experten im Internet Familienthemen behandeln und Eltern­ fragen beantworten. Im Bildungsbereich werden wir uns neben der Digitalisierung vorrangig den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie dem Tierschutz widmen und die Berufsorientierung stärker in den Mittelpunkt rücken. Weiters ­ haben wir uns für die ­Zukunft im Jugendbereich einiges vorgenommen. Es laufen bereits Projekte, um das Recht der Jugend auf Mitsprache und Mitgestaltung zu stärken. Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: Tanja Hofer

schau: Gemeinsam mit Landeshauptmann Doskozil werden Sie im Burgenland den Gratis-Kindergarten einführen. Ab wann tritt die Neuregelung in Kraft?

04.10.2019 10:18 Uhr


Foto: Tanja Hofer

Gratis-Kindergarten, kostenloser Englisch-Unterricht: Bildungs­ landesrätin Daniela Winkler setzt sich für Kinder und Familien ein.

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14 schau Burgenland spezial | Pflege & Betreuung

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Christian Illedits

Pflege und Betreuung betreffen jede Familie Gut versorgt in jedem Lebensalter – für Christian Illedits eines der entscheidendsten Zukunftsthemen. Ein neues Pflegemodell positioniert das Burgenland als Vorreiter in Sachen Betreuung daheim.

Soziallandesrat Christian Illedits stellt den Pflege- und Betreuungsbereich im Burgenland auf komplett neue Beine.

schau: Der Pflegebereich zählt zu den zentralsten Zukunfts­themen. Das Burgenland hat für pflegende Angehörige ab 1. Oktober die Möglichkeit der Anstellung beim Land geschaffen. Was waren die Gründe dafür?

CHRISTIAN ILLEDITS: Pflege und Betreuung bestimmen die Lebensre­ alität nahezu jeder Familie. Wir ha­ ben die größte Seniorenbefragung zum Thema durchgeführt: Hierzu­ lande möchten fast 99 % längstmög­ lich zu Hause betreut werden. Ange­ hörige übernehmen hier Verant­ wortung, opfern ihre Zeit und geben oftmals ihr Dienstverhältnis auf. Dadurch entfallen ihnen Einkom­ ­ men, soziale Absicherung und Pensi­ onsjahre, bevor sie zurück in den Arbeitsmarkt finden müssen. Ihnen bringt das neue Modell bezahlte Ar­ beit und damit Absicherung! Zudem werden Menschen, die dies wün­ schen, in den eigenen vier Wänden betreut – und zwar von Vertrauten. Ich erinnere mich an meine demente Mutter, die mich ständig fragte, was Fremde in ihrem Haus zu suchen hät­ ten. Das gibt zu denken!

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Menschen, die Angehörige pflegen, können sich bei der neuen Pflege­ service Burgenland GmbH anstellen lassen. Das ist ein Dienstverhältnis, » Weiter auf Seite 16

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Foto: Tanja Hofer

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16 schau Burgenland spezial | Pflege & Betreuung Soziallandesrat Christian Illedits:

»Pflege und Betreuung sind in vielen Staaten DIE Schlüsselthemen der Zukunft.«

Anstellen kann man sich allerdings nur lassen, wenn man eine entsprechende Pflegeausbildung hat. Wie wird die sichergestellt und überprüft?

Verpflichtend ist eine vom Land ­Burgenland finanzierte Grundaus­ bildung in den ersten zwölf Dienst­ monaten. Zusätzlich können pfle­ gende Angehörige eine vollwertige Heimhilfeausbildung absolvieren – auch das unterstützen wir. Das und Unterstützungsbesuche durch aus­ gebildetes Personal sichern erstmals Qualität bei der Pflege daheim. So möchten wir auch mehr Menschen für den Pflegeberuf begeistern.

Was raten Sie Betroffenen oder Interessierten? Das Eintreffen von Pflegebedürf­ tigkeit trifft die Betroffenen oft aus heiterem Himmel. Daher ha­ ben wir eine Pflegehotline ein­ gerichtet. Unter 057 600-1000 ­bieten unsere Pflege- und Sozial­ berater individuelle Lösungen. Unter derselben Nummer kann ­ man sich auch über das Anstel­ lungsmodell informieren. Zudem enthält der Pflegeatlas Burgenland allgemeine Informationen zum Thema (kostenlos in allen Gemein­ den, Bezirkshauptmannschaften und auf www.burgenland.at).

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Es handelt sich ja um einen ­Modellversuch. Wie wird dieser in der Praxis evaluiert?

Das Modell ist absolutes Neuland. Bundesweit gibt es kein vergleich­ bares Modell! Daher ist es als Pilot­ projekt konzipiert und wird Ende 2021 genau analysiert, um gegebe­ nenfalls angepasst zu werden. Das ist im neuen Sozialhilfegesetz veran­ kert. Es ist ein mutiger Schritt! Wir gehen ihn, um den pflegenden Ange­ hörigen endlich die Anerkennung und Sicherheit zu bieten, die sie ­verdienen!

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Könnte das Burgenland-Modell in ganz Österreich Schule machen?

Pflege und Betreuung sind in vielen Staaten DIE Schlüsselthemen der ­Zukunft. Fakt ist, dass es Lösungen braucht! Während andere Probleme vorschieben, gehen wir als Vorreiter in die Umsetzung. Die Vorarbeiten laufen planmäßig und das Interesse ist in ganz Österreich enorm!

Vielen Dank für das Gespräch!

Foto: Tanja Hofer

wie wir es auch aus anderen Berufen kennen! Voraussetzung sind jeden­ falls die österreichische Staatsbür­ gerschaft, erwerbsfähiges Alter und ein Verwandtschaftsgrad bis zur zweiten Parentel. Wer pflegt, das entscheiden die Angehörigen. Was Arbeitsstunden und Entlohnung be­ trifft, haben Experten drei Modelle errechnet: 1.700 Euro netto bei einer 40-Stunden-Anstellung, möglich ab Pflegestufe fünf. Bei Pflegestufe vier sind es 30 Stunden, bei Stufe drei 20 Stunden. Die Entlohnung setzt sich aus einem Teil des Pflegegelds (ab Pflegestufe vier 80 % und bei Stufe drei 90 %) und einem Teil des Einkommens zusammen. Den Rest finanziert das Land. Zu Pflegende müssen also nach wie vor einen Teil ihres Einkommens und ihres Pflege­ gelds investieren. Neu ist, dass dieses Geld in die Absicherung der Pflegen­ den und in die Qualität der Pflege fließt.

04.10.2019 10:19 Uhr

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entgeltliche Einschaltung

ges u l nk i im e m r u ü t F chs nland a W rge Bu

a! m li K s e r e s s e B . io Mehr B Das Land Burgenland hat die Bio-Wende gestartet!

Foto: Tanja Hofer

Mit der Umsetzung eines 12 Punkte-Plans wurde bereits begonnen. Damit wird das Burgenland zum Bio-Vorzeigeland. Mehr Bio bedeutet: -

eine gesunde Ernährung

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mehr Qualität, mehr Regionalität

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neue Ertragschancen für heimische Bauern

-

mehr Umwelt- und Klimaschutz

Nähere Infos dazu unter www.burgenland.at/bioland.

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18 schau Burgenland spezial | Landwirtschaft Astrid Eisenkopf

Die Biowende schaffen wir nur gemeinsam

Bereits heute liegt das Burgenland in Sachen Bio-Anteil österreichweit auf Platz zwei. Agrar­landesrätin Astrid Eisenkopf strebt jetzt die Spitze an und will dafür alle einbinden.

ASTRID EISENKOPF: Anfang Septem-

ber konnte ich bereits eine positive Zwischenbilanz zur Umsetzung der burgenländischen Bio-Wende ziehen. Wir machen das Burgenland zum Bio-Land und setzen den dafür erarbeiteten 12-Punkte-Plan konsequent um. Wir sind auf einem sehr guten Weg. So haben wir den Anteil der Bio-Flächen, viel schneller als geplant, von 31 % im September 2018 auf 37 % Prozent im Juli 2019 gesteigert. Der Fördertopf, die vom Land Burgenland als Übergangslösung zu den ausgelaufenen EU-Bio-Förderungen eingeführte Bio-Umstel-

Astrid Eisenkopf:

»Mit einem 12-Punkte-Plan machen wir das Burgenland zur Bio-Musterregion für ganz Europa.« lungsförderung, war innerhalb weniger Wochen ausgeschöpft. Wir sind gerade dabei, diesen aufzustocken. Das zeigt, dass die burgenländischen Landwirte sehr wohl daran interessiert sind. Um neue Absatzchancen für burgenländische Landwirte zu schaffen und mit gutem Beispiel vo­ ranzugehen, stellen Land und landes-

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nahe Betriebe ihre Küchen und Buffets auf Bio um. Wir konnten vieles bereits umsetzen bzw. sind mitten in der Umsetzung. Uns ist klar, dass eine Bio-Wende nicht von heute auf morgen passieren kann, sondern dass sie Zeit braucht. Es sind viele Partner beteiligt, die bei der Umsetzung notwendig sind – das ist ein breites Feld. Aber ich denke, dass der Schritt zu mehr Bio ein nachhaltiger Weg ist, der für unsere Gesundheit und für unsere nachfolgenden Generationen enorm wichtig ist.

Wie hoch ist der Bio-Anteil derzeit im Burgenland und in welchen Bereichen gibt es besonderen Aufholbedarf?

Wir liegen aktuell im Jahr 2019 bei 37 % Bio-Anteil, was die Agrarflächen im Burgenland betrifft. Mehr als 25 % der Betriebe wirtschaften dabei im Burgenland biologisch. Aufholbedarf gibt es dabei vor allem in der Fleischproduktion, wo die Anteile der Bio-Produktion teilweise im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Das wäre gleichzeitig auch ein Zeichen in Richtung Bekämpfung des Klimawandels, denn die Futtermittel, hier vor allem Soja im konventionellen Bereich, stammen größtenteils aus Südamerika, wo dafür jährlich 1.000 Hektar an Regenwald für die Gewinnung solcher Agrarflächen gerodet werden. Im Weinbau sind wir mit knapp 20 % Anbaufläche bereits „Europameister“.

Wie will man die Produzenten zum Bio-Umstieg motivieren?

Wir haben dafür einen vielschichtigen Mix an Angeboten zur Verfügung gestellt. Zum einen gibt es erstmals eine Bio-Umstiegsförderung in Höhe von 15.000 Euro in reinen ­Landesmitteln pro Betrieb, der den Umstieg vollzieht. Daneben haben wir mit der Genuss Burgenland eine ­optimale Marketing-Drehscheibe, die die Absätze der Bio-Lebensmittel aus dem Burgenland weiter ankurbeln wird. Darüber hinaus hat sich das Land Burgenland dazu bekannt, im öffentlichen Bereich bis 2024 ­ausschließlich auf Bio-Lebensmittel ­zurückzugreifen – auch das eröffnet neue Marktchancen für unsere Landwirte.

Wie ist in der Bio-Thematik das Verhältnis zur Landwirtschaftskammer?

Mit dem Kammervertrag 2019 haben das Land Burgenland und die Land-

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Foto: Tanja Hofer

schau: Burgenland soll zum Bio-Land Nummer eins werden. Wie kommt die Bio-Wende voran?

Bio-Musterregion, Klimaneutralität und „Naturakademie“: Agrarlandesrätin Astrid Eisenkopf will das Burgenland für die Zukunft nachhaltig ausrichten.


Foto: Tanja Hofer

wirtschaftskammer ein klares Signal in Richtung Forcierung des biologischen Landbaus im Burgenland gesetzt. Es ist schon richtig, dass die Kammer immer wieder betont, dass wir in Österreich bereits den zweithöchsten Bio-Anteil im Burgenland haben. Auf diesen Lorbeeren gilt es sich allerdings nicht auszuruhen. Vielmehr ist unser Ziel, das Burgenland als eine Bio-Musterregion für ganz Europa zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle an ­einem Strang ziehen – da gilt es, ­parteipolitische Empfindlichkeiten hintanzustellen.

Sie haben das Ziel ausgegeben, das Burgenland bis 2050 klima­ neutral zu machen. Wie soll dieses Ziel erreicht werden?

Klimaneutral bedeutet, dass wir bis zum Jahr 2050 den Energiebedarf für Mobilität und Wärme zu 100 % aus

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erneuerbaren Quellen decken können. Im Bereich der Stromerzeugung haben wir dieses Ziel bereits 2013 dank des Ausbaus der Windkraft erreicht. Neben der Wärme- und Mobilitätswende müssen aber auch die Landwirtschaft, die Abfallwirtschaft und die Raumordnung ihren Beitrag leisten. Gleichzeitig setzen wir weiterhin stark auf Bewusstseinsbildung, auf die Kooperation mit den Gemeinden und den Klima- und Energiemodellregionen sowie auf Wirtschaft und Forschung als starken ­Motor für Innovation. Die genauen Maßnahmen legen wir mit der Burgenländischen Klima- und Energiestrategie fest, die in den nächsten Monaten präsentiert wird.

Rund ein Drittel der Fläche des Burgenlands steht unter ­Naturschutz. Jetzt wurde die ­„Naturakademie“ vorgestellt.

Was ist das Ziel dieser Initiative?

Naturschutz im Burgenland ist deshalb so erfolgreich, weil wir zahlreiche Vereine haben, deren Mitglieder sich ehrenamtlich für den Naturschutz engagieren. Mit der Initiative „Naturakademie“ bieten wir 15 Organisationen aus den Bereichen Naturund Landschaftsschutz, Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Erwachsenenbildung, Naturpädagogik, Naturtourismus und Nachhaltigkeit erstmalig eine gemeinsame Plattform. Zentrales Element ist das gemeinsame Bildungsangebot. Über ein Online-Tool können Weiterbildungen, Exkursionen und Workshops gebucht werden. Das ­aktuelle Herbstprogramm ist unter www.naturakademie-burgenland.at verfügbar. Wir können letztlich mehr Menschen für den Naturschutz im Burgenland begeistern.

Vielen Dank für das Gespräch!

04.10.2019 10:20 Uhr


20 schau Burgenland spezial | Wirtschaft Alexander Petschnig

Burgenlands Wirtschaft entwickelt sich prächtig Verbesserte Handelsbilanz, neue Betriebsansiedlungen und eine ­attraktive Förderschiene: Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig sieht das Burgenland für die Zukunft gut aufgestellt.

Foto: Tanja Hofer

Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig freut sich unter anderem über die positive Entwicklung der Handelsbilanz und neue Betriebsansiedlungen im Burgenland.

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schau Burgenland spezial

schau: Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung des Wirtschafts­ standorts Burgenland?

ALEXANDER PETSCHNIG: Mit der

wirtschaftlichen Entwicklung des Burgenlands kann man gegenwärtig nur zufrieden sein. Im ersten Halb­ jahr 2019 hatten wir ein Investitions­ volumen von über 62,5 Millionen Euro im Burgenland, ein Außenhan­ delsvolumen von 2,3 Milliarden Euro und eine sich stetig verbessernde Handelsbilanz. Des Weiteren haben wir eine seit Jahren sinkende Arbeits­ losenzahl mit gleichzeitig höchster Zahl an unselbstständig Beschäftig­ ten, bedingt durch immer neue Be­ triebsansiedlungen. Alles in allem sind das gute Indikatoren dafür, dass sich der Wirtschaftsstandort Burgenland prächtig entwickelt.

Wo liegt das Burgenland in Sachen Wirtschaft im Bundesländer­ vergleich?

Das Burgenland konnte sich in den letzten Jahren auch im Vergleich zu unseren anderen Bundesländern sehr erfolgreich weiterentwickeln. Gerade in den Bereichen Wirtschaft und Beschäftigung nimmt unser Land im Vergleich mit anderen Bun­ desländern eine Spitzenposition ein. Im Österreichvergleich liegt unser Bundesland mittlerweile sogar auf Platz zwei in Bezug auf geringe Ar­ mutsgefährdung und beim mittleren Jahreseinkommen.

Foto: Tanja Hofer

Die International Automotive Components Group „IAC“ plant in Neutal einen Standort für ­Entwicklung und Produktion. Was genau soll dort entstehen und wie viele Jobs entstehen dadurch?

Entstehen wird in Neutal eine For­ schungs- und Entwicklungsanlage für Automotive-Innenausstattungs­ komponenten und in weiterer Folge auch eine Produktionsanlage. All das ist natürlich ein lebendiger Prozess und bei wirtschaftlichem Erfolg kann ich mir durchaus vorstellen, dass der Standort auch noch weiter ausgebaut wird. Natürlich werden

wir auch vonseiten des Landes un­ terstützend zur Seite stehen. Nach den derzeitigen Plänen werden im Endausbau bis zu 200 hoch qualifi­ zierte Jobs in Neutal entstehen.

Was kann das Burgenland ­Unter­nehmen anbieten, wo sich andere Bundesländer mitunter ­schwertun?

Ich denke, was uns auszeichnet, ist der gute Mix an „Soft and Hard Skills“. Der Burgenländer an sich ist fleißig und strebsam. Das heißt,

Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig:

»Gerade in den Bereichen Wirtschaft und Beschäftigung nimmt unser Land im Vergleich mit anderen Bun­ desländern eine Spitzen­position ein.« ­ rbeitsplätze im Burgenland können A mit fachlich hervorragend ausge­ bildetem Personal besetzt werden. Außerdem herrscht im Burgenland ein faires Lohnniveau vor. Darüber hinaus steht ausreichend Grund und Boden zur Verfügung, der durch eine sehr gute Verkehrsinfrastruktur und Anbindungen ergänzt wird. Die Ent­ scheidungsträger sind bemüht, den Unternehmen hilfreich zur Seite zu stehen und allfällige Probleme zum Nutzen beider Seiten zu lösen. Nicht zuletzt bietet das Burgenland auch eine Förderschiene, die ihresglei­ chen sucht.

Stichwort Tourismus- und Frei­ zeitwirtschaft: Die Therme Lutz­ mannsburg feiert 25. Geburtstag und freut sich über Rekordbesu­

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| Wirtschaft 21

cherzahlen. Jetzt soll weiter inves­ tiert werden. Was ist geplant?

Nicht nur in Lutzmannsburg freut man sich über Rekordzahlen. Wir schaffen es, das Burgenland als Gan­ zes für Gäste interessant zu machen, was man an den steigenden An­ kunftszahlen sehen kann. Es wird zurzeit auch die durch den Touris­ mus generierte Wertschöpfung er­ hoben. Gegen Ende des Jahres wer­ den die Zahlen vorliegen. Doch zurück zu Lutzmannsburg, hier entwickeln sich nicht nur die Thermenzahlen sehr gut, sondern auch die Partnerbetriebe. Die Therme ist das Zugpferd, das eine ganz genaue Zielgruppe anspricht, in diesem Fall Familien mit Kindern. Wer sich auf diese Positionierung einstellt, ist mit im Erfolgsteam. Die Renovierung der Zimmer und des SB-Bereichs ist ebenso wie die VR-Rutsche und das VR-Schnor­ cheln bereits umgesetzt. 2020 soll ein 5D-Wasserkino errichtet werden. In weiterer Folge, wenn alles nach Plan läuft, sind unter anderem ein neuer beruhigter Bereich, die Ver­ legung der bestehenden Bühne und die Errichtung neuer Liegeflächen geplant. In Summe ein rundes Paket, das in vier Phasen abgearbeitet wer­ den soll und bereits jetzt erste, für die gesamte Destination erfreuliche Wirkung zeigt.

EU-Gelder aus Brüssel haben auch im Burgenland den Aufschwung beflügelt. 2020 endet die aktuelle Förderperiode. Weiß man schon, wie es in Sachen Förderungen weitergeht?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann man dazu noch nicht viel Konkretes sagen. Die Entscheidung steht auf EU-Ebene erst an. Zuerst muss sich die neue EU-Kommission konstituie­ ren. Wir sind aber in stetigem Kon­ takt mit den Entscheidungsträgern auf EU-Ebene, um das bestmögliche Ergebnis für unser Bundesland zu gewährleisten.

Vielen Dank für das Gespräch!

04.10.2019 10:21 Uhr


22 schau Burgenland spezial | Wirtschaftskammer Peter Nemeth

1.700 Euro netto Mindestlohn? Ich halte die Idee für Unsinn Als Präsident lenkt Peter Nemeth die Geschicke der Wirtschafts­ kammer Burgenland. Mit schau spricht er über 1.700 Euro netto Mindestlohn, die Wirtschaftsentwicklung im Land und sagt, wo jetzt dringend steuerlich nachjustiert werden müsste. Der burgenländische Wirtschaftskammer-Präsident Peter Nemeth hält die Idee von 1.700 Euro netto Mindestlohn für Unsinn. Mit Blick auf die Entwicklung der Wirtschaft fordert er stattdessen: „Die Lohnnebenkosten müssen jetzt runter!“

Peter Nemeth:

Foto: Tanja Hofer

»Da verwechseln einige brutto und netto. Außerdem gibt es einen großen Trugschluss bei der Sache: Der Gewinner bei solchen Maßnahmen ist immer der Staat, der Finanzminister. «

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04.10.2019 10:34 Uhr


schau Burgenland spezial

schau: Das Burgenland plant 1.700 Euro netto Mindestlohn im Landesdienst. Jetzt will die SPÖ dieses Vorhaben für alle Beschäftigten realisieren. Wie realistisch ist das?

PETER NEMETH: Ich denke, die Leute

verwechseln brutto und netto. Wenn das Frau Rendi-Wagner jetzt für alle Beschäftigten im Land fordert, sollte sich die SPÖ erst einmal intern ab­ stimmen und mit dem Thema wirk­ lich auseinandersetzen. Was kommt bei 1.700 brutto letztlich netto raus und wie viel brutto sind eigentlich 1.700 netto? Dass das im Burgenland vielleicht im öffentlichen Dienst geht, mag sein. Da geht es um die Frage: Wie geht man mit dem Geld um, das man selbst nicht verdient, sondern verteilt? Zum anderen muss man sagen, dass man als selbstständiger Erwerbs­ tätiger froh sein muss, dass es nicht „Republik“, sondern Bundesland Burgenland heißt. Man muss nur ­wissen, dass die Steuergesetzgebung nicht Landesangelegenheit ist. Aus dem Grund erübrigt sich, glaube ich, ein Nachstoßen der Frage in jegliche Richtung.

Foto: Tanja Hofer

Also aus Ihrer Sicht kein Thema?

Für alle, die nicht so im Thema sind: Sechs von zehn Euro erwirtschaftet die Wirtschaft Österreichs mit ihren Mitarbeitern durch Exporte – unter diesen Voraussetzungen, wie wir sie jetzt haben. Auch im Burgenland er­ wirtschaften wir in etwa vier von zehn Euro durch Exporte, nicht in die Steiermark, sondern wirklich ins Ausland. Würden wir diese Rahmen­ bedingungen haben, die hier vor­ geschlagen sind, so hätten wir einen Wettbewerbsnachteil nicht nur in die klassischen Exportländer. Der Burgenländer könnte mit diesen Rahmenbedingungen auch nichts nach Niederösterreich, in die Steier­

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mark, nach Wien, nirgendwohin ver­ kaufen. Und eines kommt noch dazu, der große Trugschluss bei der Sache: Der Gewinner bei solchen Maßnah­ men ist immer der Staat, der Finanz­ minister. Wir wollen, dass unseren Mitarbeitern mehr netto von brutto bleibt. Das heißt runter mit den Lohnnebenkosten, runter mit den Sozialabgaben. Dadurch werden ja nicht die Produkte und Dienstleis­ tungen für den Konsumenten teurer, sondern er hat wirklich mehr Geld übrig und wir bleiben wettbewerbs­ fähig. Der vorgeschlagene Ansatz hingegen ist Unsinn.

Wie zufrieden sind Sie mit der Wirtschaftsentwicklung im Burgenland und wo müsste man nachschärfen?

Es sind die Rahmenbedingungen bes­ ser geworden, aber Wirtschaft ist stark von der Stimmung abhängig. Die Stimmung ist gut. Und gerade jetzt, wo man sieht, dass sich die Kon­ junktur etwas eintrübt, sind steuer­ liche Maßnahmen, deshalb heißt es ja Steuer, notwendig. Das heißt, jetzt müsste die Senkung in Angriff ge­ nommen werden, um eben den Ab­ sprung abzufedern. Deshalb sollten jetzt steuerliche Maßnahmen durch Entlastungen von Lohnnebenkosten passieren, damit wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig sind und dass die Betriebe nicht überlegen, Mitarbei­ ter freizustellen, sondern dass wir Arbeitsplätze schaffen. Das ist das Wesentliche.

Die Wirtschaftskammer ist ­derzeit auf Info-Tour durchs Burgenland. Worum geht es dabei?

Das Ziel dieser Info-Tour durch das Land ist, die Unternehmer auf die Rahmenbedinungen, die wir haben, aufmerksam zu machen. Das ist das Ziel, auch unsere Vorstellungen ­darzulegen.

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Geht es auch darum, neue Serviceangebote vorzustellen?

Ja, und wir sind dabei schon lange im digitalen Zeitalter angekommen. Wir müssen nur unsere Unternehmer ­immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es diese Angebote gibt.

Derzeit läuft auch eine Wertschätzungskampagne. Soll dabei partnerschaftliches Zusammenspiel von Kunde, Unternehmer und ­Mitarbeiter in den Fokus gestellt werden?

Ich glaube, jeder Unternehmer ist gut beraten, den Kunden als Partner zu sehen und dass er derjenige ist, mit dem man gut umzugehen hat. Und genauso ist es bei den Mitarbei­ tern. Wenn ich meinen Mitarbeiter nicht gerecht und ordentlich ent­ lohne und nicht ordentlich mit ihm umgehe, setze ich damit das Kapital meines Unternehmens aufs Spiel. Das ist wie mit Geld. Wenn ich damit nicht sorgsam umgehe, dann werde ich irgendwann keines mehr haben. Aus diesem Grund haben Sie völlig recht: Es muss eine Partnerschaft ge­ ben zwischen dem Unternehmer, sei­ nen Kunden und den Mitarbeitern. Der Kunde muss wissen, dass er ­eigentlich der König ist. Und der Mit­ arbeiter wird es sicherlich auch schätzen, wenn er gut entlohnt wird.

Wie sehen Ihre Zukunftsvisionen für die Wirtschaft des Burgenlandes aus?

Wenn ich nur Visionen für die Zu­ kunft hätte, wäre das schlecht. Wir arbeiten tagtäglich aktiv daran, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Denn die braucht es – und dazu noch die Überzeugungsarbeit, dass der Unternehmer nicht der Böse ist, son­ dern im Gegenteil, dass er Gutes tut für das Land.

Vielen Dank für das Gespräch!

04.10.2019 10:34 Uhr


Thomas Steiner

In Eisenstadt lebt es sich einfach gut Ländlicher Charme kombiniert mit moderner Infrastruktur: Laut Bürgermeister Thomas Steiner ist es genau diese Mischung, die Bewohner der burgenländischen Landeshauptstadt so schätzen.

THOMAS STEINER: Das war eine ziemlich coole Sache. Wir haben das im Rahmen eines Prozesses gemacht­ und den natürlich mit professionel­ ler Unterstützung. Darüber hinaus haben wir auch Menschen aus Eisen­ stadt eingeladen, mitzumachen. Da waren unter anderem Mitarbeiter der Stadt dabei. Es haben aber auch

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Leute mitgemacht, die nicht bei der Stadt arbeiten, sondern einfach inte­ ressiert waren. Das Echo war im Prinzip: Die Leute leben gerne in ­Eisenstadt, weil es eine kleine Stadt ist, sehr ländlich, weil man sich un­ tereinander kennt und trotzdem die Infrastruktur einer Großstadt hat. So ist auch der Slogan „Die kleinste Großstadt der Welt“ entstanden. Klein wie ein Dorf, aber groß in der Infrastruktur. Und das ist das, was das Gefühl der Leute auf den Punkt bringt.

Wie hat sich der Zuzug in den ­letzten Jahren entwickelt?

Der Zuzug ist ungebrochen groß. Wenn man die Landeshauptstädte vergleicht, wachsen wir in Relation gesehen am stärksten. Ungefähr 1–1,5 Prozent jährlicher Nettozu­ wachs ist in absoluten Zahlen natür­ lich im Vergleich zu Wien und Graz nicht viel. Aber wir wachsen stetig, sodass wir jetzt nicht ganz bei 15.000 Hauptwohnsitzen sind. Das liegt an mehreren Dingen. Also, erstens ein­ mal lebt es sich hier bei uns gut, und

04.10.2019 10:35 Uhr

Foto: Tanja Hofer

schau: „Eisenstadt. Die kleinste Großstadt der Welt“ heißt die neue Dachmarke der ­Landeshauptstadt. Wie ist der Marken­claim entstanden?


schau Burgenland spezial

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Hohe Lebensqualität als oberstes Ziel: Der Eisenstädter Bürgermeister Thomas Steiner will die Hauptstadt des Burgenlandes als „die kleinste Großstadt der Welt“ positionieren.

wir ­haben 17.000 Arbeitsplätze in der Stadt, was die Leute natürlich auch anzieht. Außerdem verfügen wir über ein unglaubliches Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Rund 8.000 Schüler und Studenten sind jeden Tag in der Stadt, das ist schon etwas Besonde­ res bei so wenig E ­ inwohnern.

Das heißt, es pendeln auch viele Menschen nach Eisenstadt ein?

Ja, tagsüber wächst Eisenstadt auf die doppelte Größe an, durch jene Leute, die zu uns arbeiten kommen, bei uns in die Schule gehen oder aber studieren. Untertags sind wir also eine Stadt mit ungefähr 30.000 Menschen, am Abend verkleinern wir uns dann sozusagen ­wieder.

Wie soll Eisenstadt in Zukunft weiterwachsen?

2014 haben wir einen Stadtentwick­ lungsplan beschlossen, übrigens ein­ stimmig im Gemeinderat, wo wir be­ stimmte Grundlinien festgelegt ha­ ben. Die Kernfrage lautete: Wie wol­ len wir uns entwickeln? Dazu gehört natürlich auch das Bevölkerungs­ wachstum, allerdings in kontrollier­ ten Größenordnungen. Leute, die zu uns kommen, sollen auch integriert werden können. Wichtig ist, dass Zu­ ziehende nicht am Rand der Gesell­ schaft stehen, sondern hereingeholt werden – und das funktioniert auch ganz gut.

Foto: Tanja Hofer

Stichwort Infrastruktur – der ­Verkehr nimmt zu. Sie haben ein Stadtbuskonzept umgesetzt. Was genau kann das?

Wir haben ähnliche Probleme wie viele andere Städte auch. Da wir viele Arbeitsplätze in der Stadt ­haben, gibt es starken Einpendler­ verkehr mit Pkw. Wir haben über­ legt, was man in der Stadt tun kann, um die Leute dazu zu bewegen, vom

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Pkw auf andere Verkehrs­mittel um­ zusteigen. Der Stadtbus ist da das Leuchtturmprojekt in dieser Frage. Wir haben damit 2016 im Burgen­ land das erste i­nnerstädtische öf­ fentliche Verkehrssystem erfolg­ reich eingeführt. Mittlerweile be­ nutzen 1.500 Menschen täglich die­ ses Angebot, was wirklich viel ist, und die Zahl steigt weiter. Wir ver­

Thomas Steiner:

»Eisenstadt wächst – allerdings in kontrollierten Größenordnungen. Wer zu uns kommt, soll auch integriert werden können.« suchen das Konzept laufend weiter­ zuentwickeln, indem etwa Pendler, die ihren Pkw an einem Tagespark­ platz der Stadt abstellen, kostenlos mit dem Bus weiterfahren können. Außerdem forcieren wir die Themen „Zufußgehen“ und „Fahrradfahren“, weil wir eine kleine kompakte Stadt sind und da noch viel Potenzial liegt.

Weniger Verkehr bringt mehr ­Flächen für Grün. Wie grün ist ­Eisenstadt und wo gibt es ­Optimierungspotenzial?

Optimierungspotenzial gibt es im­ mer und überall. Aber es ist schon ein Schwerpunkt unserer Politik der letzten Jahre gewesen, dass wir auf unsere Umwelt schauen. Wir versu­ chen unsere Stadt grün zu halten und setzen dazu unterschiedliche Maßnahmen. So haben wir heuer etwa neun Millionen Bienen in der

Stadt angesiedelt und produzieren einen eigenen Stadthonig. Abgese­ hen von symbolischen Maßnahmen haben wir ein Stadtbaumkonzept, wo wir versuchen, in der Stadt eine ad­ äquate Menge an Bäumen zu pflan­ zen, weil die einfach wichtig für un­ ser Klima sind. Außerdem haben wir etwa eine Gründachförderung ein­ geführt und Möglichkeiten geschaf­ fen, dass wir beim Bau größerer Wohneinheiten von den Bauträgern ­wieder Flächen zurückbekommen, um diese grün zu gestalten und ­Lebensraum für die Menschen zu schaffen.

Eisenstadt punktet auch mit starken Events. Wie wichtig sind die Gäste von außen?

Wir haben jetzt schon an die 800 Veranstaltungen im Jahr, größere und kleinere. Außerdem gibt es eine tolle Vielfalt, also nicht nur Haydn. Der ist natürlich wichtig, aber unser Ziel ist, noch mehr Menschen in die Stadt, ein breiteres Publikum in die Stadt zu holen. Im nächsten Schritt wollen wir uns ganz gezielt an die Burgenländer wenden, sie einladen, ihre Landeshauptstadt zu besuchen. Der Tourismus insgesamt ist natür­ lich ausbaufähig, und ich bin sehr froh, dass es jetzt auch schon Initiati­ ven gibt, wo wirklich in Hotelneu­ bauten investiert wird.

Burgenland wählt im Jänner. Sie haben als ÖVP-Chef gesagt, auch als Landesvize zur Verfügung zu stehen. Würden Sie Eisenstadt ­gegen die Landesregierung ­tauschen?

Also ich bin jetzt kein Prophet. Aller­ dings glaube ich, dass ich noch vieles machen kann, in der Stadt – in wel­ cher Funktion auch immer.

Vielen Dank für das Gespräch!

04.10.2019 10:35 Uhr


RMB – Regionalmanagement Burgenland

EU-Förderungen. Für den Müll?

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aste2Material ist ein inter­ national vielbeachtetes Projekt der Forschung Burgenland, das sich der thermo­ chemischen Aufbereitung von Haus­ müll widmet. Zwar gibt es einige ­Forschungsgruppen, die an dieser ­besonderen Verfahrensart zur Um­ wandlung von Reststoffen tüfteln – der Ansatz aus dem burgenländi­ schen Pinkafeld zur Verwertung des Restmülls gilt allerdings als weltweit einzigartig. Was macht den europäi­

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schen Förderwert des regionalen Forschungsvorhabens im Detail aus?

Verbrennen oder lagern

In der Praxis ist es derzeit so, dass Abfall zunächst in zwei Gruppen sortiert wird. Der an Heizwert rei­ che Teil wird verbrannt und zur Energiegewinnung genutzt. Der heizwertarme Rest gelangt zur Schnellrotte. Der Haken ist, dass hierbei CO2 freigesetzt wird und der Müll viel Platz auf der Deponie bean­

sprucht. Die Reduktion schädlicher Emissionen ist eines der wichtigsten Umweltziele der EU.

Umwandeln und verwerten

Die innovative Idee des Forscher­ teams ist, den heizwertarmen Müll einer thermochemischen Umwand­ lung zu unterziehen. Die dabei frei­ gesetzte Energie treibt den Verrot­ tungsprozess voran. Vor allem aber lässt sich die Energie zur Wärme­ erzeugung nutzen. Übrig bleiben da­

04.10.2019 10:36 Uhr

ADVERTORIAL. Fotos: RMB/Paul Szimak

Wer abfällig über die EU spricht, vergisst auf die vielfältigen ­Förderprogramme der Europäischen Union. Innovative Forschung und Lehre hätten es im Burgenland ohne Fördermittel schwer. Das wäre bei so viel Potenzial echt Mist!


schau Burgenland spezial

| RMB 27

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Projekts Waste2Material mit den Inund Output-Stoffen der thermochemischen Vorbehandlung

Synergie durch Förderung

nach Glas, Metall, Kohlenstoff und Asche. Der große Vorteil ist, dass die Stoffe ins Recycling zurückgeführt werden können. Das Deponievolu­ men und der CO2-Ausstoß werden reduziert. Beides im Sinne der Zu­ kunft.

CO 2 -Reduktion, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Innovation in For­ schung und Entwicklung – all das sind Förderziele der EU. Unterstützt wird das Projekt deshalb mit Mitteln aus dem EFRE-Fonds für Investitio­ nen in Wachstum und Beschäfti­ gung. Zuschuss von Geld alleine ist aber nicht der einzige Garant für Er­ folg. Die EU unterstützt deshalb die Vernetzung und den interdisziplinä­ ren Austausch. Kooperationspartner aus der Praxis ist bei diesem Förder­ projekt der für die Müllentsorgung verantwortliche Umweltdienst Bur­ genland. Wissenschaftlicher Pro­ jektpartner ist das Institut für Abfall­ wirtschaft der Montanuniversität Leoben. Der Austausch zwischen Wirtschaft, Forschung und Lehre er­ weist sich als Win-win-Situation für alle Beteiligten. Waste2Material trägt damit entscheidend zur Vorrei­ terrolle des Burgenlands in nachhal­ tigen Energie- und Umwelttechnolo­ gien bei – und auch das ist ganz im Sinne der Europäischen Union.

 Facts

RMB Das Regionalmanagement Burgenland ist Ihr Ansprechpartner für EU-Fragen sowie EU-Förderun­ gen im Burgenland. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) leistet im Rah­ men der EU-Regionalpolitik einen wertvollen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung in Europa und Österreich. Weitere Info: www.rmb.at | efre.gv.at www.fh-burgenland.at

ADVERTORIAL. Fotos: RMB/Paul Szimak

Mist am Lehrplan

Gewissenhaft Müll zu studieren, ist in diesem Fall alles andere als Ener­ gieverschwendung. In das EU-geför­ derte Projekt sind sowohl die Studie­ renden der FH Pinkafeld als auch Mitarbeiter der Forschung Burgen­ land eingebunden. Im Rahmen des Studiums werden wissenschaftliche Arbeiten verfasst. Es gilt, Lösungen zu erarbeiten, die nicht nur den tech­ nischen Ansprüchen, sondern auch den EU-rechtlichen und wirtschaft­ lichen Rahmenbedingungen genü­ gen. Ziel ist die Entwicklung einer Prototypanlage im Technologiemaß­ stab.

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Ziel des Forscherteams der FH Pinkafeld ist die Entwicklung eines Prototyps zur thermochemischen Umwandlung von Hausmüll.

04.10.2019 10:36 Uhr


28 schau Burgenland spezial | Esterhazy Stefan Ottrubay

Mit der Geschichte stark verbunden Der Name Esterhazy steht nicht nur für eine reiche Historie. Heute ist er Synonym für ein modernes, breit aufgestelltes Wirtschafts- und Kulturunternehmen. Generaldirektor der Esterhazy-Gruppe ist ­Stefan Ottrubay. schau traf ihn zum Interview. schau: Esterhazy ist weit über die Grenzen des Burgenlands hinaus bekannt. Ist die Vermarktung eines so bekannten Namens manchmal auch Fluch oder immer nur Segen?

STEFAN OTTRUBAY: Ein starker Name und eine starke Marke sind ein besonderer Wert, um den uns viele beneiden und der oft als Reibebaum genutzt wird. In den letzten Jahren haben wir damit leben gelernt.

Seit 18 Jahren beschäftigen wir uns mit den Sammlungen, die uns die Familie Esterházy hinterlassen hat. Paul V. Esterházy, der letzte Fürst, war ein großer Bewahrer dieser wunderschönen Sammlungen, der in seinem Leben auch viel erduldet hat, um diese ins 21. Jahrhundert hinüberzuretten und den Menschen zugänglich zu machen. Dies ist auch Stiftungszweck und wurde uns übertragen. In den letzten Jahren haben wir die Sammlungen gesichtet, wissenschaftlich festgehalten, kunstgeschichtlich erforscht und Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Heute können wir diese Objekte, von denen manche Weltbedeutung haben, bei internationalen Ausstellungen zeigen. Im New Yorker Metropolitan Museum werden königliche Sammlungen aus der Barockzeit und danach gezeigt, um den Amerikanern zu zeigen, was sich in Europa in den letzten 500 Jahren getan hat.

Von der Forstwirtschaft über ­Liegenschaften und Kultur bis hin

Stefan Ottrubay:

»Diese wunderschönen Sammlungen zu erhalten, ist unsere Aufgabe.« zum Wein: Wie ist das Business ­Esterhazy aufgestellt?­

Wir haben den Auftrag, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Die Erträge, die die Wirtschaftsbetriebe generieren, werden großteils für die Erforschung der Sammlungen und den Erhalt der historischen Gebäude, z. B. Schloss Esterházy in Eisenstadt, Burg Forchtenstein, eingesetzt. In den Steinbruch St. Margarethen wurden rund zwölf Millionen Euro in Infrastruktur, Zuschauerbereich und Backstagegebäude investiert. Das zeigt sich in der Qualität der Produktion: Zufriedene Künstler und Umfeld führen zu einem guten Ergebnis.

Esterhazy ermöglicht jungen Menschen seit Jahren, erste Berufserfahrungen zu sammeln. Wie viele Praktikumsplätze werden jährlich vergeben?

Jedes Jahr bieten wir über 50 Praktikanten aus Fachhochschulen und

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Universitäten einen Blick in das Unternehmen. Auch die Lehrlingsausbildung erweitern wir stetig, und auch Schüler erhalten Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder bei Esterhazy.

Esterhazy steht vor allem auch für besondere Erlebnisse. Das Schloss in Eisenstadt ist das beliebteste Ausflugsziel des Burgenlands. Was macht die Magie aus?

Geschichte interessiert die Menschen, aber man muss mehr als nur nacktes Gemäuer bieten. Die Menschen, die darin gelebt haben, Mö­ blierung, künstlerischer Schmuck sind wichtig. Unsere Stiftung hat die Aufgabe, das den Besuchern attraktiv und interessant zu zeigen. Uns besuchen an allen Standorten gesamt über 500.000 Menschen aus aller Welt, von Konzert- und Ausstellungsbesuchern bis hin zu Gästen verschiedener Wein- und Genussevents.

Fotos: Tanja Hofer

Die Privatstiftung Esterhazy schickt jetzt sogar wertvolle Exponate ins New Yorker Metropolitan Museum. Worum geht es dabei?

04.10.2019 10:37 Uhr


Heuer kehrte mit Mozarts „Die Zauberflöte“ die Oper zurück in den Steinbruch St. Margarethen. Sind Sie froh, dass die Einigung mit dem Land Burgenland ­geklappt hat?

Wir sind über die Einigung mit Herrn Landeshauptmann Doskozil natürlich sehr glücklich. Ich sage immer, am besten sind Win-win-Einigungen, wo keiner das Gefühl hat, dass er übermäßig gewonnen, aber auch nicht verloren hat.

Seit 2002 verwaltet Stefan Ottrubay die Privatstiftungen der Esterhazys. Heute darf er sich über die gute wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens freuen.

Die Esterhazy-Privatstiftung ­feiert heuer ihr 25-Jahr-Jubiläum. Im aktuellen, fünften Nachhaltigkeitsbericht werden die Jahre 2016 bis 2018 behandelt. Im Vergleich zu 2002 sind die Umsätze um 270 Prozent und die Betriebserträge um 130 Prozent gestiegen. Wo wird jetzt investiert?

Mittelfristig ist die Gesamtsanierung von Schloss Esterházy ein Thema, denn die letzte Gesamterneuerung war vor etwa 110 Jahren. Unmittelbare Investitionen sind im Immobilienbereich geplant, einerseits das Hotelprojekt am Schlossplatz in Eisenstadt und andererseits die Seebadanlage in Breitenbrunn. Aus dem täglichen Wirtschaften ergeben sich oft neue Möglichkeiten, aber grundsätzlich wollen wir mithelfen, das nördliche Burgenland noch attraktiver zu gestalten – mit Unterstützung des Landes und der Gemeinden.

Fotos: Tanja Hofer

Stichwort Investitionen: Können Sie schon mehr zu dem geplanten Hotelprojekt in Eisenstadt verraten?

Durch den Erwerb von Nachbargrundstücken sind 110 Zimmer und ein Konferenzzentrum für 200 Personen geplant, dazu vier Wohnhäuser und der Erhalt eines Bürogebäudes, das innen und außen modernisiert wird. Gerade die Nähe zur ­Innenstadt ist ein starkes Asset. In etwa zwei Jahren soll der gesamte Komplex errichtet und der Nutzung übergeben werden.

Vielen Dank für das Gespräch!

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04.10.2019 10:37 Uhr


30 schau Burgenland spezial | Tourismus Hannes Anton

Dieser Herbst wird ein Genuss Mit Emotion, Qualität und Genuss holt Burgenland-TourismusGeschäftsführer Hannes Anton die Gäste ins Land. Im Herbst locken dabei neben Gansl und Wein, tolle Radeltouren, Thermen und Kultur. Was ist Ihre Lieblingsroute?

Da gibt es einige. Aber traumhaft ist etwa die „Paradiesroute“ im Südburgenland. Sie führt E-Biker und Radler durch sanfthügelige Landschaften, zauberhafte Flussauen und historische Dörfer. Mein Tipp: Man sollte es einfach einmal ausprobieren. Es lohnt sich. Versprochen.

Wohin geht’s nach der Radeltour?

Hannes Anton:

»Das Burgenland begeistert seine Gäste zu allen Jahreszeiten.« schau: Was macht den Urlaub im Burgenland so besonders?

HANNES ANTON: Ganz einfach, die Erholung beginnt bereits vom ersten Augenblick an. Während sich andere noch am Flughafen über Flugverspätungen ärgern, genießt man bei uns im Land der Sonne schon entspannt ein Glas Wein. Denn das Burgenland bietet Urlaub vor der Haustüre. Und das im längsten Sommer des Landes.

Das Burgenland auf dem Weg zur Ganzjahresdestination?

Auf alle Fälle, denn das Burgenland ist nicht nur im Sommer, unserer Hauptsaison, ein idealer Platz für den Urlaub zwischendurch. Unsere Gäste in der Vor- und Nachsaison schätzen vor allem die Ruhe und Erholung. Aber es gibt auch viel zu entdecken. Im Herbst hat etwa die Gans

im Burgenland traditionellerweise Hochsaison. Landauf, landab stehen acht Genussfeste auf dem Programm.

Brauchtum als Tourismusturbo?

Ja, wir wollen die Burgenländer anspornen, Brauchtum wieder aktiv zu leben. Hier liegt eine große Chance fürs Land. Viele Gäste kommen, weil sie mit den Einheimischen feiern und das Brauchtum erleben wollen.

Was erwartet jene, die im Urlaub aktiv sein wollen?

Wir setzen im Herbst einen Schwerpunkt aufs Radfahren, denn die burgenländische Landschaft ist dafür ideal. Entlang von 2.500 Radwegekilometern erleben Genussradler seltene Tiere und Pflanzen, herausragende Kultur und exzellente Gastronomie am Wegesrand.

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Wie wichtig ist die Kultur?

Sehr wichtig. Auch hier hat das Burgenland im Herbst einiges zu bieten. Nur zwei Tipps von vielen sind etwa das Liszt Festival Raiding oder der Klangherbst auf der Burg Schlaining.

Vielen Dank für das Gespräch!

 Best of

Burgenland Lust auf inspirierende Urlaubsideen? Online warten aktuelle Angebote. www.burgenland.info

ADVERTORIAL. Foto: Tanja Hofer

Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton will das Burgenland als ­Ganzjahresdestination positionieren.

Idealerweise zum Entspannen in die Therme. Die Auswahl ist groß: Die­ St. Martins Therme & Lodge im Seewinkel, die AVITA Therme Bad Tatzmannsdorf sowie die Heiltherme Bad Sauerbrunn locken. Ideal für Familien sind die Sonnentherme Lutzmannsburg – Europas führende Baby- und Kleinkindertherme – sowie die Allegria Familientherme Stegersbach by Reiters.

04.10.2019 10:38 Uhr


Businessparks Burgenland. Ihr Unternehmensstandort mit Perspektive. Parndorf / Neusiedl am See

Sie haben nicht irgendein Unternehmen. Sie brauchen daher auch nicht irgendeinen Standort, sondern den besten. Die Businessparks Burgenland befinden sich an vier strategischen Standorten. Ob Sie nun ein Handels-, ein Logistik- oder ein Industriebetrieb sind: Die voll aufgeschlossenen Businessparks decken insgesamt alle Ihre Wünsche ab. Suchen Sie sich Ihren besten Standort aus.

Vienna International Airport Schwechat

WIEN

BRATISLAVA

Nickelsdorf

A3

Eisenstadt

Wiener Neustadt

Mattersburg

Sopron

A2

Autobahn Schnellstraße

S31

Bahn Alle Businessparks Grenze • Voll aufgeschlossen und gewidmet

Deutschkreutz

Oberpullendorf

Parndorf / Neusiedl am See • 30.000 Besucher pro Tag • Direkte Anbindung A 4

ADVERTORIAL. Foto: Tanja Hofer

Kittsee • Das Tor nach Osteuropa • Nahe zu Wien und Bratislava

GRAZ

Heiligenkreuz • Große zusammenhängende Flächen • Im Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien Müllendorf • Direkte Anbindung A3 • Gesamtfläche: 587.000 m²

BUDAPEST

Neusiedler See

S4

S6

SK

A6

A4

H

A2 Ilz (Abfahrt A2)

B316/E66/B57 (Schnellstraße S7 geplant mit Anschluss Autobahn M8)

Szentgotthárd

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Autobahn Schnellstraße Bahn Grenze

Wir strengen uns für Ihren Erfolg an. Tel + 43 (0) 5 9010 – 2327 office@businessparks-burgenland.at www.businessparks-burgenland.at

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32 schau Burgenland spezial | BELIG Aus dem Kulturzentrum in Mattersburg soll ein zeitgemäßes Kultur- und Veranstaltungszen­trum werden.

Die BELIG stellt sich vor

Wichtiger Impulsgeber des Landes Die BELIG – Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH, kurz BELIG, ist die Immobiliengesellschaft des „Konzerns Land Burgenland“ mit rund 100 Objekten im ganzen Burgenland. Zusätzlich zu ihren eigenen ­Liegenschaften betreut und verwaltet die BELIG noch die burgen­ ländischen Technologiezentren und unterstützt Um- und Ausbau­ vorhaben der Bundesschulen im Burgenland. len. Es stehen aber auch Liegenschaften mit kultureller Nutzung, wie die Kulturzentren in Eisenstadt, Güssing und Oberschützen, sowie das Franz-Liszt-Zentrum in Raiding im Eigentum der BELIG und werden von ihr verwaltet und betreut. Eines der größten aktuellen Bauprojekte im kulturellen Bereich umfasst z. B. die Neugestaltung des Kulturzentrums in Mattersburg.

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Burgenländisch bauen

Beim Kulturzentrum in Mattersburg stellt die Verbindung der teilweise unter Denkmalschutz gestellten Fassade des Altgebäudes mit der Errichtung eines modernen, multifunktionalen und auf dem aktuellen energietechnischen Standard befindlichen Kulturzentrums eine große Herausforderung dar. Die umfassende Nutzung des Objekts einer-

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ADVERTORIAL. Fotos: BELIG

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as eigene Immobilienvermögen der BELIG gliedert sich vor allem in hochwertige Verwaltungsgebäude des Landes Burgenland, wie z. B. die Gebäude der burgenländischen Landesregierung, die Bezirkshauptmannschaften und Betriebsdienstleistungszentren, die Gebäude der Landesschulen, wie die landwirtschaftlichen Fachschulen und die Landesberufsschu-


schau Burgenland spezial

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Eingangshalle und Vorplatz des ­Gymnasiums in Mattersburg fügen sich harmonisch in die Umgebung.

auch die Baudienstleitungszentren und die Straßenmeistereien laufend instand gehalten und diverse Adap­ tierungen für moderne Stützpunkte vorgenommen. Bei der Straßen­ meisterei in Oberpullendorf wurde nunmehr offensichtlich, dass an dem aktuellen Standort eine den modernen Anforderungen entsprechende Arbeitsweise hinsichtlich laufender Straßenbetreuung und Sicherstellung der Verkehrssicherheit mittelfristig nur eingeschränkt möglich ist. Aus diesem Grund wurde die BELIG beauftragt, Maßnahmen zur Errichtung einer Baudirektion Burgenland mit Stützpunkt Stoob in die Wege zu leiten. Diese Baumaßnahme wird in den Jahren 2020/2021 eines der größeren Bauprojekte der BELIG darstellen.

seits durch Veranstaltungen eines „klassischen“ Kulturzentrums sowie auch andererseits durch die Unterbringung des Literaturhauses Mattersburg, der Volkshochschule sowie des Archivs des Amts der Burgen­ ländischen Landesregierung wurde im Rahmen eines Architektenwett­ bewerbs ausgeschrieben und das Siegerprojekt im Zuge einer Jury­ auswahl festgelegt. Aktuell erfolgt der Abbruch des Altgebäudes, mit der Fertigstellung wird bis Mitte des Jahres 2021 gerechnet.

ADVERTORIAL. Fotos: BELIG

Auf dem neuesten Stand

Von der BELIG werden laufend zum Teil sehr umfangreiche und kostenintensive Instandhaltungs- und Instandsetzungsleistungen durchgeführt – einerseits um die behördlichen Auflagen hinsichtlich der Behindertengleichstellung und der Betriebssicherheit zu erfüllen, andererseits aber auch um Energieeffizienz und Nutzungsmöglichkeiten der einzelnen Objekte auf zeitgemäßem Niveau gewährleisten zu können.

Aus Alt wird Modern

So wird bei einem weiteren Kulturobjekt des Landes Burgenland, der Burg Schlaining, aktuell mit umfassenden Baumaßnahmen zur Adaptierung der Ausstellungsräume, sowohl der Dauerausstellung als auch im Rahmen der Vorbereitung für das Jubiläumsjahr 2021, begonnen. Die Baumaßnahmen schließen die Verbesserung der gastronomischen Versorgung, die behindertengerechte Nutzung der Burgräumlichkeiten sowie notwendige Adaptierungen im Bereich der Haustechnik ein.

Auch die Burg Schlaining soll umgebaut und modernisiert werden.

Große Investitionen

Im Bereich der Betreuung von Schulund Fachhochschulliegenschaften wird von der BELIG als nächstes großes Bauprojekt der Ausbau des Campus der Fachhochschule in Pinkafeld abgewickelt werden. Als laufendes, großes Schulbauprojekt im Burgenland begleitet die BELIG den Zu- und Umbau des Bundesgymnasiums in Mattersburg. Im Rahmen der Betreuung der Landesimmobilien werden

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 Facts

BELIG Kontakt: BELIG – Beteiligungs- und Liegenschafts GmbH Marktstraße 3, 7000 Eisenstadt Telefon 05 90 10-26720 E-Mail: office@belig.at

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34 Preview Burgenland | Shopping Mario Schwann

Machen Shopping zum Erlebnis Center Manager Mario Schwann über Auszeichnungen, internationale Gäste und neue Pläne fürs McArthurGlen Designer Outlet Parndorf. schau: Auszeichnungen als „Bester Outlet-Betreiber“, „Beste Mall“: Was ist das Geheimnis?

MARIO SCHWANN: Wir haben es ge­ schafft, uns in den letzten 21 Jahren von einem lokalen Center zu einem internationalen Standort zu ent­ wickeln. Heute haben wir einen ­ausgewogenen Markenmix mit über 160 Markenpartnern und einem in­ ternationalen Publikum, welches das Shopping-Ambiente hier im Nord­ burgenland besonders genießt.

1.900 Arbeitsplätze sichert das Designer Outlet. Wie gehen Sie mit dieser Verantwortung um?

Tatsächlich wollen wir noch mehr Personal an den Standort bringen, um auch in Zukunft einen entspre­ chenden Kundenservice zu bieten. Unseren Markenpartnern bieten wir zum Beispiel spezielle Retailschulun­ gen, um das Personal auch hier zu halten.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Land und Gemeinde?

In den letzten Jahren haben wir den Kontakt mit der Gemeinde Parndorf, dem Bezirk Neusiedl und der Landes­ regierung immer bestens gepflegt. Auch der Tourismus spielt eine große Rolle für uns und daher gibt es

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Mario Schwann:

»Gemeinsam wollen wir noch mehr internationales Publikum nach Parndorf bringen.« gelungene Kooperationen mit dem Burgenland Tourismus.

Das Outlet als „Themenpark“ fürs Shoppen – eine Zukunftsvision?

Das Center soll ein Shopping-Erleb­ nis bieten. Und zu einem ShoppingErlebnis gehört auch Entertainment, zum Beispiel durch Musikbands oder Kulinarikstände. Entertainment ist wichtig, wie beim „kidsmania“ im Sommer, um Kinder, unsere künfti­ gen Kunden, mit ihren Eltern herzu­ bringen.

Was tut sich in der Gastro­nomie?

Die Gastronomie wollen wir weiter­ entwickeln und neue Konzepte an den Standort bringen. Für Konkretes ist es aber noch zu früh.

„Late Night Shopping“ oder das „Gelato Festival“ sind bereits ­Veranstaltungsbrands. Was

­erwartet uns in diesem Jahr noch?

Weihnachten steht vor der Tür und die Vorbereitungen sind im Gang. Schon letzte Saison hatten wir einen schönen Weihnachtsmarkt, das wer­ den wir fortsetzen. Anfang Novem­ ber wird im Rahmen des „Late Night Shopping“ das Weihnachtsgeschäft eingeläutet.

Verstärktes Wachstum, höhere Verkehrsströme. Was sind die größten Herausforderungen?

Gemeinsam mit unseren Marken­ partnern wollen wir uns weiterent­ wickeln und noch mehr internatio­ nale Marken nach Parndorf bringen. Wir investieren in unsere Infra­ struktur, denn wir wollen, dass die Kunden uns mit einem guten Gefühl verlassen und bald wieder ins Bur­ genland kommen!

Vielen Dank für das Gespräch!

04.10.2019 10:51 Uhr

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Wichtig ist entsprechender Service bei unseren Markenpartnern, das heißt mehrsprachiges, gut geschul­ tes Personal. In unserer McArthur Glen Academy bieten wir ein um­ fangreiches Schulungsprogramm. Außerdem stehen unsere digitalen Medien – Facebook, Instagram oder Website – in mehreren Sprachen zur Verfügung.

Foto: Tanja Hofer

Was ist die Herausforderung aufgrund dieser Internationalität?

Mit 160 Markenpartnern und vielen Events garantiert Mario Schwann internationalen Gästen in Parndorf ein einzigartiges Shopping-Ambiente.


Von Feuerwehren bis zum Straßenverkehr

Sicherheit im Fokus Im Burgenland steht das Thema Sicherheit ganz oben. Das Land hat dazu ein Bündel an Maßnahmen geschnürt. Landessicherheitsrat eingerichtet

Die Abstimmungsplattform: Hier ziehen alle Blaulichtorganisationen (Polizei, Rettung und Feuerwehr), das Militärkommando, die entsprechenden Abteilungen der Landesregierung sowie Gemeindevertreter an einem Strang. So wird ein koordiniertes Vorgehen vereinfacht.

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Foto: Tanja Hofer

Straßenverkehr sicherer machen

Die Verkehrssicherheitskampagne „Erkenne dein Risiko!“ stellt die Problemfelder Moped/Alkohol & Suchtmittel in den Fokus. Zielgruppe sind junge Verkehrsteilnehmer von 12 bis 16 Jahren. Noch bis Dezember werden Verkehrssicherheitstage direkt an Schulen im Rahmen des Projektes durchgeführt. Ablenkung ist die häufigste Unfallursache in Österreich. In eigenen Workshops werden Jugendliche, aber auch Erwachsene über die Gefahren aufgeklärt und es wird Bewusstsein dafür geschaffen.

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Österreichs modernstes Feuerwehrgesetz beschlossen

Es stärkt unter anderem die Selbstverwaltung der Feuerwehren sowie die Wahl der knapp 320 Ortsfeuerwehrkommandanten durch rund 17.000 Mitglieder.

Landessicherheitszentrale als Leitstelle

Koordinierungsstelle und „Schaltzentrale“ der Blaulichtorganisationen im Land: Von hier aus werden alle Einsatzorganisationen des Landes – Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Notarzthubschrauber C16, Feuerwehren, Wasserrettung, Rettuns­hundebrigade, Kriseninterventionsdienst – ­zentral alarmiert. Im Krisenfall ist sie der Schlüssel für eine rasche und erfolgreiche Hilfeleistung vor Ort.

www.sicheresburgenland.at

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Fotos: Petra Spiola, Erwin Muik, Maria Hollunder, Wolfgang Vogelhuber, Seefestspiele Mörbisch/Jerzy Bin, Barbara Nidetzky, Heeresbild & Filmstelle, Günther Pichlkostner


schau Burgenland spezial

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 Fotos: Petra Spiola, Erwin Muik, Maria Hollunder, Wolfgang Vogelhuber, Seefestspiele Mörbisch/Jerzy Bin, Barbara Nidetzky, Heeresbild & Filmstelle, Günther Pichlkostner

Von Wirtschaft über Tourismus bis Kultur

Die besten Köpfe des Landes Was macht das Burgenland so besonders? Warum ist es ein guter ­Boden für erfolgreiche Unternehmen und Businessideen? schau präsentiert die Menschen hinter der Erfolgsstory Burgenland.

Gabriele Ambros

„Das Burgenland hat in den Bereichen ­Aus­bildung, Techno­ logietransfer und ­Forschung enorme Fortschritte gemacht. Dazu haben ­sowohl die Fachhochschule ­Burgenland, die Forschung Bur­ genland und der FTI (Forschung, Technologie, Innvation)-Rat ­Burgenland beigetragen. Es ist eine große Ehre für mich, diese ­Institutionen begleiten zu dürfen.“

Vorsitzende Rat FTI Burgenland

Wolfgang Böck

„Ich kenne viele Leute, die nur im Sommer ins Theater gehen. Für diese, aber auch für all die anderen Besucher, hat das Burgenland einiges zu ­bieten. Neben dem Klima, der Landschaft und dem Wein sind das die besonders schönen Spiel­ stätten, die zum Teil einzigartig und spektakulär sind. Dazu das stete Bemühen um eine hohe künstlerische Qualität, lässt die Menschen zahlreich zu uns nach Kobersdorf kommen.“

Intendant Schlossspiele Kobersdorf

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

Werner Dax

„Das Burgenland ist ­geprägt durch große Entfernungen. ­Trotzdem sind sich die M ­ enschen nahe. Es hat sich – völlig zu Recht – ein burgen­ländisches Selbstbewusst­ sein entwickelt.“

Michael Gerbavsits

Dax Wutzlhofer & Partner Rechts­anwälte GmbH

„Das Burgenland ist so besonders, weil die Burgenländer so be­ sonders sind – sie sind offen für Neues, stehen massiv hinter dem Ausbau der Ökoenergie. Das Burgenland ist dadurch Österreichs Vorzeige­ bundesland im Windenergie­ ausbau.“

Peter Edelmann

Vorstandsvorsitzender Energie ­Burgenland

„Frischer Kulturwind aus Eisenstadt hebt auch die Seefestspiele Mörbisch mit ihren ­unvergleichlichen ­Operettenproduktionen für unser Land und über dessen Grenzen ­hinaus zu neuen Erfolgen!“

Intendant Seefestspiele Mörbisch

Gernot Gasser

„Besonders sind wir, die Menschen, die ­Natur, die Sonne, die Entschleunigung, die Idylle. Das Burgenland aber ist einzigartig. Einzigartig­ keit braucht Sicherheit – wir ­garantieren sie! “

Militärkommandant Burgenland

Kurt Gollowitzer

„Das Burgenland ist als Grenzland ein Schmelztiegel für ­vielfältige Einflüsse – ­perfekt für neue Ideen, grenzüberschreitende Partner­ schaften und Wirtschafts­ kooperationen!“

Geschäftsführung Wien Holding

Werner Herics

„Das Besondere am Burgenland ist seine ethnische, kulturelle und sprachliche ­Vielfalt und es ist nicht nur guter Boden für ­hervorragenden Wein, sondern bietet optimale ­Rahmenbedingungen für ­unternehmerische Innovationen.“

Landesdirektor ORF Burgenland

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„Welch eine kulturelle Vielfalt im Sommer im Burgenland. Von Kittsee bis zum Schloss ­Tabor wird gesungen und gespielt, dass es eine Freude ist. Das alles wird ermöglicht durch eine Kulturpolitik, die alle diese Bestrebungen tatkräftig ­unterstützt.“

Intendant Güssinger Kultursommer

Klaus Hofmann

„Im Seewinkel eint sich für mich das ­Naturerlebnis ­Nationalpark, die ­Kulinarik der ­Region und die Herzlichkeit der ­Menschen – da bin ich gerne mit meinem Team Gast­geber.“

Obmann des TV Frauenkirchen Geschäftsführer St. Martins Therme & Lodge

Harald Horvath

„Die EU-Fördergelder sind seit dem Beitritt vor knapp 25 Jahren Motor für den Aufstieg des Burgenlandes und sollen auch in Zukunft den ­Überholkurs des Landes stärken.“

Geschäftsführung Regionalmanagement Burgenland (RMB)

Martin Huber

„Im Burgenland herrscht ein Klima des Miteinanders, und das hat eine lange ­Tradition. Das gilt vor allem auch für den Bereich der ­Sicherheit, wofür ich als ­Landespolizeidirektor speziell Verantwortung trage.“

Landespolizeidirektor Burgenland

Engelbert Jandl

„Der Seewinkel mit ­seinen Naturlandschaften des Nationalparks NeusiedlerseeSeewinkel und mitten drin das Naturerlebnisdorf VILA VITA Pannonia. Einzigartig in­ mitten von Natur pur!“

Generaldirekter Vila Vita

Harald Keckeis

„Die KRAGES hat in den nächsten Jahren einiges vor, beispielsweise den Neubau des SchwerpunktKrankenhauses in Oberwart bis 2024. Das ist das größte ­Bauprojekt in der Geschichte des Burgenlandes und ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsversorgung des südlichen Landesteiles.“

Geschäftsführer der ­Burgenländischen KrankenanstaltenGes.m.b.H. (KRAGES)

Alfred Kollar

„Die burgenländische Wohnbauförderung macht es möglich, dass leistbares Wohnen ­einerseits und Umweltschutz und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind.“

Obmann, OSG

Rudolf Könighofer

„233.000 zufriedene Kunden machen ­Raiffeisen zur Nr. 1 bei ­Finanzdienstleistungen im Burgenland. ­Raiff­eisen steht für Nähe, ­Vertrauen und Sicherheit sowie höchste ­Professionalität in der Beratung.“

Generaldirektor Raiffeisenlandesbank Burgenland

Hans Niessl

„Im Burgenland gibt es bestens ausgebildete sowie motivierte ­Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind die wichtigste Erfolgsbasis für ­jedes Unternehmen. Außerdem verfügen wir im ganzen Land über eine gute Infrastruktur. ­Alleine in Sachen Verkehr werden in den Bereichen Nord-Mittel-Süd 100 Millionen Euro investiert. ­Darüber ­hinaus besticht das ­Burgenland, als EU-Zielgebiet, durch eine ­attraktive Förderlandschaft.“

Landeshauptmann a. D. und Geschäftsführer Hans Niessl Consulting GmbH

Georg Pehm

„Die FH Burgenland ist besonders, weil wir seit 25 Jahren mit einem hochqualita­tiven Ausbildungs­angebot und intensiver ­Forschung auch unseren sozialen Auftrag und das Gemeinwohl der Region im ­Blickfeld haben.“

Geschäftsführung FH Burgenland

Gerhard Ploy

„Fleiß und Handschlagqualität zeichnen die Burgenländer aus. Diesen Spirit lebe ich gemeinsam mit 350 Mitarbeitern Tag für Tag im Sinne unserer Kunden. Das ist für mich Motivation und Antrieb.“

Niederlassungsleiter TEERAG-ASDAG Hochbau Burgenland GmbH

Peter Prisching

„Das Besondere am AVITA Resort und Südburgenland sind die Menschen mit Herz und Gespür. Im AVITA Resort kommen 85 % der MitarbeiterInnen aus der unmittelbaren Umgebung, und wir sind mit unseren 112 Investoren wahrlich ein Betrieb aus der Region für die Region.“

Geschäftsführer, AVITA Resort

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04.10.2019 11:40 Uhr

Fotos: WKB-Mädl, Stefan Fürtbauer, Steve Haider, Andreas Tischler, Landespressedienst Burgenland, Tanja Hofer

Frank Hoffmann

Fotos: Johann Wagner, Villa Vita, Tanja Hofer, St. Martins Therme & Lodge, Andi Bruckner, Bubu Dujmic, AVITA Resort, Porr, Maria Hollunder, Leier Baustoffe, Roland Schuller, Mag. Paul Szimak

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Fotos: WKB-Mädl, Stefan Fürtbauer, Steve Haider, Andreas Tischler, Landespressedienst Burgenland, Tanja Hofer

Fotos: Johann Wagner, Villa Vita, Tanja Hofer, St. Martins Therme & Lodge, Andi Bruckner, Bubu Dujmic, AVITA Resort, Porr, Maria Hollunder, Leier Baustoffe, Roland Schuller, Mag. Paul Szimak

schau Burgenland spezial Anton Putz

„Eine visionäre ­Firmenleitung, loyale und professionelle ­Mitarbeiter und das ständige Streben nach Perfektion für unsere Kunden: Die burgenländische Innovations­ kraft und Verlässlichkeit durch­ dringt unsere Unternehmens­ philosophie in allen Bereichen. Da passt ein Stein perfekt auf den anderen.“

Geschäftsführung Leier Baustoffe

Hans-Peter Rucker

„Die Unternehmen der Landesholding ­investieren ins Burgen­ land. Im Vorjahr wa­ ren es 110 Millionen Euro, heuer werden es noch mehr. Hier geht es um Bildung, Klima­ schutz, Gesundheit, neue Jobs und ­Innovationen.“

Harald Schermann

„Die Herausforderung für viele unserer ­Betriebe ist, Handwerk mit digitalen Themen zu verbinden. Hier ist das WIFI der richtige Weiter­ bildungspartner für Beruf und Wirtschaft.“

WIFI-Institutsleiter

Daniel Serafin

„Das Burgenland ist ein einzigartiger Ort, den man nur erleben kann. Die Menschen sind hilfsbereit, ­herzlich und offen für Neues. Ich bin stolz, hier arbeiten zu ­dürfen und mein Wissen um die Kunst & ­Kultur hier entfalten zu können.“

Direktor Oper im Steinbruch

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Christian Spatzek

„Das starke Engage­ ment für Kultur ist im Burgenland kein ­Lippenbekenntnis, ­sondern Teil der ­pannonischen Lebensqualität. Für meinen kreativen Geist ein idealer Boden, um als Intendant des ­Theater Sommers in Parndorf meine künstlerischen Visionen auf die Bühne zu bringen.“

Intendant Theater Sommer Parndorf

Barbara Weißeisen-Halwax

„Kultur ist Leben und Leben ist Kultur, dies gilt insbesondere für das Burgenland. Das Angebot der Kultur­ betriebe ist vielfältig, interessant und hochwertig. Überzeugen Sie sich selbst!“

Geschäftsführung Kultur-Betriebe Burgenland

Geschäftsführung Landesholding ­Burgenland GmbH

EISENSTADT LEITHALAND ERKUNDEN, ENTDECKEN UND GENIESSEN

TIPP!

AG MARTIN IKIRT in Eisenstadt

11. November

2019 | ab 9 U

hr

tadtwein ntaufe Eisens 11.30 Uhr Wei ab tinslichterzug 17.00 Uhr Mar s Esterházy os Schl

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04.10.2019 11:40 Uhr


Karl Wessely

„Die Bereitschaft, ­Themen bzw. Projekte gemeinsam anzugehen, ist im Burgenland stark ausgeprägt. Die Burgenländer und ihre Team­ fähigkeit sind für Unternehmen das größte Kapital des Landes.“

Direktor Esterhazy Betriebe GmbH

Richard Woschitz

„Unsere Bauepoche ist jene, ob wir wollen oder nicht, die auf die drängenden Fragen des Klimawandels mit Innovationen und unkonventio­ nellem Denken Antworten geben muss, im Neubau und im Bestand.“

Gründer & Eigentümer Woschitz Group

Harald Zagiczek

„Die Wirtschaft Bur­ genland unterstützt durch maßgeschnei­ derte Förderungen die Investitionen und das Wachstum heimischer Unterneh­ men und stärkt so den Wirt­ schaftsstandort Burgenland. ­Unser vorrangiges Ziel ist es, die bestehenden Arbeitsplätze zu ­sichern und neue Betriebe ins Burgenland zu holen.“

Geschäftsführung Wirtschaft ­Burgenland GmbH

Christian Zechmeister

„Das Burgenland ist das vielfältigste Wein­ baugebiet in Öster­ reich. Hier findet man Weiß-, Rot- und Schaumweine sowie edelsüße ­Besonderheiten auf internatio­ nalem Topniveau.“

Heinz Josef Zitz

„Das Bildungsland Burgenland steht für Ausbildung auf höchs­ tem Niveau. Dank inno­ vativer Technologien kann das Potenzial zur Wissens­ vermittlung noch weiterent­ wickelt werden.“

Bildungsdirektion Burgenland

Robert Zsifkovits

„Unser Eigenanspruch als größter Sportver­ band des Landes ist es, mit Förderungen und Serviceleistungen ­jenen Nährboden zu schaffen, der Burgenlands Sport zum ­Blühen bringt.“

Präsident ASVÖ Burgenland

Geschäftsführer Wein Burgenland

Fotos: Steve Haider, Paul Szimak-WiBuG, vlaMas Photograph, Tanja Hofer, Wein Burgenland, ASVÖ Burgenland

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WEITBLICK STATT SKYLINE EISENSTADT. Die kleinste Großstadt der Welt.

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04.10.2019 10:54 Uhr


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