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creditshelf Magazin 03 - 2020

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magazin Nº 10 | September 2020

Wir gestalten Mittelstandsfinanzierung. Einfach. Schnell. Innovativ.

seite 6 AUS DER PRAXIS Das Insurtech-Unternehmen Friendsurance berichtet über seine Wachstumsfinanzierung mithilfe von creditshelf.

seite 22 IMPULSE Manfred Zaß, der Vater des DAX, beschreibt den historischen Weg zum elektronischen Börsenhandel. Nº 10 | September 2020 • creditshelf

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Finanzierungsmonitor 2020 – Corona Update Die wichtigsten Ergebnisse ZZ

Der Faktor Geschwindigkeit hat bei der Beschaffung von Fremdkapital durch die Corona-Krise stark an Bedeutung gewonnen

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Für drei Viertel der Mittelständler ist die schnelle Vergabe in Krisenzeiten wichtiger als die Kreditkonditionen

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Banken können vom Mittelstand gefordertes Tempo oft nicht mitgehen

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Fast ein Drittel der Befragten befürchtet in den nächsten 12 Monaten einen schlechteren Fremdkapitalzugang für KMU

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Zwei von drei mittelständischen Unternehmen haben sich im Zuge von Corona mit Alternativen zum klassischen Bankkredit beschäftigt

Über die Studie „Finanzierungsmonitor 2020 – Corona Update“ yy Umfragezeitraum Juli 2020 yy Befragung unter rund 200 Finanzentscheidern aus mittelständischen Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen yy Initiiert von creditshelf, wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dirk Schiereck (Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung der TU Darmstadt) yy Online-Erhebung durch ein Marktforschungsinstitut

Weitere Informationen zur Studie finden Sie auf www.creditshelf.com.

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Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser, die Lage um Corona hat sich hierzulande in den letzten Monaten aktuell etwas entspannt: die Infektionszahlen gingen zurück, der Lockdown wurde Stück für Stück zurückgefahren. Hoffentlich nicht nur eine Momentaufnahme. Doch mit der schrittweisen Beruhigung wurde für viele Unternehmen das volle Ausmaß der entstandenen Schäden deutlich: Bereiche wie den Tourismus, die Eventbranche oder den stationären Einzelhandel hat es hart getroffen. In anderen Segmenten jedoch gleicht Corona einem Entwicklungsschub. Gerade in den Bereichen E-Commerce oder Digitale Services besitzen viele Unternehmen derzeit beachtliches Wachstumspotenzial. Ein Beispiel dafür ist Friendsurance – als innovatives Insurtech-Unternehmen bietet man Nutzern nicht nur ein cleveres Versicherungskonzept, sondern bringt auch die Digitalisierung von Banken und Versicherungen voran. Wir freuen uns, dass wir diese spannende Geschichte mit einer creditshelf Wachstumsfinanzierung unterstützen können. Über unser Angebot für Wachstumsfinanzierungen im Allgemeinen erfahren Sie noch mehr in dieser Magazinausgabe. Auch den traditionellen Mittelstand unterstützen wir bei Transformation und Innovation. Lernen Sie Soyka Rohrverbindungen aus Bochum kennen. Ein modernes mittelständisches Unternehmen, das Herausforderungen wie die Energiewende fest im Blick hat und sich beständig weiterentwickelt.

Die Folgen der CoronaPandemie stehen natürlich auch bei anderen Beiträgen im Blickpunkt. Mein Vorstandskollege Mark Währisch zeigt auf, wie wir bei unserer Risikoanalyse reagiert haben und warum unser Ansatz, auf aktuelle Unternehmensdaten abzustellen, gerade jetzt Vorteile hat. Der Volkswirt Prof. Heise gibt uns einen Ausblick auf das kommende Jahr aus ökonomischer Perspektive und zwei Finanzexperten der TU Darmstadt, Prof. Carolin Bock und Prof. Dirk Schiereck, nehmen uns mit in einen etwas anderen Austausch zu Mittelstandsfinanzierung und Digitalisierung. Wir hoffen, Ihnen mit diesen und zahlreichen weiteren Themen eine abwechslungsreiche, spannende und gehaltvolle Lektüre zu bieten. Außerdem würden wir uns freuen, mit unseren Beiträgen wieder manchen positiven Impuls auszulösen. Wenn Sie Fragen haben oder Teil unseres Netzwerks werden möchten, wenden Sie sich jederzeit gern an uns.

Dr. Tim Thabe Gründungspartner und Vorstandsvorsitzender creditshelf AG

Vorstand creditshelf AG: Dr. Mark Währisch, Dr. Tim Thabe, Dr. Daniel Bartsch (v.l.n.r.)

Editorial

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Übersicht 3

Editorial

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Inhaltsverzeichnis und Impressum

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3 FRAGEN AN …

Vorstandsmitglied Dr. Mark Währisch spricht über das Risikomanagement während der Coronakrise.

AUS DER PRAXIS

Das Insurtech-Unternehmen Friendsurance berichtet über seine Wachstumsfinanzierung mithilfe von creditshelf.

Impulse

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Wir stellen spannende und interessante Podcasts sowie Blogs aus der Finanzwelt vor.

Kolumne

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Carolin Bock & Dirk Schiereck diskutieren, welchen Einfluss der „Ex“ auf die Wachstumsfinanzierung hat.

Blick hinter die Kulissen

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Growth Financing auf Fintech-Art – Wachstum ist vor allem eine Frage der richtigen Finanzierung.

Trends

Was sich hinter Growth Hacking verbirgt und wie es dem Unternehmenswachstum helfen kann.

Blickpunkt CFO

Marketplace-Lending: Investitionen über Kreditplattformen als Ergänzung zu Hausbanken und Private Debt Fonds.

Trends

Herausgeber/Verlag: creditshelf Aktiengesellschaft Mainzer Landstraße 33a D – 60329 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 348 772 40 E-Mail: info@creditshelf.com www.creditshelf.com Vorstand: Dr. Tim Thabe (Vorsitzender), Dr. Daniel Bartsch, Dr. Mark Währisch Vorsitzender des Aufsichtsrats: Rolf Elgeti Eingetragen am Amtsgericht Frankfurt a. M. - HRB 112087 Ust.-ID: DE298667279 Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Birgit Hass (Leiterin Marketing und Kommunikation, creditshelf AG) Internes Projektteam von creditshelf: Birgit Hass, Fabian Brügmann, Dr. Gregor Heinrich, Laura Gabriel, Marie-Kristin Winter, Jan Stechele, Florian Bruse, Linus Sluyter, Shima Nagdhali, Anna Schönfeld, Sebastian Seibold, Maximilian Franz, Martin von Torklus, Richard Heller, Florian Weinkauf, Marc-Oliver Knobloch Konzeption und Umsetzung: ABG Marketing GmbH www.abg-marketing.de Redaktion: Ilka Stiegler, Dominik Schilling, Tony Wachtel, Ina Jahn, Nora Körner ABG Marketing GmbH

Aus der Praxis

Soyka Rohrverbindungen arrangierte in Zusammenarbeit mit creditshelf eine Betriebsmittelfinanzierung.

im press um

Impulse

Manfred Zaß, der Vater des DAX, beschreibt den historischen Weg zum elektronischen Börsenhandel.

Prof. Dr. Michael Heise und Kerstin Raclet sprechen über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.

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Impulse

Wir stellen die Fintech Ladies, das Netzwerk für Frauen in Finanzen und Technik, vor.

Termine und Events

Wir bringen jene Themen auf den Tisch, die den Mittelstand interessieren – auch in Zeiten von Corona.

Impulse

Experten aus der Finanzszene antworten kurz und knapp auf wichtige Fragen zu aktuellen Trends und Ereignissen.

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Layout und Gestaltung: Alin Hanisch ABG Marketing GmbH Bildnachweis:

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creditshelf AG Jan Bürgermeister (www.fotostate.com) Bert Bostelmann (bildfolio.de) Laura Gabriel, Birgit Hass, Shima Nagdhali (creditshelf AG)

Soyka Rohrverbindungen GmbH Friendsurance GmbH Ina Strohbücker, PP PicturePartners GmbH nixoncreative

Redaktionsschluss: 30.07.2020


3 Fragen an …

Schnelle Erholung nach dem Lock-down Dr. Mark Währisch ist Vorstand der creditshelf AG und Chief Risk Officer. Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Risikomanagement und Unternehmensfinanzierung. In der Corona-Krise war diese Expertise gefordert, um creditshelf adäquat auf die geänderten Rahmenbedingungen einzustellen und beispielsweise die Risiko-Level einzelner Branchen neu zu definieren. Wie er mit seinem Team vorging und wie die Marktpartner von noch schnellerem und fundierterem Rating profitieren, erläutert er in seinen Antworten. Wie haben Sie Ihre Risikobewertung aufgrund der CoronaKrise angepasst? Währisch: Eine Pandemie ist keine vorhersehbare Größe für systematische Risikomodelle. In dieser neuen Situation mussten wir daher die Branchen differenziert betrachten und im Rating auf den Einzelfall eingehen. So haben wir die Wirtschaftsbereiche in drei Klassen nach einem Ampelmodell eingeteilt: Branchen, die sehr stark betroffen sind durch Social-Distancing, wie Automotive, Tourismus oder Textilien. In der zweiten Kategorie finden sich weniger betroffene Branchen, wie langlebige Haushaltsgüter oder Immobilienentwicklung. Der dritte Bereich umfasst nicht betroffene Branchen, die teilweise sogar von der Krise profitieren, wie IT, Caravaning oder Genussmittel. Diese Kategorisierung floss ein in die Eingangs-Risikobewertung – das eigentliche Ratingmodell haben wir aber nicht angepasst. Wichtig ist hier viel mehr der Einzelfall: Wie schnell erholt sich beispielsweise ein Unternehmen wieder? Working-Capital, Vorratshaltung,

Dr. Mark Währisch … … übernahm 2016 die Leitung des Risikomanagements bei creditshelf und wurde Vorstand. Zuvor war er Analytical Head bei Standard & Poor’s für Mittelstands-Ratings und Credit Research. Als Experte für Kreditrisiken und Corporate Finance arbeitete er vorher bei KPMG in Frankfurt, für Moody's Investor Service in London sowie Goldman Sachs, ebenfalls in London. Er hat mehr als 20 Jahre Erfahrung als Experte für Kreditrisiko und Corporate Finance. Nach einem Master of Science in Business an der University of Wisconsin/Madison promovierte er an der Goethe-Universität in Frankfurt zu den Themen Rechnungswesen und Finanzierung.

3 Fragen an …

krisenfeste Lieferketten oder Service-Orientierung sind dabei wichtige Kriterien. Bei unseren aktiven Kunden gehen wir mehrheitlich von einer V-Recovery aus, also einer schnellen Erholung nach der Krise. Ich glaube auch nicht mehr an einen weiteren nationalen Lock-down. Aber das Risiko gerade im Export wird latent weiter bestehen. Das berücksichtigen wir natürlich in unseren Kreditentscheidungen. Wie wird sich Ihr Ratingmodell in der Zukunft ändern? Währisch: Seit Jahren arbeiten wir an der Informationsverarbeitung just-in-time: Immer mehr und aktuellere Informationen sollen unsere Ratingmodelle befüllen, um noch bessere Aussagen in noch kürzerer Zeit machen zu können. So ist es jetzt bereits möglich, aktuelle Daten aus den Summen- und Saldenlisten in die Analyse einfließen zu lassen, was einen deutlichen Mehrwert bringt: Durch die zusätzlichen Daten werden die Einschätzungen besser und genauer; durch die Automatisierung der Eingabe sparen alle Beteiligten Zeit und Geld. Wir können so eine breitere und tiefere Analyse weitestgehend automatisiert vornehmen und uns dann im persönlichen Gespräch auf die individuellen Faktoren konzentrieren. Beispielsweise diskutieren wir mit den Mittelständlern, die bei uns einen Kredit anfragen, wie sich die Umsatzerwartung bei einzelnen Kunden entwickeln wird. Als Basis dient uns hier die Auswertung der Debitorenlisten. So bekommen wir ein tieferes Verständnis für das jeweilige Geschäft und können mögliche Risiken besser bewerten. Um auf die Frage zurückzukommen: Wir entwickeln unser Ratingmodell kontinuierlich weiter, um noch schneller zu fundierten Aussagen zu kommen. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Marktpartnern mit Ihrem Modell in der aktuellen Situation? Währisch: Dank unseres hohen Digitalisierungsgrads können wir sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen. Anfragenden Unternehmen geben wir in kürzester Zeit eine umfassende Einschätzung: Selbst im Fall einer schnellen Absage ist dem Unternehmen damit geholfen, denn die Verantwortlichen erhalten eine Meinung mit Außenblick und können sich damit nach grundsätzlich anderen Lösungen umsehen. Unseren Investoren geben wir auf der anderen Seite die Sicherheit, auch in dieser Krise nur seriöse Investments präsentiert zu bekommen. Dass wir mit dieser konsequenten Ausrichtung auf digitalisierte Prozesse genau richtig liegen, zeigen die aktuellen Entwicklungen: So haben große Geschäftsbanken gerade begonnen, ihre Prozesse ebenfalls digital neu auszurichten. Der von creditshelf eingeschlagene Weg gibt ihnen die Richtung vor – deshalb sehen wir uns auch als „Digital Enabler“ im Markt.

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Friendsurance digitalisiert die Versicherungsbranche Das wachsende Berliner Insurtech-Unternehmen entwickelt innovative, digitale Versicherungslösungen. Als Online-Makler bietet Friendsurance Endkunden die Möglichkeit, ihre Versicherungen online zu verwalten und einen Bonus zu bekommen, wenn keine Schäden passieren. Darüber hinaus bietet Friendsurance Banken und Versicherungen eine BancassurancePlattform, die in die unternehmenseigenen Systeme integriert werden kann. Dieser Geschäftsbereich kann auch dank einer von creditshelf arrangierten Finanzierung weiter ausgebaut werden. Haftpflicht-, Hausrat- und Kfz-Versicherung, Rechtsschutz, Berufsunfähigkeitsversicherung und noch viele andere Verträge: Wer verliert bei all den Formularen und Dokumenten nicht schnell einmal die Übersicht? Das Berliner Unternehmen Friendsurance ist angetreten, um Versicherungen kundenfreundlicher zu machen. Kunden können ihre Versicherungsverträge einfach, übersichtlich und papierlos im Nutzer-Konto verwalten und sich umfassend beraten

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lassen. Doch damit nicht genug: Das Berliner Insurtech hat 2010 das weltweit erste Peer-to-Peer-Versicherungsmodell auf den Markt gebracht, das Schadensfreiheit mit einem Bonus belohnt. Mittlerweile nutzen weltweit rund 150.000 Kunden Friendsurance. Friendsurance unterstützt verstärkt B2B-Kunden Neben seinen Lösungen für Verbraucher bringt das Berliner Unternehmen seit 2017 auch die Digitalisierung von Versicherungsgeschäften für Banken und Versicherer voran. Dafür wurde eigens die Marke Friendsurance Business ins Leben gerufen. „Banken und Versicherer geraten zunehmend unter Druck, ihre Kunden zu binden und sich neue Erlösquellen zu erschließen. Digital Bancassurance bietet ihnen die Chance, ihren Kunden relevante digitale Services anzubieten und gleichzeitig ihre Renditen zu steigern”, erklärt Tim Kunde, Mitgründer und Geschäftsführer von Friendsurance. Das Berliner Insurtech stellt sein Angebot dabei als neutrales White

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Label zur Verfügung. So können beispielsweise Banken ihren Kunden das System als eigene Lösung anbieten, mit der diese auf dem jeweiligen Onlineportal Verträge einsehen, verwalten oder Konditionen anpassen können. Das erspart den Häusern viel Zeit und Ressourcen, die in die Entwicklung eigener Bancassurance-Lösungen geflossen wären. „Oft steckt Friendsurance hinter einem digitalen Angebot einer Bank, ohne dass es die Endkunden wissen. Mit diesem digitalen Geschäftsmodell ist Friendsurance definitv am Nabel der Zeit“, sagt Florian Weinkauf. Er ist Senior Firmenkundenbetreuer bei creditshelf und hat im Rahmen des Kreditprozesses intensiv mit Friendsurance zusammengearbeitet. Corona-Krise stärkt Bedürfnis nach digitalem Angebot Wie sehr sich die Verbraucher kundenfreundliche digitale Systeme wünschen, hat kürzlich eine repräsentative YouGov-Umfrage gezeigt. Danach möchten 52 Prozent der Deutschen ihre Versicherungsverträge gern direkt via Onlinebanking einsehen,


Aus der Praxis

Startups bekommen oft Finanzierungen durch Business Angels und Venture-Capital-Fonds, aber nur selten Darlehen – schon gar nicht in Zeiten von Corona. tim Kunde, mitgründer und geschäftsführer von Friendsurance

Aus der Praxis

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Als Video auch auf unserem YouTube-Channel

verwalten und optimieren. Die CoronaKrise hat hier, wie in vielen anderen Bereichen, als zusätzlicher Treiber gewirkt: Wer bereits vor Corona digitale Bank- und Versicherungsangebote nutzte, will dies künftig noch häufiger tun – knapp jeder Zehnte aus der entsprechenden Gruppe bestätigte gegenüber YouGov dieses Vorhaben. Das durch die Pandemie zusätzlich gewachsene Bedürfnis bekommt man bei Friendsurance merklich zu spüren: „Der zunehmende Bedarf auf Kundenseite spiegelt sich auch in der steigenden Anzahl von Anfragen zu digitalen Versicherungslösungen wider, die von Versicherungsunternehmen und Banken an uns herangetragen werden”, sagt Tim Kunde. Nach Gründung der eigenen Marke für den Bancassurance-Bereich und der Entwicklung digitaler Versicherungsmanager beispielsweise für die Deutsche Bank und die R+V Versicherung, möchte das Berliner Unternehmen in diesem Bereich künftig weiter stark wachsen. Zwei digitale Pioniere finden zusammen Wachstum ist für junge digitale Unternehmen jedoch kein leichtes Unterfangen. „Der Markt für die Finanzierung technologiebasierter Wachstumsunternehmen ist begrenzt. Banken tun sich hier schwer. Sie fürchten das Risiko, zudem arbeiten manche solcher Scale-ups noch nicht profitabel, auch wenn sie über starken Shareholdersupport verfügen“, sagt Florian Weinkauf. Der Kontakt zu Friendsurance kam durch das creditshelf-Netzwerk zustande. In der Vergangenheit hatte das Frankfurter Fintech immer wieder wachsende Firmen auf ihrem Weg in die nächste Unternehmensphase unterstützt. Seit Anfang des Jahres geht man nun offensiv auf den Markt des

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sogenannten Venture Debt – des institutionellen Wagniskapitals – zu. Da passte das Berliner Insurtech genau ins Profil. „Friendsurance ist aufgrund des starken Wachstums nun in einer Position, wo nicht zwingend weiteres Eigenkapital zur Finanzierung benötigt wird, sondern sukzessive Fremdkapital den Finanzierungsbedarf decken kann”, so Florian Weinkauf. Doch trotz innovativen Geschäftsmodells, Rückendeckung durch Investoren und guter Marktaussichten, kann es schwierig für ein wachsendes Unternehmen sein, an eine geeignete Fremdfinanzierung zu gelangen. „Startups bekommen oft Finanzierungen durch Business Angels und Venture-Capital-Fonds, aber nur selten Darlehen – schon gar nicht in Zeiten von Corona. Im ersten Quartal 2020 haben sich die Investitionen in Insurtechs weltweit halbiert. Dass wir über creditshelf so schnell eine Finanzierung bekommen haben, zeigt, wie überzeugend und solide unser Geschäftsmodell ist“, sagt der Friendsurance-Geschäftsführer. Diese Einschätzung teilt auch Florian Weinkauf: „Das Unternehmen besitzt ein großes Marktpotenzial, hat bereits mehrere Finanzierungsrunden erfolgreich abgeschlossen und wächst atemberaubend. Damit ist es ein top Kandidat für die von creditshelf vermittelte Wachstumsfinanzierung.“ Zuvor hatte sich der Experte intensiv mit dem Unternehmen auseinandergesetzt, mit dem creditshelf-Team die Unternehmenszahlen ausgewertet und coronabedingt in gemeinsamen Video-Konferenzen mit Friendsurance verhandelt. Der Dialog sei sehr angenehm und konstruktiv gewesen. Es hätte im Vergabeprozess bei Rückfragen immer eine unmittelbare Reaktion und Zuarbeit seitens des Kunden gegeben. Dadurch konnte man

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sich schnell einigen und das Darlehen in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurde nach nur knapp vier Wochen ausgezahlt. Fremdkapital erhält Unabhängigkeit In Berlin freut man sich über den vermittelten Firmenkredit. „Mit dem frischen Kapital wollen wir in unserer Digital-Bancassurance-Sparte auf dem deutschen Markt und auch international weiterwachsen”, sagt Tim Kunde. Da creditshelf selbst ein junges digitales Unternehmen ist, kennt man sich hier mit Themen, wie sie Friendsurance und andere Scale-ups beschäftigen, gut aus. Das Team weiß, wie entscheidend es ist, in dieser Phase an Fremdkapital zu gelangen. Denn für bestehende Investoren und die Entwicklung des Unternehmens ist Unabhängigkeit ein wichtiger Punkt: Neue Eigenkapitalgeber hingegen wollen immer Anteile an einer Firma und Mitspracherechte. „Uns war es wichtig, auch in dieser Phase keine strategischen Investoren wie Banken oder Versicherer mit an Bord zu nehmen, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren“, so Tim Kunde zu den Gründen für die Fremdfinanzierung. Geht es um Wachstum, sind auch die Fragestellungen in der Risikoprüfung andere als bei gewöhnlichen Krediten – das Geschäftsmodell muss verstanden und bewertet werden. Dafür hat credishelf ein Konzept entwickelt, das in diesem komplexen Bereich individuelle, schnelle und transparente Lösungen ermöglicht. Der an Friendsurance vermittelte Kredit ist auch in anderer Hinsicht innovativ: Er ist einer der ersten, den creditshelf für einen neuen Fonds arrangieren konnte, bei dem der europäische Investitionsfonds als Ankerinvestor fungiert.


Aus der Praxis

Friendsurance ist aufgrund des starken Wachstums nun in einer Position, wo nicht zwingend weiteres Eigenkapital zur Finanzierung benรถtigt wird, sondern sukzessive Fremdkapital den Finanzierungsbedarf decken kann. Florian weinkauf, senior Firmenkundenbetreuer innovations- und wachstumsfinanzierung bei creditshelf ag

Aus der Praxis

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Impulse

inspirationsQuelle podCast & blog

podcast „verkaufen im mittelstand“

Neues Wissen aneignen oder vertiefen, innovative Ideen kennenlernen, interessante Sichtweisen erfahren – all das bieten Podcasts und Blogs. Wer seinen Horizont gern auditiv erweitert, kann auf eine Vielzahl an Podcasts zurückgreifen. Diese gibt es mittlerweile nicht nur im Audioformat, sondern auch in Videoform. Während Podcasts sich immer mehr Beliebtheit erfreuen, sind Blogs bereits seit vielen Jahren eine etablierte Quelle für neues Wissen, Inspiration und Unterhaltung. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen wegweisende Podcasts und Blogs aus der Finanzwelt vor.

Thomas Pelzl ist Verkaufstrainer und Coach für den Verkaufsprozess mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. In seinem Podcast geht es darum, wie Verkäufer noch schneller, einfacher und mehr verkaufen können. Thomas Pelzl gibt Beispiele aus dem "wahren Verkäuferleben" mit glasklaren Anleitungen für die persönliche Umsetzung.

podcast „growth hacking by hendrik lennarz” Nach einem seiner 350 Growth Hacking Trainings quer durch Europa hat mal ein Teilnehmer über Hendrik gesagt “Der Arnold Schwarzenegger des Growth Hackings.” Du bist hier richtig, wenn du ständig auf der Suche nach Growth-Hacks und -Strategien bist, mit denen auch du das Wachstum deines Unternehmens beschleunigen kannst. Was diesen Podcast so besonders macht? Wir konzentrieren uns zu 100 % auf die UMSETZUNG, so dass du immer einen Growth Hack sofort in die Umsetzung bringen kannst.

podcast „so geht startup” Bei „So geht Startup“ spricht die Gründerszene-Redaktion mit Gründerinnen und Gründern, Investorinnen und Investoren über ihren Weg in die Startupszene, ihre bisherigen Höhen und Tiefen, über ihre Learnings – und ihre besten Tipps für andere Startup-Begeisterte.

podcast „omr“ Der OMR Podcast ist der erste große Podcastkanal zu digitalem Marketing, Business und branchenrelevanten Themen. Wir wollen verstehen, was sich in dieser Welt tut und wer sie mitgestaltet. Dafür spricht Philipp Westermeyer mit UnternehmerInnen und MacherInnen, mit Hidden Champions und namhaften Persönlichkeiten, mit Stammgästen und guten Freunden. Jeden Mittwoch und Sonntag.

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Impulse


Kolumne "Das Biereck"

Das Biereck (1): XO – Ex und Carolin Bock & Dirk Schiereck

Wie viele unserer professoralen Kollegen dürfen sich wohl darüber freuen, in einer eigenen Kolumne wiederkehrend ihre ganz persönliche Sicht auf die Welt zu formulieren? Bestimmt nicht so viele. Und zu zweit ist das Verfassen einer solchen Kolumne noch toller, denn geteilte Freud ist doppelte Freud! Wir beide schätzen uns also gerade überglücklich, im creditshelf-Magazin ein so prominentes Format bekommen zu haben, um mit Ihnen brandaktuelle Forschungsergebnisse mit Relevanz für die Mittelstandsfinanzierung zu diskutieren. Wenn da nur nicht ganz versteckt der Zipfel von ein bisschen Angst hervorlugen würde, dass man uns das Biereck ja auch wieder wegnehmen könnte. Wir wären dann Ex-Kolumnisten! Und ‚Ex‘ ist in unserem alltäglichen Sprachgebrauch nichts, wonach wir uns im Regelfall sehnen. Ex-Freund, Ex-Frau, Ex-Chef, Ex-Trainer… Die Vorsilbe ‚Ex‘ ruft bei uns meist den schalen Beigeschmack des Scheiterns, des Verlustes oder des Abserviert-wordenseins hervor. Was für ein düsterer Einstieg in unser erstes (und doch hoffentlich nicht letztes) Biereck, denken Sie nun vermutlich?! Doch wir halten eine positive Kehrtwende für Sie bereit. Denn der oder die ‚Ex‘ in der Unternehmensfinanzierung ist oft gerade nicht Ausdruck des Misserfolgs, sondern genau das Gegenteil, nämlich ein Qualitätssiegel – vor allem in der Wachstumsfinanzierung. Wieso? – Das müssen wir Ihnen näher erläutern. Wenn Professoren keine Kolumnen schreiben, forschen sie und können dann gelegentlich über sehr spannende neue Einsichten berichten. So haben wir uns mit unserem Kollegen Timo Johnson die Frage gestellt, ob es für junge, schnell wachsende Technologieunternehmen nur ganz allgemein wichtig ist, Geldgeber in der Aufbauphase des Start-ups zu finden, oder ob es für das weitere Wachstum bedeutsam ist, von wem das Geld kommt.

Hopp oder Top Und Sie ahnen schon, worauf wir hinauswollen? Der Ex macht‘s! Es ist nicht allein bedeutsam, als Start-up in irgendein Accelerator-Programm zu kommen, irgendeinen Business Angel zu finden oder irgendeinen Venture Capitalisten an Land zu ziehen. Nein! Der weitere Weg der Wachstumsunternehmen wird maßgeblich davon geprägt, von wem das erste Geld kam. Wer es schafft, einen der angesehensten Business Angels oder prominentesten Venture Capital-Geber zu überzeugen, in ihr Unternehmen zu investieren, der profitiert von seinem Ex in der Folgezeit nachhaltig. Die Wahrscheinlichkeit, mit seinem Start-up zu scheitern, reduziert sich um 75 Prozent und die Aussicht, sein Unternehmen später erfolgreich weiter zu veräußern, nimmt entsprechend zu, wenn Sie als Gründer einen hochangesehenen Geldgeber in der Anfangszeit für sich gewinnen können. Der Ex in der Finanzierungshistorie wird zum Qualitätsstempel, zum Testimonial, zur großen Stütze in der langfristigen Wachstumsfinanzierung. Schaffen Sie es, die anspruchsvollsten Kapitalgeber einmal für sich einzunehmen, werden Ihnen diese Ex im Folgenden Tür und Tor öffnen: ‚Ex und Top‘ eben. Was heißt das für die Kapitalsuchenden bei creditshelf? Die Etablierung als digitaler Mittelstandsfinanzierer ist noch zu jung, um wissenschaftlich belastbare Aussagen über den weiteren Finanzierungserfolg von Kreditnehmern zu treffen. Aber wir werden das gerne weiterverfolgen und freuen uns auch über Ihr Feedback. Schreiben Sie uns doch, wie es nach Ihrer creditshelf-Finanzierung weiterging. Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen.

Prof. Prof.Dr. Dr.Dirk Carolin Schiereck Bock

Prof. Dr. Carolin Bock

Mitglied Fachgebietsleitung des Aufsichtsrats creditshelf Entrepreneurship, AG, Leiter Technische des Fachgebiets Universität Darmstadt Unternehmensfinanzierung TU Darmstadt

Fachgebietsleitung Entrepreneurship, Technische Universität Darmstadt

Kolumne "Das Biereck"

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Growth Financing – Wachstum braucht finanzielle Basis Digitale Dienstleistungen haben durch Kontaktbeschränkungen im Zuge von Corona weiter Aufwind erfahren. Entsprechend besteht bei vielen digitalen Unternehmen großes Wachstumspotenzial. Da klassische Finanzierer gerade junge Unternehmen aus diesem Markt kaum bedienen, blieben bisher meist nur Venture Debt Fonds aus dem angelsächsischen Raum. Doch nun gibt es von creditshelf ein Angebot Made in Germany. Die Corona-Krise hat viele klassische Branchen wie Reiseanbieter, Hotels oder die Luftfahrt schwer getroffen. In einigen Segmenten ist sie für junge, aufstrebende Unternehmen jedoch auch eine Chance. Gerade digitale Geschäftsmodelle im Bereich E-Commerce, OnlineLieferdienste, Streaming, E-Learning oder in der Online-Kommunikation haben durch die Krise einen regelrechten Aufschwung erfahren. 12

Denn in Zeiten des Social Distancing blieb in den meisten beruflichen und privaten Fragen nur der Weg über das Internet. Entsprechend stark wachsen viele Unternehmen in diesem Sektor. Besser: könnten stark wachsen. Denn eine positive Unternehmensentwicklung ist kein Selbstläufer, es gibt wichtige Erfolgsfaktoren. „Wachstum ist vor allem eine Frage der richtigen Finanzierung. Denn kaum ein Unternehmen, das 50 oder 100 Prozent im Jahr wächst, kann dies über den eigenen Cashflow realisieren. Auch bei seiner Bank wird ein junges, stark wachsendes Unternehmen in der Regel keine Finanzierung bekommen“, weiß Sebastian Seibold, Leiter Business Development bei creditshelf. Der Finanzierungsmarkt sei in weiten Teilen sehr traditionell und stark reguliert – entsprechend auf Ratings und Risikovermeidung ausgerichtet. Da passe Growth Financing nur schwer ins Bild.

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Blick hinter die Kulissen anbieter können bedingungen diktieren Erschwerend kommt die spezifische Bilanzstruktur gerade junger digitaler Unternehmen hinzu. Sie verfügen zwar meist über ein gutes Geschäftsmodell, besitzen jedoch nur wenige Assets. Ohne Halle, Immobilie, Fuhrpark oder Warenlager, die als Sicherheiten fungieren, kann die Bank aber nicht agieren. Also bleibt oft nur die Suche nach geeignetem Venture Capital (VC). Doch für das Wagnis, das diese Eigenkapitalgeber eingehen, möchten sie auch Mitsprache in der Geschäftsleitung und Anteile am Unternehmen. „Je mehr VC-Finanzierungsrunden stattfinden, desto mehr Anteile müssen die ursprünglichen Gesellschafter und die Altinvestoren abgeben – ihr Anteil verwässert, das Unternehmen verliert seine Unabhängigkeit“, so Seibold. Der Markt hat sich in den letzten Jahren jedoch verändert. Mittlerweile bieten vereinzelt auch Banken und sogenannte Venture Debt Fonds Wachstumsfinanzierungen an. Gerade das Fremdkapital der Letzteren ist allerdings nicht ganz unkompliziert. „Da sie für junge Unternehmen der Digitalökonomie vielmals die einzige Fremdkapital-Option sind, können die angelsächsischen Anbieter hier die Bedingungen diktieren. Es gibt starre und komplexe Verträge auf Englisch, viele Nebenbedingungen – außerdem möchten sich die Fonds oft eine zusätzliche Eigenkapitalkomponente sichern“, gibt Seibold zu bedenken. growth Financing auf Fintech-art Eine weitere Option für digitale Wachstumsunternehmen bietet das Frankfurter Fintech creditshelf. „Unser Angebot

Je mehr VCFinanzierungsrunden stattfinden, desto mehr Anteile müssen die ursprünglichen Gesellschafter und die Altinvestoren abgeben – ihr Anteil verwässert, das Unternehmen verliert seine Unabhängigkeit. sebastian seibold, leiter business Development bei creditshelf ag

Blick hinter die Kulissen

kann man sich ähnlich wie Venture Debt vorstellen. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Bei creditshelf gibt es keinen Equity-Kicker. Wir vermitteln klassisches Fremdkapital, ohne auf Unternehmensanteile oder Mitsprache abzuzielen“, sagt Senior-Firmenkundenbetreuer Florian Weinkauf. Man habe bereits in der Vergangenheit immer wieder wachsende Unternehmen aus dem E-Commerceoder Software-as-a-Service-Bereich unterstützt und trete nun seit Anfang 2020 offensiv an Unternehmen und Multiplikatoren heran. „Als junges Fintech kennen wir die Herausforderungen, vor denen stark wachsende Firmen der Digitalökonomie stehen, sehr genau. Deshalb haben wir unsere Lösung für deren Growth Financing optimiert und bieten einen unkomplizierten und auf den jeweiligen Bedarf anpassbaren Ansatz“, so Weinkauf weiter. Das Analyseteam schaut sich dazu das Geschäftsmodell und die Unternehmenskennzahlen des jeweiligen Scale-ups genau an. Da man mit maschinenlesbaren Daten, KI-Unterstützung und einem multidimensionalen Risikomodell arbeitet, ist der Prozess effizient und die Analyse stichhaltig. Worauf schaut das Team dabei genau? „Wichtig ist, dass ein wachsendes Unternehmen einen Proof of Concept erbringt, sein Geschäftsmodell also tatsächlich rentabel ist. Zudem sollte es bereits eine Series-AFinanzierung besitzen und damit einen Venture-Capital-Investor fest mit an Bord haben“, erklärt Weinkauf. wachstum und erholung Stimmt das Unternehmensprofil, kann creditshelf unterschiedliche Szenarien begleiten. Beispiel Buy-and-Build: Hier unterstützte das Fintech in der Vergangenheit einen Anbieter für Functional Food beim Kauf eines Herstellers, dessen Produkt im Onlineshop besonders gute Margen erzielte. Auch bilanziellen Finanzierungsbedarf, etwa wenn der Warenbestand in Liquidität umgesetzt werden soll, oder strategisches Wachstum wie Personalausbau oder Investitionen in Forschung und Entwicklung kann creditshelf begleiten. Die Pipeline sei aktuell mit Projekten gut gefüllt, erklärt Weinkauf. Das zeigt, wie dringend solche Lösungen heute gefragt sind, um mögliches Wachstum auch umzusetzen. Insgesamt hat sich durch Corona viel gedreht und die Plattformökonomie weiter Fahrt aufgenommen. Sie ist damit auch ein wichtiges Element für die Erholung des Wirtschaftsstandortes. Da der traditionelle Finanzierungsmarkt jedoch stark risikobezogen ist und aufgrund von Struktur und Prozessen oft nicht flexibel und schnell reagieren kann, sollten alternative Lösungen im Growth Financing weiter ausgebaut werden. 13


„Die Politik hat einen guten Job gemacht!“ Am 15. Juli trafen sich Prof. Dr. Michael Heise und Kerstin Raclet zu einem virtuellen Kamingespräch über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen in der kommenden Zeit. Raclet: Seit März 2020 beherrscht die Corona-Pandemie die Top-Themen weltweit. Die Pandemie hat erhebliche, im Ausmaß nicht gekannte Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Wie verkraftet die deutsche Volkswirtschaft aus Ihrer Sicht den historischen Einschnitt? Heise: Wir erleben derzeit die schwerste Konjunkturkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die deutsche Volkswirtschaft verkraftet die Pandemie aber deutlich besser als andere. Aktuell rechne ich nach dem Einbruch im zweiten Quartal mit einer Stabilisierung im zweiten Halbjahr. Für 2021 sollten wir einen Zuwachs von fünf bis sechs Prozent beim Bruttoinlandsprodukt erreichen. Raclet: Hat die Politik mit Sofortmaßnahmen, Hilfsprogrammen und Konjunkturpaket die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, um nach dem komplexen wirtschaftlichen Corona-Schock den Schaden für die deutsche Wirtschaft zu begrenzen? Heise: Die Politik hat gut reagiert, was dazu beitrug, dass sich die Konjunkturindikatoren bereits seit Mai verbessert haben. Der deutsche Rettungsschirm schützt in vielen Fällen vor Arbeitslosigkeit und Insolvenz – er ist richtig konzipiert worden, auch wenn einiges nachgeregelt werden musste. Die Politik hat einen guten Job gemacht! Raclet: Was hätte die Bundesregierung besser machen können? 14

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Heise: Mit dem Rettungsschirm sind wir breit und gut aufgestellt. Zur Finanzpolitik habe ich eine abweichende Meinung: Durch das neue Paket steigt die Verschuldung um weitere 75 Milliarden Euro. Die Wirkung der Maßnahmen wird die zusätzliche Verschuldung nicht rechtfertigen. Auch die Mehrwertsteuersenkung ist wenig effizient: Sie erzeugt jetzt Vorzieheffekte, die zu einer niedrigeren Nachfrage 2021 führen werden. Die Konjunktur hätte sich auch ohne diese Maßnahme erholt. Raclet: In Folge der Finanzkrise 2008 brach die deutsche Wirtschaft um 5,7 Prozent ein. Die Wirtschaftsweisen rechnen für 2020 beim Bruttoinlandsprodukt mit einem Minus von sechs bis sieben Prozent. Wie sieht Ihre mittelfristige Prognose aus? Heise: Bei den Zahlen der Wirtschaftsweisen gehe ich mit. Wir werden mit einer kräftigen konjunkturellen Erholung aus dem dritten Quartal hinausgehen – aber Einkommens- und Wohlstandsverluste lassen sich nicht vermeiden. Raclet: Im Mai brach der deutsche Export um mehr als 30 Prozent ein. Wie lange, schätzen Sie, wird es dauern, bis die deutschen Exporte wieder das Niveau vor der Corona-Krise erreicht haben? Heise: Das ist eine spannende Frage. Die Antwort hängt von dem Verlauf der Pandemie in den wichtigen Exportländern ab. In den USA und in Brasilien beispielsweise sind die


Trends

Fallzahlen sehr hoch; diese Länder haben eine schwierige Zeit vor sich. Die Weltwirtschaft wird noch länger sehr gedämpft laufen. Ich rechne mit ein bis zwei Jahren. Aber Deutschland profitiert von vielen Produktionsstätten im Ausland – zum Beispiel in China. Wir sind so weniger betroffen von Restriktionen bei Import, Transport und Logistik. Raclet: Das ist ein positiver Aspekt der Internationalisierung. – Wann werden, wann können wir in Deutschland die tiefe Rezession überwinden? Heise: Im Mai hatten wir bereits ein Plus bei der Produktion gegenüber April. Seit Juni sind wir auf dem Weg aus der Rezession. Es wird jedoch lange dauern, bis wir sie komplett überwunden haben, beispielsweise mit Blick auf die Arbeitslosigkeit. Raclet: Deutschland gilt international als Vorbild für den Umgang mit der Pandemie und ihren Auswirkungen. Wie steht es mit der Zugkraft der größten Volkswirtschaft Europas – ist sie in der Krise Vorbild für andere europäische Länder? Heise: Betrachten wir zwei Elemente: die Pandemiebekämpfung und die wirtschaftliche Seite. Die Bekämpfung der Pandemie ist uns gut gelungen, weil wir nicht die ersten Betroffenen waren und lernen konnten. Dennoch gilt: Wir sind, wie andere, unvorbereitet in die Pandemie geschlittert. Aus wirtschaftlicher Perspektive besitzt Deutschland eine hohe Zugkraft für Europa. Wir haben uns finanzpolitisch einen großen Spielraum erarbeitet. Die sparsame Haushaltspolitik der vergangenen

Prof. Dr. Michael Heise … … ist Gründer der Beratungsfirma macroadvisors und Chefvolkswirt des Multi-Family-Office HQ Trust. Bis 2019 war er Chefvolkswirt der Allianz SE und zuständig für volkswirtschaftliche und kapitalmarktstrategische Analysen des Konzerns. Prof. Heise war zuvor acht Jahre lang Generalsekretär des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der die deutsche Bundesregierung berät. Zudem hat er als Chefökonom und Leiter Research bei der DZ Bank und ihrer Vorläuferin DG Bank gearbeitet. Prof. Heise wurde von der Financial Times Deutschland und der Süddeutschen Zeitung mehrfach zum Prognostiker für die deutsche Wirtschaft ernannt. Er ist einer von Deutschlands bekanntesten Ökonomen und regelmäßiger Kommentator finanz- und geldpolitischer Themen in der Presse. Heise ist Autor mehrerer Bücher und Mitglied zahlreicher Gremien.

Jahre wirkt jetzt absolut positiv. Beliebt ist unser Land dafür nicht in Europa, weil wir unsere Unternehmen besser schützen können und damit vermeintliche Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Staaten haben.

Schaden angerichtet. Dass der groß dimensionierte Ankauf von Staatsanleihen bereits lange geschieht, ist jedoch kritikwürdig. Langfristig müssen wir aus dieser Politik aussteigen. Der Spielraum dafür schmilzt.

Raclet: „Das Geld aus der Notenpresse der EZB ist der Kitt, der Europa zusammenhält“, schreibt Gabor Steingart in seinem Morning-Briefing vom 2. Juli 2020. Handelt die EU nach Ihrer Einschätzung derzeit nachhaltig und verantwortungsbewusst?

Raclet: Stichwort Resilienz der europäischen Volkswirtschaften gegen weitere Risikofaktoren, wie Brexit und Handelskonflikte. Wo können wir ansetzen, um gemeinsam stärker zu werden?

Heise: Die Geldpolitik der EZB mit weitreichenden Ankündigungen hat die Vertrauenskrise in den Finanzmärkten verhindert. Die Angst vor dem Zusammenbruch war groß, deshalb hätte ein weniger entschiedenes Handeln

Heise: Wir müssen die Binnenwirtschaft in Europa stärken und weniger abhängig vom Außenhandel werden. Binnendynamik entsteht durch mehr Investitionen in Europa. Die Voraussetzung sind bessere Rahmenbedingungen für Investoren. Raclet: Zum Schluss: Bei allem Schrecken bieten Krisen Chancen. Sehen Sie eine solche Chance, die Deutschland, die die EU wahrnehmen sollte? Ich denke dabei unter anderem an die deutsche Ratspräsidentschaft.

Kerstin Raclet … … ist Geschäftsführerin der Raclet & Herter Financial Community Relations and Culture GmbH. Sie gründete das Unternehmen aus der Überzeugung, dass Lösungen für die gigantischen Herausforderungen unserer Zeit den systematischen Austausch von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur voraussetzen. Dass sie Impulse und Konzepte dafür schaffen und organisieren kann, bewies sie von 2000-2018 bei der Deutschen Börse: Als Protokollchefin dreier CEOs, als PR-Leiterin des Finanzplatz e.V. auf dem internationalen Parkett. Die Diplom-Volkswirtin war zudem Pressesprecherin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Industrie- und Handelskammer Fulda. Als Sopranistin im Nebenberuf bringt sie 14 Jahre Expertise über Musik als Kulturschatz mit ein.

Trends

Heise: Europa ist dabei, seine Chance zu nutzen: Das 750-Milliarden-Euro-Hilfspaket zeigt nicht nur Solidarität in der Krise. Es könnte auch dazu beitragen, Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Die Mittel müssen dazu in eine produktive Verwendung fließen: Gesundheit, Digitalisierung, Vernetzung, Verkehr, also die großen Infrastrukturthemen. Wenn das gelingt, steigt international die Wahrnehmung eines geeinten Europas. Raclet: Vielen Dank, Herr Professor Heise, für dieses informative und bei allem Ernst des Themas beflügelnde Gespräch. 15


Organisch entwickeln

– die Soyka Rohrverbindungen GmbH

Seit über 60 Jahren fertigt die Soyka Rohrverbindungen GmbH in Bochum drucktragende Rohrverbindungen und bedient damit eine Vielzahl an Unternehmen. Neben Normteilen stellen die Fachleute bei Soyka auch individuelle Sonderanfertigungen her und bieten Spezialleistungen wie etwa eine Wärmebehandlung an. Geschäftsführer Dr.-Ing. Markus Mohr leitet das Unternehmen mit sicherer Hand und Blick für aktuelle Entwicklungen. So kam es auch zur Zusammenarbeit mit creditshelf.

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Aus der Praxis

Als Video auch auf unserem YouTube-Channel „Ein Unternehmen ist geprägt durch den Unternehmer, der dahintersteht. Bei Soyka Rohrverbindungen wurde mir das wieder einmal deutlich: Wie Herr Dr. Mohr agiert, wie er kommuniziert, das zeigt sich auch im Betrieb. Alles ist bodenständig, grundehrlich, kompetent und mit Blick in die Zukunft gerichtet“, sagt Richard Heller, Regionalleiter Firmenkunden. Er war für creditshelf vor Ort in Bochum und besichtigte das Unternehmen im Rahmen des Kreditprozesses. Sein Ansprechpartner Markus Mohr ist seit 2008 Inhaber und Geschäftsführer des mittelständischen Unternehmens. Zuvor war er Dozent an der Ruhr-Universität Bochum und später unter anderem leitender Angestellter bei Ruhrgas (heute E.ON) und Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft von Ruhrgas und Verbundnetz Gas. Der erfahrene 56-Jährige schätzt Klarheit, Offenheit und vor allem sorgfältiges Arbeiten: „Wir bewegen uns im Bereich der Druckgeräterichtlinie – da kann schon ein einziges schlecht gefertigtes Teil Leib und Leben bedrohen. Deshalb sensibilisiere ich unsere Mitarbeiter immer wieder dafür, sorgsam und absolut exakt zu sein.“ Für ein Unternehmen, das auch Teile für den Primärkreislauf von Kernkraftwerken herstellt, sind Zuverlässigkeit und gleichbleibende Qualität verständlicherweise ein absolutes Muss. Neben dem eigenen Qualitätsmanagement-Handbuch, Umweltmanagement, Zertifizierungen und Zulassungen sind deshalb vor allem die Expertise der Belegschaft und eine absolut transparente Arbeitsweise zentrale Themen. von der berechnung bis zur wärmebehandlung Das 50-köpfige Team fertigt Sonderflansche und Fittings nach unterschiedlichen Normen oder individuellen Kundenwünschen. Das Unternehmen vereint weitreichendes Know-how und umfassende Beratungstätigkeit mit Leistungen, die nur wenige in der Branche bieten. So werden bei Soyka Rohrverbindungen Flansche selbst ausgelegt oder Sonderteile nach Vorgaben und Zeichnungen in kürzester Zeit gefertigt. Die verwendeten Werkstoffe reichen von C-Stählen über rost- und säurebeständige Stähle bis hin zu Super-Alloy-Stählen. Produkte des Unternehmens werden bei Bedarf auch direkt im Werk wärmebehandelt. „Mechanisch-technische Eigenschaften wie Härte oder Zugfestigkeit müssen meist durch Wärme eingestellt werden. Dies können wir für unsere Kunden gleich hier vor Ort realisieren. Damit sind wir einer der wenigen Werkstoffhersteller in unserem Bereich“, erklärt Markus Mohr. Hinzu kommen ein umfangreiches Vormateriallager, eine flexible Produktion sowie ein eigener Fuhrpark für die Auslieferung. All diese Komponenten erlauben große Fertigungstiefe und schnelle Verfügbarkeit der Ausrüstungsteile. Dazu zählen

Die Lösung stellt eine Finanzierung in signifikanter Höhe über einen Zeitraum bereit, der gut in die Gesamtstrategie passt. Dr. markus mohr, geschäftsführer bei soyka gmbh

Aus der Praxis

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beispielsweise auch Schutz- und Anfahrsiebe, Schweißkonstruktionen, Rohrböden, Brennzuschnitte, Bodenplatten, TStücke, Reduzierungen und eine Reihe anderer Produkte. Die Vielseitigkeit und Kundenorientierung des Unternehmens überzeugte auch creditshelf-Regionalleiter Richard Heller: „Bei Soyka herrscht ein guter Blick für den Markt und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Es gibt stabile Auftragseingänge und die Marktposition ist gefestigt. Markus Mohr weiß, worauf es ankommt und welche Stellhebel er bedienen muss.“ gespür für die entwicklungen am markt Die Kunden von Soyka Rohrverbindungen sind über ganz Europa verteilt und stammen aus der Armaturenindustrie, der Chemiebranche, der Energiewirtschaft und energieintensiven Industrien wie der Stahlverarbeitung. Wichtige Abnehmer kommen auch aus der Exploration und entsprechend der Öl- und Gasverarbeitung, dem Fernwärmesektor und der pipelinegebundenen Industrie. Gerade aufgrund dieser Kundenstruktur verfolgen Markus Mohr und sein Team aktuelle Themen wie die Energiewende sehr genau: „Neben Effizienz und Nachhaltigkeit stellt sich für uns vor allem die Frage, was mit dem Öl als Rohstoff passiert. Wie reagieren wir rechtzeitig darauf, wenn es an Bedeutung verliert? Was geschieht mit der Ölbranche? Welche Auswirkungen hat das auf unsere Kundenstruktur?“, erklärt der Soyka-Geschäftsführer. Entscheidend ist für den Unternehmer, dass offen, klar und transparent mit solchen Entwicklungen umgegangen werde. Man müsse proaktiv agieren, nur so könne man Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten ihre Sorgen nehmen. Stets hat sich die mittelständische Firma in den 60 Jahren ihrer Geschichte weiterentwickelt. Gerade in der zurückliegenden Dekade ist viel passiert: Das Berechnungsverfahren für Bauteile wurde komplett neu aufgesetzt, das Rechnungswesen vollständig digitalisiert, ein Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum hat die Fertigungstiefe weiter erhöht. „Wir werden uns künftig neue Segmente erschließen und für bestehende Kunden noch produktiver arbeiten. Wir werden weiterwachsen – aber immer organisch. Sprünge machen wir nur bei erheblichen Synergien. Ich möchte ein sicheres Umfeld schaffen, in dem unsere Mitarbeiter sorgenfrei und zuverlässig arbeiten können“, so Markus Mohr weiter. Zu dieser wohlüberlegten Gesamtstrategie passt auch die Betriebsmittelfinanzierung, die kürzlich in Zusammenarbeit mit creditshelf arrangiert werden konnte.

Bei Soyka herrscht ein guter Blick für den Markt und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Es gibt stabile Auftragseingänge und die Marktposition ist gefestigt. richard heller, regionalleiter Firmenkunden bei creditshelf ag

Konstruktives arbeiten mit creditshelf Bei der Suche nach einer ergänzenden Finanzierung stieß der Bochumer Unternehmer über eine Empfehlung aus dem Netzwerk auf das Frankfurter Fintech. „Auf einen Tipp hin hatte ich mich über creditshelf informiert und mir das Fachmagazin

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Aus der Praxis

Soyka Rohrverbindungen: 60 Jahre Weiterentwicklung durchgelesen. Das Konzept passte und der Ansatz interessierte mich. Das Fintech war proaktiv, kannte den Markt sehr gut und schien uns mit den richtigen Partnern vernetzen zu können“, erinnert sich Markus Mohr. Kurzerhand fragte er über die creditshelf-Website an und erhielt umgehend einen Anruf des Firmenkundenbetreuers. Damit begann eine sehr konstruktive Zusammenarbeit. „Das Unternehmen war in Sachen Zahlen und Know-how gut aufgestellt, deshalb sind wir in unseren Verhandlungen schnell vorangeschritten. Der Kunde war für den Prozess optimal vorbereitet: alle Unterlagen waren kurzfristig verfügbar, auf Rückfragen haben wir unmittelbar Antwort erhalten“, sagt Richard Heller. Dies sei zentral für den Kreditprozess gewesen, denn creditshelf arbeite mit hoher Geschwindigkeit. Letztlich sei das Fintech aber immer nur so schnell, wie es die Zusammenarbeit mit dem Kunden zulässt. creditshelf war für Markus Mohr eine Option, die die erfolgreiche Partnerschaft mit der Hausbank gut ergänzte. Die Lösung stelle eine Finanzierung in signifikanter Höhe über einen Zeitraum bereit, der gut in die Gesamtstrategie passe, so Dr. Mohr. Besonders auch die Zusammenarbeit mit seinem creditshelf-Ansprechpartner ist ihm dabei im Gedächtnis geblieben: „Der Kundenbetreuer war kompetent und pragmatisch. Es war ein absolut angenehmer Austausch. Ich kann creditshelf als ausgezeichnete Gesellschaft insgesamt nur weiterempfehlen.“ Der Fintech-Ansatz überzeugte den Soyka-Geschäftsführer, weshalb er sich bei künftigem Finanzierungsbedarf weitere gemeinsame Projekte vorstellen kann. Oder wie er es ausdrückt: „Es wäre fahrlässig, sich einem Fintech wie creditshelf nicht zu öffnen. Diese Leute haben Know-how, besitzen gute Kontakte und finden wirtschaftlich passende Lösungen.“ Auch die Frankfurter Zentrale würde sich über eine erneute Zusammenarbeit freuen.

yy 1959 legte Edwin Soyka als Werkstück-Spezialist für Bergbau und Industrie den Grundstein für das heutige Unternehmen. yy 1971 wurde aus dem Einzelunternehmen die Soyka GmbH Rohrverbindungen. Sie wurde unter Mitanteilseigner und neuem Geschäftsführer Herrn Scheele zu einem gefragten deutschen Sonderflanschenproduzenten. yy Im Jahr 2000 übernahm Harald Soyka, Sohn des Firmengründers, als Hauptgesellschafter die Geschäftsführung. yy Seit 2008 wird die Firma von Dr.-Ing. Markus Mohr als Alleininhaber und Geschäftsführer geleitet. Gemeinsam mit der Belegschaft entwickelte er das Unternehmen kontinuierlich weiter. Heute ist es ein führender europäischer Hersteller von Flanschen, Rohrverbindungen sowie Spezialteilen für Großmaschinen und Anlagen.

Aus der Praxis

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die FinteCh ladies – das netzwerk Für Frauen in Finanzen und teChnik Die Fintech Ladies sind ein Netzwerk für Frauen in der Finanz- und Technologiebranche. Es richtet sich dementsprechend an Frauen, die in Fintech-Startups, Banken, Anwaltskanzleien, bei Finanzdienstleistern und Beratungsfirmen arbeiten. Gemeinsam wollen die Ladies lernen und wachsen, sich gegenseitig inspirieren und stärken. Das Netzwerk mit Hauptsitz in Berlin hat sich auf verschiedene Städte in ganz Europa ausgeweitet und ist derzeit in Deutschland, Österreich, Schweden und Belgien tätig.

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Digitalisierung und Innovation verändern den Finanzsektor grundlegend. Wir glauben, dass Fintech die Zukunft des Finanzwesens ist.

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Impulse

das team

Wir wollen die Zukunft des Finanzwesens gestalten.

Christine Kiefer

Gwen Sandberg

(gründerin)

(botschafterin schweden)

Christine Kiefer ist die Gründerin von RIDE Capital, einer Online-Plattform für Vermögensaufbau. Sie begann ihre Karriere bei Goldman Sachs in London, bevor sie zur Fintech-Szene in Berlin wechselte. Christine hatte verschiedene Positionen als Geschäftsführerin/Mitbegründerin von Fintech-Unternehmen wie BillPay und Pair Finance inne. Sie ist außerdem Mitglied des Fintech-Rates des Bundesministeriums der Finanzen.

Gwen Sandberg ist Business Development Director bei Tink, das seine Produkte auf einer Cloud-basierten Plattform anbietet, die eine neue Zukunft des Bankwesens einleitet. Mit einem Hintergrund im Vertriebsmanagement bei Google verfügt Gwen über mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Unterstützung großer Unternehmen bei der Nutzung neuer Technologien, um ihr Geschäft voranzutreiben.

Dr. Daniela Reimann

Ulrike Moritz

(botschafterin berlin)

(partnerschaften)

Dr. Daniela Reimann ist Director Legal, Risk & Compliance bei der smava GmbH, einem Online-Vergleichsportal für Konsumentenkredite und Deutschlands erstes Fintech. Sie verfügt über sieben Jahre Führungserfahrung in der deutschen Fintech-Branche mit besonderem Schwerpunkt auf Compliance-Fragen. Daniela ist Botschafterin des Fintech Ladies Network an ihrem Berliner Hub.

Ulrike Moritz ist Produktleiterin bei finleap connect. Sie ist verantwortlich für die Verwaltung mehrerer Produkte für Fintechs und Banken. Bevor sie zu finleap connect kam, war sie Managerin bei PwC Financial Services Consulting. In dieser Funktion leitete sie verschiedene Projekte rund um Digitalisierung und Prozesseffizienz bei Banken. Bei Fintech Ladies ist Ulrike für das Partnermanagement, Sponsoring, Redneranfragen und Eventkooperationen verantwortlich.

Alexandra Weck

(botschafterin Frankfurt & münchen)

Johanna Maria Leiner

„Wenn es einfach wäre, könnte es jeder“, lautet Alexandra Wecks Slogan! Sie hat mehr als zehn Fintech-Projekte in einer BoutiqueBank geleitet, in der sie das klassische Geschäft mit Finanzintermediären in eine Marktführerschaft verwandelt hat. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung in der Bankenbranche war es eine vernünftige Entscheidung, in das neue Finanzzentrum Europas nach Frankfurt zu ziehen und ihre Expertise bei UBS als Business Developer zu nutzen.

Natalie Staniewicz

(botschafterin wien)

Johanna Maria Leiner ist Vice President Compliance Governance & Ethics bei Paysafe. Nach ihrem Jurastudium begann Johanna ihre Karriere bei der Financial Market Authority (FMA) in Liechtenstein. Anschließend arbeitete sie über vier Jahre bei der österreichischen FMA, bevor sie 2013 zu Paysafe kam. Johanna ist Mitglied des Beirats der International Compliance Association (ICA) und offizielle Botschafterin des „European Women in Payments Network“.

Patricia Boydens

(botschafterin wien)

Natalie Staniewicz arbeitet im Bereich FinTech Lead & Financial Services Consulting bei der Unternehmensberatung Accenture mit Sitz in Wien. Davor war sie knapp sechs Jahre als Head of Digitalisation & Innovation am World Savings and Retail Banking Institute tätig, einem globalen Netzwerk von Sparkassen und Privatbanken mit 110 Mitgliedern in rund 80 Ländern weltweit. Natalie ist nicht nur Botschafterin für die Fintech Ladies, sondern auch Mitglied des Beratenden Ausschusses für das Europäische Forum Alpbach.

Impulse

(botschafterin brüssel)

Patricia Boydens ist Managerin für digitale Transformation mit 15 Jahren Erfahrung. Sie ist Expertin für Spar- und Anlageprodukte und -dienstleistungen, MiFID II, KYC, AML und Customer Journeys. Sie kam als CCO zu Harmoney, nachdem sie vier Jahre als Business Development Consultant bei MeDirect, einer neuen belgischen Online-Bank, gearbeitet hatte. Zuvor war sie Leiterin des Produktmanagements bei Rabobank.be. Patricia ist außerdem Vizepräsidentin von FinTech Belgien.

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der Vater des daX Seit 1965 bewegt sich Manfred Zaß in Börsenkreisen, ab 1980 auf Entscheidungsebene der Börse. In seiner Anfangszeit wurden die Kurse während der zweistündigen Börsenzeit mit Kreide auf Schultafeln notiert und es gab acht selbstständige Börsen in Deutschland. 1985, um die Zeit des 400-jährigen Jubiläums der Frankfurter Börse, setzte die Elektronisierung ein – wobei Manfred Zaß zu den Wegbereitern des elektronischen Börsenhandels gehörte. Diesen Wandel der Zeit schilderte uns der heute 79-Jährige. Und er gab Tipps für Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen.

Der tatsächliche Geburtstag des Deutschen Aktienindexes DAX ist schwer zu greifen. Die Frankfurter Börse selbst feiert den 1. Juli 1988. An diesem Tag wurde der erste Tagesschlussindex mit 1.163,52 Punkten veröffentlicht. Der Weg dahin war jedoch lang. Als Manfred Zaß das Börsengeschäft von der Pike auf erlernte, gab es in Frankfurt etwa 20 aus Aktien und Obligationen abgeleitete handelbare Produktvarianten. Das gesamte Geschäft war weit entfernt von den heutigen Dimensionen mit ihren zigtausenden Produkten. Die acht deutschen Börsen waren in der Obhut der jeweiligen Bundesländer mit ihrer eigenen Börsenaufsicht; es gab acht verschiedene Kassenvereine und zwei Rechenzentren mit unterschiedlichen Systemen.

vehement die Interessen von Düsseldorf, dem damals mit Frankfurt gleichgewichtigen Handelsplatz. Letztlich siegte die normative Kraft des Faktischen, weil die Bundesbank Frankfurt unterstützte und auf einen starken Handelsplatz mit einer digitalisierten, zentralen Einheit drängte.“ Der Durchbruch gelang, die Deutsche Börse wurde kreiert, die sieben anderen Börsenplätze erhielten zusammen 15 Prozent Anteile an der AG. Gemeinsam mit den entmachteten Börsenmaklern, die zehn Prozent erhielten, konnten sie auf eine Sperrminorität an der Deutschen Börse verweisen. „Es war eine schöpferische Zerstörung: Die früheren

Bereits 1989 begann jedoch das digitale Zeitalter im Handelsbereich der Frankfurter Wertpapierbörse. Makler konnten ihre Börsengeschäfte über Datenstationen erfassen und elektronisch weiterverarbeiten. Ein Jahr später erfolgte der nächste Schritt: Mitgliedsfirmen der Börse erhielten die Möglichkeit, über eigene Terminals mit dem Börsencomputer zu korrespondieren. Die Börsen-Daten-Zentrale wurde schon 1970 gegründet als Rechenzentrum, sie unterstützte lediglich die Wertpapierabwicklung der Frankfurter Börse. Kampf um börsenzentralisierung Die Banken – allen voran die Großbanken – erhöhten an den Regionalbörsen den Druck: Ziel war es, einen führenden deutschen Börsenplatz zu entwickeln. „Ich musste Ende der 80er Jahre Düsseldorf und Bremen überzeugen, Frankfurt zum deutschen Börsenzentrum zu machen“, erinnert sich Zaß. „Der damalige NRW-Wirtschaftsminister Jochimsen vertrat 22

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manfred zaß … … war bis 2015 Vorsitzender des Aufsichtsrats der DES Deutsche EuroShop AG und 2008/09 Aufsichtsratsmitglied der Hypo Real Estate Bank AG. Bis 2002 hatte er den Vorstandsvorsitz der DGZ/DekaBank für drei Jahre inne. Zuvor war der gelernte Bankkaufmann fast 35 Jahre lang für die Deutsche Girozentrale, Deutsche Kommunalbank tätig – von der Vertretung in Paris und weitere Stationen im Ausland über die Börsenabteilung bis hin zum Vorstand, dem er 19 Jahre angehörte. Heute genießt der 79-Jährige seinen Ruhestand und begleitet das Finanzund Börsengeschehen als Beobachter und Kommentator.


Impulse Teilnehmer stellten sich selbst ganz oder teilweise in ihrer bisherigen Funktion in Frage“, sagt der Börsenexperte. Bereits 1991 hatte man das Inter-Banken-Informations-System IBIS gewandelt zum Integrierten Börsenhandels- und Informations-System IBIS 2. Es wurde Ende 1997 vom XETRA-System abgelöst. Xetra steht für exchange electronic trading, also den elektronischen Börsenhandel. Mit der neuen Technik war über den Tag auch eine fortlaufende Notierung der Kurse möglich, wie bereits an der 1990 gegründeten Deutschen Terminbörse Eurex. Was fehlte, war ein moderner Index. Frankfurter Wertpapierbörse, die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Wertpapierbörsen (ADW) und das Fachblatt Börsen-Zeitung entwickelten die Kennzahl. Diese bemisst die Wertentwicklung der 30 größten und – bezogen auf die Streubesitz-Marktkapitalisierung – liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes. Der Index repräsentiert rund 80 Prozent der Marktkapitalisierung börsennotierter Aktiengesellschaften in Deutschland. Erste Namen wurden in die Runde geworfen: „KISS, das Kurs-InformationsSystem, sorgte bei den englischsprechenden Vertretern für Heiterkeit“, erzählt Manfred Zaß. DAI wurde aus anderen Gründen verworfen.

es war ein neufundländer Der neue Index sollte ein „X“ im Namen haben, „weil dieser Buchstabe immer häufiger für Börsen-Fachausdrücke eingesetzt wurde, zudem steht er für ‚Exchange‘ und besteht aus symmetrisch angeordneten Linien, was ihn zu einem ausgleichenden Symbol macht“, so Zaß. Beim Spaziergang mit seinem Hund kam ihm dann der Gedanke: DAX – Deutscher AktienIndex. Auch wenn kolportiert wurde, Zaß sei mit einem Dachshund unterwegs gewesen oder einem Labrador – es war ein Neufundländer, wie er uns verriet. „Die sprachliche Nähe zum Dachs war aber insofern eine glückliche Fügung, da wir neben Ibis, Bulle und Bär eine weitere Tiersymbolik für den neuen Index fanden. Da gleichzeitig das Börsenfernsehen in Frankfurt Einzug hielt, wurde der DAX schnell in deutschen Wohnzimmern zu einem Leuchtturm des Börsensystems.“ Und wie sieht Manfred Zaß heute sein „Kind“? „Der DAX hat sich als Kursbarometer und in fortgeschriebener Konzeption positiv entwickelt, wie die gesamte Deutsche Börse. Wie bei Bäumen, so kommt es auch bei den Börsen auf eine gesunde Basis, die Wurzeln, an. Ohne sie ist kein Wachstum möglich“, lautet seine spontane Antwort. Die Börse sei zwar eine Institution, die einen privaten Mantel erhalten habe. Im Kern sei bei dem Monopolcharakter ihrer Handelsaktivitäten aber eine Mischung aus öffentlichrechtlichem Auftrag und privater AG gelungen, die von der staatlichen Aufsicht begleitet wird. beobachter der „explosion der vielfalt“ Manfred Zaß ging 2005 offiziell aus den Börsengremien in den Ruhestand. Große Teile der

Impulse

sprunghaften Entwicklung begleitete er als Beobachter. Die „Explosion der Vielfalt“ mit kaum noch überschaubaren Produktvariationen, den Rückgang der Bedeutung des Aktienkassahandels früherer Prägung und die breiter gewordenen Möglichkeiten der Spekulation auch über die Terminmärkte sieht er nicht ohne Sorgenfalten. „Diese Entwicklung treibt mir gelegentlich Schweißperlen auf die Stirn, zumal die ‚Stoßdämpfer‘ im Markt schon vor der Finanzkrise 2008 durch immer tiefer gestaffelte, verfeinerte Gestaltungskonzepte reduziert wurden. Die Aufsicht ist heute kaum noch in der Lage, dem Tempo der Turbowelt von Aktien und davon abgeleiteten Produkten zu folgen. Das anglo-amerikanische Börsendenken gewinnt immer mehr die Oberhand. Auf einen Schwarzen Schwan, also ein unerwartetes, mächtiges Ereignis, wie die Corona-Krise oder im aktuellen Einzelfall Wirecard, ist das System nicht eingestellt“, kritisiert der 79-Jährige. Den Verantwortlichen in mittelständischen Unternehmen gibt er eine Börsenweisheit mit auf den Weg: „Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb, setzen Sie nicht alles auf eine Karte, wenn Sie erfolgreich sein wollen. Eine perfekte Digitalisierung ersetzt noch kein tragfähiges Unternehmenskonzept. Der Zweifel muss auch hier immer seinen Platz haben. Denn man kann vieles sekundenschnell bis auf die x-te Stelle nach dem Komma berechnen, diese ScheinPerfektion ersetzt jedoch nicht verantwortungsvolles Management durch die Unternehmensführung. Risiken und Chancen abwägen, das ist die Aufgabe des Unternehmers. Und dabei sollte man stets berücksichtigen: Management heißt auch immer Entscheiden bei Unsicherheit. Auch bei Wagen und Wägen gilt die englische Weisheit: There is no free lunch.“

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Growth Hacking – Mehr Wachstum für Unternehmen IT meets Marketing und Sales Normalerweise kennt man den Begriff „Hacking“ aus der Computer-Szene. IT-Nerds dringen dabei in die Computersysteme von Unternehmen ein und machen Sicherheitslücken in Datensystemen deutlich. Daneben gibt es auch eine weitere Bedeutung des „Hackers“ – nämlich, wenn er tiefe Fachkenntnisse für einen technischen Bereich besitzt und dieses Know-how nutzt, um innovative Technologien voranzutreiben. Seit kurzem kursiert auch der Begriff des „Growth Hacking“. Was sich dahinter verbirgt und wie das Ganze dem Unternehmenswachstum helfen kann, beleuchten wir in diesem Beitrag. Wie bei dem Hacker aus der Cyberwelt dreht sich auch beim Growth Hacking alles um neue Techniken, Technologien und Tricks. Das Ziel des Growth-Hackers ist dabei, ein Produkt oder 24

Unternehmen sind stark auf Wachstum ausgerichtet und müssen dies mit geringen Mitteln erreichen. Allerdings findet das Potenzial des Growth Hacking auch bei mittelständischen Unternehmen immer mehr Beachtung, was unter anderem dem steigenden Digitalisierungsgrad geschuldet ist.

eine Dienstleistung mit möglichst geringem Kosteneinsatz bei einem großen Publikum bekannt zu machen. Kurz: Schnelles Wachstum durch innovative, kostengünstige Techniken. Der Growth-Hacker wird dementsprechend auch dem Marketingbereich, speziell dem Performance-Marketing, zugeordnet. Den Begriff „Growth-Hacker“ gibt es zwar schon seit einigen Jahren, aber erst mit der wachsenden Bedeutung des Online-Marketings hielt diese Bezeichnung prominenten Einzug in den Sprachgebrauch.

Um die Bekanntheit einer Dienstleistung oder eines Produkts zu steigern und letztendlich zum Kauf zu animieren, bedient man sich verschiedener Social-Media-Kanäle und kreativer Marketingmethoden – dazu zählen beispielsweise virale Videos oder Guerilla-Aktionen. Auch Techniken der Suchmaschinenoptimierung, um den Google-Rang zu verbessern, sowie Content Marketing für mitreißende Geschichten kommen zum Einsatz. Das Ziel: Beispielsweise steigende Registrierungen auf einem Portal, Käufe in einem Online-Shop oder Weiterempfehlungen durch Nutzer.

Der Fokus beim Growth Hacking liegt auf Wachstum, beispielsweise hinsichtlich Kundenanzahl oder Umsatz. Alle weiteren Kriterien werden dabei außer Acht gelassen. Deshalb findet sich diese spezielle Technik auch häufig in der Start-up-Szene – denn gerade junge

Weil Growth Hacking extrem Online-Marketing-lastig ist, liegt die Expertise des Growth-Hackers im technischen sowie im Sales-Bereich: Diese Spezialisten kennen sich mit PC und in der Welt des Internets bestens aus. Sie arbeiten mit Programmiersprachen

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Trends

wie HTML/CSS, Python, JavaScript oder PHP und können so Plug-Ins, interaktive Elemente sowie Tools zur Datenanalyse erstellen und nutzen. Außerdem können sie die relevanten Zielgruppen mit ihren Bedürfnissen benennen und über die richtigen Kanäle mit den passenden Botschaften ansprechen. Im Ergebnis erreichen Growth-Hacker die entsprechenden Zielgruppen schneller und effektiver, die Marketingmaßnahmen lassen sich flexibler an Marktveränderungen anpassen und die Produkte werden fortlaufend Richtung Kundennutzen optimiert – denn am Ende kann nur ein passgenaues Produkt überzeugen. Unternehmen, die sich für schnelles Wachstum mittels Growth-Hacking-Techniken interessieren, können sich von Experten beraten und unterstützen lassen. Dazu zählen beispielsweise auch Hendrik Lennarz und sein Team – sie haben bereits über 350 Coaching-Projekte begleitet und können die Thematik anhand vieler Beispiele aus der Praxis anschaulich vermitteln. In unserer Rubrik „Podcast“ stellen wir auch seinen Podcast zum Thema „Growth Hacking“ vor, in dem es immer neue Tipps zur Umsetzung gibt.

Das Sportbekleidungsunternehmen Puma hat seinen Growth Hack im Bereich des InfluencerMarketings vollzogen. Sportschuhe von Puma wurden von Pelé, einem der besten Fußballer aller Zeiten, getragen: Während eines wichtigen Spiels hielt er an, um sich seine Schnürsenkel zu binden. In diesem Moment wusste jeder Zuschauer, dass Pelé Puma trägt. Dies wurde von Puma für den Unternehmenserfolg und die Rentabilität genutzt.

Der E-Mail-Dienst Hotmail hatte in den Footer jeder versendeten E-Mail automatisch den Zusatz „PS I Love You: Get your free Hotmail Account” ergänzt. Über einen Link gelangte man dann direkt auf die Hotmail-Registrierungsseite, so dass die Empfänger der E-Mails motiviert wurden, sich selbst einen Account anzulegen. Mit diesem Growth Hack hatte Hotmail ein sehr dynamisches Wachstum mit Hilfe seiner Bestandskunden erzeugt.

Das Unternehmen zur Personenbeförderung hatte den Teilnehmern eines sehr beliebten Musikfestivals kostenlose Fahrten angeboten. Diese Herangehensweise erregte viel Aufsehen – auch, weil die Fahrgäste die Rundfahrten in den SocialMedia-Kanälen teilten. Uber hatte seine Dienstleistung quasi in Aktion beworben, anstatt sich auf Werbeanzeigen zu verlassen.

Trends

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Investitionen über Kreditplattformen erweitern das Anlageuniversum Bis zu Beginn der COVID-19 -Pandemie zählte Private Debt bei institutionellen Investoren über Jahre hinweg zu den angesagtesten Anlageklassen. Als Folge der Finanzkrise 2008/2009 hat Private Debt durch den Rückzug der Banken aus dem Kreditgeschäft stark an Bedeutung gewonnen. Professionelle Anleger erklärten sich gerne bereit, das Funding für diese Art der Unternehmensfinanzierung zu übernehmen. Denn groß war die Verlockung auch in Zeiten der Niedrigzinsen von attraktiven und weitestgehend stabilen Renditen profitieren zu können. Der Aufschwung von Private Debt wurde auch durch eine starke Finanzierungsnachfrage der Kreditnehmer beflügelt. Dieser Trend, der ursprünglich in der angelsächsischen Welt begann, ist mittlerweile auch nach Europa gelangt. Die Kombination aus solider Wirtschaftslage und einer durch die Zentralbanken getriebenen Liquiditätsschwemme führte zu einer Welle an M&A-Transaktionen im Mittelstand. Doch klassische Banken tun sich mit dieser Art von Finanzierung gerade bei kleineren bis mittleren Transaktionsvolumen eher schwer

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und der Zugang zum Kapitalmarkt liegt für die meisten mittelständischen Unternehmen noch in weiter Ferne. Dieses Marktversagen eröffnete eine lukrative Nische, die durch eine zunehmende Anzahl an Private Debt Fonds schnell besetzt wurde. Noch ist es verfrüht, die Auswirkungen der durch die Pandemie verursachten Wirtschaftskrise auf die bestehenden Fonds abschätzen zu können. Doch schon bald wird sich zeigen, welche Manager selbst in guten Zeiten strenge Auswahlkriterien angesetzt haben und in welchen Portfolios noch „gefährliche Klumpenrisiken“ schlummern. Aber was hat das alles mit Kreditplattformen zu tun? Marketplace-Lending ist ebenfalls ein Teil des Private Debt Markts. Denn auch Plattformen bieten dem Mittelstand Finanzierungsmöglichkeiten außerhalb des Kapitalmarkts und positionieren sich als Ergänzung zum stark verbreiteten Hausbank-Prinzip. Doch im Vergleich zu den etablierten Finanzierungspartnern können insbesondere digitale Plattformen durch den Einsatz von Technologie wesentlich schneller und flexibler agieren. Weitere Vorteile sind die geringeren Stückkosten einer

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Blickpunkt CFO stark datengetriebenen Kreditanalyse sowie ein höherer Automatisierungsgrad bei der Darlehensvergabe und -verwaltung. Diese Eigenschaften versetzen die Plattformen in die Lage, auch geringer kapitalisierte Unternehmen bedienen zu können. Dieses Kundensegment ist weder für Banken noch für Private Debt Fonds von großem Interesse, da für sie bei gleichem Aufwand und einem hohen Fixkostenblock eine substantiell geringere Marge abfällt. Anfangs stützten sich viele Kreditplattformen bei der Refinanzierung noch auf Retail-Anleger auf dem Wege des sogenannten Crowdfundings. Mittlerweile sind die meisten Plattformen allerdings dazu übergegangen, ihre stark wachsenden Kapazitäten in der Kreditvergabe durch institutionelle Gelder sicherzustellen. Denn immer mehr professionelle Anleger kommen zur Erkenntnis, dass es sich beim Marketplace-Lending um eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Private Debt Allokation handelt. Speziell im Segment der Versicherer und Pensionskassen sieht man darin eine interessante Möglichkeit, die Ertragskraft im Portfolio zu steigern. Aber was genau sind eigentlich die unterschiedlichen Merkmale eines Kreditportfolios einer Plattform im Vergleich zu einem Private Debt Fonds?

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Selektion: Plattformen setzen stärker auf digitale Prozesse, bspw. bei der Übermittlung und Verarbeitung der Unternehmensdaten. Die kosteneffiziente Prüfung einer hohen Anzahl an Kreditanfragen ermöglicht eine sehr selektive Vorgehensweise bei der Kreditentscheidung. Bei creditshelf erhalten aktuell weniger als zehn Prozent aller Anfragen eine positive Kreditzusage.

Losgröße: Während sich Private Debt Fonds erst Kreditanfragen ab 10 Mio. EUR genauer anschauen, können Plattformen auch deutlich kleinteiligere Darlehen arrangieren. Mit demselben Investitionsvolumen lässt sich somit eine viel höhere Diversifikation über diverse Kreditnehmer, Branchen, Regionen und Finanzierungsanlässe umsetzen.

Deal-Sourcing: Ein hoher Anteil der Darlehen in Private Debt Fonds steht im Zusammenhang mit Firmenübernahmen, womit sich eine hohe Abhängigkeit zum Transaktionsvolumen der Private Equity Branche ergibt. Plattformen vertrauen stattdessen mehr auf den eigenen Dealflow und können diesen proaktiv steuern. Bei creditshelf werden neben dem Direktvertrieb auch weitere Distributionskanäle über Vertriebspartner verfolgt.

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Kreditausgestaltung: Der Fokus bei Private Debt Fonds liegt meist auf besicherten, langlaufenden Darlehen mit endfälliger Rückzahlung. Die Kreditvergabe über Plattformen erfolgt durch unbesicherte Darlehen, was oft kürzere Laufzeiten und Tilgungskomponenten zur Folge hat. Das Resultat ist eine kürzere Duration im Portfolio sowie ein reduziertes Verlustrisiko bei etwaigen Zahlungsstörungen.

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Als Fazit lässt sich festhalten, dass Kreditplattformen eine bedeutende ökonomische Rolle einnehmen, indem sie der akuten Unterversorgung von dringend benötigtem Wachstumskapital im deutschen Mittelstand entgegentreten. Zum anderen bieten die Plattformen aber auch institutionellen Anlegern den Zugang zu einem bisher kaum investierbaren Marktsegment. Wir sind zuversichtlich, dass die steigenden Kapitalzuflüsse der letzten Jahre für die Kreditplattformen weiter anhalten werden und das Marketplace Lending eine zunehmende Bedeutung im Anlageuniversum institutioneller Investoren einnehmen wird.

Linus Sluyter, Leiter Vertriebssteuerung bei creditshelf AG

Blickpunkt CFO

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erFolg durCh netzwerk Aufregende Zeiten liegen hinter dem Veranstaltungsteam der creditshelf AG. Corona hat alle Vorbereitungen für Präsenzveranstaltungen durcheinandergebracht. In Windeseile und hoch präzise bereitete die Marketingabteilung um Leiterin Birgit Hass mehrere virtuelle Online-Treffen vor. Denn eines zeichnete sich schnell ab: Der Bedarf an Beratung mittelständischer Unternehmen war groß in den Zeiten des Lockdowns. Wie

Finanz-talk Digital: „Finanzierung für wachstumsunternehmen – Überblick und status quo banken, Fonds und staat“ am 14.05.2020 Sebastian Seibold (Head of Business Development, creditshelf AG), Marc-Oliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Peter Fricke (Head of Deutsche Börse Venture Network), Christoph Stresing (Geschäftsführer, Bundesverband Deutsche Startups e.V.)

sichere ich die Liquidität? Wie beschaffe ich Kapital, um sicher durch die Krise zu lenken? Die Antworten unserer Finanzexperten waren begehrt. Wir hoffen, unseren Teil dazu beigetragen zu haben, dass Unternehmen ihre Finanzierung sichern können. In die Zukunft blicken wir optimistisch – und laden Sie gern zu neuen digitalen und Präsenzveranstaltungen ein.

afterwork-talk Digital „growth hacks – mehr Freiheit für ihr unternehmen“ am 09.06.2020 Hendrik Lennarz (Growth Hacker für wachsende Start-Ups), Marc-Oliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Sebastian Seibold (Leiter Business Development, creditshelf AG)

webinar “Financing europe's growth engine, what's next?” am 24.06.2020 Daniel Bartsch (COO und Mitgründer, creditshelf AG)

zeitkonferenz: „Deutsches wirtschaftsforum digital“ – Das virtuelle networking-event für den mittelstand am 29.06.2020 und 30.06.2020

Finanz-talk Digital: „Die m&a transaktion der zukunft - Digitale lösungen für prozessmanagement & Finanzierung“ am 20.05.2020 Sebastian Seibold (Head of Business Development, creditshelf AG), MarcOliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Kai Hesselmann (Managing Partner, Dealcircle), Ulrich Schneider (Managing Partner, Proventis Partners), Prof. Dr. Kai Lucks (Gründer und Vorsitzender, Bundesverband Mergers & Acquisitions e.V.)

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Finanz-talk Digital: "innovative mittelstandsfinanzierung für sachsen und sachsen-anhalt“ am 16.06.2020 Sebastian Seibold (Head of Business Development, creditshelf AG), MarcOliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Maximillian Sims (Firmenkundenbetreuer, creditshelf AG), Jeannot Boden (Partner beim BVMW), Ronny Baar (Geschäftsführer, ABG Consulting)

rÜCkbliCk Nº 10 | September 2020 • creditshelf AG

Das „Deutsche Wirtschaftsforum digital“ wagt einen 360-Grad-Blick und bot mittelständischen Unternehmerinnen sowie Unternehmern eine einmalige Gelegenheit, Input, Best Practice, Austausch und Vernetzung in einem virtuellen Konferenzformat zu erleben. In den vier Themenwelten Recht und Steuern, neue Technologien, Finanzierung und NewWork präsentierten die Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen digital. Dr. Daniel Bartsch (COO, creditshelf AG)


Termine

investoren-online-seminar „investieren in Direct lending in zeiten von corona“ am 22.07.2020 Dr. Daniel Bartsch (COO, creditshelf AG)

Finanz-talk Digital: „private Debt, der bessere bank-Kredit? ein blick auf bankenunabhängige Finanzierungslösungen für Kmu“ am 09.07.2020 Sebastian Seibold (Head of Business Development, creditshelf AG), MarcOliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Matthias Mathieu (Management Partner, Bright Capital Investment Management GmbH), Dr. Markus Geiger (Head of Private Debt, ODDO BHF Asset Management GmbH)

eVents in zeiten Von Corona – unser Fazit Die COVID-19-Pandemie traf creditshelf genau wie alle anderen Unternehmen überraschend und unerwartet. So starteten wir noch zu Beginn des Jahres wie gewohnt mit unserer FinanzTalk-Reihe in vielen Städten Deutschlands. Zusammen mit unseren Partnern freuten wir uns auf einen persönlichen Austausch in angenehmer Atmosphäre. Jedoch mussten wir unseren gerade erst gestarteten zweiten Flight aufgrund der COVID-19-Pandemie absagen. Nach einer kurzen Rehabilitationsphase war uns jedoch mehr denn je bewusst, dass wir die Nähe und den Austausch zu unseren Kunden, Partnern und Investoren brauchen, um diese Phase gemeinsam bewältigen zu können – und so starteten wir unsere „Finanz-Talk Digital“-Online-Seminar-Reihe. Im Mittelpunkt steht hier eindeutig die Aktualität der Themen, welche wir stetig durch wechselnde Fachreferenten aus unserem Netzwerk gewährleisten. Wir, als zuverlässiger Partner des Mittelstandes, bringen jene Themen auf den Tisch, die wertvoll und nachhaltig für unsere Zuhörer sind und scheuen uns nicht davor, diese auch kritisch zu hinterfragen. Auch in Zeiten von Corona!

VorsChau  • Lunch & Learn, Leipzig, Maximilan Sims, 02.09.2020; 13:00 Uhr • Unternehmervertraute, Leipzig, 02.09.2020; 16:00 Uhr • Lunch & Learn, Nürnberg, Erwin Förderer, 17.09.2020; 13:00 Uhr • Unternehmervertraute, Nürnberg, 17.09.2020; 16:00 Uhr • Baader Konferenz, virtuell, 21.09.-23.09.2020 • Lendit Fintech Europe, London, 23.09.2020 • TSI Congress 2020, Berlin, 01.10-02.10.2020 • 19. Mittelstandstag, Frankfurt RheinMain, November 2020 • Lunch & Learn, Mannheim, Carolin Offergeld, 17.11.2020; 13:00 Uhr

after-work-talk- Digital: „Digitalisierung - wie das spiel jetzt funktioniert“ am 22.07.2020

• Unternehmervertraute, Mannheim, 17.11.2020; 16:00 Uhr

Sebastian Seibold (Head of Business Development, creditshelf AG), MarcOliver Knobloch (Leiter Firmenkunden, creditshelf AG), Erik Händeler (Zukunftsforscher, freier Journalist und Buchautor)

• 16. Structured Finance, virtuell, 23.11.-26.11.2020

• Die Fintics- Where Fintechs meets Politics, Berlin, 19.11.2020 • 16. Norddeutscher Unternehmertag, Hamburg, 23.11.2020 • 17. Mitteldeutscher Unternehmertag, Leipzig, 30.11.2020 • 4th Annual Subprime Credit Forum, Berlin, 03.12.-04.12.2020

Finanz-talk digital: immer donnerstags, 11:00 uhr Termine

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Meinung haben, Meinung teilen Fachexperten sprechen über brandaktuelle Themen aus der Finanzwelt

Erik Händeler, Spezialist für Zukunftsforschung und Konjunkturzyklen, freier Journalist und Buchautor

Alexandra Weck, Business Development, Financial Intermediaries Germany Mit welchen Herausforderungen haben Frauen in der Finanz-Branche zu kämpfen? Unter anderem mit den oft gleichen Fragen, die auf Frauen vs. Männer direkt abzielen. Wir sollten uns von einer geschlechterspezifischen Debatte mehr auf die Fähigkeiten der individuellen Persönlichkeiten und eine grundsätzliche Diversity in allen Aspekten konzentrieren. Bezogen auf Netzwerke glaube ich, Frauen netzwerken weniger häufig und intensiv als Männer, damit meine ich nicht nur innerhalb des gleichen Geschlechts, sondern generell. Bezogen auf die Finanzszene wird Netzwerk aus meiner Sicht wichtiger, eben weil die Szene die letzten Jahre sehr viel kleiner geworden ist und noch werden wird.

Warum wird der Wohlstand jetzt von den Menschen hinter der Technik abhängen? Schon vor Corona war die Wirtschaft instabil. Der Virus löst nur eine Krise aus, die sowieso gekommen wäre. Denn längst haben Maschinen die materielle Arbeit übernommen und Computer/KI die strukturierte Wissensarbeit wie Robotersteuerung, Datenanalyse oder Autofahren. Was bleibt und wächst, ist die immaterielle Arbeit am Menschen und mit Wissen – zwischen Menschen. Das erzwingt Zusammenarbeit auf derselben Augenhöhe, Transparenz, Versöhnungsbereitschaft, Authentizität statt Statusorientierung, Kooperationsfähigkeit, langfristige Orientierung. Der Wohlstand hängt in Zukunft ab von den Menschen hinter der Technik, von ihrem Verhalten und ihren Wertvorstellungen. www.erik-haendeler.de

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Impulse

Ulrike Barth, Redakteurin, FinanzBusiness Wie wird die Finanzwelt 2021 aussehen? Die Finanzwelt 2021 wird ein bisschen kleiner und ein ganzes Stück digitaler sein. Kleiner, weil wir jetzt schon einen anhaltenden Trend bei Banken in Deutschland zur Branchenkonsolidierung erkennen. Insgesamt treibt die durch die Corona-Pandemie ausgelöste Dynamik zudem die Digitalisierung voran – in Banken, aber auch bei Fintechs, die als Disruptoren Innovationen stetig in den Bankensektor hineintragen. Corona beschleunigt beides: Konsolidierung und Digitalisierung – im positiven wie im negativen Sinne, wenn Geschäftsmodelle infolge sich rasch wandelnder Rahmenbedingungen auf dem Prüfstand stehen.

Christoph Stresing, Geschäftsführer, Bundesverband Deutsche Startups

Wolfgang Eck, Verantwortlicher Redakteur FLF/ Wirtschaftsjournalist

Welche Anregungen haben Sie, um Start-Ups in 2021 finanziell noch besser zu unterstützen? Auch für die Start-up-Unterstützung gilt: Was vor der Krise richtig war, ist es jetzt erst recht. Wichtige Erfolgsfaktoren für Start-ups sind „Köpfe“ und „Kapital“. Um Talente zu binden und zu halten sollten die Rahmenbedingungen für Mitarbeiterbeteiligungen grundlegend verbessert werden. Das schafft nicht nur mehr Teilhabe, sondern stärkt den Tech-Standort insgesamt. Zudem sollte der „Zukunftsfonds“, der darauf ausgerichtet ist, privates Kapital institutioneller Investoren für die Anlageklasse Venture Capital zu mobilisieren, auf den Weg gebracht werden.

Wieso sind Finanzdienstleister Teil der Lösung des Corona-Problems und nicht Teil des Problems? Die Auswirkungen des Shutdowns und der Vorsichtsmaßnahmen bedrohen die Wirtschaft in einem nie gekannten Ausmaß. Auch wenn Finanzdienstleister selbst mit Einschränkungen, erhöhten Risiken und einer verschlechterten Situation der Kunden zu kämpfen haben, kommt ihnen bei der Krisenbewältigung eine besondere Rolle zu. Vertrauen, schnelle Hilfe und Unterstützung über das normale Maß hinaus machen die Branche zum wichtigen Lösungsbaustein. Wer zuvor allerdings kein stimmiges Geschäftsmodell hatte und digital schlecht aufgestellt war, der wird eher Teil des Problems sein. www.kreditwesen.de

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