magazin Nº 12 | April 2021
Wir gestalten Mittelstandsfinanzierung. Einfach. Schnell. Innovativ.
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AUS DER PRAxIS Der Klangspezialist Sonoro finanziert mithilfe von creditshelf Saisongeschäft, Wachstum und Marktentwicklung.
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BLICKPUNKT CFO Diese Strategien und Lehren nehmen CFOs aus der Krise mit. Nº 12 | April 2021 • creditshelf AG
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WIR SIND DIE DIGITALE FINANZIERUNGSPLATTFORM FüR ECHTE UNTERNEHMER NEU AB 1 MIO. EURO JAHRESUMSATZ Für Menschen, die wirklich an der Weiterentwicklung ihres Unternehmens interessiert sind und Innovationen vorantreiben. Und für diejenigen, die aus Überzeugung bereit sind, bewusste Risiken einzugehen. Über unseren Zugang erhalten Unternehmer die Freiheit, bankunabhängig, schnell und unkompliziert an eine Finanzierung zu gelangen.
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Editorial
EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, das neue Jahr hat bereits Fahrt aufgenommen und noch immer hält uns die Corona-Krise fest im Griff. Besonders die Unternehmerinnen und Unternehmer bekommen während des DauerLockdowns keine Zeit zum Verschnaufen. Durchhaltevermögen ist weiterhin angesagt! Doch es gilt dennoch auch, nicht den Optimismus zu verlieren. Denn es zählt das, was uns gemeinsam durch die Krise bringt: Innovationsfreude und unternehmerischer Mut. In der vorliegenden Ausgabe möchten wir Ihnen genau davon berichten. So auch in unserer Kolumne „Das Biereck“, in der Prof. Caroline Bock und Prof. Dirk Schiereck über jene Erfolgsgeschichten berichten, denen es nicht wegen, sondern trotz der Pandemie gelingt erfolgreich zu sein. Denn wieder einmal lehrt uns die aktuelle Krise, dass unternehmerisches Handeln und die Bereitschaft zur Übernahme von Risiken durch innovative Entrepreneure existentiell wichtig für unseren zukünftigen Wohlstand sind – besonders in Zeiten globaler Digitalisierung. Natürlich gibt es aber nicht nur die Erfolgsgeschichten. Corona hat auch viele Branchen gebeutelt. Welche davon am stärksten betroffen sind und wohin sie sich entwickeln, haben wir Janina Mütze, Gründerin und Geschäftsführerin von Civey, gefragt. Hier wird deutlich: Spätestens seit der Pandemie brauchen die Unternehmen eine klare Strategie zur Digitalisierung. In unserer Rubrik „3 Fragen an …“ gibt Janina Mütze Aufschluss über das allgemeine Stimmungsbild der Digitalisierung und wie Unternehmen bei ihren Geschäftsmodellen innovationsfreudiger werden.
Solche Ideen und Impulse bietet auch Verena Pausders spannender Bestseller „Das neue Land“. Sie zeigt auf, was Deutschland jetzt braucht: „Mut zum Machen“. Als eines der bekanntesten Gesichter aus der deutschen Gründerszene stellt sie sich den zentralen Fragen über Chancengleichheit, Bildung und zukunftsfähiges Handeln – quasi ein Update für Deutschland. Lassen Sie sich von Verena Pausders frischen Ideen und Lösungsvorschlägen inspirieren. Doch bei allen Zukunftsvisionen bleibt der Blick in die Vergangenheit nicht aus. Es ist an der Zeit ein Zwischenfazit zu ziehen: Wie sieht die Wirtschaft nach dem Corona-Winter aus? Wie steht es um die Investitionsbereitschaft der Mittelständler? Und was nehmen vor allem die Finanzchefs aus der Corona-Krise mit? Aktuelle Fragen, denen wir uns in dieser Ausgabe widmen. Wir hoffen, Ihnen in dieser unbeständigen Zeit mit diesem Magazin Inspiration und Denkanstöße bieten zu können. Denn jede Krise macht uns stärker. Bleiben Sie optimistisch!
Dr. Tim Thabe Gründungspartner und Vorstandsvorsitzender creditshelf AG
Editorial
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Editorial
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Inhaltsverzeichnis und Impressum
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3 Fragen an …
Janina Mütze, Mitgründerin und Geschäftsführerin von Civey, spricht über den Einfluss von Corona auf die Wahrnehmung digitaler Dienstleistungen.
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Aus der Praxis
Der Klangspezialist Sonoro zeigt, wie er die Vorfinanzierung von Produkten, den Wareneinkauf und Saisongeschäfte mithilfe von creditshelf finanziert.
Blick hinter die Kulissen
Wir berichten über den richtigen Finanzierungsmix aus Eigen- und Fremdkapital.
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Trends
Sebastian Borek, CEO der Founders Foundation, steht im Interview Rede und Antwort über seine Vision und Ziele.
Trends
Die Wirtschaft nach dem CoronaWinter – eine Momentaufnahme.
Blickpunkt CFO
Wir beleuchten, welche Strategien und Lehren CFOs aus der Krise mitnehmen.
impressum Herausgeber/Verlag: creditshelf Aktiengesellschaft Mainzer Landstraße 33a D – 60329 Frankfurt am Main Telefon: +49 69 348 772 40 E-Mail: info@creditshelf.com www.creditshelf.com
Kolumne
Carolin Bock & Dirk Schiereck diskutieren über die Sinnhaftigkeit des Begriffs "Corona-Gewinner".
Vorstand: Dr. Tim Thabe (Vorsitzender), Dr. Daniel Bartsch, Dr. Mark Währisch
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Impulse
Vorsitzender des Aufsichtsrats: Rolf Elgeti Eingetragen am Amtsgericht Frankfurt a. M. - HRB 112087 Ust.-ID: DE298667279
„Das neue Land – Wie es jetzt weitergeht!“ von Verena Pausder – eine Buchbesprechung.
Aus der Praxis
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Der Cloud-Technologieanbieter gridscale wird bei seinem Wachstum von creditshelf unterstützt.
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Podcasts & Blogs
Wir stellen spannende und interessante Podcasts sowie Blogs aus der Finanzwelt vor.
Termine und Events
Wir bringen jene Themen auf den Tisch, die den Mittelstand interessieren.
Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Birgit Hass (Leiterin Marketing und Kommunikation, creditshelf AG) Konzeption und Umsetzung: ABG Marketing GmbH www.abg-marketing.de Redaktion: Ilka Stiegler, Dominik Schilling, Tony Wachtel, Ina Jahn, Nora Körner ABG Marketing GmbH Layout und Gestaltung: Alin Hanisch ABG Marketing GmbH Bildnachweis: yy creditshelf AG yy Jan Bürgermeister (www.fotostate.com)
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Impulse
Experten aus der Finanzszene antworten kurz und knapp auf wichtige Fragen zu aktuellen Trends und Ereignissen.
yy Bert Bostelmann (bildfolio.de) yy Laura Gabriel, Birgit Hass, Shima Nagdhali (creditshelf AG) yy sonoro audio GmbH yy Gridscale GmbH yy Founders Foundation gGmbH Redaktionsschluss: 26.02.2021
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3 Fragen an …
Wettbewerbsvorteile schwinden, es braucht eine umfassende Digitalisierungsstrategie Mit ihrem Unternehmen Civey ist Janina Mütze ganz nah dran am Stimmungsbild und den aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Plattform bietet Umfragen und Meinungserhebungen in Echtzeit. In ihrer Position im Aufsichtsrat des Tech-Unternehmens Comeco unterstützt Janina Mütze zudem das Zusammenspiel von Banken und deren Kunden. Die von dem Fintech entwickelte, offene Plattform schafft praktische Banking-Lösungen für die Nutzer und ist zugleich ein Wachstumsmotor für Finanzierer. Wir sprachen mit der Innovatorin über den Einfluss von Corona auf die Wirtschaft, die Auswirkungen auf die Digitalisierung und die Wahrnehmung digitaler Dienstleistungen. Was beobachten Sie in Ihren Erhebungen: Welche Branchen wandeln sich derzeit am stärksten und wohin entwickeln sie sich? Mütze: Corona hat Krisengewinner und -verlierer hervorgebracht und somit in unterschiedlichen Branchen zu verschiedenen Effekten geführt. Schwierigkeiten zeigen sich in Branchen wie dem Tourismus und der Gastronomie. Natürlich ist der Einzelhandel existentiell betroffen. Das zeigt die Selbsteinschätzung der jeweiligen Mitarbeiter. Digitale Geschäftsmodelle profitieren hingegen an vielen Stellen. Corona verändert die Märkte, aber es scheinen sich dabei vor allem bereits existierende Trends zu beschleunigen. So beobachten wir in einer Langzeitstudie seit 2019, dass
in der Wahrnehmung der Deutschen die Wettbewerbsposition von Unternehmen in Deutschland insgesamt abnimmt. Eine Meinung, die auch Wirtschaftsentscheider teilen. So ist sich nur ein Drittel der Entscheider sicher, dass bisherige Wettbewerbsvorteile in den kommenden Jahren noch Bestand haben werden. Fast jeder Fünfte gibt an, dass sein Unternehmen über keine Wettbewerbsvorteile verfüge. Spätestens seit der Pandemie muss Unternehmen klar sein, dass sie eine umfassende Strategie zur Digitalisierung brauchen. Stichwort „Digitalisierung“ – werden die heimischen Unternehmen bei ihren Geschäftsmodellen innovationsfreudiger? Mütze: Als Unternehmerin würde ich unterstellen, dass die Innovationsfreude eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sein sollte. Wenn allerdings nur jeder dritte Wirtschaftsentscheider davon überzeugt ist, dass die Wettbewerbsvorteile im eigenen Unternehmen von Bestand sind, zeigt dies, wie hoch der Innovationsdruck ist. Immerhin: Ein Drittel
der Deutschen gibt an, dass sich das eigene Unternehmen durch die Pandemie schneller digitalisiert hat. Und wir sehen, dass auch das Verständnis für die Notwendigkeit, sich zu digitalisieren, in der Breite der Bevölkerung gewachsen ist. Heute erkennen zwei von drei Deutschen in der Digitalisierung eine Chance für die hiesige Wirtschaft. Gleichzeitig fällt der Optimismus hinsichtlich der Chancen für die eigene Karriere geringer aus. Die Angst, abgehängt zu werden, ist stellenweise vorhanden. Verändern sich auch die Einstellungen von Verbrauchern und Unternehmen zu digitalen Services? Was ist der Trend bei den Online-Finanzdienstleistungen? Mütze: Convenience wird insbesondere im Bereich Financial Services wichtiger. Verbraucher wünschen sich ein einfaches Online-Banking. Ist das gegeben, dürfen sogar die Gebühren etwas höher sein. Der Convenience-Faktor nimmt auch für B2BKunden einen höheren Stellenwert ein. Das gilt insbesondere für Digitalunternehmer.
Janina Mütze … … ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von Civey, dem führenden Unternehmen für digitale Marktforschung. Vor Gründung des Unternehmens vertrat die studierte Volkswirtin die Interessen der Venture-Capital- und Private-EquityInvestoren im politischen Berlin, unter anderem als Referentin der Geschäftsführung. Neben ihrer Arbeit für Civey ist Janina Mütze Mitglied im Aufsichtsrat des Fintechs Comeco sowie im Beirat für Gründungen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Zudem ist sie Teil des Advisory Boards des Masterprogramms in Social and Economic Data Science an der Uni Konstanz. Vom deutschsprachigen Forbes-Magazin wurde sie 2018 in der Kategorie Technologie auf der Liste „30 unter 30“ geführt. Das Magazin Capital zeichnete sie 2018 als Top 40 unter 40 in der Kategorie „Unternehmer“ aus.
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sonoro audio – die Liebe zum guten Klang Die sonoro audio GmbH aus Neuss hat sich auf hochwertige Audioprodukte spezialisiert und feiert damit bei ihrer anspruchsvollen Kundschaft und in Fachkreisen Erfolge. Die Suche nach der richtigen Nische war allerdings nicht leicht. Heute fordern Saisongeschäft, Wachstum und Marktentwicklung sonoro heraus. Doch creditshelf steht dem Klangspezialisten bereits seit Jahren mit Finanzierungslösungen zur Seite.
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Aus der Praxis
sonoro-Gründer Marcell Faller hatte schon immer Unternehmerblut in sich: „Das hat mit den gehandelten Duplos in der Grundschule begonnen und ging bis zu internationalen Telefondiensten, die ich als Gaststudent in den USA an meine Mitstudierenden verkauft habe“, bekennt er mit einem Lächeln und erzählt weiter: „Ich habe es immer genossen, mit anderen in direktem Austausch zu sein und mit ihnen meine Ideen und Visionen in die Wirklichkeit umzusetzen. Die Freiheit, die man als Unternehmer hat, war ein treibender Faktor hinter der Gründung von sonoro audio 2006.“ Der zweite Impuls sei die Liebe zur Musik gewesen und der Wunsch, Menschen damit zu begeistern. Nach seinem Master of Business kam Faller nach Deutschland zurück und arbeitete zunächst für zwei Technologieunternehmen. Dabei war er auch als Produktmanager im Bereich Audio tätig, was letztendlich den finalen Funken für sein eigenes Projekt gab: „Ich habe einfach gemerkt: Da geht noch mehr. Ich wollte das perfekte Audiosystem entwickeln.“ Herausgekommen ist dabei „Cubo“, ein kompakter Klangwürfel, den Faller liebevoll seinen „Erstgeborenen“ nennt – das erste Produkt seines neuen Unternehmens. 360 Grad glücklich Heute ist sonoro ein Anbieter mit einem kleinen, schlagkräftigen Team, der Highend- Audiogeräte für eine qualitätsbewusste Zielgruppe entwickelt. Die Produkte tragen wohlklingende Namen wie „Maestro“ oder „Meisterstück“. Die Belegschaft umfasst knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, hinzu kommen 15 Handelsvertreter. Der Kern des Unternehmens liegt in Neuss, es gibt aber auch kleinere Teams in anderen europäischen Ländern und in Fernost. „Unser Slogan ist: ‚sonoro macht glücklich – 360 Grad‘“, sagt Faller und meint damit nicht nur den Raumklang und das Design seiner Produkte: „Es geht dabei auch um die Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern – unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für mich wie eine Familie sind, unseren Händlern, Gesellschaftern, Logistikern und auch unseren Finanzierungspartnern.“ Für ihn seien deshalb Teamwork, Ehrlichkeit und Transparenz unabdingbar. Der Gründer möchte ein Unternehmen erschaffen, mit dem es Freude mache, zusammenzuarbeiten. Faller bekennt sich auch klar zum Fachhandel. „Natürlich finden wir im Internet statt, doch wir möchten unseren Kundinnen und Kunden auch das Erlebnis des Ausprobierens und Kennenlernens bieten. Deshalb sind wir mittlerweile bundesweit bei über 700 Händlern vertreten.
Raumwelten und Problemlösungen Die Kunden von sonoro sind Musikliebhaber und -liebhaberinnen, meist jenseits der Dreißig, die auf der Suche nach gutem Klang und Design gepaart mit hoher Benutzerfreundlichkeit sind. „Unsere Zielgruppe kennt, schätzt und genießt Musik oft schon 40, 50 Jahre. Sie möchte also auch ihre gewohnten und zuverlässigen Medien nutzen“, sagt Faller. Das Ziel in der Produktentwicklung ist daher, eine Brücke zwischen neuen und lange bewährten Technologien zu schlagen. sonoro-Geräte bieten beide Welten: Streaming und Internetradio sowie die Steuerung per App, aber eben auch ein Fach für die CD und Bedienmöglichkeiten direkt am Gerät. Die sonoro-Design-Philosophie geht aber noch ein ganzes Stück weiter. In Neuss möchte man nicht nur Audiogeräte entwickeln – das Ziel sind Raumwelten. Faller und sein Team arbeiten hier nach der sogenannten engpasskonzentrierten Strategie Wolfgang Mewes‘. Im Klartext: Die Experten betrachten jeden Raum eines typischen Zuhauses und prüfen, welche Hindernisse und Herausforderungen die Kunden hier haben. Daraus werden dann Lösungen entwickelt: etwa eine wasserdichte Fernbedienung für ein Badezimmersystem, das damit auch aus der Dusche bedient werden kann. Oder: vorprogrammierte Meditationen im Gerät für den Nachttisch, das so auf Knopfdruck beim Einschlafen hilft. Worauf die Klangprofis aus Neuss besonders stolz sind: Ihre Produkte treffen den „Taste of the women“ und sind durch ihr Design und ihre Verarbeitung oft wichtiger Bestandteil der Inneneinrichtung. Ein beschwerlicher Weg ans Ziel Die Entscheidung für das höhere Qualitätssegment war für sonoro ein wichtiges Lehrstück. Die Lektion: Strategie und Bauchgefühl sind zwei verschiedene Dinge. „Wir hatten einen guten Start und haben uns dann auf den Apple-kompatiblen Massenmarkt gestürzt. Haben dabei aber nicht mit dem starken Wettbewerb und den teils ruinösen Preiswettkämpfen
Wir hatten damals einen steinigen Weg zu gehen und das Team aus Frankfurt hat uns geholfen, schnell ein Finanzierungskonzept auf die Beine zu stellen, wogegen die Banken eher zugeknöpft waren." Marcell Faller, Geschäftsführer, sonoro audio GmbH
Aus der Praxis
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gerechnet. Die Entscheidung für das Highend-Audio war trotz anfänglicher Bedenken daher ein wichtiger Meilenstein und der richtige Schritt für uns. Mittlerweile wissen wir, dass die Menschen schöne Produkte mit erstklassigem Klang wollen“, sagt Faller. Dass diese Strategie aufgeht, zeigt nicht nur die positive Rezeption in der Fachwelt – zuletzt gab es für die Geräte „Meisterstück“ und „Maestro“ den Red Dot Award 2020 in der Kategorie Audio. Auch die Zahlen sprechen diese Sprache: „Wir sind in den letzten zwölf Monaten um 70 Prozent gewachsen. Diesen Weg wollen wir weitergehen, was uns allerdings vor einige Herausforderungen stellt. Durch Corona hat es eine enorme Disruption in den Lieferketten gegeben, der globale Handel hat gelitten und die Preise für Frachtcontainer betragen momentan das Drei- bis Vierfache des normalen Preises. Als kleines Unternehmen stehen wir beim weltweiten Kampf um Bauteile und Komponenten da nicht unbedingt vorne an“, sagt der Geschäftsführer. Es gehe derzeit vor allem darum, die Bestellmengen dennoch zu erhöhen und die Liefertermine einzuhalten. Da helfe nur eine transparente Kommunikation und gemeinsame Strategie mit den Lieferanten und Finanzierungspartnern.
Anbieter mit einem starken Saisongeschäft allerdings keine Unbekannten. Regelmäßig müssen die Ups and Downs des Jahres abgefangen werden, es braucht Vorfinanzierungen für das Weihnachtsgeschäft, Flauten müssen ausgeglichen werden. Traditionelle Bankpartner tun sich bei solchen Anlässen manchmal schwer oder haben zu lange Bearbeitungszeiten. Bei der Suche nach Alternativen stießen Faller und sein Team vor einigen Jahren auf creditshelf. Klangexperte trifft Fintech „sonoro war 2015 der erste Kunde für unser junges Fintech – und auch einer meiner ersten Kontakte. Das Unternehmen war damals gerade dabei, sich neu aufzustellen und auszurichten. In dieser anspruchsvollen Situation habe ich Herrn Faller als pragmatischen, offenen und ehrlichen Kämpfer kennengelernt“, sagt
Die Herausforderungen des Saisongeschäfts Manche Unwägbarkeiten werden bleiben: Wie entwickeln sich die Märkte und die HeimaudioNachfrage nach Corona, wenn die Menschen wieder mehr Reisen, ins Kino oder ins Restaurant gehen? Schwankungen, Veränderungen und Unsicherheiten sind für sonoro als 8
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Aus der Praxis
Richard Heller, Regionalleiter West bei creditshelf. Gemeinsam entwickelten die jungen Unternehmen eine Lösung und legten damit den Grundstein für eine langjährige Partnerschaft. Diese umfasst kurzfristige saisonale Finanzierungen sowie Kredite mit mittelfristigen Laufzeiten – in der Regel um die 400.000 Euro. Insgesamt sieben Mal hat sonoro über creditshelf finanziert. Die Gesamtsumme der arrangierten Engagements liegt bei circa zwei Millionen Euro. Beherrschende Themen waren dabei stets die Vorfinanzierung von Produkten, der Wareneinkauf und das starke Saisongeschäft. „Wir hatten damals einen steinigen Weg zu gehen und das Team aus Frankfurt hat uns geholfen, schnell ein Finanzierungskonzept auf die Beine zu stellen, wogegen die Banken eher zugeknöpft waren. Ich habe bei Fragen immer quasi eine ‚Hotline‘ zu Herrn Heller gehabt“, sagt Marcell Faller. Die Fintech-Kredite seien neben klassischen Kreditlinien und längerfristigen Bankdarlehen, KfW-Kredit sowie Factoring ein wichtiger Bestandteil in seinem Finanzierungsmix. Bereit für die Zukunft „sonoro ist stark gewachsen und wir waren die ganze Zeit nah am Unternehmen dran. Dadurch haben wir eine feste Vertrauensbasis und eine gemeinsame Historie. Natürlich prüfen wir trotzdem jedes Engagement genau: Bedarf, Auftragssituation, Geldeingang, Geschäftsaussichten, Cashflow und Ähnliches. Aber wir haben eine eingespielte und schnelle Routine mit Herrn Faller und können jederzeit reagieren“, so Richard Heller. Der sonoroGründer schätzt die Freiheiten, die der OnlineFinanzierer seinem Unternehmen bietet: „Fintechs wie creditshelf haben eine andere Denk- und Herangehensweise. Natürlich wird auch hier Risikomanagement betrieben, aber
Das Unternehmen war damals gerade dabei, sich neu aufzustellen und auszurichten. In dieser anspruchsvollen Situation habe ich Herrn Faller als pragmatischen, offenen und ehrlichen Kämpfer kennengelernt." Richard Heller, Regionalleiter West, creditshelf AG
man denkt businessmäßiger. Das Team schaut sich mein Unternehmen genau an und versucht das Geschäftsmodell besser zu verstehen. Außerdem ist die Feedbackrunde kürzer, der Finanzierungsprozess damit schneller und unkomplizierter. Das ist entscheidend, wenn wir schnell Liquidität benötigen.“ Für die Zukunft hat man sich in Neuss viel vorgenommen. Demnächst kommt mit „Oskar“ eine weitere Lösung auf den Markt. Der smarte, mobile Verstärker für den Fernseher soll Menschen mit Hörschwierigkeiten wieder ein klares Klangerlebnis bieten. Zudem steht 2022 eine neue Designlinie an. Das langfristige Ziel heißt jedoch Internationalität: „Derzeit spielen wir in der oberen zweiten Liga – wir sind in der DACH-Region und in der Benelux-Union schon gut aufgestellt. Wir wollen aber in die Champions-League aufsteigen und zur beliebteste Audiomarke Europas werden“, erklärt Faller. Auf diesem Weg stehen Partner wie Richard Heller und das creditshelf-Team den Klangexperten gern zur Seite.
Mehr über sonoro: www.sonoro.de
Aus der Praxis
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Blick hinter die Kulissen Die richtigen Investitionen in Zukunftsprojekte und eine betriebswirtschaftliche Optimierung sind essenziell für mittelständische Unternehmen – besonders in der Corona-Pandemie. Nur so können Unternehmer ihre Betriebe gegen die Auswirkungen der Krise wappnen und für die Chancen aus einem anschließenden Aufschwung vorbereiten. Das sichert nicht nur das eigene Geschäft, sondern auch wichtige Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Unternehmen mit den richtigen Investoren zusammengebracht werden. Das ist nicht immer einfach, weil für die Mittelständler häufig kein Kapitalmarktzugang besteht. Auch eine Beteiligung des Staates, beispielsweise durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds, sollte gut überlegt sein – hier stellen restriktive Konditionen Unternehmer vor neue Herausforderungen. Eine Lösung für die Eigenkapitalfrage sind private und strategische Investoren, die über Private-Equity-Finanzierungen das notwendige Eigenkapital bereitstellen können.
Krisensicher und chancenorientiert
Private-Equity-Investoren als Partner des Mittelstands Im Private-Equity-Bereich gibt es eine Vielzahl an Investoren, die an Investments in den deutschen Mittelstand interessiert sind. Grundlage dafür ist ein gutes Geschäftsmodell, das die Unternehmen für neue Anteilseigner interessant macht. Häufig bietet ein Onboarding von Investoren auf der Eigenkapitalseite noch weitere Vorteile: So engagieren sich die Investoren häufig als Bei- oder Aufsichtsrat und unterstützen bei wichtigen Themen wie der Digitalisierung mit ihrer Expertise.
- Die richtige Mischung aus Eigen- und Fremdkapital macht‘s Aber:
Oft ist es schwierig für die Unternehmer, die notwendige Liquidität aufzubringen. Einerseits werden die Kreditvergabekriterien der Hausbanken strikter, was zu einer Fremdkapital-Unterversorgung führt. Andererseits ist das Eigenkapital aufgrund der anhaltenden Krise stark unter Druck und Rücklagen werden durch Corona-bedingte Verluste aufgezehrt. Dabei ist der deutsche Mittelstand traditionell bilanzstark im Eigenkapitalbereich. Durch eine wachsende Verschuldung und die anhaltenden Verluste reduziert sich die Eigenkapitalquote, was sich wiederum auf die Kreditwürdigkeit bei Fremdkapitalgebern auswirkt – ein Teufelskreis. So ist die Liquidität zwar kurzfristig gesichert, langfristig fehlt den Unternehmen jedoch die Innovationskraft. Im schlimmsten Fall rutschen ehemals solide Unternehmen in die Überschuldung und Insolvenz, weil sie beim Thema Eigenkapital nicht rechtzeitig gehandelt haben. Eigenkapital ist der Schlüssel zu Krediten und anderen Fremdfinanzierungen Was können Unternehmer also tun, um sich gegen die Herausforderungen der Krise zu wappnen? Um die eigene Liquidität zu stärken und ihre Innovationskraft zu erhalten, sollten Mittelständler auf den richtigen Finanzierungsmix setzen. Der besteht auf der einen Seite aus ausreichend Fremdkapital: Neben der Bankfinanzierung können Kredite von alternativen Finanzierern wie creditshelf Liquidität für Innovationen, Wachstum oder Digitalisierung bereitstellen. Auch Factoring-Lösungen können hier eine Möglichkeit sein. Um die Eigenkapitalseite ausreichend auszustatten, müssen 10
Mittelständische Unternehmer sollten also frühzeitig an eine Stärkung des Eigenkapitals denken. Die „Initiative zur Stärkung des Eigenkapitals im deutschen Mittelstand – ISEM“ bietet hierfür eine gute Anlaufstelle, gerade wenn man sich mit dem Thema Eigenkapitalstärkung zum ersten Mal auseinandersetzt. Die Initiative wurde von Wirtschaftsverbänden, kapitalsuchenden und kapitalgebenden Unternehmen ins Leben gerufen, um schnell Gespräche über eigenkapitalstärkende Beteiligungen aufnehmen zu können. Den Zugang zu den Investoren ermöglicht die Technologie und das Netzwerk der unabhängigen Matching-Plattform für mittelständische Unternehmensnachfolgen und Beteiligungsverkäufe Companylinks. Auch creditshelf als führende Kreditplattform für den deutschen Mittelstand unterstützt diese Initiative als Partner. Blick hinter die Kulissen
Denken Sie also frühzeitig an den richtigen Finanzierungsmix aus Eigen- und Fremdkapital – dann kann aus der Krise eine Chance werden!
Kolumne "Das Biereck"
Das Biereck: Corona-Gewinner – Unwort oder Unding? Carolin Bock & Dirk Schiereck Im Januar verkündete die Börse Düsseldorf, als Mehrheitsmeinung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bereits zum 20. Mal das Börsen-Unwort für das zurückliegende Jahr. So eine Auszeichnung ist natürlich immer auch oder sogar vor allem ein nettes Marketing-Instrument einer sonst nicht gar so sehr im Mittelpunkt stehenden Handelsinstitution. Es ist aber auch Ausdruck der allgemeinen Gefühlslage der Financial Community nach einem Jahr Leben mit der Pandemie. Die Wahl fiel auf den Begriff "Corona-Gewinner". Der Geschäftsführer der Börse Düsseldorf Thomas Dierkes erläuterte dazu, dass an der Börse so die Krisenprofiteure etwa in den Geschäftsfeldern Lieferdienste, Videokonferenzen, Streaming und Gaming bezeichnet wurden, die nicht für den Erfolg gefeiert würden, mit der richtigen Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein, sondern als Profiteure eines externen Ereignisses mit weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit. Hat uns die Wahl des Unworts überrascht? Nicht wirklich. Finden wir die Auswahl nachvollziehbar? Durchaus. Warum hat sie uns dann so sehr geärgert, dass wir sie zum Thema unseres dritten Bierecks machen? Nun, uns beschleicht doch ganz arg das ungute Gefühl, dass sich hier kaum verbrämt wieder einmal eine uns Deutschen so liebsame Neidkultur in den Vordergrund schiebt, die missbilligt, wenn Einzelne auch in schwierigen Zeiten wirtschaftlich erfolgreich sind. Zwei der erfolgreichsten deutschen Börsenneulinge
der letzten Zeit sind die Teamviewer AG aus Göppingen mit ihrem Börsengang 2019 und die gerade neu notierte AUTO1 Group SE, Europas größter Gebrauchtwagenhändler aus Berlin. Beide Unternehmen zeichnet aus, dass sich ihr Geschäftsmodell als stabil und zukunftsweisend erwiesen hat – auch im Jahr 2020. Dabei wurden beide Unternehmen gegründet, bevor Bayern München acht Mal in Folge deutscher Meister wurde und Pandemien als Treiber eines Geschäftsmodells außerhalb des Vorstellbaren waren. Diese Corona-Gewinner sind nicht wegen, sondern trotz der Pandemie erfolgreich, weil uns die Krise auch gelehrt hat, wie bequem uns manche Produkte und Dienstleistungen das Leben machen. Es hilft nun einmal, wenn eine Fernwartung unseres Computers möglich wird, ohne dass wir warten müssen, bis die Computertechnikerin unseres Vertrauens vor der Tür steht. Es schafft nun einmal Kundennutzen, wenn der Gebrauchtwagenmarkt auf einer Online-Plattform transparenter wird. Mit und ohne Corona. Sollten wir uns nicht alle freuen, dass es heute Geschäftsmodelle in Deutschland gibt, die risikobereite Unternehmer vor vielen Jahren entwickelt haben und mit denen sie sich auch in schwierigen Zeiten erfolgreich am Markt behaupten und so Arbeitsplätze der Zukunft schaffen und sichern? Und wenn wir uns schon nicht alle freuen können, sollten wir dann eine große unternehmerische Leistung nicht zumindest neidlos anerkennen? Wir leben in einer Zeit der rasanten globalen digitalen Transformation, in der unternehmerisches Handeln und die Bereitschaft zur Übernahme von Risiken durch innovative Entrepreneure existentiell wichtig für unseren zukünftigen Wohlstand sind. Sollten wir nicht mehr als stolz sein auf unsere deutschen Corona-Gewinner, wenn wir uns die Marktmacht der digitalen GAFAUS-Konzerne vor Augen führen. Google, Amazon, Facebook und Apple bringen es zusammen auf eine Marktkapitalisierung von 5,7 Billionen Dollar, was in etwa das Anderthalbfache des gesamten BIP Deutschlands ausmacht. Freuen wir uns also über unsere Corona-Gewinner – gerade in Zeiten der Pandemie.
Prof. Dr. Carolin Bock
Prof. Dr. Dirk Schiereck
Fachgebietsleitung Entrepreneurship, Technische Universität Darmstadt
Mitglied des Aufsichtsrats creditshelf AG, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung TU Darmstadt
Kolumne "Das Biereck"
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„DAS NEUE LAND – WIE ES JETZT WEITERGEHT!“
– vERENA PAUSDER EINE BUCHBESPRECHUNG. Die Aufgabe lautet: Deutschland neu gestalten. In ihrem Buch bietet Verena Pausder Ideen und Impulse für die Zukunft unseres Landes – quasi ein Update für Deutschland. Auf den Punkt gebracht erzählt sie, wie Zukunft geht und worauf es dabei ankommt: „Mut zum Machen“! Denn Deutschland darf sich als Land nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern muss selber agieren. Aber wie? Verena Pausder stellt in „Das neue Land“ ihre konkreten Lösungsvorschläge und frischen Ideen vor.
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© Andreas Pein
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Als Visionärin packt Verena Pausder die aktuellen Themen der Zeit an: Bildung, Chancengleichheit und zukunftsfähiges Wirtschaften. Was wir jetzt mehr denn je brauchen, sind Menschen, die unser Land mitgestalten und nicht verwalten. Gestalter wie unsere Unternehmer. Dabei stellt sich Pausder in ihrem Buch zunächst die Frage, wie viele der im DAX vertretenen Unternehmen in den letzten 25 Jahren in Deutschland gegründet worden sind. Und gerade mal drei der 500 größten Familienunternehmen entstanden in den letzten 30 Jahren. Was Pausder damit sagen will: Einfach mal anfangen, Fehler machen, etwas riskieren. Denn es geht nicht darum, die Komplexität seines Vorhabens zu jedem Zeitpunkt zu beherrschen, sondern darum, etwas Neues zu wagen – das Motto von heute. Auch Pausder wurde selbst schon oft gesagt „Nicht zu schnell, liebe Verena!“, „Wag dich nicht so weit hinaus!“ oder „Fall nicht so sehr auf!“. Doch der Grundsatz, dass eine neue Idee am besten immer bescheiden sein sollte, entspricht nicht mehr ganz dem heutigen Zeitgeist. Denn wir leben in einer Zeit des Digitalkapitalismus. Eine Zeit, in der krisenbedingt viele Arbeitsplätze verloren gehen und durch den digitalen Wandel wiederum viele geschaffen werden können. Aktuell spüren wir die Auswirkungen einer weltweiten Pandemie, in der Unternehmen harte Zeiten erleben. Aber Pausder zufolge ist Aufgeben niemals eine Alternative.
Impulse
Vielmehr sollten wir nun die Chancen der Digitalisierung ergreifen und Verantwortung für die Zukunft übernehmen. „Wir brauchen ein neues Land. Und wir dürfen nicht lockerlassen. Wir werden es in Bewegung bringen“. Was schlägt Pausder also vor? Der technologische Umbruch ist in vollem Gange. Jetzt ist es Zeit zu gründen, technologischen Wandel voranzutreiben und die Gesellschaft weiterzubringen – und das ohne Angst zu scheitern. Dabei sind Unternehmensgründungen nicht nur ein modernes Hobby, sondern vielmehr schaffen sie Arbeitsplätze. Deswegen sollten Gründerinnen und Gründer stolz darauf sein, ein Unternehmen aufgebaut zu haben und für Arbeitsplätze sorgen zu können. Konkrete Ideen für das neue Land stellt Pausder in ihrem Buch auch mit dem Konzept des „Human Leaderships“ vor. Wer führt, geht voran. Dabei läuft man aber oft Gefahr, nicht mehr zu sehen, was hinter einem geschieht. Vor allem, wie es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht, verliert man dann schnell aus den Augen. Führung muss nach Pausder also weg vom autoritären Gehabe und transparenter werden. Als Grundlage für das „Human Leadership“ dient dabei eine direkte Kommunikation und der Austausch miteinander.
Über Verena Pausder: Verena ist eine der bekanntesten Gesichter in der Gründerszene Deutschlands. Dynamisch, neugierig und umsetzungsstark. Sie ist Expertin für digitale Bildung, Gründerin von Fox & Shell und der HABA Digitalwerkstätten. 2016 wurde sie vom Weltwirtschaftsforums zum „Young Global Leader“ ernannt. Nur ein Jahr später hat Verena den Verein „Digitale Bildung für Alle e.V.“ gegründet. 2018 wurde die Hamburgerin in die „Forbes Europe Top 50 Women in Tech“-Liste aufgenommen.
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gridscale:
Komplexe Cloud Technologie einfach zugänglich gridscale ist ein Cloud-Technologieanbieter mit Sitz in Köln. Das Unternehmen entwickelt intuitiv nutzbare und flexible Cloud-Technologien. Über eine leicht verständliche Oberfläche kann die ITInfrastruktur auch von Personen ohne tiefes IT-Know-how verwaltet werden. Die Finanzierung von creditshelf hilft dem stark wachsenden Unternehmen dabei, seine Position als innovatives und sicheres europäisches Cloud-Unternehmen auszubauen. Für viele mittelständische Unternehmen ist Cloud Computing in den letzten Jahren zu einer unverzichtbaren Ergänzung ihrer ITInfrastruktur geworden. Denn die Vorteile der Technologie sind überzeugend: Flexibel können bei Bedarf IT-Ressourcen hinzu geschaltet werden, hohe Skalierbarkeit und Kostentransparenz machen die Cloud attraktiv. Zumal der Anbieter einen Teil des Managements übernimmt, kümmert er sich doch um die Einhaltung von Mindest-Sicherheitsstandards und um die Verfügbarkeit.
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Die Umsetzung von Cloud-Infrastrukturen in der Praxis ist jedoch keineswegs trivial. Jeder Business Case hat andere Voraussetzungen und Anforderungen. Zwar bietet der Markt inzwischen eine Vielzahl verschiedener Angebote, der Kunde hat die Qual der Wahl zwischen marktbeherrschenden amerikanischen Anbietern und spezialisierten heimischen Lösungen aus Deutschland. Diese miteinander zu vergleichen ist aber schwierig bis unmöglich. Die technische Umsetzung und Integration mit der bestehenden IT-Infrastruktur erweisen sich allzu oft als kompliziert und langwieriger als gedacht. Hinzu kommen datenschutzrechtliche Bedenken. Sind die Daten in der Cloud sicher? Auch wenn der Cloud-Infrastruktur-Betreiber in den USA sitzt? Innovatives und intuitives Cloud Computing Diese Widersprüche aufzulösen, die Komplexität zu reduzieren und Cloud Computing für Kunden schneller und innovativer umzusetzen – genau das hat sich das Kölner Unternehmen gridscale zur Aufgabe gemacht. gridscale
Aus der Praxis
wurde von Cloud-Computing-Experten gegründet. Während viele andere Cloud-Dienstleister auf einen bestimmten Bereich oder eine spezielle Branche fokussiert sind, verbinden die Lösungen von gridscale die unkomplizierte Bereitstellung von Cloud-Infrastruktur bzw. einer kompletten Entwicklungs- und Betriebsplattform (Infrastructure/Platform as a Service) mit dem Betrieb komplexer Anwendungen (Software as a Service) in der Cloud. Henrik Hasenkamp, CEO und Mitgründer von gridscale, beschreibt das so: „Bei der Entwicklung unserer Angebote haben wir besonders großen Wert auf eine leicht verständliche und intuitiv bedienbare Management-Oberfläche gelegt. Für den Nutzer ist so die ganze Komplexität eines Rechenzentrums übersichtlich und einfach über eine web-basierte Oberfläche zu bedienen. Unsere Kunden sind damit in der Lage, komplexe Hosting- und Infrastrukturprojekte flexibel und genau nach ihrem Bedarf zu realisieren.“ Und nicht nur das: gridscale setzt auf zukunftsorientierte Technologien, wie zum Beispiel Machine Learning und Künstliche Intelligenz, um die Cloud auf ein neues Level zu heben. So verspricht der Dienstleister seinen Kunden eine Verfügbarkeit von 100 Prozent. „Dieses Versprechen lässt sich mit dem herkömmlichen
reaktiven Betrieb eines Rechenzentrums nicht einhalten“, sagt Henrik Hasenkamp. „Wir beugen möglichen Störungen vor, indem wir kontinuierlich bestimmte Parameter in der IT-Landschaft, wie etwa Umgebungstemperaturen, Spannungspegel oder Latenzzeiten, messen und interpretieren. Vollautomatische Algorithmen erkennen auf Basis dieser Daten in Echtzeit, ob es sich um Anomalien handeln könnte und ob ein Risiko besteht. So können wir reagieren, bevor es zu einer Störung kommt.“ Zugleich hat sich gridscale damit ein dynamisches Kapazitätenmanagement eingerichtet, welches dabei hilft, die Ressourcen sehr effizient zu verwalten. Kunden können im laufenden Betrieb weitere IT-Ressourcen hinzuschalten und Wartungsfenster oder Systemunterbrechungen vermeiden. Datenschutz als Wettbewerbsvorteil gridscale hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich als attraktive Alternative zu den großen internationalen Public-CloudAnbietern etabliert. Gerade mittelständische Unternehmen schätzen neben dem Serviceumfang und der größeren Kundennähe dabei vor allem die Sicherheit und Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit dem Kölner Dienstleister. „Die Unternehmen stehen unter dem ständigen Druck, agiler, flexibler und vor allem
Mit der Unterstützung von creditshelf sind wir in der Lage, unser Wachstum nochmals deutlich zu beschleunigen und gleichzeitig eine Vielzahl neuer Produkte und Services zu entwickeln.” Henrik Hasenkamp, Mitgründer und Geschäftsführer der gridscale
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digitaler zu werden“, so die Einschätzung von Henrik Hasenkamp. „Die Corona-Pandemie hat diesen Handlungsdruck nochmal verschärft. Und nicht nur das: Immer stehen Fragen rund um den Datenschutz und die Datensicherheit im Raum. Zu Recht sind dies entscheidende Kriterien bei der Auswahl eines Dienstleisters.“ Konkret heißt das: Der Datenschutz, den globale Cloud Provider bieten, genügt nach dem europäischen Verständnis nicht. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) regelt, wie Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgehen müssen, um diese weitestgehend zu schützen. Abkommen zwischen der EU und den USA, wie Safe Harbor und Privacy Shield, sollten die transatlantische Zusammenarbeit in diesem Bereich regulieren. Beide wurden vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) für unwirksam erklärt, weil sie den Vorgaben der DSGVO nicht genügen. Auch das lenkt den Blick der Unternehmen, die auf der Suche nach einem Cloud Provider sind, verstärkt auf etablierte heimische Dienstleister wie gridscale. Der richtige Moment für gesundes Wachstum gridscale will dieses expansive Momentum im Markt strategisch für sich nutzen. Mit der finanziellen Unterstützung von creditshelf kann gridscale nun sowohl das Geschäftswachstum als auch die Produktentwicklung forcieren. Neben der funktionalen Erweiterung der Public-Cloud-Plattform steht insbesondere der Ausbau der Hybrid-Core-Technologie im Vordergrund. Damit adressiert gridscale den
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stark wachsenden Markt der sogenannten hyperkonvergenten Infrastrukturen. Dieses Konzept verbindet die Vorteile der Cloud mit denen eines eigenen Rechenzentrums und macht im Prinzip das gesamte Rechenzentrum zu einem flexiblen Service. Gridscale-Kunden können ihre Bestands-IT in eine moderne Cloud-Infrastruktur überführen und in hybriden Mischmodellen weiter nutzen. „Cloud Computing bildet das Rückgrat der Digitalisierung und steht im Zentrum jeder zukunftsorientierten Unternehmensstrategie. Das Geschäftsmodell wie auch das künftige Potential von gridscale haben uns daher sofort überzeugt“, sagt Dr. Daniel Bartsch, Co-Gründer und Vorstand von creditshelf. „Zugleich verstehen wir als selber digital geprägtes FinTechUnternehmen die Notwendigkeit, gerade jetzt gezielt und zügig nach vorne zu investieren und die Position im Markt schnell weiter auszubauen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen in einem so expansiven Umfeld.“ „Creditshelf ist der ideale Partner für uns“, ergänzt Henrik Hasenkamp. „Hier unterstützen uns Experten im Bereich der digitalen Mittelstandsfinanzierung mit sehr viel Marktgespür und Sachverstand in Verbindung mit einer zugleich schnellen und vollkommen unkomplizierten Abwicklung. Beides deckt sich hervorragend mit unserem eigenen Selbstverständnis als Cloud-Dienstleister und schafft damit beste Voraussetzungen für eine vertrauensvolle und langfristige Kooperation.”
Aus der Praxis
Cloud Computing bildet das Rückgrat der Digitalisierung und steht im Zentrum jeder zukunftsorientierten Unternehmensstrategie. Das Geschäftsmodell wie auch das künftige Potential von gridscale haben uns daher sofort überzeugt.“ Dr. Daniel Bartsch, Co-Gründer und Vorstand von creditshelf AG
Aus der Praxis
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„Wenn nicht jetzt, wann dann?“
Startups haben es selten leicht – das Risiko ist Teil ihrer DNA. Eine Gründung in der aktuellen Krise ist da fast schon fahrlässig, oder? Unser Interviewpartner Sebastian Borek, CEO der Founders Foundation, ist vom genauen Gegenteil überzeugt. Denn eine Krise könne entweder ein Showstopper oder eine Chance sein – es brauche nur das richtige Mindset und Mentoring. Mit einem ganzheitlichen Ausbildungsansatz und der Konferenz Hinterland of Things macht sein Bielefelder Team Gründer:innen bereit für die Tech-Zukunft und vernetzt sie mit etablierten Unternehmen. Herr Borek, wie würden Sie die Founders Foundation in wenigen Sätzen beschreiben? Borek: Die Founders Foundation bildet die nächste Generation erfolgreicher Gründer:innen aus und baut im Herzen des deutschen Mittelstands ein nachhaltiges B2B-Startup-Ökosystem auf. Wir setzen dabei auf das holistische und methodisch-fundierte Founders Foundation Education Model, das den gesamten Startup-Lifecycle systematisch in verschiedenen Programmen abbildet. Als Nährboden für erfolgreiches Unternehmertum und Pilotprojekt für Deutschland befördert die Founders Foundation Gründungen und ermöglicht die erfolgreiche Zusammenführung von „new and old Business“. In diesem Kontext haben wir Hinterland of Things als eine der führenden Tech-Konferenzen in Deutschland ins Leben gerufen. Welche Vision treibt Sie an und welche Ziele haben Sie sich konkret gesteckt? Borek: Startups sind essentiell für die digitale Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes! Nicht nur als Motor für innovative und disruptive Geschäftsmodelle, sondern auch als Grundstein für eine neue Generation deutschen Mittelstands. Und trotzdem liegt Deutschland bei der Gründung von Startups im internationalen Vergleich noch immer zurück. Unser Ziel ist es, das Mindset, die Kultur und die notwendige Infrastruktur zu schaffen, um die Gründungsaffinität nachhaltig zu steigern und erfolgreiche Gründer:innen und Unternehmer:innen auszubilden, sie in den Regionen zu binden und frühzeitig mit der relevanten Industrie zu vernetzen. Ist Gründergeist tatsächlich erlernbar – oder muss man nicht doch zum Unternehmertum geboren sein? Borek: Ein Unternehmer-Spirit mag Veranlagung sein, aber Gründen kann man lernen! Innovationsgeist, Tatendrang, Gestaltungswille – all das sind sicher notwendige Zutaten für eine erfolgreiche Gründung. Aber nachhaltiger, wirtschaftlicher Erfolg braucht darüber hinaus ein solides Fundament. Dafür haben wir unser Founders Foundation Education Modell entwickelt. Zusätzlich können wir auf die Unterstützung internationaler Top-Mentor:innen zurückgreifen: Josef Brunner, Johannis Hatt, Anna Lukasson-Herzig, Nico Poletti, Alexander Rausch und viele weitere.
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Trends
Startups haben es in der aktuellen Situation sicher noch schwerer als bisher. Weshalb lohnt sich der Versuch dennoch? Borek: Corona kann man als Chance begreifen – oder als Showstopper. Wir erleben aktuell einen wahnsinnigen Zustrom beim Thema Gründung. Dies zeigt, dass viele Menschen opportunistisch denken und bereit sind, aus einer Krise eine Chance zu entwickeln. Eine eigene Gründung ist da schon fast naheliegend. Viele denken sich: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Und dafür sind wir da, um Unternehmer:innen von morgen dabei zu helfen, diese Energie zielgerichtet einzusetzen. Welche Unterstützung brauchen Gründer:innen derzeit ganz besonders? Borek: Natürlich geht es bei einer Gründung um die essentiellen Dinge wie Kapital und Mitarbeiter. In besonderen Zeiten ist persönliches, vertrauensvolles Mentoring allerdings umso wichtiger, da die Herausforderungen ganz individuell sind. SoftwareStartups, die beispielsweise in der Prozess-Automatisierung ihr Geschäftsmodell verankert haben, erleben vielleicht gerade einen Boom, während Startups, die eng mit der Industrie verzahnt sind, von Einsparungen oder zögerlichen Entscheidungen betroffen sind. Es gibt in diesem Fall kein „ein Ratschlag passt allen“. Deshalb brauchen junge Unternehmer:innen nicht nur selbst Mut, sondern auch ein Gegenüber, das den Mut hat, ein gemeinsames Risiko einzugehen. Was macht ihr Format Hinterland of Things aus? Wie stellt sich die Konferenz auf die aktuelle Situation ein? Borek: Die Hinterland of Things lebt vom persönlichen Miteinander: Über 70 Prozent der Teilnehmer sehen die „familiäre Atmosphäre“ auf unserer Konferenz als etwas Einzigartiges, das sie so auf keiner anderen Konferenz finden. Auf diesen USP sind wir stolz! Bei uns treffen sich nicht 10k Menschen – sondern 1.5k. Dafür die hochkarätigsten der internationalen Startup-Szene. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, keine physische Konferenz in 2021 stattfinden zu lassen. Wir handeln unternehmerisch und vorausschauend, weshalb wir auch das als Chance sehen, um über andere Wege den Mehrwert der Konferenz zu ermöglichen. Wir sind – Stand jetzt – in einem spannenden Stealth Mode, wie wir die geballte Startup-Power der Konferenz dieses Jahr in digitalen Formaten realisieren werden. Es lohnt sich also auf jeden Fall, „dabei zu sein“. Braucht es einen generellen Wandel im Mindset, damit sich die Wirtschaft langfristig von der Krise erholt? Borek: Absolut. Es braucht einen Wandel HIN zum unternehmerischen Denken und Handeln und das nicht nur in deutschen Startups. Startups sind Risiko und die Gratwanderung zwischen Erfolg und Scheitern gewohnt. Für etablierte Unternehmer:innen ist dies eine fast schon neue Erfahrung. Viele von ihnen haben profitable Unternehmen übernommen und sehen sich nun mit einer massiven Disruption konfrontiert. Offline-Geschäftsmodelle oder herkömmliche Vertriebsmodelle funktionieren nicht mehr. Corona kann da sicherlich für einige Unternehmen Weckruf und Digitalisierungskatalysator zugleich sein. Unternehmerisches Handeln und Denken bedeutet letztlich, dort Wege zu finden, wo andere stehen bleiben, weil sie „Gründe“ haben, und zu zeigen, dass es eben doch geht! Das müssen wir realisieren, um als Standort Deutschland zukunftsfähig zu sein.
Mehr zur Founders Foundation und Hinterland of Things: www.hinterland-of-things.de www.foundersfoundation.de
Trends
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Die Wirtschaft nach dem Corona-Winter Aktuell dominiert ein Thema das Leben der meisten Menschen über den gesamten Globus: das Coronavirus. Privat geht so mancher an seine Grenzen – sei es der Spagat zwischen Homeschooling und Homeoffice oder die fehlende Geselligkeit. Doch nicht nur für die Gesellschaft, auch für die Wirtschaft ist die Pandemie eine enorme Belastungsprobe. Es gibt Branchen, die haben „Glück im Unglück“ – ihre Dienstleistungen und Produkte sind aktuell extrem gefragt. Zu nennen sind hier unter anderem die Pharmaindustrie mit ihrer Kompetenz bei Impfstoffen gegen das Virus, Produktionsunternehmen für Hygieneprodukte oder Anbieter von Online-Services sowie im E-Commerce-Bereich. Demgegenüber stehen Branchen, wie der stationäre Einzelhandel, die Gastronomie oder der Tourismus, die teilweise um ihr Überleben kämpfen. Klare Mehrheit kommt gut durch die Krise Dieses Stimmungsbild spiegelt auch das "Mittelstandsbarometer 2021"1 wider. Dafür befragte die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) deutschlandweit 1.150 mittelständische Unternehmen mit mindestens zehn Millionen Euro Umsatz verschiedenster Branchen. 57 Prozent der Befragten kamen demnach im Jahr 2020 ohne staatliche Unterstützung aus. Die verbleibenden Umfrageteilnehmer nahmen die Hilfsangebote, wozu auch das Kurzarbeitergeld zählt, in Anspruch. Im Ergebnis bewerten etwas überraschende 87 Prozent der Mittelständler ihre Geschäftslage zum Zeitpunkt der Befragung (November/Dezember 2020) als eher oder durchweg positiv. Grund dafür sei unter anderem, dass der Mittelstand die Themen Digitalisierung sowie Anpassung an Markt- und Kundenbedürfnisse in
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den vergangenen Jahren vorangetrieben hat. Außerdem wurden finanzielle Polster angelegt. Einige Branchen hart getroffen Blicken wir auf die Unternehmen, die es nur schwer durch die Krise schaffen, fällt auf: Sie hatten entweder bereits vor der Krise mit markanten Transformationen zu tun oder ihr Geschäftsmodell basiert auf dem Faktor Mensch. Beispiel Automobilindustrie: Laut EY-Studie nahmen 66 Prozent der mittelständischen Kraftfahrzeugbauer Unterstützungsleistungen der Bundesregierung in Anspruch. Die Branche befindet sich bereits seit einigen Jahren im Umbruch: E-Mobilität, Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung sowie daraus folgend gravierende Veränderungen in der internen Struktur sind kostenintensive Veränderungen, für die die Automobilindustrie bereits hohe Investitionssummen in die Hand nehmen musste. Die zusätzlichen Belastungen aufgrund der Corona-Pandemie trieben einige Automobilzulieferer und auch -konzerne an ihre Existenzgrenzen. Die Bundesregierung hat deshalb ein spezielles Förderprogramm namens „Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie“2 für die Automotive-Branche gestartet. Es ist Teil des Konjunkturpakets zur Bekämpfung der Corona-Folgen. Der Förderumfang beträgt für den Zeitraum 2021 bis 2024 insgesamt 1,5 Milliarden Euro.
1. Quelle: www.assets.ey.com/content/dam/ey-sites/ey-com/de_de/ news/2021/01/ey-mittelstandsbarometer-konjunktur-2021.pdf 2. Quelle: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Textsammlungen/Industrie/ zukunftsinvestitionen-fahrzeughersteller-zulieferindustrie.html
Trends
Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau haben bei ihren Einschätzungen gemischte Gefühle. So ergab beispielsweise eine Blitzumfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)3 im Januar 2021, dass zwar 80 Prozent der befragten Mitglieder Umsatzeinbußen zu verbuchen hatten. Die Prognose für das kommende Jahr fällt dennoch bei den meisten leicht positiv aus. Ein Grund dafür sei unter anderem der leichte Auftragsanstieg zum Jahresende 2020. Dreiviertel der Unternehmen rechnen mit einem Umsatzwachstum in 2021, vor allem auf den Absatzmärkten China und Nordamerika. Für Deutschland sind die Erwartungen eher gedämpft. Die tatsächliche Auftrags- und Umsatzentwicklung lässt sich allerdings erst in den kommenden Monaten – abhängig vom weiteren Pandemiegeschehen – bewerten. Hinzu kommt, dass der Maschinenbau eng mit der Automobilindustrie verzahnt ist und den dortigen Strukturwandel ebenfalls zu spüren bekommt.
Investitionen bleiben weitestgehend konstant Aufgrund der Unsicherheit über den weiteren Pandemie-Verlauf und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen üben sich die Unternehmen bei Investitionen vermehrt in Zurückhaltung. Laut EY-Studie planen nur 16 Prozent der Mittelständler, die Investitionen im ersten Halbjahr 2021 auszuweiten – das ist seit Beginn der jährlichen Umfrage in 2007 der niedrigste Wert. Das Geld soll hierbei vorwiegend in Homeoffice-Aktivitäten oder digitale Kommunikationsmittel fließen. Demgegenüber stehen 78 Prozent, die ihre Investitionen auf dem gleichen Level halten wollen wie bisher. Im Zuge der Lockdown-Verlängerung könnten sich noch mehr Unternehmen gegen eine Ausweitung der Investitionen entscheiden. Denn mit 74 Prozent liegt der Fokus bei der Mehrheit der Befragten auf Stabilität, nur 21 Prozent wollen in den kommenden Monaten wachsen.
Im Tourismus und den dienstleistungsnahen Bereichen mit Menschenkontakt gibt es kaum Möglichkeiten, die Geschäfte trotz Lockdown und Kontaktverbot weiterzuführen. Diese Branchen sind ganz besonders auf die staatlichen Hilfsgelder wie beispielsweise die Überbrückungshilfe III angewiesen, um auch nach der Coronakrise noch zu existieren. Im Bereich Tourismus und Gastronomie haben die einzelnen Landesregierungen deshalb spezielle Förderprogramme aufgelegt, um kleinere und mittlere Betriebe bei wichtigen Zukunftsinvestitionen zu unterstützen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Investitionsvorhaben der Unternehmen in den kommenden Monaten und auch abhängig vom weiteren Pandemieverlauf entwickeln. Worin wir uns alle sicherlich einig sind: Investitionen in Innovationen und Wachstum sind ebenso überlebenswichtig wie eine gute finanzielle Basis. Denn neue Produkte und Technologien, Automatisierungsprojekte oder angepasste Geschäftsmodelle sind essentiell für die Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im Allgemeinen.
3. Quelle: www.vdma.org/documents/105628/60418028/21-01-26%20Grafiken%20CoronaBlitzumfrage%20(9)_1611647740653.pdf/f327171a-fc48-b4d3-a367-079dcb9ee67e
Trends
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Blick hinter die Kulissen
Was CFOs aus der Krise mitnehmen Seit einem Jahr sind viele Finanzabteilungen im Krisenbewältigungsmodus – doch auch mit heißer Nadel gestrickte Lösungen und Ad-hoc-Digitalisierungserfahrungen können eine Basis für die Zukunft sein. Die Corona-Pandemie setzt die Finanzabteilungen weiter unter Druck – gerade seit sich die Lage mit der zweiten Welle und dem erneuten harten Lockdown wieder zugespitzt hatte. Die Beschaffung und der Erhalt von Liquidität stehen klar im Zentrum der Aufmerksamkeit der CFOs. Kurz- bis mittelfristig muss lebensnotwendiges Kapital beschafft werden. Eine konservative Arbeitsweise ist in der akuten Krise oft angeraten. Doch Finanzexperten sollten bei ihren Planungen immer auch die Zukunft des Unternehmens im Blick haben und Freiraum für Weiterentwicklungen schaffen. Genau hierin zeigt sich die andere Seite von Corona: Die Krise erzwingt Innovationen. Dies hat auch das letzte Finance CFO Panel1 gezeigt – 70 Prozent der befragten Finanzexperten gehen davon aus, dass in ihrem Bereich infolge der Krise Digitalisierungsmöglichkeiten intensiver genutzt werden. Die Umfrage verdeutlicht außerdem, dass die Digitalisierung des Finanzbereichs und des Geschäftsmodells generell auf der Prioritätenliste vieler CFOs wieder nach oben wandern. Digitales bietet oft mehr Freiheit Wie in vielen anderen Lebens- und Wirtschaftsbereichen, treibt die Pandemie auch in den Finanzabteilungen die Digitalisierung von Struktur und Prozessen voran. Fast jeder CFO musste mit seinem Team in der Krise improvisieren und sich ad hoc auf neue Arbeitsweisen einstellen. Ein Beispiel ist die Ansprache und
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Blick hinter die Kulissen
der Kontakt zu Investoren, Finanzierern und anderen essentiellen Stakeholdern. Das ist derzeit oft schwierig und zugleich so existentiell wie selten zuvor. Um trotz Kontaktbeschränkungen und Reisewarnungen den Fuß bei den Geldgebern in die Tür zu bekommen, wurden Foren, Arbeitstreffen, Meet and Greets oder Konferenzen notgedrungen als digitale Formate adaptiert. Und die praktische Erfahrung von einem Jahr Corona zeigt: Meist funktioniert es. Denn der Aufwand für die Partner ist oft geringer als bei einem physischen Treffen. Sie sind flexibler und können sich von überall her einklinken. Die Teilnehmerzahl bei OnlineAusführungen von Investorenevents ist nicht selten höher als bei analogen Veranstaltungen. Aber mehr Quantität allein führt noch nicht zu erfolgreichen Verhandlungen und lohnenswerten Abschlüssen. Neue Formate müssen Vertrauen schaffen Es geht um solide, engmaschige und vertrauensvolle Netzwerkarbeit. Und die braucht persönliche Gespräche, individuellen Austausch – sprichwörtlich den kleinen Rahmen, das kleine Format. Das sollte der CFO auch digital gewährleisten können. Doch hier gibt es in der Abstimmung zwischen Unternehmern und ihren Partnern teils noch Startschwierigkeiten. Diese abzubauen und vertrauenerweckende sowie praktikable Lösungen bereitzustellen, ist eine der zentralen neuen Aufgaben des CFO. Dafür ist eine gute Abstimmung der Finanzabteilung mit der IT-Ebene des Unternehmens nötig. Zudem müssen der CFO und sein Team die oft spontan angeeigneten Skills ausbauen und festigen. Denn im Umgang mit den digitalen Tools sollten Finanzverantwortliche souverän erscheinen, ihre Gesprächspartner unterstützen und auch bei unverhofften Ereignissen sicher reagieren können. Ad hoc Erlerntes dauerhaft nutzen Technologische Spontanlösungen, digitale Praxis, Festigung über permanente Schulungen und der rege Austausch mit den TechnikExperten des Unternehmens – die Anforderungen an CFOs und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich längst verändert. Dieser neue digitale Alltag in den Finanzabteilungen wird sicher auch nicht mit der Corona-Krise enden. Vielmehr geht es heute und in Zukunft darum, die Instrumente, Strukturen und Kompetenzen, die unter Druck entstanden sind, zu festigen und zu standardisieren. So genießen die Unternehmen auch in ruhigeren Zeiten durch die Erfahrungen und Tools der Krise mehr Freiheiten.
1. Quelle: https://www.finance-magazin.de/research/panels/cfo-panel/
Impulse
INSPIRATIONSQUELLE PODCAST Der Podcast ist das am stärksten wachsende Medium, der Konsum steigt stetig. Zurecht, denn die Vorteile liegen auf der Hand: Neuigkeiten lassen sich quasi überall konsumieren, ob in der Bahn, im Auto oder beim Sport. Die Angebote sind vielfältig und für nahezu jeden Themenbereich lassen sich Formate finden. In dieser Rubrik stellen wir Ihnen wegweisende Podcasts aus der Finanzwelt vor.
„EY FinTech & bEYond“ Im Mai 2020 hat die deutsche EY FinTech Practice den Podcast „EY FinTech & bEYond“ gelauncht. Das ist der Podcast für alle, die am Start-up-Ökosystem und der Digitalisierung der Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland und Europa interessiert sind. Wie interagieren die unterschiedlichen Teilnehmer im FinTech-Ökosystem miteinander? Welche neuen Trends und Entwicklungen entstehen? Wie kann man als Start-up, etabliertes Unternehmen oder Investor im FinTech-Segment erfolgreich sein? Diese und weitere spannende Fragen werden bei „EY FinTech & bEYond“ von Experten aus der deutschen FinTech- und Gründerszene zwei- bis dreimal im Monat diskutiert. „EY FinTech & bEYond“ finden Sie auf allen gängigen Podcast-Kanälen wie Apple oder Spotify – unbedingt reinhören!
Börsenplatz – Der Podcast rund um die Finanzwelt Aktuelle Finanzplatz-Themen unterhaltsam auf die Ohren: Im „Börsenplatz“-Podcast der Deutschen Börse-Gruppe kommen die Macher rund um die Finanzwelt zu Wort. Dabei spricht Sven Schumann mit herausragenden Persönlichkeiten des Finanzplatzes über ihre Ziele, Themen, die sie aktuell bewegen, und sie ganz persönlich. Den Podcast gibt es bei Apple Podcasts, Spotify und überall dort, wo es Podcasts gibt.
„Wer dich kennt, der kauft“ Der Podcast „Wer dich kennt, der kauft“ bietet viele Inputs rund um die Themen Markenbildung, Positionierung und Digitalisierung. Autor und Marken-Experte Dragan Matijevic spricht über das neue Personalbranding von Unternehmern. Denn nur wer „raus aus der Vergleichbarkeit“ und „rein in die Sichtbarkeit“ kommt, wird das digitale Zeitalter überleben! Erfahre in dem Podcast von Dragan Matijevic, wie du erfolgreich Deine eigene Personen-Marke aufbaust.
Entrepreneur University Podcast Der Entrepreneur University Podcast ist der Podcast für all diejenigen, die eine eigene Geschäftsidee verwirklichen oder einfach lernen wollen, wie man systematisch seine eigenen Ziele verwirklicht – egal, ob sie unternehmerischer oder privater Natur sind. Dabei präsentiert jede neue Folge eine beeindruckende Persönlichkeit, die ihren Weg zum Erfolg mit dir teilt. Hör rein in die Geschichten der Erfolge und Misserfolge, der Erkenntnisse, Tricks und des richtigen Mindsets! Begib dich in dem Podcast auf eine lebensverändernde Reise und werde Teil der Entrepreneur University Family!
BVK #Expertentalk – Podcast Der Podcast #Expertentalk vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften berichtet rund um Private Equity und Venture Capital. Swantje von Massenbach spricht wöchentlich über aktuelle Themen, die die Branche beschäftigen. Ob Investoren, Manager oder Juristen, die Gäste sind absolute Experten auf ihrem Gebiet und vermitteln wertvolle Einblicke ins jeweilige Thema. Informativ, abwechslungsreich und auf den Punkt gebracht. Reinklicken lohnt sich!
Impulse
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Informieren Netzwerken Finanzieren
Externe Events
Wenn sich ein Produkt oder eine Dienstleistung am Markt etabliert hat, wollen Unternehmen häufig wachsen. Marktanteile und Kapazitäten sollen ausgebaut werden. Nur in wenigen Fällen kann die Wachstumsfinanzierung aus eigenen liquiden Mitteln finanziert werden – erst recht, wenn diese in Zeiten der Pandemie in die Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit fließen. Bei unseren Online-Seminaren, Messeauftritten und digitalen Veranstaltungen berichten unsere Kundenberater über die Möglichkeiten der creditshelf-Wachstumsfinanzierung. Wir laden Sie herzlich ein, bei den folgenden Events dabei zu sein.
Bei diesen Veranstaltungen treffen Sie creditshelf als Speaker, Aussteller oder Teilnehmer. Wir freuen uns darauf, Sie hier persönlich kennenzulernen:
Regionalevents Die Unternehmervertrauten 2021 www.unternehmervertraute.de p Düsseldorf, 20.05.2021 p Frankfurt, 08.06.2021 und 21.09.2021 p Essen, 24.06.2021 p Stuttgart, 15.06.2021 und 12.10.2021
Eigene Veranstaltungen Aufgrund der aktuellen Lage sind Finanz-Talks, Finanz-Talks Digital, Lunch and Learns sowie Afterwork Talks – auch mit Videos – tagesaktuell zu finden unter: I www.creditshelf.com/events
p München, 17.06.2021 und 14.10.2021 p Leipzig, 13.07.2021 p Nürnberg, 15.07.2021 p Hamburg, 02.09.2021 p Münster, 14.09.2021
DEALSOURCING
I www.creditshelf.com/online-seminar-archiv
p Frankfurt/Oberursel, 16.09.2021
Ordentliche Hauptversammlung p 10.05.2021 Alle weiteren Investor Relations Events finden Sie hier: ir.creditshelf.com/websites/creditshelf/German/0/start.html
DEALSOURCING ist die effizienteste Netzwerkveranstaltung der deutschen Corporate Banking & Finance Community. www.dealsourcing.de
4th Annual Subprime Credit Forum p Berlin, 09.09.-10.09.2021
MesseN Bei diesen Messen können Sie sich rund um die creditshelfProdukte informieren und mit uns in den direkten Austausch treten.
Das 4. Subprime Kredit-Forum beschäftigt sich mit den aktuellen Herausforderungen und Chancen des Kapitalmarktes vor dem Hintergrund der Pandemie. Vertreter führender Kreditinstitute und Anbieter alternativer Finanzierungslösungen diskutieren gleichermaßen, wie sich die derzeitige Situation auf die Kreditvergabe auswirkt. www.uni-global.eu
Venture Days
www.deutschestartups.org p Digital, 13.04.-15.04.2021 p 20. Mittelstandstag FrankfurtRheinMain, 29.10.2021
Structured Finance 2021
p 18. Mittelstandsforum Baden-Württemberg, 02.11.2021
www.finance-magazin.de/events/structured-finance/
p 19. Bayerischer Mittelstandstag, 04.11.2021
p Digital, 24.11.-25.11.2021
Convent Mittelstandstage: Die bundesweite Veranstaltungsreihe p Deutsches Wirtschaftsforum digital, 29.06. und 30.06.2021 p Mittelstandstag Schleswig-Holstein, 29.09.2021
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p 17. Norddeutscher Unternehmertag, 23.11.2021 p 6. Mittelstandsforum NRW, 08.12.2021 Weitere Informationen und Anmeldung zu den Veranstaltungen unter: www.creditshelf.com/events
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RüCKBLICK
Termine
AFTERWORK TALK DIGITAL AM 26.01.2021
Thomas Kleinheinrich (Autor und Partner Redoux Corporate Culture Consultants), Michael Lischka (Autor und Partner Redoux Corporate Culture Consultants), Sebastian Seibold (Leiter Business Development, creditshelf AG)
FRANKFURT DIGITAL FINANCE AM 03.02.2021 Dr. Daniel Bartsch (COO, Co-Founder, creditshelf AG), Constantin Fabricius (GF Verband Deutscher Kreditplattformen), Raffael Johnen (CEO & CoFounder auxmoney GmbH), Joachim Köhler (Managing Director Corporates, Commerzbank)
MEET-UP AT HIGH-TECH PARTNERING DAyS AM 09.02.2021 Florian Weinkauf (Senior-Firmenkundenbetreuer Innovations- und Wachstumsfinanzierung, creditshelf AG), Sebastian Seibold (Leiter Business Development, creditshelf AG)
EINLADUNG ZUM vORTRAG: „FIRMENKREDIT: BANKENUNABHäNGIG, SCHNELL UND EINFACH“ AM 22.02.-26.02.2021 Dr. Daniel Bartsch (COO, Co-Founder, creditshelf AG)
WEBINAR FüR STARTUPS & SCALE-UPS AM 11.02.2021
FINANZ-TALK DIGITAL: PARTNER PRäSENTATION AM 04.03.2021
Sebastian Frech (Partner, Norton Rose Fulbright LLP), Florian Weinkauf (Senior-Firmenkundenbetreuer Innovations- und Wachstumsfinanzierung, creditshelf AG), Sebastian Seibold (Leiter Business Development, creditshelf AG)
Stephan Schneider (Partner Manager, creditshelf AG)
AFTERWORK TALK DIGITAL AM 24.03.2021
FINANZ-TALK DIGITAL AM 04.02.2021 Maren Lorth (Gründerin und Inhaberin Unternehmensberatung Mi(de) – Mittelstand denken), Jens Uhlendorf (Rechtsanwalt/ Partner, Hogan Lovells), Richard Heller (Regionalleiter Firmenkunden West, creditshelf AG)
FINANZ-TALK DIGITAL AM 25.02.2021 Dr. Michael Dallos (Partner, ADVISOS Corporate Finance), Dr. Horst Friedrich (Partner, ADVISOS Corporate Finance), Stephan Schneider (Partner Manager, creditshelf AG), Maximilian Sims (Firmenkundenbetreuer, creditshelf AG)
Termine
Céline Flores Willers (CEO & Founder, The People Branding Company), Miriam Wohlfarth (Founder Banxware GmbH & MD Ratepay GmbH), Prof. Christian W. Scheiner (Director of the Institute for Entrepreneurship & Business Development & Head of the Start-up Consultancy, Universität zu Lübeck), Sebastian Borek (CEO & Co-Founder, Founders Foundation gGmbH), Dr. Daniel Bartsch (COO, Co-Founder, creditshelf AG)
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Boje Dohrn, Präsident des IBWF, Das Netzwerk für Mittelstandsberater Status Quo Mittelstandsberatung! Wo stehen wir aktuell? Beratung dient der Sicherung und Entwicklung der Zukunftsfähigkeit von mittelständischen Unternehmen. Dazu bedarf es einer Qualität in der Beratung, die nachhaltige Wirkung und Sicherheit durch Lösungen garantiert. Beratende müssen unabhängig, objektiv und kooperationsfähig sein. Beratungsqualität in den Ebenen Mensch, Struktur, Prozesse und Beziehungen vereint kein Beratender in seiner Person. Deshalb ist Kompetenzbündelung durch Kooperation der Weg, der aktuell beschritten werden muss. www.mittelstandsberater.de
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MEINUNG HABEN, MEINUNG TEILEN Fachexperten sprechen über brandaktuelle Themen aus der Finanzwelt
Isabella-Alessa Bauer, Redaktionsleitung Kapitalmarktmedien, GoingPublic Media AG Welche positive Entwicklung am Kapitalmarkt sollte 2021 unbedingt bestehen bleiben 2020 war gezwungenermaßen oft ein Jahr des Stillstandes und Innehaltens – nicht so am Kapitalmarkt. Auf den Crash im Frühjahr folgte die Rallye, die Indizes haben ihre Verluste mehrheitlich wettgemacht. Während die Realwirtschaft weiter unter den Auswirkungen der Pandemie leidet, haben sich die Kurse erholt. Das ist auch bisherigen Börsenabstinenzlern aufgefallen und hat zu einem positiven Effekt geführt: Zahlreiche Neueinsteiger wagen sich an Aktien und Fonds. Es scheint, in der Krise, im Homeoffice, in der nicht ganz freiwilligen Zeit des Social Detox, entdecken die Menschen ihre Lust am Kapitalmarkt – und das ist gut so! Es ist unbedingt wichtig, dass sich eine Anlegerkultur etabliert, dass die Altersvorsorge der Zukunft auch eine Sparkomponente über Aktien enthält. Dieser Aufbruch sollte unbedingt erhalten bleiben.“
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Impulse
Johannes Sill, Redakteur „wir – Das Magazin für Unternehmerfamilien“ Welche Herausforderungen haben Familienunternehmer in 2021? Die Maschinen kommen! Aber keine Sorge, hier gibt es mehr mitzunehmen als zu verlieren. Familienunternehmen werden im Umfeld der Künstlichen Intelligenz sogar mehr leisten als die Konkurrenz. Denn KI-Projekte brauchen kurze Wege, Innovationskultur, Weitsicht und einen langen Atem. Jetzt heißt es: schnell den ersten Schritt gehen. Denn ohne ansehnliche Pilotprojekte wird es schwer, die guten und hoch nachgefragten Fachkräfte anzulocken, um sich mit denen dann der großen KI-Revolution zu widmen.
Susanne Gillner, Chefredaktion INTERNET WORLD Wie sehen Sie das Wort Freiheit für Mittelständler? „Das Wort ‚Freiheit‘ erscheint vielen Mittelständlern sicherlich als Unwort, wenn man bedenkt, dass ein Großteil seit gut einem Jahr um das nackte Überleben kämpft und wenig Handlungsspielräume hat. Gut gemeinte Mittelstandsinitiativen oder Ratschläge wie, dass alle Händler schnellstmöglich digitalisiert werden müssen, können da nur bedingt helfen. Wichtig ist nun, sich zu sortieren. Die Lage zu beurteilen, Best- und Worst-Case-Szenarien zu entwickeln und proaktiv das neue Jahr mit seinen Herausforderungen anzugehen. Selbstbestimmt agieren ist die alte neue Freiheit.“
Swantje von Massenbach, stv. Geschäftsführerin Bundesverband Lenard von Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) Wachstumsfinanzierung in Zeiten von Corona Die Weichen für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung werden jetzt gestellt. Beteiligungsgesellschaften kommt hier eine wichtige Funktion zu. Das von den Gesellschaften bereitgestellte Kapital verbessert die Finanzsituation der Unternehmen und eröffnet Spielräume für Investitionen in innovative Zukunftstechnologien. Darüber hinaus unterstützen Beteiligungsgesellschaften als strategischer Partner das Management mit ihrem Know-how. In jeder Krise stecken auch Chancen. Diese gilt es jetzt zu nutzen! www.bvkap.de
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