Skip to main content

#222 – Zukunft Nachhaltigkeit

Page 1


Eine unabhängige Kampagne von Contentway

ZUKUNFT NACHHALTIGKEIT

KLARE SICHT IN WILDEN ZEITEN: EIN BLICK AUF DAS WESENTLICHE

Krisen sind Momente der Achtsamkeit. Läuft alles wie gewohnt, hinterfragen wir nicht viel. Erst wenn es ruckelt, sind wir aufgefordert hinzuschauen.

ALTERNATIVEN ZUR WÄRMEPUMPE SIND STARK BEGRENZT

Dr.-Ing. Volker Quaschning ist Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Er sieht den Klimawandel als größte Bedrohung für die Menschheit und warnt vor Populisten, die ihn verharmlosen oder leugnen – und unter anderem auch gegen Wärmepumpen sind.

„DIGITALISIERUNG IST EIN SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG“

Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, über den Prozess von Unternehmen, CO2Reduktionsziele glaubwürdig und transparent zu gestalten.

„NACHHALTIGES BAUEN GEWINNT AN BEDEUTUNG“

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Wir haben mit Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB, gesprochen.

Lesen Sie weitere interessante Artikel auf contentway.de

Großes Interview | Prof. Dr. Karen Pittel
Interview | Dr. Christine Lemaitre
Einleitung | Maja Göpel
Interview | Dr.-Ing. Volker Quaschning

AUSGABE #222

Account Manager: Alicia Wintruff

Geschäftsführung:

Nicole Bitkin, Fredrik Thorsson

Creative Director:

Franziska Bredehorn

Redaktion und Grafik:

Franziska Bredehorn, Julia Schmidt, Negin Tayari

Text:

Katja Deutsch, Chan Sidki-Lundius, Thomas Soltau, Hauke Brost, Jakob Bratsch

Coverfoto:

A C/unsplash, Linda Schäffler, Cornelia Quaschning

Distribution & Druck:

Die Welt, 2026, Axel Springer SE Contentway

Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund.

Die Inhalte des „Partner Content“ und „Hotspot Highlight“ in dieser Kampagne wurden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen.

Für die Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Die Formulierungen sprechen alle Geschlechter gleichberechtigt an.

Herausgegeben von: Contentway GmbH

Neue Burg 1

DE-20457 Hamburg

Tel.: +49 40 85 539 750

E-Mail: info@contentway.de Web: www.contentway.de

Folge uns auf Social Media:

WEITERE INHALTE

4. Prof. Dr. Claudia Kemfert

6. Infrastruktur

8. Dr.-Ing. Volker Quaschning

12. Ressourcenschonung

CONTENTWAY.DE

Recyceln allein reicht nicht Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel zur Rohstoffsicherheit. Doch ohne verlässliche Regeln und Investitionsanreize droht sie zu scheitern, warnt Matthias Harms, kommissarischer Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft.

Klare Sicht in wilden Zeiten: ein Blick auf das Wesentliche

EINLEITUNG

Krisen sind Momente der Achtsamkeit. Läuft alles wie gewohnt, hinterfragen wir nicht viel. Erst wenn es ruckelt, sind wir aufgefordert hinzuschauen. Das gilt auch, wenn uns jemand auffordert, genauer hinzugucken, bevor es ruckelt.

Foto: Linda Schäffler

Für zukunftsorientierte Entscheidungen ist dann eine Frage wegweisend:

Worum geht es eigentlich? Erst wenn wir diesen Schritt zurücktreten, können wir gut werten. Geht es wirklich darum, dass ein Politiker mir täglichen Fleischkonsum nicht gönnen will? Oder geht es darum, dass unser aktuelles Ernährungssystem das Grundwasser verseucht, Regenwälder zerstört, Tiere in industriellem Maßstab quält und menschliche Gesundheit angreift? Dass wir also durch ein Update von Mehrwertsteuersätzen, öffentlichem Beschaffungswesen für Kantinen und Subventionen in der Landwirtschaft aufhören könnten, eine pflanzenorientierte Ernährung systematisch zu benachteiligen? Dann werden auch neue Gewohnheiten viel einfacher. Gerade wenn Krisen nicht verschwinden, ist ein systemischer Innovationsansatz zentral. Es braucht ein Update von Alltagsstrukturen, die unsere Entscheidungen beeinflussen. An welchen Updates also sollten wir dringend dranbleiben, um Wirtschaftsprozesse in Einklang mit Naturgesetzen, menschlicher Gesundheit und langfristiger Ressourcenstabilität zu bringen?

Natur sichtbar machen

Die Natur bleibt im Wirtschaftsmodell unsichtbar: in Bilanzen, Produktivitätsberechnungen oder Konjunkturprognosen fehlt diese Information – obwohl mindestens 50 % des globalen BIP direkt von Ökosys-

temleistungen abhängen. Eine Wirtschaft, die die Natur nicht sieht, kann keine Versorgungssicherheit garantieren. Viele Maßnahmen des EU-Green-Deals wollen diese Blindstellen schließen – und stehen aktuell massiv unter Druck.

BIP um Bestandsgrößen ergänzen

Das Bruttoinlandsprodukt misst das Volumen der Wirtschaftstätigkeit und nicht, ob eine Wirtschaft „stark“ ist. Es erfasst die Abholzung eines Waldes als Gewinn, die Kosten für die Beseitigung einer Ölpest als Wachstum und sagt nichts über Lebensqualität, Verteilung des Wohlstands oder unentgeltliche Leistungen wie Pflege und Erziehung aus. Eine Wirtschaft allein am BIP zu steuern bedeutet, reale Voraussetzungen für eine zukünftig starke Wirtschaft aus den Augen zu verlieren.

Finanzarchitektur-Dilemma lösen

Das derzeitige Wirtschaftssystem ist strukturell zum kurzfristigen Geldvermehren gezwungen – nicht, um Wohlstand zu schaffen, sondern um zu verhindern, dass das Finanzsystem unter seinen eigenen Schuldenverpflichtungen und Renditeerwartungen zusammenbricht. Die Entkopplung von Finanzwerten und realen Werten ist ein zunehmend gefährlicher Designfehler und kann nur politisch korrigiert werden. Das ist nicht wachstumsfeindlich, sondern Voraussetzung

CONTENTWAY.DE

„Der Rezyklat-Markt funktioniert nicht“

Die nationalen und europäischen Kunststoffrecycler befinden sich aktuell in einer kritischen Situation, denn bis Ende 2025 ist fast eine Million Tonnen Kunststoffrecyclingkapazität durch Werkschließungen und/oder Insolvenzen verloren gegangen.

dafür, dass Unternehmen mit geduldigem Kapital und ganzheitlich definiertem Return on Invest ihre Geschäftsmodelle nachhaltig erneuern können.

Egoismus-Mythos zurückweisen

Die Grundannahme der MainstreamÖkonomie – dass Menschen eigennützige, rationale Nutzenmaximierer sind – ist empirisch falsch. Wir sind soziale Wesen, die von Werten, Normen, Solidarität und Sorge um das Gemeinwohl geleitet werden. Ein Wirtschaftssystem, das reines Eigeninteresse und kurzfristigen Shareholder Value zum Designprinzip macht, unterdrückt systematisch die moralischen und zwischenmenschlichen Dimensionen, die gerade in Krisenzeiten zum Treibstoff mutiger Kooperation und vertrauensbasiertem Erneuern werden. Die gute Nachricht ist: Diese Updates verschieben die Perspektive und Bewertung dessen, was als sinnvolle Investitionen, Innovationen und Wirtschaftlichkeit gilt. Aus neuen Bewertungen wiederum entstehen Pfade, die aus der Dauerkrise raus und in ein Wohlstandsmodell für das 21. Jahrhundert reinführen.

Maja Göpel, Politikökonomin, Nachhaltigkeitsexpertin und Gesellschaftswissenschaftlerin

Klimaschutz bedeutet, Heimat zu bewahren

Klimaschutz kann langfristig nur dann erfolgreich sein, wenn er von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit getragen wird. In einer Demokratie entstehen nachhaltige politische Veränderungen nicht allein durch das Engagement einzelner Gruppen oder politischer Lager, sondern durch die Unterstützung großer Teile der Bevölkerung. Deshalb kommt der bürgerlichen Mitte eine besondere Bedeutung zu.

Gerade in Deutschland zeigen gesellschaftliche Entwicklungen und Untersuchungen, dass in bürgerlichen und konservativen Milieus ein großes Potenzial für Klima- und Umweltschutz vorhanden ist. Viele Menschen unterstützen Maßnahmen zum Schutz von Klima und Natur, wenn diese pragmatisch gestaltet sind, konkrete Verbesserungen vor Ort schaffen und einen erkennbaren Nutzen für den Alltag bieten. Klimaschutz darf daher nicht als Anliegen einer bestimmten politischen Richtung verstanden werden, sondern sollte Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, Überzeugungen und Prioritäten zusammenbringen. Denn nur mit einer breiten demokratischen Mehrheit für Klima- und Umweltschutz sind wirksame und dauerhafte Veränderungen möglich. Die bundesweit tätige, gemeinnützige Organisation Heimatwurzeln e. V. setzt sich für genau solch einen bürgerlichen Klimaschutz ein – Klimaschutz, der ökologische Verantwortung mit Pragmatismus, Akzeptanz und gesellschaftlichem Zusammenhalt verbindet. Klimaschutz, der den Dialog zwischen Bürgern, Landwirten und Wirtschaft fördert, anstatt auf Verbote zu setzen. Gründer und Geschäftsführer Florian Wagner stellt Heimatwurzeln e. V. vor.

Herr Wagner, wie unterscheidet sich Ihr Ansatz zum Schutz unseres Klimas von dem anderer Klimaorganisationen?

Wir sind davon überzeugt, dass Klimaschutz nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Menschen ihn mittragen. Statt auf Verbote, Vorschriften oder moralischen Druck zu setzen, wollen wir zeigen, dass sich klimafreundliches Verhalten auch ganz konkret lohnt. Ob E-Auto, Photovoltaik oder Wärmepumpe: Wenn Menschen die Vorteile direkt im Alltag und im Geldbeutel spüren, steigt die Akzeptanz. Nachhaltiger Wandel gelingt aus unserer Sicht besser durch Anreize und attraktive Lösungen als durch das Gefühl, dass einem etwas weggenommen oder vorgeschrieben wird.

Ist Klimaschutz ein konservatives Thema? Und was meinen Sie mit bürgerlichem Klimaschutz?

Ja, aus unserer Sicht ist Klimaschutz ein zutiefst konservatives Thema. Konservativ bedeutet, Lebensgrundlagen, Heimat und Wohlstand für kommende Generationen zu bewahren. Unser Ansatz ist ein bürgerlicher Klimaschutz, der auf Technologieoffenheit, wirtschaftliche Vernunft und konkrete Lösungen setzt, um das Leben langfristig sicherer und besser zu machen.

Florian Wagner, Gründer und Geschäftsführer Heimatwurzeln e. V.

Klimawandel bleibt so lange abstrakt, bis die Folgen direkt spürbar werden. Die Flut im Ahrtal hat gezeigt, was auf dem Spiel steht – Heimat, Eigentum und Menschenleben. Deshalb brauchen wir mehr Prävention, etwa bei Starkregen oder Hitze. Klimaschutz sollte kein Kulturkampf sein. Die meisten Menschen sind offen für klimafreundliche Technologien, wenn sie sinnvoll sind und sich rechnen, unabhängig von ihrer politischen Einstellung.

Was macht der Verein Heimatwurzeln genau und wo wollen Sie hin?

Seit drei Jahren arbeiten wir daran, Klimaschutz gemeinsam mit bestehenden Institutionen und Organisationen voranzubringen – Organisationen, die Vertrauen genießen und bereits tief in der Gesellschaft verankert sind, wie Verbände, Kirchen, Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Landwirtschaft. Gemeinsam mit Bauernverbänden haben wir Landwirte zusammengebracht und gezeigt, dass die Landwirtschaft eben nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der

Lösung sein kann und mit Partnern wie den Landfrauen stärken wir Bewusstsein und Engagement für Klimaschutz vor Ort. Wir fördern außerdem wirtschaftlich sinnvolle Energielösungen für Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen. Ein Beispiel dafür, wie wir uns für wirtschaftlich sinnvolle Energielösungen einsetzen, ist unser „Zukunftspreis Deutsche Energie“. Damit zeichnen wir Projekte aus, die zeigen, wie bürgernaher Klimaschutz in der Praxis funktioniert.

Was bedeutet der Preis und wer kann sich bewerben?

Der „Zukunftspreis Deutsche Energie“ soll erfolgreiche Energieprojekte sichtbar machen und zur Nachahmung anregen. Die Bewerbung ist bewusst einfach gehalten, damit möglichst viele unterschiedliche Initiativen teilnehmen können. Neben Preisgeldern geht es vor allem darum, gute Beispiele öffentlich bekannt zu machen. Die Projekte werden von einer unabhängigen Jury aus Expertinnen und Experten aus Zivilgesellschaft und Energiewirtschaft bewertet.

Ausgezeichnet werden Lösungen, die Klimaschutz mit praktischem Nutzen und Wirtschaftlichkeit verbinden – etwa Agri-PV-Anlagen oder innovative Kreislaufwirtschaftsprojekte. Die Idee dahinter: erfolgreiche Beispiele sichtbar machen, damit andere sie übernehmen können. Klimaschutz soll als praxisnahe Lösung wahrgenommen werden, die bereits vor Ort funktioniert.

„Erneuerbare Energien sind das
zukunftsfähigen

ERNEUERBARE ENERGIEN

Wirtschaft“

Seit mehr als zwei Jahrzehnten erforscht Prof. Dr. Claudia Kemfert die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Transformation des Energie-, Verkehrs- und Gebäudesystems hin zu mehr erneuerbaren Energien, Elektromobilität und Wasserstoff. Im Fokus ihrer wissenschaftlichen Arbeiten stehen dabei Fragen der Nachhaltigkeit in Energie-, Verkehrs- und Gebäudesystemen.

Text: Jakob Bratsch

Foto: Nicholas Doherty/unsplash

Frau Dr. Kemfert, welche Rolle spielen erneuerbare Energien aus Ihrer Sicht für eine langfristig nachhaltige und resiliente Wirtschaft in Deutschland? Erneuerbare Energien sind das Fundament einer zukunftsfähigen, nachhaltigen und resilienten Wirtschaft. Sie machen uns unabhängiger von fossilen Energieimporten, stabilisieren langfristig die Energiekosten und stärken die Versorgungssicherheit. Die fossile Energiekrise hat deutlich gezeigt, wie verletzlich ein System ist, das auf fossile Energien wie Öl und Gas basiert. Wind, Sonne, Speicher, Effizienz und dezentrale digitale Netze schaffen dagegen Resilienz, regionale Wertschöpfung und Planungssicherheit. Sie ermöglichen stabile Energiepreise, reduzieren geopolitische Abhängigkeiten und stärken den Industriestandort Deutschland. Erneuerbare Energien sind Freiheits- und Friedensenergien – und damit ein zentraler Standortfaktor für die Zukunft.

Nachhaltigkeit wird häufig noch als Verzicht oder Kostenfaktor wahrgenommen. Warum ist nachhaltiges Handeln heute vielmehr ein wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zukunftsfaktor?

Nachhaltigkeit bedeutet nicht Verzicht, sondern Vorsorge, Innovation und wirtschaftliche Klugheit. Die teuerste Option ist das Festhalten am Alten: Klimaschäden, fossile Importabhängigkeiten, Ressourcenverschwendung und verschleppte

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität

Modernisierung verursachen enorme volkswirtschaftliche Kosten. Wer heute nachhaltig handelt, reduziert Risiken, spart Energie und Ressourcen und schafft neue Zukunftsmärkte. Nachhaltigkeit ist deshalb kein Hemmnis, sondern Voraussetzung für Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Stabilität. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit ökonomischer Vernunft – und wird damit zu einem entscheidenden Faktor für eine starke und moderne Wirtschaft.

Welche Chancen ergeben sich für Unternehmen, die Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht nur als Pflicht, sondern als Innovationsmotor verstehen?

Unternehmen, die Nachhaltigkeit strategisch denken, gewinnen mehrfach: Sie senken Energiekosten, machen sich unabhän-

ENERGIE, DIE NIEMAND SIEHT

Wind und Sonne liefern Energie, wenn die Natur es erlaubt. Klärgas liefert sie, wenn wir sie brauchen – jeden Tag, rund um die Uhr.

So bringt Achim Sprick auf den Punkt, was in der Energiewende-Debatte kaum vorkommt: Auf rund 9.000 deutschen Kläranlagen entsteht täglich Methan – ein Nebenprodukt der Abwasserreinigung, das kaum jemand als Energiequelle in Betracht zieht. Dabei ist das Gas längst da – es muss nur genutzt werden.

Rund 600 Millionen Kubikmeter Klärgas fallen jährlich in Deutschland an – genug, um eine halbe Million Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Der entscheidende Vorteil gegenüber Wind und Solar: Klärgas ist grundlastfähig. Es entsteht kontinuierlich, unabhängig von Wetter oder Tageszeit, ohne neue Flächen, ohne lange Genehmigungsverfahren, ohne politische Debatten.

Fundament einer

Wer heute nachhaltig handelt, reduziert Risiken, spart Energie und Ressourcen und schafft neue Zukunftsmärkte.

giger von volatilen Rohstoffmärkten und erschließen neue Geschäftsmodelle. Gerade in den Bereichen erneuerbare Energien, Speicher, Kreislaufwirtschaft, Batterien, Wärmepumpen, Effizienztechnologien und digitale Steuerung entstehen enorme Chancen. Wer früh investiert, kann Technologieführerschaft aufbauen, Fachkräfte gewinnen und Vertrauen bei Kundinnen, Kunden und Investoren stärken. Nachhaltigkeit wird so vom Compliance-Thema zum Wettbewerbsvorteil. Klimaschutz ist kein Bremsklotz, sondern ein Modernisierungsmotor – für Unternehmen, Regionen und den gesamten Industriestandort.

Welche politischen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen braucht es aktuell dringend, damit die Energiewende schneller und konsequenter umgesetzt werden kann?

Wir brauchen vor allem Verlässlichkeit, Tempo und klare Investitionssignale. Dazu gehören schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, ein konsequenter Ausbau von Wind- und Solarenergie, mehr Speicher, Flexibilität, Wärmepumpen, Elektromobilität sowie dezentrale, digitale und flexible Stromnetze. Wichtig sind zudem Echtzeit-Preisinformationen, dynamische Tarife und der Abbau fossiler Subventionen. Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger brauchen Planungssicherheit, damit Investitionen in saubere Technologien attraktiv und verlässlich werden. Der größte Fehler wäre ein energiepolitischer Kurzschluss: neue fossile Abhängigkeiten aufzubauen, statt konsequent auf saubere, heimische und resiliente Energien zu setzen.

ADVERTORIAL

Sprick (links) führt das von seinem Vater Achim Sprick (rechts) gegründete Unternehmen in die nächste Ära nachhaltiger Gastechnik. (Bild: © Klärgastechnik Deutschland GmbH)

Wer es nicht nutzt, zahlt einen anderen Preis. Ungenutztes Methan wird abgefackelt oder entweicht unkontrolliert und wirkt über 20 Jahre betrachtet mehr als 80-mal klimaschädlicher als CO2. Eine Kläranlage ohne funktionierende Gastechnik ist kein Randproblem, sondern ein stiller Klimafaktor. Seit über 20 Jahren setzt Klärgastechnik Deutschland genau hier an. Das familiengeführte Unternehmen entwickelt Gasspeicher, Gasfackeln und Gasaufbereitungsanlagen für Kommunen und Anlagenbetreiber und entscheidet damit in der Praxis, ob aus einem Abfallprodukt Energie wird oder eine vertane Chance. Diese Kompetenz trägt das Unternehmen nun in ein neues Feld: Gemeinsam mit der Technischen Hochschule OWL entsteht eine neuartige Speichertechnologie für Wasserstoff – modular, dezentral, skalierbar.

Für Industrie, Logistik und kritische Infrastruktur. Dieselbe bewährte Bauweise, neues Medium, größerer Markt. Beides folgt demselben Prinzip: Gas sicher speichern, bis es gebraucht wird. Manche Antworten auf die Energiewende von morgen stecken in über zwei Jahrzehnten Erfahrung.

Roman

Mit Kochsalz die Energiespeicher der Zukunft bauen

Die Sicherheit unserer Energieinfrastruktur ist zu einem wesentlichen Thema geworden, da physische Angri� e und Cyberangri� e auf kritische Infrastrukturen weltweit zunehmen. Stromnetze, Umspannwerke, Rechenzentren und digitale Steuerungssysteme sind heute stärker vernetzt als je zuvor und dadurch auch anfälliger für Störungen.

Bereits kurze Unterbrechungen oder Instabilitäten in der Stromversorgung können erhebliche Auswirkungen auf Produktion, Kommunikation, Gesundheitsvorsorge und anderes haben. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass das Vertrauen in die Zuverlässigkeit unserer Energieversorgung beeinträchtigt wird. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Widerstandsfähigkeit der Energieinfrastruktur enorm an Bedeutung. Speicher und dezentrale Energieversorgung können dazu beitragen, die Stabilität des Systems zu erhöhen und die Wiederherstellung der Versorgung im Störungsfall zu erleichtern, gleichzeitig müssen diese Technologien so konzipiert und abgesichert werden, dass sie selbst keine zusätzlichen Angriffsmöglichkeiten bieten.

Peter E. Braun, CEO der Phenogy AG, treibt die Natrium-Ionen-basierte Energiespeichertechnologie voran – für eine stabile und unabhängige Energieversorgung.

Herr Braun, Sie sprechen von NatriumIonen als Paradigmenwechsel. Was unterscheidet diese Technologie fundamental von klassischen Lithiumsystemen?

Natrium-Ionen-Batterien bieten gegenüber Lithium-Ionen-Systemen vor allem geopolitische und sicherheitstechnische Vorteile. Lithium und Graphit werden von wenigen Ländern kontrolliert, Roh-

stoffe für Natrium-Batterien jedoch sind breit verfügbar und damit unabhängiger von globalen Lieferketten. Zudem gelten Natrium-Ionen-Batterien als thermisch stabiler und eignen sich besonders für stationäre Energiespeicher, bei denen das höhere Gewicht kaum eine Rolle spielt. Lithium-Technologien gelten seit Jahren als ausgereift – Natrium-Ionen-Batterien bringen aber etwas mit, das der LithiumWelt fehlt: Sie sind heute bereits im Einsatz und stehen dennoch erst am Anfang ihrer Entwicklung. Ihre Stärken zeigen sie schon jetzt im Betrieb: hohe thermische Stabilität und sichere, spannungsfreie Lagerung. Bei Energiedichte und Kosten besteht weiterhin großes Entwicklungspotenzial. Mit europäischen Lieferketten und breit verfügbaren Rohstoffen können daraus Schritt für Schritt günstigere, nachhaltigere und resilientere Speichersysteme entstehen.

Was bedeutet Energiesouveränität konkret für Unternehmen, Kommunen und kritische Infrastruktur? Und wie zahlen Natrium-Ionen darauf ein? Energiesouveränität bedeutet, selbstbestimmt über Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie entscheiden zu können – und sich nicht länger von wenigen, geopolitisch verwundbaren Rohstoff- und Lieferkettenstrukturen abhängig zu machen. Dafür brauchen wir eine stabile und sichere Energieversorgung, belastbare Stromnetze und Technologien,

Unsere Vision ist es, zu den führenden Anbietern von Energiespeichern in Europa zu gehören und eine Alternative zur chinesischen Dominanz im Batteriemarkt zu scha�en.

auf die wir auch in Krisen verlässlich zugreifen können. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigen die Anforderungen an die Netzinfrastruktur, denn Angebot und Nachfrage schwanken

Mehr Informationen über die Phenogy AG unter: www.phenogy.com

stärker. Dezentrale Energiespeicher gleichen diese Schwankungen aus, erhöhen die Netzstabilität und sichern im Falle von Störungen oder Ausfällen eine lokale Notstromversorgung. Sie stärken nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern schützen Volkswirtschaften auch vor geopolitischen Lieferrisiken – etwa bei Lithium – und schaffen Spielraum für den steigenden Energiebedarf durch Rechenzentren, kritische Infrastruktur und Industrie.

In Bremen betreiben Sie Europas ersten Natrium-Ionen-Großspeicher. Was zeigt dieses Projekt über die Marktreife und Praxisfähigkeit von dieser neuen Technologie? Wir haben zunächst einen funktionierenden Speicher in einem realen Anwendungsprojekt umgesetzt und damit gezeigt, dass die Technologie praxistauglich ist: Der Speicher ist am Netz, versorgt eine Inselanlage, ist gekoppelt mit Solar und speist Ladestationen, die eine Fahrzeugflotte betreiben. Mittlerweile ist das System auch in Serie verfügbar, wir haben die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt und effi zienter gemacht.

Warum ist Dezentralität aus Ihrer Sicht die Systemlogik der Energiewende? Und wie verwandeln Speicher passive Verbraucher in aktive Gestalter? Wir haben heute nicht mehr wenige große Kraftwerke, die aus Kohle, Gas und Nuklearenergie zentral kontinuierlich unser Stromnetz speisen, sondern eine dezentrale Erzeugung auch durch Solarund Windenergie, die von sehr vielen Punkten aus ins Netz eingespeist wird. Dadurch steigen die Anforderungen an die Stromnetze, die für diese Schwankungen ursprünglich nicht ausgelegt waren. Batteriespeicher können überschüssige Energie aufnehmen, Lastspitzen ausgleichen und die Netzstabilität erhöhen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit stärken und das Stromnetz unterstützen.

Unsere Vision ist es, zu den führenden Anbietern von Energiespeichern in Europa zu gehören und eine Alternative zur chinesischen Dominanz im Batteriemarkt zu schaffen.

Peter E. Braun, CEO der Phenogy AG

Oft verhindern ungeeignete Stromnetze das Vorankommen der E-Mobility

INFRASTRUKTUR

Ob Unternehmen auf E-Mobilität umstellen, hängt nicht nur von vorhandenen Ladesäulen, sondern auch vom Ausbau der Schnellladeinfrastruktur und leistungsstarker Stromnetze ab.

Text: Katja Deutsch Fotos: smart-me AG/unsplash, Marek Studzinski/unsplash

Vor 14 Jahren tauchten die ersten Ladesäulen im deutschen Straßenbild auf. Das Ergebnis war eher chaotisch: Ladestandards, Stecker und Karten waren ebenso unterschiedlich wie die Bezahlmöglichkeiten, oft konnte nur der Strom des örtlichen Versorgers genutzt werden und der Ladevorgang funktionierte nicht immer. Viele Fahrer von Firmenwagen packten das Ladekabel ihres Hybridfahrzeugs deshalb gar nicht erst aus.

Inzwischen hat sich einiges getan, und Ladesäulen gehören in Innenstädten und auf Parkplätzen zum Alltag: Zum Stichtag 1. März 2026 listet die Bundesnetzagentur 147.935 Normalladepunkte und 50.449 Schnellladepunkte auf.

Doch während sich Elektrofahrzeuge und ihre Batterieleistung rasant weiterentwickeln, bleiben Ladesäulen rund 15 Jahre stehen – und das nicht nur physisch. So warnt Jörg Heuer, Geschäftsführer von EcoG, einem führenden Unternehmen für Ladesäulensoftware in Europa, davor, dass viele öffentliche Ladesäulen zu „Ladeleichen“ werden könnten, weil sie nicht skalierbar sind. „Wer als Ladesäulen-Anbieter in den Markt eintritt und diesen bedient, muss auch dafür sorgen, dass in der Laufzeit sein Produkt entsprechend aktualisiert werden kann.“

Am 1. Januar 2026 überschritt die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) erstmals die Marke von 2 Millionen Fahrzeugen.

Unternehmen, die ihre Flotte auf elektrischen Betrieb umstellen möchten, können durch niedrigere Betriebskosten und geringen Wartungsaufwand langfristig Kosten sparen.

Damit erreicht der Bestand an BEV einen neuen Höchststand. Doch auch, „wenn das Ausbautempo gestiegen ist, gibt es in mehr als einem Drittel aller Gemeinden keinen einzigen öffentlichen Ladepunkt, knapp drei Viertel haben keinen öffentlichen Schnellladepunkt“, sagt eine Sprecherin vom Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA).

Neben „lernfähigen“ Ladesäulen sind auch moderne und leistungsfähige Stromnetze notwendig, um das Fahren ohne fossile Kraftstoffe flächendeckend und komfortabel zu ermöglichen. Der VDA sieht in einem vorausschauenden Stromnetzausbau die entscheidende Voraussetzung für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Doch gerade in Deutschland ist der Nachholbedarf beim Stromnetz besonders groß.

Unternehmen, die ihre Flotte auf elektrischen Betrieb umstellen möchten, können durch niedrigere Betriebskosten und geringen Wartungsaufwand langfristig

Kosten sparen. Zudem können sie von staatlicher Förderung und steuerlichen Vorteilen profitieren. Ladesäulen auf dem Unternehmensparkplatz und den möglicherweise weiter entfernt liegenden Produktionshallen oder Lagerstätten zu installieren ist möglich, sofern vor Ort leistungsfähige Stromnetze vorhanden sind. Grenzüberschreitende Fahrten lassen sich jedoch problemlos nur in die skandinavischen Länder, die Niederlande und Frankreich durchführen. Richtung Polen oder Slowakei sind Ladesäulen sehr sparsam gesät. So übertrifft beispielsweise Berlin mit derzeit 4458 Ladepunkten die gesamte Slowakei, die über 2818 Ladepunkte verfügt.

Doch während sich Elektrofahrzeuge und ihre Batterieleistung rasant weiterentwickeln, bleiben Ladesäulen rund 15 Jahre stehen.

Ob die Fortbewegung mit einem Elektrofahrzeug für Unternehmen funktioniert, hängt von der verfügbaren Ladeleistung an der Ladesäule, dem Ladezustand der Fahrzeugbatterie, der geladenen Energiemenge sowie der Batteriegröße im Fahrzeug ab. So kann die Ladedauer von ca. 15 Minuten für eine kurze Zwischenladung mit sehr hoher Leistung bis zu mehreren Stunden betragen.

Grüner fahren fängt zuhause an

Elektromobilität gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Millionen Menschen entscheiden sich bewusst für ein Elektroauto, sei es aus Überzeugung, fi nanziellen Erwägungen, oder weil sie einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen. Doch wie nachhaltig das Fahren wirklich ist, entscheidet sich nicht an der Ladesäule, sondern zuhause. Denn nicht jede Kilowattstunde ist gleich: Wann und wie geladen wird, bestimmt maßgeblich, wie grün ein Elektroauto unterm Strich unterwegs ist. Denn: Smarte Ladetechnologie macht den Unterschied zwischen gutem Gewissen und echter Wirkung.

E-Auto fahren reicht nicht: Es kommt aufs Laden an Die Entscheidung für ein Elektroauto ist für viele Menschen ein bewusster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Weniger Abgase, weniger Lärm, weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest: Die Umweltbilanz eines Elektroautos steht und fällt mit der Frage, woher der Strom zum Laden kommt.

Der deutsche Strommix ist alles andere als einheitlich. Je nach Tageszeit und Wetterlage variiert der Anteil erneuerbarer Energien erheblich – und damit der CO₂-Fußabdruck jeder geladenen Kilowattstunde. Laut Umweltbundesamt lagen die durchschnittlichen CO₂-Emissionen des deutschen Strommix 2025 bei 344 Gramm pro kWh – doch in Stunden mit viel Wind- und Solarstrom sinkt dieser Wert auf einen Bruchteil davon. Der Unterschied zwischen Netzstrom zum falschen Zeitpunkt und selbst erzeugtem Solarstrom ist dabei erheblich. Wer also zum falschen Zeitpunkt lädt, vergibt einen großen Teil des ökologischen Potenzials seines Fahrzeugs. Das klingt nach ganz schön viel Verantwortung.

Hinzu kommt ein struktureller Aspekt: Die Stromnachfrage durch Elektroautos wächst schnell. Je mehr Fahrzeuge individuell und gleichzeitig ans Netz gehen, desto stärker wird das Stromnetz belastet. Intelligentes, zeitlich gesteuertes Laden als eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist deshalb nicht nur im Interesse des einzelnen Fahrers, sondern ein aktiver Beitrag zur Stabilität des gesamten Energiesystems.

Smart Charging: Automatisch zum grünsten und günstigsten Strom

Die Antwort auf dieses Dilemma liegt im intelligenten Laden. Statt das Fahrzeug einfach ans Netz zu hängen, analysiert eine smarte Wallbox kontinuierlich

den Zustand des Stromnetzes und verschiebt den Ladevorgang automatisch in Zeitfenster, in denen erneuerbare Energien dominieren. Das ist etwa, wenn tagsüber Solaranlagen viel Strom einspeisen oder nachts der Wind besonders stark weht. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Neon Neue Energieökonomik sparen E-Auto-Fahrer, die ihre Ladevorgänge intelligent in Zeiten günstiger Börsenstrompreise verlagern, rund 30 Prozent ihrer Ladestromkosten gegenüber einem klassischen Festpreistarif. In Kombination mit steuerbaren Netzentgelten ist sogar noch deutlich mehr möglich.

Genau hier setzt Ohme an. Als Marktführer in Großbritannien und Irland bringt das Unternehmen die meistinstallierte Heimladelösung – die Ohme Home Pro Wallbox – nun nach Deutschland. Laut unabhängigen Testberichten zählt die Ohme Home Pro zu den intelligentesten Ladegeräten auf dem europäischen Markt.

Die Ohme Home Pro geht dabei einen entscheidenden Schritt weiter: Sie ist direkt mit dem Energiemarkt verbunden und erkennt in Echtzeit, wann der Anteil erneuerbarer Energien im Netz besonders hoch ist. Der Nutzer gibt lediglich an, wann das Fahrzeug vollgeladen sein soll – etwa bis sieben Uhr morgens – und die Wallbox erledigt den Rest. Sie wählt eigenständig die grünsten und günstigsten Ladefenster innerhalb dieses Zeitraums. Das Ergebnis: weniger CO₂, bis zu 30 Prozent niedrigere Stromkosten, ein Fahrzeug, das morgens zuverlässig bereitsteht.

Besonders konsequent wird dieses Prinzip in Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Wer auf dem Dach Solarstrom erzeugt, kann diesen direkt und priorisiert ins Fahrzeug laden. Die intelligente Wallbox erkennt, wann die Anlage überschüssigen Strom produziert, und nutzt genau diesen Zeitraum für den Ladevorgang. Selbst erzeugter, sauberer Strom fährt dann direkt mit, ohne Umwege über das Netz. In Kombination mit einer PV-Anlage können die Ladekosten gegenüber einem normalen Festtarif um 30 bis 50 Prozent sinken – je nach Eigenverbrauchsanteil und Tarif. Das ist die konsequenteste Form nachhaltiger Elektromobilität.

Das Prinzip funktioniert dabei für unterschiedlichste Nutzungsszenarien: vom privaten Fahrzeug über den Firmenwagen, den Arbeitnehmer zuhause laden und dessen Kosten transparent erstattet bekommen, bis hin zu Mehrfamilienhäusern mit geteilter Ladeinfrastruktur.

Installation und der erste Schritt in Richtung mehr Nachhaltigkeit

Der Einstieg in smartes Laden ist einfacher als viele erwarten. Die Ohme Home Pro wird von zertifizierten Elektroinstallateuren schnell und einfach montiert und ist damit innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit. Die Einrichtung erfolgt über eine intuitive App, in der Abfahrtszeiten, Präferenzen und Tarifi nformationen hinterlegt werden können. Ab diesem Moment übernimmt die Wallbox selbständig im Hintergrund, ohne weiteres Zutun.

Die Ohme Home Pro ist mit dynamischen Stromtarifen führender Anbieter kompatibel und unterstützt PVÜberschussladen ohne zusätzliche Hardware. Für Haushalte, die zuhause laden, ist sie damit eine der vollständigsten Lösungen, die heute erhältlich ist.

Fazit

Elektromobilität hat das Potenzial, einen echten Beitrag zur Energiewende zu leisten, jedoch nur, wenn das Laden so intelligent ist wie das Fahrzeug selbst. Wer seinen Strom zum richtigen Zeitpunkt bezieht, Solarenergie vom eigenen Dach nutzt und dabei weder Komfort noch Verlässlichkeit opfert, macht aus dem täglichen Ladevorgang eine nachhaltige Entscheidung. Die Technologie dafür ist verfügbar und bewährt: Hunderttausende Haushalte in Großbritannien und Irland laden bereits so. Jetzt ist Ohme auch in Deutschland.

Unverbindlich Wallbox & Installation anfragen:

Ohme Technologies Ltd., Anne Glomb, Leitung Kommunikation DACH Georgsplatz 1, 20099 Hamburg anne.glomb@ohme-ev.com www.ohme-ev.com

Alternativen zur Wärmepumpe sind

stark begrenzt

EINBLICK

Dr.-Ing. Volker Quaschning ist Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Er sieht den Klimawandel als größte Bedrohung für die Menschheit und warnt vor Populisten, die ihn verharmlosen oder leugnen – und unter anderem auch gegen Wärmepumpen sind.

Text: Katja Deutsch Foto: Valeria Nikitina/unsplash

Herr Dr. Quaschning, Nachhaltigkeit verliert gerade an Bedeutung – trotz der aktuellen Krisen. Verstehen Sie, warum?

Evolutionär bedingt können wir wohl nur mit einer Krise fertigwerden: der Säbelzahntiger vor mir ist wichtiger als der Tsunami am Horizont. Wir reagieren auf kurzfristige Krisen, langfristige verlieren wir aus dem Blick – doch die richtig großen Krisen kommen erst noch auf uns zugerollt.

Reizthema Heizthema: Wie viel Prozent der Gebäude in Deutschland werden derzeit voll oder zumindest teilweise mit Wärmepumpe beheizt?

Wir sind derzeit bei rund sechs Prozent – in Norwegen sind es über 60 Prozent. Damit gehören wir in Europa zu den Schlusslichtern.

Was sind die Argumente gegen den Einbau von Wärmepumpen?

Wir sind ein bisschen in der Populismusfalle. Es gibt immer einige, die versprechen, die Welt werde sich nicht verändern und die Krisen gingen von allein vorbei und dann ist alles wieder wie 1980. Aber das wird nicht passieren. In Dänemark

Dr.-Ing. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin

Kurzfristig wirken

Wärmepumpen teurer in der Installation, langfristig sparen sie jedoch Kosten.

dürfen bereits seit 2013 keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden. Dort wurden klare Entscheidungen getroffen und konsequent umgesetzt.

Würden Sie sagen, klimaneutrales Heizen ist ausschlaggebender als niedriger Stromverbrauch?

Natürlich. Ein niedriger Stromverbrauch hilft uns nicht, wenn der Rest weiterhin mit Öl und Gas läuft. In der Energiewende wird der Stromverbrauch steigen. Deshalb muss dieser zusätzliche Strom aus erneuerbaren Energien kommen.

Wie umweltfreundlich sind alternativ Pellets oder Solarthermie?

Die Alternativen zur Wärmepumpe sind stark begrenzt. Holzheizungen wie Pellets haben nur ein begrenztes Potenzial; die in Deutschland nachwachsende Holzmenge reicht nicht für alle Gebäude. Importe, beispielsweise aus Kanada, wären problematisch. Solarthermie, Fernwärme oder Wasserstoff sind entweder teuer oder nur eingeschränkt skalierbar, wobei Wasserstoff dabei die mit Abstand teuerste Lösung ist.

Deshalb wird es im Wesentlichen auf die Wärmepumpe hinauslaufen, weil sie alle Häuser versorgen kann und im Vergleich zu den klimaneutralen Alternativen noch am günstigsten ist. Technisch ist der Einsatz von Wärmepumpen auch in Altbauten problemlos möglich und vielfach erfolgreich umgesetzt. Kurzfristig wirken Wärmepumpen teurer in der Installation, langfristig sparen sie jedoch Kosten. Trotzdem sehen viele erst nur den Anschaffungspreis, anstatt den Lebenszyklus zu betrachten.

Wie beurteilen Sie das neue Gebäudemodernisierungsgesetz unserer Wirtschaftsministerin Reiche? Das ist eine Katastrophe. Das alte Gesetz

Es gibt immer einige, die versprechen, die Welt werde sich nicht verändern und die Krisen gingen von allein vorbei und dann ist alles wieder wie 1980. Aber das wird nicht passieren.

war gar nicht schlecht, man hätte Details nacharbeiten können. Stattdessen entstand nach langer Diskussion ein Kuddelmuddel, das dem Klimaschutz wenig hilft. Gasheizungen bleiben möglich, werden aber unattraktiv – mit dem Risiko sehr hoher, späterer Kosten. Dieses ständige Hin und Her stärkt Populisten.

Was haben Sie am Schluss noch für einen Tipp für Immobilienbesitzer in Richtung Wärme?

Klimaschutz wird spätestens durch Gerichtsurteile oder neue Hitzewellen von über 40 Grad wieder auf die Tagesordnung kommen. Das Problem verschwindet nicht von selbst. Deshalb bleiben Klima- und Hitzeschutz in Städten wichtig – besonders für eine alternde Gesellschaft. Wärmepumpen bieten dabei den Vorteil, künftig auch kühlen zu können. Gleichzeitig muss die Politik aus Blockade und Populismus herausfinden, denn derzeit wirkt alles wie Realsatire.

Natur schützen, Zukun� sichern:

Warum Biodiversität zum Erfolgsfaktor für Unternehmen wird

Warum wird Biodiversität für Unternehmen immer wichtiger?

Weil der Verlust der biologischen Vielfalt längst kein reines Umweltthema mehr ist. Er bedroht die Grundlagen unseres Wirtschaftens. Mehr als die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung hängt direkt von der Natur ab, etwa von sauberem Wasser, fruchtbaren Böden, Bestäubung oder stabilen Lieferketten. Wenn Ökosysteme unter Druck geraten, wird das schnell zu einem konkreten Geschäftsrisiko.

Woran zeigt sich das schon heute?

An vielen Stellen. Bodenerosion, Wasserknappheit oder der Rückgang bestäubender Insekten sind keine Zukunftsszenarien, sondern wirken sich bereits heute auf Produktion, Rohstoffverfügbarkeit und teils Kosten aus. Das World Economic Forum zählt den Verlust der biologischen Vielfalt und den Zusammenbruch von Ökosystemen deshalb zu den größten globalen Risiken der kommenden Jahre.

Warum reicht klassischer Klimaschutz allein nicht aus?

Viele Unternehmen haben beim Klimamanagement bereits wichtige Schritte gemacht. Das ist bedeutsam, sollte aber um einen Blick auf Biodiversität und die eigene Wirkung und Abhängigkeit ergänzt werden. Denn ohne intakte Natur gibt es keinen wirksamen Klimaschutz, und ohne Klimaschutz geraten Ökosysteme weiter unter Druck. Unternehmen brauchen deshalb integrierte Natur- und Transitionspläne,

die Klima, Biodiversität und Geschäftsstrategie zusammendenken.

Welche Rolle spielen Unternehmen beim Verlust der Biodiversität?

Unternehmen sind in einer doppelten Rolle: Einerseits sind sie auf funktionierende Ökosysteme angewiesen, etwa für Rohstoffe, Wasser oder stabile Lieferketten. Andererseits tragen sie durch Produktion, Flächennutzung und globale Wertschöpfungsketten selbst zum Verlust von Arten und Lebensräumen bei. Genau deshalb müssen sie verstehen, wo sie von Natur abhängig sind, wo sie ihr schaden und wie sie gegensteuern können.

Wie unterstützt der WWF Unternehmen dabei?

Der WWF hilft Unternehmen, Biodiversität als festen Bestandteil ihrer Strategie zu verankern. Dafür stellt er Wissen, Daten, Rahmenwerke und offene Tools bereit und begleitet Unternehmen entlang ihrer Lieferketten. Es geht darum, Risiken sichtbar zu machen, konkrete Transformationspläne zu entwickeln und Maßnahmen nicht nur auf dem Papier, sondern vor Ort umzusetzen.

Wo liegen aktuell die größten Hürden? Viele Unternehmen sind grundsätzlich bereit zu handeln, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Hinzu kommen komplexe Lieferketten, fehlende einheitliche Standards und ein Wettbewerb um knappe Ressourcen. Studien des WWF zeigen zwar, dass das Bewusstsein wächst und erste Schritte gemacht werden. Die Dynamik reicht aber noch nicht aus.

risiken bei Investitionen, Krediten und Bewertungen stärker berücksichtigt werden, kann Geld gezielter in Unternehmen fließen, die langfristig tragfähig wirtschaften. Der Finanzsektor hat deshalb eine Schlüsselrolle bei der Transformation.

Ist Biodiversität also eher Risiko oder Chance?

Beides. Wer die Risiken ignoriert, gefährdet langfristig die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Wer jetzt handelt, kann Lieferketten stabilisieren, Innovationen vorantreiben und sich in wandelnden Märkten besser positionieren. Biodiversität ist kein Bremsklotz, sondern eine Investition in Zukunftsfähigkeit.

Was ist die wichtigste Botschaft an Unternehmen?

Was muss sich konkret ändern?

Unternehmen müssen Belastungen für die Natur vermeiden, unvermeidbare Auswirkungen reduzieren und Ökosysteme aktiv schützen oder wiederherstellen. Entwaldung und die Zerstörung natürlicher Lebensräume müssen konsequent gestoppt werden. Entscheidend ist, Biodiversität nicht als Zusatzaufgabe zu behandeln, sondern als Teil zentraler Geschäftsentscheidungen.

Warum ist auch der Finanzsektor wichtig? Weil Kapitalströme mitentscheiden, welche Geschäftsmodelle Zukunft haben. Wenn Natur-

Abwarten ist keine Option. Die ökologische Realität bleibt bestehen, auch wenn politische Debatten schwanken. Unternehmen, die Natur schützen und ihre Geschäftsmodelle daran ausrichten, sichern nicht nur ökologische Grundlagen, sondern auch ihren eigenen wirtschaftlichen Erfolg.

Foto: Claudi Nir WWF
Silke Düwel-Rieth, Leiterin Wirtscha� & Märkte beim WWF Deutschland
Fragen an Silke Düwel-Rieth, Leiterin Wirtschaft & Märkte beim WWF Deutschland.
Foto: Kathrin Tschirner WWF
Foto: Ralph Frank WWF
„Digitalisierung ist ein Schlüssel zum Erfolg“

GROSSES INTERVIEW

Prof. Dr. Karen Pittel, Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen, über den Prozess von Unternehmen, CO2-Reduktionsziele glaubwürdig und transparent zu gestalten.

Text: Thomas Soltau

Foto: Presse

Frau Prof. Dr. Pittel, wie können Unternehmen sicherstellen, dass ihre CO2-Reduktionsziele glaubwürdig und transparent sind?

Für Unternehmen ist es wichtig, sich Ziele zu setzen, die mit konkreten Zeit- und Handlungsplänen unterfüttert und extern

geprüft werden, um Glaubwürdigkeit zu gewährleisten. Regelmäßige Berichterstattung erhöht zudem die Transparenz. Dazu gehören nicht nur die Entwicklung der Emissionen, sondern auch Investitionen in Emissionsreduktions- und Energieeffizienztechnologien sowie in die Kreislaufwirtschaft.

Wie sind die Unternehmen Ihrer Meinung nach aktuell aufgestellt?

Große Unternehmen sind oft besser aufgestellt als kleine, da sie mehr Personal und Kapazitäten für die Berichterstattung haben. Trotzdem gibt es selbst bei großen Unternehmen noch viel Potenzial zur Verbesserung. Besonders schwierig ist oft die Berichterstattung über Scope 3-Emissionen, also die Emissionen aus

der Lieferkette. Scope 1- und 2-Emissionen aus direkten Quellen und eingekaufter Energie sind wesentlich einfacher erfassbar. Es gibt verschiedene Ansätze und Standards zur Berechnung von Emissionen, genauso wie unterschiedliche regulatorische Anforderungen und Berichterstattungsstandards. Der Druck durch Berichterstattungspflichten und Investoren steigt jedoch stetig, was zu einer sukzessiven Verbesserung führt.

Was sind geeignete Methoden, mit denen man die Fortschritte bei Unternehmen am besten messen kann? Es gibt Initiativen wie die ESG-Berichterstattung und die Science Based Targets-Initiative (SBTi). Die ESGBerichterstattung umfasst Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien, allerdings fehlt es oft an Standardisierung, was die Vergleichbarkeit erschwert. Die SBTi unterstützt Unternehmen dabei, Emissionsreduktionsziele zu formulieren, die – und das ist für Unternehmen attraktiv – den Anspruch erheben, mit dem 1,5-Grad-Ziel kompatibel zu sein. Sie bietet branchenspezifische Indikatoren und Unterstützung bei der Berichterstattung über Scope 1-, 2- und 3-Emissionen.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Unternehmen bei der Umsetzung von Emissionsreduktionsmaßnahmen?

Eine große Herausforderung ist die unterschiedliche Ausgestaltung der Berichterstattungspflichten in verschiedenen Ländern, was besonders für global agierende Unternehmen problematisch ist. Intern müssen Unternehmen Prozesse und Kulturen entwickeln, die Emissionsreduktionen fördern. Zudem sind die notwendigen Investitionen oft kapitalintensiv und erfordern verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Welche Technologien stehen im Mittelpunkt, um nachhaltige Energieund Ressourcennutzung zu fördern?

Der Ausbau und Einsatz erneuerbarer Energien ist essenziell, genauso wie die Entwicklung effizienter Speicherlösungen.

Wasserstoff kann als Energiespeicher dienen und ist besonders wichtig, wenn er aus erneuerbaren Quellen stammt. Zudem muss die Kreislaufwirtschaft weiter ausgebaut werden, um den Verbrauch natürlicher Ressourcen zu minimieren und die Umweltbelastung zu verringern. Batterien als Speicherlösungen sind ebenfalls bedeutend, wobei wir hier auch auf die nachhaltige Beschaffung und Entsorgung achten müssen.

Wie wichtig ist die Digitalisierung bei der Umsetzung dieser nachhaltigen Strategien?

Digitalisierung ist ein Schlüssel zur Nachverfolgbarkeit und Effizienzsteigerung in Unternehmen. Durch digitale Prozesse können Emissionen genauer gemessen, gemanagt und auch vermieden werden. Dies ist besonders wichtig, um langfristige und nachhaltige Reduktionsziele zu erreichen.

Welche Maßnahmen wünschen Sie sich von der Politik, um Unternehmen beim Klimaschutz zu unterstützen?

Die Politik sollte den Bürokratieabbau und die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren weiter vorantreiben. Es ist wichtig, dass Unternehmen nicht jahrelang auf Genehmigungen oder Förderbescheide warten müssen, sei es für Windparks oder Wasserstoffprojekte. Zudem sollten Emissionen verteuert werden, um schmutzige Alternativen unattraktiv zu machen. Ohne solch verlässliche Planungsgrundlagen bleibt unklar, welche Investitionen und Innovationen sich für Unternehmen rechnen werden. Natürlich müssen wir dabei auch den internationalen Kontext im Auge behalten, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.

Fakten „Ich reise gerne und habe Freude am Kennenlernen der Natur und Kultur in anderen Ländern, kann mich aber ebenso an den Bergen vor unserer Münchner Haustür erfreuen. Außerdem liebe ich gutes Essen, bin aber selbst leider kein begnadeter Koch.“

Diese Fläche dient der zusätzlichen Aufmerksamkeit.

Dieser sympathische Vergleich soll zeigen, wie chaotisch ESGManagement in Excel sein kann.

Seien Sie smart und digitalisieren Sie Ihr Nachhaltigkeitsmanagement mit der Envoria Software

Normalerweise könnten Sie hier klicken, ist aber Zeitung. Also bitte googeln!

PROF. DR. KAREN PITTEL
ANZEIGE

Nachhaltigkeit wird häufig über Verzicht definiert: weniger Emissionen, weniger Ressourcenverbrauch, weniger Energieeinsatz. Doch die eigentliche Herausforderung und das zentrale Spannungsfeld unserer Zeit ist eine andere. Wie gelingt es uns, komplexe hochdynamische Systeme so zu steuern, dass Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz gleichzeitig erreicht werden? Stromnetze müssen volatile erneuerbare Energien integrieren. Produktionsanlagen stehen unter wachsendem Kosten- und Regulierungsdruck. Wasser-, Energie- und Lieferketteninfrastrukturen reagieren sensibel auf Klimarisiken, geopolitische Unsicherheiten und steigende Komplexität. Nachhaltigkeit wird damit zunehmend zu einer herausfordernden Steuerungs- und Optimierungsaufgabe mit sehr vielen wechselwirkenden Freiheitsgraden.

Genau solche komplexen Systeme beschreibt die moderne Physik seit Jahrzehnten mithilfe mathematischer Modelle, Simulationen und fundamentaler Naturgesetze, die sich selbst auf das Universum als Ganzes anwenden lassen. Das Ergebnis: ein kosmologisches Standardmodell mit wenigen Parametern, das die Entwicklung und Strukturen des Kosmos mit erstaunlicher Präzision beschreibt. Einer der fundamentalen Erkenntnisdurchbrüche war die datenbasierte Messung der sogenannten Dunklen Energie, in der Astrophysik als Omega-Lambda (Ω Λ) bezeichnet, deren Erforschung 2011 mit dem Nobelpreis für Physik gewürdigt wurde. Was lange Zeit Grundlagenforschung war, wird heute zunehmend zur wirtschaftlichen Notwendigkeit. Denn Unternehmen und Infrastrukturbetreiber stehen vor derselben Kernfrage: Wie lassen sich komplexe Zusammenhänge besser verstehen, Entwicklungen zuverlässiger prognostizieren und Ressourcen intelligenter einsetzen? Genau hier setzen wir bei OmegaLambdaTec an. Wir verbinden Physik, Simulationen und Künstliche Intelligenz zu einem Ansatz, den wir „First Principles AI“ nennen.

Der Code der Nachhaltigkeit

Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Methoden aus der Spitzenforschung in reale branchenübergreifende Nachhaltigkeitslösungen zu überführen. Der entscheidende Unterschied: rein datengetriebene KI-Systeme liefern intransparente Black Box Ergebnisse. In kritischen Infrastrukturen und fehlerintoleranten Systemen reicht das nicht aus. Entscheidungen müssen nachvollziehbar, belastbar und unter realen Bedingungen verlässlich sein. Deshalb kombinieren wir moderne KI mit physikalischen Modellen und simulationsgestützten Verfahren. So entstehen Lösungen, die komplexe Systeme nicht nur analysieren, sondern deren Verhalten prognostizierbar und optimierbar machen.

Wie relevant dieser Ansatz bereits heute ist, zeigen konkrete Anwendungen:

• Die Berliner Wasserbetriebe simulieren langfristige Szenarien für eine klimasensible, zukunftsfähige und sichere Wasserversorgung.

• Der Anlagenbauer GEA optimiert wasserintensive Produktionsprozesse und reduziert den Ressourcenverbrauch.

• Gemeinsam mit der BMW Group wird an KI-gestützten Verfahren zur Qualitätssicherung geforscht, die das Potenzial zur Reduktion von Ausschussquoten aufweisen.

• Der Landmaschinenhersteller AGCO kann mit dem Multi-Routen-Optimierer selbst komplexe Ernteprozesse mit vielen beteiligten Maschinen ressourcenoptimiert orchestrieren.

• Der Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW simuliert bereits heute verschiedene Netzsituationen bis 2045, um den Aus- und Umbau des Stromnetzes sowie die Integration erneuerbarer Energien effi zient planen und optimieren zu können.

• Die Netzgesellschaft Niederrhein konnte mithilfe der Lösung GRYDNOVA die prognostizierten Kosten für den Ausbau ihres Verteilnetzes um bis zu 90 Prozent reduzieren – ein enormes Einsparpotenzial.

Diese Praxisbeispiele verdeutlichen, worum es bei nachhaltiger Transformation zunehmend geht: nicht um den Gegensatz von Ökologie und Ökonomie, sondern um deren intelligente Verbindung. Nachhaltigkeit wird damit vom regulatorischen Pflichtprogramm zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Gerade darin liegt aus unserer Sicht eine große Chance für Deutschland und Europa. Wissenschaftliche Exzellenz, industrielle Erfahrung und technologisches Know-how sind vorhanden. Entscheidend wird nun sein, daraus schneller skalierbare Lösungen mit messbarer Wirkung zu entwickeln. Genau daran arbeiten wir bei OmegaLambdaTec tagtäglich. Mit einem interdisziplinären Team aus forschungserfahrenen Astrophysikern, Physikern, Mathematikern und KIExperten entwickeln wir simulations- und KI-gestützte Optimierungslösungen für Energie, Industrie und kritische Systeme. Nicht als Selbstzweck, sondern als wichtiger Beitrag zu einer Wirtschaft, die nachhaltiger, resilienter und zugleich wettbewerbsfähiger wird.

Wir bei OmegaLambdaTec verstehen uns als Brückenbauer zwischen wissenschaftlicher Grundlagenentwicklung und praktischer wertschöpfender Umsetzung – und als Beispiel dafür, wie DeepTech „Made in Germany“ einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Zukunft leisten kann. Denn die Zukunft der Nachhaltigkeit entscheidet sich nicht allein an neuen Energiequellen oder politischen Zielsetzungen. Sie entscheidet sich an unserer Fähigkeit, die Komplexität der realen Welt intelligent zu beherrschen.

Mehr Info über www.omegalambdatec.com

Kreislauf schlägt Einweg

RESSOURCENSCHONUNG

Wegwerfen war gestern. Wer heute klug recycelt, spart Kosten, stärkt die Marke – und kreist sich ganz nach oben im Wettbewerb.

Text: Thomas Soltau Foto: Homa Appliances/unsplash

Die Kreislaufwirtschaft ist kein romantisches Öko-Ideal, sondern ein handfestes Geschäftsmodell. Ihr Prinzip: Rohstoffe und Produkte bleiben so lange wie möglich im Umlauf – durch Wiederverwendung, Reparatur, Refurbishment oder Recycling. Alles beginnt beim Design: Produkte werden modular, reparierbar und langlebig. Unternehmen entwickeln Materialien, die sich leicht trennen lassen, Geräte, die sich öffnen lassen, und Prozesse, die Rücknahme statt Wegwerf-Logik ermöglichen. Wer das richtig macht, senkt nicht nur Entsorgungskosten, sondern spart bares Geld bei der Beschaffung – und reduziert zusätzlich das Risiko bei schwankenden Rohstoffpreisen.

Im Maschinenbau entstehen neue Servicekonzepte rund um Mietgeräte, im Handel wird retourniertes Inventar wiederaufbereitet, in der IT laufen Altgeräte nach dem Reset eine zweite Runde. Digitale Produktpässe, KI-gestützte Sortieranlagen und smarte Rücknahmesysteme machen das Modell effizienter. Inzwischen setzen auch Baukonzerne auf modulare Elemente, die sich nach Projektende zerlegen und

wiederverwenden lassen – eine Art Tetris für Fortgeschrittene. Die EU fördert die Entwicklung mit gezielten Programmen. Auch die Schweiz und Österreich setzen auf Ressourcenschonung durch Regulatorik und Anreize – etwa durch steuerliche Vorteile, öffentliche Fördermittel oder Ausschreibungsboni. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigen die Zahlen: Unternehmen mit zirkulären Geschäftsmodellen sind nachweislich erfolgreicher. Sie profitieren von stabileren Rohstoffkosten, zusätzlichem Serviceumsatz und einem Imageplus beim Kunden. Reparaturangebote und Rücknahmegarantien erschließen neue Zielgruppen. Vor allem aber: Wer früh auf Kreislauf setzt, sichert sich Innovationsvorsprung – und senkt langfristig seine Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Kreislauf heißt nicht Rückschritt, sondern Zukunft mit Mehrwert.

Ein Best Case aus der Industrie: Ein Anlagenbauer führte ein Leasingmodell für Produktionsmaschinen ein. Nach Ablauf der Mietzeit werden die Geräte zurückgenommen, generalüberholt und erneut vermietet – zu 80 Prozent des Neupreises.

Die Kunden sparen Investitionen, das Unternehmen Ressourcen – und das Gerät wird zum Umsatzträger auf Zeit. In der Textilbranche entstehen Kollektionen, deren Fasern rückstandsfrei recycelt werden können. Verpackungshersteller setzen auf Kunststoffrezyklate, die mehrfach einsetzbar sind. Aus Müll wird Material, aus Aufwand wird Gewinn. Politisch wird Kreislaufwirtschaft längst als industrieller Hebel verstanden. Kreislaufwirtschaft wird deshalb allgemein als zentraler Baustein einer ressourcenschonenden, resilienten Industrie gesehen. Kreislaufwirtschaft funktioniert – vorausgesetzt, man lässt sie endlich kreisen.

Wachstumsmotor Nachhaltigkeit

Die Zukunft erfordert Geschäftsmodelle, die ökologische Wirkung mit industrieller Skalierbarkeit verbinden. Noch betrachten Unternehmen Nachhaltigkeit oft branchenübergreifend als regulatorische Herausforderung, dabei bietet sie wirtschaftlich eine echte Chance. Funktionierende Recycling- und Rücknahmesysteme gewinnen zunehmend an strategischer Bedeutung. Im Zusammenspiel von Recycling- und Aufbereitungstechnologien, Rohstoffkreisläufen und energieeffizienten Prozesslösungen wird Nachhaltigkeit zur Grundlage moderner Wettbewerbsfähigkeit.

Zukunftsfähige Verbindung: ökologische Anforderungen und industrielle Qualität „Nachhaltigkeit darf nicht isoliert gedacht werden“, sagt Kai Hoyer, Gründer der 23 Oaks Gruppe. „Sie ist integraler Bestandteil von Produktion, Technologie, Infrastruktur und Unternehmensstrategie.“ Die 23 Oaks Investments GmbH steht für eine neue Generation mittelständischer Industrieholdings in Deutschland: technologieorientiert, international aufgestellt und mit einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und industrielle Zukunftsfähigkeit. Sie positioniert sich als aktiver Treiber der nachhaltigen Transformation in Europa. Sie setzt industrielle Lösungen mit hoher technologischer Tiefe und nachhaltigem Mehrwert für Unternehmen und Märkte um. Durch Zugang zu technischem Know-how, internationalen Märkten und industrieller Umsetzungskompetenz kann sie für sowohl geschlossene Kreisläufe als auch angegliederte Stationen entlang einer bestehenden kreislaufwirtschaftlichen Wertschöpfungskette entwickeln und realisieren. In der Summe ihrer Beteiligungen stellt die Gruppe selbst einen idealtypischen Kreislauf dar.

Idealtypischer Kreislauf: One-Stop-Shop für Nachhaltigkeit

Die 23 Oaks-Tochter „Source One“ ist auf nachhaltige Rohstoffströme und industrielle Recyclinglösungen spezialisiert. Sie setzt die Rückführung wertvoller Materialien in den Wirtschaftskreislauf um. Ihr Ziel ist es, Sekundärrohstoffe als gleichwertige Ressource der Zukunft zu etablieren. Ihre Unternehmensschwester „Source One Plastics“ fokussiert moderne Kunststoffaufbereitung und hochwertige Recyclingprozesse. Sie setzt auf technologische Prozessoptimierung und die konsequente Weiterentwicklung mechanischer Recyclingverfahren.

Die 23 Oaks-Beteiligungen „Meyer Deutschland“ und „Meyer Iberia“ begleiten die Recyclingindustrie, die Lebensmittelwirtschaft und die Rohstoffverarbeitung mit starken Sortier-, Aufbereitungs- und Prozesslösungen, insbesondere bei der Automatisierung und Effizienzsteigerung ihrer Anlagen. Moderne Sensorik, KI-gestützte Sortiersysteme und datenbasierte Prozesssteuerungen helfen dabei, Materialverluste zu minimieren, Energieeinsätze zu reduzieren und die Qualität von Recyclingströmen deutlich zu erhöhen.

Die 23 Oaks-Tochter „Aeronext“ rundet den Kreislauf ab. Industrielle Luftund Filtertechnik ist eine Schlüsseltechnologie für nachhaltige Produktionsprozesse frei von Stäuben, Emissionen und thermische Lasten.

„Nachhaltigkeit bedeutet Fortschritt“, sagt Kai Hoyer. „Unser Ziel ist es, industrielle Wertschöpfung mit technologischer Innovation und echter Ressourceneffizienz zu verbinden – wirtschaftlich und ökologisch generationenübergreifend attraktiv.“

www.23oaks-invest.com

Kai Hoyer, Gründer der 23 Oaks Gruppe

VORREITER FÜR NACHHALTIGKEIT UND INNOVATION

DASS NACHHALTIGKEIT EIN ZENTRALER WETTBEWERBSFAKTOR UND INNOVATIONSMOTOR IST, BEWEIST GLOBAL PLAYER HEINZ-GLAS TÄGLICH AUFS NEUE MIT SEINEN PREISGEKRÖNTEN PRODUKTEN.

In einer Welt, die zunehmend von Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit geprägt ist, rückt die Bedeutung umweltfreundlicher Verpackungslösungen immer stärker in den Fokus. Ein Verpackungsmaterial mit vorbildlichem ökologischem Fußabdruck ist Glas: Das Material kann ohne Qualitätsverlust unendlich oft recycelt werden und ermöglicht dadurch eine beispiellose Kreislaufwirtschaft, die Ressourcen schont und Abfall minimiert. Auch für die Konsumenten sind Glasverpackungen eine saubere und sichere Wahl, da sie keine schädlichen Chemikalien enthalten, die auf den Inhalt übergehen könnten.

Seit 1523 arbeitet die Glasmacher-Familie Heinz bereits mit diesem Material und ist durch die beeindruckende Verbindung von Traditionsbewusstsein und zukunftsweisender Nachhaltigkeitstransformation zum Vorreiter für Nachhaltigkeit und Innovation in der Glasindustrie avanciert. 1622 gründete die Familie das Unternehmen HEINZ-GLAS. Als Familienunternehmen mit über 400 Jahren Erfahrung hat der Weltmarktführer in Sachen Produktion und Veredelung von Glasflakons für die Parfum- und Kosmetikindustrie ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept etabliert, das Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz konsequent miteinander verbindet. 2025 wurde das Unternehmen mit weltweit 4.000 Mitarbeitern dafür mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Glas- und Keramikindustrie“ ausgezeichnet.

Hierbei setzt HEINZ-GLAS auf eine enge Verzahnung von Produktinnovation und ökologischer Verantwortung. Mit einem Post-Consumer-Recycled-Anteil von bis zu 30 Prozent trägt das Unternehmen zu einer nachhaltigen Wertschöpfungskette bei. Ergänzt wird diese Strategie durch gezielte Gewichtsreduzierungen und die Entwicklung von Refill- und Reuse-Produkten.

Doch damit hört die ökologische Verantwortung bei HEINZ-GLAS noch lange nicht auf.

Das Unternehmen leistete bereits in den 1970erJahren Pionierarbeit bei der Nutzung elektrischer Schmelzwannen. Heute werden alle Glasschmelzwannen an den deutschen Standorten vollständig mit CO2-freiem Ökostrom betrieben. Eigene Photovoltaikanlagen und die Nutzung von Abwärme belegen darüber hinaus die umfassende und zukunftsorientierte Ausgestaltung der Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Gleichzeitig engagiert sich HEINZ-GLAS in branchenweiten Initiativen wie „Close the Glass Loop“, um gemeinsam mit Partnern die Umweltleistung der gesamten Verpackungswertschöpfungskette zu verbessern.

Schließlich stellt HEINZ-GLAS an sich selbst den Anspruch, das nachhaltigste Unternehmen seiner Branche zu sein – ohne Abstriche bei der Qualität von Glas oder Dekoration zu machen. Dies kann nur durch hohe Innovationskraft gelingen. Dass dieses Zusammenspiel aus Nachhaltigkeit, Design, Funktionalität und Hochwertigkeit gelingt, beweist die weltweite Positionierung von HEINZ-GLAS als einer der führenden Akteure für innovative Verpackungslösungen im Luxussegment. Wie zukunftsweisend diese Ansätze in der Praxis sind, unterstreicht der Standard-Flakon „Primo – Sunset Edition“, der auf der Luxepack New York eine Platzierung unter den Top 3 in der Kategorie „Best Sustainable Product / Solution Design“ erzielte.

Um die langfristige Zukunftsfähigkeit dieser kreislauforientierten Wertschöpfungskette abzusichern, investiert die HEINZ-GLAS Group weiterhin massiv in Nachhaltigkeit und Modernisierung Anfang 2026 wurde für rund 13 Millionen Euro eine neue

vollelektrische, CO2-freie Elektroglas-Schmelzwanne im Werk Kleintettau gebaut. Darüber hinaus arbeitet man mit Hochdruck an der Umstellung weitere Produktionsprozesse auf fossilfreie Energieträger. Dass die hochwertigen und exklusiven Produkte trotz fortschreitender Internationalisierung in aller Welt von den Kunden geschätzt werden, unterstreicht einmal mehr die Rolle von HEINZ-GLAS als Global Player.

Dass Nachhaltigkeit bei HEINZ-GLAS neben der ökologischen und ökonomischen Dimension immer auch eine soziale Komponente hat, zeigt der Fokus auf die eigenen Mitarbeitenden: Für wdie hervorragende Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde das Unternehmen als eines der 20 familienfreundlichsten Unternehmen Bayerns ausgezeichnet. Dieses Engagement wird mit Blick auf die Zukunft konsequent weitergeführt –unter anderem durch die für 2027 geplante Eröffnung eines Betriebskindergartens und durch die Bezuschussung von Kindergartenbeiträgen. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen, interne Umschulungsangebote sowie betriebliches Gesundheitsmanagement und Bonussysteme für Mitarbeitende belegen, dass auch soziale Nachhaltigkeit bei HEINZ-GLAS nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.

„Als Familienunternehmen denken wir in Generationen. Als Glashersteller sind wir in einer energieintensiven Industrie tätig – und genau darin liegt für uns ein großer Hebel, Verantwortung zu übernehmen. Unser Ziel ist es, fossile Energieträger Schritt für Schritt zu ersetzen, den CO2-Ausstoß auf ein Minimum zu reduzieren, Design und Nachhaltigkeit in unseren Produkten zu vereinen und zugleich sichere, gute Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern – für eine grünere, gesündere und lebenswerte Welt“, so Carletta Heinz, CEO & Inhaberin der HEINZ-GLAS Group.

CARLETTA
„Nachhaltiges

NACHHALTIGES BAUEN

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) ist Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Wir haben mit Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB, gesprochen.

Text: Chan Sidki-Lundius Foto: C Dustin/unsplash

Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB

Frau Dr. Lemaitre, wie steht es um die Nachhaltigkeit im Bauwesen?

Das Bild ist sehr heterogen. Viele Unternehmen sind bereits sehr weit und haben Nachhaltigkeit als Kern ihrer Prozesse oder Produkte fest verankert. Andere sind noch am Anfang. Übergeordnet lässt sich aber feststellen, dass das Thema weiterhin an Bedeutung gewinnt und immer selbstverständlicher für viele im Bauen wird – auch wenn aktuell teils ein anderes Bild in der Öffentlichkeit vermittelt wird. Das könnte und müsste bestenfalls sehr viel schneller gehen. Aber der Baubereich ist komplex und in Teilen eher veränderungsresistent, sodass bei manchen Akteuren eher die Herausforderungen als die Chancen gesehen werden.

Was sind denn die größten Herausforderungen, an denen Sie gerade arbeiten?

In Deutschland gibt es eine starke Lobby, die versucht, die Transformation im Bauen in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaschutz auszubremsen. Hier braucht es informierte Entscheidungsträger, etwa in

Bauen gewinnt an Bedeutung“

Kommunen oder Politik, die die Notwendigkeiten und Möglichkeiten des nachhaltigen Bauens richtig einordnen können, um die passenden Anreize zu schaffen, damit das Thema noch mehr in Breite kommt.

Im Mai haben Sie Ihr überarbeitetes Zertifizierungssystem für Neubauten vorgestellt. Worum geht’s da?

Im Ergebnis stellt die Version 2023.2 einen deutlich verschlankten Kriterienkatalog dar, der mehr Wirkung bei weniger Aufwand erzeugt. Außerdem bietet die Version einen leichteren Einstieg in das Thema für Projekte, die sich neu mit Nachhaltigkeit beschäftigen und noch am Anfang des Ambitionslevels stehen, etwa weil es ihnen primär um Fördermöglichkeiten geht.

Die DGNB hat auch einen Kriterienkatalog zur Zertifizierung von Bestandsquartieren veröffentlicht. Das stimmt. Wenn es nur einige wenige Leuchtturmprojekte gibt, die Nachhaltigkeit in allen Details umgesetzt haben, hat das zu wenig Wirkung auf die großen Herausforderungen unserer Zeit wie den Klimaschutz, die Klimaanpassung, die Biodiversität und mehr. Auch der alleinige Fokus auf den Neubau reicht nicht aus. Die größten Hebel liegen in der Transformation des Gebäudebestands. Gleichzeitig liegt in der Quartiersbetrachtung viel Potenzial, um Synergien für mehr Nachhaltigkeit ausschöpfen zu können. Die neue DGNB-Zertifizierung für Bestandsquartiere setzt genau hier an. Die Zertifizierung hilft Bestandshaltern, Kommunen, Sanierungsträgern und Wirtschaftsförderern dabei, den IstZustand ihres Quartiers zu bewerten und eine geeignete Maßnahmenstrategie zu entwickeln, um dieses zukunftssicher zu transformieren.

Viele private Bauherren fragen sich, ob sie sanieren oder neu bauen sollen. Was ist Ihr Rat?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten, da dies abhängig von der bestehenden

Gebäudesubstanz ist. In jedem Fall aber sollte man sich mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, inwieweit der Bestand weiter genutzt werden kann, und die entsprechenden Varianten durchspielen. Aus ökologischer Sicht schneidet der Bestandserhalt mit einer Sanierung fast immer besser ab. Die ökonomischen und soziokulturellen Aspekte sollten aber auch in die Betrachtung mit einfließen. Schließlich soll das Haus ja dauerhaft bezahlbar bleiben und die Bewohnenden sollen im Gebäude gesund bleiben und sich wohl fühlen können.

Gerade wurden die Sieger der Sustainability Challenge 2026 gekürt. Was sind Ihre Eindrücke von der Veranstaltung?

Die Innovationskraft der Branche ist und bleibt hoch in puncto Nachhaltigkeit. Es gibt viele wertvolle neue Ansätze und Lösungen, die das Potenzial haben, das Bauen an sich weiter zu verbessern. Mit der klimaneutralen Transformation der denkmalgestützten Speicherstadt in Hamburg gab es ein Projekt, das gleich drei Preise gewinnen konnte. Lösungen rund um den Baustoff Lehm waren mehrfach unter den Finalisten und Gewinnern. Aber auch zu Themen wie der Wasserbilanzsteuerung oder dem ressourcenschonenden Einsatz traditioneller Baustoffe gab es tolle Unternehmen und Projekte.

Kai Hoyer, Gesellschafter der 23 Oaks Gruppe

Rohstoffe mehrfach nutzen und Abhängigkeit reduzieren

Kai Hoyer ist Gesellschafter der 23 Oaks Gruppe, die auf Kreislaufwirtschaft spezialisiert ist.

Text: Hauke Brost Foto: Presse

Herr Hoyer, warum ist Kreislaufwirtschaft einer der wichtigsten Wachstumsmärkte? Europa verfügt über begrenzte Rohstoff-Ressourcen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Versorgungssicherheit und Klimaschutz. Wer Rohstoffe mehrfach nutzt, reduziert Abhängigkeiten und schafft neue Wertschöpfung.

Wie können Sie dabei helfen? Unsere Aufgabe ist es, Technologien, Unternehmen und Menschen zusammenzubringen, die Nachhaltigkeit wirtschaftlich erfolgreich machen. Mit unseren Beteiligungen verbinden wir unterschiedliche Kompetenzen entlang der industriellen Wertschöpfungsketten. Dadurch entstehen Synergien, die über eine reine Finanzbeteiligung hinaus gehen.

Wo sehen Sie die 23 Oaks Gruppe im Jahr 2030? Wir wollen eine der führenden europäischen Industriegruppen für Kreislaufwirtschaft, Recyclingtechnologie, Sortierlösungen und nachhaltige Infrastruktur werden. Es geht dabei nicht allein um Wachstum, sondern darum, einen positiven Beitrag für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu leisten.

ADVERTORIAL

NACHHALTIGKEIT ALS WETTBEWERBSFAKTOR: WIE RESSOURCENSCHONUNG ZUKUNFT SICHERT

Steigende Energiepreise, wachsende Klimaschutzanforderungen und die zunehmende Bedeutung nachhaltiger Lieferketten stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Nachhaltigkeit ist dabei längst mehr als ein Umwelt- oder Imagefaktor. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor und Innovationsmotor. Unternehmen, die ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Handeln verbinden, stärken ihre Zukunftsfähigkeit, erhöhen ihre Versorgungssicherheit und schaffen langfristige Wettbewerbsvorteile. Wie dies in der Praxis gelingen kann, zeigt die Firmengruppe MANN mit ihrem ganzheitlichen Nachhaltigkeits- und Ressourcenkonzept.

Ressourcenschonung beginnt bei der Firmengruppe MANN bereits beim Rohstoffeinsatz. Nach dem Prinzip „stoffliche vor energetische Nutzung“ wird Holz zunächst zu Schnittholz verarbeitet. Sägenebenprodukte werden zu Pellets veredelt, aus Rinde entsteht Rindenmulch und verbleibende Reststoffe dienen der erneuerbaren Energieerzeugung. Ergänzt durch die Nutzung von Landschaftspflegeschnitt und Altholz entsteht ein nahezu geschlossener Rohstoff- und Energiekreislauf, der Abfälle reduziert und fossile Energieträger ersetzt. Parallel dazu setzt das Unternehmen auf eine weit-

gehend eigenständige Versorgung mit erneuerbaren Energien. Windkraft, Photovoltaik und Biomasse bilden die Grundlage eines intelligenten Energiesystems. Moderne Batteriespeicher und ein digitales Energiemanagement sorgen dafür, dass Erzeugung, Speicherung und Verbrauch optimal aufeinander abgestimmt werden. Überschüssige Energie wird gespeichert und bei Bedarf wieder genutzt, Lastspitzen werden reduziert und die Eigenversorgung erhöht. Mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 9,5 GWh kann der Standort seinen Energiebedarf bilanziell vollständig selbst decken. Zur Ressourcenschonung trägt auch die Nutzung der bei der Stromerzeugung entstehenden Wärme für den Produktionsprozess von Holzpellets bei. Die gekoppelte Nutzung von Strom und Wärme steigert die Energieeffizienz erheblich und sorgt dafür, dass möglichst wenig Energie ungenutzt verloren geht. Ergänzt wird das Konzept durch eine konsequente Elektrifizierung der Mobilität. Ein großer Teil des Fuhrparks besteht bereits aus vollelektrischen Pkw und Lkw, die überwiegend mit selbst erzeugtem Ökostrom betrieben werden. Die Erfahrungen aus diesem nachhaltigen Energiekonzept fließen über MANN Strom auch in bundesweite Stromtarife, Ladelösungen und Ladekarten für Privat- und Gewerbekunden ein. Das Beispiel der Firmengruppe MANN zeigt, dass Nachhaltigkeit dann erfolgreich

ist, wenn sie als strategischer Bestandteil des Geschäftsmodells verstanden wird. Die Verbindung von Ressourceneffizienz, erneuerbaren Energien, nachhaltiger Mobilität und regionaler Wertschöpfung zeigt, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg langfristig Hand in Hand gehen können.

Mehr Info unter: www.mann-energie.de

Wir bauen, als wären Ressourcen unbegrenzt –das ist der eigentliche Fehler

Nachhaltigkeit scheitert im Bau selten an der Technik – sondern an der Planung.

Rohstoffe werden knapper, Energie teurer – und dennoch wird im Bau oft geplant, als hätte sich nichts verändert. Die Herstellung von Beton, Stahl oder Dämmstoffen ist energieintensiv und zunehmend kostenrelevant. Trotzdem orientiert sich die Planung vielfach noch immer an bewährten Bauweisen, die nicht zwingend den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Die Idee: Nachhaltiger bauen Bei der FUTURA Fundament-

systeme GmbH steht eine zentrale Frage im Fokus: Wie lässt sich ressourcenschonend bauen, ohne Qualität, Funktionalität oder Wirtschaftlichkeit zu verlieren? Die Antwort beginnt im Fundament. Hier wird entschieden, wie viele Materialien eingesetzt werden, wie effizient ein Gebäude betrieben werden kann und wie flexibel es bleibt.

Präzision in Konstruktion und Planung Der Ansatz der FUTURA Fundamentsysteme GmbH verbindet Baukonstruk-

tion und Planung. Die EnergieSpar-Bodenplatte bündelt mehrere Funktionen und reduziert Bauteile. Gleichzeitig erfolgt die statische Auslegung projektspezifisch, abgestimmt auf Nutzung und Lasten. Planung, Konstruktion und Umsetzung greifen ineinander. Schnittstellen werden reduziert und Risiken minimiert.

Weniger Material, effizienter Einsatz In vielen Fällen kann bei der Wahl einer FUTURA EnergieSpar-Bodenplatte auf Streifenfundamente verzichtet werden, während durch die Baukonstruktion der Estrich vollständig entfällt.

Damit wird nicht nur Material gespart; deutliche Vereinfachungen des Tiefbaus und schnellere Trocknungszeiten verkürzen die Bauzeit.

Am Beispiel eines Gebäudes mit 100 m² zeigt sich das Potential: rund 20 m³ Beton (≈ 3 LKW-Ladungen), 370 kg Stahl und damit etwa 6 Tonnen CO2 können eingespart werden.

Energie, wo sie gebraucht wird

Auch im Betrieb entstehen Effizienzgewinne. Statt Wärme unter der Gebäudedecke zu verlieren, wird sie über integrierte Flächenheizung direkt im

ADVERTORIAL

Nutzbereich abgegeben. Der Beton dient als Wärmespeicher, was den Energiebedarf senkt und für ein gleichmäßiges Raumklima sorgt.

Nachhaltigkeit im Bestand Im Bestand konzentriert sich die FUTURA Fundamentsysteme GmbH auf Maßnahmen im Erdgeschossbau, hierdurch lassen sich Gebäude energieeffizienter betreiben und an neue Anforderungen anpassen.

Der entscheidende Unterschied Nachhaltigkeit zeigt sich nicht nur in der Wahl der Materialien, sondern in der Planung. Wie präzise wird der Bedarf erfasst? Wie gut sind Konstruktion und Nutzung aufeinander abgestimmt?

Die Antworten darauf entscheiden über die ökologische und wirtschaftliche Qualität des Gebäudes und damit seine Zukunftsfähigkeit. Wesentlich hierfür: das Fundament.

www.futura-energiesparen.de

Erdbeben Venezuela

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela erschüttert.

Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe – mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Notunterkünften und medizinischer Versorgung.

Helfen Sie den Menschen jetzt – mit Ihrer Spende!

Aktion-Deutschland-Hilft.de

Bündnis der Hilfsorganisationen

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook