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Analyse: Life Science #18

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EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON EUROPEAN MEDIA PARTNER

MAI 2019 | NR.18

Life Science

ANALYSE

CONTENT WITH A PURPOSE

analysedeutschland.de

Gentherapie:

Gentherapie – Ethik und Erfolgschancen

In den vergangenen Jahren gab es große Erfolge beim Einsatz der Gentherapie gegen Krebs und andere Krankheiten. Doch es gibt noch viele Probleme. Wenn Toni Cathomen auf das Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass Krebs-Erkrankungen in zehn bis 20 Jahren besiegbar seien, angesprochen wird, reagiert er zurückhaltend. „Solche Aussagen halte ich für gefährlich, denn sie schüren Hoffnungen, die wir nicht erfüllen können“, sagt der Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie am Universitätsklinikum Freiburg und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Gentherapie. Seite 11

Lesen Sie weitere interessante Artikel auf analysedeutschland.de Digitalisierung:

Robotik in der Medizin

Das maschinelle Lernen ist in der Medizin ein wichtiges Thema, denn vielfach geht es gerade in der robotischen Assistenz und roboter-gestützten Rehabilitation um die Frage, wie sich unsere Gedanken für die Interaktion mit Robotern nutzen lassen. In ihren Überlegungen befassen sich Wissenschaftler unter anderem mit Exoskeletten in der Rehabilitationsrobotik. Ein Interview mit Dr. rer. nat Elsa Andrea Kirchner, Teamleiterin Nachhaltige Interaktion & Lernen beim DFKI Robotics Innovation Center in Bremen. Seite 5

PROF. DR. BURKERT PIESKE KARDIOLOGE

„Das Herz ist das lebenswichtigste Organ des Menschen“ Lesen Sie mehr auf Seite 6 Sonderpublikation in Die Welt am 08. Mai 2019

Zukunft:

Veranstaltungen:

Intuitiv gesteuerte Prothesen sind keine Utopie mehr. Experten beantworten Fragen zu ihren Forschungs- und Entwicklungsergebnissen und erklären Begrifflichkeiten wie myoelektrischen Prothesen und sensorischem Feedback. Seite 10

In diesem Jahr finden mit der Labsupply, Bio Europe und Labvolution einige hochrangige Veranstaltungen in dem Bereich Life Science statt. Erfahren Sie in unserer Analyse. Life Science welche interessanten Programme und hochkarätigen Experten auf den Messen anzutreffen sein werden. Ein Besuch der Messen wird sich lohnen! Seite 8

Selbstlernende Steuerung

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Am Puls der Zeit. Mit maßgeschneiderten Inhouse Trainings.

Treffpunkte für Experten und Interessierte

Über 20 Jahre Erfahrung in Training und Weiterbildung für die Life Science Industrie. › Zulassung, Recht, Qualitätsmanagement, Market Access, uvm. › Digitale Strategien und Führung › Modernes und agiles Projektmanagement


Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

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CONTENT WITH A PURPOSE

EINLEITUNG – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE EXPERTEN DER KAMPAGNE

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ANALYSE.

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Foto:

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INHALT

Foto:

Toni Cathomen, Gentherapie-Experte

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Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen! s se

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Jedes Jahr erkranken circa eine halbe Million Patienten in Deutschland an Krankenhausinfektionen, davon wären etwa 80.000 bis 180.000 Infekte und 1.500 bis 4.500 Todesfälle vermeidbar. Erfahren

In Form von hochinteressanten, informativen und thematisch intensiv ausgearbeiteten Fachartikeln können Sie sich einen tiefen Einblick hinter die einzelnen Thematiken verschaffen.

Ich empfehle Ihnen das Vorwort auf Seite 4 mit Roland Rad, der über personalisierte Krebstherapie spricht. Can Busowietz, Campaign Manager

Sie in unserer Kampagne, welche Chancen die Gentherapie birgt und wie die Digitalisierung auch in die Labore Einzug hält und den Labormitarbeiter unterstützt. sse fot

European Media Partner präsentiert die Kampagne Analyse. Life Science. In dieser Ausgabe informieren wir über die neusten Techniken und Informationen aus dem Bereich Life Science. Es werden interessante Fragen zu aktuellen Themen und Trends beantwortet.

Prof. Dr. Burkert Pieske, Kardiologe

CAN EMPFIEHLT!

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Elsa Andrea Kirchner, Teamleiterin Nachhaltige Interaktion & Lernen beim DFKI Robotics Innovation Center in Bremen

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Vorwort – Roland Rad

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Robotik in der Medizin

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Titelstory – Prof. Dr. Burkert Pieske

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Veranstaltungen 2019

10 Expertenmeinungen 11 Gentherapie

ANALYSE. Campaign Manager: Can Busowietz can.busowietz@europeanmediapartner.com

ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

EXKLUSIVE WEBINHALTE

DIGITAL CONTENT BELIEBTE ARTIKEL AUF ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Foto: www.christianschwier.de/2018

Die Verunreinigung von Medizinprodukten spielt in Kliniken und in fachärztlichen Praxen eine große Rolle, denn kontaminierte Geräte können nicht nur beim Patienten Infektionen hervorrufen.

Folgen Sie uns:

Durch die zusätzlichen Infektionen neben der Grunderkrankung, können schwere Folgeschäden ausgelöst werden, lebensbedrohlich sein und auch zum Tod führen. Sie zu erkennen und zu bekämpfen gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.

Wundheilung – lernen vom Axolotl?

Immer öfter machen die Forscher erstaunliche Entdeckungen. So untersuchte die Medizinische Hochschule in Hannover den kleinen Lurch namens Axolotl und stieß auf ein neues Enzym. Foto: Fotolia

Krankenhausinfektionen belasten Patienten und Gesundheitssystem

@europeanmediapartnerdeutschland

Titelbilder:

Distribution: Druck:

Nicole Bitkin Mats Gylldorff Aileen Reese Alicia Steinbrück Frank Tetzel, Chan Sidki-Lundius, Armin Fuhrer Wiebke Peitz Pressefoto Schedl BioEurope/Kopenhagen Die Welt Gesamt, Mai 2019 Axel Springer SE

Die Kampagnenseite enthält eine tiefere Analyse und längere Artikel und Interviews. CONTENT WITH A PURPOSE

Foto: Santypan

Entscheidender Punkt in der Hygiene: Die Aufbereitung von Medizinprodukten

Verpassen Sie keine Filme auf der Kampagnenseite.

Geschäftsführer: Chief Content Officer: Art Director: Editor: Text:

European Media Partner Deutschland GmbH Neuer Wall 59 | DE-20354 Hamburg Tel.: +49 40 87 407 400 Email: info@europeanmediapartner.com www.europeanmediapartner.com

analysedeutschland.de

Recyclen oder weiterreichen!

European Media Partner sind Spezialisten im Content-Marketing. Durch ein hochwertiges redaktionelles Umfeld und eine hohe Verbreitung schaffen wir eine optimale Medienpräsenz auf dem Markt. Wir helfen Unternehmen durch passgenaue Produkte ihre Zielgruppe treffsicher zu erreichen. ANZEIGE


Ihre Experten für erfolgreiches Content-Marketing Wir sind das führende Unternehmen im Content-Marketing für Nischenmärkte. Mit unseren Kampagnen, die unter dem Namen „Analyse“ erscheinen, erreichen wir bereits sechs verschiedene Märkte in Europa. Die Kampagnen werden mit führenden Tageszeitungen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, sowie verschiedenen Partnerplattformen vertrieben.

Seit unserer Gründung im Jahr 2012 sind wir schnell expandiert und haben fünf Büros in ganz Europa, die jeweils über 300 verschiedene Themen betreuen. Wir sind ein junges, schnell wachsendes Unternehmen mit einer Vision und dem Ziel, die europäische Medienlandschaft zu verändern.

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Thalassämie: Eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung des Blutes Thalassämie ist eine Erkrankung, die in der öffentli-

dickten Knochen und Schmerzen. Unbehandelt führt

Therapiemöglichkeit, die eine langfristige Besserung

chen Wahrnehmung in Deutschland kaum eine Rolle

die transfusionsabhängige Thalassämie zum Tod und

verspricht. Diese Therapie ist jedoch aufgrund der

spielt. Dabei zählt diese angeborene, chronische Er-

selbst mit einer Transfusions- und Eisen-Chelat-Thera-

mangelnden Verfügbarkeit von passenden Spendern

krankung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) zu den

pie ist die Lebenserwartung verkürzt.

eingeschränkt und birgt lebensbedrohliche Risiken.

weltweit häufigsten Erbkrankheiten. Der heutige 8.

Auch wird sie im Allgemeinen nur im Kindes- und

Mai ist der Internationale Tag der Thalassämie. Dieser

Wie so häufig bei seltenen Erkrankungen hat auch

nicht im Erwachsenenalter angewendet, da das Ster-

Aktionstag soll Entscheidungsträger weltweit für die

Thalassämie eine genetische Ursache. Das macht sie

blichkeitsrisiko bei erwachsenen Menschen erhöht

Krankheit sensibilisieren und über eine patientenori-

besonders komplex mit Konsequenzen für den gan-

ist. Insgesamt besteht auch heute noch ein hoher,

entierte Behandlung sowie Vorbeugung aufklären.

zen Körper, die eine besondere Herausforderung für

ungedeckter Bedarf an innovativen ursächlichen

Patienten und Ärzte darstellen. Trotz kontinuierlicher

Behandlungsansätzen.

Thalassämie zählt in Europa zu den seltenen Erkran-

wissenschaftlicher Fortschritte sind die Behandlungs-

kungen. Das bedeutet, dass weniger als 1 von 2.000

möglichkeiten bisher überwiegend symptomatisch.

Das Motto des diesjährigen Internationalen Tags

Menschen betroffen sind. Die in der Relation kleine

Nach der heute gängigen Praxis sind viele Patienten

der Thalassämie lautet “Universal access to quality

Zahl der Betroffenen spiegelt jedoch nicht die erheb-

ein Leben lang von Bluttransfusionen abhängig. Diese

thalassaemia healthcare services: Building bridges

lichen Belastungen und Einschränkungen im täglichen

lindern die Symptome der Blutbildungsstörung,

with and for patients”. Damit fordert der Aktionstag

Leben der Erkrankten wieder. Bei den Betroffenen sind

beeinflussen jedoch nicht die Ursache der Krankheit.

eindrücklich, für Thalassämie-Patienten die bestmög-

die roten Blutkörperchen zahlenmäßig verringert, kle-

Die Nebenwirkung von kontinuierlichen Transfusi-

liche Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Das Bild

iner als normal und enthalten weniger roten Blutfarb-

onen ist die Anreicherung von Eisen im Körper, das

des Brückenbauens weist aber auch in die Zukunft.

stoff. Die schwere Ausprägung der Thalassämie, die

nicht ausreichend ausgeschieden werden kann.

Es lässt sich als Aufforderung verstehen, die Bemü-

transfusionsabhängige β-Thalassämie, schränkt den

Die Folgen sind u.a. Diabetes, Probleme mit der

hungen in der Thalassämie-Forschung im Sinne der

Sauerstofftransport im Körper ein und kann gravieren-

Bauchspeicheldrüse, den Hormondrüsen und damit

Patienten zu intensivieren.

de Auswirkungen auf den gesamten Körper zur Folge

der Fertilität und dem Herzen.

haben: Gelbfärbung der Haut, eine vergrößerte Milz

Bei schweren Fällen ist bis dato eine hämatopoe-

oder eine Überaktivität des Knochenmarks mit ver-

tische Stammzelltransplantation (HSZT) die einzige

Beitrag von bluebird bio


Eine unabhängige Kampagne von European Media Partner

LIFE SCIENCE VORWORT – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Foto: Pressefoto

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Roland Rad, Direktor des Instituts für Molekulare Onkologie und Funktionelle Genomik an der TU München

Der Blick in die Zukunft ist optimistisch

D

ie Grundlagenforschung verzeichnet große Erfolge gegen den Krebs. Vor allem die Immuntherapie macht Hoffnung. Aber die Herausforderungen bleiben groß. Krebs verursacht mehr als ein Viertel der Todesfälle in Europa. Diese Zahl lässt kaum erahnen, dass die Krebsmedizin gegenwärtig beachtliche Erfolge erzielt und als Folge dessen eine Entwicklung eingeschlagen hat, die weitläufig unter dem Begriff „Präzisionsonkologie“ zusammengefasst wird. Präzisionsonkologie steht für das Konzept einer individualisierten und zielgerichteten Krebstherapie entsprechend molekularer Tumoreigenschaften des Patienten.

Die wesentlichen Säulen dieser Entwicklung sind bahnbrechende Fortschritte in der Grundlagenforschung, die grundlegend neue Einblicke in die Biologie von Krebserkrankungen brachten. Wir wissen erst seit den 1970er Jahren, was Krebs ist – eine Erkrankung, die durch Schädigung des Erbguts einer Zelle entsteht. Seitdem wurden zahlreiche biochemische und zelluläre Prozesse der Krebsentstehung aufgedeckt. Das Verständnis solcher molekularer Vorgänge ist Grundlage dafür, Wirkstoffe zu entwickeln, um diese gezielt anzugreifen.

Ein Teil dieser Entwicklung ist auch die Revolution der Genomanalyse. Diese führte dazu, dass die genaue Abfolge der Milliarden von Erbgutbausteinen genau erfasst und die zahlreichen Schä-

digungen eines Krebsgenoms hochpräzise identifiziert werden können. Weltweit haben Forscher in den letzten Jahren tausende Tumoren sequenziert und hierbei gewissermaßen die Enzyklopädie genetischer Veränderungen bei einzelnen Krebsarten erstellt. Die individuellen Genomschäden eines Patienten können heute quasi über Nacht entschlüsselt werden. Die Beobachtung, dass manche dieser Veränderungen „Achillesversen“ des Krebses darstellen, ermöglichte die Entwicklung zielgerichteter Therapien, mit bemerkenswerten Behandlungserfolgen bei manchen Krebsarten. Die eindrucksvollsten Fortschritte in der Krebsmedizin verzeichnete in den letzten Jahren die Immuntherapie. Hierunter werden Ansätze zusammengefasst, die das

körpereigene Abwehrsystem gegen Krebszellen aktivieren. Die Immuntherapie erzielte zuletzt bahnbrechende Erfolge bei aggressiven Krebsen, wie bestimmten Haut- und Lungentumoren. Dem ging eine jahrzehntelange Erforschung des komplizierten Zusammenspiels von Zellen und Molekülen des Immunsystems mit Tumorzellen voraus. Die hochkomplexen Zusammenhänge können nur in Organismen untersucht werden; und so stammen wesentliche Erkenntnisse aus genetischen Mausmodellen, von der Entdeckung der zentralen Moleküle und der Aufdeckung ihrer Funktion, bis hin zur Entwicklung der Therapiekonzepte und deren Testung. Immuntherapie gilt als der größte Hoffnungsträger der Krebsmedizin und veranschau-

licht die enormen Leistungen moderner Wissenschaft.

Nichtsdestotrotz sind die Herausforderungen weiterhin groß. Während manche Krebsarten heute bereits chronifiziert oder gar geheilt werden können, sind die therapeutischen Optionen bei anderen Tumoren, wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, weiterhin begrenzt. Wir müssen die Tumorbiologie besser verstehen, neue Zielstrukturen entdecken, Wirkstoffe entwickeln, und wir müssen strukturelle Hürden bei der Umsetzung der Präzisionsonkologie in die Versorgungsrealität überwinden. Mehr denn je kann man aber optimistisch in die Zukunft blicken. Roland Rad, Direktor an der TU München ANZEIGE

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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – LIFE SCIENCE

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Robotik in der Medizin Foto: Pressefoto

Das maschinelle Lernen ist in der Medizin ein wichtiges Thema, denn vielfach geht es gerade in der robotischen Assistenz und roboter-gestützten Rehabilitation um die Frage, wie sich unsere Gedanken für die Interaktion mit Robotern nutzen lassen.

Diese Frage treibt Wissenschaftler derzeit um. In ihren Überlegungen befassen sie sich unter anderem mit Exoskeletten in der Rehabilitationsrobotik. „Wir haben inzwischen einen

Durchbruch auf dem Gebiet der Rehabilitationsrobotik erreicht. Zusammen mit einem Partnerunternehmen aus der Medizintechnik haben wir ein mobiles Exoskelett mit integriertem „embedded Brain Reading (eBR)“ für die Oberkörperassistenz speziell zur robotergestützten Therapie nach einem Schlaganfall entwickelt. Im Gegensatz zu klassischen Brain-Computer-Interfaces (BCIs) nutzt das am Institut entwickelte eBR nicht nur das EEG, sondern weitere Signale wie Signale aus dem Exoskelett, Eyetracking oder Muskel(rest) Aktivität, um die Regelung an die Erfordernisse des Patienten und der Therapiemassnahme individuell anzupassen und die Interaktion zuverlässig und transparent zu gestalten. Während aktuell mittels eBR Bewegunsgintention und benötigte Unterstützungskraft vorherge-

psychophysiologischer Daten kann das von den Bremer Wissenschaftlern entwickelte Verarbeitungssystem zum Beispiel die Regelung eines Exoskeletts unterstützen. Die riesigen Datenmengen werden durch sogenannte Field Programmable Gate Arrays (FPGAs), das sind wiederprogrammierbare Schaltkreise, in wenigen Nanosekunden verarbeitet damit das Exoskelett genau im richtigen Moment die Armbewegung unterstützen kann. Auch für die Regelung des Exoskeletts selbst kommen an verschiedenen Stellen FPGAs zum Einsatz. Kirchner redet übrigens ungern

Dr. rer. nat Elsa Andrea Kirchner, ist Teamleiterin Nachhaltige Interaktion & Lernen beim DFKI Robotics Innovation Center in Bremen.

sagt wird, kann aus dem EEG also aus Gehirnaktivitäten auch die kognitive Auslastung von Personen erkennt werden, oder es wird erkannt, ob sich ein robotisches System für den Menschen gefühlt fehlerhaft verhält. Dabei setzt eBR ausschließlich auf die passive Beobachtung natürlich auftretender Gehirnaktivität und vermeidet so eine Mehrbelastung des Menschen. Zusammenfassend ermöglicht

der innovative Ansatz die fehlertolerante Nutzung von Gehirnaktivität, die im Gegensatz zu Verhaltensdaten wie Gesten oder Mimik eine kontinuierliche Zustandsmessung des Menschen erlaubt, um Interaktion zu ermöglichen, zu verbessern oder anzupassen.“ Die Verarbeitung der Daten, die

für die Umsetzung der Bewegung und die Verwendung

psychophysiologischer Daten zur Verbesserung der Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit müssen in Echtzeit erfolgen, um eine möglichst natürliche Unterstützung der Bewegungen möglich zu machen, fährt Frau Dr. Kirchner fort. Zudem würden mobile und miniaturisierte Verarbeitungssysteme benötigt, die im robotischen System eingebettet werden können. Durch die Echtzeit-Auswertung

von Künstlicher Intelligenz, wenn es um die gedankengesteuerten robotischen Systeme geht. „Im Prinzip wollen wir, dass die Systeme den Menschen kennenlernen und verstehen“, so die Wissenschaftlerin. Für sie ist ihr Handlungsfeld eher im Bereich Lernender Systeme, also Systeme die lernen den Menschen besser zu unterstützen, angesiedelt. Text: Frank Tetzel

Weitere Infos zur Krebstherapie auf: Erfahren Sie mehr zu medikamentösen Krebstherapien auf analysedeutschland.de ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

MIT DEM EKSO GTTM SCHRITT FÜR SCHRITT ZURÜCK INS LEBEN Das EksoGTTM ist ein robotisches Exoskelett für die Neurorehabilitation. Unter Anleitung eines zertifizierten Therapeuten wird es als Therapiegerät im klinischen Umfeld und zunehmend im ambulanten Bereich eingesetzt. Gerade bei der Rehabilitation nachneurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder bei Querschnittlähmung hat sich das EksoGTTM als geeignetes Kombinationstherapiegerät für Steh-, Balance- und Gehtraining bewährt. INDIVIDUELLE THERAPIEGESTALTUNG DURCH MAXIMALE FLEXIBILITÄT Die innovative Software des EksoGTTM bietet eine flexible und schnelle Therapieanpassung in jeder Phase der Rehabilitation. Die individuelle Einstellung der Motorleistung ermöglicht u.a. die Ansteuerung beider Körperhälften adaptiv und unabhängig voneinander. Sensoren messen 500 Mal pro Sekunde die relative Muskelaktivität und passen so die systemseitige Unterstützung kontinuierlich dem Bedarf des Patienten an – von 0 bis 100 Prozent der Motorleistung. Dieses Konzept ist weltweit einmalig: Die Patienten können

im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv gehen und so an ihrer individuellen Leistungsgrenze trainiert werden. Das Gerät ist sowohl für Patienten in frühen, präambulanten wie auch späteren Phasen der Rehabilitation geeignet. MOTIVIEREND UND EFFEKTIV FÜR PATIENTEN Das erste Aufstehen im EksoGTTM ist für viele Patienten ein hochemotionaler Moment, der sehr motiviert. EksoGTTM in der Kombination mit anderen Therapiebausteinen der (motorischen) Rehabilitation kann ein hoher Gewinn für Patienten zum Erreichen der individuellen Ziele, insbesondere zum Wiedererlangen der Gehfähigkeit sein. Das EksoGTTM bietet eine moderne Therapieform auch im ambulanten Bereich. Das Training verbessert die durch die neurologischen Erkrankungen auftretenden Einschränkungen der Gehfähigkeit mit ihren physiologischen wie psychologischen Folgen und steigert so die Lebensqualität – für Patienten wie auch für Angehörige.

Weitere Informationen zum Exoskelett EksoGT finden Sie hier: www.eksobionics.com Tel: 040-800 4049-0


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LIFE SCIENCE TITELSTORY – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

Foto: Külker/DHZB

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Sein Herz schlägt für die Kardiologie ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Größere Selbständigkeit und mehr Lebensqualität

Robotische Assistenz hilft schwerstkranken Patienten auf die Beine. Gleich mehrfachen Nutzen stiften robotische Systeme, die jetzt das Münchner Unternehmen Reactive Robotics vorgestellt hat. In erster Linie wird es möglich, dass Intensivpatienten mit neurologischen Indikationen, wie zum Beispiel Schlaganfällen, die Klinik im Schnitt 20 Prozent früher verlassen können als Vergleichspatienten. Zum anderen bieten sie auch Unterstützung für Pflegekräfte und Therapeuten und ermöglichen darüber hinaus durch kürzere Verweilzeiten in der Intensivstation einen deutlichen Effizienzgewinn für das Gesundheitssystem. Klinische Studien zeigen, dass frühmobilisierte Patienten weniger unter immobilisationsbedingten Komplikationen (tiefe Beinvenenthrombose, Atemwegs- und Harninfektionen) leiden und eine verbesserte Bewusstseinslage sowie bessere kognitive und motorische Funktionen aufweisen. In Langzeituntersuchungen erreichten mobilisierte Patienten eine größere Selbstständigkeit und höhere Lebensqualität als Vergleichspatienten. Frühmobilisierung ist allerdings bisher nur mit großem personellem und körperlichem Aufwand seitens der

Dr. Alexander König

Gründer und CEO, Reactive Robotics GmbH:

„Unser System trägt zur schnelleren Genesung von Patienten bei und entlastet Pflegekräfte und Therapeuten bei ihrer schweren körperlichen Arbeit.“ Pflegekräfte und Therapeuten möglich. Muss der Patient dafür aus dem Bett auf ein externes Therapiegerät bewegt werden, bringt der Transfer enorme Risiken mit sich. Bei Intensiv-Pflegebedürftigen können bis zu drei Fachkräfte für die manuelle Mobilisierung erforderlich sein, um Patienten entsprechend zu bewegen. Mit Hilfe intelligenter Medizinrobotik ist es jetzt möglich, die Frühmobilisierung deutlich einfacher und sicherer zu machen. Dazu entwickelte das 2015 in München gegründete Start-up Reactive Robotics mit VEMO (Very Early MObilization, englisch für Frühmobilisierung) ein robotisches Assistenzsystem, welches die Frühmobilisierung von Schwerstkranken direkt im vertikalisierbaren Patientenbett ermöglicht. Die Therapie kommt zum Patientenbett, anstatt den Patienten zur Therapie zu bringen. VEMO kann von

nur einer Fachkraft in weniger als 15 Minuten zum Einsatz gebracht werden. Der Patient ist durch ein speziell entwickeltes Adapter-Konzept gesichert und wird durch eine vom Roboter unterstützte Gangbewegung mobilisiert. Das System ist mit entsprechender Sensorik ausgestattet, so dass es sich automatisch an die Fähigkeiten jedes Patienten individuell anpassen kann. Der Therapiefortschritt kann dokumentiert und ausgewertet werden. Die Pflegekräfte und Therapeuten können sich um den Patienten kümmern, während der Roboter die körperlich anstrengende Arbeit übernimmt. Nach über vier Jahren Entwicklungszeit wird VEMO ab Sommer in ausgewählten deutschen Kliniken zum Einsatz kommen.


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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – TITELSTORY LIFE SCIENCE

Das Herz ist das lebenswichtigste Organ des

Menschen. Ein ungesunder Lebenswandel, aber auch Kummer und Sorgen können es krank machen. Prof. Dr. Burkert Pieske hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Menschen mit Herzproblemen erfolgreich zu therapieren. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie am Campus Virchow-Klinikum der Charité und außerdem Direktor der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie am Deutschen Herzzentrum Berlin. „An der Kardiologie fasziniert mich vor allem der zunächst ganzheitliche Zugang zu den Patienten. Die meisten von ihnen können wir mittlerweile sehr gut behandeln. Faszinierend ist der technische Fortschritt in unserem Bereich. Dank High-End-Technologie machen heute minimalinvasive, und damit den Patienten schonende, Eingriffsmethoden viele aufwendige herzchirurgische Eingriffe überflüssig“, sagt er. Wo immer möglich, komme heute die katheterbasierte Behandlung beispielsweise von Herzkranzgefäßen, Herzklappenerkrankungen und Herzanomalien zum Einsatz. Oft können die Patienten schon am Tag nach dem Eingriff das Krankenhaus wieder verlassen. Auch Erweiterungen der Hauptschlagader können minimalinvasiv behandelt werden. Dabei schieben die Operateure einen Katheter über einen kleinen Schnitt in der Leiste bis in die Aorta vor, über den dann eine Gefäßprothese (Stent) an der betroffenen Stelle eingesetzt wird. Das Leben von Patienten mit einem hohen

Risiko für Herzrhythmusstörungen kann ein unter der Brustmuskulatur implantierter Defibrillator (ICD) retten. Dieser erkennt ein Kammerflimmern und unterbricht

es durch einen sofortigen Elektroschock. Auch Menschen, die ein Kammerflimmern überlebt haben, erhalten oft einen ICD. „Eine bahnbrechende Entwicklung, die uns neue Türen geöffnet hat“, so Prof. Pieske. Heute wird an Geräten geforscht, die mit viel niedrigeren Stromstärken auskommen. Eine andere spannende Entwicklung ist für den Kardiologen das TAVI-Verfahren. Der katheterbasierte Eingriff wird bei Patienten mit erkrankten Aortenklappen angewendet, wenn ein hohes Operationsrisiko besteht. Bei einer TAVI führt der Arzt die Klappe meist ebenfalls über einen kleinen Schnitt an der Leiste ein, das Herz schlägt während des Eingriffs selbstständig weiter. „Die innovative Methode ist allerdings nicht für alle Patienten geeignet“, gibt Prof. Pieske zu bedenken. „Die interdisziplinären Ärzteteams suchen die hierfür geeigneten Patienten gezielt aus.“ Ebenfalls kathetergestützt sind Ablationen, also millimetergenaue gezielte Verödungen des Herzens in speziellen Regionen. Mit diesem Spezialeingriff lassen sich krankhaft überaktive elektrische Erregungsherde zum Schweigen bringen und hierdurch Herzrhythmusstörungen, wie beispielsweise Vorhofflimmern, beseitigen. Nach einer Ablation kehrt das Herz oft dauerhaft in seinen natürlichen Takt zurück. „Sehr spannend sind auch die Innovationen in puncto Bildgebung“, bilanziert Prof. Pieske. Die „real time“ 3D-Echokardiographie erlaubt eine dreidimensionale Darstellung des bewegten Herzens oder der Herzklappen in Echtzeit. Damit lassen sich die Ventrikelfunktion und die Dynamik von Herzfehlern genauestens darstellen. Für die Diagnose und die Operationsplanung sei die 3D-Echokardiographie daher unverzichtbar, so Prof. Pieske. Exzellente Bilder des Herzens liefern auch Herz-CTs. Kardiale Königsdisziplin in der Bildgebung ist jedoch die Herz-MRT (Magnetresonanz-Tomographie). Sie ist das einzige Verfahren, das

Foto: Wolfgang Maennel

MASSGESCHNEIDERTE PRODUKTE FÜR JEDEN KUNDEN

„Wir können den Verlauf vieler Herzkrankheiten verlangsamen, aber nicht heilen.“ Prof. Dr. Burkert Pieske ist einer der führenden Kardiologen Deutschlands. Er engagiert sich für die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten herzkranker Menschen.

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krankhafte Veränderungen des Herzmuskels, beispielsweise Entzündungen, oder Narben im Herzmuskel direkt darstellen kann. Trotz medizinischer und technischer Fortschrit-

te sowie der Verbesserung der Medikamente ist Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) heute die häufigste Aufnahmediagnose in deutschen Krankenhäusern. Und Herz- und Kreislauferkrankungen sind immer noch die mit Abstand häufigste Todesursache. „Das liegt daran, dass die Menschen immer älter werden und damit das Risiko steigt, an Herz- und Kreislaufstörungen zu erkranken. Grundsätzlich kann es aber auch jüngere Menschen treffen, gerade wenn sie ungesund leben. Aufgrund der massiven Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten konnte die Sterblichkeitsrate in den letzten 20 Jahren jedoch um 50 Prozent reduziert werden“, weiß Prof. Pieske. „Bei aller Euphorie haben wir aber noch einen weiten Weg zu gehen. So gibt es beispielsweise noch keine Möglichkeit, Narben nach einem Herzinfarkt rückgängig zu machen. Und wir können den Verlauf vieler Herzkrankheiten verlangsamen, aber nicht heilen.“ Auch im Bereich der Regenationsforschung gebe es noch viel zu tun – wie auch angesichts der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitswesen: Hier müsse sich die Medizin noch besser aufstellen! Deshalb engagiert sich Pieske unter anderem auch für den Einsatz fahrbarer MRT in ländlichen Regionen.

Text: Chan Sidki-Lundius

FAKTEN Für den gebürtigen Heidelberger (Jg. 1961) gehört Berlin nicht nur im wissenschaftlichen Bereich zu den attraktivsten Städten weltweit. Dem vierfachen Vater ist es wichtig, sich gesund zu ernähren und in Bewegung zu bleiben, zum Beispiel mit Joggen und Treppensteigen. Denn das tut dem Herzen gut!

Manuel Opitz, CEO Mecuris GmbH

Welche Vorteile bringen Prothesen und Orthesen aus dem 3D-Drucker? Die Vorteile liegen in der Individualisierung und Digitalisierung: Anwender von Prothesen und Orthesen wollen nicht nur funktionell versorgt werden, sondern ihrer eigenen Persönlichkeit Ausdruck verleihen. Der Orthopädietechniker (OT) kann diesem Anspruch jetzt ganz einfach nachkommen und seine Kunden mit maßgeschneiderten Produkten versorgen. Zudem können wir durch die on-demand-Fertigung Versorgungslücken schließen, für deren geringe Stückzahl es bisher keine Lösungen auf dem Markt gab.

Wie werden sie hergestellt? Durch unsere digitale Werkstatt, die Mecuris Solution Platform, haben OTs kostenfrei Zugang zu neuesten Methoden der 3D-Technik – ohne dafür Vorkenntnisse zu benötigen. In wenigen Klicks erstellen OTs passgenaue Hilfsmittel, die sie zusammen mit dem Anwender noch im Design individualisieren: Bemaßung, Haltungskorrekturen oder ästhetische Anpassungen finden digital statt.

Wie sind die Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Produkten? Unsere Prothesen und Orthesen werden voll von der Krankenkasse übernommen.

Text: Armin Fuhrer ANZEIGE

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Wenn Sekunden zählen, werden auch untrainierte Laien mit unserem Defibrillator FRED PA-1 zum Lebensretter.

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VERANSTALTUNGEN – ANALYSEDEUTSCHLAND.DE

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Foto: Pres

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BIO-EUROPE 11.-13.05.19, Hamburg

LAB-SUPPLY In fünf deutschen Städten

LABVOLUTION 21.-23.05.19, Hannover

Networking kann sehr zeitaufwendig sein und neben den alltäglichen Herausforderungen zur zusätzlichen Belastung werden. Gleichwohl ist es unerlässlich, neue Kontakte zu knüpfen und sich mit neuen Ideen zu konfrontieren. Das gilt auch für die Life-Sciences-Branche. Um das Networking so unkompliziert wie möglich zu gestalten, bietet die Messe BIO-Europe eine Art Speed-Dating an.

Im Mittelpunkt der Messe LABSUPPLY stehen die neuesten Entwicklungen und Innovationen aus der Labortechnik. Die Messe, die mehrfach pro Jahr an verschiedenen Standorten stattfindet, richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Umwelt-, Lebensmittel- und IndustrieAnalytik, Biochemie, Bio- und Gentechnologie, Molekular- und Zellbiologie, Medizinische Diagnostik und Pharmakologie. Zusätzlich halten Profis von Geräteherstellern Informationsvorträge, zum Beispiel darüber, wie die Effizienz von Laboratorien gesteigert werden kann. So können sich die Besucher auf den neuesten Stand bringen.

Digitalisierung und Vernetzung sind die Stichworte, wenn es um das Labor der Zukunft geht. Noch bestehe meistens eine Kluft zwischen dem technologisch Möglichen und dem tatsächlichen Laboralltag, sagt Andreas Grunow, Vorstandsmitglied der deutschen Messe. Daher hat sich die Labvolution 2019 in Hannover zum Ziel gesetzt, ihren Besuchern zu zeigen, wie das vernetzte Labor der Zukunft aussehen wird.

„Ziel ist es, die „senior dealmaker” der Life Sciences Industrie zusammenzubringen, um Kollaborationen zu formen und zu pflegen“, erklärt Pam Putz, Managing Director der EBD Group. „Über unsere in-house entwickelte Software PartneringONE® können sich die Teilnehmer finden und einen Termin vereinbaren.“ So kämen während der Konferenz rund 26.000 Meetings zustande. „Die BIO-Europe ist damit Europas größte Partnering-Konferenz“, so Putz. Die Teilnehmer sind Senior Executives aus 60 Ländern. Zusätzlich bietet die BIO-Europe auch ein aktuelles Programm bestehend aus hochkarätigen Panels sowie einer Ausstellung. Mehr Informationen gibt es auf: ebdgroup.knect365.com/bioeurope

Die LAB-SUPPLY bietet ihren Besuchern die Möglichkeit, sich, ohne lange Reisewege in Kauf nehmen zu müssen, ganz in ihrer Nähe interessante Informationen zu holen und dabei auch Networking zu betreiben. Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Die nächsten Messen finden am 15. Mai in Leverkusen, 13. Juni in Berlin, 28. August in Dresden, 25. September in Münster, 29. Oktober in Hamburg statt. Mehr Informationen gibt es auf: www.lab-supply.info

Auf der Labvolution, die vom 21. bis zum 23. Mai stattfindet, fänden die Vertreter der verschiedenen Laborbranchen genau die Lösungen, die zu ihnen passten. Die Labvolution richtet sich an die ganze Welt des Labors. Das umfasst Labortechnik und -infrastruktur, Analytik für Anwender aus den Industrien Chemie, Pharma, Life Sciences, Biotechnologie, Umwelt, Lebensmittel und Medizin sowie aus den Bereichen Forschung und Entwicklung. Die Labvolution findet seit 2015 zum dritten Mal statt. Sie bietet neben zahlreichen Informationen auch wieder die Möglichkeit, durch intensives Networking neue interessante Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen.

ILAB Foto: OMN

OMNILAB 17.09.19, München Rund um die neuesten Trends im Labor geht es auf der Messe Omnilab 2019, die am 9. Mai von 9 bis 16 Uhr in der BioCity Leipzig stattfindet. Im Mittelpunkt stehen eine große Auswahl von Laborbedarf, Geräten und Chemikalien. Die Fachaussteller geben dabei Einblicke und Besucher können direkt vor Ort die Produkte kennenlernen. Ebenso bietet die Omnilab Leipzig die Möglichkeit zur kostenlosen Weiterbildung durch Fachvorträge von Experten. So gibt es unter anderem Vorträge über Themen wie „Sicheres Arbeiten mit und an Mikrobiologischen Sicherheitswerkbänken“, „Persönliche Schutzausrüstung - Sicherheit im Labor“, „Warum und wie die Titration genaue nachprüfbare Ergebnisse liefert“, „Die Kunst des Zerkleinerns – Reproduzierbare Probenvorbereitung mit Labormühlen“ oder „Ihr Labor direkt vor Augen – Welche Vorteile bietet uns Digitalisierung?“. Mehr Informationen gibt es auf: www.omnilab.de

Mehr Informationen gibt es auf: www.labvolution.de

Texte: Armin Fuhrer ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

WELTLEITMESSE ANALYTICA: DER TREFFPUNKT FÜR LIFE SCIENCES UND PERSONALISIERTE MEDIZIN Der Gesundheitsmarkt boomt: wachsendes Bewusstsein um die eigene Gesundheit, gezielte Vorsorge und gesunde Ernährung sind nur einige Schlagworte. Und im Krankheitsfall sind zunehmend individualisierte Therapien gefragt. Alle zwei Jahre informiert die Weltleitmesse analytica in München über Neuentwicklungen und Trends aus allen Bereichen der Biotechnologie – nächstes Mal von 31. März bis 3. April 2020. Die analytica hat sich zum internationalen Treffpunkt für den Biotech-Sektor entwickelt. 459 der insgesamt 1.163 Aussteller der analytica 2018 gaben an, dass sie sich mit Biotechnologie, Life Sciences, Bioanalytik oder Diagnostik beschäftigen. Innovative Entwicklungen, etwa in der Bio- und Gentechnologie oder in der Diagnostik, werden die Life Sciences und insbesondere die Personalisierten Medizin vorantreiben. Die neuesten Produkte und Lösungen für alle dazugehörigen Laborprozesse gibt es auf der analytica 2020 zu sehen – von der Probenaufbereitung bis hin zu datengesteuerten Interpretationsmöglichkeiten der Messergebnisse.

DATEN ALS TREIBER DER PERSONALISIERTEN MEDIZIN Denn fest steht: Im Labor sammeln sich gigantische Datenmengen an. Deren Auswertung, Interpretationen sowie das sinnvolle Datenhandling sind eine Herausforderung für alle Forscher. Im Labor der Zukunft dreht sich neben dem „eigentlichen“ Forschungsauftrag alles um schnelle Datenverfügbarkeit, maßgebliche Effizienzsteigerung und um die Sicherheit. Biobanken und Peptidbibliotheken sind dabei unverzichtbare Tools. Auch für diese digitale Komponente des Labors bietet die analytica den Fachbesuchern mit dem Forum Digital Transformation und vielen weiteren Programmpunkten alle Lösungen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Die Weltleitmesse analytica ist ein Magnet für die internationale FOKUS BIOTECH: DAS RAHMENPROGRAMM DER ANALYTICA

Finanzierung von Biotech-Unternehmen – dieses Thema wird im Rahmen des analytica Finance Day intensiv behandelt. Ein weiteres Highlight: der Thementag Personalisierte Medizin. Im Forum Biotech geht es um neue Methoden für die Life Sciences und die analytica conference schlägt die Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.

Labor- und Biotechbranche.


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Safety First ist das Motto im Labor Hersteller von gefährlichen Stoffen müssen sich auf ein Höchstmaß an Sicherheit verlassen können, wie sie Isolatoren bieten. Menschen, die an Krebs erkrankt sind, finden häufig Hilfe in einer Chemotherapie. Dafür müssen Substanzen, sogenannte Zytostatika, hergestellt werden, die die Zellvermehrung im Körper des Patienten hemmen. Diese Arbeit führen Krankenhaus-Apotheken oder Privatapotheken durch. Aber Vorsicht: Die Herstellung dieser Zytostatika ist für die Hersteller eine gefährliche Arbeit. Denn der Apotheker oder die Apothekerin darf nicht mit diesen Substanzen in Berührung kommen, weil sie unter die Haut gehen können – mit möglicherweise dramatischen Folgen. Schließlich besteht die Gefahr, dass sich der Hersteller selbst infiziert und dann seinerseits an Krebs erkrankt. Kein Wunder also, dass bei der Herstellung dieser Stoffe das Thema Sicherheit ganz oben steht. Für die Produktion stehen zwei Wege zur Verfügung: die ZytostatikaSicherheitswerkbank und der Isolator. Die Sicherheitswerkbank bietet aber einerseits keinen hundertprozentigen Schutz und ist kostspielig da sie eine hohe Reinraumklasse erfordert. Anders der Isolator. Er bietet eine vollständige Sicherheit, weil er ein komplett geschlossenes System darstellt und so den Bediener konsequent vom Prozess trennt. Und da die Arbeit völlig isoliert durchgeführt

wird, sind die Anforderungen an die Bediener günstig, wenn der Isolator leicht Luftreinheit des Labors erheblich niedriger. zu steuern ist, beispielsweise über eine Multifunktionssteuerung, und das Gerät Das wiederum spart Kosten ein. über gute Sichtmöglichkeiten verfügt. Ein Von Vorteil ist es, wenn sich die Isolatoren in unkomplizierter Kontakt zum Hersteller eine Reihe schalten lassen, so dass mehrere des Isolators direkt über das Gerät kann für Prozessschritte in nur einem geschlossenen den Fall, dass ein Problem auftritt, viel Zeit, System vollführt werden können. Das Kosten und Nerven sparen. Das gilt auch für macht die Arbeit unkomplizierter und spart die einfache Überwachung, Prüfung und wertvolle Arbeitszeit. Ebenso ist es für die Wartung der Geräte.

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Selbstlernende Steuerung

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Dr. Janne Hahne, Wissenschaftler an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen Intuitiv gesteuerte Handprothesen sind inzwischen keine Utopie mehr. Was haben Ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in der letzten Zeit ergeben?

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Wir forschen an der Universitätsmedizin in Göttingen in einem interdisziplinären

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Prof. Dr. Ing Thomas Stieglitz, Professor an der Uni Freiburg für Biomedizinische Mikrotechnik Was versteht man unter myoelektrischen Prothesen und sensorischem Feedback? Die Amputation einer Gliedmaße, wie beispielsweise eines Armes, verändert das Leben von einem Moment zum nächsten. Nicht nur die Funktion wie Greifen oder Gehen fehlt vollständig, auch geht die Fähigkeit zu fühlen, zu greifen oder zu spüren, wo sich die Gliedmaße befindet, verloren. Phantomschmerzen entstehen, weil das Gehirn sich durch die fehlenden Signale verändert und dann falsche

Schlüsse zieht. Prothesen können die Form und auch die Funktion der fehlenden Gliedmaße wiederherstellen. Da unser Körper elektrisch funktioniert, können die Signale der verbleibenden Muskeln im Stumpf genutzt werden, um über Motoren beispielsweise eine Prothesenhand zu bewegen. Dies sind dann myoelektrische Prothesen. Wie das genau funktioniert? Die Muskelsignale entstehen beispielsweise durch das An- und Entspannen der Beuge- und Streckmuskeln im Unterarm. Mit Hilfe eines Mikroprozessors im Schaft der Prothese können die myoelektrischen Impulse über Hautelektroden gemessen werden. Der Prozessor errechnet dann ein elektrisches Steuersignal für die Aktoren der Prothese, die dann Arm und Hand bewegen. Für das Fühlen müssen Elektroden in den Nerven implantiert werden. Hat die Prothese einen Kraftsensor in den Fingern, wird die Griffkraft über einen weiteren Mikroprozessor in elektrische Pulse umgerechnet, die den Nerven elektrisch stimulieren, damit sie diese Pulse auf natürlichem Wege bis ins Gehirn leiten.

Team an myoelektrischen Handprothesen. Bislang konnten die Anwender verschiedene Funktionen ihrer Prothese nur nacheinander ansteuern, also z.B. entweder öffnen oder drehen, nicht jedoch beides gleichzeitig. Wir haben nun eine Prothese entwickelt, bei der die schwachen elektrischen Signale der Muskulatur im Armstumpf von im Prothesenschaft integrierten Elektroden aufgenommen und von einem integrierten Mini-Computer interpretiert werden. Ein Algorithmus, der zuvor dank maschinellen Lernens auf den jeweiligen Patienten trainiert wurde errechnet dessen Absicht und sendet entsprechende Steuersignale an die Prothesenmotoren. Wir haben in Alltagstest gezeigt, dass auch mehre Funktionen gleichzeitig zuverlässig und unabhängig voneinander verwendet werden können. Dies ermöglicht deutlich flüssigere und natürlichere Bewegungen, die den Anwendern den Alltag erleichtern und ein verbessertes Lebensgefühl verschaffen.

optimieren und den Laboralltag effizienter zu planen. Wie kann die Gerätekapazität besser genutzt werden? Digitale Anwendungen ermöglichen die Vernetzung von Laborgeräten und der Status angeschlossener Geräte lässt sich zentral einsehen. Freie Geräte können so schnell und einfach gefunden werden. o fot sse Foto: Pre

Matthias Freundel, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Informatiker und Gruppenleiter Wie fortgeschritten ist die Digitalisierung in den Laboren? Laborautomation hilft, menschliche Fehlerquellen auszuschließen. Die Ziele der Digitalisierung und Automatisierung sind klar umrissen: Es geht darum, den Ablauf im Labor zu

Der digitale Wandel schreitet in rasendem Tempo voran. Manche Menschen kommen da nicht mit – oder wollen es nicht. Wie überall in der Arbeitswelt gibt es Mitarbeiter, die technischen Neuerungen zunächst skeptisch gegenüberstehen. Sie folgen dem Motto: Das haben wir immer so gemacht, warum soll das geändert werden? Im Fokus seiner Arbeit steht die Entwicklungen von reibungslos funktionierenden Systemen und individuell angepassten digitalen Lösungen. Die Digitalisierung schreitet jedoch nur in kleinen Schritten voran. „Der Biologe denkt anders als der Informatiker. Die Aufgabe besteht darin, die beiden Welten sinnvoll zusammenbringen“, sagt Freundel. ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Mecuris – Für mehr Individualität und Lebensfreude in der Prothetik und Orthetik. Bei der Erstellung einer passenden Prothese oder Orthese hatten die Anwender bisher oft keine große Wahl: Für sie wurde aus Katalogen die Größe gewählt, die am besten passte, das Erscheinungsbild war weitestgehend vorgegeben. Mit dem Ergebnis hatten die Träger dann zu leben. Das ändert sich jetzt grundlegend: Mit Mecuris ist seit 2016 ein Anbieter auf dem Markt, bei dem Anwender und Orthopädietechniker gleichermaßen aktiv auf die funktionelle und ästhetische Gestaltung des orthopädischen Hilfsmittel Einfluss nehmen können. Ziel von Mecuris ist es, die medizinische Versorgung durch digital maßgeschneiderte, 3D-gedruckte Lösungen, zu verbessern und damit die Lebensqualität und Lebensfreude der Anwender nachhaltig zu verbessern. Durch die Bündelung von neuesten Forschungsergebnissen mit entsprechender Fachkompetenz, digital vernetztem Denken und Know-how im 3D-Druck hat das junge Unternehmen aus München eine webbasierte Lösungsplattform entwickelt, die Mecuris Solution Platform. Auf dieser können Orthopädietechniker in wenigen, intuitiven Klicks Prothesen und Orthesen digital für jeden Träger maßschneidern. Der Techniker braucht dazu keinerlei Vorkenntnisse in 3D-Technologien, sondern lediglich einen Internetzugang und ein wenig kreative Neugier.

Alles Weitere übernimmt Mecuris: Prozessdefinitionen, Qualitäts-Checks, Prüfung nach ISO-Normen, Sicherstellung von CE- und MDR-Konformität, Auswahl der richtigen Druckpartner, Simulationen und vieles mehr sind Teil des umfassenden Service-Paketes, das im Hintergrund abläuft. Die auf der Plattform erstellten Prothesen und Orthesen werden on-demand gefertigt und von den Krankenkassen voll erstattet. Der wohl größte Vorteil bei diesem Ansatz ist jedoch, dass der Orthopädietechniker seinen Kunden, den eigentlichen Anwender des Produktes, am Designprozess teilhaben lassen kann. Jeder Träger gestaltet das Erscheinungsbild seiner Prothese oder Orthese aktiv mit und macht diese somit zu einem echten Unikat, zu einem individuellen Teil seiner selbst, das letztlich die Möglichkeit für eine ganz bewusste Selbstdarstellung bietet. Diese Individualität erhöht die Akzeptanz der Versorgung enorm, da so die Voraussetzung gegeben ist, die Prothese oder Orthese als einzigartiges Stück wirklich anzunehmen, sie selbstbewusst und offen zu zeigen statt sie zu verstecken. Das ist gerade für Kinder sehr wichtig, für die es essentiell ist, vom ersten Schritt an einen positiven und unbefangenen Umgang mit ihrem Hilfsmittel zu leben und stolz damit durch ihr Leben zu gehen.

Mecuris GmbH Lindwurmstr. 11, 80337 München T.: +49 89 552623-86 | Mail: servus@mecuris.com mecuris.com


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ANALYSEDEUTSCHLAND.DE ANALYSEDEUTSCHLAND.DE – GENTHERAPIE 11

Gentherapie – Ethik und Erfolgschancen Foto: Pressefoto

In den vergangenen Jahren gab es große Erfolge beim Einsatz der Gentherapie gegen Krebs und andere Krankheiten. Doch es gibt noch viele Probleme.

„Gerade wenn es um Krebs geht,

Wenn Toni Cathomen auf das

Versprechen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass Krebs-Erkrankungen in zehn bis 20 Jahren besiegbar seien, angesprochen wird, reagiert er zurückhaltend. „Solche Aussagen halte ich für gefährlich, denn sie schüren Hoffnungen, die wir nicht erfüllen können“, sagt der Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie am Universitätsklinikum Freiburg und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Gentherapie. Denn tatsächlich stehe die Forschung noch vor vielen Problemen, die noch nicht gelöst seien. Cathomen selbst forscht auf drei Gebieten: den CAR-T-Zellen gegen solide Krebserkrankungen wie Prostatakrebs, der Gentherapie bei HIV-Infektion sowie bei schweren Immundefekten. Gleichwohl haben Wissenschaftler

wie Cathomen in den vergangenen fünf bis zehn Jahren große Fortschritte beim Einsatz der

den T-Zellen eine Antenne aus, mit der Krebszellen erkannt und anschließend angegriffen werden können.

Toni Cathomen, Direktor des Instituts für Transfusionsmedizin und Gentherapie am Universitätsklinikum Freiburg und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Gentherapie

Gentherapie gegen als unheilbar geltende Krankheiten gemacht. Das gilt sowohl für verschiedene Krebserkrankungen, HIV-Infektion, als auch besonders für Erberkrankungen. Bei einer Ex-vivo-Gentherapie wird das Erbgut von Patientenzellen außerhalb des Körpers verändert, indem sie dem Patienten entnommen, genetisch verändert, vermehrt und anschließend wieder dem Körper zugeführt werden. Möglich ist es auch, eine solche

Veränderung direkt im Körper des Patienten durchzuführen. „Bei Erberkrankungen ist die Behandlung mittels Gentherapie einfacher als bei Krebs“, erklärt Cathomen. Denn in diesen Fällen ist bekannt, welche genetischen Defekte die Krankheit verursachen. „Krebserkrankungen dagegen sind sehr komplex“, so Cathomen. Bei ihnen liegt das Problem darin, dass das körpereigene Immunsystem

Tumorzellen nicht erkennt und sie daher zu wuchern beginnen. Bei der Immunzelltherapie geht es darum, bestimmte Zellen des Immunsystems genetisch so zu verändern, dass sie Krebszellen erkennen und zerstören können. Bei dieser Art der Gentherapie kommen ganz bestimmte Zellen zum Einsatz, die sogenannten T-Zellen. Sie werden vom behandelten Arzt zu „CAR-T-Zellen“ verwandelt. Das „CAR“-Molekül bildet auf

darf man trotz solcher Erfolge bei der Therapie von Blutund Lymphdrüsenkrebs nicht vergessen, dass die Gentherapie nur ein neues Instrument im Werkzeugkasten ist, das für den Kampf gegen diese Krankheiten bereitsteht“, so Cathomen. Und die Gentherapie sei zurzeit auch nur eine „Last-Line“-Therapie bei austherapierten Patiente. „Aber es gibt Patienten, die nach einer CAR-T-Zelltherapie nicht nur überlebt haben, sondern heute krebsfrei sind“. Beim Einsatz einer CAR-T-Zelltherapie muss allerdings auch mit oftmals schweren Nebenwirkungen gerechnet werden. In frühen klinischen Studien kam es bei Patienten häufig zu einer überschießenden Immunantwort, die zum Tode führen kann. „Heute wissen wir, wie wir solche Nebenwirkungen mit Medikamenten in den Griff bekommen“, so Cathomen.

Text: Armin Fuhrer ANZEIGE – GESPONSORTER INHALT

Präzisionsmedizin lebt vom Verständnis komplexer biomedizinischer Daten Präzisionsmedizin ist das Versprechen, dass jeder Patient ein individuell ausgewähltes und dosiertes Medikament zum richtigen Zeitpunkt erhält um eine bestmögliche Wirkung beispielsweise in der Tumor-Behandlung zu erreichen. Dafür nötig ist ein tiefer Einblick in die individuelle Biologie, insbesondere in die DNA eines Patienten. Schließlich gibt es rund 7,5 Milliarden Menschen und damit Genome die jeweils unterschiedlich auf Medikamente reagieren. Der klassische Ansatz der Auswahl von Medikamenten führt dazu, dass weniger als die Hälfte der Betroffenen optimal behandelt wird oder gar unnötige Nebenwirkungen erleidet. Es ist gerade einmal 10 Jahre her, dass die Erhebung der dafür nötigen Daten auf breiter Basis unbezahlbar war.

Heute ist das glücklicherweise anders. Die hochrelevanten Daten sind mit modernen Sequenzierungstechnologien für ein sehr gutes Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu erheben. Sowohl das individuelle Genom als auch das eines Tumors kann zügig ausgelesen werden. Der für die breite Anwendung limitierende Flaschenhals liegt derzeit noch in der zeitgerechten Interpretation/Auswertung der großen Datenmengen, die bis zu mehrere hundert Gigabyte pro Patient ausmachen können. Diese wollen so analysiert werden, dass der behandelnde Arzt dann auf einen Blick die richtige Information zur passenden Therapie erhält und auf dieser Basis eine fundierte Entscheidung treffen kann. Diese Auswertung bietet nun BioVariance. Ausgehend von den Rohdaten und einem strukturierten Zugriff auf das gesammelte Wissen der medizinischen Literatur ergeben die Ergebnisse unserer intern entwickelten Technologie validierte,

individuelle Handlungsempfehlungen für Ärzte basierend auf moderner Diagnostik und Bioinformatik. Das erfolgt mit höchstem Qualitätsanspruch und ist auf viele Anwendungen skalierbar. Wir suchen jetzt Partner im Gesundheitswesen (Krankenkassen, Kliniken, Labore, MVZ, Ärzte) die mit uns diese neuartigen Informationen nutzbar und damit einer breiten Masse an Patienten diese essenziellen Daten für eine Behandlung zugänglich machen wollen. Finden Sie sich darin wieder? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme! Dr. Josef Scheiber Experte für Datenanalyse und Präzisionsmedizin

info@biovariance.com Konnersreuther Straße 6g 95652 Waldsassen, Deutschland


MARVECS feiert 20-jähriges Jubiläum - Geschäftsführerin Katrin Wenzler im Interview Seit 20 Jahren ist MARVECS einer der größten, wichtigsten und erfahrensten Anbieter von Außendienstlösungen und Vertriebsspezialist für die Pharmaindustrie. MARVECS bietet darüber hinaus die vollständige Palette aller Maßnahmen, die für die erfolgreiche Einführung und Vermarktung von Healthcare-Produkten erforderlich ist. Sie umfasst Marketing, Vertrieb, Consulting und Services. Fast von Beginn an mit dabei - Geschäftsführerin Katrin Wenzler. Für was steht MARVECS?

Was macht den Erfolg von MARVECS aus?

MARVECS steht für Marketing, Vertrieb, Consulting und Services. Entlang dieser Prozesskette entwickeln wir seit nun 20 Jahren integrierte Vertriebs- und Marketing-Konzepte für Unternehmen in der Healthcare-Branche. Unser Leistungsspektrum umfasst dabei neben dem Vakanzmanagement in Arbeitnehmerüberlassung oder Direktvermittlung die Bereitstellung exklusiver oder geteilter Außendienst-Teams sowie Apotheken-Services, Adherence-Programme, Konsignationsmanagement und ganzheitliche Multi-Channel-Vertriebslösungen.

MARVECS versteht sich als Partner für kundenindividuelle Vertriebslösungen, gemeinsam mit unseren Kunden erarbeiten wir passende Lösungen und setzen diese um. Die stetigen Veränderungsprozesse im Healthcare-Markt verlangen daher von uns, dass wir Entwicklungen und Trends frühzeitig erkennen. Um das leisten zu können und im Markt erfolgreich zu bleiben, wollen wir als gesamte Organisation agil und flexibel bleiben. „Wir probieren gerne aus und lassen uns auf neue Dinge ein. Es macht uns persönlich sehr viel Spaß, MARVECS als lernende Organisation weiterzuentwickeln.“

Frau Wenzler, Sie sind fast von Beginn an dabei. Wie hat sich MARVECS seit der Gründung vor 20 Jahren entwickelt? 1999 gehörte MARVECS zu den Pionieren bei externen Vertriebs- und Außendienstleistungen. Heute ist das Vertriebs-Outsourcing in der Healthcare-Branche fast schon der Standard, weil es in den meisten Fällen flexibler und effizienter ist als die klassischen, hauseigenen Lösungen. Für MARVECS geht es heute allerdings nicht mehr nur darum einen professionellen Außendienst auf die Beine zu stellen. Das Lösen der Personalfrage ist zwar weiterhin ein wichtiger Bestandteil unserer Services, wir haben uns mittlerweile allerdings als ganzheitlicher Vertriebsspezialist in der Healthcare-Branche etabliert. Heutzutage kommen die Kunden zunehmend mit sehr viel differenzierteren und komplexeren Fragestellungen auf uns zu. Entsprechend werden auch unsere Lösungsangebote umfänglicher.

MARVECS GmbH

Beim Alten Fritz 2

89075 Ulm

Katrin Wenzler General Manager

Welche Themen werden MARVECS langfristig beschäftigen? Was wünschen Sie sich und Ihrem Team für die Zukunft? Die fortschreitende Digitalisierung wird von uns auch in Zukunft abverlangen, dass wir immer nach neuen Lösungen für unsere Kunden suchen. Dennoch wird der Beruf des Pharmareferenten immer ein unersetzbares Mittel im Pharmavertrieb bleiben. Uns ist es deshalb wichtig für unsere Mitarbeiter auch in Zukunft eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich weiterentwickeln und über sich hinaus wachsen können und Spaß an der Arbeit haben.

T 0731-14000-0

E info@marvecs.de

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