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September 2026
ENERGIEKURS DEUTSCHLAND Einleitung | Tim Meyer
ENERGIEKURS DEUTSCHLAND
Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit.
Interview | Ursula Heinen-Esser
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DIE GLOBALE ERWÄRMUNG BEDROHT UNSERE LEBENSGRUNDLAGE
Um unsere CO2-Emissionen weiter zu senken und die Energieversorgung im Land krisenfest aufzustellen, ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien ein wesentlicher Hebel. Interview | Prof. Dr. Maximilian Fichtner
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GROSSSPEICHER WERDEN ZUM SCHLÜSSEL DER ENERGIEWENDE
Jahrelang galten große Batteriespeicher als zu teuer und technisch begrenzt. Heute treiben sinkende Kosten und neue Technologien einen rasant wachsenden Markt an. Großes Interview | Peter Börkey
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Großes Interview
PROF. DR. HARALD LESCH
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Wir befinden uns mitten im Klimawandel – und müssen unsere Energieversorgung und unseren Wasserverbrauch schneller anpassen.
RECYCLING ALLEIN REICHT NICHT MEHR Geopolitische Krisen, knappe Rohstoffe und der steigende Ressourcenbedarf machen Kreislaufwirtschaft zu einem strategischen Thema für Europas Wirtschaft.
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VERSORGUNGSSICHERHEIT
ENERGIEKURS DEUTSCHLAND
WEITERE INHALTE 12. Wärmewende 20. Dr. Claas Oehlmann, MBA 21. Prof. Dr. Henning Wilts 22. Peter Börkey
AUSGABE #230 Key Account Manager: Alia Fahda, Aljoscha Sandvoß Senior Account Manager: Sarah Larbi Geschäftsführung: Jonathan Andersson, Fredrik Thorsson
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„Wir benötigen eine flächendeckende Strategie für die Energiewende“ Dr. Carsten Rolle über die Industrieerwartungen an die Energiepolitik und den Beitrag des Weltenergierats zur Energiewende.
Grüne Energie flexibel speichern
Durch den starken Zubau von Erneuerbaren Energien wird auch das Thema Speicher immer wichtiger – und attraktiver.
Energiekurs Deutschland EINLEITUNG
Creative Director: Franziska Bredehorn Redaktion und Grafik: Franziska Bredehorn, Julia Schmidt, Negin Tayari Text: Katja Deutsch, Julia Butz, Armin Fuhrer, Thomas Soltau Coverfoto: Gerald von Foris, BEE/Rolf Schulten, Presse Druck: Süddeutscher Verlag Zeitungsdruck GmbH Zamdorfer Straße 40 | 81677 München Distribution: Gesamtauflage Süddeutsche Zeitung (Mo-Do) Contentway Wir erstellen Online- und Printkampagnen mit wertvollen und interessanten Inhalten, die an relevante Zielgruppen verteilt werden. Unser Partner Content und Native Advertising stellt Ihre Geschichte in den Vordergrund. Die Inhalte des „Partner Content“ und „Hotspot Highlight“ in dieser Kampagne wurden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden erstellt und sind Anzeigen. Für die Lesbarkeit verwenden wir das generische Maskulinum. Die Formulierungen sprechen alle Geschlechter gleichberechtigt an. Herausgegeben von: Contentway GmbH Neue Burg 1 | DE-20457 Hamburg Tel.: +49 40 85 539 750 E-Mail: info@contentway.de Web: www.contentway.de
Wer heute erfolgreich durch die Energiewelt navigieren will, kommt mit alten Landkarten nicht weit. Zum einen hat sich die geopolitische Tektonik verschoben: Spätestens seit 2021 wissen wir, dass Versorgungssicherheit über Erdgas nur noch mit hohen Kosten und Preisrisiken zu haben ist – seit dem Konflikt an der Straße von Hormus gilt das auch für Kraftstoffe. Wichtiger noch: Die Welt steckt in einer elektrotechnologischen Revolution, die weit über die Energieversorgung hinausreicht.
M
Foto: Presse
obilität, Wärme, industrielle Prozesse und die Fertigung von morgen werden weitgehend elektrisch. Die Märkte haben sich bereits massiv verschoben – nicht nur die deutsche Autoindustrie leidet unter Absatzverlusten einst erfolgreicher Produkte. Treiber ist der globale Boom bei erneuerbaren Energien: Mit ihnen ist Strom so günstig und verfügbar wie nie, und der Preisverfall bei Batteriespeichern gleicht Schwankungen von Wind, Sonne und Verbrauch immer besser aus. Ergebnis: Allein in diese Technologien und den Ausbau der Stromnetze fließen weltweit Investitionen von über 1,3 Billionen US-Dollar pro Jahr – etwa fünfmal so viel wie in neue Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke. Ein neues Energiezeitalter hat längst begonnen. So anstrengend diese Gleichzeitigkeit wirkt: Für Menschen und Unternehmen in Deutschland liegen darin große Chancen. Zwei Dinge sind gewiss: Erstens gibt es kein Zurück – geopolitische Spannungen verschwinden nicht, und der technologische Fortschritt bei Clean
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Tech lässt sich nicht zurückdrehen. Zweitens sind diese Entwicklungen global: Technologien, die wir ohnehin für den Heimatmarkt entwickeln müssen, sind weltweit gefragt und können zur zentralen Säule des dringend nötigen wirtschaftlichen Aufschwungs werden. Umgekehrt gilt: Wer an alten Plänen und alter Technologie festhält – und sei es neu verpackt als „hocheffiziente Verbrenner“ oder „Grüngas“ –, landet auf dem wirtschaftlichen Abstellgleis. Industrielle Revolutionen kann man nicht aufhalten. Man kann sich nur entscheiden, auf der Gewinner- oder Verliererseite stehen zu wollen. China macht das seit Jahren zur Industriepolitik: vom Abnehmer deutscher Maschinen zum aggressiven Wettbewerber, inklusive Sicherung von Rohstoffen und Lieferketten. Heute ist China globaler Marktführer bei Windund Solarenergie, Batterietechnik und E-Mobilität – weitere Angriffe auf deutsche Märkte sind angekündigt, auch bei Wärmepumpen. Es gilt also, aus der Not eine Tugend zu machen: Absicherung gegen fossile
Tim Meyer, Energieexperte, Speaker und Berater
Preisrisiken, Investition in Zukunftsmärkte, europäische Resilienz und Klimaschutz sind dabei ein und dasselbe. Die Politik muss diese neue Realität in eine verständliche Energielandkarte übersetzen: Elektrifizierung unserer Volkswirtschaft als verankertes Ziel, politisch gemanagt und mit Investitionen hinterlegt – vor allem durch schnellere Modernisierung der Energieinfrastruktur, also Digitalisierung, effizientere Organisation und Ausbau der Stromnetze. Doch auch ohne den großen politischen Wurf gibt es Lösungen, die sich schon heute lohnen und in die unternehmerische Zukunft weisen. „Energiekurs Deutschland“ zeigt diese Richtungen auf. Je mehr Unternehmen sie jetzt nutzen, desto mehr profitiert die Allgemeinheit – denn Deutschland hat alle Voraussetzungen, sich neu zu erfinden. Wir müssen es nur wollen und anpacken.
INHALT ERZEUGUNGSMIX VERSORGUNGSSICHERHEIT 02
07 Heinz Hölscher, Geschäftsführer von Hölscher Wasserbau
ENERGIESPEICHER WÄRMEWENDE 12
14 Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Direktor des HelmholtzInstituts Ulm
KREISL AUFWIRTSCHAFT 20 Dr. Claas Oehlmann, MBA, Geschäftsführer BDI-Initiative Circular Economy
Alterric – Partner Content
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VERSORGUNGSSICHERHEIT
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Zeit für ein neues Selbstverständnis: Aufbruch in die industrielle Phase der Energiewende
E
rneuerbare Energie ist die harte Währung für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Und die Branche ist bereit, mehr zu investieren, mehr saubere und günstige Energie bereitzustellen. Doch die PS kommen nicht auf die Straße, solange der Netzausbau hinter den eigenen Zielen hinterherhinkt. Für Erzeuger ergibt sich daraus notgedrungen ein Paradigmenwechsel: Vom reinen Mengenziel hin zu maximaler Systemeffizienz. Es gilt, aus der bestehenden Infrastruktur das Maximum herauszuholen und im Dickicht überforderter Netze, zäher Verfahren und in einem Flickenteppich aus Zuständigkeiten die Energiewende vorantreiben. Einer, der mit dieser Herausforderung täglich zu tun hat, ist Dr. Frank May, CEO von Alterric, einem der führenden deutschen Unternehmen im Bereich Windenergie. Im Gespräch erklärt er, wie man aus der Not des mangelnden Netzausbaus eine Tugend macht, wie man die Energiewende in eine neue Phase führt und warum er von der Politik mehr Mut zur Veränderung erwartet. Ist die Branche im Krisenmodus, oder ist das übertrieben?
Die Zeiten sind herausfordernd, keine Frage. Hohe Kosten, volle Netze und eine Politik, die keine verlässliche Richtung vorgibt. Aber ein Krisenfall? Nein. Erneuerbare Energien sind das Fundament, auf dem der Wirtschaftsstandort Deutschland künftig stehen muss. Wir brauchen nach wie vor entschlossenen Zubau. Aber statt bloßem Mengenwachstum nach der Logik, dass jede Kilowattstunde zählt, geht es jetzt stärker um Systemeffizienz und Industrialisierung: Kapazitäten optimal planen und aus der Infrastruktur das Maximum herausholen. Aus jeder Anlage, jedem Quadratmeter, jedem Netzanschluss. Viele Netzbetreiber hinken ihrem eigenen Ausbauauftrag drastisch
Fotos: © Alterric
Die Zahlen sind eindeutig: Erneuerbare Energien liefern heute den Löwenanteil des deutschen Stroms. Und trotzdem wird manchmal so debattiert, als sei die Energiewende ein Projekt für gute Zeiten, ein Luxus, den man bei nächster Gelegenheit auch wieder einkassieren könnte. Ein fataler Irrtum, wie ein Blick auf die Weltwirtschaft zeigt. Andere Industrienationen bauen ihre Energieversorgung längst radikal um. Aus gutem Grund: Wer keinen günstigen, sauberen Strom hat, verliert den Anschluss.
hinterher, das ist ein handfestes Problem. Aber wir können nicht warten, bis alle ihre Hausaufgaben gemacht haben. Wir müssen aus dem, was heute da ist, das Beste machen. Und uns nicht verunsichern lassen von nicht aufeinander abgestimmten Gesetzesvorschlägen. Wie machen Sie das konkret, auch in Ihren eigenen Windparks?
Ein Netzanschluss darf nicht brachliegen, nur weil eine Anlage gerade nicht im Vollbetrieb laufen kann. Mit klugem Zusammenspiel aus Technologien und Speichern holen wir mehr Strom aus der gleichen Infrastruktur. Außerdem bauen wir auch nicht einfach Windräder in die Landschaft und gut ist. Wir bauen relevante Infrastruktur für dreißig Jahre. Deshalb schauen wir sehr früh und sehr genau, wo eine Anlage am meisten Ertrag bringt und stimmen jedes Bauteil aufeinander ab. Das zahlt sich über die Jahre aber aus. Wir nennen das Value Engineering, die insgesamt beste Lösung über die gesamte Laufzeit. Was heißt Industrialisierung der Branche für Sie?
Nicht jeder Windpark muss identisch sein. Aber wir sollten das Rad nicht bei jedem Projekt neu erfinden müssen. Digitalisierung bietet enorme Chancen: zentrale Überwachung, frühzeitiges Erkennen von Störungen, gezieltere Wartung. Das spart Geld und erhöht die Versorgungssicherheit. Was wir aber nicht selbst lösen können: über 800 Verteilnetzbetreiber und nahezu genauso viele verschiedene Prozesse, Vorgaben und Formulare. Das kann sich Deutschland nicht mehr leisten. Glauben Sie an ein Energiesystem, das komplett auf Erneuerbaren läuft?
Ja, perspektivisch ist das absolut realistisch – als intelligentes Gesamtsystem aus kombinierten Wind-, Solar- und Speicherkraftwerken, steuerbaren
Hybridparks mit Wind- und Sonnenenergie
Mehr Informationen über Alterric unter: www.alterric.com
Alterric Windkraftanlage
Dr. Frank May,
CEO von Alterric Kapazitäten mit nachhaltigen Brennstoffen und einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Die Technik ist längst da. Wir liefern seit Jahren Leistungen, die früher nur Kohle- und Gaskraftwerke erbringen konnten, etwa zur Netzstabilität. Wir bauen Speicher in unsere Windparks und betreiben eigene Umspannwerke. Die Frage ist nicht mehr, ob Erneuerbare das können. Sondern wie wir dieses neue System am besten organisieren. Umso ärgerlicher, dass die aktuellen Pläne der Bundesregierung die Vermarktung von Windstrom am freien Markt unattraktiver machen. Welche Rolle spielen dabei Stadtwerke und Unternehmen wie Alterric, und was erwarten Sie von der Politik?
Die Energiewende schafft keiner allein. Zehn Gigawatt Zubau pro Jahr, das stemmen weder die Großen noch die Kleinen für sich. Trotz unserer Größe
Erneuerbare Energien sind das Fundament, auf dem der Wirtschaftsstandort Deutschland künftig stehen muss. sind wir mit unseren Teams tief vor Ort verwurzelt, ohne das Vertrauen der Menschen geht nichts. Was wir zusätzlich mitbringen, ist die Kraft für die Industrialisierung der Branche: digitale Systeme, finanzielle Stabilität, professionelle Prozesse. Und an die Politik richte ich folgenden Appell: Streiten wir gerne über den besten Weg, aber beenden wir die Scheindebatten. Energiewende und wirtschaftlicher Erfolg sind längst zwei Seiten derselben Medaille. Überall auf der Welt schalten Industrienationen auf günstige, saubere Energie um. Wir haben in Deutschland alle Trümpfe in der Hand, um ganz vorne mitzuspielen: kluge Köpfe, starke Unternehmen und verlässliche Technologie. Packen wir es an und machen die Energiewende zum Wachstumsmotor des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Alterric Windpark Spolsen mit Techniker:innen
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VERSORGUNGSSICHERHEIT
PFISTERER – Partner Content
„Energiesicherheit gibt es nicht umsonst“
Der Ausbau der Stromnetze ist eine anspruchsvolle und kostenintensive Aufgabe – aber Wirtschaft und Gesellschaft profitieren davon massiv.
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eutschland steht vor der größten Infrastruktur-Transformation seit Jahrzehnten. Aber diese Transformation sollte man wie eine Krise auch als Chance betrachten. Beim Netzausbau muss mit Augenmaß agiert werden, aber die Zukunft – AI, Rechenzentren, Digitalisierung, Robotik und auch Mobilität – ist vor allem elektrisch. Das gilt weltweit. Wir sehen das in den 90 Ländern, in denen wir als Unternehmen tätig sind. Aus unternehmerischer Sicht ist daher eine verlässliche politische Weichenstellung sehr wichtig. Die Unternehmen brauchen Sicherheit und Planbarkeit, dann können sie mit ihrem Kapital, Know-how und Innovationsgeist auch diese Transformation zum Wohl der Gesellschaft gestalten, betonen Johannes Linden und Dr. Konstantin Kurfiss, Vorstände beim Technologieunternehmen PFISTERER. Herr Kurfiss, wie definieren Sie die Verantwortung von Schlüsselakteuren der Industrie, wenn es darum geht, die technologische Souveränität Europas langfristig abzusichern?
Dr. Konstantin Kurfiss: Der Fokus hat sich geändert. Energiesicherheit gibt es nicht umsonst. Das bedeutet in unserem Bereich kritische Netztechnik selbst zu entwickeln, zu prüfen, zu fertigen und auch im Krisenfall bereitstellen zu können. Dafür ist essenziell, dass wir weite Teile der Wertschöpfung, belastbare Lieferketten und Fachkräfte in Europa haben und unser geistiges Eigentum schützen. Unsere Verantwortung als PFISTERER ist es dann, nachweisbare Qualität zu liefern: langlebige, international typgeprüfte Verbindungen für erfolgskritische Schnittstellen. Unsere Partner müssen sich auf unsere Produkte langfristig verlassen können. Wir sprechen über Produkte, die Jahrzehnte halten und die Energiesicherheit garantieren müssen. Das leisten wir. Und diese Zuverlässigkeit der Verbindungen ist auch ein weltweiter Wettbewerbsvorteil. Die Energiewende fordert der Wirtschaft und den Bürgerinnen und Bürgern gewaltige Kraftanstrengungen ab. Was entgegnen Sie der Sorge vor Wohlstandsverlusten?
Johannes Linden: Es sollte allen klar sein, dass nicht die Modernisierung unseres Energiesystems den Wohlstand gefährdet, sondern ihre Verzögerung. Das moderne Leben benötigt nicht weniger Strom, sondern mehr Strom. Strom ist einer der entscheidenden Faktoren für die Ansiedlung von Wirtschaft und Industrie. Deshalb müssen wir in die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze investieren. Und wir kommen damit, nach anfänglichen Verzögerungen, inzwischen gut voran.
Im vergangenen Jahr stammten 58,8 % der deutschen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Damit daraus jederzeit nutzbare Energie wird, müssen Erzeuger, Netze, Speicher und Verbraucher zuverlässig verbunden sein. Eine leistungsfähige elektrische Infrastruktur senkt Abhängigkeiten, ermöglicht klimaneutrale Produktion und schafft Kapazität für Mobilität, Digitalisierung und KI. Und das ist die Voraussetzung für unsere zukünftige Wertschöpfung. Welche konkreten technologischen Schnittstellen und Verbindungsverfahren sind heute notwendig, um diese Komplexität im Netz stabil zu halten?
Kurfiss: Ein dezentrales Netz braucht sichere Übergänge: Kabelgarnituren, steckbare Hochspannungsverbindungen sowie Kontakt- und Isolationslösungen für Umspannwerke, Freileitungen, Erdkabel und Offshore-Anwendungen. Entscheidend sind eine hohe Qualität, ein geringer Wartungsbedarf und eine montagefreundliche Bauweise. Um die Komplexität zu reduzieren, produziert PFISTERER systemoffen. Unsere Lösungen verbinden herstellerunabhängig verschiedene Kabeltypen, Spannungsebenen und Anwendungen. Netzbetreiber vermeiden so technologische Sackgassen und bleiben bei Ausbau und Ersatz flexibel. Neben den etablierten Wechselstromlösungen gewinnt die HochspannungsGleichstrom-Übertragung (HVDC) insbesondere beim effizienten Transport großer Energiemengen über weite Strecken an Bedeutung. Damit wir hier zukünftig noch besser aufgestellt sind, investieren wir aktuell in unser eigenes HVDC-Qualifizierungszentrum in Winterbach. Das neue Zentrum entsteht im Rahmen einer Investition von rund 30 Millionen Euro und wird künftig eine zentrale Rolle für die Entwicklung, Prüfung und Qualifizierung übernehmen.
Mehr Informationen über PFISTERER unter: www.pfisterer.com
Dr. Konstantin Kurfiss,
Johannes Linden,
Der richtige Maßstab beim Netzausbau sind nicht die niedrigsten Anschaffungskosten, sondern Kosten und Risiken über die Lebensdauer.
Das moderne Leben benötigt nicht weniger Strom, sondern mehr Strom.
Mitglied des Vorstands bei PFISTERER
Wie schaffen Sie technisch den Spagat zwischen hochkomplexen Speziallösungen und einer industriellen Standardisierung, die echtes Tempo in die Skalierung bringt?
Kurfiss: Spagat trifft es sehr gut. Auf der einen Seite standardisieren wir geprüfte Baugruppen, modulare Plattformen, definierte Schnittstellen und reproduzierbare Fertigungs- und Prüfprozesse, damit wir diese Kernelemente schnell in hohen Stückzahlen liefern können. Auf der anderen Seite bleibt spezifisch, was Kunden bei der Anwendung verlangen. Wie lässt sich die Herausforderung zwischen den massiven Investitionen in die Netzresilienz und einer wettbewerbsfähigen, bezahlbaren Energiebasis für Industrie und Bürger meistern?
Kurfiss: Das sind die entscheidenden künftigen Faktoren: Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Energie. Wir werden um Einschnitte in den kommenden Jahren nicht herumkommen, denn wir müssen unser Netz modernisieren. Dennoch
Mitglied und Sprecher des Vorstands bei PFISTERER
sollten wir genau schauen, wo wir sparen. Eine Stromleitung muss mehrere Jahrzehnte halten. Davon bin ich überzeugt. Der richtige Maßstab beim Netzausbau sind nicht die niedrigsten Anschaffungskosten, sondern Kosten und Risiken über die Lebensdauer. Qualität zahlt sich hier aus, weil sie Ausfälle, Austausch und Folgekosten reduziert. Wenn Sie ein Jahrzehnt vorausblicken: Welches Narrativ soll rückblickend über die deutsche Industrie im Rahmen dieser Energiewende erzählt werden – und welches Vermächtnis möchte Ihr Unternehmen dieser Epoche hinterlassen?
Linden: In zehn Jahren wird die Energiewende nicht abgeschlossen sein. Aber ich glaube, dass sich dann bereits zeigt, dass die deutsche Industrie im Zuge der Energiewende den Grundstein für eine langfristig effiziente, sichere und nachhaltige Energieversorgung gelegt hat. Und ich bin überzeugt, dass PFISTERER dazu beiträgt, dass die digitale Infrastruktur unserer Industrie zuverlässig funktioniert und bei jedem von uns zu Hause das Licht nur dann ausgeht, wenn wir den Schalter betätigen.
Eavor GmbH – Partner Content
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VERSORGUNGSSICHERHEIT
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Wärme aus der Tiefe – zuverlässig und nahezu überall möglich
Der Ukrainekrieg hat deutlich gemacht, wie abhängig Deutschland und Europa von fossilen Energieimporten sind. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, die Energieversorgung zu dekarbonisieren und unabhängiger von fossilen Rohstoffen zu werden.
S
olar- und Windenergie leisten dabei bereits einen wichtigen Beitrag. Allerdings stellt ihre schwankende Verfügbarkeit eine Herausforderung dar, insbesondere während längerer Phasen ohne Sonne und Wind. Wir brauchen daher zuverlässige und zugleich klimafreundliche Energiequellen, die sowohl die Strom- als auch die Wärmeversorgung unserer Energieversorgung sichern können. Eine vielversprechende Möglichkeit bietet dabei die Tiefengeothermie. Sie nutzt die im Untergrund vorhandene Wärme und stellt damit einen heimischen, kontinuierlich verfügbaren Energieträger dar. Welche Rolle sie künftig für eine unabhängige und klimafreundliche Energieversorgung spielen kann, soll im Folgenden betrachtet werden. Im Interview sprechen Marco Becker, Geschäftsführer der Eavor GmbH, und Mark Fitzgerald, Präsident und CEO von Eavor Technologies Inc., über die Closed-Loop-Technologie von Eavor und zeigen ihr Potenzial für die Energie- und Wärmewende auf.
Marco Becker,
Geschäftsführer der Eavor GmbH Herr Becker, um eine stabile Wärmeversorgung zu sichern, haben Sie eine sehr spannende Idee realisiert. Wie genau funktioniert die Eavor Closed-Loop-Technologie – und was macht sie einzigartig?
Unsere Technologie funktioniert wie ein riesiger, unterirdischer Wärmetauscher. Dabei wird zunächst eine Vertikalbohrung in mehreren Kilometern Tiefe vorgenommen, und von dort aus mehrere horizontale Bohrungen in das heiße Gestein geführt. Diese Horizontalbohrungen werden am Ende miteinander verbunden und bilden so mehrere Schleifen in einem geschlossenen Kreislauf. Nach Fertigstellung dieses Bohrsystems wird Wasser in den Kreislauf gegeben, das sich durch das heiße Gestein erwärmt und anschließend, aufgrund des natürlichen Dichteunterschieds zwischen kaltem und warmem Wasser, automatisch nach oben steigt. So kommt die Technologie ohne den Einsatz von Pumpen aus. Da das Wasser in einem geschlossenen System zirkuliert, ist der Wasserverbrauch zudem minimal. Anders als die konventionelle Geothermie ist unser geschlossenes Kreislaufsystem
nicht auf natürliche Thermalwasservorkommen angewiesen. Dadurch ist die Technologie an deutlich mehr Standorten einsetzbar und eröffnet Kommunen und Industriebetrieben neue Möglichkeiten zur Dekarbonisierung. Dabei verstehen wir uns ausdrücklich nicht als Konkurrenz zur hydrothermalen Geothermie: Wo Thermalwasservorkommen vorhanden sind, sollten diese erschlossen werden. Wir konzentrieren uns auf die großen Bereiche des Untergrunds, in denen diese Voraussetzungen fehlen. Wo kommt die Technologie bereits zum Einsatz und welches Potenzial bietet sie in Deutschland?
Unser erstes kommerzielles Projekt entsteht in Geretsried am Starnberger See, wo wir den ersten von mehreren sogenannten „Eavor-Loops“ fertiggestellt haben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Technologie auch im industriellen Maßstab funktioniert. Sie liefert nach dieser allerersten Ausbaustufe knapp zehn MW thermische Energie, die allerdings bis zum Aufbau des Geretsrieder Fernwärmenetzes übergangsweise in Strom umgewandelt werden. Unser wichtigster Markt ist Deutschland, insbesondere wegen der Dringlichkeit, die Wärmeversorgung zu dekarbonisieren. Die Technologie stößt daher bei Stadtwerken und Investoren auf großes Interesse. In Deutschland besteht ein enormes Potenzial für klimaneutrale Wärme aus Tiefengeothermie. Das LIAG-Institut geht davon aus, dass konventionelle Geothermie ein Viertel der deutschen Wärmeversorgung decken kann – mit unserer Closed-Loop-Technologie würde dieser Anteil künftig auf mindestens 50 Prozent steigen. Parallel arbeiten wir daran, ab etwa 2030 durch tiefere Bohrungen höhere Temperaturen zu erschließen und wirtschaftlich grundlastfähigen, klimaneutralen Strom zu erzeugen. Damit könnte Tiefengeothermie einen wichtigen Beitrag zu einem dekarbonisierten und unabhängigen Stromnetz leisten – und den Bedarf an zusätzlichen Gaskraftwerken reduzieren.
Anders als die konventionelle Geothermie ist unser geschlossenes Kreislaufsystem nicht auf natürliche Thermalwasservorkommen angewiesen.
Mehr Informationen über die Eavor GmbH unter: www.eavor.de
Mark Fitzgerald,
Präsident und CEO von Eavor Technologies Inc Herr Fitzgerald, wie wichtig ist der deutsche Markt für Eavor?
Unser Vorzeigeprojekt in Geretsried schafft eine Blaupause für zukünftige Projekte. Deutschland ist für uns ein enorm wichtiger und attraktiver Markt: ambitionierte Dekarbonisierungsziele, eine starke Industrie, hohe Ingenieurskompetenz und ein wachsender Bedarf an zuverlässiger, lokal erzeugter Energie. Wie profitieren Deutschland und Kanada voneinander?
Kanada bringt führende Kompetenzen in Bohrtechnik und Untergrundengineering ein, Deutschland ein starkes
Deutschland ist für uns ein enorm wichtiger und attraktiver Markt: ambitionierte Dekarbonisierungsziele, eine starke Industrie, hohe Ingenieurskompetenz und ein wachsender Bedarf an zuverlässiger, lokal erzeugter Energie.
industrielles Umfeld, Energiewende-Ziele und einen großen Markt für zuverlässige, CO₂-arme Energie. Beide Länder profitieren von mehr Energiesicherheit, wirtschaftlichem Wachstum und technologischer Entwicklung. Die Geothermie ist nur ein Beispiel für die enge Partnerschaft zwischen Kanada und Deutschland sowie für die Vorteile, die durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Innovation entstehen können.
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ERZEUGUNGSMIX
Die globale Erwärmung bedroht unsere Lebensgrundlage ENERGIEVERSORGUNG
Um unsere CO2-Emissionen weiter zu senken und die Energieversorgung im Land krisenfest aufzustellen, ist der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien ein wesentlicher Hebel. Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e. V. (BEE) spricht über die Zukunft unserer Energieversorgung – und räumt dabei auch mit einigen verbreiteten Vorurteilen auf. Text: Katja Deutsch Foto: BEE/Rolf Schulten
Frau Heinen-Esser, welche Maßnahmen halten Sie für notwendig, um Deutschland unabhängiger von Energieimporten zu machen?
Die hohe Dynamik der Energiewende muss beibehalten und die Marktintegration der Erneuerbaren durch mehr Flexibilitäten verbessert werden – das umfasst Netzertüchtigung in allen Formen genauso wie Speicher, Sektorenkopplung und flexible Arten von Nutzung und Betrieb. Der BEE hat gerade mit dem Fraunhofer-Institut eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass schon wenig Speicherkapazität die Flexibilität im Energiesystem deutlich erhöhen und viel Geld sparen würde. Auch die Biogasbranche könnte mit entsprechenden Modernisierungen deutlich mehr steuerbare
Kapazitäten bereitstellen. Es gibt jetzt schon nachhaltige Lösungen, die schnell umsetzbar wären. Wie lässt sich der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen, ohne Naturund Artenschutz zu vernachlässigen?
Erneuerbare und Natur- und Artenschutz sind kein Gegensatz. Windenergieanlagen zum Beispiel haben deutlich weniger Auswirkungen auf die Tierwelt, als oft behauptet wird. Das belegt eine Untersuchung vom Naturschutzbund Deutschland. Wir wissen auch, dass die Anzahl und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren deutlich ansteigt, wenn auf ehemaligen Ackerflächen ein Solarpark errichtet wird. Die größte Gefahr für unsere
Ursula Heinen-Esser, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie e. V. (BEE)
Umwelt und die Artenvielfalt ist der fortschreitende Klimawandel. Diese Bedrohung unserer Lebensgrundlagen lässt sich nur aufhalten, indem wir uns von fossilen Energien lösen. Ein Windrad am Horizont mag bei manchen Menschen mehr Irritation auslösen als der Blick auf rauchende Schlote und Kühltürme eines Kraftwerks. Aber Fakt ist: Erneuerbare greifen weitaus weniger in die Natur ein als fossile Kraftwerke – und sie verlangsamen den Klimawandel. Wie sollte der zukünftige Energiemix in Deutschland aussehen, um unserer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht zu werden und gleichzeitig
Die größte Gefahr für unsere Umwelt und die Artenvielfalt ist der fortschreitende Klimawandel. eine zuverlässige, konstante und bezahlbare Energieversorgung sicherzustellen?
Der Energiemix der Zukunft ist erneuerbar. Die rasante Entwicklung von Speicherkapazitäten und smarter Netzsteuerung bietet viel Potenzial für ein nachhaltiges, resilientes und kostengünstiges Energiesystem. Zumal die Dürre des vergangenen Sommers gezeigt hat, dass die Zuverlässigkeit von Atom- und Kohlekraftwerken ihre Grenzen hat, wenn die Flüsse zu warm zum Kühlen oder die Pegel zu niedrig für den Kohletransport sind. Wer eine zuverlässige, konstante und bezahlbare Energieversorgung sichern will, wird das nur mit Erneuerbaren Energien erreichen.
Luxera Energy – Partner Content
Speicher schaffen Spielraum Erneuerbarer Strom ist nicht immer dann verfügbar, wenn er gebraucht wird. Batteriespeicher können diese Lücke schließen und zur Versorgungssicherheit beitragen.
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anchmal ist Strom im Überfluss vorhanden, zu anderen Zeiten wird er knapp. Mit dem wachsenden Anteil von Windund Solarenergie im Stromsystem wird die zeitliche Verschiebung immer wichtiger. Batteriespeicher können Überschüsse aufnehmen und später bereitstellen. Entscheidend ist nicht allein, möglichst viele Speicher zu bauen. Sie müssen dort entstehen und so betrieben werden, dass sie einen Nutzen für Stromnetze und Versorgungssicherheit schaffen. Wie das gelingen kann und welche Rolle dabei bestehende Netzanschlüsse spielen, diskutieren Martin Körner, CEO, und Cornelius Boy, COO von Luxera Energy. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Großbatteriespeicher und kombiniert diese auch mit erneuerbaren Erzeugungsanlagen. Je mehr Wind- und Solarstrom ins Netz kommt, desto wichtiger wird Flexibilität. Werden Batteriespeicher zur Voraussetzung für Versorgungssicherheit?
Wir müssen uns auf stärkere Schwankungen bei der Stromerzeugung
Batteriespeicher können diese Schwankungen ausgleichen, indem sie überschüssige Energie zwischenspeichern und bei Bedarf zurück ins Netz einspeisen. einstellen. Das zeigt sich bereits heute an der Strombörse: Laut Enervis lag die Anzahl an Stunden mit negativen Strompreisen 2025 bei 575. Bis 2034 könnten es 1.300 sein – ein klares Signal für den wachsenden Bedarf an Flexibilität. Batteriespeicher können diese Schwankungen ausgleichen, indem sie überschüssige Energie zwischenspeichern und bei Bedarf zurück ins Netz einspeisen. So stellen sie eine verlässliche Stromversorgung sicher, dämpfen die Strompreise und reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen sowie deren Lieferanten.
Mehr Informationen über Luxera Energy unter: www.luxera-energy.com
Martin Körner,
Cornelius Boy,
Deutschland baut die Erneuerbaren massiv aus. Hält der Speicherausbau Schritt?
ein Fahrprofil ab, das Netzverträglichkeit und Finanzierbarkeit sicherstellt.
CEO von Luxera Energy
Viele Speicherprojekte sind in der Planung, gebaut werden aber nur wenige. In Deutschland sind gerade einmal 4,3 GW an Großbatteriespeichern in Betrieb, bis 2030 werden 15 GW benötigt. Grund dafür sind vor allem langwierige Netzanschlussverfahren und eine sich laufend ändernde Regulatorik. Für den Ausbau braucht es verlässliche Rahmenbedingungen. Luxera entwickelt Speicher für die Anforderungen der Stromnetze. Was macht einen Speicher netzdienlich?
Ein netzdienlicher Speicher muss seinen Betrieb am Netz orientieren. Dafür muss der jeweilige Netzverknüpfungspunkt genau analysiert werden. Unser Tool FlexRadar erstellt dafür einen digitalen Zwilling und simuliert den Lastgang über 40 Wetterjahre. Daraus leiten wir
COO von Luxera Energy
Bei Co-Location teilen sich Erzeugung und Speicher einen Netzanschluss. Warum kann dieses Modell die Energiewende beschleunigen?
Durch Co-Location lassen sich knappe Netzkapazitäten effizienter nutzen, Anlagen schneller ans Netz bringen und zusätzlicher Netzausbau reduzieren. Für Wind- und PVBetreiber entstehen gleichzeitig neue Erlösmöglichkeiten: Bei Luxera bieten wir ihnen eine Umsatzbeteiligung für die Netzanschlussnutzung oder die Möglichkeit, direkt in den Speicher zu investieren. So können auch Projekte mit sinkenden Marktprämien und häufigen Negativpreisen wirtschaftlich werden. Wir arbeiten mit über 35 Partnern zusammen und haben im Bereich Co-Location bereits über 250 MW Netzanschlusszusagen erhalten.
Hölscher Wasserbau GmbH – Partner Content
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ERZEUGUNGSMIX
7
Grundwasser – der unterschätzte Faktor
Wassermanagement kann für den Ablauf von Energieinfrastrukturprojekten eine wichtige Rolle spielen. Es muss von Anfang an mitbedacht werden.
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rundwassermanagement ist bei vielen Energieinfrastrukturprojekten eine grundlegende Voraussetzung für den Bau. Stromtrassen, Pipelines, Konverter oder Umspannwerke greifen tief in den Untergrund ein. Wo Grundwasser ansteht, müssen Baugruben und Trassenabschnitte trocken und standsicher gehalten werden. Da Wasser auf den ersten Blick oft unsichtbar ist, wird das Thema manchmal unterschätzt, kann aber den Bauablauf entscheidend beeinflussen. Je nach Geologie, Grundwasserstand und Bauverfahren kann die Wasserhaltung von einer punktuellen Maßnahme bis zu einem komplexen System über viele Kilometer reichen. „Gerade bei Linienbaustellen entsteht daraus ein erheblicher Planungs-, Logistik- und Koordinationsaufwand“, betont Heinz Hölscher, Geschäftsführer von Hölscher Wasserbau.
Herr Hölscher, wie wichtig ist es vor diesem Hintergrund, Wasserhaltung und Grundwassermanagement frühzeitig in die Projektplanung einzubeziehen?
Sehr wichtig. Je früher hydrogeologische Randbedingungen, Wassermengen, Einleit- oder Reinfiltrationsmöglichkeiten und behördliche Anforderungen berücksichtigt werden, desto besser lassen sich Risiken, Kosten und Schnittstellen beherrschen. Unser Anspruch ist, gemeinsam mit Auftraggebern und Partnern früh Lösungen zu entwickeln, die technisch sicher und im Bauablauf praktikabel sind. Welche Herausforderungen entstehen durch Grundwasser beim Bau von Stromleitungen,
Konverterstationen, Umspannwerken oder Pipelineprojekten?
Die Bedingungen ändern sich oft von Bauabschnitt zu Bauabschnitt. Unterschiedliche Böden, schwankende Grundwasserstände, große Fördermengen und sensible Einleitstellen erfordern flexible Konzepte. Gleichzeitig müssen viele Gewerke eng zusammenspielen. Für unsere Kunden zählt am Ende vor allem, dass die Wasserhaltung zuverlässig funktioniert und der Baufortschritt nicht ins Stocken gerät. Welche Rolle spielen Wasseraufbereitung, Reinfiltration und Monitoring für einen sicheren und nachhaltigen Bauablauf?
Sie sind zentrale Bestandteile eines modernen Grundwassermanagements. Gefördertes Wasser muss kontrolliert, bei Bedarf auf bereitet und möglichst ortsnah zurückgeführt werden. Monitoring schafft Transparenz über Mengen und Auswirkungen. So verbinden wir Betriebssicherheit mit einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser.
Welche technischen Lösungen helfen dabei, große Wassermengen möglichst ortsnah in den natürlichen Wasserkreislauf zurückzuführen?
Je nach Standort kommen unterschiedliche Lösungen zum Einsatz. Dazu zählen klassische Versickerungssysteme ebenso wie unser patentiertes hw-dsiVerfahren, mit dem auch große Wassermengen gezielt in den Grundwasserleiter zurückgeführt werden können. Entscheidend ist immer die projektspezifische Auslegung, denn nicht jede Lösung passt zu jedem Standort. Was bedeutet wasserneutral arbeiten und gibt es Möglichkeiten für Ausgleichsmaßnahmen, falls das nicht hundertprozentig möglich ist?
Wasserneutralität bedeutet für uns, Entnahme und Rückführung möglichst ins Gleichgewicht zu bringen. Wo eine
Mehr Informationen über die Hölscher Wasserbau GmbH unter: www.hoelscher-wasserbau.de
Ersatzinfiltration sinnvoll sein. Unser Ziel ist, den Eingriff in den Wasserhaushalt so gering wie möglich zu halten.
Heinz Hölscher,
Geschäftsführer von Hölscher Wasserbau
Wasserneutralität bedeutet für uns, Entnahme und Rückführung möglichst ins Gleichgewicht zu bringen. direkte Reinfiltration technisch oder genehmigungsrechtlich nicht vollständig möglich ist, können Ausgleichsmaßnahmen wie Regenwasserversickerung oder
Welche Rolle spielen spezialisierte Partner und die Zusammenarbeit verschiedener Gewerke bei großen Energieinfrastrukturprojekten?
Eine entscheidende. Projekte dieser Größenordnung funktionieren nur im Zusammenspiel vieler Spezialisten. Wir verstehen uns deshalb bewusst als Partner innerhalb eines größeren Ganzen. Dass wir bei zahlreichen Projekten der Energieinfrastruktur mitwirken dürfen, ist für uns keine Selbstverständlichkeit. Wir schaffen dafür die wasserwirtschaftlichen Voraussetzungen und sind dankbar, dass uns zahlreiche Kunden und Projektpartner bei diesen anspruchsvollen Vorhaben ihr Vertrauen schenken. Diese Rolle übernimmt Hölscher heute unter anderem bei zahlreichen großen Strom- und Pipelineprojekten.
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ERZEUGUNGSMIX
NRW.Energy4Climate – Partner Content
Vom Braunkohlerevier zum Zukunftsstandort Das Rheinische Revier ist seit Jahrzehnten durch den Abbau und die Nutzung von Braunkohle geprägt. Mit dem geplanten Ende der Braunkohlenförderung in NRW bis 2030 steht die Region vor einem umfassenden Strukturwandel.
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ieser markiert zugleich den Übergang von einer durch fossile Energie geprägten Region hin zu einem zukunftsorientierten Wirtschafts- und Energiestandort. Für das Rheinische Revier eröffnet die Transformation die Möglichkeit, neue wirtschaftliche und energetische Perspektiven zu entwickeln. Der Ausbau erneuerbarer Energien, die Ansiedlung innovativer Unternehmen und die Entwicklung nachhaltiger Arbeitsplätze sollen dazu beitragen, die Region auch langfristig als leistungsfähigen und attraktiven Wirtschaftsstandort zu etablieren.
Verena Busse ist Teamleiterin der Kommunalen Kompetenz- und Beratungsstelle (Gigawattpakt) von NRW.Energy4Climate, der Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz. Das Rheinische Revier auf seinem Transformationsweg zu begleiten, liegt ihr sehr am Herzen. Frau Busse, Sie sind Teamleiterin bei der Kommunalen Kompetenzund Beratungsstelle für Erneuerbare Energien im Rheinischen Revier. Wen unterstützen Sie und wie unterstützen Sie?
Die kommunale Kompetenz- und Beratungsstelle unterstützt Kommunen und Akteure im Rheinischen Revier bei der Planung und Umsetzung von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien. Primär stoßen wir Ausbauvorhaben proaktiv an. Wir beraten also zu konkreten Vorhaben und begleiten diese fachlich. Zusätzlich dienen wir als Vermittler zwischen Kommunen, Ministerien und Projektentwicklern. Dazu bieten wir unter anderem Sprechstunden, Workshops und Veranstaltungen u. a. zu
der Landesregierung, Kommunen, Gemeinden und Unternehmen im Rheinischen Revier geschlossen, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben.
Verena Busse,
Teamleiterin der Kommunalen Kompetenz- & Beratungsstelle (Gigawattpakt) von NRW.Energy4Climate
Mit aktuell rund 4,6 Gigawatt ist dieses Ziel heute bereits in greifbarer Nähe. Themen der Windenergie, Photovoltaik und Bioenergie an. Unser Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben und die Region beim Ausstieg aus der Braunkohle zu unterstützen. Wie weit ist die Umsetzung des Gigawattpakts vorangeschritten?
Der Gigawattpakt wurde 2022 von
Ziel war es, bis Ende 2028 fünf Gigawatt erneuerbare Stromerzeugung zu erreichen. Mit aktuell rund 4,6 Gigawatt ist dieses Ziel heute bereits in greif barer Nähe. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll und muss aber auch noch weiter vorangetrieben werden, um den steigenden Strombedarf zu decken, Stromimporte zu reduzieren und das Rheinische Revier langfristig als Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln. Hier geht es insbesondere auch um die Ansiedlung von energieintensiven Rechenzentren, ganz nach dem Motto „Von der Kohle zur KI“. Welche Hebel treiben die Energiewende im Rheinischen Revier besonders spürbar voran?
Durch Vernetzung, Runde Tische und Mediationsverfahren begleiten wir Projekte und können mögliche Konflikte gemeinsam lösen. Förderprogramme unterstützen die Kommunen zusätzlich bei der Finanzierung und damit bei der Umsetzung der Projekte.
Weitere Informationen über NRW.Energy4Climate unter: www.energy4climate.nrw Sonepar – Partner Content
GEIG 2026: Wie Unternehmen aus der Pflicht zur Ladeinfrastruktur einen Standortvorteil machen
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it der GEIG-Novelle steigen die Anforderungen weiter. Wer frühzeitig plant, erfüllt nicht nur gesetzliche Vorgaben, sondern integriert Ladeinfrastruktur wirtschaftlich und zukunftssicher in den Betrieb. So entsteht Mehrwert für Kunden, Gäste, Mitarbeitende oder Mieter und zugleich mehr Attraktivität für den Standort. Ein Gespräch mit Thomas Hogrefe, strategischer Sortimentsmanager Nachhaltige Energiesysteme bei Sonepar in Deutschland. Was bedeutet die GEIG-Novelle 2026 konkret für Unternehmen? Ab welcher Größe greift sie?
Maßgeblich ist nicht die Unternehmensgröße, sondern die Zahl der Stellplätze. Bei neuen oder größer renovierten Nichtwohngebäuden greifen die Vorgaben ab mehr als fünf Stellplätzen: Dann ist mindestens ein Ladepunkt je fünf Stellplätze vorzusehen, bei Bürogebäuden sogar einer je zwei Stellplätze. Zusätzlich gilt: Mindestens 50 Prozent Mehr Informationen über Sonepar unter: www.sonepar.de
Fotos: ©Sonepar
Ladeinfrastruktur wird für viele Unternehmen vom Zukunftsthema zur konkreten Planungsaufgabe. Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz, kurz GEIG, setzt dafür den rechtlichen Rahmen und macht Ladeinfrastruktur bei Nichtwohngebäuden zu einem festen Bestandteil moderner Standortentwicklung.
Thomas Hogrefe,
strategischer Sortimentsmanager Nachhaltige Energiesysteme bei Sonepar in Deutschland der Stellplätze müssen vorverkabelt werden; die übrigen Stellplätze sind mit Leitungsinfrastruktur auszustatten. Für bestehende Nichtwohngebäude mit mehr als 20 Stellplätzen besteht bereits seit Anfang 2025 die Pflicht, mindestens einen Ladepunkt zu errichten. Ab 2027 gilt folgende Regelung: Entweder ist ein Ladepunkt je zehn Stellplätze zu errichten oder 50 Prozent der Stellplätze sind mit Leitungsinfrastruktur auszustatten.
Worauf sollten Unternehmen bei der Bereitstellung von Ladeinfrastruktur besonders achten?
Wichtig ist, Ladeinfrastruktur nicht als Einzelprojekt zu sehen, sondern als Teil der Standort- und Energiestrategie. Reicht die Anschlussleistung aus oder braucht es ein Lastmanagement? Soll Photovoltaikstrom genutzt werden? Und wie lassen sich Ladevorgänge einfach und automatisiert abrechnen? Wer diese Fragen früh klärt, schafft eine skalierbare Lösung, die mit dem Standort mitwachsen kann. Wie unterstützt Sonepar Unternehmen bei diesem Prozess, vor allem beim späteren Betrieb der Ladepunkte?
Sonepar unterstützt Unternehmen mit einem umfassenden Lösungsportfolio, von Systemlösungen und technischer Ausstattung bis hin zu digitalen Tools. Für den laufenden Betrieb bietet das Betreiber Dashboard eine zentrale Plattform: Ladepunkte lassen sich standortübergreifend verwalten, Nutzergruppen und Tarife definieren und Ladevorgänge automatisiert abrechnen. Gerade bei unterschiedlichen Nutzergruppen, etwa Mitarbeitenden, Gästen und Dienstwagennutzern, erleichtert
Das Betreiber-Dashboard, das Sonepar in Kooperation mit reev entwickelt hat, ermöglicht Unternehmen, ihre Ladepunkte zentral zu verwalten, Lastmanagement zu betreiben und automatisiert abzurechnen, damit der Aufwand für den Betreiber gering bleibt.
dies den Betrieb spürbar. Zugleich hilft das integrierte Lastmanagement, die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf die Ladepunkte zu verteilen, Lastspitzen zu reduzieren und Energie effizienter zu nutzen. Ergänzend stehen mit „Ready to Charge“ vorkonfigurierte All-in-OneBundles zur Verfügung. Sie sind direkt startklar, auf das Betreiber-Dashboard abgestimmt und beinhalten bereits eine Ladepunktlizenz. So wird aus der gesetzlichen Pflicht eine praxistaugliche Lösung, mit der Unternehmen ihre Elektromobilität professionell, effizient und zukunftssicher aufstellen können.
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Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima – Partner Content
ERZEUGUNGSMIX
Klimaschutz schafft wirtschaftliche Chancen Der Klimawandel zählt zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit und betrifft Menschen auf der ganzen Welt. Um den Anstieg der Treibhausgasemissionen zu begrenzen, brauchen wir wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz. Dabei geht es nicht nur um den Schutz der Umwelt, sondern auch um die Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Ein wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang sind Klimaschutzzertifikate. Sie geben Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen auszugleichen und gleichzeitig Klimaschutzprojekte zu unterstützen.
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Frau Dr. Henke, noch nie waren die Auswirkungen des Klimawandels so deutlich wie in diesem Jahr. Wie können wir das Bewusstsein zu mehr Klimaschutz wieder erhöhen? Es ist trotz der sichtbaren Auswirkungen gesunken.
Der Klimawandel ist meines Erachtens die akuteste Bedrohung für die Menschheit. Das wird vielen Menschen derzeit wieder bewusst. Umso wichtiger ist es, nicht nur über Probleme, sondern vor allem über Lösungen zu sprechen. Wenn wir zeigen, dass
Foto: Die Hoffotografen GmbH
elche Bedeutung Klimaschutzzertifikate haben, wie Unternehmen diese nutzen und darüber rechtskonform kommunizieren können, erläutert Dr. Olivia Henke, Vorständin der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima.
Dr. Olivia Henke,
Vorständin der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima Klimaschutz wirtschaftliche Chancen schafft und die Lebensqualität verbessert, können wir Menschen zum Mitmachen gewinnen. Und ganz konkret: In der Academy der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima entwickeln wir mit den Teilnehmenden aus vielen einzelnen
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Wie können Unternehmen mit dem Siegel zertifiziert werden?
Wenn wir zeigen, dass Klimaschutz wirtschaftliche Chancen schafft und die Lebensqualität verbessert, können wir Menschen zum Mitmachen gewinnen. Maßnahmen einen klaren, alltagstauglichen Fahrplan für wirksamen Klimaschutz im Unternehmen. Wofür steht das Siegel SDGold der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima?
Mit dem Siegel SDGold haben wir einen Prozess erstellt, der Unternehmen konkret in fünf Schritten durch ihre Klimaschutzambition auf höchstem Level leitet und den wir anleiten. Am Ende des Prozesses steht die Prüfung durch die DEKRA und damit ein unabhängig validiertes Siegel – so können Organisationen ihr Engagement glaubhaft und transparent kommunizieren – schließlich ist es auch konform mit der EU-Regulatorik.
Unternehmen und Organisationen können das Siegel SDGold erhalten. Der Weg dorthin erfolgt in Etappen: Zunächst wird eine Treibhausgasbilanz erstellt, anschließend werden Reduktionsziele, Maßnahmen, Ausgleichsleistungen und Entwicklungswirkungen geprüft. Nach erfolgreichem Abschluss wird das Siegel für drei Jahre verliehen. Als Stiftung begleiten wir den gesamten Prüfprozess mit Workshops, individueller Beratung sowie einer praxisnahen Toolbox mit Leitfäden und Infografiken. Warum gehören Entwicklung und Klima untrennbar zusammen?
Der Klimawandel kennt keine Grenzen. Besonders betroffen sind die Menschen im Globalen Süden, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Wirksamer Klimaschutz braucht daher immer auch eine Perspektive für globale nachhaltige Entwicklung. Qualitativ hochwertige Klimaschutzprojekte verbinden Emissionsminderung mit besseren Lebensbedingungen. Als Stiftung vermitteln wir Grundlagen und Praxistipps, um den Weg vom Wissen zum Handeln zu erleichtern. STIFTUNG
Mehr Informationen über die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima unter: www.allianz-entwicklung-klima.de ANZEIGE
Das größte Geschenk braucht keine Schleife. Es braucht uns. Mit „Spenden statt Schenken“ investieren Sie mit Ihrem Unternehmen in eine Zukunft, die bleibt.
Fotos: Jane Rix, Pongasn68 und Ehud Kauf (alle Getty Images)
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ERZEUGUNGSMIX
GROSSES INTERVIEW
Der Astrophysiker und Naturphilosoph Prof. Dr. Harald Lesch lehrt an der LMU München sowie an der Hochschule für Philosophie München. Mit seinen wissenschaftlichen ZDF-Sendungen „Terra X Harald Lesch“ und „Lesch & Co“ auf YouTube erreicht er ein Millionenpublikum. Hier erklärt er, wie das Trio Infernale unserer Energieversorgung aussehen wird – und warum wir KI auch wegen ihres Wasserverbrauchs massiv regulieren müssen. Text: Katja Deutsch Foto: Gerald von Foris
Herr Professor Dr. Lesch, erzeugte Energie gibt der Welt viel Energie. Doch wie könnten wir sie möglichst umweltfreundlich erzeugen?
Ganz einfach: Mit erneuerbaren Energien, die möglichst wenig Wärme abgeben. Denn die Wärme ist unser großes Problem. Photovoltaik und Windkraft sind die entscheidenden Game Changer – zusammen mit Batteriespeichern. Das wird das „Trio Infernale“ unserer zukünftigen Energieversorgung werden.
PROF. DR. HARALD LESCH
Wir befinden uns mitten im Klimawandel – und müssen unsere Energieversorgung und unseren Wasserverbrauch schneller anpassen
Energie mit Plan Langfristige Planung der Versorgung begrenzt Risiken und eröffnet Unternehmen neue Spielräume.
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nergie ist für Betriebe mehr als eine Frage des günstigsten Tarifs. Schwankende Preise erhöhen den Bedarf an planbarer Beschaffung. Zugleich verändern erneuerbare Energien die Märkte, während der gezielte Zeitpunkt des Verbrauchs wichtiger wird. Damit steigen die Anforderungen an eine verlässliche Steuerung. EHA begleitet Kunden mit komplexen Energiefragen bei Beschaffung und Datenmanagement. Geschäftsführer Jan-Oliver Heidrich im Gespräch.
Weitere Informationen über EHA unter: www.eha.net
Lithium ist derzeit der wichtigste Batterierohstoff, doch Forschende entwickeln bereits Natriumbatterien und weitere Speichertechnologien. Künftig könnten Batterien aus ganz anderen Materialien bestehen und dennoch leistungsfähig sein. Erneuerbare Energien brauchen
Photovoltaik und Windkraft sind die entscheidenden Game Changer – zusammen mit Batteriespeichern.
EHA – Partner Content gen, lassen sich erneuerbare Energien und langfristige Planungssicherheit verbinden. Solche Modelle sind für viele Unternehmen allein oft schwer umzusetzen. Über unsere PPAs können wir ihnen den Zugang zu entsprechenden Strommengen ermöglichen.
Was hat sich bei der Energiebeschaffung verändert?
Das Risikobewusstsein ist deutlich gestiegen. Unternehmen schauen heute weniger auf den aktuellen Preis, sondern stärker auf Planbarkeit. Wir ermöglichen auch Firmen, die selbst zu klein für den Börsenhandel sind, Zugang zum Großhandelsmarkt. Gemeinsam legen wir fest, wie langfristig Mengen abgesichert werden und welcher Anteil etwa über den Spotmarkt beschafft wird. Je langfristiger die Beschaffung, desto ausgeglichener ist das Portfolio. Wichtig ist außerdem eine gute Datenbasis: Wer Verbräuche und Lastgänge kennt, kann Mengen und Kosten gezielter steuern.
Jan-Oliver Heidrich,
Geschäftsführer von EHA Wie lassen sich Planbarkeit und erneuerbare Energien verbinden?
Ein wichtiger Baustein zur Integration erneuerbarer Energien sind langfristige Stromabnahmeverträge, sogenannte PPAs. Wir haben PPAs aus Solar- und Offshore-Windparks sowie Agri-PVAnlagen und integrieren die erzeugten Strommengen in die bestehenden Portfolios unserer Kunden. Über mehrjährige Laufzeiten, und somit Preisabsicherun-
Wo liegen weitere Möglichkeiten, Energiekosten zu senken?
Immer wichtiger wird der Zeitpunkt des Verbrauchs. Strom kann morgens teuer und wenige Stunden später deutlich günstiger sein. Wer Prozesse zeitlich verschieben kann, sollte diese Flexibilität nutzen. Wo das betrieblich nicht möglich ist, können Speicher helfen, günstig beschafften Strom später einzusetzen. Energiemanagement wird künftig deshalb stärker danach fragen, wann Energie verbraucht wird – und nicht nur danach, wie viel.
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effiziente Speicher. So lässt sich der Strommarkt stabil regulieren – wie Kalifornien zeigt, wo bereits rund ein Drittel des Strombedarfs von Batteriespeichern gedeckt ist. Atomenergie ist sauber, leise, geruchslos, und liefert ständig verfügbare Energie. Wie beurteilen Sie die Idee vom Bau neuer MiniAtomkraftwerke?
Völliger Mist. Ich stelle mir dann immer vor, der Herr des Hauses sagt er zu seiner Frau: „Du Schatz, ich geh mal kurz den Atommüll runterbringen.“ Man hat damals große Anlagen gebaut, um zu vermeiden, dass jeder irgend so einen kleinen Reaktor in seinem Garten hat. Die Gefahr der Verteilung von radioaktivem Müll ist viel zu groß! Wer keine wirklich gute Idee hat, wo der radioaktive Abfall landen soll, sollte definitiv keine neuen Kernkraftwerke fordern. Außerdem sind Kernkraftwerke nichts anderes als Wasserkocher und viel zu ineffizient. Sie produzieren zudem Unmengen an Hitze und brauchen deshalb Kühltürme und Wasser – und Wasser ist eine sehr, sehr wertvolle Ressource, die wir nicht für die Kühlung von Kernkraftwerken verwenden sollten. Photovoltaik und Windkraft sind viel effizienter. Was haben Sie denn gegen die Idee, den Müll ins Weltall zu schießen?
Weil nicht jede Rakete wirklich startet, sondern bereits am Start explodiert. Und eine einzige, mit hochradioaktivem Abfall explodierte Rakete reicht aus, um dieses Konzept ein für alle Mal in den Orkus zu schicken. Schon heute blicken wir auf eine kommende, dramatische Klimaveränderung, mit dramatischen Konflikten auf großen Teilen dieses Planeten. Die Sicherheitssituation für oberirdische
Lager von hochradioaktiven Abfällen wird ziemlich problematisch. Jeder kann im Netz herausfinden, wo die Castorbehälter in Deutschland stehen. Ich verstehe nicht, weshalb Menschen glauben, oberirdische Zwischenlager seien sicherer als ein Endlager in 300 Metern Tiefe. Wie würden Sie die Energieversorgung unserer Zukunft planen, um möglichst nachhaltig und möglichst gut versorgt zu sein?
Energiewende in Bürgerhände! Das heißt, alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland können sich Anteile verschaffen, und damit Geld verdienen. Um die großen Energietransformationen zu akzeptieren, müssen Europäer etwas davon haben. Das haben sie, wenn unser Energiesystem sicher und unabhängig von irgendwelchen Verrückten funktioniert. Zudem sollte jedes Dach mit PV versehen werden, vor allem jedes Dach der öffentlichen Hand. Auch eine vernünftige Verteilung der Kosten für Wärmepumpen sollte es geben, denn damit kann man im Winter heizen und im Sommer kühlen. Umweltschutz sollte in unsere Verfassung geschrieben werden, denn wir sind mitten im Klimawandel. Nur drei Prozent des weltweit verfügbaren Wassers sind Trinkwasser. In einigen Jahren oder Jahrzehnten wird es zu Verteilungskämpfen kommen – nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen Menschen und Rechenzentren mit ihrem extrem hohen Verbrauch. Sollten wir den Umgang mit Trinkwasser neu regeln?
Ja! Ich glaube, so ein Moratorium ist dringend notwendig. Staaten sollten KI regulieren und den Bau von Rechenzentren verbieten, wenn unsere Grundlagenversorgung gefährdet ist. Tech-Gi-
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Strom geht uns alle an. Doch die Diskussion über seine Zukunft ist viel zu politisch. Tech-Giganten brauchen jetzt Grenzen! ganten brauchen jetzt Grenzen! Jede KI-Anfrage ist mit großem Energie- und Wasserverbrauch verbunden. Ich halte KI für ein Instrument, das innerhalb der Denkstrenge der Wissenschaften wunderbar anzuwenden ist, doch im Alltag sollten wir sie nur minimal nutzen. Die Gletscher schmelzen – eine existenzielle Gefahr für die Alpen. Ohne Wasser aus den Gletschern gibt es weder blühende Almen noch Tourismus, beides Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen. Könnte man diesen Prozess irgendwie stoppen?
Nein. Wenn es wärmer wird, schmilzt das Eis. Immer. Auf wie viel Prozent der Energie, die Sie selber täglich verbrauchen, könnten Sie problemlos verzichten?
Auf 30 Prozent. Herausfordernd sind Extremwetterereignisse, weil die Energieversorgung enorm davon betroffen ist. Mit einer Wärmepumpe kann man etwa 25 bis 30 Prozent Energie sparen. Auch die Kreislaufwirtschaft deutlich zu stärken und städtebauliche Maßnahmen für mehr Kühlung sind wichtig. Was gibt Ihnen noch Hoffnung?
Ich freue mich, dass wir in Deutschland auf einem Photovoltaik-Weg sind, der genau den Klimazielen entspricht. Was mir die allergrößte Freude macht, sind die Ausbauzahlen der erneuerbaren Energien überall auf der Welt. Die Welt ist auf Strom – auch Deutschland wird das irgendwann bemerken!
Dieses Buch macht Hoffnung und Lust auf Zukunft. Prof. Harald Lesch, Mai 2025
Der Energiesektor steckt inmitten einer industriellen Revolution. So wie die Dampfmaschine die Pferdekraft verdrängt hat, das Auto die Kutsche oder das Smartphone das Handy, stellen heute erneuerbare Energien, Batteriespeicher und Elektroautos weltweit die Märkte auf den Kopf. Aber warum findet diese Revolution statt - und wird sie erfolgreich sein? „STROM“ erklärt die Zusammenhänge unter der Oberfläche: warum industrielle Massenfertigung von „Clean Tech“ das Alte überrollt, was China damit zu tun hat, vor welchen Herausforderungen für Markt und Netze wir in Deutschland stehen und warum zu ihrer Bewältigung auch ein Kultur-Update erforderlich ist. Der breite Blick auf industrielle, energiewirtschaftliche und gesellschaftliche Logiken vergangener und aktueller Fortschritte liefert eine überraschend positive Aussicht: Der Markt ist unser stärkster Verbündeter und hat längst den Durchbruch für eine klimaneutrale Energiezukunft geschaffen. Doch wollen wir im internationalen Wettbewerb noch „vor die Welle“ kommen, müssen wir diese Chance endlich ergreifen: für unsere Wirtschaft und für das Klima. Text: Jakob Bratsch Foto: Presse
Magment Energy – Partner Content
Kompaktere Trafos für Rechenzentren Der steigende Strombedarf stellt neue Anforderungen an die Stromversorgung. Magnetbeton macht Transformatoren kleiner und effizienter.
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er Bedarf an elektrischer Leistung steigt, die dafür benötigten Komponenten aber sollen kleiner, leichter und effizienter werden. Besonders deutlich wird das bei Rechenzentren: Sie brauchen enorme Mengen Strom, der auf verschiedene Spannungsniveaus umgewandelt werden muss. Diese Aufgabe übernehmen Transformatoren, deren Lieferknappheit bereits heute kritisch ist und sich durch KI weiter verschärft. Klassische Transformatoren sind robust und bewährt, bei niedrigen Frequenzen
für große Leistungen jedoch vergleichsweise groß und schwer. Solid-StateTransformer nutzen Leistungselektronik und höhere Frequenzen und können dadurch wesentlich kompakter gebaut werden. Das stellt allerdings hohe Anforderungen an Materialien, Isolation und Kühlung. Hier setzt die MagnetbetonTechnologie an: Ein Zementmix mit recycelten Ferrit-Materialien, die als magnetische Kerne für elektrische Systeme dienen und Beton zu einem Bestandteil elektrischer Infrastruktur machen. „Die klassische Transformatorentechnik basiert auf einem starren Kern, der das Magnetfeld auf einen bestimmten Weg zwingt. Wir verwenden ein formbares
Mehr Informationen über Magment Energy unter: www.magment.co
Material und eine flache Ringgeometrie, sodass das Magnetfeld effizienter geführt wird – bei einem Wirkungsgrad von 99,4 Prozent. Dank hoher Frequenzen können wir Transformatoren kleiner und effizienter machen und sorgen zudem für einen leiseren Betrieb“, sagt Mauricio Esguerra, CEO von Magment Energy. Die neue Technologie ist dabei längst über den Laborstatus hinaus. Die Produktion des Magnetbetons ist skalierbar, erste Anwendungen setzt das deutsche Unternehmen bereits auf dem US-Markt um. Unterstützt wird Magment von Industriepartner Holcim, der als Mitgesellschafter an der Produktion der neuen Magnetbeton-Technologie beteiligt ist.
Mauricio Esguerra,
CEO von Magment Energy „Energieerzeugung ist wichtig, aber genauso die Energieverteilung: ohne Transformatoren gibt es keine Energiewende. Unsere Technologie ist deshalb nicht nur für Rechenzentren relevant, sondern auch für die Elektromobilität, Ladesäulen und Energiespeicher. Derzeit ist die Industrie in Deutschland allerdings noch sehr zögerlich, was wir sehr bedauern.“
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WÄRMEWENDE
Der Keller wird zum Kraftwerk WÄRMEWENDE
Deutschlands Wärmewende kommt dort voran, wo es selten glamourös wird: im Heizungskeller. Neue Technik verändert grundlegend, wie wir künftig Wärme erzeugen. Text: Thomas Soltau Foto: Getty Images/unsplash+
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er über die Energiewende spricht, schaut gern nach oben: auf Windräder, Solardächer oder Stromleitungen. Dabei entscheidet sich ein großer Teil des Umbaus ein paar Treppenstufen tiefer. Mehr als die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs entfällt auf Wärme und Kälte. Die Frage, wie Gebäude und Unternehmen künftig heizen, ist deshalb kein Nebenschauplatz. Der Heizungskeller macht nur selten Schlagzeilen. An Bedeutung mangelt es ihm nicht. Und dort ist einiges in Bewegung. Wärmepumpen haben sich im Neubau vom Exoten zum Standard entwickelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nutzten 73,6 Prozent der 2025 fertiggestellten Wohngebäude hauptsächlich diese Technik. Auch Geothermie gewinnt an Gewicht. Sie nutzt Wärme aus dem Untergrund,
die unabhängig davon verfügbar ist, ob gerade die Sonne scheint oder der Wind eine Pause einlegt. Doch Neubauten sind der einfachere Teil der Aufgabe. Die eigentliche Wärmewende findet im Bestand statt, der sich nicht auf dem Reißbrett neu planen lässt. Dort gibt es keine Technik, die überall gleichermaßen passt. Deshalb rückt Fernwärme stärker in den Blick. Wärmenetze können etwa Geothermie und industrielle Abwärme einbinden. Was vor Ort sinnvoll ist, hängt von den Gegebenheiten und der vorhandenen Infrastruktur ab. Wärmewende bedeutet damit weniger, eine Siegertechnologie auszurufen, als passende Lösungen für unterschiedliche Standorte zu finden. Auch die kommunale Wärmeplanung schafft Orientierung. Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten bis Ende Juni 2026 Wärmepläne vorlegen, kleinere Kommunen haben grundsätzlich bis Mitte 2028 Zeit. Damit zeichnet sich klarer ab, wo Wärmenetze sinnvoll sind und wo eher dezentrale Lösungen infrage kommen. Planung ersetzt zwar noch keine neue Heizung. Sie verhindert im besten Fall aber, dass jeder auf eigene Faust im Nebel stochert. Für die Wirtschaft zählt das ebenfalls. Unternehmen brauchen verlässliche Wärme für Gebäude und Produktionsprozesse.
Wärmewende bedeutet damit weniger, eine Siegertechnologie auszurufen, als passende Lösungen für unterschiedliche Standorte zu finden. Energiepreise und CO₂-Kosten beeinflussen ihre Wettbewerbsfähigkeit. Effiziente Wärmeerzeugung verbindet deshalb Klimaschutz mit einer langfristigen Standortstrategie.
Jetzt kommt es auf Pragmatismus an. Nicht jede alte Heizung muss morgen raus und nicht jede Straße übermorgen für ein Wärmenetz aufgebaggert sein. Entscheidend ist, dort zu investieren, wo neue Technik dauerhaft Wirkung entfaltet. Die Lösungen dafür stehen längst bereit und entwickeln sich weiter. Damit rückt nach Windparks und Stromtrassen nun der unscheinbare Heizungskeller ins Zentrum der Energiewende. Glamourös ist das noch immer nicht. Doch wenn Häuser effizienter heizen, Unternehmen ihre Energiekosten besser im Griff haben und Städte ihre Wärmeversorgung klug planen, kann aus dem Keller ziemlich viel Zukunft kommen.
Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH – Partner Content
Wärmewende braucht Realismus statt Wunschdenken Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, muss die Wärmewende gelingen. Denn noch immer entsteht ein Großteil der CO2-Emissionen bei der Bereitstellung von Wärme für Gebäude, Gewerbe und Industrie. Gleichzeitig betrifft kaum ein anderer Bereich den Alltag der Menschen so unmittelbar. Die Herausforderung besteht deshalb darin, Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und soziale Verträglichkeit miteinander in Einklang zu bringen.
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nergieversorger übernehmen daher eine Schlüsselrolle in der Gestaltung und Umsetzung der Wärmewende: Sie erschließen neue Wärmequellen, entwickeln die Infrastruktur weiter und schaffen so die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation vor Ort.
Die Wärmewende ist deshalb keine Frage einzelner Technologien. Wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist, zeigt sich auch bei uns in Dortmund. Die Stadt verfügt über einen vergleichsweise alten Gebäudebestand und die Wärmeversorgung ist noch immer stark von fossilen Energieträgern geprägt: Rund 80 Prozent der Stadt sind derzeit
an die Gasversorgung angeschlossen und der Anteil ölbasierter Wärme liegt bei mehr als 10 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist es zwingend notwendig, dass sich die Transformation der Wärmeversorgung an die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort anpasst. Und genau das machen wir auch in Dortmund und treiben als Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) die Wärmewende konsequent voran. Für mich war ein zentraler Meilenstein die grundlegende Neuausrichtung der Fernwärmeversorgung in der Innenstadt. Statt das bestehende Dampfnetz lediglich zu modernisieren, haben wir es sukzessive durch ein modernes Heißwassernetz mit deutlich geringeren Wärmeverlusten ersetzt. Parallel dazu wurde die Wärmeerzeugung von Erdgas auf industrielle
Abwärme der Deutschen Gasrußwerke umgestellt. Allein dadurch werden bereits heute jährlich mehr als 60.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das innerstädtische Fernwärmenetz bauen wir kontinuierlich aus. Mit dem Anschluss des SIGNAL IDUNA PARK konnte jüngst eines der größten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre erfolgreich abgeschlossen werden. Eine universelle Lösung für die Umsetzung der Wärmewende gibt es aber nicht. Während die Fernwärme insbesondere in dicht besiedelten Stadtgebieten erhebliche Vorteile bietet, werden in anderen Bereichen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder perspektivisch auch grüne Gase eine wichtige Rolle spielen. Deshalb setzen wir auf eine integrierte Infrastrukturplanung, die technische, wirtschaftliche und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Weitere Informationen über die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) unter: www.dew21.de
Peter Flosbach,
Technischer Geschäftsführer der DEW21 GmbH
Dafür braucht es Realismus, Investitionssicherheit und den Mut, Zielkonflikte offen anzusprechen. Die Wärmewende ist deshalb keine Frage einzelner Technologien. Ihr Erfolg wird sich nicht an ambitionierten Zielbildern messen lassen, sondern daran, ob es gelingt, daraus konkrete und tragfähige Projekte zu entwickeln. Dafür braucht es Realismus, Investitionssicherheit und den Mut, Zielkonflikte offen anzusprechen. Gelingt das, kann die Wärmewende nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch Versorgungssicherheit stärken und regionale Wertschöpfung sichern.
Energieversorgung Mittelrhein AG – Partner Content
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WÄRMEWENDE
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Mehr Energie aus der Region
Wer die Energiewende vor Ort voranbringen will, braucht mehr als neue Windräder und Solaranlagen. Gefragt ist ein Energiesystem, das zunehmend auf eigenen Füßen steht.
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ie Energiewende erreicht eine neue Phase. Im ersten Halbjahr 2026 deckten erneuerbare Energien bereits rund 57 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Mit ihrem wachsenden Anteil rückt die Frage stärker in den Mittelpunkt, wie Erzeugung und Verbrauch zusammenfinden. Strom muss nicht nur klimafreundlich produziert werden, sondern zuverlässig dort ankommen, wo er benötigt wird. Dafür müssen Netze leistungsfähiger werden und zusätzliche Möglichkeiten entstehen, Energie flexibel bereitzustellen. Für regionale Versorger verändert sich damit die grundlegende Aufgabe: Sie können stärker selbst erzeugen, ihre Infrastruktur ausbauen und Kunden dabei unterstützen, den eigenen Energiebedarf besser zu steuern. Genau diesen Weg verfolgt die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) im nördlichen Rheinland-Pfalz. Wie die nächsten Schritte und die
Wir werden die Ausbauziele verfehlen – nicht, weil wir nicht bauen wollen, sondern weil wir oft nicht dürfen.
Herausforderungen der regionalen Energiewende aussehen, weiß evm-Vorstand Christoph Hesse. Herr Hesse, was ist derzeit die größte Herausforderung, wenn Energie sicher und bezahlbar bleiben soll und zugleich mehr erneuerbarer Strom ins System kommt?
Ehrlich gesagt ist unser größtes Problem nicht die Technik, sondern das Tempo der Genehmigungsverfahren. Wir investieren allein in unsere Stromnetze rund 1,6 Milliarden Euro, wir haben Geld und Pläne. Aber ein Windpark, der technisch in zwei Jahren stehen könnte, braucht in Deutschland oft sieben. Wir werden die Ausbauziele verfehlen – nicht, weil wir nicht bauen wollen, sondern weil wir oft nicht dürfen. Wie verändert mehr eigener Windund Solarstrom die Rolle der evm als regionaler Energieversorger?
Fundamental. Ein Versorger, der nur noch Strom einkauft und verteilt, hat in fünf Jahren kein Geschäftsmodell mehr. Wir wandeln uns vom Händler zum Produzenten – bis 2035 wollen wir den Strom, den wir verkaufen, bilanziell komplett selbst erzeugen. Das heißt aber auch: Wir tragen künftig Risiken, die früher andere getragen haben. Wetter, Marktpreise, Standortkonflikte
Mehr Informationen über die Energieversorgung Mittelrhein AG unter: www.evm.de
Christoph Hesse, evm-Vorstand
– das ist jetzt unser Risiko, nicht mehr das eines anonymen Großhändlers. Inwieweit können Großspeicher und das virtuelle Kraftwerk die Energieversorgung künftig flexibler machen?
Speicher werden oft als Wundermittel verkauft. Das sind sie nicht. Ohne ausgebaute Netze bringt der beste Speicher nichts, weil der Strom gar nicht dorthin kommt, wo er gebraucht wird. Ein virtuelles Kraftwerk – die digitale Vernetzung vieler kleiner Anlagen zu einer großen – hilft uns, kurzfristige Schwankungen abzufedern. Aber es ersetzt keine Leitung, die fehlt. Welchen Nutzen haben evm-Kunden davon, wenn eigener Verbrauch und selbst erzeugte Energie intelligent aufeinander abgestimmt werden?
Volle Autarkie ist technisch möglich, aber wirtschaftlich unsinnig: Die letzte Kilowattstunde Unabhängigkeit vom Netz kostet ein Vielfaches der ersten, weil dafür Speicher und Anlage auf seltene Extremtage ausgelegt werden müssten. Sinnvoll ist nicht der Ausstieg aus dem Netz, sondern die intelligente
Sinnvoll ist nicht der Ausstieg aus dem Netz, sondern die intelligente Kombination aus eigener Erzeugung, Speicher und Netzbezug – das senkt echte Kosten, ohne dass man auf Sicherheit verzichtet. Kombination aus eigener Erzeugung, Speicher und Netzbezug – das senkt echte Kosten, ohne dass man auf Sicherheit verzichtet. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden – mit eigenem Handwerksbetrieb für PV, Wärmepumpe und Smart-Home-Steuerung. Kann die Beteiligung von Bürgern an neuen Energieprojekten ein wichtiger Baustein für die Finanzierung der Energiewende werden?
Mehr als das. Ohne finanzielle Teilhabe der Menschen vor Ort wird Windkraft in Deutschland politisch bald keine Mehrheit mehr finden. Bei einem unserer Solarprojekte haben Bürgerinnen und Bürger 400.000 Euro investiert – das zeigt, wie groß das Interesse ist, wenn man es ernst meint. Wer Akzeptanz nur mit Information statt mit echter Beteiligung erreichen will, wird scheitern.
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ENERGIESPEICHER
Großspeicher werden zum Schlüssel der Energiewende ENERGIESPEICHER
Jahrelang galten große Batteriespeicher als zu teuer und technisch begrenzt. Heute treiben sinkende Kosten und neue Technologien einen rasant wachsenden Markt an. Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm, erklärt im Interview, warum Netzakkus künftig eine zentrale Rolle für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung spielen. Text: Armin Fuhrer Fotos: Elvira Eberhard, Planet Volumes/unsplash+
Herr Fichtner, jahrelang hieß es, Großspeicher seien unbezahlbar. Warum boomt der Markt für Netzakkus plötzlich doch?
Zum einen sind die Batterien deutlich sicherer und umweltfreundlicher geworden – zum anderen hat es einen mächtigen Preisverfall gegeben. Die Preise für Li-Ionenbatterien sind in den letzten 15 Jahren um über 90 % gesunken und liegen mittlerweile um oder unter 100 USD/kWh. Damit ist es nicht nur möglich, E-Autos zu bauen, die genauso teuer oder sogar billiger sind als Verbrenner, sondern auch große Stationärspeicher, mit denen man unsere Stromnetze stabilisieren und den Überschussstrom über Stunden oder sogar Tage bedarfsabhängig im Netz verteilen kann. Der Markt für diese Stationärspeicher wächst um rund 40 bis 50 % pro Jahr. Aber stoßen Akkus nicht noch immer an ihre Grenzen?
Batterien können mittlerweile mehrere Tage bis in den Wochenbereich hinein abpuffern. Wie viel, das hängt eher von den verfügbaren Investitionsmitteln und der Situation vor Ort ab. Das macht man dann zum Beispiel mit Li-Ionenbatterien, wie das derzeit in
betriebnahme ist 2027. Davon können konventionelle Kraftwerksbetreiber nur träumen. Wenn ich heute beabsichtigen würde, ein Kernkraftwerk zu errichten und dafür auch bereits Investoren hätte, ginge das realistischerweise irgendwann in den 2040er Jahren ans Netz. Prof. Dr. Maximilian Fichtner, Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm
Batterien können mittlerweile mehrere Tage bis in den Wochenbereich hinein abpuffern. Wie viel, das hängt eher von den verfügbaren Investitionsmitteln und der Situation vor Ort ab. Kalifornien und anderswo geschieht. In Masdar, Abu Dhabi, wird gerade ein Großspeicher mit 19 GWh Speicherkapazität errichtet. Das ist eine Anlage, die über den Tag so viel Strom liefern kann wie ein größeres Kernkraftwerk. Vertragsunterzeichnung war 2025, In-
Die Kosten sind natürlich auch hier ein wichtiger Punkt, insbesondere bei Großspeichern. Hier geht die Entwicklung deshalb dahin, Batterien auf der Basis von einfachen, billigen, überall auf der Welt vorkommenden, ungiftigen Rohstoffen zu bauen – wie zum Beispiel Eisen.
Und in der Forschung?
Auf der Forschungsseite sind wir sehr gut aufgestellt. Aber es hapert an der Umsetzung und der Skalierung hin zu großen Stückzahlen. Hier haben wir durch eine Reihe von Gründen viel Boden verloren. Ich sehe aber, dass Europa derzeit Maßnahmen unternimmt, um die heimische Industrie zu schützen, ähnlich wie das China oder die USA bereits seit langem machen. Deutschland gilt aber leider unter den Investoren wegen der ständigen Richtungswechsel in der Energiepolitik zunehmend als unsicher.
China dominiert den Weltmarkt bei Batterien und Zellchemie. Hat Europa den Anschluss bereits endgültig verloren?
Das hängt von den nächsten Entwicklungen ab. Die Frage ist aktuell weniger, was uns eine eigene Batteriezellfertigung kosten würde, sondern eher, ob wir es uns überhaupt leisten können, keine Batterieproduktion in Europa zu haben. Batterien sind kritische Bestandteile unserer Infrastruktur, vom Militär über den Verkehr bis zu den Netzspeichern, die unsere Energieversorgung sicherstellen. Aber ich gebe Ihnen recht – da wurde viel verschlafen, gebremst oder gezögert.
Die Frage ist aktuell weniger, was uns eine eigene Batteriezellfertigung kosten würde, sondern eher, ob wir es uns überhaupt leisten können, keine Batterieproduktion in Europa zu haben.
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Warum Strom für den Mittelstand zur strategischen Ressource wird Strom war für viele Unternehmen lange vor allem ein Kostenfaktor. Doch inzwischen wird die Energieversorgung zunehmend zu einer strategischen Frage, denn volatile Strompreise, Elektrifizierung, steigende Energiebedarfe und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit stellen mittelständische Unternehmen vor neue Herausforderungen. Gerade für energieintensive Betriebe können Stromkosten die Wettbewerbsfähigkeit spürbar beeinflussen, gleichzeitig wächst die Bedeutung einer zuverlässigen und planbaren Versorgung.
Jochen Schneider ist Geschäftsführer der Wattstor GmbH. Im Interview erklärt er, weshalb Wattstor ein „Next Generation Stromanbieter“ ist – und warum gerade der Mittelstand davon nur profitieren kann. Herr Schneider, Wattstor ist ein „Next Generation Stromversorger“. Was versteht man darunter?
Unser Konzept lässt sich im Wesentlichen auf drei Begriffe reduzieren: lokale Stromerzeugung, smartes Energiemanagement und langfristige Partnerschaften. Lokale Stromerzeugung bedeutet, den Strom dort zu erzeugen, wo er dann auch verbraucht wird. Wir setzen dabei vor allem auf Photovoltaik kombiniert mit Batteriespeichern. Dadurch entsteht ein dezentrales Energiesystem, bei dem Strom möglichst direkt vor Ort erzeugt und genutzt wird. Leistungsfähige Software verbindet die Anlagen, Speicher und Verbraucher, steuert sie intelligent und sorgt dafür, dass alles optimal zusammenspielt. Unsere Anlagen sind individuell auf den Kunden zugeschnitten und auf eine langfristige Zusammenarbeit von 10, 15 oder 20 Jahren ausgelegt. So schaffen wir über viele Jahre einen nachhaltigen wirtschaftlichen Vorteil.
Ressourcen für Energieinfrastruktur und Energiemanagement aufbauen möchten.
Unser Konzept lässt sich im Wesentlichen auf drei Begriffe reduzieren: lokale Stromerzeugung, smartes Energiemanagement und langfristige Partnerschaften.
Was ist Ihr größter Wettbewerbsvorteil?
Was ist der Unterschied zwischen Ihrem Price Protect und einem klassischen Stromvertrag?
Sie sind seit 25 Jahren in der Energiebranche unterwegs. Was hat Sie zu Wattstor gezogen?
Wir verbinden das Beste aus zwei Welten: einen garantierten Preis mit einer festen Obergrenze – und gleichzeitig die Flexibilität eines dynamischen Tarifs. Für unsere Kund:innen bedeutet das Planungssicherheit nach oben und die Möglichkeit, von günstigen bzw. negativen Marktpreisen zu profitieren. So lassen sich Stromkosten langfristig kalkulieren, ohne auf die Vorteile eines flexiblen Strommarkts zu verzichten. Unser Modell ist besonders für Unternehmen interessant, die keine eigenen
Unser größter Vorteil ist die integrierte Lösung aus einer Hand in einer langfristigen Partnerschaft. Wir übernehmen Technik, Finanzierung und Betrieb und stimmen alle Elemente intelligent aufeinander ab. Unsere Kund:innen haben somit nur einen Ansprechpartner, keinen organisatorischen Aufwand und kein finanzielles Risiko.
In den rund 20 Jahren, in denen ich mich bereits mit Themen der Energiewende beschäftige, habe ich gelernt, dass die Zukunft in der integrierten Betrachtung von Technologie, Software, Finanzierung und Energieversorgung liegt. Genau diesen Ansatz setzen wir bei Wattstor um. Wir haben schon mehr als 200 Projekte in ganz Europa umgesetzt und die Wattstor GmbH ist bereits das vierte Unternehmen, das ich aufbaue. Wer sollte sich jetzt an Sie wenden?
Unsere Zielgruppe sind Geschäftsfüh-
Wattstor verbindet Batteriespeicher, Photovoltaik und intelligente EnergiemanagementSoftware. Welchen Vorteil bringt diese Kombination?
Unser Vorteil ist ein voll integriertes Gesamtsystem aus Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligenter Software. Wir stimmen alle Komponenten aufeinander ab und übernehmen Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb. Unsere Kund:innen beziehen den Strom, ohne selbst zu investieren oder technische Risiken tragen zu müssen, und gleichzeitig optimieren wir die Anlage laufend und sorgen für mehr Unabhängigkeit von Strompreisen und Marktschwankungen.
Wattstor ist der Next-Generation-Stromversorger, der Unternehmen dabei unterstützt, ihre Energieversorgung nicht dem Markt zu überlassen. Wattstor ermöglicht Gewerbe- und Industrieunternehmen, Strom dort zu erzeugen, zu speichern und intelligent zu steuern, wo er benötigt wird: am eigenen Standort. Als NextGeneration-Stromversorger verbindet Wattstor moderne Energietechnologie mit einer langfristigen wirtschaftlich fairen Partnerschaft. www.wattstor.com/de
Jochen Schneider,
Geschäftsführer der Wattstor GmbH
In den rund 20 Jahren, in denen ich mich bereits mit Themen der Energiewende beschäftige, habe ich gelernt, dass die Zukunft in der integrierten Betrachtung von Technologie, Software, Finanzierung und Energieversorgung liegt. rer:innen im Mittelstand, die sich nicht jedes Jahr aufs Neue mit dem Thema Strom beschäftigen wollen. Sie möchten ihre Energieversorgung langfristig lösen, auf lokal erzeugte, grüne Energie setzen und sich damit unabhängiger von Marktschwankungen machen. Fotos: Wattstor GmbH, Andreas Jacob
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hotovoltaikanlagen, Batteriespeicher und intelligentes Energiemanagement eröffnen neue Möglichkeiten. Sie ermöglichen es, Energie selbst zu erzeugen, Verbrauch und Erzeugung besser aufeinander abzustimmen und stärker auf Preisschwankungen zu reagieren. Wer seine Stromversorgung heute aktiv gestaltet, kann ohne Investitionskosten besser kalkulieren, Versorgungssicherheit erhöhen und langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen.
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Regeln modernisieren SPEICHERREGULIERUNG
Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet voran – doch für ein stabiles Energiesystem werden weitere Bausteine benötigt. Im Interview erklärt Urban Windelen, Geschäftsführer des Deutschen Speicherverbands BVES, welche Rolle Energiespeicher übernehmen und warum moderne Rahmenbedingungen entscheidend für ihre Nutzung sind. Text: Armin Fuhrer Fotos: Presse, Michael Pointner/unsplash, American Public Power Association/unsplash
Urban Windelen, Geschäftsführer des Deutschen Speicherverbands BVES
Herr Windelen, der Ausbau von Windund Solarenergie kommt voran. Reicht das?
Der Ausbau von Erneuerbaren ist die Grundlage – aber noch kein funktionierendes Energiesystem. Man kann es mit einem Orchester vergleichen: Die verschiedenen Instrumente müssen im richtigen Moment geordnet zusammenspielen, dann entsteht gute Musik. Die dirigierende Rolle im Energiesystem übernehmen Energiespeicher. Sie sorgen dafür, dass Energie genau dann zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird. So machen sie unser Energiesystem zuverlässig und flexibel. Viele denken bei Speichern sofort an Batterien. Ist das nicht zu kurz gedacht?
Absolut. Batterien sind als Stromspeicher ein wichtiger Teil der Lösung. Doch wenn wir unsere Energieversorgung kosteneffizient und sicher aufstellen wollen, müssen wir nicht nur den Stromsektor, sondern auch Wärme und Verkehr betrachten. Dabei rücken
Wer die Chancen moderner Energiesysteme nutzen will, muss auch die Regeln modernisieren. insbesondere thermische Speicher für Heizwärme, aber auch für Hochtemperaturanwendungen in der Industrie in den Fokus. Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern die Aufgabe: Energie flexibel bereitzustellen. Energiespeicher sind kein einzelnes Produkt, sondern eine ganze Werkzeugkiste für die verschiedenen Anforderungen einer modernen Energieversorgung. Welche Vorteile bieten Speicher in Co-Location?
Co-Location verbindet Erzeugung und Speicher direkt an einem Standort. Überschüssiger Strom muss nicht abgeregelt werden, sondern kann zwischengespeichert und später genutzt werden. Das entlastet die Netze, erhöht die Auslastung bestehender Anschlüsse und macht erneuerbare Energien wirtschaftlicher. So holen wir mehr Nutzen aus der vorhandenen Infrastruktur, statt immer neue bauen zu müssen. Brauchen Energiespeicher eigene Regeln?
Ja. Speicher werden regulatorisch
noch als Erzeuger und Verbraucher eingeordnet, obwohl sie weder das eine noch das andere tun. Speicher sind ein eigenes systemisches Element. Sie verschieben Energie auf der Zeitebene. Das war im alten Energiesystem wenig notwendig, wird aber zunehmend unverzichtbar. Wer die Chancen moderner Energiesysteme nutzen will, muss auch die Regeln modernisieren. Nur dann können Speicher ihr Potenzial für Versorgungssicherheit,
bezahlbare Energie und den Wirtschaftsstandort Deutschland voll entfalten.
Entscheidend ist nicht die Technologie, sondern die Aufgabe: Energie flexibel bereitzustellen. ANZEIGE
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Energie strategisch statt kurzfristig steuern
Steigende Energiekosten, neue regulatorische Vorgaben und volatile Märkte erhöhen den Druck auf den Mittelstand. Gefragt sind Strategien, die Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit verbinden.
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olatile Märkte, steigende regulatorische Anforderungen und der Umbau hin zu einer klimafreundlichen Wirtschaft machen Energie zunehmend zu einem strategischen Thema. Gleichzeitig wächst der Investitionsdruck. Die Energieversorgung von Unternehmen befindet sich deshalb im Wandel. Nach der KfW-Unternehmensbefragung 2026 sehen 92 Prozent der Unternehmen Investitionsbedarf. Dennoch wollen nur 61 Prozent in den kommenden zwölf Monaten tatsächlich investieren. Als Gründe nennt die KfW unter anderem das schwierige wirtschaftliche Umfeld und erschwerte Finanzierungsbedingungen. Umso wichtiger werden Lösungen, die Energiebeschaffung, Eigenerzeugung, Speicher und Energieeffizienz zu einer tragfähigen Gesamtstrategie verbinden. Wie Unternehmen diesen Wandel erfolgreich gestalten können, erläutert Dr. Oliver Hoffmann, Chief Commercial Officer der meistro Gruppe. meistro unterstützt mittelständische Betriebe dabei, Energie ganzheitlich zu managen – von der strategischen Beratung über die intelligente Energiebeschaffung bis zur Umsetzung und dem laufenden Monitoring.
Weshalb fällt es vielen mittelständischen Unternehmen schwer, eine langfristige Energiestrategie zu entwickeln?
Energie ist heute ein strategischer Wettbewerbsfaktor, zählt in den wenigsten Unternehmen zum eigentlichen Kerngeschäft. Oft fehlen Zeit, Fachwissen und personelle Ressourcen. Zudem werden Verbrauchsdaten, Verträge und Einsparpotenziale häufig nicht zentral ausgewertet. Deshalb reagieren viele Unternehmen erst, wenn Preise steigen oder Verträge auslaufen. Aus Sicht von meistro braucht es zunächst Transparenz, um belastbare Entscheidungen treffen zu können. Was setzt den Mittelstand derzeit besonders unter Druck?
Volatile Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und steigende regulatorische Anforderungen erschweren die Planung. Gleichzeitig erwarten Kunden, Banken und Investoren nachvollziehbare Nachhaltigkeitsstrategien. Unternehmen müssen heute Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaziele gleichzeitig berücksichtigen. Genau hier unterstützt meistro mit einer integrierten Energieberatung und begleitet Unternehmen auch bei regulatorischen Anforderungen sowie dem ESG-Reporting. Einzelmaßnahmen oder Gesamtkonzept – worauf kommt es an?
Eine Photovoltaikanlage oder ein neuer
Dr. Oliver Hoffmann,
Chief Commercial Officer der meistro Gruppe Stromvertrag können sinnvoll sein, entfalten ihr Potenzial aber erst im Zusammenspiel. Photovoltaik, Batteriespeicher, langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements), flexible Beschaffungsmodelle und Energieeffizienz sollten als Gesamtsystem geplant werden. meistro verbindet diese Bausteine zu einer integrierten Energiearchitektur, schafft mit digitalen Dashboards Transparenz über Verbräuche und Einsparpotenziale und ermöglicht so eine wirtschaftlich optimierte Steuerung aller Energieflüsse. Wo liegen die größten wirtschaftlichen Potenziale?
Unternehmen können Energiekosten besser planen, Lastspitzen reduzieren und ihre Abhängigkeit von kurzfristigen Marktpreisen verringern. Je nach Risikoprofil lassen sich langfristig kalkulierbare und flexible Beschaffungsmodelle zudem sinnvoll kombinieren. Eigenerzeugung, Speicherlösungen und langfristige Stromlieferverträge ergänzen diesen Ansatz. Gleichzeitig entstehen belastbare Daten
Die meistro Gruppe ist seit 20 Jahren der ganzheitliche Energiepartner für den Mittelstand und begleitet Unternehmen mit Energieversorgung, Energieberatung und Energieerzeugung auf dem Weg in eine effiziente, nachhaltige und wirtschaftliche Energiezukunft. www.meistro.de
Unternehmen müssen heute Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaziele gleichzeitig berücksichtigen. für Energiecontrolling, ESG-Berichte und Investitionsentscheidungen. meistro bündelt Beratung, Energiebeschaffung, Effizienzmaßnahmen und Monitoring in einem integrierten Ansatz. Ziel ist nicht die technisch größte, sondern die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für den jeweiligen Betrieb. Wie gelingt der Einstieg in die Transformation der Energieversorgung?
Am Anfang steht eine strukturierte Bestandsaufnahme von Verbrauch, Lastprofilen, Verträgen und technischer Infrastruktur. Anschließend werden Ziele wie Kostensenkung, Versorgungssicherheit oder CO₂-Reduktion definiert und passende Maßnahmen priorisiert. Die meistro Gruppe begleitet Unternehmen dabei als langfristiger Sparringspartner – von der Analyse über die intelligente Energiebeschaffung bis zur Umsetzung und dem kontinuierlichen Monitoring. So entsteht eine Energieversorgung, die wirtschaftliche Stabilität, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit miteinander verbindet.
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Energieberatung – der stille Gewinnbringer C O N S U LT I N G
Unternehmen sparen Kosten und sichern sich Wettbewerbsvorteile, wenn sie Experten engagieren, die den Energieverbrauch analysieren und senken. Text: Armin Fuhrer Foto: Pavel Danilyuk/pexels
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tifiziert die größten „Kostenlecks“, die im hektischen Tagesgeschäft oft unsichtbar bleiben. Die Grundlage ist eine präzise Energieverbrauchsanalyse, die Lastprofile und Verbrauchsmuster transparent macht. Eine fundierte, professionelle und neutrale Energieberatung ist also eine echte strategische Analyse. Und wichtig ist: Alles hängt mit allem zusammen, nichts darf isoliert betrachtet werden.
n Zeiten explodierender Energiekosten und wachsenden Drucks zur Nachhaltigkeit sitzen viele Unternehmen auf einer schlafenden Ressource: Effizienz. Um aber herauszufinden, wo mögliche Schwachstellen liegen, braucht es eine professionelle Energieberatung. Während Privathaushalte oft an Thermostate denken, geht es in der gewerblichen Energieberatung um strategische Wettbewerbsvorteile, die sich als sehr wichtig im Konkurrenzkampf mit Mitbewerbenden herausstellen können. Sie ist der systematische Schlüssel, um Betriebskosten dauerhaft zu senken und auch die Klimabilanz zu verbessern.
Eine professionelle Beratung folgt dabei einem klaren Prozess: Von der Initialberatung und detaillierten Ist-Analyse über die Entwicklung eines maßgeschneiderten Maßnahmenkatalogs bis hin zur Unterstützung bei der Umsetzung und Erfolgskontrolle. Die Priorität liegt auf wirtschaftlichen Investitionen mit einer kurzen Amortisationszeit. Oft sind es „Quick-Wins“ wie die Optimierung von Beleuchtung, Lüftung oder der Hydraulik im Heizsystem, die mit überschaubarem Aufwand fünfstellige Einsparungen pro Jahr bringen. Die Investition in eine Energieberatung rentiert sich mehrfach. Sie senkt nicht nur
Bei einer professionellen Energieberatung für Unternehmen handelt es sich um eine ganzheitliche Betriebsprüfung. Zertifizierte Berater analysieren nicht nur den Gebäudebestand, sondern vor allem die prozessorientierten Energieflüsse. Wo entweicht Wärme in der Produktion? Läuft die Druckluftanlage ineffizient? Wie kann Abwärme genutzt werden? Diese systemische Analyse iden-
direkt und dauerhaft die Betriebskosten und steigert damit die Wettbewerbsfähigkeit, sondern erfüllt gleichzeitig die wachsenden ESG-Anforderungen (Environment, Social, Governance) und verbessert das Unternehmensimage. Zudem macht sie das Unternehmen unabhängiger von Energiepreisschocks. Staatliche Förderprogramme der BAFA und Kf W reduzieren das finanzielle Risiko der Erstberatung und der folgenden Investitionen erheblich. Für den Mittelstand ist die professionelle Energieberatung heute daher kein Luxus oder eine zu vernachlässigende Maßnahme mehr, sondern ein betriebswirtschaftliches Muss. Sie verwandelt den Faktor Energie vom reinen Kostenblock in eine steuerbare Größe. Während die
Die Investition in eine Energieberatung rentiert sich mehrfach. Unsicherheiten für Unternehmen immer größer werden, bietet sie Planbarkeit – und ermöglicht es, frei werdende Mittel für das eigentliche Geschäft einzusetzen. Wer langfristig am Markt bestehen will, sollte daher seine Energieströme so genau kennen wie seine Finanzen. Die Energieberatung stellt somit keinen Kostenfaktor dar, sondern eine Investition. Das ist gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten für Unternehmen eine sehr interessante Aussicht.
terralayr – Partner Content
Strom braucht ein Gedächtnis Mit mehr Wind- und Solarstrom wächst die Bedeutung von Speichern. Doch ihr Potenzial entscheidet sich auch an Finanzierung und Vermarktung.
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trom entsteht zunehmend nicht dann, wenn er gerade gebraucht wird. Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie wird es deshalb wichtiger, Erzeugung und Verbrauch zeitlich voneinander zu entkoppeln. Großbatterien können überschüssige Energie aufnehmen und später wieder ins Netz einspeisen. Damit stabilisieren sie das Stromsystem und können zugleich den Bedarf an teurer fossiler Erzeugung verringern. Doch für einen breiten Ausbau müssen sich die hohen Investitionen langfristig rechnen. terralayr entwickelt, besitzt und betreibt Großbatteriespeicher und vermarktet zusätzlich Speicherkapazitäten über eine digitale Flexibili-
der passende Mix aus Planbarkeit und Renditechancen schaffen und die Finanzierbarkeit eines Projekts verbessern.
Mikko Preuß,
Chief Commercial Officer von terralayr tätsplattform. Wie das Geschäftsmodell funktioniert, erläutert Mikko Preuß, Chief Commercial Officer von terralayr. Herr Preuß, Großbatteriespeicher erfordern hohe Investitionen. Wie macht terralayr solche Projekte wirtschaftlich planbar?
Ein Speicher kann kurzfristig am Strommarkt vermarktet werden. Das bietet Erlöschancen, ist aber naturgemäß volatil. Alternativ lassen sich langfristige Verträge schließen, bei denen etwa Energieunternehmen Speicherkapazität pachten. terralayr verbindet beide Ansätze. Über unsere Technologieplattform kann selbst eine einzelne Batterie mehrere Umsatzkanäle bedienen. So lässt sich Mehr Informationen über terralayr unter: www.trlyr.com
Welche Möglichkeiten eröffnet Ihre Flexibilitätsplattform den Betreibern?
Wir schließen den physischen Speicher an unsere Plattform an und erzeugen einen digitalen Zwilling. Dadurch können wir die Anlage virtualisieren und beispielsweise in mehrere Teile aufteilen, die von unterschiedlichen Marktteilnehmern genutzt werden. Betreiber können ihre Vermarktung damit diversifizieren und Risiken besser steuern. Das trägt dazu bei, Speicher wirtschaftlicher zu betreiben und ihren Ausbau zu erleichtern. Wie arbeitet terralayr mit Projektentwicklern und anderen Partnern zusammen?
Wir entwickeln und betreiben eigene Großbatteriespeicher und wollen diese Anlagen langfristig halten. Gleichzeitig arbeiten wir mit Projektentwicklern zusammen und kaufen Projektrechte. Dabei
können wir uns früh verbindlich zur Abnahme verpflichten, was den Entwicklern Planungssicherheit gibt. Flächeneigentümer profitieren von langfristigen Pachtverträgen. Unsere Betreibergesellschaften sind so strukturiert, dass ein erheblicher Teil des Steueraufkommens in der Kommune bleibt. Wo liegen derzeit die größten regulatorischen Hürden für den Ausbau?
Das größte Risiko für Investitionsentscheidungen ist aktuell häufig der Netzanschluss. Deutschland hat mehr als 800 Verteilnetzbetreiber, aber keinen einheitlichen Standard für die Anschlussbedingungen. Hinzu kommt Unsicherheit bei den Netzentgelten. Für Investoren ist entscheidend, dass sich die Rahmenbedingungen langfristig kalkulieren lassen. Wir brauchen deshalb bundesweite Mindeststandards für flexible Netzanschlüsse und einen einheitlichen Prozess zur netzseitigen Bewertung von Speichern. Das würde mehr Planbarkeit schaffen und Investitionen erleichtern.
Gantner Instruments GmbH – Partner Content
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Speicher steuern, Anlagen schützen Effizientes Kraftwerksmanagement verbindet leistungsfähige Steuerung mit robusten Sicherheitskonzepten.
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eutschland hat beim Ausbau der Erneuerbaren viel erreicht. Mehr als 125 Gigawatt Photovoltaikleistung sind inzwischen installiert1, verteilt auf über sechs Millionen Anlagen, und auch Batteriespeicher wachsen schnell. Damit verschiebt sich die zentrale Frage der Energiewende: Nicht mehr nur, ob genügend Strom erzeugt wird, sondern ob er zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar ist. Dafür müssen Solarparks, Speicher und Stromnetz intelligent zusammenspielen – und ihre Steuerung gegen unbefugte Zugriffe geschützt sein. Ein typischer Sommertag zeigt die Komplexität: Hohe Solarstromproduktion und niedrige Mittagspreise schaffen günstige Bedingungen für das Laden. Für die Abendstunden muss jedoch ausreichend Kapazität verfügbar bleiben, wenn Bedarf und Preise steigen. Batteriespeicher können diese zeitliche Lücke schließen, doch ihr Ausbau wird durch langwierige und uneinheitliche Netzanschlussverfahren, fehlende Standards und unzureichende Digitalisierung gebremst.² Werden Solarpark und Speicher gemeinsam betrieben, müssen Erzeugung, Batterie, Stromnetz und Strommarkt laufend aufeinander abgestimmt werden. Problematisch wird es, wenn dafür getrennte Systeme zuständig sind: Die Kraftwerkssteuerung reagiert auf Netz und Markt, das Batteriemanagement überwacht vor allem technische Grenzen und Batteriezustand. Bei großen Anlagen können daraus Millionen Messwerte in Echtzeit entstehen und beide Systeme müssen ihre Entscheidungen ständig miteinander abstimmen. Im Juni 2026 warnten BSI und Bf V3 davor, dass staatliche Cyberakteure Photovoltaikanlagen in Deutschland auskundschaften. Das Risiko geht dabei weit über Datenverlust hinaus: Wer Zugriff auf die Anlagensteuerung erlangt, kann direkt in den Betrieb eingreifen. Anders als einen Bürorechner kann man eine industrielle Anlage im Falle eines Cybervorfalls jedoch nicht einfach vom Netz nehmen. Sie muss auch unter diesen Bedingungen sicher weiterbetrieben werden können. Ener-
gie- und Cybersicherheit werden damit zu zwei Seiten derselben Aufgabe. „Die digitale Steuerungsebene ist der größte Hebel für Versorgungssicherheit und gleichzeitig eine zentrale Angriffs-fläche. Wer Kraftwerkssteuerung und Batteriemanagement in getrennten Systemen betreibt, verlagert Zielkonflikte an deren Schnittstellen. Das kostet Reaktionszeit, und im Zweifel auch Lebensdauer der Batterie“, sagt Jörg Scholz, Geschäftsführer der Gantner Instruments GmbH, ein weltweit führender Anbieter von Überwachungs-, Steuerungs- und Cybersicherheitslösungen für Energieprojekte im Versorgungsmaßstab. Das Technologieunternehmen sieht die Lösung in einer gemeinsamen Steuerungsebene: Derselbe Power Plant Controller, der die PV-Anlage regelt, koordiniert auch die Batterie auf Kraftwerks- und Netzanschlussebene. Das Batteriemanagementsystem bleibt für die internen Schutz- und Zustandsfunktionen der Batterie zuständig. Funktionen wie die zeitliche Verschiebung der Energieerzeugung (Energy Shifting), die Reduktion von Leistungsspitzen (Peak Shaving) oder das schnelle Begrenzen von Leistungsschwankungen lassen sich direkt koordinieren. Wetter-
Jörg Scholz,
Geschäftsführer der Gantner Instruments GmbH und Strompreisprognosen ermöglichen einen vorausschauenden Betrieb. „Der Engpass der Energiewende ist längst nicht mehr die Erzeugung und auch nicht die Batterie, sondern die Frage, wie gut und wie sicher wir all das steuern“, betont Jörg Scholz. Moderne Steuerungsplattformen benötigen daher verschlüsselte Kommunikation, sichere Zugriffskonzepte und robuste Update- und Überwachungsmechanismen, die Betreiber bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen wie NIS2 unterstützen und künftige Produktanforderungen aus dem Cyber Resilience Act berücksichtigen. Bei Gantner Instruments schafft die herstellerunabhängige Steuerung eine neutrale Ebene und reduziert die Abhängigkeit von
Der Engpass der Energiewende ist längst nicht mehr die Erzeugung und auch nicht die Batterie, sondern die Frage, wie gut und wie sicher wir all das steuern. Lieferanten und deren Clouds. Ein ISO27001-zertifiziertes Hosting in Deutschland, klare Zugriffsrechte und definierte Datenflüsse unterstützen die Datenhoheit des Anlagenbetreibers. Auch bestehende Systeme lassen sich auf diese Weise erweitern. Als Managed Service überwacht Gantner Instruments den Anlagenbetrieb laufend, ohne dass Betreiber dafür ein eigenes OT-Team aufbauen müssen. Wie vorausschauendes und geschütztes Energiemanagement aussieht, zeigt der Energiepark Witznitz südlich von Leipzig. Auf rund 500 Hektar ehemaliger Braunkohlefläche steht einer der größten Solarparks Europas: 650 Megawatt, über 1,1 Millionen Module, rund 3.500 Wechselrichter und 207 Trafostationen. Die Anlage ist direkt an das 380-Kilovolt-Übertragungsnetz angeschlossen und wurde ohne staatliche Förderung über einen langfristigen Stromliefervertrag finanziert. Eine Größenordnung, mit der ein Solarpark zunehmend zur systemrelevanten Kraftwerksinfrastruktur wird. 1 BSW-Solar / Solarserver, 14.07.2026: PV-Ausbau im ersten Halbjahr 2026, über 125 GW installiert, mehr als 6 Mio. Anlagen, solarserver.de. 2 Lt. BSW-Solar, 22.06.2026: „Batteriespeicher wachsen rasant, Ausbau bis 2029 dennoch unsicher“ (Datenbasis Bundesnetzagentur), solarwirtschaft.de. 3 BSI und BfV, 03.06.2026: Gemeinsamer Sicherheitshinweis „Auskundschaftung schlecht geschützter PV-Anlagen durch staatliche Cyberakteure“, Kritikalität 1, bsi.bund.de.
Mehr Informationen über die Gantner Instruments GmbH unter: www.gantner-environment.com
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Zirkularität ist Deutschlands nächste Wachstumschance RESILIENZ
Deutschland steht an einem Wendepunkt. Eine aktuelle Studie des BDI und der Boston Consulting Group zeigt: Die Circular Economy ist keine ökologische Pflichtaufgabe, sondern einer der größten industriellen Hebel für nachhaltiges Wachstum, die uns verbleiben.
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Foto: BDI / Jana Legler
chon heute erwirtschaftet die industrielle Kreislaufführung von Materialien und Produkten in Deutschland eine Bruttowertschöpfung von rund 60 Milliarden Euro; bis 2045 kann dieser Wert auf bis zu 125 Milliarden Euro steigen. Kumuliert entsteht so ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial in der Industrie von bis zu 880 Milliarden Euro. Zur Einordnung: Die deutsche Industrie erwirtschaftet laut Statistischem Bundesamt rund ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung, bei einem Bruttoinlandsprodukt von zuletzt rund 4,47 Billionen Euro. Konzentriert auf den industriellen Ausschnitt der Volkswirtschaft wiegen die Zahlen zum Wachstumspotenzial also ungleich schwerer, als es die absolute Summe vermuten lässt. Hinzu kommt ein globaler Markt für digitale Technologien, Produkt-Innovationen sowie Sortier- und Recyclingtechnologien von mehr als 150 Milliarden Euro, für den sich deutsche Unternehmen jetzt positionieren können. Zirkularität ist Wachstumsstrategie, kein Kostenfaktor. Resilienz wird heute oft verkürzt auf die Frage der Rohstoffabhängigkeit gedacht, und tatsächlich sind die Zahlen alarmierend: Bei Lithium, Nickel und Seltenen Erden liegt Deutschlands Importquote bei über 99 Prozent, allein 66 Prozent der Seltenen Erden kamen 2024 aus China. Doch Resilienz ist mehr als Rohstoffabhängigkeit. Als Liefernetzwerke 2021 ins Magazine Ad Print File.pdf
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Stocken gerieten oder sogar zusammenbrachen, kostete das die deutsche Industrie rund 40 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung. Zirkuläre Wertschöpfung verkürzt Wege, senkt die Abhängigkeit von volatilen Weltmärkten und macht Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber genau solchen Schocks. Bis 2045 ließe sich die Importquote bei Seltenen Erden um 20 bis 40 Prozent und bei strategischen Batteriematerialien um 10 bis 15 Prozent senken. Resilienz entsteht so nicht allein am Rohstofflager, sondern in der gesamten industriellen Struktur. Doch ohne betriebswirtschaftlichen Realismus wird uns der Sprung ins zirkuläre Zeitalter nicht gelingen. Der Übergang kostet: rund 20 Milliarden Euro Investitionen in zirkuläre Infrastruktur sind bis 2045 mindestens nötig, nur drei bis vier Prozent des jährlichen Industrie-Investitionsvolumens, volkswirtschaftlich betrachtet meist amortisiert in wenigen Jahren. Trotzdem zögern viele Unternehmen, denn die klassische Investitionsrechnung rechnet zirkuläre Projekte oft ärmer, als sie sind: Sie erfasst den ersten Verkauf, aber nicht den Wert, der über mehrere Nutzungszyklen entsteht, die Absicherung gegen Rohstoffpreisschwankungen und der Beitrag zum Klimaschutz, die Robustheit gegenüber Lieferkettenausfällen, die engere Kundenbindung durch wiederkehrende Rücknahme- und Servicekontakte. Wer das nicht mitrechnet, unterschätzt
18/09/26
Dr. Claas Oehlmann, MBA, Geschäftsführer BDI-Initiative Circular Economy
Resilienz entsteht so nicht allein am Rohstofflager, sondern in der gesamten industriellen Struktur. zirkuläre Investitionen systematisch. Entscheidend ist deshalb, zirkuläre Strategien als unternehmerisches Kerngeschäft zu denken, beginnend beim Produktdesign – langlebig, reparierbar, wiederverwendbar – und fortgesetzt im Geschäftsmodell: Remanufacturing und Refurbishment haben, gerade bei langlebigen Gütern, schon heute das Potenzial, auskömmliche Margen zu erzielen. Es geht insgesamt nicht darum, Idealismus gegen Wirtschaftlichkeit auszuspielen. Vielmehr muss sich die Wirtschaftlich-
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Klimaschutz braucht lebendige Wälder. Ökosysteme stärken. Klima schützen.
Werde Teil der Lösung: pp.eco/spenden
keit noch viel stärker in der Gesetzgebung widerspiegeln, die Zirkularität für Unternehmen ermöglichen soll. Denn am Ende muss der Rahmen für unternehmerisches Handeln stimmen, damit Investitionen in den Kreislauf ausgelöst werden. Wir wollen nicht in eine Compliance-Wirtschaft zum Selbstzweck hineinlaufen, sondern einen innovativen und positiven zirkulären Geist entfachen. Die drei Linien Wachstum, Resilienz und wirtschaftliche Tragfähigkeit gehören daher untrennbar zusammen. ANZEIGE
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Kreislauf statt Kompromisse EINBLICK
Recycling allein macht noch keine Kreislaufwirtschaft. Prof. Dr. Henning Wilts, Leiter des Forschungsbereichs Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut erläutert, welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen und warum funktionierende Märkte wichtiger sind als neue Ziele. Text: Thomas Soltau Foto: Presse
Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie ist ambitioniert. An welcher Stelle droht es an der Realität zu scheitern?
Das Aktionsprogramm wäre fast an der Frage einer stärker zirkulär ausgerichteten öffentlichen Beschaffung gescheitert. Dabei definieren schon heute geltende Gesetze, dass die öffentliche Hand bei ihren Bauvorhaben stärker auf recyceltes Material setzen soll, um hier einen grünen Leitmarkt zu etablieren. Jetzt wird es darauf ankommen, die im Aktionsprogramm definierten Kompromisse tatsächlich in der Praxis umzusetzen; ein Aktionsprogramm allein macht uns ja noch nicht zirkulärer. Ein aus meiner Sicht wichtiger Baustein wird dabei die Koordination zwischen Bund und Ländern sein, die hier aktuell noch sehr unterschiedlich ambitioniert agieren. Viele erklären die Rezyklatlücke mit fehlendem Material. Liegt das Problem nicht vielmehr darin, dass Neuware
Prof. Dr. Henning Wilts, Leiter des Forschungsbereichs Kreislaufwirtschaft am Wuppertal Institut
wirtschaftlich oft attraktiver ist als Rezyklate?
Die Europäische Kommission und auch die NKWS setzen stark auf das Instrument der Mindestrezyklatquoten, um eine verlässliche Nachfrage nach hochwertigem Rezyklat zu schaffen und damit Innovationen schneller zum Marktdurchbruch zu verhelfen. Gerade beim Kunststoffrecycling erleben wir jedoch aktuell eine Welle an Insolvenzen, weil insgesamt die Nachfrage nach Kunststoffen aus Europa zurückgeht. Dabei besteht kein Zweifel, dass mit steigenden
CO2-Preisen schon in wenigen Jahren Rezyklat kostengünstiger sein wird als Neuware – die Wettbewerbsfähigkeit der kunststoffverarbeitenden Industrie also davon abhängig sein wird, dass man Zugriff auf hochwertig recycelte Kunststoffabfälle hat. Wichtig sind daher Instrumente wie eine Ansparphase oder handelbare Rezyklatzertifikate, um diese wichtige Branche in Europa zu halten. Aber natürlich würde es der Kreislaufwirtschaft insgesamt helfen, wenn nicht umweltschädliche Subventionen einen effizienten Marktmechanismus verhindern würden. Mehrweg gilt als ökologischer Königsweg. Gibt es Fälle, in denen eine gut konzipierte Einwegverpackung nachhaltiger sein kann?
Sowohl ökologisch als auch ökonomisch bieten intelligente Mehrwegsysteme eindeutig die höheren Potenziale. Aber natürlich ist Mehrweg nicht per se nachhaltiger, der Produktionsaufwand und die Transportdistanzen sind normaler-
weise höher. Notwendig wäre daher eine stärkere Koordination von Mehrwegsystemen, z. B. durch gemeinsame Normung. Aus Sicht der VerbraucherInnen ist vor allem entscheidend, wie einfach sich Mehrweg in den Alltag integrieren lässt – der zentrale Ansatzpunkt ist eine Rückgabeinfrastruktur, wo man zuverlässig alle unterschiedlichen Mehrwegverpackungen zurückgeben kann. Wo setzt die Regulierung am falschen Ende an und welcher politische Denkfehler bremst den Übergang zur echten Kreislaufwirtschaft am stärksten?
Wir werden in Zukunft noch viel stärker die gesellschaftliche Akzeptanz zirkulärer Konzepte in den Blick nehmen müssen: Kreislaufwirtschaft kommt noch sehr technokratisch daher. Das Wuppertal Institut und die FernUniversität Hagen haben dazu den ersten Lehrstuhl für Circular Society gegründet, aber neben der Forschung braucht es die gesellschaftliche Debatte – Kreislaufwirtschaft ist nichts, was von allein passieren wird.
Nexarus – Partner Content
Re-Made: Das neue „Made in Germany“ Geschäftsmodelle für zirkuläre Wertschöpfung: x-fach mit einem Produkt Gewinn erwirtschaften und neue Zielgruppen erschließen.
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teigende Preise, Rohstoffabhängigkeiten, Ressourcenengpässe und die Natur, die das Tempo vorgibt: Vier Kräfte verändern die Spielregeln der Wirtschaft. Sie treffen Unternehmen quer durch alle Branchen und Größen. Denn die klassische lineare Logik – produzieren, verkaufen, nutzen,
Nadin-Shirin Zimmermann studierte Circular Economics und Impact Innovation an der Harvard University, gründete ein KI-Startup und engagiert sich als Mentorin und Jurymitglied im Münchner Innovationsökosystem.
entsorgen – lässt einen erheblichen Teil des Produktwerts ungenutzt. Wer linear produziert, verliert strukturbedingt rund ein Drittel des Wertes. Der steckt in Produkten, die nach einem Leben entsorgt statt weitergenutzt werden. Effizienz allein holt es nicht zurück. Dafür braucht es zukunftsfähige Geschäftsmodelle, die Produkte länger im Kreislauf halten und aus bisher verlorenem Wert neue Wertschöpfung machen.
Nadin-Shirin Zimmermann, Inhaberin von Nexarus
Im Gespräch mit der Expertin für zirkuläre Geschäftsmodelle, Nadin-Shirin Zimmermann. Mit Nexarus berät und begleitet sie Unternehmen dabei, Circular Economy anschlussfähig an unternehmerische Realitäten und messbar wirksam zu machen.
So wird aus einer komplexen Entscheidung ein kalkulierbarer Schritt und ein Geschäftsmodell, das sich rechnet.
Frau Zimmermann, der BDI beziffert 880 Mrd. Euro Wertschöpfungspotenzial für die deutsche Industrie*. Ist Kreislaufwirtschaft der Wachstumshebel, den Deutschland jetzt braucht?
Ingenieurskunst, das hat „Made in Germany“ groß gemacht. Jetzt kann „Re-Made in Germany“ das nächste Erfolgsmodell werden: Aus genau dem, was ein Unternehmen heute anbietet, wird eine zweite Ertragsquelle.
Absolut. Circular Economy ist der unternehmerische Vorteil, der unseren ressourcenarmen Standort absichert. Unsere Wertschöpfung liegt in höchster
Weitere Informationen über Nexarus unter: www.nexarus.de
Vorreiter realisieren mit Second-LifeModellen Wachstumsraten von 40 bis 70 % – bei höheren Margen als im bis-
herigen Kerngeschäft. Das sehen wir in B2C wie in B2B: Im Maschinenbau liegen die Margen im Remanufacturing bei über 30 %. Die größte Hürde ist dabei selten das Können. Es ist die Unklarheit vor der Investition: neue Technologien, neue Netzwerke, neue Materialien. Und die berechtigte Frage: Rechnet sich das für das eigene Produkt, bevor groß investiert wird? Und da setzt Nexarus an?
Ja, indem wir erst validieren und pilotieren, dann gemeinsam realisieren. Im Zentrum steht das richtige Geschäftsmodell, das sich am Markt trägt. Deswegen prüfen wir am Produkt, ob ein zirkuläres Modell wirtschaftlich funktioniert, in kleinem, messbarem Rahmen. Erst wenn der Pilot sich bewährt, geht es in die Breite. Den Wandel begleiten wir mit den Mitarbeitenden, bis das Unternehmen ihn eigenständig trägt. So wird aus einer komplexen Entscheidung ein kalkulierbarer Schritt und ein Geschäftsmodell, das sich rechnet. *„Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz: Chancen der Circular Economy für die deutsche Industrie“ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Boston Consulting Group (BCG) von Mai 2026.
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PETER BÖRKEY
Recycling allein reicht nicht mehr GROSSES INTERVIEW
Geopolitische Krisen, knappe Rohstoffe und der steigende Ressourcenbedarf machen Kreislaufwirtschaft zu einem strategischen Thema für Europas Wirtschaft. Peter Börkey, Circular Economy Lead bei der OECD, ordnet ein, warum künftig nicht das Recycling allein, sondern das Produktdesign über Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit entscheidet. Text: Thomas Soltau Foto: Presse
Deutschland galt lange als Vorreiter beim Recycling. Ist das heute noch berechtigt – oder überschätzen wir unseren Fortschritt auf dem Weg zu einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft?
Die Bundesrepublik gehört nach wie vor zu den leistungsstärksten Ländern in der OECD. Im Gegensatz zu ihrer Rolle in den 1990er- und 2000er-Jahren hat sie zuletzt jedoch eine weniger führende Rolle bei der Entwicklung ehrgeiziger neuer Strategien für die Kreislaufwirtschaft eingenommen, insbesondere solche, die über die Anforderungen der EU hinausgehen. Wie alle OECD-Länder muss Deutschland noch erhebliche Fortschritte erzielen, um die Kreislauffähigkeit seiner Wirtschaft zu erhöhen. Dies wird auch in der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie hervorgehoben, deren Ziel unter anderem darin besteht, den Anteil der Sekundärrohstoffe am
Rohstoffverbrauch von derzeit 13 Prozent bis 2030 zu verdoppeln. Viele Unternehmen betrachten Kreislaufwirtschaft inzwischen weniger als Umweltprojekt, sondern als Frage der Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Hat sich die Bedeutung des Themas durch die geopolitischen Krisen grundlegend verändert?
In den letzten Jahren hat die Kreislaufwirtschaft sowohl für Regierungen als auch für Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Dies zeigt sich etwa im geplanten EU-Kreislaufwirtschaftsgesetz, in der deutschen Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie in Unternehmensinitiativen wie den Bemühungen von Carrefour, durch Mehrweg- und Nachfülllösungen Verpackungsmaterial und Kosten zu reduzieren. Die geopolitischen Krisen verstärken diese Trends und rücken das Thema verstärkt von der Umwelt- in die Wirtschaftspolitik. China dominiert bei vielen kritischen Rohstoffen, gleichzeitig steigt der Bedarf durch Energiewende, Elektromobilität und Digitalisierung. Wie kann Europa seine Abhängigkeit verringern – und welchen Beitrag kann die Kreislaufwirtschaft dabei tatsächlich leisten?
Um diese Abhängigkeit zu verringern, gewinnt die Nutzung von Sekundärrohstoffen aus Recycling an Bedeutung. Laut Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA) könnten bis 2040 je nach Metall 20–30 Prozent der
weltweiten Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für die Energiewende aus Sekundärquellen gedeckt werden. Ebenso wichtig ist die Senkung des Rohstoffbedarfs durch langlebigere Produkte, Wiederverwendung und Reparatur. Die OECD berät Regierungen weltweit. Wo sehen Sie derzeit die größten Defizite in Deutschland und Europa – eher bei den politischen Rahmenbedingungen oder bei der konsequenten Umsetzung durch Wirtschaft und Verwaltung?
Die EU und Deutschland zählen zu den Vorreitern bei der Schaffung von Rahmenbedingungen für die Kreislaufwirtschaft. Viele Maßnahmen sind jedoch noch neu und befinden sich teilweise erst in der Umsetzung, weshalb ihre Wirkung bislang nur begrenzt sichtbar ist. Zudem müssen politische Maßnahmen häufig im Laufe der Zeit angepasst werden. Entscheidend sind daher eine konsequente Umsetzung und Kontrolle, die Möglichkeit zu schnellen Nachsteuerungen sowie eine dauerhaft starke politische Unterstützung. Recycling steht häufig im Mittelpunkt der Debatte. Sie betonen jedoch immer wieder, dass die entscheidenden Weichen schon beim Produktdesign gestellt werden. Was muss sich bei Entwicklung und Produktion ändern, damit eine echte Kreislaufwirtschaft gelingt?
Die Reduzierung des Materialeinsatzes und eine längere Nutzungsdauer von
Die geopolitischen Krisen verstärken diese Trends und rücken das Thema verstärkt von der Umwelt- in die Wirtschaftspolitik.
Produkten sind oft wirksamer als Recycling, da sie mehr wirtschaftlichen Wert erhalten und die Umwelt weniger belasten. Da diese Ansätze jedoch tiefgreifendere Veränderungen in Produktion und Konsum erfordern, brauchen sie stärkere politische Unterstützung. Mit der erweiterten Herstellerverantwortung sollen Unternehmen stärker für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte Verantwortung übernehmen. Reichen die bestehenden Regelungen aus, oder braucht Europa hier einen grundlegenden Kurswechsel?
Die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) hat wesentlich zur Steigerung der Getrenntsammlung und des Recyclings beigetragen. Da ihre Ziele inzwischen auch Produktdesign, Wiederverwendung und Reparatur umfassen sollen, muss sie weiterentwickelt werden. Dies erfordert mehr Reporting, Finanzierung und staatliche Aufsicht. Gleichzeitig könnten eine stärkere Harmonisierung der nationalen EPR-Systeme und weniger Marktfragmentierung Kosten senken und zusätzliche Effizienzgewinne ermöglichen.
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KREISL AUFWIRTSCHAF T
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„Wir müssen die Kettensäge ansetzen“ R O H S TO F F E
Es kommen günstige und saubere Kunststoffe aus China, die als Recyclingware deklariert sind. In der Folge schließen hierzulande Recyclinganlagen.
Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil beim Ausbau der wirtschaftlichen Unabhängigkeit – aber es gibt zu viele bürokratische Hürden. Text: Armin Fuhrer Foto: Presse
Herr Dr. Gosten, Deutschland ist bei vielen kritischen Rohstoffen, etwa Seltenen Erden, fast vollständig von Importen abhängig. Wie krisenfest ist unsere aktuelle Rohstoffstrategie angesichts der weltpolitischen Lage?
Wir hatten in Deutschland früher, politisch gewollt, einen sogenannten „Drittelmix“ für die Energieversorgung und die klare Vorgabe, aus keinem Land mehr als einen bestimmten Prozentsatz zu importieren. Deutschland hielt zahlreiche Beteiligungen an Bergwerken im Ausland. Dieser Pfad wurde in den Neunzigerjahren verlassen, obwohl die BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften) auf die Risiken hingewiesen hat. Als Folge des „Shareholder Value“ wurde vermeintlich nicht betriebsnotwendiges Vermögen an ausländischen Bergwerken verkauft. Während wir unsere Bilanzen schlanker machten, beschloss China bereits unter Deng Xiaoping, weltweit Einfluss auf jede wichtige Lieferkette zu nehmen. Heute wissen wir, dass diese Entwicklung hochgradig gefährlich ist und uns erpressbar macht.
Könnte die Kreislaufwirtschaft hier die Wende bringen?
Nach Auffassung der DGAW ist sie ist ein wichtiger Baustein, aber keine alleinige Lösung. Wir produzieren in Deutschland seit Jahrzehnten konstant über 400 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr. Dem steht ein Rohstoffeinsatz von 2,5 Milliarden Tonnen gegenüber. Selbst wenn wir alles perfekt recyceln und wieder in den Wirtschaftskreislauf integrieren würden, was physikalisch und chemisch unmöglich ist, könnten wir unseren Bedarf nicht annähernd decken. Woran scheitert eine konsequentere Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in der Industrie?
Es gibt massive Hürden im Umweltrecht. An Sekundärrohstoffe und den Umgang mit ihnen werden deutlich höhere Anforderungen als bei Primärrohstoffen gestellt. Die DGAW hat bereits 2009 darauf hingewiesen, dass der Recyclingbegriff keinen Bezug dazu hat, ob die statistisch recycelten Abfälle wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt werden. Zudem fehlt es uns für viele kritische
Was muss sich politisch ändern? Dr. Alexander Gosten Vorstandssprecher der DGAW (Deutsche Gesellschaft für Abfall- und Kreislaufwirtschaft e. V.)
Vor allem müssen wir die Kreislaufwirtschaft aus dem Umweltrecht ins Wirtschaftsrecht überführen.
Rohstoffe inzwischen an einer industriellen Infrastruktur. Während wir z. B. im E-Schrott-Sammeln gut sind, gibt es in ganz Europa nur noch wenige Betriebe, die kritische Metalle tatsächlich in hoher Qualität zurückgewinnen können. Ist China auch an dieser Stelle dominanter?
China bietet Stoffe zu Preisen an, bei denen deutsche Betriebe nicht wettbewerbsfähig sind. Wir erleben gerade z. B. beim Kunststoffrecycling ein Desaster:
Wir brauchen ein radikales Umdenken bei den Prioritäten. Kreislaufwirtschaft muss als nationale Aufgabe zum Erhalt des Industriestandortes begriffen werden. Die Kosten müssen als eine „Versicherungsprämie“ wie seinerzeit der Kohlepfennig begriffen werden. Vor allem müssen wir die Kreislaufwirtschaft aus dem Umweltrecht ins Wirtschaftsrecht überführen. Wenn wir die Fesseln nicht mit der „Kettensäge“ durchtrennen und Projekte der Kreislaufwirtschaft schneller umsetzen, werden wir im Wettbewerb dauerhaft zurückfallen. Fakten Beim Recycling von Papier, Glas, Schrott und Bauschutt ist Deutschland inzwischen erfolgreich. Dagegen gibt es bei Kunststoffen und Technologiemetallen noch einen hohen Nachholbedarf. Die Bundesregierung strebt im Rahmen der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) an, die Zirkularitätsrate in den nächsten Jahrzehnten auf über 30 % zu steigern.
evolvis – Partner Content
Kreislaufwirtschaft, die sich rechnet Zirkuläre Geschäftsmodelle können Ressourcen schonen und neue Erlösquellen erschließen. Kreislaufwirtschaft wird für Unternehmen zunehmend zum Geschäftsmodell. Product-as-a-Service oder Sharing zeigen, wie sich Produkte länger nutzen und vorhandene Ressourcen wirtschaftlich einsetzen lassen. Doch der Schritt vom Pilotprojekt in den Markt gelingt nur, wenn Geschäftsmodell, Kundennutzen und Skalierung zusammenpassen.
sind, hängt stark von Produkt, Kundensegment und Rahmenbedingungen ab.
efragt sind Lösungen, die sich im Alltag bewähren. Dabei lohnt der Blick über das eigene Unternehmen hinaus: Entlang von Lieferketten lassen sich Ressourcen neu nutzen, Stoff kreisläufe schließen und zusätzliche Wertschöpfung erschließen. Genau hier setzt evolvis an und bringt Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung zusammen. Gründerin und Kreislaufwirtschaftsberaterin Sonja Wegge weiß, wie daraus tragfähige Geschäftsmodelle entstehen.
Kundenerlebnis, Business Case und Skalierung müssen von Anfang an durchdacht und strategisch verankert werden. Dabei können positive Effekte auf Kundenbasis und -bindung entstehen. Zudem lohnt es sich, über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus zu denken. Ineffizienzen können entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifiziert werden. Partnerschaften mit Dienstleistern oder Marktbegleitern können Investitionshürden senken und die Time-to-Market reduzieren.
G
Welche zirkulären Geschäftsmodelle funktionieren besonders gut?
Für langlebige, elektronische Produkte und Maschinen werden mit Productas-a-Service und Wiederaufbereitung bereits sichtbare Umsätze generiert. Der Kunde profitiert von attraktiven Upgrade-Zyklen, optimiertem Cash-
Kundenerlebnis, Business Case und Skalierung müssen von Anfang an durchdacht und strategisch verankert werden. flow, niedrigeren Wartungskosten und Trade-in-Angeboten. Auch C2C-Plattformen für den Wiederverkauf von Konsumgütern sind etabliert. Dass für weitere Sektoren Potenzial besteht, zeigt auch die wachsende Zahl von Innovationen. Dies lässt sich etwa für Textilien, Elektronik, Bau und Lebensmittel beobachten. Neue Dienstleistungen erleichtern die Umsetzung. Viele dieser Ansätze befinden sich noch in der Skalierungsphase. Welche Modelle rentabel
Was unterscheidet Unternehmen, die mit zirkulären Geschäftsmodellen erfolgreich sind, von denen, die über Pilotprojekte nicht hinauskommen?
Welche Rolle können Kommunen spielen, um zirkuläre Geschäftsmodelle in Gang zu bringen?
Beschaffung und Liegenschaftsmanagement sind große Hebel für Kommunen, um die Vorteile zirkulärer Produkte und Services zu nutzen und dabei ein klares Nachfragesignal zu senden. Abfall-
evolvis bringt Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und entlang von Lieferketten zusammen, um aus bestehenden Ressourcen neue Wertschöpfung zu erschließen. www.evolvis.eu
Sonja Wegge, Beraterin für Kreislaufwirtschaft
Welche Modelle rentabel sind, hängt stark von Produkt, Kundensegment und Rahmenbedingungen ab. wirtschaftsbetriebe können zu Ressourcen-Hubs weiterentwickelt werden. Zusätzlich können Kommunen durch Flächenmanagement, Fördermittelvergabe oder Start-up-Ökosysteme als Katalysatoren wirken. Besondere Chancen bieten auch Unternehmensnetzwerke, die neue Partnerschaften zur Schließung lokaler Stoffströme ermöglichen.
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