DER
REISEFÜHRER DER GEMEINDE
GENUA
Sich fortzubewegen • Nützliche Nummern • Genua für Kinder • Genua nicht zu verpassen • Karten
Kunst und Kultur • Museen • Palazzi dei Rolli • Palazzo Ducale • Theater • Galleria Mazzini • Kirchen • Historische Geschäfte • Friedhof von Staglieno • Votivkapellen • Die mittelalterliche Stadt • Porto Antico • Villen und Parks • Spaziergänge und Ausblicke • Waterfront • Mauern und Festungen • Historisches Aquädukt • Meer und Strände • Veranstaltungen • Bootsmesse
Für einen angenehmen Aufenthalt • Hotels • Restaurants • Essen auf dem Markt • Sciamadde
LEITARTIKEL
Liebe Besucherinnen, liebe Besucher, herzlich willkommen in Genua. Dieser Reiseführer möchte Sie dabei begleiten, eine Stadt zu entdecken, die man am besten ohne Eile erkundet — Schritt für Schritt. Genua ist geprägt von Stein und Wind, von plötzlichen Lichtspielen und von engen Gassen, die sich unerwartet zu neuen Ausblicken öffnen. Es ist eine alte Stadt, die dennoch niemals stillsteht: jede Straße bewahrt ihre eigene Geschichte und erzählt zugleich von unserer Gegenwart. Wer nach Genua kommt, entdeckt die Altstadt, die Palazzi dei Rolli, den Porto Antico, Uferpromenaden mit stimmungsvollen Sonnenuntergängen, die Festungen, Parks und Museen sowie Stadtviertel mit ganz unterschiedlichen, zutiefst genuesischen Identitäten. Vor allem aber begegnet man einer Gemeinschaft, die im Laufe der Jahrhunderte gelernt hat, ihre facettenreiche Identität zu leben — zwischen Weltoffenheit und tiefer Verbundenheit mit den eigenen Wurzeln, zwischen Arbeit und Schönheit, zwischen Meer und Hügeln. Unser Ziel ist es, Genua zu einer gastfreundlichen und barrierefrei zugänglichen Stadt zu machen. Gastfreundschaft bedeutet, Dienstleistungen, Wege und Möglichkeiten zum Entdecken anzubieten. Sie bedeutet aber auch, unsere Gäste einzuladen, die Stadt mit Respekt und Aufmerksamkeit zu erleben — im Bewusstsein ihres kulturellen Erbes, ihrer Bewohnerinnen und Bewohner, ihrer Empfindsamkeit und ihrer außergewöhnlichen Lebendigkeit. Dieser Reiseführer lädt Sie ein, Genua in all seiner Vielfalt kennenzulernen: von den bekannten Sehenswürdigkeiten bis zu den versteckten Winkeln, von den Kulturstätten bis zu den Orten des täglichen Lebens. Jeder Besuch kann zu einer besonderen Begegnung werden — wenn er von der Neugier getragen ist, eine Stadt zu entdekken, die sich Ihnen nach und nach erschließt. Im Namen der Stadtverwaltung heiße ich Sie herzlich willkommen. Ich hoffe, dass Ihnen diese Seiten den Weg weisen. Lassen Sie sich überraschen — Genua bleibt den Menschen, die die Stadt kennenlernen, lange in Erinnerung. Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt und einen angenehmen Weg durch unsere Stadt.
Silvia Salis Bürgermeisterin von Genua
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Foto: C. Fanni
LEITARTIKEL
Herzlich willkommen in Genua, einer einzigartigen Stadt, die mit ihrer facettenreichen und authentischen Persönlichkeit immer wieder überrascht. Eingebettet zwischen Hügeln und Meer prägt diese jahrhundertalte Verbindung unseren Charakter. Unsere Stadtmauern und Festungen erzählen von Verteidigung und Gemeinschaft, während sich die Natur ihre Räume zurückerobert und so ein überraschendes Gleichgewicht schafft. Beim Spaziergang durch die Caruggi, die engen Gassen unserer zum UNESCO-Welterbe gehörenden Altstadt, begegnen Sie lebendiger europäischer Geschichte. Nur wenige Schritte weiter erwarten Sie historische Stadtviertel, herrschaftliche Villen an terrassierten Hängen und Wege, die hinauf in die Höhen führen und Ausblicke von zeitloser Schönheit eröffnen. Unser Meer ist weit mehr als eine eindrucksvolle Kulisse: Es beherbergt eine für ein städtisches Umfeld außergewöhnliche Artenvielfalt und bildet ein wertvolles Ökosystem, das wir mit großer Verantwortung schützen. Dieser Reiseführer stellt Ihnen eine Stadt vor, die sich bewusst der Nachhaltigkeit verpflichtet — in dem Wissen, dass der Tourismus der Zukunft auf Respekt vor den Orten, auf der Wertschätzung der lokalen Gemeinschaften und auf authentischen Erlebnissen beruht. Genua ist all das: eine Stadt mit unzähligen Facetten, zugleich kompakt und von erstaunlicher Vielfalt, bereit, sich all jenen zu öffnen, die sie mit Neugier und Respekt entdecken möchten. Lassen Sie sich von ihrer vielschichtigen Schönheit begeistern — von den versteckten historischen Vierteln bis zu den Wundern des Meeres, von den Wegen zu den Festungen bis zur Pracht der Rolli-Paläste. Im Namen der Stadtverwaltung wünsche ich Ihnen, dass Sie ein Stück dieser Stadt in Ihrem Herzen mit nach Hause nehmen. Ich bin überzeugt, dass Genua Sie für immer in seinen Bann ziehen wird. Tiziana Beghin Stadträtin für Tourismus
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Inhalt 6
Sich in Genua fortzubewegen
Infopoint IAT – City Pass – Geführte Touren – Taxi – Autovermietung – Fahrradverleih – Segway Tours – Öffentliche Verkehrsmittel – Tickets und Karten
Notfälle und nützliche Nummern Genua für Kinder Genua nicht zu verpassen Karten Kunst und Kultur 36 Museen 48 Palazzi dei Rolli 72 Palazzo Ducale 74 Theater 78 Galleria Mazzini 80 Kirchen 90 Historische Geschäfte 104 Traditionslokale 106 Friedhof von Staglieno 107 Votivkapellen 108 Die mittelalterliche Stadt 112 Porto Antico 118 Villen und Parks 128 Spaziergänge und Ausblicke 130 Waterfront 132 Mauern und Festungen 134 Historisches Aquädukt 138 Meer und Strände 140 Veranstaltungen 154 Bootsmesse Für einen angenehmen Aufenthalt 158 Hotels 164 Restaurants 172 Essen auf dem Markt 174 Sciamadde 178 Bildunterschriften und Bildnachweise 13 14 18 28
Verlag Edizioni Liguri S.r.l. via XX Settembre 41/3 - 16121 Genova tel. 010 5532701 amministrazione@edizioniliguri.it
Druck TIBER Officine grafiche Via Industriale 24/26 25050 Rodengo Saiano (BS)
Redaktion und Produktion ARTA Studio editoriale www.artastudio.it Art Direktion & Layout Rolando Cassinari
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• Infopoint IAT
Touren Sich in Genua fortzubewegen •• Geführte Tickets und Karten
INFOPOINT IAT
GENOVA CITY PASS
Für touristische Informationen kontaktieren Sie: info@visitgenoa.it tel. 010 5572903
Der offizielle Touristenpass für Genua, der Sie bei der Erkundung der Stadt begleitet. Er wird automatisch und kostenlos bei der ersten Kartenbestellung erstellt und kann beliebig oft aufgeladen werden, um maximale Ersparnis und ein angenehmes Besuchserlebnis zu gewährleisten. Es gibt verschiedene Kartenoptionen für 24, 48 oder 72 Stunden, die den öffentlichen Nahverkehr (AMT) sowie je nach gewähltem Pass den Zugang zu Sehenswürdigkeiten und Museen beinhalten. www.genovacitypass.it
IAT Garibaldi Via Garibaldi 12 r Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9-18:20 IAT Porto Antico Ponte Spinola Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 9:30-18:20 (April bis Oktober) 9:30-16:50 (November bis März) IAT Flughafen Cristoforo Colombo Ankunft Öffnungszeiten: in Übereinstimmung mit den Ankunftszeiten der Flüge IAT Seestation Ponte dei Mille Öffnungszeiten: 8:30-12:20 in Übereinstimmung mit der Ankunft der Kreuzfahrtschiffe
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SICH IN GENUA FORTZUBEWEGEN
VISIT GENOA Visit Genoa ist die offizielle App der Stadtverwaltung von Genua. Sie bietet alle notwendigen Informationen zur Anreise und zum Aufenthalt in Genua sowie zu Fortbewegungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Durch virtuelle Touren, 3D-Bilder und Audiotexte in sechs Sprachen können Besucher die ikonischsten Orte Genuas entdecken.
GEFÜHRTE TOUREN Vom IAT-Büro in Via Garibaldi aus starten geführte Touren durch die Altstadt Genuas. Sie führen durch malerische Gassen und kleine Plätze, die stolze Hüter antiker Kirchen, Türme, elegante Portale und Votivkapellen sind. Die Touren umfassen: die Palazzi dei Rolli, prächtige Herrenhäuser mit beeindruckenden Fassaden aus Stuck, Marmor oder bemalten Dekorationen, großen Atrien, wunderschönen Gärten mit Brunnen und Nymphäen sowie mit Fresken geschmückten Sälen und wertvollen Kunstsammlungen; historische Geschäfte: traditionelle Läden und Handwerksbetriebe, die seit mindestens 70 Jahren bestehen; verborgene Schätze der Altstadt und charakteristische Stadtviertel Genuas. Weitere Informationen: www.visitgenoa.it/it/store
TAXI
• Online auf www.5966.it • Über mobile Apps: YOUR TAXI • Zahlungsmöglichkeiten: Bargeld, Kartenzalung (POS) oder über die Apple Pay, Google Pay und YOUR TAXI App.
AUTO Wer mit dem Auto nach Genua kommt, sollte eines der zahlreichen öffentlichen Parkhäuser nutzen. Die Altstadt befindet sich in einer verkehrsberuhigten Zone (ZTL), in die nur Anwohner mit Genehmigung einfahren dürfen. In den blauen Zonen (gekennzeichnet durch blaue Linien) ist das Parken für Nicht-Anwohner zeitlich begrenzt und gebührenpflichtig. Weitere Informationen: www.genovaparcheggi.it
MIETWAGEN Am Flughafen www.airport.genova.it Alamo tel. 010 6143056 - www.alamo.it Autovia tel. 010 6502051 - www.autovia.it Avis tel. 010 6507280 - www.avisautonoleggio.it Budget tel. 010 6512467 www.budgetautonoleggio.it Dollar tel. 010 6512525 - www.dollar.it Drivalia tel. 010 6140046 - www.drivalia.com
Der Taxiservice in Genua wird von der Genueser Radiotaxi-Kooperative verwaltet. Taxistandorte befinden sich in der Nähe der Bahnhöfe, des Flughafens Cristoforo Colombo, der Seestation sowie in verschiedenen Stadtgebieten.
Enterprise tel. 010 6143056 www.enterpriserentacar.it
Buchungsmöglichkeiten: • Telefonisch unter +39 010 5966
Hertz tel. 010 6012525 - www.hertz.it
Europcar tel. 010 6504881 - www.europcar.it
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Locauto tel. 010 6143056 - www.locautorent.com Maggiore tel. 010 6507280 - www.maggiore.it Sicily by Car tel. 010 6591536 - www.sicilybycar.it Sixt tel. 010 6512111 - www.sixt.it
Thrifty tel. 010 6012525 - www.thrifty.it
MIETWAGEN In der Stadt Cairocar (nur mit Chauffeur) Via Milano 164F/r - 16126 Genova tel. 010 587017 - www.cairocar.it Europcar Via Giuseppe Casaregis 46/1 16129 Genova tel. 010 5955428 - www.europcar.it Eurorent Via Milano 71 - 16126 Genova tel. 010 2466801 - www.eurorentge.it Ferrari Via Albaro 39 - 16145 Genova tel. 010 316923 ww.autonoleggioferrari.com Genovarent Via Eugenio Ruspoli 11A/r - 16129 Genova tel. 010 564003 - www.genovarent.it Hertz Via Eugenio Ruspoli 12 r - 16129 Genova tel. 010 5531003 - www.hertz.it Hertz - Terminal Traghetti Piazzale Iqbal Masih - 16126 Genova tel. 010 8907067 - www.hertz.it Maggiore Corso Sardegna 275 r - 16142 Genova tel. 010 8392153 - www.maggiore.it RentalPlus Via Giuseppe Casaregis 42/1 16129 Genova tel. 010 8565580 - www.rentalplus.it 8
Sixt Piazza Giuseppe Verdi 2 - 16121 Genova tel. 010 6512111 - www.sixt.it Toprent (nur mit Chauffeur) Via Voltri 12 - 16158 Genova tel. 335 7943004 - www.toprent.it
FAHRRADVERLEIH ZENAbyBIKE https://genovaparcheggi.com/it/bikesharing1.html Bikappa Bikes Corso Europa 186A - 16132 Genova tel. 373 7570101 https://bikappabikes.com/ Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 9-13/15-20 Uhr; Sonntag und Montag geschlossen. Reservierung empfohlen. Bike Fever 24/7 Via Lomellini 22 r - 16123 Genova tel. 010 3752824 / 351 8512959 www.bikefever.it Futurebike • Via al Ponte Reale 8 r - 16124 Genova tel. 010 4552918 - ge2@futurebikeitalia.it • Viale Brigate Partigiane 138 r 16129 Genova Tel. 010 8178369 ge4@futurebikeitalia.it • Via Sestri 194 r 16154 Genova Sestri Ponente tel. 010 4550312 ge3@futurebikeitalia.it www.futurebikeitalia.it Fahrrad- und Rollerverleih Corso Italia (bei der Kirche von Boccadasse) tel. 349 8499737 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 15-20; Samstag, Sonntag und Feiertage: 10-20 e-mail: noleggiobicicletteepattinigenova@fastwebnet.it
SICH IN GENUA FORTZUBEWEGEN
Seifuori Piazza Sciolla 1 - Bahnhof 16167 Genova Nervi tel. 351 5525365 www.seifuori.it Treecycle c/o Stazioni Marittime Via di Prè 121 r -16126 Genova tel. 340 4155861 www.treecycle.eu/noleggio/
der größten Fußgängerzone Europas im historischen Zentrum zu entdecken. Le Bighe del Bigo Genova Segway Tours Calata Cattaneo 18 - 16128 Genova tel. 010 0897269 - www.genovasegway.it
SEGWAY TOURS Der Segway ist ein persönliches Transportmittel mit einer Plattform auf zwei parallelen Rädern, das von zwei batteriebetriebenen Elektromotoren angetrieben wird. Es handelt sich somit um ein Fußgängermobil, das es ermöglicht, Orte zu erkunden, die sonst nur zu Fuß erreichbar wären. Genova Segway Tours bietet verschiedene Routen von unterschiedlicher Dauer an, um an Bord der “Bighe del Bigo”, geführt von einem Begleiter, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
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ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL STADTBUSSE, U-BAHN, AUFZÜGE UND SEILBAHNEN Der öffentliche Nahverkehr wird von AMT betrieben. Ein weit verzweigtes Netz verbindet die gesamte Stadt und ermöglicht es, sich in jede Richtung problemlos fortzubewegen. Das vollständige und integrierte System umfasst Busse, U-Bahn, Seilbahnen, Aufzüge, eine Fähre sowie Zahnrad- und Schmalspurbahnen: 139 Buslinien verbinden die Küstenachse von Voltri bis Nervi mit den Höhenlagen der Stadt sowie den beiden Tälern Valbisagno und Valpolcevera. 1 U-Bahn-Linie verbindet das Gebiet von Rivarolo im Valpolcevera mit dem Stadtzentrum. Sie verfügt über acht Stationen, die sich an den beiden Hauptbahnhöfen sowie an touristischen, kulturellen und kommerziellen Punkten der Stadt befinden: Brin, Dinegro, Principe, Darsena, San Giorgio, Sarzano/Sant’Agostino, De Ferrari, Brignole. 2 Seilbahnen – Sant’Anna und Zecca-Righi – verbinden das Stadtzentrum mit den höher gelegenen Stadtteilen. 1 Zahnradbahn, eine historische Anlage aus dem Jahr 1901, führt von der Bahnstation Principe ins malerische Hügelviertel Granarolo. 14 Aufzüge ermöglichen eine schnelle Verbindung zu den Hügelvierteln und verschiedenen Aussichtspunkten. 1 Schmalspurbahn verbindet Genova mit Casella im Hinterland. Die malerische Strecke führt durch drei grüne Täler: Bisagno, Polcevera und Scrivia. Informationen zu Geschichte, Strecke und Ticketkauf: www.ferroviagenovacasella.it. 1 Schiffslinie - Navebus verbindet Pegli mit dem Porto Antico auf dem Seeweg. Dieser Service ermöglicht es, das Stadtzentrum von Westen aus in nur 30 Minuten zu erreichen. Es ist zudem eine besondere Möglichkeit, die Stadt aus einer privilegierten Perspektive zu entdecken und gleichzeitig den Verkehr zu umgehen. 10
1 Airlink-Shuttle-Service, der mit der Bahn integriert ist, verbindet den Flughafen Cristoforo Colombo mit dem Bahnhof Sestri Ponente. Volabus ist der Expressdienst, der den Flughafen in etwa 30 Minuten mit den Bahnhöfen Genova Brignole und Genova Piazza Principe verbindet und dabei durch das Stadtzentrum fährt. Fahrpläne und Tarife unter: www.amt.genova.it Tickets Tickets für das AMT-Netz sind in den AMT-Verkaufsstellen, an Kiosken, in Tabakläden und in vielen weiteren Geschäften erhältlich. Bestimmte Ticketarten können über die AMTApp, an den ILA-Ticketautomaten an den wichtigsten Haltestellen oder per SMS (für Kunden von Tim, Vodafone und Wind Tre) erworben werden. Touristentickets sind zudem in den TourismusInformationszentren (IAT) erhältlich.
SICH IN GENUA FORTZUBEWEGEN
Ticketpreise: •
2,00 € - Einzelticket 110 Minuten Gültig für das gesamte Netz der Metropolregion
•
2,20 € - AMT + Trenitalia 110 Minuten Gültig für das gesamte AMT-Netz + Trenitalia im Stadtbereich (von Nervi bis Voltri, von Acquasanta bis Pontedecimo)
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5,00 € - Einzelticket 5 Stunden Gültig für das gesamte Netz der Metropolregion
• 10,00 € - Met Daily – 24 Stunden Gültig für das gesamte Netz der Metropolregion (weitere Ticketoptionen finden Sie auf der Website: www.amt.genova.it)
• 30,00 € - 24 Stunden für 4 Personen Gültig für das gesamte Netz der Metropolregion
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5,00 € - Eine Fahrt auf der Linie 782 Santa Margherita Ligure - Portofino
Weitere Informationen: www.amt.genova.it
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APP AMT Genova Über die offiziellen App des stãdtischen Nahverkehrsnetzes (kostenlos im App Store, bei Google Play sowie auf der AMT-Website erhätlich) können Sie Informationen zu Linien, Haltestellen, Verbindungen und Fahrplänen abrufen sowie die meisten Farhkartenarten erweben. Die über die AMT-App gekauften Fahrkarten sind sofort gultig. Weitere Informationen: www.amt.genova.it
GoGoGe GoGoGe ist die App, die den Zugang zu verschiedenen Mobilitätsdiensten, sowohl öffentlichen als auch privaten, ermöglicht. Sie integriert deren Nutzung und ermöglicht es, Zahlungen durchzuführen. Über die Plattform können Sie Ihre Reisen organisieren und zwischen verschiedenen Mobilitätsoptionen wählen: • AMT – Öffentlicher Nahverkehr, integriert mit der Bahn und dem regionalen Netz • Genova Parcheggi - Das umfangreiche Parkangebot der Stadt • Genova Elettra - Carsharing, Free-Floating-Service • Zug - Tickets für alle italienischen Ziele Die Integration dieser Dienste zielt darauf ab, den Einsatz nachhaltiger Transportlösungen zu fördern und die Benutzererfahrung sowohl in der Planung als auch in der Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, um die unterschiedlichen Transportbedürfnisse auf personalisierte Weise zu erfüllen.
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Notfälle und nützliche Nummern Die Notrufnummer für Notfälle ist die 112 (Carabinieri, Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst).
APOTHEKEN
Städtische Polizeikommando tel. 010 5570 - www.pmgenova.it
Apotheken, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche geöffnet sind:
Ärztlicher Notdienst Tel. 800 893580 von 20 bis 8 an Werktagen, 24 Stunden an Samstagen, vor Feiertagen und an Feiertagen P.A. Croce Bianca Genovese Piazza Palermo 25 - 16129 Genova tel. 010 363636 - www.crocebianca.it
KRANKENHÄUSER Azienda Ospedaliera Villa Scassi Ospedale Civile Sampierdarena Corso Onofrio Scassi 1 - 16149 Genova tel. 010 84911 http://www.asl3.liguria.it/ospedali/villa-scassisampierdarena.html Ente Ospedaliero Ospedali Galliera Via Alessandro Volta 8 - 16128 Genova tel. 010 56321 - www.galliera.it Istituto Giannina Gaslini Ospedale pediatrico Via Gerolamo Gaslini 5 - 16148 Genova tel. 010 56361 - www.gaslini.org Ospedale Evangelico Internazionale Sede di Castelletto: Corso Solferino 1A 16122 Genova Presidio di Voltri: Piazzale Gianasso 4 16158 Genova Voltri tel. 010 55221 - www.ospedale-evangelico.it Ospedale Policlinico San Martino Largo Rosanna Benzi 10 -16132 Genova tel. 010 5551 - www.ospedalesanmartino.it
GIFTINFORMATIONSZENTRUM c/o Ospedale Policlinico San Martino Viale Benedetto XV 10 - 16132 Genova tel. 010 352808
www.federfarmagenova.it
Farmacia Europa Corso Europa 676 r - 16148 Genova tel. 010 380239 Farmacia Ghersi Corso Buenos Aires 18 r - 16129 Genova tel. 010 541661 - www.farmaciaghersi.it Farmacia Pescetto Via Balbi 185 r - 16126 Genova tel. 010 261609 - www.farmaciapescetto.it
TIERNOTFÄLLE Tiernotdienst 24 Stunden am Tag: Centro Veterinario Genovese Via Carlo Barabino 102 r canc. 16129 Genova tel. 010 5955028 - 347 3356222 Clinica Veterinaria Foce Via Eugenio Baroni 26 r - 16129 Genova tel. 010 593949 Croce Bianca service secours animaux tel. 010 363636 Lipu tel. 335 1316084 www.lipugenova.org
NOTFALL IM AUTO ACI Straßenrettung: 803116 Notfallmaßnahmen der Verkehrspolizei: tel. 010 369011
NOTFALL AUF DEM MEER Blaue Nummer der Küstenwache: 1530 Hafenmeisterei: 010 27771
UMWELTNOTFALL Staatliches Forstkorps: 1515 13
Genua für Kinder Genua ist eine sehr kompakte Stadt, die leicht zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besichtigen ist. Diese Eigenschaft macht sie kinderfreundlich, aber auch das Meer bietet zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten für die Kleinen.
PORTO ANTICO, NICHT NUR AQUARIUM Neben dem Aquarium von Genua können sich die Kinder auch im Galata Meeresmuseum vergnügen, Geschichten über Schiffe, Seeleute und Entdecker anhören, auf einer Galeere oder einem Brigantine klettern, das aufregende Gefühl erle-
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ben, ein Schiff mitten in einem Sturm zu steuern und entdecken, wie sich im Laufe der Jahrhunderte die Schiffe der genuesischen Flotte verändert haben. Vor dem Eingang des Galata ist das U-Boot Nazario Sauro S518 festgemacht, das einzige italienische U-Boot, das im Meer besichtigt werden kann. Geräusche der Crew, Motoren, Sonar, Radar und der Klang der Torpedowaffen begleiten das spannende Erlebnis. Zur Ergänzung des Wasserbesuchs wurde im Museum ein Bereich eingerichtet, der es mit zahlreichen multimedialen Aktivitäten ermöglicht, sich in den engen Räumen des Bootes zu bewegen und ein UBoot zu steuern. Am Ponte Calvi ist die Galeone Neptune angelegt, die als Kulisse für den Film Pirati von Roman Polański diente. 63 Meter lang, mit einer Segelfläche von 4500 m² und einem Gewicht von 11 Tonnen, präsentiert sich das Schiff in seiner imposanten Pracht, reich verziert mit Holzskulpturen. Es bietet die Möglichkeit, an Bord zu gehen und in den Kabinen, Kanonen und Luken-
GENUA FÜR KINDER
Kinder von 2 bis 12 Jahren) können “kleine und große“ Entdeckungen gemacht werden, um sich auf unterhaltsame Weise der Wissenschaft und Technologie zu nähern. Alternativ kann man einige Stunden in der Biblioteca De Amicis verbringen, die auf Bücher und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche spezialisiert ist. Bevor man das Gebiet des Porto Antico verlässt, kann man mit dem Bigo, dem Panoramalift, fahren, um die ganze Stadt von oben zu sehen.
türen auf einem unzweifelhaft faszinierenden Rundgang zu stöbern. Auf dem Piazzale Mandraccio befindet sich der Giardino di Betty, ein inklusiver Spielplatz, der sowohl von gesunden als auch von behinderten Kindern ohne Trennungen genutzt werden kann, dank leicht zugänglicher Spielstationen. In der Città dei Bambini e dei Ragazzi (für
Walbeobachtung Genova liegt nur wenige Meilen entfernt vom Internationale Walschutzgebiet, einem marinen Schutzgebiet von internationaler Bedeutung, in dem verschiedene Wale leben, darunter Gemeine Finnwale, Pottwale und Delfine. Zahlreiche Mini-Kreuzfahrten starten vom Ponte Spinola im Porto Antico für die Walbeobachtung dieser wunderschönen Tiere, und es kann wirklich eine aufregende Erfahrung sein, sie zu sehen. An Bord ist immer ein Biologe, der Informationen bereitstellt und die Sichtungen kommentiert. Für Informationen und Buchungen: www.whalewatchliguria.it 15
Bootsausflüge Von April bis September ist eine Fahrt mit der Ausflugsschiffe des Konsortium Liguria Via Mare oder der Reederei Golfo Paradiso die beste Möglichkeit Portofino, San Fruttuoso di Camogli und die Cinque Terre zu erreichen. Dabei fahren Sie entlang der Riviera auf uberdächten Schiffen, die die wichtigsten Kustenorte anlaufen. Konsortium Liguria Via Mare tel. 010 265712 - 010 256775 www.liguriaviamare.it Golfo Paradiso tel. 0185 772091 - www.golfoparadiso.it Touristenzüge Die Touristenzüge von Genua bieten zwei verschiedene Routen (grün und rot), um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt bequem sitzend zu entdecken. Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten und startet am Green Hub im Porto Antico. Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:30 Uhr www.treninituristicigenova.it
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GENUA FÜR KINDER
Genua von oben Genua ist eine Stadt, die ganz bergauf geht. Die Aufzüge und Standseilbahnen, die vom städtischen Verkehrsdienst betrieben werden, bieten ein einzigartiges Erlebnis: der Aufzug von Castelletto, der Aufzug von Montegalletto (der sich sowohl horizontal als auch vertikal bewegt), die Standseilbahn von Sant'Anna, die Zahnradbahn Principe-Granarolo und die Standseilbahn Zecca-Righi ermöglichen es, die Höhen der Stadt zu erreichen und neue Ausblicke zu entdecken.
City Sightseeing Genua Wenn die Kinder müde sind, kann eine Stadtrundfahrt im offenen Doppeldeckerbus die Lösung sein: man kann nicht nur das Stadtzentrum bewundern, sondern auch die Uferpromenade von Corso Italia, mit der Möglichkeit, das berühmte Dorf Boccadasse zu besuchen und ein Eis zu genießen. Tel. 335 5417825 www.city-sightseeing.it/it/genova
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Genua nicht zu verpassen Ein erster Überblick über die Stadt, der dem Besucher Orientierung bietet. Detailliertere Informationen finden Sie in den Kapiteln zu den einzelnen Themen.
1. Historisches Zentrum, UNESCO-Weltkulturerbe Es ist eines der größten mittelalterlichen historischen Zentren Europas und das dichtest besiedelte: ein verwinkeltes Labyrinth aus engen Gassen (caruggi), die unerwartet in kleine Plätze münden,
Jahren in Betrieb sind, und Läden jeder Art. An den Kreuzungen heben Sie den Blick, um die prächtigen Votivkapellen zu bewundern, die größtenteils Maria, der Königin von Genua, gewidmet sind und von den Zünften gestiftet wurden, um die Straßen nachts zu erleuchten (S. 107). Erkunden Sie es mit Hilfe der 4 farbigen Rundgänge, die es durchqueren: die Palazzi dei Rolli (Tour 1 rot), im Herzen der Superba (Tour 2 grün), die mittelalterliche Stadt (Tour 3 gelb), die Straße der Ritter (Tour 4 blau). Entdecken Sie die mittelalterliche Stadt, von Torre Embriaci bis zur Santa Maria di Castello, der ersten bewohnten Stätte von Genua in der Antike, und bewegen Sie sich von Campo Pisano zur Kirche San Donato in Porta Soprana, indem Sie einige der bedeutendsten Seiten der Geschichte der Superba nachverfolgen und versuchen, dem Verlauf der mittelalterlichen Stadtmauer zu folgen. Besuchen Sie das Viertel del Carmine, das durch Ecken mit ungewöhnlichen und evocativen Namen gekennzeichnet ist, wo die Zeit scheinbar stillgestanden ist. Von hier aus erreichen Sie einen der schönsten Aussichtspunkte von Genua, die Spianata Castelletto.
2. Die Kirchen der Altstadt
wo sich Gerüche, Geschmäcker und verschiedene Kulturen vermischen. Bewundern Sie die alten Adelspaläste, die kleinen Plätze und die wunderschönen Kirchen, die sich mit historischen Geschäften abwechseln, die seit über hundert 18
Wenn Sie in Genuas Gassen auf eine Kirche stoßen, zögern Sie nicht, sie zu betreten – es gibt viele verborgene Schätze zu entdecken. Die Chiesa del Gesù (S.81) ist ein hervorragendes Beispiel für den genuesischen Barock. Die Basilika Santa Maria di Castello (S. 86) mit dem dominikanischen Kloster aus dem XV. Jahrhundert und dem Museum bildet ein bedeutendes
GENUA NICHT ZU VERPASSEN
monumentales Ensemble. Die romanische San Donato-Kirche (S. 83) beeindruckt mit ihrem achteckigen Glockenturm. Die Kirche Santa Maria delle Vigne (S. 86), gegründet vor dem Jahr 1000, zeichnet sich durch ihren romanischen Glockenturm und Kreuzgang aus, während das Innere überwiegend barock ist und die leuchtenden Fresken aus dem XVIII. und XIX. Jahrhundert stammen. Die kleine Kirche San Luca (S. 84) ist ein barockes Juwel der Familie Spinola aus dem XVII. Jahrhundert. Die Basilika der Santissima Annunziata del Vastato (S. 80) sollte an einem sonnigen Tag besucht werden, wenn das Sonnenlicht die Goldverzierungen, die marmornen Intarsien, die Fresken und die atemberaubende Kuppel zum Strahlen bringt.
3. Porta Soprana und das Haus von Christoph Kolumbus Das Porta Soprana (S. 110) ist eine der wichtigsten mittelalterlichen Architekturdenkmäler in Genua. Sie öffnet sich in die sogenannten Barbarossamauern, die 1159 gegen die Expansionsgelüste des Kaisers Friedrich Barbarossa erbaut wurden. Gegenüber des Tors stand das antike Benediktinerkloster von Sant'Andrea, von dem heute der wunderschöne Kreuzgang mit figurierten Kapitellen aus der Mitte des XII. Jahrhunderts
erhalten ist. Nicht weit entfernt befindet sich das Haus von Kolumbus (S. 42), ein barockes Wiederaufbau des ursprünglichen mittelalterlichen Gebäudes, in dem der Entdecker Amerikas in seiner Jugend lebte.
4. Piazza De Ferrari und Palazzo Ducale Der Hauptplatz von Genua ist nach Herzog Raffaele De Ferrari benannt, einem Wohltäter der Stadt. In der Mitte steht ein monumentaler Bronzebrunnent aus dem Jahr 1936. Auf der einen Seite das Teatro Carlo Felice (S. 74) und die Accademia Ligustica di Belle Arti (S. 38), beide im XIX. Jahrhundert von Carlo Barabino entworfen; auf der anderen Seite der Palazzo della Regione Liguria aus dem XX. Jahrhundert und der Palazzo della Nuova Borsa im Liberty-Stil. Zwischen diesen Gebäuden erstreckt sich die seitliche Fassade des Palazzo Ducale (S. 72), das kulturelle Herz der Stadt, in dem internationale Kunstausstellungen, Konferenzen, Gesprächsreihen und Bildungsaktivitäten von bedeutendem Rang stattfinden. Sitz der Regierung der Republik, verfügt es über einen mittelalterlichen Kern (den Torre Grimaldina) und ein zentrales Gebäude, das zwischen dem XVI. und XVII. Jahrhundert erbaut wurde.
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5. Piazza San Matteo und Piazza Banchi Piazza San Matteo (S. 111) ist ein Sprung in die Vergangenheit: eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Adelsansiedlung, das Zeichen der privaten Macht einer großen Genueser Familie, der Doria, denen alle Paläste auf dem Platz und die Kirche von San Matteo (S. 87) mit ihrem Kreuzgang gehörten.
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Piazza Banchi erhielt ihren Namen von den Wechselstuben, die unter den Arkaden der verschiedenen Paläste betrieben wurden. 1595 bot die Loggia dei Mercanti, entworfen von Andrea Ceresola (dem sog. Vannone), den Bankiers einen bedeutenden überdachten Sitz und wurde 1855 die erste Waren- und Wertpapierbörse in Italien.
GENUA NICHT ZU VERPASSEN
Die Kirche San Pietro in Banchi (S. 88) aus dem XVI. Jahrhundert, über den Läden errichtet, stellt eine interessante Mischung aus Heiligem und Profanem dar. 6. Kathedrale von San Lorenzo und das Diözesanmuseum Die Kathedrale (S. 80) von Genua stammt aus den frühen Mittelalter. Das heutige Gebäude, das zwischen dem XII. und XIV. Jahrhundert erbaut wurde, weist romanische Seitenschiffe und wunderschöne seitliche Portale auf, während die majestätische Fassade im gotischen Stil gehalten ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut, was den Innenstil veränderte. Es ist möglich, auf die Türme zu steigen, um die Stadt Genua aus einem einzigartigen Blickwinkel zu sehen. Die beeindruckenden unterirdischen Räume des Schatzmuseums (S. 38) bewahren bedeutende Reliquien und wertvolle Werke sakraler Kunst vom XII. bis zum XVIII. Jahrhundert. Im Diözesanmuseum (S. 39), das an die Kathedrale angrenzt, kann man die wertvollen “Teli della Passione“ bewundern, die als Vorläufer der Jeans gelten. 7. Vertikales Genua Genua hat eine ganz vertikale Dimension, bestehend aus engen crêuze, den typischen Gassen, die sich den Hügeln entlang schlängeln, die die Stadt umgeben. Seit dem Ende des XIX. Jahrhunderts verbinden viele spezielle Transportanlagen das Stadtzentrum mit den Höhenlagen: heute sind sie effiziente Verkehrsmittel für die Genueser und einzigartige Attraktionen für die Touristen (S. 10). Der Liberty-Aufzug von Castelletto Levante verbindet den Platz Portello mit der Spianata Castelletto, einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. Auch die Seilbahn Zecca-Righi, der kombinierte horizontale-vertikale Aufzug von Montegalletto und die Zahnradbahn von Granarolo bieten spektakuläre Ausblicke. Mit der Sant'Anna-Seilbahn kann man die Antica Farmacia Sant'Anna (S. 90) erreichen, die seit Jahrhunderten im Kloster der Unbeschuhten Karmelitenbrüder tätig ist und sich auf Kräuterund galenische Heilmittel spezialisiert hat. 21
8. Corso Italia und Boccadasse Die Uferpromenade von Genua, Corso Italia (S. 128), wird von Familien und Sportlern frequentiert und ist gesäumt von Lokalen und Strandbädern. Sie erstreckt sich entlang eines angenehmen und einfachen Spaziergangs bis nach Boccadasse (S. 139), einem malerischen ligurischen Fischerdorf, das seinen zeitlosen Charme bewahrt hat und heute bekannt ist für seine Eisdielen und typischen Restaurants mit Fischspezialitäten. Vom Aussichtspunkt aus kann man zum kleinen Strand hinuntergehen und von dort zum Capo di Santa Chiara gelangen, von dem aus man einen weiten Blick auf den Golf von Paradiso bis hin zum PortofinoKap hat. 9. Nervi - Uferpromenade, Parks und Museen Dank seines milden und angenehmen Klimas wählten viele wohlhabende europäische Familien Nervi bereits im XIX. Jahrhundert als bevorzugtes Urlaubsziel. Heute bietet es die romantische Uferpromenade Anita Garibaldi (S. 129), die steil über dem Meer verläuft, sowie den Torre Gropallo und ein weitläufiges System 22
von Parks, die zu den historischen Villen Gropallo, Serra und Grimaldi Fassio (S. 126) gehören. In diesen Parks befinden sich einige bedeutende Museen der modernen und zeitgenössischen Kunst: die Galleria d'Arte Moderna (S. 40), die Sammllungen Frugone (S. 41) und die Wolfsoniana (S. 41). Hinzu kommt das Museo Luxoro (S. 42), ein nobiles Herrenhaus aus dem frühen XX. Jahrhundert. 10. Der Monumentalfriedhof von Staglieno Der Monumentalfriedhof von Staglieno wird als einer der schönsten und faszinierendsten Friedhöfe Europas angesehen und ist heute ein wahres Freiluft-museum (S. 106). Im Jahr 1835 von Carlo Barabino im neoklassizistischen Stil entworfen, bewahrt das Pantheon das Andenken an die großen Genueser. Im Boschetto Irregolare, das von den romantischen Gärten inspiriert ist, befinden sich die Gräber von Giuseppe Mazzini und anderen Helden des Risorgimento. Entlang der Galerien und Arkaden reihen sich hunderte von Grabskulpturen aus dem XIX. und XX. Jahrhundert, geschaffen von bedeutenden Künstlern.
GENUA NICHT ZU VERPASSEN
11. Die Palazzi dei Rolli, Via Garibaldi, Museen von Strada Nuova und Paganini-Säle, Palazzo Reale und Palazzo Spinola Zur Zeit der antiken Republik waren die Rolli, oder ruoli, die Listen der reichsten Adelspaläste in Genua. Aus diesen Listen wurden per Los die Paläste ausgewählt, die das Privileg hatten, wichtige ausländische Persönlichkeiten während Staatsbesuchen zu beherbergen. 2006 wurden 42 der über 150 Paläste von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen (S. 48). Einige der prestigeträchtigsten Paläste der Rolli befinden sich an der Via Garibaldi, der alten Strada Nuova: Palazzo Rosso, Palazzo Bianco und Palazzo Tursi bewahren innerhalb eines einzigen Museumsrundgangs ein außergewöhnliches künstlerisches Erbe. Palazzo Rosso (S. 36) behält den Charakter eines Hausmuseums: in den von den bedeutendsten Vertretern der genuesischen Malerschule dekorierten Räumen befinden sich die historischen Möbel und die Sammlungen der Familie Brignole Sale, mit Werken von genuesischen, italienischen und ausländischen Künstlern. Palazzo Bianco (S. 37) ist eine Gemäldegalerie, die wertvolle Werke
von flämischen, spanischen, italienischen und genuesischen Malern beherbergt. Die Ausstellungstour setzt sich im Palazzo Doria Tursi (S. 37) fort, einem der bedeutendsten Paläste, der heute der Sitz des Rathauses von Genua beherbergt. Der Museumsflügel des Palastes beherbergt in den Paganini-Sälen die berühmte Cannone, Paganinis bevorzugte Violine. Zwei weitere Paläste der Rolli sind heute bedeutende Museen und bewahren die Fresken, Skulpturen, Gemälde, Möbel und Einrichtungsgegenstände der adeligen Familien, die sie bewohnten. Palazzo Reale (S. 37), der große Palast aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert der Familien Balbi und Durazzo (später von den Savoia gekauft, daher der Name “Reale“), und die Galleria Nazionale di Palazzo Spinola (S. 37), die eine sehr reiche Sammlung von Gemälden der bedeutendsten genuesischen, flämischen und europäischen Künstler besitzt. 12. Porto Antico, Aquarium und Galata Meeresmuseum Das antike Hafenviertel, das 1992 von Renzo Piano neu gestaltet wurde, ist heute das touristische Zentrum der Stadt. Hier befindet sich das
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Aquarium von Genua (S. 112), eines der größten in Europa: Delfine, Haie, Robben, Pinguine und Fische in allen Formen und Farben begleiten Sie auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Unterwasserwelt. Am Porto Antico finden Sie auch den Panoramaaufzug Bigo und die Biosphäre (S. 114115), eine beeindruckende Glas- und Stahlkonstruktion, die einen tropischen Regenwald beherbergt. Am Wasserbecken der antiken Darsena befindet sich das Galata Meeresmuseum (S. 46), das größte und innovativste maritime Museum im Mittelmeer, mit dem U-Boot Nazario Sauro, das direkt davor vor Anker liegt. Nicht weit entfernt steht der romanische Komplex der Commenda von San Giovanni di Prè (S. 104), der aus zwei übereinander liegenden Kirchen und einem mittelalterlichen Hospiz für Pilger und Kreuzfahrer besteht, die auf dem Weg ins Heilige Land waren. Dort ist das MEI Museum des italienischen Auswanderung (S. 43) untergebracht. 13. Lanterna und Villa del Principe Die Lanterna, das historische Wahrzeichen von Genua, ist mit ihren 77 Metern der höchste Leuchtturm im Mittelmeer und einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Leuchttürme. Sie ist über einen 24
Spaziergang erreichbar, der sich etwa 800 Meter entlang der XVII. und XVIII. Jahrhundert Mauern schlängelt. Innerhalb der Befestigungsanlagen ist das Museum der Lanterna (S. 46) auf eindrucksvolle Weise eingerichtet. Von der ersten Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf den Hafen, die Stadt und den gesamten Golf von Genua. Die Villa del Principe (S. 38, 122), der Palast von Andrea Doria, ist eine der wichtigsten historischen Villen von Genua, die im XVI. Jahrhundert in einem Gebiet erbaut wurde, das zur Zeit der Errichtung außerhalb der Stadtmauern lag. Als strikt private Residenz des genuesischen Prinzen und Admirals Andrea Doria wurde sie nicht als Palazzo dei Rolli der Republik Genua eingetragen, da es sich um eine vorstädtische Villa und nicht um einen Stadpalast handelte. 14. Villa Durazzo Pallavicini, Villa Duchessa di Galliera und das Archäologische Museum In Pegli ist der Park der Villa Durazzo Pallavicini (S. 119) aus dem XIX. Jahrhundert ein hervorragendes Beispiel für einen romantischen historischen Garten. Der Besuch des Parks folgt einem spektakulären, theatralen Rundgang, da er als eine Art Theaterstück konzipiert wurde, das sich über mehrere Akte erstreckt, mit Tem-
GENUA NICHT ZU VERPASSEN
pelchen, Grotten, Seen, Wasserfällen, Hütten und jahrhundertealten Bäumen. Innerhalb der Villa kann das Archäologische Museum Liguriens (S. 42) besichtigt werden, das die paläolithischen Bestattungen der Caverna delle Arene Candide und die reichen Grabbeigaben der prärömischen Nekropole von Genua aufbewahrt. Der Park und die Villa sind leicht mit dem Zug zu erreichen oder, in der schönen Jahreszeit, mit dem Navebus (S. 10), der den Porto Antico mit dem westlichen Stadtteil Pegli verbindet. Mit diesem kurzen Bootsausflug durch einen der größten Häfen Europas können Sie den bezaubernden Panoramaausblick auf Genua aus einer privilegierten Perspektive genießen: vom Meer aus. Auf dem Hügel, der Voltri überragt, im äußersten Westen von Genua, kann der größte historische Park der Ligurischen Küste bewundert werden (32 Hektar und 28 km Alleen): die Villa Brignole Sale Duchessa di Galliera (S. 118), die Ende des XVII. Jahrhunderts erbaut wurde und Adelige und Besucher aus ganz Europa beherbergte. Die Villa bietet eine Vielzahl von Umgebungen: vom italienischen Garten über den romantischen Wald, vom XVIII. Jahrhundert Theater bis zum neoromanischen Schloss mit künstlichen Wasserfällen, bis hin zum antiken Santuario della Madonna delle Grazie, wo die Herzoge von Galliera ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.
Foto: Giovanni Dall'Orto
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15. Festungen und Historisches Aquädukt Der Parco delle Mura (S. 132), ein großes, geschütztes Naturgebiet auf den Hügeln hinter
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der Stadt, umfasst zahlreiche Festungsanlagen, die zwischen dem XVII. und XIX. Jahrhundert erbaut wurden. Um diese Festungen verlaufen Wanderwege, die sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad befahrbar sind, mit wunderschönen Panoramablicken auf Genua und die Täler des Hinterlands. Der Park ist vom Stadtzentrum aus leicht mit der Zecca-Righi Seilbahn oder mit der historischen Genova-Casella Eisenbahn (S. 10) zu erreichen, die von Piazza Manin ins Hinterland führt. Für Wanderfreunde ist das Historische Aquädukt (S. 134), das römischen Ursprungs ist, heute ein etwa 28 km langer Wanderweg, der sich durch das grüne Tal Valbisagno zieht. Besonders beeindruckend sind die Überquerungen der großartigen Kanalbrücken und Siphonbrücken.
Luminous Destination ist ein Project der Visit Italy srl
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Palazzo Gio. Vincenzo Imperiale (sec. XVI)
17
Palazzo Ottavio Imperiale (Palazzo del Melograno – sec. XVI)
18
Loggia di Banchi (sec. XVI)
19
Palazzo Ambrogio Di Negro (sec. XVI)
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Palazzo Francesco Grimaldi (Palazzo Spinola di Pellicceria - sec. XVI)
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Kunst und Kultur Genua ist eine Stadt der Museen: Innerhalb eines 10 km Radius gibt es 33 Museen, viele davon an exklusiven Orten mit atemberaubenden Ausblicken oder eingebettet in Grünanlagen. Acht davon sind Museumshäuser, und drei gehören zum UNESCOWeltkulturerbe.
Weitere Informationen, insbesondere zu den Öffnungszeiten, finden Sie — sofern nicht anders angegeben — auf der Website www.museidigenova.it
KUNSTMUSEEN Museen von Strada Nuova In der außergewöhnlichen Kulisse der prächtigen Renaissance- und Barockstraße "Strada Nuova", die Mitte des XVI. Jahrhunderts für die Residenzen des reichen und mächtigen Stadtadels angelegt wurde, erstreckt sich eine einzigartige Museumsroute über mehrere Ebenen. Sie verbindet drei Paläste miteinander und führt durch Innenhöfe, Loggien,
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Gärten und Terrassen, die beeindruckende Ausblicke auf die Stadt und das historische Zentrum bieten.
Palazzo Rosso via Garibaldi 18 Als "Haus-Museum" bewahrt er den Charme einer Residenz aus dem XVII. Jahrhundert. Er beherbergt die wertvollen Kunstsammlungen und historischen Möbel der Familie Brignole Sale in prunkvoll dekorierten Räumen mit Fresken und Stuckverzierungen.
MUSEEN
Palazzo Bianco via Garibaldi 11
Palazzo Spinola piazza Pellicceria 1
Die wichtigste Gemäldegalerie Liguriens bietet einen umfassenden Überblick über die ligurische Malerschule ab dem XVI. Jahrhundert und öffnet sich bedeutenden flämischen, spanischen und italienischen Kunstströmungen. Die neue Verbindung zwischen dem Palazzo Bianco und dem Palazzo Tursi führt durch das Gelände der ehemaligen Kirche des zerstörten Klosters San Francesco di Castelletto, deren Überreste in einer einzigartigen und faszinierenden Umgebung sichtbar sind.
Ein herausragendes Beispiel für ein aristokratisches Wohnhaus, das seine luxuriösen Innenräume aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert bewahrt. Die Räume sind mit Fresken, Möbeln, Textilien und orientalischem Porzellan ausgestattet und beherbergen eine der bedeutendsten historischen Gemäldesammlungen der Stadt (Rubens, van
Palazzo Doria-Tursi via Garibaldi 9 Ursprünglich als die prächtigste private Residenz der Stadt zwischen dem XVI. und XVII. Jahrhundert erbaut - in der sogenannten "Das Jahrhundert der Genuesen"- ist sie heute Sitz des Rathauses. Hier endet der Rundgang durch die Malerei des XVIII. Jahrhunderts. Zudem beherbergt der Palast eine wertvolle Sammlung dekorativer Kunst: Wandteppiche, genuesische Keramiken, Münzen sowie offizielle Maße und Gewichte der ehemaligen Republik Genua. In den "Paganini-Sälen" werden Erinnerungsstücke und die Violine von Niccolò Paganini aufbewahrt: eine Guarneri del Gesù aus dem Jahr 1743.
Palazzo Reale via Balbi 10 Seine Innenräume, die noch mit der originalen Einrichtung und Kunstwerken ausgestattet sind, zeigen die Veränderungen vom XVII. Jahrhundert bis zur Umwandlung in eine königliche Residenz durch das Haus Savoyen. Der Rundgang führt vorbei an Meisterwerken von Veronese und van Dyck, durch die Spiegelgalerie, zu den Terrassen und dem hängenden Garten mit Blick auf den Hafen ein Beweis für die Fähigkeit der genuesischen Adelsfamilien, Reichtum in Schönheit zu verwandeln. palazzorealegenova.cultura.gov.it
Dyck, Antonello da Messina, Grechetto, Valerio Castello). Zudem zeigt das Museum unerwartete Bereiche wie die historischen Küchen des XIX. Jahrhunderts und die kleine, aber elegante Spiegelgalerie. palazzospinola.cultura.gov.it
Museum von Sant’Agostino piazza Sarzano 35 Dieses Museum verbindet Antike mit Moderne und befindet sich in einem restaurierten Klosterkomplex aus dem XIII. Jahrhundert. Es bietet einen umfassenden Überblick über die genuesi37
sche Skulptur vom X. bis zum XVIII. Jahrhundert sowie eine Sammlung von Steindenkmälern und Fresken. Der Rundgang umfasst auch die Augustinerkirche mit einem Glockenturm aus dem XV. Jahrhundert und den mittelalterlichen, dreieckigen Kreuzgang.
Museum der Accademia Ligustica di Belle Arti largo Pertini 4 Das historische Gebäude der Akademie, die 1751 gegründet wurde, beherbergt auch ihr Museum: Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Kupferstichplatten, Gipsabgüsse, Bronzeskulpturen und Marmorskulpturen, architektonische Elemente aus Stein, Gips- und Terrakotta-Modelle, Keramiken, eine Sammlung von Fotografien und Glasplatten, Kunstbücher, historische Möbel und Medaillen. Die bedeutende Pinakothek bietet einen eindrucksvollen Überblick über die Kunst in Ligurien vom XIV. bis zum XXI. Jahrhundert. http:/museo.accademialigustica.it
Museum für zeitgenössische Kunst Villa Croce via Jacopo Ruffini 3 Das Museum befindet sich in einer Villa aus dem XIX. Jahrhundert mit Blick auf das Meer, umgeben von einem großen Park. Es ist ein wichtiger Bezugspunkt für zeitgenössische Kunst in Genua. Die Sammlungen umfassen mehr als 4.000 Werke, die in thematischen Ausstellungen präsentiert werden und die moderne und zeitgenössische Kunst ab den 1930er Jahren dokumentieren.
Schatzmuseum der Kathedrale von San Lorenzo piazza San Lorenzo
Villa del Principe piazza del Principe 4 Ein prächtiges Gebäude aus dem XVI. Jahrhundert, umgeben von einem eindrucksvollen italienischen Garten (S. 118), das einst direkt mit dem Hafen verbunden war. Es wurde für Admiral Andrea Doria erbaut und war der einzige echte Hof der Republik Genua. Von seiner Residenz aus, die sich unmittelbar außerhalb des alten Tores San Tomaso in Richtung Capo di Faro mit dem berühmten Leuchtturm (Lanterna) befand, konnte Doria seinen Einfluss auf die Stadt wahren, während die aristokratische Oligarchie im Palazzo Ducale offiziell über das Schicksal der Republik entschied. Die Besichtigung führt durch prächtig dekorierte und eingerichtete Räume und lässt die glanzvolle Vergangenheit der Familie Doria und der Republik Genua lebendig werden. www.doriapamphilj.it/genova/ 38
Ein wahres Schatzkästchen mittelalterlicher, Renaissance- und barocker Gold- und Silberschmiedekunst, darunter das berühmte "Sacro Catino" aus grünem, orientalischem Glas. Das Museum ist ein bekanntes Beispiel moderner Museumsarchitektur und befindet sich in der mittelalterlichen Krypta der Kathedrale, die 1956 von Franco Albini neu gestaltet wurde.
MUSEEN
Diözesanmuseum via Tommaso Reggio 20 r Beim Betreten des Museums entdeckt man einen mittelalterlichen Kreuzgang mit zahlreichen Fresken, der auf einem antiken römischen domus errichtet wurde, sowie eine Sammlung von Gemälden und Skulpturen, Textilien, illuminierten Handschriften, Silberarbeiten, Reliquiaren, Musikinstrumenten und einer ersten archäologischen Abteilung, die die künstlerische Geschichte der Stadt erzählt. Einzigartig auf der Welt ist der Raum mit den “Tüchern der Passion“ aus dem XVI. Jahrhundert: 14 große Leinwände, die mit Indigo gefärbt und in Weißmalerei bemalt sind - sie gelten als Vorläufer des Jeansstoffes, der seinen Namen von Genua ableitet. www.museodiocesanogenova.it
stern der ligurischen Region, darunter Werke der bekanntesten genuesischen Maler des XVI. und XVII. Jahrhunderts, kostbare sakrale Möbel sowie Kunsthandwerks- und Volkskunstgegenstände
der Kapuziner, wie Altardecken, Holzskulpturen, Krippenfiguren und Silberarbeiten. http://www.bccgenova.it
Museum für Kapuziner-Kulturgüter viale IV Novembre 5 Das Museum ist an die Kirche der Heiligen Verkündigung von Portoria angeschlossen, in der das Mausoleum der Heiligen Caterina Fieschi Adorno aufbewahrt wird. Es beherbergt eine reiche Sammlung von Kunstwerken aus den Klö39
Jüdisches Museum via Giovanni Bertora 6 Das Museum bewahrt die Werke der Sammlung "Reise in die jüdische Welt" von Emanuele Luzzati auf, die vom Künstler der jüdischen Gemeinde von Genua geschenkt wurde. Die Besichtigungen umfassen auch den Zugang zur großen Synagoge, die im Sommer und zu wichtigen Feiertagen genutzt wird, sowie zur kleinen Synagoge, die die originalen Holzvertäfelungen aus dem XVIII. Jahrhundert enthält, die bis 1935 in der alten Synagoge von Mura della Malapaga untergebracht waren. Das Museum ist vorübergehend geschlossen. www.cegenova.it
Museum für orientalische Kunst E. Chiossone piazzale Giuseppe Mazzini 4 Inmitten des historischen Parks Villetta Di Negro mit Blick auf das Meer steht ein Gebäude im perfekten rationalistischen Stil, das von Mario Labò eigens entworfen wurde, um die von Edoardo Chiossone gespendete Sammlung aufzunehmen. Chiossone, ein herausragender genuesischer Graveur, lebte von 1875 bis 1898 in Tokyo und arbeitete für die Wertpapierdruckerei des japanischen Finanzministeriums. Das nach ihm benannte Museum wurde 1905 gegründet und ist das erste in Italien, das sich der japanischen Kunst widmet. Es beherbergt die größte, wertvollste und vielfältigste Sammlung japanischer Kunst in Italien und eine der bedeutendsten in Europa.
MUSEEN VON NERVI Prächtige Paläste und Villen, in denen bedeutende Museen untergebracht sind, bereichern eine unvergleichlich schöne Naturlandschaft. Zu den kulturellen Highlights entlang eines Spazier-
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gangs durch die historischen öffentlichen Parks (S. 126) mit mediterranen und exotischen Pflanzen gehören die Galleria d’Arte Moderna in der Villa Saluzzo Serra, die Sammlungen Frugone in der Villa Grimaldi Fassio, das Museo Giannettino Luxoro und die Wolfsoniana. Der Weg führt auch zum Rosengarten der Villa Grimaldi Fassio, von wo aus man den magischen Blick auf das Meer genießen kann.
GAM - Museum für moderne Kunst Villa Saluzzo Serra, via Capolungo 3 In einer adligen Residenz aus dem XVI. Jahrhundert, die in die Parklandschaft integriert ist und einen Blick aufs Meer bietet, befindet sich dieses Museum. Es wurde zwischen dem späten XVIII. und frühen XX. Jahrhundert erweitert und dekoriert. Die Galerie zeigt eine Auswahl der über dreitausend Werke, die die Sammlung der städtischen Galleria d’Arte Moderna bilden. Diese entstand 1866 durch die Schenkung von Prinz Odone von Savoyen und umfasst Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und Drucke aus dem XIX. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
MUSEEN
Museum der Sammlungen Frugone Villa Grimaldi Fassio, Via Capolungo 9 Diese in den Parks gelegene Villa beherbergt die Sammlungen der Unternehmerbrüder Lazzaro und Luigi Frugone, die der Stadt 1935 bzw. 1953 gespendet wurden. Die Sammlung umfasst Gemälde, Marmor- und Bronzeskulpturen, die die lebendige Atmosphäre der nationalen und internationalen Belle Époque zwischen dem späten XIX. und frühen XX. Jahrhundert widerspiegeln, darunter drei außergewöhnliche Werke von Giovanni Boldini.
Wolfsoniana via Serra Gropallo 4 Die Sammlung wurde von dem US-amerikanischen Philanthropen Mitchell “Micky“ Wolfson Jr. gegründet und der Stadt geschenkt. Sie um-
fasst eine Vielzahl von Materialien: Gemälde, Skulpturen, Möbel, komplette Einrichtungen, Glasarbeiten, Keramiken, Schmiedearbeiten, Silberarbeiten, Textilien, Architekturzeichnungen, Grafiken, Plakate, Werbematerialien, Skizzen und Bücher. Der Schwerpunkt liegt auf dekorativer Kunst und Propagandakunst von 1880 bis 1945, einer Epoche, in der künstlerische Ausdrucksformen eng mit politischen, sozialen, wirtschaftlichen, technologischen und ästhetischen Entwicklungen verbunden waren.
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Museum Giannettino Luxoro
Museum des Risorgimento
viale Mafalda di Savoia Beim Betreten dieser Villa hat man das Gefühl, sich in einem noch bewohnten Haus zu befinden, in dem die Familie Luxoro, eine alte genuesische Familie, ihre außergewöhnlichen Sammlungen hinterlassen hat. Die Räume sind mit Gemälden der genuesischen Schule des XVII. und XVIII. Jahrhunderts, wertvollen Nachtuhren aus dem späten XVII. Jahrhundert, Möbeln aus dem XVIII. Jahrhundert, Silberarbeiten, Keramiken und einer einzigartigen Krippenfigurensammlung geschmückt.
via Lomellini 11
MUSEEN FÜR GESCHICHTE UND GEDÄCHTNIS, ARCHIVE Archäologisches Museum Liguriens Villa Durazzo Pallavicini, via Ignazio Pallavicini 13
Das Museum, das in einer alten Adelsresidenz in Pegli untergebracht ist, erzählt von den Ereignissen, klimatischen, ökologischen, wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen über mehr als hunderttausend Jahre ‒ von der Vorgeschichte bis zur Antike. Die Region war schon immer ein Ort des Austauschs zwischen Völkern, Kulturen und Ideen zwischen Europa und dem Mittelmeer. Zu den bekanntesten Exponaten gehören das Grab des Prinzen von Arene Candide, die Bronzetafel des Polcevera und der Sarkophag des Pasherienaset. 42
Im Geburtshaus von Giuseppe Mazzini wird eine umfangreiche historische, künstlerische und dokumentarische Sammlung bewahrt und ausgestellt, die die symbolträchtigen Figuren des Risorgimento wieder aufleben lässt: Giuseppe Mazzini und die republikanisch-demokratische Bewegung, Giuseppe Garibaldi und die “camicie rosse” (Rothemden), Goffredo Mameli und die italienische Nationalhymne. Der Ausstellungsrundgang erzählt die historischen Ereignisse, die zur Einigung Italiens führten, von der genuesischen Revolte gegen die Österreicher 1746 bis zur Einweihung des Denkmals für die Tausend von Quarto im Jahr 1915.
MUSEEN
Haus von Kolumbus via di Porta Soprana Auf dem Weg zur Porta Soprana, einem der mittelalterlichen Stadttore, befindet sich das kleine zweigeschossige Haus, das zwischen 1455 und 1460 als Wohnsitz der Familie Kolumbus identifiziert wurde ‒ in jener Zeit war Christoph Kolumbus zwischen vier und neun Jahre alt. Es ist eine kleine Gedenkstätte des großen Entdeckers, in der Informationstafeln und Exponate sein Leben und insbesondere seinen Alltag veranschaulichen.
Stämmen vor über zweitausend Jahren über die Siedlungen und Produktionsstätten der Römer bis hin zur Nutzung der landwirtschaftlichen Ressourcen und den Traditionen der vergangenen Jahrhunderte. Der erste Ausstellungsbereich widmet sich dem Polcevera-Tal, seiner Kulturlandschaft und der nachhaltigen Nutzung seiner ländlichen Ressourcen und vermittelt einen faszinierenden Einblick in die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur, die dieses Gebiet über Jahrhunderte geprägt hat.
MEI - Museum der italienischen Auswanderung Piazza della Commenda 1 Das Museum ist in einem der ältesten mittelalterlichen Gebäude der Stadt untergebracht, das einst Pilger beherbergte. Es ist vollständig multimedial gestaltet und erzählt die Geschichte der italienischen Auswanderung in die Welt. Der Besuch verläuft durch 16 thematische Bereiche, die die Migrationsgeschichten von der Einigung Italiens bis zur Gegenwart anhand eines chronologischen und thematisch vertieften Ansatzes nachzeichnen. www.museomei.it
MUCE Museum der Kartause von Genua via Ludovico Ariosto 8
Museum und Bibliothek des Schauspielers via del Seminario 10
Das Museum entsteht in der außergewöhnlichen monumentalen Anlage, die der Kartäuserorden im Jahr 1297 im Polcevera-Tal errichtete. Seine Ausstellungsbereiche laden dazu ein, die Geschichte der Landschaft und der Menschen des Polcevera-Tals zu entdecken: von den ligurischen
Eines der wenigen italienischen Museen, das dem Theater und der darstellenden Kunst gewidmet ist. Gegründet 1966, ist es heute eine Stiftung für historische und kritische Studien zum Theater, zur Bühnenkunst und zu den Arbeitsbedingungen italienischer Schauspieler. 43
Das Archiv umfasst Tausende von Autographen, Fotografien, Drehbüchern, Bühnenbildern, Zeichnungen, Karikaturen, Originalentwürfen, Plakaten, Zeitungsartikeln und Programmen. Besonders sehenswert sind die Studien von Gilberto Govi, Tommaso Salvini, Alessandro Fersen und Sabatino Lopez sowie eine bedeutende Sammlung von Theaterkostümen.
Museum der Geschichte des FC Genoa via al Porto Antico 4 Die Ausstellung folgt einem thematischen und chronologischen Parcours und verbindet zwei Jahrhunderte Geschichte mit Sport, Kultur und Gesellschaft. Sie beeindruckt durch interaktive und multimediale Installationen sowie eine Sammlung von Hunderten von Erinnerungsstükken, Trophäen, Dokumenten und Fotografien. www.fondazionegenoa.com
Staatsarchiv via Santa Chiara 28 r
Viadelcampo29rosso via del Campo 29 r Im Herzen der Altstadt, in der gleichnamigen Gasse, die durch ein Lied von Fabrizio De André berühmt wurde und in der sich einst das traditionsreiche Musikgeschäft „Musica Gianni Tassio“ befand, liegt ein Museums- und Kulturzentrum, das den Cantautori der „Genueser Schule“ gewidmet ist – Fabrizio De André, Luigi Tenco, Gino Paoli, Bruno Lauzi, Umberto Bindi und Ivano Fossati. Zu sehen sind originale Schallplatten, Fotografien und Erinnerungsstücke, darunter auch die Gitarre, die Fabrizio De André („Faber“) gehörte. Die Einrichtung hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses künstlerische Erbe zu bewahren und die enge Verbindung zwischen der Stadt Genua und ihrer Musik lebendig zu halten. Man organisiert Veranstaltungen, thematische Rundgänge, Showcases und Workshops für Schulklassen. 44
Im prestigeträchtigen Rahmen des monumentalen Komplexes von Sant’Ignazio bewahrt das Staatsarchiv von Genua Tausende von Dokumenten auf, die von den Magistraturen produziert wurden, die seit dem XI. Jahrhundert die Stadt regierten: die Kommune, die aristokratische Republik, das napoleonische Reich, das Königreich Sardinien, das Königreich Italien, die Italienische Sozialrepublik, die Italienische Republik sowie das Archiv der Casa delle Compere und der Banchi di San Giorgio, einige Archive privater Familien und die von den Genueser Notaren ab 1154 beurkundeten Urkunden. Das Archiv organisiert Ausstellungen, Vortragsreihen und Führungen. www.archiviodistatogenova.beniculturali.it
MUSEEN
gung der Stadt zuständig waren: die “Padri del Comune“, die “Censori“, die “Abbondanza“ und die “Provvisori del vino“. Darüber hinaus werden eine Sammlung von Handschriften zur Geschichte von Genua (XV.-XVIII. Jahrhundert), die Dokumente des Capitanato di Voltri (XVI.XVIII. Jahrhundert), eine interessante Sammlung von Autographen (XVI.-XX. Jahrhundert), die Archive der 1926 mit Genua vereinigten Gemeinden und die Archive der Familien Brignole Sale und De Ferrari aufbewahrt.
Docsai Zentrum via ai Quattro Canti di San Francesco 49-51 Das Zentrum, das sich in den Räumlichkeiten des Palazzo Rosso befindet, stellt die wichtigste Kunstgeschichtsbibliothek Liguriens zur Verfügung. Die topographische und kartografische Sammlung umfasst etwa 8.000 Stücke, darunter alte Drucke, Aquarelle, Gemälde und Entwürfe;
Historisches Archiv der Gemeinde Genua piazza Giacomo Matteotti 10 Der älteste Teil der Sammlung besteht aus den Beständen der Magistraturen, die unter der Republik Genua für die Verwaltung und die Versor-
das Fotografiearchiv bietet einen Überblick über das wirtschaftliche, soziale und künstlerische Leben der Stadt vom mittleren XIX. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre.
MUSEEN FÜR NATUR, WISSENSCHAFT UND SCHIFFFAHRT Naturkundemuseum G. Doria via Brigata Liguria 9 Gegründet 1867, ist es das älteste Museum der Stadt und beherbergt 4,5 Millionen Exponate 45
und Exemplare aus aller Welt: Tiere, Fossilien, Pflanzen und Mineralien. Etwa 6.000 davon sind in 23 Ausstellungsräumen zu sehen: Paläontologie, Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische, Insekten, Mineralien. Der Zellsaal beherbergt das dreidimensionale Modell einer Zelle, die 100.000-mal vergrößert wurde. Der reichhaltige Rundgang ist eine Reise in die Biodiversität des Planeten und besonders ansprechend für Kinder, Jugendliche und Familien. Das Museum ist vorübergehend geschlossen.
Galata Meeresmuseum calata De Mari 1 Nur wenige Schritte vom Aquarium von Genua entfernt, entstand das Galata aus einem Projekt zur Umgestaltung des Gebiets der antiken Darsena und der Überreste des Arsenals der Republik. Der Rundgang führt durch den Hauptgebäudeteil des Museums und das Ufergelände, wo das U-Boot Nazario Sauro, das einzige in Italien, das im Meer besichtigt werden kann, liegt. Die Innenräume bieten eine faszinierende Kulisse für wertvolle Sammlungsstücke: Gemälde, mittelalterliche Seekarten, Atlanten, Navigationsinstrumente, Modelle. www.galatamuseodelmare.it
Monumentalkomplex der Lanterna Rampa della Lanterna 46
Die Lanterna von Genua, das Wahrzeichen der Stadt, ist der höchste Leuchtturm des Mittelmeers und der zweithöchste Europas. Seine heutige Gestalt geht auf das Jahr 1543 zurück, als er nach der Zerstörung des ursprünglichen Leuchtturms im Jahr 1514 wiederaufgebaut wurde.
MUSEEN
Der Rundgang beginnt auf dem Fußweg, der zum historischen Leuchtturm führt und einen eindrucksvollen Blick auf den Hafen von Genua bietet. Anschließend verläuft der Weg durch das Freilichtmuseum entlang der Festungsanlagen aus dem XVII. Jahrhundert und der Porta Nuova della Lanterna, dem ehemaligen westlichen Stadttor. Am Fuß des Leuchtturms, innerhalb der historischen Befestigungsanlagen, befindet sich das Lanterna-Museum, das derzeit neu gestaltet wird. Die ersten Ausstellungsräume erzählen die Geschichte der Lanterna, während in den sogenannten „Kanonenräumen“ historische Leuchttürme, Leuchtfeuer und Signallichter präsentiert werden. Nach dem Museumsbesuch führt der Weg weiter zum Leuchtturm. Von dort aus können Besucherinnen und Besucher über 172 Stufen zur ersten Aussichtsterrasse hinaufsteigen und einen spektakulären 360°-Panoramablick über die Stadt und den Hafen genießen.
Castello D’Albertis - Museum der Kulturen der Welt corso Dogali 18 Dieses ungewöhnliche Museum, das sich in einem neugotischen Schloss befindet, bietet die außergewöhnliche Gelegenheit, in das Zuhause des Kapitäns Enrico Alberto D’Albertis einzutauchen, der das Schloss selbst erbaut hat.
Während seiner Reisen auf See und zu Land in fünf Kontinenten zwischen dem XIX. und XX. Jahrhundert schloss er seine Welt in einen romantischen Rahmen ein, zwischen “Wunderkammern“, maritimen Anklängen, Kolonialtrophäen und Andenken an Kolumbus.
47
Palazzi dei Rolli Im Jahr 1576 richtete der Senat der Republik Genua eine Liste, die sogenannten “Rolli degli alloggiamenti pubblici”, ein, welche die wichtigsten aristokratischen Paläste der Stadt umfasste. In den Jahren zuvor hatten die genuesischen Adels-
familien viele der alten Residenzen im historischen Zentrum vollständig erneuert, während die einflussreichsten Familien neue, prächtige Residenzen in der Strada Nuova – der heutigen Via Garibaldi – errichteten. Da es aus politischen und logistischen Gründen nicht möglich war, Staatsgäste im Palazzo Ducale unterzubringen, waren die Eigentümer der in die Listen aufgenommenen Paläste verpflichtet, in ihren Residenzen – die jeweils per Los bestimmt wurden – Diplomaten, Würdenträger und Aristokraten, die die Republik besuchten, zu empfangen und alle Repräsentationskosten zu tragen. Die Paläste wurden in drei Kategorien (bussoli) eingeteilt, je nach Größe und Pracht des Gebäudes, dem Prestige des Gastes sowie der sozialen und wirtschaftlichen Bedeutung des Eigentümers. Das in Genua geschaffene Modell der öffentlichen Gastfreundschaft ist einzigartig: dank sei48
ner internationalen Gäste – darunter der berühmte flämische Maler Peter Paul Rubens, der die Paläste in einem 1622 in Antwerpen veröffentlichten Werk rühmte – wurde Genua in ganz Europa für die Qualität seiner Architektur und seinen anspruchsvollen Lebensstil bekannt. Seit 2006 erkennt die UNESCO die prächtigen Renaissance- und Barockpaläste des genuesischen Adels als Weltkulturerbe unter dem offiziellen Namen Le Strade Nuove e il sistema dei Palazzi dei Rolli an. Das UNESCO-Gebiet umfasst 42 Paläste, von denen noch über hundert in der gesamten Altstadt erhalten sind. Viele dieser Gebäude sind in Privatbesitz und beherbergen Unternehmen oder Büros, einige werden weiterhin von Adelsfamilien bewohnt. Dennoch sind viele der Palazzi dei Rolli das ganze Jahr über für Besucher geöffnet: Einige wurden in Museen umgewandelt, andere sind Sitz von Institutionen, die zumindest teilweise Besichtigungen ermöglichen, während wiederum andere – obwohl in Privatbesitz – für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Beim Spaziergang durch das historische Zentrum kann man ihre reich dekorierten Atrien und Höfe bewundern. Seit 2009 finden an bestimmten Wochenenden die Rolli Days statt, an denen viele Paläste – sowohl öffentliche als auch private – für die Öffentlichkeit zugänglich sind und von wissenschaftlichen Experten geführte Besichtigungen angeboten werden. Neben den Palazzi dei Rolli können auch andere bedeutende Gebäude wie Kirchen und Adelsvillen besichtigt werden. www.rolliestradenuove.it https://landing.visitgenoa.it/rollidays-online/
PALAZZI DEI ROLLI
TEILEN HEISST BEWAHREN:
20 JAHRE UNESCO-WELTERBE: DIE AUFNAHME GENUAS UND DER PALAZZI DEI ROLLI IN DIE LISTE DES WELTERBES Im Jahr 2026 jährt sich die Aufnahme der Welterbestätte „Le Strade Nuove und das System der Palazzi dei Rolli“ in Genua in die UNESCO-Welterbeliste zum zwanzigsten Mal. Die Welterbestätte umfasst 42 Renaissance- und Barockpaläste, die Teil eines einzigartigen Ensembles prachtvoller Adelspaläste sind und sich über die historische Altstadt Genuas erstrecken. Die UNESCO erkannte den außergewöhnlichen universellen Wert dieser Welterbestätte aufgrund ihrer herausragenden architektonischen und künstlerischen Qualität an, die bereits von Peter Paul Rubens gewürdigt wurde und europaweit große Anerkennung fand. Ebenso außergewöhnlich ist das innovative System öffentlicher Gastfreundschaft: obwohl sich die Paläste in Privatbesitz befanden, verpflichtete die Republik Genua ihre Eigentümer, sie für die Unterbringung und den Empfang hochrangiger Staatsgäste zur Verfügung zu stellen. Genua begeht dieses bedeutende Jubiläum mit einer klaren Botschaft: Teilen heißt bewahren. Die Stadt möchte die Schönheit und die Geschichte ihrer Paläste allen zugänglich machen. Denn nur was bekannt ist und geschätzt wird, kann dauerhaft geschützt, erhalten und als lebendiges Kulturerbe an kommende Generationen weitergegeben werden.
Das Jubiläumsjahr 2026 steht daher ganz im Zeichen eines vielfältigen Kulturprogramms mit Ausstellungen, Veranstaltungen, wissenschaftlichen und kulturellen Begegnungen, Restaurierungsprojekten sowie zahlreichen Initiativen zur Einbindung der Bürgerinnen und Bürger – insbesondere der jungen Generation. Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie unter: https://www.rolliestradenuove.it/progetti/2006-2026-il-sito-di-genova-e-da-20-anni-patrimoniomondiale-unesco-condividere-e-proteggere/ 49
Die Nummerierung der Paläste entspricht der Reihenfolge ihrer Eintragung in die UNESCO Liste. 1. Palazzo von Antonio Doria Largo Lanfranco 1 Öffentliche Nutzung: Präfektur Antonio Doria, ein außergewöhnlicher Bauherr, war einer der Ersten, die die Renaissance-Architekturmodelle in die Stadt brachten. Der Palast wurde kurz vor der Mitte des XVI. Jahrhunderts auf einem Gelände in der Nähe des ersten Mauerrings errichtet und wahrscheinlich von dem Lombarden Bernardino Cantone entworfen. Dieser arbeitete wenig später an mehreren Palästen der Strada Nuova. Das repräsentative Herzstück des Gebäudes ist das Atrium-HofSystem, über dem sich die Loggiengalerie im ersten Stock erhebt. Bemerkenswert ist die Dekoration, die Doria bei den führenden Künstlern seiner Zeit in Auftrag gab. Im Jahr 1876 ging der Palast in den Besitz der Stadt Genua über und erfuhr bedeutende Anpassungen und Veränderungen aufgrund der Eröffnung der Via Roma. 50
2. Palazzo von Clemente della Rovere Piazza Rovere 1 In den frühen 1580er Jahren ließ Clemente della Rovere seinen Palast in einem Stadtgebiet errichten, das die Piazza Fontane Marose – und
PALAZZI DEI ROLLI
damit die Strada Nuova – mit der Porta dell’Acquasola, einem Teil der Stadtmauer des XVI. Jahrhunderts, verband. Der Palast, der auf eine kleine Piazza blickt, weist eine komplexe Architektur mit zwei getrennten Gebäudeeinheiten auf. Francesco Maria della Rovere, der von 1765 bis 1767 Doge war, ließ das Gebäude im Inneren aufwendig umgestalten. Dabei wurden Stuckverzierungen, französische Möbel und eine bedeutende Gemäldesammlung hinzugefügt. Heute wird das Gebäude als privater Wohnraum genutzt. 3. Palazzo von Giorgio Spinola Salita Santa Caterina 4 Der Palast wurde um die Mitte des XVI. Jahrhunderts in einem Gebiet errichtet, das an das Klarissenkloster Santa Caterina und die Piazza Fontane Marose angrenzte. Die Architektur des Gebäudes wurde stark von den damals entstehenden Renaissance-Baustilen beeinflusst. Besonders bemerkenswert ist die beeindruckende Sequenz von Atrium, Hof, Nymphäum und Treppenhaus, die sich über zwei Ebenen erstreckt und in einem Nymphäum endet, das mit Naturfelsen, Kalksteinformationen und
einer Satyrstatue verziert ist. Dahinter erhebt sich das monumentale Treppenhaus als beeindruckende Kulisse. Heute wird der Palast als Bürogebäude genutzt. 4. Palazzo von Tomaso Spinola Salita Santa Caterina 3 Der Palast wurde zwischen 1558 und 1561 für Tommaso Spinola nach einem Entwurf von Giovanni Battista Castello, genannt “il Bergamasco”, errichtet. Das Gebäude befindet sich auf der ehemaligen Piazza degli Spinola di Luccoli, in der Nähe der Piazza Fontane Marose und der Strada Nuova, die damals zu den wichtigsten Baustellen der Renaissance-Stadterneuerung gehörten. 1664 wurde der Palast in die dritte Liste der Rolli aufgenommen. Die Fassade ist reich mit Stuckarbeiten von Andrea Aprile da Carona nach einem Entwurf von “il Bergamasco” verziert und zeigt Hermen, Masken, Blumen- und Fruchtgirlanden. Im Inneren sind besonders die Dekorationen der Semino-Werkstatt im ersten Hauptgeschoss hervorzuheben. Heute beherbergt der Palast private Wohnungen und Büros.
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5. Palazzo von Giacomo Spinola Piazza Fontane Marose 6 Der Palast, der sich an der kurzen Seite der heutigen Piazza Fontane Marose befindet (früher Piazza di Luccoli), wurde Mitte des XV. Jahrhunderts im Auftrag der Familie Spinola erbaut, die ihn bis zum frühen XIX. Jahrhundert besaß. Die Fassade ist durch den Wechsel von weißen und schwarzen Streifen aus Carrara-Marmor und typischem Promontorio-Stein gekennzeichnet. Zur Erinnerung an die Vorfahren der Familie wurden fünf Statuen in speziellen Nischen platziert, die von links nach rechts Oberto, Corrado, Opizzino und Calvot darstellen, während die fünfte Figur nicht eindeutig identifiziert wurde. Aufgrund der Öffnung der Via Carlo Felice (heute
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Via XXV aprile) und der Neugestaltung des Geländes erfuhr das Gebäude zahlreiche Umbauten. Ende der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre wurde es von einem Kreditinstitut erworben und unter der Leitung der Architekten Tommaso Badano und Lionello Calza umfassend restauriert. 6. Palazzo von Agostino Ayrolo Piazza Fontane Marose 4 In seiner heutigen Form ist der Palast das Ergebnis verschiedener baulicher Eingriffe zwischen dem XVI. und XIX. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des XVII. Jahrhunderts ging er in den Besitz der Familie Negrone über, die bis heute Eigentümer geblieben ist. Am Ende des XVIII. Jahrhunderts wurde das Gebäude einer umfassenden Renovierung unterzogen, als der Baumeister Antonio Barabino die Hauptfassade zum Platz hin neu ordnete. Im Zuge der Neugestaltung des Bereichs und der Eröffnung der Via
Carlo Felice (heute Via XXV Aprile) zwischen 1825 und 1828 errichtete Carlo Barabino das zweite Eingangsportal, das sich an der Architektur des bereits bestehenden orientierte. Das Innere weist eine bemerkenswerte dekorative Pracht auf, die auf den Auftrag von Agostino Ayrolo zurückgeht. Um 1700 beauftragte Gio Antonio Negrone Domenico Parodi mit der Gestaltung des Deckengemäldes in einem Saal mit dem Titel “Der Ruhm der Familie Negrone”. 7. Palazzo von Paolo e Niccolò Interiano Piazza Fontane Marose 2 Das Gebäude befindet sich in einem für die städtische Entwicklung der Stadt besonders wichtigen Bereich am Rande der Strada Nuova, in einem Gebiet mit Gärten, das den Spinola gehörte. Der Palast wurde zwischen 1565 und 1567 auf Wunsch von Paolo Battista und Niccolò Interiano von Francesco Casella erbaut, der dabei auf 53
den Überresten einer früheren Konstruktion arbeitete. Aufgrund seiner Pracht wurde der Palast von Rubens in seine Sammlung “Die modernen Paläste von Genua” aufgenommen und in alle Rolli-Listen eingetragen. Das Gebäude hatte verschiedene Eigentümer: am Ende des XVII. Jahrhunderts ging es in den Besitz der Familie Grimaldi Pasqua über, die es in Richtung Berg erweiterte. Der letzte Eigentümerwechsel brachte den Palast in die Hände der Familie Pallavicino, die ihn bis heute besitzt. Besonders interessant ist die zur Piazza hin ausgerichtete Fassade, die vollständig von den Brüdern Lazzaro und Pantaleo Calvi bemalt wurde. Diese Malereien dienten als Kommunikationsmittel und zur Verherrlichung von Niccolò Interiano, einem der Besteller. 8. Palazzo von Agostino Pallavicino via Garibaldi 1 Als erstes Gebäude, das sich auf der Bergseite der Strada Nuova öffnet, wurde der Palast auf Wunsch von Agostino Pallavicino ab 1558 erbaut
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und bald in die Rolli-Liste von 1576 im erste Kategorie aufgenommen. Das von Bernardino Cantone entworfene Gebäude weist eine architektonisch stark strukturierte Fassade zur Straße hin auf. Das elegante weiße Marmortor verfügt über ein gebrochenes, geschwungenes Giebelstück, das den Schild mit der Familienwaffe trägt. Die für Genua typische optische Achse mit einer Abfolge von Atrium, Innenhof und Garten wurde durch die später erfolgte Öffnung der Fahrzeugtunnel von Portello gestört. Heute wird der Innenhof durch eine Dachkonstruktion geschlossen, die vom aktuellen Eigentümer, einem Kreditinstitut, gestaltet wurde. Besonders bemerkenswert sind die Fresken mit Darstellungen antiker Geschichte, die von Andrea und Ottavio Semino geschaffen wurden. Mit der Eröffnung der Via Interiano, die 1854 von Architekt Ignazio Gardella senior angelegt wurde, wurde der Palast an einer Seite verkleinert und mit einer Stein- und Marmorfassade versehen, die dem bestehenden Design nachempfunden wurde.
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9. Palazzo von Pantaleo Spinola via Garibaldi 2
11. Palazzo von Tobia Pallavicino via Garibaldi 4
Dieser Palast, das erste Gebäude auf der Talseite der Strada Nuova, wurde von den Architekten Bernardo Spazio und Giovanni Pietro Orsolino im Auftrag von Pantaleo Spinola errichtet. Die Bauarbeiten wurden 1564 abgeschlossen, und das Gebäude wurde 1576 in die erste Liste der Rolli aufgenommen. Bereits 1563 ging es an die Spinola di Tassarolo über und kurz darauf an Andrea Spinola von Arquata. Im dritten Jahrzehnt des XVII. Jahrhunderts wurden bedeutende strukturelle Veränderungen vorgenommen. Im Gegensatz zu anderen Palästen ist die zur Strada Nuova hin gerichtete Fassade schlicht und verputzt, ohne jegliche Verzierungen, mit Ausnahme des weißen Marmortors, das von den Statuen der Klugheit und der Wachsamkeit überragt wird.
Das Werk des Architekten Giovanni Battista Castello, genannt “il Bergamasco”, wurde im Auftrag von Tobia Pallavicino, einem wohlha-
10. Palazzo von Franco Lercari via Garibaldi 3 Erbaut zwischen 1571 und 1578 für Franco Lercari, einen mächtigen genuesischen Politiker und Bankier im Dienst Karls V. Aufgrund seiner Pracht wurde der Palast bereits 1576 in die Rolli-Listen aufgenommen, stets in der ersten Kategorie. 1845 ging er in den Besitz der Familie Parodi über, die ihn noch heute besitzt. Das Gebäude ist in Bossenwerk ausgeführt und vollständig aus FinaleStein gebaut. Es ist durch dorische Pilaster im “rustikalen” Stil mit “Diamantspitzen”-Quadern gegliedert und öffnet sich in Höhe des Marmortors, das von Taddeo Carlone geschaffen wurde. Dieses ist mit zwei Telamonen mit abgebrochenen Nasen verziert, eine direkte Anspielung auf die ungewöhnliche Geschichte von Megollo Lercari, einem Vorfahren des Bauherrn, und ein Symbol seiner Tugenden und Verhandlungsgeschicklichkeit.
benden Finanzier, erbaut, der seine Reichtümer durch das Alaun-Monopol von Tolfa anhäufte. 1704 wurde der Palast von Giacomo Filippo Carrega erworben, der ihn erweitern und aufstocken ließ. In diesem Zusammenhang wurde das aufwendige dekorative Konzept von Lorenzo De Ferrari verwirklicht – er war hier als Architekt, Maler und Dekorateur tätig – und 55
zwischen 1734 und 1744 realisiert. Die prächtige Goldene Galerie bildet den krönenden Abschluss der Erweiterungen in Richtung Tal und wurde zum neuen Repräsentationsraum der Familie. 1830 ging der Palast in den Besitz der Familie Cataldi über und wurde 1922 von der Handelskammer erworben, die ihn noch heute besitzt. Eine umfassende Neugestaltung der Räume erfolgte durch den Architekten Giuseppe Crosa di Vergagni. 12. Palazzo von Angelo Giovanni Spinola via Garibaldi 5 Der Palast wurde ab 1558 auf Wunsch von Angelo Giovanni Spinola di Luccoli, einem königlichen Bankier und Botschafter der Republik, erbaut. Das Werk des Architekten Giovanni Ponzello wurde bald erweitert und bereits 1576 in das Rolli-Verzeichnis aufgenommen, in die erste Liste. In den ersten Jahrzehnten des XX. Jahrhunderts wurde er von Kreditinstituten erworben, die ihn bis heute besitzen.
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Der kompakte Baukörper des Gebäudes wird illusionistisch durch eine breite Fassade aufgebrochen, die zur Strada Nuova hin mit einer bedeutenden, lebhaft polychromen Freskendekoration versehen ist, ein Werk der Brüder Lazzaro und Pantaleo Calvi sowie von Semino. Besonders bemerkenswert sind die Fresken eines Saals im Hauptgeschoss mit Blick auf den oberen Garten des Palastes. Diese wurden kürzlich restauriert und stammen von Lazzaro Tavarone: sie zeigen den Palast in seiner vollständigen dekorativen Erscheinung sowie verschiedene ursprüngliche Aspekte des Gartens. 13. Palazzo von Gio Battista Spinola Via Garibaldi 6 Erbaut um 1563 im Auftrag der Brüder Andrea und Gio Batta aus dem Vergagni-Zweig der Familie Spinola – es war der dritte Palast der Familie an der Strada Nuova. 1723 ging er in den Besitz der Familie Doria über, die ihn bis heute besitzt. Das imposante, würfelförmige Volumen des Palastes dominiert die Straße, während die Raumorganisation des Erdgeschosses auf einer Sichtachse basiert, die den Garten direkt mit dem Atrium verbindet, indem sie durch den säulenumgebenen Innenhof führt. Das durch Ludwig XIV. von Frankreich 1684 veranlasste Seebombardement richtete erhebliche Schäden am Gebäude an, was eine Rekonstruktion der Fassade und eine umfassende Neugestaltung der Innenräume erforderlich machte. Im Inneren stechen die Freskendekorationen von Andrea Semino hervor, die vollständig den Taten der Familie Spinola gewidmet sind.
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14. Palazzo von Nicolosio Lomellino Via Garibaldi 7 Zwischen 1563 und 1569 von Nicolosio Lomellino erbaut, dessen Reichtum aus dem Korallenfang vor der Insel Tabarca stammte, im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Palast mehrfach den Besitzer, was seine heutige architektonische und dekorative Gestaltung prägte. 1865 wurde er vom Baron Andrea Podestà erworben und ging schließlich an die Familie Bruzzo über, die ihn bis heute besitzt. Bereits 1576 wurde er in die erste Liste der Rolli aufgenommen und war somit würdig, Päpste, Könige und Kaiser zu beherbergen.
Erbaut von Bernardino Cantone nach einem Entwurf von Giovanni Battista Castello, genannt “il Bergamasco”, ist der Palast auf zwei Hauptgeschosse verteilt. Seine Fassade an der Strada Nuova zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Abfolge von Atrium, Durchgang und Innenhof sowie durch eine vollständig mit Stuck verzierte Fassade aus – einzigartig in der gesamten Straße. Die spektakuläre Grotte verbindet den Palast mit den oberen Gärten, die den Höhenunterschieden des Hügels folgen. Im ersten Viertel des XVIII. Jahrhunderts wurden auch die Räume des zweiten Hauptgeschosses renoviert und von Domenico Parodi, Lorenzo De Ferrari und Giacomo Antonio Boni freskiert. Besonders hervorzuhe-
ben sind die Fresken, die Luigi Centurione 1623 bei Bernardo Strozzi für die Säle des ersten Hauptgeschosses in Auftrag gab, darunter die Allegorie der Evangelisierung der Neuen Welt und die Allegorie der Schifffahrt. Der Palast ist für Besucher zugänglich. www.palazzolomellino.org 15. Palazzo von Lazzaro e Giacomo Spinola Via Garibaldi 10 Das Gebäude wurde ab 1583 für die beiden Brüder Spinola, Giacomo und Pantaleo, nach einem Entwurf errichtet, der zwei symmetrische
Häuser nebeneinanderstellt, die von der Straße aus durch zwei identische Portale mit Marmorund Finale-Steinverzierungen zugänglich sind. Die beiden Wohnhäuser unterscheiden sich in der Innenausstattung, die von verschiedenen Eigentümern im Laufe der Zeit in Auftrag gegeben wurde. Im Jahr 1624 bemalte Lazzaro Tavarone für die Adorno historische Familiengeschichten in den Räumen des Atriums und des Hauptgeschosses; der östliche Teil hingegen ist durch eine aus dem XIX. Jahrhundert stammende Dekoration gekennzeichnet, die von den Cattaneo in Auftrag gegeben wurde. Kürzlich restauriert, hat der Palast seine dekorative Gestaltung mit illusionistischer Archi57
tektur, Maskenköpfen und monochromen Fensterkartuschen wiedererlangt.
17. Palazzo von Baldassarre Lomellini Via Garibaldi 12
Der Palast wurde von den Brüdern Domenico und Giovanni Ponzello ab Mitte der 1570er Jahre für Niccolò Grimaldi, bekannt als “der Monarch” wegen seines sprichwörtlichen Reichtums, erbaut. Die Größe des verfügbaren Grundstücks und die besondere Lage des Gebäudes ermöglichten eine besonders szenografische Raumgestaltung: vom Atrium auf Straßenniveau gelangt man in einen
Der Palast wurde ab 1562 auf Wunsch von Baldassarre Lomellini vom Architekten Giovanni Ponzello erbaut. Das Gebäude gehörte lange Zeit der Familie Salvago, die es Ende des XVI. Jahrhunderts erwarb, bevor es an Cristoforo Spinola, Botschafter der Republik Genua in Paris, verkauft wurde. Später wurde es von Domenico Serra und der Familie Campanella übernommen und später durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Aus der ersten Bauphase, die von Andrea Semino und Giovanni Battista Castello mit römischen Geschichtsepiso-
Hof, auf den die Loggia des Hauptgeschosses und im Hintergrund eine monumentale, doppelläufige Treppe ausgerichtet sind. Der Palast wurde bald an Giovanni Andrea I. Doria, Herzog von Tursi und Fürst von Melfi sowie Neffe von Andrea Doria, verkauft und sofort in die erste Liste der Rolli aufgenommen. Seit 1850 ist der Palast Sitz des Rathauses von Genua. Er gehört zum Museumszentrum Strada Nuova (S. 36).
den und Geschichten von Aeneas freskiert wurde, bleibt heute es ein Zeugnis dank der Reliefs von Rubens. Die im XVIII. Jahrhundert von Cristoforo Spinola in Auftrag gegebenen Umbauten verliehen dem Palast ein neues neoklassizistisches Erscheinungsbild sowie ein ovales Atrium im Erdgeschoss. Später wurden der Hauptsaal und zwei neoklassizistische Tempel auf der Terrasse vollständig erneuert.
16. Palazzo von Niccolò Grimaldi Via Garibaldi 9 - Öffentliche Nutzung: Rathaus
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einrichtete. Schwer beschädigt durch Bombenangriffe im Jahr 1942 und in seinen architektonischen Formen des XVIII. Jahrhunderts wieder aufgebaut, wurde das Museum 1950 mit einer komplett erneuerten Ausstellung unter der Leitung des Architekten Franco Albini und der neuen Direktorin Caterina Marcenaro wiedereröffnet. Der Museumsrundgang wurde später mit den Außenbereichen des hinteren Gartens erweitert, der die Überreste der Kirche San Francesco di Castelletto umfasst, die zu Beginn des XIX. Jahrhunderts abgerissen wurde (S. 37). 19. Palazzo von Francesco e Ridolfo Brignole Sale Via Garibaldi 18 18. Palazzo von Luca Grimaldi Via Garibaldi 11 Öffentliche Nutzung: Museum von Palazzo Bianco Der Palast wurde auf einer früheren Konstruktion errichtet, die von Luca Grimaldi in der Zeit vor der Eröffnung der Strada Nuova entworfen wurde. Erst 1711 gelangte er in den Besitz von Maria Durazzo Brignole Sale, bereits Eigentümerin des Palazzo Rosso, die ihn von dem Architekten Giacomo Viano renovieren ließ, der die architektonischen und formalen Module der Gebäude aus dem XVI. Jahrhundert überarbeitete und der Residenz einen neuen Zugang von der Strada Nuova verschaffte. 1889 schenkte die Herzogin von Galliera, Maria Brignole Sale De Ferrari, das Gebäude und die darin aufbewahrten wertvollen Kunstwerke der Stadt Genua, die es als Ausstellung für antike Kunst
Öffentliche Nutzung: Museum von Palazzo Rosso Der Palast wurde zwischen 1671 und 1677 von dem Architekten Pietro Antonio für Francesco und Ridolfo Brignole Sale entworfen und weist zwei übereinanderliegende Hauptgeschosse auf, um beiden Brüdern eine gleichwertig prestigeträchtige Residenz zu bieten. Die Dekorations- und Erweiterungsphasen des Palastes waren zahlreich.
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Das zweite Hauptgeschoss wurde ab 1687 von den wichtigsten Protagonisten des genuesischen Barocks freskiert: Gregorio De Ferrari und Domenico Piola; in einer zweiten Phase ab 1691 kamen Giovanni Andrea Carlone, Carlo Antonio Tavella und Domenico Guidobono hinzu. 1874 entschied sich die letzte Erbin, Maria Brignole Sale De Ferrari, Herzogin von Galliera, die Residenz mit allen Möbeln und Sammlungen der Stadt Genua zu schenken. Der Palast wurde somit zu einem bedeutenden Museumssitz, der auch die Möbel der Pariser Residenz der Familie beherbergte. Nach zwei aufeinanderfolgenden Restaurierungen in den Jahren 1953 und 1961 beherbergt der Palast, der sich durch seine rote Fassade auszeichnet, Gemälde, die über mehr als zwei Jahrhunderte von der Adelsfamilie gesammelt wurden (S. 36). 20. Palazzo von Gerolamo Grimaldi Salita San Francesco 4
Die Merkmale des Gebäudes, das zwischen 1536 und 1545 errichtet wurde, sowie die Kultur des Bauherrn Gerolamo Grimaldi Oliva – ein wohlhabender Kaufmann, einflussreicher Bankier und Diplomat mit engen Beziehungen zu Spanien und Portugal – trugen zur Entwicklung eines für Genua neuen Residenztyps bei. Im Besitz der Familie Grimaldi bis ins XIX. Jahrhundert, wurde das Gebäude Anfang des XX. Jahrhunderts von Evan Mackenzie erworben, der dort den Sitz seiner Versicherungsgesellschaft einrichtete und den Architekten Gino Coppedè mit mehreren Änderungen beauftragte, darunter die Überdachung des Hofes an der Salita San Francesco mit einem Jugendstil-Oberlicht. Die Wünsche und Entscheidungen der verschiedenen Eigentümer führten auch zu innovativen Lösungen bei der Innenraumgestaltung, die von Lazzaro Calvi, Giovanni Battista Castello il Bergamasco und Luca Cambiaso ausgeführt wurden. Während des Ersten Weltkriegs als Militärkrankenhaus genutzt, ist das Gebäude heute im Besitz eines privaten Unternehmens, das es nach einer Restaurierung für öffentliche Veranstaltungen, Wechselausstellungen und kulturelle Aktivitäten zugänglich gemacht hat. www.palazzodellameridiana.it 21. Palazzo von Gio Carlo Brignole Piazza della Meridiana 2 Der Palazzo mit Blick auf die Piazza della Meridiana bildete über ein Jahrhundert lang den Hintergrund der Strada Nuova und verhinderte zusammen mit dem Palazzo von Gerolamo Grimaldi, der direkt gegenüber stand, die natürliche Westausdehnung, die erst 1786
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mit der Eröffnung der Strada Nuovissima (heute Via Cairoli) erfolgte. Das Gebäude wurde zwischen 1626 und 1628 im Auftrag von Giovanni Battista Brignole an Bartolomeo Bianco errichtet. Der Prunk, den die Familie Brignole im XVII. und XVIII. Jahrhundert für ihre Residenz wünschte, wird noch heute durch die Fresken in den Sälen von Gregorio und Lorenzo De Ferrari bezeugt. Von höchstem Wert sind auch die Marmor-Büsten, die im Hauptsalon des Hauptgeschosses erhalten sind. 22. Palazzo von Bartolomeo Lomellino Largo della Zecca 4 Der Palast wurde zwischen 1565 und 1570 im Auftrag von Bartolomeo Lomellino errichtet. Er wurde im Gebiet von Vallechiara erbaut, das von den Besitzungen des Gasthauses der Lomellini umgeben war. Das Gebäude stand von Anfang an in Verbindung mit der Abtei San Bernardo dell’Olivella, deren Patron auch der Bauherr war. Das Gelände mit seinen starken Höhenunterschieden erlaubte eine Gestaltung des Gartens in Terrassen mit Marmorornamenten und Brunnen. Besonders interessant
ist der Eingriff des Architekten Emanuele Andrea Tagliafichi, der 1769 nicht nur eine allgemeine Umgestaltung des Gartens vornahm, sondern im Auftrag des Dogen Agostino Lomellini auch an den Innenräumen und Stuckdekorationen arbeitete. Ein Teil davon ist noch heute in den an der Via Carlo Targa gelegenen Geschäftsräumen erkennbar. 23. Palazzo von Stefano Lomellini Via Cairoli 18 Der Palast wurde ab 1588 in die Liste der Rolli aufgenommen. Nachdem er in den Besitz der Familie Lomellini und schließlich der Doria Lamba überging – die ihn noch heute besitzen –, war der Palast Teil eines langen Planungsprozesses. Das heutige Gebäude ist das Ergebnis einer barocken Erweiterung durch den Tessiner Architekten Gregorio Petondi ab 1775. Der Palast veränderte sich parallel zur Eröffnung der Strada Nuovissima (heute Via Cairoli), die zwischen 1778 und 1786 ebenfalls von Petondi realisiert wurde. Das Gebäude weist eine besonders interessante architektonische Lösung auf, die zwei 61
unterschiedliche und gegenüberliegende Eingänge miteinander verbindet und ein System aus Höfen und Atrien schafft. Das Innere wurde nach dem “modernen” französischen Stil umgestaltet, mit Zimmern, Salons und Galerien en enfilade, die eine ringförmige Durchquerung der Wohnung ermöglichen. 24. Palazzo von Giacomo Patrone Lomellini Largo della Zecca 2 Öffentliche Nutzung: Militärkommando der Zone Der Palast liegt im Gebiet von Vallechiara, am Rand des Guastato (heute Piazza della Nunziata) und entlang der Straße, die zum Borgo del Carmine führte. Ursprünglich als Vorstadtresidenz der Lomellini errichtet, wurde er im Auftrag von Giacomo Lomellini, einem wohlhabenden und gebildeten Vertreter der Familie, die durch das Korallenmonopol von Tabarca reich geworden 62
war, neu erbaut. Nach mehreren Eigentümerwechseln wurde der Palast 1945 Sitz des Militärkommandos der Zone. Er wurde erst mit der Eröffnung der Strada Nuovissima (Via Cairoli) in den städtischen Kontext integriert. In den 1770er Jahren erlebte er tiefgreifende Veränderungen, die sich auf das gesamte umliegende Gebiet auswirkten. Von großem künstlerischen Wert sind die Fresken, die zur Verschönerung der Innenräume geschaffen wurden, darunter Werke von Domenico Fiasella und Giovanni Carlone. 25. Palazzo von Antoniotto Cattaneo Piazza della Nunziata 2 Öffentliche Nutzung: Universität Genua Das heutige Erscheinungsbild des Palastes, der 1999 von der Familie Belimbau – den letzten Eigentümern – der Universität geschenkt wurde, ist das Ergebnis einer Reihe von Eingriffen, die
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co erbaut. Er stellte eine neue Interpretation der monumentalen architektonischen Typologien dar, die bereits fünfzig Jahre zuvor in der Strada Nuova realisiert wurden. Der Palast blieb bis 1709 im Besitz der BalbiFamilie und ging dann an Marcello Durazzo, Marquis von Gabiano, über, später an die Durazzo Pallavicini, die Negrotto Cambiaso und schließlich an die Familie Cattaneo Adorno, die ihn bis heute besitzt. Besonders bemerkenswert ist die Grundrissgestaltung des Gebäudes, das um ein doppeltes U mit Loggien, Galerien und Hängenden Gärten angeordnet ist, wodurch sich die Räume an die starke Hanglage anpassen. Das Innere ist reich an Fresken aus dem XVIII. Jahrhundert und beherbergt eine wertvolle Gemäldesammlung. 27. Palazzo von Gio Francesco Balbi Via Balbi 2 Öffentliche Nutzung: Universität Genua
sowohl die Architektur als auch die Innen - und Außendekoration betreffen. Gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts ging das Gebäude in den Besitz der Familie Cambiaso über, die sich um die Erneuerung der Fassade und einiger Innenräume kümmerte, wobei häufig der Tessiner Architekt Giovanni Battista Pellegrini beauftragt wurde. Im Prunksaal des Hauptgeschosses kann man die außergewöhnliche illusionistische Freskendekoration von Lazzaro Tavarone bewundern, die um 1610 entstand. 26. Palazzo von Gio Agostino Balbi Via Balbi 1 Eingebettet zwischen den Hängen der Hügel und dem Franziskanerkloster der SS. Annunziata del Guastato, wurde der Palast ab 1618 für Gio Agostino Balbi vom Hofarchitekten Bartolomeo Bian-
Auf der Meerseite der neuen, von den Balbi finanzierten Straßenachse gelegen, entstand der Palast zunächst als Erweiterung und volumetrische Umgestaltung der domus magna, eines Gebäudes, das die Familie bereits seit mehreren Generationen besaß, bevor die Straße angelegt wurde. Er wurde später auf Wunsch von Stefano Balbi umorganisiert, der 1614 von den Vätern der Stadtverwaltung die Genehmigung für eine neue Fassade zur Straße hin und eine allgemeine Neugestaltung der Volumina erhielt. Ende der 1770er Jahre ging das Eigentum an die Familie Cattaneo della Volta über, während das Gebäude Ende der 1930er Jahre von der Versicherungsgesellschaft Levante gekauft wurde, die es nach Kriegsschäden umfassend restaurierte. Im Jahr 2001 erwarb die Universität Genua den Palast und machte ihn zum Sitz der Fakultät für Geisteswissenschaften. Im Saal des Hauptgeschosses (heute Aula magna) wird die Gemäldesammlung aufbewahrt, die die Familie Cattaneo für ihre Residenz ausgewählt hatte. 63
28. Palazzo von Giacomo e Pantaleo Balbi Via Balbi 4 Öffentliche Nutzung: Universität Genua Der Bau des Palastes auf der Meerseite der neuen städtischen Achse begann 1618 im Auftrag der Brüder Giacomo und Pantaleo Balbi. Die Familie Balbi behielt das Eigentum und bewahrte mit ihm ihre wertvolle Gemäldesammlung. Das ursprüngliche Projekt des Architekten Bartolomeo Bianco wurde später durch Eingriffe von Pietro Antonio Corradi ergänzt, darunter die Gestaltung eines hellen hängenden Gartens mit einer Nymphäum. Corradi erweiterte auch die oberen Stockwerke, fügte zwei nach Süden gerichtete Flügel hinzu und schloss die Loggia des zweiten Hauptgeschosses. Diese wurde daraufhin in eine Galerie umgewandelt und wurde um 1655 zum bevorzugten Raum für die Feierlichkeiten der Familie: hier wurden die Büsten der Antiquitätensammlung des Auftraggebers aufgestellt, und Valerio Castello schuf die außergewöhnliche Freskendekoration der Decke. 29. Palazzo von Francesco Maria Balbi Piovera Via Balbi 6 Öffentliche Nutzung: Universität Genua Der dritte Palast auf der Meerseite der Via Balbi, aber der letzte in der Baugeschichte dieser Straße aus dem XVII. Jahrhundert, wurde zwischen 1656 und 1674 auf Wunsch von Francesco Maria Balbi errichtet, der den Architekten Pietro Antonio Corradi mit dem Entwurf beauftragte. Im frühen XVIII. Jahrhundert begannen die neuen Eigentümer mit einer bedeutenden architektonischen Erneuerung und Dekoration, zusammen mit der Anschaffung einer prächtigen Gemäldesammlung, die jedoch größtenteils veräußert wurde, als das Gebäude 1824 an Marcello Luigi Durazzo überging. 1890 wurde der Palast von dem genuesischen Unternehmer Edilio Raggio erworben, der eine weitere Umgestaltung vornahm, die Innenräume 64
abriss und Wohnungen einrichtete. Gleichzeitig wurde die Fassade neu gestaltet, ein großes Atrium geschaffen, das sich zu einem kleinen hinte-
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ren Hof öffnet, sowie eine monumentale Treppe, auf deren Gewölbe ein Zyklus von Wandmalereien mit Allegorien der italienischen Einigung und
der Feier der savoyischen Monarchie und des geeinten Staates realisiert wurde. Seit den 1950er Jahren ist der Palast Sitz der Fakultät für Geisteswissenschaften. 30. Palazzo von Stefano Balbi. Via Balbi 10 Öffentliche Nutzung: Museum des Königspalastes Der Palast wurde ab 1643 für Stefano Balbi erbaut, den Initiator der “Strada dei Signori Balbi”. Die Architekten Pier Francesco Cantone, Michele Moncino und Angelo Falcone waren für den Bau verantwortlich. Das Gebäude, das ursprünglich mit einem U-förmigen Grundriss errichtet wurde, wurde im Laufe der Zeit durch Erweiterungen und Verschönerungen, die von den Familien Balbi und Durazzo im XVII. und XVIII. Jahrhundert veranlasst wurden, weiter ausgebaut. Heute präsentiert es sich als eines der größten architektonischen Ensembles in Genua, das seine Innenräume in ihrer ursprünglichen Pracht bewahrt hat – mit Fresken- und Stuckde65
korationen, Gemälden, Skulpturen, Möbeln und Einrichtungsgegenständen. 1842 wurde der Palast von den Savoyern als königliche Residenz erworben und gehört heute dem italienischen Staat, der ihn in ein Museum umgewandelt hat: das Museum von Palazzo Reale (S. 37) Besichtigt werden können das monumentale Atrium mit Stuckarbeiten aus dem XVIII. Jahrhundert, der Ehrenhof, der hängende Garten mit Blick auf das Meer und die Prunkräume im zweiten Stock. Besonders beeindruckend ist die Spiegelgalerie, die in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts errichtet wurde. Ihr Design orientierte sich an den Galerien des Palazzo Colonna und des Palazzo Doria Pamphilj in Rom sowie an der Galerie des Glaces in Versailles.
hielt. Eine erste Phase datiert auf den Zeitraum 1718-1724: die Architektur des Anwesens, die noch den Kriterien des XVI. Jahrhunderts entsprach, wurde grundlegend in den Bereichen des Atriums, der monumentalen Treppe und der Fassaden verändert. Die Maßnahmen umfassten auch eine neue Raumaufteilung des Repräsentationsappartements im zweiten Hauptgeschoss, dessen Räume mit Fresken von Domenico Parodi und Stuckarbeiten von Mutoni und Giacomo Antonio Boni verziert wurden. Zwischen 1756 und 1763 wurde das Gebäude um einen kleinen Hanggarten im ersten Stock, oberhalb der Stallungen und Pferdeställe, erweitert. Kürzlich restauriert, beherbergt der Palast heute private Wohnungen und Büros.
31. Palazzo von Cosmo Centurione Palazzo Durazzo Pallavicini via Lomellini 8
32. Palazzo von Giorgio Centurione via Lomellini 5
Der für die Familie von Giorgio Centurione erbaute Palast durchlief im Laufe des XVIII. Jahrhunderts mehrere Renovierungsphasen durch die Familie Pallavicini, die enge finanzielle Beziehungen zu Spanien und dem Herzogtum Mailand unter66
Über die architektonische Geschichte dieses Palastes sind nur wenige Informationen bekannt. Wahrscheinlich wurde der Bau um 1594 vom Architekten Gaspare Corte im Auftrag von Giorgio Centurione, der 1621-1622 Doge der Republik Genua war, abgeschlossen. Die Familie Centurione verkaufte ihn
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im XVIII. Jahrhundert an die Doria, während er in den ersten Jahren des XIX. Jahrhunderts in den Besitz der Familie Cambiaso überging, die zu dieser Zeit mehrere weitere Gebäude in der Contrada Lomellini besaß. Von der Bauweise des XVI. Jahrhunderts ist vor allem das monumentale Eingangsportal erhalten geblieben, dessen Frontgiebel in der Mitte eine Skulptur der Madonna mit Kind beherbergt. Die Residenz ist auch für die Geschichte Genuas von Interesse, da sie viele Jahre lang von Virginia Centurione (1587-1651), der Tochter von Giorgio Centurione, bewohnt wurde. Sie heiratete Gaspare Grimaldi Bracelli und als er starb, im Jahr 1607, widmete sie sich einem Leben der Wohltätigkeit und des Dienstes an den Nächsten, wobei sie einen monastischen Orden gründete. Virginia Centurione Bracelli wurde 2003 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. 33. Palazzo von Gio Battista Centurione Piazza Fossatello 3 Der von Battista Centurione ab 1612 errichtete Palast blieb bis zum späten XVIII. Jahrhundert im Besitz der Familie, als er in den Besitz der Saluzzo Brignole und fast ein Jahrhundert später der Familie Cambiaso überging. In die Liste der Rolli von 1664 aufgenommen, wurde das Gebäude von dem Architekten Battista Cantone in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Filippo entworfen. Das
weiße Marmortor führt in ein geräumiges Atrium und eine monumentale Treppe. Von besonderem Wert sind die Freskendekorationen im zweiten Hauptgeschoss: zwei Säle wurden von Giovanni Battista Semino mit Darstellungen der vier Jahreszeiten bemalt, während in den folgenden Räumen Fresken von Domenico Piola, Gregorio De Ferrari, Bartolomeo Guidobono sowie die außergewöhnliche Durchgangsgalerie zu bewundern sind – ein einzigartiges architektonisches Modell in der Stadtlandschaft –, deren Tonnengewölbe mit mythologischen Figuren verziert ist. 34. Palazzo von Cipriano Pallavicini Piazza Fossatello 2 Der Palast wurde zwischen 1494 und 1505 auf bestehenden mittelalterlichen Gebäuden im Gebiet von Fossatello errichtet, das sich an der Kreuzung wichtiger Verkehrsachsen befindet. Im Jahr 1540 bat Kardinal Cipriano Pallavicini die Stadtverwaltung um die Erlaubnis, seine Residenz in Fossatello zu renovieren. Dabei kam es auch zu einer erheblichen Erweiterung und Regelung des Platzumfangs. Der Kardinal wollte sich an einem Entwurf von Donato Bramante für einen römischen Palast orientieren, mit Geschäften im Erdgeschoss und Wohnräumen in den oberen Etagen. Im Laufe des XVIII. Jahrhunderts ging das Anwesen an die Familien Grillo und spä67
ter an die Saporiti über, bevor es 1840 in den Besitz von Federico Rayper gelangte, einem Lieferanten der Königlichen Sardischen Marine. Er erneuerte die gesamte Architektur, um Wohnungen zu schaffen: das Gebäude erhielt so die neoklassizistische Fassade, mit der es noch heute auf den Platz blickt. 35. Palazzo von Nicolò Spinola Via San Luca 14
Porta dei Vacca bis zu den Hängen des CastelloHügels erstreckte. Im XVI. und XVII. Jahrhundert wurde der Palast von Nicolò Spinola und seinen Nachfolgern umgebaut. Es zeichnet sich durch eine beeindruckende bemalte Fassade aus, die von Ottavio Semino (1650) und Gio Andrea Ansaldo (ca. 1610) gestaltet wurde. Das monumentale Portal wurde wahrscheinlich um 1560 von Giovanni Giacomo Parraca aus Valsoldo geschaffen. Im Salon des zweiten Hauptgeschosses ist eine Bankettszene der Götter zu sehen, die in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts gemalt wurde. Diese Dekoration ist aufgrund der im Zweiten Weltkrieg erlittenen Schäden nur schwer erkennbar. 36. Palazzo von Francesco Grimaldi Piazza di Pellicceria 1 Öffentlich zugänglich: Museum von Palazzo Spinola
Der Palast wurde auf einem früheren mittelalterlichen Gebäude errichtet, das im Erdgeschoss noch gut sichtbar ist: die weiß-schwarzen Blockpfeiler grenzten einst die Arkaden ab, die sich zu Vico Dritto öffneten, einer wichtigen mittelalterlichen Verkehrsachse Genuas, die sich von der 68
Der Palast wurde für Francesco Grimaldi vor 1593 erbaut und wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach den Besitzer. Die letzten Besitzer waren Paolo und Franco Spinola, die 1958 beschlossen, das Gebäude samt dem gesamten Kunstbesitz dem italienischen Staat zu schenken. Die Familie wollte, dass das Gebäude sein historisches Aussehen als adlige Residenz bewahrte, mit Ausnahme der letzten beiden Etagen, die während des Zweiten Weltkriegs stark beschädigt wurden. Dort befindet sich heute die Galleria Nazionale della Liguria, ein moderner Museumraum, der außergewöhnliche Werke aus der Schenkung Spinola beherbergt (S. 37). Zu Beginn des XVII. Jahrhunderts wurden die Salons des ersten und zweiten Hauptgeschosses mit Fresken von Lazzaro Tavarone geschmückt, die das Haus Grimaldi und seine Beziehungen zur spanischen Krone verherrlichen. Zwischen 1734 und 1736 wurde das
PALAZZI DEI ROLLI
zweite Hauptgeschoss renoviert, in einem von Bartolomeo Orsolino organisierten architektonischen Projekt. Die neue Gestaltung der Wohnung, bereichert durch Fresken von Sebastiano Galeotti und Giovanni Battista Natali sowie Gemälde auf Leinwand, erreichte ihren Höhepunkt in der Galleria degli Specchi, die von Lorenzo De Ferrari entworfen wurde und sich an den neuesten Modellen des XVIII. Jahrhunderts orientiert. 37. Palazzo von Gio Battista Grimaldi Vico San Luca 4 Der Palast wurde etwa 1610 durch die Fusion von vier Häusern aus dem XIII. Jahrhundert erbaut. Gio Battista Grimaldi gab möglicherweise den Auftrag an den Architekten Andrea Ceresola, genannt il Vannone, der bereits im benachbarten Bereich der Piazza Banchi tätig war. Die Fassade ist im Wesentlichen unverändert geblieben: ein hoher Erdgeschossbereich, der als Geschäftsund Lagerräume konzipiert wurde, überragt von zwei darüber liegenden Etagen. Auf dem Dach befand sich einst eine Art Terrasse, die im XIX. Jahrhundert umgebaut wurde. Heute als Wohnungen organisiert, bietet das Gebäude noch immer Räume von großem dekorativen Interesse: im ersten Stock befindet sich ein Salon mit Wänden und Decke, die vollständig von Lorenzo De Ferrari freskiert wurden. Er intervenierte auch im Hauptgeschoss. Im selben Apartment gibt es auch eine kleine Kapelle mit Rocaille-Stuckarbeiten.
mit Marmorgeländern. Die heutige Form geht auf die Fusion von mittelalterlichen Gebäuden zurück, deren Arkaden im XVI. Jahrhundert geschlossen wurden. Mittelalterliche Überreste sind noch auf der Rückseite sichtbar, wo ein gotisches Portal aus schwarzem Stein steht, und an der Vorderseite des Gebäudes, wo einige korinthische Säulen in die Fassade eingemauert sind. Über das Portal gelangt man in die Halle und dann in die monumentale Treppe mit Loggia. 39. Palazzo von Stefano De Mari Via San Luca 5
38. Palazzo von Gio Battista Grimaldi Piazza San Luca 2 Der Palast, der sich zusammen mit der gleichnamigen Familienkirche der Familie Spinola auf der Piazza San Luca befindet, zeigt eine schlichte Fassade: Erdgeschoss mit Bossenwerk-Sockel, Marcapiani mit Ädikulafenstern und kleine Balkons
Der Palast wurde im XVI. Jahrhundert auf den Ruinen früherer Gebäude der Familie Spinola errichtet und liegt im mittleren Abschnitt des ehemaligen Vico Dritto. Er trägt den Namen Stefano De Mari, Doge von Genua im Jahr 1663. Palazzo Grimaldi della Meridiana
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Die Fassade ist mit illusionistischer Architektur gestaltet, die die Fenster in den verschiedenen Etagen umrahmt. Das monumentale spät-XVI. Jahrhundert-
Sprüchen. Der große Saal enthält klare Anspielungen auf die Überwindung von Widrigkeiten, möglicherweise eine Anspielung auf die Rivalitäten zwischen “alten” und “neuen” Adligen. 41. Palazzo von Emanuele Filiberto Di Negro Via al Ponte Reale 2
Portal führt in eine Halle, die im XIX. Jahrhundert renoviert wurde. Das Gebäude ist um einen lichtdurchfluteten Innenhof mit Loggia angeordnet, entlang dessen sich die Treppe erstreckt, die zu den verschiedenen Etagen und privaten Wohnungen führt, in die das Gebäude heute unterteilt ist.
Der Palast wurde im XVII. Jahrhundert für Emanuele Filiberto Di Negro erbaut, nachdem di mittelalterlichen Häuser der “De Nigro” abgerissen wurden, die hier einen Turm besaßen. Der Palast erscheint erstmals in den Rolli von 1614 unter dem Namen Pietro Maria Gentile. Die reich verzierten Fassaden mit Stuck sind von weiten Perspektiven gut zu bewundern – ein seltener Fall in Genua. Entsprechend der monumentalen Außengestaltung sind das Atrium und das Nymphaeum des Innenhofs sowie das Stuck-Treppenhaus. Im XIX. Jahrhundert wurde durch den Bau der Carlo Alberto-Straße (heute Via Antonio Gramsci) das Panorama des Palasts unberührt gelassen. Der Palast wurde später Hotel Feder und wurde kürzlich restauriert. Heute beherbergt er Wohnungen und Büro.
40. Palazzo von Ambrogio Di Negro Via San Luca 2 Der Palast wurde auf den Überresten mittelalterlicher Gebäude in einem bedeutenden städtischen Gebiet, das einst ein Markt war und unmittelbar hinter dem Hafen liegt, für Ambrogio Di Negro, der mehrfach Magistrat, Gouverneur und Botschafter der aristokratischen Republik Genua war und 1585-1587 Doge wurde, erbaut. Der Palast hat zwei Hauptfassaden mit quadratisch gefreskten Feldern auf einem hohen rustizierten Sockel, der das Erdgeschoss und das Zwischengeschoss umfasst, die gemäß dem höfischen bramantesken Modell für Werkstätten bestimmt waren, das bereits von Cipriano Pallavicini im Palazzo di Fossatello angewendet wurde. Die Innenräume des ersten Hauptgeschoss sind ein deutlicher Ausdruck der weitreichenden humanistischen Kultur der Auftraggeber, die in den Decken der Räume und Salons Szenen aus der Mythologie freskierten, begleitet von lateinischen
42. Palazzo Croce De Marini Piazza De Marini 1 Der Palast wurde in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts für die Familie De Marini auf den Überresten von mittelalterlichen Gebäuden erbaut, die früher dem gleichen adligen Hotel gehörten, nach dem die Familie ihren Namen hatte, in einem Gebiet von großer strategischer Bedeutung, direkt hinter der Ripa Maris und mit Blick auf die Hafenaktivitäten.Das heutige Aussehen ist das Ergebnis einer umfassenden Renovierung im XVIII. Jahrhundert, die von der Familie Negrone beauftragt wurde. Besonders bemerkenswert ist das fünfzehntägige Marmortor, das einen Bogen bildet und mit einem vegetabilen Fries verziert ist: ein Werk des Bildhauers Gian Giacomo Della Porta, das von allegorischen Figuren überragt wird, die auf den Frieden anspielen. Im Jahr 1830 wurde das Gebäude an Andrea Croce verkauft und dient heute als Bürogebäude und private Wohnungen.
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PALAZZI DEI ROLLI
Palazzo Grimaldi della Meridiana
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Palazzo Ducale Palazzo Ducale ist einer der symbolträchtigen historischen Orte in Genua und das Hauptzentrum der kulturellen Produktion: während des ganzen Jahres finden dort Kunstausstellungen, Konferenzen, Vortragsreihen, Festivals, Ausstellungen und Bildungsaktivitäten statt. Der Bau des Palastes begann 1298, nach dem Sieg in der Schlacht von Meloria gegen die Pisani und der Schlacht von Curzola gegen die Venezianer, als Genua sich als wirtschaftliche Macht im Mittelmeer etablierte und die anderen sogenannten Repubbliche Marinare (Seerepubliken) verdrängte. Ab 1339 war der Palazzo Sitz der Regierung der Republik Genua und Residenz des Dogen, und er wurde bis Ende des XVI. Jahrhunderts mit der Hinzufügung neuer Teile erweitert, wodurch er zu einer echten Festung wurde. Das markanteste Überbleibsel der ursprünglichen mittelalterlichen Konstruktion ist der GrimaldinaTurm, der vom XIV. Jahrhundert bis Anfang des
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XX. Jahrhunderts als Gefängnis für politische Gefangene, Verschwörer und Anarchisten diente. Erst im XVI. Jahrhundert entschied man sich, dem Gebäude ein moderneres Aussehen im Renaissance-Stil zu verleihen: 1591 erhielt der Tessiner Architekt Andrea Ceresola, genannt il Vannone, den Auftrag. Sein Eingriff führte zur monumentalen Struktur des Palastes, der durch ein grandioses Atrium, flankiert von zwei portikalen Höfen, und eine breite Treppe, die zu den Loggien des Hauptgeschosses führt, gekennzeichnet ist. Dort befinden sich der Saal des Großen Rates, der Saal des Kleinen Rates, die Wohnung des Dogen und die Dogen-Kapelle, die in der Mitte des XVII. Jahrhunderts von Giovanni Battista Carlone mit Fresken verziert wurde. Der typisch neoklassizistische Stil der Repräsentationsräume, in denen der Senat der Republik zusammentrat, ist mit einem verheerenden Brand von 1777 verbunden, der einen Teil des edlen Stockwerks und der Fassade zerstörte.
PALAZZO DUCALE
Der Wiederaufbau wurde dem Architekten Simone Cantoni anvertraut, dem auch die Cantoni-Treppe zugeschrieben wird, ein Beispiel für neoklassizistische Virtuosität, die das Loggia mit dem letzten Stockwerk verbindet. Im XIX. und XX. Jahrhundert gab es weitere dekorative Eingriffe und eine Restaurierung der mittelalterlichen Überreste (Loggia der Abtes und Munitionskammer). Der Palast hat seinen alten Glanz durch eine komplexe Restaurierung wiedererlangt und wurde 1992 der Stadt im Rahmen der Kolumbusfeiern geöffnet.
Palazzo Ducale beherbergt das Archiv der Stadt Genua (S. 44), die Ligure Gesellschaft für Heimatgeschichte, die Ligure Akademie der Wissenschaften und Literatur sowie Casa Luzzati, ein Zentrum für kulturelle und künstlerische Produktion, das dem Werk des berühmten Illustrators gewidmet ist (www.casaluzzati.it). Palazzo Ducale Piazza Matteotti 9 - 16123 Genova tel. 010 8171600 www.palazzoducale.genova.it
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Theater Genova ist eine "Stadt der Theater" und bietet jedes Jahr ein reichhaltiges Programm, das verschiedene Genres umfasst: Oper, Tanz, Sinfoniekonzerte, klassische Dramen und Avantgarde, Komödien und Kabarett sowie Angebote für Kinder. Über das Webportal GenovaTeatro kann man das Programm aller Genueser Theater einsehen, Informationen zu Veranstaltungen und Dienstleistungen erhalten und Tickets online kaufen (https://www.genovateatro.it/).
Im Stadtzentrum
Das Teatro Carlo Felice ist das städtische Opernhaus und bietet jedes Jahr eine erstklassige Opern- und Sinfoniesaison. Seine prächtige Struktur beherbergt auch die Musikreihe der Giovine Orchestra Genovese, die hohe Qualität mit einem starken Innovationsgeist vereint. Das Teatro di Genova, die neue Realität, die aus der Fusion des Teatro Stabile di Genova und des Teatro dell'Archivolto hervorgegangen ist, wurde von der Beratungskommission des Ministeriums für Kultur zum Nationaltheater ernnant. Der Nationaltheater spielt auf vier Bühnen, die 74
sich im Zentrum von Genua und Sampierdarena befinden: das Teatro della Corte, das Teatro Duse, das Teatro Gustavo Modena und das Teatro Sala Mercato.
Aber auch in der Innenstadt gibt es noch viele andere Bühnen und Theatergesellschaften: Das Teatro della Tosse, das mit seinen drei historischen Sälen in Sant'Agostino, das Teatro del
THEATER
Ponente in Voltri und einem Foyer, das immer von Begegnungen, Lesungen und verschiedenen Initiativen belebt wird, nicht nur ein Zuhause für die Tosse-Gesellschaft ist, sondern ein Treffpunkt für Künstler und Gruppen aus der ganzen Welt; das Politeama Genovese, ein Theater mit einem reichen Programm, das verschiedene Genres umfasst, von Komödie und Dramen über Musicals, Tanz und klassischen Ballett bis hin zu Bürgertheater; das TIQU Teatro Internazionale di Quartiere, das durch künstlerische Experimente und Fusionen geprägt ist; die kulturelle Vereinigung Lunaria Teatro, die klassische Poesie von Euripides bis Shakespeare auf die Bühne bringt, aber auch Museen und Festivals fördert. Das Suq Genova Festival und Theater organisiert seit 1999 ein interkulturelles Theaterfestival und gründete die Suq-Theatergesellschaft.
Teatro Carlo Felice Passo Eugenio Montale 4 tel. 010 5381433 - 5381399 Theaterkasse: Montag bis Samstag 9:30-19 operacarlofelicegenova.it/
Teatro Nazionale di Genova Piazza Borgo Pila 42 tel. 010 5342720 Theaterkasse: Dienstag bis Samstag von 18 bis zum Beginn der Vorstellung; Sonntag 15-18 Telefonische Theaterkasse 010 5342400 Dienstag bis Samstag 10-13 und 15-18 www.teatronazionalegenova.it/
Teatro della Tosse Piazza Renato Negri 6 tel. 010 2470793 Theaterkasse: Dienstag bis Samstag 15-19 www.teatrodellatosse.it/
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Politeama Genovese Via Bacigalupo 2 tel. 010 8393589 Theaterkasse: Montag bis Freitag 11-13; an Vorstellungstagen von 20 bis 21 www.politeamagenovese.it/
TIQU Teatro Internazionale di Quartiere Piazzetta Cambiaso 1 Theaterkasse: an Vorstellungstagen ab einer Stunde vor Beginn. www.sarabanda-associazione.it/
Lunaria Teatro Piazza San Matteo 18 tel. 010 2477045 www.lunariateatro.it/
Suq Genova Festival e Teatro Via Giosuè Carducci 3/16 tel. 329 2054579 www.suqgenova.it/
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THEATER
Im Osten Im Stadtteil San Fruttuoso befindet sich das Teatro Garage, das sich hauptsächlich mit zeitgenössischer Dramatik beschäftigt. Wenn man in Richtung Molassana geht, findet man das Teatro dell’Ortica, ein soziales Theater, das neben Kindervorstellungen auch Menschen in Notlagen und Randgruppen beim Wiedereingliederungsprozess in die Gemeinschaft unterstützt.
Teatro Akropolis Via Mario Boeddu 10 - tel. 329 1639577 Theaterkasse: an Vorstellungstagen ab einer Stunde vor Beginn. www.teatroakropolis.com/
Teatro Garage Via Paggi 43b tel. 010 511447 www.teatrogarage.it/
Teatro dell’Ortica Via Salvador Allende 48 tel. 010 8380120 www.teatrortica.it/
Im Westen Wenn man in Richtung Westen geht, trifft man auf das Teatro Akropolis, einen Raum, der der Forschung im Bereich der zeitgenössischen darstellenden Kunst auf internationaler Ebene gewidmet ist; in Bolzaneto befindet sich das Teatro Rina e Gilberto Govi, das im Bereich der Drehbücher im genuesischen Dialekt tätig ist, oft in komischer Form, mit einem Programm, das auch Musik und Veranstaltungen für Kinder umfasst.
Teatro Rina e Gilberto Govi Via Pasquale Pastorino 23 - tel. 010 7404707 Theaterkasse: am Donnerstag 9.30-12.30 und 15.30-18.30. www.teatrogovi.it/
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Galleria Mazzini Im Herzen der Stadt, eingebettet zwischen dem Corvetto-Platz und dem De Ferrari-Platz und angrenzend an die elegante Via Roma, nur wenige Schritte vom Teatro Carlo Felice entfernt, stellt die Galleria Mazzini einen Treffpunkt zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dar. Nach dem Patrioten Giuseppe Mazzini benannt, wurde sie zwischen 1866 und 1877 erbaut, inspi-
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GALLERIA MAZZINI
riert von den berühmten passagen von Paris und der berühmten Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand. Direkt nach ihrer Eröffnung war die Galleria ein Stolz und ein Grund zur Freude für die ganze Stadt: Sie galt als prunkvoll und raffiniert und wurde zum Salon der Intellektuellen und bedeutenden Persönlichkeiten der Zeit. In den neunziger Jahren, anlässlich der Kolumbianischen Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas, wurde die Galleria einer wichtigen Restaurierung unterzogen, mit einem neuen Bodenbelag, der 2001 weiter mit großen
achteckigen Mosaiken aus Marmor und Messing bereichert wurde. Wenn man den Blick nach oben richtet, kann man die funkelnden Fenster und Kuppeln bewundern, die prächtigen Bronzelampen mit Janus, dem Symbol der Stadt, und die gusseisernen Greifen, die alles zu beherrschen scheinen. Ein Spaziergang durch diese kleine, elegante überdachte Passage im Liberty-Stil, zwischen Geschäften, Bars und Restaurants, ist ein unvergessliches Erlebnis für alle, die die Gelegenheit haben, Genua zu besuchen.
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Kirchen
Die Besuchszeiten der Kirche können je nach den Erfordernissen der Pfarrgemeinde und den liturghischen Feiern variieren.
Kathedrale von San Lorenzo Piazza San Lorenzo Besuchszeiten: 8-12/15-19 Uhr Für Informationen und Buchungen der Turmbesichtigungen: www.midaticket.it/eventi/torri-cattedrale-sanlorenzo
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Die im IX. Jahrhundert gegründete Basilika von San Lorenzo ersetzte die Basilika der Zwölf Apostel, die im VI. Jahrhundert dem heiligen Siro, Bischof von Genua, geweiht war und sich damals außerhalb des antiken Stadtkerns befand. Mit der Verlegung der Kathedrale und dem Bau der Stadtmauer wurde das Gebiet zum Herzen der Stadt, und der Vorplatz von San Lorenzo war im gesamten Mittelalter eine zentrale Bühne des politischen und zivilen Lebens. Papst Gelasius II. weihte sie 1118 zur Kathedrale; mit Mitteln aus kommunalen Steuern und militärischen Unternehmungen wie den Kreuzzügen begann der Wiederaufbau als romanische Kirche. Ab 1133 erhielt sie den Rang einer Erzkathedrale. Nach dem Brand von 1296 wurde das Gebäude teilweise restauriert und teilweise im gotischen Stil wiederaufgebaut. Zwischen dem XIV. und XV. Jahrhundert wurde die Kathedrale um neue Altäre und Kapellen erweitert, darunter die prächtige Kapelle, die die Reliquien des heiligen Johannes des Täufers beherbergt, die am Ende des Ersten Kreuzzugs nach Genua gebracht wurden. Im Jahr 1455 wurde die kleine Loggia am nordöstlichen Turm an der Fassade errichtet, 1522 kam die gegenüberliegende Loggia im manieristischen Stil hinzu. Mitte des XVI. Jahrhunderts wurde das gesamte Gebäude auf Anordnung der Stadtobrigkeit vom peruginischen Architekten Galeazzo Alessi neu geplant; im XVII. Jahrhundert malte Lazzaro Tavarone die Fresken der Geschichten des Heiligen Laurentius. Eine Restaurierung Ende des XIX. Jahrhunderts hob die mittelalterlichen Teile hervor,
KIRCHEN
Carlone ausgemalt, und gleichzeitig beauftragten genuesische Adelsfamilien bedeutende europäische Künstler mit den Altargemälden. Die Kirche beherbergt Meisterwerke wie Die Beschneidung und Das Wunder des Heiligen Ignatius von Peter Paul Rubens sowie Die Himmelfahrt von Guido Reni, neben Gemälden und Fresken vieler bedeutender Künstler der genuesischen Schule und darüber hinaus, darunter Domenico Piola, Domenico Fiasella, Valerio und Bernardo Castello, Giovanni Andrea und Lorenzo De Ferrari. die das heutige Erscheinungsbild prägen. Beim britischen Flottenangriff 1941 wurde die Kathedrale von einem Artilleriegeschoss getroffen, das jedoch nicht explodierte.
Chiesa del Gesù Piazza Matteotti Besuchszeiten: 8-12.30/16-19; sonn- und feiertags 10-20 Uhr www.chiesagesugenova.org Die Kirche, ursprünglich den Heiligen Ambrosius und Andreas geweiht (der ursprüngliche Tempel aus dem VI. Jahrhundert war Ambrosius, Bischof von Mailand, gewidmet), erhielt ihre heutige Form und Weihe nach dem großen Wiederaufbau im XVI. Jahrhundert durch die Gesellschaft Jesu, nach einem Entwurf des jesuitischen Architekten und Malers Giuseppe Valeriano. Die heutige Fassade stammt aus dem Jahr 1894, während der Glockenturm Anfang des XX. Jahrhunderts erbaut wurde. Das Kircheninnere ist mit edlen polychromen Marmoren, Goldverzierungen und Stuck geschmückt und stellt ein herausragendes Beispiel des genuesischen Barocks dar. Im XVII. Jahrhundert wurden die Gewölbe von den Brüdern 81
Santissima Annunziata del Vastato
Santi Cosma e Damiano
Piazza della Nunziata 4 Besuchszeiten: 7.30-20; samstags 12-14 Uhr geschlossen www.basilicaannunziatadelvastato.it
Piazza San Cosimo
Seit Anfang des XVI. Jahrhunderts folgten verschiedene Zweige der Franziskanergemeinschaft auf dem Vastato-Gelände; Ende des Jahrhunderts wurde die Hauptkapelle in das Patronatsrecht der Familie Lomellini überführt. Im XVII. Jahrhundert nahm die Kirche unter der Leitung von Taddeo Carlone barokke Formen an. Die neoklassizistische Fassade mit zwei Glockentürmen und einem monumentalen ionischen Säulenportikus wurde 1867 nach Entwürfen von Carlo Barabino, überarbeitet von Giovanni Battista Resasco, errichtet. In der Kuppel schuf Andrea Ansaldo eine komplexe perspektivische Architektur mit trompe-l’œil Fresken und vergoldeten Skulpturen, ein bedeutendes Beispiel für den Glanz und die Theatralik der genuesischen Malerei des frühen XVII. Jahrhunderts. Die Kirche beherbergt großartige Gemälde von herausragenden Künstlern der genuesischen Schule des späten Manierismus, des Barocks und des XVIII. Jahrhunderts. Dank einer bedeutenden jüngsten Restaurierung können wir heute das 40 Quadratmeter große Letzte Abendmahl von Giulio Cesare Procaccini in seinem ursprünglichen Glanz bewundern. 82
Durch die Gassen am Fuße des Hügels von Castello gelangt man zu dieser kleinen Kirche in einer stillen, stimmungsvollen Ecke der Altstadt. Die gut erhaltene Fassade zeigt Bogengräber und das besondere Barisone-Grabmal mit spitzem Bogen und kleinen Säulen.
Die Kirche ist vollständig original und stammt aus dem XI. Jahrhundert, während der Glockenturm, die Portale und die inneren Arkaden aus dem XII. Jahrhundert stammen. Das Gewölbedach wurde Ende des XVII. Jahrhunderts errichtet. Neben einigen interessanten Gemälden aus dem XVII. Jahrhundert beherbergt das Innere das schöne Grabmal der Barbieri und Chirurghi (1476), von denen die Heiligen Cosmas und Damian die Schutzpatrone sind.
KIRCHEN
San Donato Via San Donato 10 Besuchszeiten: 10-12/15-18.30; sonn- und feiertags 10-20 Uhr www.sandonato.org Im XI. Jahrhundert erbaut, wurde die Kirche im Laufe der Jahrhunderte erweitert und verändert. An der rechten Seite steht der herrliche achteckige Glockenturm – ein Symbol früher romanischer Baukunst –, der vom Stradone di Sant’Agostino aus sichtbar ist. Die Fassade wird durch das originale gestufte Portal belebt. Im Inneren bemerkt man die wiederverwendeten römischen Säulen des ersten Bauwerks sowie die schwarz-weiß gestreiften Säulen aus dem XII. Jahrhundert. Unverzichtbar sind das Tafelbild Madonna mit Kind von Nicolò da Voltri aus dem XIV. Jahrhundert in der rechten Apsis, das berühmte Triptychon der Anbetung der Könige von Joos van Cleve (1515) in einer Seitenkapelle sowie das Altarbild Heilige Familie von Domenico Piola. Die Kirche bewahrt zudem das Taufzertifikat von
Niccolò Paganini, der das Sakrament in der nahe gelegenen Kirche San Salvatore empfing.
San Giovanni di Prè Piazza della Commenda 1 Die obere Kirche, heute dem heiligen Johannes dem Evangelisten geweiht, sticht im Gewirr der Altstadtgassen durch ihren strengen Glockenturm hervor. Dieser zeigt die typischen Formen
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ursprünglich dem heiligen Hugo geweiht und diente als Versammlungsort für Pilger. Später wurde sie den Bruderschaften überlassen.
San Luca Piazza San Luca 1 Besuchszeiten: 8-12.30/15-18.30 Uhr www.spinola.it Im Herzen der Altstadt liegt die kleine, entzükkende Kirche San Luca, die einst die Familienkirche der Adelsfamilien Spinola und Grimaldi war. Sie wurde 1188 errichtet und zeigt heute das Erscheinungsbild, das ihr die Restaurierung in der Mitte des XVII. Jahrhunderts verliehen hat. Der Innenraum mit zentralem Grundriss und Kuppel wurde 1695 vollständig von Domenico Piola ausgemalt und beherbergt die wertvolle Geburt Christi von Grechetto (1645). Besonders beeindruckend ist die Unbefleckte Jungfrau von Filippo Parodi (1649) auf dem Hochaltar: aus weißem Carrara-Marmor gefertigt, zeigt sie die stehende Jungfrau auf eine von Engel getragene Wolke.
der genuesischen Romanik mit vier Zinnen, einer eleganten pyramidenförmigen Spitze und drei Reihen von Drillingsfenstern. Die Basilika wurde ursprünglich ohne Fassade erbaut, da sie den Rittern vorbehalten war, die sie über einen internen Zugang von der Commenda aus betraten. Als die Kirche im XVII. Jahrhundert dem öffentlichen Gottesdienst geöffnet wurde, änderte man ihre Ausrichtung und öffnete im Apsisbereich das heute noch genutzte Portal. Durch dieses ungewöhnliche Portal betritt man einen ebenso überraschenden Innenraum, dessen besondere Lichtwirkung durch den schwarzen Promontorio-Stein entsteht, der sich elegant vom hellen Putz abhebt – ein Kontrast, der sich auch im Schachbrettmuster des Bodens widerspiegelt. Die untere Kirche mit ihren drei lichtdurchfluteten Schiffen und eleganten Kreuzgewölben war 84
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San Marco al Molo Via del Molo 18 Hinter der Porta Siberia, in der Nähe des alten Hafenkais von Mandraccio, steht die winzige Kirche, die kurioserweise dem Schutzpatron der Republik Venedig – der Erzfeindin Genuas – geweiht ist. Der im romanischen Stil erbaute Bau wurde 1177 vollendet, im Laufe der Jahrhunderte jedoch mehrfach umgebaut und restauriert. Heute zeigt er sich in der barocken Gestalt des späten XVIII. Jahrhunderts. Im Inneren befinden sich bemerkenswerte Kunstwerke aus dem XVII. und XVIII. Jahrhundert. An der linken Außenwand sind einige Inschriften sowie ein Flachrelief mit dem Markuslöwen eingelassen – ein Beutestück aus der Stadt Pola, die die Genuesen 1380 während des sogenannten Chioggia-Krieges plünderten.
Santa Maria Assunta di Carignano Piazza Carignano 8 Besuchszeiten: werktags 7.30-12/16.30-19; sonn- und feiertags 8.30-12.30/16.30-19.30 Uhr www.basilicadicarignano.it Für Informationen und Buchung geführter Rundgänge auf den alten Panoramapfaden: www.kalata.it/ Ein feines Meisterwerk der Renaissance: diese Kirche mit griechischem Kreuzgrundriss wurde 1549 als Familienkirche der Familie Sauli von dem berühmten Architekten Galeazzo Alessi entworfen, der auch für einige der bedeutendsten Patriziervillen Genuas Baumeister war. Der Bau erstreckte sich über eine lange Zeitspanne:
die Kuppel wurde 1602 fertiggestellt, die Dekoration der Hauptfassade 1722, und die Treppenanlagen stammen aus dem XIX. Jahrhundert. Das schlichte, helle Innere wird von der großen Kuppel beherrscht und ist geprägt von korinthischen Kapitellen, geometrischen Dekorationen und imposanten Heiligenstatuen – darunter die bedeutenden Figuren des Heiligen Sebastian und des seligen Alessandro Sauli von Pierre Puget (1668). Beeindrukkend sind auch die Gemälde an den Altären, besonders Der heilige Petrus heilt einen Lahmen von Domenico Piola (1694), das Martyrium des heiligen Blasius von Carlo Maratta (1680) und die Pietà von Luca Cambiaso (1571). 85
ein Meisterwerk der Renaissance-Malerei von Giusto da Ravensburg (1451). Das Museum, untergebracht im Klostergebäude, zeigt alte Gemälde, illuminierte Handschriften, Fresken des XV. Jahrhunderts, antike Marmore und eine schöne Sammlung russischer Ikonen.
Santa Maria delle Vigne Piazza delle Vigne Der Name des Platzes stammt von den Weinbergen, die im X. und XI. Jahrhundert hier standen und später mit der Urbanisierung der Gegend
Santa Maria di Castello Salita di Santa Maria di Castello 15 Besuchszeiten: 10-13/15-18 Uhr www.santamariadicastello.it Der monumentale Komplex von Santa Maria di Castello mit dem dazugehörigen Kloster und Museum erhebt sich an der vorromanischen Stätte des ersten befestigten Siedlungskerns der Stadt – oberhalb des natürlichen Schutzes an der Küste des alten Hafens. Hier soll der Langobardenkönig Aripert im Jahr 658 einen ersten Kultbau errichtet haben, der dann zu Beginn des XII. Jahrhunderts von den Magistri Antelami als romanische Basilika wiederaufgebaut wurde – unter Verwendung von Spolien aus römischen Ruinen. 1442 wurde die Kirche den Dominikanern übergeben, die in den folgenden Jahrzehnten das Kloster mit drei Kreuzgängen errichteten. Das heute lichtdurchflutete barocke Innere bewahrt die dreischiffige Struktur der romanischen Basilika. An den Gewölben und in den Seitenkapellen findet sich eine wertvolle Sammlung von Gemälden und Fresken –von genuesischen Künstlern und nicht nur. Im ersten Kreuzgang mit Fresken befindet sich die Verkündigung, 86
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durch die Grillo-Familie verschwanden, die die Gebäude entlang des Platzes besaß. Die Basilika von Santa Maria delle Vigne, eine der ältesten und wichtigsten Kirchen in Genua, wurde 981 gegründet und von dieser Epoche ist heute nur noch der hohe Glockenturm mit Zwillingsfen-
San Matteo
stern, Pentaforen und einer achteckigen Spitze, die von Pinakeln flankiert wird, sichtbar. Die imposante neoklassische Fassade wurde 1842 auf der vorherigen Struktur von 1640 realisiert, die noch in den prächtigen Dekorationen des Inneren sichtbar ist und den Triumph des genuesischen Barocks verkündet. Wenn man den seitlichen Eingang des rechten Schiffes verlässt, kann man das vierhundertjährige Portal bewundern, das von einer Statue des ewigen Vaters gekrönt wird, sowie eine von Piola gemalte Lunette. Wenn man zurück zum Platz geht, sieht man links von der Hauptfassade, nachdem man die Vico del Campanile delle Vigne betreten hat, das Kreuzgang der Kanoniker von Vigne (XII. Jahrhundert). Unter den Archivolten ist das schwebende Grab von Incisa Vivaldi aus dem Jahr 1304 zu sehen, bereichert durch eine Front des römischen Sarkophags aus dem II. Jahrhundert, das den Tod von Phaedra darstellt.
Die prächtige Adelskirche der Familie Doria, mit ihrer charakteristischen Dekoration aus weißen und schwarzen Bändern, wurde 1125 erbaut und 1278 in gotischen Formen erneuert. Die Fassade hat ihre ursprüngliche Eleganz bewahrt und wurde mit dem spätromischen Sarkophag von Lamba Doria mit der Allegorie des Herbstes sowie mit der mit Mosaiken verzierten Lunette über dem Portal (1280) bereichert. Auf den weißen Marmorbändern befinden sich mehrere Inschriften, die die Taten der Familie Doria verherrlichen. Das Innere wurde auf Wunsch von Andrea Doria Mitte des XVI. Jahrhunderts tiefgreifend verändert und präsentiert sich heute in einem reichhaltigen barocken Stil, der von Gian Battista Castello und Luca Cambiaso betreut wurde, mit Fresken, Gemälden, Stuckarbeiten und Holzskulpturen. Die Krypta beherbergt das Grab von Andrea Doria, überragt von Putten mit Fackeln und Basreliefs von Harpyien. Neben der Kirche befindet sich der malerische quadratische Kreuzgang aus dem XIV. Jahrhundert, mit Doppelsäulen und Spitzbögen.
Piazza San Matteo 18 Besuchszeiten: Dienstag bis Samstag 10-12/1519; Sonntag und feiertags 9-12 Uhr; montags geschlossen www.parrocchiasanmatteo.org
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Erfüllung eines Gelübdes zu errichten, darstellt. Der Arkadenbereich ist von einer Freskenfassade überragt, auf der sich eine doppelte Reihe von drei normalen Fenstern öffnet; die Kuppel des Apsis ist nur von unten sichtbar.
San Siro Via San Siro 4
San Pietro in Banchi Piazza Banchi Die Kirche, die über dem Niveau des Platzes liegt, stellt ein einzigartiges Beispiel für ein religiöses Gebäude dar, das über kommerziellen Geschäften erbaut wurde, in einer interessanten Mischung aus Heiligem und Profanem. Die Kirche wurde dank der Einnahmen aus der Vermietung der kommerziellen Flächen erbaut, was einen Kompromiss zwischen dem Wunsch der Familie Lomellino, das Gebiet für kommerzielle Zwecke zu nutzen, und dem Wunsch der Bevölkerung, eine Kirche zur 88
Es war die erste Kathedrale der Stadt, die im IV. Jahrhundert auf dem Gelände eines sehr alten Kultortes zu Ehren der Zwölf Apostel errichtet wurde. Zwischen 1585 und 1620 nach einem Brand wieder aufgebaut, ist sie heute eines der bedeutendsten Beispiele für eine barocke Kirche. Die neoklassische Fassade ist ein Entwurf von Carlo Barabino (1821). Das Innere ist mit Stuckarbeiten und Fresken der Brüder Carlone dekoriert und enthält zahlreiche Gemälde von genuesischen Künstlern. Der Hauptaltar aus schwarzem Marmor und Bronze wurde von Pierre Puget (1670) geschaffen. Die Legenda Aurea von Jacopo da Varagine berichtet von dem Wunder des heiligen Siro, das im Chor der Kirche in einem wundervollen Fresko dargestellt ist: der Heilige schaffte es, den Basilisken aus dem Brunnen zu holen, ein schreckliches höllisches Wesen mit dem Körper einer Schlange und dem Kopf eines Hahns, das die Gegend mit seinem pestilentialen Atem plagte und befahl ihm, im Meer zu verschwinden. In dieser Kirche wurde am 23. Juni 1805 Giuseppe Mazzini getauft.
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Historische Geschäfte Genua hat es verstanden, wie kaum eine andere italienische Stadt, den Charme der historischen Geschäfte zu bewahren. Durch die Läden zu schlendern zwischen Gassen und kleinen Plätzen ist ein besonderes und einmaliges Erlebnis. Um diese Einzigartigkeit zu schützen und für zukünftige Generationen zu bewahren, wurde 2011 das Register der Historischen Geschäfte eingeführt. Es handelt sich um Gewerbebetriebe, die seit mindestens 70 Jahren bestehen: Konditoreien und Schokoladen-
geschäfte, Cafés, Weingeschäfte, Textil- und Bekleidungsgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Trattorien, Frittier- und Geflügelläden, Werkstätten mit traditionellen Techniken – alle untergebracht in alten Gebäuden in den historischen Stadtvierteln, mit Originaleinrichtung und -ausstattung, die ein Wissen aus vergangenen Zeiten bewahren. Für Informationen und Besichtigungstouren besuchen Sie bitte die Website: www.botteghestorichegenova.it
Apotheke Sant’Anna (1650) Innerhalb des Klosters Sant’Anna, gegründet 1584, wurde die Apotheke im XIX. Jahrhundert für die Öffentlichkeit zugänglich. Sie bewahrt ihre galenische und phytotherapeutische Tradition und ihre ursprüngliche, stimmungsvolle Struktur. Sie bietet alte Heilmittel, Bienenprodukte, Rosenaufgüsse aus eigener, mit Hingabe gepflegter Anbaukultur. Piazza Sant’Anna 8 tel. 010 2513285 - www.erboristeriadeifrati.it
Alte Apotheke der Maddalena (1680) In einer kleinen Zelle eines mittelalterlichen Gebäudes mit Gewölbedecke; an der Fassade eine große Jugendstil-Lampe aus Schmiedeeisen mit einem Greif, der eine Laterne hält. Neben bronzenen Mörsern aus dem XVII. Jahrhundert beherbergt die Apotheke eine Sammlung von Inhalatoren aus Messing und Bakelit vom Beginn des XX. Jahrhunderts, antike Keramikgefäße aus Albisola und Faenza, Quecksilberdensimeter, Waagen, alte Zäpfchenformen und Medikamentenverpackungen sowie historische Dokumente. Piazza della Maddalena 16 r - tel. 010 2474242 www.farmaciamaddalena.com Konfiserie Pietro Romanengo fu Stefano (1780) Das Geschäft auf der Piazza Soziglia, aktiv seit 1814, ist ein echtes Juwel: Decke mit Seidenfresken, geschnitzte Regale und Balkone, Spiegel und Marmor. In einer märchenhaften Atmosphäre, ähnlich der Pariser Konditoreien, werden kandierte Früchte, Konserven, Fondants, Dragées, Pralinen und Veilchenbonbons angeboten, die weltweit begehrt sind. Das Geschäft in Via Roma, eröffnet Ende der 1920er Jahre, ist ein eleganter, aber gemütlicher Ort mit schönen Spiegeln, Kronleuchtern und Möbeln des damaligen Handwerkers Bisso aus Genua.
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HISTORISCHE GESCHÄFTE
Piazza Soziglia 74-76 r - tel. 010 2474574 Via Roma 51 r - tel. 010 819051 www.romanengo.it Konditorei-Likörgeschäft Marescotti di Cavo (1780) 1780 als “Cioccolateria Cassottana” gegründet, erhielt es 1906 den Namen Marescotti. Seit 2008 wird es von Alessandro Cavo geführt, der fünften Generation von Konditoren, die im späten XVIII Jahrhundert die berühmten “Amaretti di Voltaggio” erfanden. Das Geschäft befindet sich in der Loggia Gattilusio aus dem XIII. Jahrhundert und bewahrt wertvolle Möbel im Stil von Karl X. Via di Fossatello 35-37 r - tel. 010 2091226 www.pasticceriacavo.it Metzgerei Nico (1790) Ihr Prunkstück ist der weiße Carrara-Marmor-Tresen, bestehend aus Platte und Brüstung mit eleganten, kunstvollen Säulen und meisterhaft gearbeiteten Reliefskulpturen, einige davon stellen Persönlichkeiten des italienischen Risorgimento dar. Via Macelli di Soziglia 8 r - tel. 010 2474597 91
Giovanni Rivara fu Luigi (1802) Das Geschäft, in dem Stoffe aller Art für Unterwäsche und Haushalt sowie das berühmte ChiavariMakramée verkauft wurden, wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Eine umfangreiche Dokumentation erzählt einen wichtigen Teil der Wirtschaftsgeschichte Genuas: die Stoffe kamen aus der reichen Lombardei, aber auch per Schiff aus England, Irland, den Niederlanden und Belgien. Piazza San Lorenzo 36 r - tel. 010 2473252 www.rivara1802.it
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Konditorei Villa di Profumo (1827) In einer farbenfrohen Inszenierung, je nach Jahreszeit, zeigt das Schaufenster bunte Schokoladendragees, klassische Avola-Mandeln, Pralinen, kandierte Kastanien, Fastengebäck, kandierte Früchte, Fruchtpürees, originelle Schokoladenoliven, Mini-Gebäck und den typischen genuesischen Pandolce. Via Portello 2 r - tel. 010 2770002 www.villa1827.it
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Café-Konditorei Klainguti (1828) Ein kultureller Salon der besseren Gesellschaft Genuas, einst besucht von Giuseppe Verdi, für den die Familie Klainguti ein besonderes Brioche kreierte: die Falstaff. Spiegel, Stuck und Kronleuchter erinnern an die Atmosphäre der Belle Époque. Piazza Soziglia 98 r - tel. 010 8683358 www.klainguti.it
Luico Korkenfabrik (1855) Normale und aufwändig gearbeitete Korken in verschiedenen Größen und für alle Bedürfnisse, Etiketten und Zubehör für die Flaschenabfüllung; auf schönen Regalen und Schubladenschränken aus dem frühen XX. Jahrhundert sind alte Werkzeuge zur Korkverarbeitung und die bereits 1870 verliehene Goldmedaille ausgestellt. Salita Santa Caterina 17 r - tel. 010 588445 www.luicoenologia.com
Laboratorio del rame Kupferwerkstatt (1860) Im Laufe der Jahrzehnte hat die Werkstatt viele Arbeiten perfektioniert, auch mit hohem künstlerischem Wert, aber ihre Stärke bleibt die unnachahmliche Verzinnung des Kupfers. Besonders interessant sind die Arbeitstische mit Glättplatten, ein originales kleines Pferd aus dem späten XIX. Jahrhundert und zahlreiche Ausrüstungen. Via Celesia 55 tel. 010 7457216 www.laboratoriodelrame.it Trattoria detta del Bruxaboschi (1862) Ein wahres Wahrzeichen der genuesischen Gastronomie. Seit fünf Generationen in Familienbesitz, hat sie die Geschichte Italiens von der Einigung bis zum Zweiten Weltkrieg miterlebt, als der Maestro De Barbieri, dort evakuiert, Geige spielte. Via Francesco Mignone 8 tel. 010 3450302 www.bruxaboschi.com
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Schokoladenfabrik Romeo Viganotti (1866) Hier wird Schokolade noch mit Maschinen und Formen aus vergangenen Zeiten verarbeitet, nach alten Rezepten, die seit drei Jahrhunderten überliefert wurden. Zu den traditionellen Produkten, die aus einer langen und sorgfältigen Handarbeit entstehen, gehören Boeri, kandierte Orangenschalen, Krokant, Cremini und Zuckerstückchen. Vico dei Castagna 14 r - tel. 010 2514061 www.romeoviganotti.it Arduino antiquariato (1870) Ein kleiner, aber faszinierender Laden, der antiken und Vintage-Schmuck, historischen und modernen Modeschmuck, Medaillen und Dekorationen aus den beiden Weltkriegen, Münzen der Genuesischen Republik, Keramik, venezianisches Glas, englisches Silber und Sheffield sowie eigene handgefertigte Kreationen anbietet. Via Garibaldi 15-17 - tel. 347 7816534 www.arduino1870.it
Mangini Café, Konfiserie und Konditorei (1876) An einem der elegantesten und größten Plätze der Stadt gelegen, verströmt es eine Atmosphäre vergangener Zeiten. Die süße Tradition wird fortgeführt mit der Herstellung von Torten, Gebäck, Pralinen, Nougat, der Torte “Sacripantina” und der “Zena”, traditionell in quadratischer Form. Piazza Corvetto 3 r - tel. 010 564013 Papierwarenladen Barisione (1878) Bietet edle Schreibwaren und Geschenkartikel an, das Aushängeschild sind jedoch die Einladungskarten, die fast eineinhalb Jahrhunderte öffentlicher und privater Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner erzählen. Im oberen Stockwerk befinden sich historische Werkzeuge wie Schneidmaschinen, Tintenflaschen und verschiedene Matrizen. Piazza Soziglia 86 - tel. 010 2475389 Sa’ Pesta antica trattoria (1889) Im alten Holzofen werden dünne, goldene Farinata, gefüllte Sardellen und Gemüsekuchen mit traditionellem Frischmilchquark (prescinsêua) gebacken. Via dei Giustiniani 16 r - tel. 010 2468336 www.anticasapesta.com Tripperia Casana (1890) Ein sonderbare Geruch von Kutteln führt zur Tripperia Casana: außen ein schöner Türsturz und ein schlichtes Schaufenster, innen genuesischer Bodenbelag, Tonnengewölbe-Decke, Wände mit weißen Majolikafliesen sowie der “Ronfò”, bedeckt mit kleinen braunen Fliesen, und die große Haube über den Kupferkesseln. Vico Casana 3 r - tel. 010 2474357 Merceria Fassio (1890) Sobald man die Tür überschreitet – mit Schaufenster und Originalschild aus der damaligen Zeit sowie dem Boden aus Marmor und Schiefer – betritt man die älteste Kurzwarenhandlung Genuas. Die Arbeitsbank zum Beziehen und Knöpfenmachen, der Ladentisch und die hölzernen Wandregale, die die Wände vollständig bedecken, stammen noch aus der Gründungszeit des Geschäfts. Die schöne Registrierkasse stammt aus den ersten Jahren des XX. Jahrhunderts. Die alten Holzschubladen bewahren – damals wie heute – die breite Auswahl
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an Waren: Bänder, Knöpfe, Spitzen, Borten, Perlen und vieles mehr. Via Colombo 69 r - tel. 339 7507685 www.merceriafassio.com Ghiglino – Kleidung (1893) Das Geschäft bewahrt viele der originalen Elemente: die Schaufenster mit dem Schild, die Säule mit Kapitell aus dem frühen XX. Jahrhundert direkt am Eingang, die hölzernen Verkaufstische, die Kronleuchter aus den Dreißigerjahren, sowie die Treppe zu den oberen Stockwerken, Maßbänder, Scheren und die wunderschöne historische Kasse, Fotos und Urkunden. Via XX Settembre 26-28 r - tel. 010 580473 www.ghiglino.it
Luigi Busellato – Stempel, Schilder und Gravuren (1896) In der Werkstatt befinden sich hundertjährige Kisten und Schubladen mit Stempeln, Punzen, Siegellack, Schildern, Nieten und allen möglichen Ersatzteilen. Hier wurden jahrzehntelang Stempel für Frachtbriefe und Siegel für Pakete und Briefe, die den Hafen verließen, bestellt. Via al Ponte Reale 3 r - tel. 010 2472344 www.busellato1896.it 95
Pissimbono – Kleidung (1898) Ein Bezugspunkt für die Genueser, wenn es um Herrenbekleidung geht. Das Geschäft bewahrt einen Teil der originalen Einrichtung, darunter Nähmaschinen, Schneiderarbeitstische aus grünem Marmor und eine perfekt funktionierende National-Kasse aus dem späten XIX. Jahrhundert. Via XXV Aprile 64 r - tel. 010 2474248 www.pissimbono.it Finollo - Kleidung (1899) Umgeben von Düften des alten englischen Hauses Floris und originalen Holzvertäfelungen atmet man hier zwischen den berühmten Krawatten und Hemden, die von den Inhabern entworfen wurden, die Atmosphäre des ausgehenden XIX. Jahrhunderts. Via Roma 38 r - tel. 010 562073 www.finollo.it
XIX. Jahrhundert noch erkennbar. GranigliaBöden, sichtbare Balken, alte Treppen; unter den bedeutenden Einrichtungsgegenständen befinden sich eine alte Holzzisterne, mehrere Kleiderhaken und Eisenleuchter sowie Servicemöbel. Via delle Baracche 2 - tel. 331 6305719 Cantine Moretti (1906) Die Weinkeller wurden auf den Überresten des Zisterzienserklosters San Bernardo aus dem XVII. Jahrhundert eröffnet. Einige Weinzisternen wurden sogar im Inneren eines ehemaligen Altars der Kirche gebaut. Im Lokal sind zahlreiche historische Werkzeuge erhalten, die für das Ausschenken und den Verkauf von Wein verwendet wurden. Piazza San Bernardo 73 - tel. 349 5473697 www.cantinemoretti.it Apotheke Alvigini (1906) Jugendstilfliesen, mit Alpenveilchen verziert, schmücken sie harmonische Nischen; dasselbe florale Dekor findet sich auf den vielen Apothekervasen und dem historischen Blutegelbehälter wieder, der zusammen mit Mörsern, Waagen und anderen Laborgeräten eine wertvolle Sammlung bildet. Via Francesco Petrarca 14 r - tel. 010 561024 www.farmaciaalvigini.com
Ostaia de Baracche (18xx) Gelegen entlang der alten Salzstraße in der Gegend der Festungen, ist ihre ursprüngliche Funktion als Rast- und Verpflegungsstätte für Reisende und Transporteure aus dem späten 96
Caffarena Eisenwarenhandlung (1907) Mit Originalschaufenster und -schild aus der Epoche sowie einem Marmorboden und gewölbten Decken im Inneren, das Geschäft bewahrt ein einheitliches Ensemble an Möbeln aus den ersten Jahrzehnten seiner Tätigkeit: Schubladenschränke, Regale, Ladentisch sowie historische Dokumente. Via Chiabrera 60 - tel. 010 2471919
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Barbiersalon Giacalone (1908) Untergebracht in einem Palast aus dem XVII. Jahrhundert, wurde er 1922 im Jugendstil von der Glaserei Bottaro renoviert und dekoriert. Ein kleines Juwel der Eleganz und Raffinesse, das 1992 vom FAI restauriert und wiedereröffnet wurde. Vico Caprettari 14 r - tel. 340 3477055 Caffè degli specchi (1908) Die Wandvertäfelung, die weiße Keramikfliesenverkleidung, die Barregale und die großen Spiegel, die dem Lokal seinen Namen geben, sind von bemerkenswerter Kohärenz und unbestreitbarem Wert. In den Zwanzigerjahren war das Café ein Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und Literaten. Salita Pollaiuoli 43 r - tel. 010 256685 www.caffedeglispecchi.it Casella – Schuhzubehör und Lederwaren (1908) Gegründet im Stadtteil Marassi, wo zahlreiche Gerbereien tätig waren, die Firma stellte maß-
gefertigte Schuhe her und verkaufte Zubehör mit dem Ziel, eine hervorragende Schuhmacherkunst zu bieten. Im Laden befinden sich noch viele Werkzeuge: eiserne Schuhleisten, Waagen zum Wiegen von Leder, verzierte Bronzefersen, Schuhspanner und Formen aus Holz und Eisen. Via del Piano 11 r - tel. 010 870025 www.casellaaccessoricalzature.it Antica polleria Aresu – Geflügelhandlung (1910) Ein farbenfroher und fröhlicher Laden mit einer beeindruckenden Auslage von Geflügel und Wild, bei dem fast alles original aus dem frühen XX. Jahrhundert stammt: die massive Tür aus Schmiedeeisen, das Schaufenster, die Decke mit Haken und Trägern, die Wandverkleidung aus weißer Majolika mit Jugendstil-Dekor und der mit weißen Marmor-Rauten verzierte Verkaufstresen. Gut erhalten sind auch die Holz- und Stahltüren der Kühlzellen, die damals mit Eisblökken gekühlt wurden. Vico Inferiore del Ferro 1 r - tel. 010 2474246
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Pasticceria Svizzera – Konditorei (1910) In einem Gebäude, in dem einst Lord Byron lebte, zeigt das Geschäft Schaufenster, Schilder, Regale, Theken und Anrichten aus der Jahrhundertwende. Es bewahrt auch alte Formen und Kupfermodelle für Pralinen, die von den verschiedenen Konditormeistern weitergegeben wurden. Via Albaro 9 r - Tel. 010 0921318 www.pasticceriasvizzera.com
Magnone Juwelier (1914) Im historischen Zentrum von Sestri Ponente gelegen, bewahrt sie einige dokumentarische Nachweise und umfangreiches Fotomaterial sowie einen antiken Tresor von bemerkenswerter Handwerkskunst. Piazzetta Banchero 6 r - tel. 010 6048122 www.magnone1914.it Luigi Stagno – Schuhgeschäft (1915) Ein Jugendstil-Schmuckstück: die runden "einladenden" Fenster sind mit Girlanden und Bändern im neoklassizistischen Stil dekoriert. Im Inneren gibt es Vitrinen mit Spiegeln und goldenen Dekoren, einen Tisch, der als Ladentheke dient, Sessel, Hocker, einen Toilettenstuhl und bronzene Wandapplikationen. Auch die Decke ist aus Holz, mit einem zentralen Rosettenmuster, das mit Blattgold verziert ist. Largo Sandro Pertini 5 - tel. 010 566743 www.stagnocalzature.com Lucarda - Kleidung (1920) Der "Laden der Seefahrer" ist immer noch der gleich geblieben: alte Regale, Wände mit weißen und schwarzen Streifen im genuesischen Stil und, wenn man die Treppen des alten Gebäudes in Sottoripa hinaufsteigt, findet man ein echtes "Scagno" mit Wänden aus Holz vom früheren Geschäft, ein Jutespeicher, geschmückt mit Erinnerungsstücken aus der Zeir der Transatlantikschiffe. Via di Sottoripa 61 r - tel. 010 2476913 www.lucardagenova.com
Antica Osteria del Giallo (1913) Mit Blick auf die terrassierten Wein- und Olivenfelder bis zum Bisagno-Bach bietet das Gasthaus traditionelle genuesische Gerichte, die den alten Rezepten treu bleiben. Es bewahrt die originalen Tische, eine Anrichte, eine Holztruhenbank, die immer noch zum Kneten verwendet wird, und ein "Ronfò". In der Küche befinden sich noch Mörser, Stößel und Holzkanülen, Kupfertöpfe für die farinata, Schaumkellen und Aluminiumtöpfe. Via alla Costa di Bavari 3 - tel. 010 804758 98
Pescetto - Kleidung (1922) Ein Bezugspunkt für die Genuesen mit ausgewählten Mode-Marken, Kaschmir-, Alpaka-, Kamel, Shetland- und Merinostrickwaren in den eleganten Räumen im Erdgeschoss. Via di Scurreria 8 r - tel. 010 2473433 www.pescetto.it Sormani Arbeiterapotheke (1927) Ein künstlerisches Juwel gegenüber der Ripa Maris, zugänglich durch ein schönes, geschnitztes Tor. Die Möbel zeigen Schnitzereien mit Schattenspielen, Lisenen mit Masken, Wappen, Girlanden und pflanzliche Motive, die das gesamte Ambiente verkleiden, vom schwarzweißen Marmorboden bis zur gewölbten Decke.
HISTORISCHE GESCHÄFTE
Viele wertvolle Ausstellungsstücke: Glasampullen, Metallpillenbehälter, Keramikvasen, Bronzemörser und die berühmte Flasche für Seltz. Piazza della Raibetta 6 r - tel. 010 2468811
die weiße lackierte Jugendstiltheke, Regale, Vitrinen, Glasbehälter und kleine Schubladen für viele Produkte. Via San Bernardo 32 r - tel. 010 2468359
Viganego - Lebensmittelgeschäft (1930) Das Geschäft bewahrt die alten Trennwände, die Holzböden mit Balken, die mit Schilfrohr bedeckt sind, den originalen Boden aus "Cementine"Fliesen, die Tür, die Theken und die Schubladenschränke für lose Produkte. Alles im Inneren zeugt vom Verkauf aus vergangenen Zeiten: die dekorierten Zinnbehälter aus der Jahrhundertwende, die Waage mit zwei Schalen und Spiegeln, ein Registrierkassenapparat aus den 1920er Jahren. Via Colombo 22 r - tel. 331 5956753 www.drogheriaviganego.com
Trattoria da Maria (1930) Im Inneren werden neben verschiedenen historischen Dokumenten auch zahlreiche Gästebriefe mit Danksagungen, Lob für die Küche sowie Ausdrücken von Wertschätzung und Zuneigung mit besonderer Sorgfalt und Bewusstsein für den Erhalt aufbewahrt. Original sind die Rücktheke, die Kühlzelle und die alte Holztreppe. Vico Testadoro 14 r - tel. 010 581080
M. Torielli - Lebensmittelgeschäft und Gewürze (1930) Der Charme und die Aromen von über 250 Gewürzen aus fünf Kontinenten, Tee, Kaffee, Honig, Schokolade, Essenzen, Bonbons und vieles mehr, alles aufbewahrt in Glasbehältern mit Etiketten, die noch in schöner Handschrift geschrieben sind. Die Atmosphäre ist einzigartig und antik, mit Möbeln und Gegenständen aus der späten XIX. und frühen XX. Jahrhundert:
Weinbar Ricci Giacomo (1932) Ein historisches Weinhaus in Pegli, das das alte Schild und die Schaufenster aus Pitchpine-Holz mit Schieferverkleidung bewahrt. Im Inneren befinden sich die originalen, charmanten Einrichtungen: Eichenfässer, Möbel und Regale mit dekorativen Elementen, Thonet-Stühle und Hokker, eine holzverkleidete Theke mit Schieferfronten sowie zahlreiche antike Objekte wie Schmiedeeisen-Korkenzieher, Wasser- und Whiskykrüge und ein sogenannter “Ladra”-Trichter zur Weintestung direkt im Fass. Via Gerolamo Rovetta 4 r - tel. 010 6967500 99
Geflügelgeschäft Fratelli Parodi (1932) In diesem Geschäft, das sich in einem Gebäude aus dem frühen XX. Jahrhundert im Zentrum von Pegli befindet, stammt fast alles aus der Zeit der Eröffnung: die Holzvitrinen, der Terrazzo-Boden, die stuckverzierten Decken, der beeindruckende Tresen aus Pyrenäen- und Carrara-Marmor mit Reliefs, die gemauerte Haube, die schmiedeeisernen Leuchter. Dazu zahlreiche Werkzeuge, darunter ein “Eierspiegel” zur Frischeprüfung, ein Brecheisen zum Öffnen von Eipaketen und antike Balkenwaagen. Via Ignazio Pallavicini 6 - tel. 010 6981135 Schokoladenfabrik Zuccotti (1933) Die schlichten Einrichtungen – das äußere Schild, der Verkaufstresen, die Regale – vermitteln das ursprüngliche Bild der Werkstatt, in der noch heute, zwischen alten Dokumenten und Rezeptbüchern, die originalen Geräte für die Schokoladenherstellung im Einsatz sind: Feinwalze, Röstmaschine, Gussformen und Kupferkessel. Via di Santa Zita 36 r - tel. 010 580504 www.zuccotticioccolato.it Bottega artigiana del vetro (1937) Im Inneren des Ladens sind noch Reste der alten Pflasterung und die gewölbten Decken mit Lünetten erhalten. Noch in Gebrauch oder in Vitrinen aufbewahrt sind verschiedene Werkzeuge zur Glasbearbeitung: Glasschneider, Rädchen für Sinopien, Ziehfedern für dekoratives Glas sowie ein Schleifgerät – einige davon eigens handgefertigt. Piazza delle Scuole Pie 3A - tel. 010 2477752 Autoelektrik Battifora (1938) Die Werkstatt befindet sich in Sestri Ponente im Erdgeschoss eines eklektischen Gebäudes. Regale, Verkaufstresen und Arbeitstisch stammen noch aus dem Jahr 1938. Besonders faszinierend ist der vom Gründer selbst gebaute und noch funktionierende Prüfstand. An den Wänden alte Werbetafeln, in Regalen und Schränken antike Ersatzteile, Voltmeter und Amperemeter – wahre Museumsstücke. Via Hermada 10 - tel. 010 6507181 Costa - Kleidung (1939) Schaufenster und Verkaufstresen sind mit 100
Kirschholzpaneelen dekoriert, die florale Rautenmuster zeigen. Im Inneren ziert eine KirschholzBoiserie die linke Wand, mit langen, schmalen Schubladen, die auf ein großes Spiegelbild im Hintergrund zulaufen. Die rechte Wand ist mit Marmorplatten dekoriert, in die Stuckelemente mit antiken Motiven eingelassen sind. Corso Buenos Ayres 15 r - tel. 010 566723 www.costa1939.com Dallai libreria antiquaria (1939) Neben dem Portal eines Rolli-Palastes gelegen, ist dieser kleine Laden ein wahres Schatzkästlein voller seltener Werke, mit Sorgfalt und Fachwissen ausgewählt. Eine schöne HolzGlas-Vitrine mit integriertem Schild trägt ein kleines, bepflanztes Brett. Eine magische Atmosphäre erzählt Jahrzhunderte von Geschichte zwischen alten Büchern und Drucken, die an den Regalen hängen – als würden sie die wertvollen Einbände bewachen. Piazza De Marini 38 r - tel. 010 2472338 www.libreriadallai.it
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Sansebastiano Konditorei (1939) Die Konditorei liegt auf dem Hügel von Carignano, zwischen der alessianischen Basilika von Carignano und der mittelalterlichen Kirche Santa Maria in Via Lata. Innenausstattung aus Nussbaumholz – Verkaufstresen, Vitrinen und Ausstellungsmöbel – sowie eine interessante Sammlung von Gerätschaften: Backbleche, Platten, eine Bonbonmaschine, Rührmaschinen, verschieden Werkzeuge. Via Galeazzo Alessi 9 r - tel. 010 543289 www.pasticceriasansebastiano.it
Antike Frittierküche Carega (1942) Unter den mittelalterlichen Arkaden von Sottoripa bewahrt das Lokal viele originale Elemente: Majolika-Verkleidung des Marmortresens, große Haube über den Kohlebrätern, gemauerter Holzofen mit Mosaiksteinen, der traditionelle “Ronfò”. Bemerkenswert auch der gusseiserne Kohleherd und der typische genuesische Terrazzo-Boden. Noch heute in Gebrauch sind Eisenkessel, Töpfe, eine Federwaage von 1948 und Backformen für farinata. Via di Sottoripa 113 r - tel. 010 2470617
Athos Kleidung (1946) Das Untergeschoss beherbergt ein wahres Museum: Tresen, Regale und Wandschränke, eine Sammlung von Kleidung aus den 1950er Jahren – mit Etiketten und Preisschildern –, viele zeittypische Gegenstände wie eine Registrierkasse, Nähmaschine, Schreibmaschine, alte Scheren und zwei originale Holzmaßstäbe, die offiziell von den Behörden geeicht wurden. Piazza Dante 16 r - tel. 010 591467 www.athosgenova1946.it
Zaccaria Juwelier (1946) Die Schaufenster mit Sockeln aus gelbem Marmor stammen aus der Zeit der Eröffnung; im Inneren befinden sich Möbel aus dem späten XIX. Jahrhundert: hölzerne Theken, Sessel, Hokker, Tische, Vitrinen, Truhen, Ausstellungsmöbel, eine Münzkommode und natürlich ein Safe. Auch viele Geräte sind erhalten und teils noch in Gebrauch, darunter eine UhrmacherDrehbank, ein Ringweitenregler, Messschieber, Zangen, zwei Präzisionswaagen aus Holz mit Messingtellern für die Edelmetallwägung. Corso Buenos Aires 130 - tel. 010 581994 101
Neu aufgenommene Geschäfte Albergo Ristorante Nazionale Via Gallino 25 r tel. 010 7211632 nazionale1891.wordpress.com Bernardini Legno Via Tripoli 28 tel. 010 507300 www.bernardinilegno.com
Farmacia Giusto Via Bruno Buozzi 59 r tel. 010 261962 Fratelli Armanino Frutta secca Via di Sottoripa 105 r tel. 010 2476905
Gaudio Carni 1930 Via Germano Jori 41 r La Bottega dello Stoccafisso tel. 010 6442928 Via dei Macelli di Soziglia 20-22 r www.gaudiocarni1930.it tel. 010 2476390 Gioielleria Cavo Casa della Calza Via San Lorenzo 101 r Via Guglielmo Oberdan 221 r tel. 010 2469401 tel. 010 321359 Gioielleria Pisano Corderia Nazionale Via Fieschi 2/12 Via Antonio Gramsci 53 r tel. 010 581507 tel. 010 2476824 www.pisanogenova.it www.corderianazionale.it Cuoi e Pellami Via R.A. Vigna 78 r tel. 010 6048121 www.cuoiepellami.it 102
Just Balilla Via Cesarea 121 r tel. 010 2924980 www.justbalilla.com
Les Gourmandises Via Sapello 26 r tel. 010 660508 www.lesgourmandises.it Ostaja San Vincenzo Via San Vincenzo 64 tel. 010 565765 Panarello Via Galata 67 r tel. 010 561037 www.panarello.com Pasticceria Quaglia Via Antonio Cantore 113 r tel. 010 6451587 Pasticceria Tagliafico Via Galata 31 r tel. 010 565714 www.pasticceriatagliafico.it v Pedemonte Materiale Elettrico Via del Campo 54 r tel. 010 2472096
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Pittaluga Tessuti Piazza del Monastero 10 r tel. 010 6457456 www.pitcasa.com Ristorante Vittorio al Mare Belvedere Edoardo Firpo 1 tel. 010 3760141 www.vittorioalmare.it
Steri Giovanni & C. Via Sottoripa 125 r tel. 010 2476923
Trattoria del Parroco Via Righetti 2 r tel. 010 3620428
Studio d’Arte e Architettura Albertella Via Orsini 29-31 r Tel. 010 3623472 www.vetratealbertella.it
Trattoria La Ruota Via Oberdan 215 r tel. 010 3726027 www.trattorialaruota.com
Botteghe Storiche e Locali di tradizione
@VegieBotteghe @BottegheStoricheGenova 103
Traditionslokale Agraria Grasso Via Celesia 27 r tel. 010 7492318
Drogheria Campanella Via della Libertà 73 r Tel. 348 7387573
Kafè di Stefania Ricciardi Via Borgoratti 102 r tel. 010 3741903
Alimentari Morando Via Molassana 121 r tel. 010 8362992
Farmacia Cairoli Via Cairoli 42 r tel. 010 2461612
Libreria San Paolo Piazza Matteotti 31-33 r tel. 010 2469292
Farmacia del Duomo Piazza San Lorenzo 38 r tel. 010 2468626
Li-Si Maglierie Piazza Campetto 27 r tel. 010 2469159 www.li-si-maglierie.it
Alimentari Nicora Via Struppa 334-336 r tel. 339 6423695 Allegretti Ortopedia Salita di Santa Caterina 44 r tel. 010 561604 www.ortopediaallegretti.it Bar Franca Pegli Piazza Mario Rapisardi 25 r tel. 338 4304542 Bar Pasticceria Buzzi Via Celesia 134 r tel. 010 3045558 Buffa cioccolateria Via Fiasella 9 tel. 010 6143198 www.buffacioccolato.it Alfio Censi orologiaio Via Canevari 264 r tel. 010 881024 www.alfiocensi.it Corsetteria Bottino Via Colombo 25 r Tel. 010 580723 www.bottinocorsetteria.com Cremeria Buonafede Via Luccoli 12 r Via degli Orefici 59 r tel. 010 2474219 www.cremeriabuonafede.it 104
Farmacia Garbarini Via T.M. Canepari 179 r tel. 010 6456528 Galleria d’Arte Guidi Via David Chiossone 19 r tel. 346 0904291 www.galleriaguidi.com Gastronomia De Micheli Via dei Macelli di Soziglia 54 r tel. 010 2474215 www.gastronomiademicheli.it Gelateria Chicco Via Guglielmo Oberdan 120 r tel. 010 3728049 www.gelateriachicco.it Giacobbe Arredamenti Via Teglia 125 r tel. 338 5220942 www.arredamentigiacobbe.it Gioielleria Natoli Via XX Settembre 137 r tel. 010 585809 www.natoligioielli.com
Negri Elettricità Via Ilva 14 r tel. 010 561516 Oliva Abbigliamento Via Paolo Anfossi 118 r tel. 010 715606 www.oliva1907.it Osteria da Genio Salita San Leonardo 61 r tel. 010 588463 Osteria Maria Via Sampierdarena 14 r tel. 010 460478 www.osteriamariadal1943.it Ottica Les Lunettes già Ottica Moradei Via Balbi 111 r tel. 010 2472163 Ottica Speich Piazza della Meridiana 6 r tel. 010 2461690
Hb Cafè Via Balbi 145 r tel. 010 261950
Panarello Via XX Settembre 154 r tel. 010 562238 Corso Buenos Ayres 43 r tel. 010 591638 www.panarello.com
Istituto Ottico Isolani Corso Buenos Aires 75 r tel. 010 3623053 www.isolani.com
Queirolo Biancheria Piazza Colombo 4-6-8 r tel. 010 593408 www.queirolobiancheria.it
TRADITIONSLOKALE
Radif Cristalleria Via San Lorenzo 52 r tel. 010 2485543 www.radif.it
Trattoria Serra Via Sampierdarena 261 r tel. 010 412903 www.trattoriaserra.com
Trattoria Trattoria Ugo Archivolto Mongiardino Via dei Giustiniani 86 r Via Archivolto Mongiardino 2 tel. 010 2469302 tel. 010 2477610 www.archivoltomongiardino.it
Trattoria Vegia Arbà Piazza Leopardi 16 r tel. 010 363324 Tullio La Celere riparazione calzature Galleria Mazzini 65 r tel. 010 586012
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Friedhof von Staglieno Der Friedhof wurde 1835 von Carlo Barabino im neoklassizistischen Stil entworfen und nach seinem Tod von seinem Schüler Giovanni Battista Resasco vollendet. Obwohl noch unvollständig, wurde er am 1. Januar 1851 eröffnet. Die Struktur des ursprünglichen Kerns ist viereckig; die Erweiterungen in den folgenden Jahrzehnten gingen mit einer starken Entwicklung der Vegetation einher, die dem Gesamtbild eine ganz besondere Atmosphäre verlieh – eine Verschmelzung mit der Natur, reich an Eindrücken. Hier finden sich Monumente, die die künstlerischen Ausdrucksformen von über einem Jahrhundert widerspiegeln – vom Neoklassizismus über den Realismus bis hin zum Symbolismus, Jugendstil und Art Déco. Hier sind Mitglieder angesehener Genueser Familien sowie berühmte ausländische Persönlichkeiten beigesetzt, die in Genua lebten, wie etwa Constance Mary Lloyd Wilde, die Ehefrau von Oscar Wilde. Zu den weiteren bekannten Persönlichkeiten gehören Giuseppe Mazzini, Nino Bixio, Raffaele Rubattino, Gian Carlo
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Di Negro, Enrico Alberto d’Albertis, Gilberto und Rina Govi, Fabrizio De André, Edoardo Sanguineti. Im Boschetto Irregolare, das den romantischen Gartenanlagen nachempfunden ist, befinden sich die Gräber der “Tausend“ und weiterer Helden des Risorgimento. Nietzsche, Guy de Maupassant, Mark Twain, die Kaiserin “Sissi“ Elisabeth von Österreich und Hemingway sind nur einige der Persönlichkeiten, die von Staglieno fasziniert waren und von ihren Besuchen berichtet haben. Friedhof von Staglieno Piazzale Resasco Touristisch-kultureller Infopoint: Montag bis Freitag 9-15 Uhr geöffnet www.staglieno.comune.genova.it/it Für Informationen und Reservierungen von Führungen: www.exploratour.it/staglieno/ Öffnungszeiten: täglich 7.30-17 Uhr; geschlossen am 1. und 6. Januar, Ostermontag, 24. Juni, 15. August und 26. Dezember.
Votivkapellen Die Votivkapellen – ein greifbares Zeichen der großen Frömmigkeit der Genueser – haben ihren Ursprung in der christlichen Tradition des Mittelalters und sind hauptsächlich dem Marienkult gewidmet. Diese Tradition erreichte ihre größte Verbreitung im XVII. Jahrhundert, als die Stadt der Jungfrau Maria geweiht und sie zur Königin von Genua ernannt wurde. Im Jahr 1630 bestimmte Papst Urban VIII., dass im zeremoniellen Protokoll Kardinälen und kirchlichen Wählern Vorrang vor allen Personen ohne königlichen Rang einzuräumen sei. Das Fehlen einer Monarchie wurde somit als Schwäche Genuas angesehen – worauf die Stadt antwortete, indem sie die Madonna zur Königin Genuas erklärte, gegen die niemand kämpfen konnte. Es war eine politische, mehr als eine religiöse Antwort, die das ganze diplomatische Geschick der Republik offenbart. Nach der feierlichen Krönung, die am 25. März 1637 im Dom durch Erzbischof Giovanni Domenico Spinola stattfand, wurde das Bildnis der Madonna auf Münzen geprägt. Die Goldschilde der Republik, die bis dahin das Bild der Türme tragenden Stadt zeigten, ersetzten dieses nach fünfhundert Jahren durch die Darstellung der Madonna auf Wolken, mit einem Sternenkranz, dem Jesuskind im Arm und einem Zepter in der Hand. Der Große Rat der Republik ordnete an, dass der Wahlspruch “ET REGE EOS” an jedem Stadttor eingraviert werden sollte. Zur Legitimation des neuen Königreichs wurden Marienbilder an öffentlichen und privaten Gebäuden angebracht. Die Votivkapellen wurden zu einem Weg, die Stadt der Madonna zu weihen. Aus diesem Grund wurden sie zwischen dem XVII. und XVIII. Jahrhundert in jeder Straße, Gasse und jedem Platz errichtet – so sehr, dass im XIX. Jahrhundert ganze 849 Stück gezählt wurden. Um einige der bedeutendsten Votivkapellen der Stadt zu entdecken, kann man zwei spezielle Routen folgen: www.loquis.com/it/channel/61340/Comune+di+Genova+Le+Edicole+Votive+Tour+Regina+di+Genova www.loquis.com/it/channel/60109/Comune+di+Genova+Le+Edicole+Votive+Tour+dell+Immacolata 107
Die mittelalterliche Stadt KOMMENDE DES HEILIGEN JOHANNES VON PRÈ Die Kommende von Prè war das ehemalige Hospiz der Ritter des Johanniterordens (Ritter von Sankt Johann von Jerusalem): ein komplexes Bauwerk und eines der interessantesten romanischen Gebäude, errichtet ab 1180. Hier wurden Pilger und Kreuzfahrer auf dem Weg ins und aus dem Heiligen Land betreut. Neben der Funktion als Herberge übernahm das Gebäude später auch die Rolle eines Krankenhauses für Kranke und Bedürftige der Stadt. Das Gebäude erstreckt sich über drei Etagen, die das Kloster, das Hospiz und zwei übereinanderliegende Kirchen, beide dem Heiligen Johannes geweiht (S. 83), umfassten. Diese spiegeln sich in der Fassade mit zwei eleganten Arkadenreihen und einer Loggia wider. Das Erdgeschoss besteht aus einem großen Saal
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mit hohen Steinsäulen, in dem die Pilger schliefen. Von dort führte ein unterirdischer Gang zu den Hafenkais, ohne das Gebäude verlassen zu müssen.Heute beherbergt die Kommende das MEI – Museum der Italienischen Auswanderung (S. 43).
PORTA DEI VACCA Das Tor, benannt nach der Familie Vachero, die viele Gebäude in der Umgebung besaß, bildet den westlichen Abschluss der sogenannten “Barbarossa” Stadtmauer. Diese Mauern wurden errichtet, um die Autonomie der Republik gegen die Expansionsbestrebungen Kaiser Friedrich Barbarossas, des Kaisers des Heiligen Römischen Reichs, zu verteidigen. Der Bau dieser wichtigen Anlage, abgeschlossen in der kurzen Zeit zwischen 1155 und 1159, beanspruchte einen Großteil der Bürger Genuas sowohl
DIE MITTELALTERLICHE STADT
PALAZZO SAN GIORGIO
materiell als auch finanziel. Die beiden halbrunden Türme sind durch einen spitzbogigen Bogen verbunden; der bergseitige Turm wurde im XVIII. Jahrhundert in den Palazzo Serra integriert, während der meerseitige Turm durch Restaurierungen im Jahr 1960 wieder sichtbar wurde. Besonders bemerkenswert ist die Innenseite mit Doppelsäulen und Kapitellen mit pflanzlichen und tierischen Motiven.
Genua verfügte über kein öffentliches Gebäude, bis im Jahr 1257 der “Capitano del Popolo” Guglielmo Boccanegra beschloss, eines nahe der Ripa Maris, dem damaligen Wirtschaftszentrum, zu errichten. Meister aus der Lombardei unter der Leitung des Bruders Oliverio errichteten das Gebäude wie eine Landungsbrücke, die sich den Wellen entgegenstreckte. Der Palast diente nur zwei Jahre lang als Sitz der Stadtverwaltung, bis Boccanegra 1262 gestürzt und verbannt wurde. Die Regierung zog in den Palazzo Ducale um, während der Palazzo San Giorgio zum Sitz der Hafenbehörden wurde. Später beherbergte er den Zoll und die Ämter der sogenannten “Compere”, zuständig für die Verwaltung der Kredite, die Bürger der Kommune gewährten. Der Legende nach wurde 1298 nach der Seeschlacht bei Meloria der Venezianer Marco Polo hier gefangen gehalten. Dort diktierte er seinem Mitgefangenen Rustichello da Pisa sein berühmtes Werk Il Milione. Im XV. Jahrhundert ging das Gebäude in den Besitz der Bank von San Giorgio über, der mächtigen Institution, die die öffentlichen Schulden der Republik verwaltete sowie Steuern und Kolonien. Die Bank
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kümmerte sich auch um den Umbau der Fassade zum Meer hin, die ursprünglich von Lazzaro Tavarone (1606-1608) mit dem Bild des Drachentöters St. Georg bemalt wurde. Der mittelalterliche Teil mit einem fünfbogigen Arkadengang aus grauem Stein und offenem Backsteinmauerwerk in den oberen Etagen sowie Triforien, Quadriforien und gibellinischer Zinnenkrone wurde 1890 von Alfredo D’Andrade restauriert und umgestaltet. Heute ist der Palast Sitz der Hafenbehörde.
TORRE EMBRIACI Rund um den Platz Embriaci, einstiges Herrschaftsgebiet der mächtigen gleichnamigen
dem Palast erhebt sich der Turm aus dem XII. Jahrhundert mit bossiertem Mauerwerk und gekrönt von Rundbögen und Zinnen. Der Turm ist der höchste in Genua und der einzige, der die städtische Verordnung von 1296 überlebt hat, die die Reduzierung der Turmhöhen anordnete – zu Ehren von Guglielmo Embriaco, dem Eroberer Jerusalems im Jahr 1099.
CAMPO PISANO Einer der verborgensten, stimmungsvollsten und faszinierendsten Orte Genuas: abgelegen und still, umgeben von hohen, schmalen und farbenfrohen Häusern – ein intimer Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Bereits ab 1039 wurde der Ort als Begräbnisstätte für ausländische Gefangene genutzt. Der Überlieferung nach wurden hier 1284, nach der Schlacht bei Meloria gegen Pisa, die Leichen tausender gefangener Pisaner Seeleute begraben. Erst ab dem Jahr 1500 wurde die Erlaubnis zum Bau der Häuser erteilt, die wir heute bewundern. Der Platz ist mit einem eindrucksvollen risseu gepflastert, dem typischen ligurischen Kieselmosaik aus weißen und schwarzen Steinen.
PORTA SOPRANA
Familie, finden sich viele Spuren mittelalterlichen Glanzes: marmorne Säulen, freigelegt bei jüngsten Restaurierungen, und die Umfassungsmauern des Palazzo Embriaci mit dem wertvollen Renaissanceportal der Familie Cattaneo. Hinter 110
Auf dem Plateau von Sant’Andrea erhebt sich das majestätische Stadttor Porta Soprana aus dem XII. Jahrhundert, gekennzeichnet durch zwei Türme, getrennt durch einen spitzbogigen Durchgang. Das Tor, auch Superana genannt, da es auf einem Hügel lag, war eines der fünf Tore der Stadtmauer “von Barbarossa” und bildete den Haupteingang zur Stadt von Osten her. Daran befinden sich Gedenktafeln, die an Genuas
DIE MITTELALTERLICHE STADT
Ruhmestaten erinnern. Eine lateinische Inschrift mahnt den Fremden: “Wenn du Frieden bringst, darfst du diese Tore berühren, andernfalls sollten sich Angreifer vorsehen, denn die Genuesen wissen sich gut zu verteidigen”.
PIAZZA SAN MATTEO Ein gut erhaltenes Beispiel eines hochmittelalterlichen Adelssitzes ist Piazza San Matteo mit der gleichnamigen Kirche aus dem XIV. Jahrhundert (S. 85), umgeben von Palästen mit typischen weißen Marmor- und schwarzem Steinbändern aus Promontorio. Der Platz war das Zentrum der Familie Doria und sichtbares Zeichen ihrer Macht im mittelalterlichen Genua. Der älteste Palast ist der von Branca Doria (Nr. 13), erbaut gleichzeitig mit der Kirche, mit ursprünglicher Fassade an der Vico Falamonica. Hinter dem Palast, der mit einem großen Bogen zum Platz zeigt, wurde Anfang des XIV. Jahrhunderts der kostbare viereckige Kreuzgang mit Doppelsäulen und Spitzbögen errichtet. Branca Doria wird in Dantes Inferno, Gesang XXXIII, erwähnt – er soll seinen Schwiegervater ermordet haben und zählt daher zu den Verrätern an den Gästen. Die Fassade des Palasts von Domenicaccio Doria (Nr. 16) besitzt ein dreibogiges Portikus mit achteckigen Pfeilern. Der Palazzo Doria Quartara (Nr. 14), im XV. Jahrhundert von Giorgio Doria durch Zusammenlegung mehrerer mittelalterlicher Häuser errichtet, wurde in die Liste der Rolli aufgenommen. Das prächtige Türrelief von Giovanni Gagini aus dem Jahr 1457 zeigt St. Georg und den Drachen – ein Symbol, das nur verdienten Familien vorbehalten war. An der Hauptfassade und in der Vico San Matteo sind Spuren von Schein-
architektur zu erkennen, in der Vico dell’Umiltà sieht man mittelalterliches Mauerwerk und einen vermauerten Portikus. Der Palast von Lamba Doria (Nr. 15) hat ein Portikus mit vier Bögen und achteckigen Pfeilern sowie umgebaute Fenster aus ehemaligen Mehrfachbogenfenstern aus dem XVII. Jahrhundert. Er wurde Lamba Doria von der Republik Genua als Anerkennung für seinen militärischen Erfolg bei der Seeschlacht von Curzola (1298) gegen die Venezianer geschenkt. Der Palast wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und ab 1950 wieder aufgebaut. Aus der Renaissancezeit stammt hingegen der Palazzo von Andrea Doria (Nr. 17), der 1468 für Lazzaro Doria erbaut und 1528 vom Senat der Republik dem Admiral geschenkt wurde, wie die Inschrift über dem Portal bezeugt. Andrea Doria bevorzugte es jedoch stets, in der Vorstadtvilla von Fassolo zu residieren.
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Porto Antico
Im Jahr 1992, anlässlich der Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Entdeckung Amerikas, entwarf der Architekt Renzo Piano die Neugestaltung des alten Hafenareals, um es der Stadt zurückzugeben. Zu den bestehenden Gebäuden aus verschiedenen Epochen kamen zahlreiche neue Strukturen hinzu. Das Gebiet des Porto Antico, das sich zu einem echten urbanen Park entwickelt hat und sich von der Piazza Cavour bis zur Ponte Parodi erstreckt, lädt heute zum Aperitif oder Eis ein, zum Abendessen, Einkaufen, Kino- oder Konzertbesuch, zum Eislaufen oder Schwimmen im Pool. Den Veranstaltungskalender findet man unter: https://portoantico.it/
AQUARIUM VON GENUA Das Aquarium von Genua ist eines der bedeutendsten Aquarien Europas mit einer großen Vielfalt an aquatischen Lebensräumen unseres Planeten. In 70 Becken wird eine unglaubliche Biodiversität gezeigt: von 112
tropischen Fischen über Quallen und Amphibien bis hin zu Pflanzen aus den Tiefen der Meere. Das große Walmuseum ermöglicht einen Rundumblick auf die Delfine. Der Pavillon der Biodiversität stellt die “grüne” Fortsetzung des Aquariumbesuchs dar: der Rundgang führt entlang des Blauen Schiffs und zeigt die
PORTO ANTICO
felsige Mittelmeerküste mit einem Streichelbecken, in dem Rochen berührt werden können; die Landschaft Madagaskars wird mit einem tropischen Lagunenbecken, Alligatoren, Korallen und dem dichten Regenwald rekonstruiert. Ponte Spinola tel. 010 23451- www.acquariodigenova.it Öffnungszeiten: 365 Tage im Jahr geöffnet; die Öffnungszeiten variieren je nach Saison. Online-Reservierung empfohlen: www.acquariodigenova.it/biglietti
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BIGO – PANORAMAAUFZUG Das Symbol des Porto Antico, fast so beliebt und ikonisch wie der Leuchtturm Lanterna: der Bigo ist ein Panoramaaufzug, der einen einzigartigen Blick auf Genua bietet. Entworfen von Renzo Piano, erinnert seine Struktur an die alten Kräne, die früher die Waren im Hafen verluden. Täglich alle 10 Minuten hebt sich die runde Plattform sanft auf 40 Meter Höhe und bie-
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tet einen 360°-Blick auf Hafen und Stadt. Mehrsprachige Fototafeln und eine Audioaufnahme erläutern auf der einen Seite die Stadt mit ihren alten Palästen, dem Labyrinth der Gassen (caruggi) und den Kirchtürmen über den Schieferdächern; auf der anderen Seite den Hafen mit dem geschäftigen Treiben an den Docks. Infos und Tickets: www.acquariodigenova.it/biglietti/
PORTO ANTICO
BIOSPHÄRE Die Biosphäre – eine spektakuläre Kugel aus Stahl und Glas – ist ein auffälliges Bauwerk im Porto Antico von Genua, entworfen vom Architekten Renzo Piano. Hier kann man Flora und Fauna tropischer Regenwälder entdecken – empfindliche Ökosysteme, die vom menschlichen Einfluss bedroht sind. Man kann über
150 Pflanzen- und Tierarten aus nächster Nähe beobachten und ihre Schönheit und Zerbrechlichkeit bestaunen. Zu sehen sind auch seltene tropische Pflanzen, die traditionell vom Menschen genutzt werden, wie der Kaugummibaum, die Kaffeepflanze, Bananenstauden und Zimt. Infos und Tickets: www.acquariodigenova.it/biglietti/
LA CITTÀ DEI BAMBINI E DEI RAGAZZI Ein interaktiver Rundgang, der die “fünf Sinne” als Instrumente zur Wissensvermittlung und Unterhaltung nutzt, um Kinder und Jugendliche spielerisch und experimentell auf eine Entdeckungsreise zu sich selbst und zur Welt mitzunehmen. Der Rundgang führt durch verschiedene Räume, in denen die Kinder frei entdecken, spielen und ihre Sinne erforschen können – in einer farbenfrohen, technologischen und überraschend inszenierten Umgebung. La città dei bambini e dei ragazzi erstreckt sich über eine Fläche von über 2.000 m² mit thematisch gestalteten Bereichen. Für Kleinkinder von 2 bis 4 Jahren gibt es spezielle Zonen, mit besonderem Augenmerk auf die Bedürfnisse von Eltern. Viele Servicebereiche: Partyzone, Ruhebereich, Wickelraum, Shop und Café. Ponte Spinola 4 tel. 010 2345920 www.cittadeibambini.net Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr; online-Reservierung empfohlen. 115
BIBLIOTHEK DE AMICIS Im Herzen des Porto Antico, in den Magazzini del Cotone gelegen, erstreckt sich die Bibliothek über 2.000 m² helle und einladende Räume mit wunderschönem Blick auf die alten Hafenmole. Ein Ort der Ruhe, ideal zum Lesen, aber auch für zahlreiche Aktivitäten für Kinder, Jugendliche, Lehrer, Eltern und Pädagogen. Die Bibliothek bietet rund 180 Leseplätze, einen “weichen Bereich” zum Vorlesen mit
PORTA SIBERIA Das massive Gebäude aus den Jahren 1551-53, entworfen von Galeazzo Alessi, war Teil der Stadtmauer des XVI. Jahrhunderts und diente als Zollstation. Der Name stammt wahrscheinlich von “cibaria”(Lebensmittel), da durch dieses Tor die Lebensmittel, die über den Seeweg nach Genua kamen oder in andere Mittelmeerhäfen verschifft wurden, transportiert wurden. Die Sanierung der Innenräume ermöglichte die Einrichtung von Ausstellungsräumen für Kunstund Fotografie-Ausstellungen. 116
kleinen Kindern, Tische in Kinderhöhe und offene Regale mit über 75.000 Büchern und Comics – von Kinderliteratur bis zu Erwachsenenromanen, mit einem besonderen Fokus auf Pädagogik. Magazzini del Cotone – 1. Modul, 2. Stock Tel. 010 5579560 www.bibliotechedigenova.it/contenuto/sede-5 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9-19 Uhr; Samstag 9-13.30 Uhr; Sonntag und Feiertage geschlossen.
PORTO ANTICO
MAGAZZINI DEL COTONE Ende des XIX. bis Anfang des XX. Jahrhunderts erbaut, um den Mangel an Lagerkapazitäten für ausgehende Waren zu beheben, wurden die beiden großen Gebäude
Porta della Mercanzia verbunden – dem Zugang zum gleichnamigen Kai und zum Palazzo San Giorgio. Heute gehören die erhaltenen vier Palazzine und das Gebäude Millo aus dem XIX. Jahrhundert zum Porto Antico von Genua.
später durch einen Portalkran verbunden und als Baumwolllager genutzt. Heute beherbergt der Komplex ein Kongresszentrum, ein Multiplex-Kino sowie Ausstellungs-, Einkaufs- und Gastronomiebereiche.
PALAZZINE DEL PORTOFRANCO Diese vier Gebäude sind die letzten Überreste des zollfreien Hafengebiets, in dem Transitgüter gelagert wurden – sowohl ankommende als auch abgehende. Sie gehörten zu einem großen Viertel mit elf Gebäuden, die zwischen Mitte und Ende des XVII. Jahrhunderts errichtet wurden. Das Gebiet war durch Mauern vom Rest der Stadt abgetrennt und im Westen mit der 117
Villen und Parks Im Westen Villa Brignole Sale Duchessa di Galliera Vico Nicolò da Corte 2 - Genova Voltri www.villaduchessadigalliera.it Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Dieser 32 Hektar große Park aus dem XVIII. Jahrhundert mit 18 Kilometer langen Wegen beherbergt einen italienischen Garten, einen romantischen Wald, ein neugotisches Schloss mit künstlichen Grotten und Wasserfällen, Olivenbäume, Damhirsche, Ziegen und ein altes Heiligtum – alles eingebettet in die Hügel mit Blick auf Voltri und das Ligurische Meer. Im Jahr 1699 beauftragte der Markgraf Anton Giulio Brignole Sale den Bau des formalen Gartens, der 1711 fertiggestellt wurde. 1803 arbeitete Emanuele Andrea Tagliafichi daran und entwarf einen englischen Landschaftspark. 1814 vollendete Carlo Barabino den “Löwenwald”, und 1872 ließ Maria Brignole Sale De Ferrari, Herzogin
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von Galliera, den weitläufigen romantischen Garten von Giuseppe Rovelli anlegen. 1888 vermachte die Herzogin die Villa der Stiftung Opera Pia Brignole Sale. Seit 1931 ist sie im Besitz der Stadt Genua. Nach dem Überqueren des prächtigen italienischen Gartens gelangt man in das “Löwenwäldchen”, ein Weg, der von Dantes Göttlicher Komödie inspiriert ist und kürzlich restauriert wurde. Dieser Bereich bietet emotionale Kulissen mit Ruinen, Marmor (darunter der Löwe) und der Grotte des Eremiten. Ein Bogen markierte symbolisch den Übergang zur Unterwelt. Von dort führte ein Erhebungspfad zum heutigen Damwild-Gehege, durch das einst ein reinigender Wasserlauf floss – ein symbolischer Aufstieg zum Wallfahrtskirche Madonna delle Grazie. Hinter der Villa liegt der romantische englische Wald. Im Bereich des Belvedere befinden sich das Kaffeehaus (1803), das Schloss, Felsenteiche und ein Grottensystem – eines der bedeutendsten Beispiele für romantische Wälder in Ligurien. Im Park gibt es zudem Bunker und ein Netz von unterirdischen Gängen aus dem Zweiten Weltkrieg.
VILLEN UND PARKS
Villa Durazzo Pallavicini Via Ignazio Pallavicini 13 Genova Pegli www.villadurazzopallavicini.it Öffnungszeiten: vom 1. März bis 31. Oktober, Dienstag bis Sonntag (Zeiten je nach Jahres-
zeit); vom 1. November bis 29. Februar geschlossen, außer bei Sonderöffnungen. Eintritt gegen Gebühr. Der historische Park der Villa Durazzo Pallavicini wurde 2017 zum “Schönsten Park Italiens” gekürt und besticht durch einzigartige architek-
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tonische, künstlerische, landschaftliche und botanische Merkmale. Er wurde ab 1840 errichtet und am 23. September 1846 zur Eröffnung des Kongresses italienischer Wissenschaftler eingeweiht. Entworfen vom Architekten Michele Canzio, Bühnenbildner des Theater Carlo Felice, auf Wunsch des Markgrafen Ignazio Alessandro Pallavicini, gilt er als Meisterwerk des romantischen Gartenbaus in Italien und Europa. Er erstreckt sich über den steilen Hang eines vollständig umgestalteten Hügels, mit terrassierten Flächen, großen Wasserbecken und verschlungenen Wegen bis auf 134 m Höhe. Besonders beeindruckend ist seine Struktur als theatralische Erzählung mit esoteri120
schen und freimaurerischen Anspielungen, die den Besuch zu einer historischen, landschaftlichen, botanischen und philosophisch-meditativen Erfahrung macht. Der Rundgang ist in drei Akte mit jeweils vier Szenen gegliedert, die durch eindrucksvolle Kulissen und den gezielten Einsatz exotischer und einheimischer Pflanzen bestechen. Das System offener Wasserflächen mit zwei Seen, kleinen Wasserfällen, Bächen, Brunnen sowie neoklassizistischen, neugotischen, rustikalen, chinesisch und exotisch inspirierten Gartenarchitekturen sorgt für stimmungsvolle Effekte. Im XIX. Jahrhundert war der Park ein beliebtes Ziel des Grand Tour und wurde 1928 von Prinzessin Matilde Giustiniani der Stadt Genua überlassen. Der Rundweg beginnt am Haupteingang der Villa, neben dem Bahnhof von Genova Pegli. Die Allee führt zur einstigen Sommerresidenz der Markgrafen, heute Sitz des Archäologischen Museums (S. 42). In der Nähe liegt der wunderschöne Botanische Garten, 1794 von der Botanikerin Markgräfin Clelia Durazzo gegründet. Dann betritt man den eigentlichen Park mit seinen nahezu theatralischen Kulissen: nach der gotischen Tribüne gelangt man zum Kaffeehaus, wo die vornehmen Gäste das seltene und kostbare Getränk genossen, folgt der Klassischen Allee zum Triumphbogen, vorbei an Tempeln, Obelisken, Grotten, Seen, Pagoden sowie majestätischen und seltenen Bäumen.
VILLEN UND PARKS
Villa Doria Piazza Bonavino 7 - Genova Pegli Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Die Villa mit einem 115.000 m² großen Park wurde im XVI. Jahrhundert für den reichen
Bankier Centurione erbaut – Schwiegervater von Andrea Doria – und war Residenz von Fürst Gian Andrea Doria und seinen Nachkommen. Das Anwesen ist ein bedeutendes Beispiel des genuesischen Villenmodells des XVI. Jahrhunderts und bewahrt wichtige historische, kulturelle und botanische Elemente. Ein künstlicher See, entworfen von Architekt Galeazzo Alessi in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts, bildet das Herzstück des Parks. In seiner Mitte befindet sich eine Insel mit zwei Satyrstatuen, die Wasser speien; eine kleine Brücke verbindet die Ufer und ermöglicht einen Rundgang um das Becken.
Diese genuesische Adelsvilla, allgemein bekannt als Villa Rossi, wurde im XVII. Jahrhundert von der Familie Lomellini erbaut und später an die Familie Centurione Spinola übergeben. 1855 wurde sie von der Familie Rossi Martini bei einer Auktion erworben, die den schönen Park erweitern ließ. Der Park, heute nahezu unverändert erhalten, erstreckt sich über ca. 40.000 m² und ist die grüne Lunge des Stadtteils Sestri Ponente. Die im englischen Stil gestaltete Anlage wurde vom Landschaftsarchitekten Giuseppe Rovelli entworfen, der verschiedene Palmenarten verwendet, damals sehr begehrt. Im Norden liegt eine weite Lichtung, umgeben von hohen Bäumen: Pinien, Zedern, Steineichen, Zypressen und Palmen. Der Park wird oft für kulturelle und Freizeitveranstaltungen genutzt, besonders in den Sommermonaten.
Villa Rossi Martini Piazza Poch 4 Genova Sestri Ponente Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. 121
Villa Durazzo Bombrini Via Lodovico Antonio Muratori 5 Genova Cornigliano www.percornigliano.it Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Diese Villa wurde ab 1752 für den Markgrafen von Gabiano, Giacomo Filippo Durazzo II, erbaut und ist ein wertvolles Beispiel innovativer Wohnarchitektur des XVIII. Jahrhunderts. Ihr Aufbau erinnert an französische Adelssitze: ein zentrales Hauptgebäude mit zwei Seitenflügeln um einen
großen Innenhof. Im Inneren befinden sich ein imposantes freitragendes Marmortreppenhaus sowie zwei Gemälde von Francesco Solimena aus dem Jahr 1717. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Genova-Voltri im Jahr 1856 verlor die Villa ihre direkte Verbindung zum Meer. 1865 wurde sie Eigentum des Hauses Savoyen; König Viktor Emanuel II. nutzte sie als Sommerresidenz für seinen Sohn, Prinz Oddone von Savoyen. Nach dessen frühem Tod 1866 wurde die Villa verkauft, 1872 an Cavaliere Patrone und Ende des XIX. Jahrhunderts an die Familie Bombrini. Der etwa 6.000 m² große Park wurde von der Gesellschaft “Per Cornigliano” restauriert und 2009 für die Öffentlichkeit geöffnet. 122
Im Sommer finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte, Aufführungen und Vorträge statt.
Im Stadtzentrum Villa del Principe Piazza del Principe 4 - Genova www.doriapamphilj.it/genova/ Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 10-18 Uhr; letzter Einlass um 17 Uhr. Eintritt gegen Gebühr. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Garten der Villa del Principe mehrfach seine Gestalt verändert, ohne jedoch seine doppelte Rolle als Naturwunder und historisches Zeugnis einzubüßen. Andrea Doria stattete seine Residenz mit prächtigen Gärten aus, die sich vom Meer bis zum Hügel von Granarolo erstreckten. Die Schaffung der “entzükkenden Gärten”, die Kaiser Karl V. während seines Aufenthalts in der Villa im Jahr 1533 empfingen, wird vermutlich dem Künstler Perin del Vaga zugeschrieben. Aus dieser Zeit stammt der Delphinbrunnen, der bis heute erhalten ist. Doria beauftragte anschließend den Florentiner Giovanni Angelo Montorsoli mit der Errichtung “neuer Bauten und wunderschöner Gärten”: der Tritonenbrunnen zeugt eindrucksvoll von dieser Phase. Später ließ Giovanni Andrea durch den Architekten Giovanni Ponzello Arbeiten ausführen, die der monumentalen Anlage ihr endgültiges Erscheinungsbild verliehen. Am Ende des XVI. Jahrhunderts präsentierte sich der Meeresgarten als große Fläche mit geometrischen Formen, deren Mittelpunkt der Neptunbrunnen bildete. Zwei architektonische Ele-
VILLEN UND PARKS
mente der “delizia” (Freude) beeindruckten die Besucher besonders: die große Voliere, deren verzierte Eisenstruktur sich über rund hundert Meter erstreckte und Tausende von Vögeln beherbergte, sowie die noch heute erhaltene, jedoch vollkommen aus dem Zusammenhang gerissene Grotte mit Mosaikverkleidung. In den 1850er Jahren verwandelte Prinz Filippo Andrea V. den Meeresgarten in einen kleinen romantischen “englischen Garten”: die vorherige Symmetrie wurde aufgehoben zugunsten geschwungener Wege und kleiner Gehölze. Während des Zweiten Weltkriegs verursachten Bombardierungen erhebliche Zerstörungen. Kürzlich wurde mit einer Restaurierung des Meeresgartens begonnen, mit dem Ziel, ihn in seinem Zustand des späten XVI. Jahrhunderts wiederherzustellen.
Villa Gruber De Mari Corso Solferino 25 - Genova Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Die Villa, errichtet von der Adelsfamilie De Mari im Stadtteil Castelletto, verfügt über einen weitläufigen englischen Park mit Baumgruppen, geprägt von der klassizistischen Villa, die den Turm des ursprünglichen Bauwerks aus dem XVI. Jahrhundert beinhaltet.
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Villetta Di Negro Piazzale Giuseppe Mazzini - Genova Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Unweit der Piazza Corvetto verdankt die Villetta ihre erhöhte Lage der ursprünglichen Verteidigungsfunktion des Areals, auf dem einst die Stadtmauer aus dem XVI. Jahrhundert stand. Nachdem die militärische Nutzung aufgegeben wurde, 1785 überließ man das Gelände dem Ippolito Durazzo, der daraus einen Botanischen Garten machte. 1802 erwarb der Marquis Gian Carlo Di Negro das Gelände und beauftragte den Architekten Carlo Barabino mit dem Bau einer klassizistischen Villa, die als seine Residenz diente, sowie eines englischen Gartens. Zur botanischen Vielfalt des Parks fügte der Marquis seine Sammlung antiker Fundstücke hinzu und begann später mit der Aufstellung von Büsten berühmter Genueser, von denen einige noch heute zu sehen sind. Dank dem Marquis Di Negro, einem Förderer von Kunst und Literatur, blieb die Villetta bis zu seinem Tod im Jahr 1857 ein Zentrum von Kultur, Kunst und gesellschaftlichem Leben. Später wurde sie von der Stadt erworben und zu einem öffentlichen Park um124
gestaltet. Zwischen 1863 und 1892 wurden die Grotten, ein künstlicher Wasserfall und das Haus des Gärtners errichtet. Die Seebombardements von 1942 zerstörten die Villa. Um die Villetta Di Negro als kulturellen Ort zu erhalten, beauftragte
VILLEN UND PARKS
die Stadt nach dem Krieg den Architekten Mario Labò mit dem Bau eines neuen Gebäudes auf den Ruinen der alten Villa – es wurde zur Heimat des Museums für Orientalische Kunst “Edoardo Chiossone” (S. 40). Noch heute ist der etwa 2 Hektar große Park von üppiger Vegetation geprägt, mit botanischen Besonderheiten, die auf seine ursprüngliche Nutzung zurückgehen. Auf den von Bäumen gesäumten Wegen erreicht man verschiedene Aussichtspunkte mit spektakulärem Blick über die Stadt und auf den eindrucksvollen künstlichen Wasserfall.
Spianata dell’Acquasola
angelegter Garten, der für Spaziergänge zu Fuß oder mit der Kutsche konzipiert wurde.
Im Osten Villa Imperiale Cattaneo Via San Fruttuoso 70 - Genova Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Der Park umgibt die Villa, die Ende des XV. Jahrhunderts für den Adligen Lorenzo Cristoforo Cattaneo erbaut wurde. Im Jahr 1502 beherbergte sie den französischen König Ludwig XII.
Viale IV Novembre - Genova Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Ein Garten im Herzen Genuas, der ein großes Geheimnis birgt: das heutige Parkgelände liegt nämlich über einem Teil der alten mittelalterlichen Stadtmauer und wurde über der Nekropole errichtet, in der die Opfer der Pest des XVII. Jahrhunderts ruhen – derselben Epidemie, die Manzoni in Die Verlobten beschreibt. Der Acquasola-Park, der erste öffentliche Park der Stadt, wurde 1821 vom Architekten Barabino auf dem Gelände eines mittelalterlichen Bollwerks geplant, das in die Stadtmauer des XVI. Jahrhunderts integriert war. Das Projekt, inspiriert von französischen Boulevards, wurde 1825 umgesetzt und beinhaltete eine terrassenförmige Struktur, die mit dem benachbarten Park der Villetta Di Negro verbunden war. Zur Seite der Via San Vincenzo hin wird das Plateau von einer mächtigen Mauer im militärischen Stil begrenzt. Der 2,5 Hektar große Park ist ein streng geometrisch
Später ging sie in den Besitz der Familien Salvago, Imperiale di Sant’Angelo und schließlich der Stadt Genua über. Heute beherbergt die Villa die städtische Bibliothek Lercari. Der Garten der Villa ist auf mehreren Ebenen mit geometrisch angelegten Terrassen gestaltet. In der Mitte des XVI. Jahrhunderts wurde er mit einem Nymphäum vollendet und durch Rampen mit Balustraden und langen Pergolengängen bereichert. Die spätere Gestaltung mit englischem Rasen sowie Steineichen-, Zedern- und Zypressenhainen stammt aus dem XIX. Jahrhundert. 125
Parks von Nervi Öffnungszeiten: täglich ab 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Nervi ist ein malerisches Fischerdorf nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum Genuas entfernt. Neben dem charakteristischen kleinen Hafen und der Promenade bietet die Gegend auch die prachtvollen Parks von Nervi – eine große Grünfläche, die aus mehreren Gärten besteht, die einst zu den Villen Gropallo, Saluzzo Serra, Grimaldi Fassio und Luxoro gehörten. Heute beherbergen diese Villen bedeutende Museen für moderne und zeitgenössische Kunst (S. 40) sowie kulturelle Veranstaltungen wie das Internationale Festival von Nervi. Mit ihren englischen Rasenflächen, Palmen, seltenen Bäumen, Springbrunnen und dem Rosengarten spiegeln die Parks den einst vornehmen Lebensstil der adligen Besitzer wider. Ein Spaziergang durch die grünen Anlagen führt zur Felsküste von Capolungo und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Golfo Paradiso und das Vorgebirge von Portofino. Zwischen den Parks und der Steilküste verläuft die Uferpromenade “Anita Garibaldi“. Die erste Villa, die man vom Stadtzentrum aus erreicht, ist Villa Gropallo (Via Aldo Casotti 1): 126
Sie wurde Mitte des XIX. Jahrhunderts vom Marquis Gropallo als Landsitz renoviert und beherbergte unter anderem Gabriele D’Annunzio und Eleonora Duse. Heute befindet sich dort die städtische Bibliothek Brocchi. Weiter östlich, nach Überqueren einer kleinen Verbindungsbrücke, erreicht man die Villa Saluzzo Serra (Via Capolungo 1). Wahrscheinlich im XVI. Jahrhundert erbaut, gehörte sie zunächst der Familie Romeo und später den Markgrafen Saluzzo. Im Jahr 1815 erwarb Gerolamo Serra die Villa und begann mit der Umwandlung des Anwesens in einen Landschaftspark. Die Anlage wurde 1927 der Stadt übergeben, und seit 1928 beherbergt die Villa die Städtische Galerie für Moderne Kunst. Die dritte Villa ist Villa Grimaldi Fassio (Via Capolungo 2): sie wurde 1956 vom Reeder Ernesto Fassio gekauft und war die letzte, die in den Besitz der Stadt überging. Heute ist sie ein
VILLEN UND PARKS
Museum und bewahrt die wertvollen FrugoneSammlungen, mit Skulpturen und Gemälden italienischer und europäischer Künstler. Die jüngste unter ihnen ist die Villa Luxoro (Viale Mafalda di Savoia), 1903 als Sommerresidenz der Familie Luxoro erbaut. Heute ist sie ein charmantes Wohnhaus-Museum. Ein herausragendes Element in den Parks ist der
Rosengarten Luigi Viacava: 2012 restauriert und in Bereiche unterteilt, die antike, moderne und Wettbewerbssorten gruppieren, beherbergt er über 200 Rosenarten mit außergewöhnlicher Farbenpracht.
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Spaziergänge und Ausblicke Strandpromenaden und Aussichtspunkte Ob ganz in der Nähe oder etwas weiter entfernt, das Meer fehlt bei Spaziergängen in Genua nie und bildet stets eine wunderschöne Kulisse. Einer der schönsten Spaziergänge der Stadt führt an den Porto Antico. Man umrundet dabei die Magazzini del Cotone und gelangt, vorbei am Aquarium und der Biosphäre Glaskugel von Renzo Piano, bis zur Isola delle Chiatte. Ein sehr kurzer, aber eindrucksvoller Spaziergang, um den modernen Hafen aus nächster Nähe zu sehen, beginnt am Parkplatz des Fähren Terminal von Genua: auf Teakholzbohlen gelangt man zu berühmtes Laterna. Die Promenade der Genueser schlechthin ist Corso Italia, ein Wohngebiet mit Blick aufs Meer, gesäumt von Lokalen und Strandbädern. Von hier erreicht man das bezaubernde Fischerdorf Boccadasse. Corso Italia ist außerdem ein beliebter Ort für Sport – ideal zum Joggen und Inlineskaten – und das ganze Viertel bietet Schwimmbäder, Fitnessstudios, Tennis- und Squashanlagen. Ein romantischer und sehr charmanter Weg führt von Vernazzola, einem weiteren alten Fischerdorf, am Strand entlang bis nach Sturla. Besonders schön ist dieser Spazier-
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gang in der Abenddämmerung, mit der Möglichkeit, anschließend in einem der umliegenden Lokale zu Abend zu essen. Zu den panoramareichsten Spaziergängen gehört jener entlang
der Circonvallazione a Monte, der zur Spianata Castelletto führt. Vom dortigen Aussichtspunkt bietet sich ein herrlicher Blick über die Altstadt und den Hafen. Auch in Carignano kann man traumhafte Ausblicke auf Meer und Stadt genießen – vom Poggio della Giovine Italia, von
SPAZIERGÄNGE UND AUSBLICKE
den alten Mauern Zerbino und Santa Chiara, oder von den Terrassen des Museums für zeitgenössische Kunst in Villa Croce (S. 38).
Die Standseilbahn Zecca-Righi bietet mit einem schnellen Landschaftswechsel – vom Stadtzentrum hinauf auf den Hügel von Righi – Zugang zu den Wanderwegen, die zu den alten Festungen der Stadt führen. Auf über 300 m ü.M. ist die Aussicht einzigartig. Im Westen lädt der kleine Hafen marina di Sestri zu einem Spaziergang und einem Aperitif
bei Sonnenuntergang ein. Ebenso reizvoll ist die elegante, etwas nostalgische Uferpromenade von Pegli, die man mit dem Boot vom Porto Antico aus erreichen kann. Am letzten Sonntag im Monat findet dort ein Antiquitäten- und Vintage-Markt statt. Sehr beliebt bei Sportlern und Einheimischen ist auch der moderne Küstenstreifen von Pra’. Im Osten sind besonders zwischen Sturla und Nervi die Abschnitte der Via Aurelia entlang der Küste hervorzuheben, wo man spazieren gehen oder joggen kann und dabei ein herrliches Panorama genießt – mit der Möglichkeit, an den Stränden, die man unterwegs trifft, oder in der Nähe des “Scoglio dei Mille” – der Felsstrand, von dem Garibaldi mit seinen tausend Gefolgten nach Marsala aufbrach – eine Pause einzulegen. Die berühmteste und romantischste Route bleibt jedoch die Uferpromenade Anita Garibaldi, die sich spektakulär entlang der Klippen vom kleinen Hafen von Nervi bis zur alten Anlegestelle von Capolungo erstreckt: zwei Kilometer blaues Geländer, schwebend in zeitloser Atmosphäre zwischen dem Grün der mediterranen Vegetation, dem Blau des Meeres und den Fischerbooten.
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Das alte Hafengebiet, das 1992 von Renzo Piano neu gestaltet wurde, ist der Porto Antico (S. 112) von Genua und das Herzstück des Waterfront, die Seele der Altstadt und der größte Platz am Mittelmeer. Es ist ein stets offener Raum, in dem sich täglich Tourismus, Kultur, Kongresse, Messen, Shows, Sport, Nautik, Gastronomie und Shopping begegnen. Die Räume des Porto Antico haben sich zur Zitadelle der Unterhaltung und Freizeit entwickelt: die Arena del Mare und die Piazza delle Feste, die sich im Winter in eine Eisbahn verwandelt, beherbergen Konzerte bedeutender italienischer und internationaler Künstler, Festivals, Ausstellungen, dem Kunst- und Kulturbereich gewidmete Veranstaltungen, Kino und Shows aller Art. Die Magazzini del Cotone bieten eine außergewöhnliche Gelegenheit für Konferenzen, Kongresse und Seminare auf internationalem Niveau. Neben dem Aquarium sind weitere Attraktionen in der Gegend der Bigo, ein Panoramaaufzug, dessen Form und Name an alte manuelle Ladekräne erinnern, die Biosphäre, eine spektakuläre Kugelkonstruktion aus Glas und Stahl mit über 150 Pflanzen- und Tierarten, sowie die Città dei Bambini e dei Ragazzi, ein spielerisches und interaktives Museum für Kinder von 2 bis 12 Jahren.
Waterfront di Levante Der Porto Antico von Genua ist heute Protagonist des neuen städtischen Waterfront di Levante: 130
die zentralen Punkte des Projekts von Renzo Piano sind die Werfttätigkeit, die im Einklang mit Umwelt und Gesundheit der Bürger fortgesetzt wird, die Bereiche der Fiera del Mare, die erneuert und wettbewerbsfähig auf europäischer Ebene sind, der Freizeitsektor in der Nautik – bereit, führend im Mittelmeerraum zu werden – sowie das Palasport, Zentrum für hochklassigen Indoor-Sport, und eine Uferpromenade vom Porto Antico bis Boccadasse. Zum Projekt gehört auch ein großer städtischer Park, der als Verbindungselement zwischen Stadt und Hafen, zwischen den historischen Mauern und dem neuen Porto Canale, dient. Er wird das Ziel von Corso Italia sein, symmetrisch zu dem von Boccadasse im Westen. Der Piazzale Kennedy wird mit einem “Stadtstrand” renaturiert. Der urbane Park wird eine Baumlandschaft mit für die Mittelmeerregion
WATERFRONT
typischen einheimischen Arten beinhalten und so den Strand von Piazzale Kennedy ideal zum Porto Antico verlängern. Gleichzeitig wird die Wirkung der Hochstraße und der neuen Verkehrsanbindung, die eher städtischen als infrastrukturellen Charakter haben wird, gemildert. Der Park wird als linearer Garten entlang der historischen Mauern gestaltet – teils ebenerdig, teils als Dachgarten über den unterirdischen Parkplätzen. Eine Uferpromenade wird Bocca-
dasse mit dem Porto Antico verbinden, mit einem Rad- und Fußweg, der die ideale Fortsetzung des Corso Italia darstellt. Ein Panoramaaufzug nahe den historischen Mauern wird zudem eine direkte vertikale Verbindung zwischen dem Stadtpark und dem Corso Aurelio Saffi ermöglichen, was die urbane Verbindung zwischen dem Waterfront di Levante und dem Stadtviertel Carignano garantiert. Das Projekt sieht schließlich ein Casa della Vela (Haus des Segelsports) vor, das mit seinem Aussichtspunkt auf die Regattafelder blicken wird, wie ein echtes “Segelstadion”.
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Mauern und Festungen Der Mauernpark Der Reiz Genuas, das “erhaben an Männern und Mauern” ist – wie Francesco Petrarca schrieb – liegt auch in der extremen Vielfalt seiner Landschaft: Genua mit Meer und Felsen, Hügeln und Wäldern, Festungen und Mauern… eine außergewöhnliche vertikale Stadt.
Die herrliche Landschaft des auf lokaler Ebene geschützten Naturgebiets Parco delle Mura verdankt ihren Namen den Neuen Mauern, die im XVII. Jahrhundert zum besseren Schutz der Stadt und ihres Hafens errichtet wurden. Diese umschließen Genua in einer hohen, für das Auge der Menschen im Stadtzentrum fast unsichtbaren Umarmung. Noch gut erhalten, ist diese 12 km lange Mauer die längste Europas. Dieses Verteidigungssystem vereint militärische Technologien, die aus den wichtigsten europäischen Schulen stammen (insbesondere der französischen und später derjenigen des Königreichs Sardinien), und stellt ein 132
einzigartiges Beispiel in ganz Europa dar – weltweit nur übertroffen von der Chinesischen Mauer. Neben den Mauern aus dem XVII. Jahrhundert umfasst der Park 16 militärische Festungen, die zwischen dem späten XVIII. und frühen XIX. Jahrhundert erbaut wurden – Juwelen einer Krone, die die Wunden der Zeit kennt. Der 2008 gegründete Park schützt 617 Hektar grüne Hügel zwischen den beiden Haupttälern der Stadt, dem Valbisagno und dem Valpolcevera. Die Mauern und Festungen sind durch über 16 km Straßen und Pfade verbunden, die durch eine Landschaft aus Wiesen, Weiden und Wäldern führen – bewohnt von Tier- und Pflanzenarten, von denen einige selten oder endemisch und daher geschützt sind.
Die Route Die klassische Route beginnt an der Bergstation der Standseilbahn Zecca-Righi und führt weiter zu Forte Castellaccio und Forte Sperone. Die Wanderung kann weitergeführt werden zum Forte Begato aus dem XIX. Jahrhundert
MAUERN UND FESTUNGEN
bindungen zu anderen Wegen ermöglichen und es Forte Sperone erlauben, den Besuch je Forte Begato G del P a i nach Zeit, Schwierigkeitsa v i o F err 1 V A utostrada A 12 G enova - Livorno FREGOSO grad und Interesse individuo lt ra to Pe ga el i Be d ell zu gestalten. d e o or t al F Via Die Bahnstrecke GenuaCasella verbindet den Mau1 INFORMA ZIONI ernpark mit dem StadtzenUscita Autostrada Percorso: 3,5 km Genova Est trum. Die historische SchmalSANT’ANTONINO Durata: 1/2 ore, a seconda Castellaccio spurbahn verläuft auf einer del “passo” o m eo Partenza: largo Giorgio faszinierenden, sehr panoraSAN PANTALEO ia i Caproni, Righi V(capolinea Torre della Specola nz mischen Strecke durch das ta s o .C funicolare) LAGACCIO aG Vi Grüne und stellt – zusammen V A rrivo: cancello d’ingresso ia Ca rso mit der Standseilbahn Righi V ia D del forte Begato . – das bequemste und schönvia Mura di Begato RIGHI ste Transportmittel dar, um in Richtung Valpolcevera oder ins Landesin- die Festungen zu erreichen. Weitere großartige nere zum Forte Puin, Forte Fratello Minore Festungen befinden sich auf dem Kamm, der und zum herrlichen Forte Diamante, das in westlich in Richtung des Viertels Sampierdarena 660 m Höhe die Gegend überragt. Die Route abfällt – Forte Tenaglia, Forte Crocetta und führt durch Weiden, Wiesen, Wälder und die Forte Belvedere – sowie auf den östlichen Ruinen einer landwirtschaftlichen und pastora- Hügeln hinter den Stadtteilen San Fruttuoso len Vergangenheit. und Marassi: Forte Santa Tecla, Forte Quezzi, Vom Hauptweg zweigen Abstecher ab, die Ver- Forte Ratti und Forte Richelieu. egos o
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Broschüre “Die Festungen und der Mauernpark“ herunterladen: www.visitgenoa.it/sites/default/files/2023-08/I%20Forti%20e%20il%20Parco%20delle%20Mura_0.pdf
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Historisches Aquädukt
Das historische Aquädukt von Genua ist eine imposante Struktur, die bereits zur Römerzeit im Talgrund des Flusses Bisagno errichtet wurde. Während des gesamten Mittelalters
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und bis ins XVII. Jahrhundert wurde es weiter ausgebaut und erhöht, um den Bedürfnissen einer schnell wachsenden Stadt gerecht zu werden. Ein Teil seiner insgesamt 40 km ist durch die urbane Entwicklung verschwunden, doch es sind lange, ebene Abschnitte erhalten geblieben, die heute eine spannende Wanderstrekke (nicht für Fahrräder geeignet) mit hohem historischem und naturkundlichem Interesse bilden: bürgerliche und monumentale Bauwerke wie der Kanalbogen über den Rio Torbido oder das Barabino-Portal der Galerie “della Rovinata”, technische Meisterwerke wie die Siphonbrücken über den Geirato und den Veilino, alte Waschplätze, Marmorgrenzsteine, die Grundstücksgrenzen markierten, Eichen- und Kastanienwälder und sonnenverwöhnte Hänge mit mediterraner Macchia. So hat sich das Aquädukt im Laufe der Jahrhunderte verändert und zwischen die Häuser
HISTORISCHES AQUÄDUKT
und Gärten der alten Dörfer eingefügt, bis hinein ins Stadtzentrum. Die Route beginnt in Cavassolo, im oberen Val Bisagno, führt über die Höhen der Stadtteile Prato und Struppa, wo man die romanische Abtei San Siro aus dem XII. Jahrhundert besichtigen kann, und geht weiter in Richtung Molassana. Dort überquert man den ersten Kanalbogen über den Rio Geirato – ein ingenieurtechnisches Bauwerk aus dem Jahr 1777, das mithilfe eines Siphons im Brückenkörper das Wasser über das Tal leitete, ohne dem längeren, gefährlichen Profil des Geländes folgen zu müssen. Diese Brücke ist über 600 m lang und ruht auf 22 Bögen. Das Aquädukt verläuft weiter durch das Val Bisagno, überquert die Täler des Rio Trensasco und des Valle Cicala und führt durch eine wilde Landschaft mit mediterraner Vegetation und steilen, bewaldeten Hängen, überragt vom Forte Diamante auf dem gleichnamigen Hügel. Nach einigen weiteren Kilometern erreicht man
die Kirche San Bartolomeo di Staglieno; nicht weit davon befindet sich das sogenannte “Filterhäuschen”, eine der Filterstationen der Anlage. Von dort beginnt die spektakuläre Kanalbrücke über den Rio Veilino – ein architektonisches Meisterwerk aus dem Jahr 1837, entworfen vom Architekten Barabino: 450 m lang, 20 m hoch, mit 19 Bögen und zwei Eiseneinlassrohren, durch die das Wasser ins Stadtzentrum floss. Die obere Rohrleitung ist noch original. Die Brücke verläuft beinahe “wie ein Engelsflug” über die Türme und Kuppeln des monumentalen Friedhofs von Staglieno und bietet einen atemberaubenden Blick darauf. Nach über 200 Treppenstufen erreicht man die Galerie, die den Hügel der Via delle Ginestre durchquert. Dahinter gelangt man in die Via Burlando, wo die Trasse des Aquädukts in den Wohnhäusern verschwindet. Von hier kann man das Stadtzentrum zu Fuß oder mit dem Bus erreichen.
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Cavassolo - Molassana Località di partenza: Cavassolo Località di arrivo: Molassana
Accessi intermedi: Prato via Struppa, Sviluppo totale: 7 km via Trossarelli, Via di Creto, Via San Felice Brughe Difficoltà: T nc as ca
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via San Felice 6
Co
via Trossarelli 15
Va l
via di Creto 2
Molassana
Struppa/ Trossarelli
Struppa/Creto
Cavassolo/ Struppa/ Capolinea bivio per Benedetto Prato/ Davagna Da Porto Pian Martello
La Presa
Voi siete qui You are here
Molassana linee 13 14 715 725 728 cod. fer. 0232 linee 470 481 (capolinea) cod. fer. 2046 linea 477 479 (capolinea) cod. fer. 2043
Via San Felice Brughe 6 linea 477 cod. fer. 1378 Struppa 6/Creto linee 13 14 470 479 715 725 728 cod. fer. 0241 Struppa 8/Trossarelli linee 13 14 715 725 cod. fer. 0243 Struppa/Suppini linee 13 14 715 725 cod. fer. 0245
Prato/Pian Martello linee 13 14 (capolinea) cod. fer. 0246 linee 715 725 726 linee 824 831 832 (capolinea) cod. fer. 8253 Cavassolo/bivio per Davagna linee 715 725 824 832 cod. fer. 4597 La Presa linee 715 725 824 832 cod. fer. 4599
La Presa linee 715 725 824 832 cod. fer. 4708 Cavassolo/bivio per Davagna linee 715 725 726 824 831 832 cod. fer. 4421 Prato/Pian Martello linee13 14 (capolinea) cod. fer. 0246 linee 715 725 726 linee 824 831 832 (capolinea) cod. fer. 8253
Struppa/Benedetto Da Porto Via San Felice Brughe 6 linee 13 14 715 725 linea 477 cod. fer. 2497 cod. fer. 1353 Via Trossarelli 15 Molassana linee 470 479 linea 48 cod. fer. 2045 cod. fer. 2181 (capolinea) Struppa 3/Trossarelli linea 14/ cod. fer. 0288 linee 13 14 470 479 715 725 (capolinea) cod. fer. 0248 linee 13 14 715 725 728 Struppa 5/Creto cod. fer. 0259 linee 13 14 470 479 715 725 linee 470 481 (capolinea) cod. fer. 0250 cod. fermata 2046 Via di Creto 2 linea 477 479 cod. fer. 2043 linee 470 728 cod. fer. 2653 (capolinea) linea i27 cod. fer. i566
2 Anello del Geirato - Percorso seicentesco Località di partenza: Molassana Località di arrivo: Molassana
Accessi intermedi: Via S. Felice Brughe, via Geirato, San Giacomo via Rio Maggiore, Pino Sottano Codeviola
Sviluppo totale: 6 km Difficoltà: E
via Rio Maggiore
Voi siete qui You are here
via Geirato
via San Felice Brughe
Ponte Sifone
Pino 2 Codeviola
Molassana
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DIREZIONE MONTE Molassana linee 13 14 715 725 728 cod. fermata 0232 linee 470 481 cod. fermata 2046 linea 477 479 cod. fermata 2043 Pino 2/Codeviola linea 481 cod. fermata 2311 Via San Felice Brughe linea 477 cod. fermata 1378 Via Riomaggiore linea 477 cod. fermata 2250
DIREZIONE CENTRO Via Riomaggiore linea 477 cod. fermata 2260 Geirato linea 477 cod. fermata 1365 Via San Felice Brughe linea 477 cod. fermata 1353 Molassana linea 48 cod. fermata 2045 linea 14/ cod. fermata 0288 linee 13 14 715 725 728 cod. fermata 0259 linee 470 481 cod. fermata 2046 linee 477 479 cod. fermata 2043
HISTORISCHES AQUÄDUKT
3 Molassana - Staglieno Località di partenza: Molassana Località di arrivo: Staglieno
Accessi intermedi: Pino Sottano Codeviola, via Lodi, Crosa dei Morchi, Salita alla Chiesa di San Gottardo, Sciorba, Fidenza, Salita Preli da via Lodi, Salita alla Chiesa di San Bartolomeo/Staglieno.
Difficoltà: E
Sifone Geirato
Pino 2 Codeviola Salita alla Chiesa via Lodi di Staglieno
Sviluppo totale: 8 km
Crosa dei Morchi
Chiesa San Gottardo
Sifone Veilino Molassana Sciorba San Gottardo Fidenza San Sebastiano
Voi siete qui You are here
via Piacenza/Ponte Veronelli Staglieno piazzale Resasco via delle Gavette
4 Manin, Circonvallazione a monte, Porto Antico Località di partenza: Piazza Manin Impianti di risalita visitati: Ascensori Manin-Contardo, Magenta-Crocco, Castelletto Levante e Ponente, Funicolare S.Anna
Accessi intermedi: L’itinerario si sviluppa Sviluppo totale: 3,5 km lungo il centro urbano ed è accessibile Dislivello: -85mt dalla rete AMT lungo tutto il suo sviluppo. Difficoltà: T Località di arrivo: Porto Antico via alla stazione trenino di Casella
Ascensori Castelletto Ponente e Levante
Ascensore Magenta Crocco
Funicolare Sant’Anna
Ascensore Manin Contardo
piazza Manin
Ramo delle Fucine
Voi siete qui You are here
piazza Caricamento
via Turati Lampiunea
piazza Manin linea 34 cod. 0570 linea 36 cod. 0558 piazza Caricamento linea 1 cod. 0170 linea 32 cod. 0001 via Turati linea 13 cod. 0207
via alla Stazione di Casella
Trenino Genova Casella cod. fer. 4001 piazza Manin linea 34 cod. 0565 linea 36 cod. 0526
Castelletto Levante e Ponente tutti i giorni dalle ore 6.40 alle ore 24.00
Funicolare Sant’Anna tutti i giorni dalle ore 7.00 alle ore 00.30
Manin-Contardo feriali dalle ore 6.05 alle ore 24.00 festivi dalle ore 7.20 alle ore 24.00
Magenta-Crocco tutti i giorni dalle ore 6.55 alle ore 00.40
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Meer und Strände
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MEER UND STRÄNDE
Ein Sprung ins Blaue ist in Genua auch direkt in der Stadt möglich. Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt konzentrieren sich entlang des Corso Italia die meisten städtischen Strandbäder, oft auch mit Schwimmbädern ausgestattet. Weiter in Richtung Osten erreicht man die winzige Bucht von Boccadasse – ideal für alle, die Sonne tanken, spazieren gehen oder den Sonnenuntergang in einer malerischen Kulisse genießen möchten. Noch weiter östlich, geschützt unterhalb des Castello Türke – eines der Meisterwerke von Coppedè – liegt das Strandbad von Capo Santa Chiara, erreichbar über eine lange Treppe. Folgt man der Küste weiter nach Osten, gelangt man zu den Stränden von Vernazzola und Sturla, die im Sommer sehr beliebt sind, aber auch in den Wintermonaten ein schöner Ort zum Sonnenbaden sind – zwischen den traditionellen Fischerbooten, die an Land gezogen wurden – oder um Wassersport zu treiben. In Quarto befindet sich der bekannte Strand von Priaruggia und in Quinto einige der bei den
Genuesen beliebtesten städtischen Strandbäder. Die Klippen und Strandbäder von Nervi erreicht man über die Uferpromenade Anita Garibaldi. Nervi bietet einige kleine Strände: im Osten Capolungo, im Westen den Strand des kleinen Hafens, und weiter westlich, an der Grenze zwischen Quinto und Nervi, den Strand von Caprafico. Im Westen der Stadt sind die ersten Strände, an denen man baden kann, in Multedo und Pegli, aber weiter in Voltri und darüber hinaus ist das Wasser sauberer und die Strände sind größer. In Vesima, einem Ort, der bequem mit dem Zug erreichbar ist, fernab von Wohngebieten und unterhalb der Via Aurelia, gibt es einige Strandbäder, ein paar Restaurants und eine schöne, frei zugängliche, ausgestattete Bucht, wo die Strömungen fast immer für kristallklares Wasser sorgen. Verlässt man die Stadt, findet man nur wenige Kilometer entfernt die Ligurische Küste, die mit wunderschönen Stränden und kristallklarem Wasser gesäumt ist – mit einem landesweiten Rekord an Blauen Flaggen und Auszeichnungen für die Wasserqualität.
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Veranstaltungen
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VERANSTALTUNGEN
Salone Nautico
6 6 . A u s g a b e , 1 - 6. O k t o b e r 2 0 2 6 Veranstaltungsbeschreibung Die Internationale Bootsmesse von Genua findet in diesem Jahr zum 66. Mal statt und bestätigt sich erneut als unverzichtbarer Termin sowohl für den internationalen Markt der Freizeitschifffahrt als auch für alle Liebhaber des Meeres. Die Messe steht für ein einzigartiges Erbe, das Geschichte, Wissen, Fachkompetenz, handwerkliches Können, Design, Technologie, Innovation, Forschung, Entwicklung und Wirtschaft miteinander verbindet. Eine Veranstaltung, die die weltweite Spitzenstellung der italienischen Freizeitschifffahrt widerspiegelt und sich als Spiegel eines Marktes bestätigt, der durch ein starkes Wachstum gekennzeichnet ist. Das heutige Ausstellungsgelände umfasst mehr als 200.000 Quadratmeter zu Land und zu Wasser und präsentiert über 1.000 Boote sowie mehr als 1.000 ausstellende Marken.
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Datum 1.–6. Oktober Veranstaltungsort Waterfront di Levante Zielgruppe Alle
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Maledetti Architetti Veranstaltungsbeschreibung “Maledetti Architetti” ist eine Reihe von geführten Besichtigungen, Events und kostenlosen Stadterkundungen, die darauf abzielen, das architektonische Erbe des XX. Jahrhunderts in Genova zu enthüllen. Ein Wochenende an verschiedenen Orten für eine organische Erzählung, die dank eines Teams von Experten die Besonderheiten, Geheimnisse, Schönheiten und Geschichten einer Vielzahl von Gebäuden aufdeckt, die von großen Architekten wie Renzo Piano, Piero Gambacciani, Robaldo Morozzo della Rocca und Gino Coppedè entworfen wurden. Der Name dieser Veranstaltung, die von der Stadt Genova und der Stiftung der Architekten von Genova organisiert wird, nimmt humorvoll Bezug auf das Pamphlet von Tom Wolfe und beschreibt die genuesische Haltung zur Architektur des XX. Jahrhunderts: ein oft konfliktreiches Verhältnis, geprägt von Missverständnissen, Unzufriedenheit, Kontroversen und Groll. Eine schwierige Beziehung, ein Jahrhundert von Liebe und Hass, das es nun zu kennen und zu verstehen gilt. Datum Noch festzulegen Veranstaltungsort Zentrum der Stadt Zielgruppe Erwachsene
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VERANSTALTUNGEN
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VERANSTALTUNGEN
Weihnachtsanimationen Veranstaltungsbeschreibung Im Monat vor Weihnachten wird Genova lebendig mit Veranstaltungen und Unterhaltungsmöglichkeiten für Groß und Klein. Leuchtende Spiele, Jongleure und Stelzenläufer, Veranstaltungen in Schulen, der Dezember wird den Familien aus ganz Genova gewidmet, mit Wanderaufführungen nicht nur im Stadtzentrum, sondern auch in den Außenbezirken. Zusätzlich gibt es ein "Weihnachtskrippen-Pass", der die Bürger dazu einlädt, alle an der Initiative teilnehmenden Krippen zu besuchen. Wer am meisten besucht, wird am Ende der Weihnachtszeit ausgezeichnet.
Datum Dezember Veranstaltungsort Altstadt und die gesamte Stadt Zielgruppe Kinder und Familien
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Weihnachtsbaumbeleuchtung
Veranstaltungsbeschreibung In Zusammenarbeit mit der Region Ligurien wird die Gemeinde Genua den Weihnachtsbaum auf der Piazza De Ferrari anzünden, begleitet von einer musikalischen Show zu diesem Thema. Gospelchöre und DJ-Sets mit den bekanntesten Weihnachtsliedern wechseln sich ab und beleben den Platz, bevor ein sehr erwarteter Moment für Groß und Klein kommt.
Datum Um den 8. Dezember Veranstaltungsort Piazza De Ferrari Zielgruppe Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Familien
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VERANSTALTUNGEN
Confeugo Veranstaltungsbeschreibung Die Zeremonie des Confeugo greift eine alte Tradition der Republik Genova auf, die im XIV. Jahrhundert dokumentiert ist. Zu Weihnachten und zum bevorstehenden Beginn eines neuen Jahres brachte das Volk ein wohlwollendes Geschenk an die höchsten Behörden der Republik, indem es ein mit weißen und roten Bändern verziertes Lorbeerholz darbrachte. Im Namen der Bevölkerung wurde das Geschenk vom Abt des Volkes dem Dogen überreicht. Das Holz wurde dann verbrannt, ebenfalls für guten Vorbote, und die Anwesenden versuchten, ein Stück davon als Amulett mit nach Hause zu nehmen. Diese Tradition wurde 1923 von “A Compagna”, einer in diesem Jahr gegründeten Vereinigung zur Bewahrung der Kultur und Traditionen von Genova, wiederaufgenommen. Seitdem verkörpert der Präsident von “A Compagna” den Abt des Volkes und bringt das traditionelle Lorbeerholz zum Bürgermeister.
Die beiden Persönlichkeiten treffen sich vor dem Palazzo Ducale, nachdem ein Umzug von Darstellern in Kostümen und Fahnenwächtern den Abt von Via San Vincenzo bis zu Piazza Matteotti begleitet hat. Der Abt begrüßt den Bürgermeister mit der historischen Formel “Bén trovòu Messê ro Dûxe” (Willkommen, Herr Doge) und erhält als Antwort “Bén vegnûo Messê l’Abòu” (Willkommen, Herr Abt). Er überreicht das traditionelle “Confeugo”, das sofort entzündet wird, und während die große Glocke “Campanon de Päxo” (die Glocke des Dogenpalasts, auf dem Grimaldina-Turm gelegen) von oben erklingt, verbrennt der Lorbeer in einem eindrucksvollen szenischen Rahmen.
Datum Dezember Ort Piazza De Ferrari
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Zielgruppe Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Familien
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Silvester
Veranstaltungsbeschreibung Das Jahr gebührend verabschieden, um das neue Jahr noch besser zu beginnen – das ist das Ziel des Genuaer Silvesterfestes. Viel Musik und mitreißende Veranstaltungen für eine Stadt, die immer lebendiger wird.
Datum Ende Dezember Veranstaltungsorte Porto Antico – Piazza De Ferrari Zielgruppe Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Familien
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VERANSTALTUNGEN
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66. AUSGABE, 1. - 6. OKTOBER 2026 Die Internationale Bootsmesse Die Internationale Bootsmesse von Genua, organisiert von Confindustria Nautica, zählt bereits 65 erfolgreiche Ausgaben und ist Ausdruck eines einzigartigen Erbes, das Geschichte, Wissen, Fachkompetenz, Handwerkskunst, Design, Technologie, Innovation, Forschung, Entwicklung und Business miteinander verbindet. Sie steht für eine Realität, die die Stabilität der Vergangenheit mit einer zukunftsorientierten Vision vereint und sich als fortschrittliches, wirksames und konkretes Veranstaltungsmodell etabliert hat – ein Beispiel für Stärke und Widerstandsfähigkeit. Die Internationale Bootsmesse ist ein unverzichtbarer Treffpunkt für den internationalen Bootsmarkt und für alle Meeresliebhaber. Die Messe zeichnet sich durch besondere Events, Sportveranstaltungen, Konferenzen, technische Seminare und die internationalen Neuheiten der Branche aus. Gleichzeitig dient sie als globale Plattform für institutionellen, technischen und wirtschaftlichen Austausch innerhalb der nautischen Welt. Die Veranstaltung umfasst fünf thematische Salons, die sich gegenseitig ergänzen, aber
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jeweils eine eigene Identität besitzen: Tech Trade: Salon für Komponenten und Zubehör; Sailing World: Salon für den Segelsport; Boating Discovery: Bereich für Außenbordmotoren und Boote; Yacht und Superyacht Salon und Living the Sea: Salon für das maritime Lebensgefühl. Alle Bereiche bieten maßgeschneiderte Services, die auf die spezifischen Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen abgestimmt sind. Die Internationale Bootsmesse erstreckt sich über eine Fläche von über 220.000 m² an Land
BOOTSMESSE
und auf dem Wasser, wobei 85% der Fläche vollständig im Freien liegen. Über 1.000 Boote werden präsentiert. Mit der fortschreitenden Umgestaltung des Areals nach dem Masterplan des Architekten Renzo Piano geht die Messe in die Zukunft. Das futuristische Konzept bietet eine weltweit einzigartige Plattform für die Spitzenleistungen der internationalen Bootsindustrie. Das neue Waterfront di Levante nimmt Gestalt an, mit der Öffnung schiffbarer Kanäle, der spektakulären Insel rund um den Padiglione Blu und den neuen Ausstellungsstegen, womit dem Salone Nautico noch mehr Raum auf dem Meer zurückgegeben wird. Die nächste Ausgabe der Internationalen Bootsmesse wird vom 1. bis 6. Oktober 2026 stattfinden.
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Genua vertieft seine Verbindung zu Niccolò Paganini mit der Einführung von OTTOBRE PAGANINI, einem neuen Herbstfestival, das dem großen aus Genua stammenden Geiger gewidmet ist. Das Projekt wird durch ein umfangreiches Kooperationsnetz bedeutender Institutionen getragen: den Paganini-Preis – Internationaler Violinwettbewerb, die Fondazione Teatro Carlo Felice, das Konservatorium Niccolò Paganini, die GOG – Giovine Orchestra Genovese, die Associazione Amici di Paganini, das Centro Paganini für Forschung und Lehre, die EPR – European Paganini Route sowie das OPA – Orchestra Paganini. 156
Genua widmet seinem berühmten Geiger ein neues Festival
Das jährlich stattfindende Festival erstreckt sich über den gesamten Monat Oktober und bietet ein stadtweites Programm, das die Orte hervorhebt, die besonders eng mit dem Musiker verbunden sind. Das Programm umfasst: • Konzerte und Kammermusik • internationale Meisterkurse • Konferenzen und Begegnungen • Workshops für Kinder • Pop-up-Veranstaltungen, Flashmobs und weitere Aktionen im gesamten Stadtgebiet • Führungen und thematische kulinarische Erlebnisse Zu den Höhepunkten zählen Konzerte, die den zentralen Themen von Paganinis Schaffen gewidmet sind – Virtuosität, Gesanglichkeit und volkstümliche Inspiration – mit international renommierten Interpretinnen und Interpreten. Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Gitarre und den weiteren Streichinstrumenten Paganinis sowie vertiefenden kulturellen Angeboten und Aktivitäten zur Einbindung des Publikums. In den Jahren, in denen der Paganini-Preis als zweijährlicher internationaler Violinwettbewerb stattfindet, wird der renommierte Wettbewerb zum Mittelpunkt des Festivalprogramms. 157
Für einen angenehmen Aufenthalt Genua bietet ein breites Unterkunftsangebot in verschiedenen Kategorien: Hotels, Bed & Breakfasts, Apartments, Ferienhäuser, Bauernhöfe, Villen und Hostels, buchbar über zahlreiche Plattformen. Hier stellen wir die Hotels der Kategorien Fünf-, Vier- und Drei-Sterne vor.
5 Sterne Bristol Palace Via XX Settembre 35 16121 Genova tel. 010 592541 email: info.bristolpalace@duetorrihotels.com www.hotelbristolpalace.it
Capitolo Riviera Viale delle Palme 16 A 16167 Genova Nervi tel. 010 7001616 email: info@capitoloriviera.com www.capitoloriviera.com
Grand Hotel Savoia Via Arsenale di Terra 5 16126 Genova tel. 010 27721 email: info@hotelsavoiagenova.it www.grandhotelsavoia.it
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Melià Genova Via Corsica 4 16128 Genova tel. 010 5315111 email: reservations.melia.genova@melia.com www.meliahotels.com
Palazzo Durazzo Suites Via del Campo 12 / Via Gramsci 1C 16124 Genova tel. 010 2344753 email: info@palazzodurazzo.com www.palazzodurazzo.com
HOTELS
4 Sterne
CHC Airport Best Western Premier
AC Hotel
Via Albareto 15 16153 Genova Sestri Ponente tel. 010 6018963 email: reservations@chcairport.it www.gruppochc.it
Corso Europa 1075 16148 Genova Quarto tel. 010 3071180 email: reception.genova@achmhotels.com www.marriott.com
Astoria piazza Brignole 4 16122 Genova tel. 010 4556125 email: info@astoriagenova.it www.astoriagenova.it
Best Western City Hotel Via San Sebastiano 6 16123 Genova tel. 010 584707 email: city.ge@bestwestern.it www.hotelcitygenova.it
Continental Via Arsenale di Terra 1 16126 Genova tel. 010 261641 email: info@hotelcontinentalgenova.it www.hotelcontinentalgenova.it
Holiday Inn Genoa City Via Milano 47 16126 Genova tel. 010 2534060 email: reservations@higenova.it www.higenova.it
Best Western Hotel Moderno Verdi
Hotel de Ville
Piazza Giuseppe Verdi 5 16121 Genova tel. 010 5532104 email: info@modernoverdi.it www.modernoverdi.it
Via di Sottoripa 5 16124 Genova tel. 010 7960686 email: info@hoteldeville.it www.hoteldeville.it 159
MarinaPlace Resort
Novotel Genova City
Via Pionieri e Aviatori d’Italia 129 16154 Genova Sestri Ponente tel. 010 659401 email: info@marinaplace.it www.marinaplace.it
Via Antonio Cantore 8 16149 Genova Sampierdarena tel. 010 09991 email: h1709@accor.com www.novotelgenovacity.it
Mercure Genova San Biagio
Palazzo Grillo
Via Romairone 14 16163 Genova tel. 010 989751 email: h9617@accor.com www.mercuregenovasanbiagio.it
NH Genova Centro Via Martin Piaggio 11 16122 Genova tel. 010 83161 email: nhgenovacentro@nh-hotels.com www.nh-hotels.com
Piazza delle Vigne 4 16123 Genova tel. 010 2477356 email: ciao@hotelpalazzogrillo.it www.hotelpalazzogrillo.it
Starhotels President Corte Lambruschini 4 16129 Genova tel. 010 5727 email: president.ge@starhotels.it www.starhotels.com/it/i-nostri-hotel/president-genova/
NH Marina Genova
Tower Genova Airport Hotel & Conference Center
Molo Ponte Calvi 5 16124 Genova tel. 010 25391 email: nhcollectionmarina@nh-hotels.com www.nh-hotels.com
Via Pionieri e Aviatori d’Italia 44 16154 Genova Sestri Ponente tel. 010 65491 email: reservations@towergenova.com towergenova.ideahotel.it
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HOTELS
3 Sterne Acquario Hotel Vico San Pancrazio 9 16124 Genova tel. 010 2461456 email: info@hotelacquariogenova.com www.hotelacquariogenova.com
Actor Via Goito 20 16122 Genova tel. 010 0963236 email: info@hotelactor.it www.hotelactor.it
Assarotti Via Assarotti 40 C 16122 Genova tel. 010 885822 email: mail@hotelassarotti.it www.hotelassarotti.it
B&B Hotel Genova Piazza Acquaverde 2 16126 Genova tel. 010 4030343 email: genova@hotelbb.com www.hotelbb.com
Best Western Hotel Metropoli Vico dei Migliorini 8 16123 Genova tel. 010 2468888 email: metropoli.ge@bestwestern.it www.hotelmetropoli.it
B&B Hotel Genova City Center
Best Western Hotel Porto Antico
Corso Andrea Podestà 18 16121 Genova tel. 010 593061 email: ge.citycenter@hotelbb.com www.hotelbb.com
Via al Ponte Calvi 5 16124 Genova tel. 010 2518249 email: portoantico.ge@bestwestern.it www.hotelportoantico.it
Bel Soggiorno
Boccascena
Via XX Settembre 19/2 16121 Genova tel. 010 542880 email: info@belsoggiornohotel.com www.belsoggiornohotel.com
Via Carlo Barabino 62/R 16129 Genova tel. 010 5740006 email: info@hotelboccascena.it www.hotelboccascena.it
Bellevue
Brignole
Salita della Provvidenza 1 16134 Genova tel. 010 2462400 email: info@bellevue.genova.it www@hotelbellevuegenova.it
Vico del Corallo 13 R 16122 Genova tel. 010 561651 email: info@hotelbrignole.it www.hotelbrignole.it 161
Britannia Via Balbi 38 16126 Genova tel. 389 8361991 email: booking.genova@ostellobello.com www.cithotelsbritanniagenoa-hrez.com
Cairoli Via Cairoli 14/4 16124 Genova tel. 010 2461454 email: info@hotelcairoligenova.com www.hotelcairoligenova.com
Cantore Via Cantore 32 B 16149 Genova Sampierdarena tel. 391 3074786 email: hotelcantoresrl@gmail.com www.hotelcantoregenova.it
Castello Miramare Via Pegli 2 16156 Genova Pegli tel. 010 6969690 email: info@castellomiramare.it www.castellomiramare.it
Della Posta Via Balbi 24 - 16126 Genova 162
tel. 010 252929 email: hotelpost@tiscali.it
Doria Vico dei Garibaldi 3 16123 Genova tel. 010 2474278 email: info@hoteldoriagenova.com www.hoteldoriagenova.com
Esperia Via Val Cismon 1 16167 Genova Nervi tel. 010 321777 email: info@hotelesperia.it www.hotelesperia.it
Galata Via Andrea Doria 4a 16126 Genova tel. 010 261517 email: info@hotelgalata.it www.galatahotel.it
Genova Liberty Via XX Settembre 23/6 16121 Genova tel. 010 4590519 email: hotelgenoa@gmail.com www.hotelgenovaliberty.it
HOTELS
Helvetia
New Alexander Hotel
Piazza della Nunziata 1 16124 Genova tel. 010 2465468 email: info@hotelhelvetiagenova.it www.hotelhelvetiagenova.it
Via Bersaglieri d’Italia 19 16126 Genova tel. 010 0993941 email: newalexanderhotel@gmail.com www.alexandergenova.com
HNN Luxury Suites
Nuovo Nord
Via Balbi 29/8 Reception: via Balbi 153r 16126 Genova tel. 010 2469901 email: reservation@hnnsuite.it www.hnnsuite.it
Via Balbi 153 r 16126 Genova tel. 010 2464470 email: reservation@hotelnuovonord.com www.hotelnuovonord.com
Il Giardino di Albaro
Via Don Giovanni Verità 4 R 16158 Genova Voltri tel. 010 6101787 email: info@sirenellahotel.it www.sirenellahotel.it
Via Oreste De Gaspari 19/C 16146 Genova Albaro tel. 010 366276 email: info@ilgiardinodialbaro.it www.ilgiardinodialbaro.com
Iris Via Gabriele Rossetti 3-5 16148 Genova Quarto tel. 010 3760703 email: info@hoteliris.it www.hoteliris.it
La Capannina Via Tito Speri 7 16146 Genova Albaro tel. 010 317131 email: info@lacapanninagenova.it www.lacapanninagenova.it
La Superba Via Bersaglieri d’Italia 13 16126 Genova tel. 010 2462820 email: info@hotelsuperba.it www.hotelsuperba.it
Mediterranée Lungomare di Pegli 69 16155 Genova Pegli tel. 010 6973850 email: info@hotel-mediterranee.it www.hotel-mediterranee.it
Sirenella
Tirreno Via dei Mille 17 16147 Genova Sturla tel. 010 386342 email: info@hoteltirrenogenova.it www.hoteltirrenogenova.it
Torre degli Orefici Vico Carlone 4 16123 Genova tel. 010 5290809 - 392 5296921 email: luxuryrentals.it@gmail.com www.hoteltorredegliorefici.it
Veronese Vico Cicala 3 16124 Genova tel. 010 9915732 email: info@hotelveronese.com www.hotelveronese.com
Vittoria & Orlandini Via Balbi 33 16126 Genova tel. 010 261923 email: info@hotel-vittoria-genova.it www.hotel-vittoria-genova.it 163
Restaurants “Genova Liguria Gourmet” ist das geografische Kollektivmarkenzeichen für die ligurische Gastronomie. Es wurde von der Region Ligurien und dem ligurischen Handelskammer-System konzipiert, registriert und garantiert. Ziel ist es, die Exzellenz und Einzigartigkeit der lokalen Küche zu fördern und zu schützen, indem “Das echte Ligurien auf dem Teller...” zer-
tifiziert wird. Das Markenzeichen wird von der Handelskammer an jene Restaurants vergeben, die sich zur Einhaltung der Nutzungsordnung verpflichten. Diese garantiert die Herkunft und Qualität der Gerichte, die nach traditionellen ligurischen Rezepten und mit lokalen Produkten zubereitet werden – in Kombination mit Weinen mit DO- oder IGKennzeichnung aus Ligurien.
AC Hotel Lounge Restaurant Corso Europa 1075 16148 Genova Quarto tel. 010 3071180
Cantine Camilla Vico Indoratori 20 r 16123 Genova tel. 010 2757608 email: cantinaecamilla@gmail.com
Antica Osteria della Castagna Via Romana della Castagna 20 r 16148 Genova Quarto tel. 010 3990265 email: osteriadellacastagna@virgilio.it
Le Cantine di Mattelin Via del Boschetto 15 r 16152 Genova Coronata tel. 010 6515145 www.cantinedimattelin.it
Cacio & Pepe Via Lomellini 14 r 16124 Genova tel. 010 8983348
Cavour modo21 Piazza Cavour 21 r 16128 Genova tel. 393 8511140 email: info@modo21.it - www.modo21.it
Cafè de Mar Via Pietro Paolo Rubens 34 r 16158 Genova Vesima tel. 010 6399998 email: cafedemar.vesima@gmail.com
Le Cicale in città Via Giuseppe Macaggi 53 r 16121 Genova tel. 010 592581 email: ristorante@lecicalegenova.it www.lecicalegenova.it/ristorante
La Cantina Clandestina Salita Pallavicini 25 r 16123 Genova tel. 010 8596069 email: lacantinaclandestina@gmail.com www.lacantinaclandestina.it
Le Cicale in Trattoria Via Eugenio Ruspoli 55 r 16129 Genova tel. 010 9910724 email: ristorante@lecicalegenova.it www.lecicalegenova.it/trattoria
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RESTAURANTS
Cocò sul mare Via V Maggio 10C 16147 Genova Quarto tel. 010 2380314 email: info@cocosulmare.it www.cocosulmare.it
Isi Bistrot Via Ilva 1H 16128 Genova tel. 010 0899083 email: isibistrotgenova@gmail.com www.isibistrotgenova.com
Cucina Valoria Piazza Valoria 9-11 r 16123 Genova tel. 010 9917841 email: cucinavaloria@gmail.com www.cucinavaloria.it
Kapperi Vico dei Lavatoi 6 r 16128 Genova tel. 010 8696901 email: ristorantekapperi@gmail.com
Il Genovese cucina ligure Via Galata 35 r 16121 Genova tel. 010 8692937 www.ilgenovese.com
La Lanterna Trattoria Piazza Nicolò Barabino 25-27 r 16149 Genova Sampierdarena tel. 339 6367635 email: lalanternatrattoria@gmail.com 165
Life ristorante sano Viale Cambiaso 13 r 16145 Genova Albaro tel. 349 8798227 www.lifecibosano.it/ristorante-sano/
La Mandragola Piazza San Cosimo 2 r 16128 Genova tel. 010 2518206 email: zarmandragola@hotmail.com
La Locanda del Monte Salita nuova di N.S del Monte 13 16143 Genova tel. 010 4044678 email: lalocandadelmonte@gmail.com
Le Mani in Pasta Via del Molo 45 r 16128 Genova tel. 010 255646
Locanda Spinola Vico della Scienza 17 r 16123 Genova tel. 010 4077266 email: locandaspinola@virgilio.it
Il Marin Calata Cattaneo 3 16128 Genova tel. 010 8698722 email: info@ilmarin.it www.ilmarin.it
Locanda Tortuga Via di Ravecca 13 r 16128 Genova tel. 010 2462961 email: prenotazioni@locandatortuga.it www.locandatortuga.it
Meliá Via Corsica 4 16128 Genova tel. 010 5315111 www.melia.com
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RESTAURANTS
Il Michelaccio Via Innocenzo Frugoni 47-49 r 16121 Genova tel. 010 5704274 email: info@ilmichelaccio.it www.ilmichelaccio.it
Osteria Rustichello Via San Vincenzo 59 r 16121 Genova tel. 010 588556 email: osteriarustichello@gmail.com www.osteriarustichello.com
Murena Suite Via XX Settembre 157 16121 Genova tel. 010 591887 email: info@murenasuite.it
Osteria Sant’Ilario Via Scuola di Agricoltura 5-6-7 16167 Genova Nervi tel. 010 321598 email: dallosteriacarmello@gmail.com
L’Ostaia in Darsena Piazza dello Statuto 7 16126 Genova tel. 320 6888933 email: ostaiaindarsena@gmail.com Osteria Le Colonne Piazza Invrea 3 r 16123 Genova tel. 010 2927649 email: info@osterialecolonne.it www.osterialecolonne.it
Osteria della Triglia Passo Renato 1 r 16165 Genova Struppa tel. 010 3906120 Patanegra Boccadasse Piazza Enrico Bassano 2 16138 Genova tel. 010 4559740 - 344 2884135 email: info@patanegragenova.it www.patanegragenova.it
Osteria della Foce Via Eugenio Ruspoli 72 r 16129 Genova tel. 010 3027696 www.osteriadellafocegenova.it Osteria da Genio Salita San Leonardo 61 r 16128 Genova tel. 010 588463 Osteria Gigino Via Romana della Castagna 27 r 16148 Genova Quarto tel. 010 3772080 – 339 8732013 email: info@osteriagigino.com www.osteriagigino.com Osteria della Piazza Piazza Colombo 30 r 16121 Genova tel. 010 5760308 email: info@fratellimanzella.it 167
Patanegra Molassana Via Molassana 132A r 16138 Genova tel. 010 4550500 email: info@patanegragenova.it www.patanegragenova.it
Rossocarne Via di Ravecca 75 r 16128 Genova tel. 010 2530518 email: inforossocarne@gmail.com www.rossocarne.it
Le Perlage Via Mascherpa 4 r 16129 Genova tel. 010 588551 email: info@leperlage.com www.leperlage.com
Rossopomodoro Calata Molo Vecchio 16 16128 Genova tel. 010 2466376 www.rossopomodoro.it
La Pineta Via Gualco 82 16165 Genova Struppa tel. 010 802772 email: lapinetastruppa@gmail.com Rollipop Bistrot Salita di Santa Caterina 2 r 16123 Genova tel. 010 8594602 email: bistrotrollipop@gmail.com 168
Rossovino Bistrot Piazza Lavagna 6A r 16123 Genova tel. 329 1761889 email: bistrotrossovino@gmail.com Le Rune Salita inf. Sant’Anna 13 r 16125 Genova tel. 010 594951 - 349 1728910 email: info@ristorantelerune.it www.ristorantelerune.it
RESTAURANTS
San Giorgio Viale Brigata Bisagno 69 16121 Genova tel. 010 5955205 - 347 9106338 email: info@ristorantesangiorgiogenova.it www.ristorantesangiorgiogenova.it
The Cook al Cavo Vico Falamonica 9 r 16123 Genova tel. 375 5004773 email: thecookrestaurant@gmail.com www.thecookrestaurant.com
Soul Kitchen Il Ristorante Piazza dell’Agnello 41 r 16124 Genova tel. 010 8623196 - 333 3531515 email: info@soulkitchengenova.it www.soulkitchengenova.it
Tiflis Vico del Fico 35 r 16128 Genova tel. 346 8810911 email: info.tiflis.it - www.tiflis.it
Stallone Piazza Brignole 3 r 16122 Genova tel. 010 582456 email: ristorantestallone@fastwebnet.it
Toe Drue Antica Osteria Via Carlo Corsi 44 r 16154 Genova Sestri Ponente tel. 010 6500100 email: info@toedrue.it www.toedrue.it
Teresa Piazza Lido di Pegli 5-6 r 16156 Genova Pegli tel. 010 6937774 email: info@ristoranteteresa.com www.ristoranteteresa.it
Trattoria dell’Acciughetta Piazza Sant’Elena 16126 Genova tel. 010 8693918 email: postmaster@acciughetta.it www.acciughetta.com/tda/
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Trattoria Archivolto Mongiardino Archivolto Mongiardino 2 16123 Genova tel. 010 2477610 email: info@archivoltomongiardino.it www.archivoltomongiardino.it
Trattoria Rosmarino Salita del Fondaco 30 16123 Genova tel. 010 2510475 – 339 8301524 email: info@trattoriarosmarino.it www.trattoriarosmarino.it
Trattoria Arvigo Via Cremeno 31A 16162 Genova Bolzaneto fraz. Cremeno tel. 010 7170001 - 348 2599904 email: trattoriaarvigo@virgilio.it www.trattoriaarvigo.it
Trattoria La Ruota Via Guglielmo Oberdan 215 r 16167 Genova Nervi tel. 010 3726027 email: info@trattorialaruota.com www.trattorialaruota.com
Trattoria detta del Bruxaboschi 1862 Via Francesco Mignone 8 16133 Genova San Desiderio tel. 010 3450302 email: info@bruxaboschi.com www.bruxaboschi.com
Trattoria Tralalêro Genovese c/o Hotel Continental Via Arsenale di Terra 3 r - 1C r 16126 Genova tel. 010 2772834 email: info@trattoriatralalero.it www.hotelcontinentalgenova.it
Trattoria Gianna by Bambi la mia cucina Vico delle Camelie 26 r 16128 Genova tel. 010 2468659 email: info@trattoriagianna.it www.bambilamiacucina.it 170
Trattoria dallo Zio Via Varenna 212 r 16155 Genova Pegli tel. 010 6980871 email: trattoriadallozio@gmail.com
RESTAURANTS
I Tre Merli Porto Antico Calata Cattaneo 17 16128 Genova tel. 010 2464416 email: portoantico@itremerli.it www.itremerli.it
La voglia matta Via Cerusa 63 r 16158 Genova Voltri tel. 010 6101889 email: info@lavogliamatta.org www.lavogliamatta.org
Tuna cantina e pescato Piazza Sarzano 8 r 16128 Genova tel. 392 4259350 - 340 4105180 email: tunarestaurant7@gmail.com www.tunacantinaepescato.it
Voltalacarta Via Assarotti 60 r 16122 Genova tel. 010 8312046 email: info@voltalacartagenova.it www.voltalacartagenova.it
Le Vecchie Mura Via alla Calata Marinetta 12 16128 Genova tel. 010 8690866 email: levecchiemurasrl@gmail.com www.levecchiemura.eu
Zeffirino Via XX Settembre 20 16121 Genova tel. 010 591990 email: info@zeffirino.com www.zeffirino.com
Vegia Ostaia da-o Pöulu Via Superiore Gazzo 30 16153 Genova Sestri Ponente tel. 392 9473588 email: vegiaostaiadaopoulu@gmail.com
Zena Zuena Via Cesarea 78 r 16121 Genova tel. 010 530199
Al Veliero Via Ponte Calvi 10 r 16124 Genova tel. 010 2465773
Zupp Piazza San Matteo 6A r 16123 Genova tel. 010 0899262 www.zupp.it
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Essen auf dem Markt
Jedes Stadtviertel verfügt über Märkte – in überdachten oder offenen Strukturen – die täglich stattfinden und in denen man in die Farben und Düfte von Obst und Gemüse, Brot und Focaccia eintauchen kann.
Nostra Signora della Consolazione, das im Jahr 1699 erbaut wurde. Das Kloster wurde nie vollendet, und ein Teil des Kreuzgangs wurde genutzt, um Läden und Händler unterzubringen. Ende des XIX. Jahrhunderts beschloss die Stadt Genua, den Bereich dauerhaft in eine Markthalle umzuwandeln, und zwar unter Verwendung des Hennebique-Systems aus bewehrtem Beton. Die Einweihung fand im Mai 1899 mit einer großen Blumenausstellung statt. Das heute zu bewundernde Gebäude ist das Ergebnis einer Restaurierung aus dem Jahr 2019. Die Stände im MOG sind ein wahres Farbenmeer: saisonales Obst und Gemüse wechseln sich mit frischem Fisch, Wurst- und Käsespezialitäten, Gewürzen und Trockenfrüchten ab. Ein roter Faden verbindet die auf den Ständen verkauften Rohstoffe mit den Gerichten, die im zentralen Hof des Marktes serviert werden, wo verschiedene Restaurants genuesische Spezialitäten und internationale Küche anbieten. Auf der Galerie finden regelmäßig Veranstaltungen zur Förderung der lokalen gastronomischen Tradition statt, ebenso wie Koch- und Backkurse in Klassenzimmer “Aula fornelli (Kochraum)” und “Aula mani in pasta (Hände im Teig)”. MOG - Mercato Orientale Genova Via XX Settembre 75 r tel. 010 8973000 - www.moggenova.it Öffnungszeiten: Verkaufsstände: Montag bis Samstag 8:30-12:30 und 16:30-19 Gastronomiebereich: Montag 10-16, Dienstag und Mittwoch 10-22, Donnerstag, Freitag und Samstag 10-23, Sonntags geschlossen.
Der bekannteste ist der Mercato Orientale in der zentral Via XX Settembre. Er entstand auf dem Gelände des Kreuzgangs des Klosters 172
In einem Jugendstilgebäude aus dem Jahr 1921 befindet sich der Mercato del Carmine. Kürzlich restauriert, beherbergt der Markt einige Lebensmittelstände und ein Restaurant mit der Möglichkeit, im großen Saal zu speisen: von Pizza über Burger bis hin zu Pasta und Fleischgerichten – jeder findet hier sein Lieblingsgericht.
ESSEN AUF DEM MARKT
Mercato del Carmine Piazza del Carmine www.mercatodelcarmine.it Öffnungszeiten: Montag bis Samstag Verkaufsstände: 8-19 Bar, Restaurant und Weinbar: 8-24 Der Markt in der Corso Sardegna ist ein wichtiger Anlaufpunkt nicht nur für das Valbisagno, sondern für ganz Genua. Das historische Gebäude, das von 1926 bis 2009 den Obst- und Gemüsemarkt von Genua beherbergte, wurde kürzlich renoviert und der Bevölkerung wieder zugänglich gemacht – unter Beibehaltung seines architektonischen Erbes. Neben Geschäften, Restaurants und Dienstleistungen bietet der Markt einen großen Park, einen Spielplatz, ein Multifunktionsfeld und Ruhezonen. Der Park
wurde im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit gestaltet, inklusive Regenwassernutzung und LED-Beleuchtung. Mercato Corso Sardegna Corso Sardegna 165 - tel. 010 7940680 www.mercatocorsosardegna.it Öffnungszeiten: täglich geöffnet; Geschäfte: 920; Restaurants: 11-24; öffentlicher Park: 7-1
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Sciamadde Im genuesischen Dialekt bedeutet sciamadda “Flamme”. Die sciamadde sind kleine Lokale mit nicht mehr als drei oder vier Sitzplätzen, die ihren Namen vom alten Holzofen haben, der sie auszeichnet. Sie sind das Symbol des Streetfoods der Stadt und befinden sich fast alle in der Nähe des Hafens, da sie früher Treffpunkte und Orte für die Mittagspause der Hafenarbeiter waren. Die Hauptspeise der sciamadde ist die Kichererbsen-farinata, begleitet von herzhaften Gemüsekuchen, die je nach Jahreszeit variieren: vom Mangoldkuchen bis zum Artischockenkuchen, vom Reiskuchen bis zum Zwiebelkuchen. Antica Sciamadda di via San Giorgio Die älteste sciamadda: sie existiert seit über 700 Jahren, mit einem Ofen, der gerade 200 Jahre alt geworden ist. Neben farinata und Gemüsekuchen bietet sie eine große Auswahl an frittierten Spezialitäten: panisse und frisceu, kleine, mit Kräutern aromatisierte Teigbällchen. Auf der Speisekarte finden sich auch typische Gerichte wie Stockfisch und Minestrone. Via San Giorgio 14 r – 16128 Genova tel. 010 2468516 Antica friggitoria Carega Mittlerweile in der sechsten Generation (seit 133 Jahren geöffnet), bäckt sie weiterhin köstliche herzhafte Spezialitäten. Ein Holzofen und eine Kohleküche unterstützen das über die Jahre unveränderte hochwertige Angebot, das vor allem von frittierten Gerichten dominiert wird, insbesondere Fisch. Hervorzuheben sind die pigneu, kleine Exemplare von Sardellen und anderem blauen Fisch. Calamari, Garnelen, frittierter Stockfish und natürlich die allgegenwärtige farinata runden das Angebot ab. Via di Sottoripa 113r – 16124 Genova tel. 010 2470617 174
SCIAMADDE
Sa’ Pesta Im pulsierenden Herzen der Altstadt gelegen, offenbart dieses Lokal eine doppelte Seele – halb traditionelle sciamadda, halb echte Osteria – vereint durch den großen Ofen, in dem alles zu einem unvergesslichen “Mischmasch” zusammenkommt. Farinata, gefülltes Gemüse, Kartoffel-Bohnen-Auflauf, Zwiebelkuchen, Mangoldkuchen und die Pasqualina (Osterkuchen) werden wie früher zubereitet. Eine kleine Speisekarte bietet typische genuesische Gerichte wie Minestrone, gefüllte Kalbsbrust (cima), Stockfisch, Kabeljau, Kutteln und Pasta mit Pesto – alles auf hohem Niveau. Via dei Giustiniani 16 r – 16123 Genova tel. 010 2468336
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Sciamadda In Via di Ravecca, nur wenige Schritte von der Porta Soprana entfernt, befindet sich dieses winzige “farinotto”, das neben farinata und panisse auch eine große Auswahl an herzhaften Gemüsekuchen sowie frisceu bis hin zu süßen Speisen anbietet. Besonders zu erwähnen sind die Stockfish-Krapfen und das latte brusco, eine Art aromatisierte, eingedickte und frittierte Béchamelsoße – ein Muss in der genuesischen fritto misto-Platte. Via di Ravecca 19 r – 16128 Genova tel. 345 7689233
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SCIAMADDE
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Bildunterschriften und Bildnachweise
S. 2-3 S. 12 S. 14 S. 15 S. 16 S. 17 S. 18 S. 19 S. 20 S. 21 S. 22 S. 23 S. 24 178
Panoramablick von der Spianata Castelletto - Foto: Diego Sgrò Zahnradbahn von Granarolo - Foto: Torsten Maue Galata Meeresmuseum - Foto: Christine Zenino U-Boot Nazario Sauro Galeone Neptune - Foto: Zairon La Città dei Bambini e dei Ragazzi - Foto: Family Welcome e Andrea Beggi Touristenzug - Foto: treninituristici.it Aussichtsterrasse Spianata Castelletto - Foto: Alessandro Vecchi City Sightseeing Genova - Foto: gregorio (ettorre(at)gmail(dot)com) Palazzo Doria Tursi Piazza De Ferrari - Foto: Maurizio Beatrici Aufzug von Castelletto Kathedrale von San Lorenzo - Foto: Paola Leoni Standseilbahn von Sant’Anna Boccadasse Monumentalfriedhof von Staglieno Il Bigo - Foto: Lorenzo Trombetta
BILDUNTERSCHRIFTEN UND BILDNACHWEISE
S. 25
La Lanterna (Der Leuchtturm) Archäologisches Museum Liguriens - Foto: Giovanni Dall’Orto S. 26 Forte Puin Villa Brignole Sale Duchessa di Galliera - Foto: GiuF80 S. 36 Bernardo Strozzi, Die Köchin (Palazzo Rosso) S. 37 Antoon Van Dyck, Porträt von Caterina Balbi Durazzo (Palazzo Reale) S. 38 Sebastiano del Piombo, Porträt von Andrea Doria (Villa del Principe) Sacro Catino (Schatzmuseum von San Lorenzo) S. 39 Museum für zeitgenössische Kunst in Villa Croce Tücher der Passion (Diözesanmuseum) Antependium (Museo di Vita Cappuccina) S. 40 GAM - Galerie für moderne Kunst S. 40-41 Katsushika Hokusai, Die große Welle (Museum für orientalische Kunst) S. 41 Giovanni Boldini, Miss Bell (Sammlungen Frugone) Wolfsoniana - Foto: Sailko S. 42 Archäologisches Museum Liguriens Manuskript der Inno di Mameli (Museum des Risorgimento) Kolumbus-Haus S. 43 MEI - Museum der italienischen Auswanderung Museum und Bibliothek des Schauspielers - Foto: Elisabetta Castellano S. 44 ViadelCampo29rosso Liste der Rolli (Staatsarchiv) S. 45 Historisches Stadtarchiv Naturkundemuseum S. 46 Galata Meeresmuseum Museum der Lanterna von Genua S. 47 Schloss D’Albertis – Museum der Weltkulturen Foto: Maurizio Beatrici Cristoforo Grassi, Ansicht von Genua im Jahr 1481 (Galata Meeresmuseum) S. 49 Via Garibaldi - Foto: I. Murtas per Comune di Genova S. 50 Palazzo di Antonio Doria - Foto: Superchilum Palazzo di Clemente della Rovere - Foto: Zenawiki S. 51 Palazzo di Tomaso Spinola S. 52 Palazzo di Giacomo Spinola Palazzo di Agostino Ayrolo - Foto: Carlo Dell’Orto S. 53 Palazzo di Paolo e Niccolò Interiano S. 54 Palazzo di Agostino Pallavicino S. 55 Palazzo di Tobia Pallavicino S. 56 Palazzo di Angelo Giovanni Spinola S. 57 Palazzo di Nicolosio Lomellino S. 58 Palazzo di Niccolò Grimaldi - Foto: Studio Leoni S. 59 Palazzo di Luca Grimaldi Palazzo di Francesco e Ridolfo Brignole Sale S. 60 Palazzo di Gerolamo Grimaldi - Foto: Superchilum S. 61 Palazzo di Gio Carlo Brignole 179
S. 62-63 Palazzo di Giacomo Patrone Lomellini S. 64-65 Palazzo di Giacomo e Pantaleo Balbi - Foto: G. Cavalieri Palazzo di Stefano Balbi - Foto: Steven Lek S. 66 Palazzo di Cosmo Centurione S. 67 Palazzo di Gio Battista Centurione S. 68 Palazzo di Francesco Grimaldi S. 69 Palazzo di Gio Battista Grimaldi S. 70 Palazzo di Ambrogio Di Negro S. 71 Palazzo di Gerolamo Grimaldi (Palazzo della Meridiana) S. 72 Palazzo Ducale, die Fassade zur piazza Matteotti - Foto: Graziella Taibi S. 73 Palazzo Ducale, innerer Innenhof Grimaldina Turm Saal des Großen Rates - Foto: Alessandro.di. S. 74 Teatro Carlo Felice - Foto: Maurizio Beatrici S. 75 Teatro Nazionale di Genova S. 76 TIQU Teatro Internazionale di Quartiere Politeama Genovese Moni Ovadia e Don Gallo al Suq Festival - Foto: Najjar88 S. 77 Teatro Akropolis Teatro Rina e Gilberto Govi S. 78 Galleria Mazzini - Foto: Federico Parodi S. 80 Kathedral von San Lorenzo - Foto: Twice25 & Rinina25 S. 81 Kathedral von San Lorenzo - Foto: Fabrizio Binello Peter Paul Rubens, Beschneidung Christi (Chiesa del Gesù) S. 82 Santissima Annunziata del Vastato - Foto: Betti1955 Santi Cosma e Damiano S. 83 San Donato - Foto: Anonimogenovese San Giovanni di Prè - Foto: Maurizio Beatrici S. 84 Filippo Parodi, Unbefleckte Jungfrau (San Luca) - Foto: John Samuel Domenico Fiasella, Martyrium der hl. Barbara (San Marco al Molo) S. 85 Carlo Maratta, Martyrium des hl. Blasius (Santa Maria Assunta di Carignano) Santa Maria Assunta di Carignano - Foto: Luca Dea S. 86 Ludovico Brea, Allerheiligenaltarbild (Santa Maria di Castello) Santa Maria delle Vigne S. 87 San Matteo S. 88 San Pietro in Banchi - Foto: Bengt Nyman San Siro S. 89 Chiesa del Gesù S. 106 Monumentalfriedhof Staglieno - Foto: Sven Kaiser S. 107 Votivkapellen S. 108 Commenda di Prè - Foto: Faber1893 S. 109 Porta dei Vacca Palazzo San Giorgio - Foto: Captain Raju S. 110 Campo Pisano 180
BILDUNTERSCHRIFTEN UND BILDNACHWEISE
S. 111
Porta Soprana - Foto: Maurizio Beatrici Palazzo di Andrea Doria e Palazzo di Lamba Doria S. 112 Acquario di Genova - Foto: Gian Luca Sgaggero S. 113 Foto: Superchilum S. 114 Biosphäre - Foto: Cristina.Sanvito S. 114-115 Bigo - Foto: Benjamin Smith S. 115 La Città dei bambini e dei ragazzi S. 116 Biblioteca De Amicis - Foto: Anagrafe delle biblioteche italiane Porta Siberia - Foto: Rinina 25 S. 117 Magazzini del Cotone (alte Baumwolllager) Palazzine del Portofranco (Gebäude des Freihafens) S. 118-119 Villa Brignole Sale Duchessa di Galliera – Foto: Lorenzo Piccardo S. 119 Villa Durazzo Pallavicini - Foto: Maurizio Beatrici S. 120 Villa Durazzo Pallavicini - Foto: Zairon S. 121 Villa Doria Villa Rossi Martini - Foto: Angelo G. Valle S. 122 Villa Durazzo Bombrini - Foto: Katalog des Kulturgüterregisters S. 123 Villa del Principe - Foto: Marta1977 Villa Gruber De Mari - Foto: Zenawiki S. 124 Villetta di Negro - Foto: Faber1893 S. 124-125 Villetta di Negro S. 125 Villa Imperiale Cattaneo S. 126 Villa Gropallo - Foto: Alessio Sbarbaro S. 126-127 Villa Grimaldi Fassio - Foto: Maurizio Beatrici S. 127 Villa Saluzzo Serra - Foto: Faber1893 Villa Luxoro - Foto: Faber1893 S. 128 Panoramablick von Spianata Castelletto Boccadasse S. 129 Standseilbhan Zecca-Righi Hafen von Nervi- Foto: M. Niccolai S. 138-139 Uferpromenade von Pegli - Foto: Kent Wang S. 165 Pesto S. 166 Farinata - Foto: Gianluca Grassano S. 167 Cappon magro S. 168 Torta pasqualina - Foto: GabeD S. 169 Genuesische Cima - Foto: So Said Ellie S. 170 Focaccia di Recco - Foto: Michele Ursino S. 171 Foto: Lucas Law S. 175 Frisceau - Foto: chefpercaso S. 176 Fugassin Panissa mit gefüllten Sardellen - Foto: Pampuco S. 177 Neccio - Foto: Claudio Minghi Pesto mit focaccia Fritto misto
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