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Coburger - Das Magazin #34

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Nr. 34 | August 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


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Der Hexenturm in Coburg und seine grausame Geschichte: Mehr unter „Hier wohnte“ ab Seite 76

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INHALT

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6 8 9 10 58 82 87 96 97 98

EDITORIAL. Liebe und mehr. STADTGESPRÄCHE. 100 Jahre mal anders und mehr. STADT IM BILD. SUP auf dem GBS. HOFBERICHT. Premiere New Work Week. COBURGS BESTE. SÜC. KULTURTIPPS. Erstmal Kochen lernen und mehr. IN EIGENER SACHE. Tschüs Coburg und mehr. MONACO FRANKE. Über Ösis, Bayern und den Tag der Franken. AUF EIN WORT. Mehr Jugend braucht der Sport. DAS LETZTE. Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen, und mehr.

CHRIS WINTER

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ZIEMLICH BESTE FEINDE Mieter und Vermieter

VAL THOERMER

BURGEN & SCHLÖSSER 16 Das Coburger Land zur schönsten Jahreszeit.

VERSCHIEDENE

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BILDERWET TBEWERB Prinz Albert mal anders

WOLFRAM HEGEN

VERKRUSTUNGEN AUFHEBEN 26 Interview mit Wirtschaftsförderer Martin Schmitz

WOLFRAM HEGEN

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WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

48

WOLFRAM HEGEN VAL THOERMER

50

GABI ARNOLD

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WOLFRAM HEGEN YVES ALLOINDE

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MARCUS SONNTAG

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WAS FÜHLEN WIR? – SONDERTHEMA LIEBE Ein bisschen Lyrik zum Einstieg

MACHERIN Dr. Brigitte Schäfer-Stöcklein, Mitinhaberin Tierklinik Lautertal

„ICH WOLLTE IMMER SCHREIBEN“ Der Neu-Coburger Kinderbuchautor Christian Seltmann

NACH EINER IDEE VOM COBURGER Die Prinz-Albert-Torte zum Geburtstag

LEBENDIGES LJUBLJANA Aus der Reihe „Kultouren“

GALERIE Im Namen der Natur weltweit unterwegs

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EXTREMER EINSATZ FÜR DAS BESONDERE BILD. Der Coburger Naturfotograf Marcus Sonntag. Seine eindrucksvollen Fotografien ab Seite 90 in der Galerie.

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EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Eigentlich ging es nicht, aber Absagen ging eben auch nicht. Das macht man nicht. Das will man nicht. Also wie jedes Jahr gleich zu Saisonbeginn erst hinunter in Richtung Berge, und dann hinauf, ganz besonders hinauf, weil es ja eben - eigentlich - nicht ging wie sonst üblich um diese Jahreszeit. Den Anstieg dieses Mal eben nicht wie sonst durch Windungen nach links und rechts entschärft, dadurch zwar länger, aber eben auch ein wenig leichter hinaufgelaufen, sondern auf dem kürzesten Weg jeden Höhenmeter ehrlich erklommen, nahezu senkrecht, weil so viel Schnee noch lag, dass kein Weg zu erkennen war, nur von Bergschuhen in den Schnee gehackte Treppenstufen. Der Abstieg zwei Tage später war ein Abrutschen, schneller als üblich – runter kommen sie alle – aber – eigentlich – kein Abstieg. Das Ziel aber war es wert: Die Coburger Hütte bei Ehrwald in Tirol. Die Liebe zu diesem Stückchen Erde ist für viele Coburger so groß, dass geht, was eigentlich nicht geht. Liebe also setzt Kräfte frei, zu einem besonderen Ort genauso wie zu einem Beruf oder natürlich vor allem wie zu einem anderen Menschen. Um alle diese Formen geht es in unserem Sonderthema „Liebe“ in dieser 34. Ausgabe des COBURGER. Wir haben uns wissenschaftlich mit dem Thema „Liebe und Sex im Alter“ auseinandergesetzt, haben uns von der Sehnsucht junger Pärchen nach der wahren Liebe verzücken lassen und sie portraitiert in einer Fotostrecke, haben aber auch Menschen im Magazin, die ihren Beruf mit einer Leidenschaft angehen, dass jede in Gewohnheit verfaulende Beziehung neidisch werden dürfte, auch Menschen, die sich für ihre Heimat so engagieren, wie man es nur tun kann, wenn man etwas wirklich liebt. Die „Macherin“ in diesem Heft steht auch für Liebe und Leidenschaft zu ihrem Beruf, ebenso der Autor, den wir portraitieren, auch weil er nach Jahrzehnten in Berlin seine Liebe für das Coburger Land entdeckt hat, der Fotograf in unserer Galerie natürlich genauso, weil er Natur und Tiere fotografiert in einer Schönheit und Einmaligkeit, wie man es nur mit einer großen Portion Hingabe schafft. So, jetzt sind Sie dran. P.S. Noch keine Urlaubsidee? Fahren Sie mal nach Ljubljana. Lohnt sich. Siehe unsere Kultouren. P.P.S. Und probieren Sie mal die neue Prinz-Albert-Geburtstagstorte, eine Idee vom COBURGER, umsetzt von der Bäckerei Feiler. Mehr im Magazin. P.P.P.S. Schönen Urlaub. Ein P.P.P.P.S. gibt es nicht.

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INHALT

14 ZIEMLICH BESTE FEINDE Mieter und Vermieter

Be in Shape

30 WAS FÜHLEN WIR? 24 DIE GEWINNER Sonderthema Liebe

Bilderwettbewerb Prinz Albert

90 GALERIE – MARCUS SONNTAG Im Namen der Natur weltweit unterwegs

Das Trainingsprogramm “Figurtraining” kombiniert Kraftausdauertraining & Muskelaufbau für eine sanfte Körperdefinition.

26 INTERVIEW Martin Schmitz

68 ZARTBITTER

Starte jetzt Dein Training an unseren eGYM PREMIUM-Geräten & erreiche Dein Ziel!

Die „Prinz-Albert-Torte“ Jetzt Probetraining vereinbaren: 09561 55500 oder mail@vitadrom.de

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... DAS ST. TROPEZ DES COBURGER LANDES

UND DER PRINZ KOMMT AUCH

Eine ganze besondere Ehrung verlieh sich die Gemeinde Lautertal kürzlich selbst: Bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der in Lautertal ansässigen HEIM Pharma Tropfsysteme GmbH, einem mittelständischen Pharmaunternehmen, das in seiner Branche Weltmarktführer ist, trat natürlich auch der Lautertaler Neu-Bürgermeister Karl Kolb ans Rednerpult. In seiner launigen Ansprache sorgte er für den Lacher des Tages: Als er kürzlich in Lautertal-Neukirchen so vom Berg ins Tal geschaut habe, habe er sich gefühlt „wie in St. Tropez“, sagte Kolb und setzte noch einen drauf: Er sei zwar noch nie dort gewesen, aber so stelle er sich St. Tropez vor. Kolbs Visionen dienten im weiteren Verlauf der Festveranstaltung natürlich als ideale Vorlage. So freute sich auch IHKPräsident Friedrich Herdan als Neukirchner sehr, immerhin habe er ja gar nicht gewusst, dass er aus St. Tropez stamme.

Dass der Coburger Prinz Andreas trotz seiner Parkinson-Erkrankung auf dem E-Bike von Coburg nach Gotha quer durchs ehemalige Herzogtum gefahren ist, wird vermutlich eine der schönsten Geschichten 2019 sein. Weil viele mitgefahren sind, weil viel Geld für den guten Zweck gesammelt wurde, und weil die Tour ein Zeichen für Lebensmut war. Im Rahmen der Coburger Museumsnacht am ersten Septemberwochenende können alle Besucher diese Tour noch einmal nacherleben: Im Vermessungsamt gibt es dann zahlreiche Bilder und filmische Dokumente zu sehen. Auch die Hauptperson, Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha, möchte vorbeischauen.

DAS BRITANNIEN HOCH ÜBERM MAINTAL

Foto:Val Thoermer

Very british war das, was kürzlich der auch durch seine Vertonung der Lieder des Coburger Dichters Friedrich Rückert in der Region bekannte Tenor Malte Müller an der Seite der Sopranistin Silke Winkler gemeinsam mit dem international bekannten Morgenstern-Trio im Kaisersaal auf Kloster Banz zu Gehör brachte: Werke britischer Komponisten nämlich. Das war very good, zum einen, weil die Besucher den Künstlern mit stehenden Ovationen dankten, und weil zum anderen die Veranstaltung des BRK-Kreisverbandes einem guten Zweck diente. Der Gewinn kam der Aktion „Helfen macht Spaß“ des Obermain-Tagblatts für Bedürftige aus der Region und der Sonderaktion „Ukraine“ zugute, die von OTRedakteur Till Mayer vor vielen Jahren ins Leben gerufen worden war. Mayer war dafür unter anderem auch schon mit dem Coburger Medienpreis ausgezeichnet worden. Ein Coburger sorgte außerdem für die Moderation: Roberto Bauer nämlich, seit vielen Jahren Organisator zahlreicher Konzerte. Und Bühnenmensch.

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STADT IM BILD

Freizeitidyll Goldbergsee: Der Coburger Dirk Ress beim Stand-Up-Paddling. Regelmäßig zieht er hier seine Bahnen, nicht nur „zum Runterkommen“, sondern vor allem als Training. „Paddeln und dabei immer im Gleichgewicht bleiben, diese Kombination fordert den ganzen Körper. Das sieht entspannter aus als es ist.“

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DER HOFBERICHT

FOTOS: VAL THOERMER

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch.

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist

Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann

sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt

sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der

einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern

New Work Week im Leise am Markt.

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DER HOFBERICHT

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Fitness-Urlaub

Training in angenehm klimatisierten Räumen

www.sportland-coburg.de AUSGABE 34 / AUGUST 2019

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Von Chris Winter

h c i l m e i Z best e e d n i Fe

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MIETÄRGER

Warum es zwischen Vermietern und Mietern oft Ärger gibt Die Luft ist feucht und muffig. Ein beklemmendes Gefühl beim Atmen, beim Betreten des Zimmers das Gefühl, gegen eine Wand zu laufen. In den Zimmerecken, vom Fußboden bis zur Decke, ist die Wand von schwarzen Schimmelflecken überzogen. Die weiße Tapete ist durch die Feuchtigkeit und eigene Schwere von der Wand abgefallen. Auf der Rückseite von Schränken ist der mikrobielle Befall zu sehen. Das Holz eines massiven Holzschranks hat sich verzogen und ist aufgequollen – die Schubfächer lassen sich nur noch mit Mühe herausziehen, die Türen klemmen. Vor drei Jahren gab es diesen Zustand in einem Haus in einer Landkreis-Gemeinde. Zusammen mit den beiden Kleinkindern, eines noch kein Jahr alt, lebten Vater und Mutter in der Vier-Zimmer-Wohnung. Eingezogen war die Familie im September. Zwei Monate später hat das Vermieterehepaar zum ersten Mal mit der Familie über ihr Wohnverhalten gesprochen. Die Wäsche solle doch nicht in der Wohnung gewaschen und tropfend nass über Wäscheständer und Möbel gelegt werden. Für jede der Wohnungen gebe es im Keller des Vier-Parteienhauses eine eigene Waschmaschine und auch einen Trockenkeller. Kaum ein anderes Gebiet menschlichen Miteinanders ist so mit Konflikten beladen wie das Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter. Wobei die Ursachen für einen Streit, für den Weg über Fachanwälte vor ein Gericht, auf jeder Seite zu finden sind. Frank Sitte, Fachanwalt für Mietrecht und für den Mieterverein Coburg und Umgebung tätig, weiß aus seiner beruflichen Erfahrung von vier Bereichen, die sich häufig als Streitursache herausstellen. „Da ist die Betriebskostenabrechnung, das Thema Mieterhöhungen nach Modernisierungen, die Übergabe der Wohnung beim Auszug und immer wieder Schimmel.“ Wechselt ein Mieter die Wohnung, so muss er sogenannte Schock- und Knallfarben überstreichen und den Zustand wiederherstellen, der beim Einzug in die Wohnung geherrscht hat. „Denn die Vorliebe für pinkfarbene, blutrot oder schwarz gestrichene Wände teilt nicht jeder.“ Anders sieht es nach den Worten des Juristen bei zarten Pastellfarben aus. Die könnten möglicherweise einen Nachmieter erfreuen und müssten nicht überstrichen werden. Wichtig auch, in welchem Zustand die Wohnung beim Einzug war. Eine umfassende Dokumentation zum Beginn des Mietverhältnisses kann beim Auszug Streit vermeiden.

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MIETÄRGER Die Frage, ob Mieter zu Schönheitsreparaturen grundsätzlich verpflichtet sind, sei eindeutig nicht zu beantworten, so der Jurist. Hauptpflicht eines Mieters sei es, die Miete zu bezahlen. Paragraf 535 des Bürgerlichen Gesetzbuches legt fest, „der Vermieter hat die Mietsache dem Mieter in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten“. Schnell stellt sich die Frage nach Dübellöchern: Hier besteht nach den Worten des Anwaltes keine Schadenersatzpflicht des Mieters, wenn im Bad Fliesen im gebrauchsüblichen Umfang angebohrt wurden, um etwa den

des. Kaum waren die Arbeiten abgeschlossen, lag die Kündigung wegen Eigenbedarfs im Briefkasten. Der Heimwerker wollte natürlich seinen Aufwand belohnt haben. Ohne Erfolg. „Entweder muss ich einen langfristigen Mietvertrag haben, oder vorher eine entsprechende Vereinbarung treffen, denn die Rechtsprechung geht davon aus, der Mieter investiert in eigenem Interesse in fremdes Eigentum.“

macht sich eine Entfremdung bemerkbar. Da kann es vorkommen, dass sich die Mieter eines Hauses auch nach Wochen und Monaten nicht kennen.“ Dagegen versucht die Wohnbau mit Mieterfesten anzugehen. Gegenseitiges Kennenlernen und Gespräche oder die Aktion „Helden im Alltag“ in einem Wohnblock seien die beste Möglichkeit, Streit in einem Haus zu vermeiden.

Auch wenn die Miete nicht rechtzeitig oder gar nicht gezahlt wird, hängt der Haussegen schnell ganz schief, weiß Rechtsanwalt Klaus Martin. Er ist für den Verein Haus und Grund Coburg und Umgebung tätig. Wenn mit den Rückständen Kündigung und Räumungsklage folgen, kommt es zu einer Zwangsräumung mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers. „Ohne eine entsprechende Versicherung bleibt der Vermieter oft auf den Kosten sitzen.“ Dass Mietzahlungen ausbleiben, ist immer öfter der Fall. Eine Bonitätsauskunft über potenzielle Mieter sei hilfreich.

In dem Fall der Wohnung im Landkreis Coburg hieß es damals in dem Gutachten, „die Vermutung liegt nahe, dass während der kalten und nassen Wintermonate u. a. Wäsche in der Wohnung getrocknet wurde. Die Freisetzung von Pilzbestandteilen sollte unmittelbar (…) und die Ursache kurzfristig unterbunden werden“. An den Sanierungskosten beteiligte sich das Jobcenter, das die Wohnungsmiete bezahlt, nicht. Wenn der Schimmel richtig blüht, können sich die Sporen im ganzen Gebäude verteilen. Stellungnahmen des Gesundheitsamtes in solchen Fällen haben in der Regel stets denselben Tenor: Der Schimmel sei gesundheitsschädlich und müsse entfernt werden. Dafür steht der Vermieter in der Haftung, denn er muss eine Gesundheitsgefährdung ausschließen. Entfernt und ersetzt wurden in allen Räumen der verschimmelte Wandverputz und auch das Parkett musste abgeschliffen und aufgearbeitet werden. Die junge Familie hatte zuvor auf Anordnung des Gesundheitsamtes die Wohnung räumen müssen. Die Gefahr für die Gesundheit, besonders die der Kinder, war zu groß. Der Vermieter konnte zwar nachweisen, dass falsches Verhalten für den massiven Schimmelbefall der Wohnung verantwortlich war, die 28.000 Euro für die Sanierung aber musste er selbst aufbringen.

Häufig würden Wohnungen von Mietern beschädigt, vermüllt und verdreckt hinterlassen. „Einerseits stört es viele Menschen nicht, in einer schmutzigen Umgebung zu leben“, so Klaus Martin, „andererseits gibt es immer weniger emotionale Bindungen an eine Wohnung, weil die Menschen häufiger umziehen.“ Die Wohnung sei zu einem beliebigen Gebrauchsgut geworden. Bei Schimmelbildung in der Wohnung werMassiver Schimmel in einer Wohnung durch falsches Wohnverhalten: In diesem den zunehmend SachFall wurde tropfnasse Wäsche in der Wohnung getrocknet. Das Gesundheitsamt verständige bemüht, ließ die Wohnung räumen, die Sanierung mit einem Aufwand von 28.000 Euro musste der Vermieter bezahlen. um die Ursache zu klären. In der VergangenSpiegelschrank über dem Waschtisch aufhängen zu heit seien in der Mehrzahl Baumängel können und andere übliche Badmöbel. Ist der Miedafür ausgemacht worden, „aber der ter zu Schönheitsreparaturen verpflichtet, seien Bundesgerichtshof hat entschieden, Dübellöcher zu verschließen. Den normalen Verrelevant sei der technische Standard schleiß bei normalem Gebrauch müsse der Vermieder Bauzeit“. ter erdulden. „Kleine Risse im Waschbecken oder Kratzer an der Außenseite der Wohnungstür fallen Bei der Wohnbau Stadt Coburg mit darunter.“ ihren rund 3000 Wohnungen sind es in der Regel Streitigkeiten von Streitfälle gibt es viele: Der Jurist des Mietervereins Mietern untereinander, so Stephaberichtet von einer Geschichte, bei der nach mehnie Knorr von der Mieterbetreuung. reren Jahrzehnten das Dach eines Wohnblocks neu Da gehe es um Verstöße gegen die eingedeckt und eine Horizontaldämmung verlegt Hausordnung, unterschiedliche Aufwurde. „Die Gesamtkosten von 150.000 Euro sollfassungen von der Reinigung der ten mit einer 30-prozentigen Mieterhöhung die Beallgemeinen Räume oder die Müllwohner tragen.“ Das sei nicht rechtens. Ein anderer trennung. Schnell eskalieren GeneFall: Ein handwerklich begabter Mann investierte rationenkonflikte oder zwischenviel Zeit, Arbeit und Material in den Ausbau des Bamenschlicher Streit. „Auch in Coburg

„Auch in Coburg macht sich eine Entfremdung bemerkbar. Da kann es vorkommen, dass sich die Mieter eines Hauses auch nach Wochen und Monaten nicht kennen.“ Stephanie Knorr, Wohnbau Stadt Coburg

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Gesponserter Beitrag

RECHTSSTREITIGKEITEN

Rechts-­ streitigkeiten rund ums Mieten

Mieter und Vermieter: Im besten Fall ein funktionierendes Zweckbündnis. Der eine hat ein Dach über dem Kopf, der andere bekommt Geld dafür. Die Wirklichkeit sieht all zu oft anders aus: Mietstreitigkeiten sind nach dem Familienrecht auf Platz 2 der häufigsten Fälle, mit denen sich Anwälte, Gutachter, Gerichte auseinandersetzen. Vieles ist Auslegungs- und Interpretationssache, die Gesetzgebung hat sich beim Mietrecht zurückgehalten, Basis der Rechtsprechung sind häufig höchstrichterliche Urteile, weiß Frank Sitte, Anwalt bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.

Das größte Ärgernis zwischen beiden Seiten sei die alljährliche Betriebskostenabrechung, so Sitte. „Das ist besonders ärgerlich, weil deren inhaltliche und formale Anforderungen recht einfach und rechtlich klar sind.“ Vor allem formelle Fehler sind für den Vermieter eine riskante Sache. Wenn z.B. nicht angegeben wird, nach welchem Verteilerschlüssel die Betriebskosten aufgeteilt werden, wenn die Heizkostenabrechnung des Versorgers nicht beigefügt ist oder wenn die Abrechnung insgesamt unverständlich formuliert ist, dann kann der Mieter eine eventuelle Nachzahlung verweigern, sollte der Vermieter dem Mieter bis spätestens 12 Monate nach dem Abrechnungszeitraum keine formal richtige Betriebskostenabrechnung präsentieren. „Und weil viele Vermieter die Abrechnung oft erst kurz vor Ende des Jahres vorlegen, ist Ärger vorprogrammiert.“ Der Mieter kann sogar die Vorauszahlungen für die Betriebskosten verweigern, wenn ihm keine Abrechnung vorgelegt wurde. „Das ist dann das rechtliche Druckmittel des Mieters, um an seine Abrechnung zu kommen.“ Auch inhaltlich hat eine Betriebskostenabrechnung Fallstricke. Zwar können viele laufende Kosten einer Wohnung auf den Mieter umgelegt werden, es gibt aber auch No-Gos: Hausverwaltungskosten oder die Kontoführungsgebühren des Mietkontos. Besonders kurios: „Manche Vermieter versuchen sogar ihre Rechtsschutzversicherung für eventuelle Mietstreitigkeiten auf die Mieter umzulegen. „Sollte das der Fall sein, hilft der Gang zum Mieterverein oder zum Anwalt.“

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Auf Platz 2 der Hitliste bei Mietstreitigkeiten stehen Fragen in Zusammenhang mit dem Ende des Mietverhältnisses. Vor vielen Jahren schon habe der Bundesgerichtshof alte Regelungen über den Haufen geworfen, so Frank Sitte. Schönheitsreparaturklausen mit starren Fristen oder die früher gängige Praxis, dass Mieter beim Auszug weißeln müssen, sind heute so nicht mehr rechtmäßig. „Da muss immer das Element der Erforderlichkeit mit drin sein.“ Um juristisch auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt er, nur aktuelle Vordrucke von Mietverträgen zu verwenden, wie man sie im Einzelhandel oder über das Internet bekommt. „Möglichst keine Anhänge dazu, keine Zusatzklauseln, diese machen die wirksamen Regelungen meist wieder kaputt.“ Das dritte Ärgernis zwischen Mieter und Vermieter ist am schnellsten erzählt und am schwierigsten zu beurteilen: Mängel an der Mietsache. Schimmel zu Beispiel. „Da ist jeder Fall ein Einzelfall, an welcher Mietvertragspartei es liegt.“ Am Ende kann der Mieter der Dumme sein, wenn er durch eigenes Verhalten einen Schaden herbeiführt hat und diesen dann auf eigene Kosten beseitigen muss, oder der Vermieter, wenn der Mieter eine Mietminderung macht oder sogar fristlos kündigen darf und dann Schadenersatz für einen Umzug geltend machen kann. „Da ist alles möglich, solche Fälle landen häufig vor Gericht, auch Gutachter kommen dann regelmäßig zum Einsatz.“ Frank Sitte ist Fachanwalt für Miet- und Wohnungs­ eigentumsrecht in der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.

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Burgen, Schlรถsser und andere Ansichten. Bilder von Val Thoermer aus dem Coburger Land.

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Schloss Tambach

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Veste Coburg

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Schloss Ahorn

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Blick über Coburg

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FOTOWETTBEWERB

200 JAHRE PRINZ ALBERT

Der Bilderwettbewerb des COBURGER im Jubiläumsjahr 2019

Platz 3: Anne Weber aus Ebersdorf: Sie hat Prinz Albert gefilzt und die Puppe dann in verschiedenen Zusammenhängen fotografiert, zum Beispiel in der Natur.

Im August wäre er 200 Jahre geworden – Coburgs berühmtester Sohn, Prinz Albert. Der COBURGER hat daher einen Foto- und Bilderwettbewerb ausgelobt. Besondere Darstellungen des Prinzen waren gesucht, seiner Denkmäler, seiner Wirkungsstätten, seines Lebens, als Foto, Karikatur, Gemälde. Es ging dabei nicht nur um eine gute Technik, sondern vor allem um Originalität, Witz, Kreation, den besonderen Kniff. Viele Arbeiten gingen ein. Jetzt sind die besten Drei ausgewählt worden.

Platz 2: Ingo Seydel aus Coburg: Aquarell „Eingerüsteter Albert“, entstanden während der Coburger Designtage.

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PRINZ ALBERT Platz 1: Jolanta Groffik aus Coburg mit ihrer Arbeit: „Er ist immer noch da“. Eine Grafik über Albert ohne Albert.

Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin. Als Preis bekommt sie vom COBURGER eine Fotoausrüstung im Wert von 500 Euro überreicht. Und ganz lieben Dank an alle Teilnehmer, die uns ihre Arbeiten eingeschickt haben. AUSGABE 34 / AUGUST 2019

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Fotos: Val Thoermer


INTERVIEW MIT MARTIN SCHMITZ

Der Wirtschaftsförderer des Landkreises Coburg im Gespräch

120 000 Einwohner, 8000 Unternehmen, niedrige Arbeitslosigkeit, Wohlstand: Coburg ist eine wirtschaftlich starke Region. Doch weltwirtschaftliche Turbulenzen und die Chancen und die Risiken der Digitalisierung machen auch vor der Region nicht halt. Was aus seiner Sicht in der Region Coburg getan werden muss, um ein starker Standort zu bleiben, darüber hat sich der COBURGER mit Martin Schmitz unterhalten, dem Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Coburg.

COBURGER: Herr Schmitz, Sie waren kürzlich freudestrahlend zu sehen, als die Coburger Werbeagentur markatus den Mietvertrag für einen Teil des ehemaligen Goebel-Geländes in Rödental unterschrieben hat. Dort wird ja zudem ein digitales Gründerzentrum entstehen. Ist der Einzug der größten Werbeagentur der Region ein wichtiger Baustein zur Entwicklung des Geländes im Landkreis? Martin Schmitz: Definitiv ja, das ist signalgebend, was da passiert. markatus ist ja nicht nur eine moderne digitalaffine Agentur, sondern hat auch eine andere Story zu erzählen. Denn mit dem Wechsel von Coburg nach Rödental werden auch digitale Kapazitäten vom zweiten Standort von markatus in Berlin hier in die Region zurückkommen. Das ist ein starkes Signal: Wir sind hier eine wettbewerbsfähige Region, können mit Metropolen mithalten, Märkte auch von Coburg aus erobern. COBURGER: In Rödental also entsteht ein digitales Gründerzentrum der Zukunft.Coburg.Digital GmbH, der Gesellschaft von Stadt und Landkreis Coburg und IHK in Sachen Digitalisierung in der Region. Zukunft.Coburg.Digital hat Räume auf dem ehemaligen Schlachthofgelände in Coburg, die ausgebaut werden sollen. Was ist der Unterschied und wie soll die Zusammenarbeit funktionieren? Martin Schmitz: Das was Sie hier beschreiben, ist alles Zukunft.Coburg.Digital. Das digitale Gründerzentrum besteht aber aus zwei Standorten. Einer ist der Standort Schlachthof in Coburg. Dort haben wir als erstes Testareal den kleinen Coworking-Space. Er läuft super, da sind wir voll ausgelastet, das funktioniert. Wir werden dort auch wie geplant weiter expandieren. Die alte Kühlhalle soll ja dazu ertüchtigt werden. Und als zweiten Standort haben

wir die zukünftige sogenannte digitale Manufaktur im Goebel-Gelände in Rödental, angelehnt an die frühere dortige Porzellanmanufaktur. Also während wir in Coburg sozusagen die „Laptopgründer“ ansprechen, sind es in Rödental „Producer“. Ich kann eben im Coburger Coworking-Space keinen Industrieroboter hinstellen, da fehlt der Platz, das soll in Rödental passieren. Dazu sind dort flexible Produktionsboxen geplant, die wir anbieten. Wenn dann Firmen hier aus der Region diese Produktionsboxen mieten, um Jungunternehmern, Gründern, Studierenden dort Equipment für ihre Ideen und Innovationen zur Verfügung zu stellen, dann haben wir schon viel erreicht. Außerdem wollen wir dort auch Übernachtungsmöglichkeiten schaffen, damit sich zum Beispiel einmal Teams aus verschiedenen Regionen hier treffen können, um länger an einem Projekt zu arbeiten. So wollen wir Coburg deutschlandweit als innovative, gründerfreundliche Region platzieren, als Scharnier zwischen dem Norden und dem Süden der Republik. Das ist der Anspruch. COBURGER: Wie ist denn der Stand in Sachen Digitalisierung in der Region bei den Unternehmen, die Sie betreuen. Wie viele sehen Gefahren, welche Chancen? Martin Schmitz: Ich habe da keine belastbaren Zahlen. Aber ich würde mir zutrauen zu sagen, dass nahezu 100% der Unternehmen die Digitalisierung als Chance sehen. Die oft berechtigte Euphorie darf uns aber nicht blind für die Risiken machen. Hier ist ja eine ganz wichtige Funktion der Zukunft.Coburg. Digital: Unternehmen aktiv begleiten, sie informieren, miteinander zusammenbringen, so dass alle voneinander lernen und dadurch nicht von Risiken überrascht werden, sondern die Digitalisierung für sich positiv gestalten. COBURGER: Wo sehen Sie aktuell die größten Risiken für den Standort Coburg?

„Für interessant halte ich den Vorschlag der IHK zu Coburg, über eine Sonderwirt­ schaftszone zur Modellregion zu werden.“

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Martin Schmitz: Wenn wir uns angesichts des hohen Wohlstands und der vielen großen und erfolgreichen Firmen hier in der Region zurücklehnen und sagen, uns geht’s doch gut, dann ist das das größte Risiko. Wir hatten hier immer Unternehmer, immer Belegschaften mit einer hohen Identifikation zum Unternehmen und zur Region, Menschen mit viel Fleiß und Engagement. Ich habe das Gefühl,

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INTERVIEW

„Zwei Wirtschaftsförderungsgesellschaften für Coburg Stadt und Land? Ich sage, das braucht es nicht.“

dass uns diese Tugenden allmählich verloren gehen. Da müssen wir dran arbeiten. Dazu kommt natürlich das Risiko von außen, der globale wirtschaftliche Strukturwandel. Da überholen sich viele Dinge, die Polstermöbelindustrie hat das schon durch, die Spielzeugindustrie auch. Ein digitales Gründerzentrum ist in solchen Phasen eine von vielen Möglichkeiten, da etwas dagegenzusetzen. Es muss unser Ziel bleiben, innovativer, schneller und damit besser als andere Regionen zu sein. COBURGER: Um das voranzubringen, gibt es die Wirtschaftsförderungsgesellschaft vom Landkreis und die von der Stadt Coburg. Braucht es für eine Region mit gut 120 000 Einwohnern zwei Wirtschaftsförderungsgesellschaften? Martin Schmitz: Ich sage nein, das braucht es nicht. Ich bin persönlich ein Verfechter einer gemeinsamen Wirtschaftsförderung. Das wissen alle, die mit mir zusammenarbeiten. Die Zukunft.Coburg.Digital GmbH sehe ich daher sozusagen auch als den „Vorhof “ einer regionalen Wirtschaftsförderung. Sie ist ja die erste wirklich institutionalisierte Organisation, bei der beide Gesellschafter sind. Auf dieser Basis sollten wir Vertrauen schaffen, kooperieren, und dann schauen, was daraus werden kann. Im Zuge so eines Kooperationsprozesses müssen wir noch mehr lernen, dass der Erfolg meines Nachbarn auch mein Erfolg ist. Es ist letztlich egal, ob Gründer im Coworking-Space in Coburg oder in Rödental sitzen. Das Entscheidende ist, dass wir sie erfolgreich begleiten, damit am Ende Wertschöpfung im gesamten Coburger Land geschaffen wird. Ich bin mir sicher, dass der gemeinsame Erfolg uns zusammenschweißt. Das gilt erst recht, wenn wir uns fragen, für wen wir Wirtschaftsförderung eigentlich betreiben. Selbstverständlich in erster Linie für die Unternehmen, aber dadurch natürlich vor allem für die Bürger, die hier arbeiten und leben. Und denen ist es egal, wo ein Unternehmen sein Zuhause hat. Die einzig trennende Linie bleibt die Gewerbesteuer, wo also zahlt das Unternehmen in die Gemeindekasse, da wird es dann schon manchmal problematischer. COBURGER: Die Region wollte ja 5-G-Modellregion werden. Sie haben sich auch dafür stark gemacht. Jetzt ist es Amberg-Sulzbach geworden und nicht Coburg. Warum hat es nicht gereicht? Martin Schmitz: Ich finde nicht, dass uns das so weh tut. 5G werden wir ja ohnehin im Interesse vieler Unternehmer in kleinräumigen Lösungen bei uns weiterverfolgen. Und mit süc//dacor haben wir einen Innovator, der da viel nach vorne bringt. Für interessanter und viel wichtiger halte ich dagegen den Vorschlag der IHK zu Coburg, über eine Sonderwirtschaftszone zu einer Modellregion zu werden: Also ein starker Innovationsraum mit weniger Bürokratie, mit speziellen Förderungen, mit neuen Steuermodellen. Wir merken ja, dass die fetten Jahre vorbei sind. Daher müssen wir neue Wege finden, unseren Wohlstand zu sichern. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis ist bereit, die neuen Innovationspfade zu beschreiten und die durch den Wohlstand bereits zu oft verkrusteten Strukturen aufzubrechen.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen. Im COBURGER Ausgabe 35 im Oktober unterhalten wir uns mit Stephan Horn, dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg.

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MARTIN SCHMITZ

„Wir wollen Coburg deutschlandweit als innovative, gründerfreundliche Region platzieren, als Scharnier zwischen dem Norden und dem Süden der Republik. Das ist der Anspruch.“


Was fühlen wir? SONDERTHEMA LIEBE

Von Wolfram Hegen

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Liebe diktiert die Songtextspalten, drum wollen wir es auch so halten: Amor oder amoralisch? Die Grenze scheint rein physikalisch. Liebe kann man lang schon kaufen. Das Säfte-Ineinanderlaufen. Ach, Liebe ist das nicht? Der Höhepunkt aus Sicht der Evolution vielleicht schon? Ist das der Liebe wahres Ziel? Reden wir vielleicht zu viel? Reicht Streicheln Schmusen Küssen? Dann Begehren und Verkehren? Ist nur das es, was wir müssen? Liebe nur fürs Sich-Vermehren? Ach Platonie, gab es Dich nie? Was ist mit Wärme, Nähe und Vertrauen? Was ist mit Kennen, Lassen, Geben? Sollte man nicht darauf bauen? Als Fundament fürs eigene Leben? Weil man sie nicht kaufen kann. Nicht einmal der reichste Mann. Unspektakulär. Kommt sie daher. Die wahre Liebe.

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Interviews, Foto-Lovestories und Informationen rund um unser Sonderthema Liebe auf den nächsten Seiten. C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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INTERVIEW

Liebe

SONDERTHEMA

Liebe und Sex im Alter – ein Interview mit Professor Dr. Michael Vogt, Studiendekan an der Hochschule Coburg, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

Weil der Mensch weit mehr ist, als sein Alter… Liebe und Sex – das ist doch nur was für junge Leute oder? Natürlich nicht! Erotik und Lust enden in keinem Alter. Im Gegenteil: „Wir sind bis zum letzten Atemzug sexuelle Wesen“, sagt Professor Michael Vogt. Vogt, Studiendekan an der Hochschule Coburg, forscht seit 30 Jahren in diesem Themenbereich und bezieht Erfahrungen aus seinem Berufsfeld als Paartherapeut mit ein.

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COBURGER: Professor Vogt, Sie haben vor 30 Jahren, als junger Mann, mit Ihren Forschungen zum Thema Liebe und Sexualität im Alter begonnen. Was war der Auslöser? Vogt: Es gab zwei Initialzündungen: Zum einem war das meine eigene Familiengeschichte. Ich habe die Persönlichkeitsveränderung meines Vaters infolge einer Alzheimererkrankung erlebt. In dieser Zeit prägte meine Mutter als unmittelbar Betroffene das Bild einer „lebendigen Witwe“. Das war der Auslöser, im Themengebiet Demenz, Partnerschaft und Sexualität zu forschen. Zeitgleich habe ich in meiner damaligen Funktion als Paartherapeut und Leiter von 17 Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen im Ruhrgebiet in den 1990er Jahren festgestellt, dass sich nur wenige Menschen über 50 Jahren mit ihren persönlichen Anliegen an Beratungsstellen wandten. Gab es dennoch Begegnungen, konnte ich feststellen, dass es bei ihnen zu dem Thema einen enormen Redebedarf gab, sie aber auf nur wenig Informationen zurückgreifen konnten.

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COBURGER: Um welche Altersgruppe handelt es sich, wenn wir von Liebe und Sex im Alter reden? Vogt: Alle Menschen über 60 Jahre, auch wenn wir drei Gruppen hinsichtlich ihrer Lebenssituation und ihren Bedürfnissen unterscheiden müssen. Einmal sind es die 60 bis 70-Jährigen, die Gruppe der 70-bis 85-Jährigen und die Hochbetagten. Grundsätzlich ist der Mensch bis zum letzten Atemzug ein sexuelles Wesen mit sexuellen Bedürfnissen. COBURGER: Heißt das, Lust und Verlangen bleiben mit dem Älterwerden bestehen? Vogt: Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis, das über die Jahre nicht wegaltert, da das Gehirn als ein primäres Lustorgan seine Funktionsfähigkeit nicht einstellt. War der Mensch schon immer sexuell aktiv, ist es wahrscheinlich, dass er das auch im Alter ist. COBURGER: Wie wichtig ist Sexualität für eine gelingende Partnerschaft?

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Vogt: Die Partnerschaftszufriedenheit ruht auf den Säulen Intimität, Übereinstimmung, Unabhängigkeit und Sexualität. Gerade im Alter unterscheidet die Sexualität, noch konkreter eine Kultur des Erotischen, zu der Liebkosung und naher Körperkontakt zählt, eine Liebesbeziehung von einer eher geschwisterlichen Beziehung oder einer reinen Versorgungsgemeinschaft. Begehren und begehrt werden ermöglicht einen positiven Zugang zum eigenen Körper und Näheerfahrungen in der Partnerschaft. Sexualität ist somit etwas Exklusives, das man in der Regel nur mit dem Partner teilt. COBURGER: Wie können die Partner dazu beitragen, dass die Liebe und Erotik in langen Partnerschaften nicht einschlafen oder langweilig werden? Vogt: Der Schlüssel zu einer gelingenden Paarbeziehung sind die Kommunikation und die Bereitschaft, sich in die Partnerschaft einzubringen. Gerade im Langzeitverlauf verändern sich auch sexuelle Bedürfnisse und Reiz-Reaktionsmuster. Eine berechenbare Routine ist der Feind jeglicher positiven Spannung.

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SONDERTHEMA LIEBE

„Wenn die Kinder aus dem Haus sind und Zeit da ist, gibt es für viele Paare einen Wiedereinstieg in die Sexualität, wenn auch auf eine andere Art als in jungen Jahren. Da Verhütung kein Thema mehr ist, gibt es eine neue Freiheit und eine Unbeschwertheit, die der Beziehung eine neue Qualität geben können.“

Vielmehr geht es darum, sich auch mit altersbedingten Veränderungen selbst und gegenseitig anzunehmen. In einer Paarbeziehung benötigen wir Zeichen der Wertschätzung, da sie das Interesse am anderen widerspiegeln. Haben Menschen das Gefühl, sie seien austauschbar, stellen sie naturgemäß ihre Bereitschaft ein, sich auf den anderen einzulassen. Von daher sind Einfühlungsvermögen, manchmal aber auch Mut gefragt, z.B. wenn ich den Partner frage, wie es ihm mit mir geht. Gerade wenn die äußere Ordnung, z.B. durch die Aufgabe einer Berufstätigkeit, wegfällt, ist es wichtig, trotzdem auf Körperpflege oder Kleidung zu achten – und Gedanken und Gefühle miteinander zu teilen. Eine zugebenermaßen keine selbstverständliche Aufgabe. Auf meiner Homepage www.partnerschaft-alter.de stehen einige von mir in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Themenfeld entwickelten Anregungen zum kostenfreien Herunterladen bereit, um die innere Welt (wieder) zum Klingen zu bringen. Bedeutsam erscheint zudem, dass selbst in scheinbar verfahrenen Beziehungen voller Missverständnisse diese Ebene wieder neu initiiert werden kann, wenn beide Partner bereit sind, neue Wege zu suchen. Hier erlebe ich immer wieder, dass Männer und Frauen der Sexualität eine vollkommen andere Bedeutung zumessen. So versuchen Männer ganz häufig, ihre Nähe zur Partnerin mit Sex auszudrücken, Frauen benötigen hingegen jedoch oft eher Nähe als Grundstimulanz, um sich auf Sexualität einzulassen. Beide suchen jedoch das Gleiche: Exklusivität in der Wahrnehmung durch den Partner. Wenn dieses Missverständnis geklärt werden kann, bekommt die Aussage von George Bernard Shaw eine zukunftsweisende Bedeutung: “Wenn ich achtzig Jahre zählen werde, so wird ein weißes Haar vom Haupte der geliebten Frau mich mehr erzittern machen als der dichteste Zopf des allerschönsten jungen Hauptes“. COBURGER: In welchen Lebensphasen scheitern Beziehungen eigentlich am häufigsten? Vogt: Wir haben es statistisch mit drei großen Scheidungsgipfeln zu tun. Einmal so nach ca. vier Jahren Ehe beziehungsweise nach sieben Jahren Partnerschaft, nach der Silberhochzeit und zunehmend um

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die Goldhochzeit. Man kann sich vorstellen, dass bei einer Scheidung nach 50 Jahren Ehe eine Entwicklung voraus ging, die von Misserfolgen, Kränkungen und wenig wertschätzendem Umgang miteinander geprägt war. Für viele, insbesondere Frauen, stellt die Entscheidung, sich nach einer so langen Zeit zu trennen, die letzte Möglichkeit dar, ihrem Leben nochmals eine andere Richtung zu geben. Mit dem Eintritt in den Ruhestand tritt oft ein spezielles Phänomen auf. Nachdem die lange liegengebliebenen Aufgaben und Vorhaben in den ersten Monaten erledigt sind, machen Partner die Erfahrung, dass sie plötzlich 24 Stunden am Tag zusammen sind, die natürlich gefüllt werden wollen. Mit dieser Ebene haben Paare in der Regel keine Erfahrungen und müssen lernen, gemeinsame und persönliche Bedürfnisse miteinander auszubalancieren. Sonst kann es vorkommen, dass sich z.B. der gerade verrentete Ehemann zuhause nicht willkommen fühlt beziehungsweise – um in diesem Bild zu bleiben – er als „Eindringling“ in einer zuvor geordneten Welt wahrgenommen wird, der die notwendigen Abläufe des Haushalts in Frage stellt. Es ist schon anspruchsvoll, einen Weg zu finden, sich als Partner neu aufeinander einzustellen. COBURGER: Man hört aber auch, dass ab dem 60. Lebensjahr Paare sexuell am aktivsten sind? Vogt: Wenn die Kinder aus dem Haus sind und Zeit da ist, gibt es für viele Paare einen Wiedereinstieg in die Sexualität, wenn auch auf eine andere Art als in jungen Jahren. Da Verhütung kein Thema mehr ist, gibt es eine neue Freiheit und eine Unbeschwertheit, die der Beziehung eine neue Qualität geben können. Es kommt dabei nicht auf die Häufigkeit des sexuellen Kontaktes an, sondern auf die Qualität. Dabei geht es natürlich nicht nur um den Geschlechtsakt, sondern um paarspezifische Formen des Ausdrucks von Begehren und Liebkosung. Sexualität umfasst also weit mehr als Geschlechtsverkehr. Und die Qualität der Beziehung sagt auch etwas darüber aus, ob man bereit ist, später die Pflege des Partners zu übernehmen. COBURGER: Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen – kommt das auch in den fortgeschrittenen Lebensjahren vor?

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INTERVIEW

Foto: Val Thoermer

Vogt: Liebe ist kein Thema von Twens und Teens. Der Mensch ist weit mehr als sein Alter ausmacht und man kann auch im Alter noch den Zauber der Verliebtheit erleben. Gerade auch nach Trennung und Verwitwung und den Online-Kursen für Senioren sei Dank, verlieben sich natürlich auch Menschen im höheren Lebensalter. In meiner Forschung habe ich allerdings feststellen müssen, dass Verliebtheit von älteren Elternteilen allerdings von den erwachsenen Kindern nur begrenzt toleriert wird, wobei man es Männern eher zugesteht als Frauen. Wir erleben hier leider eine Form des Ageismus. Anmerkung: Ageismus beschreibt Altersfeindlichkeit als Form sozialer und ökonomischer Diskriminierung. Die negative Wahrnehmung des Alters und die damit zusammenhängende Stigmatisierung des Alterungsprozesses, des Altseins und der davon betroffenen Gruppe von Menschen führen zu gesellschaftlichen Ausgrenzungsund Diskriminierungspraxen // Quelle: Gender Institut Bremen COBURGER: Stellen Sie bei dem Thema Liebe und Sex im Alter Veränderungen fest in den vergangenen Jahren? Vogt: Es gibt eine zunehmende Befreiung von alten Menschen, die die Kontrolle über ihr eigenes Schicksal übernehmen und aktiv ihr Leben gestalten wollen, anstatt dies passiv zu erdulden. Übrigens: Das älteste Paar, das in meine Beratung kam, war 91 Jahre und 87 Jahre alt. Dies führt zugleich zur Notwendigkeit, sich mit den Bedarfslagen im höheren Lebensalter noch intensiver als zuvor auseinanderzusetzen, damit wir helfen können, die Lebensqualität in einer immer älter werdenden Gesellschaft zu sichern. Derzeit forsche ich an dem Themenfeld „Umgang im Spannungsfeld Sexualität und Demenz“, was schon offenbart, dass wir noch viele neue Wege suchen müssen, mit den sich verändernden individuellen, partnerschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen umzugehen und ältere Menschen ernst zu nehmen. Die Fragen stellte Gabi Arnold.

Professor Michael Vogt hat zahlreiche Publikationen zu dem Themenbereich Partnerschaft im Alter veröffentlicht.

ZU R P E R S O N

Weitere Informationen auf www.partnerschaft-alter.de

Prof. Dr. Michael Vogt Diplom-Pädagoge Diplom-Sozialarbeiter Ehe-, Familien- und Lebensberater (BAG) Supervisor (BAG) Psychotherapeut (HPG) Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut Autor Professor an der Hochschule Coburg Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit

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FOTOSTRECKE

Liebe

SONDERTHEMA

Gemeinsames Glück Wenn zwei Menschen sich gefunden haben, ein gemeinsames Leben leben, zusammen von der Zukunft träumen, sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind, dann sind das die wohl schönsten und tiefsten Momente einer Liebe. Der COBURGER hat sich mit solchen Paaren unterhalten. Ein Fotostrecke von Anke Feuer und Val Thoermer, entstanden auf dem Schlossplatzfest 2019 im Juli.

Sophia Bender (22) aus Friesendorf und Adrian Leistner (25) aus Neuensorg haben sich auf dem Fischfest in Friesendorf kennengelernt. Die Beiden sind seit knapp 3 Jahren ein Paar und wünschen sich eine gemeinsame Wohnung. Liebe ist für sie Vertrauen, Liebe ist Neugier aneinander, sagen die beiden.

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GEMEINSAMES GLÜCK

Constanze (28) und Marco (32) aus Coburg haben sich beim Karneval in ihrer thüringischen Heimat beim Tanzen kennengelernt. Und das schon vor zehn Jahren. Irgendwann möchten sie einmal ein gemeinsames Haus bauen. Liebe bedeutet für beide Geborgenheit, ernste Gespräche, Verständnis, und natürlich viel Spaß und gemeinsame Urlaube.

Franziska (28) und Florian (28) aus Coburg haben sich in der Schule kennengelernt, sind seit 5 Jahren ein Paar und wohnen zusammen. Kinder, Haus und Garten sind ihnen wichtig, der berufliche Erfolg aber auch. Liebe ist für sie der Rückhalt im turbulenten leben.

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SONDERTHEMA LIEBE

Nadja (30) und Max (29) aus Coburg haben sich auf der Arbeit kennengelernt und sind dreieinhalb Jahre zusammen. Am 24. August wollen sie heiraten. Beide verbindet die Sehnsucht nach dem festen Partner als guter Freunde an der Seite, mit dem man das Leben teilen kann. Liebe bedeutet für ihn Vertrauen, Zuneigung, Nähe und Wärme, für sie ist Liebe der Sinn des Lebens.

Claudia (43) und Norbert (45) aus Schweinfurt haben sich in Kerpen kennengelernt, dort hatte sie auf einem Trödelmarkt einen Stand und er hat dort einkauft. Ein Treffen mit nachhaltiger Wirkung: Die beiden sind seit 19 Jahren zusammen, verheiratet und haben zwei Kinder. Liebe bedeutet für sie Treue und sie zeigt sich in vielen Kleinigkeiten im Alltag.

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GEMEINSAMES GLÜCK

Anja (31) und Florian (36) aus Sonneberg haben sich über Bekannte kennengelernt. Seit 7 Monaten sind sie zusammen, ihr fester Plan ist es, eine Familie zu gründen. Liebe bedeutet für sie gegenseitige Unterstützung, Zusammenhalt, Vertrauen und Spaß. Sie zeigen sich ihre Liebe durch viel Zeit, die sie gemeinsam miteinander verbringen, zum Beispiel beim gemeinsamen Kochen.

Tanja (41) und Andreas (46) aus Coburg haben sich im Biergarten kennengelernt. Sind seit 7 Jahren zusammen und verheiratet. Ihre gemeinsamen Pläne sind viele Reisen und vor allem gemeinsam alt zu werden. Ein gemeinsames Haus ist geplant. Liebe ist für sie der vertraute Hafen.

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SONDERTHEMA LIEBE

Nicole (51) und Christian (46) aus Lautertal haben sich im Fitnessstudio kennengelernt und waren schon als Kinder Nachbarn. Seit 11 Jahren sind sie ein Paar, seit 3 Jahren verheiratet. Sie wollen glücklich zusammen alt werden und dabei gesund bleiben. Liebe bedeutet für sie Erfüllung in der Ehe.

Laura (22) und Christopher (28) aus Kronach haben sich auf einer Party kennengelernt. Seit drei Monaten sind sie ein Paar, jetzt planen sie einen gemeinsamen Urlaub. Beide teilt der Wunsch nach einem Partner fürs Leben. Kinder, Haus, Garten, Hund gehören da gerne dazu. Liebe bedeutet für beide Geborgenheit, Vertrauen und Freude.

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GEMEINSAMES GLÜCK

Gil (21) und Thomas (24) aus Coburg haben sich über Freunde bei einer Feier kennengelernt. Seit einem Jahr sind sie ein Paar und wohnen auch schon zusammen. Beide wollen erst beruflich durchstarten und dann eine Familie gründen. Liebe bedeutet für sie, füreinander da zu sein in guten und in schlechten Zeiten.

Karla (19) und Lirim (20) aus Coburg kennen sich seit der Grundschule, sind seit drei Jahren ein Paar und würden gerne gemeinsam nach München ziehen. Das Leben ist mit einem festen Partner einfacher, sagen sie, ein Partner gibt Geborgenheit und Sicherheit. Kinder, Haus, Garten oder Hund sind für sie später mal ein Thema. Liebe ist für sie das wichtigste im Leben.

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Advertorial

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BAUUNTERNEHMUNG OTTO HAUCH

Liebe

SONDERTHEMA

Die Gebäudeflüsterer Es gibt sie, diese besonderen Momente im Leben, im Privaten wie im Beruflichen. Momente, in denen man spürt, dass man Teil etwas Größeren ist. In denen man gefordert ist, mit seiner ganzen Persönlichkeit, seinem ganzen Knowhow, seiner ganzen Leidenschaft. Die Bauunternehmung Otto Hauch aus Coburg lebt zurzeit einen solchen Moment: die Sanierung der klassizistischen Treppenanlage von Schloss Untermerzbach im Kreis Hassberge.

Die Aufgabenstellung klingt auf den ersten Blick nüchtern-mathematisch: 1500 Sandsteine abbauen, reinigen, sanieren, nicht-verwendbare ersetzen und alles wiederaufbauen, die komplette Treppenanlage, Treppenläufe und die Stützmauern von Schloss Untermerzbach. Dahinter aber verbirgt sich weit mehr. „Wenn Du da keine Leidenschaft dafür empfindest, geht das nicht“, sagt Max Beyersdorf, Geschäftsführer der Otto Hauch Bauunternehmung aus Coburg. „Als ich zum ersten Mal vor dieser eindrucksvollen Anlage stand, habe ich gemerkt, das ist etwas Großes.“ Die Geschichte des Gebäudes, die über 250 Jahre, die es schon steht, was es erlebt hat in dieser Zeit, „all das atmet, so etwas macht man nicht oft im Leben.“ Also dachten sich die Spezialisten des Coburger Unternehmens erst einmal hinein in die Arbeitsweise der Baumeister von vor zweihundert Jahren, „wie Gebäudeflüsterer“. „Du versuchst erst einmal, das Bauwerk zu lesen, schaust Dir die Steine an, den Fugenverband, kannst so erkennen, wo haben sie damals angefangen zu bauen, wie sind sie vorgegangen, das ist schon fast ein archäologischer Prozess.“ Es ging darum, die Treppenanlage in diesem Kontext wiederherzustellen, in dem Sinn der damaligen Zeit, Altes also zu bewahren und gleichzeitig zu erneuern. Dazu braucht man viel Knowhow und die Leidenschaft, sich auf die Geschichte einzulassen. Max Beyersdorf erinnert sich an seine Kindheit und Jugend, als die Firma unter seinem Vater und Großvater die Wallmauern der Veste saniert hat. Über 20 Jahre dauerte damals das Projekt, von 1964 bis 1987. Von der Aufgabenstellung her sind die Treppenanlagen von Schloss Untermerzbach ähnlich. Das Projekt wird rückgebaut und jeder Stein nummeriert. Alle werden gereinigt, saniert, gerissene oder beschädigte Steine ersetzt durch sogenannten Postaer Sandstein, Sandstein aus dem Elbsandsteingebirge, der von Farbe und Körnung am besten zum historischen Material passt, derselbe Sandstein, aus dem auch die Dresdner Frauenkirche oder der Berliner Reichstag gebaut sind. Alle Steine werden dann wieder verbaut, „das ist wie ein Puzzle, das man wieder zusammensetzt.“ Allerdings mit einer Stahlbetonkonstruktion dahinter, die den Erddruck zuverlässig aufnehmen kann. „Diese Kombination aus Naturstein und Stahlbeton habe ich schon von meinem Vater mitbekommen, von der Sanierung der Wallmauern an der Veste Coburg.“ Und wie die Mauern der Veste sollen auch die Treppenanlage von Schloss Untermerzbach wieder einige Jahrhunderte Wind und Wetter trotzen, „für solche Zeiträume zu denken und zu arbeiten, das ist schon wirklich etwas Besonderes.“

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SONDERTHEMA LIEBE

Liebe

SONDERTHEMA

Von Anne Klopp

Aus Liebe zur Heimat

Christine Großer ist gebürtige Coburgerin. Vor drei Jahren ist sie nach Seßlach gezogen. Seit zwei Jahren ist sie dort Stadtführerin (Gästeführerin BVGD). Einer ihrer Lieblingsorte: Der Obere Zwinger mit Blick auf die Stadtmauer und Schloss Geyersberg. Der war auch

Es sind nicht nur Zahlen und Fakten, es sind auch gute Rhetorik und ein durchdachtes Konzept, die eine Stadtoder Themenführung zu einem Erlebnis machen. Die Region Coburg als attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld darstellen, sowie die Schönheit und Vielfalt der Natur an die Leute zu bringen, das sind die Aufgaben des „Heimat-Boschafters“. Dafür braucht es qualifizierte Fachleute – auch in Zukunft.

schon Kulisse für so manchen historischen Film. Die Liebe zur Heimat, die Verbundenheit und der Wille, die Region anderen Menschen näher zu bringen – das macht einen sogenannten Heimat-Botschafter aus, wie Christine Großer.

Beispiel Seßlach: Christine Großer (Bildmitte) ist Stadtführerin und Heimatbotschafterin des Coburger Landes.

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Advertorial

HEIMATBOTSCHAFTER Um sich weiterzubilden, wird Großer daher demnächst eine Schulungsreihe für Heimat-Botschafter besuchen. Die Coburg Stadt und Land aktiv GmbH organisiert dieses Angebot im Rahmen des Projektes „Netzwerk Heimat: Region Coburg erleben, gestalten und entwickeln“. An insgesamt 17 Schulungstagen im Zeitraum von Mitte Oktober 2019 bis Ende März 2020 bekommen Interessierte das Handwerk rund um Begleitung und Führung von Gruppen vermittelt. Auch bekommen sie das Fachwissen zu den einzelnen Orten gelernt. Grundlegende Fragen wie, „wo trifft man sich“ oder „wie hört die Gruppe mir interessiert zu“ , werden besprochen. Die Konzeptentwicklung und das Marketing gehören auch zum Lernstoff. Ort der Schulungen ist das Landratsamt Coburg. Die Kosten liegen bei 150 Euro, wobei die Teilnehmer bei bestandener Prüfung 50 Euro zurückerstattet bekommen. Am Ende gibt es ein Zertifikat des Bundesverbands der Gästeführer Deutschlands. Dieses bietet Zugang zu den vielseitigen Vorteilen der Mitgliedschaft beim BVGD.

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„Besonders Spaß macht der Kontakt zu den Menschen, die sich für die Historie von Seßlach interessieren.“

Weiterbildung zum Heimatbotschafter Anmeldung bis Freitag, 23. August 2019 Per Mail: laura.ell@region-coburg.de Per Fax: 09561-514 89 9146

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Gesponserter Beitrag

AUS RESPEKT VOR DEM ANDEREN

Liebe

SONDERTHEMA

FairPlay statt Rosenkrieg

E I N E H EV E RT R AG V E R M E I D ET U N N ÖT I G E N Ä RG E R Auf dem Land wird jede dritte Ehe geschieden, in den Städten sogar jede zweite. Durchschnittlich halten Ehen ca. 14 Jahre lang. Soweit zur Statistik. Die große Liebe allein ist heute keine Garantie mehr für ein gemeinsames Leben. Trennungen arten dagegen immer wieder in einem Rosenkrieg aus. Bettina Lesch-Lasaridis von der Kanzlei Lesch in Coburg empfiehlt daher einen Ehevertrag. „Gerade aus Verantwortung für den Partner sollte man frühzeitig wichtige Fragen zur Gestaltung der gemeinsamen Ehe und für den Fall der Trennung klären, um späteren Ärger zu vermeiden und respektvoll auseinandergehen zu können.“ Der COBURGER hat sich mit der Fachanwältin für Familienrecht unterhalten.

COBURGER: Ist es nicht unromantisch, mit Begründung einer Ehe bzw. Partnerschaft gleich einen Vertrag aufzusetzen? Bettina Lesch-Lasaridis: Ganz im Gegenteil. Zum Start einer gemeinsamen Ehe bzw. Partnerschaft macht es in meinen Augen Sinn, sich über die gemeinsame Zukunft Gedanken zu machen und wichtige Punkte schriftlich in einem Vertrag zu fixieren. Man übernimmt ja mit Eingehung einer solchen rechtlichen Bindung Verantwortung für den anderen. Insofern ist ein solcher Vertrag eher ein Zeichen des gegenseitigen Respekts und Ausdruck, Verantwortung übernehmen zu wollen. Beide Partner machen sich hierdurch klar, wie sie ihr zukünftiges gemeinsames Leben gestalten wollen und was im Falle der Trennung gelten soll. Oft sind es ungeklärte Fragen, die bei einer Trennung bzw. Scheidung einen Rosenkrieg heraufbeschwören. COBURGER: Was sollte man in einem Ehe- bzw. Partnerschaftsvertrag alles regeln? Bettina Lesch-Lasaridis: Das hängt immer von der Lebenssituation der Partner ab und wie sie ihr zukünftiges Leben gestalten wollen. Wichtig sind in erster Linie Fragen zu einem möglichen späteren Unterhalt und vermögensrechtliche Fragen. Hierüber wird im Regelfall am meisten gestritten. Wenn hierüber Klarheit besteht, dann kann man sich auf eine derartige Situation frühzeitig einstellen. Es geht hierbei um Fragen, wie wird das jeweils eingebrachte Vermögen im Falle einer Trennung bzw. Scheidung aufgeteilt? Was soll mit einem Vermögenszugewinn während der Ehe, so z. B. einem Haus, passieren? Welchen Güterstand wollen wir? COBURGER: Kann man auch eventuelle Unterhalts- und Altersvorsorgeregelungen treffen? Bettina Lesch-Lasaridis: Gerade das Thema Unterhalt ist sehr wichtig. Häufig ist es so, dass ein Partner zugunsten der Karriere des anderen zurücksteckt, weil er z. B. die Kinder betreut. Hier sollte man klare Regelungen treffen, wie lange nach einer Trennung

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Foto: Val Thoermer

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bzw. Scheidung Unterhaltszahlungen erfolgen sollen, z. B. bis zu welchem Lebensalter der Kinder. Seit sich das Unterhaltsrecht im Jahr 2008 geändert hat, ist es gerade für Frauen, die Kinder betreut haben und dies auch noch nach der Trennung tun, ein Schock, wenn das Einkommen des anderen wegfällt. Hier kommen finanzielle Existenzängste auf, die wesentlich leichter zu bewältigen sind, wenn dies bereits durch einen Vertrag geregelt ist. Was die Altersvorsorge anbelangt, sieht der Gesetzgeber eine vollständige hälftige Teilung vor. Nichtsdestotrotz ist demjenigen Partner, der seine Berufstätigkeit aufgibt, anzuraten, während der Ehe zusätzlich private Altersvorsorge zu betreiben. COBURGER: Können auch grundsätzliche Fragen der Lebensplanung Teil eines Ehevertrages sein? Bettina Lesch-Lasaridis: Grundsätzlich ja, auch wenn sie im Regelfall nicht rechtsverbindlich sind. Oftmals hängen Einkommens- und Vermögensverhältnisse der beiden Parteien eben von ihrer Lebensplanung ab, sprich ob einer oder beide Karriere machen wollen, ob Kinder gewünscht sind und wer sich dann um sie kümmert. COBURGER: Wie sieht ein idealer Ehevertrag aus? Bettina Lesch-Lasaridis: Lieber kurz und bündig, beschränkt auf die wichtigen Themen, er sollte nicht zu sehr ins Detail gehen, da sonst später Auslegungsprobleme entstehen könnten. Grundsätzlich sollte er in Zusammenarbeit mit einem Fachanwalt/in für Familienrecht erarbeitet und abschließend notariell beurkundet werden. Weitere Informationen: Kanzlei Lesch Judengasse 18a, 96450 Coburg Telefon 09561 / 871443 E-Mail info@kanzlei-lesch.de www.kanzlei-lesch.de

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14,8 Jahre hält das Bündnis fürs Leben in Deutschland durchschnittlich.

Liebe

Im

August Zahlen & Fakten

finden die meisten Paare zusammen

76% der Frauen glauben an die Liebe auf den ersten Blick

74% der Deutschen glauben an die Liebe fürs Leben

44% der Deutschen leben in einer festen Partnerschaft

75% der Deutschen sehen den Valentinstag als rein kommerziellen Festtag an

„Schatz, Schatzi oder Schätzchen“ ist der Deutschen beliebteste Kosename AUSGABE 34 / AUGUST 2019

Die größten Liebesbeweise der Deutschen

1 „Wenn der Partner mich so akzeptiert wie ich bin“ Frauen 79% / Männer 74%

2 „Wenn der Partner sich um mich kümmert, wenn es mir nicht gut geht“ Frauen 74% / Männer 58%

3 „Wenn der Partner mich vor anderen in Schutz nimmt“ Frauen 58% / Männer 42%

4 „Wenn der Partner mich liebevoll in den Arm nimmt“ Frauen 56% / Männer 42%

5 „Wenn der Partner mir sagt, dass er mich liebt“ Frauen 46% / Männer 39%

Liebe in 178 Wörtern Liebe ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen. Dieses Begehren ist als körperliche Liebe eng mit der Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht. Liebe wird von der zeitlich begrenzten Phase der Verliebtheit unterschieden. „Die erste Liebe, sagt man mit Recht, sei die einzige: Denn in der zweiten und durch die zweite geht schon der höchste Sinn der Liebe verloren. Der Begriff des Ewigen und Unendlichen, der sie eigentlich hebt und trägt, ist zerstört, sie erscheint vergänglich wie alles Wiederkehrende“.

Treffer auf Google

Liebe: ca.     429.000.000 Sex: ca. 4.920.000.000 C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHERIN

Dieses Mal: Dr. Brigitte Schäfer-Stöcklein, Mitinhaberin der Tierärztlichen Klinik Lautertal, der größten in der Region mit zwölf angestellten Tierärzten und -ärztinnen und 15 tiermedizinischen Fachangestellten. In diesem Jahr feiert man 10. Geburtstag.

Sind Sie eine Macherin? Ja, das wird von anderen behauptet. Ich habe mich eigentlich nie als Macherin gesehen, aber wenn ich so nachdenke, glaube ich schon, dass ich eine bin. Warum sind Sie eine Macherin? Ich habe gemeinsam mit dem Gründer und Mitinhaber der Klinik Dr. Bernd Wicklein vor zehn Jahren einen großen Neubau der Tierklinik hingestellt, trotz des sozusagen hohen Alters von 50 Jahren. Die Entscheidung haben Dr. Wicklein und ich zusammen getroffen. Das war nur gemeinsam möglich, als Einzelkämpferin hätte ich den Schritt nicht gewagt. Viele in meinem Umfeld waren dennoch fast schon entsetzt, dass ich mir so etwas noch zumute. Der Neubau war aber die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, weil dieser Schritt einfach eine große Bereicherung für mein Leben war. Ich wollte nach vielen Jahren in diesem Beruf weiterkommen, mich weiterentwickeln. Und das ging nur mit einer Erweiterung räumlich und dadurch vor allem auch fachlich. Wir haben jetzt Kollegen, die alle Spezialisten in ihren Bereichen sind, wir haben ein breiteres Angebot, können mehr und neue Fälle diagnostizieren und behandeln. Ich selbst habe gleichzeitig mit dem Klinikneubau nochmal die Schulbank gedrückt, habe den Master of small Animal Science gemacht, die Prüfung zur Fachtierärztin abgelegt, und die Anerkennung der Tierklinik Lautertal als Weiterbildungsstätte erworben. Das sind alles kleine Schritte, um etwas zu machen, etwas aufzubauen. Tierklinik darf sich ja nicht jeder nennen, man braucht genug Räume, Technik, muss 24 Stunden erreichbar sein.

Wie ging es los mit dem Machen? Als Kind habe ich zwar schon gesagt, ich will mal Tierarzt werden, aber eigentlich habe ich damals, wenn ich ehrlich bin, nicht viel dafür getan. Ich war gerne draußen in der Natur, war reiten, spielen, habe eher wenig gelernt. Auch im Studium habe ich gedacht, das geht so weiter, als wir in Biologie Blumen und Frösche untersucht haben draußen im Freien, das hat mir ja auch alles wunderbar gefallen. Irgendwann aber habe ich natürlich gemerkt, dass man schon mehr dafür tun muss, wenn man etwas erreichen möchte, und das habe ich dann auch gemacht. Aber ich bin sicher keine geborene Macherin, bin immer eher spielerisch an die Dinge rangegangen. Was treibt Sie an? Das ist meine Leidenschaft, mein Liebe, mein Interesse an diesem Beruf. Das treibt mich an. Und die tolle Arbeit in unserem Team. Ist die Region Coburg ein guter Standort für Macher? Eigentlich schon, wir haben ja ein großes Einzugsgebiet. Das Problem aber ist, Fachkräfte zu gewinnen, also Tierärzte. Wer noch nie von Coburg gehört hat, will hier nicht hin, bewirbt sich auch nicht. Wer dann mal da war, findet es schon viel besser. Außerdem sind nur noch wenige Tierärzte und -ärztinnen bereit, sich auch in der Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen um die Gesundheit der Tiere und die Sorgen der Besitzer zu kümmern. Die Work-Life-Balance findet immer mehr Beachtung. Aber Notfälle passieren nun mal auch nachts!

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.


IM PORTRAIT Von Wolfram Hegen Fotos: Val Thoermer

DER NEU-COBURGER A U T O R C H R I ST I A N S E LT M A N N

Am Anfang hätten ihn alle gewarnt vor Coburg, da sei ja nicht viel los, so Autor Christian Seltmann, Geburts-Lüdenscheider, Langzeit-Berliner, seit etwa zwei Jahren Neu-Coburger, noch keine lange Zeit, genug aber, um Coburg – trotz aller Warnungen – liebgeworden zu haben, der erste Eindruck beim Treffen zum Interview mag symbolisch dafür sein, wie er da sitzt im Cafe Feiler am Theaterplatz, wie im eigenen Wohnzimmer, als ob er nie woanders gesessen hätte, er schreibt ja dort auch oft an seinen Kinderbüchern, und als während unseres Gesprächs auch noch seine Tochter aus der Schule kommt und sich zu uns gesellt, weiß man: Seltmann ist angekommen .

Sein Lebenslauf nämlich hatte bis dahin nicht viele Konstanten, außer vielleicht die zwanzig Jahre in Berlin, eine lange Zeit, und außer vielleicht, nein nicht vielleicht, ganz sicher vielmehr, die Liebe zum Schreiben. Die nämlich hat er schon als Kind, „ich wollte immer schreiben“, er hat Spaß an Sprache, am Erfinden von Geschichten, am Erzählen. Bis aus dieser jugendlichen Leidenschaft aber ein Beruf wird, von dem er heute gut leben, seine vierköpfige Familie ernähren kann, dauert es ein paar Jahrzehnte. „Wenn man das arbeitet, was einem Freude macht, wofür man Leidenschaft hat, wird man irgendwann seinen Platz finden, sein Auskommen auch“, sagt er heute rückblickend, wissend, dass der Weg bis dorthin nicht immer einfach war. Er studiert Geschichte, Germanistik und Philosophie in Bochum. „Eigentlich war das Studium Quatsch“, sagt er, „weil man schreiben nicht lernen

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kann.“ Das Leben aber lernt er kennen: Er fährt Krankenwagen, liefert Matratzen aus, arbeitet als Fremdenführer. „Das sind schon wichtige Erfahrungen, sonst hat man ja auch nix zu erzählen.“ Angst hat er auf jeden Fall nicht vor der Zukunft, immer gehen Türen auf: Radiomoderator, Dramaturg, Lektor, TV-Redakteur. Bei einer Zeichentrickfirma arbeitet er als Entwicklungsleiter. „Da war ich mittendrin im Medientrubel.“ Doch Anfang der 2000-er Jahre steigt er aus, wird freier Drehbuch-Autor fürs Kinderfernsehen. Während der ganzen Jahre schreibt er, „Stapel voll unveröffentlichter Werke“, und wünscht sich, dass eine vielleicht doch noch bald verlegt wird: Sie handelt von seinem Großvater und ihm. Der Opa arbeitet als Hausmeister in einer Schule, der kleine Christian hält sich nachmittags oft dort auf. In seiner Geschichte „Der Nachmittagskönig“ erzählt er die-


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IM PORTRAIT

se Story über die Kriegserfahrungen seines Großvaters, die immer wieder in die nachmittägliche Idylle einbrechen, „ein bisschen experimentell ist die Geschichte“, die er jetzt ein wenig umgeschrieben hat und einen neuen Anlauf wagt bei einem kleinen Verlag. Das hat er immer getan, seine Geschichten anbieten, an Verlage schicken, immer den Traumberuf Buchautor vor Augen. „Und irgendwann hat das dann geklappt.“ Da ist er schon 40 und „ich habe mir schon die Frage gestellt, ob das noch funktioniert.“ Das Kinderfernsehen ist damals in der Krise, das Schreiben für Kinder aber liegt ihm und so schreibt er seitdem vor allem Bücher für Kinder, die gerade

lesen lernen, für Fünf- bis Zehnjährige, „das zwingt einen zur Genauigkeit, zu kurzen Sätzen.“ Viele Erstlesebücher entstehen, von „Mira, Oskar und die Buchstaben-Magie“ bis zu „Kleiner Ritter, Kurz von Knapp“, Vorlesebücher, Kinderromane. An zwei bis drei Kinderbüchern arbeitet er parallel, dazu an einer Dystopie, einem Jugendroman, wie Kinder sich in Insekten verwandeln, „das ist schon eine Gratwanderung“, sagt er. Hilfe sind ihm dabei seine Kinder, seine neunjährige Tochter Lotte ist sein schärfster Kritiker, mit dem fünfjährigen Sohn macht er Ideentests, ob Witze funktionieren, ob Inhalte rüberkommen. Auch an der Grundschule seiner Tochter arbeitet er mit Kin-

Interviewtermin in Seltmanns "Schreibstube" am Theaterplatz in Coburg

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CHRISTIAN SELTMANN

– Christian Seltmann über Coburg

dern, bezieht diese mit ein in seine Tätigkeit, beide Seiten profitieren davon. „Das ist schon eine tolle Sache, da haben wir ein ganz enges Verhältnis aufgebaut.“ Vielleicht ist er auch deswegen so schnell angekommen in Coburg, der Langzeit-Berliner, der sich auf einer Lesereise bei der Buchhandlung Riemann im Jahr 2016 in Coburg verguckt hat. Seine Frau und er hatten ohnehin mit einem Ortswechsel nach Franken geliebäugelt. Bei 60 bis 80 Lesereisen im Jahr ist man mittendrin in Deutschland, sein Verlag ist im nahen Würzburg, auch die unterfränkische Metropole wäre daher als Lebensmittelpunkt in Frage gekommen. Es wird aber Coburg. „Das ist doch eine tolle Stadt“, schwärmt er über das kulturelle Angebot, das im Vergleich zu anderen Städten dieser Größe einmalig sei, über die luxuriöse Arbeitsplatzsituation („am Anfang habe ich immer die aktuellen Arbeitslosenzahlen nach Berlin geschickt“), über die Vielfalt („durch die vielen Unternehmen hier vor

Ort sind so viele Menschen aus der ganzen Welt in Coburg, das ist alles andere als provinziell“), über die Kinderbetreuungs- und schulischen Einrichtungen („dass hier Kinder mit Sammeltaxis zur Schule gefahren werden können, glaubt mir in Berlin auch keiner“), die Freizeiteinrichtungen („glaubt mir auch keiner, dass es hier ein beheiztes Wellenbad gibt – draußen“) und auch die fränkische Küche hat es ihm angetan. „Currywurst war eh noch nie so meins.“ Selbst für seinen Beruf, das Schreiben, ist Coburg ein guter Standort. „Berlin ist so eine spezielle Stadt, die hat mit dem Alltag der meisten Menschen im Land nicht viel zu tun.“ Momentan also „taugt es mir in Coburg“, taugt ihm sein Leben, das wohl konstant ist wie selten zuvor. „Mir ist nicht bange vor der Zukunft, es gibt meiner Meinung nach keine Buch- oder Lesekrise. Gelesen wird immer. Bücher sind etwas Einzigartiges, dieses Hineingucken in den Kopf von jemandem, den ich nicht kenne.“

Christian Seltmann, geboren am 21. Juni 1968 in Lüdenscheid. Kinderbuchautor. Seit 2017 mit Familie wohnhaft in Coburg. Seine Bücher sind erschienen im Arena-Verlag Würzburg. Mehr zu seiner Person, seinen Büchern und seinem Workshop-Angebot unter www.christian-seltmann.net.

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Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …

CoburgsBeste COBURGS BESTE ist die neue Reihe im COBURGER – seit Ende 2018. COBURGS BESTE ist das Label für die besten Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen. 54

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Advertorial

COBURGS BESTE

Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:

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Innovation Tradition Ausbildung Engagement

Quer über alle Branchen, ob Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER als COBURGS BESTE zu präsentieren. In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER mit einem Team bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Abbildung des gegenwärtigen Zustands, sondern die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen es tragen. Am Ende steht eine ganz andere Unternehmenspräsentation, vier Seiten individuell gestaltet, optisch, inhaltlich, emotional. Das waren bisher COBURGS BESTE: Ausgabe 30: Dezember 2018

Ausgabe 31: Februar 2019

Ausgabe 32: April 2019

Ausgabe 33: Juni 2019

COBURGS BESTE in dieser Ausgabe sind:

Und in den nächsten Ausgaben können Sie sich schon jetzt auf viele ganz besondere Geschichten ganz besonderer Unternehmen aus der Region freuen. Diese Firmen nämlich sind 2019 auf jeden Fall COBURGS BESTE:

®

Darüber hinaus viele weitere Topunternehmen. COBURGS BESTE. NUR IM COBURGER.

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CoburgsBeste

SÜC & CEB

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Was wäre, wenn SÜC und CEB nicht wären Dämmerlicht und Berge von Abfall – Am Morgen klingelt der Radiowecker, das Licht geht an, in der Dusche läuft warmes Wasser, der Müll wird entsorgt, mit dem Bus geht es zur Arbeit, in der Firma laufen die Maschinen, abends dreht man eine Runde im Schwimmbad. Notwendigkeiten, Selbstverständlichkeiten, Annehmlichkeiten, die SÜC und CEB möglich machen. Die Städtischen Werke Überlandwerke Coburg und der Coburger Entsorgungs- und Baubetrieb sind Partner der Menschen und Unternehmen in der Region, und das Tag für Tag, Stunde für Stunde, in jeder Minute. Die SÜC ist der regionale Dienstleister für die Versorgung der Coburger Bevölkerung mit Strom und mit Erdgas. Außerdem betreibt sie ein Fernwärmenetz von gut 22 Kilometern. Die Wärme für dieses Netz produziert die SÜC auch selbst auf dem Werksgelände beziehungsweise bezieht sie aus dem Müllheizkraftwerk. „So können weite Teile Coburgs heute bereits zu 100 Prozent mit klimaneutraler Fernwärme versorgt werden“ sagt Geschäftsführer Wilhelm Austen. Die SÜC versorgt die Region auch mit dem wichtigsten Element überhaupt: mit Trinkwasser. SÜC-Kunden beziehen das Wasser aus dem Wasserwerk in Coburg-Cortendorf. Dort eingespeist wird es aus den Tiefbrunnen in den Gewinnungsgebieten Fischbach/ Mittelberg sowie Mönchröden. Dadurch sind weder chemische Zusätze noch Desinfektionsmittel nötig – Wasser in bester reiner Qualität. Die SÜC kümmert sich auch um die Mobilität in der Region: Über dreißig Busse verbinden die Stadtteile mit der Innenstadt. Sie transportieren täglich mehr als 13.000 Menschen und entlasten damit Straßen und Umwelt. Ein Anrufsammeltaxi (AST) ergänzt dieses Angebot. Mit Ladesäulen für Elektroautos trägt die

SÜC ihren Teil zur Energiewende bei. Und auch im Netz ist man in der Region gut unterwegs: Vorausschauend hat die SÜC ihre Geschäftszweige ausgebaut und mit der süc//dacor GmbH den Glasfaserausbau in der Region kontinuierlich vorangebracht. „Mit Hilfe von Förderprogrammen sind auch entlegene Grundstücke an das schnelle Internet angeschlossen.“ Die SÜC versorgt, Partner CEB entsorgt. Die Müllabfuhr fährt Tag für Tag durch die Stadt, im Wertstoffhof liefern die Bürger der Stadt Coburg ihre Wert- und Reststoffe aus dem Haushalt und dem Kleingewerbe an, und auch für saubere Straßen, Wege und Plätze sorgt der Entsorgungsfachbetrieb CEB. Besonders nach Festen und Großereignissen ist der Einsatz der Reinigungsflotte und ihres Maschinenparks gefragt. Sie beseitigen schnell und zuverlässig alle Spuren, damit sich die Coburger und ihre Gäste in der Stadt wohlfühlen. Das ist es, was SÜC und CEB ausmacht: Die Nähe zu den Menschen vor Ort. „Im Mittelpunkt unseres Handelns steht immer der Kunde“, so Wilhelm Austen. So ist es auch selbstverständlich, dass Verträge nicht nur bequem online gebucht und verwaltet,

„Die Nähe zum Kunden ist uns wichtig.“ Wilhelm Austen, Geschäftsführer

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CoburgsBeste s­ondern auch persönlich abgewickelt werden können. Im Kundeninformationszentrum „InfoCenter am Theaterplatz“ stehen Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Verfügung. „Vor allem ältere Bürger schätzen diesen Service,“ weiß Austen. Und sie machen das alles möglich: rund 430 Mitarbeiter bei der SÜC, 180 beim CEB. „Diese Mitarbeiter sind unser Potential“. Die SÜC und der CEB sind damit weit mehr als ein Dienstleister: Sie schaffen Arbeitsplätze in der Region, sie bilden aus, zum Beispiel in Berufen wie IT-System-Elektroniker, Elektroniker für Betriebstechnik oder Straßenwärter, sie engagieren sich gesellschaftlich, wie beim „Tag der guten Tat“, als SÜC- und CEB-Azubis gemeinsam mit Azubis anderer Unternehmen zu einer Müllsammelaktion aufgerufen und aufgeräumt haben. SÜC und CEB – gut, dass es beide gibt.

I m Ko mmun alunte sor­ g u ng s rne 1. Janu - und Bau hmen Cobu betrieb ar 2 0 0 rger E 5 nt Abfalle ntsorg die Abwasse sind seit d ­ u ng u em rbeseit sowie n ig ung, d die der Ba St die u und Brück en un Unterh raßenreinig d u ng alt vo zu sa m G e wä s n menge sern d er Sta Straßen, men­ fassun fasst. Diese d t Cob g ha st r u k t u rg Dienst urelle wege v t Leitungs Zusam ebenen erkürz A rbeit ­ t, G sp re funktio rozesse opti emeinkoste duziert, m n n schäft en zusamm iert und Qu gesenkt, ig t de erschn e n g e f ü h r t. r CE B itts­ Einen Zur r g nehme roßen Stel und 180 M zeit belen ns it eigene führung nim wert in d arbeiter. n Nach er Un m t d ie t w uchs k räften Ausbildung er­ von ein.

COBURGS BESTE

Die Werkskapelle der SÜC Coburg

Begonnen hat die Geschichte im Jahr 1951. Damals spielte ein Quartett bei einer Feier. Das kam so gut an, dass in der Folge Kollegen aus anderen Abteilungen zu Schlagzeug und Kontrabass griffen und ein Flügel und Notenblätter angeschafft wurden. Ein Jahr später, im Mai 1952, wurde anlässlich eines Betriebsausflugs der Grundstein für die Werkskapelle gelegt. Bis heute treffen sich musikbegeisterte, aktive und ehemalige „SÜC-ler“ zur Probe alle 14 Tage in ihrer Freizeit. Unterhaltungsmusik, aber auch Werke der Klassik und Marschmusik mit einer gehörigen Portion BigbandSound gehören damals wie heute zum Repertoire der Werkskapelle. Die Musiker beherrschen über 350 Stücke der verschiedenen Stilrichtungen. „Uns verbindet die gemeinsame Freude am Musizieren“, sagt der Leiter Jürgen Zimmerlein. Bei Schaufel­ festen, Weihnachtsfeiern und bei Betriebsfesten aller Art spielt die SÜC-Werkskapelle auf. Auch bei Geburtstagen von Kollegen sind Musiker mit von der Partie. Darüber hinaus treten sie auch in Alten­ heimen und bei Veranstaltungen der Stadt Coburg auf. Die Gründer waren Georg Hacker als Kapell­ meister sowie Ernst Bauer, Werner Schulz und Eberhard Moser. Bis zu 17 Musiker brachte die SÜC Werkskapelle auf die Bühne.

Die Städtische W erke Überlandwerk e Coburg GmbH (SÜC) hat ihren Ursprung in der 18 54 vor Or t gegr ünde ten Gasfabr ik. Heut e bietet die SÜC im nordwestlichen Ob er fra nken bis nach Thür ingen eine Ve rsorg ung mit Energ ie, Wasser sowie Gl aser faserausbau mi t schnellem Inter ne t und E-Ladesäulen an. Rund 60.00 0 Ha usha lte und 1.0 00 Gewerbek unden vertrauen der SÜ C. Rund 430 M ita rbeit er br ingen ihr bran chenspezifisches Know-how in da s Unter nehmen ein.

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SÜC & CEB

Dana Witt ist eine von fünf Frauen, die in den Stadtbussen hinter dem Lenkrad sitzen: „In Coburg sind 77 Männer und fünf Frauen hinter dem Steuer mit den Stadtbussen unterwegs. Ich fahre seit dem Jahr 2015 Linienbusse und habe mir damit meinen Berufswunsch erfüllt. Mein Vater war Busfahrer, mein Onkel und auch mein Cousin, und da dachte ich mir schon zu Schulzeiten, dass ich auch einmal so ein Teil fahren möchten. Besonders gefällt mir, dass jeder Tag anders und abwechslungsreich ist.“

Sarah Fischer leitet die SÜC-Abteilung Elektrizität Bau/Betrieb mit 60 Mitarbeitern: „Nach dem Abitur haben ich mich zunächst orientiert und schließlich für ein Studium der Elektrotechnik entschieden. Nach dem Studium habe ich bei der SÜC meinen Arbeitsplatz gefunden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist meinem Arbeitgeber selbstverständlich. Dank der Elternzeit für Ehepaare kann ich meinen Beruf und meine Familie mit zwei Kindern ohne Probleme unter einen Hut bringen.“

Antonia Duffek ist Auszubildende im Beruf der Straßenwärterin beim CEB: „Ich habe nach der Schule in verschiedene Ausbildungsberufe hinein geschnuppert und Praktika absolviert und dabei festgestellt, dass ich eher der technische Typ bin. Schließlich habe ich mich beim CEB beworben und den richtigen Beruf gefunden. Mein Berufsbild finde ich sehr interessant und vielseitig. Es umfasst den Winterdienst, die Baustellenabsicherung, den Straßenunterhalt sowie die Montage von Verkehrsschildern aller Art.“

Michaela Jörg ist die Chefin des Klärwerks und verantwortlich für die Reinigung des Abwassers in Coburg: „Ich leite seit Oktober 2016 das Klärwerk im Süden der Stadt. Während in den Laboren viele Frauen tätig sind, gibt es bislang nur wenig Frauen in leitenden Positionen. In der Region habe ich gerade mal drei Kolleginnen. Möglicherweise liegt das daran, dass in den Klärwerken klassische männliche Handwerksberufe vertreten sind: Schlosser, Elektriker und Installateure. Da wir 13 Mitarbeiter uns schon lange kennen, ist die Atmosphäre bei uns im Klärwerk sehr familiär und der Umgang miteinander ehrlich und kooperativ.“

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Schnelles Internet für die Region. Verfügbarkeitsabfrage unter www.dacor.de

Kontakt Shop Coburg Schillerplatz 1 96450 Coburg

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Öffnungszeiten Telefon: (09561) 97621-0 E-Mail: vertrieb@dacor.de web: www.dacor.de

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Mo - Do: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr Fr: 8:30 Uhr - 14:00 Uhr AUSGABE 34 / AUGUST 2019


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ABKÜHLUNG GEFÄLLIG ?

WIE SIE EINE KLIMAANLAGE VON DER STEUER ABSETZEN Die Temperaturen erreichen derzeit neue Höchstwerte. So mancher wünscht sich dabei sicherlich nichts lieber als eine leistungsstarke Klimaanlage, um tagsüber entspannt arbeiten oder auch nachts gut schlafen zu können. Unter welchen Voraussetzungen eine Klimaanlage von Steuer abgesetzt werden kann, hat der COBURGER bei RA/StB Thomas Bittorf von tb.legal nachgefragt.

Coburger: Die Klimaanlage steuerlich geltend machen – geht das wirklich? Thomas Bittorf: Steuerlich ohne Probleme absetzbar sind mobile Klimaanlagen, wenn sie Gewerbebetriebe oder Freiberufler zum Beispiel für das Büro erwerben. Sie können je nach Preis entweder sofort (bis 800 € netto Anschaffungskosten) als Betriebsausgaben oder über fünf Jahre (bei Anschaffungskosten bis 1.000 € netto) abgeschrieben werden. Teurere Anlagen werden grundsätzlich über 11 Jahre abgeschrieben. Kleinere Unternehmen können bei Anschaffungskosten bis 1.333 € netto durch Kombination zweier Steuervorschriften (§ 7g und § 6 Abs. 2 EStG) eine vollständige Abschreibung innerhalb 2 Jahren erreichen. Coburger: Können auch Vermieter diese Vorteile nutzen und ihren Mietern so eine Abkühlung zukommen lassen? Thomas Bittorf: Für mobile Anlagen im unteren Preissektor bis 1000 € netto gilt das gleiche. Wenn ein Vermieter jedoch eine festinstallierte Klimaanlage nachträglich in eine Wohnung oder ein gewerblich vermietetes Gebäude einbauen läßt, so stellen diese Kosten nach der Rechtssprechung nachträgliche Herstellungskosten des Gebäudes dar.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

Damit sind die Anschaffungskosten zwar abzugsfähig. Sie können aber nicht sofort geltend gemacht werden, sondern müssen über die Nutzungsdauer des Gebäudes, in der Regel also 50 Jahre oder die geringere Restnutzungsdauer abgeschrieben werden. Hingegen sind Reparaturkosten bereits bestehender Anlagen sofort als Erhaltungsaufwand abzugsfähig. Coburger: Und ist eine Absetzung auch im eigenen Haus oder der Wohnung möglich? Thomas Bittorf: Zuhause können die Anschaffungskosten einer mobilen Klimaanlage nur dann als Werbungskosten abgesetzt werden, wenn diese ein Arbeitszimmer kühlt. Dazu müssen Sie von Zuhause aus arbeiten und ein Homeoffice haben oder selbstständig sein und Ihre Arbeit aus Ihrem heimischen Büro erledigen. Zu beachten ist, dass das häusliche Arbeitszimmer nur in einem geringen Umfang privat genutzt werden darf, maximal 10%. Kann man kein Arbeitszimmer steuerlich geltend machen oder wird das ganze Haus durch die neue Anlage gekühlt, können die eigentlichen Anschaffungskosten nicht geltend gemacht werden. Möglich ist jedoch, die unter Umständen anfallenden Einbaukosten in Form der Handwerkerleistungen nach § 35a EStG von der Steuer abzusetzen. Damit lassen sich immerhin 20 Prozent der Kosten für die fachmännische Installation und die Wartung abziehen, und zwar direkt von der jährlichen Einkommensteuer, beschränkt auf einen Höchstbetrag von 1.200 € im Jahr. Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Rechnung mit dem ausgewiesenen Lohnanteil. Coburger: Herzlichen Dank für das Gespräch!

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CONNECT

Erfolgsfaktor Achtsamkeit

Die Personalentwicklung

Der COBURGER im Gespräch mit Anne Tränkner. Die Bereichsleiterin Bildung / Projektmanagement bei connect Neustadt ist ab-c® zertifizierte Beraterin und Systemischer Coach.

Perspektive Mensch

COBURGER: Das einzig Beständige ist die Veränderung. Was sind Erfolgsfaktoren erfolgreicher Teams in der heutigen Arbeitswelt? Anne Tränkner: Entwicklungen brauchen klare Prozesse und Strukturen, Klarheit in Führung und Kommunikation, gesunde, kompetente und motivierte Mitarbeiter. Das sind keine Selbstläufer. Strategische und alltägliche Personalarbeit sind gefragt, Arbeit, die die Mitarbeiter mitnimmt, Ressourcen und Talente bewusst einsetzt und die Balance von Arbeitsanforderungen und individuellen Möglichkeiten im Fokus hat. COBURGER: Wie kann diese strategisch sehr komplexe und­ anspruchsvolle Aufgabe in der Unternehmens- und Personalentwicklung gemeistert werden? Anne Tränkner: Mit zertifizierten TrainerInnen führt connect das Arbeitsbewältigungs-Coaching (ab-c®) in den Unternehmen durch. Dabei erfolgt ein strategischer Abgleich der Ressourcen und Potentiale der Mitarbeiter mit den anstehenden und zu erwartenden Herausforderungen des Marktes und der Entwicklungen im Unternehmen. Achtsamkeit und Innehalten ist bei Themen wie z.B. schnellem Unternehmenswachstum, Generationswechsel, Spezialisierung, Änderung der Einsatzbereiche und zunehmende Digitalisierung gefragt. Das Arbeitsbewältigungs-Coaching erfasst den Ist-Stand, ermittelt die aktuelle Arbeitsbewältigung der einzelnen MitarbeiterInnen und des Unternehmens insgesamt, erfasst Mitarbeiterideen, Expertisen, Wünsche, Lösungsvorschläge und Antworten auf Fragen: Wie werden die Kundenaufträge erfüllt? Wie wird die Arbeit geschafft? Wie rund laufen die Prozesse? Wo ist Sand im Getriebe?

connect Neustadt GmbH & Co.KG Arnoldplatz 2 96465 Neustadt b. Coburg Telefon: 09568 8967 114 Fax: 09568 8967 169 E-Mail: at@connect-neustadt.de Internet: www.connect-neustadt.de

Das Thermometer wird quasi ins Unternehmen gehalten und auf dieser Basis wird die Maßnahmen-Matrix erarbeitet, terminiert und umgesetzt. Engagierte und kreative Mitarbeiter sind überall gefragt – aber nicht leicht zu finden oder zu halten. Achtsame Personalarbeit verbindet! COBURGER: Welche Rolle spielt die Altersstruktur in Team? Anne Tränkner: Die Ergebnisse des Arbeitsbewältigungs-Coachings und der Workshops werden mit dem speziell entwickelten Tool „Lebensuhr Unternehmen“ verschränkt. Dabei wird die Mitarbeiterstruktur wie auch die Altersdynamik im Unternehmen mit der Lebensuhr visualisiert und mit dem „Personalentwicklungs-Ressourcen-Lebensphasenmodell“ analysiert. Es zeigt sich, wie sicher Unternehmen und Mitarbeitermannschaft in der Gegenwart aufgestellt sind und welche Schritte in Zukunft getan werden müssen. COBURGER: Welchen Gewinn haben daraus Mitarbeitende und Unternehmen? Anne Tränkner: Unternehmen schaffen mit diesen Tools Rahmenbedingungen, die die Mitarbeiter-Entwicklung im Einklang mit den Herausforderungen des Marktes und des Lebensalltags fördern. Stabile und motivierte Teams liefern gute Ergebnisse. Eine präventive alters- und alternsgerechte Arbeits- und Organisationsgestaltung erhält die Leistungsfähigkeit und Motivation – diese Resilienz ist betriebswirtschaftlich messbar. Das Arbeitsbewältigungs-Coaching initiiert und verbindet die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden mit der Verantwortung des Unternehmens als Arbeitgeber.

Kontakt und weiterführenden Info: Anne Tränkner

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UV-Strahlung ist tagsüber immer vorhanden. Das ganze Jahr über, zu jeder Tageszeit, im Winter wie im Sommer, bei Sonnenschein und sogar bei bedecktem Himmel kann die UV-Belastung in Bodennähe immer noch 70-75 % erreichen. Einerseits hat UV-Strahlung eine Reihe positiver Effekte für die menschliche Gesundheit, wie etwa die Anregung der Vitamin-D-Produktion in der Haut. Zudem stimuliert sie die Melaninbildung, eine körpereigene Schutzfunktion vor Sonnenbrand, die die Bräunung der Haut hervorruft. Andererseits kann UV-Strahlung, wenn Ihre ungeschützte Haut über einen längeren Zeitraum dieser ausgesetzt ist, zu Schäden wie vorzeitiger Hautalterung, Faltenbildung und in schweren Fällen sogar zu Hautkrebs führen. Die UV-Belastung begünstigt auch negative Veränderungen Ihrer Augen, wie beschleunigte Katarakt-Bildung (Grauer Star), Makuladegeneration (Veränderung der Netzhaut an der Stelle des schärfsten Sehens) oder „Sonnenbrand“ der Horn- und Bindehaut. Ein Schutz vor schädlicher UV-Strahlung wird bis zu 400 Nanometer empfohlen. Aus diesem Grund stattet ZEISS alle klaren Kunststoffgläser mit der UVProtect Technologie aus. Diese absorbiert schädliche UV-Strahlen bis zu 400 Nanometer. Damit bieten jetzt klare „AlltagsBrillengläser“ den gleichen UV-Schutz wie hochwertige Sonnenschutzgläser.

Die Gesundheit der Augen ist zu wichtig, um sie aufs Spiel zu setzen. Schützen Sie auch die Augen Ihres Kindes vor UV-Strahlung. Kinder haben eine höhere UV-Belastung – sie verbringen durchschnittlich 3x so viel Zeit im Freien wie Erwachsene. Die noch durchlässigeren Augenlinsen von Kindern lassen 10x mehr UV-Strahlung eindringen. Unsere Empfehlung: ZEISS UVProtect Brillengläser mit vollem UV-Schutz bis zu 400 Nanometer.

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Die Verantwortung von Unternehmern für die Arbeitssicherheit Es war ein Unfall mit tragischen Folgen: Ein Auszubildender gerät in eine Maschine. Im Krankenhaus stirbt er an seinen schweren Verletzungen. Am Ende werden die beiden Firmenchefs wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung und zu einer Geldauflage von 100.000 Euro verurteilt. Sie hatten den Abbau einer Lichtschranke an der Maschine angeordnet, um Kosten zu sparen! Ein klarer Verstoß gegen geltende Vorschriften und Regeln in der Arbeitsplatzgestaltung auf Kosten der Mitarbeiter/innen. Oder ein Fall aus Süddeutschland: Ein mit 500 Kilogramm Stahl beladenes Flurförderzeug war ins Kippen geraten und hatte einen 42-jährigen Mann unter sich begraben. Der Arbeiter war sofort tot. Auch hier wurde der Geschäftsführer des Betriebs wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Es hatte im Unternehmen neun Jahre lang keine Unterweisung für den Umgang mit Flurförderfahrzeugen gegeben. Ein klarer Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz – mit fatalen Folgen.

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Arbeitssicherheit

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FVG – ARBEITSSICHERHEIT Zwei von vielen Beispielen, wie Arbeitgeber, wie Unternehmer und Geschäftsführer zur Verantwortung gezogen werden können, wenn sie ihren gesetzlichen Verpflichtungen in Sachen Arbeitssicherheit nicht nachkommen oder sie grob fahrlässig bis vorsätzlich verletzen. Unternehmen sind verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit zu ergreifen. Das besagt unter anderem das Arbeitsschutzgesetz sowie weitere Gesetze, Verordnungen und Regelwerke. Tun sie das nicht, drohen empfindliche Strafen.

r arbeite t i M inem e b a n eine e m h Schon e ntern U heit r n i e e h c s i s s s mu Arbeit r u f t af . Fachkr stellen

Damit es gar nicht erst soweit kommt, bietet die FVG mbH in Sonneberg die Unterstützung als beratende externe Fachkraft für Arbeitssicherheit an. Die Dienstleistung umfasst unter anderem: Stellung der Fachkraft für Arbeitssicherheit Beratung des Unternehmers und der Führungskräfte im Arbeitsschutz Planung, Umsetzung und Kontrolle der Arbeitssicherheitsorganisation Analyse von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie bei Vorsorgemaßnahmen Unterweisung Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutz, Beratung in Brandgefährdung und Brandschutz, Beratungen bei der Umsetzung von Arbeitsschutzmanagementsystemen Das Unternehmen, ein Partnerbetrieb der Firma Diez Fördertechnik und Systeme GmbH aus Sonneberg, kann auf eine 15-jährige Erfahrung als der führende Schulungsbetrieb in der Flurfördertechnik zurückgreifen. So bietet man neben den Schulungen und Unterweisungen für Gabelstaplerfahrer, Kranführer, Erdbaumaschinen,- Hubarbeitsbühnen,- und Teleskopladerbediener eben auch die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten oder zum Brandschutz- und Evakuierungshelfer/in an. Vorsorge in Sachen Arbeitssicherheit ist besser, als die Gesundheit der Mitarbeiter aufs Spiel zu setzen und sich damit im schlimmsten Fall sogar strafbar zu machen. Agieren statt reagieren.

Cindy Diez-Zien Geschäftsführerin

Lisa Gundermann Office

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Automatisierungen AUSGABE 34 / AUGUST 2019


FRISCHECENTER WAGNER

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Jeden Tag landen Unmengen an Essen im Müll. Gerade auch im Lebensmitteleinzelhandel. Der Frischecenter Wagner bietet jetzt eine neue Möglichkeit an, weniger Nahrungsmittel zu verschwenden.

Die Wundertüte

Ab sofort auf der Lauterer Höhe erhältlich:

Essen wird überall entlang der Wertschöpfungskette verschwendet - vom Acker bis zur Gabel. Und dabei wird nicht nur das Essen vernichtet, sondern viele, viele Ressourcen, die bei der Produktion des Essens verbraucht wurden, sei es Wasser, Boden oder Arbeitskraft. Diese Verschwendung ist schlecht für die Umwelt. Ein Beispiel: Mit jedem Kilo nicht verzehrten Brots werden 1000 Liter Wasser verschwendet. Und die globale Lebensmittelverschwendung ist für 8% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit der neuen Too-Good-To-Go-App von Edeka Wagner kann jeder ein Stück dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel sinnlos vernichtet werden: Über die App nämlich kann man seine eigene „Wundertüte“ bestellen: Unverkauftes Essen. So entsteht eine Win-Win-Win-Situation: Leckeres Essen zum reduzierten Preis für die Kundschaft, weniger Verschwendung beim Frischecenter Wagner, und Ressourcenschonung für die Umwelt.

Frischecenter Wagner Niorter Straße 3 96450 Coburg www.wagner-coburg.de

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mit Pistazie

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PRINZ ALBERT TORTE

Der COBURGER hatte die Idee, die Konditorei Feiler war sofort dabei: Dort kreierte man eine Torte zu Ehren von Prinz Albert, dem Prinzgemahl von Queen Victoria, der am 26. August 2019 200 Jahre alt geworden wäre.

Eine Torte für den Prinzgemahl Das Café Feiler war für den Auftrag genau die richtige Adresse. „Wir haben uns ja grundsätzlich schon das ganze Jahr mit Albert und Victoria befasst“, sagt Chefin Melanie Feiler. Im Café Feiler kann man zum Beispiel königlich frühstücken, wie es die Engländer mögen – süß und deftig mit Porridge und Würstchen. Und nun also als Highlight im Jubiläumsjahr eine Torte für den Prinzgemahl. „Das passt natürlich perfekt in unser Konzept“, so Melanie Feiler.

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evor es an die Rezeptur ging, mussten die Feilers erst einmal überlegen und tüfteln. Über was würde sich Albert freuen? Was würde dem Prinzgemahlschmecken? Und was passt sowohl in die Vestestadt als auch nach London? „Da es sich um eine herzoglich-königliche Torte handelt, muss diese natürlich anspruchsvoll und außergewöhnlich sein“, sagt Melanie Feiler. Also wurde intensiv recherchiert und Udo Feiler zur Rate gezogen, der Bruder des Konditormeisters Jürgen Feiler. „Mein Schwager kennt sich mit Albert & Victoria aus. Er arbeitet nicht nur in der Bäckerei sondern auch als Schlossführer & Kurator auf Schloss Callenberg, wo er die derzeitige Queen Vikoria & Prinz Albert Auststellung geplant hat“, so Melanie Feiler. Konditormeister Jürgen, Albert & Viktoria Spezialist Udo und Melanie Feiler setzten sich zusammen, schmökerten auch in alten Backbüchern und brüteten etwa eine Woche lang - dann war die perfekte Geburtstagstorte geboren: eine klassische Herrentorte, aber mit einer ganz besonderen Geschmacksnote, Schokolade sollte dabei sein, Zartbitter, und in einer außergewöhnlichen Kombination. „Wir werden eine Schoko-Pistazien-Torte backen“, verrät Melanie Feiler. Das Aroma der Zartbitterschokolade, so Melanie Feiler, schmecke hervorragend zum süßen, mandelartigen, aber gleichzeitig kräftig-würzigen Geschmack der Pistazie, die ihren Ursprung im Nahen Osten hat und gerne als Snack verzehrt wird. Die Zartbitterschoko-Pistazien-Komposition werde in der Feiler´schen Backstube in Creidlitz in einer einzigartigen und neuen Rezeptur verarbeitet.

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ZARTBITTER MIT PISTAZIE

Dazu ist Konditormeister Jürgen Feiler prädestiniert, er ist ein Meister seines Fachs. Schließlich hat Feiler im bekannten Caféhaus Luitpold in München sein Handwerk von der Pike auf gelernt, bevor er sich in Bayreuth zum Bäcker- und in Wolfenbüttel zum Konditormeister weitergebildet hat und im Jahr 1995 wieder zurück nach Coburg in das Traditionsunternehmen kam. Seit 120 Jahren gibt es hier bereits die Konditorei und Bäckerei Feiler. In der nunmehr vierten Generation führen Jürgen und Melanie Feiler diese im Stadteil Creidlitz & das Caféhaus am Theaterplatz. Sein handwerkliches Können und seine Erfahrung fließen nun in die Albert-Kreation ein. Apropos: Solch ein königliches Gebäck ist freilich nicht an einem Tag geschaffen: Es werden verschiedene Schichten von Böden gebacken, die Füllung hergestellt, bevor die Torte auf mehreren Ebenen aufgeschichtet wird. Pünktlich zum 200. Geburtstag können alle Gäste im Café Feiler in den Genuss der Prinz-Albert-Torte kommen. Melanie Feiler ist überzeugt, Prinz Albert hätte sich über diese Geburtstorte gefreut: „Die passt einfach, Albert hätte die gerne gegessen.“ Noch etwas verrät die Chefin: Ursprünglich sollte es „nur“ eine Geburtstorte für den Prinzgemahl werden. Aber dann habe sie sich gedacht, dass Queen Victoria bekannterweise auch sehr gerne genascht hat. Der 200.Geburtstag von Queen Victoria war am 24. Mai und liegt damit zwar einige Wochen zurück, aber sie solle auch eine eigene Torte bekommen. „Die Victoria-Torte ist mein Wunsch“, sagt Melanie Feiler schmunzelnd. Und so soll als Pendant zur Herrentorte ein Rezept für eine Mandel-Weincreme - Marzipantorte ausgetüftelt werden. Es kann also bald nach Herzenslust herzoglich-königlich geschlemmt werden.

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PRINZ ALBERT TORTE

Der 26. August 1819 ist vor allem für alle Coburger ein bedeutendes Datum – da nämlich erblickte seine Durchlaucht Prinz Franz Albert August Karl Emanuel von Sachsen-Coburg-Saalfeld, Herzog zu Sachsen, auf Schloss Rosenau im damaligen Herzogtum Sachsen-Coburg-Saalfeld das Licht der Welt. Bekannt wurde der royale Nachwuchs als Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha und durch seine Ehe mit Queen Victoria. Albert führte die Princess Alexandrina Victoria of Kent im Jahr 1840 zum Traualtar, nach seinem Tod im Jahr 1861 trug seine Witwe als Zeichen ihrer Verbundenheit ausschließlich schwarze Trauerkleidung – eine Liebesgeschichte, die bis heute die Menschen bewegt. Im August dieses Jahres also wäre Albert 200 Jahre alt geworden.

Der besondere Tipp: Am 200. Geburtstag von Prinz Albert, dem 26. August, feiert die Prinz-Albert-Torte Weltpremiere im Cafehaus Feiler am Theaterplatz. 40 Gäste dürfen teilnehmen. Die Plätze werden vom Cafehaus Feiler verlost ... also bis dahin auf alle Veröffentlichungen vom Cafehaus achten und mit ein wenig Glück dabei sein.

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REISEN

Kultouren D E R C O B U R G E R AU F R E I S E N

Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an

der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGERKultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.


LJUBLJANA

VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: YVES ALLOINDE

LEBENDIGES LJUBLJANA


REISEN

LEBENDIGES LJUBLJANA Unsere dritte Kultour führt in das Land der Blejska kremšnita, der Cremeschnitte, die eigentlich aus dem Kurort Bled in den Julischen Alpen kommt, aber heute überall zu genießen ist, in das Land der Bienen, der Imker, der Höhlenforscher, in ein kleines Land, das viel zu bieten hat: Hohe Berge, tiefe Schluchten, Meer und klare Seen, Natur und viel Kultur, die Zeugnis ist der wechselvollen Geschichte Sloweniens, das seit 1991 unabhängig ist. Sieben Stunden sind wir unterwegs an einem Montagvormittag im Sommer, damit entgehen wir den an Wochenenden gerne mal kilometerlangen Staus vor den zahlreichen Tunneln in Österreich und Slowenien, bis wir in der Hauptstadt ankommen, Ljubljana. 280 000 Einwohner, eine quirlige wunderschöne überschaubare Innenstadt mit kleinen Gassen und schier endlosen Straßencafes, Clubs und Restaurants entlang des Flusses Ljubljanica, eine Stadt geprägt vor allem vom Architekten Jože Plečnik, eine Stadt, ein bisschen wie Prag, nur wärmer, weil südlich der Alpen gelegen. Ein paar Tage wollen wir in der Stadt verbringen, und auch mal die Umgebung erkunden. Alles ist nah in Slowenien. Vier Tipps von vielen Möglichkeiten. BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre” BÄTZOLDT oHG // Plakat „70 Jahre”

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Hinter jeder Ecke ein neues Erlebnis, in jeder Gasse eine Entdeckung: Ljubljanas HerzVersion schlägt kräftig. Jung, fröhlich, spannend. Tags wie nachts. In einem histo1 Version 1 rischen Ambiente, das würdig ist gesehen zu werden. Hoch über der Stadt die Burg, die man schweißtreibend erklimmen oder mit der Standseilbahn erobern kann. 900 Jahre alt, und doch modern, weil aufwändig und mutig saniert: Museen, Ausstellungen, Restaurants, ein einmaliger Blick auf die Stadt. Ihre Brücken, für die die Stadt berühmt ist. Vor allem die Drei-Brücken-Brücke, weil sie aus drei Brücken besteht, sowie die Drachenbrücke mit den in Stein gehauenen Drachen, dem Symbol Ljubljanas. Die St. Nikolaus-Kathedrale der Stadt mit ihrem riesigen Holztor mit der Geschichte Sloweniens und ihrem prächtigen Innenraum. Die Markthallen entlang des Flusses aus der Feder von Plečnik, den zentralen Preseren-Platz, auf dem die Epochen zusammentreffen wie auch die vielen Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt. Und am Rande der Innenstadt der weitläufige Tivoli-Park oder das ehemals höchste Hochhaus Südosteuropas mit einer Rooftop-Bar, oder auch kleine Gässchen ein bisschen wie das Schanzenviertel in Hamburg, Treffpunkt für Künstler, Studenten, Kreative.

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LJUBLJANA

AUF DEN SPUREN DER GESCHICHTE Zu heiß, zu naß? Nicht nur dann lohnt ein Besuch in einem der vielen Museen Ljubljanas, der Nationalgalerie zum Beispiel, dem Stadtmuseum, gerne auch dem Biermuseum für alle Freunde des Gerstensafts oder in vielen anderen. Eine Besonderheit ist das Gebiet im und um das „Metelkova“, das Gelände der früheren Kaserne der jugoslawischen Volksarmee. Heute pulsiert in den alten Gemäuern das Herz der alternativen Kulturszene. Und mit dem Museum of Contemporary Art und dem +MSUM entstanden architektonisch und künstlerisch eindrucksvolle Museen. Kunst als Zeugnis der jüngeren Zeitgeschichte und experimentelle Kunstprojekte auch zur Verarbeitung der eigenen Geschichte, anregend, manchmal auch bedrückend, auf jeden Fall einen Besuch wert.

HOCH ZU ROSS Vorteil des kleinen Landes: Man kann viele Teile Sloweniens erkunden, ohne unbedingt die Unterkunft wechseln zu müssen. So erreicht man nach gut einer Stunde das weltberühmte Gestüt Lipica. Hier kommen sie her: weiße Hengste, Lipizzaner, die nicht nur Pferdefreunde begeistern. Die Geschichte des Gestüts geht auf das Jahr 1580 zurück. Damals regierten hier die Habsburger. Und Pferde waren kein netter Zeitvertreib, sondern von strategischer Bedeutung. So fiel die Wahl des damaligen Erzherzogs Karl auf die frühere Sommerresidenz des Triester Bischofs für sein zukünftiges Hofgestüt, weil Landschaft und Klima ideal waren für die spanischen Pferde. Heute hat sich das Gestüt zu einem modernen Reitzentrum entwickelt und ist ein beliebtes Ziel für Touristen.

AM WILDBACH ENTLANG Naturerlebnisse gibt es nahezu unendlich in der Umgebung von Ljubljana. Eine dreiviertel Stunde nordwestlich zum Beispiel in Richtung der Julischen Alpen. Eines davon ist die Vintgar-Klamm in der Nähe des berühmte Kurortes Bled. Dort begleiten wir die Radovna auf Holzstegen, einen manchmal reißenden, manchmal sanft dahinplätschernden Fluss, der sich eine fast 2 Kilometer lange Schlucht gegraben hat. Entlang steiler Felswände, die von zahlreichen Pflanzenarten bewachsen sind, die sich über das feuchte Mikroklima freuen, führt der Weg bis zu einem Wasserfall, mit dem sich die Radovna entlädt. Nur vier von vielen Ideen für Ihre ganz persönliche Entdeckungsreise nach Ljubljana. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.

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HIER WOHNTE …

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: VAL THOERMER

HIER WOHNTE…

… EIN DUNKLES KAPITEL STADTGESCHICHTE Eine unbedacht ausgesprochene Beleidigung. Eine gezielte Denunziation. Ein machtbesessener Zentgraf gegen seine greise Nachbarin. Was am Anfang der Geschichte von Margarete Ramhold stand, ist von heute aus betrachtet unfassbar. Der Leidensweg beginnt im Jahre 1628 im Hexenturm am Ernstplatz. Mitten in der Stadt.

W

as mag die betagte Hofsattlerin dazu bewogen haben, den wegen seiner Hetze gegen Frauen und seiner brutalen Foltermethoden bekannten Richter Casper Lang auf offener Straße als Bluthund und Galgenwirt zu beschimpfen? Der öffentlich so gescholtene Zentgraf schlägt postwendend zurück. Lässt am 7. Juni 1628 Margarete Ramhold in ihrem Haus in der Ketschengasse 11 festnehmen und in den Hexenturm bringen. Hier beginnt ihre Tortur. Um die Beleidigung an sich geht es dabei schon längst nicht mehr. Lang will die unerwünschte Nachbarin der Hexerei überführen und sie aus dem Weg räumen. Dazu ist ihm jedes Mittel Recht. Die alte Frau wird mit Beinschrauben malträtiert und stundenlang kopfüber an der Decke aufgehängt. Unter der Folter gesteht sie den vermeintlichen Bund mit dem Teufel. Sie wird zum Tode verurteilt, begeht einen Selbstmordversuch, widerruft ihr Geständnis. Der Richter lässt nicht locker. Erneut foltert er die dem Tode Geweihte, bis sie erneut gesteht. Es wird ihr letztes Geständnis. Am 20. September wird sie an der Richtstätte in der Hohen Straße verbrannt. Margarete Ramhold war eines von vielen Opfern der Hexenverfolgung im Raum Coburg. Insgesamt 178 Unschuldige wurden im 16./17. Jahrhundert verfolgt und fanden ihr Ende auf dem Scheiterhaufen. Oder starben bereits vorher an den Folgen der Folter. Besonders schlimm wütete der Coburger Herzog Johann Casimir. Er ließ nachweislich 41 Menschen wegen Hexerei hinrichten. Im Staatsarchiv liegen Dokumente, die die Greueltaten akribisch dokumentieren. Im Hexenturm mussten diese Menschen die Willkür des Herzogs über sich ergehen lassen.

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Sogar eine Hexengerichtsordnung „Die Hexerey betreffend“ erließ er. Darin findet sich der genaue Ablauf der Tortur und das gesammelte Grauen: Daumenschrauben, Spanische Stiefel, Gespickte Hasen, Schraubstock, siedendes Öl, brennender Schwefel. Selbst die Familien der Gefolterten wurde nach deren Tod noch nachhaltig bestraft. Man nahm ihnen die Frau, Mutter oder Großmutter und anschließend nicht selten auch noch das gesamte Vermögen. Hohe Rechnungen über die Folter und sogar die Hinrichtung flatterten ins Haus. Unfassbar. Die Familien waren ruiniert. Gut möglich, dass das eine oder andere Haus in Coburg mit dem Geld verbrannter Hexen bezahlt wurde. Eine Gedenktafel, von Stadtbild Coburg am Turm angebracht, erinnert heute an die Hexenverfolgung im Raum Coburg, die mit dem Tode Herzog Casimirs 1633 schlagartig endete. Der Name Hexenturm aber hat sich dabei fest in das Bewusstsein der Bürger eingebrannt. Und das ist gut so. Dass dieser ehedem als Kiliansturm einfach ein Teil der Stadtbefestigung war, weiß heute kaum jemand. So bleibt er weiterhin Mahnmal an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte, deren Wurzeln bis ins Jahr 2019 reichen. Denn die zu Unrecht Verurteilten und Getöteten, die nicht immer nur Frauen waren, sondern auch Kinder und Männer, warten bis heute auf ihre Rehabilitation. Die über 400 Jahre alten Urteile nach Casimirs Hexengerichtsordnung wurden nie aufgehoben und sind damit bis heute gültig. Margarete Ramhold gilt somit weiterhin als Hexe, die zu Recht gequält und verbrannt wurde.

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HIER WOHNTE …

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… EIN DUNKLES KAPITEL STADTGESCHICHTE

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KULTURTIPPS

KULTUR Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht. Zusammengestellt von Anja Hampel.

MUSIKALISCHES

ZERVAS & PEPPER

DAS RHEINGOLD

„Kalifornisch besonnter Folkrock made in Wales“ – Im LEISE am Markt entführen Zervas & Pepper aus dem verregneten Cardiff in das sonnenverwöhnte hippieske Kalifornien der 70er-Jahre. Fans von Folk Rock in der Tradition von Joni Mitchell, Fleetwood Mac oder Neil Young dürfen sich auf poetische Lyrics vereint mit Harmoniegesang und komplexem Gitarrenspiel freuen.

Nach 55 Jahren wagt das Landestheater Coburg wieder den kompletten Ring von Richard Wagner. Los geht’s mit Rheingold, in Szene gesetzt von Generalmusikdirektor und Wagner-Spezialist Roland Kluttig sowie Regisseur Alexander Müller-Elmau. Die Geschichte birgt Zündstoff: Nibelung Alberich lässt die Liebe für die Macht sausen, klaut das Gold der Rheintöchter und schmiedet daraus einen Ring, der ihm maßlose Macht verleiht. Als ihm aber Göttervater Wotan den Ring abnimmt, wird das edle Stück kurzerhand von Alberich verflucht. Was folgt, ist ein Spiel aus Neid, Totschlag, Intrigen und Macht. Götter, Riesen, Nibelungen und Menschen geraten aneinander, und die Welt gerät ins Wanken.

Wann? 20.9.2019 um 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) Wo? LEISE am Markt, Coburg Weitere Informationen: www.leise-am-markt.de oder www.zervasandpepper.com

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Wann? Premiere am 29.9.2019 um 18 Uhr Wo? Landestheater Coburg, Großes Haus Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

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KULTURTIPPS SYMPHONIC MOB Wer aus Schulorchesterzeiten eine Flöte zuhause hat, eine Posaune, Gitarre oder gar einen Kontrabass, sollte sein Instrument unbedingt aus dem Schrank holen und schon mal anfangen zu üben: der nächste Symphonic Mob in Coburg steht an. Zusammen mit den Profis des Philharmonischen Orchesters können Anfänger und Fortgeschrittene, Profis und Hobbymusiker „open air“ Stücke von Elgar, Verdi und Bizet zum Besten geben. Je mehr kommen, desto besser! Und wenn ein Ton ein bisschen daneben liegt, macht das gar nichts. Was zählt, ist das Gemeinschaftserlebnis im größten Spontanorchester der Stadt. Alle Instrumente, die ohne Verstärker gespielt werden können, sind willkommen. Wann? 14.9.2019 Registrierung: ab 12.30 Uhr Probe: 13.30 Uhr Konzert: 14.30 Uhr Wo? Vor den Arkaden auf dem Schlossplatz in Coburg Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de Hier gibt es auch das Notenmaterial als Download

Coburgs Badelandschaft: eintauchen, Spaß haben, genießen

Rosenauer Str. 32 96450 Coburg www.aquaria-coburg.de AUSGABE 34 / AUGUST 2019

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KULTURTIPPS

FESTE UND MÄRKTE DIE NACHT DER KONTRASTE Durch den stimmungsvoll in Szene gesetzten Hofgarten flanieren, in alte Gemäuer spitzen, die sonst verschlossen sind, oder einfach mit Freunden unter freiem Himmel die schönste Nacht Coburgs feiern – Die inzwischen 15. Museumsnacht ist eines der Highlights im Kulturkalender. Dieses Jahr steht sie unter dem Motto „200 Jahre Albert und Victoria“. Ausstellungen wie eine Sonderschau zur weltbekannten Coburger Bühnenmalerfamilie Brückner im Puppenmuseum, an fast jeder Ecke Live-Musik, Führungen und mehr versprechen ein unvergessliches Erlebnis für alle Nachtschwärmer. Wann? 7.9.2019 ab 18 Uhr Wo? Verschiedene Locations in der Coburger Innenstadt Weitere Informationen: www.museumsnacht-coburg.de

Öffnungszeiten April bis Oktober: täglich 9.30 – 17.00 Uhr November bis März: Di – So 13.00 – 16.00 Uhr

• Bis 22. September: Drachenblut und Heldenmut • Bis 20. Oktober: IM STUDIO – Victoria & Albert • Alle Veranstaltungen: www.kunstsammlungen-coburg.de

Unsere Sonder au stellun sgen

Kunstsammlungen der Veste Coburg Veste, 96450 Coburg, Telefon 09561- 879 0 C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N E-Mail82sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de

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KULTURTIPPS

COBURGER KLÖSSMARKT Wenn der Coburger Rutscher butterweich auf dem Teller landet und sich anschließend in einem heißen Bad aus Bratensoße noch ein bisschen dehnt und streckt – wenn er „halt rutscht“ – dann gerät der Kloßkenner ins Schwärmen. Gehuldigt wird dem goldgelben Leibgericht der Stadt auf dem inzwischen 14. Coburger Klößmarkt. Am besten das Frühstück sausen lassen und den Hunger für Kloß mit Soß´, verschiedene Bräten oder exotische Variationen wie die Kloßbratwurst oder das Kloß-Cordon-Bleu aufsparen! Drei Tage lang Schlemmen, Plaudern und ab und zu zur Live-Musik ein Tänzchen unter freiem Himmel wagen – dann ist auch wieder Platz im Bauch für den nächsten Kloß mit Soß´. Neben dem Angebot der fünf heimischen Gastronomen auf dem Markt gibt es verschieden Spiel- und Spaßaktionen in der Innenstadt – vom Knautschkloßbasteln über Dosenwerfen mit Plüschklößen bis hin zum Kloßpralinenrollen. Wann? 30.8. bis 1.9.2019 (Warme Speisen am Freitag und Samstag von 11 bis 21 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr) Wo: Marktplatz, Coburg Weitere Informationen: www.coburg.de

Markatus lädt ein zum Themenabend:

Auf der Suche nach der richtigen Unternehmensstrategie? 16. September 2019 | 19.00 Uhr Location: Heimatliebe Coburg Melden Sie sich kostenfrei bis zum 31.08.2019 auf unserer Webseite an: www.markatus.de/themenabend

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KULTURTIPPS

VORTRÄGE DR. MARK BENECKE: INSEKTEN AUF LEICHEN Bei besonders kniffligen Kriminalfällen wird er schon mal bis in die USA geflogen, er bildet Polizisten aus, hat Hitlers Schädeldecke untersucht und hält Fauchschaben als Haustiere. Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke entführt seine Zuhörer in eine schockierende und faszinierende Welt. Spezialisiert

ist Dr. Benecke auf die Analyse verschiedener Insekten, die auf Leichen gefunden werden. Mit seiner Hilfe konnten schon unzählige Verbrecher weltweit überführt werden. Achtung: für schwache Nerven ist der Vortrag nichts.

Wann? 6.9.2019 um 19.30 Uhr Wo? Kongresshaus Rosengarten, Coburg Weitere Informationen: www.eventim.de

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Mein Name ist Tanja Sperschneider, ich komme aus Coburg und bin Personaltrainerin. Ich leite zusammen mit meinem Mann Frank Sperschneider das Bodystreet Studio Coburg Heiligkreuz. Es ist mir ein großes Anliegen, dass sich unsere Kunden bei uns wohlfühlen, perfekt begleitet werden und wir gemeinsam sportliche Ziele erreichen. Ich freue mich auf ein Training mit Ihnen! Jetzt einfach Termin vereinbaren.

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KULTURTIPPS

DER BESONDERE TIPP „ ADE HOTEL MAMA … WILLKOMMEN IN DER SELBSTSTÄNDIGKEIT“ Wer frisch aus der Schule kommt und auf dem Weg ins Studium oder die Ausbildung ist, hat nicht selten keinen Plan, dafür aber viele Fragen. Was muss ich beachten, wenn ich eine Wohnung mieten möchte? Plötzlich kümmert sich niemand mehr ums Einkaufen, Kochen, Putzen und Waschen. Was will bitte die GEZ von mir, und wie funktioniert das mit Steuer? Praktische Lebenshilfe und viele Tipps zum Umgang mit Behörden, Banken und Versicherungen bietet das AWO Mehr Generationen

Haus Coburg. Speziell für Zehnt- und Elftklässler der Coburger Schulen gedacht, findet die Veranstaltung an zwei Tagen statt. Das Studentenwerk Bayreuth, ein Fachanwalt für Mietrecht, eine unabhängige Versicherungsmaklerin und eine Bankmitarbeiterin stehen Rede und Antwort. Damit auch die ersten Kochversuche gelingen, gibt es Tipps in der Schulküche des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg.

Wann? Dienstag, 3.9.2019 (8 – 13 Uhr) und Mittwoch, 4.9.2019 (14 – 18 Uhr) Wo? Am 3.9. im AELF (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Goethestraße 6, Coburg; Am 4.9. im AWO Treff am Bürglaßschlösschen in Coburg (Oberer Bürglaß 3) Weitere Informationen: Der Workshop kostet 18 Euro (Verpflegung inbegriffen). Die Teilnehmerzahl ist auf 18 Personen begrenzt. Anmeldung bitte bis 29.8. Ansprechpartner sind Susi Rehm-Kroth (susi.rehm-kroth@awo-omf.de) oder Kristin Herbst (kristin.herbst@awo-ofr-mfr.de)

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KULTURTIPPS

BUCHEMPFEHLUNG MARTINA RIEGERT VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN “Zu einem besseren Menschen wird man vielleicht nicht als Gärtnerin, aber zu einem aufmerksameren.“ Das sagt Meike Winnemuth am Ende ihres wunderbaren Buches „Bin im Garten“, erschienen im Penguin Verlag. Und recht hat sie! Über ihr Projekt „Garten“ hat die preisgekrönte Bloggerin dieses Buch geschrieben. In „Bin im Garten. Ein Jahr wachsen und wachsen lassen“ berichtet sie in Tagebuch-Aufzeichnungen, wie es war, sich mit Haut und Haaren auf etwas einzulassen, wovon sie zu Beginn überhaupt keine Ahnung hatte. Eigentlich ist die gelernte Journalistin jemand, der immer das große Ganze braucht, die Freiheit und die weite Welt. So kommt ihr auch der Gewinn einer halben Million Euro bei Günther Jauch gerade recht. Sie begibt sich auf eine Weltreise, über die sie in ihrem Bestseller „Das große Los“ berichtet. 2011 stellte Meike Winnemuth dieses Buch unter anderem auch in Coburg vor. Doch dann erfasst sie ein Gefühl, das sie bisher nicht kannte: der Wunsch Wurzeln zu schlagen und anzukommen. So kauft sie ein kleines Wochenendhaus direkt an der Ostseeküste mit einem großen Gartengrundstück nicht weit entfernt von Wald, Backsteinleuchtturm und Salzwiesen. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten: ISBN: 978-3-328-60045-9 22,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-16588-8 17,99 Euro Hörbuch / CDs: ISBN: 978-3-8445-3264-7 18,00 Euro Hörbuch / Download: ISBN: 978-3-8445-3227-2 12,95 Euro

Das Abenteuer Garten beginnt! Mit viel Leichtigkeit und Humor erlebt der Leser nun ein ganzes Gartenjahr an der Seite der Autorin, liest vom Säen, Pflanzen, Pflegen und Ernten und genießt den temporeichen Plauderton, in dem Meike Winnemuth von ihren Erfahrungen berichtet. Ein wunderbares Buch, innen und außen! Schauen Sie auch mal unter den Schutzumschlag! Die schöne und detailreiche Aufmachung mit wunderschönen Fotos und Illustrationen verlockt immer wieder zum Reinblättern und entführt den Leser an einen paradiesischen Ort. Ein Muss für alle Gartenfreunde und die, die es mal werden wollen!

INHALTSANGABE

MEIKE WINNEMUTH

„Ich habe ein Blechschild mit dem Aufdruck „Bin im Garten“, das ich immer an die Haustüre hänge, wenn ich hinten arbeite. Bin im Garten, das ist ebenso eine Orts- wie eine Zustandsbeschreibung. Ich grabe Pflanzlöcher und verwurzele mich, ich schaufele Erde und finde festen Boden unter den Füßen, ich bin an einem Ort angekommen, an dem ich noch nie war: zuhause.

1960 in Schleswig-Holstein geboren und in Hamburg und München lebend, ist freie Journalistin. Bei „Stern“, „Geo Saison“, „SZ Magazin“ und in vielen anderen Zeitschriften sowie im Netz („Das kleine Blaue“) erschrieb sie sich eine große und begeisterte Anhängerschaft. Ihrem Reise-Blog „Vor mir die Welt“ folgten mehr als 200.000 Leser, er wurde für den Grimme Online-Award 2012 nominiert und bei den Lead Awards 2012 ausgezeichnet.

©Felix Amsel

Beim Reisen geht es nicht darum, sich durch die Welt zu bewegen, sondern von der Welt bewegt zu werden, berührt und verändert. Das funktioniert auch auf ein paar Quadratmetern. Mein Gartenjahr war in vielem eine Abenteuerreise in ein fremdes Land mit anfangs noch undurchschaubaren Gesetzen. Terra incognita. Aber es ist ein sehr gastfreundliches Land, in das ich da geraten bin, es hat mich umarmt und reich beschenkt, mit Blumen und Bohnen, mit Erbsen und Erfahrungen. Und es liegt nur ein paar Schritte weit entfernt.“

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AUSGABE 34 / AUGUST 2019


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KULTURTIPPS

UNTER FREIEM HIMMEL

Der August ist auch in diesem Jahr DER Monat für die besten Open-airs in der Region. Ein paar Tipps von vielen Möglichkeiten vom Veranstaltungsservice Bamberg. Also: Gute Laune einpacken, gut bei Stimme sein, und dann in guter Begleitung einen oder mehrere gute Abende haben.

ALBERT HAMMOND

MICHAEL PATRICK KELLY

24.08.2019 | 19 Uhr | Seebühne Bad Staffelstein

18.08.2019 | 20 Uhr | Schlossplatz Coburg

Albert Hammond ist seit über 50 Jahren als Songwriter, Sänger und Entertainer im Musikgeschäft tätig. Aus seiner Feder stammen unter anderem Welthits wie „One moment in time“ (Whitney Houston), „Nothing’s gonna stop us now“ (Starship), und „When you tell me that you love me“ (Diana Ross). Auch unter seinem eigenen Namen veröffentlichte er unzählige Hits, darunter „The free electric band“, „Down by the river“, „It never rains in southern California“ und „I’m a train“. Die „Songbook Tour 2018“ zeigt nicht nur den Reichtum an Liedern von Albert Hammond, sondern präsentiert ihn auch als charmanten Entertainer, der sein Publikum mit in das Konzert einbindet, locker den Background der Songs vermittelt und den Zuhörer so auf diese – seine eigene – Reise durch die Jahrzehnte der Popgeschichte mitnimmt.

Was für eine Erfolgsstory: Sein Album „iD“ ist mit Platin prämiert, sein Album „Human“ sowie die Single „iD“ erhielten Gold und seine rund 100 Headliner- und Festival-Auftritte begeisterten inzwischen über 350.000 Zuschauer. Mit über 20 Konzerten im Sommer 2019 schreibt Michael Patrick Kelly nun das letzte Kapitel der iD Erfolgsgeschichte. Die fulminante Abschlussshow wird am 15.09.2019 auf dem Königsplatz in München stattfinden, bevor er sich ganz der Studioarbeit am Nachfolgewerk widmet. Davor gastiert er unter anderem auf dem Schlossplatz in Coburg.

PUR

ROLAND KAISER

16.08.2019 | 19:30 Uhr | Schlossplatz Coburg

15.08.2019 | 20 Uhr | Schlossplatz Coburg

Mit über 12 Millionen verkauften Tonträgern gehören Pur seit mehr als drei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Künstlern in Deutschland überhaupt. Das neue Album „Zwischen den Welten“ ist das 10. Album der Bandgeschichte, das auf Platz 1 der Media Control Charts gelandet ist. Im Sommer 2019 steht nun die „Zwischen den Welten Open Air Tour“ an. Die Fans können sich auf die besondere Atmosphäre der Open-Air-Konzerte, auf eine gemeinsame Sommernacht „Zwischen den Welten“ mit aktuellen Songs und den Hits aus 30 Jahren Purgeschichte freuen. Frontmann Hartmut Engler: „Das wird unser ganz spezielles Sommermärchen 2019 für Freunde und Freude – lasst es uns zu Ende träumen!“

Die Fans aus ganz Deutschland können sich erneut auf einen unvergesslichen Open- Air-Sommerabend freuen. Roland Kaiser wird mit seiner spielfreudigen 14-köpfigen Live-Band für fantastische Stimmung unter freiem Himmel sorgen. Die Zuschauer erwartet ein zweieinhalbstündiges Hitfeuerwerk, das Roland Kaiser mit Band präsentiert: Klassiker wie „Manchmal möchte ich schon mit dir“, „Joana“ oder „Dich zu lieben“ in neuen Arrangements, darüber hinaus aktuelle Hits und neue Titel aus seinem im Frühjahr 2019 erschienenen Album. Der Roland Kaiser Konzert-Sommer 2019 steht der legendären „Kaisermania“ in nichts nach und ermöglicht es den Fans aus ganz Deutschland, ein paar unvergessliche Schlager-Stunden unter freiem Himmel zu genießen.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. AUSGABE 34 / AUGUST 2019

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KULTURTIPPS

THEATER

SCHWEIG, BUB! Fitzgerald Kusz lässt in seinem Volksstück eine fränkische Konfirmationsfeier nach allen Regeln der Kunst eskalieren. Beim Festessen geht es feuchtfröhlich zu, dann allerdings kippt die Atmosphäre, und vornehm zurück hält sich keiner mehr. Sämtliche Familienmitglieder geraten böse aneinander. Nur Konfirmand Fritz – der hat leider gar nichts zu melden. Wann? Premiere 12.10.2019 um 19.30 Uhr Weitere Informationen: www.landestheater-coburg.de

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Wir setzen auf Spezialisierung. Maren Feyler

Fachanwältin für Familienrecht Fachanwältin für Erbrecht Mediatorin (univ.) Testamentsvollstreckerin

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Frank Sitte

www. hoernlein-feyler.de 88

Fachanwalt für Verkehrsrecht Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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Lutz Lindner

Fachanwalt für Arbeitsrecht Fachanwalt für Verkehrsrecht

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Jürgen Hopf

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AUSGABE 34 / AUGUST 2019


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 34 / August 2019 Sechster Jahrgang Auflage 3750 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: Markatus Branding | Marketing | Digital Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de

IN EIGENER SACHE MARKATUS ZIEHT UM

VIEL PLATZ FÜR KREATIVE GEDANKEN

Der Verlag des COBURGER, die größte Coburger Marketingagentur markatus, bekommt ein neues Zuhause: das Goebel-Areal in Rödental. Im Oktober soll der Umzug erfolgen. Dem über 20-köpfigen Team der führenden strategischen Agentur der Region fällt der Abschied nicht leicht, war man doch jahrelang mitten in der Mohrenstraße im Herzen Coburgs untergebracht. „Wir sind schon länger an unsere Kapazitätsgrenzen angekommen und hatten vor Ort leider keine Möglichkeit, uns weiterzuentwickeln“, so Geschäftsführer Björn Hieber. Das neue Zuhause auf dem Goebel-Gelände verfügt dagegen über 550 Quadratmeter, fast dreimal soviel wie in Coburg. Der Charme der alten Industriearchitektur, ausreichend Parkplätze, moderne Infrastruktur und vor allem die Raumaufteilung im neuen Büro sind für die zukünftige Entwicklung von markatus ideal. „Dort können wir unseren New-Work-Ansatz mit noch mehr Leben erfüllen“, so Hieber. Offene Arbeitsplätze, mehr Rückzugsräume, das alles ermögliche ein noch kreativeres und agileres Arbeiten. Außerdem soll über dem neuen Büro das neue digitale Gründerzentrum entstehen.

COBURGER AUF REISEN DURCHSCHNAUFEN

Vier Ausgaben mit insgesamt 480 Seiten, dazu eine Sonderausgabe COBURGS BESTE zu den Designtagen mit insgesamt 60 Seiten, also über 500 Seiten von Januar bis Ende Juli – höchste Zeit für eine kleine Auszeit. Deswegen machen auch wir vom COBURGER mal ein wenig Urlaub. Bis 18. August ist die Redaktion nicht besetzt. Danach starten wir wieder kreativ durch für die Ausgaben 35 und 36 Mitte Oktober und Anfang Dezember. Auch Ihnen einen schönen Urlaub.

PREMIUM Haben Sie auch Interesse? PA RT NE R Infos unter www.coburger-magazin.de/premium-partner Schreiben Sie uns an hegen@coburger-magazin.de oder NEU auch an Anke Feuer AUSGABE 33 / JUNI 2019 feuer@coburger-magazin.de

PREMIUM PARTNER

HINEIN IN DIE ZWEITE JAHRESHÄLFTE

Geben und nehmen. Das ist das Prinzip der PREMIUM-PARTNER des COBURGER. Unsere PREMIUM-PARTNER geben uns Vertrauen, wir geben ihnen dafür in unserem Magazin mehr Raum. Wir nehmen dafür gerne ihre Aufträge entgegen, sie nehmen sich gerne ihren Platz für ihre Geschichten. Danke dafür, danke für die Unterstützung auch in diesem COBURGER Ausgabe 34 an… Unsere PREMIUM-KUNDEN 2019: Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Automobile Weberpals Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Connect Telezentrum NEU Engel & Völkers Frischecenter Wagner FVG mbH NEU Friseur Julia Göring Hörgeräte Geuter HSC 2000 Coburg IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Kunstsammlungen der Veste Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien

Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Redaktion/ Autoren dieser Ausgabe: Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Chris Winter Gabi Arnold Anne Klopp Anja Hampel Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Yves Alloinde Henning Rosenbusch Titelbild: „Rosengartenvariationen“ Nach einem Foto von Henning Rosenbusch. Projektleitung Coburgs Beste: Melanie Krempel Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: Markatus Branding | Marketing | Digital Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen hegen@coburger-magazin.de Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2019 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

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GALERIE

GALERIE M A R C U S

S O N N T A G

Seit Jahren zählt der Coburger Tier- und Naturfotograf Marcus Sonntag zu den bekannten der nationalen und internationalen Szene. Bereits im Alter von 9 Jahren bekam Marcus seine erste Kamera. Durch seine Liebe zur Natur gelangte er bald über die verschiedenen Arten der Fotografie zur Tier- und Naturfotografie. Dieser hat er sich nach dem Studium der Betriebswirtschaft bis heute uneingeschränkt verschrieben. Seine Bilder entstehen in den schönsten und abgelegenen Winkeln der Erde. Im Vordergrund stehen immer das Erlebnis und der Respekt vor der Natur. Marcus Sonntag ist dabei ein Verfechter der „ehrlichen“ Fotografie. Digitale Manipulation lehnt er ab. Seit einigen Jahren arbeitet Marcus Sonntag auch im Bereich Pferde- und Ranch-Fotografie. Auf Ranches in den USA und Deutschland vertiefte er hierfür sein Wissen. In diesen Bildern geht es ihm um Authentizität, dem Spiel mit Licht und den gegebenen Situationen. Marcus Sonntag hat erfolgreich an nationalen und internationalen Naturfotowettbewerben teilgenommen. Seine Bilder werden in Ausstellungen, Artikeln, Fine Art Prints und Kalendern publiziert. Weiterhin ist er Mitbegründer und Workshop-Leiter der Fotografenschule FOTOTRAINER4YOU. www.marcussonntag.net

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GALERIE

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MARCUS SONNTAG

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Unsere Berufsträger: Monika Pollozek

Steuerberaterin und Fachberaterin für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.)

Dipl.-Betriebsw. (FH) Wolfram Rößner Steuerberater

Dipl.-Kfm. Manfred Dehler

Steuerberater, vereidigter Buchprüfer, Rechtsbeistand (Freier Mitarbeiter)

Unsere Leistungen und Tätigkeitsschwerpunkte

Wirtschafts- und Unternehmensberatung

Buchhaltung und Bilanzierung

• Betriebswirtschaftliche Planungen und Beratungen

• Erstellung von Jahresabschlüssen

• Fachberatung für Unternehmensnachfolge

• Erstellung von Finanz- und Lohnbuchhaltungen • Abrechnung von Löhnen und Gehältern

Steuerklärungen

• Betreuung von Baulöhnen

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• Unterstützung und Betreuung bei Betriebsprüfungen • Beratungen zur Schenkungs- und Erbschaftssteuer

Rodacher Straße 90, 96450 Coburg Parkplätze direkt im Hof des Kanzleianwesens

Geschäftsführung: PR Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft mbH, vertreten durch Monika Pollozek, Steuerberaterin, und Wolfram Rößner, Steuerberater

Telefon ( 0 95 61 ) 80 28-0 Telefax ( 0 95 61 ) 80 28-88

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E-Mail steuerkanzlei@dehler-pollozek.de Online www.dehler-pollozek.de

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MARCUS SONNTAG

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MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Dass sich Bayern und Österreich recht nahestehen, ist weithin bekannt. Sowohl kulturell wie auch sprachlich gibt es da jede Menge Überschneidungen, was daher rührt, dass die heutige Alpenrepublik bis 1156 zu Bayern gehörte. Auch der österreichische Dialekt ist eine Variante des Bayerischen, sagen Sprachwissenschaftler. So verwundert es also nicht, dass sich der gemeine zünftige Ober- und auch Niederbayer schon mal mehr zu den „Ösis“ hingezogen fühlt als etwa zu Franken oder erst recht zu den „Preissn“. Andersrum ist es genauso. Schön der frühere österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky soll gesagt haben: „Wenn ich Urlaub mache, fahre ich am liebsten nach Bayern. Da bin ich nicht mehr in Österreich und noch nicht in Deutschland.“ Wenn Kreisky „Bayern“ sagte, dann meinte er damit vor allem Schwaben (genauer: das Allgäu) und Altbayern. Franken gehörte nicht dazu, denn „Deutschland“ war wohl alles nördlich des „Weißwurstäquators“. Aber ist das nicht ganz normal? Als der Monaco neulich in Norddeutschland war, stellte er wieder mal fest, dass uns unsere ausländischen Nachbarn im Süden und Osten in vielen Dingen (Charakter, Landschaft, Brauchtum, Religion) ähnlicher sind als unsere Landsleute aus Niedersachsen oder Schleswig-Holstein. Schon erstaunlich, dass wir zum Beispiel bei sportlichen Großveranstaltungen trotzdem eher dem Kieler oder Rostocker die Daumen drücken, als dem Salzburger, Oberösterreicher oder dem Tschechen, der vielleicht keine hundert Kilometer entfernt aufgewachsen ist. Sprache, Tradition und Brauchtum sind also die Säulen der bayerisch-österreichischen Freundschaft. Momentan wird diese allerdings auf die Probe gestellt. Denn Tirol und Salzburg gehen gerade gegen die Verkehrspolitik im Nachbarland vor. Seit einigen Wochen gibt es dort Fahrverbote auf Ausweichrouten, also Landstraßen und Ortsdurchfahrungen, um den Entscheidungsdruck auf Deutschland zu erhöhen und die Dörfer zu entlasten, die in der Nähe der stark befahrenen Autobahnen liegen. Ein böses „Foul“, sagen die bayerischen Politiker, eine „Enttäuschung unter Nachbarn“! „Notwehr“, entgegnen die Ösis, die sich auch schon gegen die geplante (und nun ja geplatzte) Pkw-Maut auf deut-

schen Straßen stark gemacht hatten. 40 Prozent des Schwerlastverkehrs auf diesen Routen sei „Ausweichverkehr“, so die Argumentation. Deutschland müsse die Lkw-Maut für diese Transitstrecke verteuern, vorher sei man nicht gesprächsbereit. Nun herrscht Funkstille zwischen den Brüdern und Schwestern an Inn und Donau. Nicht mal ein Edelweiß-oder Marillen-Schnäpsla kann da gerade dies- oder jenseits des Wilden Kaisers zur Versöhnung beitragen. Als Franke betrachtet man den „Bruderstreit“ so wie das Franken immer tun: mit gleichmütiger Gelassenheit! Schon die Tatsache, dass sich viele Altbayern mehr zu Österreich hingezogen fühlen, geht den Franken ziemlich „am Allerwerdesden vorbei“. Oder anders gesagt: Es is ihnen herzlich woaschd! Von je her fühlen sie sich überlegen und können nur müde (und wissend) lächeln, wenn jemand Spitzen in ihre

Richtung loslässt: „Red‘ Du nur, Du Doldi! Iech waaß, dass bei uns viel schönner is‘! Außerdem kann ma bei uns noch sei Bier und sei Wohnung bezohl’n!“ So gesehen, hat der Franke durchaus mit den Thüringern mehr gemein, als mit den „Bussi-Bussi-Bayern“ und alpinen Lederhosenträgern, die er gerne im Glauben lässt, sie lebten wirklich im Baradies. Auch deshalb hatte man die glorreiche Idee, den „Tag der Franken“ diesmal auch im benachbarten Bundesland zu feiern – also in Neustadt bei Coburg und im nur fünf Kilometer entfernten thüringischen Sonneberg. 30 Jahre Mauerfall waren dafür Grund genug. A

scheena Sach‘ an sich. Leider ging des ziemlich in die Hos’n! Doch doch. Die Idee war scho ned schlecht! Immerhin sprechen die Sonneberger ebenso Itzgründisch wie die Leut’ im Coburcher Land. Und bei aller Hassliebe und gegenseitiger Frotzeleien („Hundsfresser!“) gibt es doch so manche Gemeinsamkeit. Das ging jetzt sogar so weit, dass man gemeinsam eine fränkisch-thüringische Bratwurst kreierte. Na ja. Leider haben wieder mal die Politiker die so gute Stimmung ein bisschen getrübt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder jedenfalls sagte seine Teilnahme am „Tag der Franken“ kurzfristig ab. Angeblich hatte er andere, wichtigere Termine (ja, wos konn des g’wen saa? Sei Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ oder wos?! Na, vielleicht schießt er sich ja bald selbst auf ’n Mond!). Unter der Hand heißt es freilich, der Söder habe sich so kurz vor den Landtagswahlen in Thüringen aus taktischen Gründen nicht mit seinem Amtskollegen Bodo Ramelow in der Öffentlichkeit zeigen wollen – immerhin ein böser Linker. In Wahrheit hat er ihm wahrscheinlich einen Gefallen getan, denn selbst Linke umgeben sich nicht so gern mit Wahlverlierern … Eingesprungen ist schließlich die Erlanger Stimmungskanone Joachim Herrmann. Bayerns Innenminister hob die gute Entwicklung des Wirtschaftsraumes hervor und war auch sonst voll des Lobes: „Der urfränkische Gemeinschaftsgeist zeigt sich beeindruckend am Beispiel der beiden Städte Neustadt und Sonneberg, die heute eng, vertrauensvoll und erfolgreich zusammenarbeiten. Sie sind damit ein leuchtendes Vorbild für fränkischen Zusammenhalt und Solidarität.“ Ob die fränkisch-thüringische Bratwurst oder der Wasserstoffzug, der die Gäste von der einen in die andere Stadt brachte und der als Symbol für die gemeinsam geplante Zukunft als „Wasserstoffregion“ diente, zur blendenden Stimmung des Ministers beigetragen hat, weiß der Monaco nicht. Vielleicht war der Herrmann aber auch einfach nur froh, dass er sich gerade nicht mit den Österreichern rumschlagen musste. Schätzla, schau wie iech schau!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

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AUF EIN WORT

In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

WAS JUGENDARBEIT LEISTET Von Wolfgang Gremmelmaier Wenn man über Jugendarbeit in Vereinen spricht, geht der Blick meist auf die Erfolge von jungen Sportlern, sowohl in Einzel- wie auch in Mannschaftssportarten. Egal, ob es die Jugendmannschaften des HSC, des FC Coburg, des TC Weiß-Rot Coburg oder anderer Vereine sind – der Blick geht meist immer zuerst darauf, in welcher Liga sie spielen, wie erfolgreich sie dort sind, und welche Titel errungen wurden. Dabei gehen die Ziele und Ergebnisse guter Jugendarbeit weit über die bloße Sammlung von Siegen oder Titeln hinaus. Das Erleben von sozialem Zusammenhalt, das Sich-Weiterentwickeln im Rahmen einer (Mannschafts-)Sportart und die Verarbeitung von Siegen und Niederlagen sind wichtige Meilensteine bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Gerade in der heutigen Zeit mit dem Trend zur Vereinzelung, dem Rückzug vieler Jugendlicher ins eigene Zimmer und dem stundenlangen Zeitvertreib an mobilen Endgeräten oder Computern ist deshalb die Arbeit motivierter Betreuer in Vereinen mit Jugendlichen nicht hoch genug einzuschätzen. Oft werden dort Aufgaben übernommen, die der Staat inzwischen vernachlässigt. Der Beitrag, den die Vereine dabei leisten, dass die heimische Wirtschaft mit leistungswilligen jungen Menschen die Zukunft sichern kann, ist wertvoll. Verantwortung für den Mannschaftskollegen übernehmen, diszipliniert Termine einhalten, sich in Teams einordnen – wo kann man das besser lernen als im Mannschaftssport. Alles Tugenden, die später im Beruf dringend gebraucht werden. Es ist deshalb schön zu beobachten, wie eine beachtliche Zahl von Unternehmen unserer Region durch Spenden und Sponsoring die Jugendarbeit in den Vereinen unterstützt. Noch schöner wäre es, wenn auch die Politik das dahinterstehende Ehrenamt in den Vereinen besser unterstützen und stärken würde. Aber leider werden die Vereine von immer mehr Bürokratie und Gesetzen überflutet, was schon viele Vereinsfunktionäre zur Aufgabe getrieben hat. Das fängt beim Thema Datenschutzgrundverordnung an und hört beim Steuerrecht auf. So gefährdet die Politik die für die Gesellschaft so wichtige Jugendarbeit in den Vereinen.

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 11. Oktober 2019 Anzeigenschluss ist der 27. September 2019.

Zitate über unser Sonderthema Liebe sind dieses Mal … das Letzte „Der liebt nicht, der die Fehler des Geliebten nicht für Tugenden hält.“ Johann Wolfgang von Goethe „Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen.“ Marie von Ebner-Eschenbach „Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen.“ Theodor W. Adorno „Liebe ist … wenn wir ohne Vorwürfe auskommen.“ Rolf Arnold „Abends der große Himmel von Curacao bis Persiko. Aber besoffen bin ich von Dir.“ Robert Wohlleben „Die einzigen Geschöpfe, die weit genug entwickelt sind, um reine Liebe auszudrücken, sind Hunde und Kleinkinder.“ Johnny Depp „Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.“ Albert Einstein „Die Liebe ist ein Zeitvertreib, man nimmt dazu den Unterleib.“ Erich Kästner „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.“ Loriot

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Du glaubst gar nicht, was wir aus Pappe alles bauen können.

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