Nr. 45 | Juni 2021
Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.
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AUSGABE 45 / JUNI 2021
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INHALT
AUSGABE 45 | JUNI 2021
6 8 96 113 113 120 121 122
EDITORIAL. Es äthert wieder. STADTGESPRÄCHE. Transparenz geht anders. KULTURTIPPS. Buchtipp … und ein wenig mehr. IN EIGENER SACHE. Online schneller. IMPRESSUM. Die waren es. MONACO FRANKE. Trennkost mit Bratwurst. AUF EIN WORT. Pandemisches! Abschlussgedicht! DAS LETZTE. Zitate über Empörungskultur
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TOBIAS ZWIENER
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WOLFRAM HEGEN
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WOLFRAM HEGEN
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WOLFRAM HEGEN
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WOLFRAM HEGEN
MOBILMACHUNG FÜRS GEHIRN. 32 Übungen für einen wachen Geist.
SEBASTIAN BUFF WOLFRAM HEGEN LISA BRAUNERSREUTHER
CHRIS WINTER
WOLFRAMG HEGEN GABI ARNOLD TOBIAS ZWIENER HEIDI SCHULZ-SCHEIDT VAL THOERMER STEPHAN WELSCH
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COBURGER | DAS MAGAZIN
PLEITE. UND WAS JETZT?
GABI ARNOLD VAL THOERMER
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Aus der neuen Reihe „Grenzerfahrungen“.
FOTOSTRECKE. Coburgs ganz neu.
EIN NEUES RATHAUS FÜR COBURG? Erster Teil der neuen Reihe Mutige Ideen.
WAS BEWEGT UNS? Sonderthema Mobilität.
WAS KOMMT NACH DER AUTOSTADT? Interview mit Prof. Dr. Mathias Wilde.
MACHER. Dieses Mal Stefan Finzel.
DER SCHIMMEL JÄGER. 46 Das Leben von Dr. Wolfgang Lorenz. WIR GESTALTEN ZUKUNFT. 52 Aus der Reihe „Coburgs Beste“. KULTOUREN. 64 Söndervig. JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG. 68 50 Sonderteil der Wohnbau Coburg und der Stadt Coburg. HIER WOHNTE … 86 … ein sturer Müller. GALERIE. 114 Neues aus der abstrakten Welt.
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DIE AKUSTIKER
Wenn das Umfeld auf die eigene Hörfähigkeit reagiert Carmen Schwarz litt unter verminderter Hörfähigkeit. Die Probleme, die damit einhergingen, nahm vor allem sie selbst und auch ihr unmittelbares Umfeld wahr. Sie hörte alles dumpf und hatte beim Autofahren kein gutes Gefühl mehr. Schlussendlich vereinbarte ihre Tochter einen Termin beim Ohrenarzt. Dort war nach einem Hörtest schnell klar: Die heute 61-Jährige braucht ein Hörsystem. Die Aussage der Ohrenärztin „Sie hören bestimmt die Grillen nicht zirpen“ musste Carmen Schwarz leider bejahen. Bei Die Akustiker von Optik Müller half man ihr letztlich, wieder gut zu hören.
Wie sind Sie das Thema „Hörgerät“ angegangen, nachdem Sie beim Ohrenarzt waren? Carmen Schwarz: Ich war zuerst bei Die Akustiker in Coburg und habe dort verschiedene Hörsysteme ausprobiert. Jedes Hörsystem habe ich ungefähr zwei Wochen Probe getragen und mich dann für eines entschieden. Mir sind vor allem die Qualitätsunterschiede der verschiedenen Modelle aufgefallen: Beim einen hat es manchmal gepfi ffen, beim anderen habe ich Geräusche nur von vorne wahrgenommen. Letztendlich habe ich jedoch ein Modell gefunden, mit dem ich zufrieden war. Wie ging es für Sie weiter, nachdem Sie Ihr passendes Hörsystem gefunden hatten? Carmen Schwarz: Zur fortlaufenden Betreuung – das sind mittlerweile schon acht Jahre – bin ich in die Bad Rodacher Filiale gewechselt, weil sie näher an meinem Wohnort liegt. Hier habe ich letztes Jahr auch mein zweites Hörgerät bekommen, also mein altes durch ein neues, modernes Modell ausgewechselt. Dieses reguliert alle Geräusche und die Lautstärke von selbst. Das ist sehr angenehm und ich muss nichts nachjustieren, nur wenn ich will. Ich komme immer wieder gerne her, weil sowohl Frau Schelhorn als auch Herr Roth wirklich spitze sind. Sie sind sehr kompetent und wissen immer über alles Bescheid. Als Kunde fühlt man sich hier einfach jederzeit willkommen, man wird nett begrüßt und rundum gut betreut. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, wieder woanders hinzugehen, und kann jedem nur empfehlen, bei Hörproblemen zu Die Akustiker in Bad Rodach zu kommen. Was meine ärztliche Betreuung angeht, fahre ich allerdings gerne weiterhin nach Coburg zur HNO-Praxis von Dr. Gewalt.
Coburg, Mohrenstr. 31, Tel. 0 95 61 / 98 49 Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr, Sa. 08.30 − 14.30 Uhr Rödental, Bürgerplatz 8, Tel. 0 95 63 / 26 26 Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr, Sa. 08.30 − 12.30 Uhr Bad Rodach, Markt 12, Tel. 0 95 64 /92 89 71 0 Di. − Do. 09.00 − 17.30 Uhr www.optikmueller.de
EDITORIAL
EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Die Zeit hat der Stille ihre Beklemmung genommen, die Resonanz, durch immerwährendes Nichttönen ertaubt, ist einer ermatteten Stummheit gewichen, gleich des erschöpften aber nicht bedrückten sondern fast ein wenig zufriedenen Schweigens am Ende eines anstrengenden Tages, da äthert es wieder, ergießen sich vom schmalen Rinnsal schnell zum breiten Strom anschwellende Wellen bis hinein in jeden Winkel des sich in diesem Jahr nur allmählich auswinternden abendlichen Coburg, Geräusche, Motoren, Husten, Stimmen, Sprache, Schimpfen bis weit in die Nacht hinein, wie das aufkommende Summen eines von einem Wolkenbruch kurz verstummten Bienenvolks, so, als wäre nichts gewesen. Es geht wieder raus. Es geht wieder nachts raus. Es geht wieder in Biergärten, Kulturtempel, Urlaubsländer. Der Mensch ist wieder mobil. „Mobilität – was bewegt uns?“ ist auch das Sonderthema in dieser 45. Ausgabe des COBURGER. Unter anderem mit einem Interview mit Professor Mathias Wilde von der Hochschule Coburg, Professor für Vernetzte Mobilität und Partner in der Shuttle-Modellregion Oberfranken, der sich der Frage stellt: „Was kommt nach der Autostadt?“, mit ein paar Übungen für mehr geistige Mobilität, und mit einer neuen „alten Liebe“. Immobilien stehen dagegen im Mittelpunkt eines anderen Schwerpunktes. Auf 16 Seiten nämlich erzählen wir in Bildern und Texten die Geschichte und Geschichten der Coburger Innenstadt und ihrer Sanierungsgebiete. Eher abstrakt ist dagegen dieses Mal unsere Galerie mit Werken des Coburger Künstlers Stephan Welsch, der am Anfang seiner Karriere steht. Seine zweite feiert dagegen Josua Kohberg, nachdem die erste für ihn in der Pleite endete. Auch seine Geschichte erzählen wir. Und wir haben mal rumgesponnen in unseren mutigen Ideen: Wie wäre es denn mit einem neuen Rathaus für Coburg? Warum? Ja, warum denn nicht? So, und jetzt sind Sie dran. P.S. Noch schneller: alle Geschichten aus dem COBURGER schon vor dem Druck auf www.coburger-magazin.de!
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COBURGER | DAS MAGAZIN
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INHALT
Englischer
Cider ider 26
SONDERTHEMA MOBILITÄT Was bewegt uns?
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GALERIE Stephan Welsch
10 PLEITE. UND JETZT?
Aus der neuen Reihe „Grenzerfahrungen“
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DR. WOLFGANG LORENZ Dem Schimmel auf der Spur
68 56 35 JAHRE GUTES HÖREN STADTSANIERUNG 50 Jahre Städtebauförderung
Hörgeräte Geuter
Perry‘s Cider - seit über 180 Jahren für die Herstellung hand crafted Cider bekannt. Wir führen über 50 verschiedene Cider, Birnenwein, Cider-Brandy und Likör mit einer einzigartig britischen Seele! Ausgewählte Sorten auch im Bar Restaurant 1627 in Coburg erhältlich.
64 SØNDERVIG
Der COBURGER auf Reisen
62 GLASFASERAUSBAU
IMPORTEUR SEIT 2004
Ausbau des Stadtgebietes
BEST ENGLISH CIDER Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80, Mobil 0171 9234203 . Öffnungszeiten: Do, Fr: 15-18 Uhr, Sa: 14-18 Uhr
www.ciderhof.de
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STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH...
UNDURCHSICHTIG
BASTELARBEITEN
Endlich also Stadtratsfernsehen in Coburg. Mehr Transparenz für die Bürger. Jede und jeder kann sich bei Interesse online hineinklicken, wenn ein Besuch im Stadtrat nicht möglich ist. Kann verfolgen, wie Anträge im Stadtrat besprochen, beschlossen, abgelehnt oder in den Geschäftsgang verwiesen werden. Wie zum Teil mühsam, immer aber ernsthaft Stadtpolitik in diesem höchsten Gremium betrieben wird, wie Demokratie auf offener Bühne funktioniert. Ein richtiger Schritt, zeitgemäß, mit der Coburg vielen anderen Städten in Deutschland voraus ist, zunächst nur als Testphase, aber immerhin. Eine Idee, schon vor längerer Zeit ins Spiel gebracht, vom Stadtrat einstimmig beschlossen, und hinter den Kulissen vor allem auch vom neuen Oberbürgermeister lange und akribisch vorbereitet, bis fast alle Bedenken einzelner Stadträte aus dem Weg geräumt waren, vor allem, was den Datenschutz angeht. Doch leider eben nicht alle Bedenken: Das Coburger Stadtratsfernsehen bleibt ein reines Livestreaming. Es gibt keine Mediathek, keine Nachberichterstattung, in der nach dem Ende der Sitzung auch noch nachschauen kann, wer Donnerstagnachmittag um 14 Uhr keine Zeit hat, sich in die Liveübertragung hineinzuklicken. Da wiederum sind andere Städte Coburg weit voraus. Trier, Magdeburg, Dresden zum Beispiel. Dort finden sich die Aufzeichnungen früherer Sitzungen. Dieses Vorgehen gibt wesentlich mehr Menschen die Möglichkeit, das Angebot zu nutzen.
Der COBURGER dient nicht nur als zweimonatliches Magazin mit Geschichten und Bildern aus Coburg, er animiert auch zu eigener Kreativität. Diesen Beweis hat unsere Leserin Christina Pfeuffer erbracht. Sie schickte uns eine, wie sie es nannte, „kleine Bastelarbeit mit Bildern aus dem letzten Coburger. Hat Spaß gemacht und sorgt mitten in der Arbeit für das neue Magazin vielleicht für ein bisschen Amüsement.“ Das tut sie, diese Collage, die wir hier natürlich gerne zeigen, weil wir uns sehr darüber gefreut haben. Dankeschön. Auch für die Post von Christian Geyer aus Coburg, der sich in einem handgeschriebenen Brief in lobenden Worten für die Arbeit des gesamten COBURGER-Teams bedankt. Er schließt mit den uns ehrlich berührenden Worten „Von Herzen Dank für alle Ideen, alle Mühen, alle Arbeit“ und schickt uns dazu ein „tierisch“ schönes Bild aus seinem Garten. Lieber Herr Geyer, wir haben zu danken, soviel Lob tut gut, ein ganz herzliches Dankeschön.
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PLEITE Von Gabi Arnold | Fotos: Val Thoermer
Grenzerfahrungen In unserer Reihe Grenzerfahrungen erzählen Menschen ihre Geschichten. Es sind Geschichten von Niederlagen, von Krankheit oder Gefahr. Dieses Mal haben wir Josua Kohberg getroffen. Er hat mit einem Startup-Unternehmen in den 1990er-Jahren eine Riesenpleite erlebt, und spielt jetzt wieder ganz vorne mit in der Geschäftswelt.
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UND WAS JETZT?
PLEITE VON GANZ UNTEN BIS GANZ NACH OBEN
UND WA S JET ZT?
Josua Kohberg ist ein gut gelaunter und aufgeschlossener Mensch, und dazu hat er auch allen Grund. Beruflich steht er blendend da, als Unternehmer, Autor und Neurowissenschaftler. Das war nicht immer so. Kohberg ist mit seinem ersten Unternehmen grandios gescheitert. Aufgegeben hat er nicht, sondern er ist an der Niederlage gewachsen.
„In den 1990er-Jahren war da so eine Art Goldgräberstimmung, die mich angesteckt hat“, erzählt Kohberg. Wir treffen ihn in seiner Akademie, in der Cortendorfer Straße in Coburg. Kohberg arbeitet heute als erfolgreicher Unternehmer, Autor und Redner. Seine Laufbahn beginnt allerdings ganz anders. Kohberg, Jahrgang 1973, in Krumbach im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben geboren, lernt Schriftsetzer bei der Süddeutschen Zeitung. „Das war so zusagen mein erstes Leben“, sagt er. Denn es sollten noch „viele Leben“ folgen. Kohberg interessiert sich in den 1990er-Jahren brennend für alles, was mit Computern und Programmierung zu tun hat. Und so kommt er auf die Idee, in die – damals ganz am Anfang stehende – MultiMedia Branche einzusteigen und ein Unternehmen zu gründen. Doch da gibt es einen Haken, er benötigt in den ersten zwei Jahren circa 750.000 Euro Startkapital für sein Vorhaben. „Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich das mit dem Geld mache“, blickt er zurück. Ein wenig hat er zwar gespart, aber das reicht bei Weitem nicht für den Start-Up. Kohberg überlegt, er stellt einen geschickten Businessplan auf, der die Banken überzeugt. Sein Startkapital wird bewilligt.
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PLEITE
„Eine Pleite entsteht aus Fehlern, die zwar vermeidbar gewesen wären, auf der anderen Seite aber sehr lehrreich sind. Bei mir war es so, dass ich ab dann sehr bewusst an meinem Verhalten gearbeitet habe und daran, wie ich mit Geld umgehe.“
Im Jahr 1991 gründet er seine Agentur und programmiert erste HTML-Seiten neben dem klassischen Print. Weiter geht es mit der Programmierung von Multimedia CDs, und ab 1995 ist er ausschließlich im Bereich von Internet und Multimedia unterwegs. Das Geschäft läuft sehr erfolgreich. „Zu Beginn war der ‚Cashflow‘ noch genial“, blickt er zurück. Dem beruflichen Erfolg folgt ein privater Höhenflug. „Ich bin im großen Mercedes rumgefahren und hatte ein arrogantes Auftreten“, sagt er. Kohbergs Agentur läuft so gut, dass er expandiert und zeitweise bis zu 17 Freelancer und Mitarbeiter beschäftigt hat. Das Modell funktioniert bis Mitte der 1990er-Jahre, dann bricht das Geschäft aus verschiedenen Gründen ein.
Noch bevor ihn die reale Pleite 1999 einholt, entwickelt er eine neue Technologie, den neoos® und legt so die Basis für sein zweites Unternehmen KOSYS. Der neoos® klingt nach Science Ficition, denn er ermöglich Hören über die Haut. „Man lernt schneller, einfacher und lebt gesünder“, erklärt Kohberg. Er habe zum Entwicklungsstart 1997 schon das klare Ziel vor Augen gesehen, Hören ohne Ohren zu ermöglichen. Beim neoos® handelt es sich um einen Ultraschall-Generator, der Impulse über die Haut an das Gehirn sendet. Die Idee dahinter: Man lernt die Sprachen gewissermaßen zu 85 Prozent einfach nebenbei ohne zusätzlichen Zeitaufwand.
„Ab 1995 wurde das Thema Multimedia immer stärker, es tauchten immer mehr Dienstleister auf“, erklärt Kohberg. Ab den Jahren 1996/1997 habe auch das Arbeitsamt angefangen, Multimediadesigner in die Weiterbildung zu schicken. Diese Konkurrenz wiederum habe sich am Markt bemerkbar gemacht. Zudem seien die Stundensätze für Programmierer stetig weniger geworden. Auch habe ihn die Expansion seines Unternehmens und die Führung seiner Mitarbeiter überfordert, sagt er heute. Und das Wichtigste: Den Umgang mit Geld habe er nie richtig gelernt, die Einnahmen seien schnell abgeflossen. „Es war irreal, ich habe zwar viel Geld verdient, aber ich habe eben fröhlich viel Geld mit vollen Händen ausgeben.“ (Josua Kohberg) Obwohl die Einnahmen stetig abnehmen, bleiben die laufenden Kosten sehr hoch. Kohberg nennt zum Beispiel Leasingmodelle für HighEnd Rechner, hochpreisige Scanner oder Bürokosten, die sehr viel Geld schlucken. Die Schulden häufen sich an, bis Kohberg gewaltig auf die Nase fällt. Ende der 1990er-Jahre steht er mit einem Riesenberg an Schulden da. Kohberg verzweifelt nicht, sondern handelt seinen Worten nach lösungsorientiert. Ihm wird klar, dass er seine „selbst geschaffenen Probleme“ selbst bereinigen muss. Allerdings hat er Mentoren, die ihn begleiten. Ein Wendepunkt ist die Begegnung mit Vera. F. Birkenbihl (1946 bis 2011). Birkenbihl ist damals die Leiterin des In stituts für gehirngerechtes Arbeiten. „Aus Ihrem Impuls heraus bin ich mit der Idee an den Start gegangen, passives Hören technisch umzusetzen“, erzählt Kohberg. Dieser neue Ansatz, beispielsweise Sprachen zu lernen, fasziniert ihn.
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UND WAS JETZT? Der reale Zeitaufwand für das Erlernen einer neuen Sprache sinkt damit von den üblichen 300 Stunden auf 40 bis 50 Stunden. Bis Kohberg nach seiner Pleite wieder auf die Beine kommt, dauert es allerdings. „Die ersten zwei Jahre waren die härtesten, da habe ich von der Hand in den Mund gelebt.“ Bis zum Jahr 2008 lebt er bescheiden, verzichtet auf Urlaub und gönnt sich kaum etwas. Im Jahr 2008, neun Jahre nach der Pleite, hat er es geschafft: Die letzten Schulden sind getilgt, er kann wieder durchatmen. Heute steht sein neues Unternehmen KOSYS solide da, auch jetzt in der Krise. „Ich musste 2020 keinen Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken“, sagt er und fügt augenzwinkernd hinzu: „Heute bin ich sehr umsichtig, was finanzielle Entscheidungen angeht, ich plane Durststrecken ein und gehe sehr viel weniger Risiko ein.“
„Im Nachhinein sage ich, dass ich damals extrem blauäugig war.“
Eine Pleite, sagt er, sei kein Grund zum Verzweifeln, sondern ein kurzfristiger Zustand, den viele erfolgreiche Menschen erlebt hätten. Rückblickend sieht er diesen Abschnitt in seinem Leben sogar positiv. „Ich bin daran gewachsen, ich habe gemerkt, dass Geld kein Statussymbol, sondern vielmehr unternehmerischer Handlungssspielraum ist“, sagt er.
neoos® passives Hören über die Haut Josua Kohberg hat acht Bücher geschrieben, mehr als 100 Mental-Trainings publiziert, 14 Sprachkurse erstellt und insgesamt zehn Generationen des neoos® entwickelt, außerdem gemeinsam mit seiner Frau und einem weiteren Autor die erste App.
Weitere Informationen: www.kosys.de/der-neoos-unser-wundergerat/
Informationen zur App finden Sie unter www.wooyce.com.
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50 JAHRE
STÄDTEBAUFÖRDERUNG
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Die Städtebauförderung hat in den letzten Jahrzehnten viele Spuren in der Vestestadt hinterlassen. Verfallene Häuser erstrahlen in neuem Glanz, marode Viertel haben wieder eine Zukunft, viele Aufgaben stehen noch bevor: Coburg in Bildern auf den nächsten zehn Seiten und ab Seite in einer Sonderveröffentlichung der Wohnbau Stadt Coburg und der Stadt Coburg unter der Motto "Coburg schreibt Zukunft".
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MUTIGE IDEEN Von Wolfram Hegen
Mutige Ideen#1 Unsere Geschichte über vielleicht ungewöhnliche, aber gerade deswegen mutige Ideen für Coburgs Zukunft aus dem Coburger #43 im Februar hat uns einige Rückmeldungen eingebracht. Meist positiv, und wenn kritisch, dann vor allem, dass die eine oder andere Idee nicht größer präsentiert, gedacht, erläutert worden ist, sondern durch die Aufzählung auf vier Seiten fast ein wenig unterging. Das wollen wir ab sofort ändern. In jeder Ausgabe präsentieren wir eine Idee.
Und wenn Sie auch noch Ideen haben … her damit.
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RATHAUS
EIN NEUES RATHAUS FÜR COBURG Die Idee ist nicht ganz neu, sie stammt aus dem Jahr 2015, aber so richtig hat man sie in der Öffentlichkeit nicht diskutiert. Vielleicht, weil andere große Projekte anstehen, die sich tief in den Stadtsäckel fressen, vielleicht, weil man auch in Zukunft stolz sein möchte auf das historische Rathaus mitten am Marktplatz, vielleicht, weil diese mutige Idee auf den ersten Blick ja wirklich erst einmal die ratlose Frage aufwirft: Hä, warum denn ein neues Rathaus? Zugegeben, die Antwort muss schon sehr überzeugend sein, dass man sich überhaupt auf die Vision eines neuen Rathauses für Coburg einlässt. Oder anders: Eine Antwort reicht eigentlich nicht, es muss schon sehr viele gute Gründe geben. Diese Gründe gibt es, niemand, der mit so einer Idee an Verantwortliche oder die Öffentlichkeit tritt, möchte als Spinner abgetan werden. Betrachten wir also die aktuelle Situation: Die Stadtverwaltung Coburg ist derzeit auf viele verschiedene Stellen in der Stadt verteilt (Rathaus, Ämtergebäude, Stadthaus, Bürglaßschlösschen, Rosengasse, Oberer Bürglaß, Steingasse, Uferstraße, Herrngasse). Dass das in vielerlei Hinsicht wenig effektiv und zeitgemäß ist, erschließt sich nach kurzem Nachdenken, doch wir wollen natürlich genauer hinschauen:
Zeitverluste Weite Wege zwischen den Häusern kosten Zeit und Geld. Für den Weg zu gemeinsamen Terminen der Verwaltung, für die Hauspost zwischen den einzelnen Häusern.
Mehrfachstrukturen Viele der Einheiten benötigen Räume und/oder Material und/ oder Personal für eigene Registraturen, Kassensysteme für Gebühreneinzahlungen, Hausmeisterdienste.
Energiekosten
Was also wären die Vorteile eines möglichen Neubaus? • Kürzere Wege • Effizienteres Arbeiten • Weniger Energiebedarf • Bessere Erreichbarkeit • Zufriedenere Bürger • Zeitgemäßes Erscheinungsbild • Weniger Kosten
Die fast ausnahmslos historischen Gebäude der Stadtverwaltung Coburg sind energetisch nicht mehr zeitgemäß. Vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels ein großer Nachteil der aktuellen Situation.
Auf dem Ketschenanger wäre auch ausreichend viel Platz. Die dann leeren historischen Gebäude vor allem in Coburgs Innenstadt böten Platz für Stadtmuseum, Wohnen, Hotels, Gastronomie, Kultur. Das wäre wiederum ein großer Impuls für die Coburger Innenstadt.
Barrieren
Klar, ein neues Rathaus kostet viel Geld.
Viele Ämter der Stadt sind nur schwer oder nicht barrierefrei zu erreichen. Bauliche Veränderungen sind erforderlich.
Raumsituation Zu wenig Besprechungsräume, zu wenig Platz für Stadtarchiv mit der Folge weiteren Raumbedarfs, ein zwar historischer, aber nicht mehr zeitgemäßer Rathaussaal.
Zustand Die vielen historischen Gebäude erfordern immer wieder aufwändige Sanierungsarbeiten.
Wir denken aber, zahllose Synergieeffekte, große Einsparmöglichkeiten und weitere Vorteile wären es wert, diese mutige Idee einmal durchzurechnen. Vielleicht kommt ja dann heraus, dass eine Aufrechterhaltung der bestehenden Strukturen über viele Jahrzehnte in Wirklichkeit noch mehr Geld kosten würde.
Jetzt noch Fragen?
Sind das Gründe genug? Der Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder.
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VON WOLFRAM HEGEN
SONDERTHEMA
MOBILITÄT Was
bewegt uns ?
Am sechsten Tag erschafft Gott den Menschen – und er freut sich, erzählt man gerne. Der Mensch solle sich vermehren, ausbreiten und auf alles aufpassen, was lebt. Er vertraue alles dem Menschen an, dieser solle sorgsam damit umgehen. Tja. Der liebe Gott – er muss müde gewesen sein nach fünf Tagen harter Arbeit WeltErschaffen. Statt sich um die Schöpfung zu kümmern, erfindet sein Schützling lieber Rad und Wagen, setzt sich auf Tiere, zimmert Boote, baut sich Flügel, bringt Kessel zum Kochen, verbrennt Öl, zapft die Sonne an, schießt sich mit Raketen in den Himmel, und packt alle seine Wagen, Schiffe, Züge, Fluggeräte am besten noch randvoll mit Gepäck. Was bewegt ihn, dass er sich immer bewegt? Was bewegt ihn, dass er sich immer schneller und immer weiter bewegt? Ist Mobilität ein Wert an sich? Physische, aber auch geistige Mobilität? Ist der Weg also das eigentliche Ziel – Mobilität als Illusion der Freiheit von Körper und Geist in Raum und Zeit? Der Mensch jedenfalls ist mobilitätssüchtig. Sonst verhielte er sich nicht wie ein Junkie und hofft nach einem Jahr coronabedingter Entziehungskur schon deswegen auf eine schnelle Impfung, um endlich mal wieder raus-/ fort-/ wegzukommen. Mobilität also heißt nicht nur von A nach B zu fahren, oder sich mal auf dieses, dann auf ein anderes Thema einzulassen, sie ist Selbstzweck, Er-Fahrung, Fort-Schritt. Mobilität gibt uns Sinn. „Mars macht mobil, bei Arbeit Sport und Spiel“, heißt es in einer alten Werbung. In Wahrheit macht Mars natürlich vor allem dick und träge.
INTERVIEW
INTERVIEW
WAS KOMMT NACH DER AUTOSTADT? Wie wir uns in Zukunft bewegen.
Das Auto für den Job, Einkaufen und den Ausflug, das Fahrrad für das Wochenende, und ab und zu mal zu Fuß eine Runde um den Block: Jahrzehntelang herrschte Ordnung in Sachen Mobilität. Doch nicht erst seit Corona ist Bewegung in die Bewegung gekommen: Das Klima wandelt sich, Ressourcen werden knapp, Großstädte ersticken im Verkehr, kleine Städte fürchten das Ausbluten der Innenstädte. Neue Technologien, neue Ideen sind gefordert. Was kommt nach der Autostadt? Ein Gespräch mit Prof. Dr. Mathias Wilde, Professor für Vernetzte Mobilität an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg und Partner in der Shuttle-Modellregion Oberfranken.
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SONDERTHEMA MOBILITÄT
COBURGER: Die Mobilität hat in Corona-Zeiten eine Pause eingelegt, Menschen sollten möglichst Zuhause bleiben und arbeiten. So waren die Straßen oft leer, auch Züge, Busse und Flugzeuge waren nicht so voll wie sonst oder gar nicht unterwegs. Dafür stieg der Verkehr im Netz extrem an. Meetings fanden online statt, das Treffen mit Freunden, digitale Live-Events. Was denken Sie, wird von diesem geänderten Verhalten etwas übrigbleiben? Prof. Mathias Wilde: Wir werden nicht mehr den Zustand haben wie vor Corona. Gerade die Arbeitswelt wird verändert bleiben. Mehr Menschen werden öfter im Homeoffice arbeiten als davor, es wird auch in Zukunft mehr digitale Meetings geben. Dadurch steigt die Verdichtung des Berufslebens. Das heißt aber nicht, dass die Mobilität dauerhaft geringer sein wird als vor Corona. Wir sprechen da von einem Rebound-Effekt: Dass, was wir an Zeit einsparen, werden wir überkompensieren, neuer Verkehr wird produziert, weil die Vernetzung von Menschen und Unternehmen weltweit zugenommen hat und damit natürlich auch wieder mehr Bedarf an persönlichen Treffen entsteht. Die Mobilität wird sich also wieder auf hohem Niveau einpegeln, gleichzeitig wird die Verdichtung des Arbeitslebens erhalten bleiben. COBURGER: Und welche Verkehrsmittel werden die Menschen nach Corona mehr und welche weniger nutzen als vorher? Prof. Mathias Wilde: Viele haben sich, wenn möglich, während Corona von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgewandt, von Bus, Bahn, Zug. Die Nähe zu anderen Menschen sollte ja gemieden werden. Viele sind in dieser Zeit auf das Fahrrad umgestiegen, gehen mehr zu Fuß oder sind mehr in ihrem eigenen Fahrzeug unterwegs. Das war und ist natürlich ein herber Schlag für den ÖPNV. Und es ist wirklich eine spannende Frage, wie sich das in Zukunft entwickeln wird. Meiner Meinung nach haben sich durch Corona die Komfortzonen des Einzelnen verändert. Man möchte auch in Zukunft gerne etwas mehr Abstand. Das würde für einen Zuwachs des Individualverkehrs sprechen, ob nun mit Auto, Fahrrad, E-Scooter oder anderen Möglichkeiten. COBURGER: Aber gerade das Auto hat doch vor allem in Großstädten in den letzten Jahren an Bedeutung verloren? Bekommt es jetzt wieder einen höheren Stellenwert? Prof. Mathias Wilde: Das ist eine umstrittene Frage, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Da gibt es ganz gegenläufige Entwicklungen.
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Bei jungen Menschen hat das Auto einen geringeren Stellenwert als früher. Der Führerschein wird später gemacht, er gilt nicht mehr so als Statussymbol. Gerade in Städten beobachten wir diese Entwicklung. Auf der anderen Seite besinnen sich viele, sobald sie älter werden, wenn sich das Leben ändert, man einen guten Job hat, eine Familie gegründet wird, man raus aufs Land zieht, ein eigenes Haus baut, wieder auf das Auto. Und man darf auch nicht vergessen: Wir haben statistisch gesehen seit Jahren steigende Zahlen an KFZ-Zulassungen in Deutschland. COBURGER: Alle reden von Elektromobilität, Autohersteller übertreffen sich in neuen Modellen, der Staat subventioniert diesen Wandel. Ist Elektromobilität in Ihren Augen die Zukunft? Prof. Mathias Wilde: Fossile Brennstoffe werden knapp, daher müssen wir uns überlegen, wie wir Mobilität nachhaltig hinbekommen. E-Mobilität ist dafür ein Baustein. Wenn man aber nur auf Elektromobilität setzt, wenn wir also nur den Benziner gegen das Elektrofahrzeug tauschen, ist das eine Sackgasse. Letztlich wäre das nur eine Antriebswende. Wir benötigen aber eine Mobilitätswende weg von der sogenannten monomodalen Mobilität, die vor allem auf das Auto setzt, hin zu einer multimodalen, einem klugen Mix aus ÖPNV, Rad, Fuß, vernetzter Mobilität und Auto. Nur über Elektromobilität zu diskutieren, ist daher viel zu einseitig, auch in Sachen Nachhaltigkeit. So verbraucht etwa die Herstellung der Batterien viele Ressourcen, deren Recycling steht erst am Anfang. COBURGER: Städte sind in den letzten Jahrzehnten rund um das Auto gedacht und geplant worden. Rund um welches Thema entwickeln sich die Städte in Zukunft? Prof. Mathias Wilde: Da muss man ein wenig unterscheiden. Wir haben einmal die großen Städte, die unter einem gewaltigen Handlungsdruck stehen. Die Wege sind lang, die Straßen überlastet, lange Staus kosten viel Zeit, die Innenstädte sind vollgeparkt. Die Menschen wünschen sich aber ein lebenswertes Umfeld, kein Verkehrschaos, keine vollen Bahnen, keine Hektik. Viele große Städte sind daher schon auf dem Weg, sich umzuorientieren. Berlin, München, Paris, Madrid, London, Stockholm sind einige Beispiele. Das dauert aber. Man muss sich überlegen, dass die Grundlagen der heutigen Städte in den 1960ern gelegt wurden. Damals wurde der Pfad hin zu autogerechten Städten eingeschlagen. Daraus sind sogenannte Pfadabhängigkeiten entstanden. Es sind Funk-
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INTERVIEW
tionsbereiche entstanden, Wohnviertel, Einkaufsviertel, die grüne Wiese. Viele sind heute nur noch mit dem Auto zu erreichen. Jetzt ist Nachhaltigkeit ein bedeutendes Thema. Und da sind wir erst am Anfang einer Transformation. Dabei hilft es, sich auf das Ideal der europäischen Stadt zurückzubesinnen, auf die historisch gewachsene mittelalterliche Struktur vieler Städte in Europa. Städte der kurzen Wege. Leben, Arbeiten, Einkaufen, alles in nächster Nähe. Daher haben auch kleinere Städte wie z.B. Coburg nicht die massiven Probleme wie Großstädte, der Handlungsdruck durch die negativen Folgen des Autoverkehrs ist hier weniger ausgeprägt. COBURGER: Aber auch in Coburg ist die Innenstadt in einer Krise, der Handel ist nicht mehr der alleinige Frequenzbringer, coronabedingt kaufen zudem noch mehr Menschen eher auf der grünen Wiese ein, dazu boomt der Onlinehandel. Was können neuen Mobilitätsformen zu einer Wiederbelebung von Innenstädten beitragen? Prof. Mathias Wilde: Wir brauchen eine Rückbesinnung auf die frühere Stadt. Die Innenstädte müssen mehr Aufenthaltsqualität entwickeln, mehr Wohnen, mehr Erlebnis, mehr Gastronomie sind ganz wichtig. Es geht also darum, Funktionen wieder mehr zu mischen. Und man sollte sich auf die Besonderheit der eigenen Heimat, der Region besinnen und an der eigenen Einzigartigkeit arbeiten, um nicht vergleichbar mit anderen Innenstädten zu sein. Das kann man städtebaulich begleiten. Weniger das Auto alleine, hin zur Multimodalität, also Möglichkeiten und Raum für passende Verkehrsmittel für den passenden Zweck schaffen. Dazu muss man alle Verkehrsformen miteinander verknüpfen, also Mobilität vernetzen. Am besten auch digital. Eine App, ein Ticket, eine Karte, über die man Bus, Bahn, Carsharing, E-Scooter etc. abrechnen kann. Da gibt es ja auch schon die ersten Anbieter. Übrigens sitzt
das Portemonnaie auch lockerer bei Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die kaufen zwar pro Einkauf weniger ein, dafür aber häufiger. Das würde wiederum dem Handel helfen. COBURGER: Ein neues Konzept ist ja auch das autonome Fahren. Auch hier in der Region wird das getestet in Kronach, Hof und Rehau. Sie sind im Projekt mit dabei. Welchen Stellenwert wird diese Form der Mobilität in Zukunft haben? Prof. Mathias Wilde: Wir sind beim autonomen Fahren am Scheideweg. Dient das autonome Fahren dem Menschen, der Stadt, der Lebensqualität? Oder produzieren wir mehr Verkehr, mehr Fahrzeuge? In den nächsten Jahren entscheidet sich, welcher Pfad hier für die nächsten Jahrzehnte eingeschlagen wird. Es gibt ja genug Dystopien von Städten, in denen Heerscharen an Robotern durch die Gegend fahren und fliegen, um Menschen und Produkte zu transportieren. Wir müssen daher in den nächsten Jahren daran arbeiten, dass das autonome Fahren den Menschen dient und den Städten, in denen wir leben, und nicht umgekehrt. Autonomes Fahren sollte nicht zu noch mehr Verkehr, zu noch mehr Enge führen, die den Menschen in die Schranken weist. Wenn wir über attraktive Innenstädte reden, hat das nämlich auch immer etwas mit Regelfreiheit zu tun. Es ist angenehm, sich regelfrei über einen Platz, eine Fußgängerzone oder in einem Park zu bewegen. Vor 100 Jahren gab es fast keine Regeln im öffentlichen Verkehr, doch mit zunehmenden Tempo war es der Mensch, der störte. So entstanden mehr und mehr Regeln, wie er sich zu verhalten hat. An so einem Punkt befinden wir uns auch heute. Wir müssen Regeln wieder umkehren, dafür sorgen, dass sich der Verkehr dem Menschen unterordnet, auch das autonome Fahren. Die Fragen stellte Wolfram Hegen
„Viele haben sich, wenn möglich, während Corona von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgewandt, von Bus, Bahn, Zug. Die Nähe zu anderen Menschen sollte ja gemieden werden. Viele sind in dieser Zeit auf das Fahrrad umgestiegen, gehen mehr zu Fuß oder sind mehr in ihrem eigenen Fahrzeug unterwegs. Das war und ist natürlich ein herber Schlag für den ÖPNV. Und es ist wirklich eine spannende Frage, wie sich das in Zukunft entwickeln wird.“ Prof. Dr. Mathias Wilde
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SONDERTHEMA MOBILITÄT
PROF. DR. MATHIAS WILDE
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lehrt und forscht an der Hochschule Coburg zu Themen nachhaltiger Mobilität und der Gestaltung zukunftsfähiger Verkehrssysteme.
Seit 2019: Professor für Vernetzte Mobilität an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg
2017 bis 2019:
issenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Verkehr und Raum der w Fachhochschule Erfurt
2013 bis 2017:
w issenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main
2012:
2005 bis 2012:
rojektmitarbeiter am Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule P Erfurt
2000 bis 2005:
tudium des Verkehrs- und Transportwesens an der Fachhochschule S Erfurt und an der Vilniaus Gedimino Technikos Universitetas
romotion zum Dr. rer. nat. an der Chemisch-Geowissenschaftlichen P Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
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SONDERTHEMA MOBILITÄT
MOBILMACHUNG
FÜRS GEHIRN Damit der Geist in Bewegung bleibt.
Addieren
Zehn Zahlen unter 100 aufschreiben. Dann so schnell wie möglich im Kopf addieren.
Alltagserinnerungen
Sich selbst nach alltäglichen Ereignissen von früher fragen und diese Fragen beantworten.
Auf dem Kopf
Kopf nach unten und lesen.
Begriffe merken
Fünf, zehn und mehr Wörter vorlesen lassen, merken und wiedergeben. Dazu am besten die Worte über Bilder zu einer Geschichte verbinden.
Buchstaben löschen
Aus einem Zeitungsartikel einen bestimmten Buchstaben streichen.
Buchstabieren
Lange Wörter möglichst schnell buchstabieren, Steigerung: rückwärts buchstabieren.
Fingertraining
Daumen und Finger der Hand, Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger, kleiner Finger bilden nacheinander ein „O“.
Formen in der Luft
Mit unterschiedlichen Körperteilen Formen in die Luft malen
Geschichte schreiben
Verschiedene Worte vornehmen, die dann in einer selbsterdachten Geschichte vorkommen müssen.
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GEISTIGE MOBILITÄT
Größe schätzen
Einen beliebigen Gegenstand im Raum aussuchen und seine Größe schätzen. Dann nachmessen.
Lücken füllen
Lückentexte oder auch unvollständige Zahlenreihen ergänzen.
Punkte fixieren
Hinsetzen und einen unbeweglichen Punkt an der Wand, auf dem Boden oder dem Tisch fixieren: erst eine, dann zwei, dann fünf Minuten.
Mit links schreiben (oder rechts)
Einfach mal die Hand wechseln, wenn man etwas aufschreibt.
Münzen im Glas
Münzen in einem Glas sammeln und nach einiger Zeit schätzen, wie viele es sind.
Routinen brechen
Treppe rückwärtslaufen, Tagestermine aus dem Kopf wissen, kalt duschen, nicht ans Telefon gehen etc…
Rückwärtssprechen
Zuerst Worte, dann ganzen Satz ausdenken und rückwärts sprechen.
Sätze bilden
Fünf Worte mit demselben Anfangsbuchstaben aussuchen und Satz daraus bilden. Steigerung: mehr Worte, wechselnde Anfangsbuchstaben o.ä.
Schritte zählen
Alle Schritte an einem Tag zählen. Steigerung: Nur jeden zweiten / dritten/ vierten Schritt zählen.
Seiten verdrehen
Tägliche Routinen mit der anderen Hand machen als normalerweise.
Spiegelschrift
Mit einem Text oder einem Bild vor einen Spiegel setzen und auf einem Blatt spiegelverkehrt nachschreiben oder nachzeichnen.
Wörter vermeiden
Morgens oder für ein Gespräch oder einen spielerischen Dialog ein Wort oder mehrere Wörter vornehmen, die man vermeidet.
Zählen
Von einer gewissen Zahl in festen Schritten, z.B. 2-er, 3-er oder 7-er Schritten, möglichst schnell rückwärts zählen.
Zuhören
Beim Radio oder Fernsehen leicht zeitversetzt Gesagtes wiederholen, ähnlich Dolmetschen.
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INTERVIEW
BÄT ZOLDT OHG
EINGEROLLT Resümee nach dem ersten Jahr im Zweirad-Geschäft
Sommer, Sonne – und dann mit dem Roller durch die City: Vor gut einem Jahr ist die Firma BÄTZOLDT oHG ins Zweirad-Geschäft eingestiegen. Zeit für eine kleine Bilanz. Erik Bätzoldt stand uns für ein Interview zur Verfügung und gab uns Einblicke vom ersten Geschäftsjahr und Ausblicke auf weitere Entwicklungen.
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COBURGER | DAS MAGAZIN
COBURGER: Erik, wie ist eigentlich der Gedanke entstanden, neben der Kfz-Werkstatt und der Gartenabteilung auch ins Zweirad-Geschäft einzusteigen? Erik: Es war mehr oder weniger fast Zufall, dass wir diesen Schritt gewagt haben. Motorrad-affi n bin ich schon seit langer Zeit. In meiner Jugend fuhr ich Enduro-Rennen, war lange Zeit begeisterter Motorradfahrer, habe es aber aus Zeitmangel eingestellt und das Motorrad schweren Herzens verkauft. Bis vor zwei Jahren: Da bekam ich zum Geburtstag einen Gutschein für ein Motorradwochenende und die alte Leidenschaft ist wieder entfacht. Kurz danach legte ich mir eine KTM zu und musste damit öfters zur Firma Zweirad Ehrlicher und bin so mit Jochen Ehrlicher ins Gespräch gekommen. Jochen suchte für seine Roller und Motorrad-Vertretung einen Nachfolger. Die
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Advertorial
SONDERTHEMA MOBILITÄT Marke Kymco ist im deutschen Mark gut etabliert und die wendigen Roller und Quads sind eine gute Alternative als Zweitfahrzeug für unsere Kunden. Für die Übernahme der Roller-Vertretung der Firma Kymco sind wir uns relativ schnell mit dem Vertreter einig geworden. Zusätzlich haben wir die Firma Super Socco ins Programm aufgenommen, diese stellen ausschließlich Roller auf Akkubasis her. So Besticht der Super Socco CUX allein mit seinem geringen Gewicht und einer ungefähren Reichweite von 80 KM, perfekt geeignet zur Mitnahme in einem Wohnmobil. So kann man auch vor Ort mobil bleiben. COBURGER: Wie war das erste Jahr für euch als Händler, gerade mit dem Start in der Lockdown Phase? Erik: Unseren Start hatten wir uns anders vorgestellt. Wir haben zwei Werkstatthallen zu einem ansprechenden Ausstellungsraum umgebaut und uns reichlich mit Rollern und Quads eingedeckt. Gerade durch die Erweiterung der Führscheinklasse B196 haben wir uns bei den 125er Rollern einen größeren Absatz vorgestellt. Gut – für den Lockdown konnte keiner etwas. Durch unsere diversen Werbemaßnahmen haben wir gut auf uns aufmerksam gemacht, und sind als neuer Ansprechpartner für Zweiräder von unsere Kunden wahrgenommen worden. Als wir endlich starten konnten, wurden wir gut frequentiert und konnten über diverse Rollergrößen hinweg einen guten Absatz verzeichnen. Auch dieses Jahr ist trotz der bestehenden Corona-Situation, was den Verkauf angeht, gut
angelaufen. Wir hoffen, dass – sobald regulär geöffnet ist – der Kundenstrom wieder zu nimmt. COBURGER: Merkt man auch im Zweiradgeschäft, dass es hier und da zu Lieferengpässen kommt? Erik: Im Augenblick sehr stark sogar. Uns geht es hier wie allen anderen Branchen auch, nicht nur bei Ersatzteilen, sondern auch bei Neufahrzeugen. Dazu kommen natürlich noch die Erhöhung der Fracht und Lieferkosten. COBURGER: Hat für dich als Motorradfahrer, ein Akku-Roller bzw. Akku-Moped am Markt eine Chance? Erik: Natürlich, die Akku-Fahrzeuge haben in diesem Bereich sehr gut aufgeholt. Die Reichweite ist zwar mit einem klassischen Verbrennungsmotor nicht zu vergleichen, aber das Anfahren bzw. die Beschleunigung bieten ein ganz anderes Fahrverhalten. Dadurch, dass der Akku an einer normalen Steckdose geladen werden kann, ist das Handling relativ einfach. Für jemanden, der täglich nicht mehr als 80 Kilometer hin und zurück zur Arbeit hat, nur empfehlenswert. Auch das Gewicht spielt eine Rolle, so wiegt z.B. der Super Socco CUX knapp 64 Kilogramm, ist also sehr gut für Jugendliche oder ältere Personen als Zweirad geeignet. COBURGER: Verkauft ihr auch Roller mit klassischem Schaltgetrieben und habt ihr auch Zubehör? Erik: Wir führen ausschließlich Roller mit einer Automatikschaltung. Im Ausstellungsraum haben wir neben der großen Auswahl an Rollern auch eine Auswahl an Helmen und Nierengurte sowie Handschuhe und ein paar Jacken. Auf Kundenwunsch können wir über die Firma Germot Ausrüstung bestellen. COBURGER: Dein Fazit, war eure Entscheidung richtig? Erik: Auf jeden Fall. Wir werden als Händler gut war genommen, haben bereits einen neuen Kundenstamm gewonnen, und bis jetzt nur positives Feedback erhalten. Und ganz ehrlich, mit dem Roller durch die Stadt, dass hat schon was, ich sag nur Urlaubsfeeling und – das Beste – keine Parkplatzprobleme.
Weitere Informationen unter www.baetzoldt.com AUSGABE 45 / JUNI 2021
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MENSCH
BEWEGT SICH Muskeltraining draußen
Slackline Ein Hochseiltanz ohne Risiko – Slacklinen ist seit ein paar Jahren eine einfache Möglichkeit, Spaß zu haben, seinen Körper zu trainieren und sich mit anderen zu messen. Und das Beste: Slacklinen kann man fast überall, wo Bäume sind oder andere Möglichkeiten, ein Seil zwischen zwei Punkten zu befestigen. Nur bitte aufpassen, dass die Natur dabei nicht zu Schaden kommt. Aber ansonsten: Einfach rauf aufs Seil und Balance halten, eine Strecke zurücklegen, hochspringen und wieder landen. Durch das permanente Ausgleichen der Bewegungen der Slackline ist der Körper immer in Spannung, das stärkt Bänder, Sehnen und vor allem die Muskeln in den Beinen und im Rücken.
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MENSCH BEWEGT SICH
Über 600 Muskeln bringen einen menschlichen Körper in Bewegung. Sie sorgen dafür, dass wir aufstehen, laufen, greifen können, dass wir früh die Augen aufbekommen
d– sportl an ss, macht spa f it & gesund
und sie abends wieder schließen, sie sorgen dafür, dass unser Ohr vor zu viel Lärm geschützt wird, weil der kleinste Muskel, der Steigbügelmuskel, seinen Dienst tut, oder dass wir uns im Schneidersitz auf den Boden setzen können, weil der längste Muskel aktiv wird, der Schneidermuskel. Der Mensch also ist 24 Stunden in Bewegung. Meistens unbewusst. Beim Sport, vor allem natürlich beim Training bewegen wir Muskelpartien dagegen ganz gezielt. Nicht nur beim effektivsten, plan- und messbarsten Training mit Hanteln, Gewichten oder an Geräten, sondern auch bei anderen Bewegungsformen. Drei Ideen, jahreszeitgerecht an der frischen Luft.
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SONDERTHEMA MOBILITÄT
Inlinern Wer sich ordentlich fertigmachen möchte, der sollte in die Inliner steigen und losfahren. Aber doppelt Vorsicht: Zum einen sollte man das Fahren beherrschen, vor allem auch das Bremsen, und man sollte sich nicht überschätzen, Inlinern nämlich bringt einen ordentlich ins Schwitzen, der Puls geht hoch, die Kräfte schwinden. Also langsam mit kurzen Strecken anfangen. Dann aber ist Inlinern ideal, wenn man Fun, Ausdauer und Muskeltraining verbinden möchte. Durch den sogenannten „Scherenschnitt“ ist die komplette Beinmuskulatur gefordert. Um stabil unterwegs zu sein, ist man zudem immer ein wenig in der Hocke. Dass dass schon bald ordentlich brennt, kann man sich vorstellen. Und auch die Gesäßmuskeln, der Rücken und der Bauch bedanken sich.
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MENSCH BEWEGT SICH
NEU Seilspringen Und wer noch eine Schippe drauflegen möchte, der schnappt sich das Seil, geht in den Garten, und kommt nach einer halben Stunde fix und fertig zurück. Seilspringen nämlich mag zwar nicht den größten Funfaktor haben, fordert aber den ganzen Körper. Muskelaufbau, Abnehmen, Herz-Kreislauf-Training – Seilspringen ist einfach, aber sehr effizient. Doch auch hier gilt: langsam anfangen. Neben der Ausdauer freuen sich dann vor allem die Muskeln: Ob nun Waden, Oberschenkel, Gesäß oder auch Arme: Beim Seilspringen ist die ganze Frau oder der ganze Mann gefordert. Ganz nebenbei trainiert man auch die Koordination.
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ERNST-AUTO
MOBILITÄT MIT
LEIDENSCHAFT ... und das seit 1926
Die Autohaus Willy Ernst GmbH ist ein mittelständisches Familienunternehmen in Coburg, Volkswagen Vertragspartner im Vertrieb und im Service, sowie Vertragspartner der Marken Audi, Skoda, SEAT und Volkswagen Nutzfahrzeuge im Servicebereich. Joachim Ernst führt das Autohaus in dritter Generation: „Mobilität bewegt unsere Familie und unser Team seit Generationen. Wir sind Autoexperten mit Leidenschaft und Haltung. Und das seit über 94 Jahren. Die Konstante, die uns am Laufen hält, lautet Qualität. Bei unseren Modellen, bei unseren Werkstattleistungen, bei jedem unserer Services und ganz besonders im persönlichen Umgang mit unseren Kunden. Unsere tägliche Mission lautet so einfach wie konsequent: gute Arbeit.“
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Advertorial
SONDERTHEMA MOBILITÄT
So einfach können Sie ein Fahrzeug für jede Gelegenheit schnell, günstig und flexibel mieten: Im Ernst-Auto Servicecenter einmalig und kostenlos registrieren, die Rentilist-App auf dem Smartphone herunterladen und schon sind Sie startklar! Ihr Smartphone ist buchstäblich der Schlüssel für Ihre Mobilität, denn das gebuchte Fahrzeug lässt sich damit öff nen und schließen. Des Weiteren haben Sie über die App die Möglichkeit, Fahrzeuge zu reservieren oder – wenn diese verfügbar sind – sofort zu buchen. Schnell & flexibel: Nach kostenloser Anmeldung können Sie zu jeder Zeit, unabhängig von den Öff nungszeiten ein Fahrzeug mieten. Ob spontaner Großeinkauf oder der Transport eines sperrigen Gegenstandes: Ihrer Mobilität sind keine Grenzen gesetzt. www.carsharing-coburg.de
Die ehemalige Kantine von Ernst-Auto war schon immer ein Ort der Begegnung. Neben der Verköstigung der Mitarbeiter fanden in den Räumlichkeiten auch zahlreiche Firmenfeste statt – mit der Zeit wurden diese jedoch weniger genutzt. 2021 war es dann soweit und den Räumen wurde wieder Leben eingehaucht. Von der ersten Idee bis zur Umsetzung dauerte es vier Jahre, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Eine große Küche, ein großer Raum und Seminarräume. Passend für Kochevents, Seminare, Geburtstagsfeiern, Hochzeiten, Vorträge, Public Viewing, und vieles mehr! Optisch wie im Oldtimer-Museum, liebevoll, detailgetreu und mit Leidenschaft zur Mobilität. Die neue „Alte Liebe“, die Eventkantine in Coburg.
Autohaus Willy Ernst GmbH Gute Arbeit seit 1926. Neustadter Straße 14, Coburg Service-Telefon: 0 95 61 - 8 63 00 www.ernst-auto.de
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SONDERTHEMA MOBILITÄT
MOBILITÄT IN DEUTSCHLAND PKW-Bestand in Deutschenland 2020
48 Millionen
Anzahl der aktuell ausgestellten Führerscheine
40 Millionen
Beförderte Personen im ÖPNV (Busse & Bahnen)
MOBILITÄT
12 Milliarden 5 Millionen
Fahrradabsatz in Deutschland 2020
79 Millionen
Fahrradbestand in Deutschland 2020
ZAHLEN & FAKTEN
Zurückgelegte Strecken der Deutschen 2017:
3,214 Milliarden km Quelle: Statista
WIEVIEL PROZENT IHRER ZURÜCKGELEGTEN WEGE HABEN SIE IN DEN LETZTEN WOCHEN MIT WELCHEM VERKEHRSMITTEL ZURÜCKGELEGT? 5 15
10 10 40
60
10
10 10
20
35
30
5 5
10 5
5 15
40
30
25
55
Arabische Emirate
5 5 5
10 5 20
85 40
40
45
50
55
China
Indien
Russland
Südkorea
Japan
65
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Quelle: Statista
AU VE
RK
AU VE
RK
AU VE
RK
AU RK VE
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Sonstiges
Vereinigte Staaten
FT
Nachfragegesteuerte Angebote (Carsharing, Taxis, etc.)
WestEuropa
FT
Öffentliche Verkehrsmittel
FT
Auto
FT
Singapur
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ZAHLEN & FAKTEN
FRAGE: WENN ES UM IHRE EIGENE MOBILITÄT GEHT, WAS IST IHNEN HIER BESONDERS WICHTIG?
82% ... dass ich verlässlich bzw. planbar unterwegs bin 71% ... dass ich möglichst sicher unterwegs bin 68% ... dass ich möglichst schnell ankomme 66% ... dass es möglichst wenig kostet 54% ... dass ich möglichst angenehm und komfortabel unterwegs bin 45% ... dass ich mich bewege bzw. an der frischen Luft bin 40% ... dass es nicht voll ist, ich nicht unter vielen Menschen bin 31% ... dass ich möglichst umweltfreundlich unterwegs bin 30% ... dass ich etwas nebenher machen kann (z.B.: arbeiten, lesen ) 11% ... dass ich möglichst flexibel und unabhängig bin
Ein Hybrid ohne Kompromisse. Jetzt mit € 5.000,‐¹ Kia Umweltbonus.
Quelle: Allensbacher Archiv
FORTBEWEGUNGSARTEN KILOMETER PRO STUNDE / KILOMETER AM TAG Zugochse
2,5 Kilometer pro Stunde / 10 – 30 Kilometer am Tag
Fußwanderer
3,6 Kilometer pro Stunde / 20 – 40 Kilometer am Tag
Läufer
12 Kilometer pro Stunde / bis 65 Kilometer am Tag
Pferd (Galopp)
Jetzt für: €
21.990,00
Kia Niro 1.6 GDI Hybrid EDITION 7
25 Kilometer pro Stunde
Rheinschiff
3,6 Kilometer pro Stunde / bis 100 Kilometer am Tag
Schiffszieher
1,8 Kilometer pro Stunde / 8 – 20 Kilometer am Tag Quelle: www.historisches-lexikon-bayerns.de
TOP-TEN ELEKTROAUTO-ZULASSUNGEN JUNI 2020
1
Renault Zoe 1448
2
VW e-Golf 1310
3
Tesla Model 3 703
4
VW eUP 590
5
Audi e-tron 520
Du bist selbstbestimmt, hast Spaß am Entdecken und daran immer neue Ziele zu erreichen? Der Kia Niro Hybrid begleitet Dich dabei: Dank dem Zusammenspiel von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb bist Du ganz ohne Kabel flexibel, unabhängig und effizient unterwegs. Kraftstoffverbrauch Kia Niro 1.6 GDI Hybrid EDITION 7 (Super, Automatik (6-Stufen)), 103,6 kW (141 PS), in l/100 km: innerorts 3,4; außerorts 4,0; kombiniert 3,7. CO2-Emission: kombiniert 86 g/km. Effizienzklasse: A+.²
Quelle: Kraftfahrt Bundesamt
MOBILITÄT BEGRIFFSERKLÄRUNG Beweglichkeit: Das Vermögen eines Lebewesens, sich fortzubewegen und unterschiedliche Haltungen einzunehmen Räumliche Mobilität: Beweglichkeit von Personen und Gütern im geographischen Raum Soziale Mobilität: Wechsel von Personen oder Gruppen zwischen unterschiedlichen sozio-ökonomischen Positionen Quelle: Wikipedia
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Abbildung zeigt kostenpflichtige Sonderausstattung.
Bender Automobile GmbH
Rosenauer Str. 113 | 96450 Coburg Tel.: 09561 / 86530-0 | Fax: 09561 / 865-129 www.kia-bender-coburg.de 1 Im Aktionszeitraum vom 01.04.2021 bis 30.06.2021 erhalten Sie bei Kauf eines noch nicht zugelassenen neuen Kia Niro Hybrid, Modelljahr 2020 bei einem teilnehmenden Kia Partner € 5.000 als Kia Umweltprämie. Betrag einschließlich Umsatzsteuer. Zulassung des erworbenen Neufahrzeugs bis spätestens 31.12.2021. Nachlass gegenüber der UVP der Kia Motors Deutschland GmbH, keine Barauszahlung. Nicht kombinierbar mit anderen Verkaufsförderungs maßnahmen. Nur solange der Vorrat reicht. Den verbindlichen Endpreis einschließlich anfallender Kosten für Überführung und Zulassung erfahren Sie bei Ihrem teilnehmenden Kia Partner. 2 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Ver gleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Stefan Finzel, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Finori GmbH, des weltweit tätigen Möbelunternehmens aus Untersiemau.
Sind Sie ein Macher? Ich bin eher jemand, der Visionen hat, sie umsetzt und für sie lebt. Immer nach dem Grundsatz „nichts ist unmöglich“. Warum sind Sie ein Macher? Ich gebe eigentlich nie auf, ich denke aus einer ganz tiefen optimistischen Überzeugung, dass es zu jedem Problem immer eine Lösung gibt. Es ist eher so, dass ich in jeder Krise, jedem Tal, jedem Negativen eine Chance sehe. Das spornt mich eher an. Wenn man den Willen dazu hat, kann man alles schaffen. Dieses Gen habe ich sicher von meinem Vater, der noch heute, mit über 80, Dinge nach vorne bringt. Was macht das Machen aus? Ich glaube daran, dass Fleiß belohnt wird, ich denke immer langfristig, ich handle nach Prinzipien wie Authentizität, Ehrlichkeit, Treue. Das Leben ist immer ein Geben und Nehmen. Also stehen verlässliche Partnerschaften auch geschäft lich über allem, Harmonie, ein gutes Miteinander. Ich mag keine Hinterhältigkeiten, keine Lügen. Und nicht zuletzt braucht es zum Erfolg immer eine tolle Mannschaft. Ich kann auch nur so gut sein wie der Schlechteste im Team. Und wir sind wirklich ein eingeschworener Haufen, 15 von 50 Mitarbeitern sind von Anfang an dabei, das macht mich schon auch stolz. Wie ging es los mit dem Machen? In der Schule war ich eigentlich kein Macher, war kein herausragender Schüler oder Student, Hauptsache, irgendwie die Abschlüsse schaffen. Dann bin
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ich zur damaligen Firma Chromo nach Sonnefeld, dort schnell in eine Führungsposition gekommen, war Importleiter, bin dann mit 31 Jahren nach Ostwestfalen zum großen Möbelhersteller FMD (Flötotto Möbel Design) gewechselt. Während dieser ganzen Zeit habe ich schon gemerkt, dass ich im Vertrieb meine Stärke habe. Und ich war entschlossen, diese Stärke konsequent zu nutzen. Ich habe das Unternehmen verlassen, als sich die Chance ergeben hat, mich selbständig zu machen, gemeinsam mit einem Kompagnon, der später ausgeschieden ist. 2002 war das, also vor fast 20 Jahren. Heute haben wir weltweit an zwei Standorten 50 Mitarbeiter bei 70 Millionen Euro Jahresumsatz, in den letzten Jahren mit jeweils 20% Umsatzsteigerung, liefern in 62 Länder auf allen Kontinenten. Wir sind eines der größten Unternehmen in Europa im Kleinmöbelbereich. Ich hätte nie gedacht, dass sich das mal so entwickelt. Auch sportlich, als Hauptsponsor von Sylvia Ebersdorf, können wir auf Erfolge zurückblicken, die den ganzen Verein, die mich stolz machen. Von der Kreisliga in die Landesliga in wenigen Jahren, das ist schon großartig. Ist die Region Coburg ein guter Ausgangsstandort zum Machen? Ja, das würde ich auf jeden Fall sagen. Es gibt hier zum einen viele Menschen, die etwas bewegen wollen, außerdem ist die Übersichtlichkeit der Region ein Vorteil, vieles läuft auf der persönlichen Ebene, mehr als in der Großstadt. Und viele Menschen sind auch bereit, zu helfen, zu unterstützen, sich zu engagieren.
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Von Lisa Braunersreuther
SCHIMMEL AUF DER SPUR ...
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IM GESPRÄCH
Er ist einer der renommiertesten Schimmelexperten in Deutschland: Der Coburger Dr. Wolfgang Lorenz. Der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige hat mit seinem Institut für Innenraumdiagnostik deutschlandweit rund 20.000 Wohnungen auf Innenraumschadstoffe wie Schimmel untersucht. Im Gespräch mit dem Coburger gab er einen Einblick in seinen Werdegang, seine Arbeit und seinen großen Erfahrungsschatz.
Montagmorgen 9 Uhr. Wir treffen uns in seinem Büro in der Mohrenstraße 6 a in Coburg. Wolfgang Lorenz trägt ganz leger Jeans und ein schwarzes Poloshirt. An der Wand hängen drei große Gemälde in dunklen Farben. Ein T-Shirt mit dem Fotoaufdruck des Labradors Oskar ziert die Wand hinter dem Schreibtisch und lockert die Atmosphäre neben all den Fachbüchern auf. Ein großer Besprechungstisch auf einem Perserteppich lädt zum Gespräch ein. Ein Kühlschrank, der wirkt, als sei es ein großer Marshall-Gitarrenverstärker, zaubert Coolness in das kleine Büro. Es ist eine persönliche und gemütliche Atmosphäre. Man spürt, dass Wolfgang Lorenz angekommen ist. Hier in seiner Heimat. Seit April mit seinem eigenen Büro als Niederlassung seines Institutes in Düsseldorf. Der geborene Coburger wurde in Sonnefeld groß und kam nach vielen Stationen in ganz Deutschland vor zwei Jahren nach Coburg zurück. Mehr zufällig, als geplant. „Ich habe bei einem Lehrgang eine Sachverständige aus Sonnefeld zufällig getroffen und angesprochen. Ich wohnte damals in Düsseldorf. Es stellte sich heraus, dass sie auf der Suche nach jemandem war, der Schadstoffe untersuchen und mit ihr hin und wieder Aufträge übernehmen könnte. Da ich sowieso öfter in meiner Heimat war, um Freunde und Familie zu besuchen, dachte ich: Warum nicht?“ Gesagt, getan. Die beiden bearbeiteten einige spannende Aufträge und Wolfgang Lorenz fand Spaß an der Arbeit mit seiner Kollegin und gründete deshalb eine eigene Niederlassung. „Kurz nachdem ich mich bei der IHK als Sachverständiger gemeldet hatte, wurde ich zu einem Vortrag eingeladen, von dem in der IHK-Zeitschrift berichtet wurde. Diesen Artikel las die Frau, mit der ich, als ich 20 Jahre alt war, mal für ein paar Jahre zusammen war. Sie hat mein Bild gesehen und eine E-Mail geschickt. So kamen wir ins Gespräch und dann traf man sich. Es hat sich sehr schnell gezeigt, dass die Pause – von der sie vor vielen Jahren gesprochen hatte – jetzt zu Ende ist. Deshalb habe ich meinen Schwerpunkt viel schneller als gedacht nach Coburg verlegt.“ In seinem Leben hat sich vieles ergeben, ohne dass er es vorher geplant hatte. „Ich bin nicht der typische Fachmann für chemische oder biologische Stoffe“,
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erzählt er. So hat er nach dem Abitur nicht Biologie oder Chemie, sondern Maschinenbau studiert und seine Diplomarbeit in der Abteilung für Werk stoffentwicklung bei BMW verfasst. Er arbeitete am Max-Planck-Institut in Düsseldorf und forschte im Bereich der Metallphysik am Elektronenmikroskop, bevor er die Ergebnisse in seiner Doktorarbeit niederschrieb. Dann ging er an das Technologiezen trum für Forschungsprojekte des Vereins Deutscher Ingenieure und befasste sich mit Lasertechnik. In seiner letzten Station als Angestellter war er technischer Leiter einer Firma, die Laborgeräte baute. „1992 habe ich mich selbstständig gemacht und Firmen in Nordrhein-Westfalen im Bereich Umweltund Arbeitsschutz beraten. Diesen Schritt in die Selbstständigkeit habe ich nie bereut, denn sie war und ist das einzig Wahre für mich.“ Schon kurze Zeit nach Gründung seines eigenen Büros rief ein Familienvater an, der sich wegen möglicher Schadstoffe in seinem Fertighaus Sorgen um seine Familie machte. Er wollte wissen, ob ihm Wolfgang Lorenz helfen könnte, da er in den Gelben Seiten als Experte für Umweltschutz eingetragen war. „Ich weiß noch genau, wie ich sagte: Ich glaube nicht, dass ich helfen kann, aber ich probiere es“, erinnert er sich. Er konnte helfen und fand großes Interesse an dem Thema Innenraumschadstoffe. Deshalb wandte er sich an einen Experten in Lübeck, der im Auftrag der AOK Wohnungen untersuchte, besuchte ihn und vereinbarte eine enge Zusammenarbeit. Er entwarf ein Konzept zur Schadstoffanalyse in Wohnungen und Häusern und schickte dies an einige Krankenkassen. Nach nur einem Gespräch beim Geschäftsführer der Betriebskrankenkasse in Düsseldorf bekam er einen Vertrag. Wenn ein Umweltarzt Symptome beim Patienten feststellte, die möglicherweise durch Schadstoffe in den eigenen vier Wänden verursacht wurden, bezahlten die Betriebskrankenkassen die Untersuchungen im Heim des Patienten. „Dann ging es Schlag auf Schlag. Der Erfolg meiner Arbeit hat mich selbst am meisten überrascht und war der Grund, warum sich immer mehr Betriebskrankenkassen bei mir meldeten und Verträge mit mir schlossen“, erinnert er sich.
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DEM SCHIMMEL ...
Sogar der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung erfuhr von den Erfolgen und schloss deshalb 1996 einen Vertrag mit Wolfgang Lorenz. Da es so viel zu tun gab, musste er Mitarbeiter einstellen und sie intensiv schulen, denn den Ausbildungsweg Innenraumschadstoffe gab und gibt es nicht. „Von 1994 bis 2008 haben wir mehr als 16.000 Wohnungen auf Schadstoffe untersucht. Damit machte ich keinen riesigen Gewinn, da es eine knapp kalkulierte pauschalierte Bezahlung war, aber wir hatten viele Aufträge. Das war ein großer Erfahrungsschatz“, blickt Lorenz zurück. In diesen Jahren ist Wolfgang Lorenz dem Schimmel immer genauer auf die Spur gekommen, auch wenn er zu Beginn davon ausgegangen war, dass die „böse“ Chemie die meisten Beschwerden zu Hause verursacht. Doch es zeigte sich sehr schnell, dass die meisten Fälle im Zusammenhang mit Schimmelschäden standen. „Sehr viel gelernt habe ich damals von Kollegen in Schweden. Wir hatten in Deutschland wenig Ahnung von der gesundheitlichen Wirkung und mussten lernen, dass Schimmelschäden sehr oft versteckt vorliegen und nicht nur aus Schimmelpilzen, sondern sehr oft zusätzlich aus Bakterien bestehen. Dass Schimmelpilze die Ursache für gesundheitliche Beschwerden sein könnten, hat damals noch kein Mensch ernst genommen. Sogar heute noch suchen viele Kollegen nur nach Schimmelpilzen und vergessen die Bakterien. Und leider sind viele immer noch der Meinung: Wenn man keinen Schimmel sieht, ist auch keiner da.“
kaum Symptome, aber er war auch sehr viel unterwegs und wenig zu Hause. Als Wolfgang Lorenz das Haus inspizierte, stellte er fest, dass im Keller alle Wände und der Boden feucht waren und mit Pilzen und Bakterien massiv besiedelt. Er riet die Tür zum Keller erst einmal abzudichten und im Keller eine Lüftung ins Freie zu montieren, damit die Kellerluft nicht mehr in die Wohnetagen strömen kann. Schon zwei Wochen nachdem seine Ratschläge umgesetzt worden waren, waren die Schmerzen bei der Mutter und ihren Kindern komplett verschwunden. Er wollte wissen, was die Ursache sein könnte, warum Schimmel zu Gelenkschmerzen führen könnte. „Also habe ich mich jeden Freitagnachmittag nach Feierabend mit einem befreundeten Arzt getroffen, um einzelne Fälle und wissenschaftliche Fragen zu besprechen. Einige Wochen zerbrachen wir uns die Köpfe über die möglichen Zusammenhänge zwischen Mikroorganismen und Gelenkschmerzen. Dann wurde uns klar: Wir brauchten einen Experten für Knorpelzellen“, so Lorenz. Nach langer Suche konnten sie Professor Shakibaei aus Berlin für ihre Idee gewinnen. Er züchtete im Labor Knorpelzellen und belastete diese mit Extrakten, die Wolfgang Lorenz aus „Schimmel-Wohnungen“ gewonnen hatten. Ihr Verdacht bestätigte sich: Der Knorpel wird durch das verschimmelte Material geschädigt. Bei weiter-
In all den Jahren zeigte sich, dass Schimmelbefall ungefähr bei nur zehn bis 12 Prozent der Betroffenen allergische Reaktionen auslöst, die sich in Form von Hautreaktionen oder auch Nies- und Hustenattacken zeigen. Die mit Abstand häufigsten Reaktionen sind entzündlicher Natur: Nasennebenhöhlenentzündungen, verstopfte Nase, Bronchitis und bei Kindern auch Infektionsanfälligkeit, da das Immunsystem durch den Schimmel so beansprucht ist, dass sie anfällig sind für normale Infektionen wie Mittelohrentzündungen und Erkältungen. Überraschend war, dass in zehn bis 15 Prozent der Fälle Betroffene über starke Gelenkschmerzen klagten und diese Beschwerden nach Sanierung der Schimmelschäden abklangen. Wolfgang Lorenz erinnert sich noch an einen Fall, der damals einen wichtigen Anschub zur wissenschaftlichen Untersuchung des möglichen Zusammenhangs zwischen Schimmelschäden und Gelenkschmerzen gegeben hat: Ein Umweltmediziner schickte Wolfgang Lorenz zu einer jungen Familie ins Ruhrgebiet. Die Mutter und die beiden Kinder litten Zuhause unter starken Gelenkschmerzen. Wenn die Frau mit ihren Kindern für ein paar Tage für ein langes Wochenende zu ihren Eltern fuhr, ging es allen besser und im Urlaub waren die Beschwerden gänzlich verschwunden. Aber es kam wieder, sobald sie wieder Zuhause waren. Der Familienvater hatte
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... AUF DER SPUR
gehenden Untersuchungen zeigte sich, dass nicht die Schimmelpilze mit ihren Wirkstoffen zur Schädigung führten, sondern die sogenannten Endotoxine. Dies sind giftige Stoffe, die in den Zellwänden bestimmter Bakterien zu finden sind, die wiederum bei Schimmelschäden vorkommen können. Wolfgang Lorenz fiel auf, dass es den Menschen immer an den Stellen weh tat, die sie am stärksten nutzten: Bei einem jungen Mann, der viel Fußball spielte, traten die Gelenkschmerzen in den Knien auf, bei einer technischen Zeichnerin in den Fingern und Schultern, bei einer Tänzerin in den Füßen. „Die Gelenke, die man viel beansprucht, werden stärker durchblutet und mit den Endotoxinen im Blut mehr belastet. Die Endotoxine reichern sich über Monate im beanspruchten Gelenk an. Irgendwann ist das Maß voll und es kommt genau an diesen Stellen zur Entzündung, der sogenannten Arthritis.“ Bisher hat niemand systematisch die Wirkstoffe beziehungsweise Toxine untersucht, die krank machen. Es gibt keine Methoden, es gibt keine Bewertungsgrundlagen. Doch das soll sich ändern, wenn es nach Wolfgang Lorenz geht. Seit 2018 arbeitet er mit dem Bundesverband Schimmelpilzsanierung, dessen Vorsitzender er ist, für das Umweltbundesamt an einem großangelegten Forschungsprojekt.
Es hat gemeinsam mit Projektpartnern zum Ziel, neue Messmethoden zu testen. Dafür werden insgesamt 120 Wohnungen untersucht. Noch streitet sich die Wissenschaft, was genau welche Symptome verursacht. Neben den Endotoxinen treten auch giftige Stoffe auf, die von bestimmten Pilzen freigesetzt werden, die sogenannte Mykotoxine. Zudem gibt es Stoffe, die nicht giftig sind, aber Entzündungen auslösen können. Um dies herauszufinden, führt Wolfgang Lorenz Luftmessungen durch und sammelt Hausstaub. Zusätzlich wird das vom Schimmel befallene Material analysiert, um zu sehen, ob mikrobielle Giftstoffe im Hausstaub und in der Luft auch in den Materialien zu finden sind. „Wir wollen prüfen, ob wir einen Zusammenhang zwischen Symptomen und einzelnen Stoffen herstellen können: Da ist der Schimmel in der Wand, der enthält Myko- oder Endotoxine und ich finde sie auch in der Luft oder im Staub. Außerdem suchen wir gezielt nach Stoffen, die Entzündungen auslösen.“ Da Schimmelschäden häufig versteckt auftreten, kommen, neben vielen technischen Geräten, auch Schimmelspürhunde zum Einsatz. Diese sind speziell auf die Geruchsstoffe von Pilzen und Bakterien trainiert und zeigen Schimmelgerüche an. „Der Hund ist dabei kein Beweis für die Größe und die Relevanz eines Schadens, aber er ist eine große Hilfe für den Gutachter, da er Hinweise bekommt, wo er nach Schimmel suchen sollte“, würdigt Lorenz die tierischen Spürnasen. In all den Jahren, in denen Wolfgang Lorenz als Gutachter für Schimmelpilzsanierung arbeitet, hat er die feinen Näschen der tierischen Schimmelsensoren sehr zu schätzen gelernt. Auch wenn so ein Einsatz eines vom Bundesverband für Schimmelsanierung zertifizierten Schimmelspürhundes rund 400 Euro kostet, sei das die einfachste und effektivste Methode, um Schimmel zu finden: „Wenn ich als Gutachter Luftmessungen mache, ist das oft teurer als der Spürhund. Und diese Luftmessungen sagen mir noch lange nicht, wo der Schimmel versteckt ist.“ Deshalb macht sich Wolfgang Lorenz in schwierigen Fällen mit einem Hund auf Sporensuche. Da er von den Vierbeinern sehr viel über Schimmel gelernt hat, hängt auch das Bild des Labradors Oskar in seinem Büro in Coburg an der Wand. Er war der erste Spürhund aus Schweden, der in Deutschland nach Schimmel suchte. Mit ihm machte sich damals auch Wolfgang Lorenz auf zu den ersten Wohnungsbegehungen. Das war der Beginn eines großen Kapitels deutscher Schimmelforschung.
Weitere Informationen zum Thema Schimmel finden Sie auf unserer Homepage: www.coburger-magazin.de
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Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …
CoburgsBeste COBURGS BESTE ist des LABEL des COBURGER für die besten Unternehmen seit Ende 2018. COBURGS BESTE nennen sich heute schon viele Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen. 50
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COBURGS BESTE Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:
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Innovation Tradition Ausbildung Engagement
Diese Unternehmen bekommen vom COBURGER die Chance, sich als COBURGS BESTE zu präsentieren. Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Danach entwirft das COBURGER-Team – bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten – eine ganz individuelle vierseitige Präsentation: Was treibt das Unternehmen, wo sieht es sich in Zukunft, welche Visionen tragen es?
Das waren bisher
CoburgsBeste seit Dezember 2018:
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In diesem COBURGER trägt ein Unternehmen den Titel „COBURGS BESTE“:
Hat Ihr Unternehmen auch das Label „COBURGS BESTE“ verdient? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Melanie Krempel | mk@markatus.de und Anke Feuer | feuer@coburger-magazin.de
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SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS
Wir gestalten Zukunft. Seit 1821. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels zeigt bei ihrem Unternehmensverständnis Selbstbewusstsein. Auch deshalb, weil das Kreditinstitut an der Itz und am Obermain in diesem Jahr ein gewichtiges Jubiläum feiert: Gründungsdatum ist der 13. November 1821. Wir gestalten Zukunft. Seit 1821. heißt der Slogan daher vollständig. Die zweitälteste Sparkasse des Freistaates Bayern beruft sich im Jahr 2021 aber nicht nur auf ihre lange Tradition, sondern punktet als modernes Kreditinstitut mit Kompetenz und Kundennähe.
„Als Kreditinstitut für mittelständische Unternehmen und für die Menschen in der Region hat sich die Sparkasse als Erfolgsmodell bewiesen“, stellt Dr. Martin Faber fest. Der Vorsitzende des Sparkassen-Vorstandes verweist auf die Treue und das Vertrauen der Kunden „auch während der Finanz- und Bankenkrise des Jahres 2008“. Eine Ursache dafür seien die kurzen Entscheidungswege. Durch die direkte Nähe und die Präsenz vor Ort kennen sich Kunden und Sparkasse. In den Finanzmetropolen sei das Verständnis der Geldhäuser ein anderes. „Bei uns ist alles ein Stück einfacher, Entscheidungen fallen nicht in einer fernen Konzernzentrale, sondern hier in der Region.“ Das rote S steht für ein Kreditinstitut als Partner der mittelständischen Wirtschaft. „Wir finanzieren auch Firmengründungen und Start-ups in der Region. Das schafft Arbeitsplätze hier“, stellt der Vorstandsvorsitzende fest.
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Die Nähe verschafft dem Finanzdienstleister ein seriöses und positives Image. Eine Ausbildung bei der Sparkasse genießt Ansehen. „Neben der Vermittlung von fachspezifischem Wissen ist es für uns wichtig, auch die Persönlichkeit unserer jungen Mitarbeiter zu entwickeln“, erklärt Sandra Storath, zuständig für den Unternehmensbereich Vorstandsstab und Personal. Schon bald werde Verantwortung übergeben und nach der Ausbildung eröffnen sich Perspektiven. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels begleitet die Menschen in der Region in vielen Lebenslagen. Auch wenn es um gesellschaftliche Belange geht. Das passiert mit der Unterstützung von größeren Veranstaltungen – etwa dem Coburger Nightrun – oder zurückhaltend und diskret bei vielen anderen Gelegenheiten, stets aber nachhaltig.
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SPARKASSE COBURG - LICHTENFELS
Mehrere Generationen von ABC-Schützen verbinden die ersten Schultage mit der Emil-Flasche, die die Sparkasse Coburg - Lichtenfels sponsert. Seit Jahrzehnten kann sich die Kreisverkehrswacht auf das Kreditinstitut als Partner des Fahrsicherheitstrainings verlassen. Im Landkreis Lichtenfels macht sich die Sparkasse einen Namen mit dem Goldenen Ammoniten. Damit erhalten Hausbesitzer eine Anerkennung, wenn sie ihre Häuser denkmalgerecht und einfühlsam sanieren. „Nachhaltigkeit ist für unser öffentliches Engagement keine Modeerscheinung“, erklärt Dr. Martin Faber. Ein Start-Ziel-Band der Sparkasse und eine Spende helfen kleineren Sportvereinen bei ihren Veranstaltungen. Mehr als 500 Projekte unterstützt die Sparkasse jedes Jahr in der Region. Die Finanzierung summiert sich im Jahr auf über eine halbe Million Euro. Dabei umfasst die Förderung durch die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ein breites Spektrum: Kunst und Kultur, der Sport, wissenschaftliche Projekte, Natur und Umweltschutz, Jugendarbeit, Altenpflege und Völkerverständigung finden mit dem Kreditinstitut einen verlässlichen und begeisterungsfähigen Partner. Dazu gibt es die Plattform www.heimat-traeume.de. Darauf können Vereine und Institutionen für ihre Vorhaben, Anschaffungen und Projekte werben und Unterstützer gewinnen. Bei unterschiedlichen Anlässen – einer Beratung oder bei einem Produktabschluss – verteilt die Sparkasse Coburg - Lichtenfels einen oder mehrere Spendencodes. Dahinter verbirgt sich ein Spendenguthaben der Sparkasse. Mit der
Einlösung des Codes entscheidet der Kunde, welches Projekt mit einer Spende der Sparkasse unterstützt wird. „Sie entscheiden, wir spenden“, heißt die Devise der Sparkasse Coburg - Lichtenfels. Während der Corona-Pandemie hat die Sparkasse die Vereine der Region nicht allein gelassen: 100.000 Euro stellte das Unternehmen als Soforthilfe zur Verfügung – für Vereine, die aufgrund von Corona in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels verwaltet mehrere Stiftungen in verschiedener Ausprägung. Stiftergemeinschaften bieten Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und Kommunen die Möglichkeit, sich nachhaltig für gemeinnützige Projekte in der Region stark zu machen. „Über die Plattform einer Stiftergemeinschaft hat die Sparkasse Coburg - Lichtenfels eine Möglichkeit geschaffen, eine solche Stiftung auf schnelle, einfache Weise zu errichten und auf Dauer ohne eigenen Verwaltungsaufwand zu führen,“ so Roland Vogel, stv. Vorstandsvorsitzender. Die Sparkasse ist wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor in der Region. Oft ist in den Gemeinden von „unserer Sparkasse“ die Rede. Die „Marke des roten S“ werde man für die nächsten 200 Jahre Erfolgsgeschichte weiter pflegen.
GESCHICHTE Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist am 1. Januar 2005 aus der Fusion der Vereinigte Coburger Sparkassen mit der Kreissparkasse Lichtenfels entstanden.
1821
Traditionsreichste Wurzel ist die Städtische Sparkasse Coburg, in Bayern die zweitälteste Sparkasse. Ihre Gründungsstatuten wurden am 13. November 1821 veröffentlicht, der Geschäftsbetrieb im Februar 1822 aufgenommen.
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1840 kam es in den Landkreisen Lichtenfels und Staffelstein zu drei Sparkassengründungen: In Lichtenfels entstand die Sparkasse für den Königl. Landgerichtsbezirk Lichtenfels, in Weismain die Sparkasse für den Landgerichtsbezirk Weismain und in Tambach die Distriktsparkasse für den Gräflich-Ortenburgischen Herrschaftsgerichtsbezirk Tambach.
1840
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HAUPTSTELLE COBURG
Dr. Martin Faber – rechts Roland Vogel – links
1938
VORSTAND
2005 Ein Jahr später schlossen sich auch die Sparkassen in den Landkreisen Lichtenfels und Staffelstein zusammen.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1938 folgte der Zusammenschluss der vier Sparkassen in Stadt und Landkreis Coburg zur Zweckverbandssparkasse Vereinigte Coburger Sparkassen.
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1939
Die Sparkasse Coburg - Lichtenfels ist am 1. Januar 2005 aus der Fusion der Vereinigte Coburger Sparkassen mit der Kreissparkasse Lichtenfels entstanden. Träger der Sparkasse ist der „Zweckverband Sparkasse Coburg - Lichtenfels“. Mitglieder sind die Städte Coburg (27,08 Prozent Anteile), Lichtenfels (12), Neustadt bei Coburg (7,29), Burgkunstadt (5,50) , Bad Rodach (5,21) und Bad Staffelstein (5) sowie die Landkreise Lichtenfels (23,50) und Coburg (14,42).
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Ein echtes Familienunternehmen
Hörgeräte Geuter geht optimistisch in die Zukunft
GUTES
HÖREN Seit 35 Jahren steht Hörgeräte Geuter für gutes Hören. Auch wenn sich die Geräte in dieser Zeit von klobigen „Hörmaschinen“ zu federleichten Alleskönnern weiterentwickelt haben, ist ein Grundsatz gleich geblieben: Wer in der Hörakustik gut beraten und betreuen will, muss seinen Kunden zuhören und seine Kunden verstehen. Das war so, als der Hörakustikmeister Horst Geuter im November 1986 das erste Mal sein Fachgeschäft für Hörakustik in Coburg aufsperrte und wurde weitergeführt, als vor 25 Jahren in Kronach und vor 20 Jahren in Lichtenfels ebenfalls Geuter-Filialen eröffnet wurden. Ein Gespräch mit drei Generationen Familienunternehmen und die Zukunft.
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HÖRGERÄTE GEUTER COBURGER: Wie hat denn das alles angefangen vor 35 Jahren? Horst Geuter: Ich bin ein Typ Mensch, der gerne selbst entscheidet und eigene Ideen verwirklicht. Das war der Grund mich selbständig zu machen.
Sina Heß: Nach meinem Abitur wusste ich nicht so wirklich was ich machen wollte. Nach einem Versuch in einem anderen Ausbildungsberuf habe ich dann doch mal in den Bereich der Hörakustik reingeschnuppert, allerdings nicht im elterlichen Betrieb. Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass mir der Beruf extrem viel Spaß macht.
COBURGER: Welche Herausforderungen gab es? Horst Geuter: Gute Frage. Ein Ladengeschäft in passender Lage zu fi nden, die Planung eines gut funktionierenden Hörakustikgeschäftes und unter anderem auch die Finanzierung. Da hatte ich schon den einen oder anderen Schweißausbruch. Gottseidank wurde mein Geschäft sehr schnell gut angenommen. Ich war in Coburg auch kein Unbekannter und hatte gute Kontakte zu Optik-Kollegen in Kronach und Lichtenfels: Von diesen wurden viele Kunden zu mir nach Coburg geschickt, da sie selbst keine Akustikabteilung hatten. Dadurch kam ich schnell auf die Idee in Kronach und Lichtenfels Filialen zu eröff nen. COBURGER: Was waren Ihre persönlichen Meilensteine? Horst Geuter: Nach dem Geschäft in Coburg, den Filialen Kronach und Lichtenfels und der Gründung der ISMA GmbH, einer Einkaufs- und Marketinggesellschaft, war sicher die deutsche Wiedervereinigung ein ganz entscheidender Punkt. Mitten im Wahlkampf zum Coburger Stadtrat 1989/90 habe ich zusammen mit meinen ISMA-Kollegen die Hörgeräte ISMA GmbH & Co gegründet. Zu Beginn mit 8 Standorten in Thüringen, wurde daraus eine Firma mit 65 Geschäften. Zudem hat die „ISMA“ mit meinem Zutun die Rechte der terzo-Gehörtherapie erworben. Eine Therapie, die wissenschaft lich aufgebaut ist und mich gleich voll überzeugt hat.
COBURGER: Was bringt die Zukunft? Welche Veränderungen oder Neuerungen haben Sie im Kopf? Sina Heß: Diese Frage ist noch sehr schwer für mich, da ich jetzt doch erst seit zwei Monaten in der Firma arbeite. Ich lass das alles erst einmal mehr auf mich zukommen und schaue was die Zeit bringt. COBURGER: Final eine Frage an alle: Welche Herausforderungen und Vorteile bringt es mit sich, wenn drei Generationen unter einem Dach zusammenarbeiten? Jessica Heß: Ich denke, wir haben eine ganz gute Lösung gefunden (alle lachen). Der Senior ist nur noch tätig, indem er zum Wertstoffhof fährt (alle lachen). Also, wenn mal irgendwas anfällt, ist er immer zur Stelle und unterstützt uns, um uns Arbeit abzunehmen. Sina bedient fleißig unsere Kunden und ist letztendlich direkt als Akustikerin tätig. Das ganze drum herum, also die Geschäftsführung, das Marketing, die Mitarbeiterführung, die obliegt im Moment mir. Horst Geuter: Es ist für mich auch immer schön, wenn ich jetzt in den Laden reinkomme, euch und die Mitarbeiter sehe, wie engagiert alle sind und wie toll sich alles immer mehr vergrößert und wächst. Jessica Heß: Genau, Du nimmst also noch interessiert am Geschehen teil.
COBURGER: Frau Heß, Sie sind seit 29 Jahren im Unternehmen und leiten seit 12 Jahren die Geschicke von Hörgeräte Geuter. War es schwer in die Fußstapfen Ihres Vaters zu treten? Jessica Heß: Also, es waren schon sehr große Fußstapfen, aber mein Vater hat es mir trotzdem leicht gemacht, weil er mir einen riesigen Vertrauensbonus gegeben hat. Er hat mehr oder weniger von heute auf morgen aufgehört. Von daher musste ich mich 2009 da schnell reinfuchsen. Aber es hat Spaß gemacht.
Sina Heß: Letztendlich besprechen wir nur manche internen Dinge oder Abläufe untereinander ab. Jessica Heß: Ich nehme Sina mit dazu und erkläre ihr verschiedene Geschäftsführeraufgaben.
COBURGER: Sie sind ja seit vielen Jahren terzo-Partner. Was hat Sie bewogen, auf diese Gehörtherapie zu setzen? Jessica Heß: Ich bin zu 100% überzeugt von der terzo Gehörtherapie, weil das einfach ein riesiger Mehrwert für unsere Kunden ist und wir uns natürlich auch so von den Mitbewerbern abheben können. COBURGER: Für welche Attribute steht Hörgeräte Geuter heute? Jessica Heß: Wir sind DER Ansprechpartner für alle Fragen rund um gutes Hören. Angefangen vom Gehörschutz, der Hörgeräteversorgung, der Beratung bei Tinnitus-Patienten, über unser Hörtraining, der Betreuung von Cochlea-Implantat-Trägern bis hin zur Kinder-Versorgung. COBURGER: Sina, Sie sind seit Februar Teil dieses Teams, stehen für die dritte Generation von Hörgeräte Geuter. War das schon immer Ihr Ziel oder gab es auch andere berufl iche Interessen?
Ein echtes Familienunternehmen Bereits 1989 begann die Tochter von Horst Geuter, Jessica Heß, ihre Ausbildung. 1997 bestand sie erfolgreich ihre Meisterprüfung und seit 2009 ist sie als Geschäftsführerin für Hörgeräte Geuter verantwortlich. Die nächste Generation steht schon in den Startlöchern. Seit diesem Jahr ist Enkelin Sina Heß Teil des Geuter-Teams. Coburg • Kronach • Lichtenfels AUSGABE 45 / JUNI 2021
Weitere Informationen unter www.hoergeraete-geuter.de
Mehr Raum zum Hören ... In der Zentrale in Coburg hat Hörgeräte Geuter eine umfangreiche Vergrößerung vorgenommen und die Anzahl der Hörräume von 3 auf 5 erweitert. Der Hörraum ist das Herz jedes Hörakustik-Fachgeschäfts. Hier beraten die Fachleute von Hörgeräte Geuter ihre Kunden ausführlich, testen mit ihnen gemeinsam Hörsysteme und passen Hörgeräte an. COBURGER | DAS MAGAZIN
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DCT DRUCK & NEUE WEGE
Neue Wege eines Coburger Traditionsbetriebes
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DCT
VERPACKUNG Im Herbst 2018 haben wir vom COBURGER schon einmal ausführlich berichtet über die DCT GmbH aus Coburg, der Druckerei, die auch dieses Magazin herstellt, haben den Weg von Firmengründer Peter Pratsch erzählt von den Anfängen in den 1980ern bis heute, Hochs und Tiefs, von permanenten Erneuerungen, Anpassungen an aktuelle Situationen, um Kunden immer das Bestmögliche liefern zu können. Damals, 2018, gewannen Wertigkeit, Qualität, Beratung im umkämpften Druckmarkt wieder an Bedeutung, und jetzt, drei Jahre später, entwickelt man sich wieder weiter: Von der reinen Druckerei hin zu DCT – Druck und Verpackung.
Der Druckbereich, Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren, Flyer, gehe immer mehr zurück, so Peter Pratsch, viel werde heute online verbreitet und eben nicht mehr auf bedrucktem Papier. „Die letzten sieben bis acht Jahre haben wir eigentlich gar keine positiven Zahlen mehr gehabt. Nur Druck ist für uns nicht mehr rentabel.“ Nur mit den vielen hochwertigen Nischenprodukten aus dem eigenen Haus, bei denen es nicht nur um den Preis, sondern vor allem um Qualität gehe, könne man nicht überleben. Auch die Corona-Krise hat dem Printmarkt insgesamt zugesetzt. Doch Pratsch hat in seiner fast 40-jährigen Firmengeschichte gelernt, sich neu zu erfi nden. So auch jetzt. Bereits vor Corona nämlich hatte DCT sich neu aufgestellt, hat einen großen Teil der Druckmaschinen abgebaut, eine Faltschachtelklebemaschine und eine Stanze gekauft und stellt seither auch Verpackungen her. Die Corona-Krise hat dann dazu geführt, dass immer mehr online bestellt wird. „Der Bedarf an Verpackungen und Verpackungslösungen hat seitdem massiv zugenommen“, sagt Pratsch. Ein Richtungswechsel genau zur richtigen Zeit. „Da haben wir dann einfach auch Glück gehabt.“ DCT kauft eine weitere große Stanze, eine Kaschieranlage, stanzt und bedruckt Pappe, Wellpappe, Versandschachteln für Kunden in der Region und weit darüber hinaus, kleine Stückzahlen, große bis über 50000 Verpackungen, stellt sich als Firma neu auf. Von der Druckerei DCT hin zu DCT – Druck und Verpackungen. „Das war und ist ein ganz spannender Prozess“, erzählt Peter Pratsch, „das ist ja zum Teil eine ganz andere Welt.“ Doch gemeinsam mit seiner Mannschaft schafft er den Wechsel, viele Mitarbeiter bleiben der Firma treu, aber man muss sich auch von Fachpersonal für Druck trennen, neue Fachkräfte werden benötigt. „Andere Branche heißt eben auch anderes Lager, einen Musterbau, andere Kunden, aber wir haben schnell gelernt.“ Der Einsatz hat sich gelohnt. „Wir sind wieder da“, sagt Peter Pratsch. „Wir haben wieder eine Zukunftsperspektive.“
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GLASFASER 2030 Mit Höchstgeschwindigkeit in die Zukunft: Das gesamte Coburger Stadtgebiet wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren mit Glasfaser versorgt. Das haben die SÜC und ihr Tochterunternehmen, die süc//dacor als Diensteanbieter, jetzt bekanntgegeben. Die SÜC beabsichtigt hierbei einen eigenwirtschaftlichen Ausbau vorzunehmen.
AUSBAU GLASFASER
„Mehr Leistung geht nicht.“ Uwe Mayer | Geschäftsführer süc//dacor
„Damit investieren wir in die Zukunft der Region und stellen uns unserer Verantwortung als Versorgungsunternehmen“, so SÜC- Geschäftsführer Wilhelm Austen. Neben Strom, Gas, Wasser und Fernwärme gehöre auch die Versorgung mit schnellem Internet auf Basis einer entsprechenden Infrastruktur zur Daseinsvorsorge. Die Gesamtstrategie Glasfaser 2030 sieht dabei vor, nicht nur einzelne Teile der Stadt zu erschließen, sondern das gesamte Stadtgebiet, jedes Gebäude, jede Wohnung. „Mehr Leistung geht nicht“ lautet das Statement von Uwe Meyer, dem Geschäftsführer der süc//dacor. Das neue Glasfasernetz schafft damit beste Voraussetzungen für die Welt der Zukunft, sowohl für Unternehmen als auch für alle Coburger Bürgerinnen und Bürger: Homeoffice, Homeschooling, E-Health-Anwendungen und vieles mehr sind in Höchstgeschwindigkeit auch mit großen Datenpaketen möglich. Zudem wird das Netz auch anderen Telekommunikationsanbietern für deren Angebote offenstehen. Die Stadt begrüßt das Engagement des städtischen Versorgungsunternehmens ausdrücklich. „Der Ausbau der digitalen Infrastruktur ist ein wesentlicher Zukunftsfaktor für unsere Stadt,“ erklärt Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. „In den kommenden Jahren wird es nicht mehr notwendig sein, in den teuren Ballungsgebieten zu wohnen, wenn man dort arbeitet. Hier entsteht eine neue Wachstumsmöglichkeit für Coburg. Zudem sollen Handel und Unternehmen natürlich beste Standortfaktoren erhalten.“
Der offizielle Start des Investitionsprogramms Glasfaser 2030 erfolgt im nächsten Jahr in der Coburger Innenstadt. Für den Ausbau im Bereich zwischen Ketschengasse und Kanonenweg, Viktoriastraße und Oberer Bürglass sind drei Jahre vorgesehen. Bereits im Vorfeld werden in diesem Jahr Gebiete erschlossen, in denen im Rahmen von Bauarbeiten Leerrohre verlegt worden waren. Dabei handelt es sich um 170 Gebäude in den Bereichen Am Flecken, Unterer Pelzhügel, Eupenstraße und Eigenheimstraße. Der Ausbau soll dabei möglichst schonend und nachhaltig erfolgen: Die SÜC hat sich für die sogenannte Spülbohrtechnik entschieden. Dabei werden die Leitungen unterirdisch verlegt. „Damit ist das Glasfasernetz weniger anfällig gegen äußere Einflüsse“, so Gerald Kastner, Hauptabteilungsleiter IT/Glasfaser bei der SÜC GmbH. Außerdem werden die Oberflächen von Straßen und Fußwegen geschont, Grabungsarbeiten sollen weitestgehend vermieden werden. „Das heißt maximale Versorgungssicherheit bei geringsten Eingriffen in die Oberflächen.“ Die SÜC GmbH hat in der Stadt Coburg seit mehr als 12 Jahren den Ausbau eines Glasfasernetzes vorangetrieben. Das erste Cluster, das dabei komplett erschlossen wurde, war der Stadtteil Beiersdorf, später kamen noch die Gebiete am Heimatring sowie Creidlitz dazu. Die SÜC hat die Aktivitäten im Glasfaserausbau vorausschauend weitergeführt, indem bei allen geeigneten Tiefbaumaßnahmen in der Stadt Leerrohre für die Glasfaser mitverlegt worden sind.
REISEN
Kultouren
DER COBURGER AUF REISEN
SØNDERVIG Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus (oder dem Flugzeug) in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen, Seen, Flüssen und Meer, gerne verbunden mit Bewegung an der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGER-Kultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.
VON WOLFRAM HEGEN
SØNDERVIG
Die schmale Landzunge Holmsland Klit in Dänemark zwischen Nordsee und Fjord. Hier liegt der Badeort Sondervig.
REISEN
Z W I S C H E N M E H R U N D FJ O R D
EIN SYNONYM FÜR …
So. Endlich Sommer. Endlich mal wieder raus. Nach einem gefühlt ewigen Corona-Winter Grenzen und Begrenzungen überwinden, endlich wieder neue Eindrücke sammeln, andere Kulturen kennenlernen, Spaß, Freude, Erholung, Sorglosigkeit genießen, frischen Wind um die Nase wehen lassen, durchschnaufen. Dazu führen unsere Kultouren dieses Mal in Richtung Norden, an Hamburg vorbei Richtung dänische Grenze und dort zu einem der ältesten Badeorte des Landes, das über so herrlich lange einsame Sandstrände verfügt. Søndervig liegt ungefähr auf der Höhe der Mitte des skandinavischen Landes zwischen tobender Nordsee auf der einen und dem Ringkøbing Fjord auf der anderen Seite, dem größten Küstensee des Landes. Hier beziehen wir eines der vielen in die Dünen hineingebauten Häuser nur wenige Schritte vom Meer entfernt.
E R H O L U N G
Auto & Transporter
Es ist dieser spezielle dänische Charme, eine angenehme Lässigkeit, die einen Aufenthalt trotz vieler andere Touristen in dem beliebten Badeort so angenehm macht. Ein kleiner Bummel durch die zwei übersichtlichen Einkaufsstraßen, eine Wanderung an den nie wirklich überfüllten Stränden, ein bisschen mit dem Rad die schmale Landzunge Holmsland Klit zwischen Meer und Fjord erkunden oder sich natürlich in die Fluten der kalten, rauen Nordsee stürzen und mit den Wellen kämpfen. Ein Urlaub an der dänischen Nordsee ist wie ein Rhythmuswechsel. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Sonne, Wolken, Wind und Regen bestimmen den Tagesablauf. Ganz einfach Erholung. Und vor Ort und in der Umgebung viele Angebote für Erlebnishungrige.
R O B B E N S A FA R I Wald & Garten
Ein Besuch an der Nordsee – da darf natürlich eine Robbensafari nicht fehlen. Besonders eindrucksvoll gelingt das im Limfjord nördlich von Søndervig. Mit kleinen Booten geht es hinaus in die eindrucksvolle Wasserwelt, aus der immer wieder kleine sandige Inseln aufragen, auf denen sich die Robben gerne niederlassen. Auch Kegelrobben, die mit bis zu 300 Kilogramm größten Raubtiere Dänemarks, können beobachtet werden. Und natürlich ist schon der Bootstrip an sich ein Erlebnis. Übrigens: Sollte man an einem der einsamen Strände mal eine einsame kleine Robbe finden, bitte nur aus der Entfernung beobachten. In der Regel ist das Muttertier gerade auf der Jagd im Meer und holt das Kleine dann auch wieder ab.
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SØNDERVIG
S A N D S K U L P T U R E N Aus Sand erschaffene Kunstwerke, die Wind und Wetter trotzen, meterhoch vom Boden aufragen, zum Betrachten und Staunen animieren – dazu lädt das Sandskulpturenfestival nach Søndervig ein. Aus 12000 Tonnen Sand wachsen Meeresbewohner, mythische Helden oder afrikanische Tiere. Fast 40 Sandbildhauer aus aller Welt kommen dazu in den kleinen dänischen Küstenort. Bereits im Mai beginnen sie mit ihrer Arbeit, die fertigen Kunstwerke können dann den ganzen Sommer über bewundert werden. Besonderes Highlight ist eine 200 Meter lange und sieben Meter hohe Skulpturenwand. Weit über 100 000 Besucher werden erwartet. Allerdings erst wieder 2022, da das Festival coronabedingt verschoben worden ist. Also auf jeden Fall vormerken.
W A S S E R S P O R T Ein Urlaub zwischen offenem Mehr und Fjord? Das erlaubt fast jeden möglichen Wassersport. Ob beim Wellenreiten, beim Wind- oder Kitesurfen. Je nach Lust und Laune, eigenem Anspruch, eigenen Fähigkeiten in der oftmals wilden aufgepeitschten Nordsee oder im ruhigen Fjord. Der Wind sorgt fast immer für beste Bedingungen. Und so finden sich vor Ort zahlreiche Surf- und Kiteschulen. Wer es etwas entspannter mag, kann auch mit dem Kajak oder auf dem SUP über den Fjord schippern. Besondere Attraktion ist die Wakeboard Anlage in Hvide Sande. Die Drahtseilbahn zieht Wakeboarder oder Wasserskifahrer über das flache Wasser. Ein Riesenspaß und eine sichere Möglichkeit für Anfänger, sich an den Sport heranzuwagen.
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50 JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Coburg schreibt Zukunft 50 JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Die Weichenstellung beginnt in den 1970er-Jahren
Wer heute durch die Innenstadt spaziert, kann es sich kaum vorstellen. Aber bis Ende der 1960-Jahre hat es in vielen Straßen, Gassen, Ecken, Winkeln und Plätzen noch ganz anders ausgesehen. An vielen Häusern bröckelte der Putz, in den Wohnungen fehlten zeitgemäße, sanitäre Anlagen und Heizungen. Durch die Stadt rollte der Verkehr auf der Bundesstraße 4.
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STADT COBURG UND WOHNBAU
Advertorial/ Sonderveröffentlichung
Anfang der 1970er-Jahre beginnt – mit Mitteln der Städtebauförderung – die Stadtsanierung. Neue, moderne Wohnungen, blühende Innenhöfe, verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerzonen entstehen. Die Autos verschwinden in Quartiersgaragen und in Parkhäusern. Einzelhandel und Gewerbe siedeln sich an. Sechs Sanierungsgebiete werden zu Orten, an denen gelebt, gewohnt und gearbeitet wird – Quartiere, die die Historie der Stadt, Urbanität und modernes Flair vereinen.
Übersicht Sanierungsgebiete Sanierungsgebiet I Westliche Innenstadt Sanierungsgebiet II Die Steinwegvorstadt Sanierungsgebiet III Südwestlicher Stadtkern Sanierungsgebiet IV Judenvorstadt Sanierungsgebiet V Steintor, Leopoldstraße, Hinterm Marstall Sanierungsgebiet VI Ketschenvorstadt Sanierungsgebiet VII Nördliche Innenstadt
Zum Film von iTV-Coburg
„Bei der Stadtsanierung geht es darum, Quartiere für die Menschen, die dort leben und wohnen, lebenswerter, lebendiger und schöner zu machen. Wir sind froh, Partner der Stadt Coburg zu sein, und auch das Vertrauen hierfür geschenkt zu bekommen. Durch die gute bisherige Zusammenarbeit von Stadt, Land, Bund und Regierung von Oberfranken konnte durch die Städtebauförderung sehr viel erreicht werden in Coburg.“
„Gemeinsam mit der Wohnbau Stadt Coburg haben wir bereits 1972 angefangen die Städtebaufördermittel zu nutzen für die Sanierungsgebiete. Ich denke, wir haben mit den Fördermitteln sehr, sehr viel auch gemeinsam mit privaten Investoren dazu beigetragen, dass wir Wohn- und Lebensqualität bei uns in der Stadt geschaffen haben.“ Dominik Sauerteig Oberbürgermeister Stadt Coburg
Christian Meyer Geschäftsführer Wohnbau Stadt Coburg
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Ein Beispiel für denkmalgerechte Sanierung ist das ehemalige Handwerkerhaus aus dem 17./18. Jahrhundert
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STADT COBURG UND WOHNBAU
Den Anfang macht die Mauer
Sanierungsgebiet I Westliche Innenstadt Wir treffen Reiner Wessels, Leiter Sanierungsabteilung der „Wohnbau Stadt Coburg“, an der Mauer vor dem Gewerbehof. Wie der Name des Quartiers bereits andeutet, trennte hier einst die Stadtmauer die Altstadt von der Judenvorstadt. Bis Anfang der 1970er-Jahre hatten in diesem Quartier über 70 Prozent der Wohnungen kein Bad, 55 Prozent kein eigenes WC und 85 Prozent keine Zentralheizung. Viele Häuser wurden vor 1900 gebaut, teilweise sogar vor 1600 und waren nicht mehr zeitgemäß. „Einige Wohnungen waren in einen derart desolaten Zustand, dass sie nicht mehr bewohnbar waren“, berichtet Wessels.
Vorzeigeprojekt: Parkhaus Im Jahr 1972 beschloss der Coburger Stadtrat die Sanierung der westlichen Innenstadt mit Mitteln der Städtebauförderung. Wohnen und Arbeiten sollten vereint werden und Grünflächen sowie Parkplätze entstehen. Im Jahr 1975 starteten die Bauarbeiten für ein Parkhaus, bereits zwei Jahre später zogen die Fahrzeuge ein. Das Parkhaus „Mauer“ galt als ein Vorzeigeobjekt mit 484 Stellplätzen, aber auch mit Wohnungen und Geschäftsräumen, was bundesweit gewürdigt wurde. „Das Parkhaus wurde damals mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet“, sagt Wessels. Für den Neubau mussten übrigens zwölf alte Häuser weichen.
Moderne Wohnungen, Restaurants, Cafés, Läden, Parkplätze und direkte Wege in die Innenstadt vereint das erste Sanierungsgebiet. Aber auch vorbildlich sanierte, denkmalgeschützte Häuser stehen hier. Moderne Wohnungen entstehen Von der Mauer gehen wir einige Stufen hinab und kommen zum Freiherr von Stockmar-Platz mit der alten Posthalterei, auch ein Baudenkmal, das im Zuge der Stadtsanierung, erhalten wurde. In der Webergasse und in der Walkmühlgasse sind in den 1980erJahren moderne Wohnungen mit Tiefgaragenstellplätzen und Grünflächen entstanden, Gewerbe wurde integriert und altes mit neuem verbunden. Die Sanierungsarbeiten in der westlichen Innenstadt dauerten bis zum Jahr 1995 an.
Zahlen, Fakten & Informationen: Das Sanierungsgebiet eins umfasst das Gebiet von 2,5 Hektar zwischen Mauer, Nägleinsgasse und Oberer Judengasse. Es gehört zum inneren Stadtbefestigungsring, der um 1300 angelegt wurde und über das Judentor zugänglich ist. Die Sanierung begann im Jahr 1973 und endete im Jahr 1995. Insgesamt flossen 17,5 Millionen förderfähige Kosten in das Quartier.
Apropos: In den 1970er-Jahren wurden Häuser zwar noch radikaler abgerissen, aber es blieben auch Baudenkmäler erhalten. Ein Beispiel ist das Haus in der Nägleinsgasse 5 mit ziegelroter Fassade und Fachwerk. Es handelt sich um ein ehemaliges Handwerkerhaus aus dem 17./18. Jahrhundert. „Dass dieses Haus denkmalgerecht saniert wurde, war Anfang der 70er-Jahre schon eine relativ gute Leistung“, sagt Wessels.
Moderne Wohnungen entstanden in der Webergasse und Walkmühlgasse
Auf der ehemaligen Stadtmauer entstand das Parkhaus Mauer
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Das Parkhaus wurde in den 1970er-Jahren mit dem Deutschen Bauherrenpreis ausgezeichnet
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50 JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Neuer Charme für alte Häuser
Sanierungsgebiet III Südwestlicher Stadtkern
Weiter geht unser Streifzug in das dritte und kleinste Sanierungsgebiet, das die Metzgergasse, die Rosengasse und die Kleine Rosengasse einschließt.
Wie überall in Coburg atmet man auch diesem Quartier Geschichte auf Schritt und Tritt. Häuser aus verschiedenen Epochen stehen Seite an Seite, die ehemalige Stadtmauer begrenzt das Gebiet zum Ernstplatz. Der Hexenturm, der heute als Kleinkunstbühne dient, ist ein stummer Zeuge vergangener Zeiten. Reiner Wessels kennt viele Geschichten zu Straßen und Häusern. Zum Beispiel habe die Rosengasse im 16. Jahrhundert noch den Namen alte Fleischergasse getragen, sagt er und weist auf die frühere Funktion der Straße. Im Jahr 1599 befanden sich hier, am damaligen Stadtrand, die Fleischbänke. Das Quartier war vor der Sanierung heruntergekommen, einige Häuser derart abgewohnt, dass sie nicht mehr vermietet werden konnten. Es gab keine Grünflächen und durch die engen Straßen ratterte der Verkehr. In 1980-Jahren begann die Stadtsanierung, Licht und Luft zogen in das Quartier ein. Insbesondere in der Metzgergasse erhielten Baudenkmäler aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert ihren Glanz zurück und wurden zu Wohnungen, teilweise barrierefrei, umgebaut. Im Bereich der Kleinen Rosengasse wurde eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen angelegt, zusätzlich bringt das Parkhaus Zinkenwehr eine Entlastung.
Zahlen, Fakten & Informationen: Das dritte Sanierungsgebiet umfasst die Metzgergasse, Rosengasse und Kleine Rosengasse mit einer Größe von 1,56 Hektar. Festgelegt wurde das Sanierungsgebiet im Jahr 1989, voraussichtlich in diesem Jahr sollen die Sanierungsarbeiten beendet sein. 10 Millionen förderfähige Kosten fl ießen in dieses Areal.
Im Sanierungsgebiet III erhielten Baudenkmäler aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert ihren Glanz zurück und wurden zu Wohnungen
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Nachhaltig und sozial
Sanierungsgebiet IV Judenvorstadt
Das Kinderlachen ist von Weitem zu hören. Im Innenhof des Kinderzentrums Domino toben und spielen Mädchen und Jungen. In diesem Quartier zeigt sich eindrucksvoll, wie nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand mit sozialer Infrastruktur geht. In der Judengasse 44 bis 48 sind das Kinderzentrum Domino, ein Eltern-Kind-Café und ein Second-Hand-Laden eingezogen.
Anfang der 1990er-Jahre verfiel die Judenvorstadt zusehend. Vor allem ältere oder sozial schwache Familien wohnten hier, viele Wohnungen standen leer. Dass der Niedergang der Judenvorstand verhindert wurde, ist vor allem Vereinen und der städtischen Sozialarbeit zu verdanken. Ein „Runder Tisch“ wurde ins Leben gerufen, und die Idee eines Familienzentrums geboren. Heute ist das Quartier vor allem ein Anlaufpunkt für Kinder und Familien und somit ein Gewinn für die gesamte Stadt Coburg. Vor der Sanierung der Judenvorstadt war das Kinderzentrum Domino in dem alten Backsteingebäude am Anger untergebracht. Es ging eng zu, außerdem konnten die Kinder nicht an der frischen Lust spielen. „Wir hatten nur eine Etage und keinen Außenbereich, und deshalb waren wir natürlich sehr froh, dass wir hierher umziehen konnten“, erinnert sich Johanna Schilling, Geschäftsleiterin Domino. Dank der Städtebauförderung wurden in diesem Quartier nicht nur historische Häuser und Einzelobjekte saniert, sondern vor allem auch die sozialen Verhältnisse verbessert.
Dank der Städtebauförderung wurde die Judenvorstadt vor dem Verfall gerettet
Das Kinderzentrum Domino ist in das Quartiert eingezogen
Zahlen, Fakten & Informationen: Die Judenvorstadt ist seit dem Jahr 1995 Sanierungsgebiet, voraussichtlich in diesem Jahr sollen die Arbeiten in dem 2,1 Hektar großen Gebiet abgeschlossen sein. Auf 6 Millionen Euro werden die förderfähigen Kosten beziffert. Die Judengasse führt vom Markt aus in westliche Richtung zur Judenbrücke und dem westlichen Itzübergang. Sie gliedert sich in mehrere Abschnitte. Der Straßenabschnitt zwischen Markt und Judentor hat aufgrund seiner teilweise sehr repräsentativen, zumeist dreigeschossigen traufseitigen Bürgerhäuser innerstädtischen Charakter.
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Hier wohnte einst der Hofgärtner
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Einst glanzlos, heute strahlend
Sanierungsgebiet V Steintor, Leopoldstraße, Hinterm Marstall Dieses Mal ist unser Treff punkt der Kunstverein, der im fünften Sanierungsgebiet Leopoldstraße / Stetzenbach, liegt. Der weiß getünchte Pavillon war viele Jahre von der Straße aus nicht sichtbar. Nach der Sanierung des Quartiers strahlt der Rundbau von Weitem. Vor allem, wenn die Fassade angeleuchtet ist, wird deutlich: Hier ist die Kultur zu Hause. Nicht weit entfernt vom Kunstverein stehen wir vor einem Baudenkmal. Es ist ein prächtiges im Tudorstil gebautes Haus mit vielen schönen Details. „Hier hat früher der Hofgärtner gewohnt“, erklärt Wessels und faltet einen historischen Plan auseinander. „Nach diesem gut erhaltenen Plan wurde das Haus im neugotischen Stil gestaltet“, so der Leiter der Sanierungsabteilung. Das sehe man vor allem an den Verzierungen an der Fassade, die zum Hofgarten zeigt. Vor dem Hauseingang führen Stufen in den Park. Auch diese Treppe sowie Mauern und Anlagen wurden nach dem alten Vorbild wiederhergestellt. Das Kleinod mit der Adresse Park 4 ist ein Beispiel, wie mit Fingerspitzengefühl historische Häuser saniert und zu Wohnungen umgebaut werden. Auch das umliegende Areal erstrahlt hell, freundlich und einladend. Die Hänge sind terrassenförmig angelegt, Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein, es grünt und blüht im Naturgarten. Auf der kleinen Naturbühne singen, tanzen und spielen in den warmen Monaten Künstler, ein Raum für Open-Air-Veranstaltungen ist entstanden.
Der Charme der Leopoldstraße blieb lange Zeit verschüttet. Das Quartier wirkte glanzlos und trist. Mitte der 1990er-Jahre nahm die Sanierung an Fahrt auf und verwandelte die Leopoldstraße sowie den umliegenden Bereich in ein modernes, lebendiges Quartier. Zahlen, Fakten & Informationen: Das Sanierungsgebiet wurde 1995 festgelegt. Es umfasst 3, 5 Hektar und wurde mit 12 Millionen gefördert Bereits im Jahr 1999 wurde eine Gemeinschaftsgarage für die Anwohner gebaut und die angrenzenden Gebäude saniert. Auch private Eigentümer, Institutionen machten mit und sanierten ihre Häuser Hier zeigt sich: Der hohe Finanzaufwand der Stadt Coburg und die Förderung der Regierung von Oberfranken sind eine lohnende Investition in die Zukunft.
Sonnige Hinterhöfe und schmucke Hausfassaden Wir blicken auf sonnige Hinterhöfe und schmucke Hausfassaden. Zwischen den Häusern führen kleine, hübsch gestaltete Gassen in die Leopoldstraße. „Hier waren Feldkeller und alte Scheunen, aus denen sich um 1600 niedrige Häuser mit engen Hinterhöfen entwickelten“, erklärt Wessels. Bevor die Stadtsanierung Mitte der 1990er-Jahre hier ihren Lauf nahm, waren allerdings 60 Prozent der Häuser marode und viele Gärten verwildert. Weiter geht es zur Reithalle, die den Auftakt des Quartiers bildet und als Kleinkunstbühne des Coburger Landestheaters genutzt wird. Der hell gepflasterte Vorplatz ist eine repräsentative Visitenkarte zum fünften Sanierungsgebiet. Noch ein Beispiel für ein vorbildlich saniertes Einzelobjekt trägt die Adresse Hinterm Marstall 6. Das Baudenkmal aus dem 16/17. Jahrhundert wurde zu einem Wohnhaus umgebaut, wobei auch hier historische Details erhalten blieben.
Sitzflächen laden zum Verweilen ein – es grünt und blüht
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Hell und freundlich erstrahlt der Platz vor der Reithalle
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Breite barrierefreie Wege mit Naturstein pflaster führen in die Ketschenvorstadt
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Urbanität trifft auf Historie
Sanierungsgebiet VI Ketschenvorstadt
Eine Tasse Cappuccino in der Mittagssonne genießen, in lauen Sommernächten abends Sushi essen. Auf den Sitzwürfeln Platz nehmen und auf die Wasserfontänen blicken, die bis zu zwei Meter in die Luft sprudeln. Und das alles in einem historischen Ambiente auf dem Albertsplatz, der ein Teil der Coburger Geschichte ist und vor der Stadtsanierung nicht wahrgenommen wurde.
Vor allem Autos parkten auf dem Platz vor der Lutherschule. Er war wenig attraktiv, wie das gesamte Quartier der Ketschenvorstadt. Im Jahr 2004 beschloss der Stadtrat das Gebiet zu sanieren, zwei Jahre später gingen die Arbeiten am Albertsplatz los. Bei den Baumaßnahmen war von Anwohnern und Geschäftsleuten viel Geduld erfordert. Schließlich mussten sie den Lärm, Schmutz und auch eingeschränkte Zufahrtswege in Kauf nehmen.
Stammtische in der Baubude Dank eines geschickten Baustellenmanagements wurden die Anwohner und Ladenbesitzer in die Planungen eingebunden. Eine Baubude wurde eingerichtet, wo Stammtische mit den Bürgern, aber auch kulturelle Veranstaltungen, abgehalten wurden. Nach der Sanierung haben die Fassaden der denkmalgeschützten Häuser am Albertsplatz ihr Flair zurückerhalten, ein Neubau fügt sich perfekt ein. Wir laufen durch die Kuhgasse zum Säumarkt in der Ketschengasse. Reiner Wessels stoppt vor einem Altbau mit grün gestrichener Fassade. Es handelt sich um eines von vielen Einzelobjekten, das vom Verfall bedroht war. Heute ist es ein Schmuckstück, in dem Wohnungen und eine Arztpraxis eingezogen sind. Überhaupt, in der Ketschenvorstadt entdeckt man überall Geschichte. „Jedes zweite Haus steht unter Denkmalschutz, im Untergrund schlummern archäologische Schätze“, berichtet Wessels. Wir spazieren auf barrierefreien Wegen, die mit einem Blindenleitsystem versehen und mit Natursteinen hell und edel gepflastert sind. „Dieses Natursteinpflaster haben wir in Anlehnung an das historische Kalksteinpflaster gewählt“, erklärt Wessels. Neue Wohnungen sind nicht nur in die historischen Häuser eingezogen, sondern auch neue Kubenhäusern wurden gebaut. Sie bieten schicke, bezahlbare Eigentumswohnungen mit viel Grünflächen mitten im Zentrum. Die Autos fi nden heute in einer Tiefgarage Platz. Die Ketschenvorstadt ist ein Quartier, das Historie mit dem Modernen und urbanen Flair verbindet. Weiter geht die Stadtsanierung am Ernstplatz, wo die Arbeiten im Gange sind.
Freude auch bei den Kindern der Lutherschule, die den Bauzaun gestalten durften
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Zahlen, Fakten & Informationen: Die Ketschenvorstadt ist seit dem Jahr 2006 Sanierungsgebiet und 6,7 Hektar groß Das Gebiet ist eine historische gewachsene Vorstadt und schließt unmittelbar an die Sanierungsgebiete III und IV an. Die Ketschenvorstadt umfasst zu zwei Dritteln den Bereich der ältesten, mittelalterlichen Stadterweiterung südlich des Altstadtkerns In das Gebiet flossen 19 Millionen Euro förderfähiger Kosten
Vom Schandfleck zum Schmuckstück: das Haus in der Ketschengasse 42
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50 JAHRE STÄDTEBAUFÖRDERUNG
Bundesstraße wird zur Flaniermeile
Sanierungsgebiet II Die Steinwegvorstadt
Es ist noch ruhig an diesem Morgen im Steinweg. Lieferfahrzeuge fahren an und laden Waren aus, einige Fußgänger flanieren entlang oder kaufen ein. Gisela Escherich wohnt seit vielen Jahren in der Straße und erinnert sich noch andere Zeiten. Bis in die 1990er-Jahre führte die Bundesstraße 4 mittendurch Coburg.
„Da haben die Gläser im Schrank geklirrt, wenn der Stadtbus und die ganzen Lastwagen gefahren sind. Da gab es ja noch keine Stadtautobahn und nichts“, sagt die alte Dame, die wir vor dem ehemaligen Geschäft „Hut-Escherich“ im Steinweg treffen. In den1980er-Jahren gingen die Sanierungsarbeiten im Steinwegquartier weiter.Viele der historischen Häuser haben seitdem ein frisches Gesicht und eine neue Nutzung erhalten; Wohnungen, Gewerbe, Bars und Restaurants sind eingezogen. Mitte der 1990er-Jahre verschwand der Verkehr aus dem Steinweg, der zur Fußgängerzone wurde. Aber das ist nicht die einzige Maßnahme, die die Steinwegvorstadt aufgewertet und modernisiert hat.
Brauhaus auf Stelzen Am Oberen Bürglass 21 steht – ein wenig versteckt – das ehemalige Kommunbrauhaus. In dem historischen Backsteinhaus wird allerdings seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr gebraut. Dort, wo früher der Gerstensaft in den Braukesseln brodelte, lernen heute Schüler der Auslandskorrespondenzschule „ASCO“ Fremdsprachen. Unter dem Brauhaus befi ndet sich eine Tiefgarage. Um den Bau zu realisieren, habe man zu ungewöhnliche Mitteln gegriffen, erklärt Reiner Wessels. „Um die Tiefgarage zu bauen, wurde das Haus auf Stelzen gestellt. Bei den Stelzen handelt sich um Stahlstützen, die das Haus absicherten. In der Schenkgasse fi nden wir die um 1730 vom Gerbermeister Andreas Röhrig erbaute letzte noch erhaltene Scheune im Altstadtbereich. Wessels öff net eine Scheunentür: Das Gebäude ist zur Fahrradstation umfunktioniert und hält 72 Stellplätze für Fahrräder bereit. Spuren vergangener Zeiten begegnen uns auch also auch in diesem Quartier auf Schritt und Tritt. Denn einst war die Steinwegvorstadt auch ein Viertel, in dem auch Gerber lebten und arbeiteten. Ein Zeugnis dieser Zeit ist ein Baudenkmal von 1618 in der Schenkgasse 4, das zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde. Es grenzt direkt an das siebte Sanierungsgebiet an.
Kreative Lösungen waren beim Bau der Tiefgarage unter dem ehemaligen Brauhaus gefragt
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Der Verkehr rollte bis Mitte der 1990er-Jahre durch den Steinweg
Zahlen, Fakten & Informationen: Die Maßnahmen im Sanierungsgebiet haben im Jahr 1982 begonnen und sind voraussichtlich im Jahr 2021 abgeschlossen. Das Gebiet umfasst 2,5 Hektar Fläche und wird mit voraussichtlich 12,5 Millionen Euro gefördert. Der Steinweg beginnt nördlich des Altstadtkerns, unmittelbar hinter dem Spitaltor. Der Bereich rund um den Steinweg wurde um 1400 als die neue Stadt bezeichnet. Im Jahr 1823 wurde das Vortor des Spitaltors abgebrochen, im 19./20. Jahrhundert wurde die Bebauung am Stadttor erneuert.
Denkmalgerechte Sanierung alter Gebäude im Steinweg
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STADT COBURG UND WOHNBAU
Hier geht es weiter
Sanierungsgebiet VII Nördliche Innenstadt Nur ein kleiner Brunnen erinnert noch an den Hahnfluss, der früher hier entlang floss und für die Arbeit der Gerber notwendig war. Was auff ällt, sind die unregelmäßig gebauten Häuser in diesem Quartier. „Sie wurden nach dem Flusslauf des Hahnflusses ausgerichtet“, erklärt Wessels. Hier gibt es zwar verkehrsberuhigte Bereiche und kurze Wege in das Zentrum, dennoch wirkt das Areal traurig und trist. Das soll sich im Zuge der Sanierung ändern. Speziell für dieses Gebiet gibt es Planungen der „A24 Landschaftsarchitektur GmbH“, die sich in dem Ideenwettbewerb „Lohgraben“ durchgesetzt hat. Ähnlich wie am Albertsplatz sollen mit Natursteinen gepflasterte Plätze, Sitzflächen und Wasserspiele zum Verweilen einladen. Das Quartier in der nördlichen Innenstadt beginnend von der Hindenburgstraße soll zu einem Magneten werden, der nebenbei Passanten in den Steinweg bringt.
Neue Wohnprojekte Und: Sowohl im Sanierungsgebiet II wie VII sollen mit Mehrgenerationen-Wohnen und Jungem Wohnen neue Wohnideen realisiert werden.
Einst floss der Hahnfluss durch dieses Areal
Zahlen, Fakten & Informationen: Die nördliche Innenstadt ist seit dem Jahr 2017 Sanierungsgebiet, voraussichtlich fl ießen in das Gebiet 19 Millionen förderfähige Kosten. Es umfasst ein Areal von 7,4 Hektar von der Hindenburgstraße, Lohgraben, Webergasse bis zum Steinweg. Die sogenannten Werkhäuser der Gerber entlang des Lohgrabens passten sich insbesondere mit ihren erdgeschossigen Wasserwerkstätten in ihrer Lage an die Topografie der Ufersituation des um 1300 erschaffenen und erst 1968 verrohrten Hahnfluss an. Neben den sogenannten Weißgerbern, handelt es sich bei den hier ansässigen Gerbern vornehmlich um Rotgeber, die Rinderhäute zu besonders strapazierfähigem Leder verarbeiten, die dann u.a. von Schustern und Sattlern weiterverarbeitet wurden.
Hier geht die Sanierung in den kommenden Jahren weiter
AUSGABE 45 / JUNI 2021
Vision Lohgraben: Ein Platz für alle Generationen
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COBURGER | DAS MAGAZIN
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STADT COBURG UND WOHNBAU
Coburg schreibt Zukunft Ein Kran überragt unübersehbar die Baustelle. Baumaschinen rollen an und wirbeln Staub auf. Das Fundament ist gegossen, Zwischenwände sind sichtbar. Das Globe am ehemaligen Güterbahnhof nimmt Gestalt an. Im Herbst 2022 soll es fertig sein. Zunächst als Interimsspielstätte für das sanierungsbedürftige Landestheater gedacht, soll es später Coburgs kulturelles Leben bereichern. Der hölzerne Rundbau wird mit 18 Metern Höhe das auff älligste Gebäude in Coburgs neuem Süden sein.
50 Jahre Stadtsanierung in Coburg So geht es weiter ...
das Gründerzentrum „Zukunft.Coburg.Digital“. „Im Rahmen unserer Stadtentwicklung verbinden wir auf dem gesamten Areal Altes mit Neuem, Historie mit Zukunft“, erklärt Sauerteig. „Zwischen Kühlhalle und Globe wird nach und nach der dritte und modernste Campus der Hochschule, der Prinz-Albert-Campus, entstehen“, freut sich der OB. „Junge Leute werden hier bald lernen, arbeiten, feiern und kreativ sein und Stadt und Landkreis voranbringen.“
Zwischen den Bahngleisen und der Itz schreitet in den kommenden Jahren die Stadtentwicklung in großen Schritten voran. Ein junges Quartier mit einer Mischung aus Wissenschaft, Kultur, Events und High-Tech entwickelt sich auf der einstigen Brache. Da die Stadt Coburg im Wettbewerb zu anderen Regionen stehe, sei es wichtig, spannende Anreize für junge Menschen aus nah und fern zu schaffen, sagt Coburgs Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. „Mit der Entwicklung dieses Areals schaffen wir einen Leuchtturm, der weit über die Region hinaus strahlen und junge Leute anziehen wird. Die Stadt geht ihre Zukunft aktiv an.“ Der Güterbahnhof erinnert an Zeiten, als hier noch geschäft iges Treiben herrschte, als Züge anrollten, Pakete ein- und ausgeladen wurden. Besonders in der alten Pakethalle ist diese Atmosphäre noch spürbar. Der Charme des Backsteinhauses soll erhalten bleiben, versichert Mechthild Neumann, Bau- und Umweltreferentin der Stadt Coburg. „Wir planen eine niederschwellige Sanierung.“ Damit ist gemeint, dass die Pakethalle behutsam und mit Fingerspitzengefühl instandgesetzt werden soll. Lange Zeit stand das Leben hier komplett still, bis das Designforum Oberfranken mit den Designtagen einzog. Einmal im Jahr stellten Designer ihre Produkte aus, Jung und Alt flanierten umher, Musik-Festivals fanden statt. Doch aufgrund fehlenden Brandschutzes und nicht ausreichender Sanitäranlagen durften keine Veranstaltungen mehr genehmigt werden. „Mit der sanften Sanierung schaffen wir wieder ein spannenden Raum für Events aller Art“, so Neumann. Auch am stillgelegten Schlachthof sind Arbeiter am Hämmern und Bohren. Die ehemalige Kühlhalle, ein prägnantes Gebäude direkt am Ufer der Itz gelegen, wird von Grund auf saniert. Hier soll die Zukunftswerkstatt der Coburger Hochschule einziehen. Der Makerspace von Creapolis, eine „Mitmachwerkstatt“ für jedermann, wird in der Kühlhalle einen Platz fi nden, ebenso wie
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STADT COBURG UND WOHNBAU
Erlebnis Itz und Trendsport
Zahlen, Fakten & Informationen:
Durch Coburg fl ießt die Itz, leider wird der Fluss kaum wahrgenommen. Das soll sich ändern. Im Jahr 2008 hat die Stadt Coburg mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept die Weichen für eine nachhaltige Stadtentwicklung gelegt, sagt Sauerteig. „Die Erlebbarkeit der Itz ist eine Idee daraus.“ Nun wird diese Erlebbarkeit angegangen: Es sollen an der Itz Räume zum Verweilen, für Sport und Ruhe entstehen – beispielsweise im Bereich der Mohrenbrücke. „Die Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem Arten-, Umwelt- und Baumschutz vorgenommen“, versichert Sauerteig. Begleitend dazu werden auch die Geh- und Radwege entlang des Flusses weiterentwickelt und Lücken geschlossen. Ein „Herzensprojekt“ des Oberbürgermeisters ist die neue Trendsportanlage, für die er sich seit Jahren – schon als Stadtrat – einsetzt. Nun wird sie Realität. Gebaut wird sie neben dem Stadtjugendheim „Coje“ auf dem Sportplatz. Bereits im kommenden Jahr können Jugendliche und Jung-Gebliebene sich hier nach Herzenslust austoben. Es entsteht eine Sportanlage mit Pumptrack, Skateanlage, Parcours und Basketballfeld. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen: Coburg schreibt Zukunft.
Seit dem Jahr 2020 wurde Städtebauförderung weiterentwickelt. Sie schließt nun auch den Klimaschutz ein Die Stadt Coburg wurde zur Teilnahme am Modellvorhaben „klimagerechten Städtebau“ des Bay. Staatsministeriums für Wohnen Bauen und Verkehr ausgewählt. Ein Integriertes Stadtklimakonzept wird in Kürze beauft ragt. Unter dem Titel „Die Stadt Coburg – erlebt die Itz“ werden Grün – und Freiräume entlang des Flusslaufes gestaltet.
Weitere Informationen www.coburg.de www.wohnen-coburg.de
Dieses Projekt wird im Städtebauförderungsprogramm „Lebendige Zentren“ mit Mitteln des Bundes und des Freistaats Bayern gefördert.
Gesponserter Artikel
RECHTSTIPPS FÜR BAUHERREN
DAS EIGENE HAUS
Das eigene Häuschen im Grünen – wenn auch aktuell Gegenstand politischer Diskussionen – ist Wunsch vieler Menschen. Oder wenigstens eine eigene Wohnung, als Rückzugsort, Heimat, Geldanlage. Die eigenen vier Wände bauen oder sanieren, das macht man nicht so oft im Leben, oft nur ein einziges Mal. Viel Leidenschaft, Ideen und Geld fließen in das Projekt. Immer in der Hoffnung, dass alles so wird, wie man es sich vorstellt. Doch immer wieder wird diese Hoffnung enttäuscht, durch fehlerhafte Arbeiten, eine zu hohe Rechnung. Der COBURGER hat sich dazu mit Heidi Schüler von der Kanzlei Hörnlein & Feyler unterhalten, Fachanwältin für Bau- und Architektenrecht und öffentliches Baurecht.
COBURGER: Gleich mal eine ganz aktuelle Frage: Materialien für den Bau werden immer knapper, die Preise steigen. Wie wirkt sich das nach Ihrer Erfahrung aus? Heidi Schüler: Viele Bauunternehmen können ihre Angebote aktuell nur noch mit Tagespreisen beispielsweise für Holz versehen. Bis der Bau realisiert werden kann, ist nach aktueller Entwicklung der Einkaufspreis dann ja schon wesentlich höher. Da wäre ein Festpreis z.B. für das benötigte Holz ein zu großes unternehmerisches Risiko. COBURGER: Die Immobilienpreise sind insgesamt in den letzten Jahren nach oben geschnellt, Handwerker sind auch knapp, wie verhält es sich denn insgesamt mit den Baukosten? Sind die oft Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten zwischen Bauherren und Bauunternehmen? Heidi Schüler: Baukostenüberschreitungen kommen in der Tat oft vor. Meistens sind die Probleme im wahrsten Sinne des Wortes hausgemacht: Es gibt keine klare Vertragsgestaltung, viel wird per Handschlag vereinbart, gerade bei Einfamilienhäusern oder Garagen oder auch Einzelaufträgen bei einer Sanierung. Aktuell habe ich so einen Fall, da hat ein Bauunternehmen auftragsgemäß den Rohbau eines Kellers erstellt. Der Bauherr bat den Unternehmer dann noch um Unterstützung bei Erdgeschoß und Obergeschoß – ohne schriftliche Vereinbarung. Die Rechnung war am Ende entsprechend höher. Letztlich endete das Ganze vor Gericht. Man muss aber sagen, dass Rechtsstreite in solchen Angelegenheiten überwiegend mit einem Vergleich enden. COBURGER: Was sagt denn die Gesetzgebung dazu? Heidi Schüler: Anfang 2020 gab es eine Baurechtsreform, die besagt unter anderem, dass Verbraucherverträge über den Bau eines neuen Gebäudes oder größere Umbaumaßnahmen wie eine Kernsanierung immer schriftlich verfasst werden müssen. Dazu gehören dann eine vollständige und klare Baubeschreibung, verbindliche Angaben zum Zeitplan
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und eine Widerrufsbelehrung. Der Bauvertrag sollte auch einen verbindlichen Zahlungsplan und entsprechende Vertragsstrafen für den Fall, dass der Vertrag nicht erfüllt werden kann, enthalten. COBURGER: Was gilt denn nun, wenn eine Baufirma eine Kalkulation nicht halten kann? Heidi Schüler: Wenn ein Bau um mehr als 20% teurer wird als angeboten, kann der Besteller den Vertrag kündigen und nur den aktuellen Stand abrechnen lassen. Es gibt allerdings eine unverzügliche Anzeigepflicht des Unternehmers, wenn er die Kalkulation nicht einhalten kann. Es kommt auch immer mal wieder vor, dass mitten im Bau Verträge gekündigt werden aus ganz unterschiedlichen Gründen. Dann muss der Bauherr sich nach einer neuen Firma umschauen. Oft nehmen Häuslebauer den günstigsten Anbieter und wundern sich, wenn es nicht so läuft wie erhofft. Man sollte - wenn möglich - immer ein zweites oder drittes Angebot einholen und sich umhören, wer mit welchen Unternehmen gute Erfahrungen gemacht hat. Es kommt auch ab und zu vor, dass ein Bauunternehmen während des Baus insolvent wird, dann bleibt man meistens auf seinen Kosten sitzen, wenn man schon Abschlagszahlungen geleistet hat oder Mängel vorhanden sind. Einen Rechtsstreit muss man dann meistens auch selbst bezahlen, weil üblicherweise in den Rechtsschutzversicherungen Baurisiken ausgeschlossen sind. COBURGER: Und wie ist das mit Mängeln am Bau? Heidi Schüler: Im Baurecht beträgt die Verjährungsfrist fünf Jahre nach Abnahme. Die Abnahme ist also ein entscheidender Punkt. Danach muss der Bauherr einen Mangel nachweisen, bis zur Abnahme dagegen der Bauunternehmer die Mangelfreiheit. Sind Mängel vorhanden, muss der Bauherr dem Unternehmer die Möglichkeit geben, diese in angemessener Zeit zu beseitigen. Tut er dies nicht, stehen dem Bauherrn weitergehende Gewährleistungsrechte wie Kündigung, Minderung, Schadenersatz oder Zahlung der Mangelbeseitigungskosten zu.
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… EIN STURER MÜLLER Ein verwitterter, moosbedeckter Grenzstein von 1706 gibt einen ersten kleinen Hinweis auf die exklusive Freizeitbeschäftigung, der hier nachgegangen wurde. Rund herum in dichten Rodacher Wäldern. Und im Namen der nahe gelegenen Mühle, deren Rad sich hier einst drehte, versteckt sich ein weiterer Hinweis, auf welche kapitalen Tiere privilegierte Sportler bis ins 19. Jahrhundert aus waren. Versteckt am Ende einer Sackgasse liegt idyllisch zwischen Pferdekoppel und Wiesengrund ein fast unbekanntes Kleinod weit außerhalb der Stadtmauern: die Hirschmühle.
Ob sie ihren Namen tatsächlich von den stattlichen Waldbewohnern hat, die hier lebten, ist nur eine Vermutung. Eine sehr naheliegende. Dass Herzog Ernst II. ein begeisterter Jäger und Schütze war, ist eine Tatsache. Die herzogliche Familie ließ sich schließlich mitten in der Stadt ein Jagdschloss bauen, um ihrer exklusiven Freizeitbeschäftigung nachzugehen. Aufwändige Reisevorkehrungen mussten immer dann getroffen werden, wenn sich die Herzogsfamilie nach Rodach aufmachte. Das Schloss musste hergerichtet und die Wege dorthin passierbar gemacht werden. Die Erfolge solcher Jagdgesellschaften allerdings waren bis zur Revolution 1848 ausschließlich dem Adel und Großgrundbesitzern vorbehalten. Wildbret jedenfalls stand nicht auf dem Speiseplan des Hirschmüllers. Dennoch erhielt die Mühle diesen Namen. Der besagte Jagdgrenzstein vor der Hirschmühle allerdings ist lange nicht so alt wie das älteste Gebäude auf dem Anwesen, die Scheune steht bereits seit dem 18.Jahrhundert. Die Anfänge der Hirschmühle sind sogar noch älter. In der Stadtchronik findet sich die Geschichte vom „Rodacher Galgensteit“. Hauptsächlich beteiligt: Neun Müller in und um Rodach herum. Namentlich auch der Hirschmüller. Es geschah im Winter des Jahres 1592, als der Galgen an der Abzweigung zur der Heldburger Straße nach Gauerstadt in einer Sturmnacht zusammenbrach. Nun war es im Mittelalter üblich, dass die Betreiber der anliegenden Mühlen dazu verpflichtet waren, beim Galgenbau mitzuhelfen. So sollte also auch der Hirschmüller seinen Teil zum Wiederaufbau leisten. Die Rodacher Zunft aber wehrte sich gegen diese Aufforderung und erklärte, dass lediglich das Zurichten der Balken ihre Aufgabe sei, nicht aber der Transport und das Aufrichten. Das nämlich sollten gefälligst die Bürger übernehmen. Es entbrannte ein
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heftiger Rechtsstreit. Sogar Herzog Casimir im fernen Coburg schaltete sich ein und ließ die bockigen Müller ins Gefängnis werfen. Da keine Partei nachgab, waren mittlerweile schon eineinhalb Jahre seit der Sturmnacht vergangen und noch immer waren die Rodacher ohne einen Galgen. Auch eine Verhandlung vor Ort brachte keine Einigung. Die Müller blieben stur. Da blieb Herzog Casimir nichts anderes übrig, als ein Machtwort zu sprechen und die Müller an ihre Verpflichtung zu erinnern, dass die Errichtung eines Galgens ein feststehendes Recht ist. Nach fast zwei Jahren gaben die Rodacher Müller endlich auf und zimmerten einen neuen Galgen, den sie dann natürlich auch noch transportieren und aufstellen mussten. Obwohl die Mühle aufgrund ihrer Wasserkraft zu den rentabelsten in der Gegend gehörte, wechselten hier oft die Besitzer. Bis 1977 war sie noch in Betrieb. Bis heute besteht der Abzweig der vorbei fließenden Rodach in den Hirschmühlgraben, der das Mühlrad bewegte. Alteingesessene Rodacher werden den letzten Müller Treuter noch gekannt haben, der seine Backwaren in der näheren Umgebung ausfuhr. Manch ein Rodacher hat auch den Weg hier heraus gefunden, um sein noch warmes Brot in Empfang zu nehmen. Heute befindet sich hier am Hirschmüllersweg 3 ein kleines Paradies. Wo sich einst das Mühlrad dreht, ist eine hübsche Pension mit einer Ferienwohnung entstanden. Hier wohnt die Eigentümerin Eva-Maria Czwielong mit ihrem Mann, ihrer Mutter und den Tieren mitten in der Natur. Der Dreiseithof mit Fachwerkgebäuden, Ställen und der Scheune lädt Kurzurlauber, Wanderer und Fahrradfahrer ein. Man sehnt förmlich das Ende der derzeitigen Reiseeinschränkungen herbei. Endlich wieder sein Frühstück am leise plätschernden Mühlgraben einnehmen können und diesen besonderen Ort kennenlernen.
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WICHTREY HOMEWARE Von Wolfram Hegen | Fotos: Val Thoermer
Planung und Konzepte, Kompetenz vom Entwurf bis zur Fertigstellung, Handwerk, Kreativität, Individualität, Qualität, Exklusivität, Nachhaltigkeit, Ganzheitlichkeit. Dafür steht seit fast 30 Jahren das Coburger Familienunternehmen Wichtrey Homeware mit seinen heute zwei Standorten, dem Showroom in der Bahnhofstraße und den Werkstätten in der Mühlgasse. Die kreativen Einfälle und handgefertigten Produkte des Teams rund um Firmengründer Mathias Wichtrey sorgen für Wohnkultur in vielen Häusern, Wohnungen und Geschäftsräumen in der Region und weit darüber hinaus.
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Advertorial
FUTURE SYSTEMS
Raum für Innovationen Eine Reihe im COBURGER über Wichtrey Homeware – Folge 3: Future Systems Viele Tausend Hummel-Figuren erblickten hier das Licht der Welt – in der ehemaligen Firma Goebel in Rödental. Die legendären Sammlerfiguren, hergestellt in Handarbeit, traten von hier aus ihren Siegeszug um die Welt an. Das ist lange her, aber auch heute noch atmen die altehrwürdigen Industriegebäude diesen Pioniergeist früherer Jahrzehnte. Sie bieten damit die ideale Aura für die Digitale Manufaktur von „Zukunft.Coburg.Digital“, Anlaufstelle und Unterstützer für Startups und Unternehmen in der digitalen Transformation. Flexible Arbeitsplätze, kreative Inseln, Workshopräume – das zeitgemäße Arbeitsumfeld im 21. Jahrhundert bietet Raum für Innovationen, für Austausch, Freiraum. So hat sich auch die junge Firma Future Systems hier niedergelassen, ein Unternehmen der Holding Wöhner Industries. Future Systems möchte aus der Digitalen Manufaktur heraus anspruchsvolle technische Entwicklungen vor allem in der Elektrotechnik auf den Weg bringen und hat für die Planung des eigenen Büros auf die Kompetenzen und die Expertise in Sachen moderner Arbeitsplatzgestaltung von Wichtrey-Homeware aus Coburg zurückgegriffen. „Der Raum sollte Loftcharakter ausstrahlen“, berichtet Mathias Wichtrey vom Wunsch des Auft raggebers, also wohnlich sein, einen Besprechungsbereich haben, eine Küche, mehrere Computerarbeitsplätze, und am besten so mobil geplant, dass man je nach Anforderung auf verschiedene Arbeitsplatz- oder Meetingsituationen eingehen kann.
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WICHTREY HOMEWARE Das Konzept bringt alle diese Anforderungen ideal unter einen Hut: Für den Loftcharakter sorgen schon die hohen Decken, die großen Fenster und eine neue Backsteintapete. Die alten großen Industrielampen hat man von den historischen Räumlichkeiten übernommen, nur etwas anders gesetzt, auch die Akustikdecke aus Goebel-Zeiten erfüllt in modernen Zeiten ihren Zweck. „Wenn möglich, bewahren wir die Substanz“, so Mathias Wichtrey.
Wie oft in einem Loft grenzen auch hier mobile Raumteiler einzelne Funktionsbereiche voneinander ab. Als Hauptelement aber teilt ein Podest den Raum in der Mitte, sorgt so für eine optische Trennung. Auf dem leicht erhöhten Bereich finden sich der Besprechungstisch sowie eine gemütliche Ecke mit einer Ledercouch und Sessel vor einer Küche aus Eichenholz. Dieser Bereich ist direkt an den großräumigen Fenstern gelegen, die einen Blick ins Grüne freigeben. „Das vermittelt ein gutes Gefühl, ist angenehm entspannend und leistungsfördernd zugleich, weil es den Horizont weitet.“ Der Besprechungstisch, ein alter Esstisch, strahlt eine gewisse Urigkeit und Wärme aus, gleichzeitig muss man auf keine neue Technologie verzichten, Netzwerkanschluss, Beamer, alle modernen Möglichkeiten sind vorgesehen.
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Einrichtungshaus für exklusive Möbel, Textilien, Beleuchtungen und Wohn accessoires mit Planungsbüro in der Bahnhofstraße 5 in Coburg.
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Unterhalb des Podestes, weg von den Fenster und damit blendfrei, sind die Computerarbeitsplätze angelegt, die Wände dahinter grau gestrichen, auch das dämpft den natürlichen Lichteinfall in diesem Bereich. Die Farben im Raum lehnen sich an das Corporate Design des Startups an, ein wenig Türkis bei den Vorhängen an den Fenster und den Sesseln in der Couchecke. Alles in Allem ein Raum, der groß wirkt und gemütlich zugleich, eine Kombination aus Zuhause und Büro. „Firmen legen mehr und mehr Wert auf die Gestaltung des Arbeitsumfeldes“, so Mathias Wichtrey, der mit seinem Team schon viele Büros in der Region und darüber hinaus geplant und eingerichtet hat. AUSGABE 45 / JUNI 2021
Wichtrey Homeware Werkstätten in der Mühlgasse Coburg » Polsterei » Wand und Boden » Näherei Bahnhofstraße 5 96450 Coburg Telefon 09561 / 871 00-3 Fax 09561 / 871 00-4 E-Mail hallo@wichtrey.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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KULTURTIPPS
KULTUR Es ist Licht am Ende des Horizonts. Endlich. Die Infektionszahlen sinken und damit steigt die Hoffnung auf Normalität. Und die Kulturbranche atmet auf. Hier kommen unsere Kulturtipps. Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht.
LANDESTHEATER
DIE DREI MUSKETIERE
PETER UND DER WOLF
Im Frankreich des siebzehnten Jahrhunderts hat der junge Gascogner d‘Artagnan nur ein Ziel vor Augen: Er will ein Musketier des Königs werden. Pech für ihn, dass er sich durch seinen Übermut gleich am ersten Tag drei verbotene Duelle mit drei Musketieren einhandelt: dem ritterlichen Athos, dem hitzigen Porthos und dem gottesfürchtigen Aramis. Doch als die Garde des Kardinals auftaucht und die vier festnehmen will, werden aus den Duellanten Kampfgefährten und es gilt: Einer für alle, alle für einen. Mit „Die drei Musketiere“ bringt Coburgs Schauspieldirektor Matthias Straub ein humorvolles Mantel-und-Degen-Abenteuer auf die Freilichtbühne im Hofgarten. Seine neue Inszenierung verspricht packende Unterhaltung und rasante Fechtszenen für laue Sommerabende. Unterstützung erhält das Schauspielensemble des Landestheaters von Franken- Tatort-Star Andreas Leopold Schadt.
Dieses musikalische Märchen von Sergej Prokofjew fasziniert seit Generationen kleine und große Zuhörer. In diesem Sommer begeben sich unser Erzähler Niklaus Scheibli und das Philharmonische Orchester unter der musikalischen Leitung von Johannes Braun wieder auf ein melodisches Abenteuer, das damit beginnt, dass Peter vergisst das Gartentor zu schließen. Doch wenn der böse Wolf kommt, dann halten sie alle zusammen – der Vogel, die Katze, die Ente und natürlich Peter, oder anders gesagt: die Flöte, die Klarinette, die Oboe und die Geige. Sergej Prokofjew hat jedem Tier ein Instrument zugeordnet, das seine Eigenarten und seinen Charakter beschreibt und so erzählt er nicht nur eine spannende Geschichte, er stellt auch die Instrumente eines Sinfonieorchesters vor.
Wo? Freilichtbühne im Hofgarten Wann? Voraussichtlich bis 23. Juli 2021, ab 19.30 Uhr Weitere Infos und Kartenbestellung: www.landestheater-coburg.de
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Wo? Freilichtbühne im Hofgarten Wann? Voraussichtlich bis 21. Juli 2021, ab 19.30 Uhr Weitere Infos und Kartenbestellung: www.landestheater-coburg.de
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KULTURTIPPS
THEATER AM HEXENTURM MUSIKINO – DIE VIER TEUFEL Erster professionell bearbeiteter Film der 1911 gegründeten Geyer Werke in Berlin, neu vertont von Leisa Bill&Rainer Sohst. 1911 begründete der Ingenieur Karl August Geyer mit Eröff nung der Geyer-Werke die professionelle Bearbeitung von Filmen. Das erste Werk, das die sogenannte Postproduktion durchlief, war die Novelle „Die vier Teufel“ des dänischen Schriftstellers Herman Bang. Die sozialkritische Liebensgeschichte beeindruckt in ihrer technisch historischen Authentizität und durch hervorragend schauspielerische Leistungen aus der allerersten Kinozeit. Der in Coburg ansässige Enkel Christian Geyer wird den Abend mit historischen Informationen begleiten. Mit konzertanter Live-Musik für Violine, E-Gitarre und Percussion wird der Abend bereichert.
Wann? 2. Juli 2021 Wo? Theater am Hexenturm Weitere Infos: www.theater-am-hexenturm.de
VIER JAHRESZEITEN Fünfteiliger Ballettabend von Mitgliedern des Ballett Coburg Die vier Jahreszeiten des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi (1678-1741) gehören zu den schönsten und populärsten Werken des Barocks: Vogelgesänge und schlafende Hirtenknaben im Frühjahr, brütende Hitze und ein heft iges Sommergewitter, tanzende Bauern und eine Jagdgesellschaft im Herbst, ein eisiger Schneesturm und fallende Schneeflocken im Winter Inspiriert von den Texten, den lautmalerischen Klängen Vivaldis und deren moderner Bearbeitung von Max Richter entwickeln vier Mitglieder des Ballettensembles, zu jeweils einer Jahreszeit, ihre eigene Choreografie. Ihr individueller Blick auf die Magie der Naturphänomene, die Vergänglichkeit der Zeit und die damit verbundenen Erinnerungen und Emotionen werden sie eindrucksvoll und bildstark in tänzerische Bewegungen übersetzen. Wo? Freilichtbühne im Hofgarten Wann? Voraussichtlich bis 22. Juli 2021 | Beginn: 19.30 Uhr Weitere Informationen? www.landestheater-coburg.de
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KUNSTFORUM 80 JAHRE BOB DYLAN Das Romantikhotel Schloss Hohenstein bietet nun auch Künstlern eine Bühne. Die erste Ausstellung des Kunstforums widmet sich Bob Dylan, der ja vor allem als Sänger und Songwriter bekannt ist. Dylan, der unlängst 80 Jahre alt wurde, malt aber auch großflächige Bilder mit Acryl- oder Aquarellfarben. Seine farbintensiven Werke zeigen Alltagsszenen des amerikanischen Lebens. Die Besucher der Ausstellung begeben sich auf eine Erkundungstour durch die USA, von Millionenmetropolen bis hin zu den Kleinstädten – über Landstraßen in Motels, abseits des Mainstreams. Die Tickets können über die Website: bobdylan2021.de gebucht werden, und zwar für vier Veranstaltungsorte – neben dem Kunstforum Schloss Hohenstein sind das Köln, Fulda und Wiesbaden. Das Kunstforum Schloss Hohenstein möchte mit wechselnden Ausstellungen Jung und Alt für zeitgenössische Kunst begeistern. Die Öffnungszeiten des Kunstforums sind regulär an Donnerstagen, Freitag und Samstagen. An allen anderen Tagen können Besichtigungen nur nach individueller Vereinbarung über Website erfolgen.
Wo? Kunstforum Schloss Hohenstein Wann? Von 01.07.2021 bis 31.10.2021 Weitere Infos? kunstforum.schloss-hohenstein.de
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MUSIKALISCHES
SUZAN BAKER & DENNIS LÜDDICKE: „ZWEI STIMMEN ZWEI GITARREN“ Die Songs von Suzan Baker bestechen durch ihre bildreiche Lyrik, die in Verbindung mit einer einprägsamen Melodik und durch die außergewöhnliche Stimmpräsenz der Künstlerin zusätzlich an Tiefe und Nuance gewinnt. Zusammen mit Dennis Lüddicke bildet sich eine musikalische Symbiose von bemerkenswerter Bandbreite. Mit Charme und Esprit verstehen es die beiden Künstler ihre Zuhörer mit ausgefallenen Eigeninterpretationen aus den unterschiedlichsten Genres in den Bann zu ziehen und nehmen diese mit auf eine musikalische Reise durch Jazz, R’n’B, Pop, Rock, Alternative, Reggae, Latin und Soul. Wo? Freilichttheater vor dem Kunstverein Wann? Samstag, 3. Juli. 2021 um 18 Uhr Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de
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Wo? Freilichttheater vor dem Kunstverein Wann? Sonntag, 25.07.2021 um 18:00 Uhr Weitere Informationen: www.agentur-streckenbach.de
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KULTURTIPPS
AUSSTELLUNG „LUCAS CRANACH – KUNST IM DIENSTE DES HOFES“ Lucas Cranach zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 16. Jahrhunderts. Als Hofk ünstler schuf er Bilder, die das dynastische, politische und religiöse Selbstverständnis der sächsischen Kurfürsten zum Ausdruck brachten. Cranach bediente sich hierfür nicht nur der Malerei, sondern auch der Druckgraphik. So entstanden zahlreiche Holzschnitte und Kupferstiche, die in ihrer Prägnanz bis heute unsere Vorstellung von der höfischen Kultur seiner Auft raggeber prägen. Die Ausstellung zeigt Cranach-Werke aus dem Bestand der Kunstsammlungen der Veste Coburg. Der Bogen spannt sich von den politisch bedeutsamen Porträts der Kurfürsten über religiöse und mythologische Szenen bis zu faszinierenden Turnierdarstellungen. Wo? Kunstsammlungen der Veste Coburg Wann? 18.06.2021 – 12.09.2021 Weitere Informationen: www.kunstsammlungen-coburg.de Wichtiger Hinweis aufgrund der Corona-Pandemie: Bitte informieren Sie sich vor einem Besuch über mögliche Angebote bzw. Einschränkungen auf der Website www.kunstsammlungen-coburg.de.
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KULTURTIPPS DAVID WANKA
ANNA DELLER-YEE
Die Mini-Ausstellung „Von Abstraktion zu Illusion“ des COBURGER ist bis auf Weiteres in Schaufenster im Steinweg 14 zu sehen, direkt neben dem Eiscafe Cortina. Danach soll sie auch in der Markthalle am Albertsplatz zu sehen sein. 2022 ist eine größere Ausstellung mit Werken Coburger Künstler geplant.
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MATTHIAS KROTH
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KULTURTIPPS
AUSSTELLUNG
„VON ABSTRAKTION ZU ILLUSION“ Der COBURGER veröffentlicht in jeder seiner sechs Ausgaben jährlich eine Galerie mit Bilder oder Fotos jeweils einer Künstlerin oder eines Künstlers, einer Fotografin oder eines Fotografen aus der Region. Fast fünfzig Kunstschaffende haben seit Ende 2012 einen Teil ihrer Werke in der gedruckten und in der online-Ausgabe des COBURGER präsentiert. Jetzt zeigt der COBURGER einige dieser Bilder in gedruckter Form auch öffentlich: Die Mini-Ausstellung „Von Abstraktion zu Illusion“ umfasst einen kleinen Ausschnitt aus der großen Vielfalt Coburger Kunst: Vier Bilder im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Illusion. Das Ausstellungskonzept entstand in Zusammenarbeit mit dem Coburger Designforum Oberfranken im Rahmen der Initiative „Kunst findet Stadt“.
STEPHAN WELSCH
ANNA DELLER-YEE
Gestalten sei sein Leben, sagt der 1983 geborene deutsch-spanische Künstler Stephan Welsch über seine Kunst. Für ihn ist der Prozess der Schaffung eines Kunstwerks ein Mittel, um einen inneren Frieden zu finden, ein Gleichgewicht, das er lange gesucht hat. Der abstrakte Expressionist verwendet eine Vielzahl von Materialien und Techniken, um einen vielschichtenn, verschwommenen Effekt zu erzielen. Der Betrachter wird in seine abstrakten und figurativen Arbeiten hineingezogen, die von düsteren Farbtönen und Lichtflecken überflutet sind. Anspielungen auf Details und Botschaften, die direkt unter der Oberfläche liegen. Jedes seiner Kunstwerke ist einzigartig und fordert die Vorstellungskraft des Betrachters heraus.
Die halb deutsche, halb amerikanische Künstlerin mit Wurzeln in Japan und China wuchs unter anderem in Coburg auf. Während der Schulzeit in Coburg entdeckte sie die Liebe zur Musik und künstlerischen Gestaltung. Von 2014 bis 2018 studierte sie am London College of Fashion Modedesign. Währenddessen sammelte sie in zahlreichen renommierten Designhäusern wie Alexander McQueen und A.F. Vandevorst Arbeitserfahrung. Von März bis September 2019 arbeitete sie bei Hugo Boss bei Stuttgart in Menswear Design. Im selben Jahr gewann sie den Bayerischen Sparkassen Debütanten-Preis und stellte zum ersten Mal ihre Arbeiten im Kunstverein Coburg öffentlich zur Schau. Sie arbeitet seit 2018 neben Arbeit und ihrem Studium als freischaffende Modedesignerin und Künstlerin zwischen Berlin, London, und Coburg. In ihren Arbeiten spielt die junge Künstlerin mit existenziellen Themen wie dem menschlichen Körper, Raum und Zeit und deren Einfluss auf Verhaltensmuster, Sinnesnatur, Regeln und Normen in einer Gesellschaft.
www.estewe.art
MATTHIAS KROTH Durch das Atmosphärische und das Einbringen der persönlichen Erfahrungswelt ist die Malerei von Matthias Kroth im weitesten Sinne erzählerisch. Sie orientiert sich aber kaum an der äußeren Realität, noch an einem bloß subjektiven Ausdruck, sondern gestaltet sich im Wesentlichen durch die Auseinandersetzung mit der bildnerischen Wirklichkeit. Dies führt zu einem hohen Grad an Abstraktion, nicht aber zur Abkehr von der menschlichen Figur. Die Andeutung von Landschaft, Innenräumen oder Dingen schafft Bezüge zu den Figuren, aber der Raum, in dem die Figuren auftauchen, bleibt doch in erster Linie das Bild. Der geborene Münchner lebt und arbeitet seit 2010 in Heldritt bei Bad Rodach, seine Werke waren schon in vielen Museen und Galerien zu sehen, und er war und ist Dozent an zahlreichen Kunstakademien.
www.aakdy.com/about
DAVID WANKA David Wanka, geboren im „grünen Herzen Deutschlands“, hat einen Gesellenbrief als Fotograf und studierte visuelle Kommunikation an der Bauhaus Universität Weimar. Seit 2010 arbeitet er als freischaffender Fotograf in den Bereichen People und Interieur und Art Director und ist seit März 2014 in Coburg ansässig. www.davewanka.com
www.matthias-kroth.de
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Advertorial
COLTUR-FESTIVAL PRÄSENTIERT LOKALE KÜNSTLERSZENE Über 30 Künstlerinnen und Künstler, Bands, Ensembles und Gruppen aus der Region Coburg sind seit letztem Jahr auf dem Internet-Portal www.coltur.de vertreten. Neben einem Steckbrief mit allem Wissenswerten rund um die Künstler, Kontaktmöglichkeiten und Fotos, sind es vor allem die professionellen Videos, die den Internetauftritt so besonders machen. Jeweils rund 15 Minuten sind die Künstlerinnen und Künstler in Bild und Ton zu bewundern und zeigen so einen Querschnitt ihres Könnens. Kleinere Interviewausschnitte runden das Gesamtbild ab. Jetzt wird aus dem Internet-Portal ein Musikfestival.
KLEINE IDEE MIT GROSSER WIRKUNG
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COLTUR Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind seit März letzten Jahres keine Auftritte vor Publikum mehr möglich gewesen. Nicht nur der Applaus fehlt unglaublich, auch finanziell ist es für viele eine sehr schwere Zeit. Dagegen möchte Coburg Marketing etwas tun und plant für Ende August (27.–29.8.) das 1. COltur-Festival auf dem Gelände des TV 1848 an der Rosenauer Straße. Die Voraussetzungen sind für ein solches Festival nahezu optimal. Ein großes, eingezäuntes Gelände, das individuell aufgeteilt werden kann und auf dem problemlos neben der Bühne auch Cateringstände untergebracht werden können. Die enorme Bandbreite der verschiedenen Künstlerinnen und Künstler soll sich natürlich auch im LineUp des Festivals widerspiegeln: So planen die Veranstalter drei gänzlich unterschiedliche Tage. Während am Freitag, 27. August der Schwerpunkt auf Singer, Songwritern, eher klassischer Musik und Musicals liegen soll, werden am Samstag Rock, Pop und Coverbands im Fokus stehen. Der Sonntag wird mit einem klassisch-zünftig-volkstümlichen Frühschoppen beginnen, in einen Familiennachmittag übergehen, bevor am Abend das Festival smooth ausklingt.
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KULTURSZENE IM NETZ
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COLTUR
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KULTURSZENE IM NETZ Analog zum traditionellen Klassik-Open-Air im Rosengarten soll auch das COltur-Festival ein kostenloses Angebot für Kulturinteressierte sein. Derzeit gehen die Planer davon aus, dass sie jeweils bis zu 500 Besucher auf das Gelände lassen dürfen – stabile und nicht zu hohe Inzidenzwerte vorausgesetzt. Wer letztlich auf der Bühne stehen wird, entscheidet ein Gremium. Noch bis zum 28.6. können sich auch interessierte EinzelkünstlerInnen oder Bands aus der freien Kulturszene, die noch nicht auf der Internetplattform vertreten sind, um einen Auftritt bewerben. Einzige Einschränkung: Sie müssen aus der Stadt oder dem Landkreis Coburg kommen. Für die Bewerbung genügt eine formlose E-Mail, idealerweise mit einer Ton- oder Videoaufnahme oder einem Link zu einem entsprechenden Online-Angebot an coltur-festival@coburg.de Nachdem es dem Coburg Marketing Team gelungen ist, dass das COltur-Festival im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert wird, fließen Fördermittel in sechsstelliger Höhe in das Projekt. So kann das COltur-Festival durch weitere Veranstaltungen ergänzt werden. Derzeit liebäugeln die Veranstalter beispielsweise mit Auftritten auf der Bühne am Prinz-Alfred-Brunnen im Hofgarten (im Anschluss an die Vorstellungen des Landestheaters) oder mit der Möglichkeit, die im Rosengarten aufgebaute Bühne eines regionalen Veranstalters an den freien Tagen zu nutzen. Sobald das Programm feststeht, wird es auch alle weiteren Informationen rund um das Festival in den Coburger Medien und den entsprechenden Online-Angeboten geben.
Alle Künstler und Informationen unter www.coltur.de AUSGABE 45 / JUNI 2021
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Der Baum... für Zuhause! Jetzt limitiertes Exemplar sichern und Baumpflanzungen unterstützen! Viele Jahre stand er in der Flur, nicht unbedingt eine Schönheit, aber doch markant mit einem Knick im Stamm und störrischem Geäst. Der Apfelbaum zwischen Großgarnstadt und Ebersdorf war landschaftsprägend und charakteristisch. Irgendwann erweckte er die Aufmerksamkeit von Wolfgang Weiß und Sig Simon. Die Männer griffen zur Kamera und drückten fortan auf den Auslöser. So entstanden hunderte Bilder, die in den sozialen Medien viele Freunde fanden. Doch im Januar schnitt ein Unbekannter den Baum ab. Als Reaktion darauf wurde ein Spendenkonto eingerichtet: Damit der Baum nicht umsonst gestorben ist, sollen mit den Spenden viele neuen Bäume gepflanzt werden. Auch der COBURGER unterstützt dieses Engagement: In seiner Ausgabe 43 im Februar hat der COBURGER eine Collage mit den Bildern von Wolfgang Weiß und Sig Simon veröffentlicht, die auf große Begeisterung stieß. Diese Collage gibt es jetzt käuflich zu erwerben – in einer limitierten Auflage von 100 Stück! Ein großer Teil der Erlöse geht auf das Spendenkonto. Damit viele Bäume gepflanzt werden können. Also am Besten möglichst schnell das eigene Exemplar sichern. Eines von maximal 100 Stück. Inklusive Zertifikat.
DER BAUM
in limitierter Auflage. Maximal 100 Stück. Jeder Druck inkl. Zertifikat. Abholpreise oder bei Versand zzgl. Versandkosten. Größe: 50 × 70cm ruck auf Papier (matt) in Holzrahmen: D pro Exemplar gehen 20 Euro auf das Spendenkonto
99 Euro inkl. MwSt.
ruck auf Acrylglas inkl. Rahmen (glänzend) D pro Exemplar gehen 30 Euro auf das Spendenkonto
189 Euro inkl. MwSt.
Bilder: Wolfgang Weiß und Sig Simon
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KULTURTIPPS
BUCHEMPFEHLUNG MARTIN VÖGELE VON DER BUCHHANDLUNG RIEMANN Er taucht dort auf, wo Menschen sterben. Er ist dem Tod näher als allem anderen. Er hält das Unheil fest. David Bronski ist Pressefotograf. Als er von einem früheren Kollegen den Hinweis erhält, dass sich in einer Penthouse-Wohnung in seiner Heimatstadt Innsbruck die mumifizierte Leiche der vor 20 Jahren verschwundenen deutschen Milliardärin Zita Laufenberg befi ndet, gerät das fragile Gleichgewicht David Bronskis ins Wanken. Da die Polizei von dem Fund noch nichts weiß, birgt die Story ein unglaubliches Potenzial für Bronski und die Zeitung, für die er arbeitet. Allerdings muss er für diesen Auft rag zurück in die Stadt, die er nach einem traumatischen Ereignis vor langen Jahren verlassen und seither weder wieder betreten hat, noch je wieder betreten wollte. Nachdem damals das Entsetzliche passiert war, zogen Bronski und seine Frau ins weit entfernte Berlin, um den Geschehnissen zu entkommen und in der fremden Umgebung noch einmal neu anzufangen. Doch obwohl sie sich alle Mühe gaben, scheiterten sie letztlich.
Klappenbroschur, 352 Seiten: ISBN: 978-3-442-75784-8 17,00 Euro
Bronski wird in der Folge zu einem kalten Zyniker. Die meisten Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion halten ihn für einen kaputten Drecksack, schätzen ihn allerdings für seine professionelle Arbeit. Nach wie vor ist er einer der Besten seines Fachs. Allein seine Schwester lässt er noch an sich heran.
eBook: ISBN: 978-3-641-22503-2 12,99 Euro
Mit ungutem Gefühl reist Bronski also nach Innsbruck, um die begehrten Fotos von Tatort und Leiche zu schießen. Ein weiterer Job nur, wenn auch ein aufgrund der Prominenz der Leiche kein alltäglicher. Bronski würde seinen Job erledigen, dafür eine schöne Stange Geld kassieren und danach wieder nach Berlin fahren. Die Dämonen der Vergangenheit würde er im Zaum halten können. Bis er in der Geldbörse der Toten ein Foto fi ndet, das alles verändert …
Hörbuch MP3-CD: Laufzeit: 7h 14min (ungekürzte Lesung) ISBN: 978-3-8445-4191-5 17,00 Euro
„Dunkelkammer“ ist der fulminante und rasante Auftakt einer neuen Krimi-Reihe um David Bronski. Mit seinen überraschenden Wendungen ist es ein eindringliches und packendes Buch, das ich nicht mehr weglegen konnte.
Hörbuch Download: Laufzeit: 7h 14min (ungekürzte Lesung) ISBN: 978-3-8445-4192-2 11,95 Euro
INHALTSANGABE
BERNHARD AICHNER
Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer fi ndet er eine mumifizierte Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu fi nden nach einem schweren Schicksalsschlag.
Bernhard Aichner (1972) schreibt Romane, Hörspiele und Theaterstücke, er ist einer der erfolgreichsten Autoren Österreichs – aber er ist auch Fotograf. Bevor er sich der Werbefotografie zuwandte, war er jahrelang als Pressefotograf für den KURIER tätig. Bei der zweitgrößten Tageszeitung Österreichs erlernte er das journalistische Handwerk. Seine Aufgabengebiete waren vielfältig, im Besonderen war er von der Polizeifotografie fasziniert. Hier ging es um Unfälle, Mord und Naturkatastrophen. Aus diesem Grund siedelt Aichner nun seine neue Buchreihe genau in diesem Milieu an, in dem er sich jahrelang bewegt hat. Er weiß also aus erster Hand, worüber er schreibt. Für seine Kriminalromane wurde Aichner mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, zuletzt mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014, dem Crime Cologne Award 2015 und dem Friedrich Glauser Preis 2017.
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Foto ©Ursula Aichner
AUSGABE 45 / JUNI 2021
IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 45 / Juni 2021 Sechster Jahrgang Auflage 3750 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Coburger Straße 7 96472 Rödental Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de
IN EIGENER SACHE ONLINE SCHNELLER SEIN SEIT BALD 5 JAHREN ...
Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen
Titelfoto/Composing: Stefan Heikenwälder Layout / Illustrationen: Axel Straubinger Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: MARKATUS Branding | Marketing | Digital Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen hegen@coburger-magazin.de Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2021 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.
... ist nahezu jede Geschichte des COBURGER online zu lesen, zum einen in unserem Blätterbuch, aber auch jeweils einzeln veröffentlicht. Das ist bequem, praktisch, verlinkbar … und natürlich ganz einfach zeitgemäß. Seit der letzten Ausgabe erscheinen unsere digitalen Versionen zudem schneller als in unserer Printausgabe. Unter www.coburger-magazin.de veröffentlichen wir unsere Geschichten nämlich, sobald sie fertig sind. Über unseren Facebook- und Instagram-Account informieren wir unsere Fans und Freunde zudem darüber, wenn es von uns wieder etwas Neues gibt. Also am besten reinklicken und Bescheid wissen.
IM NÄCHSTEN COBURGER AUSGABE 46
… widmen wir uns dem Sonderthema „Utopien – wie werden wir leben?“. Nicht erst durch den Veränderungsbeschleuniger Corona ist das Hineindenken in die Zukunft höchst spannend. … führen wir ein Interview mit Philipp Maderthaner, österreichischer Kanzlermacher, Unternehmer, Kommunikator – und Gastredner vor Coburger Schülern im Juli. … portraitieren wir den Lebensweg einer Coburgerin, die geschäft lich, privat und gesundheitlich viel durchgemacht, sich aber immer wieder hochgekämpft hat. … zeigen wir Bilder des Lichtenfelser Künstlerehepaares Torsten und Isolde Russ. … und vieles mehr.
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Wir wiederholen uns an dieser Stelle, aber sie liegen uns natürlich ganz einfach besonders am Herzen: unsere PREMIUM-PARTNER. Gerne empfehlen wir sie weiter. Nutzen Sie die Leistungen dieser Firmen aus der Region Coburg. Wir wiederum freuen uns über deren Partnerschaft, weil uns das Planungssicherheit gibt. Und wir bedanken uns dafür mit etwas mehr Platz und der einen oder anderen Geschichte in den Ausgaben des COBURGER.
Redaktion / Autoren dieser Ausgabe: Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Gabi Arnold Chris Winter Lisa Braunersreuther Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Tobias Zwiener
PREMIUM PARTNER 2021
Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Ernst Autohaus Wormser Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Mehr Buchhandlung Riemann Informationen unter Ciderhof Coburg www.coburger-magazin.de/ DELIFE Premium-Partner Engel & Völkers Filzkraut / Festartikel Müller Friseur Julia Göring Intercoiff ure Goldenes Kreuz HSC 2000 Coburg Hörgeräte Geuter iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Lasco Umformtechnik Optik Müller Sparkasse Coburg - Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg e.V. Stadtmarketing Coburg SÜC süc//dacor Teppichhaus Bartel Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Vitadrom Von Poll Immobilien VVC Pillipp Versicherungsmakler Wichtrey Homeware
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GALERIE
GALERIE S T E P H A N
W E L S C H
Gestalten sei sein Leben, sagt der 1983 geborene deutschspanische Künstler Stephan Welsch über seine Kunst. Für ihn ist der Prozess der Schaffung eines Kunstwerks ein Mittel, um einen inneren Frieden zu finden, ein Gleichgewicht, das er lange gesucht hat. Der abstrakte Expressionist verwendet eine Vielzahl von Materialien und Techniken, um einen vielschichten, verschwommenen Effekt zu erzielen. Der Betrachter wird in seine abstrakten und figurativen Arbeiten hineingezogen, die von düsteren Farbtönen und Lichtflecken überflutet sind. Anspielungen auf Details und Botschaften, die direkt unter der Oberfläche liegen. Jedes seiner Kunstwerke ist einzigartig und fordert die Vorstellungskraft des Betrachters heraus. www.estewe.art
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MONACO FRANKE Für den COBURGER von Wolfram Porr
DER MONACO FRANKE Der Monaco muss sich jetzt auch mal beschweren. Egal ob Pflegerinnen und Pfleger, Hoteliers und Restaurantbesitzer, ob Lehrerinnen und Lehrer, Arbeitgeber und Hartz-IV-Empfänger, Künstler oder Studenten – alle haben ihre Interessenvertretung und ihre Lobby und durften während der Coronapandemie schon ihren Standpunkt darlegen und auf Missstände und Ungerechtigkeiten aufmerksam machen. Nur dem Berufsstand der Kolumnisten wurde bisher noch kein Gehör geschenkt. Okay, so viele sind wir nicht. Und leider haben wir auch keine Berufsgenossenschaft oder irgendwen, der unser Anliegen in der Öffentlichkeit und in den Talkshows vertreten könnte. Aber: Auch wir sind von der Krise schwerst betroffen! Ja, Sakra, wie soll ma denn gepflechd über die Münchner schimbfn, wenn sich in dera Stadt einfach nix mehr rührt?! Und annersrum ham ja aa die vo da unten scho seit längerem goar ka Möglichkeit mehr, ihren Minderwerdichkeitskombläggs wie sonst immer an den Frankn abzuarbeiten! Worüber also soll iech schrei’m?!? Jetzt ham se aa nuch die Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin eig’stampft. Da hod wenigstens der Söder hin und wieder noch was gsoochd, was ma hat ausschlachten könna. Aber selbst des is mir nimmer vergönnt! Iech sag’s jetzt wie’s is: Ich fühle mich in meiner Berufsausübung behindert, ja in meiner Existenz als „Monaco“ bedroht! Es is zum narrisch wärrn! Zumindest an der Abschaff ung der 14-tägigen „MPK“ ist natürlich wieder mal die Merkel Schuld, die nach dem ständigen regionalen Durcheinander alle Befugnisse auf den Bund übertragen hat. Ich frag mich: Wem schieben wir eigentlich ab September alles in die Schuhe, wenn etwas nicht nach unseren Vorstellungen läuft? Obwohl, da wird sich bestimmt wer fi nden. Die gute Annalena Baerbock muss ja jetzt schon für alles Mögliche herhalten, obwohl sie doch noch gar nichts gemacht hat. „Zum Glück“ hat sie „vergessen“, ein paar Nebeneinkünfte anzumelden, was sie dann nachträglich noch getan hat. Iech sach amaal, des is doch der erste Schritt zur Normalidäd bei den Grünen, oder? Denn von der Union lernen, heißt: siegen lernen. Jedenfalls zeigt sie ja immer wieder, dass ein politisches Amt erst dann für jemanden in Frage kommt, wenn der wenigstens einen handfesten Skandal an der Backe hatte und nachgewiesen hat, dass er das managen kann. Als
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unverzichtbare Berufserfahrung quasi. Jetzt könnten wir gleich wieder über Andreas Scheuer herziehen. Aber auch da hat ja die Bundeskanzlerin ein echtes Machtwort gesprochen: Der Verkehrsminister, hat sie wörtlich gesagt, mache „einen sehr guten Job!“ Gut, vielleicht meinte sie, Scheuers Skandale lenken so a bissala von den Skandälchen aller anderen MinisterInnen in ihrem Kabinett ab. So gesehen hat Frau Merkel völlig Recht! Hat ja auch ganz gut geklappt die ganze Zeit. Bloß die Berliner Sozitante musste wieder aus der Rolle fallen und kurz vor Ende der Legislaturperiode noch zurücktreten – und das „nur“ wegen einer nicht ganz koscheren Doktorarbeit.
Aber da sieht man gleich wieder den Unterschied: Auf der einen Seite die etwas naive SPD-Politikerin, die sich mit ihrer Dissertation über „Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft“ natürlich leicht in die Karten schauen ließ. Ein einfaches Thema, bei dem praktisch jeder EU-Bürger mitreden und sogar ganz easy nachvollziehen kann, was Frau Giffey wo abgeschrieben hat. Und auf der anderen Seite die machtbewusste Angela Merkel: Die reichte ihre Doktorarbeit zu folgendem Thema ein: „Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden“. Kaa Witz! Merken’s wos? Oder könna Sie da mitreden? Sääng’s! Also iech waaß nuch ned amaal, was a „Bindungsbruch“ is. Wobei: Da könnt’ ich amaal mei Schätzla fragen …
„sehr gut“. Jeder Versuch von irgendwem, sich dem Thema ihrer Arbeit zu nähern, war einfach von vorneherein zum Scheitern verurteilt. So macht ma des nämlich! Nein nein, ich will der guten Frau auf keinen Fall unterstellen, irgendeinen Schmuh gemacht zu haben. Mit Physik und (Team-)Chemie kennt sie sich ganz sicher aus, gell Herr Merz? Das war eine ganz astreine wissenschaft liche Arbeit, genauso wie ihre politische Karriere, die sie danach hingelegt hat. 16 Jahre im Kanzleramt – der Einzige, der das vor ihr geschafft hat, war immerhin unser „Kanzler der Einheit“, der mit den „blühenden Landschaften“! Ja, dass ich ned lach‘! Des einzige, was da im Osten blüht, ist der Wahn von irgendeinem neuen alten DEUTSCHland, das sich die Rechten „zurückholen“ wollen. Und ich fürchte, das Wähnen wird so schnell keinen Frieden fi nden! So lange das so ist, hob iech aber wenigstens nuch a bisserla was zu granteln und zu schrei’m, auch wenn’s in der „Hauptstadt der Bewegung“ zum Glück keine Tendenzen in der Richtung gibt! Viel lieber tät ich freilich den Leuten wieder aufs Maul schauen (ohne FFP2-Maske!) und a boar Anäggdoden aus der Landeshauptstadt erzählen. Aber iech kann ja schließlich ned Gedanken lesen! Und auch sonst sind die Möglichkeiten seit eineinhalb Jahren durch Corona sehr begrenzt. Der „Coburger“ zohlt des jedenfalls ned, wenn ich zum geplanten Oktoberfest nach Dubai fl iegen möchad, oder Chef? Apropos: Bei allem was das Oktoberfest betrifft, ist in München ja Schluss mit lustig. Da verstängas kann Spaß! So geht die Stadt jetzt rechtlich gegen den Veranstalter des in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplanten „Oktoberfests“ vor. Es werde der „unzutreffende Eindruck erweckt, das Oktoberfest ziehe in diesem Jahr nach der erneuten corona-bedingten Absage in München nach Dubai um“, so die Begründung des hiesigen Wirtschaftsreferats. Ja, ja. „Oktoberfest goes Dubai“ is keine gute Idee. Oder fändet Ihr des lustich, wenn’s plötzlich hieße „Schlossplatzfest goes Wladiwostok“? Eben. Und ich bin halt der „Monaco Franke“ und ned der „Monaco Muft i“! Und so soll’s bitte auch bleiben! Schätzla, schau wie iech schau!
Wie auch immer: Merkels Arbeit wurde seinerzeit jedenfalls mit „magna cum laude“ bewertet, also mit
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AUF EIN WORT
In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
PANDEMISCHES! ABSCHLUSSGEDICHT!
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Das Geschäft ihres Lebens,
oder es verloren?
Solidarisch für Andere,
Andere aber nicht!
Als junger Mensch Zuhause,
die Alten gehen wieder raus,
die Jungen sitzen noch Zuhaus.
?!
Haar zu pflegen Menschenrecht,
wer Muskeln hegt, hat es eher schlecht …
Zum Impfen schön brav angestellt,
„selbst schuld“ wird er denken.
Ein Kulturschaffer: in dieser Zeit,
weiß jetzt um seine Wertigkeit
Wo bleibt der schnöde Mammon nur,
es ist doch zum Verzweifeln;
Und die Moral von der Geschichte,
gibt es wie immer auch hier nicht(e).
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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 7. August 2021. Anzeigenschluss ist der 23. Juli 2021.
Zitate
über die Empörungskultur sind dieses Mal … „Ich empöre mich, also sind wir.“
das Letzte
Albert Camus
„Ich bin empört meist über das, was keinen anderen stört.“ Michael Marie Jung
„Die Empörung ist der Zorn der Gerechtigkeit.“ Sully Prudhomme
„Oft fühlt man sich zu Gott berufen, weil man sich einzig gegen die Menschen empört.“ Pierre Choderlos de Laclos
„Es ist besser, Du hörst den Entrüstungsschrei des Weisen als die Lieder des Dummkopfes.“ Leonardo da Vinci
„Sich empören ist das Mindeste, was man vom Bequemsten aller Nichtstuer erwarten dürfte.“ Thomas S. Lutter
„Empörung ist ein erregter Zustand der Seele, der meist dann eintritt, wenn man erwischt wird.“ Wilhelm Busch
„Der Schrei der Empörten ist schrill. Der Schrei der Nachdenklichen stumm.“ Manfred Poisel
„Eine anständige Empörung weckt alle Kräfte eines Menschen.“ Ralph Waldo Emerson
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Wir gestalten Zukunft. Seit 1821.
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