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Coburger - Das Magazin #33

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Nr. 33 | Juni 2019

Gesellschaft. Kultur. Wirtschaft. Politik.


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Die Rallye „Knights of the island“ – quer durch Großbritannien: Fotos und die ganze Geschichte ab Seite 112.

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INHALT

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6 8 9 10 66 126 137 144 145 146

CHRIS WINTER

MICHAEL SELZER

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EDITORIAL STADTGESPRÄCHE STADT IM BILD HOFBERICHT COBURGS BESTE KULTURTIPPS IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE

DER IDIOTENTEST Wenn Autofahrer zur Untersuchung müssen

FOTOSTRECKE DOPPEL JUBIL ÄUM 18 Coburg feiert in und mit England QUAL DER WAHL

WOLFRAM HEGEN

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WOLFRAM HEGEN

ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT? 30 Interview mit Oberbürgermeister Norbert Tessmer

TOMO PAVLOVIC

34

WOLFRAM HEGEN VAL THOERMER

44

WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

60

WOLFRAM HEGEN

62

WOLFRAM HEGEN

104

CHRIS WINTER

112

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT VAL THOERMER

120

SANDRA KÜNTZEL

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Zweiter Teil der großen Umfrage vor den Kommunalwahlen

WIE GEHT’S UNS DENN? Einleitung Sonderthema Gesundheit

TOUR DE PARKINSON Radeln gegen eine tückische Krankheit

MACHER Dieses Mal Rolf Beyersdorf

ANNETTE HOPFENMÜLLER Lebensweg einer Filmemacherin

KLEINER REINER FEINER WALCHSEE Aus der Reihe „Kultouren“

INSELRITTER Marvin, Christian und ein Jaguar S-Type

HIER WOHNTEN … … Bundesjustizminister und Kakteenliebhaber

GALERIE Zeichnungen und Malereien

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V I E LSE I T IG, K R E AT I V, E I N FACH „T I E R I S CH GU T “ Zeichnungen und Malereien der Coburger Grafikdesignerin Sandra Küntzel in der Galerie ab Seite 138

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EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Es war einer der Abende, an die man sich noch Jahre später gut erinnern wird: In einer osteuropäischen Hauptstadt mit vielen neuen Gesichtern am Tisch britisches Bier zu trinken und dabei von einem in Deutschland lebenden Italiener eine messerscharfe Analyse des langsamen wirtschaftlichen Niederganges seines Heimatlandes geliefert zu bekommen, das prägt sich ein. Vor allem dank seiner Parallelen auf das Deutschland von heute, das ihn an das Italien des auslaufenden 20. Jahrhunderts erinnert. Dort damals die gesellschaftliche Spaltung in Nord und Süd, hier heute in Ost und West, dort damals das Verschlafen der nächsten industriellen Revolution, hier heute das Verschlafen der Digitalisierung, dort damals der aufkommende Rechtspopulismus, hier heute der aufkommende Rechtspopulismus. Nur einen Berlusconi gibt es heute hier nicht. Noch nicht. Und keinen wirtschaftlichen Niedergang. Noch nicht. Hm, und was lernen wir nun daraus? Zum einen, dass britisches Craftbier sehr gut schmeckt und der Erinnerungsfähigkeit bis zu einem gewissen Grad nicht schadet. Zweitens, dass wir uns Dinge gut merken, die für uns neu sind und uns betreffen, und die außerdem stimmungsvoll verpackt sind. Und drittens, dass nichts selbstverständlich ist. Kein Wohlstand, kein offenes, friedliches Europa, das wir an diesem Abend so genossen haben, als wir alle zusammensaßen, miteinander geredet haben, gelacht haben, uns kennengelernt und Neues erfahren haben. Auch in diesem Magazin ist daher viel Europa, England gleich zweimal, weil Coburg mit und in England ein stolzes Doppeljubiläum gefeiert hat und weil zum anderen ein Coburger Teil eines etwas anderen Rallyeteams war bei einer Tour quer durchs Königreich, Österreich auch zweimal, weil wir zum einen eine 14-jährige Coburgerin in Graz besucht haben, die dort, in ihrer neuen Heimat, eine innovative Schokocreme erfunden hat, die sich ganz gut verkauft, und weil wir in unseren Kultouren die Gegend rund um den Nordtiroler Walchsee vorstellen, und Deutschland natürlich, weil wir Prinz Andreas auf seiner „Tour de Parkinson“ auf dem Fahrrad von Coburg nach Gotha begleitet haben, eine Fahrt, die so vor 30 Jahren an der innerdeutschen Grenze gescheitert wäre. Außerdem stellen wir Menschen vor wie Rolf Beyersdorf, den Macher des Sambafestivals, der auch eine europäische Familiengeschichte hat, Annette Hopfenmüller, Filmemacherin aus Coburg, früher mit Rockstars vor der Kamera, heute vor allem eine filmische Chronistin ihrer fränkischen Heimat, Sandra Küntzel, Grafikdesignerin, die uns in der Galerie Einblick in ihr künstlerisches Arbeiten gibt, und den Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer, von dem wir natürlich auch wissen wollten, ob er denn noch einmal antritt im Frühjahr 2020. So, jetzt sind Sie dran. P.S. Für Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Impressum oder fragen Sie die Redaktion oder den Verlag. P.P.S. Für ein gesünderes Leben lesen Sie unser Sonderthema Gesundheit. Pssssttt: Unser Geheimtipp sind COBURGS BESTE. Nur im COBURGER. Ab Seite 66.

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INHALT

14 DER IDIOTENTEST

Wenn Autofahrer zur Untersuchung müssen

112 KNIGHTS OF THE ISLAND Rallye quer durch Großbritannien

1949 Walkmühlgasse 16/18 Gewerbe-Anmeldung 19.04.1049 1952

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QUAL DER WAHL Große Umfrage zur Kommunalwahl

Bosch Batterie Station

1954 Umzug nach Umbau des Betriebes in die Sally-Ehrlich-Straße 13 1962

Eintritt in die Firma von Rainer Bätzoldt

1967

Meisterprüfung Rainer Bätzoldt

1969 21.03.1969 Geburt Erik Bätzoldt 1969 Umzug des Betriebes in die Neustadter Straße 10

104 KULTOUREN

Gründung der Zünd-Licht Bätzoldt GmbH

1985

Kauf der Neustadter Straße 10, Vergrößerung der Hoffl äche

1987

Eintritt Erik Bätzoldt in die Firma

1993

Meisterprüfung Erik Bätzoldt

1995

Erik Bätzoldt absolviert Prüfung zum Betriebswirt BFC

1999 Eröffnung der Motor- und Gartengeräteabteilung in „Halle 1“ (ehemals LKW-Halle)

Kleiner reiner feiner Walchsee

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1979

2000 Beitritt zum meisterhaft-Werkstattsystem 2001 Ausbau der Halle 1 zum Motor- und Gartengeräte-Center 2008 Verschmelzung der Zünd-Licht Bätzoldt GmbH mit der Bätzoldt oHG

GALERIE Sandra Küntzel

2011

Umzug der Gartengeräte-Abteilung in die unteren Räume des Hauses Neustadter Str. 10 / 10a, Büro der Kfz-Abteilung zieht in die Halle 3

2016 Umbau des Verkaufsraums der Gartengeräte-Abteilung zum STIHL Dienst

62 FILMEMACHERIN Annette Hopfenmüller

2019 70 Jahre Firma BÄTZOLDT 50 Jahre Betriebsort Neustadter Straße 75 Jahre Rainer Bätzoldt 50 Jahre Erik Bätzoldt

Persönlich für Sie da. BÄTZOLDT oHG Neustadter-Str. 10-12 | 96450 Coburg Tel.: 09561 5529-0 | Fax.: 09561 5529-10 Mail: info@baetzoldt.com | www.baetzoldt.com

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... FÜR ZUHAUSE

NACH HAUSE

Estland – ein kleines Land ist in Sachen Digitalisierung ganz groß. Davon konnte sich eine Delegation bei einer Exkursion in die Hauptstadt Tallinn überzeugen: Vertreter der IHK zu Coburg, der Stadt Coburg, der Hochschule Coburg, der Wifög, von Zukunft.Coburg.Digital, süc//dacor und von Reuther NetConsulting aus Bad Staffelstein und der Hermann-Lietz-Schule aus Haubinda in Südthüringen brachten von den Vorträgen einige Anregungen mit zurück: Themen wie die digitale Schule, digitale Krankenakten und vor allem der digitale Personalausweis sind in dem baltischen Staat selbstverständlich.

Der gebürtige Coburger Michael Donhauser arbeitet seit 23 Jahren als Korrespondent für die Deutsche Presse Agentur (dpa). Und seit insgesamt neun Jahren im Ausland, zuerst in London und seit 2015 in Washington. Jetzt, zum 1. August, kehrt er zurück und wird das Nürnberger Büro der dpa leiten. „Nach so vielen Jahren im Ausland ist es Zeit, wieder in die Heimat zurückzukommen“, sagt er. Dass er Coburg in den vielen Jahren nie aus den Augen verloren hat, zeigt übrigens auch sein Kommentar auf Seite 145 in diesem COBURGER in der Rubrik „Auf ein Wort“, in dem er einen Blick von außen auf das Geschehen in der Vestestadt wirft.

ZUHAUSE

HOLZHAUS

Glückwunsch einem alten Coburger Traditionsbetrieb: Die Bätzoldt OHG, früher bekannt vor allem als Zündlicht Bätzoldt, feierte ihren 70. Geburtstag. Klar, dass dazu die Spitzen der Coburger Stadt und der Coburger Wirtschaft ihre Aufwartung an der Neustadter Straße machten. Lob gab es vom OB für die Standorttreue, die Ehrenurkunde der IHK von deren Präsidenten.

Das Globe kommt, der hölzerne Rundbau als Interimsspielstätte für das Coburger Landestheater und späteres Veranstaltungsmekka, aber wohl später als wie ursprünglich für das Jahr 2021 gedacht: Die Stadt muss sich jetzt doch um die Detailplanung kümmern, muss doch europaweit ausschreiben, die Globe GmbH nämlich hat bei der Stadtratssitzung im Mai ihre Vorplanung der Stadt geschenkt und damit zur weiteren Bearbeitung übergeben. Immerhin: die Veranstalter von Schlossplatz- und Sambafestival sowie vom Open-air-Sommer haben noch ein wenig Zeit nachzudenken, wie sie ihre Veranstaltungen durchführen, wenn ihnen während des Theaterumbaus ein großer Teil ihrer Fläche für bis zu sieben Jahre nicht zur Verfügung steht: Der Umbau des Theaters kann ja erst nach Fertigstellung des Globe begonnen werden. Über den Standort des Globe aber darf nicht mehr diskutiert werden. Er werde nämlich nicht mehr in Frage gestellt, hieß es bei der Sitzung im Stadtrat – obwohl im selben Atemzug darauf hingewiesen wurde, dass der Standort am alten Güterbahnhof aufgrund seiner dezentralen Lage mit Risiken verbunden sei.

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STADT IM BILD

Leuchtendes Blau mitten im Grünen: Eine Theaterbühne im Hofgarten – Premiere für die Sommerfestspiele des Landestheaters Coburg im Sommer 2019. AUSGABE 33 / JUNI 2019

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DER HOFBERICHT

FOTOS: VAL THOERMER

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg

auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir

sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt

dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal

ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es

von der Eröffnung der 31. Coburger Designtage Ende Mai in der

gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle

kleinen Pakethalle am Güterbahnhof. Mehr Impressionen von den

feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich

Designtagen gibt es auf Seite 84.

Prof. Auwi Stübbe, Hans-Herbert Hartan und Dr. Hans-Heinrich Eidt

Rainer Kober und Prof. Dr. Christian Zagel

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Katja Herrmann, Thomas Apfel und Daniela Köhler

Dr. Birgit Weber, Markus Graupe, Jasmin Franz, Janis Franz und Maxima Franz AUSGABE 33 / JUNI 2019


DER HOFBERICHT

Jochen Flohrschütz und Kerstin Haas

Dr. Andreas Engel und Wolfram Brehm

Susanne Wolfrum-Horn, Stephan Horn und Prof. Dr. Christiane Fritze

Prof. Dr. Jens Grubert mit Begleitung

Meine Zielgruppe sind Führungskräfte, Selbstständige, Unternehmer und Ärzte, die ihr Potenzial beruflich, privat und gesellschaftlich voll und effektiv ausschöpfen wollen. Personaltrainer/Fitnessfachwirt Frank Sperschneider

Trainingsstützpunkt

Bahnhofstrasse 14 | 96450 Coburg Tel. 09561 973 44 68 | Mobil. 0177 299 39 21 hallo@frank-sperschneider.de

www.frank-sperschneider.de AUSGABE 33 / JUNI 2019

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EIN ABEND FÜR DIE MODE

Advertorial

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ROBERTO BAUER HERRENMODE …

Marken, Stoffe und Schnitte von höchster Qualität, vorgestellt an einem der schönsten Plätze der Region: Auf den Maintalterrassen von Kloster Banz mit Blick auf Vierzehnheiligen und den Staffelberg präsentierte das Team von Roberto Bauer Herrenmoden aus Lichtenfels unter dem Motto „Ein Tag am Strand“ die Sommermode 2019. Der Mai zeigte sich an diesem Abend von seiner schönsten Seite. Und ein ganz besonderer Modemacher kam aus Kitzbühel ins Maintal.

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… LUD AUF DIE MAINTALTERRASSEN EIN

Bei Roberto Bauer achtet man seit vielen Jahren auf die Herkunft und die Qualität der Stoffe. Mit dem besonderen Gast an diesem Abend liegt man damit auf einer Wellenlänge: Aus Kitzbühel war Marco Lauer angereist und präsentierte seine Mode. Seine Marke Frauenschuh steht für Luxury Sportswear wie kaum eine andere. Es gibt sie nur in ausgesuchten Läden gut 100-mal auf der Welt, davon gerade achtmal in Deutschland. Und an diesem Abend auf den Maintalterrassen. Lauer und Bauer – beide verbindet eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine Partnerschaft. Bis in den späten Abend hinein wurde gefeiert, erst in der lauen Frühlingsnacht auf der Terrasse, die von Feuerschalen aus dem Hause Denk noch ganz besonders illuminiert wurde, dann in Räumlichkeiten von Kloster Banz mit kulinarischen Genüssen.

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„Die höchste Klugheit besteht darin, den Wert der Dinge genau zu erkennen.“ La Rochefoucauld, französischer Philosoph

K O N T A K T

Roberto Bauer versteht Kleidung als Sprache, als Visitenkarte des Menschen. Dieser Aufgabe widmet sich sein Team mit Leidenschaft, Liebe und Begeisterung. Und immer mit dem Blick für neue Trends, von denen es an diesem Abend einige zu sehen gab für die Gäste, die aus ganz Deutschland gekommen waren. Die Grenzen zwischen Mode und Sport verschmelzen in der Branche zunehmend, zeigte die Sommermode 2019. Ob zum Frühstück, zum Diner oder am Strand: Nicht nur wohlfühlen soll man sich, nicht nur schick soll Mode sein, auch funktionell und leicht, und vor allem von höchster Qualität und Nachhaltigkeit.

Bamberger Straße 2 96215 Lichtenfels Telefon: 09571 42 55 E-Mail: info@robertobauer.de Öffnungszeiten: Mo. – Fr.: 10.00 Uhr – 19.00 Uhr Sa.: 9.00 Uhr – 15.00 Uhr oder nach Vereinbarung

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MPU

VON CHRIS WINTER

ER ZUR R H A F O T U A WENN ÜSSEN M G N U H C U S UNTER

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WENN AUTOFAHRER ZUR UNTERSUCHUNG MÜSSEN

Auf den ersten Blick war gar nichts passiert. Auch auf den zweiten Blick offenbarte sich kein Schaden an der Oberklasse-Limousine – es war also eigentlich nichts geschehen, nur ein harm- und folgenloser „Anrempler“ beim Rangieren. Tatsächlich aber zog die Unachtsamkeit eine Werkstattrechnung von rund 1500 Euro nach sich, eine über diesem Betrag liegende Geldstrafe, eine Anklage und Verurteilung wegen Fahrerflucht, und der Führerschein war schließlich für einen Monat eingezogen. Mit einer rund 40-jährigen Fahrpraxis und einem Verhalten im Straßenverkehr, das bislang nie Anlass zu Bußgeldern oder Verwarnungen gab, sah sich der Fahrer aus dem Landkreis Coburg als Angeklagter vor dem Amtsgericht und zeitweise als Fußgänger und Radler.

Es war in der dunklen und kalten Jahreszeit, als der Mann in einem Parkhaus auf einen Stellplatz rangierte. Die Gedanken waren nicht ganz bei der Sache, die Parkboxen in einer Zeit gebaut, als es die Abkürzung SUV noch lange nicht gab. Nur ein leises Geräusch kündete von dem Kontakt mit der Limousine. „Zweimal habe ich geschaut, aber nichts erkannt“, erzählt der Mann, und dabei macht sich Monate später immer noch ein sachte aufkommender Ärger über das eigene Verhalten bemerkbar. Der Fehler mit den weitreichenden Konsequenzen war: Der Fahrer ging von dannen. Er hinterließ keine Nachricht an dem touchierten Wagen, wartete keine angemessene Zeit am Unfallort und die Polizei blieb auch außen vor. Wenn da nicht die Überwachungskamera den Vorgang aufgezeichnet hätte. Einige Stunden später fand der Fahrer einen Zettel unter einen Scheibenwischer geklemmt: Der Geschädigte hatte darauf seine Kontaktdaten notiert und mitgeteilt, die Sache bei der Polizei angezeigt zu haben. „Selbstverständlich bin ich sofort zu dem Besitzer des Autos.“ Es gab kein Abstreiten, der Sachverhalt wurde ohne Vorbehalt eingeräumt und dazu eine Entschuldigung, gepaart mit der später auch eingehaltenen Zusicherung, den Schaden zu begleichen. Zu spät: Die Unfallflucht war nun bei der Polizei bekannt und so setzten sich Räder der

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Justiz in Bewegung. Zunächst sollte der Mann aus dem Landkreis ein viertel Jahr zu Fuß gehen müssen, nach einem Einspruch jedoch und mit Hilfe eines Anwalts wurde die Zeit ohne Fahrerlaubnis auf vier Wochen verringert. Bei dieser Unfallflucht waren kein Alkohol noch andere Drogen im Spiel, auch keine vorhergegangenen Auffälligkeiten im Straßenverkehr, so dass nach den vier Wochen ohne Führerschein die Welt wieder in Ordnung war. Eine sogenannte MPU wurde nicht angeordnet. Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) beurteilt in Deutschland die Fahreignung des Antragstellers. Im Volksmund mit dem herabsetzenden Begriff „Idiotentest“ belegt, heißt sie im Amtsdeutsch „Begutachtung der Fahreignung.“ Die MPU gibt es seit 1954 in Deutschland. Sie stellt eine Prognose zur Verkehrsbewährung des Antragstellers und dient als Hilfe für Fahrerlaubnisbehörden, die Entscheidung über die Entziehung und Neuerteilung der Fahrerlaubnis vorzubereiten. Die gesetzlichen Maßnahmen sind ein wichtiges Element zur Verbesserung der Verkehrssicherheit (weniger Unfallopfer – Getötete und Verletzte), womit Deutschland auch im europäischen Vergleich erfolgreich ist. Im europäischen Ausland sind anstelle fachlich begründeter Einzelfallprüfungen häufig erhebliche Strafen bei schwerwiegenden Verkehrsstraftaten oder gehäuften Verstößen üblich. Die Höhe der Strafe steht jedoch in keinem nachweisbaren Zusammenhang mit dem zukünftigen Unfallrisiko. Bedeutsam sind dagegen eine offene Auseinandersetzung mit den Ursachen und stabile Änderungen in Einstellung und Verhalten. Bundesweit ist die Zahl der angeordneten Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen in den zurückliegenden Jahren rückläufig. Die Bundesanstalt für Straßenwesen hat im August vergangenen Jahres Statistiken für die MPU herausgebracht. 2017 wurden insgesamt 88.035 medizinisch-psychologische Untersuchungen durchgeführt. Vergleicht man die Zahlen seit 2014, ist der Trend dabei leicht sinkend. Der Wert für das Jahr 2017 sank unter die 90.000-er Marke. Der Zweckverband Zulassungsstelle Coburg als zuständige Dienststelle wartet mit diesen Zahlen für Stadt und Landkreis auf: 185-mal wurde 2017 eine MPU angeordnet, 202 Führerscheine wurde entzogen. 2018 stehen 193 MPU zu Buche und 177-mal „kassierte“ die Führerscheinstelle das begehrte und wichtige Dokument. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres mussten schon 75 Fahrer zum medizinisch-psychologischen Test geschickt und 64 Fahrerlaubnisse entzogen werden. Die meisten MPU werden wegen erstmaligen Auffälligkeiten in Zusammenhang mit Alkohol durchgeführt. Es folgen

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MPU

Drogen und andere Medikamente, unter deren Einfluss sich Leute verbotenerweise hinter das Steuer ihres Wagens setzen. Insgesamt wurden 58,7 Prozent der Teilnehmer einer MPU anschließend als fahrgeeignet eingestuft, 5,1 Prozent als nachschulungsfähig und 36,2 Prozent als ungeeignet. Auffällig ist, dass die Personen, die wegen wiederholten Auffälligkeiten durch Alkohol zur MPU mussten, nur zu 46,5 Prozent als geeignet eingestuft wurden. Aus den vorherigen Statistiken wird ein Abwärtstrend bei den Alkoholfragestellungen ersichtlich, ebenso auch bei der Kombination aus Verkehrsauffälligkeit und sonstiger strafrechtlicher Auffälligkeit. Die Anzahl der Begutachtungen aufgrund von Medikamentenauffälligkeit steigt jedoch. Nach den Erkenntnissen von Geschäftsleiter Stephan Zingler vom Zweckverband Zulassungsstelle Coburg ist eine ausreichende Vorbereitung bei Verkehrspsychologen wichtig, um eine MPU erfolgreich hinter sich zu bringen. „Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zeigen, dass über 80 Prozent auf Anhieb die MPU bestehen, wenn sie sich frühzeitig informieren und eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.“ Eine Fahrschule werde nur benötigt, wenn der

beim Kraftfahrt-Bundesamt eingetragene Entzug länger als zehn Jahre zurück liegt. Die Fahrschulen unterstützen die Betroffenen hinsichtlich der abzuleistenden theoretischen und praktischen Prüfung, jedoch aber nicht bei der Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung. Dabei gehe jeder Betroffene anders mit der Situation um. Viele seien einsichtig und könnten die Entscheidungen der Behörde nachvollziehen. Einige versuchten jedoch Tatsachen zu verschweigen oder zu verdrehen. „Dies wird dann spätestens bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung zum Problem und führt häufig zu einem negativen Ergebnis.“ In der Zeit ohne Führerschein ist die selbstständige Mobilität natürlich nicht mehr gegeben. Stephan Zingler: „Mit dem Entzug des Führerscheins geht ein Stück Unabhängigkeit verloren. In einigen Fällen ist der Entzug des Führerscheins jedoch auch der Punkt, der zum Umdenken anregt und den Betroffenen erst deutlich macht, dass sie in ihrem Leben etwas ändern müssen.“ Der Autofahrer aus dem Landkreis Coburg jedenfalls hat eine Lehre verinnerlicht: „Egal ob eine Beule zu sehen ist oder nicht, immer die Polizei verständigen.“

MPU – bundesweit

Anlässe für eine MPU

2010 101.596

28%

2011 99.2625

erstmalige Auffälligkeiten durch Alkohol

26%

2012 94.176

Drogen und Medikamente

2013 94.819

18%

2014 91.536

Verkehrsauffällige ohne Alkohol

11%

2015 91.276

wiederholte Auffälligkeiten durch Alkohol

2016 91.185

11%

2017 88.035

sonstige Anlässe

5%

Alkohol und verkehrs- oder strafrechtliche Delikte „Bundesweit ist die Zahl der angeordneten Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen in den zurückliegenden Jahren rückläufig.“

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1%

körperliche Mängel

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Advertorial

HÖRNLEIN & FEYLER

Fuhrerschein futsch Häufig zu schnell unterwegs, ein Auto gerammt und einfach wei-

tergefahren, oder mit paar Bierchen zu viel hinter dem Steuer sitzen – das kann schnell böse Folgen haben und der Führerschein ist weg. Dabei muss der Entzug der Fahrerlaubnis unterschieden werden zum Fahrverbot. Das Fahrverbot wird zwischen mindestens einem Monat bis zu maximal drei Monaten verhängt, soweit es sich nach dem Straßenverkehrsgesetz richtet. Wird ein Fahrverbot nach Paragraph 44 Strafgesetzbuch verhängt, kann es sogar bis zu einer Dauer von sechs Monaten angeordnet werden, erklärt Lutz Lindner von der Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.

Bei einem Entzug der Fahrerlaubnis sind der Führerschein (das Kärtchen) und die Fahrerlaubnis nicht nur weg, sondern das Verfahren ist auch kostenintensiver, weil ein Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis gestellt werden muss, und die Behörde eventuell die Vorlage eines Gutachtens fordert. Dieser Fall kann beispielsweise eintreten, wenn ein Verkehrsteilnehmer betrunken oder im Vollrausch im Straßenverkehr unterwegs ist oder unter Drogeneinfluss steht. Die Fahrerlaubnis kann auch entzogen werden, wenn sich ein Unfallverursacher unerlaubt vom Unfallort entfernt. „Fahrerflucht ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“, betont Lutz Lindner. Summiert sich der Eintrag in das Flensburger Verkehrszentralregister auf acht Punkte und mehr, dann gilt der Fahrer für die Teilnahme am Straßenverkehr ebenfalls als ungeeignet. Apropos: die Flensburger Punkte werden erst nach frühestens zwei Jahren und sechs Monaten gelöscht und zwar dann, wenn es sich dabei um eine normale verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeit handelt, zum Beispiel bei einem normalen Geschwindigkeitsverstoß. Die Tilgungsfristen können aber auch fünf Jahre andauern, zum Beispiel bei Entscheidungen wegen einer besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigenden Ordnungswidrigkeit.

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Das kann beispielsweise bei Alkoholdelikten und Straftaten ohne Entziehung der Fahrerlaubnis der Fall sein. Die Tilgungsfrist beträgt zehn Jahre bei Entscheidungen wegen Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis. Ein Führerschein kann auch beschlagnahmt werden. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen kommt das in der Regel nicht vor, häufig geschieht dies jedoch bei Alkoholverstößen, wenn der gemessene Alkoholwert eine Höhe erreicht, bei der eine Entziehung der Fahrerlaubnis droht. Für Fahranfänger, die den Führerschein erstmals erwerben, gelten besondere Regeln. Sie sind zunächst auf Probe im Straßenverkehr unterwegs. In dieser Probezeit von zwei Jahren dürfen sie kein Fehlverhalten im Straßenverkehr zeigen. Konsequenzen für die Probezeit haben eintragungspflichtige Verstöße, zum Beispiel eine Geldbuße ab 60 Euro, der Entzug der Fahrerlaubnis oder die Verhängung eines Fahrverbotes oder die strafrechtliche Beurteilung in Zusammenhang mit der Teilnahme am Straßenverkehr. Liegt ein solcher Verstoß vor, wird die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet und die Probezeit verlängert sich auf vier Jahre.

Nach der Entziehung der Fahrerlaubnis beginnt die Sperrfrist, in dieser Zeit darf keine neue Fahrerlaubnis beantragt werden. In der Regel dauert diese Sperrfrist zwischen neun und elf Monaten, sie kann aber auch bis fünf Jahre andauern. Der Verkehrssünder muss in dieser Zeit beweisen, dass er charakterlich dazu geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen und am Straßenverkehr teilzunehmen. Nach Ablauf dieser Sperrfrist muss die Fahrerlaubnis bei der zuständigen Behörde wieder beantragt werden. In der Regel ist keine Prüfung erforderlich, um die Fahrerlaubnis zurück zu bekommen. In bestimmten Fällen kann die Fahrerlaubnisbehörde aber ein Attest oder ein Gutachten verlangen, zum Beispiel wenn der Führerschein wegen Alkohol-oder Drogenproblemen beschlagnahmt wurde. In besonderen Fällen kann eine medizinisch psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden.

„Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“ Lutz Lindner, Fachanwalt

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Bilder: Michael Selzer

Das royale

Doppeljubiläum

Coburger feiern in und mit England.

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Advertorial Queen Victoria und ihr Coburger Prinz Albert hätten in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag gefeiert: Dieses royale Doppeljubiläum wurde auf der Isle of Wight und in London Ende Mai ausgiebig gefeiert. Natürlich mit einer großen Delegation aus Coburg, angeführt von Victoria und Albert „höchstpersönlich“. Das Coburg Marketing hatte die Doubles bei einem Casting ausgewählt. Ein Glücksgriff war auch der Auftritt des Philharmonischen Orchesters und von Solisten des Landestheaters Coburg in der Cadagon Hall In London gemeinsam mit der Royal Choir Society aus London. Unter den fast 1000 Zuschauer waren auch der Deutsche Botschafter in England und königlicher Besuch: Der Duke of Kent gratulierte allen Musikern persönlich. Auf der Coburger Partnerinsel Isle of Wight sind während der Feierlichkeiten eine Ausstellung eröffnet und ein Gedenkweg eröffnet worden. Bei einem abschließenden Promenadenfest gab es Coburger Bratwürste, Prinz Albert Pils und natürlich jede Menge Informationen und Werbung über und für Coburg. Einige Bilder auf den nächsten Seiten.

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2020 WÄHLT COBURG

Von Wolfram Hegen

Qual Wahl Die

der

Teil 2 Ergebnisse aus der großen Umfrage in Coburg Ein klares „ Ja“ zum Landestheater am bisherigen Standort, ein deutliches Ausrufezeichen für mehr bezahlbare Wohnungen, ein „ganz ok“ für die bisherige Arbeit von Oberbürgermeister Norbert Tessmer, ein „Hervorragend“ für die Lebensqualität in Coburg, das waren nur einige der Ergebnisse der großen Umfrage, die wir im letzten COBURGER veröffentlicht haben, ein knappes Jahr vor den Kommunalwahlen im Frühjahr 2020. Basis ist eine repräsentative Telefonumfrage unter 300 Coburger vom Januar dieses Jahres, durchgeführt von der Universität Bamberg. Hier der zweite Teil der Ergebnisse.

Die große Umfrage in Coburg – 300 Telefoninterviews, durchgeführt im Januar dieses Jahres. Die Ergebnisse ausführlich in dieser Ausgabe und in der vorherigen Ausgabe 32 aus dem April.

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GROSSE UMFRAGE

Die Coburger – wie halten sie es mit der Politik? Würden Sie am nächsten Sonntag zur Kommunalwahl gehen? 78,7 % Bestimmt 10,5 % Sehr wahrscheinlich 4,6 % Eher wahrscheinlich 0,8 % Eher unwahrscheinlich 2,4 % Sehr unwahrscheinlich 3,0 % Würde nicht zur Wahl gehen

Interessieren Sie sich im Allgemeinen für Lokalpolitik in Coburg? 23,9 % Sehr stark 30,9 % Stark

Unsere Meinung: Ohne uns Coburgern zu nahe treten zu wollen, aber bei den Antworten war wohl ein gutes Stück soziale Erwünschtheit dabei. Über 90 Prozent würden wahrscheinlich zur Wahl gehen? Schön wäre es. Die Wirklichkeit nämlich sieht anders aus: Die Wahlbeteiligung bei den letzten Kommunalwahlen 2014 lag gerade mal bei gut 50%.

24,6 % Mittelmäßig 14,2 % Weniger stark 6,4 % Gar nicht

Coburg – wie lebt es sich und wie soll es sich leben? Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Die Hochschule und die ansässigen Unternehmen sind Garanten für Coburgs Zukunft.“ 88,7 % „Voll und ganz“ oder „Eher“

8,6 %

2,7 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“

„Teilweise“

Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Coburg muss eine lebendige, vitale Stadt werden, die junge Menschen als Lebensmittelpunkt anzieht.“ 89,2 % „Voll und ganz“ oder „Eher“

7,9 %

2,9 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“

„Teilweise“

Unsere Meinung: Nur mit der Anziehungs- und Steuerkraft erfolgreicher Unternehmen und der Jugend- und Innovationskraft der Hochschule kann Coburg ein attraktiver Standort bleiben.

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KOMMUNALWAHLEN 2020

Von A nach B – wie ist Coburg unterwegs? Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Ich bin mit den Angeboten des öffentlichen Nahverkehrs in Coburg zufrieden.“ 65,8 % „Voll und ganz“ oder „Eher“ 12,3 % „Teilweise“ 21,9 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“ Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Ich würde verstärkt auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen, wenn er kostenfrei wäre.“ 59,3 % „Voll und ganz“ oder „Eher“ 8,0 % „Teilweise“ 32,7 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“ Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Für die Finanzierung eines kostenfreien ÖPNV sollten die Parkgebühren erhöht werden.“ 32,7 % „Voll und ganz“ oder „Eher“ 9,5 % „Teilweise“ 57,8 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“ Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Am Schlossplatz soll eine neue Tiefgarage / Quartiersgarage errichtet werden.“ 47,9 % „Voll und ganz“ oder „Eher“ 8,9 % „Teilweise“ 43,2 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“ Stimmen Sie folgender Aussage zu: „Fahrradverkehr in Coburg soll durch gezielte Maßnahmen gefördert werden.“ 78,8 % „Voll und ganz“ oder „Eher“ 5,6 % „Teilweise“ 15,6 % „Eher nicht“ oder „Gar nicht“

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Unsere Meinung: Mehr Busse, mehr Fahrradwege, mehr Mobilität für die Stadt, aber nicht auf Kosten der Autofahrer.

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OBERBÜRGERMEISTER NORBERT TESSMER IM INTERVIEW

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INTERVIEW

Zurück in die Zukunft ? Wohnen, Mobilität, Kultur – und natürlich Personen: Wir haben die Coburger über wichtige Zukunftsthemen für ihre Stadt befragt. Die Ergebnisse gab es im letzten COBURGER im April und in diesem (siehe Seite 26). Jetzt meldet sich Oberbürgermeister Norbert Tessmer zu Wort: Er wolle sich gerne zu Zukunftshemen äußern, bot er an, unabhängig, ob er noch einmal kandidiere für die Kommunalwahlen im März 2020 oder nicht. Wir haben sein Angebot angenommen und uns mit ihm getroffen.

COBURGER: Herr Tessmer, man kann ihre Anfrage in zweierlei Hinsicht interpretieren: a) Sie äußern sich zur Zukunft, weil Sie damit ihren Wahlkampf beginnen oder b) Sie äußern sich zur Zukunft als Abschiedsgeschenk für den oder die Neue?

tergrund agiert haben und jetzt durch Veranstaltungen wie die Fridays for Future politisches Engagement erkennen lassen, müssen bei Diskussionen eingebunden werden. Hier gilt es für uns, neue Beteiligungsformen zu erarbeiten.

Norbert Tessmer: c) Es wird immer über Zukunftsthemen gesprochen, es gibt da und dort Veranstaltungen, es gibt Befragungen darüber. Ich denke, Coburg ist auf jeden Fall für die Zukunft gut aufgestellt, bei Bildung, Betreuung, Erziehung, Kultur, Sport und auch bei der Wirtschaftspolitik. Vor vielen Jahren wurde uns prognostiziert, dass die Bevölkerungszahl von etwa 42000 schrumpft auf 37000 im Jahr 2020. Jetzt haben wir uns nicht nur gehalten, sondern der Trend geht sogar leicht nach oben. Wir haben damals auf die Zahlen reagiert, Coburg familienfreundlich gemacht, haben mehr Krippenplätze geschaffen, haben die Schulen ganztagestaublich gemacht, sind auch bei der Digitalisierung auf dem Vormarsch mit einer digitalen Agenda, haben den Smart City Beschluss gefasst, das sind alles Themen aus der Vergangenheit, die in die Zukunft wirken.

COBURGER: Autos raus aus der Innenstadt, wäre das eine Option für die Zukunft?

COBURGER: Mehr Busse, am besten kostenfrei, mehr Fahrräder, am besten gefördert und auf neuen Wegen, und das alles nicht auf Kosten der Autofahrer, ist auch ein Wunsch der Coburger in unserer Umfrage, wie werden Sie das Thema angehen, ist das lösbar? Norbert Tessmer: Dazu müssen wir Angebote schaffen. Der Bürger entscheidet ja selbst, welches Verkehrsmittel er in Anspruch nimmt. Und Fahrräder, vor allem E-Bikes sind immer mehr im Kommen. Natürlich gibt es Nachholbedarf, was Fahrradwege angeht. Das werden wir Zug-um-Zug lösen, da ist noch Luft nach oben. Aber wir haben natürlich oft nicht so breite Straßen wie in größeren Städten, die man dann auch leichter anders aufteilen kann. Aber gerade die jugendlichen, politischen Initiativen, die in den letzten Jahren eher im Hin-

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Norbert Tessmer: Wir müssen auf den Einzelhandel achten, der ist auf Kunden und Besucher angewiesen. Gerade wer aus dem Landkreis kommt oder von außen, da sind Leute oft auf das Auto angewiesen. Und wir haben vier Parkhäuser. Autos raus aus der Innenstadt ist also keine Option, zumindest nicht radikal. Ich kann das Auto nicht verteufeln, die Stadt Coburg lebt zu großen Teilen von Mitarbeitern aus der Automobilzulieferindustrie, die auch zu unserem Wohlstand beitragen, da kann ich jetzt nicht mit der Automobilkeule kommen. COBURGER: Der innerstädtische Einzelhandel kämpft seit Jahren mit Problemen, zuerst gab es die Konkurrenz von der grünen Wiese, dann das Internet, jetzt wird über das Thema Auto raus aus der Innenstadt diskutiert. Wird man in der Zukunft in der Coburger Innenstadt noch leben, Essen gehen und feiern, und einkaufen wird man draußen und im Netz? Norbert Tessmer: Nein, das Einkaufen in einer Innenstadt ist ein Erlebnis. Wenn sie gut erreichbar ist, sauber und sicher und gute Angebote hat, dann kommen die Menschen auch. COBURGER: Wird denn der zukünftige Standort des Globe fernab der Innenstadt nicht ein Problem? Weil er Menschen in ein ganz neues Gebiet lockt, das jetzt erschlossen wird?

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NORBERT TESSMER

Norbert Tessmer: Das Güterbahnhof- und Schlachthofgelände ist ja insgesamt eher hochschulorientiert, Startup-orientiert, da muss man natürlich auch ein entsprechendes Umfeld schaffen. Das Globe wird dort – nach vielen Jahren als Interimsspielstätte für das Landestheater – in verschiedener Weise genutzt werden können. Es wäre auf jeden Fall keine Alternative gewesen, das Globe in der Innenstadt auf einem Parkplatz zu bauen. COBURGER Unsere Umfrage ergibt ein klares Ja zum Landestheater, ein klares Ja für eine ordentliche Sanierung, ein klares Ja zum neuen Globe. Das ist alles eher Hochkultur. Wie wollen Sie aber die Subkultur unterstützen? Norbert Tessmer: Die Probenräume auf dem ehemaligen BGS-Gelände stehen jedenfalls nicht auf der Kippe. Wir haben einen Fahrplan, wie das weitergehen kann. Die Brandschutzvorgaben sind manchmal etwas übertrieben, das hat ja auch so jahrzehntelang funktioniert. Wir haben über 50 Bands, die dort zuhause sind. Und wir haben auf dem Gelände als Stadt einiges investiert in die Versorgung mit Strom, in die Entsorgung über entsprechende Kanäle, auf diesem Weg wollen wir weitermachen, damit junge Bands dort dauerhaft werden bleiben können. COBURGER: Es gibt einige Coburger, die sich privat oder in Vereinen immer wieder einbringen in Sachen Stadtgestaltung, die Altstadtfreunde z.B. Sie alle machen sich um das historische Coburg verdient. Wie wollen Sie aber dafür sorgen, dass Coburg nicht zur reinen Puppenstube wird, zu einem Museum? Nobert Tessmer: Coburg wird nicht zum reinen Museum. Wenn ich in die Südstadt schaue, da haben wir Viertel gehabt, die umgekippt waren, die sind jetzt saniert, da sind viele junge Menschen und Familien hingezogen. Diesen Effekt werden wir auch im Steinweg haben. Dort stelle ich mir eine Kombination aus der jungen lebendigen Szene auf der einen Seite mit Möglichkeiten für ältere Menschen auf der anderen Seite vor, eine Solidargemeinschaft für Jung und Alt. COBURGER: Aber passt eine Partymeile zum Altenheim? Nobert Tessmer: Nein, nochmal: Nach vorne hin wird es an zwei, drei Tagen etwas lauter, dort wird eher das junge Wohnen seinen Platz finden, nach Westen hin zum Lohgraben mehr die reifere Generation zuhause sein, mit kurzen Wegen zur Stadt. Wenn sich da die Wohnbau engagiert wie in der Ketschenvorstadt, zieht das private Investoren nach. COBURGER: Haben Sie keine Befürchtungen, dass es eine Gentrifizierung in diesem Bereich geben wird: schick, schön, teuer und damit unbezahlbar für junge Leute oder für schmale Renten? Norbert Tessmer: Nein, wir haben bei der Wohnbau eine Durchschnittsmiete von knapp fünf Euro. Und

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weil wir über die Wohnbau ja vieles anpacken wollen im Steinweg, und Investoren auch gar nicht alles anpacken können und wollen, werden wir keine solchen Effekte haben. COBURGER: Wünschen Sie sich auch in Zukunft die Anregungen und die Kritik von Vereinen und Personen, die sich Coburg verpflichtet fühlen? Norbert Tessmer: Ich freue mich über jegliche konstruktive Kritik. Nicht alles aber ist hilfreich, weil oft Erwartungshaltungen und Stimmungen erzeugt werden, die nicht konstruktiv sind. COBURGER: Die HUK-COBURG arena laut Umfrage ist im letzten Jahr von fast 60% der Bevölkerung nicht einmal genutzt worden, es gab also für den überwiegenden Teil der Coburger nicht einmal im Jahr ein attraktives Angebot, um dort hinzugehen. Wie wollen Sie dafür sorgen, dass die arena besser angenommen wird? Norbert Tessmer: Sie ist dem Sport gewidmet, Handball, Basketball, Kickboxen, Showtanz und anderen Sportarten. Mir wäre es natürlich lieber, man würde sie multifunktional nutzen, ab es ist nun einmal eine Sporthalle. COBURGER: In Sachen Regiomed wird jetzt ermittelt angesichts des Millionendefizits in der Ära des früheren Geschäftsführers, auch der Aufsichtsrat muss sich verantworten. Seine Zukunftsvisionen hatten ja auch manchen Coburger Unternehmer begeistert und auch die Politik mitgerissen, wird man in Zukunft geläutert wieder kleinere Brötchen backen? Norbert Tessmer: Nein. Wir müssen ja die Gesundheitsversorgung im Oberzentrum sicherstellen. Wir werden ein medizinisches Konzept einreichen müssen beim Gesundheitsministerium, dann wird eine Entscheidung kommen, ob eine Renovierung im Bestand stattfindet an der Ketschendorfer Straße oder ein Neubau. Ich bin nicht der Fachmann in solchen Fragen, aber einen Krankenhausbetrieb im laufenden Betrieb zu sanieren, stelle ich mir problematisch vor. Das ehemalige BGS-Gelände liegt für einen Neubau außerdem hervorragend, die Investition habe ich nicht aufgegeben. Was ich dafür tun kann, werde ich weiter tun. COBURGER: Haben Sie als Aufsichtsrat Befürchtungen bezüglich der Ermittlungen? Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wenn unabhängige Wirtschaftsprüfer uneingeschränkte Testate erstellen, dann muss ich mich darauf verlassen können. Natürlich hat man immer mal wieder nachgefragt in der Vergangenheit, wie die Situation ist, aber die Antworten waren immer so, dass es keinen Anlass zur Sorge gab. COBURGER: Es gibt teils heftige Diskussionen um den richtigen Standort eines neuen Kongresshotels. Geplant war es auf dem Anger, die Entscheidung war getroffen, jetzt spricht sich eine Offensive

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INTERVIEW

einiger Coburger Unternehmen für den Standort Rosengarten aus. Dort aber gibt es kein Baurecht. Jetzt ist im Stadtrat die Entscheidung auf die Zukunft verschoben worden: Wofür werden Sie sich stark machen? Norbert Tessmer: Da bin ich völlig offen, ich habe jetzt erst einmal eine Denkpause verordnet. In der aktuellen aufgeheizten Atmosphäre war es nicht sinnvoll, solche Entscheidungen zu treffen. Wir wollen das nicht auf die lange Bank schieben, aber das hat jetzt zehn Jahre gedauert, und auf ein paar Wochen kommt es nicht mehr an. Wir wollen das nochmal ruhig angehen und in der Verwaltung ein Basispapier als Grundlage für weitere Diskussionen erstellen. Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie. COBURGER: Nicht wenige Stadträte hätten sich von Ihnen in dieser Frage mehr Führung und mehr Rückgrat erwartet. Ein Appell zu Mäßigung im Tonfall und in der Art der Auseinandersetzung kam von Ihnen aber erst spät. Was lernen Sie daraus für Ihr politisches Handeln? Norbert Tessmer: Vielleicht sollte man solche Appelle zur Mäßigung häufiger wiederholen, weil sie von der Halbwertszeit her nur eine gewisse Dauer haben. Aber ich kann einen Stadtrat nicht so führen wie eine Einsatzhundertschaft bei der Bundespolizei. COBURGER: Sie haben ja nach ihrer Wahl 2014 das Tor zu einzelnen Unternehmern wieder weit aufgemacht, Sie haben den kleinen Finger gereicht, wie fest ist der Händedruck mittlerweile? Norbert Tessmer: Ich gehe damit unverkrampft um. Wenn ich es anders machen würde und wir hätten Verstimmungen mit den Unternehmen in Coburg, ich würde also einen wirtschaftsunfreundlichen Kurs fahren, dann würde man mir sofort vorwerfen, dass ich nicht in der Lage bin, solche Prozesse zu moderieren und die Wirtschaft auf die Seite zu ziehen. Dieser Vorwurf käme auf dem Fuße. Deswegen muss man halt sehen, wie man das Schiff auch in Zukunft an den Klippen vorbeimanövriert. COBURGER: Aber ein paar Mal hat das Schiffen schon die Klippen touchiert … Norbert Tessmer: Ja, das sind ein paar Kratzer, das muss man aushalten. COBURGER: Landestheater, Globe, Güterbahnhof, Schlachthof, Sanierungsgebiete, das alles kostet viel Geld. Das kommt natürlich vor allem aus der Gewerbesteuer Coburger Unternehmen. Ist das Coburg der Zukunft noch frei in seinen Entscheidungen oder erpressbar geworden? Norbert Tessmer: Wirtschaftsfreundlichkeit heißt Rahmenbedingungen schaffen. Wir haben von einem unabhängigen Institut für unsere Wirtschaftsfreundlichkeit die Note 2,1 bekommen. Und wenn es den Unternehmen gut geht, geht es der Stadt gut. Wenn

die Unternehmen erfolgreich sind, wirkt sich das auf monetären Bereich der Stadt aus, das hat nichts mit Würgegriff zu tun. Das ist eine Partnerschaft in einer Stadtgesellschaft, so wie ich sie verstehe. COBURGER: Viele altgediente Stadträte, Kleinund Kleinstgruppierungen, feste Rollenspiele: Kann das Team Coburg mit einer solchen Mannschaft in die neue Saison gehen oder muss ein Neuanfang her? Norbert Tessmer: Es gibt nach Kommunalwahlen immer neue Köpfe. Bei manchem Agieren springe ich bei Freude nicht gerade übern Tisch. Gerade, wenn Entscheidungen schon eine gewisse Reife haben und dann wieder in Frage gestellt werden. Das macht auch der Verwaltung immer viel Arbeit. COBURGER: So wie beim Kongresshotel, das ja beschlossen war? Norbert Tessmer: Nicht nur da, bei vielen Themen: Wenn alles ausgelotet ist, von allen Seiten beleuchtet und es kristallisiert sich eine Mehrheitsfähigkeit heraus, es herrscht Konsens: Wenn dann im letzten Moment jemand kommt und sagt, das wollen wir nicht, das ist dann schwierig. Sehr schwierig. Das wünsche ich mir anders. COBURGER: Wer hat in Ihren Augen im nächsten Stadtrat ab Frühling 2020 nichts zu suchen? Norbert Tessmer: Das will ich nicht beantworten. Das bleibt mein süßes Geheimnis. Extreme Randgruppierungen von rechts und bzw. oder links haben im Stadtrat auf jeden Fall nichts verloren. COBURGER: Und Sie als Trainer des aktuellen Team Coburg? Wollen Sie das Team auch über 2020 hinaus führen? Norbert Tessmer: Die Frage wird im Juli beantwortet. Ich kann ja nur die Frage beantworten, ob ich wieder zur Verfügung stehe, selbst wenn ich Ja sage, heißt das noch nicht, dass ich nominiert werde, und das heißt noch lange nicht, dass ich wiedergewählt werde. Ich gehe dieses Thema mit Demut an. Aber meine Umfragewerte sehen ja so schlecht nicht aus, schauen wir mal. Nichts ist unmöglich. COBURGER: Wir haben ja einige mögliche OB-Kandidaten im letzten COBURGER genannt, auch in den Tageszeitungen wurde schon Namen gehandelt: Gegen wen würden Sie denn gerne antreten? Norbert Tessmer: Wenn ich antreten würde, dann am liebsten für mich. Über Gegner habe ich nicht zu entscheiden, das muss man so nehmen wie es kommt. COBURGER: Herzlichen Dank.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

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SONDERTHEMA GESUNDHEIT

ie

un s d s ’ t h en ge

Fragt man zwei Menschen nach ihrer

die Empfehlung zum Besuch eines

Definition von Gesundheit, bekommt

Lach-Yoga-Kurses, nicht zu vergessen

man mindestens drei Antworten serviert,

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n ?

W

VON TOMO PAVLOVIC

der längst überfällige Jobwechsel, weil es

als Beilage noch allerlei Diätpläne sowie Rezep-

ja vor allem auf die Work-Life-Balance ankäme, wie

te für biologisch angebaute Salate und noch mehr

man so hört. Gesundheit bedeutet also auch Stress.

Ballaststoffe, die wiederum garniert werden mit

Oder mit den Worten des amerikanischen Schrift-

Genussmittelverboten und Askese-Übungen, Vor-

stellers Mark Twain zugespitzt: „Gesund kann man

sorgeuntersuchungen und schweißtreibenden Aus-

nur bleiben, wenn man isst und trinkt, was man

dauersportprogrammen. Als Nachtisch gibt’s noch

nicht mag, und tut, wozu man keine Lust hat.“

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EINLEITUNG

Das Wörtchen „gesund“ ist verkaufsfördernd Der eigene Hausarzt wiederum, der es als Experte eigentlich am besten wissen sollte, winkt ab, findet, dass Mark Twain gar nicht so unrecht hat, man jedenfalls zu viel Stress vermeiden sollte. Dann fasst er sich nach dem Routinecheck äußerst kurz: „Ihnen fehlt nichts. Man ist gesund, wenn man sich wohlfühlt.“ Klingt einleuchtend. Tatsächlich scheint das eigene Wohlbefinden, ja das persönliche Glück ein wichtiger Indikator für die Gesundheit zu sein, zumindest wird das alltäglich medial vermittelt. Das Adjektiv „gesund“ ist verkaufsfördernd und wird deshalb inflationär gebraucht. Freude oder Glück sind Gefühle, welche aus

einem Zusammenspiel mehrerer Hirnregionen durch körpereigene Botenstoffe entstehen. Serotonin und Dopamin zum Beispiel. Man weiß, dass ein Mangel an Serotonin depressive Stimmungen hervorrufen kann oder die Heilungschancen nach Verletzungen senkt. Im Umkehrschluss bedeutet es aber nicht zwangsläufig, dass ein von Glückshormonen gefluteter, durchtrainierter und bewusst ernährter Körper eines finanziell sorgenfreien Westeuropäers mit guten Genen und stabilem sozialen Umfeld nicht demnächst an Bauchspeicheldrüsenkrebs schwer erkrankt.

Asymptomatische Krankheit So betrachtet wäre jegliche Gesundheit bloß eine vorläufige Zustandsbeschreibung. Der Gesunde ist einer, der noch nicht erkrankt ist. Und was, wenn der eigene Arzt aus Zeitmangel oder auf Grund von fehlendem Fachwissen nur noch nichts entdeckt hat, die schreckliche Krankheit zwischen all den Laborwerten und Diagrammen lediglich übersehen hat? Schließlich sind Krankheiten bekannt, bei denen man sich nicht zwingend schlecht fühlen muss. Im somatischen, also körperlichen Bereich betrifft das alle asymptomatischen Krankheiten. Manch eine Infektion verläuft unbemerkt, ohne Fieber, ohne Schmerzen. Wer einen Gallenstein mit sich spazieren trägt, der (noch) keine Koliken verursacht, ist streng genommen krank, weiß es aber nicht und fühlt sich pudelwohl. Selbst Menschen mit einer bipolaren Störung können gut drauf sein. Gesund leben und sich glücklich fühlen

heißt noch lange nicht, dass man auch gesund ist. Außerdem haben die meisten Bewohner der westlichen Industrienationen ein Ideal vor Augen, dass in erheblichem Maße der Definition von Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entspricht: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ Dieses Leitbild wurde 1946 erstmals veröffentlicht, als die halbe Welt in Trümmern lag. Dieser Leitsatz beschreibt nicht weniger als eine politische Vision, weshalb er auch von vielen Medizinethikern und Philosophen scharf kritisiert worden ist. Gesundheit soll nach dem Willen der (WHO) mehr sein als nur die Abwesenheit von Krankheit. Schön wär’s.

Pathologisierung der Gesellschaft Der Medizinphilosoph Thomas Schramme von der Universität Liverpool plädiert seit Jahren für ein offeneres Verständnis von Krankheit und Gesundheit. „Die Aussage der WHO als philosophische Definition des Begriffs der Gesundheit ist sicherlich ungeeignet“, sagt Thomas Schramme. „Gesundheit stellt ein graduierbares Phänomen dar. Menschen können gesünder sein, sie können kränker sein, und wir sprechen entsprechend von schweren Krankheiten im Unterschied zu weniger schweren Krankheiten.“

Tatsächlich solle man jede Unterschreitung des WHO-Ideals nicht als Krankheit verstehen, ansonsten würde man die Gesellschaft pathologisieren. „Wir müssen alle diese Facetten der Begriffe im Auge behalten“, fordert Thomas Schramme. „Da wäre etwa Krankheit als Dysfunktion; Krankheit als Einschränkung des Wohls; Gesundheit als Abwesenheit von Dysfunktion sowie Gesundheit als Ideal.“ Letzteres ist vermutlich nur äußerst selten anzutreffen.

Kreativer Umgang mit Gebrechen Thomas Schramme empfiehlt, neben der wissenschaftlichen Perspektive auch die „lebensweltliche“ Sicht zu berücksichtigen. „Das individuelle Glück ist ein wichtiger Einflussfaktor bei der Gesundheit. Wer das Essen genießt, mag nicht der empfohlenen Körpernorm entsprechen, aber weniger anfällig für depressive Verstimmungen sein.“ Aus medizinischer Sicht mag ein übergewichtiger Glückspilz ein recht kranker Patient zu sein. Für den Philosophen kann er

aber noch ziemlich gesund sein. Manchmal kommt es auch darauf an, wie man mit seinen körperlichen Einschränkungen und seelischen Problemen vor allem im Alter umgeht. Vielleicht ist die Definition des Medizinethikers und Philosophen Giovanni Maio von der Universität Freiburg hilfreich: „Denn gesund ist nicht, wer keine Beeinträchtigung hat, sondern wer einen kreativen Umgang mit seiner Begrenztheit und seiner grundsätzlichen Versehrbarkeit gefunden hat.“

Beitrag aus der Stuttgarter Zeitung vom 6. April 2019 AUSGABE 33 / JUNI 2019

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SCHOKOCREME NASCHEN?

SONDERTHEMA GESUNDHEIT

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PALMÖLFREIE SCHOKOCREME VON GABI ARNOLD BILDER: FOTO FISCHER / GRAZ

Die gebürtige Coburgerin Valentina Rehklau erfindet eine palmölfreie Schokocreme und trifft damit auf eine Marktlücke.

Schokocreme naschen? Na klar – aber umweltbewusst!

Alle Kinder lieben Nuss-Nugatcreme – auch bei Valentina Rehklau aus Graz stand der Brotaufstrich fast täglich auf dem Speiseplan – dann hatte das Mädchen im Alter von elf Jahren ein Schlüsselerlebnis: Valentina, gebürtige Coburgerin, hat nämlich eine Leidenschaft für Tiger und die bewohnen auch tropische Regenwälder. „Ich habe damals in Sachbüchern gelesen, dass durch die Abholzung der Regenwälder Tiger vom Aussterben bedroht sind“, sagt die heute 14-jährige Schülerin. Valentina schaute sich daraufhin Dokumentarfilme an, die sich mit der Rodung des Regenwaldes befassen und war erschreckt, welche Folgen das für die Tierwelt hat. Sie erfuhr, dass durch den Verzehr von Nuss-Nugat-Creme der Lebensraum von Tigern, Orang-Utans und exotischen Vögeln bedroht ist. Die Schülerin wusste nämlich, dass konventionelle Schokocremes hauptsächlich aus Palmöl bestehen und die riesigen Palmöl-Plantagen den Regenwald bedrohen, da dieser deswegen abgeholzt wird. Hinzu kam eine Meldung von greenpeace, wonach viele Palmöl-Produkte sogar als krebserregend eingestuft wurden.

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SCHOKOCREME NASCHEN?

Konditormeister Gregor Regner mit Valentina und ihrem Bruder

Diese Informationen beschäftigten das Mädchen: Am Aussterben der Tiger wollte Valentina nicht beteiligt sein. „Ich habe dann gesagt, dass ich das nicht mehr esse,“ sagt sie. Die Schülerin ging mit gutem Beispiel voran und verbannte die Schoko-Brotstriche zunächst vom Frühstückstisch und motivierte die Familie zum Mitmachen: Den süßen Palmöl-Brotaufstrich gab es im Hause Rehklau vorerst nicht mehr. Aber: Ganz verzichten wollten Valentina und ihr jüngerer Bruder Konstantin doch nicht auf den schokoladigen Genuss am Morgen. „Ich habe mir gedacht, es müsste doch eine Alternative geben“, erzählt Valentina. Und genau nach dieser Alternative habe sie gemeinsam mit ihrer Mutter gesucht, zunächst Rezepte aus dem Internet ausprobiert, immer wieder abgewandelt und verbessert. „Das Rezept, das wir am Anfang hatten, ist komplett anders als das heutige“, sagte die junge Forscherin. Valentinas Schokocreme ist eine handwerklich hergestellte Creme, die anstelle von billigen aus besten Rohstoffen besteht. „Statt Palmöl verwende ich als Grundlage Butter.“ Nachdem die Familie von Valentinas Schokocreme überzeugt war, haben auch Freunde und Nachbarn das Produkt getestet. Das Ergebnis: Valentinas Erfindung kam so gut an, dass sie beschloss mehr daraus zu machen. Außerdem habe ihr Vater

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Andreas Rehklau, der als Innovationsberater tätig ist, in der Herstellung palmölfreier Schokoaufstriche eine Marktlücke erkannt, erzählt sie. „Es geht ja auch um unsere Umwelt“, sagt die Schülerin und trifft mit dieser Aussage voll den Zeitgeist. Es fehlte allerdings noch eine Konditorei, die Valentinas Erfindung herstellen wollte und so begab sich die Familie Rehklau auf die Suche. „Das war nicht einfach, entweder hat das Rezept nicht gepasst oder die Verpackung“, erinnert sich die Schülerin.

„Das Rezept, das wir am Anfang hatten, ist komplett anders als das heutige“

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PALMÖLFREIE SCHOKOCREME

Bei der Konditorei Regner aus Seckau rannte Valentina schließlich offene Türen ein. „Gregor Regner war gleich interessiert und hat gesagt, das sei eine coole Idee.“ Der Konditor aus der Steiermark habe sich offen zeigt für neue kreative Ideen und stelle nun in seiner Werkstatt Valentinas süße Alternative zur Palmölvariante her – natürlich genau nach den Vorgaben der Schülerin und in einer Charge von 120 Gläsern. Mittlerweile gibt es zwei Sorten: Die Vollmich-Schokocreme für kleine Schleckermäuler und für die Erwachsenen eine Espresso-Schokocreme. „Außerdem gibt es noch saisonale Aufstriche“, verrät Valentina. Verkauft wird der umweltfreundliche Genuss über ein Online-Portal, direkt bei Regner oder in ausgewählten Geschäften. Die Gläser gehen hübsch dekoriert nun über den Ladentisch oder in den Versand. Das Projekt Schokocreme ist übrigens noch nicht zu Ende: „Ich glaube, ich werde da nie fertig sein“, sagt Valentina und denkt bereits über neue umweltfreundliche Ideen nach, zum Beispiel könnten weitere Konditoreien den Beispiel Regners folgen. Und: „Ein Konditoren-Eis wäre eine weitere Idee.“

Prominente Fans: Valentina mit Lizz Goergl, ehemalige Skifahrerin, Sängerin und Siegerin von „Dancing Stars“

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VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: SEBASTIAN BUFF

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Advertorial

INTERVIEW

Eine private Krise, Probleme im Beruf, das Gefühl, das eigene Potential nicht auszuschöpfen, auf der Stelle zu treten, das Gefühl der Leere, der Wunsch nach frischen

SONDERTHEMA GESUNDHEIT

Impulsen: Besondere Lebenssituationen sind oft Wendepunkte im Leben, an denen man sich auf den Weg zu neuen Zielen macht. Personaltrainer können diesen Weg begleiten, so wie Frank Sperschneider. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Das Unternehmen Mensch Interview mit Personaltrainer Frank Sperschneider

COBURGER: Herr Sperschneider, Ihr eigener Weg hat selbst viele Wendungen genommen, Sie haben neue Wege eingeschlagen, ist das die Basis Ihrer Arbeit als Personaltrainer? Frank Sperschneider: Ich denke schon. Ich halte das Personaltraining für eine der anspruchsvollsten Dienstleistungen am Menschen. Das geht nur mit einem großen Erfahrungsschatz. Und ich bin seit 45 Jahren im Sport unterwegs und seit 20 Jahren im Gesundheitsbusiness: Ich habe mich in dieser Zeit immer weiterentwickelt. Alle diese Erfahrungen übertrage ich auf meine Arbeit. COBURGER: Was sind das für Erfahrungen? Frank Sperschneider: Zunächst einmal habe ich immer Sport gemacht: Fussball, Reiten, Schwimmen, Tischtennis, Volleyball, Spinning, Kraftsport und vieles mehr. Alle Sportarten bis zu einem Grad, an dem

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INTERVIEW

ich sie ganz gut konnte. Ich habe mich immer gefragt, warum ich bei keiner Sportart geblieben bin, mich nie langfristig spezialisiert habe, immer nur für eine gewisse Zeit. Heute weiß ich es: Ich bin neugierig, bin wissbegierig, will immer etwas Neues erlernen, neue Erfahrungen machen. So bin ich dann auch Fitnesstrainer geworden, weil ich da schon sehr viel von dem Erlernten anwenden konnte. Zunächst noch als Hobby, das aber durch weitere Kurse und ein Studium zum Beruf wurde. Auf diesem Weg habe ich dann auch gemerkt, dass ich eigentlich mit den Menschen um mich herum keinen Sport mache, sondern dass ich ihnen darüber hinaus etwas vermitteln möchte. Letztlich gebe ich meinen Kunden heute Tipps, wie sie an sich arbeiten können, um sich selbst zu verbessern. COBURGER: Für wen ist Ihr Personaltraining am besten geeignet? Frank Sperschneider: Das sind zum einen Menschen, die wirkliche körperliche Schmerzen haben oder mit ihrem Körper unzufrieden sind, die fitter, gesünder werden wollen, sich wieder in ihrer Haut wohlfühlen. Das sind zum anderen beruflich sehr erfolgreiche Menschen, oft Unternehmer, die auch im Umgang mit sich selbst erfolgreicher werden wollen, sich selbst besser kennenlernen. Und manchmal geht es auch darum, wieder Struktur ins eigene Leben zu bringen, wenn jemand den Boden unter den Füßen verloren hat.

COBURGER: Was machen Sie dann ganz konkret mit Ihren Kunden? Frank Sperschneider: Mein Motto ist ja „Natürlich draußen“. Ich komme vom Sport, ich weiß, dass Bewegung im Freien viele Blockaden löst, dass gerade sehr strukturierte, beruflich sehr disziplinierte aber dadurch eben auch verkopfte Menschen draußen wieder Zugang zu ihren Emotionen bekommen, sich wieder bewusster spüren. Das Angebot reicht vom Fahrradfahren über Standup-Paddeln, Laufen, Boxen, Nordic Walking bis hin zum Baumstammheben, je nachdem, was die Menschen wollen. Viele müssen ja erst einmal wieder in das Hier und Jetzt, in ihren Körper hineinhören, um zu wissen, wer sie sind, wo sie stehen, damit sie sich überhaupt auf den Weg zu neuen Zielen machen können. Es handelt sich dabei um ein adaptives Training, je nachdem, was in der jeweiligen Situation erforderlich ist, wird gemacht, auch wenn wir mal vom Plan abweichen. Im Mittelpunkt steht immer der andere, ich stülpe nicht mein System über die Kunden, sondern bringe den Kunden dazu, sein eigenes System zu optimieren.

Frank Sperschneider Fitnessfachwirt BSA Fitnesslehrer mit Diplom

COBURGER: Wie gehen Sie dann vor?

Lehrer für Fitness, Gesundheit und Sportrehabilitation

Frank Sperschneider: Zunächst einmal mache ich ein Kennenlerngespräch. Das kann schon mal zwei Stunden dauern. Es geht ja eben nicht nur um die körperliche Verfassung und um entsprechende Ziele, um Kraft, um Ausdauer, um Haltung, sondern sehr oft stehen mentale Fragen im Mittelpunkt, Geschichten, die sich im Kopf abspielen. Man sollte da auf einer Ebene sein, umso effizienter ist das Personaltraining. Dann machen wir eine Zielvereinbarung, wo wollen hin, was soll erreicht werden. Das ist die Perspektive, die man braucht, um sich auf den Weg zu machen. Jeder wird alles tun, um ein Ziel zu erreichen, wenn er versteht, warum. Also zerlegen wir den Weg dann in viele kleine Teilziele, die wir anstreben, Tag für Tag, Woche für Woche, bis wir am Ziel sind. Das übergeordnete Ziel ist dabei immer die Selbstverwirklichung und im Idealzustand die Harmonie von Körper, Geist und Seele.

Trainer für Sportrehabilitation Trainer für Ernährung Wellness und Gesundheitstrainer Manager für Fitness und Freizeit­ unternehmen

Mehr Informationen www.frank-sperschneider.de hallo@frank-sperschneider.de Bahnhofstraße 14 96450 Coburg 0177 2993921

„Viele müssen ja erst einmal wieder in das Hier und Jetzt, in ihren Körper hineinhören, um zu wissen, wer sie sind, wo sie stehen, damit sie sich überhaupt auf den Weg zu neuen Zielen machen können.“

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VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: VAL THOERMER

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FÜR DEN GUTEN ZWECK Mit dem Fahrrad quer durchs ehemalige Herzogtum von Coburg nach Gotha? Knapp 100 Kilometer? Kein Problem – wenn man fit ist. Prinz Andreas von Co-

SONDERTHEMA GESUNDHEIT

burg Sachsen und Gotha aber hat Parkinson. Und machte sich dennoch auf den Weg. Um ein Zeichen zu setzen, dass man trotz schwerer Krankheit Freude am Leben haben kann. Um Geld zu sammeln. Und um zu zeigen, dass man gemeinsam viel erreichen kann. Mit ihm nämlich machten sich Freunde auf den Weg. Alle erreichen sie ihr jeweiliges Ziel.

Die Tour de Parkinson

Radeln gegen eine tückische Krankheit

2011 war es, als das Leben von Prinz Andreas eine Wendung nimmt: Diagnose Parkinson. Ein Tiefschlag für die meisten Menschen – auch für ihn. Doch dann nimmt er die Krankheit an, setzt sich in Bewegung. Im wirklichen Sinn. Er trainiert täglich auf seinem Heimtrainer und Sitzrad, geht Spazieren, unternimmt Touren auf seinem speziellen E-Bike, stellt seine Ernährung um. Und er entwickelt mit Freunden von den Rotariern Coburg eine verrückte Idee: Lasst uns doch eine Fahrradtour machen, entlang der ehemaligen Strecke durchs Herzogtum Coburg-Sachsen-Gotha von Coburg nach Gotha. Fünf Tage für einen guten Zweck. Die Organisation nimmt ein halbes Jahr in Anspruch, liegt vor allem in den Händen von Max Beyersdorf, Thomas Engel und Prinz Andreas` Assistenten Thomas Lessig. Es gilt alles zu Papier zu bringen, die Medien zu informieren, mit Ordnungsämtern zu reden, die Polizei um Begleitung zu bitten. „Das ging durch so ziemlich alle Amtsstuben in Coburg, Gotha und den Stationen dazwischen“, erinnert sich Max Beyersdorf. „Wir bekamen da so viel Wertschätzung und Respekt für die Idee. Der Mut von Prinz Andreas, sich dieser Herausforderung zu stellen, hat die Türen der Amtsstuben und vor allem viele Herzen geöffnet.“

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So beginnt am Mittwoch, den 1. Mai auf dem Coburger Marktplatz eine denkwürdige mehrtätige Tour nach Gotha. An die zweihundert Mitfahrer sind auf ihren Fahrrädern, E-Bikes, Pedelecs, Sitz- und Liegerädern erschienen, um die öffentliche erste Etappe nach Eisfeld zu begleiten. Die Selbsthilfegruppe Parkinson ist vor Ort, viele Behinderte, „schon dieser Auftakt hat die Menschen zusammengebracht über gesundheitliche Unterschiede und gesellschaftlichen Schichten hinweg“, freut das Organisator Max Beyersdorf. Der selbst behinderte „halbe Mann“ Flo Sitzmann und Bergsteiger Christoph Hainz als Promis sind mit dabei, Oberbürgermeister Norbert Tessmer, viele Rotarier wie auch Mitorganisator Thomas Prodinger, Ex-Tourismuschef Thomas Kahle, die Prinzen Hubertus und Alexander, Prinzessin Stefanie. Ihr Vater Prinz Andreas selbst ist so voller Vorfreude auf die Tour, dass er den Startcountdown nicht abwarten will und schon losradelt. Die erste Etappe endet in Eisfeld. Der Spielmannszug begrüßt die Tour de Parkinson, Salutschüsse feiern die Radler, es folgt der Eintrag ins Goldene Buch, Wertschätzung auch hier. Der zweite Tag wird zur größten Herausforderung für Initiator Prinz Andreas: Der Wetterbericht kündigt für Samstag Schnee im Thüringer Wald an, der Tag, an dem man den höchsten Punkt am Rennsteig überqueren möchte. Um einen unfreiwilligen Winterausflug zu vermeiden, entschließt man sich zu einer Doppeletappe am Donnerstag: Von Eisfeld bis nach Zella-Mehlis, 52 Kilometer am Stück, „das war schon eine Herkulesetappe für Prinz Andreas, verbunden mit der Sorge, dass er sich übernimmt, wir als Organisatoren hatten ja die Verantwortung für das Gelingen der Tour“, sagt Max Beyersdorf. Andreas selbst aber zeigt sich diszipliniert und motiviert, die Aufgabe zu bewältigen. Und er schafft es. Der dritte Tag belohnt dann für die Mühen: Nach Ohrdruf geht es vor allem bergab, die müden Muskeln können sich ein wenig ausruhen. Und vor allem steht am Samstag auf Grund der Doppeletappe ein Ruhetag an, den man gemeinsam bei Prinz Andreas in Coburg verbringt, um sich auf die Schlussetappe einzustimmen.

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Diese wieder öffentliche Etappe wird dann ein weiterer Höhepunkt. Im Schnee fährt man los, fährt dann ganz entspannt ins thüringische Gotha, begleitet vom Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch, der die Coburger Radler in Ohrdruf abholt und über Radwege unter anderem an der ehemaligen Bocksberg Pferderennbahn vorbei in seine Heimatstadt führt. Dort findet gerade das Gothardusfest statt, ein großer Stadtempfang mitten auf dem Marktplatz bildet einen würdigen Abschluss einer großartigen Idee. Und es gehen an die 40000 Euro Spenden ein, auch aus Amerika kommt Geld. Damit wird zum einen ein Geriatrie-Projekt am Klinikum Coburg unterstützt, zum anderen spendet Gotha den von deren Seite eingeworbenen Betrag dem Kinderwaisenhaus Tambach-Dietharz. Und noch kann dem guten Zweck Geld zur Verfügung gestellt werden. Mehr Infos unter www.coburg.rotary.de

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IHK ZU COBURG

Gesundheit ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens SONDERTHEMA GESUNDHEIT

und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“. Dazu kommt: Gesundheit ist eine endliche Ressource, für den Einzelnen das höchste Gut – und auch ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Doch die Anforderungen durch demografischen Wandel und krankheitsbedingte Engpässe häufen sich und gerade unseren mittelständischen und kleineren Betrieben fehlen oft die Ressourcen, um diese Herausforderungen anzugehen.

Passgenaue Prävention Für die Gesundheit der Mitarbeiter

Hier setzt das Beratungsprogramm „unternehmensWert:Mensch“ an, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird. Mit passgenauen Beratungsdienstleistungen unterstützt es mittelständische und kleinere Betriebe bei Entwicklung moderner, mitarbeiterorientierter Strategien zum Thema Gesundheit. Dabei geht es um Aufbau eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements zu Schutz und Stärkung der Gesundheit der Mitarbeiter mit unterschiedlichen Präventionsangeboten sowie Unterstützung im Krankheitsfall. Auf diese Weise gelingt es teilnehmenden Unternehmen, Personalfluktuation, krankheitsbedingte Fehlzeiten und Arbeitsunfälle niedrig zu halten. „Die IHK zu Coburg ist Ansprechpartner für Unternehmen im gesamten Wirtschaftsraum Oberfranken, als Erstberatungsstelle lotst unsere VorOrt-Kammer die Betriebe durch das Programm“, erläutert IHK-Präsident Friedrich Herdan. Bei der kostenlosen Erstberatung wird die Förderfähigkeit geklärt und der konkrete betriebliche Veränderungsbedarf ermittelt. Wer die Förderkriterien erfüllt, erhält den entsprechenden Beratungsscheck. Im zweiten Schritt geht es um die Prozessberatung, die direkt im Betrieb stattfindet. Dabei erarbeitet ein Berater gemeinsam mit Unternehmensführung und Beschäftigten passgenaue Lösungsstrategien. Dafür stehen dem Unternehmen bis zu zehn Bera-

tungstage zur Verfügung, die innerhalb von neun Monaten genutzt werden können. Das Programm bezuschusst die Beratungskosten je nach Unternehmensgröße zu 50 oder 80 Prozent, angesprochen sind Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Die Beratung im Unternehmen kann bis zu zehn Tage dauern und max. 1.000 Euro pro Beratungstag kosten. Sechs Monate nach Abschluss der Prozessberatung erörtern die Erstberatungsstelle sowie die Vertreter von Unternehmensführung und Mitarbeitern gemeinsam das Erreichte. Damit die angestoßenen Veränderungen langfristige Wirkung entfalten können, werden mögliche weiterführende Unterstützungsangebote besprochen.

Das Angebot von „unternehmensWert:mensch“ kann in drei weiteren Handlungsfeldern in Anspruch genommen werden: • Personalführung • Chancengleichheit & Diversity • Wissen & Kompetenz.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: Doris Köhler Telefon 09561/7426-23 E-Mail: doris.koehler@coburg.ihk.de

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FINANZTIPP

Mit Gesundheit Steuern sparen

Die steuerlichen Rahmenbedingungen zur Gesundheitsförderung von Mitarbeitern wurden zu Beginn des Jahres 2019 verbessert. Welche Voraussetzungen dabei zu beachten sind, um auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite Steuern und Abgaben zu sparen, erläutert Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf von tb.legal im Gespräch mit dem COBURGER.

COBURGER: Wie kann der Arbeitgeber die Gesundheit seiner Mitarbeiter fördern und gleichzeitig Steuern sparen?

COBURGER: Welche weiteren Möglichkeiten gibt es noch?

Thomas Bittorf: Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten. Um Arbeitgeber zu motivieren, sich stärker für die Gesundheit der Mitarbeiter zu engagieren, werden die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachten Leistungen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands bis zu einem Betrag von 500 € pro Jahr steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt. Voraussetzung für die Steuerbefreiung ist, dass die Leistungen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen des Sozialgesetzbuches genügen, d.h., die Maßnahme muss von einem qualifizierten Anbieter durchgeführt werden.

Thomas Bittorf: Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer jährlich sog. Erholungsbeihilfen in Höhe von jeweils 156 €, weitere 104 € für den Ehegatten und weitere 52 € für jedes Kind zur Verfügung stellen und diese pauschal mit 25 % besteuern. Dadurch erhält der Arbeitnehmer die vorgenannten Zahlungen netto. Diese Beihilfen können auch Barzahlungen ähnlich dem Urlaubsgeld sein, die der Arbeitnehmer und ggf. seine Familie jedoch zweckgebunden für seinen Erholung oder eine Kur einsetzen muss. Unter den Begriff der Erholung fallen dabei auch der Urlaub an sich, Wellnessbehandlungen oder z.B. auch Eintritt in ein Schwimmbad. Nach der Finanzverwaltung darf der Zuschuss nur innerhalb 3 Monaten vor oder nach Antritt des Urlaubs bezahlt werden. Der Arbeitgeber muss die bestimmungsgemäße Verwendung des Geldes sicherstellen, indem er sich am besten die entsprechenden Quittungen vom Arbeitnehmer im Anschluss vorlegen lässt.

COBURGER: Welche Maßnahmen konkret fallen darunter? Thomas Bittorf: Begünstigt sind unter anderem Kurse zur Stressbewältigung, Kurse zu Übergewichtsreduktion, Yogakurse und Schutzimpfungen. Die begünstigten Maßnahmen sind in einem für alle Krankenkassen einheitlichen Zertifizierungsverfahren festgelegt. Der Arbeitgeber sollte sich daher vor Förderung und Durchführung mit der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse abstimmen. Die Befreiung gilt auch für Barzahlungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer, die diese dann für die extern durchgeführte Maßnahme aufwenden. Voraussetzung der Steuerfreiheit ist stets, dass der Betrag zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt wird, also zum Beispiel als Gehaltserhöhung. Ausgeschlossen hingegen sind jedoch allgemeine Beiträge für Sportvereine und Fitnessstudios.

Dient die Erholungsbeihilfe der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit des Arbeitnehmers oder auch der Gesundheit eines erkrankten Kindes nach vorheriger ärztlicher Untersuchung, können die Beihilfen sogar bis zu 600 € steuerfrei sein. COBURGER: Herzlichen Dank für das Gespräch!

COBURGER: Der Besuch eines Fitnessstudios kann also nicht gefördert werden? Thomas Bittorf: Doch das geht auch. Stellt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern selbst einen Fitnessraum unentgeltlich zur Verfügung, handelt es sich um eine steuer- und beitragsfreie Leistung. Übernimmt der Arbeitgeber alternativ die Beiträge für ein Fitnessstudio und ist er zugleich selbst Vertragspartner, liegt ein Sachbezug vor, auf den die monatliche 44 € Freigrenze anwendbar ist. Kostet das Fitnessstudio monatlich mehr als 44 €, muss der Arbeitgeber dieses komplett bezahlen und die Differenz vom Nettolohn des Arbeitnehmers einbehalten. Wichtig ist hier, dass der Arbeitgeber stets Vertragspartner des Fitnessstudios sein muss.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

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OPTIK MÜLLER

Sehkomfort und Sehqualität erhalten und fördern, Erkrankungen vorbeugen oder frühzeitig erkennen. Das ist SONDERTHEMA

das Ziel der Optometrie. Sie ergänzt die reine Augenop-

GESUNDHEIT

tik um Dienstleistungen und Screenings, die krankhafte Auffälligkeiten am Auge aufdecken sollen. Optik Müller in Coburg und Rödental ist für Optometrie der kompetente Ansprechpartner in der Region.

Damit die Augen gesund bleiben Das menschliche Auge verändert sich permanent, die Augengesundheit ist von einer Fülle äußerer Faktoren wie Arbeitsumgebung oder Sehsituationen, aber auch innerer Faktoren wie Lebenswandel, erbliche Belastungen oder Lebensalter abhängig. Eine fortlaufende augenoptische und optometrische bedarfsorientierte Begleitung erweist sich daher als ratsam. So kann man frühzeitig und vorausschauend auf Veränderungen reagieren und zum Wohl seiner Augen handeln. Bei Optik Müller kümmern sich speziell ausgebildete Augenoptiker/innen und Optometristinnen um ihre Kunden und bieten verschiedene optometrische Dienstleistungen an. An den Standorten in Coburg und Rödental greifen sie auf moderne Messtechnik und Prüfgeräte zurück, die hochpräzise Analysedaten liefern und die Untersuchungsmethoden zugleich äußerst komfortabel gestalten lassen: eine augenoptische Vorsorge spezielle optometrische Screenings, die augenärztliche Untersuchungen ergänzen Augeninnendruckmessung als wichtiger Parameter für das Abschätzen eines Glaukomrisikos Spezialsprechstunde für das Management von trockenen Augen Beratung bei altersbedingter Makuladegeneration (AMD) zur Bestimmung von Sehlösungen über die reine Brillenversorgung hinaus Sehkomfort-Beratung nach einer Katarakt-Operation zur Versorgung mit UV-Schutz der Netzhaut Darüber hinaus bietet Optik Müller zahlreiche augenoptische Leistungen an: hochwertigen und individuellen Schutz vor schädlicher UV-Strahlung Schutz vor Zugluft bei sportlichen Aktivitäten durch Sportbrillen Schutz vor einer Überbeanspruchung der Augen durch eine optimale Brillenkorrektion individuelle Anpassung von hochwertigen und maßgefertigten Kontaktlinsen Regelmäßige Kontrollen zum optimalen Sitz und Einsatz von Kontaktlinsen Angebot einer breiten Auswahl augenschonender Pflegeprodukten Versorgung mit vergrößernden Sehhilfen

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OPTIK MÜLLER

Optometrie ermöglicht die frühzeitige Erkennung typischer Augenerkrankungen

GRAUER STA R

GRÜNER STA R (GL AUKOM)

Der Graue Star ist eine stoffwechselbedingte, oft altersbedingte Veränderung der Augenlinse. Er kann auch als Begleiterkrankung oder durch Verletzung entstehen.

Der Grüne Star ist eine durch verschiedene Faktoren ausgelöste Erkrankung, bei der die Nervenfasern, welche die Lichtsignale vom Auge ins Gehirn leiten, eingebüßt werden und der Sehnerv abstirbt. Besonders tückisch: Weil der Prozess schmerzfrei und schleichend vonstatten geht, wird er von den meisten Betroffenen erst dann bemerkt, wenn die Erkrankung schon weit fortgeschritten ist. Im späteren Stadium führt der Grüne Star, sofern er nicht behandelt wird, zur Erblindung. In Deutschland ist etwa jeder 20. Mensch ab dem 40. Lebensjahr von der Erkrankung betroffen, ab dem 70. Lebensjahr steigt die Anzahl der Betroffenen auf jeden 13. Weltweit zählt das Glaukom zur zweithäufigsten Erblindungsursache.

Symptome

zunehmende Trübung der Augenlinse kontinuierliche Abnahme der Sehleistung verschwommenes Sehen beeinträchtigtes Kontrast- und Farbsehen vermehrte Blendempfindlichkeit

Vorsorge und Korrekturmöglichkeiten Eine regelmäßige augenoptische Überprüfung der Sehschärfe, die im Idealfall alle 2 Jahre stattfindet, bietet die beste Chance, Grauen Star frühzeitig zu erkennen. Im Frühstadium sollten die Korrektionswerte der Brille regelmäßig und bedarfsgerecht angepasst werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist die aktuell einzig wirkungsvolle Methode eine operative Entfernung der eingetrübten Linse gegen eine klare Kunstlinse. Nach der Operation ist darauf zu achten, dass eventuelle Defizite in der Fernsicht ausgeglichen und für die Nahsicht individuelle Sehhilfen angepasst werden. Besonders wichtig ist ein wirksamer Schutz gegen die netzhautschädigende UV-Strahlung durch spezielle Sonnenfilter, da die eingesetzte Kunstlinse keinen natürlichen Sonnenschutz besitzt.

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Risikofaktoren Lebensalter 40+ Erbliche Veranlagung (Glaukomerkrankungen bei Verwandten 1. Grades)

Kurzsichtigkeiten ab -5 Dioptrien Durchblutungsstörungen vorliegende Primärerkrankungen wie z.B.: Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen Vorsorge Vorsorge ist bei der Erkennung und Behandlung des Grünen Stars das A und O. Mehrere, in zeitlichen Abständen aufeinanderfolgende Messungen erweisen sich dabei als besonders sinnvoll. Alle zwei Jahre sollten Messungen wiederholt werden, um Veränderungen des Augeninnendrucks frühzeitig zu erkennen. Die Messung erfolgt bei Optik Müller mithilfe modernster Messtechnik und ist vollkommen schmerzund berührungsfrei. Durch einen äußerst kurzen Luftimpuls, der aufs Auge gebracht wird, ermittelt das Non-Contact-Tonometer Ihren Augeninnendruck. Ist dieser erhöht, kann das ein wichtiger, allerdings nicht der einzige Hinweis auf ein Glaukom sein. Ein erhöhter Augeninnendruck weist jedoch auf ein erhöhtes Erkrankungsrisiko hin. In diesem Fall werden die Spezialisten von Optik Müller auf den Augenarzt verweisen.

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TROCK ENE AUGEN Rund 20 % der Bevölkerung sind von tränenden, brennenden und gereizten Augen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, für Frauen mehr als für Männer. Das ist nicht nur unangenehm, es kann auch zu einer Beeinträchtigung der Augengesundheit führen oder einen Hinweis auf eine vorliegende Erkrankung geben. Die empfundene Reizung kommt durch ein permanent trockenes Auge zustande. Dieses kann zu einer Erkrankung der Augenoberfläche führen und unbehandelt zu ihrer Schädigung. Ursachen veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms aufgrund verschiedener, ineinandergreifender Ursachen (siehe auch Risikofaktoren unten) Mangel an Tränenflüssigkeit erhöhte Verdunstung der Tränenflüssigkeit z.B.: bei einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion

Tipps für mehr Augengesundheit: auf eine ausgewogene Ernährung achten Risiken für die Augen z.B. im Sport oder bei der Arbeit vermeiden Veränderungen der eigenen Sehfähigkeit und -qualität beobachten und zeitnah untersuchen lassen regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt und bei Optik Müller wahrnehmen

Risikofaktoren Klinische Ursachen: Meibom-Drüsen-Dysfunktion, Akne rosacea, Diabetes, Androgenoder Vitamin-A-Mangel, medikamentöse Glaukomtherapie, Hornhautoperationen, Allergien, rheumatische Erkrankungen, postmenopausale Östrogentherapie, Antihistaminika, Psychopharmaka, Betablocker, Sjögren-Syndrom Umweltfaktoren: Rauch, Ozon, Klimaanlagen, trockene Luft, lange Computerarbeit Analyse Optik Müller erstellt mittels verschiedener Testverfahren eine aussagekräftige Analyse Ihrer Tränenflüssigkeit und prüft, ob sie noch ausreichend Schutzund Versorgungsfunktion für Ihre Augen bietet. Die Tests und Messungen sind absolut schmerzfrei und bestimmen u. a. die Tränenfilmmenge sowie den Verdunstungsgrad und den Rötungsgrad Ihrer Augen. Unsere qualifizierten Augenoptiker und Optometristen beraten Sie sodann zu individuellen Maßnahmen und Produkten, die Ihre Beschwerden lindern und Ihre Augengesundheit erhalten können.

Coburg Mohrenstraße 31 Tel. 0 95 61 / 98 49 Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr Sa. 08.30 − 14.30 Uhr Rödental Bürgerplatz 8 Tel. 0 95 63 / 26 26 Mo. − Fr. 08.30 − 18.00 Uhr Sa. 08.30 − 12.30 Uhr www.optikmueller24.de

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SPORTLAND COBURG

SONDERTHEMA GESUNDHEIT

Gesund älter werden! Eine Frage der Gene oder doch des Lebensstils?

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SONDERTHEMA GESUNDHEIT

Rückenschmerzen, Kniebeschwerden, Diabetes, Übergewicht, hoher Blutdruck, Herzprobleme, Krebs – nur einige einer ganzen Fülle an sogenannten Zivilisationskrankheiten. Deutschland gehört dabei zur Weltspitze. Die meisten Deutschen erkranken mindestens einmal im Leben an einer oder mehreren dieser Krankheiten. „Dabei sind diese Zivilisationskrankheiten auf verschiedene Dinge zurückzuführen, die jeder selbst beeinflussen kann: Bewegung, Ernährung und Erholung gehören definitiv dazu. Eine aktive Gesundheitsförderung lässt sich darüber hinaus von jedem Einzelnen eigenverantwortlich noch auf weiteren Ebenen betreiben z. B. Fühlen, Denken, Beziehungen sowie Hygiene.

Das Maß an Bewegung nimmt im Alltag oft genug ab, weil viele in ihrem Berufs- und Privatleben zu viel sitzen. Steht als Zielsetzung die Gesundheit im Vordergrund, empfiehlt sich ein gezieltes individuelles Training, um schrittweise die Leistung zu steigern. Richtig und gezielt betrieben, kann Sport und vor allem ein gezieltes Fitnessprogramm, welches die Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit trainiert, die Bemühungen um eine gute Gesundheit sinnvoll unterstützen. Dr. Jürgen Wernecke (Geriater, Agaplexion, Diakonie Klinikum Hamburg) spricht in der Sendung Visite des NDR gar von der „Zauberpille Bewegung, da Sport außergewöhnlich komplex und vielfältig wirkt und keinerlei Nebenwirkungen hat, solange man es nicht übertreibt“ oder Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko betreibt. Eine gezielte Ernährung ist die zweite wichtige Säule für die eigene Gesundheit. Vorbild können hier die sogenannten „blue zones“ sein. Überall auf der Welt gibt es Regionen, in denen die Menschen überdurchschnittlich oft 100 Jahre und älter werden und dabei recht gesund sind. Zivilisationskrankheiten gibt es dort nahezu nicht. Dazu gehören zum Beispiel Koma Linda in Kalifornien, Ikaria auf Griechenland, Sardinien, das japanische Okinawa oder die Nicoya-Halbinsel auf Costa Rica. Sie haben einige Gemeinsamkeiten, vor allem eine natürliche Lebens- und Ernährungsweise. Bei ihnen kommt nämlich fast ausschließlich pflanzliche Kost auf den Teller. Das Essen ist überwiegend frisch, saisonal und regional. In den westlichen Ländern wird dagegen zu häufig zu viel gegessen – tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, und Milchprodukte sowie einfache Kohlenhydrate dominieren. Wenn

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dazu noch regelmäßig Fast Food, zuckerhaltige Getränke und Alkohol kommen, fördert dies über einen längeren Zeitraum die Entstehung der oben aufgeführten Zivilisationskrankheiten. Im Gegensatz dazu könnte eine überwiegend pflanzliche und vollwertige Ernährung in Kombination mit sogenanntem Intervall-Fasten oder auch einem regelmäßigen mehrtägigen Fasten als gesundheitsfördernde und lebensverlängernde Maßnahme dienen. Dies zeigen u. a. Untersuchungen von Prof. Valter Longo (Professor für Gerontologie und Biowissenschaften). Auch Prof. Michalsen (Prof. für klinische Naturheilkunde) beschreibt in seinem sehr empfehlenswerten Buch „Mit Ernährung heilen“ die fantastischen Möglichkeiten des Fastens und einer überwiegend pflanzlichen Ernährung.

Leider kommen bei vielen Menschen noch regelmäßig Stress, Schlafmangel, belastende Beziehungen und/oder fehlende Achtsamkeit für die Signale des eigenen Körpers dazu. Jetzt ist es nur eine Frage der Zeit, wann ernsthafte Probleme entstehen. Ein Denken, das die Haupt-Ursachen in den Genen oder nicht beeinflussbaren Umständen sucht, verstärkt diesen Negativkreislauf weiter. „Dabei machen unsere Gene nur ein Drittel aus“, so der Anti-Aging-Experte Prof. Christoph Bamberger.

Ein Drittel machen nach seinen Erkenntnissen die körperlichen Lebensstilfaktoren und das letzte Drittel das psychosoziale Wohlbefinden aus. „Wer glücklich ist, lebt länger, fühlt sich jünger und ist es biologisch auch“, so Prof. Bamberger. Somit hatte schon einer der Pioniere der präventiven Gesundheitsförderung Sebastian Kneipp Recht mit seiner Aussage: „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“. Auch die WHO (Weltgesundheitsorganisation) zeigte schon in Ihrer Verfassung aus dem Jahr 1946 die Richtung: „Die an dieser Verfassung beteiligten Staaten erklären in Übereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen, dass die folgenden Grundsätze für das Glück aller Völker, für ihre harmonischen Beziehungen und ihre Sicherheit grundlegend sind: Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes bildet eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens, ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Anschauung und der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung. Die Gesundheit aller Völker ist eine Grundbedingung für den Weltfrieden und die Sicherheit; sie hängt von der engsten Zusammenarbeit der Einzelnen und der Staaten ab“. Wir haben also heute alle Möglichkeiten, bestmöglich gesund älter zu werden. Wir verfügen über das notwendige Wissen, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt sowie hervorragende Ärzte und Therapeuten. Entscheidend wird aber auch in Zukunft sein, wie aktiv sich jeder einzelne selber um seine Gesundheit kümmert. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allzeit bestmögliche Gesundheit. Herzlichst Rainer Falch Diplomsportlehrer, Sportwissenschaftler, Lehrbeauftragter der Hochschule Coburg

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SPORTLAND COBURG

SONDERTHEMA

Zu Gast im Sportland Coburg – einer ganzheitlichen Sport- und Fitnessanlage

GESUNDHEIT

Richtig trainieren, richtig ernähren, entspannen! Gesundheit ist keine Frage des Alters, sondern des eigenen Lebensstils, wie Hanne Fehn auf eindrucksvolle Weise zeigt!

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SONDERTHEMA GESUNDHEIT

Seit 1995 kommt die mittlerweile 85-jährige 3 x pro Woche ins Sportland. Dabei stehen 2 x die Woche gezieltes gerätegestütztes Kraft- und Ausdauertraining sowie einmal ein Rückenkurs auf Ihrem Programm. Bis vor 2 Jahren hat Sie zudem regelmäßig an einem Yoga-Kurs teilgenommen. Begeistert ist Sie von den chipkartengesteuerten Fitnesszirkeln, die ein einfaches, sicheres und effektives Trainings ermöglichen. Zudem freut Sie sich über die vielen sozialen Kontakte und Freundschaften, die sich über diesen langen Zeitraum ergeben haben. „Natürlich steht bei mir nicht mehr die maximale Leistung im Mittelpunkt, sondern der Erhalt der Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit, um mir ein Höchstmaß an Lebensqualität zu ermöglichen“, nennt Hanne Fehn Ihre Zielsetzungen. Ein großes Anliegen des gesamten Trainerteams ist es, jedes Mitglied unabhängig von seinem Alter und seinen Zielsetzungen individuell zu beraten und bestmöglich zu unterstützen. „Die Erstellung eines individuellen Trainingsplan sowie die regelmäßige Anpassung ist für uns selbstverständlich und Grundvoraussetzung, dass jeder seine Ziele bestmöglich erreichen kann“, erklärt Diplomsportlehrer Steffen Bößl einen Teil der Trainingsphilosophie. Dabei trainieren bei uns im Sportland nebeneinander die Basketballprofis des BBC Coburg, der Fußball-Nachwuchs des FC Coburg, Studenten der Hochschule sowie Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen, Schichten und Nationalitäten. Allen gemeinsam ist der Wunsch die positiven Möglichkeiten von Bewegung, Sport und gezieltem Training für sich selber zu nutzen. „Dazu stehen Ihnen die unterschiedlichsten Trainingszonen und Trainingskonzepte zur Verfügung“, erzählt uns Jutta Kurt die Physiotherapeutin und Athletiktrainerin des Sportlandes. „Diese vielfältigen Möglichkeiten haben mittlerweile auch eine Vielzahl von Coburger Firmen erkannt“, weiß uns der Chef des Sportlandes Rainer Falch mit etwas Stolz zu berichten. „Wir freuen uns, dass wir auch außerhalb des Sportlandes einen Beitrag zur Gesundheitsförderung leisten dürfen“.

Die gesetzlichen Krankenkassen kooperieren ebenfalls mit dem Sportland. Diese bezuschussen zum Beispiel die zertifizierte Rückenschule sowie den Kurs Gesundheitsförderung durch gesunde Ernährung. Dieser Kurs ist Teil des ganzheitlichen Abnehmkonzeptes, mit welchem die Sportland Trainer/-innen schon vielen Menschen zu Ihrem Wunschgewicht und einer verbesserten Gesundheit verhelfen konnten. Darüber hinaus ist das Sportland Trainingsstätte für ärztlich verordneten RehaSport. „Wir laden jeden zunächst einmal zu einer kostenlosen und unverbindlichen Beratung und Schnupperstunde ins Sportland Fitness-Studio ein“, erklärt uns Jürgen Dehler der Studioleiter das übliche Vorgehen. „Wer will, kann sich danach erst mal 4 Wochen von unseren Leistungen überzeugen, bevor er dann ggf. eine Mitgliedschaft abschließt“. Persönliche Termine können unter Tel. 09561/68314 ausgemacht werden. Sportland macht Spaß, fit und gesund! … und ist immer einen Besuch wert.

„

Die Erstellung eines individuellen Trainingsplan sowie die regelmäßige Anpassung ist für uns selbstverständlich und Grundvoraussetzung, dass jeder seine Ziele bestmöglich erreichen kann“ Diplomsportlehrer Steffen Bößl

Weitere Informationen unter www.sportland-coburg.de

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ZAHLEN & FAKTEN

GESUNDHEIT

Die zehn gesündesten Regionen Deutschlands SONDERTHEMA

laut Bausparkasse Mainz auf Basis der Daten verschiedener Ämter und Institute (ausgewertet u.a. Feinstaubbelastung, Grundwasserbelastung, Lärm, Lichtverschmutzung …)

GESUNDHEIT

1. Neubrandenburg (PLZ 17...) 2. Ludwiglust/ Schwerin (PLZ 19...) 3. Rostock (PLZ 18...) 4. Neuruppin (PLZ 16...) 5. Göttingen (PLZ 37...) 6. Kassel (PLZ 34...) 7. Uelzen (PLZ 29...) 8. Potsdam (PLZ 14...) 9. Schwäbisch-Hall (PLZ 74...) 10. Amberg (PLZ 92...)

ZAHLEN UND FAKTEN

Gesundheitsausgaben in Deutschland Sachverhalt

Jahr 1992

2000

2005

2010

2016

2017

Gesundheitsausgaben in Mio. €

159.381

214.305

241.381

290.462

358.651

375.562

Anteil am BIP in %

9,4

10,1

10,5

11,3

11,4

11,5

Gesundheitsausgaben je Einwohner in €

1.980

2.631

2.968

3.618

4.355

4.544

„Gesundheit“ in 31 Wörtern Die wohl bekannteste Definition von Gesundheit wurde durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschrieben: „Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“

Zahl der in Deutschland Krankenversicherten Im Jahr 1883 waren 10% der Deutschen krankenversichert. 2019 sind es 97% der Bevölkerung. AUSGABE 33 / JUNI 2019

Länder mit der höchsten und niedrigsten Lebenserwartung Höchste Erwartung Schweiz 81,3 Jahre Island 81,2 Jahre Australien 80,9 Jahre

Höchste Erwartung Japan 86,8 Jahre Singapur 86,1 Jahre Spanien 85,5 Jahre

Niedrigste Erwartung Sierra Leone 49,3 Jahre Angola 50,9 Jahre

Niedrigste Erwartung Sierra Leone 50,8 Jahre Angola 54,0 Jahre

Gewicht in Deutschland Im Jahr 2017 waren 62 % der erwachsenen Männer in Deutschland übergewichtig. Der Anteil übergewichtiger Frauen lag sowohl 2017 (43 %) als auch 2013 (44 %) deutlich niedriger.

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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Rolf Beyersdorf, Veranstalter und Mitinitiator Internationales Samba-Festival Coburg, Geschäftsführer Coburger Turnerschaft und Mitinhaber der Agentur Terra Brazil.

Sind Sie ein Macher? Im Grunde ist doch jeder Mensch ein Macher. Manchmal geht man voran, gibt die Richtung vor, ein anderes Mal macht man mit. Und manche Menschen haben eben das Glück, dass viele mitmachen. Natürlich bin ich ein Macher. Warum sind Sie ein Macher? Ich denke, ich habe viele Ideen und die nötige Energie diese auch umzusetzen. Klar, es funktioniert bei Weitem nicht alles, aber die eine oder andere Vision kann schon Menschen begeistern und mitreißen. Ich war als Kind schon sehr umtriebig und neugierig. Zudem haben der Leistungssport und das Sportstudium mich Disziplin, Zuverlässigkeit und Ausdauer gelehrt. Mit den Jahren dann habe ich gelernt, meine Kräfte einzuteilen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Dinge zu ignorieren, die mir meine Energie rauben. Ich bin sehr leidenschaftlich, kann Menschen für etwas begeistern und lasse mich auch von anderen begeistern. Wie ging es los mit dem Machen? Seit meiner Kindheit bin ich ein Entdecker und Netzwerker. Zusammen mit meinen beiden Brüdern Max und Niklas bin ich in einer multinationalen Familie aufgewachsen. Unsere Mutter ist Britin und die langen Sommer in Cornwall haben mich geprägt und waren eine einzige Abenteuerreise für mich. Meine beiden Brüder und ich waren uns immer gegenseitig Inspiration und Ansporn. Jeder von uns hatte das Glück sich einen großen Freundeskreis aufbauen zu können. Das sind auch die Kraftquellen, aus denen ich schöpfe: meine Frau, meine Kinder, meine Familie und meine Freunde! Meine Eltern legten großen Wert auf eine gute Erziehung – das war mein Glück! Neben einer guten schulischen Ausbildung war ihnen auch eine musikalische Erziehung wichtig sowie eine gewisse körperliche Fitness. Meine sozialen Kompetenzen konnte ich mir dann in diversen Sport- und Kulturvereinen erwerben.

Viele Menschen haben ein klares Ziel im Fokus und tun alles um es zu erreichen. Zu diesen Menschen gehöre ich nicht. Ich engagiere mich auf so vielen Ebenen und bin in vielen Projekten involviert, dass ich oftmals nur noch reagieren kann, um die Dinge am Laufen zu halten. Eine gewisse Vielseitigkeit kann Fluch und Segen zugleich bedeuten. Was treibt Sie an? Ich möchte den Menschen Freude schenken, positive Lebensenergie, oder wie die Brasilianer sagen „Axé“. Wenn ich Menschen aus ihrem Alltag entführen darf und ihnen ein Lächeln entlocken kann, vor allem Menschen denen es gerade nicht so gut geht, dann bin ich glücklich. Aber ich möchte mit meinem Tun auch Dinge bewegen, mich in die Gesellschaft einbringen. All das ist aber nur möglich mit tollen Teams. Das ist mein eigentliches Geheimnis und ein Riesenglück, ich denke auch der Schlüssel zum Erfolg von vielen Machern – das Team und das Umfeld. Das macht mich sicher, das gibt mir Kraft und so kann man der Gesellschaft auch wieder was zurückgeben. Gerade in dieser heutigen, verrückten Zeit in der Nächstenliebe, Toleranz und Respekt eine immer geringere Rolle zu spielen scheinen, bieten wir als Team eine lebensfrohe, völkerverbindende Alternative! Frei nach dem Motto: „Don`t dream it-be it!“ Ist die Region Coburg ein guter Standort für Macher? Die Region Coburg hat sich seit der Grenzöffnung zu einem perfekten Standort gemausert! Vor 1990 war hier alles noch etwas schwieriger und ich war viel in der Welt unterwegs. Jetzt haben wir nicht nur eine wunderschöne Heimat, sondern sind eine innovative Region mit begeisterungsfähigen Menschen, einer sehr guten Infrastruktur und das alles mitten in Europa. Ich hoffe das bleibt auch noch lange so! Doch gestatten Sie mir bitte noch eine letzte Bemerkung zu Ihrem Eingangstext: mich als „Nimmermüden“ zu bezeichnen ist falsch. Am Montagabend nach dem Samba-Festival bin ich „Immer müde“!

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

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ANNETTE HOPFENMÜLLER „ L E B E N S W E G

E I N E R

F I L M E M A C H E R I N “

O D E R

„W I E

A L L E S

S I C H

ZU S A M M E N F Ü GT “

Zuhause in Ebersdorf bei Coburg wird es ihr zu eng, mit gerade achtzehn Jahren zieht es sie in die große weite Welt, sie lernt viele Größen der Musikbranche kennen, wird zum jungen TV-Gesicht, dreht später über 60 Filme und entdeckt dabei mehr und mehr ihre alte Heimat Coburg wieder, filmisch, aber auch persönlich.

S

ie sitzt da mit einem Tässchen Kaffee, ihrer größten Leidenschaft, „das Kaffeehaus ist für mich eine Art Lebenselixier“, sagt sie, zum Freunde treffen, arbeiten, schreiben, „das Klappern von Geschirr finde ich beruhigend“ und sie habe ja lange Zeit in Wien verbracht, eine Zeit, in die sie sich in Coburg gerne auch zurückversetzt bei ihrem alten Freund Peter Feyler in der Rosengasse, „das ist ein richtiges Kaffeehaus, Backware ist für mich der Duft der großen weiten Welt“, zum Gespräch aber treffen

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wir uns im Foyer der Goldenen Traube, ihrem „Zuhause“ auf Zeit, wenn die Wahl-Münchnerin in ihrer alten Heimat gastiert, in den letzten Jahren immer häufiger, um ihre Filme zu recherchieren, vorbereiten, zu drehen. Dabei will sie ursprünglich gar nicht zum Film, „ich bin überhaupt nicht von dieser Idee durchdrungen gewesen“, sie will einfach weg, damals, Ende der 1970er Jahre. Die gelernte Fremdsprachenkorres-

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LEBENSWEG EINER FILMEMACHERIN VON WOLFRAM HEGEN

… mit den Scorpions

„Dreharbeiten mit Guns n` Roses in Los Angeles auf dem Baseball-Feld, mit Bon Jovi im Hubschrauber, mit den Scorpions im U-Boot.“ pondentin zieht nach München, möchte Musikerin werden, Bassistin, und schafft den Einstieg, unter anderem in der Band des Spliff-Schlagzeugers Herwig Mitteregger. Annette Hopfenmüller lernt viele Rockmusiker kennen, Freundschaften entstehen, viele von ihnen bestehen bis heute. Und weil sie sich in der Musikbranche gut auskennt, bewirbt sie sich bei Bayern 3. Nach dem Weggang von Thomas Gottschalk ist man dort auf der Suche nach Moderatoren, die Ahnung von Musik haben. Hopfenmüller übernimmt „Pop nach Acht bis Mitternacht“ und „Seven o’Pop“, moderiert auch beim Süddeutschen Rundfunk, und beim TV-Sender Tele 5. „Letztendlich habe ich damals das erste Mal mit bewegten Bildern zu tun gehabt“, sagt sie, ihr Einstieg in die Fernsehwelt. Bei Tele 5 sucht man damals nach einem neuen Format. „Ich habe gesagt, für Heavy Metal gibt es nichts“, Hopfenmüller kennt sich aus und entwickelt das TV-Format „Hard`n Heavy“, in dem sich die Metal-Stars von Ozzy Osbourne bis Iron Maiden die Klinke in die Hand geben. Auch ihre Sprachkenntnisse als Fremdsprachenkorrespondentin kann sie jetzt gut brauchen. Fünf Jahre lang läuft die Sendung auf Tele 5, Annette Hopfenmüller ist verant-

wortliche Redakteurin, Produzentin, Moderatorin in einem. Das Format ist etwas völlig Neues: Immer in speziellen Locations gedreht, immer in der Nähe der Stars, ob mit Guns n` Roses in Los Angeles auf dem Baseball-Feld, ob mit Bon Jovi im Hubschrauber, ob mit dem Scorpions im U-Boot. Doch Ende 1990 setzt Tele 5 die Sendung ab, „das war schon ein Schlag nach über 200 Sendungen“, immerhin geht es auch um die eigene Existenz, doch Hopfenmüller nutzt die Krise als Chance, sich weiterzuentwickeln. Ohnehin nämlich möchte sie nicht mehr vor der Kamera stehen, sondern dahinter, Regie führen, Drehbücher schreiben, kulturellen Themen auf den Grund gehen, sie anders erzählen, dokumentarisch. Ihr erster Beitrag ist ein Portrait über den Hauptdarsteller von Don Giovanni und die Opernfestspiele. „Das war schon ein krasser Wechsel“, erinnert

… mit Jon Bon Jovi

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LEBENSWEG EINER FILMEMACHERIN

„München ist mein Lebensmittelpunkt, aber ich merke immer mehr, dass es ohne Coburg auch nicht geht.“

sie sich. „Ich hatte schlaflose Nächte, ob das wirklich klappt.“ Es klappt. Der Film kommt gut an, sie bewirbt sich beim ZDF-Kulturmagazin Aspekte, wieder helfen ihr die Kontakte zur Musikbranche für gute Geschichten. Die meisten um die zehn Minuten, immerhin, aber Hopfenmüller strebt nach längeren Formaten. Und wieder geht eine Türe auf, die Redaktion Kulturpolitik des Bayerischen Rundfunks bietet ihr eine 45minütige Dokumentation an. Über neun Wochen lang begleitet sie die Inszenierung von „Richard III.“ von Shakespeare im Bayerischen Staatsschauspiel. Ihre Dokumentation aus dem Jahr 1996 „Wie kommt der Mond ins Theater?“ wird ein Erfolg, die Kritiker sind angetan. Vor allem, weil die Geschichte anders erzählt war, anders geschnitten, schnell, mit Überraschungen, dramaturgischen Einfällen, nicht so sehr wie eine klassische Dokumentation, sondern eher wie ein Clip, „da kam mir die Erfahrung aus der Zeit als Musikerin und bei Tele 5 wieder entgegen.“ Der Zuschauer steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit, „er muss den Film spannend finden.“ Das tut er, und das Bayerische Fernsehen wird ihr Haussender, für den sie die allermeisten ihrer fast

70 Filme produziert, viele für die Dokumentarfilmreihe „Unter unserem Himmel“. Annette Hopfenmüllers Filme sind dabei immer authentisch, ganz nah an den Menschen, fast liebevoll, bei aller journalistischen Neutralität. „Ich versuche immer herauszufinden, was das Gegenüber ausmacht, was – sozusagen – seine Essenz ist.“ Das fängt sie ein, in Bildern, in Aussagen. „Die Menschen sollen so sein, wie sie sind, und sich nicht vor der Kamera anders geben.“ Daher verhält auch sie sich so normal wie möglich, und auch ihre Kamerateams leben diese Philosophie, „ohne Gehabe, wie man das der Filmbranche manchmal ja zuschreibt“, respektvoll, dokumentarisch eben, zurückhaltend. Doch es gibt auch Momente des Zweifelns, vor allem im Schnitt, „wird das wirklich spannend oder eher lau, fallen uns genug Ideen ein, gelingt eine gute Dramaturgie? Sie investiert gemeinsam mit ihrem Cutter „viel Hirnschmalz, wir schenken uns da nichts.“ Das Ergebnis sind Filme, sind Dokumentationen mit der ganz eigenen Hopfenmüller-Handschrift. „Ich bin am Ende bisher wirklich immer zufrieden gewesen“, sagt sie. Auch mit ihren Filmen aus dem Coburger Land, vor allem mit der Dokumentation „Am Polstermöbelhighway 303“ aus dem Jahr 2009, erzählt sie, die sie nach Ebersdorf bei Coburg zurückführt. Diese Hinwendung zur alten Heimat beginnt um die Jahrtausendwende, als Zuschauer und Fernsehmacher der Globalisierung etwas entgegenzusetzen beginnen, „regionale Themen, echte Menschen“. Auch Annette Hopfenmüller, die „früher immer nur weg“ wollte, wendet sich wieder ihren Wurzeln zu, dreht 1999 ihren Film „Lieber ein König in Coburg“ und 2013 das große Stadtportrait „Leben in Coburg“. Schon bei den ersten Dreharbeiten merkt sie, „welchen Fundus es hier an interessanten Themen und tollen Menschen gibt.“ Viele von ihnen hat sie seitdem besucht, hat sie begleitet, hat um die 20 Dokumentationen aus der Region um Coburg und Lichtenfels produziert. Und hat ihre Heimat wieder lieben gelernt, alte Freunde wieder entdeckt und neue hinzugewonnen. „München ist mein Lebensmittelpunkt, aber ich merke immer mehr, dass es ohne Coburg auch nicht geht.“

„Die Menschen sollen so sein, wie sie sind, und sich nicht vor der Kamera anders geben.“ … mit Ozzy Osbourne

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ANNETTE HOPFENMÜLLER

von Annette Hopfenmüller aus der Region: Lieber ein König in Coburg 45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 6.6.1999, BR, BR alpha

Im Itzgrund

Die Korbmacher um Lichtenfels 45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 12.2.2012, BR, BR alpha u.a.

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 21.3.2004, BR, BR alpha

Frischer Wind im Märchenschloss – Schlossherren rund um Küps

Im Rodacher Hügelland

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 3.3.2013, BR, BR alpha

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 16.1.2005 BR, BR alpha

Im Seßlacher Winkel

Hüben und Drüben – Geschichten von der Zonengrenze

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 15.1.2005, BR, BR alpha

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 9.6.2013, BR, BR alpha, u.a.

Im Lautertal

Leben in Coburg

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 29.4.2007, BR, BR alpha

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 23.3.2014, BR, BR alpha

Ein teures Erbe – Königsberg in Bayern

Die Dörfer am Staffelberg

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 9.3.2008, BR, BR alpha

Am Polstermöbelhighway 303

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 3.8.2014, BR

25 Jahre Mauerfall: Geschichten von der Zonengrenze – Neustadt und Sonneberg

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 15.2.2009, BR, BR alpha

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 9.11.2014, BR

Unternehmen Märchenschloss – Schlossherren rund um Coburg

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 1.2.2015, BR

45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 7.2.2010, BR, BR alpha

Bratwurst, Dätsch und gschnittne Hosn – Spezialitäten rund um Coburg 45 Minuten, BR, Redaktion Bayern Erstausstrahlung: 14.8.2011, BR, BR alpha

Oberfränkische Werkstätten

An der oberfränkischen Steinach 45 Minuten, BR, Redaktion Heimat – Dokus und Unterhaltung Ausstrahlung: BR, 22.7.2018, BR

Zwischen Sturm und Stille – der Wallfahrtsort Vierzehnheiligen 45 Minuten, BR, Redaktion Heimat – Dokus und Unterhaltung Ausstrahlung: BR, 19.5.2019

Annette Hopfenmüllers nächster Film kommt am 6. Oktober um 19.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen: „Erfolg, der aus dem Boden kam – Industriegeschichten aus dem Fichtelgebirge“ AUSGABE 33 / JUNI 2019

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Coburg, das Coburger Land und die angrenzenden Gebiete: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreiche Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär. Sie sind …

CoburgsBeste COBURGS BESTE ist die neue Reihe im COBURGER – seit Ende 2018. COBURGS BESTE ist das Label für die besten Unternehmen der Region Nordwestoberfranken und Südthüringen. 66

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COBURGS BESTE

Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor – Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen:

· · · ·

Innovation Tradition Ausbildung Engagement

Quer über alle Branchen, ob Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER als COBURGS BESTE zu präsentieren. In einem gemeinsamen Workshop erarbeitet der COBURGER mit einem Team bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Abbildung des gegenwärtigen Zustands, sondern die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen es tragen.

Am Ende steht eine ganz andere Unternehmenspräsentation, vier Seiten individuell gestaltet, optisch, inhaltlich, emotional.

COBURGS BESTE in dieser COBURGER AUSGABE sind:

Und in den nächsten Ausgaben können Sie sich schon jetzt auf viele ganz besondere Geschichten ganz besonderer Unternehmen aus der Region freuen. Diese Firmen nämlich sind 2019 auf jeden Fall COBURGS BESTE:

®

Und darüber hinaus viele weitere Topunternehmen. COBURGS BESTE. NUR IM COBURGER.

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HARRY’S

Vorwärts um die Ecke … … denken und Probleme lösen, das hat sich Harry’s in Eisfeld auf die Fahnen geschrieben.

Ausgefeilte Technologie, Knowhow und Handwerkskunst stecken in einer kleinen Rasierklinge. Das wird bei einer Führung durch Produktionshallen von Harry’s deutlich. Im südthüringischen Eisfeld werden Rasierklingen und Rasiersysteme auf Weltniveau hergestellt. Und das seit fast 100 Jahren. Das Unternehmen verbindet die jahrzehntelange Tradition mit Start-up Kultur. „Aus dieser besonderen Konstellation schöpfen wir die größte Innovation“, sagt Geschäftsführer Michael Hirthammer. Im Jahr 2013 wurde das Unternehmen in New York als DTC Start-up gegründet, ein Jahr später erfolgte der Zusammenschluss mit dem Traditionswerk in Eisfeld. Eines war dabei besonders wichtig: „Wir haben Bewährtes erhalten und Neues integriert“, so Hirthammer. Dazu mussten zunächst die Strukturen verändert werden – weg von einer hierarchischen hin zu einer agilen Organisation. Agiles Arbeiten bedeutet bei Harry’s Transparenz in allen Bereichen, Beteiligung der Mitarbeiter an allen Abläufen, öffentliche Diskussionen mit der Führungsebene. „Mitarbeiter sollen mit Spaß kommen und mit Freude wieder nach Hause gehen“, sagt Hirthammer. Durch Coaching werden die Mitarbeiter befähigt, eigene Entscheidungen zu treffen und Probleme direkt im eigenen Bereich zu lösen. Dies wiederum trage zur Zufriedenheit der Mitarbeiter, zur Optimierung der Prozesse, und zur Minimierung der Fehlerquote bei, so Hirthammer. Das Konzept geht auf: Ob im Headquarter in der Weltmetropole New York oder in der Produktionsstätte in der fränkisch geprägten KIeinstadt Eisfeld, – beide Kulturen profitieren voneinander, ebenso wie

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der Konsument, der im Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens steht. „Das Feedback unserer Kunden inspiriert uns täglich dazu, immer wieder an unseren Produkten zu arbeiten.“ Innovationen werden bei Harry’s abteilungsübergreifend in Teamarbeit mit den Kollegen in New York und Eisfeld erarbeitet. „Jedes Produkt wird bei Harry’s funktional und mit der Expertise der jeweiligen Teams entwickelt.“ Übrigens: Bei Harry’s wird miteinander gesprochen, das heißt – weg von den klassischen E-Mails hin zu Kollaborations-Tools wie Lifesize oder Slack. So können Themen schnell und effizient abgewickelt werden. Seinen künftigen Auszubildenden bietet Harry’s ein interessantes Berufsfeld sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich; außerdem Leistungen, die weit über das Alltägliche hinaus gehen. So fliegen die besten „Azubis“ für vier Tage in das Headquarter in New York. Dort treffen sie Kollegen, lernen die amerikanische Kultur und eine der spannendsten Metropolen der Welt kennen. Auch Weiterbildungen, Deutsch- und Englischkurse sind ein Teil der Unternehmenskultur.

„Der Konsument ist die Antriebskraft, um unsere Produkte immer weiter zu verbessern und das perfekte Rasurerlebnis zu bieten.“ Michael Hirthammer, Geschäftsführer Harry’s

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HARRY’S

Steckbrief

Deutsches Handwerk trifft auf amerikanisches Design. Im Jahr 2014 übernahm das New Yorker GroomingStart-up Harry’s die Feintechnik GmbH Eisfeld, ein fast hundert Jahre altes Traditionsunternehmen für Rasierklingen aus Thüringen. Diese Verbindung aus Old und New Economy, aus Produktion und Innovation, ist weltweit einmalig. Harry’s hat inzwischen drei Standorte. Die Mitarbeiterzahl hat sich seit der Übernahme verdoppelt. Das Headquarter befindet sich in Manhattan im Herzen von New York City mit 300 Mitarbeitern, rund 550 Mitarbeiter sind

am Produktionsstandort in Eisfeld in Südthüringen beschäftigt, und 30 arbeiten in der Dependance in Großbritannien in London. Harry’s ist führend in der Herstellung von Rasierklingen und Rasiersystemen für bekannte Handelsmarken (Private Label) großer Drogerie- und Supermarktketten in Europa und d ­ arüber hinaus. www.harrys.de @Harry’s Factory

Mitarbeiterstatements Bettina Reuter Teamleiterin operative Qualitätssicherung „Seit ich hier angefangen habe zu arbeiten, komme ich jeden Tag gerne zu Harry’s. Die Atmosphäre im Team ist locker, das Betriebsklima gut und meine Aufgaben sind spannend. Es macht einfach Spaß bei Harry’s zu arbeiten und es wird nie langweilig.“

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Edgewell fusi oniert mit H arry’s

Es herrsch t weiter A ufbruchstim Der US-Ko mung: nkurrent E dgewell, der anderem d unter ie Marken „Wilk inson „Schick “ fü “ und hrt, fusion iert mit H zum Jahr arry’s 2020 zu ei nem neuen nehmen. Z U nterusammen soll der exp Kurs weite ansive rgef ührt w erden. Gem repräsentier einsam en sie run d 13 Proze Rasierk ling nt des en-Weltmar ktes.

Daniel Schmidt Bereichsleiter 5-Schneider

„Ich habe im Jahr 2001 bei Harry’s angefangen und Industriemechaniker gelernt. Damit hat meine beruf­liche Karriere begonnen. In meinem Unternehmen konnte ich mich weiter entwickeln und beruf­lich aufsteigen zum Industriemeister. Außerdem schätze ich die Nähe zu meinem Wohnort und die Arbeitszeitmodelle.“

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HK COSMETIC PACKAGING UND REBHAN KUNSTSTOFFVERPACKUNGEN

Gemeinsam in die Zukunft Tagescreme, Haarspray, Nagellack oder Parfum: Die Tiegel, Flaschen und Verschlüsse, die von HK Cosmetic Packaging und Rebhan Kunststoffverpackungen kommen, stehen in nahezu jedem Badezimmer und sind weltweit präsent – Kunststoffverpackungen, die im Coburger Stadtteil Creidlitz und in Stockheim produziert werden. Beide Unternehmen zusammen verfügen über 170 Jahre Spezialisierung auf diesem Geschäftsfeld und haben sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und stetig optimiert. Heute bedient man gemeinsam den weltweiten Kosmetikmarkt sowohl mit Standardartikeln, als auch mit exklusiven und individuellen Verpackungslösungen.

„Es ist eine win-win-Situation, von der im Endeffekt vor allem der Kunde profitiert.“ Christian Abicht, Geschäftsführer

Die Zusammenführung von HK Cosmetic Packaging GmbH und der Rebhan FPS-Kunststoffverpackungen GmbH fand im Jahre 2015 statt. Davor war die heutige HK Cosmetic Packaging auch unter der Firmierung Hermann Koch GmbH bekannt. Beide befinden sich unter dem Dach der Certina Packaging mit Sitz in Grünwald bei München. HK Cosmetic und Rebhan, einst Konkurrenten, sind längst zu einem Team zusammengewachsen, das sich gegenseitig ergänzt. Durch die Fusion könne nun das geballte Knowhow der Mitarbeiter beider Unternehmen in die Arbeitsprozesse einfließen, sagt Christian Abicht, Geschäftsführer beider Unternehmen. „Es

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ist eine win-win-Situation, von der im Endeffekt vor allem der Kunde profitiert.“ Überhaupt lege man auf den persönlichen Kontakt und den Austausch mit seinen Abnehmern höchsten Wert. So sei der Kunde an allen Abläufen beteiligt – beginnend von der Entwicklung einer Idee bis hin zum Endprodukt. Eigene Designer und Grafiker entwickeln maßgeschneiderte Lösungen, die dann im Anschluss im firmeneigenen Werkzeugbau umgesetzt werden. Die Unternehmensstrategie „Just-in-time“ ermögliche zudem individuelle und schnelle Angebote. Vorausschauend haben beide Unternehmen im Einklang die Zeichen der Zeit erkannt und die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt. „Das Umweltbewusstsein steht in allen unseren Unternehmensvorgängen im Vordergrund. Auch setzen wir dies konsequent bei der Entwicklung von neuen Verpackungslösungen um, so besteht die zuletzt eingeführte Verpackungs-Serie „GREEN-LINE“ aus biobasierten Rohstoffen, die recyclebar und abbaubar sind“, so Abicht. Das Unternehmen forscht weiterhin nach umweltverträglichen Alternativen für Verpackungen, ohne dabei die Exklusivität des Endproduktes zu mindern. „Wir versuchen umzusetzen, was vertretbar ist“, so Abicht. Beide Unternehmen sind zudem regionaler Arbeiterund Ausbildungsbetrieb in den Berufen Werkzeugmechaniker, Verfahrensmechaniker, Logistik- und Industriekaufmann. Die „Azubis“ haben gute Zukunftsperspektiven und die Aussicht auf Übernahme. Vertrauensvoll arbeite man von der Chefetage bis in die Produktion zusammen, bestätigt der Betriebsratsvorsitzende Norbert Schmehle. „Unser Betriebsklima ist sehr familiär, Berührungsängste gibt es nicht.“ Von Beginn an wird der Nachwuchs durch gemeinsame Aktionen und Unternehmungen einbezogen.

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HK COSMETIC PACKAGING UND REBHAN KUNSTSTOFFVERPACKUNGEN

HK Cosmetic Packaging GmbH und Rebhan FPS KunststoffVerpackungen GmbH HK Cosmetic Packaging wurde 1914 als Metallwarenfabrik gegründet. Seitdem hat sie sich immer wieder verändert, weiterentwickelt und der jeweiligen Zeit angepasst. Heute ist es einer der weltweit bekanntesten und zuverlässigsten Hersteller mit Schwerpunkt auf Verpackungen für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Das Unternehmen bildet sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich aus. Am Standort Coburg sind 175 Mitarbeiter beschäftigt und in Stockheim 240. Rebhan, Teil der Certina Packaging, ist der Spezialist für innovative, hochwertige Kunststoffverpackungen von Kosmetik-, chemischen und Haushaltsprodukten. Als One-Stop-Boutique bietet das Unternehmen sowohl Verpackungslösungen als auch umfassende Dienstleistungen aus einer Hand – von produktspezifischer Entwicklung über professionelles Projektmanagement bis hin zu effizienten, zuverlässigen Supply-Chain-Management.

Adrian Basler Einrichter bei der Rebhan FPS Kunststoff-Verpackungen GmbH in Stockheim Wir sind ein super Team mit netten Kollegen, das zusammenhält. Ich fühle mich hier wohl und das ist auch wichtig, denn schließlich ist man ein halbes Leben lang im Betrieb und da muss es einfach passen. Ich habe in meinem Unternehmen viel gelernt und lerne immer noch viel dazu.

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Sarah Mergner Auszubildende als Industriekauffrau bei Rebhan FPS Kunststoff-Verpackungen GmbH in Stockheim Die Arbeitskollegen sind locker, hilfsbereit und versuchen immer eine Lösung zu finden. Wir Azubis werden einbezogen und bekommen auch Verantwortung übertragen. Ich finde das sehr schön, dass ich selbstständig arbeiten kann und sogar eigene Projekte übernehmen darf. Rebhan produziert tolle Produkte und ich bin stolz, dass die Verpackungen namhafter Marken aus unserem Werk kommen.

Norbert Schmehle Betriebsratsvorsitzender HK Cosmetic Packaging GmbH in Creidlitz Ich bin seit 33 Jahren hier in der Firma, weil es ein Familienbetrieb ist, in dem sich alle kennen und es keine Berührungsängste gibt. Ich habe jederzeit einen guten Draht zu der Geschäftsleitung und viele Freiräume. In unserem Unternehmen haben wir übrigens viele langjährige Mitarbeiter. Das liegt sicher auch an den Leistungen wie tarifliche Bezahlung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Julia Steuerwald Auszubildende als Werkzeug­ mechanikerin bei HK Cosmetic Packaging GmbH in Creidlitz Ich habe meine Ausbildung im Jahr 2013 bei HKCP begonnen. Als ich schwanger wurde, konnte ich hinterher problemlos wieder in mein Berufsfeld einsteigen. Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit, weil ich an den Herausforderungen wachse und jederzeit von Kollegen unterstützt werde. Überhaupt funktioniert das Teamwork hervorragend. Das betrifft alle Bereiche, so ist meine Ausbildung perfekt auf den Lehrplan der Schule abgestimmt. Hinzu kommt, dass die Schulzeit meines Ausbilders noch nicht so lange zurück liegt und dadurch ist eine optimale, duale Ausbildung gegeben.

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MEDAU

Immer in Bewegung bleiben Die Familie Medau hat über Jahrzehnte Traditionelles durch Modernes ergänzt und weiterentwickelt – immer auf allerhöchstem Niveau, immer nach dem neusten Stand therapeutischer Erkenntnisse und immer mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Heute werden auf dem Campus Schloss Hohenfels vier Ausbildungsrichtungen gelehrt: Gymnastik, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Im Berufsfeld der Physiotherapie dreht sich alles um den Bewegungsapparat und um die Motorik. Das Team der Medau-Schule legt auf eine praxisnahe Ausbildung besonderen Wert, bereits ab dem zweiten Semester sammeln die Auszubildenden täglich erste Erfahrungen und schnuppern zum Beispiel in Physiotherapiepraxen, Reha-Zentren oder Kliniken in ihren zukünftigen Beruf hinein. Wer sich zusätzlich für Bewegung, Rhythmus und Tanz begeistert, der kann in der Medau-Schule Physiotherapie und Gymnastik gemeinsam lernen – eine Kombination, die deutschlandweit einmalig ist. Schüler, die sich für diese Verknüpfung entscheiden, haben nach dreieinhalb Jahren gleich zwei Ausbildungsberufe in der Tasche und damit auf dem Arbeitsmarkt beste Aussichten. Außerdem können begleitend die Zusatzausbildungen Sporttherapie oder Tanzpädagogik erworben werden. Im Jahr 2001 hat die Medau-Schule begonnen, die Berufsfachschule zu erweitern und die Logopädie als zusätzlichen Ausbildungsberuf anzusiedeln. Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken: Logopäden helfen immer dann, wenn Menschen in der Sprache oder im Ausdruck eingeschränkt sind. Das

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kann nach einem Schlaganfall der Fall sein, bei Entwicklungsverzögerungen oder Sprachstörungen, wie zum Beispiel Stottern. Die Logopädie-Ausbildung an der Medau-Schule hebt sich durch die Gestaltung des Unterrichts ab. Es wird täglich sowohl praktisch als auch theoretisch in kleinen Gruppen in einer eigenen Lehrpraxis auf dem Campus unterrichtet, die Lehrkräfte sind bei der Therapie direkt vor Ort. Der Vorteil: Die Auszubildenden erhalten sofort ein Feedback. Ein relativ junger Bereich auf dem Campus Schloss Hohenfels ist die Ausbildung zum Ergotherapeuten, die seit dem Jahr 2017 das Angebot ergänzt. Ergotherapeuten helfen, wenn Menschen aufgrund von Unfällen, Behinderungen oder Erkrankungen im Alltag in der Feinmotorik oder in der Gedächtnisleistung Defizite haben. Die Berufe Logopäde und Ergotherapeut sind in der Medau-Schule interdisziplinär ausgerichtet – Die Schüler bekommen ergänzend zu ihrer Grundausbildung auch Unterricht in den Fächern Gymnastik, Tanz, Musik und Rhythmus – ganz nach dem traditionellen ganzheitlichen Ansatz des Hauses Medau. Sie können zusätzlich Wahlfächer, wissenschaftliche Vorträge oder Exkursionen belegen und sind somit bestens gerüstet für den Arbeitsmarkt.

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Geschäftsleitung mit Leitungen von Schule, Praxen und Bergwichtel. V.l.n.r: Dr. Peer Medau, Christian Haas, Gabriele Christ-Schroeder, Nicole Schuhmann, Christian Jaks, Anna Petrovic, Bernd Frittrang, Andrea Lempa, Stefanie v. Berg, Claudia Fuchs-von Berg, Sven Mßller auf der Terrasse von Schloss Hohenfels

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MEDAU

Medau Therapy Services GmbH Die Absolventen der Medau-Schule verlassen hochqualifiziert das Haus und haben beste Zukunftsperfektiven in vielen therapeutischen Bereichen. „Unsere Auszubildenden kommen auf dem Arbeitsmarkt direkt in Anstellung“, weiß Christian Jaks, Geschäftsführer der Medau Therapy Services GmbH. Diese GmbH hat sich im Jahr 2001 aus der Medau-Schule entwickelt. Beide Unternehmen verfolgen den ganzheitlichen Ansatz. Die Medau Therapy Services befinden sich mittlerweile an vier Standorten in Bayern, in Coburg, Bamberg, Nürnberg und München. Sie sind in den Bereichen Physiotherapie, Logopädie sowie Prävention nicht nur miteinander vernetzt, sondern pflegen auch ein enges Netzwerk mit den ambulanten Arztpraxen, Kliniken und Reha-Kliniken. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau eines Onkologie-Netzwerkes. Denn ein bewegungstherapeutisches Konzept unterstützt den Patienten beim Heilungsprozess, fördert Ausdauer, Kraft und stärkt die Psyche.

Weichen stehen auf Wachstum Der Name Medau steht seit Jahrzehnten für einen hohen Qualitätsanspruch. Die Versorgung der Patienten mit höchster Qualität in der Behandlung ist Antreiber für einen Ausbau in der Region. So wundert es nicht, dass die Weichen weiter auf Wachstum stehen.

Wo die Kleinsten zuhause sind Vorausschauend hat die Medau-Familie eine Kinderkrippe bauen lassen: Bei den „Bergwichteln“

fühlen sich die Allerkleinsten wohl. Die Krippe gliedert sich direkt an den Medau-Campus an. In der innovativen Einrichtung wird der Ansatz der Montessori Pädagogik verfolgt. Der Bau eines Montessori Kindergartens erfolgt noch in diesem Jahr. Bis 2021 werden insgesamt 50 Plätze im Kinderhaus geschaffen.

Lernen und wohnen – eine Schule mit Wohlfühlambiente Der Campus auf Schloss Hohenfels ist eine Oase inmitten von Coburg und nur zehn Minuten von Bahnhof und Zentrum entfernt. Nahe der Hochschule und umgeben von Natur wird seit Jahrzehnten Gesundheit und Bewegung gelernt und zwar auf höchstem Niveau. Die Geschichte nahm Jahr 1929 ihren Lauf: Hinrich Medau setzte seine Visionen von einer ganzheitlichen Bewegungserziehung um: Sie sollte Haltung, Persönlichkeit und die körperliche Gesundheit fördern. So gründete er in Berlin eine „Ausbildungsstätte“ für moderne Gymnastik – übrigens bis heute die Grundlage der Medaulehre. Mit der Umsiedlung auf Schloss Hohenfels im Jahr 1954 erfüllte sich Medau einen Wunsch und gründete ein Internat. Heute werden auf dem Campus die Ausbildungen Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie sowie die einzigartige Kombination Physiotherapie & Gymnastik angeboten. Neue Schüler werden sofort in die Schulfamilie integriert, sie lernen in angenehmer Umgebung und haben auch die Möglichkeit dort zu wohnen. 50 Einzelzimmer mit Gemeinschaftsküchen, Bädern und Gemeinschaftsräumen stehen zur Verfügung.

„Der Name Medau steht seit 90 Jahren für Gesundheit und Bewegung. Die Medau-Schule hat eine eigene Philosophie, sie unterscheidet sich im Denken, Fühlen und Lernen.“ Dr. Peer Medau

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CoburgsBeste

ROS

Immer bodenständig Mit den Händen nach den Sternen greifen und trotzdem nicht den Boden unter den Füßen verlieren – der Spritzgießteile Hersteller ROS aus Coburg schafft es immer wieder. Er macht mit seinen technischen Bauteilen das Unmögliche möglich, und bleibt trotzdem bodenständig. Das Coburger Traditionsunternehmen Ros ist Spezialist, wenn es um anspruchsvolle, technische Kunststoffteile geht. Seine Bauteile sorgen seit mehr als 90 Jahren für zukunftsweisende Prozesse in der Automobilindustrie, der Medizintechnik und im Industriebereich. Ros-Bauteile sind für den Endnutzer meist unsichtbar und trotzdem kommt man mit diesen öfters in Berührung als vermutet – z.B. mit den Kopfstützenführungshülsen, welche nahezu in jedem Fahrzeug der Premiumklasse verbaut sind. Durch die jahrelangen Erfahrungen in der Projektierung, dem eigenen Werkzeugbau und in der Verarbeitung technischer Kunststoffe können auch komplexeste Kundenwünsche realisiert werden. Die Firma ROS ist zudem Pionier, wenn es um den Einsatz neuer und die Weiterentwicklung beste-

hender Technologien geht: So sind einige Innovationen und Produkte patentiert und prämiert. Bei all dem Erfolg ist die Familie Ros immer auf dem Boden geblieben. Erst kürzlich wurde Ros gleich doppelt mit dem SPE Automotive Division Award in der Kategorie Power Train (Antrieb) und dem begehrten SPE Grand Award, welcher nur selten verliehen wird, für das Thermostatgehäuse OM654 ausgezeichnet. Der SPE Automotive Award ist in der Branche wegen der hohen Qualität der Einreichungen bekannt. Das Coburger Unternehmen setzte sich hier gleich zweimal gegen die großen Entwicklungsabteilungen von namhaften Automobilherstellern durch und holte sich als kleinstes und unbekanntestes Unternehmen die größte Auszeichnung.

Auszeichnungen 2018 2017 2016 2013 2007 2004

SPE Automotive Award & Grand Award: Thermostatgehäuse OM654 Innovation Award Europe – Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Innovationspreis: Thermostatgehäuse OM654 & Key-Supplier – Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Innovationspreis: Flügelrad 04E sowie für das Lagergehäuse M276 TT-Preis: Flügelrad 06H TT-Preis: Elektronikgehäuse

Das mehrfach prämierte Bauteil: Thermostat­gehäuse OM654.

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Eberhard Ros (li., Gesellschafter in dritter Generation) und Geschäftsführer Steffen Tetzlaff (re.) vor dem neuen Gebäude in der Wassergasse

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COBURGS BESTE

Wir sind ROS. Familienunternehmen. Technologiepionier. Kunststoffverarbeiter. Regional. Authentisch. Im Jahr 2018 ist ROS in die Wassergasse 32 umgesiedelt. Als die Räume des alteingesessenen Unternehmens in der Bamberger Straße zu eng wurden, suchte man Lösungen und entschied sich für den Standort Coburg. Ein bestehendes Gebäude wurde kernsaniert und architektonisch anspruchsvoll ausgebaut. Auf rund 11.000 qm Nutzfläche gelingt es Ros mit optimierter Infrastruktur ein modernes Produktionslayout abzubilden. Die Räume sind jetzt offen und lichtdurchflutet, die Produktionshallen deutlich größer. „Wir wollten ein Wohlfühlambiente für unsere Mitarbeiter schaffen“, sagt Geschäftsführer Steffen Tetzlaff. Besonders stolz ist das Unternehmen auf die neue Cafeteria „Hermann’s“, die nach dem Firmengründer Hermann Ros, benannt ist. Die helle und offene Cafeteria ist Treffpunkt und Rückzugsort zugleich. Hier sitzen Geschäftsleitung und Mitarbeiter an einem Tisch. Die 300 Mitarbeiter summieren sich zu einem hochmotivierten Team, das an zwei Standorten in der Region arbeitet, am Hauptsitz in Coburg und im südthüringischem Ummerstadt. Ein enger Draht und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Ebenen sind bei ROS selbstverständlich. Dies zeigt sich beispielsweise bei den kleinen alltäglichen Dingen. Sonderrechte für Geschäftsführer Steffen Tetzlaff oder den Prokuristen Eberhard Ros gibt es nicht. Die Büroräume seien direkt an die Fachabteilungen angegliedert und die Tür des Chefs stehe offen. „Wir pflegen eine Kultur der offenen Bürotür und begegnen uns auf Augenhöhe“, so Eberhard Ros. Zum guten Betriebsklima tragen gemeinsame Unternehmungen wie Fahrradtouren, ­Firmenläufe und „afterwork-events“ wie Grillfeste und Sommerfeste bei. Auf hohe Qualität setzt das Familienunternehmen auch in der Ausbildung. Mit mehr als 8 Ausbildungsberufen im technischen und kaufmännischen Bereich und aktuell 26 in Ausbildung befindende Azubis wirkt Ros dem Fachkräftemangel entgegen. In 2019 möchte Ros die höchste Ausbildungsanzahl der Firmengeschichte knacken, hierfür gibt es aktuell noch freie Ausbildungsstellen für den Elektroniker ­(m/w/d) und Werkzeugmechaniker (m/w/d). Seinen Auszubildenden und Mitarbeitern bietet das Familienunternehmen weit mehr als die üblichen Sozialleistungen. Neben klassischen Sozialleistungen wie der betrieblichen Altersvorsorge, können Ros-Mitarbeiter auch Fahrräder leasen oder die ­igb-Card (Initiative Gesunder Betrieb) nutzen und an verschiedenen Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit teilnehmen.

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Das neue Werk Coburg

Die Cafeteria „Hermann‘s“

"Die Ausbildung ist der beste Weg, junge Menschen für die Arbeit und das ausbildende Unternehmen zu begeistern!" Lutz Armann, Leiter gewerbliche Ausbildung

Die neue Ausbildungswerkstatt

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COBURGS BESTE präsentierten sich erstmals bei den Coburger Designtagen 2019 in der Großen Pakethalle auf dem Gelände des Güterbahnhofs. Alle Unternehmen mit dem Label COBURGS BESTE waren mit ihrer Präsentation aus dem COBURGER vertreten. Zu den Coburger Designtagen Ende Mai und Anfang Juni kamen auch in diesem Jahr Designer, Unternehmer und viele Tausend Gäste.

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Pleuel

für höchste Belastung

gewalzt und geschmiedet

Moderne Motoren stellen höhere Anforderungen an Zylinderkomponenten als jemals zuvor. Nur mit innovativen Konzepten und Materialien in ganz neuer Leistungsstärke sowie optimal aufeinander abgestimmten Systemelementen können weitere Leistungsreserven mobilisiert werden.

LASCO entwickelt, konstruiert & produziert: Hydraulische Gesenkschmiedemaschinen

Hochleistungskomponenten, wie Pleuel, werden von international führenden Herstellern auf verketteten Aggregaten von LASCO zunächst gewalzt und dann ausgeschmiedet.

Hydraulische Pressen für die Massiv- und Blechumformung sowie die Pulvermetallurgie

LASCO — aus der Region in die Welt!

Querkeil- und Reckwalzen

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Automatisierungen C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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lädt ein zur

#MORGENISTHEUTE WIE GELINGT NEUES ARBEITEN SCHON HEUTE ? Entdecken Sie die Neue Arbeitswelt

Agentur Markatus holt die NEW WORK WEEK erstmals nach Coburg

Agiles Arbeiten, Arbeitsmodelle der Zukunft, Transformation und die sinnstiftende Arbeit für die Generation Y sind die wohl prominentesten Themen rund um das Thema Neue Arbeitswelt – im Neudeutschen auch „New Work“ genannt. Die gleichnamige Veranstaltungswoche NEW WORK WEEK findet in diesem Jahr zum 2. Mal in der Region Mittel- und Oberfranken statt und ist zugleich Partner des Nürnberg Digital Festivals 2019. Week-Initiator Arthur P. Soballa lädt seine Gäste vom 12. bis zum 19. Juli 2019 dazu ein, sich mit den Methoden der Neuen Arbeitswelt auseinanderzusetzen. Ob beim Expertentalk, bei renommiert besetzten Panels oder bei der Vor-Ort-Begehung: Wo Neue Arbeit draufsteht, ist in der NEW WORK WEEK Erkenntnis drin! Entscheidend ist: Die Woche ist als eine „Un-Konferenz“ angelegt, mit sehr unterschiedlichen Formaten, die zum gemeinsamen Diskutieren, Zuhören, Sich-inspirieren-lassen und dem gezielten Wissensaustausch einladen. Willkommen ist, wer neue Einsichten sucht und/oder seine praktischen Erfahrungen mit den Themen der Neuen Arbeitswelt teilen möchte.

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Marku

s Väth

Coburger Expertentalk mit Markus Väth und Lydia Schültken Unter der Schirmherrschaft von Markatus, Coburgs größter Agentur für strategisches Marketing und Branding, kommt die NEW WORK WEEK in diesem Jahr am 17. Juli erstmals auch nach Coburg. Die Agentur hat in den letzten beiden Jahren sukzessive Maßnahmen und Methoden der New Work bei sich eingeführt und baut mit dem Head Office in Coburg und einem Bürostandort in Berlin die agile, selbstbestimmte und ortsunabhängige Arbeitsweise kontinuierlich aus. Das Engagement als Partner der NEW WORK WEEK kommt daher nicht von ungefähr. Bei LEISE am Markt erwartet das Coburger Publikum ab 18 Uhr eine inspirierende Abendveranstaltung zum Thema „#morgenistheute – Wie gelingt Neues Arbeiten schon heute?“. Als ausgewiesene Experten sprechen Markus Väth und Lydia Schültken. Markus Väth ist seit über 12 Jahren als Organisationscoach tätig, ist Co-Founder eines Think Tanks zur Zukunft der Arbeit und hat mehrere Bücher zu Management und Psychologie verfasst, darunter das New-Work-Buch „Arbeit – die schönste Nebensache der Welt“ und - ganz neu - „Beraterdämmerung. Wie Unternehmen sich selbst helfen können“. Er wird mit der Keynote den inhaltlichen Impuls für den Abend geben. Lydia Schültken ist Gründerin von #workhacks. Sie hat wesentliche Bausteine aus agilem Management, Design Thinking, User Experience und Erkenntnisse aus Verhaltensforschung, Neurobiologie und positiver Psychologie verdichtet und daraus das pragmatische Veränderungsprogramm „#workhacks“ entwickelt. Das Gute daran: Jede und jeder kann #workhacks sofort einsetzen. Das geht ganz ohne Budget, Vorstandsentscheid oder tagelangen Aufwand. Seit Jahren ist Lydia leidenschaftliche Vor- und Mitdenkerin der Neuen Arbeitswelt und entwickelt inspirierende Ansätze zu Veränderung und Transformation. #workhacks werden aktuell in Konzernen, im Mittelstand, Stiftungen, NGOs, Schulen und Ministerien eingesetzt. Das Buch „#workhacks“ erschien im September 2017 im Haufe Verlag. An die beiden Wortbeiträge der Experten schließen sich thematische Workshops an, die von einem Live-Talk der Gäste mit den anwesenden Speakern abgerundet werden. Im Fokus stehen die Rolle der Führungskraft in der Zukunft, die Erfolgsparameter von selbstorganisiertem und agilem Arbeiten sowie die entscheidende Frage, wie sich New Work im traditionell gewachsenen Mittelstand unserer Region erfolgreich anwenden lässt. Per Onlineticket dabei sein Einlass ist um 18.00 Uhr bei LEISE am Markt, Herrngasse 2, 96450 Coburg. Ab 18.30 Uhr geben Lydia Schültken und Markus Väth ihre Impulse für den gemeinsamen Abend, die Veranstaltung geht bis 22 Uhr. Tickets sind auf www.new-work-week.com/coburg2019 verfügbar, die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen begrenzt.

Tickets jetzt kostenfrei sichern unter: www.new-work-week.com/coburg2019 en chültk Lydia S

17. Juli 2019

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LEISE am Markt Herrngasse 2 96450 Coburg C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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© Porträts: Markus Väth, Lydia Schültken

18.00 – 22.00 Uhr


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IM GESPRÄCH … Wenn es für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht mehr weitergeht …

LÖSUNGSSUCHE MIT RESPEKT Der COBURGER im Gespräch mit den Geschäftsführern von connect Neustadt, René Leibold und Georg Hofmann

COBURGER: Welche Unterstützung gibt es für die betroffenen Menschen? Was können Unternehmen tun? René Leibold: Wenn es für Mitarbeiter nicht mehr weitergeht, dann zählt Lösungssuche mit Respekt! Ist Personalabbau nicht abwendbar, ist ein fairer Umgang wichtig. Für die Betroffenen wie auch für die Unternehmen ist die Situation schwierig. Oft ist nicht bekannt, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, um den betroffenen Mitarbeitern neue berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Chancen und Fördermöglichkeiten zu kennen, ist da natürlich wichtig. Nur so kann beiden Seiten geholfen werden, die anstehenden Herausforderungen gut zu bewältigen. Das heißt Ehrlichkeit und Klarheit im Prozess, Wertschätzung für die Leistungen, und Verständnis für die Ängste der scheidenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. COBURGER: Was heißt das jetzt konkret? Georg Hofmann: Unsere „connect“ (die connect.QBV.GmbH) bietet genau hier die nötige Hilfe. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sorgt die connect für professionelle Begleitung und finanzielle Unterstützung. Erfolgt die Einbindung früh, also bereits im Verhandlungsprozess, können Fördermöglichkeiten optimal für die Vermeidung von Arbeitslosigkeit genutzt werden. connect prüft auf der Basis des Bedarfs Umsetzungsvarianten und Fördermodelle. Das Ziel aller Maßnahmen ist immer die Vermeidung oder Verkürzung der Arbeitslosigkeit und damit der Übergang in neue Arbeit.

René Leibold: Sind größere Gruppen von Mitarbeitern betroffen und wird ein Sozialplan abgeschlossen, stehen für sogenannte Transfermaßnahmen Fördermittel bis zu 50 % der Kosten zur Verfügung. Hier werden die Mitarbeiter in Kleingruppen sehr praxisnah bei der Bewältigung der beruflichen Neuorientierung, der Jobsuche und im Bewerbungsverfahren unterstützt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Zeit nicht arbeitslos. Für einzelne Mitarbeiter kann die connect ein individuelles Angebot erstellen und im Einzeltraining umsetzen. Eine weitere Option sind sogenannte Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine. Die können bereits in der Kündigungsfrist genutzt werden. Kurzum: Wir tun alles, um zeitnah den richtigen neuen Job für die Menschen zu finden. Georg Hofmann: Wir verbinden Mensch und Arbeit – das ist unsere Mission, die wir mit Engagement und Empathie leben. Seit fast 20 Jahren realisieren wir Transfergesellschaften und zahlreiche Einzel- und Gruppenoutplacements. In den letzten Jahren hat unsere connect insgesamt ca. 7500 Menschen qualifiziert und über 5000 Menschen in Arbeit vermittelt. Wir hören zu. Wir finden gemeinsam Antworten und Wege. Wir sind und bleiben vor Ort. Und wir bieten Lösungssuche mit Respekt.

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KONTAKT

COBURGER: Welches Angebotsportfolio hat connect QBV für Belegschaften oder einzelne Mitarbeiter?

connect.QBV.GmbH Arnoldplatz 2 96465 Neustadt b. Coburg Tel.: 09568 8967 114 Fax: 09568 8967 169 E-Mail: at@connect-neustadt.de Internet: www.qbv.connect-neustadt.de

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FVG

Hand in Hand,

… gehen die im Jahr 1991 gegründete Firma Diez Fördertechnik und Systeme GmbH aus Sonneberg und ihre Tochter die FVG MBH. Beide Unternehmen ergänzen sich perfekt: Diez liefert die Maschinen und FVG das Knowhow zum Bedienen.

a uf e ige n e n Wegen

Schön, dass Sie unsere Seite im Coburger aufgeschlagen haben ! Wir möchten uns Ihnen kurz vorstellen: Wir sind die FVG mbH aus Sonneberg – Ihr kompetenter Ansprechpartner rund um alle Fragen zum Thema Aus- und Weiterbildung in der Flurfördertechnik. Ob auf dem Bau, in der Industrie, im Handel, in der Logistik oder in der Landwirtschaft: Seit 2003 sind wir auf dem Markt unterwegs und haben unser Schulungsangebot in dieser Zeit stetig erweitern können. Unsere zertifizierten Ausbilder führen die Schulungen und Unterweisungen z.B. für Gabelstaplerfahrer/innen, Kranführer/innen, Erdbaumaschinen,- Hubarbeitsbühnen,- und Teleskopladerbediener/innen in unseren modernen Räumlichkeiten oder auch in Ihrem Hause durch. Die Qualität unserer Trainings überzeugt auch die Großen der Branche: Als offizieller Schulungspartner von MARKMILLER SUPPLY OF SERVICES leiten unsere Ausbilder auch Seminare in denen Sie zum Ausbilder selbst weiterbilden. Des Weiteren beraten wir Sie auch wenn es um die Themen Arbeitssicherheit oder Brandschutz geht. Unser Unternehmen ist qualifizierter Partner in der Ausbildung von Brandschutz-, Evakuierungshelfern (gemäß ASR 2.2) und der Aus,- und Weiterbildung von Sicherheitsbeauftragten (gemäß SGB VII). Dienstleistungen als Fachkraft für Arbeitssicherheit, Brandschutz und Führungskräfteschulungen runden dieses Spektrum ab.

für die Besonderheiten in jedem Unternehmen dabei, dass alles rund läuft bei Ihnen – auf der Baustelle, in der Lagerhalle und überall sonst, wo Sie unsere Unterstützung wünschen. Flexibel. Zuverlässig. Praxisnah. Und immer mit einer Prise Humor und Spaß an der Arbeit. Denn was uns bewegt, das lässt uns wachsen. Gemeinsam. Packen wir’s an! Ihr FVG-Team

ww w.f vg- mb h.i nfo

FVG - Fachkompetenz & Sicherheit für Ihre Mitarbeiter Unsere Ausbilder verstehen ihr Handwerk. Darauf geben wir Ihnen Brief und Siegel: Neben der Zertifizierung nach ISO 9001 verfügt die FVG mbH auch über das Siegel „Zertifizierter Ausbilder von Flurförderzeugfahrern/-innen“ nach DGUV Grundsatz 308-001 .

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Foto: Val Thoermer

Wir sind ein junges Team – und wir lieben es, Dinge in Bewegung zu setzen. Bei unseren Kunden ebenso wie bei uns selbst. Getreu unserem Motto: „Heben. Senken. Fördern. Schulen“ helfen wir mit Fachwissen, Engagement und dem Blick


VON POLL IMMOBILIEN

Secret Sale

Ein besonders diskretes Vermittlungsangebot

Die Gründe für einen Immobilienverkauf sind vielfältig: Haben sich persönliche Lebensumstände geändert, passt die Immobilie nicht mehr auf die Bedürfnisse der Eigentümer und steht ein Arbeitsplatz- oder Ortswechsel an. Für diese Fälle bietet von Poll Immobilien Coburg Käufern sowie Verkäufern ein besonders diskretes Vermittlungsangebot: den „SECRET SALE“.

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SECRET SALE Beim SECRET SALE präsentiert das Maklerbüro Objekte einem ausgewählten, persönlich bekannten Interessentenkreis. Informationen, wie zum Beispiel die Verkaufssumme oder Bilder der Immobilie, dringen nicht an die Öffentlichkeit. Lediglich registrierte Suchkunden erhalten ein Exposé des Objektes mit Angaben und ausgewählten Aufnahmen. Wenn sich ein Käufer innerhalb dieses Interessentenkreises findet, kann der komplette Verkauf sehr diskret abgewickelt werden. „Große Angelegenheiten regelt man im kleinen Kreis und Käufer sowie Verkäufer mögen es manchmal gerne diskret“, so Alexander Petrich, Geschäftsstelleninhaber von Poll Immobilien Coburg. Neuwertige oder ordentlich sanierte Objekte haben bei dieser besonderen Vermittlung sehr gute Chancen innerhalb kurzer Zeit einen neuen Eigentümer zu finden. Die Immobilienspezialisten aus der Judengasse in Coburg greifen hier auf Ihre langjährige Erfahrung, eine strukturierte Datenbank und ein bundesweites Netzwerk zurück. „Teilweise kommen Suchkunden zu uns in die Geschäftsstelle und lassen sich mit ihren Suchkriterien registrieren“, so Petrich.

Advertorial

Vorteile Verkäufer Preis, Aufnahmen und Angaben der Immobilie dringen nicht in die Öffentlichkeit Das Objekt wird einem ausgewählten, persönlich bekannten und qualifiziertem Kundenkreis vorgestellt Zugriff auf das bundesweite Netzwerk

Vorteile Käufer Kostenfreie Registrierung Zusendung von neuen Immobilien erfolgt ohne Anfrage kostenfrei Gespeicherter Suchkunde ist erster Interessent

Natürlich besteht auch die Möglichkeit ein Telefoninterview zu führen und sich aufnehmen zu lassen. Dabei sind lediglich Kontaktdaten und Kriterien zur Wunschimmobilie sowie die Kaufsumme anzugeben. Durch das Speichern seiner Daten hat der Suchkunde den Vorteil, dass ihm neue Immobilien unverzüglich, noch vor dem öffentlichen Verkaufsstart, vorgestellt werden.

Die von Poll Immobilien GmbH

Bereits 800 Interessenten nutzen diese kostenfreie Möglichkeit. Die Vorteile eines „Secret Sale“ liegen auf der Hand: Die Privatsphäre von Verkäufer und Käufer bleibt geschützt und keinerlei Daten dringen an die Öffentlichkeit. „Die passende Immobilie für unsere Suchkunden zu finden und den bestmöglichen Preis für den Verkäufer zu erzielen und somit beide Seiten glücklich zu machen. Das ist unser Ziel und unsere Motivation“, so Alexander Petrich.

Die von Poll Immobilien GmbH hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Vermittlung von wertbeständigen Immobilien in bevorzugten Wohn- und Geschäftslagen. Mit mehr als 300 Shops und über 1.200 Kollegen ist VON POLL IMMOBILIEN, wozu auch die Sparten VON POLL COMMERCIAL, VON POLL REAL ESTATE und VON POLL FINANCE gehören, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Portugal, Norditalien, den Niederlanden, Luxemburg, Kroatien sowie Serbien vertreten und damit eines der größten Maklerhäuser Europas.

Preis, Aufnahmen und Angaben der Immobilie dringen nicht in die Öffentlichkeit

KONTAKT VON POLL IMMOBILIEN Coburg Alexander J.N. Petrich Geschäftsstelleninhaber Judengasse 18 D-96450 Coburg Telefon: +49 (0)9561 - 79 53 83 0 Mobil: +49 (0)172-995 60 43 E-Mail: coburg@von-poll.com www.von-poll.com/coburg

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LASCO

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SCHMIEDELINIE

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Stabile, sichere Fahrzeuge, die gleichzeitig leicht sind, energieoptimiert, und das alles zu vertretbaren Kosten: Das klingt nach einem Widerspruch. Die Automobilindustrie erwartet Lösungen von ihren Zulieferern. Bei LASCO Umformtechnik in Coburg stellt man sich diesen Herausforderungen mit innovativen Antworten.

Die vollautomatische Aluminium-Schmiedelinie Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile Treiber der aktuellen Entwicklung in der Automobilindustrie sind Reduktionsziele von Kohlendioxid. Elektrofahrzeuge treten zunehmend in den Wettbewerb mit Benzin- und Dieselmotoren. Es ist ein wahres Rennen um das energieeffizienteste Auto, bei dem sich nur behauptet, wer im Wettbewerb seinen Teil dazu beiträgt, dass leichtere Fahrzeuge gebaut werden können, um Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch zu senken. Es geht darum, das hohe Gewicht von Batterien in Elektrofahrzeugen auszugleichen. Und nach Möglichkeit in Summe das Gesamtgewicht des Fahrzeuges zu reduzieren.

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LASCO

Die Automobilindustrie fordert daher von ihren Zulieferern neue Leichtbaulösungen mit hochfesten Stählen oder weg vom Stahl, hin zu Aluminium, das nur etwa 30% des Gewichts von Stahl auf die Waage bringt. Große Herausforderungen vor allem auch für Unternehmen der Massivumformung, auf deren Maschinen die Zulieferindustrie Teile für Fahrzeuge fertigt, wie auf Maschinen von LASCO Umformtechnik aus Coburg: Hohe Verfügbarkeit bei kürzeren Taktzeiten Erhöhung der Produktqualität mit hochpräziser Umformtechnik Erhöhung der Flexibilität bei gleichzeitiger Verkürzung der Werkzeugwechselzeiten Reduzierung der Stückkosten durch optimierten Energieverbrauch und geringe Instandhaltungskosten. Seit vielen Jahren beschäftigen sich die Ingenieure des auf der ganzen Welt tätigen Coburger Traditionsunternehmens LASCO mit diesen Fragenstellungen und haben innovative Antworten entwickelt. Die Lösung: Dezentralisierung der Umformkräfte und -energien. Das heißt, für jede Umformstufe der entsprechenden Teile wird ein separates Umformaggregat eingesetzt. Damit wird man den hohen Ansprüchen an das Schmieden von Aluminium am besten gerecht. Auf der vollautomatischen Aluminium-Schmiedelinie können selbst komplexeste Aluminium-Bauteilgeometrien hergestellt werden, Umformkraft, -energie und -geschwindigkeit lassen sich in jeder Schmiedeprozessstufe gezielt vorgeben. Die LASCO Aluminium-Schmiedelinie ist in Sachen Umformung ein Blatt mit vielen Trümpfen. Ein Trumpf ist die Spindelpresse SPR 3150. Sie verfügt über ein Drehmoment von 109 000 Nm. Zum Vergleich: Ein Porsche GT3 kommt gerade mal auf 470 Nm. Damit trägt LASCO Umformtechnik einen wertvollen Teil dazu bei, dass Fahrzeuge in Zukunft leichter, energieeffizienter und sicher unterwegs sein können.

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70% leichter als Stahl: Schwenklager, Querlenker und Achsschenkel aus Aluminium – Beispiele von Fahrzeugteilen für Radaufhängungen, die auf der neuen vollautomatischen Aluminium-Schmiedelinie von LASCO produziert werden.

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SCHMIEDELINIE

Leicht, stabil, sicher, energieeffizient: Das ideale Fahrzeug der Zukunft

Die vollautomatische Aluminium-Schmiedelinie von LASCO – Zukunft für die Herausforderungen der Automobilindustrie. „Die Kombination verschiedener LASCO Maschinen eignet sich hervorragend für die gestiegenen, prozessbedingten Anforderungen des Schmiedens von Aluminium im „massiven Leichtbau“. Hinweis: Einfach LASCO AR App herunterladen und Kamera des Smartphones oder Tablets über das Bild halten. So erfahren Sie mehr über die Funktionsweise der Anlage. AUSGABE 33 / JUNI 2019

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Wenn Autos alleine fahren, Waschmaschinen ferngesteuert werden und Ärzte online operieren, müssen große Datenpakete sehr schnell geliefert werden können, ohne Stau und ohne Tempolimit. Dazu soll eine Autobahn gebaut werden. Diese Datenautobahn heißt 5G, die fünfte Generation des Mobilfunknetzes.


DATENZUKUNFT

Mit der ersten Generation, der A-, B- und C-Netz-Telefonie ab Ende der 1950er Jahre bis zum beginnenden 3. Jahrtausend, hat 5G nichts mehr zu tun. Die Anforderungen an Mobilfunknetze sind nahezu explodiert. Von Telefonie spricht kaum einer mehr. Umso mehr von Daten. Sie sind der Treibstoff. 5G soll die Digitalisierung des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persönlichen Lebens beschleunigen. Die Industrie setzt auf die neue Technik. Die Politik ist gefordert, diese digitale Revolution zu gestalten: Bund, Länder, Kommunen – auch Coburg. Fragen und Antworten zu 5G von Uwe Meyer, Geschäftsführer des Telekommunikationsanbieters süc//dacor GmbH, und von Andreas Kücker, Geschäftsleitung Digitalisierung und Unternehmensgründung bei der Initiative Zukunft.Coburg.Digital GmbH. Beide arbeiten hinter den Kulissen an der Datenzukunft Coburgs, führen Gespräche mit den großen Unternehmen, mit Wirtschaftsverbänden, mit der Politik. Ihr Ziel: Die Region soll die Entwicklung mitgestalten. Nur so kann der größtmögliche Nutzen für die Menschen und die Unternehmen garantiert werden.

COBURGER: Warum überhaupt 5G? KÜCKER / MEYER: Zum einen nutzen immer mehr Leute immer intensivere Anwendungen im Netz. Filme im Internet schauen, Musik im Internet streamen. Das heißt, heute wird sehr viel mehr Bandbreite benötigt als noch vor fünf oder gar zehn Jahren. COBURGER: Dazu würde aber ein flächendeckender Glasfaserausbau ausreichen. KÜCKER / MEYER: Das ist richtig. Das gilt aber nur für Anwendungen Zuhause oder am Schreibtisch im Unternehmen. Draußen, unterwegs aber benötigen wir mobile Netze. Und da kommt der aktuelle Standard an seine Grenzen: 4G ist quasi vierspurig. 5G hätte, um im Bild zu bleiben, mehrere hundert Spuren. Und das in beide Richtungen. Genau das wird benötigt: Immer mehr kleine Endgeräte bei Verbrauchern oder in Betrieben, Unternehmen und im öffentlichen Raum werden aktive Teilnehmer am Netz, nicht nur der Mensch selbst. Das ist das sogenannte Internet der Dinge: Laptops, Smartphones, Kühlschränke, Heizungen, Straßenlaternen, Mülltonnen, Autos und andere Maschinen sind in ihm verbunden. Sie schi-

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cken Daten ins Netz, Standorte, Messwerte. Diese Daten sind die Basis für Smart Homes, für autonomes Fahren, für energieeffiziente Maschinensteuerung, für elektronische Gesundheitsüberwachung und vieles mehr. Diese um ein Vielfaches höhere Zahl an Teilnehmern schafft 4G nicht mehr, 5G kann 1000-mal mehr aufnehmen.

KÜCKER / MEYER: Glasfaser ist die Basistechnologie, um die Signale der Antennen zu Rechenzentren weiterzuleiten. Ohne Glasfaser entstünde auf diesem Weg sonst der Stau, den man durch 5G im Mobilnetz vermeidet. Für die mittelfristige Zukunft also hat nur das Nebeneinander der beiden Technologien Sinn.

COBURGER: Wie verhält es sich mit Ladezeiten? Wie schnell ist 5G?

COBURGER: Das Internet der Dinge kommt also, das heißt aber auch, dass die permanente Echtzeitüberwachung von Menschen möglich wird …

KÜCKER / MEYER: Das Internet der Dinge erfordert Echtzeitkommunikation. 5G sorgt für die kürzestmögliche Latenz-, also Verzögerungszeit. Die liegt bei maximal 1/1000 Sekunde, also der Übertragungsgeschwindigkeit der Synapsen im Gehirn, das ist quasi Echtzeit. Gerade für zeitkritische Anwendungen wie z.B. das autonome Fahren ist so eine extrem kurze Latenzzeit unerlässlich. Nur so kann ein Fahrzeug sofort auf ein Hindernis reagieren. Auch für die Telemedizin, also die Operation über das Netz, ist eine derartige Verzögerungszeit alternativlos. COBURGER: Könnte man dann nicht das komplette System der Datenübertragung auf 5G umstellen und sich das Glasfaser sparen?

KÜCKER / MEYER: Das ist keine Frage der Technologie, sondern eine Frage des gesellschaftlichen Konsenses, wie wir diese Technik benutzen wollen und was wir zulassen. 5G muss uns allen nutzen, nicht uns schaden. Oder an einem anderen Beispiel: In jedem Baumarkt bekommt man einen Hammer, es ist aber Konsens, dass man damit keinem Leid zufügt. Und wenn wir uns regional frühzeitig in dieses Thema einbringen, uns an der Frequenzvergabe beteiligen, haben wir auch größere Gestaltungsmöglichkeiten. Es ist ja keine Frage, ob 5G kommt, sondern wann, und wer es betreibt.

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REISEN

Kultouren D E R C O B U R G E R AU F R E I S E N

Reisen alleine, zu zweit, als Familie mit Kindern, „die schon aus dem Gröbsten“ raus sind, mit Freunden. Regionen in Europa, die mit dem Auto, per Bahn, mit dem Bus oder dem Flugzeug in ein paar Stunden erreichbar sind. Ziele für Menschen, die etwas sehen und erleben wollen, die interessiert sind an Kultur, Land und Leuten, an Natur, Bergen und Beer, gerne verbunden mit Bewegung an

der frischen Luft und manchmal auch mit ein bisschen kalkuliertem Abenteuer. Das sind unsere COBURGERKultouren. In jedem Magazin eine. Mit vielen Bildern, die Lust aufs Fortfahren machen, und mit ein paar wenigen persönlichen Eindrücken, wenn Sie dieser Lust erliegen. Unser Tipp: Selbst auf Entdeckungsreise gehen.


WALCHSEE

VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: YVES ALLOINDE / TOURISMUS KAISERWINKL

KLEINER REINER FEINER WALCHSEE


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FITNESS, GESUNDHEIT, URLAUB Machen Sie

Fitness-Urlaub

Unsere zweite Kultour führt gar nicht so weit weg, nach Nordtirol, direkt an die Grenze zu Deutschland. Dreieinhalb Stunden dauert unsere Fahrt am späten Samstagvormittag, wir vermeiden damit die frühmorgendliche Münchner Stadtflucht in Richtung Berge. Allzu oft fährt man an unserem Ziel achtlos vorbei, den Blick schon Richtung Skigebiete, Brenner, Italien fixiert, dabei lohnt sich ein Abstecher in den Kaiserwinkl, ein Gebirgstal zwischen den Chiemgauer Alpen im Norden und den nördlichen Ausläufern des Kaisergebirges, das dem Tal auch seinen Namen gibt. Hier liegt der Walchsee, nicht zu verwechseln mit dem oberbayerischen Walchensee. Der Walchsee ist einer der wärmsten Seen Österreichs, was ihn zu einem beliebten Sommerziel macht, auch für uns, es ist August, und wir wollen es uns ein paar Tage lang gut gehen lassen, am und im Wasser, dabei aber nicht langweilen. Wir beziehen ein kleines Quartier am Ostufer, mit eigenem Badesteg direkt an einem der Abflüsse des Walchsees. Hier ist es ruhig und verträumt, nicht so laut wie am Nordufer direkt im gleichnamigen Ort Walchsee, durch den sich eine vielbefahrene Straße schlängelt.

AUF UND IM SEE An jedem der sieben Tage am Walchsee heißt es mindestens einmal hinein ins kühle Nass, das so kühl gar nicht ist, mit um die 25 Grad Wassertemperatur lässt es sich im Walchsee gut aushalten und ein paar Bahnen ziehen, vor allem in den frühen Morgenstunden oder abends der untergehenden Sonne entgegen, wenn sich die Berge auf der glatten Seeoberfläche spiegeln. Tagsüber ist der übersichtliche Walchsee ein ideales Revier, um sich in den verschiedensten Sportarten auszuprobieren, ob mit dem Boot, als Standup-Paddler oder auch auf Wasserskiern. Und Kinder freuen sich über Spielgeräte auf dem Wasser wie ein Wassertrampolin oder einen künstlichen Eisberg.

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WALCHSEE

MOORLANDSCHAFT Eine kurze Fahrt mit dem Fahrrad oder Auto oder ein paar Schritte zu Fuß zum nördlichen Rand vom Ort Walchsee liegt die Schwemm, eines der größten Moorgebiete weit und breit. Man sollte sich ein bisschen Zeit nehmen, sich einlassen auf diese ganz eigene Welt, die ruhig und urtümlich daherkommt, aber quirlig zugleich ist, immerhin lebt eine Fülle an Tierarten hier. Ein Aussichtsturm bietet einen guten Überblick, ein Fernglas ist dabei hilfreich, um den vielen Vögeln etwas näher zu kommen, die hier ihr Zuhause haben, genauso wie Fledermäuse, kleine Amphibien, Schmetterlinge, oder eine ganze Fülle an Libellen. Es surrt und zirpt, schnattert und kräht. Ein naturbelassener Mikrokosmos.

SERVICEZEITEN: DI - FR: 9.00 - 18.00 UHR SA: 9.00 - 14.00 UHR UND NACH ABSPRACHE

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REISEN

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KUFSTEIN Eine halbe Stunde vom Walchsee entfernt liegt Kufstein. Bekannt vor allem aus Verkehrsmeldungen, weil direkt an der Autobahn von und nach Italien gelegen und Grenzort. Die 20000-Seelen-Gemeinde ist aber weit mehr und willkommene Abwechslung nach ein paar Tagen Wasser und Natur. In der Altstadt lässt sich in historischer Kulisse genüsslich ein Kaffee trinken bei gleichzeitiger Beobachtung des gemächlichen

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SCHMUGGLERWEG Auf der alten Trasse eines Samerweges zwischen Bayern und Tirol verläuft der sogenannte Schmugglerweg von Kössen zur Wallfahrtskirche Klobenstein. An heißen Sommertagen ideal, führt er doch ziemlich flach durch Wald und oberhalb der kühlenden Tiroler Ache entlang. Besonders spektakulär: Eine 33 m lange Seilhängebrücke über die Schlucht der Großache. So kommt man zur Wallfahrtskirche Klobenstein. Der Sage nach stürzte ein riesiger Felsbrocken herab und teilte sich gerade noch rechtzeitig vor einer Bäuerin als Dank für dieses Wunder wurde Maria Klobenstein errichtet. Um die drei Stunden ist man gemütlich für Hin- und Rückweg unterwegs, gut machbar, und die Tiroler Ache bietet immer wieder gemütliche Plätzchen für kurz Pausen.

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touristischen Treibens, natürlich erst nachdem man selbst die Festung Kufstein über an die 200 Treppenstufen erklommen hat, während andere sich von der Bahn bequem nach oben haben bringen lassen. Die Festung ist ein wahrlich imposantes Gebäude mit über 800-jähriger Geschichte, in die man auf vielfältige Weise eintauchen kann, Ritter, Museen und die größte Freiluftorgel der Welt inklusive.

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Nur vier von vielen Ideen für Ihre ganz persönliche Entdeckungsreise zum Walchsee. Informationen gibt es ausführlich im Netz, in gedruckten Reiseführern bei Ihrem regionalen Buchhändler, oder fragen Sie uns.

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WALCHSEE

Hoch über der Stadt: Die Festung Kufstein

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INTERVIEW

Sonnenanbetung Sommer, Strand, Sonne, so muss es sein in der wärmsten Jahreszeit. Dann noch die richtige Ausrüstung und dem Spaß steht nichts mehr im Wege. Worauf es dabei zu achten gilt und was alles angesagt ist für Wasser und Strand, darüber haben wir uns mit Sandra Morgenthum und Anna Schefczik von Intersport Wohleben in Dörfles-Esbach unterhalten.

COBURGER: Bademode sollte natürlich vor allem schick und modisch aussehen, man sollte sich darin wohlfühlen, klar. Aber gibt es auch andere Überlegungen, bevor man sich für ein Produkt entscheidet?

Sandra: Ja, es macht schon einen Unterschied, was man am Strand vorhat. Ist man eher der Sonnenanbeter oder hält man sich auch viel im Wasser auf? Für alle Wasserratten empfehlen sich spezielle Marken, deren Stoff Salzwasser besser verkraftet, wie zum Beispiel Seafolly.

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Anna: Das besondere ist unser Mix-and-Match-System. Das heißt, man kann bei einzelnen Marken Größen kombinieren, also den Slip mit einem Oberteil in einer anderen Größe. COBURGER: Und fürs Wasser?

Anna: Und man sollte sich auch klar darüber sein, dass in der Regel ein Stoff nicht genügend Schutz vor UV-Strahlung bietet. Also gehört die Sonnencreme immer mit in die Strandtasche und dann auf alle Hautpartien. Den einzigen wirklichen anderen Schutz bieten spezielle UV-Hemden. COBURGER: Was habt Ihr bei Euch alles im Angebot?

Bei Kauf von Bademode ab 50 Euro gibt es e eine Sonnencrem ro im Wert von 10 Eu kostenlos dazu.

Größen, für Damen, Herren und Kinder. Viele Marken von Calvin Klein, Tommy Hilfiger und Fire and Ice bis hin zu Adidas, Arena und Speedo, aber auch Surfermarken wie Roxy, Protest oder Ripcurl. Dazu passende Strandtaschen -und röcke, Handtücher, Flipflops oder Hüte.

Sandra: Alles, was man sich für einen gelungenen Strandtag wünscht: Bademoden von sportlich bis elegant, alle

Anna: Das Besondere sind Neopren-Anzüge von Sailfish. Wenn man in kühlerem Wasser unterwegs ist oder sich länger im Wasser aufhält, sorgen die für eine angenehme Temperierung. Gerade zum Schnorcheln sind sie bestens geeignet. Vor allem für sportlich Ambitionierte eignen sie diese Anzüge sehr gut. Sandra: Dazu haben wir natürlich Taucherbrillen, Schnorchelmasken oder – für die Jüngsten – auch Meerjungfrauflossen. Und eine große Auswahl an Luftmatratzen und Strandspielen. Einfach mal bei uns vorbeischauen, wir haben alles vor Ort.

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KNIGHTS OF THE ISLAND

VON CHRIS WINTER FOTOS: CHRISTIAN BLUT

Inselritter

Marvin, Christian und ein Jaguar S-Type

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QUER DURCH GROSSBRITANNIEN

Dieser Jaguar S-Type fällt auf. Kein gepflegtes zurückhaltendes Understatement verströmt die Limousine der oberen Mittelklasse des britischen Herstellers. Zwar glänzt die springende Raubkatze auf der lang gestreckten Motorhaube im Tageslicht, aber die vielen Firmenaufkleber auf der mattschwarz folierten Karosserie, der eher untypische Dachträger, die Startnummer 089 auf Fahrer- und Beifahrertür und schließlich die Namen „Christian“ und „Marvin“ mit der bundesdeutschen Fahne auf der Scheibe der linken hinteren Tür weisen auf etwas Nichtalltägliches hin. Auch das graue Panzer-Klebeband, dass die Scheibe der Beifahrertüre fixiert, mag so gar nicht zu „Willi the Beeast“ passen, so der Name des Jaguar S-Type. Der schwerwiegende Defekt am Bewegungsapparat des Jaguars ist nicht zu sehen, macht sich im Fahrbetrieb hingegen sehr bemerkbar: Der Rückwärtsgang funktioniert nicht.

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KNIGHTS OF THE ISLAND

Marvin Eck aus Geroldshausen und der Weitramsdorfer Christian Blut sind am 11. Mai in Brüssel mit diesem Wagen bei der Rallye „Knight of the Island“ gestartet. Zehn Tage später, immer noch ohne funktionierenden Rückwärtsgang, mit 3500 Kilometern mehr auf dem Tachometer und mit 2000 Euro für die Deutsche Kinderkrebsstiftung sind die beiden am Ziel in Edinburgh angekommen. Veranstaltet wurde die Fahrt England–Schottland–Wales vom Superlative Adventure Club. Zwei Vorgaben gibt de Reiseveranstalter den Rallye-Teilnehmern mit auf den Weg: Es müssen Spenden für einen wohltätigen Zweck gesammelt werden, das Fahrzeug muss mindestens 20 Jahre alt sein, Navi oder GPS sind tabu und auch Autobahnen müssen gemieden werden. Zur Orientierung muss auf Karte und Kompass zurückgegriffen werden. Christian Blut und Marvin Eck kennen sich seit gemeinsamen Jahren bei der Bundeswehr „schon unser halbes Leben und wir entfliehen konsequent gemeinsam jedes Jahr dem Alltag“. Nach der Bundeswehrzeit haben sich die beiden Freunde etwas aus den Augen verloren. Ausbildung, Beruf und Beziehungen standen im Vordergrund. Vor einigen Jahren begannen der hauptberufliche Betreuer und der Logopäde, für eine Woche aus dem Alltag auszubrechen. Zusammen sind sie um das Matterhorn gewandert, haben zu Fuß die Alpen überquert oder die Dolomiten durchmessen. „Aber der Beruf lässt uns wenig Zeit zur Vorbereitung, daher haben wir uns

etwas weniger körperlich Forderndes gesucht“, erklärt Christian Blut. An einem Sonntag im November vergangenen Jahres haben Marvin und Christian über die Rallye am Telefon gesprochen – wir wohnen etwa 100 Kilometer voneinander entfernt – „am nächsten Tag haben wir uns angemeldet“.

„Für uns stand das Kennenlernen von Land und Leuten im Vordergrund.“

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein ausreichend altes Gefährt für die „Knight of the Island“. Für verhältnismäßig wenig Geld wurde der Jaguar S erworben. Schließlich sollte „England Scotland – Wales“ Insel mit Stil unter die Räder genommen werden. Zunächst stand eine umfangreiche professionelle Überholung an. „Wir beide haben jeder einen Führerschein, aber Autoschrauber sind wir nicht“, bekennt Christian Blut. Nach einer Laufleistung von bislang 200.000 Kilometern wurde die komplette Hinterachse des Jaguars erneuert und „uns wurde geraten, das Getriebe spülen zu lassen.“ Gesagt, getan – seither funktioniert der Rückwärtsgang des Automatikgetriebes nicht mehr. Dieses technische Manko hat sich nicht als Nachteil erwiesen – ganz im Gegenteil, weiß Christian Blut zu berichten. „Wenn auf den schmalen einspurigen Straßen in Wales einmal zu rangieren war, um entgegenkommende Fahrzeuge passieren zu lassen, haben alle beim Schieben geholfen. Da kommt man ganz schnell ins Gespräch.“ Mit Hilfe von Sponsoren wurden der Jaguar für die Rallye fit gemacht und Teile der Campingausrüstung beschafft. Marvin und Christian haben während der zehn Tage fast nur gecampt. „Am vierten Tag war die warme Dusche sehr angenehm.“ Für die Übernachtungen entlang der Strecke war auf dem Wagendach ein Dachgepäckträger mit Zelt montiert. „250 Hersteller von solchen Dachzelten gibt es. Die habe ich alle angemailt. Der Sponsor bekommt dafür Fotos und Videos zu Werbezwecken“, erzählt Christian Blut. Für den gelernten Industriefotografen war das keine schwere Aufgabe. Auf der anderen Seite kümmerte sich Marvin Eck um Spender für den karitativen Zweck.

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KNIGHTS OF THE ISLAND Die doch umfangreiche Beladung des Jaguars machte auf der Insel die Fahrt in eine Werkstatt unumgänglich. „Durch das Gewicht der Campingausrüstung, der Verpflegung und des Dachzeltes waren die hinteren Reifen nach vier Tagen bis auf die Karkasse abgefahren.“ An der Fahrweise mit dem 238 PS starken Jaguar habe es bestimmt nicht gelegen, denn das Roadbook der Rallye führte die 110 Teams der Rallye „Knight of the Island“ stets über Nebenstraßen. Dort sind maximal 60 Miles pro Stunde erlaubt, also 96 Stundenkilometer. Dem Team aus Weitramsdorf und Geroldshausen war die Platzierung gar nicht wichtig. „Für uns stand das Kennenlernen von Land und Leuten im Vordergrund.“ Deshalb habe es auch den einen oder anderen Abstecher von der „offiziellen“ Route gegeben, die aber auch zu vielen schönen Orten führte. Für Christian Blut war es etwa wichtig, „eine Stunde am Hadrianswall entlang zu gehen“, dem antiken römischen Befestigungssystem nahe der englisch-schottischen Grenze. Und der Umweg zu einer Whiskey-Destillerie war für Marvin Eck und Christian Blut eine Selbstverständlichkeit.

Wohltätigkeit Christian Blut und Marvin Eck, das Team „B.E. Honey“ – nutzten im Mai 2019 die „Knights of the Island“-Rallye, um durch Spenden die Deutsche Kinderkrebsstiftung zu unterstützen. Die Stiftung setzt sich unter anderem dafür ein, dass krebskranke Kinder wieder gesund werden können und in ihrer Lebensqualität und ihren Zukunftschancen anderen Kindern nicht nachstehen. In der Nähe von Heidelberg unterhält die Kinderkrebsstiftung das „Waldpiraten-Camp“ – eine in Deutschland einzigartige Freizeiteinrichtung, die krebskranken Kindern hilft, wieder Mut und Kraft zu tanken und nach überstandener Krankheit ins normale Alltagsleben zurück zu finden.

Natürlich habe es unter den 110 Mannschaften auch rein sportlich orientierte Teams gegeben, die stets Fahrzeit und Platzierung im Fokus hatten. Andere wiederum versuchten, möglichst alle Aufgaben zu lösen, die der Veranstalter den Teilnehmern vorschlug. Da ging es etwa darum, sich im Auto mit einem Schaf fotografieren zu lassen oder eine Büroklammer gegen einen Regenschirm einzutauschen. Very british. Trotzdem legte sich das Team Eck/Blut beim Video- und Fotowettbewerb ins Zeug. „Denn da gibt es einen Startplatz für eine der Rallyes im Jahr 2020 zu gewinnen“, sagt Christian Eck. Das „Baltic Sea Circle“ – rund um die Ostsee über eine Distanz von 7500 Kilometer ist als mögliches Ziel im kommenden Jahr auserkoren worden. Dazu wird auf jeden Fall der elektrische Fensterheber der Beifahrertüre repariert und vielleicht auch die Klimaanlage. Ob auch das Getriebe des dann 21 Jahre alten Jaguar S-Type instandgesetzt wird, ist noch nicht endgültig sicher. Es geht ja auch ohne Rückwärtsgang.

„Durch das Gewicht der Campingausrüstung, der Verpflegung und des Dachzeltes waren die hinteren Reifen nach vier Tagen bis auf die Karkasse abgefahren.“

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Superlative Adventure Club Seit 2011 organisiert der in Hamburg und in den Niederlanden ansässige Superlative Adventure Club (SAC) Abenteuer-Charity Rallyes. Aufgrund der persönlichen Leidenschaft der Brüder Daniel und Sebastian Kaerger für Abenteuer und das Reisen an entlegene Orte sowie das Interesse an fremden Kulturen, entschieden sich die Brüder, „Abenteuer-Rallyes für Jedermann“ zu veranstalten. 2011 wurden mit dem „Baltic Sea Circle“ und „Three Wheels on India“ die ersten Rallye Premieren gefeiert. Es folgten die Rallyes „Black Sea Circle“, „The European 5000“, „Knights of the Island“ und die „Urban Challenge Hamburg“. Während der Fahrten wird besonders Wert auf die Interaktion mit der Kultur und den Menschen des jeweiligen Landes gelegt. Ein weiterer Grundgedanke ist, Abenteuer mit einem wohltätigen Zweck zu verbinden.

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Advertorial

HEUMILCH AUF DER LAUTERER HÖHE

Milchshakes und Käse selber herstellen: Für Johanna, Ben, Kimmy, Bashir und all die anderen Kinder aus der Klasse 4a der Emil-Fischer-Schule aus Dörfles-Esbach ein besonderes Erlebnis: Das EDEKA Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe hatte 17 Schüler zu einem praxisnahen Unterricht eingeladen.

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„Wir wollen mit dieser Aktion vor allem einen Beitrag zur gesunden Ernährung von Kindern und Jugendlichen leisten“, sagt Geschäftsführer Jörg Wagner. Im Mittelpunkt des Mitmach-Projektes stand ein gesundes Naturprodukt: Die Heumilch. Die ursprünglichste Form der Milchgewinnung, so Wagner. Milch von Kühen, die auf der Wiese unter freiem Himmel frische Kräuter und Gras fressen. Im Winter steht Heu auf dem Speiseplan der Paarhufer und als Ergänzung mineralstoffreicher Getreideschrot. Ein Tabu im Ernährungskonzept der „Heumilch-Kühe“ sind demnach vergorene Futtermittel wie Silage. Karina Osl gehört zum Marketing Team der Arge Heumilch und hat gemeinsam mit den Auszubildenden des Frischecenters das Projekt vorbereitet. „Es war total spannend, die vielen Arbeitsschritte zu erleben, bis ein Käse fertig ist. Da versteht man auch den Preis“, sagt Leonie Wagner, Auszubildende als Handeslfachwirtin. Fleißig kleine Hände der Kinder schnippelten Schnittlauch, Tomaten und Himbeeren klein und

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lernten Schritt für Schritt, wie ein Frischkäse entsteht. „Vielleicht holt man sich da auch ein paar Anregungen nach Hause“, meinte Kimmy, zehn Jahre. Ihr Klassenkollege Ben war erstaunt, als er sah, welche Konsistenz das fertige Produkt hat. „Das sieht ja aus wie Wackelpudding“, meinte er. Johanna freute sich über viele neue Informationen. „Ich habe erfahren, wie Milch entsteht.“ Genau das sei die Absicht des Unterrichtes, so Lehrerin Katharina Josten: Den Kindern praxisnah Inhalte zu vermitteln. „Ich bin immer für solche Aktionen offen, weil die Kinder haptisch mehr lernen“, ist die Lehrerin überzeugt. Die Herstellung von traditionellen und industriellen Produkten steht auch auf dem Lehrplan der vierten Klassen im Heimat-und Sachkundeunterricht. Für die Kinder hatte das Team übrigens noch ein gesundes Frühstück vorbereitet mit Produkten aus den Frischecenter. Der Frischkäse selbst musste allerdings noch über Nacht ruhen. Die Schüler der Klasse 4a der Emil-Fischer-Schule sind jetzt auf jeden Fall ein ganzes Stück schlauer.

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HIER WOHNTEN …

HIER WOHNTEN…

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: VAL THOERMER

… BUNDESJUSTIZMINISTER UND KAKTEENLIEBHABER Egal von welcher Seite man sich dem Haus nähert. Er sieht aus jedem Blickwinkel völlig anders aus. Den Eindruck einer individuellen Villa verstärkt auch die außergewöhnliche Dachform: ein dickes Türmchen, Erker, kleine und große Vorsprünge. Keine Frage, hier wollte sich der Bauherr Anfang des 20 Jahrhunderts deutlich abheben von bereits bestehenden Gebäuden in der Vestestadt.

Schon die erhöhte Lage der Villa mit der Hausnummer 22 auf einem Eckgrundstück in der Seidmannsdorfer Straße fängt den Blick ein. Man muss respektvoll aufschauen zu dem Gebäude, das eher einer kleinen Burg ähnelt. Selbst die Nordseite zeigt sich repräsentativ. Um auf das fast 5000 Quadratmeter große Grundstück zu gelangen, muss ein mannshohes Gittertor durchschritten werden. Über eine mit Zinnen bewehrte Treppenanlage gelangt man in den Garten und über einen eleganten Rundweg schließlich an den Eingangsbereich. Einen erster Hinweis auf den Erbauer zeigt der Rundbogen über der Eingangstür. Pardon, der Begriff „Tür“ passt hier so gar nicht, denn tatschlich handelt es sich eher um ein Portal. Im ursprünglichsten Sinne in Stein meißeln lassen hat sich dessen Erbauer: „CK“, Carl Kleemann, Staatsanwalt und später Amtsgerichtsrat. Auch ein Oberbürgermeister und späterer Bundesjustizminister verbrachte hier seine Kindheit. Wolfgang Stammberger, dessen Vater Karl der Hausjurist des Herzogshauses war, wurde 1953 für die FDP in den Bundestag gewählt. Nur ein Jahr lang gehörte er dann später der Bundesregierung an. Bereits im November 1962 trat er im Zuge der Spiegelaffäre um Franz Josef Strauß von seinem Amt zurück. Seine spätere Amtsnachfolgerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist im übrigen seine Nichte. Bemerkenswert. Hier in der Seidmannsdorfer Straße muss die Familie einst unbeschwerte Tage genossen haben. Es wird von Hausmusikabenden berichtet und der reichen Ernte von Obst und Gemüse, welche in den weitläufigen Vorratskellern eingelagert wurden. Der südliche Teil des Gartens zum Friedhof hin stellte also die Versorgung der Familie auch in Notzeiten sicher. Sogar einen Hühnerstall und einen Taubenschlag gab es einmal. Nicht nur der parkähnliche Garten erfreute mit seinem Grün. Auch im Haus züchtete und pflegte die Hausherrin im großzügigen Wintergarten ihre Kakteen und Sukkulenten. Bis zu einem besonders strengen Winter Mitte der 30er Jahre. Nachdem aufgrund einer Umbaumaßnahme die Heizung abgestellt werden musste, wurde es auch den exotischen Pflanzen im Haus zu kalt. Zum Leidwesen der Hausherrin überlebten die meisten Kakteen diesen Kälteeinbruch nicht und verwandelten sich in unansehn-

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lichen Pflanzenmatsch. Nachdem ihr Mann Karl im Krieg gefallen war, konnte die Witwe, deren beide Söhne mittlerweile studierten, das riesige Anwesen und die erforderlichen Reparaturen nicht mehr bestreiten. Erschwerend dazu kam noch das Lastenausgleichsgesetz von 1952, eine Vermögensabgabe vor allem auf Immobilienbesitz. Die Not in Nachkriegsdeutschland war groß, Flüchtlinge mussten aufgenommen, das Land wieder aufgebaut werden. Und alle, die konnten, mussten einen finanziellen Beitrag dazu leisten. Schweren Herzens verkaufte die Familie Stammberger ihre Burg an den Fabrikanten von Werkzeugmaschinen Johann Gemmer. Dem Geschäftsführer des Presswerkes Helios im thüringischen Heldburg gelang es nach Kriegsende jedoch nicht, die Maschinen rechtzeitig aus der russisch besetzten Zone zu holen. So wurde die Firma und alles was dazu gehörte konfisziert und war verloren. Auf diese Weise wurde die Villa in der Seidmannsdorfer Straße ein Rückzugsort, um nach diesen unruhigen Jahren endlich zur Ruhe zu kommen. Noch heute ist die Burg im Besitz der Familie und erstrahlt seit der Sanierung 2016 in neuem alten Glanz. Auf jeder der drei Etagen wohnen Familienmitglieder und füllen die Villa mit Leben. Zuletzt auch der Enkelsohn der heutigen Besitzerin Annemarie Gemmer, der sich in der Turmwohnung unterm Dach mit Ausblick auf die Veste auf seine bevorstehenden Prüfungen vorbereitete.

Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2019 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.

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… BUNDESJUSTIZMINISTER UND KAKTEENLIEBHABER

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KULTURTIPPS

KULTUR Veranstaltungen, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Lebensart und alles, was Freude macht. Zusammengestellt von Anja Hampel.

THEATER

DOPPELTE SOMMERNACHTSTRAUM

KÖNIG DROSSELBART

Lysander mit Hermia? Helena mit Demetrius? Oder doch mit Lysander? „Wer liebt hier wen?“ ist die Frage in William Shakespeares „ Ein Sommernachtstraum“. Gleich zweimal, aber ganz unterschiedlich, wird er in dieser Spielzeit im Landestheater Coburg auf die Bühne gebracht. Einmal versuchen die Laiendarsteller des Club 56, in „Projekt: Ein Sommernachtstraum“, Licht ins Dunkel der Liebeswirren zu bringen. Mit der Ausdruckskraft ihrer Körper widmen sich die Tänzer des Landestheaters dem Sommernachtstraum und dem ewig aktuellen Thema Liebe mit all ihren Irrungen und Hindernissen. Als Ballett läuft das Stück im Rahmen der Sommerfestspiele unter freiem Himmel.

Die einzige Tochter des Königs bekommt, was sie will. Und zwar immer. Aber wenn es ums Heiraten geht, schaltet die verwöhnte Prinzessin Vanessa auf stur. Sie hat keine Lust zu heiraten und einen Fremden schon gar nicht! Nach 326 abgelehnten Bewerbern spricht König Drosselbart ein Machtwort. Immerhin geht es auch um die Zukunft seines Königreichs. Vanessa muss also nachgeben und den erstbesten Spielmann heiraten, der ins Schloss kommt. Das hat auf den zweiten Blick auch seine guten Seiten. „König Drosselbart“ nach dem Märchen der Gebrüder Grimm ist dieses Jahr das Kinderstück der Rosenbergfestspiele in Kronach.

Wann? „Projekt: Ein Sommernachtstraum“: 20.6. (18 Uhr), 22.6. (20 Uhr), 23. Juni (18 Uhr); Ballett „Ein Sommernachtstraum“: 15.6. (19.30 Uhr), 19.6., 21.6., 25.6. 29.6., 4.7. (jeweils 19.30 Uhr) Wo? „Projekt: Ein Sommernachtstraum“ in der Reithalle, „Ein Sommernachtstraum“ als Ballett im Coburger Hofgarten Weitere Informationen? www.landestheater-coburg.de

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Wann? 16.6., 23.6., 30.6., 14.7., 28.7., 4.8. (jeweils um 16 Uhr) Wo? Festung Rosenberg, Kronach Weitere Informationen? www.rosenbergfestspiele.de Tickets bei Reservix oder beim Tourismusund Veranstaltungsbetrieb der Stadt Kronach (Marktplatz 5, Kronach)

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KULTURTIPPS

MUSIKALISCHES

MUSIK VON DEN BRITISCHEN INSELN

CHOORDINATEN

Bekannte Melodien aus Irland, Schottland, England und Wales, bearbeitet von Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn – und das für einen guten Zweck! Beim Benefizkonzert für die Aktion „Helfen macht Spaß“ stehen neben dem international renommierten Morgenstern-Trio die Solisten Silke Winkler (Sopran) und der in Lichtenfels geborene Malte Müller (Tenor) auf der Bühne. Wenn das Wetter mitspielt, findet das Benefizkonzert auf den Maintal-Terrassen statt - mit einem herrlichen Blick auf Vierzehnheiligen und den Staffelberg. Bei Regen wird der Abend in den Saal von Kloster Banz verlegt. Veranstalter ist der BRK-Kreisverband Lichtenfels.

Ungewöhnliche Arrangements, großartige Stimmen und eine energetische Freude beim Singen, die ansteckt – Seit zehn Jahren begeistert der Hochschulchor Coburg „Die Klangfänger“ sein Publikum und feiert dieses Jubiläum mit einem Best-of-Konzert. Da dürfen Hits wie „Skyfall“ von Adele, Coldplays „Fix You“ oder „Der Himmel soll warten“ von Sido nicht fehlen.

Wann? 16.6. um 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr)

Wann? 22.6. um 19.30 Uhr

Wo? Kloster Banz, Bad Staffelstein

Wo? Landestheater Coburg

Weitere Informationen? Tourist Information Lichtenfels (09571 795101); Karten in der Tourist Information (Markplatz 10, Lichtenfels) oder bei Roberto Bauer – Herrenmoden (Bamberger Straße 2, Lichtenfels)

Weitere Informationen? www.dieklangfaenger.de

DIE OPEN-AIR-HIGHLIGHTS IM NATURTHEATER ERSTE ALLGEMEINE VERUNSICHERUNG

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KULTURTIPPS HAINDLING Schon bevor ein HAINDLING-Konzert beginnt, wird beim Blick auf die Bühne klar, dass es kein gewöhnlicher Abend wird. Alphörner stehen dort neben Drums, Gitarre und Bass. Klanghölzer neben afrikanischen Trommeln. Trompeten neben Saxophon und Kuhglocken. Wer über bayerische Kultbands spricht, kommt an HAINDLING nicht vorbei. Seit über 35 Jahren steht HansJürgen Buchner – besser bekannt als HAINDLING – auf der Bühne und kultiviert seinen ganz eigenen Musikstil, der exotische wie bodenständigbayerische Klänge vereint und doch einen enormen Wiedererkennungswert hat. HAINDLING und seine Band-Kollegen sind allesamt virtuose MultiInstrumentalisten. Ein Konzertspektakel für eingefleischte Fans ebenso wie für HAINDLING-Neulinge. Garantiert mit den Klassikern: „Bayern“, „Paula“ oder „Lang scho nimmer gsehn“.

Öffnungszeiten: April bis Oktober: täglich 9.30 – 17.00 Uhr November bis März: Di – So 13.00 – 16.00 Uhr

• Bis 21. Juli: IM STUDIO – Bemerkenswerte Blankwaffen aus Indonesien • 27. Juni bis 22. September: Drachenblut und Heldenmut Sonderausstellung mit Begleitprogramm • 26. Juli bis 20. Oktober: IM STUDIO – Victoria & Albert • Alle Veranstaltungen: www.kunstsammlungen-coburg.de Kunstsammlungen der Veste Coburg Veste, 96450 Coburg, Telefon 09561- 879 0 E-Mail sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de

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Wann? 26.7.um 20 Uhr Wo? Oberfrankenhalle Bayreuth Weitere Informationen? www.eventim.de

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KULTURTIPPS KLANGGRENZEN Zum vierten Mal findet das innovative Kammermusikfestival KLANGGRENZEN in Coburg statt. Dabei geht es längst nicht „nur“ um Musik, sondern um ihre Vernetzung mit anderen Kunstformen, um die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen und um ungewöhnliche Spielorte. Während die Veranstaltungen „Musik und Wein“ laut Homepage schon ausverkauft sind, gibt es u.a. noch Tickets für einen Abend, der virtuoses Klavierspiel von Weltstar Markus Becker mit bildender Kunst kombiniert. Andere Konzerte bringen Musik mit Religion in Verbindung, mit Magie oder Kabarett. Rund um das Festival finden auch viele Schülerkonzerte statt. Wann? Musik und bildende Kunst: 5.7. um 19.30 Uhr Musik und Religion: 7.7. um 11 Uhr Musik und Magie: 9.7. um 19.30 Uhr Musik und Kabarett: 11.7. um 19.30 Uhr Wo? Musik und bildende Kunst: Kunstverein Coburg Musik und Religion: Rathaussaal Coburg Musik und Magie: Pfarrsaal St. Augustin Coburg Musik und Kabarett: Alte Pakethalle (Güterbahnhofgelände) Weitere Informationen? www.klanggrenzen.de

Coburgs Badelandschaft: eintauchen, Spaß haben, genießen

Rosenauer Str. 32 96450 Coburg www.aquaria-coburg.de AUSGABE 33 / JUNI 2019

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KULTURTIPPS

FJARILL Den perfekten Soundtrack zu einer schwedischen Mittsommernacht liefert das Duo Fjarill, schwedisch für Schmetterling. Mit federleichten und doch kraftvollen Songs verstehen es die Südafrikanerin Hanmari Spiegel (Violine) und Aino Löwenmark (Gesang, Klavier) aus Schweden, eine ganz besondere Stimmung zu erzeugen. Dabei profitieren ihre Lieder von der langen FolkTradition beider Länder. Poetische Klanggeschichten eines außergewöhnlichen Duos, das auf sieben veröffentlichte Alben und einige Weltmusik-Preise zurückblicken kann. Wann? 27.6. um 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr) Wo? Leise am Markt in Coburg; Der Saal ist teilweise bestuhlt. Weitere Informationen? www.leise-am-markt.de

KABARETT

4. INTERDISZIPLINÄRES KAMMERMUSIKFESTIVAL COBURG 24. JUNI – 11. JULI 2019 Tickets unter lesershop-online.de, über die Geschäftsstellen Coburger Tageblatt und Neue Presse, die Buchhandlung Riemann oder an der Abendkasse

WWW.KLANGGRENZEN.DE freundlich unterstützt von

EURE MÜTTER – „ICH FIND JA DIE ALTEN GEIL“ Comedy? Na, aber gerne! EURE MÜTTER gastieren beim Heldritter Kabarettsommer und fassen ihre ersten vier Shows in einer zusammen. „Ich find ja die Alten geil – der heiße Scheiß aus den Jahren 1999 bis 2010“ verspricht einen heftigen Angriff auf die Lachmuskeln. Immerhin stecken im Spezial-Programm die besten Nummern, die in den ersten zehn Jahren des MÜTTERlichen Schaffens entstanden sind. Wann? 4.7. um 20 Uhr Wo? Waldbühne Heldritt Weitere Informationen? www.waldbuehne-heldritt.de

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KULTURTIPPS

AUSSTELLUNGEN

VORGEMERKT

„DRACHENBLUT & HELDENMUT“

HÜPFBURGENFESTIVAL COBURG

Drachen sind heutzutage niedliche Spielgefährten in Kinderbüchern, zahme Reittiere oder zumindest Verbündete in Fantasy-Romanen. Vor Jahrhunderten galten die geflügelten Fabelwesen aber als durchweg furchteinflößend und böse. In Geschichten und Sagen gab es nur wenige Menschen, die mutig genug waren, einen Drachen zu bekämpfen oder gar zu bezwingen. Zu ihnen gehörten der antike Halbgott Herkules, Erzengel Michael, die Heilige Margarete und natürlich Siegfried, der Drachentöter. Diesen Helden und Heiligen ist eine Sonderausstellung auf der Veste Coburg gewidmet. Zu sehen sind bedeutende Kunstwerke der Graphik, der Malerei, der Skulptur und des Kunsthandwerks zum Thema „Drachen“ – von Kupferstichen und Holzschnitten über eine NibelungenSchatulle bis hin zum goldbesetzten Flottenadmiralsstab aus dem Hause SachsenCoburg und Gotha.

Raus aus den Schuhen und rein in die Burg! Oder besser gesagt auf die Burg. Das Hüpfburgenfestival in Coburg bietet über 30 verschiedenen Event-Module – von Riesenrutschen über den „Wabbelberg“ bis zur Kletterburg. Bei diesem Festival darf jeder mithüpfen und -toben. Für Kinder bis drei Jahre gibt es einen eigenen Bereich, und sogar Spielelemente für Erwachsene sind dabei. Weil bei der „Hüpf-Mania“ nicht nur gehüpft, gerutscht und geklettert wird, sondern auch geplanscht, sollten die großen und kleinen Hüpfburgen-Fans auf keinen Fall ihre Badesachen vergessen.

Wann? 27.6. bis 22.9. (täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr)

Wann? 28.8. bis 1.9. täglich von 10 bis 19 Uhr

Wo? Kunstsammlungen der Veste Coburg Wo? Gelände des TV 1848 Coburg Weitere Informationen? www.kunstsammlungen-coburg.de zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm und einen Katalog

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Weitere Informationen? www.huepfburgenfestival.com

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Mein erstes Mal

KULTURTIPPS

DER BESONDERE TIPP

im Kongresshaus Rosengarten? „Eine Prunksitzung der Narrhalla. Die sind seit Anfang der 1980er-Jahre legendär!“ Jürgen Heeb

DER LEBKUCHENMANN Für alle, die einen Ausflug ins Mittelfränkische mit Bühnenkunst verbinden wollen. Der Coburger Schauspieler Andreas Leopold Schadt, bekannt aus dem Franken-Tatort, gastiert im Bergwaldtheater. Der österreichische Schriftsteller Franzobel hat „Der Lebkuchenmann“ über die Macht der Geschichte, Moral und beherztes Handeln eigens für diese Bühne geschrieben. Im Stück taumelt Hauptfigur Paul nach einem Autounfall durch den Stadtwald und trifft auf allerlei Gestalten der Vergangenheit – alle aus der Region rund um Weißenburg. Gefährlich dabei: Paul wird immer mehr in den Sog der Geschichte hineingezogen. Wann? 12.7. - 14.7., 19.7. - 21.7., 25.7. - 28.7. (jeweils 20.15 Uhr) Wo? Bergwaldtheater Weißenburg Weitere Informationen? www.bergwaldtheater.de

FESTE UND MÄRKTE 12. VESPA- UND APE-TREFFEN IN KALTENBRUNN Ein bisschen „Dolce Vita“ mitten im Itzgrund. Wer eine Vespa oder die dreirädrige Ape über die Straße knattern sieht, bekommt gleich gute Laune. Wer eine unter dem Hintern hat, erst recht. Kein Wunder, erinnern die Kultfahrzeuge doch zuverlässig an Italien, Sommer, Urlaub und die Leichtigkeit des Südens. Zum Vespa- und Ape-Treffen in Kaltenbrunn kommen jedes Jahr Hunderte Rollerbegeisterte aus nah und fern, um fachzusimpeln und gemeinsam eine Runde zu drehen. Aktuelle Vespa-Modelle gibt es in Kaltenbrunn ebenso zu sehen wie gut gehegte alte Schätzchen. Nicht fehlen darf natürlich das gemeinsame „Einrollern“ auf dem Roten Teppich zu Beginn des Treffens.

Wann? 21.7. ab 10 Uhr

Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.

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Wo? Am Ristorante La Stazione / Kaltenbrunn Weitere Informationen? www.vespa-prima.de

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KULTURTIPPS

BERATEN. BEGLEITEN. BEGEISTERN. PP EVENT IST DER RICHTIGE PARTNER FÜR VERANSTALTUNGEN

Firmenjubiläum, Festival, Runder Geburtstag: Es gibt viele Anlässe für einen großen Event. Dann ist pp event der richtige Partner. pp event begleitet Unternehmen, Institutionen und Privatleute bei der Planung und Ausführung ihrer Veranstaltung – von Anfang an.

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Der COBURGER hat sich mit Oliver Popp unterhalten, dem Gründer und Inhaber von pp event. COBURGER: Was für Services bieten Sie an? Oliver Popp: Da richten wir uns ganz nach dem jeweiligen Bedürfnis. Je nachdem, ob es nur um eine Musikanlage geht, ob wir ein großes Buffet organisieren oder uns um die komplette Abwicklung eines Events mit mehreren hundert Gästen kümmern sollen. Und natürlich haben wir auch immer die vielen Details im Kopf, die eine Veranstaltung von anderen Events unterscheiden und den Gästen damit im Gedächtnis bleiben, ob es sich dabei um charmantes Personal, den richtig temperierten Aperitif oder einen witzigen Moderator geht. COBURGER: Was gehört zu Ihren Leistungen? Oliver Popp: Bei Bedarf kümmern wir uns als Full-Service-Agentur um alles von der ersten Konzeption und die Ideen über die Koordination und Organisation vor Ort bis hin zur Budgetverwaltung und Nachbereitung des Events. Zu unserem Netz-

werk gehören Servicekräfte, Sicherheitspersonal, Moderatoren, Catering- und Küchenprofis, Hostessen, Chauffeure und Veranstaltungsleiter. Außerdem greifen wir auf professionelles Equipment zurück von der Veranstaltungstechnik über Zelte und Bühnen bis hin zu Absperrlösungen. COBURGER: Was bietet Ihr darüber hinaus noch an? Oliver Popp: Wenn jemand ein neues Produkt, eine Geschäftseröffnung, eine Veranstaltung bewerben möchte, sorgen wir für die richtige Promotion. Bereits seit vielen Jahren begleiten wir Promotion-Aktionen mit einem versierten und geschulten Promoter-Team. Außerdem kümmern wir uns um Außenwerbung und Plakatierung in der Region Coburg, Nordbayern und Südthüringen. Von der Herstellung der Plakate bis zur Montage.

Zeit ist Geld Eventagenturen verfügen über viele Partner aus unterschiedlichen Bereichen und somit über ein großes Netzwerk was es ermöglicht auch bessere Konditionen zu erhalten. Da die interne Arbeitszeit ebenfalls häufig nicht Bestandteil der Kalkulation ist, kann die professionelle Unterstützung einer Eventagentur nicht nur Zeit und somit Geld sparen, sondern ist meist auch effizienter.

Oliver Popp | pp event

Bei vielen Veranstaltungen sind auch kleine Gäste mit vor Ort: Kindergeburtstage, Hochzeiten, Firmenfeiern. Für diese besonderen Events gibt es auch eine besondere Attraktion für Kinder: den Bärchenmacher! Der Bärchenmacher kommt mit seiner Bärchenmaschine zur Feier und bringt viele knuddelige Kuscheltiere mit, die dann gemeinsam mit den Gästen mit Leben gefüllt werden. Ob Elsa Einhorn, Pablo Panda oder Daisy Delfin. Der Bärchenmacher hat für jedes Kind das passende Tierchen dabei.

www.baerchenmacher.de  / derbaerchenmacher.de

Telefon: 09561 / 5110475 E-Mail: kontakt@pp-event.de beraten. begleiten. begeistern.

Internet: www.pp-event.de www.facebook.com/ppevent.coburg

Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich beraten! AUSGABE 33 / JUNI 2019

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KULTURTIPPS

BUCHEMPFEHLUNG HEIKE WALTA UND ULRIKE RADECKER, BUCHHANDLUNG RIEMANN: Ein großartiges Buch von der „Königin der literarischen Spannung“ (Carlos Ruiz Zafón). Als Manuel Ortigosa die Nachricht vom Unfalltod seines Mannes Álvaro erhält, reist er sofort an den Unglücksort nach Galicien – obwohl Álvaro doch zu diesem Zeitpunkt in Barcelona sein sollte. In Galicien lernt er Álvaros Familie kennen, von der dieser bei weitem nicht so entfremdet war, wie es immer hieß. Und die auch schon die Beerdigung plant, was doch eigentlich Manuels Sache wäre. Noch mysteriöser wird es, als der Kommissar, der den Unfalltod untersucht, Manuel bittet, unter der Hand weiter zu ermitteln, da die Todesumstände alles andere als klar sind – nur, von ganz oben kam der Befehl, alle Ermittlungen einzustellen. Auch die zuständige Gerichtsmedizinerin ist der Meinung, dass hinter dem „Unfalltod“ mehr steckt, als offiziell zugegeben wird. Denn Álvaro trägt eine winzige, aber tödliche Stichwunde, die nicht zum Unfallhergang passt.

eBook: ISBN: 978-3-641-21376-3 16,99 Euro Hörbuch: ISBN: 978-3-844-53219-7 22,00 Euro

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Von der ersten Zeile an ist man mittendrin in diesem unglaublich spannenden Kriminalroman mit düsterer Familien- und tragischer Liebesgeschichte, rätselt und leidet mit Manuel und bekommt eine unglaubliche Wut auf die mafiös-arrogante Familie Álvaros. Es gibt aber auch wunderschöne, leichte Momente, wenn zum Beispiel Manuel bei der Traubenlese im Weinberg der Familie hilft – ein Herzensprojekt seines Mannes. Die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen sorgen für Fernweh. Taschentücher bereitlegen und eine Reise in das herbe, schöne Galicien buchen – denn es muss nicht immer Barcelona sein! „Alles was ich dir geben will“ hat von allem etwas und ist auf jeden Fall schon jetzt eines unserer Lieblingsbücher des Jahres!

INHALTSANGABE

DOLORES REDONDO

Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen – und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen.

… begeistert mit ihren literarischen Spannungsromanen ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. „Alles was ich dir geben will“ stand monatelang auf der spanischen Bestsellerliste und wurde mit dem Premio Planeta, dem höchstdotierten Literaturpreis des Landes, ausgezeichnet. Redondo wurde außerdem für den CWA International Dagger Award nominiert und war Finalistin beim Grand Prix des Lectrices de ELLE. Sie wurde 1969 in San Sebastián geboren und lebt heute in der nordspanischen Region Navarra.

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©Alfredo Tudela

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 608 Seiten: ISBN: 978-3-442-75765-7 22,00 Euro

Was ist in dieser Nacht geschehen? Wer war Álvaro in Wirklichkeit? Was kann Manuel überhaupt noch glauben – ihr gemeinsames Leben scheint eine einzige Lüge gewesen zu sein. Trotzdem stellt Manuel, als Álvaros Universalerbe plötzlich mit Einfluss und Ansehen ausgestattet, zusammen mit dem Kommissar und Álvaros Beichtvater Nachforschungen an, die ihn in die Abgründe einer ebenso mächtigen wie reichen Familie führen, für die Ansehen wichtiger ist als alles andere und die sich anscheinend alles erlauben kann und mit allem davonkommt.


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KULTURTIPPS

STIMMGEWALTIGER SOMMER.

Der Sommer startet stimmgewaltig und vielseitig mit einer Reihe von Highlights die jung und alt begeistern. Packt eure Freunde ein und verbringt einmalige Momente mit toller Musik unterm Sternenhimmel.

CUBABOARISCH 2.0 – LEO MEIXNER ́S CUBAVARIA

LIEDER AUF BANZ

15. Juni | Seebühne Bad Staffelstein | 19 Uhr

Ein Abend mit Freunden 5. & 6. Juli 2019 | Klosterwiese von Kloster Banz

Er hat es einfach im Blut: Die flotten kubanischen Rhythmen ebenso wie die erdigen bayerischen. Ob Salsa, Son oder Landler – Leo Meixner, Sänger der inzwischen deutschlandweit gefeierten CubaBoarischen und jüngster Spross der Band ist zwar in Bayern daheim, aber durch seine vielen Reisen nach Kuba musikalisch auch dort groß geworden. Schon seit einiger Zeit bringt er nicht nur frischen Wind mit auf die Bühne, sondern auch einen juvenilen Einfluss aus Pop und Rap.

Das Programm steht und auch der Vorverkauf für die Lieder 2019 ist bereits in vollem Gange. Mit unter anderem Wolfgang Niedecken, Süden II und Wolfgang Ambros trifft sich am 6. & 7. Juli erneut die Crème de la Crème der Liedermacherszene auf Kloster Banz. Der Auftakt der „Lieder auf Banz“ 2017 ist gelungen, das Jahr 2018 war ein erneuter Erfolg und so geht es mit großer Vorfreude in die dritte Auflage 2019. Bereits jetzt steht ein erlesenes Programm voller bekannter und herausragender Künstler fest. Angefangen bei Wolfgang Ambros und Roger Stein, denen die Bühne auf der Klosterwiese bereits mehr als bekannt ist, freuen wir uns auch die „Banz-Neulinge“ bekannt geben zu dürfen. Die neuen Mitstreiter im Kreise der Banz-Freunde sind Julia Neigel, Wolfgang Niedecken und Süden II. Außerdem werden an diesem Wochenende die Gewinner des Nachwuchsförderpreises der Hanns- Seidel-Stiftung das Programm der „Lieder auf Banz“ bereichern.

Jetzt ist die Zeit reif für einen neuen kreativen musikalischen Cocktail aus Rum, Pop und Bavaria. Leo Meixner präsentiert seine eigene Band mit sechs Musikern – seine Cubavaria. Mit der von den CubaBoarischen Fans inzwischen heiß geliebten Sängerin Yinet im Duo verschmilzt auf der Bühne die bayerische mit der kubanischen Seele.

KLASSIK AUF BANZ Klosterwiese Banz | 07. Juli 2019 | 19 Uhr Das Picknick Open Air mit den Bamberger Symphonikern. Nach zwei erfolgreichen Abenden der mittlerweile etablierten Lieder auf Banz, werden am Folgetag die Bamberger Symphoniker die Bühne vor dem Kloster Banz übernehmen. In gleicher atemberaubender Kulisse haben die Besucher die Möglichkeit, entweder die Tribünenplätze oder die Wiesenplätze mit Picknick-Flair zu nutzen. Die familiäre Stimmung, die vom Publikum, als auch von den Künstlern immer wieder betont wird, soll nun auch bei Klassik auf Banz bestehen bleiben.

VIVA VOCE 20 JAHRE „ES LEBE DIE STIMME!“ - DIE JUBILÄUMSSHOW 14.11.2019 | 20 Uhr | Kongresshaus Coburg 05.01.2020 | 19 Uhr | Konzerthalle Bamberg Andere brauchen ein Schlagzeug, Soundeffekte oder gar ein ganzes Orchester, um richtig groß zu klingen. Bei VIVA VOCE ist das alles völlig überflüssig. Die fünf Sänger ersetzen mit ihren Stimmen ein ganzes Orchester. Sie sind die „Band ohne Instrumente“ und gleichzeitig die Pop-Stars der deutschsprachigen a cappella Szene. Modern, mitreißend, originell, witzig, charmant und hochmusikalisch: Das alles vereinen die Träger des Bayerischen Kulturpreises in ihrer beeindruckenden Bühnenperformance. Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums lassen es die Stimmen-Künstler mit einem Best-Of Programm wieder einmal so richtig krachen, wenn es heißt: 20 Jahre „Es lebe die Stimme!“ – Die Jubiläumsshow.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, telefonisch unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. AUSGABE 33 / JUNI 2019

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SIGI HIRSCH 10. Mai 1945 – 03. Juni 2019

Er hat Buster Keaton interviewt, Konrad Adenauer und Walter Mehring. Erich Kästner hat für ihn geschrieben. Yoko Ono hat ihn nach London eingeladen, Wolfgang Neuss, Bruno Ganz und Peter Zadeck haben zu ihm gehalten, Ludwig Erhard gehörte zu seinen Abonnenten, er hatte den Jerry-Cotton-Autor Heinz Werner Höber unter Vertrag, hat eine 160 Jahre alte Locke von Queen Victoria gefunden. Der lange in Coburg, später in Bamberg lebende und arbeitende Sigi Hirsch war ein Multitalent: Autor, Dichter, Kabarettist, Maler, Verleger. Kein Konformist, kein Angepasster, kein Kleingeist. Er war im besten und augenzwinkernden Sinne ein „unmöglicher“ Mensch, so die Überschrift unseres Portraits über ihn in unserer siebten Ausgabe im Jahr 2015 zu seinem 70. Geburtstag. Und vor allem war er fröhlich, offenherzig, liebevoll. Jetzt ist Sigi Hirsch gestorben. Der COBURGER trauert um ihn, im Himmel aber ist es jetzt ein Stück bunter und besser. Das Portrait aus dem Jahr 2015 über ihn zum Nachlesen gibt es unter www.coburger-magazin.de.


IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 33 / Juni 2019 Sechster Jahrgang Auflage 4000 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: Markatus Branding | Marketing | Digital Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de

IN EIGENER SACHE PREMIUM PARTNER

COBURGS BESTE ZEIGEN SICH

Sie sind regelmäßig mit ihren Werbebotschaften im COBURGER vertreten und bekommen dafür zusätzliche Präsenz im Magazin, unsere PREMIUMPARTNER. Außerdem laden wir sie (mindestens) einmal im Jahr zur Comedy-Gala ins Kongresshaus ein. Und haben immer ein offenes Ohr für Ihre Anregungen, Meinungen und Wünsche. Auch in diesem COBURGER Ausgabe 33 bedanken wir uns daher artig und ehrlich und hoffen auf weiterhin gute Zusammenarbeit:

Mit COBURGS BESTE hat der COBURGER Ende 2018 eine Marke geschaffen für die stärksten Unternehmen der Region, Unternehmen, die sich durch Innovationskraft, Tradition, Ausbildung von Nachwuchskräften und durch regionales Engagement auszeichnen.

WIEDER ZWEI NEUE MIT DABEI

Unsere PREMIUM-KUNDEN 2019: Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Automobile Weberpals Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Connect Telezentrum NEU Engel & Völkers Frischecenter Wagner FVG mbH NEU Friseur Julia Göring Hörgeräte Geuter HSC 2000 Coburg IHK zu Coburg Intersport Wohlleben iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Kunstsammlungen der Veste Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Stadtbild Coburg SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien AUSGABE 33 / JUNI 2019

LABEL DES COBURGER IM STADTBILD

Dabei besteht für Unternehmen auch die Möglichkeit, das Label zur Eigenwerbung zu nutzen wie es die Firma Gaudlitz in Coburg getan hat. Und auch wir vom COBURGER schaffen neben der Veröffentlichung im Magazin Plattformen für COBURGS BESTE. So zum Beispiel an unserem Messestand im Rahmen der Coburger Designtage 2019 und in einem parallel dazu erschienen 60seitigen Sonderheft „COBURGS BESTE“.

BIS 12. JULI IST ZEIT FÜR ORIGINELLE BILDER!!!

EIN BESONDERER PREIS WARTET

Im August wäre er 200 Jahre geworden – Coburgs berühmtester Sohn, Prinz Albert. Der COBURGER veranstaltet daher einen Foto- und Bilderwettbewerb. Besondere Darstellungen des Prinzen, seiner Denkmäler, seiner Wirkungsstätten, seines Lebens sind gesucht, als Foto, Karikatur, Gemälde. Es geht dabei nicht so sehr um technische Perfektion (gerne auch), sondern vor allem um Originalität, Witz, Kreation, den besonderen Kniff. Mitmachen lohnt sich, zum einen werden die originellsten Einsendungen im COBURGER veröffentlicht, zum anderen erhält der Sieger einen Preis, über den er sich bestimmt freut. Also, ran an den Fotoapparat, das Smartphone, die Staffelei, den Griffel und dann das oder die Bilder bis Sonntag, den 14. Juli mailen an hegen@coburger-magazin.de.

Haben Sie auch Interesse? Infos unter www.coburger-magazin.de/premium-partner Schreiben Sie uns an hegen@coburger-magazin.de oder NEU auch an Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de

Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Redaktion/ Autoren dieser Ausgabe: Benedikt Dellert Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Tomo Pavlovic Chris Winter Gabi Arnold Anja Hampel Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Yves Alloinde Michael Selzer Projektleitung Coburgs Beste: Melanie Krempel Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller Titel-Illustration: „Ideen-Bahnhof “ Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: Markatus Branding | Marketing | Digital Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen hegen@coburger-magazin.de Anke Feuer feuer@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2019 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

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GALERIE

GALERIE S A N D R A

K Ü N T Z E L

Sie ist vielseitig kreativ – die in Coburg wohnende und arbeitende Grafikdesignerin Sandra Küntzel. Ihre künstlerischen Arbeiten reichen von abstrakter Acrylmalerei, Experimenten mit Öl, Linoldruck, bis hin zu Portrait-, Aktund Gerichtszeichnung mit Bleistift, Kohle, Tusche und Rötel. Bei den Materialien ist alles erlaubt: Neben Papier und Karton als Mal- und Zeichengrund entstehen auf Keilrahmen und Hartfaserplatten Kunstwerke aus Farben, Bindemitteln, Gips, Alufolie, Karton, Federn bis hin zu Quarzsand und Erde. So verarbeitete sie in ihrem Werk „Park” Fundstücke, wie man sie in einem Park finden kann: Von Zigarettenstummeln über Kiefernnadeln bis hin zu Erdnussschalen. Als Künstlerin würde Sandra Küntzel sich selbst nicht bezeichnen – obwohl sich die Kreativität durch ihr Leben zieht wie ein roter Faden: Nach dem Fachabitur im Bereich Gestaltung absolvierte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Seit 1996 ist sie in der Werbebranche kreativ tätig. 2009 gründete die gebürtige Coburgerin das graphXartelier und arbeitet seitdem als selbstständige Werbedesignerin. Bei ihren Auftragsarbeiten fließen oftmals eigene Texte, Illustrationen, Handletterings und Fotografien mit ein. www.graphxartelier.de

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SANDRA KÜNTZEL

David Sheppy the man behind our Best English Somerset

Cider

Seit über 200 Jahren ist SHEPPY‘S für die Herstellung feinster Cider bekannt. Master of Cider David Sheppy führt die Firma in der sechsten Generation.

SEIT ÜBER15 JAHREN

BEST ENGLISH CIDER Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80, Mobil 0171 9234203 . Öffnungszeiten: Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr

www.ciderhof.de

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MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Archie? Oh, sorry: „Archie Harrison Mountbatten-Windsor“ – so viel Zeit muss schon sein! Oba: Des is ned Euer Ernst, your Royal Highnesses?! Are you serious? Also hier in Coburg sind mit Verlaub viele irritiert, um nicht zu sagen entsetzt über den Namen des neugeborenen Duke Of Sussex, der neuen „Nummer sieben“ auf der Thronfolgerliste des englischen Königshauses! Und der Monaco hat ehrlich g’soochd dreing’schaut wie a Husserla wenn’s blitzd, als er des g’hört hat. Im Jubiläumsjahr von Prinz Albert und Königin Victoria hätte es doch nur eine gute, elegante, ja perfekte Wahl für den Vornamen des Stammhalters von Prinz Harry und Meghan, der Herzogin von Sussex, gegeben: Na klar, Albert! Von mir aus auch noch Harrison hintendran und in (Fußball-)Gottes Namen auch noch Jürgen oder Kloppo Mountbatten-Windsor! Aber Archie?!? Das „Royal Baby“? You‘re kidding! Queen Elizabeth II. höchstpersönlich hat die Schirmherrschaft für das Jubiläumsjahr in Coburg übernommen. Ja, wer auch sonst, Ihr ignoranten, britischen Zipfel! Auch wenn sie nicht in die Vestestadt kommen wird: Die gude Fraa hod’s nämlich anscheinend als einziche begriffen! Denn der 200. Geburtstag von Queen Victoria und ihres auf Schloss Rosenau in Rödental geborenen Prinzgemahlen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha ist eine große Sache – ein „big thing“, wie die Engländer sagen. Die beiden stehen für das „Viktorianische Zeitalter“, eine beispiellose Blütezeit in England. Dabei ist gerade Alberts Einfluss auf das britische Empire gar nicht hoch genug einzuschätzen. Was hat dieser fortschrittliche, hoch gebildete Mann im Geburtsland seiner geliebten Victoria politisch und kulturell nicht alles bewirkt? Und was hat er nicht alles für sein Volk getan?! Er initiierte die erste Weltausstellung in London, er exportierte Errungenschaften wie den sozialen Wohnungsbau (die ersten Arbeiterwohnungen mit Wasserleitungen und Toiletten mit Wasserspülung!) auf die Insel und viele Dinge mehr! Fraglos hätte der „König ohne Krone“, wie Albert wegen seines Einflusses auf Victoria und die britische Monarchie auch gerne bezeichnet wird, es verdient gehabt, dass sein Name auch im 21. Jahrhundert in aller Munde bleibt. Nun also Archie. (Sie merken’s: Iech kumm ned drüber weg!) „Archibald“, von dem „Archie“ ja die Kurzform ist, bedeutet „der Mutige“ oder „der Kühne“. So weit, so gut. Aber nach wem soll’na der Schraaz eigentlich benannt wor‘n saa? Was ist mit der Tradition? Aber in England scheinen ja alle gerade benebelt zu sein. Man sehe sich nur die Diskussion

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um den Brexit an. Eine never ending story, an deren Ende womöglich Typen wie die Europagegner Nigel Farage oder Boris Johnson das Sagen haben werden – zwei Berufsverhinderer und „Wollen-wir-nicht-Politiker“, die ihr eigenes Ego über das Wohl ihres Landes stellen! Die kam doch echt an Schloch! Grod ned, dass se alle andauernd ihr „Rule Britannia“ drällern! “Rule, Britannia! Britannia, rule the waves!/Britons never, never, never shall be slaves.” Ich hätt’ echt gedacht, die Zeiten sind vorbei! Horch, do sin‘ mir mit unserm‘ Maggus Söder fei noch gut bedient! Der hat gerade ein kämpferisches Plädoyer für die EU und den europäischen Gedanken gehalten. Bayern (und damit auch Franken – des denggd der Maggus immer mit!) profitiere als Exportland ganz besonders vom Binnenmarkt. Europa, hat er jetzt gsoochd, sei ein „cooler Kontinent“. Und wissd Ihr wos? Recht hat er! Und der Monaco legt sogar nuch aans drauf. Iech sooch: Europa is‘ cool und sexy! Queen Victoria wird übrigens ja auch die „Großmutter Europas“ genannt wird. Also ist Albert ja wohl der Großvater! Trotzdem sind es ausgerechnet die Brexiteers, die die beiden vor ihren Karren spannen (wollen). Victoria hatte aber gerade eben nicht nur das Wohl des Vereinigten Königreiches im Sinn, so wie jene, die sich jetzt gerne auf sie berufen. Nein. Sie hat schon sehr europäisch und weitsichtig gedacht! Sie brachte es auf 40 Enkel und 88 Urenkel und bestimmte, dass alle ihren Namen oder den Alberts tragen sollten. Durch spätere Ehen hatte sie so Nachkommen in fast allen europäischen Monarchien. Die Idee war, dass wenn über den Kontinent verteilt überall Verwandte von ihr auf den Fürstenthronen sitzen, sich die Länder nicht mehr bekriegen würden. Anders gesagt: Es war der gut gemeinte Versuch, den Frieden in Europa zu sichern. A scheena Idee! Leider blieb es beim Versuch, wie die späteren Kriege zeigen. Fast 200 Jahre später können wir trotzdem festhalten: Europa eine der besten Ideen, die wir je hatten. Seit nunmehr 75 Jahren leben wir hier mit ganz wenigen Ausnahmen in Frieden. Es gibt offene Grenzen, kulturellen und wirtschaftlichen Austausch. Und mit Fug und Recht können wir behaupten, dass ehemalige Feinde heute Freunde sind. Auch deshalb wäre „Albert“ ein guter Name für das „Baby Sussex“ gewesen. Deshalb frooch iech mich scho: Auf wen soll in dera Sach‘ denn noch Verlass sein, wenn nicht auf Königs! Schätzla, schau wie iech schau! Für den COBURGER von Wolfram Porr

AUSGABE 33 / JUNI 2019


AUF EIN WORT

In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

BLICK AUF COBURG

Von Michael Donhauser, dpa-Korrespondent Washington Fast 20 Jahre ist es her, dass ich zum letzten Mal in Coburg gelebt habe – der Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin, in der ich zur Schule ging. In der ich Fußball spielte und Partys feierte, in der mein Berufsweg begann und ich meine Mutter zu Grabe tragen musste. Coburg ist Heimat, Coburg bleibt Heimat! Das beweist schon allein die Sentimentalität, die immer aufkommt, wenn es Neues aus Coburg gibt. Sei es, dass eine alte Kneipe schließt oder der Vorortverein ein Fußballspiel gewinnt. Doch der Blick auf diese noch immer unfassbar schöne Stadt hat sich mit den Jahren verändert. Der Zoom, durch den der Blick früher auf die Geschehnisse rund um Markt- und Schlossplatz gerichtet war, ist heute zum Weitwinkel geworden. Die neue Perspektive gibt der Urteilskraft mehr Spielraum. Man hat nicht mehr zu alldem eine Meinung, was klassische und inzwischen natürlich zunehmend Soziale Medien einem in die Ferne kabeln. Aber man stellt sich Fragen – und die räumliche Ferne mag die ihnen zu Grunde liegende kritische Distanz wuchtiger erscheinen lassen. Warum muss man eine städtische Sporthalle nach 40 Jahren mit Steuergeldern abreißen, wenn jeder Privatmann einen Hausbau auf mehrere Generationen anlegt? Ist es gut, an praktisch gleicher Stelle ein Hotel zu bauen, dessen Entwürfe an einen Zweckbau aus den 70ern erinnern? Warum muss man eigentlich eine Weihnachtstanne nach England karren, nur um ein paar Schlagzeilen zu generieren? Und: Warum dreht sich in Coburg eigentlich immer alles um Parkplätze? Coburg kann mehr, Coburg kann es besser. Das hat die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen. Dass sich die Hochschule reformiert und erweitert hat, dass die Zahl ihrer Studierenden um ein Mehrfaches gestiegen ist. Dass in der Stadt jetzt ein ICE hält. Dass die Autobahn uns mit den Oberzentren im Süden und mit den Nachbarn in Thüringen verbindet. Dass mit dem HSC 2000 ein bundesweit vorzeigbares Handballteam aus Coburg kommt, dass bei erfolgreichen Unternehmen ein reiches Angebot an hochwertigen Arbeitsplätzen zur Verfügung steht – all das ist nicht selbstverständlich für eine Stadt mit 40 000 Einwohnern. Die öde Tristesse etwa britischer Provinzstädtchen oder die pure Armut US-amerikanischer Landgemeinden bieten Vergleich genug. Was Coburg in den vergangenen 20 Jahren an Neuem geschafft hat ergänzt ein ohnehin reichhaltiges Angebot an Kultur und Tradition – vom Landestheater bis zum Samba-Fest. Neue Errungenschaften und der Erhalt des Etablierten mussten hart erfochten werden. Und die Coburger können – und sollten – stolz darauf sein. Bürger, Politiker, Unternehmer. Stolz ist etwas Gutes. «Complacency», wie es im Englischen heißt, eine falsche Selbstzufriedenheit also, wäre schlecht. Coburg wird sich in den nächsten Jahren darauf konzentrieren müssen, Anschluss zu halten. Die ständig fortschreitende Integration des Großraums Nürnberg bis hinauf nach Bamberg ist eine Herausforderung für unsere Stadt. Es gilt, nicht abgekoppelt zu werden. Mit ein paar Schlagzeilen wird man das nicht schaffen. Dazu braucht es im Schulterschluss mit der regionalen Wirtschaft seriöse, nachhaltige Kommunalpolitik, die ruhig nach außen auch mal langweilig aussehen darf. Coburg! Entwickle Dich weiter! Aber bleib wie Du bist! «Werte und Wandel» nannten das die Stadtväter in den 90ern. Die größte Leistung ihrer Nachfolger in der Gegenwart wird darin bestehen müssen, den Lebenswert dieser Stadt zu erhalten. Wenn sie es schaffen, dass sich alte und neue Coburger weiter gemeinsam wohlfühlen. Dass sie mit Spaß und Humor ihre Feste feiern und mit Fleiß und Können ihre Arbeit tun – auch in einer lebendigen Innenstadt. Wenn sie es hinkriegen, dass sportliche, kulturelle, gesellschaftliche Leuchttürme über allen notwendigen und unvermeidlichen Wandel hinweg stehen bleiben – dann haben sie ihren Job gemacht. Selbstverständlich ist das nicht.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 05. August 2019 Anzeigenschluss ist der 19. Juli 2019.

Zitate über Europäer sind dieses Mal … das Letzte In England gibt es drei Soßen und 360 Religionen, in Frankreich drei Religionen und 360 Soßen. Charles Maurice de Talleyrand

Wenn der Däne verliert die Grütze, der Franzose seinen Wein, der Schwabe die Suppen und der Bayer das Bier, so sind sie verloren alle vier. Volksmund

Die Einigung Europas hat eine ungeheure Komplizierung der Bürokratie bewirkt. Relativ problemlos klappt die Einigung Europas bisher nur in Banken und Betten. Prof. Rainer Kohlmayer

Heaven is where the police are British, the chefs Italian, the mechanics German, the lovers French and it is all organized by the Swiss. Hell is where the police are German, the chefs British, the mechanics French, the lovers Swiss, and it is all organized by the Italians. Unbekannt

Liebe: In Frankreich eine Komödie, in England eine Tragödie, in Italien eine Oper und in Deutschland ein Melodrama. Heinrich Heine

Der durchschnittliche städtische Mitteleuropäer befindet sich fast immer im Vorstadium der Neurose. Kurt Tucholsky

Zu den großen Leistungen europäischer Außenpolitik in Afrika gehört es, bei vierzig Grad im Schatten einen Frack zu tragen. Roger Peyrefitte

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AUSGABE 33 / JUNI 2019


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AUSGABE 33 / JUNI 2019


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