Nr. 25 | Februar 2018
Zum Mitnehmen
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
DIE STONES IM COBURGER?
NN Und nicht nur die ... Mehr aus der Sammlung des Coburger Weltenbummlers Peter Achtzehn in unserer Galerie.
Seite 78 Und in der Sonderbar im Unteren Bürglaß in Coburg.
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INHALT
AUSGABE 25 FEBRUAR 2018
8 10 12 76 77 84 86 88 89 90
CHRIS WINTER
SEBASTIAN BUFF
NICHTS FÜR WEICHEIER Anleitung für das Alt werden
TRAUM IN WEISS 18 Winterlandschaften DAS NEUE WIR-GEFÜHL?
WOLFRAM HEGEN
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WOLFRAM HEGEN
SONDERTHEMA ZUKUNFT 30 Positionen und Geschichten
CHRIS WINTER WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF WOLFRAM HEGEN BENEDIKT DELLERT HEIDI SCHULZ-SCHEIDT SEBASTIAN BUFF PETER ACHTZEHN
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DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE
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Da geht doch mehr …
DER HALBE MANN Flo Sitzmann im Portrait
MACHER 48 Dieses Mal: Matthias Dietz KÖRPERWELTEN 54 Fit in den Frühling HIER WOHNTE … 70 … Schuster, Metzger und Leineweber 78
GALERIE Aus der Sammlung eines Weltenbummlers
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Hier wohnte ...
… in diesem Magazin auf Seite 70 in Kooperation mit dem Stadtbild Coburg e.V.
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EDITORIAL
EDITORIAL WOLFRAM HEGEN „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“, „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, „Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden“, „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“: Weisheiten, abgedroschen wie ein Weizenfeld im Herbst, Worthülsen mit wenig Luftwiderstand, Phrasen, für die man beim sonntäglichen Bundesligatalk zur Strafe 5 Euro zahlen müsste (Sorry, dieser Ausflug in die Niederungen der profanen Wochenendgestaltung deutscher Durchschnittsmänner, zu denen sich natürlich auch der Autor zählt, lag einfach auf der Zunge, deswegen haben wir ihn kurzerhand ausgespuckt und hier verbal eingebunden). Schade eigentlich … nur weil ein Aphorismus in die Jahre gekommen ist, muss er ja nicht falsch sein, oder – drehen wir es einmal um: Gerade weil eine Erkenntnis dem Zeitgeist widersteht, könnte es doch sein, dass sie … vielleicht … richtig ist? Jeder dieser Sätze macht auf seine Weise Mut, krempelt die Ärmel hoch: Vom Jammern nämlich wird die Zukunft nicht besser. Deswegen haben wir uns in unserem Sonderthema „Darf ich auch mitreden? Thema Zukunft“ ausnahmslos mit Menschen unterhalten, die ihren Lebensweg an Koordinaten wie Freude, Enthusiasmus, Ideen, Visionen, Durchhaltevermögen, Glauben an sich und an das Gute ausgerichtet haben. Und, sind wir doch einmal ehrlich: Ein offener freudiger Blick nach vorne (und es gibt ja nur die subjektive Wahrnehmung, nichts ist objektiv) und das entsprechende Handeln ist produktiver, sozialer und damit auch „besser“ als griesgrämiges dummes nervtötendes zeitraubendes Rumgestänker … und macht außerdem mehr Spaß. Medien berichten in der Regel vor allem über das Übel in der Welt, Terror, Unfälle, Klimawandel, Katastrophen, Tragödien, Morde, Krankheiten, böse Lobbyisten, dumme Politiker, arrogante Stars, Korruption, Ungerechtigkeit. Damit treffen sie auf dankbare Leser, User, Hörer, Zuschauer. Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Und natürlich müssen kritische Journalisten in einer Demokratie Missstände recherchieren und aufzeigen. Mangelt es da aber nicht am Gleichgewicht? An den Geschichten, die motivieren, Freude machen, stimulieren? Also: Weil es die Wirklichkeit an sich ja ohnehin nicht gibt, nur unser Bild von ihr, können wir dieses Bild doch ein wenig bunter gestalten als es sich aktuell darstellt. Wir nennen das konstruktiven Journalismus. Das ist nicht unsere Erfindung. Aber Sie werden ihn finden, an vielen Stellen in diesem Magazin. Wir hoffen, Sie haben Freude daran, jetzt … wann denn sonst? So, jetzt sind Sie dran. Wolfram Hegen P.S. Weil wir wieder mehrfach darauf angesprochen wurden, warum dieses Magazin nichts kostet, Fotos, Geschichten, Papier, Farbe, Vertrieb, alles zum Nulltarif, wo gibt es denn sowas? Hm … kleine Umfrage: a) Würden Sie jedes Mal 5 Euro bezahlen? JA? Dann gleich zu c) wechseln: NEIN? Dann mit b) weiter. b) Haben Sie früher, in den ersten Jahren, als das Magazin nur käuflich zu erwerben war, dafür bezahlt? NEIN? Schade. Machen Sie trotzdem mit c) weiter. JA? Gut, machen Sie doch bitte mit c) weiter. c) Bestellen Sie ein gerne ein kostenpflichtiges Abo ;-) … (möglich ist das über unsere Homepage, dann kommt der COBURGER ganz bequem ins Haus). d) Wenn c) für Sie nicht in Frage kommt, kein Problem, wir freuen uns, wenn Sie uns lesen und wir Sie informieren, begeistern, belustigen, aufregen, zum Lachen oder Weinen bringen (am besten vor Lachen). Nur einen Wunsch haben wir: Erzählen Sie anderen von uns, am besten nur Gutes, das freut uns am meisten. Ihnen eine schöne Zeit.
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INHALT
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44 DER HALBE MANN
NICHTS FÜR WEICHEIER Alt werden für Fortgeschrittene
Florian Sitzmann im Portrait
26 DAS NEUE WIR-GEFÜHL Geht da noch was …?
18 TRAUM IN WEISS Fotos von Sebastian Buff
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70 HIER WOHNTEN …
Schuster, Metzger und Leineweber
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SONDERTHEMA ZUKUNFT Positionen und Geschichten
54 KÖRPERWELT Fit in den Frühling
78 GALERIE
Peter Achtzehn C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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DREIGESTIRN
DREIGESTIRN So, das war aber auch ein langer Winter, gefühlt von September bis jetzt … und uns schwant, dass wir ihn mit dem Fasching noch lange nicht endgültig ausgetrieben haben. Fasten sollen wir ja auch noch – dem COBURGER wird in diesen Wochen wirklich einiges abverlangt. Gut, dass uns in unserem kleinen Großstädtchen auch in der Unzeit zwischen Spätwinter und Vorfrühling ein mit Kultur reich gedeckter Tisch nährt, an dem wir uns laben können, der wenigstens unsere Herzen wärmt und unsere Hirne
mit geistigem Futter versorgt, wenn wir schon den vom Winter ohnehin angeschwollenen Wanst nicht weiter vollstopfen dürfen, sollten, müssten … ok, müssen. Also, Landestheater, Kongresshaus, Kirchen, Clubs, Museen freuen sich auf den Besuch. Und wir vom COBURGER haben auch wieder drei Veranstaltungen ausgewählt, die wir für geeignet halten, wenigstens den Geist und das Herz zu nähren. Wie immer wieder rein subjektiv – wir stehen dazu und wünschen viel Spaß.
SÄCHSISCHER JAZZEXPORT
RARITÄTEN VOR OSTERN
Ursprünglich begonnen als Projekt, mit dem die Dresdner Kontrabassistin Sina Rien ihre Kompositionen mit wechselnden Musikern auf die Bühne bringen wollte, gibt es das Sina-Rien-Quartett nun seit drei Jahren. Die Musik ist eine Mischung aus Modern Jazz und Weltmusik. Dabei hört man Einflüsse aus Südamerika, dem Orient, „New Yorker U-Bahn-Jazz“ und vielem mehr.
Zwei ganz besondere Werke präsentieren Bachchor Coburg, Philharmonisches Orchester und Solisten am Karfreitag: Das Miserere B-Moll von E.T.A Hoffmann aus dem Jahr 1809 wurde zu dessen Lebzeiten nie aufgeführt. Ein abwechslungsreiches Werk, in dem er eine Brücke zwischen der Musiksprache seiner Zeit und dem von ihm bewunderten Stil der Palestrina-Schule schlägt.
Sina Rien ist eine Dresdner Kontrabassistin und Komponistin. Schon während ihrer Schulzeit hat sie sich in das größte Streichinstrument verliebt, das mit seinen tiefen, warmen Tönen und den verschiedenen Möglichkeiten, es zu spielen, den Puls der Musik ausmacht. Während ihres Musikstudiums in Dresden und Wrozlaw spielte sie in vielen Bands unterschiedliche Musikrichtungen. Dabei wurde ihr Interesse für lateinamerikanische Musik geweckt. Touren führten sie bisher durch ganz Deutschland, nach China und Brasilien. Das „Sina Rien Quartett“ ist ein eigenes Projekt, in dem es um ihre aktuellen Kompositionen geht, die Jazz und Weltmusik zusammenbringen, realisiert von erstklassigen Musikern und auch mit Gesang. Die Zusammensetzung der Instrumente auf der Bühne kann dabei unterschiedlich sein – je nachdem, wie sich ihre Stücke oder Soundvorstellungen mit der Zeit verändern.
Hoffmann selbst beschreibt seine Stimmung während der Arbeit an seinem Miserere als „etwas krankhaften Zustand oder vielmehr Stimmung zum romantisch Religiösen hin". (Quelle: Bodensee Musikversand.) Das zweite Werk aus der Feder von Cesar Franck „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ war lange völlig unbekannt. Man weiß nicht einmal, ob und wann das Stück uraufgeführt wurde. Das Originalmanuskript tauchte erst 1954 wieder auf. Dabei haben die Worte des Gekreuzigten schon immer als Textgrundlage von Passionsmusiken gedient. Während aber normalerweise die Kernsätze im Zusammenhang des Evangelienberichts belassen werden, nimmt Franck sie einzeln heraus und kommentiert sie mit Abschnitten des Alten und Neuen Testaments, sowie mit Teilen des „Stabat mater“, alles in lateinischer Sprache (Quelle Wolfgang Hochstein).
BACHCHOR UND PHILHARMONISCHES ORCHESTER
Wann Wo Wie: Sonntag, 18. März 2018 um 19:30 Uhr im Haus Contact. Karten im Vorverkauf in der Buchhandlung Riemann, im Haus Contact, im Gemeindebüro von St.Moriz und an der Abendkasse.
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Bild: Jochen Berger
Bild: www.sina-rien.de
DAS SINA RIEN QUARTETT
Wann Wo Wie: Karfreitag, 30. März 2018 um 17 Uhr in der St.Moriz-Kirche in Coburg, Karten zwischen 3,50 Euro und 25 Euro bei Coburg-Tourist in der Herrngasse 4, Telefon 09561/89 80 43
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DREIGESTIRN
Spitzensport in Coburg
MUSIK WIE MOCCA
MULO FRANCEL & FRIENDS
Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:
Hochenergetisch, warm und aphrodisierend, pulsierend und nach fernen Orten und Zeiten duftend. Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler. Sein aktuelles Programm „Mocca Swing“ atmet seine 30-jährige Erfahrung als World Music-Künstler und Komponist voller Reife und Inspiration. Bekannt wurde er vor allem als kreativster Part des Ensembles Quadro Nuevo.
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Bild: www.mulofrancel.de
Mulo Francel – das klingt nach ferner weiter Welt. Musikalisch ja, aber Francel stammt aus dem tiefsten Bayern, aufgewachsen nämlich ist er am Chiemsee. Schon früh tat es ihm die Jazz-Plattensammlung seines Vaters an. Im Kinderzimmer spielte er dazu Gitarre. Der Beginn einer Karriere: Er lernte selbständig Saxophon und wurde spätestens 1996 mit dem Quartett Quadro Nuevo weit über seine Heimat hinaus bekannt. Zahlreiche Preise sind Ausdruck des Erfolgs. Daneben veröffentlichte er unter eigenem Namen viele eigene Alben. Seine Musik nährt sich dabei den Begegnungen mit den Menschen, ihren Kulturen, ihren Mythen: die spontane Improvisationskraft des Jazz, hypnotisierende oriental Grooves, Melodien eines fast schon verklungenen Italiens, Tango und karibische Lebensfreude. Das jüngste Album trägt jetzt nun den Titel „Mocca Swing“. Der „wohl sinnlichste Saxophonist Europas“ gastiert mit seinem gleichnamigen Programm in Coburg.
HSC COBURG
Wann Wo Wie: Sonntag, 25. März 2018 um 18 Uhr Leise am Markt in der Herrngasse in Coburg. Karten für 25 Euro, Reservierung unter 09561/90856 oder über das online-Formular: www.leise-am-markt.de. Weitere Angebote für Freunde der Hochkultur, Museumsschlenderer, Lachsüchtige, Eventfanatiker, Partywütige, Mitgröler, Applausklatscher, einsame Herzen und Passivsportler: ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶
iTVCoburgApp, kostenlos zum Download coburg.de/veranstaltungen landestheater-coburg.de coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender leise-am-markt.de gocoburg.de/veranstaltungen huk-coburg-arena.de/veranstaltungen agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur vsbamberg.de/events.cfm
Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit. Wobei es jedem natürlich selbst überlassen bleibt, was er unter „Sinn“ versteht. Ein große Elektrokette würde vielleicht sagen: „Hauptsache, Ihr habt Spaß“.
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HSC 2000 Coburg vs. Wilhelmshavener HV
17. Februar 2018 Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HC Rhein Vikings
25. Februar 2018 Anwurf: 17:00 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HC Elbflorenz
17. März 2018 Anwurf: 19:30 Uhr
HSC 2000 Coburg vs. HG Saarlouis
31. März 2018 Anwurf: 19:30 Uhr
w w w.hsc20 0 0.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH... NICHT MEHR LANGE
NICHT VON GUTEN ELTERN
Das Globe kommt (stand bei Redaktionsschluss zwar noch nicht fest, aber war sollte der Stadtrat angesichts der Steilvorlagen – siehe zum Thema Steilvorlagen auch den Leitartikel „Das neue WIR-Gefühl?“ – sonst entscheiden) also auf das Güterbahnhofgelände. Sollte es wirklich gelingen, dieses am 26. August 2019 einzuweihen, dem 200. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Prinz Albert, schwirren schon einige mögliche Namen für das Globe herum (und auch für den Fall, dass es mit August 2019 nichts werden sollte): Von der „Royal Albert Hall Coburg“, was das britische Königshaus aber möglicherweise als anmaßend empfinden könnte, über das „Albert Global“ oder „Albert Globe“ bis hin zum „Prinz-Albert-Theater“. Prinz-Albert-Forum übrigens scheidet als Name aus: Dabei handelt es sich um eine Internetseite mit Tipps und Hinweisen zum gleichnamigen Intimpiercing. Dieses immerhin, so gibt es Theorien, könnte nach Prinz Albert benannt sein. Wir schlagen einen Wettbewerb vor, an dem sich alle Bürger beteiligen können.
Sogenannte „Helikoptereltern“ sorgen in Coburg zunehmend für Gesprächsstoff. Nachdem der COBURGER in seiner Herbstausgabe unter der Überschrift „Problemkind Eltern“ schon über die untragbaren Zustände vor Coburgs Schulen kurz vor Schulbeginn berichtet hatte, widmete jetzt die Neue Presse unter dem Titel „Vorsicht, Eltern“ der Problematik eine große Geschichte: Es geht um überbesorgte Eltern, die ihre Kinder am liebsten bis direkt vors Schultor oder zum Kindergarten fahren. Doch die Blechkarawane verstopft die Straßen, behindert Busse, verschmutzt die Luft – und macht Kinder unselbständig. In den „Coburger Stadtgesprächen“ auf Facebook entbrannte über das Thema jetzt zudem eine Diskussion. Die überwiegende Zahl der Kommentare war eindeutig, von „Irrenhaus“ bis zu „weichgespülten Kindern und Jugendlichen“ als Folgen solcher Zustände war die Rede.
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STADTGESPRÄCH NICHT FÜR ERWACHSENE
AUCH DAS NOCH …
Eine Neuheit kündigt sich für den Veranstaltungskalender der Stadt Coburg an. Und zwar eine echte Premiere: Die ersten Kinderkulturtage in Coburg. Laut dem Kinderbeauftragten der Stadt Coburg, Thomas Apfel, ist seine Idee mittlerweile auf große Resonanz gestoßen. Viele Unterstützer haben ihre Mitwirkung zugesagt. Und auch der Termin steht fest: Die Herbstferien Ende Oktober und Anfang November werden in diesem Jahr ganz den Jüngsten gehören. Ein großes Programm wird aktuell zusammengestellt. Es reicht von freiem Eintritt in zahlreiche der Museen in der Vestestadt über Lesungen mit Unterstützung des lokalen Buchhandels bis hin zu einer Kooperation mit dem Landestheater Coburg. Auch die Kulturabteilung der Stadt Coburg ist mit an Bord. Mit weiteren Partnern laufen Gespräche. Der endgültige Ablauf wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Coburgs beziehungsweise Lautertals prominenter Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt (alias Sebastian Fleischer im Franken-Tatort) hat sich beim Sporteln verletzt und musste sich einer OP unterziehen. Die Dreharbeiten für den nächsten Tatort in Bayreuth im März sind aber nicht gefährdet.
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DER HOFBERICHT
FOTOS: SEBASTIAN BUFF
HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen
wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Comedy-Gala im Kongresshaus Rosengarten, bereits zum siebten Mal vom Round Table organisiert, zum ersten Mal vom COBURGER präsentiert und vor allem mit einem stolzen Ergebnis am Ende eines langen Abends: Über 14000 Euro kamen für gute Zwecke zusammen.
Die Stars des Abends: Frank Fischer, Costa Meronianakis, Hans-Hermann Thielke, Daphne De Luxe, Marcelini
Frank Sperschneider und Tanja Zöbelein, Bodystreet
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Sebastian Sonnauer und Björn Hieber, Round Table 151
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Werner Hieber
André Stämmler, Präsident des RT210 Jena und Nadia Al-Hamadi
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DER HOFBERICHT
Lilli und Papa Martin Vögele, Buchhandlung Riemann
Alexander Kibe, Olga Kibe, Katrin Kibe, Patrick Lorenz, Mascha Zoll
Verena Martin und Anja Hampel
Rene Hähnlein
Annette Hopfenmüller, BR-Filmemacherin und Tatort-Kommissar Andreas Leopoldt Schadt
Comedy-Gala vorbei und immer noch schlecht drauf ? Dann hol Dir die neue iTVCOBURG APP. Mit allen Filmen, Wohnungsmarkt, Stellenmarkt, Veranstaltungen, Schatzsuche. Jetzt downloaden. Kost nix. Scannt einfach den QR-Code oder sucht in den Stores nach „iTVCoburg“
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NICHTS FÜR WEICHEIER
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ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE
VON CHRIS WINTER
Nichts für
Weicheier Alt werden für Fortgeschrittene Mit
einem
Handgriff
soeben
30 bis 40 Jahre älter sein und sich als Greis fühlen: Keine erstrebenswerte Aussicht. Dabei träumen viele Menschen davon, ein hohes Lebensalter zu erreichen – aber eben selbstverständlich bei bester Gesundheit. Doch das ist leichter gesagt als getan. Viele Faktoren nämlich beeinflussen die Lebenserwartung. Welchen Anteil sie jeweils genau haben, lässt sich
Mit einem Alterssimulationsanzug lassen sich viele körperlichen Einschränkungen und Defizite am eigenen Leib erfahren, die sich erst mit zunehmendem Lebensalter einstellen. Eine Brille auf die Nase geschoben, und schon ist die eben noch vorhandene Sehschärfe weg. Die Bilder an der Wand, der Blick aus dem Fenster oder in die Zeitung – nur noch unscharfe Bilder, verschwommene Kontraste und verwaschene Farben, alles undeutlich. Das Leben im Alter ist in der Regel nicht einfach, es ist nichts für Weicheier. Mit der Zahl der Jahre verlangsamt sich das Leben. Der Gang wird unsicher, die Schritte werden kürzer und vorsichtig. Man steht nicht mehr mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Tatsachen, das Gefühl ist mehr schwammig. Allgemein lässt die Beweglichkeit nach. Besonders die Knie melden sich das ganz deutlich. Kniegelenke älterer Menschen sind sehr häufig von krankhaften Veränderungen betroffen, die besonders starke Einschränkungen verursachen. Da bleibt dann der heruntergefallene Stift auf dem Fußboden liegen, denn bis man sich wieder aufgerichtet hat …
allerdings kaum feststellen.
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NICHTS FÜR WEICHEIER Falten, Altersflecken, lichtes Haar: Wenn der Mensch altert, ist das nicht zu übersehen. Doch nicht jeder altert äußerlich gleich schnell. Und daran sind nicht nur die Gene schuld. Wie schnell wir äußerlich altern, hängt auch zum großen Teil davon ab, wie wir uns verhalten, wo wir leben und wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Alleine für Veränderungen der Haut, dem größten sichtbaren Organ, sind die Zahlen eindeutig. „Null bis 30 Prozent der Hautveränderungen werden durch genetische Faktoren bedingt. Die restlichen 70 bis 80 Prozent entstehen durch Umwelteinflüsse, zum Beispiel durch UV-Strahlung und Luftverschmutzung“, erklärt Jean Krutmann, Leiter des Leibniz-Instituts für umweltmedizinische Forschung. Altern betrifft nie nur ein Organ, es altert immer der gesamte Organismus. Ernähren wir uns fettig, trinken Alkohol, rauchen oder liegen zu lange in der Sonne, setzen wir unserem Körper biologischem Stress aus. Dadurch kommt es sowohl bei jungen als auch bei älteren Menschen zu molekularen Schäden, etwa in der DNA. Solche Schäden treten in jeder Minute tausendfach auf. Doch während ein junger Körper sie gut überwacht und schnell repariert, ist ein älterer Körper dazu immer weniger in der Lage. Altern bedeutet,
dass der Körper immer schlechter mit Stress umgehen kann. In den Körperzellen sammeln sich deshalb DNA-Mutationen. Dadurch können Organe leichter versagen oder Tumore entstehen. Auf die Haut haben solche Zellveränderungen zwei sichtbare Auswirkungen. Das sind zum einen Veränderungen in der Hautpigmentierung. Sie wird ungleichmäßig, es können Alterungsflecken auftreten. Zum anderen nimmt die Hautelastizität ab, es entstehen also Falten. Immer wieder zeigt sich aber auch, dass Menschen trotz ähnlicher Umwelteinflüsse unterschiedlich schnell alt aussehen. Die schädigende Wirkung äußerer Faktoren hängt also auch eben auch von den körperlichen Voraussetzungen ab. Menschen haben eine unterschiedliche genetische Ausstattung. Die Einen werden weit über 100 Jahre alt, obwohl sie rauchen oder Alkohol getrunken haben. Andere erkranken schwer trotz eines gesunden Lebenswandels. Die chronologische und die biologische Uhr können entkoppelt sein. Junges Aussehen kann ein Anzeichen dafür sein, dass ein Mensch biologisch jung geblieben ist.
Der Alterungsprozess lässt sich aber – in Grenzen – beeinflussen: Sport: Sport ist ein wahrer Jungbrunnen. Wie Forscher an der Universität
Vorsorge: Zum Arzt geht niemand gern. Dennoch ist es ratsam,
Kopenhagen herausfanden, leben männliche Jogger im Vergleich zu Inaktiven im Schnitt 6,2 Jahre länger. Frauen können sich immerhin 5,6 zusätzliche Jahre erlaufen. Ausdauersport stärkt Herz und Kreislauf. Chronisch Kranke oder sportliche Novizen sollten sich vorher vom Arzt untersuchen und zum geeigneten Trainingspensum beraten lassen.
medizinische Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Je früher eine Krankheit entdeckt wird, desto besser lässt sie sich in den meisten Fällen behandeln.
Gewicht: Vor allem Fettgewebe in der Bauchgegend fördert Krankheiten wie Diabetes oder Herz- und Gefäßleiden. Wer deutliches Übergewicht vermeidet, beugt diesen vor und schont gleichzeitig seine Gelenke. Mit zunehmendem Alter wird der Blick auf die Waage außerdem wichtig, um einen starken Gewichtsverlust zu erkennen. Das kann eine Warnung für Krankheiten oder altersbedingten Muskelschwund sein, der Gebrechlichkeit und gefährliche Stürze begünstigt.
Soziale Kontakte: Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen. Der Austausch mit Freunden ist nicht nur wichtig fürs Wohlbefinden, sondern aktiviert das Gehirn. Auch eine erfüllte Partnerschaft ist hilfreich: Es gibt Hinweise, dass lang verheiratete Paare länger leben. Außerdem lassen sich gesunde Gewohnheiten zusammen leichter umsetzen.
Rauchen aufhören: Nikotin ist die häufigste Ursache von Lungenkrebs,
Stress: Dauer-Stress macht krank. Anhaltende psychische Belastungen schwächen das Immunsystem und begünstigen Herzkrankheiten.
Neues erfahren: Jede neue Herausforderung ist gut fürs Gehirn. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues lernen, bilden sich neue Verschaltungen im Gehirn. Das kann geistigem Abbau im Alter entgegenwirken.
Gesunde Zähne: Kranke Zähne können sich auf den ganzen Körper auswirken, wenn Entzündungen sich ausbreiten. Parodontitis gilt als eigenständiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Deshalb sind gepflegte Zähne wichtig.
Humor: Eine gute Prise Optimismus lässt die kleinen Nackenschläge des Lebens leichter wegstecken. Eine US-amerikanische Studie legt nahe, dass Optimisten länger leben als Menschen, die ihr Leben überwiegend negativ betrachten.
schadet dem Herz-Kreislauf-System und kann Atemwegserkrankungen auslösen. Nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums verkürzt Rauchen die Lebenszeit durchschnittlich um zehn Jahre. Doch selbst dieses Laster erst im Laufe seines Lebens aufgibt, kann sein Risiko für Folgekrankheiten noch deutlich senken.
Fisch, Obst und Gemüse: Es lohnt sich, anstelle fettigen Fleischs
„Der Rost macht erst die Münze wert.“
öfters ein Fischfilet zu essen. Meerestiere enthalten Omega-3-Fettsäuren, die vermutlich das Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Es gibt zahlreiche Obst- und Gemüsesorten, die Vitamine, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken sollen. Und Trinken nicht vergessen: Selbst wenn im Alter das Durstempfinden nachlässt, eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit sollten es täglich sein.
Johann Wolfgang von Goethe brachte das Altern auf den Punkt. Und schon der römische Redner und Staatsmann Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.) wusste,
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„nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu“.
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Gesponserter Beitrag
ALT WERDEN FÜR FORTGESCHRITTENE
Geregelter Lebensabend Tipps von der Kanzlei Hörnlein & Feyler Die
Schritte
werden
mühsamer,
das Sehen schlechter, das Denken langsamer, die Arztbesuche häufiger, die Freunde werden weniger: Alt zu werden fällt vielen Menschen schwer. Immerhin aber ist die Lebenserwartung in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Und vor allem gibt es auch immer bessere
Möglichkeiten
für
einen
würdigen und leidensfreien letzten Lebensabschnitt: Wohlstand, moderne Medizin, technische Hilfsmittel und ein dichtes Netz an sozialen Einrichtungen machen es möglich. Wenn dann auch rechtzeitig rechtliche Fragen geklärt sind, kann der Lebensabend sorgenfrei und vielleicht sogar ganz gemütlich verlaufen. Informationen dazu von Rechtsanwältin Karoline Hartwig, die bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg unter anderem auf Familienrecht und Erbrecht spezialisiert ist.
Man hat ein Leben lang gearbeitet, gebuckelt, Kinder großgezogen, Lebensträume gelebt oder begraben, ein Haus gebaut, kurzum: Man hat sein Leben in der eigenen Hand gehabt, es gestaltet, war sein eigener Herr oder seine eigene Dame. Nur allzu verständlich, dass das, solange es geht, auch im Alter so bleiben soll. Oft ist dazu ein behindertengerechter Ausbau der eigenen vier Wände notwendig. Als Eigentümer ist das nur eine Frage des Geldes, als Mieter muss man eventuell notwendige Ein- oder Umbauten vorher mit dem Vermieter klären, einen Anspruch darauf gibt es nicht. Am Anfang sollte auf jeden Fall die Frage geklärt werden, ob es die eigenen vier Wände bleiben sollen, auch wenn man vielleicht alleine lebt, weil der Partner schon verstorben ist und die Kinder woanders leben, oder ob es doch ein Heim sein kann, eine SeniorenWohngemeinschaft oder andere Lebensformen. Eine Angst ist auf jeden Fall unbegründet, obwohl diese von Pressemeldungen oft befeuert wird: Kinder werden durch eventuelle Heim- oder Pflegekosten der Eltern in der Regel nicht in den Konkurs getrieben. Bevor die nämlich zur Kasse gebeten werden, greifen relativ hohe Freibeträge. Natürlich aber haben Kinder im Fall der Fälle Verantwortung für ihre Eltern. Nicht nur moralisch, aus Verbundenheit, Familiensinn und Liebe heraus, auch rechtlich, wenn eine Vorsorgevollmacht vorliegt. Diese betrifft alle Fälle, in denen ein Mensch aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls oder aus anderen Gründen geistig oder körperlich nicht mehr selbst entscheiden und handeln kann. In so einer Vollmacht können für so einen Fall nahezu alle Zuständigkeiten geregelt werden: Wer darf Banküberweisungen vornehmen, gesundheitliche Fragen mit dem Arzt besprechen, einen Heimplatz festlegen, das Haus verkaufen. Vordrucke für solche Vorsorgevollmachten gibt es bei den zuständigen Ministerien. Zu beachten ist aber auch bei der Existenz einer Vorsorgevollmacht, dass in den Fällen der Unterbringung mit freiheitsentziehender Wirkung, ärztlicher Zwangsmaßnahmen im Rahmen der Unterbringung, und über freiheitsentziehende Maßnahmen in einem Heim oder in einer sonstigen Einrichtung, die Genehmigung des Betreuungsgerichtes erforderlich ist.
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Gleiches gilt, wenn zwischen dem Bevollmächtigten und dem behandelnden Arzt kein Einvernehmen darüber besteht, dass die Erteilung, die Nichterteilung oder der Widerruf der Einwilligung dem Willen des Vollmachtgebers entspricht. Für die Vermögenssorge sollte auf die von den Bankinstituten angebotenen Vollmachten zurückgegriffen werden. Für die Aufnahme von Darlehen ist eine notariell beurkundete Vollmacht erforderlich. Für Immobiliengeschäfte muss die Unterschrift unter der Vollmacht durch den Notar oder den Urkundsbeamten der Betreuungsbehörde beglaubigt sein. Liegt keine solche Vollmacht vor, übernimmt letztlich ein amtlicher Betreuer die Geschäfte. Keiner unterschreibt sie gerne, weil keiner daran denken möchte, dass sie vielleicht einmal wirklich notwendig werden könnte: eine Patientenverfügung, der „verkörperte mutmaßliche Wille einer Person“. Erst kürzlich hat der Bundesgerichtshof die Anforderungen an eine rechtlich bindende Patientenverfügung nach oben geschraubt, sie müsse nämlich „ganz genau definiert sein“. Weil aber jeder Fall zwischen Leben und Tod ein Einzelfall ist, ist es oft Auslegungssache, ob eine Verfügung greift oder nicht. Daher seien, so die Kanzlei Hörnlein & Feyler, „der beste und sicherste Weg, um keine Fehler zu machen, Vordrucke und Checklisten, die bei den zuständigen Bundes- oder Landesministerien auch online erhältlich sind, oder der Gang zum Rechtsanwalt oder Notar.“ Und letztlich sollte auch für den eigenen Todesfall eine letztwillige Verfügung errichtet werden. In diesem Zusammenhang sollte man heutzutage auch seinen digitalen Nachlass regeln, wo befinden sich Passwörter, was soll mit digital hinterlegten Daten, Fotos, Dokumenten nach dem Tod geschehen.
Karoline Hartwig bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler und unterstützt Frau Rechtsanwältin Feyler im Ressort Erbrecht. Zusätzlich ist auch Fachanwältin für Familienrecht.
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Fotos von Sebastian Buff
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FOTOS VON SEBASTIAN BUFF
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Foto: Coburger Designforum
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Das neue
WIR-Gefühl?
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DAS NEUE WIR-GEFÜHL?
Ein rundes hölzernes Globe fasziniert Bürger, Unternehmen und Politiker über Parteigrenzen hinweg, ein neuer modernster Gesundheitscampus auf dem ehemaligen BGS-Gelände klingt visionär aber realistisch, mit CO-CREAPOLIS stärkt die Hochschule Coburg das innovative Potential mit über 6 Millionen Euro Fördergeldern, und auch der ICE macht nach leichten Anfahrproblemen in Coburg regelmäßig Halt: Ein neues WIR-Gefühl hat Coburg gepackt. Selten in einer Stadt, in der sich vor nicht wenigen Jahren Politik und Teile der Wirtschaft unversöhnlich gegenüber standen, und auch die Politik zerstritten war. Geht da jetzt noch mehr?
Ein vorfrühlingshafter Wunschzettel von Wolfram Hegen
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GEHT DA NOCH WAS?
Erst einmal: Worum geht es eigentlich?
Steilvorlage aus München?
Um Lebensqualität. Lebensqualität ist der Schlüssel zum Erfolg. Städte, die Lebensqualität bieten, haben Zukunft. Nachfrage ist da: Immer mehr Menschen ziehen in Städte. Bisher vor allem in die Metropolen. Städte in ländlichen Räumen hatten keine Zukunft. Jetzt aber haben auch Klein- und Mittelstädte wieder Perspektiven: In München, Frankfurt, Stuttgart und in anderen deutschen Großstädten wird der Platz knapp, die Luft schlecht, der Mietpreis unerschwinglich. Auf den Straßen staut es sich, der Kindergartenplatz wird zur Lotterie, das eigene Häuschen bleibt ein Traum, das Leben in der Metropole ist oft nur mit mehreren Jobs bezahlbar. In Klein- und Mittelstädten wie Coburg ist vieles anders. Vieles besser. Dazu kommt der demographische Wandel: Eine ältere Bevölkerung wählt lieber ein sicheres intaktes gesundes überschaubares Umfeld.
Ein perfektes Zuspiel bekommen Städte wie Coburg zudem durch das erklärte Ziel Bayerns, für gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu sorgen. Seit der Übernahme in die Bayerische Verfassung am 1.1.2014 handelt es sich dabei um ein Staatsziel. Basis war ein Volksentscheid aus dem Jahr 2013. Eine eingesetzte Enquete-Kommission hat jetzt eine Fülle an Handlungsempfehlungen erarbeitet und vorgestellt, um dieses Ziel zu erreichen: Vom schnellen Internet über medizinische Versorgung bis hin zu kulturellen Angeboten. Metropolen entlasten, indem ländliche Regionen attraktiver gemacht werden. Die Handlungsempfehlungen enthalten viele Steilvorlagen. Wenn man sie verwertet.
Ein Kantersieg für Coburg? Weg aus der Provinz oder nicht? Warum aber brechen dennoch immer noch mehr Menschen aus kleinstädtischen Strukturen aus und suchen das Flirren und die Anonymität der Großstadt, egal was sie das kostet? Weil dort das Leben pulsiert, Kultur, Vielfalt, Innovation, weil im ländlichen Raum vielerorts Tristesse eingekehrt ist, provinzieller Mief nicht mehr mit einer globalisierten von urbanen Strukturen getriebenen Welt kompatibel ist. „Städte sind Entwicklungszentren und Testlabore“, beschreibt es das Zukunftsinstitut. Auch diese Art an Lebensqualität muss Coburg abbilden, mindestens in kleinem Maßstab, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die taktische Aufstellung ist gut: Viele Unternehmen, ein noch immer ordentliches Bankkonto, eine innovative Hochschule, zahlreiche vorbildliche Bildungs-, Betreuungs- und Gesundheitseinrichtungen, Autobahn und ICE, Breitband, Freizeit, Natur, Kultur, ein intaktes Stadtbild, Ideen wie ein Globe auf einem Güterbahngelände als neues Kreativzentrum, ein High-End-Gesundheitscampus. „Die Mannschaft ist der Star“, sagte Berti Vogts einmal und wurde Europameister. Das „Team Coburg“ ist auch gut genug aufgestellt, um in die Offensive zu gehen.
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Am besten, indem man schon einen Plan hat, wie man aus perfekter taktischer Aufstellung, gepaart mit Teamgeist und schönen Pässen in die Spitze auch möglichst viele Tore macht. Das ist ja letztlich das Ziel des Spieles. Und was könnte man für schöne Tore schießen: 1:0 Grün 2:0 Schön 3:0 Offen 4:0 Digital 5:0 Gesund 6:0 Kreativ 7:0 Sozial 8:0 Sicher 9:0 Gemeinsam Angriff ist die beste Verteidigung. Für Coburg. Genau jetzt. Mit Ideen, die bewährt sind, sich gerade andernorts bewähren, erprobt werden, innovativ sind: Von E-Mobilität bis Makerspace, von kostenlosem ÖPNV bis Urban Gardening, von Carsharing bis Smart Grid, von Crowdfunding bis Teilhabe. Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft. Sachthemen ohne Parteibrille, ohne Ideologie. Mit einem neuen WIR-Gefühl könnte es gehen. Schön wäre es.
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Zukunft SONDERTHEMA
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Darf ich auch mitreden?“ 30
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SONDERTHEMA ZUKUNFT
Stephen Hawking, der schon zu Lebzeiten legendäre Wissenschaftler, lud einmal zu einer Party ein, die schon lange vorbei war. Verrückt? Nein, ein Versuch. Er wollte beweisen, dass Zeitreisen in die Vergangenheit nicht funktionieren. Und in der Tat: Hawking blieb alleine, niemand folgte seiner Einladung. Einen ähnlichen Versuch unternahmen amerikanische Wissenschaftler 2013: Sie untersuchten rückwirkend Tweets im Kurznachrichtendienst Twitter darauf, ob in ihnen Hinweise auf die Entdeckung des Kometen Ison 2012 und die Wahl des neuen Papstes 2013 zu finden waren – obwohl diese Ereignisse noch bevorstanden. Ergebnis: Fehlanzeige. Wenn also Reisen in die Vergangenheit nach derzeitigem Stand nicht möglich sind, wenn wir also Vergangenes auch theoretisch nie mehr werden reparieren können, weil das ja auch in sich paradox wäre, wenn also „endgültig“ ist, was vorbei ist, warum machen wir uns dann so viele Gedanken über die Vergangenheit? Um aus ihr zu lernen? Unser Jetzt zu erklären? Unsere Kultur zu verstehen? Ja, aber auch das tun wir niemals aus Selbstzweck (auch nicht als Historiker, der mit dem Blick zurück die Gegenwart erklären möchte, auch nicht als Patient in einer psychologischen Praxis, der wissen möchte, was in der Kindheit falsch gelaufen ist, um in Zukunft – vielleicht – befreiter leben zu können, auch nicht als Datensammler, der mit alten Informationen zukünftigen Profit machen möchte), sondern immer nach vorne gerichtet. Wenn zudem noch Reisen in die Zukunft theoretisch sehr wohl möglich und nach Ansicht mancher Wissenschaftler auch täglich im Kleinen aber eben mit handelsüblichen Beobachtungen und Geräten nicht messbaren Zeiträumen passieren (schon auf dem Berggipfel „altert“ man schneller als am Meer), ist es dann nicht „höchste Zeit“, sich ihr zuzuwenden, der „Zukunft“ in unserem vermutlich trotz Einstein und Hawking sehr beschränkten Verständnis von Zeit, aber ein anderes haben wir nun einmal noch nicht. Also dann: Interviews, Visionen, Ausblicke zu unserem Sonderthema „Zukunft – Darf ich auch mitreden?“
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DIGITALE AGENDA COBURG EINE LEITLINIE FÜR DIE ZUKUNFT Ein Journalist recherchiert auf dem Coburger Marktplatz vor seinem Interview mit dem Oberbürgermeister noch schnell ein paar Hintergründe und nutzt mit CoburgHOTSPOT das kostenfreie Wlan der Stadt. Melanie B. aus Erfurt besucht am Wochenende ihre Mutter in der Vestestadt und freut sich auf den verkaufsoffenen Sonntag. Auf GoCoburg findet sie die Öffnungszeiten ihrer Lieblingsgeschäfte und viele aktuelle Angebote. Im Coburger Baublog erfährt der Rentner Uli G. mit einem Mausklick alle Neuigkeiten rund um die Sanierungsarbeiten in seinem Viertel. Michael M. hat in Coburg seinen Traumjob gefunden und informiert sich auf der Internetseite der Stadt Coburg, wo der Stammtisch für Neubürger stattfindet. 32
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Die Welt vernetzt sich immer stärker digital. Das wirkt sich mehr und mehr auf unseren Alltag aus: Wie und wo wir arbeiten, leben und unsere Freizeit gestalten. In diesem Fortschritt liegen große Chancen für mehr Wohlstand, eine bessere Lebensqualität und unsere wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. Der digitale Wandel bedeutet vor allem Veränderung. Deshalb ist es wichtig, dass die positive Wirkung der Digitalisierungsprozesse in der Mitte der Gesellschaft ankommt und von allen gesellschaftlichen Gruppen mitgestaltet werden kann. Das betrifft auf individuelle Weise jeden von uns. Bürgerinnen und Bürger stellen hohe Ansprüche an ihr Lebensumfeld, ihre Versorgung und die Dienste ihrer Stadtverwaltungen. Dies gilt für alle Bereiche: Von der Mobilität und Infrastruktur über die Energie- und Gesundheitsversorgung bis hin zu den Themen Bildung, Arbeiten und Freizeit. Gleichzeitig steigt der Anteil älterer Menschen und die Digitalisierung stellt neue Anforderungen an die Stadtgesellschaft.
Coburg auf dem Weg zur smarten Kommune Städte stehen somit vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Doch wie können sich Städte, Menschen, der Handel, Verwaltungen und ganze Unternehmenskulturen verändern, um fit für die digitale Zukunft zu werden? Auf was müssen wir uns zukünftig einstellen und welche digitalen Neuerungen bewähren sich bereits? Wie sieht er aus, der Weg in eine digitalisierte Welt? Coburg strebt einen nachhaltigen Transformationsprozess an. Ziel ist es, die Stadt zu einer zukunftsfähigen und „smarten“
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SONDERTHEMA ZUKUNFT
Kommune weiterzuentwickeln. Um Antworten auf viele Fragen zu erhalten und das Wissen sowie die Expertise Vieler zu nutzen, startet die Stadt Coburg unter der Leitung von Oberbürgermeister Norbert Tessmer, der 2. Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber, dem 3. Bürgermeister Thomas Nowak und der Stadtkämmerin Regina Eberwein die Erstellung einer „Digitale Agenda Coburg“. Eingeladen sind verschiedenen Akteure aus Bürgerschaft, Stadtgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und den Unternehmen. „Ziel der Ausarbeitung ist es, gemeinsam zukunftweisende Ideen zusammenbringen, zu bewerten und konkrete Maßnahmen für ein digitales Coburg der Zukunft formulieren. Wir nehmen die Herausforderungen der Digitalisierung an - den digitalen Wandel nachhaltig positiv zu begleiten und mitzugestalten“, erklärt Karin Engelhardt von der Stabsstelle E-Government der Stadt Coburg, die das Projekt gemeinsam mit Stephan Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg steuert.
Zeitgemäße Lösungen für Bürgerinnen und Bürger Die Digitale Agenda der Stadt Coburg will Menschen sensibilisieren, zur Abstimmung laufender Projekte beitragen, neue Projekte initiieren und Szenarien entwickeln, wie die Digitalisierung das zukünftige Leben in der Stadt beeinflussen wird. Auch Fördermittel, die von der EU, dem Bund oder dem Freistaat Bayern bereit gestellt werden, können auf diese Weise zielgerichtet ermittelt und beantragt werden. So erhöhen sich die Chancen Zukunftsthemen aktiv anzugehen und umzusetzen. Erarbeitet wird ein strategisches Dokument, das in den kommenden drei Jahren den zukünftigen digitalen Weg der Stadt Coburg deutlich macht. „Wir wollen wissen, was schon gut läuft, wo noch Ängste und Herausforderungen zu bewältigen sind, welche Projekte und Förderungen zukünftig zu Coburg passen, und welche Maßnahmen gewinnbringend eingesetzt werden können“, resümiert Engelhardt. Die Projektmanagerin hat eine genaue Vorstellung, wie der digitale Weg ihrer Stadt aussehen soll. „Wenn ich beruflich unterwegs bin und neue Projekte kennenlerne, überlege ich, was davon auch für Coburg passen würde. Doch nicht jede Maßnahme, die in anderen Kommunen erfolgreich umgesetzt wird, funktioniert auch bei uns“, erklärt sie. Wichtig sei es herauszufinden, welche Strategien und neuen Konzepte nachhaltig wirken und gleichzeitig von möglichst vielen Menschen mitgetragen werden. „Das, was wir suchen, sind zeitgemäße Lösungen, mit denen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Coburg zurecht kommen“, weiß Engelhardt.
Deutscher Städte- und Gemeindebund ermittelt Grundlagen Die „Digitale Agenda“ wird in mehreren Runden bestehend aus Interviews und Workshops erarbeitet. Die Leitung übernimmt die Steuerungsgruppe, die sich aus Oberbürgermeister Norbert Tessmer,
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Mitarbeitern der Stabsstelle E-Government, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Mitgliedern der Stadtverwaltung, des SÜC-Konzerns, des CEB sowie der Wohnbau zusammensetzt. Außerdem treffen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Institutionen, Stadt und Wirtschaft auf lokaler und auf nationaler Ebene. Insgesamt sammeln rund 30 Personen effektive Vorschläge und Informationen rund um das Thema Digitalisierung in Coburg, um daraus eine Bestandsaufnahme zu ermitteln und Lösungsvorschläge zu formulieren. Bevor viele Akteure aus kommunalen Handlungsfeldern wie Bildung, Wirtschaft, Wohnen, Mobilität und Gesundheit sowie Verwaltung und Stadtgesellschaft gemeinsam diskutieren und ihr Wissen und ihre Erfahrung einbringen, wird ein Expertenteam des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Instituts für Information und Technik (iit) die bestehenden Grundlagen ermitteln. Im Rahmen der Initiative „Transform Local“ können sich mittelgroße Städte und Gemeinden wie Coburg bei den anstehenden Transformationsprozessen auf dem Weg ins digitale Zeitalter unterstützten lassen. Die Ergebnisse werden als Handlungsempfehlungen in die Digitale Agenda der Stadt Coburg einfließen und dienen als Arbeitsbasis.
E-Government, Smart-City-Charta, Initiative Intelligente Vernetzung, Digitale Einkaufsstadt, GoCoburg, CoburgHotSpot, Zukunft.Coburg. Digital: Coburg nutzt die Chancen der Digitalisierung schon seit fast 20 Jahren. Der nächste Schritt ist eine Digitale Agenda.
Coburg Vorreiter in Sachen Digitalisierung Die Digitale Agenda wird kein in sich abgeschlossener Prozess sein oder bleiben, im Wesen der Digitalisierung ist bereits bedingt, dass sich alles im Fluss befindet. So wird auch die Digitale Agenda der Stadt Coburg ein dauerhafter Prozess sein, der sich verändernden Rahmenbedingungen unterwerfen und mit zwischengeschalteten Meilensteinen und Entscheidungsphasen über einen langen Zeitraum immer wieder fortgeschrieben wird, ja sogar fortgeschrieben werden muss. Die Ausarbeitung der „Digitalen Agenda Coburg“ ist ein weiterer wichtiger Schritt Coburgs zur digitalen Weiterentwicklung unserer Stadt. Schon seit 2001 beschäftigt sich die Stabsstelle E-Government damit, die digitale Daseinsvorsorge immer weiter zu entwickeln. So beteiligte sich das Team an der Ausarbeitung der Smart-City-Charta „Digitale Transformation in den Kommunen nachhaltig gestalten“, wirkte an der im Rahmen der Digitalen Agenda der Bundesregierung initiierten „Initiative Intelligente Vernetzung“ mit, oder nahm erfolgreich am Modellprojekt „Digitale Einkaufsstadt Bayern“ teil. Erst kürzlich wurde das Projekt „Zukunft. Coburg.Digital“ ins Leben gerufen, wobei mittels gezielter Netzwerkaktivitäten und innovativer Veranstaltungsformate Gründungsideen sowie die digitale Transformation der hiesigen Wirtschaft unterstützt werden. An dessen Ende soll ein Digitales Gründer- und Kompetenzzentrum stehen, mit dem die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Coburg ausgebaut wird.
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SO HÖRT MAN IN ZUKUNFT DER KNOPF IM OHR WIRD IMMER MEHR ZUM LIFESTYLEPRODUKT
Urlaub in der Ferne, aber jede Sprache verstehen? Automatische Kontrolle von Blutzucker, Puls und Sauerstoffgehalt im Blut? Perfektes Hörerlebnis je nach Aufenthaltsort automatisch programmiert? Musik oder Podcasts hören? Telefonieren? Dabei aber keine wichtigen Informationen aus der Umgebung verpassen?
Fast alles ist möglich mit den Hörgeräten der Zukunft, die Hörakustikermeister Christian Kornexl von Optik Müller aus Coburg deswegen auch eher Hörsysteme beziehungsweise Hörassistenten nennt. Die eher etwas klobigen Geräte hinter dem Ohr, die einfach nur als Verstärker dienen, wenn jemand nicht mehr so gut hört, ein Synonym fürs Älterwerden, gehören der Vergangenheit an. Heute sind Hörsysteme Hochleistungscomputer, die in Verbindung mit APPs auf dem Smartphone weitaus mehr leisten als nur Töne verstärken, die klein sind, chic aussehen, mit 3-D-Druck an das Ohr angepasst werden können. Kurzum: Hörsysteme werden zu Lifestyleprodukten.
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Komfortable Alltagsbegleiter
Multimedia im Ohr
Das zeigt sich, so Kornexl, auch an den Kunden, die zu ihm kommen: Früher waren es vor allem ältere Menschen, die sich ein Hörgerät zulegten. Menschen, die wieder an Gesprächen teilnehmen wollten, ein Konzert genießen, die einfach wieder hören wollten, was um sie herum passiert, immerhin gilt der Hörsinn ja noch vor dem Sehen als entscheidend für soziale Teilhabe, für Kommunikation mit den Mitmenschen. Heute aber kommen auch zunehmend jüngere Menschen ins Geschäft. Hörsysteme sind ideale Alltagsbegleiter, unauffällig, praktisch und immer komfortabler: Moderne Systeme verbinden sich kabellos mit dem Fernseher, so kann jeder die Lautstärke und den Sound einstellen, der ihm entspricht. Und trotzdem reagiert der Hörsystem zum Beispiel auf den Partner, man bleibt ansprechbar.
Schon bald werden sich Hörsysteme über GPS den Standort einer Einstellung merken und auf diese bei Bedarf wieder zurückgreifen. Und selbstverständlich dient das Hörsystem auch heute schon als Freisprecheinrichtung oder ganz einfach als Knopf im Ohr fürs Musikhören. Ein Hörsystem von heute ist Hörgerät und Multimediasystem in Einem. Und wenn man mit den Einstellungen mal selbst nicht mehr zurechtkommen sollte, können bei manchen Herstellern diese per Ferndiagnostik nachreguliert werden – ohne deswegen einen Termin beim Hörakustiker vereinbaren zu müssen.
Programmierbar ist fast alles Auf diese Weise kann das Hörsystem entweder selbst oder über entsprechende APPs am Smartphone an jede erdenkliche Alltagssituation angepasst werden: ob fürs Theater, Büro, die Sporthalle, ein Restaurant, das eigene Auto. Ob man 360 Grad rundherum hören möchte oder nur frontal oder nur auf einer Seite, ob eher Musik oder eher Sprache, welche Frequenzen, welche Störgeräusche oder auch Personen in der Nähe man lieber nicht, welche Geräusche oder Menschen man dagegen lieber mehr hören möchte – alles ist einfach programmierbar, Mikrofone im Hörsystem richten sich entsprechend aus, Software übernimmt den Rest.
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Ein bisschen Science-fiction Und ganz fantastisch wird der Blick in die Zukunft: Daten wie Puls, Blutdruck, Sauerstoff und Zuckergehalt im Blut werden wohl in den nächsten Jahren über das Hörsystem ermittelt und aufs Smartphone übertragen. Nicht nur ein perfektes Warnsystem für gesundheitlich angeschlagene Menschen, sondern auch ideal für Fitnessfreaks. Hersteller arbeiten auch an einer Dolmetscher-Funktion. Einige Jahre wird es dauern, dann übernimmt das Hörsystem wohl auch die Übersetzung einer fremden Sprache. Und weil erste Hörsysteme ja auch schon auf die eigene Sprache reagieren, sind vielleicht irgendwann auch einmal Lösungen möglich, mit denen man in einer Landessprache antwortet. Aber das ist wirklich Zukunftsmusik.
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Wiedereröffnet nach Komplettsanierung!
Freuen Sie sich auf das neueste Hörstudio der Region!
Optik Müller bietet Ihnen: • Kostenlosen Hörtest • Hörsysteme aller Preisklassen • Unverbindliches Probetragen • Zubehör wie TV-Sets, Telefone und Kommunikationslösungen • Pflegeprodukte • Gehörschutz • diskrete Beratung in modernen Hörstudios • Hörsysteme namhafter Hersteller
Laura Pietz
Brigitta Hübl
Christian Kornexl
Hörakustikerin, besucht aktuell die Meisterschule
Hörakustikerin mit 40 Jahren Erfahrung
Meister im HörakustikHandwerk
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Coburg, Mohrenstraße 31 Tel. 0 95 61 / 98 49
Rödental, Bürgerplatz 8 Tel. 0 95 63 / 26 26
Bad Rodach, Markt 10 Tel. 0 95 64 / 14 82 (bei Meister Optik)
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DER GLAUBE AN SICH SELBST Prof. Dr. Manfred Winterheller ist Vortragender, Unternehmer, Coach und Autor. Er berät große Unternehmen, pusht erfolgreiche Stars. Seine Vorträge werden weltweit nachgefragt. Kürzlich sprach der Österreicher vor vielen hundert Coburger Schülern. Er hat motiviert und begeistert, andere aber auch verstört. Sein Blick nämlich ist ausgerichtet auf maximalen Erfolg. Gelegenheit für den COBURGER, nachzufragen.
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SONDERTHEMA ZUKUNFT
COBURGER: Sie haben in Coburg vor Schülern geredet, haben sie dazu motiviert, das Leben in die eigene Hand zu nehmen, sich Ziele zu stecken, hart daran zu arbeiten, durchzuhalten - also die eigene Zukunft zu gestalten. Kommt diese Botschaft bei der jungen Generation heutzutage an? WINTERHELLER: Ich denke es ist so wie es wohl immer war. Manche Menschen sind bereit zu lernen und zu wachsen, auch wenn es nicht immer einfach ist, und manche suchen eher den leichten Weg. Dass sich dieser leichte Weg dann später als Sackgasse erweist ist in jungen Jahren nicht leicht zu erkennen. COBURGER: Man kann ja aber noch so zielstrebig und fleißig und motiviert sein, aber es gibt ja auch Schätzungen, dass etwa 50% des Erfolgs Glückssache sind, die richtige Zeit, die richtigen Umstände, die richtigen Entscheidungen, würden Sie dem zustimmen? WINTERHELLER: Es gibt sicherlich leichtere und schwierigere Umstände. Aber unter allen Umständen, und seien sie noch so unterschiedlich, sind es bestimmte Einstellungen, die es erlauben, das Beste aus diesen Umständen zu machen. Es sind vor allem eine positive Einstellung und klare Ziele, die den Erfolg beflügeln. COBURGER: Um die eigene Zukunft mitzugestalten, muss man ja erst einmal wissen, wie man sich die vorstellt, „Die Zukunft“. Möglichkeiten gibt es ja endlos viele. Genauso schwer ist für viele Menschen die Orientierung. Was ist Ihr Tipp: Wie weiß man denn überhaupt, was man will? WINTERHELLER: Mit dieser Frage berühren Sie ein zentrales Thema. Je mehr Möglichkeiten es gibt, desto schwerer ist die Entscheidung. Jede Entscheidung bedeutet ja ein Ja zu einer Möglichkeit und unzähliges Nein zu allen anderen. Da können sich viele Menschen dann nicht entscheiden vor lauter Angst, es falsch zu machen. Aus dieser Situation gibt es nur den Weg, mit einer Alternative anzufangen. Erst im Tun entsteht dann mehr Sicherheit, ob es wirklich das ist, was man will. Das ewige Nachdenken vor lauter Entscheidungsangst ist die schlechteste Wahl. COBURGER: Wie wichtig sind Emotionen, ist Begeisterung, um dranzubleiben an der Gestaltung der eigenen Zukunft? WINTERHELLER: Es ist wichtig, das zu tun was man gerne tut. Sonst hält man schlicht nicht lange genug durch. Begeisterung kommt, wenn man etwas tut, was man erstens gerne tut und zweitens gut kann. Bis man zu diesem zweiten Punkt kommt, kann es dauern und da geben viele Menschen zu früh auf. Es ist also einerseits wichtig, Begeisterung zu entwickeln, genauso wichtig ist es aber, dann durchzuhalten, wenn diese Begeisterung manchmal nicht zu spüren ist. Üben und sich verbessern ist selten wirklich lustig, aber ohne kommt kein Erfolg zustande. COBURGER: Die eigene Zukunft bewusst gestalten, sein Leben optimieren, um zum einen Geld zu verdienen, aber vor allem, um in einer Überflussgesellschaft Sinn zu empfinden– wird das einer der zentralen Werte der Zukunft? WINTERHELLER: Die beste Voraussetzung für Glück ist es, seine Fähigkeiten zu entwickeln und damit den anderen Menschen zu dienen. Erfolg kommt nur dann zustande, wenn man dient. Microsoft, Google und viele andere haben das Leben der Menschen entscheidend
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verändert und sind dadurch erfolgreich geworden. Das gilt auch für jeden kleinen Gewerbebetrieb. Wenn er seine Kunden bereichert, ihr Leben verbessert, dann braucht er sich keine Sorgen zu machen. Diese Einstellung gilt immer, egal ob Überflussgesellschaft oder nicht. Und sie gilt auch für den einzelnen Menschen. Wer der Gesellschaft dient, wird von ihr belohnt. Das gilt nur dann nicht, wenn der oder die Einzelne ganz auf sich selbst vergisst. COBURGER: Was halten Sie von den vielen technischen Hilfsmitteln, mit denen man die Einhaltung seiner z.B. Fitnessziele, Schlafzeiten, geschäftliche Ziele etc… kontrollieren und optimieren kann? Sind die ein sinnvolles Hilfsmittel auf dem Weg zu einem erfüllten Leben – oder eher ein Big Brother, der einen zum Sklaven macht? WINTERHELLER: Wie bei allem kommt es auf die Art und Weise an, in der wir mit den Dingen rund um uns umgehen. Es sind nicht die Dinge, die uns versklaven, es sind wir selber, wenn wir das Wichtige im Leben vergessen. Wir sollen die Menschen lieben und die Dinge benutzen, häufig aber machen wir es genau umgekehrt und lieben die Dinge, Autos, Luxus etc. und benutzen Menschen. Ich bin für jede Art von gutem Leben, solange wir diese Reihenfolge nicht vergessen. Und speziell die Bedeutung der von Ihnen erwähnten Hilfsmittel zur Einhaltung der eigenen Ziele kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Alles was eine Maschine, ein Programm, eine App leisten kann, sollten wir diesen Hilfsmitteln übertragen. Dadurch wird die Zeit frei, das zu tun, was man nicht programmieren oder einer Maschine übertragen kann. Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft, Kreativität, Zuhören und Verstehen, das sind spezifische menschliche Eigenschaften, für die wir Zeit brauchen. Und letztlich können wir alle diese dienstbaren Geister auch ausschalten. Wer sein Handy rund um die Uhr auf Empfang hat, der braucht sich nicht beschweren, wenn er nie Ruhe hat. Der „Aus“Knopf ist permanent in Reichweite. COBURGER: Wer so hart an eigenen Zielen arbeitet, seine Zukunft diesen Zielen unterordnet, kann der überhaupt noch Zeit, mentale und emotionale Kapazität zur Verfügung haben für menschliche Bindungen, für Nähe? Ist die so stark leistungsorientierte Gesellschaft der Zukunft nicht mehr und mehr familienfeindlich, obwohl von vielen Unternehmen das Gegenteil behauptet wird? WINTERHELLER: Wenn man weiß, wie hart Menschen früherer Zeiten für ihr Leben arbeiten mussten, dann sieht man die enormen Chancen, die unsere heutige Zeit uns bietet. Die verbreitete Ansicht, dass heute alles schwieriger sei und dadurch zwangsläufig keine Zeit für Familie und Freunde bleibt, teile ich nicht im Mindesten. Im Gegenteil. Wir leben zum ersten Mal in einer Zeit, in der wir unzählige Optionen haben, und wie wir in diesem Gespräch schon erörtert haben, macht das die Wahl schwer. Aber das Gute, das wir ständig vergessen, ist, dass wir erstmals überhaupt eine Wahl haben. Wenn wir diese Wahl dann so benutzen, dass sie uns belastet, so kann man das nicht den Umständen vorwerfen. Wir müssen unsere beruflichen Emails am Wochenende nicht lesen! Wir müssen nicht ständig über Telefon, Threema, WhatsApp, Facebook, Instagram etc. erreichbar sein. Es sind nicht diese Dienste an sich, die uns das Leben schwer machen, es ist unsere mangelnde Bereitschaft, klare Entscheidungen darüber zu treffen, wie wir unser Leben führen wollen. COBURGER: Ist in der Welt der Zukunft wer nichts leistet, nichts wert? Und wer weniger leistet, weniger wert?
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POSITIONEN UND GESCHICHTEN
WINTERHELLER: Auch in diesem Punkt sehe ich eine Verbesserung und keine Verschlechterung. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es weit mehr unwürdige Eingriffe in das Leben des kleinen Mannes als wir uns heute vorstellen können. Gerade in Europa starben die Menschen ununterbrochen für die Eitelkeiten der verschiedenen Adeligen und ihre Kämpfe gegeneinander um Macht und Einfluss. Der Einzelne zählte buchstäblich nichts. Nur die Klasse der Adeligen war wichtig. Mädchen mussten eine Nacht mit dem Fürsten verbringen wenn sie heiraten wollten etc. etc. Wir haben heute die Chance, uns einzubringen und zu wehren, ohne gleich zu Outlaws wie Robin Hood werden zu müssen. Aber das bedeutet wie fast in jedem Punkt unseres Gesprächs, dass wir aus den neuen Chancen etwas machen, dass wir sie benutzen statt von ihnen benutzt zu werden.
„Diese Angst vor der Zukunft bildet in keiner Weise die Realität ab. Die Zukunft bietet uns Chancen wie nie zuvor. “
COBURGER: Müsste man Menschen, die andere Werte als die betriebswirtschaftlich verwertbare Leistungen erbringen, mehr Wertschätzung entgegenbringen, damit die Gesellschaft der Zukunft nicht auseinanderbricht? WINTERHELLER: Wir brauchen erfolgreiche und großzügige Menschen, die bereit sind, einen Beitrag zum allgemeinen Wohlergehen zu leisten. Die Idee, dass der Staat dafür zuständig ist, kann man als gescheitert betrachten. Trotz ständig steigender Steuern sinkt der Dienstleistungsgrad des Staates. Wir müssen uns an die Idee gewöhnen, dass wir – der einzelne Bürger – uns wieder vermehrt um das allgemeine Wohl kümmern werden müssen. Mein Vortrag vor Coburger Schülern wurde von Unternehmern der Stadt Coburg gesponsert und ich habe auf mein Honorar verzichtet. Gemeinsam konnten wir etwas auf die Beine stellen. Das wird eines der Modelle der Zukunft sein. Das Richtige und Wichtige erkennen und auch tun. Das gilt auch für den überall tobenden Verteilungskampf. Wir werden wieder lernen müssen, zugunsten anderer auf das eine oder andere Privileg zu verzichten. Solange jede Gruppierung nur weiß, wo die Anderen zu verzichten haben, wird sich nichts ändern. COBURGER: Zukunft – das klingt für viele Menschen als Bedrohung. Und sie fühlen sich von vielen Meldungen in den Medien dann auch bestätigt. Wie kommt man aus dieser Denkweise heraus? WINTERHELLER: Diese Angst vor der Zukunft bildet in keiner Weise die Realität ab. Die Zukunft bietet uns Chancen wie nie zuvor. Der Schlüssel zur Zukunft heißt relevantes Lernen, also Lernen, das etwas bewirkt, das etwas ändert. Das Internet demokratisiert Wissen und den Zugang dazu in noch nie da gewesener Weise. Über YouTube können Menschen Neues lernen und Neues lehren, ohne das Haus zu verlassen. Das meiste davon ist sogar gratis zu haben, und wenn es um Geld geht, dann sind es in der Regel verschwindende Kosten, verglichen mit dem, was man dafür vor Jahren ausgeben hätte müssen, wenn es dasselbe Angebot damals überhaupt gegeben hat. Es ist tatsächlich verrückt, das als Bedrohung wahrzunehmen und dennoch ist das die öffentliche Meinung. Arbeiten, die eine Maschine besser erledigen kann als ein Mensch, sollen von Maschinen gemacht werden. Das ist doch eine Erlösung der Menschheit von roboterhaften Tätigkeiten und keine Bedrohung. Aber wenn wir uns dieser Einsicht verschließen und stur darauf beharren, dass alles bleiben soll wie es ist, dann werden wir zu den Verlierern zählen und dann – aber nur dann – entsteht Angst.
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MUTIG NACH VORNE Impulse für das Leben, Wahrnehmung eigener Fähigkeiten, Mut - weil Ihnen Prof. Dr. Manfred Winterheller so viel für ihren Lebensweg mitgegeben hat, haben sie ihn nach Coburg geholt: Thomas Bittorf und Max Beyersdorf. Ein Gespräch über die Zukunft, eigene Träume, gesellschaftliche Zwänge - und den Besuch ihres österreichischen Freundes. 42
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COBURGER: Der Vortrag von Prof. Winterheller vor Schülern hat viele begeistert, war aber auch umstritten. Manche werfen ihm eine regelrechte Gehirnwäsche vor. Was sagen Sie dazu? BEYERSDORF: Es ist ja genau andersrum: Es geht doch darum, bei sich zu sein, seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten, Träumen und Zielen. Daran hindern uns aber viele althergebrachte, anerzogene und gesellschaftliche Zwänge sowie die permanente Manipulation durch die Medien. Die sind doch die eigentliche Gehirnwäsche. Winterheller möchte den Blick dagegen wieder auf die eigenen Stärken richten, Selbstvertrauen aufbauen, Begeisterung für die eigenen Ziele. Das ist für den Einzelnen besser, aber vor allem auch für die Gemeinschaft, weil dann jeder sein Bestes einbringt. BITTORF: Es geht darum, wieder an sich selbst zu glauben und die eigenen Träume in sein Leben zu lassen. Man soll die Träume nicht als Luftschlösser abtun, wie es uns viele einreden, sondern alles daran setzen, sie zu verwirklichen. Das kostet Mühe und Arbeit, die dann letztendlich aber nicht mehr als solche empfunden wird. Das von Prof. Winterheller angesprochene Thema Geld und Reichtum kam bei einigen Schülern falsch rüber. Persönliches Glück hat mit viel Geld nichts zu tun, man kann natürlich auch mit wenig glücklich sein. Wenn aber jeder wirklich das macht, was seinen Talenten entspricht und wofür er wirkliche Leidenschaft empfindet, wird er darin mit Sicherheit Erfolg haben. Und ist es das richtige Thema, wird es sich auch finanziell auszahlen. Wenn jeder an seinen persönlichen Zielen arbeitet und sich selbst verwirklicht, ist allen gedient, weil die Gesellschaft insgesamt eine bessere wird. COBURGER: Der Blick nach vorne hängt aber eben sehr von eigenen Erfahrungen ab …
die Ziele vorgegeben. Man musste dranbleiben, sich immer bemühen, damit es vorwärts geht, sonst ist nichts passiert. Heute ist die Gesellschaft überversorgt, weichgebettet, da kann das Streben nach einem Ziel auf der Strecke bleiben. Diese Vollkasko-Mentalität ist die größte Gefährdung eines erfüllten Lebens. Wir müssen aber wieder hungrig auf die Zukunft sein. Die heutige Generation braucht Mut, und wir müssen sie machen lassen. BITTORF: Mut und Vertrauen in das Leben. Viele Stationen des eigenen Lebens ergeben erst im Nachhinein einen Sinn. Vom ewigen Grübeln und Nachdenken allein bewegt man sich nicht von der Stelle. Man muss anfangen, etwas zu tun, etwas auszuprobieren. Der Weg wird sich zeigen, wenn man auf sein Herz und seinen Bauch hört. COBURGER: Was denken Sie, sind wichtige Werte der Zukunft? BITTORF: Dankbar und freundlich zu sein, dies auch auszudrücken und dadurch anderen etwas zu geben, auch wenn einem vielleicht nicht gerade danach ist. Danach wird es auch einem selbst besser gehen. Das ist eine Grundhaltung, die letztlich jeden nach vorne bringt. Ein großes Zukunftsthema ist sicherlich, die innere Balance, die Ausgeglichenheit der Psyche zu finden, die auch für körperliches Wohlbefinden sorgt. Es geht darum, bewusster zu leben, ein gesundes Umfeld zu schaffen, z.B. durch Sport, Familie und Freunde. Und sich vor allem nicht vom Energievampiren nach unten ziehen zu lassen. Denn wir haben nur das eine Leben! BEYERSDORF: Ich möchte gerne junge Menschen dafür begeistern, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen. Das gibt mir viel Kraft. Denn Alles was Du Deinen Mitmenschen Gutes tust, kommt tausendfach zurück und trägt Dich durch‘s Leben - es ist Dein Leben!
BEYERSDORF: Das ist klar, wir und natürlich vor allem unsere Elterngeneration, die uns geprägt hat, kommen aus einer Zeit, da waren
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Wie besorgt sind Sie, wenn Sie jetzt an den Zustand der Welt in 20 Jahren denken?
Worüber sorgen Sie sich am meisten? Kriminalität Aggresivität Soziale Kälte
45% 44% 42% 40% 40% 39% 38% 38%
Gleichgültigkeit Egoismus Soziale Konflikte Kinderfeindlichkeit
13%
48%
38%
1%
Kaum besorgt
mittelmäßig besorgt
stark besorgt
keine Angabe
Weniger Hilfsbereitschaft Intoleranz Stress & Hektik Weniger Ehrlichkeit
67%
59% 58%
71%
Wie stellen Sie sich ihre eigene Zukunft vor? der AfD-Wähler geben an, dass sie sich Sorgen um ihre persönliche Zukunft machen; in der Gesamtbevölkerung liegt der Anteil unter 50%.
49,5%
41,9%
8,5% Eher düster
Eher zuversichtlich
Gemischt
Laut Zukunftsinstitut GmbH die 12 Megatrends der Zukunft:
Wissenskultur Urbanisierung Konnektivität Neo-Ökologie Globalisierung Individualisierung
Gesundheit New Work Gender Shift Silver Society Mobilität Sicherheit
Zukunft
in 52 Wörtern
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Die gegenwärtige physikalische Definition des Begriffs der Zukunft ergibt sich aus der allgemeinen Relativitätstheorie. Dort wird die Zukunft eines Ereignisses als der Raumzeitbereich verstanden, der von dem Ereignis ausgehend durch kausale Weltlinien erreicht wird. Ein Beobachter kann also jedes Ereignis in seiner Zukunft erleben, wenn er sich auf die C O B U Rentsprechende G E R | D A S M Weltlinie A G A Z I N begibt.43
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IM PORTRAIT
VON CHRIS WINTER
… und ein „halber“ Coburger
Florian Sitzmann steht mit beiden Beinen im Leben, obwohl er keine mehr hat. Doch gerade aus diesem Schicksal schöpft er seine Kraft.
„Wenn du deine Ziele im Blick hast, wenn du dir selbst vertraust, dann kannst du nicht scheitern.“ Ein solcher Satz ist in den unzähligen Veröffentlichungen der Lebens- und Erfolgsberaterzunft in den verschiedensten Formulierungen omnipräsent. Kommt er aber aus dem Mund von Florian Sitzmann, wird der Satz Wirklichkeit und authentisch. Seit nun einem viertel Jahrhundert sitzt Florian Sitzmann im Rollstuhl. Im Alter von 15 Jahren verlor der gebürtige Frankfurter bei einem Motorradunfall beide Beine. „Ich habe keine Beine – und dennoch stehe ich voll im Leben. ‚Sitzmann‘ ist kein Künstlername, sondern mein Lebens-Programm!“, sagt Flo über „den Sitzmann“.
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IM PORTRAIT
„Die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen mir.“ Coburg ist für Florian Sitzmann eine wichtige Adresse. Der Vater lehrt an der Hochschule, mit Stadtrat und Bauunternehmer Max Beyersdorf verbindet Florian eine lange und intensive Freundschaft. „2005 hatte ich in Darmstadt eine Wohnung gekauft und Max sollte sie barrierefrei umbauen.“ Daraus, und aus der Seelenverwandtschaft mit seinem Freund, entstand eine enge Verbindung. „Coburg“, so Florian Sitzmann in einem Interview, „ist dein Land der guten Schwingungen.“ Der 31. August 1992 ist der Tag, der alles im Leben von Florian Sitzmann verändert. „Ein Schicksalsschlag, gar eine Lebenskrise, sagen die einen. Eine zweite Chance, mein zweiter Geburtstag, sage ich, der halbe Mann. Meine Einstellung und meine Willensstärke erhielten mir immer mein ganzes Herz: Darin schlägt ein starkes Ja zum Leben. Ein Tag, der alles veränderte und der mich zu dem machte, was ich heute bin. Wortwörtlich: Der Sitzmann.“ Am Rasthof Hunsrück-Ost steigen sein Kumpel Stefan und Flo Sitzmann auf ihre Honda, Florian ist Sozius. Es regnet in Strömen, eine Dreiviertelstunde Fahrt haben die beiden noch vor sich. Auf dem Beschleunigungsstreifen trudelt die Honda nach links, dort fährt ein Lkw. Es knallt. Trucker Daniel, auf dem Weg nach Stuttgart, spürt zwei leichte Schläge, sieht im Rückspiegel Funken fliegen, denkt: „Scheiße, jetzt hab’ ich was verloren.“ Er stoppt den Laster, steigt aus, sieht erst den unverletzten Stefan, dann Florian in seinem Blut. Der 40-Tonner ist ihm über die Hüfte gerollt. Der Lkw-Fahrer nimmt Florians Hand und deckt ihn zu. Mehr, denkt er, kann man nicht für ihn tun. Florian hat keine Schmerzen. „Ich hab’ nur gedacht, die Haxen sind wahrscheinlich ziemlich kaputt. Aber ich hätte nie gedacht, dass sie so kaputt sind, dass man sie absägen muss“, bekennt er in einem Interview. Man schiebt ihn in einen Rettungswagen, dann erst wird es um ihn dunkel. Sein Becken ist gebrochen, er blutet ohne Unterlass. Seine Mutter sieht ihn im Krankenhaus, denkt: Herr, lass’ ihn sterben, wenn es gnädiger ist. Florian übersteht einen Herzstillstand, die Beine sind nicht mehr zu retten. Damals ahnt er nicht, wie es um ihn steht. Aus dem Koma erwacht, bittet er seinen Vater am Krankenbett, seine schweren Beine
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Foto: Guido Schiek COBURGER
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bequemer zu legen. „Was meinst du, was von Beinen noch übrig ist, wenn ein Laster drübergefahren ist?“, fragt er den Sohn. „Auf einmal war alles still. Alles war auf einmal deutlich und klar. Als würde ein Vorhang weggezogen. Es war mein 16. Geburtstag,“ erinnert er sich. Zwei Jahre liegt Florian im Krankenhaus, 50-mal wird er operiert, weitere zwei Jahre dauern die verschiedenen Rehabilitationsmaßnahmen. Die Schulausbildung beendet Florian Sitzmann in der Reha, mit 17 Jahren wohnt er allein und selbstständig. Den Führerschein macht er ein Jahr später und eine kaufmännische Lehre. „Aus mir selbst heraus konnte ich das Beste schaffen, das lernte ich jeden Tag. Es dauerte, bis ein 15-jähriger Zwei-Meter-Kerl zu einem wirklichen Sitzmann wurde. Doch die Zeit und ein ungebrochener Wille halfen mir dabei, dem Leben wieder Beine zu machen.“ Acht Jahre nach dem Unfall startet Florian seine Karriere als erfolgreicher Behindertensportler, der Höchstleistungen in seiner Palamarès verzeichnen kann. Die Liste der sportlichen Erfolge beeindruckt: Seit 2002 ist er Handbiker mit mehreren Titeln als deutscher Meister, einer Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in dieser Disziplin und einer Teilnahme bei den Paralympics 2004 in Athen. Als Höhepunkt seiner Karriere als Handbiker sieht er seine Teilnahme an dem Styrkeprøven-Rennen im Jahr 2006. Die Strecke führt von Trondheim nach Oslo. Jedes Jahr nehmen zur Sommersonnwende an der „großen Kraftprobe“ (so die Übersetzung) rund 10.000 Radsportler teil. Das Zeitlimit auf der 540 Kilometer langen Strecke mit insgesamt 3600 Höhenmetern liegt bei 36 Stunden. Wer danach ankommt, wird nicht gewertet. Florian Sitzmann fährt auf seinem Handbike nach 30 Stunden und 30 Minuten über die Ziellinie in der norwegischen Hauptstadt. Bis heute ist dieser Handbike-Rekord ungebrochen. Er nimmt am New York-Marathon teil, Skipisten sehen ihn auf dem Monoski und beim Drachenfliegen sieht er die Welt aus der Vogelperspektive. Reisen führen Florian Sitzmann in viele Länder dieser Welt. Im vergangenen November erhält Florian Sitzmann in Innsbruck von liveaward eine besondere Ehrung für sein Engagement in Sachen Barrierefreiheit.
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FLORIAN SITZMANN
Veröffentlichungen von Flo Sitzmann: „Der halbe Mann, dem Leben Beine machen“ erschien 2009. Eine positive Biografie, die Mut macht. Mut, sich zu trauen, weiter an sich zu glauben und nach vorne zu blicken. 2011 dann das passende Hörbuch. Lesereisen, oftmals mit Musik untermalt. Anfang 2012 dann sein zweites Buch: „Bloß keine halben Sachen – Deutschland ein Rollstuhlmärchen“. Sitzmann sieht sich auch als Vermittler zwischen den Welten. Zwischen „Behinderten“ und „Fußgängern“.
„Auf einmal war alles still.“
Mehr unter www.dersitzmann.de
Foto: Boris Heimke AUSGABE 25 /
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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF
Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.
MACHER
Dieses Mal: Matthias Dietz, Geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dietz GmbH in Neustadt bei Coburg, Vorsitzender des Industrieausschusses der IHK zu Coburg, Aufsichtsratsvorsitzender der HSC Coburg GmbH & Co. KG, Initiator der Ausbildungsmesse NECAzubi, Vorstand von ofraCar e.V.
Sind Sie ein Macher?
Was treibt sie an?
Ich fühle mich weniger als Macher, ich halte es eher wie die Produkte meiner Firma: Technische Federn sind im Hintergrund, man sieht sie nicht, aber nichts funktioniert ohne sie. Ich sehe mich auch lieber als der Gestalter, als der Unternehmer im Hintergrund.
Unternehmen kommt von etwas unternehmen, das ist auch mein Leitmotiv. Es ist der Wille, etwas zu bewegen, immer besser zu werden, immer ein bisschen vor den anderen zu sein. Wie sehr muss man an seine Grenzen gehen, um etwas zu erreichen?
Wie ging es los mit dem Unternehmer Matthias Dietz? Ich habe nach dem Studium die elterliche Firma mit 40 Leuten übernommen. Mir ging es seither darum, so innovativ wie möglich zu sein, neue Marktnischen zu suchen, die Produkte durch mehr Nutzen, durch mehr Beratung den Kunden näher zu bringen. So sind wir vom reinen Lieferanten heute zum Systementwickler geworden, sind ganz nah dran bei strategischen Fragen unserer Kunden. Wenn man so will, war diese Entwicklung hin zu einer Firma mit mittlerweile 170 Leuten in den letzten 15 Jahren mein Einstieg ins Machen. Heute sind wir soweit, dass wir „Industrie 4.0“ umsetzen, bei uns bestellen zum Beispiel an einem Standort die Maschinen ihre Waren selbst. Trotz oder gerade wegen dieses hohen Automatisierungs- und Digitalisierungsgrades sind wir erfolgreich und gewachsen. Sie engagieren sich über das Unternehmen hinaus auf vielfältige Weise. Warum? Ich habe schnell gemerkt, dass man als Einzelkämpfer nur begrenzte Mittel hat. Deswegen habe ich mich schon bald mit dem Netzwerkgedanken beschäftigt. Netzwerke sind extrem wichtig, weil es viele Themen gibt, die man gemeinsam besser machen kann als alleine. Daher zum Beispiel das Engagement bei der IHK oder bei ofraCar. Beim HSC Coburg bin ich im Aufsichtsrat aktiv, weil sich in der Philosophie des Vereins, vor allem in der von Trainer Jan Gorr auch unsere unternehmerische Einstellung widerspiegelt: Hier wie dort geht es um Nachwuchs. Darum, junge Menschen zu begeistern und auszubilden, um eine Investition in die Zukunft. Auch die Idee der Ausbildungsmesse NECAzubi ist so entstanden, die findet in diesem Jahr bereits zum 12. Mal statt.
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M A G A Z I N
Im Prinzip bewegt man sich zwar schon immer am Limit. Auf der anderen Seite macht man ja aber vieles gerne. Das kompensiert natürlich den hohen zeitlichen Aufwand. Wenn man dann Erfolge sieht, wenn man sieht, dass aus kleinen Pflänzchen große Bäume mit saftigen Früchten werden, die man ernten kann, dann befriedigt das ungemein. All das ist aber nur möglich mit einer starken Rückendeckung, also einer Familie, die hinter einem steht. Ist Coburg und bei Ihnen vor allem auch Neustadt ein guter Standort zum Machen? Der Standort ist eher nebensächlich. Wenn man nur danach gehen würde, hätten wir infrastrukturelle Nachteile. Aber wir haben hier topmotivierte Leute, mit denen man viel bewegen kann. Und wir sind eine enorm starke Wirtschaftsregion. Wir stellen auch fest, dass viele Menschen gerne wieder hierher zurückkommen, nachdem sie woanders studiert oder gearbeitet haben. Unsere Region ist ja auch absolut lebenswert. Ob Natur, Kultur, Sport, Immobilienpreise. Wenn ich Leuten aus den Metropolen davon erzähle, wie gut wir es hier haben, können die das oft gar nicht glauben.
Die Fragen stellte Wolfram Hegen.
COBURGER AUSGABE | D A S M24 AG / DEZEMBER A Z I N 2017 49
HOCHZEIT MIT STIL
Hochzeit mit
Stil
Roberto Bauer über Individualität fürs Familienfest
Wenn Schneewolken in sich zusammenfallen, Winterluft Frühlingsduft Platz macht, Knospen Eiskristalle sprengen, dann steht er unmittelbar bevor, der klassische Hochzeitsmonat Mai. Dabei kann man jederzeit den Bund der Ehe eingehen, wichtig ist ja nur, dass man den Schritt in ein gemeinsames Leben voller Überzeugung geht, und – das man diesem besonderen Tag des Lebens auch mit einem stilvollen Äußeren gerecht wird. Wie Mann sich für seine Hochzeit am besten kleidet, und auch was bei anderen Familienfesten angemessen ist, dafür gibt es in der Region vor allem eine Adresse: ROB – Roberto Bauer Herrenmoden im Stadttor.
COBURGER: Der schönste Tag des Jahres, das heißt klassisch die Braut in Weiß und der Mann im schicken schwarzen Anzug. Ist das auch heute noch so? ROBERTO BAUER: Im Zeitalter der Individualität gibt es keine Regeln für alle. Wir spüren aber bei den Hochzeitspaaren LUST auf Neues, wobei Black and White nach wie vor ein großes Thema ist. Letztlich geht es doch darum, den Tag als einzigartig in Erinnerung zu behalten. Ob schwarz oder blau, Smoking oder Anzug mit Weste oder auch ohne ist nicht so entscheidend. Entscheidend sind der Look, die Passform und der Schnitt, die Accessoires. Kreativität und die Feinheiten machen den Unterschied. So kann man den Anzug auch danach wieder, zwar anders kombiniert, weiter verwenden. COBURGER: Auf was kommt es als Bräutigam an, worauf sollte er vor allem Wert legen bei seinem Anzug, bei den Schuhen, einfach beim Gesamtbild? ROBERTO BAUER: Für uns in der Beratung ist zunächst einmal entscheidend, wann die Hochzeit stattfindet, also zu welcher Jahreszeit, ob drin oder draußen, wie könnte das Wetter sein, in welcher Location findet die Feier statt, oder ob es zum Beispiel ein Thema gibt. Immerhin übernehmen wir ja die Verantwortung für das Äußere unserer Kunden. Anzug, Smoking, Farbe, Schnitt, das ist das eine. Dann aber legen wir vor allem Wert auf die kleinen Details, die oft den großen Unterschied ausmachen: Plastron, Fliege, Hosenträger, Kummerbund, Krawatte, Einstecktuch, Schuhe tragen erst zu einem perfekten Gesamtbild bei. Dabei helfen uns über 1000 Stoffe in verschiedenen Farben.
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
ROBERTO BAUER COBURGER: Es heißt ja, der Mann sollte sich bei der Wahl des Anzugs schon ein bisschen nach dem Hochzeitskleid der Frau richten. Hat es der Mann also einfacher? ROBERTO BAUER: Als zunächst einmal sollte der Bräutigam das Hochzeitskleid ja nicht vorher sehen. Also lassen wir uns die Kleider oft per Foto zuschicken. Erst danach können wir seinen Look individuell zusammenstellen. Wir wollen zum einen ja, dass man es sieht, dass er sich wohlfühlt. Und natürlich müssen beide farblich zusammenpassen. Es soll ein schöner Tag werden, der ewig in Erinnerung bleibt und ja auch auf vielen Fotos dokumentiert wird. COBURGER: Auch bei anderen Familienfesten ist Chic angesagt, bei Konfirmationen zum Beispiel oder Firmungen. Wie sollte man als Mann dort erscheinen?
UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK. Unser Anspruch ist die stetige Entwicklung in unserem Handwerk.
ROBERTO BAUER: Hier geht es zwar etwas lässiger zu, aber bitte auch hier mit Niveau und Stil. Man sollte sich wohlfühlen, trendy sein, Spaß haben beim Tragen. COBURGER: Ist Chic, ist Stil wieder gefragter bei Familienfesten aller Art? Legen die Menschen wieder mehr Wert auf ein besonderes Outfit an einem besonderen Tag? ROBERTO BAUER: Ein Sprichwort sagt: „Mode ist vergänglich, der Stil nie“. Modischer Wandel ist zum Bestandteil unserer Branche geworden. Neues entsteht ja permanent - aber wir vergessen das Vertraute nie. Auf diese Weise versuchen wir für unsere Kunden immer mit größter Leidenschaft Individualität für Business, spezielle Anlässe und natürlich auch für Freizeit möglich zu machen. COBURGER: Ein Tipp noch? ROBERTO BAUER: Rechtzeitig bei uns vorbeikommen, am besten vier Wochen vor einem besonderen Ereignis, damit wir genug Zeit für Beratung, Anpassung oder gegebenenfalls einen Maßanzug haben.
ROB
Roberto Bauer Herrenmoden im Stadttor Bamberger Straße 2 96215 Lichtenfels Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10.00 – 19.00 Uhr Samstag: 9.00 – 15.00 Uhr oder nach Vereinbarung Kontakt: Telefon: 09571 42 55 E-Mail: info@robertobauer.d
www.robertobauer.de AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922
www.studio-freese.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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HOCHZEITSFOTOGRAF
Wie finde ich den besten
Hochzeitsfotografen? Überblick verschaffen – oder – welche Hochzeitsfotos wollen wir?
Der erste Schritt: Fragt euch, was ihr euch in Sachen Hochzeitsreportage wünscht. Einfach ein paar nette Erinnerungen an euren großen Tag? Ganz anspruchslos, Hauptsache Fotos? Völlig in Ordnung! Nicht jedes Brautpaar legt Wert auf große Hochzeitsfotografiekunst. „Genau, wir auch nicht“. Prima, dann gar nicht lange suchen.
die Priorität der einzelnen Dienstleistungen deren Aufteilung. Deshalb ist der Stellenwert der Hochzeitsfotografie euer primärer Wegweiser. Und daher euer Budget ein erstes Riff an dem sich die Wasser teilen werden. Denn, es sind beileibe nicht alle teuren Hochzeitsfotografen gut, aber die guten gibt´s leider nicht umsonst.
Der nette Fotograf vor Ort, mit den sympathischen Preisen mag genau die richtige Wahl sein. Vielleicht sogar der Hobbyfotograf im Freundeskreis. Er wird sich auf die Herausforderung freuen, und ihr bekommt eure Hochzeitsfotos.
Stellt euch vor, ihr seit zum Testessen beim WunschCaterer geladen. Man serviert feinste Weine und allerbeste Küche. Aber nur an diesem Abend - an der Hochzeit gibt es Currywurst und Wein aus dem Tetrapack. Starke Nummer!
Auweia, sitzen da jetzt zwei Verliebte kopfschüttelnd vor dem Bildschirm. Einfach nur irgendwelche Fotos? Echt jetzt? Stehen Hochzeitsfotos auf eurer Prioritätenliste ganz oben, dann ist der Hobbyfotomann keine gute Wahl.
Was unter Hochzeitsfotografen schwer angesagt ist, sind sogenannte „Styled Shoots“. Man engagiert Models, packt sie in Hochzeitskleider, noch eine schicke Location und passende Hochzeitsdeko dazu, und dann wird fotografiert. Das ist ein tolle Sache Richtung Inspiration, und genau deshalb findet man zu Recht viele Beispiele in Hochzeitsblogs und Hochzeitsmagazinen. Aber Achtung! Mit echter Hochzeitsfotografie hat das nichts zu tun!
Aber ihr merkt schon, es gibt ganz unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Normalerweise regelt ein Budget X die Gesamtausgaben der Hochzeit,
Es kommt vor, dass Fotografen auf ihren Websites auch viele Bilder von Model-Pärchen, oder aus besuchten Workshops zeigen. Fragt euch immer: die Fotos da vor mir, echte Hochzeitspaare oder nicht? Eine wichtige Frage, denn ihr wollt ja herausfinden wie eure Hochzeitsfotos aussehen könnten, wenn genau dieser Hochzeitsfotograf fotografiert. Ihr seht natürlich auch aus wie Models, aber die realen Hochzeitsbedingungen machen den Unterschied. Der enge Zeitplan, die Herausforderung, in diesem Moment die richtige Entscheidung für das richtige Foto zu treffen, das Wissen, nicht versagen zu dürfen, mit vorhandenem Licht klar kommen müssen, … all das ist das Arbeitsumfeld realer Hochzeitsfotografie. Hier zeigt sich, was jemand kann, und hier seht ihr, was ihr bekommen werdet. Also, immer genau hinschauen und im Zweifel nachfragen.
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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GESUNDHEIT. SEELE. GEIST. Das Gleichgewicht, das uns glücklich macht. Das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt und viele haben ihre Vorsätze schon über den Jordan geschmissen. Schaut man dann aber einmal in den Spiegel, sieht man doch das ein oder andere Festtagspfund, das es so schnell wie möglich zu verlieren gilt. Ein bisschen mehr Sportlichkeit und Gesundheit, weniger Faulheit und Fastfood – das wünscht sich so mancher. Dazu dann noch einen besserer Teint und straffere Haut und man kann wieder die Seele baumeln lassen. Denn sind es doch die Säulen: Gesundheit, Seele und Geist, die uns im Gleichgewicht halten, und nur wenn dieses denn auch stimmt, sind wir wirklich glücklich.
Meine Zielgruppe sind Führungskräfte, Selbstständige, Unternehmer und Ärzte, die ihr Potenzial beruflich, privat und gesellschaftlich voll und effektiv ausschöpfen wollen. Personaltrainer/Fitnessfachwirt Frank Sperschneider
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Doch wie können wir das Gleichgewicht finden? Da ist die Gesundheit noch am einfachsten zufrieden zu stellen. Gesunde Ernährung gepaart mit sportlichen Aktivitäten und ein Verzicht auf Genussmittel, und um unsere Gesundheit ist es nicht so schlecht gestellt. Seele und Geist sind da schon schwieriger zu bedienen? So schwierig ist es dann noch nicht. Denn Seele und Geist hängen doch irgendwie zusammen. Der einfachste Tipp hier zum Gleichgewicht zu finden ist ganz einfach und kostet nicht mal etwas: Vor die Haustür gehen – mit viel Zeit im Gepäck und das alles ohne ein festes Ziel. Einfach einmal tief durchatmen, ganz bei sich sein und die Gedanken um Arbeit, Stress oder Streit hinter sich lassen. Ein weiterer Tipp um den Körper, den Geist und die Seele zu reinigen ist das Fasten. Und Fasten wird Jahr für Jahr immer mehr zum Trend. Besonders das Heilfasten. Die „Fans“ des Heilfastens wissen, dass sie nach ihrer Fastenkur belohnt werden - mit einem unbelasteten Körper und strahlendem Äußeren.
AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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Fünf klassische Diäten: 1 Energiereduzierte Mischkost: Viele Ballaststoffe, Gemüse und Obst, weniger Eiweiß und Fett 2 Low-Carb-Diät: Maximal 30-40% Kohlenhydrate dafür viel Eiweiß 3 Glyx-Diät: Gute Kohlenhydrate mit niedrigem GI (glykämischer Index) halten den Insulinspiegel niedrig, was den Abbau von Körperfett erleichtern soll 4 Trennkost-Diät: Kohlenhydrate und Eiweiße werden über den Tag getrennt gegessen 5 Formular-Diät: Nährstoffgemische ersetzen Mahlzeiten teilweise oder ganz
Fünf Lebensmittel auf die wir verzichten sollten 1 Weißer Reis: macht nur satt / keine Nährstoffe 2 Instant-Gemüsebrühe: Besteht zu größten Teil aus Geschmacksverstärkern, Zucker, Aromen und Palmöl 3 Fertig-Salat: erhöhter Nitratwert / oft mit Pestiziden und Chlorat belastet 4 Weißmehlprodukte: keine Nährstoffe / nur Sattmacher 5 Light- und Diät-Lebensmittel: Geschmacksverstärker, Süßstoff und Aromen
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KÖRPERWELT
DIÄT KRANKMACHER
Interview mit Uwe Fink über den richtigen Weg zu mehr Vitalität
„Modelmaße? Darum geht es nicht.“
COBURGER: Was ist das Problem an Diäten? FINK: Alle Blitzdiäten konzentrieren sich nur auf die Waage, nur auf den Gewichtsverlust, nur aufs Abnehmen als Selbstzweck. Das aber ist der falsche Weg. Es geht nicht ums Abnehmen an sich. Es geht darum, Fett zu verbrennen, aber eben nicht Muskeln und aktive Körperzellmasse, also alles, was dem Körper nutzt, was für Vitalität und Lebensqualität steht. Genau das passiert aber, wenn wir nur abnehmen. COBURGER: Was passiert bei einer Diät im Körper? FINK: Der Körper kennt ja keinen Genuss, er ist simple Biologie, er will uns am Leben erhalten. Wenn jemand mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, schiebt der Körper alles in die Fettzellen. Das hat früher Sinn gemacht, um durch den entbehrungsreichen Winter zu kommen. Wir haben aber keine schlechten Zeiten mehr. Also nehmen wir zu. Diäten sollen dann schlechte Zeiten simulieren.
Der Frühling naht. Mit ihm rollt die alljährliche Diätwelle übers Land: Weniger Essen oder kein Alkohol oder keine Kohlehydrate oder nur einseitig Kartoffeln oder Ananas oder Kohl oder Trennen oder oder oder… Es gibt fast kein Ess- und Trinkverhalten, das nicht als Diät Hoffnungen auf dauerhaftes Wohlbefinden, Fitness, Vitalität und einen schlanken Körper weckt. Das meiste ist Quatsch, sagt Uwe Fink, der sich seit vielen Jahrzehnten intensiv mit den Themen Ernährung und Fitness beschäftigt, sein Wissen auch in Vorträgen weitergibt. Uwe
Die Rechnung erscheint einfach: Ich nehme weniger Kalorien zu mir, z.B. 500 Kalorien pro Tag weniger, das macht etwa 1 Pfund Fett in einer Woche. Aber eben nur rechnerisch. Der Körper nämlich merkt nach ein paar Tagen, daß er weniger bekommt. Also fährt er den Stoffwechsel herunter, haushaltet sparsamer mit den Kalorien und greift nicht mehr auf die Fettdepots zu. Im Extremfall nehme ich nur noch 750 Kalorien am Tag zu mir, damit kommt der Körper gerade noch zurecht, die lebenserhaltenden Systeme funktionieren noch. Aber man ist schlaff, nicht leistungsfähig, mangelernährt, weil der Körper essentielle Nährstoffe nicht mehr bekommt. Eine Notsituation. Deswegen wird der Körper mit den paar Kalorien auch noch bis zu drei Monate haushalten, selbst wenn wir wieder normal essen. Die Folge: Wir nehmen überproportional zu, der Körper saugt sich richtiggehend voll, um für die nächste Notsituation gerüstet zu sein. COBURGER: Aber viele Diäten haben doch den Effekt, dass man nach ein paar Tagen ein paar Kilo weniger auf der Waage hat und sich wieder besser fühlt, oder? FINK: Das mag sein, ist aber ein Trugschluss: Grundprinzip aller Blitz-Diäten ist ja: Kohlenhydrate weglassen. Kohlenhydrate wiederum binden Wasser. Wenn ich dann noch auf Salz verzichte, das ja auch Wasser bindet, habe ich schnell drei Kilogramm verloren. Aber eben nur Wasser. Das bringt gar nichts. Im Gegenteil: Wenn der Wasserhaushalt nicht stimmt, kommt der Stoffwechsel nicht in Gang. Ich bin dehydriert, und die Muskulatur ist in einem schlechten Zustand – und ich verbrenne kein Fett.
Fink ist Geschäftsführender Gesellschafter des VitaDROM Fitnessstudios in Coburg.
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FIT IN DEN FRÜHLING
COBURGER: Warum leidet die Muskulatur? FINK: Wir haben ja nur einen Fettverbrenner im Körper, das sind die Muskeln. Und mit einer Diät schwäche ich die Muskeln. Zum einen fährt der Stoffwechsel herunter, der Körper lebt sparsamer, verbrennt also weniger, baut Muskulatur ab, zum anderen bedient sich auch noch unser Gehirn an den Muskeln. Es braucht ja täglich ca. 120 Gramm Glukose, also einfache Kohlenhydrate, um zu funktionieren, wach, aufmerksam, konzentriert zu sein. Blöderweise aber kann der Körper aus Fett keinen Zucker machen, sondern nur aus Muskelprotein. Großes und wirklich ganz ernsthaftes Problem dabei: Weil ja auch unser Herz ein Muskel ist, schädige ich mit einem Verzicht auf Kohlenhydrate auch noch unser wichtigstes Organ. COBURGER: Also was empfehlen Sie? FINK: Zunächst einmal muss man das Fett ja unterscheiden: Es gibt das essentielle für den Körper, das er braucht, um zu wärmen, als Schutz. Dazu kommt das unangenehme kosmetische Fett, das sind die eigentlichen Fettreserven für schlechte Zeiten, am Bauch, am Oberarm, unter dem Po. Das gefährlichste aber ist das überschüssige Fett: viszerales Fett und Bauchfett, das sieht man von außen gar nicht, ist aber die Ursache aller sog. Zivilisationskrankheiten. Wenn ich dieses Fett dauerhaft verbrennen will, muss ich mich bewusst ernähren, nicht asketisch, und richtig trainieren. Es gibt ja einen alten Satz: „Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate.“ Das Kraftwerk wiederum sind die Mitochondrien in den Zellen. Und diese werden durch nichts so aktiviert wie durch Muskeltraining. Also: Ein vernünftiger Kohlenhydrathaushalt, dazu dosiertes Muskeltraining. Mehr muss nicht sein. Der reine Gewichtsverlust ist dabei nicht entscheidend: Muskeln sind ja viel schwerer als Fett, haben eine viel höhere Dichte, aber ich kann eben nur nachhaltig Fett verbrennen, wenn ich meine Muskulatur trainiere. Und nur dann werde ich mich vital und attraktiv fühlen.
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1
Tipps
Muskeltraining
2 Genügend trinken 3
5-mal täglich kleine Mahlzeiten
4 65 % davon Kohlenhydrate, 20 bis 25 % Protein, 10 bis 15 % Fett
5 Zucker meiden 6 Kein sichtbares Fett essen 7 Langsam
essen, unser Gehirn meldet erst nach 20 Minuten: satt
„Smoothies?
Obst ist gesünder und billiger.“
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Advertorial
Das Pilates Loft
KÖRPERWELT
Eine Methode, die traditionell und modern zugleich ist, ein Training für den ganzen Körper, ein Trainer mit internationaler Erfahrung, und das alles in einem Umfeld wie in einer Metropole: Das ist BROADWAY BODY – das neue Pilates Loft in Rödental.
Klassisches Training und ein Traditionsgebäude zu vereinen war das Ziel der Gründer Dr. Jens-Heinz Wahner und Claus-Peter Wahner. Für das Studio nämlich wurden eigens über 330 Quadratmeter einer alten Fertigungshalle der ehemaligen W.Goebel Porzellanfabrik aufwändig saniert. Ein Loft wie in einer Megacity mit einem Blick ins Grüne – schon diese Location ist einmalig.
International gefragter Trainer Und das Training ohnehin. Jens Wahner nämlich ist nicht nur der einzige vom Deutschen Pilatesverband zertifizierte Trainer in der Region, er blickt auch auf viel Erfahrung und Ausbildungen auf höchstem internationalen Niveau zurück: Mit acht Jahren ging er bereits in Ballettinternat, mit 15 machte er sein Diplom. Er absolvierte Ausbildungen zum klassischen Tänzer, Sänger und Schauspieler in den Niederlanden, in Hamburg und am Broadway Dance Center in New York. Dort kam der Diplom-Bühnentänzer und – Musicaldarsteller in Kontakt zu Pilatesmethode, in der Stadt also, in der auch der Erfinder Joseph Pilates jahrzehntelange wirkte. Jens Wahner war sofort fasziniert und ließ sich zum PilatesTrainer ausbilden. Seither bildet er sich ständig weiter und gibt sein Wissen auch international in Meisterklassen weiter. Er unterrichtete in renommierten Studios in Hamburg, Stuttgart und München und jetzt hier in der Region, wo er sich gemeinsam mit Claus-Peter Wahner den Traum vom eigenen Studio erfüllte.
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FIT IN DEN FRÜHLING Trainer Jens Wahner ist der einzige vom Deutschen Pilatesverband zertifizierte Trainer in der Region. Der Diplom-Bühnentänzer und – Musicaldarsteller absolvierte seine Ausbildung zum Pilates-Trainer unter anderem in New York. Er verfügt über Unterrichtserfahrung und Lizenzen in folgenden Fächern: Pilates (Matten und Gerätetraining), Tänzerische Früherziehung, klassischer Tanz, Jazzdance, Modern (Cunningham/ Limon), Steptanz, Wirbelsäulengymnastik, Aerobic, Dance Aerobic, BBP, Flexibar, Cardio Workout und vieles mehr.
Madonna, Nowitzki und Jogis Jungs
Am besten online buchen
Pilates ist ein Ganzkörpertraining, benannt nach Joseph Pilates. Der gelernte Bierbrauer, Boxlehrer und Erfinder führte in seiner Wahlheimat New York ein erfolgreiches Fitnessstudio, in dem viele Prominente trainierten. Heute praktizieren Millionen Menschen auf der ganzen Welt Pilates. Zum großen Erfolg beigetragen hat sicherlich, dass Madonna, Uma Thurman, David Beckham, Dirk Nowitzki, die deutsche Fußballnationalmannschaft und viele andere bekannte Persönlichkeiten von dem Erfolg der Pilatesmethode überzeugt sind.
Eine Stunde Training ist im BROADWAY BODY wirklich eine Stunde – und immer betreut von einem Trainer. Das Training in der Gruppe auf Matten kostet dann gerade mal 15, mit Geräten 18 Euro. Auch Personal Training alleine oder Zweit ist möglich für 65 bzw. 85 Euro die Stunde. 10er Tickets und Monatsabonnements runden das Angebot ab. Die Buchung einer Trainingsstunde ist ganz einfach online möglich: Unter „Kursplan“ Account anlegen und den gewünschten Kurs anklicken
Regelmäßiges Pilates-Training
verbessert die Beweglichkeit stärkt die Muskulatur baut Stress ab kräftigt die Körpermitte lindert chronische Rücken- und Gelenkbeschwerden verbessert Gleichgewicht und Koordination verbessert die Ausdauer formt eine schlanke Taille und Figur regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an steigert die Leistungsfähigkeit im Sport sorgt für eine aufrechte Haltung unterstützt die Rückbildung nach einer Schwangerschaft steigert das Selbstbewusstsein verbessert die Sauerstoffaufnahme beugt Osteoporose vor strafft das Bindegewebe
Pilates für den ganzen Körper Die Pilates-Methode ist ein sehr effektives Körpertraining, das gesamte Muskelketten gleichzeitig stärkt und dehnt, um einen ausgeglichenen und geschmeidigen Körper zu schaffen. Alle Bewegungen gehen von der Körpermitte aus und werden von ihr unterstützt. Pilates bietet ein abwechslungsreiches und stimulierendes Training mit über 500 Übungen, die teilweise mit oder ohne Geräte ausgeführt werden. Eine bewusste Atmung wird geschult um den Kreislauf anzuregen und Verkrampfungen abzubauen. Die Übungen können individuell an jedes Fitness-Niveau angepasst werden, und eignen sich daher auch für die Rehabilitation.
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„Nach 10 Stunden fühlst Du den Unterschied, nach 20 Stunden siehst Du den Unterschied, nach 30 Stunden hast Du einen neuen Körper.“ Joseph Pilates
Kontakt BROADWAY BODY - Das Pilates Loft Coburger Straße 7 (ehemals Goebel) 96472 Rödental info@broadwaybody.de Telefon: 09563/5113107 Weitere Infos unter www.broadwaybody.de
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DAS AUTOJAHR 2018
Das Autojahr 2018
TRAUMAUTOS
Klar: Man möchte auch etwas vom „Elektro-Kuchen“ abhaben und endlich die Vormachtstellung von Tesla beenden. In den nächsten zehn Monaten legen gleich mehrere Autobauer die Karten in Sachen E-Mobilität auf den Tisch. Aus Deutschland kommt, ja man muss schon sagen endlich, Konkurrenz für Teslas Model X. Die beiden Elektro-SUVs Audi e-tron quattro und Mercedes EQC sollen dem amerikanischen Tesla Model X quasi die Sicherungen ausschalten. Besonders in Sachen Reichweite sind dann auch deutsche E-Autos konkurrenzfähig. Beide sollen rein elektrisch 500 Kilometer weit kommen. Doch auch die ausländische Konkurrenz schläft nicht. Aus dem Hause Ford und Jaguar werden auch neue E-Autos auf dem Markt gebracht. Der Kampf um den E-Auto Markt scheint eröffnet, was sich nach üblichen Marktgesetzen auch auf die Preise der Autos auswirken sollte. Damit das „E“ bald auch für „erschwinglich“ steht.
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Mindestens genauso unerschwinglich wie Elektroautos aktuell ist - zumindest für die Meisten - Porsche. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gibt es viele, die sehnlichst auf die Premiere des neuen Porsche 911 warten. Die achte Generation glänzt nicht nur mit neuer Optik, sondern auch technisch ändert sich beim 992 so einiges. Doch eines bleibt beim Alten – der neue 911 bleibt schnell, teuer und für Viele ein Traum. Fast genau so fix unterwegs ist man mit dem RS5 Cabrio von Audi, bei dem 450 PS unter der Motorhaube stecken. In München schaut man bei der Modelloffensive aus Ingolstadt nicht untätig zu und bringt den neuen BMW 8er auf die Straße. Neben dem Buchstaben „E“ für Elektro spielt auch der Buchstabe „A“ 2018 eine große Rolle. A wie A-Klasse und A wie Alfa. 2018 kommt die neue A-Klasse in die Autohäuser und will den Erfolg des Vorgängermodels,
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der so gar nichts mehr mit der ersten Generation der A-Klasse zu tun hatte, noch toppen. Alfa setzt mit seiner neue Giulietta auf italienisches Design und möchte sportliche Fahrer ansprechen. Ebenfalls neu 2018 sind der Peugeot 208, der Kia c'eed, der Mazda 3 und die kompakten PS-Monster Ford Focus RS500 und BMW M2. Eines ist sicher: Das Autojahr 2018 wird heiß! Nach Abgas- und Tierversuchsskandal sind die Autobauer in der Pflicht, wieder positive Schlagzeilen zu schreiben. Von klein bis groß, von der vermeintlichen „Benzinschleuder“ ala Sportwagen bis hin zum E-Auto – der Markt wird überschwemmt von Neuigkeiten und Facelifts. Jetzt muss nur noch das Budget zum Auto passen, damit das Traumauto nicht immer ein Traum bleibt.
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AUTOHAUS HERBERT GROSCH
Der neue CITROËN C3 Aircross
Vom Anfang 2017 vorgestellten Concept Car
COMPACT SUV DER NEUESTEN GENERATION DAS DESIGN
FAHRERASSISTENZSYSTEME
Mit seiner originellen, frischen und kraftvollen Ausstrahlung ist der neue CITROËN C3 Aircross eine echte Ausnahmeerscheinung unter den SUVs. Sein Design vermittelt Schutz und Robustheit mit einer hohen, kurzen Motorhaube. Sie wird vom verchromten Doppelwinkel und der integrierten LED-Lichtsignatur betont. Wie schon beim Concept Car C-Aircross sind die hintersten Seitenfenster, je nach Version, aus Polycarbonat mit einer farbigen Folie überzogen. Sie erzeugen einen Jalousie-Effekt und setzen einen starken grafischen Kontrast auf Höhe der C-Säule.
Der neue CITROËN C3 Aircross ist aufgeladen mit intuitiven Technologien, die für Gelassenheit und ein gutes Sicherheitsgefühl am Steuer sorgen. Zentral in der Mitte des Armaturenbretts angeordnet, steht eine umfassende Palette an Fahrerassistenzund Sicherheitsausstattungen gebündelt auf dem Touchscreen zur Verfügung, die alle Fahrten sicherer gestalten. Diese reichen vom Parkassistent über einen Fernlichtassistent bis hin zum Notbremsassistent.
DER INNENRAUM Die hohe und durchdachte Architektur des neuen CITROËN C3 Aircross Compact SUV verleiht ihm eines der besten Platzangebote seiner Kategorie und einen herausragenden Komfort: 5 Sitzplätze mit reichlich Bein- und Kopffreiheit. Er besitzt ein außergewöhnlich großes Kofferraumvolumen von 410 Liter. Dank der im Verhältnis 60/40 teil- und verschiebbaren Rücksitzbanklehne kann es auf bis zu 520 Liter vergrößert werden. Für noch mehr Variabilität und eine Ladelänge von bis zu 2,40 Meter kann selbst der Beifahrersitz umgeklappt werden. MULTIMEDIA Der neue CITROËN C3 Aircross bietet eine intuitive Vernetzung. In einem eigenen Staufach in der Mittelkonsole kann das Smartphone kabellos, d. h. per Induktion aufgeladen werden. Darüber hinaus sind mit der optionalen Mirror Screen Funktion inklusive Apple CarPlay™ und Android Auto alle kompatiblen Smartphone-Apps auf dem Touchscreen verfügbar.
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C-Aircross inspiriert, setzt der neue CITROËN C3 Aircross die SUV-Offensive der Marke fort: Sein Stil, der Originalität, Robustheit und Stärke miteinander kombiniert, spiegelt die Gene der Marke und Kernelemente des SUV Designs wieder.
MOTOR & PREIS Eine breite Palette hochmoderner und effizienter Motoren der neuesten Generation verbindet innovative Technologie mit der Aussicht auf eine Flucht aus dem Alltag. Der SUV ist mit dem Benzinmotor PureTech (82, 110 und 130) und dem Dieselmotor BlueHDi (100 und 120) erhältlich. Der Benzinmotor PureTech 110 ist mit einem Automatikgetriebe EAT6 mit Stop&Start-Automatik verfügbar, ein 6-Gang-Schaltgetriebe wird in Verbindung mit den Motoren PureTech 130 und BlueHDi 120 angeboten. Zu haben ist der C3 Aircross ab 15.290,00 Euro.
Autohaus Herbert Grosch Rodacher Str. 56/58 96450 Coburg Telefon: 09561 / 608 16 info@grosch-coburg.de www.grosch-coburg.de
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KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
POP, MUSICAL UND VOLKSMUSIK Zwischen Musical und Volksmusik das Jahr bringt einiges an Abwechslung für die Musikfans in der Region. Das legendäre norwegische Trio a-ha verlängert seine Electric Summer Tour um neun Termine in Deutschland im Juli und August 2018! a-ha sind weltweit eine der kultigsten Pop-Bands der 80er Jahre. Das mehrfach mit Platin ausgezeichnete norwegische Trio gilt noch heute als wahrer Pionier in Sachen Musik- und Videotechnologie und nur wenige Bands können es mit dem Vermächtnis und der Langlebigkeit dieser Band aufnehmen. Auch bei der Electric Summer Tour 2018 werden a-ha wieder das tun, was sie am besten können: Von Herzen für ihre Fans performen. Im Gegensatz zur MTV Unplugged-Tour werden sie im kommenden Sommer mit Band und Streichersektion ein volles ElektroSet spielen und sowohl altbekannte Hits als auch neues Material in sorgfältig ausgewählten, deutschen Städten präsentieren.
A-HA 22. AUGUST I 20 UHR I SCHLOSSPLATZ COBURG HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018
Über die anstehende Tour sagt Morten Harket: „Wir haben eine enge Beziehung zu Deutschland und unseren Fans dort und haben auch Fans gesehen, die zu all unseren Shows reisen und die wir herzlich willkommen heißen. Es ist aufregend, draußen zu spielen und unsere Musik zu Orten zu bringen, die keine traditionellen Arena-Tour-Orte sind. Wie immer wollen wir die Dinge immer auf eine neue Art und Weise tun, damit die Dinge für unsere Fans aufregend bleiben. Wir freuen uns sehr auf diesen Electric Summer!“
GREASE – DAS MUSICAL
KASTELRUTHER SPATZEN
10. APRIL I 20.00 UHR BROSE ARENA BAMBERG
09. MÄRZ CONGRESS CENTRUM SUHL 10. MÄRZ BROSE ARENA BAMBERG
GREASE – wer kennt es nicht – ist DAS Musical schlechthin und feiert in 2018 40jähriges Jubiläum des Films und aktuell 45jähriges Jubiläum der Theaterproduktion, die ihre Premiere am Broadway hatte und dort mit 3388 Vorstellungen insgesamt siebeneinhalb Jahre lief. Grund genug, die Liebesgeschichte zwischen dem coolen Danny (Darsteller Alexander Jahnke) und der schüchternen Sandy (Darstellerin Veronika Riedl) in einer neuen, modernen Multimedia-Inszenierung auf Jubiläumstour zu schicken. Alexander Jahnke (2. Gewinner der letzten DSDS Staffel) wird schon jetzt als neuer John Travolta gehandelt und begeistert die Produzenten mit seiner Performance. Bei den Auditions war sich das Kreativ Team einig: „Alexander Jahnke ist für GREASE ein Glücksgriff und wird den Danny Zucko, den der junge John Travolta vor 40 Jahren im Film kreierte, jetzt zurück auf die Bühne bringen.“ Die Figur der Marty wurde mit Chanelle Wyrsch besetzt, die ebenfalls DSDS Teilnehmerin und unter den Top 6 der letzten Staffel war. Im April ist GREASE zu Gast in Bamberg, ein Muss für alle Musicalfans.
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Die Kastelruther Spatzen sind wieder im Anflug! Sie sind der Inbegriff der Volksmusik, sie sind einzigartig, sie sind ein Phänomen! Seit Anfang Januar 2018 sind die Kastelruther Spatzen mit ihrem neuen Album auf Tournee! Seit mehreren Jahrzehnten erfreuen sich die Kastelruther Spatzen ungebrochener Beliebtheit. Als Botschafter der Verbundenheit zur Heimat und der Natur sowie ihrer Fähigkeit, sich mit ihrer Musik und ihren Texten in die Höhen und Tiefen des Lebens, die Sehnsüchte und Sorgen ihrer Fans einzufühlen, sorgen sie für unvergessliche Konzerterlebnisse. Die sieben Vollblutmusiker stehen für Heimatliebe, Tradition, für die Freude am Leben und an der Musik. Ihre Evergreens, wie „Eine weiße Rose“ oder „Tränen passen nicht zu dir“ sowie aktuelle Hits, wie „Die Sonne scheint für alle“ oder „Heimat“ verleiten nicht nur zum stimmungsvollen Schunkeln und Mitsingen im Chor, sondern berühren Herzen. Ein Konzertbesuch dieser Südtiroler Institution verspricht „Balsam für die Seele“ – eine Reise in die Berge, ein Kurzurlaub in die Weite der Natur, nicht nur für die Ohren! Mit ihrer unvergleichlichen Bodenhaftung, ihrer Menschlichkeit und Authentizität treffen sie den Gefühlsnerv ihrer Fans. Die Superstars der Volksmusik, die selbst im Glanz des Rampenlichts geerdet und heimatverbunden geblieben sind, umgibt eine starke generationsübergreifende Anziehungskraft. Ihre Erfolge und Auszeichnungen sprechen für sich: Mehr als 80 Gold- und Platinalben in Deutschland, Österreich und der Schweiz, 13 Echos, 11 Kronen der Volksmusik, fünf Goldene Stimmgabeln und zwei Edelweiß sind nur ein Auszug ihrer einzigartigen Karriere.
Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
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Dieter
Nuhr hier, nur heute
Tickets zu Veranstaltungen im Kongresshaus erhalten Sie bei den รถrtlichen Tageszeitungen oder bei www.eventim.de Kongresshaus Rosengarten, AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
Berliner Platz 1, 96450 Coburg, Telefon: 09561 89-830,C Owww.coburg-kongress.de B U R G E R | D A S M A G A Z I N 69
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HIER WOHNTEN …
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF
HIER WOHNTEN… … SCHUSTER, METZGER
UND LEINEWEBER
Fast wie in Florenz fühlt man sich hier oben im 3. Stock. Ringsherum windschiefe Stadthäuser, rote Dächer und dazwischen immer wieder ein Stückchen Himmel. Aus einem der Fenster sieht man direkt auf das üppige Salvatorportal mit der Christusfigur. Die Fensterfront nach Süden lässt die kleinen Räume erstrahlen. Und klein sind sie wirklich, die Räume in dem grünen Häuschen in der Salvatorgasse 1.
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Auf einer Grundfläche von nur 40 Quadratmetern steht das Haus, dessen Grundmauern auf das Jahr 1404 zurückgehen. Zwischenzeitlich beherbergte es 15 Bewohner. Und dies mit nur einer Toilette, die sich zudem noch im Treppenhaus befand. Bemerkenswert. Nichts erinnert heute bei dem mit einer Stadtbild-Medaille ausgezeichneten und liebevolle restaurierten Gebäude mehr an die düsteren, verrußten Räume, die hier im Mittelalter verschiedene Handwerksberufe beherbergten. Egal ob Leineweber, Schuster oder Metzger. Eng und stickig muss es hier dereinst zugegangen sein. Schließlich lebten und arbeiteten die Handwerker mit ihren Familien zu dieser Zeit unter einem Dach. Und nicht nur das. Die Häuser waren Werkstatt, Wohn-, Geschäfts- und Speicherhaus. Auch einen Kamin im heutigen Sinne besaßen diese erst zu späterer Zeit. Üblich war eine offene Feuerstelle – natürlich ohne Rauchabzug. Entsprechend schlecht war die Luft. Unten also Arbeitsstelle, in den oberen Etagen wurde gewohnt. Immer wieder wurde das Gebäude den Lebensbedingungen der Menschen angepasst. Im 18. Jahrhundert stockten die Besitzer ein weiteres Geschoss auf. Im 19. Jahrhundert kam ein schmückendes Zwerchhaus dazu. In den 1960er Jahren wurde gar eine Garage angebaut. Im Jahre 2014 war das Handwerkerhäuschen eigentlich eine Ruine. Es stand seit vielen Jahren leer, seit Jahrzehnten kümmerte sich keiner um die Instandhaltung. Und dennoch wagten es Sabine und Frank Zeitner, und kauften das kleine Häuschen direkt am Eingang zum Salvatorfriedhof. Ob es ein Zufall war, dass der Hausherr bei der ersten Begehung im 3.Stock einen Strick entdeckte, der vom Dachbalken hing? Heute kann Frank Zeitner darüber lachen. Die Sanierung verschlang viel Zeit und viel Geld. Und
ohne die Fachkenntnisse von Sabine Zeitner, die in einem Architekturbüro arbeitet, wäre das Ergebnis vielleicht nicht so hübsch ausgefallen. Aber es hat sich gelohnt. Die kleinen schmucken Eckchen und Winkel. Die Holztreppe, die im Originalzustand erhalten werden konnte. Die schiefen Fenster, die von alleine aufgehen, wenn man den Hebel löst. Die Ausblicke auf markante Stadtbilder. Die wertvollen Balken aus dem 16. Jahrhundert. Allein die Restaurierung einer Balkendecke kostete ein kleines Vermögen. Die Bohlenstube aus dem Spätmittelalter war ein besonderer Raum. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass das hierbei verwendete Holz auf das Jahr 1594 datiert werden konnte. Diese gute Stube hatte eine Art Heizung. Zur damaligen Zeit höchster Luxus. Man geht davon aus, dass die Befeuerung eines Ofens im Treppenhaus die Wände derart aufheizte, dass diese Bohlenstube im 1.Stock tatsächlich mit geheizt werden konnte. Ein bisschen Gemütlichkeit im harten Handwerkerdasein. Heute freut sich die junge Mieterin über ihre hübsche rote Balkendecke in ihrer kleinen, feinen Wohnung. Erstaunlich, was man auf weniger als 5 mal 8 Metern alles unterbekommt, wenn man gut plant. Nämlich ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Schlafzimmer und ein Bad. Und auch die Mieterin im 2. und 3. Stock ist ganz verliebt in ihre Miniaturwohnung, die dennoch alles beherbergt, was man zum Leben braucht. Und besonders schön ist es außerdem noch hier. Mitten in der Stadt. Über den Dächern Coburgs. In einem wieder belebten Handwerkerhäuschen in der Salvatorgasse. Früher nannten sie die Einheimischen Totengasse. Denn hier mussten die Leichenzüge durch, die zum Friedhof zogen. Aber das ist zum Glück lange her.
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HIER WOHNTEN …
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SCHUSTER, METZGER UND LEINEWEBER
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GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.
Coburg zuliebe – Aus Liebe zu Coburg
DER VEREIN „GEMEINSCHAFT STADTBILD COBURG E.V.“ Coburgs Architektur ist so vielseitig wie seine Geschichte - die Häuser der Stadt Zeugnisse verschiedenster Epochen. Ein Spaziergang durch Coburg gleicht einer Zeitreise. Bürgerhäuser, herzogliche Bauten, Neugotik, Gründerzeitvillen, Fachwerkcharme, Bauhaus. Ein wahrer Schatz, sichtbar für alle, Tag für Tag. Das gilt es zu erhalten. Darum kümmert sich der Verein „Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.“. Gerade in den letzten Jahren sind viele Projekte mit finanziellen Mitteln in Millionenhöhe gefördert worden.
Dabei hatte Coburg Glück: Zerstörungen durch Krieg und Nachkriegsereignisse gingen an der Stadt Coburg weitgehend vorbei. Sie konnte ihre Identität retten. In den 70er Jahren aber erfasste Bürger und Wissenschaftler die Sorge um den Verlust der Identität deutscher Städte. Diese Gefahren bestanden und bestehen auch in Coburg, das in den 60er Jahren nach dem Wunsch vieler Planer und Entscheidungsträger mehr und mehr "modernisiert", d. h. aber gleichgemacht werden sollte. Coburg drohte seine Unverwechselbarkeit zu verlieren.
Für den Vorsitzender Dr. Hans-Heinrich Eidt ist seine Tätigkeit für den Verein manchmal „ein Vollzeitjob“, wie er lachend sagt. Anträge bearbeiten, beraten, Angebote einholen, die Öffentlichkeit informieren. Er aber tut es gerne, genau wie alle, die sich im Vorstand und als Mitglieder dem optischen Bild Coburgs verschrieben haben. Ihnen geht es um Schönheit, um Ästhetik - aber vor allem geht um Identität, um Heimat.
Deswegen wurde die „Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V.“ 1973 gegründet, weil aktive Bürger, Senioren und Jugendliche erzürnt waren über die Verantwortlichen der Stadt, die ohne Rücksicht auf das Stadtbild abbrechen ließen, was einer vermeintlichen „Modernisierung“ im Wege stand: die Spindler-Villa, den Hofbräu-Saal, den Torturm über der Schwarzen Allee, den „ Bären“ in der Spitalgasse und eines der drei Jugendstilbäder in Bayern, das Ernst-Alexandrinen-Bad.
Das Gesicht einer Stadt wandelt sich im Laufe der Jahrhunderte. Wie das Gesicht eines Menschen wird es geprägt durch die Erlebnisse in den verschiedenen Altersstufen bzw. Epochen. Nicht nur denkmalgeschützte Bauten prägen dabei das Gesicht einer Stadt. Dem Großteil des historischen Baubestandes, den anonymen Häusern, fehlt der Eigenwert einer Sehenswürdigkeit. Trotzdem sind sie für die Atmosphäre einer Stadt, für die Gestaltung der Straßen und Platzräume ebenso wichtig wie die wenigen Denkmale von besonders hervorgehobener Bedeutung.
Heute haben sich die Verwaltung und auch der Stadtrat die Ideen der Gemeinschaft teilweise zu Eigen gemacht haben. Doch auch heute achtet die Gemeinschaft Stadtbild Coburg bei der Abwägung zwischen Stadterhaltung und Denkmalschutz einerseits und der Wirtschaftlichkeit andererseits sehr genau darauf, dass der Wert des erhaltenswerten Stadtbildes berücksichtigt wird.
Der Verein unterstützt mit Mitteln des Coburger Unternehmers Michael Stoschek und seiner Schwester Elisabeth Volkmann Sanierungsmaßnahmen in Coburg. Bislang liegen 246 Förderanträge vor, etwa 120 Projekte sind bisher unterstützt worden mit Beträgen zwischen 500 Euro und 70 000 Euro.
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AUS LIEBE ZU COBURG Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.
DAS MACHT DER VEREIN Denkmalspflege und Stadtbildgestaltung Allgemeine Informationen über Denkmalspflege Prämierung herausragend renovierter und sanierter Gebäude und Fassaden jeweils zusammen mit der Stadt „Stadtbildfahrten“ zu Städten, die vergleichbare Vereine haben. Kritische Leserbriefe und Stellungnahmen zu Eingriffen ins Stadtbild. Als Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen zu Bauvorhaben und Bebauungs- und teilweise auch Bauplänen.
Unterstützung von Renovierungsprojekten denkmalwürdiger oder stadtbildprägender Gebäude in Coburg mit finanziellen Mitteln des Coburger Unternehmers Michael Stoschek und seiner Schwester Christine Volkmann. Die beiden hatten die Reste ihrer Millionenspende an die durch den Brand in der Herrngasse geschädigten Bürger der Gemeinschaft überlassen – insgesamt über 4 Millionen Euro. Je bedeutender das Gebäude für das Stadtbild ist und je förderwürdiger die finanziellen Verhältnisse des Eigentümers sind, desto größer die Förderung. Der größere Teil einer Investition sollte dabei immer vom Bauherrn selbst kommen
Ansprechpartner ist Dr. Hans-Heinrich Eidt, der erste Vorsitzende des Vereins. Interessierte Mitglieder und Bürger können jeweils am zweiten Montag im Monat an der „Stadtbildrunde“ im Hexenturm ab 19.00 Uhr teilnehmen.
Mehr Informationen unter www.stadtbild-coburg.de
Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?
Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
SÜC Energie und H2O GmbH energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555 www.suec.de
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DONALD RAY POLLOCK – „DIE HIMMLISCHE TAFEL“
Buchempfehlung Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN: Donald Ray Pollock, der Autor der mit dem Deutschen Krimi Preis 2017 ausgezeichneten Gangsterballade „Die himmlische Tafel“ ist für mich eine der Entdeckungen der letzten Jahre. Als Spätberufener ist er mit nur einem Kurzgeschichtenband und zwei Romanen zu einer der aufregendsten literarischen Stimmen der USA geworden. Um es vorweg zu nehmen: „Die himmlische Tafel“ ist kein Roman für zarte Gemüter. Hier wird gemordet und geraubt, gesoffen, gehurt und geflucht – so bildhaft beschrieben, dass die Lektüre eine wahre Freude ist. Ein Buch wie ein Film von Quentin Tarantino oder den Coen-Brüdern: heftig, spannend, mit schwarzem Humor und teils schrägen Charakteren … Der Lohnfarmer Pearl Jewett, inspiriert von einer Begegnung mit einem eigenartigen Wanderprediger, ist fest entschlossen, sich seinen Platz an der himmlischen Tafel durch ein entbehrungsreiches Leben auf Erden zu sichern. Mit harter Hand zwingt er seine drei Söhne (einer einfältig, einer klug und einer ein gefährlicher Hitzkopf) jeden Morgen aufs Neue in ihr mieses Schicksal als billig abgespeiste, über den Tisch gezogene Tagelöhner ohne jedwede Perspektive.
Taschenbuch, Klappenbroschur, 432 Seiten: ISBN: 978-3-453-67715-9 10,99 Euro
Als der Vater überraschend stirbt, beschließen die Söhne – ihrerseits inspiriert durch einen Groschenroman, der das gewalttätige Leben des Bankräubers „Bloody Bill Bucket“ glorifiziert - den väterlichen Pfad der Tugend zu verlassen und den Weg zur himmlischen Tafel durch zeitnahe irdische Erfüllung abzukürzen. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht und es kommt, wie es kommen muss: Bald schon geht der erste Mord auf das Konto des Trios, raubend und plündernd ziehen Sie durch den Süden der USA. Auf Ihrer Odyssee treffen Sie auf Räuber, Huren und Latrinenputzer, auf Soldaten, Zirkusleute und einfache Farmer. Viele dieser teils skurrilen Figuren wirken wie einem Panorama der derzeitigen amerikanischen Gesellschaft entsprungen und wie Donald Ray Pollock diese Charaktere beschreibt ist ganz großes Kino: direkt und schnörkellos, gewürzt mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humors und dabei so bildhaft, dass das „Kopfkino“ mit der ersten Zeile beginnt.
Inhaltsangabe
Donald Ray Pollock
„Die Prosa von Donald Ray Pollock ist hartgesotten und zugleich von grausamer Schönheit“
Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im USBundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. 2008 erschien sein literarisches Debüt, der von der amerikanischen Presse gefeierte Erzählband »Knockemstiff«. Donald Ray Pollock lebt mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.
The New York Times
© ©Patsy Pollock
Georgia, 1917. Der Farmer Pearl Jewett will sich durch seine Armut auf Erden einen Platz an der himmlischen Tafel verdienen – und seine drei Söhne darben mit ihm, ob sie wollen oder nicht. Nachdem Pearl von den Entbehrungen ausgezehrt stirbt, müssen sich die jungen Männer allein durchs Leben schlagen. Auf gestohlenen Pferden und schwer bewaffnet plündern sie sich ihren Weg durchs Land ...
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
VORSCHAU
Foto: www.wikipedia.de Mike aus dem Bayerwald
THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER
DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER ASCHENPUTTEL
MUSICAL-MEISTERWERK
LA CENERENTOLA
HIGH SOCIETY
Oper von Gioacchino Rossini
Musical von Cole Porter
A
DARUM GEHT ES
Der Inhalt der Oper basiert auf dem Märchen Cendrillo (Aschenputtel) aus der Sammlung von Charles Perraults, aus welcher jedoch alle Elemente von Phantastik und Magie entfernt wurden. Die böse Stiefmutter, die in anderen Fassungen des Märchens bereits durch einen Stiefvater ersetzt wurde, ist hier ein verarmter Adliger. Die Rolle der Fee übernimmt der Lehrmeister des Prinzen, Alidoro. Der vom Prinzen zu suchende Pantoffel wurde durch einen Armreifen ersetzt. B
WO UND WANN SPIELT ES
Die Uraufführung von La Cenerentola erfolgte am 25. Januar 1817 im Teatro Valle in Rom. C
WAS ERWARTET MICH
Schon in der Ouvertüre wird deutlich, dass der Komponist an Klassizismus denkt und italienischen Karneval liefert. Wenn nach der puristischen Orchestereinleitung ein ebenso freudiges wie geheimnisvolles Springen und Hüpfen anhebt, sieht man die Festgemeinde förmlich die Masken aufsetzen und zum nächsten Ball marschieren. Ironie und tiefere Bedeutung fliegen dann angeheitert vorüber, obgleich das Märchen anders klingt, als wir es in Deutschland kennen: Der berühmte Schuh ist ein Armreif und die gute Fee ein Philosoph. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es öffnet dem Betrachter und der Regie wundervolle Spielräume und doppelte Böden. Die böse Mutter, die fiesen Schwestern: Nie kamen sie so leichtfüßig daher wie in dieser Aschenputtel-Fassung. Doch Rossini wäre nicht Rossini, wüsste er nicht, wie er ihnen ein Bein stellen könnte. Schadenfreude? I wo! Schließlich folgt meist sogleich eine so schöne Arie, dass man all die kleinen Bosheiten gar nicht so wichtig nehmen kann. Und wer von uns mag schon an der Menschheit verzweifeln, wenn sie doch in der Lage ist, so schön zu singen? D
WANN
Premiere und die ersten Aufführungen waren Anfang Februar. Weitere Aufführungen sind geplant für den 20. und 25. Februar und im März (15., 23., 25., 29.) jeweils 19:30 Uhr, nur am 25.2. und am 25.3. um 15 Uhr.
A
DARUM GEHT ES
Die Handlung des Musicals entspricht im Wesentlichen der des Films: Die schöne und hochmütige Tracy Lord fiebert mal wieder ihrer bevorstehenden Heirat entgegen – und fragt sich nur im Stillen, ob sie ihren Zukünftigen nicht doch etwas langweilig findet. Indes hält sich die Anteilnahme an dem freudigen Ereignis im Hause Lord ohnehin in Grenzen: Der Vater weilt fern in den Armen einer Tänzerin, die Brautmutter verbreitet emsig umherflatternd nur Konfusion, der Onkel frönt als Gastgeber der Feierlichkeit vor allem seinem Hang zum Gin und zum Küchenpersonal und die Schar der Dienstboten beobachtet indigniert das Treiben ihrer Herrschaft. Die kleine Schwester schwärmt für Tracys geschiedenen Mann Dexter Haven und würde die beiden am liebsten wieder zusammenbringen. Wie peinlich für alle Beteiligten, als Dexter tatsächlich überraschend auftaucht! Die friedliche Familienfeier scheint durch neu aufflammende Gefühle gefährdet. Zu allem Überfluss treten auch noch zwei Klatschreporter auf den Plan, um über die neuesten Skandale der so genannten besseren Gesellschaft zu berichten. Jetzt muss der leider etwas vergessliche Onkel den abwesenden Brautvater mimen – just in dem Moment, als dieser nach Hause zurückkehrt. Die Ereignisse spitzen sich zu, als Tracy mit Mike, einem der beiden Reporter, anbändelt. Die Party gerät bald völlig aus den Fugen: In der Sommernacht verfolgen die alkoholisierten Gäste einander durch den Lordschen Park, und Tracy und Mike landen gemeinsam im Swimmingpool...
C
WAS ERWARTET MICH
Cole Porters Musik macht diese Komödie zu einem Edelstein. Das wurde nicht zuletzt durch die Verfilmung mit Grace Kelly, Frank Sinatra und Louis Armstrong in den 1950er-Jahren klar. Als bei den Londoner „Proms", den sommerlichen Konzerten der BBC, vor wenigen Jahren ein schmächtiger Dirigent namens John Wilson auftauchte, wurde dieser Edelstein neu aufpoliert. Wilson hatte die Idee, die in den 1960er-Jahren geschredderten OriginalPartituren der großen MGM-Filmmusicals wieder zu beleben und hörte die Musik einfach von den alten Tonspuren ab – Ton für Ton. Herausgekommen sind wahre Musical-Meisterwerke, die dazu inspirieren, Stücke wie „High Society" neu zu entdecken. Der Broadway Oberfrankens nimmt sich jetzt also zur zweiten Renaissance des Stoffes dieses hell funkelnden Musik-Edelsteins an. In ihm spiegeln sich Hits wie „True Love", „I love Paris" oder „Let's Misbehave". Viel Vergnügen! D
WANN
Die Premiere des Musicals findet am 24. Februar statt. Weitere Vorstellungen finden im März (1., 2., 7., 8., 13., 16., 31.) und April (4., 8., 14.) statt. Auch im Mai, Juni und Juli wird das Musical im Großen Haus gespielt.
Am nächsten Morgen herrscht allgemeiner Katzenjammer. Der brüskierte Bräutigam sucht das Weite. Aber da Tracy endlich ihren seelischen Panzer durchbricht und ihre Liebe zu Dexter eingesteht, kann zum glücklichen Ende doch noch eine Hochzeit stattfinden. B
WO UND WANN SPIELT ES
Als 1997 der Film "High Society" als Musical in San Francisco auf die Bühne kam war der Erfolg schon vorprogrammiert: die bekannte Liebesgeschichte im Umfeld der oberen Zehntausend verbunden mit den unsterblichen Melodien Cole Porters garantierten allein einen swingenden Musicalabend der Extraklasse.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
GALERIE PETER ACHTZEHN S A M M L U N G E I N E S W E LT E N BU M M L E R S Peter Achtzehn wurde in Coburg geboren. Er lebte in München, New York und Paris und arbeitete als Moderator, unter anderem bei Peters Pop Shop im Bayerischen Fernsehen, als DJ unter anderem im Studio 54 in New York, war A&R-Manager in der Musikindustrie (u. a. Madness und Kid Creole), Booking Agent für Internationale Top-Models bei Dominique Gallas und schließlich Fotorepräsentant für viele internationale Künstler. Schließlich gründete er die TOP Fotoagentur mit eigenem Atelier und internationalen Künstlern. Heute lebt Peter Achtzehn wieder in Coburg. Seine Bildersammlung umfasst Fotografien von Mondino, Michelle Comte, Marc Hispard, Peter Lindbergh und anderen namhaften Künstlern. Einige dieser Schwarz-WeißAufnahmen mit den Portraits von Weltstars sind seit einigen Wochen in der Sonderbar in Coburg zu bewundern. Also am besten mal vorbeischauen. www.photo-artstudio.de
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GALERIE – PETER ACHTZEHN
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SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
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GALERIE – PETER ACHTZEHN
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SAMMLUNG EINES WELTENBUMMLERS
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SCHATZSUCHE 2018 Das Rätsel Für die Region präsentiert von
SECHSMAL
1000,- EURO ZU GEWINNEN!
Für Coburgversteher und solche die es werden wollen 84
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Sie geht weiter: Die SCHATZSUCHE 2018. Miträtseln, Spaß haben, gewinnen. Wie immer – und doch anders Rätselfreunde, Knobelfans, Grübler, Googler und ein wenig auch Coburgversteher – freut Euch: die Schatzsuche, das Rätsel der Region geht weiter. Wieder mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels, wieder gemeinsam mit iTVCoburg, wieder sechsmal mit Gutscheinen und Bargeld in Höhe von jeweils 1000 Euro, aber doch ein wenig anders: Hinweise zu den Fragen gibt es ab sofort schon in jedem COBURGER rechtzeitig vor dem Beginn der Schatzsuche, außerdem habt Ihr zur Lösung eine Woche mehr Zeit – und Ihr solltet Euch die iTVCoburgApp herunterladen, kostenlos, versteht sich. Dort nämlich wird immer ein entscheidender Hinweis zu finden sein.
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DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
Und so geht’s 2018 – ganz einfach: Die Schatzsuche findet sechsmal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es um Preise im Wert von 1000 Euro. Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Mitte Februar, Anfang April, Mitte Juni, Ende Juli, Anfang Oktober, Anfang Dezember. Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden SchatzsucheWochen: 03. bis 09. März, 21. Bis 27. April, 23. Bis 29. Juni, 18. Bis 25. August, 20. Bis 26. Oktober, 08. Bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten. Aus den sieben Antworten kommt Ihr dann mit dem abschließenden Hinweis auf der iTVCoburgApp auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Diesen dann per Mail an hegen@coburger-magazin.de mailen, dazu habt Ihr immer etwa eine Woche Zeit. Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Jeweils Preise im Wert von 1000 Euro. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr Gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu. Wir wollen doch allen Lesern und Zuschauern zeigen, wer dieses Mal schlau war – und auch noch Glück hatte.
Und hier die sieben Hinweise für die sieben Fragen der ersten Schatzsuche 2018 vom 03. bis 09. März. Dann könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten: 1 Ende 2017 haben Coburger mächtig aufgehübscht. 2 Keine Kapazitäten mehr, also machte man sich auf die Suche nach einem Ort in Coburg. 3 Er sah unter anderem einen Engel und sprang von einer Klippe. 4 Groß aufgespielt, futuristisch und in der virtuellen Welt. 5 Seit etwas mehr als 11 Jahren unterwegs in Coburg. 6 Sie waren über mehr als ein halbes Jahrhundert eins, doch dann trennten sich die Wege. 7 1 Millionen Euro, das ist viel Geld für einen Menschen. Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage unserer ersten Schatzsuche am Samstag, den 3. März um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg. Ach ja, und hier noch unsere Gewinnerin der letzten Schatzsuche 2017: Glückwunsch an Caro Miholic aus Weitramsdorf. Sie hat Gutscheine im Wert von 900 Euro und dazu Bargeld in Höhe von 400 Euro gewonnen – weil Weihnachten war. Die Lösung war der Satz „Zwischen den Jahren“. Alle Fragen, alle Antworten von damals auf www.coburger-magazin.de
Ihr benötigt also zum Miträtseln nur:
Unsere Sponsoren 2018 u.a.:
Jeweils den neuen COBURGER gedruckt oder online unter www.coburger-magazin.de alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App Dann noch Freude am Rätseln und Glück.
Das war es – viel Spaß.
Viel Spaß & viel Erfolg beim Rätseln … AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
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IN EIGENER SACHE
IN EIGENER SACHE COBURGER-ABO DIE IDEALE GESCHENKIDEE Wir freuen uns darüber, andere ärgern sich: Der COBURGER an den rund 200 gehobenen Verteilstellen in Stadt und Landkreis Coburg ist immer schnell vergriffen. Doch es gibt einen einfachen Weg, sich jedes Mal seine Ausgabe vom COBURGER zu sichern – und bequemer als der Fußmarsch in die Stadt ist dieser Weg auch: Einfach den COBURGER abonnieren, dann kommt er sechsmal per Post nach
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Fachanwalt Medizinrecht
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IN EIGENER SACHE
PREMIUM PARTNER 2018 DANKE FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT
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Wir freuen uns über alle Kunden, die den COBURGER für Ihre Werbebotschaft nutzen. Der COBURGER verfolgt den Anspruch einer hohen inhaltlichen, optischen und haptischen Qualität, er wird gelesen, gesammelt, wertgeschätzt. Jeden Tag arbeitet das Team des COBURGER an diesem Ziel. Als Leitmedium für die Region dient der COBURGER vor allem der hochwertigen und qualitätsorientierten Geschäftswelt in Coburg Stadt und Land damit als wertiges Umfeld für deren Dienstleistungen, Produkte, schafft Wahrnehmung für deren gesellschaftliches Engagement und Lebensleistungen. Viele dieser Geschäftskunden sind zu PREMIUM-PARTNERn geworden. Dafür bedanken wir uns. Wer auch Interesse an diesem Status hat, Informationen über die Vorteile gibt es unter www.coburger-magazin. de/premium-partner. So sind beispielsweise in unseren Werbepaketen mehrseitige Advertorials inklusive. Für eigene Stories, Bilder, Leistungen, die es wert sind, erzählt zu werden. Und neu in 2018: Alternativ zum Print-Advertorial bietet Ihnen der COBURGER einen 2-4-minütigen Filmbeitrag im Rahmen von „COBURGER-TV“, der in ganzer Länge auf iTVCoburg zu sehen und als Audio-Podcast auf unserer Webseite coburger-magazin.de zu hören sein wird.
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DAS ONLINEMEDIUM
JETZT AUCH ZUM HÖREN
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COBURGER ALS PODCAST
Der COBURGER gedruckt, jetzt schon die 25. Ausgabe, gehört zur Vestestadt wie die Bratwurst oder die Coburger Schmätzchen. Doch alle Geschichten aus dem COBURGER gibt es seit über einem Jahr darüberhinaus auch virtuell.
Lesen bildet, sagt der Volksmund – hören aber auch. Deswegen gibt es die wichtigsten Stories aus dem COBURGER ab sofort als Podcast.
Unter www.coburger-magazin.de finden Sie alle Geschichten, alle Fotos – einzeln und auch als Blätterbuch. Bei uns ist dieses Angebot übrigens kostenlos! Ob auf dem heimischen Rechner, dem Tablet oder dem Smartphone. Gerne können Sie unsere Geschichten auf diese Weise auch mit anderen teilen, verlinken, verschicken, wir freuen uns darüber. Außerdem finden Sie auf unserer Homepage auch alte Ausgaben zum Nachbestellen, die Schatzsuche, die Verteilstellen und vieles mehr. Und wenn Sie mitdiskutieren möchten, dann geht das am besten und direktesten über facebook.com/ CoburgerMagazin. Also werden Sie doch unser Fan, das freut uns ganz besonders.
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IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 25 / Februar 2018 Sechster Jahrgang Auflage 3500 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Heidi Schulz-Scheidt Benedikt Dellert Wolfram Porr Chris Winter Wolfgang Weiß Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: Sebastian Buff „Coburg im Winter“ Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.
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MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE Momentan rotzen ja alle widder recht umanander. Bazillenschleudern, wo man hieschaut! Es wird gehustet und genossen – Xundheit! – die Viren und Bakterien haben es sich an Türklinken oder Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln gemütlich gemacht, als hätten sie Vollpension in einem Wellnesshotel gebucht! Fast jeden hat’s schon erwischt. Sie aa, gell?! Irgendwann hilft auch ka Schwitzkur, ka Zink und ka Viddamin C mehr. Wenn die Mandeln erstmal rot sind, die Nebenhöhlen dicht und die Nase zu ist, dann muss man da durch! Zu Risiken und Nebenwirkungen der Medikamente fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker … oba fei auf goar kann Fall die Fraa, gell! Weil die eh immer findet, dass wir Männer uns ned so anstellen sollen. Dabei ist inzwischen erwiesen: Männer leiden zwar mehr, empfinden aber auch mehr Schmerzen. Also von wegen „Männerschnupfen“! Manchmal ist die Wissenschaft also auch amoll zu was nütze! Wie hat scho Monacos Vadder früher immer g’socht? „Die beste Krankheit taugt nix“, und Recht hat er g’habt! Es reicht ja schon, dass einen fortna der Arbeitgeber, die bleeden Leit‘ und die Politiker schier krank machen! Do brauch ich ned aa nuch a Erkältung oder goar a ausgewachsene Gripp’n! Oder etwa nicht? Man kann ja schon Kopfschmerzen kriegen, wenn man sich die extrem schwierige und langwierige Regierungsbildung in Berlin anschaut. Erst hat die FDP „Jamaika“ platzen lassen, um nicht an der berüchtigten, meist vier Jahre dauernden Merkelitis zu erkranken. Danach musste die SPD eine 180-GradWende mit Doppel-Schulz und dreifacher Nahles-Schraube hinlegen, um dann doch wieder mit der Union über eine neue „GroKo“ zu verhandeln. Für viele an der Parteibasis kam das einer Ansteckung von einer Sekunde auf die andere gleich – quasi ohne Inkubationszeit! Also mei Hirn kummt da aa nimmer mit!
Franke schon zu fürchten, wenn bald ein Landsmann Ministerpräsident wird?! Hat er’s endlich geschafft, der Söder! War ja auch nicht mehr schön anzuschauen, das Rumgeeiere um die Seehofer-Nachfolge und sein öffentliches Stuhlsägen. Spätestens im März soll der Hans Dampf aus Mittelfranken nun also zum neuen „Landesvadder“ gewählt werden. Politisch kann man von dem (wie es immer so schön heißt) polarisierenden NochHeimatminister ja halten, was man will. Eins muss man ihm lassen: Humor hat er! Zum legendären „Fastnacht in Franken“ kam er Anfang Februar als Prinzregent Luitpold verkleidet nach Veitshöchheim und sagte: „Nach ihm ist eine eigene Torte benannt - die Prinzregententorte. Und das ist für einen Politiker, finde ich, doch viel dankbarer, als wenn's nur ein Denkmal ist, auf dem Tauben sitzen." Ned schlecht, Herr Söder! Außerdem ist Luitpold von Bayern in Franken geboren (wenn auch „nur“ in Würzburg). „Passt doch ganz gut“, dachte sich der Söder. Des vielleicht schon, aber ob er sich da wirklich gut erkundigt hat? Erstens übernahm Luitpold die Herrschaft vom geisteskranken Otto I. (naa, da hod er sicher ned an den Horst gedacht). Luitpolds Politikstil wird von Historikern außerdem als eher „präsidial-repräsentativ“ beschrieben. Bei politischen Entscheidungen, heißt es, habe er sich meist zurückgehalten. Bassd jetzt ned wirklich zum Söder. Aber der Monaco findet ja eher, dass das ein Grund ist zu hoffen. Darauf, dass es unterm Söder vielleicht gar nicht so schlimm wird wie einige befürchten. Oder aber, es geht uns mit ihm wie mit dem „Männerschnupfen“. Am End‘ woar’s noch viel schlimmer als alle vorher gedacht ham! Schätzla, schau wie iech schau! Für den COBURGER von Wolfram Porr
Kein Wunder, dass der SPD jetzt die Schwindsucht droht. Laut der aktuellen „Sonntagsfrage“ kämen die Sozen, wenn jetzt Bundestagswahl wäre, nur noch auf 18 bis 19 Prozent. Soong ma mal so: Die bayerische SPD würde bei diesen Zahlen in Jubel, Trubel, Heiterkeit ausbrechen und vor lauter Begeisterung Betablocker schlucken. Aber die Bundes-SPD? Die verliert nicht nur den Nimbus als „Volkspartei“. Ihr droht auch noch eine schlimme, lang anhaltende Depression, denn weit und breit ist keine Frau und kein Mann in Sicht, der die altehrwürdige Partei wieder auf Kurs bringen könnte. Dabei hätten wir die SPD doch in der Opposition gebraucht! Hat der Schulz noch am Abend der verlorenen Bundestagswahl selber gesagt! Der selbsternannten „Alternative für Deutschland“ (dass ich ned lach‘!) die Rolle der stärksten Oppositionspartei im Bundestag zu überlassen – es wird sich erst noch herausstellen, ob das so eine gute Idee ist. Der Monaco jedenfalls bekommt nur beim Gedanken daran scho a Fetzn-Moongg’schwür! Dagegen sind die Sorgen, was den anstehenden Stabwechsel in Bayern angeht, eher gering. Was hat ein
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AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018
AUF EIN WORT
In jedem COBURGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
Klimaschutz – nein danke? Dieses Mal von Wolfgang Weiß, Klimaschutzbeaufragter der Stadt Coburg Mit der Verfügung des Oberbürgermeisters vom 22. Januar ist es entschieden: Seit 1. Februar gibt es im Referat 2 von Bürgermeisterin Dr. Birgit Weber ein neues Amt, ein „Bauverwaltungs- und Umweltamt“ unter Leitung von Monika Gagel, die bisher die Bauverwaltungsabteilung im Bauamt leitete. Diese Abteilung geht komplett im neuen Amt auf. Eine Neuorganisation also. Die Tage der Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz scheinen gezählt: Das neue Amt ist nun zuständig für den „verwaltungsmäßigen Vollzug“ in den Bereichen Immissionsschutzrecht, Wasserrecht, fachkundige Stelle Wasserrecht sowie Bodenschutz und Altlasten. Der Großteil dieser Aufgaben wurde bisher von der Stabsstelle wahrgenommen. Das Thema Klimaschutz soll künftig verwaltungstechnisch zur Stadtplanung. Zufrieden mit dieser neuen Struktur sind wohl Oberbürgermeister Norbert Tessmer, „Baubürgermeisterin“ Dr. Birgit Weber, Corinna Muckelbauer als Chefin des Personalamtes und Monika Gagel, die nun Amtsleiterin im Referat 2 wird. Nicht zufrieden sind Umweltingenieur Gerold Schnabl und ich als Klimaschutzbeauftragter der Stadt Coburg. Wir sehen in der organisatorischen Trennung der Bereiche Umwelt und Klimaschutz einen Fehler, da es viel mehr Gemeinsamkeiten bei diesen beiden Bereichen als zwischen Stadtplanung und Klimaschutz gibt. Man hätte besser die Stabsstelle Umwelt/Klimaschutz personell stärken und sie von Verwaltungsaufgaben entlasten sollen. Es ist die Stabsstelle, die das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg von Anfang an begleitete und dafür verantwortlich war. Es sind die Mitarbeiter der Stabsstelle, die innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung die Ansprechpartner in Sachen Klimaschutz waren. Und als Stabsstelle haben sie die Stadt bei Veranstaltungen wie „Coburger Energiespartage“ und „Coburger Klima-Markt“ vertreten. Mit dem Konzept von Stabsstellen werden Querstrukturen geschaffen. Ohne Stabsstelle wird es schwierig, in den einzelnen Referaten, die in sich geschlossene Aufgaben- und Verwaltungsbereiche sind, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu finden, wenn es um Zusammenarbeit und ressortübergreifendes Denken geht. Bei der 10. Kommunalen Klimakonferenz vom Deutschen Institut für Urbanistik und dem Bundesumweltministerium wurde vor wenigen Wochen in Berlin über Verwaltungsstrukturen diskutiert, die Klimaschutz stärker in der kommunalen Arbeit verankern. Spannend war der Vortrag von Oliver Christoph Will, Geschäftsführer von „Die Strategiemanufaktur“ aus Karlsruhe. Manche Kommunen, so Will, versuchen mit verwaltungsorganisatorischen Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert (strenge Unterteilung der Aufgaben in Ressorts oder Referate, straffe hierarchische Strukturen) Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (wie Klimaschutz oder Klimaanpassungen) zu lösen. Er plädiert dagegen für eine „offene und integrierte Verwaltung“. Die hatte Coburg mit dieser Stabsstelle. Und diese will sie jetzt auflösen. Das soll der richtige Weg sein?
AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017
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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 06. April 2018 Anzeigenschluss ist der 26. März 2018.
WM-JAHR … ALSO SIND „SCHLAUE“ FUSSBALLER HEUTE DAS LETZTE Lothar Matthäus: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Sand in den Kopf stecken!“
Olaf Thon: „In erster Linie stehe ich voll hinter dem Trainer, in zweiter Linie hat er recht.“
Rolf Rüssmann: „Wenn wir hier nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.“
Fritz Walter jun.: „Die Sanitäter haben mir sofort eine Invasion gelegt.“
Rudi Völler: „Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!“
Aleksandar Ristic: „Wenn man ein 0:2 kassiert, dann ist ein 1:1 nicht mehr möglich.“
Thomas Häßler: „Ich bin körperlich und physisch topfit.“
Steffen Freund: „Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: ‚Komm Stefan, zieh deine Sachen aus, jetzt geht‘s los.‘“
Andi Möller: „Mein Problem ist, dass ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“ Paul Breitner: „Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief ‘ s ganz flüssig.“
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Mario Basler: „Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“
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Verstehen ist einfach. Wenn man einen Finanzpartner hat, der die Region und ihre Menschen kennt. Sprechen Sie mit uns.
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S Sparkasse Coburg - Lichtenfels AUSGABE 25 / FEBRUAR 2018