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Coburger - Das Magazin #20

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Nr.20 | April 2017

Magazin fĂźr Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


r e n g a W r e t n e c e h c s i r Mit F l e g r a p S r e d t k c e m sch t u g s r e d beson

r i w weil e i s r ihn fu ! n e l a sch oburg C e h รถ H r e r s, Laute e i d a r a p e h c s i Fr

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AUSGABE 20 / APRIL 2017


AUSGABE 20 / APRIL 2017

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INHALT

AUSGABE 20 / APRIL 2017 8 10 12 90 91 92 95 96 97 98

BENEDIKT DELLERT SEBASTIAN BUFF SEBASTIAN BUFF

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DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE

WENN DIE RENTE KAUM NOCH REICHT Armut im Alter

LUTHER IN COBURG 20 Wo er Spuren hinterließ ICH NUTZE ALSO BIN ICH

WOLFRAM HEGEN

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WOLFRAM HEGEN

SONDERTHEMA DESIGN 36 Interviews, Fakten, Stories

WOLFRAM HEGEN JULIAN UEBE

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WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

MACHER – DIE NEUE REIHE IM COBURGER 58 Dieses Mal: Björn Schumacher

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

Über das Ende des Eigentums

HERZENSANGELEGENHEITEN Prof. Dr. Johannes Brachmann im Portrait

SALZHERING MIT ERBSSCHNEE UND HONIGSENF 60 Essen und Trinken bei Luthers Zuhause HIER WOHNTEN … 50 … Gutsbesitzer aus Hildburghausen

BENEDIKT DELLERT

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BENEDIKT DELLERT

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BENEDIKT DELLERT

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TANJA WIPPENBECK

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MUSKELN Die kleinen Kraftwerke

DRAHTESEL WAR FRÜHER Radsport heute

FRÜHLING 1 Neues für die Straße

FRÜHLING 2 Erotische Galerie

TITEL-ILLUSTRATION. „Futuretown Coburg?“ Natascha Naumann

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Bild: Pleuel, Mahle International GmbH

Moderne Motoren stellen höhere Anforderungen an Zylinderkomponenten als jemals zuvor. Nur mit innovativen Konzepten und Materialien in ganz neuer Leistungsstärke sowie optimal aufeinander abgestimmten Systemelementen können weitere Leistungsreserven mobilisiert werden. Hochleistungskomponenten, wie Pleuel, werden von international führenden Herstellern auf verketteten Aggregaten von LASCO zunächst gewalzt und dann ausgeschmiedet.


INHALT

EDITORIAL

WOLFRAM HEGEN

Standardsatz 2017, funktioniert bestens als Gesprächseinstieg: „Was sind das doch für unsichere Zeiten “ - mittlerweile ein moderner Klassiker für den gepflegten Smalltalk, für den man zumeist einen kleinsten gemeinsamen Nenner sucht. Stimmt ja auch irgendwie – Putin, Trump, Erdogan, Brexit, Eurokrise, IS, Klima, Fake News. Wirklich nichts ist mehr sicher. „Ich weiß auch nicht, wo das noch hinführen soll.“ Wir auch nicht. Also suchen wir doch nach dem, was beständig ist. In unserem Sonderthema „Design“ zum Beispiel kommen Coburger zu Wort, die schon lange für Erfolg stehen, die sich von Krisen kaum irritieren lassen auf ihrem Weg. Wir stellen zudem ab sofort in jeder Ausgabe einen „MACHER“ aus der Region vor, in einem besonderem Look, mit besonderen Aussagen dazu, was „machen“ „ausmacht“ (und es werden in Zukunft auch Macherinnen dabei sein, wir werden die Serie dennoch der sprachlichen Griffigkeit zuliebe „MACHER“ nennen). Auch sie stehen für Beständigkeit. Daneben versuchen auch wir für Sie verlässlich zu sein: Mit unserer beliebten Fotostrecke, dieses Mal mit den Spuren, die Luther in Coburg hinterlassen hat, mit Portraits von besonderen Menschen wie in dieser Ausgabe dem weltweit anerkannten Kardiologen Professor Brachmann, mit unseren Ihnen vertrauten Rubriken wie den Stadtgesprächen, dem Monaco Franke oder der Galerie mit Werken regionaler Künstler oder Fotografen. Aber natürlich wenden wir uns auch neuen Entwicklungen zu: den neuen Topmodellen im Autofrühling 2017 zum Beispiel. Oder der Rente. Warum? Weil die immer im Wahljahr zum Thema wird. Und wir freuen uns wieder auf die Schatzsuche. Dieses Mal sind Preise im Gesamtwert von 2000 Euro zu gewinnen! Für einen, der es schafft! Also strengen Sie sich an oder arbeiten Sie im Team, unserer Märzschatzsuche hat nämlich niemand lösen können. So, jetzt sind Sie dran.

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14 WENN DIE RENTE KAUM NOCH REICHT Armut im Alter

SALZHERING MIT ERBSSCHNEE & HONIGSENF Essen und Trinken bei Luthers Zuhause

72 DRAHTESEL WAR FRÜHER Radsport heute

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INHALT

54 HERZENSANGELEGENHEITEN Prof. Dr. Johannes Brachmann im Portrait

30 ICH NUTZE ALSO BIN ICH Über das Ende des Eigentums

36 SONDERTHEMA DESIGN Interviews, Fakten, Stories

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DREIGESTIRN

DREIGESTIRN Jenseits von Landesausstellung und Coburger Designtagen, auf die wir im Heft noch gesondert hinweisen, von der Eröffnung der Biergarten- und Badesaison, von Freiluftvergnügungen jeglicher Art, gibt es auch von Mitte April bis Ende Mai wieder

einige Veranstaltungen, die man sich auf jeden Fall nicht entgehen lassen sollte – meint ganz subjektiv die Redaktion vom COBURGER. Daher hier wieder drei Empfehlungen für den Frühling – eine davon hoffentlich unter blauem Himmel.

DER FLUCHTWEG „WEG VON HIER“

ERWIN PELZIG MIT NEUEM PROGRAMM

Diese Flucht führt in die Internet-Schutzräume der Gleichdenkenden, führt in ein tatsachenbefreites Leben, die Informationsflut hinter sich lassend. Solche Fluchtwege sind verworren und unübersichtlich. Ob sie in eine neue Romantik führen, erscheint ziemlich ungewiss. Weil Erwin Pelzig aber ohnehin lieber bleibt als geht, will er zumindest wissen, was hinter diesen Fluchten steckt. Wem nützen sie, und wer sind hier eigentlich die Schleuserbanden? So gräbt und grübelt sich Pelzig in „Weg von hier“ durch das Chaos unseres angeblichen Epochenwandels, wie immer begleitet von seinen beiden Freunden Hartmut und Dr. Göbel. FrankMarkus Barwasser steht seit über 20 Jahren auf Deutschlands Kabarettbühnen und war auch mit mehreren TV-Sendungen z.B. als Gastgeber der „Anstalt“ im ZDF sehr erfolgreich. „Weg von hier“ ist Barwassers achtes Kabarett-Soloprogramm.

Wann Wo Wie: Donnerstag, 27. April 2017 um 20:00 Uhr im Kongresshaus Rosengarten, Karten bei den örtlichen Tageszeitung oder unter www.eventim.de

Quelle: www.pelzig.de

Das neue Kabarettprogramm von Frank-Markus Barwasser „Weg von hier“: Unter diesem Titel schickt er seinen Ego, Erwin Pelzig, mit einem neuen Soloprogramm ab 2017 auf Deutschlands Bühnen. Gab es einst die Flucht aus der Aufklärung in die Romantik, ist es heute die Flucht aus der Realität in eine gefühlte Wirklichkeit.

JE OLLER, JE DOLLER

OLD- UND YOUNGTIMERTREFFEN

Vor der wunderschönen historischen Kulisse von Ehrenburg und Landestheater wird für die Zuschauer viel geboten. In den vergangenen Jahren fanden sich Prachtexemplare von Vorkriegs-Oldtimern aus den 30er Jahren über MercedesBenz 300 SL und Porsche 356 aus den 50ern bis hin zum Ford Capri und VW Passat aus den 70er und frühen 80er Jahren ein. Natürlich waren auch die Zweiräder immer stark vertreten: NSU, DKW, BMW, Zündapp, Ardie, um nur einige deutsche Hersteller zu nennen. Auch MV Augusta, Norton, Triumph bis hin zu Honda, Yamaha und Harley Davidson werden zahlreich vertreten sein. Eine Teilnahme ist für Automobile und Motorräder bis Baujahr 1990 möglich. Den ganzen Tag über sind die Fahrzeuge zu bestaunen. Interessierte können sich in Benzingesprächen mit den Besitzern über technische Daten austauschen. Und hungrig muss auch keiner nach Hause gehen.

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Wann Wo Wie: Sonntag, 14. Mai 2017 ganztägig auf dem Schlossplatz in Coburg Eintritt frei

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Quelle: www.wikipedia.de | Autor: Buonasera

Es blitzt das Chrom, es leuchten die Augen: Bereits zum vierzehnten Mal werden sich beim Old- und Youngtimertreffen in Coburg hunderte von klassischen Autos, Nutzfahrzeugen, Motorrädern, Rollern, Fahrrädern etc. ein Stelldichein auf dem Schlossplatz geben.


DREIGESTIRN -Anzeige-

WELTBEKANNTER GEHEIMTIPP

TIPPS DER ANDEREN ART

ANN VRIEND KOMMT NACH COBURG

Es wird ein Abend zum Dahinschmelzen und Mitswingen, voller Leidenschaft und Hingabe. Ein Abend zwischen den musikalischen Welten. Ein Abend am Klavier und mit einer unglaublichen Stimme: Ann Vriend besucht die Vestestadt, international schon längst ein Star. Ihre Stimme klingt wie eine Mischung aus Janis Joplin und Nora Jones. Ihr Rhythmus und Swing am Piano erinnern an Aretha Franklin und ihre ruhigen Songs zerschmelzen wie bei Dolly Parton. Ann Vriend, die kanadische SingerSongwriterin und Pianistin mit holländischen Wurzeln, gilt hierzulande noch als Geheimtipp. International ist sie längst erfolgreich und mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem hat sie erst in diesem Jahr den kanadischen Blues Award gewonnen. Sie begeistert ihr Publikum mit ihrer expressiven, soul-getränkten Stimme und beeindruckt mit einzigartigen instrumentalen Fähigkeiten. Ob Soul, Blues, Folk, Country oder Jazz, sie ist in vielen Bereichen der Musik zu Hause. Die Ruhrnachrichten haben es so ausgedrückt: „Ann Vriend beherrscht die zarten, warmen Töne, bis sie auf der Bühne explodiert. Dann erklingt ihre Stimme mit druckvoller Leidenschaft.“ Besser kann man es nicht sagen.

28. MAI 2017 UM 15 UHR WALDBÜHNE HELDRITT

„DAS EICH“

„Jetzt Eicht`s“ – der besondere Blick auf den täglichen Wahnsinn mit dem entspannten Franken. Im Rahmen des Heldritter Kabarettsommers

16. JUNI 2017 UM 20 UHR WALDBÜHNE HELDRITT

SEBASTIAN REICH

Wann Wo Wie: Donnerstag, 18. Mai 2017 um 20:00 bei Leise am Markt, Karten für 20 Euro telefonisch unter 09561/90856 oder unter www.leise-am-markt.de Wenn Sie sich von unserer Auswahl nicht angesprochen oder Sie sich mit drei Veranstaltungen in knapp zwei Monaten bei weitem nicht ausgelastet fühlen, wofür wir natürlich vollstes Verständnis haben, dann gibt es unter folgenden Seiten viele hundert weiterer Events. ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶

www.coburg.de/veranstaltungen www.landestheater-coburg.de www.coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender www.leise-am-markt.de www.gocoburg.de/veranstaltungen www.huk-coburg-arena.de/veranstaltungen u.v.m.

Viel Freude beim sinnvollen Verbringen Ihrer Freizeit.

Quelle: www.annvriend.com

„Amanda packt aus“ – der fränkische Kabarett-Star und Bauchredner zu Gast begeistert die Massen. Im Rahmen des Heldritter Kabarettsommers.

14.05.2017 KULTUR- UND SPORTHALLE FROHNLACH

SUPERLIZZY MUSIKCOMEDY

Muttertagsspecial mit Lizzy Aumeier | Bekannt aus Otti`s Schlachthof und Kabarett aus Franken. Lizzy Aumeier zeigt an diesem Abend exklusive Highlights aus ihren bisherigen Erfolgsprogrammen: immer aktualisiert und speziell auf Sie abgestimmt. Ein Feuerwerk an strapazierender, beißender Ironie, heißer Erotik, ausgefallenen Wortspielen und beispielhafter Musikalität. Lizzy gilt als die Entdeckung des bayerischen Musikkabaretts der letzten Jahre. Ihr Körper ist ihr Kapital und das Markenzeichen der „Barbie-Fehlpressung“. So entsteht daraus die wohl ansehnlichste Landkarte mit individuellen örtlichen Gegebenheiten, die man sich nur wünschen kann. Sie zupft, streicht, hämmert virtuos auf dem kongenial zu ihr passenden Instrument, dem Kontrabass. So hinreißend wie Lizzy Aumeier war im Kabarett selten eine. Noch kein Geschenk für die Mama zum Muttertag?! Dann jetzt schon ans Schenken denken. Ein Ticket für Lizzy lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur wegen des Gläschens Sekt, das es für jede Dame gibt. Prösterchen! Karten zu den Events gibt es an allen bekannten VVK-Stellen oder online unter www.eventim.de, www.reservix.de oder www.okticket.de Veranstalter www.agentur-streckenbach.de / Tel.: 09562-7844025

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... VOLL DIE GUTE IDEE Vor einiger Zeit also ist sie abgelehnt worden, die Idee eines runden Globe Theater aus der Feder der Hochschule Coburg als Ersatzspielstätte für das Coburger Landestheater. Was aber, wenn das Gebäude nicht auf dem Schlossplatz oder dem Anger, sondern dauerhaft auf dem Güterbahnhofgelände gebaut worden wäre. Dort hätte es, nach dem Dasein als Interimsspielstätte, für die Kreativwirtschaft als weithin sichtbares Symbol und als einmaliger Ort für Veranstaltungen gedient und vor allem als Leuchtturmprojekt weit über die Stadt hinaus. Entsprechende Ideen gab es, doch in öffentlichen Diskussionen ging es oft nur um die Kosten, nicht darum, ob es sich vielleicht doch eher nicht um Kosten, sondern um Investitionen für die Zukunft der Stadt gehandelt hätte. Kleider machen Leute. Jetzt zieht das Landestheater einen vom Stadtrat beschlossenen praktischen Jogginganzug an. Den kann man danach wegschmeißen. Der feinen Zwirn, das „Globe“, bleibt als Schnittmuster in der Schublade.

KONTO VOLL Die Landesausstellung und die Bedeutung Coburgs als Lutherstadt außerhalb der Stadtmauern sorgen schon für mehr Aufmerksamkeit als Einheimische wahrnehmen. Zahlreiche Führungen der Ausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ sind schon ausverkauft, sogar Anfragen aus den USA liegen vor. Es könnte also, wenn dann noch rechtzeitig Coburg in den Kreis der Weltkulturerbestädte aufgenommen wird, ein glorreiches Jahr werden für die Vestestadt, auch in der Hoffnung, dass viele Gäste noch ein paar Tage dranhängen an ihren Aufenthalt, Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel davon profitieren. Die Kirche übrigens überlegt sich angeblich derweil andere Erlösquellen: Die Morizkirche bekommt einen elektronischen Opferstock, heißt es gemäß einer göttlichen Eingebung.

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STADTGESPRÄCH NASE VOLL Die Ketschenvorstadt ist kaum wederzuerkennen. Neue Straßen, sanierte Häuser, neuer Wohnraum. Die Fassaden fast allesamt in neuem Glanz. Viel gab es zu tun, da dürfen den Verantwortlichen natürlich auch kleine Fehler unterlaufen. Blöd nur, wenn sie jemand entdeckt. So fiel jemandem ein großes Werbebanner auf der immer noch sichtlich unten den letzten Jahrhunderten leidenden Rückseite eines Hauses auf. „Ich bin ein Denkmal und werde 2016 saniert und restauriert“, stand drauf. Dummerweise war es zu diesem Zeitpunkt aber schon März 2017, und es sieht immer noch ziemlich ramponiert aus. Das Bild machte in den sozialen Medien die Runde, bis es wohl bei der verantwortlichen Wohnbau Stadt Coburg gelandet sein muss. Jetzt ist das Banner weg, das alte Haus aber ist noch da.

MUND VOLL Zu hungrig sein, kommt nicht gut an: Caterer aus der Region Coburg nämlich gehen beim Staatsempfang von Landesvater Horst Seehofer zur Eröffnung der Landesausstellung im Mai im Innenhof der Veste Coburg in Coburg leer aus. Sie hätten das große Festmahl deutlich teurer als ein Konkurrent aus Nürnberg angeboten, heißt es. Um einen niedrigen fünfstelligen Betrag soll es bei der Differenz gehen. Bei 800 angemessen zu bewirtenden Ehrengästen wird ohnehin ein ganz schönes Sümmchen zusammenkommen. Das Geschäft aber machen jetzt die Mittelfranken. Das nennt man freien Wettbewerb, das muss man verdauen. Wenn es dann aber im Allerheiligsten der Vestestadt zur Eröffnung der Coburger Landesausstellung ausgerechnet Nürnberger Bratwürste gäbe oder von Nürnberger gemachte Coburger Bratwürste … das dürfte eingefleischten Herzogtümlern noch schwerer im Magen liegen.

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DER HOFBERICHT

FOTOS: SEBASTIAN BUFF WWW.SEBASTIAN-BUFF.DE

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne kleine und große Partys. Wir vom

COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem neuen Hofbericht. Dieses Mal von der Präsidiumsübergabe des Serviceclubs Round Table 151 Coburg.

Sabrina Weiß mit dem neuen Präsidenten Markus Palm

Wibke Gick, Christian Gick und Melanie Gehring

Die Präsidenten-Kette von RT 151 Coburg

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Eric Bienlein-Karst, André Grosch und Andree Schneider

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DER HOFBERICHT

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Rente Wenn die

kaum noch reicht! Armut im Alter

Die Wahrheit ist nicht einfach, die Wahrheit ist besorgniserregend. Fast jeder zweite Berufstätige in Deutschland fürchtet, dass die Rente im Alter nicht mehr zum Leben reicht. Für das Ehepaar Regina (65) und Reiner (66) aus dem Landkreis Coburg ist diese düstere Ahnung längst zur Realität geworden. Obwohl sie vier Jahrzehnte lang geschuftet haben, müssen sie im Alter jeden Cent umdrehen und können sich kaum etwas leisten. AUSGABE 20 / APRIL 2017

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WENN DIE RENTE KAUM NOCH REICHT

VON BENEDIKT DELLERT FOTOS: SEBASTIAN BUFF

Barbara Kammerscheid (rechts), die Initiatorin von Hartz und Herzlich in Coburg mit Regina B. und einem Kunden.

„Fast jeder sechste Rentner lebt in Armut.“

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ARMUT IM ALTER

KEIN GELD, KEIN JOB, KEIN AUTO Die Wirklichkeit ist hart für beide: ein halbes Leben geschuftet und es reicht immer noch nicht für einen geruhsamen Lebensabend. Das Eigenheim haben beide an den Sohn überschrieben, ein eigenes Auto besitzen sie auch nicht mehr, weil das Geld für die notwendigen Reparaturen fehlte. Rücklagen gibt es auch keine. Dazu kommen noch gesundheitliche Beschwerden - unmöglich, regelmäßig Geld zu verdienen. Bis vor ein paar Jahren hat Regina noch dreimal in der Woche bei einem älteren Ehepaar geputzt. Das geht heute nicht mehr. Und in ihrem Alter noch einen neuen Job zu finden, ist extrem schwierig. Wenn man über 60 ist, muss man sich schon fast entschuldigen, dass es einen überhaupt noch gibt. Oft schreiben Rentner Dutzende von Bewerbungen. Doch kaum einer denkt daran einen älteren Menschen einzustellen. Ohnehin wäre es schon schwierig ohne Auto irgendwo hin zu kommen. Die öffentlichen Verkehrsmittel kann man sich nicht leisten. Man ist zuhause eingesperrt.

ARBEITEN NUR ALS FLUCHT Doch einmal in der Woche kommen sie raus: Reiner und Regina arbeiten beim sozialen Kaufhaus Hartz & Herzlich in Coburg. Während sie an der Kasse steht, kümmert sich ihr Mann um den Verkauf von Möbeln. Diese Arbeit macht den beiden Spaß, sie kommen unter Leute. Sie beiden arbeiten nicht, weil sie sich so schwer vom Berufsleben lösen können, sie arbeiten, um dem Alltag zu entfliehen.

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Auch Barbara Kammerscheid, Gründerin von Hartz & Herzlich in Coburg, sieht die Entwicklung mit Besorgnis. „Die Anzahl der Leute, bei denen die Rente nicht mehr ausreicht, nimmt ständig zu. Das sieht man jeden Mittwoch, wenn wir den Laden aufsperren.“ Mit ihrem sozialen Kaufhaus möchte sie sozial Schwächeren eine Möglichkeit bieten, in Würde einzukaufen, und das für Cent-Beträge. Es sind auch größtenteils Menschen vom sogenannten unteren Rand der Gesellschaft, die im Hartz & Herzlich arbeiten. „Gegenwärtig sind es zwischen fünf und 25, die als Ehrenamtliche oder Ein-EuroJobber im sozialen Kaufhaus tätig sind. Sie fühlen sich hier wieder in der Gemeinschaft aufgehoben“, so Kammerscheid.

GRUNDSICHERUNG FÜR HUNDERTTAUSENDE Jahr für Jahr müssen immer mehr Rentner in Deutschland dazuverdienen. Meist trifft es natürlich die sogenannten Geringverdiener, zu denen Kassiererinnen, Putzkräfte oder Friseurinnen gehören. Laut Statistischem Bundesamt lebten im vergangenen Jahr 14,4 Prozent der über 65-Jährigen in Armut. Bei den Rentnern sind es sogar 15,6 Prozent. Und diese Zahl steigt immer weiter an, da die Anzahl an Rentner zunimmt. Waren 2006 noch 10,3 Prozent der Rentner von Armut betroffen, sind es heute 51 Prozent mehr. 400 000 Menschen in Deutschland leben bereits von der sogenannten Grundsicherung, einer Art Sozialhilfe für Rentner. Die Grundsicherung ist keine Rentenart, sondern eine Sozialleistung, die aus Steuermitteln finanziert wird. Im Alter und bei Erwerbsminderung gibt

es darauf Anspruch, wenn die Rente zusammen mit eventuell weiteren Einkommen nicht für den Lebensunterhalt ausreicht.

SCHMALER GRAT AM ABGRUND Das Ehepaar Regina und Reiner bekommt zusammen ein paar Euro zu viel Rente, um diese Grundsicherung beantragen zu können. Wenn es nicht so tragisch wäre, würde man sagen, es ist dumm gelaufen für die beiden. Sie haben zu wenig für ein bisschen Wohlstand, aber sie haben zu viel, um unterstützt zu werden. So balancieren sie ihre letzten Lebensjahre auf einem schmalen Grat entlang, auf dem immer die Gefahr droht, in den Abgrund zu stürzen. Dort, ganz unten, gibt es noch viel dramatischere Fälle, Rentner, die noch viel weniger Geld haben als sie. Aber gerade ihre Armut verdeutlicht die Tragweite des Problems, sie sind nur die Vorhut einer besorgniserregenden Entwicklung. Die Altersarmut breitet sich wie ein Virus in ganz Deutschland aus. Das sagen auch die Zahlen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, nach denen bereits jeder dritte Bundesbürger von der Altersarmut bedroht ist.

48 JAHRE ARBEIT REICHEN NICHT Dabei haben die beiden doch eigentlich vieles richtig gemacht: Reiner hat mit 14 eine Maurerlehre begonnen und in diesem Beruf 48 Jahre gearbeitet, bis es für ihn mit 62 Jahren nicht mehr weiter ging. Er erkrankte an einer Lungenfibrose die ihn in die Knie zwang. Reiner ist sich sicher, dass diese Erkrankung

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WENN DIE RENTE KAUM NOCH REICHT durch die Arbeit mit Asbest kam, anerkannt wurde dies jedoch leider nicht, was sich auch wieder negativ auf die Rente auswirkt. Seine Frau hatte mehrere Teilzeitjobs mit Unterbrechungen, denn sie musste auch ihre zwei Kinder aufziehen. Sie haben lang hart gearbeitet, um nun knapp über dem Sozialhilfeniveau angekommen zu sein. Aber auch jetzt gilt es für die beiden aus der Situation das Beste zu machen. Neid kennen die beiden nicht. Nur die Enttäuschung über den Sozialstaat und die Besorgnis, wohin das noch alles führen wird. Das Ehepaar hat sich längst damit

abgefunden, das große Sprünge nicht mehr möglich sind. Die Grundbedürfnisse können sie gerade noch so stillen. Aber mehr ist nicht drin. Essen gehen? Mal in den Urlaub? Gemeinsam in der Coburger Innenstadt einen Kaffee trinken? Das ist alles Luxus und den kann man sich nicht leisten. Die Zukunft hält nur das für sie bereit: Jeden Cent zweimal umdrehen und mit dem auskommen was sie haben.

Hochbetrieb im sozialen Kaufhaus.

„Jeder Cent wird zweimal umgedreht.“ 18

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Gesponserter Beitrag

RICHTIG RECHNEN

RICHTIG RECHNEN

„Die Rente ist sicher“ ist wohl einer der berühmtesten Sätze der Deutschen Geschichte. Und in der Tat: Allen Gegenreden zum Trotz erweist sich das deutsche Rentensystem trotz aller Fehler und Unzulänglichkeiten immer noch als relativ stabil. Gerade in Zeiten von null Zinsen nämlich werden private Versicherungen den in sie gesteckten Hoffnungen nicht gerecht, wie gut, dass es die biedere gesetzliche Rente da noch gibt, immerhin. Doch kann man etwas tun, wenn sie nicht reicht? Tipps von Volker Albrecht, Rentenspezialist bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg.

KAUM NOCH FEHLER MÖGLICH

NACH ZEHN JAHREN IST ALLES VORBEI

SCHLECHTE CHANCEN BEI KRANKHEIT

„Wieviel Rente sie bekommen, steht in ihrem Rentenbescheid, wieviel ihnen zusteht, sagt ihnen ihr Rechtsanwalt“, so Albrecht, der gleichzeitig mit der immer noch weitverbreiteten Meinung aufräumt, viele Rentenbescheide seien falsch. „Die Fehlerquote ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.“ Seit 1992 werden alle Verdienste elektronisch erfasst, nicht mehr manuell, damit gehören viele menschliche Fehler der Vergangenheit an. Große Probleme hatte es zum Beispiel bei der Übertragung der Ansprüche von ehemaligen DDR-Bürgern in das Computersystem gegeben, oder auch bei vielen Brüchen im Lebenslauf. „Heute aber sind eigentlich kaum mehr Fehler möglich“, betont er.

Wer dennoch Zweifel an der richtigen Erfassung seiner Verdienste hat, muss dies in der Regel selbst nachweisen, indem er zum Beispiel seine Lohnabrechnungen von früher noch vorlegen kann. Der Arbeitgeber dagegen hat nur eine Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren, in der Regel ist danach nichts mehr zu machen. „Wenn heute jemand zu mir kommt mit einer Beschäftigung aus den 80er Jahren, die nicht berücksichtigt worden sei, er hat aber selbst keine Unterlagen mehr, ist ein Widerspruch nahezu aussichtslos.“ Normalerweise gilt also heute, was auf dem Rentenbescheid steht: Alle sozialversicherungspflichtigen Verdienste des Erwerbslebens umgerechnet in Entgeltpunkte multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, ergibt das, was einem monatlich an Rente zusteht. Eine anwaltliche Beratung ist allerdings oft sinnvoll, wenn man den optimalen Zeitpunkt für den eigenen Eintritt ins Rentnerdasein errechnen möchte. „Wieviel Abschläge werden fällig, wenn man frühzeitig in Rente geht?“ ist eine häufige Frage, die Albrecht im Gespräch mit Klienten beantworten muss.

Wer dagegen aus gesundheitlichen Gründen auf eine Erwerbsminderungsrente hofft als Überbrückung bis zur Altersrente, hat zunehmend schlechte Karten, gibt Albrecht zu bedenken. „Die medizinischen Hürden werden immer höher“, weiß er. Außerdem muss ein Antragsteller für eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre in die Rentenkasse einbezahlt haben. Viele Betroffene aber haben zu diesem Zeitpunkt schon länger Krankengeld bezogen und erhalten dann noch eine Zeitlang Arbeitslosengeld I. Oft bleibt dann nur noch Hartz IV. Kann dieses – aus welchen Gründen auch immer – nicht bezogen werden, verliert man unter Umständen den Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, weil die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Auch, wer sich keinen oder zu wenig Rentenanspruch im Laufe seines Erwerbslebens erworben hat, bekommt maximal die sogenannte Grundsicherung im Alter auf Hartz-IV-Niveau.

BÖSE ÜBERRASCHUNG Wer übrigens mit einer üppigen betrieblichen Altersvorsorge rechnet, sollte richtig kalkulieren, gibt Albrecht zu bedenken. „Was immer wieder vergessen wird: Betriebliche Altersvorsorgen sind in der Regel kranken- und pflegeversicherungspflichtig, wenn der Arbeitgeber die Beiträge in die Altersvorsorge vom Bruttolohn direkt abgezogen hat.“ Rechtzeitig richtig rechnen (lassen) kann also böse Überraschungen vermeiden helfen.

Volker Albrecht ist unter anderem Fachanwalt für Sozialrecht in der Kanzlei Hörnlein & Feyler in Coburg. Im Rahmen dieser Tätigkeit liegt ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Rentenberatung. Mehr Informationen: www.hoernlein-feyler.de.

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LUTHER IN COBURG FOTOS: SEBASTIAN BUFF

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„Ritter, Bauern, Lutheraner“ Bayerische Landesausstellung vom 9. Mai bis 8. November 2017 in Coburg

„Ritter, Bauern, Lutheraner“ ist ein Panorama der Zeit um und nach 1500. An Originalschauplätzen erzählen kostbare und ungewöhnliche Exponate die Geschichte einer Epoche des Um- und Aufbruchs. Als Werbung für die Landesausstellung stehen große Playmobile-Figuren von Martin Luther überall in der Stadt. Neben der Landesausstellung finden auch andere Veranstaltungen in Coburg statt, die sich um das Thema Luther und die Reformation drehen.

Begleitausstellung in der Sankt Moriz Kirche

Von Mitte April bis Anfang Oktober 1530 weilte Martin Luther auf der Veste Coburg. Während in Augsburg auf dem Reichstag die Verlesung der Konfession der Reformation vorbereitet wurde, arbeitete Luther in Coburg unermüdlich für seine neue Glaubenslehre. Sein Wirken auf der Veste in dieser konfessionsgeschichtlich äußerst wichtigen Phase ist von herausragender Bedeutung. Deswegen findet die Landesausstellung in der Vestestadt statt.

Ökumenischer Kirchentag

Die Landesausstellung zeigt das Leben auf dem Land, in der Stadt, in den Klöstern und den Ritterburgen. Kostbare und ungewöhnliche Originale aus der Zeit, Kunstwerke von Dürer, Cranach und vielen anderen Meistern, eindrucksvolle Inszenierungen und moderne Ausstellungstechnik helfen bei der Antwort auf die Fragen: Was trieb die Menschen in bewegten Zeiten um? Wurde die Welt wirklich durch die Ideen und Schriften Martin Luthers verändert? Und was hat das mit uns heute zu tun?

Virtuelle Ausstellung

Coburgs evangelische Kirche Sankt Moriz, auf deren Kanzel Luther mehrfach persönlich predigte, präsentiert zur Landesausstellung eine Begleitausstellung. Die Fachtagung "Protestantische Bilderwelten" untersucht am 9. und 10. Oktober in Coburg, wie sich Glaube und Selbstverständnis der Reformation in der Druckgraphik vom 16. Jahrhundert bis heute spiegeln.

"Evangelium feiern" – unter diesem Leitwort wird in Coburg am 31. Oktober das ökumenische Christfest gefeiert. Zum Auftakt wird in der Sankt Moriz Kirche der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick als Festprediger erwartet, zum Abschluss kommt der anglikanische Bischof Martin Warner aus Chichester. Zudem werden auch die Gewinner des bayernweiten Song-Contests "Luther rockt" prämiert.

Auch virtuell ist etwas zu entdecken. „Martin Luther und die frühe Reformation in Bayern. Anhänger, Gegner, Sympathisanten“ gewährt einen Einblick in die Reformationsbewegung in der Region. Zu finden ist die Ausstellung kostenlos und rund um die Uhr auf dem Kultur- und Landeskundeportal. Die Präsentation der Luther-Objekte stellt eine Ergänzung der Landesausstellung dar. Gezeigt werden unter anderem historische Drucke, Kunstwerke, Kirchenausstattungen und Gemälde.

Zentrale Themen der Ausstellung sind die Angst vor dem Tod, der Ablasshandel, die Hexenverbrennung, aber auch das Leben einfacher Bürger in Stadt und Land. Hochkarätige Exponate hat man zusammengetragen. Coburg ist dabei als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden, weil die Stadt als zentrales Nadelöhr wichtiger Schauplatz der Reformation gewesen ist. Diese Bedeutung würdigt auch eine besondere Livesendung: Am 4. August gibt es live von der Bayerischen Landesausstellung die 90-minütige Sendung "Auf geht’s" des Bayerischen Fernsehens.

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Über das Ende des Eigentums. 30

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ÜBER DAS ENDE DES EIGENTUMS

VON WOLFRAM HEGEN

War es das mit dem Eigentum? Brauchen wir nichts mehr, weil wir alles mieten, leihen, nutzen können? Sind wir auf dem Weg zu einer neuen uralten Art des Miteinanders? Die Share-Economy jedenfalls wächst und wächst. Ein Leitartikel von Wolfram Hegen.

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NICHTS BESITZEN, ALLES HABEN Der gute alte Proletarier, da ist es wieder: Der Besitzlose. Nur sieht er irgendwie anders aus als früher der Klischeeproletarier aussah. Der Besitzlose von heute hat keine Lumpen am Leib, keine Furchen im Gesicht, keinen bellender Husten. Der Besitzlose von heute kommt hipp daher, cool, modern, vital, gesund, gebildet, lebenslustig, mehrsprachig. Der Besitzlose von heute reist, chattet, erlebt. Er besitzt nichts und hat doch alles. Alles zumindest, war heute wertvoll ist: Erlebnisse, Erfahrungen, Soziale Kontakte, Ideen. Nicht mal mehr Geld im heutigen Sinne braucht er. Es gibt Bitcoins. Eine gegenstandslose Welt oder besser: eine Welt, in der Gegenstände nicht mehr auch Selbst-, sondern wirklich nur noch Mittel zum Zweck sind, in der man sie nur noch nutzt aber nicht mehr besitzen muss. Man leiht, mietet, teilt. Eigentum hat seinen Status als Symbol verloren. Eigentum hat seinen Wert verloren. Mehr noch: Eigentum belastet, verpflichtet, bindet – und das belastet, verpflichtet, bindet. Das kann in einer globalen auf maximale Flexibi- und vermeintliche Individualität ausgerichteten Welt doch keiner gebrauchen.

EWIGGESTRIGE DUMMKÖPFE Eigentum ist wie ein vollgepackter unförmiger Rucksack, der dem Erlebnishungrigen beim Gipfelsturm auf den Berg des Lebens das Kreuz verbiegt und den Schweiß tropfenweise in die Augen rinnen lässt, wo er wie Feuer brennt und einen klaren ungetrübten Blick unmöglich macht. Schade um die schöne kurze Zeit. Und vor allem wozu? Auf dem Gipfel kann man ohnehin nicht endlos ausharren. Soll man seinen mitgeschleppten Rucksack bewundern? Wäre doch schade um die schöne Aussicht. Der Besitzlose von heute hat das verstanden. Nennen wir ihn den Besitzlosen 4.0. Er lebt quasi postmateriell, freilich ohne auf Materielles zu verzichten. Ganz im Gegenteil, aber wozu selbst haben: Lass doch die Eigentümer ihr Eigentum besitzen. Lass sie die Arbeit machen. Der Besitzlose 4.0 ist doch auf der Statusskala mittlerweile ganz oben angekommen, bewundert, im besten Fall beneidet. Der Eigentümer dagegen - ewiggestriger Dummkopf. Übertrieben? Vielleicht. Und doch sind alte Werte schon längst auf dem Prüfstand, werden umgewertet. Es geht mehr ums Nutzen, weniger ums Haben.

DER BESITZLOSE 4.0 Eine Zeitgeist-Erscheinung, dokumentiert durch zahlreiche Sachbücher in den Regalen der Buchläden. Weniger ist mehr, Entschlacken in. Die „ShareEconomy“ hat in den letzten Jahren schwindelerregende Höhen erreicht, obwohl das Prinzip des Teilens und Tauschens ja so uralt ist wie die Menschheit selbst. Doch nicht zuletzt die sozialen Medien und mit ihnen unzählige Plattformen haben das Teilen auf eine neue evolutionäre Stufe gehoben: Wo man sich früher unter Nachbarn, Freunden, in der Familie, im Verein, der Landwirtschaft oder in anderen räumlich eng vernetzten Strukturen Dinge teilte, gemeinsam nutzte, verlieh oder auch mal tauschte, passiert das jetzt in der digitalisierten Welt sekundenschnell online, weltweit und unter wildfremden Menschen. Und nicht nur mit Rasenmähern, Anhängern oder Küchenmixern, sondern mit Häusern, Autos, Urlauben. Der erlebnishungrige Besitzlose 4.0 trifft online auf den Hauseigentümer, der ihm ein paar Tage Wohnrecht einräumt. So freut sich der Besitzlose 4.0 über eine Woche in einer Luxusvilla, die er sich nie hätte leisten können oder wollen. Und zur Luxusvilla fährt er vom Flughafen mit einem Privattaxi, das er sich auch nicht hätte leisten können oder wollen. Und ein eigenes Auto erst recht nicht. Der Besitzlose kann sich auf diese Art und Weise viel mehr Erlebnisse einkaufen als sein Budget eigentlich hergibt. Und der Eigentümer freut sich, weil er Leerzeiten in einem seiner Häuser oder Autos kapitalisieren kann, um sich noch mehr Häuser und Autos zu kaufen.

Voll auf die Ohren: Musik gibt's heute umsonst.

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ÜBER DAS ENDE DES EIGENTUMS HÄNDEWASCHEN WAR FRÜHER

DER SHARER 4.0

Eine rosarote Blümchenwelt, in der sich alle liebhaben und jeder alles mit jedem teilt? Eine Welt des sozialen Ausgleichs, der friedlichen Koexistenz von Kapital und Besitzlosen? Eine Welt, in der die Eigentümer immer mehr Eigentum haben, dabei immer unglücklicher werden und immer weniger Anerkennung genießen, während die Besitzlosen 4.0 besitzlos bleiben, ein geiles Leben führen und dafür auch noch bewundert werden, weil sie ihre Erlebnisse über soziale Medien mit allen teilen (Facebook für die Älteren, Instragram, Snapshat, Youtube für die Jüngeren), was der Eigentümer aus Angst vor Einbruch, Diebstahl, Mord und Totschlag natürlich lieber unterlässt? Natürlich nicht, es ist ein Geschäft wie jedes andere auch: Du gibst mir, ich zahl dafür. Was früher (und auch heute noch) unter Nachbarn ein (unausgesprochenes) Geschäft auf Gegenseitigkeit war und ist, man sich gegenseitig die Hände wäscht, wird in der Share-Economy zu Geld gemacht. Denn das Geschäft hat Potential.

Und die Anbieter werden zunehmend Privatleute: Es kann ja quasi jeder zum, nennen wir ihn, Sharer 4.0 werden, der eine Bude, ein Auto, eine Bohrmaschine in seinem Eigentum hat. Die meisten Zeit steht die Wohnung aber leer, das Fahrzeug sinnlos an der Straße oder die Bohrmaschine rostet vor sich hin. Also denkt sich der Sharer 4.0: „Da mach ich Kohle draus.“ Vielleicht aber kann nicht nur bald jeder Eigentümer zum Sharer 4.0 werden, sondern muss er es sogar. Weil die Zeit der Zweit-, Dritt- und Viertjobs ohnehin steigt, weil das Geld zu einem Leben, wie es einem die Besitzlosen 4.0 ja tagtäglich im neuesten Post vormachen nicht mehr reicht, man aber gerne auch so leben möchte: Reisen, Erlebnisse, und dazu der Genuss von teuren Marken und immer den aktuellsten Produkten. Diese Sharer 4.0 also sind Leidtragende. Sie müssen ihr bisschen „Hab und Gut“ (ist das heute dann überhaupt noch gut?) vermieten, verleihen, tauschen, um ihr Einkommen aufzubessern, was ja (nicht nur, aber auch) eben auch so niedrig ist, weil mehr gemietet, geliehen, getauscht wird.

AUTOS AN JEDER STRASSENECKE

DIE KATZE HAT SCHMERZEN

Geteilt wird überall: Musik wird geteilt, wer zahlt noch, wenn er die aktuellsten Songs bei Spotify nach Ertragen eines Werbespots kostenfrei hören oder bei amazon prime den aktuellen Blockbuster im Heimkino gegen eine Gebühr anschauen darf, für die er sich mit seiner Familie weder einen Kinobesuch noch die DVD hätten leisten können, mal abgesehen davon, dass er auf die Lieferung hätte warten müssen. Wer kauft sich noch ein Auto, wenn erst einmal genug Fahrzeuge an der nächsten Straßenecke stehen, die man mit einer Karte nutzen und irgendwo wieder abstellen kann. Winterreifen, Service, Tanken – nicht mein Problem. Wer bucht noch ein teures Hotel, wenn er billiger und exklusiver privat wohnen kann. Nur wenige von vielen Beispielen, bei denen Sharing schon Alltag ist. Fachleute gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Bundesbürger Sharing-Angebote nutzen. Und weil die meisten davon jung sind, wird schon rein demografisch gestützt die Zahl immer mehr steigen. Aber nicht nur die Zahl der Nutzer steigt, auch die Zahl der Anbieter. Nachfrage sucht Angebot, Angebot indet Nachfrager.

Da geht es ihnen nicht anders wie gestandenen Unternehmen. Die wenden sich in Zeiten der gesättigten Märkte ebenso dem Geschäftsmodell Sharing zu: es geht um die maximale Auslastung von Kapital und Anlagen. Wenn weniger produziert und verkauft wird, muss das Bestehende eben noch besser monetarisiert werden. Auch, um immer höhere Entwicklungskosten für immer schnelllebigere Produkte überhaupt wieder hereinholen zu können. Alles hängt mit allem zusammen: Vermieten und Teilen bringt Geld in die Kassen, das man dringend nötig hat, weil sich ja mit dem Produzieren und Verkaufen nicht mehr das verdienen lässt wie früher, weil ja eben immer weniger Produkte kaufen, weil sie es ja auch mieten können. Da hat die Katze Schmerzen am Schwanz vom vielen Reinbeißen.

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ÜBER DAS ENDE DES EIGENTUMS GETAUSCHT WIRD IM KRIEG

SCHÖNE ANDERE WELT

Gelobt sei, wer aus dem Katzenkäfig ausbricht, gelobt seien die Besitzlosen 4.0. Oder sollten wir uns eher nachdenklich stimmen lassen angesichts dessen, was die Zeit unlängst schrieb: Die Menschen besinnen sich aufs Tauschen, Teilen, Abgeben, Kooperieren, wenn Kriege und Krisen sie an den Rand der Existenz führten. 2008 zur Finanzkrise und in Griechenland 2012 habe man das beobachten können. Auch anderes ist nachdenkenswert: Mieten zum Beispiel steigen, weil sich mit kurzzeitiger Vermietung an Touristen mehr verdienen lässt als mit der langfristigen an die vierköpfige Familie am Existenzminimum. Löhne sinken, weil private selbständige „Taxifahrer“ für anderes Geld arbeiten als Angestellte. Ist das Teilen und Mieten auf der einen und das Nutzen auf der anderen Seite des Marktes also nur eine momentane Zeiterscheinung? Wird sich dieser Markt von selbst regulieren? Nein, das sicher nicht, es ist ein Megatrend, der sich weiter verstärken wird. Und der auch Chancen bietet.

Wenn weniger produziert wird, wenn Ressourcen besser genutzt werden, sollte es weniger Müll geben. Wenn jeder für dasselbe Geld mehr nutzen kann, sollte der Zugang zu modernen Technologien, zu Bildung, zu Erfahrungen leichter sein als bisher. Wenn bestehende monopolartige Anbieterstrukturen aufgebrochen werden, sollte das zu besserer Qualität bei günstigeren Preisen führen. Wenn Nachbarschaftshilfe digital auf neue Beine gestellt wird, wenn die kleinteilige Lebensmittelversorgung gerade auf dem Land auf mehrere Schultern verteilt wird, wenn Nahrungsmittel vor dem Verfall mit anderen geteilt werden, dann sollte das doch zu einer besseren Versorgung führen. Wenn alles das einträfe, dann sollte das Teilen und Nutzen doch zu einer besseren, weil sozialeren Welt führen, oder? Zum „collaborative lifestyle“, dessen Statussymbole nicht mehr materieller Natur sind, sondern ideeller. Einem Lebensstil, der den Besitzlosen 4.0 mit dem Sharer 4.0 zusammenführt: Zusammenarbeit, Nutzen und Teilen, Geben und Nehmen. Übertrieben? Vielleicht.

„Eine Welt des sozialen Ausgleichs, der friedlichen Koexistenz von Kapital und Besitzlosen?“ In Metropolen schon Alltag: Leihfahrräder.

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Design. Du gefällst mir.

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Ein kurzes Intro zu einem strapazierten Begriff

Vor einigen Jahren habe es in einem Regal gesehen und angesprochen. „Du gefällst mir“, habe ich gesagt. „Hallo“, hat es freundlich geantwortet, sich an mich geschmiegt und alles gemacht, was ich wollte. Wir haben uns dafür entschieden, zusammenzubleiben. Es war sparsam, intelligent, praktisch, tierlieb, fühlte sich gut an, und war dabei auch wirklich schön. Zumindest vorübergehend. Irgendwann hat es mir dann nicht mehr so gut gefallen. Weil es in die Jahre gekommen ist. Und weil ja andere Eltern auch hübsche Kinder haben. Ich habe es trotzdem behalten. Irgendwie mögen wir uns. Und praktisch ist es immer noch. Auch wenn es jetzt öfter mal im Schrank steht. Mein kleines Design. Es gibt doch immer ein Gegenteil, oder? Bei Wissen gibt es Unwissen, bei Tag Nacht, Materie Antimaterie, bei Plus Minus, bei Schönheit Hässlichkeit, aber bei Design? Gibt es Undesign? Nichtdesign? Gegendesign? Antidesign? Wohl kaum. Design ist immer. Alles hat eine Gestalt. Auch dieser Text zum Beispiel. Oder diese Seite. Oder das ganze Magazin. Ob das alles schön oder hässlich ist,

liegt im Auge des Betrachters (also in diesem Fall bei Ihnen) und des Zeitgeists (also in diesem Fall auch bei Ihnen, oder wehren Sie sich erfolgreich?) Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten. Was gestern noch auf dem Laufsteg bewundert wurde, kann heute schon im Plastikmüll landen. Bei den anderen, die es nie auf den Laufsteg geschafft haben. Weil sie zu früh dran waren … oder zu spät. Oder weil niemand wusste, dass es sie gibt. Wie auch immer: Es gibt eben keine absolute Schönheit. Gutes Design schon. Es ist zeitlos, auch wenn es erste Falten zieren. Es war zu seiner Zeit erfolgreich, hatte Käufer und Kunden, im besten Fall Fans, Liebhaber und im historischen Kontext sogar einmal Sammler. Nicht nur selbstzweckorientierte Kunst findet eben den Weg in Museen, auch funktionsorientiertes Design, obwohl beide gar nichts miteinander zu tun haben, da mag den Designer noch so sehr die Aura des Künstlers umgeben. Ein guter Designer ist doch ganz einfach einer, der sein Handwerk versteht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Aber jetzt lassen wir doch lieber Menschen zu Wort kommen, die sich mit Design auskennen. Auf den nächsten 16 Seiten.

»Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse.« Leonardo da Vinci

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Ein Gespräch Vor 30 Jahren noch war Coburg ein weißer Fleck auf der bundesdeutschen Designkarte. Dann entstanden die Coburger Designtage, es folgte die Fakultät Design das Coburger Designforum Oberfranken, der Campus Design Coburg. Mittlerweile haben viele Tausend Studierende in Coburg das Studium an der Fakultät Design absolviert, arbeiten in der Region, bundes-, europa- und weltweit in Unternehmen. Einer, der diese Entwicklung entscheidend vorangetrieben hat, ist der frühere Professor in der Fakultät Design und heutige Vorsitzende vom Coburger Designforum Oberfranken und „Vater“ der Coburger Designtage, Prof. Auwi Stübbe. Ein anderer, der in seiner Funktion als Koordinator Stadtmarketing diese Entwicklung begleitet und gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft sehr unterstützt, ist Michael Böhm. Wir haben uns mit beiden unterhalten. Ist der Begriff Design nicht mittlerweile totgeredet, alles wird heutzutage ja designt … Produkte, Kommunikation, Geschäftsprozesse, Beziehungen, Lifestyle, werden wir nicht mit dem Begriff heutzutage fast schon zugemüllt, einfach weil es schick klingt? Stübbe: Design ist doch ganz einfach zielgruppenorientierte Gestaltung. Und natürlich findet man das in allen Lebensbereichen. Warum? Weil nur wer zielgruppengerecht gestaltet, erfolgreich sein wird. Ich empfehle daher auch allen Unternehmen, sich noch mehr als bisher an ihren Zielgruppen zu orientieren.

der Schnittstelle zwischen Hochschule und Wirtschaft angesiedelt, auf der anderen Seite ist da die Hochschule, die Studierende erst einmal ausbildet. Kooperationen sind immer sinnvoll, weil sie den Absolventen interessante Perspektiven insbesondere in der Region bieten. Wir sitzen hier in der Pakethalle, dem Austragungsort der Designtage. Die sollte ja schon längst abgerissen sein, damit hier das neue Band für Technik, Wissenschaft und Design entstehen kann. Bleibt die jetzt dauerhaft und wird neuer Mittelpunkt? Wie sieht Ihre Vision aus? Stübbe: Mein Vision ist, dass die Halle als Identifikation für junge Menschen dient. Der Hintergrund ist doch, dass wir als Standort Coburg in Konkurrenz mit den Metropolen stehen. Also müssen wir in Sachen Urbanität noch zulegen, weil die von jungen Menschen gefragt und gesucht wird. Da gehört so eine Location zwingend dazu. Und die kommt ja auch gut an. Da kann noch so viel entstehen. Aber wir müssen dafür auch noch mehr dafür tun, dass sie erhalten und ertüchtigt wird. Ich lese immer nur, was man vorhat, oder was sein soll, jeder stellt Forderungen, aber wenige tun was. Böhm: Teilweise gebe ich Ihnen recht, aber in Coburg haben wir doch den großen Vorteil der Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Stephan Horn an der Spitze, die seit vielen Jahren die Aktivitäten rund um den Güterbahnhof aktiv finanziell und auch mit außergewöhnlichen Ideen unterstützt, alleine schon mit der baulichen Ertüchtigung der Halle, die es sonst ehrlicherweise nicht mehr gäbe.

Inverview Stübbe Böhm

Böhm: Es gibt ja die formschönen Gestaltungsansätze, bei denen Ästhetik manchmal vor Funktion geht und dann die praktischen. Die sind ja uralt, die finden sich am Anfang der Menschheit, weil schon die ersten Menschen ihre Werkzeuge so gemacht haben, dass sie gut in der Hand liegen, dass sie eine Ergonomie aufweisen.

Stübbe: Als Begriff ist Design dann im Rahmen der Industrialisierung aufgetreten. Welche Bedeutung Design dann auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland bekommen hat, zeigen die 50er Jahre: Am Anfang des Wirtschaftsbooms damals hat man in Deutschland nämlich gemerkt, da läuft vieles aus dem Ruder. Deshalb hat die Bundesregierung den Rat für Formgebung gegründet, Philip Rosenthal aus Selb war da zum Beispiel dabei, um Unternehmen beratend zur Seite zu stehen. Warum gibt es eigentlich mittlerweile in Coburg zwei Designfestivals, die Coburger Designtage vom Coburger Designforum Oberfranken und den Campus Design Open der Hochschule Coburg? Böhm: Es gibt ja zwei unterschiedliche aber berechtige Ansätze: Da ist einmal der auf die Lehre bezogene Ansatz von der Hochschule, und auf der anderen Seite die praxisbezogenen Designtage, der „Coburger Weg“ sozusagen. Dort präsentieren sich die Leute, die auf Grund ihrer guten Ausbildung an der Hochschule heute zielgruppenorientiert in Kooperation mit der lokalen Wirtschaft am Markt orientiert gestalten. Aber natürlich würden wir von der Stadt Coburg uns wieder eine intensivere Zusammenarbeit mit aktiven Designern wünschen.

Stübbe: Das ist natürlich richtig, aber das muss auch so sein, denn es geht ja eben auch nicht nur um Design oder Designtage als Selbstzweck. Es geht bei unseren Aktivitäten als Coburger Designforum Oberfranken immer um die Region, um die Chancen der Zukunft. Und man wird hier das Problem bekommen, junge Menschen hier zu binden, die hier arbeiten, die hier leben wollen. Für die muss man noch attraktiver werden. Seniorenresidenz wird man von selbst, dafür brauchen wir nichts tun. Böhm: Da gebe ich Ihnen Recht, seit mehreren hundert Jahren zieht das herzogliche schöne Coburg ältere Personenkreise an, die hier in gepflegtem Umfeld ihren Lebensabend verbringen wollen. Aber wenn es um wirtschaftliche Prosperität geht, müssen wir auch andere Zielgruppen verstärkt ansprechen. Ich sehe doch die Maschinenbauer, Elektrounternehmen, Automobilzulieferer, Kompressorenhersteller, wie viele da mittlerweile auf den Erfolgsfaktor Design setzen. Und wir sind ja auch auf einem guten Weg, bauen Innovations- und Strahlkraft nach außen auf, das zeigen ja die steigenden Zahlen an Studierenden, die nicht aus der Region, sondern auch aus weiter entfernten Städten oder Ländern nach Coburg kommen. Stübbe: Wenn wir also dieses Potential für die Zukunft sichern wollen, könnten wir zum Beispiel experimentelle Baufelder ausweisen, und da bietet sich doch das Güterbahnhofgelände an. Das wäre dann wirklich ein Zugpferd für Coburg weit über die Region hinaus und würde symbolisch und praktisch für die Offenheit, Urbanität, Kreativität und Toleranz von Coburg stehen, Werte, die von jungen Menschen gesucht werden.

Stübbe: Das kann ich nur bestätigen. Es gibt ja eben den Unterschied, wir als Coburger Designtage, als Coburger Designforum Oberfranken sind an

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VON WOLFRAM HEGEN FOTO: SEBASTIAN BUFF AUSGABE 20 / APRIL 2017

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Natascha Naumann „Futuretown Coburg?“ Die 26-jährige Natascha Naumann hat für diese Ausgabe die Titel-Illustration gestaltet. Sie ist seit 2013 Studentin an der Hochschule Coburg und arbeitet zur Zeit an ihrem Bachelorthema. www.natascha-naumann.de

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Kreatives in Zahlen Durchschnittliches monatliches Anfangsgehalt von Designern in ausgewählten Städten und Regionen (in Euro | Brutto pro Monat).

2500 2366 2200

2150

2130

2316

2268

2033 Hamburg

Bremen

Berlin

1. 2.

Google

3.

Coca Cola Microsoft

5.

Toyota

6.

IBM

7.

Samsung

9. 10.

Region Rheinland

Region Hessen

Stuttgart

München

Apple

4.

8.

Region Westfalen

487

Amazon Mercedes Benz General Electric

Umfrage unter Unternehmen: Hängt der Absatz Ihrer Produkte im westenlichen vom Design ab?

Wertvollste Marken weltweit

14 % 38 % 48 %

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Durchschnittliche Praktikumsvergütung pro Monat in den oben genannten Regionen.

Trifft nicht zu Trifft eher zu Trifft zu

Quellen: Statista, Interbrand C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: ULI PRÄCKLEIN

Eindrucksvolle Emotionen Christopher Bardin – der Mensch hinter der Audio Logo GmbH

Wenn Bücher einen Film zeigen, Prospekte Musik machen und Weihnachtskarten leuchten, dann steckt oft er dahinter: Christopher Bardin aus Ummerstadt. Im kleinen thüringischen Städtchen nahe des Landkreises Coburg produziert er mit seinem Team multisensorische Werbung: Drucksachen mit Sound, Licht und Video – ganz besondere Gefühle aus der perfekten Verbindung von Technik und Design. Die Kunden sind vor allem große Markenartikler, international. Eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte und ein besonderer Mensch dahinter, der über Austin in Texas, Paris und Los Angeles nach Ummerstadt kam, wo wir uns treffen.

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CHRISTOPHER BARDIN Übers you beim Du

Die entscheidende Wende

Dort erzählt er aus seinem jetzt über 60jährigen Leben, das viele Wendungen und Zufälle parat hatte, das von ihm viele Entscheidungen forderte, „man könnte ja auch nichts erzählen, wenn man nichts riskieren würde“, in diesem charmanten Deutsch mit amerikanischen Akzent, bei dem man über das „You“ gleich beim „Du“ ist, aber „sorry, das ist bei mir so“, und das schafft gleich eine vertraute, freundliche Atmosphäre, kein Interview, eher ein Gespräch wie in der Kneipe um die Ecke, wir sitzen ja auch ganz entspannt in einem kombinierten Präsentationsund Besprechungszimmer bei ein, zwei Tassen Kaffee.

Diese beiden Ereignisse führen letztlich zum seinem heutigen Unternehmen Audio Logo in Ummerstadt: Bardin liest in der Zeitung von einer Firma, die Klingelkarten produziert, ein Vorreiter auf dem Gebiet der multisensorischen Werbung: Clegg Industries. Er trifft sich mit dem Chef, man wird sich einig. Bardin hat einen neuen Job, akquiriert Kunden. Zwei Jahre später wird seine Frau schwanger. Sie geht zurück nach Deutschland, ihr gemeinsames Kind möchte sie in ihrem Heimatland groß ziehen. Und Christopher soll mit, sein Chef stimmt zu, Bardin soll die Klingelkarten auch in Deutschland verkaufen, eine Filiale gründen.

Her mit der Lösung

Von LA nach Ummerstadt

Das Leben von Christopher Bardin zeigt, dass es nicht immer geradeaus geht, um dennoch vorwärtszukommen, dass man auch mal pragmatisch einfach zupacken muss, wenn sich Gelegenheiten bieten, und dass man gut fahren kann, wenn man - vielleicht irgendwie auch typisch Amerikaner - orientiert an einem seiner Leitsätze lebt „man darf nicht immer die Probleme sehen, mich interessieren die Lösungen“. Der erste Weg von Bardin führt zur Anthropologie, zur Kulturgeschichte vom Menschen. Er studiert in Austin, will ein Buch schreiben über die Entwicklung der Kultur. Südafrika ist ein ideales Forschungsobjekt. Alle Welt schaut Ende der 1970er Jahre dorthin, die Apartheid liegt in ihren letzten Zügen, das Zusammenleben der Kulturen und Ethnien fasziniert ihn.

So landet er im Dezember 1994 auf dem Flughafen in Frankfurt, „ohne Deutsch zu sprechen“, und schließlich im Coburger Land, der Heimat seiner Frau. In Kaltenbrunn, Heilgersdorf und Ummerstadt hatte sie Häuser ausgewählt zur Besichtigung. „Beide lieben wir große Häuser, am besten mit einer Scheune.“ In Ummerstadt werden sie fündig, Preis und Haus passen, es wird ihre neue Heimat. Doch der private Neuanfang fällt Bardin auch ein wenig schwer. „Ich gehe gerne in Museen, ins Kino, ins Restaurant, habe das Leben in den Metropolen immer genossen.“ Jetzt aber lebt er auf dem Land, in Coburg gibt es noch kein Utopolis, um wenigstens die aktuellsten Kinoproduktionen zu sehen. „Das war schon irgendwie schwierig.“ So geht das ein, zwei Jahre, dann gewöhnt er sich an sein neues Leben. Einmal sei er aufgewacht und habe gesagt: „Mann, ich habe hier überhaupt keinen Stress. Hier bleibe ich.“

Dann halt Filme produzieren Doch es kommt nicht zu dem Buch, Bardin studiert lieber Kunst in Frankreich, lernt viele Künstler kennen. Das hilft ihm bei seiner ersten kleinen „Firma“, einer Agentur für Künstler, sein Büro: ein Restaurant. „Das war schon eine verrückte Zeit“, sagt er. Vier Jahre lang, aber eben nichts für die Ewigkeit, das Geld reicht nicht. Mit der Kunst im Gepäck studiert er in Los Angeles Recht, möchte Kunstanwalt werden, landet aber bei der Filmproduktion New Line Cinema, liest Skripte, produziert, entwickelt Filmstoffe. Zehn Jahre lang. Doch das Leben hat schon die nächsten Wendungen für ihn parat: Zum einen trifft er eine junge Frau, eine Deutsche, die Architektur studiert. Die beiden heiraten. Und er verliert seinen Job in der Filmindustrie.

Tage für ein Soundfile

Sound in Print: „Fette“ Motorengeräusche beim Aufklappen der Karte.

Video in Print: Die Rimowa-Schatzkiste mit edler Videokarte, die einen bewegenden Film zur Geschichte und Zukunft der Junkers F13 präsentiert.

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Dabei hat er durchaus auch beruflich Hindernisse aus dem Weg zu räumen. „Soundfiles waren ja früher tage- oder wochenlang auf Speichermedien zu Kunden unterwegs, später dann immer noch stundenlang.“ Schnelles Internet ist jahrelang ein Fremdwort im ländlichen Raum. Doch „ich bin ein Kämpfer“, und so glaubt Bardin trotz aller Widrigkeiten an sein Business. 1998 gründet er sein eigenes Unternehmen The Audio Logo Company, ist aber geschäftlich immer noch an seine amerikanischen Lieferanten gebunden. 2007 dann wird aus der Company die heutige Audio Logo GmbH, man wird unabhängig, entwickelt eigene neue Produkte mit Video, mit Licht. Und mittlerweile hat das Unternehmen auch schnelles Internet. „Jetzt braucht ein Soundfile nur noch ein paar Sekunden.“

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DER MENSCH HINTER DER AUDIO LOGO GMBH Shrek als größter Erfolg Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Die multisensorischen Werbungen als Karten, Broschüren, Firmenchroniken oder Geschäftsberichte kommen an, „sind ein bisschen wie Spielzeug für Erwachsene“, schmunzelt Bardin, und werden von seinen acht Mitarbeitern in Ummerstadt in der 2012 gekauften Halle auf 450 Quadratmetern entwickelt und montiert. „Eigentlich sind wir Designer, Handwerker und Techniker in einem“, sagt er, der so von seinem „wunderbaren begeisterungsfähigen Team“ schwärmt. Ob BMW, Escada, OBI, für TV-Sender oder die Bambi-Verleihung – vor allem große Markenartikler setzen auf die eindrucksvollen Emotionen aus Ummerstadt. „Mein größter Erfolg war die DVDVerpackung für Shrek 2003 mit sprechenden Figuren, Beleuchtung und einer Auflage von 2,3 Millionen Stück.“ Er erinnert aber auch daran, dass es „nicht immer gutging, wir hatten auch schwere Jahre.“

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Flotte Bienen im Garten Dann halfen ihm die vielen Erfahrungen aus seinem Leben. Und es kommen immer neue dazu. Auch seine Leidenschaften nämlich fließen in das Unternehmen ein, die Liebe zur Kunst zum Beispiel, die ihn immer begleitet hat. „Wenn ich geschäftlich in großen Städten unterwegs bin, schaue ich mir dort immer so viele Galerien oder Museen wie möglich an.“ Schönheit, gute Haptik, hohe Qualität, Anspruch, das alles findet sich auch in seinen Produkten wieder. Und wenn er Zuhause in Ummerstadt ist, besucht er oft seine Bienen, drei Völker haben seine Frau und er. „Da geht es auch um eine gute Einstellung zur Natur.“ Immer neugierig, immer etwas ausprobieren, immer mal etwas riskieren. Seine Frau übrigens auch. Sie ist heute die Bürgermeisterin von Ummerstadt.

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VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: SEBASTIAN BUFF

Die Marke BBC Mit dem Corporate Design kam der Erfolg Von der siebten Liga in die zweigeteilte zweite Liga in acht Jahren. Kürzlich erst haben die Riesen von der Itz den Durchmarsch in die sogenannte 2. Bundesliga ProB perfekt gemacht – der erste oberfränkische Basketball-Standort Coburg ist angekommen im nationalen Spitzensport. Der Erfolg aber ist nicht nur sportlicher Natur, sondern auch das Ergebnis eines Designprozesses, der aus dem BBC Coburg eine Marke gemacht hat.

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»Wir haben schon lange erkannt, dass es eigentlich nichts Wichtigeres gibt als das Corporate Design.« Manuel „Bobby“ Fischer Manager BBC Coburg

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DIE MARKE BBC Aussehen ohne Wert Um zu verstehen, was Markenbildung bedeutet, muss man früh anfangen, ganz früh. Eigentlich mit der Gründung des BBC Coburg 1954 als erster BasketballVerein in Oberfranken und sogar als erster reiner Basketball-Verein in Deutschland. Damals, der Krieg steckte allen in den Knochen, ging es darum, zu spielen, Spaß zu haben. So etwas wie ein bewusstes Erscheinungsbild gab es nicht, lediglich einheitliche Trikots. Aber nur um Mitspieler von Gegnern zu unterscheiden. Und natürlich einen Namen. Aber auch nur, weil das so sein muss, um sich gründen, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können. Das blieb auch so, jahrelange, jahrzehntelang. „Auf so etwas wurde einfach kein Wert gelegt“, sagt Manuel „Bobby“ Fischer, Manager des BBC Coburg und neben Wolfgang „Jack“ Hörnlein einer der beiden Erfolgsgaranten im Hintergrund, die beide früher selbst als Korbjäger die Zeiten in praktisch-orientierten weitgehend schmucklosen Trikots noch kennen. Auch die Jahresberichte aus dieser Zeit dokumentieren die geringe Wertigkeit von Image, Marke oder Design: Es gab verschiedene Logos, irgendwelche Schriftzüge, nichts koordiniertes, je nachdem, wer gerade verantwortlich war, machte er sein eigenes Ding. Das war beim BBC Coburg nicht anders als bei vielen Sportvereinen. Die Außenwahrnehmung war entsprechend.

Erst einmal ein Logo Ein Umdenken setzte erst vor etwa zehn Jahren ein. Man machte sich Gedanken über ein einheitliches Logo. Ein Basketball sollte mir rein, die Veste, neue Farben, auf die man sich basisdemokratisch einigte, nicht mehr gelb oder gelb-schwarz wie bisher je nach Lust und Laune. Ein Grafiker hat Konzepte erarbeitet, schnell ist man beim aktuellen Logo gelandet. Das war noch keine Markenbildung, aber ein Anfang war gemacht, eine Basis für eine neue Homepage, für ein Saisonheft. Das sollte ab sofort einheitlich sein. Früher war jedes Jahr ein anderer verantwortlich, die Ergebnisse sind mit viel Liebe und Herzblut gestaltete Magazine, dadurch

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aber auch Fragmente einer vergangenen Zeit, museal, Erinnerungsstücke, die jetzt mit zunehmendem Erfolg umso sorgsamer gehütet werden. Mit Corporate Design hatte das nichts zu tun, seit einigen Jahren aber haben die Saisonhefte und natürlich die neue Homepage ein einheitliches Erscheinungsbild. Das ist keine Liebhaberei, im Gegenteil - man demonstriert damit jene Professionalität, die vom Umfeld, von Fans, von ambitionierten Spielern und Trainern und gerade auch von Sponsoren erwartet wird. Gerade die setzen nämlich an eine Unterstützung eines Sportvereins zumeist ganz unternehmerische Maßstäbe an. Und ohne die kein sportlicher Erfolg. Der einheitliche „Firmenauftritt“ also war Grundlage des sportlichen Erfolgs.

Eine Agentur kommt ins Spiel An diesem vermeintlich kleinen Beispiel Saisonheft dokumentiert sich dieses Umdenken: Es wird heute nicht nur einheitlich gestaltet, es wird darüber hinaus auch nicht mehr nur in einer gerade mal dreistelligen Auflage an die Vereinsmitglieder verteilt, bei denen es neben den anderen Jahresberichten im Regal steht. Nein, es dient heute der Kommunikation nach außen. Die mehr und mehr Zuschauer suchen nach Informationen, nach Bildern, nach Hintergründen, irgendwie also nach Bindung, nach Identifikation, die Sponsoren nach Werbeflächen, nach Gegenwerten für ihr Engagement. Dabei hilft dem damaligen Sechstligisten die Zusammenarbeit mit einer Agentur, die sich anbietet. Geld kann keines fließen, dazu ist der Verein noch viel zu klein, aber beide gehen eine Kooperation ein, von der sie profitieren. Die Agentur nimmt die positiven Ansätze aus dem Verein auf und gießt sie in ein einheitliches Corporate Design, Farbräume, Schriftarten, alles das festgelegt in einem Corporate Design-Heft, an das sich jeder zu halten hat, der im Namen des BBC kommuniziert.

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MIT DEM CORPORATE DESIGN KAM DER ERFOLG Basketball ist schick Jetzt hatte man neben den ersten sportlichen Aufstiegen auch eine neue organisatorische Professionalität erreicht. Es gab Zuständigkeiten, das Team um das eigentliche Team wuchs mit, schnell, aber noch so organisch, dass es bisher keinen Bruch in der Entwicklung gab, viele langjährige Vereinsmitglieder ziehen mit, Erfolg steckt an. Und natürlich hat vor allem die neue Ballsporthalle auf der Lauterer Höhe geholfen, um aus dem Schattendasein in das Licht der Öffentlichkeit zu gelangen. Dort nämlich übertrag man das Corporate Design noch auf den Event. Technik und Gegebenheiten vor Ort machten es möglich: Werbebanden, Leinwände, Cheerleader. Das war in der damaligen sechsten Liga schon einmalig. Eine Einlaufshow kam dazu, ein Fanshop, Fan-TV. Nicht nur das Logo und die Werbemittel sind mittlerweile designt, auch die Spiele selbst unterliegen einem festen Gestaltungsmuster geworden, das begeistert, das Fans und Sponsoren an den Verein bindet. Es entstand eine Eigendynamik, ein Fanclub wird sich gründen, auch der VIP-Raum wird zukünftig wohl häufiger nachgefragt. Über 1000 Zuschauer pilgern mittlerweile regelmäßig zum Basketball. Vor zehn Jahren waren nur die Verwandten und Freunde da. Der BBC Coburg ist zur Marke geworden – zum Gesprächsthema, es wird zunehmend schick, in Coburg auch mal zum Basketball zu gehen. Und jetzt? Sicherlich wird der BBC Coburg auf seinem Weg weitermachen, gemeinsam mit seiner Agentur und den Fans. Auch, wenn mit dem Erfolg auch die Arbeit zugenommen hat. Früher hat man sich einmal im Jahr zusammengesetzt, heute wöchentlich.

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Die Ästhetik der Maschine Interview mit Friedrich Herdan Auf der einen Seite die nutzlosen Kreativen, Spinner, Designer und Künstler, auf der anderen Seite echte Arbeiter in großen Industriebetrieben, die lebensnotwendige Waren des täglichen Bedarfs produzieren, das Land am Laufen halten und Wohlstand erwirtschaften – jahrzehntelang klaffte zwischen beiden Lagern eine große Lücke. Mittlerweile aber hat ein Umdenken eingesetzt: Wo früher Gegensätze aufeinanderprallten, profitiert man heute voneinander, bestätigt Friedrich Herdan, Präsident der IHK zu Coburg. Wir haben uns mit ihm unterhalten. Herr Herdan, kann man Design mit Schönheit gleichsetzen? Ist für Sie gutes Design auch schönes Design?

Gerade erfolgreiche Handelsprodukte sind zeitgemäß designt. Hat Design aber auch bei Maschinen eine Bedeutung? Die Antwort sieht man doch hier vor Ort: „Maschinen made in Coburg“ heben sich mit höchster Ingenieurqualität und dazu mit professioneller Gestaltung vom Wettbewerb ab. Gerade unsere exportorientierte Wirtschaft ist gefordert, durch besondere kreative, innovative und Kosten-Nutzen-optimierte Leistungen Marktpotenziale zu erschließen. Maschinen wie Anlagen verändern daher bei gleicher Funktion durchaus ihr Aussehen im Laufe der Jahre. Insbesondere die steigenden Ansprüche an Effizienz bei Energie- und Materialeinsatz und Entlastung des Menschen sind Treiber für Veränderungen mit höchsten Anforderungen an kreatives Design.

Design übersetzt bedeutet ja zunächst ganz wertneutral Gestaltung oder Formgebung. Insofern liegt es immer im subjektiven Geschmack oder auch im Auge des Betrachters, was als „schön“ empfunden wird. Gutes Design ist für mich: wertige, technisch klare, ästhetische Gestaltung, die sich nicht aufdrängt, sondern integriert – und vor allem funktioniert. Design ist kein Selbstzweck. Doch der heutige Designanspruch vereint über die Form hinaus weitere Aspekte, insbesondere Funktionalität, Bedienbarkeit, Lebensdauer, Kosten-/ Nutzeneffizienz sowie zunehmend auch Nachhaltigkeit über die gesamte Produktlebenszeit. Wenn es gelingt, diesen Anspruch bestmöglich umzusetzen, entsteht gutes Design.

Kann es bei den langen Produktlebenszyklen in der Industrien überhaupt so etwas wie zeitgemäßes Design geben?

Produkte bestehen aus Ihrer Funktion und Design. Viele Produkte zeigen, wie wichtig Design für Erfolg ist. Ist Design heute wichtiger als Funktionalität?

Ist Coburg mittlerweile als Designstandort auf der Landkarte Deutschlands? Oder nimmt man sich zu wichtig als Kleinstadt?

Wichtiger nicht, aber Design hat eine wichtige Querschnittsfunktion, die sich im gesamten Produktzyklus wiederfindet. Es ist ja ein Gleichklang: Erst aus der Symbiose von Kreativität, Handhabung, Gestaltung und Kosten-/Nutzeneffizienz entstehen marktorientierte Innovationen. Deswegen hat ja die IHK zu Coburg schon im Jahr 1988 zusammen mit Fachhochschule und Unternehmen die Coburger Designtage initiiert, um dem Thema eine größere Öffentlichkeit zu erschließen und Wirtschaft und Gestalter zusammenzubringen.

Wir nehmen uns als Coburg sogar nicht wichtig genug. Mit ca. 9.000 Unternehmen, davon ca. 400 (incl. Freiberufler) im Bereich der Kreativwirtschaft ist die Region „IHK zu Coburg“ gut aufgestellt. Wir haben mittlerweile bundesweit anerkannte Designkompetenz erreicht, es gibt die Fakultät Design an unserer Hochschule, die mit der IHK zu Coburg beispielsweise bei der Qualifizierung zum Industriemeister oder Polstermöbeldesigner kooperiert, und die Coburger Designtage ziehen Publikum national und auch international an.

„Zeitgemäßes Design“ spiegelt immer den Charakter, den Geschmack im Zeitgeist der Entstehung eines Produktes wider. Und weil der Zeitgeist sich immer schneller wandelt, gewinnt auch Design mehr und mehr an Bedeutung. Beispielsweise durch die Digitalisierung erlebt jeder Einzelne ganz unmittelbar, dass dem so ist. Und mit zunehmender Erhebung, Vernetzung und Nutzung von Daten verändert sich nicht nur das Design von Gebrauchsgegenständen im persönlichen Umfeld, sondern auch von Maschinen und Anlagen, auf denen diese hergestellt werden.

Friedrich Herdan … ist seit 2008 jetzt schon in der dritten Amtsperiode Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Coburg. Darüber hinaus war er ab 1980 Geschäftsführer der Coburger Werkzeugmaschinenfirma LASCO Umformtechnik und führte von 1986 bis 2011 das Unternehmen alleine. Heute ist er Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Lasco Holding. Außerdem engagiert er sich in Maschinenbau-Fachverbänden und Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, u.a. ist er politisch als Stadtrat in Coburg aktiv.

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VON WOLFRAM HEGEN

Coburg ist wie entfesselt Interview mit Max Beyersdorf Häuser, ihre Räume, ihre Materialien, ihre Anordnung in einer Stadt. All das bestimmt unser Lebensgefühl Tag für Tag. Wir wohnen und arbeiten in Gebäuden, wir kaufen in ihnen ein, wir schlendern durch die Straßen unserer Stadt. So kommt deren Gestaltung eine wichtige Aufgabe zu, die gerade auch in Coburg noch bewusster wahrgenommen werden muss. Das sagt Max Beyersdorf, Coburger Architekt und Baubetriebsingenieur. Wir haben uns mit ihm unterhalten. Herr Beyersdorf, Sie bezeichnen sich gerne als Baumeister im klassischen Sinne. Klingt das nicht ein wenig altbacken? Nein, überhaupt nicht. Es ist für mich der schönste Beruf der Welt, wenn Du aus Deinen Ideen Räume schaffen kannst. Vor allem, wenn es um historische Bausubstanz geht: An diese muss man ja mit einem hohem Respekt herangehen, muss sie mit modernen Funktionen und Ideen ertüchtigen, ohne dabei ihre Seele zu zerstören. Das ist oft ein schmaler Grat, auf dem man sich bewegt. Aber ist nicht auch Architektur so etwas wie Design? Design wird ja gerne auf alles übertragen. Es klingt natürlich hip und schickt. Ich bleibe aber lieber bei der reinen Lehre: Architektur und Städtebau sind Stadtentwicklung und nicht Design. Design ist flüchtig, manifestiert sich vor allem in Produkten. Eine Stadtentwicklung ist etwas Dauerhaftes, Bleibendes. Wenn man an Paris oder London denkt, da waren keine Designer am Werk, sondern Visionäre und Stadtplaner.

wir uns hinter Bamberg nicht verstecken. Ich jedenfalls fahr ganz auf Coburg ab. Darüber hinaus entstehen aktuell viele neue Projekte, in der Leopoldstraße, am Brauhof, auf dem Brockardt-Gelände, am Güterbahnhof. Auch in den letzten Jahren hat sich unheimlich viel getan. Coburg hat eine regelrechte entfesselte bauliche Dynamik, so eine Konjunktur habe ich noch nie erlebt. Wenn man aber auf Design, auf Architektur, auf Städtebau zurückkommt, ist das alles schön, was da entsteht? Das weiß man ohnehin erst in 20 bis 25 Jahren. Bauen ist immer Zeitgeist. Bauen ist Reflexion der Gesellschaft. Früher hat man historische Bauten abgerissen, weil sie als altes Gelump galten. Aber das ist Zeitgeist gewesen, das kann man heute niemandem vorwerfen. Es kann genauso gut sein, dass der Kaufhof in der Mohrenstraße einmal Denkmalstatus erlangt als Baudokument der Zeitgeschichte. Der Kaufhof trat damals ultramodern an die Stelle eines historischen Gebäudes. Heute würde man solche historische Substanz eher erhalten und tut das ja auch in der Stadt. Aber fehlt dadurch Coburg nicht ein Stück Modernität? Das stimmt, Coburg ist schon etwas bieder, etwas provinziell in dieser Hinsicht. Da müssen wir als Hochschulstadt mit der Fakultät Design schon einen anderen Anspruch haben. Auf dem Güterbahnhofgelände könnte man zum Beispiel einen architektonischen Kontrapunkt setzen zur Innenstadt, experimentell. Wenn nicht dort, wo sonst?

Nun ist Coburg nicht Paris oder London.

Sind Visionen und Experimente heute aber überhaupt noch möglich angesichts vieler Vorschriften?

Nein, natürlich nicht, aber Coburg ist eine „gefühlte Großstadt“, da bin ich voll und ganz bei dieser Bezeichnung aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK von Professor Ackers. Viele Gäste sind begeistert von der Großzügigkeit des Stadtbildes, von den vielen neugotischen Referenzen nach England, von der vielen guten Substanz, aus der wir noch viel mehr machen können. Da müssen

Ja, das stimmt natürlich schon. Wir haben mittlerweile einen derartig überbordenden Formalismus im Bauwesen, eine solche Bürokratie, dass vielen Bauherren die Freude an ihrem Projekt sehr schnell vergeht: Gutachten, Sachverständige, Brandschutz, energetische Vorschriften, das können viele Laien gar nicht mehr überblicken. Aber das darf keine Ausrede sein.

Max Beyersdorf … ist Geschäftsführer der Otto Hauch GmbH & Co. KG, eines Familienbetriebs mit 115jähriger Tradition. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden. Der studierte Architekt und Baubetriebsingenieur engagiert sich darüber hinaus in zahlreichen sozialen und gesellschaftlichen Projekten. Außerdem sitzt er für die CSU im Coburger Stadtrat. Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com.

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Design

macht Eindruck -

Filmproduktionen von iTVCoburg.

www.itv-coburg.de 52

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Die beste Kapitalanlage Produkte, Kommunikation, Prozesse: Design ist in einem Unternehmen und in unserem Leben allgegenwärtig - die Kreativen dahinter damit entscheidend für den Erfolg. Karin Ellmer, Leiterin der Designwerkstatt Coburg sagt: Kreative sind für Unternehmen die beste Kapitalanlage. Wir haben uns mit ihr unterhalten.

Marketing im YouTube-Zeitalter. Haben Foto und Print ausgedient? Das Thema Marketing ist für viele mittelständische Unternehmer eine schwierige Angelegenheit. Während es sich namenhafte Unternehmen leisten können auf verschiedenen Kanälen ihr Marketingkampagnen laufen zu lassen, müssen sich mittelständige Unternehmen meist für ein oder zwei entscheiden. Es gilt also für das eigene Geschäft den effizientesten Weg zu wählen. Unsere Gesellschaft ist dank Smartphone und Co. fast vollständig digitalisiert. Analoge Medien verlieren immer mehr an Bedeutung- auch für die Kundengewinnung, denn die meisten Unternehmen digitalisieren ihr Business oder stehen kurz davor. Wir werden heutzutage mit mehr Werbung konfrontiert als jemals zuvor. Daher ist es umso wichtiger den Kunden auf den Punkt genau zu erreichen. Im Gegensatz zu langen Texten sind Bilder deutlich attraktiver für das Auge, die bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte. Obwohl sich Fotos fast überall problemlos nutzen und verbreiten lassen, kann eine entscheidende Plattform nur wenig damit anfangen: YouTube. Nach Google ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt und ist dabei, zusammen mit Netflix und Co., das klassische Fernsehen abzuschaffen. Nichts wird von Jugendlichen intensiver konsumiert als Videos. Die Jugend von heute sind potentielle Kunden oder Geschäftspartner von morgen. Diese Generation wird früher oder später nur noch über visuelles Marketing erreichbar sein. Im Dschungel der Marketinginstrumente und im Zuge der Digitalisierung und des veränderten Konsumverhaltens der Gesellschaft kristallisiert sich somit eine Marketing-Investition besonders heraus, die das größte Potential für Neukundengewinnung aufweist: Das Video!

Sons Of Motion Pictures GmbH Filmproduktionsfirma Am Hofbräuhaus 1 in Coburg Telefonnummer: 09561/8363500 www.sons-of.de

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Mal ganz ehrlich, Frau Ellmer, das meiste Geld macht Deutschland doch in der Industrie, im deutschen Mittelstand, bei Banken, aber doch nicht in der Kreativwirtschaft? Das stimmt zum einen, zum anderen aber auch wieder nicht. Der neue Monitoringbericht der Deutschen Bundesregierung sagt ganz klar, dass die Kreativwirtschaft einen maßgeblichen Anteil zur Bruttowertschöpfung beiträgt, nach Automobilindustrie, Maschinenbau und Finanzdienstleistern steht man mit 64 Milliarden Euro an vierter Stelle, noch vor chemischer Industrie und Energiewirtschaft. Die beste Kapitalanlage heute ist die Investition in die Kreativität des Unternehmens. Und wo arbeiten die vielen Kreativen, die einen so hohen Anteil einbringen? Die Kreativbranche ist eine Querschnittbranche, sie ist überall mit dabei, bei allen Prozessen der Wertschöpfung. Das sind ganz viele Berufsbilder, ob nun ganz klassisch als Produktdesigner, also als Gestalter, der ein Produkt nicht nur sozusagen in Form bringt, sondern auch maßgeblich an der Entwicklung beteiligt ist, über das Kommunikationsdesign, also die Werbung, das Corporate Design, bis hin zum Architek-ten des Unternehmensgebäudes. Nun sind Sie als Leiterin der Designwerkstatt Coburg sozusagen die zentrale Anlaufstelle an der Nahtstelle von Kreativen zu Unternehmen vor Ort. Das heißt ja, dass Coburg sich auch als Standort etwas davon verspricht. Wo sehen Sie denn die Perspektiven? Es gibt ja etliche Studien, die zeigen, dass die Bedeutung der Kreativwirtschaft zunimmt. Kreative sind zunehmend gefragt, um die selbsterklärenden, nachhaltigen, ästhetischen und bezahlbaren Produkte der Zukunft zu entwickeln und zu kommunizieren. Und durch die Digitalisierung wird am eigentlichen Herstellungsprozess ja auch weniger Wertschöpfung generiert, sondern verstärkt in der Kreation der Produkte und Prozesse.

Karin Ellmer … ist seit 2000 Leiterin der Designwerkstatt Coburg, eines Projekts der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg. Zentrale Aufgabe: Ortsansässige Unternehmen und Kreative zusammenbringen und dabei unterstützen, dass ein Klima der Innovation entsteht. Mehr Informationen unter www.designwerkstatt-coburg.de

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VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: JULIAN UEBE

Herzensangelegenheiten

In Coburg Zuhause, in der Welt unterwegs.

Prof. Dr. Johannes Brachmann AUSGABE 20 / APRIL 2017

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HERZENSANGELEGENHEITEN Er kam 1998 nach Coburg ans Landkrankenhaus. Da war die Kardiologie eine von vielen Abteilungen. Heute verfügt der Regiomed-Klinikverbund am Standort Coburg über ein hochmodernes kardiologisches Zentrum mit innovativem Führungsanspruch in ganz Deutschland und großer Anerkennung darüber hinaus. Ein Aufstieg, der eng mit einem Namen verbunden ist: Professor Dr. Johannes Brachmann, heute ein international renommierter Kardiologe. Unwohlsein zum Auftakt Wenn man mit einem Arzt eine Verabredung hat, ist man in der Regel krank. Selbst, wenn man nur einen Interviewtermin hat. Das Parken, das Eintreten ins Foyer, vorbei an frischoperierten Patienten, die Fahrt im bettengerechten Großraumaufzug, der lange Weg durch tageslichtbefreite Gänge, der spezielle Geruch, das Sitzen im Wartebereich, bis man an der Reihe ist, der Gang an der Empfangsdame vorbei ins Allerheiligste, das Arztzimmer, der weiße Kittel. Man fühlt sich einfach krank. Erst, als der – und das ist respektvoll gemeint - mittlerweile in Ehren leicht ergraute Herr gegenüber dynamisch und mit einem Lachen im Gesicht Kaffee anbietet, entpuppt sich das Unwohlsein als reine Psychosomatik. Eigentlich lieber Landarzt Dass er überhaupt hier sitzt, ganz oben im Klinikum Coburg, ist ohnehin Zufall, „mein Weg zum Klinikchef war wirklich nicht absehbar.“ Nicht weil er es nicht verdient hätte, sondern weil er eigentlich überhaupt nicht Mediziner werden wollte. „Aber es gibt in meinem Leben viele dieser Momente, wo es in die eine oder andere Richtung hätte gehen können“. Ein solcher Moment ereignet sich, als Johannes ein junger Mann ist, ein schlimmer Zwischenfall: Sein Bruder stirbt bei einem Unfall. Das gibt Johannes Leben eine Wende. Der junge Mann aus der Kleinstadt Preetz bei Kiel geht nach Heidelberg und studiert Medizin. Er hat großen Respekt vor der Arbeit von Hausärzten, die damals ein hohes Ansehen genossen, die vor Ort für die Menschen, für ihre Sorgen, Nöte, Problem und die vielen Wehwechen da waren und ja auch heute oft noch sind. Dabei hat er nicht das verkitschte Bild moderner TV-Serien vor Augen, nein, er möchte das tun, was ein Arzt tut: helfen. Er möchte Landarzt werden.

Tausend Tode gestorben Das ist er in Coburg am ehemaligen Landkrankenhaus ja auch irgendwie, könnte man jetzt scherzen, vorher aber warten noch andere Zufälle und Begegnungen auf ihn: Ein Studienfreund nämlich bietet ihm ein Thema für eine Doktorarbeit an. Er selbst möchte lieber Grundlagenforschung machen. Brachmann schlägt ein – und kommt so überhaupt zur Kardiologie. „Ich bin diesem Freund noch heute wirklich dankbar dafür.“ Auch, weil sein Doktorvater den schüchternen zurückhaltenden Brachmann aufs Podium zwingt, er muss vor anderen reden. „Ich bin beim ersten Mal tausend Tode gestorben, war wahnsinnig aufgeregt, habe geschwitzt. Danach aber war es so, als ob ein Ring aufgegangen ist.“ Mittlerweile hat er weltweit 1000ende an Vorträgen gehalten. „Ohne so ein Schlüsselerlebnis hätte ich meinen Weg nie gehen können.“ Friss oder stirb Dieser Weg führt ihn zunächst nach Amerika. Er bekommt ein Stipendium für Rhythmusforschung. Es folgen die wie er heute sagt, „besten zwei Jahre meines Lebens.“ Brachmann nämlich landet in einem namenlosen Institut in Oklahoma City, auch das ein Zufall. Vorgesehen nämlich war ein anderes, ein renommiertes Institut. Doch das vermeintliche Ärgernis entpuppt sich bald als Riesenchance. Er trifft auf sehr offene Menschen, auf ein Superteam, alle getrieben von der Begeisterung, etwas aufzubauen, und als der Laborleiter ausfällt, fragt man ihn, ausgerechnet ihn, den einzigen Deutschen im Team, ohne viel Erfahrung, ob er den Job übernehmen kann, „friss oder stirb“, Brachmann überlegt nicht lange, er ergreift die Gelegenheit. Dabei sei er „vom Typ her sehr zurückhaltend gewesen, nicht so zupackend.“ Das klare schnelle pragmatische experimentierfreudige amerikanische Denken aber verändert ihn. Viel hat er damals in Amerika gelernt, Verantwortung zu übernehmen zum Beispiel, Vorträge zu halten, mit Begeisterung etwas vorwärts zu treiben, aus dem Nichts heraus ein namhaftes Zentrum aufzubauen, „der Aufbau der Kardiologie in Coburg erinnert mich immer daran“ und offener mit Menschen umzugehen. Besonders im Gedächtnis bleibt ihm die Begegnungen mit einem Juden, „der nichts mehr mit Deutschen zu tun haben wollte.“ Die beiden wurden Freunde. Alles ist möglich.

Coburg kannte keiner Ja, er wäre dort geblieben, im damaligen Land der unbegrenzten Möglichkeiten, es „war die beste Zeit in meinem Leben“, wiederholt er noch einmal. Aber aus familiären Gründen geht er nach Deutschland zurück - und auch weil er sich dem Land verpflichtet fühlt, das immerhin das Stipendium ja nicht ganz uneigennützig an Brachmann vergeben hatte. Er also landet wieder in Heidelberg und arbeitet dort von 1981 bis 1998, bekommt eine Professur an der Universitätsklinik Heidelberg. „Ich hatte dort tolle Möglichkeiten“, sagt er rückblickend, um dann doch nach Coburg zu wechseln, in die Provinz. „Das kannten viele gar nicht.“ Und obwohl nicht jeder diesen ungewöhnlichen Karriereknick versteht, nutzt Brachmann seine Chance. „Wir klopfen hier nicht Steine, wir bauen was Besonderes“, sagt er, der viel von seinem Team spricht, das mit großer Begeisterung diesen Weg seit 1998 mitgeht und das aus einer kleinen Abteilung am ehemaligen Landkrankenhaus Coburg ein führendes Zentrum der Kardiologie im jetzigen Klinikverbund Regiomed gemacht hat. Götter in weiß Doch sein Weg ist noch nicht zu Ende: neben seiner neuen Verantwortung als „Geschäftsführer Medizin“ im Klinikverbund Regiomed setzt er große Stück auf die Entwicklung der in Coburg ansässigen „Medical School“. Diese eröffnet auch jungen Menschen ohne Topabitur den Weg zum Arzt, weil „nur Noten nicht entscheidend sind, sondern weil wir auch andere brauchen, die helfen wollen, empathisch sein können“, und vor allem weil das Konzept dem Ärztemangel in der Region den Kampf angesagt hat. Und er bastelt am „Krankenhaus der Zukunft“. Das dürfe nicht nur aus High-Tech bestehen, sondern auch alternative Wege gehen. Medizinisch, kommunikativ. Selbstkritisch. „Götter in weiß war mal.“

Besuch bei einem international anerkannten Kardiologen? Dann muss das sein – ein paar Tipps für Herz, nichts Besonderes, aber man kann es nicht oft genug sagen: Nicht rauchen, Gewicht normal halten, Ausdauersport treiben, gut und gesund (mediterran) essen, keine verarbeitete Kost. Oder nach Sokrates leben: „Trink weniger, iss weniger, dann sparst Du Geld, es geht Dir besser und Du lebst länger.“ Und noch ein Tipp: Kaffee in Maßen ist gesund und hilft gegen Demenz. Alkohol nur in kleinen Mengen. Und vor allem: Geistig flexibel bleiben.

Jetzt auch im Anzug: Prof. Johannes Brachmann übernimmt die medizinische Geschäftsführung im Klinikverbund Regiomed.

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MACHER - DIE NEUE REIHE IM COBURGER.

KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine - Männer und Frauen.

MACHER Dieses Mal: Björn Schumacher, Geschäftsführender Gesellschafter der Schumacher Packaging GmbH aus Ebersdorf bei Coburg. Das Unternehmen produziert an 13 Standorten in Europa Verpackungen aus Well- und Vollpappe. Große Kunden sind z.B. Amazon oder IKEA.

Sind Sie ein Macher?

Sie äußern sich auch zu politischen Themen, Beispiel Flugplatz. Gehört das dazu als Macher?

Denke schon. Warum fühlen Sie sich als Macher? Es gehört dazu, dass Du aktiv etwas tust, in dem Fall aktiv das Unternehmen entwickelst. Und seit Mitte der 90er Jahre, seit ich dabei bin, hat es sich sehr gut entwickelt: Damals hatte unser Unternehmen 300 Mitarbeiter und 50 Millionen Euro Umsatz, jetzt sind wir bei 527 Millionen und 3000 Mitarbeitern. Und das kam ja nicht aus organischem Wachstum, sondern das waren gutüberlegte Entscheidungen, die uns dahin gebracht haben. Die Entwicklung ist das Ergebnis einer gezielten aktiven Wachstumsstrategie. Wir wollten mehr produzieren und wir wollten internationaler werden. Also haben wir andere Firmen übernommen, neue Standorte aufgebaut, neue Produktionshallen gebaut, neue Produkte entwickelt und damit neue Geschäftsbereiche erschlossen, gerade im letzten Jahr. Das ist alles aktives Tun. Das alles ist Machen. Woher kommt der Antrieb? Machen dient ganz klar dem Unternehmen. Das ist ja kein Selbstzweck. Dazu muss man zurückblicken: Wir waren bis in die 90er Jahre hinein nur hier in Ebersdorf, ein lokales, regionales Unternehmen, es ging uns gut. Aber dann sind einige unserer Kunden hier gewachsen, haben sich nationaler, internationaler aufgestellt. Dann standen wir vor der Wahl: Bleiben wir dennoch nur hier, betreuen Kunden in der näheren Region - das hätte vermutlich auch gereicht, um davon zu leben - oder denken wir an das Unternehmen und wachsen mit, um den Standort zu sichern und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. Da haben wir uns damals entschieden, wir wollen langfristig unternehmerisch erfolgreich sein, also das Unternehmen nach vorne bringen. Das war der Anstoß zu dieser aktiven Wachstumsstrategie.

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Ich denke, das gehört allgemein dazu, eine Meinung zu haben, diese zu vertreten und wenn es sinnvoll ist, das auch öffentlich zu tun. Ich bin dabei aber froh und dankbar, dass ich mehr als in einem politischen Amt sagen kann, was meine Überzeugung ist, ob das jetzt jedem passt oder die Leute mich mögen oder nicht, ist völlig zweitrangig, ich will ja nicht gewählt werden. Ich bin einfach der Meinung, dass man sich bei Dingen, die wichtig sind für die Region, als Unternehmer einsetzen sollte. Sei es nun für die Infrastruktur, bei der Unterstützung von Sportarten Region, wie z.B. dem HSC als tollem Projekt, oder auch viele soziale Geschichten, wie wir das tun und jetzt auch mehr kommunizieren werden. Ist Coburg gut zum Machen? Grundsätzlich finde ich die Region gut. Ich bin hier geboren, zur Schule gegangen, aufgewachsen, arbeite hier, fühle mich wohl. Mir passt nicht, dass Unternehmen hier manchmal im Vergleich zu anderen Gegenden, in denen wir mittlerweile tätig sind, nicht so geschätzt werden, weil hier im Coburger Land vieles immer selbstverständlich war: Bäder, Schulen, Kindergartenplätze, das tolle Stadtbild, die Kultur, der Sport. Das ist aber alles nicht mehr selbstverständlich, weil das Geld knapper geworden ist, weil die Region schrumpft. Also sollte man doch Interesse an guten starken Unternehmen haben, die für Wohlstand in der Region sorgen. Das Interview führte Wolfram Hegen.

Schumacher Packaging - seit Mitte der 90er Jahre von 300 Mitarbeitern und 50 Millionen Euro Umsatz auf heute 3000 Mitarbeiter und 527 Millionen. C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT

Salzhering mit Erbsschnee und Honigsenf Essen und Trinken bei Luthers Zuhause

Sp채testens beim Blick auf die derben Zitate und die ein ausgepr채gtes Doppelkinn zeigenden Portraits des weltber체hmten Reformators wird uns klar: Martin Luther war kein Kostver채chter. Nicht beim Essen und auch nicht beim Trinken.

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SALZHERING MIT ERBSSCHNEE UND HONIGSENF

Bier gesünder als Wasser

Mehr Fleisch als heute

Das Bier – und nicht nur jenes, welches seine Frau Katharina zuhause in Wittenberg selbst braute – war sein liebstes Getränk. Und er genoss reichlich davon, wie aus mittelalterlichen Quellen zu erfahren ist. Sicherlich schmeckte es ihm einfach, welcher Franke könnte das nicht nachvollziehen. Jedoch sei auch erwähnt, dass Bier damals im Vergleich zu Wasser auch der gesündere Durstlöscher war. Schließlich kam es keimfrei auf den Tisch. Was man vom täglichen Wasser im Steinkrug wahrlich nicht behaupten konnte, es sei denn es war Quellwasser. Sauberes Trinkwasser war keine Selbstverständlichkeit. Nicht überall gab es fließende Gewässer. Und auch Brunnenwasser, das ja auf den gleichen Grundwasserspiegel hinabreichte wie die Kloaken, war oft nicht zum Trinken geeignet. Nur ganz langsam setzte sich die Erkenntnis durch, dass die Versorgung mit trinkbarem Wasser eine kommunale Aufgabe war. Und so waren es gerade hierzulande die Bierbrauer, die dafür sorgten, dass frisches Quellwasser aus dem Umland durch hölzerne Leitungen in die Stadt floss. Den Biertrinker mag es freuen: Bier ist einfach gesünder als Wasser. Und so war es durchaus üblich, dass auch Kinder davon trinken durften.

Gekocht wurde über offenem Feuer in Dreibeinpfannen. Da das Fleisch meist am Spieß gebraten wurde, gab es keinen Bratensud und somit auch keine Soße. Stattdessen reichte die Köchin aus Traubensaft oder Essig kreierte Soßen. Aber – was genau wurde denn überhaupt gegessen? Das spätmittelalterliche Fleischangebot war dem heutigen nicht unähnlich. Es kam Rind, Schwein, Huhn und Schaf auf den Tisch und auch der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch war mit bis zu 100 Kilogramm erstaunlicherweise sogar höher als heutzutage. Nebenbei wild gefangene Vögel nicht mitgerechnet. Einen gewaltigen Unterschied gibt es dennoch. Denn Fleisch war genauso wie Fisch, Eier und Käse nur eine Zuspeise. Das wichtigste Hauptnahrungsmittel war nämlich Getreide. Mehrmals täglich aßen die einfachen Leute einen dicken Getreidebrei, meist aus geschrotetem Roggen oder Dinkel. Während der Adel ein verbrieftes Recht auf weißes Brot besaß, musste die Bevölkerung auf schwarzes Roggenbrot zurückgreifen. Der tägliche Getreideverbrauch lag bei 500 Gramm in schlechten und bei bis zu 1,5 Kilogramm in guten Zeiten. Bemerkenswert, ist dies doch die fünffache Menge des heutigen Konsums. Gebacken wurde das Brot auf Pfannen über dem offenen Feuer – eine Art Fladenbrot.

Das Besteck brachte man selbst mit Auch wenn das berühmte Zitat „Warum rülpset und furzet ihr nicht…?“ wahrscheinlich gar nicht aus des Reformators Mund stammt, um die Tischmanieren zu Luthers Zeiten scheint es dennoch nicht gut bestellt gewesen zu sein. So erklärte der Verfasser des „Grobianus“ 1549: Was du im Mund gehabt hast, leg nicht aufs Geschirr zurück (…) und wirf keine Abfälle unter den Tisch. Wüst ging es da zu am Tisch, der oft nur eine auf Böcke gelegte Holzplatte war. Das Essbesteck war meist nur ein grober Löffel und den brachte der Gast zudem selbst mit. Fleisch und Gemüse servierte man auf Holztellern grob zerlegt. Und was nicht mundgerecht vorbereitet war, zerteilte man mit den Fingern.

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COBURGER | DAS MAGAZIN


ESSEN UND TRINKEN BEI LUTHERS ZUHAUSE

Gewürze gegen den Gestank Zu Luthers Zeiten stand außerdem pflanzliche Kost hoch im Kurs, denn Kohl, Rüben, Bohnen und Wildkräuter waren regionale Produkte die der eigene Garten lieferte. Und heimisches Obst wie Holunder, Pflaume und Weinrebe wurden roh, gebraten, gedörrt oder in Essig eingelegt genossen. Auch fielen spätmittelalterliche Köche durchaus schon durch intensives Würzen auf. Knoblauch, Kümmel und Salbei kamen dabei zum Einsatz, was auf der einen Seite die Speisen durch die ätherischen Öle haltbarer machte. Zum anderen fungierten die Kräuter als ausgleichende Nahrungsmittel zur Gesunderhaltung. Und manches Mal dienten sie auch zur Überlagerung eines nicht gewollten, ranzig-fauligen Geschmacks von Fleisch. Kühlschränke gab es ja noch nicht.

Am liebsten aber Fisch Luthers Eheweib soll eine sehr gute Köchin gewesen sein. Sie hatte auch Zeit ihres Lebens eine Menge Gäste in ihrem Hause, dem „Schwarzen Kloster“, zu bewirten. Am liebsten gegessen hat der Kirchenmann eine eher ungewöhnliche, da nicht alltägliche Speise: Gebratenen Salzhering mit Erbsschnee und Honigsenf. Wobei Frau Käthe bei diesem Gericht sicherlich kein zusätzliches Salz verwenden musste, waren die Heringe auf ihrem langen Weg von der Küste bis nach Sachsen doch in Salzfässern aufbewahrt worden und damit bestens konserviert und schmackhaft. Ein kluger Kopf ist er gewesen, dieser Martin Luther. Hat er doch dem Volk aufs Maul geschaut und nebenbei eine neue Kirche erfunden. Essenszeit im Hause Luther war immer auch Redezeit. Uns so saßen sie denn gemeinsam am Tische den neuen Herren, Familienangehörige genauso wie Freunde, Durchreisende und Studenten, lauschten seinen Ausführungen und diskutierten lebhaft mit. Über Gott und die neue Welt. Getreu Luthers Motto: Trinke was klar ist. Iss, was gar ist. Sag, was wahr ist.

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HIER WOHNTEN …

VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: SEBASTIAN BUFF

HIER WOHNTEN… … GUTSBESITZER AUS

HILDBURGHAUSEN

Der Weg von Coburg aus in Richtung Westen steil den Berg hinauf trug früher den Namen Seßlacher Weg. Oben angekommen, führte er am Ahornberg vorbei, im Volksmund später auch Marnsberg. Das erklärt den heutigen Namen des kleinen Wegs, der schon länger zur vielbefahrenen Straße Es war die Zeit, als viele Privatiers das kleine Herzogtum für sich entdeckten. Eine kleine gepflegte Stadt mit guter Infrastruktur, einem Landestheater, europäischer Ausstrahlung, aristokratischer Würde, einem gepflegten Bürgertum. Davon versprach man sich ein angenehmes Leben in einem angemessenen Umfeld, wenn man über das nötige Kleingeld verfügte. So oder so ähnlich werden die Beweggründe gewesen sein, die das Ehepaar Rühl aus einem Gut bei Hildburghausen nach Coburg führten: Den Lebensabend genießen. Damals standen nur wenige Häuser am Marschberg, der ja auch nur ein schmaler Hohlweg war. Die Straße in ihrer heutigen Form entstand erst 1993 mit dem Bau der Frankenbrücke. Jugendstilhäuser säumten das kleine Sträßchen, es war ruhig, grün, sonnig, mit schönem Blick aufs Herzogtum - das richtige Umfeld. Für das dreistöckige Haus zeichnete Eduard Amend verantwortlich, Maurermeister und Baugewerksmeister, der, 1876 geboren, als Mittdreißiger voller Schaffenskraft war: Er errichtete vor allem auf der anderen Seite der Stadt, im Pilgramsroth, fünf Villen, und prägte so das Bild Coburgs zu dieser Zeit entscheidend mit. Ähnlich präsentiert sich auch sein Werk am Marschberg, das aus dem Jahr 1909 datiert und lange im Familienbesitz war: Erika Eckstein, Enkelin der Erbauerfamilie Rühl, lebte hier über 70 Jahre lang. Am 1. Juni 1926 hatte sie hier das Licht der Welt erblickt, bis wenige

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geworden ist – der Marschberg nämlich. An dieser steilen Auffahrt in direkter Nähe zum Hofbräuhaus mit bestem Blick auf die Stadt entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts einige schöne Villen, so wie die mit der Hausnummer 19, deren Geschichte typisch ist für diese Zeit, typisch auch für Coburg.

Jahre vor ihrem Tod im Jahr 2013 lebte sie auch hier. Ihren Nachnamen verdankte sie ihrem Mann, dem Inhaber des in Coburg bekannten „Sanitär Eckstein“. Auch ihre Zwillingsschwester Inge lebte lange in ihrem Geburtshaus, steht auch für ein Stück Coburger Geschichte. Sie nämlich heiratete Peter Jühling, lange Chef des Neustadter Siemens-Werks, IHK-Präsident und Sohn des früheren Brose-Miteigentümers Ernst Jühling. Inge Jühling, geborene Rühl, starb erst kürzlich, im Jahr 2016. Gemeinsam mit ihrer Schwester und der Familie hatte sie in ihrem Geburtshaus aufregende Zeiten erlebt. Vor allem nach dem 2. Weltkrieg, als Coburg mit seinen gerade mal 30000 Einwohnern 17000 Flüchtlinge aufnahm. Auf fast 50000 Einwohner war die Vestestadt angewachsen, auf zwei Coburger kam ein Flüchtling. Kein Vergleich mit den Zahlen heute. Und so war das ganze Haus voll mit den Neubürgern aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Jedes Zimmer war belegt. Praktisch, dass man eine Sanitärfirma ja quasi im Haus hatte. Eckstein verlegte im ganzen Haus Gasöfen und Waschbecken. Toiletten allerdings gab es weiterhin nur zwei, jeweils auf halber Höhe der Stockwerke, wie damals üblich.

Das meiste an ihrem neuen alten Haus aber haben sie nach dem Erwerb 1999 mit viel Engagement, Liebe zum Detail und vor allem mit Hilfe des Vaters restauriert. Wie den Jugendstil-Stuck, der gemäß des Zeitgeists der jungen Bundesrepublik teilweise abgeschlagen worden war. Immerhin waren die Stuckdecken im Erdgeschoss noch erhalten, der Mutter der Vorbesitzerin sei Dank, sie hatte wohl ihr Veto eingelegt. Auch alle alten Türen waren noch in gutem Zustand, nur bei einer Türe hatte der Griff gefehlt. Sie sind neu lackiert, die alten Dielen in den oberen Stockwerken geschliffen, neue Fenster installiert worden. Vor allem aber hat man sich darum bemüht, den Urzustand wieder herzustellen, ohne dabei auf die Annehmlichkeiten modernen Wohnens verzichten zu müssen. So ist ein Stück typische Coburger Geschichte auf gelungene Art und Weise erhalten worden.

Dieser Teil der Geschichte gehört heute baulich wieder der Vergangenheit an: Die heutigen Besitzer haben die kreuz und quer verlegten zusätzlichen Leitungen für Heizung und Wasser wieder abgebaut.

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HIER WOHNTEN …

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… GUTSBESITZER AUS HILDBURGHAUSEN

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VON BENEDIKT DELLERT

Muskeln Egal ob wir Joggen gehen, Kaffee trinken oder nur einfach durch die Innenstadt schlendern – sie halten uns in Bewegung, sie sind die Kraftwerke jedes Körpers.

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MUSKELN MUSKELN IN HÜLLE UND FÜLLE Kein Muskel gleicht dem anderen. Sie unterscheiden sich in Größe, Funktion, Form und ihrem anatomischen Aufbau. Alle Muskeln haben jedoch etwas gemeinsam: Sie bestehen aus Muskelzellen, welche die Fähigkeit haben, sich zu verkürzen. So gibt es glatte und quergesteifte Muskulatur. Nur die quergestreifte Muskulatur können wir bewusst steuern, diese macht aber auch den großen Anteil aus. Der ultimative und damit wichtigste Muskel ist das Herz. Dieser gehört zwar zur quergestreiften Muskulatur, lässt sich aber nicht steuern, sondern arbeitet eigenständig. Die Leistung ist beachtlich: In einem Jahr pumpt das Herz mehr als 2,5 Millionen Liter Blut durch unseren Körper. Mit dieser Pumpleistung ließe sich in nur einer Stunde eine Badewanne füllen.

GRÖSSER, STÄRKER, SCHNELLER Jeder Muskel hat seine Aufgabe, aber welcher Muskel ist eigentlich der größte, der stärkste, der kleinste und der schnellste? Der stärkste und gleichzeitig der Muskel mit dem größten Volumen ist der Gluteus Maxius, oder auch großer Gesäßmuskel. Schaut man sich die Stärke des Muskels allerdings im Verhältnis zur Größe an, wird er noch von der Zunge übertroffen,

die hat zwar nicht so viel Kraft, aber im Verhältnis zur Größe ist sie dann doch ein bisschen stärker. Flächenmäßig ist der breite Rückenmuskel der größte Muskel im menschlichen Körper. Er verteilt sich fast über die gesamte untere Hälfte unseres Rückens. Ein wahrer Zwerg dagegen ist der Steigbügelmuskel, der gerade einmal so groß wie der Kopf einer Stecknadel ist. Er ist der kleinste Muskel und befindet sich im Innenohr. Obwohl er so winzig ist, ist er extrem wichtig. Wird es zu laut, zieht er sich zusammen und schützt das Innenohr vor dem Lärm. Der schnellste Muskel sitzt am Auge und ist der Augenringmuskel. Seine Aufgabe ist es, unser Auge zu schützen und dafür ist eine kurze Reaktionszeit extrem wichtig. Blitzschnell muss er sich zusammenziehen und das Auge schließen bevor uns irgendetwas ins Auge fliegt. Viel größer und langsamer hingegen ist der Schneidermuskel. Mit einer Länger von 50 Zentimetern ist er unser längster Muskel. Er befindet sich in unserem Oberschenkel und verbindet die Hüfte mit dem Knie. So perfekt sie auch arbeiten auch Muskeln können an ihrer Grenzen kommen. Wohl jeder hatte schone einmal Muskelkater. Das sind feine Risse und Blutergüsse im Muskel, die von der ungewohnten Belastung der Muskeln kommen. Sie treten meistens dann auf, wenn man sich vor dem Sport nicht richtig aufgewärmt hat.

Ina Werhahn

Mir macht das Training Spaß und ich fühle mich durch die kompetente Beratung und Übungseinweisung bestens aufgehoben. Ich schätze die angenehme Atmosphäre bei Bodystreet und seit ich hier einmal pro Woche trainiere, haben sich meine Haltung verbessert und meine Muskulatur verstärkt.

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DIE KLEINEN KRAFTWERKE MUSKELRARITÄTEN Jeder Mensch besitzt rund 650 verschiedene Muskeln. Doch wer denkt, dass jeder Mensch gleich viele Muskeln hat, der liegt falsch. Es gibt Muskeln die recht rar sind. Wie zum Beispiel der kleine Lendenmuskel, diesen besitzt gerade einmal jeder Zweite. Andere Muskeln sind noch seltener. Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum manche Menschen mit den Ohren wackeln können? Da unsere Vorfahren Jäger waren, mussten sie Geräusche bei der Jagd orten können und vorsichtig sein, um in der Wildnis zu überleben. Daher besaßen Sie die Fähigkeit ihre Ohren zu bewegen wie ein Hund. Da der Großteil der Menschen heutzutage wenn dann nur noch auf Schnäppchenjagd geht, sind bewegliche Ohren nicht mehr notwendig. Die Ohrenmuskeln haben sich im Laufe der Zeit immer weiter zurückgebildet. Bei einigen Menschen allerdings ist die Fähigkeit zu einem geringen Teil erhalten geblieben – sie können auch heute noch mit den Ohren wackeln.

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VON BENEDIKT DELLERT

DIE GESCHICHTE DES FAHRRADS: Wenn der Mensch etwas erfindet, so tut er das zumeist aus einem Mangel heraus. Auch die Geschichte des Fahrrades beginnt mit einem Mangel, der durch den Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora verursacht wurde. Dieser Ausbruch veränderte über zwei Jahre die Klimabedingungen in Europa, weil die Sonne verdunkelt war und dadurch die Ernte ausfiel. Logischerweise schnellten die Getreidepreise in die Höhe. Pferde konnte sich nun kaum noch jemand leisten. Diese schwere Zeit wurde zum Ansporn für den Karlsruher Erfinder Karl Friedrich Freiherr Drais, über eine „pferdefreie“ Möglichkeit der Fortbewegung nachzudenken - Drais konstruierte ein Laufrad. Das quasi erste Fahrrad der Welt, das seine Jungfernfahrt am 12. Juni 1817 hatte. Von Mannheim nach Schwetzingen und zurück, 15 km in knapp einer Stunde. Hut ab …

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VOM LAUFRAD ZUM FAHRRAD In den 1880er Jahren bekam das Laufrad Tretkurbeln – es wurde zum Fahrrad, das dann auch als Hochrad gebaut wurde. Man hat einfach das Rad immer größer gemacht. Die Folge: mit einer Kurbelumdrehung konnte man eine immer größere Entfernung zurückzulegen. Ergebnis waren extrem hohe und sehr wagemutige Konstruktionen. Von Mobilität für alle konnte allerdings keine Rede sein. Fahrräder waren Spielzeuge für Superreiche. Ein Hochrad kostete damals um die 400 Reichsmark. Das entsprach dem Jahresgehalt eines Arbeiters.

RADFAHREN WIRD ZUM SPORT 1869 wurde in Hamburg der erste Radfahrverein der Welt gegründet. Der Eimsbüttler Velozipeden Reitclub. Die ersten Fernrennen der Welt wurden auf den Strecken Berlin-Wien, Paris-Tours ausgetragen, bevor es 1893 das erste Profirennen von Paris nach Roube gab. Zu dieser Zeit waren die meisten Räder bereits mit Kettenantrieb und Hebelübersetzung ausgestattet und auch der Luftgummireifen ersetzte 1888 den Vollgummireifen. Den Ritterschlag bekam der Rennradsport 1896: Radfahren wurde als olympisch.

VON DER STRASSE INS GELÄNDE Die Geschichte des Mountainbikes ist besonders mit einem Namen verknüpft: Joe Breeze. Noch als aktiver Straßenrennfahrer kaufte Breeze 1973 für fünf Dollar sein erstes Rad mit dicken Reifen. Das 20 Kilo schwere Monstrum brachte den Stein ins Rollen. Gelangweilt vom Rennradtraining auf öden Straßen beschlossen Breeze und sein Kumpel Otis Guy zur Abwechslung den Mount Tamalpais zu fahren. Das fetzte. Die ersten Rennen in den Siebzigern waren eine Arena für Helden, für langhaarige Hippies mit Schnauzern in Blue-Jeans und Flanellhemd, auf Reifen die hart waren wie Lego-Steine, mit qualmenden Trommelbremsen und keinerlei Federung an schwammigen Rahmen. Gewinnen konnte nur der Mutigste – oder der mit dem besten Material. Die Fahrer entwickelten ihre Fahrräder weiter, um zu gewinnen. Sie bauten die ersten Mountainbikes.

RADELN WIRD ELEKTRISCH Seit es Fahrräder gibt, versuchen Tüftler Antriebe zu entwickeln, die das Fahren bequemer machen. Aus alten Patentschriften geht hervor, dass auf den Straßen Europas und Amerikas bereits ab etwa 1895 erste Elektrofahrräder verkehrten. Deren Antriebe hatten bereits Ähnlichkeit mit heutigen E-Bikes. Bis das E-Bike jedoch serienreif wurde dauerte es noch zig Jahre. Den Spaß des Fahrradfahrens genießen, ohne dabei schweißtreibend in die Pedale treten zu müssen - das dürfte das Ziel der Erfinder gewesen sein. In den 90er-Jahren kamen die ersten Räder mit Elektromotor auf den Markt. Inzwischen wächst die Nachfrage und immer mehr Hersteller bieten sie an. Die technischen Details gehen aber genauso wie der Preis weit auseinander.

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Advertorial

Saisonstart Rauf aufs Rad! Rein in die Natur! Viele haben den Frühling herbeigesehnt. Weil es wärmer wird, weil es länger hell ist und weil es damit zur Winterwanderung, zum Lang- oder Abfahrtslauf oder schlichtweg zur täglichen Autofahrt ins Büro endlich wieder eine Alternative gibt: Das Fahrrad. Und wer ist der richtige Partner für richtige Bike und in Sachen Service in der Region? Natürlich INTERSPORT WOHLLEBEN. Trends, Tipps und Angebote aus der größten Radwelt im Coburger Land.

Die Radwelt von Größe: 1000 Quadratmeter • Über 300 Räder immer auf Verkaufsfläche • über 1000 auf Lager Topmarken: Haibike • Specialized • Giant • Kettler • u.v.m. Service: Body-Scanner • Bike-Fitting • Job-Rad Leasing • Fahrrad-Teststrecke • Inzahlungnahme • Lieferservice Sattel-Vermessung • 5 Jahre kostenlose Inspektion für Active Club Kunden bei Rad-Kauf • Finanzierung • Good-Morning-Service • Aufbau-Service • Mobile Radwerkstatt Adresse:

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ERSTENS. DAS EBIKE. IMMER NOCH UND IMMER BESSER.

ZWEITENS. JOBRAD. NEU UND RICHTIG GUT. Wenn da jetzt der eine oder andere sagt, „das ist aber eine Menge Geld“, dann stimmt das zwar, aber zum einen spart man ja auch … Sprit und Verschleißkosten vom Auto nämlich, zum anderen ist ein Fahrrad immer auch eine Investition in die eigene Gesundheit, und zudem gibt es neue Finanzierungsmöglichkeiten wie „JobRad“. Einige große Coburger Unternehmen bieten das ihren Mitarbeitern schon an: Die holen sich ihr Wunschrad und leasen es über eine Umwandlung des monatlichen Gehalts 3 Jahre lang. Danach sind noch 10% des Kaufpreises fällig – fertig. Der Vorteil: Das sogenannte Dienstwagenprivileg gilt seit einiger Zeit auch für Fahrräder und E-Bikes. Man spart also Steuern. Und je nach Gehalt bis zu 40% vom Fahrradpreis! Am besten also beim Arbeitgeber nachfragen. Mehr Infos unter www.intersport-wohlleben.de/content/jobrad.

DRITTENS. DIE MOBILE RADWERKSTATT. SELBSTVERSTÄNDLICH. Wer aber auch in der neuen Saison lieber auf dem alten Fahrrad durch die Landschaft kurbelt, kein Problem. Und wenn mal was kaputtgeht, auch kein Problem: Die mobile Radwerkstatt von INTERSPORT WOHLLEBEN kommt gerne nach Hause und repariert vor Ort oder nimmt das Fahrrad mit – natürlich bleibt ein Ersatzfahrrad für die Zeit der Reparatur beim Kunden. Die Idee ist genauso alt wie gut: Der Firmengründer vom Sporthaus Wohlleben war Schuhmacher-Meister. Auch er ist vor 90 Jahren bei seinen Kunden zuhause vorbeikommen und hat die Schuhe neu besohlt. Heute richtet man eben Räder her.

ER

COBURG

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Gültig ab einem Einkaufswert von 25,- Euro. Nicht mit anderen Aktionen kombinierbar. Einlösbar bis 31.4.2017. Pro Einkauf nur ein Gutschein einlösbar. Betrag/Restgeld nicht in bar auszahlbar. Nur einzulösen bei INTERSPORT Wohlleben in Dörfles-Esbach und Lichtenfels und im Schöffel-LOWA-Store in der Mohrenstraße 32 in Coburg.

Lange vorbei sind die Zeiten, da stromradelnde Zeitgenossen auf ihren klobigen E-Bikes milde belächelt wurden. Heute sind E-Bikes schicke Fahrräder für Jedermann, nicht nur für Öko-Freaks oder ältere Mitbürger. Die freilich greifen immer noch gerne zur motorisierten Variante. Treten muss man ja trotzdem, das ist gut für die Gesundheit. Heutzutage ebiken aber eben auch sportliche Fahrer, Alpenüberquerer, junge Menschen. Kleinere Motoren, hippe Marken, flottes Design machen es möglich. Ob Trekking, Mountainbikes oder Cityrad – das „E“ gibt’s heute für jedes Zweirad. Aber auch bei der elektrisierenden Variante gilt: Vor dem Kauf unbedingt vermessen lassen, Körpergröße, Bein- und Armlängen, damit das Rad optimal angepasst werden kann. Schließlich investiert man ein paar Euro, der Durchschnittspreis bei E-Bikes liegt bei 2700 Euro.

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Bauen an der Zukunft 115 Jahre Bauunternehmung Otto Hauch

Das Büroteam.

Familienbetrieb in vierter Generation, Projekte in ganz Deutschland und vor allem die fast einmalige Verknüpfung alter Handwerkstechniken mit zeitgemäßen Methoden – wenn es um die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden geht, wenn es um die behutsame Modernisierung von historischer Bausubstanz geht, dann fällt vor allem ein Name: Otto Hauch aus Coburg. Die Bauunternehmung feiert in diesem Jahr ihr 115jähriges Bestehen.

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Advertorial

Ideen und Wünsche der Kunden

Soziales Engagement

Wenn Max Beyersdorf, der heutige Geschäftsführer und Urenkel des Firmengründers, über seine Firmenphilosophie spricht, merkt man, dass Bauen für ihn - wie schon für seine Vorväter - mehr ist als nur ein Beruf. Bauen ist Berufung: Ob bei der Sanierung, im Spezialbau, beim barrierefreien Bauen oder auch bei Außenanlagen von Gebäuden – er und sein Team, eine „eingeschweißte Truppe“, wie er sagt, machen die Ideen und Wünsche der Kunden zu ihren eigenen, von der Beratung über die Analyse und Planung bis hin zur Umsetzung. Schon im Vorfeld geht man bei Otto Hauch mit höchster Gewissenhaftigkeit an ein Projekt. So brauchen gerade Baumaßnahmen an historischen Gebäuden solide Zeit für alle wichtigen Voruntersuchungen.

Als mittelständische Firma, die sehr stark an der nachhaltigen Entwicklung der Region beteiligt ist, liegt Max Beyersdorf darüber hinaus auch die Förderung sozialer Projekte sehr am Herzen. Etwas zurückzugeben fühlt sich sehr gut an, sagt er, und er hält auch Wort. Es geht ihm um Verantwortung. Für seine Mitarbeiter, sein Unternehmen, seine Mitmenschen und vor allem für seine Heimatregion Coburg.

Der Nachwuchs: Junge Fachkräfte.

Wissen aus vier Generationen Dabei greift die Mannschaft aus der Rodacher Straße in Coburg auf die über 115jährige Erfahrung im eigenen Haus zurück. Das macht zum einen krisenerprobt, und mit Recht kann man stolz darauf sein, als Familie das Unternehmen über vier Generationen sicher durch Höhen und Tiefen gesteuert zu haben. Außerdem ist nach über 100 Jahren viel Wissen aufgebaut worden, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Wissen, das heute gerade bei der Sanierung von historischer Substanz eigentlich unbezahlbar ist - ein Geschäftsfeld, auf das man sich seit den 70er Jahren spezialisiert hat. Die Besetzung dieses Themenfeldes durch den Vater von Max Beyersdorf, Dipl. Ing. Klaus Beyersdorf, war eine wegweisende Entscheidung, hat das Unternehmen weit nach vorne gebracht.

Herausragende Referenzen Restaurierung einer Fassade mit Terrasse 2016 am Ernstplatz in Coburg .

In seinem Sinne hat sein Sohn die Baugesellschaft weiterentwickelt, sein Team wächst an den Herausforderungen und kann sich immer höhere Ziele setzen. Dazu legt man viel Wert auf Aus- und Fortbildung, um mit der Technik immer besserer Maschinen, den modernen Möglichkeiten der Bauwerksuntersuchung und Schadensdiagnostik, und mit den innovativen Bauverfahren Schritt zu halten. Zeit, die sich für den Kunden sofort auszahlt. Herausragende Leuchtturmprojekte wie die Veste Coburg, das Schloss Callenberg und die Ehrenburg sind eindrucksvolle Dokumente der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, aber auch zahlreiche Projekte für private Hauseigentümer.

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Und dafür steht die Bauunternehmung Otto Hauch: Sanierung Spezialbau

Barrierefreies Bauen Außenanlagen

Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com

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FRÜHLINGSGEFÜHLE

SMARTER, SICHERER, VERNETZTER

IHR HÄNDLER IN DER REGION:

DER NEUE GOLF Der neue Golf ist da: smarter, sicherer und vernetzter als je zuvor. An den Abmessungen hat sich zum Vorgänger nichts geändert, dennoch kann man von einem großen Facelift sprechen. Die Konturen wurden geschärft, es gibt neue Stoßfänger vorne und hinten und neue Halogenscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht. Die Kotflügel vorne sind neu, alle Golf haben jetzt LEDRückleuchten. Neue Räder und Farben sind im Angebot, auch das Design des Innenraums ist frischer. Und auch die größte Neuerung findet man im Innenraum. Die herkömmlichen Armaturen werden digital und rein virtuell auf einem 12,3 Zoll großen Bildschirm dargestellt. Was angezeigt wird, lässt sich über verschiedene Profile vom Fahrer beeinflussen. Ist zum Beispiel Navigation gewählt, werden Tacho und Drehzahlmesser verkleinert und rücken rechts und links an den seitlichen Rand, um der Landkarte mehr Raum zu geben.

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Das digitale Cockpit kostet allerdings Aufpreis. Das neue Infotainment System Discover Pro gibt es beim neuen Golf zusätzlich mit Gestensteuerung. Das ist bislang einmalig im Segment der Kompaktfahrzeuge. Neu sind zudem etliche Online-Services und verschiedene Apps für den Golf. Neben diesen multimedialen Raffinessen ist der neue Golf aber vor allem auch ein Auto. Und das ist zum Fahren gebaut - besser und vor allem sicherer als je ein Golf zuvor. Neu sind hier ein Helfer für den Stau, eine neue Fußgängererkennung für die City-Notbremsfunktion, und ein elektronischer Helfer für das Rückwärtsfahren mit Anhänger. Preislich gibt es den neuen Golf ab 17.850 Euro

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AUF VIER RÄDERN

ARBEITSPFERD IM NEUEN GEWAND

IHR HÄNDLER IN DER REGION:

DER NEUE LANDROVER DISCOVERY Die fünfte Generation des Discovery ist noch lässiger und souveräner als ihr Vorgänger - und das trotz knapp fünf Metern Länge und etwa 2,2 Tonnen Leergewicht. In Sachen SUV-Design stellt der neue Discovery einen regelrechten Quantensprung dar. Das äußere Erscheinungsbild ist eine revolutionäre Neuauflage des klassischen Discovery-Designs. Die Design- und Entwicklerteams haben das ursprüngliche Konzept des Discovery von Grund auf revolutioniert und ein unvergleichlich elegantes und vielseitiges Fahrzeug geschaffen.

Autohaus Am Eichberg GmbH Coburger Straße 2a 96487 Dörfles-Esbach

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Der neue Discovery kombiniert die Flexibilität eines elegant gestalteten Innenraums, der sieben vollwertige Sitze und zahllose raffinierte Designdetails zu bieten hat, mit markanten Proportionen, einer klaren Linienführung sowie einer dynamischen Silhouette. Ganz gleich, wohin die Reise geht – der neue Discovery wird allen Ansprüchen gerecht. Zum Beispiel mittelschweres Gelände durchpflügen, als wäre es ein Feldweg, furchterregende Fels-Formationen mit links überwinden und bis zu 90 Zentimeter tiefe Wasserlöcher durchwaten. Dieser Land Rover macht am Ende des Tages kein Hehl daraus, dass er mehr kann als nur cruisen und gleiten. Optional gibt es den Discovery auch als Siebensitzer, wo dann sogar ganz hinten ein Zweimetermann genug Platz findet. Angeboten wird der neue Discovery mit drei verschiedenen Dieselmotoren von 180 bis 258 PS und dem 3.0 Liter Benzinmotor mit 340 PS. Das Arbeitspferd gibt es ab 50.500 €. Premiere ist am 22. April.

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FRÜHLINGSGEFÜHLE

OFFEN FÜR DIE WELT VON MORGEN

IHR HÄNDLER IN DER REGION:

DAS NEUE AUDI A5 CABRIOLET Pünktlich zum Sommer 2017 bringt Audi den A5 bzw. den S5 als Cabrio. Und das neue Cabrio begeistert auf den ersten Blick. Das Exterieur wurde nachgeschärft, besonders die Schulterlinie zeigt sich markant. Die Karosserie des neuen A5 Cabriolet ist die steifste im Wettbewerb und zählt dennoch zu den leichtesten im Segment. Mit einer Länge von 4,67 Metern misst das neue A5 Cabrio rund fünf Zentimeter mehr als der Vorgänger. Das kommt nicht nur der Beinfreiheit zugute, sondern sorgt im Zusammenspiel mit dem größtenteils vom Coupé übernommenen Design und dem gestrecktem Radstand für Eleganz auf vier Rädern. Auch der Innenraum überzeugt: Hochwertig verarbeitet und großzügig gestaltet bleiben viel Raum für eigene Ideen. Serienmäßig an Bord sind neben Teilledersitze, WLAN-Hotspot, wireless charging für das Smartphone, iOS- und Android-Kopplung auch jede Menge Assistenzsysteme.

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Und wem das dann nicht reicht, der findet attraktive Sonderausstattungen wie das Audi virtual cockpit oder das klangstarke Bang & Olufsen Sound System. Die Motorenauswahl steht dafür, welche sportliche Rolle das neue Cabrio bei Audi einnimmt. Die Leistungsspanne reicht von 190 und 286 PS bis hin zum vorläufigen Topmodell, dem S5 Cabrio mit dem vom Coupe bekannten 354 PS starken Dreiliter-Benziner. Für diejenigen denen auch das nicht ausreicht, folgt dann der offene RS5. Der Preis für das neue A5 Cabrio liegt bei 49.350 Euro, für das S5 Cabrio muss man mit 67.800 Euro etwas tiefer in die Tasche greifen.

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AUF VIER RÄDERN

MEISTERT JEDES TERRAIN

IHR HÄNDLER IN DER REGION:

JEEP GRAND CHEROKEE DER JÜNGSTEN GENERATION Das selbstbewusste, elegante Exterieur verströmt Stärke von jedem Blickwinkel aus. Der Jeep Grand Cherokee kommt in neuem Design mit hochwertigen Stilelementen, wie der markanten Formgebung von Kühlergrill und Stoßfängern, den neu gestalteten Felgen sowie den Nebelscheinwerfern und Bi-Xenon-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht. Auch im Innenraum wurde der Cherokee aufgefrischt. Zudem gibt es ein modernes Infotainmentsystem. Die legendäre Geländefähigkeit von Jeep ist auch beim neuen Grand Cherokee in der DNA verwurzelt. Mit aktiven Allradantrieben und dem Selec-Terrain System lässt sich der Jeep Grand Cherokee optimal auf unterschiedliche Fahrbedingungen einstellen.

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Mit fünf verschiedenen Stufen sorgt die Luftfederung außerdem für maximale Bodenfreiheit beim Offroadfahren oder optimalen Luftwiderstand auf der Autobahn – auf jeden Fall aber für perfekte Performance und Spaß. Auch beim Thema Sicherheit setzt der Grand Cherokee Maßstäbe. Die verstärkte Fahrgastzelle und zahlreiche aktive und passive Sicherheitssysteme sorgen dafür, dass der Grand Cherokee für fast alle Eventualitäten bestens gerüstet ist. Zu seinen mehr als 70 Sicherheitsfeatures gehören unter anderem die Adaptive Cruise Control mit Stop & Go, das Auffahrwarnsystem sowie der Totwinkel-Assistent. Während die Basisversion mit einem 3 Liter großen V6-Diesel mit 190 PS startet, dürfen sich Freunde des gepflegten V8-Sounds auf den 5,7 Liter großen und 352 PS starken Hemi freuen. Preislich beginnt der Jeep Grand Cherokee bei 49.900 €.

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Advertorial

MUSIKALISCHE HIGHLIGHTS IM JULI

Manchmal riecht man ihn schon in der Luft – den Sommer. Auch die Sonne wärmt jetzt Haut und Seele. Das weckt Vorfreunde auf die viele Open-air-Veranstaltungen in der Region. Auch der Juli hat es musikalisch in sich und bietet in der Region zwei Highlights.

LIEDER AUF BANZ

7. UND 8. JULI 2017 Die Créme de la Créme der deutschsprachigen Liedermacherszene findet sich traditionell am ersten Juliwochenende auf der Klosterwiese vor Kloster Banz ein. Es wird auch in diesem Jahr ein Fest der Superlative werden: Das Singer-Songwriter-Festival „Lieder auf Banz – Ein Abend mit Freunden“. Am Freitag, den 7. Juli, sowie Samstag, den 8. Juli 2017 wird das Liedermacherfestival unter neuer Organisationsleitung des Veranstaltungsservice Bamberg, jedoch in bewährter Weise mit der Unterstützung des Landkreises Lichtenfels, der Stadt Staffelstein und der Hanns-Seidel-Stiftung in traumhafter Kulisse stattfinden. Und auch der Bayerische Rundfunk wird das Festival wieder aufzeichnen und übertragen. In gewohnter Manier prägt die deutschsprachige Singer-Songwriter-Elite die „Lieder auf Banz“. Neben den Urgesteinen wie KONSTANTIN WECKER, WILLY ASTOR, WERNER SCHMIDBAUER, PURPLE SCHULZ, SEBASTIAN KRUMBIEGEL, HELEN SCHNEIDER, GERT STEINBÄCKER und STEFAN JÜRGENS werden auch in diesem Jahr Newcomer dabei sein. Denn im Rahmen der „Lieder auf Banz“ werden auch 2017 die Träger des Nachwuchsförderpreises der Hanns-Seidel-Stiftung gekürt. Dieses Jahr werden FEE BADENIUS, MARCEL BRELL und TONTRÄGER die begehrte Auszeichnung erhalten werden. Die Moderation der „Lieder auf Banz“ übernimmt VIVA VOCE. Mit viel Kreativität und Talent führen die A-Capella-Sänger aus Ansbach durch den Abend.

ANASTACIA

25. JULI 2017 I 20 UHR Mit ihrer unverwechselbaren Soul-Stimme, ausdrucksstarken Songs und umwerfenden Live-Performances hat sie sich ganz nach oben in die deutschen Charts gesungen. Mehr als 30 Millionen Alben weltweit hat sie bislang verkauft und mit Gold und Platin veredelt. Selbst eine schwere Brustkrebserkrankung konnte sie auf der Karriereleiter nicht stoppen. Sie ist eine Kämpferin, die anderen Mut macht und dazu motiviert, positiv zu bleiben und niemals aufzugeben. Wie oft im wechselhaften Verlauf ihrer Geschichte machte sie aus der Not eine Tugend und produzierte brillante Alben, die ihre Erfahrungen und Emotionen in authentischer Weise widerspiegelten. „Kunst ist am besten, wenn Leid mit im Spiel ist. Einige der größten Künstler haben ihre besten Werke so geschaffen“, so Anastacia.

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Infos und Eintrittskarten gibt es unter www.vs-bamberg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

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„Warten auf den Frühling“ Foto: Sebastian Buff

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Foto-Advertorial

EXPRESSIVE KUNST MASCHA BURINA AUS COBURG

Die in Kasachstan geborene Mascha Burina lebt seit 1994 in Coburg. 2013 hat sie aus ihrer Leidenschaft eine Profession gemacht. Ihre expressiven Arbeiten schaffen Atmosphäre. Eine breite Palette an Farben, Tonleitern, Formen, Linien und Kontrasten ist Ausdruck von Gedanken, Gefühlen und Stimmungen.

Werke von Mascha Burina sind wieder zu sehen am 17. und 18. Juni bei der Kunstmesse „Umschlagplatz Coburg“ auf dem Güterbahnhof. Aktuelle Informationen unter www.maschaburina.jimdo.com

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GALERIE

G A L E R I E TA N J A

W I P P E N B E C K

Erinnerungen gehören zu den wertvollsten Werten, die wir besitzen. Die gebürtige Coburgerin Tanja Wippenbeck hält sie fest. Momente mit Menschen. Am liebsten mit Kindern und Babies. Aber auch erotische Momente von Mann und Frau. Passend zum Frühling und den entsprechenden Gefühlen eine kleine Auswahl. Das komplette Portfolio der Fotografenmeisterin unter www.fotografie-tanja-wippenbeck.de.

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GALERIE

LANDESTHEATER

COBURG

ALICE�IM� WUNDERLAND Ballett von Roland Fister und Rosemary Anne Helliwelll

FOTO��HENNING�ROSENBUSCH

Jetzt im Landestheater Coburg!

L AN D E STH EATE R�CO B U RG Schlossplatz 6, 96450 Coburg Theaterkasse Di. bis Fr. 10.00 –17.00 Uhr, Sa. 10.00 –12.00 Uhr Telefon 09561 · 89 89 89 www.landestheater-coburg.de

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JACK CHENG – HALLO LEBEN, HÖRST DU MICH?

Buchempfehlung Annette Berghoff, Buchhandlung RIEMANN: Hand aufs Herz, haben Sie schon mal versucht, mit Außerirdischen Kontakt aufzunehmen? Erinnern Sie sich noch an die Voyager-Rakete, die seit den 70ern mit einer lustigen goldenen Schallplatte voll Geräuschen des Planeten Erde an Bord durch den Weltraum düst auf der Suche nach außerirdischem Leben? Für Alex, 11 Jahre, ist Kontakt zu außerirdischer Intelligenz eine Art Dauerhobby. Sein größter Held aller Zeiten ist Astronom: Alex hat jedes Buch von Carl Sagan gelesen (und verstanden!), er kleidet sich genauso (inklusive 70er-Jahre-Gedächtnis-Rollkragenpullover, sogar im Hochsommer in Arizona!) und natürlich heißt auch sein Hund Carl Sagan. Außerdem ist der Junge (samt Hund) alleine unterwegs zu einem Treffen von Raketenbastlern in der Wüste von Albuquerque, um diese Schallplatte (s.o.) durch etwas Moderneres zu ergänzen – in einer selbstgebastelten Rakete will er sein goldenes IPod hinterherschicken, denn das bietet doch deutlich mehr Speicherplatz und Komfort.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 384 Seiten: ISBN: 978-3-570-16456-3 14,99 Euro

Der Roman ist die trügerisch einfache Niederschrift eines Road Movie, jedes Kapitel ist eine von Alex’ Momentaufnahmen, in denen er uns (den Außerirdischen) seine Welt erklärt und erzählt. Ganz sachlich ist zwischendurch die Rede vom toten Vater und der psychisch kranken Mutter, für die er mit seinen 11 Jahren das Leben managt, und für die er vorgekocht hat und nun hofft, dass sie auch wirklich das Frühstück vor dem Abendessen isst. Er dokumentiert auch jede Begegnung mit den Leuten, die er unterwegs trifft, alle Höhen und Tiefen dieser Reise. Es wird eine Odyssee, die nicht nur Alex’ Leben völlig durcheinanderwirbelt.

eBook: ISBN: 978-3-641-18781-1 11,99 Euro

Eine lakonische, weise, liebevoll absurde und extrem realistische Geschichte, die ich in einem Rutsch lesen musste – spannend wird’s nämlich auch. Selten hat mich so Trauriges trotz allem zum Schmunzeln und so leises Glück zum Weinen gebracht, oder hat mich eine Geschichte so tief berührt. Cheng ist eine bewegende Charakterstudie der Menschheit in all ihren Facetten gelungen – ein Außerirdischer, der zufällig dieses Buch liest, hat schon mal einen guten ersten Eindruck… Mein Herzensbuch des Frühjahrs für jüngere Leser ab 12 und alle Erwachsenen!

„Es gibt Bücher, die möchte man am Ende umarmen - weil einem die Helden so sehr ans Herz gewachsen sind. Dieses ist so eines!“ – GEOlino

Ganz einfach: Der 11-jährige Alex wagt gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan die große Reise quer durchs Land zu einer Convention von Raketen-Nerds. Dabei lernt er nicht nur die unterschiedlichsten Menschen kennen, sondern erfährt auch eine Menge über Freundschaft, Familie, Liebe und all die anderen Dinge, die das Leben als Mensch so lustig, traurig, wunderschön und überraschend machen. Und zum Schluss ist Alex´ Welt um viele kostbare Freundschaften und sogar eine Schwester reicher.

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©Josh Wool

Was würdest du tun, wenn du allein mit deiner Mom lebst, die manchmal ihre “ruhigen Tage” hat, und du planst, deinen iPod mit einer selbstgebauten Rakete ins All zu schießen, um den Außerirdischen das menschliche Leben auf der Erde zu erklären?

Jack Cheng Jack Cheng wurde in Shanghai geboren und ist in Michigan aufgewachsen. Er lebte neun Jahre in New York, wo er als Werbetexter gearbeitet hat und Mitbegründer einer interaktiven DesignAgentur war. 2014 hat er Brooklyn verlassen und verbrachte einen Winter in Südafrika. Seitdem war er eigentlich mehr oder weniger immer unterwegs. Zurzeit lebt er in Detroit. Nach seinem Belletristik Roman „These Days“ ist „Hallo Leben, hörst du mich?“ sein erstes Buch für jüngere Leser.

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VORSCHAU

Foto: www.wikipedia.de Mike aus dem Bayerwald

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERT VON DER

DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER EIN STÜCK DEUTSCHES VOLKSTHEATER-GUT

OPERN DUO

KATZELMACHER

THE RAVEN / LA VOIX HUMAINE

Schauspiel von Rainer Werner Fassbinder

Kammeroper von Toshio Hosokawa / Monooper von Francis Poulenc | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

A

DARUM GEHT ES

Eine abgeschlossene Gesellschaft. Marie ist mit Erich liiert. Paul verprügelt seine Freundin Helga, die träumt davon, Sängerin zu werden und hat deshalb Sex mit Erich für Geld. Peter lässt sich von der zur Wundertütenherstellerin aufgestiegenen Elisabeth aushalten und von ihr herumkommandieren. Das muss wohl alles so sein, denn so ist es nun mal. Hier herrscht eine Ordnung. Bis Elisabeth einen Gastarbeiter bei sich einstellt, der das bestehende Gefüge aus unerfüllten Sehnsüchten, Langeweile und gegenseitiger Gemeinheit in Unruhe versetzt. Der Katzelmacher weckt Fantasien bei den Frauen und Neid bei den Männern. Dann kommt er auch noch mit der Marie zusammen. Gerüchte machen sich breit. So kann es nicht weitergehen. Eine Ordnung muss wieder her.

B

WO UND WANN SPIELT ES

Katzelmacher ist das erste eigenständige Bühnenstück des deutschen Regisseurs, Autors und Darstellers Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1968. Die Uraufführung im Münchener Action-Theater stand unter der Regie des Verfassers Fassbinder und des Komponisten Peer Raben. Ein Jahr später gelang Fassbinder mit der gleichnamigen Filmversion der künstlerische Durchbruch. 1969 erhielt Fassbinder für sein Stück den Gerhart-Hauptmann-Preis.

C

WAS ERWARTET MICH

In Fassbinders Stück hängen Jugendliche in einem Münchner Vorort ab, führen Beziehungen mit unausgeglichenen Gefühlen, versumpfen im öden Job oder träumen von der Karriere als Sängerin. In diese gepflegte Langeweile platzt ein griechischer Gastarbeiter der alles durcheinanderbringt.

D

WANN

Die Matinee zum Katzelmacher findet am 9. April statt. Es folgt die Premiere am 22. April und eine weitere Vorstellung am 27. April. Im Mai geht es dann weiter mit dem Schauspiel. Gespielt wird am 4., 9., 12. und 19. Mai. Die vorerst letzten Vorstellungen sind für den 7. und den 14. Juni terminiert.

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A

DARUM GEHT ES

The Raven: Eine Mezzosopranistin und eine Tänzerin stehen im Zentrum der Oper von Toshio Hosokawa, einem der bekanntesten und gefragtesten Akteure der zeitgenössischen Musikszene. In seiner Opernversion des berühmten Gedichtes „Der Rabe“ von Edgar Allan Poe, dem Meister des Grauens, lässt sich der japanische Komponist unter anderem vom Nō inspirieren, einer traditionellen Form des japanischen Theaters, bei der Tanz, Rezitation, Musik und Lyrik miteinander verknüpft werden und so für eine besonders intensive Ausdruckskraft sorgen. The Raven, ein Werk, das auch in den USA zum großen Publikumserfolg avancierte, ist eine Versinnbildlichung der Beziehung zwischen Mensch und Tier: Note für Note enthüllt Hosokawas Musik einen außergewöhnlichen emotionalen Mikrokosmos. La voix humaine: Eine Frau ist von ihrem Partner verlassen worden. Aus den Gesprächsfetzen der immer wieder unterbrochenen Telefonate mit ihm entsteht das Bild einer zerrütteten Beziehung, ihrer Strukturen und Empfindlichkeiten. Wir erleben den verzweifelten Versuch der Frau, das Geschehene am Telefon rückgängig zu machen. Die Besonderheiten des Mediums Telefon nutzend, versucht sie zunächst ihrem Gegenüber etwas vorzumachen. Ihre gespielte Stärke und Geschäftigkeit sind genauso Versuche, ihn zurückzugewinnen, wie die nach und nach sichtbare Angst, ihre Verzweiflung oder die beschwörenden Erinnerungen an die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit. Doch weder ihre Versuche, sich verständnisvoll zu zeigen, noch die Schilderung ihres Selbstmordversuchs fruchten. So erfährt sie die Grenzen der eingeschränkten Kommunikation per Draht. Sie beginnt das Telefon, das sie gleichzeitig anfleht, als „schreckliche Waffe“ zu sehen und gibt dem Objekt die Schuld für die Vergeblichkeit ihrer Bemühungen. Sie muss erkennen, dass auch er das Telefon für seine Zwecke benutzt. Denn immer wieder unterbricht er ihre wechselnden Stimmungen und emotionalen Ausbrüche durch banale Zwischenfragen. Auch belügt er sie, als er ihr erklärt, er riefe von zu Hause aus bei ihr an. Bei allem echten Schmerz manipuliert sie genau wie er die andere Seite. Er will am nächsten Tag reinen Gewissens mit seiner neuen Geliebten nach Marseille aufbrechen, sie kann und will die Trennung noch nicht akzeptieren.

B

WO UND WANN SPIELT ES

The Raven ist eines der bekanntesten Gedichte von Edgar Allan Poe, dem Meister des Horrors. Veröffentlicht wurde das Gedicht zum ersten Mal im Jahre 1845 im New York Evening Mirror. Poe soll einst zehn Jahre am Werk gearbeitet und damit zu Lebzeiten nur ganze zehn Dollar verdient haben. Die Oper The Raven feiere 2012 in Brüssel Premiere. In der Inszenierung von Luca Veggetti wurde die Oper bereits erfolgreich in New York aufgeführt. La voix humaine bedeutet auf deutsch: Die menschliche Stimme. Es handelt sich hier eine Monooper von Francis Poulenc nach einem 1930 erschienenen Theaterstück von Jean Cocteau. Sie wurde am 6. Februar 1959 in Paris uraufgeführt. Häufig wird bei Aufführungen auf die orchestrale Begleitung zugunsten der intimeren Klavierbegleitung verzichtet.

C

WAS ERWARTET MICH

The Raven: Der Dichter erzählt darin von einer mitternächtlichen Begegnung zwischen einem jungen Mann und einem Raben. Der Mann, der um seine verstorbene Geliebte trauert, stellt dem Vogel verwundert Fragen. Er erhält aber immer nur einer „nevermore“ (nimmermehr) zur Antwort. Die Situation wird immer schauriger, das „nimmermehr“ eindringlicher. Unruhe macht sich breit. La voix humaine: La voix humaine ist ein Paradebeispiel einer Monooper, die sich nicht zuletzt wegen ihres geringen Aufwands relativ leicht umsetzen lässt. Sie wurde so gut wie an allen deutschen Theatern gespielt und steht regelmäßig auf den Spielplänen. Die Herausforderung für die Sängerin sind neben den musikalischen Anforderungen die ungeheuren emotionalen Schwankungen, die große darstellerische Leistungen erfordern.

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WANN

Das Opern Duo The Raven / La voix humaine startet am 30. April mit der Matinee. Premiere ist am 13. Mai. Weitere Aufführungen finden am 20. Mai und am 22. und 28. Juni statt.

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SCHATZSUCHE 2017 DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION PRÄSENTIERT VON

KEINER FINDET DEN SCHATZ: JETZT GEHT’S UM 2000 EURO!!

WEITERE TERMINE SCHATZSUCHE 2017: Schon jetzt rot markieren:

Sieben Tage, sieben Fragen und am Ende ein Kreuzworträtsel, das es in sich hatte: Das war unsere erste Schatzsuche 2017. Die richtige Antwort am Ende wäre gewesen: „NICHT ORAKELN“. Und wir geben zu: Es war nicht leicht dieses Mal: Viele haben mitgeraten, aber keiner hat den Schatz gefunden! So gehen die Preise in den Jackpot für die nächste Schatzsuche ab Ende April: Dann geht es also um Gutscheine von Edeka Wagner, dem Sporthaus Wohlleben, der ThermeNatur Bad Rodach, dem Romantik-Hotel Goldene Traube und der Agentur Streckenbach im Gesamtwert von 1200 Euro und um 800 Euro in bar.

29. April bis 8. Mai – Bargeld und Gutscheine im Wert von 2000 Euro für einen Gewinner 17. bis 26. Juni 12. bis 21. August 14. bis 23.Oktober 9. bis 18. Dezember

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O B D

DER WEG ZUM SCHATZ WÄRE GEWESEN

A8 C

Die meisten von Ihnen sind am Kreuzworträtsel ganz zum Schluss gescheitert. Das gab es letzten Tag der Schatzsuche - und Sie hatten nur 24 Stunden Zeit es zu lösen. Um bei diesem mitzumachen, mussten Sie zunächst einmal alle sieben Fragen der Woche davor richtig beantwortet haben. Das waren die Ausgangslösungen zur Beantwortung des Kreuzworträtsels (Alle Fragen, alle Antworten zu diesen Fragen auf www.coburger-magazin.de/schatzsuche). Da waren noch viele von Ihnen mit an Bord. Dann aber kam eben das Kreuzworträtsel. Hier die Auflösung:

1

Frage: Was sind alle sieben Lösungen? Antwort: Konsonanten

2

Frage: Jede Lösung steht nach jeweils derselben Regel für jeweils ein Wort. Ordne diese Worte im Uhrzeigersinn an. Denke an Coburg. Beginne mit der Lösung, die im Alphabet als erste vorkommt.

H4 6

2

3

O

S

5

K9 R

J

N1 S

R

O

T5

N

H

A

E

N

N12

S

I 2 C3 H

T

K

E

E10

N

S

R7 S Lösungswort:

N1 AUSGABE 20 / APRIL 2017

O

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Die Quersumme aller Lösungen, in Zahlen nach ihrem Rang im Alphabet umgerechnet, gibt es in der Mitte der Uhr nicht mehr. Wer "wohnte" hier früher? Antwort: Obdachlose: Die Quersummer aller Buchstaben umgerechnet nach ihrem Rang im Alphabet, ergibt „99“. „H“ ist z.B. an achter Stelle, also wird „H“ mit „8“ gerechnet. Die Adresse „Markt 99“ stand als „virtuelle“ Hausnummer für Obdachlose.

K

7

H

1

L 11 O 6 M

E

Antwort: HSKRJNS: Das sind jeweils die Anfangsbuchstaben der vom Coburger Marktplatz wegführenden Gassen, im Uhrzeigersinn angeordnet, angefangen mit dem ersten Buchstaben im Alphabet, dem „H“ für Herrngasse, danach folgen Steingasse, Ketschengasse, Rosengasse, Judengasse, Nägleinsgasse und Spitalgasse.

B

I 2 C 3 H4 T 5

O 6 R 7 A 8 K 9 E10 L 11 N12 C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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Zweimal "E" dazu, gibt maximal 11 Punkte. Zwei bleiben übrig. Die Antwort ist Teil eines Titels eines Gedichtes von Danny Gürtler. Antwort: Henkers: Zweimal „E“ zu allen Buchstaben dazu, gäbe beim Scrabble maximal 11 Punkte für das Wort „Henkers“. Gürtler hat Anfang des 20. Jahrhunderts das Gedicht„Die Sühne des Henkers“ verfasst.

5

Apropos Gürtler. Was hat er mit Coburg zu tun? Antwort: Nichts ;-)

6

Auch Coburg feiert 2017 500 Jahre Reformation. Aber war es wirklich Luther? Oder wurde es einfach kalt? Was meinen Sie dazu, Fachmann mit dem fast floralen Namen ohne eine einzige der Lösungen? Antwort: Blom: Es gibt Theorien, dass die kleine Eiszeit mit ihren Anfängen im 15./16. Jahrhundert gesellschaftliche Umbrüche ausgelöst hat. Auch Aufklärung und Reformation könnten demnach davon begünstigt oder gefördert worden sein. Der Fachmann mit dem fast floralen Namen ist Philipp Blom, der erst kürzlich ein Buch über die kleine Eiszeit und ihre Folgen veröffentlicht hat.

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UND WIE GEHT’S? Sie wollen uns beweisen, dass Sie doch schlauer sind als wir? Dass Sie unsere Rätsel der Region lösen? Und vielleicht wollen Sie sogar jeweils Gutscheine und Bargeld im Wert von dieses Mal 2000 Euro gewinnen? Dann schauen Sie rein: Immer am ersten Tag der Schatzsuche auf www.itvcoburg.de, www.coburger-magazin.de, unter facebook.com/itvcoburg oder facebook.com/coburgermagazin. Dann heben Sie sich den COBURGER immer gut auf! Den brauchen Sie! Dann schauen Sie sich die Filme auf itv-coburg.de gut an! Und iTV gibt es auch auf Bildschirmen im Stadtgebiet oder im Bus! Auch dort können Hinweise versteckt sein. Alles das werden Sie benötigen – vielleicht. Sie müssen querdenken, recherchieren, kombinieren. Stellen Sie am besten ein Team zusammen, um uns zu besiegen. Sieben Tage, sieben Fragen, eine Lösung. Dieses Mal klappt`s. Bestimmt …. oder auch nicht. Top, die Wette gilt.

Ich mag die 7, Du auch? Dann vielleicht auch das andere Phänomen? Oder bist Du doch eher leidenschaftlich? Bestimmt, oder?

Urlaubsregion Coburg.Rennsteig

Antwort: Rot: Es ging ja in der Schatzsuche um 7 Fragen. Und es gibt das sogenannte „Blue-Seven“-Phänomen, die meisten Menschen haben 7 als Lieblingszahl und Blau als Lieblingsfarbe. Für Leidenschaft steht aber eher „rot“. Wenn man alle Antworten in das Kreuzworträtsel eingetragen hat, ergab sich als Lösung eben:„NICHT ORAKELN.“

Nicht gelöst? Nicht traurig sein. Die nächste Schatzsuche startet endet April, dann eben mit Gutscheinen und Preisen im Wert von 2000 Euro.

Alle Infos auch unter www.coburger-magazin.de/Schatzsuche

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

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IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin Ausgabe 20 / April 2017 Vierter Jahrgang Auflage 3500 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Heidi Schulz-Scheidt Benedikt Dellert Wolfram Porr Fotografen dieser Ausgabe: Sebastian Buff Val Thoermer Uli Präcklein Tanja Wippenbeck Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: Natascha Naumann Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2017

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MEDIENTEAM BEIM BUSINESS-CUP

BESONDERE KUNDEN DES COBURGER

Not spielt mit Elend in einer Mannschaft, wenn der COBURGER gemeinsam mit ITVCOBURG beim RETENCON-Business-Cup des HSC 2000 Coburg antritt. Natürlich in der Amateurgruppe. Aber der Spaß steht im Mittelpunkt. Unser Leitspruch daher: Wir sind nicht die Besten, aber die Schönsten ;-). Nicht nur, aber vor allem dank der vielen bezaubernden Damen, die für uns auflaufen (und deren Tore doppelt zählen). Alleine schon für die lohnt es sich, vorbeischauen und uns anzufeuern: Der Business-Cup findet am 6. Mai in Pestalozzi- und BGS-Halle, sowie in der HUK-Coburg arena statt.

Auch in dieser Ausgabe wieder herzlichen Dank bei unseren PREMIUM-Partnern. Unternehmen und Organisationen aus der Region, die uns über das ganze Jahr begleiten. Für dieses Vertrauen bedanken wir uns. Seit der letzten Ausgabe ist wieder ein neuer Partner hinzugekommen. Und wenn auch Sie mit Ihrem Unternehmen für das Jahr 2017 noch PREMIUM-Partner werden möchten, setzen Sie sich bis spätestens 12. Mai 2017 mit uns in Verbindung. Informationen über Ihre Vorteile unter: www.coburger-magazin.de/premium-partner.

NEUE BEIM COBURGER WIEDER MAL HALLO IM TEAM Seit 1. Januar 2017 also verlegt die Marketingagentur markatus den COBURGER. Das hat frischen Wind ins Magazin gebracht – und neue Leute. Das letzte Mal haben sich an dieser Stelle Axel Straubinger und Aryna Stark vorgestellt, in dieser Ausgabe noch jemand. Er bringt den COBURGER zu ihnen.

Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

AUSGABE 20 / APRIL 2017

OLIVER POPP Als Projektmanager begleite ich bei markatus seit 2013 verschiedene Projekte unserer Kunden vom ersten Telefonat bis zum Projektabschluss. Meine Aufgabe liegt schwerpunktmäßig in der Abstimmung mit dem Kunden, der jeweiligen Unit innerhalb unserer Agentur und mit externen Dienstleistern und Partnern. Dabei ist es vor allem wichtig, nicht den Überblick zu verlieren. Wenn der COBURGER frisch gedruckt ist, sorge ich für die Distribution an die über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land.

Agentur Streckenbach Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bodystreet Coburg Heiligkreuz Buchhandlung Riemann Citroen Grosch (neu) Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers (neu) IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller Romantik Hotel Goldene Traube Sparkasse Coburg – Lichtenfels Tourismus & Stadtmarketing/ Citymanagement Coburg SÜC süc//dacor Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom VR-Bank Coburg

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MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Ein regelmäßiger Kirchgänger ist der Monaco ja nicht. Des geb ich lieber glei scho amoll zu. Zwei-, dreimal im Jahr vielleicht, also an Weihnachten, bei Firmungen oder Konfirmationen und unter Umständen sogar mal in aller Herrgottsfrüh in der Osternacht, was dann oba fei ned mei Idee is, gell! A weng bereut hob ich’s oba ehrlich g‘sochd scho, denn schließlich befinden wir uns im „Lutherjahr“, und da schadet es nicht, wenn man sich a bissala auskennt. Noch dazu als Protestant! 500 Jahre Reformation wird dieses Jahr gefeiert. Vor 500 Jahren schlug Martin Luther seine 95 Thesen (ich kann ma ja scho die zehn Gebote ned merken!) in Wittenberg an die Tür der Schlosskirche und löste damit nicht

weniger als eine Revolution aus. Mit Folgen, die bis in die heutige Zeit reichen, wovon vor allem wir Broddesdanden a Liedla singen können! Na ja, so viel grich iech vo mei’m Schulwissen scho‘ noch zsamm`kratzt! Ja, das kann sich heute niemand mehr vorstellen, der nicht gerade in der Türkei lebt und dort auf der „falschen“ Seite steht. Wer damals den Papst kritisierte, noch dazu als Geistlicher, in dessen Haut wollte man lieber nicht stecken, der bekam es mit der geballten Macht des Klerus und der Inquisition zu tun. Heute darf jeder das Oberhaupt der katholischen Kirche karikieren oder diskreditierende Plakate in Rom aufhängen. Überhaupt kein Thema! Der

gutherzige Argentinier nimmt’s gelassen, ja verzeiht einem sogar: „Bassd scho. Loss‘ steck’n!“ Zu Luthers Zeiten sah das noch etwas anders aus. Schließlich war noch dunkelstes Mittelalter, die Zeit der Aufklärung stand erst noch bevor. Trotzdem hat er damals als Priester und Vikar des Augustinerordens seinen ganzen Mut zusammen genommen und alles aufgeschrieben, was ihm an der Heiligen Katholischen Kirche und den Zuständen nicht passte: die Bevorzugung der Reichen, die Obrigkeitshörigkeit und vor allem der Ablasshandel. Aus Angst vor dem Fegefeuer und um sich oder bereits verstorbene Angehörige von ihren Sünden befreien zu lassen, kauften die Menschen für horrendes Geld sogenannte

Natürlich bekommt Martin Luther dieses Jahr keine Karte zu Weihnachten!

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AUSGABE 20 / APRIL 2017


AUF EIN WORT Ablassbriefe. Von den Einnahmen finanzierte die Kirche dann Prachtbauten wie den Petersdom in Rom. „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt“, war ein Spruch, mit dem die Leute seinerzeit dazu gebracht wurden, Ablassbriefe zu erwerben. Ein Unding, fand Luther, der dann gleich noch die Unfehlbarkeit des Papstes in Frage stellte (was ihm ebenfalls nicht gut bekam). Böse Zungen behaupten ja, den Ablasshandel gebe es in abgewandelter Form heute immer noch. In den Parteien. Nur so sei zu erklären, dass Politiker die Wähler nach Strich und Faden verarschen können und danach trotzdem fröhlich weiterregieren dürfen (und da mein‘ ich jetzt ned nur die mit dem Christen-C im Parteinamen. Also ned nur!). Und das geht so: Die Politiker halten die Wähler mit Versprechungen und kleinen Wahlgeschenken bei Laune. Die dürfen sich dann über WLAN auf dem Land freuen, sich am Aschermittwoch in Passau und anderswo markige Sprüche anhören und im Gegenzug ihre Volksvertreter wiederwählen. Und so ist dann wieder allen geholfen. Aber zurück zur Reformation und dem Aufkommen des Protestantismus, der in weiten Teilen Mittelund Oberfrankens Einzug hielt - lediglich rund ums Bistum Bamberg blieb man katholisch. Und so ist unsere Gegend bis heute geprägt. Auf Prunk und Pomp haben die Protestanten nie großen Wert gelegt. Alles blieb eher freudlos und karg – und so schauen dann nicht nur viele Kirchen auch aus, sondern auch die Feste und Feiertage! Der wichtigste evangelische Feiertag? Das ist Karfreitag. Der ödeste Tag des Jahres. Keine Musik in der Disco – und im Fernsehen „Ben Hur“ oder „Quo Vadis“, und das quälende gefühlte sechs Stunden lang! Was haben die Evangelen noch? Den „Buß- und Bettag“ im November – als Feiertag (zurecht) längst abgeschafft. Da spricht schon der Name für sich. Ganz anders die Katholiken. Wenn die feiern, dann bunt, verkleidet, mit Glanz und Gloria. Fronleichnam zum Beispiel, wenn bunte Prozessionen durch die Dörfer ziehen, und die Priester geweihte Hostien unter prächtigen Baldachinen tragen. Oder an „Heilig Drei König“, wenn die Kinder als die drei Weisen aus dem Morgenland verkleidet von Tür zu Tür laufen. Und im richtigen Leben? Das Gleiche! Während Protestanten von Selbstzweifeln geplagt durchs Leben gehen, haben die Katholiken den Kopf oben. Klar! Die gehen, wenn sie’s ordentlich haben krachen lassen, in einen dieser Holz-Kleiderschränke und beichten. Mit drei Rosenkränzen und fünf Ave Maria is hernach alles wieder gut. Aber hey! Wer geht heute schon noch zur Beichte?! Da ham’s die Broddesdanden dann doch besser! Jedenfalls stell ich mir vor, wie – ganz aufgeklärt irgendwann scho mit mei’m Seidla auf der Wolke sitz‘, während der Kathole im Fegefeuer noch auf glühenden Kohlen löfft! Schätzla, schau wie iech schau!

Am Puls der Zeit Brexit, Erdogan, Trump und viele Populisten: Ist das jetzt Europas Ende? Nein natürlich nicht, Europa ist erst am Anfang. Immerhin haben wir „im Westen“ jetzt zweimal auf die heiße Herdplatte gelangt. Das reicht. Selbst glühende Wutbürger, warmgelaufene Establishment-Kritiker und erhitzte Gemüter werden gemerkt haben, aua, das tut ja noch mehr weh. Sie können ihren Zorn jetzt anderen vor die Füße werfen. In Deutschland nämlich verfügt ja neuerdings sogar eine Volkspartei über eine populistische Allzweckwaffe. Mit einfachen Botschaften ins Herz der „einfachen Bürgerinnen und Bürger“ treffen und bei der Gelegenheit braune Rattenfänger ins Visier nehmen: Das ist „guter“ Populismus, staatstragend, europafreundlich. Außerdem lehrt ein Blick in die private, berufliche oder politische Vergangenheit und Gegenwart, dass Anfeindungen oder gar Angriffe von außen in der Regel den inneren Zusammenhalt stärken. Beim Sport: Der Gegner setzt die Abwehr unter Druck? Dann heißt es zusammenstehen und kämpfen um jeden Ball. Beim Job: Der Konkurrent setzt die Preise runter? Dann heißt es die Köpfe zusammenstecken und zurückschlagen. In der Politik? Das sehen wir gerade. Die „PulseofEurope“-Bürgerinitiative findet immer mehr Zulauf. Sie mobilisiert die bisher schweigende proeuropäische Mehrheit, die ihre freiheitlichen Errungenschaften gefährdet sieht, die sich beim Brexit noch ein wenig verschlafen die Augen rieb, die spätestens seit Trump aber hellwach ist. Ihr Ziel ist ein Europa mit einer eigenen Identität unter Beibehaltung der regionalen und nationalen Vielfalt. Ihr Ziel ist aber auch ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Interessanterweise gegründet in Frankfurt, der Stadt also, in der 1848 mit der Nationalversammlung so etwas wie die Geburtsstunde der deutschen Demokratie schlug. Jetzt besteht also die Chance, dass Europa auf dem Weg aus der früheren Kleinstaaterei über die immer noch vorherrschenden Nationalstaaten endlich in einer eigenen Identität ankommt. Doch die Geschichte lehrt auch, dass in jedem Kampf für Ideen ein Virus schlummert: die Überhöhung des Selbst über das Andere. Aber bis die blaue europäische Flagge mit ihren 12 goldenen Sternen zum Symbol eines neuen europäischen Nationalismus wird, wird es lange dauern. Wenn es überhaupt dazu kommt. Jetzt besteht erst einmal die Chance, dass Europa mit sich Frieden macht. An dieser Stelle laden wir Coburger und Nicht-Coburger ein, uns ihre Meinung zu sagen.

Für den COBURGER von Wolfram Porr

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder im Juni 2017 Anzeigenschluss ist der 20.05.2017

POLITISCHE WITZE SIND HIER DAS LETZTE Neulich beim CDU-Parteitag: „Ich weiß gar nicht, was alle gegen die große Koalition haben. Wir tun doch gar nichts.“ Winston Churchill über die Fähigkeiten eines Politikers: „Man muss jederzeit vorhersagen können, was passieren wird, und hinterher die Erklärung parat haben, warum es anders gekommen ist.“

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Ein Mann kommt in den Himmel und kommt an einem Baum mit bimmelnden Glöckchen vorbei. „Was ist das?“ fragt er Gott. Gott antwortet: „Das ist ein Lügenbaum. Immer, wenn ein Mensch lügt, bimmelt er.“ Plötzlich fällt der Baum mit lautem Geschepper um. „Was ist jetzt passiert, Gott?“ „Pressekonferenz im Weißen Haus“.

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Welche politische Gesinnung hatten Adam und Eva? Sie waren die ersten Kommunisten im realen Sozialismus: Wer sonst könnte ein Leben ohne eigenen Kleidung und ohne eigene Wohnung für einen paradiesischen Zustand halten?

AUSGABE 20 / APRIL 2017


t n n a p ts n e e i s n e Blei b

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Samstag, 6. Mai 2017 Marktplatz Coburg • ab 17 Uhr Sportland Coburg Bambini-Lauf Audi BKK Schülerlauf E-Center Wagner Hobbylauf Vergölst Coburg Staffellauf BID Hauptlauf Der Sparkassen-NightRun Coburg keine reine Sportveranstaltung, sondern ein Event der Extraklasse mit vielen Special Effects, Musik und einem attraktiven Rahmenprogramm.

www.nightrun-coburg.de


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