Nr. 30 | Dezember 2018 & Januar 2019
Magazin fĂźr Gesellschaft. Lifestyle. Politik.
Zum Mitnehmen
Isle of Wight Coburgs Städtepartner vor der Südküste Großbritanniens. 35 Kilometer lang, bis zu 20 Kilometer breit, und reich an sehenswerten Ausflugs zielen. Mehr Fotos und die ganze Geschichte auf Seite 80.
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AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
Panoramafoto: Rainer Brabec.
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INHALT
AUSGABE 30 | DEZEMBER 2018 / JANUAR 2019
8 10 98 99 108 110 112 113 114
VAL THOERMER
WOLFRAM HEGEN
CHRIS WINTER
VERSCHIEDENE FOTOGRAFEN
WOLFRAM HEGEN
IRIS KROON-LOTTES GABI ARNOLD VAL THOERMER
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HOFBERICHT Im VIP-Bereich des HSC Coburg
AUFGESTIEGEN 14 Das Studio Freese beim Bundespresseball 18
PRELLBÖCKE Parkraumüberwachung in Coburg
BEST OF 22 Die schönsten Bilder zum Jubiläum 32
ENTSPANN DICH MAL Sonderthema Zufriedenheit
WAS ZUFRIEDEN MACHT 34 Interview mit Forscher Tobias Wolbring FÜHRERSCHEINE 13 SCHICKSALE 38 13 Warum Sinn zufrieden macht
WOLFRAM HEGEN
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CHRIS WINTER
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AB SOFORT NEU
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WOLFRAM HEGEN VAL THOERMER
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ANJA HAMPEL
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DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE
IN DIE ZUKUNFT ZURÜCK Die Geschichte von Sabrina Kerscher
REISENDER ZWISCHEN DEN WELTEN Der Coburger Mediziner Martin Lücke
COBURGS BESTE Die TOP-Firmen der Region - Teil 1
LAUFWUNDER Die Coburgerin Stephanie Lieb
RUHE BITTE Wintertrend Skitouren
AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
GALERIE AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
SEITE 102 C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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EDITORIAL
EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Ein Jahresmotto ist es seit Jahren, nach dem zu leben so etwas wie Planbarkeit vorgaukelt. Von „Alles richtig gemacht“ zur Selbstüberhöhung über „Erntedank“ als Symbol für vermeintlich zustehenden Lohn nach harter Arbeit bis zu „Trennt Euch“ 2018, einem auf zwei Worte verdichteten Plädoyer (übrigens geklaut von einem Aufkleber der Frankfurter Buchmesse 2017) für einen Neuanfang, für die Überprüfung von Gewohnheiten auf ihre Sinnhaftigkeit, für die Vermessung der eigenen Komfortzone, weil sie bei aller Bequemlichkeit träge und faul macht. Dafür war das Jahresmotto gedacht, derartige Losungen aber haben die Eigenschaft, sich zu verfestigen, wirklich zum Los zu werden, weil selektiv jegliches Geschehen nur noch in sie hineininterpretiert wird, so wie wir nach dem Kauf eines vermeintlich seltenen gelben Autos plötzlich mehr davon sehen als vorher. Unser Gehirn spielt uns ganz einfach einen Streich. So erschien das Jahr reicher an Trennungsvorgängen, sei es beruflich, wenn Mitarbeiter einen verlassen, privat, wenn vertraute Menschen eigenere Wege gehen, daheim, wenn Alltagsgegenstände einem nach vielen Jahren für die Zukunft nicht mehr taugen. Nur die überflüssigen Pfunde haben sich nicht verabschiedet. Durch die Brille eines solchen Jahresmottos geschärft liest sich so ein persönlicher Rückblick dann fast melodramatisch, dabei taugen seine Fakten maximal zum schnöden Sachbuch. Also Klappe zu. Auch der COBURGER blickt kurz zurück, nicht nur auf dieses Jahr, sondern insgesamt auf – mit dieser – jetzt 30 Ausgaben. Auch er hat sich getrennt während dieser Zeit. Von einem Verkaufspreis, weil nicht durchsetzbar, von allzu überzogenen Boshaftigkeiten (obwohl die satirisch verpackt zugegebenermaßen schon diebische Freude gemacht haben) und vor allem von seinen Kinderschuhen, die irgendwann nicht mehr gepasst haben. Der COBURGER ist erwachsener geworden. Gut so, denken wir und belassen es bei dieser Bilanz in Kurzform, natürlich nicht ohne auf unsere Bildstrecke in diesem COBURGER hinzuweisen mit den nach unserer Meinung schönsten Fotos aus 29 Bildstrecken der letzten sechs Jahre. Ansonsten aber blicken wir nach vorne, was können wir besser, origineller, aufregender, emotionaler, informativer machen, lesens-, guckens-, staunens-, fühlenswerter. Es liegt im menschlichen Wesen, dass man wohl mal innehält, wenn man etwas geschafft hat, dass man mal kurz zufrieden ist, so richtig aber nie. Deswegen haben wir in dieser Ausgabe das Sonderthema Zufriedenheit gewählt. Darin bestätigt uns ein Wissenschaftler in unserem Gefühl, dass viel Geld nicht so viel mehr zufrieden macht, zu wenig aber unzufrieden. Darin zeigen uns Lichtenfelser Schüler, wie sie die Aufarbeitung eines ganz furchtbaren Stücks deutscher Geschichte zufrieden macht – weil sie damit etwas Sinnvolles voll- und Menschen zusammengebracht, für ein Stück Frieden gesorgt haben. Andere stellen wir vor: Sabrina Kerscher, neue Alt-Coburgerin, Martin Lücke, „afrikanischer“ Coburger, Stephanie Lieb, Dauerläuferin, einen Coburger Franzosen bzw. seine Fotografien in unserer Galerie und die Isle of Wight, weil sie eine ganz besondere Beziehung zu Coburg hat. So, jetzt sind Sie dran. Wolfram Hegen P.S. Frohe Weihnachten P.P.S. Ein gesundes neues Jahr P.P.P.S. Neues Jahresmotto gesucht. Ideen bitte an hegen@coburger-magazin.de.
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INHALT
32 ENTSPANN DICH MAL Sonderthema Zufriedenheit
UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK. Unser Anspruch ist die stetige Entwicklung in unserem Handwerk.
CoburgsBeste 18 FRUST & ÄRGER 56 COBURGS BESTE Die TOP-Firmen der Region
Parkraumüberwachung
70 EXTREMLÄUFERIN Stephanie Lieb
Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg
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ZWISCHEN DEN WELTEN Martin Lücke
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GALERIE Sylvain Guillot
Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922
www.studio-freese.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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DREIGESTIRN
DREIGESTIRN Nachts sind alle Katzen grau. Ein Sprichwort? Leicht dahingesagt? – Mitnichten. Wohl eher ein Satz von historischer Sprengkraft: Alle sind gleich, sobald jemand das Licht ausknipst. Revolution! Alarm! Winter! Verdunkelungsgefahr! An die Waffen! An die Lichtschalter! An die Kerzen! Dreht die Boxen auf! Werft den Herd an! Ladet Leute an! Feiert! Und Leute, Leute: Macht das Licht an! Die
Welt ist bunt, nicht grau – auch im Winter! Und auch in Coburg. Deswegen auch hier wieder drei von der Redaktion völlig willkürlich zusammengestellte besondere Veranstaltungstipps für die Monate Januar und Februar 2019. Warum? Warum nicht. Und damit nachts nicht alle Katzen grau sind.
DAS EIGENLEBEN DER NACHT
AUFGEHENDER STAR
Sven Faller hat keinen großen Namen, sich aber mittlerweile einen gemacht als musikalischer Begleiter von Künstlern wie Larry Coryell, Konstantin Wecker, Georg Ringsgwandl, Pippo Pollina oder Philip Catherine. Viele Jahre lebte und arbeitete er in New York und reiste für Konzerte um die halbe Welt zwischen Tromsø, Singapur und Rio. Sein Programm „Night Music“ ist seine ganz persönliche Hommage an das Eigenleben der Nacht. Im Wechsel mit Musik liest und erzählt er seine anekdotischen und teils autobiographischen Geschichten. Sie handeln von lustvollen Spaziergängen unter Sternen, schrägen Typen auf nächtlichen Straßen, der deutschen Autobahn als Ort des mystischen Grals oder dem Kontrabass als der wahren „Königin der Nacht“ – ein besondere musikalische Lesung, ein kurzweiliger Abend voller Humor, Tiefgang und musikalischer Klasse.
„So jung und schon so gut! In etwa fünf Jahren kann sie ganz oben sein! “ schrieb die Wiener Zeitung. Der Spiegel lobte ein „außergewöhnliches Debut“, die Fachzeitung Piano News verteilte Bestnoten, sie sei „trotz ihrer Jugend eine wunderbare Pianistin“. „Emotional“, „Invididuell“, „hohes Niveau“, „kühn und zärtlich in ihrer musikalischen Sprache“: Die Presse überschlägt sich in ihren Lobeshymnen für die junge 21jährige lettische Pianistin Aurelia Shimkus, die schon 2016 den Echo Klassik abgeräumt hat. Entdeckt wurde die damals 15jährige beim KlavierOlymp-Wettbewerb in Bad Kissingen, wo sie den 3. Preis holte. Es folgten ein Stipendium und Auftritte in renommierten Konzertsälen in ganz Europa. Zudem veröffentlichte die junge Frau aus Riga zwei Solo-CDs. Jetzt zeigt sie in Coburg ihr Können. Ihre „Piano Impressions“ nämlich erklingen im Februar im Foyer der HUK-Coburg.
Foto: www.aurelia-shimkus.com
JUNGE LETTISCHE PIANISTIN GASTIERT
Foto: Uli Zrenner-Wolkenstein
EINE HOMMAGE AN EINE BESONDERE „TAGES“-ZEIT
Wann Wo Wie: Freitag, 18. Januar 2019 um 29 Uhr bei Leise am Markt in der Herrngasse. Karten für 15 Euro unter 09561/ 90856 oder online: www.leise-am-markt.de
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Wann Wo Wie: Am Montag, den 11. Februar 2019 um 20 Uhr im Foyer der HUK-Coburg in der Willi-Hussong-Straße 2. Karten unter www.verein-coburg.de.
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DREIGESTIRN
LACHEN FÜR DEN GUTEN ZWECK
7. COBURGER COMEDY GALA Die Comedy-Gala ist für die Coburger mittlerweile ein absolutes MUST. Nicht nur, weil die Veranstaltung des Round Table 151 von diesem Magazin präsentiert wird, sondern weil sie sich zum absoluten Stelldichein deutscher Top-Comedians entwickelt hat, und zu allererst, weil die Gala einem guten Zweck dient: Alle Einnahmen des Abends fließen komplett in die Service-Kasse des Round-Table 151 und von dort in viele Projekte in der Region. Also am besten den Jahrsauftakt nutzen und für einen guten Zweck zum Lachen ins Kongresshaus Rosengarten gehen. Die Comedians 2018 sind … BERHANE BERHANE. Der sympathische Spaßvogel ist DAS neue Licht auf Deutschlands Comedybühnen. Er rockte zweimal die SAP Arena bei seinem Kurzauftritt als Gast von Bülent Ceylan. … DON CLARKE. Mit seinem neuen Soloprogramm „SEXundSECHZIG“ knüpft der natural born Comedian Don Clarke dort an, wo er niemals aufgehört hat: Nichts tun! … WEIHERER. Dank des niederbayerischen Poeten und seinem millionenfach geklickten Internet-Video kennt mittlerweile ganz Deutschland die Postleitzahl von Brunsbüttel. Doch Weiherer ist weit mehr als nur der „25541-Kasperl“: Ein faszinierender Sturschädel mit einer Mischung aus Liedermacherei und Kabarett! … THORSTEN BÄR. Das Multitalent der deutschen Comedy mit seinem Mix aus Standup, Parodie und Songs. Bereits über 200.000 Gäste hat das Multitalent der deutschen Comedy begeistert. „Vadder Unser“ ist ein kurzweiliger Abend mit einem dynamischen Mix aus Stand-Up Parodie und Songs. Und … NIKO FORMANEK, der durch den Abend führt. Seine natürliche Art und sein Charme sind ansteckend und so wird ein Abend mit Niko Formanek zu einem Erlebnis, bei dem einem das Herz aufgeht.
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Wann Wo Wie: Samstag, 5. Januar 2019 um 20 Uhr im Kongresshaus Rosengarten. Karten online auf www.coburger-comedy-gala.de oder in der Geschäftsstelle des Coburger Tageblatts.
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iTVCoburgApp, kostenlos zum Download coburg.de/veranstaltungen www.facebook.com/Sonderbar.Coburg/ landestheater-coburg.de coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender leise-am-markt.de gocoburg.de/veranstaltungen huk-coburg-arena.de/veranstaltungen.html agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur vsbamberg.de/events.cfm
Und wenn Ihr dann das Licht ausschaltet: Nachts sind alle Katzen grau, aber auch die Kater.
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Photo © Bill Bradshaw
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STADTGESPRÄCH
STADTGESPRÄCH... COBURG GANZ OBEN
FRANKEN GANZ MODERN
Eine neue Ära beginnt, aber die alte Ära geht weiter: Jürgen Schranz ist ab sofort Pächter der Coburger Hütte bei Ehrwald in Tirol. Er tritt damit in die Fußstapfen seines Vaters Friedl Schranz, der die Hütte seit 1991 bewirtschaftet hatte. Beide reisten kürzlich zur Vertragsunterzeichnung mit dem 1. Vorsitzenden des Alpenvereins Coburg, Thomas Engel, 2. Vorsitzendem Rolf Schmidt und weiteren Vorstandsmitgliedern nach Coburg, wo sie nach einem gemeinsamen Mittagsessen – Rehbraten mit Coburger Klößen – ihre Unterschriften unter den Pachtvertrag setzten. Der mit knapp 2000 Metern höchstgelegene Punkt Coburgs bleibt damit weiter in der Hand der Familie Schranz aus Axams in Tirol. Christian Schranz, der Bruder von Jürgen, wird auch weiterhin als Koch in der Küche stehen. Beide kommen samt Familien und natürlich Vater Friedl übrigens im März zur Jahreshauptversammlung des Alpenvereins nach Coburg, bevor sie dann die neue Saison vorbereiten: Die beginnt 2019 am Mittwoch, den 29. Mai, ein Tag vor Christi Himmelfahrt.
Es ist keine feindliche Übernahme, sondern ein freundschaftliches Miteinander: Der Tag der Franken wird am 7.Juli 2019 erstmals länderübergreifend gefeiert, im oberfränkischen Neustadt und in der Nachbarstadt Sonneberg in Südthüringen, die sich ja ohnehin zu Franken hingezogen fühlt. Jetzt sind Ideen gefragt, um diesen Tag zu einem Erfolg zu machen: Regionalmanager Stefan Hinterleitner zum Beispiel träumt von einem wasserstoffbetriebenen Zug, der die hohen Gäste von Nürnberg nach Sonneberg fährt. Außerdem soll es wasserstoffbetriebene Pendelbusse zwischen Neustadt und Sonneberg und entsprechend Autos für die beiden Ministerpräsidenten geben. Hintergrund ist eine Initiative, die von Sonneberg aus Wasserstoff-Energie stärker fördern und die Region zu einer Modellregion machen möchte.
COBURG GANZ BUNT Anastasia May wurde 1985 in der russischen Metropole St. Petersburg geboren. Als Kind war sie fasziniert von den Bilderbüchern und fing bereits mit 6 Jahren an, ihre ersten Illustrationen zu den Märchen zu malen. Im Jahr 2002 wanderte sie mit Ihren Eltern nach Tschechien aus und beendete ihre Schule in Prag. Die märchenhafte Kulturmetropole Prag bestätigte sie in ihrer Entscheidung, sich stark dem grafischen Bereich zu widmen. Im Jahr 2008 begann sie das Studium von Grafik und Design, mit dem Schwerpunkt Illustration, in Krefeld. Sie entwickelte mehrere Buchprojekte, beschäftigte sich mit verschiedenen Drucktechniken und Fotografie, Kunstreisen gaben ihr viele neue Impulse. Ihre Bilder strahlen in leuchtenden Farben, ihre Figuren scheinen aus anderen Welten zu kommen. Jetzt hat sie Coburg ein buntes Denkmal gesetzt: „Coburg Life“. www.anastasia-may.com
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DER HOFBERICHT
FOTOS: VAL THOERMER
HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne
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kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal aus dem VIP-Bereich bei einem Heimspiel des HSC 2000 Coburg in der 2. Handball-Bundesliga.
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Entdecken Sie Ihre Heimat aus einer neuen Perspektive bei einer Übernachtung mit Frühstück und Drei-Gänge-Menü in einem der teilnehmenden Hotels sowie einer Entdeckertour mit Blick hinter die Kulissen der Urlaubsregion Coburg.Rennsteig! Neu in diesem Jahr: Wählen Sie zwischen zwei Terminen und der Möglichkeit einer Zusatznacht!
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DER HOFBERICHT
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Advertorial
BUNDESPRESSEBALL
AUFGESTIEGEN S T U D I O F R E E S E M I T V I E L V E R A N T W O RT U N G BEI M BUN DESPRESSEBALL
Das Team der Beautylounge des Studio Freese beim Bundespresseball 2018: Carina Häussler, Kevin Anschütz, Gloria Baier, Christian Wiemann, Torsten Freese, Tara Yipp, Robin Schitter, Tobias Freese.
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STUDIO FREESE
Im letzten Jahr war das Studio Freese aus Coburg schon einmal beim Bundespresseball in Berlin. Damals als Teil eines größeren Teams. In diesem Jahr bekamen die Coburger wieder eine Einladung zu diesem gesellschaftlichen Event. Dieses Mal sogar als Alleinverantwortliche für die sogenannte Beauty-Lounge. Der COBURGER hat sich mit Torsten Freese, Tobias Freese und Christian Wiemann über den Abend im Berliner Adlon unterhalten.
COBURGER: Christian, für Sie war der Bundespresseball eine Premiere. Wie war das erste Mal? Christian Wiemann: Natürlich war ich aufgeregt. Wir wussten ja erst kurz vorher wer kommt, da waren schon ganz exklusive Gäste dabei, die man normalerweise nicht bedient. Und dann noch in einer Umgebung mit so viel Aura, im Adlon, in einem Ort mit so viel Geschichte und so einem großen Namen, da hat man schon Respekt vor der Aufgabe. Aber diese Nervosität hat sich ganz schnell gelegt. Wir waren sehr gut vorbereitet, jeder kannte seine Handgriffe, so kamen wir relativ schnell in eine positive Routine hinein. Und wenn man merkt, dass auch Prominente natürlich nur ganz normale nette Menschen sind, kann man so ein besonderes Ereignis dann auch genießen. COBURGER: Torsten, erzählen Sie doch mal, wer war bei Ihnen, welche Namen, darf man das verraten? Torsten Freese: Also nur so viel. Es waren namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Show, Medien und Politik. Aber natürlich sind wir da verschwiegen, das ist Friseurgeheimnis, Ehrensache. Die meisten wollen auch nicht fotografiert werden, wenn sie bei uns sind. Eine Beauty Lounge steht ja auch für eine gewisse Intimität. COBURGER: Im letzten Jahr war das Studio Freese Teil eines größeren Teams, in diesem Jahr ist man quasi aufgestiegen, war für die komplette Beauty Lounge verantwortlich, wie kam das zustande? Torsten Freese: Die Organisation des Bundespresseballs hat angefragt, ob wir in diesem Jahr für das komplette Styling verantwortlich sein wollen, also inklusive Make-Up. Das war natürlich eine große Ehre, aber auch eine Herausforderung für uns als Team, verbunden mit viel mehr Verantwortung. Vor allem aber war es eine Riesenchance, weil wir uns dadurch auf höchster gesellschaftlicher Ebene zeigen konnten. Und unser achtköpfiges Team hatte auch über den ganzen Abend verteilt gut zu tun: 30 Termine mit Gästen und noch einmal etwa 120- mal ein Touch-Up. Die meisten davon kommen ja zu uns, bevor sie über den roten Teppich gehen und im Blitzlichtgewitter stehen. Und im Gegensatz zum letzten Jahr waren auch komplette Haarschnitte mit dabei.
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STUDIO FREESE
COBURGER: Neben dem fachlichen geht es für viele Gäste bei solchen Bällen ja vor allem auch ums Wohlfühlen, um einen schönen Abend mit netten Menschen und guten Gesprächen. Wie haben Sie sich denn um die Gäste gekümmert? Tobias Freese: Ich habe dafür gesorgt, dass die Gäste sich gleich bei uns Willkommen und professionell betreut fühlen, dass ihre Terminierung eingehalten wird und dass sie ihren Stylisten persönlich vorgestellt werden. Und danach gab es für jeden Gast noch eine schwarze Studio Freese Tüte, die übrigens der Renner waren an dem ganzen Abend, gefüllt mit Geschenken wie einem Shampoo von unserer Hausmarke oder Pflegeprodukten von unseren Lieferanten. Alles in allem kam das wunderbar an, wir haben so viele glückliche Kommentare gehört, weil wir als Team perfekt funktioniert haben. Christian Wiemann: Bei uns war es so familiär, dass manche Gäste auch länger geblieben sind, weil sie sich so wohlgefühlt haben, dass sie sich bei uns ganz gut entspannen konnten, bevor sie sich wieder in den Balltrubel gestürzt haben. COBURGER: Nun waren Sie ja zum zweiten Mal dabei, jetzt auch mit mehr Verantwortung, haben Sie das auch an der Wahrnehmung vor Ort gespürt, an der Wertschätzung? Ist das Studio Freese jetzt sozusagen in Berlin angekommen? Torsten Freese: Wir waren in diesem Jahr in der Ballfibel mit einer kompletten Seite vertreten, unser Logo war mit an der Pressewand, also schon dadurch sind wir mehr wahrgenommen worden. Und wir hatten auch persönlich wesentlich mehr Gespräche, viel Feedback, haben Kontakte zu Firmen- oder Senderchefs knüpfen können. Durch so einen Auftritt eröffnen sich natürlich neue Möglichkeiten. Und so war es auch ganz amüsant zu sehen, wie skeptisch unsere Kollegen aus der Bundeshauptstadt uns beobachten, mit denen wir ja jetzt quasi auf Augenhöhe sind, Konkurrenten wenn man so will. Also das war schon spannend, das zu erleben. COBURGER: Haben Sie eigentlich auch gefeiert? Torsten Freese: Natürlich, um halb eins in der früh hatten wir die letzten Gäste in der Lounge, dann ist das ganze Team auf den Ball. Die Männer natürlich im Smoking, die Damen in schicken Abendkleidern. COBURGER: Also Fazit „gerne wieder“?
„Bei uns war es so familiär, dass manche Gäste auch länger geblieben sind, weil sie sich so wohlgefühlt haben, dass sie sich bei uns ganz gut entspannen konnten, bevor sie sich wieder in den Balltrubel gestürzt haben.“
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Tobias Freese: Also das Team hat harmoniert, Stress ist nie aufgekommen, wir waren immer professionell und immer freundlich, unsere Gäste konnten sich auf uns verlassen und in Ruhe feiern. Von daher wir sind gerne wieder dabei. Torsten Freese: Natürlich gerne wieder, denn den Vertrag fürs nächste Jahr habe ich schon unterschrieben. Ich bin sehr sehr stolz auf unser Team. Jeder war aufmerksam, konzentriert, professionell. Wir sind wieder ein Stück vorangekommen, haben wieder Erfahrungen gesammelt, an Know-How gewonnen. Und natürlich wollen wir auf diesem Weg gerne weitergehen, wollen weiterwachsen, unsere Hausmarke noch mehr als bisher platzieren. Also wir haben Visionen, die uns weiter nach vorne treiben.
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FRUST & ÄRGER
VON CHRIS WINTER
PRELLBÖCKE für Frust und Ärger
Parkraumüberwachung in Coburg
Etwa 35.000 Mal im Jahr finden Autofahrer in Coburg eine Verwarnung unter dem Scheibenwischer. Da sind ein Halte- oder Parkverbot missachtet oder die Maßgaben eines Behinderten-Parkplatzes nicht akzeptiert worden. Dann sind zwischen zehn und 35 Euro fällig. Acht Frauen und ein Mann sind im Außendienst der kommunalen Verkehrsüberwachung unterwegs und versuchen, die Parkmoral hoch und auf jeden Fall Feuerwehrzufahrten freizuhalten. Seit 1992 überwacht die Stadt den „ruhenden Verkehr“, wie Parken und Halten in der Sprache der Verwaltung heißt. Je nach Einsatzgebiet kommen pro Mitarbeiter bis zu einem Dutzend Kilometer Fußmarsch am Tag zusammen.
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PARKRAUMÜBERWACHUNG IN COBURG
„Ich bring Dich um“ Christiane Preißler ist eine der „Coburger Politessen“ und seit Beginn der städtischen Verkehrsüberwachung dabei. In den vergangen 26 Jahren hat die couragierte und selbstbewusste Frau bei ihrer Tätigkeit nahezu jeden Abgrund menschlichen Charakters erlebt, aber auch schöne und angenehme Begegnungen haben sich in ihrer Erinnerung festgesetzt. „Solange noch gar nicht her ist eine Morddrohung“, erzählt sie. „Ich bring’ dich um“, hat ein Mann zu ihr gesagt. Das ging natürlich vor Gericht, ist aber leider und für sie kaum verständlich im Sande verlaufen. Genau einmal in den zurückliegenden 26 Jahren ist Christiane Preißler körperlich attackiert worden. „In der Mohrenstraße hat mir eine Frau so richtig eine gescheuert. Die hat sich gar nicht beruhigen lassen!“ Falsch parkende Frauen, so hat Christiane Preißler während ihrer Dienstzeit erfahren, sind aufbrausender und mitunter aggressiver als die männlichen Automobilisten.
Händler eilt zu Hilfe Hilfe hat die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes damals nur von einem Einzelhändler bekommen. „Während alle anderen Passanten nur ‘rumstanden und geguckt haben, kam der Mann aus seinem Geschäft und ging dazwischen.“ Mit seinen knapp zwei Metern Körpergröße und der kräftigen Statur war die Auseinandersetzung schnell zu Ende und die aggressive Autofahrerin konnte bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. „Das Gericht verurteilte die Frau in der Folge zu einer erheblichen Geldstrafe und zu Sozialstunden.“ Wüste Beschimpfungen, die oft Themen von unterhalb der Gürtellinie aufgreifen, werden grundsätzlich zur Anzeige gebracht. „Man muss sich schließlich nicht alles gefallen lassen“, stellt Christiane Preißler fest. Im Außendienst ist man oft der Prellbock für den Frust und Ärger eines ganzen Tages. Hunde und einmal sogar ein Kleinkind befreite Christiane Preißler im Sommer aus überhitzten Autos. „Das Fenster war etwas geöffnet, da konnte ich einen Arm durchzwängen und bin an den Knopf gekommen. Das Kind hab’ ich dann eine Stunde durch die Stadt getragen, bis die Mutter gekommen ist.“ Die Frau war einkaufen und hatte gedacht, während der Zeit schläft das Kind, hatte allerdings die Hitze im Wagen völlig vergessen. Die junge Mutter war seinerzeit sehr erleichtert, das Jugendamt hat sich der Sache angenommen.
Märchenstunden Vor drei Jahren kam Maria Schramm zur Verkehrsüberwachung der Stadt. Die Arbeitszeiten lassen sich nach ihren Worten mit der Familie gut vereinbaren, darüber hinaus bietet der Job viel Interessantes. „Und schließlich ist man an der frischen Luft und hat Bewegung.“ „Mit ‚es war einmal …’ beginnen die Märchen“, sagen die beiden Frauen und grinsen. Bei der Parkraumüberwachung beginnen die Geschichten und Rechtfertigungen in der Regel mit „ich bin ja nur …“ oder „ich hab’ nur schnell …“ Die Ausreden, warum jemand im absoluten Halteverbot den Wagen abgestellt hat, wiederholen sich. Wenn das Falschparken nicht völlig den Verkehr behindert, drücken die Frauen für kurze Zeit schon mal ein Auge zu. Immer wieder passiert es, dass Baugerüste Verkehrszeichen verdecken. In solchen Fällen bleibt der mobile Drucker für die Verwarnungen untätig. „Solche Situationen geben wir weiter, damit die Schilder auch während der Dauer der Baustelle wieder sichtbar angebracht werden.“ Bei blockierten Behinderten-Parkplätzen und Feuerwehrzufahrten gibt es aber kein Pardon. „Da bekommen auch Mofas oder Motorroller eine Verwarnung angehängt.“ Grundsätzlich wird jeder Falschparker verwarnt, „denn erstens kennen wir nur das Auto und nicht den Besitzer, zweitens können wir keine Ausnahmen machen“, erklärt Christiane Preißler. Auch Ehegatten sind schon mit einer kostenpflichtigen Verwarnung bedacht worden.
Bei der Parkraumüberwachung beginnen die Geschichten und Rechtfertigungen in der Regel mit „ich bin ja nur …“ oder „ich hab’ nur schnell …“
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FRUST & ÄRGER
Stammkundschaft Die Parkmoral hat sich nach den Erfahrungen von Maria Schramm und Christiane Preißler in der Vergangenheit schon gebessert. Die Frequenz auf den Stellplätzen in den Straßen der Stadt hat sich erhöht. Rechtsschutzversicherungen übernehmen Verwarnungsgelder für Falschparken nicht mehr. Schwierige „Kundschaft“ gibt es selbstverständlich auch, und „Stammkundschaft“, die mehrmals am Tag eine Verwarnung erhält. Vielen notorischen Falschparkern ist das Verwarnungsgeld schlicht egal. Immer wieder versuchen verwarnte Autofahrer, die Rücknahme des „Knöllchens“ im Ordnungsamt zu erreichen. Meistens aber folgt auf eine Belehrung die Einsicht. „Einmal hatte jemand sein Auto dabei wieder verkehrswidrig abgestellt“, erinnert sich Pascale Bauer, Innendienstleiter der Verkehrsüberwachung. „Während der Mann im Büro war, war der Außendienst wieder tätig gewesen.“
Freund und Helfer Viele Verwarnungen wurden früher in der Raststraße eingestellt, als dort noch die Dreyer-Klinik mit der Geburtshilfe beheimatet war. Die Parkuhren erlaubten maximal zwei Stunden. „Da kam ein frisch gebackener Vater raus und war ehrlich: Er stehe schon seit dem Abend vorher dort. Den Fußabdruck des Sohnemanns hat er später vorbeigebracht. Die Verwarnung musste er nicht bezahlen.“ Technische Hilfe hat Christiane Preißler auch schon geleistet, etwa als eine Frau aus dem Parkhaus Mauer fuhr und ein Reifen platt war. In der Webergasse hat sie mit Wagenheber und Radkreuz hantiert. „Nur eine Schraube war so fest, die habe ich nicht aufbekommen.“ Kurzerhand hat sie einen Fleischermeister zur Hilfe vergattert, der die ganze Szene mit stoischer Ruhe verfolgt hatte. „Der hat aber wirklich nur diese eine Radschraube gelöst.“ Als das Ersatzrad montiert gab es ein Schulterklopfen und ein „hast du gut gemacht“ für Preißler.
Parkraumbewirtschaftung Die kommunale Verkehrsüberwachung in Coburg nahm 1992 ihren Dienst auf. Bei rund 1100 Stellplätzen in den Straßen überwachen die neun Außendienstler, ob Parkzeiten eingehalten und -gebühren entrichtet sind. Rund 35 000 Verwarnungen stellen die Mitarbeiter jedes Jahr aus, die Verwarnung belaufen sich auf Beträge zwischen 10 und 35 Euro, wobei die Höhe bundeseinheitlich festgelegt ist. Neben der kommunalen Verkehrsüberwachung ist auch die Polizei eingebunden. Das Abschleppen von Fahrzeugen veranlasst stets die Polizei.
Schwierige „Kundschaft“ gibt es selbstverständlich auch, und „Stammkundschaft“, die mehrmals am Tag eine Verwarnung erhält. Vielen notorischen Falschparkern ist das Verwarnungsgeld schlicht egal.
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Gesponserter Beitrag
PARKRAUMÜBERWACHUNG IN COBURG
DER KLEINE ÄRGER Tipps zum Umgang mit Strafzetteln
Sie kommen auf Papier daher, auf der Windschutzscheibe oder im Briefkasten, ganz sachlich und nüchtern, und können einen doch mächtig in Wallung versetzen: Strafzettel. Falsch geparkt, zu lang geparkt, zu schnell gefahren, zu nah aufgefahren, telefoniert und viele andere Verstöße mehr: Knöllchen gehören zum alltäglichen Ärger als Autofahrer. Kommunale Verkehrsüberwacher und Polizei ahnden kleine Vergehen ob im stehenden oder fließenden Verkehr nämlich als Ordnungswidrigkeit. Informationen dazu von Lutz Lindner, Rechtsanwalt bei der Coburger Kanzlei Hörnlein & Feyler. Ordnungswidrigkeiten sind leichte Rechtsverstöße, bei denen der Staat auf eine Strafe gemäß dem Strafgesetzbuch verzichtet, stattdessen aber zur Kasse bittet. Bekannt sind solche Ordnungswidrigkeiten vor allem durch viele Millionen Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung. Am häufigsten handelt es sich dabei um Falschparkerei oder um Geschwindigkeitsübertretungen. Aber auch zu geringer Abstand zum Vordermann oder die Nutzung des Handys am Steuer sind beliebte Verstöße.
ANKUN
FTSZE
IT
„Geringfügige Verstöße werden mit einer Verwarnung geahndet“, ob nur vor Ort oder postalisch. Einen Zwang zur Schriftform gibt es dabei übrigens nicht – auch die mündlich ausgesprochene Verwarnung gilt. Eine Verwarnung muss dabei nicht unbedingt mit einem Verwarnungsgeld verbunden sein, ist sie aber in der Regel. Sobald die Summe bezahlt ist, hat der Verkehrssünder die Verwarnung anerkannt. Bestreitet man die Ordnungswidrigkeit oder zahlt nicht innerhalb der angegebenen Frist, kommt auf jeden Fall Post nach Hause. Dann wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Ein teures Vergnügen, immerhin schlagen die Behörden dann auf das Verwarnungsgeld noch Gebühren und Kosten obendrauf. Andere Verstöße sind direkt mit einem Bußgeld belegt, dann wird ohne vorherige Verwarnung ein Bußgeldbescheid erlassen Viele Betroffene fragen sich, ob es sich lohnt, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einzulegen. Das hängt vom erhobenen Vorwurf und den vorhandenen Beweismitteln ab. Aus Erfahrung haben Einwände gegen Geschwindigkeitsverstöße nur geringen Erfolg, wenn es um die Rechtmäßigkeit der Messung geht. Größerer Erfolg kann das Bestreiten der Fahrereigenschaft haben, wenn das in der Akte befindliche Lichtbild keine eindeutige Identifizierung des Fahrers zulässt. Sind Halter und Fahrer personenverschieden und kann/muss, z.B. bei verwandtschaftlichen Verhältnissen, der Halter keine Angaben zum Fahrzeugführer machen, kann der Betroffene möglicherweise um ein Bußgeld und/oder Punkte herumkommen. Dann allerdings kann für die Zukunft ein Fahrtenbuch angeordnet werden. Gegen Messergebnisse bei Geschwindigkeitsübertretungen oder Abstandsverstößen vorzugehen, hat dagegen keinen Sinn. Messungen werden immer als richtig gewertet. Wenn man also teure und unangenehme Post vermeiden möchte, gibt es nur einen Weg: Sich an die Verkehrsregeln halten. Denn ist man erst einmal ermahnt, entkommt man der Strafe nur noch schwer. Lutz Lindner ist Fachanwalt für Verkehrsrecht und außerdem Fachanwalt für Arbeitsrecht bei der Kanzlei Hörnlein & Feyler.
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30. Ausgabe COBURGER – 30 Bilderstrecken Eine Auswahl der letzten sechs Jahre
Ausgabe 17 Coburger Hütte | Foto: Sebastian Buff 22
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Ausgabe 11 Sambafestival | Foto: Sebastian Buff 24
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Ausgabe 19 Weihnachtsmarkt | Foto: Sebastian Buff 26
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Ausgabe 21 Schlossplatzfest | Foto: Sebastian Buff 28
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Ausgabe 06 Weihnachtsmarkt | Foto: Val Thoermer 30
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Von Wolfram Hegen
ENTSPANN DICH MAL Sonderthema Zufriedenheit
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Engelchen
Entspann Dich mal. Ist doch alles gut.
Engelchen
So wirst Du nie zufrieden.
Ich
Stimmt eigentlich. Gute Idee. Wollte ich ja gestern schon.
Teufelchen
Zufriedenheit ist der Anfang vom Ende.
Teufelchen
Nein, nicht nachlassen, da geht noch was.
Engelchen
Halte inne. Entspann Dich. Genieße.
Ich
Stimmt auch wieder.
Teufelchen
Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Hat Philip Rosenthal gesagt.
Engelchen
Was geht da noch?
Teufelchen
Mehr Neues, Anderes, Besseres, Tolleres, Schnelleres, Höheres.
Engelchen
Wer wohl zufrieden ist, ist wohl bezahlt. Ist von Shakespeare.
Teufelchen
Weiter, immer weiter. Ist von Oli Kahn.
Engelchen
Brauchst Du das?
Engelchen
Wer ist Oliver Kahn?
Teufelchen
WER IST OLIVER KAHN? GEHT’S NOCH? FUSSBALLER, CHAMPION, FERNSEHSTAR, BALD FCBAYERN-CHEFETAGE. OK?
Engelchen
Wer …?
Teufelchen
Wie „Wer?“
Engelchen
…. will das wissen? Die Geschichtsbücher? Das Universum? Gott? Am Ende ist das wirklich egal.
Teufelchen
Klar, wenn Dir nichts mehr einfällt, kommst Du mit Gott.
Engelchen
Na und, ohne Gott gäbe es DICH auch nicht.
Ich
HÖRT AUF ZU STREITEN. ES GEHT IMMERHIN UM MEIN LEBEN.
Ich Ich? Engelchen
Ja, Du.
Ich
Ja …. schön wäre das schon.
Teufelchen lacht teuflisch. Engelchen
Du willst also mehr?
Ich
Ja … also nur ein bisschen mehr noch. Dann bin ich zufrieden.
Teufelchen lacht teuflisch. Engelchen
Und wann ist das?
Ich Morgen. Engelchen
Das hast Du gestern und vorgestern auch schon gesagt.
Ich
Stimmt. Aber da ging halt dann auch wirklich noch was.
Engelchen
Ok. Aber jetzt entspann Dich. Ist gut jetzt.
Teufelchen
Stillstand ist Rückschritt.
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Peinliche Stille. Alle gucken sich betreten um. Das Engelchen pustet einen weißen Staubflusen durch die Luft, Teufelchen einen im feurigen Streit entzündeten Geldschein aus. Ich (erschöpft) Ich will eigentlich nur meine Ruhe. Engelchen lacht teuflisch.
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INTERVIEW Sonderthema Zufriedenheit Das Interview führte Iris Kroon-Lottes
Tobias Wolbring Professor für Zufriedenheitsforschung
WAS ZUFRIEDEN MACHT INTERVIEW
„Ein neues Jahr, ein neues Glück!“ beschrieben schon Dichter und Denker den Jahreswechsel. Wer kennt das nicht? Kurz vor Neujahr nehmen wir uns gute Vorsätze vor: Mehr auf die schlanke Linie achten, weniger Alkohol, dafür mehr Wasser trinken und vielleicht wieder regelmäßig ins Fitness-Studio gehen, statt nur den Beitrag zu bezahlen. Gerne wollen wir höher hinaus, etwas noch besser machen, immer mehr erreichen. Doch macht uns das wirklich zufrieden? Sollte das Privileg – nicht ständig mehr zu wollen – ein Teil unseres Lebens sein, den wir uns leisten können und auch leisten wollen? Zufriedensein macht schließlich glücklich. Doch von was hängt diese Lebenseinstellung ab? Prof. Dr. Tobias Wolbring befasst sich beruflich mit Zufriedenheit. Seit 2017 leitet er den Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Eines seiner Spezialgebiete ist die Lebenszufriedenheitsforschung.
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TOBIAS WOLBRING
„Sehr viele Menschen sind relativ zufrieden mit ihrem Leben, auch wenn der Rasen auf der ande ren Seite des Zauns manchmal noch ein bisschen grüner aussieht.“
Herr Prof. Wolbring, was gehört dazu, um in unserer Gesellschaft ein zufriedener Mensch zu sein? Die subjektive Zufriedenheit wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Entscheidend ist die richtige Mischung: Gesundheit, ein gewisses Mindestmaß an Geld, eine gelingende Beziehung, Freundschaften und auch soziale Anerkennung für die eigenen Leistungen durch andere.
Wir leben in einem sicheren, wohlhabenden Land. Trotzdem scheint es so, als wäre die Mehrzahl der Deutschen eher unzufrieden. Woran liegt das? Dieser Eindruck täuscht. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung gibt auf einer Skala von Null (sehr unzufrieden) bis 10 (sehr zufrieden) einen Wert von 7 oder mehr an. Sehr viele Menschen sind also durchaus relativ zufrieden mit ihrem Leben, auch wenn der Rasen auf der anderen Seite des Zauns manchmal noch ein bisschen grüner aussieht.
Sie haben rund um das Thema Zufriedenheit verschiedene Faktoren untersucht. Einer davon ist das Einkommen, das wir beruflich verdienen. Sind Menschen mit höheren Gehältern zufriedener? Macht Geld wirklich glücklich? Wenn Menschen nur wenig Geld zum Leben zur Verfügung haben, dann steigert jeder zusätzliche Euro spürbar ihre Zufriedenheit. Je
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höhere Einkommen Menschen jedoch erzielen, umso weniger ist die genaue Höhe des Einkommens von Bedeutung. Dann werden plötzlich andere Dinge viel wichtiger: Habe ich in den vergangenen Jahren eine Gehaltserhöhung erhalten, die mir Wertschätzung durch meine Vorgesetzten signalisiert? Wird mir Vertrauen im Job entgegengebracht und kann ich mich selbst verwirklichen? Und wie schneide ich gehaltstechnisch im Vergleich zu meinen Kolleginnen und Kollegen ab, die ähnliche Aufgaben erledigen?
Welche Formen von Zufriedenheit spielen in Ihrer Forschung eine Rolle? Die subjektive Lebenszufriedenheit ist ein Konstrukt, das sich auf das Leben im Großen und Ganzen bezieht. Die Frage, wie sich bestimmte Faktoren – wie zum Beispiel das eigene Einkommen – auf die Lebenszufriedenheit auswirken, ist natürlich für sich genommen schon sehr interessant. So habe ich zum Beispiel gemeinsam mit zwei Kollegen gezeigt, dass sich erst eine lange Pendeldistanz zur Arbeit von 80 Kilometern oder mehr negativ auf die Lebenszufriedenheit auswirkt. Bei geringeren Distanzen hatte das Pendeln dagegen keine Effekte. Noch interessanter wird es dann, wenn man sich genauer anschaut, welche Lebensbereiche vom Pendeln so negativ betroffen sind. So empfinden wir, dass lange Pendelwege vor allem auf Kosten der Freizeit gehen und auch die Gesundheit darunter leidet; die Zufriedenheit mit der Familie oder der Wohnsituation sind jedoch überraschenderweise kaum betroffen.
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INTERVIEW
Menschen, die beruflich pendeln müssen, leben häufig in Ballungszentren. Heißt das im Umkehrschluss, dass Menschen in kleinen Städten mit kurzen Wegen zufriedener leben? Ja, im Prinzip könnte man so argumentieren, denn die Pendelzeit zur Arbeit hat sich in den Ballungsräumen in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Mietkosten und der überlasteten Verkehrsinfrastruktur deutlich erhöht. Man muss aber natürlich auch bedenken, dass es weitere Unterschiede zwischen Kleinstädten und Ballungsräumen gibt, zum Beispiel sind die Einkommens- und Beschäftigungschancen in Ballungsräumen besser oder der öffentliche Nahverkehr ist stärker ausgebaut. Ein Lottogewinn, eine Trennung oder eine Gehaltserhöhung: Steigern oder mindern solche Einschnitte im Leben dauerhaft die Zufriedenheit? Führen Gewohnheitseffekte zu weniger Zufriedenheit im Leben? Relativ viele Forschungsarbeiten zeigen, dass kritische Lebensereignisse – wie eine Trennung oder der Verlust des Arbeitsplatzes – sich zunächst spürbar auf die Lebenszufriedenheit auswirken. Nach rund drei bis fünf Jahren sind diese Effekte aber meist wieder verschwunden – die Menschen arrangieren sich häufig mit ihrer neuen Situation und erreichen nach einigen Jahren wieder ihr ursprüngliches Zufriedenheitsniveau. Das gilt übrigens nicht nur für negative, sondern auch für positive Ereignisse wie die Geburt eines Kindes oder einen Lottogewinn. Wenn man sich überlegt, wie intensiv solche Lebensereignisse in dem entsprechenden Moment erlebt werden, ist das durchaus bemerkenswert.
Werden wir mit zunehmendem Alter zufriedener oder eher genügsamer? Natürlich hängt die Lebenszufriedenheit auch mit der eigenen Einstellung zum Leben zusammen und vermutlich hat unser zukünftiges Selbst nicht mehr den gleichen Blick auf die Welt wie wir ihn noch heute haben. Die Forschung hat allerdings gezeigt, dass es keinen deutlichen Zusammenhang zwischen Alter und Lebenszufriedenheit gibt; schon gar nicht ist die viel diskutierte Midlife-Crisis in den Daten zu erkennen. Erst wenn gesundheitliche Probleme im hohen Alter deutlich zunehmen, nimmt die Lebenszufriedenheit mit jedem weiteren Jahr ziemlich stark ab. Das ist aber kein Effekt des Alters, sondern eben der eigenen Gesundheit.
Herr Wolbring, sind Sie ein zufriedener Mensch? Ja, auf jeden Fall. Das Charmante an der Lebenszufriedenheitsforschung ist ja, dass man dadurch auch selbst lernt, auf was es im Leben ankommt und was einen zufrieden macht. Das relativiert vieles, was uns sonst im Alltag immer so wichtig erscheint und uns von Termin zu Termin hetzen lässt. Und erfreulicherweise liegt unsere Zufriedenheit doch auch zu einem Gutteil in unserer eigenen Hand. So zahlt es sich aus, eine positive und optimistische Einstellung zum Leben zu haben und bei den kleineren alltäglichen Ärgernissen etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen.
„ Je höhere Einkommen Menschen erzielen, umso weniger ist die genaue Höhe des Einkommens von Bedeutung.“
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TOBIAS WOLBRING
Mein erstes Mal „Unsere eigene Zufriedenheit liegt zu einem gro ßen Teil in unserer eigenen Hand. So zahlt es sich aus, eine positive und optimistische Einstellung zum Leben zu haben und bei den kleineren all täglichen Ärgernissen etwas mehr Gelassenheit an den Tag zu legen.“
im Kongresshaus Rosengarten? „Eine Prunksitzung der Narrhalla. Die sind seit Anfang der 1980er-Jahre legendär!“ Jürgen Heeb
LEBENSLAUF TOBIAS WOLBRING Tobias Wolbring ( Jahrgang 1982) studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und erwarb 2007 ein Diplom in Soziologie (Nebenfächer: Volkswirtschaftslehre, Sozialpsychologie). Er promovierte dort mit “summa cum laude” in Soziologie (Nebenfach Volkswirtschaftslehre). Nach Stationen in München, Zürich und Mannheim übernahm Prof. Wolbring 2017 die Leitung des Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftssoziologie an der Friedrich-Alexander Universität. In seiner Forschung beschäftigt er sich nicht nur mit sozialen Normen, Dynamiken und Ungleichheiten in Wirtschaft und Gesellschaft, sondern auch mit Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Analytische Soziologie, empirische Bildungs-/ Hochschul-/Wissenschaftsforschung, Lebenszufriedenheits forschung, Methoden der empirischen Sozialforschung, soziale Ungleichheit, soziale Normen & Devianz und Wirtschaftssoziologie. Der Wissenschaftler erhielt 2014 den Dissertationspreis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), im gleichen Jahr den Anatol-Rapoport-Preis der DGS-Sektion “Modellbildung und Simulation” und 2017 den Robert K. Merton Preis des International Network of Analytical Sociology.
Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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13 FÜHRERSCHEINE Sonderthema Zufriedenheit Von Gabi Arnold
80 Jahre lang liegen sie unbeachtet in einem Aktenordner in Lichtenfels: jüdische Führerscheine aus den 1930er Jahren. Bis Schüler sich mit ihnen beschäftigen und auf Spurensuche gehen. Eine traurige Geschichte, lehrreich zugleich, die auch zeigt, warum es ganz besonders zufrieden macht, wenn man etwas wirklich Sinnvolles tut.
13 FÜHRERSCHEINE 13 SCHICKSALE
Im Jahre 1925 bekommt der 29-jährige Leo Banemann seinen Führerschein überreicht. Der junge Kaufmann braucht ihn beruflich, denn er betreibt ein kleines Unternehmen für Metzgereibedarf. Er ahnt noch nicht, welches Schicksal ihm widerfahren wird. In der Reichspogromnacht, am 9. November 1938, nimmt das Bezirksamt Lichtenfels Leo Banemann die Fahrlizenz weg. Das Nazi-Regime hat angeordnet, allen Juden ab sofort Führerscheine und Zulassungspapiere zu entziehen. 80 Jahre später wird die Zulassungsstelle im Lichtenfelser Landratsamt auf digitale Akten umgestellt. Mitarbeiter entdecken unter einem Aktenordner ein unscheinbares braunes DINA4-Kuvert. Darin befinden sich 13 Führerschei-
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ne, auch der von Leo Banemann ist dabei. Mit dem Fund beginnt für 14 Schüler des Meranier-Gymnasiums ein spannendes, bewegendes, aber vor allem auch erfüllendes Jahr. Die Jugendlichen widmen ihr „P-Seminar Geschichte“ den elf Männern und zwei Frauen, die einst im Besitz der blass-grauen Dokumente waren. Wie Studienleiter Manfred Brösamle-Lambrecht erklärt, sei das Projekt dem Lichtenfelser Landrat Christian Meißner zu verdanken. Der Landrat habe die Schule kontaktiert und somit den Anstoß gegeben. Bei Brösamle-Lambrecht, der Geschichte und Deutsch unterrichtet, stieß das sofort auf Interesse. „Ich habe gedacht, dass das für ein Projektseminar eine tolle Sache sei“, so der Lehrer. Nachdem die Schüler die Kopien
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Foto: Val Thoermer
der 13 Führerscheine in Händen hielten, nahmen die Forschungsarbeiten ihren Lauf. „Am Anfang konnten wir uns das noch nicht so richtig vorstellen, aber wir wussten, dass das etwas Besonders wird“, sagt Luise Birkner. In Teams gingen die Jugendlichen in akribischer Detektiv arbeit an das Werk. Jetzt galt es zu ergründen, was aus den jüdischen Bürgern, denen einst der Führerschein entzogen wurde, geworden ist. Hatten sie überlebt? Gibt es Nachfahren? „Wir haben ganz banal im Internet nach den Namen gegoogelt,“ erzählt Francesca Schütz. Sie hat den Lebensweg von Leo Banemann erforscht. „Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann, bis die Nazis an die Macht kamen und ihm alles genommen haben.“
tober 1964 in Baltimore, im US-Bundesstaat Maryland, gestorben. Anlässlich seines seines 50. Todestages hatte seine Tochter Edith zudem eine Anzeige geschaltet. Diese wiederum führte Francesca auf die Spur seiner Verwandten. „Die erste Mail von Leo Banemanns Enkelin werden wir nicht vergessen“, erinnert sich Francesca. Leo Banemann habe mit seiner Frau Martha und Tochter Edith quasi in letzter Minute aus Deutschland fliehen können, erzählt sie. „Er reiste mit dem letzten Schiff erfolgreich nach Kuba.“ Von Kuba aus ging es demnach weiter nach Florida, bis er in Baltimore strandete. Hier habe er sich nach schweren Jahren ein neues Leben aufgebaut, weiß Francesca. Leo Banemann gehört zu den acht Führerscheininhabern, die die Nazi-Diktatur überlebt hatten.
Bei „find a grave“, einer Online-Datenbank für Friedhöfe und Grabstätten, stieß Francesca auf das Grab von Leo Banemann. Er ist am 29. Ok-
Doch nicht alle hatten Glück: Fünf Besitzer wurden ermordet, wie zum Beispiel Alfred Oppenheimer, mit dessen Schicksal sich Luise Birkner
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13 FÜHRERSCHEINE
und Luise Aumüller beschäftigt hatten. Alfred Oppenheimer wurde im Jahr 1903 in Bad Königshofen geboren und zog später nach Lichtenfels. Am Säumarkt in Lichtenfels, erzählt Luise Birkner, stehe das einstige Wohnhaus der Oppenheimers. „Im Erdgeschoss war das Textilgeschäft untergebracht, heute befindet sich dort ein Jeansladen,“ so Luise Birkner. Die Geschichte der Oppenheimers sei besonders tragisch, denn eigentlich sei die Ausreise von Alfred, seiner Frau Anni und seiner Mutter Betty schon vorbereitet gewesen. „Doch dann wurde er verhaftet.“ Insgesamt sind es dreizehn bewegende Schicksale, die die Schüler recherchiert haben. Die Jugendlichen haben die 13 Lebensläufe auf 13 Bannern abgebildet. „Wir haben bei allen etwas herausgefunden, auch bei denen, die es nicht geschafft haben,“ berichtet Lukas Franke. Manche Biografien, wie die von Theo Nordhäuser, konnten nur bruchstückhaft rekonstruiert werden. „Der Kaufmann aus Altenkunstadt wurde 1942 ermordet und hatte keine Nachkommen“, erzählt Sophie Rauh. Die Spurensuche führte die Schüler nach Australien, Argentinien und in die USA. Victoria Thiel und Clara Aumüller haben zum Beispiel in Amerika Inge Stantons, eine geborene Marx, gefunden. Sie war acht Jahre alt, als sie mit ihrer Familie Lichtenfels verlassen musste. Ihr Vater Alfred Marx war in der Stadt ein angesehener Geschäftsmann. Inge Stantons gehört zu den neun Hinterbliebenen, die von weit her zu einem Festakt nach Lichtenfels angereist waren, um dort die Führerscheine ihrer Vorfahren entgegen zu nehmen. „Es war sehr emotional,“ erzählt Victoria
Thiel. Von bewegenden Momenten berichtet auch Francesca Schütz, als sie die Enkeltochter von Leo Banemann am Nürnberger Flughafen abgeholt habe. „Es sind Tränen geflossen. Tränen vor Wut und vor Freude. Es war ein Gefühl, als ob wir uns ewig kennen würden“. Und es sind Freundschaften entstanden, zwischen den Schülern und den Angehörigen. In einer WhatsApp-Gruppe erzählen sie sich gegenseitig aus ihrem Leben. Die Schüler erfahren so auch von jüdischen Bräuchen, wie zum Beispiel dem Chanukka, einem Lichter- und Feuerfest. Das jüdische Leben und damit auch die Bräuche sind in Lichtenfels längst erloschen. Doch seit einigen Wochen erinnern Stolpersteine daran, dass hier einst Juden lebten. Auf den kleinen goldenen Platten sind auch die Namen einiger Führerscheininhaber geschrieben. Aber lebendig wird die Geschichte auch durch die 14 Schüler des Meranier-Gymnasiums: Durch die Wanderausstellung und in einer 100-seitigen Sammelmappe. Darin sind Fotos, Briefe, Postkarten und bewegende Geschichten der Juden zu sehen und zu lesen. Ein Jahr lang haben die Schüler nach Unterrichtsende geforscht und haben doppelt so viel Zeit wie bei einem „normalen“ P-Seminar investiert. Zeit, die sich gelohnt hat, das P-SeminarGeschichte hat die Jugendlichen verändert. „Wir wussten ja schon einiges aus dem Geschichtsunterricht, doch plötzlich hatten die Menschen einen Namen und ein Gesicht“, so Luise Birkner. Lukas Franke fügt hinzu: „Das Seminar hat uns die Augen geöffnet.“ Mit konkreten Personen werde der Nationalsozialismus eben viel realer. Und das dürfe sich niemals widerholen.
DAS P-SEMINAR GESCHICHTE 2017/ 2018: Francesca Schütz, Julia Mehrmann, Antonia Voll, Laura Kolenda, Luise Birkner, Victoria Thiel, Clara Aumüller, Sophie Rauh, Luise Aumüller, Simon Bornschlegel, Manfred Brösamble-Lambrecht, Markus Betz, Dennis Brosig, Jan Höppel, Lukas Franke.
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DIE FÜHRERSCHEINE GEHÖRTEN: Leo Banemann, Kaufmann aus Burgkunstadt Arthur Goldmeier, Viehhändler aus Lichtenfels Manfred Goldmeier, Kaufmann aus Lichtenfels Max Hellmann, Kaufmann aus Lichtenfels Jenny Kraus aus Lichtenfels Josef Kraus, Kaufmann aus Lichtenfels Alfred Marx, Geschäftsmann in Lichtenfels Sigmund Marx, Geschäftsmann aus Lichtenfels Theo Nordhäuser, Kaufmann aus Altenkunstadt Alfred Oppenheimer, Kaufmann aus Lichtenfels Leo Wolf, Kaufmann aus Altenkunstadt Berta Zinn, Fabrikdirektorsgattin aus Lichtenfels Stefan Zinn, Fabrikdirektor aus Lichtenfels
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Advertorial
IHK
Sonderthema Zufriedenheit Ein Beitrag von der IHK zu Coburg
IM ZWIESPALT MIT DEM BEGRIFF ZUFRIEDENHEIT
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Der nahende Jahreswechsel bietet traditionell Gelegenheit für eine Bilanz und die gibt durchaus Anlass für eine gewisse Zufriedenheit, wenn auch mit kritischem Blick. Coburg ist bayern- und deutschlandweit ein herausragend starker Standort. Die Steuerkraft der Stadt Coburg belegt bundesweit den dritten Platz, nur der Landkreis München und Düsseldorf sind noch stärker. Im Regionalranking 2018 des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) belegt die Stadt Coburg bei Gesamtbewertung der Themenbereiche Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität Platz 14 aller 401 kreisfreien Städte und Landkreise – unser Landkreis kommt auf Platz 242. Bei Einzelbetrachtung der Indikatoren Gewerbesaldo, Steuerkraft, Gewerbesteuerhebesätze und Wissensintensive Dienstleistungen liegt die Stadt Coburg auf Platz 3.
weniger dynamisch als andere Regionen, die Stadt Coburg belegt Rang 104, der Landkreis Rang 275 von insgesamt 401. Angesichts der hohen Dynamik der digitalen Transformation in Wirtschaft und Gesellschaft sollten uns diese Zahlen aufrütteln!
Die auf den ersten Blick positiven Zahlen zeigen bei genauerem Hinsehen: Unsere Region entwickelt sich nicht im Gleichklang, die hohe Wirtschaftskraft konzentriert sich auf die Stadt Coburg. Um unseren Wirtschaftsund Lebensraum insgesamt zukunftsfest weiterzuentwickeln, besteht großer Hand lungs bedarf: So gibt es regional mehr Gewerbeabmeldungen als -anmeldungen, auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich eine Überalterung der Beschäftigten und beim Anteil der hoch qualifizierten Arbeitnehmer belegen wir lediglich Platz 92. Darüber hinaus hat unsere Region einen stark negativen Wanderungssaldo bei den 25- bis 30-Jährigen. Bedenklich ist auch die Entwicklung der wirtschaftlichen Dynamik: Ausgehend von einem sehr hohen Niveau entwickelt sich unser Standort heute
Und das Zitat mag manchem als guter Vorsatz für 2019 dienen!
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„Zufriedenheit“ ist ein großes Wort: Werden Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern übertroffen, stellt sich Zufriedenheit ein. Das ist per se ein positives Gefühl, sollte allerdings nicht zum Dauerzustand werden, weil sonst weitere Entwicklungen gelähmt werden. Es gilt im Leben wie im Geschäft: Zufriedenheit entsteht nicht automatisch, sondern steht im ständigen Widerstreit mit der Unzufriedenheit. „Es ist mein Job, nie zufrieden zu sein.“ Diese Aussage des deutschen Ingenieurs Wernher von Braun passt hier sehr gut und gibt eine kritischkonstruktive Einstellung wieder.
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IN ZAHLEN
ZUFRIEDENHEITSSTUFEN & EINKOMMEN
ZUFRIEDENHEIT IN ZAHLEN
In dem Journal „Nature Human Behaviour“ publizierte Ergebnisse einer amerikanischen Studie mit Daten aus 167 Ländern zeigten jeweils zwei Zufriedenheitsstufen auf: Einmal der perfekte Lebensstil und einmal der glückliche Lebensstil: Das perfekte Lebensgefühl empfinden Menschen weltweit, wenn sie jährlich 77.000 Euro zur Verfügung haben. Wenn man aber das emotionale Wohlergehen, also die alltäglichen Gefühle eines Menschen, als Maßstab nimmt, dann liegt der Wert weltweit bei 49.000 Euro. Ein perfektes Leben finanzieren sich Westeuropäer mit einem jährlichen Einkommen von 81.000 Euro. Glücklich sind sie hingegen mit 45.000 Euro.
WORLD HAPINESS REPORT 2018
Gesunde Menschen sind rund 20 % glücklicher als der Durchschnitt, während kranke Menschen 8,25 % unglücklicher sind.
1.
Norwegen
10 % der Verheirateten sind glücklicher als jene Menschen, die noch nie verheiratet waren.
2.
Dänemarkt
3.
Island
4.
Schweiz
5.
Finnland
6.
Niederlande
7.
Kanada
8.
Neuseeland
9.
Australien
10.
Schweden
Mit mehr Geld sind die meisten Menschen glücklicher, doch diejenigen in der höchsten Einkommensklasse sind tatsächlich nur 3,5% glücklicher als der Durchschnitt.
LEBENSZUFRIEDENHEIT DEUTSCHLAND 2018
32 %
Sehr zufrieden
60 %
Ziemlich zufrieden
7 % 1 %
… 16.
Nicht zufrieden
Überhaupt nicht zufrieden
ZEHN HAUPTGRÜNDE FÜR UNZUFRIEDENHEIT 1 Unrealistisch hohe Erwartungen
Deutschland
… 151.
Ruanda
152.
Syrien
153.
Tansania
154.
Burundi
155.
Zentralafrikanische Republik
2 Man hält sich grundlos für etwas ganz Besonderes. 3 Man hält die falschen Werte für die einzig richtigen. 4 Man gewöhnt sich an das, was man erreicht hat – 5 6 7 8 9 10
und will immer mehr. Man erwartet von anderen, dass sie einen glücklich machen. Man fürchtet die Enttäuschung und strebt daher gar nicht erst nach Glück Sich mit Pessimisten umgeben. Zu glauben, dass Glück und Zufriedenheit der natürliche Zustand seien. Anzunehmen, dass auf etwas Gutes immer etwas Schlechtes passieren wird. Seine eigene Leistung nicht wertzuschätzen.
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ZUFRIEDENHEIT IN 82 WÖRTERN Zufriedenheit ist laut Duden: Innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als man hat oder auch mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen oder ähnlichem einverstanden zu sein, nichts auszusetzen zu haben. Die gesteigerte Zufriedenheit mit sich, wenn man einer (etwa sittlichen) Pflicht unter Opfern Genüge getan hat, ist die Genugtuung. Sie muss sich nicht nach außen zu erkennen geben, anders als der Stolz. Erscheint der Stolz auf sich allzu billig, wird er als Selbstzufriedenheit kritisiert. Das Antonym zu Zufriedenheit ist Unzufriedenheit.
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Gesponserter Beitrag
Auf den letzten Drücker hat der Bun desrat am 23.11.2018 dem Jahressteu ergesetz 2018 zugestimmt, so dass das Gesetz ab dem 01.01.2019 in Kraft tritt. Darin sind einige erhebliche, steuerliche Vergünstigungen für das neue Jahr enthalten. Wie wir davon profitieren können, darüber sprach der COBURGER mit Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf von tb.legal
Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal
COBURGER: Worauf können wir uns im kommenden Jahr freuen ? tb.legal: Künftig sind Zuschüsse des Arbeitgebers für die Nutzung des ÖPNV, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden, steuerfrei. Die Steuerbefreiung umfasst vor allem auch private Fahrten im ÖPNV, sodass hier eine echte Verbesserung und Gestaltungsmöglichkeit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer vorliegt. Profitieren kann man allerdings nur davon, wenn die Zuwendung des Arbeitgebers im Rahmen einer Gehaltserhöhung erfolgt. Denn der Zuschuss muss zusätzlich zum geschuldeten Arbeitslohn gezahlt werden, eine Entgeltumwandlung ist unzulässig. Die 44-€ Freigrenze für Sachwertbezüge, die bisher häufig für Jobtickets genutzt wurde, steht somit zugleich für andere Möglichkeiten zur Verfügung, z.B. monatliche Geschenkgutscheine (Coburger Geschenkgutschein) oder Prepaidkreditkarten. COBURGER: Was fördert der Staat in 2019 darüber hinaus? tb.legal: Die E-Mobilität soll weiter ausgebaut werden und wird steuerlich abermals begünstigt, vorläufig jedoch nur bis Ende des Jahres 2021: Die Nutzer betrieblicher Fahrzeuge, die durch Elektromotoren oder einen Plug-InHybridmotor angetrieben werden (d.h. mit einer Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer und einer Reichweite des E-Motors von mindestens 40 Kilometern) haben künftig nicht mehr 1%, sondern nur noch 0,5% des inländischen Bruttolistenpreises zu versteuern. Bei Verwendung eines Fahrtenbuchs werden entsprechend nur noch die halbierten Gesamtkosten für die Besteuerung zugrunde gelegt. Die Privatnutzung solcher Fahrzeuge wird somit um die Hälfte günstiger als bei Fahrzeugen mit herkömmlichen Verbrennungsmotor. Für Dienstfahrräder – darunter auch E-Bikes – tritt ab 2019 sogar eine komplette Steuerbefreiung des geldwerten Vorteils eintritt. Die Überlassung der durch den Arbeitgeber geleasten und dem Arbeitnehmer zur freien Nutzung überlassenen Räder hat damit keine Auswirkung mehr auf die Einkommensteuer. Bisher wurde wie bei Dienstwagen die 1-Prozent Regelung zur Berechnung des geldwerten Vorteils herangezogen. Mit der Neuregelung ist es künftig noch sinnvoller, sich ein Fahrrad oder E-Bike nicht aus dem versteuerten Nettolohn zu kaufen, sondern als Dienstrad über den Arbeitgeber stellen zu lassen. Es darf allerdings keine S-Pedelec sein, d.h. nicht schneller als 25 km/h, ansonsten gilt es als Kraftahrzeug und es gilt wieder die 1%-Regelung COBURGER: Also lohnt sich in 2019 doppelt, mehr zu bewegen anstatt nur zu sitzen! tb.legal: Richtig, das ist eine gutes Stichwort für das letzte Steuergeschenk: Der Gesetzgeber verbessert ab 01.01.2019 erneut die Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer hierzu jährlich einen Betrag von 500 € steuer- und sozialabgabenfrei zuwenden. Voraussetzung ist, dass die Maßnahme den vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen festgelegten Kriterien entspricht oder zur verhaltensbezogenen Prävention zertifiziert ist. Ob der Yoga- oder Rückenkurs dem genügt, kann man einfach bei der zuständigen Krankenkasse abgeklärt werden, und dies teilweise sogar online. Voraussetzung der Steuerfreiheit ist aber wiederum, dass der Betrag zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Lohn gezahlt wird, also zum Beispiel als Gehaltserhöhung.
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Eine Reihe im COBURGER seit der Ausgabe 20.
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brinarina
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Weg aus der Provinz, hinaus in die große Welt, nur nicht erzählen, wo man herkommt, und auf jeden Fall nie mehr zurückkommen: Noch vor wenigen Jahren galt die eigene Heimat als uncool. Die Metropolen dieser Welt lockten, schillernd, urban, lebendig. Mittlerweile aber zieht es viele doch wieder nach Hause – auch die vermeintliche Provinz hat schließlich ihre Reize. AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
STOFFE & NÄHART
VON WOLFRAM HEGEN FOTO: VAL THOERMER
In die Zukunft zurück Die Geschichte von Sabrina Kerscher
Wir treffen uns in Coburg in einem Café am Markt, Sabrina hat ih ren 14 Wochen alten Labrador Marly dabei, „quasi unser Therapie hund“, lacht sie, so ein Tier mache den Wechsel aus der Metropol region München ins beschaulichere Coburg für die drei Töchter etwas leichter, und dank des knuffigen Wollknäuels auf Sabrinas Arm blicken wir dann auf dem Weg zu unserem Tisch auch nur in freundliche Gesichter, vielleicht ist es das, was Sabrina meint, wenn sie sagt, man sei in Coburg so herzlich empfangen worden, es sei so „krass, wie nett die Leute hier sind.“
Tolle Zeit beim Film Dabei kommt sie ja hierher, hier aus der Region Coburg, genauer aus Neustadt, war dort am Gymnasium, ging dann aber weg, so wie viele es in jungen Jahren tun, beginnt ein Lehramtsstudium in Bamberg, auch die Domstadt aber erscheint ihr irgendwann zu klein, zu langweilig, Hamburg oder München locken, sie bekommt ein Praktikum bei einer Filmproduktion in München. Die bayerische Landeshauptstadt wird ihr neues Zuhause, spätestens als sie fest beim Film arbeitet, „eine tolle Zeit, das hat viel Spaß gemacht.“ Sie genießt die Großstadt, das Leben. Und sie lernt damals ihren späteren Mann kennen, sie bekommen ihr erstes Kind.
Vernünftig werden Eine Zäsur, es heißt Verantwortung zu übernehmen, „endlich vernünftig zu werden“. Sabrina schließt ihr Lehramtsstudium doch noch ab, um einen Berufsabschluss zu haben, einer geregelten Arbeit nachgehen zu können, als Lehrerin Geld zu verdienen, immerhin kommt schon zwei Jahre später die zweite Tochter auf die Welt. Die kleine Familie zieht vor die Tore Münchens nach Erding. Als sich aber ein paar Jahre später die dritte Tochter ankündigt, beschließt Sabrina Kerscher komplett daheim zu bleiben, geht in Elternzeit, drei Kinder sind Arbeit genug.
Spitzname aus der Jugend Doch auch die sind bald große Teile des Tages in Schule und Hort unterbracht, eine Teilzeitstelle an der Schule nicht frei, also folgt der nächste Wendepunkt in ihrem Leben: der Schritt in die Selbständigkeit. Sabrina näht schon immer, für ihre Kinder, Familie, Freunde, sich selbst, mit eigenen Ideen, eigenen Schnitten. Aus dieser Leidenschaft macht sie einen Beruf. „Im Hinterkopf war eigentlich immer der Traum vom eigenen Geschäft.“ 2014 ist es soweit, am Rande der Erdinger Innenstadt eröffnet „Brinarina“, der Name ist schon so etwas wie eine Hinwendung zu ihrer Jugend im Coburger Land: Es ist seit damals ihr Spitzname.
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Erfolg auch als Bloggerin Sie gibt Nähkurse, designt Stoffe für Großhändler, verkauft Selbst genähtes im Laden und im Internet, macht sich einen Namen als Bloggerin mit heute 4000 Followern, die sie mit ihren ganz persönlichen Geschichten begeistert. Ein Jahr arbeitet sie noch parallel dazu in der Schule, gibt den Lehrerberuf aber schon bald auf, die Belastung mit Familie und zwei Jobs ist zu viel. Außerdem läuft das Geschäft zunehmend besser, Erding wird zum Zuhause, die Familie ist integriert, die beiden großen Töchter gehen zur Schule, die kleine Tochter ist im Kindergarten, also „eigentlich ging es uns richtig gut.“
In ein Haus verliebt Ihr Mann aber ist in seinem Beruf viel unterwegs, zu viel vielleicht, er möchte gerne näher an der Familie sein, außerdem ist ihr Reihenmittelhaus zwar schön, „die Nachbarschaft toll“, aber „du musst in München halt wahnsinnig viel arbeiten, um das bezahlen zu können.“ Ein Ortswechsel also steht an und die Welt ihnen offen, „wir hatten über verschiedene Orte gesprochen in Deutschland und auch im Ausland, ich habe ab und zu mal Coburg fallen lassen, aber da gab es keine Reaktion.“ Ihr Mann aber bewirbt sich in Coburg und fährt irgendwann einmal auf eigene Faust in die Vestestadt, um sich ein mögliches Haus anzuschauen. „Und in das hat er sich dann so verliebt, dass klar war, wir gehen nach Coburg.“ Schnell wird der Kaufvertrag für das Haus unterschrieben, der Mann findet eine gute Position als Niederlassungsleiter in Bamberg, auch die anfangs „gar nicht begeisterten Kinder“ machen nach einem Besuch in Coburg schnell ihren Frieden, die Stadt gefällt den heute 13-, 11- und sechsjährigen Mädchen, außerdem „kostet die Kugel Eis ja nur die Hälfte“.
Neuer Laden in Herrngasse Sabrina verkauft den Laden in Erding an eine Mitarbeiterin. Ob sie in Coburg weitermacht, weiß sie da noch nicht. Vielleicht lieber in einer Werbeagentur arbeiten, auch eine Möglichkeit, denkt sie. Dann aber sieht sie leerstehendes Ladengeschäft in der Herrngasse in Coburg – das neue Zuhause für „Brinarina“. Im November war Eröffnung, Stoffe, Geschenke, Nähkurse, sie hat ihr Erdinger Leben mit nach Coburg genommen. „Früher war es irgendwie komisch, wen man erzählt hat, dass man aus Coburg kommt, da kannte es ja keiner, das ist heute ganz anders, jeder findet es cool, dem wir es erzählt haben.“ Sabrinas Zukunft und die ihrer Familie also liegen jetzt in ihrer Vergangenheit. In Coburg, dem sie vor schon bald 20 Jahren den Rücken gekehrt hat. In ihrem Haus fühlen sie sich wohl, die Wege sind kurz, die Preise bezahlbar, der Laden ist gut angelaufen, Schule und neue Freunde für die Kinder sind schnell gefunden, die Aufnahme war herzlich, und „außerdem ist die Familie in der Nähe“, lacht sie.
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REISENDER zwischen den WELTEN
Der Coburger Mediziner Martin Lücke: Anästhesist, Oberarzt, Notarzt, Betriebsrat, Parteimitglied – und viel in Afrika unterwegs. 50
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MARTIN LÜCKE
VON CHRIS WINTER Immer wieder zieht es Martin Lücke auf den afrikanischen Kontinent. Mal als Mediziner, mal privat. Mitunter verbindet er beides. Anfang des Jahres, im Februar und März, war er mit dem „African Explorer“ unterwegs. Dieser Luxuszug fährt von Kapstadt in Südafrika bis ins nördliche Namibia. Als Bordarzt reiste der Coburger Mediziner mit 68 Gästen und 30 Crewmitgliedern rund 3600 Kilometer durch das südliche Afrika.
A L S BO R DA R Z T I M FE R N S E H E N Ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks begleitete die Reise. Während der 16 Tage entstand die 14-teilige, jeweils 45 Minuten dauernde Sendereihe „Verrückt nach Zug“. Im August sendete „das Erste“ das Abenteuer auf Schienen. Seitdem wird diese Sendereihe in den dritten Fernsehprogrammen wiederholt. Unter dem Titel „Das rollende Zuhause“ widmete sich eine Folge dem frisch renovierten Sonderzug. Andere Teile der Sendereihe sind überschrieben mit „Die geretteten Löwen“, „Sand, Sand, Sand“, „Eine Panne in der Wüste“ oder „Deutsche Spuren in Namibia“. „Es gibt verschiedene Reiseveranstalter, die auf den demografischen Wandel reagieren und einen Arzt oder Krankenschwestern mitnehmen“, erläutert Martin Lücke seine Rolle als Bordarzt. Die Menschen würden immer älter, damit aber auch kränker. „Wenn ein Arzt dabei ist, der noch dazu die Sprache der Reisenden spricht, dann trauen sie sich so einen Trip eher zu.“ Im Fall der Fälle begleitet Lücke seine Patienten bis ins Krankenhaus, baut Sprachbarrieren ab und informiert Angehörige. „Bei den Reisen, die ich begleitete, sprechen die Mitreisenden oft nicht so gut Englisch“, weshalb der Doktor auch als Dolmetscher fungiert.
V O L L N A R K O S E O H N E B E AT M U N G S G E R ÄT Die typischen Wehwehchen im African Explorer unterscheiden sich nur wenig von jenen hierzulande. „Wer zu Hause gegen Zugluft empfindlich ist, der ist das auch in Namibia. Wobei die Klimaanlagen für manchen Husten und Halsschmerz verantwortlich sind.“ Einen Defibrillator, einen Schockgeber zum Beenden von Herzrhythmusstörungen, gibt es auch im African Explorer. „So ein Gerät ist aber nur dann richtig von Nutzen, wenn sich ein intensivmäßiger Transport in ein leistungsfähiges Krankenhaus anschließt. Das ist nicht überall auf unserer Reise schnell erreichbar…“ Ansonsten hat Martin Lücke eine Tasche mit Instrumenten und Medikamenten dabei, ähnlich wie er sie auch bei Einsätzen in und um Coburg mit sich führt. Im vergangenen Jahr arbeitete Lücke zudem sieben Wochen im Krankenhaus des kleinen Ortes Kangu im Westen der Demokratischen Republik Kongo. Seit 2009 engagiert sich dort der Verein „Coburger Initiative für Ärzte im Congo“, seit nun acht Jahren praktiziert Martin Lücke immer wieder in dem riesigen afrikanischen Land. „Die Herausforderung ist, Medizin mit bescheidenen Mitteln zu machen.“ Eine mehrstündige Bauchoperation mit einem Beatmungspatienten in Vollnarkose ohne Beatmungsgeräte beschreibt der Coburger „als sportliche Herausforderung“.
„Die Herausforderung ist, Medizin mit bescheidenen Mitteln zu machen.“ Lücke über die Arbeit in Afrika
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REISENDER ZWISCHEN DEN WELTEN
E I N E FR AG E D E S G E W I SS E N S Herausforderungen und Verantwortung übernehmen, das bestimmt das Leben und die Arbeit von Martin Lücke dort wie hier: Der Anästhesist im Klinikum Coburg ist als Notarzt immer wieder bei Unfällen vor Ort. „Als Notarzt muss man Entscheidungen treffen und auch verantworten“, weiß Martin Lücke aus diesen Einsätzen. Darüber hinaus engagiert sich er sich in der Arbeitnehmervertretung des Klinikums Coburg und des thüringisch-bayerischen Regiomed-Konzerns mit nahezu 5000 Mitarbeitern zwischen Rennsteig und dem Main. Schließlich bringt Lücke seine praktischen Erfahrungen aus der Betriebsrats-Tätigkeit bei Entscheidungen als Richter am Bundesarbeitsgericht in Erfurt ein. „Es gibt Situationen im Leben, wo man für sich Entscheidungen trifft“, sagt Martin Lücke. Er meint damit die Veränderungen im Klinikbetrieb etwa zum Jahrtausendwechsel. Seinerzeit seien die Patienten zu „Kunden“ gemacht geworden. „Das Wirtschaftliche hat immer mehr um sich gegriffen, das Menschliche ging zurück.“ Es war eine Gewissensentscheidung für den Arzt, dem Klinikalltag etwas den Rücken zu kehren und dafür Wissen und Können auf anderen Gebieten einzusetzen: „Mir wurde es wichtig, die Veränderungen im Arztberuf politisch zu beeinflussen.“
D E R E I G E NTLI C H E S K A N DA L Im vergangenen Jahr wurde der Betriebsrat des Klinikums Coburg auf dem Deutschen Betriebsrätetag mit dem deutschen Betriebsrätepreis in Gold ausgezeichnet: „Bestes Betriebsratsprojekt der Republik im Jahr 2017!“ Dies war die Würdigung für mehr als zehn Jahre Arbeit, damit die damals am Klinikum Coburg tätigen Krankenschwestern der Marienschwesternschaft Coburg ebenfalls den Tariflohn erhalten konnten. „Dieser Preis, als große Wertschätzung für das Erreichte, beflügelt unsere tägliche Arbeit immer noch.“ Schließlich gibt es da noch den SPD-Stadtrat Martin Lücke. „Der Kardinalfehler vieler Menschen ist, dass sie sich in keiner Partei engagieren.“ Dass nur zwei bis drei Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung eine Mitgliedschaft in einer politischen Partei haben, „das ist der eigentliche Skandal in der Gesellschaft.“ Denn schließlich kämen Kandidaten in der Regel aus den Parteien, so dass die große Mehrheit sich gar nicht daran beteiligt, geeignete Kandidaten zu finden. „Da ist es dann vielleicht zu einfach, sich über die Qualität von Politik zu beschweren.“ Politikverdrossenheit vermag Martin Lücke nicht nachzuvollziehen, denn „ein punktuelles Murren allein hilft ja nicht wirklich weiter, um Lösungen zu finden“. In der Kommunalpolitik lohne es sich, um eine Sache zu streiten und am Ende mit qualitätsvollen Entscheidungen gute Kompromisse zu finden. Aufgabe aller Politik müsse es sein, „das punktuelle Murren in ein zufriedenes Brummen zu verwandeln“.
LE R N E N AUS A FR I K A Ansprüche zu relativieren, mit weniger auszukommen, das erfährt der Mensch aus der sogenannten Ersten Welt in den Ländern Afrikas. Einen verschwenderischen Lebensstil könne man sich dort nicht leisten. Patienten der Klinik im kongolesischen Kangu müssen jedes Medikament vor der Verabreichung bezahlen. „Bei uns werden ein Drittel aller Medikamente und ebenso viel an Lebensmitteln weggeworfen“, stellt Lücke mit etwas Verbitterung in der Stimme fest: „Nichts ist unsozialer als Verschwendung – hier wie dort.“ Die Erfahrungen aus den verschiedenen Kontinenten und Gesellschaften lassen Lücke mahnen: „Manch einer, der so stolz darauf ist, ein Deutscher zu sein, lebt in dieser Gesellschaft, ohne einen eigenen Beitrag dazu beizusteuern.“
„Das Wirtschaftliche hat immer mehr um sich gegriffen, das Menschliche ging zurück.“ Lücke über den Wandel im deutschen Gesundheitswesen
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MARTIN LÜCKE
Nichts ist unsozialer als Verschwendung – hier wie dort.“ Lücke über die Wegwerfgesellschaft
Mein erstes Mal im Kongresshaus Rosengarten? „Der Kinderfasching 2016. Dort waren schon unsere Eltern, als sie klein waren.“ Karla und Marlene
Foto: Val Thoermer
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Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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Coburg und das Coburger Land: Eine lebenswerte Region, mitten in Europa. Naturnah und doch urban, mit Sinn für Kultur, Platz für Freizeit, Raum für Bildung. Und vor allem ein idealer Ort zum Arbeiten. Das belegen viele erfolgreichen Unternehmen. Sie sind die Treiber der Region Coburg, tief verwurzelt in ihrer Heimat und weltoffen zugleich, verantwortungsbewusst, visionär.
CoburgsBeste COBURGS BESTE ist die neue Reihe im COBURGER. COBURGS BESTE ist das neue Label für die besten Unternehmen der Region. Der COBURGER wählt sie aus und stellt sie vor. Ungewöhnlich, anders, innovativ.
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COBURGS BESTE
COBURG BESTE sind Unternehmen, die sich durch die Kombination verschiedener Kriterien auszeichnen: Durch hohen Innovationsgrad verbunden mit einer mehrjährigen Unternehmenstradition, durch eine gute Ausbildungs quote, und vor allem durch eine enge Verbundenheit zur Heimatregion. Quer über alle Branchen, ob Industrie, Handwerk, Handel oder Dienstleistung. Diese Unternehmen bekommen die Chance, sich im COBURGER zu präsentieren: ungewöhnlich, anders, innovativ. In einem gemeinsamen Workshop und Interview erarbeitet der COBURGER mit einem Team bestehend aus Redakteur, Designer und Marketingfachleuten den Wesenskern dieser Unternehmen heraus. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Abbildung des gegenwärtigen Zustands, sondern die Antwort auf die Frage, was das Unternehmen treibt, wo es sich in der Zukunft sieht, welche Innovationen, welche Visionen es tragen. Am Ende steht eine ganz andere Unternehmenspräsentation, vier Seiten individuell gestaltet, optisch, inhaltlich, emotional. Zusätzlich ist eine regelmäßige Zusammenfassung von COBURGS BESTE als Sonder ausgabe sowie die Präsentation der Unternehmenspräsentationen COBURGS BESTE während der Coburger Designtage geplant. COBURGS BESTE startet in dieser Ausgabe mit einem Unternehmen aus Neustadt bei Coburg, der Firma Federn Dietz. Außerdem aus dem Dienstleistungssektor die Werbeagentur markatus.
Und für das nächste Jahr können Sie sich schon jetzt auf viele ganz besondere Geschichten ganz besonderer Unternehmen aus der Region freuen. Diese Firmen nämlich sind 2019 auf jeden Fall COBURGS BESTE:
Und darüber hinaus viele weitere Topunternehmen. COBURGS BESTE. JETZT NEU IM COBURGER.
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CoburgsBeste
„Wir haben das geleistet“ Die Dietz GmbH aus Neustadt bei Coburg ist einer der führenden Hersteller von Präzisionsfedern und Stanz-Umformteilen in Deutschland. Als mittelständischer Traditionsbetrieb beschäftigt man sich seit über 90 Jahren mit der Bearbeitung verschiedener Arten von Federn, wie Druckfedern, Zugfedern und Wellenfedern, aber auch mit der Herstellung von Drahtbiegeteilen, StanzUmformteilen und hybride Baugruppen. Ob Automobilindustrie, Elektro- und Medizintechnik oder Weiße Ware – die innovativen Produkte der Dietz GmbH werden vielfältig in den verschiedensten Branchen eingesetzt, weltweit. Und die Nachfrage steigt. So ist das Unternehmen in den letzten Jahren stark gewachsen.
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Seit über 90 Jahren am Standort Neustadt bei Coburg – mit mittlerweile knapp 200 Mitarbeitern – wissen die wenigsten in der Region, was die Dietz GmbH herstellt. Einmal mehr ein Grund, Ihnen Dietz auf einen Blick zu präsentieren.
mehr als nur Federn …
PRÄZISIONSFEDERN Kundenspezifische Fertigung von Zug-, Druck-, Schenkel-, Wellenfedern und Drahtbiegeteilen
BANDBIEGETEILE Individuelle Fertigung von Teilen mit komplexer Formgebung – werkzeuggebunden
HYBRIDE BAUGRUPPEN
PROTOTYPENUND MUSTERBAU
Kombination von zwei oder mehreren Fertigungsstufen oder Werkstoffen z. B. Metall und Kunststoff
Lasergenerierte Musterteile und klassischer Musterbau
Von der Idee bis zum Produkt – und das alles aus einer Hand
KONSTRUKTION UND ENTWICKLUNG 90-jährige Erfahrung und ein starkes Team aus erfahrenen Spezialisten helfen bei der Umsetzung
PROTOTYPENBAU
15 % 10 %
MEDIZINTECHNIK
QUALITÄT Wir fertigen mit höchster Präzision von Stückzahl EINS an – da unser Schwerpunkt mit über 50 % im Bereich Automotive liegt, sind unsere internen Abläufe im Qualitätsmanagement gemäß IATF (International Automotive Task Force) zertifiziert
WEISSE WARE
25 % ELEKTROTECHNIK
JUST IN TIME JUST IN SEQUENZ
50 % AUTOMOTIVE
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In unserem hauseigenen Musterbau fertigen wir lasergenerierte Teile sowie funktionale Musterteile im Original-Werkstoff
Flexible Produktionsprozesse sowie anpassungsfähige Logistikmöglichkeiten sind die Schlagwörter für einen bedarfsgerechten Materialzufluss C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N
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Uwe Stelzner am Stanz- Umformautomat
Wenn man mit Geschäftsführer Matthias Dietz spricht, dann spürt man schon das, was dieses Unternehmen bei allem weltweiten Erfolg ausmacht: Er ist nah dran an der Region, an Neustadt, an Coburg, und vor allem an den Menschen hier, an den Mitarbeitern in seinem Unternehmen. „Alles, was wir geschafft haben, hat nicht einer geschafft, sondern WIR“, betont er. Dietz ist wohl das, was man unter einem Familienunternehmen im besten Sinne versteht, „das heißt bei uns nicht nur familiengeführt, sondern bedeutet weit mehr, nämlich dass wir alle Mitarbeiter als Familie verstehen.“ Und Familie wird gelebt. „Wenn jemand seine Mutter zum Arzt fahren muss, weil es eben anders nicht geht, dann darf er das, das müssen wir als Unternehmen leisten können.“ Auch eine Notfallmappe hat die Dietz GmbH für Mitarbeiter gemacht. Sie beinhaltet wichtige Informationen zu Themen wie Patientenverfügungen, Vollmachten, Pflege. „Gerade das Thema Pflege wird immer wichtiger, wir haben viele Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Eltern, das muss uns als Firma interessieren.“ Gleiches gilt auch, wenn Nachwuchs unterwegs ist. „Wir fördern Kindergarten- und Krippenplätze.“ Diese Familienfreundlichkeit ist für den Familienmenschen Dietz selbstverständlich, sie ist gelebte Tradition, und sie ist auch ein wichtiger Baustein des wirtschaftlichen Erfolgs: Gute Fachkräfte anzulernen ist das eine, sie zu halten das andere. Auch deswegen tut man bei Dietz vieles über den normalen Job hinaus für seine Mitarbeiter, um sie zu begeistern, sie ans Unternehmen zu binden. Nur mit guten motivierten Mitarbeitern ist es möglich, zu wachsen, sich auf dem Markt zu behaupten. „Gerade der auch für uns so wichtige AutomotiveBereich fordert eine gewisse Größe, um die Anforderungen auch rein mengenmäßig abbilden zu können.“ 2500 Arten von Federn sind in einem durchschnittlichen Fahrzeug verbaut, und in fast jedem Fabrikat sind
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Federn aus Neustadt. Neben neuen Produkten wie temperaturunabhängig leichtgängigen Lüftungsklappen sind Innovationen daher oft prozessgetrieben. Es geht um Schnelligkeit, um Effizienz. Digitalisierung ist schon immer ein wichtiges Thema, „vor 15 Jahren haben wir damit angefangen, alles im Haus zu vernetzen, die Maschinen buchen ihren Materialverbrauch selbst, in unserem Werk in Sonneberg haben wir ein fahrerloses Transportsystem, Maschinen kommunizieren bei uns schon einige Zeit miteinander oder rufen im Falle eines Fehlers den Maschinenbediener auf dem Handy an.“ Um diese Prozessinnovationen weiter nach vorne zu treiben, arbeitet man mit dem Fraunhofer-Institut zusammen. Zudem setzt man auf Ökologie. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze System.“ Da ist es nur selbstverständlich, dass das neue Verwaltungsgebäude demnächst als green building gebaut wird, als Nullenergiehaus.
„Alles, was wir geschafft haben, hat nicht einer geschafft, sondern WIR.“ So geht man bei Dietz optimistisch in die Zukunft. Die nächsten Ziele sind schon definiert: Systemlieferant werden, also nicht nur einzelne Federn, sondern komplette Baugruppen fertig zu produzieren. Und sich weiter vernetzen, nicht nur intern, sondern mit den Kunden, um irgendwann in der Lage zu sein, geringe Stückzahlen zu produzieren bis hin zur „Ein-LosProduktion“, wie es in der Fachsprache heißt. „Ein Teil produzieren, das nicht wesentlich teurer ist als eine große Stückzahl von diesem Teil.“
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Und das sagen Mitarbeiter über die Dietz GmbH:
Olaf Polzin
Karina Kranich
Projektplaner
Teamassistentin in der Biegeabteilung
Hier wird man als Person, als Mensch wahrgenommen. Auch wenn man mal ein Problem hat, hat die Chefetage immer ein offenes Ohr. Außerdem bietet das Unternehmen gute Chancen, beruflich etwas zu erreichen. Ich habe hier vor gerade mal sechs Monaten als Fertigungsplaner angefangen und bin jetzt schon zum Projektplaner aufgestiegen. Und es gibt viele Vergünstigungen und Anreize: Kindergartengeld, Shoppingkarte, Betriebsrentenzuschuss.“
Ich finde es wohltuend familiär hier. Jeder ist ein wichtiger Teil des Unternehmens, alle werden gleichbehandelt. Neue Mitarbeiter werden hervorragend aufgenommen, Behinderte integriert, es gibt viel Verständnis für die persönliche Lebenssituation, z. B. Rückkehrgespräche nach längerem krankheitsbedingtem Ausfall. Darüber hinaus eröffnet Dietz auch Chancen auf berufliches Vorwärtskommen: Viele Weiterbildungen, viele Schulungen.“
Özcan Tilag
Dominik Siebert
Versand
Auszubildender zum Industriemechaniker im dritten Lehrjahr
Ich habe noch die 70er Jahre erlebt, als Dietz ein Unternehmen mit 15 Mitarbeitern war. Das war sehr überschaubar. Dass wir die letzten Jahre so stark gewachsen sind, freut mich für die vielen Kollegen, die hier einen Arbeitsplatz bekommen haben. Trotzdem ist Dietz immer noch ein Familienunternehmen geblieben.“
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Ich habe mich hier in den drei Jahren nicht nur fachlich, sondern vor allem auch menschlich sehr entwickeln können. Ich bin sehr viel selbständiger und erwachsener geworden. Auf diesem Weg möchte ich gerne weiter gehen, beruflich und persönlich, und hoffe auf eine Übernahme und auf eine Karriere hier im Unternehmen.“
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CoburgsBeste
hinten v.l.n.r.: Daniel Zucker, Oliver Pietz, Carolin Oswald, Stefan Heinkelmann, Axel Straubinger, André Adamietz, Lisa Obermüller, Claudia Weigel, Jószef Szalai vorne v.l.n.r.: Melanie Krempel, Aryna Stark, Benjamin Keller, Franziska Weiß, Theresa Heeb, Ines Hein, Björn Hieber
Freude an der Arbeit – Wunsch oder Wirklichkeit? Mit seiner Marketingagentur Markatus geht Gründer und Geschäftsführer Björn Hieber gerne neue Wege. Nicht nur im Hinblick auf Kreation, Strategie und digitale Entwicklungen, die er mit seinem Team aus knapp 20 festen und freien Mitarbeitern bietet. Sondern auch in eigener Sache. Die 2003 gegründete Agentur arbeitet nach den Prinzipien der New Work: agil, flexibel und remote. Was sich hinter diesen Schlagworten verbirgt und was Erfolgsbeteiligung und Feelgood Management damit zu tun haben, verrät der Coburger im persönlichen Gespräch.
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Markatus ist seit seiner Gründung kontinuierlich gewachsen. Heute gibt es mit Coburg und Berlin zwei Standorte und ein Team aus rund 20 Mitarbeitern. Was bietet Ihre Agentur? Wir kommen aus dem klassischen Marketing und haben in den Anfangsjahren in erster Linie die typischen Marketingaufgaben für unsere Kunden übernommen. Von der Geschäftsausstattung über die Imagebroschüre bis zur regionalen Plakatierung war alles dabei. Heute ist unser Team in drei Geschäftsfeldern tätig. Als Branding Experts sind wir der strategische Berater unserer Kunden für die Entwicklung, Positionierung und Pflege ihrer Marke. Mit unseren Marketing Solutions übernehmen wir sämtliche Aufgaben, die sich daraus ableiten – von der Logoentwicklung bis zum Unter nehmensmagazin, Webseite oder Such maschinen optimierung. Und unsere Digital Innovations vervollständigen das Portfolio in der Online-Welt, mit Augmented-Reality oder der Entwicklung von Mobile Apps. Das ist ein breites Portfolio. Wie schaffen Sie es, diesen unterschiedlichen Aufgabenstellungen gerecht zu werden? Flexibilität ist unsere DNA. Das bringt uns aber auch richtig Spaß. Wir setzen dafür auf das Prinzip der Selbstorganisation und greifen auf Methoden des agilen Arbeitens zurück. Agilität bedeutet zunächst einmal umzudenken. Sie beinhaltet flache Hierarchien, maximale Selbstständigkeit des Einzelnen und eine Führungskultur, die fördert
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und ermöglicht, statt zu kontrollieren und Druck auszuüben. Maximale Transparenz ist das A und O: im Projekt genauso wie in der Kommunikation. Deshalb arbeiten wir mit Feedbackroutinen und einer aktiven Fehlerkultur. Wie sieht das im Agenturalltag aus? Wir haben zum Beispiel wöchentliche Teamrunden eingeführt, in denen wir uns zu den „Highlights“ und „Lowlights“ der Woche austauschen. Das Thema cloud-basiertes Ar beiten, um seinen Job ortsunabhängig zu machen, steht bei uns weit oben auf der Liste. Allerdings legen wir auf persönliche Nähe im Team großen Wert, auch zwischen unseren beiden Standorten. Und weil man bei uns sogar den Hund mit ins Büro bringen darf und es mittwochs ein festes Teamlunch gibt, will bei uns eigentlich kaum jemand wirklich von zu Hause arbeiten!
„Jeder Fehler hilft dabei, uns weiterzuentwickeln.“ Verändert das strukturelle Umdenken auch die Unternehmenskultur? Auf jeden Fall, und das fördern wir auch ganz gezielt. Bei uns gibt es das geflügelte Wort „Der Wert unseres Unternehmens sind die Menschen, die hier zusammenarbeiten“. Weil das so ist,
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gehen wir auf die Bedürfnisse des Einzelnen so gut wie möglich ein. Ob in Form einer flexiblen Arbeitszeitregelung, ob durch die individuelle Arbeitsplatzgestaltung oder mit Team-Events, bei denen wir ein bis zwei Tage miteinander verbringen. Wir haben mit Benjamin Keller im vergangenen Jahr einen zertifizierten Feelgood Manager an Bord geholt, der unsere Unternehmenskultur durch Workshops, per sönliche Gespräche und regelmäßiges in d i vi du elles Feedback ganz entscheidend formt und jenseits des Kickertischklischees dafür sorgt, dass jeder von uns beim Arbeiten mehr bei seinen Bedürfnissen und Stärken bleiben kann. So wurde das, was wir tun, tatsächlich zu unserer gemeinsamen Sache und hat uns zu Gleichgesinnten gemacht.
„Die Unternehmenskultur ist der neue USP.“ Also ist „Freude beim Arbeiten“ nicht nur eine leere Floskel aus Stellena nzeigen? Bei uns auf keinen Fall! Und dafür gibt es einen einfachen Lackmustest: Wer am Montagmorgen tatsächlich gerne ins Büro geht, empfindet Freude beim Arbeiten. Wir prüfen das selbst jede Woche! (lacht) Klar ist aber auch: Damit wir in unsere Unternehmenskultur investieren können, müssen wir die finanziellen Grundlagen dafür schaffen. Wie sorgen Sie dafür, gemeinsam erfolgreich zu sein? Wir haben uns für ein spielerisches Prinzip entschieden und arbeiten nach dem GoGREATAnsatz. Sie müssen sich das kurz gesagt so vorstellen, dass unser Team sich in Form von zeitlich begrenzten Spielen eine Aufgabe stellt und jeder versucht, seinen Beitrag dazu zu leisten. Das kann so etwas Einfaches sein, wie die Mittagspause einzuhalten, damit alle frisch in den Nachmittag starten. Oder ganz konkret neue Projekte einzuwerben. Je nachdem, wie erfolgreich das Team nach Ablauf der Zeit war, fällt die zuvor festgelegte Gewinnstufe aus. Vom Weihnachtsmarktbesuch bis zum Teamausflug nach Berlin ist da alles drin. Zusätzlich – und das ist für uns die konsequente Handhabung des Prinzips – beteiligen wir unsere Mitarbeiter ab dem 1. Euro am Gewinn. Das klingt ganz so, als sei Hierarchie ein Fremdwort bei Markatus. In ihrer klassischen Form ganz sicher. Natürlich liegt die Gesamtverantwortung für unser Un ternehmen bei mir und meinen beiden Partnern Ines Hein und Oliver Pietz. Aber schon mit
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„Die Aufgabe der Führung ist Sinn zu stiften.“ Blick auf unsere strategische Ausrichtung oder natürlich beim Leitbild hat jeder im Team eine Stimme. Als Geschäftsführer sehen wir unsere Aufgabe eher in der Sinnstiftung, auch weil wir selbst wissen, dass Arbeitszeit eben wertvolle Lebenszeit ist. In der Agenturbranche dürften Sie damit eine Vorreiterrolle einnehmen. Warum, denken Sie, gehört Ihr Team zu COBURGS BESTEN? Sicherlich durch unser Arbeitsansatz und unser Selbstverständnis. Man muss dazu aber auch sagen: Wir sind markant, aber nicht laut. Understatement gehört bei uns zum guten Ton. Und weil wir unseren Nachwuchs am liebsten selbst ausbilden, hört man von uns in Coburg auch kein lautes Kettenrasseln (lacht). Generell ist uns unsere Individualität sehr wichtig, weil unsere Arbeit davon lebt, dass wir über den Tellerrand schauen. Wir kommen aus unterschiedlichen Feldern. Vom Programmierer über den Kaufmann bis zur Linguistin vereinen wir gebündeltes Know-how unter unserem Dach. Auf diese Weise können wir eine maximale Bandbreite an Aufgabenstellungen bedienen und sind für fast alle Branchen und Unternehmensgrößen tätig. Zu unseren Kunden gehört der Familienhandwerksbetrieb von nebenan genauso wie der international tätige Konzern.
„Gute Gewinne entstehen aus dem Nutzen für den Kunden.“ Wenn Sie den Blick nach vorne werfen: Was bringt 2019 für Markatus? Wir bleiben auf jeden Fall in Bewegung! Aktuell zeichnet sich ab, dass wir in neue Räumlichkeiten umziehen, um die individuellen Arbeitsbedürfnisse unseres Teams adäquat abbilden zu können. Unsere Räume in der Mohrenstraße reichen dafür einfach nicht mehr aus. Wir wollen weiterhin mit Herausforderungen und Budgets wachsen, uns stärker regional und insbesondere wissenschaftlich vernetzen und wir möchten in Coburg ein Ort für die neue Arbeitswelt sein, indem wir Neues probieren und zeigen, wie ihre Prinzipien bestmöglich funktionieren. Vielen Dank für diesen Einblick und weiterhin viel Erfolg auf Ihrem Weg!
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Markatus. Markenverliebt. Unsere Mission und Vision (WHY) Lass dein Herz sprechen! Wir tun, was wir lieben. Das sieht man unserer Arbeit an und spürt man, wenn man mit uns zusammenarbeitet. Erfolg wird bei uns im Team gemacht. Warum? Wir arbeiten gerne miteinander, halten zusammen und treten für nichts Geringeres an, als unsere Kunden und uns selbst glücklich zu machen. Mit unserer Leistung. Mit der Art, wie wir Projekte anpacken, Lösungen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Und mit unserem Herzblut. Bleibe in Bewegung! Weil Innovationsgeist Teil unserer Identität ist, arbeiten wir agil, selbstbestimmt und selbstorganisiert. Unsere Arbeitszeit verstehen wir als sinnvoll ausgefüllte Lebenszeit. Eine freie und ortsunabhängige Zeiteinteilung lässt uns das Leben individuell gestalten. Dabei suchen und versuchen wir stets das Neue, um Wege vorzugehen, die unsere Arbeit wertvoll, nachhaltig und wirkungsvoll machen.
Unsere Haltung (HOW) Werde, der du sein willst! Wir glauben an die Kraft der Emotionen und gehen wertschätzend und menschlich miteinander um. Wer mit uns arbeitet, erlebt uns als echt und unverbogen. Wir reflektieren unser Handeln, unsere Beziehungen und die Qualität unserer Arbeit kritisch und wissen, dass jedes konstruktive Feedback uns zusätzliche Stärke gibt. Bleibe wach und hungrig! Wir wollen unsere Kunden begeistern. Damit das gelingt, halten wir unsere Köpfe frisch und verfolgen aktuelle Trends und Entwicklungen aufmerksam. Unser Vorsprung ist unser gemeinsames Know-how. Wir bilden uns laufend weiter, vergrößern und teilen unser Wissen im Team und schöpfen unsere persönlichen Potenziale gezielt aus. Dabei vergessen wir nicht, dass gemeinsames Wachstum nicht nur im Innern stattfindet. Zusammen mit anderen Agenturen und Unternehmen sammeln wir neue Impulse und geben Erfahrungen weiter. Denke weiter! Als Agentur mit Produktionsstärke besitzen wir ein klares Bewusstsein für den achtsamen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen. Weil große Veränderungen durch kleine Schritte erreicht werden, engagieren wir uns lokal mit Projekten für den Schutz von Umwelt und Klima.
Unsere Leistungen (WHAT) Brenne für deine Aufgaben! Wir sind eine unabhängige und professionell aufgestellte Full-Service-Agentur, die aus Überzeugung und Können ein breites Portfolio anbietet. Was uns auszeichnet, sind strategisches Denken, die zielorientierte Umsetzung unserer Projekte und eine konsequent strukturierte Arbeitsweise. Wir liefern nur, was uns selbst vollständig überzeugt. Unsere Maxime lautet: Lust auf Leistung! Statt Aufgaben lediglich abzuarbeiten, blicken wir „über den Tellerrand“, hinterfragen unseren Ansatz und denken weiter. Dienstleistung ist für uns eine Frage des Vertrauens und der Haltung. Und richtig gute Arbeit das Ergebnis davon, aus innerer Überzeugung die „Extrameile“ für unsere Kunden zu gehen.
Head Office Mohrenstraße 31, 96450 Coburg, T 0 95 61 97 345 - 00, F 0 95 61 97 345 - 29 Office Berlin Essener Straße 2, 10555 Berlin, T 0 30 22 32 57 - 74, F 0 30 13 89 18 - 83 www.markatus.de info@markatus.de
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DAS LAUFWUNDER
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DAS LAUFWUNDER
VON WOLFRAM HEGEN 125 Stunden laufen, 330 Kilometer weit, dabei 25 000 Höhenmeter:
… aus Lautertal hat es gemacht. Und sie hat es genossen. Ultra Trails weit jenseits eines Marathons sind genau ihr Ding.
Eigentlich war die Laufkarriere von Stephanie Lieb schon zu Ende, bevor sie angefangen hat. 2008 nämlich absolviert die damals 35-jährige ihren ersten Halbmarathon. Als „Bewegungsmensch“, der viel läuft und Fahrrad fährt, hat sie so eine Herausforderung schon immer gereizt. Aber es kommt anders. „Der Lauf war fürchterlich. Danach wollte ich nicht mehr, es war mir einfach zu anstrengend.“ Doch Stephanie wäre nicht Stephanie, wenn das wirklich das letzte Wort gewesen wäre. Sie beginnt an ihrer Entscheidung zu zweifeln, als die „0 auf 42“-Aktion aus Anfängern binnen weniger Monate Marathonläufer zu machen verspricht. „Da habe ich gedacht, ok, jeder sollte mal einen Marathon gelaufen sein.“ Sie meldet sich also an, zum Berlin-Marathon.
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Am Start denkt sie noch: „Mein Gott, hoffentlich war das wirklich eine gute Idee.“ Am Ziel: „Schon zu Ende? Schade.“ Eine Erklärung hat sie dafür nicht. Aber sie merkt, dass ihr das Laufen von Kilometer zu Kilometer leichter fällt. Der Berlin-Marathon wird damit zu einem Wendepunkt in Stephanies Leben. „Danach war wirklich ein Schalter umgelegt, ich habe keine Angst mehr vor großen Strecken.“ Schon bald läuft sie 50 Kilometer, dann einen Supermarathon über 73 Kilometer. Laufen wird für sie zum idealen Ausgleichssport, als Naturmensch war sie schon immer gerne draußen, sie genießt jeden Meter, freut sich an Landschaften, am Gelände, „da läuft man sehr konzentriert, du musst ja bei jedem Schritt aufpassen, da schaltet man dann richtig ab.“ Seither läuft Stephanie und läuft und läuft. Auf die Zugspitze, in Madeira, auf Boavista oder auch in Südtirol das Ultra Skyrace über 120 Kilometer mit über Höhenmetern 7000 Meter. Ihr bisher größtes Erlebnis aber war der Tor des Geants im Aostatal in Italien. 330 Kilometer mit 25 000 Höhenmetern - 125 Stunden war Stephanie Lieb unterwegs. An Zwischenstationen kann man Duschen, Essen, sich ausruhen. „Du kannst da aber ohnehin nie lang schlafen.“ Manchmal aber nimmt sich der Körper seine Ruhepausen. „Ich bin auch mal am Esstisch nach vorne gekippt und habe dann eineinhalb Stunden mit dem Kopf auf der Tischplatte geschlafen“, lacht sie. Auch ihre Essensmengen sind trotz der Extrembelastung für den Körper überschaubar. „Höchstens mal eine Nudelsuppe“. Einen Essensplan hat sie nicht, „der Körper sagt mir unterwegs schon, was er braucht.“ Und sie will ja auch nicht gewinnen, darum geht es ihr nicht, es geht ihr um das Erlebnis. „Diese Natur zu erleben, ist so gigantisch, so unglaublich wunderschön.“ So sucht sie weiter nach Zielen, es gibt viele Läufe, die sie reizen, in USA oder China, aber das sei natürlich auch immer „ein Megaaufwand“ und mit hohen Kosten verbunden. Doch es muss nicht immer nur das Besondere sein, auch hier in der Region ist sie viel unterwegs. „Wir laufen viel in der Mittagspause“, sagt die Brose-Angestellte, und abends dann oft mit ihren beiden Hunden Leo und Ella, oder sie geht auch mal einfach nur spazieren, ein, zwei Stunden, am Wochenende auch länger. „Alles, was ich von der Haustüre in Lautertal aus erreichen kann, ist natürlich toll.“
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Hightech Ob Laufeinsteiger, Hobby- oder Wettkampfläufer. Sie alle können jetzt in Dörfles-Esbach ein geradezu revolutionäres neues Angebot nutzen: Als zweites Sporthaus in Deutschland bietet Intersport Wohlleben eine CURREX-5-D-Laufstilanalyse an. Möglich macht es MotionMetrix von CURREX, ein neues softwarebasiertes Analysetool. Dieses System wertet heute computergesteuert aus, wozu bisher Videoaufnahmen dienten. „Und das viel schneller, umfangreicher und viel exakter“, so Sebastian May, Abteilungsleiter Running bei Intersport-Wohlleben.
Bild Oben: Die Coburger Extremläuferin Stephanie Lieb im neuen CURREX 5D-Lab von Intersport Wohlleben. Bild Unten: Gemeinsame Auswertung der Daten am Computermonitor.
Die Analyse ist denkbar komfortabel: Gerade mal 60 Sekunden muss man auf dem neuartigen extrem stabilen Lamellen-Laufband laufen, ganz normal, mit oder ohne Laufschuhe, aber ohne bisher übliche lästige Markierungspunkte auf dem Körper. Während dieser Zeit liefern zwei mit Tiefensensoren ausgestattete 3D-Kameras Daten zu 16 Körpersegmenten an die Analysesoftware MotionMetrix. Diese Analyse kann dann sofort danach am Computermonitor ausgewertet werden: Wie stark werden Knie und Hüfte belastet, wo liegt der Körperschwerpunkt, wie sind Gelenkwinkel, wie Knie- und Fersenhub, wie groß ist das Verletzungsrisiko und viele Analysen mehr. „So erkennt man auf einen Blick Schwachpunkte am Laufstil und kann auf dieser Basis gemeinsam an einem besseren Bewegungsablauf arbeiten“, sagt Sebastian May. Oftmals sind es nur leichte Anpassungen am Laufstil, um schneller und ökonomischer zu laufen und ein mögliches Verletzungsrisiko zu minimieren. Dieser verbesserte Laufstil wird gleich nach der Erstberatung noch einmal gemessen. Nach sechs bis acht Wochen erfolgt dann bei Bedarf noch ein Retest, um Erfolge zu dokumentieren und weitere Potentiale zu erkennen. Damit ist die CURREX-5-D-Laufstilanalyse eine weit über die Region hinaus einmalige Möglichkeit für alle Läufer, an ihrem Laufstil zu arbeiten, erfolgreicher zu werden, Kräfte zu sparen, das Zusammenspiel von Muskulatur, Bändern und Gelenken zu optimieren und damit auch Schmerzen zu minimieren.
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Fotos: Val Thoermer
HÖREN WILL GELERNT SEIN Das terzo-Zentrum von Hörgeräte Geuter in Coburg, Kronach und Lichtenfels
Hörakustikmeister und terzo-Gehörtherapieberater Konstantin Schemberger und Christine Rühl im terzo-Zentrum von Hörgeräte Geuter in der Mohrenstraße. Das Hörtraining selbst erfolgt dann zwei Wochen lang täglich eine Stunde lang Zuhause.
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HÖRGERÄTE GEUTER
Mit der neuesten und hochwertigsten Technik von Hörsystemen erreichen Töne und Laute zwar wieder verstärkt das Gehirn – allerdings zunächst ohne funktionierende natürliche Hörfilter. Dem Gehirn gelingt es dadurch nicht, zwischen wichtigen und unwichtigen Hörsignalen zu unterscheiden. Betroffene empfinden das oft als äußerst unangenehm und stressig. Hier setzt die terzoGehörtherapie an. In Coburg, Kronach und Lichtenfels exklusiv bei Hörgeräte Geuter.
Christine Rühl ist eine junggebliebene ältere Dame. Die bekannte Coburgerin engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Selbsthilfegruppe Muskelkranke und Angehörige in Coburg Stadt und Land. Oft besucht sie – selbst von einer Muskel schwäche betroffen – Vorträge und Seminare. Dann setzt sie sich in die ersten Reihen. „Hinten verstehe ich nicht mehr alles.“ Aber Christine Rühl will nichts verpassen, „ich bin viel zu neugierig, als dass ich mir etwas entgehen lassen möchte.“ Doch auch bei eigenen Vorträgen merkt sie, dass sie die Fragen der Teilnehmer nicht mehr so gut versteht. Also geht sie zum Arzt, der einen Hörverlust feststellt. Bei Hörgeräte Geuter in der Mohrenstraße in Coburg wird daraufhin ein Hörgerät frequenzgenau an ihr Gehör angepasst. Parallel dazu trainiert sie ihr Gehör. Christine Rühl nämlich geht es wie vielen Betroffenen: Ihre Hörfilter sind gestört. „Als ich das erste Mal mit dem Hörgerät auf die Straße bin, war alles laut, die Autos, die Gespräche, selbst das Klackern der Fußgängerampel.“ Das Gehirn muss erst wieder lernen, mit den vielen Geräuschen umzugehen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
Tag bis zu eine Stunde. Nach einer Woche kommt sie zu einer Zwischenmessung zu Hörgeräte Geuter, nach 2 Wochen noch einmal. „Das ist schon spannend, wenn man merkt, wie das Gehirn wieder hören lernt, wie man auch Zusammenhänge dadurch wieder besser versteht, Gesprächen besser folgen kann.“ Und in der Tat – konsequentes Üben zahlt sich aus: Untersuchungen belegen, dass die Hörfilter dank des terzo-Gehörtrainings wieder besser funktionieren. „Ich sage immer, das ist nicht nur Gehör-, sondern Gehirntraining. Verstehen, merken, lernen, das alles wird verbessert, nicht nur das Hören“, so Hörgeräte-Geuter Geschäftsführerin Jessica Heß. Das Training befähigt die Teilnehmer der Gehörtherapie außerdem dazu, qualitative Unterschiede zwischen
65% der Menschen, die ein Hörgerät tragen, ärgern sich, dass sie sich nicht schon früher dafür entschieden haben.
Dazu gibt es das terzo-Gehörtraining, in der Region exklusiv bei Hörgeräte Geuter in Coburg, Kronach und Lichtenfels. Es zielt deshalb darauf ab, die Hörfilter wieder zielgerichtet zu reaktivieren, sodass Anwender der Methode auch einzelnen Stimmen trotz lauter Umgebung wieder besser folgen können. Erst nach diesem Gehörtraining findet die endgültige Hörgeräteauswahl statt. Zwei Wochen lang trainiert Christine Rühl, ausgestattet mit Trainingshörgerät, CD-Spieler und Trainingsbuch, hört Texte mal mit viel, mal mit wenig Hintergrundgeräuschen, zählt Wörter, muss Konsonanten richtig erkennen. Jeden
den verschiedenen Hörgeräten herauszuhören und sich bewusst für das individuelle Gerät zu entscheiden. Extrakosten für das Training entstehen keine. Hochentwickelte Geräte zeichnen sich heute durch eine besonders kleine, fast unsichtbare Bauweise, natürlichen Klang und eine Reihe von technischen Möglichkeiten aus: Der Fernsehton oder das Telefonat kann direkt in die Hörgeräte übertragen werden und vieles mehr. Das Hörgerät also garantiert nicht nur mehr Lebensqualität, sondern ist auf dem Weg zum Lifestyle-Produkt. Und schon bald, so Geschäftsführerin Jessica Heß, bekommen die Kunden für das Training mit diesen Hörgeräten auch keinen CD-Spieler und Übungsbuch mehr, sondern ein Tablet und Bluetooth-Lautsprecher mit nach Hause. „Das macht das Training noch komfortabler und vor allem spart man viel Zeit.“
Erstmalig angewendet im Jahr 2006, haben mittlerweile über 30000 Menschen die terzo®Gehörtherapie genutzt.
Weitere Informationen zur Methode erhalten Interessenten im terzo-Zentrum Hörgeräte Geuter in Coburg, Kronach und Lichtenfels Coburg Mohrenstr. 18
Kronach Rosenau 15
Lichtenfels Bamberger Str. 16
Telefon: 09561/95731
Telefon: 09261/61958
Telefon: 09571/757901 Hörgeräte Geuter-Geschäftsführerin Jessica Heß
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VON ANJA HAMPEL
WINTERTREND SKITOUREN
! e tt i b Ruhe WINTERTREND SKITOUREN Ein bisschen weniger Skizirkus und Pistengaudi, kein Après-Ski-Partymix von lederbehosten Musikern samt Frontfrau im Dirndl, die den schwitzenden Hüttengästen in Skistiefeln ordentlich einheizen, damit sie noch mehr Durst bekommen und ein überteuertes Weißbier nach dem anderen ordern – dazu einen aufgewärmten Germknödel. Das wollen sie nicht, die Skitourengeher, die Naturburschen, die Abenteurer. Sie suchen Ruhe.
S
tundenlang nach oben wollen sie sich quälen, mit den Brettern an den Füßen oder am Rucksack. Die Muskeln spüren, bis sie brennen. Durch Tiefschnee stapfen, über Fels und steile Bergrücken klettern. Bis sie ganz oben angekommen sind und kurz durchschnaufen können. In die Sonne blinzeln, den Ausblick genießen. Dann die Belohnung für den schweißtreibenden Aufstieg: die Abfahrt – am liebsten weit weg von überfüllten Pisten durch feinen, unberührten Pulverschnee. So sieht er aus, der Traum vom Tourenskigehen. Aber kann sich auch ein Otto-Normal-Skifahrer diesen Traum erfüllen? Einer, der sich normalerweise im beheizten Sessellift oder gar in der Gondel nach oben bringen lässt und nach einer Stunde auf der Piste gerne einen Einkehrschwung macht, um seine müden Muskeln auszuruhen und die eisigen Füße aufzuwärmen? Aber ja! Wer das Abenteuer Skitourengehen ausprobieren möchte, muss kein durchtrainierter Extremsportler sein. Für den Anfang empfiehlt sich allerdings ein Kurs – mindestens ein Wochenende sollte der schon dauern. Dabei zeigen Bergführer und Skilehrer den Anfängern (die aber schon sicher auf den Brettern
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stehen sollten) den richtigen Umgang mit Skiern, Fellen und Harscheisen. Auch Wetterkunde und Verhaltensregeln bei Lawinengefahr sorgen dafür, dass aus der Traumtour in unberührter Natur kein Albtraum wird. Denn Wind, schlechte Sicht und Kälte erhöhen das Unfallrisiko enorm. Überhaupt ist Sicherheit ein großes Thema für Anfänger, Stürze bei der Abfahrt im freien Gelände sind gefährlich. Auch die richtige Aufstiegstechnik ist wichtig, damit der Tourenneuling nicht schon völlig erledigt oben ankommt. Denn eine Abfahrt im Tiefschnee kostet Kraft und will gelernt sein – genau wie die typischen Richtungswechsel mit der so genannten Kickkehre. Die Auswahl an Kursangeboten ist groß: Vom Wochenendlehrgang mit Crashkurs in Wetterkunde und Erster Hilfe über Tourenausbildungswochen in den Allgäuer Alpen bis hin zu geführten Tourenreisen nach Norwegen oder Kanada ist alles dabei. Wer nach einem solchen Kurs seine Ausdauer und Technik trainieren möchte, für den ist eine Pistentour ideal – also ein Aufstieg entlang einer präparierten Skipiste. Dabei muss sich der Anfänger keine Gedanken über Lawinengefahr und Wetterkapriolen
Meine Zielgruppe sind Führungskräfte, Selbstständige, Unternehmer und Ärzte, die ihr Potenzial beruflich, privat und gesellschaftlich voll und effektiv ausschöpfen wollen. Personaltrainer/Fitnessfachwirt Frank Sperschneider
Trainingsstützpunkt
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RUHE BITTE
d– sportl an ss, macht spa f it & gesund
machen. Immerhin ist er nur eine kurze Abfahrt von der Zivilisation entfernt. Aber Vorsicht: nicht auf jeder Piste sind die Tourengänger willkommen, immerhin zahlen sie nicht für den Lift und tauchen für Pistenraupenfahrer auch mal überraschend auf. Hier besteht Lebensgefahr! Weil Pisten abends und in der Nacht für den nächsten Tag präpariert werden, sind sie in dieser Zeit in der Regel gesperrt. Es gibt aber auch Ausnahmen. Inzwischen öffnen immer mehr Skigebiete eine oder mehrere Abfahrten an bestimmten Abenden für Tourengeher. Für eine solche Pistentour müssen Sie auch nicht bis in die Alpen oder Dolomiten reisen. Es gibt auch im Fichtelgebirge begeisterte Skitourengeher. Am Ochsenkopf zum Beispiel lädt der Wirt des Bergrestaurants Asenturm immer mittwochs zum Tourengeher-Stammtisch. Diese stapfen dann alleine oder in Gruppen in der Dunkelheit nach oben, kehren ein und fahren auf der 2300 Meter langen Nordpiste wieder ins Tal. Was für den Tourengeher den Reiz seines Sports ausmacht – Aufstieg und Abfahrt in möglichst unberührter Natur – kann für die Natur selbst in Stress ausarten. Wildtiere verbringen die
Wintermonate oft in den Gebieten, die auch den Tourengehern gefallen. Vor allem die so genannten Rauhfußhühner (Auer-, Schnee-, Hasel- und Birkhühner) sind ruckzuck aufgeschreckt, wenn eine schnaufende Gruppe auf Skiern durch den Wald nach oben wandert. Aber auch Hirsch, Reh und Gams fühlen sich schnell gestört. Sie alle finden im Winter weniger Nahrung, deshalb kann eine hektische Flucht schlimme Folgen haben, wenn die Tiere ihre Energiereserven nicht mehr auffüllen können. Tourengeher sollten aber nicht nur Lärm vermeiden und Abstand zu Wildtieren halten, sondern auch auf die Pflanzen achten. In Waldgebieten und an der Waldgrenze sollten sie man auf Forst- und Wanderwegen bleiben und aufgeforstete Flächen meiden. Im Projekt „Natürlich auf Tour“ hat der Deutsche Alpenverein mit dem Umweltministerium viele Touren in den bayerischen Alpen und in Österreich unter die Lupe genommen und zum Teil entschärft. Dafür wurden 500 Routenempfehlungen ausgearbeitet. Diese Empfehlungen erkennen umweltbewusste Tourengeher und Schneeschuhwanderer an grünen Schildern des DAV.
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WINTERTREND SKITOUREN AUSRÜSTUNG Der Tourengeher sollte atmungsaktive, wind- und wasserdichte Kleidung tragen und evtl. einen Lawinenrucksack mit eingebauten Airbags dabeihaben. Zur Ausrüstung gehören Tourenskier und -stiefel, Felle und Harscheisen. Neben ausreichend Wasser und Proviant gehört auch ein Notfall-Kit ins Gepäck (Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenschaufel und -sonde, Erste-Hilfe-Set, Biwaksack). BELIEBTE SKITOURENGEBIETE • Dolomiten (inklusive Drei Zinnen), Südtirol • Stubaital, Österreich • Hohe Tauern, Österreich • Engadin, Schweiz SKITOUREN IM MITTELGEBIRGE • Keilberg und Fichtelberg im Erzgebirge • Schneeberg und Ochsenkopf im Fichtelgebirge • Großer Arber, Rachel und Dreisesselberg im Bayerischen Wald
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COBURGS STÄDTEPARTNER
Die Insel vor der Insel
COBURGS STÄDTEPARTNER
Isle of Wight Es ist schon ein ausgesprochen schönes Fleckchen Erde, das sich da zwischen Frankreich und die englische Hauptinsel geschoben hat. Die Isle of Wight – Coburgs britischer Städtepartner seit nunmehr 35 Jahren – ist nicht nur für viele Briten ein beliebtes Urlaubsziel. Gewärmt vom Golfstrom, ist es „im Durchschnitt fast 5 Grad wärmer als auf dem Festland“, weiß der Kurator des Botanischen Garten in Ventnor. Das ist auch der Grund, warum nicht nur in „Britain‘s hottest Garden“, sondern auf der gesamten Insel Palmen und eine Fülle anderer Pflanzen prächtig gedeihen, die man normalerweise eher an einem Strand im Süden erwartet hätte.
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Apropos Gärten: Man findet sie allerorten auf der Isle of Wight, mal höchst akkurat gepflegt, mal wild sich selbst überlassen oder als englischer Landschaftspark angelegt. Einer der schönsten ist ohne Zweifel der rund um Osborne House. Queen Victoria kaufte seinerzeit das Anwesen, zu dem mehrere hundert Hektar Park und ein Privatstrand gehören, als Rückzugsort für sich und ihre Familie. Nachdem sie dort 1901 starb, schenkte ihr Sohn Eduard VII Osborn House dem englischen Staat. Seither dient es als Museum und zeigt neben den original eingerichteten Zimmern auch einen beeindruckenden Querschnitt der Sammelleidenschaft von Queen Victoria und Prinz Albert. Albert begegnet den Besuchern auf Schritt und Tritt. Albert auf Bildern, Albert als Statue, Albert in Mosaiken, Albert wohin man blickt. Ein ganz besonderes Kleinod aber ist der Park rund um das Schloss. Prinz Albert selbst hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Park zu gestalten und von jedem Baum, der in England wächst, ein Exemplar in Osborne House zu pflanzen. Mit zwei Fahnen auf dem Dach stehend, so wird erzählt, dirigierte er die Gärtner im Park, bis diese sich an den richtigen Stellen befanden, um die Bäume zu pflanzen. Ein wenig ab vom Haupthaus, fühlt sich der Tourist aus dem Coburger Land dann gleich wie zu Hause. Das sogenannte „Swiss Cottage“ – errichtet als Spielplatz für die Kinder des Paares – wurde nach dem Vorbild der Rödentaler Schweizerei errichtet, die Albert noch aus seiner Kinderzeit kannte. Heutzutage etwas fremd mutet dagegen der „Spielplatz“ in unmittelbarer Nähe an. Auf einer kleinen Wiese kann man dort noch heute das „Victoria Fort“ und die „Albert Barracks“ mit den sie umgebenden Minikanonen besichtigen, in denen die Kinder spielend das Kriegshandwerk lernen konnten. Genau auf der gegenüberliegenden Seite der Insel – ganz im Westen, in der Nähe des kleinen Städtchens Freshwater – befindet sich ein zweites Wahrzeichen der Insel. Die sogenannten „Needles“ sind eine Felsformation, die wie drei Nadeln, die jemand in den Untergrund gesteckt hat, weit ins offene Meer hinausragen.
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ISLE OF WIGHT
Die gesamte Insel atmet Geschichte. Ob die Ausgrabungsstätte einer römischen Villa in Brading, das alte Kloster Quarr Abbey in der Nähe von Ryde, die historische Windmühle in Bembridge oder das „Museum of Island History“ in Newport, die Vergangenheit ist überall gegenwärtig. Ein besonderes Highlight ist die „Isle of Wight Steam Railway“. Betrieben von einem Verein mit ausschließlich ehrenamtlichen Mitgliedern kann man in liebevoll und detailgenau restaurierten historischen Eisenbahnwägen aus viktorianischer Zeit, gezogen von einer riesigen, kohlebefeuerten Dampflokomotive, die Strecke zwischen Heavenstreet und Wooton zurücklegen. Ein kleines, aber faszinierendes Museum zeigt zudem eine Vielzahl an Originalwagons und eine Lokomotivensammlung, die allen Eisenbahnfreunden das Herz höher schlagen lässt. Es ist beeindruckend, wenn man in den offenen Werkstätten sieht, wie die Mitglieder mit handwerklichem Geschick aus völlig heruntergekommenen, zum Teil über 100 Jahre alten Wagonruinen wieder strahlende Reisegefährte machen, die aussehen, als hätten sie gestern die Fabrik verlassen. Wer sich mehr für Oldtimer mit vier Reifen interessiert, sollte die Isle of Wight auf jeden Fall während der Zeit der „Classic Car Extravaganza“ besuchen. Mehr als 1.000 Oldtimer – vom Rolls Royce Phantom, zahllosen amerikanischen Straßenkreuzern, Aston Martins, Bentleys, bis hin zum ersten VW-Bus – kann man dann kostenlos bestaunen. Wer irgendwann genug von Historischem hat, dem bietet die Insel aber auch jede Menge moderne Zeitvertreibe. Ob Kartfahren, den Insel-Zoo besuchen, im Vergnügungspark chillen, mit dem Mountainbike (oder natürlich auch dem E-Bike) die Insel erkunden, auf eine Weinprobe in „Rosemarys Wineyard“ vorbeischauen, während der „Cowes-Week“, einer der größten europäischen Regatten, die Segelkünste der Profis bestaunen oder zum Fischen aufs Meer fahren, es bleibt fast kein Wunsch unerfüllt.
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COBURGS STÄDTEPARTNER Wer die Isle of Wight schmecken möchte, dem seien zum Schluss noch 2 Adressen besonders ans Herz gelegt. „The Garlic Farm“ mit ihrem pittoresken Hofladen und dem angeschlossenen Restaurant in Sandown ist nicht nur kulinarisch ein absoluter Geheimtipp. Die Chutneys, Relishes, Saucen, der schwarze Knoblauch oder auch die über Buchenholz geräucherte Variante sind köstlich. Im kleinen von Senior-Chef Colin Boswell konzipierten hauseigenen Museum erfährt man alles über Knoblauch und wer möchte, kann dort auch beispielsweise in luxuriös ausgestatteten Jurten übernachten. Für Liebhaber von Hochprozentigem ist ein Besuch der „Isle of Wight Distillery“ ein Muss. Der Mermaid-Gin – mit ausgesuchten, heimischen Botanicals, wie beispielsweise an den Klippen gepflücktem Meer-Fenchel, Holunderblüten oder Süßholz, schmeckt nach Mehr und Meer. Als „Navy Strength“ Variante bringt er stolze 54% ins Glas, aber mit einem Schuss Tonic, einer Grapefruit-Scheibe, ein klein wenig Agostura-Bitter und ein paar Wacholderbeeren ist es einer der besten GinTonics, die sie jemals getrunken haben. Im eigenen Pub „The Wishing Well“ in Ryde, kann man beim Genießen dann auch gleich durch die Glasscheibe dem Brennmeister bei der Arbeit zusehen – die Destille steht gleich nebenan. Etwas ganz Besonderes ist auch der „Rock Sea Vodka“, der, mit ein wenig Meersalz versetzt, seinen ganz eigenen außergewöhnlichen Geschmack hat. Wer es nicht selbst auf die Isle of Wight schafft, kann die gerade eben beschriebenen Produkte aber auch in Coburg kaufen. Sowohl bei Edeka Wagner auf der Lauterer Höhe als auch in der Weingalerie in der Wiesenstraße stehen sie in den Regalen.
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ISLE OF WIGHT
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GENUSSREGION
Das Plus für die Region DIE GENUSSR EGION COBURGER L A ND
Die Genussregion Coburger Land ist ein Netzwerk aus regionalen Lebensmittelhandwerkern, Gas tronomen und Herstellern von Spezialitäten. 2011 ist die Genussregion unter der Federführung des Regionalmanagements ins Leben gerufen worden. Zu den über 70 Partnern zählen Bäcker, Fleischer, Brauer, Imker, Direktvermarkter und Gärtner sowie gastronomische Einrichtungen und Hotels. Im Hin tergrund sorgen vor allem Annabelle Menzner und Tobias Gruber dafür, dass sich in den letzten sieben Jahren schon einiges bewegt hat. Der COBURGER
Tobias Gruber: Wir haben ja eine Vielzahl an Partnern, an Produzenten von heimischen Lebensmitteln, an Dienstleistern. Unser Ziel ist es unsere Partner durch Vernetzung, gemeinsames Marketing und neue Vertriebsideen zu unterstützen. Dazu möchten wir zum einen die Menschen hier vor Ort, aber vor allem auch Gäste aus aller Welt für die Vielfalt und die herausragende Qualität unserer heimischen Produkte begeistern. Das ist uns gerade in den letzten zwei Jahren sehr gut gelungen. Man spürt, dass Produkte aus der Region wieder einen höheren Stellenwert haben, dass ihre Bedeutung und Qualität wieder mehr in das Bewusstsein gerückt sind. So finden sich einheimische Erzeugnisse häufiger auf regionalen Speisekarten, bei Buffets, bei Veranstaltungen, werden als UrlaubsMitbringsel nachgefragt. Auf diese Weise profitieren Erzeuger, Gastronomie und Hotellerie gleichermaßen von der regionalen Identität und leisten einen Beitrag zur Steigerung der gemeinsamen Wertschöpfung. COBURGER: Was ist denn ein besonders erfolgreiches Beispiel Ihrer Tätigkeit? Annabelle Menzner: Zum Beispiel die Spezialitätenwochen der Genussregion Coburger Land. Davon hatten wir in diesem Jahr zwei Stück, einmal die „Coburger Originale“ im April. Acht Gastronomen in Stadt und Landkreis Coburg haben dabei spezielle Gerichte oder Menüs zu traditionellen Spezialitäten kreiert, wie zum „Coburger Rutscher“, zur „Coburger Bratwurst“ oder zu den „Coburger Schmätzchen“. Im November standen die Spezialitätenwochen unter dem Motto „Coburger Lieblinge“: Neun Gastronomen haben die Gäste in dieser Zeit ihre eigenen Lieblingsgerichte in Drei-Gänge-Menüs oder speziellen Gerichten angeboten. Beide Aktionen kamen hervorragend an. Tobias Gruber: Nicht zu vergessen unsere Genusstage Coburger Land, unser Bier- und Spezialitätenfest, das in diesem Jahr bereits zum siebten Mal stattgefunden hat. In wechselnden Orten, dieses Jahr im Spätsommer in Bad Rodach. Bäckereien, Brauereien, Direkterzeuger, Metzgereien und Gastronomen
Fotos: Val Thoermer
hat sich mit ihnen unterhalten.
COBURGER: Herr Gruber, was ist das Ziel der Genussregion Coburger Land?
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GESCHENKKÖRBE aus Stadt und Landkreis Coburg haben dabei wieder ihre Produkte angeboten, begleitet von fränkischer Live-Musik – eine durch und durch regionalverbundene Veranstaltung zum Essen, Trinken, Schlemmen, Tanzen, Schlendern und Verweilen. Die Genusstage haben sich in den letzten Jahren mit diesem Konzept hervorragend entwickelt. COBURGER: Ein weiteres Angebot sind ja Geschenkkörbe mit Produkten hier aus der Region. Wie werden die denn angenommen? Annabelle Menzner: So gut, dass wir jetzt einen neuen Online-Shop eingerichtet haben, in dem man ganz bequem einen Geschenkkorb bestellen kann. Das kann der große Geschenkkorb im Wert von 75 Euro sein oder einer von vielen anderen Größen. Außerdem gibt es wechselnde Themen-Geschenkkörbe – aktuell einen Prinz-Albert, Queen-Victoria oder Albert & Victoria-Korb, passend zum Geburtstagsjubiläum des Königspaars im nächsten Jahr. Eines ist allen Körben gemeinsam: In ihnen befinden sich fast ausschließlich Produkte aus Coburg Stadt und Land von etwa 30 unserer Partner. Und die Körbe werden fix und fertig verpackt geliefert. Das ist ein ideales Geschenk für alle Anlässe: zum Geburtstag, zum Jubiläum, zu Weihnachten, als Dankeschön für Kunden oder Geschäftspartner. COBURGER: Und welche Ideen gibt es für die Zukunft?
Geschenkkörbe & mehr aus der Genussregion Coburger Land Zum Beispiel:
Geschenkkorb 9: Prinz Albert im Wert von 30,– € 4 Stück Fränkische Rostbratwürste, 1 Flasche Prinz Albert Bier, 1 Steingut-Bierkrug, 1 Flasche “Prince-Albert”-Apfelbrand, 1 Magnet Schwarz-weiß-Grafik Schloss Rosenau, 1 PuzzlePostkarte Schloss Rosenau, 1 Christbaumkugel unlackiert
Zum Beispiel:
Geschenkkorb 10: Queen Victoria im Wert von 30,– € 1 Beutel Coburger Schmätzchen (125g) von Wilhelm Feyler, 1 Tasse mit Unterschrift Queen Victoria (0,2 l) von der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha´schen Familie, 1 Beutel Tee “Teestunde Queen Victoria & Prinz Albert (50g) vom Teeladen Anja Bähring, 1 Flasche “Queen Victoria´s”Haselnusslikör (0,1 l) von der Destillerie Möbus, 1 Magnet Schwarz-weiß-Grafik Schloss Rosenau (780×540 mm) vom Museumsshop Rosenau/ KulturGut AG und 1 Christbaumkugel unlackiert von Berufsfachschule Glas Lauscha Zum Beispiel:
Geschenkkorb im Wert von 75,00 € 1 Flasche Bier, 1 Flasche Luthertrunk, 1 Glas Luthersenf, 1 Flasche Likör, 1 Beutel Linsen, 1 Beutel Nudeln, 1 Flasche Öl, 2 Flaschen Saft, 2 Gläser Konfitüre oder Gelee, 1 Beutel Coburger Goldschmätzchen, 1 Glas Honig, 1 Glas Damwild-Wurst, 4 Stück Fränkische Rostbratwürste, 1 Dose Wurst, 1 Dose Braten, gratis dazu: Bierkrug “…wir trinken regional!”
Tobias Gruber: Ein regionales Lunchpaket zum Beispiel in Kooperation mit der Hochschule Coburg. Die Bestückung der Minibars von Hotels mit regionalen Produkten. Und natürlich eine Coburger Genussmesse.
Darüber hinaus viele weitere Geschenkkörbe ab 10,– €
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Hinweis: Vom 20.12.2018 bis 07.01.2019 können keine Bestellungen C angenommen O B U R G E R und | Dbearbeitet A S M A Gwerden. A Z I N
Bestellungen unter www.genussregion-coburg.de/shop
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REGIONALE SPEZIALITÄTEN
WILLKOMMEN IM WAGNER-LAND Regionale Spezialitäten im Frischecenter Wagner
Wurst, Käse, Milch, Saft, Brot oder andere Lebensmittel aus der eigenen Heimat sind so gefragt wie lange nicht mehr: Für über 80% der Deutschen haben Lebensmittel aus der eigenen Region mittlerweile einen hohen Stellenwert. Sie stehen für kurze Lieferwege, eine gesicherte Herkunft, Frische und Geschmack. Auch große Lebensmittelmärkte setzen zunehmend auf Produkte aus der näheren Umgebung. So wie der Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe mit über 50 heimischen Lieferanten. Erkennbar am Franken-Logo auf dem Etikett.
1
Bauernmetzgerei Heymann (Sonnefeld-Bieberbach)
31 Kerlings Backwerstatt (Bad Staffelstein)
2
Bäckerei Sünkel (Michelau)
32 Klößerei Lindenhof (Neustadt)
3
Brauerei Eller (Birkach am Forst)
33 La Familia Dressing (Küps)
4
Brauerei Hartmann (Würgau)
34 Luther Fleischwaren (Neustadt)
5
Brauerei Trunk (Bad Staffelstein)
35 Mara Rapsöl (Marktzeuln)
6
Braugasthof Grosch (Rödental)
36 Milchhof Albert (Scheßlitz)
7
Brauhaus Altenkunstadt
37 Milchwerke Oberfranken West (Meeder)
8
Coburger Busserl (Cafe Schubart Coburg)
38 Naturfleisch (Oberweißbach)
9
Coburger Kloßküche
39 Pilzzucht Kalb (Neuses an den Eichen)
10 Coburger Schmätzchen (Feyler Lebkuchen)
40 Püls Bräu (Weismain)
11 Confiserie Bauer (Ludwigsstadt)
41 Rodacher Fruchtsäfte (Bad Rodach)
12 Destillerie Dr. Rauch (Marktredwitz)
42 Schlossbrauerei Reckendorf
13 Destillerie Möbus (Bad Rodach)
43 Staffelberg-Bräu (Bad Staffelstein)
14 Detlef Hess – Eier (Großwalbur)
44 Traditionsbrauerei Schleicher (Itzgrund-Kaltenbrunn)
15
45 Veilsdorfer Fischspezialitäten
Ebensfelder Brauhaus
16 Edelobstbrennerei Schulz (Neuses an den Eichen)
46 Duroc Schweinefleisch Aschara/Bad Langensalza
17 Ernst Wydra – Gurken & Sauerkraut (Coburg)
47 Pizzeria Mamma Maria Gundelsheim
18 Frank’s Konserven (Heroldsbach-Oesdorf )
48 Der Zeidlerhof Bioimkerei Müller (Großheirath)
19 Frauendorfer Bier (Bad Staffelstein)
49 Bäckerei Fuchs (Bamberg)
20 Friedrich’s Räucherkäse (Marktrodach)
50 Geflügelhof Carl (Itzgrund/Kaltenbrunn)
21 Gampertbräu (Weißenbrunn)
51 Milchhof Albert (Scheßlitz)
22 Gemüsebau Güßregen (Hallstadt)
52 Bioland-Eier Wefa (Seßlach)
23 Gurkenschnaps (Coburg)
53 Antla Bier (Kronach)
24 Gemüse Salate Honig Eichfelder (Bamberg)
54 Brauerei Wagner (Merkendorf )
25 Geflügelhof Carl (Kaltenbrunn)
55 Schusters Spezialitäten (Untersteinbach)
26 Graf Konserven (Küps-Schmölz)
56 Viba Sweets (Flo-Seligenthal)
27 Häfner Fleisch- u. Wurstkonserven (Ebelsbach)
57 Purmuesli (Kulmbach)
28 Huppendorfer Bier 29 Imkerei Grünwald (Lichtenfels) 30 Siebenstern Jackstädt (Oberkotzau)
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Mehr Informationen unter www.wagner-coburg.de
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DAS FRISCHECENTER WAGNER IN COBURG
KARTENAUSSCHNITT OBERFRANKEN
38
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13
41 32
14 50
Bad Rodach
34
6
37 8
9
10
17
23
Coburg 1
52 16
Kronach
3
39
26 33
48
44 25
29
50 5
19
31
43
35
2
30
20
53
7
21
57 Kulmbach
12
40
Bad Staffelstein
15 42 27 22
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51
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Bayreuth
Bamberg
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Frohes
Vest
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wünscht iTVCoburg
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Telefon: (09561) 97621-0 E-Mail: info@dacor.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N 89
Schillerplatz 1 96450 Coburg
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HIER WOHNTEN …
VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF & YVES ALLOINDE
HIER WOHNTEN…
… DIE BÜRGER Über Bürgerhäuser in Coburg soll es diesmal gehen. Ein Anfang ist schwer zu finden. Sind ja nicht alle Wohnhäuser einer Stadt in erster Linie Bürger-Häuser – also Häuser für Bürger? Ganz allgemein besehen ist das richtig. Und dennoch: repräsentativ sollten sie laut Reallexikon auch sein und zudem in einem verdichteten altstädtischen Umfeld stehen.
Mit dieser Definition ausgerüstet lässt sich Coburg hinsichtlich genauer betrachten. Sofort fällt ein schnuckeliges Handwerkerhäuschen in der Salvatorgasse 1 ein, welches auf 40 Quadratmetern Grundfläche seinen ganz eigenen Charme entwickelt hat. Gebaut wurde es 1404, im tiefsten Mittelalter, als die Räume vom Werkstattofen der Leineweber noch schwarz verrußt waren und bis zu 15 Menschen unter einem Dach lebten. Bürgerhäuser waren also Werkstatt, Wohn-, Geschäfts- und Speicherhaus in einem. Unten wurde gearbeitet. Oben gewohnt. Wenige hatten den Luxus des Hauses in der Salvatorgasse mit einer Bohlenstube. Diese gute Stube beherbergte eine Art Heizung. Man geht davon aus, dass die Befeuerung eines Ofens im Treppenhaus die Wände derart aufheizte, dass es in dieser Bohlenstube im 1.Stock kuschelig warm wurde. Zur damaligen Zeit für die meisten Menschen ein unvorstellbarer Luxus. Auch die Nummer 3 Hinterm Marstall ist so ein Bürger haus. Wobei Drechslermeister Otto Am berg seine Werkstatt als Anbau außerhalb des Hauses errichtet hat. Viele Umbauten wurden über die Jahrhunderte vorgenommen, um so den Bedürfnissen der wechselnden Besitzer gerecht zu werden. Oft beherbergten die Innenhöfe der Bürgerhäuser kleine Rasenflächen und Platz für die Viehhaltung. Kaninchen- und Hühnerställe, Salatpflanzen und Kartoffeläcker. Alles wurde auf
engstem Raum untergebracht, um die Versorgung der Großfamilie zu gewährleisten. Manches Mal führte sogar frisches Quellwasser mitten durch den Garten. So wie Hinterm Marstall, wo der von der Leopoldstraße kommende „Stetsambach“ bis zu seiner Verrohrung die Menschen im gesamten Viertel mit dem nötigen Wasser versorgte. Je nach Lage entwickelten sich die Bürgerhäuser in Deutsch land unterschiedlich. Im ländlichen Norddeutschland wurden eher große, hallenartige Räume errichtet, inklusive weiträumiger Dielen mit Feuerstelle. In Süddeutschland herrschte eher eine Mischform vor mit Vorhausdiele, die als Wohnung und Gewerberaum diente. Vorzugsweise im Fachwerkbau erstellt. In Coburg gibt es noch viele dieser Häuserzeilen, die dank gleichmäßiger Parzellierung direkt an den Straßenrand gebaut und meist lückenlos aneinandergereiht sind. In Abgrenzung an die auch zahlreichen historischen Villen in der Innenstadt, die eher mit individuellen Merkmalen und herausstechenden Einzellagen glänzen. Wirtschaftliche Veränderungen, die auf kommende Industrialisierung und die starke Be völkerungszunahme im 19. Jahrhundert führten zu einem Be deutungs verlust des Bürger hauses. Die Gebäude passten sich wieder einmal an. Werk stätten verschwanden, repräsentative Wohnräume waren gefragt. Es entwickelten sich parallel dazu gehobene städtische Wohnhäuser. Das bürgerliche
Wohnen verlagerte sich zunehmend in freistehende Villen. Ein regelrechter Bauboom erfasste auch Coburg. Beispielgebend sei hier Otto Leheis genannt, der zahlreiche imposante Villen im gesamten Stadtgebiet entworfen und als Bauträger auch realisiert hat. So entstanden im ausgehenden 19.Jahrhundert an vielen Knotenpunkten bürgerlichen Lebens in Coburg vom Jugendstil beeinflusste Bauten aus dem typischen gelben Backstein oder regionalem Sandstein. Modern interpretiert als gehobene Mietshäuser. Nach dem ersten Weltkrieg wurden nur noch wenige dieser repräsentativen Häuser gebaut. Die Weltwirtschaftskrise zwang allesamt zum Sparen. Dienstboten fanden sich immer schwerer. Die Menschen fingen an, zu besseren Konditionen in Fabriken zu arbeiten. Wie schön, dass sich in den letzten Jahren hierzulande auch dank geeigneter Fördermittel immer wieder Menschen dazu animieren lassen, diese Kleinode bürgerlichen Lebens zu renovieren und neuen Nutzungen zuzuführen. Denn verändert haben sie sich zu allen Zeiten, die Bürgerhäuser. Angepasst, aufgestockt, verbreitert. Um Menschen zu beherbergen. Die Bürger einer Stadt.
Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.
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HIER WOHNTEN …
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… DIE BÜRGER
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INTERVIEW MIT WOLFGANG HEYDER
Erfolgs „Geschichte“ Im Februar beginnt das vierte Kapitel Bamberger Literaturfestival
E
s war bei einem Neujahrsempfang vor ein paar Jahren: Der Bamberger Kinderbuchautor und „Sams“-Erfinder Paul Maar regte ein
Literaturfestival für die Domstadt an. Nur ein Jahr später fand es dann schon statt, das Bamberger Literaturfestival, kurz BamLit. Das war im Jahr 2016. Einer der Gründungsväter war Wolfgang Heyder vom Veranstaltungsservice Bamberg. Mit ihm haben wir uns vor der vierten Ausgabe von BamLit im Februar unterhalten.
COBURGER: Herr Heyder, BamLit gehört nach wenigen Jahren schon zu den angesehenen Literaturfestivals. Haben sie am Anfang gedacht, dass das so gut funktioniert? Wolfgang Heyder: Nein, ehrlicherweise wusste natürlich keiner von uns, wie das läuft. Wir sind ja wirklich ins kalte Wasser gesprungen. Und Bamberg ist keine Großstadt, verfügt aber über ein großes kulturelles Angebot mit Theatern, mit den Symphonikern, mit Museen, mit Kleinkunst und vielem mehr. Da musst Du Dich mit so einem Nischenangebot wie einem Literaturfestival erst einmal behaupten. Auf der anderen Seite hatten wir von Anfang an ein Team zusammen, das sich perfekt ergänzt, das hochprofessionell arbeitet und das zusammen über ein hervorragendes Netzwerk weit über die Region hinaus verfügt. COBURGER: Wer gehört zu diesem Team dazu?
Das BamLit-Team
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Wolfgang Heyder: Wir haben Buchhändler mit dabei, das Stadtmarketing, den Landkreis, wir haben mit Nevfel Cumart und Tanja Kinkel bekannte Bamberger Autoren als Schirmherren, wir haben natürlich den Ideengeber Paul Maar mit im Boot und vor allem auch Dr. Thomas Kraft, ein Bamberger, der deutschlandweit Literaturfestivals organisiert, das hilft uns natürlich massiv. Und das wichtigste: Alle sind mit Begeisterung dabei, jedem macht es Spaß, so ein hochkarätiges Festival in der eigenen Heimatstadt auf die Beine zu stellen. Dieses Mal haben wir 24 Lesungen für Erwachsene und 45 kostenfreie für Kinder.
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BAMLIT
Termine
#BamLit 2019
7. bis 24. Februar Amelie Fried
Volker Kutscher
Timur Vermes
Karen Duve
COBURGER: Viele im Hintergrund arbeiten zwar ehrenamtlich, aber bei so einem umfangreichen Programm fallen natürlich auch Kosten an, die gedeckt werden müssen. Wir funktioniert denn die Finanzierung? Wolfgang Heyder: Anfänglich haben uns die Oberfrankenstiftung und der Kulturfonds Bayern unterstützt, um das Literaturfestival überhaupt auf die Beine stellen zu können. Diese Anschubfinanzierung ist vorbei. Aus der Erfahrung wissen wir jetzt, dass die Tickets etwa 50% der Kosten decken. Etwa 6000 Tickets können wir verkaufen, und ich bin auch ganz optimistisch, dass uns das gelingt, schon in der ersten Woche nach Bekanntgabe des Programms hatten wir 1500 verkauft. Aber darüber hinaus müssen wir jetzt verstärkt auf Sponsoren zugehen und haben das auch ganz erfolgreich gemacht. Dabei hilft uns zum einen das Programm mit vielen Stars der Literaturszene, die natürlich für öffentliche Aufmerksamkeit sorgen, aber auf der anderen Seite auch das große Engagement mit den vielen Lesungen für Kinder. Das kommt auch bei Sponsoren sehr gut an. COBURGER: Wie sehen die Zukunft des Bamberger Literaturfestivals? Wolfgang Heyder: Wir müssen natürlich weiter daran arbeiten, dass mehr jüngeres Publikum zu den Lesungen kommt. Deswegen haben wir einen Poetry Slam und auch mehr jüngere Autoren im Programm. Für die Zukunft wünschen wir auch uns eine Zusammenarbeit mit der Uni Bamberg. Immerhin gibt es dort einen Germanistik-Studiengang, leider aber lebt man dort in einem Elfenbeinturm, beschäftigt sich gar nicht mit uns. Dabei kann gerade so ein Festival für Bücher, für Literatur, für Sprache begeistern. Die Zuschauer sind nah dran an den Autoren, in einer sehr persönlichen Atmosphäre, viele Schriftsteller nehmen sich danach Zeit für Gespräche mit dem Publikum. Lesungen sind wirklich ganz besondere Events.
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Alice Schwarzer
07.02.19
Volker Kutscher
08.02.19
Gaby Hauptmann
08.02.19
Monika Maron
09.02.19
Krimi im Bus mit Friederike Schmöe
10.02.19
Gregor Gysi
11.02.19
Timur Vermes
12.02.19
Martin Korte
13.02.19
Harald Lesch
13.02.19
Karen Duve
14.02.19
Amelie Fried
15.02.19
Junge Literatur
16.02.19
Wie Winnetou nach Bamberg kam
17.02.19
Krimi im Bus mit Helmut Vorndran
17.02.19
Désirée Nick
18.02.19
Axel Hacke
19.02.19
Margot Käßmann
20.02.19
Takis Würger
20.02.19
Stefan Weiller
20.02.19
Jenny Erpenbeck
21.02.19
Anselm Bilgri
22.02.19
Best of Poetry Slam
23.02.19
Gretchen Dutschke
23.02.19
Klaus-Peter Wolf
24.02.19
Krimi im Bus mit Thomas Kastura als Gordon Tyrie
24.02.19
Außerdem ein ausführliches Kinderprogramm. Mehr zu Autoren, dem Programm, Tickets und weitere Informationen unter www.bamberger-literaturfestival.de.
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Ein Coburger
Wohlfühlort
Die Buchhandlung RIEMANN mitten in der Stadt 96
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Der Coburger Einzelhandel steht vor anspruchsvollen, aber auch spannenden Herausforderungen: Das sich ändernde Einkaufsverhalten großer Kundengruppen im Zeitalter der Digitalisierung führt leider zu sinkenden Kundenfrequenzen in der Stadt und den Geschäften. Es ist dabei im Übrigen egal, was online gekauft wird. Fällt der Gang zur Apotheke weg, weil das Medikament in einem Shop bestellt wurde, fehlt auch dem Buchhändler ein potentieller Kunde (der in den Laden schaut, weil er ja ohnehin schon in der Stadt ist). Umgekehrt gilt natürlich dasselbe. Was ist das richtige „Rezept“ für Händler im Umgang mit dieser Situation?
AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
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BUCHHANDLUNG RIEMANN Jammern und lamentieren? Sich ärgern über Kunden, die (möglicherweise wider besseres Wissen) bei der Online-Krake bestellen, obwohl die keine Steuern zahlt und ihre Mitarbeiter ausbeutet? Die Vogel-Strauß-Taktik anwenden (Kopf in den Sand stecken bis die Krise vielleicht mal vorbei ist)? Wohl kaum. Diese Haltung mag zwar nachvollziehbar sein, ist jedoch wenig erfolgversprechend. Tatsächlich sind es andere Ansätze, die auch weiterhin Menschen in die Stadt locken. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Kundengruppe der 16bis 34-jährigen, die heute die größte Verbrauchergruppe stellt, einerseits das traditionelle Einkaufsverhalten ihrer Eltern auf den Kopf stellt (indem sie regelmäßig online einkauft), andererseits jedoch grundsätzlich gerne im stationären Handel unterwegs ist. Warum ist das so, wo doch mehr Produkte und Dienstleistungen in zehn Minuten auf einem mobilen Gerät gekauft werden können als in einem stundenlangen Bummel durch diverse Ladengeschäfte? Was diese Menschen heute in die Städte lockt, ist die Suche nach Orten, die Ambiente und Flair haben, die authentisch und nachhaltig sind. Das ist klassisch die Stammbar um die Ecke, der Friseur oder das Kaffeehaus. Orte eben, an denen man bekannt ist und Bekannte trifft, wo man sich gerne aufhält und eine angenehme Zeit verbringt. Gute Chancen auf wieder steigende Kundenzahlen haben also die Händler und Städte, die es schaffen, die oben beschriebene Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Diesem Gedanken haben sich auch Martina Riegert und Martin Vögele, die Inhaber der Buchhandlung RIEMANN am Coburger Markt, mit ihrem Team verschrieben. Seit über 200 Jahren existiert die Buchhandlung und ist seither aus
dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken. Die „Riemann’sche“ bereichert nicht nur das (Kultur-)Leben der Stadt, sondern ist als lebendige Buchhandlung ein Ort, der inspiriert, zum Stöbern, Schmökern, Diskutieren und Verweilen einlädt. Vielfältige Veranstaltungen für Klein und Groß bereiten unvergessliche Stunden, vermitteln persönliche Eindrücke und wunderbare Begegnungen: Namhafte Autor*innen werden für Lesungen in Coburg engagiert Beim „Treffpunkt für Kenner und Könner“ referieren lokale Expert*innen zu „ihrem“ Thema Der Kultursalon (in Zusammenarbeit mit dem Landestheater) lädt zum Lauschen und Debattieren ein Kindergartenkinder erkunden die Buchhandlung und werfen außerhalb der Öffnungszeiten einen Blick hinter die Kulissen ABC-Schützen in den Grundschulen bekommen als Einstieg in die „Lesewelt“ die LeseTüte geschenkt Der RIEMANN-LeseKoffer macht Grundschulkindern Lust aufs Lesen Kinder- und Jugendbuchautor*innen sind regelmäßig auf Einladung der Buchhandlung zu Gast in Coburg Für viele Coburger*innen ist die Buchhandlung RIEMANN am Markt also bereits ein „Wohlfühlort“ und mit ihrem „Caféchen“ und dem „Roten Salon“ im Obergeschoss für die aktuellen Herausforderungen bestens gerüstet. Martina Riegert und Martin Vögele mit ihrem Team laden Sie ein, sich hier wie zu Hause zu fühlen.
Der Rote Salon
Das Caféchen
Der „Rote Salon“ wird vormittags überwiegend für die beliebteste Prämie des Riemann’schen Bonusprogramms genutzt: Fast täglich wird hier das Bonusfrühstück serviert. Nachmittags steht der Raum dann allen Kunden offen. Übrigens: Der „Rote Salon“ kann für Besprechungen, kleine Feiern oder Treffen gemietet werden (sprechen Sie einfach eine der Mitarbeiterinnen darauf an).
Hier kann in Ruhe geschmökert werden, lernen Schüler*innen in der Pause oder erarbeiten gemeinsam ein Referat, treffen sich Menschen auf eine Tasse Tee, Kakao, einen Cappuccino oder eine erfrischende Orangina. Wer mag, genießt einen leckeren Cookie dazu oder eine andere Süßigkeit (Tartufi, Schokolade). Samstags gibt es zudem frischen Kuchen.
Viele Kund*innen lieben die Atmosphäre in diesen Räumlichkeiten und genießen das lässige Flair und die schönen Ausblicke auf den (Weihnachts-)Markt. Und wenn man gerade so gemütlich und bequem auf dem Sofa sitzt, dass man gar nicht mehr aufstehen mag, bestellt ganz einfach im Online-Shop der Buchhandlung (www.riemann.de). Den gibt es seit über 20 Jahren und erst im vergangenen Jahr wurde der Shop komplett überarbeitet und ist jetzt noch komfortabler.
Mehr Informationen unter www.riemann.de AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
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MICHELLE OBAMA – „BECOMING. MEINE GESCHICHTE“
Buchempfehlung Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN: Die private Seite der Michelle Obama Am 13. November ist die mit Spannung erwartete Autobiografie von Michelle Obama – 2009 bis 2017 First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika – weltweit zeitgleich erschienen. In einer Zeit, in der ein Mann die USA regiert, der sich auf dem intellektuellen Niveau eines 10-jährigen Kindes bewegt und in dessen Händen das Wohlergehen der westlichen Welt liegt, stimmt mich die Lektüre von Michelle Obamas Autobiografie „Becoming - Meine Geschichte“ geradezu wehmütig. Was für ein beeindruckendes Buch, welch kluge Frau. „Becoming“ ist ihre Geschichte: offen, anrührend, privat, selbstkritisch und natürlich politisch. Unterteilt ist das Buch in drei Teile. Sie beschreibt, wie sie wurde, wer und was sie ist („Becoming me – Ich werden“), das Leben mit Barack und den Kindern bis zum Beginn der Präsidentschaft („Becoming us – Wir werden“) sowie die Zeit ab der Präsidentschaft („Becoming more – Mehr werden“).
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 544 Seiten: ISBN: 978-3-442-31487-4 26,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-22732-6 19,99 Euro Hörbuch | 2 MP3-CDs Laufzeit 18h 42 min ISBN: 978-3-8445-2966-1 26,00 Euro Hörbuch | Download Laufzeit 18h 42 min ISBN: 978-3-8445-3121-3 18,95 Euro
Geboren 1964 als Michelle Robinson in Chicago, zeichnet das Buch ihren Lebensweg nach, der sie aus einem Arbeiterhaushalt im Chicagoer Süden durch Ehrgeiz, Fleiß und die selbstlose Unterstützung ihrer Eltern auf die Elite-Universitäten in Princeton und Harvard führte. Anschließend arbeitete sie bei einer renommierten Anwaltskanzlei in Chicago. Dort war sie zwar erfolgreich, aber nicht glücklich. Immerhin jedoch lernte sie in dieser Kanzlei den ihr zugeteilten, sommersprossigen Praktikanten Barack Obama kennen und lieben. Während sie selbst beruflich erfolgreich war, begann Baracks beeindruckende politische Karriere, die die Obamas schließlich im Dezember 2008 ins Weiße Haus führte. Obschon er natürlich darin vorkommt, ist dieses Buch keine Abrechnung mit Donald Trump, und das ist auch gut so. Klar, sie verzeiht ihm nicht, dass er jahrelang das Gerücht befeuerte, Barack Obama sei kein amerikanischer Staatsbürger. Und dass sie auch ansonsten nichts von ihm hält, klingt natürlich auch durch. Da es aber IHR Buch über IHR Leben ist, bekommt der gefährliche Mann im Weißen Haus letztlich die Rolle zugeteilt, die ihm zusteht: die einer Randnotiz. „Becoming“ gewährt tiefe Blicke hinter die Kulissen einer außergewöhnlichen Familie und in die 8 Jahre im Weißen Haus. Wir begleiten die First Lady auf einer außergewöhnlichen Reise, die uns vom einfachen Leben im ländlichen Amerika bis zu den größten Staatsbanketts auf der ganzen Welt führt. Freuen Sie sich auf die Geschichte einer Frau, die das große Vorbild vieler Frauen in den USA ist. Eine Ikone, die hier ihre private, menschliche Seite zeigt.
Inhaltsangabe
Michelle Obama
Die kraftvolle und inspirierende Autobiografie der ehemaligen First Lady der USA
Michelle Robinson Obama war von 2009 bis 2017 die First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie studierte an der Princeton University und an der Harvard Law School und begann ihre berufliche Laufbahn als Anwältin bei der Kanzlei Sidley & Austin in Chicago, wo sie ihren zukünftigen Ehemann Barack Obama kennenlernte. Später arbeitete sie im Büro des Bürgermeisters von Chicago, an der University of Chicago und am University of Chicago Medical Center. Michelle Obama gründete auch die Chicagoer Sektion von „Public Allies“, einer Organisation, die junge Menschen auf eine Laufbahn im öffentlichen Dienst vorbereitet.
In „Becoming“ erzählt Michelle Obama erstmals ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen.
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Die Obamas leben derzeit in Washington, D.C. Sie haben zwei Töchter, Malia und Sasha.
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THEATERVORSCHAU
DEMNÄCHST IM
Mein erstes Mal
LANDESTHEATER
„Die Moderation einer
TOLLE MÄRCHENWELT
DOPPELABEND
Charity-Gala vor
INTO THE WOODS
MASSE MENSCH MACHT
ausverkauftem Saal.“
Musical von Stephen Sondheim | Buch von James Lapine, Deutsche Fassung von Michael Kunze
Basierend auf den Theaterstücken „30 Keller (Atlantic Zero)” und „3D” von Stephan Kaluza
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DARUM GEHT ES
Inspiriert von den Hausmärchen der Gebrüder Grimm und anderen Märchensammlungen entwickelten James Lapine und Stephen Sondheim (*1930) ein fantastisches Musical der besonderen Art: Im Wald treffen verschiedene Märchenfiguren mit ihren Wünschen und Sehnsüchten aufeinander – Aschenputtel möchte auf den Ball des Prinzen gehen, Rotkäppchen wünscht sich Brot für die Großmutter, Hans wünscht sich, dass seine Kuh endlich Milch gibt und das kinderlose Bäckerehepaar wünscht sich sehnlichst Nachwuchs. Ihre Wege kreuzen und verwirren sich und erst scheint alles gutzugehen – bis eine rachsüchtige Riesin auftaucht und die Märchenwelt zu zerstören droht ... B
WO UND WANN SPIELT ES
Mit Joan Anton Rechi ist es gelungen, einen international gefragten Regisseur ans Landestheater zu holen, der zuletzt u.a. in Düsseldorf, Barcelona und Helsinki inszenierte. Einen ersten Ausflug ins Musical-Genre hat er 2017/2018 mit großem Erfolg am Theater Freiburg mit „Love Life" unternommen. C
WAS ERWARTET MICH
Mit hintersinnigem Humor und eingängigen Melodien zeigt uns Stephen Sondheim, der amerikanische Meister des anspruchsvollen Musicals, scheinbar bekannte Märchenfiguren mit menschlichen Fehlern und Schwächen, die erst allmählich erkennen, welche Konsequenzen das egoistische Streben nach der Erfüllung ihrer Wünsche nach sich ziehen kann. Besondere Bekanntheit erlangte das preisgekrönte Märchenmusical für Erwachsene durch die DisneyVerfilmung 2014 mit Meryl Streep und Johnny Depp. D
WANN
Die Premiere findet am 8. Dezember statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 11., 12., 14., 15., 21., 26., 30. Und 31. Dezember.
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Rosengarten?
Christian Limpert
DARUM GEHT ES
Eine Entführung bildet den Ausgangspunkt von „30 Keller". Der Milliardär Meisner findet sich in einem irreal anmutenden Keller wieder und zu seinem Erstaunen ist sein Entführer die Höflichkeit in Person. Er kennt nicht nur jedes Detail aus dem privaten und geschäftlichen Leben Meisners, sondern ebenso seine intimsten Träume und Wünsche. Die Lösegeldforderung ist immens – 10 Milliarden Dollar in bar. Für noch größeres Erstaunen bei Meisner sorgt der Umstand, dass das Ziel des Entführers nicht Geldmaximierung, sondern ganz im Gegenteil Geldvernichtung ist. Ein Abwurf des Lösegelds über dem Atlantik soll das Geld der zerstörerischen Wirkung des salzhaltigen Wassers des Golfstroms überantworten. Rechnet man das Ganze hoch auf dreißig Entführungen, kann diese konzertierte Aktion die kapitalistische Grundordnung zumindest erschüttern. C
WAS ERWARTET MICH
Nicht die Weltordnung aber das Machtgefüge in der kleinsten gesellschaftlichen Zelle, der Familie, wird in „3D" auf den Prüfstand gestellt. Was zunächst wie die Aufarbeitung der schmerzlichen Vergangenheit zwanzig Jahre nach ihrer Trennung anmutet, entpuppt sich in immer überraschenderen Wendungen als der reinste Familienhorror. Die Realität, mit der Bette ihren alternden Ex-Ehemann Albert konfrontiert, ist das hässliche Gegenteil seiner Erinnerung an sich selbst als liebenden Vater. Aus dem Ehedrama entwickelt sich ein Krimi über Liebe, Machtmissbrauch und nicht endende Abhängigkeit. „Macht zu haben heißt, dass andere machtlos sind" – mit dieser Klammer fasst der Fotograf, Konzeptkünstler und Autor Stephan Kaluza zwei seiner Stücke zusammen. Am Landestheater Coburg wird er die Texte in einem Doppelabend selbst inszenieren. D
WANN
Die Premiere findet am 12. Januar statt. Weitere Aufführungen gibt es bis April 2019.
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im Kongresshaus
Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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KOMMENDE VERANSTALTUNGEN
DREI HIGHLIGHTS IN DER REGION Das Jahr 2019 startet mit einem tänzerischen Highlight in Coburg, wo das weltbekannte Russische Nationalballett Schwanensee aufführt. Musikalische Vielfalt folgt im Juli mit Angelo Kelly, der beim Rösler-Open-Air im Schloss Eyrichshof zusammen mit seiner Familie auf der Bühne steht. Fans der klassischen Musik sollten sich den 7. Juli ganz fett im Kalender anstreichen: Dann findet das Picknick Open Air mit den Bamberger Symphonikern auf der Klosterwiese Banz statt. Das Russische Nationalballett aus Moskau
SCHWANENSEE KONGRESSHAUS COBURG I 8. FEBRUAR 2019 I 20 UHR
Schwanensee verkörpert alles, was das klassische Ballett berühmt gemacht hat, es fasziniert die Menschen bis heute. Schwanensee: Das ist Ballett in höchster Vollendung! Das Russische Nationalballett aus Moskau präsentiert den beliebten Ballettklassiker in einmaliger Darbietung. Die berührende Musik von Peter I. Tschaikowski, mitreißende Tänze, eine märchenhafte Handlung sowie opulente Kostüme und Bühnenausstattung erwarten die Zuschauer und machen diese Aufführung zu einem faszinierenden Erlebnis. Mit der Musik zu Schwanensee offenbarte Tschaikowski nicht nur seine russische Seele, sondern begeisterte mit ihr weit über das ballettinteressierte Publikum hinaus: Der „Tanz der vier kleinen Schwäne“ ist weltbekannt. Das Russische Ballett, vor allem „Schwanensee“, verleiht Gefühlen Ausdruck, ohne ein Wort zu verlieren.
Klassik auf Banz
ANGELO KELLY & FAMILY
KLOSTERWIESE BANZ I 07. JULI 2019 I 19 UHR
SCHLOSS EYRICHSHOF I 26. JULI 2019 I 20 UHR
Das Picknick Open Air mit den Bamberger Symphonikern
Rösler Open Air Schloss Eyrichshof
Seit 1946 begeistern die Bamberger Symphoniker ihr Publikum weltweit mit ihrem charakteristisch dunklen, runden und strahlenden Klang. Mit weit mehr als 7.000 Konzerten in über 500 Städten und 63 Ländern sind sie seitdem als Bayerische Staatsphilharmonie zum Kulturbotschafter Bayerns und ganz Deutschlands geworden und regelmäßig weltweit unterwegs. Viele Preise und Auszeichnungen erhielt das Orchester, unter anderem für seine unzähligen Schallplatten- und CD-Produktionen. 2018 wurden die Bamberger Symphoniker für das „Beste Konzertprogramm der Saison“ ausgezeichnet. „Mit strahlendem Glanz und wohl verborgener Kraft ließ die Sopranistin Simona Šaturová ihre Koloraturen strömen.“ – Die Pressestimmen zu Simona Šaturovás Autritt bei den Salzburger Festspielen 2018 waren enthusiastisch, ebensolches Kritikerlob kann der Tenor Benjamin Bruns auf sich vereinen. Manfred Honeck, dessen letzte CD-Einspielung 2018 mit dem Grammy als "Best Orchestral Performance" ausgezeichnet wurde, stellt eine Operngala mit Werken von Mozart bis zum italienischen Belcanto zusammen.
Angelo Kelly & Family bringen den „Irish Summer“ 2019 zurück nach Eyrichshof. Nach der erfolgreichen Open Air Tour 2018 und einer ausverkauften Weihnachtstour geht es 2019 weiter. Wer an Irland denkt, dem fallen mit Sicherheit zuerst grüne Landschaften, Dublin, Schafe, Guinness, das launenhafte Wetter und natürlich die typisch traditionelle irische Musik ein – jeder hat sein eigenes Bild von der grünen Insel – Angelo, seine Frau Kira, die Kinder Gabriel, Helen, Emma, Joseph und William werden das Publikum auf eine ganz wunderbare Reise nehmen. Mit traditionellen – aber vor allem auch neuen Songs vom Erfolgsalbum „Irish Heart“ - werden sie dem Publikum „ihr“ Irland musikalisch präsentieren. Bei der Irish Summer Tour wird die Familie dabei von original irischen Musikern unterstützt, die im Laufe der Jahre zum Teil der Familie geworden sind. Alles einzigartige Charaktere, die ihre Instrumente wie kein anderer beherrschen und die Stimmung eines Irish Pubs auf die Bühnen zaubern. Es darf getanzt, gefeiert, gelacht und vor Glück geweint werden.
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Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, C O B U R G E R | Dtelefonisch A S M A G A Z I N AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019 unter der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
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VINCE EBERT
und Heino covert Rammstein. Das war nicht vorauszusehen! In seinem letzten Programm „Evolution“ schaute der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert in die Vergangenheit und zeigte uns, warum wir so sind, wie wir sind. In seinem neuen Programm wagt er einen Blick in die Zukunft. Wie werden wir in 20 Jahren sein? Wird uns Youtube mit Katzenvideos in den Wahnsinn treiben? Wann endlich kommt die Frauenquote im Vatikan? Kann die Erderwärmung durch Social Freezing verhindert werden? Und wieso sind fast alle Zukunftsprognosen falsch? Wir fliegen heute nicht mit Rucksackraketen durch die Lüfte, haben keinen Warp-Antrieb und noch immer kein Mittel gegen Krebs. Dafür die iWatch, keine Mauer mehr und eine Pille, die bei ihrer Einnahme eine Erektion verursacht. Ganz ehrlich, wer braucht da schon Rucksackraketen? Zukunft läuft immer anders ab, als man denkt.
VINCE EBERT
„Zukunft is the Future“ Physik, Politikwissenschaft, Philosophie – Das klingt nicht gerade spannend und lustig. Vince Ebert befasst sich mit den großen Fragen rund um Natur, Gesellschaft und Politik und präsentiert seine Erkenntnisse mit viel Humor und Wortwitz. Der gebürtige Unterfranke ist seit Ende der 1990er auf der Bühne zu sehen. Nach einem abgeschlossenen Physikstudium begann Ebert mit seiner Karriere als Kabarettist. Seither feiert er große Erfolge als Komiker, Autor und Moderator. Er begeistert Laien, aber auch naturwissenschaftliches Fachpublikum. Vince Ebert hebt sich von den meisten Kabarettisten ab. Er bewegt sich nicht im tiefen Sumpf des flachen Humors. Sein Programm verbindet Bildung, Wissen, Humor und Wortwitz auf einzigartige Art und Weise. Unsere Welt verändert sich mit rasender Geschwindigkeit. Als Kinder glaubten wir an eine glorreiche Zukunft, an den digitalen Reisewecker, das DolomitiEis und Hoverboards. Heute kommunizieren wir über Uhren in Sekunden mit Menschen auf anderen Kontinenten, essen in Algen gerollten rohen Fisch
Kann man überhaupt etwas Fundiertes über die Zukunft sagen? Der DiplomPhysiker Vince Ebert behauptet: JA! Die Thermodynamik besagt eindeutig, dass es mit unserem Universum unaufhaltsam bergab geht. Anderseits sagt sie auch: „Man kann den absoluten Nullpunkt niemals erreichen“. Egal, wie beschissen es Dir also geht, es ist immer noch Luft nach unten. Und das ist doch schon mal eine tröstliche Botschaft. Vince Ebert Do, 24. Januar 2019, 20 Uhr, Kongresshaus Rosengarten. Veranstalter Agentur Streckenbach. Tickets unter www.reservix.de. „Die Sparkasse Coburg – Lichtenfels ist bei der Veranstaltung mit Vince Ebert gerne mit dabei. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, den Sparkassenkunden ein weiteres Highlight in Coburg und dabei gleichzeitig einen starken Vorteil zu ermöglichen.“
S Sparkasse Coburg - Lichtenfels
Rainer Engelhardt, Marketing Sparkasse Coburg - Lichtenfels
Wir wünschen schöne Feiertage
Tausend Jahre KunsT, KulTur, GeschichTe
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ie Veste Coburg erhebt sich mit ihren gewaltigen Mauern und Türmen hoch über der Stadt. 1530 hielt sich Martin Luther dort auf. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Veste Heimat der Sammlungen der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha. Der Rundgang führt in stimmungsvolle Raumensembles im Fürstenbau, in die Große Hofstube mit ihren Prunkrüstungen und in die Lutherzimmer. Einzigartig in der deutschen Kunst ist das Jagdintarsienzimmer aus dem Jahre 1632. Die altdeutsche Sammlung präsentiert sich in modernem Gewand. Von außergewöhnlicher Fülle ist die Waffensammlung. In der Rüstkammer werden Harnische sowie Kriegsund Belagerungswaffen vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert gezeigt. Von der Jagdleidenschaft der Coburger Herzöge zeugen kostbare Jagdwaffen und -utensilien. Kutschen, darunter die älteste komplett erhaltene Kutsche weltweit, und reich verzierte CaroussellSchlitten runden die kulturhistorischen Sammlungen ab. Als neues Highlight auf der Veste gilt die interaktive Artillerieausstellung auf der Gedeckten Batterie. Im Frühjahr 1918 eröffnete die „Schatzkammer Glas“ mit der international bedeutenden Sammlung historischer Gläser in neuem Glanz. www.kunstsammlungen-coburg.de
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Öffnungszeiten: November bis März: Di – So 13.00 – 16.00 Uhr April bis Oktober: täglich 9.30 – 17.00 Uhr Geschlossen: 24., 25., 31. Dezember und Faschingsdienstag • • •
Jahreswechsel: Zusätzlich am 26. Dezember 2018 und 1. Januar 2019 geöffnet Führung in den historischen Räumen: Jeweils 14 Uhr an allen Öffnungstagen ab dem 26. Dezember bis einschließlich 6. Januar. Anmeldung nicht erforderlich Ausklingen – Fade away. Glasinstallation mit interaktivem Klangerlebnis im Fürstenbau
Kunstsammlungen der Veste Coburg: Veste, 96450 Coburg, Telefon 09561 / 879-0, Info-Telefon 09561 / 879-79 E-Mail sekretariat@kunstsammlungen-coburg.de
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S Y L V A I N G U I L L O T Der gebürtige Franzose lebt mit seiner Freundin seit drei Jahren in Coburg. Beide sind am Theater als Tänzer beschäftigt und bauen zudem eine Ballettstudio auf. Die zweite große Leidenschaft von Sylvain ist die Fotografie. Er möchte in seinen Bildern die schönsten, interessanten Momente der Wirklichkeit festhalten, aus seiner Perspektive, so wie er sie sieht. Dabei faszinieren ihn vor allem zwei Motive: Zum einen Tänzerinnen und Tänzer. Aus seiner beruflichen Erfahrung weiß er, wann der richtige Moment ist, um auf den Auslöser zu drücken. Und Sylvain liebt das Reisen und hält auch dabei ganz besondere Eindrücke fest. www.guillotsylvain.com
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SYLVAIN GUILLOT
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VERKAUF | VERMIETUNG | INVESTMENT
IHRE IMMOBILIENSPEZIALISTEN IN COBURG Sind Sie auf der Suche nach einem Haus oder einer Wohnung? Ob Sie mieten oder kaufen möchten das Team aus Coburg unterstützt Sie gern. Eigentümern bieten wir eine kostenfreie und unverbindliche Marktpreiseinschätzung ihrer Immobilie an.
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Geschäftsstelleninhaber Alexander Petrich
Geprüfter freier Sachverständiger für Immobilienbewertung (PersCert®)
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Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?
Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.
SÜC Energie und H2O GmbH energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555 www.suec.de
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SCHATZSUCHE 2018 Das Rätsel Für die Region präsentiert von
AB 15. DEZEMBER NOCH EINMAL
1000,- EURO ZU GEWINNEN!
DIE SCHATZSUCHE 2018 – DAS RÄTSEL DER REGION DAS JAHRESENDRÄTSEL. Mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels und in Zusammenarbeit mit iTVCoburg winken wieder Gutscheine und Bargeld in Höhe von 1000 Euro. Die ersten Hinweise zu den Fragen sind gleich ein paar Zeilen weiter unten zu finden – außerdem habt Ihr zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst nicht, die kostenlose iTVCoburgApp herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich immer den letzten Hinweis.
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Und so geht’s 2018 – ganz einfach: Die Schatzsuche findet jetzt noch einmal statt. Wieder neu, wieder geht es um Preise im Wert von 1000 Euro. Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden SchatzsucheWochen: 15. bis 22. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten – und mit dem abschließenden Hinweis auf der iTVCoburgApp kommt Ihr dann auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Eine Woche habt Ihr dafür Zeit. Die Lösung dann also bis zum 30. Dezember 17 Uhr einfach per Mail an hegen@coburger-magazin.de schicken. Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen könnt Ihr ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu.
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DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION
Und hier die sieben Hinweise für die Und hier noch die Auflösung vom sieben Fragen der fünften Schatzsuche letzten mal: 2018 vom 15. bis 22. Dezember. Dann „Alles neu“ war das Lösungswort. Und gewonnen dieses Mal Steffi Roos aus Ahorn. Sie freut sich könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten: hat über die Preise im Gesamtwert von 1000 Euro, also 1 Ein Fest für Kinder. 2 Nachname ist der Name eines Urkiefervogels.
Gutscheine im Wert von 750 Euro und dazu Bargeld in Höhe von 250 Euro. Alle Fragen, alle Antworten von der letzten Schatzsuche auf www.coburgermagazin.de.
3 Nicht Tee, sondern Café.
Mein erstes Mal im Kongresshaus Rosengarten? „War vor über 60 Jahren. Seither genieße ich die
4 Für immer versiegelte Liebe.
besondere Atmosphäre.“
5 Zu Weihnachten gerne gesehen. Ingrid Scholz
6 Altnordischer (Spitz)name, geboren in Thüringen. 7 Jetzt Hotel, früher ... Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage unserer dritten Schatzsuche am Samstag, den 15. Dezember um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg.
Ihr benötigt also zum Miträtseln nur: Jeweils den neuen COBURGER gedruckt oder online unter www.coburger-magazin.de alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App Dann noch Freude am Rätseln und Glück.
Das war es – viel Spaß.
Unsere Sponsoren 2018 u.a.:
Kongresshaus Rosengarten. Der Ort für besondere Momente.
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IN EIGENER SACHE
IMPRESSUM
COBURGER – Das Magazin Ausgabe 30 / Dezember 2018 & Januar 2019 Sechster Jahrgang Auflage 4000 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Benedikt Dellert Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Chris Winter Iris Kroon-Lottes Anja Hampel Gabi Arnold
IN EIGENER SACHE PREMIUM PARTNER DANKE DANKE DANKE Sie haben uns über das ganze Jahr begleitet oder begleiten uns in Zukunft - das sind unsere PREMIUMPartner. Bei diesen bedanken wir uns dafür mit schönen Geschichten über ihr Unternehmen, ihre Mitarbeiter, ihre Produkte. Die Partner geben uns und unseren Lesern dafür die Sicherheit, dass der COBURGER das halten kann, was er verspricht: das PREMIUM-Magazin für Coburg Stadt und Land zu sein.
Haben Sie auch Interesse?
Fotografen dieser Ausgabe: Ives Alloinde Sebastian Buff Val Thoermer Michael Selzer Rainer Brabec Sylvain Guillot Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Lisa Obermüller Titel-Illustration: Zum runden Fest Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land
Weitere Infos auf der Webseite unter www.coburger-magazin.de/premium-partner Oder schreiben Sie uns an: hegen@coburger-magazin.de.
SCHÖNE BESCHERUNG WEIHNACHTSGEWINNSPIEL Geben ist seeliger denn nehmen. Das ist schon richtig. Aber beschenkt zu werden, ist schon auch etwas Schönes. Noch dazu, wenn es so einfach geht wie beim COBURGER zu Weihnachten über facebook.com/Coburger. Wir verlosen nämlich pünktlich zum Heiligabend u.a. Gutscheine für den Goebel-Shop in Rödental oder für die Lieder auf Banz im Sommer auf Kloster Banz. Und mal schauen, ob es noch weitere Preise gibt. Wer mitmachen möchte, einfach am Heiligabend auf unsere Facebookseite schauen, den entsprechenden Post kommentieren und dann ein bisschen Glück haben.
Und das sind bisher unsere PREMIUM-KUNDEN 2018: Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Broadway Body GmbH Buchhandlung Riemann Ciderhof Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers Frische-Center Wagner Friseur Julia Göring Intercoiffure Hörgeräte Geuter IHK zu Coburg Intersport Wohlleben iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Studio Freese SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien VR-Bank Coburg
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AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
IN EIGENER SACHE
COBURGER ABO ALS GESCHENK 30 EURO COBURG Noch keine Idee? Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten? Dann kommen Söhne, Töchter, Mamas, Papas, Freunde und Freundinnen in ihre Heimat stadt Coburg, wenigstens für ein paar Tage, und man möchte ihnen gerne ein Stück Coburg schenken. Aber was? Wie wäre es da mit einem ABO des COBURGER? Also am besten zu Weihnachten ein Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro für sechs Ausgaben schenken: Gleich reinklicken auf www.coburger-magazin.de/abo. Und wenn man ganz schnell ist, liegt sogar schon die Weihnachtsausgabe 2018 unter dem Baum. So kommt Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene Geschenkidee.
HOBBYFOTOGRAFEN GESUCHT PRINZ ALBERT INS BILD SETZEN Im Jahr 2019 jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Prinz Albert. Der COBURGER begleitet dieses besondere Jahr mit einigen Geschichten über das Leben von Albert. Dafür sind wir auf der Suche nach originellen, nach kreativen, nach ungewöhnlichen Bildideen. Das Prinz Albert Denkmal mal anders fotografiert? Prinz Albert wie er heute aussehen würde? Prinz Albert mit seiner großen Liebe Queen Victoria? Was auch immer, wir freuen uns auf viele Einsendungen unter hegen@coburger-magazin.de. Die besten Bilder werden veröffentlicht.
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AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
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MONACO FRANKE
DER MONACO FRANKE Alle reden über den Klimawandel, nur der Monaco nicht. Bisher jedenfalls nicht. War doch bislang alles ziemlich weit weg. Die Gefahr, dass der Staffelberg in absehbarer Zeit überflutet werden könnte, war und ist doch eher gering. Und gegen eine um zwei Grad höhere Durchschnittstemperatur kann ja niemand ernsthaft etwas haben, der in den letzten Jahren so manchen Augustabend bibbernd mit Wolldecke auf der Terrasse oder im Garten zugebracht hat und der im Sommer gerne draußen ist, oder? Armageddon kannte der Franke bisher allenfalls aus dem Kino. Doch das ist jetzt vorbei! Denn ein Katastrophenszenario als eine Folge des Klimawandels wird auch unsere Breiten und damit alle Franken bis ins Mark erschüttern! Ja, wos soll des etzad saa? Coburg wird mecklenburgische Enklave als Ausgleich dafür, dass sich die Ostsee immer mehr Land zurückholt? Landesweites Schafkopfverbot, weil durch das heftige Auf-den-Tisch-Klopfen beim Stechen und Schmieren vor der holländischen Küste Tsunamis ausgelöst werden? Wos geht des also uns an, Kreizdeifl?! Bisher haben wir geglaubt, der Kampf gegen den Klimawandel sei wichtig, weil durch die Erderwärmung die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und weil es als Folge der erhöhten Wassertemperaturen zu mehr Unwettern, Wirbelstürmen und Tornados kommen wird. Bisher haben wir geglaubt, dass Holland, Venedig und Bangladesch irgendwann absaufen und dass die süßen, kleinen Eisbärenbabys in der Arktis kraftlos zurückbleiben und verhungern könnten, weil das Eis bricht und sie beim Schwimmen so viel Energie verlieren. Was uns aber bisher niemand gesagt hat - und jetzt kommt’s: Bier wird teurer!
die Zutaten seien in den letzten Jahren teurer geworden. Auch Lohn-, Energieund Transportkosten seien immer weiter gestiegen, nur hätten viele Brauereien das nicht auf den Preis umgelegt: „Die Brauer haben lange viel geschluckt“, wird Geschäftsführer Walter König zitiert. Des glabbd der Monaco freilich aufs Wort! Erfrischend realistisch sieht die Sache der Leiter der Studie, Steven Davis. Denn er sagt: "Die Welt sieht zahlreichen, lebensbedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels entgegen; etwas mehr Geld für Bier ausgeben zu müssen, erscheint angesichts dessen vielleicht trivial. Aber es gibt definitiv eine interkulturelle Anziehungskraft von Bier, und am Ende eines zunehmend gewöhnlich heißen Tages kein kühles Bier zu bekommen, würde das Ganze noch schlimmer machen." Recht hat der Mann! Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass immer mehr kleinere fränkische Brauereien und Gastwirtschaften schließen, dass die EU unsere schönen traditionellen Krüüchla verbietet, weil man den Eichstrich nicht sehen kann, und man auch bei uns immer öfters eine oberbayerische Plörre, oder noch schlimmer: ein Pils in der Tulpe serviert bekommt, wenn man eigentlich nur „a Seidla“ will. Ich finde ja, eine schöne Aufgabe für unseren Heimatminister, da mal was für seine Landsleute zu tun. Auch wenn das inzwischen ein Oberpfälzer und kein Franke mehr ist und es in der bayerischen Politik auch gerade zu einem „Klimawandel“ gekommen ist. Das ist aber ein wieder ein anderes Thema. Schätzla, schau wie iech schau! Für den COBURGER von Wolfram Porr
Ja, Himmelherrgottdunnerwedder nuchamol. Des kann ja wohl ned saa! Wieso soll ich für mei Seidla plötzlich mehra bezohln, nur weil’s draußen wärmer is!? Und überhaupt: Hod’s ned im Sommer erst g’haaßen, dass die Brauer über neue Rekordumsätze jubeln, weil die Leit bei dera Hitz‘ viel mehr Durschd g’habt ham als sonst? Das erste Halbjahr 2018 war laut Bayerischem Brauerbund tatsächlich das beste seit 25 Jahren, weil’s schon im April so warm war, dass die Biergärten voll waren und der Gerstensaft nur so floss. Und im zweiten Halbjahr mit dem heißen Juli und August und dem milden Herbst ging es ganz sicher so weiter. Des Bier müsst‘ also doch günstiger wer’n, Herrschaft! Stimmt alles. Trotzdem ist es wie es ist. Und die Erklärung liefert eine neue Studie der University of California in Irvine/USA: Steigende Temperaturen, so heißt es da, sorgen für Dürre, steigende Meeresspiegel und höhere Bierpreise. Ja, Himmel, Arsch und Zwirn! Ich versteh’s nuch ned! Also: Durch anhaltende Dürre, wie auch wir sie in diesem Sommer erlebt haben, komme es zu erheblichen Ernteausfällen. In manchen Jahren würde weltweit bis zu 17 Prozent weniger Gerste wachsen. Und aus Gerste, Hopfen, Malz und Wasser wird bekanntlich unser Bier gebraut. Das Bier werde deshalb langfristig doppelt, in manchen Regionen sogar viermal so teuer. Braugerste ist aufgrund der schwachen Ernte momentan rund 60 Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Aber deswegen soll ein Kasten Bier durchschnittlich bald ein Euro teurer werden? Da geht es für die Brauer im Einkauf doch maximal um Centbeträge! Richtig, allerdings ist das auch nicht der einzige Grund für die zu erwartende Preiserhöhung. Der Bayerische Brauerbund erklärt dazu: Nicht nur
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AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
AUF EIN WORT
In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.
WAS ALSO BLEIBT VON DIESEM JAHR 2018? Von Yves Alloinde Ein heißer mitteleuropäischer Sommer, Sonne satt, Biergarten, Fahrradfahren, Freibad, Strand, Garten, Balkon, Terrasse? Das gute Gefühl, zur Grillparty einladen zu können, ohne Angst vor Regen haben zu müssen? Ja, echt blöd, dass der Klimawandel auf diese Weise richtig Spaß zu machen beginnt. Blöd, dass die Dürre auf Wiesen und Äckern so richtig auch nicht wehtut, die Regale in den Supermärkten sind ja voll wie immer. Blöd, dass das Wetter sogar Geld spart: Kein Futter für die Tiere im Winter? Dann also schnell schlachten. Fleisch wird billiger. Gut für die Grillparty. Ein paar dickeierige Machos weltweit, ob in den USA, Russland, Türkei, China, Nordkorea oder Brasilien, auch in Ungarn oder Italien? Politische Alleinunterhalter, die mit schlechtem Gesang und schrägen Klängen die Masse zum Jubeln bringen und alternative Wege der Unterhaltung eines Volkes damit salonfähig machen? Echt blöd, dass deren Länder entweder weit weg sind, oder in Italien halt trotzdem immer die Sonne scheint, und wenn nicht, zumindest Wein und Spaghetti besser schmecken als hierzulande. Echt blöd also, dass Volksverhetzer uns in unserem Wohlstand nicht so richtig wehtun. Korrigiere: Noch nicht. Ein deutscher Fußball, der in Dominanz immer noch den Schlüssel zum Erfolg sieht, der Schnelligkeit und Kreativität aber schon längst gegen Bräsigkeit und Einfalt eingetauscht hat? Echt blöd, dass es Deutschland auch nach dem Fiasko bei der zum Erfolgsindikator taugenden WM noch immer richtig gut geht, als dass man die Fehlleistung von ein paar Kickern als symbolisch für die Zukunft des ganzen Landes werten könnte. Wird schon wieder, wird man sagen. Und war bleibt im Coburger Land von 2018 übrig? Ein Übergangstheater Globe mit dem Zeug für eine Dauerlösung? Blöd nur, dass es so etwas wie ein historisches Erbe gibt, das es zu erhalten gilt, auch wenn das nicht unbedingt einen Preis rechtfertigt, der neun Stellen umfasst. Ein kollabierender Verkehrskreislauf, weil wichtige Schlagadern Coburgs durch Baustellen blockiert werden? Blöd nur, dass eine funktionierende Infrastruktur das erfordert. Aber alle Straßen gleichzeitig? Ein ICE, erfolgreicher als angenommen, ein Landrat im Landtag, eine Stadt kurz vor dem Kommunalwahlkampf? Alles verrückt, alles ver-rückt? Nein, alles ganz normal. Normalität ist nur ein Mittelwert zwischen den Extremen.
AUSGABE 29 / OKTOBER 2018
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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 14. Februar 2019 Anzeigenschluss ist der 02. Februar 2019.
2019 jährt sich zum 30. Mal der Fall der Mauer. Also sind dieses Mal Witze über die DDR das Letzte. Ein DDR-Bürger beschwert sich bei der Post: „Warum will man mir mein Telefon wegnehmen? „Sie haben die Staatssicherheit verleumdet.“ „Wieso denn?“ „Sie haben in Telefongesprächen behauptet, die Staatssicherheit höre ihr Telefon ab.“ Wie verdoppelt man den Wert von einem Trabbi? Volltanken. „Was ist das: Es hat 80 Zähne und 4 Beine? Ein Krokodil! Und was ist das: Es hat 8 Zähne und 52 Beine? – Das SED-Politbüro!“
„Kennen Sie den? Erich Honecker geht mit einem Strick in den Wald?“ „Nein, aber er fängt schon mal gut an.“ Warum war in der DDR das Toilettenpapier so hart? Damit auch der letzte Arsch rot wird. Treffen sich zwei DDR-Bürger. „Na, wie geht’s Dir?“ „Naja, hält sich so in Grenzen.“ Was war in der DDR die Lieblingssportart? Bobfahren! Links eine Mauer, rechts eine Mauer und dazwischen geht es immer bergab.
Warum gab es in der DDR keine Banküberfälle? Weil man auf den Fluchtwagen zwölf Jahre warten musste.
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AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
AUSGABE 30 / DEZEMBER 2018 & JANUAR 2019
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