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Coburger - Das Magazin #29

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Nr. 29 |  Oktober 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


Oudenaarde: Coburgs Partnerstadt ist immer eine Reise wert. Mehr auf Seite 78. Foto: Rainer Brabec

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INHALT

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8 10 12 88 89 100 102 104 105 106

FRANK WUNDERATSCH

CHRIS WINTER

VERSCHIEDENE KÜNSTLER

VERSCHIEDENE AUTOREN

WOLFRAM PORR

JULIA GRAHN

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DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE

HOFBERICHT Das OktOPAfest in Coburg

PFUSCH AM BAU 16 Alptraum statt Traumhaus 20

ALLES SO SCHÖN BUNT HIER Bilderstrecke Coburg im Herbst

SONDERTHEMA UMWELT 30 Sind wir nicht auch Teil? 33

SCHEIN UND SEIN UND SELBSTBETRUG Umwelt und Doppelmoral

TEMPOWECHSEL 36 Über die Verstädterung der Lebensumwelt

WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

MACHER 44 Dieses Mal Steffen Tetzlaff

WOLFRAM HEGEN VAL THOERMER

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WOLFRAM HEGEN

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ILKA ROSEMEIER

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HEIDI SCHULZ-SCHEIDT SEBASTIAN BUFF

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MIT DRUCK UMGEHEN LERNEN Das Lebenswerk von Peter Pratsch

DER UMDENKER Thomas Bittorf im Gespräch

SCHÖNE DINGE Wie Umgebung auf uns wirkt

HIER WOHNTE … … der Schinkenbaron

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Seite 80 Hier wohnte … der Schinkenbaron

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EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Die Schilddrüse machte es nötig, ein paar Tage Aufenthalt im Klinikum Coburg, mitten in diesem an heißen Tagen nicht gerade armen Sommer 2018, der gefühlt so lange andauerte, dass – scherzhaft gesagt – wohl nur die Älteren unter uns sich noch an seine Anfänge werden erinnern können, und der ob seiner Temperaturen auch die Tage und Nächte im Krankenhausbett – trotz weit geöffneter Fenster und Türen in allen Gängen und Fluren – zu einem Saunaaufenthalt machte, so dass an Schlaf kaum zu denken, dafür aber viel Zeit zum Nachdenken war. Grübeln also über das Leben an sich, Beruf und Berufung, Familie und Freunde, sowie natürlich über die großen gesellschaftlichen Themen, von denen es gefühlt nur noch eines gibt. Wir wollen es hier nicht erwähnen. Es ist ja - zwar nicht nur, aber auch - deswegen das große Thema, weil die paar Wenigen wollen, dass es das große Thema ist. Und das schaffen sie auch mit ihren gezielten Provokationen. So sehen sich die sehr vielen Mehr zu dauerhafter Reaktion und Entrüstung gezwungen. Verständlich. Auf diese Weise aber schafft es das Thema auf Platz 1. Da aber gehört es nicht hin, das zeigt ein Blick auf die Faktenlage. Das soll nicht heißen, dass es nicht klarer öffentlich kommunizierter Positionen und Haltungen bedarf, um grundsätzliche Werte zu verteidigen, und, wenn es zu heftig wird, auch juristischer Möglichkeiten, wohl aber, dass man – Entschuldigung - nicht in jeden Scheißhaufen treten sollte, vor allem, wenn andere ihn mutwillig hinterlassen. Davon bekommt man nur schmutzige Schuhe, regt sich wahnsinnig auf und ist immerzu am Putzen. Schade um die Zeit. Es gibt nämlich wirklich Wichtigeres. Die Umwelt zum Beispiel. Sie (über-)lebenswert zu erhalten ist Egoismus, Nächstenliebe und Innovation zugleich. Unser Sonderthema Umwelt also stellt sich die rhetorische Frage: „Sind wir nicht auch Teil?“ - und Ihnen zum Einstieg auch gleich ein paar Fragen, die wir uns aus einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit entliehen haben und die zum Nachdenken taugen. Wir beantworten zudem die Frage, warum wir uns denn mit dem „Umweltschützen“ so schwertun. Klar: Des Menschen Wesen ist halt auch seine Beschränktheit, die als Erklärungsmuster für das eigentlich (eigentlich ist eigentlich ein Unwort, geht aber hier nicht anders) Unerklärliche dienen kann, aber bitte nicht als Entschuldigung dienen soll. Und weil die Umwelt zu schützen ja nur Sinn macht, weil wir doch zumindest fast alle am Leben hängen, muss es doch auch viel Schönes, Spannendes, Liebenswertes auf dieser Welt geben … und das gibt es auch … und in Coburg sowieso. Deswegen erzählen wir viele Geschichten von Menschen aus der Region, wie von unserem Macher in diesem COBURGER, Steffen Tetzlaff, wie über das Auf und Ab und Auf im Leben von Peter Pratsch, wie über das Miteinander von Generationen bei den Bätzoldts, wie über die Kehrtwende im Leben von Thomas Bittorf. Wir zeigen, wie bunt Coburg vor allem im Herbst ist, welche architektonische Pracht sich hinter einem Bretterzaun am Ernstplatz verbirgt, und wir zeigen in Bildern, warum Anfang Oktober auf dem Schlossplatz der Schweiß in solchen Strömen lief, dass die Itz Tränen der Rührung vergossen hätte, wenn sie nicht so ausgedörrt gewesen wäre. Es war halt ein heißer Sommer. Ein langer heißer Sommer. Unsere Prognose für 2018: Wärmer wirds nimmer. So, jetzt sind Sie dran. Wolfram Hegen P.S. Diesmal nix, ist alles gesagt P.P.S. Wie gesagt, alles gesagt

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INHALT

16 PFUSCH AM BAU Alptraum statt Traumhaus

58 HARAKIRI AM BERG Die steilsten Pisten in den Alpen

86 MARKTBERICHT Begehrte Immobilien

30 SONDERTHEMA UMWELT Sind wir nicht auch ein Teil?

Mohamed Mokhtar Mein Name ist Mohamed Mokhtar und ich komme aus Coburg. Seit Juli 2018 bin ich bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz als neuer Bodystreet Personaltrainer beschäftigt. Mir macht es sehr viel Spaß mit Kunden zu arbeiten, diese kennenzulernen und gemeinsam Ziele zu erreichen. Als Willkommensgeschenk lade ich Sie ein, gemeinsam mit mir ein Probetraining bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz zu erleben. Terminvereinbarungen unter dem Stichwort „Mo“ für ein kostenloses Probetraining jetzt vereinbaren. Gültig bis 31.12.2018.

78 OUDENAARDE Immer eine Reise wert

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96 GALERIE Lutz Naumann

Bodystreet Coburg Heiligkreuz Bahnhofstrasse 14 96450 Coburg Tel.: 09561 / 973 44 66 www.bodystreet.com

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DREIGESTIRN

DREIGESTIRN Es streut der Wind mit voller Hand / von Bäumen Blättergold empor. Das dürre Laub schwirrt durch die Luft / wie Fledermäus` aus Gräbertor. Das Totenlied der Schöpfung spielt / der Herbstwind auf genicktem Rohr. Auszüge aus einem Gedicht von Friedrich Rückert

Kunstvoll gedrechselt kocht der Wahl-Coburger und Welt-Lyriker Friedrich Rückert das dem Herbst innewohnende Abschiednehmen, Absterben und Auseinandergehen ein, melancholieduftend, sehnsuchtsleer. Die Sommerhitze verglüht, die Nacht dunkelt, das Getöse verstummt. Freudloser Herbst?

Mitnichten. Farben tönen, Winde leuchten, Düfte pusten, das Jahr bäumt sich auf, raubt sich seiner letzten Kräfte, bevor es im Winterschlaf zu neuem Leben erwachen wird. Also halten wir es doch mit Friedrich Rückert, ernten wir im Herbst die Früchte des Jahres, wohlan, feiert und seid fröhlich, bei einem unserer 3 besonderen Tipps für die nächsten Wochen oder wo auch immer: O sieh des Jahrs Verwüstung an / und hole frischen Wein hervor! Du trink, und seufz‘ im Winter nicht; / denn auch im Frühling seufzt ein Tor.

JAZZ AUS TAUSENDUNDEINER NACHT

KALIFORNISCHER BLUES-ROCK

Charmant lässt Marie Séférian ihre Stimme jubilieren, wie man es lange nicht mehr so überzeugend im deutschen Jazz hören konnte. Das aktuelle Album des Quartetts um Sängerin Marie Séférian „Mille Nuits“ behandelt ausschließlich in Versform gebrachte Märchen, die im musikalischen Gewand präsentiert werden. So entstehen u.a. musikalische Erzählungen wie „Schéhérazade“ oder auch „Aladins Wunderlampe“. Marie Séférian verfügt über ein breites Ausdrucksspektrum, das sich aus unterschiedlichsten Erfahrungen speist: Eine gebürtige Münsteranerin, die deutsch-französische Wurzeln hat, sich in dem libanesischen Mikrokosmos ihrer Großeltern Zuhause fühlt und Berlin zu ihrer Wahlheimat gemacht hat. Niko Meinhold, Tim Kleinsorge und Javier Reyes schaffen einen farbenreichen Klangteppich aus Gesang und Instrumenten, dem Marie Séférian bravourös neue Konturen verleiht.

Das darf man und frau nicht verpassen. Andy Frasco & The U.N. meets Coburg. Was für eine Ehre. Möglich macht es die Sonderbar am Nikolausabend. Die kalifornische Blues-Rock-Band rund um den charismatischen Keyboarder und Sänger aus Kalifornien ist für ihre energiegeladenen Shows geradezu berüchtigt. Und die entfalten ihre unglaubliche Kraft in kleinen Clubs natürlich ganz besonders. Also nix wie hin zum Exklusiv-Konzert der verrückten Kalifornier.

DAS MARIE SÉFÉRIAN QUARTETT

Wann Wo Wie: Freitag, 26. Oktober 20 Uhr, Leise am Markt Karten unter 09561/ 90856 oder online unter www.leise-am-markt.de

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ANDY FRASCO & THE U.N. IN COBURG

Wann Wo Wie: Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 21 Uhr in der Sonderbar. Tickets im Vorverkauf 16 Euro.

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DREIGESTIRN

URAUFFÜHRUNG

HERBSTKONZERT DES COBURGER BACHCHORES

Es wird ein ganz besonderer Nachmittag am 25. November in St. Moriz in Coburg. Dann nämlich steht eine echte Uraufführung auf dem Programm des Herbstkonzertes des Coburger Bachchores: Marcus M. Reißenbergers MEM 29 Psalm 130. Er selbst sagt darüber: „Die Komposition basiert auf dem Psalm 130 in der Übersetzung von Martin Luther. Musikalisch ist das Werk sehr stark inspiriert einerseits von der strengen Vokalpolyphonie der niederländischen Renaissance, anderseits spielen auch impressionistische Klangflächenstrukturen eine nicht unerhebliche Rolle.“ Dafür interessiert sich auch der Bayerische Rundfunk, der die Uraufführung aufzeichnen wird. Davor aber steht ein traditionelles Werk auf dem Programm - die Messe C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven, von der wiederum der Meister selbst sagt: „Von meiner Messe wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, dass ich den Text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden.“ Neben dem Bachchor singen und musizieren an diesem Nachmittag Anna Gütter, Stefanie Ernst, Milen Bozhkov und Michael Lion, sowie das Philharmonische Orchester des Coburger Landestheaters unter der Leitung von Peter Stenglein.

Wann Wo Wie: Am Sonntag, den 25. November 2018 um 16 Uhr in der Kirche St. Moriz. Karten 5 bis 29 Euro.

Spitzensport in Coburg Die Heimspiele in der HUK-COBURG arena:

H GEME1NSAM C. 1 REGION. 1 ZIEL.

HSC COBURG HA

ND

BALL SEIT 20

00

HSC 2000 Coburg vs. TUSEM Essen

20. Oktober 2018 Anwurf: 19:30 Uhr

Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Melancholiker, Herbstzeitlose, Einsame, Gemeinsame, Gelangweilte, Interessierte und sonstige NichtStubenhocker: ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶

iTVCoburgApp, kostenlos zum Download coburg.de/veranstaltungen www.facebook.com/Sonderbar.Coburg/ landestheater-coburg.de coburg-kongress.de/de/besucher/veranstaltungskalender leise-am-markt.de gocoburg.de/veranstaltungen huk-coburg-arena.de/veranstaltungen.html agentur-streckenbach.de/alleveranstaltungen konzertagentur-friedrich.de/veranstaltungen-konzertagentur vsbamberg.de/events.cfm

HSC 2000 Coburg vs. TV Großwallstadt

09. November 2018 Anwurf: 20:00 Uhr HSC 2000 Coburg vs. Handball Sport Verein Hamburg

17. November 2018 Anwurf: 19:30 Uhr HSC 2000 Coburg vs. TuS Ferndorf

01. Dezember 2018 Anwurf: 19:30 Uhr

Ich sinnlose so vor mich hin – habt Freude dabei.

w w w.hsc20 0 0.de AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... BILDERDIEBSTAHL

SCHNITTCHEN

Der Coburger Weihnachtsmarkt ist beliebt. Alljährlich drängen sich (in diesem Jahr ab dem 30. November) Zehntausende in der kleinen romantischen Budenstadt, wärmen sich mit lichterglänzenden Augen an dampfenden Glühweintassen. Für die Coburger selbst ist es die fünfte Jahreszeit, für Exil-Coburger willkommene Gelegenheit zum Heimatbesuch, für viele Gäste und Touristen mehr als ein Geheimtipp. Vor allem, seit die Bilder vom weihnachtlichen Coburger Marktplatz durch soziale Medien in alle Welt getragen - und dabei auch immer mal wieder zweckentfremdet werden. So wie kürzlich auf dem Portal „Inside Karlsruhe“, das den Usern als besonderen Tipp einen Besuch auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt empfahl:

Coburgs Haarkünstler sind deutschlandweit ganz vorne dran: Der sogenannte „Calligraphy Cut“, der in der Region exklusiv von Friseur Julia Göring Intercoiffure angeboten wird, sorgte jetzt in der VOX-Show „Die Höhe der Löwen“ für Aufsehen. Erfinder Frank Bormann konnte sich vor Angeboten aller vier „Löwen“ (Frank Thelen, Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Herr Carsten M.) kaum retten. Der Calligraphy Cut ist eine neue Schneidetechnik für Haare. Seit April 2011 werden ausgewählte Premium−Salons in Deutschland mit dem neuen Calligraphy Cut−Service geschult.

„Der Straßburger Weihnachtsmarkt … wahrscheinlich der beste Weihnachtsmarkt bei uns im Umkreis! Wir freuen uns jetzt schon auf die gemütlichste Zeit im Jahr mit genug Glühwein, Langos und jede Menge anderer Leckereien.“ Sicherlich ist der Straßburger Weihnachtsmarkt eine Reise wert, allerdings prangte neben dem Hinweis ein Bild des Coburger Weihnachtsmarktes! Ein Skandal, der in Coburg nicht unbeobachtet bliebt und in den sozialen Medien eifrig diskutiert wurde … allerdings nur ein paar Tage, dann war das falsche Bild ausgetauscht. Besucher aus Karlsruhe oder auch Straßburg sind aber natürlich auch in Coburg herzlich Willkommen.

Und das Studio Freese ist im November offizieller Beautypartner des Bundespresseball im Hotel Adlon in Berlin. Schon im letzten Jahr hat das Team rund um Torsten Freese bei diesem bedeutendsten gesellschaftlichen Event in der Hauptstadt Stars und Sternchen betreut (und der COBURGER durfte mit dabei sein, die Geschichte dazu gab es in der Ausgabe 24 im Dezember 2017). Das also hat so gut funktioniert, dass Coburg auch in diesem Jahr wieder Berlin die Haare schön macht. Kompliment und gutes Gelingen!

TRANSFER ZU ITVCOBURG Der Lautertaler Andreas Leopold Schadt, bekannt unter anderem als Kommissar Sebastian Fleischer aus dem Franken-Tatort, aus „Dahoam is dahoam“ und aus der mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Serie „5 vor 12“, ist seit Oktober bei iTVCoburg angestellt. Der Coburger TV-Sender, ein Geschäftsbereich der süc// dacor GmbH, sicherte sich die Dienste des gebürtigen Hofers zunächst für ein Jahr. Schadt wird dort vor allem neue TV-Formate konzipieren und moderieren.

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STADTGESPRÄCH WURMFORTSATZ Hurra, Hurra, der Regenwurm ist wieder da. Eine erste kurze Schlechtwetterperiode im September nämlich ließ die ersten „Wenigborster“ (zu dieser Ordnung gehören Regenwürmer) wieder aus dem Boden des Dr. Stocke-Stadions an der Wiesenstraße herausspitzen. Im letzten Jahr hatten die Tierchen unzählige Erdhäufchen auf dem Sportplatz hinterlassen. Die Ursache neben einem feuchten Sommer 2017 ist die Drainage der Dr. Stocke-Anlage. Ob auch in diesem Herbst „der Wurm drin ist“ im Coburger Fußball, bleibt abzuwarten.

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DER HOFBERICHT

FOTOS: FRANK WUNDERATSCH

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

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kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal vom OktOPAfest auf dem Schlossplatz in Coburg.

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DER HOFBERICHT

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DER HOFBERICHT

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DER HOFBERICHT

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PFUSCH AM BAU

Dann lieber Profis …

Alptraum statt Traumhaus 16

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ALPTRAUM STATT TRAUMHAUS

VON CHRIS WINTER

Das Richtfest für das schmucke Eigenheim liegt schon lange zurück. Der Innenausbau ist in den vergangenen Wochen und Monaten fort­ geschritten und endlich der langersehnte Tag: Der Einzug ins neue Heim. Doch die Freude der Familie Müller (Name von der Redaktion geändert) über die „eigenen vier Wände“ erfährt be­ trächtliche Dämpfer. Manches Ge­werk des Hauses war mit zu großer Lässig­keit aus­geführt worden. So wunderte sich die Familie an­fangs, warum Freun­de und Verwandte das Mobil­telefon benutz­ten, um mit­ zu­teilen, „wir stehen vor der Tür“. Die Ur­sache war schnell gefunden: Die Haus­klingel funktionierte nicht. Sie war nicht nur nicht angeschlossen, sondern konnte aufgrund einer falsch verlegten Stromleitung gar nicht funktionieren.

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PFUSCH AM BAU

Kettenreaktionen Laut dem Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin weisen etwa 99 Prozent aller Neubauten bauliche Mängel auf. Die Folge sind jede Menge Ärger und lange Rechtsstreitigkeiten über Ursachen und Verantwortung. In manchen Fällen ist eine Behebung der Schäden und Mängel technisch gar nicht möglich, etwa wenn eine tragende Stahlbetonwand auf Grund mangelhafter Schalung schief geworden ist. Je später der Mangel entdeckt wird, desto unangenehmer die Situation. Denn dann beginnt eine Kettenreaktion: Ist etwa der Estrich noch nicht trocken und das nächste Gewerk verlegt das neue Parkett, ist der Bauschaden schon vorprogrammiert. Nun muss – nachdem der Mangel festgestellt wurde – das Parkett wieder raus, der Estrich austrocknen und ein neuer Boden verlegt werden. Das verzögert wiederum den weiteren Ausbau. Am schlimmsten sind Bauschäden, die erst nach der Bauabnahme oder erst nach Jahren erkennbar werden, etwa durch eine undichte Dacheindeckung. Die Beseitigung ist dann relativ teuer, da meist schon ganze Bauteile großflächig beschädigt und dazu nicht mehr so einfach zugänglich sind. Außerdem sind die Gewährleistungsfristen im schlimmsten Fall schon abgelaufen oder die entsprechende Baufirma existiert bereits gar nicht mehr.

Schwarze Schafe sorgen für den Ärger "Viele Probleme mit Mängeln (und spätere Auseinandersetzungen) an Neubauten sind darauf zurückzuführen, dass viele Bauherren heute keinen eigenen Architekten mehr beauftragen", sagt Kai Warnecke vom Eigentümerverband. Nur ein Prozent der Bauvorhaben werde noch klassisch mit Planung und Baubegleitung durch einen Architekten realisiert. Die überwiegende Zahl der Handwerker macht einen guten Job. hingegen sorgen die schwarzen Schafe in der Zunft mit abenteuerlichen und nahezu grotesken Konstruktionen und Einbauten für mediale Aufmerksamkeit. Eine Toilette in einem Altbau zeigte sich als schmaler, einige Schritte langer Schlauch. Am Ende an der Schmalseite war die Toilette installiert. Nach der Sanierung befand sich die Toilettenschlüssel um 90 Grad versetzt an einer Seitenwand und war umständlich und in dem schmalen Raum nur mit allerlei Verrenkungen zu erreichen. Was vorher möglich war, „ist jetzt nicht anders machbar gewesen“, so der Handwerker zu der unglaublichen Modifikation. Die Wohnungsinhaberin hatte die Rechnung schon bezahlt und der Rückbau zu einer vernünftigen Lösung gestaltete sich langwierig und nervenaufreibend. Ganz abgesehen, dass die Toilette für einige Zeit wieder eine Baustelle und damit nicht zu benutzen war.

Flüchtigkeitsfehler Für Ärger und Verdruss sorgen in vielen Fällen Abflüsse, die an der falschen Stelle eingebaut wurden oder gar samt und sonders komplett verquere Installationen. Beispielsweise, wenn sich das Waschbecken über der Badewanne befindet. Ein Fehler, der eigentlich augenfällig und schon beim Blick auf die Bauzeichnung klar werden sollte. Davon und anderem Murks existieren viele Aufnahmen im Internet. Beim Fliesenlegen soll es möglichst wenig Verschnitt geben, daher wird an den Rändern zusammengestückelt. Noch eine neue Tapetenrolle anfangen, das muss nicht sein: Für die Dachschräge reicht ein Rest aus. Genau auf solche „Flüchtigkeitsfehler“ bezieht sich der Begriff Pfusch. Viele dieser Fehler begründen sich im Bestreben der Handwerker, ihren eigenen Müll zu reduzieren. Die Folge sind unsaubere Übergänge an Ecken und Kanten. Ärgerlich und später mitunter sehr teuer, weil aufwändig zu reparieren, sind schlampig und damit unsachgemäß ausgeführte Isolierungen. Feuchtigkeitsschäden sind vorprogrammiert, werden oft erst lange Zeit später bemerkt. Auch Wände im Neubau gibt es, die nicht die nötige Stabilität haben. An derart schwachen Konstruktionen gibt es Probleme bei späteren Befestigungen. Wenn das Starkstromkabel für den Küchenherd gleich neben dem Wasserrohr sitzt, sträuben sich bei Sachverständigen die Haare.

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Die

Top Ten

der Baumängel

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Das Mauerwerk oder der Putz haben Risse Aktuelle Baustoffe wie Mörtel oder Putz sind hochkomplex und bedürfen einer Verarbeitung exakt nach Vorgabe. Oft wird hier geschlampt oder es werden Baustoffe kombiniert, die nicht zusammenpassen. Auch einfache handwerkliche Fehler treten auf. Die Folge sind oft Risse in Putz und Mauerwerk.

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Die Fensterlaibungen sind durchfeuchtet Die Anschlussdetails zwischen Putz und Fenster werden nicht sorgfältig genug ausgeführt. Folge: Regen und Wind können eindringen, was sich früher oder später in Wasserschäden an der Fensterlaibung niederschlägt.

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Die Dampfsperre ist undicht Eine Dampfsperre soll die hinter ihr liegenden Bauteile vor Feuchtigkeit in der Luft schützen. Lecks können hier dramatische Folgen haben: Kühlt die Luft ab, gibt sie Feuchtigkeit, zum Beispiel an die Dämmung, ab – und die wird dadurch zerstört.

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Die Bodeneinschubtreppe wurde falsch montiert Beim Einbau der Bodeneinschubtreppe – also einer einklappbaren Treppe zum Dachboden – werden bisweilen die Anschlüsse an die Dampfbremse unsachgerecht ausgeführt. Dadurch kann Feuchtigkeit in die Bauteile gelangen. Folge: Schlechterer Wärmeschutz oder gar Schimmelbefall.

5

Der Spitzboden wurde nicht entlüftet Der Spitzboden sollte nach Ende der Bauarbeiten ausreichend gelüftet werden, da er dann noch viel Feuchtigkeit enthält. Geschieht das nicht, drohen Tauwasserschäden und Schimmelbefall.

6

Der Keller ist undicht Ein undichter Keller kann viele Ursachen haben: Planungs- oder Materialfehler oder einfach eine unsachgemäße Ausführung. Kostspielig ist es allemal, solche Baumängel zu beheben. Fünfstellige Summen sind die Regel.

7

Risse im Holz Risse in tragenden Holzteilen sehen nicht nur schlecht aus, sondern können auch ein Sicherheitsrisiko sein, da sie die Stabilität eines Bauteils beeinträchtigen. Ursache ist meist, dass Holz verbaut wurde, das nicht genug trocknen konnte: Durch den Schwund beim Trocknen entstehen die Risse.

8

Fehler bei der Kelleraußentreppe Die Entwässerung der Kelleraußentreppe ist bisweilen nicht optimal gewährleistet: Dann kann Wasser nicht abfließen und es drohen langfristig Feuchtigkeits- und Frostschäden.

9

Baumängel beim Estrich Ungewollte Risse im Estrich entstehen, wenn Dehnungsfugen zu angrenzenden Bauteilen nicht ausreichend dimensioniert oder an der falschen Stelle gesetzt wurden. Liegt erst der Bodenbelag, kann man diesen Baumangel nicht mehr ohne Weiteres erkennen. Bauherren müssen schon während der Bauphase aufpassen.

Undichte Lüftungsanlagen 10 Baumängel betreffen auch Lüftungsanlagen, die oft undicht sind. So kann Feuchtigkeit an Bauteile gelangen, zudem wird die Energieeffizienz gemindert.

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EXPERTENTIPP

Gesponserter Beitrag

PFUSCH AM BAU Die eigenen vier Wände, Rückzugsort, trautes Heim. Für viele Menschen Lebensziel und Lebensinhalt. Viel Zeit investieren sie in ihre Wohnung, in ihr Haus, viel Geld geben sie aus für Bau, Sanierung, Modernisierung. Man will sich wohlfühlen, Komfort genießen, Werte schaffen. Immer wieder aber wird das vermeintliche Traumhaus zum Alptraum. Was dann zu tun ist oder wie man es gar nicht soweit kommen lässt, dazu Rechtsanwältin Heidi Schüler von der Coburger Kanzlei Hörnlein & Feyler.

Oft hat sie in ihrem beruflichen Alltag mit Pfusch am Bau zu tun, Beispiele gibt es viele: Über die fehler­hafte Statik einer Boden­ platte über Schä­den durch Feucht­igkeit bis hin zum kom­ plet­ ten Stillstand auf der Baustelle, weil Firmen nicht mehr auftauchen, der Bauträger nicht mehr reagiert. „Da kann man sich dann glücklich schätzen, wenn man noch nicht bezahlt hat.“ Ohnehin sollten Verträge so geregelt sein, dass in gewissen Abständen nach bestimmten Baufortschritten gezahlt wird, empfiehlt Heidi Schüler. Immer wieder sind es auch nur Kleinigkeiten, aus denen sich große Schäden entwickeln können. Zum Beispiel der Fall einer Familie, deren Bad saniert worden ist. Doch weil die Duschwanne nicht fachmännisch aufgesetzt worden war, lief nach und nach Wasser in die Wand. Die Folge: Schimmel. Die Kosten: Immens. Für Gutachten, Schimmelentfernung, Trocknung, Wertminderung, Nutzungsausfall des Hauses. „Das war alles schon fast so teuer wie ein Neubau.“ Am Ende musste der Hand­werker für den Scha­den auf­kommen. In der Regel über­nimmt das

seine Betriebs­haft­pflicht. Wenn offen­sicht­liche Schä­ den auf­t auch­en, sollte man diese auf jeden Fall mit Fo­ tos dokumentieren, umgehend den verantwortlichen Unternehmer informieren, und ihm schriftlich eine Frist zur Beseitigung geben. Sollte er die Frist nicht einhalten, kann man einen anderen Handwerker beauftragen, den Schaden zu beheben. Die Kosten muss man sich dann vom Verursacher wieder zurückholen. Sollten Schäden nicht eindeutig sein, wird es komplizierter. Man kann den Werkvertrag kün­ digen, Schadens­ersatz verlangen, die Mangelbeseitigungskosten. Im Einzelfall kann es auch möglich sein, dass bei unzumutbaren Zuständen, wie beispielsweise Kälte, Enge oder drohenden Gesundheitsschäden durch Schimmelbefall der Handwerker verpflichtet werden kann, eine Ersatzunterkunft zu bezahlen. Und auch bei einem Gang vor Gericht stehen die Chancen gut, dass man als Geschädigter zu seinem Recht kommt. Übrigens: Kommt es zu keiner Einigung, bestellt das Gericht einen Gutachter, Privatgutachten sind dagegen als Beweis nicht ausreichend.

Heidi Schüler ist in der Kanzlei Hörnlein & Feyler unter anderem auf Bau- und Architektenrecht und öffentliches Bau­recht spezialisiert.

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Alles so schรถn bunt hier. Coburg im Herbst.

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SONDERTHEMA UMWELT

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Umwelt – ist das nicht dasselbe wie Natur, also das mit dem Wald, den Meer­ en, der Luft und so? Ja – und Nein. Alles ist Umwelt, mit dem wir in Kontakt stehen. Also auch wir selbst. Wie vielfältig Umwelt ist, zeigen Auszüge aus dem Fragebogen “Umweltbewusstsein in Deutschland” vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung.

Viel Spaß beim Nachdenken.

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AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

FRAGEBOGEN

UMWELTBEWUSSTSEIN IN DEUTSCHLAND

Wird von den genannten Akteuren in Deutschland genug für den Umwelt- und Klimaschutz getan? Umweltverbände Städte, Gemeinden Bundesregierung Industrie Bürgerinnen und Bürger

Wenn Sie Ihre eigene Belastung durch Umweltprobleme betrachten und sich mit dem Durchschnitt der Bevölkerung in Deutschland vergleichen, fühlen Sie sich dann durch Umweltprobleme mehr, weniger oder etwa gleich stark belastet?

Wenn ich sehe, dass unsere Wirtschaft Jahr für Jahr weiterwächst, frage ich mich: Wie lange kann das noch gut gehen? Um mit dem Klimawandel und anderen Umweltproblemen klar zu kommen, brauchen wir vor allem ein hohes Wirtschaftswachstum. Denn die dafür notwendigen Maßnahmen kosten viel Geld. So wie ich es sehe, kann Deutschland viel zur Lösung von Umweltproblemen auch in anderen Ländern beitragen. Ich meine, durch unsere Lebensweise sind wir auch für viele Umweltprobleme in ärmeren Ländern verantwortlich (z.B. durch Ausbeutung von Rohstoffen oder Müllexport). Die Umwelt kann nur gerettet werden, wenn wir alle weniger konsumieren. Wissenschaft und Technik werden viele Umweltprobleme lösen, ohne dass wir unsere Lebensweise ändern müssen.

Wenn sie einmal an die letzten 12 Monate hier bei Ihnen denken, wie stark haben Sie sich persönlich durch den Lärm von folgenden Dingen gestört oder belästigt gefühlt? Schienenverkehrslärm Straßenverkehrslärm Industrie- und Gewerbelärm Flugverkehrslärm Lärm von Nachbarn

Im Folgenden sehen Sie verschiedene politische Aufgaben. Welche Rolle spielt nach Ihrer Meinung der Umwelt- und Klimaschutz im Hinblick auf diese Aufgaben? Wohlstand sichern Arbeitsplätze schaffen Wettbewerbsfähigkeit sichern für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen Zukunftsaufgaben (wie z. B. Globalisierung) meistern

Im Folgenden geht es um Ihr persönliches Verhalten bei Kauf und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen. Bitte geben Sie an, wie häufig Sie in den letzten 4 Wochen … … beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken Bioprodukte gewählt haben. … beim Kauf von Fisch oder Meeresfrüchten Produkte aus nachhaltiger Fischerei gewählt haben. … beim Kauf von Kopierpapier, Klopapier oder Papiertaschentüchern Produkte aus Recyclingpapier gewählt haben. … beim Kauf von Körperpflegeprodukten Produkte gewählt haben, die als umweltschonend gekennzeichnet sind.

Bitte geben Sie an, wie häufig Sie im letzten Jahr Im Folgenden sehen Sie nun einige Aussagen. Bitte geben Sie jeweils an, ob Sie der entsprechenden Aussage voll und ganz, eher, eher nicht oder überhaupt nicht zustimmen. Es beunruhigt mich, wenn ich daran denke, in welchen Umweltverhältnissen unsere Kinder und Enkelkinder wahrscheinlich leben müssen. Es bedeutet mir viel, so zu leben, dass ich mich mit mir und der Umwelt im Reinen fühle. Eine konsequente Politik zum Schutz der Umwelt wird sich zukünftig positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft auswirken. Es ist nun mal so: Ohne weiteres Wirtschaftswachstum können wir unser Wohlstandsniveau nicht halten.

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… zum Autofahren Car-Sharing genutzt haben. … Fahrrad, Bus und Bahn statt Auto, Motorrad oder Flugzeug genutzt haben. … freiwillige Kompensationszahlungen bei Flugreisen geleistet haben, um Ihre CO2-Emissionen auszugleichen.

FORTSETZUNG AUF DER NÄCHSTEN SEITE …

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SONDERTHEMA UMWELT

… FORTSETZUNG FRAGEBOGEN UMWELTBEWUSSTSEIN IN DEUTSCHLAND

In Folgenden geht es um bestimmte Entscheidungen, die nur gelegentlich getroffen werden: Was trifft auf Sie in Bezug auf die folgenden Handlungen zu?

Können Sie sich vorstellen, sich aktiv für den Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, z.B. als ehren- amtlich Tätige(r) in einer Umwelt- oder Naturschutzgruppe oder auch durch Beteiligung an einzelnen Aktivitäten und Projekten?

Haben Sie schon einmal… … Ökostrom bezogen? … ein Hybrid- oder Elektroauto gekauft? … Geldanlagen gewählt, die dem Klima- und Umweltschutz zugutekommen? … Maßnahmen für eine umweltfreundliche Wärmeversorgung am Eigenheim (z.B. Dämmung, Wärmeschutzverglasung, effiziente Heizanlage, erneuerbare Energien) ergriffen? … eine Wohnung/ein Haus zur Miete mit besonders geringem Heizbedarf ausgewählt?

Wie häufig haben Sie in letzter Zeit bei Ihrer Hauptmahlzeit Fleisch gegessen?

Wie häufig nutzen Sie die folgenden Verkehrsmittel für Ihre Wege im Alltag? Öffentliche Verkehrsmittel, z.B. Busse und Bahnen Auto Fahrrad Ich gehe zu Fuß

Es folgen Fragen zu verschiedenen Folgen des Klimawandels, die Sie in Ihrer persönlichen Lebensführung betreffen können. Glauben Sie, dass Sie in Zukunft sehr stark, stark, weniger oder überhaupt nicht davon betroffen sind? Hochwasserereignisse und Stürme führen zu Schäden an meinem Haus oder meiner Wohnung. Hitzewellen beeinträchtigen mein körperliches Wohlbefinden oder meine Gesundheit. Hitzewellen beeinträchtigen meine Leistungsfähigkeit z.B. am Arbeitsplatz. Ich fühle mich in meinem Urlaub durch Hitze in meiner Erholung eingeschränkt. Für die Ausübung meiner Wintersportaktivitäten gibt es nicht mehr genug Schnee.

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Nachfolgend geht es um Meinungen zu verschiedenen Aspekten des Lebens wie z.B. Gesellschaft, Beruf und Privatleben. Hierzu finden Sie im Folgenden einige Aussagen. Bitte geben Sie jeweils an, ob Sie persönlich diesen Meinungen und Ansichten voll und ganz, eher, eher nicht oder überhaupt nicht zustimmen. Mir ist es wichtig, neue Ideen einzubringen und Impulse geben zu können. Ich lebe mit dem Gefühl, dass ich immer wieder neu starten kann. Für umweltfreundliche Produkte bin ich bereit, mehr auszugeben. Ich vertraue auf die Kräfte des freien Marktes. Der Markt wird dafür sorgen, dass sich verändert, was sich verändern muss. Um meine Zukunft mache ich mir keine Sorgen. Ich interessiere mich sehr dafür, was es Neues in den Kulturszenen gibt. Für uns gibt es heutzutage wenig Chancen, es zu etwas zu bringen. Es ist mir ganz wichtig, dass nichts nach außen dringt, wenn es in meiner Familie Probleme gibt. Ich bin für die Gleichstellung von Homosexuellen in allen Lebensbereichen. Manchmal leiste ich mir bewusst allerbeste Qualität. Ich lebe gerne in einem Umfeld, in dem ich ganz unter­schied­ liche Men­schen treffen kann. Ich habe genug mit meinen eigenen Problemen zu tun, ich kann mich nicht noch um andere kümmern. Ich möchte im Beruf vorankommen. Dafür bin ich auch bereit in meiner Freizeit zu arbeiten. Es kommt bei mir häufig vor, dass ich mich bei sozialen oder ökologischen Fragen stark engagiere. Wir brauchen in Zukunft mehr Wirtschaftswachstum, auch wenn das die Umwelt belastet. Es ist mir sehr wichtig, etwas für mein körperliches und seelisches Wohlbefinden zu tun. Ich habe den Eindruck, dass ich mich immer mehr anstrengen muss, um nicht sozial abzurutschen.

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SIND WIR NICHT AUCH EIN TEIL?

ANSICHTEN UND EINSICHTEN VON WOLFRAM PORR

SCHEIN UND SEIN UND SELBSTBETRUG Natürlich sind Umwelt­schutz und Nach­haltigkeit eine gute Sache! Fin­den Sie doch auch?! Aber für die vergessene Tüte Milch fahren Sie dann doch häu­fig schnell noch mit dem Auto zum Supermarkt, oder? Geht ja auch einfach schneller. Die Arbeitsbedingungen von Näherinnen in Bangladesch oder anderswo und ihre Ausbeutung sind definitiv ein Skandal. Mit dem Primark-T-Shirt für drei Euro oder der H&M-Klamotte für 6,95 Euro kann man aber ja nichts falsch machen. Richtig? Sie fühlen sich ertappt? Dann geht es Ihnen wie ganz vielen Menschen. Eine bestimmte Einstellung zu haben und entsprechend so zu handeln, das sind nicht selten zwei verschiedene Paar Schuhe. Und gerade beim Thema Ökologie und Umweltschutz tun wir uns wahnsinnig schwer, unsere hehren Absichten und Vorsätze immer auch in Taten umzusetzen. Ein Phänomen. Aber menschlich.

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Als der Naturphilosoph, Astrophysiker und TV-Moderator Harald Lesch kürzlich in einer Radio-Talkshow nach DEM Rätsel gefragt wurde, das er gerne gelöst wüsste, antwortete er : „Eines der größten Rätsel für mich ist, warum wir Menschen mit der Gabe ausgerüstet sind, auf der einen Seite unheimlich viel über die Welt wissen zu können und sich doch häufig wider besseres Wissen verhalten.“ Aber warum ist das so? Wieso kann der Mensch so gut verdrängen und sich selbst etwas vormachen? Laut einer repräsentativen Umfrage des Umweltbundesamtes ist sich eine große Mehrheit der Deutschen der Umweltprobleme auf unserem Planeten bewusst und hält viele davon sogar für „sehr bedrohlich“. Den meisten von ihnen ist auch klar, dass viele dieser Probleme mit dem eigenen Konsum zu tun haben.


SONDERTHEMA UMWELT

Fragt man die Deutschen, dann sind sie selbstverständlich mehrheitlich bereit, ihre Lebensweise umzustellen und in ihrem eigenen Leben Abstriche zu machen. Mehr Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen? Kein Problem. Bio- oder fair gehandelte Lebensmittel kaufen? Eh klar. Lieber das etwas teurere Hackfleisch vom Landmetzger kaufen als die Billigware eines Großschlächters aus Massentierhaltung? Ehrensache. So schön, so gut. Doch leider scheint das alles nicht zu stimmen. An der Ladentheke oder beim Autohändler scheinen alle Ideale vergessen. Der Anteil der SUVs im deutschen Straßenverkehr und damit der CO2Ausstoß nimmt immer weiter zu. Der Marktanteil von Bio-Lebensmitteln liegt noch immer deutlich unter zehn Prozent. Und es gäbe noch mehr Beispiele. Da passt etwas hinten und vorne nicht. Warum also um alles in der Welt tun wir so, als gingen uns die Probleme nichts an?

INNERE WIDERSPRÜCHLICHKEIT WIRD TOLERIERT In der Psychologie ist dieses Phänomen als „Ambiguitätstoleranz“ bekannt. Das bedeutet: Menschen haben in der Regel kein Problem, wenn ihr Handeln von ihrer Einstellung abweicht, erklärt Roland Alexander Quabis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Sozialpsychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Widersprüchlichkeit wird dann eben toleriert. Hinzu komme, so Quabis, dass man, wenn es um das Thema Umweltschutz geht, oft nicht klar sagen kann, wie umweltschädlich ein Verhalten nun genau ist. Dies führe dazu, dass Menschen Ausflüchte suchen und ihr Verhalten rechtfertigen, zum Beispiel indem sie anführen, es gebe schließlich noch schlimmere Alternativen. Der dritte Punkt ist der, dass Menschen gerade beim Thema Ökologie das Gefühl haben, sie seien weit und breit die Einzigen, die etwas tun. Das belegt eine kanadische Studie: Ein Schild mit der Aufschrift „bitte hinterlassen Sie keinen Müll“ bewirkte in einem Nationalpark deutlich weniger als ein Schild, auf dem stand: „Danke, dass 98 Prozent unserer Gäste keinen Müll hinterlassen.“ Beim zweiten Schild, so die Psychologen, hätten die Besucher geglaubt, sie seien eben nicht die Einzigen, die sich an die Aufforderung hielten. Bekannt ist auch ein anderes Verhaltensmuster: Jeder Mensch versucht sich anderen gegenüber positiver darzustellen, als es tatsächlich angesagt wäre. Auch in Umfragen. Wenn Menschen also doch danach streben, ihre inneren Widersprüche miteinander in Einklang zu bringen, dann funktioniert dies auf zweierlei Weise: Entweder passen sie ihr Verhalten an die Einstellung an oder – was deutlich bequemer ist – die Einstellung ans Verhalten. So biegt man sich dann jede Situation zurecht, indem man zum Beispiel sagt, für die vergessene Tüte Milch zu Fuß zum Supermarkt zu laufen, würde jetzt einfach zu lange dauern.

„ÖKOS“ GELTEN IMMER NOCH ALS „SPINNER“ Erschwerend kommt hinzu, dass Personen, die ihr Verhalten nach einer ökologischen, nachhaltigen Lebensweise ausrichten, bei vielen immer noch mindestens als seltsame Eigenbrödler, wenn nicht sogar als Spinner gelten. Die Meldung, dass der englische Thronfolger Prinz Charles noch immer ein Jackett aus dem Jahr 1969 trägt, sorgte doch eher für belustigte Reaktionen. Wer vegetarisch oder gar vegan lebt, wer in der Politik etwa ein Tempolimit auf deutschen

„Welche Folgen hat mein Handeln, meine Kaufentscheidung? Wer sich immer wieder diese Frage stellt, der wird auch ethischer und nachhaltiger handeln.“

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„Fragt man die Deutschen, dann sind sie selbstverständlich mehrheitlich bereit, ihre Lebensweise umzustellen und in ihrem eigenen Leben Abstriche zu mache (…) Doch leider scheint das alles nicht zu stimmen.“

Autobahnen fordert, eine höhere Flugbenzinsteuer oder gar einen „Veggie-Day“ fordert, wird als unverbesserlicher Ökoapostel abgestempelt. Und seit einem Jahr sitzt eine Partei im Bundestag, die alle wissenschaftlichen Studien zu dem Thema einfach ignoriert und allen Ernstes bestreitet, dass es keinen Klimawandel gibt. So lange das so ist, so lange das jeder einzelne von uns zulässt, so lange bleibt es schwierig. Ein Paradigmenwechsel müsste her: Nicht mehr der „Öko“ darf der Außenseiter oder Spinner sein, sondern derjenige, der sein Kind die 400 Meter mit dem SUV in die Schule chauffiert. Die Zahlen der oben genannten Studie belegen doch: Die Menschen würden gerne umweltbewusster und nachhaltiger leben, aber sie tun sich schwer. Und warum ist das so? Weil auf einen Bioladen immer noch 20 herkömmliche Supermärkte kommen, weil Etikettenschwindel bei Produkten dafür sorgt, dass Verbraucher eben nicht zum Ökoprodukt greifen, weil es immer noch anstrengend und unbequem ist, sich richtig zu informieren.

UMWELT-AMPEL STATT ÖKO-ETIKETTENSCHWINDEL In erster Linie ist die Politik gefordert, mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Weichen für diesen Paradigmenwechsel zu stellen. Was weh tut und teuer ist, wird eher hinterfragt. Entscheidungsträger in Politik und Industrie sollten außerdem endlich darauf drängen, dass Verbraucher schneller erkennen können, ob ein Produkt umweltverträglich ist oder nicht. Wenige, dafür streng überwachte Umweltsiegel wären ein Lösungsansatz, ebenso auffällige und lesbare Hinweise auf den Verpackungen, woher ein Produkt stammt, ob es recycelbar, fair gehandelt oder wie schädlich es für das Klima ist. Auch die häufig geforderte „Umwelt-Ampel“ könnte dafür sorgen, dass Umweltbewusstsein künftig keine theoretische, abstrakte Sache mehr ist, sondern in den Alltag einfließt und zur selbstverständlichen Leitlinie der Menschen wird. Und was kann man im Kleinen tun? Ein erster Schritt wäre es, bewusster durchs Leben zu gehen. Welche Folgen hat mein Handeln, meine Kaufentscheidung? Wer sich immer wieder diese Frage stellt, der wird auch ethischer und nachhaltiger handeln. Wen das überfordert, der findet schon jetzt Hilfe, zum Beispiel im Internet. Seiten von Umweltorganisationen, von Öko-Test oder ehrenamtlichen Initiativen wie rankabrand.de geben anhand unabhängiger Tests wertvolle Hinweise.

VON „INTERESSANT“ ZU „RELEVANT“ Psychologen setzen als Lösungsansatz übrigens auf Rollenvorbilder. Und damit sind wir wieder bei Harald Lesch. Der hat nach eigenen Worten in den letzten Jahren in seinem Handeln eine Wandlung vollzogen, die er den „Übergang von ‚interessant‘ zu ‚relevant‘“ nennt. „Ich habe gemerkt, ich bin nicht der Typ, der gerne am Rande des Universums irgendwelche Rätsel löst und zuhause geht alles den Bach runter. Ich bin lieber zuhause und (…) helfe, dass es nicht den Bach runtergeht.“ Das Rätsel, warum sich der Mensch oft so widersprüchlich verhält, bleibt. „Es wäre schön, wenn möglichst viele das Rätsel dadurch aufzulösen würden, dass wir das Richtige tun.“ Danke für dieses Schlusswort, Herr Lesch!

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VON JULIA GRAHN

TEMPOWECHSEL ÜBER DIE VERSTÄDTERUNG DER LEBENSUMWELT

Wieder eine Sirene. Heulend rast der Rettungswagen. Dahinter noch einer. Menschen hasten über Gehwege, auf dem Nachhauseweg schnell den Einkauf erledigen. Weichen fluchenden Radfahrern aus, rempeln Passanten an, hetzen zur Bahn. Schrilles Quietschen des einfahrenden Zuges. Der Waggon gnadenlos überfüllt. Stress. Schrilles Kindergeschrei übertönt den laut telefonierenden Geschäftsmann. Die Tür der Bahn schließt mit lautem Getöse.

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120.000 STRESSFREIE GENERATIONEN Puh. So oder so ähnlich sieht er aus, der Tag eines Stadtbewohners. Morgens hetzt er mit dem Coffee to go in der Hand zur Arbeit, abends zurück. Und das mit einer zehn Prozent höheren Schrittgeschwindigkeit als noch vor 20 Jahren. Der Städter ist vor allem eins: gestresst. Denn Stadtleben strengt an. Es ist zu hektisch, zu schnelllebig, zu laut. Trotzdem hat die Verstädterung in den letzten Jahrzehnten rasant zugenommen. Während 1950 nur rund ein Drittel aller Menschen in Städten lebte, ist es heute bereits die Hälfte. Im Jahr 2050 werden etwa 70 Prozent der Menschheit ihr Leben in Städten verbringen. Der menschliche Organismus aber ist für das Leben in der Stadt nicht geeignet. Betrachtet man die Evolution, dann lebte der Mensch über 120.000 Generationen lang stressfrei als Jäger und Sammler vor sich hin, nur manchmal durch ein Mammut oder einen Säbelzahntiger gestört. Erst seit 10 Generationen ist er von der Industrialisierung beeinflusst, nur eine Generation bekam bisher die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren. Der Mensch also ist fürs Stadtleben nicht gemacht. Oder besser gesagt: Er muss sich erst noch daran gewöhnen. Und das wird wohl noch etwas dauern, denn zumindest die Evolution lässt sich Zeit.

BLOSS SCHNELL NACH HAUSE Das Gefühl, dass das Leben in der Stadt die Nerven strapaziert, kommt also nicht von ungefähr und ist bei weitem nicht neu. Bereits an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert, im fin de siècle also, spürten die Menschen in den Städten Europas eine Überreizung der Nerven. Diese rührte einerseits vom massenhaften Zuzug von Menschen her, die auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Städte strömten. Andererseits sorgten in der sogenannten „Zweiten Industriellen Revolution“ neue Technologien in der Elektroindustrie für eine rasante Beschleunigung des Lebens. Elektrische Straßenbahnen und Busse ersetzten die Pferdebahn, mithilfe der neuen Kommunikationsmittel Telefon und Telegraph konnten selbst größte Entfernungen überwunden werden. Unsicherheit und Orientierungslosigkeit, das Gefühl, sich in der Masse zu verlieren, machten sich breit und Nervenschwäche war das neue mal de siècle. Für das Krankheitsbild wurden die modernen Lebensbedingungen verantwortlich gemacht. Auf der Flucht vor der Masse zogen die Menschen sich in sich selbst, in die eigenen vier Wände zurück. Auch der zeitgenössische Stadtbewohner folgt diesem Impuls: Bloß schnell nach Hause, bloß weg aus dem Chaos draußen. Denn unser Gehirn kann die Vielzahl von Reizen nicht verarbeiten, denen es ständig ausgesetzt ist. Und so haben wir das Gefühl, überfordert zu sein, überflutet von Reizen. Es wird uns alles zu viel. Hektik, Menschenmassen und permanente Reizüberflutung sind allerdings nicht die einzigen Stressfaktoren im Leben eines Städters. Auch der Lärm, dem er Tag und – wenn er Pech mit der Lage seiner Wohnung hat – Nacht ausgesetzt ist, sorgt für Stress. Denn Lärm und hier vor allem Verkehrslärm lässt den Organismus Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausschütten. Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Das häufige Sirenengeheul ist kein Wunder.

„Der Mensch also ist fürs Stadtleben nicht gemacht. Oder besser gesagt: Er muss sich erst noch daran gewöhnen. Und das wird wohl noch etwas dauern, denn zumindest die Evolution lässt sich Zeit.“

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„Die Vorteile der Stadt wiegen für die meisten von uns die Nachteile der Stadt auf, bei weitem sogar.“

STADT KRIECHT INS HIRN Für die Wissenschaft ist das Thema schon länger interessant. Jemand, der sich auf diesem Gebiet auskennt, ist der Kölner Stressforscher Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin. Er schrieb das Buch „Stress and the City: Warum Städte uns krank machen. Und warum sie trotzdem gut für uns sind“. Darin beschreibt er Stadtstress als „Kriechstress“, der meist unbemerkt bleibt und erst dann wirklich gefährlich wird, wenn bereits andere seelische Belastungen wie beruflicher Druck oder Probleme im Privatleben vorhanden sind. Dann kann der zusätzliche Stadtstress das Fass zum Überlaufen bringen und sogar zu einer Depression oder Angststörung führen. Schlafstörungen, Depressionen, Angst. Die möglichen Folgen von Stress und Lärm sind vielfältig. Und sogar im Gehirn nachweisbar: »Die Amygdala ist deutlich aktiver, je größer die Stadt ist, in der eine Person lebt.«, so Adli. Diese Hirnregion ist unter anderem an der Entstehung von Depressionen und Angst beteiligt. Und so kommt es, dass Städter 1,5 Mal häufiger an Depressionen und 1,2 Mal öfter unter Angststörungen leiden als Landbewohner. Das Risiko, eine Schizophrenie zu entwickeln, ist bei Stadtmenschen sogar doppelt so hoch. Da verwundert es nicht, dass viele und vor allem junge Menschen der Stadt mittlerweile den Rücken kehren und das Landleben wieder neu entdecken.

DIE ANDERE SEITE Adli bricht dennoch eine Lanze für die Stadt und das Leben darin: „Die Vorteile der Stadt wiegen für die meisten von uns die Nachteile der Stadt auf, bei weitem sogar.“ Denn in der Stadt gibt es die bessere Gesundheitsversorgung, größeren Wohlstand, mehr kulturelle Vielfalt, bessere Bildungschancen und Förderprogramme für Kinder. Ein weiterer urban advantage, der sich ausgerechnet aus der viel beklagten großstädtischen Anonymität ergibt, ist für viele Menschen die Freiheit, ihr Leben nach ihren Wünschen leben zu können – ohne ständig unter nachbarlicher Beobachtung zu stehen. Sogar für Kinder sieht Adli – entgegen der landläufigen Meinung, die Kindheit auf dem Land sei die bessere Kindheit – Vorteile: „Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Kinder, die mit der Diversität der Stadt aufwachsen, auch an ihr reifen können. Ich glaube, dass ein Aufwachsen in der Stadt uns vielleicht viel leichter zu demokratischen Bürgern werden lässt, weil wir eben mit der Vielfalt unserer Welt einen Umgang finden.“

GRÜNE STÄDTE Einen Umgang mit dem Stadtstress finden wir, indem wir uns unsere ganz eigenen Ruheoasen und Auszeiten schaffen. Mit Hobbys wie Yoga, regelmäßigen Spaziergängen im Grünen und kleinen Wochenendausflügen aufs Land können wir der Hektik schon sehr effektiv entgegenwirken. Typisch „ländliche“ Hobbys wie Gärtnern oder die Imkerei sind ohnehin längst in der Stadt angekommen und selbst auf Balkonen oder Dächern möglich. Auch hier kann man sich ganz einfach seinen privaten Gemüse-, Kräuter- oder Blumengarten schaffen. Der städtische rooftop honey jedenfalls scheint einen klaren Vorteil gegenüber dem vom Lande zu haben: Da die Blumen in der Stadt nicht mit Pestiziden behandelt werden, ist auch der Honig in dieser Hinsicht unbelasteter. Vielleicht ist die Stadt ja sogar das bessere Land?

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Mitten in der Stadt die Früchte vom Land genießen: Markt in Coburg

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ENERGIE ERHALTEN SANIERUNG UND ÖKOLOGIE

Wer baut, trägt Verantwortung. Für den Kunden, das eigene Unternehmen, aber vor allem auch für die Umwelt: Sowohl für das direkte Lebensumfeld, in das sich ein Bau harmonisch einpassen soll, als auch für unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Ein Haus, eine Wohnung, ein Gebäude, bestehen aus natürlichen Ressourcen, aus Holz, Stein, Wasser, Metallen. Der Bau, die Sanierung und die Modernisierung von Häusern sind daher auch immer eine Frage der Ökologie, des bedachten und effizienten Einsatzes von Energie. Informationen dazu von Max Beyersdorf, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauunternehmung Otto Hauch Coburg.

COBURGER: Sie bauen ja vor allem im Bestand, sanieren und modernisieren historische Bausubstanz. Welche Bedeutung hat dabei der behutsame Umsatz mit Ressourcen? Max Beyersdorf: Das Thema spielt bei uns eine große Rolle. Immerhin ist bei einem Altbau ja schon einmal viel Energie aufgewendet worden: Sowohl was das Material an sich angeht, als auch die bei dessen Verarbeitung eingesetzte Energie, ob nun von Maschinen oder von den Menschen. Diese Energie muss so weit wie möglich bewahrt werden. Das heißt, am Anfang jeder Sanierung beschäftigen wir uns mit der Altsubstanz, wieviel können und müssen wir erhalten. Das ist ökologisch, das hat aber auch etwas mit Respekt zu tun. Wir alle wollen ja auch ein intaktes Lebensumfeld, im dem wir uns wohlfühlen. Also auch aus kulturhistorischer Sicht geht die Sanierung immer vor. COBURGER: Gibt es auch Grenzen, hinter denen die Sanierung keinen Sinn mehr macht? Max Beyersdorf: Natürlich. Etwas altes Kaputtes wieder zum Leben zu erwecken, egal wieviel Energie dafür aufgewendet werden muss, kann aus der Perspektive der Nachhaltigkeit ja auch kontraproduktiv sein. Wir dürfen also nicht aus Prinzip um jeden Preis krampfhaft am Alten festhalten, wir müssen immer abwägen. COBURGER: Wie sieht es mit den Baumaterialien aus? Max Beyersdorf: Da wägen wir natürlich auch ab. Schadstoffhaltige Baustoffe gilt es zu entfernen, ob nun Eternitplatten oder mit Holzschutzmitteln versehene Bauteile oder verklebte Bodenbeläge. Es gab eben Zeiten, vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, da spielte Umweltschutz kaum eine Rolle. Früher dagegen wurde ohnehin grundsätzlich ökologischer gebaut, mit vielen Naturmaterialien, Ton, Stein, Holz, Lehm, Kalk, Sand, das waren alles Naturprodukte. Und heute gibt es auch wieder viele ökologische Werkstoffe, die wir einsetzen.

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DIE BAUUNTERNEHMUNG OTTO HAUCH: Ein Fa­ milien­ betrieb in vierter Generation mit Bau­ projekten in ganz Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer Bausubstanz. Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com.

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FLÄCHENNUTZUNG IN DEUTSCHLAND

Landwirtschaft

52,1%

Wald Siedlung und Verkehr

30,3 %

Binnengewässer

WELTRISIKOINDEX 2017

Sonstiges

13,6 %

Länder mit dem größten Gefährundsgrad durch Naturkatastrophen

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

2,4 %

Vanuatu 36,45% Tonga 28,57% Philippinen 27,69% Guatemala 20,46% Bangladesch 19,57% Salomonen 18,77% Costa Rica 17,16% Kambodscha 16,92% El Salvador 16,74%

1,6 %

IN 42 WÖRTERN Umgebung eines Systems oder einer Lebenseinheit, welche(s) mit dieser in wechselseitigen Beziehungen steht. Grundsätzliche Unterscheidung der Umwelt des Menschen in natürliche Umwelt (Ökosphäre) und „künstliche“ Umwelt (Sozio- und Technosphäre). Umwelt z.B. für das System Unternehmung: wirtschaftliche, technische, gesellschaftliche, politische und natürliche Umwelt.

FEINSTAUBEMISSION Anzahl vorzeitiger Todes­fälle in Europa 2014 Deutschland

66.080

Italien

59.630

Polen

46.020

Vereinigtes Königreich

37.600

Frankreich

34.880

Rumänien

23.960

Spanien

23.180

ENERGIEVERBRAUCH [LITER/100 PERSONEN-KM] 1,4 1,9

Bulgarien

Reisebus & Fernlinienbus Eisenbahn, Fernverkehr

3,0

Eisenbahn, Nahverkehr

13.620

TIER-, PFLANZ UND PILZARTEN IN DEUTSCHLAND ca. 9.500 Arten

3,3

Linienbus

Pflanzen

3,3

Straße-, Stadt- und U-Bahn

Pilze

ca. 14.000 Arten

Tiere

ca. 48.000 Arten

4,9 6,1

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Flugzeug PKW

Gesamt ca.

71.500 Arten C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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Gesponserter Beitrag

Herbst ist in vielen Unternehmen die Zeit für Mitarbeitergespräche und Gehaltsverhandlungen. Dabei bleiben einem Arbeitnehmer bei einer Gehaltserhöhung von 100 Euro durchschnittlich nur knapp mehr als 50 Euro netto übrig, während den Arbeitgeber die Erhöhung 120 Euro kostet. Die Differenz von knapp 70 Euro geht an den Staat für Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Welche steuergünstigen Möglichkeiten es gibt, mehr Netto vom Brutto herauszuholen, so dass davon letztendlich sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer profitieren, dazu Rechtsanwalt und Steuerberater Thomas Bittorf von tb.legal.

Löwenstraße 27 | 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 | Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal | Internet: www.tb.legal

FINANZTIPP

COBURGER: Sie hatten schon einmal die Vorteile eines E-Bikes und die steuerfreie Überlassung von Handys und PCs an Mitarbeiter erläutert. Welche weiteren Möglichkeiten gibt es? Thomas Bittorf: Gerade für junge Familien ist statt einer Gehaltserhöhung ein Zuschuss des Arbeitgebers für die Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern in Kindergärten interessant. Diese Zuschüsse sind steuerund sozialversicherungsfrei. Wichtig zu beachten ist, dass eine Gehaltsumwandlung dabei nicht möglich ist, d.h. dass der Zuschuss zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn im Rahmen einer Gehaltserhöhung gezahlt werden muss. Es gibt weiterhin einen Rabattfreibetrag von 1080 Euro pro Jahr für die unentgeltliche oder verbilligte Überlassung von Wirtschaftsgütern oder Dienstleistungen an die Arbeitnehmer, die der Arbeitgeber sonst auch gegenüber Dritten erbringt, worunter man die sogenannten Belegschaftsrabatte fasst. Zur Verbesserung des allgemein Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung sind auch Leistungen des Arbeitgebers wie spezielle Yoga- oder Rückenkurse steuerfrei, soweit sie je Arbeitnehmer 500 Euro jährlich nicht übersteigen. Aufmerksamkeiten anlässlich eines besonderen persönlichen Ereignisses des Arbeitnehmers sind bis zu einem Wert von 60 Euro generell steuerfrei. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, dem Arbeitnehmer monatlich Sachzuwendungen in Höhe von max. 44 Euro zukommen zu lassen. COBURGER: Was kann man sich unter Sachzuwendungen vorstellen? Thomas Bittorf: Darunter ist letztlich alles zu verstehen, es darf bloß keinen Anspruch auf eine Barauszahlung begründen. Das sind z.B. Einkaufsgutscheine, Tankkarten, die Berechtigung in einem Fitnessstudio zu trainieren, eine Prepaidkarte mit maximal 44 Euro monatlichen Guthaben oder auch eine zusätzliche Krankenversicherung für den Arbeitnehmer. Wichtig ist, dass eine Auszahlung in Geld - auch Restgeld - nicht zulässig ist. Der Vorteil von 44 Euro brutto darf auch nur monatlich zugewendet werden. Deshalb ist z.B. die Überlassung einer BahnCard nicht steuer- und sozialversicherungsfrei, selbst wenn der durchschnittliche Vorteil monatlich weniger als 44 Euro beträgt. Auch darf ein Jobticket nur monatlich überlassen werden und nicht im Voraus für ein gesamtes Jahr. COBURGER: Kann man nicht verbrauchtes Guthaben auf den nächsten Monat übertragen? Thomas Bittorf: Eine Übertragung von nicht ausgeschöpften Beträgen in andere Kalendermonate ist unzulässig. Die Freigrenze von 44 Euro monatlich kann nicht in einen Jahresbetrag umgerechnet werden. Der Arbeitnehmer darf somit keinen über die Dauer eines Monats hinausgehenden, unentziehbaren Anspruch zur Nutzung einer Sache haben. Deshalb ist es beispielsweise nicht sinnvoll, ihm zu Beginn des Jahres zwölf Tankgutscheine auszuhändigen, mit der Auflage nur einen im Monat nutzen zu dürfen. Das Finanzamt würde den Arbeitnehmer dann so behandeln, als ob er zu Beginn des Jahres einen Gutschein i.H.v. 528 Euro erhalten hätte und alles der Lohnsteuer und Sozialversicherung unterwerfen. COBURGER: Können diese Sachzuwendungen auch bei verschiedenen Arbeitgebern erfolgen und auch an geringfügig Beschäftigte auf 450 Euro-Basis? Thomas Bittorf: Bestehen mehrere Beschäftigungsverhältnisse, kann der Arbeitnehmer von jedem Arbeitgeber Sachzuwendungen bis 44 Euro monatlich erhalten. Auch geringfügig Beschäftigte (sogenannte Minijobber) können von dieser Freigrenze von 44 Euro profitieren, ohne dass dadurch eine Sozialversicherungspflicht eintritt, was allerdings weitgehend unbekannt ist.

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Wir übernehmen Verantwortung

Für die Natur.

Wir von Schumacher Packaging stellen aus nachwachsenden Rohstoffen umweltfreundliche Verpackungen her – zu 100% recycelbar. Bei allen Produktions- und Investitionsentscheidungen sind uns Nachhaltigkeit und ein reduzierter Energiebedarf wichtig.

Für die Menschen.

Der Mensch steht für uns immer im Zentrum. Wir beschäftigen heute 3.000 Mitarbeiter an 29 Standorten. 85 junge Menschen aus allen Berufsgruppen machen bei uns ihre Ausbildung. Und 2017 sind wir erneut am IHK-Projekt „Ausbildung von Flüchtlingen“ beteiligt. Im DEUTSCHLAND-TEST 2017 „Top Karrierechancen für Ingenieure“ belegen wir sogar Platz 1 in der Verpackungsindustrie. Auch gemeinnützige Projekte liegen uns sehr am Herzen: Wir unterstützen Kindergärten, Schulen, Vereine in der Region – und sind Sponsor diverser Sportarten.

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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Steffen Tetzlaff, Geschäftsführer der Firma ROS GmbH & Co. KG, mit 300 Mitarbeitern einer der größten kunststoffverarbeitenden Betriebe der Region, jüngst in den Schlagzeilen mit einem großen Neubau auf dem Güterbahnhofgelände.

Sind Sie ein Macher? Ich habe mir dazu lange Gedanken gemacht: Ich sehe mich eigentlich als Coach eines Teams, das erfolgreich sein möchte, das hochgesteckte Ziele erreichen möchte. Warum Sind sie ein Macher? Ich hatte schon immer ein Faible, Dinge umzusetzen, Herausforderungen anzunehmen, komplexe Sachverhalte zu lösen. Dazu gehört aber auch, sich immer mal wieder eine blutige Nase zu holen, Niederlagen einzustecken, aber aus diesen gestärkt hervorzugehen. Wie ging es los mit dem Machen? Eigentlich war ich ziemlich bequem, habe eine kunststoffspezifische Ausbildung gemacht bei einem Unternehmen in der Region, bin dann aber als Führungskraft zu einer kleinen Firma gewechselt. Der Chef dort hat mir vertraut, mir viel Freiraum gegeben, mich Fehler machen lassen. Er hat gesagt: „Du musst aus der Summe Deiner Fehler lernen“. Das war die hauptsächliche Weiche meiner Karriere als Macher. Entscheidungen treffen, nicht aussitzen, nicht warten, bis ein Problem sich löst, das habe ich damals gelernt. Mit dieser Einstellung habe ich dann die Chance bei ROS bekommen, als Fertigungsleiter eines Bereichs, dann verschiedene Stationen durchlaufen, mein damaliger Mentor war Seniorchef Werner Ros, von dem ich viel gelernt habe. Von 2007 bis 2009 war ich Geschäftsführer des Werks in Tschechien, habe es mit aufgebaut, das war auch wieder ein

Sprung, verbunden mit vielen Heraus­ forder­ ungen und Lernprozessen, 20-Stunden-Tagen, schlaflosen Nächten, Pendeln von und nach Coburg, das war schon hart. Aber auch da hatte ich wieder freie Hand. Die braucht man, wenn man etwas machen soll, mit Reglementierungen geht das nicht. Das alles hat dazu geführt, dass ich 2009 die Gesamtgeschäftsführung von ROS übernehmen durfte. Was treibt sie an? Es ist die pure Lust am Machen. Es macht einfach Spaß, Produkte zu entwickeln, innovativ zu sein, erfolgreich, mit Menschen zusammenzuarbeiten, oder das neue Werk hier in Coburg zu planen und zu bauen, das alles motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Ist die Region Coburg ein guter Standort zum Machen? Ja, finde ich schon, aber leider wird Coburg häufig schlechtgeredet. Dabei bietet die Stadt viel: Schulen, eine Hochschule, die Autobahn, den ICE, viel Kultur, das Landestheater, schnelle Datenverbindungen. Es ist eine kleine Stadt, die viel auf die Beine stellt. Und vor allem ist Coburg ein wirtschaftsfreundlicher Standort, das muss man ganz klar sagen, sonst hätten wir hier auch nicht gebaut. Wir haben nur ein Problem: Uns gehen in der Region die Fachkräfte aus, gerade im Handwerk, und deswegen werden wir alle nicht umhinkommen, uns organisatorisch neu aufzustellen und auch tarifpolitisch neue Akzente zu setzen, um uns zu behaupten. Die Fragen stellte Wolfram Hegen.

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Das Lebenswerk von Peter Pratsch

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35 JAHRE DCT

MIT DRUCK UMGEHEN LERNEN Vorwort oder Auf sich gestellt Was treibt einen jungen Menschen an, sich selbständig zu machen? Einen jungen Menschen, der gerade in Regensburg Abi gemacht hat, sich dann in Coburg zum Studieren im Klassiker Betriebswirtschaftslehre einschreibt, sich aber, und so wird schon klar, dass ein klassischer Lebensweg wohl kaum begangen wird, auf dem Campus kaum blicken lassen kann, weil er anderes zu tun hat, weil er selbst etwas auf die Beine stellen und dabei keine Zeit verlieren möchte, verlieren darf, die nämlich hat er nicht, früh wird er Vater, muss nebenher Geld verdienen, neben Kinderwagen, Vorlesungen und Seminaren, da aber weiß er noch nicht, dass er an diesem 1. Oktober 1983 den Grundstein eines großen nordbayerischen Druckunternehmens legt, das sein ganzes Leben prägt.

Kapitel 1 oder Lehrjahre In Coburg nämlich gibt es damals keinen Copyshop. Trotz Hochschule, trotz Studenten, trotz Professoren. Bedarf also ist da. Und so eröffnet Peter Pratsch in der Ketschengasse 45 in Coburg seinen ersten Laden. Ein Einmann- und Fünfkopierer-Betrieb. Alles einfach, nur schwarz-weiß. Analoge Zeiten. Er stellt den ersten Mitarbeiter an, kauft eine erste kleine Druckmaschine, erweitert seinen Laden in Richtung Salvatorgasse, stellt mehr Leute an, die Kopierer laufen auf Hochtouren. „Aber von wegen nebenbei, ich war zehn bis 14 Stunden im Copy-Shop, jeden Tag“, erinnert er sich. „Und keine einzige Stunde an der Hochschule.“ Das beste BWL-Studium ist der eigene Laden.

Kapitel 2 oder Tellerwäscher Peter Pratsch lernt in dieser Zeit nicht nur mit Personal, Einkauf, Verkauf, Planung und Controlling umzugehen, auch mit Druck, und vor allem mit Drucktechnik. „Ich habe mich einmal nachts bis früh um vier Uhr an eine Druckmaschine gestellt, mit ihr gearbeitet, die Anleitung in der einen Hand, dann hatte ich verstanden.“

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VON WOLFRAM HEGEN FOTO: VAL THOERMER

Es sind mehrere Geschichten in einer. Die von Aufstieg und Fall. Die vom Leben eines Autodidakten. Die vom Einmannunternehmer zum Mittelständler. Die vom Grünschnabel zum Mann. Die Geschichte der Druckerei DCT aus Coburg ist die Geschichte von Peter Pratsch. 35 Jahre lang leben beide jetzt Seite an Seite. Versuch einer Kurzgeschichte.

Die Zeichen stehen auf Wachstum. In der Ketschengasse wird es zu eng. Der Copyshop bleibt im Stadtzentrum, wandert aber an den Ernstplatz. Und am Rande der Stadt, in Scheuerfeld, kauft und baut Pratsch Gebäude, um Platz für Druckmaschinen zu schaffen. Die Branche boomt, DCT wächst mit, Jahr für Jahr, vom Familienbetrieb zum gestandenen Mittelständler mit 120 Mitarbeitern, verdient Geld, viel Geld. „Wenn man selbst so etwas schafft, macht einen das schon stolz“.

Kapitel 3 oder Lebenskrise Eigentlich habe er am Höhepunkt 2011 die Firma verkaufen wollen. „Aber man kriegt ja nie genug“, räumt er ein. Und bisher kannte Peter Pratsch ja auch nur eine Richtung: nach oben. Immer war es aufwärts gegangen, über 25 Jahre, nie abwärts. Bis jetzt. DCT steigt ins Online-Geschäft ein, druckt anonym für große online-Portale, baut einen eigenen Online-Shop auf, zunächst scheint auch das zu funktionieren. DCT wird zum Industriebetrieb, digitalisiert, automatisiert, die Maschinen laufen auf Hochtouren, Tag und Nacht. Doch die Krise nimmt ihren Anfang: Immer mehr Druckereien strömen auf den neuen Markt, die Konkurrenz wächst, die Preise fallen, irgendwann bleibt kaum mehr etwas übrig, zu wenig Aufträge, ein großer Kunde bricht weg, Pratsch reagiert, doch der Abschwung ist nicht aufzuhalten. „Das hat uns beinahe das Leben gekostet“. Man verkauft eine Halle, entlässt 50 Mitarbeiter. Hinter vorgehaltener Hand wird von Insolvenz gesprochen, Coburg tuschelt über dct, „die Leute zeigen auf einen zeigen und sagen, sie hätten es schon immer gewusst. Das hat schon genagt, und das nagt auch immer noch.“

Kapitel 4 oder Überleben Er hat sie auch vernachlässigt, seine treuen Kunden, die mit ihm gewachsen sind viele Jahre und Jahrzehnte lang. „Wir wollten nur noch schneller werden, effizienter, mehr Geld verdienen, es ging nur noch um Masse, da haben viele Stammkunden nicht mehr dazu gepasst, die viel Beratung brauchen“, räumt er ein. Eine schmerzhafte Erkenntnis. Genau in diesen Kunden nämlich sieht er jetzt wieder die Zukunft: Es geht um Wertigkeit, um Kreativität, um Beratung. Es geht darum, Vertrauen herzustellen, es geht darum, wieder über hohe Qualität zu reden. Es geht um Projekte wie für große Schauspielhäuser in der Republik, in Hamburg oder Berlin und deren Spielpläne, es geht um personalisierte Mailings, Broschüren, Veredelungen. Peter Pratsch möchte das Unternehmen wieder in ruhige Fahrbahnen steuern, möchte wieder ruhig schlafen können, möchte allen Verpflichtungen für seine Mitarbeiter gerecht werden, um dct dann seinem Sohn zu übergeben, der heute schon Prokurist ist. „Es war schon eine Minute vor 12, aber wir sind guter Dinge, dass wir gelernt haben: Es geht nicht immer nur aufwärts.“

Nachwort oder Da geht noch was Pratsch ist eigentlich zu jung, um schon über ein „Altersstudium“ zu sprechen, tut es aber doch: Architektur würde ihn interessieren, das Entwerfen mache ihm Spaß, das Kreative.

DCT Die DCT GmbH ist eine der modernsten mittelständischen Druckereien im süddeutschen Raum. 1983 gegründet, tritt das heute 70-köpfige Team für innovative Drucklösungen und ein Höchstmaß an Qualität in den Spezialbereichen Offset-, Digital- und UV-Druck an. Zum Kundenspektrum des hochmodern ausgestatteten Druckunternehmens gehören Geschäfts- und Industriekunden sowie Agenturen und Privatkunden aus dem In- und Ausland. DCT versteht sich insbesondere als Partner von Designern, Grafikern und Produktionern, die für ihre Auftraggeber auf der Suche nach individuellen Printlösungen in höchster Qualität sind.

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Advertorial

AUTOHAUS WORMSER

STARK IN DIE

ZUKUNFT

Das neue Autohaus Wormser auf der Lauterer Höhe

Erinnern Sie sich noch an die Anfänge damals? 2009 hat die Firma Wormser ja das alte Autohaus übernommen. Zu der Zeit war ich noch bei Wormser in Forchheim, habe dort 23 Jahre lang die Abläufe im Autohaus von der Pike auf erlernt. Dann hat man mich gefragt, ob ich die Standortleitung in Coburg übernehmen möchte, ob ich Wormser in Coburg etablieren und wieder erfolgreich machen möchte. Das war natürlich eine tolle Herausforderung, die ich gerne übernommen habe. Und ich habe es nicht bereut, Coburg ist ein toller Standort, hat viel Potential, und jetzt mit dem neuen Haus hier auf der Lauterer Höhe haben wir uns selbst belohnt, krönen wir die Aufbauarbeit der letzten knapp zehn Jahre und bekennen uns damit ja auch als Wormser zum Standort Coburg. Dieter Eichhorn – Leiter Autohaus Wormser Coburg

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STARK IN DIE ZUKUNFT

V

iel Glas, moderne Architektur, viel Platz, Vesteblick, Arenablick: Das BMW-Autohaus Wormser hat ein neues Zuhause gefunden, weg von der in die Jahrzehnte gekommenen engen Niederlassung mitten in Coburg am Sonntagsanger, hin auf die Lauterer Höhe. Ein Umzug, der mehr ist als nur ein räumlicher Wechsel, steht er doch auch symbolisch für die Entwicklung des Autohauses in den letzten knapp zehn Jahren hin zum wiedererstarkten selbstbewussten guten Stück Coburg. Verbunden ist dieser Aufstieg vor allem auch mit dem Namen Dieter Eichhorn. Er war schon kurz nach der Übernahme des Autohauses Pfiffer durch Wormser Leiter des Autohauses. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

VON WOLFRAM HEGEN FOTOS: VAL THOERMER

Eigentlich wollte man doch aber am alten Standort bleiben, oder? Ja, das ist richtig. Noch 2012, das ist ja gar nicht solange her, hatten wir wirklich vor, die alten Gebäude am Sonntagsanger auf Vordermann zu bringen, die historischen Gebäude stilvoll und schön zu sanieren, das alte Parkhaus zu verglasen, die Räumlichkeiten auf den modernsten Stand zu bringen. Doch parallel dazu sind eben auch die Standards angehoben worden, das ging auf der beengten Fläche einfach nicht, also mussten wir uns nach einem neuen Standort umsehen. Dann kam die Stadt Coburg ins Spiel, die uns diese tolle Fläche hier auf der Lauterer Höhe angeboten hat, groß, von allen Seiten gut einsehbar, optimal an das Verkehrsnetz angeschlossen, mit viel Betrieb jeden Tag durch die zahlreichen Händler hier oben, also wir sind der Stadt wirklich sehr dankbar.

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Es hat dann aber relativ lange gedauert, knapp zwei Jahre seit dem Spatenstich 2016, bis jetzt der Umzug erfolgt ist … Ich weiß, da wurden auch schon Witze darüber gemacht, das ist auch in Ordnung. Aber jeder, der baut, weiß, dass bei jeder Planung etwas dazwischenkommen kann, Handwerker sind derzeit ein knappes Gut, dann mussten wir ja als BMW und MINI Partner alle Planungen bis zur letzten Fliese mit BMW abstimmen, all das kostet natürlich Zeit. Dafür haben wir Anfang September von BMW ein dickes Kompliment für das neue Autohaus bekommen, haben das Audit mit Bravour bestanden, dafür hat sich die lange Zeit gelohnt. Und umso schneller sind wir ja dann auch umgezogen. Das war sicher ein ganz schöner Aufwand, ein ganzes Autohaus an eine andere Stelle zu verlagern. Das kann man so sagen, alleine 150 Autos mussten hierher gebracht werden, da waren vier Leute eineinhalb Tage damit beschäftigt, mit den ganzen Akten und ca. 800 eingelagerten Radsätzen haben wir schon drei Wochen vorher angefangen, und den Rest dann in zweieinhalb Tagen mit einem echten Kraftakt durchgezogen. Am Ende waren wir alle stolz auf unsere Leistung, das ganze Team hat Riesiges geleistet, das haben wir dann mit einem gemeinsamen Essen und Umtrunk ausgiebig gefeiert. Und ich muss wirklich meiner ganzen Mannschaft dafür noch einmal ein Riesenkompliment machen. Gab es nicht auch Abschiedstränen? Natürlich, der eine oder andere hat mehr als vierzig Jahre am Sonntagsanger gearbeitet, seit der Lehre immer an der einen Stelle, die hatten natürlich schon auch ein Tränchen im Auge, denn so eng es dort war, natürlich war es stadtnäher, kuscheliger, vertrauter, das ist doch klar, dass man einem liebgewordenen Zuhause auch nachtrauert. Aber letztlich ist jetzt doch jeder froh, dass wir hier sind, wir haben mehr Platz, es ist moderner, zeitgemäßer, heller.

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Vom Spediteur zum Mittelstandsunternehmen 1948

Gründung als „Erstes Silo- und Transport­ unternehmen Konrad Wormser“ durch Konrad Wormser als 1-Mann-Unternehmen

1963

Gründung des Bavaria Bremsenprüfdienstes in Weisendorf – in erster Linie wurden hier Instand­­haltungsarbeiten an den firmeneigenen LKW`s durchgeführt. Später wurden hier auch PKW`s repariert und Fahrzeuge der Fa. Glas (das sog. Goggomobil) vertrieben.

1970

Neubau des aktuellen Autohauses Wormser in Herzogenaurach (damals auch Speditionsbetrieb) und Vertrieb der Marke BMW. Unerwarteter Tod des Firmengründers Konrad Wormser. Weiterführung des Unternehmens durch seinen Sohn Hans Wormser.

1983 – 1984

Bau des Filialbetriebes in Höchstadt an der Aisch – dieser Betrieb wurde 2001 und 2008 erweitert. In Höchstadt wird seit Anfang des neuen Jahrtausends auch die Marke MINI vertrieben

2001

Umbau des Betriebes in Herzogenaurach nach einem Brand

2008 Wie ist Wormser am neuen Standort in Coburg aufgestellt? Also bei Wormser hier in Coburg arbeiten knapp 55 Leute inkl. zwölf Auszubildenden. Auch diese Zahlen zeigen den Aufschwung der letzten Jahre. Am Anfang 2009 waren wir nur vierzig Leute. Auch das Geschäft hat sich in diesem Zeitraum sehr stark verändert, der Verkauf läuft heute viel multimedialer als früher. Das ist am neuen Standort natürlich perfekt möglich mit neuen digitalen Anwendungen. Dabei bleiben die persönlichen über Jahre gewachsenen Bindungen der Verkäufer zu ihren Kunden aber auch in diesen modernen Zeiten natürlich unser wichtigstes Potential. Darauf haben wir am Sonntagsanger gebaut, darauf bauen wir auch heute in unseren neuen fünf Verkaufsbüros für BMW-Neufahrzeuge, zwei weiteren für Mini und zusätzlich in unserem Gebrauchtwagenpavillon. Noch ein Blick in die Zukunft? Also was uns riesig freut ist, dass BMW absolut hinter Wormser steht und absolut hinter dem Standort Coburg. Wir alle gehen gemeinsam nach vorne. Und da werden natürlich die Themen Elektromobilität und Hybrid eine noch stärkere Rolle spielen als bisher, die Kundenanfragen steigen in diesem Segment, wir haben die Fahrzeuge natürlich auch hier vor Ort. Ich bin aber auch überzeugt, dass es immer BMW mit Verbrennungsmotor geben wird.

Das neue Autohaus Wormser: Raum für mehr Erlebnis. Mehr Service. Mehr Komfort. Mehr Innovation.

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Bernd Nicol (der bereits 1999 ins Autohaus eintrat) wird Geschäftsführer der Autohäuser.

2009

Übernahme des Autohauses Pfiffer / Coburg – hier Vertrieb von BMW und MINI

2010

Übernahme des Autohauses Panzer / Forchheim – hier Vertrieb von BMW und MINI

2015

Modernisierung der Autohäuser in Höchstadt und Forchheim nach den Vorgaben der BMW AG Was als 1 Mann Unternehmen im Jahr 1948 begonnen hatte, ist zu einem Mittel­stands­ unter­nehmen in der Branche geworden. Neben dem KFZ-Gewerbe ist der Bereich Transport und Logistik in den Mittel­ punkt der Unternehmens­gruppe gerückt. Nahezu 700 Mitarbeiter an 15 Standorten in 4 Ländern sind in den Speditions­betrieben und Autohäusern beschäftigt. C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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VON WOLFRAM HEGEN FOTO: YVES ALLOINDE

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Advertorial

GENERATIONS

DIE BÄTZOLDT OHG

ÜBERGREIFEND Die Bätzoldt OHG – Vater und Sohn erfolgreich unter einem Dach Dass sie heute im Büro so nebeneinander sitzen, der eine, der sich um das sogenannte grüne Geschäft im Betrieb kümmert, um die Gartentechnik, und der andere, zuständig fürs gelbe Geschäft, die traditionelle KFZ-Werkstatt, beide Geschäftsführer des Familienbetriebs, zwei gestandene Männer mit 25 Jahren Altersunterschied, Vater und Sohn, und gemeinsam über ihr Unternehmen, die Familie, die Herausforderungen reden, und vor allem wie respektvoll sie das tun, ist nicht selbstverständlich, wenn man weiß, welch tiefe Gräben Generationenkonflikte oft aufreißen können, und ist auch in diesem Fall nicht selbstverständlich, hat sich entwickeln müssen, hat sich aber auch über Jahrzehnte entwickeln dürfen. Wer zu spät kommt …. Sohn Erik nämlich geht erst einmal eigene Wege, lernt bei einem anderen Betrieb in der Stadt KFZ-Mechaniker. Als er zum elterlichen Betrieb zurückkehrt, schickt ihn sein Vater lieber erst einmal zur Bundeswehr. Aber auch die geht vorbei, Erik kommt zurück. „Am Anfang hatten wir schon ein Problem miteinander“, sagt Erik heute, „meine Schwester und die Mutter waren auch auf seiner Seite, das war manchmal schon schwierig“. Ab und zu habe sich das aufgeschaukelt, fügt sein Vater hinzu, „dann haben wir schon mal zwei Tage nicht mehr miteinander geredet.“ Meistens sei es um Kleinigkeiten gegangen, „ich war halt um halb sieben im Büro, beim Sohn konnte es schon mal später werden. Das hat mir gar nicht gepasst.“ Der Bätzoldt hilft uns schon … Vater Rainer nämlich ist im Nachkriegsdeutschland großgeworden, schweren Zeiten, geprägt von Mangel, Disziplin, harter Arbeit. Sein Vater gründet 1949 das Unternehmen, anfänglich als Boschbatterieladestation, aber schon bald als Fachbetrieb rund um KFZ-Elektrik, den Rainer Bätzoldt später übernimmt. „Der Bätzoldt hilft uns schon“, war früher ein geflügeltes Wort in der Region, „wenn mal ein Betonmischer stehengeblieben ist oder ein Milchlaster, immer waren wir zur Stelle.“ Das Unternehmen hat einen guten Ruf, als KFZMeisterbetrieb kümmert man sich vor allem um viele LKW-Fuhrparks in der Region, Rainer ist einer, der zupackt, nach Lösungen sucht und sie oft auch findet, einfallsreich, innovativ. Ein echter Handwerker eben.

Wenn in einem Jahr ein Familien­ unternehmen 70. Geburtstag feiert, davon 50 Jahre am heute noch aktuellen Standort existiert, wenn gleich­zeitig die zweite Generation der Geschäfts­ führung 75 Jahre alt wird und die dritte Generation 50, dann ist das anstehende Jahr 2019 wohl ein beson­deres für die Firma Bätzoldt in der Neustadter Straße. Und das Unter­ nehmen ist mit seiner kontinuierlichen Ent­ wicklung

auch

ein

Vorzeige­

beispiel dafür, wie Vater und Sohn unter einem Firmendach erfolgreich zusammenarbeiten können. AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

Nimm Dir eine Woche Zeit … „Ich dagegen war immer eher ein Universalist, also irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes“, schmunzelt Sohn Erik, obwohl selbst auch KFZ-Meister und Betriebswirt. Gegensätze, die lange aufeinanderprallen, aber sich im Laufe der Jahre mehr und mehr ergänzen. „Das einfachste war manchmal das Schwierigste, miteinander zu reden nämlich, und zwar unvoreingenommen“, erinnert sich Erik, aber genau das tun beide mehr und mehr. Bis der Vater den Sohn fragt, ob er mit einsteigen möchte im Familienbetrieb, richtig, nicht nur als Ferienjobber oder Lehrling. Eine Woche gibt er ihm Zeit, zu überlegen. „Das haben wir immer so gehandhabt, dass man nichts aus dem Bauch heraus entscheidet.“ Erik stimmt zu, freiwillig, „mein Vater hat ja nie gesagt, Du musst das machen.“ Eine glückliche Fügung … Beide stehen Seite an Seite eine schwere Zeit durch, Anfang der 2000er Jahre nämlich bricht das LKWGeschäft fast komplett weg, weil Speditionen aufhören, Fuhrparks wegfallen. Auch Eriks Ausflug ins Telekommunikationsgeschäft scheitert nach einiger Zeit. Doch eine „glückliche Fügung“ (Vater) hilft dem Unternehmen: Eine Firma für Gartentechnik gibt ihr Geschäft auf, die Firma Bätzoldt übernimmt einen Mitarbeiter und mit ihm viele Kunden. Die LKW-Halle wird umgebaut, und als der Verantwortliche nach ein paar Jahren aufhört, übernimmt Rainer Bätzoldt den Geschäftsbereich, „obwohl ich davon ja eigentlich keine Ahnung hatte.“ Aber er arbeitet sich ein, wollte beweisen, „dass man das schaffen kann.“ Er schafft es, heute ist die Gartentechnik nicht mehr wegzudenken. Und ohne Gartentechnik wäre der Vater vielleicht nicht mehr im Unternehmen. Loslassen können … Heute kommen sie gut aus, teilen sich die Geschäftsführung, jeder hat seinen Geschäftsbereich. Die interne Übergabe des Unternehmens vom Vater an den Sohn ist geregelt. „Ich konnte sehr gut loslassen“, sagt Vater Rainer, „ich wollte das, solange ich klar im Kopf bin, noch in die richtige Spur bringen, außerdem kann ich mich jetzt mehr ums Handwerkliche kümmern.“ Und im Umgang miteinander gibt es Grundregeln. Keine strategischen oder grundsätzlichen Fragen tagsüber im Tagesgeschäft. Stattdessen setzt man sich regelmäßig in Ruhe zusammen, nimmt sich Zeit, „dann können sich große Probleme gar nicht erst aufbauen“, so Erik.

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BERUF & LEBEN

Thomas Bittorf im Gespräch „Ich verspreche keinen Erfolg, aber ich gebe alles dafür.“ Das ist der Leitspruch von Thomas Bittorf. Der Rechtsanwalt und Steuerberater mit langjähriger Erfahrung hat seine Kanzlei vor zwei Jahren neu aufgestellt. Seither tritt seine Kanzlei als tb.legal auf. Dahinter verbirgt sich nicht nur ein anderer Name, sondern auch eine neue Philosophie. Zeit für ein Gespräch über den Beruf, das Leben - und Coburg.

COBURGER: Wie hat sich Ihre Kanzlei in den letzten 2 Jahren am neuen Standort in der Löwenstrasse 27 entwickelt? Thomas Bittorf: Dank meiner motivierten Mitarbeiter und der Mandanten waren die letzten beiden Jahre sehr positiv. Die Altbauräumlichkeiten hier sind hell, offen und strahlen eine gewisse Leichtigkeit aus. Da kommt man gerne hin. COBURGER: Wie bringt man die Energie auf, sich jeden Tag mit den Problemen anderer Leute zu beschäftigen? Thomas Bittorf: Ich bin ja ein Dienstleister, wie ein Arzt auch. Es geht als Rechtsanwalt und Steuerberater darum, anderen bei ihren spezifischen Problemen zu helfen. Ich will Gerechtigkeit und versuche diese durchzusetzen. Es geht aber nicht um das subjektive Gerechtigkeitsempfinden des Klienten oder von mir, sondern ein objektiviertes. Entscheidend ist, wie ein Gericht, das an Gesetze und die Rechtsprechung gebunden ist, am Ende des Tages urteilen würde. Das versuche ich im Rahmen meiner Beratung vorwegzunehmen. Das ist ein großer Motivationsfaktor, denn ich verliere sehr ungern Prozesse, das ist wie eine Niederlage beim Sport. Manchmal ist es auch sinnvoll, direkt mit der Gegnerseite zu verhandeln oder ggf. auch eine Mediation einzuleiten - anstatt stets vor Gericht zu gehen. Am Ende eines Falles ist auch schön zu sehen, wenn die Sache zu einem guten Ende gebracht ist und die Kunden zufrieden, in vielen Fällen auch innerlich erleichtert sind.

„Ziel ist mittelfristig eine multidisziplinäre Kanzlei.“

COBURGER: Sie sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern? Thomas Bittorf: Ja, mein Ziel ist es, mittelfristig eine multidisziplinäre Kanzlei mit mehreren Berufsträgern, wie Rechtsanwälten und Steuerberatern aufzubauen. Im Steuerbereich habe ich seit vielen Jahren hervorragende Mitarbeiterinnen, aber ich muss mich perspektivisch um den Nachwuchs kümmern, in beiden Bereichen. COBURGER: Warum sollte sich jemand bei Ihnen bewerben wollen? Thomas Bittorf: Wir haben eine wie ich meine wirklich gute Atmosphäre hier, in sehr schönen Räumlichkeiten. Ich lasse meinen Mitarbeitern viel Freiraum und versuche sie zu motivieren, den Fragestellungen auf den Grund zu gehen und sie im Kontext zu sehen. Wenn einer allein bei einem Problem nicht weiterkommt, lösen wir es gemeinsam. Persönliche Herausforderungen

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THOMAS BITTORF IM GESPRÄCH

sind wichtig, aber Mitarbeiter sollten nie das Gefühl haben, überfordert zu sein, sonst habe ich als Chef etwas falsch gemacht. Meine Mitarbeiter sollen gerne zur Arbeit kommen und genauso viel Spaß an der Arbeit haben wie ich. Wir legen großen Wert auf Fortbildung, das vermittelt auch Sicherheit und Selbstbewusstsein. Die Vergütung und die Extras müssen natürlich auch passen. COBURGER: Sie haben den sportlichen Ehrgeiz schon angesprochen, welchen Wert hat Sport in Ihrem Leben? Thomas Bittorf: Mittlerweile wieder einen sehr hohen Wert: Du nimmst Dir bewusst Zeit für Dich und tust etwas für Deinen Körper und Deine Gesundheit. Mir macht es am meisten Spaß früh vor der Arbeit. Wenn Du am morgen früh aufstehst und Dein Kopf sagt: Leg Dich noch mal hin - und stattdessen gehst Du aber laufen… und plötzlich stellst Du fest, dass sich die Gedanken ändern und Du Dich super fühlst. Bei einer gewissen Regelmäßigkeit purzeln dann auch die Kilos, man stellt seine Ernährung um und plötzlich schmecken Dir Salat und Müsli, Du trinkst Ingwertee und nur noch eine Tasse Kaffee am Tag. Du merkst, dass es Dir guttut und fragst Dich, warum Du es die letzten 15 Jahre nicht gemacht hast. Und dann setzt Du Dir wieder Ziele und hast Träume, wie als Kind früher. Letztes Jahr bin ich meinen ersten Marathon in Málaga gelaufen. Mit regelmäßigem Sport denkst Du auch beruflich anders, Du bist fitter, wacher, besser drauf, ausgeglichener aber auch entscheidungsfreudiger.

„Ich verliere ungern Prozesse, das ist wie eine Niederlage beim Sport.“

COBURGER: Was sind für Sie sonst noch wichtige Werte im Leben? Thomas Bittorf: Die Zeit mit meiner Familie, ich versuche, meiner Tochter nur das Beste mitzugeben, damit sie Selbstvertrauen, Mut und ihre Stärken entwickelt. Freunde sind sehr wichtig, der ehrliche Umgang miteinander und die Freude und der Spaß, gemeinsam etwas auf die Beine stellen. COBURGER: Welchen Wert hat Ihre Heimat Coburg für Sie? Thomas Bittorf: In Coburg bin ich aufgewachsen und mit Anfang 30 nach Studium und ersten Berufsjahren in München wieder hierher zurückgekehrt. Coburg hat unheimlich viel zu bieten für die Größe der Stadt, in jedem Bereich. Aber man wird es erst schätzen, wenn man auch mal rausgeht und sich ab und zu woanders umsieht, und nicht nur hier verharrt. Persönlich würde ich mir wünschen, dass es uns gelingt, Coburg für die junge Generation zwischen 20 und 35 noch attraktiver zu gestalten. Einer der wichtigsten Maßstäbe für die erfolgreiche Entwicklung und Behauptung von Städten im Wettbewerb ist ihr Altersdurchschnitt. In vielen großen Unternehmen vor Ort ist er unterhalb des Durchschnitts der Stadt. Im Stadtrat, in dem wir wichtige Rahmenbedingungen setzen, sind wir davon noch sicherlich entfernt. Jüngere setzen teilweise naturgemäß andere Prioritäten. COBURGER: Haben Sie konkrete Vorstellungen? Thomas Bittorf: Wir haben in Coburg hervorragende Schulen und auch Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. Es geht aber z.B. um den Ausweis von Baugebieten, von denen es in Coburg so gut wie nichts mehr gibt. Wir haben viele kleine Spielplätze, aber keinen richtig großen wie z.B. im Nürnberger Tiergarten mit Café oder auch nur Toiletten. Ein großer Anziehungspunkt einer Stadt ist auch die Erlebbarkeit von Gewässern oder des Flusses einer Stadt. Der Goldbergsee ist wirklich schön, aber für den Tourismus außer Spazierengehen noch unerschlossen. Über die Itz-Belebung wurde schon viel und angeregt diskutiert, aber leider noch nichts Konkretes umgesetzt. Vorstellbar wären hier auch Möglichkeiten im Bereich Wassersport wie Rudern oder evt. auch eine Wakeboard- und Wasserskianlage. Das wäre eine echte Attraktion für Familien.

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life is short. work somewhere awesome.

die kanzlei tb.legal ist ein kleines, engagiertes team für die ganzheitliche steuer- und rechtsberatung mit hohem qualitätsanspruch, freude an der kommunikation und dem intensiven gedankenaustausch. die ziele der mandanten sind mittelpunkt unseres täglichen einsatzes und engagements. regelmässige fortbildungen sind dabei für uns selbstverständlich.

im zuge der erweiterung suchen wir ab sofort

eine(n) steuerfachangestellte (n)

mit wenigstens 5- jähriger berufserfahrung sowie

eine rechtsanwältin oder einen rechtsanwalt im bereich zivil- und arbeitsrecht

mit wenigstens 3 -jähriger berufserfahrung als steuerfachangestellte(r) haben sie ihre abschlussprüfung als steuerfachangestellte(r) und/oder bilanzbuchhalter(in) mit gutem erfolg abgeschlossen. sie können mittlerweile selbständig abschlüsse vorbereiten und steuererklärungen erstellen. komplexe fragestellungen ängstigen sie nicht, sondern fordern sie heraus. mandanten und kunden stehen für sie im mittelpunkt, denen sie gerne helfen und das leben erleichtern wollen. als rechtsanwalt haben sie erfolgreich ihre staatsexamina abgelegt und erste erfahrungen vor gericht und im umgang mit mandanten gesammelt. sie sind kommunikationsstark und haben ein gespür für ihr gegenüber. sie wollen problemen auf den grund gehen und sie effizient lösen. wir bieten ihnen einen modernen und attraktiven arbeitsplatz und sehr gute vertragskonditionen mit einer langfristigen perspektive mit dem ziel einer partnerschaftlichen zusammenarbeit.

ich freue mich darauf, sie in einem persönlichen gespräch kennenzulernen.

thomas bittorf | rechtsanwalt & steuerberater löwenstrasse 27 96450 coburg 09561 79 42 400 | 09561 79 42 402 info@tb.legal | www.tb.legal AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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Harakiri am Berg Wenn der Schnee staubt und die Sonne vom blauen Himmel blitzt, dann zuckt es in den Beinen. Dann beginnt die Skisaison. Dann zieht es die Brettlfans ins Gebirge. Immer mehr suchen dort mehr als die einfache Familienabfahrt. Sie suchen den besonderen Kick. Es lockt der Rausch der Tiefe. Es lockt das besondere GlĂźcksgefĂźhl.

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HARAKIRI AM BERG Es ist der Moment, wenn der Atem stockt, der Hormonspiegel steigt, der Blutdruck nach oben schießt, der Magen kribbelt: Eigentlich möchte man jetzt davonlaufen, eigentlich ist es aber genau diese Situation, die man sucht, wenn die Vernunft mit der Lust kämpft: Diese Lust am Risiko, dieser Kick Adrenalin, wenn man oben steht, an der Kante des Abgrundes, den Blick nach unten und genau weiß – Fehler solltest Du Dir jetzt nicht erlauben. Dann noch einmal tief durchschnaufen und rein in den Hang. Jetzt ist die Entscheidung getroffen. Ein Zurück gibt es nicht mehr, nur ein nach unten.

Schmal, eisig, bucklig Die steilsten Pisten in den Alpen üben auf Skifahrer einen besonderen Reiz aus. Sich überwinden, das eigene Können ausreizen, den Hang besiegen. Es gibt viele Gründe. Normale Pisten, Schönfahren, das reicht oft nicht mehr. Dann schon lieber die besondere Herausforderung suchen, immer öfter, immer mehr. Lange nicht alle sogenannten schwarzen Pisten gehören da dazu. So nämlich werden die anspruchsvollsten Abfahrten in den Alpen gekennzeichnet. Dazu reicht laut Definition aber schon ein Längs- und Quergefälle von mehr als 40%, also im Schnitt 40 Meter Höhenunterschied auf eine Strecke von 100 Metern. Das stellt für gute Skifahrer in der Regel noch keine Herausforderung dar. Richtig spannend aber wird es erst bei deutlich mehr Gefälle,

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bei schmalen Streckenabschnitten, bei Eis und Buckeln. Dann erst pocht das Blut in den Adern. Oft handelt es sich bei diesen Streckenabschnitten nur um kurze Stücke, um Abhänge einer längeren Piste. Das aber reicht aus für den besonderen Kick.

Hau di runter Die Alpen haben einige dieser extrem steilen Abfahrten zu bieten, die man nur als geübter Skifahrer mit einer Topausrüstung und natürlich einem Helm wagen sollte. Schon die Namen dieser Abfahrten verbreiten Angst und Schrecken: Harakiri heißt die berühmteste im Skigebiet Mayrhofen, 78 Prozent beträgt das Gefälle der Strecke, „Hau di runter“ ist das Motto, belohnt wird der erfolgreiche Ritt auf der selbsternannten „steilsten präparierten Skipiste Österreichs“ dann mit Merchandising-Artikeln. Oder auch einem Foto. Das gibt’s immer Freitagnachmittags von den Mayrhofer Bergbahnen. Dieses touristische Spiel mit der Gefahr lohnt sich also, stößt aber auch auf Kritik: Viele ungeübte Skifahrer treten zur Mutprobe an, mit allen Risiken für Leib und Leben. Doch Bertold Brecht sollte ja nicht unbedingt Recht behalten, wenn er sagt: „Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.“

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DIE STEILSTEN PISTEN IN DEN ALPEN

Gefälle über 100% Eine andere Piste, die Skifahren trotz Winterkälte den Schweiß auf die Stirn treibt, findet sich in Steinach am Brenner in Tirol. Die WM-Piste „Manni Pranger“, benannt nach dem Slalomweltmeister von 2009 Manfred Pranger, hat ein Gefälle von über 100 Prozent und gilt wiederum als die selbsternannte „steilste maschinell präparierte Piste Österreichs“, weil sie nur mit Winde und einem speziellen Pistengerät bearbeitet werden kann. Wer sich in sie hineinwagt, sollte seine Bretter schon im Griff haben und eine ordentliche Oberschenkelmuskulatur kann auch nicht schaden. Im Notfall holt einen zwar der Pistenbulli aus der Steilwand, wie schon oft passiert, wer aber will sich denn schon so blamieren? Dann lieber die gemütliche Familienabfahrt wählen, die ein paar Meter oberhalb abzweigt. Auf der kommt man im Zweifel auf jeden Fall sicher und gesund ins Tal.

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Diese Lust am Risiko, dieser Kick Adrenalin, wenn man oben steht, an der Kante des Abgrundes, den Blick nach unten und genau weiß – Fehler solltest Du Dir jetzt nicht erlauben.

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HARAKIRI AM BERG

Nur die Allermutigsten trauen sich in den Hang, bei 55 Grad Neigung, also über 140% Gefälle.

Teuflisch Ein paar Kilometer weiter westlich, im Montafon in Vorarlberg, geht es teuflisch zur Sache, wenn man sich die „Diabolo“ im Skigebiet Golm hinunterstürzt. „Trau di ahi“ sagen die Einheimischen ähnlich wie an der Harakiri, „Trau dich runter“. Man muss sich schon ein wenig überwinden, denn vor allem auf den ersten Metern wird man schon kurzatmig bei 70 Prozent Gefälle. Dafür kann man sich im weiteren Verlauf der Strecke ausruhen, wenn die Piste dann ihre ganze Sanftmut zeigt. Kann aber auch nicht schaden, wenn die Oberschenkel schon brennen… Nach einer kurzen Erholungsphase locken dann noch die sogenannten „Black Scorpions“ im benachbarten Skigebiet „Silvretta Montafon“. Gleich sieben extrem schwere schwarze Pisten fordern dort den ganzen Mann oder die ganze Frau. Bei Gefällen von über 80 Prozent merkt man, warum gute Kanten nichts schaden können. Vor allem die eisige steile kurve Sennigrat –Piste hat es in sich. Aber auch die beiden Skirouten Sennihang und Abhenkina.

Be in Shape

Endorphin im Blut Wenn es ein bisschen mondäner im Umfeld sein soll, empfiehlt sich Lech am Arlberg. Aber nicht nur zum Geldausgeben und Seines-Gleichen-Treffen ist der historische Skiort das richtige Ziel. Denn vor dem abendlichen Prosecco und Hummer gibt es auch eine ordentliche Portion Adrenalin zur Vorspeise: Der „Lange Zug“ dort nämlich hat so gar nichts mit einer gemütlichen Eisenbahnfahrt zu tun, sondern eher mit einem halsbrecherischen Höllenritt. Nur die Allermutigsten trauen sich in den Hang, bei 55 Grad Neigung, also über 140% Gefälle gleich zu Beginn. Nicht wenige wagen zwar einen Blick in den Abhang, mehr aber auch nicht. Wer sich aber traut, wird belohnt, mit Endorphinen im Blut, mit über 6 Kilometern Pistenspaß und vor allem auch mit atemberaubenden Ausblicken in die Bergwelt.

Vor dem Einkehrschwung … Und wer dann immer noch nicht genug hat, kann auch die „Direttissima“ am Katschberg besuchen, die auch „Kärntner Streif “ genannt wird in Anlehnung an die berühmte Kitzbühler Streif (die in der Regel den Profis vorbehalten ist) mit Neigungen zwischen 60 und 100 Prozent und einer Länge von 2500 Metern, die „Gamsleiten 2“ in Obertauern im Salzburger Land mit bis zu 100 Prozent Gefälle und vor allem vielen eisigen Buckeln, den „Franz-Klammer-Stich“, benannt nach dem legendären österreichischen Ski Idol Franz Klammer, in Bad Kleinkirchheim in Kärnten mit 80 Prozent, die „Direttissima“ in Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol, zahlreiche Strecken in der Schweiz und Frankreich oder auch, ganz in der Nähe, die berühmte „Kandahar“ in Garmisch-Partenkirchen. Auch die deutsche WMAbfahrt nämlich hat ein Stück, bei der einem bei über 90 Prozent Gefälle der Atem stockt.

Adrenalinkick

Adrenalin wird vom Körper ausgeschüttet, wenn er besonderen Anforderungen und Anspannungen ausgesetzt ist. Das Hormon Adrenalin fokussiert unsere Wahrnehmung auf den Moment, es setzt ungeahnte Kräfte frei und bringt unseren Geist nach der Herausforderung in eine euphorische Stimmung – weswegen der Adrenalinkick auch eine gewisse Suchtgefahr birgt. Dazu der Gottvater des Extremkicks, Jochen Schweizer: „Wer etwas wagt, geht das Risiko ein, zu verlieren. Wer nie etwas wagt, verliert garantiert. Denn Angst zu überwinden, bedeutet Freiheit.“ (Aus Fit for Fun)

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SCHMERZFREI AUF ZWEI BRETTERN Mit Tempo in den Hang, der Schnee staubt, die Kanten krallen sich ins Eis: Skifahrer lieben ihn, diesen ganz speziellen Kick, das Glücksgefühl auf zwei Brettern. Ob nun mit Adrenalin in die Vertikale oder sanft schwingend den Berg hinunter: Um den Spaß auch genießen zu können, ist die richtige Ausrüstung wichtig, vor allem auch der passende Skischuh. Informationen dazu von Jochen Fertsch, Mitarbeiter von Intersport Wohlleben in Dörfles-Esbach. Jochen, warum überhaupt ist ein möglichst perfekter Skischuh so wichtig? Nur mit einem perfekt passenden Skischuh kann es auch ein perfekter Skitag werden. Jeder, der sich schon mal mit einem nicht passenden Skischuh quälen musste, weiß, von was ich spreche. Da können Wetter und die Schneebedingungen ideal sein, genießen kann man das aber leider nicht. Zudem sorgt nur ein perfekt passender Schuh für eine optimale Kraftübertragung. Neben qualitativ hochwertigen Marken-Skischuhen führt Ihr ja auch thermoverformbare Skischuhe, was ist der Vorteil an Ihnen? Thermoverformbare Skischuhe bieten den großen Vorteil, dass man die Schale sehr gut auf den jeweiligen Fuß anpassen kann. Zusammen mit anpassbaren Innenschuhen und Sohlen kann man so schon mal eine sehr gute Passform „erzeugen“. Jochen, Ihr seid ja auch einer der wenigen Partner von AquanovobootSkischuhen. Was ist bei diesen das Besondere? Im Gegensatz zu den thermoverformbaren Skischuhen „von der Stange“ ist der Aquanovoboot wirklich ein Skischuh nach Maß. Es wird also ein maßangefertigter Skischuh aus mehreren ausgewählten Komponenten individuell für den jeweiligen Fuß angefertigt. Das sind die Skischuhschale, der zu schäumende Innenschuh und eine eigens für Sie angepasste Einlegesohle. Nur so lässt sich die Individualität der jeweiligen anato­ mischen Gegebenheiten berücksichtigen. Erst dann kann ein spannungsund druckfreier Skischuh erschaffen werden.

Der AquaNovoBoot. Besonders geeignet für … … kleine, schmale Füße in Kombination mit starken, kräftigen Waden … kräftige, breite Füße und dünne Unterschenkel … Füße, die extrem von der sogenannten „Normform“ abweichen, z.B. Senkfüße, Knickfüße, Spreizfüße, Hohlfüße, Sichelfüße. 80 Prozent der Menschen haben keinen „Normfuß“. … Ein schwaches Vorfußgewölbe, aus dem sich eine „Vorlagen­ unverträglichkeit“ ergeben kann. … Kräftige bis übergewichtige Fahrer oder Fahrerinnen: Die Füße werden deutlich stärker belastet. Bei einer kräftigen Wade ist der Schaft meist zu eng, so dass auch die Durchblutung abgedrückt wird.

GUTSCHEIN AQUA NOVO BOOTS Beim Kauf eines AQUA NOVO Boots bis zum 30.10.2018 erhalten Sie als Coburger Leser die praktische be­heiz­ bare Skischuhtasche mit Rucksackfunktion im Wert von 149,95 Euro gratis dazu!

Wie funktioniert die Aquanovoboot-Methode? Mit Hilfe einer sehr speziellen Kombination von Luft- und Wasserdruck. Erstmals werden die drei Komponenten – individuell angeformte SkischuhSchale, geschäumter Innenschuh und anatomische Einlegesohle – gleichzeitig nach Maß angefertigt. Denn nur im Zusammenspiel entsteht der perfekte Maßskischuh mit seiner einzigartigen Passform: der AquaNovoBoot. Dieses Verfahren des deutschen Herstellers ist übrigens sogar von der EU patentiert.

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Für wen sind solche Skischuhe vor allem geeignet? Grundsätzlich sind diese Schuhe für alle geeignet, die einen perfekt passenden Skischuh suchen. Aber vor allem Personen mit anatomischen Herausforderungen werden sich über diese Schuhe freuen, um endlich wieder schmerzfrei das Skifahren genießen zu können.

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RÜCKENSCHMERZEN

TRAINING HILFT

Volkskrankheit Rückenschmerzen Warum treten denn gerade im Oktober und November verstärkt Rückenschmerzen auf?

Sie ziehen, stechen, zucken wie ein Blitz durch den Körper: Rücken­ schmerzen sind eine Volks­­krank­heit. 80% der Men­ schen der west­lichen Welt leiden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal an ihnen. Und gerade jetzt im Herbst treten sie verstärkt auf. Dabei müssen die meisten Rücken­schmerzen nicht sein, sagt Rainer Falch, Geschäfts­ führer vom Sport­land Co­burg in DörflesEsbach. Der COBURGER hat sich mit ihm unterhalten.

Rückentraining im Sportland

Rainer Falch: Das ist eigentlich ganz einfach erklärt: Es wird kühler, die Luft wird feuchter, das lässt Gewebe anschwellen und Nerven sensibler werden. So werden Rückenschmerzen begünstigt oder sogar ausgelöst. Außerdem arbeiten im Herbst viele Menschen häufig ohne Pause mehrere Stunden im Garten und überlasten dabei ihren Rücken. Und warum treten überhaupt so häufig Rückenschmerzen auf? Rainer Falch: Rückenschmerzen sind meist das Ergebnis eines Missverhältnisses von physischer und/oder psychischer Belastbarkeit eines Menschen und seiner tatsächlichen Belastung. Dabei können einmalige sehr hohe Belastungen wie ungünstiges Heben, ein schwerer Sturz oder lange und schwere Gartenarbeit die Rückenschmerzen auslösen. Das merkt man dann auch relativ schnell.Es können aber eben auch häufig wiederkehrende leichte Belastungen wie beispielsweise ungünstiges Sitzen, das tägliche Arbeiten am PC, oder stundenlanges Surfen mit dem Smartphone die Ursache sein. Und auch Stress. Dieser führt zu unbewusster Anspannung verschiedener Muskeln. So entstehen schleichend über Monate Rückenschmerzen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Ursachen.

Übungen wirken außerdem einem Muskelabbau entgegen und beschleunigen den Heilungsverlauf. Zu hohe Anstrengungen und falschen Ehrgeiz sollte man dagegen vermeiden. Bei richtigem Verhalten sollten die Schmerzen nach vier bis 8 Wochen verschwunden sein. Wenn es allerdings zu Ausfall- oder Lähmungserscheinungen kommen, muss man so schnell wie möglich zum Arzt, um dauerhafte Schäden zu vermeiden. Ein chirurgischer Eingriff ist aber übrigens nach einer Erhebung der Techniker-Krankenkasse in 85 Prozent der Fälle nicht nötig. Und was sollte man machen, dass es gar nicht erst zu Rückenschmerzen kommt? Rainer Falch: Gezieltes Muskeltraining spielt dafür eine zentrale Rolle, wenn es geht zweimal die Woche für 30 bis 60 Minuten, dann sollten Rückenschmerzen bald der Vergangenheit angehören. Am besten lässt man sich dazu von einem Physiotherapeuten oder einem speziell ausgebildeten Sportlehrer beraten und ein gezieltes Rückenprogramm erstellen.

Was sollte man machen, falls Sie es mal wieder erwischt hat?

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Terminvereinbarung für eine kostenlose und unverbindliche Beratung inklusive Schnuppertraining unter 09561/68314

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Individuelles 8 Wochen Rückentrainingsprogramm im hauseigenen Dr. Wolff Rückenzentrum. Beginn jederzeit bis zum 30.11.2018 möglich.

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Dr. Wolf Backcheck: Spezielles Analysegerät, um Bauch-, Rückenund Rumpfmuskulatur zu analysieren und eventuelle Dysbalancen zu finden.

Rainer Falch: Bei starken Schmerzen empfiehlt sich auf jeden Fall der rasche Gang zum Arzt. Dieser analysiert dann in Ruhe die Ursachen. Ein schmerzlinderndes Medikament macht nicht nur die Schmerzen erträglicher, sondern verhindert auch, dass sich diese im Schmerzgedächtnis festsetzen. Außerdem sollte man so weit wie möglich in Bewegung bleiben, Spazieren gehen und die eine oder andere Arbeit im Stehen statt im Sitzen machen. Einfache gymnastische

„In 85% der Fälle ist eine Operation unnötig“

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Gesponserter Beitrag

KERSTIN HELLER

GESUND SEIN UND BLEIBEN

Der ganze Mensch

Gesundheit ist ein hohes Gut. Wenn wir uns gesund fühlen, sind wir voller Energie, Taten­drang und Lebens­freude. Dann sind Körper, Seele und Geist im Einklang. Ein Ideal­zustand. Doch wir erhält man ihn sich? Und wenn Krank­heiten das Leben belasten, wie geht man mit ihnen um? Wir haben uns dazu mit der Co­ burger Heil­praktiker­in Kers­tin Heller unterhalten.

Wenn Menschen nach ihrem Wichtigsten im Leben gefragt werden, steht meist die Gesundheit ganz oben. Natürlich versteht man darunter zumeist die Ab­wesenheit von schweren Krankheiten. Aber was meint der Begriff Gesundheit eigentlich wirklich? Gesundheit ist immer davon abhängig, wie gut der Organismus auf Anforderungen aus der Umgebung reagieren kann beziehungsweise wie gut er Belastungen kompensiert. Hat man genug Kraft und Energie, um zum Beispiel mit Keimen aller Art zurechtzukommen und sie abzuwehren? Fühlt man sich geistig und seelisch im Einklang, um mit schwierigen Lebens­­ situationen ver­ nünftig umzugehen? Fragen Sie sich einmal, wieviel Prozent Energie Sie haben, ausgehend von 100 Prozent. Wer sich stark fühlt, hat genug entgegenzusetzen. Wer geschwächt ist, aus welchen Gründen auch immer, wird eher krank. Diese Selbstbeobachtung ist also sehr wichtig: Wie fühle ich mich körperlich und geistig/ seelisch? In welchem Bereich bin ich geschwächt und wo liegt eventuell die Ursache? Es ist besser, ein Gespür für sich selbst zu bekommen durch eigene Beobachtung, als die eigene Gesundheit nur der Krankenversicherung anzuvertrauen. Und Selbstbeobachtung kann man lernen, beispielsweise durch Yoga oder Acht­samkeitsübungen. Um gesund zu werden oder zumindest nicht krank, greift man gerne zu Medikamenten, zu Operationen, ist es dann nicht eigentlich schon zu spät? Wenn man krank wird, das heißt Schmerzen bekommt, sich nicht mehr so gut bewegen kann oder auch depressiv wird, dann liegen immer Ursachen dafür vor. Es ist auf jeden Fall wichtig, einmal darüber nachzudenken, warum diese

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Krankheit entstanden ist und sich Unterstützung für diesen jeweiligen Bereich zu suchen, um diese Ursache herauszufinden. Wenn die Ursache nicht behandelt wird, kommt es immer wieder zu den gleichen Problemen. Eine Krankheit ist auch immer ein „Blinklicht“, ein Ausdruck des Körpers und des Geistes, uns mitzuteilen, dass wir uns um uns kümmern müssen beziehungsweise uns helfen lassen sollten. Die Methode ist dann sicher abhängig von der Art der Beschwerden. Dabei halten sich anhand von Studien durch Professoren für evidenzbasierte Medizin schulmedizinische aber auch alternativmedizinische Methoden genau die Waage. Beide Felder sind gleich wichtig, entgegen der gängigen Medienpolitik. Krankheit ist auch eine Chance, wenn man sie reflektiert. Was macht Menschen wirklich dauerhaft krank, wenn man einmal von angeborenen Krankheiten oder von schweren Infektionen absieht? Körperlich betrachtet entstehen die meisten Erkrankungen durch chronische Entzündungen, die vor allem unser Herz, Gefäße oder andere Gewebe dauerhaft schädigen. Spitzenreiter sind in Deutschland Herz- und Gefäßleiden, Krebs, psychische Erkrankungen, Diabetes, chro­ nische Atemwegserkrankungen sowie Muskelund Skelett­ erkrank­ ungen. Vor allem unsere Lebensweise, unsere Ernährung, Überlastungen, Umweltgifte und dauerhafte Medikation beeinträchtigen dauerhaft unser System. Ein großer Gesundheits-Faktor wäre es zum Beispiel schon einmal, den Zuckerkonsum zu senken, ab und zu einmal ein paar Wochen auf schädigende Angewohnheiten zu verzichten, und sich mit genügend Nährstoffen zu versorgen, wie beispielsweise im Winter mit ausreichend Vitamin D.

Welche Alternativen gibt es, um so lange wie möglich gesund zu bleiben? Nehmen wir das Beispiel der Chinesischen Präventiv-Medizin. Die Menschen gehen dort zum Arzt, wenn sie gesund sind, um auch weiterhin gesund zu bleiben. In der traditionellen chinesischen Medizin gilt es herauszufinden, wo der Schwachpunkt im System eines Einzelnen liegt. Die Beratung erfolgt dann hinsichtlich der Lebensweise. Welches Essen vertrage ich gut oder gar nicht, brauche ich eher mehr Ruhe oder zum Ausgleich mehr Bewegung. Kann ich meinen Körper je nach Jahreszeit mit natürlichen Mitteln wie bestimmten Tees, Gewürzen oder Vitalstoffen unterstützen? Für diese Art von Beratung eignet sich besonders der Besuch bei einem Osteopathen. Die sensiblen Hände und die geschulte Wahrnehmung erkennen oft schon im Vorfeld Blockaden, und lösen sie sehr sanft. Das ist ganzheitliche und individuelle Beratung nach den jeweiligen Bedürfnissen.

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Heilpraktikerin Kerstin Heller ist seit vielen Jahren Spezialistin für Osteopathie, Microkinesitherapie, Akupunktur und weitere ganzheitliche Ansätze. Praxis Ernstplatz 1 • 96450 Coburg www.kerstin-heller.de info@kerstin-heller.de Telefon 09561/ 7958166 Termine nur nach Vereinbarung

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AQUARIA COBURG

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VON ILKA ROSEMEIER

Schöne Dinge Wie Umgebung auf uns wirkt

Unsere Wohnungseinrichtung lässt tief Blicken – in unsere Seele. Sie spiegelt unsere Interessen und Leidenschaften wider. Im besten Fall haben wir ein wohlgestaltetes Heim, in dem wir uns entspannt zu-

Nun, es gibt so einiges, was wir tun können, damit unsere Wohnumgebung eine positive Grundstimmung in uns erzeugt:

rücklehnen und zum Beispiel von unserem schöns-

Eine harmonische Wohnumgebung

ten Urlaub träumen können. Doch oft kommt es ganz

Zunächst einmal wird die Wohnungsgestaltung natürlich durch unseren jeweiligen Geschmack bestimmt. Hierfür stehen uns diverse Einrichtungsstile zur Verfügung. Oft wollen oder können wir uns nicht auf einen bestimmten Stil festlegen. Dann sieht die Einrichtung zusammengewürfelt aus und es will sich kein harmonisches Gesamtbild in der Wohnung einstellen. Natürlich ist es möglich, verschiedene Stile miteinander zu kombinieren, doch das will gekonnt sein! Hierbei sollten niemals mehr als zwei unterschiedliche Stile kombiniert werden.

anders: Während wir in unserem letzten Afrika-Urlaub die Vorzüge einer Einrichtung im Kolonialstil genossen und die afrikanischen Holzschnitzereien in Form von Masken, Tieren und Menschenköpfen bewundert haben, gepaart mit einem wunderschönen Blick in die unendlich wirkende Steppenlandschaft Afrikas, wirken unsere Urlaubsandenken im eigenen, skandinavisch eingerichteten Heim irgendwie deplatziert. Zur Krönung des Ganzen will sich beim Anblick unserer mühsam mitgeschleppten Afrika-Andenken zu Hause vor dänischer Wohnkulisse absolut keine Urlaubsstimmung mehr einstellen. Stattdessen schleicht sich ein Anflug von Frust ein und wir fragen uns: Was habe ich bloß falsch gemacht? Im Urlaub sah doch alles so schön aus?

Zu unserem persönlichen Geschmack gesellt sich dann noch die räumliche Aufteilung. Ist die Wohnung eher dunkel oder hell? Sind die Räume klein oder groß? Gibt es hohe Decken? Das sind wesentliche Dinge, die es bei der Gestaltung der Wohnräume unbedingt zu beachten gilt und bei denen wir grobe Fehler zu Lasten unseres Wohlbefindens machen können.

Raumgestaltung für Böden und Wände Böden und Wände sind aufgrund der Größe ihrer Flächen von besonderer Bedeutung. Deshalb sollte hierauf das Hauptaugenmerk gelegt werden.

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Wände, Böden, Licht und Dekoration: Erst das richtige Zusammenspiel sorgt für ein harmonisches Wohngefühl.

Momentan ist es Trend, das eigene Heim möglichst hell und freundlich zu gestalten, wodurch eine gewisse Leichtigkeit erzielt wird, die uns wiederum (wenn wir alles richtig gemacht haben) ein Hauch von Urlaubsstimmung am Meer in das Herz zaubert. Helle Farben, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind, lassen uns besser entspannen als zum Beispiel ein leuchtendes Rot. Rot weckt in uns eher das Bedürfnis von Aktivität. Oft sind wir uns dessen nicht bewusst, aber der Bodenbelag ist entscheidend, wie ein Raum auf uns wirkt und prägt seinen Charakter. Hierbei ist es zunächst egal, ob wir uns für Holzparkett, Laminat, Fliesen oder Teppich entscheiden. Neben unseren persönlichen Vorlieben spielt auch die Nutzung des Bodens eine große Rolle. Für aktivere Bereiche empfehlen sich härtere Böden, während ein Teppichboden in den Schlafräumen für mehr Wohnlichkeit sorgt. Wenn wir morgens mehr oder weniger schnell aus dem Brett hüpfen, tut es doch gut, wenn unsere Füße sofort auf etwas flauschig Weichem landen, als wenn uns sogleich der nackte Holzfußboden empfängt – mag er auch noch so schick aussehen. Auch an den Wänden können wir wieder eine Menge falsch machen. Möchten wir unsere Wände streichen, geben sanfte Creme- oder Beigetöne unseren Räumen mehr Helligkeit und lassen sie größer wirken. Auch helle Grün- Gelb- oder Blautöne lassen sich gut dazu kombinieren. Aber Vorsicht! Diese Farben müssen sehr genau aufeinander abgestimmt sein, damit sich hinterher nicht ein Bild der “Villa

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Kunterbunt“ einstellt. Wer gerne mit dunklen Farben arbeitet, sollte sich dessen bewusst sein, dass dies die Räume kleiner und dunkler wirken lässt. Auch kann dies ein etwas bedrückendes Gefühl in uns auslösen. Bei der Wandgestaltung mit Tapeten sollten wir auch große Vorsicht walten lassen. Schnell können wir mit der falschen Tapete unseren Raum dabei unschön zergliedern.

Raumgestaltung durch Textilien und Dekoration Während wir die Raumgestaltung durch Böden und Wände so einfach nicht wieder ändern können, gelingt uns dies durch den simplen Austausch von Textilien deutlich schneller. Ein Raum kann durch neue Kissenbezüge minutenschnell eine ganz andere Wirkung auf uns bekommen. Haben wir zum Beispiel vorher alles schön abgestimmt Ton in Ton gehalten, wodurch das Auge durch nichts abgelenkt wird und der Raum eher ruhig wirkt, können ein paar wohldosierte Farbtupfer in Form von neuen Kissenbezügen uns sogleich fröhlicher stimmen. Das Gleiche gilt auch für Polstermöbel, die durch einen neuen Bezug gleich ganz anders wirken. Durch neue Gardinen oder Rollos lässt sich ein Raum optisch verkleinern oder vergrößern. Schwere Vorhänge können dabei einem großen, hellen Raum etwas mehr Gemütlichkeit verleihen.

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Zur Dekoration zählt alles, was wir mit kleinem Aufwand verändern können. Das sind Textilien, Accessoires und Kleinmöbel. Bei der Dekoration können wir unseren Vorlieben und Ideen freien Lauf lassen. Jedoch sollten wir dabei immer auch unseren Einrichtungsstil im Blick haben, damit eine einheitliche Linie gewährleistet ist. Nur so kann sich das optimale Wohlgefühl bei uns einstellen.

Raumgestaltung durch Licht Machen wir uns überhaupt ausreichend Gedanken darüber, wie der Tageslichteinfall in unserer Wohnung ist oder wo eine Beleuchtung wirklich Sinn macht? Licht hat nämlich einen viel größeren Einfluss auf die Grundstimmung eines Raumes, als wir denken. Haben wir zum Beispiel ein sonnendurchflutetes Schlafzimmer, wäre eine Verdunklung durch Gardinen oder Rollos sehr sinnvoll. Wünschen wir uns dagegen eine lichtdurchflutete Wohnung, können wir uns auf einen einfachen Sichtschutz verlegen, der das einfallende Licht nur gering reduziert. Bei der Beleuchtung sollten wir die Balance finden zwischen praktisch und dennoch gemütlich. Eine helle Lichtquelle sollte schon sein, um den Raum bei Bedarf vollständig zu erleuchten. Mehrere kleine Lichtquellen zaubern Gemütlichkeit und geben punktuell Licht dort, wo es nötig ist.

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Was wir tun können, damit unser Zuhause im Winter noch gemütlicher wird Wie oben unter Raumgestaltung durch Textilien schon geschrieben, lässt sich unser Heim schnell durch den Austausch von eben diesen verändern und somit auch an die jeweilige Jahreszeit anpassen. Bleiben wir auch noch einmal bei unserem Beispiel der hellen und leichten Einrichtung im skandinavischen Stil, der uns im Sommer an schöne Strandtage erinnert, jedoch im Winter schnell etwas unterkühlt wirken kann. Besonders schön und passend zu diesem Einrichtungsstil sind Kissenbezüge mit Wintermotiven, wie einer Meise auf einem schneebedeckten Zweig oder einem Hirsch. Dazu eine neue Decke aus Kunstfell für das Sofa und vielleicht der ein oder andere kleine Kunstfellteppich auf dem Boden oder einem Sessel, und schon haben wir es “hyggelig“, wie der Däne sagen würde. Natürlich dürfen in der dunklen Jahreszeit zusätzliche Lichtquellen, wie Kerzen oder geschickt platzierte Lichterketten nicht fehlen.

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WEIHNACHTSFABRIK & MUSEUM Seit dem 21. September hat die Alte Weihnachts­fabrik in Neustadt bei Coburg wieder geöffnet. Auf über 800 Quadratmetern gibt es nicht nur eine Riesenauswahl an wunderschönem Weihnachts- und Adventsschmuck von Inge‘s Christmas Decor und anderen Herstellern, sondern auch viele Geschenkideen, besondere, individuelle und originelle Produkte für Groß und Klein. Vor dreißig Jahren entdeckte Klaus Müller-­Blech ein paar alte Weihnachts­vögel aus Glas, wie sie seine Eltern und Vorfahren schon seit Generationen herstellten. Sie wurden die ersten Stücke einer der schönsten und größten Sammlungen von antikem Weih­nachts­schmuck weltweit. Das historische Weihnachtsmuseum befindet sich im ersten Stockwerk. In unserem Bistro ist die ganze Familie herzlich Willkommen. Es gibt viele leckere Speisen und Getränke.

Die Alte Weihnachtsfabrik Neustadt Weihnachtsschmuck und Geschenkideen Öffnungszeiten Wochentags: 09:00 – 18:00 Uhr Sonntags: 13:00 – 18:00 Uhr Weihnachtsfeiertage und Neujahr geschlossen

Weihnachtsschnäppchenmarkt Jeden Samstag vom 27. Oktober bis 22. Dezember 2018 ab 1,50€ je Box

Kugelblasen für Kinder Kinder ab 5 Jahren dürfen ihre eigene Glaskugel blasen. Ab 28. Oktober bis 23. Dezember 2018 jeden Sonntag von 13:00 – 17:00 Uhr

Die persönliche Glaskugel Vor Ort von einer Malerin angefertigt jeden Samstag von 13:00 bis 17:00 Uhr Ab 24. November bis 22. Dezember 2018

Historisches Weihnachtsmuseum Öffnungszeiten von Freitag, 21.09.2018 bis Samstag, 05.01.2019 Montag bis Samstag Sonntag

9.30 bis 18.00 Uhr 13.00 bis 18.00 Uhr

Weihnachten und Silvester: 9.30 bis 12.30 Uhr Geschlossen 25. und 26. Dezember, 1. Januar.

Eintrittspreise Erwachsene 4,50 € Kinder bis 16 Jahre 2,50 € Familienkarte (2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern) 12,00 € Gruppentarif Erwachsene ab 15 Personen

pro Person 3,50 €

Gruppentarif Kinder ab 15 Personen

pro Person 2,00 €

Gruppen-Package für Erwachsene 12,00 € ab 15 Personen; beinhaltet Eintritt und Weihnachts­museumOrnament (mundgeblasen & handbemalt im Wert von 9,95 €)

Führungen Museumsführung (45 Minuten) Sprache Deutsch Museumsführung (45 Minuten) Sprache Englisch

35,00 € 50,00 €

Sternenweg 2 Neustadt bei Coburg Tel. 0 95 68 / 8 57 - 0 www.alteweihnachtsfabrik.de Jetzt auch auf Facebook und Instagram. Bei größeren Gruppen mit dem Bus bitte vorher telefonisch anmelden unter: 0 95 68 / 857-0 AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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HANDMADE IN NEUSTADT BEI COBURG

Produktentwicklung

Formenbau

Glasblasen

Schon Anfang des Jahres werden die neuen Trends von unserem jungen Kreativ-Team für das kommende Jahr entwickelt. Farben und Ornamente werden festgelegt.

Im hauseigenen Modellbau werden nicht nur historische Formen gepflegt und zur Verwendung erhalten, sondern auch neue, zeitgemäße Ornamente gefertigt.

In der Inge-Glas® Manufaktur werden alle Ornamente nach alter Handwerkskunst mundgeblasen. Kugeln, Spitzen und vieles mehr werden von erfahrenen Glasbläsern frei vor der Flamme geformt.

Versilbern

Malen

Konfektionierung

Die unverwechselbare Brillanz von Inge-Glas® Manufaktur Glasschmuck entsteht durch die Handverspiegelung mit echtem Silber.

Bis zu 30 Arbeitsgänge sind nötig um einem Ornament sein fertiges Aussehen zu geben. Kleinste Details, wie Augen, Pupillen und Augenbrauen werden sorgfältig und mit sehr ruhiger Hand von unseren qualifizierten IngeGlas® Malerinnen gemalt.

Alle gefertigten Vögel werden entweder mit Federn geschmückt oder erhalten den traditionellen Vogelschwanz aus gesponnenen Glasfäden. Auch SWAROWSKI ELEMENTS™ und andere Zierelemente werden in der Konfektionierung verarbeitet.

In der Alten Weihnachtsfabrik finden Sie alle aktuellen Weihnachtstrends, die in unserer Qualitätsprüfung Jedes Ornament wird einer abschließenden Qualitätsprüfung unterzogen. Erst wenn diese bestanden ist, wird es mit dem geschützten Markenzeichen, dem Sternkrönchen®, versehen.

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Das ganz besondere Weihnachtsgeschenk: Unsere limitierten Auflagen. Limitiert auf 999 Stück.

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Genussvoller, gemütlicher

Herbst.

GENUSS

Die „Käse- und Weinstraße“ beim Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe Der Wind frischt auf und die Blätter fär­ben sich in gelb und rot, die Tage werden kürzer und es ist uns allen klar: Der Herbst ist da – die gemütliche Jahres­zeit. Die Abende ver­ lagern sich mehr und mehr in die gute Stube und vielerorts flackert schon das Feuer in den Kamin­öfen. Fehlt nur noch etwas, mit dem wir unseren gemütlichen Kamin­ abend noch mehr auskosten können, z.B. mit gutem Käse und gutem Wein. Der uns genussvoll durch den gemütlichen Herbst bringt.

Damit der Käse auch zum Wein passt und man Genuss erleben kann, gibt es ein paar Dinge, auf die man auf jeden Fall achten sollte. Harmonie entsteht nur, wenn die feinen Aromen des Weins nicht vom Käse erschlagen werden. Es empfiehlt sich, auf Fettanteil und Reifegrad des Milchproduktes zu achten. Ein milder, fetthaltiger Käse passt am besten zu einem ähnlich milden Wein. Zu einem eher säurehaltigen Käse passt ein süßer, alkoholreicher Wein besser, da dieser einen Kontrast im Gaumen setzt. Salziger Käse schmeckt zu Weinen mit kräftiger Säure genauso wie zu edelsüßen Tropfen. Am einfachsten ist es Wein und Käse aus derselben Region zu kaufen, diese harmonieren meistens gut. Schlussendlich gilt: Der beste Wein zum Käse ist der, der einem am besten dazu schmeckt und Geschmack ist nun mal Geschmackssache. Also dann guten Appetit. Stopp, noch ein paar Infos zur „Käseund Weinstraße“. Viele köstliche Sorten zum Probieren und Kaufen werden den Gästen der „Käse- und Weinstraße“ beim Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe angeboten. Rot- und Weißwein ist dabei ebenso in großer Auswahl zu haben wie natürlich auch sämtliche Variationen des Käses aus Deutschland, Österreich oder Italien. Ob Bergkäse oder andere traditionelle Käsesorten, aber auch einige Variationen mit Chili oder Zitronenpfeffer. Die edlen Tropfen kommen aus den verschiedensten Weingütern. Insgesamt hat der Frischecenter Wagner eine riesige Auswahl an Weinen im Sortiment.

www.wagner-coburg.de

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Advertorial

IMMER EINEN BESUCH WERT

FOTOS: MICHAEL SELZER

OUDENAARDE Mit der belgischen Stadt ver­ bindet Coburg seit 1972 eine enge und gelebte Partnerschaft.

Die über 260 Kilometer zwischen Antwerpen und Oudenaarde führen dabei zumeist über Kopfsteinpflaster und sind eine Tortur für Mensch und Material. In diesem Jahr ist das Rennen zum 102. Mal ausgetragen worden. Um diese Geschichte entsprechend zu dokumentieren, haben die Stadtväter der Flandernrundfahrt ein eigenes Museum gewidmet. Neben historischen Rädern und vielen Informationen rund um das Rennen kann man hier aber auch selbst in die Rolle eines Radrennfahrers schlüpfen. Zum einen als historischer Sieger mit virtueller Brille, zum anderem aber auch auf einer Installation, bei der man beim in-die-Pedale-treten einen realistischen Eindruck erhält, wie es sich anfühlt, auf dem belgischen Kopfsteinpflaster mit dem Rad unterwegs zu sein. Ein bisschen rennradverrückt sind sie schon in dieser Stadt. Wen wundert es also, wenn man allerorten Menschen mit ihren Drahteseln begegnet oder, dass Jean-Marie, der mit seinen 71 Jahren deutschsprachige Gäste durch das Museum führt, auf die Frage, was er denn von E-Bikes hält, antwortet: „Vielleicht mal, wenn ich alt bin“. Das Herz von Oudenaarde schlägt rund um den Marktplatz, der erst in diesem Jahr neu gestaltet wurde. Viele kleine Läden, Cafés und Kneipen laden zum Bummeln und Verweilen ein. Dominiert wird das Zentrum vom prachtvollen Rathaus und der Walburgakirche mit ihrem weithin sichtbaren 90 Meter hohen Turm. Vor allem beim Rathaus lohnt sich aber nicht nur der Blick von außen. Im Inneren warten auf die Besucher spektakuläre Exponate des AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

Der rund 31.000 Einwohner große Ort, nicht weit entfernt von Brüssel, Brügge oder Gent, liegt an der Schelde – dem Fluss, dem er auch seinen Namen verdankt. Oudenaarde heißt übersetzt so viel wie „Alter Hafen“. In unseren Tagen auch als „Juwel der flämischen Ardennen“ bekannt, liegt Oudenaarde inmitten dieser hügeligen Region. Hier lädt nicht nur die malerische Landschaft zum Wandern an der ein oder anderen historischen Windmühle vorbei ein, die Region ist einmal im Jahr auch Austragungsort eines der schwersten Radrennen des Kontinents – der Flandernrundfahrt.

MOU (Museum von Oudenaarde und der flämischen Ardennen): Riesige, historische, in den Oudenaarder Werkstätten hergestellte Wandteppiche, eine eindrucksvolle Silbersammlung und eine ausgefallene Architektonik – so sind die Dachkonstruktionen dem historischen Holzschiffbau nachempfunden – warten auf die Besucher. Noch bis zum 16. Dezember steht aber der wohl berühmteste Sohn Oudenaardes im Mittelpunkt einer Sonderausstellung. Künstler und Lebemann Adrian Brouwer hat durch sein Schaffen selbst große Maler wie Peter Paul Rubens oder auch Rembrandt beeinflusst. In seinem nach nur 42 Jahren durch die Pest beendeten Leben schuf er in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts rund 70 Bilder, von denen jetzt erstmals rund die Hälfte zusammen im Oudenaarder Rathaus ausgestellt werden. Als „Meister der Emotionen“ waren es vor allem Szenen aus dem bäuerlichen Leben, die Brouwer auf der Leinwand festhielt und die bis heute von der Ausdruckskraft der Figuren einzigartig sind. Über eine Million Euro hat es sich die Stadt Oudenaarde kosten lassen, die Bilder aus aller Welt zusammenzutragen – eine Investition, die sich gelohnt hat. Das wohl berühmteste Erzeugnis der Stadt ist wahlweise hell oder dunkel und flüssig. Belgisches Bier ist nicht nur bei den einheimischen beliebt sondern auch ein Exportschlager. Gleich 7 Brauereien stellen noch den begehrten Gerstensaft her, wobei die beiden größten herausstechen, Roman und Liefers.

Während in der Brauerei Roman auf die traditionellen belgischen Biere wie Pils, blond oder triple gesetzt wird und natürlich auch Adrian Brouwer eine eigene Reihe an zumeist dunklen Bieren gewidmet ist, sind es bei Liefmans eher Craftbiere und die belgischen Fruchtbiere, die in den Handel kommen. Aber Vorsicht – in der Regel sind belgische Biere stärker als das durchschnittliche fränkische Kellerbier – auch wenn man es meist am Geschmack nicht erkennt, sondern erst nach dem zweiten oder dritten Glas an der Wirkung. Eine Brauereibesichtigung (unbedingt vorher anmelden) mit anschließender Verkostung lohnt sich aber allemal. Wer die Bierspezialitäten aus der Coburger Partnerstadt lieber auf dem heimischen Sofa kosten möchte, hat traditionell auf dem Coburger Weihnachtsmarkt die Gelegenheit dazu. Eine Gruppe des Städtepartnerschaftsvereins verkauft auch in diesem Jahr wieder zwischen dem 30. November und 2. Dezember belgisches Bier und Pralinen. Wer sicher gehen will, noch etwas zu ergattern, sollte sich aber beeilen, in der Regel ist der Stand am Samstagabend schon ausverkauft. Fazit: Oudenaarde ist definitiv eine Reise wert und in Verbindung mit einem Ausflug zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die Ardennen und/oder einem Tagestrip nach Brüssel, Gent oder Brügge, lohnen sich auch mehrere Tage.

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HIER WOHNTE …

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF

HIER WOHNTE…

… DER SCHINKENBARON Wie ein kleines Schlösschen liegt das Gebäude an einer der meist befahrensten Straßen Coburgs und ist von weither sichtbar. Tausende Autofahrer rasen täglich daran vorbei. Hunderte Fahrgäste sitzen an den beiden Haltestellen am Ernstplatz und wenige von ihnen ahnen wahrscheinlich, welches Kleinod sich hinter dem Schallschutzzaun befindet.

Auf dem ehemals 2000 Quadratmeter großen Grundstück ließ sich der Fleischwarenfabrikant und Kommerzienrat Tobias Großmann um 1900 ein herrschaftliches Wohngebäude errichten. Der Betrachter ahnt bei dessen Anblick, dass der Metzgermeister ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann gewesen sein muss. Und tatsächlich: Unter Tobias Großmann entwickelte sich die Familienmetzgerei mit Filialen in der Ketschengasse und der Bahnhofsstraße zu einem der größten deutschen Exporteure von Schinken. Genauer gesagt Coburger Delikatessschinken, eine bis heute überregional bekannte Schinkenspezialität. Die familiäre Erfolgsgeschichte der bereits im 17.Jahrhundert aus Lobenstein zugewanderten Großmanns endete im Jahre 1937, als Tobias kinderlos verstarb. Die Geschäfte wurden weiter geführt, eine Aktiengesellschaft gegründet. (1996 jedoch kam die Pleite des Familienbetriebs, der das rasante Expansionstempo in den neunziger Jahren mit der Gründung einer tschechischen Niederlassung nicht vertrug.) Das Ende der Villa am Ernstplatz war dies freilich nicht. Der nächste Eigentümer brauchte jedoch mehr Platz. Kurzerhand ließ Dr.Paul Eichmüller den Wintergarten an der Rückseite abbrechen, um einen Operationssaal mit Liegeterrasse für seine orthopädische Klinik zu schaffen. Zusätzlich ließ er eine Mansarde aufstocken, um Wohnräume für das Personal zu einzurichten. Keineswegs eine bauliche Verschönerung des Gebäudes, zugegeben. Doch welch herrlicher Anblick mag es für die Patienten gewesen sein, auf den barocken Garten mit dem hölzernen Pavillon und der künstlichen Steingrotte zu schauen. Ein Brunnen auf Höhe des Zauns und verschiedene Steinfiguren ergänzten die Gartenanlage, die bis heute über eine breite Freitreppe vom Erdgeschoss aus jederzeit erreichbar ist. Einen weiteren großen baulichen Einschnitt brachte, für alle Coburger ersichtlich, das Jahr 1973 im Zuge der Verbreiterung der Goethestraße. Fast 300 Quadratmeter des Gartens musste der Eigentümer an die Stadt abtreten. Die Brunnenanlage wurde dabei zerstört und der Zuschnitt des Gartens verändert. Der nächste Eigentümer veränderte die Villa unbemerkt in ihrem Inneren. Kaufmann Heinz Matthäi erwarb das Ensemble, um seine Christbaumkugelausstellung darin zu präsentieren. Ab diesem Zeitpunkt waren viele Fenster im Erdgeschoss ganzjährig abgedunkelt, um die passende schummerige Weihnachtsstimmung für dir Einkäufer erzeugen zu können. Bemerkenswert.

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Aber auch dieser Coburger Geschäftsmann verkaufte das Gebäude wieder - aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens an der nunmehr verbreiterten Goethestraße. In diesen Jahren führt der Arbeitsweg einen jungen Ingenieurs täglich an dem herrschaftlichen Gebäude vorbei. Nach eigener Aussage träumte dieser davon, irgendwann selbst einzuziehen, so sehr faszinierte Michael Knörnschild dieses Gesamtkunstwerk, welches zunehmend verfiel. Anfang des Jahres 1994 war es dann soweit und ein befreundeter Immobilienmakler bot ihm tatsächlich dieses Haus zum Kauf an. Der Traum wurde wahr und das Ingenieurbüro Knörnschild bezog nach umfassenden Sanierungsarbeiten die beiden Obergeschosse, während im Souterrain ein Kopie-Shop als Mieter einzog. Seit 2003 wohnt Michael Knörnschild auch selbst in seiner Traumvilla. Eine Herzensangelegenheit war ihm dabei die Rekonstruktion des mittlerweile arg verwilderten Gartens. Nun bildet eine konkav zulaufende Rasenfläche wieder den Mittelpunkt des Ziergartens. Hecken wurden angelegt, die Grotte saniert und der reiche Bestand an ausgefallenen Bäumen pflegerisch eingebunden. Die urzeitlichen Riesenmammutbäume, die Hängebirken und die Linden entlang der Straße machen aus dem Ensemble ein grünes Kleinod mitten in der Stadt. Und so spricht heute auch keiner mehr über den als Schallschutzwand gegen den Verkehrslärm angelegten Bretterzaun entlang der Goethestraße, der dereinst die Gemüter in der Stadt erhitzte, weil er als nicht ästhetisch empfunden wurde. Denn auch diese hölzerne Konstruktion ist mittlerweile begrünt und fügt sich gut in das Bild der Straße ein.

Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.

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HIER WOHNTE …

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… DER SCHINKENBARON

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder neu vermieten und benötigen einen Energieausweis?

Die SÜC ist Ihr kompetenter Ansprechpartner, wenn es um die Ausstellung eines Energieausweises für Ihr Objekt geht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

SÜC Energie und H2O GmbH energieausweis@suec.de | Telefon: 09561 749-1555 www.suec.de

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… DER SCHINKENBARON

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MARKTBERICHT

COBURG

Wohnimmobilien

immer begehrter Marktbericht von VON POLL IMMOBILIEN

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Der aktuelle Marktbericht für Wohnimmobilien in Coburg, den das Maklerunternehmen VON POLL IMMOBILIEN soeben vorgelegt hat, zeigt, dass die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen in der Stadt weiter steigen. Denn Wohnimmobilien vor Ort sind begehrt und die Nachfrage übersteigt das Angebot um einiges. Zur absoluten Premiumlage zählt vor allem das Gebiet direkt am Fuße des Coburger Festungsbergs. 2017 bewegten sich die Preise für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus dort und in vergleichbaren Lagen zwischen 425.000 Euro und einer Million Euro. Im laufenden Jahr 2018 liegt diese Preisspanne bereits zwischen 450.000 und 1,1 Millionen Euro. Im Segment Eigentumswohnungen sind zentrumsnahe Lagen sehr beliebt. Insbesondere Best Ager bevorzugen das Wohnen in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt. In den besten Lagen gleich östlich der City und am Itzufer bewegen sich die Preise pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung aktuell zwischen 3.600 und 4.000 Euro, in guten Wohnlagen wie in der Ketschenvorstadt zwischen 2.800 Euro und 3.600 Euro. 2017 lagen die entsprechenden Obergrenzen noch bei 3.800 Euro beziehungsweise 3.400 Euro. Insgesamt wurden in Coburg 2017 nach Zahlen des Gutachterausschusses rund 28,1 Millionen Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser umgesetzt, im Vergleich zu 2016 ein Anstieg um 16,6 Prozent. 115 Eigenheime wechselten dabei den Eigentümer. Der Durchschnittspreis lag somit bei rund 244.000 Euro, das sind gut 14,6 Prozent mehr als 2016. Fast 70 Prozent aller veräußerten Wohnimmobilien in Coburg waren 2017 Eigentumswohnungen. Das Umsatzvolumen in diesem Segment lag bei 41,3 Millionen Euro, rund 17,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

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WOHNIMMOBILIEN IMMER BEGEHRTER

Die Zahl der Transaktionen steigerte sich um 17 Prozent auf 247. Demnach stieg der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen geringfügig um 0,2 Prozent auf rund 167.000 Euro. „Aufgrund der großen Nachfragen bei begrenztem Angebot gehe ich von weiter steigenden Preisen in den bevorzugten Lagen Coburgs aus. Auch durch den neuen ICE-Halt ist das Interesse an hochwertigen Immobilien in der Stadt weiter gestiegen. In mittleren bis einfachen Lagen wird das aktuelle Preisniveau stabil bleiben“, so Alexander J.N. Petrich, Geschäftsstelleninhaber des VON POLL IMMOBILIEN-Shops in Coburg.

Den ausführlichen Marktbericht finden Sie unter

www.von-poll.com/coburg.

Er ist auch in gedruckter Form in der Geschäftsstelle Coburg in der Judengasse 18 erhältlich.

Über die von Poll Immobilien GmbH Die von Poll Immobilien GmbH hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Vermittlung von wertbeständigen Immobilien in bevorzugten Wohnund Geschäftslagen. Die Geschäftsleitung des Unternehmens bilden Beata von Poll, Daniel Ritter und Sassan Hilgendorf. Mit mehr als 300 Shops und über 1.200 Kollegen ist VON POLL IMMOBILIEN, wozu auch die Sparten VON POLL COMMERCIAL, VON POLL REAL ESTATE und VON POLL FINANCE gehören, in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Spanien, Portugal, Norditalien, den Niederlanden, Luxemburg, Kroatien sowie Serbien vertreten und damit eines der größten Maklerhäuser Europas. Durch eine konsequente Expansionsstrategie befindet sich das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs. Der Capital MaklerKompass zeichnete VON POLL IMMOBILIEN im Oktoberheft 2017 mit Bestnoten aus. Im Vergleich der Maklerleistungen in 50 Städten erzielte das Unternehmen mit 35 Fünf-Sterne-Bewertungen wie in den Vorjahren die Spitzenposition.

KONTAKT VON POLL IMMOBILIEN Coburg Alexander J.N. Petrich Geschäftsstelleninhaber Judengasse 18 D-96450 Coburg Telefon: +49 (0)9561 - 79 53 83 0 Mobil: +49 (0)172-995 60 43 E-Mail: coburg@von-poll.com www.von-poll.com/coburg

PRESSEKONTAKT VON POLL IMMOBILIEN GmbH Angela Oelschlägel Leiterin Public Relations Feldbergstraße 35 D-60323 Frankfurt am Main Telefon: +49 (0)69-26 91 57-601 Mobil: +49 (0)173-368 23 63 E-Mail: angela.oelschlaegel@von-poll.com www.von-poll.com

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Gesponserter Beitrag

VERA BUCK– „BAS BUCH DER VERGESSENEN ARTISTEN“

Buchempfehlung Martin Vögele, Buchhandlung RIEMANN: Ein großartiger Roman wider das Vergessen! Langweiler, ein Dorf im Hunsrück, 1902. Der fünfzehnjährige Mathis Bohnsack ist aufgrund eines lahmen Beines der Prügelknabe seiner Familie. Insbesondere seine zwölf Brüder machen ihm das Leben zur Hölle, mit Duldung des Vaters. Da nutzt Mathis die Gelegenheit und schließt sich einem im Dorf gastierenden Schausteller an. Meister Bos „Durchleuchtungsapparat“ sorgt auf dem Jahrmarkt für Furore und zieht Mathis sofort in seinen Bann. Zufällig sucht Bo einen neuen Gehilfen, und Mathis nutzt die offenkundig einmalige Chance, seinem Schicksal zu entfliehen. Mit dieser Entscheidung taucht Mathis ein in die fantastische Welt der Schausteller. Seine abenteuerliche Reise führt ihn durch das ganze Land und auch nach Zürich, wo er während eines längeren Gastspiels im dortigen Panoptikum Meta, die Liebe seines Lebens, kennenlernt. Meta ist Kraftfrau und tritt als stärkste Frau der Welt auf. Der nun gemeinsame Weg führt Mathis und Meta nach Paris, wo sie in den FoliesBergère gefeiert werden und auf Berühmtheiten wie Coco Chanel, Agatha Christie und Charlie Chaplin treffen. Immer dabei ist Metas behinderter Bruder Ernsti. Meta und Ernsti waren einst Findelkinder, die beim Jahrmarkt landeten. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 752 Seiten: ISBN: 978-3-8090-2679-2 22,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-20165-4 17,99 Euro

Berlin, 1936. Die Massen jubeln jenem abgelehnten Kunststudenten zu, mit dem Mathis und Meta 1908 in Wien eine Wohnung teilten. Dieser seltsame Mann mit dem lächerlichen Schnauzer ist Adolf Hitler. Das Klima wird rau für Künstler und Artisten. Bühnen werden geschlossen, immer mehr Künstler mit Berufsverboten belegt. Nicht selten verschwinden Menschen über Nacht. Leben wird kategorisiert nach lebenswert und nicht lebenswert. Da beschließt Mathis, Widerstand zu leisten und ein Buch gegen das Vergessen zu schreiben – ein gefährliches Unterfangen in dieser Zeit, zumal Meta und Ernsti jüdische Wurzeln haben … „Das Buch der vergessenen Artisten“ ist der zweite Roman der jungen Autorin Vera Buck und ein seltenes Leseerlebnis. Mit ihrer feinen, bildhaften Sprache und auch subtilem Humor lässt sie uns einerseits eintauchen in die schillernde Welt der Artisten und Künstler im frühen 20. Jahrhundert und gemahnt uns andererseits an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. „Das Buch der vergessenen Artisten“ ist ein großartiges, berührendes und nachhaltig beeindruckendes Lesevergnügen. Es ist eine Hommage an vergessene Menschen, an Heldenmut und an die Liebe und ein gewichtiges Buch in einer Zeit, da Menschen wieder zunehmend nach Rasse, Hautfarbe, Religionszugehörigkeit oder sexueller Orientierung beurteilt werden.

Inhaltsangabe

Vera Buck

Die wundersame Welt des Jahrmarkts, dram­atische Zeiten und eine Liebe, die auch die größte Dunkelheit erhellt …

Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Script­ writing auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fern­ sehen und Zeitschriften, später Kurz­geschichten für Anthologien und Literatur­ zeitschriften. Nach Station­ en an Universitäten in Frank­ reich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich. Ihr Debüt­ roman „Runa“ wurde von der Presse hochgelobt und für den renommierten Glauser-Preis nominiert.

Deutschland, 1902. Mathis ist der dreizehnte Sohn eines Bohnenbauern, sein Leben zwischen Äckern und Feldern scheint vorherbestimmt. Erst als der Jahrmarkt im Dorf Einzug hält, bekommt Mathis eine Ahnung von der großen, weiten Welt jenseits der Hügel, die den Ort umgeben. Eine Welt, in der elektrische Wunder, Kuriositäten und schillernde Showbühnen auf ihn warten und in der auch er einen Platz haben will. Zusammen mit den Schaustellern begibt sich Mathis auf eine außergewöhnliche Reise.

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©André Volk

Nach über dreißig Jahren als Röntgenkünstler lebt Mathis mit seiner Partnerin, der Kraftfrau Meta, in einer Wohnwagensiedlung am Rande Berlins. Es sind düstere Zeiten für die Artisten: Auftrittsverbote werden verhängt, Bühnen dichtgemacht. Doch in geheimen Clubs und Künstlertreffs lebt die Vergangenheit weiter. Genau wie in dem Buch, an dem Mathis schreibt – einem Buch, das Geheimnisse birgt und unter keinen Umständen in die falschen Hände geraten darf …

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THEATERVORSCHAU

DEMNÄCHST IM

LANDESTHEATER WUCHTIGE TEXTE

RASANTER BALLETTABEND

4.48 PSYCHOSE

DREI FARBEN

Schauspiel von Sarah Kane Deutsche Übersetzung von Durs Grünbein

Dreiteiliger Ballettabend von Tara Yipp, Niko Ilias König und Mark McClain

A

DARUM GEHT ES

Um 4.48 Uhr beginnt die kurze Zeitspanne – exakt eine Stunde und 12 Minuten – zwischen zwei Medikamentengaben, eine Zeitspanne voller Klarheit, aber auch voller Schmerz. In ihrem poetisch verdichteten Text „4.48 Psychose“ entäußerte sich die britische Autorin Sarah Kane (1971-1999) in all ihrer Verzweiflung und ihrer Sehnsucht. Gespräche mit Therapeuten und Ärzten, rätselhafte Zahlenkolonnen, exakte Beschreibungen der Nebenwirkungen der Psychopharmaka, mit denen sie behandelt wurde, und lyrische Passagen, in denen sie ihren Gefühlen der Isolation und Entfremdung Ausdruck verleiht. In schonungsloser Offenheit gibt die Autorin die Innenschau einer Depression preis. Kurze Zeit, nachdem Sarah Kane das Stück ihrem Verleger übergab, nahm sie sich das Leben. Es ist kaum möglich, sich ihrem Text anzunähern und ihren Suizid auszublenden.

B

WO UND WANN SPIELT ES

James Macdonald ließ in der Uraufführung den Text von zwei Frauen und einem Mann spielen. Der Aufführung wurde eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, nachdem die Autorin kurz nach Fertigstellung des Stückes den Freitod gewählt hatte. Nach der Uraufführung von 4.48 Psychosis im Royal Court 2000, hat es verschiedene Inszenierungen von „4.48 Psychose“ gegeben. Am 21. Januar 2012 hatte das Stück Premiere an den Kammerspielen München.

C

WAS ERWARTET MICH

Der Regisseur und Schauspieler Axel Sichrovsky hat sich dem Coburger Publikum bereits 2016 mit seiner hochgelobten Inszenierung von Elfriede Jelineks „Wut“ vorgestellt. Nun lotet er die psychologische und poetische Dimension dieses furiosen Sprachkunstwerks aus. D

A

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11.–1 4.10. 18

Das

Coburger Land genießen!

DARUM GEHT ES

Farben, behaupten die Physiker, entstehen durch die Brechung der Lichtstrahlung auf der Oberfläche der Dinge. Farben sind aber noch viel mehr: sie kreieren Bilder und Welten, sind Warnsignal und Erkennungszeichen und rufen bei jedem von uns andere Gefühle und Assoziationen hervor. Der unendliche Farbenreichtum, den wir wahrnehmen, lässt sich oftmals nur schwer in Worte fassen – ebenso wie die komplexen Synergien und Bewegungen des Tanzes.

C

Live a uf

WAS ERWARTET MICH

Immer als Geschenk für gute Freunde und sich selbst online bestellen unter: www.genussregion-coburg.de

Drei Farben aus dem bunten Spektrum des zeitgenössischen Tanzes werden an diesem Abend gezeigt: Tara Yipp, gebürtige Kanadierin, ist seit 2010 Ballettmeisterin am Landestheater Coburg und stellte sich bereits mit „Gefährliche Liebschaften“ als Choreografin vor. Auch Niko Ilias König ist in der Vestestadt kein Unbekannter: Er stand hier von 2008 bis 2014 als Solist auf der Bühne und bewies im Rahmen der „First Steps“ sein choreografisches Talent. Und – last but not least – der dem Coburger Publikum bestens bekannte und für seine großartigen Handlungsballette beliebte Ballettdirektor Mark McClain. Drei Choreografen, die mit ihrer individuellen Handschrift die Sinnlichkeit und emotionale Kraft der Farben mit der Ausdruckskraft des Tanzes zu fassen versuchen. Drei Teile, die dementsprechend in Bewegungsstil, Thematik und Musikauswahl kontrastieren und sich doch zu einem farbintensiven und stimmungsvollen Abend zwischen Bravour und Poesie zusammenfügen. D

WANN

Die Premiere findet am 10. November statt. Weitere neun Aufführungen gibt es von November bis Januar 2019.

WANN

Die Premiere findet am 30. November statt. Weitere Vorstellungen gibt es am 2., 18. und 19. Dezember. AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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LACHEN FÜR DEN GUTEN ZWECK

Die Comedy-Gala geht am 5. Januar 2019 im Kongresshaus Coburg in die 7. Runde! Die Benefiz-Veranstaltung des Round Table 151 wird auch dieses Jahr vom Coburger Magazin präsentiert und wird euch mit ausgewählten Comedians begeistern! Und das Beste an der Gala: Die Einnahmen des Abends fließen komplett in die Servicekasse des Round Table 151, die dieses wieder dafür verwenden Gutes zu tun.

Auch das Programm hat es in diesem Jahr wieder in sich und garantiert einen Abend voller Lacher. Die Comedians der Comedy-Gala 2019 sind:

BERHANE BERHANE Der sympathische Spaßvogel ist DAS neue Licht auf Deutschlands Comedybühnen. Er rockte zweimal die SAP Arena bei seinem Kurzauftritt als Gast von Bülent Ceylan und Bülent war begeistert: “Der Typ ist so geil!“ Als Berhane mit 6 Jahren nach Deutschland kam, hatte er praktisch nichts, nicht einmal einen Nachnamen. Den bekam er erst in Deutschland zusammen mit seinem Pass.

THORSTEN BÄR Das Multitalent der deutschen Comedy mit seinem Mix aus Standup, Parodie und Songs. Bereits über 200.000 Gäste hat das Multitalent der deutschen Comedy begeistert. „Vadder Unser“ ist ein kurzweiliger Abend mit einem dynamischen Mix aus Stand-Up Parodie und Songs. Lustig, schnell und authentisch.

NIKO FORMANEK (Moderation und Führung durch den Abend) Seine natürliche Art und sein Charme sind ansteckend und so wird ein Abend mit Niko Formanek zu einem Erlebnis, bei dem einem das Herz aufgeht.

DON CLARKE Der „Natural Born Comedian“, englischer Charme gepaart mit britischem Humor Mit seinem neuen Soloprogramm „SEXundSECHZIG“ knüpft der natural born Comedian Don Clarke dort an, wo er niemals aufgehört hat: Nichts tun!

KARTEN Karten erhalten Sie online auf www.coburger-comedy-gala.de oder in der Geschäftsstelle des Coburger Tageblatts. NE

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Der Vorverkauf läuft seit dem 4. Oktober.

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WEIHERER. Dank des niederbayerischen Poeten und seinem millionenfach geklickten Internet-Video kennt mittlerweile ganz Deutschland die Postleitzahl von Brunsbüttel. Doch Weiherer ist weit mehr als nur der „25541-Kasperl“: Ein faszinierender Sturschädel mit einer Mischung aus Liedermacherei und Kabarett!

E N D TA B L A N N E F I Z29 - V E/ ROKTOBER 2018 AUSGABE

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Advertorial

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

UNVERGESSLICHE MOMENTE Die Zeit der Open-Airs ist vorbei und die Veranstaltungen verlagern sich wieder in die Hallen, wie die brose ARENA in Bamberg und diese steht neben Sport für eines unvergessliche Konzertmomente. Wer noch nie da war, für den heißt es jetzt: Tickets sichern, Freunde und Verwandte einpacken und samt Kind und Kegel ein einzigartiges Erlebnisse genießen.

BEAT IT! BROSE ARENA BAMBERG I 06. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

Der „King of Pop“ ist zurück! Zum 60. Geburtstag von Pop-Legende Michael Jackson feierte das brandneue Musical „BEAT IT!“ am 29. August 2018 Weltpremiere im Theater am Potsdamer Platz in Berlin und geht ab 30. Oktober 2018 erstmals auf große Tournee und macht auch zweimal in Oberfranken Stopp. Die zweistündige MusicalBiographie „BEAT IT!“ von Erfolgsproduzent Oliver Forster (u.a. „Falco - Das Musical“) zeigt in spektakulären Bildern Michaels erste Schritte im Musikbusiness mit den „Jackson 5“, seine unvergleichliche Solokarriere aber auch seine persönlichen Veränderungen. Die grandiose Bühnenshow präsentiert 25 der größten Jackson-Hits in einzigartigen Originalchoreografien. Hits wie „Dirty Diana“, „Thriller“, „Man In The Mirror“, „Billie Jean“, „Beat It“ oder „ABC“ nehmen die Zuschauer mit auf eine atemberaubende, musikalische Zeitreise.

257ERS

MICHAEL MITTERMEIER

BROSE ARENA BAMBERG I 17. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

BROSE ARENA BAMBERG I16. NOVEMBER 2018 I 20 UHR

Die 257ers stammen aus Essen-Kupferdreh, einem Stadtteil im Süden der Pottmetropole, also dem Arsch des Ruhrgebiets. Idyllisch ist es hier: Ein ruhiges Fleckchen Erde mit einem Park, einem Wald, einem Supermarkt – eben rein gar nicht so, wie man sich den Pott vorstellt. In der Tat haben die 257ers richtig einen an der Klatsche – aber mit seiner ganz eigenen Humor- und HipHopDefinition haben sich die 257ers in den letzten Jahren von Essen aus eine riesige Fangemeinde erspielt. Die Postleitzahl ihres Heimatorts - 45257 Essen Kupferdreh - lieferte ihnen dazu den Namen. Mit ihrer berühmt-berüchtigten Live-Show haben die Essener jede Halle von Deutschland bis nach Österreich und in die Schweiz abgerissen, sich eine sektenähnliche Anhängerschaft von »Mutanten« erspielt, die Jugendsprache durch Begrifflichkeiten wie »Akk!« und »Abgehn!« geprägt und Ende 2014 mit ihrem Album »Boomshakkalakka«, das bei Selfmade Records veröffentlicht wurde, endlich auch die Chartspitze erklommen.
 Nach einer nahezu restlos ausverkauften Mikrokosmos Tour waren die 257ers diesen Sommer auf Festivals wie u.a. dem Southside / Hurricane, Frequency, Frauenfeld, Helene Beach und dem Chiemsee Summer unterwegs. Derzeit arbeiten die beiden Jungs auch an ihrem neuen Album und gehen ab November 2018 auf Tour!

Ring frei für den Comedykampf des Jahrhunderts! In der rechten Ecke als Herausforderer: der Komiker. In der linken Ecke der Favorit: die Absurdität des Alltags und ihre großen Brüder. Michael Mittermeier, der bayrische Karate Kid der Stand Up Comedy fightet wie man ihn kennt und liebt: Schweben wie Bruce Lee und stechen wie Biene Maja. Ein Mann, ein Mikro, keine Regeln. Mittermeiers einziger Verbündeter: die berüchtigte Todes-Wuchtl, eine lang vergessene, mündlich überlieferte Geheimwaffe, geschmiedet in dunklen Gewölben einer antiken austrianischen Spaß-Dynastie, gestählt auf allen Comedy-Bühnen dieser Erde. Und die Welt ist kein Tindergeburtstag! Wer schlägt wen? Es heißt Jeder gegen Jeden: Batman vs. Baywatch... Chuck Norris vs. Wonder Woman... Zwei Himmelhunde vs. Bud Spencer... Geistige Veganer vs. Verbale Metzger... live gestreamt in den asozialen Medien... Lasset die Spiele beginnen! Das Blöde und Böse in der Welt brauchen keine Streicheleinheit, sondern eine Pointe genau zwischen die Augen. Den LUCKY PUNCH. Klassische Stand Up Comedy. Mit Anzug und Style. Ehrlich, hart und ohne Mundschutz. Ein furioses K.O. in 120 Minuten.

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Advertorial

Eigentlich müsste es Coburger Konzert- und Ver­anstaltungs­halle heißen, das Kongress­ haus Rosengarten. Zwar finden hier viele Kongresse statt, vor allem aber ist das Kongress­ haus eines: ein gutes Stück Heimat. Ein Ort, mit dem viele Co­burger wich­ tige schöne Momente verbinden, an dem sie getanzt, ge­lacht, ge­feiert und ge­ staunt haben, schon jahrzehntelang: Seit der Wiedereröffnung 1987 hat das Haus bis heute mehr als 2 Millionen Besucher in über 10.000 Veranstaltungen empfangen.

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Bei diesen handelt es sich vor allem um Veranstaltungen von Coburgern für Coburger: so laden hier viele Schulen zu ihren alljährlichen Konzerten oder Abschlussfeiern, es verabschieden fast alle örtlichen Gymnasien, weiterführenden Schulen oder auch die Hochschule Coburg hier ihre Absolventen. So ist das Kongresshaus Rosengarten auch Zuhause für wichtige Lebensabschnitte des Coburger Kultur-, Vereins- und Wirtschaftslebens. Ob die Coburger Narrhalla, die Effect`s, der Coburger Mohr, die Gesellschaft der Musikfreunde, das Philharmonische Orchester des Landestheaters Coburg, Coburger Chöre, Musikvereine, das Sambafestival, Tanzschulen, Serviceclubs, die Polizei, die Industrie- und Handels- und die Handwerkskammer, Parteien, große Unternehmen, die Stadt Coburg und viele andere: Im Kongresshaus pulsiert das Coburger Leben, und zwar das ganze Jahr über: Im Fasching, bei Ausbildungsmessen, Floh- und anderen Märkten, Bällen, Hochzeitsmessen, Konzerten, Tagungen und Seminaren. Und das Kongresshaus ist auch ein Tor zur Musik- und Show-Welt. Viel Prominenz stand in den letzten drei Jahrzehnten im Rampenlicht auf der Bühne. Das Kongresshaus Rosengarten ist damit im echten Sinn ein gutes Stück Heimat.

AUSGABE 29 / OKTOBER 2018


„Seit 2006 ist der Wirtschaftstag im Herbst ein fester Bestandteil im Veranstaltungsangebot der Sparkasse Coburg - Lichtenfels. Das Kongresshaus Rosengarten bietet für dieses Highlight den richtigen Rahmen. Das Team vom Kongresshaus berücksichtigt unsere Wünsche und Anforderungen. Für unterschiedliche Bedürfnisse im Hinblick auf die Räume als auch die technische Ausstattung ist das Haus bestens gerüstet. Auch die Verkehrsanbindung passt und auf dem Anger und in den umliegenden Parkhäusern kann man gut parken. „

„Seit 2013 veranstalten wir regelmäßig im Coburger Kongresshaus und arbeiten mit der Mannschaft um Frau Schlecht und Sebastian Sonntag unkompliziert und auf Augenhöhe zusammen. Mein persönliches Highlight war der Auftritt des Krawall-Komikers Gernot Hassknecht. Faszinierend war zudem die Wortgewandheit von Norbert Neugirg (Altneihauser Feierwehrkapelln). Schade, dass an dem Tag keine Lokalpolitiker im Publikum saßen ... Ich freue mich auf unsere nächsten Gastspiele im Kongresshaus, nämlich auf Vince Ebert und die Kult A Cappella Gruppe: Alte Bekannte.“ Oli Schneider | Agentur Streckenbach

Jana Lindner-Okrusch | Sparkasse Coburg-Lichtenfels

„Unsere Tanzschule Weinberg veranstaltet 3-4 im Jahr im Kongresshaus Rosengarten den Abschlussball. Nach 30 Jahren im Kongresshaus fühlen wir uns immer noch sehr wohl, werden jedes Mal freundlich und herzlich vom Personal empfangen und unsere Wünsche stets schnell erfüllt.“

„Der Festsaal: kein Saal im „Schuhschachtel-Format“, sondern ein eleganter Erlebnisraum. Die Zusammenarbeit: Unkomplizierte Kommunikation und zuvorkommender Service. Sehr empfehlenswert – immer wieder gerne“.

„Seit mehr als 10 Jahren veranstaltet Hörgeräte Geuter den Coburger Gesundheitstag im Kongresshaus Rosengarten. Das Kongresshaus ist hervorragend für diese Veranstaltung geeignet. Durch die unterschiedlichen Räumlichkeiten ist alles vorhanden: ein großer Vortragsraum, der große Saal und das Foyer im Erdgeschoss für die Ausstellung und der Konferenzraum sowie die Empore für MitmachAktivitäten. Von der Technik und vom Mobiliar ist alles da, was benötigt wird. Die Mitarbeiter sind stets sehr freundlich und helfen, wo es nötig ist. Fast ebenso lange organisieren wir im Kongresshaus Rosengarten den Tag des Hörens. Eben aus oben genannten Gründen. Auch unsere Firmenevents haben im Kongresshaus stattgefunden.“ Jessica Heß | terzo-Zentrum Hörgeräte Geuter

Dr. Joachim Rückert | Gesellschaft der Musikfreunde Coburg e.V.

Sascha Weinberg | Tanzschule Weinberg

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AUSGABE 28 / AUGUST 2018

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LUTZ NAUMANN

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GALERIE

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LUTZ NAUMANN Lutz Naumann kennt zwei Arten von Fotografie: Das gezielte, planmäßige, meist auftragsgebundene Umsetzen einer Idee in ein Foto, das vor über 25 Jahren zu seinem zweiten Beruf wurde. Daneben das Herumwandern, Beobachten, sich Überraschenlassen und Übersetzen des Erlebten in ein Bild. Letzteres tat er schon davor und betreibt es immer noch. Da er sich nicht sicher ist, ob ihm dabei ausreichend gute Bilder gelungen sind, macht er weiter. Auch in der Hoffnung, Weltverständnis und Maßstäbe immer wieder neu justieren und anpassen zu können. Natur und Menschen im öffentlichen Raum bieten Motive und Überraschungen. Man muß nicht weit fahren, aber viel laufen und schauen…

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LUTZ NAUMANN

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GALERIE

Unsere Veranstaltungen im Herbst 19.10. 23.10. 24.10. 28.10. 10.11. 13.11. 17.11. 25.11.

Kings of Floyd - "Pink Floyd“-Tribute-Band SIXX PAXX ROXX TOUR - Male Revue Show Thorsten Havener - Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation Seemanns-Chor Coburg - „Lieder der Meere“ 25. Bürger- und Polizeiball der Gewerkschaft der Polizei Russisches Kindertheater - „Barboskiny “ Frankenmasters der Tanzsportgarde Coburger Mohr e.V. Bastel- & Kunsthandwerkermarkt

Weitere Informationen unter: www.coburg-kongress.de Berliner Platz 1  96450 Coburg  Tel.: 09561 89-830  Fax: 09561 89-8384  info@kongress.coburg.de  www.coburg-kongress.de AUSGABE 29 / OKTOBER 2018

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SCHATZSUCHE 2018 Das Rätsel Für die Region präsentiert von

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DIE SCHATZSUCHE 2018 – DAS RÄTSEL DER REGION UND ES GEHT WEITER, IMMER WEITER. Mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels und in Zusammenarbeit mit iTVCoburg winken wieder Gutscheine und Bargeld in Höhe von 1000 Euro. Die ersten Hinweise zu den Fragen sind gleich ein paar Zeilen weiter unten zu finden – außerdem habt Ihr zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst nicht, die kostenlose iTVCoburgApp herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich immer den letzten Hinweis.

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Und so geht’s 2018 – ganz einfach: Die Schatzsuche findet jetzt noch zweimal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es um Preise im Wert von 1000 Euro. Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Also in diesem COBURGER, dann nochmal im Dezember. Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen jeweils ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den FacebookSeiten des COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden Schatzsuche-Wochen: 20. bis 27. Oktober, 08. bis 15. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten – und mit dem abschließenden Hinweis auf der iTVCoburgApp kommt Ihr dann auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Eine Woche habt Ihr dafür Zeit. Die Lösung dann einfach per Mail an hegen@coburger-magazin.de schicken. Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen könnt Ihr ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu.

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DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Und hier die sieben Hinweise für die Und hier noch die Auflösung vom sieben Fragen der dritten Schatzsuche letzten mal: 2018 vom 20. bis 27. Oktober. Dann „Einfach“ war das Lösungswort, obwohl es nicht so herauszubekommen war, aber am Ende dann könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten: einfach schlicht und einfach „einfach“. Einfach alles richtig 1 Wer gut recherchiert, wird etwas Neues bei iTVCoburg feststellen 2 Kaum zu Glauben

gemacht hat Sonja Feiler aus der Callenberger Straße. Sie hat sich die Preise im Gesamtwert von 1000 Euro gesichert, Gutscheine im Wert von 750 Euro, dazu Bargeld in Höhe von 250 Euro. Alle Fragen, alle Antworten von der letzten Schatzsuche auf www. coburger-magazin.de.

3 Jahrgang 1998

UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK. Unser Anspruch ist die stetige Entwicklung in unserem Handwerk.

4 Gesprächsrunde in Coburg 5 Fand dieses Jahr zum ersten mal statt 6 Totgesagte leben länger 7 Förderung des Freistaates Bayern Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage un­serer drit­ten Schatz­suche am Sams­tag, den 20. Oktober um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg.

Ihr benötigt also zum Miträtseln nur: Jeweils den neuen COBURGER gedruckt oder online unter www.coburger-magazin.de alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Das war es – viel Spaß.

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Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922

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IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM

COBURGER – Das Magazin Ausgabe 29 / Oktober 2018 Sechster Jahrgang Auflage 4000 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Benedikt Dellert Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Chris Winter Julia Grahn Ilka Rosemeier Fotografen dieser Ausgabe: Ives Alloinde Sebastian Buff Lutz Naumann Val Thoermer Frank Wunderatsch Michael Selzer Rainer Brabec Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: Coburger Herbst veredelt von DCT Grundlayout: Peter Einheuser Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land

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Innovativ, traditionell, verantwortungsbewusst, heimatverbunden – das sind Coburgs beste Unternehmen. Und der COBURGER stellt sie vor, ungewöhnlich, anders, innovativ.

Zur Weihnachtszeit kommen sie nach Coburg, viele Coburger, die das Jahr über nicht in ihrer Geburtsstadt, sondern irgendwo in Deutschland, Europa oder auf einem anderen Kontinent leben und arbeiten. Hm, lass mal überlegen, was schenken wir denen den dieses Jahr? Vielleicht ein COBURGER-Abo? Also Eltern, Großeltern, Firmenchefs und andere Coburger: Macht Euren Kindern, Enkeln, Mitarbeitern oder guten Freunden doch eine besondere Freude – verschenkt zu Weihnachten ein Jahresabo für den COBURGER im Wert von 30 Euro für sechs Ausgaben. Für Euch lohnt sich das doppelt: Schenken nämlich macht zum einen glücklich, außerdem erhalten die ersten 100, die unser „Coburg kommt ab sofort zu Dir“-Weihnachtsabo für einen Freund, Verwandten, Mitarbeiter oder anderen nicht in Coburg lebenden Coburger bestellen, einen Gutschein von der „Heimatliebe“ im Wert von 10 Euro. Also am besten gleich reinklicken auf www. coburger-magazin.de/abo. So sichert Ihr Euch den Gutschein und macht anderen eine Freude. Und wenn Ihr ganz schnell seid, liegt sogar schon die Weihnachtsausgabe 2017 unter dem Baum. So kommt Coburg zu allen Coburgern, auch wenn die nicht mehr in Coburg leben. Ein echt heimatverbundene Geschenkidee.

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IN EIGENER SACHE

PREMIUM PARTNER VORFREUDE AUF DIE COBURGER COMEDY GALA Unternehmer und Vertreter der Region, die uns über das ganze Jahr begleiten - das sind unsere PREMIUMPartner. Mit Vorteilen für beide Seiten: Uns geben treue Partner Planungssicherheit – und wir bedanken uns dafür mit interessanten Geschichten. Das werden wir auch in 2019 so fortführen – versprochen. Und damit danke an unsere aktuellen PREMIUM-Partner.

Haben Sie auch Interesse? Weitere Infos auf der Webseite unter www.coburger-magazin.de/premium-partner Oder schreiben Sie uns an: hegen@coburger-magazin.de.

… Pssst Wir werden übrigens alle PREMIUM-Partner wieder einladen: zur vom COBURGER präsentierten Coburger Comedy Gala in die „COBURGER“-Loge des Kongresshauses Rosengarten am Samstag, den 5. Januar 2019. Mehr Informationen zur Comedy Gala in diesem Magazin.

Und das sind bisher unsere PREMIUM-KUNDEN 2018: Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Broadway Body GmbH Buchhandlung Riemann Ciderhof Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers Frische-Center Wagner Friseur Julia Göring Intercoiffure IHK zu Coburg Intersport Wohlleben iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Coburg Studio Freese SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien VR-Bank Coburg

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MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Was war das für ein Sommer, oder? A weng arg trocken vielleicht, stimmt. Aber ansonsten? Der Hammer! Wochenlang 30 Grad oder mehr, laue Abende bis weit in den September hinein. Wann hat’s sowas zum letzten Mal gegeben?! Iech waaß es fei echt nimmer! Okay, viele haben auch ein bisschen über die Hitze gejammert – bei dem einen machte der Kreislauf nicht mit, andere konnten bei den warmen Temperaturen nachts nicht mehr gut schlafen, die nächsten sind vor den Wespen und Stechmücken (elende Drecksviecher!) geflohen. Aber hey, die meisten haben’s genossen. Auch der Monaco! Sein‘ Sunnabrand konnt ma allweil in einem schönen schattigen Biergarten mit am frischen Seidla löschen. Grad schee woar’s! Und so geht’s! Kaum haben wir mal einen heißen Sommer, schon gab’s nur noch ein Thema. Und prompt hat es der wunderbare Begriff „derschwitzen“ zum neuen oberfränkischen Wort des Jahres gebracht und steht nun in einer Reihe mit dem „Wischkästla“, der Redewendung „a weng weng“ und mit dem „urigeln“. Seit 2015 kürt der Bezirk Oberfranken dieses „Oberfränkische Wort des Jahres“. Echt amoll a gude Idee! Denn so a weng weng Dialekt macht die Leut‘ doch erst zu Menschen, oder? Verkündet wurde das Ergebnis übrigens im Rahmen des 21. Oberfränkischen Mundart-Theater-Tages im Bauernhofmuseum in Kleinlosnitz. Na des bassd ja. Für die vierköpfige Jury, darunter immerhin eine Dozentin vom Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen (wieso eigentlich Mittelfranken??) war es übrigens eine eindeutige Entscheidung, wie zu hören war. Schön ist nach solchen Verkündungen ja dann immer, wenn die Verantwortlichen versuchen, dem gemeinen Nicht-Oberfranken zu erklären, was das betreffende Wort nun also genau zu bedeuten hat. Also: Die offizielle Bedeutung des Wortes „derschwitzen“ könne man mit „durch Schwitzen zu Grunde gehen“ umschreiben, hieß es da.

bezeichnet wird – könnt‘ ma jetz goar ned so viel erzählen. Dudd weh, sieht bleed aus und is ansteckend. Und a Blunz’n? Na ja, da gibt’s verschiedene Wortbedeutungen. A Blunz’n kann a Bludworschd saa, oba halt aa a rechte Plauze mit haddem P! Ich sooch amoll so: A echter Franke sieht so wos jeden Tag im Spiegel, da muss er ned noch an ganzen Artikel drüber lesen! Im Süden gibt’s solche Wortprämierungen übrigens nicht. Jedenfalls nicht offiziell. Das Münchner Oktoberfest ist aber trotzdem immer eine gute Inspirationsquelle für alle, die in die selbstherrliche „Mia-san-mia“-Welt der Oberbayern eintauchen wollen. Meistens sind die Mode-Wortschöpfungen halt weniger derb als liab, weil sie ja standesgemäß auf Lebkuchenherzen oder den zünftigen, aus feinem Filz gearbeiteten Dirndl-Trachtentaschen geschrieben stehen sollen. Aber zwischen so manches „Spatzl“ oder „fesches Dirndl“ mischt sich doch hier und da schon mal ein „Kniabiesler“, ein „Dipfalscheissa“ oder ein „Bockfotzngsicht“. Ein Evergreen ist und bleibt der „Saupreiß“ – die Tatsache, dass der Ausdruck immer noch populär ist, zeigt aber nur, wie konservativ der Oberbayer ist, wenn es um seine geliebte Heimat und seine Sprache geht. Und nicht nur da! So wurde dem Monaco folgende Anekdote zugetragen: Nachdem er frisch nach Coburg gezogen war, bekam ein junger Münchner in seiner neuen Heimat in der Vestestadt Besuch von seinen weltreisenden Eltern. Und Sie dürfen einmal raten, welche drei Mitbringsel sie für ihren verlorenen Sohn dabei hatten: Ein Paar Weißwürste, zwei Flaschen Augustiner Edelstoff und einen Kanten Pfister-Brot! Wie gut! Denn wenn er versucht hätte, das alles in Coburg aufzutreiben, wäre er womöglich ganz schön ins „Derschwitzen“ gekommen. Schätzla, schau wie iech schau!

Die schon erwähnte Sprachwissenschaftlerin erklärte, unsere Standardsprache kenne das Wort in der im Dialekt üblichen Bedeutung zwar nicht. Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm habe seinerzeit aber immerhin den Begriff „erschwitzen“ aufgeführt und mit „schwitzen, ausschwitzen oder durch Schwitzen etwas erlangen“ übersetzt. Weiter sagte sie: „Den Buchstaben d als Vorsilbe kennen wir in der Sprache bereits seit dem 12. Jahrhundert. In den bayerischen und ostfränkischen Dialekten hat sich dies zum Teil bis heute überliefert.“ Widda wos g’lernt, gell!

Für den COBURGER von Wolfram Porr

Der Monaco ist der Jury jedenfalls für ihre Wahl sehr dankbar, und zwar aus reiner Uneigennützigkeit! Denn nicht auszudenken, Sie müssten hier eine Abhandlung über die „Bäppm“ oder die „Blunz’n“ lesen! Über so a Bäppm - also das, was im Hochdeutschen als Lippenherpes

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AUF EIN WORT

In jedem COBU RGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

ENDSTATION SEHNSUCHT Von Thomas Apfel Wann waren Sie zuletzt am Coburger Bahnhof? Wenn Sie schon länger nicht mehr dort waren – es hat sich nichts geändert. Immer noch strahlt er den morbiden Charme der frühen 70er Jahre aus. Die Eingangshalle, so etwas wie das Tor zur Stadt, ist ein Alptraum. Wenn es mal regnet (was es zum Glück schon lang nicht mehr getan hat), stehen im Bahnhof die Pfützen. Es ist eine Schande, welches Bild der altehrwürdige Bahnhof abgibt. Immerhin geht es seit kurzem aufwärts, zumindest was den Aufzug am ICE-Gleis 2 betrifft. Das lange Hin-undHer um die Inbetriebnahme aber war eine Farce. Erst nachdem mehrere Politiker den Druck ins Unermessliche gesteigert haben und die FDP sogar aus eigener Tasche die TÜV-Abnahme bezahlen wollte, sah sich die Bahn bemüßigt, den Aufzug in Betrieb zu nehmen. Immer noch ohne Aufzug müssen die zahlreichen Pendler nach Bad Rodach auskommen. Es ist eine Schande. Doch was tun? Dass es auch anders geht, zeigt der Blick nach Sonneberg. Der dortige Bahnhof, ebenfalls in die Jahre gekommen, wird demnächst saniert. Allerding übernimmt ein privater Investor die Umgestaltung zum Spielzeugbahnhof. Lutz Lange (Therme Natur Bad Rodach, Klettergarten Kloster Banz und Sonnebad in Sonneberg – um nur einige zu nennen) war es leid, den „schlonzigen“ Bahnhof in Sonneberg zu betreten. Hier wird nun gehandelt. Lange öffnet die private Schatulle, es wird kräftig investiert um den Bahnhof salonfähig zu machen und zu einem Spielzeugbahnhof umzubauen. Zurück zum Coburger 70er Jahre Bahnhof. Immerhin hat der ansässige Imbissstand investiert und neu renoviert. Der Buch- und Zeitschriftenladen ist auch in Ordnung. Der Aufzug am ICE-Gleis funktioniert (noch). Aber was ist mit dem Rest? Der Zugang zu den Gleisen, die Eingangshalle, die Fassade, die fehlenden Parkplätze rund um den Bahnhof: Alle heimischen Politiker und auch die Wirtschaft sollten den Druck auch die Bahn weiter erhöhen oder vielleicht einen ganz anderen Weg gehen. Das Schicksal selbst in die Hand nehmen – auf die Bahn zu warten könnte angesichts des bundesweiten Investitionsstaus bei der Sanierung der Bahnhöfe ewig dauern. Barrierefreie Bahnhöfe sollten im Jahr 2018 eigentlich überall ohne Probleme möglich sein (auch in Coburg). Aber vielleicht lässt sich der alte Coburger Bahnhof ja touristisch oder filmisch vermarkten – vielleicht dreht Michael „Bully“ Herbig demnächst in Coburg einen Film, in dem ein Bahnhof aus den 70er Jahren eine große Rolle spielt, vielleicht mit dem Titel „Endstation Sehnsucht“. Viel ändern muss er dann nicht – leider.

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 7. Dezember 2018 Anzeigenschluss ist der 23. November 2018.

Witze und Zitate über Herbstdepressionen sind dieses Mal … das Letzte. Bevor Du bei Dir selbst Depressionen oder ein geringes Selbstwertgefühl diagnostizierst, stelle erst einmal sicher, dass Du nicht komplett von Arschlöchern umgeben bist. (Sigmund Freud) Das Leben wäre viel einfacher, wenn es nicht so schwer wäre.

„Verblüht sind Dahlien und Ginster, die Abende sind früher finster,

Eine Depression ist lediglich Ärger ohne Enthusiasmus. (Willy Meurer, deutsch-kanadischer Kaufmann und Publizist) Jemanden zu lieben, der Depressionen hat, ist wie London. Es ist die tollste Stadt der Welt, aber es regnet jeden Tag. (Sophie Manleitner)

die Rechnung steigt für Gas und Licht, der Tag nimmt ab – ich leider nicht.“

Alkohol macht dumm und gleichgültig … Kapier ich nicht, ist mir aber auch egal.

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Nähe ist einfach. Weil man die Sparkasse immer und ßberall erreicht. Von zu Hause, mobil und in der Filiale.

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