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Coburger - Das Magazin #27

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Nr. 27 |  Juni 2018

Magazin für Gesellschaft. Lifestyle. Politik.

Zum Mitnehmen


„Wunderbares Schottland “ Ab Seite Fotos von Frank Heumann in unserer Galerie

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AUSGABE 27 / JUNI 2018


AUSGABE 27 / JUNI 2018

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INHALT

AUSGABE 27 JUNI 2018

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SEBASTIAN BUFF

CHRIS WINTER

SEBASTIAN BUFF WOLFRAM HEGEN WOLFRAM PORR CHRIS WINTER

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DREIGESTIRN STADTGESPRÄCH DER HOFBERICHT BUCHEMPFEHLUNG THEATERVORSCHAU SCHATZSUCHE IN EIGENER SACHE MONACO FRANKE AUF EIN WORT DAS LETZTE

HOFBERICHT Kreatives Stelldichein: Promis und Design

GEFANGEN IM NETZ 18 Fallensteller online 22

COBURG IST BUNT Gesichter aus aller Welt

SONDERTHEMA SICHERHEIT 30 Positionen und Geschichten 40

PFLEGENOTSTAND Hilfe aus der weißen Stadt

WOLFRAM HEGEN SEBASTIAN BUFF

MACHER 44 Dieses Mal Auwi Stübbe

WOLFRAM HEGEN

SPIELPLATZ NATUR 48 Offroadabenteuer

HEIDI SCHULZ-SCHEIDT SEBASTIAN BUFF

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FRANK HEUMANN

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HIER WOHNTE... …ein selbstbewusster Amtsbote

GALERIE Bilder eines Ebersdorfer „Schotten“

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Hier wohnte …

ein selbstbewusster Amtsbote Seite 62

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EDITORIAL

EDITORIAL WOLFRAM HEGEN Ja, ich weiß. Kein Tag ist wie der andere. Wenn eine Türe zugeht, geht eine andere auf. Leben ist Veränderung. Nichts ist für die Ewigkeit. Blablablabla. Es grunzt die Phrasensau vor Vergnügen und suhlt sich in 5-Euro-Stücken, wenn es sie denn gäbe. Aus Worten gepresste Beruhigungspillen, weiter nichts. Veränderung, permanent unbemerkt um uns herumschleichend, oft uns aber auch wie ein Raubtier aus dem Hinterhalt an der Gurgel packend, neben dem Tod die einzige Konstante in unser aller Leben, ein Naturgesetz also, ist manchmal - unter uns, erzählen Sie es nicht weiter, aber ich denke, wir sind uns einig, und entschuldigen Sie die profane Ausdrucksweise – einfach nur „total anstrengend“ oder wie meine (bezaubernden) Töchter mit dieser so ganz eigenen Satzmelodie der Generation Z (wobei ich mir immer die Frage stelle, welche Generation kommt nach Z? Etwa Ü, Ä oder Ö?) sagen würden: „ALTER“ oder „Meine Fresse“. Veränderung hat nun einmal immer zwei Seiten: Das Neue, das Kommende, das Spannende auf der einen geht nicht ohne Abschied, Verlust, Ende auf der anderen. Je mehr wir davon aber ertragen müssen oder auch ertragen zu müssen glauben, desto mehr verlieren wir den durch Vorfreude endorphingeweiteten Blick nach vorne aus den Augen, sehnen wir uns nach Beständigkeit, Ruhe, irgendjemanden, der auf den Tisch haut und sagt: „So, Ruhe jetzt mal in diesem Irrenhaus“. Wir sehnen uns ganz einfach nach Sicherheit. So wie jetzt, 2018, am Anfang des 3. Jahrtausends, einer Zeit, in der alles ins Wanken zu geraten scheint, was uns vermeintlich Halt gab und immer noch gibt. Eine Zeit, in der wir Veränderungen spüren wie lange nicht: Religion, Demokratie, Fakten, Beziehungen, Weltordnung, Arbeitswelt. Aber es ist halt ganz einfach so wie es ist (Phrase, sorry). Und damit ist es für uns höchste Zeit für das Sonderthema „Sicherheit“, das wir unter die Überschrift gestellt haben: „Habt keine Angst“, mit der wir uns trotzig dem Zeitgeist entgegenstellen, dass alles „immer schlimmer“ wird. Wird es nicht, nur anders. Leicht aber werden solchem Zeitgeist Opfer gebracht. Das Polizeiaufgabengesetz Bayerns zum Beispiel opfert Freiheitsrechte. Und eine ganz Bevölkerung opfert ihre persönlichen Daten. Warum das alles? Wozu? Wie kann man sich wehren? Darüber schreiben wir. Und natürlichen werfen wir auch in dieser Ausgabe viele Blicke auf die schönen Dinge des Coburger Lebens. Auf die 30. Coburger Designtage zum Beispiel, auf deren „Macher“ Auwi Stübbe, auf den (Achtung Töchtersprache) „krassen Scheiß“ Offroad-Fahren, auf Fernwehbilder eines Ebersdorfer „Schotten“, auf Coburger Unternehmen und ihre Erfolgsgeschichten, und – weil im Juli wieder Internationale Woche ist auf acht Menschen aus aller Herren Länder, die gerade in Coburg ihr neues Zuhause finden. Was für eine Veränderung! So, jetzt sind Sie dran. Wolfram Hegen P.S. Für Wunder muss man beten, für Veränderungen aber arbeiten (Thomas von Aquin) P.P.S. „Eigentlich hat mir ja nix gefehlt, aber trotzdem bin ich ab und zu zum Arzt und hab mir ein Rezept verschreiben lassen, weil, der will ja auch von was leben, mit dem Rezept bin ich zum Apotheker und habe mir das Medikament gekauft, weil, der will ja auch von was leben, dann bin ich nach Hause und hab das Zeug weggeschmissen, weil – ich will ja auch leben.“ (Zitat eines über 100jährigen aus der Region)

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INHALT

30 HABT KEINE ANGST Sonderthema Sicherheit

WIR SAGEN DANKE!

18 GEFANGEN IM NETZ Cyberkriminalität

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Sie wählten das VitaDROM zum Branchensieger! Zum dritten Mal in Folge hat das VitaDROM in einer neutralen Marktuntersuchung den 1. Platz belegt. 4. C O B U R G E R KUNDENSPIEGEL

NEUE KOLLEGEN Pflege aus der weißen Stadt

Platz 1

5. C O B U R G E R KUNDENSPIEGEL

Platz 1

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MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett www.kundenspiegel.de Tel: 09901/948601

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SPIELPLATZ NATUR Geländefahren über Stock und Stein

Dieses Ergebnis bestätigt Ihr Vertrauen und ist unser Ansporn, auch in Zukunft Vorreiter in Coburg für fachliche Kompetenz und exzellente Betreuung zu sein.

Individuell. Innovativ. Effizient.

22 FOTOSTRECKE Coburg ist bunt

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46 CIDERHOF

Alan Colbourn und seine Leidenschaft

vitadrom.de

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DREIGESTIRN

DREIGESTIRN Sommer in der Stadt. Luftschlieren verschmelzen den Blick, niedrigfrequente rhythmische Waberungen vibrieren den Hammer über den Amboss bis hin zum Steigbügel, Ethanol variiert sich durch schöne Namen in gekillerte Kehlen, alles so schön bunt hier. Und laut. Und lustig. Und die Frauen so schön. Und die Männer. Und das Leben überhaupt. Im Sommer, in Coburg. Draußen, beim Fidelklang im Rosenduft, Sambistas in der Bratwursthölle, Ringelpietz rund ums fesche Rondell oder beim Fest

des Volkes auf dem Großparkplatz. All das im Eventguide COBURGER SOMMER in der letzten Aprilausgabe dieses kleinen Magazins. Pflichtevents quasi für den Coburger und seine Gäste. Doch gibt es ein Leben daneben? Neben Klassik-Open-Air, Sambafest, Schlossplatzfest, Vogelschießen? Eine weitere Dimension? Natürlich. Hier unser Dreigestirn, drei Tipps für Mitte Juni bis Ende Juli. Hingehen, anschauen, Freude haben, aber auf eigenes Risiko, ok?

ROYALER DOPPELPACK MAL ANDERS

WELTSTAR DES JAZZ

Zum Auftakt des Dreigestirns ein Blick nach Rödental. Die sich neuerdings als Prinz-Albert-Stadt neupositionierende Gemeinde im Landkreis Coburg nämlich lädt Mitte Juni zu einem sozusagen adligen Duett unter dem Titel „Von Prinz Albert zum King of Rock`n Roll“, dargeboten von den SaintGobain-Singers auf Rödental gemeinsam mit dem Kammerchor Cantabile aus Gotha. Ein Freundschaftskonzert der Extra-Klasse ist angekündigt der Chöre, die beide im ehemaligen Herzogtum Coburg-Sachsen-Gotha ansässig sind, des Herzogtums, in dem Mitte des 19. Jahrhunderts Prinz Albert wirkte. Wie sich Musik aus seiner Zeit mischt mit dem King ein Jahrhundert später man darf gespannt sein auf diese ganz besondere Premiere, auf neue musikalische Genüsse, auf einige Überraschungen. Wer sich in aller Ruhe darauf vorbereiten möchte: Einlass ist schon um 18:30 Uhr, Zeit für ein Gläschen zum Aufwärmen.

Maria Baptist ist eine Ausnahme-Künstlerin: die in Berlin und New York lebende Pianistin und Komponistin inspiriert ihre Zuhörer mit der positiven Kraft ihrer Musik. Maria Baptists Facettenvielfalt und ihr solistisches Können haben sie an die Spitze der aktuellen Jazz-Szene geführt. Sie wurde für Top-Preise wie den ECHO Jazz oder den Preis der dt. Schallplattenkritik nominiert und hat Spitzenorchester wie die NDR-, HR- und RIAS Big Band geleitet. Weltweit gab Maria Baptist als Solistin, mit ihrem Trio und ihrem Orchester mehr als 1.000 Konzerte. Für Michael Jackson spielte sie ein Privatkonzert. Mit ihrem Trio plus One hat Maria Baptist eine der „spannendsten zeitgenössischen Jazzformationen Europas“ (artistic director 12on14 Jazzclub) geschaffen: Schlagzeuger John Betsch aus Paris ist eine lebende Legende. Der Afro-Amerikaner ist vor allem durch seine Zusammenarbeit mit wichtigen Vertretern des sogenannten Free Jazz und der Avantgarde-Szene der Siebziger bis heute bekannt. Als Frontmann leitet er heute auch eigene Projekte wie das John Betsch Trio und die John Betsch Society. Ihr Bassist Fabian Timm gehört zu den „jungen Wilden“ der Berliner Jazz-Szene. Maria Baptists Saxophonist Jan von Klewitz ist ein wahrhaft magischer Innovator auf seinem Instrument und eine der tragenden Säulen des Maria Baptist Orchestras. Auf ihrem neuen Album „Poems without Words“ erschaffen die vier Musiker „tiefe Klangwelten, die wohl so aktuell selten aus Europa zu hören sind“.

VON PRINZ ALBERT ZUM KING OF ROCK`N ROLL

Wann Wo Wie: Samstag, 16. Juni 2018 um 19 Uhr im Rathaussaal in Rödental, Eintritt 10 Euro www.saint-gobain-singers-roedental.de

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MARIA BAPTIST TRIO „PLUS ONE“ FEAT. JOHN BETSCH

Wann Wo Wie: Karten für 20 Euro an der Abendkasse oder Kartenreservierung unter www.leise-am-markt.de/kartenreservierung oder unter 09561/90856.

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DREIGESTIRN

ZWISCHEN MUSIKALISCHEN WELTEN

DAS DRITTE FESTIVAL KLANGGRENZEN

Es ist gerade mal die dritte Auflage der Klanggrenzen, des interdisziplinären Kammermusikfestivals, und schon mag man es sich nicht mehr wegdenken aus dem alljährlichen Kulturkalender der Vestestadt. KLANGGRENZEN beleuchtet die Schnittstellen zwischen den Künsten, die Grenzen, an denen sich Kreativität entfacht. Los geht es am Montag, den 25. Juni um 18 Uhr in der Alten Pakethalle auf dem Güterbahnhofgelände. Gemeinsam mit dem Kammerorchester M18 und seinen 45 Musikern stehen bis zu 15 Kinder und Jugendliche des Weimarer Vereins WE-DANCE auf der Bühne. Sie vertanzen die Musik von Prokofievs „Symphonie Classique“, bevor das Orchester Beethovens 6. Sinfonie „Pastorale“ konzertant zu Gehör bringt. Weiter geht es beim Festival Klanggrenzen mit einer „Ladies Night“ am Montag, den 2. Juli um 19:30 Uhr bei Leise am Markt. Dann sind „Die Brassessoires“ zurück. Bereits 2016 begeisterten die 5 Musikerinnern beim KLANGGRENZENFestival vor ausverkauftem Haus. Im Programm „Ladies’ Night“ wird der musikalische Bogen von zeitgenössischen Originalkompositionen für diese Besetzung über (Eigen-) Arrangements aus den Genres Pop, Jazz, Chanson und Volksmusik gespannt. Gespickt mit Geschichten, Märchen und Anekdoten aus der weiblichen Sicht der Blasmusik darf man sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen. Zwei Tage später steigt die „Tango Nacht“ im Pfarrzentrum St. Augustin. Der griechische Bandoneonist Kostas Raptis hat eigens für die Zusammenarbeit mit dem Flex Ensemble Tangostücke neu arrangiert. Die Spannbreite der Musik reicht von virtuosen und verrückten Miniaturen über Hochzeitswalzer bis hin zu intimen Liedern. Mit subtilen Videoprojektionen zur Erweiterung der musikalischen Dimension wird dieses Programm lebendig. Und zum Ausklang serviert das Festival Klanggrenzen 2018 am Sonntag, den 8. Juli, „Forellengeschnetzeltes vom Feinsten“ beim „Musik Slam“ im Haus Contakt. Warum? Weil das „Forellenquintett“ von Franz Schubert gegeben wird. Aber eben nicht wie immer, sondern als Rahmen für improvisierte Slams moderner Wort-Akrobaten. Spannend.

Wann Wo Wie: 25. Juni, 2. Juli, 4. Juli, 8. Juli verschiedene Locations Infos und Tickets unter www.klanggrenzen.de Weitere Ideen, Anregungen und Termine für Sommernachtsanbeter, Badegäste, Bettflüchtige, Nichtsmitsichalleineanfangenkönner, Menschen auf der Suche, Verliebte mit Fortgehdrang, Musikfans, Kulturwütige, Passivsportler, halt irgendwie für alle: ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶ ▶

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Viel Freude. Und nicht so viel trinken … also nicht so viel Alkohol … oder wenn doch, dann halt heimlaufen, heimfahren lassen … oder einfach gleich liegenbleiben.

LIVE MIT BAND 2018

OPEN AIR

01.09.2018 Steinbach-Langenbach Naturtheater www.eventim.de • AUSGABE 27 / JUNI 2018

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STADTGESPRÄCH

STADTGESPRÄCH... RÄDCHEN

PÄRCHEN 1

Coburg ist mit dem Radl da: Zum einen sorgen die Coburger Teilnehmer der weltweiten Aktion „Critical Mass“ immer am letzten Freitag des Monats um 18 Uhr in Coburg mit ihrer anarchischen Aktion für mehr und mehr Verkehrschaos, wenn sie im Pulk fahrend den Verkehr behindern, um auf diese Weise auf die für ihrer Meinung nach gefährliche Situation für Fahrradfahrer aufmerksam zu machen (Das nächste Mal am Freitag, den 29. Juni um 18 Uhr), auf der anderen Seite laden ganz legal verschiedene Organisationen und Unternehmen seit 1. Juni zur „Biketo-work-challenge“ ein. Einfach ein Foto von sich auf dem Fahrrad machen vor dem Logo des Arbeitgebers oder auf dem Weg dorthin, auf die entsprechende Facebook-Seite hochladen und mit vielen Likes ein E-Bike mit Brose-Motor gewinnen. Die Aktion läuft noch bis zum 22. Juli.

Der Seßlacher Bürgermeister und Landtagskandidat Martin hat seine Julia Bach geheiratet und aus ihr damit eine Julia Mittag gemacht. Soweit ist das noch nichts Neues. Hinter der Verbindung des CSU-Mannes aber steckt ein SPD-Mitglied, die freie Journalistin Gabi Arnold nämlich. Sie hatte die Beiden verkuppelt. Arnold kannte die beiden schon länger und gut, wusste von deren Singledasein und nutzte eine IHK-Absolventenverabschiedung, bei der beide in ihren Funktionen zu Gast waren, zu einem Tipp: Mittag und Bach sollten doch mal einen Kaffee trinken gehen. Einige Monate später zogen die beiden zusammen.

PÄRCHEN 2 Jahrelang hat der Bayerische Rundfunk nur aus oder über Coburg berichtet, wenn es Brände, Morde, Skandale oder das größte Sambafestival Europas gab, jetzt sollen ab September gleich zwei Reporter für die Vestestadt und die Region zuständig sein, trimedial, das heißt für Fernsehen, Hörfunk und Online. Ein entsprechendes Büro soll dann eröffnen, heißt es aus gutunterrichteten Kreisen. Einer der beiden, Martin Klingele, ist ja schon in der Vestestadt vor Ort, ein anderer soll ihn ab Herbst verstärken. Dabei soll es sich um einen waschechten Coburger handeln, den es zurück in seine Heimatstadt zieht …

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STADTGESPRÄCH RUMPELSTILZCHEN Einen öffentlichen Wutanfall bekam Stadtrat Gerhard Amend beim Lesen eines Interviews der Neuen Presse mit dem ehemaligen Koordinator Stadtmarketing Michael Böhm, der zum Juni von Coburg nach Bad Staffelstein gewechselt war. Böhm rechnete in dem Interview mit der zur Situation im Stadtmarketing der Stadt Coburg ab. Darin fiel auch der Name Amend. Der war gerade beim Kaffeetrinken vor der Markthalle, als er die Zeilen las, ihm der Kragen platzte und er zum Handy griff. Bis quer über den Albertsplatz war er zu hören.

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STADTGESPRÄCH JUBILÄUMCHEN Landrat Michael Busch hat zehn Jahre Amtszeit öffentlichkeitswirksam inszeniert: So lud er zum Pressegespräch ein, um seine (natürlich erfolgreiche) Zeit an der Spitze des Landkreises Revue passieren zu lassen, und eine Publikation drucken, die selbiges tat …

BAUKLÖTZCHEN Zu einem Zwischenfall kam es am Rande der Coburger Designtage in der Pakethalle. Das dort aufgestellte Modell des Coburger Designforums mit Visionen zur Zukunft des Güterbahnhofgeländes kam nämlich nicht bei jedermann gut an. So rückte eine Delegation von vier Architekturprofessoren an, bewaffnet mit hölzernen Parkettstäbchen. Mit diesen bauten sie das Modell nach ihren Vorstellungen um. Es kam zu einem Wortgefecht mit den Veranstaltern, an dessen Ende ein Waffenstillstand vereinbart wurde. Die Bauklötzchen wurden abgeräumt.

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DER HOFBERICHT

HOFBERICHT Gefühlte Großstadt? Herzogtum? Nabel der Welt? Nein, das ist Coburg sicher nicht, allen Behauptungen zum Trotz. Aber die Vestestadt ist sicher ein einmaliger Mikrokosmos. Ein kleiner Hofstaat. Es gibt einen Prinzen und einen Statthalter und das Fußvolk. Und alle feiern gerne

Delegation vom Landestheater Coburg

Prof. Michael Heinrich und Dr. Andreas Engel

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kleine und große Partys. Wir vom COBURGER natürlich auch. Wenn wir eingeladen sind. Und was, und vor allem wen wir dann sehen, zeigen wir Ihnen. In unserem Hofbericht. Dieses Mal von der Eröffnung der Coburger Designtage am alten Güterbahnhof.

Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser

Kurt Knoch, Steffi und Marco Cestone AUSGABE 27 / JUNI 2018


DER HOFBERICHT

Nach 10 Stunden fühlst du den Unterschied, nach 20 Stunden siehst du den Unterschied und nach 30 Stunden hast du einen neuen Körper.

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DER HOFBERICHT

Thomas Bittorf mit Tochter und Dr. Birgit Weber

Prof. Auwi Stübbe und Prof. Gerhard Kampe

Michael Böhm, Katja Herrmann, Arndt Schmidt

Sabine Berger und Ahmet Özer

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Bernd Albrecht

Kikii Rose und Detlef Beil AUSGABE 27 / JUNI 2018


DER HOFBERICHT

Jutta Ihlein und Horst Mitzel

3. INTERDISZIPLINÄRES KAMMERMUSIKFESTIVAL COBURG 25. JUNI – 08. JULI 2018 MONTAG, 25. JUNI 2018 - 18 UHR, Alte Pakethalle am Güterbahnhof

MUSIK IN BEWEGUNG MUSIK & TANZ Großes Benefizkonzert mit Tanz und Orchester

MONTAG, 02. JULI 2018 - 19:30 UHR, LEISE am Markt

LADIES‘ NIGHT CROSSOVER

fünf BlechbläserINNEN lassen die Ohren rauschen MITTWOCH, 04. JULI 2018 - 19:30 UHR, Pfarrzentrum St. Augustin

TANGO NIGHT – TANGO TRIFFT VIDEO MUSIK UND VIDEO Dieter Ertl und Aaron Rösner

Klavierquartett mit Bandoneon und Video Art

SONNTAG, 08. JULI 2018 - 19:30 UHR, Haus Contakt

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VON CHRIS WINTER

Die unzweideutigen Angebote kamen unvermittelt auf den Account der jungen Frau in dem sozialen Netzwerk. Etwa zwei Jahre ist es her, dass eine Coburgerin via Facebook zu Dates eingeladen wurde – und zu anderem mehr. Der Überraschung folgte bald der Ärger, denn das Facebook-Profil, Bilder und andere Daten der Frau waren gestohlen worden. „Mit einem so gefälschten Profil hat dann eine Frau aus einem anderen Bundesland Männerbekanntschaften angebahnt“, erinnert sich Tino Wetzig von der Polizeiinspektion Coburg. Seit März vergangenen Jahres leitet der Hauptkommissar das eigens geschaffene Kommissariat für Internet- oder Cyberkriminalität. AUSGABE 27 / JUNI 2018

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GEFANGEN IM NETZ Digitale Fallensteller Ein zunächst wenig spektakulär anmutender Fall, aber so wie Computer, Smartphones und damit das Internet allgegenwärtig sind, genauso werden im World Wide Web und mit Computern Straftaten begangen. „Dabei kommen nahezu alle Deliktarten vor“, weiß Wetzig. Ob Betrug, Erpressung, Datenklau, Sabotage von EDV-Anlagen oder Kinderpornografie – das gesamte Strafgesetzbuch findet sich im Arbeitsgebiet der Cybercops. Die Fallen in der digitalen Welt sind vielfältig. Der Klassiker sind die sogenannten Phishing-Mails, mit denen Betrüger die Nutzer von Bezahldiensten und Internet-Dienstleistern auffordern, Kontodaten zu bestätigen oder eine neue Registrierung durchzuführen. Diese Mails sind gefälscht, den Betrügern geht es darum, an fremde Konto- und Accountdaten zu gelangen. Über einen Link wird versucht, den Nutzer auf täuschend ähnliche Webseiten umzuleiten, um Passwörter oder Kreditkarten-Informationen abzugreifen.

ist: Dieses Geld ist im Fall der Fälle verloren, eine Erbschaft oder Aufwandsentschädigung gibt es nicht. In unregelmäßigen Abständen melden sich auch angebliche Windows-Mitarbeiter telefonisch und wollen sich unter dem Deckmantel wichtiger Updates unbeschränkten Zugriff auf den heimischen Rechner verschaffen. „Da geht es natürlich auch nur um anschließende illegale Abbuchungen“, stellt Tino Wetzig fest. „Diese Täter rufen aus Callcentern in Indien an, regelmäßig kommen Geschädigte zu uns.“ Auch auf dem dienstlichen Apparat eines Kollegen hätten sich schon diese angeblichen MicrosoftMitarbeiter gemeldet.

Liebe und andere Infektionen Dazu werden auch gern gefälschte Mahnungen benutzt. Per E-Mail fordern eine Anwaltskanzlei oder ein Inkassounternehmen, eine noch offene Rechnung zu begleichen. „Viele Empfänger bekommen einen Schreck, sie vergessen sämtliche Vorsichtsmaßnahmen und öffnen den Anhang der E-Mail. Damit ist der Rechner infiziert.“ Bestätigungen für Anmeldungen oder Bestellungen als Anhang einer E-Mail, das wiederholt der Hauptkommissar gebetsmühlenartig, sollten nur von bekannten Absendern geöffnet werden. Seit langem bekannt, aber immer noch und wieder erfolgreich und sehr variabel sind die digitalen Angriffe der sogenannten Nigeria-Connection. In Chat-Rooms und in Partnerbörsen werden Kontakte mit den überwiegend männlichen Gesprächspartnern aufgebaut. Die angeblich große Liebe veranlasst das Opfer, sich freizügig vor dem Rechner zu präsentieren, die integrierte Kamera zeichnet heimlich das Geschehen vor dem Monitor auf. Werde kein Geld überwiesen, sollen das Schmuddelfilmchen und weitere gefälschte Informationen im Umfeld des Opfers veröffentlicht werden. Ende Mai hatten fünf Coburger genau diesen Erpressungsversuch bei der Polizei angezeigt.

Geld ist weg Der Betrug mit Vorausgebühren ist nach den Worten von Tino Wetzig trotz aller Warnungen immer noch erfolgreich. Millionen von US-Dollar sollen angeblich ins Ausland geschafft werden. Dafür versprechen die meist als afrikanische Geschäftsleute auftretenden Betrüger eine erkleckliche Entschädigung. Erbschaften in Millionenhöhe sollen die Opfer verleiten, „Gebühren“ für Anwälte, Steuern oder Überweisungen im Voraus zu überweisen. Sicher

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Teure Telefonrechnungen Facebook-Nutzer haben Cyber-Kriminelle mit der „Zong“-Masche im Visier: Mit einer „Zong-SMS“ stimmt der Empfänger einem Geldtransfer zu. Unter dem Namen eines befreundeten Facebook-Mitglieds kontaktieren die Betrüger über das soziale Netzwerk das spätere Opfer. Zuvor haben sie sich in das Profil des Nutzers „gehackt“, um an die Namen der Facebook-Freunde zu gelangen. Diese schrieben die Kriminellen an und baten unter einem Vorwand, ihre Handynummer zu übermitteln. Um mit den erhaltenen Telefonnummern Kasse zu machen, wenden sich die Betrüger in der Regel an mobile Zahlungsanbieter, wie eben das SMSBezahlsystem Zong oder aktuell auch Boku. Der Anbieter übermittelte per SMS Zahlencodes, die zur Bestätigung der Bezahlvorgänge dienen. Diese sollten die Geschädigten ebenfalls an ihren vermeintlichen

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Facebook-Bekannten weiterleiten. In dem Glauben, einem Freund einen Gefallen zu tun, kamen sie der Bitte nach. „Die nächste Telefonrechnung beschert mit hohen Beträgen ein böses Erwachsen“, weiß Kriminalhauptkommissar Wetzig. „Bevor man eine PIN eingibt, sollte man genau lesen, warum diese Eingabe nötig sein soll, und dass man damit etwas bezahlt. Es steht dort!“

Betrügereien als Kick 300 bis 400 Fälle von Computerkriminalität im Jahr registriert die Polizeiinspektion Coburg, so Hauptkommissar Wetzig. Bei vielen Straftaten führen die Spuren ins Ausland. Dann sind die Ermittlungen langwierig und kompliziert. Bis ein internationales Rechtshilfeersuchen bearbeitet ist, können viele Wochen ins Land gehen. 2017 wurden in Bayern 25.832 Fälle registriert, bei denen das Internet als Tatmittel eingesetzt wurde. Das bedeutet eine Steigerung um 3,9 Prozent gegenüber 2016. Ein klassischer Online-Betrüger beschäftigte die Coburger Polizei vor einigen Jahren. Der Mann, beheimatet in der Region, besorgte sich persönliche Daten anderer Menschen aus dem Internet. „Einen fertigen Datensatz bekommen Sie schon für 1,50 Euro, mitunter werden Daten auch verschenkt“, so der Hauptkommissar. Mit den Informationen bestellte der Betrüger jede Art von Waren. „Das ging von der Tube Zahncreme bis hin zu Computern. Auf Kosten fremder Leute bestritt der Mann so seinen Lebensunterhalt.“ Die Pakete und Päckchen ließ sich der Täter an Packstationen schicken. Dort kann man völlig anonym die Sachen abholen. „In ganzen Franken benutzte der Mann Packstationen. Um einen solchen für Straftäter sicheren und nur in Deutschland möglichen „Vertriebsweg“ beneiden uns Kriminelle in der ganzen Welt“, ereifert sich Tino Wetzig. Schließlich fälschte der Gauner auch Ausweise, um für seinen Betrug auch Paketshops nutzen zu können. „Der Mann arbeitete übrigens in der IT-Branche und hatte einen guten Job. Für ihn war der Kick das Motiv, ob die Betrügereien funktionieren.“ In der Welt der Internet- und Computerkriminalität sind „Cybercops“ wie Tino Wetzig mit immer neuen Phänomenen, mit neuen Betrugsmaschen und Gaunereien konfrontiert. „Aber leider auch immer wieder mit viel zu gutgläubigen und unkritischen Opfern.“

„Viele Empfänger bekommen einen Schreck, sie vergessen sämtliche Vorsichtsmaßnahmen und öffnen den Anhang der E-Mail.“

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DAS INTERNET UND DAS RECHT

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Wie im normalen Leben Einkaufen, sich verabreden, Filme schauen, Bücher lesen, telefonieren: Das Internet ist wie das normale Leben, nur schneller, digitaler, weltweit und virtuell. Im Internet lauern dieselben Gefahren wie im normalen Leben, Betrug, Diebstahl, Erpressung, Bedrohung, Beleidigung, Gewalt, wenn auch nicht körperlich. Und so gilt im Internet auch kein wirklich besonderes Recht. Dem Grunde nach gilt das, was im normalen Leben auch gilt. Informationen dazu von Jürgen Hopf, Rechtsanwalt in der Coburger Kanzlei Hörnlein & Feyler. „Das Internet hat zur Beschleunigung des normalen Lebens geführt. Ein besonderes, eigenes Internetgesetzbuch existiert aber nicht, so findet sich das Recht des elektronischen Geschäftsverkehrs auch im Bürgerlichen Gesetzbuch“, erklärt Jürgen Hopf, und noch ein wenig plakativer fügt er an: „Sagen wir es mal so: Die Postkusche ist eben einfach schneller geworden.“ So gelten beim Surfen im Netz, beim Kaufen und Verkaufen, beim Chatten, Kommentieren und Kommunizieren, beim Hören, Lesen und Sehen grundsätzlich dieselben allgemeinen Gesetze wie für das „normale“ gesellschaftliche, wirtschaftliche und zwischenmenschliche Leben auch, zivil- wie strafrechtlich. „Es gibt für das richtige Verhalten im Netz keine spezielle besondere Gebrauchsanweisung. Man sollte sich so verhalten wie im normalen Leben eben auch.“ Um also keine Probleme zu bekommen, sollte man sich zunächst einmal redlich verhalten, niemanden beleidigen oder verleumden, nicht Persönliches von anderen veröffentlichen, ohne vorher zu fragen, das betrifft vor allem Fotos und Filme, aber eben auch Informationen dazu, Aufenthaltsorte, Vorlieben, Namen. „Solche Verletzungen der Persönlichkeitsrechte oder Urheberrechte können sehr teuer werden, weil das Netz natürlich eine viel größere Zielgruppe erschließt als wenn ich im normalen Leben ein Foto von jemandem herumzeige oder vielleicht in der Lokalzeitung veröffentliche, ohne gefragt zu haben.“ Das gilt auch für das Herunterladen von Daten, Fotos, Filmen und Texten aus im Internet verfügbaren Quellen. Hier muss wie im normalen Leben auch das Urheberrecht beachtet werden. Sonst können

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Entschädigungen fällig werden. Wesentlich ist zunächst die Legalität des Ursprungs. „Wenn man davon ausgehen kann, dass die Quelle legal ist, also z.B. Youtube, weil es allgemein bekannt ist, dass Youtube rechtsgültige Verträge hat, dann kann man auch herunterladen, natürlich nur solange das technisch auch überhaupt möglich ist und die Nutzung zum privaten und eigenen Gebrauch erfolgt.“ Wenn man dagegen ein Fußballspiel über eine ausländische Seite in Deutschland im Netz kostenfrei anschaut, obwohl man weiß, dass es normalerweise kostenpflichtig ist, dann kann man davon ausgehen, dass man sich rechtswidrig verhält. Auch, wenn man im Netz ein- oder verkauft, gelten im Grundsatz dieselben Regeln wie im normalen Geschäft. Ein wesentlicher Unterschied: Im Internet gibt es spezielle Widerrufsregeln, die dem Verbraucher mehr Rechte einräumen als bei einem Einkauf vor Ort. Und natürlich sollte man es auch wie im normalen Leben Dieben nicht zu einfach machen. „Wenn ich die Haustüre offenlasse, brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich bestohlen werde“, sagt Jürgen Hopf. Und die Menge an potentiellen Einbrechern ist im Internet natürlich viel größer als beim Wohnen in der eigenen Stadt. Das ist dann doch ein wenig anders als im normalen Leben. Also: Anspruchsvolle Kennwörter wählen und die auch öfter mal wechseln. Keine Vorauskasse leisten, sondern sicherere Zahlmethoden wie z.B. Paypal wählen.

Jürgen Hopf ist in der Kanzlei Hörnlein & Feyler unter anderem auf Handels- und Gesellschaftsrecht und gewerblichen Rechtsschutz spezialisiert.

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COBURG INTERNATIONAL Anfang Juli findet die internationale Woche in Coburg statt. Menschen aus über einhundert Nationen leben in der Vestestadt. Einige von ihnen haben wir portraitiert. Eine Bilderstrecke mit Statements. Idee: Toni Milicevic`. Fotos: Sebastian Buff. Danke für die Unterstützung an das Institut Rommel in Coburg.

Rinat Khisamutdinov aus Russland. Er hat schon als Kind in der Schule Deutsch gelernt und wollte immer nach Deutschland, liebt die Kultur und die Landschaft. Vor einem Jahr ist er dann nach Coburg gezogen. „Meine Heimat ist da, wo meine Kinder leben“, sagt er. Für die möchte er das Beste. Die Menschen seien sehr offen, „sie begrüßen sich immer, auch wenn man sie nicht kennt, das war für mich eine Überraschung“, lacht er.

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Regine Sonia Kembe Maloba aus dem Kongo. Sie hat letztes Jahr geheiratet und ist mit ihrem Kind von Frankreich nach Coburg zu ihrem Mann gezogen. Anfangs sei es schon schwierig gewesen, weil alles sehr ungewohnt war, jetzt sei sie glĂźcklich. In Zukunft mĂśchte die gelernte Pflegerin gerne als Krankenschwester arbeiten.

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Loay Zamel aus Israel. Er möchte nach dem Inegrationskurs Betriebswirtschaft studieren, schätzt die Professionalität der Deutschen und auch die deutsche Kultur. Man könne viel voneinander lernen, findet er, und so lebt er auch: Er hat viele Freunde in Coburg, tauscht sich mit ihnen aus, man lernt, arbeitet und feiert zusammen.

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Jeremia Oktaviano Nugroho aus Indonesien. Der 19jährige möchte studieren. Dabei hilft ihm, dass er Verwandtschaft in Deutschland hat. So kann er bei seiner Cousine wohnen und mit seiner Familie auch viel Deutsch üben. „Das ist ganz anders als meine Muttersprache Indonesisch.“ Auch an das andere Leben hier habe er sich erst gewöhnen müssen.

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Miranda Fama aus Italien. Nach Coburg ist sie gekommen, weil hier ihre Cousine lebt und sie sich für ihre Kinder eine gute Zukunft wünscht. „Coburg ist eine schöne kleine Stadt, aber nicht zu groß, so hat man mehr Möglichkeiten, andere Leute kennenzulernen.“

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Leonardo Andres Camacho Campo aus Kolumbien. Der 21jährige arbeitet seit acht Monaten als Aupair in Coburg. „Alles ist so schön hier, sogar mehr als schön“, schwärmt er. Später möchte er studieren, davor aber richtig Deutsch lernen, das ist sein größter Wunsch. Dabei hilft ihm seine Gastfamilie, und „viele Leute hier, die immer versuchen, uns Ausländern zu helfen.“

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Abdulsalam Meirkhan aus Syrien. Er lebt seit zwei Jahren in Deutschland und möchte hier gerne studieren. Vorher aber lernt er die deutsche Sprache so gut wie möglich. „Je mehr ich Deutsch kann, desto leichter bekomme ich auch Kontakt zu den Menschen.“

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Mahaiela Chistol aus Moldawien. Die 20jährige lebt seit acht Monaten in Coburg. Sie möchte eine Ausbildung machen und später hier arbeiten. Coburg sei eine kleine Stadt, „wie sagt man in Deutschland, klein, aber fein“. So kann sie viele Einheimische kennenlernen, „in einer großen Stadt wären mir dafür zu viele Ausländer, auch wenn ich selbst ja einer bin“, lacht sie.

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EINLEITUNG

VON WOLFRAM HEGEN

HABT KEINE ANGST SONDERTHEMA SICHERHEIT Angst ist sinnvoll. Sie schützt uns vor Gefahren. Sie mobilisiert unsere Kräfte. Sie lässt uns kämpfen oder weglaufen. Sie bewahrt uns vor unnötigem Risiko. Sie steigert die Konzentration. Sie fördert Leistung. Blutdruck und Puls gehen hoch, wir atmen schneller, die Muskeln spannen sich an, der Körper ist im Alarmzustand. Verdauung, Kopfarbeit, Sexualtrieb werden heruntergefahren. Es geht darum, sich selbst zu erhalten. Es geht um eine konkrete Bedrohung. Angst ist nicht sinnvoll, wenn sie zu stark wird. Dann lähmt sie, schlägt um in Panik, macht kaputt, was sie beschützen soll, zerfrisst unser Ich, indem sie sich verselbständigt. Dann braucht es keine konkrete Bedrohung mehr, dann haben wir Angst – ganz einfach so. Viele Menschen kennen solche Angststörungen. Einzelschicksale. Wenn aber eine ganze Gesellschaft an Angststörungen leidet, wird es richtig gefährlich. Wenn eine ganze Gesellschaft permanent nur noch Angst hat, vor Globalisierung, Digitalisierung, Zuwanderung, Umweltzerstörung, sozialem Abstieg, lässt sie sich nur noch von einem Gefühl leiten. Dem Gefühl der Bedrohung. Dann aber zerfrisst diese Angst die Gesellschaft, unser Zusammenleben, unsere Werte, Ideale, unser geschriebenes oder stilles Einverständnis, wie wir miteinander leben möchten. Dann schlägt die Gesellschaft - wie ein angsterfüllter Mensch auch - wild um sich. Sie ruft nach mehr Gesetzen, mehr Polizei, mehr starken Männern, mehr Überwachung, mehr Grenzen, mehr Zäunen, mehr Kontrolle. Sie ruft nach mehr Sicherheit. Absolute Sicherheit aber gibt es nicht. Nur eine: Es war noch nie so sicher wie heute.

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HABT KEINE ANGST

VON WOLFRAM HEGEN

Der Geist ist aus der Flasche Im Namen der Sicherheit „Deutschland ist schön, seine Landschaften typisch, die Bauwerke weltberühmt. Man legt Wert auf gepflegte Gastlichkeit, und ist stolz auf seine Spezialitäten“, lobt ein Werbespot aus den 1980er Jahren heimische Gefilde. Wohl kaum ein Spot gibt die Gefühlslage der bürgerlichen Mitte dieser Zeit besser wieder als die damalige Werbung für ein bayerisches Weißbier. Heimelig war es, gemütlich, geborgen, sicher. Zumindest fühlte es sich so an. Dabei war doch seit Mitte der 1970er die polizeilich registrierte Kriminalität stark angestiegen. Und in Bayern auch – bis zum Höhepunkt 1991. Doch Gefühl ist das eine, Fakten sind das andere. So hatten laut Institut Allensbach 2016 über zwei Drittel der Menschen den Eindruck, dass die Kriminalität zunimmt, vier von fünf befürchteten zudem eine weitere Zunahme durch Flücht-linge. Fakten aber sprechen eine andere Sprache: Die Ergebnisse der Bayerischen Kriminalitätsstatistik des Bayerischen Innenministeriums 2017 sind eindeutig: Niedrigste Fallzahlen seit 1991, niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 30 Jahren, Steigerung der Aufklärungsquote auf 64,4%. „Insgesamt lässt sich die erheblich gewachsene Beunruhigung mit der faktischen Entwicklung der Kriminalität nur teilweise erklären“, schreibt dazu das Institut Allensbach. Es ist wohl eher so, dass das gefühlte heimelige Postkartenidyll der 1980er innerhalb von nur einer Generation einer globalen temporeichen digitalisierten Welt weichen musste, die kaum mehr Halt zu bieten scheint. Nichts ist mehr wie es war. Ein Teil der Bevölkerung muss sich fühlen wie in einem Mehrfrontenkrieg gegen Digitalisierung, Globalisierung, Umweltverschmutzung, Flüchtlingsströme, Werteverfall. Die Wut richtet sich gegen „den Staat“, der einem das eingebrockt habe, der Deutschland verscherble, die Kultur verrate. Es ist vor allem die Wut einer tendenziell älteren und ländlichen Bevölkerung, die sich abgehängt fühlt von einer durch junge urbane gutausgebildete Eliten vorwärtsgetriebene Veränderung. Diese Wut gilt es ernst zu nehmen. „Die wachsende Besorgnis verändert das Verhalten und die Erwartungen an die Politik“ beschreibt das Institut Allensbach den aktuellen Zustand. Wie also reagiert „der

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SONDERTHEMA SICHERHEIT Staat“, wie reagieren handelnde und sich in verantwortlichen Positionen befindliche Personen? Sie sagen „Wir haben verstanden“. Nein, sie haben nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden, wie man kulturelle Veränderung gestaltet. Sie wollen nicht zwischen den vermeintlich Zurückgelassenen und den Vorwärtsgewandten moderieren, alle mitnehmen, Komplexität erklären, auch oder gerade weil es mühsam ist, sehr mühsam, und auch oft unpopulär. Ja, sie haben verstanden. Sie haben verstanden, wie man sich selbst in Sicherheit bringt. Sie präsentieren einfache Lösungen für Probleme, die es de facto nicht gibt, gehen so – vermeintlich –

auf Stimmenfang, lenken von den wahren Zukunftsthemen ab, deren für viele aber furchteinflößende Dynamik es ja aber eben zu steuern gilt. Das ist schäbig, rückwärtsgewandt, reaktionär. Die neue Fassung des „PAG“, des Polizeiaufgabengesetzes in Bayern, das zum 25. Mai 2018 (vorerst mal) in Kraft getreten ist, ist so ein Beispiel. Warum enthält es erweiterte Befugnisse für die Polizei, obwohl wir doch nach deren eigenen Auskunft statistisch die niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 30 Jahren haben? Warum ein neues PAG, wenn der bayerische Innenminister selbst schon vor dem 25. Mai angesichts des schon bis dahin „effektivsten Polizeirechts in ganz Deutschland“ ins Schwärmen geriet? Warum wurde es noch vor dem Sommer mit aller Härte und kaum Kompromissbereitschaft durchgepeitscht? Warum wurde ein Dialog über das Gesetz angeboten, wenn es, weil beschlossen - außer vor Gericht - eh nicht mehr zu ändern ist? Warum also das unbestritten weitest gehende Polizeigesetz seit 1945, wo wir doch wirklich wichtigere Themen haben? Nur um ein Gefühl zu bedienen: die „diffuse Angst der Deutschen“, wie sie Soziologen und Leitartikler gerne nennen. Wenn da eine Regierung Stärke zeigt, sich nicht beirren lässt, ein Gesetz im Namen ihrer Bürger durchsetzt, weil sie das in Bayern kraft ihrer absoluten Mehrheit kann, dann möchte sie damit das Gefühl der Geborgenheit, der Sicherheit vermitteln, das vielen allen Statistiken zum Trotz abhandengekommen ist. Dann möchte sie damit Vertrauen zurückgewinnen, das verloren scheint. Dann möchte sie damit Angriffe von rechts abwehren und Wahlen gewinnen. Deswegen „Wir haben verstanden“. Nein, so billig geht’s nicht. Der Preis nämlich ist hoch: Freiheitsrechte des Bürgers, Grundrechte in ihrer Funktion als Abwehrrechte gegen den Staat werden – offiziell im Namen der Terrorismusbekämpfung – seit Jahren in kleinen fast unmerklichen Schritten geopfert. Die Gerichte werden zwar zu entscheiden haben, ob der bayerische Schritt dieses Mal zu groß war, der Geist aber ist schon seit einiger Zeit aus der Flasche. Er treibt munter sein Unwesen, redet mehr von Sicherheit als von Freiheit, schafft Gesetze, wo es keine braucht, baut Zäune, errichtet Mauern, stellt Kameras auf und verbreitet schon mit der bloßen Anwesenheit von angeblich im Namen der Sicherheit notwendigen Anlagen und Einrichtungen das Gefühl der Bedrohung, das ihn überhaupt erst aus der Flasche gelassen hat. Dabei war es doch selten sicherer als heute. Aber es fühlt sich halt anders an. Ganz anders eben als noch vor einer Generation. Weil die Welt sich schnell verändert hat, vielleicht zu schnell. Mehr aber ist nicht passiert, aber eben auch nicht weniger. Also gibt es viel nachzuholen: Diese Veränderung gestalten, sie in positive Energie verwandeln, Lust machen auf Zukunft. Und nicht Angst verbreiten. Hört auf damit.

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HABT KEINE ANGST

VON WOLFRAM PORR

Big Brother? Personalisierte Werbung im Internet, weiterführende Links zu Themen, die einen wirklich interessieren, kleine Sprachcomputer, die einem innerhalb von Sekunden die Welt erklären – toll, oder? Im Prinzip ja. Wären da nicht ein paar Nebengeräusche, die einem schon Angst machen können: Werden die Daten, die wir Social-Media-Giganten wie Facebook oder Google mehr oder weniger freiwillig überlassen, wirklich nur zu unserem Nutzen verwendet oder geht es um etwas ganz anderes? Hören uns Facebook & Co. vielleicht sogar ab? Die Antwort auf diese Fragen ist so kurz wie unbefriedigend: Wir wissen es nicht genau.

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SONDERTHEMA SICHERHEIT

Das Phänomen kennt fast jeder: Sie surfen zu einem bestimmten Thema auf diversen Internetseiten oder geben entsprechende Begriffe in ihre Suchmaschine ein, und schon kurz danach poppt dazu passende Werbung auf. So weit so gut. Ist ja vielleicht in dem Moment sogar nützlich. Deutlich kitzliger wird es, wenn es im Internet gar keinen Suchvorgang gab, Ihnen aber trotzdem plötzlich Werbung angezeigt wird, die zu dem passen, was sie kürzlich am Mittagstisch mit der Familie oder im Büro mit den Kollegen besprochen haben. Nicht wenige Nutzer haben daher das beklemmende Gefühl, über diverse Apps (Facebook, WhatsApp) belauscht zu werden. Entsprechende Verschwörungstheorien kursieren zuhauf. Doch ist da wirklich was dran? Das Katzenfutter-Experiment „Neville“, ein YouTuber aus den USA, ist sich sicher, dass uns Facebook abhört. Vor etwa zwei Jahren startete er deshalb folgendes Experiment: Ohne vorher jemals zu dem Thema im Internet recherchiert zu haben, begann er sich am Smartphone mit seiner Frau über Katzen und Katzenfutter zu unterhalten. Nichts Schriftliches. Keine Suche im Internet. Nur diese Unterhaltung und das immer wiederkehrende Schlüsselwort „cat food“. Nach zwei Tagen wurde Neville, der noch nie eine Katze hatte oder sonst mit dem Thema in Berührung gekommen war, von Facebook Katzenfutterwerbung angezeigt. Es gibt noch mehr solcher Experimente, und viele Menschen können ganz ähnliche Geschichten erzählen. Habe ich mich nicht neulich mit einer Freundin über Neuseeland unterhalten – einer Urlaubsregion, die für mich schon wegen meiner Flugangst nie ernsthaft in Frage kommen und nach der ich deshalb im Internet auch nie suchen würde? Wenige Tage danach bekam ich Angebote für Flüge nach Auckland und die Werbung einer australischen Airline angezeigt. Und dann gab es beim Musiker-Stammtisch neulich die Diskussion über diesen USamerikanischen Songwriter, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte. Prompt wurden mir anschließend seine Alben in einer Amazon Werbung feilgeboten. Facebook beteuert: Wir hören nicht mit Alles nur Zufall? Oder wie lassen sich solche Phänomene dann erklären, wenn uns wirklich niemand abhört? Diesbezügliche Gerüchte gibt es schon, so lange es Handys gibt. Der amerikanische Schriftsteller Dave Eggers hat sie in seinem Roman „Der Circle“, in dem er deutlich auf Facebook anspielt, auf die Spitze getrieben. Und spätestens seit die elektronischen „Sprachassistenten“ Siri, Alexa und Cortana in immer mehr Haushalten zum Einsatz kommen, häufen sich die Vermutungen, dass nicht jedes Wort, das man zu Hause spricht, auch in den eigenen vier Wänden bleibt. Grundsätzlich gilt: Wo es ein Mikrofon gibt, da gibt es theoretisch auch eine Abhörmöglichkeit. Ein Beispiel, das jeder kennt: das Babyphone. Nach einem ganz ähnlichen Prinzip könnten auch Apps Anrufe und Sprachnachrichten mithören. Bisher beteuern Facebook & Co. allerdings, dass sie das nicht tun: „Weder Facebook noch WhatsApp hören mit. Beide Apps greifen nur dann auf das Mikrofon zu, wenn ein Nutzer dies den Apps vorher ausdrücklich erlaubt hat und eine bestimmte Funktion aktiv nutzt, die Audiosignale erfordert (…) „, lässt Facebook verlauten.

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HABT KEINE ANGST Offline-Einkaufsverhalten gibt Hinweise Auf keinen Fall würden Handymikros dazu genutzt, um passende Werbung zu schalten. Nach langwierigen Recherchen kam auch eine Journalistin des Wall Street Journal zu dem Ergebnis, dass die Konzerne uns nicht abhören. Dafür, dass wir trotzdem personalisierte, oft genug erstaunlich passgenaue Werbung eingeblendet bekommen, hat sie eine andere Erklärung: So geben Datenhändler Informationen über unser Offline-Einkaufsverhalten an Facebook weiter. Entsprechende Datenabdrücke hinterlassen wir, wenn wir zum Beispiel an der Supermarktkasse mit der Deutschland- oder der Payback-Card zahlen. Außerdem überwacht Facebook unser Surfverhalten via „Web-Tracking“. Manchmal reiche es auch aus, unseren Standort zu kennen, um passende Werbung zu platzieren. Netzexperte Michael Seemann, der sich in einem eigenen Blog („crtl+verlust“) mit dem Kontrollverlust im Internet beschäftigt, glaubt ebenfalls nicht an „Big Brother Facebook“ und den großen Lauschangriff, schon aus technischen Gründen. „Zum einen wäre das sehr aufwändig. Es müssten große Rechenzentren aufgebaut werden, die diese Spracherkennung durchführen“ sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Und weiter: „Das ist von der Nutzen-Kosten-Kalkulation völliger Irrsinn. Der andere Grund ist, dass diese Datenübertragung natürlich von den Betriebssystemen und den Sicherheitsforschern (…) bemerkt worden wäre.“ Der Vertrauensverlust wäre riesig Hinzu kommt: Facebook machte sich strafbar, würden der Konzern heimlich die Daten seiner App-Nutzer sammeln und auswerten. Und käme es heraus, wäre der Vertrauensverlust wohl unumkehrbar. Würde Facebook das riskieren? Ohnehin hat der Konzern viel an Vertrauen eingebüßt, seit bekannt wurde, dass Daten von 50 Millionen Nutzern an den Datenanalysten Cambridge Analytica verkauft wurden, welcher diese dann für den Wahlkampf von Donald Trump instrumentalisierte.

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Andererseits: Seit Jahrzehnten schert sich der Konzern nicht wirklich um Gesetze. Immer wieder bewegt er sich rechtlich an der Grenze oder überschreitet diese bisweilen sogar, zuletzt als er die WhatsApp-Daten deutscher Nutzer ungefragt beim Mutterkonzern in den USA speicherte. Datenschutzbeauftragte und Justizbehörden reagieren nicht selten hilflos, wenn es darum geht, Firmen wie Facebook zu kontrollieren. Auf Seiten der Länder fehlt es an Personal und Knowhow, auf Seiten von Facebook schlichtweg an Transparenz. „Genau genommen weiß nicht einmal Facebook selbst wie Facebook wirkt“, sagt der bekannte Internet-Blogger Sascha Lobo und trifft damit wohl den Nagel auf den Kopf. Was kann der Einzelne tun? Facebook ist deshalb schwer zu kontrollieren, weil unklar bleibt, wie es genau funktioniert. Um das zu ergründen, müssten die übertragenen Informationen entschlüsselt werden dürfen. Doch so weit sind wir noch nicht. Was heißt das nun für uns User? Skepsis gegenüber dem Datenriesen ist sicher angebracht, auch wenn es für die Behauptung, Facebook würde Gespräche mithören, allenfalls nicht bewiesene Indizien gibt. Facebook weiß auch so verdammt viel über uns. Manchmal raten die Algorithmen auch einfach, was uns interessieren könnte. Jeder Zufallstreffer fällt uns dann umso mehr auf. Studien belegen, dass Menschen dazu neigen, gegenüber Apps umso unkritischer zu sein, je „cooler“ sie sind und je mehr sie ihnen nutzen. Wer das weiß, kann seine Verhaltensweisen anpassen, gegebenenfalls seine PrivatEinstellungen überprüfen oder den Zugriff aufs Handymikro verweigern. Letztlich muss jeder einzelne selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist: der Nutzen einer App wie Facebook oder die Kosten, in diesem Falle die Preisgabe seiner persönlichen Daten.

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Externe Rechenzentren schaffen Sicherheit SÜC und süc // dacor sind Partner der Wirtschaft

Immer mehr Unternehmen nutzen das externe Rechenzentrum der SÜC, des Coburger Energieversorgers. Zentrale Serverstrukturen samt Infrastruktur stehen für höchste Sicherheit, geringere IT-Investitionskosten als bei inhouse-Lösungen, planbare monatliche Ausgaben, größtmögliche Leistung und hohe Flexibilität. Die Vorteile für Geschäftskunden liegen auf der Hand: ▪ Höchste Sicherheit ▪ Größtmögliche Leistung ▪ Hohe Flexibilität ▪ Planbare monatliche Ausgaben

Interesse an diesem Service der SÜC? Einfach zur Beratung mit der Tochtergesellschaft süc // dacor GmbH in Verbindung setzen. Gerne stehen die fachkundigen Mitarbeiter für ein unverbindliches Gespräch und darüber hinaus zur Verfügung. Zur Terminvereinbarung reicht eine Mail an technik@dacor.de.

DACOR.DE

süc // dacor GmbH ▪ Schillerplatz 1 ▪ 96450 Coburg ▪ Tel.: 09561 976 21- 0 ▪ Fax: 09561 976 21- 10 ▪ info@dacor.de AUSGABE 27 / JUNI 2018

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Mit Sicherheit sparen Expertentipp von Thomas Bittorf Alarmanlagen, Gitter an den Fenster und sichere Schlösser: Wer das Eigenheim oder die Gewerbeimmobilie einbruchsicher machen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Aber immerhin kann man sich in manchen Fällen einen Teil der Kosten vom Fiskus zurückholen. Der COBURGER hat nachgefragt:

Welche Sicherheitsmaßnahmen rund um Haus und Hof und Firma sind steuerlich ansetzbar?

Also sieht die steuerliche Förderung derzeit eher mau aus …

Man muss hier differenzieren. Sicherungsmaßnahmen für das eigene Unternehmen, Büro oder die Praxis sind nahezu unbeschränkt steuerlich abzugsfähig. Die Sicherungsmaßnahmen dienen hier dem Erhalt des Betriebs.

Ja, das muss man leider so sagen. Möglich ist aber eine finanzielle Förderung durch die Kf W, sei es durch Zuschuss oder einen zinsgünstigen Kredit. Wer Maßnahmen zum Einbruchschutz an einem bestehenden Wohngebäude oder einer Eigentumswohnung durchführen lässt, erhält je nach Höhe der Investitionskosten Zuschüsse von mind. 100 Euro bis max. 1.600 Euro.

Gleiches gilt, wenn man eine vermietete Wohnung oder ein vermietetes Haus nachrüsten will. In beiden Fällen muss man die Einkünfte aus den Objekten versteuern, so dass auch die entsprechenden Aufwendungen zum Erhalt und der Sicherung abzugsfähig sind.

Der Antragstellung muss aber vor Beginn des Umbauvorhabens gestellt werden und die Maßnahmen sind durch ein Fachunternehmen auszuführen.

Und wie sieht es mit der privaten, selbstgenutzten Immobilie aus? Im Koalitionsvertrag war angekündigt, entsprechende Sicherungsmaßnahmen aufgrund der gestiegenen Einbruchszahlen in Deutschland zu fördern. Eine konkrete Förderung der steuerlichen Absetzbarkeit ist bislang allerdings noch nicht umgesetzt worden. Investiert man in den Einbruchschutz für sein Eigenheim, kann man die Kosten der Handwerker von der Steuer zumindest teilweise absetzen. 20 Prozent der Kosten für Arbeitslohn, Fahrtkosten und Maschinenkosten einschließlich der Umsatzsteuer kann man pro Jahr in der Steuererklärung eintragen, maximal aber 1.200 Euro. Die Materialkosten wie für die einbruchshemmenden Fenster, die Alarmanlage oder ein Mehrfachverriegelungssystem sind nicht absetzbar. Es handelt sich aber nicht um eine spezielle Förderung des Einbruchsschutzes, sondern die seit Jahren bestehende Förderung von allen Handwerkerleistungen im privaten Bereich nach § 35a Einkommensteuergesetz zur Verringerung der Schwarzarbeit. Erforderlich ist wie immer eine ordnungsgemäße Rechnungsstellung durch den Handwerker, in der der Lohnanteil gesondert ausgewiesen wird.

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Sind die Folgen eines Einbruchs, also der Verlust von Vermögen, steuerlich absetzbar? Bei Einbruch in Betrieben wird der Vermögensverlust in der Regel absetzbar sein, sofern man nachweisen kann, dass z.B. das gestohlene Bargeld tatsächlich aus der Firma und nicht aus dem privaten Bereich stammt. Im Privatbereich ist der Verlust nicht absetzbar. Dafür gibt aber es bei Privatpersonen die Möglichkeit, den Schaden bei der Hausratversicherung geltend zu machen, die in der Regel jeder abgeschlossen hat. Dafür muss man versicherungsrechtlich aber beachten, dass eine umgehende polizeiliche Meldung stattfindet.

Löwenstraße 27 96450 Coburg Telefon: 09561 79 42 400 Fax: 09561 79 42 402 E-Mail: info@tb.legal Internet: www.tb.legal AUSGABE 27 / JUNI 2018


SICHERHEIT IN ZAHELN

SIC H

sehr unsicher

Frauen Männer

20%

52%

28%

18% 50%

sehr sicher

9%

15%

eher sicher

EIT IN ZA H R H E LEN

Wie sicher fühlen Sie sich auf öffentlichen Plätzen, Straßen oder Parks?

5%

eher unsicher

Das sind die 20 sichersten Länder der Welt gemäß Global Peace Index 2017: 1 Island 2 Neuseeland 3 Portugal 4 Österreich 5 Dänemark 6 Tschechien 7 Slowenien 8 Kanada 9 Schweiz 10 Irland

11 Japan 12 Australien 13 Bhutan 14 Norwegen 15 Ungarn 16 Deutschland 17 Finnland 18 Schweden 19 Belgien 20 Niederlande

Verhütungsmethoden – von sicher bis unsicher: Sterilisation Kondom

Ergebnisse der Bayerischen Kriminalitätsstatistik des Bayerischen Innenministeriums 2017 Niedrigste Fallzahlen seit 1991 Niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 30 Jahren Weitere Steigerung der Aufklärungsquote auf 64,4%

Acht zukunftssichere Jobs Autoingenieure Lehrer Ärzte

Juristen Marketingexperten Naturwissenschaftler

Logistiker Techniker

Pille Verhütungsring Coitus interruptus

In 172 Wörtern – Wie Statistik lügen kann Walter Krämer vom Institut für Wirtschafts- und Sozialstatistik der Technischen Universität Dortmundhat sich in seinem Buch „So lügt man mit Statistik“ auf den Vergleich von Flugzeug und Bahn konzentriert. „Je nachdem, welches Bezugssystem man wählt, kann man Flieger oder Zug schlecht aussehen lassen“, erklärt er. „Rechnet man zum Beispiel mit Personenkilometern, fällt die Rechnung für das Flugzeug sehr günstig aus.“ Die Personenkilometer errechnen sich folgendermaßen: Ein Jumbo, der von Frankfurt nach Sydney fliegt, kommt bei 300 Passagieren und 12 000 Kilometern Strecke auf 3 600 000 Personenkilometer. Für diese Strecke ergeben sich dann mit den Zahlen, die Krämer bei seinen Berechnungen verwendet hat, dreimal mehr Verkehrstote für die Bahn als für das Flugzeug. Anders stellt sich die Sache dar, wenn die Sicherheit anhand der Stunden berechnet wird, die der Reisende insgesamt in dem Verkehrsmittel unterwegs ist. Auf dieser Berechnungsgrundlage gibt es in der Bahn dreimal weniger Verkehrstote pro 100 Millionen Passagierstunden als beim Flugzeug. Die Wahrscheinlichkeit, in der nächsten Stunde zu sterben, ist dann im Flugzeug dreimal so hoch wie im Zug

Verkehrsmittel – von sicher bis unsicher:

Schiff AUSGABE 27 / JUNI 2018

Bahn

Flugzeug

Bus

Auto

Quelle: www.statista.de

zu Fuss

Fahrrad

Motorrad

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Quad

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VON CHRIS WINTER

aus der weißen Stadt

Hilfe für die Pflege In Belgrad sucht der Arbeiter-Samariter-Bund Coburg Mitarbeiter für die stationäre und ambulante Pflege – und findet in Serbien die dringend benötigten Fachkräfte. Die Nachfrage nach examinierten Pflegerinnen und Pflegern wird in den nächsten Jahren rasant ansteigen. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird in zwei Jahren auf annähernd drei Millionen angewachsen sein. Eine Prognos-Studie aus dem Jahr 2012 hat die Anzahl der Menschen, die auf eine ambulante oder stationäre Pflege angewiesen sind, auf damals 2,4 Millionen beziffert. In acht Jahren waren es etwa eine halbe Million Menschen mehr, die von Angehörigen, von Pflegediensten oder in Pflegeheimen betreut werden. Die Studie geht davon aus, dass im Jahr 2030 rund 3,4 Millionen Menschen im Land Pflege von verschiedener Intensität benötigen. Aktuell fehlen rund 35.000 Mitarbeiter in den Pflegediensten und -heimen. Dieser Fehlbestand wird sich in den nächsten Jahren explosionsartig ausweiten: 2020 werden nach den Berechnungen rund 140.000 Pflegekräfte im Land zu wenig vorhanden sein. Nach Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeit hat sich vor fünf Jahren die Zahl der in der Pflege arbeitenden Menschen aus einem EUMitgliedsland um fast ein Fünftel erhöht, aus Drittstaaten betrug die Steigerung 13,5 Prozent. Bei der Beschäftigung von deutschen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tun sich die verschiedenen Träger und Organisationen schwer, ausreichend Personal zu finden: Ein Plus von gerade 5,1 Prozent machte die Bundesanstalt für Arbeit hier aus. Dieser Entwicklung versucht der Regionalverband Coburg des ArbeiterSamariter-Bundes (ASB) mit ungewöhnlichen Anstrengungen entgegen zu wirken. ASB-Geschäftsführer Thomas Schwesinger war Anfang Mai auf einer längeren Dienstreise, um Pflegepersonal in der serbischen Hauptstadt Belgrad für die Arbeit beim ASB Coburg zu gewinnen. Zuerst fuhr er nach München, von dort dauerte der Flug etwas mehr als eine Stunde in die 1,1-Millionen-Metropole Belgrad. In etwa einem halben Jahr wird Thomas Schwesinger sechs Frauen und Männer aus dem südosteuropäischen Land auf der Balkanhalbinsel einstellen. AUSGABE 27 / JUNI 2018

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NEUE KOLLEGEN

Herr Schwesinger, Sie waren im vergangenen Mai zum zweiten Mal in Serbien, um dort Mitarbeiter für die ambulante Pflege und Pflegeheime des Arbeiter-SamariterBundes Coburg anzuwerben. Dafür 1000 Kilometer weit zu fliegen ist alltäglich nicht. Sehen Sie, allein in der ambulanten Pflege betreut der ASB Coburg derzeit 450 Menschen. In den nächsten zwölf Jahren wird diese Zahl um ein Viertel anwachsen. Das sind etwas mehr als 100 Personen. Ebenso steigt die Zahl der Menschen in unseren Pflegeheimen und im Thomas Schwesinger Betreuten Wohnen an, wo wir die Kapazitäten zurzeit ausbauen. Dafür brauchen wir genug Fachpersonal. In der stationären Pflege muss die Hälfte der Mitarbeiter examiniert sein. Den gesetzlich vorgegebenen Personalschlüssel, also das Verhältnis von Pflegekräften und Bewohnern, erfüllen wir. Darüber hinaus haben wir zwei Mitarbeiter mehr als es verlangt ist.

In Serbien haben Sie Erfolg mit der Personalsuche? Ja, sogar großen Erfolg. Sechs Stellen wollen und können wir in den nächsten Wochen mit Fachkräften besetzen. Die künftigen Kolleginnen und Kollegen sind sehr gut ausgebildet, alles fertige Krankenpfleger, die auch über Berufserfahrung verfügen.

Aber diese Arbeitskräfte fehlen doch dann in Serbien. Das war zunächst auch bei uns ein Gedanke. Aber das Land blutet sozusagen nicht aus. Einerseits gibt es in Serbien einen Überschuss an Arbeitskräften, zum anderen bildet die Schule in Belgrad speziell für den deutschen Arbeitsmarkt aus. Wer diese Ausbildung macht, der möchte sich in Deutschland eine Existenz aufbauen. Wir reden bei uns darüber, dass der Pflegeberuf attraktiver gemacht werden muss, dass die Bezahlung steigen muss. In Serbien ist die Wertschätzung des Pflegeberufs fast nicht vorhanden. Dort sind Monatseinkommen von 300 Euro für einen Vollzeitjob die Regel. Nahezu jeder hat dort einen Nebenjob, um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Im Schnitt gehen in Belgrad noch 150 Euro für die Miete ’drauf – da bleibt nicht mehr viel übrig zum Leben. Dazu sind Arbeitszeiten dort von mehr als zwölf Stunden keine Seltenheit. Tarif- und Arbeitsrecht sind fast Fremdworte.

Und diese Stellen konnten und können Sie nicht aus dem Angebot der Arbeitskräfte hier besetzen? Leider schaffen wir das nicht. Der ASB Coburg bildet seit vielen Jahren Pflegepersonal aus. In der stationären Pflege ist die Refinanzierung gesichert, in der ambulanten nicht. In der ambulanten Pflege können wir ausbilden, weil dort auch Beiträge unserer Mitglieder investieren können. Zurzeit sind beim Regionalverband Coburg 23 Ausbildungsstellen besetzt, in der Regel gibt es für diese Mitarbeiter anschließend eine Jobgarantie. Es wird immer schwieriger Menschen für diesen Beruf zu begeistern. Es gibt bei uns Schicht- und Wochenenddienste ebenso wie Nachtdienste. Auch die Entlohnung spielt natürlich eine Rolle. Vor allem in der ambulanten Pflege bedarf es einer besseren Bezahlung. Die Konkurrenz um neues Personal ist auch groß. Wobei ich nicht die anderen Träger von Pflegeheimen und -diensten meine. Der Fachkräftemangel ist in nahezu jeder Branche ein brandaktuelles Thema.

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Welche Hürden müssen Sie für die Anstellung von Pflegekräften aus Serbien überwinden? Serbien ist nicht Mitglied in der Europäischen Union. Deshalb ist zum einen nachzuweisen, dass in der Pflege ein akuter Arbeitskräftemangel besteht – das ist gegeben; zum anderen müssen wir als ASB Coburg bei der Arbeitsagentur darlegen, dass wir uns vergeblich auf dem deutschen Arbeitsmarkt umgetan haben. Das ist auch kein Problem. Um weiter eine Arbeitserlaubnis zu bekommen, muss der Sprachkurs B2 erfolgreich abgelegt worden sein. Schließlich ist noch das in Serbien erworbene berufliche Examen anzuerkennen. Das ist in der Regel fast eine Formsache, denn die Ausbildung dauert dort vier Jahre. Im Vergleich: In Deutschland sind es drei Jahre. Also fachlich gibt es da kaum etwas zu bemängeln. Die Zusatzprüfung für die Anerkennung des Examens dauert etwa eine Woche. Hauptproblem ist die Sprache, davon hängt natürlich auch die Integration der neuen Mitarbeiter wesentlich ab.

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AUS DER WEISSEN STADT

Was unternehmen Sie, was unternimmt der ArbeiterSamariter-Bund, damit die Integration und damit die Arbeit mit den zu betreuenden Menschen möglichst schnell und reibungslos funktionieren? Speziell beim ASB Coburg haben wir den Vorteil, dass wir schon seit einem Jahr drei Mitarbeiter aus Serbien beschäftigen. Damit verkleinern sich sprachliche und soziale Barrieren schon gewaltig, die Einarbeitung geht zügig vonstatten. Dann sorgen wir natürlich für eine entsprechende Wohnung, denn die meisten wollen verständlicherweise die Familie nachholen. Behilflich sind wir bei Behördengängen und unterstützen auch bei der Wohnungseinrichtung. Die Leute kommen mit zwei Koffern an.

gut informiert. Coburg wird als lebenswerte Stadt angesehen. Das liegt am kulturellen Leben aber auch an den Arbeitsmöglichkeiten hier für Familienangehörige. Darüber hinaus versuchen wir natürlich attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. So gibt es beim ASB keine sogenannten Doppelschichten, das heißt, nach einer Frühschicht folgt eine Spätschicht. Auch achten wir beim Dienstplan darauf, dass jedes zweite Wochenende frei ist und versuchen, auf die Arbeits- und Schichtzeiten des Partners oder der Partnerin Rücksicht zu nehmen. Man darf nicht vergessen, Pflege kann nicht jeder und es ist ein anstrengender Beruf.

Auch andere Träger suchen und finden in Serbien Fachkräfte. Warum ist Deutschland bei den Pflegeberufen für die Menschen vom Balkan so nach gefragt? Das hat mehrere Gründe. Selbstverständlich ist es der zu Serbien deutlich höhere Verdienst. Aber man darf auch die geografische Nähe nicht vergessen: Ein Flug von München nach Belgrad dauert etwas über eine Stunde, mit dem Auto sind die rund 1300 Kilometer in etwa zwölf Stunden zurückgelegt. Deshalb ist für die Serben Süddeutschland die erste Wahl. Alle zwölf Bewerber, mit denen ich mich unterhalten konnte, hatten sich auch über Coburg und die Region sehr

Dokumente: Vom serbischen Examen (oben) gibt es eine deutsche Übersetzung (rechts) und die deutsche Anerkennung der Ausbildung (links). In der Mitte der zweisprachige Arbeitsvertrag mit dem ASB-Regionalverband Coburg.

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KONZEPTION & FOTO: SEBASTIAN BUFF

Es sind Menschen der Tat, Nimmermüde, Antreiber, Gestalter, Vorwärtsstrebende, Aktive. Es gibt sie auf der großen Bühne, seltener im Verborgenen, aber auch da. Sie stellen sich vor. Im COBURGER. In jeder Ausgabe einer oder eine – Männer und Frauen.

MACHER

Dieses Mal: Prof. Auwi Stübbe. Der Westfale hat Coburg zum Designstandort gemacht. Er war jahrelang an der Hochschule als Dekan tätig, hat die Designtage mitbegründet, das Hofbrauhausgelände zum Designcampus entwickelt und ist einer der Treiber für die Entwicklung des Güterbahnhofgeländes.

Sind Sie ein Macher? Ich bin ja eigentlich Schreinermeister. Da ist man ohnehin immerzu am Machen. Also im Prinzip ja, ich bin ein Macher. Warum Sind Sie ein Macher? Weil Theorie ist ja schön, aber wir leben nun einmal in einer realen Welt, und die muss gemacht werden. Für mich heißt das zuerst Situationen kritisch einschätzen, eine Vision entwickeln und dann nicht lange zögern, den Plan durchziehen und sich dabei nicht beirren lassen. Wie ging es los mit dem Machen? Ich wollte schon immer mein eigenes Ding machen. Das war also Schreinermeister natürlich ohnehin so. Nach dem Studium habe ich mich selbständig gemacht und mit Kollegen die Magazin GmbH in Stuttgart gegründet, die heute noch existiert, das war so etwas wie ein früher Vorläufer von Ikea. Die spätere Mitarbeit Projekt Olympia München war für mich prägend in meiner Tätigkeit als Architekt. Jeder hat gesagt, das mit dem Olympiadach kann man so doch nicht machen. Es steht heute noch. Und hier in Coburg habe ich in den letzten über 30 Jahren

an der Seite genialer Kollegen wie Professor Werner Kintzinger Design etabliert, wir haben den Studiengang nach vorne gebracht, wobei ich auch da die Studenten immer zum Machen animiert habe, zum Umsetzen, nicht nur zum Rumtheoretisieren, wir haben das Coburger Designforum Oberfranken gegründet, die Designtage entwickelt, oder auch den Marktplatz in Coburg so ins Licht gesetzt, wie er sich heute noch präsentiert. Was treibt Sie an? Es ist eigentlich ganz einfach: Mir liegt gute Gestaltung sehr am Herzen. Gute Gestaltung vermittelt Erlebnisqualität. Das ist mir so ein großes Anliegen, dass ich dafür alle meine Kräfte einsetze. Ich habe quasi meine Leidenschaft, mein Hobby zum Beruf gemacht, was kann es Schöneres geben. Ist die Region Coburg ein guter Standort zum Machen? Die Region Coburg hat alle Voraussetzungen, ein erfolgreicher Macherstandort zu werden. Dazu wird in Zukunft vor allen Dingen das Projekt der Hochschule Creapolis am Schlachthof einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Fragen stellte Wolfram Hegen.


Eine Reise nach England Alan Colbourn und seine Leidenschaft für Cider Es ist ohnehin so, dass ein Besuch der Ernstfarm im Kürengrund in Coburg einer Reise nach England schon sehr nahe kommt. Immerhin ist sie von Herzog Ernst II. im 19. Jahrhundert als Musterfarm nach englischem Vorbild gebaut worden. Wenn dann aber auch noch im zum urigen Ladengeschäft umfunktionierten ehemaligen Schweinestall der Deutsch-Engländer Alan Colbourn in seiner charmanten Art und mit seinem von einem leichten Londoner Zungenschlag geprägten Deutsch über Cider spricht, verortet sich der Gast endgültig in Südengland und eben nicht am Rande von Coburg. Hier aber hat Alan Colbourn aus einer Leidenschaft ein Geschäft gemacht, den Ciderhof, in dem er über 40 Sorten Cider, Perry (Birnenwein), Likör oder Cider Brandy selbst importiert und verkauft, direkt vor Ort oder auch im Internet. Seit 15 Jahren macht er das. Damals suchte der ausgebildete Grafik-Designer, der noch heute für die Kunstsammlungen der Veste coburg, das Europäisches Museum für modernes Glas, die Stadt Neustadt oder einige Firmen in der Region arbeitet, nach einer zusätzlichen neuen Aufgabe. Und weil ihn, obwohl er schon seit den 1970er Jahren in Coburg heimisch ist, seine britischen Wurzeln bis heute prägen, war die Idee schnell geboren: In ganz Deutschland gab es damals keinen Anbieter von traditioneller Cider, niemanden der, die in manchmal fünften Generation geführten kleinen traditionellen Herstellern dieses leicht perlenden erfrischenden Apfelweins, in seiner neuen Heimat ein Plattform bot. Jetzt gibt es einen: den Ciderhof von Alan Colbourn, der seinen ersten Cider selbst vor 35 Jahren getrunken hat, als das Getränke noch ein Dasein im Schatten von Wein und Bier fristete. Das ist heute anders, Cider ist seit 20 Jahren im Trend, England produziert viermal so viel wie alle anderen Länder auf der Welt zusammen. Alan Colbourn hat sich in diesen Jahren ein umfassendes Wissen über dieses uralte und doch ganz moderne Getränk angeeignet. Ein berühmter Ciderfan war Heinrich VIII. im 15. Jahrhundert und heute Prominente wie Starkoch Jamie Oliver, der übrigens den Ciderhof als Bezugsquelle für Sheppy‘s Dabinett Cider nennt. 46

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Wenn Alan Colbourn über Cider erzählt, gerät er ins Schwärmen. Über die stolze Anzahl von rund 600 verschiedenen Apfelsorten, aus denen Cider hergestellt wird, die Vielfalt an Geschmacksrichtungen von trocken bis süß, die zahlreichen gesunden Inhaltsstoffe, den gutverträglichen nicht zu starken Alkoholgehalt von um 0,5 bis 8,2 Prozent, und die oft mehr als sechsmonatige Reifung im Eichenfass. „Es ist schon mehr als ein Geheimtipp, Cider zu trinken.“ Viele Stammgäste wissen seine Auswahl und sein Know-How zu schätzen, sie kommen aus ganz Deutschland, um bei ihm vor Ort oder in seinem Onlineshop einzukaufen. Regelmäßig mindestens einmal im Monat gewinnt er für seine Leidenschaft neue Freunde, bei seinen kleinen Tastings mit ein paar Häppchen, ein paar Fläschchen, vielen Informationen und der einen oder anderen Anekdote von seiner Zeit in Deutschland, hier auf er Ernstfarm, die so very british ist, dass man sich fühlt wie auf der Insel. Ciderhof Inh. Alan Colbourn Kürengrund 80 96450 Coburg

Telefon: 0 95 61/ 83 27 34 info@ciderhof.de www.ciderhof.de

» Regelmäßige Cidertastings » Anmeldung erforderlich Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag & Freitag 1500 – 1800 Uhr Samstag 1400 – 1800 Uhr

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Foto: Sebastian Buff AUSGABE 27 / JUNI 2018

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GELÄNDEFAHREN ÜBER STOCK UND STEIN 48

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ÜBER STOCK UND STEIN

Aufgebockt, vierradgetrieben, mit chromblitzenden

Ist das Fahrzeug überhaupt geeignet? Welche technischen Features hat es zu bieten? Nicht jeder angebliche Geländewagen rumpelt problemlos über die erstbeste Schotterpiste. Und ein SUV mag gut ausgestattet, schick und bequem sein, gegen einen echten Geländewagen ist er chancenlos.

Stoßfängern: Immer mehr Geländewagen oder deren urbane Verwandte SUVs fahren auf den Straßen, ohne dass es auf glattgebügelten Teerstraßen deren technische Ausstattung oder Erscheinungsbild

Traut man sich als Fahrer das Fahren durchs Gelände zu? Es geht mal steil nach oben, dann kopfüber nach unten, es rüttelt und schüttelt sich. Das muss man körperlich und psychisch aushalten, und vor allem muss man das Fahrzeug beherrschen lernen. Langsam anfangen, sich helfen lassen oder am besten erst einmal einen Kurs machen.

bedurfte, um gefahrlos vorwärtszukommen. Die dicken Brummer sind heute eher Statussymbol, wenn man nicht gerade Jäger ist und beruflich über Stock und Stein kurven muss. Dabei könnte man ihnen auch

Kennt man die Sicherheitsvorschriften? Dass man auch oder gerade im Gelände angeschnallt sein muss, wenn man doch einmal kippt, rutscht, plötzlich stoppt. Wie der Sitz, die Reifen, das Lenkrad eingestellt sein sollen? Wie man sich im Gelände verhält? Wie man sich in der Natur richtig verhält?

mal mehr freien Lauf lassen, dort, wo ihr eigentliches Zuhause ist: im freien Gelände. Das macht richtig Spaß, wenn man sich an die Regeln und Tipps hält.

Kennt man fahrerische Feinheiten? Schrägfahren, durch Wasser, über Hügel, steile An- und Abfahrten?

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OFFROADPARKS

SPIELPLATZ NATUR: TIPPS ZUM AUSPROBIEREN Durchs Gelände, Wälder, Bäche, über Stock und Stein, Schotter, Schlamm und Geröll? Gerne, aber wenn es nur zum Spaß sein soll natürlich nicht in freier Wildbahn, sondern in einem der Offroadparks in Deutschland. Dort stehen genug Flächen zur Verfügung,

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um sich mit gutem Gewissen austoben zu können. Außerdem herrschen dort kontrollierte

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Bedingungen und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen. Hier ein paar Tipps, es gibt aber noch weit mehr Offroadparks: Der Outdoor & Offroad Center am Nürburgring, ein naturbelassenes Gelände in Nähe der MüllenbachSchleife, im südlichen Teil der Grand-Prix-Strecke. Der Offroadpark in Großmehring bei Ingolstadt ist zentral gelegen und schnell über die Autobahn A9 zu erreichen. Er wird viel genutzt: Als Versuchsgebiet für Automobil- und Zulieferindustrie, Eventgelände, Teststrecke und eben als Freizeitpark. Mit steilen Auffahrten, Verschränkungspassagen, Buckel- und Hügellandschaft, Schrägfahrten, Wasserlöchern und schlammigen Gräben bietet der Park alle Schwierigkeitsgrade. Der Offroadpark Langenaltheim bei Weissenburg: Besonders beliebt sind hier eintägige Kurse, bei den Fahrzeugtechnik in Theorie und Fahrtechnik in der Praxis vermittelt werden. Guter Einstiegsparkt, um am Ende das eigene Fahrzeug sicher und mit viel Spaß durchs Gelände bewegen zu können. Der Fursten Forest in Fürstenau bei Osnabrück. Das größte offizielle Offroad-Gelände in Europa bietet über 400 Hektar in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen – von welligem, sandigem Terrain bis hin zu Auffahrten, die so steil sind, dass man sie ohne Seilwinde kaum bewältigen kann.

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VOM MITTELALTER BIS IN DIE NEUZEIT

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Neue Erlebnisführung von Tourismus und Stadtmarketing Ehrenburg, Veste, Schloß Callenberg, Morizkirche oder St. Augustin: Coburgs Sehenswürdigkeiten sind prächtige Kulissen für Weltgeschichte, Hochadel, Glanz und Glamour, Klatsch und Tratsch, in Coburgs Geschichte und Bauwerken spiegeln sich die Epochen. Herzöge, Kurfürsten, Prinzen, Könige, Kaiser, Religionsführer, Künstler, Gelehrte trafen sich in der kleinen Residenzstadt. Doch es gab auch die ganz einfachen Menschen. Es gab auch einen Alltag außerhalb des herzoglichen Parketts. Eine neue Erlebnisführung von Tourismus und Stadtmarketing/ Citymanagement Coburg (TMC) widmet sich diesem ganz normalen Leben in Coburg vom Mittelalter bis in die Neuzeit.

Wie lebte man bis ins ausgehende 19. Jahrhundert als Metzger, Ehefrau, Zofe oder Bader? Was erlebten Handwerker, Kaufleute, Hausfrauen oder Angestellte des Hofes? Fragen, die man am besten hautnah, vor Ort, mit echten Kostümen, echten Geschichten beantwortet. Eine neue Kostümführung vom TMC für Gruppen tut genau das. Sie entführt ihre Teilnehmer an Orte in Coburg, die sonst in keiner anderen Tour vorgestellt werden. Nicht an die Schauplätze der Weltgeschichte, sondern in die kleinen Gassen der Coburger Altstadt, nicht in prächtigen Kleidern, sondern im eher schlichten schmucklosen praktischen Gewand früherer Zeiten. Das sorgt für spannende Einblicke in den Alltag der Coburger von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert. „Mit unserer neuen Idee wollen wir entdeckungsfreudige Besucher ansprechen. Viele Leute wollen gerne wissen, wie das Leben von ganz normalen Leuten im Laufe der Jahrhunderte ablief. Das zeigen wir an verschiedenen Stationen der Altstadt“, so Katrin Bratner, Betriebsleiterin Tourismus und Stadtmarketing/Citymanagement Coburg über die Idee. So erwartet die Teilnehmer auf ihrem Rundgang durch die Innenstadt ein Metzgermeister aus dem 16. Jahrhundert, der über die schwierigen Bedingungen seiner Zunft erzählt. Er klagt über ständig neue Verordnungen, die seine Arbeit erschweren. Auch gegen das Verbot des Zutrunks lehnt sich der Metzger auf. Der Zutrunk war ein weit verbreiteter Brauch, bei

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dem man auf gegenseitiges Wohl trank. Das führte nicht selten zu exzessiven Zechereien mit den entsprechenden Folgen, denn ein Zutrunk durfte nicht abgelehnt werden. Doch nicht nur die Trinkgewohnheiten der vergangenen Jahrhunderte werden thematisiert, auch das Miteinander der Bürger, ihre Berufe oder das Zusammenleben von Männern und Frauen werden mit Hilfe kurzer Schauspielszenen an historischen Plätzen dargestellt: Von den ersten Coburger „Wutbürgern“ zur Zeit der Hexenverbrennungen bis zur Zofe, die Details aus dem Liebesleben ihrer Herzogin verrät.

Erlebnisführung für Gruppen Aus dem Nähkästchen geplaudert - ein Blick ins Leben von Coburger Bürgerinnen und Bürgern vom Mittelalter bis in die Neuzeit. Dauer etwa 1,5 Stunden, Preis pro Gruppe 250 Euro, Montag bis Freitag ab 18 Uhr möglich, samstags und sonntags ganztags Maximalteilnehmerzahl 25 Personen. Anmeldung: Tourist-Information, Herrngasse 4, 96450 Coburg Telefon 0 95 61/ 89 80 00 oder E-Mail info@tourist.coburg.de C O B U R G E R | D A S M A G A Z I N

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Der Oscar des Lebensmittel-Einzelhandels – das ist der nationale Wettbewerb „Supermarkt des Jahres“. Das führende Fachmagazin „Lebensmittel Praxis“ und Europas größtes Food-Magazin „Meine Familie & Ich“ vergeben ihn seit 20 Jahren. Und in den letzten Jahren spielte Coburg dort eine große Rolle … 54

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FRISCHECENTER WAGNER

… Dreimal nämlich, zuletzt wieder im April 2018, gehörte der Frischecenter Wagner auf der Lauterer Höhe zu den Nominierten, zu den drei besten Supermärken Deutschlands. Und noch besser ist die Bilanz des Frischecenter Wagner beim „Deutschen Fruchtpreis“, die höchste Auszeichnung für die beste Obst- und Gemüseabteilung des Landes. Sechs Mal in Folge, von 2013 bis zuletzt wieder im Mai 2018, steht Wagner bundes- und bayernweit auf Platz 1. Dieser Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit, sondern jedes Mal wieder der Lohn für harte Arbeit der alteingesessenen Coburger Kaufmannsfamilie

Mitte April. Mitten in Bonn. Jörg Wagner ist an der Reihe. Der Chef des Frischecenter Wagner muss vor einer Jury auftreten. Es sind nicht irgendwelche Personen, nicht nur irgendwelche Fachleute, sondern 20 führende Vertreter der deutschen Lebensmittelindustrie. Zwei Minuten hat Wagner noch einmal Zeit, sein Unternehmen vorstellen, Werbung zu machen. 120 Sekunden, in denen er im Mittelpunkt und Rede und Antwort steht, in denen die Großen der Branche seinen Worten lauschen, jedes auf die Waagschale legen, „die prüfen einen auf Herz und Nieren, da war ich schon sehr aufgeregt“, gibt er zu, dabei sind er und sein Team zu diesem Moment schon so wahnsinnig weit gekommen. Einen Auftritt vor der Jury – den bekommen nur die drei Nominierten für den Preis „Supermarkt des Jahres“ in der Kategorie „Selbständige über 2000 Quadratmeter.“

DEUTSCHER FRUCHT PREIS

Wagner und ihrer weit über 100 Mitarbeiter.

DEUTSCHLANDS

BESTE OBST&GEMÜSE

ABTEILUNG

2018

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DER LANGE WEG ZUM TITEL

Am Anfang steht die Bewerbung Davor stehen Wochen und Monate fleißiger Arbeit für die ganze Mannschaft von der Lauterer Höhe. Nicht nur der normale tägliche Job muss professionell, mit Einsatz und Kreativität Tag für Tag erledigt werden, auch die Bewerbung um einen so angesehenen Preis wie den „Supermarkt des Jahres“ erfordert viel Zeit und Geduld. Am Anfang steht noch ein einfach Formblatt für ein paar Kennzahlen wie Größe, Mitarbeiterzahl oder Umsatz. In einem zweiten Schritt erstellt das Team dann eine Bewerbungsmappe mit vielen Fotos, mit besonderen Geschichten über besondere Ideen und natürlich mit der Antwort auf die Frage aller Fragen: Warum soll man Supermarkt des Jahres werden? Was macht den Frischecenter Wagner aus?

Die Jury kommt incognito Immerhin nämlich gibt es etwa 40 000 Märkte in Deutschland, die sich auch bewerben können, einige hundert davon tun das dann auch, und man muss schon sehr gute Argumente haben, um in die engere Auswahl zu geraten, aus der dann die Nominierten hervorgehen - immerhin sitzen schon in der Vorabjury die höchsten Vertreter der großen Handelsketten Deutschlands. Und die waren, schon das ist eine Riesenanerkennung, auch in diesem Jahr wieder von der Coburger Bewerbung angetan. Das aber merkt man als Bewerber erst Wochen später, wenn die Nominierung ins Haus flattert. „Davor kommt nämlich eine Jury unangekündigt und incognito in den Laden, kauft testweise ein, überprüft die eingereichten Bewerbungsunterlagen, fragt Kunden.“

Top 2 in Deutschland Es ist also wirklich ein langer Weg, bevor man dann nach Bonn eingeladen wird, zum Tag der Entscheidung, zum Auftritt vor der Jury und zu einem festlichen Galaabend. Man wird noch einmal auf die Bühne gebeten, die „Spannung ist fast unerträglich“, so Wagner, dann kommt der Moment, der Umschlag wird geöffnet, der Sieger bekanntgegeben. Ein Unternehmen aus Süddeutschland

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macht das Rennen, Wagner und sein Team landen auf Platz 2. Von Enttäuschung aber kaum eine Spur. „Wir sind wahnsinnig stolz drauf, dass wir als relativ kleiner Markt überhaupt so weit kommen und uns dann nur einem geschlagen geben müssen.“ Wagner freut sich vor allem für seine Mitarbeiter. „Das ist ihr Preis, wir werden das auch nochmal so richtig zusammenfeiern bei einem Sommerfest“.

Bei Frische ganz vorne Es wird wohl ein rauschendes Fest werden, denn nur wenige Wochen später, dieses Mal in Baden-Baden, holt das Team vom Frischecenter Wagner zum sechsten Mal – ein einsamer Rekord – den Deutschen Fruchtpreis auf deutscher und auf bayerischer Ebene, die Auszeichnung für Deutschlands beste Obst- und Gemüseabteilungen. Auch hier ging eine mehrmonatige Bewerbungsphase voraus, auch hier gibt es Testkäufe, auch hier sitzen in der Jury die hochkarätigsten Vertreter der Branche, auch hier gibt es verschiedene Kategorien, hier aber siegt Wagner in der Kategorie „Supermarkt groß“.

Vorreiter in Sachen Vitamine Die Freude beim Team und ihrem Chef ist riesengroß, größer vielleicht noch als in den letzten Jahren, weil es so viele Bewerbungen gab wie nie, und vor allem weil man beim Frischecenter Wagner sich um Ideen und Frische rund um Obst und Gemüse eben besonders bemüht. Ein großes Bio-Sortiment, viele Produkte aus der Region, aber auch besondere Exoten, frisch zubereitete Snacks, eine Smoothiebar, Salat an der Theke, all das ist auch von der Jury honoriert worden. Und natürlich auch viele Ideen rund um Nachhaltigkeit, so gibt es mit dem Barcode gelaserte Produkte, um dadurch Verpackungen zu vermeiden, es gibt vor Ort Rezepte unter dem Motto „Zu gut für die Tonne“, es gibt eine Box für Grünabfälle zum Mitnehmen für die Kleintiere zuhause und vieles mehr. „Wir sind bei aller Bescheidenheit in Deutschland bei vielen Ideen schon Vorreiter“. Übrigens auch in Sachen Vielfalt: 500 verschiedene Obst- und Gemüsesorten führt der Frischecenter Wagner übers Jahr.

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FRISCHECENTER WAGNER

„Eine Jury kommt unangekündigt und incognito in den Laden und kauft testweise ein.“

500 verschiedene Obst- und Gemüsesorten führt der Frischecenter Wagner übers Jahr

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Gesponserter Beitrag

ORIENTIERUNG SIEGEL

Gütesiegel im Trend Informationen vom Frischecenter Wagner

Es muss schmecken und der Preis muss passen. Früher, ja früher, da war es einfach, Fleisch, Wurst, Käse, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Reis, Nudeln oder andere Nahrungsmittel einzukaufen. Die Auswahl war übersichtlich, die

Entscheidungskriterien

waren

der

familiär

geprägte Appetit und der eigenen Geldbeutel. Doch die Ernährungswelt ist komplexer geworden. Weil Umwelt und Gesundheit beim Werte-Index-Ranking Jahr für Jahr nach oben klettern, suchen Käufer auch immer mehr nach Orientierungshilfen in Sachen Bio. Und die gibt es mittlerweile, und zwar reichlich: Um die 60 verschiedene Biosiegel oder Ökozertifikate zählt der Naturschutzbund.

Zu altbekannten Siegeln wie demeter oder Bioland nämlich gesellen sich immer neue: europäische, deutsche, regionale, Tierwohl- oder Gentechniklabels. Und die Nachfrage nach derartig zertifizierten Produkten steigt: Sie werden von Kunden bevorzugt gekauft, ergab eine Studie von Splendid Research. Über 70 Prozent der Konsumenten achten 2018 beim Einkauf auf Gütesiegel - acht Prozentpunkte mehr als noch vor zwei Jahren. Fast die Hälfte aller Konsumenten sagt, dass ein Produkt mit Siegel besser sei als eines ohne. Und 2/3tel der Menschen vertrauen den Zertifikaten von Umweltinstituten oder staatlichen Organisationen. Umso wichtiger ist für Kunden eine Orientierung, um was für Siegel es sich handelt. Beim Frischecenter Wagner setzt man daher vor allem auf anerkannte allgemeine und auf geprüfte Edeka-eigene Zertifikate. Die Mitarbeiter werden entsprechend geschult, um bei Fragen der Kunden kompetent Rede und Antwort stehen zu können. Außerdem baut der Frischecenter Wagner schon lange auf regionale Produkte: Im Vergleich zu anderen EDEKA-Märkten führt man Lebensmittel von fast 50 heimischen Lieferanten. Damit hebt man sich deutlich vom Wettbewerb ab. Wer sich darüber hinaus über die Qualität der aktuellen Siegel und Zerfitikate informieren möchte, kann das beim Naturschutzbund online tun unter siegelcheck.nabu.de

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OTTO HAUCH

ERFOLGSGESCHICHTEN Nachwuchsarbeit bei der Otto Hauch Bauunternehmung Eine gute Ausbildung, Disziplin, Fleiß: Das sind Voraussetzungen, um im Berufsleben bestehen zu können, sein Geld zu verdienen, eine Familie zu ernähren, sich etwas aufzubauen. Erfolgreiche Unternehmen aber brauchen mehr, um erfolgreich zu bleiben, um ihren Mitarbeitern auch in Zukunft eine Perspektive bieten zu können: Führungskräfte, Menschen, die mutig nach vorne schauen, anpacken, Verantwortung übernehmen. Max Beyersdorf, Geschäftsführer der Otto Hauch Bauunternehmung, geht daher immer wieder neue Wege. Einer davon führte jetzt nach Salzburg.

Zehn junge Mitarbeiter unter 25 Jahren begleiteten ihn dabei. Um sie nämlich ging es bei der gemeinsamen Fahrt ins Kongresszentrum Salzburg zu einem ganz besonderen Tag: „Der Weg zur High-Perfomance“, eine Veranstaltung des international renommierten Coaches und Buchautors Prof. Manfred Winterheller. „Wir wollten damit unsere junge Kollegen infizieren, aus ihrem Leben etwas zu machen“, so Max Beyersdorf über die Intention. Und was kann dazu mehr beitragen als die Geschichten von Menschen, die erstaunliches geleistet haben. Sie waren an diesem Tag vor 2000 Zuhörern im Kongresszentrum Salzburg auf der Bühne live zu erleben.

reichischen Unternehmens aufbaute. Außerdem Flo Sitzmann, der „halbe Mann“, wie er sich selber nennt, weil er bei einem Motorradunfall beide Beine verloren hatte. Anstatt aufzugeben aber wurde er zu einem erfolgreichen Redner, Autor, Motivator, strahlt eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist.

So wie der Eigentümer einer weltweit agierenden Industrie-Gruppe, der nur im Nebenberuf im Musikbusiness tätig war. Doch dann bekam er Post von einem gewissen Herrn Andreas Gabalier. Er übernahm das Management dieses damals unbekannten Österreichers. Die Zuschauerzahlen von Gabalier explodierten von 27 auf 72.000 Zuhörer.

So wird man bei der Bauunternehmung Otto Hauch auf diesem Weg weitergehen. Schon in diesem Jahr wird in einem Planspiel mit dem Brandcoach Dirk Belling, den man auf der Fahrt nach Salzburg schon besucht hat, der Ernstfall geprobt: Vier Wochen ohne Chef – dann heißt es Verantwortung zu übernehmen.

Oder wie eine junge Frau, die unbedingt Stewardess werden wollte. Ihr Englisch aber war so schlecht, dass sie ihren Lebenstraum aufgab. Dann traf sie Winterheller, löste sich von Teilen ihres Umfelds, von Neinsagern und Energieräubern, und startete durch: Ein Jahr lernte sie Englisch, lebte in Großbritannien und San Francisco. Heute hat sie ihren Traum verwirklicht, fliegt seit einem Jahr bei der Austrian Airlines. Und die Geschichte einer Dame, die einen guten Job in einem mittelständischen Unternehmen aufgab, zwei Jahre lang auf vieles verzichtete, von Hartz IV lebte, keine Sicherheit mehr hatte, sich aber in dieser Zeit selbständig machte und ein internationales Vertriebsteam für Kosmetikprodukte eines öster-

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Und um genau das ging es Max Beyersdorf: Beispiele zeigen, wie man aus seinem Leben etwas macht, wie man Verantwortung für sich und andere übernimmt. „Unser Ziel muss es doch sein, junge Menschen weiterzuentwickeln und zu fördern, um für die Zukunft Führungskräfte heranzuziehen.“

Die Bauunternehmung Otto Hauch: Ein Familienbetrieb in vierter Generation mit Bauprojekten in ganz Deutschland, spezialisiert auf die Sanierung von bestehenden Bauwerken und Gebäuden und die behutsame Modernisierung von historischer Bausubstanz.

Mehr Informationen unter www.otto-hauch.com

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Du glaubst gar nicht, was wir aus Pappe alles bauen können.

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HIER WOHNTE …

VON HEIDI SCHULZ-SCHEIDT FOTOS: SEBASTIAN BUFF

HIER WOHNTE…

… EIN SELBSTBEWUSSTER AMTSBOTE Die Wände der Werkstatt sind grau bis unter die Decke. Sie sind Zeugen der mühevollen Arbeit eines Drechslermeisters im ausgehenden 19.Jahrhundert. Der rostige Werkstattofen mag ein bisschen Wärme in den Raum im Hinterhof des Hauses Hinterm Marstall 3 gebracht haben, hier an einen Ort, an dem Treppengeländer und Stuhlbeine entstanden sind.

Heute ist die alte Werkstatt der ganz besondere Partyraum der Familie Gottfried. Die Wände sind nicht vom Schmutz befreit, sie durften ihre Patina behalten und wurden konserviert. Zusammen mit dem riesigen Tisch in der Mitte des Raumes und den vielen kleinen Accessoires darum herum wirkt der Raum wie aus der Zeit gefallen. Hinten in einer Ecke steht sogar noch der Arbeitstisch von Otto Amberg (Siehe Bild Seite 5). Einen besonderen Blick hatte man früher wie heute. Denn die Werkstatt steht im Innenhof des Anwesens. Die Aussicht auf den grünen Rasen, die auf Sandstein angelegte Sitzecke und die geschwungenen Strauchbeete hatte der Handwerker freilich nicht. Im 19.Jahrhundert wurden in den Innenhöfen der Stadt Salat und Kartoffeln angepflanzt und die Hasen- oder Hühnerställe ausgemistet. Zeit zum Müßiggang und Ausruhen im gemütlichen Garten? Eher nicht. Viele Male wechselte das Haus, dessen Anfänge bis ins 16.Jahrhundert zurückgehen, den Besitzer. Immer wieder wurde es den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Stockwerke wurden aufgesetzt, Laubengänge errichtet, Innenausbauten vorgenommen. Um das Jahr 1838 ließ der Amtsbote Christian Moritz ein neues Portal mit aufgesetztem Relief und Inschrift anbringen. Schließlich möchte der Bürger mit der neu gestalteten Fassade zeigen, dass nun der Wohlstand eingekehrt ist in dieses ehemalige Handwerkerhaus. „Quaenam sors est sine invidia“. Übersetzt frei: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten“. Die bemerkenswert selbstbewusste Aussage eines städtischen Angestellten. Aber vielleicht musste auch Christian Moritz schon damals einiges Geld aufbringen, um das immer wieder in Schieflage geratende Haus zu stabilisieren.

Kleingärten in den Hinterhöfen. Von großen Überschwemmungen und vollen Kellern ist schon im 17.Jahhrundert in der Stadtchronik zu lesen. Eine Verrohrung wurde notwendig, auch wenn man den Anwohnern damit den direkten Zugang zum Wasser verbaute. Im eigentlichen Sinne sind die Häuser hier auf Sumpfland gebaut. Deswegen sind die Wände im Inneren auch wirklich teilweise abenteuerlich schief. So musste die Vorder- und Hinterseite des Hauses mit der Nummer 3 bei der Sanierung mit Stahlträgern gegeneinander abgestützt werden. Das Gefälle bemerkt man bereits beim Eintreten in den Hausflur, ab hier geht’s nämlich bergab in Richtung Innenhof. Achim Gottfried stört dies dennoch nicht. Als er zusammen mit seiner Frau 2010 das Haus kaufte, war die Aussicht von der Eingangstür durch den Flur in den Innenhof mit Garten Liebe auf den ersten Blick. Innenstadtnah und grün, genauso sollte das neue Zuhause für das Paar sein. Die zweijährige Sanierungszeit hat sich gelohnt. Auf sage und schreibe mittlerweile 6 Stockwerken entfaltet sich mit ebendiesen schiefen Fachwerkwänden und viel Licht und Holz eine moderne, gemütliche Wohnatmosphäre. Die bunten spanischen Patchworkfliesen im Eingangsbereich hätten sicher auch dem Amtsboten Moritz gefallen. Denn mitleidige Blicke erzielt man mit diesem prachtvollen Blick hinein in ein ungewöhnliches Haus ganz sicher nicht. Eher bewundernde.

Die ganze Straße Hinterm Marstall befindet sich auf einem mittlerweile verrohrten Bachlauf aus Richtung Leopoldstraße kommend. Aus diesem im Volksmund genannten „Stetzebach“ wurde im Laufe der Zeit „Stetsambach“ und die Straße der Stetzebachweg. Erst später bekam dieser zu Ehren des Coburger Prinzen Leopold einen neuen Namen. In den Talgassen Pilgramsroth, Probstgrund und Lange Gasse befanden sich mehrere Quellen, welche die Brunnen in der Innenstadt speisten. Diese Quellbächlein vereinigten sich in der Leopoldstraße zu einem Bach, der stets Wasser führte. Die Handwerker des Viertels kamen ungehindert an das notwendige Wasser für ihre Arbeit und die Pflege ihrer

Häuser, die mit Unterstützung der Gemeinschaft Stadtbild Coburg e.V. saniert worden sind – der COBURGER stellt sie vor: 2018 in jeder Ausgabe des COBURGER eines in unserer Reihe „Hier wohnte“.

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HIER WOHNTE …

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… EIN SELBSTBEWUSSTER AMTSBOTE

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SEIT EINEM JAHR IN COBURG

ANGEKOMMEN Engel & Völkers – seit einem Jahr in Coburg „Willkommen in Coburg: Das traditionsreiche und angesehene Immobilienunternehmen Engel & Völkers eröffnet in diesen Tagen ein neues Büro in Coburg. Und die beiden Menschen dahinter freuen sich auf die neue Aufgabe.“ So schrieb der COBURGER in der Ausgabe vom Juni 2017. Es war also vor genau einem Jahr, als Sonja & Dieter Haimann ihr Engel & Völkers Immobilienbüro in Coburg in der Ketschengasse 41 eröffnet haben. Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz.

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ENGEL & VÖLKERS

Wenn Sie auf das erste Jahr zurückblicken – wie ist es gelaufen? Dieter Haimann: Es war ein im positiven Sinne bewegtes und bewegendes Jahr in Coburg. Wir sind wirklich hervorragend gestartet. So konnten wir unseren Kunden bereits bei der Eröffnung etwa 20 verschiedene Immobilien anbieten. Und nicht nur an unserem neuen Standort in Coburg, auch drüber hinaus in ganz Oberfranken profitieren wir vom guten Ruf und der Bekanntheit der Marke Engel & Völkers. Ein kleine Anekdote am Rande: Der erste Kunde betrat unser Büro mit der Begrüßung „ich kenn Sie von Mallorca“. Engel & Völkers ist ja auch weltweit vertreten, wie fällt denn der Rückblick für die gesamte Gruppe aus? Dieter Haimann: Die Engel & Völkers Unternehmensgruppe hat 2017 ihren Markencourtageumsatz um 31,9 Prozent auf 667,8 Mio. Euro (2016: 506,3 Mio. Euro) gesteigert. Damit verzeichnet das weltweit tätige Immobilienunternehmen im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut einen Umsatzrekord. Engel & Völkers – der Name verbreitet Luxus, Wertigkeit, das Besondere. Wie sehen Sie das? Dieter Haimann: Ja, zunächst einmal stimmt das. Die Marke Engel & Völkers steht ja in erster Linie für Burgen, Schlösser, Herrenhäuser und Villen. Uns ist es aber ganz wichtig hervorzuheben, dass wir in unser regionales Portfolio gerne alle Immobilientypen in allen Preisklassen aufnehmen. Vom Appartement am Stadtrand bis zur herrschaftlichen Villa am Festungsberg, Baugrundstücke in Stadt und Landkreis, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeimmobilien und viele andere Objekte.

Gibt es aktuelle Trends hier in der Region auf dem Immobilienmarkt? Sonja Haimann: Große Nachfrage verspüren wir im Bereich Sanierungsobjekte in der Innenstadt. Das trifft nicht nur auf Coburg zu, unser Büro betreut auch die Städte und Landkreise Kulmbach, Lichtenfels und Sonneberg. Das benachbarte Kronach und angrenzende thüringische Städte klammern wir selbstverständlich nicht aus. Und insgesamt kommt auch ein spezieller Service von uns besonders zum Tragen: die für den Eigentümer kostenlose marktorientierte Immobilienbewertung nämlich. Dieses Angebot wird zwischenzeitlich gerne angenommen. Dazu benötigen Sie natürlich kompetente Mitarbeiter. Wie sieht Ihr aktueller Personalstamm aus? Sonja Haimann: Wir arbeiten aktuell mit drei Immobilienberatern. Insgesamt sind wir zu sechst und wir planen weiter zu wachsen. Aktuell werben wir intensiv um qualifizierte bzw. potenzielle Immobilienberater, Quereinsteiger herzlich willkommen! Die gute Arbeitsmarktbilanz in der Region macht uns das nicht leicht, aber wir bleiben dran. Und wie sieht Ihre ganz persönliche Bilanz aus? Sonja Haimann: Persönlich wurden wir sehr freundlich und schnell in Coburg aufgenommen. Auch privat haben wir uns in der Region niedergelassen und sind „angekommen“. Wir genießen die Region und freuen uns hier zu arbeiten und zu leben.

Erfahrung seit über 40 Jahren Engel & Völkers steht für Tradition und hohe Dienstleistungsqualität in Sachen Immobilien. Seit über 40 Jahren ist das Unternehmen in der Vermittlung hochwertiger und besonderer Immobilien tätig. Engel & Völkers ist mittlerweile an über 800 Standorten in 34 Ländern auf vier Kontinenten mit mehr als 10.000 Mitarbeitern vertreten – damit ist Engel & Völkers ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen für private und institutionelle Kunden. Die Dienstleistungspalette umfasst die Beratung, die Vermietung, den Verkauf oder auch Bewertungen rund um Immobilien. Dieses Know-How ist seit einem Jahr auch für die Region rund um Coburg verfügbar.

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Engel & Völkers Coburg Ketschengasse 41 • 96450 Coburg Tel.: +49 (0)9561 795 2400 • coburg@engelvoelkers.com www.engelvoelkers.com/coburg • Immobilienmakler

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ALLEE 5

Schmuck

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„Allee

5“

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EIN HISTORISCHES SCHMUCKSTÜCK

Zu einem historischen Schmuckstück entwickelt sich seit März diesen Jahres das Gebäudeensemble „Allee 5“. Hier entstehen 17 Eigentumswohnungen mit einem bis drei Zimmern von 43 m² bis 101 m².

Das Objekt: Erstmals wurde das Grundstück 1516 als Weingarten im Altenberg erwähnt, in Aufzeichnungen wurde 1536 ein Stadel aufgeführt, welcher um 1700 in ein Wirtshaus umgebaut wurde. Bis ins Jahre 1850 bewirteten unterschiedliche Pächter ihre Gäste im Gasthof „Zur Rosenau“ oder “Zur goldenen Rose“. Für einige Jahre war eine eigene Brauerei mit Bierkellern untergebracht, zeitweise zusammen mit der 1738 gegründeten ersten Coburger Fayencefabrik. 1877 wurden die drei Häuser zu einer Internatsschule für Knaben von Georg Konrad Rothbart umgewandelt, nach weiteren Umbauten entstanden im Jahre 1937 Wohnungen in dem Anwesen.

Die Lage: Mitten in der Stadt und doch ruhig, in unmittelbarer Nähe zum Hofgarten, Schlossplatz, Landestheater, Fußgängerzone und Kino.

Engel & Völkers Coburg Ketschengasse 41 • 96450 Coburg Tel.: +49 (0)9561 795 2400 • coburg@engelvoelkers.com www.engelvoelkers.com/coburg • Immobilienmakler

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ILDEFONSO FALCONES – „DIE ERBEN DER ERDE“

Buchempfehlung Regina Schönheit, Buchhandlung RIEMANN: Mit „Die Erben der Erde“ ist Erfolgsautor Ildefonso Falcones ein herrlicher Roman über Loyalität, Rache, Liebe und große Träume gelungen, der auch ohne Kenntnis des Vorgängerbuches großartig unterhält und fesselt. Falcones skizziert eine Zeit, in der das Leben durch zwei einfache Gesetze geregelt wurde: das des Schwertes und das der Kirche. Ich war so gebannt von der Lebensgeschichte des Protagonisten Hugo Llor, dass ich den Roman kaum zur Seite legen konnte. Das Buch vereint alles, was ein großes Historienepos braucht: Liebe und Hass, Glück und Unglück, Intrigen und Ränkespiele, mutige und feige Menschen. Hugo wächst als Sohn eines Seemanns behütet und in wohlhabenden Verhältnissen auf. Doch sein Glück findet ein jähes Ende, als sein Vater stirbt und die Familie alles verliert. Seine Mutter muss sich als Magd verdingen, seine Schwester geht ins Kloster. Zunächst scheint es das Schicksal gut mit dem Zwölfjährigen zu meinen, als er im Werftbesitzer Estanyol einen Unterstützer findet, der sich großzügig um ihn kümmert. Doch Hugos Traum Bootsbauer zu werden platzt jäh, als sein Mentor Opfer einer Intrige einer verfeindeten Familie wird. Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 928 Seiten: ISBN: 978-3-570-10360-9 25,00 Euro eBook: ISBN: 978-3-641-23004-3 19,99 Euro

Wieder auf sich allein gestellt, verlässt er Barcelona und kommt auf dem Land beim jüdischen Winzer Mahir unter, der seine Leidenschaft für den Weinbau entfacht. Hugo lernt nicht nur das Landleben schätzen, sondern verliebt sich auch in Mahirs schöne Nichte Dolca. Eine Liebe, erschwert durch Bräuche und Religion, die ihm die süßesten und bittersten Momente seines jungen Lebens beschert. Fasziniert von der wunderschönen und bildhaften Sprache Falcones folgte ich Hugos von Höhen und Tiefen geprägten weiteren Lebensweg bis zum furiosen Finale. „Die Erben der Erde“ ist ein Buch, das ich bereits in dem Moment vermisste, als ich es zu Ende gelesen hatte.

Hörbuch: ISBN: 978-3-8445-3006-3 25,00 Euro

Inhaltsangabe

Ildefonso Falcones

Die lange erwartete Fortsetzung des Weltbestsellers „Die Kathedrale des Meeres“

Ildefonso Falcones de Sierra, verheiratet und Vater von vier Kindern, arbeitet als Anwalt in Barcelona. Sein Debütroman „Die Kathedrale des Meeres“ war ein überwältigender internationaler Erfolg. Mit weltweit mehr als sieben Millionen verkauften Büchern hat sich Falcones als der bestverkaufte spanische Autor historischer Romane verewigt. Zuletzt erschien sein Bestseller „Das Lied der Freiheit“.

Millionen von Lesern waren fasziniert von Arnau Estanyols Geschichte, der beim Bau der Kirche Santa Maria mithalf. Nun erzählt Ildefonso Falcones in seinem neuen aufregenden Sittengemälde wieder von Loyalität und von Rache, aber auch von der Liebe und den Träumen der Menschen.

© C. Bertelsmann Verlag

Wir schreiben das Jahr 1387. In Barcelona begegnen wir dem zwölfjährigen Hugo Llor, dem Sohn eines verstorbenen Seemanns. Aber wir begegnen auch Arnau Estanyol wieder, dem Werftbesitzer, der sich um den Jungen kümmert. Hugos Jugendträume werden mit der unbarmherzigen Realität konfrontiert. Und er wird sich in den Weinbergen neue Arbeit suchen - und so die schöne Nichte des jüdischen Weinbergsbesitzers kennen und lieben lernen. Doch er muss miterleben, wie unerbittlich der Hass auf Volksgruppen sein kann. Ildefonso Falcones breitet wieder ein großes historisches Panorama aus, das auch eine Liebeserklärung an die Stadt Barcelona ist.

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THEATERVORSCHAU

THEATERVORSCHAU PRÄSENTIERTVON DER

DEMNÄCHST IM LANDESTHEATER

PREMIEREN IM JUNI AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY Oper von Kurt Weill

EINES DER GRÖSSTEN SKANDALSTÜCKE DER WEIMARER REPUBLIK

AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY Schauspiel von Ayad Akhtar

A

DARUM GEHT ES

Der Mond von Alabama weist den Weg in die nächste Whiskey-Bar. Doch der Sehnsuchtsort aller liegt noch ein wenig weiter am Rande der Wüste. Dort haben gestrandete Goldsucher Mahagonny gegründet – eine Stadt, in der es um vier Dinge geht: Saufen, Sex, Sport und Glücksspiel. Das einzige Gesetz der Stadt: Man darf alles, wenn man genug Geld hat. Das moderne Sodom und Gomorrha ist natürlich die Erfindung des KünstlerDuos Bertolt Brecht und Kurt Weill. Und ihre Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ löste bei der Uraufführung 1930 in Leipzig nicht ganz überraschend einen riesigen Skandal aus. Dazu hätten die Texte und so manche Parodie auf die Opernmusik der Romantik schon ausgereicht, doch die Nazis schickten auch noch Provokateure auf die „billigen Plätze“, sodass die Uraufführung beinahe im Tumult unterging. Die meisterhafte Verhöhnung bürgerlicher Moralwerte ist aber alles andere als ein Zeitstück. Nur dauerte es, bis diese Oper wieder auf die Spielpläne rückte – selbst im Nachkriegsdeutschland mussten fast 30 Jahre und Schmähungen des Komponisten durch Granden wie Theodor W. Adorno ins Land gehen. B

WO UND WANN SPIELT ES

PREMIERE

Fr., 22.06.2018, 19:30 Uhr, im Großen Haus

WEITERE VORFÜHRUNGEN Fr., 29.06.2018, 19:30 Uhr | So., 01.07.2018, 18:00 Uhr Di., 03.07.2018, 19:30 Uhr | Do., 05.07.2018, 19:30 Uhr Mi., 11.07.2018, 19:30 Uhr

FIRST STEPS – TOGETHER Choreografische Miniaturen von und mit dem Ballett Coburg

Die Handlung spielt in Mahagonny, einer fiktiven Stadt in Nordamerika der Gegenwart. Bei der Uraufführung im Neuen Theater Leipzig am 9. März 1930 kam es zu einem Tumult im Zuschauerraum. Anhänger der NSDAP, die eine geplante Störaktion durchführten, animierten einen Teil des Publikums zu Protesten gegen das Werk, weswegen man die Oper nur mit Mühe zu Ende spielen konnte. C

WAS ERWARTET MICH

Mittlerweile aber ist der geniale Wurf der „Dreigroschenoper“-Macher wieder da angekommen, wo er hingehört: in den besten Opernhäusern. Schließlich gelang Kurt Weill, was vielen Neutönern versagt blieb: er erneuerte die Oper im 20. Jahrhundert, ohne dabei das Publikum zu überfordern oder gar bewusst musikalisch vor den Kopf zu stoßen. Erst langsam wird seine Meisterschaft wieder entdeckt und geschätzt. Doch der Mond von Alabama scheint stolz auf sie. Darauf einen Whiskey! D

WANN

Die Martinee findet am 10. Juni statt. Es folgt die Premiere am 22. Juni und eine weitere Vorstellungen am 29. Juni. Vier weitere Vorstellungen finden im Juli statt (1., 3., 5. und 11.).

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PREMIERE

So., 17.06.2018, 20:00 Uhr, in der Reithalle

WEITERE VORFÜHRUNGEN Fr., 22.06.2018, 20:00 Uhr | Sa., 23.06.2018, 20:00 Uhr So., 24.06.2018, 20:00 Uhr | Fr., 29.06.2018, 20:00 Uhr Sa., 30.06.2018, 20:00 Uhr

LANDESTHEATERCOBURG Schlossplatz 6, 96450 Coburg Theaterkasse Di. bis Fr. 10:00–17:00 Uhr, Sa. 10:00–12:00 Uhr Telefon 09561 · 89 89 89

www.landestheater-coburg.de

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UNTERM

STERNENHIMMEL

Er wird jedes Jahr mit groĂ&#x;er Spannung erwartet: Der neue Spielplan des Landestheaters Coburg. In diesem Jahr vielleicht noch ein bisschen mehr als sonst, denn nach der Ă„ra Bodo Busse hat das Landestheater ab der neuen Spielzeit einen neuen Intendanten: Bernhard F. Loges. Und mit ihm kommen mehr als zwanzig neue Produktionen. 72

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Der Spielplan 2018 / 2019 des Landestheaters ist da!

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SPIELPLAN 2018/2019 Vieles aber auch bleibt beim Alten: Zum Beispiel die Spielorte Großes Haus und Reithalle und auch die Eintrittspreise. Die nämlich werden nicht erhöht. Neu hinzu kommt ein echtes Highlight: Ab Mitte Mai 2019 die Open Air Sommerfestspiele im Innenhof der Ehrenburg. Das Motto der ersten Sommerfestspiele ist „very british“: Loges widmet die Neukreation Queen Victoria und ihrem Coburger Gemahl Prinz Albert, die ihren 200. Geburtstag feiern.

Sommerfestspiele in Coburg Coburg fiebert schon jetzt einem großen Jubiläum entgegen: Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen des 200. Geburtstags von Queen Victoria und ihrem Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Anlässlich des royalen Jubiläums verwandelt sich der Innenhof der Ehrenburg im Juni und Juli 2019 in eine Theaterbühne, auf der getanzt, gespielt, gesungen und musiziert wird. Das Landestheater bietet ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm an. „Hier setze ich den Schwerpunkt ganz auf unsere Nachbarn am anderen Ende des Ärmelkanals. Im Innenhof der Ehrenburg wird Freilichttheater geboten mit dem Familienstück „Robin Hood“, „Shakespeare in Love“, Daphne du Mauriers von Hitchcock verfilmtem Roman „Rebecca“ im Tanztheater und einem Serenadenkonzert ebenfalls mit einem britischen Thema“, so der neue Intendant Loges.

Klassiker und Modernes Abwechslungsreich geht es „indoor“ zu - wo Klassik auf Moderne trifft. Mozarts „Zauberflöte“, Bizets „Carmen“ oder auch Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“, da schlagen die Herzen der Theaterfans höher. Es gibt aber auch moderne Darbietungen auf der Bühne wie etwa Hindemiths Lustige Oper „Neues vom Tage“. Als Musicals stehen „Marry me a little“ und „Into the woods“ von Stephen Sondheim auf dem Plan. Es ist also wirklich für jeden etwas dabei im Spielplan 2018/2019.

Kammermusik im Coburger Rathaus Eine weitere Neuheit ist die fünfteilige kammermusikalische Konzertreihe im Coburger Rathaussaal. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem in den letzten zwei Jahren bereits aktiven Verein Klanggrenzen durchgeführt. In einem intimen und publikumsnahen Rahmen präsentieren sich die Musiker des Philharmonischen Orchesters in fünf Konzerten, die jeweils an einem Sonntagmorgen stattfinden werden.

Neues im Abo-System Das beliebte Abo-System des Landestheaters wird erhalten. Es wird ab der neuen Spielzeit jedoch Erweiterungen geben. Die 50-prozentige Ermäßigung für Schüler und Studenten wird ab der neuen Spielzeit auch auf die Abos gewährt. Neu sind das Tanz-Abo, das Rathaus-Abo und vier der sieben Sinfoniekonzerte werden wiederholt, wofür es ein zusätzliches Abo gibt.

Der neue Intendant Das neue Oberhaupt des Landestheaters heißt Dr. Bernhard F. Loges und wurde 1980 in der Nähe von Aachen geboren. Vor seinem Engagement in Coburg war Loges Musiktheaterdramaturg an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg. Er studierte Theaterwissenschaft, Alte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Bochum.

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THEATER UNTERM STERNENHIMMEL

PREMIEREN 2018/2019 Großes Haus Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Zauberflöte“ 29. September Horace McCoy: „Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ Schauspiel mit dem Chor „Unerhört“ 20. Oktober Yipp, König und McClain: „Drei Farben“, Ballettabend 10. November Uli Jäckle: „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ 24. November Stephen Sondheim: Musical „Into the Woods“ 8. Dezember Stephan Kaluza: „Masse Mensch Macht“ 2. Januar Benjamin Britten: „Peter Grimes“ 26. Januar McClain und Chaix: Ballettabend „Very British“ 9. Februar Anton Tschechow: „Drei Schwestern“ 2. März Paul Hindemith: „Neues vom Tage“, Lustige Oper 30. März Eduard Künneke: „Der Vetter aus Dingsda“ 5. Mai Bizet: „Carmen“ 2. Juni Shakespeares „Macbeth“ und „Spider Murphy Story“ als Wiederaufnahmen

Reithalle Stephen Sondheim: Musical „Marry Me a Little“ 30. September Sarah Kane: „4.48 Psychose“ 30. November Ballett Coburg: First Steps 14. Dezember 3. Coburger Forum für junge Autoren 18. Januar: Uraufführung Anno Schreier: „Wunderland“. Songzyklus für drei Sänger und vier Instrumente 1. März Martin Baltscheit: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor 20. April

Konzerte

Sieben Sinfoniekonzerte unter anderem zu Felix Mendelssohn, Wagner und Ralph Vaughan Williams Neujahrskonzert im Kongresshaus 6. Januar Klassik Open Air im Rosengarten 22. Juni Kammermusik im Rathaus fünf Konzerte

Sommerfestspiele Ehrenburg „Robin Hood“, Familienstück 18. Mai Lee Hall: „Shakespeare in Love“ 8. Juni Daphne du Maurier/Alfred Hitchcock: „Rebecca“, Ballettabend 15. Juni Serenadenkonzert des Philharmonisches Orchesters 30. Juni

KARTEN FÜRS LANDESTHEATER

Theaterkasse Dienstag – Freitag 10.00 – 17.00 Uhr Samstag 10.00 – 12.00 Uhr

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung können ausschließlich Karten für die bevorstehende Aufführung gekauft werden.

Telefonische Bestellung

Schriftliche Bestellung

+49 • (0)9561 • 89 89 89 (Di bis Fr 10.00 - 17.00, Sa 10.00 - 12.00)

Landestheater Coburg Schlossplatz 6 96450 Coburg

Abo-Sprechstunde Montag 10.00 - 13.00 Donnerstag 14.00 - 16.00

Bitte geben Sie bei einer schriftlichen Bestellung stets Ihre vollständige Anschrift sowie Ihre Telefonnummer für Rückfragen an.

Geschenk-Gutscheine Auf jeden beliebigen Betrag ausstellbar und ohne „Verfallsdatum“ können Geschenk-Gutscheine jederzeit beim Kartenkauf eingelöst werden. Geschenk-Gutscheine sind an der Theaterkasse und über telefonische Bestellung erhältlich.

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Advertorial

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

UNVERGESSLICHE MOMENTE | HUK-COBURG OPEN-AIR-SOMMER 2018 Open-Air-Sommer auf dem Coburger Schlossplatz, das bedeutet: tolle Musik, leckeres Essen, erfrischende Getränke und unvergessliche Momente. Wer noch nie da war, für den heißt es jetzt: Tickets sichern, Freunde und Verwandte einpacken und samt Kind und Kegel ein einzigartiges Erlebnis genießen. Inmitten einer Umgebung, die auch der beste Bühnenbildner nicht eindrucksvoller hätte gestalten können.

REVOLVERHELD 19. AUGUST | 19.30 UHR

Es war ein besonderer Tag im November 2016 für die Jungs von Revolverheld, vielleicht sogar der bisherige emotionale Höhepunkt der Karriere. Das letzte Konzert und feierliche Finale der „MTV Unplugged Tour“ ging in ihrer Heimatstadt Hamburg über die Bühne der ausverkauften Barclaycard Arena und die vier sympathischen Nordlichter verabschiedeten sich in eine Pause. Die erste wirkliche Pause nach über einem Jahrzehnt Bandgeschichte, unzähligen Gold und Platinauszeichnungen, Echo, MTV Awards, Charthits und alleine auf der letzten Tour beinahe 250.000 Fans, die jeden Abend genauso glücklich und verschwitzt nach Hause gingen wie die Band. Doch ein Jahr Pause geht schneller vorbei, als man denkt. Und pünktlich melden sich Revolverheld mit der Nachricht zurück, dass Johannes nächstes Jahr Teil der 5.Staffel der höchst erfolgreichen VOX Sendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ wird! Offensichtlich rührt sich also wieder etwas im Hause Revolverheld und man munkelt, dass die Jungs wohl wieder an einem neuen Album feilen und 2018 nach >>PAUSE<< wieder auf >>PLAY<< drücken.

SANTIANO

A-HA

21. AUGUST | 20.00 UHR

22. AUGUST | 20.00 UHR

Mit zusammengerechnet 450 Wochen sind SANTIANO die am längsten in den deutschen Charts platzierte Band der vergangenen fünf Jahre. Jetzt nehmen die Giganten des Shanty-Rock weiter an Fahrt auf und kommen im August nach Coburg. Im Herbst 2017 erst wurden Santiano mit 7-fachem Gold und 3-fachem Platin für ihr Vorgängeralbum „Von Liebe Tod und Freiheit (2015)“ geehrt. Für die Männer aus dem Norden aber noch lange kein Grund sich auszuruhen – ganz im Gegenteil, denn sie arbeiten schon voller Kraft an Ihrer Bühnenshow. Wenn SANTIANO auf Tour ist, dann machen sie keine halben Sachen, das kann jeder in ihrem „Logbuch“ nachlesen, das die Band schon seit 2013 für ihre Fans führt. Dort zeigt sich oft genug per Videobotschaft, was vor und hinter der Bühne auf einem Konzert von SANTIANO passiert. Dass sich am Spaß der Mannschaft rein gar nichts geändert hat, dass sie noch immer scherzen, improvisieren, mit dem Publikum auf Tuchfühlung gehen und unterwegs manche Panne verfluchen.

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a-ha sind weltweit eine der kultigsten Pop-Bands der 80er Jahre. Das mehrfach mit Platin ausgezeichnete norwegische Trio gilt noch heute als wahrer Pionier in Sachen Musik- und Videotechnologie und nur wenige Bands können es mit dem Vermächtnis und der Langlebigkeit dieser Band aufnehmen. Auch bei der Electric Summer Tour 2018 werden a-ha wieder das tun, was sie am besten können: Von Herzen für ihre Fans performen. Im Gegensatz zur MTV Unplugged-Tour werden sie im kommenden Sommer mit Band und Streichersektion ein volles Elektro-Set spielen und sowohl altbekannte Hits als auch neues Material in sorgfältig ausgewählten, deutschen Städten präsentieren. Über die anstehende Tour sagt Morten Harket: „Wir haben eine enge Beziehung zu Deutschland und unseren Fans dort und haben auch Fans gesehen, die zu all unseren Shows reisen und die wir herzlich willkommen heißen. Es ist aufregend, draußen zu spielen und unsere Musik zu Orten zu bringen, die keine traditionellen Arena-Tour-Orte sind. Wie immer wollen wir die Dinge immer auf eine neue Art und Weise tun, damit die Dinge für unsere Fans aufregend bleiben. Wir freuen uns sehr auf diesen Electric Summer!“

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, C O B U R G E R |telefonisch D A S M A G A Z I unter N der Hotline 0951-23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. AUSGABE 27 / JUNI 2018


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WUNDERBARES SCHOTTLAND

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FRANK HEUMANN

Schottland, speziell die Isle of Skye ist seit 1981 das Ziel von Frank Heumann. Der Aufenthalt dort ist keine klassische Sonnenentspannung. Doch wer nachhaltig und verantwortlich loszieht, um auch mit zwei bis drei Wochen Kälte und Regen sowie mit den Midges auszukommen, den dort typischen Mücken, kann ein Ressort für Sinn und Verstand finden. Frank Heumann nämlich fotografiert, um mit seinen Aufnahmen auf die Verwundbarkeit der Landschaften aufmerksam zu machen. Seine Forderung an jeden Besucher ist, sich daran zu beteiligen, die Welt ein wenig besser zu machen, und er nimmt sich da nicht heraus. Seine Überzeugung: Wir alle haben etwas zu vererben. Der Fotograf aus Ebersdorf im Landkreis Coburg stellt seine Aufnahmen in Facebook aus. Aber auch auf der Seite www.myskye.de kann man die Aufnahmen bewundern und sogar als Einzelaufnahmen sowie Kalender bestellen. AUSGABE 27 / JUNI 2018

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WUNDERBARES SCHOTTLAND

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GALERIE

UNSERE KREATIVITÄT ENTSTEHT AUS DER LIEBE ZUM HAAR UND UNSEREM SINN VON ÄSTHETIK. Unser Anspruch ist die stetige Entwicklung in unserem Handwerk.

Studio Freese, seit 10 Jahren in Coburg Judengasse 54 | 96450 Coburg | 09561 35 32 922

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GALERIE

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SCHATZSUCHE 2018 Das Rätsel Für die Region präsentiert von

AB 23. JUNI WIEDER

1000,- EURO ZU GEWINNEN!

DIE SCHATZSUCHE 2018 – DAS RÄTSEL DER REGION Neue Runde – neues Rätsel: Mit Unterstützung der Sparkasse Coburg – Lichtenfels in Zusammenarbeit mit iTVCoburg winken wieder Gutscheine und Bargeld in Höhe von 1000 Euro. Die ersten Hinweise zu den Fragen sind gleich ein paar Zeilen weiter rechts zu finden – außerdem habt Ihr zur Lösung ausreichend Zeit. Vergesst nicht, die kostenlose iTVCoburgApp herunterzuladen. Dort findet Ihr nämlich immer den letzten Hinweis.

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Und so geht’s 2018 – ganz einfach: Die Schatzsuche findet jetzt noch viermal statt. Jedes Mal neu, jedes Mal geht es um Preise im Wert von 1000 Euro. Es gibt jeweils Hinweise zu den Fragen der Schatzsuche in jedem neuen COBURGER gedruckt oder auch online unter www.coburger-magazin.de: Also in diesem COBURGER, dann Ende Juli, im Oktober und im Dezember. Dann folgt die eigentliche Schatzsuche: 7 Tage lang 7 Fragen lösen - jeweils ab 17 Uhr unter www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg an allen Tagen in folgenden SchatzsucheWochen: 23. bis 29. Juni, 18. bis 25. August, 20. bis 26. Oktober, 08. bis 14. Dezember. Dann habt Ihr sieben Antworten – und mit dem abschließenden Hinweis auf der iTVCoburgApp kommt Ihr dann auf die Lösung, den Schlüssel zum Schatz. Eine Woche habt Ihr dafür Zeit. Die Lösung dann einfach per Mail an hegen@coburger-magazin.de schicken. Aus allen richtigen Mails losen wir einen Gewinner. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Mitspielen könnt Ihr ab 16 Jahre. Der Veröffentlichung von Namen und Bild, solltet Ihr gewinnen, stimmt Ihr mit der Teilnahme zu.

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DAS RÄTSEL FÜR DIE REGION

Sieben Hinweise für die sieben Fragen der dritten Schatzsuche 2018 vom 23. bis 29. Juni. Dann könnt Ihr Euch schon mal vorbereiten:

Und hier noch die Auflösung vom letzten mal: Also wir hatten ja schon am Anfang der letzten Schatzsuche angekündigt, dass es sich um einen schönen Ort handelt. Der war aber eben nicht in Coburg … sondern in Belgien. Die richtige Antwort und damit der Schlüssel zum Schatz war nämlich „Oudenaarde“, die Partnerstadt Coburgs. Gewinnerin war dieses Mal Eva Diem aus Coburg, der wir die Gutscheine im Wert von 750 Euro und 250 Euro Bargeld übergeben haben. Alle Fragen, alle Antworten von der letzten Schatzsuche auf www.coburger-magazin.de.

1 Schwingt regelmäßig das Tanzbein. 2 Hat Anfang des Jahres für „Wirbel“ gesorgt. 3 Nach dem Baum geht er … Richtung Süden. 4 War in keinem Testament vermerkt. 5 Laut einer Sage wurden hier Edelmetalle geschöpft. 6 Ein Stück Münchner Tradition in Coburg. 7 Nach einer Person benannt, fürs Feiern bekannt auch unter neuem Namen.

English Crafted

Cider, Perry,* CiderBrandy & Likör *Birnenwein,

Jetzt seid Ihr schon gut gerüstet für die erste Frage unserer zweiten Schatzsuche am Samstag, den 22. Juni um 17 Uhr auf www.coburger-magazin.de oder auf den Facebook-Seiten des COBURGER und von iTVCoburg.

Ihr benötigt also zum Miträtseln nur: Jeweils den neuen COBURGER gedruckt oder online unter www.coburger-magazin.de

alternativ einen Facebook-Zugang COBURGER oder iTVCoburg und die kostenlose iTVCoburg App Dann noch Freude am Rätseln und Glück.

Das war es – viel Spaß.

Unsere Sponsoren 2018 u.a.:

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Ernstfarm Coburg, Kürengrund 80, Tel. 09561-832734 . Mobil 0171 9234203 Öffnungszeiten: Di.,Do.,Fr.:15-18 Uhr, Sa:14-18 Uhr

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IN EIGENER SACHE

IMPRESSUM COBURGER – Das Magazin Ausgabe 27 / Juni 2018 Sechster Jahrgang Auflage 3500 Stück www.coburger-magazin.de Verlag: markatus | markantes marketing Mohrenstr. 31 96450 Coburg Telefon 0 95 61 / 973 45 00 www.markatus.de Herausgeber und Chefredakteur: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Gründungsherausgeber: Peter Einheuser Wolfram Hegen Autoren dieser Ausgabe: Benedikt Dellert Rene Hähnlein Wolfram Hegen Wolfram Porr Heidi Schulz-Scheidt Chris Winter Fotografen dieser Ausgabe: Yves Alloinde Sebastian Buff Frank Heumann Layout/ Illustrationen: Axel Straubinger Titel-Illustration: „Abendstimmung am Zollinger“ Grundlayout: Peter Einheuser

IN EIGENER SACHE COBURGER PREMIUM-PARTNER 2018 TREUE SEELEN UND DANKE Das dritte Magazin im Jahr 2018. Und unsere Premium-Partner sind wieder mit an Bord. Danke ihnen und allen Werbekunden für Ihr Vertrauen in den COBURGER als die Premium-Marke in Sachen Kommunikation in der Region.. Was es im Fußball nicht geben kann, das streben wir an: win-win-win, für Kunden, Leser, und damit natürlich auch für uns. Wir setzen auf höchste inhaltliche Qualität in Sachen Geschichten, Fotos, Illustrationen, auf Haptik, auf Ästhetik, unsere Leser haben - denken wir - Freude daran, die Werbekunden erreichen damit eine interessierte hochwertige Leserschaft mit ihren Botschaften, und wir wiederum finanzieren dank ihnen unser Magazin.

Anzeigengestaltung: markatus | markantes marketing Anzeigenvertrieb: Wolfram Hegen Telefon 01 71 / 690 52 84 hegen@coburger-magazin.de Es gilt die Anzeigenpreisliste 01/2018 Druck: DCT GmbH www.dct.de Preis: kostenlos Vertrieb: über 200 Verteilstellen in Coburg Stadt und Land Bestellung: Online über www.coburger-magazin.de Preis inkl. Verpackung und Versand innerhalb Deutschlands 5 Euro inkl. MwSt.

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COBURGER IM WWW ONLINE LESEN Die gedruckte Auflage des COBURGER ist zunehmend schnell vergriffen, zum Glück aber gibt es ja – das Internet. Alle Geschichten der aktuellen Ausgabe nämlich finden sich unter www.coburger-magazin. de übersichtlich und attraktiv aufbereitet. Alle Geschichten, alle Fotos, und das kostenlos, werden auf der Homepage des COBURGER veröffentlicht. Außerdem besteht dort auch die Möglichkeit, alte Ausgaben nachzubestellen – soweit noch verfügbar – oder für sich, Freunde oder Bekannte ein Abo zu bestellen.

Und das sind bisher unsere PREMIUM-KUNDEN 2018: Anwaltskanzlei Hörnlein & Feyler Autohaus Willy Ernst Baugesellschaft Otto Hauch Bätzoldt oHG Bodystreet Coburg Heiligkreuz Broadway Body GmbH Buchhandlung Riemann Ciderhof Citroen Grosch Coburg Stadt und Land aktiv Engel & Völkers Frische-Center Wagner IHK zu Coburg iTVCoburg Kongresshaus Rosengarten Landestheater Coburg Lasco Umformtechnik Optik Müller ROB – Roberto Bauer Herrenmoden Schumacher Packaging Sparkasse Coburg – Lichtenfels Sportland Studio Freese SÜC süc//dacor Thomas Bittorf tb.legal Tourismus & Stadtmarketing Citymanagement Coburg Veranstaltungsservice Bamberg Vitadrom Von Poll Immobilien VR-Bank Coburg

Haben Sie auch Interesse? Dann schreiben Sie uns an hegen@coburger-magazin.de

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IN EIGENER SACHE

DAS COBURGER-TEAM UNSERE AUFSTELLUNG Fussball-WM? Höchste Zeit, das aktuelle Team des COBURGER vorzustellen. Mit dieser Aufstellung gehen wir ins zweite Halbjahr 2018. Kein HurraFussball, eher weiter mit kontrollierter Offensive und gelegentlichen Vorstößen durch die Mitte. Unser Motto: Lieber hoch gewinnen als nur mit 1:0.

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Erik Bätzoldt und Natalie Riedel

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Für uns bietet das Training bei Bodystreet Coburg Heiligkreuz den perfekten Ausgleich zu einem harten Arbeitstag. In nur 20 Minuten den Körper auspowern und den Kopf frei bekommen. Durch den persönlichen Trainer wird man bestens betreut und kann gezielt auf die eigenen Belange eingehen und die Intensität des Trainings nach Tagesform abstimmen. Hier herrscht familiäres Klima, man wird bestens von Frank und Tanja und Ihren Trainern betreut. In kurzer Zeit haben sich unsere Muskulatur und Körperhaltung verbessert. Vielen Dank an das gesamte Team von Bodystreet Coburg Heiligkreuz.

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MONACO FRANKE

DER MONACO FRANKE Ganz gleich, wo man lebt: Es sind die besonderen kleinen Momente, die einem den Alltag versüßen. Ein Lächeln, ein freundliches Wort, eine kleine Geste der Herzlichkeit oder einfach nur eine menschliche Begebenheit, wie sie der Monaco jüngst in einem oberfränkischen Supermarkt erlebt hat. Eine Verkäuferin telefonierte da mit ihrem Handy - am anderen Ende der Leitung ganz offensichtlich eine Kollegin. Und dann dieser Satz, wie man ihn sich nicht schöner ausdenken kann: „Soch amoll, is der Mohammed scho bei Euch aufg’schlong?“ Herrlich! Das nennt man wohl gelebte Integration. Vorbildlich! Soll nuch amoll aaner sagen, die Franken seien Muffköpf ‘! Ja, das mit der Integration is so a Sach`! Wo sie uns nützt und wir von ihr profitieren, sehen wir sie gerne positiv und verteidigen sie als echte deutsche Errungenschaft. Wo es aber Probleme gibt oder man Nachteile für sich selbst befürchtet, ist es plötzlich nicht mehr so weit damit her. Wir Franken haben natürlich den Vorteil, dass wir es schon gewohnt sind, Menschen mit „Migrationshintergrund“ bei uns aufzunehmen und ihnen unsere Lebensart, unsere Heimat und unsere Kultur näherzubringen. Als 1989 die Thüringer und Sachsen bei uns einfielen, hat es ihnen doch recht gut bei uns gefallen, oder? Und auch so manch „strafversetzter“ Beamter aus Oberbayern geht längst viel lieber auf Samba, zum Annafest oder auf den „Berch“ als nach München auf die Wiesn. Annerschrum haben auch wir uns auch an die „Einwanderer“ gewöhnt. Wenn halt bloß der Dialekt ned wär, gell …! Zugegeben: Nicht ganz so einfach wie die Thüringer gelingt es uns, Migranten aus der Türkei, Syrien, Afghanistan oder den afrikanischen Staaten zu integrieren. Deshalb ist es gut, dass die FußballWeltmeisterschaft ansteht. Kultur und vor allem eben der Sport sind doch immer noch die besten Integrationsbeschleuniger. Oder wer hätte Jérôme Boateng nicht gerne als Nachbarn?

Selbst unsere Bundeskanzlerin hat das schließlich schon so ähnlich gemacht (nur ohne Trikots), um den Flüchtlingsdeal mit der Türkei nicht zu gefährden … Also Schwamm drüber und alle z‘sammhalten! Speziell bei dieser Weltmeisterschaft ist die Chance besonders groß, dass es mit unseren ausländischen Mitbürgern zu Verbrüderungen und gemeinsamen Siegesfeiern kommt. Gut möglich, dass besonders unsere türkischen und italienischen Mitbürger (lediglich bei den Niederländern fehlt einem der Glaube) diesmal zu einhundert Prozent Jogis Jungs anfeuern. Die Nationalmannschaften beider Länder haben sich ja eine lange fußballfreie Sommerpause gegönnt und sich nicht qualifiziert. Warum sich also nicht mit der DFB-Elf identifizieren, mit der Nationalmannschaft des Landes, in dem sie leben und arbeiten? Der Monaco freut sich deshalb schon auf „Pizza Khedira“, die Penne Antonio oder den „Mesut-Döner“! Und auch seine Nachbarn haben sich in diesem Jahr schon wieder voll ausgestattet: Schwarz-rot-goldene Stumpen für die AutoAußenspiegel und die Kopflehnen, Fähnla für den Garten! Blöd wäre jetzt nur, die deutsche Mannschaft würde früh ausscheiden. Dann ist die nächste Krise vorprogrammiert. Vermutlich würden einige wieder sticheln, es habe nur daran gelegen, dass die Jungs nicht voll bei der Sache waren und die Nationalhymne (dritte Strophe, Herr Gauland!) nicht voll inbrünstig mitgeschmettert hätten. Mei Meinung dazu? A Vogelschiss! Schätzla, schau wie iech schau! Für den COBURGER von Wolfram Porr

Dass sich die Sportskameraden Özil und Gündogan kurz vor der WM (und den Wahlen in der Türkei) mit Recep Erdogan ablichten ließen und ihn hofierten, wird dann auch schnell wieder vergessen sein. Solche Hornochsen, horch! Na ja, aber die Jungs haben es ja auch gar nicht so gemeint, gell! Haben sie jedenfalls später ihrem anderen Präsidenten, Frank-Walter Steinmeier, im Berliner Schloss Bellevue gesagt. Und das alles natürlich ganz freiwillig und aus eigenem Antrieb. Logisch! Na ja - vielleicht ist es ja zu viel von einem Fußballprofi verlangt, sich öffentlich für Demokratie und Meinungsfreiheit stark zu machen, anstatt dem „verehrten Präsidenten“ kamerawirksam Trikots ihrer Klubs zu überreichen.

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So alles normal läuft und die deutsche Mannschaft in Russland weit kommt, werden wir die türkischstämmigen Mesut und Ilkay, und auch Jérôme, Antonio, Sami und Leroy wie ganz selbstverständlich anfeuern, hoch leben lassen und vielleicht sogar als „Fußballgötter“ feiern - allerspätestens dann, wenn sie Spanier oder Franzosen kurz vor dem eigenen Sechzehner abgrätschen („hau na um!“), wenn sie den genialen Pass in die Schnittstelle der brasilianischen Abwehr spielen oder sogar das eine oder andere entscheidende schöne Tor schießen („Weddernei, genau in die Gambel!“). Is doch kloar wie Kloßbrüh‘! Die Jungs g‘hören zu uns, wenn sie mit dem Adler auf der Brust für uns auflaufen. Und dabei is es völlig worschd, ob die nun in Gelsenkirchen, Stuttgart, Berlin oder Istanbul geboren wurden!

AUSGABE 27 / JUNI 2018


AUF EIN WORT

In jedem COBURGER laden wir an dieser Stelle Coburger oder Nicht-Coburger ein, ihre Meinung zu sagen.

Paukenschlag … mit Ansage von Renè Hähnlein, Coburger Stadtrat Michael Böhm, langjähriger Leiter des Stadtmarketing verlässt Coburg, für viele überraschend. Nach dem Weggang von Citymanager Jörg Hormann und Tourismuschef Michael Amthor bereits der dritte prominente Verlust in kurzer Zeit. Böhm war wichtige Nahtstelle und Ansprechpartner für die regionale Wirtschaft, den Einzelhandel, Kulturschaffende, aber auch für Sponsoren. Er holte Filmproduktionen nach Coburg, organisierte die Coburger Geschenkekiste, plante die Weihnachtsbaumaktion für die Queen, war führend bei der Vermarktung der erfolgreichen Landesausstellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ tätig, initiierte das Patenschafts-Programm für ausländische Studenten und vieles mehr. An seiner Arbeit liegt es also nicht, dass er Coburg verlässt. Diese war über die Stadtgrenzen hinaus erfolgreich und bei einem großen Teil des Stadtrates anerkannt und geschätzt. Mitentscheidend war dagegen die ständige Befristung seines Arbeitsvertrages. Coburg nämlich möchte zwar auf Augenhöhe mit Wirtschaft, Bildung und Kultur um die kreativsten Köpfe werben, bietet dann aber nur EinJahres-Verträge oder Befristungen an. So aber kann man langfristig keine erfolgreichen Strukturen aufbauen. Das sollte jedem klar sein. Coburg muss vielmehr als gutes Beispiel vorangehen und Befristungen grundsätzlich ablehnen. Das schafft Sicherheit für die Angestellten und ihre Lebensplanung und steigert die Attraktivität als Arbeitgeber. Ein weiterer Punkt ist der Antrag zweier Stadtratskollegen zur Umgestaltung des Stadtmarketings. Grundsätzlich bin ich ein Fan solcher Anträge. Kommunalpolitik muss und darf gestalten, dafür haben die Coburgern uns gewählt. Inhaltlich halte ich den Antrag allerdings für falsch. Er zerstört sehr gut funktionierende Strukturen im Stadtmarketing und der Verwaltung, ohne dafür qualitative Verbesserungen anzubieten. „Wir verlieren damit Kreativität“ – das war mein Statement dazu im Stadtrat im April. Vier Wochen später kündigte Mick Böhm. Ein Paukenschlag mit Ansage zum Nachteil der Stadt.

AUSGABE 24 / DEZEMBER 2017

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Coburger | Das Magazin erscheint wieder am 3. August 2018

Calleri/toonpool.com

Anzeigenschluss ist der 20. Juli 2018.

Neueintragungen im Bayerischen Wörterbuch sind dieses mal DAS LETZTE AFD

Bezeichnung für abgestandene Bratensoße

DG

Abkürzung für „Drohende Gefahr“, ein anderes Wort für „dauerhaft ausbleibende absolute Mehrheit“

FCB

das „F“ steht für Frankfurt, der Rest ist historisch nicht mehr überliefert

FW

Abkürzung für „Freie Wähler“ (Eintragung nachgeholt, wurde bisher immer vergessen)

GLUBB anderes Wort für „Fahrstuhl“ HIT

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Abkürzung für „Inzwischen Coburg erreicht“, Kurzform für alles, was ein bisschen länger dauert

KREUZ Bezeichnung für den unteren Rücken, kurz überm Po PAGIDA Abkürzung für Bayerische Version der „Pegida“

Und noch zwei Löschungen gegenüber der letzten Auflage: JUPP SPD

Abkürzung für „Holland, Italien, Türkei“, ein anderes Wort für „Wir machen Urlaub im Juni“

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AUSGABE 27 / JUNI 2018


Wiedereröffnet nach Komplettsanierung!

Freuen Sie sich auf das neueste Hörstudio der Region!

Optik Müller bietet Ihnen: • Kostenlosen Hörtest • Hörsysteme aller Preisklassen • Unverbindliches Probetragen • Zubehör wie TV-Sets, Telefone und Kommunikationslösungen • Pflegeprodukte • Gehörschutz • diskrete Beratung in modernen Hörstudios • Hörsysteme namhafter Hersteller

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Brigitta Hübl

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Hörakustikerin, besucht aktuell die Meisterschule

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Meister im HörakustikHandwerk

AUSGABE 27 / JUNI 2018

Coburg, Mohrenstraße 31 Tel. 0 95 61 / 98 49

Rödental, Bürgerplatz 8 Tel. 0 95 63 / 26 26

Bad Rodach, Markt 10 Tel. 0 95 64 / 14 82 (bei Meister Optik)

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Nähe ist einfach. Weil man die Sparkasse immer und ßberall erreicht. Von zu Hause, mobil und in der Filiale.

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AUSGABE 27 / JUNI 2018


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